2010-04 | Winter: TOP Magazin Dortmund

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Die Themen dieser Ausgabe: • C.T.C.– STEFAN KRETZSCHMAR ZU GAST IM FREISCHÜTZ • WINTERBERG– DER KURZE TRIP IN DEN SCHNEE • FLACONS – HAUTE COUTURE DER DÜFTE

Ausgabe 4

Winter 2010

21. Jahrgang

4,- €

C.T.C.

STEFAN KRETZSCHMAR

ZU GAST IM FREISCHÜTZ

WINTERBERG

DER KURZE TRIP

IN DEN SCHNEE

FLACONS

HAUTE COUTURE

DER DÜFTE

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Sonntagnachmittag und bei herrlichem Sonnenschein bekommt man trotz

Kälte Lust, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Weihnachten ist greifbar

nah und Gedanken über das fast abgelaufene Jahr finden Platz in den Gesprächen

unter Kollegen, Freunden und in der Familie. Ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen

deutschlandweit, ein deutliches Wirtschaftswachstum und eine spürbare Aufbruchstimmung

lassen uns positiv in die nahe Zukunft schauen. Und auch unsere Borussia

hat nach heutigem Stand einen klaren Vorsprung gegenüber den üblichen Favoriten,

so dass wir vielleicht sogar schon einen verschmitzten Blick auf die Meisterschale

2011 werfen dürfen.

Als Motiv für unser Galeriefoto hat unsere Fotografin Isabella Thiel diesmal den

größten Weihnachtsbaum Deutschlands ausgewählt, der auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt

glänzt mit 48.000 Lämpchen, 20 roten Kerzen à 2,5 Meter, 57 Leuchtornamenten

und einem 4 Meter hohen und 200 Kilogramm schweren Engel, der als

leuchtende Spitze über allem schwebt.

Nach den tollen Geschichten aus dem letzten Winter über hervorragende Schneeverhältnisse

im Skigebiet Winterberg hat sich unser Redakteur Falk Bickel einmal

umgehört, wo diese tollen Hänge und Pisten zu finden sind.

Viel Spaß beim Lesen!

P.S. Wenn ich daran denke, dass sich in den nächsten Tagen – vor allem aber an den

Adventwochenenden – tausende Besucher dichtgedrängt an den Glühweinständen

und anderen Weihnachtsbuden aufhalten, mache ich mir Sorgen um die Sicherheit

dieser Menschen in Anbetracht der ausgesprochenen Terror warnungen der Regierung.

Daher bitte ich alle darum, neben aller Freude und Eupho rie, wachsam zu sein

und Dinge der Polizei zu melden, die ungewöhnlich oder suspekt erscheinen.

TOP 3


Inhalt

12

14

30

34

INHALT

GALERIE

Advent, Advent … 6

EVENT

5. TOP Party Lounge bei Max Moritz 8

Phoenixsee: J. R. Ewing aus Dallas machte die Wanne voll 12

Søren Fashion Show 14

Filmfestival: Alles drehte sich um Lüdia 16

Golf- und Pokerturnier: InWinnietational 2 18

SPORT

Jana Hartmann: Wenn der Hase so richtig Tempo macht 20

MENSCHEN

Weihnachtsmarkt … ein harter Job 24

Warum es im OB-Büro keine Gardienen gibt 26

Adolf Winkelmann: Die bewegten Bilder haben längst das Kino verlassen 28

Kai Voges: Theater findet in der Gegenwart statt 30

FREIZEIT

Zoo Dortmund: Heilig Abend mit den Krippentieren 32

Winterberg: Wintersport vor Ort 34

WIRTSCHAFT

Ausbildungspreis der Dortmunder Wirtschaft 37

Thier-Galerie: Zu der hippen Jeans die Nudel to go 38

Westfalenhallen: Liebesperlen zum Jahresende 40

ESSEN & TRINKEN

C.heck T.he C.hief: Stefan Kretzschmar zu Gast im Freischütz 43

KULTUR

Dortmund alternativ: Die wundersame Welt der Subkultur 46

Literaturvorschau: Faulspiel 47

4 TOP


Inhalt

43 52

62 64

WINTER 2010

Abba-Revival: „Vier Schweden“ auf dem Vormarsch 48

Kulturvorschau: Das Spiel geht weiter 49

Nachtszene: Wer Langeweile schiebt ist selber Schuld 50

Premiere: Der Woyzeck — Ein Winterschauermärchen 52

Hitchcock: Es ist alles nur Theater 54

LIFESTYLE

Vom OP auf den Catwalk: Fotoshooting mit Dr. Antje Ahrens 55

Schmuckdesign: Diamonds are the girls best friends ... 58

Traumküchen: Raumvisionen stilsicher vollenden 60

Flacons — Haute Couture der Düfte 62

Skitrends: Der weiße Rausch 64

Vollgas bei Brillen Obert 65

Outdoor-Fashion: Wenn schon der Name Abenteuer verheißt 66

AUTO

Audi vs. Mercedes: Der Siegeszug des Designs 84

BERATERFORUM

Besuch beim Zahnarzt: Blauer Himmel gegen die Angst 87

Steuern: Überlegungen zum Jahresende 88

Sanfter Weg zu strahlend schönen Zähnen 90

KOLUMNE

Die TOP-Ohrologen 110

RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 86

Gastro Guide 92

TOP News 98

Tipps & Termine 102

Rezension: Lektüre und Klangvolles zwischen den Jahren 108

Kinovorschau: Großes Kino 109

TOP 5


Inhalt

6 TOP


Inhalt

ADVENT, ADVENT …

TOP 7


Event

Zu seiner 5. Lounge hatte das TOP Magazin in das benachbarte Hagen eingeladen. Die TOP Location: das Autohaus Max Moritz.

Zusammen mit den beiden Filialleitern Stefan Scheer und Ralf Grabow konnte TOP-Magazin Herausgeber Winnie Appel auch diesmal

wieder zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur unter dem Dach der Top-Marken Audi und VW begrüßen. Die beiden Max-

Moritz-Repräsentanten freuten sich besonders darüber, dass neben ihrem traditionellen Kundenstamm auch viele Dortmunder den

Schritt über die Stadtgrenze gewagt hatten, um sich von der mobilen Welt der Weller Gruppe, zu der das Hagener Autohaus gehört,

beindrucken zu lassen. Dieckmanns Catering erfreute die Gäste mit seinem exquisiten Buffet. Ein zusätzlicher Leckerbissen: Winnie

Appel sorgte selbst für das Musikprogramm und lies seine Entertainmentfähigkeiten aufblitzen.

Fotos: Isabella Thiel

Stefan Scheer, Ralf Grabow

Winnie Appel, Christian-Frederic Wolf, Jörg Folcz

8 TOP


Event

Event

Gerhard Becker, Helga Bastian

Nadine Ebers, Monica Ribeiro, Sevgi Dogru

Tuan van Pham, Uwe Grimm

vertieft …

Georg Schulte, Christina Stendel

Wolfgang Debus, Susanne Hömberg

TOP 9

TOP 9


Bühne frei!

Event

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10 TOP

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Event

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TOP 11

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Event

J. R. EWING AUS DALLAS

MACHTE DIE WANNE VOLL

„Schau mal, hier liefen früher die Gleise der Werksbahn lang,“ versuchte ein in die Jahre gekommener Ex-Hoeschianer seinem

Enkel noch etwas Industriekultur nahe zu bringen. Dieser jedoch fieberte, ein Bravo-Heft mit Amy Macdonald auf dem Cover in

der Hand, dem Auftritt des schottischen Stargastes bei der Flutung des Phoenixsees entgegen und hatte so gar keinen Sinn für

die Ausführungen seines Opas. Ja, neue Zeiten… nur knapp zehn Jahre dauerte die Verwandlung vom alten Stahlwerksgelände

in eine See-Landschaft mit Hafen, Gastronomie, Gewerbeobjekten und Wohnsiedlungen.

Rund 65.000 Menschen haben laut Veranstalter

an diesem historischen 1.Oktober

die Flutung des Sees gefeiert. Die

Festredner geizten nicht mit großen

Worten. OB Ullrich Sierau bekannte:

„stolz darauf, Oberbürgermeister einer

Stadt zu sein, die in wenigen Jahren

ein Jahrhundertwerk geschaffen hat",

NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger

hob die Bedeutung des Projekts

für den Strukturwandel hervor und der

Vorstandschef der Dortmunder Stadtwerke,

Guntram Pehlke, nannte den See

ein Juwel.

Als der Überraschungsgast bei der See-

Flutung, Larry Hagmann alias J.R. Ewing

aus der 80er-Jahre TV-Serie „Dallas“, an

der großen Schraube drehte, vermuteten

wohl einige Zuschauer, dass nun eine

Ölfontäne aus den Tiefen des Phoenixsees

schießen würde. Doch floss gegen

16:20 Uhr das erste Frischwasser unter

dem Jubel der Zuschauer aus zwei

Rinnsalen in das Hafenbecken. Der gut

gelaunte US-Schauspieler veränderte

noch publikumswirksam das berühmte

Kennedy-Zitat und bekannte: „Ich bin

ein Dortmunder!“ Der See sei eine wundervolle

Idee und sicher eine großartige

Investition.

„Gut gelaunt“ hätte man auch die ganze

Veranstaltung überschreiben können.

Sogar Petrus hatte ein Einsehen und

beleuchtete das Fest nach tagelangem

Dauerregen mit herrlichem Sonnenschein.

Es wurde allen Besuchern etwas

geboten. Lustig wie immer der Auftritt

von Ruhrpott-Comedian Atze Schröder.

Romantisch eine Fahrt in der Gondel

des Riesenrades. Interessant die Hubschrauber-Rundflüge.

Teilweise großartig

die musikalischen Darbietungen.

Lecker die Currywurst und das Pils an

den Ständen der eigens für diese Feier

errichteten Kirmes.

Und doch….etwas zu meckern gibt es ja

immer. Scheinbar hatten die Verantwortlichen

nicht mit einem derartigen Ansturm

gerechnet. Menschenmassen vor

den Wertmarken-Buden, Wartezeiten auf

feste und flüssige Nahrung bis zu einer

Stunde. Das Ende der Schlange vor dem

Riesenrad war nur undeutlich mit einem

guten Fernglas zu sehen. Atze Schröder

war viel zu leise und hatte so stimmlich

nicht den Hauch einer Chance, sich gegen

das Rotorengeknatter der drei Hubschrauber

(Startplatz direkt hinter der Bühne)

und das Geheule der Feuerwehrwagen

(Parkplatz direkt neben der Bühne), in

denen die jüngsten Besucher mit echten

Sirenen spielen durften, durchzusetzen.

So fielen einige seiner Gags buchstäblich

ins Wasser. Außerdem trübten desorientierte

Security-Männer („Wo der Ausgang

ist? Nicht da wo der Eingang ist!“) den

guten Gesamteindruck ein wenig. Kleine

Startprobleme halt, denn eines ist sicher:

Die nächste Party am Phönixsee kommt

ganz bestimmt.

Text: Falk Bickel, Fotos: Isabella Thiel

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Event

SØREN FASHION SHOW

Was Mitte der 1990er Jahre mit recht

konventionellen Modenschauen in überschaubarem

Rahmen begann, entwickelte

sich rasant zu einem großen Fashion

Event – und zu einer der angesagtesten

Veranstaltungen im Raum Hagen und

Umgebung. Bei der jüngsten Show in

einer Halle auf dem ehemaligen WestfaliaSurge-Gelände

in Herdecke etwa,

konnte das Kreativ-Team sich richtig

auslassen: das Gebäude stand zum Abriss

und so konnte dort vieles verändert

werden. Bereits vier Tage vor der Show

rückte die Truppe ein und begann mit

dem Aufbau: eigens für den Showabend

entworfene Bars wurden zusammengezimmert,

ein Sockel für ein Autowrack

installiert, die riesigen Wandflächen

mit Graffitis versehen sowie Licht- und

Bühnentechnik montiert. Gefeiert wurde

bis tief in die Nacht – und Beteiligte wie

Gäste waren sich wieder mal einig, dass

es eine außergewöhnliche Veranstaltung

mit vielen Highlights und dem typischen

Søren-Flair, der richtigen Mischung aus

Show, Mode, Design und Ausstattung,

Musik und Party war.

Gezeigt wurde die aktuelle Søren-Kollektion mit den Labels

Belstaff, True Religion, Moncler, Nolita, Rare, JBrand, PRPS, Woolrich, Drykorn etc.

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Event

TOP 15


Event

ALLES DREHTE SICH UM LÜDIA

Vom 11. bis 14. November war Lünen wieder im Filmfieber. 61 aktuelle deutschsprachige Filme aller Genres und Längen, 11

Filmpreise in einem Gesamtwert von 45.300 Euro, 74 historische Kinotransparente, Videogames auf großer Kinoleinwand, Gespräche,

Debatten und Glamour – das 21. Kinofest Lünen schöpfte wieder einmal aus dem Vollen. 8.500 Zuschauer sorgten an

den Festivaltagen für ein Kinofest mit vollen Sälen, intensiven Diskussionen und guter Stimmung. „Das Interesse war wesentlich

größer als vor einem Jahr“, freut sich Meinolf Thies, einer der beiden Cineworld-Geschäftsführer, und auch Kinofestleiter Mike

Wiedemann zeigte sich hochzufrieden.

Petra Müller, Olli Dittrich, Katja Riemann

In der Zwischenzeit ist das Festival zu einem

kulturellen und gesellschaftlichen

Selbstläufer geworden. Und so war der

traditionelle Startschuss für vier Tage

deutschen Filmvergnügens eine große

Gala mit familiärer Atmosphäre – man

kennt sich eben. Das Foyer des Cineworld-Kinos

war wieder einmal mehr als

prall gefüllt, darunter wie üblich zahlreiche

Vertreter aus Politik, Gesellschaft

und der Filmszene.

Der filmische Höhepunkt der Eröffnungsgala:

Die Deutschland- und damit

auch Welturaufführung der Komödie

„Die Relativitätstheorie der Liebe“ –

mit Katja Riemann und Olli Dittrich.

Eine Schauspielerin, ein Schauspieler,

zehn Rollen: In miteinander verwobenen

Geschichten voller schicksalhafter

Zufälle verwandelt sich das kongeniale

Duo Katja Riemann und Olli Dittrich in

vier Großstadtpaare, deren Leben ein

gemeinsames Thema prägt: die Liebe.

Auch die prominenten Besucher wurden

von dem beschwingten Film wunderbar

auf das Kinofest eingestimmt. Darunter

die neue Chefin der Filmstiftung NRW,

Petra Müller, die Schauspielerin Renan

Demirkan und UFA-Chef Wolf Bauer.

Bundesweit startet der Film am 13. Januar

in den Kinos.

Beeindruckend sensibel

Der mit 10.000 Euro dotierte Filmpreis

der Stadt Lünen, die Lüdia, ging in diesem

Jahr an den deutschen Spielfilm „Eines

Tages…“ In dem beeindruckenden

Film mit Horst Janson erzählt Regisseur

Iain Dilthey ebenso sensibel wie informativ

von der Volkskrankheit Demenz.

Produzent Torsten Reglin nahm die Lüdia

stellvertretend entgegen.

Den Preis im Wettbewerb für kurze Kurzfilme

ging an Max Zähle, Student an der

Hamburg Media School, für seinen Spielfilm

„Wattwanderer“. Im Wettbewerb für

mittellange Filme war der 37-minütige

Spielfilm „The Night Father Christmas

Died“ diesjähriger Publikumsliebling.

„Hier kommt Lola“, unter der Regie von

Franziska Buch, verzauberte das junge

Lüner Publikum und erhielt die mit 3.000

Euro dotierte „Rakete“.

Theos späte Ehre

Gemeinsam mit dem Medienpartner des

Kinofests, den Ruhr Nachrichten, wurde

in diesem Jahr zum zweiten Mal der

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Event

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Lüdia und Torsten Reglin

RuhrPott vergeben. Hier standen gleich

drei Filme aus der Reihe „Extrem Nah“

mit Filmen aus der Region zur Wahl. Das

Publikum konnte beliebig viele Stimmkarten

für jeweils 1 Euro erwerben – das

Preisgeld aus dem Erlös der Stimmkarten

wurde von den Ruhr Nachrichten auf 750

Euro aufgestockt. Diesen Preis hat sich

die Kult-Komödie „Theo gegen den Rest

der Welt“ aus dem Jahr 1980 mit Marius

Müller-Westernhagen in der Hauptrolle

geholt. Der Produzent des Films, Kinofestleiter

Michael Wiedemann, rundete

das Preisgeld auf 1.000 Euro auf und

übergab das Geld zu gleichen Teilen an

die Regisseure der beiden weiteren Wettbewerbsfilme

„Rockabilly Ruhrpott“ und

„7936“ für kommende Projekte.

Die Schülerjury 10+ entschied sich

für den Film „Tiger Team“. Peter Gersina

bekam 2.500 Euro, gestiftet wieder

vom Landrat des Kreises Unna,

Michael Maki olla, der die selbe Summe

auch für den Preisträger der Schülerjury

16+, „Mein Leben im Off“ von Oliver

Haffner stiftete.

Den Preis für das beste Drehbuch (2.500

Euro) vergab eine Fachjury mit Sabine

Holtgreve (Producerin), Oliver Baumgarten

(Filmpublizist) und Joachim Ortmanns

(Produzent) an Pia Marais und

Horst Markgraf für „Im Alter von Ellen“.

Text: Ulrich Brüne

Fotos: Kinofest Lünen

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TOP 17


Event

INWINNIETATIONAL 2 —

MALLORCA 2010

Zur zweiten Golf- & Pokerchallenge „INWINNIETATIONAL“ trafen sich im September zwanzig (Golf-)Zocker aus ganz Deutschland,

um auf dem Golfplatz „Son Muntaner“ und an Pokertischen den Champion in der Gesamtwertung zu finden. Das Castillo Hotel

Son Vida oberhalb der Hauptstadt Palma de Mallorca bot den Teilnehmern Unterkunft und Austragungsort für die Pokernacht.

Mit einem atemberaubenden Ausblick wurden die Jungs vertröstet, die schon zu früh mit dem Ruf „all in“ ihre Chips verspielt

hatten. Nachdem im Vorjahr Axel Lange aus Berlin das INWINNIETATIONAL 1 gewonnen hatte, konnte diesmal Harald Petersen

aus Ostfriesland seinen Namen in den Pokalsockel eingravieren lassen. Das Rennen auf dem Wasser fand außerhalb der Wertung

statt. Hier gewann die „Blue Cristall“ knapp vor der „Performance Diva“.

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Event

Event

Dortmund | Westenhellweg

TOP 19

TOP 19


Menschen

WENN DER HASE SO

RICHTIG TEMPO MACHT

Wenn man für die „Schweden-Staffel“ einen männlichen „Hasen“ als Trainingspartner braucht, um nicht am Flughafen 800 Meter

geradeaus laufen zu müssen – dann ist man im Leben von Jana Hartmann angekommen. Die in Dresden geborene Leichtathletin

ist seit vielen Jahren der heimliche Star der Dortmunder Sportler, auch wenn der Fußball oder die Ruder-Riege in unserer Stadt

in der Öffentlichkeit mehr Beachtung findet. Seit dem fünften Lebensjahr steht bei Jana Hartmann der Sport im Hauptfokus und

nur wenige Sportlerinnen haben sich so sehr einen Namen gemacht wie sie.

Die Mittelstreckenläuferin war 2007

Deutsche Hallen-Meisterin über 800

Meter und nahm im selben Jahr auch

an den Hallen-Europameisterschaften

im Birmingham teil. Sie wurde 2008

in Nürnberg über 800 Meter Deutsche

Meisterin, nahm 2009 an den Weltmeisterschaften

über 800 Meter teil und

ist amtierende Deutsche Hallen- und

Freiluft-Meisterin über ihre Lieblingsstrecke

– eben die 800 Meter. Ach ja,

der Vollständigkeit halber muss gesagt

werden, dass ihre Bestzeit über 400 m

bei 54,40 Sekunden und über 800 m bei

2:00,71 Minuten liegt – und das alleine

ist schon ganz großes Tennis.

„Ich komme aus einer Sportler-Familie

und kenne daher auch nichts anderes“

ist die einfache und doch plausible Antwort

auf dei Frage nach dem Einstieg in

den Sport.

Sie entdeckte für sich die Leichtathletik

– oder umgekehrt. Denn es gibt

auch noch einen eigentlichen Beruf,

einen Job, der ebenso ungewöhnlich

wie interessant erscheint und lediglich

für einige Wochen im Jahr Beachtung

findet: als Polizeiobermeisterin

der Bundespolizei am Flughafen Dortmund.

Puma-Dresscode und Sterne auf

der Schulter – das geht? „Ja, ich werde

großartig unterstützt und durch die

Sportfördergruppe freigestellt“, betont

Hartmann mit einem Lächeln.

Wenn man im Interview der sympathischen

Läuferin gegenüber sitzt, fällt

es zwar im ersten Moment schwer, sie

mit Schusswaffe und Uniform in Verbindung

zu bringen, doch da es noch ein

Leben nach dem Laufen geben wird,

sind auch dort ihre Ziele genau so klar

definiert wie das Ziel der nächste Europameisterschaft

2011.

„Nach dem Sport kommt die berufliche

Laufbahn bei der Bundespolizei.“ Sie sagt

zwar selbst, dass sie glücklicher weise

das Hobby Laufen zum Beruf machen

konnte, aber andererseits ist die Perspektive

nach der sportlichen Karriere

dann wieder Richtung Uniform gerichtet.

Hierbei gehen ihre Vorstellungen aber

auch in die Richtung einer möglichen

„Sportleiterin“ bei der Bundespolizei

oder in Richtung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

– verbunden mit dem bereits

laufenden berufsbegleitenden Studium

des Journalismus in Berlin.

Doch zurzeit steht neben der neuen Heimat

in Aplerbeck, vor allen die Qualifikationen

für die besagte Hallen-Europameisterschaft

am 4. und 5. März in Paris

im Mittelpunkt, bevor dann die Weltmeisterschaft

in Korea ansteht. Für Jana

Hartmann bedeutet dieses nun nur noch

eines: laufen, laufen, laufen. Und das gelegentlich

auch in der Schweden-Staffel,

die verschiede Lauflängen (400-300-200-

100 Meter) vereint und ihr persönlich

unheimlich viel Spaß macht. Genau wie

die Polizeimeisterschaften, von denen

20 TOP


Menschen

sie auch schon so manche Medaille mit

nach Hause gebracht hat und die auf internationaler

Ebene immer einen sehr

guten Leistungsvergleich für die anderen

Wettkämpfe mit sich bringen. Ach so,

der „Hase“ spielt bei den Vorbereitungen

und der Findung zur persönlichen Bestzeit

eine enorm wichtige Rolle – denn

dieser männliche Tempomacher läuft an

ihrer Seite oder vorneweg und sorgt für

die Geschwindigkeit.

Ihr Freund bevorzugt da mehr die Fahrrad-Variante:

„Die Unterstützung von Zuhause

ist mir sehr wichtig“, betont sie.

Genauso wie ihre Verbundenheit mit

Dortmund. Den Weg fand sie mit einer

kleinen Zwischenstation in Düsseldorf,

nachdem sie die Sportfördergruppe in

Cottbus tatsächlich auf Grund von Leistungsschwäche

verlassen musste.

Alles richtig gemacht, kann man im

Nachhinein da nur sagen – denn mit ihrem

Trainer Pierre Ayadi und dem Verein

TSC Eintracht bzw. als Starterin für

die LG Olympia Dortmund stellten sich

die Erfolge wieder ein. Dazu zählten

auch die Auszeichnungen wie „Sportlerin

des Jahres“ in Dortmund. Dass sie

zwar die 800 Meter alleine laufen muss,

sagt nicht, dass ihr Sport kein Teamsport

ist. Denn neben Pierre Ayadi gibt

es ein großes wie wichtiges Team, ohne

dass sie ihre Leistungen gar nicht bringen

könnte. Angefangen bei der Heilpraktikantin,

über den Wettkampf-Manager,

die Physio-Med-Abteilung oder

„Ultra Sports“ als Nahrungsergänzungs-

Aspekt so wie Sparkasse oder Puma: sie

alle ermöglichen Jana erst ihre große

Liebe – das Laufen.

Nun geht es aber erst einmal ins Trainingslager.

Die Hallen-Europameisterschaften

stehen bereits vor der Tür und

damit auch die notwendige Qualifikation.

Wie es ihr im Lauf-Lager ergangen ist, ob

sie ihre Bestzeit noch verbessern konnte

und ob sie den Traum von Olympia

2012 in London immer noch träumt, wird

sie dem TOP MAGAZIN exklusiv in der

nächsten Ausgabe verraten.

Text: Didi Stahlschmidt

Fotos: Franz Luthe

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TOP 21


Menschen

DAS AUGE TANZT MIT

Eine House-Party irgendwo im Ruhrpott. Bunte, schnelle Bilder verschmelzen auf großen Leinwänden und Bildschirmen mit

dem Beat, den der Diskjockey vorgibt. Neben dem DJ steht Wolfgang Strausdat und bedient mit einer Hand sein Mac-Book. Der

56-jährige Dortmunder ist VJ, also Visual Jockey und heute Abend für die visuelle Untermalung der Party verantwortlich.

Die Abkürzung VJ entwickelte sich in Anlehnung

an die Abkürzungen für Discjockeys

(DJ) und Lightjockeys (LJ). Nicht

zu verwechseln ist der Visual Jockey mit

dem Video Jockey. Die in TV-Musiksendungen

stattfindende Moderatoren-Tätigkeit

eines Video Jockeys unterscheidet

sich deutlich von der künstlerischen Performance

eines Visual Jockeys.

Es handelt sich um ein relativ junges Berufsbild,

das erst durch die Entwicklung

der damit zusammenhängenden Technologien

(vor allem Beamer und PC-Grafik)

zu Beginn der 1990er Jahre entstand.

Bis dato gibt es (noch) keinen eigenen

Ausbildungsgang mit dem Abschluss Visual

Jockey, vielmehr liegt meist eine

künstlerische, freischaffende Tätigkeit

vor, die neben visueller Kreativität auch

technische Kompetenzen verlangt.

Wolfgang Strausdat ist ein VJ / DJ und

Produzent, dessen Kreativität, Wissen

und Erfahrung sich aus circa 20-jähriger

Tätigkeit in den Undergroundclubs

der Region speist. Seine musikalischen

Sets in legendären Läden, wie dem Jara,

dem Elektra, dem Madison und so weiter

brachten Wolfgang Strausdat aktuell

als VJ auf eine audiovisuelle Ebene, was

ihn zu einem gefragten Lichtkünstler auf

Top-Events macht.

Von VIVA bis Juicy Beats

So performte er auf der Loveparade

2007 und 2008, dem Juicy Beats-Festival

(Dortmund), im Robert Johnson

(Offenbach) sowie im Privilege (Ibiza)

und pushte mit seinen Illuminationen

Künstler wie Jimpster, Clara Hill, Fauna

Flash, Oliver Klein und Rainer Trüby.

Produktionen im VJ-Bereich für VIVA

TV und für seine eigene Nightbeats-TV-

Sendung zeugen weiterhin von feinem

Gespür für Stimmungen und Beats. Außerdem

organisiert Wolfgang Strausdat

seit einigen Jahren das beliebte Independent-

und Electronic-Music-Festival

Juicy Beats mit, das über 20 000 Besucher

jährlich besuchen.

Als Produzent – unter dem Künstlernamen

Oskar Oskarson – steht Wolfgang

Strausdat für treibenden Deep-House

und Minimal-Beat. Fußend auf dem reichen

musikalischen Repertoire der Clubkultur

spannen sich seine Tracks Raum

füllend und melodisch aus, um Körper

und Köpfe hypnotisch einzufangen. Getreu

seinem Motto: Go with the flow.

Konkurrenz mit dem DJ gebe es nicht.

„Audio hinterlässt auf der Tanzfläche

einen größeren Eindruck als das Visuelle,

aber trotzdem kann man auch mit

optischen Eindrücken eine körperliche

Reaktion hervorrufen“, erklärt Strausdat.

Reich könne man jedoch vom VJing allein

auch nicht werden.

Der Reiz am Spiel mit den Bildern muss

also ein anderer sein: VJs sind nicht nur

fasziniert von Computern und Videotechnik,

sie wollen sich gleichzeitig als Künstler

verwirklichen und mit ihren Bildern

eine Botschaft transportieren. „Wenn uns

jemand einen Bildschirm oder eine Videoleinwand

gibt, sollte man die Stärke

dieser Medien auch nutzen“.

22 TOP


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WEIHNACHTSMARKT…

EIN HARTER JOB

Glühweinduft und Lichterzauber locken Millionen Besucher in die deutschen Innenstädte – mancher Schausteller erwirtschaftet

auf den Weihnachtsmärkten gut ein Drittel seines Jahreserlöses. Lange Zeit war viel Geld zu verdienen, im Moment ist es „nicht

so prickelnd“, stellt Schausteller Rudolf Isken sen. fest. Die Kosten für Standgeld und Energie wie Strom und Benzin seien explodiert.

Der Umsatz sei jedoch nicht gestiegen. „Die Preise sind gerade in Dortmund immer noch sehr volkstümlich. Einen 0,2

Liter Glühwein für zwei Euro gibt es in kaum einer anderen Stadt.“.

„Die Welt der Schausteller ist eine ganz

eigene. Es ist schon ganz anders als in

´normalen´ Berufen. Schausteller müssen

immer abends und am Wochenende arbeiten“,

beschreibt Gaby Isken ihre Welt.

Dies sei auch der Hauptgrund, warum

Schausteller meist untereinander heiraten

würden. Es gebe spezielle Jugendtreffen,

zu denen Jugendliche aus ganz

Deutschland kommen. „Machen wir uns

nichts vor“, erklärt die attraktive 58-jährige:

„Das ist ein richtiger Heiratsmarkt.“

Es gebe in dieser Branche die Aufteilung

in Standard- und Spezial-Schausteller.

„Die Standard-Kollegen, die Auto-Scooter,

Currywurstbuden, Dosenwurf und

so weiter betreiben, sind nur lokal in

Nordrhein-Westfalen unterwegs.“

Spezial Schausteller verdienen ihr Geld

mit Achterbahnen und supermodernen

Fahrgeschäften in ganz Deutschland und

in den angrenzenden Nachbarländern.

Die sprichwörtlichen jungen Männer zum

Mitreisen würden zwar immer noch gesucht,

„aber es meldet sich nie jemand.“

„Wohl wegen der Arbeitszeit und weil es

halt ein harter Job ist. Es ist vergleichbar

mit den Spargelstechern, auch wir finden

viele Mitarbeiter nur in Osteuropa.“

Die Iskens managen jetzt alles von zu

Hause aus, waren aber früher auch mit

dem Wohnwagen unterwegs.

Jetzt ist die nächste Generation mehr in

das tägliche Geschäft eingebunden. Der

Glühweinstand am Weihnachtsmarkt,

der bei allen Dortmundern als DER

Glühweinstand bekannt ist, hieß über

40 Jahre „Grogbar“ und ab diesem Jahr

heißt er „Rudis Hütte“. „Schausteller ist

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Menschen

Elektrosmog?

Nein danke!

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ein schöner Beruf. Man lernt viel von

der Welt kennen und es bilden sich oft

Freundschaften zwischen Schaustellern

und Ortsansässigen. Schwierig wird die

Sache nur, wenn Kinder ins Spiel kommen,

die dann häufig aufs Internat geschickt

werden oder sogar bei Pflegefamilien

unterkommen müssen, wenn

der tägliche Schulweg einfach zu weit

wird. Die beiden Kinder unseres Sohnes

leben deshalb einen Großteil der

Zeit bei uns.“

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann

während der Adventszeit

ins Dortmunder Weihnachtsdorf, das

wieder am größten Weihnachtsbaum auf

dem Hansaplatz steht. Hier können die

jüngsten Besucher Gedichte vortragen,

Lieder singen oder auch basteln und backen.

Gaby Isken ist Initiatorin und „gute

Seele“ des nur aus Spenden finanzierten

Weihnachtsdorfs, das sogar eine eigene

Postleitzahl (44104) hat. Sie sammelt im

Laufe des Jahres 40 bis 50 000 Euro für

den Förderverein, um das Projekt realisieren

zu können.

Alle Interessenten, besonders Schulklassen

und Kindergärten, wurden gebeten,

sich bis Mitte Oktober anzumelden. Die

Nachfrage war erwartungsgemäß wieder

so hoch, dass das Los über eine Teilnahme

entscheiden musste.

Und so ist das Weihnachtsdorf – wie

jedes Jahr – für die gesamte Zeit ausgebucht.

Restplätze gibt es auf Anfrage

direkt vor Ort.

Im Wohnzimmer des Weihnachtsmannes

auf dem Hansaplatz steht auch diesmal

wieder das Christkind-Telefon. Hier können

die Kleinen beim Christkind direkt

ihre Wünsche äußern. Ob alle Wünsche

in Erfüllung gehen? Gaby Isken erzählt:

„Selbst unser 10-jähriger Enkel, der

schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann

glaubt, musste letztes Jahr

unbedingt noch mal zum Christkind-

Telefon, um seine Wunschliste zu übermitteln.“

Vielleicht, wir unterstellen mal,

dass er ein cleveres Kerlchen ist, wollte

er auch nur sichergehen, dass seine Oma

beim Verlesen seiner Liste gut zuhört.

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WARUM ES IM OB-BÜRO

KEINE GARDIENEN GIBT

Am 18.5.2010, dem Jahrestag der 1996-er Deutschen Meisterschaft von Borussia Dortmund hat er offiziell seine Arbeit als Oberbürgermeister

der Stadt Dortmund begonnen und zugleich eine einmalige politische Reise beendet, die bundesweit Geschichte

schrieb und für einiges Aufsehen sorgte. Ullrich Sierau – 1956 in Halle an der Saale geboren, Raumplaner, verheiratet, drei

Kinder, leidenschaftlicher Fahrradfahrer – gewann am 9. Mai 2010 auch die Wiederholung der Oberbürgermeisterwahl von 2009

mit überzeugender Mehrheit. Er dürfte sehr froh gewesen sein, endlich mit unanzweifelbarer Legitimation für die Menschen der

Stadt an die Arbeit gehen zu können.

Herr Oberbürgermeister, die ersten

Monate sind ins Land gezogen. Soweit

es schon möglich ist – wie sieht Ihre

erste Zwischenbilanz aus?

Nach einem doch relativ kurzen, überschaubaren

Zeitraum von rund sechs

Monaten kann man das in der Gesamtheit

schwer sagen, auch wenn sich schon

Vieles getan hat. Angefangen von Neustrukturierungen

in der Verwaltung bis

hin zu internen Abläufen ist Vieles auf

einen neuen Weg gebracht worden.

Nach den aufregenden Monaten zuvor

musste man aber zunächst einmal wieder

in ruhiges Fahrwasser kommen und

als erstes den Haushalt 2010 genehmigungsfähig

machen – genau so wie parallel

die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise

bewältigen, wobei man da

sicherlich sagen kann, dass Dortmund

noch relativ glimpflich weg gekommen

ist. Bauvorhaben wie das ECE oder der

Neubau des Volkswohlbundes sind deutliche

Anzeichen dafür, die gesunkene

Zahl von Arbeitslosen ebenfalls. Das

sind gute Grundlagen, um als Standort

durch zu starten.

Zudem haben wir durch die Kulturhauptstadt

2010 einen Schub im Tourismus

bekommen und im selben Zuge einen

Imagegewinn als Oberzentrum mit hoher

Lebensqualität verbuchen können.

Auf Ihrer Homepage ist wörtlich zu

lesen „Das Handeln der Verwaltung

wird transparenter“. Was wollen Sie

ändern?

Ich möchte vor allem Haushaltsklarheit

bzw. Haushaltswahrheit. Ein Beitrag dazu

waren Bürgerforen zur Haushaltssituation,

ein weiterer die Tatsache, dass

dem Rat der Stadt Dortmund alle Zahlen

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Menschen

„Die Großprojekte stehen für den dynamischen Strukturwandel der Stadt“

offen dargelegt worden sind. Das ist ein

deutlicher Kulturwandel. Es gibt auch

wesentlich mehr Themen, die im Verwaltungsvorstand

thematisiert und anschließend

öffentlich erläutert werden –

sprich: es gibt eine bessere und offenere

Kommunikation. Dazu kommen sehr viele

Gespräche mit Vertretern von Verbänden,

Organisationen oder Vereinen.

Das Stadtamt 1 ist insgesamt transparenter

gemacht worden. Das ist auch ein

Grund, warum es bei mir im Büro keine

Gardinen gibt. Das beschert mir im Übrigen

einen wunderbaren Blick auf den

Friedensplatz und in das Leben in der

Stadt. Das Fenster ist da wie eine Leinwand.

Generell kann man festhalten: der

Anfang war gut und richtig.

Die bekannten Großprojekte in der

Stadt werden durchaus kontrovers

diskutiert. Welche Bedeutung sprechen

Sie ihnen zu?

Das alles sind handfeste Zeichen des dynamischen

Strukturwandels, die für die

Zukunft Dortmunds stehen. Ob es der

Phoenix See oder Phoenix West ist, der

U-Turm oder das ECE-Center – all diese

Projekte verkörpern eine ökologisch und

ökonomisch nachhaltige Entwicklung

unserer Stadt. Dass zum Beispiel das U

auf der Weltausstellung in Shanghai präsentiert

worden ist, zeigt sehr deutlich,

welchen Stellenwert allein dieses Projekt

hat. Es ist ein Leuchtturm im Wortsinne,

denn es wird weit über Dortmunds Stadtgrenzen

hinaus wahr genommen.

Das Kulturhauptstadt-Jahr 2010 neigt

sich dem Ende zu. Wie sieht Ihre persönliche

Bilanz aus und was waren

Ihre Favoriten im Veranstaltungskalender?

Ich selbst habe die Eröffnungsfeierlichkeiten

in Duisburg miterlebt und viele

Einzelevents. Eines meiner persönlichen

Lieblingsprojekte war „schoolmotions“,

wo Kindern und Jugendlichen aus Dortmunder

Schulen in Zusammenarbeit

mit dem Ballett Dortmund das Tanzen

nahe gebracht wurde. Oder auch die

Schachtzeichen, die sicherlich die auffälligsten

Landmarken

von Ruhr.2010 und

mit dem netten Slogan

„Gelbe Ballons,

schwarze Zechen &

blau-weißer Himmel“

ein schönes Symbol

für die Zusammengehörigkeit

der Metropole

Ruhr waren. Den

„Day of Songs“ habe ich

ebenfalls sehr genossen –

genauso wie die wunderschöne

Veranstaltung „Still-Leben A40“,

die man als Format vielleicht alle 4 bis

5 Jahre wiederholen sollte.

Unter dem Strich kann Dortmund mit

seiner Rolle im Konzert der Städte, aber

auch mit den hier durchgeführten Projekten

und Veranstaltungen sehr zufrieden

sein.

„Die Integrationsdebatte

steht auch für die

Verwaltung im Fokus“

Die Integrationsdebatte ist derzeit aktueller

denn je. Für Sie ein Thema der

Zukunft?

Für mich ein extrem wichtiges Thema,

das auch für die Verwaltung sehr im Fokus

der Arbeit steht. Mehr Personen mit

Migrationshintergrund in die öffentliche

Verwaltung zu bekommen ist nicht die

Idee unserer Kanzlerin, das praktizieren

wir bereits seit längerem in Dortmund.

20 Prozent der 2010 neu eingestellten

Azubis haben bei uns einen Migrationshintergrund

und wenn man sich die Stadt

insgesamt mal ansieht, kommt man an

der Erkenntnis nicht vorbei, dass Dortmund

längst international ist: die TU,

die FH oder die International School of

Management (ISM) sind dabei nur einige

Beispiele. Dazu kommen viele Global

Player in der Wirtschaft, die rund 50 Prozent

unserer Güter und Dienstleistungen

in den internationalen Markt geben.

Wir haben ca. 170.000

Mitbürgerinnen und

Mitbürger, die einen

Migrationshintergrund

haben. Wir sind also

gut beraten, den Begriff

des Schmelztiegels positiv

zu interpretieren.

Deshalb habe ich das

Thema zur Chefsache gemacht

und in meinem Fachbereich

die Migrations- und

Integrationsagentur angesiedelt.

Wir werden den Masterplan Integration

in diesem Sinne weiter entwickeln und

das Thema zukünftig als wichtige Querschnittsaufgabe

verstehen.

Werfen wir zum Ende des Jahres mal

einen Blick in die Zukunft. Welche Themen

sehen Sie für 2011 politisch wie

persönlich im Vordergrund?

Da sind wir schnell wieder bei den schon

erwähnten Großprojekten und den Zukunftsstandorten:

Das ECE-Center wird

eröffnet, der Phoenix See gefüllt sein

und die ersten Ansiedlungen drum herum

stattfinden. Es folgen weitere Betriebsansiedlungen

auf Phoenix West,

die Entwicklungen entlang der Rheinischen

Strasse oder auf dem Boulevard

Kampstraße gehen mit hohem Tempo

weiter. Besonders wichtig ist mir, dass

wir alles versuchen, um die Arbeitslosenzahl

weiter zu drücken. Ich wünsche

mir, dass sie am Ende meiner Amtszeit

unter der 10-Prozent-Grenze liegt, denn

das wäre auch ein wichtiger Beitrag zur

Bekämpfung von Kinderarmut.

... und ich hoffe natürlich, dass wir im

Mai 2011 wieder eine Meisterschaft des

BVB auf dem Friedensplatz feiern können

… und lacht dabei herzlich.

Ganz persönlich wünsche ich mir, dass

mir die Arbeit für diese Stadt weiterhin

so viel Spaß macht wie bisher, und dass

die Menschen Dortmund als ihre Heimat

verstehen und annehmen.

Text: Didi Stahlschmidt

Foto: Stadt Dortmund

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Menschen

DIE BEWEGTEN BILDER HABEN

LÄNGST DAS KINO VERLASSEN

Er ist ein Kind des Ruhrgebiets. Obwohl 1946 in Hallenberg / Westfalen geboren, wohin es seine Eltern während des Kriegs

verschlagen hat – hat Regisseur und Filmemacher Adolf Winkelmann fast sein gesamtes Leben in Dortmund verbracht. Mit der

Stadt verbindet ihn eine Art Hassliebe: „Es gab immer mal wieder Situationen, wo ich den Standort wechseln wollte,“ erzählt der

sympathische Filmemacher und Professor an der Fachhochschule Dortmund, „aber es kam immer wieder etwas dazwischen.“

Vor etwa 15 Jahren wurde in Baden-Württemberg eine Filmakademie etabliert, er bekam das Angebot, die Abteilung „Spielfilm“

zu übernehmen, „aber als ich in Stuttgart aus dem Flieger gestiegen bin, habe ich das Gefühl gehabt, dass ich da nicht hingehöre.

Schon allein der Sprache wegen!“

gesteuert wird, ist selbstverständlich.

Aber auch über das Internet haben Adolf

Winkelmann und seine Mitarbeiter die

Möglichkeit, in das aktuelle Programm

einzugreifen. Zum Beispiel, wenn mal

wieder eine Demonstration der Rechtsextremen

in Dortmund stattfindet: Das

letzte Mal lief ein Spruchband um den

Turm mit der Aufschrift „Ich, der Turm,

fand schon damals Nazis voll uncool“,

dazu wurde die Installation mit den Friedenstauben

projiziert.

Zum Glück ist er geblieben. Zum Glück

für Dortmund vor allen Dingen, denn was

er mit dem U-Turm „angestellt“ hat, hat

Wirkung über die Grenzen der Stadt hinaus.

„Da ruft mich tatsächlich jemand

aus einem ICE an – denn vom Hauptbahnhof

aus kann man die Filminstallation

draußen sehr gut sehen – und berichtet

mir, dass er gerade in einem Großraumwagen

sitze und die Leute spontan applaudiert

hätten, als sie die Installation

auf dem U-Turm gesehen hätten.“

In der Tat ist das, was Adolf Winkelmann

dort geschaffen hat, nicht nur von der

künstlerischen Seite her interessant.

„Hier leben fünf Millionen Menschen

eng zusammen“, erklärt er, „das hatte

in den Zeiten von Kohle und Stahl durchaus

seinen Sinn. Aber heute? Warum?

Das Potential, das es hier noch gibt, ist

das der Phantasie und Kreativität. Wenn

ich dazu beitragen kann, dass die Menschen

nachdenken, dass das, was sie am

Morgen auf dem Weg zur Arbeit auf dem

Turm gesehen haben in der Familie zum

Diskussionsstoff dient, dann ist das so etwas

wie eine Schule der Wahrnehmung.

Das ist großartig. Dieses Potential muss

man nutzen!“

80 Installationen

Die Filminstallationen an der so genannten

„Bilderuhr“ des U-Turms wirken zu

unterschiedlichen Tageszeiten durch den

unterschiedlichen Lichteinfall sehr verschieden.

Achtzig verschiedene Installationen

gibt es mittlerweile, angestrebt

sind 365 – für jeden Tag des Jahres eine

individuelle. Zur vollen Stunde sind es

Brieftauben, die den U-Turm bevölkern –

als Projektionen selbstverständlich,

„denn Brieftauben sind das Rennpferd

des Bergmanns“. An den Wochenenden

sind es weiße Tauben – Friedenstauben.

Bei Sonnenuntergang werden die Motive

der vergangenen Woche wiederholt.

Dass das Ganze von einem Computer

Dass Adolf Winkelmann, als er den Auftrag

bekam, „aus dem Turm etwas zu machen“,

nicht nur künstlerisch, sondern

auch technisch vor eine große Aufgabe

gestellt wurde, machen die technischen

Daten klar: Die rechteckigen Flächen zwischen

den Säulen haben die Ausmaße

von auf die Schmalseite gekippten Fußballtoren.

Des Weiteren gab es Vorgaben,

wie sie zu bespielen seien: Aus dem wunderbaren

Raum dort oben, der „Kathedrale“,

sollte man trotz der Installation

rausgucken können, man sollte innen die

Bilder nicht sehen. Die Bilder mussten

also transparent sein. Nach einer europaweiten

Ausschreibung vergab man den

Auftrag schließlich an ein kleines Ingenieurbüro

in Berlin, das eine Art Jalousie

kreierte, in die LEDs eingelassen sind,

die, ähnlich wie ein Fernsehgerät, die

Farben grün, rot und blau produzieren

und mit unterschiedlichen Helligkeiten

operieren. Die einzelnen Leisten sind 4,5

Zentimeter voneinander entfernt, was der

Betrachter von außen nicht sehen kann.

Er nimmt ein geschlossenes Bild wie bei

einem Bildschirm wahr. Insgesamt sind

es 625 Quadratmeter Filmfläche, die über

1,7 Millionen LEDs angestrahlt wird.

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Menschen

Über das Ruhrgebiet hinaus hat der

Dortmunder Regisseur sich aber weit

früher einen Namen mit diversen Spielfilmen

gemacht, wie etwa mit dem Kinofilm

„Die Abfahrer“ von 1978, der mit

dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet

wurde, dem Kinofilm „Jede Menge

Kohle“, der ebenfalls mit dem Deutschen

Filmpreis ausgezeichnet wurde,

dem TV-Zweiteiler „Der Leibwächter“

von 1987/88, für den Winkelmann den

Adolf-Grimme-Preis erhielt, oder dem

Fernseh-Zweiteiler „Der letzte Kurier“

von 1995/96, für den es ebenfalls den

Adolf-Grimme-Preis in Gold gab.

Und in jüngerer Vergangenheit natürlich

hat der ARD-Zweiteiler „Contergan – Nur

eine einzige Tablette“ für eine breite öffentliche

Diskussion gesorgt. Nicht nur,

dass Adolf Winkelmann dafür neben

dem „Bambi“ auch die Goldene Kamera

erhalten hat: Der Film über das Schlafmittel

Contergan hatte seinerzeit für viel

Wirbel gesorgt: Am 28. Juli 2006 stoppte

das Hamburger Landgericht den Fernsehfilm,

weil der Hersteller Grünenthal

und der damalige Prozessbevollmächtigte

der Geschädigten, Karl-Hermann

Schulte-Hillen sich in dem Film ehrverletzend

dargestellt sahen.

Schließlich wurden sogar die Karlsruher

Verfassungsrichter bemüht – sie sahen

jedoch keine rechtlichen Bedenken,

den Film auszustrahlen. Begründung: Es

handle sich bei dem Beitrag um einen

Spiel- und Unterhaltungsfilm und nicht

um eine Dokumentation. Die Figuren des

Films um die schädigende Wirkung des

Medikaments Contergan und ihre beruflichen

und privaten Handlungen seien

alle frei erfunden.

„Ich hatte immer gehofft, mit meinen Filmen

etwas zu bewirken, und eigentlich

hatte ich die Hoffnung darauf längst aufgegeben“,

berichtet Winkelmann, „aber

mit 'Contergan' ist dieser Traum in Erfüllung

gegangen. Nicht nur, dass die

Menschen noch wochenlang nach der

Ausstrahlung darüber gesprochen haben,

vor allem auch, dass die Firma Grünenthal

zurückruderte, ihre ablehnende

Haltung änderte, und dann erstmals bereit

gewesen war, mit den Betroffenen

zu reden. Das war ein schöner Erfolg.“

„Kein anderer Film schaffte es 2007, eine

derart breite gesellschaftliche Debatte

anzustoßen“, begründete die Jury der

Goldenen Kamera die Nominierung.

„Ich hatte immer gehofft,

mit meinen Filmen

etwas zu bewirken“

Mit den Installationen am U Turm beschritt

Winkelmann dann ganz neue Wege:

„Es ist doch so, dass der Film längst

das Kino und auch den Fernseher verlassen

hat. Durch die Digitalisierung des

Films ist eine neue Situation entstanden,

Bewegte Bilder sind überall. Auch an

Hausfassaden. Man inszeniert Gebäude

mit bewegten Bildern. Technisch ist das –

meistens – kein Problem. Aber inhaltlich.

Es entsteht hier ein neues Genre. Und

es ist wichtig zu erfassen, wie diese bewegten

Bilder auf die Menschen wirken.

Auf Menschen, die zum Beispiel am U-

Turm maximal eine Minute zuschauen.

Die ja nicht unterwegs sind, um einen

Film zu schauen, sondern auf dem Weg

zur Arbeit. In den Supermarkt. Da gibt es

überhaupt noch keine Erfahrungen. Hier

sehe ich ein völlig neues Aufgabenfeld

für mich.“ Und natürlich für seine Studierenden

an der Fachhochschule, die

Adolf Winkelmann in die Studien einbauen

will. Geplant ist unter anderem, dass

die Nachwuchs-Filmemacher „Made in

Dortmund“ für ihren Bachelor-Abschluss

Installationen für den U-Turm machen.

Sehenswert sind übrigens nicht nur die

Installationen außen auf dem Turm: Im

Inneren gibt es in der Eingangshalle und

an den Rolltreppen zwei weitere Projekte

von Adolf Winkelmann, die zwar technisch

nicht ganz so aufwändig, aber allemal

einen – längeren! – Blick wert sind.

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: Copyright: Adolf Winkelmann

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Menschen

THEATER FINDET IN DER

GEGENWART STATT

Er war der Buh-Mann und ist nun der Gefeierte – er war Heimerzieher und Filmvorführer und hat nun ein ganzes Haus neu aufgestellt

– er kommt aus Düsseldorf und liebt den Ruhrpott – und er hat am 16.November 2010 die ersten 100 Tage Dortmund

hinter sich gebracht: Schauspieldirektor Kay Voges.

Voges hat es nicht nur gewagt, fast

die komplette Schauspielerriege auszuwechseln,

er hat auch mal eben mit

den 16 Neuen die Mammut-Aufgabe

gestemmt, zehn Premieren zu fahren.

„Eigentlich fast unmöglich – und doch

hat es vor allem das Team gefestigt“

schmunzelt er bescheiden. Die anfängliche

Kritik war schnell verklungen, die

ersten Produktionen haben ihre Fans

gefunden und einige Stimmen und Kritiker

haben nun verstanden, warum er

den harten Break gemacht hat, ja machen

musste. „Ich bin sehr überrascht,

wie wir mit offenen Armen aufgenommen

worden sind – kritisch wie wohlwollend“

bestätigt er. „Zumal ich mich

sehr darüber freue, dass das Ensemble

so hervorragend ist, so gut angenommen

wird“.

Und die Zahlen wie auch die Kritiken

sprechen für sich: Fünf mal Woyzeck

im November mit 2.500 Besuchern, die

dieses grandios inszenierte Werk sehen

wollten. Dabei hieß es doch früher immer:

nur mit leichter Kost a la Liebesperlen

lasse sich das Haus ‚ausverkaufen‘.

Ist das nicht schon der Beweis, dass

auch anspruchsvolle Inszenierungen

sehr wohl gefragt sind?

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Menschen

Voges reiht sich ein in die „Wilden Neuen“

im Ruhrgebiet, die an den Schauspielhäusern

in Essen und Bochum mit

neuen Ideen frischen Kultur-Wind in

den Pott bringen. So wird das Interesse

von Außerhalb automatisch größer,

die Zielgruppen breiter. „Ich freue mich

immer, wenn ich sehe, wie gemischt das

Publikum hier ist“, sagt er. Schulklassen,

der Marketing Club, die Taxifahrer Gilde

oder Hip-Hopper aus der Nordstadt. „Ein

Querschnitt der Stadt, Theater für ganz

Dortmund. Das habe ich gewollt“.

Dass er damit noch nicht am Ziel angekommen

ist, weiß er selber. Denn „allem

Anfang wohnt auch ein Zauber inne“ und

die ersten 100 Tage sind nur ein erster

Schritt – der ihm aber mehr als gelungen

ist: ein neues Schauspiel-Ensemble, neue

Besucher, eine neue Theatersprache.

Stadt der Wirklichkeit

„Ich habe noch einiges vor“ so Voges.

Das Wir-Gefühl will er fördern, entwickeln

und das Schauspielhaus der Realität

anpassen. „Stadt ohne Geld“ ist das

beste Beispiel dafür. Stadt der Wirklichkeit,

mit realen Personen und Themen,

mit Stadtführungen und Präsentationen,

mit Dortmunder Themen und Publikumsgesprächen.

Früher undenkbar, heute

umjubelt! „Theater findet in der Gegenwart

statt und man muss die Themen

neu übersetzen“, so sein Credo. Dass

der Auslöser des Formates „Stadt ohne

Geld“ die Haushaltsquerelen waren, ist

hierbei der gewollt kritische Unterton,

den er auch mit Vorträgen wie zuletzt

von Götz Werner zum bedingungslosen

Grundeinkommen fokussiert. Gut so!

Neben den „39 Stufen“ oder „Macbeth“

ab März nächsten Jahres wird er auch

die mehr als erfolgreiche Musikreihe

mit Paul Wallfisch „Small Beast“ weiter

führen. Im Januar steht dann noch „Heimat

unter Erde“ auf dem Programm: 4

Schauspieler, Gastarbeiter, ehemalige

Bergmänner mit ihren Enkeln; also 50

bis 60 Dortmunder Originale auf der

Bühne. Ein Stadt-Theater im wahrsten

Sinne des Wortes.

Und privat? Wie fühlt es sich nach 100

Tagen in der Metropole Dortmund an?

„Ich bin wirklich froh, eine neue Heimat

gefunden zu haben. Es ist ein großer

Luxus für mich, dort zu leben wo ich

arbeite“ sagt Voges. Er sieht Dortmund

als wirkliche Großstadt, spannend, mit

alter wie neuer Schönheit, erlebbarem

Strukturwandel und einer lebendigen

Stadtkultur. „Es gibt ja nur Baukräne in

dieser Stadt“ lacht er und verweist im

selben Satz auf die Mixtur von Globalisierungen

und Provinzialisierung.

„Ich habe einiges vor“

Trotz der Verwunderung über die anfängliche

Ablehnung, findet er den Menschenschlag

in Dortmund so interessant:

direkt, offen, ehrlich – beim ersten Mal

ist er ausgebuht worden, beim zweiten

Mal gab es Bravo-Rufe. Und die Tatsache,

dass er zwar Borussia-Fan ist, nur

halt den falschen Borussen, nämlich

denen aus Mönchengladbach die Daumen

drückt, sei ihm verziehen. Und die

Aussage „Der Ruhrpott ist neben Berlin

der spannendste Fleck der Republik“ relativiert

sowieso alles.

Doch er sieht natürlich auch die Schattenseiten

– Haushaltssperren, Finanzierungsprobleme

und den schmalen Grat,

nur 15 Schauspieler fest engagiert zu haben.

„Es wird immer schwieriger, eine gute

und große Shakespeare-Inszenierung

zu besetzen. Düsseldorf zum Beispiel hat

vier Mal mehr Schauspieler am Hause, bei

der fast gleichen Anzahl an Premieren.

Das geht ein wenig an die Substanz“.

Er muss auch damit kämpfen, die guten

Leute zu halten. Für ihn ein Glücksfall,

dass viele renommierte Schauspieler mit

ihm zusammen den Neustart gewagt haben

und damit auch erfolgreich in Dortmund

angekommen sind.

Dem geneigten Schauspiel-Fan wie auch

dem Kioskbesitzer in der Nordstadt kann

man nur wärmstens empfehlen, das Haus

des Kay Voges zu seinem zu machen. Die

sprudelnden Ideen des neuen Ensembles

mitzunehmen und gespannt darauf zu

sein, was in den nächsten Jahren noch

so alles auf der Bühne des Schauspielhauses

geschehen wird.

Text: Didi Stahlschmidt

Foto: Theater Dortmund

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DEN KRIPPENTIEREN

Der Dortmunder Zoo, etwa 1850 Tiere in 265 Arten leben hier, zählt im Sommer zu den beliebtesten Ausflugzielen im Ruhrgebiet.

Doch warum sollte man im Winter in den Dortmunder Tierpark gehen?

Unumstrittener Star und Wappentier des

Dortmunder Zoos ist der große Ameisenbär.

Diese, durch ihr Aussehen und durch

ihre Ernährungsweise kuriose Art wird

schon seit 35 Jahren im Dortmunder Zoo

gehalten. Schon 1976 wurde das erste

Jungtier geboren, bis 2004 gab es über

50 Mal Nachwuchs. Dies ist Weltrekord.

So gilt Dortmund weltweit als das Zuchtzentrum

für große Ameisenbären.

Eine schöne Geschichte ist die mit unserem

Orang-Utan Männchen Walter.

Diese Menschenaffen sehen zwar nicht

so aus, aber man sollte sie doch eher

behandeln wie Tiger, Löwen und andere

Raubtiere.

Die stellvertretende Direktorin und Kuratorin

Ilona Schappert schaut missbilligend:

„Den Dortmunder Tierpark gibt es

schon lange nicht mehr, wir sind der Zoo

Dortmund.“ Doch eine Antwort auf die

Frage hat sie auch: „Im Sommer, wenn

schönes Wetter ist, drängen sich bis zu

zehntausend Besucher durch unseren

Park. Das hat eher zur Folge, dass sich

die Tiere verstecken. Im Winter, wenn

nur einige hundert Besucher da sind,

sind die Tiere eher neugierig und manche

kommen sogar zum Käfigrand, um

zu sehen, wer da stört.

Viele Tiere erfreuen sich auch am Schnee.

So konnte ich beobachten, dass die Tigerjungen

wie kleine Kinder durch den

Schnee tobten und spielten. Viele Tiere

bleiben tagsüber einige Stunden draußen,

wie auch unsere Raubkatzen. Aber

nur, wenn der Graben nicht zugefroren

ist. Außerdem haben wir im Winter einige

tolle Events. Zum Beispiel gibt es am 17.

12. wie an jedem dritten Freitagabend

im Monat einen geführten Abendspaziergang

durch unseren Zoo. Am 24. 12. um 11

Uhr veranstalten wir eine Führung unter

dem Motto „Die Tiere der Bibel“.

Es gibt viele Angebote, die nicht so der

breiten Öffentlichkeit bekannt sind. Wie

unsere Exklusivführungen mit maximal

fünf Personen. Auch kann man sich einen

Tag als Tierpfleger versuchen. Im

Amazonashaus ist eigentlich, egal welche

Temperaturen draußen herrschen,

denn drinnen sind immer tropische Temperaturen

um die 25 Grad. Diese hohen

Temperaturen und eine hohe Luftfeuchte

sind Grundvoraussetzungen, damit sich

die exotischen Tiere des Amazonas wohlfühlen.

In dem zwölf Meter hohen Haus

ist genügend Platz für freilebende Vögel,

Faultiere und grüne Leguane.

Im Tropenhaus „Rumah hutan“ bauen

sich unsere Sumatra Orang-Utans gerne

Nester auf dem Boden. Dazu bekommen

sie von uns allerlei Textilien, wie

Bettlaken, Kopfkissen und so weiter.

Unser Gartenmeister, der auch für die

Arbeitskleidung der Pfleger zuständig ist,

entdeckte eines Tages wie Walter mit einer

Pflegerjacke spielte. Dies kann schon

mal passieren, da die Primaten gerne

alles von den Pflegern stehlen, was sie

durch die Gitterstäbe zu fassen kriegen.

Der Gartenmeister hat ihn also aufgefordert,

die Jacke zurück zu geben. Walter

schaute ihm darauf hin direkt in die Augen,

nahm die Jacke hoch und riss sie

in der Mitte durch. Der arme Mann war

tief erschrocken und schwört noch heute,

dass der Gesichtsausdruck des Affen

nur so gedeutet werden konnte: Wenn

du jetzt hier rein kommst und mir die

Jacke wegnehmen willst, mach ich mit

dir genau das…

Ein wichtiger Termin im Jahr 2011: am

6. März findet eine Star Wars Convention

im Zoo Dortmund statt. Da wird der

Löwe Lukas aber große Augen machen,

wenn Darth Vader mit einem (Plastik)

Laserschwert vor seinem Gehege steht.

„Luke, ich bin dein Vater….“

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Immer nah beim Kunden.

»Nach erfolgreichem Studium stand ich

»Nach erfolgreichem Studium stand ich

auch bei der Volksbank auf der Matte,

auch bei der Volksbank auf der Matte,

um mich selbständig machen zu können.

um mich selbständig machen zu können.

Ich will es so sagen: Dort hat man mir

Ich will es so sagen: Dort hat man mir

eine Zukunft gegeben. Der Erfolg gab

eine Zukunft gegeben. Der Erfolg gab

uns später beiden recht. Vor kurzem habe

uns später beiden recht. Vor kurzem habe

ich ein paar Volksbank-Anteile erworben.

ich ein paar Volksbank-Anteile erworben.

Jetzt ist ihr Erfolg auch mein Gewinn.«

Jetzt ist ihr Erfolg auch mein Gewinn.«

Carsten Hilbig, 31

Carsten Hilbig, 31

Architekt

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TOP 33

www.dovoba.de

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Freizeit

WINTERSPORT VOR ORT


Freizeit

„Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland“ sang schon vor knapp 30 Jahren die Neue Deutsche Welle Band „Zoff“.

Noch länger schlägt das Herz der Dortmunder für das nur rund 100 Kilometer entfernte Naherholungs- und Skigebiet rund um den

Kahlen Asten. Denn: Unabhängig von Wetter-Kapriolen verbringen Besucher in der Ferienwelt Winterberg von Mitte Dezember

bis Mitte März mit hoher Sicherheit eine weiße Saison. Und das ist die wichtigste Durchsage für Winter-Urlauber: In Punkto

Schneesicherheit haben die Liftbetreiber der Region weiter aufgerüstet. Mit Investitionen in Höhe von acht Millionen Euro hat

Winterberg seine Position als Herz der Wintersport-Arena Sauerland, der bedeutendsten Wintersportregion nördlich der Alpen,

weiter ausgebaut.

Dicke Schneeschichten im Handumdrehen

– was auf vielen Pisten bereits

Realität ist, gehört jetzt auch auf der

Winterberger Kappe zum Standard. Ein

neuer, 40.000 Kubikmeter fassender

Speicherteich samt Pumpenhaus und 24

weitere Schnee-Erzeuger katapultieren

das Skiliftkarussell in Sachen Schneesicherheit

abermals ein gehöriges Stück

nach vorne. Die Anlage liefert Wasser

für zwei Pisten. Darunter der 500 Meter

lange Slalomhang, ein Traditionshang,

dessen Anspruch echte Könner zu schätzen

wissen. Hinzu kommt der 300 Meter

lange, leichte Käppchenhang.

Ausprobieren und Spaß haben – so heißt

es für die Gäste im Skiliftkarussell. Von

den 30 Pisten sind nun insgesamt 19

schneesicher. Auch in komfortable Aufstiegshilfen

haben die Betreiber investiert.

Mittlerweile machen sieben Sesselbahnen

den Aufstieg zu einer schnellen

und bequemen Sache. Auf den Bremberg

hinauf führt jetzt ein neuer, kuppelbarer

Sechser-Sessellift. Besonders bequemes

und sicheres Ein- und Aussteigen ermöglicht

die Sesselbahn Rauher Busch durch

ein neues, kuppelbares System.

Wie ein roter Faden zieht sich die Optimierung

der Skigebiete durch die Ferienwelt

Winterberg. Für die Gäste nur das

Beste ist die Devise der Betreiber. Auch

die Skigebiete in Altastenberg, Züschen

sowie der Winterberger Ruhrquellenlift

schaffen weitere Schnee-Erzeuger an.

Pistenpflege in Form von neuen, hochmodernen

Walzen peppen im Skiliftkarussell,

in Züschen und in Altastenberg die

Pisten auf. Auch Kinderländer sind nach

wie vor ein großes Thema. Zum Beispiel

im Skigebiet Langewiese. Dort wartet ein

Skikindergarten mit verschiedenen

kindgerechten Parcours und ein „Fliegender

Teppich“. In Altastenberg freuen

sich die Kids zudem über zwei neue

Transportbänder.

Wenn es in der Ferienwelt Winterberg

heißt „Ski und Rodel gut“, dann wird an

vielen Abenden die Nacht zum Tag. Neue

Flutlichtangebote laden dazu ein, bis in

den späten Abend hinein Pulverschnee

und Winterluft zu genießen. Zwei neue

Flutlichthänge machen das Skifahren auf

der Kappe zu einem Spaß für Nachtaktive.

Das Postwiesen-Skigebiet erweitert

seine Flutlichtpisten um 1 km auf 4,5 km.

Winterberg ist mit dem Zug von Dortmund

aus in 47 Minuten zu erreichen. Da

lohnt, bei Öffnungszeiten der Lifte bis 22

Uhr, sogar ein Kurztrip nach der Arbeit

auf die Pisten des Sauerlandes.

Das Sahnehäubchen eines solchen

Abenteuers ist der Après-Ski: Auch

die Hüttenwirte haben weiter an ihrem

Service gefeilt. In neuem Ambiente

präsentiert sich beispielsweise die

Flutlichthütte im Skiliftkarussell. Auch

die Brembergklause, Möppis Hütte, die

Köhlerhütte und die Ruhrquellenhütte

warten mit neuen Überraschungen auf.

Bereits seit einigen Monaten fertiggestellt

ist das neue Panorama Restaurant

auf der Winterberger Kappe.

Und noch ein weiteres neues Angebot

spricht dafür, auf die Ferienwelt Winterberg

abzufahren. Die Wintersport-Arena

CARD präsentiert die ganze Vielfalt der

Skiregion. Sie gilt in den sechs größten

Skigebieten. Neuerdings ist sie auch als

Saisonkarte im Angebot. Davon profitieren

passionierte Ski- oder Snowboardfahrer,

die das komfortable Angebot am

liebsten jede Woche auskosten wollen.

TOP 35


Freizeit

Ballastfreie Anreise in die Skigebiete, immer

die neuesten Modelle fahren, keine

Sorge um Kantenschliff, Belag und Bindungseinstellung.

Und wenn beim Skifahren

mal der Schuh drückt oder es

doch ein anderes Modell sein soll, gibt

es sogar noch die Möglichkeit, zu wechseln.

Die Liste der Vorteile, die Leihski

gegenüber gekauften Ausrüstungen bieten,

ist lang. Oftmals ist das Ausleihen

sogar günstiger als der Kauf. Der Trend

zum Leihski zeichnet sich klar ab. Mehr

als die Hälfte der Gäste greifen heute

schon auf geliehenes Material zurück,

Tendenz steigend.

Eine professionelle Beratung sollte dem

Ausleihen, ob Ski oder Snowboard, stets

vorausgehen. Sie ist Umfragen zufolge

sogar der Hauptgrund, warum Wintersportler

die Leih-Shops besuchen. Und

auch wenn vor dem großen, mehrwöchigen

Trip in die Alpen eine neue Ausrüstung

angeschafft werden soll, ist die

Nutzung von Testski oder –board unter

„Wettkampfbedingungen“ im Schnee eine

gute Idee.

Gute Skiausrüstung

Welcher Ski für welchen Schnee und

welche Fahrweise geeignet ist, individuelle

Neigungen und technische sowie

körperliche Voraussetzungen des

Kunden sollte der Verleiher bei der

Empfehlung des richtigen Sportgeräts

mit abfragen. Dies ist nicht nur sinnvoll,

um den Fahrspaß zu steigern, Sicherheitsaspekte

spielen ebenfalls eine

Rolle. Hochwertiges, gut ausgewähltes

Material steigert den Spaß auf der Piste

ganz entscheidend. Das bekommen

nicht nur Könner zu spüren, auch ungeübte

Fahrer merken auf der Piste, ob sie

eine Top-Ausrüstung fahren.

Zudem sollten Kunden darauf bestehen,

dass der Verleiher die Skibindung individuell

auf sie einstellt. Und zwar unabhängig

davon, ob sie sich zu einem eigenen

Ski mit Bindung einen Schuh ausleihen,

zu einem eigenen Schuh die Ski oder

gleich die komplette Ausrüstung. Das

Nonplusultra ist zurzeit eine computergesteuerte

Bindungseinstellung mittels

eines Scanners. Einige Skiverleiher bieten

noch das eine oder andere kleine

Extra, wie Handschuhe oder Skibrillen.

Helme sollten in jedem gut sortierten

Verleih vorhanden sein. Ebenso ein Depot,

in dem die Gäste das Leihmaterial

kostenfrei aufbewahren können.

Einige Verleiher bieten Wachsen und

Kantenschliff auch für mitgebrachtes

Material an. Für die Kunden zahlt sich

das aus. Computergesteuerte Hightech-

Maschinen leisten Präzisionsarbeit und

bieten Ergebnisse, die sie selbst von

Hand kaum erzielen können. Für Leihmaterial

ist dieser Service kostenfrei.

Ein Skiverleih sollte gut sortiert sein

und stets die neuesten Modelle führen.

Dazu gehört, dass kein Ski älter als drei

Jahre ist. Hundertprozentig hygienische

Skischuhe gehören zum Standard. Bei

Verletzungen auf der Piste geben viele

Verleiher gegen Vorlage des ärztlichen

Attests eine Geld-zurück-Garantie. Die

Wintersport-Arena Sauerland ist zurzeit

dabei, die Verleiher anhand ganz

bestimmter Kriterien zu prüfen. Schon

in der Saison 2011/2012 sollen Gütesiegel

auf zertifizierte Qualitätsverleiher

hinweisen.

Tipps der Redaktion:

Skigebiet: Am Rauhen Busch

Hang: Waldschneise am Lift 14

Essen: Big Mountain

Essen exklusiv: Hexenhaus

Ski-Hütte: Möppis Hütte

Après-Ski: Alpenrausch

Übernachtung: Bedhouse

Big Mountain

Übernachtung exklusiv: Avital

Spezial-Tipp: Taxi-Bob

36 TOP


Wirtschaft

AUSBILDUNGSPREIS

DER DORTMUNDER

WIRTSCHAFT

Engagierte Unternehmungen, die dem jugendlichen Nachwuchs mit einer fundierten

Ausbildung einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen, standen im Mittelpunkt

der Verleihung des 4. Ausbildungspreises der Dortmunder Wirtschaft im Hause der

Signal Iduna Gruppe. „Eine gute Ausbildung ist eine Verpflichtung, die insbesondere

die mittelständischen Unternehmen gerne und aus voller Überzeugung übernehmen“,

so Michael Johnigk, Vertriebsvorstand der Signal Iduna Gruppe.

„Um junge Menschen auf eine qualitativ

hochwertige Ausbildung vorbereiten zu

können, ist es absolut notwendig, dass

die Wirtschaft ihre Vorstellungen und

Werte direkt an die Schülerinnen und

Schüler weitergibt“, hob Folke Wölfer,

Vorsitzender des Verbandes „Die Familienunternehmer

– ASU“ hervor. „Dieser

Preis“, so Oberbürgermeister Ullrich

Sierau, „ist für mich einer der schönsten

und wichtigsten Auszeichnungen,

die in Dortmund vergeben werden. Denn

es werden Unternehmen gewürdigt, die

durch ihre vorbildliche Ausbildung einen

ganz wichtigen Beitrag für unsere

Stadt leisten“.

Harry Kurt Voigtsberger, Minister für

Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und

Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

führt an: „Das Engagement der Dortmunder

Unternehmerschaft für Ausbildung

ist nicht hoch genug zu bewerten,

denn mangelnde Bildung und Ausbildung

wirken sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit

unserer Wirtschaft aus.

Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam

die Voraussetzungen schaffen, dass

kein Talent verloren geht“.

In der Kategorie „1 bis 20 Beschäftigte“

siegte Christine Klein mit ihren Friseurbetrieben,

gefolgt von der Schmidtke

IDEAL Iscon Chemie GmbH und der Körner

Hof GmbH & Co. KG. In der Kategorie

„21 – 100 Beschäftigte“ standen auf

dem Treppchen das Pullman Hotel Dortmund

(Platz 1), gefolgt vom Tryp Hotel

Dortmund und von der Windgätter und

Sohn GmbH. In der Kategorie der größten

Unternehmen (über 100 Beschäftigte)

erlangten Wilo SE, die Goeke GmbH

und die Rewe Dortmund Großhandel eG

Platz 1, 2 und 3.

TOP 37


Wirtschaft

ZU DER HIPPEN JEANS

DIE NUDEL TO GO

„In Dortmund passiert sehr viel – der Standort ist super und wird gerne frequentiert beziehungsweise besucht. Zentrale Verkehrsanbindung,

infrastrukturell ist alles vorhanden und doch kann man letztendlich mit dem Schreibtisch auch überall stehen“.

Ein Zitat, das nicht besser die aktuelle Situation eines Großprojektes beschreibt und im selben Zuge doch von einem Dortmunder

Unternehmer kommt, der Standortverbundenheit und Effizienz zu lieben weiß.

Das Großprojekt ist das viel diskutierte

„ECE Einkaufszentrum“ auf dem ehemaligen

Thier Areal und das Zitat stammt

von Ralf Lang, seines Zeichens kreativer

Kopf von „Lang-Shop & Objekte GmbH“

an der Stadtkrone Ost.

Losgelöst von Zahlen und der Frage, ob

diese riesige, bunte und lichtdurchflutete

Shopping-Welt nun wirklich nötig ist,

kann man doch festhalten, dass Dortmund

keine Wahl hatte. Anfänglich war

der U-Turm als Mall angedacht, der sich

nun aber eher in Richtung Hochkultur

entwickelt und letztendlich mehr Geld

kostet als die Einkaufsvariante auf dem

ehemaligen Thier-Gelände. Der Hauptbahnhof

war mit so lustigen Ideen wie

dem „UFO“ oder dem anschließenden „3

DO“ belegt, doch das Ergebnis lässt bis

dato den geneigten Betrachter zu dem

Entschluss kommen, dass die Pommesbude

mit Gleisanschluss wohl für immer

Bestand haben wird und lediglich frische

Wandfarbe bekommen hat.

Metropolcharakter

Also, wer sich grundsätzlich gegen das

ECE-Projekt Thier-Galerie ausspricht,

sollte nicht vergessen, dass es schlimmer

hätte kommen können. Und die Tatsache,

dass der Projektentwickler mit

nachhaltigen Wirtschaftsprognosen sehr

wohl den Standort Dortmund mit dem

ehemaligen Thier Areal ausgesucht hat,

sprich erst einmal für Dortmund und für

die so oft beschworene Metropole die

man sein will.

Der Standort Dortmund hat seine Ausnahme-

und Vorzeigeunternehmen, die

zum Teil seit Jahrzehnten die Stadt

mit gestalten, mit entwickeln und sich

auch von besagtem Großprojekt einiges

versprechen. Einer davon ist oben

erwähnter Kreativkopf Ralf Lang, von

‚Lang – Shop & Objekt GmbH‘. Ihn verbinden

eine lange Tradition, die Liebe

zum Standort Dortmund und eine enge

Verbundenheit mit der bunten Shopping-

Welt, die er positiv bewertet.

38 TOP


Wirtschaft

Lang ist seit 1972 in der Branche des

Ladenbaus und der Objektgestaltung in

Dortmund aktiv und ist nach der Aufgabe

der eigenen Werkstatt und Produktionseinheit

heute ein reiner Projektentwickler

– von der Planung bis zur Realisierung.

„Zeit für neue Ideen“ ist ein

Slogan von Lang, der wiederum bestens

zur Shopping-Mall passt und die Ergänzung

„ Leute auf die Schiene zu bringen“

lässt erahnen, dass das Team mit dem

wunderschönen Showroom im Quartier

H des anliegenden ADAC-Gebäudes

(auch von Lang konzeptioniert) großen

Wert auf den Blick über den Tellerrand

legt. Referenzen wie die BVB-Lounge im

Stadion, Gerry Weber, die Philharmonie

in Essen und Duisburg, der U-Turm, Düsseldorf

Congress lassen erahnen, dass

es auch schon seit längerem eine gute

Zusammenarbeit mit dem Hamburger

Projektentwickler ECE gibt.

Gastronomie mit Konzept

Getreu dem Motto „Man muss etwas finden,

dass sich aus der Masse heraushebt

– qualitativ und innovativ“ plant

Lang mit seinem Team auch für den

Standort zwischen Wallring und Westenhellweg.

Food-Konzepte stehen hierbei

im Vordergrund, gastronomische

Kleinode mit eigenen Lichtkonzepten

und inhaltlichen Ausrichtungen, die

neue Trends setzen sollen – keine Konzept-Gastronomie

sondern Gastronomie

mit Konzepten.

„Food in Einkaufzentren ist extrem wichtig,

hebt die Qualität und erhöht die Aufenthaltsdauer

so wie die Aufenthaltsqualität“

unterstreicht Ralf Lang. „NOODLE

to go“ ist dabei eines der Projekte, die

Idee eines Cafés im zweiten Obergeschoss

ein weiteres.

Generell sieht Lang im Bereich der Projektentwicklung

und des hochwertigen

Landenbaus die Zukunft in der engen

Kooperationen mit Herstellern, die sich

aktiv einbringen und Trends mit entwickeln.

ECE lässt grüßen und ist der beste

Beweis dafür. Die Doppelstrategie von

der Planung bis zur Fertigstellung zeigt

sich eindrucksvoll im Ruby oder dem

View des U-Turms.

Kulinarischer Mix

Und mit der gerade in Gründung befindlichen

Gesellschaft „HIGHfive GmbH

i.Gr“ – in der ein bekannter Dortmunder

Großgastronom mit Objekten im U den

zweiten Gesellschafter stellt – werden

wir in der neuen Einkaufswelt Namen

wie „Caffee Cantinella“ oder „NOODLE

to go“ vielleicht auch wiederfinden – mit

dem Stempel „Made in Dortmund“. Generell

plant Ralf Lang im ECE die Themen

Japanisch, Italienisch, Asia Crossover

und Tapas Crossover zu platzieren,

also auch im Kulinarischem den Branchen

Mix zu wählen.

Der wird sich auch in der Thier Galerie

mit seinen knapp 160 Geschäften auf

33.000 Quadratmetern Verkaufsfläche

widerspiegeln. Und wenn die Eröffnung

im Herbst 2011 ansteht, wird man auch

feststellen können, ob der Verdrängungsprozess

anderer Geschäfte am Hellweg

und in direkter Umgebung tatsächlich

stattgefunden hat.

Text: Didi Stahlschmidt

Foto: ECE

TOP 39


Wirtschaft

LIEBESPERLEN ZUM

JAHRESENDE

Die Schlager-Revue „Liebesperlen“ dürfte eine der erfolgreichsten Musikproduktionen sein, die jemals in Dortmund über die Bühne

gegangen sind. Mehr als 350.000 Besucher haben sie bereits gesehen. Zum Kult wurde sie im Schauspielhaus. Inzwischen ist

dort zwar diese Ära zu Ende gegangen, die „Liebesperlen“ aber leben weiter. Und wie! Unter anderem plant das Ensemble einen

Auftritt in der Großen Westfalenhalle. Und zwar zu einem äußerst attraktiven Termin: Silvester 2010.

Das Erfolgsrezept der Show beruht auf

unvergesslichen deutschen und internationalen

Schlagern und den großen

Erinnerungen, die Menschen mit ihnen

verbinden. Beginn der „Liebesperlen“ ist

am 31. Dezember um 19 Uhr; Ende: zirka

21.30 Uhr. Tickets gibt es von 29 bis 59

Euro. Im Anschluss an die Show kann

im Goldsaal der Westfalenhallen weiter

gefeiert werden. Dort steigt an Silvester

die rockige Party „Golden Moments“.

Alle Tanz- und Fetenfans dürfen sich

hier auf den Party-DJ-Entertainer Markus

Prandzioch und Guido Westermann,

den Frontsänger der beliebten Party-

Band „Under-Cover-Crew“, freuen. Westermann

singt Nr.1-Hits von Robbie Williams,

Coldplay, Freddy Mercury, Marius

Müller Westerhagen und Elvis. Genauso

authentisch und anspruchsvoll versteht

er es auch, mit den Kölner Stimmungskrachern,

wie „Viva Colonia“ und „Superjeilezick“,

mitzureißen.

Kombitickets für beide Veranstaltungen

„Liebesperlen“-Kunden erhalten die Eintrittskarten

für „Golden Moments“ vergünstigt,

für 10 statt 15 €. Karten sind zu

bekommen unter Telefon 01805 / 160516

(14 Cent pro Minute aus dem deutschen

Festnetz, max. 42 Cent aus dem Mobilfunk)

und an der Vorverkaufskasse der

Westfalenhallen Dortmund an der Strobelallee

45.

Wer bereits Karten der „Liebesperlen“

gekauft hat und nun noch Tickets für

die Silvester-Party „Golden Moments“ erwerben

möchte, kommt selbstverständlich

auch in den Genuss des ermäßigten

Preises. Er muss dazu beim Kauf nur die

„Liebesperlen“-Karten mitbringen oder

die Auftragsnummer des Kaufes nennen.

Besucher können vor den „Liebesperlen“

im direkt angrenzenden Restaurant

Rosenterrassen ein Silvester-Gala-Büffet

für 33 € pro Person genießen. Um Tischreservierung

unter 0231-1204 260 wird

gebeten.

Wer sein Auto stehen lassen und im Best

Western Parkhotel Westfalenhallen übernachten

möchte, kann dies zum Vorzugspreis

von 90 € im Doppelzimmer oder

60 € im Einzelzimmer, inkl. reichhaltigem

Neujahrs-Frühstücksbüffet, tun. Reservierungs-Hotline:

Tel. 0231 / 1204 260.

40 TOP


| magnum

Der TEAM 7 magnum Tisch ist in sieben Holzarten, wahlweise mit Holz- oder Glasplatte erhältlich. Die integrierte

Einlegeplatte ermöglicht optional eine Verlängerung um 50 cm, 2 x 50 cm oder 100 cm. Die patentierte

2soft Ausschwenktechnik ist äußerst materialschonend, einfach in der Handhabung und garantiert dadurch ein

einzigartiges Mehr an Komfort und Sicherheit.

Westenhellweg 110 · 44137 Dortmund

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Essen & Trinken

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Essen & Trinken

C.HECK

T .HE

C.HIEF

Man kann den Schwerter Freischütz

auch im Dunkeln nicht verfehlen. Groß

und imposant leuchtet sein Turm in den

winterlichen Abendstunden und wacht

über das riesige Gelände des gastronomischen

Betriebes mit Festsaal, Biergarten,

Restaurant und Gaststube.

Als Stefan Kretzschmar am Freischütz

eintrifft und aus dem Auto steigt, ist die

Idee für das Foto geboren – die Begegnung

zweier „Türme“. Der über 1,90 m

große Athlet beugt sich bei der Begrüßung

freundlich zu der zierlichen Verkaufsleiterin

Andrea Hammer herunter

und drückt ihre Hand nur ganz vorsichtig.

Dennoch spannt sich die gewaltige

Armmuskulatur dermaßen, dass sie dem

Gesicht seiner Tochter, welches als Tattoo

auf seinem Arm verewigt ist, für einen

Moment lang Leben einhaucht.

In der Gaststube empfängt uns der Geschäftsführer

Jörg Prüser mit einem

Cocktail: Holurinha – alkoholfreies Getränk

hergestellt aus zerstossener Limette,

braunem Rohrzucker, Bionade Holunder,

mit Crushed Ice aufgefüllt.

Blutwurst mal anders

Im Restaurant wartet dann bereits das

Service-Team, allen voran Restaurantleiterin

Nataly Schubert mit dem Amuse

Gueule, einer Hummer-Essenz mit Zitronengras,

Blutwurst auf gebratenem Ciabatta

und Frischkäse-Pumpernickeltrüffel.

Als Kretzsche (erlaubter Spitzname)

die Blutwurst sieht, rümpft er kurz die

Nase, um sich dann aber nach erstem

vorsichtigem Biss diese von Küchenchef

Sven Meyer kreierte Delikatesse auf der

Zunge zergehen zu lassen.

Die Vorspeise besteht aus gratiniertem

Ziegenfrischkäse aus heimischen Landen

mit Wildblütenhonig auf mediterranem

Paprika-Orangengemüse mit einem

kunstvoll geröstetem Brotchip. Sven

Meyer, der über die Stationen Lennhof,

Feinkost Köhler und Art Manger 2004

zum Freischütz kam und seitdem als Küchenchef

tätig ist, erklärt uns, wie man

mit einem Trick aus einer dünnen Scheibe

Brot einen Henkel zaubern kann.

Als Wein zur Vorspeise empfiehlt uns

Frau Schubert einen 2008er Freischütz

Riesling, der natürlich – wie der Name

verrät – ein besonderes Geheimnis birgt

(siehe folgende Seite).

„SC Freischütz“

Zwischen Vor- und Hauptspeise hält der

Chef des Hauses eine Überraschung

bereit: das gesamte Team erscheint im

Deutschlandtrikot und stellt sich gemeinsam

mit Stefan Kretzschmar zum

Mannschaftsfoto auf. Der ehemalige Nationalspieler

und zweifacher Handballer

des Jahres in der Mitte und die „Freischützen“

wie die Profis daneben und

davor kniend, sichtlich stolz, auf einem

Bild verewigt zu sein mit einem der besten

Sportler Deutschlands, der in seiner

Zeit als Nationalspieler 821 Tore in 218

Spielen warf. In der Zeit als Bundesligaspieler

waren es in 421 Spielen sogar

1694 Treffer – unglaublich!

Jetzt wartet der Hauptgang auf uns: Rinderfiletlasagne

auf glaciertem Gemüse

mit Süßkartoffelpürree an Portweinjus –

so lecker, dass wir Zugabe verlangen.

Zum passenden Rotwein gibt es wieder

eine Geschichte (siehe folgende Seite).

Autogrammstunde

Stefan lehnt sich gerade genüsslich zurück,

als eine Dame vom Nachbartisch

sich vorsichtig an den Tisch heranpirscht

und höflich um ein Autogramm bittet.

Gut, dass wir den Hauptgang gerade beendet

haben, denn nun darf er erst einmal

fröhlich Autogramme schreiben, da andere

Gäste die Situation mit der Dame verfolgt

haben und sich nun ebenfalls trauen,

nach einem Autogramm zu fragen.

Für den Nachtisch, Törtchen von Gianduja,

Zimt und Gewürzorangen mit grünem

Apfelsorbet, ist eigentlich „kaum noch

Platz“, aber diese Köstlichkeit ist zu gut,

als dass man darauf verzichten kann.

Als Stefan Kretzschmar nach diesem

wirklich exzellenten Menü von allen

verabschiedet, sind sich alle einig: Trotz

aller wilden Tattoos ein unheimlich sympathischer

Mensch, der Fröhlichkeit verbreitet

und weit entfernt ist von der so

oft vorzufindenden Arroganz angeblich

prominenter Persönlichkeiten...

Text: Winnie Appel, Foto: Isabella Thiel

TOP 43


Essen & Trinken

Die Weine des Abends

Ein Weinberg für den Freischütz

Warum nicht einen Weinberg kaufen und

von der dortigen Lese den Wein für den

Freischütz erzeugen lassen? Diese Frage

stellte sich der Freischütz, machte sich

auf die Suche und fand eine Steillage an

der Mittelmosel, die besonders von Sonne

verwöhnt wird: „Die Sonneneinstrahlung

wirkt an diesem Hang besonders

intensiv, weil die Wasseroberfläche der

Mosel das Sonnenlicht reflektiert und

der Schieferboden auch nachts noch

gespeicherte Wärme an die Rebstöcke

abgibt“, beschreibt Geschäftsführer Jörg

Prüser die Vorzüge des ausgesuchten

Mosel-Landstrichs, an dem er durch

die Leaders Club Wein AG Anteile für

den Freischütz-Ausschank gekauft hat.

Ein Winzer seines Vertrauens kümmert

sich vor Ort rund um die Traube. Auch

die Freischütz-Lehrlinge werden weiterhin

zukünftig den eigenen Weinberg

kennen lernen. In so genannten Azubi-

Camps können sie hautnah miterleben,

wie Wein geerntet, gekeltert und eingekellert

wird.

Das edle Tröpfchen – ein Riesling Cuvée

– gibt es nun im Freischütz: „Zarte

Frucht und exotische Aromen machen

den Riesling zu einem idealen Essensbegleiter,

er verkörpert einen jungen frischen

Moselwein“, so umschreibt Herr

Prüser „seinen“ Wein, den sich alle

Gäste im Freischütz schmecken lassen

dürfen.

Dortmunder Rotspon

Dortmund war bereits Hansestadt, als

es die Lübecker Hanse noch gar nicht

gab. Im frühen Mittelalter schlossen sich

Kaufleute und Handwerker zusammen,

um die ständigen Überfälle und Plünderungen

auf den Handelswegen zu verhindern.

Dortmund galt als Vorbild für alle

Städte und Gemeinden in ganz Westfalen,

die Handel betrieben. Seit dieser Zeit

brachten die Kaufleute mit Ihren Koggen

auf dem Rückweg von Frankreich edle

Weine aus Bordeaux in Eichenholzfässern

mit. Diesen Bordeauxwein nannte

man nach seiner Farbe, die er von den

Transportfässern annahm. Rotspon (=roter

Span). Je nach seinem Heimathafen

hieß er dann Dortmunder, Lübecker oder

Hamburger Rotspon.

Dieser Wein ist seit mehreren Jahrhunderten

der Erste, der als „Dortmunder

Rotspon“ an die Zeiten der Hanse erinnert

und eine schöne Tradition wieder

aufleben lässt.

Stefan Kretzschmar

1973 geboren am 17.02. in Leipzig

1979 1. Kontakt mit dem Handball

1986 Kinder- und Jugendsportschule

des SC Dynamo Berlin.

1989 Spieler der A-Jugend und der

Junioren-Auswahl des DHB

1993 Wechsel zum Bundesligisten

VFL Gummersbach, Debüt in

der Nationalmannschaft im

Spiel gegen die Schweiz.

1994 Handballer des Jahres, Aufnahme

ins „All-Star-Team“, in

die Weltauswahl

1995 2. mal Handballer des Jahres,

Weltmeisterschaft Island (4.

Platz)

1996 Olympische Sommerspiele

in Atlanta, Ausstieg aus der

Nationalmannschaft, Wechsel

zum SC Magdeburg unter Trainer

Lothar Doering, Supercup

mit dem SC Magdeburg

1997 Comeback in der Nationalmannschaft

1998 Europameisterschaften in Italien

teil: 3. Platz, Supercup:

1.Platz

1999 100. Länderspiel, Club-Europameisterschaft

mit dem SC

Magdeburg: 2.Platz, Weltmeisterschaft

in Ägypten: 5. Platz

2000 Olympiade in Sydney

2001 Eurocup mit dem SC Magdeburg,

Deutscher Meister

2002 Vizeeuropameister in Schweden,

Sieger der Champions-

League mit dem SC Magdeburg

2004 Silbermedaille bei der Olympiade

in Athen

2007 Ende der aktiven Laufbahn –

Wechsel ins Management des

FC Magdeburg

44 TOP


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Essen & Trinken

Menu

Der mit dem

Wolf catert!

Machen Sie Wolfs Catering zu

Ihrem professionellen Partner

für Veranstaltungen und Events.

Hummer-Essenz mit Zitronengras

Blutwurst auf gebratenen Ciabatta

Frischkäse-Pumpernickeltrüffel

*****

Gratinierter Ziegenfrischkäse aus heimischen

Landen mit Wildblütenhonig auf mediterranem

Paprika-Orangengemüse mit Brotchip

*****

Rinderfiletlasagne auf glaciertem Gemüse mit

Süßkartoffel pürree an Portweinjus

*****

Törtchen von Gianduja, Zimt und Gewürzorangen

mit grünem Apfelsorbet

*****

Aperitif „Holurinha“

2008 Freischütz Riesling

2006 Dortmunder Rotspon

Ganz gleich ob Sie eine kleine Party oder

eine Firmenfeier im großen Stil planen:

Nutzen Sie unser Know-how! Als Kenner

kultivierter Gastlichkeit nehmen wir Ihnen

die Vorbereitung und Durchführung Ihres

Ereignisses ab. Lehnen Sie sich entspannt

zurück, während wir uns um alles andere

wie z.B. das Zubehör, sei es Geschirr,

Tischwäsche, Mobiliar, technische Geräte,

Zelte etc., kümmern. Wie ausgefallen die

Idee auch immer – das Ermöglichen von

„Unmöglichem“ ist unsere Motivation.

Wolfs Catering

Rittershofer Straße 34a · 44359 Dortmund

Telefon 0231/4765350 · Fax 0231/4765352

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Freischütz Gastronomie

Hörder Straße 131 · 58239 Schwerte

Telefon 02304/98299-0 · Fax 02304/98299-44

www.freischuetz-schwerte.de

TOP 45


Kultur

DIE WUNDERSAME

WELT DER SUBKULTUR

Kultstätte, Sub-Kultur Heimat, Live-Bühne, Spielzimmer, Poetry Plattform – mit dem Prädikat besonders gemütlich. Sie ist „Hamburgs

südlichste Hafenbar“ und jeder Kneipen- und Szenegänger kennt sie – und das weit über die Stadtgrenzen von Dortmund

hinaus. Die Hafenschänke, eigentlicher Name „Subrosa“, gemütlich, verspielt, ein Wohnzimmer mit Tresen und Bühne sowie ein

ganz eigner Kosmos, der jeder Zeit eine Überraschung mit sich bringen kann, der jeder Zeit das Unerwartete innehat.

1993 hat sich Besitzer Cornel seinen

Traum vom eigenen Laden erfüllt. Ihm

fehlte eine richtige Kneipe nach Hamburger

Vorbild – Subkultur mit Wohlfühl-

Atmosphäre wie auf dem Kitz. Der Name

aus dem Lateinischen bedeutet „unter

uns, im Vertrauen“. Und wenn man zum

ersten Mal die warmen Räume einer

doch anderen, sehr speziellen Welt betritt,

fühlt man das Vertrauen, das einem

entgegen gebracht wird. In einer

Mischung aus Museum, Trödelmarkt, Detailverliebtheit

und Hafenbar treffen sich

alle gesellschaftlichen Schichten zum gemeinsamen

Bier oder zum Kickern.

Sechs Tage die Woche hat sich über die

Jahre eine eigene „Subrosa Subkultur“

entwickelt und es bleibt doch wie immer

„alles so vertraut“. Das Pflänzchen Subrosa

in der Dortmunder Nordstadt nah dem

Hafen ist zu einem bundesweiten Aushängeschild

für Live-Kultur geworden. Mehrere

Pfeiler stützen dabei das Konzept:

Live-Konzerte, Kickern, Poetry und der

BVB – denn Fußball wird großgeschrieben.

Während bei jedem Spiel der Borussia

die Wogen hoch schwappen, steht der

Kapitän an „seinem Platz“ und verkündet

via Mikrofon und der Titelmusik des alten

„Aktuellen Sportstudios“ die Zwischenstände

der anderen Spiele.

Musikalisch kennt man die Hafenschänke

seit langem als Garant für Akustik,

Pop, Singer-Songwriter oder Country.

Dabei geben sich sowohl die Lokal-

Matadore der Stadt als auch international

renommierten Künstler die Klinke

in die Hand.

Vor kurzem gab es auch eine räumliche

Veränderung, die nach dem Terrassenumbau

vor einem Jahr bestens ins Bild

passt und trotzdem dem Charme treu

geblieben ist: Der hintere Bereich ist ein

wenig Richtung „Hafen Lounge“ umgebaut

worden. Fest einplanen sollte man

auf jeden Fall neben den wechselnden

Live-Programmen die festen Highlights

im Subrosa: jeden dritten Donnerstag

den „Talentschuppen“ mit jungen Bands

und Musikern aus der Region und an jedem

dritten Montag der bekannte und

geschätzte „Poetry Jam“.

Den Blick gen 2011 gerichtet kann man

auch schon mal die nächsten Konzerte

einplanen: Am 28. Januar kommt der

Musik-Wunderknabe „Mick Hart“ vorbei

und am 3. Februar geht es weiter

mit dem „3 Klang Bonsai Festival“. Weitere

aktuelle Konzerttermine entnimmt

man am besten der skurrilen wie interessanten

Homepage, die schon nahe

dem Kunst-Aspekt kommt. Man darf

sich sicherlich auch im nächsten Jahr

auf so manches Highlight oder Überraschung

freuen – denn eines ist klar:

Langeweile kommt im Subrosa nie auf!

www.hafenschaenke.de

Text und Fotos:

Didi Stahlschmidt

46 TOP


Kultur

FAULSPIEL

Da hat der Dortmunder Schriftstelller A. Noa aber mal richtig einen raus gehauen.

Einen Roman, in dem es um die Verstrickung von Prostitution, Wettmafia und verschobenen

Fußballspielen geht.

Wettmanipulation und Korruption haben

sich im Fußball, der schönsten Nebensache

der Welt, zu einem globalen

Milliardengeschäft ausgeweitet! Unvorstellbar?

Nicht nur in den Amateurligen werden

Spiele verschoben, sondern auch in den

Bundesligen und sogar bei Europa- und

Weltmeisterschaften! Undenkbar?

Aalglatte Manager, osteuropäische

Mafiapaten und korrupte Fußballprofis

verbinden sich zwecks Geldscheffelung

zu einer unheiligen Allianz? Völlig

aus der Luft gegriffen? Natürlich ist

die Handlung (der Autor würde sagen,

das Lieblingswort seiner Protagonistin

Valerie)….fiktiv. Einen Großteil der

Spannung entwickelt „Brot und Spiele“

A. Noa

ROMAN

Faulspiel

jedoch aus der Vorstellung des Lesers,

dass sich die Geschichte tatsächlich so

zutragen könnte.

Der Plot

Der Sportjournalist Marcel Runge hat

es sich als Lebensaufgabe gestellt, die

kriminellen Machenschaften im Fußballsport

nachzuweisen, wobei er bei

seinen Recherchen in die tiefsten Abgründe

der Prostitution und des Drogenhandels

vorstößt. Ist die Mafia für

den Tod seiner Ehefrau verantwortlich?

Von wem erhalten Schwerstkriminelle

Ermittlungsergebnisse?

Warum wird der 18-jährige Max Kaiser,

das größte Stürmertalent seit Helmut

Rahn und Gerd Müller, vor dem Saisonfinale

aus dem Profikader genommen?

Wird es Runge gelingen, Max

Kaiser davon zu überzeugen,

den Weg des Fairplay

im Sport zu beschreiten?

Die Edelnutte Valerie bedient

die Größen der Gesellschaft:

Topmanager,

Staatsbeamte, Politiker und

besonders Sportfunktionäre

im Fußball. Akribisch

notiert sie jedes Treffen in

ein rotes Notizbuch. Als sie

ihr horizontales Gewerbe

verlässt, rächt sie sich und

übergibt die brisanten Informationen

an…

· Fett weg

· ohne OP

· schnell

· risikolos

· schmerzfrei

WINNIE LIVE MEDIA

Geschickt verwebt der Autor

A. Noa in brutal harter

und sehr offener Sprache

mehrere Handlungsstränge,

die auf ein ungewöhnliches

und überraschendes Finale

zusteuern. „Geld und Spiele“

erscheint in Kürze im

Dortmunder Verlag Winnie

Live Media.

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Kultur

„VIER SCHWEDEN“

AUF DEM VORMARSCH

Super Trouper, Summer night city, Voulez Vous oder Take a Chance on Me, eine schwedische Popgruppe schuf Pop-Klassiker wie

am Fließband. ABBA war in den 70ern und frühen 80ern eine der weltweit populärsten Musikgruppen. Mit etwa 375 Millionen

verkauften Tonträgern gehört ABBA zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte.

Gibt es nicht schon genug Abba Bands?

Das kann schon sein, aber Qualität setzt

sich langfristig durch. Wir orientieren

uns immer am Publikum und solange die

Zuschauer uns ein so tolles Feedback geben,

bleiben wir auf jeden Fall dabei. Ja,

und wir haben auch ziemlich viel Spaß

an den Auftritten.

1982 löste sich die Band nach rund zehnjährigem

Bestehen auf, ohne es allerdings

jemals offiziell bekannt zu geben. Aber

auch mehr als 25 Jahre nach ihrer Trennung

– ohne weitere Auftritte und neue

Songs – hat ihre Musik immer noch eine

hohe Popularität; täglich werden noch

immer etwa 3.000 Original ABBA-Tonträger

verkauft. Darüber hinaus wird die

Musik in unterschiedlichsten Interpretationen

und Cover-Versionen produziert

und sehr erfolgreich vermarktet.

So ist es leicht zu erklären, dass sich viele

Cover-Bands auf dem internationalen

Markt tummeln. Eine sehr erfolgreiche

Formation war ABBA REVIEW, die ihren

musikalischen Ursprung in Dortmund

hatte und unter diesem Namen schon

zu nationaler Berühmtheit gelangt war.

Nun nennt sich die Gruppe 4Swedes. Wir

sprachen Backstage mit dem Manager

Carsten Preuss.

Ist es nicht gefährlich, eine aktuell erfolgreiche

Band umzubenennen?

Wir haben schon vor einiger Zeit überlegt,

unseren Namen zu ändern, um uns

von anderen ABBA Tributebands zu unterscheiden.

Im Rahmen einer weltweiten

Abmahnungswelle von Universal Music

an die Nutzer des Namens haben wir uns

entschieden, den bisherigen Bandnamen

ABBA Review in „The 4Swedes“ zu ändern.

Alles andere, Musik, Qualität der

Show, sieben Musiker – bleibt.

Warum ist Abba Review ins Leben gerufen

worden?

Als Manager für Cover- und Tributebands

hatte ich die Idee schon einige

Jahre in der Schublade. Außerdem wollte

ich wieder selbst Musik machen, die

auf der Bühne abgeht, dem Publikum

Spaß macht und trotzdem anspruchsvoll,

vielseitig, familientauglich und genial

ist. ABBA eben …

Durch einen glücklichen Zufall bin ich auf

die Kölner Musiker gestoßen, die schon

zusammen Disco Titel der 70er und 80er

spielten und bei denen ich sofort wusste:

Das ist die ideale Besetzung! Und alles ohne

Perücken… Nach den ersten Auftritten

ist mir die enorme stimm- und Typenähnlichkeit

der Sängerinnen zu Anifried und

Agnetha aufgefallen. Zur Probe haben wir

dann mal zwei Abba Titel gespielt, die immer

riesig beim Publikum ankamen. Und

das Beste war, das sofort alle Feuer und

Flamme waren, als ich das Projekt ganz

behutsam vorgeschlagen habe.

Was ist das besondere an den 4Swedes?

Wir spielen im Gegensatz zu den meisten

üblichen Abba-Coverbands, die sich auf

Halbplaybackshows in Vierer-Besetzung

verlegt haben, das Programm in großer

Live-Besetzung mit Sieben oder Acht

Musikern. Ein Extra-Keyboard und Synthesizer

sorgen für Streicher und Bläser.

Ein eingespieltes, groovendes Team an

Schlagzeug und Bass gibt den Songs die

nötige Dynamik. Die akustischen Songs

werden von 2 Gitarren gespielt. Und die

Sänger sind natürlich exzellent.

Könnt Ihr auch ein abendfüllendes Programm

bestreiten?

Unsere Show dauert etwa 2,5 Stunden.

Auf Wunsch sorgen wir aber für eine passende

Vorgruppe, Dinnermusik und einen

After Show DJ.

Also immer Großeinsatz von Technik?

Bei der normalen Show unbedingt. Wir

haben jedoch eine zweite Show im Angebot,

die sich „Acoustic Abba“ nennt.

The 4Swedes präsentieren in diesem

Programm die Meilensteine der schwedischen

Supergruppe in akustischen

Arrangements. So kommen neben dem

Piano und akustischen Gitarren eine

Querflöte, Bongos, Congas und ein Akustikbass

zu Einsatz. Dies gibt den Songs

einen ganz eigenen Charakter. Musik

zum Genießen, von professionellen Musikern

dargeboten – genau das Richtige

für die besinnlichen Wintertage. Und als

besonderes Bonbon für Fans gibt es sogar

Weihnachtslieder in ABBA-typischen

Arrangements.

48 TOP


Kultur

DAS SPIEL GEHT WEITER

Wer abseits von der Jagd auf Geschenke und Weihnachtsgans ein wenig entspannen möchte, sollte dies vielleicht bei einem

schönen Konzert- oder Theaterabend versuchen.

Die Academy of St. Martin in the Fields

gastiert am 13. Januar mit Dvoraks siebter

Sinfonie und Mozarts Klavierkonzert

Nr. 25 (KV 503), Solist wird Martin Helmchen

sein.

Die zweite „Zeitinsel“ ist dem ungarischen

Komponisten Béla Bartók gewidmet.

Zwischen dem 18. und dem 22.

Januar wird dann unter anderem seine

Oper „Herzog Blaubarts Burg“ zu hören

sein. Den Höhepunkt im Januar dürfte

allerdings der Auftritt der Berliner Philharmoniker

unter der Leitung von Simon

Rattle darstellen: Unter anderem begleiten

sie Anne-Sophie Mutter bei Dvoráks

Violinkonzert op. 53.

Wer es lieber weniger konventionell

mag, dem sei am 24. März das Konzert

mit dem „enfant terrible“ der Szene, Nigel

Kennedy empfohlen, der an diesem

Abend auf die polnische Klezmer-Band

Kroke trifft.

Text: Martina Lode-Gerke

Musiktheater

Spritzig und witzig geht es im neuen Jahr

weiter mit Jacques Offenbachs Operette

„Ritter Blaubart“ zu: Der heißblütige Lebemann,

der einfach nicht treu sein kann

und sich seiner abgelegten Ehefrauen mit

Hilfe eines Alchimisten entledigt, wird

ab dem 15. Januar sein Unwesen auf der

Opernbühne treiben.

Am 5. März folgt dann Donizettis „Lucia

di Lammermoor“. Gespannt sein

darf man auch auf die Neufassung von

Xin Peng Wangs Ballett „Mozart“, in der

Wang dem Preis nachspürt, den Mozart

zu Lebzeiten für seine Unsterblichkeit

bereits bezahlte: Premiere ist am 12.

Dezember.

Schauspiel

Einen Brecht gibt es ab dem 21. Januar

auf der Studiobühne, wenn dort „Die

Kleinbürgerhochzeit“ gefeiert wird. Zum

Ort eines der letzten Dortmunder Grubenunglücke

wird am 22. Januar die große

Bühne des Schauspielhauses, wenn

„Heimat unter Erde – eine Dortmunder

Tiefenbohrung“ uraufgeführt wird, eine

dokumentarisch-literarische Recherche,

die von Dortmunder Zeitzeugen,

Schauspielern, Jugendlichen

und Chören umgesetzt

wird. Brutal wird es

ab dem 12. März, wenn

Shakespeares „Macbeth“ die

Bühne betritt und zum Königsmörder

wird.

Konzerthaus

Das Konzerthaus begrüßt das neue

Jahr mit Beethovens Neunter Sinfonie:

Marc Minkowski wird die

von ihm gegründeten Musiciens

du Louvre dirigieren, singen wird

der Kölner Domchor und die

Solisten Christiane Libor,

Sopran, Yvonne Naef, Alt,

Endrick Wottrich, Tenor,

sowie Luca Tittoto, Bass.

TOP 49


Kultur

WER LANGEWEILE SCHIEBT

IST SELBER SCHULD

Die so oft gestellten Fragen: „Wohin am Wochenende?“ oder „Wo ist endlich mal wieder eine gute Party oder ein guter Club?“

sollten der Vergangenheit angehören – oder zumindest in den nächsten Wochen und Monaten seltener zu hören sein. Denn die

hiesige Club-Landschaft war noch nie so sehr in Bewegung wie zurzeit.

Den Grund dafür kann man in unterschiedlichen

Kategorien suchen. Es

gibt zum einen einige neue Clubs und

Objekte, es gibt die saisonbedingten Änderungen

zum Herbst und Winter hin,

die Betreiberwechsel aufgrund von individuellen

Gegebenheiten und es gibt,

rein wirtschaftlich betrachtet, auch

noch den drei- bis vierjährigen Zyklus,

dem alle Clubs und Diskotheken unterliegen

– sprich ein Re-Lounge, eine Wiederoder

Neueröffnung. Auch das finden wir

zurzeit in Dortmund wieder.

Die Neuaufstellungen oder Neuerungen

sieht man besten am Le Grand in

der Brückstraße, der nach der Renovierung

vor allem mit einem komplett

neuen Programm zwischen Salsa-Partys,

Soul & Funk und Urbanmusik weg will

vom Image der „After Hour Bude“, hin

zum selbsternannten „Social Clubbing“.

Der Inside Club am Königswall hingegen

hat diesen Inhaltswechsel bereits drei

Monate zuvor vollzogen und ist mit einem

neuen Betreiberteam vom bunten

„Hier spielt jede Musik-Club“ zum reinen

Reggae und Dance Hall Movement

gewechselt.

Die Suite023 hat die Sommerpause – die

doch keine war – für die Erweiterung des

Clubs genutzt und expandiert mit einem

zweiten großen Floor. Dieser Club hat

sich mittlerweile zu einer Top-Adresse in

Dortmund und der Region gemausert.

Weg vom „Asi-Park“

Ähnliches auch im Rush Hour in Körne.

Früher einmal der Musikzirkus oder

auch liebevoll „Asi Park“ genannt, wo im

August ein ‚Club im Club‘ offiziell seine

Premiere feierte: Zyan der Name, Techhouse

und Elektro die Ausrichtung. Ein

interessantes Modell, das es so in Dortmund

noch nicht gegeben hat.

Wenn man nun mal in die Sparte der Neueröffnungen

und Betreiberwechsel geht,

gibt es vor allem im innerstädtischen Bereich

so einiges Neues zu vermelden. Angefangen

vom B6 im Westfalenforum an

der Hansastrasse, das seit kurzem von

einem ehemaligen Angestellten des B6

in das „Passion“ verwandelt worden ist:

50 TOP


Kultur

also eher die gemütliche Cocktail-Schiene

mit Clubbetrieb als die Großraum-

Schunkel-Bude.

Nicht ganz so extrem ist der Wandel des

ZuchtHouse´s zum Jail-Club am Westenhellweg,

wo die elektronische Richtung

bestehen blieb und lediglich der Betreiber

wechselte. Rein optisch betrachtet

ist dieser Club allerdings ein Muss.

Clubbetreiber Yves Gedecki hat nicht

nur die Geschäftsführung der Nightlife-

Institution Spirit in andere Hände geben,

sondern hat auch den Bakuda Club kurz

abgegeben – und dann doch wieder zurückgeholt:

kurz renoviert, sehr schräge,

interessante Wandgestaltungen vorgenommen

und mit neuen Programm Anfang

November wieder eröffnet.

Partymeile Hafen

Auch der Hafen bekommt etwas von der

Nachtleben-Bewegung ab: die „Hafenliebe“

wird zum Ende des Jahres unterhalb

des Alten Hafenamtes ihre Pforten öffnen

– vom Betreiber des Bam Boomerang

und Cafe Max, Axel Schauerte. Von

gastronomischen Angeboten unter der

Woche bis hin zu Konzerten, Lesungen,

Ausstellungen und natürlich Partys am

Wochenenden wird dort unten eine ganz

neue Party-Welt entstehen – und hoffentlich

zur positiven Entwicklung des

Schmuckstücks „Hafen“ beitragen.

Positiv zu bewerten ist mit Sicherheit

auch die Neueröffnung der Enjoy Lounge

am Burgtor oder besser gesagt im früheren

Chat Noir zwischen Kuckelke

und Konzerthaus. Hier ist den beiden

Machern ein sehr feiner Schuss gelungen,

denn die gemütliche, stilvolle und

moderne Einrichtung in Kombination mit

dem Nightlife-Faktor sowie der Ausrichtung

eines Mikro-Clubs passt bestens an

den Standort.

Ach ja, der kurzzeitig wieder weiße Fleck

der Nightlife-Landkarte am U-Turm wird

höchst wahrscheinlich Ende November

auch wieder rubinfarbig glänzen. Das

„Ruby“ hat nach Aussage der Betreiber

die Auszeit genutzt, um noch gemütlicher

und clubbiger zu werden. „Wir sind

absolut positiv gestimmt“, sagt Thomas

Pieper, der zusammen mit Till Hoppe

auch schon das „View“ in der Kathedrale

für Ende des Jahres als Club-Restaurant

im Fokus hat.

Und eine höchst spannende wie aber

auch in der Öffentlichkeit stark kontrovers

diskutierte Neuerung ist die Zukunft

des FZW in der Ritterstasse, die

ja bereits in Szenekreisen kurzzeitig als

„Westfalenhalle 7“ tituliert wurde. Die

politische Entscheidung ist im September

gefallen, und den Zuschlag haben

die Betreiber der gastronomischen Objekte

im U-Turm (Till Hoppe & Thomas

Pieper) bekommen. Trotzdem ist bis

dato kein Programm ab den 01.01.2011

vorhanden und die aktuelle Belegschaft

weiß ebenfalls noch nicht, ob es für sie

weiter geht. Man kann nur hoffen, dass

die über 40jährige Konzert-Kultur auch

weiter gepflegt wird.

Ja, ja ... wer hätte gedacht, dass die Dortmunder

Clublandschaft so viel zu bieten

hat, so viel Neuerungen mit sich bringt

und damit letztendlich auch eines beweist:

wir haben ein großes Angebot, das

einfach nur mal, fernab von Befindlichkeiten

oder Unwissenheit, positiv transportiert

und kommuniziert werden muss.

Text und Fotos: Didi Stahlschmidt

TOP 51


Kultur

DER WOYZECK — EIN

WINTERSCHAUERMÄRCHEN

Es ist eine wahre Geschichte: Den Stoff für sein Drama Woyzeck fand Georg Büchner in zwei gerichtsmedizinischen Gutachten,

die der königlich sächsische Hofrat Dr. Clarus in Zusammenhang mit dem Leipziger Mordfall Woyzeck anfertigen musste. Über

seinen Vater, der Mitarbeiter der „Zeitschrift für Staatsarzneikunde“ war, erhielt Büchner Zugang dazu: In den Beiträgen ging

es um die Frage der Zurechnungsfähigkeit und des Gemütszustands des Täters: Zur Tatzeit war der ehemalige Perückenmacher,

Diener und Soldat Woyzeck ein Gelegenheitsarbeiter, der zum Schluss so wenig Geld hatte, dass er im Freien wohnen musste. Am

21. Juni 1821 erstach er eine Witwe in deren Hauseingang. Motiv: Eifersucht. Drei Jahre später wurde er öffentlich hingerichtet.

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Kultur

Büchners Woyzeck ist zwar noch Soldat,

aber auch er leidet unter chronischem

Geldmangel, für seine geliebte Marie und

deren gemeinsames Kind muss er zum

knappen Sold noch Geld hinzuverdienen

und nimmt an medizinischen Experimenten

teil. Als er Anzeichen einer Affäre

bemerkt, die Marie mit einem Tambourmajor

begonnen hat, „flippt er aus“ und

wird zum Mörder.

Kay Voges lässt Woyzeck in einer Winterlandschaft

stattfinden: Sinnbild für die

Kälte der Welt und für die Gleichgültigkeit,

mit der man einem einfachen Menschen

wie Woyzeck begegnet. Sinnbild

aber vielleicht auch für das sprichwörtlich

dünne Eis, auf dem sich die Menschen

meistens bewegen. Marie wird darin

einbrechen. Kalt weht es in die ersten

Reihen im Zuschauerraum hinein, denn

der Realist Voges hat den Bühnenboden

mit richtigem Schnee bedeckt, in dem

Marie und Woyzeck fröhlich herumtollen

werden, in dem auch ein blutiges Wesen

begraben wird, von dem man nicht genau

sagen kann, ob Mensch oder Affe – ein

weiteres Versuchskaninchen des Arztes?

Ein wenig erinnert es auch an Ötzi, die

Gletscher-Mumie.

Intensiver Handlungsstrang

Voges hat auf der kargen Bühne von

Pia Maria Mackert die Szenen auf das

Wesentliche „eingedampft“, so dass es

im Prinzip nur einen, dafür sehr stringenten

und intensiven Handlungsstrang

gibt, der die Unerbittlichkeit und auch

Unausweichlichkeit des Geschehens dem

Zuschauer plastisch vor Augen führt.

Kostümbildner Michael Sieberrock-Serafimowitsch

stellt nicht so sehr das

Soldatische in den Vordergrund denn

den Charakter der Personen: Der eitle

Hauptmann (herrlich sarkastisch und

genüsslich den armen Woyzeck vorführend:

Uwe Rohbeck) gefällt sich im Leopardenmantel

mit Abendanzug darunter,

der Arzt tritt im Gehrock auf, Andres

(Peter Wallfisch, der auch für die Musik

zuständig ist) hockt hinter dem Flügel

ganz in weiß mit pelzverbrämtem Mantel

– eine Mischung aus Elvis und Atze

Schröder, der Tambourmajor in schwarzer

Hose mit ebensolchem Shirt – soll

wohl heißen: Dieses kann überall passieren.

Jeden Tag. In jedem Milieu.

Intensives Liebespaar

Marie kommt mal züchtig als Mutter im

schwarzen Mantel daher, mal als Hure

mit rotem Kleid. Axel Holst (Woyzeck)

und Caroline Hanke (Marie) sind ein

intensives Liebespaar, das nicht ohne

den anderen kann, mit dem anderen aber

auch nicht. Sie lieben sich innig, aber

Woyzeck ist Marie nicht genug. Er ist

ein lieber Mensch, wie sie immer wieder

feststellt, aber gegen den smarten Tambourmajor,

sehr männlich, aber nicht

machohaft dargestellt von Sebastian

Kuschmann, kommt er nicht an.

Voges liebt plakative Elemente, die den

Zuschauer immer wieder davon abhalten,

sich wohlig im Sitz zurückzulehnen.

Schockiert springt er fast vom Sitz,

wenn Woyzeck den Verrat, den Marie an

ihm begangen hat, erkennt: „Why don't

you like me?“ steht in riesigen Lettern

auf dem schwarzen Vorhang, der urplötzlich

herunterfällt. Röhrende Musik

ertönt, so dass sich nicht nur Woyzeck

die Ohren zuhält.

Die Seelenqual (und auch der Zuschauer

empfindet sie, weil diese Szene fast unerträglich

lang dauert) ist unbeschreiblich.

So muss es wohl sein, wenn man den Verstand

verliert. Marie wird am Ende nicht

nur durch einen Messerstich getötet,

sondern durch unzählige, so dass viel

Blut fließt. Sie versinkt in einem Loch,

das sich in der Eisfläche auftut. Doch sie

taucht wieder daraus auf und erschießt

Hauptmann, Tambour major und Arzt. So

jedenfalls hätte es sich wohl Woyzeck

gewünscht – denn es wird klar, dass sich

diese Szene nur in seinem Kopf abgespielt

hat. Die Gerechtigkeit ist also nur

eine Illusion!?

Mit der Premiere hat der neue Schauspieldirektor

eine eindringliche Inszenierung

vorgelegt. Dicht. Schockierend. Nichts

für schwache Nerven. Aber wahr.

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: © Birgit Hupfeld

TOP 53


Kultur

HITCHCOCKS „39 STUFEN“ —

ES IST ALLES NUR THEATER

Seinen Film „Die 39 Stufen“ zählte Alfred Hitchcock zu seinen Lieblingswerken; der Protagonist Richard Hannay, im Film dargestellt

von Robert Donat, wurde zum Prototypen des Hitchcock’schen Helden. Ein sympathischer, unbedarfter Bürger, der sich

unversehens und unverschuldet in Umstände verstrickt, die er nicht gleich versteht, die er dann aber zum eigenen Anliegen

macht, um sie mit Aufrichtigkeit und Entschlossenheit zu bewältigen.

Logen des Londoner Varietés befinden,

in denen Richard Hannay und Annabelle

Schmidt sich begegnen. Hinter dem

Vorhang tut sich die große weite Welt

auf, die die Schauspieler meist selbst in

Hannays Appartement, ein Bauerhaus

in Schottland, einen Bahnhof, ein Polizeirevier

oder auch diverse schottische

Landschaften samt Hochmoor und Wasserfall

verwandeln.

Motel im Koffer

Der Einfallsreichtum von Regisseur und

Bühnenbildner hat hier anscheinend

keine Grenzen: Da stehen die Türen auf

Rollen und werden nach Bedarf hinund

hergeschoben, da verwandelt sich

ein großer Überseekoffer in ein schmuckes

Motelzimmer oder ein Schreibtisch

mittels zweier Lampen, die wie

Scheinwerfer eingesetzt werden, in ein

Polizeifahrzeug.

Hitchcocks Film, dessen Drehbuch auf

dem gleichnamigen Roman des schottischen

Autors John Buchan basiert, von

dem Hitchcock aber nur den Rahmen und

einige Handlungsstränge übernahm, ist

geprägt von unglaublichen Zufällen und

Begebenheiten und von äußerst schnellen

Szenenwechseln: Nachdem Richard

Hannay, 37 Jahre alt und Junggeselle,

in einem Londoner Varieté die Spionin

Annabelle Smith kennengelernt hat, sie

in seiner Wohnung ermordet wird und

Hannay unter Mordverdacht gerät, beginnt

eine atemlose Jagd quer durch das

Vereinigte Königreich.

Eine solche Handlung auf die Bühne zu

stellen, scheint fast unmöglich. Fast.

Jetzt hatte die aus dem Film adaptierte

Kriminalkomödie „Die 39 Stufen“ des

britischen Regisseurs und Autors Patrick

Barlow im Schauspielhaus Premiere. Und

was Schauspielchef Kay Voges auf die

Bühne gestellt hat, wirkt genial. Genial in

seiner Einfachheit, aber vor allem in seinem

Einfallsreichtum. Voges unternimmt

erst gar nicht den Versuch, die „Unzulänglichkeiten“

einer Theaterbühne zu

vertuschen. Er baut diese „Schwierigkeiten“

in seine Inszenierung ein und schlägt

daraus Kapital, das die Zuschauer zum

Lachen bringt. Immer wieder reißt Voges

den Zuschauer aus der imaginären Welt

heraus und macht deutlich: Es ist alles

nur Theater. Da müssen die Schauspieler

sich das „Auto“ selbst aus vier Stühlen

zusammenstellen und dürfen, während

sie mit ihren Handschellen hadern, auch

mal auf die Requisite schimpfen.

Theater auf dem Theater

Auch die Bühne, für die Daniel Roskamp

verantwortlich zeichnet, ist zweigeteilt

und macht dem Zuschauer sofort beim

Eintreten deutlich, dass hier Theater auf

dem Theater stattfindet: Das Portal ist

ausgekleidet mit einem weißen Theaterportal,

an dessen beiden Seiten sich die

Larissa Hartmann hat die Kostüme so

geschaffen, dass sie den Schauspielern

erlauben, sich blitzschnell zu verwandeln.

Erstaunt bemerkt der Zuschauer,

wie sich Andreas Beck von einem

grimmigen Polizeichef in eine gemütliche

Motelbesitzerin verwandelt, oder

Uwe Rohbeck vom Highländer in die

charmante und liebliche Gattin des angeblichen

Professors. Oder aber Uta

Holst-Ziegler von der mondänen Annabelle

in die etwas beschränkt wirkende,

lispelnde Pamela oder die scheue

Bauersfrau Margaret. Der einzige, dem

diese fliegenden Kleiderwechsel erspart

bleiben, ist Axel Holst, der einen sehr

überzeugenden Richard Hannay abgibt

und sich den ganzen Abend über selbst

treu bleibt. Ein großer Spaß, und zwar

anscheinend nicht nur für die Zuschauer,

sondern auch für die Darsteller!

Text: Martina Lode-Gerke,

Bilder: © Birgit Hupfeld

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Lifestyle

LIFESTYLE

Eigentlich gehört sie zum Ärzteteam des Evangelischen Krankenhauses Bethanien in Hörde. Seit Oktober 2007

leitet Dr. Antje Ahrens dort als Chefärztin die Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin. Für uns schnupperte die

sympathische Medizinerin Catwalk-Luft, genoss den intensiven Flirt mit der Kamera und verwandelte sich äußerst

professionell für einige Stunden in Dortmunds TOP-Model Nr. 1. Zu Gast waren wir diesmal bei pauli + friends

fashion in der Kleppingstraße.

TOP 55


Lifestyle

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Lifestyle

pauli + friends

(1) Cardigan, Schal und Stulpen:

Twin-Set, Longshirt: 0039 Italy,

Tasche: Guerilla de Luxe

(2) Cape: Twin-Set, Pulli: I love

my T’s, Bluse und Flieger hose:

Aeronautica Militare, Kette:

Gioia de Seda, Gürtel: B. Belts

(3) Parka: Woolrich, Cordjeans:

Stitch’s, Schal: Twin-Set, Handschuhe:

Ugg

(4) Lederjacke: Jagger & Evans,

Long bluse: 0039 Italy, Cordjeans:

Stitch’s

4

Styling: Insa Candrix, Hair/Make-up: Mod's Hair (Diana), Schuhe: Claudia Hentschel (Bags & Shoes) Fotos: Isabella Thiel

TOP 57


Lifestyle | ANZEIGE

DIAMONDS ARE THE

GIRLS BEST FRIENDS ...

Auch wenn es sich nicht um Diamanten handelt (wer möchte wegen millionenschwerer Schmuckstücke schon gerne mit Bodyguard

erscheinen), Funkeln und Glamour ist trotzdem garantiert. Tanja Schulz hat aus ihrem Hobby Profession gemacht. Auf einer Frankfurter

Messe hat sie sich inspirieren lassen und designed jetzt unikate Schmuckstücke ganz nach individuellen Wünschen.

„Das schöne am Schmuckdesign ist,

dass ich es perfekt mit meiner Familie

unter einen Hut bringen kann.“ Am meisten

Spaß macht es der modebewussten

Dame, wenn sie nach ganz konkreten

Vorgaben eine Schmuckkombination

entwirft. „Aufregend waren die Aufträge

zum Dortmunder Opernball. Da gibt

es dann Damen, die haben ein bestimmtes

Kleid und eine geplante Frisur und

suchen dazu das passende Ensemble.

Die Erscheinung mit dem entsprechenden

Schmuck zu vollenden, ist einfach

toll.“ Mit großer Freude widmet sich die

Schmuckdesignerin dem Thema Brautschmuck.

Zu den fantastischen Brautroben

gehören einfach auch ganz besondere

Schmuckstücke. „Ich kann die Kette

ja nicht neu erfinden. Ich kann sie aber

ganz individuell für einen unvergesslichen

Tag gestalten.“

Die Preise beginnen bereits bei ca. 30

Euro, d. h. auch der alltägliche Auftritt

kann zu einem angemessenen Preis aufgepeppt

werden. Auf Wunsch verarbeitet

Frau Schulz aber auch Swarovskisteine

oder Halbedelsteine. Je nach Fertigungsaufwand

kann das Unikat dann bis zu

300 Euro teuer werden.

In ihrem Arbeitszimmer gibt es viel zu

entdecken, erst recht, wenn man zu den

Personen gehört, die Perlen, Schmuckkreationen

und Glitzer verzücken können.

Enthusiasmus und Kreativität sprühen

der Dortmunderin Tanja Schulz förmlich

aus den Augen. Vor einem Jahr fand ihre

Schaffensperiode ihren Anfang. Auf einer

Schmuckmesse hat sie sich fesseln

lassen und ist dann selbst zur kreativen

Fashionista geworden. Das Ergebnis ist

atemberaubend. Von dezent bis flippig

gibt es in nahezu jeder Farbauswahl Ringe,

Ketten und Armbänder. Obwohl – die

meisten Schmuckstücke sind opulent

und wirken besonders exklusiv.

Die Kollektion zeigt die zweifache Mutter

auf selbst organisierten Ausstellungen.

Und auch dabei merkt man, dass

ihr die Kreativität und die Perfektion

im Blut liegt. Exklusiv dekoriert, präsentiert

sie ausschließlich im kleinen

Rahmen. Passend zur Jahreszeit soll es

besonders festlich und funkelnd werden.

Prominent sind Beerentöne, Grau- und

Grünnuancen und dunkle Naturtöne. Ihr

neuester Entwurf sind Glasperlen an gefilzten

Ketten. Viele ihrer Schmuckstücke

sind praktischer Weise auch gut mit

Echtschmuck kombinierbar.

„Ich möchte für jede Kundin genug Zeit

haben, um sie beraten zu können.“ Um

das sicherzustellen, muss man sich für

die nächste Ausstellung, die bis zum

23.12.2010 in Schwerte zu sehen sein

wird, auch anmelden: tanja@schulzschmuck.de,

Tel.: 0160/96349044. Dort

wird es über 300 Exemplare zu bestaunen

und zu kaufen geben. Gern nimmt

sie aber auch konkrete Bestellungen entgegen,

die sie bei Bedarf bis zum Weihnachtsfest

fertig stellen möchte. Einen

Überblick schafft zunächst auch die

Website: www.schulz-schmuck.de

Text: Martina Heiland

Fotos: Tanja Schulz, Martina Heiland

58 TOP


Residenz Limburger Postweg

Beste Lage in Dortmund-Wellinghofen

Lifestyle

Exklusives, barrierefreies Wohnen

mit Betreuungsservice

Wohlfühl-Atmosphäre in exponierter Wohnlage

Die Residenz Limburger Postweg lädt zum Wohnen in einem der attraktivsten Vororte Dortmunds ein. Die Residenz liegt in

einem circa 10.000 qm großen Parkgrundstück, etwa 300 m vom Ortskern von Wellinghofen entfernt und daher fußläufig

ideal erreichbar. Hier verbinden sich die Vorteile einer komfortablen Infrastruktur mit naturnahem, ruhigem Wohnen.

Der Entwurf der Architekten spiegelt bewusst den lebendigen Kontrast zwischen Tradition und Moderne wieder. Eine exklusive

Außengestaltung verbunden mit individuell planbaren Grundrissen und hochwertigen Materialien machen den

Charme dieser Immobilie aus. Raffinierte Details und großzügig geschnittene Wohnungen garantieren eine hervorragende

Wohnqualität.

Genießen Sie den schwellen- und barrierefreien Zugang von der Tiefgarage bis zur eigenen Wohnung. Der 24-Stunden-

Betreuungsservice, eine komfortable Gästewohnung, der Wellnessbereich und ein gemütlicher Clubraum tragen zum

exklusiven Wohngefühl am Limburger Postweg bei.

Eine Wohnung für Menschen mit Geschmack

Die großzügigen Wohnungen zwischen 60 qm und 180 qm zeichnen sich durch ihren hochwertigen Innenausbau,

optimale Funktionalität und die barrierefreie Grundrissgestaltung aus.

Dazu bieten wir:

• komfortable Tiefgarage

• Natursteinböden in Küchen und Bädern

• elegante Badausstattung

• Vollholzparkett in Wohn- und Schlafräumen

• bodentiefe Panoramafenster

• Terrasse / Loggia mit edlem Tropenholz

• modernste Fußbodenheizung

• Sicherheitspaket

• TÜV-überprüftes Bauvorhaben

Informationen

Residenz Wohnbau GmbH & Co. KG • Selkamp 12 • 44287 Dortmund

info@residenzwohnbau.de • www.residenzwohnbau.de • Tel.: 0231 - 444 1345

TOP 59


Lifestyle

RAUMVISIONEN

STILSICHER VOLLENDEN

In Vollendung gestaltete Küchen an einem außergewöhnlichen Ort: Im Wasserschloss Bladenhorst präsentiert Torsten Grenda

Küchen von einzigartiger Perfektion, die nicht einmal im Ansatz mit herkömmlichen Modellen von der Stange vergleichbar sind.

Denn dort, wo andere Hersteller und Anbieter längst mir ihrem Latein am Ende sind, fängt für Thorsten Grenda und sein Team

unter dem Markenzeichen KKTG die Herausforderung erst an.

60 TOP


Lifestyle

Architekten, Raumausstatter, Statiker,

Gas- und Wasserinstallateure, Elektriker

sowie Fliesenleger gehören zu seinen Kooperationspartnern

ebenso, wie renommierte

Hersteller von Küchenmöbeln

und -geräten. Durch die Zusammen arbeit

mit den Partnerunternehmen bietet die

Ausstellung in Schloss Bladenhorst perfekt

in Szene gesetzte Küchen. Dazu gehören

auch Fenstervorhänge, Tep piche,

gedeckte Tische mit Markenwaren von

Hutschenreuther, WMF, Villeroy & Boch

und Rosenthal sowie viele weitere Dekoaccessoires,

durch die man sich in

diesem Ambiente als Kunde schon fast

heimisch fühlt.

In seinen Ausstellungsräumen zeigt er,

wie schön Küchen in Vollendung wirklich

sein können. Dabei steht in einem

ersten Schritt die individuelle Beratung

im Vordergrund: Zu oft hat der gebürtige

Castroper und gelernte Schreiner erlebt,

dass selbst bei den teuersten Küchen der

Kunde eben nicht König ist, dass er keine

Sonderanfertigungen bestellen und auch

keine speziellen Wünsche äußern darf.

Bei KKTG bekommt der Kunde, was er

sich vorstellt. Der Phantasie sind dabei

keine Grenzen gesetzt. So entstehen

individuell zugeschnitte Küchen, die

neben dem reinen Zweck von Komfort

und Nützlichkeit vor allem optisch begeistern.

„Da wir sehr großen Wert auf

Qualität legen, führen wir keine Standard-

und Massenprodukte. Wir arbeiten

auf den Zentimeter genau“, so Grenda.

Und das tut der 43jährige nicht nur

für Küchen über 30.000 Euro, „es geht

auch mit kleinem Budget“, versichert

er. Gleichwohl: „Qualität hat eben ihren

Preis“, und mit Billiganbietern will

er nicht konkurrieren.

Wünschen Raum geben

Dabei können die beeindruckenden, aber

trotzdem äußerst gemütlichen Räume im

Schloss nur einen kleinen Teil der Gedanken

und Inspirationen zeigen. Denn

der Kunde soll ja auch in erster Linie seiner

Fantasie und seinen Wünschen freien

Lauf lassen können. Und sollte es mit den

Vorstellungswelten mal nicht so klappen,

kommen die Einrichtungsspe zialisten

der KKTG auch gerne nach Hause, planen

und erstellen vor Ort überzeugende

Vorschläge.

Wie die zukünftige Küche aussehen

könnte, das wird dem Kunden mit Hilfe

eines computergesteuerten 2D-Programms

dargestellt. Der Kunde muss

sich dann nur noch entscheiden und

das Budget festlegen. „Ausgeführt wird

anschließend alles von uns – alles aus

einer Hand“, so Grenda. Eine über 20-jährige

Erfahrung, absolute Spezialisten und

beste Materialien, die zur Verarbeitung

gelangen garantieren ein optimales

Ergebnis. Jeder Kunde hat einen Ansprechpartner

für alle Gewerke. Dieser

koordiniert alle individuellen Wünsche,

Veränderungen und Sonderbauten. In eigener

Werkstatt. Das Montageteam hat

das geschulte Auge für jegliche Form von

Grundrissveränderungen, durch die die

vorhandenen Flächen optimal genutzt

werden können.

Die Räumlichkeiten von KKTG sind immer

einen Besuch wert und bei den

Öffnungszeiten orientiert sich Torsten

Grenda ebenfalls an den Wünschen seiner

Kunden. Oder er kommt direkt zu ihnen

nach Hause, um bei einer geplanten

Küchenmodernisierung seine Erfahrung

und seine Kreativität für das Besondere

mit einbringen zu können.

TOP 61

Torsten Grenda, Westring 346, 44579 Castrop-Rauxel

Telefon: 0 23 05 - 978 85 83 · www.KKTG.de

Küchengestaltung aus dem Schloss Bladenhorst

Wir laden Sie in unsere Ausstellungsräume ein.

Öffnungszeiten: MO, MI, SA nach Vereinbarung

DI, DO, FR von 11.00 bis 18.00 Uhr


Lifestyle

FLACONS —

HAUTE COUTURE DER DÜFTE

Es gibt ja unzählige Hobbies. Auch viele ungewöhnliche. Eines haben wir jetzt aufgetan. Die Münchnerin Beatrice Frankl sammelt

Duftflakons und das mit Leidenschaft. Es gibt deutschlandweit niemanden sonst, der über eine so umfangreiche und außergewöhnliche

Privatsammlung verfügt. Anlässlich der Ausstellung im Hagener Osthaus Museum zeigt sie eine große Auswahl ihres

Schatzes in einem speziell für diesen Anlass entworfenen und aufwändig umgesetzten Ambiente.

Dortmund an einem der regnerischen,

kühlen Herbsttage: Ich treffe Frau Frankl

in einem Innenstadt-Café. Groß gewachsen

und extravagant. Die durchweg

schwarze Kleidung bringt die rote Farbe

ihrer weich über die Schultern fallenden

Haare besonders zur Geltung. Passend

dazu knallroter Lippenstift und Nagellack.

Dabei hat sie zwei sehr unhandliche

Kisten, die auf den ersten Blick

wie überdimensionierte Schmuckkoffer

aussehen.

Frau Frankl entpuppt sich sofort als äußerst

unkomplizierte und freundliche

Zeitgenossin. „Ich mag das nicht so steif,

wenn es nicht sein muss: Ich bin die Beatrice!“

Noch ganz aufgewühlt, voller Esprit

und Ideen steigt Beatrice sofort ins

Thema ein, erzählt voller Emotionen. Die

Vorbereitungen für die Ausstellungseröffnung

laufen auf Hochtouren. Obwohl

die Flakonspezialistin schon unzählige

Male die Reise von München nach Hagen

auf sich genommen hat, gibt es immer

noch viel zu organisieren.

Die 55-jährige sammelt seit über 30 Jahren

Flakons. Auf rund 4.000 Stücke hat

sie es bis heute gebracht. Ihre Fundgruben

sind Antikmärkte, Auktionen,

Parfümflakonmessen beispielsweise in

Hamburg und Berlin und Trödelmärkte.

Aber auch ihr nächstes Umfeld, das ihr

immer wieder Tipps gibt und zuarbeitet,

hat Frau Frankl inzwischen mit ihrer Leidenschaft

infiziert.

Den Göttern als Opfer

Ihre ältesten Stücke stammen aus Frankreich

und sind fast 300 Jahre alt. Aber

die Düfte haben ja schon eine viel längere

Geschichte. Die ersten Düfte waren

Räucherwerk und wohlriechende Salben,

die den Göttern geopfert wurden. Es folgten

Jahrhunderte, in denen Parfum ausschließlich

den hohen Ständen vorenthalten

war. Als Rarität unerschwinglich.

Im 18. Jahrhundert kamen parfümierte

Handschuhe in Mode. Das gegerbte Leder

roch so unangenehm, dass die Parfümierung

eine dankbare Alternative war.

Um 1800 entwickelte sich daraus die Parfümierung

des ganzen Körpers.

Während in der damaligen Zeit Düfte

aus ausgepressten Pflanzen und Blüten

gewonnen wurden, gelang es im 19.

Jahrhundert über aufwändige Verfahren

die eigentlichen Duftstoffe zu filtern und

die gewünschten Düfte zu gewinnen. Der

Handwerksberuf des Seifensieders und

später Parfumeurs hielt Einzug.

62 TOP


Lifestyle

100 Jahre später traten chemische Duftstoffe

auf die Tagesordnung. Coco Chanel

verwendete sie um 1920 als erste für

ihre Duftkreationen. Mit den Verfahren

und den Lebensgewohnheiten veränderte

sich auch das Flakon-Outfit. Aus den

Tongefäßen der Antike wurden Glasund

später edel geschliffene Kristallbehältnisse.

Coty und Lalique legten den

Grundstein für den Siegeszug des Duftes:

für die Weltausstellung 1900 entwarfen

sie tolle Flakons und Verpackungen.

Exklusivität verloren

Zurück in der Realität fällt mein Blick nun

wieder auf Beatrice’ auffällige Gepäckstücke.

Wie ich erfahre sind das ihre kleinen

Tresore, in denen sie ihre wertvollen

Sammlerstücke mit sich führt. „Den Wert

der meisten Flakons kann man nicht bestimmen.“

Dann diskutieren wir über die

unzähligen Duft- und Flakonvariationen,

die heutzutage die interessierte Kundschaft

überschwemmen. Den Überblick

haben wir schon längst verloren. Düfte

und ihre Verpackungen sind zum Alltagsgut

verkommen. „Wirklich sammelwürdige

Flakons gibt es heute kaum noch:

bestenfalls vom französischen Edel-

Hersteller Lalique oder aus Baccarat-

Kristall“, fachsimpelt die Expertin.

Es gibt Ideen, um die Exklusivität wieder

herzustellen, wie Neuauflagen von erfolgreichen

Flakons in besonders wertvollem

Material beispielweise von Guerlain.

Manche besonders exklusive Namen bieten

auch limitierte Flakons, die dann nur

in bestimmten Ladenlokalen erhältlich

sind. Oft werden alte Klassiker wieder

aufgegriffen, wie die Büste von Jean-Paul

Gaultier. Sie stammt ursprünglich von

Elsa Schiaparelli, die sich zur gleichen

Zeit wie Coco Chanel in der Modebranche

einen Namen machte.

Wie dem auch sei: Das Auge isst mit!

Nicht zuletzt deshalb hat das Design

eine ganz entscheidende Bedeutung.

Es wird so wertgeschätzt, dass beim

jährlichen Deutschen Parfümpreis die

schönsten Flakons prämiert werden. In

diesem Jahr ging die Siegertrophäe in

der Kategorie „Exklusiv“ an „Lola“ von

Marc Jacobs.

Nach dem Ausflug in die heutige eher

unromantische, da Masse statt Klasse

Flakonwelt, berichtet Beatrice Frankl

von der bevorstehenden Ausstellung, in

die sie nicht nur Arbeit, sondern auch

Herzblut steckt.

„Das grandiose an der Ausstellung ist das

Gesamtpaket“, schwärmt die Münchnerin.

Ich erfahre, dass es neben den wunderschönen

Flakons auch Duftlampen,

Parfümschmuck und Parfümwerbung

aus den unterschiedlichen Epochen gibt

und natürlich auch beeindruckende Roben

und andere Modeaccessoires. Dem

Anlass entsprechend haben sich die insgesamt

15 Ausstellungsräume in ein außergewöhnliches

Gewand gehüllt, dass

schon allein wegen seiner Architektur

und Gestaltung sehenswert ist.

Text: Martina Heiland

TOP 63


Lifestyle

DER WEISSE RAUSCH

Für die Freunde des alpinen Wintersports ist es endlich wieder soweit: die Tage bis zu ihrem nächsten Skivergnügen in luftiger

Höhe, vor traumhafter Bergkulisse und bei herrlichem Pulverschnee sind gezählt. Somit ist auch die Zeit gekommen, sich Gedanken

über die erforderliche Hardware zu machen.

Hinsichtlich des Alpinskis

leistet sich der

Siegeszug des Carving-Modells

auch

weiterhin keinen

Einbruch. Seit sich

die taillierte Skiform vor

rund zehn Jahren im Fachhandel

positioniert hat, ist

seine Beliebtheit unverändert.

In diesem Skiwinter bietet der

Hersteller K2 mit der Rocker-

Technologie einen neuen Trend:

durch einen im Detail veränderten Skiaufbau

ist es gelungen, die Skikante zu

verkürzen. Ein paar Millimeter weniger

und eine dementsprechend angepasste

Taillierung sorgen für ein noch leichteres

Handling.

Wer sich gern rasant auf den Pisten bewegt

und nach einem Geschwindigkeitsrausch

lechzt, sollte auf jeden Fall auf

die Race Carver zurückgreifen.

Die unmittelbare Verbindung zum Ski

stellt der Schuh her. Die Polsterungen

werden immer besser und angenehmer.

Der ausgewählte Fachhandel leistet inzwischen

die zweidimensionale Vermessung

des Fußes und seit diesem Winter

gibt es zudem die Möglichkeit, sich seine

ganz individuelle Einlegesohle „aufbacken“

zu lassen.

Neben dem Komfort

spielt natürlich auch

das fahrerische Vermögen

eine entscheidende

Rolle bei der

Wahl des richtigen

Schuhs. Eine sinnvolle

Hilfestellung

bietet dabei

der sogenannte

Flexindex, der

im Normalfall

am Schuh vermerkt

ist.

Diese Maßzahl

gibt einen

Hinweis darauf,

wie

beweglich

der Schaft

ist. Der Flexindex

reicht

von 40 bis 130.

Als Faustregel

gilt: je anspruchsvoller

die Fahrweise, umso

höher ist der Flex.

Aufgrund der schnellen Fahreigenschaften

der Carving-Ski

rückt das Thema Sicherheit

auf der Piste immer mehr in

den Mittelpunkt. Um für einen

Sturz oder Zusammenstoß gewappnet

zu sein, bietet sich

neben einem Helm auch ein

passender Protektor an. Eines

der empfindlichsten Körperteile

bekommt dabei besonderes

Augenmerk: der Rücken. Beim

Kauf eines Rückenprotektors

sollte man darauf achten, dass

er am Steiß beginnt und kurz

unter der Halswirbelsäule endet.

Seit diesem Winter löst

endlich auch bewegliches,

besonders leichtes Material

die bisher harten und unbequemen

Platten ab.

Die Zauberformel lautet:

intelligent shock absorption.

Das bedeutet,

dass das weiche Material

im Moment des Aufpralls

hart wird und so den Stoß

abfangen kann.

Bei der Wahl des

Skihelms sind

neben der

Passform

einige wesentliche

Eigenschaften, ganz unabhängig

von Herstellermarke

und Preis, zu beachten:

eine weiche Polsterung,

abnehmbare Ohrenwärmer

und eine aktive Belüftung

per Schiebegitter

sorgen nicht nur für

Schutz, sondern auch hohen

Tragekomfort. Wichtig

ist auch die Kombination

mit der Skibrille. Diese

muss das freie Gesichtsfeld

optimal ausfüllen und trotz

Helm auch im Schläfenbereich

dicht auf der Haut

anliegen.

Beachtet man all diese

Tipps, steht einem gelungenen

Skitag nichts mehr im

Wege. Bei alldem ist eines

trotzdem Gesetz: Der Einkehrschwung

kommt ganz

zum Schluss! In diesem Sinne:

Ski heil!

Text: Martina Heiland

Fotos: Scott, K2, Nordica

64 TOP


Lifestyle

VOLLGAS BEI

BRILLEN OBERT

An einem verkaufsoffenen Wochenende ist natürlich auch das Top Magazin in der Stadt

unterwegs. Diesmal blieben wir vor allem an einer Carrerabahn hängen – und die stand

an einem recht ungewöhnlichen Ort!

Schon auf dem Gehweg vor dem Geschäft

kündet ein großer, nagelneuer Sportwagen

aus Zuffenhausen davon, dass

heute bei Brillen Obert kein gewöhnlicher

Verkaufstag ist. Geschickt – denn

wer auch nur ein bisschen affin ist für PS

und Gummigeruch, der bleibt stehen und

dreht eine Runde um den Wagen. Und

hört aus dem Ladeninneren ungewöhnliche

Geräusche. Kein Wunder, denn dort

hat Martin Obert an diesem Wochenende

eine Carrerabahn aufgebaut. Natürlich

im Maßstab 1:24. Beeindruckend … und

unwiderstehlich. Schon während der

ersten Runden kommen wir mit Martin

Obert ins Gespräch.

Am 17. April 1969 war es, als Michael

Obert das Geschäft – damals direkt

am Hauptbahnhof – eröffnete. In den

zurückliegenden über 40 Jahren entwickelte

sich Brillen Obert schon zu

einer Art Institution in Dortmund, der

Umzug in die geräumigere Filiale in der

Kleppingstraße war da nur ein logischer

Schritt. Jedoch ohne übertriebene Repräsentanz

– ohne den Boden unter den

Füßen zu verlieren. Brillen Obert ist ein

schönes Beispiel für einen Dortmunder

Familienbetrieb, der auf seine authentische

Weise immer den richtigen Ton vor

allem gegenüber den Kunden getroffen

hat. Und der auf diese Weise auch jede

der zahlreichen Krisen der zurückliegenden

Jahrzehnte überstanden hat.

Dazu passt, dass wir von zwei jungen Damen

nach dem Rennen auch keine Kaviar-

Häppchen, sondern zünftige Butterbrezen

gereicht bekamen. Sympathisch! Und

offenbar wieder einmal ganz nach dem

Geschmack der Dortmunderinnen und

Dortmunder. Zum Abschied einen Handschlag

vom Inhaber – und von seinem

Vater, der sich diese Veranstaltung nicht

hat nehmen lassen. Ach ja, eine rasante

Sonnenbrille für den Skiurlaub im Februar

haben wir auch noch gefunden …

TOP 65

Kleppingstraße 24

44135 Dortmund

Tel. 0231-52 56 71

info@brillen-obert.de

www.brillen-obert.de


Lifestyle

WENN SCHON DER NAME

ABENTEUER VERHEISST

Der Name Jack Wolfskin steht seit nunmehr fast 30 Jahren für funktionelle Outdoor-Bekleidung. Überdenkt man die Übersetzung

des Kunstnamens fühlt man sich versetzt in die abenteuerlichen Weiten Nordamerikas oder Kanadas. Und das soll auch so sein,

denn die Firma mit Sitz in Idstein im Taunus möchte mit seinen Produkten der ideale Partner für alle Aktivitäten im Freien sein.

Bereich erstmals alle wetterschützenden

Material-Vorteile einer sehr leichten

Außenjacke mit der außerordentlichen

Wärmeleistung einer ebenfalls gewichtsorientierten

Daunen-Innenjacke. Und

das wirklich bemerkenswerte: die spezielle

Materialkombination macht sich

im Koffer ganz klein. Einen Hinweis wert

ist auf jeden Fall auch der Front-Reißverschluss,

der asymmetrisch verläuft

und somit im Kehlkopfbereich keine

Schuld am unangenehmen Kratzen auf

sich nimmt.

Die durch die Wolfspfote unverwechselbaren

Kleidungsstücke und Accessoires

zeichnen sich durch einen hohen Grad

an Funktionalität und Anwenderorientiertheit

aus. Und dabei können sie auch

noch richtig schön sein, wie die aktuelle

Winterkollektion zeigt. Kernthema ist

die Optik im Hause Jack Wolfskin aber

nicht. Vielmehr kümmert man sich hier

um optimale Lösungen zum Thema Wetterschutz,

geringes Gewicht und angemessener

Wärmehaushalt.

Das gesamte Produktportfolio unterteilt

sich nach Alpinism, Hiking and Trekking.

Neben Ober- und Unterbekleidung wird

das Angebot perfekt um Schuhe,

Rücksäcke, Zelte und andere

nützliche Accessoires wie

Mützen, Socken und Handschuhe

ergänzt.

Die besondere Stärke

der Marke mit der

Wolfsfährte liegt

auch in diesem Winter

bei den Doppeljacken.

Die frei kombinierbaren

Außenund

Innenjacken sind

gerade für die zu erwartenden

Temperaturen der

ideale Partner, denn sie liefern

den optimalen Mix aus wohliger

Wärme und wind- und wasserundurchlässigem

Material. Sie bieten damit dank

der ausgeklügelten Materialtechnologien

nicht nur den perfekten Nutzen,

sondern wegen des geringen Gewichts

und Umfangs einen besonders hohen

Tragekomfort.

Schon mal die Winterjacke gewogen?

Bei Jack Wolfskin ist man stolz darauf,

den Kunden eine optimale Funktionsjacke

mit einem Gewicht um 1.000 g

anbieten zu können. Im Modell Broad

Peak Jacket (449,95 Euro) verknüpft

Jack Wolfskin im alpinen Doppel jacken-

Als zweiter, sehr warmer Vertreter aus

der alpinen Doppeljacken-Kollektion präsentiert

sich das Straight Forward Jacket,

dass in der Herrenvariante (359,95 Euro)

rund 1.400g bzw. in der Damen variante

(329,95 Euro) 1.200g wiegt und in Sachen

Bewegungsfreiheit und Komfort punktet.

Die Hochtechnologie-Außenjacke wird

durch eine hochflorige Fleece-Innenjacke

als passende Wärmequelle für den

Einsatz im Schnee ergänzt. Sie verfügt

über windabweisende und sehr warme

Eigenschaften.

Halten wir also fest: Schlechtes Wetter

gibt es nicht. Nur unpassende Kleidung.

Dass Jack Wolfskin einer der führenden

Anbieter von funktioneller und innovativer

Outdoor-Bekleidung ist, beweisen

mehrere Patente für Technologien im

Bekleidungs-, Rucksack- und Zeltbereich.

Egal ob anspruchsvolle Touren

zu Fuß oder Skispaß total, die Bekleidung

sorgt für ein ungetrübtes

Erlebnis. Insgesamt setzt Jack Wolfskin

neben der Funktionalität eher

auf Understatement und dezente

Designs. Es bietet sich hier also

eine Alternative zu den pompösen

und glamourösen Winterbekleidungsmarken.

Text: Martina Heiland, Fotos: Jack

Wolfskin GmbH & Co. KGaA

66 TOP


Damit Sie auch morgen noch ...

Lifestyle

Wir sind für Sie da!

Dr. Wolfgang Günnewig

Hörder Rathausstr. 6 und Hansastr. 44

www.zahnarzt-dortmund.de

Tel. 0231 / 43 36 79

TOP 83


Lifestyle

DER SIEGESZUG DES DESIGNS

Der deutsche Automobilmarkt wartet mit zwei neuen Modellen auf, die das Autofan-Herz höher schlagen lassen: Die zweite

Generation des Mercedes-Benz CLS und der nagelneue Audi A7 Sportback. Und da liegt auch schon der Hase im Pfeffer: diese

beiden wunderschönen, optisch elegant anmutenden Coupéversionen entstammen zwei Konkurrenten, die bisher auch schon

in fast jedem anderen Fahrzeugsegment um die Gunst der kaufwilligen Kundschaft buhlen. Während der CLS – in seiner ersten

Generation seit 2004 weltweit rund 200.000 mal verkauft – bisher allein in der Edel-Coupé-Nische wildern durfte, muss er sich

nun einem sehr starken Gegner aus der aufstrebenden Ingolstädter Autoschmiede stellen. Und dass die Marke mit den vier Ringen

antritt, um Erfolg zu haben, zeigt die Bilanz der letzten Jahre höchst eindrucksvoll.

Nun kann man beginnen, die üblichen

Zahlen abzurufen, die bei einer Entscheidung

Hilfestellung geben sollen. Da wären

die technische Ausstattung, Leistung,

Sicherheit, Verbrauch, Geschwindigkeit

und Liefertermin dankbare Kenngrößen.

Aber mal ganz kritisch gesehen: so rational

geht heutzutage kaum mehr jemand

an die Sache ran. Erst recht nicht, wenn

es um Traumfahrzeuge geht, die man ja

eigentlich gar nicht braucht. Sie sind weder

sehr geräumig, noch praktisch, noch

sparsam, noch Transportwunder. Hierbei

spielen ganz andere Dinge eine Rolle:

Optik, Image, Prestige, Emotionen.

Es stellt sich also eher die Frage, welches

Modell den potenziellen Käufer

anspricht. Welches Auto gefällt besser

und passt besser zur Persönlichkeit?

Mit welchem Markenimage identifiziert

man sich?

Bei der Beantwortung dieser Fragestellung,

helfen die Hersteller gerne und

investieren dafür Unsummen. Großangelegte

Imagekampagnen und ausgetüftelte

Werbestrategien verschlingen

schließlich riesige Etats. Emotionale

Aufladung ist im Werberummel die

Zauberformel. Zielgerichtet bekommen

neue Fahrzeugmodelle solche Charaktere

wie Technologieträger oder Kunstobjekt

verpasst. So wurde die Weltpremiere

des Audi A7 beispielsweise in

der Münchner Pinakothek gefeiert und

das Auto als Kunstobjekt zelebriert. Der

A7 Sportback wurde zur ästhetischen

Skulptur erklärt. Und dabei steht Audi

doch für: „Vorsprung durch Technik“.

Aber das ist Schnee von gestern.

Er zeigt was man braucht

Die Welt am Sonntag resümierte kürzlich:

„Die inszenierte Weltpremiere des

Audi A7 hat gezeigt, wen man unbedingt

braucht, um ein erfolgreiches Auto zu

machen. Ingenieure sind es nicht.“ Die

Designer haben in der heutigen Zeit

mehr Einflussnahme als noch vor ein

paar Jahren überhaupt denkbar war. In

ihren technischen Features unterscheiden

sich die Fahrzeuge in einer Nische

kaum noch. Deshalb bekommt das Design

einen immer wichtigeren Stellenwert. Bei

Detailfragen müssen sich die Ingenieure

zugunsten einer optischen Vorgabe hinten

anstellen und den Design entwürfen

gerecht werden.

Verkehrte Welt! Früher gab es technische

Erfordernisse, die von den Stylisten chic

verpackt werden mussten. Ihre Entwürfe

wurden durch Argumente wie zu hohe

Produktionskosten, eingeschränkte

Praktikabilität oder komplizierte Umsetzbarkeit

bildlich demontiert.

84 TOP


Lifestyle

Aus den ehemaligen Göttern sind Diener

des Designs geworden, die auf Kosten

des Gesamt-Packages das gewünschte

Outfit realisieren müssen. Beim A7

beispielsweise stellte das gewollte besonders

flache Heck die Ingenieure vor

eine schwierige Aufgabe. (Dazu muss

man wissen, dass es sich dabei um

Streitigkeiten um nur wenige Zentimeter

handelte.) Das entworfene – ohne Frage

sehr gelungene Heck – liefert nicht

genug Abtrieb an der Hinterachse, was

zu unsicherem Fahrverhalten bei höheren

Geschwindigkeiten führt. Deshalb

mussten die Techniker einen Heckspoiler

in die Kofferklappe integrieren, der

bei 130 Stundenkilometern automatisch

ausfährt. Die flache Silhouette erzwingt

auch kleine Abstriche im Komfort: beim

Einsteigen auf der Rücksitzbank heißt

es, den Kopf einzuziehen!

Kultiviert und stilvoll

Audi-Chef Rupert Stadler bringt es auf

den Punkt: „Das Design ist für ein Automobil

der entscheidende Kaufgrund.“

Die anderen Aspekte sind einfach in den

Hintergrund getreten. Früher musste

man beim Autokauf auch auf Werterhalt,

Rostanfälligkeit und Verkehrssicherheit

achten. Das ist vorbei. Heute geht man

davon aus, dass die Fahrzeuge die Erfordernisse

sowieso erfüllen. Komfort und

Tempo im Überfluss gibts auch von der

Stange. Auf Alleinstellungsmerkmale und

revolutionäre Autos kann man dagegen

nicht mehr setzen. Die weichen Faktoren

rücken ins Zentrum des Interesses.

Entscheidungen fallen heute vor allem

im Hochpreissegment immer häufiger

über Emotionen.

Den Erfolg entscheidet

Design – nicht Technik!

Der jüngste Spross aus der Stuttgarter-

Traumfabrik soll, ganz sachlich formuliert,

kultivierte und stilvolle Sportlichkeit

ausdrücken. Mal unter uns: dieses

Auto ist nicht sachlich. Es ist vielmehr

hochemotional. Mut und Eleganz bestimmen

den Charakter des Coupés. „Das

Beste oder nichts.“ Allein der mit großer

Intensität eingeführte neue Slogan

bringt soviel Emotionen und Selbstverständnis

mit, dass technische Details in

den Schatten treten. Die Botschaft könnte

also lauten: Genieße die Silhouette! Sie

ist gewohnt elegant und chic und viel

sportlicher als erwartet. Das Auto ist

edel und extrem hochwertig. Wenn du

das Beste kaufen und fahren willst, weil

du dir das Beste leisten kannst und das

Beste für dich gerade gut genug ist, dann

entscheide dich für dieses Auto.

Der Audi A7 Sportback schließt die Lücke

zwischen dem A6 und dem A8. Audi

drängt damit nun auch in die Fünf-Türer-Coupé-Nische.

Beim Audi A7 Sportback

soll es sich in erster Linie um ein

Kunstobjekt handeln. Die emotionale

Aufladung könnte lauten: Der A7 ist eine

Skulptur – ein Meisterwerk des kreativen

Designs, was durch die nahe Anlehnung

an die Studie vermittelt wird. Durch die

Betonung des künstlerischen Aspektes

strahlt es Understatement und modernen

Zeitgeist aus. Auch wenn es nicht

in Einzelfertigung, sondern einfach am

Band entsteht: es ist außergewöhnlich

und individuell. Durch seine flache und

lange Silhouette wirkt es zudem besonders

sportlich.

Im Endeffekt lässt sich trefflich darüber

streiten, welches Fabrikat nun das bessere

ist. Es ist doch eine Frage der Emotionen

und der Persönlichkeit. Zwei fantastische

Fahrzeuge aus gutem Hause mit

individuellem Image. Für die rationale

Begründung der Bauchentscheidung liefern

wir jetzt noch ein paar Eckdaten:

Motoren:

Leistung:

A7 Sportback

2,8 TFSI, 3.0 TFSI,

3.0 TDI

150 kW (204 PS) bis

220 kW (300 PS)

CLS

250 CDI, 350 CDI,

350 CGI

150 kW (204 PS) bis

225 kW (306 PS)

Verbrauch: 5,3 – 8,2 Liter 5,1 – 7,0 Liter

Spitze: 235 – 250 km/h 242 – 250 km/h

Preis: ab 53.000 Euro ab 60.000 Euro

Text: Martina Heiland

Fotos: Audi AG, Mercedes-Benz

TOP 85


Beraterforum | Anzeigen

IMPRESSUM

Beauty Revolution

Glatte Haut ohne operativen Eingriff mit der „BYONIK“-Methode

Hertha Wenning ist ausgewiesene Expertin

auf dem wichtigen Gebiet des Anti-Aging.

Durch ihre speziell kombinierten Methoden

gehört sie zu den führenden Schönheits-Spezialistinnen.

In einem kurzen Interview erläutert

die Spezialistin, was sie zu erreichen

imstande ist.

Sie gelten in der Region als Schönheitsexpertin.

Wie empfinden Sie diese Titulierung?

Ich sehe es als großes Kompliment. Das heißt

doch, dass viele Menschen mit meiner Arbeit

zufrieden sind.

Anti-Aging liegt im Trend. Was ist damit und

dadurch tatsächlich erreichbar?

Anti-Aging ist individuelle Schönheitspflege.

In meiner Lounge erzielen wir Ergebnisse, die

bis vor kurzem – außerhalb der ästhetischen

Chirurgie – für unmöglich gehalten wurden.

Moderne Anti-Aging Methoden sind sinnvolle

Alternativen zur Lifting-OP, weil sie ohne Nebenwirkungen

und Spätfolgen funktionieren.

In Ihre Lounge wird eine Vielzahl verschiedener

Geräte eingesetzt. Jetzt kam ein neues System

nebst neuer Produkte hinzu. Weshalb?

Ich bin stets bemüht, meinen Kunden das Beste

zu bieten. Seit neuestem gibt es die BYONIK

Anti-Aging Methode mit einer neuen Technologie

für die besonders wichtige Skin-Lifting-

Behandlung. Damit habe ich unser Angebot

weiter optimiert.

Vorher-Nachher-Bilder der von Ihnen behandelten

Gesichtspartien verschiedener

Personen belegen die Wirksamkeit der angewandten

Verfahren mehr als eindrucksvoll.

Können Sie erläutern, wie Sie diese

teilweise nahezu unglaublichen Ergebnisse

erreicht haben?

Kein Koch gibt seine Rezepte preis. Außerdem

kann ich unmöglich in drei Sätzen erklären,

was ich jahrelang gelernt habe. Wirkungsvolle

Ergebnisse erreichen wir schmerzlos und

risikofrei. Die Haut bekommt wieder mehr Volumen,

wird gestrafft, die jugendliche Frische

kehrt zurück. Meines Erachtens ist dies eine

echte Alternative zur klassischen Schönheitsoperation.

Schließlich bergen unsere Methoden

im Gegensatz zu dieser keine Risiken, da

nicht mit einem Skalpell gearbeitet wird.

Ist diese Behandlung auf ein Geschlecht oder

eine Altersgruppe beschränkt?

Jeder Mann und jede Frau, die sich für diese

Verjüngungsmethode interessieren, werden

von mir unverbindlich, ausführlich und

persönlich beraten. Ich freue mich auf neue

Kundschaft, die ich mit unserem Konzept überzeugen

werde.

Frau Wenning, Sie sind Profivisagistin: Gibt

es eine Art gesundes Anti-Aging-Make-up?

Gerade nach einer BYONIK-Behandlung eignet

sich am besten unser Mineral Make-up.

Diese sind frei von künstlichen Bindemitteln

und Duftstoffen. Schnell und einfach korrigiere

ich damit noch kleine „Schönheitsfehler“ und

betone die Pluspunkte, die jeder hat.

TOP Magazin Dortmund

erscheint im Verlag

Winnie Live Media S.L. & Co. KG,

Lindemannstraße 81, 44137 Dortmund

Tel. 0231 - 2222 77 0 · Fax: 0231 - 2222 77 88

www.top-magazin-dortmund.de

E-Mail: w.appel@top-magazin.de

Verleger und Herausgeber: Winfried Appel

Redaktion: Ulrich Brüne (ViSdP), Winfried Appel, Falk Bickel,

Jan Heinze, Bruno Knust, Martina Lode-Gerke, Martina Heiland,

Didi Stahlschmidt, Isabella Thiel

Artdirektion: Marcus Lazzari, roeske + lazzari, Dortmund

Galeriefoto (Seite 6-7): Isabella Thiel, Dortmund

Fashionberatung: Insa Candrix

Druck: Hitzegrad, Felicitasstraße 5, 44263 Dortmund

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion und des Verlages wieder. Für unverlangte

Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine

Verantwortung. Sämtliche Termin- und Ortsangaben beruhen

auf Informationen der Veranstalter und sind ohne Gewähr.

Nachdruck von Beiträgen und Fotos, auch auszugsweise, nur

mit vorheriger Genehmigung. Die Urheberrechte der vom TOP

Magazin konzipierten Beiträge, Abbildungen und Anzeigen liegen

beim Verlag. TOP Magazin erscheint viermal pro Jahr. Die

nächste Ausgabe erscheint im März 2011.

TOP MAGAZIN

ist ein eingetragenes Warenzeichen und erscheint in Lizenz

der/verantwortlich für den Titel:

TOP OF THE TOPS & TOP MAGAZIN

International GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG

Thomas-Mann-Straße 49 · 53111 Bonn

Telefon (02 28) 96 96-230 · Telefax (02 28) 96 96-242

E-Mail: top-of-the-tops@top-magazin.de

Internet: www.top-magazin.de

Geschäftsführung: Ralf Kern

Assistenz der Geschäftsführung: Sabine Nöth

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Projektleitung: Andrea Volksheimer

a.volksheimer@top-magazin.de

Chefredaktion: Stephanie Bulang-Matern

s.bulang-matern@top-magazin.de

Grafik: Stephan Förster

foerster@top-magazin.de

Webdesign: www.pixelgilde.de

Titelfoto: Bildagentur www.gettyimages.de

In Lizenz erscheint TOP MAGAZIN mit der Winterausgabe

4/2010 in den Städten und Gebieten:

Aachen, Basel, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Chemnitz, Dortmund,

Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover,

Karlsruhe/Baden-Baden, Koblenz, Köln, Leipzig, Luxembourg,

Mainz, München, Münster, Neuss, Niederrhein, Nürnberg, Regensburg,

Reutlingen, Rhein-Neckar, Ruhr (Bochum, Bottrop,

Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Moers, Mülheim, Oberhausen),

Saarland, Sauerland, Siegen-Wittgenstein, Stuttgart, Südostniedersachsen,

Thüringen, Trier, Ulm/Neu-Ulm, Würzburg,

Wuppertal.

Insgesamt 38 TOP MAGAZINE mit einer Gesamtauflage

von 476.000 Expl., davon:

36 x TOP MAGAZIN in Deutschland mit einer Auflage von

449.000 Expl., 2 x TOP MAGAZIN im Ausland, Basel (CH)

und Luxembourg, mit einer Teilauflage von 27.000 Expl.

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom 01.01.2010

DIE RESULTATE

• Sichtbare Glättung

von Falten und Fältchen

• Gleichmäßiger Teint

• Verfeinerung der Porigkeit

• Zunahme des Hautvolumens

• Zunahme des Lippenvolumens

• Vitaleres Aussehen

• Straffere Haut

86 TOP

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für eine Hautanalyse & Testbehandlung

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Bismarckstraße 31 • 44532 Lüne n

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TOP TEN

verantwortlich für die Seiten 67 bis 82:

TOP Promotion Verlags & Marketing GmbH

Promenadenweg 1, 52152 Woffelsbach am See

Telefon 02473-93 70 96 · Fax 02473-93 70 98

top-ten@top-magazin.de · www.top-ten-magazin.de

Geschäftsführung: Thomas Schneider,

Beate Schneider (ViSdP)

Anzeigenleitung: Beate Schneider und Thomas Schneider

Verlagsrepräsentanz: Wolfgang Habedank, Fedra Sayegh,

Manuela Wilhelm

Ressort Uhren: Beate Schneider, Fred Alsen

Redaktion: Beate Schneider, Tobias Greuel,

Silke Frenzel, Jens Hirsch

Fotos: Fotolia, de Beers

Grafik: Förster Werbung & Verlagsservice, Köln

Druck: Bechtle Druck & Service GmbH, Zeppelinstr. 116,

Esslingen

Der TOP TEN-Bogen erscheint mit einer Auflage von 156 000 Exemplaren

in den Städten: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen,

Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München & Stuttgart.

Inhalt gedruckt auf RP400 115 g/m²


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BLAUER HIMMEL

GEGEN DIE ANGST

Wer geht schon gerne zum Zahnarzt? Eigentlich die Wenigsten, denn obwohl sich

auch in den letzten Jahren die Zahnmedizin deutlich weiterentwickelt hat, ist eine

Behandlung immer noch unangenehm. Und so leiden 16 Millionen Deutsche an einer

krankhaften Angst vor dem Zahnarzt, an so genannter Oralophobie und sehen lieber

ihren Zähnen beim verfaulen zu, statt sich einige Minuten auf den – zugegeben – nicht

immer angenehmen Behandlungsstuhl zu setzen.

„Die Betroffenen kommen aus allen Gesellschaftsschichten“,

weiß Olaf Bickel,

Zahnarzt in Dortmund. Viele Menschen

seien sich nicht bewusst, dass Zahnprobleme,

die unbehandelt bleiben, unter

Umständen gefährlich sein können:

„Etwa dann, wenn ein

Abszess am Zahn vorliegt

mit einer Verbindung

zum Herzen. So

kann es dann zu einer

Entzündung der

Herzklappen oder

des Herzbeutels kommen.“

Dabei helfe es

Patienten mit Phobien

schon, ihren Zahnarzt

vor der Behandlung

auf ihre Ängste anzusprechen.

Jüngere

Mediziner, wie Olaf

Bickel, sind oft psychologisch

geschult

und können Angstpatienten

helfen.

Der Zahnarzt hat gerade seine Praxis an

der Saarlandstraße von zwei auf vier Behandlungsstühle

vergrößert. „Die Wartezeiten

für die Patienten wurden einfach

zu lang mit nur zwei Behandlungsräumen,

gerade mit Hinblick auf meinen neuen

Praxisschwerpunkt, der Implantologie.

Und ich konnte hier etwas verwirklichen,

was ich in den USA gesehen hatte.

Entspannung für Angstpatienten

Normalerweise liegt der Patient im Behandlungsstuhl

mit Blick nach oben. So

konnte er früher bestenfalls die Löcher

in den Platten der Kassettendecke zählen.

Hier gibt es etwas Neues, gerade für

Angstpatienten sehr Entspannendes. Die

Deckengestaltungen der US-Firma Sky­

Factory simulieren den Blick in einen

blauen Himmel“. Verstärkt würde die Illusion

durch Äste, die quasi ins Behandlungszimmer

herein ragen. Tests hätten

ergeben, dass Phobiker sehr viel relaxter

mit dem Stress der Behandlung umgehen

würden. Außerdem sei ein Raum jetzt

reserviert für Prophylaxe

und ästhetische

Maßnahmen. Wurden

vor Jahren noch

unschöne schwarze

Amalgamfüllungen

verwendet, so lassen

sich heute mit keramischen

Werkstoffen unsichtbare

Versorgungen

herstellen. Auch

durch schonende und

überschaubare Behandlungen

der Zähne

lassen sich deutliche

Verbesserungen

erreichen: sei es nun

durch eine schonende

Aufhellung der Zahnfarbe

(Bleaching), die

sanfte Entfernung von Zahnverfärbungen

durch Prophylaxe oder vollkeramische

Restauration der Frontzähne mit Veneers

oder Zirkonoxid-Kronen. Bei der

Verschönerung des Gebisses ist in dieser

Zahnarztpraxis aber noch lange nicht

Schluss…

Ein faltenfreies Lächeln und sinnliche

Lippen bedeuten Jugend und Schönheit.

So ist die Anwendung von Hyaluronsäure

und Botox aufgrund ihrer schonenden,

aber effektiven Wirkungsweise weltweit

Trend geworden. Selbstverständlich sind

Olaf Bickel und sein Team auch in diesem

Beauty-Sektor speziell ausgebildet. Da

passt der alte Werbespruch in Abwandlung:

„Damit Sie auch morgen noch schön

und kräftig zubeißen können…“

TOP 87

· IMPLANTOLOGIE

· PARADONTOLOGIE

· ÄSTHETISCHE

ZAHNHEILKUNDE

Zahnarztpraxis

Olaf Bickel

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo: 8-12 und 14-18 Uhr

Di: 8-12 und 14-19 Uhr

Mi: 8-13 Uhr

Do: 8-12 und 14-18 Uhr

Fr: 7-14 Uhr

Saarlandstraße 99

44139 Dortmund

www.zahnarzt-bickel.de


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ÜBERLEGUNGEN

ZUM JAHRESENDE

Bedeutende höchstrichterliche Rechtsprechung im Jahre 2010

Betrieblicher Bereich

Investitionsabzugsbetrag

2011 gem. § 7 g EStG

Die durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz

für die Veranlagungszeiträume

2009 und 2010 eingeführten erhöhten

Größenkriterien bei Bilanzierenden

(Eigenkapital 335.000,- €) und bei

Einnahmeüberschussrechnern (Gewinn

200.000,- €) werden ab 01.01.2011 wieder

gesenkt. Für bis einschließlich 2013 geplante

Investitionen kann bereits in 2010

ein Investitionsabzugsbetrag bis zu 40 %

der voraussichtlichen Anschaffungsoder

Herstellungskosten steuermindernd

in Abzug gebracht werden. Werden die

noch günstigeren Größenkriterien im

Jahr 2010, nicht aber in 2011 erfüllt, sollte

überlegt werden, den Investitionsabzugsbetrag

bereits in 2010 zu bilden,

denn für die Erfüllung der Größenmerkmale

ist allein das Wirtschaftsjahr der

Bildung des Abzugsbetrags maßgeblich.

Der Investitionsabzugsbetrag kann auch

für gebrauchte Anlagegüter in Anspruch

genommen werden.

Keine degressive AfA mehr für 2011

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens,

die noch bis zum 31.12.2010

angeschafft werden, können mit bis zu

25 % degressiv abgeschrieben werden,

höchstens jedoch mit dem 2,5fachen der

linearen Abschreibung. Werden die Wirtschaftsgüter

ab 01.01.2011 angeschafft,

kommt nur noch die lineare Abschreibung

über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

in Betracht.

Private PKW-Nutzung, verschärfende

Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs

Befinden sich im Betriebsvermögen mehrere

Kraftfahrzeuge, die sowohl betrieblich

als auch privat genutzt werden, wendet

der BFH (entgegen der bisher gültigen

Auffassung des Bundesfinanzministeriums)

bei selbständig tätigen Unternehmern

die 1 %-Regelung auf sämtliche zum

Betriebsvermögen gehörende Fahrzeuge

an, bei denen die private Nutzung nicht

ausgeschlossen ist.

Es gilt damit eine fahrzeug- und keine personenbezogene

Anwendung der 1 %-Regelung.

Das führt in vielen Fällen zu unangemessenen

Ergebnissen. Um eine zu hohe

steuerliche Belastung zu vermeiden, ist in

der Regel das Führen von Fahrtenbüchern

für alle in Betracht kommenden Fahrzeuge

anzuraten.

Gemischte Ausgaben (die sowohl den

betrieblichen als auch den privaten Bereich

berühren)

Der BFH hat seine Rechtsprechung zur Beurteilung

gemischter Aufwendungen geändert.

Danach sind gemischt veranlasste

Aufwendungen in größerem Umfange

als bisher als Werbungskosten abziehbar

bzw. steuerfrei zu erstatten. Dies betrifft

zum Beispiel die Aufwendungen für Feiern

zu Firmenjubiläen, bei denen neben

Geschäftspartnern häufig auch private

Gäste teilnehmen. Aufgrund der neuen

Rechtsprechung ist künftig ein anteiliger

Betriebsausgabenabzug zulässig; dies gilt

auch bei gemischten Geschäftsreisen.

Einkünfte aus Kapitalvermögen

Einschränkung des Halbabzugsverbots

bei wesentlichen Kapitalbeteiligungen

Bis zum 31.12.2008 unterlagen Gewinne

aus der Veräußerung von im Privatvermögen

gehaltenen wesentl. Kapitalgesellschaftsanteilen

in Höhe von mindestens

1 % nur zur Hälfte der Besteuerung

(sog. Halbeinkünfte-Verfahren). Seit dem

01.01.2009 sieht das Teileinkünfte-Verfahren

nur noch eine 40-%ige Steuerfreistellung

vor. Korrespondierend dazu dürfen

Verluste aus mit der Beteiligung zusammen-hängenden

Kosten auch nur in Höhe

von 60 % steuerlich geltend gemacht

werden. Entgegen der bisherigen Verwaltungsansicht

hat der BFH entschieden,

dass Auflösungsverluste jedenfalls dann

nicht dem Teilabzugsverbot unterliegen,

wenn mit ihrer Beteiligung keine Einkünfte

erzielt wurden. Die Verluste, die bei der

Liquidation einer Kapitalgesellschaft entstehen,

können daher zu 100 % steuerlich

geltend gemacht werden, sofern aus der

Beteiligung bis zur Liquidation keine Einkünfte

(keine Dividenden-Zahlungen oder

Gewinnausschüttungen) erzielt wurden.

Für wertlose Beteiligungen sollte also

noch in diesem Jahr geprüft werden, ob

sich eine Liquidierung oder Veräußerung

( Kaufpreis 0,- € ) und die damit einhergehende

Verlustrealisierung anbieten. Aufgrund

des Jahressteuergesetzes (JStG)

2010 ist eine verschärfende gesetzliche

Änderung ab dem Veranlagungszeitraum

2011 verlässlich zu erwarten.

Zinsen auf Einkommensteuererstattungen

Der BFH hat seine bisherige Rechtsprechung

geändert und entschieden, dass

vom Finanzamt geleistete Zinsen auf Einkommensteuererstattungen

(§ 233 a AO)

nicht als Kapitaleinkünfte zu versteuern

sind. Damit wären auch Erstattungszinsen

zur Körperschaftsteuer und ab 2008

zur Gewerbesteuer nicht mehr als steuerpflichtige

Einnahmen zu beurteilen. Im

Rahmen der Beratungen zum JStG 2010

soll die Steuerpflicht dieser Erstattungszinsen

jetzt gesetzlich ggf. sogar rückwirkend

geregelt werden.

Einkünfte aus nichtselbständiger

Arbeit

Berufliche Fort- und Weiterbildungsleistungen

Berufliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen

des Arbeitgebers führen nicht

zu Arbeitslohn, wenn diese Bildungsmaßnahmen

im ganz überwiegenden eigenbetrieblichen

Interesse des Arbeitgebers

durchgeführt werden und durch sie

die Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers

erhöht werden soll. Dies gilt auch bei

Bildungsmaßnahmen fremder Unternehmer,

die für Rechnung des Arbeitgebers

erbracht werden. In diesen Fällen kann

der Arbeitnehmer auch der Rechnungsempfänger

sein. Allerdings muss hier der

Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Übernahme

bzw. den Ersatz der Aufwendungen

allgemein oder für die besondere Bildungsmaßnahme

vor Vertragsabschluss

triftig zugesagt haben. Diese Regelung ist

bereits vor 2011 anwendbar.

88 TOP


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STEUERN

auch die Aufwendungen für ein Erststudium

zu Werbungskosten führen können,

sind derzeit vier Verfahren beim Bundesfinanzhof

anhängig.

kungen des Urteils sind grundsätzlich auf

alle noch nicht verjährten Sachverhalte

und damit auf alle noch offenen Selbstanzeigen

anwendbar. Die Einstellung des

Ermittlungsverfahrens in den Fällen einer

Steuerstrafrecht

Strafbefreiende Selbstanzeige gem.

Beschluss des BGH vom 20.05.2010

vermeintlich wirksamen Selbstanzeige erfolgt

nach § 170 Abs. 2 StPO. Ein Strafklageverbrauch

tritt durch die Einstellung

vor dem Aus?

nach § 170 Abs. 2 StPO jedoch nicht ein.

Gewerbesteuer

Entgegen der bisherigen Rechtsprechung Das Ermittlungsverfahren kann jederzeit

Zwar handelt es sich beim Betrieb einer und solchen der Literatur Photovoltaikanlage

um einen Gewerbebetrieb, der

soll eine

Bei

Teilselbstanzeige

nicht

kleineren Anlagen gibt

wieder

es im

aufgenommen

Einzelfall die Möglichkeit,

werden, wenn genügender

Anlass besteht; ein Vertrauens­

vom Grundsatz auf den Ausweis der Umsatzsteuer bei der Einspeisevergütung

zu verzichten. Das kann immer dann der Fall sein,

mehr ausreichen, um die Strafbefreiung

her auch gewerbesteuerpflichtig ist, für natürliche Personen

zu erlangen. Der BGH ist der schutz auf den Bestand der Einstellungsverfügung

besteht nicht.

gibt es bei der Gewerbesteuer allerdings

Meinung,

einen auf

dass

den Gewinn

anzuwendenden Freibetrag von 24.500

wenn die vom örtlichen Energieversorger gezahlte Vergütung

regelmäßig unter 17.500 € pro Jahr liegt. Der Energie-

eine Rückkehr zu Steuerehrlichkeit

€. Das bedeutet,

in den meisten Fällen dürfte die Gewerbesteuer

nur dann gegeben ist, wenn

der Täter alle

kein versorger wird dann keine Umsatzsteuer an den Betreiber

unrichtigen Angaben vollständig

und umfassend berichtigt. schrift des § 371 AO zu verschärfen und

Die Überlegungen im JStG 2010, die Vor­

Thema sein.

auszahlen, dem gegenüber ist der Betreiber dann jedoch

nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, d. h. insbesondere

Ausbildungskosten

Aufgrund dieser Auffassung sind selbst zusätzlich eine „Bearbeitungsgebühr“

Umsatzsteuer

die bei Erwerb und Installation der Anlage anfallende, hohe

Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung

oder ein Erststudium geeignet, der Selbstanzeige die Wirksam­

erheben, sollen vom Finanzausschuss des

geringfügige Abweichungen zur Erklärung von 5 % der nachzuzahlenden Steuern zu

Im Sinne der Umsatzsteuer ist der Betreiber einer Photovoltaikanlage

als Unternehmer anzusehen, da er eine gewerb-

werden.

Umsatzsteuer kann nicht vom Finanzamt zurückgefordert

sind nach § 12 Nr. 5 EStG keine Betriebsausgaben

bzw. Werbungskosten, es sei men. Sollte sich diese Rechtsauffassung sein. Es ist daher davon auszugehen, dass

keit und damit die Straffreiheit zu neh­

Bundestages derzeit abgelehnt worden

liche Tätigkeit selbständig ausübt. Dies kann als Vorteil

erachtet werden. Insbesondere bei der Anschaffung und Installation

einer Photovoltaikanlage werden auf die zu zah-

Diese Ausführungen sollen einen Überblick über die steu-

denn, die Bildungsmaßnahme findet im bestätigen und von der Finanz-/Justizverwaltung

entsprechend umgesetzt werden, zunächst weiter bestehen wird.

der § 371 AO in seiner bisherigen Fassung

Rahmen eines Dienstverhältnisses (Ausbildungsdienstverhältnisses)

statt. Mit bedeutet dies faktisch das Ende des perlenden

Entgelte hohe Umsatzsteuerbeträge berechnet. erliche Behandlung einer Photovoltaikanlage verschaffen,

sie können jedoch keinesfalls das individuelle Beratungsgespräch

mit Ihrem Steuerberater ersetzen.

Urteil vom 18.06.2009 hatte der BFH entschieden,

dass das Abzugsverbot des § Selbstanzeige. In den Fällen, in denen Überblick über aktuelle rechtliche Entsönlichen

Strafauf hebungsgrundes der Die obigen Ausführungen sollen einen

Diese werden grundsätzlich vom Finanzamt erstattet. Dem

gegenüber ist die vom Energieversorger ebenfalls an den

12 Nr. 5 EStG dann nicht anzuwenden ist, der Steuerpflichtige in der Vergangenheit wicklungen im Jahr 2010 bieten; sie können

jedoch keinesfalls das individuelle

Betreiber der Anlage ausgezahlte Umsatzsteuer regelmäßig

an das Finanzamt abzuführen, wobei auch hier die zum

Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen zu diesem Thema. ◆

wenn ein Erststudium nach einer abgeschlossenen

(nicht akademischen) Benen

strafrechtlich noch nicht verjährten Beratungsgespräch mit Ihrem Steuerbe­

eine unvollständige Selbstanzeige für ei­

Beispiel im Rahmen einer Wartung an einen Unternehmer

rufsausbildung aufgenommen wird. Nach Zeitraum abgegeben hat, könnte diese Änderung

der Rechtsprechung sogar bewirrater

ersetzen.

gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) wiederum gekürzt werden

kann.

dem BMF-Schreiben vom 22.09.2010 ist

die Entscheidung in allen offenen Fällen ken, dass die ursprünglich gewährte Straffreiheit

Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen zu die­

anzuwenden. Hinsichtlich der Frage, ob

rückwirkend entfällt. Die Auswirsen

Themen.

SOZIETÄT HAASE + PFORR

STEUERBERATER

Info: Peter Pforr

Sozietät Haase + Pforr | Steuerberater

Dipl.-Finw. Thomas Haase | Peter Pforr

Hauptsitz der Sozietät

Schwanenwall 23

44135 Dortmund

Telefon: (0231) 557047-0

Telefax: (0231) 557047-77

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58097 Hagen

Telefon: (0231) 557047-80

Telefax: (0231) 557047-88

E-Mail: info@shp-steuerberatung.de | Web: www.shp-steuerberatung.de

Tätigkeitsschwerpunkte:

Beratung sowie Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen

für alle Gesellschaftsformen, Unternehmensumwandlung,

Ärzte- und Apothekenberatung, Vereinsbesteuerung / Gemeinnützigkeit,

Betriebswirtschaftliche Beratung/Erfolgs- und Liquiditätsplanung,

Existenzgründung, Erstellung von Finanz- und Lohnbuchhaltungen,

Baulohn

Foto: Isabella Thiel

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SANFTER WEG ZU STRAHLEND

SCHÖNEN ZÄHNEN

Kompetente Beratung und sanfte Behandlungsmethoden stehen im Mittelpunkt des Behandlungsspektrums der Zahnarzt praxis

Dr. Natalie Haarmann in Dortmund Kirchhörde. Dr. Haarmann und ihr Team haben es sich zum Prinzip gemacht, für jeden Patienten

das bestmögliche Therapiekonzept zu entwickeln und umzusetzen. „Das ist natürlich nur dann möglich, wenn man sich für jeden

einzelnen Patienten Zeit nimmt, um die persönlichen Wünsche und ästhetischen Ansprüche genau zu verstehen“, erläutert die

engagierte Zahnärztin. Mögliche Ängste der Patienten können so oftmals schon in der ersten Sitzung abgebaut werden.

Das Team um Dr. Natalie Haarmann

greift nur auf hochwertige und verträgliche

Materialien zurück, um die eigenen

hohen Anforderungen an Hygiene- und

Qualitätsstandards zu erfüllen. Besonderen

Wert legt die Praxis dabei auf den

Einsatz modernster Geräte und Techniken,

die eine erfolgversprechende und

ästhetische, aber vor allem eine schonende

Behandlung ermöglichen. Ständige

Weiterbildung des gesamten Teams,

zum Beispiel im Bereich der modernen

Implantologie, gewährleistet eine optimale

Versorgung des Patienten. So gehört

unter anderem zum Behandlungsspektrum

der Praxis die 3D-Implantologie,

bei der nach dem Verfahren des

Weltmarktführers minimal-invasiv und

computerbasiert, mit Hilfe einer Schablone

implantiert wird. So werden die

Zahnimplantate auch in schwierigsten

Fällen genau positioniert. Dr. Haarmann:

„So kann man oft komplizierte Knochenaufbauten

vor der Implantation und

Schwellung oder Schmerzen nach der

Implantation vermeiden“.

Regelmäßige Vorsorge, am besten in

Form einer professionellen Zahnreinigung

unterstützt das Konzept für

Mundgesundheit und lässt Patienten

strahlend lächeln. Sollten Zähne bereits

zerstört sein, bietet die Praxis

zusammen mit dem Meisterlabor aus

Herdecke hochwertige, präzise und

ästhetische Vollkeramik-Kronen oder

entsprechende Brücken an. „Dieser individuell

angefertigte Zahnersatz kann

sich vollkommen unauffällig in die vorhandene

Zahnreihe einfügen“, erklärte

Dr. Haarmann. Auf Wunsch können

aber auch so kleine Fehlstellungen der

Zähne korrigiert werden.

Gesund und ästhetisch

So wird das oberste Ziel der Praxis erreicht,

den Bedürfnissen des Patienten

von Zahngesundheit, Funktion und

Ästhetik gerecht zu werden. Das gewährleisten

das hochqualifizierte Team, die

individuelle Beratung und Behandlung

des Patienten sowie der hohe Standard

der Medizintechnologie.

90 TOP


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DR.

DR.

NATALIE

NATALIE

HAARMANN

Master of Oral Medicine HAARMANN

in Implantology

DR. NATALIE Master of Oral Medicine HAARMANN

in Implantology

DR. NATALIE Master of Oral HAARMANN

Zahnarztpraxis

Medicine in Implantology

DR. NATALIE Master of Oral Medicine HAARMANN

in Implantology

Zahnarztpraxis

Master of Oral Medicine in Implantology

Zahnarztpraxis

Zahnarztpraxis

Zahnarztpraxis

Besondere Leistungen:

Besondere Leistungen:

Master of Oral Medicine in Implantology Hochwertiger Besondere Zahnersatz Leistungen:

Computergestützte

Hochwertiger Besondere Zahnersatz

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Master of Oral Medicine in Implantology

Zahnarztpraxis Laserbehandlung

Computergestützte Hochwertiger Besondere Zahnersatz Leistungen: Implantologie

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Zahnarztpraxis Hochwertiger Computergestützte Zahnersatz

Laserbehandlung Implantologie

Computergestützte Laserbehandlung Implantologie

Laserbehandlung

DR. NATALIE HAARMANN

DR. NATALIE HAARMANN

Besondere Leistungen:

Sprechzeiten:

Hochwertiger Besondere Sprechzeiten: Zahnersatz Leistungen:

Mo 8.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 Uhr

Di

MoComputergestützte Hochwertiger 8.00–13.00

8.00–13.00 Sprechzeiten: Implantologie

Uhr

Uhr Zahnersatz

& 15.00–20.00

15.00–18.00

Uhr

Uhr

Laserbehandlung Sprechzeiten:

Di Mo MiComputergestützte 7.00–13.00 8.00–13.00

Sprechzeiten:

Uhr & 15.00–20.00 15.00–18.00 Implantologie Uhr

Di Mo

Do

MiLaserbehandlung

7.00–13.00 8.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 15.00–18.00 Uhr

Mo 15.00–20.00 DR. NATALIE HAARMANN

Di Do

Fr Mi

8.00–13.00 7.00–13.00 Uhr

& 15.00–18.00 15.00–20.00 Uhr

Di

8.00–13.00 Master of Oral Medicine in Implantology

15.00–18.00 Uhr

Sa Do Mi Fr

9.00–13.00

7.00–13.00 8.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 Uhr

Do Mi 7.00–13.00 Sa Fr 8.00–13.00 9.00–13.00 7.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 Uhr

Do 8.00–13.00 Zahnarztpraxis

& 15.00–20.00 Uhr

Sa Fr 7.00–13.00 9.00–13.00 Uhr

Sa Fr 7.00–13.00 9.00–13.00 Uhr

Sa 9.00–13.00 Sprechzeiten: Uhr

Mo 8.00–13.00 Sprechzeiten: Uhr & 15.00–20.00 Uhr

Di Mo 8.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 15.00–18.00 Uhr

Di Mi 7.00–13.00 8.00–13.00 Uhr & 15.00–18.00 Uhr

Do Mi 8.00–13.00 7.00–13.00

Besondere Uhr

Leistungen:

& 15.00–20.00 Uhr

Do Fr

Hochwertiger

7.00–13.00 8.00–13.00 Uhr Zahnersatz & 15.00–20.00 Uhr

Sa FrComputergestützte 9.00–13.00 7.00–13.00 Uhr Implantologie

SaLaserbehandlung

9.00–13.00 Uhr

Hagener Straße 374 | 44229 Dortmund

Tel. 02 31 –

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5 30 64 10

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64

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Dortmund

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Tel. 02 31 – Hagener 5 30 64 10 Straße | Fax 374 5 30| 64 44229 11 | Dortmund info@dr-haarmann.de

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Tel. 02 31 – 5 30 64 10 www.dr-haarmann.de

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Sprechzeiten:

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Mo 8.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 Uhr

Di 8.00–13.00 Uhr & 15.00–18.00 Uhr

Hagener Straße 374 | 44229 Dortmund Mi 7.00–13.00 Uhr

Tel. 02 31 – Hagener 5 30 64 10 Straße | Fax 374 5 30| 64 44229 11 | Dortmund info@dr-haarmann.de

8.00–13.00 Uhr & 15.00–20.00 Uhr

Tel. 02 31 – 5 30 64 10 | Fax 5 30 64 11 | info@dr-haarmann.de

Fr 7.00–13.00 Uhr

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Sa 9.00–13.00 Uhr

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TOP 91


Gastro Guide

AQUA

Bar · Restaurant

Küchenchef Giuseppe Collura und sein internationales Team bereiten mit Leidenschaft

und Handwerkskunst italienische Spezialitäten im zeitgemäßen Stil zu. Mit frischen Produkten

wird beste Arbeit geleistet. Unser Anspruch ist es, ein gastronomisches Highlight

zu schaffen, das dem Maßstab einer Metropole gerecht wird! Das moderne Interieur und

die besondere Atmosphäre verleiten dazu, nicht mehr aufstehen zu wollen.

Rosemeyerstraße 14 · 44139 Dortmund · Telefon: (0231) 91 29 53 70

office@aqua-dortmund.com · www.aqua-dortmund.com · Reservierungen nur telefonisch

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11 – 1 Uhr, Küche: 11 – 23 Uhr · Sonntag: Ruhetag

DIECKMANN´S

Restaurant · Bar · Hotel · Catering

Für Feinschmecker, die es gerne lässig haben, ist DIECKMANN´S ein Paradies. Für die

schönste Art des Ausgehens vereint das alte Bruchsteinhaus Bistro, Bar, Restaurant mit

Wintergarten (Raucherbereich) und ein gemütliches Kaminzimmer. Neben Brunch (sonntags)

und Pasta-Buffet (montags) genießt man hier eine frische, mediterran inspirierte Küche.

Dazu labt man sich an den ausgesuchten Weinen, sonnt sich im idyllischen Biergarten und

tanzt auf coolen Partys.

Wittbräucker Straße 980 · 44265 Dortmund · Telefon: (02 31) 774 94 40 · www.dieckmanns.de

Küchenzeiten: Mo-So 11.00 Uhr – Ende offen

TONI’S RISTORANTE

Italienisches Restaurant

Seit vielen Jahren gehört Toni Pace zu den Lieblings-Italienern der Dortmunder. Zusammen

mit seiner Lebensgefährtin Jenny Polte hat er seinem Restaurant das Flair mediterraner

Leichtigkeit eingehaucht. Frischer Fisch spielt im Toni’s eine wesentliche Rolle: Ob Wolfsbarsch

oder Dorade mit frischen Tomaten, Kapern und Pinienkernen oder klassisch gegrillte

Scampis – die leckeren Zubereitungen erinnern an einen Urlaub im Süden.

Max-Brandes-Straße 25 · 44229 Dortmund-Kirchhörde · Telefon: (0231) 9 79 79 49 · info@tonis-ristorante.de

Öffnungszeiten: Di-So 18 – 24 Uhr · Montag Ruhetag

ZUM ALTEN MARKT

Westfälisches Gasthaus

Herzlich Willkommen im Gasthaus Zum Alten Markt. Mitten in der City auf dem Alten Markt

verwöhnt man Sie mit einem frisch gezapften Thier Pils und Köstlichkeiten der Region, wie

z. B. dem Original Dortmunder Salzkuchen oder leckerem Pfefferpotthast. Für Ihre Arrangements

mit Gästen aus der Familie, dem Freundeskreis und dem Geschäftsleben finden

Sie bei uns einen urigen und stilvollen Rahmen.

Markt 3 · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 57 22 17 · Fax: (0231) 586 13 20

E-Mail: info@altermarkt-dortmund.de · www.altermarkt-dortmund.de

Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00 – 01.00 Uhr · Fr-Sa 10.00 – 03.00 Uhr · So 11.00 – 23.00 Uhr

LAS SALINAS

Tapas Bar

Der wohl berühmteste Strand Ibizas stand Pate bei der Namensfindung der spanischen

Tapas-Bar, die inzwischen seit 12 Jahren in der Fußgängerzone der Kleppingstraße eine

feste Größe ist. In einem typisch spanischen, von Fliesen und Keramik geprägten Ambiente

verbindet sich spanische Esskultur mit Lebensfreude und cooler Musik. Alioli meets House-

Sound. Total angesagt ist die immer mittwochs stattfindende Gambas-Aktion.

Kleppingstraße 9 - 11 · 44135 Dortmund · Telefon: (0231) 150 44 31

Öffnungszeiten: täglich ab 10.00 Uhr · Sonntag ab 14.00 Uhr

92 TOP


Gastro Guide

GEORGE FINE DINE – BEST IN TOWN!Gourmetrestaurant

Das harmonische Interieur des GEORGE im Pullman Dortmund bietet Gästen ein exklusives

Ambiente. Patron Sascha Heitfeld beschreibt seine Küche als innovatives Crossover asiatischer

und französischer Kochtradition, in deren Symbiose er gern raffinierte Akzente setzt.

Exzellente Gourmetküche auf höchstem Niveau. Neben stilvollen Bildern von Gustav Klimt

und üppigen Orchideen-Arrangements runden noble, belgische Tischwäsche, edles Besteck

von Robbe & Berking sowie exklusive Gläser die Optik und Haptik des GEORGE ab.

Pullman Dortmund · Lindemannstraße 88 · 44137 Dortmund · Telefon: +49 231 9113869

E-Mail: reservierung@george-restaurant-dortmund.de · www.george-restaurant-dortmund.de

Öffnungszeiten: Di-Sa 18.00 – 23.00 Uhr · Montag und Sonntag geschlossen

RIGOLETTO

Restaurant · Bar · Lounge

Vielfältigkeit und Wandel dominieren das italienisch geprägte Gastronomiekonzept. Die

junge, kreative, mediterrane Küche wird ergänzt durch ein reichhaltiges Frühstücksbuffet,

Business Lunch und einer Auswahl hausgemachter Kuchen und Süßspeisen. Das sonntäg liche

Brunch, das italienische Buffet – jeweils montags – wie auch die Veranstaltung „Kochen mit

Gästen“ sind weitere feste Bestandteile im Rigoletto. Absoluten Kultstatus genießt mittlerweile

die jeweils am ersten Samstag des Monats stattfindende Party „Rigoletto tanzt“.

Kleppingstraße 9 - 11 · 44135 Dortmund · Telefon: (0231) 150 44 31

Öffnungszeiten: täglich ab 08.30 Uhr · Sonntag ab 09.00 Uhr

KYOTO

Japanisches Restaurant

Moderne Japanische Esskunst auf hohem Niveau präsentiert in einer freundlichen Umgebung

mitten in der City. Kunstvoll arrangierte Sushi-Variationen, zarte Sashimi oder feinwürzige

Tepan-Yaki-Gerichte treffen auf eine außergewöhnlich harmonisch-kulinarische

Komposition aus Ost und West.

Rosental 9 · 44135 Dortmund

Telefon: (0231) 589 8400 · www.kyoto-dortmund.de

Öffnungszeiten: Mo-Do 12.00 – 15.00 Uhr und 17.30 – 23.00 Uhr · Fr 12.00 – 15.00 Uhr und 17.30 – 24.00 Uhr

Sa 12.00 – 24.00 Uhr · Sonntag Ruhetag

ANTICA ROMA

Italienisches Restaurant · Pizzeria

Lassen sie sich verwöhnen und erleben sie eine Mischung aus traditioneller und moderner

italienischer Küche. Im Mittelpunkt steht eine frische, moderne mediterrane Küche, die

besonders mit ihrer großen Auswahl an Fischprodukten zu gefallen weiß. Lassen sie sich

von der typisch italienischen Atmosphäre einfangen, und genießen sie einige angenehme

Stunden bei einer der zahlreichen Weinspezialitäten.

Lindemannstraße 77 · Ecke Wittekindstr. · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 950 39 57 · Fax: (0231) 950 47 35

E-Mail: info@restaurant-antica-roma.de · www.restaurant-antica-roma.de

Öffnungszeiten: Mo-So 12:00 – 23:00 Uhr

HOPFENDOLDERestaurant

Die „Hopfendolde“ gehört zu Dortmunds Traditionsgaststätten. In dem gemütlichen Ambiente

heißt es „lecker essen zu fairen Preisen“. Die gutbürgerliche Küche setzt auf Frischeprodukte

und die Karte, mit zahlreichen westfälischen und internationalen Speisen, lädt

zum Schlemmen ein. Besonders beliebt: das Zigeunerschnitzel und das deftige „Ratsherrenschnitzel“

mit Spiegeleiern, Speckbohnen und Bratkartoffeln. Dazu gibt es frisch gezapftes

Brinkhoff's und für den kleinen Hunger den berühmten Dortmunder Salzkuchen.

Hansastraße 24 · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 57 16 20

Öffnungszeiten: Mo-Do 10:00 – 23:00 Uhr, Fr und Sa 10:00 – 24:00 Uhr · Sonntag Ruhetag

TOP 93


Gastro Guide

FREISCHÜTZ GASTRONOMIE

Restaurant · Biergarten

Eingebettet im Grünen … und verkehrsgünstig in der Metropole Ruhr gelegen. Hier trifft man

sich zum Feiern, Tagen und Genießen. Der Freischütz verbindet Tradition mit modernster

Technik, leichte Küche und professionellem Service. 10 Tagungs- und Veranstaltungsräume

für 10 bis 800 Personen, Jugendstil-Ballsaal, Außenbereich für bis zu 1.500 Personen, 400

kostenfreie Parkplätze, attraktive Rahmenprogramme runden das Angebot ab.

Hörder Straße 131 · 58239 Schwerte · Telefon: (0 23 04) 982 990, Fax: (0 23 04) 982 99 44

E-Mail: info@freischuetz-schwerte.de · www.freischuetz-schwerte.de

Öffnungszeiten: 10.00 – 24.00 Uhr · Küche 12.00 – 23.00 Uhr

HAUS LEDENDECKERLandgasthaus

Hier findet der Gast eine vielseitige, traditionelle Küche mit den besten Spezialitäten aus

der Region. Ob knackige Salate, saftige Steaks oder die Schnitzel, die reichhaltige Speisekarte

erfreut jedes Schlemmerherz. Besonderen Wert wird auf saisonale Spezialitäten von

Erzeugern aus der Umgebung gelegt. Das Landgasthaus arrangiert Feierlichkeiten mit bis

zu 500 Personen.

Inh.: Heinrich Ledendecker · Kreisstraße 30 · 44267 Dortmund-Höchsten

Telefon: (0 23 04) 88 26 · Fax: (0 23 04) 800 10 · www.haus-ledendecker.de · Montag Ruhetag

Di und Sa 12.00 – 14.30 Uhr und 16.00 – 01.00 Uhr · Mi-Fr 16.00 – 01.00 Uhr · So 10.30 – 24.00 Uhr

TANTE AMANDA

Restaurant · Biergarten

Auf der Speisekarte finden Liebhaber der soliden Hausmannskost ihr Leibgericht ebenso

wie Freunde ausgefallenen Geschmacks. Großen Wert legt Franz-Josef Leuthold auf die

saisonale Küche. Knackige Salate, Spargel, Pfifferlinge und Wild begleiten die Gäste lukullisch

durch die Jahreszeiten. Im Sommer ist der idyllische Biergarten Treffpunkt für alle.

Gehobener Catering-Service komplettiert das Angebot.

Mosselde 149 · 44357 Dortmund

Fon: (0231) 37 22 30 · Fax: (0231) 37 22 01 · www.tante-amanda.de

Restaurant: Mo-So 12.00 – 24.00 Uhr · Biergarten: Mo-Sa 14.00 – 24.00 Uhr · So 11.00 – 24.00 Uhr

DIMBERGER

Restaurant · Bar

Das Dimberger bietet täglichen Mittagstisch ab 11.00 Uhr sowie nachmittags frische Waffeln,

Kaffee und Kuchen. Sonntags erwartet man Sie von 11.00 - 14.30 Uhr zum Brunch für 18,50 Euro

inklusive Kaffee, Säfte und einem Glas Sekt. Es gibt einen Raucherbereich und eine wunderschöne

Terrasse. Freuen Sie sich auf eine exquisite Küche.

Hohle Eiche 5 · 44229 Dortmund · Telefon: (0231) 477 48 34 · Fax: (0231) 477 48 35

E-Mail: info@dimberger-restaurant.de · www.dimberger-restaurant.de

Öffnungszeiten: Täglich ab 11.00 Uhr und Sonntag Brunch 11.00 – 14.30 Uhr

DER LENNHOF

Hotel · Restaurant · Bar

Wir präsentieren eine frische, kreative Küche mit saisonal wechselnden Angeboten. Ob

Business Lunch oder Dinner for two – im Lennhof sind sie immer gut aufgehoben. Sie finden

bei uns Tagungsräume verschiedenster Größe. Verbringen sie den schönsten Tag ihres

Lebens in romantischer Atmosphäre. Eine gemütliche Sommer- und Winterterrasse und ein

perfektes Catering ergänzen unser Angebot.

Menglinghauser Straße 20 · 44227 Dortmund · Telefon: (0231) 758 19 0 · Fax: (0231) 758 19 60

E-Mail: info@der-lennhof.de · www.der-lennhof.de

Öffnungszeiten: ganztags · Küche: 12.00 – 14.30 Uhr, 18.00 – 22.30 Uhr · Bar 12.00 – 23.00 Uhr

94 TOP


Gastro Guide

INCONTRO

Restaurant · Café · Bar

Auf der Flaniermeile der Stadt residiert seit 2000 das INCONTRO mit seinem einzigartigen

Atrium-Glasdach, unter dessen Lichtermeer, besonders jetzt zur Weihnachtszeit,

Festlichkeiten bis 250 Personen in eleganter, moderner Atmosphäre stattfinden. Patrone

Mario Gargiulo bietet vom günstgen Buisneslunch am Mittag und Pizzagerichten, über

das Stück Torta Caprese mit Latte macchiato am Nachmittag, bis zum romantischen Menü

am Abend, die ganze Bandbreite der italienischen Küche.

Kleppingstrasse 22 · 44135 Dortmund · Telefon: (0231) 53 30 200 · Fax: (0231) 53 30 201 · www.ilgolfo.de

Öffnungszeiten: Täglich 11.00 – 01.00 Uhr

KERZAN’S

Restaurant · Hotel

Die Mittagskarte bietet eher westfälische Spezialitäten, täglich variierend, von Rudi Kerzan

und seinem Team. Die Abendkarte wird von saisonalen, mediterranen Rezepten und

Zutaten geprägt. Das Restaurant besteht schon seit mehr als 25 Jahren. Andrea Kerzan

ist für den Service zuständig. Die Gäste schätzen die lukullischen Ideen und die perfekte,

freundliche Bedienung.

Inh. Andrea Kerzan · Aplerbecker Straße 234 · 44309 Dortmund · Telefon: (0231) 25 22 00

Öffnungszeiten: Mo-So 11.30 – 14.00 Uhr und 18.00 – 22.00 Uhr · Dienstag Ruhetag

ALTES GASTHAUS GRUBEGasthaus

Das alte Gasthaus Grube ist eine der ältesten familienbetriebenen Gaststätten Dortmunds,

das sich mit gepflegter Gastlichkeit in gediegener Atmosphäre einen guten Namen gemacht

hat. Sie finden Räumlichkeiten verschiedener Größe (10 bis 200 Personen) für Veranstaltungen

aller Art. Ein idyllischer Biergarten, eine Bundeskegelbahnen und ein professioneller

Partyservice ergänzen das Angebot.

Wambeler Hellweg 131 · 44143 Dortmund · Telefon: (0231) 59 73 04 · Fax: (0231) 514256

E-Mail: restaurant@altes-gasthaus-grube.de · www.altes-gasthaus-grube.de

Öffnungszeiten: Küche geöffnet von Mo-So 11.30 – 14.30 Uhr und 17.30 – 23.00 Uhr · Dienstag Ruhetag

SIM-JÚ

Restaurant · Romantik Hotel

Das Romantik Hotel und Restaurant Sim-Jú bietet für Geschäftsreisende, Urlauber und Feinschmecker

eine entspannte Atmosphäre. Im Kaminzimmer können Sie verschiedene Whiskys,

Edelbrände und Weine und im Raucherstübchen zusätzlich eine gute Zigarre genießen. Der

traumhafte Atrium-Biergarten mit herrlich duftenden Kräutern und ein hübsches Bistro

gehören ebenso zum vielfältigen Angebot wie das stilvolle Romantik Restaurant. Saisonal

wechselnde Speisekarten und ein sonntägliches 10-Gang-Probiermenü um 18:30 Uhr für

€ 34,50 runden das Zusammenspiel von Gaumenfreuden und Ambiente ab.

Stockumer Straße 8 · 59368 Werne · Fon: (02389) 95393-0 · Fax: (02389) 924174 · www.sim-ju.de

IL GOLFO – CANTINETTA

Restaurant · Bistro · Bar

Mit seiner fast 40-jährigen Geschichte ist das il Golfo die älteste Anlaufstelle für gehobene

italienische Ansprüche in Dortmund. Giuseppe Gargiulo ist bekannt für seine puristische

süditalienische Küche, sowohl zum günstigen Mittagstisch, wie auch beim edlen Menü

am Abend.

Rosental 10 · 44135 Dortmund · Telefon: (0231) 57 12 75 · Fax: (0231) 95 04 70 89 · www.ilgolfo.de

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11.30 – 01.00 Uhr

TOP 95


Gastro Guide

ENOTRIA VINOVinothek

Eckeseyer Straße 56 · 58089 Hagen · Inh. Domenico di Paolo · Telefon: (02331) 182211 · Fax: (02331) 18 24 26

Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00 – 19.00 Uhr · Sa 09.00 – 14.00 Uhr · So geschlossen

ENOTECA WINEBAR

Historischer Weinkeller

Emilienplatz 9 · 58097 Hagen · Inh. Domenico di Paolo

Fon: (02331) 204 33 96 · Fax: (02331) 204 47 35 · E-Mail: info@enotria-vino.de

Öffnungszeiten: Mo – Fr 10.30 – 13.00 Uhr und 15.00 – 19.00 Uhr · Sa 10.30 – 16.00 Uhr · So geschlossen

LA FRASCA

Osteria · Pizzeria

Sie möchten einfach gut speisen? Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen. Nehmen Sie Platz

an der Bar oder ganz klassisch in unserem Restaurant und erleben Sie eine ungezwungene,

italienische Atmosphäre. Genießen Sie ausgesuchte Weine und die klassische, sowie moderne

Küche Italiens. Insbesondere die authentisch römische Küche von Valter Ornatelli &

Lorenzo Vismara ist weit über die Grenzen Dortmunds hinaus bekannt.

Märkische Straße 182 · 44141 Dortmund · Telefon: (0231) 946 17 55 · Fax: (0231) 946 17 57 · www.la-frasca.com

Küchenzeiten: Mo-Sa 11.00 – 15.00 Uhr und 18.00 – 23.00 Uhr · So 18.00 – 23.00 Uhr

HILGERINGWeinhaus

Über vier Generationen gereifte Kompetenz in Sachen Wein und edle Spirituosen erwartet

Sie im traditionsreichen Weinhaus Hilgering. Über 750 verschiedene Weine aus allen Anbaugebieten

der Welt, Champagner, Prosecco und Sekte finden sich neben feinem Hochprozentigem

wie Grappa, Obstbränden und Kräuterlikören. Besonders Kenner und Genießer von

Malt Whiskies finden eine Auswahl, die im Ruhrgebiet ihres gleichen sucht. Eine besondere

Spezialität des Weinhauses sind Dortmunder Spirituosen aus eigener Herstellung und einige

eigens für das Dortmunder Traditionshaus abgefüllte Weine und Sekte.

Mit Fachkenntnis und Freundlichkeit stellt sich das Weinhaus Hilgering auf seine Kunden

ein. Vom Tischwein bis zum exquisiten Geschenk. Und natürlich werden alle Präsente, ob

im Dekorkarton, in der Holzkiste oder in einem hübschen Präsentkorb individuell verpackt.

Im Weinhaus Hilgering verbindet sich die Garantie für hohe Qualität mit einem angenehmen

Ambiente, das zum Entdecken und Probieren einlädt.

Westenhellweg 114 · 44137 Dortmund · Telefon (0231) 14 90 27 · Telefax: (0231) 14 35 49

www.weinhaus-hilgering.de

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10:00 – 19:00 Uhr Sa. 10:00 – 17:00 Uhr

96 TOP


Top News

Auf höchstem Niveau genießen

Herzlich Willkommen in einem der ungewöhnlichsten Gourmet-Restaurants Nordrhein-Westfalens

und einem der außergewöhnlichsten Orte für spezielle Arrangements. Genießen Sie in 137 m Höhe

kulinarische Köstlichkeiten und treffen Sie aus dem verführerischen Angebot hervorragender Speisen

und Weine Ihre persönliche Wahl. Lassen Sie sich in der stilvollen Atmosphäre des Restaurants rundum

verwöhnen und genießen Sie den spektakulären Blick.

Selbstverständlich können Sie neben speziellen Arrangements für Ihre Gäste auch ein auf Ihre

Anforderungen abgestimmtes Rahmenprogramm buchen.

Öffnungszeiten Turmrestaurant:

Dienstag bis Freitag von 18.00 - 23.00 Uhr

Samstag und Sonntag von 15.00 - 23.00 Uhr

warme Küche ab 18.00 Uhr · Montag Ruhetag (außer an Feiertagen)

Reservierungen:

Tel. (0231) 1 38 49 75 oder per E-mail an: info@turmrestaurant-florians.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.turmrestaurant-florians.de

Gerne begrüßen wir Sie auch in den Turmterrassen, dem familienfreundlichen

Restaurant am Fuße des Florianturms.

Öffnungszeiten Turmterrassen:

Dienstag bis Sonntag von 12.00 - 19.00 Uhr

durchgängig warme Küche, Montag Ruhetag

Beide Restaurants sind Betriebe der

TOP 97

KHC Westfalenhallen GmbH


Top News

+++ Ruhrpottkarneval Geierabend: Die Kulturhauptstadt geht, der Geierabend

bleibt. Vom 13. Januar bis zum 8. März rockt der alternative Ruhrpottkarneval

auf Zeche Zollern II/IV in Dortmund. Auch in ihrer 20. Session beweisen die Ruhrgebietskomiker,

dass die fünfte Jahreszeit erst ohne Büttenreden, Narrenkappe und

Humba Täterä so richtig lustig wird. An 41 Abenden stürzen sich die Geier unter

dem Motto „Pott to go“ mit einem Drei-Stunden-Spektakel aus Comedy, Kabarett

und Satire auf ihre Opfer. „Ein Geierabend besteht aus den Elementen bissiges Kabarett,

absurde Komik und unverwechselbarer Ruhrpotthumor“, erklärt Regisseur

Günter Rückert. Ob Stuttgart 21, Google Street View oder die Prostituiertensteuer –

das zu Ende gehende Jahr liefert zahlreiche Steilvorlagen. Veranstaltet wird der

Geierabend vom Kulturbüro der Stadt Dortmund und dem Theater Fletch Bizzel.

Hauptsponsor ist die Sparkasse Dortmund. Infos unter: www.geierabend.de. +++

+++ Hochzeitsmesse im Freischütz: Wenn es ums Heiraten geht, dann steht das

Brautkleid meistens im Mittelpunkt. Aber was soll der Bräutigam tragen? Wie sollen

die Einladungen aussehen? Was gibt es zu essen? Und wo soll gefeiert werden?

Die Messe im Freischütz soll die Hochzeitsplanung erleichtern und Heiratswillige

inspirieren. Vom Trauring bis zum Blumenschmuck – Aussteller aus dem Kreis Unna

und Dortmund präsentierten im romantischen Freischütz-Saal ihre Waren und

Dienstleistungen. Die Profis in Sachen Hochzeit gaben praktische Tipps und Hilfestellungen.

So konnten die Hochzeitspaare pure Vorfreude genießen. „Wir wollten die

Möglichkeit bieten, sich zu informieren, beraten zu lassen, Angebote zu vergleichen

und natürlich Brautkleider anzuprobieren“, sagt Freischütz-Geschäftsführer Jörg

Prüser. Großer Anziehungspunkt für männliche Besucher war das Hochzeitsauto:

ein schmucker weißer Jaguar 3,4 MK 1 aus dem Jahr 1959. Da wurde die Auswahl

von Hochzeitsanzug und Krawatte glatt zur Nebensache... +++

+++ Museum endlich umgezogen:

Das Museum Ostwall (MO) ist endlich im

U-Turm angekommen. 1.700 Quadratmeter

moderne Kunst auf zwei Etagen. Lang

genug mussten die Dortmunder warten.

Eigentlich sollte das Ostwall-Museum

bereits im Mai an der neuen Adresse

eröffnet werden, dann Ende September

und nun auch noch ohne die angekündigten

Höhepunkte. Erst sollte mit einer

Ausstellung des belgischen Malers René

Magritte eröffnet werden, doch dann

kam die Absage der Verleiher. Der Ersatz:

eine Multimedia-Ausstellung aus dem Pariser

Centre Pompidou. Die sollte es in

die deutschen Feuilletons schaffen. Das

sagte U-Intendant Andreas Broeckmann

noch im Mai. Jetzt ist die Ausstellung auf

den 17. Dezember verschoben worden.

So feierte man halt unter dem Motto „Museum

als Kraftwerk“. „Richtig stolz“ zeigte

sich OB Ullrich Sierau, und Museumsdirektor-Direktor

Kurt Wettengl wünschte

sich, dass sich das Museum zu einem

„lebenden und lebendigen Ort“ entwickelt.

Und die Anziehung erschien an diesem

Tag magnetisch: mehrfach musste

der Einlass gestoppt werden. +++

98 TOP


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Top News

+++ Ausgefallene Ehrung: Was es in der Gastronomie-Szene nicht alles gibt! Ein

aktueller Preis ehrt nun sogar Köche, die im Rahmen von Golf-Events besondere

Leistungen erbracht haben. Der Titel 'NRW-Fairwaykoch' wurde in diesem Jahr

erstmals vergeben. Ausrichter: der Bochumer Golf-Fachjournalist Thomas Gerres.

Dennis Rother, Chefkoch im Dortmunder Turmrestaurant Florians, ist der erste

Preisträger. Er kochte im Sommer an sieben aufeinander folgenden Tagen je acht

Stunden für die Turnierteilnehmer der Golf Woche Ruhr. Ein Mini-3-Gänge-Menü

wurde während der Runden neben den Fairways live gekocht und serviert, und

das ganz ohne Stromzufuhr, nur auf einem 'Naturgrill'. Die Jury, u.a. besetzt mit

Formel 1-Kommentator Heiko Waßer und Boxikone Axel Schulz, entschied sich für

diese auergewöhnliche Gastro-Leistung. Nominiert für den NRW-Fairwaykoch-Titel

waren sieben Köche aus NRW. +++

+++ Deutschen Marketing-Preis 2010: Im Rahmen einer Gala am Vorabend des 38.

Deutschen Marketing-Tags in Dortmund erhielt die Deutsche Telekom den Deutschen

Marketing-Preis 2010. Horst Müller, Präsident des Marketing-Clubs Dortmund, der

die Auszeichnung an den Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Telekom AG.,

René Obermann, überreichte, konnte unter anderem den Präsidenten des FC Bayern

München Uli Hoeneß, den Geschäftsführer Marketing Dr. Christian Illek von

der Telekom Deutschland GmbH, sowie die Vizepräsidentin Gabriele Eick und den

Präsidenten Georg Musiol vom Deutschen Marketing-Verband (DMV) als prominente

Gäste begrüßen. Mit der höchsten Marketing-Auszeichnung dieses Landes prämierte

der DMV den erfolgreichen Ausbau der Marktführerschaft der Deutschen Telekom.

Der Deutsche Marketing-Tag widmete sich im Kongresszentrum Westfallen dem

„Machtwechsel in der Marketing-Kultur”. Namhafte Experten präsentierten dabei

ihre spezielle Sicht des Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. +++

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IM NATIONALSOZIALISMUS

Foto-Ausstellung

Zwischen 1933 und 1945 herrschten in Deutschland

die Nationalsozialisten. Sie legten beson-

06.02.2010

von Isabella Thiel,

HAGEN-HOHENLIMBURG | SCHLOSS die HOHEN- Sportarten in

deren Wert Premierenparty

auf die Erziehung von Kindern und

LIMBURG | HOCHZEIT IN SCHWARZ: stilisierter KRIMI- Form

21.01.

Jugendlichen. Die Aus Kleinbürgerhochzeit

ihnen sollten gläubige, gehorsame

Theater und regimetreue Dortmund Bürger – werden. Schauspiel­

Für Die Geschichte des schottischen ist Ashtonburry- zu erkennen, die

DINNER - DAS ORIGINAL zeigt. Kein Gesicht

2011

haus, Vielfalt, 22:00 Toleranz Uhr und Demokratie gab es dabei Clans geht weiter: Bei „Hochzeit Porträtierten in Schwarz“, bleiben

Krimizeit anonym der und

keinen Raum. Premierenparty

Die Ausstellung zeigt, welchen einem aufregenden Ausflug in die

22.01.

Einfluss der Heimat Nationalsozialismus unter Erde auf Kinder und 60er Jahre, genießen die Teilnehmer verschmelzen ein 4-Gänge-Hochzeitsmenü

ihren Sportgeräten der Spitzenklasse auf im der Hause Fotografie.

mit

2011 Jugendliche Theater nahm. Sie Dortmund thematisiert die – Schauspielhausdenen

22:00 Lebensbereiche Uhr von Jungen und Mädchen. der Ashtonburrys. Mit ihren Als Fotos Teil der konnte Familie Thiel sind die bereits den

verschie-

Viele einzigartige Bilder und Ausstellungsstücke miträtselnden Hochschulsport Gäste beim Krimidinner der TU Dortmund selber begeistern,

werden der in die ihre Irre geleitet Fotografien oder be-

seit 2004

veranschaulichen Lesung den mit Alltag. Helge Sie zeigen Vögler eine Lebenswelt,

Cuore die das Wort – Italienische Freiheit nicht kennt. Liebes-währen auf sich dem sogar Titel als Detektive. seiner Broschüren verwen­

verdächtig,

25.01.

2011 geschichten

Beginn: det. 19:00 Jüngst Uhr | www.ticket-online.de

hat der Suhrkamp-Verlag ein

Kavado Kunstcafé, Große Heimstr. 45, Bild der Reihe als Buchcover eingesetzt.

44137 Dortmund, 19:00 Uhr

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104 TOP

Tipps-Termine.indd 2

07.12.2009 17:20:59 Uhr


Termine präsentiert von

City Tipps

Thriller – Live

André Rieu – Tour 2011

16.02.

18.02.

Westfalenhallen LOKAL | REGIONAL Dortmund

BIS 03.01.2010 Westfalenhallen Dortmund

2011 Beginn: 20:00 Uhr

2011 WESTFALENPARK Beginn: 20:00 DORTMUND Uhr

Thriller - Live, 16.12.2009 die vom Publikum und der WINTERLEUCHTEN

Kritik gefeierte PAULUSKIRCHE Originalshow | HAMM aus London,

läuft OLIVIA seit Januar MOLINA - 2009 WEIHNACHTSGALA mit großem gem Glanz. Bäume, Sträucher, Seen und Wege

Der Westfalenpark erstrahlt wieder in anmuti-

Erfolg am Olivia Lyric Molina Theatre sammelt, im komponiert Londoner und interpretiert

Nun seit ist mehr diese als 20 spektakuläre,

Jahren Weihnachtslieder miert. Der Kaiserhain wird beispielsweise zum

werden in Licht getaucht und zu Kulissen for-

West End.

weltweit aus gefragte Lateinamerika. Show Aus diesem nach unerschöpflichen mehrmonatigen

Repertoire Vorbereitungen präsentiert Olivia und Molina enger Weihnachts-

Lagune und der Zaun an der Buschmühle mutiert

Märchenwald, der Rosengarten scheint als blaue

Zusammenarbeit lieder und mit die von dem ihr Londoner komponierte Produzententeanoamericana“

endlich (lateinamerikanische auch Deutsch­

Messe), mit

„Misa Lati-

zur Himmelsleiter.

land zu erleben. der sie seit 1980 alljährlich auf Tournee geht. Sie 08.01.2010

zelebriert Gesang mit Seele und Gefühl, das tief ERICH GÖPFERT STADTHALLE | UNNA

Lisa in die Bassenge

Herzen der Zuhörer dringt.

DIE RÜCKKEHR DER SHAOLIN

17.02.

Jacky Beginn: Terrasson 20:00 Uhr Trio

Die Kung Fu Show über das Leben der Shaolin

2011 Konzerthaus, 20:00 Uhr

Mönche: Eine atemberaubende Körperbeherrschung,

spektakuläre Kampftechniken, die selbst

23.12.2009

DIECKMANN‘S | DORTMUND

Eisen zum Brechen bringen, und die mystische

Das TOP-Magazin präsentiert im Rahmen der Faszination von Ruhe und Meditation - das ist

zweiten TOP PARTY LOUNGE:

André das Rieu, Erfolgsgeheimnis der niederländische dieser atemberaubenden Geiger

Die X-MAS Special Party mit Winnie & Paa´Pa Re und Show. Orchesterleiter Beginn: 20:00 Uhr hat bislang weltweit

feat. Lothar van Staa (Saxophon) mehr als 30 Millionen Alben verkauft.

15,- € Eintritt inkl. Begrüßungsdrink Gemeinsam 21.01.2010 mit seinem 50-köpfigen Johann-Strauß-Orchester

DORTMUND WESTFALENHALLE tritt er auf sei­

Beginn ab 21.00 Uhr

www.dieckmanns.de

nen SWAN Tourneen LAKE - DER in 5 WELTERFOLG Kontinenten AUS auf. FERNOST Jedes

Jahr In erleben Swan Lake mehr vereinen als sich 700.000 Ballett Zuschauer

und Artistik

Die Jazz-Sängerin 01.01.2010 Lisa Bassenge, die seine zu großartigen einer weltweit Konzerte einzigartigen – Show: er ist atemberaubende

der Top Akrobatik Ten Tournee-Künstler. und klassisches Ballett In

damit

auch vor KONZERTHAUS Berührungen DORMUND mit Pop und einer

Blues nicht FESTLICHES zurückschreckt, NEUJAHRSKONZERT verführt „LES MU- den umrahmt USA wurde von Tschaikowskis er zur wunderschöner Nr. 1 klassischesik.

Die Künstler besten Tänzer gekrönt, und Akrobaten in Australien aus China

Mu-

ihre Hörer SICIENS mit ihrer DU LOUVRE tiefen, - gefühlvollen

GRENOBLE, DIRIGENT

Stimme. Der MARC französisch-amerikanische

MINKOWSKI

erhielt bieten er eine mehr der bislang als spektakulärsten 100 Mal Platin Inszenierungen

Tonträger von „Schwanensee“. und DVDs.

für

Jazzpianist Das Jacky Konzert Terrasson ist ein glanzvoller genoß Start eine

das Jahr seine

klassische 2010 Klavierausbildung und damit in das Jahr am der Kulturhauptstadt

Berklee www.swanlake-show.de

College of RUHR.2010. Music in Die den festliche USA, Musik bevor stammt er von Grigory Sokolov:

19.02.

sich dem Jazz Georg verschrieb. Friedrich Händel: Er Ouvertüre machte zu sich »Rodrigo« BIS 24.01.2010 Klavierabend

als Pianist und und »Wassermusik«-Suiten. Arrangeur so bekannter 2011

Beginn: 17:00 Uhr HISTORISCHES Konzerthaus, CENTRUM 20:00 | HAGEN Uhr

Jazz-Granden www.konzerthaus-dortmund.de

wie Dee Dee Bridgewater, UND SIE WERDEN NICHT MEHR FREI - JUGEND

Jimmy Scott oder Dianne Reeves machte IM NATIONALSOZIALISMUS

sich Terrasson 02.01.2010 schnell einen Namen.

Zwischen 1933 und 1945 herrschten in Deutschland

die Nationalsozialisten. Sie legten beson-

WESTFÄLISCHES INDUSTRIEMUSEUM,

Zeltinger ZECHE ZOLLERN & Band II/IV | BÖVINGHAUSEN deren Wert auf die Erziehung von Kindern und

18.02.

Musiktheater GEIERABEND Piano, Lütgendortmunder

Kulturfreaks müssen Str. 43, umdenken: 44388 Dort­

Die Kulturhorsame

und regimetreue Bürger werden. Für

Jugendlichen. Aus ihnen sollten gläubige, ge-

2011

mund, 19:00 hauptstadt Uhr 2010 wird bereits am 2. Januar auf Vielfalt, Toleranz und Demokratie gab es dabei

Zeche Zollern eröffnet. Das jedenfalls verkündet keinen Raum. Die Ausstellung zeigt, welchen

der Geierabend, der stets anarchische Ruhrpott-

Einfluss der Nationalsozialismus auf Kinder und

104 TOP

Atze Schröder

27.01.2010

19.02.

Revolution

KURHAUS 2011BAD Westfalenhalle, HAMM | HAMM 20:00 Uhr

SCHWANENSEE

Kein Jahr ohne St. Petersburger Staatsballett:

Auch 2009 reist das Grand de Ballet von der

Newa an, um die Freunde traditioneller Ballettkunst

mit Tschaikowskys Klassiker „Schwanensee“

zu verwöhnen. Bei den Petersburgern

kann man sicher sein, dass die schönen alten

Geschichten nicht durch verschiedene Eingriffe

verfremdet werden. Ein Highlight, das weder

Ballettliebhaber noch Neueinsteiger verpassen

sollten. Beginn: 20:00 Uhr

29.01.2010

SCALA | LEVERKUSEN-OPLADEN

Mirja Boes – Erwachsen

COMEDY 24.02. MIT PIET werde KLOCKE ich nächste Woche

2011

Mit dem Programm Fritz-Henßler-Haus, “Das Leben ist schön Geschwister-

- gefälligst!“

Scholl-Str. bittet der 33-37, seit Jahren Dortmund, etablierte 20:00 und Uhr

beliebte Comedian Piet Klocke in den Scala Club

nach Leverkusen. Er möchte seine Zuschauer

nach dem Auftritt glücklich und mit einem Lächeln

wieder in die Nacht entlassen.

Beginn: 19.30 Uhr | www.scala-leverkusen.de

05.02.2010

JOHANNISKIRCHE | HAGEN

NEW YORK GOSPEL STARS

Unter der Leitung des großartigen Craig Wiggins

nehmen die New York Gospel Stars ihr Publikum

mit in eine Welt temperamentvoller Musik voller

spiritueller Lebenskraft. In einem mitreißenden

Programm lassen sie mit ihren sensationellen

Stimmen die schönsten Mitch und Ryder bekanntesten Gos-

25.02.

pelsongs erklingen Piano, und bringen Lütgen die dortmun „Gute Nach-dericht“ 2011 unter ihre 43, Zuhörer. Dortmund, Das ist Gospelmusik 20:00 Uhr

Str.

auf höchstem Niveau! Beginn: 20 Uhr

06.02.2010

HAGEN-HOHENLIMBURG | SCHLOSS HOHEN-

LIMBURG | HOCHZEIT IN SCHWARZ: KRIMI-

DINNER - DAS ORIGINAL

Die Geschichte des schottischen Ashtonburry-

Clans geht weiter: Bei „Hochzeit in Schwarz“,

einem aufregenden Ausflug in die Krimizeit der

60er Jahre, genießen die Teilnehmer ein 4-Gän-

karneval. Selbstbewusst und ungefragt behaupten

die beliebten Alternativ-Karnevalisten „Wir tenlegende. denen Lebensbereiche Bereits in von jungen Jungen und Jahren Mädchen. be­

Grigory Jugendliche Sokolov nahm. ist Sie eine thematisiert lebende die verschie-

Pianis­

sind Kulturhauptveranstaltung“. Weitere Informationen

eindruckten Viele einzigartige die Bilder Reife und und Ausstellungsstücke die unglaubge-Hochzeitsmenü

Schon Mitte der der Spitzenklasse 1960er Jahre im Hause avancierte

der Mitch Ashtonburrys. Ryder Als mit Teil der Hit-Singles Familie sind wie die „Jenny

miträtselnden Take A Ride“, Gäste beim „C.C.Rider“, Krimidinner selber „Devil with

unter www.geierabend.de. liche veranschaulichen Kraft seines den Pianistentums. Alltag. Sie zeigen eine Sein Le-

verdächtig, the blue werden dress“ in die Irre und geleitet „Little oder Latin be-

Lupe

breit benswelt, gefächertes die das Wort Repertoire Freiheit nicht umfasst kennt. neben

währen Lu“ sich zum sogar Superstar. als Detektive. Der blue-eyed-soul

den großen Klassikern der Klavierli­

Beginn: Teenagerstar 19:00 Uhr | www.ticket-online.de

wurde so zum Vorbild für

teratur auch weniger bekannte Cembalowerke

Musiker wie Bruce Springsteen, Iggy Pop

und Musik des 20. Jahrhunderts. oder John Cougar

Mellencamp.

TOP 105

Tipps-Termine.indd 2

07.12.2009 17:20:59 Uhr


Rezension

LEKTÜRE UND KLANGVOLLES

ZWISCHEN DEN JAHREN

Wenn die Kerzen abgebrannt, die Gans gegessen und die Geschenke umgetauscht sind, ist eigentlich die Zeit für ein paar gemütliche

Stunden gekommen. Hier ein paar Buch und CD-Tipps:

Passend zum Fest kommen ein paar mörderische

Geschichten aus der Heimat des Weihnachtsmannes:

So wird Arne Dahls Kriminalkommissarin

Sara Svenhagen aus Stockholm

in ein Kaff auf dem Land versetzt. Eine Serie

mysteriöser Unfälle von Kindern wird sie in

Atem halten ... Währenddessen ist Ake Edwardsons

Hauptfigur Christian gefangen – gefangen

mitsamt seiner behinderten und tyrannischen Schwester.

Doch der Schnee, der plötzlich meterhoch fällt, wird statt

zu einem Gefängnis zu einer Befreiung ... Und dann ist da

noch der Barkeeper Mans in Kjell Eriksons Kurzgeschichte

„Weihnachtsüberraschung“, dem in dem Restaurant, in dem

er arbeitet, die Frau seiner Träume begegnet. Kriminalautorin

Liza Marklund hat in dem Band „Mörderische Weihnachten“ elf

zum Teil amüsante, auf jeden Fall aber spannende Geschichten

zusammengestellt.

Liza Marklund (Hg.), Mörderische Weihnachten. Spannende

Geschichten aus Skandinavien, List, 250 Seiten, 8,95 €.

In Ildikó von Kürthys neuem Roman „Endlich!“

begegnen wir Vera, einer Frau um die Vierzig,

die mit ihrem ereignislosen „19-Grad-Leben“

in einer norddeutschen Kleinstadt zwischen

Tagesschau und Schinkengraubrot, zwischen

Tatort und weihnachtlichem Putenbraten bei

Schwiegermutter Erika zufrieden ist. Bis sich

herausstellt, dass ihr Ehemann Marcus, Inhaber

eines Sanitärbetriebs, eine Geliebte hat. Für Vera der „Startschuss“,

endlich etwas in ihrem Leben zu ändern. Ein Roman,

in dem sich Frauen in der Midlife-Krise und mit ähnlichen,

weltbewegenden Problemen wiederfinden. Ein sehr amüsant

geschriebener und gelungener Roman mit Weisheiten über das

angeblich starke Geschlecht, im Schwimmbad kotzende und

brüllende Kleinkinder und deren ambitionierte Mütter …

Ildikó von Kürthy, Endlich, Wunderlich, 316 Seiten, 17,95 €

Es ist ein entsetzlicher Anblick, der sich den

beiden polnischen Bauarbeitern bietet, als sie

beim Umbau eines Leuchtturms auf der Insel

Marstrand vor Göteborg die Wand zu einem

Vorratskeller einreißen: eine Leiche, dort verborgen

offenbar schon seit langer Zeit. Die junge

Ermittlerin Karin Adler findet heraus, dass

es sich um Arvid Stiernkvist handelt, der angeblich

in den Sechzigern bei einem Segeltörn ertrunken ist

... und der verschwundene und an anderer Stelle wieder auftauchende

Ehering des Toten gibt ebenfalls Rätsel auf. „Die

Tochter des Leuchtturmmeisters“ ist der erste spannende

Band einer Serie um die sympathische Polizistin Karin Adler.

Der schwedischen Autorin und passionierten Seglerin Ann

Rosman gelingt es vortrefflich, ein authentisches Ambiente

zu schaffen. Man schmeckt förmlich das Salz auf den Lippen,

wenn man die Seiten wendet.

Ann Rosman, Die Tochter des Leuchtturmmeisters, Rütten

& Loening, gebunden, 349 Seiten, 19,95 €.

Ebenfalls in den hohen Norden führt Camilla

Läckbergs neuer Kriminalroman „Engel aus

Eis“. In den Sommerferien kommen die beiden

Jungen Mattias und Adam auf die Idee, sich im

Haus der Brüder Erik und Axel Frankel einmal

genau umzusehen, schließlich soll Erik eine

beeindruckende Sammlung von Gegenständen

aus der Zeit des Nationalsozialismus zusammengetragen

haben. Als sie in die Bibliothek eindringen entdecken

sie Eriks Leiche. Die Polizei nimmt die Ermittlungen

auf und konzentriert sich zunächst auf rechtsradikale Kreise,

stößt dann aber recht bald auf ein zunächst verwirrendes

Geflecht von Freundschaft und unbeglichenen Rechnungen.

Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von ihrem Kollegen Patrick

Hedström, der sich eigentlich im Vaterschaftsurlaub befindet

und dessen Ehefrau Erica Falck zunächst gar nicht begeistert

davon ist, dass er Tochter Maja sogar mit an einen Tatort

schleppt. Aber dann entdeckt Erica, dass der Ermordete, dessen

Bruder und noch zwei weitere Einwohner von Fjällbacka

früher mit ihrer Mutter befreundet waren. Camilla Läckberg

zeichnet ihre Charaktere scharf und lässt ihnen die Möglichkeit,

Entwicklungen durchzumachen. Gern ist man zu Gast in

der noch jungen Familie von Patrick und Erica, aber auch in

der Polizeidienststelle, deren knurriger Chef dann plötzlich

doch menschliche Züge zeigt. Der Leser giert danach, mehr

über das Schicksal von Ericas Mutter Elys zu erfahren.

Camilla Läckberg, Engel aus Eis, List, 501 Seiten, 19,95 €.

Im idyllischen englischen Städtchen Bath sind

Touristen herzlich willkommen – Verbrechen

allerdings weniger. Damit sich diese in Grenzen

halten, hat der Hotelfachverband eine Verbindungsperson

zur Polizei: die Hotelbesitzerin Honey

Driver. Die hat zwar mit ihrem eigenen Hotel,

ihrem stets grantelnden Chefkoch Smudger,

ihrer Tochter Lindsey und ihrer Mutter Gloria,

einer agilen Seniorin, die mit Freundinnen einen Second-Hand-

Laden für Designerkleidung betreibt, eigentlich schon genug

zu tun, da verschwindet plötzlich bei einem Geisterspazier­

106 TOP


Rezension

gang durch Bath um Mitternacht Lady Templeton-Jones. Doch

die alte Dame, deren Leiche in einem heruntergekommenen

Geschäft gefunden wird, wurde keineswegs von einem bösen

Geist ermordet: Bald stellt sich heraus, dass diese Lady gar

keine echte Lady war. Eine spannende Geschichte mit sympathisch

gezeichneten Charakteren um falsche Adelstitel, Antiquitäten

ganz besonderer Art und fanatische Sammler, die

für ihre Leidenschaft einfach alles tun ...

Jean G. Goodhind, Mord zur Geisterstunde, Aufbau-Verlag

(Taschenbuch), 328 Seiten, 9,95 €.

Ins herbstliche New York führt der neue Roman

von Erfolgsautorin Mary Higgins Clark:

Olivia Morrow, ihres Zeichens 82 Jahre alt –

ehemals Verkäuferin in einem berühmten New

Yorker Kaufhaus, hat sich im Laufe der Zeit

aber hochgearbeitet – erfährt von ihrem Kardiologen,

dass sie nur noch zwei Wochen zu

leben hat. Das stellt die ordentliche und sympathische

alte Dame vor eine schwere Entscheidung: Soll sie

den Schwur brechen, den sie ihrer Mutter auf dem Sterbebett

gegeben hat, oder soll sie das Geheimnis ihrer Cousine Catherine

lüften? Diese ist damals ihrer Berufung gefolgt und

in den Orden der Franziskanerinnen eingetreten und hat in

Irland ein uneheliches Kind zur Welt gebracht, von dem die

Äbtissin versprochen hat, es seriösen Leuten zu geben, die

sich hinreichend um das Kleine kümmern würden. Das alles

ist lange her, das Kind längst verstorben. Aber es gibt Pläne,

Catherine selig zu sprechen ... Olivia könnte, wenn sie dieses

Geheimnis lüftet, der jungen Kinderärztin Monica Farrell zu einem

beträchtlichen Vermögen verhelfen, denn sie ist eigentlich

die Enkelin der Nonne und der Vater ihres Vaters ein enorm

erfolgreicher Wissenschaftler, der mit Patenten ein Vermögen

gemacht hat... oder aber, was die alte Dame nicht ahnen

kann, sie könnte Monicas Tod verursachen, denn die geheimen

Nutznießer dieses Erbes wollen natürlich nicht, dass Monica

Farrell zum Zuge kommt ...

Mary Higgins Clark, Flieh in die dunkle Nacht, Heyne, gebunden,

426 Seiten, 19,99 €.

Eigentlich wollte die Jugendpsychologin Constanze

van Aken ein gemütliches Wochenende in

ihrem Ferienhaus in der Eifel verbringen, was

sie seit dem letzten Herbst nicht mehr getan

hat, wo sich hier Schreckliches ereignet hatte.

Schreckliches, das auch ihre Beziehung zu dem

Pathologen Martin auf eine harte Probe gestellt

hatte. Doch nun platzt sie mitten in eine OFA,

eine Operative Fallanalyse, die Martin hier ohne ihr Wissen

veranstaltet ... Constanze ist zunächst empört darüber, dass

ihr Lebensgefährte ohne ihr Wissen ihr gemeinsames Idyll

missbraucht, noch dazu, weil seine Assistentin Maria, ebenfalls

Mitglied des Teams, nicht nur Interesse an dem Fall zu haben

scheint. Doch dann stellt sich heraus, dass eines der Opfer

eine ehemalige Patientin Constanzes ist ... und außerdem ist

da noch Robert vom BKA, der Constanze bittet, sich an den

Ermittlungen als Psychologin zu beteiligen, ein sehr attraktiver

Mann ... und plötzlich ist die Jugendpsychologin mitten

Treffpunkt

Thalia 2010

384 Seiten • € 22,95

S. Fischer Verlag

Do | 2. Dezember | 20.00 Uhr

Thalia Autorenlesung:

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer

Dein Herz –

Eine andere Organgeschichte

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer über unser

wunderbares Lebens- und Sinnesorgan: Das Herz

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer nimmt sich des

Volksleidens Nummer 1, der Herz- und Kreislauf-

krankheiten, an. Für Grönemeyer ist das Herz

mehr als ein zuckender Muskel, mehr als ein blo-

ßes Organ. Sein Ansatz als Arzt wie als Autor ist

ganzheitlich.

Eintritt: EUR 8, – | Vorverkauf: EUR 6,–

Thalia-Buchhandlung

Westenhellweg 44

44137 Dortmund

Tel. 0231 427866-0

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Foto: © Grönemeyer Medical

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TOP 107


Rezension

drin in einem mysteriösen Fall deren Opfer so unterschiedlich

sind, dass sie so gar nicht zueinander passen wollen ...

Die in Krefeld lebende Literatur- und Medienwissenschaftlerin

Ulrike Renk legt mit ihrem neuen Eifelthriller ein weiteres

spannendes Werk vor. Sehr empfehlenswert, aber nichts für

schwache Nerven!

Ulrike Renk, Lohn des Todes, Aufbau Verlag (Taschenbuch,

Originalausgabe), 278 Seiten, 8,95 €.

Hansjörg

Schneider

Hunkeler und

die Augen

des Ödipus

Roman · Diogenes

In Basel kommt wieder einmal der sympathische,

aber etwas kauzige und unkonventionelle

Kommissär Peter Hunkeler zum Einsatz. Sechs

Wochen, bevor Hunkeler in den verdienten

Ruhestand geht – wovor sich seine Lebensgefährtin

Hedwig schon etwas fürchtet – kracht

plötzlich ein Hausboot auf dem Rhein gegen

ein Wehr. Sein Besitzer, der Baseler Theaterdirektor

Bernhard Vetter, ist spurlos verschwunden. Ob die

jüngste Premiere im Theater etwas damit zu tun hat, oder

vielleicht der gealterte Schauspieler Walter Rutziska .Vielleicht

aber auch der einst erfolgreiche Autor Kurt Dreisitz, den Vetter

einst fallen ließ wie eine heiße Kartoffel. Hansjörg Schneider

legt mit „Hunkeler und die Augen des Ödipus“ einen weiteren

spannenden Fall um den Basler Kriminalisten, der sich stets

selbst treu bleibt und seine freie Zeit am liebsten in seinem

Haus im Elsass verbringt, vor.

Hansjörg Schneider, Hunkeler und die Augen des Ödipus,

Diogenes, gebunden, 240 Seiten, 19,90 €.

An einem schwülen Sommerabend kommt es

in der Bar „Wild Zone“ in Miami Beach zu einer

folgenschweren Begegnung: Suzy Bigelow,

die unter ihrem gewalttätigen Ehemann Dave

leidet, beschließt, hier allein einen Drink zu

nehmen. Sie erweckt dabei die Aufmerksamkeit

von drei Männern: Der attraktive Fitnesstrainer

Jeff, sein kleiner Bruder Will, seines Zeichens

Philosophiestudent in Princeton und Jeffs gewalttätiger und

unberechenbarer Freund Tom, eine tickende Zeitbombe. Sie

schließen eine ungewöhnliche Wette ab: Wer von ihnen drei

es schafft, die attraktive Suzy noch in derselben Nacht zu

verführen, hat gewonnen. Keine der Personen ahnt, dass sie in

einen äußerst gefährlichen Strudel geraten, der sie schließlich

in eine Katastrophe führen wird.

Joy Fielding, Das Verhängnis, Goldmann, 414 Seiten, gebunden,

19,99 €.

In Wladimir Kaminers neuem Roman lernt

der Leser die kaukasische Schwiegermutter

des in Moskau geborenen und mittlerweile in

Berlin lebenden Autors der legendären „Russendisko“

kennen. Und wer Wladimir Kaminer

und seine Geschichten kennt, weiß, dass die

rüstige ältere Dame, die viermal im Jahr nach

Berlin zu Besuch kommt, nur der Aufhänger

für allerlei lustige Anekdoten ist... Ein köstlicher Spaß!

Wladimir Kaminer, Meine kaukasische Schwiegermutter,

Manhattan, 223 Seiten, gebunden, 17,99 €.

Tschaikowskys „Nussknacker“ gehört

zu Weihnachten dazu wie die Gans zu

einem guten Festschmaus: Rechtzeitig

zum Fest haben die Berliner Philharmoniker

unter der Leitung ihres Chefs

Sir Simon Rattle eine neue Aufnahme

des Balletts herausgebracht. Über die

Güte des Orchesters muss man hier

ebenso wenig diskutieren wie über die des Dirigenten.

Die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle, Tschaikowsky,

Der Nussknacker (Emi Classics CD 6 31621 2, 2 CDs)

„Bei all meinen Konzerteinspielungen

bin ich versucht zu sagen, dass ich

auf diese am stolzesten bin,“ sagt der

norwegische Pianist Leif Ove Andsnes

über seine Einspielung von Rachmaninovs

dritten und viertem Klavierkonzert

mit dem London Symphony Orchestra

unter der Leitung von Antonio

Pappano. Einer vom technischen Stand her perfekte Einspielung,

die einhergeht mit einer ungemeinen Brillanz in den Läufen und

einem unglaublichen musikalischen Einfühlungsvermögen.

Leif Ove Andsnes, Rachmaninov, Klavierkonzerte 3 & 4, (Emi

Classics CD 6 40516 2 )

In die Welt der Kastraten führt „The

Voice of Angels“ – Die Stimme der Engel.

Ihnen gewidmet ist die Doppel-CD

von Virgin-Classics, die einen kleinen

Überblick über die Kunst der Kastraten

liefert. Ein Stelldichein liefern sich

hier die französische Koloratursopranistin

Natalie Dessay oder Echo-Klassik-Preisträgerin

Joyce DiDonato mit ihren männlichen Kollegen

Philippe Jaroussky oder David Daniels: Diese überzeugen

mit der unglaublichen Bandbreite der unterschiedlichen technischen

Möglichkeiten vom Falsett bis hin zum Hochziehen der

Bruststimme in die höheren Register.

The World of The Castrati – The Voice of Angels (Virgin

Classics 2 Cds, 1 DVD 648791 2)

Besonders schwer hatten es im Zeitalter

des Barock die Tenöre, denn die

Kastraten beherrschten die Opernbühne.

Aber es gab Ausnahmen wie den

Engländer John Beard und die beiden

Italiener Francesco Borosini und Annibale

Pio Fabri: Georg Friedrich Händel

komponierte für alle drei. Ihnen zollt

der britische Tenor Ian Bostridge auf seiner neuen Einspielung

„Three Baroque Tenors“ Tribut. Der Engländer verfügt über

eine schlanke, perfekt durch alle Register geführte Stimme.

Gebannt lauscht man den gestochen scharfen Koloraturen des

Tenors. Weich, samtig und schlank.

Ian Bostridge, Three Baroque Tenors (Emi Classics 6 26864 2)

Text: Martina Lode-Gerke

108 TOP


Kino

GROSSES KINO

Stars · Premieren · Specials

Harry Potter und die Heiligtümer

des Todes (Teil 1)

(Fantasy; Kinostart 18.11.)

Hier sind alle Harry

Potter-Fans,

die sehnsüchtig

auf die neue filmische

Herausforderung

gewartet

haben, gefragt.

Die Macht von

Lord Voldemoort

wächst. Er hat die

Kontrolle über Hogwarts und das Ministerium

für Zauberei übernommen. Für

Harry Potter und seine Freunde Hermine

und Ron drängt die Zeit. Sie müssen

das gesamte Land bereisen, um die von

Dumbledore begonnene Arbeit zu beenden

und die fehlenden Horkruxe finden,

wenn sie noch eine Chance gegen die

Mächte des Bösen haben wollen und die

Welt nicht in ewige Dunkelheit gestürzt

werden soll. Dabei dürfen sie sich keinen

Fehltritt erlauben.

Ich sehe den Mann deiner Träume

(Liebeskomödie; Kinostart 2.12.)

Nach 40 Ehejahren

überkommt

Alfie (Anthony

Hopkins) Torschlusspanik.

Er

will nicht alt sein,

er will eine junge,

sexy Freundin.

Doch ob die kesse

Blondine Charmaine

(Lucy Punch) seine Jugend reanimieren

kann? Alfies sitzen gelassene Ehefrau

Helena (Gemma Jones) kann sich

da nur noch mit den abgedroschenen

Ratschlägen einer Wahrsagerin trösten.

Auch ihre Tochter Sally (Naomi Watts)

zweifelt an ihrer Ehe: Warum bringt

Schriftsteller Roy (Josh Brolin) kein Wort

mehr zu Papier? Und wie kann er es wagen,

ganz offen von dem sanftmütigen

Mädchen (Freida Pinto) von gegenüber

zu schwärmen? Zum Glück findet Sally

ebenfalls Ablenkung, doch ihr glutäugiger

Chef Greg (Antonio Banderas) findet

mehr Gefallen an ihrer Freundin…

Otto’s Eleven

(Komödie, Kinostart 9.12.)

Parodie auf Clooneys

„Ocean’s“-

Reihe von Kultk

o m i k e r O t to

Waalkes – mit

den Kollegen

Rick Kavanian

und Mirco Nontschew!

Otto, Pit,

Mike, Oskar und

Artur sind eine eingeschworene Gemeinschaft.

Die fünf leben zusammen

auf der kleinen Insel Spiegeleiland. Um

ihre finanzielle Situation zu verbessern,

drehen sie ein Werbevideo fürs

Internet, das den Tourismus auf ihrem

Eiland ankurbeln soll. Angelockt wird

aber nur der arglistige Casinobesitzer

und Kunstsammler Jean Du Merzac,

der Otto ein wertvolles Gemälde klaut.

Um es zurückzuholen, hecken Ottos

Freunde mit einigen Verbündeten einen

tollkühnen Plan aus.

Meine Frau, unsere Kinder und ich

(Komödie, Kinostart 23.12.)

Jack Byrnes (Robert

de Niro) ist

noch nicht fertig

mit seinem bedauernswerten

Schwiegersohn

Greg Focker (Ben

Stiller). Dabei

möchte man meinen,

dass zwei

Enkelsöhne das Misstrauen des ehemaligen

CIA-Agenten hätten schwinden

lassen. Als Greg in Finanznöten einen

Job bei einer Medikamentenfirma

annimmt, ist Jack schnellstens wieder

alarmiert. Bei einer großen Familienfeier

zum Geburtstag der Zwillinge, zu der

auch Kevin, der Ex von Gregs Frau Pam

erscheint, muss Greg ein für allemal beweisen,

dass er das Zeug zum Mann des

Hauses hat.Sechs Jahre nach dem letzten

Zusammentreffen der Familienklans

der Fockers und der Byrnes' wird Robert

De Niro in seiner besten komischen Rolle

wieder auf Ben Stiller losgelassen. Obwohl

Paul Weitz ("Mitternachtszirkus")

Jay Roach als Regisseur des Franchise

abgelöst hat, wurde an der Erfolgsrezeptur

nicht gerührt. Im Mittelpunkt

steht erneut das Duell De Niro und Stiller,

wobei letzterer erneut in jedes nur

erdenkliche Fettnäpfchen tritt.

Chroniken von Narnia:

Reise auf der Morgenröte

(Fantasy, Kinostart 16.12.)

Lucy und Edmund

Pevensie können

sich im Nachkriegsengland

nur schwer damit

abfinden, nicht

den gleichen Status

zu genießen

wie in Narnia. Also

kehren sie gemeinsam

mit ihrem Cousin Eustace in

die Zauberwelt zurück. Dort treffen sie

erneut auf Prinz Kaspian, der sie auf

dem königlichen Segelschiff Morgenröte

zu einer wichtigen Mission mitnimmt.

Sie begegnen Drachen, Zwergen, Meerjungfrauen

und einer Gruppe abtrünniger

Krieger, um am Rand der Welt wieder

auf die Eiskönigin zu treffen.

The Tourist

(Krimi, Kinostart 23.12.)

Im Remake des

französischen

Nervenkitzels "Anthony

Zimmer"

gerät ein amerikanischer

Tourist

(Worthington)

in Lebensgefahr,

als eine Interpol-

Agentin (Angelina

Jolie) ihn als Lockvogel

benutzt. Die Ermittlerin möchte

auf diese Weise einen untergetauchten

Kriminellen aus seinem Versteck locken,

mit dem sie eine Affäre hatte. Der Film

ist das Hollywood-Debüt des deutschen

Regie-Oscar-Gewinners Florian Henckel

von Donnersmarck.

Text: Martina Heiland

TOP 109


Kolumne

DIE TOP-OHROLOGEN:

Günna und Winnie haun sich aufs Ohr

Winnie: Hallo Günna, wo bisse…?

Günna: Et iss ja schon dunkel und ich kuck gerade von meine

Terrasse aufn Weihnachtsmarkt mit der größten Tanne

vonne Welt.

Winnie: Und wie sieht er aus? Ich war leider noch nich da...

Günna: Der leuchtet heller als die glückstriefenden Augen

der Borussenfans vor der drohenden Deutschen Meisterschaft.

Abba die neuen Kerzen…

Winnie: Wat iss damit? Sind die nich angezündet?

Günna: Doch. Licht verbreiten sie schon, abba irgendwie

wirken die auf mich unheimlich…

Winnie: Die solln aussehn wie Dynamitstangen…

Günna: Abba volles Rohr. Und auch die Farbe vonne Kerzen

erinnert mich schwer an meinen letzten Kinobesuch, wo

Sylvester Stallone mit Dynamit jonglierte…

Winnie: Dat passt ja fast schon zu den aktuellen Nachrichten

mit Terrorgefahr auch auffe Weihnachtsmärkte…

Günna: Hömma, Terror brauch ich wie ne dritte Schulter.

Abba jetz wo du das sachs, könntich mir gut vorstellen, dat

die Kerzen in diesem Jahr vielleicht rein präventiv wie Dynamit

aussehen…

Winnie: Ach so meinze dat. Die fiesen Bombenleger stehn

vorm Baum und sagen beim Blick auffe Kerzen: Oh, Bullshit!

Die Kollegen warn schon da…

Günna: Noch besser, wenn se komplett wegblieben…

Winnie: Wir können ja mal aum Weihnachtsmarkt nen Glühwein

trinken gehen – wenne Zeit hass…

Günna: Da musse abba wohl ne eigene Tasse für mitbringen.

Ich hab gehört, dat die Tassen für dies Jahr noch im Container

vor Somalia rumschippern…

Winnie: Oh,oh, dann saufen jetz wohl inzwischen die Piraten

aus unsern Glühweintassen…

Günna: Dat wird denen abba nich gut bekommen. Eine Serie

vonne Tassen soll doch verseucht gewesen sein…

Winnie: Dann hamm die jetzt statt Grog mit Rum leckeren

Grog mit Cadmium…

Günna: Odda warme Bleipirinja…

Winnie: Du machst mir Appetit. Jetzt habbich Lust auf ne

spontane Bebrausung am Glühweinstand. Komm inne Hufe

und komm mit…

Günna: Deine hinterhältige Anregung iss schon an der Grenze

zum Attentat. Abba dat iss der einzige Anschlag den ich

mir aum Weihnachtsmarkt gefallen lasse…

Winnie: Ein Anschlag auffe Geschmacksnerven. Haha, Ende

der Durchsage…

Günna: Jau, mach fettich, bis gleich…

110 TOP

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