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Daily - Salzburger Festspiele

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DailyNr. 11, 6. August 2009

Das treue Publikum

und die Sponsoren

der Festspiele

Foto: Luigi Caputo

SALZBURGER FESTSPIELE 2009


SALZBURGER FESTSPIELE 2009 Daily

Nr. 11, 6. August 2009

Das Theodora-Team vor der Abfahrt zum Gastspiel bei Audi in Ingolstadt: Christine Schäfer, Johannes Martin

Kränzle, Bernarda Fink und Joseph Kaiser

Foto: wildbild.at

Für Audi gibt es heuer viel zu feiern: Der Autohersteller hat 100. Geburtstag, und die Audi

Sommerkonzerte in Ingolstadt gehen in die 20. Saison. Bei den Sommerkonzerten in Ingolstadt

ist etwas weltweit Einzigartiges zu erleben: ein Gastspiel der Salzburger Festspiele. Das

musikalische Team der Händel’schen Theodora spielte eine konzertante Version der Eröffnungs-

Premiere der Salzburger Festspiele. Es sei das erste Mal gewesen, dass er eine szenisch erarbeitete

Produktion konzertant aufgeführt habe, erzählt Tenor Joseph Kaiser nach der Rückkehr aus Ingolstadt.

Es sei herrlich gewesen, die Musik für sich sprechen zu lassen, sagt Joseph Kaiser, „denn

dieses Werk ist eines der tollsten Vokalwerke Händels überhaupt“. Das differenziert und nuanciert

spielende Orchester hinter sich im Rücken zu spüren und nicht vor sich im Graben zu wissen, das

sei etwas Besonderes gewesen. Etwas, das man sich als junger Sänger erträumt. Zu den Jugendträumen

des Kanadiers zählen auch schnelle Autos. „Ich bin ein großer Audi-Fan. Heute durfte

ich den R8 V10 fahren. Ein Nervenkitzel. Das ist so, als würde man ein Raumschiff lenken.“

Bei einer Pressekonferenz stellten die Wiener Philharmoniker ihre Jugendprojekte vor: Ein Schwerpunkt gilt der

Kammermusik; mehr zur philharmonischen Jugendarbeit in den nächsten Ausgaben. Foto: Eva-Maria Repolusk

Audi has lots to celebrate this year: the carmaker has its 100 th anniversary, and the Audi Summer

Concerts in Ingolstadt are marking their 20 th season. At the summer concerts in Ingolstadt,

an event unique takes place: a guest appearance of the Salzburg Festival. The musical

team of Handel’s Theodora performed a concert version of the Salzburg Festival’s opening night premiere.

It was the first time, said tenor Joseph Kaiser after returning from Ingolstadt, that he performed a

concert version of a production he had worked on scenically first. Kaiser claimed that it was wonderful

to be able to let the music speak for itself, “for this is one of the most amazing vocal works Handel

ever wrote”. To have the orchestra playing behind one, highly differentiated and with every nuance

polished, instead of in front of one in the pit, was something very special. Something that every young

singer dreams about. Among the Canadian’s boyhood dreams are also fast cars.“I am a great Audi

fan. Today I was allowed to drive the R8 V10. Absolutely thrilling. It’s like steering a spaceship.”

Festspiele Inside

15 Jahre Junge Freunde

In den 15 Jahren ihres Bestehens haben die Jungen

Freunde der Salzburger Festspiele an die 400 Gespräche

und Workshops mit Sängern, Schauspielern,

Dramaturgen, Regisseuren und Bühnenbildnern

organisiert. Zum Jubiläum der wichtigen Institution

wird ein Bildband mit Porträts Junger Freunde der

Salzburger Festspiele publiziert. Das Vorwort schrieb

Gerard Mortier. Der Band enthält Texte von Thomas

Oberender, Hans Widrich, Regina Wohlfarth und anderen.

Am Donnerstag wird das Buch mit Fotos von

Bernd Uhlig im Salzburger Landestheater präsentiert.

Mit dabei: Gerbert Schwaighofer, Kaufmännischer Direktor

der Salzburger Festspiele und Gerard Mortier,

ehemaliger Intendant der Festspiele.

Ziel der Jungen Freunde der Salzburger Festspiele ist

die offene und kritische Auseinandersetzung mit Kunst

im Rahmen der Salzburger Festspiele. Das Motto der

Jungen Freunde lautet: Nicht nur konsumieren! Das

vielfältige Angebot beinhaltet Einführungsvorträge,

Künstlergespräche, Bühnenführungen, Diskussionen,

das Entwerfen von Kostümen, Schreiben von Kritiken

und vieles mehr, verbunden mit Proben- und Aufführungsbesuchen.

www.jungefreunde.at

Helen Donath im Kreis der Jungen Freunde

Foto: Junge Freunde

During the 15 years of their existence so far, the

Young Friends of the Salzburg Festival have

organized about 400 conversations and

workshops with singers, actors, dramaturges, directors

and set designers. On the anniversary of this important

institution, a volume of portraits of Young Friends of the

Salzburg Festival is being published, with an introduction

written by Gerard Mortier.

The volume contains texts by Thomas Oberender, Hans

Widrich, Regina Wohlfarth and others. On Thursday, the

book of photos by Bernd Uhlig will be presented at the

Salzburg Landestheater. Among the guests will be Gerbert

Schwaighofer, Business Director of the Salzburg Festival,

and Gerard Mortier, former Artistic Director of the

Festival.

The goal of the Young Friends of the Salzburg Festival

is an open and critical exploration of art as part of the

Salzburg Festival. The motto of the Young Friends is

“Beyond mere consumption!” The diverse offerings

encompass introductory lectures, artist conversations,

stage tours, panel discussions, costume design, writing

reviews and many other events, in addition to attendance

at rehearsals and performances.

Musik des Jahresregenten Joseph Haydn dominiert

den Zyklus von Marc Minkowski und seinem

Orchester Les Musiciens du Louvre • Grenoble.

Im ersten Konzert stellte der französische Ausnahmemusiker

neben Haydn zwei weitere Jahresregenten in

den Fokus: Henry Purcell und Georg Friedrich Händel,

jeweils mit einer der heiligen Cäcilia gewidmeten Ode.

Es folgen drei Pariser Symphonien und als krönender

Abschluss Haydns Oratorium Die Schöpfung – in seiner

englischen Version als The Creation.

Marc Minkowski nimmt eine singuläre Position in der

aktuellen musikalischen Landschaft ein. Begonnen hat

seine musikalische Karriere im Orchester – er startete als

Fagottist in René Clemencic’ Clemencic Consort. 1982

gründete er das Ensemble Les Musiciens du Louvre (inzwischen

mit dem Zusatz „Grenoble“), mit dem er sich

zunächst vor allem dem Repertoire des französischen

Barock sowie Werken von Monteverdi, Händel, Gluck,

Mozart u. a. widmete. Doch schon früh verfolgte Marc

Minkowski das Ziel, über Genregrenzen und musikalische

Zeitalter hinweg zu denken. Er brachte mit seinem

Orchester schließlich auch Werke des 19. Jahrhunderts

bis hin zu Strawinskys Pulcinella zur Aufführung. Der

vielseitige, innovative Musiker nimmt sich Haydns dichtester

Tonschöpfungen an – mit spannenden Ergebnissen

darf gerechnet werden.

Marc Minkowski

Innovative Kraft

Foto: Philippe Gontier/Naïve

Music by this year’s anniversary composer Joseph

Haydn dominates the cycle presented by Marc

Minkowski and his orchestra, Les Musiciens du

Louvre • Grenoble. For the first concert, the exceptional

musician focused not only on Haydn, but also two other

composers celebrating anniversaries: Henry Purcell and

George Frideric Handel, each represented with an Ode

dedicated to St. Cecilia. This is followed by three of the

Paris Symphonies and, as the crowning glory, Haydn’s

oratorio The Creation – in its English-language version.

Marc Minkowski occupies a unique position in today’s

musical landscape. He began his musical career as an orchestra

musician – by playing bassoon in René Clemencic’s

Clemencic Consort. In 1982, he founded the ensemble Les

Musiciens du Louvre (it later acquired the addition

“Grenoble”), with which he originally performed mainly

French Baroque repertoire as well as works by Monteverdi,

Handel, Gluck, Mozart and others. However, very soon

Marc Minkowski began to think beyond genre boundaries

and musical eras. He ultimately began performing 19 th century

works, even up to Stravinsky’s Pulcinella, with his

orchestra. A multi-faceted, innovative musician takes on

Haydn’s most intense compositions – fascinating results

are to be expected.

Karten für die Konzerte am 6. und 11. 8. in Preiskategorien

von € 150,– bis 75,– verfügbar.


SALZBURGER FESTSPIELE 2009 Daily

Nr. 11, 6. August 2009

Wer finanziert die Festspiele?

Die Hälfte des Budgets der Salzburger Festspiele wird über den Kartenverkauf lukriert. Eine für eine europäische

Kultureinrichtung einmalige Leistung. Dank gilt auch den Sponsoren und den Freunden der Salzburger Festspiele.

Festspiel-Financier Nr. 1 ist der Kartenkäufer:

Die Hälfte des Budgets, 2008 waren

das 25,2 Mio. Euro, nimmt das Kartenbüro

ein. Eine für eine europäische Kultureinrichtung

einmalige Leistung.

Financier Nr. 2 ist die öffentliche Hand: Aus

dem Budget von Bund, Land und Gemeinde

erhalten die Festspiele rund 10,4 Mio. Euro.

Die Tatsache, dass die Festspiele noch im selben

Jahr 12,2 Mio. Euro an Steuern und Abgaben

zurückzahlen, bedeutet aber: In Wahrheit zahlen

sich die Festspiele ihre Subventionen

selbst. Dazu kommt noch, dass die Festspiele

gesamtwirtschaftliche Produktions- bzw. Umsatzeffekte

von rund 227 Mio. Euro auslösen.

Financier Nr. 3 ist die Wirtschaft: Der Tourismusförderungsfonds

trägt jährlich mit 2,6 Mio.

Euro zur Finanzierung der Salzburger Festspiele

bei.

Financier Nr. 4 ist der Verein der Freunde der

Salzburger Festspiele, der mit 2,2 Mio. Euro

jährlich die Salzburger Festspiele unterstützt.

Financier Nr. 5 sind die Sponsoren. Sie steuern

insgesamt rund 10% unseres Budgets bei

und machen damit Zusatzprojekte möglich.

Nestlé ist der treueste Sponsor der Salzburger

Festspiele. Seit dem Beginn der Partnerschaft

im Jahr 1991 unterstützt Nestlé vor allem

die Jugendprojekte und finanziert jährlich

Jugendkarten, damit auch junge Menschen an

den Festspielen teilhaben können. Außerdem

unterhält der Nahrungsmittelproduzent die

einzigartige Initiative des Attersee Institute

Orchestra.

Audi macht dank seiner Unterstützung seit

1995 nicht nur kulturelle Höchstleistungen in

Salzburg möglich, sondern bringt auch jedes

Jahr eine Festspielaufführung zu den Sommerkonzerten

nach Ingolstadt – und somit zu

Menschen, die nicht die Chance haben, die

Festspiele in Salzburg zu besuchen.

Siemens, seit 1999 Hauptsponsor der Salzburger

Festspiele, bietet durch seine Unterstützung

Festspiele für alle. Bei freiem Eintritt und

in der einmaligen Atmosphäre auf dem Kapitelplatz

können bei den Siemens Fest>Spiel>

Nächten Festspielaufführungen erlebt werden.

Seit 2008 kommen auch die Kleinen bei einem

eigenen Siemens Kinder>Festival in den Genuss

altersgerechter Opernfilme. Und erstmals

gab es durch Siemens weltweit eine Festspielpremiere

im Internet, durch das Streamen von

Così fan tutte auf höchstem Niveau.

Uniqa, Hauptsponsor seit 2002, verbindet

seinen unternehmerischen Siegeszug durch

die ehemaligen kommunistischen Länder mit

Engagement für die Festspiele. Nicht nur Uniqa,

auch die Festspiele erobern dort einen neuen

Markt bei gemeinsamen Präsentationen in

Prag, Budapest und Warschau.

Credit Suisse, Hauptsponsor der Salzburger

Festspiele seit 2006, bringt als Global Player

Gäste aus der ganzen Welt nach Salzburg. Außerdem

hat Credit Suisse sein Engagement auf

die Jugendarbeit ausgeweitet. Sie finanziert

unser Young Singers Project mit.

A. Lange & Söhne ist der Garant dafür, dass

Riccardo Muti zu Pfingsten kostbare Schätze

der Neapolitanischen Schule heben kann.

Unverzichtbar für unser Programm sind auch

die Projektsponsoren. Montblanc International

sponsert das Young Directors Project, aus

dem Künstler hervorgegangen sind, die bereits

große Karriere machen. So hat z. B. der

Littauer Alvis Hermanis seine erste Regie im

Westen 2003 in Salzburg mit Gogols Der Revisor

gemacht. Jetzt kehrt er als Kultregisseur

mit Sound of Silence zu uns zurück.

Dank des Schweizer Pharmakonzerns Roche

erhält die zeitgenössische Musik in der Kontinente-Reihe

eine bedeutende Plattform im

Rahmen der Festspiele. Daneben bringt das

aufregende Studentenprogramm Youth! Arts!

Science! jährlich 100 junge Studierende aus

der ganzen Welt nach Salzburg.

Helga Rabl-Stadler

Martin Grubinger

Foto: Michael Herdlein

Als ich im Oktober 2008 von Markus

Hinterhäuser gefragt wurde,

einen Abend mit Musik von Edgard

Varèse und Iannis Xenakis zu bestreiten,

war ich von dieser Idee begeistert.

Wir haben uns diverse Aufnahmen angehört

und über die Programmgestaltung

diskutiert. Für Markus war schnell klar,

dass Varèses Ionisation und die beiden

großen Xenakis-Werke Persephassa und

Pleïades Teil des Programms sein sollen.

Als Künstler trifft man immer wieder

mit Musikmanagern und Intendanten

zusammen, um über Programme und

Ideen zu sprechen. Doch selten lernt man

über das Repertoire seines eigenen Instruments

mehr als im Gespräch mit

Markus. Er hat meinen Ensemblekollegen

und mir einige aufregende Probenwochen

mit dieser monumentalen Musik

beschert, sodass ich diesen genialen

Komponisten nun besser verstehen kann.

Xenakis’ künstlerische Motive waren

vielfältig und auch zum Teil politisch geprägt.

Xenakis hat sich in den 1940er

Jahren in Griechenland am Kampf gegen

die nationalsozialistische Besatzung beteiligt.

Diese gesellschaftspolitische Komponente

ist für mich faszinierend und

identitätsstiftend zugleich. In Zeiten

wachsender Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit

und Inhumanität spendet die

Musik Iannis Xenakis’ Hoffnung und

gibt mir Mut, mit aller Kraft und Überzeugung

für die Ideale von Freiheit und

Humanismus einzutreten.

„Der Hörer muss gepackt und, ob er

will oder nicht, in die Flugbahnen der

Klänge hineingezogen werden. Der sinnliche

Schock muss ebenso eindringlich

werden wie der Schlag des Donners oder

der Blick in einen bodenlosen Abgrund.“

(Iannis Xenakis)

Foto: Luigi Caputo

Who Finances the Festival?

Half of the budget of the Salzburg Festival is made by ticket sales. This is unique among European cultural institutions.

Festival Financer No. 1 is the ticket buyer:

half of the budget, or 25.2 million Euro in

2008, consists of ticket sales revenue. This is

unique among European cultural institutions.

Financer No. 2 is the state: the Festival receives

about 10.4 million Euro from the Federal, State

and municipal budgets. However, the fact that

the Festival pays back about 12.2 million Euro in

taxes and fees means that the Festival is actually

paying its own subsidies. In addition, the Festival

is the motor generating about 227 million Euro of

production and secondary business effects.

Financer No. 3 is the economy: the Tourism

Board supports the Salzburg Festival with 2.6

million Euro every year.

Financer No. 4 is the Association of Friends of

the Salzburg Festival, which supports the Festival

with about 2.2 million Euro every year.

Financer No. 5 are the sponsors. They contribute

about 10% of our budget and enable the

Festival to take on additional projects.

Nestlé is the most faithful sponsor of the Salzburg

Festival. Since the beginning of this partnership

in 1991, Nestlé has supported mainly youth

and education projects, especially youth tickets,

thus enabling young people to participate in the

Festival. Furthermore, the food producer maintains

the unique initiative of the Attersee Institute

Orchestra.

Audi has not only enabled the Festival to present

culture of the highest degree in Salzburg

since this partnership began in 1995, but it also

brings a Festival production to its Summer Concerts

in Ingolstadt – to people who do not have a

chance to visit the Festival in Salzburg otherwise.

Siemens, a main sponsor of the Salzburg Festival

since 1999, supports initiatives that provide

Festival performances to everyone. Festival performances

are broadcast free of charge and in the

unique atmosphere on Kapitelplatz as part of the

Siemens Festival>Nights. Since 2008, there has

been an additional Siemens Children’s>Festival,

where opera films for children are screened. And

for the first time, Siemens has presented a Festival

premiere on the internet, streaming Così fan

tutte at the highest level.

Uniqa, main sponsor since 2002, combines its

triumphal expansion in the former Communist

countries with its support of the Festival. Not

only Uniqa, but the Festival too is exploring new

markets there with joint presentations in Prague,

Budapest and Warsaw.

Credit Suisse, a global player and main sponsor

of the Festival since 2006, brings visitors from

all over the world to Salzburg. Furthermore,

Credit Suisse has extended its support to education

projects. It co-finances our Young Singers

Project.

A. Lange & Söhne guarantees that Riccardo

Muti can rediscover treasures of the Neapolitan

School at the Salzburg Whitsun Festival.

And finally, the project sponsors are indispensable

for our program. Montblanc International

sponsors the Young Directors Project, which has

featured artists who are already enjoying international

careers. Thus, Latvian Alvis Hermanis

first directed in the West at the Salzburg Festival

in 2003 with Gogol’s The Inspector-General.He

returns to us this year, bringing cult status and

his production Sound of Silence.

Thanks to the Swiss pharmaceutical corporation

Roche, contemporary music has found a

major platform at the Festival, in the shape of the

Continents series. In addition, the exciting student

program Youth! Arts! Science! brings 100

university students from all over the world to

Salzburg.

Helga Rabl-Stadler

When Markus Hinterhäuser asked

me in October of 2008 whether

I wanted to perform an evening

of music by Edgard Varèse and Iannis

Xenakis, I was very excited about the idea.

We listened to various recordings and

discussed the program. To Markus, it was

quickly clear that Varèse’s Ionisation and

the two large-scale Xenakis works Persephassa

and Pleïades should be part of the

program.

As an artist, one often meets with music

managers and artistic directors to talk

about programs and ideas. But rarely does

one learn more about the repertoire for

one’s own instrument than talking to

Markus. He has given my colleagues in the

ensemble and me some exciting rehearsal

weeks with this monumental music, so

that I am now able to understand this

genius of a composer better.

Xenakis’ artistic motives were varied

and partially political. Xenakis was involved

in the struggle against the Nazi occupation

in Greece during the 1940s. This

social and political component is fascinating

to me and creates an identity as well.

During times of increasing intolerance,

xenophobia and inhumanity, Iannis Xenakis’

music gives me hope and courage to

stand up with all my power and conviction

for the ideals of freedom and humanism.

“The listener must be grabbed, whether

he wants to or not, and drawn into the trajectory

of the sounds. The sensual shock

must be just as impressive as a thunderclap

or the glance into a bottomless abyss.”

(Iannis Xenakis)

Martin Grubinger


SALZBURGER FESTSPIELE 2009 Daily

Nr. 11, 6. August 2009

Meisterklasse

Im Jahr 1981 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen

in der Uraufführung von Friedrich Cerhas Oper

Baal. In diesem Jahr gibt sie ihre Erfahrungen im Rahmen

einer Meisterklasse beim Young Singers Project weiter:

Marjana Lipovšek. Die slowenische Sängerin ist eine

von vier prominenten Sängerpersönlichkeiten, die beim

Young Singers Project, das durch Credit Suisse und die

Salzburg Festival Society ermöglicht wird, öffentlich unterrichten.

Michael Schade, Creative Director des Projekts,

hat dies bereits getan. Ihm folgen noch Thomas Quasthoff

und Christa Ludwig.

Das Young Singers Project fand erstmals im Sommer

2008 statt. Vom Erfolg dieser Arbeit können sich auch in

diesem Jahr sowohl das Publikum als auch Fachleute, Intendanten

und Agenten, in den Meisterklassen und vor allem

beim Abschlusskonzert im Mozarteum überzeugen,

das am 26. August stattfinden wird. Joel Prieto, in dieser

Saison in einer Aufführung von Così fan tutte zu erleben,

hat im Rahmen des Young Singers Project 2008 mit Michael

Schade und Barbara Bonney gearbeitet – und anschließend

den Operalia-Wettbewerb gewonnen.

Marjana Lipovšek

Foto: Johannes Ifkovits

In 1981, she made her Salzburg Festival debut in the world

premiere of Friedrich Cerha’s opera Baal. This year, she

shares some of her experience in a master class at the Young

Singers Project: Marjana Lipovšek. The Slovenian singer is

one of four prominent singer personalities who will teach in

public at the Young Singers Project, made possible by Credit

Suisse and the Salzburg Festival Society. Michael Schade, the

project’s Creative Director, already took his turn. They will be

followed by Thomas Quasthoff and Christa Ludwig.

The Young Singers Project first took place in the summer

of 2008. The successful work that takes place here can be witnessed

by audiences, experts, artistic directors and agents at

the master classes and especially at the final concert at the

Mozarteum, which takes place on August 26. Joel Prieto,

heard this season in a performance of Così fan tutte,worked

with Michael Schade and Barbara Bonney during the Young

Singers Project in 2008 – and went on to win the Operalia

Competition.

Free tickets for the master classes are available from the

Festival box office.

Zählkarten gibt’s im Kartenbüro der Salzburger Festspiele.

heute · today

Vorschau · Preview

morgen · tomorrow

Datum Uhrzeit Veranstaltung Veranstaltungsort

Date time event venue

Do, 6.8. 10.00 Uhr Freunde der Salzburger Festspiele

Oliver Kraft: Al gran sole carico d’amore

Schüttkasten

11.30 Uhr Freunde der Salzburger Festspiele · Brita Steinwendtner liest aus

ihrem Buch Jeder Ort hat seinen Traum · Dichterlandschaften:

Peter Handke, Wolfgang Hildesheimer, Christoph Ransmayr

und Peter Turrini

Schüttkasten

15.00 Uhr Exegese Nono 2 · Intolleranza, Al gran sole carico d’amore,

Prometeo · Das Musiktheater des Luigi Nono

Schüttkasten

15.30 Uhr Young Singers Project · Meisterklasse mit Marjana Lipovšek Universitätsaula

18.30 Uhr Georg Friedrich Händel · Theodora · Ivor Bolton · Christof Loy

Mit Christine Schäfer, Bejun Mehta, Johannes Martin Kränzle,

Joseph Kaiser, Bernarda Fink und Ryland Davies · Freiburger

Großes

Barockorchester, Salzburger Bachchor · James McVinnie

Festspielhaus

19.30 Uhr Haydn-Zyklus 2 · Les Musiciens du Louvre – Grenoble

Marc Minkowski · Werke von Joseph Haydn

Mozarteum

19.30 Uhr Friedrich Hebbel/Antonio Vivaldi · Judith · Lars Wittershagen,

Sebastian Nübling, Lutz Rademacher · Mit Tajana Raj, Stephanie

Perner-Insel

Schönfeld, Anne Tismer, Daniel Gloger, Sebastian Kowski u. a.

Hallein

20.00 Uhr Luigi Nono · Al gran sole carico d’amore · Azione scenica in

zwei Teilen · Ingo Metzmacher · Katie Mitchell · Mit Tanja Andrijic,

Elin Rombo, Sarah Tynan, Anna Prohaska, Virpi Räisänen,

Susan Bickley, Peter Hoare, Christopher Purves, Hee-Saup Yoon,

Andrè Schuen, Helena Lymbery, Laura Sundermann, Birgit Walter

und Julia Wieninger · Sebastian Pircher · Wiener Philharmoniker

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Felsenreitschule

20.00 Uhr Young Directors Project · Alice · Lewis Carroll · In einer

Bearbeitung von Roland Schimmelpfennig · Graz, Österreich /

Budapest, Ungarn · Viktor Bodó · Mit Carolin Eichhorst, Erik

Göller, Julian Greis, Steffi Krautz, Jaschka Lämmert, Dominik

Maringer, Jan Thümer, Andrea Wenzl · Joe Hofbauer, Jo List

republic

21.15 Uhr Siemens Festspielnächte 2009 · Jedermann-Nacht

Peter Simonischek · 2004 · Klaus Maria Brandauer · 1983

Kapitelplatz

Datum Uhrzeit Veranstaltung Veranstaltungsort

Date time event venue

Fr, 7.8. 10.00 Uhr Freunde der Salzburger Festspiele · Oliver Kraft: Così fan tutte Schüttkasten

11.30 Uhr Freunde der Salzburger Festspiele · Das Spiel der Mächtigen ORF-

Die Geschichte der Salzburger Festspiele 1960–1989

Landesstudio

18.30 Uhr Wolfgang A. Mozart · Così fan tutte · Adam Fischer · Claus Guth

Mit Miah Persson, Isabel Leonard, Topi Lehtipuu, Florian Boesch,

Bo Skovhus, Patricia Petibon · Wiener Philharmoniker,

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Haus für Mozart

19.30 Uhr Friedrich Hebbel/Antonio Vivaldi · Judith · Lars Wittershagen,

Sebastian Nübling, Lutz Rademacher · Mit Tajana Raj, Stephanie

Schönfeld, Anne Tismer, Jonas Fürstenau, Daniel Gloger,

Sebastian Kowski, Sebastian Röhrle, Dino Scandariato, Matias Tosi Perner-Insel

Capella Triumphans, Annelie Gahl

Hallein

20.00 Uhr Young Directors Project · Alice · Lewis Carroll · In einer

Bearbeitung von Roland Schimmelpfennig · Graz, Österreich /

Budapest, Ungarn · Viktor Bodó · Mit Carolin Eichhorst, Erik

Göller, Julian Greis, Steffi Krautz, Jaschka Lämmert, Dominik

Maringer, Jan Thümer, Andrea Wenzl · Joe Hofbauer, Jo List

republic

20.30 Uhr Kontinent Varèse 2 · Mit les jeunes solistes, Antoine Tamestit,

Klangforum Wien, Sylvain Cambreling · Werke von Luigi

Dallapiccola, Edgard Varèse, Morton Feldman

Kollegienkirche

21.00 Uhr Solistenkonzert · Grigory Sokolov Großes

Werke von Ludwig v. Beethoven, Franz Schubert

Festspielhaus

21.15 Uhr Siemens Festspielnächte 2009 · Giuseppe Verdi · La traviata

Carlo Rizzi · 2005

Kapitelplatz

KARTENBÜRO DER SALZBURGER FESTSPIELE

Herbert von Karajan Platz 11 · 5010 Salzburg · täglich 10.00 –18.00 Uhr

Telefon +43-662-8045-500 · Telefax +43-662-8045-555

Salzburger Festspiele Shop · Karten /Tickets

Hofstallgasse 1 (Eingang /entrance Haus für Mozart) · täglich 9.30–20.00 Uhr

info@salzburgfestival.at · www.salzburgfestival.at

Impressum • Medieninhaber: Salzburger Festspielfonds • Direktorium: Helga Rabl-Stadler, Präsidentin, Jürgen Flimm, Intendant und Künstlerischer Leiter, Gerbert Schwaighofer, Kaufmännischer

Direktor, Schauspiel: Thomas Oberender, Konzert: Markus Hinterhäuser • Redaktion und Gestaltung: Margarethe Lasinger, Rainer Elstner • Übersetzungen: Alexa Nieschlag • Graphische

Gestaltung und Layout: Margarethe Lasinger, Christiane Klammer • Litho: Media Design: Rizner.at, Salzburg • Druck: Medien-Druck Salzburg GmbH • Alle Rechte, insbesondere das Recht

der Vervielfältigung und der Verbreitung sowie der Übersetzung vorbehalten. Kein Teil der Publikation darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Medieninhabers reproduziert

oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet oder verbreitet werden • Änderungen vorbehalten • E-Mail: daily@salzburgfestival.at

Diese Publikation wird ermöglicht durch die Unterstützung von:

und die Freunde der Salzburger Festspiele

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