Ausgabe 4/2012

saunabund.ev.de

Ausgabe 4/2012

ISSN 1862-8206 10633

SAUNA& BÄDER

PRAXIS

S P A & W E L L N E S S W E L T W E I T

4/2012 | 8,00 e

15 Jahre

Sibirische Banja ®

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Saunaunfall mit Todesfolge

Aktuelles Interview zur UVSV · Rückschau Saunaimpulse® und interbad

Report Saarland Therme · Barrierefreiheit in Saunaanlagen


PFIFFIGE IDEEN FÜR AUFGIESSER

mit pfiffigen Ideen für Aufgießer

Wedelchamp® ist der neue Markenauftritt der Sauna-Matti GmbH für professionelles

Aufgusszubehör. Seit gut zehn Jahren liegen fantasievolle, gut zelebrierte Aufgüsse in

öffentlichen Saunaanlagen im Trend und sorgen für neue Gäste. Genauso lange unterstützt

Sauna-Matti das Aufgusspersonal mit getesteten Produkten.

Aufguss-Set

Profikelle und Edelstahleimer

Die formschöne Edelstahlkelle mit handfreundlichem, wärmeverträglichem Holzgriff hat einen Gießbogen

mit zwei Aufstecktüllen. So können die Strahlbilder variiert werden. Die Kelle ist für Links- sowie für Rechtshänder

geeignet. Für weitere Aufgusszeremonien sind Ergänzungstüllen aus Edelstahl mit anderen Strahlbildern

lieferbar. Passend zur Kelle wird ein beachtlicher 8-Liter-Edelstahleimer geliefert. Er hat ebenfalls

einen wärmeverträglichen Holzgriff und praktische Liter-Maßangaben.

Aufguss-Diener

Die durchdachte Zubehörablage für die Aufgusszeremonie

Der Aufguss-Diener behebt ideal das lästige Fehlen von Ablagemöglichkeiten im

Saunaraum. Das standfeste Möbelstück aus verleimtem Birkenholz hat für das

Aufgießen eine günstige Höhe von 100 cm; der Durchmesser ist mit 55 cm sehr platzsparend.

Der leichtgewichtige Aufguss-Diener besticht durch sein elegantes Design.

Er kann einen Aufgusseimer, Wedeltücher, Aufgusskellen sowie Fächer bequem tragen.

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Editorial

Rechtsbehelf der Verfassungsbeschwerde verzichten.

Darüber hinaus ist es eine Einzelfallentscheidung und

16 Millionen Besucher öffentlicher Saunaanlagen

hoffen, dass die Entscheidung ein Einzelfall bleibt.

Neben der Spur

Der Vorsitzende Richter des 12. Zivilsenats am Oberlandesgericht

Hamm hat kurz vor seiner Versetzung in

den Ruhestand nach vierzig Dienstjahren mit seinem

Urteil vom August dieses Jahres zur Saunaaufsichtspflicht

dem Badewesen in Deutschland ein dickes

Kuckucksei ins Nest gelegt. Der hart erarbeitete hohe

Standard an Sicherheit in unseren Bädern hat durch die

oberflächliche Leistung der beteiligten Hammer Richter

Risse bekommen. Dass in den öffentlichen Saunabädern

bei uns im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern

nur so wenige Unfälle vorkommen, liegt vor allem an der

sorgfältigen Betriebsführung. Die Richter haben es jetzt

nicht nur versäumt, auch andere öffentlich zugängliche

Saunaanlagen, z. B. in Fitnessstudios und Hotels, auf

die gleiche Stufe zu stellen, auf der sich die öffentlichen

Saunabäder befinden, sie laden diese geradezu ein,

zukünftig lascher Aufsicht zu führen.

Verletzt wird durch das Urteil auch der menschliche

Aspekt der Rechtsprechung. Es ist nicht nachvollziehbar,

dass der Tod der Saunagängerin, die mit Sicherheit bei

30minütigen Kontrollgängen, wie sie der Sauna-Bund

empfiehlt, keine Verbrennungen dritten Grades erlitten

hätte, geringer bewertet wird als die Sorglosigkeit des

Fitnessstudiobetreibers, der ohne Aufwand durch die

in unmittelbarer Nähe arbeitenden Mitarbeiter den

üblichen Aufsichtsempfehlungen hätte nachkommen

können. Die richterliche Annahme, die Saunagänger

würden es überwiegend als störend oder belästigend

empfinden, wenn bei Kontrollen in engen Zeitabständen

an die Saunakabine angeklopft würde oder die

Saunagäste auf ihr Wohlbefinden persönlich angesprochen

würden, ist lebensfremd und ohne jede Recherche

zustande gekommen. Die Entscheidung ist sachlich ein

Fehlurteil mit unabsehbaren Folgen. Sie ist übrigens

endgültig, da die Kläger auf den außerordentlichen

Die Empfehlung der Saunaexperten zu zeitlich enger

Aufsichtsführung enthält neben dem Sicherheitsgesichtspunkt

aber auch noch die Aspekte Image und

Servicequalität. Besonders das Image der Saunabranche

scheint bedroht zu sein. So berichtete die Online-

Ausgabe des „Focus“ vor wenigen Tagen unter dem Titel

„Trieb-Tatort Therme“ mit nachfolgendem Medienecho

darüber, dass Besucher aus rein sexuellen Gründen

große Saunaanlagen aufsuchen. Nach dem Bericht

verabreden sie sich gezielt unter Andeutungen oder

codierten Formulierungen in Internetforen, um in den

Thermen ihrem sexuell motivierten Vorhaben nachzugehen.

Dabei scheint es ihnen egal zu sein, dass sich andere

Saunagäste dadurch belästigt fühlen. Laut „Focus“

sind dabei in süddeutschen Thermen sogar Filme

gedreht worden, die nun im Internet kursieren. Diesem

Treiben können die Badbetreiber nur durch zeitlich enge

Kontrollen Einhalt gebieten. Konsequentes Handeln ist

vor allem jetzt deshalb gefordert, da das Problem schon

länger bekannt ist. Bereits vor acht Jahren hat sich

„Sauna & Bäderpraxis“ mit dem unappetitlichen Thema

auseinandersetzen müssen und der Deutsche Sauna-

Bund hat seine Muster-Haus- und Badeordnung entsprechend

geändert.

Für die öffentlichen Saunabäder ist eine konsequente

Aufsichtsführung existenziell. Dafür braucht die Branche

auch keine Gerichtsurteile – schon gar nicht, wenn sie

neben der Spur liegen.

Bis zum nächsten Mal

I h r

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

3


Fortbildungen 2013

Inhouse-Schulungen/Betriebsfortbildungen:

Richtig saunabaden – gut aufgießen

Aufgusstraining: Praktisches Üben von Wedeltechniken

Erlebnisaufgüsse mit Pep

Sauna und Aufguss heute

Kommunikationstraining: Service mit Herz

Grundlagen-Seminare:

Die Aufguss-Schule

11.03.2013 Augsburg (Bobingen)

Saunabaden – aber richtig!

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Praxis-Seminare:

Service mit Herz

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Zeremonien und Rituale – Neue Aufgusserlebnisse

04.02.2013 Bad Oeynhausen, Bali Therme

Trainingscamp Aufguss –

Praktisches Üben von Wedeltechniken

09. + 10.04.2013 Markranstädt bei Leipzig, meri Sauna

Teamentwicklung:

Kurs nehmen, Stolpersteine meistern!

14. + 15.10.2013 Berlin

Wellness-Seminare:

Wellnessmassagen-Aufbautraining: Erweiterungsgriffe

aus der Traditionellen Thailändischen Massage

16. + 17.03.2013 Bielefeld

Einführung in die Hamam-Kultur –

Die Seifenschaummassage

14. – 16.05.2013 Bielefeld, Freizeitbad Ishara

Lehrgänge:

Saunameister-Lehrgänge

18.02. - 02.03.2013 Bielefeld

03.06. – 15.06.2013 Leipzig

28.10. – 09.11.2013 München (Ismaning)

Wellnessmassagen-Ausbildung

18. – 22.03.2013 und 19. – 21.04.2013 Bielefeld

Schulung UVSV:

Fachpersonal für den Umgang mit

UV-Bestrahlungsgeräten

05./06.02.2013 Darmstadt

24./25.02.2013 Bamberg (Hallstadt)

04./05.03.2013 München (Ismaning)

06./07.03.2013 Bad Oeynhausen

11./12.03.2013 Hamburg

29./30.04.2012 Heidelberg (Schwetzingen)

06./07.05.2013 Wuppertal

27./28.05.2013 Stuttgart

17./18.06.2013 München (Ismaning)

20./21.06.2013 Fulda

25./26.06.2013 Berlin (Königs-Wusterhausen)

02./03.07.2013 Leipzig

09./10.07.2013 Neuss

Anmeldung und Programme bei:

Akademie für Aus- und Fortbildung im Badewesen

des Deutschen Sauna-Bundes e.V.

Ulrike Martmann · Kavalleriestraße 9 · 33602 Bielefeld

Tel.: 0521/96679-11 · Fax: 0521/96679-19

u.martmann@sauna-bund.de · www.sauna-bund.de


Inhalt

Inhalt 4/2012

Ausstattung und Betrieb

UVSV: Wer kontrolliert den Vollzug 27

in den Bundesländern?

Saunaunfall mit 29

Todesfolge

Zukunftsthema: Barrierefreiheit 31

in Saunaanlagen

Im Gespräch

Prof. Dr. Ulrich Reinhardt 6

Nachrichten 7

Sauna- und Bäder-Journal 11

Leserfragen

Trinken zwischen den 12

Saunagängen?

„Abschaltwippe” nach DIN EN 13

60 335-2-53 zwingend?

Geld und Recht

Meldungen 34

Schaufenster 35

Neue Mitglieder 38

Anzeigen-Index 39

Impressum 39

Report

Saarland Therme, 15

Rilchingen-Hanweiler

(Kleinblittersdorf)

Der Deutsche Sauna-Bund auf der

interbad 2012 20

Mitgliederversammlung 22

Jahrestagung Saunaimpulse® 23

SPA & Wellness weltweit

75 Jahre Finnische Sauna- 25

Gesellschaft

Das aktuelle Interview

Dr. Karsten Gröning 26

Titel:

Sibirische Banja® Falko Baatz,

Gerdshagen (Mecklenburg-Vorpommern);

Banja in den Badegärten Eibenstock (Sachsen)

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

5


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Im Gespräch

Im Gespräch

Ulrich Reinhardt:

Zukunftsforscher

Von seinem Vorgänger und

Doktorvater, Prof. Dr. Horst W.

Opaschowski (71) hat er das

„heilige Ritual“ übernommen, jeden

Sonntag für zwei, drei Stunden

abzuschalten und aufzutanken.

Dafür nutzt Prof. Dr. Ulrich

Reinhardt (42) einen privaten

Schwitzraum mit verschiedenen

Klimavariationen. Körperlich fit

hält sich der zweifache Familienvater

einmal wöchentlich mit

Squash. Viel mehr Freizeit gibt es

aber nicht für den national wie

international gefragten, seit 2011

amtierenden wissenschaftlichen

Leiter der in Hamburg ansässigen

„Stiftung für Zukunftsfragen – eine

Initiative von British American

Tobacco“: „Ein Freizeitforscher hat

ja eigentlich nie Freizeit, sondern

muss immer forschen.“ Zu den

Tätigkeitsschwerpunkten zählen

der „Freizeit-Monitor“, „die wichtigste

Untersuchung des Jahres“,

die „Tourismusanalyse“ und die

regelmäßige Herausgabe von

Publikationen wie „Altersträume:

zwischen Illusion und Wirklichkeit“.

In Positiv-Szenarien den

gesellschaftlich-demografischen

Wandel möglichst genau auszuleuchten

ist die Hauptantriebskraft

für den außerdem

am Zentrum für Zukunfts studien

der Fachhochschule Salzburg

(Österreich) lehrenden Professor.

6 Sauna & Bäderpraxis 4/2012

Sauna und Wellness als gesunde

Freizeitaktivitäten markieren „ein

kleines Stück vom Glück“ im zunehmend

medialisierten Alltag

und stehen für einen Aspekt populärer

Breitenkultur, analysiert

Reinhardt. Etwas für die eigene

Gesundheit zu tun sei die häufigste

außerhäusliche Freizeitaktivität,

die gern im „Zwei-Stunden-

Takt“ ausgeübt werde. Je nach

Zielgruppe stünden dafür aber

unterschiedliche Zeit- und Geld-

Budgets zur Verfügung. Paare (ohne

Kinder), gut verdienende Singles

und „Jungsenioren“ zwischen

50 und 64 Jahren seien durch gezieltes

Marketing inhaltlich-qualitativ

dafür am ehesten ansprechbar.

Andere praktizierten die

„Luxese“ – mal Luxus mal Askese:

gelegentliche Einzuschränkungen

im Alltag, um sich dann ab und

zu etwas Besonderes zu gönnen.

Moderne Freizeitanlagen als „Orte

der Begegnung“ müssten noch

stärker als bisher unterschiedliche

Bedürfnisse gleichzeitig abdecken.

Zu überdenken seien im Schnäppchenzeitalter

überdies starre Einheitspreise

und Tarife. Hier wären

– wie in den USA – kreative Differenzierungen

das richtige Lockmittel,

um Gäste zu binden. Auf

seiner Homepage skizziert Professor

Reinhardt „Die Zukunft der

Erlebniswelten – Zwischen Spaß,

Eventisierung und Edutainment:

Eine besondere Bedeutung erfährt

dabei die Ablenkung vom Alltag.

Die Grenzen dieser ‚Flucht’ sind

den Menschen jedoch bewusst –

die Anforderung der Besucher an

die künstlichen Freizeit- und Erlebniswelten

lautet entsprechend:

‚Entführt mich in eine Traumwelt,

aber bringt mich zum Abendbrot

wieder nach Hause’.“ Website:

www.ulrichreinhardt.de •


Nachrichten

maßgeschneiderte Steuergeräte

für Sauna, Wellness und Spa

• kundenspezifisches Design

Strompreise steigen auf

breiter Front

Stromversorger in Deutschland

werden wegen steigender Belastungen

durch die „Energiewende”

ihre Preise zum Jahreswechsel

um teilweise mehr als zehn Prozent

erhöhen. Das meldete die Deutsche

Presse Agentur (dpa) Mitte November

dieses Jahres. Danach steigt

der Preis pro Kilowattstunde beim

Stromversorger Vattenfall um 3,52

Cent. Das schwedische Unternehmen

führte als Begründung dafür

höhere Steuern und Abgaben an.

Auch die Kunden des Ökostromanbieters

Greenpeace Energy

müssen 2013 knapp zehn Prozent

mehr bezahlen als bisher. Der Preis

pro Kilowattstunde erhöht sich

nach Angaben der Energie-Genossenschaft

um 2,4 Cent auf 27,2

Cent. Die gestiegene Ökostrom-

Umlage und Erhöhungen bei

den Netzentgelten werden dafür

ins Feld geführt. Auch der zweit -

größte deutsche Energieversorger

RWE kündigte eine „Preisanpassung“

an.

• individuell programmierbare Ein- und Ausgänge

alle Geräte VDE geprüft

• auf Ihre Bedürfnisse angepasste Software

7040 öffentliche Bäder

in Deutschland

Anfang November dieses Jahres

wurde in Berlin die Studie des Bundesministeriums

für Wirtschaft und

Technologie (BMWi) zum „Wirtschaftsfaktor

Sportstätte“ vorgestellt.

Für den Teilbereich „Bäder“

ergibt sich nach einer Mitteilung

der Deutschen Gesellschaft für

das Badewesen (DGfdB) in Essen

ein Bestand von derzeit 7040

öffentlichen Hallen- und Freibädern

in Deutschland. Darunter

sind 900 Freizeitbäder: knapp 500

ohne Sportbecken („Spaß bäder“),

„mehr als man bisher vermutet

hatte.“ Von einem massiven Bäderrückgang

in den zurückliegenden

Jahren könne keine Rede sein.

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Wenik-Rituale in der Sauna

Unter Leitung von Rimas Kavaliauskas,

Präsident der International Bath Academy

Litauen, fand Mitte November dieses Jahres

erstmals das zweitägige Praxis-Seminar

„Wenik-Rituale in der Sauna“ der Akademie

für Aus- und Fortbildung des Deutschen

Sauna-Bundes statt. In der meri Sauna

Markranstädt bei Leipzig wurden über 20

Teilnehmern – auch aus Kanada und den

Niederlanden – Theorie und Praxis der

Banja-Massage (Lambasting) vermittelt, wie sie in Osteuropa mit Blätterbündeln

unterschiedlicher Baumarten praktiziert wird.

Rundfunkbeitrag

statt Rundfunkgebühr

Ab Januar 2013 wird aus der Rundfunkgebühr

der so genannte Rundfunkbeitrag.

Dieser wird nicht mehr

von der Gebühreneinzugszentrale

(GEZ) sondern – umbenannt – vom

„Beitragsservice von ARD, ZDF und

Foto: Seppu Pukkila

Deutschlandradio“ eingezogen.

Derzeit sind das 17,98 Euro pro

Monat. Für Unternehmen und Institutionen

richtet sich die Höhe ihres

künftigen Rundfunkbeitrags nach

der Anzahl der Betriebsstätten, der

Beschäftigten und der betrieblich

genutzten Kraftfahrzeuge. Website:

www.rundfunkbeitrag.de

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Sauna & Bäderpraxis 4/2012

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interbad 2012 setzte

neue Maßstäbe

Nicht nur die moderne Präsentation

des Deutschen Sauna-Bundes

in der Mitte von Halle 8 gehörte

zu den Höhepunkten der interbad

– Internationale Fachmesse

für Schwimmbad, Sauna und SPA

Anfang Oktober auf der Messe

Stuttgart. Auch insgesamt konnte

die von der Messe Stuttgart und

der Deutschen Gesellschaft für das

Badewesen getragene viertägige

Veranstaltung „neue Maßstäbe

setzen“. Nach Messeangaben wurde

mit über 500 Ausstellern ein

neuer Rekord aufgestellt. Knapp

16.000 Besucher aus 53 Ländern

informierten sich bei den Ausstellern

aus Europa, Asien und

Nordamerika (Auslandsanteil bei

30 Prozent) über Produktneuheiten

und Branchen-Trends. Neben der gestiegenen

Internationalität zeigten

sich die Aussteller von der hohen

Qualität der Besucher und der Investitionsbereitschaft

beeindruckt.

Den 64. Kongress für das Badewesen,

die SPA Market Conference,

Mitgliederversammlungen und

weitere begleitende Verbandsveranstaltungen

wie die Jahres tagung

„Saunaimpulse®“ des Deutschen

Sauna-Bundes (siehe S. 23) besuchten

über 1.500 Teilnehmer.

Die nächste interbad ist vom

21. bis 24. Oktober 2014 auf der

Messe Stuttgart terminiert.

Website: www.interbad.de

Spreewald Thermenhotel eröffnet

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In Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg,

Matthias Platzeck (auf dem Foto links), wurde Anfang Dezember dieses

Jahres das Spreewald Thermenhotel in Burg eröffnet. Durch einen

„Bademantelgang“ ist das in gut eineinhalbjähriger Bauzeit entstandene

dreigeschossige Vier-Sterne-Haus mit 83 Zimmern mit dem über

5.000 Quadratmeter großen Sauna-, Wellness- und Badebereich der

„Spreewald Therme“ verbunden.

Das in modern-regionaltypischer Architektur errichtete Thermenhotel

(Investitionsvolumen 12,7 Millionen Euro, Zuschüsse des

Landes Brandenburg und der EU: 4,3 Millionen Euro) im UNESCO-

Bio sphärenreserverat Spreewald liegt eine Fahrstunde von Berlin entfernt

– 20 Kilometer nordwestlich von Cottbus – und wendet sich an

die Zielgruppen Wellness- und Thermentouristen, Aktiv- und Kurzurlauber

sowie Tagungsteilnehmer.

Die Spreewald Therme – Mitglied im Deutschen Sauna-Bund seit

2006 – gehört zur „Kannewischer Collection“ des familiengeführten

Unternehmens Kannewischer im schweizerischen Zug. Kurz vor Weihnachten

kam mit der neuen Emser Therme in Bad Ems (Rheinland-

Pfalz) eine weitere Anlage dazu.

Websites: www.spreewald-thermenhotel.de; www.kannewischer.com

8 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Nachrichten

„Mediterana” trennte

sich von Siegfried Reddel

Mitte November dieses Jahres berichteten

„Kölner Stadtanzeiger“

und „Kölnische Rundschau“ übereinstimmend

von der überraschenden

Abberufung des langjährigen

angestellten Geschäftsführers und

Teilhabers der bundesweit bekannten

und wirtschaftlich erfolgreichen

Wellnessanlage Mediterana

in Bergisch Gladbach bei Köln,

Siegfried Reddel (57), durch seinen

Geschäftspartner, den 82jährigen

Finanzkaufmann und Unternehmer

Ernst-Werner Ruhbaum aus

Königstein im Taunus. Hintergrund

sollen auch bereits länger andauernde

Meinungsverschiedenheiten

um das geplante 120-Zimmer-Vier-

Sterne-Plus-Hotel mit indischen

Akzenten auf dem Mediterana-

Gelände gewesen sein

(Inves titionskosten 25 Millionen

Euro; Inbetriebnahme voraussichtlich

Spätherbst 2014). Bevollmächtigter

für das Unternehmen mit

circa 180 Mitarbeitern wurde der

erfahrene Hotelfachmann Oliver

Mathée (46). Das Mediterana ist

seit dem Jahr 2000 Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund. Website:

www.mediterana.de

QUALITÄT

UND SERVICE

Komfort

Design

Langlebigkeit

Nachhaltigkeit

AGGUA Troisdorf: Neue Kelo-Pfahlhaussauna

„Modernstes Saunen inmitten

der Natur“ verspricht das rechtsrheinisch

zwischen Köln und Bonn

gelegene AGGUA TROISDORF

(„Das Bad an der Agger“), Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund seit

1998. Großen Anklang findet das

im Oktober 2011 eröffnete Pfahlbau-Saunadorf im Außenbereich. Beachtliche

45.000 Saunagäste wurden innerhalb eines Jahres gezählt.

Die wegen technischen Defekts Anfang Juli 2012 abgebrannte Kelo-

Pfahlhaussauna – Schadensumme 250.000 Euro – wurde durch eine

neue (27 qm, 95 Grad C., für 35 Personen) ersetzt und Mitte Oktober

in Betrieb genommen. Website: www.aggua.de

Schicksal der

Aulendorfer Schwaben-

Therme ungewiss

Mitte September dieses Jahres

hatte das Landgericht Stuttgart

die Schwaben-Therme Aulendorf

im Landkreis Ravensburg (Baden-

Württemberg) dazu verurteilt,

800.000 Euro an Zahlungsrückständen

durch Warmwasserlieferungen

an die Stadt zu zahlen

(siehe „Sauna & Bäderpraxis“ Heft

3/2012, „Nachrichten“). Anfang

Oktober eröffnete das Amtsgericht

Ravensburg das von der Therme

beantragte Insolvenzverfahren.

Wie die „Schwäbische Zeitung

online“ weiter berichtete, hat der

Insolvenzverwalter inzwischen ein

Fortführungskonzept erstellt und

verschiedene Interessenten für

die Schwaben-Therme gefunden.

Diesen soll aber der vom Gemeinderat

Aulendorf fixierte Preis von

drei Euro pro Kubikmeter warmes

Thermalwasser um einen Euro zu

hoch sein. „Ich denke, bis Ende

des Jahres wird sich zeigen, ob

der Fortbestand der Therme möglich

ist oder nicht“, zitierte die

Zeitung Bürgermeister Matthias

Burth. Die hochverschuldete Stadt

Aulendorf ist Hauptgläubiger.

Websites: www.aulendorf.de;

www.schwaben-therme.de

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

9

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Tel.: +49 (0) 7947–91800


Nachrichten

BEMBERG-Sauna: Betriebsübernahme

Zum Oktober dieses Jahres wurde

die BEMBERG Sauna Gruppe

– bestehend aus vier Bemberg

Gesellschaften – gesamtheitlich

von Rolf Hilgers an Andreas Paul

Wüllner (im Bild rechts) verkauft.

„Damit ist die Zukunft des Traditionsunternehmens

– gegründet 1950 – gesichert“, heißt es in einer

Mitteilung. Bekannt geworden ist BEMBERG durch die Erfindung der

Hinterwandheizung „Soft-Feeling“. Heute umfasst die Produktpalette

Saunas, Softdampfbäder, Dampfbäder und Infrarot-Wärmekabinen.

Alle Produktreihen im Sauna- und Infrarotbereich besitzen das RAL

Gütezeichen. Die Fertigung erfolgt in Brackenheim bei Heilbronn

(Baden-Württemberg). Von der Beratung durch fest angestellte, technisch

ausgebildete Mitarbeiter bis hin zur schlüsselfertigen Inbetriebnahme

durch die Schreiner- und Elektromonteure wird alles aus einer

Hand angeboten.

BEMBERG-Sauna ist seit 1965 Mitglied im Deutschen Sauna-Bund.

Website: www.bemberg.de

DAkkS-Website

informierte über Fachpersonal

in Solarien

Zur UV-Schutz-Verordnung (UVSV)

und zur Akkreditierung der ersten

Schulungsträger – unter namentlicher

Erwähnung des Deutschen

Europäischer Fachkongress

Solarien und

Besonnung

Der 6. Fachkongress Mitte November

dieses Jahres in Frankfurt/M.

wurde vom Bundesverband

Besonnung (BfB) veranstaltet.

Zur praktischen Umsetzung der

Sauna-Bundes – veröffentlichte

die Deutsche Akkreditierungsstelle

(DAkkS) Ende Oktober dieses

Jahres eine Mitteilung auf der

Startseite ihrer Website. Aktuelle

Informationen stehen in der

DAkkS-Datenbank akkreditierter

Stellen auf www.dakks.de.

„So larienverordnung“ (UVSV)

sagte deren 1. Vorsitzender Dieter

Roggendorf laut Kongressbericht:

„Mangelnde Information führt

zu Fehlbeurteilung!“ Roggendorf

machte sich für eine Professionalisierung

der Sonnenstudios stark:

„Die Ära UVSV ist angebrochen.“

Website: www.photomed.de

„Nass” Arnsberg: SaunaPremium

Als 58. Saunabad erhielt die Saunaanlage im „Nass“ in Arnsberg

(Hochsauerlandkreis) das Premium-Qualitätszeichen des Deutschen

Sauna-Bundes. Herausragendes Kennzeichen der Anlage ist der großzügige

Saunapark mit den rustikalen Schwitzhäusern, dem mit eigener

Sole versorgten Solebecken und dem Gradierwerk. Die Anlage verdient

somit zu Recht die Bezeichnung „Saunalandschaft“. Hervorzuheben im

Sinne der Kundenorientierung sind auch die separate Frauensauna und

die getrennten Umkleidebereiche für Frauen, Männer und zur gemeinschaftlichen

Nutzung. Die Saunaanlage hat sich gut im Markt platziert.

Sie hatte im ersten Halbjahr 2012 einen Besucherzuwachs um knapp

sieben Prozent. Website: www.nass-arnsberg.de

10 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Sauna- und Bäder-Journal

Sauna- und

Bäder-Journal

„Ein gutes Jahr 2012“ verzeichnete Theune

SPA Management aus Köln. Das von den

Brüdern Stephan (im Bild links) und Markus

Theune geführte Unternehmen hat sich mit den

„Meilensteinen“ AQUALAND, Claudius Therme,

Neptunbad (100 Jahre alt), Bali Therme, Gut

Sternholz und Liquidrom einen Branchennamen

gemacht. Anfang 2013 soll mit dem Bau des

„vabali spa“ in Berlin-Mitte begonnen werden;

Theune SPA Management ist Besitzer und Betreiber

dieser Saunaanlage. Das 20 Millionen Euro

„Premium Hideaway“ ist für 500 Tagesgäste

geplant. Mit dem gleichen Investitionsvolumen

und der gleichen Anzahl an Tagesgästen ist am

Elbsee in Düsseldorf ebenfalls ein „vabali spa“

(hier auf Pachtbasis) projektiert. Die Baugenehmigung

wurde erteilt, die Verhandlungen mit

der Stadt Düsseldorf sind aber noch nicht abgeschlossen.

Theune SPA Management ist mit

seinen Anlagen Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund.

Website: www.theunespa.de

Mitte November dieses Jahres trat die Gemeinde

Fichtelberg in Oberfranken (Bayern)

vom Kaufvertrag mit dem umstrittenen

„Bäderkönig“ (siehe Magazin „Stern“ 43/2012)

Heinz Steinhart (siehe „Sauna & Bäderpraxis“

Heft 1/2007, „Im Gespräch") wegen eines „sehr

gravierenden Mangels“ (angeblich ein undichtes

Dach der im Mai abgebrannten Kristall Radon-

Sole-Therme) zurück. Mit dem Ziel einer gütlichen

Einigung sollen – nach einem Medienbericht –

im Januar 2013 die juristischen Auseinandersetzungen

zwischen der Gemeinde Fichtelberg und

Steinhart vor dem Oberlandesgericht Bamberg

beigelegt werden. Die Eröffnung der mit 18

Millionen Euro veranschlagten KristallBlüten

Therme Werder (Havel) in Brandenburg, 35

Kilometer südwestlich von Berlin, verzögert sich

und wurde auf Ende März (Ostern) 2013 verlegt.

Websites: www.kristallbaeder.de

www.kristall-baeder-ag.com

www.kristalltherme-werder.de

Mit Jubiläumsaktionen feierte im vierten

Quartal dieses Jahres das Stuttgarter

Hallenbad Heslach zehn Jahre Mitternachtssauna.

Die Saison-Events 2012/2013:

„Halloween“, „Herbstfeuer“ und „Feuerwasser/Candlelight-Schwimmen“,

„Eisige

Nacht“, „Finnische Nacht“ sowie der Mottoabend

„Seelenruhig“. Insgesamt besuchten

in den letzten zehn Jahren über 5.400 Gäste

die Mitternachtssauna, die Hälfte davon sind

„Wiederholungstäter“. Das Hallenbad Heslach

gehört zu den Bäderbetrieben Stuttgart,

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund.

Website: www.stuttgart.de/baeder •

Foto: DünEnmEEr hotEl & sPa

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Saunaanlagen von B+S

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Leserfragen

Düfte

erleben

Der Gast merkt den Unterschied sofort: Düfte

von Kemitron entwickeln sich langsam und

wandeln sich wie bei einem wertvollen Parfum.

Kein Wunder – wir verwenden überwiegend

natürliche ätherische Öle. Sie haben zwar ihren

Preis, aber auch überzeugende Wirkung auf

Psyche und Gesundheit. Und – wir liefern

gleichbleibende geprüfte Qualität. Deshalb

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der ganzen Anlage. Der Gast kommt wieder.

Und darauf kommt es an.

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Leserfragen

Trinken zwischen den

Saunagängen?

Frage

Immer wieder kommt es zu erhitzten

Diskussionen, ob Trinken in den Saunapausen

„erlaubt“ sein soll. Verzichtet man nicht auf

die erwünschte „Entschlackung“, wenn man

es tut? Können Sie als saunaerfahrener Facharzt

eine Empfehlung geben?

Antwort

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es eine

für alle gültige Antwort nicht gibt. Vieles spricht

dafür, dass der Gesunde zwischen den Saunagängen

nichts trinken soll oder nur bei Durstgefühl

oder bei Beschwerden (Kopfschmerzen),

die auf einen möglichen Flüssigkeitsmangel

zurückgeführt werden können. Ob dadurch eine

„Entschlackung“ gefördert werden kann, bleibt

spekulativ. Immer sollte man auf die Signale des

eigenen Körpers hören und diese mindestens

genauso beachten wie wohlmeinende Empfehlungen.

Als Getränke sollten bevorzugt

alkoholfreie Getränke

wie Mineralwasser oder

Schorle gewählt werden.

Alkoholische Getränke sind

während der Sauna tabu

und allenfalls im Anschluss

an die Nachruhe nach

dem letzten Saunagang

in Maßen tolerabel. Dabei

muss keineswegs der gesamte

„Flüssigkeitsverlust“

ersetzt werden, da eine

große Menge des ausgeschwitzten

Wassers nicht aus dem Blut sondern

aus dem Zwischenzellraum stammt. Anders sieht

es bei Nierenleiden oder anderen Erkrankungen

mit eingeschränkten Organfunktionen oder

Durchblutungsstörungen aus. In solchen Fällen

sollte am besten vorab der Hausarzt konsultiert

werden, ob eventuell schon vor dem ersten

Saunagang oder zwischen den Saunagängen

eine Flüssigkeitsaufnahme sinnvoll erscheint.

Auch bei mehrstündigem Aufenthalt in einer

Saunaanlage wird man eher zum Trinken raten.

„Essen“ spielt beim Saunabaden eine eher untergeordnete

Rolle und sollte auf die Zeit nach

dem letzten Saunagang beschränkt bleiben. Gegen

ballaststoffreiches Obst, Salate oder auch

zubereitetes Gemüse oder Joghurt ist nichts

einzuwenden.

Der Besuch einer Sauna erfolgt heute in vielen

Fällen nicht mehr allein aus gesundheitlichen

Gründen sondern verstärkt vor dem

Hintergrund von „Wellness“. Gesucht wird ein

Einklang von körperlichem, psychischem und

seelischem Wohlbefinden. Deshalb sind gerade

bei mehrstündigem Aufenthalt in einer Saunaanlage

„Trinken und Essen“ ein Thema. Nach

einer repräsentativen Besucherbefragung des

Deutschen Sauna-Bundes trinken 69,5 Prozent

alkoholfreie Getränke im Zusammenhang mit

der Sauna, 11,5 Prozent Alkoholika und nur 13,5

Prozent „nichts“.

Foto: Bäderhaus Bad Kreuznach

Ohne Zweifel ist das Saunabaden mit einem

Wasserverlust durch Schwitzen verbunden. Dieses

kommt durch eine vermehrte Durchblutung

der Schweißdrüsen zustande. Durch die einsetzende

Verdunstungskälte wird der Anstieg

der Körperkerntemperatur begrenzt. Letztlich

stammt der Schweiß als abgegebenes Wasser

aus dem Blut. Gleichzeitig wird durch die bessere

Durchblutung von Haut und Unterhaut

mehr Wasser aus den kleinen Blutkapillaren in

den Zwischenzellraum abgegeben, da der Blutkapillardruck

erhöht ist. Dabei sinkt der in den

großen Blutgefäßen gemessene Blutdruck.

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12 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Leserfragen

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Wellnesszubehör

Durch die Saunawärme bleibt mehr Wasser im

Zwischenzellraum zurück. Dieses kann nur über

das Lymphgefäßsystem abtransportiert werden,

dass durch Anregung seiner Pumptätigkeit in

der Lage ist, im Gegensatz zum Blutgefäßsystem

seine Kapazität zu steigern. Die Lymphgefäße

verlaufen weitgehend in der Haut und bilden

im menschlichen Körper ein „Drainagesystem“,

das nicht nur überschüssiges Wasser, sondern

auch Eiweiße, Zellen, Fette und andere größere

Bestandteile aus dem Zwischenzellraum abtransportieren

kann. Bei dieser Sichtweise sind

die Lymphgefäße eher als die Blutgefäße für

die „Entschlackung“, den Abtransport von Stoffwechsel-Endprodukten,

geeignet. Die Blutgefäße

liefern unter Wärmebedingungen nur den

notwendigen „Nachschub“ an Wasser. Ob es so

etwas wie eine „Entschlackung“ wirklich gibt, ist

allerdings wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Auf jeden Fall wird eine vermehrte Ausscheidung

von Stoffwechsel-Endprodukten durch die

Sauna nur in geringem Maße über den Schweiß

erfolgen. Bedeutsamer ist sie direkt über den

Blutweg und weiter über die Nieren und den

Harn oder über Leber und Galle.

Während Sauna-Experten traditionell empfehlen,

zwischen den Saunagängen nach Möglichkeit

nichts zu trinken, gibt es demgegenüber

auch die Meinung, dass es ohne Trinken

zwischen den Saunagängen zu unerwünschten

Kreislaufreaktionen kommen kann. Letzteres

lässt sich aus fast 40jähriger eigener Beobachtung

allerdings nicht bestätigen. Bei einem

Saunagang kann man 300 bis 500 ml Wasser

verlieren, bei drei Saunagängen ein Liter und

mehr. Auch ohne Trinken ist etwa eine Stunde

nach der Sauna der Flüssigkeitsgehalt im Blut

wieder normal, da ein Großteil der aus dem

Blutkreislauf verloren gegangenen Flüssigkeit

bereits aus dem Zwischenzellraum in das Blut

nachgeströmt ist. Bei Saunaübertreibungen,

auch durch zu viele Aufgüsse, wird man Kreislaufprobleme,

wenn man nichts trinkt, allerdings

nicht ausschließen können. •

PD Dr. med. Rainer Brenke

Beratender Arzt des Deutschen Sauna-

Bundes, ehemaliger Chefarzt für Naturheilverfahren,

Berlin-Reinickendorf

„Abschaltwippe” nach DIN EN

60 335-2-53 zwingend?

Frage

Unsere (Feuer-)Versicherung fordert den

(nachträglichen) Einbau einer so genannten

Abschaltwippe und beruft sich dabei auf

die DIN EN 60 335-2-53. Entspricht das der

aktuell geltenden Normfassung oder gibt es

Alternativen und wenn ja, welche? Was muss

ich als Betreiber beachten, wenn ich Öfen

über 20 kW vorhalte? „Sauna & Bäderpraxis”

fragte einen technischen Experten und einen

Juristen.

Antwort

Man stelle sich einmal vor: Der Saunaofen

(Saunaheizer) wird (zeitverzögert) eingeschaltet

und in der Zwischenzeit kommt durch

Unachtsamkeit ein Kopfkeil aus Holz auf den

Ofen. Nicht auszudenken, was dadurch geschehen

könnte. Um Brände zu verhindern, kann

Brandgefährlich

die erwähnte „Abschaltwippe“ eine sinnvolle

Maßnahme sein: Der „Bügel“ über dem Ofen

unterbricht bei Ablage von „Fremdkörpern“

den Aufheizvorgang. Diese Sicherheitsmaßnahme

würde der Norm DIN EN 60 335-2-53

entsprechen. Diese lässt aber auch andere konstruktive

oder steuerungstechnische Lösungen

zu. Zum Beispiel ein Temperaturüberwachungssystem,

bei dem das Aufheizverhalten des

mit uns lässt sich‘s gut schwitzen…

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Sauna & Bäderpraxis 4/2012

13

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·

Leserfragen

Saunaheizers mittels eines elektronischen Fühlers

an der Raumdecke überwacht wird. Wird der

Saunaofen abgedeckt, ändert sich das

kabinenspezifisch eingemessene Aufheizverhalten

und der Ofen schaltet sich automatisch

ab. Es gibt in diesem Fall kein optisch

störendes Element beim Aufguss, wie es die

„Abschaltwippe“ in den Augen mancher

Saunagäste und Saunamitarbeiter sein könnte.

Gehäuse mit Sicherheitselektronik und Steuerung


Fotos: EOS Saunatechnik

In der EN 60 335-2-53: 2011 „Sicherheit

elektrischer Geräte für den Hausgebrauch

und ähnliche Zwecke – Teil 2-53: besondere

Anforderungen für Saunaheizgeräte und

Infrarot-Kabinen“ wird der Anwendungsbereich

dieser Norm für Geräte für den Gebrauch

im Haus und in öffentlichen Saunas, die

sich in Wohnblöcken, Hotels oder ähnlichen

Standorten befinden, bestimmt. Außerdem

wird die Bemessungsaufnahme mit bis zu

20 kW Leistung beschrieben. Die Norm wird

aber auch für Sicherheitsprüfungen durch

autorisierte Institute angewendet, wenn die

Leistung über 20 kW hinausgeht, da es dazu

kein eigenes Regelwerk gibt.

Nach dem derzeitigen Stand der Norm werden

zusätzliche Sicherheitsanforderungen

an die Saunaheizer dann gestellt, wenn die

Sauna durch „Fernwirken“ eingeschaltet wird.

Fernwirken bedeutet, dass „Einstellen, Steuern

und/oder Regeln eines Gerätes durch einen

Befehl, der außerhalb der Sichtweite eines

Gerätes vorgenommen werden kann, wobei

Übertragungsmedien wie Telekommunikation,

Tontechnik oder bei einem Bussystem“

(EN 60 335-1 Abschnitt 3.1.12 Begriffserklärung)

zum Einsatz kommen.

Im Abschnitt 22.108 heißt es: „Bei Saunaheizgeräten,

in welche die Betriebsart Stand-by

für Fernwirken eingebaut ist, muss die Tür mit

einer Verriegelung ausgestattet sein, so dass

die Vorbereitung für die Betriebsart Stand-by

für Fernwirken außer Kraft gesetzt wird, wenn

die Tür des Saunaraumes geöffnet wird und

die Betriebsart Stand-by für Fernwirken aktiviert

ist. Diese Anforderung gilt nicht, wenn

der Saunaheizer die Prüfung nach Abschnitt

19.101 erfüllt.“

Im Abschnitt 19.101 wird die Anforderung

an den Saunaofen definiert. Die Prüfung wird

wie folgt beschrieben: „Eine Wolldecke mit

einer spezifischen Masse von 470g/m 2 und

mit der gleichen Breite wie der Saunaheizer

wird so angeordnet, dass sie von der Wand

ausgehend über die Ober- und die gesamte

Vorderseite des Gerätes reicht“. Unter dieser

Bedingung wird der Saunaofen angeheizt,

wobei die Temperaturerhöhung der Ofenoberfläche

unter der Wolldecke 180 Grad Celsius

nicht übersteigen darf.

Zusammenfassend: Nur bei Fernwirken durch

die Türverriegelung oder mit dem Bestehen

der Abdeckprüfung – wobei die „Abschaltwippe“

nur eine Möglichkeit darstellt – sind die

normativen Vorgaben erfüllt.

Auf weitere brandschutztechnische Anforderungen

durch Behörden oder in Eigenverantwortung

des Betreibers nimmt die Norm keinen

Bezug. •

Karl-Heinz Bastian

Obmann des DKE-Arbeitskreises

Saunaheizgeräte;

DKE Deutsche Kommission

Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik

im DIN und VDE,

Frankfurt am Main

Leiter Konstruktion und Entwicklung

EOS Saunatechnik

Adolf-Weiß-Str. 43

35759 Driedorf-Mademühlen

Aus wettbewerbsrechtlicher Sicht wäre es bedenklich,

wenn ein Versicherungsunternehmen

ohne sachlichen Grund einseitig ein bestimmtes

System oder gar einen bestimmten Hersteller

bevorzugen würde. So unterliegen marktbeherrschende

Unternehmen (das können Versicherer

sein, die auf einem bestimmten abgrenzbaren

Markt über einen besonders hohen Marktanteil

verfügen) dem kartellrechtlichen Diskriminierungsverbot.

Sofern bestimmte Lösungen technisch

und rechtlich gleichwertig sind, könnte

ein auf den Versicherungsnehmer ausgeübter

Zwang, diese nicht einzusetzen, unter Umständen

auch als unlautere Wettbewerbsbehinderung

angesehen werden. •

Dr. Kevin Kruse

Rechtsanwalt und Notar

Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

Wirtschaftsmediator

Brandi Rechtsanwälte

Adenauerplatz 1, 33602 Bielefeld

www.brandi.net

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Report

Saarland Therme: Ein Hauch von Orient

Foto: C. Gahl

Seit Anfang September dieses Jahres ist

Realität, was der damalige Bürgermeister

von Kleinblittersdorf, Robert Jeanrond,

vor über zwanzig Jahren als Projekt angestoßen

hatte: die Saarland Therme.

In Rilchingen-Hanweiler (Kleinblittersdorf),

direkt an der Grenze zu Frankreich,

findet der Besucher auf knapp 5.000

Quadratmetern ein thematisch-technisch

durchkomponiertes Thermen- und

Saunaparadies. Die vom maurischorientalischen

Stil inspirierte Anlage

bildet einen reizvollen Kontrast inmitten

des Biosphärenreservats Bliesgau.

Dass die Idee zu dem Bauvorhaben lange

Zeit nicht realisiert werden konnte, hatte

viele Gründe. Die seinerzeit gegründete

Gesellschaft „Sole & Thermalbad Rilchingen

GmbH & Co. KG“ musste im Jahr 2000 Insolvenz

anmelden. Auf Initiative der damaligen

Landesregierung nahm die Landesentwicklungsgesellschaft

(LEG) Saar drei Jahre später

die Planungen zur Errichtung eines Thermalbades

„unter Berücksichtigung aktueller

Entwicklungen am Gesundheitsmarkt“

wieder auf. Nachdem der Regionalverband

Saarbrücken, die LEG Saar als hundertprozentige

Tochter der 15 Kilometer entfernten

Landeshauptstadt (176.000 Einwohner) und

die Gemeinde Kleinblittersdorf im Jahr 2005

die neue „Projektgesellschaft Thermalbad

Rilchingen“ (PGTR) gegründet hatten, wurden

per Ausschreibung Partner und Betreiber zur

Finanzierung gesucht. Realisiert wurde das

Bauvorhaben mittels eines beispielhaften

Public Private Partnership-Modells (PPP),

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

15


Report

einer Kooperation zwischen öffentlicher

Hand und Privatwirtschaft. Für den Geschäftsführer

der Projektgesellschaft Thermalbad

Rilchingen, Heinz-Peter Klein, stellt diese

Konstellation die ideale Art der Finanzierung

des Großprojektes dar.

Neben dem Regionalverband Saarbrücken,

der LEG Saar als Projektplaner und -entwickler,

sind die Gemeinde Kleinblittersdorf und seit

2011 auch der Regionalverband Saargemünd

„Communauté d’Agglomération

Sarreguemines Confluences” (CASC)

auf der gegenüberliegenden französischen

Seite mit dabei. Die exponierte

Grenzlage im südöstlichsten

Zipfel des Saarlandes hatte das Interesse

der Franzosen am Thermalbad

geweckt. Nach einer europaweiten

Ausschreibung erhielt das Unternehmen

„Schauer & Co. GmbH“

aus Überlingen am Bodensee den

Zuschlag als Generalübernehmer

für Planung, Bau und Betrieb.

Geschäftsführer von „Schauer & Co.“

und Saarland Therme GmbH & Co.

KG ist Andreas Schauer (42)

(siehe Seite 18 in diesem Report).

Das Gesamtinvestitionsvolumen inklusive

Erschließung mit Straßenbau, Parkplatz mit

330 Stellplätzen, Grünflächen und großem

Park liegt bei 24 Millionen Euro. Davon sind

12,5 Millionen Euro reine Baukosten für die

Therme. Zu zwanzig Prozent (2,6 Millionen

Euro), wird das Projekt vom Europäischen

Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und

mit Landesmitteln öffentlich gefördert und

bezuschusst. Um die Zusammenarbeit zwischen

der Projektgesellschaft und der Saarland

Therme langfristig gewährleisten zu können,

ist die Therme für 25 Jahre an „Schauer & Co.“

vermietet worden. Das investierte Kapital wird

über die Pachteinnahmen refinanziert.

Alte Badetradition wiederbelebt

Bereits 1791 errichtete Gräfin Marianne von

der Leyen am heutigen Standort eine Saline

(deren Betrieb 1836 eingestellt wurde) und

ein Sudhaus, um das in Rilchingen geförderte

Thermalwasser sowie das gewonnene Salz zu

nutzen. Der 1790 erbaute Augustaturm diente

zur Erschließung der Quelle, 1828 wurde mit

dem Viktoriaturm eine zweite erschlossen. Beide

Türme stehen heute unter Denkmalschutz.

Ab 1839 setzte der aus der Nachbarstadt

Saargemünd (heute Sarreguemines, Frankreich,

22.000 Einwohner) stammende Arzt Dr. Adolf

Julius Kirbs die Rilchinger Sole zu Heilzwecken

ein, woraus sich später ein einfacher Trinkund

Heilkurbetrieb und unter der Regie der

Gebrüder Simon, die 1862 den Bäderbetrieb

mit Kurhotel, zwei Badehäusern und Kurpark

kauften, ein kleines Kurbad entwickelte.

Nach weiteren Besitzerwechseln und wegen

finanzieller Schwierigkeiten war der Betrieb

Anfang des 20. Jahrhunderts von der

Schließung bedroht. 1917 erwarben die

„Barmherzigen Brüder von Maria Hilf“ die

Kurparkanlage, um dort eine Kinderheilstätte

zu errichten. Später wurden dort auch silikosekranke

Bergleute mit Aerosol-Inhalationen

und Solebädern behandelt. Heute dient das

Gebäude auch als Seniorenresidenz. Das 1922

gegründete und bis heute produzierende Unternehmen

„Gesundbrunnen Bad Rilchingen“

füllte die Sole in Flaschen ab und erschloss

1935 die neue Amandusquelle, deren Sole

zur Mineralwasserherstellung genutzt wurde.

1988 wurden noch einmal zwei weitere Quellen

erschlossen.

Von der wissenschaftlich belegten heilenden,

lindernden und vorbeugenden Wirkung des

Rilchinger Wassers können die Gäste der

Saarland Therme profitieren: Alle acht Becken

der Anlage sind mit Thermalwasser gefüllt, das

als „Heilwasser“ eingestuft ist. Es entspringt

der hauseigenen, 750 Meter tiefen Quelle, die

1990, circa 200 Meter von der Therme entfernt,

erschlossen wurde. In zwei Brunnen steht das

Wasser auch für eine Trinkkur zur Verfügung.

Zielgruppe Gesundheitstouristen

Foto: Becker & Bredel

Foto: Saarland Therme

Mit insgesamt neun unterschiedlich thematisierten

Schwitzräumen, acht thermalwassergefüllten

Becken, einem großzügig bemessenen

SPA-Bereich und einem einladenden

Restaurant ist die ganz auf bargeldlose

Bezahlung setzende Saarland Therme

bereits nach über einem Vierteljahr grenzüberschreitend

zur bekannten Adresse für

anspruchsvolle, Erholung suchende (regionale)

Gesundheitstouristen geworden. Auch die

einheimische Bevölkerung ist voll des Lobes:

„Wir können stolz darauf sein, endlich unser

Thermalbad zu haben.“

Dank der maurisch-orientalischen Ausrichtung

stellt sich bereits beim Betreten der kasbahartigen

Anlage mit beinahe geschlossener Gebäudehülle

ein atmosphärisches Urlaubsgefühl

ein. Genau das bezweckt Betreiber Andreas

Schauer: „Die Saarland Therme soll sowohl

Fluchtpunkt als auch Sehnsuchtsort sein und

einen ganzen Tag Urlaub bieten.“ Da immer

noch viele Menschen südliche und orientalische

Länder damit in Verbindung bringen, passen

die rötlich leuchtende Farbgebung, die warmen

Erdtöne und das stilvolle Interieur mit Original-

Einbauten aus den Ursprungsländern – wie

Marokko, Spanien und Indien – ideal in diesen

16 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Report

Kontext. Von der Kalkputztechnik der Berber

(Tadelakt), den aus Marmorstaub gepressten

Wand- und Deckenreliefs und maurischen Holzbalkonen

über sarazenische Tor- und Fenster-

Bögen, marokkanischen Lampen, typisch orientalisch

gemusterten Polstern und Fliesen bis hin

zur detailverliebten Alhambra-Schnitzkunst und

Elementen aus marokkanischem Zedernholz

mit typischen Mousharabia-Schnitzereien: das

dekorative Thermen-Bild zeigt sich stimmig und

authentisch.

Ausblick durch die nach Westen ausgerichtete

Glasfassade mit dem markanten sarazenischen

Bogen auf den Bliesgau, der auch als „Toskana

des Saarlandes“ bezeichnet wird. Für ein

erhebendes Cabrio-Gefühl von Freiheit sorgt

das Glasdach, das sich zwischen zwei großen

orientalischen Leuchtern komplett öffnen lässt.

„Es gibt hier zwar nicht unbedingt viel Wasserfläche,

wohl aber viel bewegtes Wasser“, erläutert

Andreas Schauer und verweist auf die

insgesamt 120 Wasserattraktionen, darunter

eine große Textil-Kelosauna mit orientalischer

Ornamentik und ein Textil-Dampfbad an.”

Saunabereich in der oberen Etage

In der oberen Etage, die auch barrierefrei

über einen Aufzug zu erreichen ist, befinden

sich in den Arkaden mit Relax-Pool und den

Sitznischen mit Fußwhirlpools – auf Knopfdruck

mit Sprudelfunktion – der klassische „textilfreie“

Sauna-Bereich mit individueller Aufguss- und

Feuer-Sauna sowie ein Kräuterwarmluftraum.

Schon in der Eingangshalle der auf einer

leichten Anhöhe gelegenen Saarland Therme

– in direkter Nachbarschaft zum historischen

Kurpark – wird der Gast mit dezenter Ornamentik,

dem beeindruckenden Licht- und

Schattenspiel der handgefertigten marokkanischen

Eisenlampen und mit orientalischen

Düften willkommen geheißen. Bewusst wurde

der zweistöckige Gebäudekomplex mit seinen

drei quadratisch-charakteristischen Türmen,

die den so genannten Riad – eine Art Innenhof

– begrenzen, im Inneren eher kleinteilig

ge gliedert, um das (Sauna-)Baden in geschützten

Räumen zu ermöglichen. Viele kleine

Nischen, Höhlen und abgetrennte Bereiche

sorgen für ein ausgesprochenes Wohlgefühl.

Zahlreiche Wasserattraktionen

Im Herzen der vom Architekturbüro

geising + böker „von innen nach außen“

geplanten Anlage, im Riad, befindet sich

als Herzstück die große zentrale Badehalle

mit dem großen Thermalbecken und einem

kaskadenförmig terrassierten Whirlpool.

Von dort hat der Besucher einen herrlichen

Foto: Becker & Bredel

Schwall- und Nackenduschen sowie verschiedene

Sprudel- und Massageeinrichtungen.

Von der Halle aus gelangt der Gast in das

Außenbecken, das in seinen Umrissen die

charakteristische marokkanische Fensterform

aufnimmt, und in die arabischen Bäder. Diese

befinden sich in einem kleinen höhlenartigen

Bau, in den man sich entspannt zurückziehen

kann. Dort gibt es ein Vitalbad (ein durch Zugabe

von Mineralien und Salzen gesundheitsförderndes

Jodbad), ein Basenbecken (dem

Lithium, Selen und Zink zugesetzt werden und

dessen erhöhter pH-Wert die Entsäuerung des

Körpers fördern soll) sowie ein Kneippbecken.

Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich der

Textilsauna-Bereich. Dieser sei der grenznahen

Situation und den Bedürfnissen der französischen

Besucher geschuldet, erklärt Schauer

die bewusst vollzogene Abweichung von der

traditionellen und medizinisch empfehlenswerten

Art Sauna zu baden. „In Frankreich ist

das Nackt-(Sauna-)Baden die absolute Ausnahme.

Deshalb bietet die Saarland Therme

Foto: Saarland Therme

Außerdem: das Restaurant, ein maurischer

Tee pavillon, die Kamin- und die Shisha-Lounge

(in der Gäste die traditionelle orientalische

Wasserpfeife mit nikotinfreiem Tabak rauchen

können), ein separat buchbarer „Private Dining“-

Raum, Ruhezonen (zum Teil mit bequemen

Wasserbetten ausgestattet) und der Beautyund

Massage-Bereich, zusätzlich mit einem

„Private SPA“ für paarweise Behandlungen. Für

die Damen gibt es zusätzlich einen extra abgetrennten

Bereich, den eine alte Haremstür ziert.

Zur Ausstattung dort gehören eine Sauna, in

der dreimal täglich aufgegossen wird, Duschen

und WC sowie weitere Raum-Kapazitäten, zum

Beispiel für ein kleines Serailbad.

Weitere Bestandteile des gemeinschaftlichen

Saunabereiches: ein mediterranes Dampfbad

und eine eigens entwickelte rustikale

„Steinsauna“ als massiv gebauter 90-Grad-

Celsius-Wärmeraum mit Reisiggeflecht an

der Decke, Natursteinriemchen bekleideten

Wänden und Sitzflächen aus Abachi-Holz. Die

Aufguss-Sauna aus thermischer Espe bietet

sechzig Personen Platz. Stündlich bis um

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

17


Report

Mitternacht werden dort Aufgüsse mit Salzund

Honig einreibungen sowie verschiedene

Fruchtaufgüsse zelebriert. Der Aufgussplan ist

auf Informationstafeln sowie auf der Website

(in deutscher und französischer Version) der

Therme zu finden. Wiederkehrende Events in

der Saarland Therme: Jeden Freitag kann der

Gast dort eine „Nacht der Lichter“ bis 1 Uhr

morgens erleben, jeden letzten Samstag im

Monat gibt es die textilfreie „Lange Saunanacht“

bis 3 Uhr in der Früh.

in Urlaubserinnerungen schwelgen. Highlight

der Anlage ist die auf dem Dach gelegene

Panorama-Sauna, die ebenfalls sechzig

Personen Platz bietet, mit angrenzender

Dachterrasse, von der aus man einen schönen

Rundumblick ins Bliesgau, ins Saartal und bis

nach Frankreich hat.

So wie in finnischen Saunas und russischen

Banjas das Abschlagen mit Birkenquasten

üblich ist, wird der Gast in der Panorama-

Sauna in einem eigens für die Saarland Therme

kreierten Ritual mit Eukalyptuszweigen abgeschlagen.

Das Wasser mit der Essenz der vor

dem Aufguss gewässerten blättrigen Zweige

dient dabei als natürlicher Sud. Einige Tropfen

Eukalyptus-Öl verstärken das intensive Aufguss-

(Duft-)Erlebnis. Ergänzend zum bereits vorhandenen

Abkühlraum wird es auf der Dachterrasse

wegen starker Nachfrage zu einem späteren

Zeitpunkt ein Tauchbecken geben.

Besondere Beachtung verdient die Gastronomie

des Hauses. Die frischen und saisonalen

Gerichte sind ganz auf die gewählte Thematisierung

der Anlage abgestimmt. Auf der

Speisekarte stehen neben täglich wechselndem

Mittagessen regelmäßig nordafrikanische

und mediterrane Gerichte wie zum Beispiel

Abbildung: Saarland Therme

Panorama-Sauna auf dem Dach

Interessante Details finden sich auch in den

einzelnen Saunaräumen: maurisch-orientalischen

Fliesen-Bordüren und -Mosaiken.

Unter einem Bambus-Dach, mit dem die

Decken abgehängt sind, lässt sich „exotisch“

Auf Erfolg gepolt: Andreas Schauer

Der Geschäftsführer der neuen

Saarland Therme GmbH

& Co. KG, der aus Schwaben

stammende Diplom-Sportlehrer

Andreas Schauer, hat seit

den 90iger Jahren leitende

Managementfunktionen bei

„ersten Adressen“ in der Saunaund

Wellnessbranche inne (siehe

„Saunabetrieb & Bäderpraxis

Nr. 1/2005, „Im Gespräch“).

Kaum jemand verfügt über einen so großen

Erfahrungsschatz beim täglichen „Drehen der

100 Stellschrauben“ für eine wirtschaftlich

gedeihliche Entwicklung einer gesundheitsorientierten

Freizeitanlage.

Besondere Bedeutung als Führungsinstrument

hat für Schauer

der „team spirit“ der Mitarbeiter.

Große Projekte erfordern großes

Denken: Beides sieht Andreas

Schauer als „sportliche Herausforderung“,

die es mit eigenen

Ideen und unternehmerischem

Drive erfolgreich zu meistern

gilt. Die Schauer & Co. GmbH

in Überlingen am Bodensee plant, baut und

betreibt mit separaten Betriebsgesellschaften

Thermen und Saunaanlagen.

www.schauer-management.de

Foto: Koschnick

marokkanische Gemüsesuppe, Harissa oder

Tajine mit Hähnchen, Merguez und Gemüse.

Ergänzend tischt der aus Frankreich stammende

Küchenchef aber auch französische Spezialitäten

auf. Von den gemütlichen Nischen mit

maurischen Holzbalkonen rund um die offene

Galerie des Restaurants blickt man direkt auf

das Thermal-Innenbecken und die Säulenhalle

hinunter. Eine bauliche Erweiterung der

Gastronomie nach außen für Nicht-Thermen-

Gäste ist in der Planung.

Säule des Gesundheitsparks Rilchingen

Nach dem ersten operativen Vierteljahr zeichnet

sich ab, dass die mit Energietechnik „state

of the art“ arbeitende Saarland Therme eine

Erfolgsgeschichte zu werden verspricht. Deutlich

mehr Gäste als erwartet konnten in den ersten

Wochen begrüßt werden, an Spitzentagen

bereits über 1.200. Um die Therme wirtschaft-

18 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Report

lich zu betreiben, müssten es 165.000 Besucher

jährlich sein. Geschäftsführer Andreas Schauer

rechnet optimistisch mit 200.000. Vierzig Prozent

der Gäste kommen aus dem benachbarten

Frankreich, vierzig Prozent aus dem Saarland,

die anderen 20 Prozent sind auswärtige

Besucher. 45 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Schon jetzt ist der Zuspruch so groß,

dass bereits über Erweiterungen nachgedacht

wird: 2013 sollen ein Solebecken innen und

eine kleine Außensauna-Anlage dazu kommen,

2014 eine komplett neue „Saunawelt“ in einem

separaten Gebäude, unter anderem mit einem

orientalischen Hamam für Pflege rituale, sowie

ein großer Saunagarten.

Von der in zwei Jahren Bauzeit errichteten

Saarland Therme erhoffen sich

alle Beteiligten als „Magnet“ vor allem

eine Stärkung des grenzüberschreitenden

Tourismus in der sonst eher strukturschwachen

Region. Als sinnvolle Ergänzung zu

Radfahr- und Wanderwegen, zu Natur-,

Kultur- und Genuss-Angeboten soll das

Saarland künftig auch als gefragter Gesundheitstourismus-Standort

etabliert werden.

Damit will man sich auf die wachsenden Erholungsbedürfnisse

der Menschen einstellen

und ihnen präventive Angebote bieten.

Es herrscht Aufbruchstimmung: Rilchingen-

Hanweiler präsentiert sich nicht nur aus

wirtschaftlicher Sicht als neuer zentraler

Standort für den 62 Hektar großen Gesundheitspark

mit den drei Säulen Therme/Sauna,

Vitalcenter und Hotel. „Wir haben hier ein

Einzugsgebiet mit 1,3 Millionen Menschen,

wenn man berücksichtigt, dass die Besucher

erfahrungsgemäß bereit sind, bis zu

einer Stunde Fahrtzeit in Kauf zu nehmen“,

erläutert Andreas Schauer. Ausschlaggebend

für die Standortwahl waren aber auch die

geringe Wettbewerbsdichte, die unmittelbare

Nähe zu Saarbrücken, die unverbaute

Natur-Idylle im Biosphärenreservat Bliesgau,

die Lage am Rande des beliebten Jakobsweges

an der Therme vorbei sowie die gute

Foto: Saarland Therme

Verkehrsanbindung und die unmittelbare

Nachbarschaft zu Frankreich.

Direkt an die Therme angrenzend befindet sich

derzeit das „Medical-Vital-Center“ im Bau, das

Anfang 2013 eröffnet werden soll. Einziehen

werden dort verschiedene Gesundheitsdienstleister,

Physiotherapie- und Arztpraxen. Im

zweiten und dritten Obergeschoss wird es

ein medizinisches Fitnesszentrum geben. Alle

Aktivitäten orientieren sich an den Überlegungen

der Präventivmedizin. Dritte Säule im

Gesundheitspark Rilchingen wird das vorgesehene

First-Class-Hotel der Victor's-Residenz-

Hotelgruppe mit 120 Betten sein. Außerdem ist

noch eine von Ärzten getragene Privatklinik im

Gespräch.

Die Saarland Therme ist neues Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund. •

Doreen Koschnick/Hans-Jürgen Gensow

Daten und Fakten

Raumprogramm

417 Umkleideschränke, 2 Vorreinigungs räume

mit 20 Duschen

Abkühlung

Kneippschlauch, Schwallbrause, Stachelbrause

Ruhe

4 Ruheräume mit 140 Ruheliegen

Schwimmbecken

8 Schwimm-/Wasserbecken (massiv), Wasserfläche:

232 qm innen und 140 qm außen

Gastronomie

Restaurant mit 75 Sitzplätzen

Ausstattung

9 Schwitzräume:

1 Kelo-Aufgusssauna (Textil) 80 °C., 23 qm, Gas;

1 Kelo-Kräuter-Warmluftraum 65 °C., 29 qm, Elektro;

1 Kelo-Panorama-Dachsauna 80 °C., 54 qm, Gas;

1 Aufgusssauna (thermische Espe) 82 °C., 46 qm, Gas

separat: Damensauna (Hemlock/thermische Espe)

75 °C., 17 qm, Elektro

separat: 1 Sauna (80 °C., 4,5 qm, Elektro)

im Private-SPA

(sämtlich FINNJARK, Hamburg)

Mediterranes Dampfbad 45 °C., neuartige „Steinsauna“:

massiver Wärmeraum mit 90 °C., 30 qm, Gas

1 Textil-Dampfbad, 45 °C.

4 Fußwhirlpools

(sämtlich Hilpert, Fulda)

Allgemeines

Öffnungszeiten täglich von 9.00 bis 24.00 Uhr,

Freitag und Samstag bis 1.00 Uhr

Eintrittspreise

2 Stunden* 12,50, 11er-Karte 125,00 €

4 Stunden* 17,50, 11er-Karte 175,00 €

Tageskarte* 22,50, 11er-Karte 225,00 €

*Samstag, Sonntag, Feiertag zuzüglich 2,50 €

11er-Karten zum Preis von 10, auch am Wochenende

ohne Zuschlag gültig

Sondertarif Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr

12 x 1,5 Stunden 100,00 €

Mit dem Schwerbehindertenausweis gibt es eine

zusätzliche Stunde Aufenthalt gratis.

Sonstiges

Architekten: geising + böker, Hamburg/Vechta

Brutto-Geschossfläche: 4.656 qm

Brutto-Rauminhalt: 22.978 m 3

mafis® Software, bargeldlose NovaTouch®

Gastro nomielösung, 417 mit SAFE-O-TRONIC®

Schließ systemen ausgestattete Umkleideschränke,

AKS-Rücknahmeautomat für Transponderarmband

(eccos pro, Velbert)

(Wert-)Gutscheine in beliebiger Höhe sind ab 10,00 €

direkt vor Ort oder online erhältlich

Wiederkehrende Events

„Nacht der Lichter“, jeweils freitags bis 1.00 Uhr morgens

„Lange Saunanacht“: Jeden letzten Samstag im Monat

von 21.00 bis 3.00 Uhr morgens, „textilfrei“ in der

gesamten Therme;

330 kostenfreie Parkplätze

Saarland Therme GmbH & Co. KG

Zum Bergwald 1

66271 Rilchingen-Hanweiler (Kleinblittersdorf)

Telefon: 06805-60000-0

Telefax: 06805-60000-66

info@saarland-therme.de

www.saarland-therme.de

www.saarland-therme.de/fr

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

19


Sponsoren


Sauna goes East!

Im Fokus des offen und einladend

gestalteten 200-qm-Messestandes

des Deutschen Sauna-Bundes in

Halle 8 auf der interbad 2012

Anfang Oktober in Stuttgart standen

authentisch präsentierte Banja-

Massagen (Lambasting) aus Litauen

sowie der „Finnische Abend“ als

branchenübergreifendes Get- together.

„Informativ und lecker“, fasste eine

Besucherin ihren Gesamteindruck

in anerkennende Worte. Auch die

anwesenden Verbandsmitglieder und

Freunde des Deutschen Sauna-Bundes

aus dem In- und Ausland lobten die

moderne Standgestaltung und den

guten Service. •

Fotos: Robert Westrich, Frank Bohn


Mitgliederversammlung

Deutscher Sauna-Bund

Präsidium im Amt bestätigt

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung

des Deutschen Sauna-Bundes am

11. Oktober 2012 in Stuttgart standen

die Neuwahlen des Präsidiums für die

nächste dreijährige Amtsperiode.

Dafür hatte sich das gesamte bisherige

Vorstandsteam zur Wiederwahl gestellt.

Die anwesenden Verbandsmitglieder nahmen

das Angebot an: Sie entlasteten das Präsidium

und bestätigten es einstimmig in ihren

Funktionen. Den Verband führen bis 2015:

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, Braunschweig

(Präsident); Udo Mauritz, Gütersloh (Vizepräsident);

Dr. Karsten Gröning, Wadersloh

(Schatzmeis ter); Erich Hartmann, Beuren

(Schriftführer); Dieter Gronbach, Bad Kreuznach

(Beisitzer); Bernd Schuler; Radolfzell

(Beisitzer); Frank Bohn, Potsdam (Beisitzer).

Zuvor hatte Geschäftsführer Rolf-A. Pieper in

seinem Geschäftsbericht auf die Aussagekraft

der 2011 durchgeführten Bevölkerungsbefragung

zur Häufigkeit des Saunabadens in

Deutschland und auf die große sicherheitsrelevante

Bedeutung der im gleichen Jahr

verabschiedeten Richtlinie zur Durchführung

von Aufgüssen in öffentlichen Saunaanlagen

mit den einen Aufguss begrenzenden

Parametern hingewiesen. Er stellte auch die

gute Öffentlichkeitsarbeit mit 10.357 veröffentlichten

Artikeln zum Saunabaden heraus.

Fotos: Robert Westrich

Präsidiumsmitglied Dr. Gröning informierte

die Anwesenden aktuell über die Forderungen

der UV-Schutz-Verordnung und den Erfolg

des Sauna-Bundes, der sich als einziger

Verband für Schulungen des Solarienpersonals

akkreditieren konnte. Den Abschluss der

Versammlung bildete traditionell die Ehrung

langjähriger Vereinsmitglieder. Für die 40jährige

Mitgliedschaft wurden die Bäderbetriebe

Frankfurt und das österreichische Saunabauunternehmen

Jeitler und Lenzinger geehrt.

25 Jahre Mitglied sind die Regensburger Badebetriebe,

der Garden Eden in Dietzenbach, die

Alb Thermen, Bad Urach, und Schneider aus

Hackenheim. •

Präsident Sonnenberg überreichte Urkunden

und Blumen an: Marketingleiter Alex Mitschke,

Frankfurt/Main (links oben), Geschäftsführer

Peter Jeitler, Wien (links unten), Betriebsleiter

Hans-Peter Krah, Regensburg (Mitte oben),

Saunaabteilungsleiterin Kinga Soos, Bad Urach

(Mitte unten), und Christa Angebrandt,

Hackenheim (rechts oben).

22 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Jahrestagung Saunaimpulse®

Jahrestagung „Saunaimpulse®” mit großer Resonanz

Informationen aus erster Hand

Aus zwei Themenkreisen bestand

die diesjährige Jahrestagung

„Saunaimpulse®“ des Deutschen

Sauna-Bundes im Rahmen des 64.

Kongresses für das Badewesen auf der

internationalen Fachmesse interbad

Anfang Oktober 2012 in Stuttgart. Im

ICS – Internationales Congresscenter

Messe Stuttgart – stieß insbesondere

der Themenkreis I „Betrieb öffentlicher

Sauna-Bäder“ auf große Resonanz.

Weit über 100 Teilnehmer informierten sich

im Themenkreis I, weniger im Themenkreis II

„Moderne Sauna-Anlagen – Gestaltungsbeispiele

aus Deutschland“.

Die Leitung des ersten

Themenkreises hatte

Erich Hartmann, die des

zweiten Dieter Gronbach,

beide Präsidiumsmitglieder des

Deutschen Sauna-Bundes.

Themenkreis I

„Probleme in öffentlichen

Saunabädern mit dem Verhalten

von Gästen”: Als „Warm-up“

ging der bekannte Marketingexperte

und Wirtschaftspsychologe

Peter Rach der Frage nach, „warum

der Kunde nicht König sein darf“. Es geht

um sach- und kundengerechte Ansprache

im Konfliktfall. Rachs dialogischer Lösungsansatz:

Am besten, man redet dann wie

unter gleichberechtigten Erwachsenen oder

gleich wie unter Freunden. Da es immer nur

vorläufige Wahrheiten gibt, sollte man sich als

„Informationssucher“ zu erkennen geben, der

nicht Recht haben muss. „Bleiben Sie maximal

freundlich“, lautete Rachs Empfehlung für

Auseinandersetzungen (unter vier Augen) mit

widerspenstigen Kunden. „Reden Sie über

Fakten, formulieren Sie vorsichtig, reden Sie

über Konsequenzen, finden Sie gemeinsam

eine Lösung, treffen Sie Vereinbarungen und

halten Sie diese konsequent ein.“

An der sich daran anschließenden „Podiumsdiskussion

zu problematischem Gästeverhalten“

nahmen, neben Peter Rach, teil: Martin

Fromm, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe

Mühlhausen mit der Thüringen

Therme, Doris Räuber, Geschäftsführerin

der Hanauer Bäder, Peter Kaiser, Geschäftsführer

der Bali Therme Bad Oeynhausen,

André Schäfer, Schauspieler und Kommunikationstrainer

und ehemaliger Bereichsleiter

des „Mediterana“ Bergisch Gladbach sowie

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, Syndikus

des Stadtbads Braunschweig und Präsident

des Deutschen Sauna-Bundes.

Die Diskutanten befassten sich mit den

Konflikthemen Reservierung von Ruheliegen,

Handynutzung, sexuelle Belästigungen und

Zärtlichkeiten, Umgang mit Fundsachen,

Folgen eines Schlüsselverlustes für den Verwahrschrank,

bekleidete Gäste im Saunaraum,

alkoholisierte Saunabesucher, Lebensmittelverzehr

in der Anlage und mit verbalen

Störungen beim Aufguss.

Die Ruheliegen-Problematik regelt sich normalerweise

über die Haus- und Badeordnung.

Bei den Mitarbeitern sind Fingerspitzengefühl

und kreative Ansätze gefragt, die bei den

Gästen Verständnis für getroffene Maßnahmen

wecken. Bei der Durchsetzung des

Verbots der Handy- und Smartphone-Nutzung

greift ebenfalls die Haus-und Badeordnung.

In extra eingerichteten „Kommunikationsräumen“

könnten Medien aber möglicherweise

erlaubt werden. Bei sexuellen Belästigungen

und Zärtlichkeiten ist die Haus- und Badeordnung

ebenfalls der Bezugsrahmen. In jedem

Fall sind hier klare Regeln einzuhalten und

konsequent Grenzen zu ziehen zum Schutz

der Gäste und der Mitarbeiter. Notfalls ist

die Polizei zu rufen und ein Hausverbot

auszusprechen. Bei Fundsachen können eine

Dienstanweisung und das Vieraugenprinzip

Rechtssicherheit bieten. Außerdem sind die

gesetzlichen Fristen für die Aufbewahrung zu

beachten. Bei Schlüsselverlust greift auch die

2012

Foto: Frank Bohn

Haus- und Badeordnung. Es muss zweifelsfrei

nachgewiesen werden können, dass die

Kleidung im Verwahrschrank dem gehört, der

sie beansprucht.

Bei bekleideten Gästen im Saunaraum sollte

unter Verweis auf die Haus- und Badeordnung

freundlich aber bestimmt das richtige

Verhalten angemahnt werden. Hat dieser

Hinweis keinen Erfolg, kann der Gast unter

Verweis auf das Hausrecht des Betreibers der

Anlage verwiesen werden. Im Falle alkoholisierter

Gäste ist sensibel per Sichtkontrolle auf

deren Verkehrssicherheit zu achten. Gegebenenfalls

muss ihnen der Zutritt zur Anlage

verwehrt werden oder aber sie müssen diese

umgehend verlassen. Das Konsumieren von

mitgebrachten Speisen und Getränken muss

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

23


Jahrestagung Saunaimpulse®

in der Gastronomie nicht gestattet werden. In

den übrigen Bereichen ist es aus hygienischen

Gründen meistens untersagt. Laut geltender

Rechtsprechung lässt es sich dort aber nicht

grundsätzlich verbieten. Das

Einrichten eines Bereichs

zum Verzehr von Speisen

und Getränken ist daher zu

empfehlen. Verbale Störungen

beim Aufguss lassen sich dadurch

entschärfen, indem man

seitens des Aufguss personals

„präventiv“ tätig wird und

eine klare Entscheidung trifft:

Entweder man lässt zum

Beispiel bei einem Event Gespräche

ausdrücklich zu oder aber man bittet

diese einzustellen, um dem Wunsch der Gäste

zu entsprechen.

„Die Leistungsbreite öffentlicher Saunaanlagen

in Deutschland“ stellte Rolf-A.

Pieper, Geschäftsführer des Deutschen

Sauna-Bundes, anhand aktueller Befragungen

des Verbandes vor. Summa summarum: Die

Sauna hat in Deutschland angesichts einer

sehr guten Verbreitung längst keine Akzeptanzprobleme

mehr. 31,4 Millionen Menschen

gehen in die Sauna, dass entspricht 44 Prozent

der erwachsenen Bevölkerung (16,7 Millionen

Männer und 14,7 Millionen Frauen; gestiegenes

Saunainteresse von Frauen). Die Jahrgänge

50plus und 60plus gehen mit Abstand

am häufigsten wöchentlich in die Sauna.

Angesichts von über 1,7 Millionen Saunas in

Privathäusern und der dort angestiegenen

regelmäßigen und monatlichen Nutzung

haben die öffentlichen Anlagen einen „klaren

Mitbewerber“ bekommen. Die seit Jahren immer

stärker steigenden Energiepreise belasten

zudem immer stärker deren wirtschaftliche

Rentabiliät.

Themenkreis II

„Moderne Sauna-Anlagen – Gestaltungsbeispiele

aus Deutschland“ stellten am zweiten

Tag der Jahrestagung „Saunaimpulse® namhafte

Referenten den Teilnehmern vor.

Auf der Grundlage ihres im Jahr 2011 erschienenen

Buches „Badefreuden“ präsentierte

die in Wien tätige Architekturhistorikerin

Dr. Iris Meder anhand beeindruckender

Fotos außergewöhnliche Bäderbetriebe in

Mitteleuropa. Einige Beispiele aus Deutschland:

Palais Thermal in Bad Wildbad,

Friedrichsbad in Baden-Baden, Müller’sches

Volksbad in München, Siebentäler Therme in

Bad Herrenalb, SaarowTherme in Bad Saarow,

Bodensee-Therme in Überlingen. Kaleidoskopartig

zeigte Meder verschiedene Facetten der

expandierenden Bäderkultur vom 19. Jahrhundert

bis heute, die immer auch als ein Spiegel

der Architektur, der Medizin sowie der sozialen

und politischen Entwicklungen anzusehen ist.

„Sauna- und Wellnessanlagen heute –

eine Symbiose aus Planung und Betrieb“

war das Thema von Michael Krieger

und Dr. Christian Kuhn von Dr. Krieger

Architekten und Ingenieure aus Velbert. Über

210 Bäderprojekte wurden durch Dr. Krieger

bislang realisiert. Anhand zweier Beispiele,

dem Aggua Troisdorf mit seinen Pfahlbauten

und dem thematisierten Africana/Schwimm-in

Gevelsberg, wurde deutlich, dass Architekten

mit Erfolg die Bühnenbildner und die Betreiber

die Regisseure sein können. Am besten dann,

wenn Planung und Betrieb Hand in Hand

gehen. Ganz wichtig ist dabei eine klare

Positionierung.

„Gestaltung von Saunaanlagen mit regionalem

Bezug“ am Beispiel des in diesem

Frühjahr neu eröffneten „Saunahuus“ in

Ganderkesee im Landkreis Oldenburg:

Heinrich Brinkhus vom Architekturbüro

geising + böker in Vechta und Hamburg und

Dr. Michael Quell vom Betreiber Aquapark

Management aus Münster/Westf. berichteten

von der Realisierung einer „echten Vision“

im wohnlichen Landhausstil. Mit dieser „emotionalen“

USP (unique selling proposi tion),

dem Alleinstellungsmerkmal, bestehend aus

authentischen Produkten und

glaubwürdigen Erlebnissen,

soll sich der Erfolg am Markt

einstellen. Gleichzeitig gilt

es, künftige Bedürfnisse der

Gäste vorwegzunehmen und

die Anlage immer wieder neu

zu „erschaffen”.

„Neubau des AQWA Bäderund

Saunaparks Walldorf

unter dem Leitmotiv Feuer-

Wasser-Erde-Luft“. Gerold Haas vom Bauatelier

Haas + Hiesch und AQWA-Betriebsleiter

Ulrich Schumann erläuterten das zugrundeliegende

Konzept der vor gut einem Jahr

eröffneten Premium-Anlage. Mit „feurigen“

Schwitzräumen, amorph gestalteten blauen

„Wasserwänden“, einer einladenden Gartenanlage

mit „See Sauna“ als Highlight und einer

Außenterrasse mit Ausblick auf den Badesee

finden die vier Ur-Elemente ihren adäquaten

Ausdruck. Im zweiten Betriebsjahr, 2013, wird

bereits mit 50.000 Saunagästen gerechnet,

unterstützt von regionalen Marketingmaßnahmen

zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades.

Effi Schneider vom Münchener Büro

Behnisch Architekten und Fritz W. Keilhauer

als Werkleiter der Stadtwerke Bad Aibling und

Verantwortlicher der Therme sprachen über

„bauliche Gestaltung und Betriebskonzept der

Saunaanlage in der Therme Bad Aibling“. Im

September dieses Jahres feierte die jüngste

Therme Bayerns ihr fünfjähriges Bestehen als

eine „Erfolgsgeschichte mit guter Zukunftsperspektive“

und als ein „Leuchtturmprojekt für

den Tourismus in Oberbayern“. In freier Anordnung

liegen die verschiedenen Badebecken

und Thermenbereiche, zum Teil offen, zum Teil

mit acht archaisch und monolithisch gestalteten

Kuppeln überdeckt („Kabinettbad“).

Die seinerzeit erweiterte, im Bestand sanierte

und in die Thermenarchitektur integrierte

Saunaanlage ist für jährlich 150.000 Gäste

ausgelegt. •

Hans-Jürgen Gensow

24 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


SPA & Wellness weltweit

75 Jahre Finnische Sauna-Gesellschaft

Rolf-A. Pieper

Am 16. November, dem exakten

Gründungstag, feierten 160 Gäste

im Suomalainen Klub in Helsinki das

75jährige Bestehen der Finnischen

Sauna-Gesellschaft.

In den traditionsreichen Veranstaltungsräumen

war die Suomen Saunaseura allerdings

noch unter etwas anderem Namen gegründet

worden. Von Anfang an machte es sich die

Gesellschaft zur Aufgabe, die traditionelle

finnische Art des Saunabadens zu bewahren

und den Wert der Sauna für die menschliche

Gesundheit darzustellen. Dafür unterhielt die

Gesellschaft einige Jahre sogar eine Versuchssauna.

Die wissenschaftliche Erforschung der

Initiative für die Sauna als Nationalsymbol: Matti Kivinen (FIN)

und Prof. Eberhard Conradi (GER)

Saunawirkungen ist jedoch in den letzten

beiden Jahrzehnten des Bestehens zugunsten

des Vereinslebens in der

vereinseigenen, unmittelbar

am Wasser gelegenen

Saunaanlage zurückgegangen.

Ein Teil der etwa 3.600

Mitglieder genießt dort fünf

holzbefeuerte Saunaräume,

von denen drei als Rauchsaunas

betrieben werden.

Auch in der Jubiläumsveranstaltung

standen Rückblicke

im Vordergrund. Prominente

Vereinsmitglieder berichteten

über ihre Saunaerfahrungen

und das Ehrenmitglied,

Wechselbad Sauna: Strahlendes Herbstwetter milderte das kräftige Abkühlen.


Fotos: Rolf-A. Pieper

Prof. Dr. Eberhard Conradi,

erinnerte an seine erste

Begegnung mit der Sauna

als junger deutscher Wissenschaftler

in Finnland

vor fast vierzig Jahren.

Passend zur Rückschau

dominierten Jubiläumsfeier

legte die Saunaseura

auch eine 368seitige

Vereinschronik vor.

Im Rahmen des Jubiläums

beging auch die Internationale

Sauna-Gesellschaft ihr 35jähriges Bestehen.

Saunakenner (von rechts): R. Elomaa, Präsident Inter nationale Sauna-

Gesellschaft; Prof. E. Conradi, Ehrenpräsident; P. Jeitler, Präsident

Österreichisches Saunaforum; R.-A. Pieper, Deutscher Sauna-Bund

Mitglieder aus

Litauen, Dänemark,

Schweden,

Deutschland,

Österreich und

Japan waren

zum Gratulieren

nach Helsinki

gekommen. Ganz

nach finnischer

Lebensart gingen

sie zur Vorbereitung

auf die

Festveranstaltung

in die Sauna: Die

Rauchsaunas in

der Saunaanlage der Saunaseura waren dafür

kräftig angeheizt worden und auch das nur

auf vier Grad Celsius temperierte Wasser der

Ostseeschäre wurde am sonnigen Jubiläumstag

zur Abkühlung genutzt.

Am Rande der Jubiläen entdeckten die Ehrenmitglieder

der Finnischen Sauna-Gesellschaft,

Matti Kivinen und Prof. Eberhard Conradi,

dass die Sauna, eines der wichtigen finnischen

Symbole, im Nationalmuseum in Helsinki nicht

gezeigt wird. Sie gründeten eine Initiative,

damit die Sauna und ihre Bedeutung für Leben

und Kultur in Finnland in der ständigen Ausstellung

des Museums Platz findet. •

160 geladene Gäste beim Jubiläumsfest der

Finnischen Sauna-Gesellschaft

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

25


Das aktuelle Interview

Das aktuelle

Interview

S&B: Seit September ist der Deutsche

Sauna-Bund akkreditierter Schulungsträger

für die Schulung von Fachpersonal nach der

UV-Schutz-Verordnung (UVSV). Wie ist die

aktuelle Situation?

Dr. Gröning: Die UVSV gilt für

UV-Bestrahlungsgeräte zu kosmetischen

Zwecken im gewerblichen

Bereich und ist bereits seit Anfang

2012 gültig. Damit einher gehen

umfangreiche Informations- und

Dokumentationspflichten. Seit

August dürfen Solarien nur noch

eine reduzierte Bestrahlungsstärke

von 0,3 Watt pro Quadratmeter

abgeben. Geräte, die diesen

Anforderungen nicht genügen,

haben keine Betriebserlaubnis und keinen

Versicherungsschutz. Seit November müssen

die Solarien anbietenden Betriebe außerdem

geschultes qualifiziertes „Fachpersonal“

bereitstellen, das die Kunden berät und die

Geräte kontrolliert.

S&B: Apropos Fachpersonal: Besteht eine

Präsenzpflicht für die gesamten Betriebszeiten?

Dr. Gröning: Als Fachpersonal gilt, wer eine

Schulung nach der UVSV bei einem akkreditierten

Schulungsträger wie dem Deutschen

Sauna-Bund erfolgreich absolviert und

mit einer Prüfung abgeschlossen hat. Das

fordert die Deutsche Akkreditierungsstelle

(DAkkS). Wann Fachpersonal im Betrieb

anwesend sein muss, hängt von der Anzahl

der UV-Bestrahlungsgeräte am Aufstellungsort

ab: Bei mehr als zwei Solarien während

der gesamten Betriebszeiten, wenn nur ein

Solarium oder zwei betrieben werden, nur zu

bestimmten Zeiten im Rahmen der „Kleinbetriebsregelung“.

S&B: Angesichts von tausenden Mitarbeitern,

die täglich mit dem Betrieb von Solarien

befasst sind: Wie soll es möglich sein, diese

große Anzahl rechtzeitig zu qualifizieren?

Dr. Gröning: Natürlich ist das nicht innerhalb

weniger Wochen machbar. Rein formal

gesehen, würden somit viele Betreiber von

Solarien gegen die UVSV verstoßen. Beim

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz

und Reaktorsicherheit (BMU) und den in der

Verantwortung für den Vollzug der UVSV stehenden

Bundesländern ist man deshalb derzeit

wohl zu einer Art „Stillhalteab kommen“

Dr. Karsten Gröning

Dozent für die Ausbildung von

Fachpersonal für UV-Bestrahlungs -

geräte nach den Anforderungen der

Deutschen Akkreditierungsstelle

(DAkkS). Öffentlich bestellter und

vereidigter Sachverständiger für die

betriebswirtschaftliche Bewertung von

Fitnessanlagen, Saunaanlagen und

Sonnenstudios. Mitglied im Präsidium

des Deutschen Sauna-Bundes.

ohne Sanktionen bereit. Allerdings wohl nur,

wenn das „ernsthafte Bemühen“ für eine

Ausbildung zum Fachpersonal nachgewiesen

wird. Andernfalls würde man „gedrängt“,

dieses zügig nachzuholen. Mit Kontrollen ist

deshalb zu rechnen, auch wie im Fall der seit

August geltenden – reduzierten – Bestrahlungsstärke-Regelung

geschehen, durch

Anzeigen von Wettbewerbern. Den sichersten

Schutz bietet vor diesem Hintergrund die

zügige Ausbildung zum Fachpersonal.

S&B: Stehen denn dafür überhaupt ausreichend

freie Plätze zur Verfügung?

Schulungstermine UVSV

Freie Plätze 1. Quartal 2013

5. | 6. Februar Darmstadt

24. | 25. Februar Bamberg (Hallstadt)

4. | 5. März München (Ismaning)

6. | 7. März Bad Oeynhausen

11. | 12. März Hamburg

Stand: Dezember 2012; ohne Gewähr

Nähere Informationen:

www.sauna-bund.de

Dr. Gröning: Manchmal ja, manchmal nein.

Es kommt auf den jeweiligen Ort an. Der

Deutsche Sauna-Bund als Schulungsträger

bildet derzeit monatlich zwischen 160 bis 200

Personen aus. Immer dann, wenn ein Seminar

ausgebucht ist, wird sofort ein neues Seminar

angeboten. Längere Wartezeiten für einzelne

Seminare werden damit vermieden. Sollte man

trotz aller Bemühungen kurzfristig keinen Platz

bekommen, dürfte die Anmeldebestätigung

für eine Schulung zu

einem späteren Zeitpunkt vorerst

einen Schutz vor behördlichen

Sanktionen bieten. An einer Schulung

ihrer Mitarbeiter kommen die

betroffenen Betriebe letztlich nicht

vorbei.

S&B: 600 qualifizierte Personen in

drei Monaten scheinen nicht eben

viel zu sein bei der infrage kommenden

großen Zielgruppe. Wie

sieht es mit der derzeitigen Resonanz aus?

Dr. Gröning: Die Gesamtzahl der tatsächlich

zu schulenden Personen kann nur geschätzt

werden. Wir gehen zunächst „konservativ“ von

10.000 bis 12.000 Personen aus. Vielleicht

sind es auch deutlich mehr. Die Resonanz ist

sehr unterschiedlich: In der Saunabranche

melden viele Betriebe ihre Mitarbeiter zu den

Seminaren an, was zu einer hohen Marktdurchdringung

führt. Bei den Fitnessanlagen und

Wellnesshotels verzeichnen wir nach unseren

aktuellen Statistiken bislang nur wenige

Anmeldungen: Ist dort die klare Botschaft der

„Solarienverordnung“ noch nicht durchgedrungen?

In der Solarienbranche zeigt sich eine

zweigeteilte Entwicklung: Die eine Hälfte lässt

– auch über Inhouse-Seminare – zügig das

gesamte Personal schulen. Die andere bekundet

zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein

Interesse an den vom Gesetzgeber zwingend

vorgeschriebenen Schulungen. Hier scheint

„Abwarten“ die kurzsichtige Devise zu sein.

Die Luft für diese „UVSV-Verweigerer“ wird

bei kontinuierlich angebotenen Schulungen

dünner und dünner werden. Dafür werden

der Wettbewerb und die Behörden als

Kontrollinstanzen sorgen.

26 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Das aktuelle Interview / Ausstattung und Betrieb

Schulungsteilnehmer Aspria, Berlin

S&B: Ihr Fazit nach einem Vierteljahr

Fachpersonal-Schulung?

Dr. Gröning: Es lässt sich eindeutig beobachten,

dass die betroffenen Branchen die

gesetzten Signale durch die UVSV erkannt

haben und darauf richtig mit der Schulung

von Mitarbeitern reagieren. Vielleicht hier

und da noch ein wenig schleppend, aber

insgesamt stimmt die Richtung für mehr

Verbraucherschutz und Gerätesicherheit.

Interview: Hans-Jürgen Gensow


UVSV: Wer kontrolliert den

Vollzug in den Bundesländern?

Seit nunmehr einem Jahr ist die UV-

Schutz-Verordnung (UVSV) in Kraft.

Die Verantwortung für den Vollzug der

UVSV liegt bei den Bundesländern. Das

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz

und Reaktorsicherheit (BMU)

unterstützt sie bei der Klärung von

Auslegungsfragen und wirkt auf einen

möglichst einheitlichen Vollzug hin.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

bietet Informationsveranstaltungen für

Landesbehörden an, bei denen auch der

mögliche Ablauf einer „Überprüfung vor

Ort“ thematisiert wird. Die Resonanz

darauf soll dem Vernehmen nach groß

sein.

„Sauna & Bäderpraxis“ hat in den 16 Bundesländern

nachgefragt, wer dort die Fachaufsicht

für die Umsetzung der UVSV hat und wo der

konkrete Vollzug organisatorisch angesiedelt

ist. Es tut sich was: Einige Bundesländer sind

bei der Umsetzung schon recht weit, andere

arbeiten noch an eigenen „Zuständigkeitsverordnungen“.

Als Ansprechpartner werden

Gewerbeaufsichts- und Gesundheitsämter

genannt, aber auch Stellen für Arbeits- und

Verbraucherschutz, Regierungspräsidien, Bezirksregierungen

sowie Stadt- und Landkreise.

Wegen der späten Akkreditierung von bislang

zwei Schulungsträgern – einer davon ist der

Deutsche Sauna-Bund – zur zwingend vorgeschriebenen

Ausbildung von „Fachpersonal“

scheint man diesbezüglich derzeit seitens

des BMU zu einer Art „Stillhalteabkommen“

bereit zu sein, wie ein so genannter Vollzugshinweis

von Ende Oktober belegt: Wegen

der gegenwärtigen Kapazitätsengpässe bei

den akkreditierten Schulungsträgern sollen

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

27


Ausstattung und Betrieb

„Umstände, die eine rechtzeitige Schulung von

Fachpersonal verhindert haben und nicht im

Verantwortungsbereich des Betreibers eines

Solariums liegen, dann nicht zu seinen Lasten

gehen“. Danach würde das – am besten nachgewiesene

– Bemühen um eine Ausbildung

zum „Fachpersonal für UV-Bestrahlungsgeräte

gemäß UV-Schutz-Verordnung“ vorerst einen

Schutz vor Sanktionen bieten. Eines steht aber

auch fest: Mit Kontrollen muss gerechnet werden,

sowohl durch die Vollzugsbehörden als

auch durch den Wettbewerb. Erste Überprüfungen

in den Bundesländern hat es bereits

gegeben: Der Vollzug der UVSV läuft.

Baden-Württemberg

Die Fachaufsicht hat das Ministerium für Umwelt,

Klima und Energiewirtschaft. Im Rahmen

einer in Abstimmung befindlichen Zuständigkeitsverordnung

sollen die 44 unteren Verwaltungsbehörden

in den Stadt- und Landkreisen

zuständig werden.

www.um.baden-wuerttemberg.de

Bayern

Fachaufsichtsbehörde ist das Staatsministerium

für Arbeit und Sozialordnung, Familie und

Frauen (StMAS), der konkrete Vollzug liegt bei

den sieben bayerischen Gewerbeaufsichtsämtern.

www.stmas.bayern.de

www.gewerbeaufsicht.bayern.de

Saarland

Es gibt noch keine abschließende Regelung.

Die Ministerien für Umwelt und Verbraucherschutz,

Gesundheit und Innen erörtern derzeit

die Zuständigkeit.

www.saarland.de

Sachsen-Anhalt

Die Zuständigkeit für die Umsetzung der

UVSV/Solarienverordnung „ist bislang nicht

geklärt”.

www.sachsen-anhalt.de

Berlin

Zuständig sind die Gesundheitsämter in den

zwölf Bezirken.

www.berlin.de/verwaltungsfuehrer/

gesundheitsaemter/

Bremen

Die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und

Frauen fungiert als zuständige Oberaufsicht.

Der konkrete Vollzug erfolgt durch die Gewerbeaufsicht.

www.soziales.bremen.de

www.gewerbeaufsichtbremen.de

Hamburg

Zuständig ist die Behörde für Gesundheit und

Verbraucherschutz/Amt für Verbraucherschutz;

konkreter Vollzug durch die sieben Bezirksverwaltungen,

Fachamt für Verbraucherschutz,

Gewerbe und Umwelt.

www.hamburg.de/bgv

www.hamburg-adressen.de/

bezirksaemter-hamburg.html

Brandenburg

Ansprechpartner: Ministerium für Arbeit,

Soziales, Frauen und Familie (MASF); nach

Inkrafttreten der entsprechenden Zuständigkeitsverordnung

wird das Landesamt für

Arbeitsschutz (LAS) in Potsdam zuständig sein.

www.masf.brandenburg.de

www.las-bb.de

Mecklenburg-Vorpommern

Aufsichtsbehörde ist das Ministerium für

Arbeit, Gleichstellung und Soziales; an einer

Zuständigkeitsverordnung wird gearbeitet.

www.regierung-mv.de/cms2/

Regierungsportal_prod/Regierungsportal/

de/sm/index.jsp

Rheinland-Pfalz

Ansprechpartner: Ministerium für Umwelt,

Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und

Forsten

www.mulewf.rlp.de/

Niedersachsen

Zuständige Behörde ist das Ministerium für

Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und

Integration. Vorgesehen ist der konkrete Vollzug

durch die Gesundheitsämter auf kommunaler

Ebene.

www.ms.niedersachsen.de

Thüringen

Zuständig ist das Ministerium für Soziales, Familie

und Gesundheit (TMSFG); in Vorbereitung

ist eine Zuständigkeitsverordnung, die den Thüringer

Landesbetrieb für Arbeitsschutz mit dem

Vollzug der Überwachung der UVSV beauftragt.

www.thueringen.de/de/tlatv

Hessen

Ansprechpartner ist das Sozialministerium; die

in Arbeit befindliche Zuständigkeitsverordnung

sieht den konkreten UVSV-Vollzug durch die

Arbeitsschutzdezernate der drei Regierungspräsidien

in Darmstadt, Gießen und Kassel vor.

www.hsm.hessen.de

www.hmdis.hessen.de/irj/HMdI_Internet?cid=

94ecfdc572bfcf7a0d68c44d44edc602

Sachsen

Zuständig: Sächsisches Staatsministerium für

Wirtschaft, Arbeit, Verkehr (SMWA); der konkrete

Vollzug erfolgt über die Landesdirektion Sachsen

(LDS) mit den drei Dienststellen Chemnitz,

Dresden und Leipzig.

www.smwa.sachsen.de

www.lds.sachsen.de

Nordrhein-Westfalen

Zuständig ist das Ministeriums für Gesundheit,

Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA).

Nach dem Landesorganisationsgesetz erfolgt die

Kontrolle der Einhaltung der UVSV-Vorschriften

durch die fünf Bezirksregierungen in Arnsberg,

Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster.

www.mgepa.nrw.de

www.ziel2-2000-2006.nrw.de/docs/website/

de/service/links/bezirksregierungennrw/

index.html

Schleswig-Holstein

Zuständige Behörde ist das Ministerium für

Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung.

www.schleswig-holstein.de/MSGFG/DE/

MSGFG_node.html

Stand: November 2012; ohne Gewähr. •

Hans-Jürgen Gensow


Hintergrundfoto: manwalk / pixelio.de

28 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Ausstattung und Betrieb

Saunaunfall mit Todesfolge –

Betreiber haftet nicht

Pressemitteilung des Präsidenten

des OLG Hamm vom 23.11.2012

Der Betreiber einer Sauna ist nicht verpflichtet, zur Vermeidung

von Unfällen beim Saunabetrieb das körperliche Wohlbefinden

der Benutzer in engen Zeitabständen zu kontrollieren.

Das hat der 12. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm

am 29.08.2012 entschieden und den Hinterbliebenen einer

in einer Sauna verunfallten und an den Folgen verstorbenen

Benutzerin Schmerzensgeld versagt.

Im März 2011 hatte eine 75jährige, erfahrene Saunabenutzerin

aus Witten die ortsansässige Sauna der beklagten

Betreiberin besucht. Dabei erlitt sie in der 90 °C heißen

Sauna einen Schwächeanfall, der mindestens 90 Minuten

unentdeckt blieb. Sie zog sich Verbrennungen dritten Grades

zu, an denen sie wenige Monate später verstarb. Die hinterbliebenen

Kinder haben von der Betreiberin Schmerzensgeld

verlangt, weil ihre Mutter bei regelmäßigen Kontrollgängen

im Abstand von 30 Minuten keine tödlichen Verbrennungen

erlitten hätte und die von der Betreiberin für den Saunabereich

im mehrstündigen Abstand festgelegten Kontrollzeiten

nicht ausreichend gewesen seien.

Dem hat der 12. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm

widersprochen und ein das Klagebegehren bereits abweisendes,

erstinstanzliches Urteil des Landgerichts Bochum

bestätigt. Die Beklagte habe keine ihr gegenüber der Verstorbenen

obliegenden Sorgfalts- oder Verkehrssicherungspflichten

verletzt. Die Sauna habe über einen Notschalter

verfügt und sei nach ihrer technischen Ausstattung und

Einrichtung gefahrlos nutzbar gewesen. Die von der Betreiberin

festgelegten Kontrollzeiten seien nicht zu beanstanden.

Nach der vorherrschenden Verkehrsauffassung sei der Betreiber

einer Sauna nicht verpflichtet, in engen Zeitabständen

regel mäßige Kontrollen durchzuführen, um das körperliche

Wohlbefinden der Saunabenutzer zu überwachen. Die Erwartungshaltung

der Gäste gehe vielmehr dahin, die Sauna in

Ruhe und ohne störende Einflüsse besuchen zu können. Die

körperlichen Belastungen eines Saunabesuches seien dem

Grunde nach allgemein bekannt. Insoweit müsse der Einzelne,

der im Unterschied zum Betreiber seinen Gesundheitszustand

einschätzen könne, selbst entscheiden, ob er sich den

Belastungen aussetzen und das mit einem Saunabesuch verbundene

gesundheitliche Risiko eingehen wolle.

Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm

vom 29.08.2012 (I-12 U 52/12).

© Der Präsident des Oberlandesgerichts Hamm 2012

Unter diesem Titel veröffentlichte

die Pressestelle des

Oberlandesgerichts (OLG)

Hamm die nebenstehend

dokumentierte Pressemitteilung.

Jahreszeitlich bedingt

wurde sie von den Medien

breit aufgegriffen.

Erläuterungen

Zur Erläuterung der Einzelfallentscheidung

sind aus der

Urteilsbegründung, die „Sauna

& Bäderpraxis“ vorliegt, folgende

Fakten und Aussagen aufzuführen:

Der Saunaraum befindet

sich in einem Fitnessstudio

in räumlicher Nähe zu einem

Massage bereich, in dem sich

regelmäßig ein bis zwei Mitarbeiter

aufhalten. Der Fitnessstudiobetreiber

führt regelmäßig

Kontrollen um 10.00 Uhr, 14.30

Uhr, 17.30 Uhr und 21.00 Uhr

durch, die das OLG Hamm

„nicht außerhalb der durchschnittlichen

Erwartung eines

Saunagastes und nicht außerhalb

der üblichen Organisation eines

Sauna betriebes“ liegen sah. Die

Erwartungshaltung der Saunagäste

geht nach Aussicht der

Richter dahin, „den Saunabesuch

in Ruhe und ohne störende

Einflüsse durchführen zu können.

Im Vordergrund steht das durch

Entspannung und Ruhe geprägte

Saunaerleben. Regelmäßige

Kontrollen in engeren Zeitabständen,

etwa indem an die Saunakabine

angeklopft wird oder die

Saunagäste auf ihr Wohlbefinden

persönlich angesprochen werden,

lassen sich damit nicht ohne

Weiteres vereinbaren. Derartige

Kontrollen würden überwiegend

als störend oder belästigend empfunden und

widersprächen der allgemeinen Erwartung

eines ungestörten Saunaerlebens. Insoweit geht

die heranzuziehende Verkehrsauffassung dahin,

dass ein nach technischer Ausstattung und

Einrichtung gefahrloser Sauna bereich grundsätzlich

ungestört benutzt werden kann. Auch

das Vertrauen eines Saunanutzers ist nicht

darauf gerichtet, dass der Betreiber der Sauna

eine ständige oder doch zeitlich enge Kontrolle

gewährleistet. Denn die körperlichen Belastungen

im Zusammenhang mit der Benutzung

einer Sauna sind dem Grunde nach allgemein

bekannt. Insoweit muss es dem Einzelnen

überlassen bleiben, ob er sich dieser Gefahr

aussetzen und das gesundheitliche Risiko eingehen

will. Diese Entscheidungsfreiheit muss dem

Saunanutzer, der seinen Gesundheitszustand

einschätzen kann, grundsätzlich verbleiben.“

Zur Urteilsfindung lag dem Senat der Leitfaden

„Sicherheit in Saunabädern“ des Deutschen

Sauna-Bundes mit der Aussage „Regelmäßige

Kontrollgänge durch den Gesamtbetrieb müssen

erfolgen“ vor.

Zu einer rechtlichen Einordnung bat

„Sauna & Bäderpraxis“ den im Badewesen

bekannten Rechtsanwalt Hermann

Schumacher aus der Sozietät Dr. Eick &

Partner aus Hamm. Er verfasste die nachstehende

Urteilsanmerkung.

Urteilsanmerkung

Das Urteil des OLG Hamm vom 29. August

2012 – 12 U 52/12 – macht exemplarisch

und angesichts der Schwere der von der

Sauna besucherin erlittenen Verletzungen auch

in aller Schärfe die Rechtsprobleme deutlich,

die sich in sehr vielen Fällen stellen, in

denen um die Haftung unter dem Aspekt der

Verkehrssicherungspflichtverletzung gestritten

wird. Eine gesetzliche Regelung der Verkehrssicherungspflichtverletzungen

fehlt und kann

es angesichts der Vielgestaltigkeit der Lebenssachverhalte

auch nicht geben. Man denke

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

29


Ausstattung und Betrieb

etwa an die Kontrolle von Straßen, Wegen

und Plätzen, Bäumen, öffentlichen Einrichtungen

(Schulen, Kindergärten, Spielplätze,

Schwimmbäder) und Baustellen, an die

Beschaffenheit von Türanlagen bei öffentlich

zugänglichen Gebäuden, oder das Inverkehrbringen

von Produkten, die unter Umständen

Gefahren auf Grund ihrer Beschaffenheit oder

Benutzung mit sich bringen. Untergesetzliche

Regelungen und technische Regelwerke gibt

es nur in Teil bereichen (Unfallverhütungsvorschriften

und DIN-Normen), daneben gibt es

Leitlinien von Verbänden (vgl. etwa den Leitfaden

„Sicherheit in Saunabädern“ des Deutschen

Sauna-Bundes oder das Merkblatt 94.05 der

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen

„Verkehrs sicherungs- und Aufsichtspflicht in öffentlichen

Bädern während des Badebetriebes“).

Sie haben, soweit sie nicht in vertragliche

Regelungen Eingang finden, keine verbindliche

Wirkung und sind oft auslegungsbedürftig.

In der Rechtsprechung des BGH ist zudem

anerkannt, dass die DIN- Normen nur einen

Mindeststandard festlegen, der vom Verkehrssicherungspflichtigen

zu beachten ist. Allein die

Einhaltung der DIN-Normen bewahrt aber noch

nicht vor einer Haftung im Schadensfall.

Die Festlegung des normativen Umfangs der

Verkehrssicherungspflicht ist die Domäne der

Rechtsprechung. Die allgemeinen Grundsätze

hat der BGH in seiner Rechtsprechung

heraus gearbeitet, auf die auch das OLG in

seiner Entscheidung abhebt. Dabei geht es

immer um die Abgrenzung des Bereichs, der

allein der Eigenverantwortung des Verkehrsteilnehmers,

hier also des Nutzers der Sauna,

unterliegt, von dem in der Verantwortlichkeit

des Verkehrssicherungspflichtigen liegenden

Risiko bereich, in dem der Verkehrsteilnehmer

also eine Risikovorsorge – durch Warn-, Kontroll-

und Sicherungsmaßnahmen – hier des

Saunabetreibers verlangen kann. Dass dabei

auch die „berechtigten Sicherheitserwartungen“

der Verkehrsteilnehmer als regulatives

Kriterium zu berücksichtigen sind, ist allgemein

anerkannt, weil es eine Gefahrenvorsorge,

die jedes Risiko ausschließt, praktisch nicht

geben kann und jedenfalls mit zumutbaren

Mitteln nicht zu erreichen wäre. Dabei handelt

es sich bei den „berechtigten Sicherheitserwartungen“

um ein normatives, wertendes

Element bei der Entscheidungs findung und

nicht um die Erhebung empirischer Tatsachen,

z. B. durch eine Befragung. Vor diesem Hintergrund

ist die Wertung des OLG zu verstehen,

dass der Saunabesucher in Ruhe das Saunaerlebnis

genießen und nicht durch „ständige“

Kontrollgänge des Personals „gegängelt“ und

kontrolliert werden will. Dieser Umstand und

die Tatsache, dass eine völlig risikolose Benutzung

der Sauna auch bei engmaschigeren

Kontrollen, etwa im 30-Minuten-Rhythmus,

bei plötzlich auftretendem Herz-/Kreislaufversagen

nicht erreichbar ist, liegen der Wertung

des OLG zu Grunde, dass ein Kontroll rhythmus

im Abstand von mehreren Stunden jedenfalls

dann nicht zu beanstanden ist, wenn – wie

im Streitfall – der Saunaraum mit einem

Notschalter ausgerüstet ist und er sich in

technisch einwandfreiem Zustand befindet.

Im Notfall wäre über die Betätigung des

Notschalters das Personal des Betreibers in

kürzester Zeit zur Stelle. Aus den allgemeinen

Grundsätzen zur Verkehrssicherungspflicht lassen

sich bestimmte Kontrollrhythmen für den

Saunabetreiber ebenso wenig ableiten wie im

Bereich der Straßenverkehrs sicherungspflicht

für die Kontrollen von Straßen, Gehwegen

oder Bäumen oder bei technischen Anlagen in

Schwimmbädern. Der Leitfaden „Sicherheit in

Saunabädern“ des Deutschen Sauna Bundes

sieht vor, dass regelmäßige Kontrollgänge zu

erfolgen haben, genaue zeitliche Intervalle für

die Kontrollen werden aber nicht fixiert. Im

Bereich der Straßenverkehrssicherungspflicht

hat der BGH (Urteil vom 4. März 2004 – III

ZR 225/03 – NJW 2004, 1381 f.) es ausdrücklich

offen gelassen, ob, wie von vielen

Instanzgerichten angenommen wird, tatsächlich

zweimal im Jahr, einmal im belaubten und

einmal im unbelaubten Zustand, Kon trollen

der Straßenbäume vorgenommen werden

müssen. Bei Großrutschen im Schwimmbadbereich

hat der BGH (Urteil vom 3. Feb. 2004

– VI ZR 95/03 – NJW 2004, 1449 f.) die

Auffassung vertreten, dass nicht in jedem Fall

eine Ampelsteuerung vorhanden sein muss.

Er hat in diesem Zusammenhang auch auf

den Gesichtspunkt abgestellt, wie hoch das

Unfallrisiko ist und ob schwere Verletzungen

drohen. Im Schwimmbadbereich könne der

Verkehrsteilnehmer eine Aufsicht erwarten,

nicht aber eine lückenlose Rundumkontrolle.

Damit hat der BGH den Grundsatz der Eigenverantwortung

der Verkehrsteilnehmer betont.

Auf dieser Linie liegt auch die jetzt ergangene

Entscheidung des OLG Hamm.

Soweit die Rechtsprechung Kontrollrhythmen

festlegt, handelt es sich um Konventionen in

Form von richterlichen Wertungen, die auch

dem Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse

und Anschauungen – „berechtigte Sicherheitserwartungen

der Verkehrsteilnehmer“ –

unterliegen.

Das Urteil des OLG Hamm entscheidet nur den

ihm vorgelegten Einzelfall. Für die Wertung des

OLG spricht, dass der Saunabenutzer bewusst

ein Risiko eingeht, das ihm nicht vollständig

durch den Betreiber abgenommen werden

kann. Zur Sicherheit der Benutzer war ein Notschalter

vorhanden. Das mit dieser technischen

Einrichtung nicht alle Gefahrenfälle sicher

beherrscht werden können, ist einzuräumen.

Die Verkehrssicherungspflicht des Betreibers

kann aber eben auch nicht Vorsorge gegen alle

Gefahren treffen. Soweit das OLG auch darauf

abgehoben hat, dass sich der Saunabereich

in unmittelbarer Nähe des Massagebereichs

befindet, in dem sich unstreitig regelmäßig

1 – 2 Mitarbeiter der Beklagten aufhalten,

ist nicht recht ersichtlich, wieso dies zu einer

höheren Sicherheit für die Saunabenutzer führen

soll, denn dass der Saunabereich von dem

Massagebereich aus einsichtig gewesen sei

und die Mitarbeiter die Anweisung gehabt

hätten, in bestimmten Abständen auch das

Geschehen im Saunabereich zu kontrollieren,

ist der Entscheidung nicht zu entnehmen.

Da sich bei einem engmaschigeren Kontrollrhythmus

sicherlich nicht jegliches Risiko ausschließen

lässt, der damit verbundene Aufwand

jedoch angesichts des ohnedies vorzuhaltenden

Personals nicht sehr erheblich sein dürfte – im

konkret entschiedenen Fall befanden sich

Mitarbeiter des Saunabetreibers in dem nahe

der Sauna gelegenen Massagebereich –, das

Gefahrenpotential jedoch durch engmaschigere

Kontrollen, etwa im 30-Minuten-Rhythmus,

erheblich reduziert worden wäre, wäre sicherlich

auch eine andere Wertung als die, die das OLG

vorgenommen hat, vertretbar. Das wirft die

Frage auf, ob Saunabetreiber zu den Kontrollrhythmen

Regelungen in ihre AGB bzw. bei

öffentlich-rechtlichem Benutzungsregime in ihre

Satzung oder Haus- und Badeordnung aufnehmen

sollten. In jedem Fall ist der Betreiber mit

einem Kontrollrhythmus von 30 Minuten

(so die Empfehlung von Sonnenberg in „Saunaund

Bäderpraxis” 3/2010, S. 14 ff.) auf der

sicheren Seite. •


Ausstattung und Betrieb

Zukunftsthema:

Barrierefreiheit in Saunaanlagen

Saunabaden ist eine von über 30 Millionen

Deutschen praktizierte Freitzeitbeschäftigung.

Gesundheitsaspekte

und die Förderung des persönlichen

Wohlbefindens stehen dabei für alle

Zielgruppen als Motive obenan. Wer

mit zunehmendem Lebensalter, etwa

durch eine Behinderung, eingeschränkt

ist, wird dem Schlüsselwort „Barrierefreiheit“

in Saunaanlagen große Bedeutung

beimessen. Verzicht auf das

Saunabaden wäre keine Alternative.

Die Entwicklung ist klar vorgezeichnet: Die

Menschen in Deutschland werden immer

älter und es gibt mehr ältere Menschen. Nach

Angaben des Statistischen Bundesamtes

reduzierte sich der Anteil der unter 20-Jährigen

an der Bevölkerung zwischen 1960

und 2010 von 28,4 auf 18,4 Prozent. Parallel

stieg der Anteil der Personen, die 60 Jahre

und älter waren, von 17,4 auf 26,3 Prozent.

Das Generationenverhältnis wird sich weiter

zu Lasten der Jüngeren verschieben. Der

Anteil der unter 20-Jährigen wird bis 2060

auf 15,7 Prozent schrumpfen, der Anteil der

Personen, die 60 Jahre oder älter sind, wird

auf 39,2 Prozent anwachsen. Ursachen für

diese Entwicklung sind die anhaltend niedrige

Geburtenziffer und die weiter steigende

Lebenserwartung.

„Barrierefreiheit ist ein großes Zukunftsthema

für Saunaanlagen und Bäder“, ist Ulrich

Müther überzeugt, Geschäftsführer des

Saunaherstellers Müther in Haltern am See.

Es gebe großen Nachholbedarf, denn nur

wenige öffentliche Anlagen seien derzeit auf

Menschen mit altersbedingten Beeinträchtigungen

ausgerichtet. „Man braucht sich

deshalb nicht zu wundern, dass so wenige

Abbildung: Well & Fit

Menschen über 70 in öffentliche Saunabetriebe

gehen, weil die Rahmenbedingungen

nicht stimmen.“

Treppen, schmale Türen, Türschwellen oder

Drehkreuze stellen oft unüberwindbare

Hindernisse für Menschen mit körperlichen

Einschränkungen dar. In Toiletten und

Duschen kommen sie oft gar nicht hinein

und das Schwimmbecken können sie mangels

Hebebühne schon gar nicht nutzen. Zwar

gibt es die DIN 18 040 (Barrierefreies

Bauen). In dieser steht genau, wie man

zum Beispiel Toiletten bauen muss, damit

sie von Menschen mit körperlichen Einschränkungen

genutzt werden können. Aber

nur öffentliche Einrichtungen müssen sich

an diese DIN halten. Einen ersten Einstieg

in die komplexe Thematik bietet die

Website: www.nullbarriere.de

Hersteller bieten zahlreiche Hilfen

Langsam findet ein Umdenken statt.

„Es wird zunehmend gefordert, Saunas

barrierefrei zu bauen“, hat Ulrich Müther

beobachtet und sieht sein Unternehmen darauf

gut vorbereitet. „Unsere neu entwickelte

barrierefreie Sauna ist für altersbedingte

körperliche Einschränkungen optimal ausgerichtet.“

Eine automatische hydraulische

Türöffnung und ein ebenerdiger Eingang

ermöglichen das Betreten oder Befahren der

Sauna ohne Hindernisse. Es können stabile

Befestigungshaken als Aufziehhilfe an und

neben der Tür angebracht werden. Um die

oberen Sitzbänke zu erreichen, gibt es einen

hitzebeständigen Lift, der den Bewegungsbehinderten

problemlos mit dem Rollstuhl

anhebt. Müther: „Die barrierefreie Sauna

wird nach individuellen Kundenanforderungen

konstruiert.“

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Ausstattung und Betrieb

Um die Bedürfnisse älterer

Menschen noch besser

kennenzulernen, hat Müther

eine Kooperation mit dem

Meyer-Hentschel-Institut in

Saarbrücken geschlossen.

Beide Seiten wollen gemeinsam

Lösungen für das Problem

erarbeiten, dass viele Bäder,

Sauna- und Wellnessanlagen

zurzeit noch Gestaltungsmängel

aufweisen, die sie für ältere

Zielgruppen mit bestimmten

Handicaps schwer zugänglich

machen. Das Institut hat einen

„Age Explorer” entwickelt, eine Art Raumanzug,

mit dessen Hilfe auch jüngere Menschen

nachempfinden können, wie Ältere mit

Handicaps ihre Umwelt erleben.

Auch KLAFS aus Schwäbisch Hall hat ältere

Menschen als Zielgruppe erkannt und stellt

seine barrierefreie Sauna vor: Die Eingangstüren

zur Sauna haben 90 cm Durchgangsmaß,

damit bei Bedarf auch ein Rollstuhl

problemlos hineinfahren kann. Für einen besseren

Komfort sorgen breitere und vor allem

niedrigere Liegeneinrichtungen. So kann der

Saunabadende bequem seinen Platz einnehmen.

Auf die unterschiedlichen körperlichen

Erfordernisse wird Rücksicht genommen: Ob

spezielle Fußstützen oder Haltegriffe an der

Decke oder weitere wichtige Fixpunkte – jede

Erleichterung für den mobilitätseingeschränkten

Saunanutzer wird umgesetzt.

Bei B+S FINNLAND SAUNA

aus Dülmen hat die barrierefreie

Sauna ebenfalls einen

festen Platz im Produktprogramm.

Dazu zählen: Schwellenlose

Türen in Wunschbreite

für den Zugang, niedrigere und

breitere Sitzbänke, herausklappbare

Auftritthilfen und

Fußstützen, Rückenlehnen und

auf Wunsch klappbare Armlehnen,

„flexible“ Sitze in Türnähe

innen und außen, Haltegriffe

und Halterungen für Gehhilfen,

Türen mit selbstschließenden

Scharnieren sowie akustische und optische

Signalgeber für den Notfall. Nahezu jedes

Standardmodell von B+S lässt sich nach den

individuellen Wünschen und Bedürfnissen

des Bauherrn – auch nachträglich – barrierefrei

umbauen oder nachrüsten.

Foto: B+S FINNLAND SAUNA

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Menschen bieten Notruf-Taster, die optional

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Ausstattung und Betrieb

sagt Andrea Littau, Inhaberin der Firma Well

& Fit in Laudenbach, die ebenfalls barrierefreie

Saunas baut. Diese werden individuell nach

den Erfordernissen und Wünschen des jeweiligen

Interessenten konzipiert. Littau:

„So ist meist ein breiter Eingang ohne

Türschwelle Pflicht, damit der Eintritt keine

Schwierigkeit bereitet. Haltegriffe und

-schlaufen bieten sichere Haltepunkte an den

nötigen Stellen, um sich sicher in der Sauna zu

bewegen. Bei Bedarf werden extra breite Liegen

montiert. Außerdem lassen sich die unteren

Liegen einschieben, um gegebenenfalls mehr

Raum zu gewinnen.“

Erfahrungen in Saunabetrieben

Die öffentlichen Saunaanlagen, die bereits

Barrierefreiheit bieten, haben durchweg gute

Erfahrungen damit gemacht. Jeannine Trsek,

Geschäftsführerin des Freizeitbades Arobella

in Bad Arolsen: „Wir haben durch die

Barriere freiheit mehr Besucher, auch einige

Rollstuhlfahrer pro Woche. In Bad Arolsen

gibt es viele Schul- und Ausbildungseinrichtungen

für Menschen mit Behinderungen.

Die Behinderten wissen, dass sie bei uns

sowohl Sauna als auch Schwimmbad problemlos

nutzen können. Sie freuen sich über

das Angebot, wir bekommen viel positives

Feedback.“

Im Arobella stehen Menschen mit körperlichen

Einschränkungen insgesamt drei von fünf

Saunas zur Verfügung. „Den Rollstuhl bekommen

die Gäste von uns gestellt. Aus hygienischen

Gründen dürfen sie aber ihren eigenen

Rollstuhl nicht mit hineinnehmen“, erläutert

Trsek. Die Eingangstür ist so breit, dass ein

Rollstuhl dort bequem durchpasst, der Innenbereich

so geräumig, dass dieser dort problemlos

bewegt werden kann. Der Rollstuhlfahrer sitzt

während des Saunabadens auf einem Handtuch

im Rollstuhl, die Kunststoffoberfläche

erwärmt sich dabei nur leicht. Die Betreuung

erfolgt durch eine Begleitperson, die freien Eintritt

hat. Dies gilt sowohl für „Bad“ als auch für

„Sauna und Bad“. Auch die drei verschiedenen

Wasserbecken in der Freizeithalle können die

behinderten Gäste dank eines mobilen Lifters

problemlos nutzen.

Ebenfalls barrierefrei ist die KissSalis

Therme in Bad Kissingen und somit auch für

Rollstuhlfahrer geeignet. „In der Thermen-

Landschaft steht – speziell für ältere und

gehbehinderte Personen – ein Aufzug zur

Verfügung, der die Gäste bequem vom Erdgeschoss

zur Galerie transportiert“, berichtet

Betriebsleiter Richard Pucher. „Dort befindet

sich auch unser Therapiebecken, das über

eine Hebevorrichtung verfügt. Zur Bedienung

stehen die Mitarbeiter der ThermenLandschaft

zur Verfügung.“

Der Zugang zum WellnessPavillon und – dank

eines weiteren Aufzugs auch zur FitnessArena

– ist ebenfalls kein Problem für Rollstuhlfahrer.

Es gibt geräumige und leicht zugängliche

Umkleidekabinen sowie spezielle großzügige

Duschen und Toilettenanlagen. Hauseigene

Rollstühle können für die Dauer des Aufenthaltes

in Anspruch genommen werden. Pucher:

„Eine Begleitung erhält freien Eintritt, sofern

eine Begleitperson im Behindertenausweis

eingetragen ist. Das hilfsbereite Kassenpersonal

übernimmt die Abwicklung.“

In der Therme Bad Wörishofen können alle

elf Schwitzräume und das Dampfbad der

Anlage von Rollstuhlfahrern genutzt werden.

Marketingleiterin Birgit Ernst: „Gesundheitsbewusste

Erholungsuchende zählen

zu unserer Hauptzielgruppe, da die Therme

neben dem exotischen Ambiente zahlreiche

Angebote zur Förderung der Gesundheit

bietet. Regelmäßige Saunabesuche stärken

das Immunsystem, bringen den Stoffwechsel

in Schwung und üben auf die Psyche einen

positiven Einfluss aus. Wir freuen uns, dass

Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung

unser Saunaparadies nutzen können.“

Wasserfeste Rollstühle stehen zur Verfügung.

Barrierefreies Bauen bringt nicht nur mehr

Besucher in die Anlage, sondern lässt sich

auch gut für Marketingzwecke nutzen, wie

Birgit Ernst weiter berichtet: „Vor kurzem hatten

wir ein Fernsehteam im Haus, das einen

Rollstuhlfahrer begleitet und gefilmt hat. Das

war kostenlose Öffentlichkeitsarbeit für die

Therme Bad Wörishofen.“ •

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Geld und Recht

BAG:

Arzt-Attest sofort

„Nach § 5 Abs. 1 Satz 3 Entgeltfortzahlungsgesetz

(EFZG) ist der

Arbeitgeber berechtigt, von dem

Arbeitnehmer die Vorlage einer

ärztlichen Bescheinigung über das

Bestehen der Arbeitsunfähigkeit

und deren voraussichtliche Dauer

schon von dem ersten Tag der Erkrankung

an zu verlangen.

Die Ausübung dieses Rechts steht

im nicht an besondere Voraussetzungen

gebundenen Ermessen

des Arbeitgebers.“ Wie das Bundesarbeitsgericht

(BAG) in Erfurt

in einer Pressemitteilung Mitte

November dieses Jahres weiter

ausführte, ist es nicht erforderlich,

dass gegen den Arbeitnehmer ein

begründeter Verdacht besteht, er

Verabschiedet:

Minijob-Reform

34 Sauna & Bäderpraxis 4/2012

habe in der Vergangenheit eine

Erkrankung nur vorgetäuscht. Eine

tarifliche Regelung stehe dem nur

entgegen, wenn sie das Recht des

Arbeit gebers aus § 5 Abs. 1 Satz 3

EFZG ausdrücklich ausschließt.

Die Richter am BAG bestätigten

damit geltendes Recht, wie ein

Fachanwalt für Arbeitsrecht gegenüber

dem Berliner „Tagesspiegel“

klarstellte. Arbeitnehmer sind gesetzlich

dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber

unverzüglich Bescheid

zu geben, wenn sie krank zu Hause

bleiben müssen. Eine Krankschreibung

muss spätestens am vierten

Tag vorliegen, wie die Online-Ausgabe

der „Welt“ zu diesem Sachverhalt

ergänzend informierte.

Die Nachrichtenagentur Reuters

meldete: 2011 waren die Arbeitnehmer

nach Angaben des

Statistischen Bundesamtes

durchschnittlich 9,5 Arbeitstage

krankgemeldet.

Ab Januar 2013 dürfen Minijobber

450 Euro ohne Steuerabzüge

und Sozialabgaben verdienen.

Für Beschäftigte der „Gleitzone“

(so genannte Midijobs) steigt die

Verdienstgrenze ebenfalls um 50

Euro, von 800 Euro auf 850 Euro.

Die Anhebung der Verdienstgrenzen

passierte Ende November 2012

den Bundesrat. Das meldete die

Online-Ausgabe von „Markt und

Mittelstand“.

Die bisherige Regelung bestand

seit dem Jahr 2003. Bislang waren

Minijobber von der Rentenversicherungspflicht

befreit, konnten

aber auf eigenen Wunsch in die

Rentenversicherung einzahlen. Wie

die Online-Ausgabe des Magazins

„Stern“ berichtete, geht mit der

Reform eine Versicherungspflicht

für die gesetzliche Rentenversicherung

bei jenen Minijobs einher, die

nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Davon könnten sich die Betroffenen

aber auf Antrag befreien

lassen. Die Bundesregierung rechne

damit, dass etwa 90 Prozent

der Betroffenen davon Gebrauch

machen werden. Laut „Minijob-

Zentrale” gibt es gegenwärtig

zirka sieben Millionen Minijobs;

62 Prozent der Minijobber sind

Frauen.

Die meisten Minijobber arbeiten in

den Branchen Handel, wirtschaftliche

Dienstleis tungen wie dem

Reinigungsgewerbe, im Gastgewerbe

sowie im Gesundheits- und

Sozialwesen. Nach Angaben des

„Focus“-Magazins entstehen den

öffentlichen Kassen infolge der

Minijob-Reform durch Mindereinnahmen

bei Steuern und Sozialabgaben

jährliche Kosten von circa

300 Millionen Euro.

Website: www.minijob-zentrale.de •


Schaufenster

Sibirische Banja® baut

Saunaturm mit Panoramablick

Die Firma „Sibirische Banja“ aus Gerdshagen im

Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)

feierte in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen

und kann aktuell mit „feinen“ Referenzadressen

glänzen.

Dazu zählen das Europabad Karlsruhe, wo

zwei große Saunahäuser entstanden und die

Turm erlebniscity Oranienburg, die

bis Mitte 2013 einen Saunaturm mit

Panoramablick und mehrere Aufenthaltsbereiche

mit Kamin erhält. Auch

die Badegärten Eibenstock, „Stammkunde”

von Sibirische Banja, haben im

letzten Jahr ein tonnenschweres Blockhaus

erhalten.

Dieses ist mit zahlreichen Schnitzereien

an Türen und Fenstern versehen

und verleiht damit dem neugestalteten

Wellnessanbau ein imposantes

Aussehen. Es wurde dem Erscheinungsbild

eines karelischen Bauernhauses nachempfunden.

„Nach der Eröffnung haben wir dafür von

vielen Gästen großes Lob bekommen“, freut

sich spiritus rector Hendrik Pötter, Geschäftsführer

der Badegärten Eibenstock (Website:

www.badegaerten.de).

2012 haben die Badegärten noch einmal nachgelegt

und eine neue Banja aus sibirischem Kiefern-

und Pappelholz erhalten (siehe Titel-Motiv

Schunk Interieur:

Multisensorische Planung

Mit neun namhaften Unternehmen aus verschiedenen

Bereichen präsentierte Schunk

Interieur aus Klingenthal (Sachsen) das innovative

Kooperationsprojekt SINNflut auf der

interbad-Fachmesse Anfang Oktober dieses

Jahres in Stuttgart. Wieviel Potenzial in einer

multisensorischen Planung für Sauna-, SPA- und

Wellnessanlagen sowie Bäder und Hotels steckt,

demonstrierte der Messeauftritt. Gezeigt wurden

„multisensorische Gesamtpakete aus einer

Hand“. Dabei verantwortet ein Ansprechpartner

die jeweilige Projektkoordination und Abstimmung

unter den Beteiligten, egal ob es sich um

eine Neuplanung oder eine bestehende Anlage

dieser Ausgabe). Banja- Rituale erfreuen sich in

den Badegärten seit 1999 großer Beliebtheit.

Der Erfolg liegt nach Ansicht von Pötter in der

glaubhaften Thematisierung und Authentizität

begründet, insbesondere durch die kompetent

geschulten Mitarbeiter.

Im Jahr 1996 importierte der Inhaber von

Sibirische Banja, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Falko Baatz

(45), die erste russische Banja nach Deutschland

und errichtete sie auf seinem Privatgrundstück

in Gerdshagen. Die erste gewerbliche

Banja in Deutschland orderte die Claudius

Therme in Köln ein Jahr später im Rahmen der

Erweiterung des Außenbereiches zum finnischsibirischen

Saunadorf. Andreas Schauer (siehe

auch Report „Saarland Therme“ in dieser Ausgabe)

führte dort nach einer Russlandreise mit

Falko Baatz als erster die Banjarituale mit dem

Wenik (Birkenreisig büschel) in Deutschland

ein. Sibirische Banja konnte in den vergangenen

fünfzehn Jahren in Deutschland mehr als

25 Objekte realisieren. In der Schweiz wurde

die erste Banja im Jahre 2007 im Kurzentrum

Rheinfelden errichtet. Falko Baatz, der seit 1990

unternehmerisch tätig ist und perfekt Russisch

spricht, kümmert sich vor allem um den Vertrieb,

während ein gutes Dutzend Russen die Blockhäuser

in Karelien und im Ural vorfertigen.

Die Gründe hierfür liegen klar auf der Hand:

eine jahrhundertealte Tradition, die große Meisterschaft

der Holzbauer und Schnitzer

sowie die hohe Qualität des sibirischen

Kiefernholzes. In Deutschland wird das

per LKW transportierte Holz am Bestimmungsort

von Mitarbeitern einer

kooperierenden Zimmerei aufgebaut.

Zum Bau einer Banja werden nur ökologische

Materialien wie Kiefern- und

Pappelholz sowie Schafwolle verwendet.

Entsprechend den Wünschen

des Auftraggebers wird jede Banja

individuell in Größe und Raumaufteilung

qualitativ hochwertig in reiner Handarbeit

gefertigt. Termintreue und ein günstiges Preis-

Leistungs-Verhältnis zählen zu den Stärken von

Sibirische Banja. Falko Baatz verzeichnet „ein

ungebrochenes Interesse“ öffentlicher Bäder

und Saunaanlagen an seinen Banja- und

Sauna-Produkten und stellt sich auf weitere

„innovative Herausforderungen“ in den nächsten

Jahren ein.

www.sibirische-banja.de

handelt. Ganzheitliche Sinn(es)konzepte „für

den vollkommenen Moment“ bieten damit eine

kostengünstige Alternative zu aufwändigen

teuren Attraktionen. Neben Schunk Interieur

beteiligten sich am SINNflut-Projekt: KaGo &

Hammerschmidt, Panasonic, Bose, Accenta

Music, Hugo Lahme, Lang Bräu, Sensarama,

Crestron und objectflor.

Schunk Interieur betreibt auch den Onlineshop

RELAXFACTORY.DE.

Das von Hendrik Schunk geführte Familienunternehmen

ist seit dem Jahr 2011 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund.

www.relaxfactory.de


Schaufenster

WERO:

Duft und Geschmack

Seit nunmehr zwanzig Jahren gehören

„duftende Ideen und guter Geschmack“ zum

täglichen Geschäft des in Bremen ansässigen

Unternehmens WERO.

Ätherische Öle, Naturextrakte, Aromen, Duftöle

und andere Produkte werden von WERO entwickelt

und produziert. Für den Bereich Wellness

entwickelte WERO bereits im Jahre 1993

ein innovatives Marketingkonzept zur Herstellung

und zum Vertrieb von Saunaaufgüssen

und Dampfbademulsionen. Die Marke FINESSE

gilt branchenweit als einer der Marktführer in

diesem Segment. Ab dem Jahr 2000 übernahm

das Vertriebsunternehmen AROMA FITNESS

das Wellness-Duftprogramm. In der Folge trat

WERO noch stärker als Entwickler und Private-

Label-Hersteller in Erscheinung.

Eigene Duftkompositionen, Parfümierung von

Kerzen, Kosmetik und Raumbeduftung prägen

heute das Angebot. Im Geschäftsbereich „Guter

Geschmack” entwickelt WERO seit einem Jahrzehnt

Rezepturen für Aromen, Extrakte und

ätherische Ölmischungen, die in der Lebensmittelindustrie

Anwendung finden. Dabei wird

viel Wert auf enge Zusammenarbeit mit kleinen

Unternehmen der Kaffee-, Tee- und Süsswarenindustrie

gelegt. Mittlerweile werden um die

120 eigene Geschmacksrichtungen produziert.

Informationsveranstaltungen, Seminare und

Schulungen zur Vertiefung des Wissens über

Aromen und Duftstoffe sind seit der Unternehmensgründung

ein wichtiger Baustein.

WERO mit Katja Pottschmidt als geschäftsführende

Gesellschafterin ist seit 2012 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund.

www.duft-und-geschmack.de

TYLÖ® SAUNAFREIZEIT © :

Neues Ofen-Design

Ein komplett neues Design-„Facelift“ in Optik

und Form haben die Tylö Saunaöfen erhalten.

Die gängigen Modelle sind jetzt sowohl

als Wand- wie als Standmodell erhältlich. Seit

Oktober dieses Jahres hat TYLÖ SAUNAFREIZEIT

Klaus Schlenker aus Stuhr bei Bremen – seit

1986 Mitglied im Deutschen Sauna-Bund – zusätzlich

die Generalvertretung für Österreich von

der schwedischen Zentrale bekommen. Der Vertrieb

erfolgt analog zu Deutschland dort über

Fachhändler.

Auf der Fachmesse ISH in Frankfurt/M. vom

12. bis 16. März 2013 wird das von Klaus und

Carsten Schlenker geführte Unternehmen ausstellen.

www.tylo.de

www.tylo.com

Innen- & Aussensaunen

Wellnesshäuser


exklusiv

individuell

flexibel


Qualität

Butenas Holzbauten e.K.

Lange Strasse 30 | 34593 Knüllwald-Remsfeld

Tel: +49(0)5681 / 93 65 0 | Fax: +49(0)5681 / 93 65 299

www.butenas-sauna.de | info@butenas-sauna.de


Schaufenster

B+S FINNLAND SAUNA

feierte Richtfest

Traditionsreich mit bunten Bändern am Richtkranz,

mit Zimmermannsspruch und einer zerschellenden

Flasche feierte B+S FINNLAND

SAUNA Anfang November dieses Jahres Richtfest

für ein neues Büro- und Ausstellungshaus

am Unternehmenssitz in Dülmen (Nordrhein-

Westfalen).

B+S Geschäftsführer Wolfgang Schreiber schlug

unter den Augen zahlreicher Gäste den „letzten

Nagel“ ins Gebälk. „Schöner, größer, innovativer”

soll das 1,3 Millionen Euro-Gebäude in

typisch finnischer Blockbohlenbauweise aus

Polarkiefer und Gründächern werden. Es hat eine

Nutzfläche von 500 Quadratmetern und ein

Raumvolumen von 1.800 Kubikmetern. Für den

Rohbau benötigte das Tochterunternehmen

B+S FINNLAND HAUS gerade einmal einen

Monat. Das neue Büro- und Ausstellungshaus

verfügt über eineinhalb Geschosse und zwei

Etagen. „Im Zentrum des Hauses wird die

Saunaausstellung für private und gewerbliche

Kunden stehen“, erklärte Wolfgang Schreiber.

„Ganz nach dem Motto ‚Alles zum Sehen, Anfassen

und Ausprobieren‘.“ Darüber hinaus

entstehen auf beiden Etagen helle Büroräume,

die dank großzügiger Fensterflächen Ausblick

in den attraktiv gestalteten Saunagarten mit

Schwimmteich und

Saunablockhäusern

gewähren. Bis zur geplanten

Eröffnung im

Frühjahr 2013 bieten

ein exklusiver Ausstellungspavillon

und der

Saunagarten Interessenten

die Möglichkeit,

„echtfinnisches Saunavergnügen“

hautnah

kennenzulernen und auf

Wunsch auch auszuprobieren.

Foto: B+S FINNLAND SAUNA

Die SCHREIBER GRUPPE ist mit drei

ihrer acht Unternehmen Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund: B+S FINNLAND

SAUNA (1985), RAT & SAUNA (1988)

und dem Vitalitätszentrum DIE SAUNA

INSEL® (1995).

www.welt-der-sauna.de

www.sauna-insel.de

EOS Saunatechnik:

interbad-Auftritt „voller Erfolg”

EOS Saunatechnik aus dem hessischen

Driedorf-Mademühlen ließ auf der interbad

2012 Anfang Oktober in Stuttgart für

Sauna- und Wellnessliebhaber „keine Wünsche

offen“. EOS-Geschäftsführer Michael

Meis zog ein positives Messe-Resümee: „Das

Gemeinschaftsstand-Konzept und die Vorstellung

unserer Neuheiten 2012/2013 waren

ein voller Erfolg.“ Mit dem nach Unternehmensangaben

größten interbad-Messestand –

560 Quadratmeter – wurden unterschiedliche

Kundengruppen wie Saunabau-Unternehmen,

Fach- und Großhandel sowie private Kunden

angesprochen. Gemeinsam mit 15 S-Line-Partnern

wurden insgesamt 25 unterschiedliche

Sauna- und Infrarotkabinen gezeigt.

In einer anschließenden Bewertung des Messeauftritts

sparten die mitausstellenden Partnerunternehmen

nicht mit Lob: Die Fläche

habe die perfekte Möglichkeit geboten, die

technischen Produkte an Ort und Stelle in

designorientierten Saunakabinen zu präsentieren

und die Messebesucher umfassend zu informieren.

Der Umgang der Mitaussteller sei „fair

und professionell“ gewesen.

EOS Saunatechnik präsentierte als Messe-Highlight

die exklusive S-Linie Ofenserie „Mythos“

mit einer neuartigen variablen Kombination

(siehe „Sauna & Bäderpraxis“ Nr. 3/2012,

„Schaufenster“). Der optionale Verdampfer kann

rechts und/oder links angebracht werden. Damit

bietet der Ofen „für jeden Kabinenschnitt

die optimale Lösung“.

Ein „Messe-Renner“ war auch die neue Steuergeräte-Generation

Emotec D und Emotec H.

Emotec folgt der aus dem Mobilfunk- und Tablet-

PC-Bereich bekannten Piktogramm- Steuerung.

Dazu passt ein intuitives, selbsterklärendes

Bedienkonzept. Auch mit den neuen Touch-

Steuerungen der Serien Emotouch III sowie

mit den elektronischen Steuergeräten Econ D3

und H3 wusste der Saunatechnikhersteller die

Fachbesucher auf der interbad zu überzeugen:

Emotouch III verfügt über ein umfangreiches

Einstellungsportfolio

und bietet dem Nutzer

die Möglichkeit, eine

individuelle Steuerung

zusammenzustellen.

Die ebenfalls weiterentwickelten

elektronischen

Steuergeräte Econ D3

für die finnische Sauna

und Econ H3 für Sauna

und „Feuchtbetrieb“

verfügen über Charakteristika

wie 24 Stunden

Heizzeitbegrenzung und Bankfühler anschluss.

Auch das LED Farblichtsystem Emolux

2000/2011 für die Sauna sowie der komplett

überarbeitete Dampfgenerator SteamTec

zeugen von der EOS-Sortimentsbreite.

EOS Saunatechnik – mit neuer zweisprachiger

Website – ist Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund seit dem Jahr 1969. Rainer Kunz und

Michael Meis führen das Unternehmen.

www.eos-sauna.com

Sauna & Bäderpraxis 4/2012

37


Schaufenster / Neue Mitglieder

Haslauer

BODY CONCLUSIO

Paul Haslauer, „Wellness-Pionier

seit über 40 Jahren“, hat gemeinsam

mit dem bekannten österreichischen

Künstler Thomas Nowotny

BODY CONCLUSIO entwickelt, „das

effektivste und zugleich kleinste

Dampfbad der Welt“.

Damit wird dem Gast nach Hersteller-Angaben

eine hocheffektive

Anwendung geboten. In sitzender

Michael Ballack

zu Gast bei KLAFS

Mitte Oktober dieses Jahres

besuchte der Ex-„Capitano“

der deutschen Fußball-

Nationalmannschaft, Michael

Ballack (36), das Active SPA von

KLAFS in Schwäbisch Hall (Baden-

Württemberg). Seit dem vergangenen

Mai steht der ehemalige

98fache Nationalspieler auch dem

„Weltmarktführer im Bereich Sauna

und SPA“ als Werbebotschafter zur

Verfügung.

Die auf der interbad-Fachmesse

präsentierte „Michael Ballack

Sonderedition“ zeichnet sich durch

avantgardistisches Design, hochwertige

Materialien und innovative

Technik aus.

Position trifft aufsteigender Dampf

auf den Körper und erwärmt dabei

den Rücken stark und den

Brustbereich sanft. Beim Haslauer

BODY CONCLUSIO atmet der Gast

während der Anwendung Wirkstoffe

ein, die aus den Kurland®-

Packungen gelöst werden.

Das futuristische Design passt

sich in allen seinen Farb-Varianten

jedem beliebigen Raum an.

Der Personalaufwand erhöht sich

nicht; das mobile Dampfbad arbeitet

kosteneffizient. Es dient der

Erweiterung eines bestehenden

SPA- und Wellnessangebotes. Die

Kurland Reiter Alm SPA & Wellness

mit Paul Haslauer als Inhaber ist

Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund seit dem Jahr 2000.

Einem Teil dieser Auflage ist der

BODY CONCLUSIO-Prospekt von

Haslauer beigelegt; um freundliche

Beachtung wird gebeten.

www.haslauer.info

www.reiteralm.de

www.nowotny-art.com

Der im sächsischen Görlitz geborene

Ballack ist auch privat „leidenschaftlicher

Saunagänger“: „Nur

wenn ich auf meinen Körper höre,

geht es mir auch gut.“

Nach Beendigung seiner aktiven

Fußball-Karriere Anfang Oktober

hat Michael Ballack eine Auszeit

genommen. Zu einem späteren

Zeitpunkt ist eine Ausbildung als

Trainer geplant. Medienberichten

zufolge will sich Deutschlands

dreimaliger Fußballer des Jahres

am 5. Juli 2013 mit einem eigenen

Abschiedsspiel unter Beteiligung

vieler aktiver Weltstars von seinen

Fans verabschieden.

KLAFS ist seit dem Jahr 1969 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund.

www.klafs.de/ballack

www.michael-ballack.com

Neue Mitglieder

Soltau Therme

Mühlenweg 17

29614 Soltau

Tel.: 0 51 91/8 44 81

Fax: 0 51 91/8 44 99

info@soltau-therme.de

www.soltau-therme.de

„Durch seine fundierte Tagesarbeit,

die zahlreichen repräsentativen

Befragungen und die

kompetente Interessenvertretung

in verschiedenen Gremien

ist der Deutsche Sauna-Bund

für uns Betreiber unverzichtbar.

'Saunabetrieb & Bäderpraxis'

informiert aktuell und verlässlich

über die Veränderungen in

unserer Branche.“

Andreas Schauer, Geschäftsführer

von „Schauer & Co.”, Überlingen,

und Saarland Therme GmbH & Co.

KG, Rilchingen-Hanweiler

(Kleinblittersdorf)

Für Fragen zur Mitgliedschaft

Renate Heise-Gartz,

Tel.: 05 21/9 66 79-13,

r.heise-gartz@sauna-bund.de

Wirtschaftsbetriebe

Stadthagen GmbH

Jahnstr. 2

31655 Stadthagen

Tel: 0 57 21/97 38-0

Fax: 0 57 21/97 38-55

info@)tropicana-stadthagen.de

www.tropicana-stadthagen.de

Badbetreibung Gotha GmbH

Hauptmarkt 2 - 3

99867 Gotha

Tel.: 0 36 21/222-412

Fax: 0 36 21/222-410

m.scholz@stadt-bad-gotha.de

www.stadt-bad-gotha.de

Saarland Therme GmbH & Co. KG

Zum Bergwald 1

66271 Rilchingen-Hanweiler

(Kleinblittersdorf)

Tel.: 0 68 05/600 00-0

Fax: 0 68 05/600 00-66

info@saarland-therme.de

www.saarland-therme.de

www.saarland-therme.de/fr

Ina Lachmann

Gesundheitsoase Görlitzer See

Joliot-Curie-Str. 4

02826 Görlitz

Stefan Oberläuter

06679 Hohenmölsen

Ausschreibung

Privatisierung der Sauna und des Hallenbadcafés

der Gemeinde Wardenburg

Die Gemeinde Wardenburg betreibt am Everkamp in Wardenburg

ein Hallenbad. Angegliedert sind ein Hallenbadcafé und

eine Sauna. Die Flächen stehen im Eigentum der Gemeinde

Wardenburg. Der Hallenbadkomplex wurde 1978 gebaut und

wird in jährlichen Teilabschnitten während der Sommerferien

umfangreich saniert.

Das Objekt liegt in unmittelbarer Nähe der Gesamtschule

Am Everkamp und einer Tennishalle mit Außenanlagen. Ein

kleines Waldgebiet grenzt ebenfalls unmittelbar an.

Die Gemeinde Wardenburg beabsichtigt, die Sauna und das

Hallenbadcafé dauerhaft zu verpachten. Geplant ist eine umsatzabhängige

Pacht.

Interessenten, die an diesem Projekt interessiert sind, werden

gebeten, sich mit der Gemeinde Wardenburg in Verbindung zu

setzen. Gern können Termine für Ortsbesichtigungen vereinbart

werden.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen im Rathaus Frau Bürgermeisterin

Martina Noske unter Tel. 0 44 07-73 150 oder der

zuständige Amtsleiter Herr Wolfgang Arians unter Tel. 0 44 07-

73 130 zur Verfügung.

Gemeinde Wardenburg

Friedrichstraße 16, 26203 Wardenburg

Telefax: 0 44 07-73 100

E-Mail: martina.noske@wardenburg.de oder

wolfgang.arians@wardenburg.de

38 Sauna & Bäderpraxis 4/2012


Anzeigen-Index/Impressum

Impressum

Achhammer S. 6 www.achhammer-gmbh.de

Akademie für Aus- und Fortbildung S. 4 www.sauna-bund.de

Asien-Harmonie S. 7 www.asien-harmonie.de

Baum S. 34 www.baums-holzteam.com

B+S Finnland Sauna S. 11 www.welt-der-sauna.de

Butenas Holzbauten S. 36 www.butenas-holzbauten.de

Corso Sauna Manufaktur S. 27 www.corso-saunabau.com

Deutscher Sauna-Bund S. 10 www.sauna-bund.de

Elsässer S. 31 www.eliga.com

EOS Saunatechnik S. 32 www.eos-sauna.com

Esch S. 33 www.esch-gmbh.de

Fasel S. 7 www.fasel-gmbh.de

finesse Aroma Fitness S. 6 www.aroma-fitness.de

Finlax S. 8 www.finlax.de

Finnsa S. 13 www.finnsa.de

geising + böker S. 35 www.geising-boeker.de

Haslauer Beileger www.haslauer.info

Henkel S. 9 www.richard-henkel.de

Hilpert S. 34 www.hilpert-fulda.de

Kemitron S. 12 www.kemitron.de

KLAFS S. 40 www.klafs.de

KUSATEK S. 6 www.kusatek.de

LogInDesign S. 4 www.log-in-design.de

maral Trading / MENGA Beileger www.maraltrading.de

Propan Rheingas S. 8 www.rheingas.de

Sauna-Matti S. 2, 8 www.sauna-matti.de

Sachverständigenbüro Hans Reinmann S. 14 www.sauna-sachverstaendiger.de

Sibirische Banja® Titel www.sibirische-banja.de

Vitalis S. 6 www.birkenquasten.de

M. Voß Schwimmbad- & Saunabedarf S. 7 www.voss-reutlingen.de

WARDA-DUFTÖLE S. 8 www.warda-duftoele.de

Sauna & Bäderpraxis

wünscht allen seinen Lesern und Kunden

Frohe Weihnachten und ein gutes

Neues Jahr 2013!

Sauna & Bäderpraxis

Offizielles Organ des

Deutschen Sauna-Bundes e.V.

Kavalleriestraße 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-0

Telefax (05 21) 9 66 79-19

info@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Verlagsanschrift

Sauna-Matti Gesellschaft für Sauna

Werbe- und Betriebsmittel mbH

Kavalleriestr. 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-14

Telefax (05 21) 9 66 79-19

Chefredaktion

Rolf-A. Pieper (verantw.)

Redaktion/Anzeigen/Produktion

Hans-Jürgen Gensow (-18)

hans-juergen.gensow@sauna-bund.de

Layout/Produktion

Birgit Osunu (-14)

b.osunu@sauna-matti.de

Layout u. Herstellung

maerz kommunikation,

Bielefeld

Druck

Offsetdruckerei L. Sertl, Spenge

Preis

Einzelheft 8,- e (inkl. MwSt. und zzgl. Versandkos

ten), Jahresabonnement (4 Hefte): Inland 28,- e

(inkl. MwSt. und Versandkosten); Ausland 36,- e (inkl.

Versandkosten); Mindestbezugszeitraum 1 Jahr.

Für Mitglieder des Deutschen Sauna-Bundes

ist der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.

Bankkonten

Volksbank Bielefeld

(BLZ 480 600 36) 67 458 200

Vertrieb

Nur im Abonnement

Abonnement-Bestellung direkt

beim Verlag. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages.

Erscheinungsweise

viermal jährlich

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8.000 Exemplare

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sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere

das der Übersetzung in andere Sprachen,

sind vorbehalten. Nachdrucke oder Reproduktionen

in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm

oder andere Verfahren sowie Speicherung und

Wiederverarbeitung durch Datenverarbeitungsanlagen

– auch auszugsweise – nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages gestattet.

Artikel oder Zeitschriften mit Namen des Verfassers

stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die

der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Der Verlag behält sich vor, nur Anzeigen zu

veröffentlichen, die inhaltlich nicht der Zielsetzung

des Deutschen Sauna-Bundes widersprechen.

Printed in Germany

Im Verlag der Sauna-Matti GmbH erscheinen außerdem

weitere Fachschriften für Forschung und Praxis

des Saunabades und verwandter Fachgebiete.

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