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Newsletter 1/2011

Petition für privat genutzte

holzbeheizte Saunaöfen

Die 1. BImSchV – in Kraft seit März 2010 – regelt

Errichtung, Beschaffenheit und Betrieb von Feuerungsanlagen,

die keiner Genehmigung nach § 4

des Bundes-Immissionsschutzgesetzes bedürfen.

Hintergrund für die 1. BImSchV ist der angestrebte

Ausbau der energetischen Nutzung von Holz unter

Klimaschutzaspekten und der möglichst umweltverträgliche

Einsatz moderner Anlagentechnik.

In o.g. Verordnung werden alle Arten von Heizkesseln,

auch holzbeheizte Einraumfeuerungsanlagen

ab 4 kW Heizleistung (bisher 15 kW), erfasst,

definiert und harten Grenzwerten und Bestimmungen

für die Betriebsgenehmigung durch den zuständigen

Bezirksschornsteinfegermeister unterworfen. Bei der

Erfassung der Vielzahl der Ausnahmen (u.a. Heizkessel

zur Branntweinherstellung und Badeöfen)

wurde der holzbeheizte Saunaofen vergessen. So ist

er zurzeit als sonstige Einzelraumfeuerungsanlage

zum Beheizen zu betrachten und muss die Anforderungen

der Verordnung an Raumheizer mit Flachfeuerung

einhalten.

Aufgrund der speziellen Betriebsweise von holzbeheizten

Saunaöfen (schnelles Aufheizen und kurze

Betriebszeiten) sind sie nicht mit anderen Einzelraumfeuerungsanlagen

vergleichbar und können

so die Anforderungen aus technischer Sicht nicht

erreichen. Sie unterscheiden sich deutlich von Kaminen,

Kachelöfen und Herden. Da sie nur gelegentlich

betrieben werden, ähneln sie jedoch sehr den Badeöfen

zur Warmwasserbereitung, welche als Ausnahme

in der 1. BImSchV erfasst wurden.

Auch die mittlerweile veröffentlichte DIN EN15821

zu holzbeheizten Saunaöfen mit ihren sinnvollen

Normsetzungen löst das Problem nicht, da sie nur

das Inverkehrbringen von Saunaöfen regelt. Trotz

der Einhaltung der notwendigen Normen durch die

Eine Information des

Deutschen Sauna-Bundes

Saunaofenhersteller wird ein Betrieb lt. 1. BImSchV

nicht möglich sein. Auch eine länderspezifische

Ausnahmeregelung stellt keine dringend benötigte

Rechtssicherheit her.

Nur durch die Ausnahme der holzbeheizten

Saunaöfen von der 1. BImSchV ist ihr Betrieb für

den Verbraucher in Deutschland unbürokratisch

möglich.

Für diese Ausnahmeregelung hatte sich der Deutsche

Sauna-Bund bereits im letzten Jahr beim Bundesministerium

für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

in Bonn eingesetzt. Der verlangten Ausnahmeregelung

wurde aber bisher aus formalrechtlichen

Gründen nicht nachgegangen.

Um zu einer schnelleren Lösung der Problematik

zu kommen, hat jetzt das Sauna-Bund-Mitglied

Finsterbusch Blockhaussaunabau aus Chemnitz am

08.03.2011 unter der Nr. ID 16947 nachstehende

Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht:

Der Deutsche Bundestag möge eine Ergänzung der

1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere

Feuerungsanlagen) beschließen. Holzbeheizte

Saunaöfen nach DIN EN 15821 sollten als Ausnahme

aufgenommen sowie mit Badeöfen (§1, Abs. 2,

Pkt.2 o.g. Verordnung) gleichgestellt werden.

Ohne diese Ergänzung können holzbeheizte Saunaöfen

unter Beachtung der 1. BImSchV vom Bezirksschornsteinfegermeister

sowie Saunabesitzer derzeit

nicht in Betrieb genommen werden.

Eine Unterstützung der Petition kann online unter

https://epetitionen.bundestag.de erfolgen, wenn die

Petition dort veröffentlicht ist. Dies soll in den nächsten

Tagen erfolgen.


Saunaimpulse_2010_ohne.indd 1 14.06.2010 15:03:12

Bundesrat stimmt Solarienverordnung

zu

Der Bundesrat hat am 18. März 2011 der so

genannten Solarienverordnung zugestimmt –

allerdings mit Änderungen. Ziel der Verordnung

soll es sein, die von Sonnenbänken ausgehenden

Gefahren zu minimieren. Aus diesem Grund

sieht die Verordnung unter anderem eine Begrenzung

der maximalen Bestrahlungsstärke vor.

Durch den Einsatz von qualifiziertem Personal

soll zudem der unkontrollierte Zugang zu Sonnenbänken

unterbunden und den Nutzern entsprechender

Geräte eine qualifizierte Beratung

geboten werden.

Von der Verordnung sind auch Solarien in

öffentlichen Saunaanlagen betroffen. In Kraft

tritt die Verordnung erst nach Beschluss durch

die Bundesregierung und Veröffentlichung im

Bundesgesetzblatt. Dies könnte in der zweiten

Maihälfte erfolgen.

Zum Betrieb von Solarien ist vorbehaltlich

weiterer Änderungen festzustellen, dass mit

Übergangszeiten die Gerätestandards an die

Verordnungsvorgaben (z.B. max. Bestrahlungsstärke

0,3 W/m 2 angepasst werden müssen,

während des Solarienbetriebs Fachpersonal vorgehalten

werden muss und umfangreiche Informations-

und Dokumentationspflichten erfüllt

werden müssen. Für Betriebe mit weniger als 3

Solarien gibt es Sonderregelungen in Bezug auf

die permanente Anwesenheit von Fachpersonal.

Allerdings müssen die Geräte einen höheren

technischen Standard erfüllen.

Umfangreichere Informationen bieten der Fachvortrag

auf der Jahrestagung

in

Leipzig und die Fachzeitschrift „Sauna & Bäderpraxis“,

Ausgabe 2/2011.

2010

Österreicher Jeitler neuer Vizepräsident

der Internationalen Saunagesellschaft

Die Mitgliederversammlung der Internationalen

Saunagesellschaft wählte Mitte März in Riga/

Lettland den Präsidenten des Österreichischen

Sauna-Forums, Ingenieur Peter Jeitler, zum

neuen Vizepräsidenten. Jeitler ist seit 2005 Mitglied

im Präsidium der Internationalen Saunagesellschaft

und folgt im neuen Amt Prof. Dr.

Eberhard Conradi, der es von 1994 bis 2010

innehatte. Peter Jeitler arbeitet mit dem von ihm

geleiteten Unternehmen Jeitler & Lenzinger seit

mehr als 40 Jahren in der Saunabranche und

liefert europaweit Saunaräume zur öffentlichen

und privaten Nutzung.

Tipps

Seminar: Sauna und Aufguss heute

Mittwoch, 27.04.2011, 9.00 – 17.30 Uhr,

Gütersloh, Die Welle

Den Teilnehmer/innen wird das Saunabaden – mit dem

Aufguss als Höhepunkt des Saunaerlebnisses – theoretisch

vermittelt und praktisch erfahrbar gemacht.

Infos unter: www.sauna-bund.de oder

Telefon 0521 / 9 66 79-11, Ulrike Martmann

Datenbank für wissenschaftliche Fachliteratur

zum Saunabad

Mehr als 1.950 Quellen wissenschaftlicher Literatur

finden Sie unter www.saunaliteratur.de. Etwa 750 Literaturangaben

sind mit Originalarbeiten oder Referaten

belegt.

Herausgeber:

Deutscher Sauna-Bund e.V.

www.sauna-bund.de

Redaktion:

Rolf-A. Pieper

Layout & Produktion:

Birgit Osunu

Verlagsanschrift:

Sauna-Matti GmbH

Kavalleriestr. 9

33602 Bielefeld

Telefon: 0521 / 96679-14

Telefax: 0521 / 96679-19

www.sauna-matti.de

Im Verlag der Sauna-Matti GmbH

erscheint außerdem die Fachzeitschrift

Sauna & Bäderpraxis“.

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