Ausgabe 3/2013 - Deutscher Sauna-Bund e.V.

saunabund.ev.de

Ausgabe 3/2013 - Deutscher Sauna-Bund e.V.

ISSN 1862-8206 10633

SAUNA& BÄDER

PRAXIS

S P A & W E L L N E S S W E L T W E I T

3/2013 | 8,00 e

Fünf Jahre Qualitätssystem

Über 100 zertifizierte Saunaanlagen • Report WESTFALENBAD Hagen

Aufguss-Weltmeisterschaften • Rückblick: Jahrestagung Saunaimpulse®


PFIFFIGE IDEEN FÜR AUFGIESSER

mit pfiffigen Ideen für Aufgießer

Wedelchamp® ist der neue Markenauftritt der Sauna-Matti GmbH für professionelles

Aufgusszubehör. Seit gut zehn Jahren liegen fantasievolle, gut zelebrierte Aufgüsse in

öffentlichen Saunaanlagen im Trend und sorgen für neue Gäste. Genauso lange unterstützt

Sauna-Matti das Aufgusspersonal mit getesteten Produkten.

Aufguss-Set

Profikelle und Edelstahleimer

Die formschöne Edelstahlkelle mit handfreundlichem, wärmeverträglichem Holzgriff hat einen Gießbogen

mit zwei Aufstecktüllen. So können die Strahlbilder variiert werden. Die Kelle ist für Links- sowie für Rechtshänder

geeignet. Für weitere Aufgusszeremonien sind Ergänzungstüllen aus Edelstahl mit anderen Strahlbildern

lieferbar. Passend zur Kelle wird ein beachtlicher 8-Liter-Edelstahleimer geliefert. Er hat ebenfalls

einen wärmeverträglichen Holzgriff und praktische Liter-Maßangaben.

Aufguss-Diener

Die durchdachte Zubehörablage für die Aufgusszeremonie

Der Aufguss-Diener behebt ideal das lästige Fehlen von Ablagemöglichkeiten im

Saunaraum. Das standfeste Möbelstück aus verleimtem Birkenholz hat für das

Aufgießen eine günstige Höhe von 100 cm; der Durchmesser ist mit 55 cm sehr platzsparend.

Der leichtgewichtige Aufguss-Diener besticht durch sein elegantes Design.

Er kann einen Aufgusseimer, Wedeltücher, Aufgusskellen sowie Fächer bequem tragen.

Aufguss-Diener 198,00 €

Alle Preise inkl. Mehrwertsteuer zzgl. Versandkosten.

Sauna-Matti GmbH

Kavalleriestr. 9 | 33602 Bielefeld

Tel. 0521 / 96679-17 | Fax 0521 / 96679-19

info@sauna-matti.de | www.sauna-matti.de

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Wedeltücher für den professionellen Aufguss

Aus sehr schwerem Zwirnfrottier. Das Tuch liegt gut in der Hand und verdrängt aufgrund

seines hohen Gewichtes optimal die Luft. Die idealen Abmessungen (75 x 60 cm) erlauben

ausgefallene Wedeltechniken.

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Zwirnfrottier, 75 x 60 cm, rot-weiß 30,94 €

Nordisches Wacheltuch

Zwirnfrottier, 75 x 60 cm, verschiedene Blautöne 30,94 €


Editorial

Aufguss-Weltmeisterschaften:

Kreative Impulse und frische Ideen

Die Erlebnisorientierung unserer Gesellschaft hat sich

geradezu inflationär entwickelt. Aus biederem Rezeptnachkochen

sind mediale Küchenschlachten geworden,

aus Fallschirmsprüngen Schallmauerdurchbrüche.

Körperliche Grenzerfahrungen erleben heute

Zehntausende zum Beispiel bei Marathonläufen.

Von dieser Entwicklung konnte die Sauna natürlich nicht

ausgenommen bleiben, obwohl doch ihr eigentlicher

Charakter, wie bei vielen anderen heute ebenfalls

erlebnisgesteuerten Tätigkeiten, mehr in inneren Werten

liegt. Aber es gibt schließlich noch den Aufguss.

Die Erlebnisgestaltung beim Saunabaden dreht sich vor

allem um den Aufguss, den zusätzlichen Hitzereiz. Dabei

hat sich die Frage, ob die Saunakultur diese Ausprägung

überhaupt braucht, längst erübrigt. Schon seit Jahren

gibt es Wettbewerbe um Aufgüsse. Erledigt hat sich

zum Glück, wenn auch auf tragische Art, das stumpfe

Dauerschwitzen, wie es die Finnen als Weltmeisterschaft

praktizierten. Konjunktur haben dagegen Wettbewerbe

mit Banjazeremonien in Osteuropa und die themengebundenen

Eventaufgüsse in Österreich und bei uns.

Daraus sind konkurrierende Weltmeisterschaften mit

unterschiedlichen Konzepten und Bewertungsmaßstäben

geworden.

eine gute Allgemeinbildung sind dafür Voraussetzungen,

und nicht zuletzt erfordert die Präsentation motorische

Fähigkeiten und Bewegungsgeschick. Die Top Ten der

in diesem Jahr bei den Weltmeisterschaften teilnehmenden

Aufgießer erfüllten diese Kriterien und haben

Eventaufgüsse gezeigt, die Showacts gleichkamen. Das

Niveau dieser Art Kleinkunst steht unserer Branche gut

und lässt die peinlichen, unästhetischen Schwitzkämpfe

in Finnland schnell vergessen.

Und was haben die gut zweitausend öffentlichen

Saunabäder bei uns davon? Umfragen zeigen, dass

mehr als ein Viertel der Saunagänger heute auch wegen

gut vorgetragener Aufgüsse die Saunaanlagen besucht.

Sie rechnen dann nicht mit den Spitzenleistungen der

„Masters of Aufguss“, so wie auch kein Fußballfan beim

Besuch unterklassiger Spiele Champions League-Niveau

erwartet. Im Saunaalltag sind qualitativ gute Standardaufgüsse

nach den Aufguss-Richtlinien des Deutschen

Sauna-Bundes mit ansprechenden Wedeltechniken

gefragt, die sich aber durchaus an den Aufguss-Spitzenleistungen

orientieren dürfen. Diese – und das ist ebenfalls

erfreulich – boten bei den diesjährigen Wettbewerben

keine überzogenen Zeiten und Wassermengen.

Sie können daher für unsere Branche durchaus

Impulsgeber und Ideenlieferant sein.

Bis zum nächsten Mal

I h r

In Mitteleuropa gab es in diesem Jahr gleich drei

internationale Wettbewerbe für Erlebnisaufgüsse. Das

Niveau der Organisation und die Präsentation der

Aufgüsse waren sehr beachtlich. Die dargebotenen

Aufgüsse haben alle wochenlange Vorbereitungs zeiten,

um Musik, Videoanimation und Düfte dem

aus gewählten Thema anzupassen. Kreativität,

technisches Verständnis, aber auch

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

3


Fortbildungen 2013/2014

Inhouse-Schulungen/Betriebsfortbildungen:

Richtig saunabaden – gut aufgießen

Aufgusstraining: Praktisches Üben von Wedeltechniken

Erlebnisaufgüsse mit Pep

Sauna und Aufguss heute

Kommunikationstraining: Service mit Herz

Grundlagen-Seminar:

Saunabaden – aber richtig!

04.02.2014 Bielefeld

Praxis-Seminare:

Trainingscamp Aufguss –

Praktisches Üben von Wedeltechniken

21. + 22.01.2014 Beuren (nahe Stuttgart), Panorama Therme

Klangaufguss in der Sauna

23.06.2014 Markranstädt, meri Sauna

Service mit Herz

08. + 09.09.2014 Bielefeld

Wellness-Seminare:

Duftreisen und Meditationszeremonien

18.03.2014 Beuren (nahe Stuttgart), Panorama Therme

Einführung in die Hamam-Kultur –

Die Seifenschaummassage

06. - 08.05.2014 Bielefeld, Freizeitbad Ishara

Anmeldung

und Programme bei:

Akademie für

Aus- und Fortbildung im

Badewesen des Deutschen

Sauna-Bundes e.V.

Ulrike Martmann

Kavalleriestraße 9

33602 Bielefeld

Tel.: 0521/96679-11

Fax: 0521/96679-19

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www.sauna-bund.de

Lehrgänge:

Saunameister-Lehrgänge

10.02. - 22.02.2014 Bielefeld

05.05. - 17.05.2014 Leipzig

17.11. - 29.11.2014 München (Ismaning)

Betriebsleiter-Lehrgang

Herbst 2014

Bielefeld

Wellnessmassagen-Ausbildung

24. - 28.03.2014 und 02. - 04.05.2014 Bielefeld

Schulungen UVSV:

Fachpersonal für den Umgang mit

UV-Bestrahlungsgeräten

Hamburg (Tagesfortbildung)

Fulda (Tagesfortbildung)

Bamberg (Hallstadt)

Bamberg (Tagesfortbildung)

München (Erding)

Hamburg

Wuppertal

Leipzig

Leipzig (Tagesfortbildung)

Berlin ( Königs Wusterhausen)

Berlin (Königs Wusterhausen)

(Tagesfortbildung)

Leer (Ostfriesland)

Gießen

12. Dezember

16. Dezember

25./26. Januar

27. Januar

4./5. Februar

15./16. Februar

17./18. Februar

24./25. Februar

26. Februar

8./9. März

10. März

11./12. März

29./30. März

Termin- und Ortsänderungen oder Dozentenaustausch

behalten wir uns in dringenden Fällen vor.


Inhalt

Inhalt 3/2013

Editorial 3

Im Gespräch

Eckhard Roch 6

Nachrichten 7

Sauna- und Bäder-Journal 11

Sauna-Weltmeisterschaften 12

Leserfragen

Kann man Saunabaden 14

übertreiben?

Mit einem Hörgerät in die Sauna? 15

Rückblick: Jahrestagung 23

Saunaimpulse® in Lübeck

Mitgliederversammlung 30

Medizin und Gesundheit

Saunabaden im Alter 32

Geld und Recht

Schulungszertifikate 35

Schaufenster 38

Neue Mitglieder 42

Anzeigen-Index 43

Impressum 43

Saunareport

WESTFALENBAD Hagen 16

Das aktuelle Interview

Dieter Gronbach 21

Ausstattung und Betrieb

Aktuelle Übersicht der

zertifizierten Saunaanlagen 22

Qualitätsmanagement im

Saunabetrieb 24

Titel:

KLAFS, Schwäbisch Hall

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

5


Im Gespräch

Im Gespräch

Eckhard Roch:

Glück ist, wenn

man Pech hat

Als Anerkennung für seinen langjährigen

ehrenamtlichen Einsatz

als Schriftführer, Schatzmeister

und stellvertretendes Vorstandsmitglied

des Deutschen Sauna-

Bundes überreichte Präsident

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg auf

der Jahrestagung Sauna impulse®

Ende September dieses Jahres in

Lübeck eine gebundene Chronik

des Verbandes an Eckhard Roch

(75). Dieser war mit seiner Frau

zum Get-Together erschienen und

nahm als förderndes Mitglied –

später – auch an der Mitgliederversammlung

teil.

Glück ist, wenn man Pech hat:

Ein folgenschwerer Sturz aus

zehn Metern Höhe mit Rippenund

Wirbelbrüchen rettete Roch

in den 50er Jahren das Leben.

Dieser Unfall war dem Matrosen

auf der legendären Viermast-

Bark „Pamir“ passiert, die damals

im argentinischen Buenos Aires

neue Fracht laden sollte. Dadurch

konnte Roch die Rückfahrt nach

Hamburg nicht mehr antreten,

die im September 1957 den Untergang

der Pamir durch einen

Hurrikan zur Folge hatte; für 80

seiner 86 Kameraden war es

eine Reise in den Tod. Eckhard

Rochs Verletzungen waren damals

so gravierend, dass er sich

zum Masseur umschulen lassen

musste. Diese Entscheidung hatte

ihre innere Logik, denn seine

Mutter baute und betrieb bereits

ab 1952 eine Sauna in Lübeck,

die „Sauna am Mühlenteich“

in der Nähe des Doms. Diese

Saunaanlage führte Roch mit

seiner Frau, ebenfalls ausgebildete

Masseurin, nach totalem

Umbau von 1970 bis 1990. Dort

fanden auch die meisten praktischen

Lehrgangseinheiten seiner

privaten Saunameister-Schule

statt, die er zusammen mit dem

Sauna-Bund Vorstandsvorsitzenden

Dr. Werner Fritzsche von 1970

bis 1983 leitete. Einige Praxisübungen

für angehende Saunameister

gab es aber auch noch in

der „Waldsauna Müggenbusch“,

die Eckhard Roch gemeinsam mit

Hilfe eines finnischen und eines

Hamburger Unternehmens baute

und von 1981 bis 1997 erfolgreich

betrieb. Diese heute noch

gewerblich genutzte Saunaanlage

in der Nähe der Universität

am Rande eines Naturschutzgebietes

bestand damals zunächst

nur aus einem urigen Kelo-

Blockhaus (mit 10,50 x 18,50

Meter Grundfläche) und einem

6 x 12 Meter großen Schwimmbecken

(siehe Foto). Roch erwies

sich damit als Trendsetter für

den Werkstoff Kelo, der seinen

Siegeszug in der Sauna branche

erst mehr als ein Jahrzehnt später

antreten sollte. Aller guten

6 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Saunas sind drei: Eckhard Roch

betrieb noch eine weitere Sauna

– in Bad Schwartau, unmittelbar

an der Stadtgrenze zu Lübeck, die

Sauna am Kurpark im dortigen

Kurmittelhaus von 1978 bis 1982.

Auf diesem Gelände befindet sich

heute die Holstein-Therme.

Eckhard Roch kann auf ein Leben

zurückblicken, das ihm eine

sehr herbe Lehre erteilte, aber

letztlich doch zu Glück und Erfolg

verhalf – und zu zwei heute

im Ausland lebenden Töchtern.

Anstieg der Strompreise

soll gebremst werden

Hunderte Stromversorger in

Deutschland werden wegen steigender

Belastungen durch die Energiewende

ihre Preise zum Jahreswechsel

um teilweise mehr als

zehn Prozent erhöhen. Das meldete

die Deutsche Presse Agentur

(dpa) Mitte Oktober dieses Jahres.

„Schwarz-Rot will Anstieg der

Strompreise bremsen“ titelte Mitte

November die Online- Ausgabe

der Badischen Zeitung. Käme

es zu einer Großen Koalition im

Bund, sollen die Förderung für

Windräder gekappt, Industrie-

Rabatte überprüft und die Ausbauziele

für Windparks im Meer

Holzbeheizte Saunaöfen:

Frist einhalten

Für Betreiber holzbeheizter

Saunaöfen, welche vor dem

22. März 2010 in Betrieb gegangen

sind, kann der 31. Dezember 2013

einen wichtigen Termin darstellen.

Das teilte das Sauna-Bund-Mitglied

„Finsterbusch – die Wellness

Factory“ aus Chemnitz mit. Gemäß

der Übergangsregelung für

Einzelraumfeuerungsanlagen, zu

denen holzbeheizte Saunaöfen

gezählt werden, sind laut

Im Gespräch/Nachrichten

Die daraus resultierende innere

Zufriedenheit merkt man ihm an.

Mit seiner Frau geht er heute noch

gern regelmäßig in die Sauna und

hat „als Hobby“ einen Vertrieb für

private Kelo-Saunas. Mit Freude

kümmert sich Roch auch um seine

Immo bilien, die er gern als Reiseziel

nutzt, etwa auf der Insel Sylt.

Eckhard Roch kennt sich aus, nicht

nur auf dem Gebiet der Sauna.

Website: www.eroch .de •

Hans-Jürgen Gensow

korrigiert werden. Bisher zugesagte

Fördergelder müssen nach

geltender Rechtslage 20 Jahre

lang für jede Kilowattstunde gezahlt

werden. Laut „MDR info“

soll das Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG) bis Ostern 2014

überarbeitet werden. Der

Bundestag könnte es noch vor der

Sommerpause verabschieden, damit

es spätestens Anfang 2015 in

Kraft tritt. – EU-Energiekommissar

Günther Oettinger kritisierte

Anfang November laut

„SR-online.de“ den hohen staatlichen

Anteil an den Energiepreisen

in Deutschland: „Es

gibt kaum ein Land, in dem der

staatliche Anteil am Strompreis so

hoch ist.“

§ 26 der 1. BimSchV (Bundesemissionsschutzverordnung)

bis

zu diesem Termin Nachweise über

die Einhaltung von Emissions-

Grenzwerten zu erbringen. Bei

Nichtvorlage des Nachweises

muss der Ofen entsprechend der

in der 1. BImSchV festgelegten

Fristen entweder nachgerüstet

oder außer Betrieb genommen

werden. Gibt das Datum auf

dem Typschild des Ofens keine

Auskunft über die Inbetrieb -

-nahme, so endet diese Frist am

31. Dezember .2014.

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Sauna & Bäderpraxis 3/2013

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Nachrichten

ifo-Institut thematisiert

Saunakonjunktur-

Umfrage

Im „VR Branchen special Bericht

88“ Ausgabe Oktober 2013 wird

auch die jüngste Umfrage des

Deutschen Sauna-Bundes zur

Geschäftsentwicklung der Saunabranche

(Konjunkturumfrage)

thematisiert. Optimistische Erwartungen

in befriedigender

Lage zeigt das zweimal jährlich

vorgenommene Branchen-

Rating für die Saunabetriebe:

wachsende Um sätze für 2013

und 2014, zufriedenstelle Erträge

für dieses und das kommende

Jahr. „VR-Branchen special

Sport- und Freizeiteinrichtungen“

wird im Frühjahr und Herbst vom

Münchener ifo-Institut erstellt

und vom Bundesverband der

Volks- und Raiffeisenbanken (BVR)

herausgegeben.

aquanale und FSB

internationaler

An der aquanale 2013, Internationale

Fachmesse für Sauna, Pool,

Ambiente, beteiligten sich 256

Unternehmen aus 26 Ländern.

Darunter befanden sich 143 Aussteller

aus Deutschland sowie 113

Aussteller aus dem Ausland. Die

FSB, Internationale Fachmesse

für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen,

zählte 622 Unternehmen

aus 44 Ländern, darunter

224 Aussteller aus Deutschland

und 398 aus dem Ausland. Zum

Messe-Doppel aus aquanale und

FSB kamen rund 25.000 Fachbesucher

aus 115 Ländern, teilte die

Koelnmesse mit. Auf der aquanale

lagen Design, Komfort und Energieeffizienz

hoch im Kurs, auf der

FSB unter anderem die Sicherheit

in Schwimmbädern. Die nächste

aquanale/FSB findet vom

27. bis 30. Oktober 2015 wieder

in Köln-Deutz – auch mit dem

7. Internationalen Schwimmteichkongress

– statt.

Websites: www.aquanale.de;

www.fsb-cologne.de

„In der Sauna gibt's nur Wahrheit!“

Samu Haber, Neuling im Coach-Team der aktuellen „The Voice Of Germany”-

Sendung auf PRO 7/ SAT1. Haber ist beliebter Frontmann der finnischen

Poprockband „Sunrise Avenue”.

Der natürliche Aufguss

Neue Trend-

Duftrichtungen

• mit 100 % naturreinen

etherischen Öle

• unterstützt wirksam

den gesundheitsfördernden

Saunagang

• ohne Alkohol

Neue Auszeichnungen

SaunaPremium

Die BADEBUCHT in Wedel im

Kreis Pinneberg (Schleswig-

Holstein) und das Badeparadies

Eiswiese in Göttingen

(Niedersachsen) haben das Qualitätssiegel

SaunaPremium des

Deutschen Sauna-Bundes erhalten.

Geschäftsführer Rolf-A. Pieper überreichte

Ende September dieses Jahres

persönlich die Auszeichnungen.

BADEBUCHT-Geschäftsführer

Adam Krüppel: „Unser Team ist

stolz, dass wir den Bürgerinnen

und Bürgern Wedels und natürlich

auch allen Gästen Angebote

machen können, die von

einer unabhängigen Instanz

als hochwertig ein gestuft worden

sind.“ Alexander Frey, Geschäftsführer

des Badeparadies-

Betreibers Göttinger Sport und

Freizeit GmbH: „Das ist ein sehr

schöner und wichtiger Moment für

uns. Diese Auszeichnung ist deshalb

so wertvoll, weil sie für unsere

Gäste die Qualität unserer Saunalandschaft

symbolisiert.“

Websites: www.badebucht.de;

www.badeparadies.de

www.bergland.de

Von Natur aus Spitze

8 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Nachrichten

Backstuben-Sauna im

Freizeitbad Juramare

„Herzlich willkommen in unserer

Backstube. Gleich werde ich die

Teiglinge in den Ofen schieben.

Der beim Backen entstehende Duft

setzt Glückshormone im Körper

Foto Löhnert

frei. Das wirkt euphorisierend, entspannend

und schmerz lindernd.“

Mit diesen Worten werden seit

Anfang Oktober dieses Jahres die

Besucher der neuen Backstuben-

Sauna im fränkischen Saunadorf

des Freizeitbades Juramare in

Gunzenhausen (Bayern) begrüßt.

Die Grundidee dazu stammt vom

Betriebsleiter Freizeitbäder, Martin

Renk, umgesetzt wurde sie von

„Erdmann – Exklusive Saunen“ aus

Weischlitz/Vogtland (Sachsen),

Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund seit 2001. Der neue Publikumsmagnet

(Kosten circa 40.000

Euro) mit dem Steinbackofen als

Herzstück soll ein „Saunaerlebnis

für alle Sinne“ sein; 20 Personen

können bei 80 °C daran teilhaben.

Zwischen acht bis 15 Minuten, ein

Saunagang, dauert das Backen der

Brötchen oder Brezen. Danach werden

die Gäste – derzeit zwei- bis

dreimal täglich – mit den warmen,

duftenden Backwaren verwöhnt,

bei Events auch stündlich. Die hygienischen

Voraussetzungen für

die Zubereitung von Lebensmitteln

sind gewährleistet. Das Angebot

der Backwaren soll ausgebaut werden:

So könnte es Weihnachten

kleine Stollen geben und zu Ostern

das klassische Osterbrot. Das

Juramare ist seit 1981 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund. Das

fränkische Saunadorf, in diesem

Jahr mit circa 40.000 Gästen, führt

seit 2009 das Qualitätszeichen

SaunaPremium des Verbandes.

Website (mit Backzeiten und virtuellem

Rundgang) durch die

Backstuben-Sauna in HD-Qualität:

www.juramare.de;

www.erdmann-sauna.de

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Neu im Programm:

Aufguss-Fahne, Aufguss-Ring, Wedeltuch,

Naturesse-Saunaextrakte

„In Finnland gibt es in der Sauna nur eine Regel:

Hör auf dich selbst!“

Seppo Pukkila, The Finnish Sauna Society, Helsinki

Europäischer Zahlungsverkehr

mit SEPA

Einfacher, sicherer und kundenfreundlicher

werden soll der

europäische Zahlungsverkehr

durch die Vereinheitlichung des

Euro-Zahlungsverkehrsraumes SEPA

(Single Euro Payments Area). Für

Euro-Zahlungen ins euro päische

Ausland gelten bereits neue

Zahlungsverkehrsverfahren. Am

1. Februar 2014 steht die Ablösung

der nationalen Zahlverfahren für

Überweisungen und Lastschriften

an. Für den SEPA-Zahlungsverkehr

werden die IBAN (International

Bank Account Number) und –

übergangsweise – auch die BIC

(Business Identifier Code) benötigt.

Geschäftskunden rät die Deutsche

Bank, bei der Umstellung des

Zahlungsverkehrs auf SEPA mit

den zuständigen Bankberatern

und Experten für Zahlungsverkehr

Kontakt aufzunehmen, damit die

Handlungsfähigkeit des Unternehmens

gewährleistet bleibt.

Detail-Informationen zu SEPA:

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Sauna & Bäderpraxis 3/2013

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Nachrichten

Aufguss heute –

die Qualität

entscheidet!

Gesunde Aufgüsse

für Ihre Gäste und Ihr

Personal

Natürlichkeit der Inhaltsstoffe

Geprüfte Qualität

Vollständige Inhaltsangaben

Sichere Verpackungen

Exakte Dosierhilfen

Klare Aufbrauchempfehlungen

Fortbildungsakademie

auf Solarienkongress

Vollzug der UVSV

in den Bundesländern

In Ausgabe 1/2013 von „Sauna

& Bäderpraxis“ stand eine –

aktualisierte – Übersicht über

den bisherigen Vollzug der

„Solarienverordnung“ (UVSV)

in den 16 Bundesländern. Es

wurden die – bis auf weiteres –

jeweils zuständigen Ministerien

Der 7. Europäische Fachkongress

Solarien und Besonnung Mitte

November dieses Jahres

in Frankfurt/Main

wurde unter anderem

von der Akademie

für Aus- und Fortbildung

des Deutschen

Sauna-Bundes (DSB)

gesponsert. Zugleich

gehörte die DSB-Fortbildungsakademie

zu den circa

zehn Ausstellern der eintägigen

Veranstaltung des Bundesfachverbandes

für Besonnung (BfB).

Auf einem Extra-Stand der Fortbildungsakademie

wurde für das umfangreiche

Schulungsprogramm

gemäß „Solarien verordnung“

(UVSV) geworben. Seit September

2012 ist der Deutsche Sauna-Bund

von der Deutschen

Akkreditierungsstelle

(DAkkS) als einziger

Schulungsträger im

Badewesen akkreditiert.

Der Solarien-

Fachkongress wurde

von circa 160 Teilnehmern

besucht. Es gab

ein „Vitamin D Update“ und die

abermalige Ankündigung der Einführung

eines neuen Güte siegels

für Sonnenstudios.

und Vollzugsbehörden genannt.

Amtlicherseits hat das Bundesministerium

für Umwelt, Naturschutz

und Reaktorsicherheit

(BMU) eine nicht ganz so detaillierte

Auflistung auf seiner Website

veröffentlicht:

www.bmu.de/themen/

atomenergie-strahlenschutz/

strahlenschutz/uv-strahlung/

zustaendigkeit-der-bundeslaender

Schulungstermine UVSV 2013/2014

Hamburg (Tagesfortbildung)

Fulda (Tagesfortbildung)

Bamberg (Hallstadt)

Bamberg (Tagesfortbildung)

München (Erding)

Hamburg

Wuppertal

Leipzig

Leipzig (Tagesfortbildung)

Berlin (Königs Wusterhausen)

Berlin (Königs Wusterhausen)

(Tagesfortbildung)

Leer (Ostfriesland)

Gießen

12. Dezember

16. Dezember

25./26. Januar

27. Januar

4./5. Februar

15./16. Februar

17./18. Februar

24./25. Februar

26. Februar

8./9. März

10. März

11./12. März

29./30. März

Informationen

Deutscher Sauna-Bund e. V.

Kavalleriestr. 9 · 33602 Bielefeld

Telefon 0521 / 9 66 79-0 · Fax 0521 / 9 66 79-19

info@sauna-bund.de · www.sauna-bund.de

Nähere Informationen: www.sauna-bund.de

Stand: November 2013; ohne Gewähr

10 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Sauna- und Bäder-Journal

Sauna- und

Bäder-Journal

Noch bis Mitte nächsten Jahres läuft das

11 Millionen Euro Umbauprojekt „Dünen-

Therme 2013/2014“ in St. Peter-Ording

(Schleswig-Holstein). Ziel ist eine grundlegende

Neugestaltung und Erweiterung des Freizeitund

Erlebnisbades (Saunareport siehe „Saunabetrieb

& Bäderpraxis Heft 1/2000) Schritt für

Schritt, um auch künftig für Touristen und Einheimische

attraktiv zu bleiben. Eine große, moderne

Schwimmbad-Gastronomie wird das Sauna-

Bistro mitversorgen. Bereits in Betrieb genommen

wurde der neue Sauna-Umkleideraum mit 130

Garderobenschränken. Um 60 zusätzliche Ruheplätze

– im Obergeschoss mit Panorama-Blick

zum Meer – wurde der Ruhebereich erweitert.

In diesem Jahr werden circa 60.000 Besucher

im Saunabereich erwartet, im gesamten Bad

200.000. Bereichsleiter für Gesundheit und

Wellness, Dünen-Therme und Saunabereich

ist seit dem Jahr 2009 Georg Römer, der von

1983 bis 1998

bereits dem Therapiezentrum

der

Therme vorstand.

Im Deutschen

Sauna-Bund

ist die Dünen-

Therme seit 1977

Mitglied. Die

Saunalandschaft

ist mit dem Qualitäts zeichen SaunaSelection

zertifiziert.

Website: www.duenen-therme.de

Der Initiator der Physio Perl „Sauerstoff-

Sauna“, Siegfried Fuchs, zuletzt wohnhaft

in Nidda (Hessen), starb Anfang Oktober dieses

Jahres im Alter von 74 Jahren. Seit 1985

war Fuchs Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund. Der als staatlich geprüfter Masseur und

medizinischer Bademeister Ausgebildete betrieb

zunächst das „Kur-Saunabad Fuchs“, ehe

er sich mit großem Engagement der „Sauerstoff-

Sauna“ zuwandte. Seit dem Jahr 2004 kümmert

sich Baldus Medizintechnik aus Urbar/

Koblenz (Rheinland-Pfalz) um deren Vertrieb

(Website: www.baldus- medizintechnik.de).

Die „Sauerstoff-Sauna“ hat in gewerblichen

Sauna-Anlagen, mehr noch aber im gehobenen

privaten Bereich, Anhänger und Käufer

gefunden. Beim Saunabaden mit gleichzeitiger

Sauerstoffinhalation wird die Atemluft mit

reinem Sauerstoff angereichert.

„Ich habe mit drei meiner Kollegen aus

der 'Thermen & Badewelt Sinsheim' Mitte

September 2013 am 'Trainingscamp Aufguss'

in Königswinter teilgenommen. Es war

faszinierend zu erleben, dass man mit einer

guten Wedeltechnik viel Kraft sparen kann.

Elegant sieht es obendrein aus. Eine schöne

Erfahrung für mich. Die Fortbildung des

Sauna-Bundes kann ich nur weiterempfehlen.“

Natalie J. Pfeiffer, Gästebetreuung Thermen

& Badewelt Sinsheim (Baden-Württemberg);

Website: www.badewelt-sinsheim.de •

Foto: DünEnmEEr hotEl & sPa

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Saunaanlagen von B+S

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Welt-der-sauna.de


Sauna-Weltmeisterschaften

Show und Entertainment:

Drei Weltmeisterschaften im Aufgießen

Zum besseren Verständnis ist der Bogen

weit zu spannen: vom historisch finnischen

Lyöly (Gluthauch, Dampfstoß),

meist mit Wasser und dem oft damit einhergehenden

Einsatz von Vihtas (Birkenbüschel),

über den Einsatz von Grünnoten

(Koniferen) in den 50er bis 70er Jahren

in Deutschland bis hin zur fortschreitenden

Aromatisierung und Kultivierung

des Handaufgusses („Wacheln“) durch

österreichische und Süd-Tiroler Thermen

und Wellness-Hotels in den 80er Jahren

als wichtige Impulsgeber. Seitdem setzen

auch in Deutschland gewerbliche Saunabetriebe

den „Aufguss“ in verschiedenen

Varianten und mit unterschiedlichem

Equipment erfolgreich als Marketinginstrument

zur Gäste bindung ein.

Die Idee von „Sauna-Weltmeisterschaften“

im Aufgießen stammt ebenfalls aus Finnland,

wo seit Ende der 90iger Jahre jährlich in

Heinola bei Lathi um den Siegertitel für

Männer und Frauen gekämpft wurde. Mit

dem tragischen Tod eines übermotivierten

62jährigen Russen beim Finale der „Sauna

World Championships“ 2010 fand dieser international

von den Medien stark beachtete

aber hochumstrittene Wettbewerb ein jähes

Ende. In Deutschland orientierte sich der

1. Stralsunder Sauna-Verein über Jahre mit

den „Deutschen Saunameisterschaften“ an

den extremen finnischen Regularien.

Ende 2004 fand die „Erste Deutsche Aufgussmeisterschaft“

im aquaLaatzium bei Hannover

statt, vielleicht „der“ Anfang anspruchsvoll

inszenierter und thematisierter Event-Aufgüsse

in Deutschland. Seitdem gibt es immer wieder

auch touristisch vermarktete Turniere, deren Anzahl

in der letzten Zeit stetig zugenommen hat:

anlagenbezogen, regional, national oder mit

internationaler Ausrichtung. Dadurch rückt der

jeweilige Austragungsort – für Bran cheninsider

und die Medien – verstärkt ins Blickfeld.

Zudem können sich (bereits teilweise buchbare)

Aufgießerinnen und Aufgießer mit ihren

wochen- ja monatelang einstudierten Show-

Präsentationen profilieren und zu einer eigenen

„Marke“ werden, bei Kollegen und vor allem

bei Gästen. Im Internet existiert dafür sogar ein

aktuelles internationales „Sauna-Ranking“ auf

der Website www.saunaranking.com

Allein in diesem Jahr standen drei miteinander

konkurrierende Wettbewerbe mit internationaler

Beteiligung besonders im Rampenlicht. Den

Anfang machte im September die „SATAMA

Aufguss-Weltmeisterschaft“ in Wendisch Rietz

(Brandenburg). Im gleichen Monat folgte die

„Aufguss-Weltmeisterschaft im gesunden Aufguss“

in den Badegärten Eibenstock (Sachsen)

und schließlich Ende Oktober die „Sauna WM“

in der Alpentherme Bad Hofgastein (Österreich).

Unterschiedliche Konzepte und Reglements erschweren

eine seriöse Bewertung der Veranstaltungen

und der jeweiligen Platzierungen.

Im SATAMA Sauna Resort & SPA am

Scharmützel see wetteiferten im neuen

SATAMA-Theater (siehe „Sauna & Bäderpraxis“

Nr. 2/2013 Rubrik „Nachrichten”; S. 41 in dieser

Ausgabe) 55 MoA (Masters of Aufguss) mehrere

Tage im Einzel- und im Team-Wettbewerb

vor einer Fach- und Publikumsjury um möglichst

gute Wertungen. 18 Nationalitäten waren bei

den zum Teil spektakulären Show-Aufgüssen vor

jeweils bis zu 200 Gästen vertreten. Den ersten

Platz bei der „Internationalen Aufguss-Trophy

2013“ belegte Farid Atai (Afghanistan) mit dem

Aufguss „Prince of Persia”. Im Team siegten Ines

Schneider (Deutschland) & Nephat Mwangi

(Kenia) mit ihrer Präsentation „Black & White”.

Die jeweils Erstplatzierten arbeiten im SATAMA

Sauna Resort & SPA in Wendisch Rietz. Als

„Weltmeister der Herzen“ extra ausgelobt

wurde die „Blue Men Group“ vom Team des

Vitalitätszentrums DIE SAUNA INSEL® in

Dülmen (Nordrhein-Westfalen). Zahlreiche

Sponsoren unterstützten die Veranstaltung.

Websites: www.satama-saunapark.de;

www.aufguss-wm.de

Zur Siegerin bei der zweitägigen „Aufguss-

Weltmeisterschaft im gesunden Aufguss“ in den

Badegärten Eibenstock wurde die dort arbeitende

Sylvia Spielvogel mit ihrem so genannten

Küraufguss „Abenteuer im Zauberwald“ und

dem so genannten Pflichtaufguss „Kräuter-Trio“

von einer Jury gewählt. 650 „Saunafans“ waren

nach Veranstalterangaben in die sächsische

Farid Atai: Sieger im Einzelwettbewerb

Ines Schneider & Nephat Mwangi: Sieger im Teamwettbewerb

„Weltmeister der Herzen”: die Blue Men Group


Fotos SATAMA SAUNA RESORT & SPA

12 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Sauna-Weltmeisterschaften

Saunaanlage gekommen, um in der Ritualbanja

und in der russischen Banja die Vortragskünste

von 20 Aufgießerinnen und Aufgießern

aus Deutschland, Österreich, Ungarn und

Tschechien zu erleben. Im Anschluss gab es eine

„Gala-Night“ in einem benachbarten Hotel.

Auch dieser Event wäre ohne die Unterstützung

von Sponsoren nicht möglich gewesen.

Website: www.badegaerten.de

Als „Wellness-Event der Superlative“ präsen tierte

sich die fünfte „Sauna WM“ in der Alpentherme

Bad Hofgastein im Salzburger Land. Inhaber und

Veranstalter ist – seit 2008 – der „Internationale

Verein zur Förderung der Sauna und Wellnesskultur“

(Patrick Lenhart) mit Sitz in Wien. In

der 60 Personen fassenden „Cascadia Sauna

wurden an zwei Tagen der „Sauna Weltmeister

2013“ einzeln und im Team im „ERLEBTEN

AUFGUSS“ sowie der Sieger im „Powerwacheln“

ermittelt. Vor 500 fachkundigen Gästen –

darunter der vom hohen Niveau der Veranstaltung

angetane Geschäftsführer des Deutschen

Sauna-Bundes Rolf A. Pieper – zeigten 49 Kandidaten

aus 23 Nationen ihr Können. Gewertet

wurden vornehmlich von einer Publikumsjury

die Kategorien Entertainment, „Entspannung“

und Wacheltechnik.

Siegerin Sylvia Spielvogel von den Badegärten

Eibenstock

Foto Badegärten Eibenstock

Die Nummer 1 im „Powerwacheln”:

Tudor Moiceanu

Foto Michael Scheidel

Die ersten drei Plätze im Einzelwettbewerb belegten

Dirk van Offel (Belgien) mit seiner „Reise

nach Atlantis“, Christian Lohrengel (Deutschland)

und der „Geheimfavorit“ Fabian van Dijk aus den

Niederlanden. Sieger im erstmals durchgeführten

Teamwettbewerb wurden Jurgita Mazurkeviciute

& Vladas Jokubauskas aus Litauen mit einer

traditionellen russischen Banja-Show. Beim

Publikumswettbewerb „Powerwacheln“ siegte

vor 218 anderen Teilnehmern der Rumäne Tudor

Moiceanu: Mit einem speziellen (Wachel-)Tuch

kam er auf eine Windgeschwindigkeit von 8,03

m/s (28,9 km/h). Als „Trendduft“ der Saison

2013/2014 wurde „Waldmeister-Pistazie“

ausgelobt. Für die „Sauna WM“ gab es ebenfalls

ein Sponsoring. Die nächste „Sauna WM” findet

vom 24. bis 26. Oktober 2014 wieder in der

Alpentherme Bad Hofgastein statt.

Websites: www.sauna-wm.com;

www.facebook.com/saunawm

www.alpentherme.com •

Hans-Jürgen Gensow

Im Einzelwettbewerb vorn: Christian Lohrengel, Deutschland, (2. Platz); Dirk van Offel, Belgien,

World-Champion; Fabian van Dijk, Niederlande (3. Platz)

Die Gewinner des Team-Wettbewerbs: Jurgita Mazurkeviciute & Vladas Jokubauskas (Mitte)


Fotos sentiotec, by joel kernasenko

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

13


Leserfragen

Düfte

erleben

Der Gast merkt den Unterschied sofort: Düfte

von Kemitron entwickeln sich langsam und

wandeln sich wie bei einem wertvollen Parfum.

Kein Wunder – wir verwenden überwiegend

natürliche ätherische Öle. Sie haben zwar ihren

Preis, aber auch überzeugende Wirkung auf

Psyche und Gesundheit. Und – wir liefern

gleichbleibende geprüfte Qualität. Deshalb

setzen sich unsere Duftkompositionen in

Wasserwelten und Fitnessbereichen immer

mehr durch.

Leserfragen

Saunabaden extrem – Folgen

von Übertreibungen?

Frage

Ich arbeite schon lange Zeit als Saunameister.

In den letzten Jahren meine ich, dass immer

mehr Saunagäste zu Übertreibungen neigen.

Besonders die Zahl der Aufgüsse wird überzogen.

Gesund können solche Auswüchse

doch kaum sein?

Dehnt man ein Saunabad zu lange aus, so sind

die Regulationsvorgänge des Körpers überfordert.

Was „zu lange“ ist, hängt neben dem

Gewöhnungsgrad von den thermischen Bedingungen

wie der Temperatur und Luftfeuchtigkeit

ab und kann nicht pauschal beantwortet

werden. In der Regel empfiehlt man nicht

mehr als drei Saunagänge von jeweils 10 bis

15 Minuten Dauer mit entsprechenden Abkühlungsmaßnahmen.

Bei einem längeren Saunaaufenthalt

steigt die Körperkerntemperatur

weiter an, was den Kreislauf stark belastet.

Extrem werden die Belastungen bei hoher Luftfeuchtigkeit

und übertriebenen, sowie häufig

wiederholten Aufgüssen.

Auch die Kombination von erschöpfender

sportlicher Aktivität und Saunabaden kann

man zumindest beim Nicht-Leistungssportler

zu den vermeidbaren Übertreibungen zählen.

Das gilt auch für einen spätabendlichen oder

nächtlichen Saunabesuch, da der in der Sauna

erzielte Anstieg der Körperkerntemperatur dem

normalen Rhythmus des Temperaturverlaufs

entgegen wirkt, was bei sensiblen Menschen

zu Schlafstörungen führen kann.

Viel

mehr

als

Monodüfte

bieten

Die Investition lohnt sich: noch keiner unserer

Kunden ist zu Monodüften zurückgekehrt.

Duftmarketing prägt das anspruchsvolle Image

der ganzen Anlage. Der Gast kommt wieder.

Und darauf kommt es an.

Natürlich liefern wir Ihnen auch die komplette

Dosier- und Steuertechnik.Lassen Sie sich von

uns beraten.

Foto Shotshop_ga1-g60

Antwort

„Viel hilft viel“ – das scheint das Motto von

Saunanutzern zu sein, die es nach den üblichen

Maßstäben übertreiben. Dabei kann

man unterscheiden, ob es sich um die Übertreibung

beim einzelnen Saunabesuch oder um

Übertreibungen in der Häufigkeit der Saunanutzung

handelt.

Zu den Übertreibungen gehört außerdem,

bei einer akuten Erkrankung wie z. B. einem

fieberhaften Infekt, die Sauna aufzusuchen.

Bei ungünstiger Befund-Konstellation und bestimmten

Krankheitserregern oder auch einer

nicht erkannten begleitenden Herzmuskelentzündung

kann ein derartiges Vorgehen fatal

enden und sollte tabu sein. Die Sauna kann

bei vielen Erkrankungen vorbeugend wirken,

bei manchen auch zur Heilung beitragen; sie

sollte aber bei vielen akuten Erkrankungen

(insbesondere bei Fieber) nicht genutzt werden.

Das schließt die oftmals positive Wirkung

der Sauna z. B. bei einem akuten Hexenschuss

nicht aus. Es handelt sich also um ein differenziert

zu betrachtendes Thema.

Man kann aber auch in zu kurzen Zeitabständen,

zu häufig wöchentlich in die Sauna gehen.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt,

dass ein intensiver Reiz wie ein Saunabad

etwa drei Tage braucht, um vom Körper ausgeglichen

zu werden. Das trifft zumindest

auf den in Deutschland üblichen Ablauf des

Saunabades zu. Als Schlussfolgerung kann

man ableiten, dass ein zweimaliger wöchentlicher

Saunabesuch vermutlich optimal wäre,

um gewünschte Anpassungen zu erzielen.

Nach bisherigen Kenntnissen scheint dafür

aber auch ein wöchentlicher Saunabesuch

auszureichen. Geht man dagegen täglich

oder sogar zweimal täglich in die Sauna, so

hat das vegetative Nervensystem nicht mehr

An den Kiesgruben 14, D-73240 Wendlingen

Tel.(0 70 24)95 06-0, Fax (0 70 24) 95 06-30

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14 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Leserfragen

Cilindro

110EE

Zeit genug, die Reize auszuregulieren, wodurch

vegetative Störungen wie Schwitzen

oder Frieren, Schlafstörungen, Kopfschmerzen

und ähnliches denkbar sind. Systematische

Untersuchungen zu diesem Thema sind

allerdings nicht bekannt.

Im übrigen sind negative Folgen bei korrektem

Gebrauch der Sauna auch nach Jahrzehnten

beim Gesunden nicht bekannt, sieht man von

der verstärkten Neigung zu erweiterten kleinen

Blutgefäßen in der Haut (besonders im Gesichtsbereich)

einmal ab. Diese ist Folge einer

Anpassung an Hitze, bzw. die Anlage dazu wird

durch die Hitze gefördert. Alle weiteren bisher

beschrieben Anpassungen an regelmäßigen

Saunabesuch sind dagegen als gesundheitlich

positiv zu werten – wenn man eben nicht übertreibt.


Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Medizinischer Berater

des Deutschen Sauna-Bundes

Kavalleriestr. 9

33602 Bielefeld

Sind Hörgeräte saunatauglich?

Frage

In unsere Saunaanlage kommen viele ältere

Menschen. Ich wurde schon öfter gefragt, ob

man mit einem Hörgerät saunabaden kann.

Vielleicht kennen Sie einen Experten, der mir

antworten kann?

Antwort

Von der Nutzung von Hörgeräten im

Saunaraum würde ich eher abraten. Zwar

sollten die Saunatemperaturen und die niedrige

Luftfeuchtigkeit kein besonderes Problem

darstellen, zumal die Temperaturen am Trageort

der Hörgeräte (im Gehörgang oder zwischen

Ohrmuschel und Kopf) wohl nicht ganz die

hohen Saunatemperaturen erreichen werden.

Durch die auftretenden Temperaturdifferenzen

ist aber mit vermehrter Kondensbildung im Hörgerät

zu rechnen. Dadurch können Mikrofon

und Lautsprecher in Mitleidenschaft gezogen

werden. Auch wenn heute Hörgeräte oftmals

„nano beschichtet“ und generell deutlich weniger

feuchtigkeitsempfindlich sind als früher,

würde ich zur Vorsicht raten.

Im Dampfbad sollte allein aufgrund der hohen

Luftfeuchtigkeit auf das Tragen von Hörgeräten

verzichtet werden.

Implantierbare Hörgeräte können das Problem

nicht lösen. Die kommerziell verfügbaren

Systeme sind alle nur teilweise implantierbar:

Foto Shotshop_5859770

der oder die Wandler werden implantiert, aber

Mikrofon, Batterie und Signalverarbeitung

bleiben außerhalb des Körpers, daher gelten

zunächst dieselben Regeln wie bei „normalen“

Hörgeräten. Voll implantierbare Systeme wurden

mehrfach vorgeschlagen, noch aber hat

keines der vorgestellten Systeme Marktreife

erlangt. •

Kind Hörgeräte

Dr. Martin Kinkel

Forschung und Entwicklung

Sicherheitsbeauftragter Medizinprodukte

Kokenhorststr. 3 – 5

30938 Großburgwedel

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Harvia Saunaöfen – Wegbereiter

in Technik und Design.

Die Qualität und Sicherheit der Harvia-Saunaöfen

ist auf besonders gute Materialien, das

eigene qualitativ hochwertige Herstellungsverfahren

und die strenge Qualitätskontrolle

zurückzuführen. Mit seiner vielseitigen

Sauna ofenproduktion bietet Harvia Ihnen die

Möglichkeit, das passende Saunaofenmodell

für Ihren Bedarf zu wählen.

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Leistung 11–15 kW

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Harvia HGX ist ein kompakter, aber effektiver

Verdampfer für den privaten und öffentlichen

Gebrauch. Harvia HGP wurde für die Ansprüche

im öffentlichen Bereich entwickelt, wo

hohe Dampfleistung erforderlich ist. Die

wichtigsten Prinzipien bei der Entwicklung

dieses Gerätes waren Zuverlässigkeit, leichte

Bedienung und vor allem ein entspannendes

Dampfbaderlebnis.

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

15

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Saunareport

Das 100. Qualitätssiegel des Deutschen

Sauna-Bundes wurde dem WESTFALENBAD

Hagen Ende September auf der Jahrestagung

Saunaimpulse® 2013 in Lübeck verliehen.

SaunaPremium“ ist auch die Mitte

des gleichen Monats eröffnete Entspannungssauna

„Fenster zur Welt“. Mit dem

großen Silvester-Event „Nacht der 1.000

Lichter“ klingt das erfolgreich verlaufende

Betriebsjahr von Hagens Freizeit- und

WellnessOASE entspannt aus.

Seit dem Frühjahr 2010 ist die westfälische

Stadt Hagen (186.000 Einwohner), offiziell

als „Stadt der Fern Universität“ und allgemein

als „Tor zum Sauerland“ bezeichnet, um eine

bürgerfreundliche Attraktion reicher. Dort, wo

sich vordem das alte Ischelandfreibad befunden

hatte, öffnete das WESTFALENBAD als modernes

Sport- und Freizeitbad erstmals seine Türen.

Nach Angaben des Betreibers, der Hagenbad

GmbH, handelt es sich dabei um eines der

größten Bäder in Nordrhein-Westfalen. Auf

einer Fläche von 70.000 Quadratmetern –

davon 2.000 Quadratmeter Wasserfläche –

präsentiert sich eine einzigartige Sauna,-

Wellness-, Bäder- und Freizeitlandschaft, deren

Architektur für ein zukunftsorientiertes Hagen

stehen soll. Das bekannte Architekturbüro

„KRIEGER Architekten Ingenieure“ aus Velbert

lieferte dazu den Entwurf.

In seiner 1300-jährigen Stadtgeschichte spielte

Hagen wirtschaftlich ab dem 18. Jahrhundert

dank des Baus einiger Hammerwerke und

Schmieden für Stahlerzeugnisse entlang des

Flusses Ennepe eine wichtige Rolle. Seine

Blütezeit erlebte Hagen als Oberzentrum

während der Kaiserzeit (1871 bis 1914) im

Zuge der Industrialisierung. Mit der Stahlkrise

Anfang der 1970er Jahre war der Niedergang

der Schwerindustrie verbunden. Heute wird die

kreisfreie Stadt hauptsächlich durch die Metall

verarbeitende Industrie und zunehmend vom

Dienstleistungsgewerbe geprägt.

Mit seinem vielfältigen Angebot hat sich das

WESTFALENBAD auf Anhieb einen Spitzenplatz

unter Deutschlands Bädern erobert. Ende

September dieses Jahres wurde die Saunalandschaft

mit dem Qualitätssiegel SaunaPremium

DEUTSCHER SAUNA-BUND

Multimedia

des Deutschen Sauna-Bundes ausgezeichnet.

Dirk Thorbow, Leiter Unternehmenskommunikation

und Marketing bei der Hagener Versorgungs-

und Verkehrsgesellschaft, erhielt auf der

Jahrestagung Saunaimpulse® in Lübeck die Urkunde

für das 100. Siegel von Dieter Gronbach,

Vorsitzender des Qualitätsausschusses des

Verbandes für die Zertifizierung von Saunabädern

(siehe Foto). Nicht nur in den Bereichen

Dienstleistung und Ausstattung, sondern auch

in puncto Sauberkeit, Hygiene und Sicherheit

konnte das WESTFALENBAD den gestellten

Anforderungen gänzlich gerecht werden.

Multifunktionsanlage mit Cabrio-Dach

Die neuartige Multifunktionsanlage, die alle

Elemente einer modernen Wellnesseinrichtung

mit entsprechenden Gesundheits-, Fitness- und

Freizeit- segmenten verbindet, bietet eine

erstaunlich große Saunavielfalt. Sieben individuelle,

exklusiv eingerichtete Schwitzräume im

Innen- wie im Außenbereich und ein Dampfbad

sorgen für entsprechende Abwechslung.

16 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Saunareport

und Seifenschaummassagen oder Bädern

einzeln oder zu zweit verwöhnen lassen können,

und die Premium-Saunalandschaft befinden

sich im Obergeschoss. Zum Angebot im

Innenbereich zählen dort neben Erlebnisduschen,

Kaltduschen, Eisbrunnen, Tauch- und

Wärmebecken auch kleine Holzfässer, die als

Fußwärmebecken dienen. Des Weiteren gibt

es Bewegungs- und Kommunikationszonen,

Ruheflächen und Ruheräume, teilweise mit

Wasserbetten oder Kamin ausgestattet, sowie

eine Sauna-Bar und die Gastronomie mit

angrenzender Terrasse. Entspannung bieten

das Dampfbad mit LED-Sternenhimmel, eine

finnische Sauna, die rund 40 Personen Platz

bietet, und eine Panoramasauna. Halbstündlich

bis stündlich finden in insgesamt drei

verschiedenen Saunaräumen Aufgüsse durch

fachkundiges Personal statt. Das täglich wechselnde

Duftprogramm sorgt für willkommene

olfaktorische Überraschungen. Im Dampfbad

gibt es neben den klassischen Honig- und

Salzanwendungen regelmäßig einen kostenfreien

Wellnessgruß in Form von Kaffeepeeling,

Schokoladenmaske und vielem anderen mehr.

Inselsauna im Naturteich

„Fenster zur Welt”

Durch die tageslichtdurchflutete, zweigeschossige

Eingangshalle gelangt der Gast in

die verschiedenen Bereiche. Dazu zählen: ein

Fitness-Studio, der Sportbereich mit 50-m-

Wettkampfschwimmbecken, Lehrschwimmbecken,

Mehrzweckbecken mit 1 Meter- sowie

3 Meter-Sprunganlage, das Freizeitbad mit

Kinderbecken, Solebecken (außen) und das

große Erlebnisbecken mit Strömungskanal und

weiteren Attraktionen im Erdgeschoss. Ein

weiteres Highlight ist der „Aqua Racer“, eine

80 Meter lange Reifenrutsche mit wechselndem

Querschnitt. In den Sommermonaten wird

das Bad zum Freibad, wenn die Cabrio-Dachkonstruktion

bei schönem Wetter innerhalb

weniger Minuten ausgefahren wird. Zudem

können im Freizeit- und Erlebnisbereich auch

die gläsernen Falt-Elemente der Seitenwände

geöffnet werden, um den Zugang zu den Liegeflächen

freizugeben.

Der exklusive Wellnessbereich, in dem sich die

Gäste mit klassischen Massagen, Hot-Stone-

Foto WESTFALENBAD

Ein weiteres Highlight der Anlage ist sicherlich

der weitläufige, terrassiert angelegte Garten,

in dessen Talkessel sich ein 900 Quadratmeter

großer Naturbadeteich mit einer großzügig

dimensionierten Inselsauna befindet. Von dort

bietet sich dem Gast ein Rundumblick auf den

Saunagarten. In der Nähe des Teiches liegen

eine Erdsauna mit holzbefeuertem Ofen, eine

große Aufguss-Sauna, die bis zu 60 Gästen

gleichzeitig Platz bietet, ein Ruhehaus mit angrenzendem

Warmwasserbecken und eine Kaltwassergrotte.

Ein mit 100 °C beheiztes Kelo-

Saunahaus oben auf dem Plateau des 16.000

Quadratmeter großen Parks vervollständigt

das umfangreiche Angebot. Das Saunahaus

stammt aus dem 2011 abgerissenen Hagener

Willi-Weyer-Bad und wurde nach der Demontage

im WESTFALENBAD wieder aufgebaut

und in die neue Saunalandschaft gelungen

integriert. Umgeben von alten Eichen, bietet es

30 Personen Platz. Direkt daneben befindet sich

ein Gradierwerk, an dessen Schwarzdornreisigen

salzhaltiges Wasser hinabrieselt und einen

feinen Sole-Nebel versprüht.

„Die unterschiedlichen Saunaräume eignen sich

ideal zum abwechslungsreichen Schwitzen“,

sagt Bäderleiter Thomas Maag. „Damit verbunden

ist ein hoher Erlebnis- und Freizeitwert, den

viele Gäste sehr zu schätzen wissen. Der große

Park bietet zudem Möglichkeiten für Events.

So wurde im vergangenen Juni das einem

Amphitheater ähnliche Außengelände des

Freizeitbades für ein Open-Air-Konzert genutzt:

1.400 Besucher genossen das erste Freiluft-

Konzert „007 trifft Amadeus“ mit den Hagener

Philharmonikern.

Trendige Entspannungssauna

Mitte September dieses Jahres wurde –

nach dreieinhalbjähriger Betriebszeit – die

Saunaanlage des WESTFALENBADES um

eine „deutschlandweit einmalige“ Multimedia

Entspannungssauna (für 150.000 Euro)

erweitert, wie Bäderleiter Maag erklärt. Mit

dem „Fenster zur Welt“ wurde die fünfte Sauna

auf dem Außengelände eröffnet. Vier hoch-

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

17


Saunareport

auflösende Monitore, auf die dank neuartiger,

innovativer 4K-Technik (mit 4.320 x 1.920

Pixeln) besonders realitätsnahe Bilder projiziert

werden, bilden eine Art digitales Panoramafenster.

Gezeigt werden auf „High Resolution“-

Bildschirmen – untermalt mit Musik – zwölf

fließende, verlangsamte Bildergalerien sowie

viele so genannte Moods-Filme verschiedener

Landschaften zu unterschiedlichen Jahreszeiten.

Dazu gehören Naturschauspiele, malerische

Sonnenuntergänge, Meeresbrandung auf

Hawaii, tief verschneite Landschaften, isländische

Geysire und Wasserfälle. Diese ruhige

Art der Bildbetrachtung soll das Wohlbefinden

und Entspannungsgefühl steigern. Mit 10 bis

15 Minuten Länge entsprechen die Naturfilme

und Erlebniswelten in etwa der Dauer eines

Saunagangs.

„Die Video- und Bildqualität ist dabei besser als

in modernen Kinos und geht weit über bisher

bekannte Effekte in Saunalandschaften hinaus.

Das Soundsystem wurde den besonderen

Bedingungen der Umgebung angepasst: Zwei

hitzebeständige Lautsprecher sorgen für guten

Ton, damit das Saunabaden zu einem einzigartigen

Erlebnis für alle Sinne werden kann. Das

derzeitige Filmarchiv, das jedes Jahr erweitert

wird, umfasst 26 verschiedene Ambientfilme,

darunter einige Konzertvideos für besondere

Anlässe. Wie zum Beispiel den kommenden

Silvesterabend „Nacht der 1.000 Lichter“ (bis

morgens um 3 Uhr in der Früh mit Begrüßungssekt,

umfangreichem Büfett, Mitternachtssnack,

Feuerwerk, DJ, Sängerin, Feuerkünstlerin und

besonderen Aufgüssen). Produziert wurden

die Ambientfilme vom Film- und Fotokünstler

Maxx Hermann exklusiv für das Unternehmen

„atmosphere media“, das für die technische

Umsetzung verantwortlich zeichnet.

Neben dem virtuellen „Fenster zur Welt“ verfügt

die neue Multimedia-Sauna auch über ein

echtes, 2,60 x 1,60 Meter großes Panoramafenster

mit Schiebeläden, die jedoch nur dann

geöffnet werden sollen, wenn das Hagener

Fotos WESTFALENBAD

Wetter mit den gezeigten Bildsequenzen harmoniert.

Insgesamt 35 Personen finden in der

vierstufigen „Fenster zur Welt“-Sauna Platz, die

Temperatur dort beträgt 75 º C. Die Rhomboid-

Fassade aus Lärchenholz, die Inneneinrichtung

aus hellem Abachi mit dunklen Absetzungen in

Thermoesche, der Saunaofen (36 kW) und drei

Hinterwandöfen (je 12 kW) machen den trendigen

„Hot Spot“ in Ständer-Schichtbauweise

mit einem Pultdach besonders interessant und

einladend.

Weiteres Ruhehaus vor Eröffnung

Um die Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern,

wird derzeit in einer zweiten Baumaßnahme

ein weiteres Ruhehaus mit zwei Räumen und

einer großen Glasfront errichtet, welches das

Gebäudeensemble vervollständigen soll. Die Eröffnung

ist noch vor Weihnachten geplant. Mit

den beiden Erweiterungs-Bauten reagiert das

WESTFALENBAD auf die wachsende Beliebtheit

der attraktiven Saunalandschaft. Diese fand

nicht nur von Anfang an großen Anklang und

Fotos Doreen Koschnick

18 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Saunarerport

schrieb schwarze Zahlen, sondern sprach sich

aufgrund der dort präsentierten Vielfalt und

Großzügigkeit und dem gelebt guten Service

auch regional und überregional herum und

konnte entsprechend mehr Besucher anlocken.

„Vieles hat sich inzwischen etabliert, manches

haben wir nach und nach optimiert, sodass wir

sogar im vergangenen Sommer einen positiven

Zuspruch erfahren haben“, weiß Bäderleiter

Maag zu berichten. An manchen Abenden –

zum Beispiel freitags – war die Kapazitätsgrenze

fast erreicht. Besuchten 2011 noch 56.000

Saunagäste die Saunaanlage, waren es 2012

bereits circa 70.000 Menschen, ein sattes Plus

von 26 Prozent.

Dazu trägt nicht zuletzt der verkehrsgünstige

Standort nahe der „Sauerlandlinie“ A 45 bei.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das

WESTFALENBAD gut zu erreichen. Schwerte

und Dortmund gehören zu den Haupteinzugsbereichen,

aber auch von weiter her kommen

die Besucher. Während die Sportbad-Besucher

meist direkt aus Hagen stammen, nehmen die

Gäste des Erlebnisbades bis zu 50 Kilometer

Anfahrt in Kauf, Saunabesucher sogar bis zu

70 Kilometer. „Obwohl es einige gute Saunalandschaften

und Bäderbetriebe im Umkreis

gibt, findet sich genug Platz für alle Anlagen“,

weiß Maag zu berichten. „Ein faires Miteinander

und Kommunikation sind da wichtig.“ Termine

für Events werden deshalb untereinander abgesprochen,

damit es keine Überschneidungen

und unnötige Konkurrenzsituationen gibt.

Mit Kleinigkeiten Großes erreichen

Im Saunabereich dominieren Beige- und Brauntöne.

Frisches Grün in Tapetenmustern sowie

bei Pflanzen und Decken sorgt für farbliche

Akzente. Dekorationen mit Sumpf- und Treibhölzern

sowie dazu passende Lampen geben

der Inneneinrichtung ein stimmiges Ganzes. Im

Restaurant und in den Ruheräumen herrscht

eine entspannte Lounge-Atmosphäre. Kamin

und offener Bücherschrank, der von den Gästen

und der Stadtbücherei bestückt wird, lassen ein

heimeliges Wohlgefühl aufkommen. Wasserbetten

sorgen für eine Anmutung schwebender

Leichtigkeit.

Das WESTFALENBAD kann als ein gelungenes

Beispiel für anspruchsvolle, miteinander

korrespondierende und harmonisierende Innenund

Außenarchitektur gesehen werden. „Die

wesentliche Kraft des Hauses kommt aber

aus dem Team“, betont Bäderleiter Maag den

hohen Stellenwert der Mitarbeiter/innen. „Es

sind die Menschen, welche die angenehme und

familiäre Atmosphäre einer Anlage wesentlich

mitprägen. Dazu braucht es Mitarbeiter/

innen, die das Konzept leben und es vermitteln

können.“ Maag freut sich, dass seitens

der insgesamt über 80 Beschäftigten (ohne

Gastronomie, Kursleitung, Fitnessstudio, externe

Reinigung und saisonale Kräfte) eine hohe

Identifikation mit dem Freizeitbad besteht.

Das drückt sich nicht nur in der Zufriedenheit

der Besucher merkbar aus, sondern am Ende

Fotos WESTFALENBAD

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

19


Saunareport

auch beim Umsatz und bei der verbesserten

Wirtschaftlichkeit.

Insgesamt achtet das Personal sehr auf das

Wohlergehen der Gäste. Der Tenor der Rückmeldungen

bestätigt diesen Eindruck. „Oft

kann man mit Kleinigkeiten Großes erreichen“,

weiß Maag aus langjähriger Erfahrung zu

berichten. Das kann zum Beispiel der Ständer

mit Regenschirmen sein, aus dem die Gäste sich

bedienen können, um trocken durch den Garten

von einer Sauna zur anderen zu gelangen oder

die „HaLu-Kissen“, eine Alternative zu den hölzernen

Kopfstützen in der Sauna. Die moderne,

ergonomische Form der Nackenstütze hält den

Kopf mit vier runden, beweglichen Holzpads im

Gleichgewicht und man fühlt sich wie auf ein

bequemes Kissen gebettet.

Thomas Maag

Seit über 26 Jahren

ist der Bäder leiter

der Hagenbad

GmbH im Badewesen

tätig.

Der gebürtige

Schwabe absolvierte

nach der

Schule zunächst

die klassische Ausbildung zum Schwimmmeistergehilfen

bei der schwäbischen

Landes hauptstadt Stuttgart, arbeitete dann

als Schwimmmeister, später als Meister für

Bäderbetriebe und eignete sich zusätzliches

betriebswirtschaftliches Rüstzeug an. Seine

letzte Position übte Maag als Betriebsleiter

der Carolus Thermen bei der Kur- und Badegesellschaft

Bad Aachen aus. In seiner Freizeit

ist der 44-Jährige selbst leidenschaftlicher

Saunagänger, in der DLRG aktiv und zudem,

sofern es die knappe Zeit zulässt, gern auch

sportlich unterwegs. Von Besuchen in anderen

Badebetrieben nimmt der engagierte

Bäderleiter viele neue Ideen mit. Seit September

2012 ist Maag Bäderleiter mit Prokura

bei der Hagenbad GmbH im westfälischen

Hagen, die neben dem WESTFALENBAD

auch ein Ortsteil-Sportbad mit Sauna und

zwei Familien-/Freizeit-Freibäder betreut.

Neben den vielen Kleinigkeiten schätzen die

Gäste natürlich auch die großen Veranstaltungen.

Zu den besonderen Angeboten des

WESTFALENBADS gehören neben einmaligen

Events wie ein Yoga-Tag mit „Hot Yoga“ im

geheizten Ruhehaus auch regelmäßige Veranstaltungen

wie Babywellness, Familiensauna,

Lady-Wellness. Neben der Silvester-Saunanacht

gibt es vier thematisierte Event-Saunanächte

pro Jahr, so das asiatische Kirschblütenfest

mit Klangschalen- und Gong-Konzert oder das

Oktoberfest mit Alpenkräuter- und Biersud-Aufgüssen,

bayrischen Schmankerln und Volksmusik.

Etwa acht Mal pro Jahr wird außerdem der

Saunaführerschein“ angeboten, teilweise in

Kooperation mit einer Krankenkasse.

Erfolgreiches neues Bäderkonzept

Der Bau des WESTFALENBADES mit einem

Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro

ist Teil eines Bäderkonzeptes, das die Hagenbad

GmbH im Auftrag der Stadt Hagen erstellte.

Dieses sah neben dem Neubau auch die

Schließung von bis dahin bestehenden Bädern

vor. „Dass die Entscheidung für das neue Bäderkonzept

richtig war, zeichnete sich schon im

ersten vollen Betriebsjahr ab, in dem wir bereits

das beste Ergebnis seit der Unternehmensgründung

erzielten“, erklärt Christoph Köther,

Geschäftsführer der Hagenbad GmbH. Ein

Erfolg, der sich weiter fortsetzt: Der Zuschussbedarf

für alle Bäder konnte von vordem mehr

als sechs Millionen Euro auf 4,6 Millionen

Euro im Jahr 2012 gesenkt werden. Während

2009 lediglich 364.000 zahlende Besucher

die Hagener Bäder aufsuchten, waren es 2011

bereits 537.000 Gäste (davon allein 440.000

im WESTFALENBAD). 2012 kamen insgesamt

618.000 Badegäste, der Löwenanteil entfiel

abermals auf das WESTFALENBAD. „Es zeichnet

sich bereits jetzt ab, dass wir in diesem Jahr

allein im WESTFALENBAD mehr als eine halbe

Million Gäste haben werden, allein in der

Sauna anlage rechnen wir mit über 70.000

Besuchern“, zeigt sich Köther über die positive

Entwicklung erfreut.

Das WESTFALENBAD in Hagen ist seit dem

Jahr 2010 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund. •

Doreen Koschnick/Hans-Jürgen Gensow

Daten und Fakten

Raumprogramm

1 offene Großumkleide (gemeinschaftlich) mit 6 Unterabschnitten,

3 Einzelumkleiden, 275 Garderobenschränke im

Saunabereich (gesamtes Bad ca. 1.500 Garderobenschränke),

2 Vorreinigungsräume (Damen und Herren getrennt).

4 verschiedene offene und geschlossene Ruhebereiche innen,

darunter 1 „absoluter“ Ruheraum mit 8 Wasserbetten,

1 Ruheraum mit Kamin und Bücherschrank. 1 großes Ruhehaus

außen mit angrenzendem Warmsprudelbad. Insgesamt

80 Liegen innen, 120 Liegen außen. Neues Ruhehaus im

Bau (150 m 2 , Kapazität für ca. 30 – 40 Personen)

Ausstattung

Saunabereich innen: Finnische Sauna 90 °C, Panoramasauna

65 °C, Dampfraum mit LED-Sternenhimmel 45 °C,

10 Fußwärmebecken, 1 Erlebnisdusche (inkl. Regen- und

Lichtapplikationen), 1 Kaltwasserbecken, 1 Warmwasserbecken,

1 offener Abkühlbereich mit 2 Schwallbrausen,

1 Kneippvorrichtung, 1 Schwalleimer, 2 Kopf- und 4

Regenduschen, 1 Eisbrunnen, 2 offene Kamine im Ruhebereich

(Hilpert,Fulda), 1 Paarbadewanne im Wellnessbereich

(Hilpert,Fulda)

Saunabereich außen: Aufguss-Sauna 85 °C, Inselsauna

70 °C, Erdsauna 90 °C, Kelosaunahaus (mit Kaltdusche)

100 °C, Fenster-zur-Welt-Sauna (mit innovativer Bildschirmtechnik)

75 °C, Gradierwerk, Duschgrotte mit 1 Schwallbrause,

1 Kneippschlauch, 1 Wassereimer. Naturbadeteich

(900 m 2 , davon 450 m 2 zum Abkühlen)

Saunahaus im Außenbereich: hergestellt und gestaltet von

Müther Wellnessanlagen & Saunabau, Haltern am See

Eisbrunnen: devine, wellness & spa international (Österreich)

Naturbadeteich: Planung WasserWerkstatt Bamberg

Allgemeines

Öffnungszeiten Sauna: montags bis mittwochs: 10 bis

22 Uhr, donnerstags 10 – 23 Uhr, freitags: 10 – 24 Uhr,

samstags 10 – 23 Uhr, sonntags 10 – 21 Uhr.

Dienstags Damensauna

Freizeitbad: montags bis freitags 10 – 22 Uhr, samstags

9 – 22 Uhr, sonntags 9 – 20 Uhr Sportbad: montags bis

freitags 6.30 – 22 Uhr, samstags und sonntags 8 – 20 Uhr

Eintrittspreise Sauna, inklusive Freizeit- und

Sportbadnutzung

3 Stunden wochentags: 15 € (ermäßigt 12,50 €),

Tageskarte 19,50 € (ermäßigt 15 €),

Wochenende/Feiertage: 3 Stunden 16 € (13,50 €),

Tageskarte 21,50 € (16 €). Geldwertkarten (gelten in allen

Bädern der Hagenbad GmbH): 60 € (5 % Ermäßigung),

150 € (10 %), 300 € (15 %)

Extra-Angebote

Wellnessbereich: Rhassoul-Dampfbad, Seifenschaum-Massage,

1 Doppelmassageraum, 3 Standardanwendungsräume,

1 Kombiraum, Wellnessbad, SPA-Lounge, Ruheraum mit

Panorama-Ausblick (insgesamt 600 m 2 ), Kosmetikangebote

Fitnessbereich: 30 Kardiogeräte, 30 Fitnessgeräte

Solarium (Ergoline/Dorena Freizeitanlagen, Olching)

Gastronomie

Restaurant im Saunabereich: 80 Plätze innen, 32 außen

Im Freizeitbad: 25 Plätze extern, 68 intern, 40 auf der

Außenterrasse

Sonstiges

Generalplaner: KRIEGER Architekten Ingenieure, Velbert

Brutto-Grundfläche: 70.000 m 2

Brutto-Rauminhalt: 76.000 m 2

Saunabereich: 10.000 m 2 , Saunagarten 8. 000 m 2

16.000 m 2 Naturwiese

Investitionssumme: 30 Millionen Euro

„Fenster-zur-Welt“-Sauna (Herbst 2013): 150.000 Euro

Neues Ruhehaus (Herbst 2013)

480 kostenfreie Parkplätze im Parkhaus

Eröffnung 2010

WESTFALENBAD

Stadionstraße 15

58097 Hagen

Telefon: 02331- 208 600

info@westfalenbad.de

www.westfalenbad.de

20 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Das aktuelle Interview

Das aktuelle

Interview

Ein großer Erfolg:

Über 100 Siegel in

fünf Jahren

S&B: Mehr als 100 Qualitätszeichen in fünf

Jahren: Wie zufrieden sind Sie mit dem bisher

Erreichten?

Gronbach: Eine anfangs vorgenommene

Potenzialanalyse ging von zunächst 120 Betrieben

aus, die für die Zertifizierung geeignet

erschienen. Mit jetzt 116 Anträgen ist man

dem sehr nahe gekommen. Diese große Akzeptanz

in der Saunabranche freut uns natürlich.

Dabei ist allen Beteiligten klar, dass es sich

„nur“ um ein reines Saunasiegel handelt. Ein

umfassendes Wellnesssiegel anzubieten war

nicht unsere Absicht.

S&B: 59 SaunaPremium-, 31 SaunaSelectionund

zehn SaunaClassic-Betriebe in diesem

Herbst: Haben Sie eine Erklärung für diese

Unausgewogenheit?

Gronbach: Eines muss man dabei immer im

Blick haben: Der Aufwand für den einzelnen

Betrieb ist nicht unerheblich und die Kriterien

sind „streng“. Es gibt keinen Automatismus

zwischen Antragstellung und Zuerkennung

des Qualitätssiegels. Auch Ablehnungen

kommen gelegentlich vor. Insbesondere die

kleinen Betriebe mit ihren vielen Stammgästen

versprechen sich von dem Siegel SaunaClassic

anscheinend noch nicht genügend Vorteile.

Dennoch wäre es gerade für sie sehr sinnvoll,

nicht zuletzt für die eigene Positionsbestimmung

im Wettbewerb. Auf Qualität zu setzen

kann nur von Vorteil sein: Das haben große

führende Betriebe sofort erkannt und sind

aktiv geworden.

S&B: Warum wurde überhaupt im Jahr 2008

ein eigenes Qualitätssystem ins Leben gerufen?

Gronbach: Der Deutsche Sauna-Bund wollte

und will sich damit von anderen zweifelhaften

Angeboten abgrenzen. Niemand kennt die

relevanten Prüfkriterien besser und kann sie

objektiver beurteilen. Nur Verbandsmitglieder

können an dem transparenten Verfahren

teilnehmen. Die Gebühr dafür ist angemessen

und fair. Für die Betriebe ist das Qualitäts system

ein wirkungsvolles Marketinginstrument und für

den anspruchsvollen und erfahrenen Saunagast

eine willkommene Informationsquelle.

S&B: Ähnlich der „Hotel-Sterne“ in der Hotelklassifizierung

gibt es drei, vier und fünf Sterne.

Sollen die Qualitätssiegel nicht gleichrangig sein?

Gronbach: Ja, SaunaClassic,

SaunaSelection und Sauna-

Premium sind als gleichrangig

anzusehen. Alle drei sichern

auf spezifische Art und

Weise gesundheitsorientiertes

Saunabaden. Sie unterscheiden

sich aber durch die

Breite des Angebotes und die

dadurch mögliche Aufenthaltsdauer

des Badegastes.

Hygiene- und Sicherheitsvorschriften

müssen allerdings

immer genau beachtet

werden.

S&B: Der Qualitätsausschuss

besteht aus sieben Mitgliedern.

Er berät und entscheidet

unabhängig anhand festgelegter

Kriterien über die Anträge. Ist dafür

überhaupt die nötige Kompetenz vorhanden?

Gronbach: Das Präsidium des Deutschen

Sauna-Bundes hat die Ausschussmitglieder unter

fachlichen Gesichtspunkten berufen. Es handelt

sich dabei um erfahrene Geschäftsführer,

Betriebsleiter und Inhaber von Sauna anlagen

unterschiedlicher Größe. Mit dabei ist außerdem

ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger

für Sauna- und Wellness anlagen.

Damit sind wir gut aufgestellt.

S&B: Wie nutzen die Anlagen das Qualitätssiegel

für ihr Marketing? Dringt es zu den Mitarbeitern

und vor allem zu den Gästen durch?

Gronbach: In zahlreichen Anlagen werden die

Mitarbeiter in das Prozedere der Antragsbearbeitung

mit eingebunden. Bei der Siegelübergabe

sind sie oft dabei. Das stärkt die

eigene Motivation und das „Wir-Gefühl“. Die

Bevölkerung erfährt vom Qualitätssiegel durch

die örtlichen Medien, die über die Verleihung

Dieter Gronbach

Vorsitzender des Qualitätsausschusses

des Deutschen

Sauna-Bundes für die

Zertifizierung von Saunabädern.

Mitglied im Präsidium des

Verbandes seit dem Jahr 2006.

berichten. Die Gäste sehen darüber hinaus

die Urkunde und das Qualitätsschild in der

Anlage und fragen gezielt nach oder geben

Anregungen.

S&B: Was passiert eigentlich, wenn sich die

Anlagenqualität während der Gültigkeitsdauer

des Siegels verschlechtert?

Gronbach: Der Betrieb wird angeschrieben

und bekommt die in Rede stehenden Mängel

mitgeteilt. Eine Stellungnahme

wird erbeten, desgleichen

die Beseitigung der

Beanstandungen innerhalb

einer Frist. Das Qualitätssiegel

kann bei gravierenden

Mängeln sogar während der

Laufzeit entzogen werden,

was auch schon geschehen

ist.

S&B: Wie ist die Re-Zertifizierung

angelaufen? Machen

wieder alle mit, die von

Anfang an dabei waren?

Gronbach: Erst lag die

Laufzeit bei fünf Jahren.

Heute liegt sie bei drei, um

die Veränderungen in den

Betrieben und die Qualitätsanforderungen besser

aufeinander abzustimmen. Die Akzeptanz

und das Image unseres Qualitätssystems sind

erfreulich hoch: Alle Betriebe wollen erneut

zertifiziert werden.

S&B: Wagen Sie eine Prognose: Wo wird das

Qualitätssystem zehn Jahre nach Einführung

stehen?

Gronbach: Wir wollen den Sinn für Qualität

und Qualitätssicherung in den öffentlichen

Saunabetrieben weiter schärfen. Insbesondere

infrage kommende kleine und mittelgroße

Anlagen sollen verstärkt direkt angesprochen

werden, um ihnen den „Einstieg“ zu erleichtern.

Dadurch wird der Bekanntheitsgrad des Siegels

sicher noch einmal gesteigert. Die Zukunft des

Qualitätssystems des Deutschen Sauna-Bundes

hat mit der Re-Zertifizierung bereits positiv

begonnen. Auch neue Anträge liegen vor und

werden so zügig wie möglich geprüft. •


Interview: Hans-Jürgen Gensow

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

21


Ausstattung und Betrieb

Über 100 ausgezeichnete Saunabetriebe

Im Zeitraum der letzten fünf Jahre, seit

2008, haben mehr als 100 gewerbliche

Saunabetriebe die gleichrangigen

Qualitätssiegel SaunaClassic,

SaunaSelection und SaunaPremium

erhalten. Die erste durch den Qualitätsausschuss

des Deutschen Sauna-Bundes

für die Zertifizierung von Saunabädern

erfolgreich geprüfte Saunalandschaft war

das ISHARA in Bielefeld (SaunaPremium),

die hundertste in diesem Herbst das

WESTFALENBAD im westfälischen Hagen

(ebenfalls SaunaPremium). Das Brancheninteresse

am Erwerb der Saunasiegel ist

unverändert groß: Neue Anträge liegen

bereits vor. Außerdem hat erstmals die

Re-Zertifizierung teilnehmender Betriebe

erfolgreich begonnen.

DEUTSCHER SAUNA-BUND

1 Cuppamare Kuppenheim Baden-Württemberg www.cuppamare.de

2 Hallenbad Mengen Mengen Baden-Württemberg www.mengen.de/wStadtwerke/baeder/

3 Premium Fit + SPA Donauwörth Bayern www.premium-fit-spa.de

4 Seedammbad Bad Homburg Hessen www.seedammbad.de

5 Centrum für physik. Therapie Uengsterode Hessen www.cpt-pflueger.de

6 FriesenTherme Emden Niedersachsen www.friesentherme-emden.de

7 Stiehler Sauna & Solarium KG Dresden Sachsen www.sauna-in-dresden.de

8 Kurzentrum Bad Suderode Quedlinburg Sachsen-Anhalt www.bad-suderode.de

9 Jiyu Neumünster Schleswig-Holsten www.dojo-jiyu.de

DEUTSCHER SAUNA-BUND

1 Merkel´sches Schwimmbad Esslingen Baden-Württemberg www.merkelsches-bad.de

2 HellensteinBad aquarena Heidenheim Baden-Württemberg www.hellensteinbad aquarena.de

3 Freizeitbad Jurawell Herbrechtingen Baden-Württemberg www.jurawell.de

4 ENRW Energieversorgung Rottweil Baden-Württemberg www.enrw.de

5 Badezentrum Sindelfingen Sindelfingen Baden-Württemberg www.badezentrum.de

6 Albtherme Waldbronn Waldbronn Baden-Württemberg www.albtherme-waldbronn.de

7 Watzmann Therme Berchtesgaden Bayern www.watzmann-therme.de

8 Fläming-Therme Luckenwalde Brandenburg www.flaeming-therme.de

9 Märchenlandtherme Breuna Hessen www.marchenlandthermebreuna.de

10 Aquarella Buxtehude Niedersachsen www.aquarella.de

11 Celler Badeland Celle Niedersachsen www.celler-badeland.de

12 AquaFit Zeven Niedersachsen www.aquafit-zeven.de

13 COEBAD Coesfeld NRW www.coebad.de

14 Seilerseebad Iserlohn NRW www.seilerseebad.de

15 KölnBäder GmbH Köln NRW www.koelnbaeder.de

16 FreizeitPark Obernautal Netphen Netphen NRW www.freizeitbad-netphen.de

17 Hüttental-Sauna Siegen NRW www.huettental-sauna.de

18 Heuberg Sauna Wesel NRW www.baeder-wesel.de

19 Freizeitzentrum Xanten FinnWell Xanten NRW www.f-z-x.de

20 Cascade Bitburg Rheinland-Pfalz www.cascade-bitburg.de

21 Freizeitbad Tauris Mülheim-Kärlich Rheinland-Pfalz www.tauris.net

22 Deichwelle Neuwied Rheinland-Pfalz www.deichwelle.de

23 Hallenbad und Sauna Wörth am Rhein Rheinland-Pfalz www.woerth.de/sauna.html

24 Rolli-Bad Haldensleben Sachsen-Anhalt www.swhdl.de

25 Dünen-Therme St. Peter-Ording Schleswig-Holstein www.st.peter-ording-nordsee.de

26 Badehaus Nordhausen GmbH Nordhausen Thüringen www.badehaus-nordhausen.de

22 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Ausstattung und Betrieb

DEUTSCHER SAUNA-BUND

1 RappSoDie Bad Rappenau Baden-Württemberg www.rappsodie.info

2 Panorama Therme Beuren Baden-Württemberg DEUTSCHER SAUNA-BUND

www.beuren.de

3 FILDORADO Filderstadt Baden-Württemberg www.fildorado.de

4 Mineral-Thermalbad Freiburg Freiburg Baden-Württemberg www.keidel-bad.de

5 Rotherma Saunapark Gaggenau Baden-Württemberg www.rotherma.de

6 Europabad Karlsruhe Baden-Württemberg www.ka-europabad.de

7 Meersburg Therme Meersburg Baden-Württemberg www.meersburg-therme.de

8 Bora Sauna Radolfzell Baden-Württemberg www.bora-sauna.de

9 Schenkenseebad Schwäbisch Hall Baden-Württemberg www.schenkenseebad.de

10 Mineralbad Leuze Stuttgart Baden-Württemberg www.stuttgart.de/baeder/menue/187535

11 Mineralbad Cannstatt Stuttgart Baden-Würrtemberg www.stuttgart.de/baeder/menue/187536

12 TuWass Tuttlingen Baden-Württemberg www.tuwass.de

13 Bodensee-Therme Überlingen Baden-Württemberg www.bodensee-therme.de

14 Therme Bad Aibling Bayern www.therme-bad-aibling.de

15 Chiemgau Thermen Bad Endorf Bayern www.chiemgau-thermen.de

16 Therme I mit Saunahof Bad Füssing Bayern www.therme1.de

17 KissSalis Therme Bad Kissingen Bayern www.kisssalis.de

18 Obermain Therme Bad Staffelstein Bayern www.obermaintherme.de

19 Therme Erding Vital GmbH Erding Bayern www.therme-erding.de

20 sauna ERGOMAR Ergolding Bayern www.ergomar-ergolding.de

21 Saunadorf Juramare Gunzenhausen Bayern www.juramare.de

22 Freizeitbad Atlantis Herzogenaurach Bayern www.atlantis-bad.de

23 HofBad GmbH Hof Bayern www.stadtwerke-hof.de/baeder/hofbad

24 Wonnemar Ingolstadt Bayern www.wonnemar.de

25 aqua-sole Kitzingen Bayern www.aqua-sole.de

26 Therme Obernsees Mistelgau Bayern www.therme-obernsees,de

27 Freizeitbad Arobella Bad Arolsen Hessen www.arobella.de

28 Lahn-Dill-Bergland-Therme Bad Endbach Hessen www.bad-endbach.de

29 FIT Freizeit Belasso Schwerin Mecklenburg-Vorpom. www.belasso.

30 Wonnemar Wismar Mecklenburg-Vorpom. www.wonnemar.de/wismar

31 Thalassozentrum ahoi! Cuxhaven Niedersachsen www.tourismus.cuxhaven.de

32 Badeparadies Eiswiese Göttingen Niedersachsen www.badeparadies.de

33 Nettebad Osnabrück Niedersachsen www.nettebad.de

34 Soltau Therme Soltau Niedersachsen www.soltau-therme.de

35 Kombibad Wedel Wedel Niedersachsen www.badebucht.de

36 BadeLand Wolfsburg Wolfsburg Niedersachsen www.badeland-wolfsburg.de

37 Nass Arnsberg NRW www.nass-arnsberg.de

38 Carolus Thermen Bad Aachen NRW www.carolus-thermen.de

39 Driburg Therme Bad Driburg NRW www.driburg-therme.de

40 VitaSol Bad Salzuflen NRW www.vitasol.de

41 Sauna Ishara Bielefeld NRW www.ishara.de

42 Vitalitätszentrum DIE SAUNA INSEL® Dülmen NRW www.sauna-insel.de

43 Embricana Emmerich NRW www.embricana.de

44 Freizeitbad Atoll Espelkamp NRW www.atoll-espelkamp.de

45 JärveSauna Gütersloh NRW www.jaervesauna-guetersloh.de

46 Maximare Hamm NRW www.maximare.com

47 WESTFALENBAD Hagen NRW www.westfalenbad.de

48 COPA CA Backum Herten NRW www.copacabackum.de

49 Agrippabad Köln NRW www.agrippabad.de

50 Saunapark Siebengebirge Königswinter NRW www.saunapark-siebengebirge.de

51 Das Saunadorf Lüdenscheid NRW www.saunadorf.de

52 Allwetterbad Lintorf Ratingen NRW www.ratinger-baeder.de

53 H2O Sauna- und Badeparadies Remscheid NRW www.h2o-badeparadies.de

54 Aquana Würselen NRW www.aquana.de

55 Saunapark Würselen Würselen NRW www.saunapark-wuerselen.de

56 Südpfalz Therme Bad Bergzabern Rheinland-Pfalz www.suedpfalz-therme.de

57 Vulkaneifel Therme Bad Bertrich Rheinland-Pfalz wwwvulkaneifel-therme.de

58 Bäderhaus Bad Kreuznach Rheinland-Pfalz www.baederhaus-sauna.de

59 Felsland Badeparadies Dahn Rheinland-Pfalz www.felsland-badeparadies.de

60 bademaxx Speyer Rheinland-Pfalz www.bademaxx.de

61 Das Bad an den Kaiserthermen Trier Rheinland-Pfalz www.swt.de/dasbad/

62 Das Bad Merzig Saarland www.das-bad-merzig.de

63 Calypso Saarbrücken Saarland www.erlebnisbad-calypso.de

64 Sea-Land Halberstadt Sachsen-Anhalt www.wonnemar.de/wismar

65 Holstein-Therme Bad Schwartau Schleswig-Holstein www.holstein-therme.de

66 HolstenTherme Kaltenkirchen Schleswig-Holstein www.holstentherme.de

67 GalaxSea Jena Thüringen www.galaxsea-jena.de

68 Thüringentherme Mühlhausen Thüringen www.thueringentherme.de

Stand: November 2013; ohne Gewähr; © Deutscher Sauna-Bund

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

23


Ausstattung und Betrieb

Qualitätsmanagement im Saunabetrieb

Friederike Samel und Dr. Benedikt Sommerhoff

Jeder Kunde einer Dienstleistung will

ganz selbstverständlich Qualität erhalten.

Der Begriff Qualität ist verbunden mit

einem breiten Spektrum von Interpretationen,

die von persönlichen Kriterien über

die Kennzeichnung der Beschaffenheit

eines Produkts oder einer Dienstleistung

bis hin zum Versuch reichen, damit einen

gesellschaftlichen Status zu definieren.

Was könnte das für das Qualitätsmanagement

in einer öffentlichen Sauna anlage

bedeuten?

Das gilt es zu definieren, denn es gibt verschiedene

Erwartungen. Ihre Realisierung ist

unterschiedlich aufwendig und somit teuer.

Kann man das erforderliche Qualitätsniveau

als Anbieter nicht im Einzelfall klären und

aushandeln, muss eine grundsätzliche Klärung

vorgenommen werden. Damit beginnt bereits

das Qualitätsmanagement, welches unter

anderem die Anforderungen der Kunden und

weiterer so genannter Interessengruppen wie

etwa Gesellschafter und Mitarbeiter in realisierbare

Qualitätsmerkmale übersetzt. Diese

beziehen sich sowohl auf das Produkt oder

die Dienstleistung, auf die Prozesse, die sie

erbringen, oder sogar auf andere Aspekte der

Organisation wie Ausstattung und Kommunikation.

Qualität als positiver Imageträger

Qualität ist ein positiver Imageträger und

zeigt, dass etwas hochwertig, lange haltbar,

ansprechend gut in der Funktion und Verarbeitung,

vielseitig im Gebrauch und seriös in der

Erscheinung ist. Qualität dient deshalb auch

als Begründung dafür, dass ein entsprechendes

Produkt oder eine Dienstleistung mit einem

höheren Preis versehen ist. Aber: Wodurch ist

besonders gekennzeichnet, was der Kunde unter

dem Etikett „hohe Qualität“ kaufen kann?

In einem öffentlichen Saunabetrieb wirken

mehrere Einflüsse auf die Qualitätswahrnehmung.

Da ist zum einen das, was der Gast mit

seinen Sinnen sieht, riecht und fühlt. Das sind

beispielsweise Architektur, Raumgestaltung,

Ausstattung, aber auch sichtbare Aspekte

von Hygiene. Darüber hinaus ist bedeutend,

was man als Gast erlebt. Dazu gehören die

Kompetenz und das Verhalten der Mitarbeiter

ebenso wie die anderen Gäste. Nicht zuletzt

geht es um die „Wirkung“ des Saunabesuches

und darum, welches soziale Image es

verschafft, wenn man bei einem bestimmten

Anbieter saunabadet. All dies sind Facetten

von Qualität, und alle lassen sich auch bis zu

einem gewissen Grad vom Betrieb steuern und

beeinflussen. Architektur und Ausstattung beeinflusst

der Betrieb direkt, Mitarbeiterverhalten

und -kompetenz durch Auswahl, Führung

und bewusst gestaltete Unternehmenskultur.

Doch auch die anderen Gäste haben durch

ihr Verhalten und ihre Kommunikation einen

starken Einfluss auf die Qualitätswahrnehmung,

sodass der Betrieb auch hierauf in

angemessener Weise Einfluss nehmen muss.

Qualitätsanforderungen

Ein gutes Qualitätsmanagement setzt beim

Verstehen der Qualitätsanforderungen der

Kunden an und sucht im Rahmen der zur

Verfügung stehenden Ressourcen Wege, die

Abläufe (Prozesse), die Ausstattung und die

Kultur der Organisation so zu gestalten und

zu entwickeln, dass die erbrachte Leistung den

Kunden Qualität erleben lässt und ihn immer

wieder mehr als zufrieden stellt: ihn schlichtweg

begeistert. Das Ergebnis eines derartigen

Qualitätsmanagements ist keine überflüssige

Bürokratie, sondern eine hellwache, flexible,

gut organisierte, ganz auf den Kunden ausgerichtete

Organisation.

Fazit: Es kommt immer auf die Ausrichtung

an, was die Kunden wünschen. Diese

Anforderungen muss der Anbieter ermitteln

und managen, sodass das Produkt oder die

Dienstleistung für den Kunden „passgenau“

erscheint. Dieser Herausforderung muss

sich jeder Dienstleister stellen. Die konsequente

Ausrichtung auf den Kunden

kann sich zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

entwickeln. Der Aufbau eines

Qualitätsmanagement systems, das integraler

Qualitätsmanagement

Anforderungen verstehen

• der Kunden

• aller anderen Interessengruppen

Anforderungen in Qualitätsmerkmale

übersetzen

• Qualitätsmerkmale der Dienstleistung/des

Produktes

• Qualitätsmerkmale der Prozesse/

der Abläufe

• Qualitätsmerkmale der Organisation

Weiterentwicklung und Verbesserung

der Wertschöpfung

• Prozesse effizienter machen

• Fehler und Verschwendung

reduzieren

• Qualität und Werte steigern

Managementsystemgestaltung und

Organisationsentwicklung

• die Organisation für die Leitung und

Führungskräfte steuerbar machen

• die Prozesse für die Mitarbeiter

handhabbar gestalten

• die Organisation auf zukünftige

Notwendigkeiten hin auf- und

umbauen

Bestandteil einer erfolgreichen Betriebsführung

ist, verschafft die Voraussetzung für Kundenbegeisterung

und die externe und interne

Wahrnehmung von Qualität.

Effekte und Nutzen von

Qualitätssiegeln

Für die Verbraucher gibt es heute eine unüberschaubare

Zahl von Gütezeichen und Qualitätssiegeln.

Viele Produzenten oder Dienstleister

suchen Qualitätssiegel für ihre Produkte und

Leistungen, um sich als vertrauenswürdiger

Anbieter auf dem Markt hervorzutun und von

anderen abzugrenzen. Dabei geht es darum,

die eigene Qualitätsfähigkeit herzustellen, zu

verbessern und mit einem Siegel nach außen zu

demonstrieren.

Es gibt vier Kategorien von Regelwerken, denen

Qualitätssiegel zugrunde liegen können. Zum

einen amtliche Regelwerke und Normen, die

sich entweder auf Produkte beziehen oder auf

24 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Qualitätssiegel

Verband und zertifizierter Betrieb

müssen die Kommunikation über

das Siegel auf die maßgebliche Klientel

zuschneiden

sie dürfen nicht damit übertreiben

sie müssen Begeisterungsmerkmale

identifizieren und Marketing und

Kommunikation darauf ausrichten

sie müssen echte Qualitätsfähigkeit

herstellen und am besten erst verbessern,

dann kommunizieren

sie dürfen sich nicht auf dem Siegel

ausruhen oder sich dahinter verstecken

sie sollten die Zertifizierung intern als

Meilenstein verwenden

das Managementsystem. Des Weiteren gibt

es verbands- oder interessengruppenbasierte

Siegel, die produktbezogen sind (beispielsweise

das Qualitätszeichen für Aufgussmittel

„GEPRÜFTE QUALITÄT Deutscher Sauna-Bund“)

oder sich – zusätzlich zum Produkt – auf das

Managementsystem beziehen („Zertifizierung

von Saunabädern“ durch den Deutschen

Sauna-Bund). Qualitätssiegel wirken auf zwei

unterschiedlichen Wegen. Erstens: durch die

Maßnahmen, die zu ihrer Erlangung führen.

Dafür muss das zugrunde liegende Regelwerk

sowohl geeignete Anforderungen formulieren

als auch die Einhaltung der Regeln sicherstellen.

Zweitens: Siegel wirken durch das

Vertrauen, das sie bei Kunden hervorrufen.

Das Siegel bedarf dazu einer entsprechenden

Vermarktung und Markenführung und erzeugt

Friederike Samel

leitet die Landesgeschäftsstelle der

Deutschen Gesellschaft für Qualität

(DGQ) in Berlin. Auf der Jahrestagung

Saunaimpulse® 2013 des Deutschen

Sauna-Bundes in Lübeck referierte sie zum

Qualitätsmanagement im Saunabetrieb

und zum Nutzen von Qualitätssiegeln.

Dr. Benedikt Sommerhoff

Abteilungsleiter der Deutschen Gesellschaft

für Qualität (DGQ), seit mehr als 20 Jahren

mit allen Aspekten des Qualitätsmanagements

befasst. An der Konzeption und

Einführung von Qualitätssiegeln hat er

ebenfalls mitgewirkt.

Ausstattung und Betrieb

dadurch eine „Anziehungskraft“. Es muss

Siegelinhaber angemessen von Nicht-Inhabern

unterscheiden helfen. Zertifizierte Organisationen

müssen sich einwandfrei verhalten, da sie

unter verschärfter Beobachtung der Kunden

und der Öffentlichkeit stehen. Allerdings ist

von zertifizierten Organisationen zur Kenntnis

zu nehmen, dass für Kunden Qualitätssiegel

häufig eine untergeordnete Rolle spielen.

Für die meisten Saunagäste mögen andere

Aspekte eher entscheidend für die Wahl des

ihres bevorzugten Saunabetriebes sein: in erster

Linie die persönliche Empfehlung, das Image

und der eigene Eindruck (Erfahrungswert).

Wenn die erlebte Qualität so gar nicht stimmt,

können Qualitätssiegel erst den kritischen Blick

der Kunden auf Dinge verstärken, die nicht

funktionieren. Für eine Verbandsorganisation

wie den Deutschen Sauna-Bund sind eigene

Qualitätssiegel ein guter Weg, das Qualitätsniveau

der Mitgliedsbetriebe über Jahre hinweg

durch Anwendung und geeignete Revisionen

der eigenen Regelwerke zielgerichtet weiterzuentwickeln

und anzuheben.

Wichtig: Aktive Vermarktung

Die externe Wirkung der Zertifizierung lässt

sich verstärken, wenn der Betrieb eine aktive

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt, das

Logo und entsprechende Schriftzüge gezielt

einsetzt und vor allem die Mitarbeiter in die

Lage versetzt, den Gäste das Zertifikat und die

dahinterliegenden Anforderungen zu erläutern.

Die Betriebsleitung darf die Zertifizierung und

den Zertifizierungsprozess aber nicht überhöhen

und muss stattdessen realistisch und

pragmatisch bleiben. Sie darf den Mitarbeitern

keine zusätzlichen Belastungen auferlegen,

die nicht mittel- und langfristig kompensiert

werden können. Sie tut gut daran, geeignete

„interne Kümmerer“ einzusetzen. Das sind die

engagierten Macher, die von der Sache inhaltlich

überzeugt sind. Allerdings: Die Auszeichnung

mit einem Qualitätssiegel kann und darf

nicht das tagtägliche Erbringen der Leistungsqualität

ersetzen. Sie sollte vielmehr Ansporn

sein, den gestellten Anforderungen immer

besser gerecht zu werden. Die Begeisterung

der Gäste wäre die Folge, die Wirtschaftlichkeit

des Betriebes Ausdruck, „auf dem richtigen

Weg” zu sein. •

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Sauna & Bäderpraxis 3/2013

25


Jahrestagung Saunaimpulse®

Fotos Frank Bohn; Deutscher Sauna-Bund

26 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Jahrestagung Saunaimpulse®

Erfolgreiche Jahrestagung Saunaimpulse® 2013

in der „Wohlfühlhauptstadt” Lübeck

Qualität ist das beste Rezept

Qualitätsmanagement, Qualitätssiegel,

Kundenbindung, Freizeitverhalten und

Strukturdaten der Saunabranche:

Diese Schlagworte nahmen die Referenten

auf der diesjährigen Jahrestagung

Saunaimpulse® Ende September

in Lübeck in vier Themenkreisen

zum Anlass für ihre Fachvorträge. Ein

Workshop legte die Grundlagen für den

bundesweiten „Tag der Sauna”, jährlich

ab 2014. Die Tagungsteilnehmer im

Hotel „park inn“ lobten das Gesamtpaket

der dreitägigen Veranstaltung,

zu der auch ein kulturelles Rahmenprogramm

gehörte.

Themenkreis I beschäftigte sich mit der

Frage: „Steht nicht nur das Q im Alphabet

weit hinten…?" Für diese Frage interessierten

sich zahlreich erschienene Vertreter der vom

Deutschen Sauna-Bund bislang zertifizierten

Bäder und andere Verbandsmitglieder.

Dieter Gronbach als Vorsitzender des

Qualitätsausschusses und Präsidiumsmitglied

moderierte den regen Erfahrungsaustausch.

Mit der Frage nach der geeigneten Definition

von Qualität sowie dem unterschiedlichen

Qualitätsverständnis befasste sich Friederike

Samel, Leiterin der Landesgeschäftsstelle

Berlin der Deutschen Gesellschaft für Qualität

(DGQ). Danach ist Qualität ein relativer

Begriff und sollte im Zusammenhang mit den

Erfordernissen, Erwartungen und Ansprüchen

von Kunden und Interessengruppen gesehen

werden. Der Begriff Qualität wird als positiver

Imageträger und zur Unterstützung der Darstellung

einer Leistung, eines Produkts oder

einer Marke benutzt. Er lässt sich mit einem

breiten Spektrum von Interpretationen verbinden.

Diese reichen von persönlichen Kriterien

(„gute“ und „schlechte“ Qualität) über die seriöse

Kennzeichnung der Beschaffenheit eines

Produkts oder einer Dienstleistung bis hin zum

Versuch einen gesellschaftlichen Status zu

definieren („Lebensqualität“).

Qualitätswahrnehmung in einem Saunabetrieb:

Wie benennt der einzelne Gast die

erbrachte Qualität und was bedeutet diese

für ihn? Wenn die Gäste-Erwartungen und

-Anforderungen erfüllt sind, dann sind auch

die Qualitätsansprüche erfüllt. Im Rahmen

der zur Verfügung stehenden Ressourcen

(„Wirtschaftlichkeit“) müssen die Abläufe

(Prozesse), die Ausstattung und die Kultur

der Organisation so entwickelt und gestaltet

werden, dass die Leistung den Gast Qualität

konkret erleben lässt und ihn immer wieder

mehr als zufrieden stellt: ihn schlichtweg

begeistert und ihn zum Wiederkommen

animiert. Das Ergebnis eines derartigen

Qualitätsmanagements wäre laut Samel

keine überflüssige Bürokratie, sondern „eine

hellwache, flexible, gut organisierte, ganz

auf den Gast ausgerichtete Organisation“.

Zum Thema Qualitätssiegel gab die DGQ-

Referentin folgende Hinweise: Die tägliche

Qualität ist immer wieder zu erbringen. Man

muss „Begeisterungsmerkmale“ für den Gast

herausstellen. Die Mitarbeiter als „interne

Kümmerer“ sollten mit sinnvollen Qualitätsmaßnahmen

und -projekten befasst werden.

Siegel dürften in ihrer Wirksamkeit aber nicht

überschätzt werden.

Dieter Gronbach als Vorsitzender des

Qualitätsausschusses für die Zertifizierung von

Saunabädern berichtete über Erfahrungen aus

den ersten fünf Jahren mit den drei – gleichrangigen

– Qualitätssiegeln SaunaClassic,

SaunaSelection und SaunaPremium (siehe

auch „Aktuelles Interview“ S. 21 in dieser

Ausgabe) Als allgemeine Informationsgrundlage

dienen die Verbraucherinformationen

zu den Qualitätssiegeln, die auf der Website

des Deutschen Sauna-Bundes eingestellt sind.

Weitere Hinweise dazu stehen im dortigen

Mitgliederbereich und auf der Website

www.saunaindeutschland.de. Gronbach stellte

klar, dass es bei der Zuerkennung „keinen

Automatismus“ gebe: Die Mitglieder des

unabhängigen Qualitätsausschusses prüften

jeden (Re-) Zertifizierungsantrag sehr sorgfältig.

Gegebenenfalls spreche man auch Ablehnungen

aus, was auch schon vorgekommen

sei. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer

eines Antrages liege derzeit bei viereinhalb

Monaten. Insgesamt lasse sich festhalten,

dass durch die Verbandssiegel eine deutliche

Qualitätsverbesserung in den Saunabetrieben

festzustellen sei.

Im Anschluss an die Ausführungen des

Ausschussvorsitzenden Gronbach wurde

Dirk Thorbow von der Hagener Versorgungsund

Verkehrs GmbH (HVG) das 100. Siegel

(SaunaPremium) für die erfolgreich geprüfte

Saunalandschaft im WESTFALENBAD überreicht

(siehe Foto im „Saunareport” in dieser

Ausgabe, S. 16). 2008 erhielt die Saunalandschaft

des Bielefelder Freizeitbades ISHARA

das erste Qualitätssiegel des Deutschen

Sauna-Bundes (ebenfalls SaunaPremium).

59 Mitgliedsbetriebe wurden bis zum Herbst

dieses Jahres mit SaunaPremium, 31 mit

SaunaSelection und zehn mit SaunaClassic

ausgezeichnet. Die meisten dieser Betriebe

(70 Prozent) sind im Westen und Süden

Deutschlands angesiedelt.

Themenkreis II stand unter der Losung

„Kunden begeistern ist mehr als Kundenzufriedenheit!“

Die Leitung oblag Herbert

W. Renn aus Freiburg von der Vereinigung für

Bäder- und Klimakunde Bad Krozingen. Wie

Unternehmen aus Kunden und Mitarbeitern

Fans machen und von „Deutschlands Kundenund

Mitarbeiterchampions®“ lernen können“

war das Thema von Stefan Eser, Prokurist

und Bereichsleiter Kunden- und Mitglieder-

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

27


Jahrestagung Saunaimpulse®

forschung von forum! Marktforschung aus

Mainz. Dort hat man auch die drei bundesweit

bekannt gewordenen Wettbewerbe „Deutschlands

Kundenchampions®“, „Deutschlands

Mitarbeiterchampions®“ und „Deutschlands

Mitgliederchampions®“ initiiert. Bei der Beurteilung

der Beziehungsqualität zu Kunden, so

führte Eser aus, kommt es vornehmlich auf die

emotionale Kundenbindung an und nicht nur

auf die Kundenzufriedenheit. Es gelte, sich auf

strategische Stärken zu fokussieren (Leistung

und Image) und auf den „Herzblutfaktor“

Mitarbeiter. Wie werden aus Kunden „Fans“?

Eser gab zwei Antworten: Wenn es einem

Unternehmen gelingt, ein zentrales Bedürfnis

seiner Kunden in deren Wahrnehmung besser

zu befriedigen als der Wettbewerb. Dann

entsteht eine Monopol stellung in den Köpfen

der Kunden. Zum anderen: Wenn es einem

Unternehmen gelingt, die Geschäftsbeziehung

über exzellente Kundenkontakte emotional

aufzuladen. Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen

sind nicht getrennt sondern als

Einheit zu betrachten.

„Der Mensch im Mittelpunkt – Fokussierung

der Kundenorientierung auf die Bildungsbedürfnisse

des Einzel-Individuums.“ Diesen

Ansatz wählte Dr. Rüdiger Krüger, Leiter und

Geschäftsführer der Volkshochschule (VHS)

Reckenberg-Ems und zugleich Geschäftsführer

der VHS-Tochter FARE im Südkreis Gütersloh

(Nordrhein-Westfalen) für seinen Vortrag.

Beide Organisationen sind Mitglied in der ILEP

(Initiative Ludwig-Erhard-Preis), die Spitzenleistungen

nach dem EFQM-Modell auszeichnet

(European Foundation for Quality Management):

durch einen ganzheitlichen Ansatz zur

Business Excellence. Es geht dabei immer um

den ganzen Menschen. Wichtig ist lebenslanges

Lernen (LLL), Lernen im Lebenslauf, wobei jede

Lebensphase andere Bedürfnisse hervorbringt

(Zielgruppen). Erziehung und Bildung können

helfen, aus funktionalisierten Kreisläufen

auszubrechen und als ganzer Mensch in der

Gesellschaft anzukommen. Der Mensch muss

sich selbst zum Menschen bilden.

●●

Eröffnet wurde die Jahrestagung

Saunaimpulse® 2013 im „park inn“-

Hotel in Lübeck mit einem

Get-Together.

●●

Beim „Holsteiner Büffet“ begrüßte

der Präsident des Deutschen Sauna-

Bundes, Prof. Dr. Carsten Sonnenberg,

die zahlreich anwesenden Gäste,

darunter die Vertreter des diesjährigen

Sponsors Helo Deutschland, dem ausdrücklich

für die großzügige finanzielle

Unterstützung gedankt wurde.

●●

Mit dabei waren auch das ehemalige

Sauna-Bund-Vorstandsmitglied

Eckhard Roch und Gattin aus Lübeck.

●●

Karoline Lenz, Leiterin des Lübecker

Stadt marketing, erläuterte die

2013

Standortvorteile der „Wohlfühlhauptstadt“.

Davon konnten sich anderntags

die Tagungsteilnehmer bei einer Stadtführung

und beim anschließenden

Essen im historischen „Haus der

Schiffergesellschaft“ überzeugen.

●●

Während der Tagung hatten interessierte

Teilnehmer freien Eintritt in den

nahegelegenen „SaunaPremium“-

Mitgliedsbetrieb Holstein-Therme

Bad Schwartau. Ein herzliches Dankeschön

dafür gebührt Oliver Kohnen

von der Thermenleitung.

AOK NORDWEST: „Gesetzliche Krankenkasse

und trotzdem Kunden champion?“

Gunar Schlage, Regionaldirektor „aus

Überzeugung“ aus Ahrensburg und Torsten

Flocken, Niederlassungsleiter der AOK in

Lübeck, rückten diese Frage in den Mittelpunkt

ihrer Ausführungen. Sie zeichneten den

Weg nach von einer „Quasi-Behörde“ hin zu

einem modernen, dienstleistungsorientierten

Unternehmen im Wettbewerb. Flächenpräsenz

mit Erlebbarkeit vor Ort, Marktausrichtung

der „Gesundheitskasse“, Mitarbeiter als

„AOK-Botschafter“, heißen die Schlagworte in

diesem Zusammenhang. Die AOK NORDWEST

stellt sich seit Jahren Qualitätsüberprüfungen

und erhielt verschiedene Auszeichnungen für

„erstklassigen Service“. Ein professionelles

Beschwerdemanagement dient dazu, sich

kontinuierlich zu verbessern.

In Themenkreis III ging es um „innovatives

Marketing für moderne Saunaanlagen“. Diesen

Themenkreis leitete Erich Hartmann, Bürgermeister

und Kurdirektor in Beuren (Baden-

Württemberg), Geschäftsführer der dortigen

Panorama Therme und Präsidiumsmitglied im

Deutschen Sauna-Bund. „Ein Tag für die Sauna

– echte Marketingchance oder nur etwas für

den Kalender?" Iris Boddem, Systemische

Prozessberatung und Coaching aus Leipzig

sowie Anke Stöhrmann, Coaching und

Beratung aus Hamburg, moderierten zu

dieser Frage einen Kreativ-Workshop.

Dieser war als Startschuss für den geplanten

bundesweiten „Tag der Sauna“ jährlich am

24. September ab 2014 gedacht. Mit einheitlichem

Marketing und koordinierter Öffentlichkeitsarbeit

würde es dabei vornehmlich um

Imageverbesserung und die Gewinnung neuer

Gäste gehen. Unter dem Dach des Deutschen

Sauna-Bundes könnten teilnehmende

Betriebe am jeweiligen Standort auch eigene

Aktivitäten starten und dafür Kooperationspartner

(Sponsoren) suchen.

„Die Sauna und das Freizeitverhalten der

Deutschen“ stand im Mittelpunkt des

Themenkreis IV, der von Daniela Kerzel,

Betriebsleiterin der Fläming-Therme

Luckenwalde (Brandenburg) moderiert wurde.

„Freizeit- und Konsumverhalten der Deutschen

zwischen Erholung, Medialisierung und

Wunsch nach Geselligkeit“ lautete das Thema

von Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher

Leiter der bekannten „Stiftung für

Zukunftsfragen – eine Initiative von British

American Tobacco“ in Hamburg und Professor

am Zentrum für Zukunftsstudien der Fach-

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hochschule Salzburg (Österreich) (siehe auch

Rubrik „Im Gespräch“ Heft 4/12 in „Sauna &

Bäderpraxis”).

Der demografische Wandel wird bis 2050 zu

einem kontinuierlichen Rückgang der Einwohnerzahlen

auf dann nur noch knapp 70 Millionen

führen, die durchschnittliche Lebenserwartung

von Frauen und Männern aber weiter

ansteigen. Der Anteil der über 60-Jährigen an

der Gesamtbevölkerung wird sich bis 2050 auf

40 Prozent erhöhen. Die Anzahl Kinder pro

Frau ist im internationalen Vergleich mit 1,37

sehr niedrig, ebenso die Kinderfreundlichkeit.

Die „German Angst“ vor „Freiheitsverlust,

Kostendruck und Karriereende“ führt dazu,

dass die Zielgruppe Familie immer mehr an

Bedeutung verlieren wird. Ruheständler haben

am meisten freie Zeit, Familien am wenigsten.

In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen übt

sich die Bevölkerung in „Luxese“: mal Luxus,

mal Askese. Demzufolge boomen die unteren

Preissegmente und Spitzenprodukte, die mittlere

Preisklasse bleibt auf der Strecke. Aktivitäten

außer Haus sind eher die Ausnahme als die Regel.

Sie stellen laut Professor Reinhardt oft „das“

Ereignis des Tages, der Woche oder des Monats

dar. Von 100 Befragten würden 54 Prozent gern

„etwas für die Gesundheit tun“. Ruhe, Aktivitäten

im „Zwei-Stunden-Takt“ und erlebnisorientierte

Geselligkeit stehen hoch im Kurs.

„Wie adaptieren Sauna- und Wellnesslandschaften

Freizeittrends?“ Mit dieser Frage

setzte sich Helmuth Gaber auseinander,

Geschäftsführer der OASE im Weserpark und

der Spiel Coolisse in Bremen. Die gewachsene

breite gesellschaftliche Akzeptanz der

Bevölkerung war der Nährboden – gefördert

durch die Medien, für Freizeitaktivitäten und

vor allem für den Urlaub Geld auszugeben.

Wellness wurde zum wichtigen Konsumgut.

Auf Kundenseite war das Verlangen nach

„Selbstbelohnung“ feststellbar, auf Betreiberseite

das Bestreben, den Gast den eigenen

Körper neu wahrnehmen zu lassen, zum

Beispiel bei Massageanwendungen.

Im Wettbewerb stehende Sauna- und

Wellnessanlagen sind gehalten, sich kreativ

und kundenorientiert zu präsentieren. Die

Gäste von heute sind kundig, anspruchsvoll

und kritisch. Sie erwarten „eine Ausweitung

der Vielfalt und regelmäßig etwas Neues“.

Die Generation 55plus sichert in den meisten

Anlagen zuverlässig die Grundauslastung.

Multifunktionale Anlagen decken die vielfältigen

Bedürfnisse dieser Zielgruppe am

besten ab. Dazu zählt auch die Geselligkeit.

Das unberechenbarere Verhalten der jüngeren

Generation kann künftig zu stärkeren

Umsatz-Schwankungen führen. Stammkunden

werden Events danach bewerten, ob sie zu der

Atmosphäre der jeweiligen Anlage passen und

sich damit ihre Aufenthaltsqualität verbessert.

Neukunden werden Events eher als Lock- und

Werbemaßnahme empfinden und bei der

Gelegenheit das Gesamtangebot testen. Übernachtungsbereite

Wellness-Kurzurlauber (im

eigenen Hotel) und „Wellness zu Zweit“-

Arrangements bieten zusätzliches Wachstumspotenzial.

Der Gast von heute sucht den

genussvollen Moment, den exquisiten Augenblick,

den schönen Tag, als willkommene

Auszeit vom Alltag, immer wieder aufs Neue.

„Wandel im deutschen Saunamarkt.

Auswertung der Betriebs-Strukturanalyse des

Deutschen Sauna-Bundes“ war das Thema

von Rolf-A. Pieper, Geschäftsführer des

Deutschen Sauna-Bundes. Aktuell gibt es

2.150 öffentliche Saunabäder, davon werden

64 Prozent privatwirtschaftlich und 36 Prozent

kommunal geführt. Kleine Betriebsgrößen

nehmen ab, große zu, mittlere bleiben gleich.

Das Zusatzangebot Solarium befindet sich

auf dem Rückzug, auch wegen der Vorgaben

durch die „Solarienverordnung“ (UVSV). Der

Durchschnittspreis für eine Tageskarte bei kleinen

Saunabetrieben liegt bei 9,16 Euro, bei

mittleren bei 11,11 Euro und bei großen bei

14,01 Euro. Deutschland ist „Sauna-Weltmeister“:

Über 31,4 Millionen Menschen – über

14 Jahre – gehen insgesamt in die Sauna,

16,7 Millionen Männer und 14,7 Millionen

Frauen. In den öffentlichen Sauna-Badebetrieben

liegt der Anteil der Frauen

inzwischen leicht über dem der Männer. •

Hans-Jürgen Gensow

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haben vier Beine und

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Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung 2013:

Geschäftsstellenneubau stand im

Vordergrund

Geschäftsführung und Präsidium

Die Mitgliederversammlung des

Deutschen Sauna-Bundes fand am

26. September 2013 in Lübeck statt.

Eine sehr zufriedenstellende Zahl von

Vereinsmitgliedern war der Einladung

des Präsidiums – auch wegen der

Verbindung zur Jahrestagung

Sauna impulse® – gefolgt.

Die anwesenden Mitglieder zeigten in der

Versammlung ihr großes Einverständnis mit

den Entscheidungen des Präsidiums; sie

entlasteten Schatzmeister und alle Präsidiumsmitglieder

einstimmig. In seinem Bericht über

die Verbandsarbeit des letzten Geschäftsjahres

hob der Geschäftsführer Rolf-A. Pieper die

erfolgreiche Akkreditierung für die Ausbildung

von Fachpersonal für Solarien hervor. Als

erster Schulungsträger im Badewesen erhielt

die Sauna-Bund-Akademie die Zulassung für

die Ausbildung der Solarienfachkräfte nach

der „Verordnung zum Schutz vor schädlichen

Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung“

(UVSV). Eine Schulungsmöglichkeit ist für die

Saunabranche insofern wichtig, als 67 Prozent

der öffentlichen Saunabäder noch künstliche

Besonnung anbieten. Darüber hinaus erinnerte

Geschäftsführer Pieper an die erfolgreiche

Qualitätssicherung des Verbandes mit dem

Qualitätssystem für öffentliche Saunaanlagen,

mit dem „blauen Tropfen“ für zertifizierte

Aufgussmittel sowie an die rege Erarbeitung

von Richtlinien und Merkblättern. Auch mit der

Öffentlichkeitsarbeit war er zufrieden: 10.700

Artikel wurden 2012 in deutschen Printmedien

veröffentlicht; im Jahr 2005 waren es nur

2.500 gewesen.

Das größte Interesse der Vereinsmitglieder

galt jedoch dem Neubau der Geschäftsstelle

in Bielefeld. Schatzmeister Dr. Gröning

stellte detailliert den finanziellen Rahmen

des Bauprojektes vor. Ein Videofilm erläuterte

den Mitgliedern den baulichen Umfang und

den gegenwärtigen Baustand. Der Schatzmeister

zeigte sich sehr zuversichtlich, dass der

Fotos Frank Bohn

Lobte die Qualitätssicherung: Geschäftsführer

Rolf-A. Pieper

Bezugstermin Ende Januar 2014 eingehalten

werden könne.

Für ihre 40jährige und 25jährige Vereinstreue

wurden drei Personen, sechs Saunabauunternehmen

und sieben Sauna bäder ausgezeichnet.

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Mitgliederversammlung

Wolfgang Schreiber (Rat & Sauna, Dülmen) (linkes Foto) und Erich Hartmann (Panorama Therme, Beuren) (rechtes Foto) erhielten in Lübeck als Dank für

25jährige Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde und ein Präsent von Sauna-Bund Präsident Prof. Dr. Carsten Sonnenberg.

Fotos Frank Bohn

40 Jahre Mitgliedschaft

Alois Grabner KG, Cranpool, Kraubath/Österreich • Sauna Eilshausen, Eilshausen •

Saunalux GmbH, Grebenhain • Peter Wittenkemper, Weiden

25 Jahre Mitgliedschaft

Bäderbetriebe, Stadt Karlsruhe • Tylö Saunafreizeit, Bremen-Stuhr • Panorama Therme, Beuren • Bernd Albrecht,

Hamburg • Nibelungenbad, Xanten • Freek Zevalkink, WC Uden/Niederlande • Saunabau Klumpf GmbH, Frankfurt • Bäderverwaltung,

Immenstadt i. Allgäu • Fürthermare Vitaplan Thermalbad, Fürth • Copa Ca Backum, Herten • Sauna Vennekamp, Greven

Saunabau Franz, Auenwald • RAT & SAUNA Unternehmensberatung, Dülmen

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Saunabaden im Alter:

Alle Beteiligten profitieren

In Finnland, dem Ursprungsland der

Sauna, gibt es eine einfache Regel:

„Wer zur Sauna gehen kann, darf sie

auch benutzen.“ Tatsächlich gibt es

keine Altersgrenze für das Sauna baden.

Auch im hohen Alter profitiert die

Gesundheit von dem Wechselspiel zwischen

Wärme und Kälte. Und Senioren

sind zu einer wichtigen Zielgruppe für

die Saunabetreiber geworden.

Der Trend ist eindeutig: Ältere Menschen

werden immer aktiver. Dr. Dieter Brinkmann

vom Bremer Institut für Tourismuswirtschaft

und Freizeitforschung: „Aktuell verändert sich in

puncto Freizeitverhalten der älteren Menschen

sehr viel, denn die Rahmenbedingungen haben

sich verbessert. Ältere Menschen sind heute

gesünder, fitter und mobiler als früher. Viele

70-Jährige fühlen sich zehn Jahre jünger als sie

eigentlich sind. Sie sind dadurch aktiver und

unternehmen in ihrer Freizeit viel – gerade im

Wellness- und Fitnessbereich.“

In Finnland üblich

In Finnland ist es schon lange üblich, dass auch

alte Menschen die Sauna nutzen. „Ich kenne

viele Leute, die deutlich über 80 sind und die

einmal oder mehrmals pro Woche saunieren“,

sagt Risto Elomaa, Präsident der International

Sauna Association (ISA) in Helsinki.

Die Sauna sei als mehr passive Gesundheitsmaßnahme

hervorragend für alte Menschen

geeignet, ist Elomaa überzeugt: „Alte

Menschen mögen die Wärme in der Sauna.

Außerdem ist das Saunabaden aus Gründen

der Geselligkeit für alte Menschen sehr zu

empfehlen. Die Sauna ist für viele von ihnen die

einzige Möglichkeit, andere Leute zu treffen.“

Natürlich müsse man mit den Rahmenbedingungen

etwas vorsichtiger im Alter sein, meint

Elomaa. „Wenn man älter ist, kann man etwas

niedrigere Temperaturen wählen und die Zeit

verkürzen. Im Idealfall können ältere Menschen

einmal pro Woche in die Sauna gehen.“

Untersuchungen zeigen, dass alte Menschen

die Sauna gut vertragen. Dies wies Dr. med.

Andreas Fritzsche im Rahmen seiner Promotionsarbeit

nach. 31 Senioren beiderlei

Geschlechts ohne akute Erkrankungen im Alter

von 62 bis 82 Jahren nahmen an dieser Studie

teil. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt:

15 waren an regelmäßiges Saunabaden

gewöhnt, 16 waren keine Saunagänger. Alle

Personen wurden von Hausärzten betreut

und vorher untersucht. 18 Patienten erhielten

wegen typischer Alters erkrankungen Medikamente.

Vor, während und nach dem Saunagang

Foto Silgmann Sauna&Wellness

ermittelte Fritzsche physiologische Messgrößen

wie Herzfrequenz, Kerntemperatur und

Blutdruck.

Das Ergebnis: Alle Probanden tolerierten das

Saunabad gut – sowohl die geübten Saunagänger

als auch die ungeübten. Ein signifikanter

Unterschied zwischen beiden Gruppen fand

sich jedoch beim Schweißverlust: Erwartungsgemäß

schwitzten die erfahrenen Saunagänger

im Durchschnitt fast doppelt so stark wie die

Saunaungewohnten. Bei der Herzfrequenz, die in

beiden Gruppen eine etwa gleiche Ausgangslage

von durchschnittlich 72 Pulsschlägen pro Minute

aufwies, war der Anstieg nach 12 Minuten

Saunabaden bei den saunaungewohnten

Probanden auf durchschnittlich knapp 120

Schläge angestiegen, bei den saunagewohnten

im Mittel nur auf knapp 105 Pulsschläge pro

Minute.


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Die Untersuchungsergebnisse ergaben

keine Belege für Risiken älterer oder alter

Menschen beim Saunabaden oder während

einer schonenden Abkühlung, so Fritzsche.

Sein Fazit: „Medizinisch gibt es nur wenige

absolute Kontraindikationen gegen ein

moderates Baden, die auffälligsten sind

schwere Herz-Kreislauf-Krankheiten. Als

Faustregel kann man feststellen, dass mit

großer Wahrscheinlichkeit alle Menschen, die

ohne Hilfe und Unterstützung in die Sauna

hineingehen können, auch von ihr gesundheitlich

profitieren.“ Allerdings sei es immer

ratsam, dass ein älterer Mensch zunächst

seinen Hausarzt aufsucht und mit ihm seine

Absicht, Sauna zu baden, bespricht.

Keine Altersgrenze

Auch Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke,

Sauna-Experte des Deutschen Sauna-Bundes

und Facharzt für Physikalische Medizin,

befürwortet das Saunabaden im Alter: „Wer

es gewohnt war, bisher in die Sauna zu

sollten in der Sauna eher die unteren Bänke

nutzen, wo die Hitze nicht so groß ist. Dann

sei der Kontrast zur Kälte im Tauchbecken

auch nicht so stark. Im Übrigen sei es ärgerlich,

so Dr. Brenke, dass das Saunabaden in

Deutschland nicht viel stärker als Gesundheitsprophylaxe

für ältere Menschen empfohlen

werde. Denn der Nutzen überwiege bei

weitem das Risiko. Regelmäßiges Saunieren

habe sehr viele positive Einflüsse auf den

Körper. So stärkt die Sauna das Immunsystem

und beugt zahlreichen Krankheiten

vor. Dr. Brenke: „Wiederholte Saunabäder

erhöhen nachweislich die Abwehrstoffe im

Blut.“ In wissenschaftlichen Untersuchungen

wurde herausgefunden, dass das Interferon –

eine Substanz, die bei der Abwehr grippaler

Infekte eine wichtige Rolle spielt – bei

Menschen ansteigt, die regel mäßig in die

Sauna gehen.

Bei typischen Alterskrankheiten wie Gelenkbeschwerden

und Rheumatismus kann

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mit uns lässt sich‘s gut schwitzen…

gehen, für den gibt es keine Altersgrenze.“

Aus pragmatischen Gründen sollte man

aber nicht mit über 70 Jahren mit der

Sauna beginnen oder sich vorher vom Arzt

untersuchen lassen, meint Dr. Brenke: „Die

Wahrscheinlichkeit unerkannter Krankheiten

ist mit über 70 Jahren größer. Außerdem

hat möglicherweise das Herz nicht mehr die

bewährte Leistungs fähigkeit.“ Alte Menschen

Foto Panorama Therme Beuren

ein Saunabad ebenfalls helfen. „Patienten

mit Beschwerden am Bewegungsapparat

haben oft eine niedrigere Schmerzschwelle.

Durch das Saunabaden wird diese wieder

heraufgesetzt“, erklärt Dr. Brenke. Verspannte

Muskeln werden durch die Wärme

der Sauna „entkrampft“. Der Patient kann

sich anschließend schmerzfreier bewegen.

Außerdem werden durch die Hitze Schmerz

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Ein weiterer Vorteil: Saunabaden gilt

als Anti-Aging-Maßnahme für die Haut.

Dr. Brenke: „Regelmäßiges Saunabaden verhindert

Falten. Die Haut erhält eine bessere

Spannkraft.“ Da die Haut älterer Menschen

dünner und anfälliger ist, braucht sie nach

dem Saunabad besondere Pflege. Der ganze

Körper sollte daher mit einer nährstoffreichen

Haut lotion eingerieben werden.

Generation 50plus: Eine wirtschaftlich

wichtige Zielgruppe

Bei den Saunabetreibern sind ältere Menschen

ohnehin gern gesehen. „Mindes tens

ein Drittel unserer Gäste ist über 50 Jahre alt.

Das ist ein wichtiges Klientel für Saunabetreiber“,

sagt Reinhold Schreiber, Geschäftsführer

des Saunaparks Bobingen. Er hat ein

spezielles „Senioren-Angebot“ geschaffen:

Dienstags bis 14 Uhr ist der Eintrittspreis um

30 Prozent ermäßigt. „Die älteren Menschen

schauen mehr auf Rabatte. Mit dem

besonderen Angebot können wir außerdem

besuchsschwache Zeiten besser auslasten“,

Prozent

50

40

30

20

10

8

40

48


Geld und Recht

Geld und Recht

Schulungszertifikate: Wer ist Zertifikatsinhaber?

Kann der Arbeitgeber die Schulungskosten zurückverlangen?

Lydia-Kristin Wiesbrock

Die Akademie für Aus- und Fortbildung des

Deutschen Sauna-Bundes führt unter anderem

Schulungen für Fachpersonal im Umgang

mit UV-Bestrahlungsgeräten durch. Es handelt

sich um ein zweitägiges Seminar mit anschließender

Prüfung und Zertifikatsvergabe. Sonnenstudios

und andere Betreiber von Solarien

in Deutschland sind auf Grund der UV-Schutz-

Verordnung (UVSV) gezwungen, Personal entsprechend

der Verordnung schulen zu lassen.

Gemäß § 5 Abs. 3 der Verordnung zum Schutz

vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter

Strahlung (UV-Schutz-Verordnung)

ist über die Teilnahme an einer Schulung vom

Schulungsträger ein Nachweis auszustellen. Der

Deutsche Sauna-Bund stellt in diesem Sinne

personenbezogene Zertifikate aus.

Aus Schulungen allgemein, aber auch aus

der Schulungsverpflichtung für Solarien-

Fachpersonal, ergeben sich Fragen zur Aushändigung

von Zertifikaten und ob ein Arbeitgeber

die Möglichkeit hat, Kosten, die er für die

Schulung seines Fachpersonals aufgewandt hat,

vom geschulten Personal zurückerhalten, wenn

dieses kurzfristig aus dem Arbeitsverhältnis

ausscheidet und/oder welche Möglichkeiten es

gibt, dieses Fachpersonal für eine gewisse Zeit

an das Arbeitsverhältnis zu binden.

An wen ist ein Zertifikat/Nachweis über

die Teilnahme an einer Schulung herauszugeben?

Bei einem Zertifikat handelt es sich grundsätzlich

um ein Arbeitspapier. Soweit der Sonnenstudiobetreiber

im Besitz der Zertifikate/Teilnahmebescheinigungen

ist, so hat er diese nach

Aufforderung an den Arbeitnehmer herauszugeben

beziehungsweise in seinen Geschäftsräumen

zur Abholung durch den Arbeitnehmer

bereit zu halten. Es handelt sich um eine

Holschuld des Arbeitnehmers. Nur dann, wenn

die Abholung der Arbeitspapiere für den Arbeitnehmer

mit unverhältnismäßig hohen Kosten

oder besonderen Mühen verbunden ist, hat der

Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Teilnahmebescheinigung

oder das Zertifikat zuzusenden,

etwa wenn der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz

zwischenzeitlich an einen weit entfernten Ort

verlegt hat. Aus der Holschuld wird dann eine

Schickschuld.

Kann ein Arbeitgeber den Nachweis/das

Zertifikat zurückbehalten, wenn er die

Kosten für die Schulung finanziert hat?

Ein Zurückbehaltungsrecht des Arbeit gebers

(Sonnenstudiobetreibers) am Zertifikat besteht

unter keinen denkbaren Gesichtspunkten.

Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber

die Schulung für den Arbeitnehmer

finanziert hat.

Nach der seit dem 01.01.2012 in Kraft getretenen

UV-Schutz-Verordnung muss ab dem

01.11.2012 zu den Betriebszeiten in Solarienbetrieben

Fachpersonal vorhanden sein. Um

für den eigenen Betrieb somit ausreichend

qualifizierte Arbeitskräfte (Fachpersonal) zu

erhalten, sind die Solarienbetreiber gezwungen,

ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

Ohne entsprechendes Fachpersonal darf ein

Sonnenstudio oder ein anderer Solarienbetrieb

nicht betrieben werden. Insoweit ist ein

Solariumbetreiber gezwungen, das Personal

zu qualifizieren. Diese Qualifikationen erhalten

die Mitarbeiter durch die Teilnahme an

kostenpflichtigen Schulungen.

Kann ein Arbeitgeber (Solarium betreiber)

die bezahlten Schulungskosten vom

Arbeitnehmer zurückverlangen oder den

Arbeitnehmer eine gewisse Zeit an den

Betrieb binden?

Der Solariumbetreiber verknüpft mit den Zahlungen

der Schulungskosten für sein Personal

regelmäßig auch die Erwartung, dass die durch

die Fortbildung qualifizierten Arbeitnehmer

nach der Schulungsmaßnahme dem Betrieb

noch für längere Zeit angehören werden.

Um diese Erwartung sicherzustellen und zu

erreichen, dass die für die Schulung durch den

Arbeitgeber investierten Kosten nicht allein

dem Mitarbeiter oder gar einem Konkurrenzunternehmen

zu Gute kommen, kann vereinbart

werden, dass der Arbeitnehmer die vom Arbeitgeber

für die Schulung aufgewandten Kosten

zurückzuzahlen hat, wenn er vor Ablauf bestimmter

Fristen aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Auch kann sich die Rückzahlungsklausel

auf den Fall beziehen, dass eine Schulung

vorzeitig oder nicht erfolgreich beendet wird.

Die Rückzahlungsvereinbarung muss aber

einem begründeten und billigenswerten Interesse

des Arbeitgebers entsprechen. Dazu gehört

das Interesse, die über die Leistung und

Gegenleistung im Arbeitsverhältnis hinausgehenden

schulungsbedingten Aufwendungen

erstattet zu erhalten, wenn der Arbeitnehmer

nach Abschluss der Schulung das Arbeitsverhältnis

beendet, und deshalb für den Arbeitgeber

ein erneuter Schulungsaufwand entsteht,

um neues Fachpersonal für sein Sonnenstudio

zu erhalten.

Ein solches Interesse an der Beteiligung des

Arbeitnehmers an den Ausbildungskosten fehlt

Wir stellen

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Geld und Recht

in der Regel bei bloßen einarbeitungsbedingten

Aufwendungen und Sicherheitsschulungen. Zudem

fehlt ein billigenswertes Interesse, wenn

die Rückzahlungspflicht auch bei einer nicht

von einem vertragswidrigen Verhalten des Arbeitnehmers

abhängigen arbeitgeberseitigen

Kündigung vereinbart ist. Für den Arbeitnehmer

muss die Ausbildung von geldwertem

Vorteil sein. Dies ist vorliegend der Fall, da er

vom „normalen Arbeitnehmer“ durch die Teilnahme

an der entsprechenden Schulung zum

qualifizierten Fachpersonal wird. Durch Rückzahlungsklauseln

darf der Arbeitnehmer aber

nicht in seinem Entschluss beeinträchtigt werden,

eine konkrete Beschäftigungsmöglichkeit

in dem gewählten Beruf zu ergreifen, beizubehalten

oder aufzugeben (Art. 12 Abs. 1 GG –

Berufsfreiheit). Die Rückzahlungsverpflichtung

gilt nicht für den Fall einer betriebsbedingten

Kündigung durch den Arbeitgeber, sondern nur,

wenn der Arbeitnehmer die vorzeitige Beendigung

des – gegebenenfalls auch befristeten –

Arbeitsverhältnisses zu verantworten hat.

Vorformulierte Rückzahlungsklauseln unterliegen

in als Verbrauchervertrag zu wertenden

Arbeitsverträgen einer so genannten Inhaltskontrolle.

Eine Rückzahlungsverpflichtung ist

dringend vor Beginn der Schulungsmaßnahme

zu vereinbaren. Sofern die zusätzliche Ausbildung

für die weitere vorgesehene Tätigkeit

in dem Arbeitsverhältnis notwendig ist, muss

hierauf und auch auf die arbeitgeberseitig

vorausgesetzte Rückzahlungsverpflichtung bereits

bei Abschluss des Arbeitsvertrages hingewiesen

werden. Aus der Rückzahlungsvereinbarung

müssen sich eindeutig alle Folgen dieser

Klausel für den Arbeitnehmer ergeben. Dies

betrifft insbesondere die Höhe der zu erstattenden

Kosten und die Voraussetzungen für

eine Rückzahlungsverpflichtung. Dazu gehört

auch die Angabe der hierfür maßgeblichen zulässigen

Beendigungsgründe.

Zahlungsverpflichtungen des Arbeitnehmers,

die an die von ihm ausgehende Kündigung

anknüpfen, dürfen ihn nur im Rahmen von

Treu und Glauben gemäß § 242 BGB binden

beziehungsweise finanziell belasten. Die Erstattungspflicht

muss dem Arbeitnehmer nach

Treu und Glauben zumutbar sein. Die für den

Arbeitnehmer tragbare Bindungsfrist ist auf

Grund einer Güter- und Interessenabwägung

nach Maßgabe des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes

und durch Heranziehung der Umstände

des Einzelfalles zu ermitteln. So widerspricht

beispielsweise den Grundsätzen nach Treu und

Glauben eine Bindung des Arbeitnehmers für

zwei Jahre an den Betrieb bei einer Schulung,

die ca. 400 Euro gekostet hat. Eine derart lange

Bindung des Arbeitnehmers an den Betrieb

ist nicht verhältnismäßig mit Blick auf die vom

Arbeitgeber aufgewandten 400 Euro Schulungskosten.

Die Frage der Wirksamkeit der Rückzahlungsklausel

wird nach den Umständen beurteilt,

wie sie sich im Zeitpunkt des Vertrags darstellten.

Dabei kommt es nach der Rechtsprechung

des Bundesarbeitsgerichts auf den von dem

Arbeitnehmer durch die Aus- oder Weiterbildung

erworbenen geldwerten Vorteil an sowie

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Geld und Recht

auf die Dauer der Bindung, den Umfang der

Fortbildungsmaßnahme, die Höhe des Rückzahlungsbetrages

und dessen Abwicklung.

Je größer der mit der Ausbildung verbundene

berufliche Vorteil für den Arbeitnehmer ist,

desto eher ist ihm auch eine Kostenbeteiligung

zuzumuten. Daher kommt eine Kostenbeteiligung

beziehungsweise eine Bindungswirkung

dann in Betracht, wenn der Arbeitnehmer die

durch die Fortbildungsmaßnahme erworbenen

Kenntnisse und Fähigkeiten auch außerhalb

des Betriebes des die Schulung finanzierenden

Arbeitgebers verwerten kann. Diese Möglichkeit

hat der Arbeitnehmer insbesondere

dann, wenn er durch die Maßnahme eine auch

außerhalb des eigenen Betriebes allgemein anerkannte

Qualifikation erwirbt, die ihm bis daher

verschlossene berufliche Chancen eröffnet.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat hinsichtlich

der zulässigen Bindungsdauer von einzelvertraglichen

Rückzahlungsklauseln folgende

„Regelwerte“ aufgestellt:

Hat der Arbeitnehmer durch die Fortbildung

keine besonders hohe Qualifikation erworben

oder sind die vom Arbeitgeber aufgewendeten

Fortbildungskosten nicht außergewöhnlich

hoch, rechtfertigt dies nur eine Bindung von

maximal sechs Monaten.

Auch bezüglich der Höhe der Rückzahlungsverpflichtung

stellt das BAG Grenzen auf. Der

Arbeitnehmer hat höchstens den in der Rückzahlungsvereinbarung

angeführten Betrag zurückzuzahlen,

auch dann, wenn die Kosten der

Schulung höher liegen. Der Arbeitgeber kann

nur den Betrag zurückverlangen, den er tatsächlich

aufgewandt hat.

Mit Blick auf die nicht allzu lange Bindungsmöglichkeit

bei Verwendung von Rückzahlungsklauseln

ist es ratsam, den Arbeitnehmer

von vornherein hinsichtlich der Schulungskosten

zu beteiligen, da die Verwendung von

Rückzahlungsklauseln nicht zu einem befriedigenden

Ereignis führt. •

Lydia-Kristin Wiesbrock

Fachanwältin für Arbeitsrecht

Kanzlei Schils & Kollegen,

Vossenstr. 4, 33332 Gütersloh

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für die Saunabranche

www.sauna-matti.de


Schaufenster

Karasek: Jamaica Gesundliege

und Plus-Liegen Serie neu

Der österreichische Möbelhersteller Karasek

zeigt sich mit seinem Messeauftritt auf der

aquanale Ende Oktober in Köln mehr als zufrieden.

„Wir hatten eine sehr gute Besucherfrequenz

und konnten viele interessante Gespräche

führen. Vor allem unsere neue Jamaica

Gesundliege und die Plus-Liegen Serie stießen

auf sehr großes Interesse“, freute sich Karl

Astleitner, Verkaufsleiter bei Karasek.

Die neue Jamaica Gesundliege ist aus reinem

Aluminium gefertigt und mit pflegeleichtem

KARATEX in einer Reihe von unterschiedlichen

Farben bespannt. Die besondere Konstruktion

der Armlehnen sorgt für einen besonders bequemen

Seiteneinstieg und das kufenförmige

Gestell garantiert einen guten Halt auch auf

Schunk Interieur

auf der aquanale

Eine Messe ist die ideale Plattform zur Produktpräsentation

und -einführung, für Kundenpflege

und Neukundengewinnung. Deshalb

war auch die aquanale Ende Oktober dieses

Jahres in Köln für den geschäftsführenden

Gesellschafter von Schunk Interieur, Hendrik

Schunk, keinesfalls eine Pflichtveranstaltung

für alle Beteiligten. Im Gegenteil: Dort wurden

Produktneuheiten in einem „ausgesprochenen

Wohlfühlambiente“ präsentiert, ausgerichtet

Saunaextrakt „NATURESSE“

von FINESSE Aroma-Fitness

weichem Boden. Als „Liegenspezialist und

Outdoormöbelhersteller“ hat sich Karasek

auch den Bedürfnissen älterer und behinderter

Menschen angenommen und präsentiert

an den Anforderungen von Saunabetrieben

und Schwimmbädern. Ein Beispiel sind die

Ende Oktober dieses Jahres präsentierte sich

FINESSE Aroma-Fitness wieder mit einem eigenen

Messestand auf der aquanale in Köln. Gezeigt

wurden zahlreiche Innovationen aus dem

Themenspektrum Sauna und Wellness. Dazu

zählt auch das neue hochwertige Saunaextrakt-

Sortiment NATURESSE, das nach fünf Jahren

Entwicklungsarbeit jetzt auf den Markt gekommen

ist. Es besteht aus den Produktgruppen

„Standard“ (z. B. Salbei), „Spezial“ (z. B. Tee),

„Event-Spezial“ (z. B. Heidekraut) und „Saison“

(saisonbedingte Kräuter und Pflanzen). Die Basis

für diese „naturbelassenen Dufterlebnisse“

bilden getrocknete oder frische Kräuter, Pflanzenteile

oder auch Gewürze. NATURESSE kann

ebenso im Dampfbad, im Warmluftraum, als

„Kräutersauna“ oder im Whirlpool und in Fußwärmebecken

eingesetzt werden.

dazu die neue Plus-Liegen Serie. Die Florida

Liegen Serie wird um das Komfortmodell

Florida Plus erweitert. Die Höhe von 50 cm ermöglicht

das einfache Aufstehen und kommt

besonders Älteren und motorisch beeinträchtigten

Menschen entgegen. Das zweite Modell

der Plus Serie verschafft durch eine spezielle

Kons truktion der Armlehnen und eine Höhe

von 50 cm auch Rollstuhlfahrern barrierefreies

Ein- und Aussteigen. Komplettiert wird

die Komfort-Serie mit der Brasil Plus Rollliege.

Mit markanter Linienführung und attraktiven

Design passt sie „bestens für ein modernes

Ambiente“. Die Alu-Armlehnen und die

Liegehöhe von 50 cm sorgen für besonderen

Komfort. Rollen nach dem „Lift'n Go“-Prinzip

verhindern ein ungewolltes Wegrollen.

www.karasek.co.at

Outdoor- Deluxe Gartenmöbel in der Produktgruppe

Lounges & Sofas mit der Serie MALIBU

(„klassisch, vielseitig, preisgünstig“): Sessel, Beistelltisch,

Hocker, Zwei- und Drei-Sitzer-Sofa,

Kaffeetisch. Im Online-Shop RELAXFACTORY.DE

sind diese hochwertigen Möbel mit weiteren

Detailinformationen eingestellt.

Das Familienunternehmen Schunk Interieur aus

Klingenthal (Sachsen) gehört dem Deutschen

Sauna-Bund seit 2011 als Mitglied an.

www.relaxfactory.de

Das Vertriebsunternehmen FINESSE Aroma-

Fitness ist in Heeslingen (Niedersachsen) ansässig

und seit dem Jahr 2001 Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund. Geschäftsführende

Gesellschafterin ist Anita Kreutz. Über die

Website sind der aktuelle Katalog, Bestellformular

und Informationsmaterial als PDF

verfügbar.

FINESSE Aroma-Fitness arbeitet eng mit dem

Bremer Unternehmen WERO zusammen, dem-

Katja Pottschmidt als geschäftsführende Gesellschafterin

vorsteht. WERO ist seit 2012 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund.

www.aroma-fitness.de

www.duft-und-geschmack.de

38 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Schaufenster

Innovation von KLAFS:

das neue eVitarium®

Zu den Neuheiten für den Sauna- und Wellnessbereich

von KLAFS gehört auch das eVitarium.

Damit stehen erstmals die Vorzüge eines professionellen

hydrogalvanischen Vollbads jedem

Gesundheits- und Fitnessbewussten zur Verfügung.

Je nach Tagesform kann der Anwender

die Entspannungs- oder die Energiefunktion des

eVitariums wählen und sich damit für energetische

Revitalisierung oder tief greifende körperliche

Erholung entscheiden.

Die Wirkungsweise des eVitariums geht

auf naturheilkundliche Prinzipien zurück,

die seit vielen Jahren in der Physiotherapie

zur Anwendung kommen.

Bereits der Unternehmensgründer Erich

Klafs hatte medizinische Wannen für

das hydrogalvanische Vollbad entwickelt

(siehe historisches Foto). Dieses wird noch

heute für seine Tonus regulierende, schmerzdämpfende

und durchblutungsfördernde

Wirkung geschätzt. KLAFS hat mit Medizinern

und Wissenschaftlern der Universität

Stuttgart diese Badeform konsequent weiter

entwickelt.

Mit dem eVitarium bietet das Unternehmen

erstmals eine Wanne an, welche die Vorteile des

hydrogalvanischen Bads auch ohne die Betreuung

durch Physiotherapeuten erlebbar macht

und sich problemlos in ein modernes Umfeld

einfügen lässt.

Es handelt sich dabei um ein stromdurchflossenes

Warmwasser-Bad, bei dem der Strom von

einem kleinen Akku kommt und daher ungefährlich

ist. Als Badender braucht man den Strom

nicht zu spüren, es sei denn, es wird eine höhere

Intensität gewünscht. Nach Angaben von KLAFS

wird infolge der Durchflutung des Körpers mit

dem konstanten Ionen-Strom die Durchblutung

um 500 Prozent erhöht, in tiefer liegenden

Muskelschichten sogar noch um 300 Prozent.

Diese Durchblutungssteigerung sorgt für eine

Durchwärmung des gesamten Organismus. Die

Blutgefäße öffnen sich, der Stoffwechsel angeregt,

Haut und Muskeln können besser mit Nährstoffen

versorgt werden. „Verkrampftes” Muskelgewebe

wird durch die Kombination aus sanften

elektrischen Reizen und erheblicher Durchblutungssteigerung

wieder entspannt.

Ein zentraler Effekt des eVitariums ist die

Stimulation der Nerven. Dies kann je nach

Ausrichtung von Plus- und Minus-Pol zu einer

Steigerung oder Senkung des Muskel-Tonus

(Kontraktionsfähigkeit) führen. Die beruhigende,

entspannende Wirkung der absteigenden

Fließrichtung vom Oberkörper zu den

Füßen führt zu einer Schmerzdämpfung und

Muskel-Tonus-Senkung. Die umgekehrte Fließrichtung

bewirkt durch ihre Steigerung der

Erregbarkeit der Nerven eine Erhöhung des

Muskel-Tonus und eine besonders ausgeprägte

Mehrdurchblutung des Gewebes, was zu einer

belebenden Energetisierung führt.

Neben den Stromreizen spielen aber auch Wärmeeffekte

und ionisierte Bade-Öle eine wichtige

Rolle. Der speziell entwickelte und auf das

eVitarium abgestimmte Badezusatz „Relax“

mit wertvollem Argan- und Sojaöl und den

Duftnoten Thymian und Salbei unterstützt

die Entspannung. Für die energetische

Revitalisierung gibt es den Badezusatz „Energy“.

Sanddorn-Öl mit Duftauszügen von Orange und

Mandarine „fließt“ mit den Ionen und verstärkt

die Wirkung.

Das neue eVitarium ist für den Einsatz sowohl

im professionellen Bereich wie im privaten

Umfeld konzipiert worden. Die elegant aussehende

Wanne passt in jede SPA-Suite und

in jedes Badezimmer. Die komfortable Technik

ermöglicht nicht nur das automatische Befüllen

und Ablassen sondern auch die Regelung der

Intensität und das Zuschalten des integrierten

Farblichts. Lediglich eine kleine, einfach zu bedienende

Touchscreen-Steuerung verrät den

stark erweiterten Funktionsumfang.

Damit kommen in Zukunft nicht mehr nur Profi-

Sportler und Klinikpatienten im Rahmen einer

medizinischen Therapie in den Genuss der entspannenden

und revitalisierenden Wirkungen.

„Das eVitarium bietet erstmals allen gesunden

Menschen die Möglichkeit, innerhalb kürzester

Zeit einen Ausgleich zu finden und das alles auf

ganz natürliche Art und Weise – ein Bad wie eine

Ladestation“, bewirbt KLAFS seine Innovation

Weitere technische Daten zum Entspannungsund

Revitalisierungsbad eVitarium stehen auf

der Website von KLAFS. Das Unternehmen aus

Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) mit

Stefan Schöllhammer als Geschäftsführer ist

seit 1969 Mitglied im Deutschen Sauna-Bund.

www.klafs.de

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

39


Schaufenster

Holz-Herrmann: Hölzer

für den Saunabau

Die Verarbeitung der in der Saunabranche verwendeten

Hölzer gehört zur Kernkompetenz von

Holz-Herrmann aus Rosengarten bei Schwäbisch

Hall (Baden-Württemberg). Das 1954

gegründete Familienunternehmen, das von den

Brüdern Jürgen und Karlheinz Herrmann geleitet

wird (siehe Foto links), hat sich zu einem

bedeutenden deutschen Importeur und Verarbeiter

von kanadischem Hemlock entwickelt.

Gleiches gilt für das aus Afrika bezogene Abachi,

das auf Grund seines guten Stehvermögens

sowie geringer Hitzeleitfähigkeit gern für die

Bank leisten im Saunabereich verwendet wird.

Als einer der wenigen Anbieter in Deutschland

besitzt Holz-Herrmann eine FSC-Zertifizierung

(Forest Stewardship Council) (FSC zur

Gewährleis tung nachhaltiger Forstwirtschaft) für

Abachi. Weitere für den Saunabau wichtige Hölzer

wie nordische Fichte, Espe, Red und Yellow

Ceder sowie thermisch behandelte Hölzer hat

Holz-Herrmann ebenfalls im Sortiment. „Sehr

gut läuft zur Zeit auch deutsche Tanne“, nennt

Jürgen Herrmann einen aktuellen Trend bei

Saunahölzern. Auch Sauna-Furnierplatten werden

nach Unternehmensangaben gern genommen,

wenn es um besonderes Design geht; über

100 Furniere stehen dafür zur Verfügung, teilweise

sogar lagernd. Für Saunaräume sind allerdings

„immer noch Massivhölzer die erste Wahl“.

Dem schwäbischen Unternehmen ist die kundenindividuelle

Anfertigung der verschiedenen

Leis ten und Profilhölzer ein zentrales Anliegen.

Sämtliche Abmessungen und Sonderprofile können

hergestellt werden. Holz-Herrmann beliefert

circa 60 Kunden in Deutschland. Darüber hinaus

wichtig: die Exportmärkte Polen, Österreich,

Schweiz, Tschechien, Italien, Bulgarien und Türkei.

Über die Website des Unternehmens steht auch

ein umfangreiches Holzlexikon zur Verfügung.

www.holz-herrmann.de

FINNJARK: Saunas auf allen

Weltmeeren

Die seit Herbst dieses Jahres freigeschaltete

komplett neue Website zeigt das breit gefächerte

Leistungsspektrum des norddeutschen

Sauna-, SPA- und Wellnessspezialisten. Anhand

eindrucksvoller Fotos werden besonders bedeutsame

Referenzen präsentiert. Eine davon ist das

unter maltesischer Flagge fahrende bekannte

„Wohlfühlschiff“ „Mein Schiff 2“ von TUI Cruises.

Für dieses Kreuzfahrtschiff baute FINNJARK die

– nach Reedereiangaben – „die größte Sauna

auf allen sieben Weltmeeren“. In dem 43 qm

gespiegelten Raum finden 50 Personen Platz auf

geschwungenen Abachi-Bänken. Panoramafenster

aus Spezialglas ermöglichen eine Aussicht

bis zum Horizont. Die Wandverkleidung ist aus

Hemlock. Zum 400 qm Wellnessbereich gehören

außerdem eine zweite Sauna, ein Rasulbad, zwei

Dampfräume und eine Salzgrotte.

FINNJARK hat bis heute circa 120 Schiffssaunas

– von der Privatjacht bis zum Kreuzfahrtschiff –

auf deutschen und ausländischen Werften gebaut

und unterstreicht damit seine bedeutende

Marktstellung auch in diesem Geschäftsfeld.

FINNJARK® Sauna SPA Wellness gehört dem

Deutschen Sauna-Bund seit dem Jahr 1984

als Mitglied an. Die beiden Standorte des von

Jürgen Röhrs geführten Unternehmens sind

Hamburg und Bispingen.

www.finnjark.de

www.tuicruises.com

40 Sauna & Bäderpraxis 3/2013


Schaufenster

B+S FINNLAND SAUNA:

SATAMA-Theater für

Aufguss-Shows

Derzeit gibt es in Deutschland kaum etwas

Vergleichbares: Für das SATAMA Sauna

Resort & SPA in Wendisch Rietz am Scharmützelsee

(Brandenburg) errichtete der Saunaspezialist

B+S FINNLAND SAUNA aus Dülmen

(Nord rhein-Westfalen) ein neuartiges Sauna-

Theater für anspruchsvolle Show-Aufgüsse. Mit

der SATAMA-Aufguss-Weltmeisterschaft im

September dieses Jahres wurde es offiziell seiner

Bestimmung übergeben (siehe „Sauna &

Bäderpraxis“ Nr. 2/2013). In gerade einmal

zwei Monaten errichtete B+S FINNLAND SAUNA

das Sauna-Theater. Der circa 150 qm Raum entstand

in der bewährten Blockbohlenbauweise

aus finnischer Polarfichte, was dem besonderen

Aufgussklima zugute kommt. Der Saunaraum

verfügt über großzügig ausgelegte und in vier

Ebenen angeordnete Liege- und Sitzflächen.

Diese bieten mehr als 160 Gästen Platz, um Aufguss-Shows

in einer qualitativ neuen Dimension

mitzuerleben.

Das Zentrum der Aufmerksamkeit bildet die

fünf Meter lange, aus Naturstein gemauerte

Ofenstelle. Diese hat eine Gesamtleistung von

180 kW und fast 1,5 Tonnen Peridotit-Saunasteine

für die nötige Strahlungswärme. Die

effektvolle LED-Beleuchtung mit Farbwechsel

im Deckenbereich setzt das Sauna-Theater ins

rechte Licht und sorgt mit der indirekten Rückenlehnenbeleuchtung

für eine stimmungsvolle

Raum-Atmosphäre. Das integrierte Soundsystem

mit insgesamt zehn Lautsprechern und

vier Subwoofern gibt den richtigen Sound. Um

den Theatercharakter der mit 85 °C geheizten

Sauna zu unterstreichen, betreten die Darsteller

in ihren Verkleidungen und mit ihren Aufguss-

Accessoires die Showbühne nicht durch den

Haupteingang, sondern kommen aus einem

separaten Raum, in dem auch die Technik

untergebracht ist. Im

Auftrag der SATAMA

GmbH plante und errichtete

B+S FINNLAND

SAUNA bereits mit dem

Bi-O-Bad, der Maa®

und der Tuli® drei

Schwitzräume in Blockbohlenbauweise

beziehungsweise

als Saunablockhäuser.

Das Sauna-Theater

wurde speziell für das

SATAMA Sauna Resort

& SPA gebaut. Nach

Angaben des Dülmener Saunaherstellers können

ähnliche Projekte in unterschiedlichen

Größen auch für andere Anlagen geplant

und realisiert werden. Im neuen gewerblichen

Prospekt „Tradition. Innovation. Ambiente.“ von

B+S findet man die SATAMA Event-(Großraum)

Sauna in der Rubrik „Einbau saunas“ gelistet.

B+S FINNLAND SAUNA ist seit 1985 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund und gehört zur

SCHREIBER GRUPPE. Wolfgang Schreiber ist

deren geschäftsführender Gesellschafter.

www.welt-der-sauna.de

www.satama-saunapark.de

Esch Ruhemöbel: Qualität

„made in Germany”

„Liebe auf den ersten Blick …“ versprechen die

Holzmöbel, etwa die Kippliege LINEA oder die

Flachliege SPARTA, des bekannten Traditionsunternehmens

Esch aus Wolpertshausen (Baden-

Württemberg). Die Esche ist in Europa heimisch

und gehört zu den Edellaubhölzern. Das Holz

ist hell und verfügt über eine markante Maserung,

ist fest, langlebig und biegsam. Möbel aus

Esche sind langlebig und nachhaltig, stabil und

funktional.

Inhaber Werner Esch legt „größten Wert auf

Qualität“: Fünf Jahre Garantie werden auf die

angebotenen Holzmöbel gewährt. Ergänzt wird

die Kollektion durch passende Auflagen in

drei Stärken und zwei Qualitäten. Empfehlung:

Auflagen aus Kunstleder sind hygienisch und

pflegeleicht. Die schadstofffreien Holz möbel

von Esch – „Qualität made in Germany“ –

können auch in anderen Holzsorten hergestellt

werden. Individuelle Anfertigungen beispielsweise

für Saunaanlagen sind „kein Problem“.

Nähere Informationen zu Sonderanfertigungen

finden sich auf der Website.

www.esch-ruhemoebel.de

sentiotec® sponsert

Sauna-Weltmeisterschaft

Unter großem Zuspruch fand Ende Oktober

dieses Jahres bereits die fünfte „Sauna

Weltmeisterschaft“ statt, diesmal in der

Alpentherme Bad Hofgastein im Salzburger

Land (Österreich) (siehe auch in dieser Ausgabe

S. 12). sentiotec world of wellness, österreichischer

Saunatechnik-Hersteller, lobte

Preisgelder für die Plätze eins bis drei in Höhe

von 1.500, 1.000 und 500 Euro aus. „World

Champion“ Dirk van Offel kann sich darüber

hinaus über eine Werbekampagne mit dem

Sponsor sentiotec freuen.

sentiotec gehört zur abatec Group. Die Mitgliedschaft

im Deutschen Sauna-Bund besteht seit

dem Jahr 2009.

www.sentiotec.com

www.abatec-ag.com

Sauna & Bäderpraxis 3/2013

41


·

Neue Mitglieder/Schaufenster/Anzeigen

Neue Mitglieder

Therapiezentrum Neesen

GmbH & Co. KG

Inh. Annette Machlitt

Zur Schalksmühle 17

32457 Porta Westfalica

Tel.: 0571/3888-7971

Fax: 0571/3888-7972

info@therapiezentrum-neesen.de

www.therapiezentrum-neesen.de

Doktorsee GmbH

Am Doktorsee 8

31737 Rinteln

Tel.: 05751/964860

Fax: 05751/964888

info@doktorsee.de

www.doktorsee.de

Hamam Store

Inh. Christine Stecker

Salzufler Straße 27

32052 Herford

Tel.: 05221/915622

Fax: 05221/915620

info@hamam-store.de

www.hamam-store.de

Sauna am Lenneberg

Inh. Rötger Arnold

Finther Landstr. 24

55124 Mainz

Tel.: 06131/478770

kontakt@gesundheitssauna.de

www.gesundheitssauna.de

Wärme + Strom eG

Meisenweg 7

34327 Körle

Tel.: 05665/948614

Fax: 05665/948620

info@w-s-eg.de

www.w-s-eg.de

„Der Deutsche Sauna-Bund

bietet Hamam Store eine

hochwertige Plattform,

Entscheidern der Wellness-

Branche unser vielfältiges

Angebot an Hamam-,

Sauna- und SPA-Zubehör

zu präsentieren. Diese

Zusammenarbeit stärkt

unsere Positionierung in

Fachkreisen.”

Christine Stecker, Inhaberin von

Hamam Store, Herford

Beliebte Durstlöscher:

Smoothies von MENGA

Dieser Ausgabe von „Sauna &

Bäderpraxis“ liegt einer Teilauflage

ein Flyer von MENGA bei; wir bitten

um freundliche

Beachtung.

In Ausgabe

1/2012 dieser

Fachzeitschrift

wurde bereits

das Herstellungsprinzip

und

die einfache Zubereitung von

Smoothies erläutert. Das Unternehmen

Maral Trading aus Bad

Bentheim (Niedersachsen) mit

Marcel J. Velthuis als Geschäftsführer

vertreibt die MENGA

Smoothies. Es gibt vier Geschmacksrichtungen:

Apfel-Birne,

Mango, Erdbeere- Banane und Ananas-Kokosnuss.

Ein Favorit ist Apfel-

Birne: Damit wird im Saunabereich

das wichtige Gästesegment 50plus

erfolgreich angesprochen. Außerdem:

„Grüne“

Smoothies liegen

derzeit im

Trend. Die aus

reinem Fruchtpüree

bestehende

Sorte Mango

ist dagegen

besonders bei Wellnessanhängern

gefragt. Aber auch Erdbeere-

Banane und Ananas-Kokosnuss

stillen den „kleinen Durst“ gesundheitsbewusster

Gäste.

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Sauna & Bäderpraxis 3/2013

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