Der Bayerwald - Bayerischer Wald Verein

bayerischer.wald.verein.de

Der Bayerwald - Bayerischer Wald Verein

Ausgabe 3/2009 Der Bayerwald Seite 41

bei Wehranlagen von Kraftwerken) ablegen

und zu erheblichen Veränderungen führen.

Mögliche Auswirkungen sind bereits bei der

Erstellung des Planes zu prüfen und im Plan

entsprechend zu berücksichtigen. Auch kleinere

Maßnahmen an verschiedenen Bächen

summieren sich im Unterlauf der Gewässer.

Neophyten

Im Nationalpark gibt es erhebliche Vorkommen

von Neophyten. Invasive Arten wie gerade

Staudenknöteriche sind dabei künftig

nicht nur zu erfassen, sondern auch massiv zu

bekämpfen. Mehrmaliges Mähen der Flächen

im Jahr und Beseitigung des Mähgutes in

Kompostieranlagen wäre dabei unbedingt

erforderlich.

Schachten

Es wird begrüßt, dass die Schachten im bisherigen

Umfang erhalten werden sollen.

Dabei erscheinen aber noch einige kleinere

Ergänzungen von freien Schachtenflächen

sinnvoll. Im Übrigen wird auf den Managementplan

der Regierung von Niederbayern

verwiesen, wonach die Schachten nicht nur

in der Fläche, sondern auch in der Qualität –

also dem Bewuchs – zu erhalten sind. Eine

Beweidung dieser Flächen steht somit weiter

im Raum und wird auch vom Naturschutzbeirat

gewünscht. Im Hinblick auf andere

geplante Projekte im Planentwurf sind die

dafür erforderlichen Mittel sicherlich auch

vertretbar.

Wasserkraftanlagen

Dem Entwurf zufolge sollen Wasserkraftanlagen

mittelfristig zurückgebaut werden,

obwohl die Anlagen die bisherigen Auflagen

auch bezüglich Restwassermenge und Umleitungsgerinne

erfüllen. Mit Blick auf die

gesamte Energiediskussion stellt sich hier die

Frage, ob hier derartige Änderungen wirklich

unbedingt erforderlich sind.

Denkmäler

In der Liste der Denkmäler im Nationalpark

(Wegkreuze, Erinnerungssteine usw.) ist eine

erhebliche Anzahl vermerkt. Dazu gehören

auch viele, die auch heute noch regelmäßig

besucht werden. Der Zutritt zu diesen Stellen

soll auch künftig ungehindert erfolgen.

Wasserentnahme

Es muss auch in Zukunft sichergestellt werden,

dass Trinkwasser für bestehende Gebäude

und Einrichtungen auch weiterhin zur

Verfügung steht. Eine gewünschte Zuleitung

von Trinkwasser aus Bereichen außerhalb

des Nationalparks erscheint wegen der damit

verbundenen Eingriffe beinahe grotesk.

Auch wenn diese Vorschläge erst für spätere

Jahre im Plan angedacht wurden, sollen sie

bereits jetzt völlig aus dem Plan entnommen

werden.

Betretungszeiten

Die Kürzung der Betretungszeiten erst ab

Mitte Juli bzw. Mitte August erscheint uns

nicht richtig. Da viele Wanderer ihre jährlichen

Touren gehen, werden diese nun auf

einen engen zeitlichen Rahmen zusammengedrängt.

Zudem zeigen andere Gebiete wie

am Dreisessel oder Osser, dass sich Auerhühner

in gewisser Weise an Wanderer gewöhnen

und so kaum gestört werden. Die Beibehaltung

der bisherigen Betretungszeiten wird

deshalb gefordert. Georg Jungwirth

Sammlung von Argumenten

Im Vorfeld der Besprechung am 25. Juni 2009

fand schon eine Zusammenkunft der Sektionsvorsitzenden

und Naturschutzbeauftragten

der Sektion im Gasthaus Schereck statt.

Die Besprechungsergebnisse waren Grundlage

für die Besprechung am 25. Juni.

Dieses Papier wird nun noch einmal den

betroffenen Sektionen zur Aussprache vorgelegt.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine