2013-02 | Sommer: TOP Magazin Dortmund

top.dortmund

Die Themen dieser Ausgabe:
• Porträt – TENNIS-ZWILLINGE MORDERGER
• Genuss – SUNDOWNER IM TEST
• Auto – FAHRBERICHT AUDI R8 V10
• c.t.c. – BRUNO „GÜNNA“ KNUST IM LA FRASCA

Ausgabe 2

Sommer 2013

24. Jahrgang

5,- €

porträt

TENNIS-ZWILLINGE

MORDERGER

genuss

SUNDOWNER IM TEST

auto

FAHRBERICHT

AUDI R8 V10

c.t.c.

BRUNO „GÜNNA“ KNUST

IM LA FRASCA

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

ein deutsch-deutsches Champions-League Finale und ausgerechnet im

Wembley-Stadion in London – das war schon ein Knaller in der Welt des

Fußballs. Und ganz Fußball-Deutschland stellte sich nach dem Spiel dieselbe

Frage: Warum durfte Dante nach seinem Foul weiterspielen? Es hatte wohl

etwas mit Schicksal zu tun. Und mal ganz ehrlich: Ohne das umstrittene Last-

Minute-Tor gegen Malaga wären wir ja auch gar nicht nach Wembley gefahren...

Sommerausgabe ja, aber was für ein Sommer? An vielen Stellen Deutschlands

kämpft man immer noch mit den Wassermassen, die meterhoch in die Dörfer

und Städte geflossen sind. Und selbst in unserer Stadt standen Tiefgaragen

und Keller unter Wasser. Da vergeht zunächst mal die Lust auf „Baden gehen“.

Damit dennoch Sommerfeeling aufkommt, haben wir uns in dieser Ausgabe

Dingen gewidmet, die zu einem anständigen Sommer einfach dazu gehören:

Cocktails am Wasser, Grillen im Garten, sommerliche Mode und vieles mehr.

Nachdem mein lieber Freund Valter Ornatelli nun die Gaumenfreuden

der Münsteraner erfreut, waren wir gespannt auf seinen Nachfolger. Mit

Dortmunds bekanntestem Kabarettisten Bruno „Günna“ Knust waren wir

im Restaurant „La Frasca“.

Das Festival RuhrHochdeutsch öffnet ab dem 27. Juni wieder sein historisches

Spiegelzelt. Nach dem Umzug vom Dortmunder U zum Steinernen Tor

an den Westfalenhallen durften wir schon mal hinter die Kulissen schauen.

Viel Spaß beim Lesen!

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P.S. Wir wünschen dem BVB viel Erfolg in dieser Saison als Bayernjäger Nr. 1.

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TOP 3


Inhalt

6

18

INHALT

24 32

EVENT

15. TOP Lounge bei Mercedes Benz 6

London Calling! 10

Vorstellung des Audi R8 V10 plus: Drift Around The Park 16

Festival im Spiegelzelt am Steinernen Turm 44

ESSEN & TRINKEN

C.heck T.he C.hief: Mit Bruno „Günna“ Knust im Ristorante „La Frasca“ 18

Sushi: Einfach, aber aufwendig! 22

Gastro-Guide 92

SPORT

Das Imperium hat zurückgeschlagen – ein BVB-Jahresrückblick 24

Game // Set // Match // Morderger 26

DTK RW 98 e.V. – Ein Dortmunder Traditionsklub hat Geburtstag 28

MOTOR

Lexus: Japans feinste Automarke 30

90 Jahre BMW Motorrad 32

Kunst am Rande der Autobahn 34

Brötchen holen mit 320 Sachen – der Audi R8 V10 plus 36

Auto-Neuheiten: 2013 wird ein großes Autojahr 38

WIRTSCHAFT

„Art and the City“ – Die Geschichte der DO-Rhinos 40

Wilo: Weltunternehmen und Heimatliebe 42

SOMMER-SONDER-THEMEN

Filetshop: Fleisch und Feuer 48

Outdoorküchen: Grillspaß ohne Rauchzeichen 49

Smoker: Wo Rauch ist, ist auch Feuer! 50

Cocktails: Leckere Sundowner mit Strandfeeling 52

4 TOP


Inhalt

Reisegewinnspiel

48-55

56 84 105

SOMMER 2013

BERATERFORUM

Kleinstkapitalgesellschaften: Erleichterungen bei der Rechnungslegung 78

LIFESTYLE UND FREIZEIT

Eine Tüte Buntes, bitte! Mode in Top-Form 58

Must Haves für den Sommer 62

Aircut im Kinkys 76

SCHWERTE

Kulturbüro in Schwerte: Zwischen Welttheater und Kleinkunstwochen 82

Hof Sümmermann: Lifestyle in der Deele und Törtchen im Schweinestall 84

Egon Schrezenmaier – So einer wie er … 86

Theater am Fluss 88

RECKLINGHAUSEN

Alle sagen I love RE 90

KULTUR

Die Hochzeit des Figaro: Wenn der Barbier dem Gräflein zum Tanz aufspielt ... 102

Ballett Feine Jade: Unsterbliche Liebe und rastloses Leben 103

Anna Nicole: Aufstieg und Fall eines Busenwunders 105

Eur-Oper-Gala 2013: Reise durch die Welt der Oper 106

KOLUMNE

Insa Candrix: Wie Wichtig sind Sonnenbrillen? 64

Die TOP-Ohrologen 114

RUBRIKEN

Impressum 66

Tipps und Termine in Dortmund 96

Buch und CD-Rezension 107

News 112

TOP 5


Event

15. TOP LOUNGE BEI

MERCEDES-BENZ

Weltklasse, hervorragend, super, toll, überragend, einmalig... Die Komplimente der Gäste auf der 15. Top Lounge in der

Dortmunder Mercedes-Benz Niederlassung beschrieben allesamt einen unvergesslichen Abend, der an Klasse in den

Disziplinen Ambiente, Service und Küche, Entertainment und Spaß diese Höchstnoten verdient hatte. Fotos: Isabella Thiel

Drei TOP Modelle

Baron Fred von Hahn, Dr. Werner Himmelmann

Paula Wenking, Winnie Appel, Petra Schölling

Jörg Flocken, Hans-Joachim Pohlmann, Max Ahlheit

6 TOP


Event

Hildegard und Hans-Peter Rundholz, Anna und Marco Krugmann

Jörg Flocken

Ulrike Harbach

Annegret Ungerer, Stephan Neukötter

Gisela und Axel Marx

Sophie Peters, Jens Peters, Christine Peters

Marc Hansen

Ulrich Dürrwang, Anja Dürrwang, Sonja Sievers, Markus Sievers

TOP 7


Event

Thomas Zimmermann, Jörg Flocken, Alexander König

Udo Mager, Marisa und Heinz Herbert Dustmann

Christoph Kösters, Michael Sprenger

Dr. Clemens Fricke, Marc Hansen

Doris und Hans-Joachim Pohlmann

Daria Schmitz, Joachim Wartenberg

Petra Schölling, „Glücksfee“ Sophie Peters

Günter Stecher, Manfred Witte, Hans-Günter Mähnert

8 TOP


Event

Georg Pavel, Riccardo Doppio

Dieter Zillmann

Clara und Harald Becker

Sigrid Schramek, Insa Candrix

Sabine und Peter Ellermann

TOP 9


Event

LONDON

CALLING!

Eine Stadt in schwarz-gelb,

tolle Begegnungen und vier

Tage ohne Hundekot. Von Britta Röttger

Freitag, 24.05.

Unser Flieger landet am späten Vormittag

in London, und die Stadt empfängt

uns mit typisch englischem Wetter: es

regnet und es ist kalt. Sofort stellt sich

das aus früheren Aufenthalten vertraute

Gefühl des permanenten unterschwelligen

Fröstelns ein. Somit wird

aus der Busfahrt in die Innenstadt

auch keine Sight-Seeing-Tour, weil man

durch die beschlagenen Fenster sowieso

nichts sieht!

Nach dem Einchecken ins Hotel machen

wir uns zur ersten Erkundung der Stadt

auf und landen schließlich bei Harrod’s,

wo wir uns intensiv mit den beeindruckenden

Food Halls beschäftigen. Überall

sieht man schwarz-gelbe Tupfen in

der Menge der Menschen, wo hingegen

rot-weiß bis jetzt wenig präsent ist.

Obwohl wir zum extra großen Finale

angereist sind, soll natürlich auch

der touristische Aspekt nicht völlig

außer Acht bleiben. Also auf zum Buckingham

Palace – bei nach wie vor

schaurigem Wetter! Vor dem großen

Tor des Palastes kommen wir über das

Fotografieren mit drei Dortmund-Fans

ins Gespräch. Da sie englischsprachig

sind, fragen wir natürlich, woher sie

kommen. Unfassbar: sie sind für das

Finale extra aus Los Angeles eingereist!

Vahe ist bereits seit 1996 Dortmund-Fan,

als er den Verein bei einem

Besuch in Dortmund kennenlernte und

ist dem BVB seitdem treu geblieben.

Er war auch beim Pokalfinale in Berlin,

kommt zu Heimspielen, wann immer

es ihm möglich ist und hat alleine 2006

bei der WM in Deutschland sagenhafte

23 Spiele besucht!

Wir sind den Rest des Nachmittags

und abends in der Stadt unterwegs

und treffen dort überall auf eine tolle

Stimmung: es sind schon jetzt deutlich

mehr schwarz-gelbe Dortmund-Fans

zu sehen als solche des süddeutschen

Vereins. Man grüßt sich gegenseitig,

wenn man sich trifft, und auch die

Cherif Zein, Britta Röttger, Vahe Asatourian

10 TOP


Event

Engländer sprechen uns häufig an, sobald

sie unsere Schals sehen. Sie wünschen

uns Glück und halten auch zumeist

für unsere Jungs vom BVB.

Samstag, 25.05.

Die Sonne scheint, der Himmel ist

blau – das ist allerbestes Final-Wetter!

Nach einem original English Breakfast

(man liebt es oder man hasst es!) wagen

wir uns aufs Wasser und fahren

von den Houses of Parliament auf der

Themse Richtung Tower Bridge. Noch

am Anleger ist ein etwa vierjähriger

Junge hinter uns und sagt mit glockenhellem

Stimmchen zu seinen Eltern:

„Guck mal, da sind die bösen Gelben!“

Wir haben ihm umgehend bestätigt,

dass wir auch kleine Kinder verzehren.

Auf dem Schiff erweist sich wieder einmal:

Es lohnt sich immer, eine Stadt

auch vom Wasser aus zu erkunden, da

sich ganz neue Perspektiven aufzeigen!

Besonders faszinierend in London ist

der Mix aus zum Teil sehr alter Bausubstanz

und ultramodernen Bauten,

der vom Schiff aus gut zu erkennen ist.

Natürlich sind auf allen Brücken fast

nur Schwarz-Gelbe unterwegs, und

auch auf unserem Schiff sind wir eindeutig

in der Überzahl.

Auf dem Rückweg, den wir zu Fuß laufen,

machen wir einen Abstecher zum

Borough Marktet und sind völlig begeistert

von dem rustikalen Ambiente und

den wunderschönen Auslagen. Hauptsächlich

regionale Produkte werden

so appetitlich dargeboten, dass man

am liebsten das Auto mithätte, um alles

mögliche einkaufen zu können! Wir

entscheiden uns für drei Relishs und einen

Lunch im „Roast“, dem im oberen

Stockwerk des Marktes gelegenen Lokal.

Der dortige Küchenchef hat es sich zur

Aufgabe gemacht, englische Klassiker

wie Shepherd’s Pie mit erstklassigen

regionalen Produkten, die er ebenfalls

vom Borough Market bezieht, neu zu

interpretieren. • Weiter S. 12

TOP 11


Event

BOROUGH MARKET

Der Borough Market ist einer der ältesten Lebensmittelmärkte

Londons. Seine Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert

zurück, an anderem Standort angeblich sogar bis zum Jahr

1014.Heute ist der Markt besonders sehenswert durch seine

wunderschönen rustikalen Auslagen und die besondere Atmosphäre,

die auch die Filmemacher von Bridget Jones und

Harry Potter faszinierte. Wer viel probieren möchte, aber nichts

mitnehmen kann, dem sei ein Besuch im „Roast“, dem Lokal

im ersten Stockwerk des Marktes, empfohlen. Der Borough

Market liegt im Stadtteil Southwark.

Nach dem Lunch laufen wir zurück und

stellen fest: Piccadilly Circus und Trafalgar

Square sind fest in schwarz-gelber

Hand! Nur vereinzelt entdecken wir rotweiße

Fans und fragen uns langsam: Sind

die Bayern alle inkognito unterwegs oder

sind wir wie immer einfach mehr???

Nach einem Zwischenstopp im Hotel

machen wir uns auf nach Wembley –

heja Finale, heja BVB! In der U-Bahn

steigt eine Gruppe russischer Männer

zu, die augenscheinlich jedes Vorurteil

voll bestätigen und tatsächlich voll wie

1000 Russen sind. Der Eine erklärt mir

leicht schwankend seine Begeisterung:

„Ahhh, Dorrrrtmund? Dorrrtmund is

grrrreat!“ und schüttelt mir freudig die

Hand. Ich bin doch recht froh, dass wir

an der nächsten Haltestelle umsteigen

und weitere Fraternisierungen daher

nicht stattfinden können. Grundsätzlich

muss man aber sagen: Alles ist perfekt

organisiert. Die Züge sind zwar voll,

aber nicht überfüllt. Überall ist hilfsbereites

Service-Personal, die Ansagen und

Informations-Tafeln an den Bahnhöfen

sind zum Teil auf Deutsch, und auch die

Polizei bleibt durchgehend ruhig und

freundlich. Im Zug sind natürlich auch

Bayern-Fans, aber singen tun nur die

Dortmunder, und was singen sie: „Und

wieder keine Stimmung, FCB, und wieder

keine Stimmung, FCB...“ Die Bayern

in unserem Abteil lächeln und bestätigen

tatsächlich, dass wir da nicht ganz

Unrecht haben! Die tolle Stimmung hält,

und tausende von Fußball-Fans gehen

friedlich und diszipliniert auf das Wembley-Stadion

zu, es gibt weder Rempler

noch verbale oder sonstige Auseinandersetzungen.

Die perfekte Organisation

geht im Stadion nahtlos weiter, wo

alle Ordner ausnehmend freundlich und

hilfsbereit sind. Und an dieser Stelle sei

ein Wort als Frau erlaubt: Liebe Borussia!

Was die sanitären Anlagen im Stadion

angeht, könnt Ihr Euch echt eine Scheibe

in Wembley abschneiden...!!!

Ein bisschen erstaunt sind wir dann

doch, als sich im Stadion gut die Hälfte

des Runds in rot-weiß präsentiert – wo

waren die vorher alle???

In Wembley haben wir erstaunlich viele

Bekannte getroffen und nette neue

Bekanntschaften gemacht. Als wir 1:0

zurücklagen und ich „the ladies’“ aufsuchte,

strich mir ein Ordner mitleidig

lächelnd über den Arm, und kurz darauf

fiel das 1:1. Da alle wissen, wie das

Spiel ausging und die Frage, wie es weiter

gegangen wäre, hätte Dante die klare

rote Karte bekommen, was hinlänglich

diskutiert worden ist, nur noch so viel:

es war ein tolles und spannendes Spiel

und eine phantastische Atmosphäre im

Wembley Stadion. Danke, Jungs!

Die können nicht

feiern, die Bayern!

Auch nach dem Spiel geht die perfekte

Organisation weiter. Es geht zügig

und diszipliniert zurück in den Zug und

Thorsten und Thomas Froese

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Event

Dinner byHeston Blumenthal

Heston Blumenthal, 3-Sterne-Koch in

Bray, entwickelte mit seinem Küchenchef

Ashley Palmer-Watts eine Speisekarte für

das „Dinner“ mit historischen englischen

Gerichten, die z.T. bis ins 13. Jahrhundert

zurück datieren. Das garantiert ungewöhnliche,

aber phantastische Kombinationen

und Geschmackserlebnisse. Das „Dinner“

hat einen Michelin-Stern und ist auf Platz

7 der Pellegrino-Liste der 50 besten Restaurants

der Welt und most definitely einen

Besuch wert! „Dinner“ im Mandarin

Oriental Hyde Park.

schnell in die Stadt. Und dort die große

Überraschung: überall BVB-Fans, die

trotz Niederlage ihre Mannschaft, ein

tolles Spiel und die super Atmosphäre

in London feiern und viele Bayern-Anhänger,

die Gesichter machen wie drei

Tage Regenwetter! Keine Ausgelassenheit,

keine Gesänge, keine Party: und

wieder keine Stimmung, FCB!

Wir lernen in einer mexikanischen

Bar noch Nico und Tommy aus dem

Saarland kennen. Nico ist 2002 mit elf

Jahren zum BVB-Fan geworden und

fährt, so oft es geht, zu den Spielen.

Nico und Tommy

Ein Bayern-Fan aus Warendorf, von

uns auf den Mangel an Begeisterung

angesprochen, erklärte uns, die Anspannung

sei eben so groß gewesen,

dass man sich nun eher still freuen

würde – ja, nee, is klar!

Sonntag, 26.05.

Wir sind wieder in der Stadt unterwegs,

die keineswegs so verkatert wirkt wie

wir das erwartet hätten. Vor allem ist

auch bereits alles wieder erstaunlich

sauber und aufgeräumt. Was mich zu

einer weiteren faszinierenden Erkenntnis

über London bringt: In den vier Tagen

ist uns in der gesamten Stadt nicht

ein einziger Hundehaufen untergekommen!!!

Nicht einer! Entweder die Londoner

oder ihre Hunde sind unglaublich

diszipliniert oder es gibt kaum Hunde

oder London hat eine wirklich perfekt

organisierte Entsorgung. Hut ab!

Immer noch sind viele Fußball-Fans

unterwegs, und wir sind nicht ganz sicher,

ob es an unserer schwarz-gelben

Brille liegt, dass wir nach wie vor den

Eindruck haben, dass wir in der Überzahl

sind oder ob das tatsächlich so

ist. In Soho sieht ein Londoner unsere

Schals, klopft uns auf die Schulter,

presst die Faust auf sein Herz und sagt:

„You weren’t fortunate last night. I’m a

fan of Reus, I love the team.“

Mittags gönnen wir uns ein absolutes

kulinarisches Highlight: Lunch im „Dinner

by Heston Blumenthal“, Platz 7 der

Pellegrino-Liste der 50 besten Restaurants

der Welt. Blumenthal, 3-Sterne-

Koch in Bray (Berkshire), und sein Küchenchef

im „Dinner“, Ashley Palmer-

Watts, haben historische englische

Gerichte ausgegraben, die bis ins 14.

Jahrhundert zurückgehen und behutsam

modernisiert bzw. mit modernen

Kochtechniken neu aufgelegt. Das Ergebnis

ist beeindruckend. Perfekter Service

und ein opulentes Ambiente runden

das gastronomische Erlebnis ab.

Dem Essen schließt sich ein ausgiebiger

Spaziergang im Hyde Park und in

Mayfair, einem der exklusiven Londoner

Wohnviertel, an, in dem man für

ein Reihenhaus von etwa 120 qm auch

gern mal 3,5 Millionen Pfund auf den

Tisch legen muss.

Den Abend verbringen wir tatsächlich

mit einigen Bayern-Fans, die wir im Pub

„The White Horse“ in Soho kennenlernen.

Und, oh Wunder, sie feiern tatsächlich!

Gernot erzählt uns, wie groß der

Druck der Bayern gewesen sein muss.

Er war am Vormittag am Mannschaftshotel

und hatte sich dort mit Hermann

„Tiger“ Gerland (gebürtiger Bochumer,

Spieler und Trainer beim VfL Bochum in

der 1970er und 80er Jahren und heute

Co-Trainer der Bayern) unterhalten, der

sagte, Ribéry, Lahm und Schweinsteiger

seien mit schlotternden Knien auf den

Platz gegangen... Tja, wer weiß, was gewesen

wäre, wenn...

Montag, 27.05.

Bei strahlendem Sonnenschein und

blauem Himmel verabschieden wir uns

nach vier tollen Tagen von London. Einem

Fußballwochenende würdig stehen

wir auf den Bustransfer zum Flughafen

wartend neben einer großen Gruppe

Crystal-Palace-Fans, die am Montag

Nachmittag zum Relegationsspiel gegen

FC Watford ran müssen (Randnotiz: Präsident

von Watford war 25 Jahre lang Sir

Elton John!). Auch hier kommen wieder

Fans auf uns zu mit Kommentaren wie

Dortmund – great team. Sorry, you lost.“

Oder „You weren’t lucky.“ Begegnungen

wie diese waren typisch für wunderbare

Tage in dieser großartigen Stadt. Überall

sind wir herzlich aufgenommen worden,

überall schlug uns Begeisterung für

unseren Sport und unsere Mannschaft

entgegen. Da bleibt uns nur zu sagen:

Thanks, London! Thanks, England! We

love you, too!

Text: Britta Röttger

Fotos: Christian Röttger

TOP 13


Event

Kusch+Co stiftet „Champions-Liege“

Signierte BVB-Sonderanfertigung wird zu Gunsten „Roter Keil“ für 6.600 € versteigert.

Im Dortmunder Hotel Lennhof fand eine

Neuauflage des Charity Dinners zu

Gunsten der Stiftung Roter Keil statt.

Dabei tauschten die „Schutzengel“ Sebastian

Kehl und Roman Weidenfeller

von Borussia Dortmund ihre Trikots gegen

Kochschürzen und Kellner-Jacken.

Durch den ereignisreichen Abend führte

SKY-Chefmoderator Sebastian Hellmann.

Zu den Highlights der Veranstaltung

zählte die Auktion mit der Reporterlegende

Werner Hansch. Kusch+Co sponserte

für diesen Anlass ein ganz besonderes

Unikat. Die Liege TV-relax aus der

Colani Collection wurde speziell für das

Event gefertigt. Neuer glücklicher Besitzer

der „Champions Liege“ darf sich Lambert

Lensing-Wolff – Herausgeber der

Ruhr Nachrichten und Geschäftsführer

des Medienhauses Lensing – nennen,

der das Unikat als Höchstbietender für

6.600 € ersteigerte.

Einzelstück für

den wahren BVB-Fan

Die Sonderanfertigung wurde mit einem

passenden, gelben Stoff aus der Kvadrat-

Kollektion Tonus 3 bezogen. Schwarze

Ziernähte und jeweils ein BVB-Emblem

auf jeder Seite komplettieren die „Champions-Liege“.

Im BVB-Look gehalten zog

sie bereits am 7. Mai 2013 die Aufmerksamkeit

der Dortmunder Spieler auf sich.

Die Mannschaft unterschrieb das Einzelstück

und steigerte damit den Wert

für wahre Borussia Dortmund Fans. Anschließend

wurde die „Champions-Liege“

von Kehl und Weidenfeller vor dem

Trainingsgelände in Dortmund Brackel

vorgestellt.

Zusammenarbeit mit

Professor Luigi Colani

1968 bis 1969 arbeitete Professor Luigi

Colani eng mit dem Unternehmen

Kusch+Co zusammen. Er entwickelte

in dieser Zeit die „Colani Collection“ –

die organisch geformte Liege TV-relax

und den dazugehörigen Sessel in Reminiszenz

an die gelungene Kooperation.

Kusch+Co gehört zu den führenden

Herstellern designorientierter Büro-

und Objektmöbel. Gegründet wurde

das Unternehmen 1939 von Ernst Kusch

in Hallenberg/Nordrhein-Westfalen.

Heute wird Kusch+Co in dritter Generation

geführt. Im traditionellen Firmensitz

im Sauerland werden in zwei Werken

mehr als 300.000 Möbel pro Jahr

in außergewöhnlicher Fertigungstiefe

produziert. Moderne Impulse werden

seit jeher aus der Zusammenarbeit mit

zukunftsweisenden Designern gewonnen.

Dazu zählen u.a. das dänische

Designer-Duo Scaffidi & Johansen, der

kreative Querdenker Norbert Geelen,

das Porsche Design Studio sowie der

Argentinier Jorge Pensi.

Fotos: © Frank Wiegand

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Event

Dortmunder Stadion wurde zur Rennstrecke

DRIFT AROUND

Am 17. Juni veranstaltete die Hülpert

Unternehmensgruppe ein noch nie da

gewesenes Fahrerlebnis: Das laut der

„Times“ schönste Fußball-Stadion der

Welt, der Signal Iduna Park in Dortmund,

wurde zur Rennstrecke.

THE PARK

Rund 350 geladene Gäste, darunter

auch zahlreiche Prominente aus der

Region, haben sich von professionellen

Rennfahrern in den neuen Audi R8 und

RS Modellen um das Stadion chauffieren

lassen – in Höchstgeschwindigkeit.

Dabei war einer der „Chauffeure“ für

die Gäste besonders interessant: Der

Autorennfahrer und gebürtige Dortmunder

Marco Werner gewann 2005,

2006 und 2007 in Folge das legendäre

24-Stunden Rennen von Le Mans – in

einem Audi R8 bzw. Audi R 10.

Mit dem „Drift Around The Park“, für

den eigens zur Bewirtung der Gäste

am Stadion ein Pagodendorf errichtet

worden war, führte die Hülpert Unternehmensgruppe

die neuen Audi R8-

Fahrzeugmodelle in den Handel ein.

„Mit dieser Präsentation haben wir

Maßstäbe gesetzt“, freut sich der Hülpert-Geschäftsführer

Michael Sprenger,

„solch eine Veranstaltung hat es in

Deutschland noch nicht gegeben.“ Und

der Marketingverantwortliche der Hülpert

Gruppe, Nils Königsfeld, ergänzt:

„Besonders habe ich mich über die Unterstützung

der Eventagentur Lifestyle

& Friends gefreut, mit der wir den ‚Drift

around the Park’ erfolgreich konzipiert

und durchgeführt haben.“

Michael Sprenger, Geschäftsführer der Hülpert Gruppe

16 TOP


Event

Die Hülpert Unternehmensgruppe – gegründet

im Jahr 1914 – beschäftigt heute

an zwölf Betriebsstätten in Dortmund, Unna,

Soest, Kamen und Recklinghausen 530

Mitarbeiter/-innen. Das Unternehmen ist

mit jährlich rund 9.000 verkauften Fahrzeugen

und einem Jahresumsatz von 250 Millionen

Euro der größte automobile Anbieter

für Volkswagen PKW und Nutzfahrzeuge,

Audi, Skoda und Porsche im östlichen Ruhrgebiet.

Über die Autohäuser hinaus bietet

Hülpert ein breites Spektrum an Dienstleistungen

rund um das Automobil.

Altgesellschafter der Hülpert Gruppe

Wilhelm Hülpert mit Familie.

In blau der Moderator des Abends Jean-Pierre Kraemer.

Die Copyrights der Fotos liegen bei der Agentur Lifestyle & Friends GmbH.

TOP 17


Essen und Trinken

C.HECK T.HE C.HIEF

Mit Bruno „Günna“ Knust im Ristorante „La Frasca“

18 TOP 18 TOP


Essen und Trinken

Günna war in den letzten Jahren gerne und oft im „La Frasca“. Heute nimmt

er den neuen Chefkoch Kledio Bilali unter die Lupe. Die Messlatte liegt hoch.

Wir sind sehr gespannt.

Kurzfristig waren dem Ristaurante „La

Frasca“ („belaubter Zweig“) die Blätter

ausgefallen, als Valter Ornatelli, der ehemalige

Besitzer und Koch des bei den

Dortmundern so beliebten Restaurants

sich entschieden hatte, Dortmund den

Rücken zu kehren und in Münster eine

neue Aufgabe zu übernehmen.

Es war nicht so leicht, einen neuen

Pächter zu finden, der es wagte, in

Ornatellis Fußstapfen zu treten, doch

Olga Bilali Karsten traute sich zu, mit

ihrem Team diesen Weg zu gehen. Und

sie gehen nicht, sie marschieren!

Bestens gelaunt kommt Günna ins Lokal,

grüßt fröhlich in die Runde und

macht keinen Hehl daraus, dass er

sehr gespannt ist, was der Chefkoch

heute zaubert. Wir einigen uns darauf,

dass er seiner Rolle als „Günna“ treu

bleibt, daher sind seine Zitate im „Günna-Deutsch“

geblieben.

Typisch Günna

Da wir unser Treffen auf 21.00 Uhr gelegt

haben, geht es auch sofort los mit einer

Spezialität des Kochs: Risotto Barbabietola

rossa e Gorgonzola. Endlich mal was

neues: ein Risotto dieser Art habe ich

vorher nie probiert – sehr lecker! Dazu

gibt es einen Weißwein: Greco di Tufo

Pietracapa 2011 Companio.

Günna: „Beim Wein hab ich immer Spass

anne Klugscheisser am Tisch. Ich glaub ja

auch, dat „Weinkenner“, die behaupten

Rebsorte, Jahrgang, Lage und Haarfarbe

des Kellermeisters am Geschmack zu erkennen,

nur lügen, damit du immer nachschüttes

und die für lau süppeln können.“

Wir schauen uns um. Das gemütliche

Ambiente ist geblieben, die Bilder sind

ausgetauscht, nicht mehr so bunt wie

früher – gut so!

Günna: „Essen muss schon innem bestimmten

Ambiente stattfinden, ich kann

nich auf diese schottischen Spezialitäten-Restaurants

unterm goldenen Bogen

odda wie die heißen. Wo du mittem Auto

direkt übban Parkplatz am Küchenfenster

vorbeifahren kannz und dann dort

dein Fertigfutter inna Tüte bekomms.

Und dat musse dann aussa Hand essen,

grundsätzlich ohne Besteck!

Wenn weltweit immer mehr Leute mitte

Finger diese Menues vonna Stange essen,

dann dauert es nich mehr lange,

biss du bei ner Essenseinladung im Restaurant

deinen Gästen ersma die kleine

Besteck-Kunde von Anfang an beibringen

muss. Aus reiner Fürsorgepflicht,

damit es nich nachher zuviele Verletzte

gibt, ährlich.“

Coda di Rospo – Filetto di Manzo

Dezente italienische Musik, die Kellner

sind aufmerksam und bringen gerade

den ersten Hauptgang: Coda di Rospo

in Guazzetto – übersetzt eine Art „Seeteufeleintopf“.

Ganz leicht, nur mit ein

paar Kirschtomaten und Gemüse – sehr

lecker. Dazu gibt es einen Sauvignon –

Alto Adige 2012, hervorragende Wahl.

TOP 19


Essen und Trinken

Günna prostet mir zu: „Für de Kiemen von

dem Fisch! Wein duftet, schmeckt und dat

Gehör stimulieren wir durch dat freundliche

Anstoßen, um unsere Ohren mit einem

herrlichen „Ping“ auf nen guten Tropfen

einzustimmen.“

Eingestimmt sind wir auf den zweiten

Hauptgang: Filetto di Manzo Pancetta e

Fonduta (Formaggio di Capra). Ein Rinderfilet

umhüllt mit mehreren Scheiben

mageren, gewürzten Bauchspecks

aus der Toscana und Ziegenkäse. Wir

schauen uns beide an: in dieser Kombination

haben wir Filet auch noch nie

gegessen – sehr, sehr lecker! Dazu darf

natürlich auch nicht der leckere Rotwein

fehlen und der ist der Hammer:

Tenuta san Guido Toscana 2010. Und

Günna klärt mich noch auf, was die

drei „Proletenfallen“ sind:

Menu

·············

Risotto Barbabietola rossa

e Gorgonzola

Vino: Greco di Tufo

Pietracapa 2011 Companio

·············

Coda di Rospo in Guazzetto

Vino: Sauvignon –

Alto Adige 2012

·············

Filetto di Manzo Pancetta e

Fonduta (Formagio di Capra)

Vino: Tenuta san Guido

Toscana 2010

·············

Semifreddo al Cioccolato

Vino: Moscato –

Bepin de ETO 2011

Proletenfalle 1:

Dat Glas nich am Kelch anpacken, wenne

dat machs, gibts bei der Kollision der

Gläser nur ein prollig peinliches „Pluck“.

Proletenfalle 2:

Möglichst nie offene Weine bestellen. Immer

ne ganze Flasche. Offenen Wein kannze

schlecht reklamieren, da kannes auch

schomma zu unangenehmen Situationen

kommen: ‚Ober, der schmeckt nach Korken...

– Kann nicht sein, der iss aussem

Tetra-Pack!’

Proletenfalle 3:

Die Jahreszahl auf dem Etikett iss nich dat

Verfallsdatum, sondern dat Jahr der Ernte

odda Lese wie Fachleute sagen!

Günnas Hüftgold

Das Dessert war schon immer auf der

Speisekarte im „La Frasca“ und durfte

natürlich auch heute nicht fehlen:

Semifreddo al Cioccolato – Halbgefrorenes

Schokoladeneis! Dazu ein Glas Prosecco

Moscato – Bepin de ETO 2011. Und

Günna protestiert: „So’n Pech: 5 Minuten

Freude auf’n Gaumen, aber danach 5 Monate

Stress anne Hüfte!“

Ich stimme ihm zu und rege an, in Zukunft

vielleicht hier und da auf einen

Salat zurückzugreifen, worauf Günna

eine Geschichte aus der Kindheit zu erzählen

weiß:

„Wenns Salat gibt, erinner ich mich imma

an die Zeit, wo wir als Kinder auffa

Wiese hinterm Haus jeden Tach Fussball

gespielt hamm. Einmal wurde dat Spiel

laut unterbrochen, als die Schwester vom

Torwart vom Balkon aus brüllte: „Manni!

Komm schnell rauf die Füsse waschen.

Mama brauch die Schüssel fürn Salat!“

Ich wusste, wenn Günna erst mal warm

wird, ist er schwer zu stoppen. Und er

legt gleich nach: „Neulich stand ich auf’n

Wochenmarkt anna Waffelbude. Sacht die

Verkäuferin zur Kundin: Tach Frau Kötterschnut,

stimmt dat, dat ihre Tochter jetz

verheirat iss? Jau, dat stimmt! Darf ich

ma fragen mit wem? Mit ein Veterinär! Mit

ein watt? Mit einen Veterinär! Ach watt,

mitt sonn alten Knopp? Nee, nee, dat issen

jungen Student. Der mach nur kein

Fleisch essen!“

Oppes, Omma, Vatta

Und? Günna, und? Wie hat es dir jetzt geschmeckt

in deinem Lieblingslokal unter

neuer Leitung? Ich schaue Günna an und

für einen kurzen Moment steht ein ernster

Ausdruck in seinem Gesicht: „Lecker,

dat war richtig lecker – auch wenn die

Überschriften vonne Gänge nich so einfach

zu lesen warn. Früher, oppes glaubs

odda nich, als unser Omma noch nich unser

Omma, sondern noch die Mutter von

unsam Vatta war, hieß dat alles anders:

20 TOP


Essen und Trinken

Arme Ritter oder Blinde Fische, Pannescheibchen,

Himmel und Erde, Schlabberkabs,

Schnippelbohnen, Kappeseintopf,

Saubohnen mit Speck, Gänsefutter,

Schnieder‘s Courage, Möpkenbrot, Panhas,

Polizeifinger und wattet sonnz nich

noch alles gab.

Heute iss dat doch in vielen Restaurants

alles total langweilig geworden. Da wo

auffe Speisekarte vorne Jäger draufsteht,

iss irgenwatt mit Pilze drin und alles mit

Wellness iss teurer.

Und dann ersma die Schickimicki-Teller

mit Krabbenzahnfleisch auf Toast in Wuchersauce

odda Frikadelle vom Rost,

hochkant gebacken mit Gourmetstäbchen

an 2 Saucen, wo man früher ma Pommes

rotweiss für sachte.“

Am Ende des Tages bleibt zu sagen:

Das „La Frasca“ ist immer noch oder

wieder eins von Günnas Lieblingsrestaurants

und ich fahre mit Bauchschmerzen

nach Hause. Vom Lachen.

Versteht sich.

Bruno „Günna“ Knust

Der Kabarettist Bruno „Günna“ Knust ist

Inhaber und Hauptakteur im Theater Olpketal.

Neben der Präsenz im Theater Olpketal

oder im Spiegelzelt bei RuhrHochdeutsch

kennt man Bruno „Günna“ Knust auch als

ehemaligen Stadionsprecher von Borussia

Dortmund und als Sportreporter bei ran oder

Premiere (heute sky).

Die in der Bundesliga bekannten Stadionhymnen

„Boooooorussia“ und „Leuchte

auf mein Stern Borussia“ stammen von ihm,

genau wie die gleichnamige Jahrhundertrevue

im Schauspielhaus Dortmund zum 100.

Geburtstag seines Lieblingsvereins Borussia

Dortmund.

Wenn er nicht im eigenen Theater seine

Auftritte macht, tourt Bruno „Günna“ Knust

über andere Bühnen oder tritt auf zahlreichen

Firmen-Veranstaltungen, Messen und privaten

Feierlichkeiten in seiner Rolle als „Günna“

im gesamten deutschsprachigen Raum auf.

Bruno „Günna“ Knust ist dadurch zu einem

– kurioserweise von der großen Öffentlichkeit

kaum wahrgenommenen – Exportschlager

Dortmunds geworden. Bundesweit

laufen regelmäßig unterschiedliche Radiooder

Kino-Werbespots von und mit ihm.

Wie ist Bruno Knust eigentlich zum Theater

gekommen? „Das hat schon im Kindergarten

angefangen. Wegen meiner tiefen Stimme

musste ich immer das Gespenst oder den

Zauberer spielen. Den Prinzen durfte ich nie!“

Als Schüler hat der am Borsigplatz geborene

und in Eving aufgewachsene Bruno dann

schon bei einem erfolgreichen Studenten-Kabarett

mitgemacht.

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter,

Kinder- und Straßentheater gehörten zu seinen

Stationen, legendär in der Szene war sein

Improvisationstheater in der U-Bahn beim internationalen

Straßentheaterfestival in Hamburg.

Als Puppenspieler platzte dann in den

80ern der Knoten. Im Kinderfernsehen machte

Bruno Knust bei der “Sesamstraße”, “Traumversand

Bommel & Co” und bei “Lemmi und

die Schmöker” mit und produzierte für den

Pläne-Verlag eigene Kinderhörspiele wie

„Raumschiff Namba Wann“ oder die Sexualaufklärungs-CD

„1+1= ICH“.

Alle Figuren und Puppen hat Mutter Knust

in der eigenen Werkstatt hergestellt, auch

„Günna“, den ersten Star und Namensgeber

für die vielen Bruno-Knust-Shows.

Ganz frisch erschienen sind eben erst als

gespieltes Hörbuch die schönsten Grimm-

Märchen aus dem Ruhrgebiet – gespielt und

nacherzählt von Günna und seinem Ensemble

aus dem Spiegelzelt und als special Guest Lioba

Albus, ein lebendiger Hörspaß und grandioses

Kopfkino für die ganze Familie.

TOP 21


Essen und Trinken

SUSHI: EINFACH, ABER AUFWENDIG!

„Sushi selbst machen ist einfach, aber aufwendig“, sagt Thi Hoa Dang, Inhaberin des pan-asiatischen Restaurants Monchi Fusion Kitchen

in Dortmund. Und sie hat recht, denn im Grunde bestehen Nigiri (roher Fisch auf Reis) und Maki (Fisch oder Gemüse in Reis von

einem Algenblatt ummantelt) nur aus zwei oder drei Zutaten. Aber weil es bei gewinnbringenden Kombinationen – im Leben wie beim

Essen – auf die Details ankommt, bietet Thi Hoa Dang einen Kurs und vermittelt die Zubereitung verschiedener Rohfisch- und Gemüse-

Sushis. Dabei legen die Teilnehmer selbst Hand an und bereiten sich das Menü, das sie später verspeisen. Wenn das kein Ansporn ist!

Dass die Japaner trotz irrwitziger Arbeitszeiten

mit Abstand zu den Nationen

mit der höchsten Lebenserwartung

bei deutlich weniger Herz-Kreislauf

Erkrankungen zählen, liegt vor allem

an ihrer Küche: Wenig Fleisch und

Salz, viel Gemüse und Fisch, frische

Zutaten und eine manchmal beängstigende

Detailbesessenheit in der Zubereitung.

Ach ja, und alles schmeckt

auch noch gut. Kein Wunder also, dass

Sushi in den vergangenen zehn, fünfzehn

Jahren auch in Deutschland über

Düsseldorf hinaus immer populärer

wurde. Jede größere Stadt hat inzwischen

Sushi Restaurants und auch die

anderen Aspekte japanischer Kochkunst

neben Rohfisch finden immer

mehr Anhänger.

Kurse einmal im Monat

„Meine Teilnehmer sind oft Gäste des

Restaurants. Aber weil man ja nicht

immer Lust hat zu kochen, habe ich

keine Sorge Kunden zu verlieren“, sagt

Frau Dang lachend. Seit 2010 betreibt

sie das im Kreuzviertel beliebte Restaurant

Monchi und hat von Anfang an

auch Sushi Kurse angeboten. Maximal

acht bis zehn Personen lernen einmal

im Monat, wie man den Reis zubereitet

und mit dem Fisch erfolgreich zusammenbringt,

wie man die Bambusmatte

zum Wickeln des Seetangs verwendet

und den richtigen Fisch wählt. „Wenn

man die Grundlagen einmal gelernt

hat, kann man alle nur denkbaren Varianten

selbst ausprobieren“, erklärt sie.

Bevor wir aber rollen dürfen, müssen

alle an die Pfanne. Wir backen uns einen

Goldbarren. Zumindest sieht das

Ergebnis so aus: „Tamago“ heißt der

rechteckige, sicher ein Kilo schwere

Ei-Klotz, den wir im gemeinsam Wenden-Braten-Wenden

zubereiten. Dabei

müssen alle ihre Kopf-Hand- Koordination

beim Arbeiten mit Stäbchen und

einem Holzspatel unter Beweis stellen.

Der Block wird später in mundgerechte

Happen geschnitten und dann mit

einem Streifen Seetang auf einem Reisbällchen

befestigt.

„Ich habe den Kurs von meiner Freundin

zum Geburtstag geschenkt bekommen“,

erzählt derweil ein Teilnehmer.

Und ein anderer mochte vor Kurzem

nicht mal den Gedanken rohen Fisch

zu essen. „Weil ich es nicht kannte“.

Er ließ sich von seiner Freundin überzeugen,

das Unbekannte zumindest zu

probieren. Danach war er sofort bereit

die Zubereitung zu lernen.

„Die meisten Kursteilnehmer bekommen

den Kurs als Geschenk, einmal

war sogar ein Junggesellenabschied

hier“, erzählt Frau Dang ergänzend.

Genaues Arbeiten nötig

Nach der Kür an der Pfanne folgt die

Pflicht: Hände waschen und Reis formen.

Zuvor hat Frau Dang Kostproben

des Reisessigs, der dem Reis seinen

besonderen Geschmack verleiht, und

des Nori Seetangs herumgehen lassen.

Der Seetang riecht nach „penetranter

Meeresfrische“, meint ein Teilnehmer.

Frau Dang verteilt jetzt an jeden einige

Schnitze Gurke. Wir bauen ein Kappa

Maki: Auf einem Noriblatt wird Reis

verteilt, darauf die Gurkenschnitze gelegt.

Mithilfe der Bambusmatte rollen

wir das Ganze zu einer langen Rolle und

schneiden es in sechs mundgerechte

Teile. Fertig. Es folgt eine größere Herausforderung:

Die „California Roll“ mit

einem Schnitz Surimi (eine feste Masse

aus zerkleinertem Fisch) und Avocado.

22 TOP


Essen und Trinken

Das Ganze wird „Inside Out“ gearbeitet,

also Reis außen, Fisch innen, ummantelt

von Sesam. Zwischendurch gibt die

freundliche Frau Dang immer wieder

einzelnen Teilnehmern strenge Anweisungen,

was die Reismenge und Form

der Sushis angeht oder fordert zum Zuhören

auf. Amüsiert fügen wir uns ihren

Befehlen, weil wir inzwischen begriffen

haben, dass es beim Kochen, in der japanischen

Küche aber besonders, um

Details und das genaue Arbeiten geht.

Ein in Japan nicht nur in der Küche anzutreffende

Denkweise.

Während wir noch unsere Lachs Nigiri

und schließlich auch das Ei vom

Anfang des Tages zu einem hübschen

Sushi verwandeln, gibt Frau Dang Einkaufstipps

in Sachen Fisch: Kaufhof

und Metro sind ihre Favoriten: „Immer

dazu sagen, dass sie den Fisch in Sushi

oder sogar Sashimi Qualität haben

möchten und auf die Farbe achten:

Thunfisch muss tiefrot sein. Und auf

keine Fall Tiefkühlware verwenden.“

Eine Suche nach

Balance und Perfektion

Nach gut zwei Stunden haben wir es

geschafft: Selbst die anspruchsvolle

Frau Dang ist zufrieden. Zusammen mit

eingelegtem Ingwer und dem scharfen

Rettich Wasabi schmecken die Kreationen

nach der langen Arbeit besonders

gut.

Wie Frau Dang richtig sagte: Sushi ist

einfach, doch aufwendig. Den Aufwand

werden die wenigsten regelmäßig treiben,

weshalb dem Monchi seine Gäste

erhalten bleiben dürften. Die Kursteilnehmer

aber schauen sicher von nun

an in Restaurants sehr genau hin und

versuchen, sich das eine oder andere

von den Sushi-Meistern abzugucken.

Sie haben gelernt: Die aufwendige

Suche nach Balance und Perfektion

macht Spaß – und schmeckt.

Text: Christian Caravante, Fotos: Lockstockb

und Ale Paiva (sxc.hu), Christian

Caravante

Thi Hoa Dang

Kurse bei „Monchi Fusion Kitchen“

einmal im Monat, Essener Straße 12,

44139 Dortmund, Tel.: 0231-47 40 78 14,

Kosten 39,90 Euro pro Person inklusive

aller Zutaten.

TOP 23


Sport

DAS IMPERIUM HAT

ZURÜCKGESCHLAGEN

Rückblick auf die Saison 12/13 – Ausblick auf die kommende Spielzeit

Die Böse Macht aus dem Süden mit Uli Hoeneß am Steuerrad hat mal wieder gezündet. Nein, ausnahmsweise mal nicht die

eigene Villa, sondern in Bundesliga, Pokal und Champions-League.

Die Bayern haben sich in diesem Jahr

ein Denkmal geschaffen. Das Triple ist,

auch aus Dortmunder Sicht, durchaus

verdient. 91 Punkte und nur eine einzige

Saisonniederlage im „Alltagsgeschäft“.

Eine Tordifferenz von 80 Plus. Das Halbfinale

im DFB-Pokal mit 6:1 gewonnen, die

Halbfinals in der Champions-League gegen

den FC Barcelona mit insgesamt 7:0

für sich entschieden. Die lange Zeit als

„beste Mannschaft der Welt“ gehandelten

Katalanen zweimal vom Platz gejagt. Dagegen

sah der BVB mit zwei Unentschieden

und zwei knappen Niederlagen gegen

die Münchener noch sehr gut aus. Fußballlehrer

„Osram“ Heynckes leuchtete

der Star-Truppe in seiner – wohl – letzten

Trainersaison den Weg zu den Fußballsternen.

Doch auch die Saison unserer

Schwarzgelben war sehr erfolgreich.

Champions-League

Bei der Auslosung dachten viele: OK, wir

müssen gegen den englischen, den spanischen

und den holländischen Meister

ran, das war’s wohl wieder. Doch, oh

Wunder, die Vorrunde gegen Real Madrid,

Manchester City und Ajax Amsterdam

wurde als Gruppenerster ohne Niederlage

abgeschlossen. Dann ging es gegen

Schachtjor Donezk, das souverän aus

dem Wettbewerb gekegelt wurde. Danach

der Irrsinn gegen Malaga, Dortmund ist

praktisch schon ausgeschieden, als der

Fußballgott der Gerechtigkeit zuschlägt

und einerseits das nervend passive Ballgeschiebe

der Spanier, andererseits die in

Scharen abwandernden „Fans“ bestraft.

Was soll das? Bei Carmen, Tosca und Aida

geht doch auch niemand, bevor die dicke

Frau gesungen hat. Und in der Dortmunder

Fußballoper hat man gefälligst da zu

bleiben, bis irgendeiner die Murmel über

die Linie drückt. Und sei es Tele Santana,

wie die halbe Mannschaft unbemerkt im

Abseits, der ab der kommenden Spielzeit

einen Vertrag als Hallenfußballer bei den

Niemals-Meistern aus Herne III besitzt.

Also ein Fußballwunder in letzter Minute

mit allem was dazugehört …

Ihr gelbes Wunder erlebte das weiße

Ballett aus Madrid im Halbfinale, als ein

umwerfender Robert Lewandowski mit

vier Toren zum Vortänzer aufstieg und

prompt von der spanischen Presse in

Robert Palisowski (palisa=die Ohrfeige)

umbenannt wurde. Im Rückspiel hätten

beinahe noch die Unkenrufer Recht behalten,

die einen 3:0 Erfolg der Madrilenen

als eher wahrscheinlich als unmöglich

vorhersagten. Doch die Defensive

des BVB hielt, trotz der zwei späten Tore,

und so hieß es: Finale in Wembley. Das

rassige, hochklassige Finale in London

hätte einen verdienten Sieger mit dem

BVB gehabt, wenn in den ersten 25 Minuten

ein Tor für die Dortmunder gefallen

wäre. Hätte, wäre, wenn … Dafür gibt’s

nichtmal in England was. So schoss der

Spieler, den Sebastian Schweinsteiger

einst scherzhaft: „Ein bisschen langsam,

aber sonst brauchbar“ beschrieb, Arjen

Robben, kurz vor Schluss und damit kurz

vor Beginn einer eventuell rettenden Verlängerung

das Siegtor für die Bauern, entschuldigung,

die Bayern. Am Ende fehlte

wohl auch die Kraft nach diesem mörderischen

Laufspiel der Borussen, lauter

gefeiert wurden die Dortmunder laut Augenzeugenberichten

(Siehe auch Seiten

10-13) auf jeden Fall. Hurra, wir gehören

zu den besten Vereinen in Europa. DAS

muss das Fazit sein.

24 TOP


Sport

Bundesliga

Marilyn Monroe in der Champions-

League, Erika Mustermann in der Bundesliga.

Die Qualifikation für die Champions

geschafft, aber in der Meisterschaft völlig

chancenfrei, da die Bayern dominant wie

nie an der Spitze standen und man gerade

in der abgelaufenen Saison nie das Gefühl

hatte, die Münchener könnten, wie sonst

eigentlich immer, eine Schwächeperiode

einlegen. Zweiter, nach vorne Platz, nach

hinten auch – alles gut? Eher nicht, denn

neben tollen Siegen und einigen unnötigen

Punkteteilungen (Frankfurt, Düsseldorf

und Gladbach) gab es Niederlagen,

die richtig weh taten: natürlich beide

Pleiten gegen die Blau-Weißen aus der

Stadt, deren Namen man nicht aussprechen

darf. Dann die Niederlagen gegen

den HSV – das Auswärtsspiel mit einem

Chancenverhältnis von 16:3 muss man

nicht 2:3 verlieren und die 1:4 Heimniederlage

kam dem geneigten Fan vor wie

ein schlimmer Rumpel-Rückfall aus der

Vor-Kloppo-Ära. Ganz furchtbar auch das

Heimspiel gegen die eigentlich schon abgestiegenen

Hoffenheimer: man hätte den

Deckel des Erdmöbels nur noch zuwerfen

müssen, jetzt sind die ungeliebten Kraichgauer

ein weiteres Jahr Liga-Konkurrent.

Pokal

Die Geschichte des letztjährigen Pokalauftritts

der Borussia ist wenig spektakulär

und daher schnell erzählt: Gegen

den Viertligisten FC Oberneuland gab es

in der ersten Runde ein klares 3:0. In der

zweiten Runde gewann der BVB standesgemäß

4:1 beim Zweitligisten VfR Aalen.

Im Achtelfinale dann das schönste Spiel

der vergangenen Pokalsaison: 5:1 wurde

Ligakonkurrent Hannover 96 aus dem

Signal-Iduna-Park gejagt. Im Viertelfinale

dann das knappe Aus beim späteren

Triple-Gewinner München. Da geht in der

nächsten Saison doch wieder mehr, oder?

Ausblick

Noch im März hieß es in der BILD: Mario

Götze bis zur Rente in Dortmund! Hat sich

ein Haus gekauft, alle seine Freunde sind

hier, bla, bla, bla … Wahrscheinlich hat er

schon zu diesem Zeitpunkt mit Deutschlands

liebstem Steuersünder um seine Zukunft

südlich des Weißwurstäquators geschachert.

Natürlich bittet Michael Zorc

darum, den armen, verblendeten Kerl bei

seiner Rückkehr nicht auszupfeifen, aber

muss man da nicht die Fans verstehen,

die enttäuscht sind und so ein Verhalten

eher einem 30-jährigen Breitner als einem

20-jährigen Götze zugetraut hätten? Die

Liste der möglichen Nachfolger ist jetzt,

bei Redaktionsschluss, immer noch ebenso

lang wie offiziell unbearbeitet. Miralem

Planic, Christian Eriksen, Fred, Kevin de

Bruyne, Isco, Thiago Alcantara, Tello sind

nur einige der Kandidaten. Bis jetzt ist bis

auf den Zugang des defensiven Sokratis

und den Abgang der talentierten Leitner

und Bittencourt nichts passiert.

Zu hoffen ist jedoch, dass Sportdirektor

Zorc, wie so häufig in den letzten Jahren,

das goldene Kaninchen aus dem Hut zaubert

und der BVB wieder ein schlagkräftiges

Team ins Rennen schicken kann.

Zurzeit sieht es ja sogar danach aus, als

sollte Robert Lewandowski trotz endloser

Nerverei seiner Berater noch ein Jahr

lang seine Tore für Dortmund schießen.

So bleibt das Prinzip Hoffnung und dass

nicht der schlimmstmögliche Fall eintritt:

Beim ersten Bundesligaspiel in Augsburg

wälzt sich in der 18. Minute einer unserer

Nationalspieler schmerzverzerrt auf dem

Rasen. Der herbeigeeilte Mannschaftsarzt

stellt fest, dass der Spieler nicht

weitermachen kann und längere Zeit

ausfällt. Niederschmetternde Diagnose:

Haarschuppen! Text: Falk Bickel


Sport

GAME //

SET //

MATCH //

MORDERGER

Yana und Tayisiya Morderger aus

Dortmund sind auf dem besten

Weg zum Tennisprofi. Die gerade

16-jährigen Zwillingsschwestern

gehören zu den erfolgreichen und

ambitionierten Nachwuchshoffnungen

im internationalen Tennissport.

Wir traten in einem Interview-

Trainings-Match gegen beide an.

Sie schauen einander an. Ein kurzer Blick

genügt, dann spricht Yana für sich und

stellvertretend für ihre Zwillingsschwester

Tayisiya. Sie antwortet auf meine

Frage nach mittelfristigen sportlichen

Zielen und in ihren Worten hört man

fest entschlossenes: „Spätestens wenn

wir 21 Jahre alt sind wollen wir in den

Top 20 der Damentennis-Weltrangliste

sein.“ Ein ziemlich ambitioniertes Ziel,

schließlich ist die Luft dort oben im internationalen

Spitzentennissport ziemlich

dünn. Doch der bisherige Werdegang

der beiden deutschen Tennisdamen mit

ukrainischen Wurzeln und ihre bereits

eingeholten Erfolge deuten auf eine

durchaus glanzvolle Tenniszukunft hin.

Auf dem Trainingsplatz ihres Heimatvereins

TC Kamen-Methler trafen wir die

Tennisfamilie Morderger für ein lockeres

Trainingsspiel und ein ausführliches Gespräch

über sportliche Ziele, Wünsche

und den Tennisalltag.

Kleine Trainerstunde

für einen Tennissenior

Yana schlägt auf und serviert auf die

Vorhandseite. Relativ weich, hoch und

weit spiele ich den Return bis kurz an die

Grundlinie und auf Yanas Rückhand. Das

bringt aus der Sicht des Autors dieses

Beitrags, der fast 50jährig in der vierten

deutschen Senioren-Liga Tennis

spielt, zumindest gefühlt genug Zeit, um

ans Netz vorzurücken. Ein Volley oder

Schmetterball für den Punktgewinn ist

der Plan. Doch es kommt anders. Yana

nimmt den Ball früh, schwingt ihr Tennisracket

technisch perfekt durch und

spielt den Ball gefühlvoll gesetzt als Topspinkross-Passierschlag

an mir vorbei.

Bis auf eine gelungene schnelle Return-

Vorhand der Linie entlang, die mir einen

direkten Punkt einbringt, enden die

meisten Ballwechsel relativ zügig mit einem

Punktgewinn für Yana und Tayisiya.

Wir spielen keinen kompletten Satz, nur

elf Punkte. Am Ende steht es 11:3 für die

beiden. Schließlich stehe ich bei diesem

kleinen Trainingsspiel mit der amtierenden

und mittlerweile fünffachen deutschen

Tennisjugendmeisterin Yana auf

dem Platz. Tayisiya spielt genauso gut

wie ihre Zwillingsschwester. Die Bilanz

der beiden im direkten Schwesterduell

bei offiziellen Turnieren ist jedenfalls

ausgeglichen. Den gewaltigen Sprung

in die WTA-Tennisweltrangliste haben

Tayisiya und Yana bereits geschafft.

Ein Tennistraum und

täglich fünf Stunden Training

„Es waren zuletzt gute und recht erfolgreiche

Jahre für die beiden. Vor allem

sind sie ohne Verletzungen geblieben“,

sagt Mama Julia, die sich wie ihr Mann

aufopferungsvoll in den Dienst ihrer

Töchter stellt. Beide haben einen Diplom-Abschluss,

doch: Er fährt nachts

Lkw, um tagsüber seine Töchter zu trainieren.

Und sie ist Tennis-Mama, sammelt

Bälle auf, die ihre Töchter zuvor

übers Netz gedroschen haben. Alle haben

denselben Traum, und alle glauben

daran. Fest und innig. Und gehen immer

wieder über die eigene Schmerzgrenze

– mit der Vision, irgendwann einmal

ein Grand Slam zu gewinnen. Oder für

Deutschland zu spielen.

Damit die Anfahrt zum Heimatverein TC

Kamen-Methler schnell und unkompliziert

ist, hat die Tennisfamilie Morderger

extra eine Wohnung in Dortmund-Kurl

bezogen. Täglich zweimal stehen Yana

und Tayisiya mit Vater Vitali, der seinerzeit

selber Tennisprofi werden wollte, für

jeweils zwei Stunden Schlagtraining auf

dem Tennisplatz: Aufschläge, Vor- und

Rückhände, kross und der Linie entlang

gespielt, als Topspin oder Slice immer

und immer wieder. Auch Volleys, Stopps

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Top-Magazin-Freischuetz-Juni-RZ.indd 1 14.06.13 14:18

Sport

und Lobs werden so lange trainiert, bis

sie in allen Spielsituationen aus nahezu

jeder Lage und aus jeder Spielsituation

heraus wie im Schlaf perfekt gespielt

werden. Dabei sind sich beide überzeugend

einig: „Wir lieben Tennis. Ein Leben

ohne Tennis können wir uns gar nicht

vorstellen, “ sagen Yana und Tayisiya wie

aus einem Munde gesprochen. Wobei die

beiden neben den vielen Trainingseinheiten

mit dem Tennisracket leidenschaftlich

gerne den Breakedance tanzen.

Mit dem reinen Schlagtraining ist das

Tennis-Tagwerk für die beiden Tennisdamen

jedoch noch längst nicht getan.

Eine weitere Trainingsstunde für Lauf-

Konditions- und Schnellkraftübungen

kommt täglich hinzu. Während Papa

Vitali sich mit dem reinen Tennistraining

bestens auskennt, versuchen die

Mordergers sich das nötige professionelle

Konditionstraining bei Fußballprofis

abzuschauen. „Profi-Fußballer sind

schnell und bewegen sich gut. Viele Informationen

dazu gibt’s ja im Internet,“

sagt Vitali Morderger. Nichtsdestotrotz

hegen Yana und Tayisiya zur eigenen

Verbesserung ihren ganz eigenen großen

Wunsch: „Einmal mit den BVB-Profis

ein Konditionstraining mitmachen

dürfen und sich vieles abschauen. Das

wäre so super,“ sagen beide. Nun, beim

BVB werden hoffnungsvolle Talente auf

ihrem Weg zum Profispieler bekanntlich

sehr gerne gefördert. Ob der Wunsch der

beiden jungen Tennisdamen in Erfüllung

geht? Man darf gespannt sein.

Zwölf WTA-Turniere

In diesem Jahr haben Yana und Tayisiya

jedenfalls einige andere große

sportliche Herausforderungen bereits

fest eingeplant. Rund zwölf WTA-Turniere

in Deutschland, Holland, Belgien

und Luxemburg, bei denen bekanntlich

Weltranglistenpunkte vergeben werden,

stehen auf dem Programm. Wie

oft es dann Game-Set-Match Morderger

heißt? Warten wir’s ab. Wir wünschen

dabei viel Erfolg und halten der

sympathischen Tennisfamilie Morderger

die Daumen auf dem Weg in eine

erfolgreiche Tennis-Profikarriere.

Text: Jens Büchling

TOP 27


Sport

EIN DORTMUNDER

TRADITIONSKLUB HAT GEBURTSTAG

In diesem Jahr mit Westfalenmeisterschaften und 8. Internationalem apano Cup zwei sportliche Highlights

Es ist der älteste Tennisklub in der starken europäischen Region Westfalen. In Deutschland ist der Traditionsverein Mitglied im

Ältesten-Trio: Der DTK Rot-Weiss 98 in der Dortmunder Gartenstadt. 1898 wurde er auf dem ehemaligen Gelände der Kronen-

Brauerei an der Bundesstraße 1, dem Westfalendamm, gegründet.

Mit seinen 16 Außen- und 5 Hallenplätzen gehört die Anlage zu den größten und schönsten innerhalb der Zuständigkeit des WTV.

Zweimal wurde der Klub bereits ausgezeichnet:

vom Westfälischen Tennis-

Verband als „Verein des Jahres“ und

von den Dortmunder Journalisten mit

der „Vereinskrone“. 16 Außen- und

fünf Hallenplätze hat der Verein in der

Johannes-Gronowski-Straße, der seit

sieben Jahren vom Wirtschaftsprüfer

und Steuerberater Wolfgang-Wilhelm

Wortelmann erfolgreich geführt wird.

Zwei große Turniere

Im 115. Jahr der Klubgeschichte gibt

es zwei große Turniere: Und zwar die

Westfälischen Meisterschaften der

Mädchen und Jungen U 18 (unter 18

Jahre) vom 5. – 7. Juli und den 8. Internationalen

apano Cup um die Internationalen

Westfälischen Meisterschaften

der Herren im Einzel und Doppel.

Dieser findet vom 20. – 28. Juli statt. Im

vergangenen Jahr hatten zu diesem ITF

Future Event über 250 Tennisspieler

aus 47 Nationen gemeldet. Im Kalender

der Veranstalter und Spieler ist diese

Veranstaltung eine feste Größe.

Und noch etwas hat sich innerhalb der

115 Jahre im Verein getan – zum ersten

Mal wurde nun eine Frau Vizepräsidentin

des Klubs: Die Allgemein-Medizinerin

Dr. Ulrike Heinemann hat dieses

Amt seit Ende Mai inne.

Klubrestaurant mit Kochlöffel

Eine Besonderheit, die sicherlich die

Philosophie des Klubs beschreibt, sollte

man erwähnen: Die Gastronomie mit

ihren rund 100 Plätzen sowie weiteren

80 Sitzgelegenheiten auf der Terrasse

hat mit Moussa Kaba einen besonderen

Koch. Er wurde nämlich – wahrscheinlich

als erster Betreiber eines Klubrestaurants

– mit dem Kochlöffel des „Aral

Schlemmeratlas“ ausgezeichnet.

Zur Siegerehrung beim apano Cup (v.l.): Arnd Grotjohann (Vize-Präsident

Sport WTV), Knut Gräbner (Supervisor), Wolfgang-W. Wortelmann

(Präsident DTK RW 98), Mathias Wunner (Finalist), Marc Senkbeil

(Turniermanager), Jan Lennard Struff (Sieger), Kathrin Nordhues

(Geschäftsführerin apano Investments), Carl-Christoph Stahlschmidt

(Teamleiter Verkauf PKW Mercedes Benz-NL Dortmund)

Das Klubrestaurant Rendez-Vous mit „Kochlöffel“: Gebietsleiter der

Kronen-Brauerei, Andreas Nolte, Service-Chefin Khadija Bouizar, Chef-

Koch Moussa Kaba und Klub-Präsident Wolfgang- W. Wortelmann

28 TOP


Motor

JAPANS FEINSTE AUTOMARKE

Lexus gehört in der

automobilen Welt zu den

exklusiven und ebenso

luxuriösen Premium-Marken.

Im Kurzportrait stellt sich

Toyotas Nobelmarke vor,

deren Modelle mit innovativen

Hybridantrieben zunehmend

an Bedeutung gewinnen.

Außerdem testeten wir den

neuen Lexus RX 450h. Please

start your engines!

Seit Anfang der 90iger Jahre ist die Anno

1987 von Toyota gegründete Marke Lexus

auch in Deutschland präsent. Der japanische

Hersteller debütierte mit der Oberklasse-Limousine

LS 400. Mit dem Wagen

treten die Lexus-Japaner im Markt von

Mercedes S-Klasse, BMW 7er und Audi

A8 an. Doch sie müssen schnell erkennen,

dass der deutsche sowie europäische

Markt ein recht schwieriges Pflaster ist.

Die Verkaufszahlen für das einzige Lexus-

Modell bleiben gelinde gesagt moderat.

Das Modellprogramm wird in den folgenden

Jahren sukzessive erweitert. Während

Lexus in Japan und USA zunehmend

erfolgreich ist, tut sich die Marke hierzulande

schwer. Eigentlich unverständlich,

denn die Fahrzeuge sind in Sachen

Design, Verarbeitung, Ausstattung und

Fahrverhalten von feinster Güte. Langsam

aber sicher legen Image und Bekanntheitsgrad

zu, was wiederum viel mit

dem ebenso innovativen wie zukunftweisenden

Hybridantrieb zu tun hat.

Moderne Lexus-Hybridtechnik

Lexus ist weltweit nach wie vor der einzige

Automobilhersteller mit einer Vollhybridflotte.

Als „Vollhybrid“ wird ein

Fahrzeug bezeichnet, das über einen

Elektro- und Verbrennungsmotor verfügt

und zumindest zeitweise mit einem der

Antriebe fahren kann. Im Elektro-Modus,

welcher vorwiegend zum Anfahren und

auf den ersten Metern genutzt wird, liefert

ausschließlich der E-Motor den Vortrieb.

Dann bewegt sich das Vollhybrid-

Fahrzeug nahezu geräuschlos und vollkommen

verbrauchs- und emissionsfrei.

Der Verbrennungsmotor schaltet ab einem

bestimmten Leistungsbedarf dazu.

Die Vorteile liegen auf der Hand: der

Hybridantrieb kann sowohl Verbrauch

als auch CO 2 -Emissionen deutlich reduzieren.

Die umweltschonende Technik

kommt im Zusammenspiel mit dem Bau

hochwertiger Luxusfahrzeuge mittlerweile

gut an. Die Verkaufszahlen und ebenso

die Akzeptanz legen zunehmend zu.

Insgesamt fünf Modellreihen bietet Lexus

an, wobei in jeder Baureihe jeweils

eine Hybrid-Variante erhältlich ist: An der

Spitze steht die Oberklasse-Limousine LS

600h. Das Anfang dieses Jahres rundum

erneuerte Lexus-Flagschiff bietet wie alle

Lexus-Modelle bereits in der Grundversion

wahrlich alles, was das luxusgewöhnte

Autofahrerherz begehrt. Erstmalig ist

das Topmodell in der Ausstattungslinie

F Sport zu haben. Den Antrieb übernehmen

zwei Motoren. Der normale LS 460

besitzt einen V8-Benziner mit 4,6 Litern

Hubraum und 387 PS. Dessen Allradvariante

LS 460 AWD leistet 370 PS. Der Vollhybridantrieb

des LS 600h besteht aus

einem 5,0-Liter-V8-Triebwerk mit 394 PS

und einem 225 PS starken Elektromotor.

Die Systemleistung des Hybridantriebs

beträgt 445 PS. Die Preise starten bei

92.800 Euro für den LS 460 mit dem 4,6

Liter großen V8-Benziner, die Hybridvariante

LS 600h ist ab 111.000 Euro zu haben.

Etwas preisgünstiger ist der Einstieg in

die Lexus-Welt: Das Kompaktmodell Lexus

CT 200h – die CT-Baureihe wird ausschließlich

mit Hybridmotor angeboten –

rollt ab 29.400 Euro vor. Eine Premiere

erlebt derzeit der Lexus IS. Erstmalig

bietet Lexus die neue ab Spätsommer

2013 erhältliche Generation seiner Mittelklasselimousine

auch mit Hybridmotorisierung

an. Dritte Baureihe im Bunde

ist die sportliche Business-Limousine Lexus

GS. Das am meisten gefragte Lexus-

Modell aber ist das Luxus-SUV namens

Lexus RX 450h. Das Lexusforum Dortmund

stellte uns freundlicherweise ein

aktuelles Exemplar des im vergangenen

Jahr runderneuerten Sport-Utility-Vehicle

(SUV) zur Verfügung. Ein Automobil,

das Besitzerwünsche weckt.

Eleganter Hybrid-Raumgleiter

Der Lexus 450h tritt im Segment der Luxus-SUV

an gegen solche renommierten

Wettbewerber wie Mercedes M-Klasse,

BMW X5 und Audi Q7 an. Gleich auf den

ersten Testkilometern wird deutlich: Dieser

Lexus ist eine echte Alternative. Erhaben

ist das Fahrgefühl in dem feinen

japanischen Raumgleiter. Das Design

30 TOP


Motor

darf sich durchaus gelungen nennen,

und die Verarbeitung vermittelt von der

Lackqualität bis zum Schließgeräusch

der Türen hohe Solidität und Wertigkeit.

Die Antriebseinheit des Lexus RX 450h

liefert in allen Lebenslagen souveränen

und bei Bedarf kraftvollen Vortrieb ab.

Sein Vollhybridantrieb besteht aus zwei

Elektromotoren und einem 183 kW/249

PS starken V6-Benzinmotor, die gemeinsam

eine maximale Systemleistung von

220 kW/299 PS bereitstellen. Der theoretische

Durchschnittsverbrauch beträgt

6,3 Liter je 100 Kilometer, der Ausstoß

von CO 2 -Emissionen liegt dann bei 145

g/km. Für die Fortbewegung stehen die

vier Fahrmodi „Sport“, „Eco“, „EV“ (für

rein elektrisches Fahren für bis zu zwei

Kilometer) sowie der Modus „Normal“

zur Verfügung. Neben dem RX 450h ist

alternativ der RX 350 nur mit V6-Benzinmotor

erhältlich.

Erstmals bietet Lexus den RX auch in

der Ausstattungslinie „F Sport“ an, die

sich sowohl durch sportliche Designelemente

an Karosserie und Innenraum

als auch durch ein besonders dynamisch

abgestimmtes Fahrwerk auszeichnet.

Für den Lexus RX 450h beginnen

die Preise bei 59.950 Euro. Der RX 450h

F Sport ist ab 73.550 Euro erhältlich.

Für das Geld gibt’s durchaus viel Auto

und die Gewissheit, dass man Japans

feinste Automarke erworben hat. Wie

dem auch sei, wir wünschen allerorts

gute Fahrt. Text: Jens Büchling

Unsere

QUALITÄTSPRÜFER

Immer auf der Suche ...

... nach Genuss.


Motor

90 JAHRE BMW MOTORRAD

FAHRFREUDE AUS LEIDENSCHAFT FÜR INNOVATION UND DYNAMIK

Seit neun Jahrzehnten spielt die Marke

BMW eine prägende Rolle bei der Entwicklung

der individuellen Mobilität auf

zwei Rädern. Innovationskraft, Erfolge

im Rennsport, hervorragende Qualitätsstandards

und charakteristisches Design

haben in dieser Zeit zu jenem Stellenwert

geführt, den BMW Motorrad heute

einnimmt. Am Anfang dieser Erfolgsgeschichte

standen Motorräder von BMW,

die ihre Funktionalität und Zuverlässigkeit

sowohl im sportlichen Wettkampf

als auch im Alltag unter Beweis stellen

konnten, um damit ein Grundbedürfnis

an Unabhängigkeit im Straßenverkehr

zu erfüllen. Im Laufe von Jahrzehnten gewann

der Aspekt der Freude am Fahren

zunehmend an Bedeutung. Faszinierende

Technologie und das Erlebnis von Freiheit

liefern bis heute den Antrieb für die

kontinuierlich wachsende Popularität.

90 Jahre nach der Präsentation des ersten

Motorrads von BMW stellen sich darüber

hinaus vor allem für die urbane

Mobilität neue Herausforderungen. Die

Reduzierung von Emissionen und höhere

Effizienz bei der Nutzung von Verkehrsflächen

gehören zu den wichtigsten Aufgaben,

denen sich BMW Motorrad unter

anderem im Rahmen von Fahrzeugkonzepten

mit rein elektrischem und damit

lokal emissionsfreiem Antrieb widmet.

Sie bieten die Möglichkeit, Freude am

Fahren auf zwei Rädern mit nachhaltiger

Antriebstechnologie zu erzeugen. Einmal

mehr setzt BMW Motorrad mit Leidenschaft

für Innovation und Dynamik Impulse

für die individuelle Mobilität.

Premiere mit Boxer-Motor:

Die BMW R 32 von 1923

Der Auftakt zur Automobilausstellung in

Berlin am 28. September 1923 markiert

die Geburtsstunde des Motorrad-Baus

bei BMW. Dem Publikum wurde an diesem

Tag die BMW R 32 präsentiert, ein

Motorrad, dessen Antriebsprinzip – luftgekühlter

Zweizylinder-Viertakt-Boxer-

Motor mit quer zur Fahrtrichtung liegenden

Zylindern, direkt angeblocktes

Schaltgetriebe und Wellenantrieb – bis

heute die Grundkonzeption für zahlreiche

Modelle der Marke bildet.

Auf Anhieb siegreich im Sport

Von Beginn an spielte der Rennsport eine

maßgebliche Rolle als Ansporn und Inspirationsquelle

für die Entwicklung von

Motorrädern von BMW. Erste Erfolge wurden

bereits mit der BMW R 32 errungen.

Die 1924 vorgestellte BMW R 37 erhielt

als erstes Motorrad überhaupt einen

Motor mit Leichtmetall-Zylinderköpfen.

Ihre höhere Leistung brachte zusätzliche

Vorteile im sportlichen Wettkampf.

Parallel dazu entwickelte BMW das erste

Einzylinder-Modell.

Innovationen und

Geschwindigkeitsrekorde

Motor für die Erfolge im Sport und auf

der Straße war auch in der Folgezeit

die Innovationskraft der Motorrad-

Entwickler von BMW. Eine revolutionäre

Neuerung war die weltweit erste

bei einem Serienmotorrad eingesetzte

hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel

als Vorderradführung bei den 1934 präsentierten

750-Kubikzentimeter Boxer-

Motor-Modellen BMW R 12 und BMW R

17. Außerdem wurden erstmals bei BMW

R 32 (1923)

R 12 (1934) R 24 (1948)

32 TOP

1923


Motor

In der nächsten Ausgabe lesen Sie Teil 2:

Wie der bayerischen Marke der erste

Sieg bei der Rallye Paris-Dakar gelang,

über den ersten Reihen-Vierzylinder im

Motorradbau und vieles mehr …>

eine ins Hinterrad integrierte Halbnabenbremse

und ein Pressstahlrahmen eingeführt.

Er verhalf beiden Modellen zu

einer wuchtigen Erscheinung, die fortan

als „deutsche Schule des Motorradbaus“

galt, und darüber hinaus zu gesteigerter

Stabilität. Davon profitierte vor allem die

BMW R 17, die mit 24 kW/33 PS und einem

Höchsttempo von 140 km/h zu den

stärksten und schnellsten Serienmotorrädern

ihrer Zeit zählte.

Neuanfang mit 12 PS: BMW R 24

Nachdem die Motorradproduktion in

der ersten Hälfte der 1940er-Jahre nahezu

vollständig den militärischen

Anforderungen untergeordnet war,

standen sowohl Entwicklung als auch

Fertigung nach dem Zweiten Weltkrieg

vor einem kompletten Neuanfang. Ab

1948 wurde im BMW Motorrad Werk in

München das Einzylinder-Modell BMW

R 24 gebaut. Basierend auf dem Vorkriegsmodell

BMW R 23 und mit einer

Leistung von 9 kW/12 PS erfüllte es den

damaligen Bedarf für den Start in eine

neue Ära der individuellen Mobilität.

Weltmeister 1954 und bis

1974 nahezu unschlagbar –

im Gespannrennsport

Im Zeichen des Wirtschaftswunders stieg

die Jahresproduktion 1954 erstmals auf

mehr als 30 000 Motorräder. Und auch im

Rennsport nahm der Wiederaufstieg seinen

Lauf. „Schorsch“ Meier hatte schon

1947 erneut einen nationalen Meistertitel

R 100 RS (1976)

errungen, Walter Zeller wurde 1956 mit

einer 500er BMW RS Rennmaschine Vizeweltmeister.

Noch imposanter nimmt sich

die Erfolgsserie im Gespannrennsport

aus, die Wilhelm Noll und Fritz Cron mit

dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954

für BMW starteten. Bis 1974 konnte BMW

nicht weniger als 19 Fahrer- und 20 Marken-Weltmeistertitel

sammeln.

Revolution aus dem Windkanal

1976 kommt die BMW R 100 RS. Sie war

das erste Serienmotorrad der Welt,

dessen Fahrer hinter einer im Windkanal

entwickelten Vollverkleidung Platz

nahm. Die Verkleidung bot nicht nur

Schutz vor Wind und Nässe, sondern

ermöglichte auch Langstreckenfahrten

bei hoher Geschwindigkeit in aufrechter

Sitzposition. Unter Beweis gestellt

wurden die einzigartigen Qualitäten mit

Welt rekordfahrten auf der Rennstrecke

im italienischen Nardo. Dank einer Leistung

von 51 kW/70 PS und ihrer einzigartigen

Aerodynamik erreichte die BMW

R 100 RS eine Höchstgeschwindigkeit

von 200 km/h.

R 69 S (1960) R 60/5 (1969)

R 90/5 (1973)

1976

1980 - 2013 finden Sie in unserer nächsten Ausgabe

TOP 33


Motor

KUNST AM RANDE DER AUTOBAHN

Ein „Gelber Engel“ am Kamener Kreuz hilft, Unfällen vorzubeugen

34 TOP


Motor

Richtungswechsel bei den Verkehrssicherheits-Experten: Was Autofahrer am Straßenrand ablenkt, das war einmal gefährlich. Mittlerweile aber

ist es so gewollt und ganz bewusst dort installiert. Wie die Skulptur der gut sieben Meter hohen „Gelben Engel“ des Künstlers Alfred Gockel,

die am Kamener Kreuz steht und bei rund 200.000 vorbei fahrenden Fahrzeugen pro Tag seit September 2011 die wohl meist gesehene Skulptur

zwischen den europäischen Metropolen Paris und Berlin sowie Kopenhagen und Mailand ist.

Singender Asphalt

und Riesen-Mäusekino

„Virtuelle Meilensteine“ nennt Alex

Gockel (Lüdinghausen) die „Kunst an der

Autobahn“. Das gleichnamige, bundesweite

Projekt begleitet der Künstler in

enger Kooperation mit Wissenschaftlern,

den zuständigen Ministerien, dem ADAC

und den Landesbetrieben als Kurator. So

wenig wie man sich noch vor wenigen

Jahren eine vermeintliche Ablenkung

am Rande der tristen Aspahlt-Monotonie

hat vorstellen können, so wenig gibt es

für den 61-Jährigen aus Lüding hausen

auch künftig Denkver bote: „Singen der,

statt flüsternder Asphalt oder Mäusekino

neben der Standspur.“ Will sagen: Die

Fahrbahn-Oberfläche ist so zu gestalten,

dass sie bei eingehaltenem Tempolimit

die Reifen rhythmisch und angenehm

melodisch „singen“, und die Stroboskop

artige Abfolge von Bildern auf einer

Lärmschutzwand, die wie im „Daumenkino“

zu einer kurzen Film sequenz

verschmelzen. Ideen – verrückt, aber

nicht unmöglich für den gebür tigen

Ruhr gebietler, der seit Jahrzehnten

ein gefeierter Maler, Druckgrafiker und

Bildhauer in den Vereinigten Staaten ist.

Zigtausende erleben dort seine Kunstaktionen,

seine Bilder haben musealen

Wert und seine Metall-Skulpturen sind

längst begehrte Sammler-Objekte. 2006

entwarf Gockel das offizielle Plakat des

amerikanischen Komitees für die olympischen

Winterspiele in Turin.

Markantes Zeichen

für Kunst und Kultur

Gestern eine außergewöhnliche Idee,

heute Realität: Die gängigen Auto-Navigationssysteme

werden schon bald die

Kunst am Straßenrand kommentieren

und erläutern. So wie die siebeneinhalb

Meter lange Gockel-Skulptur

„Gelbe Engel“ im Logistik-Fadenkreuz

der Repu blik, auf dem nordwestlichen

Hügel des Kamener Kreuzes. Eine Gruppe

von acht Engeln aus zwei Zentimeter

starkem Stahl (knapp fünf Tonnen) trägt

einen echten, aber ausrangierten Hubschrauber

der ADAC-Luftrettung (gut

eine Tonne schwer). Der Automobilclub

will damit nach eigenen Angaben „für

Autofahrer, die von Norden oder Osten

in das Ruhrgebiet fahren, auch ein markantes

Zeichen für engagierte Kunst und

Kultur an der Ruhr setzen“.

„Ein Grund für Unfälle auf Autobahnen

kann durchaus die Monotonie einer Strecke

sein“, erklärte Michael Heinze vom

Verkehrsministerium NRW beim seinerzeit

viel beachteten Aufstellen der Skulptur

am 9. September 2011: „Im Zusammenhang

mit Müdigkeit können hieraus

gefährliche Situationen bis hin zum Sekundenschlaf

entstehen.“ Untersuchungen

belegen, so Heinze, „dass attrak tiv

gestaltete Strecken mit begrenzten optischen

Impulsen längs der Straße nicht

nur der Gestaltung der Landschaft dienen,

sondern auch die allgemeine Aufmerksamkeit

der Kraftfahrer und damit

ihre eigene Sicherheit und die anderer

Verkehrsteilnehmer erhöhen“. Das Land

Nordrhein-Westfalen hat deshalb bereits

mit unterschiedlichen Konzepten Impulse

gesetzt: Die farbige „Barcode“-Gestaltung

der Lärmschutzwände sowie Spruchbänder

„Wir sind Fußball“ und „Ich komm zur

Ruhr“ an der A 40, Mammutbäume längs

der A 42 sowie auch mit Kunstwerken an

der A 2. An der Abfahrt Oelde lenkt seit

der Landesgartenschau 2001 der bunte

Würfel von Otmar Alt für einen Augenblick

die Aufmerksamkeit der Passanten

auf sich. Weitere sicherheitsrelevante wie

künstlerisch bedeutende Blickpunkte

sind in Arbeit: „Unter anderem an der A 2

in Duisburg, Münster und in Bielefeld“, so

Gockel im Gespräch mit dem TOP Magazin:

„auch wieder in Zusammenarbeit mit

dem Bundesministerium und dem ADAC.“

Neue Projekte

Nach den bereits realisierten Groß-

Skulpturen wie die Kunst an der Autobahn

und das viel beachtete Projekt

„Berliner Mauerstücke“ in der deutschen

Botschaft in Athen bestimmten weitere

Objekte den Terminkalender 2013/14:

„Auf dem Flughafen Le Bourget werde

ich die größte Radierung der Welt drucken“,

verspricht der Künstler : „Anstelle

einer Druckmaschine überrollt ein Flugzeug

die Stahlplatten, die den Druck der

Radierung erzeugen.“ Terminiert sind

zudem 16 weitere Kunst-Events und Ausstellungen

allein noch in diesem Jahr.

Darunter ein groß angelegtes, an die Folgen

des Bergbaus erinnerndes Objekt

auf dem Gelände der ehemaligen Zeche

und Kokerei Hansa in Dortmund sowie

eine eher beschwingte Monumental-

Skulptur in der neuen „Stadt auf dem

Wasser“ unweit des Yachthafens „Marina“

am Dortmund-Ems-Kanal in Bergkamen.

Text, Fotos: Rainer Spindler

TOP 35


Motor

BRÖTCHEN HOLEN

MIT 320 SACHEN

Äußerlich hat sich beim Update des

Mittelmotorsportwagens wenig getan.

Fans werden das neue Modell

an den LED-Scheinwerfern erkennen.

Auch die Feinheiten des an den oberen

Ecken abgeschrägten Kühlergrills

und der modifizierten Stoßfänger. Witzig:

die dynamischen Blinker am Heck,

die durch 30 nacheinander geschaltete

LED einen Lichteffekt wie in der Disco

erzeugen.

BEWUNDERNDE BLICKE

Ansonsten sieht der neue R8 auch in

der Version V10 Plus bis auf die sogenannten

Sideblades aus Carbon erstmal

so aus wie immer. Und das ist

auch gut so, denn das Design des R8

sorgt auch nach einigen Jahren immer

noch für bewundernde Blicke

vom Straßenrand. Für Audi hat „kein

anderes Auto so viele Gene aus dem

Rennsport übernommen wie der R8“.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass

es den R8 auch als Rennwagen für den

Kundenrennsport zu kaufen gibt – und

tatsächlich 53 Prozent der Teile gleich

sind. Besonders stolz sind die Ingolstädter

auf das neue 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

S-Tronic, das das

sequentielle Schaltgetriebe R-Tronic

aus dem Vorgängermodell ersetzt. Die

Ingenieure von Audi lieben ihre neue

S-Tronic aber vor allem, weil sie die

Gänge so schnell wechselt, dass der

R8 V10 Plus um 0,3 Sekunden schneller

von null auf hundert beschleunigt – in

nun 3,5 Sekunden. Dabei spart sie auch

noch einen Liter Benzin pro gefahrene

100 Kilometer. „Das exzellent schaltende

Doppelkupplungsgetriebe gibt dem

sehr hochwertig verarbeiteten R8 nun

den Feinschliff, der ihm noch fehlte“,

schwärmen die Experten von auto, motor

und sport.

RENNWAGEN FÜR DEN ALLTAG

Noch nie hat Spritsparen so viel Spaß

gemacht. Ist das mächtige Bollwerk erst

mal auf Temperatur, umklammern die

BASISDATEN

Motor:

Ventile:

Hubraum:

Leistung:

Drehmoment:

Literleistung:

Antrieb:

Getriebe:

V-Motor 10 Zylinder

4 pro Zylinder, dohc

5204 cm³

550 PS (404 kW)

bei 8000 U/min

540 Nm @ 6500 U/min

106 PS (78kW) / Liter

Allradantrieb

7-Gang, Doppelkupplungsgetriebe

FAHRWERK............................................

Bremse (V/H): 380/356 mm

Räder (V): 235/35 R 19 Y

auf 8,5 J x 19

Räder (H): 295/30 R 19 Y

auf 11 J x 19

ABMESSUNGEN....................................

Länge:

4440 mm

Breite:

1929 mm

Höhe:

1252 mm

Radstand: 2650 mm

Leergewicht: 1.670 kg

SONSTIGES..............................................

0-100 km/h: 3,5 s

Vmax:

317 km/h

Kraftstoff: Super Plus

Tankvolumen: 75 L

Verbrauch (Ø): 12,9 L/100 km

… Stadt: 19,9 L/100 km

… Land: 8,6 L/100 km

Preis:

Noch nicht bekannt.

36 TOP


Motor

Audi hat seinen Supersportwagen R8 überarbeitet und mit dem neuen

Top-Modell R8 V10 Plus gekrönt. Der kommt auf die fantastische Leistung

von 550 PS. Ein Supersportler, der eigentlich auf eine Rennstrecke gehört –

aber auch ganz brav zum Brötchen holen benutzt werden kann.

Hände ehrfürchtig das Wildlederlenkrad

und machen sich bereit für einen

Sturm. Derweil will der Fuß das rechte

Alu-Pedal unweigerlich an die Bodengruppe

nageln. Wenn man die „Sport“-

Taste in Ruhe lässt, ist der R8 ein Supersportwagen,

mit dem man selbst einen

Fahranfänger bedenkenlos zum Einkaufen

schicken würde. Aber offensichtlich

passt das ins Kundenprofil: 90 Prozent

der Käufer fahren den Wagen wie jedes

andere Auto auch, nur rund zehn Prozent

führen den R8 regelmäßig auf der

Rennstrecke aus. Dabei fühlt er sich da

pudelwohl. Die Beschleunigung des auf

550 PS erstarkten Triebwerks ist betörend,

die hecklastige Auslegung des

Allradantriebs, die sogar dezente Drifts

zulässt, ein steter Quell der Freude.

Doch auch abseits der Rennstrecke im

Stadtverkehr ist der R8 kein rückenmordender

Brutalo-Sportler, sondern eher

ein sehr sportlich abgestimmter Gran

Tourismo und ein ideales Fahrzeug zum

Flanieren auf einer Prachtmeile. Wer es

nicht eilig hat, deaktiviert den Sportmodus

und gleitet im Automatik-Betrieb

über die Landstraßen. Völlig unaufgeregt

und zur Freude der Sportwagenfans

am Straßen rand.

FAZIT

Der Audi R8 V10 plus hat sich auch

nach dem Motor-Upgrade seine bemerkenswerte

Geschmeidigkeit bei niedrigem

Tempo bewahrt. Das Fahrwerk mit

den (serienmäßigen) Magnetic-Ride-

Stoßdämpfern, die flexibel auf Tempo

und Untergrund reagieren, bietet für

einen Supersportwagen überdurchschnittlich

viel Fahrkomfort. Ähnliches

gilt für die Lautstärke bei höherem

Tempo. Wirklich nervig klingt der V10

nie – Autos wie ein Porsche Cay man

oder auch der Gallardo sind da deutlich

aufdringlicher. Fotos: Audi AG

TOP 37


Motor

2013 WIRD EIN GROSSES AUTOJAHR

Fast 160 neue Modelle schicken die Autohersteller in diesem Jahr ins Rennen. Neben vielen Spritsparern bereichern

auch Fahrzeuge mit viel Leistung, Luxus und Fahrerassistenzen den Markt. Hier sind einige spannende und außergewöhnliche

Premieren für das Autojahr 2013. Bitte anschnallen.

ALFA ROMEO kommt mit Mittelmotor

und Heckantrieb. Die Rede ist vom Alfa

4C. Der 1,18 Meter flache Sportler bringt

dank Carbon-Bauweise lediglich 850 Kilogramm

auf die Waage. Unter der Haube

lauert ein 240 PS starker 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbomotor

in Vollaluminium-Bauweise

(0-100 km/h in 4,5 Sekunden/250

km/h Höchstgeschwindigkeit), kombiniert

mit einem automatisierten TCT-Getriebe

(mit doppelter Trockenkupplung)

und zusätzlichem „Race“-Modus. Damit

ist der 4C stark genug, um den Porsche

Cayman unter Druck zu setzen.

Spektakulär ist auch der BMW i3. Der

bayrische Hersteller will sein Elektroauto

im Premium-Segment positionieren.

Markstart für den i3, der gleichzeitig

Startschuss für eine ganze BMW-Elektroflotte

sein wird, ist im November dieses

Jahres. Viele weitere BMW-Neuheiten bereichern

das Auto-Jahr 2013: Neben dem

Roadster Z4, dem Luxus-Geländewagen

X5 und dem neuen 3er GranTourismo

gehören das gemeinsam mit dem italienischen

Karosseriebauer Pininfarina

gestaltete Coupé namens Gran Lusso sowie

die aufgewertete 5er- und 7er-Reihe

zu den Highlights in diesem Jahr.

Die US-Sportwagenlegende CHEVROLET

Corvette feiert 2013 ihr 60-jähriges Jubiläum

mit dem Debüt der neuen, siebten

Generation. Das Muscle-Car hat erstmals

Spritspartechniken wie Direkteinspritzung

und Zylinderabschaltung mit an

Bord. Der neue intern C7 und offiziell Corvette

Stingray genannte Supersportler

kommt mit einer Leistung von 450 PS, einem

maximalen Drehmoment von 610 Nm

und einer Beschleunigung von weniger

als vier Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der

Marktstart für das C7 Coupé, das auch

als offene Variante kommen wird, ist für

Herbst dieses Jahres vorgesehen.

2013 geht auch MASERATI in die Modelloffensive.

Bereits seit Anfang des Jahres

ist der neue Quattroporte mit 3,8-Liter-V8-Motor

und 530 PS im Gewand einer

Luxuslimousine erhältlich. Mit 5,26

Meter ist dieser Maserati sogar länger

als die Langversion der Mercedes S-

Klasse. Lenkung, Fahrwerk und viel

PS-Power-Motoren stammen von Konzernschwester

Ferrari. Weitere Maserati-Neuheiten

in diesem Jahr sind das

Modell namens Ghibli, der im Markt von

E-Klasse, Audi A6 und BMW 5er antritt.

Außerdem steigen die Maserati-Italiener

ab 2014 mit dem Modell Levante ins Segment

der Luxus-SUV ein.

Im Frühjahr zündete FERRARI die zweite

Stufe des Enzo. Ferrari F 150 La Ferrari

heißt dessen Nachfolger, und er wird das

bislang schnellste Straßenauto der Marke

– mit Hybridtechnik: Standesgemäß

wird La Ferrari von einem V12-Motor befeuert,

der aus 6,2 Litern Hubraum 800 PS

holt. Ein zusätzlicher E-Motor stellt 163

PS bereit. Summa summarum ergibt dies

963 PS. Für die Kraftübertragung sorgt

ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Der Ferrari F 150 La Ferrari erscheint

in einer limitierten Auflage von nur 499

Einheiten, die allesamt allerdings bereits

vergriffen sind zum Preis von mal eben

einer Million Euro ohne Steuern pro Auto.

MERCEDES präsentiert sich sportlich. Mit

den Versionen „Black Series“ und „Electric

Drive“ stehen gleich zwei neue SLS

AMG auf dem Programm. Im Black Series

erreicht ein 6,2-Liter-V8 satte 630 PS. Der

SLS Electric Drive setzt noch eins drauf:

Vier E-Motoren leisten zusammen 750 PS.

Damit ist das Elektromobil bei dem Stuttgarter

Hersteller die Nummer eins in Sachen

Leistung. Auch im Kompaktsegment

bringt Mercedes in diesem Jahr ein scharfes

Sportgerät. Aus den Zutaten Zweiliter-

Vierzylinder mit Turboaufladung und

350 PS, Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

entsteht der A 45

AMG. Die Power-A-Klasse soll gegen Audi

RS3 und BMW M135i antreten.

38 TOP


Motor

OPEL schickte im Januar seinen frechen

Adam ins Rennen und hofft auf

eine positive Wende für die Marke.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen

dafür erfüllt der kleine Adam bereits,

um bei der jungen Zielgruppe zu punkten:

Der City-Floh ist ein optischer

Leckerbissen. Das darf zweifelsohne

auch das neue, seit April erhältliche

Opel-Cabrio mit dem eleganten Namen

Cascada von sich behaupten. Basierend

auf der Astra-Plattform und mit

einem klassischen Stoffverdeck ausgerüstet,

will das Opel-Cabriolet mehr

Glamour in die Mittelklasse bringen.

Per Knopfdruck und in nur 17 Sekunden

öffnet der Cascada sein Verdeck.

Das Ganze funktioniert sogar bis zu

einem Tempo von 50 km/h, oder im

Stand per Fernbedienung.

PORSCHE zündet ein Neuheiten-Feuerwerk

im Modelljahr 2013. Gleich sieben

Premieren bringt der Zuffenhausener

Hersteller. Dazu gehören der Cayenne

Turbo S und Diesel S, der neue Cayman,

das Facelift des Panamera und die

911-Versionen GT3 und Turbo (S). Die

spektakulärste Neuheit aber markiert

der Porsche 918 Spyder. Der Hybrid-

Rennwagen für die Straße liefert eine

Leistung von rund 887 PS ab bei einem

Basispreis von mehr als einer dreiviertel

Million Euro. Text: Jens Büchling

the art of outdoor living

Neuer Graben 2

44139 Dortmund

Tel. (0231) 395 793- 0

Fax (0231) 395 793 -21

info@maehnert-einrichten.de

www.dedon.de


Wirtschaft

„ART AND THE CITY“ –

BRINGT FARBE IN DIE STADT

Eine Stadt kreiert ihr individuelles und unverwechselbar kunstvolles Erscheinungsbild: Lebensgroße Tierskulpturen als Marken-

und Wahrzeichen – auch als das einer ganzen Region. Von Künstlern kreativ gestaltet, egal ob farbenfroh, frech, traditionell,

heraldisch, klassisch oder avantgardistisch: sie beleben, gefallen und faszinieren. Ein buntes Vergnügen für jung und alt und ein

Emblem für zahlreiche Event-Ideen.

Die Tierparaden sind ein internationales

Projekt für Kunst im öffentlichen Raum,

das auf der Idee der Kuh-Kultur 1998 in

Zürich basiert. Nach der CowParade in

New York des Jahres 2000 fasste die Idee

dann auch in den Metropolen Europas

Fuß, in Berlin wurde jedoch statt der Kuh

die Idee auf den Berliner Bär bezogen. Neben

den internationalen CowParade und

United Buddy Bears fanden sich zahlreiche

weitere Städte, die Aktionen mit dekorativen

Fiberglasfiguren im öffentlichen

Raum durchführten. Zunehmend fand die

Idee international wie auch in kleineren

Städten Anklang und wurde adaptiert.

Die Geschichte des DO-Rhinos

Doch warum zieren ausgerechnet Nashörner,

und dann noch mit Flügeln, unsere

Heimatstadt? Wir trafen Manfred

Schepp, der zusammen mit seiner Frau

Helga als der „Erfinder“ der Dortmunder

Nashörner gilt, in seinem Ladengeschäft

„Belllucci“, in dem es neben zahlreichen

Tierrohlingen von Pferden, Kühen und

eben Flügel-Nashörnern hauptsächlich

Lichtkunst zu kaufen gibt. Er erinnert

sich: „Die Geschichte war so: Meine Frau

hat ein Wellness-Wochenende in Bad Zwischenahn

eingelegt. Dort standen auf einmal

dreißig, vierzig, bunt bemalte Kühe

in der Stadt. Helga fand diese Idee ganz

toll und wollte diese mit nach Dortmund

bringen. Doch der Familienrat legte sein

Veto ein. Begründung: Kühe in Dortmund,

das geht im Sauerland, hier in der Stadt

jedoch nicht. Nach längeren Diskussionen

fiel die Wahl auf das geflügelte Nashorn,

das Wappentier des Dortmunder

Konzerthauses.“ Warum gerade ein geflügeltes

Rhinozeros? „Es sollte zwei Ideen

zum Ausdruck bringen“ erklärt Schepp,

„obwohl das Nashorn ein bodenständiges

Tier ist, hat es ein feines Gehör und

ist deshalb ein ideales Konzerthaus-Wappentier.

Außerdem soll das geflügelte

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Wirtschaft

Das Dortmunder Nashorn ist eine Nashornfigur

mit Flügeln („Rhinoceros alatus“). Es wurde

während der Planungsphase (2000 bis 2002)

des Dortmunder Konzerthauses als Wappentier

ausgewählt. Seit 2005 wurde es für eine

Kunstaktion in der Dortmunder Innenstadt

gewählt. Sponsoren konnten eine Basisversion

dieses etwa 2 Meter langen und 1,5 Meter

hohen Tieres erwerben und in Zusammenarbeit

mit lokalen Künstlern und Jugendgruppen

bemalen und künstlerisch gestalten. Die fertig

gestalteten Nashörner wurden dann im Jahr

2006 an markanten Punkten in der Dortmunder

Innenstadt aufgestellt. Zum Höhepunkt dieser

Kunstaktion verschönerten über 120 lebensgroße

Nashorn figuren das Stadtbild. Während

der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurden

zusätzlich von der Stadt Dortmund Nashörner

in den Landesfarben der in Dortmund spielenden

Nationen angefertigt und vor dem Stadthaus

platziert. Diese Nashörner entwickelten

sich zu einem beliebten Fotomotiv für die Gäste

der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach dem

Ende der Kunstaktion verblieben die Nashörner

im Besitz der Sponsoren. Einige zieren bis

heute die Dortmunder Innenstadt. Die Nashörner

in den Landesfarben wurden versteigert.

Nashorn, dem Pegasus gleich, beflügeln

und zu neuen gedanklichen Höhenflügen

anregen. So soll der Geist der Konzertbesucher

auf den Schwingen des Nashorns

ungehinderten Zugang zur Kunst haben.“

Der große Kracher bei der WM

Wie ging es mit den Skulpturen weiter?

„Wir haben ein kleines Modell des DO-

Rhinos dem Citymarketing vorgestellt.

Die waren sofort begeistert. 2005 wurde

so von uns die erste Nashornparade organisiert.

Die Nashörner waren der große

Kracher bei der Fußball-Weltmeisterschaft

2006. Ich glaube, jedes WM-

Kamera team, hat auch eine Story über

die Rhinos gemacht.“ Und wer hat die

Nashörner bemalt? „Neben einigen anderen

Künstlern war von Anfang an der

Künstler und Airbrush-Experte Carsten

Hückert der Gestalter.“ Wie viele von

den rund 120 Rhinos gibt es denn noch?

Schepp lacht: „Noch? Es sind viel mehr

geworden. Etwa zweihundert von den

Nashörnern sind im Umlauf.“ Das heißt

also, dass sich noch einige Firmen ihr geflügeltes

Wahrzeichen angeschafft haben.

Was kostet das denn? „Ein Rohling kostet

1.900 Euro plus MwSt. Dazu kommt dann

die Gestaltung.“ Text: Falk Bickel

ZEITEN ÄNDERN SICH –

WERTE BLEIBEN

1973 eröffnete das Makrohaus in Münster

als eines der bundesweit ersten Naturkostgeschäfte

und markierte damit

den Beginn des heutigen Fachhandels

und der Bio-Branche. Damals gab es

nur wenige Produkte und der Laden war

klein. Der Inhaber und Motor der heutigen

SuperBioMarkt AG, Michael Radau,

hatte vor 31 Jahren seinen Einstand im

Naturkosteinzelhandel, elf Jahre später

eröffnete er den ersten SuperBioMarkt.

Das Unternehmen selbst kann in diesem

Jahr auf eine 40jährige Geschichte zurückblicken.

Aus dem kleinen Bioladen

in Münster ist mit 18 Filialen und über

500 Mitarbeitern der größte Bio-Einzelhändler

in Nordrhein-Westfalen geworden:

Auf über 500 Quadratmetern mit

einem Supermarkt-Vollsortiment von

über 7.000 Bio-Produkten.

Nutzen für die Umwelt, Transparenz,

Ehrlichkeit, ein fairer Umgang mit

Kunden, Mitarbeitern, Herstellern und

Landwirten, das sind die Werte des

Unternehmens, die für Michael Radau

bei allen äußerlichen Veränderungen

erhalten geblieben sind. „Das Image

der Branche hat in der letzten Zeit etwas

gelitten. Zu häufig haben Fälle im

Fokus gestanden, bei denen man sich

an Minimalstandards orientiert hat

und Kompromisse eingegangen ist, um

Bio billiger anbieten zu können. Das ist

nicht unser Ansatz. Für uns als Fachhändler

ist Billig-Bio keine Option sondern

wir möchten unseren Kunden ehrliches

und transparentes Bio in bester

Qualität verkaufen“, betont Radau.

Michael Radau, Gründer und Vorstandsvorsitzender der SuperBioMarkt AG)

TOP 41


Wirtschaft

WELTUNTERNEHMEN

UND HEIMATLIEBE

Wilo – der Name steht für eines der weltweit führenden Unternehmen im Markt

innovativer Pumpensysteme für die Gebäudetechnik und Industrieanwendungen.

Über 7.000 Mitarbeiter sind für die Dortmunder Wilo SE mit weltweit

15 Produktionsstandorten und rund 60 Tochtergesellschaften aktiv. Ambitioniert

sind die weiteren Unternehmensziele: Wilo will sukzessive wachsen.

Viele Jahre war Wilo eher stiller Star im

Reigen der international aktiven Dortmunder

Unternehmen. Doch spätestens

seit dem Olympiagold des Deutschlandachters

in London, auf deren Rennboot

groß der Name Wilo zu lesen war und

nach wie vor zu lesen ist, und natürlich

auch durch das Engagement beim BVB

dürfte eines mittlerweile jedem klar sein:

Wilo ist ein ziemlich erfolgreiches Unternehmen,

was der Dortmunder Konzern

mittlerweile nicht nur durch seine Präsenz

unter anderem im Sportsponsoring

nach außen dokumentiert. Gleiches wird

durch die vor wenigen Jahren deutlich

vergrößerte und wesentlich repräsentativer

gestaltete Firmenzentrale deutlich,

welche sich seit jeher an der Nortkirchenstraße

in Dortmund Hörde findet.

Mitte April hatte die Wilo SE zur Jahresbilanz-Pressekonferenz

eingeladen, und all

das, was der Vorstand des Wilo-Konzerns

am Veranstaltungsort in Düsseldorf verkündete,

darf sich erfolgreich, sogar sehr

erfolgreich nennen. Schließlich blickt der

in den vergangenen Jahren ständig wachsende

Spezialist für Hightechpumpen auf

sein nunmehr drittes Umsatz-Rekordjahr

in Folge. So erzielte man im Jahr

2010 erstmalig über eine Milliarde Euro

Jahresumsatz. Ein Jahr später waren es

rund 1,1 Milliarden Euro, und im vergangenen

Geschäftsjahr 2012 verzeichnete

der Wilo-Konzern einen erneuten Rekord:

Der Umsatz stieg um rund elf Prozent auf

1,2 Milliarden Euro an.

Solche Wachstumsraten unterstreichen

durchaus eindrucksvoll den Status der

Wilo SE als einen der weltweit führenden

Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen

für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik,

Wasserver- und Abwasserentsorgung

und Industrieanwendungen. „Angesichts

der unverändert schwierigen

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

sind diese Bestmarken umso bemerkenswerter,“

sagt Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender

der Wilo SE. Seit 2006 steht

Hermes dem Vorstand der Wilo SE vor,

der die erfolgreiche Unternehmensgeschichte

von Wilo als innovativer und

hightechgetriebener Hersteller hocheffizienter

und weltweit gefragter Pumpensysteme

auf zweifelsohne beeindruckende

Art und Weise fortschreibt.

Von Kupfer- und Messingwaren

zum Hightech-Pumpenhersteller

Die traditionsreiche und ebenso bewegte

Firmengeschichte von Wilo beginnt

anno 1872. Louis Opländer gründete seine

Kupfer- und Messingwarenfabrik in

Dortmund und beliefert zunächst Unternehmen

der Getränkeindustrie mit Destillerieanlagen.

Gleichzeitig entwickelt

man den Maschinenbaubetrieb weiter

zum Spezialisten für den Bau von Zentralheizungen.

Der Betrieb avanciert mit

zahlreichen Erfindungen zum Pionier in

der Pumpentechnologie für Zentralheizungen.

Wesentlichen Anteil daran hatte

Gründerenkel Wilhelm Opländer, der

aus der Kurzform seines Vor- und Nachnamens

den Firmennamen „Wilo“ formte.

In Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders

floriert und expandiert Wilo. Bereits

1965 startet die Internationalisierung des

Unternehmens mit den ersten Tochterfirmen

im Ausland. Gleichzeitig vergrößert

man sich durch die Übernahme anderer

Pumpenhersteller. Die Gründung einer

koreanischen Tochterfirma erfolgt im

Jahr 2000. Drei Jahre später wird mit der

Übernahme der EMU Gruppe im süddeutschen

Hof das Produktprogramm

um Unterwasserpumpen erweitert. Die

börsennotierten Unternehmen Mather

& Platt Pumps Ltd. und Mather & Platt

Fire Systems Ltd. mit Sitz in Pune/Indien

werden 2005 übernommen und 2006 folgt

die Übernahme der britischen Circulating

Pumps Ltd. aus Kings Lynn/Norfolk. Heute

ist die Wilo-Gruppe in über 70 Ländern

42 TOP


Wirtschaft

Rüdiger Elblein

der Welt vertreten. Rund 7.000 Mitarbeiter

sind im Wilo-Konzern beschäftigt, davon

etwa 1.900 Mitarbeiter in Deutschland

verteilt auf die Standorte Oschersleben,

Hof, Minden und Dortmund.

„Pioneering for you“ – so lautet der neue

Firmenslogan von Wilo, der stellvertretend

die Kompetenzen und Kapazitäten

des Konzerns widerspiegeln soll. Diese

sind von aufwendiger Forschungs- und

Entwicklungsarbeit geprägt, die zahlreiche

Innovationen hervorgebracht

hat. Das im Jahr 2009 beispielsweise in

der Branche als Revolution betrachtete

und von Wilo-Ingenieuren entwickelte

weltweit erste dezentrale Heizungssystem

namens "Wilo-Geniax" gehört dazu.

Herzstück ist eine relativ klein bauende

Pumpe, die in Wohnräumen an jedem

Heizkörper montiert sind und die konventionelle

große Pumpe im Keller ersetzen.

Wilo-Geniax vollzieht damit den Entwicklungsschritt

von der Angebots- zur

Bedarfsheizung. Das programmierbare

System liefert zu jeder Zeit in jedem Zimmer

die gewünschte Temperatur. Dabei

arbeiten die Geniax-Pumpen dank diverser

Sensoren bedarfsorientiert. Bei

herkömmlichen zentralen Heizsystemen

hingegen läuft die Pumpe im Keller unablässig

und eine Temperaturregulierung

erfolgt lediglich durch eine Drosselung

an den Heizkörpern. Als erstes dezentrales

und zugleich intelligentes Heizsystem

spart Wilo-Geniax nach Untersuchungen

des Fraunhofer Instituts 20 Prozent Heizenergie

und 50 Prozent Strom.

Die WiloStratos PICO Special Edition BVB ist

in den Vereinsfarben des BVB gehalten. Sie

ist in limitierter Stückzahl erhältlich.

Ein weiteres Highlight im Wilo-Portfolio

ist die BVB-Pumpe. Der Pumpenspezialist

ist offizieller Champion-Partner des BVB

und offeriert seine 2012 auf dem deutschen

Markt am häufigsten nachgefragte

Heizungspumpe seit Kurzem in den Vereinsfarben

von Borussia Dortmund und

mit dem Logo des BVB. Die „Wilo-Stratos

PICO BVB-Sonderedition“ ist in einer limitierten

Stückzahl von 3.000 Exemplaren

erhältlich. Das nennt man wohl echte

Liebe zur eigenen Heimat und zum BVB.

Investitionen in die Zukunft

Rekorde verzeichnete Wilo zuletzt nicht

nur umsatzseitig. 2012 investierte man

insgesamt 90 Millionen Euro ins Unternehmen

– soviel wie nie zuvor. So eröffnete

man im Oktober letzten Jahres eine

neue Produktionsstätte in Peking/China.

Nahezu fertiggestellt ist eine ebenfalls

neue Fertigung in Busan/Korea. Damit

erweitert Wilo seine Produktionsaktivitäten

für den koreanischen Markt. „Außerdem

haben wir in die Modernisierung

und Erweiterung der Produktionsstätten

in Deutschland und Frankreich investiert,“

ergänzt Wilo-Chef Hermes. In den

nächsten Jahren sind weitere Investitionen

auch in die Erweiterung des Hauptstandorts

in Dortmund fest eingeplant.

Ein weiteres wesentliches Instrument

zur Zukunftssicherung des Unternehmens

sind die Bereiche Forschung und

Entwicklung. Rund 40 Millionen Euro

investierte Wilo dafür im vergangenen

Geschäftsjahr, womit die Wilo-Gruppe

ihre Technologie- und Innovationsführerschaft

weiter ausbauen soll. Im Fokus

stand zuletzt vor allem das Engineering

für eine optimierte Energie- und Ressourceneffizienz.

Zudem forcierte Wilo die

Elektronikentwicklungen im Hard- und

Softwarebereich.

Wilo steuert weiter auf Wachstumskurs

und will diesen kontinuierlich fortsetzen.

Als Grundlage dafür sollen „Fortschrittsdenken

und Pioniergeist“ dienen. „Wir

stellen hohe Ansprüche an uns selbst,

damit wir die richtigen Antworten auf die

Fragen von morgen finden und unseren

profitablen Wachstumskurs fortsetzen,“

resümierte Hermes auf der Bilanzpressekonferenz.

Text: Jens Büchling, Fotos: Wilo SE

TOP 43

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Kultur

FESTIVAL IM SPIEGELZELT

AM STEINERNEN TURM

Eine Woche nach dem Sommeranfang ist es wieder soweit: Man spricht vom 27. Juni bis 13. Oktober 2013 RuhrHOCHdeutsch

im historischen Spiegelzelt in Dortmund an der A40/B1. Wir trafen mit Horst Hanke-Lindemann den „Macher“ des Festivals wie

des Dortmunder Theaters „Fletch Bizzel“ und Bruno „Günna“ Knust, einen der wichtigsten Protagonisten.

„Mit dem Festival RuhrHOCHdeutsch

haben wir für die Kulturstadt Dortmund

ein neues Format von hoher Attraktivität

und Akzeptanz entwickelt,

das dem Anspruch einer Kulturmetropole

wie Dortmund angemessen ist und

gerecht wird,“ erklärt Horst Hanke-

Lindemann, künstlerischer Direktor

des großen Kabarett und Comedy Festivals,

das in diesem Jahr bereits zum

vierten Mal vom Theater Fletch Bizzel

veranstaltet wird. „Für dreieinhalb Monate

während des gesamten Sommers

setzt es einen besonderen Akzent im

Kulturleben der Stadt. Es lockt Besucher

nicht nur aus Dortmund, sondern

aus dem gesamten Umland an.“

Die „Macher“ des Festivals: Horst Hanke-Lindemann, Bruno

„Günna“ Knust, Nicoletta Knust und Franz Josef „Bubi“Leuthold.

An 109 Tagen gehen 115 Veranstaltungen

mit mehr als 130 Künstlern über die

Bühne des Spiegelzelts, das umgezogen

ist vom Dortmunder U zum Steinernen

Turm an den Westfalenhallen. Warum

überhaupt dieser Umzug? Das Festival

Ruhrhochdeutsch lief doch am „U“ sehr

erfolgreich?

„Der Platz stand nicht zur Verfügung

wegen Baumaßnahmen am U. Hier der

neue Standort ist doch ganz hervorragend,

quasi die kleinste Westfalenhalle

im Sommer. Der tolle Baumbestand lädt

doch sehr zum Verweilen im Biergarten

ein, deshalb ist dieser auch erstmalig ab

zwölf Uhr geöffnet“ erklärt Hanke-Lindemann

und fährt lachend fort: „Nur Günna

wird Schwierigkeiten bekommen, da er

sich in den letzten Jahren stets über die

katastrophale Parkplatzsituation am U

lustig gemacht hat. Parkplätze gibt es

jetzt in Hülle und Fülle.“

Günna bis in die Puppen

A propos Günna: In diesem Jahr wird

es ein „Dat Beste von Günna“ geben.

Vier Tage hintereinander Bullezeirevier,

Hartz-Vegas-Segers-Band und

„Günna bis in die Puppen“, was ebenso

doppeldeutig wie ernst zu nehmen

ist. Günna bis in die Puppen ist ein

Streifzug durch die aktuellen und alten

Programme von Bruno "Günna" Knust.

Wobei das Ende durchaus offen ist …

„Ich werde alte Sachen spielen, neue

Sachen und welche, die ich noch nie

geprobt habe“ scherzt der Dortmunder

Star-Kabarettist. Viele wissen gar

nicht, dass „Günna“ auch ein genialer

Maulklappenpuppen-Spieler ist. Im

Rahmen von „Dat Beste“ zeigt er neben

seinen Stegreifgeschichten und

Dönekes auch einige Puppensketche.

Und „droht“ an: „Vielleicht hol’ ich sogar

meine neue Kloppo-Puppe raus“.

Was gibt es sonst noch Neues in diesem

Jahr? „Na das passt ja“, strahlt Hanke-

Lindemann, „denn auch für die Kleinen

gibt es ein Puppenspielprogramm. An

drei Sonntagvormittagen um elf Uhr

präsentiert das Turbo Prop Theater

seine Erfolgsstücke für Menschen ab

drei Jahren. Inklusive Workshops des

Turbo Prop Theaters zum Thema Figurenbau.

Dazu wird es Kinderworkshops

des Kinder- und Jugendtheaters geben.

Außerdem haben wir die „Evil Flames“,

eine fantastische Feuerjonglage-Gruppe

aus Dortmund neu im Programm. Doch

die wichtigste Neuerung sind die vielen

neuen Stars wie den ‚Godfather of Kabarett‘

Dieter Hildebrand, den wir noch

nie im Spiegelzelt hatten. Er wird am 13.

Oktober den leider schon ausverkauften

Schlusspunkt hinter das größte Festival

seiner Art im deutschsprachigen

Raum setzen. • Weiter S. 48

44 TOP


Kultur

Abdelkarim Zemhoute

EVIL FLAMES Fire Company

In diesem Jahr gibt es einige der Recken

aus der Lach- und Schießgesellschaft

und auch Bernd Stelter

zu bewundern. Große Nummern im

Kabarettgeschäft. Politisches Kabarett

mit Jochen Busse, Bernd Stelter,

Jürgen Becker, Werner Schneyder,

Horst Schroth, Richard Rogler, Thomas

Freitag, Konrad Beikircher trifft

auf die Comedy Szene des Reviers mit

Fritz Eckenga, Frank Goosen, Jochen

Malmsheimer, Kai Magnus Sting, Lioaba

Albus, Franziska Mense-Moritz und

den Dortmunder Lokalmatador Bruno

„Günna“ Knust! Ich glaube: die Qualität

ist noch mal gestiegen“.

Die Erfolgslinie beibehalten

Ist durch den Umzug ein Einbruch der

Zuschauerzahlen zu befürchten? „Das

haben ja einige Leute vorhergesagt,

aber das ist ganz sicher nicht so,“ ereifert

sich Hanke-Lindemann. „Wir haben

sogar deutlich mehr Karten verkauft als

zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Und im letzten Jahr war fast alles ausverkauft.“

Worin sieht Hanke-Lindemann

den Hauptgrund für den Erfolg? „Wir haben

einfach die Erfolgslinie beibehalten:

Immer montags gibt‘s für 15 Euro auf

die Gabel bei der Leibspeise des Reviers

‚Currywurst, Pommes und Bier‘, angereichert

mit Kabarett, Comedy und Musik

vom Feinsten. Immer dienstags gibt’s

für die Feinschmecker unter dem Titel

‚Der Bauch lacht mit‘ ein 5-Gänge-Menü

mit Getränken für 39 Euro vom ‚Tante

Amanda‘ Team um Bubi Leuthold und

den Kabarettisten Siegfried & Roy und

Franziska Mense-Moritz. Mittwochs lädt

Lioba Albus Highlights der KomikerInnenzunft

zu sich auf die Bühne und donnerstags

gibt es "Die Donnerstach-Show"

mit Bruno "Günna" Knust und der Hartz-

Vegas-Segers- Band.

Gibt es Geheimtipps des Organisatoren?

„Das Merkel-Programm gehörte schon

im letzten Jahr zu den Publikumslieblingen,

Eckenga natürlich, Lachen live und

auch ‚night wash‘. Knacki Deuser macht

hier weiter den Conferencier und gastiert

später mit seinem Soloprogramm im

Fletch Bizzel. Ganz besonders gespannt

sein kann das Publikum auf das Gastspiel

der legendären Kölner Stunksitzung.

Einen Überraschungserfolg traue

ich auch Jürgen Beckers zu. Der eigentlich

als Karnevalsstar geltende Beckers

erzählt Geschichten aus dem prallen Leben

– köstlich. Dazu kommen noch einige

Nachwuchsleute, die abgehen wie eine

Rakete. Thorsten Sträter, poetry slammer

Sebastian23 und nicht zu vergessen:

Christian Springer!“

Text: Falk Bickel

Torsten Sträter

46 TOP


Sparkasse Dortmund präsentiert:

präsentiert:

Theater Fletch Bizzel im Spiegelzelt

Musik ■ Kabarett ■ Comedy ■ Kunst

27. Juni - 13. Oktober 2013

Dortmund - B1

Rheinlanddamm 200

Ticket-Hotline: 0231-14 25 25

Veranstaltungs-

Veranstaltungs-

informationen

informationen


Grillen

FLEISCH UND FEUER

VIEL URSPRÜNGLICHER ALS DIESE KOMBINATION GEHT ES NICHT.

Wahrscheinlich ist das Grillen deshalb eine der beliebtesten Zubereitungs arten. Man kann auch Fisch, Gemüse und sogar Obst

grillen. Aber hier geht es so richtig männermäßig um die Frage: Grillen klar – welches Fleisch? Das TOP Magazin führte zum

Thema ein Interview mit Martin Hesterberg, dem Inhaber von „DER FILETSHOP“ im Dortmunder Kreuzviertel und in Düsseldorf,

weitere Standorte sind in Vorbereitung.

Welchen Tipp hat denn der Fleischprofi?

Was ist sein Lieblingsfleisch?

Das Flanksteak, oder auch Bavette genannt,

ist für mich ein Geheimtipp und

meine Alternative zu den bekannteren

Schnitten Filet, Roastbeef und Co. Meine

Mitarbeiter sind genauso begeistert

wie die zahlreichen Teilnehmer der

„Grill-Seminare“ in unserer Dortmunder

Steak-Akademie.

Ist das deutsches Fleisch?

Von deutschen Rindern ist der flache,

dickfaserige Muskel aus der Flanke

meistens nicht ausreichend zart, aber

die US-Variante aus Nebraska oder sogar

die Wagyu-Version sind fettarm

wie ein Filet und dabei super-würzig

und zart! Außerdem kommt das Flank

als praktisches, in sich geschlossenes

Stück Fleisch daher (Stück ca. 1 kg),

welches nach scharfem Angrillen und

einer kurzen Ruhezeit (bei indirekter

Hitze) schön dünn auftranchiert wird –

das macht auch auf den Tellern unserer

Grill- und Cateringkunden einen

„schlankeren Fuß“ als die sonst üblichen

„Steak-Klötze“.

Kann man dieses Fleisch denn nicht zu

lange grillen?

Das Flanksteak ist sehr dankbar in der

Zubereitung auf dem (richtig heißen)

Grill, solange es sich um echte Spitzenware

handelt; ein gutes Flanksteak zu

„übergrillen“ ist gar nicht so einfach!

Echte Spitzenware, also: für Normalverdiener

unerschwinglich?

(lacht) Das Beste an diesem Fleisch ist,

dass im Gegensatz zu den USA das Flank

in Deutschland noch nicht so populär,

dementsprechend oft preislich super

attraktiv für unsere feinschmeckende,

aber preisbewusste Kundschaft ist.

Jetzt mal bitte im Klartext:

Was kostet denn so ein Spitzenfleisch?

Ein Filet vom Wagyurind in KOBE-Qualität

liegt bei uns beispielsweise bei ca.

300 €/kg, während das Flanksteak von

den gleichen japanischen Edelrindern

in absoluter Spitzenqualität schon für

ca. 65 €/kg zu bekommen ist. Die hormonfreie

und nachhaltig gezüchtete

US-Ware aus Nebraska liegt bei uns

zur Saison (jetzt) deutlich unter 30 €/

kg! So kann sich im Grunde jeder ein

Highclass-Grillfleisch leisten und kann

Familie und Freunde einmal mit etwas

„Neuem“ auf dem heimischen Grillgerät

überraschen.

Und welche neuen Würzmöglichkeiten

gibt es zudem?

In Kombination mit Rubs (trockenen Gewürzmischungen

zum Einreiben), Marinaden

und Räucherchips (z.B. aus Whiskyfässern)

sind Steaks ein Geschmacks-

Hammer vom Grill! Alles Weitere verraten

wir Interessierten dann gerne im

persönlichen Gespräch!

48 TOP


GRILLSPASS OHNE

RAUCHZEICHEN

Würstchen und Steaks besonders gesund zubereiten

Grillen

VIEL MEHR

ALS EINFACH NUR

..

EIN STUCK

FLEISCH

Kaum ein Garten, aus dem es an warmen

Tagen nicht verführerisch duftet. Wenn

wieder Rauchschwaden durch die Nachbarschaft

ziehen, dürfte jedem klar sein:

Nebenan wird gegrillt. Der dabei entstehende

Qualm ist oftmals nicht nur lästig,

sondern kann bisweilen sogar gesundheitlich

bedenklich sein – vor allem dann,

wenn Fett aus Fleisch und Würstchen auf

die heiße Holzkohle oder die Gasbrenner

tropft. Besser ist es, die Gaumenfreuden

vom Rost auf besonders gesunde Art zu

genießen. Grillgeräte mit einem speziellen

Fettauffang machen es möglich.

Grillparty ohne Reue

Ein echter Grillmeister kann nämlich

ganz ohne Stichflamme und Rauchzeichen

leckere Steaks auf den Teller bringen.

Wichtig für das gesunde BBQ ist

es, das Fett separat zu sammeln und es

nicht auf die heißen Brenner gelangen zu

lassen. Dazu verfügen Grillgeräte wie der

„Weber Genesis“ über so genannte Flavorizer

Bars Aromaschienen: Sie schützen

die Brenner vor herabtropfendem

Grillsaft und das Grillgut vor Fettbrand.

Wer möchte, kann den Bratensaft und

das Fett danach sogar noch für eine leckere

Sauce verwenden. Auf jeden Fall

können so potenziell giftige Stoffe gar

nicht erst entstehen. Mit dem versenkt

eingebauten Seitenkocher mit 3,5 kW

Nennleistung ist gleichzeitiges Zubereiten

von Saucen und Beilagen möglich, er

ist aber auch als Arbeitsfläche nutzbar.

Er kann zum Beispiel zum Zubereiten von

Gemüse genutzt werden, das einfach in

Alufolie eingewickelt und mitgegart wird.

Outdoorküche für viele Zwecke

Auch größere Partygesellschaften lassen

sich so ohne Mühe verköstigen,

denn der Grill verfügt über eine große

Fläche, auf der jede Menge Grillgut Platz

findet. Die durchgehende Ablagefläche

aus Edelstahl ist hochwertig und leicht

zu reinigen. Porzellanemaillierte, gusseiserne

Grillroste sorgen für gleichmäßige

Hitzeverteilung über die gesamte

Grillfläche. Selbst mehrere Braten kann

man gleichzeitig in der Outdoor-Küche

zubereiten. Auch an die Sicherheit wurde

gedacht: Für sicheres Zünden gibt es

ein komfortables elektronisches Zündsystem.

Durch die Sear Station mit zusätzlichen

Brennern gibt es sehr hohe

Temperaturen im Genesis-Grill, das

garantiert das perfekte Steak mit Grillmarkierungen.

Der Genesis in all seinen

Variationen ist und bleibt die Nummer

eins für Grillfreunde mit Profiambitionen.

Flexible Module machen ihn zur

Outdoor-Küche der Spitzenklasse.

TOP 49

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Grillen

WO RAUCH IST,

IST AUCH FEUER!

SMOKEN IST DAS NEUE GRILLEN

Holz, Feuer, Rauch und rohes Fleisch – die klassischen Zutaten für einen perfekten Männer-

Abend im Sommer haben ein neues Zuhause: den Smoker, ein kohle- oder holzbefeuerter

Ofen, in dem Fleisch bei niedriger Temperatur im Rauch gegart oder auch geräuchert wird.

Im Gegensatz zum Grillen garen die Speisen nicht über dem offenen Feuer bzw. der Glut.

Charakteristisch ist der leicht rauchige Geschmacke des Fleisches, der oftmals noch durch

entsprechende Marinaden oder Soßen unterstützt wird. Profis garen jedoch bei weitem

nicht nur Fleisch im Smoker, sondern alles mögliche andere bis hin zum Backen von Pizza.

50 TOP


Grillen

Dieses klassische amerikanische Barbecue

hat wie so viele kulinarische Klassiker

seinen Ursprung als Arme-Leute-Essen.

Sklaven und einkommensschwache

Familien garten Fleisch über Stunden bei

niedriger Temperatur in durch Glut erhitzten

Erdgruben. In den Südstaaten

der USA wurde diese Zubereitungsmethode

weiterentwickelt, indem man das

Fleisch z. B. unter umgedrehten Stahlwannen

gar zog. So entstanden im Laufe

der Zeit verschiedenartige Geräte, die

jedoch allesamt traditionell aus alten

und preisgünstigen Abfallmaterialien

gefertigt wurden.

Schonende Zubereitung

Die Niedriggarmethode, die mittlerweile

auch in der alltäglichen Küche viele

Anhänger gefunden hat, bot einen enormen

Vorteil gegenüber

dem Grillen über offenem

Feuer: Durch das

schonende Garen, oftmals

unterstützt durch gewürzintensive

Marinaden,

konnte man auch solches

Fleisch zart und schmackhaft

garen, das eigentlich

als minderwertig oder aufgrund

von Zuschnitt oder

Struktur als problematisch

galt. Typisch für das Barbecue

sind Stücke mit hohem

Fett- oder Bindegewebsanteil.

Natürlich haben sich im Lauf der Zeit

verschiedene Smoker-Typen entwickelt.

Der Grundaufbau ist jedoch immer der

Gleiche. Es gibt eine seitlich

gelegene Feuerkammer,

in der Kohle

oder Holzscheite abbrennen.

Deren Hitze

bzw. Rauch wird

in die Garkammer

geleitet, in der das Gargut

auf einem Rost lagert. An der Garkammer

ist üblicherweise ein Thermometer,

das Auskunft über die richtige

Betriebstemperatur gibt. Über einen

an der Garkammer befindlichen Kamin

wird der Rauch abgeleitet. Durch Regulierungsklappen

an der Feuerbox und am

Kamin können Luftzu- bzw. -abfuhr beeinflusst

werden. Meist befindet sich unter

dem Smoker ein Rost zur Lagerung von

Holzscheiten. Eine Ablage erleichtert das

Smoken, indem Speisen zwischengelagert

oder Geräte wie Grillzange oder Gabel

abgelegt oder auch eingehängt werden

können.

Reine Geschmackssache

Wie bei so vielen Arten der Essenszubereitung

gibt es auch beim Smoken

unterschiedliche Glaubens- bzw.

Geschmacksrichtungen.

Das fängt bei der

Frage an:

Kohle oder Holz –

Buche, Eiche oder Nussholz??

Wie viel Rauchgeschmack darf oder soll

das Fleisch haben? Wer es möglichst wenig

rauchig vorzieht, nimmt am besten

Kohle zum Feuern, da (gute) Kohle deutlich

weniger Rauchentwicklung aufweist

als Holz. Wer es gern rauchig mag, nimmt

Holz – und ist bei der nächsten Frage:

welches Holz? Auch hier scheiden sich

die Geister, da unterschiedliche Hölzer

auch verschiedene Brenneigenschaften

aufweisen und den Geschmack des

Fleisches unterschiedlich beeinflussen.

Obst- und Nusshölzer gelten als aromatisch

und erzeugen einen intensiveren

Rauchgeschmack als z. B. Buche. Eiche

ergibt einen besonders schweren rauchigen

Geschmack. Hier bietet sich also

ein weites Feld zum Experimentieren,

denn Kenner schwören zudem auf unterschiedliche

Hölzer für verschiedene

Speisen oder Fleischsorten!

Wer nun auf den Geschmack gekommen

ist, kann auf den Folgeseiten reichlich

Tipps, Anregungen und Rezepte entdecken!

Und wer sogar bereits die Anschaffung

eines Smokers plant, findet bei

Stellfeld & Ernst eine große Auswahl und

professionelle Beratung!

Text: Britta Röttger, Fotos:

www.sxc.hu,

www.rumo.de

TOP 51


Cocktails am Wasser

LECKERE SUNDOWNER MIT

Der Sommer wird heiß. Unsere passende Preisfrage dazu:

Was schmeckt an den warmen, lauen Sommerabenden zum

Sonnenuntergang richtig gut? Ein cooler Cocktail natürlich

mit Blick aufs Wasser. Hier sind einige „Beach-Bars“ in

Dortmund und Umgebung, die leckere Cocktails und den

Sonnenuntergang im Glas servieren.

Von Jens Büchling

„Wenn bei Capri die rote Sonne im

Meer versinkt“, schmetterte seinerzeit

Rudi Schuricke schon Anfang der 50er

Jahre und landete einen Evergreen.

Sein Lied der Capri-Fischer besingt die

weit verbreitete Sehnsucht in jener Zeit

nach einem sonnigen Capri-Urlaub und

dem vielerorts zweifelsohne nicht minder

schönen Sonnenuntergang.

Ob „Sex on the Beach“, „Caipi“ oder „Hugo“

– die Zahl der Cocktail-Varianten, die

mit und ohne Alkohol zum Sonnenuntergang

gut schmecken, ist nahezu unendlich.

Jeder kann also ganz nach Gusto

und seiner Fasson glücklich werden. Übrigens:

Da rein optisch einige Cocktails wie

der Sonnenuntergang höchstpersönlich

ausschauen, hat man eben diesen den

Beinamen „Sundowner“ gegeben (auf

Deutsch: Sonnenuntergänger).

In Dortmund gibt’s drei Adressen, wo

man den Sonnenuntergang mit Sundowner

mit direkter Aussicht auf Hafen, See,

Fluß und Kanalwasser bekommt. Wer

es am lauen Sommerabend eher etwas

fein und schick mag, wählt das „Fénix“

am Phönixsee direkt am Yachthafen am

Kai 8 gelegen. Für den Sonnenuntergang

stehen gleich zwei Außenterrassen zur

Wahl: Terrasse Nr. 1 liefert den direkten

Seeweitblick auf das Südufer in Richtung

Schüren. Auf Terrasse Nr. 2 blickt man

direkt auf die zurzeit noch imaginären

Masten und Boote im Phönixsee-Yachthafen,

an dessen Fertigstellung seither

immer wieder nachgebessert wird. In

Kürze soll er tatsächlich eröffnen. Man

darf gespannt sein.

Foto: matchstick | sxc.hu

SUNDOWNER IM FÉNIX

Das Fénix arbeitet im Barbereich nach

klassischem amerikanischem Bartending-System.

Dazu Barchef Soeren Risse:

„Wir verwenden ausschließlich ausgewählte

Spirituosen und Zutaten und

haben daher qualitativ nur hochwertige,

frische und zudem saisonale Cocktails

auf der Getränkekarte.“ Rund 30 sind

es an der Zahl. Dabei arbeitet Risse mit

52 TOP


Reiseberatung mit Herz

Cocktails am Wasser

STRANDFEELING

Ob auf Capri oder sonst wo auf der Welt

die rote Sonne im Meer versinkt – ein guter

Cocktail zum pittoresken Naturschauspiel

hat seit jeher Tradition. Dafür muss

man aber nicht zwingend auf eine italienische

Insel oder in die Karibik. Auch im

sommerlichen Dortmund, Herdecke und

Recklinghausen finden sich coole und

stilvolle Bars mit viel Strandfeeling und

leckeren Cocktails auf der Getränkekarte.

Wir machten die Probe aufs Exempel.

Gemeinsam mit Cocktail-Testerin Wendy

besuchten wir an See, Wasser und Kanal

gelegene Bars. Es galt deren potentiellen

Sonnenuntergang-Erlebniswert und ebenso

die Güte der von den Barchefs für die

Sommersaison 2013 favorisierten Cocktails

zu testen. Aloha, los geht’s.

Ich war

noch

niemals in

NEW

YORK

Kräutern und Gewürzen, kreiert Cocktails

auch mit Ingwer und Basilikum alternativ

zu sommerlich klassischen Zutaten

wie Minze, Limetten, Fruchtsäften, braunem

Zucker und diversen Sirups.

Für die Sommersaison 2013 empfiehlt

Risse zwei Cocktails: Für seinen „Touch

Down“ verwendet er 4cl Wodka, 2cl Apricot-Brandy

sowie je einen Spritzer Grenadine

und Zitronensaft. Im Shaker füllt

er das Ganze mit Maracujasaft und Eis

auf. Risse schüttelt und spricht uns seine

Einladung aus. Wir sind gerührt. Als

alko holfreie Alternative bereitet Risse

einen „Virgin Mojito“ mit Minze, Limetten,

Rohrzucker und wahlweise mit Ginger

Ale oder Gingerbeer zu. Das macht

durchaus Vorfreude auf die Sonnenuntergänge

und die Außenterrassen des Fénix.

Ein kleiner Wermutstropfen sei dennoch

erwähnt: Sonnenuntergänge lassen sich

am Phönix see leider nicht bis zum Ende

verfolgen. Vom Fénix aus betrachtet geht

die Sonne hinter der Hörder Burg unter.

Optisch sind beide Sundowner gelungen.

Für ein Fazit bitten wir Cocktail-Testerin

Wendy an die Bar: Sie setzt den Strohhalm

an, kostet zuerst den caprisonnenroten

Touch Down. Wir blicken gespannt

auf Wendys Gesichtsausdruck. Keine Regung,

nichts. Sie bleibt völlig cool, greift

dann zum Mojito und probiert auch diesen.

Sie überlegt, wiegt den Kopf und

nickt. Nicht wirklich überraschend ist

ihr Urteil. „Schmecken beide echt lecker“,

sagt Wendy, die über 20 Jahre Gastronomieerfahrung

auch im Cocktail-Bereich

mitbringt. Na super denke ich, welch ein

Ergebnis. Ich koste ebenfalls. Der mit

Alkohol schmeckt wirklich klasse und

mir persönlich besser. Der Mojito ist für

meinen Geschmack etwas sauer. Ich halte

mich trinktechnisch zurück, fahre das

Auto zur nächsten Sundowner-Station.

TOP 53

„Labor Day“-Shopping im Big Apple

· 5 Tage vom 30.08.2013 bis 03.09.2013

· Bustransfer ab/bis Dortmund zum Flughafen

Frankfurt und zurück

· Flug mit dem neuen A 380 von Singapore Airlines

· Transfer in New York: Flughafen-Hotel-Flughafen

· Übernachtung in Manhattan im Hotel Marriott

Downtown****

pro Person € 1.399,–

Einzelzimmerzuschlag: € 550,-

Premium-Ausflugspaket

· Rundgang durch Soho/Downtown Manhattan

· Stadtrundfahrt „New York TV & Movie Bustour“

· Segeln an Bord der „Clipper City“

· Alles natürlich begleitet ab/bis Deutschland

von unserem Reiseleiter

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20 Personen) € 199,–

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Cocktails am Wasser

ZU GAST IM

SCHÜRMANNS

IM PARK

Während der Phönixsee bei

Sonnenschein hübsch seeblau

schimmert, präsentiert

sich die Buschmühle

im Westfalenpark immer

gleichfarbig mehr oder weniger

hell- und dunkelbraun.

Schön entspannt sitzen lässt

es sich auf der Sonnenterrasse

des Gastronomie betriebs

„Schürmanns im Park“ mit

direktem Blick auf’s Wasser,

was den Cocktail-Genuss in

keiner Weise trübt. Schließlich

zeichnet ein echtes Dortmunder

Cocktail-Highlight

für die Sundowner verantwortlich.

Barchef Sebastian

Klein erlernte sein Fach an

der Cocktail-Akademie Dortmund,

führte diese viele Jahre

selber und war später Barchef

in der Liquid Lounge auf

der Partymeile des ehemaligen

Thier-Geländes.

Klein empfiehlt „Hugo“ zur

Sommersaison 2013. Für seine

Interpretation kommen Eiswürfel

in ein großes Weinglas,

dazu sechs bis acht Blätter frische

Minzeblätter, ein Achtel

von einer Limette, ein Spritzer

Limettensaft und etwas Holunderblütensirup.

Das alles wird

mit Sekt und Soda aufgefüllt,

dazu zwei Strohhalme, fertig.

Seine zweite Empfehlung zum

Sonnenuntergang ist ein „Santiago

Julep“. Dafür zerdrückt

er in einem Longdrinkglas

drei Würfelzucker und Minzeblätter,

gibt gestoßenes Eis, 2cl

Zitronensaft, 4cl goldenen Barbadosrum

der Marke Lemon-

Heart sowie je 2cl Orangenund

Ananassaft hinzu, gönnt

dem Ganzen noch einen Spritzer

Grenadine sowie Strohhalme.

Und fertig ist die Laube.

Zwölf Cocktails stehen auf der

Schürmanns-Getränkekarte

zur Wahl. Individuelle Drinks

gibt’s auf Wunsch. „Wir liegen

mitten im grünen Westfalenpark

in einer traumhaft schönen

Umgebung mit Seeblick.

Im Sommer ist es hier wie im

Urlaub, und man kann sich die

Flugkosten für eine Sonnenuntergangsreise

nach Capri sparen.

Hier schmeckt der Cocktail

genauso gut, “ sagt Jan

Möller, Mitinhaber des Schürmanns

im Park. Unsere Cocktail-Testerin

Wendy ließ es sich

wie man sieht gut schmecken.

COCKTAILS MIT

HAFENPANORAMA

Das Solendo ist tot – es lebe

Herr Walter. 2010 machte die

beliebte Hafen-Bar dicht. Ein

Nachfolge betrieb ließ nicht

lange auf sich warten: Vor zwei

Jahren eröffnete gleich nebenan

der neue Betrieb „Herr Walter“

in der Speicherstrasse 90.

Viel Sand, ein großer Pool, jede

Menge Sonnenliegen und

Strandkörbe sorgen für Strandfeeling.

Dazu gibt’s eine Fischbude

und ein 60 Meter langes

umgebautes Güterschiff für

Veranstaltungen und Restaurantbetrieb

inklusive Hafen-

Ambiente und viel Wasser.

Auf der Cocktail-Karte stehen

nur zwei Sundowner zur

Wahl. Der „Malibu“ bekommt

wie der Name schon vermuten

lässt 4cl Malibu-Rum, 2cl

Gin, 2cl Grenadine, 1cl Zitronensaft,

4cl Maracuja und 6cl

Orangensaft. Alle Zutaten werden

im Shaker mit Eiswürfeln

gut durchgeschüttelt. Danach

kommt alles ins Cocktailglas.

Garniert wird mit einer Orangenscheibe.

Alternativ bietet

die Herr-Walter-Bar ganz klassisch

einen „Tequila/Wodka

Sunrise“ an. Der besteht aus

8cl Tequila Silber oder Wodka,

2cl Zitronensaft, 3cl Grenadine

sowie Orangen- und

Cranberrysaft. Für die Zubereitung

gießt man Tequila/

Wodka zunächst über ein

paar Eiswürfel in ein gekühltes

Cocktailglas. Das Glas mit

Orangen- und Cranberrysaft

nahezu auffüllen, zerstoßenes

Eis hinzugeben und langsam

Grenadine dazugeben. Diverse

Sundowner ohne Alkohol

stehen ebenfalls auf der Herr-

Walter-Getränkekarte. „Hier

kann man die Sonne am längsten

in Dortmund genießen“,

sagt Oliver Buschmann, Chef

und Kapitän von Herr Walter.

„Wenn in den Bars in der City

und im Kreuzviertel die Sonne

bereits seit zwei Stunden

untergegangen ist, dann kann

man hier noch schöne Sonnenuntergänge

vor einzigartiger

Industriekulisse erleben.“

54 TOP


Cocktails am Wasser

STADTHAFEN

RECKLINGHAUSEN

Den Sonnenuntergang mit

Blick aufs Wasser und Cocktails

dazu bekommt man

in der Region noch an zwei

weiteren Standorten. Letzte

Saison noch als „Lemon-

Beach“ bekannt, findet sich

nun an gleicher Stelle unter

dem neuen Namen „Stadthafen

Recklinghausen“ eine

3.500 qm große Beachbar mit

viel Sand, reichlich Strandkörben

und Liegen sowie dem

direkten Blick auf den Rhein-

Herne-Kanal. „Hier finden

die Gäste eine kleine Oase

nahe der City von Recklinghausen.

Man kann den Güter-

und Fahrgastschiffen bei der

Vorbeifahrt zusehen, und

wenn gegen 20 Uhr die bekannte

blaue Stunde beginnt,

hat man hier eine sehr angenehme

Atmosphäre. Dann

schmecken unsere Cocktails

besonders gut“, sagt Stadthafen-Chef

Stephan Böhmer.

Vier alkoholische Cocktails

kann man hier ordern: „Sex

on the Beach“, „Mai Thai“, „Pina

Colada“ und „Long Island

Icetea“. „Exotic Dream“ nennt

sich der einzige ohne Alkohol.

Allerdings kommen alle Cocktails

fertig aus der Flasche.

Mit Eis und Dekoration schauen

sie dann zumindest wie

handgemacht aus. Dafür sind

sie relativ teuer. Fünf Euro

kosten die Cocktails mit und

vier ohne Alkohol. Ein Blick

auf die Webseite des Stadthafen

Recklinghausen lohnt.

Auch hier finden regelmäßig

Kulturveranstaltungen und

DJ-Parties statt.

RUHRSTRAND 54

Wer in Herdecke nach einer guten

Adresse sucht, dem empfehlen

wir den Zweibrücker

Hof. Der hoteleigene „Ruhrstrand

54“ lädt mit jeder Menge

Beachfeeling ein. In der auf

einem über 300 qm großen

Areal aufgebauten Strandbar

mit viel Sand und Palmen kann

man den Cocktail sehr schön

in einem Strandkorb, in über 60

Strandliegen oder direkt an einer

Bambusbar genießen. „Wir

liegen hier direkt am Ruhrtalradweg,

haben die Ruhr vor

der Haustür.“, sagt Veronika

Riepe, Chefin des Hotels.

Für die Saison 2013 empfiehlt

Barchef Branco Tifte seinen eigens

kreierten „54“, für den er

je 4cl Bananen-, Ananas- und

Orangensaft, 1cl Zitronensaft,

ein Spritzer Grenadine und Eiswürfel

in einen Shaker gibt, alles

gut durchschüttelt und im

Cocktailglas serviert. Alternativ

empfiehlt er einen „Campari

Tocco Rosso“: Eiswürfel,

drei frische Minzeblätter, 2cl

Campari und etwas Holunderblütensirup

in ein Cocktailglas

geben, mit Sekt erweitern und

dann mit einem Rosmarinstrauch

sowie einem Minzeblatt

dekorieren.

Fazit: Wenn in Dortmund,

Recklinghausen und Herdecke

die rote Sonne am Phönix- und

Buschmühlen-See, in die Ruhr

und in den Rhein-Hernekanal

versinkt, dann lassen sich

die romantischen Momente

des Sonnenuntergangs auch

hierzulande mit einem leckeren

Cocktail in der Hand genießen.

Es muss eben nicht

immer Capri sein.

TOP 55


Reise

WELLNESS & SPA HOTEL MOLITORS MÜHLE

Hier werden Träume wahr...

Reisegewinnspiel

Eisenschmitt am Flüsschen Salm ist ein

kleiner Ort in der Vulkaneifel. Das idyllische

Salmtal bietet die ansprechende Kulisse

für die zwischen fünf verträumten

Seen gelegene romantische, ehemalige

Mühle. Das malerische Ambiente spricht

für sich und ist ein echter Geheimtipp für

Individualisten. Der anerkannte Luftkurort

im verträumt gelegenen Tal bietet eine

Reihe von Aktivitäten um Geist und

Körper zu verwöhnen. Hier liegt das Wellness

& Spa Hotel Molitors Mühle.

Die absolut ruhig gelegene Mühle ist eingebettet

zwischen bunten Misch wäldern,

fünf hoteleigenen Seeweihern und dem

Flusslauf der Salm in der Nähe des Klosters

Himmerod. Der traditionsreiche Familienbetrieb

bietet mit komfortabler

Ausstattung neben der idyllischen Seeterrasse

mit Rosenpavillon, ein Kaminzimmer,

einen Wintergarten mit Hausbar

und traumhaften Blick über den Mühlensee.

Entspannen können sich die Gäste

in der Wellness-Oase mit Hallenbad

(ca. 31°C) und großer Saunalandschaft

mit finnischer Pfahlsauna, Schwimmmöglichkeit

im Badesee, einem Tecaldarium

und Dampfbad mit dem Motto Feuer und

Lava glut. Des Weiteren warten eine Bio-

Sauna, ein Rasul, ein Traumbad, ein Hamam,

sowie ostasiatische und ayurvedische

Behandlungen auf die Gäste.

Im Wellness & Spa Hotel Molitors Mühle,

mitten im Wanderparadies der Südeifel,

können Sie sich etwas gönnen. Das Hotel

bietet neben exklusiven kulinarischen

Genüssen auf Wunsch auch vegetarische

Küche und Diätküche. Besonders empfehlenswert

sind die Wildspezialitäten aus

den umliegenden Wäldern.

56 TOP


Top-Magazin-Wolfs-Juni-13-RZ.indd 1 03.06.13 09:43

Reise

Die Partymacher

Senthur Kokulathas

Jörg Prüser

GEWINNSPIEL

Unter dem Motto „Entschlackend und

kraftvoll in den Frühling“ bietet Molitors

Mühle seinen Gästen ein gesundes Arrangement

über 3 Übernachtungen. Kulinarisch

wird der Gast mit drei 4-Gang-

Wahlmenüs-HP verwöhnt. Mit dem Ziel

der Vitalisierung beinhaltet das Arrangement

ein Ayurvedisches-Entschlackungs-

Programm: Abhyanga ca. 80 Min., Upanahasveda

ca. 60 Min. und Padabhyanga

ca. 25 Min. (Ayur vedische Ganzkörper-,

Rücken- und Fußmassage).

MITMACHEN UND GEWINNEN

Wenn auch Sie an unserem Gewinnspiel

teilnehmen möchten, dann schreiben

Sie uns einfach eine Email an:

dortmund@top-magazin.de.

Teilnahmeschluss ist der 31.08.2013.

Unter allen Teilnehmern verlosen

wir einen Gutschein für zwei Personen,

über 5 Übernachtungen von Sonntag bis

Freitag mit Halbpension im Hotel für

Romantiker Molitors Mühle.

Der Gutschein ist nicht übertragbar, nicht bar auszahlbar.

An- und Abreisekosten gehen zu Lasten des

Gewinners. Gutschein ist einlösbar zu allen verfügbaren

Terminen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Gewinner wird schriftlich informiert und im

TOP Magazin veröffentlicht, seine Adresse zur Gewinnabwicklung

elektronisch gespeichert. Eine Weitergabe

der Teilnehmeradressen findet nicht statt.

INFOKASTEN

Hotel Molitors Mühle

54533 Eisenschmitt-Eichelhütte

Tel. +49 (0)6567 96 60

www.molitor.com

TOP 57


Lifestyle

RUBRIK ANZEIGE

Inspirationen aus der

Vergangenheit, dazu Chic

und Sportivität – so spannt

sich der modische Bogen

mit leichter Hand über die

Jahrzehnte.

Boss Orange

Üppigkeit wie im Garten Eden –

das ist das Motto eines entspannten

Sommerfeelings. Bei

diesen beiden Looks vereinigen

sich die Farben einer paradiesisch

inspirierten Kollektion.

58 TOP

58 TOP


Lifestyle

EINE TÜTE

BUNTES, BITTE!

Mode in Top-Form – starke Farben sind unterwegs.

Seit unserer Vorschau auf die ersten

modischen Frühlingsboten in

diesem Jahr ist eines unverändert

geblieben: das Wetter. Bis in den

Juni hinein blieb es kalt und ungemütlich

in unseren Gefilden. So ließen die

Temperaturen den Zugriff auf die tollen

Sommertrends kaum zu – und das ausgerechnet

in einer Saison, in der die

Farbpalette der Hersteller besonders

üppig ausfällt. Farbe und Weiß sind

ganz eindeutig die unübersehbaren

Schwerpunkte und modischen Highlights.

Neu ist, dass auch die Herren an

diesem Trend nicht vorbeikommen –

auch für sie steht die sprichwörtliche

Tüte Buntes bereit.

Der Modesommer 2013

Energie, Modernität und Klarheit sind

die Schlagworte für das sommerliche

Lebensgefühl, welches sich hoffentlich

noch bis in den Herbst retten lässt. Die

Vielfalt der Farben – ob intensiv oder

pastellig – ist im Grunde die stärkste

Aussage des Modesommers 2013. Sie

kommt selbstbewusst, manchmal sogar

fast provokativ daher und prägt den

Look der Saison. Inspirationen aus der

Vergangenheit, dezente Anleihen aus

den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts,

gern auch eine Prise aus den

Sechzigern, dazu Chic und Sportivität

– so spannt sich der modische Bogen

mit leichter Hand über die Jahrzehnte.

Dabei funktioniert Mode heute anders

als noch vor zehn Jahren: Stars, Sternchen,

Sportler, Blogger und wer immer

sich sonst noch auf dem Parkett der

Öffentlichkeit bewegt, setzen Maßstäbe,

und die Szene reagiert inzwischen

blitzschnell auf die Begehrlichkeiten der

Verbraucher. Viele große Werbekampagnen

setzen auf starke Persönlichkeiten,

die für Individualität und einen markanten

Stil stehen. In der Kombination mit

neuen Einflüssen entstehen dann die

spannenden Stilbrüche, die seit jeher

die Faszination der Mode ausmachen.

Demgegenüber kommt die Farbe Weiß

pur und adrett – vielfach auch transparent

– ins Blickfeld. Sie eröffnet wie

keine andere den Raum für interessante

Linienführungen, schmückende

Details und innovative Konstruktionselemente:

Man sieht einfach alles. Zur

Vielfalt des weißen Sommers gehören

Überflächenstrukturen und Silhouetten

ebenso wie Kombinationen von matten

und glänzenden Materialien. Genau

hinschauen lohnt sich – die Kontraste

sind fein, aber extrem wirkungsvoll.

Und natürlich finden sich auch in diesem

Sommer fernab der großen Trends

die aufregenden Einzelstücke für Individualisten,

die zwar nicht jeden Tag

gebraucht werden, die Trägerin zu passenden

Anlässen aber strahlen lassen–

ob nun mit oder ohne Sonne …

TOP 59

Wohlfühlen

rund um

Haar, Haut

und Seele

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44135 Dortmund

Tel: 0231 - 92726833

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Lifestyle

Hugo

Doppellagige Elemente, sparsam

inszeniert, ergeben eine

transparente Zerbrechlichkeit

mit starkem Ausdruck.

Airfield

Tierisch haarig: Angesagt ist,

was ein Fell hat.

Patrizia Pepe

Schmuck ist Deko, echt ist

Nebensache.

Airfield

Weiß ist längst nicht mehr

Weiß – Rosa, Grau, Beige

und Natur mischen diese

Farbe kräftig auf. Attraktiv

sind Drapierungen bei

den ansonsten schlichten

Kleidern – und ganz

nebenbei auch noch

freundlich zur Figur.

Strellson

Auch hier beeindruckt

der farbige Weißton.

Die Silhouetten sind

nach wie vor sehr

schmal, was dem

schlanken Herrn

entgegen kommt.

60 TOP


Michalsky

Haben Sie auch schon Ihre Absätze im

Schuh versteckt? Diese hier gehen sogar

zum Abendkleid – allerdings nur bis zu

einer gewissen Altersgrenze!

Lifestyle

Stills

Schmale weiße Hosen

sind die idealen

Sommerbegleiter.

Ganz wichtig sind

gute Stoffqualitäten

und eine perfekte

Passform.

NEU@

Airfield

Spitze ohne Schnörkel,

mal nicht im romantischen

Stil: Diese Optik bietet einen interessanten

Kontrast zum wertvollen

Material und eignet sich besonders

für sportliche Frauen.

Strenesse

Kontraste treffen aufeinander und

ergänzen sich. Weiß lässt alles zu

und befördert Details ins Blickfeld.

Die schlichte Form unterstreicht

den jugendlichen Ausdruck.

Hugo

Der perfekte Look: Exklusives

Material gepaart mit einem

unverwechselbaren Stil ist

das Geheimnis wirklich guten

Designs.

TOP 61

Kampstraße 41 · Dortmund-City

www.millis-corner.de


Lifestyle

MUST HAVES FÜR

Floris van Bommel

Gesehen bei

Vogelsang

Gesehen bei STRENESSE

Gesehen bei

van Laack Dortmund

Armed Angels

Wool & Co.

Gesehen bei Pauli & friends

Gesehen bei SØREN

Tagliatore, Monocrom,

Moma, Cinque, …

Antonia Zander

62 TOP

… Tigha,

Religion, Please,

Imperial, Mexicana

Gesehen bei LILLAS


DEN SOMMER

Lifestyle

Gesehen bei

Shoes & Bags

Jil Sander Navy

Barbara Schwarzer

Young Couture

Goldsign

Tyoulip

Sisters

Gesehen bei Millis

Gesehen

bei Quast

Set

Gesehen bei Treibgut.eu

Gesehen bei

1864Ortner

Current

Elliott

Marie Jo l’Aventure

Gesehen bei Ortner

Bogner

Woman

Norrona

Gesehen bei Gipfelstürmer

Gesehen bei RIGBY & PELLER

TOP 63


Lifestyle

WIE WICHTIG SIND SONNENBRILLEN

... UND BRAUCHE ICH MEHR ALS NUR EINE? VON INSA CANDRIX

Eines der wichtigsten und auffälligsten

Accessoires eines

jeden Sommers ist die Sonnenbrille.

Für manche Menschen

sind Sonnenbrillen nur ein

funktionaler Gegenstand, um

die Augen vor dem hellen Sonnenlicht

und den gefährlichen

UV-Strahlen zu schützen. Für

Andere wiederum sind sie ein

reines Mode-Accessoire.

Man kann die Sonnenbrille nicht

nur auf der Nase tragen, sondern

auch stylish ins Haar stecken. Somit bleibt

sie als Accessoire ein ständiger Eyecatcher.

Als Must-Have wird die Sonnenbrille

häufig unterschätzt, denn die Wirkung im

Gesamtbild eines Looks kann sehr facettenreich

sein. Durch unterschiedliche Sonnenbrillenformen

und -farben bekommt

das Outfit eine besondere Note. Stylishe

Sonnenbrillen passen zu Menschen mit

Sinn für Lifestyle. Und die haben ja auch

nicht nur ein paar Schuhe, eine Handtasche

oder eine Uhr ...

Die richtige Designer-Sonnenbrille kann

durchaus zum Begleiter für mehr als nur

eine Saison werden. Im Laufe der letzten

20 Jahre hat sich mein Sonnenbrillenfundus

stets erweitert und nur selten

habe ich mich von einer Brille getrennt.

RZ_Anzeige_218x100_sport:optic 19.06.13 14:26 Seite 1

Da sich auch

hier die Trends wiederholen, bin ich so

mit manchen Retromodellen immer wieder

modisch dabei.

Was ist diesen Sommer in der

Sonnenbrillenmode angesagt?

Pilotenbrillen sind nach wie vor zeitlos

schön und in dieser Saison sind die Farben

der Gläser in schillernden und bunten

Farben trendig. Aber auch runde Gläser

oder große „Monsterbrillen“ im 70er

Jahre-Style à la Flower-Power sind wieder

angesagt. Alles ist erlaubt, die Sonnenbrille

muss nur auffällig sein.

Jedoch nicht nur modebewusste Menschen,

sondern auch Sportliebhaber sollten

wissen, wie wichtig es ist, die richtige

Sonnenbrille auszuwählen,

zum Beispiel bei Sportarten wie

Laufen, Rad- oder Motorradfahren,

beim Tennis – und Golfspielen,

Bergwandern oder auch bei

diversen Wassersportarten und

sogar beim Angelsport.

Sportbrillen unterscheiden sich

von modischen Sonnenbrillen dadurch,

daß sie nicht nur cool aussehen

und UV-Schutz bieten, sondern

vor allem auch sehr funktional ausgestattet

sind. So ermöglichen sie

dem Träger z. B. je nach Witterungsverhältnissen

auch die Filterfarbe der Gläser

zu wechseln. Somit hat der Sportler in

jeder Situation den optimalen Durchblick.

Aber aufgepasst

Finger weg von extrem günstigen Sonnenbrillen.

Diese gibt es zwar in modischer

Ausführung, aber die häufig qualitativ

minderwertigen Billiggläser können den

Augen bleibende Schäden zufügen. Achten

Sie auf das CE-Zeichnen am Fasssungsrahmen,

dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Um für sich die optimale Sonnenbrillenform

und Glasart (Tönung, Entspiegelung,

und/oder Polfilter) zu finden, empfehle

ich eine professionelle Beratung in einem

Optik fachgeschäft.


Eure Insa

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Sportbrillen

Brillen

Contactlinsen

Augentraining


ANZEIGE LIFESTYLE

Das Villa-Wesco-Team vor dem neuen Haus 2: Miriam Wilke, Martina Diehl, Pia Spaan-Wesser,

Aloys Schäckel und Lisa Hillmers (von links)

VILLA WESCO

BEKOMMT ZUWACHS

NEUERÖFFNUNG

Kochgeschirr im Haus 2 – großes Angebot für alle Herdarten

Seit Ende November hat auf dem

Gelände der Villa Wesco in Arnsberg-Hüsten

ein zweites Haus seine

Tore geöffnet. In den neu gestalteten

Räumen werden eine große Auswahl an

Kochtöpfen, Pfannen und Brätern von

Wesco sowie praktische Küchenhelfer

von Gefu angeboten. In der integrierten

Showküche sind regelmäßige Kochvorführungen

geplant – zur Eröffnung wurde

dort bereits die neue Kochgeschirrserie

Terragan aus dem Hause Wesco

vorgestellt. Das Terragan-Kochgeschirr

ist aus Aluminium-Handguss gefertigt,

mit einer hochwertigen Oberflächenveredelung

versehen und extrem langlebig.

Angeboten wird ein breites Sortiment

aus Pfannen, Töpfen und Brätern für

die Herdarten Gas, Elektro, Halogen und

Glaskeramik sowie eine umfangreiche

Auswahl für Induktionsherde. Die neue

Terragan-Serie wurde von der Wesco-

Chef-Köchin Pia Spaan-Wesser getestet

und empfohlen.

In der Showküche des neuen

Wesco-Hauses sind regelmäßige

Kochvorführungen

geplant.

Im neuen Haus 2 gibt es wechselnde Angebotsaktionen

mit Pfannen und Töpfen.


Comic

TOP MAGAZIN DORTMUND

erscheint im Verlag

Winnie Live Media GmbH & Co. KG

Am Ossenbrink 20, 58313 Herdecke

Tel. 0 23 30-892 88 80 · Fax 0 23 30-892 88 78

www.top-magazin-dortmund.de

E-Mail: w.appel@top-magazin.de

Verleger und Herausgeber: Winfried Appel (ViSdP)

Redaktion: Winfried Appel (ViSdP), Falk Bickel (CvD)

Autoren: Winfried Appel, Falk Bickel, Jens Büchling,

Insa Candrix, Martina Lode-Gerke, Sebastian Bartoschek,

Martin Krehl, Bruno Knust, Holga Rosen, Holger Steffens,

Britta Röttger, Manuela Schwerte, Isabella Thiel (Foto)

Artdirektion: Marcus Lazzari,

roeske + lazzari, Dortmund, www.roeske-lazzari.de

Fashionberatung: Insa Candrix

Druck: Hitzegrad, Auf dem Brümmer 9, 44149 Dortmund

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion und des Verlages wieder. Für unverlangte

Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine

Verantwortung. Sämtliche Termin- und Ortsangaben beruhen

auf Informationen der Veranstalter und sind ohne Gewähr.

Nachdruck von Beiträgen und Fotos, auch auszugsweise, nur

mit vorheriger Genehmigung. Die Urheberrechte der vom TOP

Magazin konzipierten Beiträge, Abbildungen und Anzeigen liegen

beim Verlag. TOP Magazin erscheint viermal pro Jahr. Die

nächste Ausgabe erscheint im September 2013.

TOP MAGAZIN

ist ein eingetragenes Warenzeichen und erscheint in Lizenz

der / verantwortlich für den Titel:

TOP OF THE TOPS & TOP MAGAZIN

International GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG

Wenzelgasse 28 · 53111 Bonn

Telefon (02 28) 96 96-230 · Telefax (02 28) 96 96-242

E-Mail: info@top-magazin.de

Internet: www.top-magazin.de

Geschäftsführung: Ralf Kern

Assistenz der Geschäftsführung: Michaele Dum-Raida

m.dum-raida@top-magazin.de

Managementassistentin: Janina Wallenfang

j.wallenfang@top-magazin.de

Projektleitung: Andrea Volksheimer

a.volksheimer@top-magazin.de

Chefredaktion: Stephanie Bulang-Matern

s.bulang-matern@top-magazin.de

Grafik: Stephan Förster

foerster@top-magazin.de

Webdesign: Dominik Seeger,

d.seeger@top-magazin.de

Titelfoto: www.istockphoto.com · Bild-Nr.: 19945520

HOLGA ROSEN, …

Jahrgang 1970, lebt und arbeitet in Dortmund.

Nach der Schule absolvierte er ein Praktikum

in einer Werbeagentur, studierte einige

Semester Graphik-Design und Kamera, Film/

Fernsehen und schlug sich dabei als Taxifahrer

durch. Anfang 1998 begann er seine Tätigkeit

als freier Cartoonist, zunächst als Zeichner

der RUHR-NACHRICHTEN-Kolumne „StadtneuRosen“,

in der er Woche für Woche das

Geschehen in seiner Heimatstadt kommentiert.

Inzwischen erscheinen seine Cartoons

auch überregional, unter anderem in TITANIC

und EULENSPIEGEL, auf Postkarten sowie

in diversen Cartoonsamplern des LAPPAN-

Verlags. Neben seiner Arbeit als Cartoonist

betreibt er mit Freunden das traditionsreiche

Filmkunsttheater ROXY in der Nordstadt und

ist Sänger der Elektro-Pop-Band HOPE TO

MEET JAGGER. www.HolgaRosen.de

In Lizenz erscheint TOP MAGAZIN mit der Sommerausgabe

2 / 2013 in den Städten und Gebieten:

Aachen, Berlin, Bielefeld, Bodensee, Bonn, Bremen, Chemnitz,

Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Hamburg,

Hannover, Karlsruhe/Baden-Baden, Heilbronn, Koblenz,

Köln, Leipzig, Luxembourg, Mainz, München, Münster, Neuss,

Niederrhein, Nürnberg, Osnabrück, Regensburg, Reutlingen,

Rhein-Neckar, Ruhr (Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen,

Mülheim, Oberhausen), Saarland, Sauerland, Siegen-Wittgenstein,

Stuttgart, Thüringen, Trier, Ulm/Neu-Ulm,

Würzburg, Wuppertal.

Insgesamt 40 TOP MAGAZINE mit einer Gesamtauflage

von 478.000 Exemplaren.

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 31 vom 01.01.2013

TOP TEN

verantwortlich für die Seiten: 67-74

TOP Promotion Verlags & Marketing GmbH

Sonnenstraße 9, 52152 Woffelsbach am See

Telefon 02473-93 70 96 · Fax 02473-93 70 98

top-ten@top-magazin.de · www.top-ten-magazin.de

Geschäftsführung: Thomas Schneider,

Beate Schneider (ViSdP)

Anzeigenleitung: Beate Schneider,

b.schneider@top-magazin.de

Verlagsrepräsentanz: Wolfgang Habedank, Fedra Sayegh

Chefredaktion: Caroline Schiedt, c.schiedt@top-magazin.de

Ressort Uhren und Schmuck: Caroline Schiedt

Redaktion: Silke Frenzel, Beate Schneider, Caroline Schiedt

Fotos: Fotolia

Layout/Gestaltung: Alexander Mack, www.Zweisieben.de

Druck: Weiss-Druck GmbH & Co. KG, Monschau

Der TOP TEN-Bogen erscheint mit einer Auflage von 188.000

Exem plaren in den Städten: Berlin, Dortmund, Düsseldorf,

Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und

Stuttgart sowie in Aachen.

66 TOP


WIRTSCHAFT | ANZEIGE

HOCHTAUNUS-KLINIKEN IM LICHT

DER CENIT LEUCHTEN GMBH

Zwei neue Klinik-Standorte in Usingen und Bad Homburg werden von der Cenit Leuchten

Gmbh mit der neuesten CENIT LED-Technik für Reinraumleuchten ausgestattet.

Nachhaltig und Hochwertig –

Das Kernkonzept der neuen

Kliniken

Nachhaltige Energieversorgung ist der

zentrale Bestandteil des Klinikkonzeptes

für die Neubauten der Klinik-Standorte in

Usingen und Bad Homburg, die noch in

diesem Jahr fertiggestellt werden sollen.

Begrünte Dachflächen, begrenzte Gebäudehöhen,

Frischluftschneisen und

Grüngürtel im Aussenbereich sind nur einige

der Besonderheiten, die das Klinikkonzept

ökologisch und optisch zu etwas

Besonderem machen.

Auch optisch wurden die Standorte

aufeinander abgestimmt. So wurde neben

der einheitlichen Wandgestaltung

auch viel Wert auf die Beleuchtung gesetzt.

Über 2000 LED-Reinraumleuchten

in beiden Standorten

verbaut

Über 2000 LED-Reinraumleuchten hat

die Cenit Leuchten GmbH in den beiden

Standorten verbaut. Hiermit wurde

ebenso ein optisches sowie auch hoch

energieeffizientes Highlight gesetzt. In

Bereichen mit erhöhten hygienischen

Anforderungen ist es die Sicherheit,

die eine Entscheidung für hochwertige

Lichtlösungen begründet.

Daher fiel die Wahl auf die Cenit Leuchten

GmbH, die mit Dipl.-Ing. Volker Werth

als Geschäftsführer seit Jahren eines

der erfahrensten Unternehmen in der

Beleuchtungsbranche ist.

OP-Räume, Aufwachzimmer, Patientenzimmer,

Laborräume – Bereiche mit

höchsten Anforderungen an Hygiene und

Sicherheit – ebenso Büroräume, Flure

und andere Räume werden von Volker

Werth mit der neuesten Cenit LED-Technik

ausgestattet.

Die Cenit Leuchten GmbH liefert an alle

grossen Pharmakonzerne in Deutschland

ihre neue Generation an LED-Reinraumleuchten.

Referenzen der Cenit Leuchten GmbH

sind auf der Internetpräsenz unter:

www.cenit-leuchten.de zu sehen.

Abblidungen: YOLANDE Verwaltungsgesellschaft

mbH und Co. Vermietungs KG

Cenit Leuchten GmbH

Altenhofer Weg 64

58300 Wetter (RuhR)

Tel: +49 (0) 23 35 / 68 13 81

Fax: +49 (0) 23 35 / 68 37 56

www.cenit-leuchten.de

info@cenit-leuchten.de

TOP 75


Haut und Haar

AIRCUT IM KINKYS

« kinky, engl. = verrückt, verdreht, schrullig. Kinky hair = kräuseliges Haar »

Man kann im Sommer prächtig an der frischen Luft sitzen. Oder ein Glas Wein oder ein Bohnengetränk

genießen. Man kann zum Friseur gehen, um es luftiger während der Sommermonate

zu haben. Oder man geht einfach zu „Kinkys im Park“ und macht alles gleichzeitig.

Denn wo andere Kunden im Sommer unter

warmen Trockenhauben in ebenso

warmen Friseurläden sitzen, geht es bei

Friseurmeister Frank Griewel ganz anders

zu: hier können Kunden sofern sie

mögen im Freien sitzen und die Annehmlichkeiten

eines Cafébesuches mit einem

Friseurtermin verbinden – beim Aircut.

Das Kuriose: Griewel hat seine Residenz

in einem ehemaligen Toilettenhäuschen

gleich neben dem Biergarten „Erdmann“

und dem ehemaligen Museum am Rande

des Westparks eingerichtet. Die Idee kam

dem Dortmunder, als er 2002 mit einem

mobilen Friseurstuhl mitten im benachbarten

Biergarten zur Unterstützung der

Oder-Hochwasser-Opfer Gästen die Haare

schnitt. Seitdem hat ihn die Idee nicht

mehr losgelassen, einen Friseursalon mit

„Open-Air-Option“ zu betreiben.

Kurz darauf stieß Griewel auf den denkmalgeschützten

Bau aus dem Jahre 1927,

der ursprünglich für gelegentliche Notdürfte

des damaligen benachbarten

Markts gebaut wurde. Bei einem Spaziergang

durch den Westpark fiel dem 45-Jährigen

auf, dass das Objekt leer stand.

Nach einigen Recherchen beim Liegenschaftsamt

der Stadt Dortmund und einigen

Besichtigungen mit einem befreundeten

Architekten stand sein Entschluss

fest: das soll es sein. Kurzerhand kauft

Griewel das Gebäude und nach mehr als

einem Jahr aufwendigen Renovierungen

und Umbauten eröffnete im Februar 2005

das „Kinkys“ seine Türen.

Mit dem Kopf im Bidet

Doch anstatt die Vergangenheit des

Klohauses zu verbergen, entschloss

sich Griewel das Thema in sein Konzept

einzubauen. Noch heute staunt so

ziemlich jeder, der zum ersten Mal

einen Fuß in den Laden setzt, über

die ehemalige Urinal rinne, die heute

einigen Goldfischen ein neues Zuhause

gibt. Genauso ungewöhnlich

geht es auch zu, wenn den Kunden

ordentlich der Kopf gewaschen

wird: auf bequemen Hochliegen mit

dem Gesicht ins Gebälk des alten

Gemäuers gerichtet, waschen der

Friseurmeister und sein Team den

Kunden die Haaren in umfunktionierten

Bidets – die natürlich neu

und unbenutzt installiert wurden.

76 TOP


Haut und Haar

„Mir war die Atmosphäre wichtig“, erklärt

Griewel. „Ich wollte keinen Friseurladen,

in dem man sich auch wohlfühlt, sondern

einen Ort, an dem man sich wohlfühlt –

und an dem auch Haare geschnitten werden.“

Doch ein wichtiger Aspekt stand

stets im Vordergrund: bei entsprechenden

Temperaturen auch die Möglichkeit

zu haben, inmitten der Westparkatmosphäre

auch draußen schneiden zu können.

Eine Idee, die großen Anklang findet:

im Sommer verzichten nur die wenigsten

darauf im Freien zu sitzen – bei Regen

auch unter der geschützten Veranda.

Käffchen gefällig?

Dann kam die Sache mit dem Café. Bei

den Kunden machte sich die Angewohnheit

breit, sich mit einem Kaffee kurz vor

den Laden zu setzen, zu plaudern, Leute

zu treffen. 2007 war es soweit: das Kinky

Café kam dazu. Zunächst noch etwas

zaghaft nur sonntags geöffnet entwickelte

sich das Café unter der Leitung von

Barrista Michael Riechey zu einer fester

werdenden Institution. Zwar lohnt der Betrieb

während der Wintermonate kaum,

doch sobald die Außentemperaturen konstant

in den zweistelligen Bereich wachsen,

trifft sich um das alte Klohäuschen

eine eingeschworene Kundschaft, die gerade

die familiäre Atmosphäre schätzt.

Das Getränkeangebot reicht inzwischen

von allen denkbaren Cafévarianten über

Tannenzäpfle Pils bis hin zu ausgesuchten

Weinen. Wer allerdings glaubt, dass

man als Erstbesucher argwöhnisch von

den Stammkunden als fremdes Artefakt

beäugt wird, liegt falsch. Als sei selbstverständlicher

nichts auf der Welt stellt

Riechey das bestellte Getränk auch schon

mal direkt an den Tisch von anderen Gästen

– sofern er meint, dass die Leute gut

zusammenpassen.

Bunt geht es zu

Denn genau davon lebt

das kleine Café: von

Kommunikation. Von

Fremden, die zu Bekannten

werden. Das

ist halt Ruhrgebiet,

das ist halt Westpark.

Heute sind Friseurladen

und Café zu einem

Treffpunkt für Stammkunden

aus dem inzwischen

angesagten

Unionviertel und dem Kreuzviertel geworden.

Man trifft Kreative, Musiker,

schräge Vögel, schrullige Nachbarn,

hochseriöse Manager, gutbetuchte Unternehmer

– kurzum: im Café geht es

mitunter ähnlich bunt zu wie auf der

Haarfärbepalette. Und nicht selten ist

schon der eine- oder andere wegen eines

Haarschnitts gekommen und auf einen

Wein anderntags wieder erschienen.

„Für mich ist hier schon ein kleiner

Traum in Erfüllung gegangen“, betont

Michael Riechey. „Kinkys ist mehr als

nur ein Friseur mit Café. Es ist ein kultureller

Treffpunkt im Viertel geworden,

der seinen kleinen, aber feinen Beitrag

für die Vielfalt hier im Quartier leistet.“

Und tatsächlich: in Zusammenarbeit

mit einigen anderen Protagonisten des

Viertels stellt Griewel mit seinem Team

auch immer wieder neue Aktionen auf

die Beine. Ob als Mitorganisator des

Westparkfestes oder als Initiator von

Ausstellungen und Konzerten, die immer

wieder im Laden selbst stattfinden

ist Kinkys schon lange mehr als nur ein

angesagter Szenefriseur geworden – was

Griewel eigentlich gar nicht so gern hört.

Und dennoch nehmen viele seiner Kunden

selbst Anfahrten von hundert Kilometern

und mehr in Kauf, um sich hier

in die Obhut von Griewel und seinem

Team zu begeben. Wer also meint, er

könne mal eben auf ein Käffchen vorbeischauen

und sich mal ganz nebenbei

auf rasch das Haar kürzen oder

tönen lassen, dem sei vorsichtshalber

gesagt: ein Käffchen gibt’s sicherlich

auch sofort, einen Termin allerdings

sollte man besser vorher vereinbaren.

Text und Fotos: Holger Steffens

TOP 77

PARKETT KRAMER

PARKETTVERLEGUNG – MEISTERBETRIEB

PARKETT KRAMER

Inhaber Marcus Kramer

Erfurter Straße 30

44143 Dortmund

Tel: 0231/216147

info@parkett-kramer.de

www.parkett-kramer.de


Beraterforum | Anzeige

ERLEICHTERUNGEN BEI DER

RECHNUNGSLEGUNG

Bilanzierung von sogenannten Kleinstkapitalgesellschaften

Im Handelsrecht und vorzugsweise im Steuerrecht wird vielfach von Vereinfachung gesprochen. Seit Ende

2012 gibt es nun das „Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz“, kurz „MicroBilG“.

Im Handelsrecht und vorzugsweise im

Steuerrecht wird vielfach von Vereinfachung

gesprochen. Seit Ende 2012 gibt

es nun das „Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz“,

kurz „MicroBilG“.

Dieses Gesetz soll den Kleinstkapitalgesellschaften

bei der Aufstellung

ihrer jährlichen Bilanz nebst Gewinnund

Verlustrechnung Erleichterung

verschaffen. Fraglich ist, ob die Erleichterung

für diese Gesellschaften

tatsächlich spürbar ist, oder ob es sich

doch (mal wieder) mehr um einen Papiertiger

handelt.

Wie war es bisher?

Das Handelsgesetzbuch kannte bisher

drei Größenklassen von Kapitalgesellschaften,

wobei es sich bei der deutlich

überwiegenden Zahl um solche

in der Rechtsform der GmbH handelt.

Kleine Kapitalgesellschaften waren bisher

solche, die folgende Merkmale an

2 aufeinander folgenden Bilanzstichtagen

nicht überschritten:

• Bilanzsumme: € 4.840.000,00

• Umsatzerlöse: € 9.680.000,00

• Jahresdurchschnitt

Arbeitnehmerzahl: 50

Etwa 80 % aller Kapitalgesellschaften

in Deutschland fallen in diese Größenordnung,

insoweit kann auf die Darstellung

darüber an dieser Stelle verzichtet

werden.

Diese Gesellschaften mussten Jahr für

Jahr einen Jahresabschluss aufstellen,

der neben der Bilanz nebst Gewinn-

und Verlustrechnung auch einen

Anhang aufwies. Für diesen Anhang

wiederum gibt es einen Katalog von

Mindest-/Pflichtangaben, die dort darzustellen

sind.

Bis 2006 musste dieser Jahresabschluss,

allerdings ohne Gewinn- und Verlustrechnung,

beim Handelsregister in Papierform

hinterlegt werden, um interessierten Dritten

(Auftraggeber/Kunden/Lieferanten)

die Möglichkeit der Einsichtnahme zu

geben. Dies war zwar per Gesetz vorgeschrieben,

wurde aber in der Praxis nicht

gelebt, da die Nichteinreichung von den

Handelsregistern in der Regel nicht sanktioniert

wurde.

Eben wohl aus diesem Grunde und im

Zuge des technischen Forschrittes und

der Digitalisierung musste ab 2007 alsdann

der Jahresabschluss, nach wie

vor ohne Gewinn- und Verlustrechnung,

im elektronischen Bundesanzeiger

innerhalb von 12 Monaten nach Geschäftsjahresschluss

in digitaler Weise

veröffentlicht werden. Fortan wurden

Verstöße gemahnt, die zweite Mahnung

war zugleich mit einem Bußgeld

von mindestens € 2.500,00 belegt.

Aktuelle Regelung:

Die Größenklasseneinstufung der Kapitalgesellschaften

erfolgte bisher in §

267 HGB. Seit dem 28. Dezember 2012

gibt es nun zusätzlich den § 267a HGB,

wo die Kleinstkapitalgesellschaften geregelt

sind. Dies sind Gesellschaften,

die folgende Merkmale an 2 aufeinander

folgenden Bilanzstichtagen nicht

überschritten:

• Bilanzsumme: € 350.000,00

• Umsatzerlöse: € 700.000,00

• Jahresdurchschnitt

Arbeitnehmerzahl: 10

Worin bestehen nun die (vermeintlichen)

Erleichterungen?

Die Kleinstkapitalgesellschaften müssen

ihren Jahresabschluss nicht um

den Anhang erweitern, wenn sie einige

wenige Angaben stattdessen „unterhalb“

der Bilanz anbringen. Dabei handelt

es sich lediglich um sog. Haftungsverhältnisse

und ggf. an die Geschäftsleitung

gezahlte Vorschüsse/Kredite.

Darüber hinaus kann die Aufgliederung

der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

gröber ausfallen, als bei

der oben dargestellten „kleinen Kapitalgesellschaft“.

Dieser Aspekt dürfte

allerdings in der Praxis von absolut

78 TOP


Beraterforum | Anzeige

untergeordneter Bedeutung sein, da

dieses Mehr oder Weniger an Gliederung

durch gängige Buchhaltungssoftware

so oder so auf „Knopfdruck“ abgebildet

werden kann.

Sowohl die Hausbank als auch das Finanzamt

werden weiterhin erheblich

mehr Informationen verlangen, als die

nach dieser neuen Vorschrift mindestens

darzustellenden Werte im Jahresabschluss.

Letztlich gibt es noch eine Erleichterung

dergestalt, dass der Jahresabschluss

einer Kleinstkapitalgesellschaft

zum einen beim Bundesanzeiger nur

noch „hinterlegt“ werden muss, was

gleichermaßen auch elektronisch passieren

wird, und zum anderen interessierte

Dritte diesen nicht unmittelbar

einsehen können, sondern nur auf Antrag

eine Kopie übermittelt bekommen.

Demjenigen, der sich in der Vergangenheit

damit schwer getan hat, seine Zahlen

im elektronischen Bundesanzeiger

zu veröffentlichen, mag diese Regelung

vorteilhaft erscheinen, weil der vom

interessierten Dritten zu betreibende

Aufwand zur Einsichtnahme höher ist.

Aber letztlich kann der Dritte im Großen

und Ganzen die gleichen Informationen

wie bisher bekommen.

Übrigens gelten diese Vorschriften

nicht nur für reine Kapitalgesellschaften,

sondern auch für Personengesellschaften

wie die GmbH & Co. KG, soweit

der einzig persönlich haftende

Gesellschafter wiederum eine Kapitalgesellschaft

ist.

Wohl doch mehr ein

Papiertiger!

Wenn überhaupt, liegt der Vorteil darin,

dass die Kleinstkapitalgesellschaft

zukünftig keinen Anhang mehr aufstellen

muss, es sei denn, die finanzierende

Hausbank verlangt weiterhin danach.

Ansonsten wird diese Neuregelung

in der Praxis wohl kaum als Vorteil

oder Erleichterung wahrgenommen

werden.

Dieser Beitrag soll das Thema in möglichst

allgemeinverständlicher Sprache darstellen

und ersetzt keinesfalls das Gespräch

mit Ihrem steuerlichen Berater!

Fotos: Isabella Thiel

SOZIETÄT HAASE + PFORR

STEUERBERATER

Info: Peter Pforr

Sozietät Haase + Pforr | Steuerberater

Dipl.-Finw. Thomas Haase | Peter Pforr

Hauptsitz der Sozietät

Schwanenwall 23

44135 Dortmund

Telefon: (0231) 557047-0

Telefax: (0231) 557047-77

Zweigniederlassung

Heidbrache 27

58097 Hagen

Telefon: (0231) 557047-80

Telefax: (0231) 557047-88

E-Mail: info@shp-steuerberatung.de | Web: www.shp-steuerberatung.de

Tätigkeitsschwerpunkte:

Beratung sowie Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen,

für alle Gesellschaftsformen, Unternehmensumwandlung,

Ärzte- und Apothekenberatung, Vereinsbesteuerung / Gemeinnützigkeit,

Betriebswirtschaftliche Beratung/Erfolgs- und Liquiditätsplanung,

Existenzgründung, Erstellung von Finanz- und Lohnbuchhaltungen,

Baulohn

TOP 79


Event

SIDNEY HOFFMANN AM START BEIM

RED BULL SEIFENKISTENRENNEN

Er macht den unscheinbarsten Gebrauchtwagen

zur Rennschüssel und verleiht jedem

erdenklichen Fahrzeug einzigartigen

Style. Jetzt stellt sich Sidney Hoffmann,

der PS-Profi aus dem Pott, einer ganz besonderen

Herausforderung: Dem Bau der

ultimativen Seifenkiste.

Beim diesjährigen Red Bull Seifenkistenrennen

wird Sidney in der Jury sitzen

und darüber entscheiden, welches der

70 teilnehmenden Teams einen Platz

im Rennsportolymp verdient hat. Doch

Sidney wäre nicht Sidney, wenn er nicht

selbst Hand anlegen würde: In seiner

Dortmunder Tuningwerkstatt kreiert

der Bastelprofi aktuell eine Seifenkiste,

die so manchen Formel-1 Boliden in den

Schatten stellen wird. „Seifenkisten bauen

ist doch eigentlich die reinste Form

des Tunings: es geht darum, ein Fahrzeug

zu basteln, das vollkommen ohne

PS ordentlich Geschwindigkeit auf die

Straße bringt und gleichzeitig auch optisch

umhaut“, so Sidney. „Das ist eine

Herausforderung ganz nach meinem Geschmack!

Als Jury-Mitglied bin ich außerdem

schon sehr gespannt, was sich

die Teams alles so einfallen lassen. Ich

hoffe auf jede Menge Style!“

Ebenso wie die selbstgebastelten Boliden

der besten 70 Teams wird auch

die Tuning-Kiste des Meisters beim

Red Bull Seifenkistenrennen am 14. Juli

in Herten präsentiert – kein geringerer

als Sidney selbst wird mit ihr vor

tausenden Zuschauern die steile Rennstrecke

herunterbrettern, außerhalb

der Konkurrenz natürlich.

Die Teams für das Red Bull Seifenkistenrennen stehen fest

Es war ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen: Einmal wie ein Formel-1-Pilot den Rausch der

100 Teams waren angetreten und haben im Geschwindigkeit spüren und den Jubel von tausenden

Webvoting um die meisten Stimmen gekämpft.

von Zuschauern genießen. Langweili-

Jetzt stehen die 70 überzeugendsten Crews ge Bleifüße haben keine Chance: Die selbstgebastelten

fest, die beim Red Bull Seifenkistenrennen

Boliden der Teams müssen auf

am 14. Juli im Landschaftspark Hoheward in externe Energiequellen verzichten, für rasante

Herten den Rennsportolymp erklimmen wollen.

Geschwindigkeiten sorgen die gute alte Han-

Von der wilden Emma bis zum rasenden gabtriebskraft und natürlich die Leidenschaft

Wikinger – die verrückten Pläne der kreativen der Anschieber. Von einer VIP-Jury werden die

Hobbypiloten versprechen jede Menge Spaß. Kreativität der Seifenkisten und die Team-Per-

formance bewertet – die Zuschauer können

also mit einem Angriff auf ihre Lachmuskeln

rechnen. Auf die Teams wartet die abwechslungsreichste

und bunteste Rennstrecke der

Welt: 500 Meter lang, zehn bis 15 Prozent

Gefälle und jede Menge fahrerische Herausforderungen.

Dann wird sich zeigen, welche

Boliden das Zeug zum Kisten-Schumi haben.

Der Event wird live auf ServusTV und im Web

auf redbullseifenkistenrennen.de gezeigt.

80 TOP


Event

EIN FESTIVAL WIRD VOLLJÄHRIG

DAS LINE UP FÜR DAS 18. JUICY BEATS FESTIVAL AM SAMSTAG

27. JULI IM DORTMUNDER WESTFALENPARK IST KOMPLETT.

Auf über 20 Bühnen und Floors verwandeln

rund 40 Bands und 100 DJs den

gesamten Park in eine der schönsten

Festival-Locations der Republik. Zur

18. Auflage des größten Electronic- und

Independent-Music-Festivals in NRW

spielt Marteria eine exklusive Live-

Show. Weitere zum Teil internationale

Top-Acts sind Fritz Kalkbrenner, The

Notwist, Leslie Clio, Left Boy, Crystal

Fighters, MC Fitti, Friska Viljor, 257ers,

Ian Pooley, Macka B, Moop Mama, Konono

No.1, Kid Simius, Catz ‘N Dogz,

Tube & Berger, Larse, Grossstadtgeflüster,

Weekend, Käptn Peng, Ewert & The

Two Dragons, Hans Nieswandt, When

Saints Go Machine, Susanne Blech,

Megaloh und Me And My Drummer. Zu

dem 16-stündigen Festivalspektakel von

zwölf Uhr mittags bis vier Uhr nachts

werden bis zu 30.000 Gäste erwartet.

40 Bands und 100 DJs bieten

breit gefächertes Programm

Mit Marteria spielt einer der derzeit erfolgreichsten

deutschsprachigen Pop-

Acts seine einzige NRW-Show im Festivalsommer

2013. Seit dem Chart-Stürmer

„Lila Wolken“ läuft der Ausnahme-

Rapper fast überall auf Heavy Rotation.

Electronic Beats auf höchstem Niveau

verspricht der Berliner Produzent, Sänger

und DJ Fritz Kalkbrenner als letzter

Live-Act auf der Hauptbühne. Bereits

zum zweiten Mal tritt die Weilheimer

Indie-Legende The Notwist im Park auf.

Mit dem extravaganten Left Boy aus New

Mit dabei auf der Mainstage: Marteria.

© H&H Photographics

York kündigt sich außerdem einer der

internationalen Durchstarter des Jahres

an. Weitere Highlights sind die neue

deutsche Soulhoffnung Leslie Clio sowie

die Electro-Folk-Band Crystal Fighters.

Mit den 257ers, Megaloh, Weekend und

MC Fitti performen gleich vier aktuelle

Shooting Stars der Rapmusik-Szene. Letzterer

besticht neben enormem Spaßfaktor

mit Vollbart und jeder Menge Konfetti

und geht derzeit beim Bundesvision Song

Contest an den Start. Feinsten Indie-Pop

mit abwechslungsreichem Instrumentarium

bieten die Schweden Friska Viljor als

letzter Act auf der FZW Bühne.

Globaler Styleclash

Einen globalen Styleclash auf höchstem

Niveau verspricht die Bühne von

Radio Funkhaus Europa: Konono No.1

aus dem Kongo mischen elektronische

Sounds mit traditionellen Metallinstrumenten,

die Münchner Moop Mama

vereinen Rap- und Blasmusik und die

sexköpfigen Kumbia Queers aus Mexico

begeistern mit einem überdrehten

Bühnenspektakel. Singer-Songwriter

Pop wiederum präsentiert das Konzerthaus

auf der „Pop Abo“-Bühne mit den

Esten Ewert and the Two Dragons, den

Kopenhagenern When Saints Go Machine

und dem Luxemburger Indie-Trio Say

Yes Dog. Die Ruhrpott-Electro-Punker

Susanne Blech feuern ihre Partykanone

im Relentless Energy Circus ab und

mit Makka B kann man sich zudem auf

einen echten Reggae-Klassiker freuen.

Macht sich bald auf den Weg nach

Dortmund: Friz Kalkbrenner.

TOP 81


Schwerte

ZWISCHEN WELTTHEATER

UND KLEINKUNSTWOCHEN

Ganz so, wie es aussieht und oft gemutmaßt wird, ist es nicht: „Oh, nein, das Kulturbüro in Schwerte ist nicht nur für Welttheater und

Kleinkunstwochen zuständig“, Heike Pohl lacht angesichts bisweilen zweifelnder Kritik an iher Dienststelle. Die Leiterin des Schwerter

Kulturbüros und ihre Mitarbeiterin sind zwar schon mehr als ausgelastet mit der Organisation und Durchführung der beiden Schwerter

Kultur-Höhepunkte: „Aber irgendwie finden wir noch hier und da ein bisschen Zeit uns um die Kulturschaffenden in der Stadt zu kümmern.“

Heike Pohl ist ein sogenanntes Eigengewächs

der Stadtverwaltung, sie hat von

der Pike auf im Schwerter Rathaus vieles

gelernt, was sie heute als Büroleiterin

braucht. Zwei geschlagene Jahrzehnte

Berufsleben hat sie im Kulturbüro verbracht

und vor eineinhalb Jahren ihren

langjährigen Chef Herbert Hermes in der

Büroleitung beerbt. Hermes als Ikone des

Schwerter Kulturlebens und Heike Pohl

als fleißige, ebenso umsichtige wie umtriebige

Stellvertreterin waren ein kongeniales

Paar. Bis Hermes in den Ruhestand

gehen musste, Heike Pohl nachrückte und

eine weitere Planstelle im Kulturbüro

wegfiel. „Jetzt fehlt mir der Spannmann,“

kritisiert Heike Pohl den Ist-Zustand als

Ganz-Allein-Verantwortliche. „Man muss

jemanden gegenüber haben, den man fragen

kann, der relativiert, Ideen bewertet,

auf Fehler und Versäumnisse aufmerksam

macht. Jetzt mache ich alle Fehler selbst.“

Dabei, räumt die sympathische Chefin

aber gleich ein, gehen ihr Kolleginnen

und Kollegen aus vielen Bereichen der

Verwaltung und vor allem aus dem

stadteigenen Betrieb Kultur- und Weiterbildung

KuWebe schon zur Hand, so gut

sie können. Die Männer vom Bauhof, das

sagt Heike Pohl auch gleich ungefragt dazu,

die sind ihr wichtig: „Was die zum Beispiel

beim Welttheater noch abends und

nachts schaffen, das ist unglaublich.“

Höhenflüge des Welttheaters

Heike Pohl hat die Höhenflüge des Welttheaters,

das 1989 „erfunden“ wurde,

miterlebt und durchleidet jetzt, nein,

„nicht den Niedergang dieses Spektakels,

aber doch eine Riesenveranstaltung mit

extrem begrenztem Budget an nur noch

zwei Abenden“. Auch die Kleinkunstwochen

mussten angesichts schwindender

Eigenmitel der Stadt und ausbleibender

Fördergelder eingedampft werden auf eine

sechswöchige Veranstaltungsreihe im

Jahr. Begonnen hatte das Juwel unter

den Kleinkunst-Events mit zwei Veranstaltungsreihen

im Jahr.

„Ja, das tut weh, ist aber nicht anders

möglich“, beweist Heike Pohl trotz blutenden

Herzens Einsichtsfähigkeit.

In ihrem Fast-Einzelkämpfer-Job baut

sie auf ein bewährtes Netzwerk an Menschen,

die sich fürs Welttheater engagieren,

und an Kontakten, die hilfreich in

verschiedenen Belangen sind. Heike Pohl

lobt die kleine Truppe an Honorarkräften,

die die Künstler zwei Nächte lang betreuen,

sie ist ganz begeistert von den Fördervereins-Leuten,

die unermüdlich für das

Festival trommeln. „Ich lade die Theatergruppen

ein und ich halte den Kopf letztlich

hin, wenn's schief geht“, resümiert

Heike Pohl, „aber so ganz allein bin ich

zumindest an den beiden Festivalabenden

doch nicht.“ Im improvisierten Festivalbüro

im Erdgeschoss der Musikschule

ist zwei Nächte lang ein Kommen und Gehen

– „da wird hart gearbeitet!“

Ensembles aus aller

Herren Länder

Nun müssten all' diese Theatergruppen

und Ensembles aus aller Herren Länder

ja nicht ausgerechnet nach Schwerte

kommen, „aber die tun das so gerne,

dass ich darüber auch immer wieder

82 TOP


Schwerte

nur staunen kann“. Die Schwerter Altstadt,

der Markt, der Wuckenhof, die

Rohrmeisterei mit dem Plateau, die

Flusslandschaft, alles finden fantasievolle

Theaterleute so schön, dass sie

ganz begeistert von der Ruhrstadt, von

den Möglichkeiten und den Menschen

dort sind. Und gern immer wiederkommen

oder bei anderen Gruppen davon

schwärmen. „Internationale Straßentheater-Festivals

gibt es in Frankreich

und Spanien ganz großartige, und doch

werden wir hier in Schwerte um unser

kleinstädtisches Ambiente beneidet.“

Heike Pohl versucht übers Jahr sich

zwei bis drei ähnliche Events vor Ort

anzuschauen, um über die Theaterszene

noch im Bilde zu bleiben: „Viel mehr ist

nicht drin, dafür ist hier im Büro zuviel

Arbeit.“ Sie hat im idyllischen Fachwerk-

Wuckenhof nicht das schöne Büro von

Herbert Hermes übernommen, sondern

ist in ihrer vertrauten „Bude“ nebenan

geblieben: „Seit 1991, als das Kulturamt

noch in der Marktschule war, bin ich diesem

Metier treu. Im Wuckenhof habe ich

meine Arbeitsatmosphäre in meinem Büro,

wozu soll ich umziehen?“

Kabarett- und Kleinkunstabende

Es sei oft frustrierend, wie hoch die

Selbstausbeutung bei ihr und den Kolleginnen

und Kollegen im KuWebe für

die Kultur ist. „Aber wenn wir das Theaterfestival

nicht mehr stemmen könnten,

dann bräche ein Teil von mir weg“,

sagt Heike Pohl, die die meiste Kraft und

Energie aus der Publikumsresonanz an

den beiden Festivalabenden und dem

Feedback der Theaterleute saugt.

Dem internationalen Straßentheaterfestival

stehen die Kleinkunstwochen quasi

gegenüber: „Kleinkünstler ticken ganz

anders, da läuft es auch nicht auf zwei

geballte Nächte hinaus, da entzerrt sich

das auf mehrere Wochen, an denen wundervolle

Kabarett- und Kleinkunstabende

auch mich jedes Mal noch verzaubern.“

Zu 98 Prozent habe sie nur gute Erfahrungen

mit Künstlern aus diesem Bereich

gemacht, die auch gern nach Schwerte zurückkehren:

„Die Rohrmeisterei als Spielstätte

ist ja auch schwer zu schlagen.“

Von Martin Krehl

Welttheater der Straße

» Am 30. und 31. August verwandelt sich

in diesem Jahr die Schwerter Altstadt

abends und bis spät in die Nacht in einen

Tummelplatz für internationale Straßentheater-Ensembles.

» Heike Pohl mag noch nicht viel verraten,

fest steht aber ein Act auf dem nächtlichen

Marktplatz: Der gebürtige Schwerter

Künstler Marc Westermann wird riesige

Leinwände nach der aufgeführten

Musik bemalen.

» Auf dem wunderschönen Plateau der

Rohrmeisterei am Ufer der Ruhr wird

die französische Compagnie „Les Lendemains“

an riesigen, hohen Trapezen

spielen. Die Bürgerstiftung Rohrmeisterei

finanziert diesen theatralischen Nervenkitzel

mit Fördergeldern des Landes NRW.

» Das Theater „fragile“ wird mit dem Publikum

eine Masken-Theaterreise durch

die Altstadt unternehmen.

» Weiter werden spanische Clowns kommen,

ein englischer Stummfilm wird gezeigt,

mit Hilfe des Jugendamtes wird am

frühen Abend endlich mal wieder Kindertheater

möglich sein und das Schwerter

„Studio 7“ arbeitet mit interessierten

Schwertern bereits an einer Eigenproduktion,

die beim Theaterfestival uraufgeführt

wird.

© Nadja Klier

Kleinkunstwochen

» Bisher veranstaltete das Kulturbüro die

Schwerter Kleinkunstwochen zweimal

im Jahr.

» Kabarettisten und Artisten, Schauspieler

und Musiker bewarben sich – am

Ende stimmte das Publikum als Jury

ab. Somit gab es jedes Jahr zwei Kleinkunst-Preisträger.

» Als eines der ersten Kleinkunst-Festivals

in Deutschland gelten die 1981 begründeten

Kleinkunstwochen. Zunächst

als jährliches Festival konzipiert, konnte

es schon seit Ende der achtziger Jahre

zweimal jährlich mit wechselnden Themenschwerpunkten

(wie „Zauber, Magie

und schwarze Nächte“, „Liebe, Lust

und Leidenschaft“, „Kabarett – trotz alledem“)

ausgerichtet werden.

» Ab 2014 wird es nur noch eine Veranstaltungsreihe

mit vier Abenden geben.

» Auch hier tritt die Bürgerstiftung Rohrmeisterei

neben heimischen Sponsoren

wie der Sparkasse als Finanzier auf.

» Für die Veranstaltungsreihe im Herbst

2013, die immerhin 57. Schwerter Kleinkunstwochen

also, kündigt Kulturbüroleiterin

Heike Pohl einen Wagner- und

Liszt-Abend mit dem bekanten TV-

Schauspieler Ulrich Nöthen in der Rohrmeisterei

an.

TOP 83


Schwerte

HOF SÜMMERMANN IN FRÖMERN:

LIFESTYLE IN DER DEELE UND

TÖRTCHEN IM SCHWEINESTALL

Wer Lifestyle-Artikel von Geschirr bis Möbel, Antikes und Schmackhaftes in historisch-ländlichem Ambiente sucht, der ist auf dem

Hof Sümmermann im Fröndenberger Ortsteil Frömern bestens aufgehoben. Die alteingesessene Familie Sümmermann hat auf ihrem

Traditionsgutshof in liebevoll restaurierten Gebäuden ein wahres Kleinod geschaffen. In verschiedenen Läden, allesamt inhabergeführt

und somit selten, kann von Schmuck über Kleidung, Deko-Artikel bis zum lange gesuchten Trödel allerlei erworben werden.

Geschichte der Sümmermänner

Um 1500 wurde die Familie auf Frömern

erstmals urkundlich erwähnt.

Damals sprach man von der Familie

Schulte- oder Schulze-Nieden. Irgendwann

heiratete ein Sümmermann ein

und gab seinen Namen für das Familiengeschlecht.

Der Hof, so wie er sich

heute präsentiert, stammt aus der Mitte

des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1761

legte ein verheerendes Feuer den ursprünglichen

Hof fast vollständig in

Schutt und Asche. Ein Schmuckstück

entstand auf den alten Grundmauern.

Heute künden noch alte Pferdetraufen,

Grabsteine und Inschriften von der Geschichtsträchtigkeit

des Anwesens.

Herr auf Hof Sümmermann ist der frühere

Raiffeisenverband-Manager Dr. Karl-

Heinrich Sümmermann. Der Agrarwissenschaftler

stand vor 15 Jahren vor

der Frage, was aus dem Familiensitz werden

soll. Viehzucht und Ackerbau schienen

unwirtschaftlich, die riesigen Wohnund

noch riesigeren Wirtschaftsgebäude

riefen nach einer neuen Nutzung.

Dr. Sümmermann ging das Problem

auf westfälisch-bodenständige Art an.

Schritt für Schritt nach genauer Überlegung

ohne großes Brimborium. Selbst

würde er es nicht beziffern, doch der

Geldwert der Sanierung von Haus und

Hofgebäuden bisher dürfte schon jetzt

nicht mehr sechsstellig sein. Die Investition

scheint sich indes gelohnt zu

haben: Wer am Wochenende von Norden

her in die Ortschaft Frömern fährt

und vom Hof-Café angelockt wird, der

wird seine Stippvisite nicht bereuen.

Mit den Parkplätzen könnte es an manchen

Tagen inzwischen knapp werden,

ein Geheimtipp ist Hof Sümmermann

(leider) nicht mehr.

Der Sümmermannsche Familiensitz

dient heute zwar „nur“ als Ferien- und

Wochenend-Wohnraum, irgendjemand

aus der verzweigten Familie ist allerdings

wohl immer auf dem Hof anzutreffen.

Die Sümmermanns haben zwar

fast alles Land verpachtet, bewirtschaften

aber den hofeigenen Wald

noch und pflegen die ökologisch wertvollen

Streuobstwiesen.

Sümmermänner waren neben Landwirten

später auch Kaufleute, sogar Ritter in

päpstlichen Orden sind auf der Ahnentafel

zu finden, Abgeordnete im preußischen

Landtag. Zu Zeiten des NS-Terrors

gehörten sie zum Widerstand. Als der

Zweite Weltkrieg vorüber war, ermordeten

marodierende Zwangsarbeiter in ihrer

Wut eine ganze Generation auf dem

Hof. In seiner Blütezeit sollen bis zu 400

Schafe auf dem Hof gehalten worden sein,

später kam Milchvieh dazu, dann war die

Schweinemast ertragreich. Pferde wurden

gehalten, auch Ackerbau betrieben.

84 TOP


Schwerte

Hof Sümmermann in Frömern ist längst

kein Geheimtipp mehr. Wer das Ausgefallene

und Besondere sucht, der wird in den

sanierten Stallungen und Scheunen schon

das passende finden. Hungrige und durstige

Gäste kommen auch auf ihre Kosten.

Das alte Hofgut mit der langen Familientradition

erreicht man von der B1 kurz vor

Unna-Stockum ganz einfach. Es liegt direkt

an der Hauptstraße durch das alte Dorf Frömern,

im Schatten des Kirchturms.

Karl-Heinrich Sümmermann ging als

erstes den alten, niedrig-dunklen

Schafstall an. Kaum zu glauben: Dort

sitzt es sich heute sehr kommod in einem

freundlichen Antik-Café zwischen

erlesenen Möbeln und allerlei Dekorationsartikeln.

Die Trödel-Fachfrau

Annette Neu verlegte vor neun Jahren

erst ihr Trödelcafé dorthin, dann

zog sie in die benachbarte Scheune

um. Direkt neben ihr hortet und hütet

seit drei Jahren Thomas Reppel wahre

Flohmarkt-Schätze – allein diese beiden

„Läden“ halten Besucher zu stundenlanger

Stöberei an. Das ist gepflegtes

Flohmarkt-Feeling pur. Bemerkenswert

konsequent wird in beiden Läden

gesammelt und gelagert, was das Aufheben

lohnt.

Kurz nach Annette Neus Umzug ein paar

Meter weiter übernahmen zwei Freundinnen

das charmante Café. Alte Bänke,

Stühle, polierte Holztische, fast alles private

Erbstücke – solch ein ausgesuchtfreundliches

Ambiente muss man lange

suchen. Die Café-Spezialitäten werden

überdies zu sehr „ländlich-sittlichen“

Preisen angeboten.

Bisheriges Prunkstück des Hofes ist

die wundervolle alte Deele, in der Andrea

Bücher seit mittlerweile 5 Jahren

ihr „Country house“ betreibt. Ganz bewusst

blieben unverputzte Mauern

und freigelegte Balken nach der Sanierung

über – Andrea Bücher gelang

das Kunststück, Tradition mit Moderne

geschickt zu verbinden, gediegene

Eleganz mit Witz und Understatement.

Accessoires aller Arten und Stile, sogar

kuschelige Felle, originelle Laternen,

Landhaus-Möbel, stilvolles Geschirr,

Lampen, Hochwertiges und

Extra vagantes, Schmuck, Bücher, ausgesuchte

Weine reihen sich gekonnt

aneinander. Und ein zurückhaltender,

freundlicher Service: Andrea Bücher

gestaltet auf Wunsch auch das traute

Heim oder die festliche Tafel für den

besonderen Anlass. Solch ein Fachgeschäft

passt in keine Fußgängerzone,

Andrea Büchers Kundschaft scheut

den Weg zu ihr aufs Land keineswegs.

Dr. Karl-Heinrich Sümmermann ist längst

noch nicht fertig mit seinen Visi onen zum

Erhalt des Familienerbes. Während der

hochgewachsene 63-Jährige aus dem Küchenfenster

über sattgrünes Land blickt,

erzählt er von weiteren Plänen. Die Remise

mit dem Pferdestall soll jemand bekommen,

der hochwertigste Lebensmittel

anbietet, mehr verrät er schon nicht.

Clou und vielleicht krönender Abschluss

der Umbauten soll eine Kunstgalerie im

geräumigen Dachgeschoss sein. Hier ist

Sümmermann bereits in Gesprächen mit

der Stadt Fröndenberg, die will er nicht

so ganz aus der Pflicht für das Kulturgut

Hof Sümmermann entlassen.

Text: Martin Krehl,

Fotos: Manuela Schwerte

TOP 85


Schwerte

EGON SCHREZENMAIER –

SO EINER WIE ER …

So einer wie er kauft schnell vor dem endgültigen Aus seinen Chefs die vermeintlich marode Firma ab und hat heute ein bestens

am Markt etabliertes und florierendes Unternehmen. So einer wie er baut aber direkt neben seinem Betrieb, nein, keine neue Fertigungsstraße,

sondern einen Bungalow. So einer wie er, der „doch sowieso nur noch in der Firma ist“, kann dann auch gleich direkt

nebenan wohnen. Und so einer wie er braucht keine Villa, keine noch dickere Uhr am Handgelenk, keine Yacht, keinen PS-strotzenden

Fuhrpark. So einer wie Egon Schrezenmaier finanziert der chronisch klammen Stadt Schwerte seit drei Jahren einen Streetworker.

Egon Schrezenmaier ist ein Schwabe, er arbeitet hart und effizient. Aber nun meint er genug gespart zu haben für sich, die Familie

und die Firma. Jetzt sponsert er unter anderem einen Streetworker für türkische Jugendliche in Schwerte. (Foto: Martin Krehl)

86 TOP


Schwerte

Die berühmt-berüchtigte Holzener Silvesternacht

von 2008 auf 2009, als mehrere

Dutzend betrunkene Jugendliche im

Schwerter Ortsteil Holzen randalierten

und Streetworker Peter Blaschke die Horde

zur Räson brachte, „die gab bei mir

und meiner Frau den Ausschlag, unser

Geld sinnvoll auszugeben“. Egon Schrezenmaier

wohnt in Holzen und erfuhr,

dass Blaschke Einzelkämpfer in der

Ruhrstadt ist. „Da bin ich zum Bürgermeister

und habe gefragt, was ich tun

kann. Wir haben wirklich Geld über, ich

muss es nicht in die Firma investieren

und nicht in die Schweiz schicken.“

Der heute so erfolgreiche Unternehmer

Egon Schrezenmaier hatte nicht immer

„Geld über“. Der gelernte Elektroinstallateur,

der heute noch jederzeit in seiner

Produktion mitanfassen könnte, stammt

aus dem winzigen schwäbischen Dorf

Haggenmoos in der Nähe von Ravensburg.

Irgendwann verschlug es ihn nach

Dortmund, wo er Niederlassungsleiter einer

Firma wurde, die sich auf Kühlregale

und -truhen für den Einzelhandel spezialisiert

hatte. Ein Konzern schluckte die

seine Leute aber nicht auf heimische

Berufsschulen – nein, die jungen Leute

bekommen flott lackierte „Dienstwagen“

und besuchen eine Fachberufsschule

in der Nähe von Frankfurt.

Eigener Berufsschullehrer

Für die fortlaufende Vertiefung des Unterrichts

dann wieder zuhause in der

Firma hat Schrezenmaier eigens einen

pensionierten Berufsschullehrer eingestellt.

Wenn es eben geht, will Egon

Genc-back

Schwertes Stadtoberhaupt Heinrich

Böckelühr begriff die einmalige Chance

sofort und nahm den heimischen Unternehmer

in die Pflicht. Peter Blazsovszky

heißt seit 2010 der zweite Streetworker

in Schwerte. Egon Schrezenmaier

finanziert den jungen Mann, der sich

schwerpunktmäßig um Jugendliche

mit Migrationshintergrund kümmern

soll und im Jugendjargon „genc-back“

heißt. „Genc“ ist das türkische Wort

für Jugend. Und weil sein Kollege Peter

Blaschke für seine Quartier-Sozialarbeit

draußen in Anlehnung an den

Football „Quarterback“ genannt wird,

ist Blazsovszky eben der „genc-back“.

Peter Blazsovszky ist der „genc-back“ in Schwerte. Er kümmert sich als Streetworker

vorwiegend um Jugendliche mit Migrationshintergrund. Seine Arbei wird vollständig

von Egon Schrezenmaier bezahlt. Foto: Manuela Schwerte.

Geld und ein Fahrzeug braucht der „gencback“,

beides bekommt Blazsovszkys

Arbeitgeber, der Verein für Integrative

Sozialarbeit unter dem Dach des Diakonischen

Werkes, von Egon Schrezenmaier.

Wenn die beiden Sozialarbeiter außer

der Reihe eine Idee haben, aber keine

Mittel, springt Schrezenmaier wieder

ein – sei es für eine Sprayerwand, auf

der sich talentierte Jugendliche verewigen

dürfen, sei es für den Anhänger des

Jugendamt-Spielmobils.

Sponsoring sucht Nachahmer

Schrezenmaiers privatpersönlich-motivierte

Form des Sponsorings ist ein

Alleinstellungsmerkmal: „Ich kenne im

Bekanntenkreis niemanden, der so etwas

tut“, räumt Unternehmer Schrezenmaier

ein, der etwa bei den Versammlungen

seiner Innung schon mal als Sonderling

angesehen wird. „Das stört mich nicht,

ich finde es schade, noch keine Nachahmer

gefunden zu haben.“

Firma, Schrezenmaiers Niederlassung

warf zu wenig ab und sollte geschlossen

werden. Da kaufte der Schwabe seinen

Chefs den Unternehmensbereich kurzerhand

ab. „Damals hatte ich auf einen

Schlag 24 Mitarbeiter und war Chef!“

Schrezenmaier agierte auf dem Kühlmöbel-Markt

so erfolgreich, dass er

heute im grünsten Schwerter Industriegebiet,

am Nattland, einen Betrieb mit

53 Beschäftigten führt. Immer noch sind

Supermarkt-Ketten seine Kunden, hier

sorgt die Firma Schrezenmaier für Kühlung,

Klima und Beleuchtung. Eine Tochterfirma,

die FSZ Nattland mit weiteren

neun MitarbeiterInnen, ist sehr erfolgreich

damit, Kühl-, Klima- und Beleuchtungsanlagen

für Großkunden sozusagen

ferngesteuert zu betreiben.

Schrezenmaier bildet auch aus: „Natürlich,

wir brauchen noch weitere Fachkräfte“,

sagt er. So einer wie er schickt

Schrezenmaier alle neun Azubis später

übernehmen. Die jungen Leute haben

ihre eigene Homepage im Internet und

posieren jedes Jahr für den Kalender,

den die Firma Schrezenmaier an die

Kundschaft verschickt.

Die Eheleute Schrezenmaier, deren

Söhne längst in der Firma mitarbeiten,

halten es für wichtig Verantwortung zu

übernehmen auch für die Belange der

Jugendlichen in ihrer neuen Heimatstadt

Schwerte. „Mein letztes Hemd wird keine

Taschen haben“, bemüht Schrezenmaier

eine alte Weisheit: „Meine Kinder sind

versorgt, die Firma läuft, meine Frau

und ich haben, was wir brauchen. Wir

haben viel gearbeitet, aber wir haben

auch viel Glück gehabt. Vielleicht mehr

als andere. Wir geben also gerne für das

Streetworker-Projekt, weil es das sonst

nicht geben würde“.

Text: Martin Krehl

TOP 87


Schwerte

THEATER

am

FLUSS

Wenn es das nicht schon gäbe, man müsste es dringend erfinden: Das Theater

am Fluss feiert gerade seine fünfte eigenständige Spielzeit, hat dazu stolze neun

neue Produktionen aufgelegt und krönt das Jubiläum mit Brechts „Mutter Courage“.

Professioneller Anspruch trifft auf Engagement bis zur Selbstausbeutung,

auf Spielfreude und enormes Fachwissen – das Theater am Fluss, kurz TaF, hat

sich zu einem kostbaren Kleinod der Schwerter Kulturlandschaft entwickelt. In

fünf Jahren honorierten immerhin fast 15000 Zuschauer die 250 Inszenierungen.

Wer sich an deutungsschwere Dramen

wie „Mutter Courage“ wagt, ist entweder

naiv oder Vollprofi. Lars Blömer sieht

sich selbst als Profi, hat auch eigentlich

das Recht dazu: Der Gymnasial-Referendar

mit der Fächerkombination Deutsch

und Philosophie ist, was das Schauspielen,

die Regie und die Theaterleitung anbelangt,

längst Profi. Blömer muss nicht

von seiner Arbeit als Intendant des TaF

leben, das kann und muss auch keiner

der übrigen Aktiven in dem seit 2008

eingetragenen Verein.

Mutter Courage und ihre Kinder

Blömer führt bei „Mutter Courage“ die

Regie. Die umjubelte Premiere war am

19. Juni; für die Aufführungen am 24., 25.

und 26. Juni gibt es Karten an der Abendkasse.

Diesmal spielt das TaF in der Halle

3 der Rohrmeisterei, eigentliche Heimat

der Truppe ist seit September 2012 die

Halle 4, die alte Schulturnhalle an der

Musikschule. Während am lang ersehnten

und der Arbeit sehr förderlichen

eigenen Spielort vielleicht 70, gedrängt

auch 90 Zuschauer eingelassen werden

können, dürfen in der großen Halle 3 der

Rohrmeisterei sicher 400 Menschen Bertold

Brechts Drama in der TaF-Fassung

erleben. Auf und hinter der Bühne findet

sich das bewährte Team aus der letzten

Großinszenierung „Dreigroschenoper“

wieder zusammen. Bekannte Schwerter

Musiker komplettieren das Schauspielensemble.

„Mutter Courage und ihre Kinder“ versuchen

im 30jährigen Krieg zu überleben.

Dass „die großen Geschäfte im Krieg

aber nicht von den kleinen Leuten gemacht

werden“, zeigt Bertold Brecht brutal

und ehrlich. Mutter Courage verliert

ihre Kinder in dem Krieg, den sie selbst

um des Profites willen gewollt hat.

Die aktuelle Inszenierung des TaF-Ensembles ist „Mutter Courage und ihre Kinder“. Das

Drama krönt sozusagen die Jubiläumsspielzeit 2012/2013. Im Juni gibt es noch drei Aufführungenin

der Halle 3 der Rohrmeisterei.

Foto: Sina Weber

Kleine Zahlenspielerei: Etwa 80 Mitglieder

hat der TaF-Verein, nicht alle sind

aktiv im Theatergeschehen, die Hälfte

etwa versucht sich als Regisseure, Bühnen-

oder Maskenbildner, Techniker oder

in der Schauspielerei. Fünf Mal hat das

Ensemble am großen Welttheater der

Straße teilgenommen, vier Workshops

in den Ferien sind für Kinder und Jugendliche

veranstaltet worden, sechs

verschiedene Regisseure haben sich

an den aufgeführten Stücken versucht.

88 TOP


Schwerte

TaF-Kindertheater mit Allround-Talent

Sina Weber. Die Kids haben mit ihr und

Anja Samaga im letzten Winter Kästners

„Fliegendes Klassenzimmer“ mit großem

Erfolg aufgeführt.

Sina Weber und Anja Samaga arbeiten auch mit Kindern

und Jugendlichen im Ferien-Kinderworkshop.

Große Gefühle

„Große Gefühle“ hieß das Motto der

ersten Spielzeit, die blieben bis heute

erhalten. Das TaF setzt auch weiter auf

Bewährtes wie „Woyzeck“ von Georg

Büchner oder „Wer hat Angst vor Virginia

Woolf?“, überrascht und regt aber

auch mit Stücken wie „Jonny zieht in den

Krieg“ oder jüngst „Eine Enthandung in

Spokane“ auf. Sina Weber inszenierte als

Uraufführung Stefan Schroeders „Der

Abend ihres Lebens“ an verschiedenen

Spielorten in der Schwerter Innenstadt.

Der Intendant bestimmt,

welches Stück gespielt wird

Lars Blömer („Der Intendant bestimmt,

welches Stück gespielt wird“) hält mit

Konsequenz und seinem scheinbar unerschütterlichen

Selbstvertrauen die Truppe

zusammen und führt und lenkt das

TaF. Blömer, geboren in Münster, aufgewachsen

in Schwerte, lebt in der Schwerter

Innenstadt, kann sowohl seinen Arbeitsplatz

im Ruhrtalgymnasium wie

die Theater-Halle 4 quasi in Pantoffeln

erreichen. Er stammt wie Rohrmeisterei-

Motor Tobias Bäcker aus der legendären

Ökumenischen Jugend 5,4 und hat 1992

erstmals in Kindertheaterstücken mitgewirkt.

Der 5,4-Verein lief aus, zwischen

2000 und 2003 hat Blömer mit Freunden

weiter Theater gespielt und inszeniert.

2007 gründete die Rohrmeisterei eigentlich

das Theater am Fluss, Blömer wurde

für ein Jahr erster hauptamtlicher Theater-Beauftragter.

Als das geförderte Projekt

auslief, gründeten Blömer und seine

Freunde 2008 den TaF-Verein.

2009 überließ die Stadt dem Verein einen

ausgeräumten Kindergarten in Villigst,

dort gibt es seitdem die TaF-Theaterwerkstatt.

Und seit Januar 2012 das

Das Theater am Fluss lädt Theaterbegeisterte

ein, das Überleben des Vereins und

seiner Ansprüche auch weitere fünf Jahre

zu sichern. Spenden sind steuerlich

absetzbar. Wer mitmachen will – egal, ob

auf oder hinter der Bühne – der kann sich

jederzeit mit Lars Blömer oder dem zweiten

TaF-Vorsitzenden Lothar Schwengler

in Verbindung setzen. Mindestens aber

sollte mit einem Besuch der TaF-Aufführungen

die Existenzberechtigung dieses

Kulturgutes gefestigt werden.

Text: Martin Krehl

Fotos: Sina Weber

An die hinreißende Kult-Komödie „Shakespeares sämtliche Werke

(leicht gekürzt)“ wagten sich die TaF-Aktiven im jahr 2011.

Rechts im Bild TaF-Intendant Lars Blömer. Foto: Sina Weber

Beim großen Schwerter Welttheaterfestival sind

auch die TaF-Leute mittendrin. Foto: Sina Weber

TOP 89


Recklinghausen

ALLE SAGEN

I♥RE

Es soll eines der am meisten verkauften

T-Shirts der Welt sein, das weiße T-Shirt

mit dem roten Herzen und der Liebeserklärung

an New York. Seit einiger Zeit

verkündet in der Vestmetropole eine

Abwandlung des Logos: Ich liebe Recklinghausen.

Hinter der Kampagne steht

die Agentur sitesmedia, die selbst von

dem Erfolg überrascht ist.

90 TOP


Recklinghausen

Am Anfang war der

Karneval und ein Magnetpin

Vor über 16 Jahren gründete der Recklinghäuser

Mirko Simnovec (44) die

Marketingagentur sitesmedia. Mit dieser

ging er erst nach Bochum und baute

dort sein Unternehmen zu einer Fullservice-Agentur

aus, die für ihre Kunden

die Auftritte in Fernsehen, Internet

und Printmagazinen gestaltet. Mit

mittlerweile 14 Mit arbeitenden geht

es dann im Januar 2012 wieder zurück

nach Recklinghausen.

Dort plant Simnovec bereits im November

2011 mit Unternehmerkollegen bei

einem Bier im Ratskeller einen gemeinsam

Karnevalswagen. Samt Wurfmaterial.

Nach einigen Bieren versichern

sich die Freunde gegenseitig, dass sie

ihre Stadt lieben – und finden, dass

man dies eigentlich auch der ganzen

Welt mitteilen sollte. Das kommt ihnen

auch am nächsten Tag noch sinnvoll

vor – und so werden Aufkleber mit

„I ♥ RE“ bedruckt und am Rosenmontag

als Kamelle geworfen. „Da haben

wir gemerkt, dass die Leute das echt

toll fanden,“ so Simnovec.

Der Kreativchef erinnert sich an diese

positiven Reaktionen als es dann um

die offizielle Agentureröffnung geht.

Der Bürgermeister hat sich gemeinsam

mit einigen Honoratioren angekündigt.

Wieder werden Aufkleber gedruckt –

und ein kleiner Magnet-Pin mit dem

Logo, das der Renner beim Event wird.

Kampagne ohne Konzept

Die letztendliche Entscheidung, aus

dem Spontanimpuls eine echte Kampagne

zu formen fällt, als ein Kunde

der Agentur darum bittet, sein Schaufenster

logo-entsprechend zu dekorieren.

Hintergrund: in Folge der großen

Baustellen die der Arcadenbau mit sich

bringt, wurde das Geschäft arg gebeutelt.

Die Kampagne sollte dem etwas

entgegen setzen, fast schon trotzig signalisieren:

wir bleiben hier – weil wir

Recklinghausen lieben!

„Das ist der kleinste Nenner, auf den sich

die Menschen hier einlassen,“ sagt Simnovec,

„ihre Liebe zu ihrer Wohn- und

Heimatstadt.“ Und die Kampagne kommt

an: mittlerweile gibt es in vielen Geschäften

in der Recklinghäuser Innenstadt den

Aufkleber und selbst an anderen Stellen

im Stadtbild findet sich der Aufkleber.

Unter www.i-love-re.de gibt es mittlerweile

auch eine Projektseite, auf der

Recklinghäuser sich solidarisch erklären

können, die zugehörige Facebookseite

hat über 11.000 Fans. Wer glaubt, dahinter

stecke eine ausgeklügelte Strategie,

der irrt: „Das Projekt ist komplett konzeptlos.“

Man merkt, dass Simnovec dies

ebenso ernst ist, wie ihn der Zuspruch

ermutigt, weiter zu machen.

Auf dem Weg nach Arcadien

Das Fernziel der Kampagne ist ein pathetisches,

gesteht der Werbefachmann: „In

Recklinghausen tun so viele Menschen

Gutes – aber keiner spricht darüber.

Das muss sich ändern. Eine gemeinsame

Identität wäre toll – und Bürger, die

zunächst vor ihrer eigenen Tür machen,

was sie können.“ Mit Stolz erzählt Simnovec,

dass seine Kampagne jetzt auch

in Bussen des VRR zu sehen ist. Kostenfrei

– einfach weil die Offiziellen das

Ganze gutheißen.

Gewinn macht sitesmedia übrigens keinen

mit der Stadtliebe. Keine öffentliche

Stelle fördert die Kampagne – und

Simnovec ist es wichtig, immer wieder

zu betonen, dass die Facebookpräsenz

nicht als Werbeplattform genutzt werde.

Auf Anfrage bestätigt die Stadt Recklinghausen

diese Unabhängigkeit. Nur Informationen

über Veranstaltungen und

Kultur leite man an die Agentur weiter.

„Wir wollen darauf hinweisen, was in

Recklinghausen passiert, gerade auch

im Hochkulturbereich,“ so Simnovec.

www.facebook.com/ilovere.de

TOP 91


Gastro-Guide

barbaresco

RISTORANTE & VINOBAR

BARBARESCO

Ristorante · Vinobar

Hinter den getönten Scheiben an der Hagener Straße 231 bewirten Padrone Massimo Rossi

und sein Team ihre Gäste mit bekannten, aber auch ausgefallenen Spezialitäten aus der

italienischen Küche, z.B. schmale Taglierini mit feiner Sherry-Sauce, dazu Jacobsmuscheln

mit geriebenem getrocknetem Thunfisch-Rogen. Und in ganz Dortmund finden Sie nur hier

Weine von Marramiero – einem erstklassigen Weingut in den Abruzzen. Bei gutem Wetter

wird ebenfalls auf der großen Außenterrasse serviert.

Hagener Straße 231 · 44229 Dortmund (Kirchhörde) · Telefon: (0231) 79 78 94 36

Öffnungszeiten: Di-So 12-15 Uhr und 18 – 23 Uhr, Montag Ruhetag

DIECKMANN’S

Restaurant · Bar · Hotel · Catering

Für Feinschmecker, die es gerne lässig haben, ist DIECKMANN’S ein Paradies. Für die

schönste Art des Ausgehens vereint das alte Bruchsteinhaus Bistro, Bar, Restaurant mit

Wintergarten (Raucherbereich) und ein gemütliches Kaminzimmer. Neben Brunch (sonntags)

und Pasta-Buffet (montags) genießt man hier eine frische, mediterran inspirierte Küche.

Dazu labt man sich an den ausgesuchten Weinen, sonnt sich im idyllischen Biergarten und

tanzt auf coolen Partys.

Wittbräucker Straße 980 · 44265 Dortmund · Telefon: (02 31) 774 94 40 · www.dieckmanns.de

Küchenzeiten: Mo-So 11.00 Uhr – Ende offen

RENDEZ-VOUS

Osteria · Pizzeria

Ein Stern über dem Tennisklub DTK Rot-Weiß 98. Denn die Klub-Gastronomie „Rendez-Vous“

mit ihren rund 100 Plätzen sowie weiteren 80 Sitzgelegenheiten auf der Terrasse hat mit

Moussa Kaba einen neuen und besonderen Koch. Er wurde nämlich – wahrscheinlich als

erster Betreiber eines Klubrestaurants – mit dem Kochlöffel des „Aral Schlemmeratlas“ ausgezeichnet.

Kaba integriert raffinierte französische Küche in moderne deutsche Kochkunst.

Er bezeichnet seinen Kochstil als Sous-vide und Fusion Küche.

Johannes-Gronowski-Straße 20 · 44263 Dortmund · Telefon: (0231) 4 27 37 91

Küchenzeiten: Mo-So 10.00 – 23.00 Uhr

HOHOFFS 800°

American Steakhaus

Nehmen Sie Platz an unserer langen Tafel und genießen Sie anregende Stunden im

stilvollen und behaglichen Ambiente des HOHOFFS 800°. Nicht nur räumlich, auch

kulinarisch erwartet Sie Besonderes: Der speziell für die Steak-Zubereitung entwickelte

und von uns aus den USA importierte Southbend-Ofen karamellisiert das Fleisch

bei 800° C und garantiert außergewöhnlichen Genuß – bodenständig und qualitativ

auf höchstem Niveau.

Deusener Straße 215 · 44369 Dortmund-Deusen · Telefon: (02 31) 92 69 96 05 · www.hohoffs.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag ab 17 Uhr · Samstag ab 16 Uhr · Sonntag ab 13 Uhr

LAS SALINAS

Tapas Bar

Der wohl berühmteste Strand Ibizas stand Pate bei der Namensfindung der spanischen

Tapas-Bar, die inzwischen seit 12 Jahren in der Fußgängerzone der Kleppingstraße eine

feste Größe ist. In einem typisch spanischen, von Fliesen und Keramik geprägten Ambiente

verbindet sich spanische Esskultur mit Lebensfreude und cooler Musik. Alioli meets House-

Sound. Total angesagt ist die immer mittwochs stattfindende Gambas-Aktion.

Kleppingstraße 9 - 11 · 44135 Dortmund · Telefon: (0231) 150 44 31

Öffnungszeiten: täglich ab 10.00 Uhr · Sonntag ab 14.00 Uhr

92 TOP


Gastro-Guide

LA FRASCA

Osteria · Pizzeria

Hier genießt man mit allen Sinnen! Lassen Sie sich von den Herd-Artisten verwöhnen und

lernen Sie die hohe Kunst der italienischen Küche, mit all ihren Raffinessen, kennen. La Frasca

verbindet klassische italienische Gerichte auf Feinschmecker-Niveau mit moderaten Preisen.

Qualität und Frische stehen bei der Zubereitung der Speisen an oberster Stelle! Ein Cateringund

Partyservice für Firmenfeiern, Geburtstage, Hochzeitsfeiern, Taufen oder Partys – für bis zu

120 Personen – inklusive Ausstattung und Dekoration rundet das gastronomische Angebot ab.

Märkische Straße 182 · 44141 Dortmund · Telefon: (0231) 946 17 55 · Fax: (0231) 946 17 57 · www.la-frasca.com

Küchenzeiten: Mo-Fr 12.00 – 15.00 Uhr und 18.00 – 23.00 Uhr · Sa-So 18.00 – 23.00 Uhr

VETRO

Restaurant · Lounge · Bar

An der Stadtkrone Ost begrüßt Sie das Vetro Team mit guter Cucina Italiana und internationalen

Spezialitäten in elegant-lässiger Look and Feel Architektur. Mit Herz und Leidenschaft

wird hier das Beste aus Küche und Keller serviert – egal ob zum Business-Lunch,

Candlelight-Dinner oder After-Work-Drink an der Bar. Im Sommer laden zwei Terrassen zum

Verweilen ein. Im Herbst werden Sie mit Specials rund ums Genießen verführt. Zu finden

ist das Vetro gleich hinter dem ADAC an der B1 – und mehr als nur einen Besuch wert.

Stockholmer Allee 55 · 44269 Dortmund · Telefon (0231) 700 99 55 · www.vetro-dortmund.de

Öffnungszeiten: täglich 11 Uhr bis 24 Uhr · Küche bis 22 Uhr

RIGOLETTO

Restaurant · Bar · Lounge

Vielfältigkeit und Wandel dominieren das italienisch geprägte Gastronomiekonzept. Die

junge, kreative, mediterrane Küche wird ergänzt durch ein reichhaltiges Frühstücksbuffet,

Business Lunch und einer Auswahl hausgemachter Kuchen und Süßspeisen. Das sonntägliche

Brunch, das italienische Buffet – jeweils montags – wie auch die Veranstaltung „Kochen

mit Gästen“ sind weitere feste Bestandteile im Rigoletto. Absoluten Kultstatus genießt

mittlerweile die jeweils am ersten Samstag des Monats stattfindende Party „Rigoletto tanzt“.

Kleppingstraße 9 - 11 · 44135 Dortmund · Telefon: (0231) 150 44 31

Öffnungszeiten: täglich ab 08.30 Uhr · Sonntag ab 09.00 Uhr

KYOTO

Japanisches Restaurant

Moderne Japanische Esskunst auf hohem Niveau präsentiert in einer freundlichen Umgebung

mitten in der City. Kunstvoll arrangierte Sushi-Variationen, zarte Sashimi oder feinwürzige

Tepan-Yaki-Gerichte treffen auf eine außergewöhnlich harmonisch-kulinarische

Komposition aus Ost und West.

Rosental 9 · 44135 Dortmund

Telefon: (0231) 589 8400 · www.kyoto-dortmund.de

Öffnungszeiten: Mo-Do 12.00 – 15.00 Uhr und 17.30 – 23.00 Uhr · Fr 12.00 – 15.00 Uhr und 17.30 – 24.00 Uhr

Sa 12.00 – 24.00 Uhr · Sonntag Ruhetag

TONI’S RISTORANTE

Italienisches Restaurant

Seit vielen Jahren gehört Toni Pace zu den Lieblings-Italienern der Dortmunder. Zusammen

mit seiner Lebensgefährtin Jenny Polte hat er seinem Restaurant das Flair mediterraner

Leichtigkeit eingehaucht. Frischer Fisch spielt im Toni’s eine wesentliche Rolle: Ob Wolfsbarsch

oder Dorade mit frischen Tomaten, Kapern und Pinienkernen oder klassisch gegrillte

Scampis – die leckeren Zubereitungen erinnern an einen Urlaub im Süden.

Max-Brandes-Straße 25 · 44229 Dortmund-Kirchhörde · Telefon: (0231) 9 79 79 49 · info@tonis-ristorante.de

Öffnungszeiten: Di-So 18 – 24 Uhr · Montag Ruhetag

TOP 93


Gastro-Guide

ZUM ALTEN MARKT

Westfälisches Gasthaus

Herzlich Willkommen im Gasthaus Zum Alten Markt. Mitten in der City auf dem Alten Markt

verwöhnen wir Sie mit einem frisch gezapften Thier Pils und Köstlichkeiten der Region, wie

z. B. dem Original Dortmunder Salzkuchen oder leckerem Pfefferpotthast. Für Ihre Arrangements

mit Gästen aus der Familie, dem Freundeskreis und dem Geschäftsleben finden

Sie bei uns einen urigen und stilvollen Rahmen.

Markt 3 · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 57 22 17 · Fax: (0231) 586 13 20

E-Mail: info@altermarkt-dortmund.de · www.altermarkt-dortmund.de

Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00 – 01.00 Uhr · Fr-Sa 10.00 – 03.00 Uhr · So 11.00 – 23.00 Uhr

HAUS LEDENDECKERLandgasthaus

Hier findet der Gast eine vielseitige, traditionelle Küche mit den besten Spezialitäten aus

der Region. Ob knackige Salate, saftige Steaks oder die Schnitzel, die reichhaltige Speisekarte

erfreut jedes Schlemmerherz. Besonderen Wert wird auf saisonale Spezialitäten von

Erzeugern aus der Umgebung gelegt. Das Landgasthaus arrangiert Feierlichkeiten mit bis

zu 500 Personen.

Inh.: Heinrich Ledendecker · Kreisstraße 30 · 44267 Dortmund-Höchsten

Telefon: (0 23 04) 88 26 · Fax: (0 23 04) 800 10 · www.haus-ledendecker.de · Montag Ruhetag

Di und Sa 12.00 – 14.30 Uhr und 16.00 – 01.00 Uhr · Mi-Fr 16.00 – 01.00 Uhr · So 10.30 – 24.00 Uhr

TANTE AMANDA

Restaurant · Biergarten

Auf der Speisekarte finden Liebhaber der soliden Hausmannskost ihr Leibgericht ebenso

wie Freunde ausgefallenen Geschmacks. Großen Wert legt Franz-Josef Leuthold auf die

saisonale Küche. Knackige Salate, Spargel, Pfifferlinge und Wild begleiten die Gäste lukullisch

durch die Jahreszeiten. Im Sommer ist der idyllische Biergarten Treffpunkt für alle.

Gehobener Catering-Service komplettiert das Angebot.

Mosselde 149 · 44357 Dortmund

Fon: (0231) 37 22 30 · Fax: (0231) 37 22 01 · www.tante-amanda.de

Restaurant: Mo-So 12.00 – 24.00 Uhr · Biergarten: Mo-Sa 14.00 – 24.00 Uhr · So 11.00 – 24.00 Uhr

DIANA’S – Feine Deutsche KücheRestaurant

Das Restaurant „Dianas“ versteht sich als Ihr Domizil mit Charme und Niveau. Vorzügliche

Spezialitäten aus deutschen Landen bereichern die Speisekarte ebenso wie Menüs aus

der Kreativküche unseres Meisterkochs. Beliebte Klassiker als auch Gerichte mit jungen

Einflüssen finden sich auf der Speisekarte wieder. Großen Wert wird auf Frische und hohe

Qualität gelegt. Essen versteht man hier als Erlebnis wie zum Beispiel: Unser schon legendäres

10-Gänge-Menu (immer mittwochs) für 29,50 €.

Münsterstraße 206 · 44534 Lünen · Telefon: (0 23 06) 910 37 62 · Fax: (0 23 06) 910 37 76 · www.dianas-luenen.de

Küchenzeiten: Di-Sa ab 17.00 Uhr, So ab 12.00 Uhr, Montag Ruhetag

DIMBERGER

Restaurant · Bar

Das Dimberger bietet täglichen Mittagstisch ab 11.00 Uhr sowie nachmittags frische Waffeln,

Kaffee und Kuchen. Sonntags erwartet man Sie von 11.00 - 14.30 Uhr zum Brunch für 18,50 Euro

inklusive Kaffee, Säfte und einem Glas Sekt. Es gibt einen Raucherbereich und eine wunderschöne

Terrasse. Freuen Sie sich auf eine exquisite Küche.

Hohle Eiche 5 · 44229 Dortmund · Telefon: (0231) 477 48 34 · Fax: (0231) 477 48 35

E-Mail: info@dimberger-restaurant.de · www.dimberger-restaurant.de

Öffnungszeiten: Täglich ab 11.00 Uhr und Sonntag Brunch 11.00 – 14.30 Uhr

94 TOP


Tipps und Termine

ROD STEWART KOMMT

ZURÜCK NACH DEUTSCHLAND

Nach seiner ausverkauften Tour 2010 kehrt Rod Stewart ein weiteres Mal zurück auf die Bühne, um seine mit Freude erwartete

Live The Life Tour im Juni und Juli zu präsentieren. Der Grammy-Preisträger, zweifaches Rock & Roll Hall of Fame Mitglied

sowie einer der Künstler mit den meisten verkauften Platten weltweit, kommt zurück nach Deutschland, um am 3. Juli 2013 in

Dortmunds Westfalenhalle 1 ein lang erwartetes Gastspiel zu geben.

Genau drei Jahre nach seinem letzten

Deutschlandkonzert freut sich das

deutsche Publikum darauf, sein Idol

wiederzusehen. „Ich kann es kaum erwarten,

wieder auf Tour zu gehen und

besonders nach Deutschland zu kommen,

wo die Fans jedes Konzert zu einem

besonderen Erlebnis für mich machen.

Die Tour im Juni und Juli wird

fantastisch!“, so Rod Stewart.

Die Ankündigung dieser Tour krönt ein

außerordentliches Jahr für Rod Stewart.

Sein Buch „Rod – Die Autobiografie“

wurde veröffentlicht und stellt einen

ehrlichen Rückblick auf sein Leben

vor und hinter der Bühne dar. Von seinen

bescheidenen britischen Wurzeln

hin zu aufregenden Jahren des Tourens

mit bahnbrechenden Bands wie

“The Jeff Beck Group” und “The Faces”,

nicht zu vergessen sein Privatleben inklusive

drei Ehefrauen und acht Kindern

sowie Jahrzehnten, in denen er

als Solokünstler um die Welt tourte. So

ist Stewarts Buch ein fesselnder Ritt

durch eines der bemerkenswertesten

Leben der Rockgeschichte.

Für das Konzert im Juli im Rahmen der

Dortmunder Music Week 2013 stehen

alle Hits und Ohrwürmer wie “Do Ya

Think I’m Sexy“, “Maggie May“, “Baby

Jane“ und “The First Cut Is The

Deepest“ auf der Setlist. Die Sommer-

Shows von Rod Stewart sind prädestiniert

dafür, dem Publikum ordentlich

einzuheizen. Während seiner nun

schon fünf! Jahrzehnte andauernden

Karriere verkaufte Stewart weltweit

mehr als 100 Millionen Tonträger und

wurde aus diesem Anlass in die Rock

and Roll Hall of Fame aus gleich zwei

Anlässen aufgenommen.

Bei der Dortmunder Music Week 2013

treffen erdige Soulstimmen auf rockende

Gitarrenriffs, elektronische Synthesizer

auf tanzende Moleküle. So unter

Strom und unter Spannung steht Dortmund

sonst nur bei den Heimspielen

des BVB. Doch mit Brit-Award-Gewinner

James Morrison, der deutschen

Kult-Band MIA., den schillernden Pet

Shop Boys und eben einem der erfolgreichsten

Künstler der Musikgeschichte

– Rock-Ikone Rod Stewart – ist der

Lars Berndt Events GmbH zum dritten

Mal in Folge ein Line-up gelungen, das

Dortmund auch diesmal wieder zum

Kochen bringen wird.

Fotos: Universal Music

VERLOSUNG

Wir verlosen 3 x 2 Karten für das Konzert

von Rod Stewart in der West falenhalle.

Bitte schicken Sie einfach bis zum

02.07.2013 eine E-Mail mit dem Inhalt

„Rod“ an: top-gewinn@top-magazin.de

TOP 95


Tipps und Termine

Termine präsentiert von

28.06.

2013

07.07.

2013

Gruselkabinett –

The Horror House

Europas größtes transportables

Haus des Horrors. Aus den

bekanntesten Horrorfilmen, z. B. Halloween,

Freitag der 13., Nightmare usw.,

finden Sie im Haus des Horrors verschiedene,

wechselnde Themenbereiche mit

lebenden Akteuren. Bist Du bereit, Dich

Deiner Angst zu stellen? The Horror

House ist nichts für schwache Nerven.

Patienten mit Herzproblemen raten wir

aus dem Grund ab, das Haus zu besuchen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Nach dem Gruseln haben unsere

Gäste die Möglichkeit, sich in unserem

Zombie-Garten zu erholen, obwohl sie

auch dort von lebenden Toten heimgesucht

werden. Festplatz an der Eberstraße,

44145 Dortmund, 19:00 – 23:00 Uhr, jeweils

Freitags und Samstags bis zum 7. Juli

28.06.

2013

31.08.

2013

Rot wie die Liebe –

Love Lights

Wo Nachtschwärmern

ein Licht aufgeht. Es leuchtet rot, rosa

und pink auf dem gesamten Areal des

Wellenbades. Lichtkünstler Wolfgang

Flammersfeld setzt bei den Love Lights

auf Farben, die ans Herz gehen und Lichtobjekte,

die Liebe symbolisieren. Er zeigt

die „Liebenden im Fenster“, Herzprojektionen

und Armor als Lichtgestalt.

Auf beleuchteten Liebesschaukeln geht

es für Verliebte in den siebten Himmel.

Liebesbriefe waren gestern, heute kann

man sich bei Love Lights mit einer Taschenlampe

Liebesbotschaften auf eine

Phosphorwand schreiben. Spektakulär

ist das so genannte Hydroschild. Aus

dem Wasser des Wellenbades erhebt

sich eine riesige Fontäne, auf der Lichtprojektionen

zu sehen sind. Zum Auftaktwochenende

lässt zudem eine junge Frau

als „La Fantasia“ bei den Love Lights ihr

wallendes Gewand leuchten. Ihrem Beispiel

sollen die Besucher folgen. So romantisch

kann Dortmund sein! Revierpark

Wischlingen, Höfkerstr. 12, 44149 Dortmund,

22:00 – 03:00 Uhr, jeweils freitags und samstags

bis zum 31. August.

29.06.

2013

07.09.

2013

Party – 39 Grad

Tanz durch die Nacht

mit DJ nachtFalke

Strobels, Strobelallee 50, 44139 Dortmund,

Samstag, 29. Juni 2013, 20:00 Uhr, auch 3. August

und 7. September

Krimidinner – Das Original:

30.06.

Die Nacht des Schreckens

2013 Spielbank Hohensyburg, Hohensyburgstraße

200, 44265 Dortmund, 19 Uhr

04.07.

2013

Uraufführung: Der Live-Code

Krieg und Frieden im globalen

Dorf. Aktuellen Hochrechnungen

zu Folge wird die Menschheit im Sommer

2013 ihre gesamten gegenwärtigen Daten

ins globale Netz eingespeist haben. Kurz

zuvor beginnt am Schauspiel eine multibinäre

Reise in den Quellcode eines neuen

Organismus, dessen Biotop in den Membranen

zwischen Mensch und Maschine

vermutet wird. Wer ist Kreateur, wer Kreatur?

Drei letzte Menschen in der Interzone

zwischen Stream und Live-Coding: Ein

Video künstler, ein Programmierer und

ein Musiker. Theater Dortmund – Schauspielhaus,

Hiltropwall 33, 44137 Dortmund, 20:00 Uhr

05.07.

2013

07.07.

2013

1. Kirchhörder

Sommerfest

Rund um die Patroklus kirche,

Patroklusweg 19, 44229 Dortmund

06.07.

2013

zuHouse Rocker.

DJ Todde und Lars van Josten,

die musikalischen Väter des legendären

zuHouse.Club auf dem Dortmunder

Thier-Gelände, lassen mit ihrer

„Bring It Back“ die alten Zeiten wieder

aufleben. Ihr Sound setzte in Dortmund

lange Zeit die Maßstäbe im House-Bereich

und hat auch heute noch eine riesige

Fangemeinde. Mit sorgsam ausgesuchten

und ausschließlich auf Vinyl gespielten

Club-Classics wurde auch die „Bring

It Back“ in kurzer Zeit zum Liebling der

Ü25 Music Lovers. Daddy Blatzheim, An der

Buschmühle 3, 44139 Dortmund, 23:00 Uhr

06.07.

2013

Frederic Hormuth –

Charaktersau sucht

Trüffelschwein.

Ob Boulevard oder Bundestag, ob Koalition

oder Kopulation, es geht doch immer

wieder um die große Frage „Wer mit

wem?“. Frederic Hormuth räumt auf und

zeigt, wer alles zusammengewachsen

ist, ohne wirklich zusammengehört zu

haben. Denn Deutschland ist oft nur eine

Zweck-WG. Rasant, anspruchsvoll und

schweinelustig paart sich bei Hormuth intellektuelle

Schärfe mit südhessischem

Draufgängertum. Der Mann hat Witz und

scheut nicht davor zurück, Gebrauch

davon zu machen. Hier treffen sich Hirn

und Zwerchfell in der Mitte – im Herzen.

Wichern, Kultur- und Tagungszentrum, Stollenstr.

36, 44145 Dortmund, 20 Uhr

06.07.

2013

Das Duell: Alle gegen den BVB

Oliver Pocher führt am 6. Juli

2013 im Rahmen der BVB-Saisoneröffnung

eine Mannschaft aus Prominenten

und Amateuren für ein Freundschaftsspiel

gegen Borussia Dortmund

aufs Feld. Sat.1 überträgt das Spiel live

um 20.15 Uhr aus dem Signal Iduna Park

in Dortmund. Davor begleitet der Sender

die „Mannschaftssichtung und -findung“.

Signal-Iduna-Park, Dortmund, 20:15 Uhr

96 TOP


Termine präsentiert von

Tipps und Termine

12.07.

2013

Schürzenjäger – Hey Mann!

„Es ist wieder Schürzenjägerzeit!“

ist nicht nur der Titel des

brandneuen Albums der Zillertaler Band,

sondern gleichzeitig als Neubeginn zu

verstehen. Denn nachdem man im letzten

Jahr mit dem Segen des ehemaligen

Frontmanns Peter Steinlechner den alten

Bandnamen übernahm, kommen auch

das Lebensgefühl und der Sound der

großen Schürzenjäger-Epoche zurück!

Berühmt für ihre Live-Konzerte dokumentieren

die Musiker um Alfred und Alf

(jun.) Eberharter mit diesem Titel ihre

ungebrochene Lust am Musizieren. Strobels,

Strobelallee 50, 44139 Dortmund, 20 Uhr

12.07.

2013

Tanzparty Forever 40

Partymucke, Lieblings-Songs

und gute Laune. DJ Rainer, bekannt

geworden als “Der Partylöwe”, legt

gut tanzbare Hits der letzten 4 Jahrzehnte

auf. Eine neue Serie für tanzfreudige

Leute ab 40! Musiktheater Piano, Lütgendortmunder

Str. 43, 44388 Dortmund, 20:30 Uhr

13.07.

2013

14.07.

2013

Drachenbootrennen

für Jedermann

Drachenboot-Festival auf

dem Phoenixsee nach dem Motto „Alle in

einem Boot“. Bei den FUN-Rennen können

alle dabei sein – auch Anfänger. Um ausgeglichene

Wettkämpfe durchführen zu

können, werden die Teams nach den Zeiten

des ersten Rennens in verschiedene

Klassen eingeteilt. Die Teams sind in allen

Rennen „auf einer Höhe“ – Spannung und

Spaß sind garantiert. Da alle Platzierungen

ausgefahren werden, nimmt jedes

FUN-Team an vier Läufen teil – kein Team

scheidet nach den Vorläufen aus. Phoenixsee,

Dormund-Hörde, 11 Uhr

13.07.

2013

Summertime: Ein Sommerfest

der Stimmen

Summertime ist der Gala-Abend

benannt, mit dem das Ensemble und

der Chor der Oper Dortmund sowie die

Dortmunder Philharmoniker unter der

Leitung von Lancelot Fuhry klanggewaltig

den Sommer 2013 begrüßen werden.

Pünktlich zur Sommersonnenwende

präsentieren sie dem Publikum bekannte

und unbekannte Sommerhits aus der

Welt der Oper und der Operette.

Theater Dortmund – Opernhaus, Platz der alten

Synagoge, 44137 Dortmund, 19:30 Uhr

15.07.

2013

Poetry Jam

... gegen rote Karten

Heißt das nicht Slam? Natürlich –

so nennen sich die Wortschwall-Treffen

dieser Art andernorts sowie auch im

Fernsehen. Wortakrobaten aller Couleur

haben die Chance, ihre geheimsten Gedanken

der Öffentlickeit preiszugeben.

Zeit für Gedichte, Songs, Dramulette, Essais,

spontane Worte, Witze, Fragmente,

Geschichten.So lange, bis entweder die

Autor/in/nen oder das Publikum genug

hat und die Karten zückt – zuviel rot bedeutet:

Runter von der Bühne! Subrosa,

Gneisenaustr. 56, 44147 Dortmund, 19:30 Uhr

17.07.

2013

Summer Sessions:

Benedikt Scheef

Irgendwann in den 60ern zwischen

Cool Jazz und Bob Dylan entstand

in Brasilien eine Bewegung, die das Lebensgefühl

einer ganzen Generation widerspiegeln

sollte – der Bossa Nova. Zeitlos

schön, rhythmisch, brasilianisch, hat

er seine Gültigkeit bis heute nicht verloren.

Inspiriert durch den Groove und

der warmen Atmosphäre spielt Benedikt

Scheef (Gitarre, Gesang) Songs aus 5

Dekaden. domicil, Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund,

20:00 Uhr

17.07.

2013

21.07.

2013

Dortmund á la carte

auf dem Hansaplatz

in der Dortmunder Stadtmitte

begeistert nun schon zum 28. Mal

die Gaumen der Genießer. Unter freiem

Himmel bieten 12 Dortmunder Spitzengastronomen

ein anspruchsvolles Programm

in stilvoller Atmosphäre. Die

teilnehmenden Betriebe: Tante Amanda,

Schürmanns im Park, VIEW, Holzknecht,

Altes Gasthaus Grube, Drees, Matenaar´s

Restaurant, Wolfs Catering, Gaudi Alm,

Eisenbarth, Overkamp, Dimberger.

18.07.

2013

New Latin Sounds:

Music Experience II

Unter dem Motto „Music Experience“

startet die neue „Global Community“-Veranstaltungsreihe

unter Beteiligung

von Bands und Musikgruppen aus

anderen Kontinenten. Dabei geht es keinesfalls

um die Manifestierung „typischer

Stereotypen“ einer bestimmten Kultur,

sondern vielmehr um die Zeichnung einer

Vielfalt und Ausdruckstärke, individueller

und selbstbestimmter Lebensstile.

Freizeitzentrum West (FZW), Ritterstr. 20, 44137

Dortmund, 19:30 Uhr

19.07.

2013

Tony Liotta’s Groove Attack

Nach dem „ZZ Top Tribute“ im

März war die Publikumsresonanz

umwerfend: wer dabei war, sprach

vom „einem der besten Konzerte seines

Lebens“. Nicht zuletzt wegen der eindrucksvollen

Stimme von Steff Ritau. Im

Juli wird er wieder dabei sein, diesmal

performt er die lebende Legende Joe Cocker.

Pauluskirche, Dortmund, Schützenstr. 35,

44147 Dortmund, 18:00 Uhr

TOP 97


Tipps und Termine

Termine präsentiert von

Premiere: Der neue französische

Chanson Abend

21.07.

2013 Mit Barbara Kleyboldt (Gesang)

und Niklas Floer (Piano). Roto Theater,

Gneisenaustr. 30, Dortmund, 18 Uhr

26.07.

2013

04.08.

2013

Sparkassen Chess-

Meeting 2013

Weltklasse beim 41. Sparkassen

Chess-Meeting. Zehn Großmeister

spielen um den Turniersieg in Dortmund.

Vom 26. Juli bis zum 4. August 2013

präsentieren die Stadt Dortmund und

der Deutsche Schachbund die Weltelite

des königlichen Spiels im Schauspielhaus.

Sechs internationale Großmeister

und die vier Top-Spieler der deutschen

Schachnationalmannschaft werden in

Dortmund an den Brettern, die die Welt

bewegen, sitzen. Unter den hochkarätigen

Teilnehmern befindet sich der dreifache

Weltmeister Wladimir Kramnik, der

Dortmund” bereits zehn Mal gewonnen

hat und der Sieger des Sparkassen Chess-

Meetings 2012, Fabiano Caruana. Theater

Dortmund Schauspielhaus, Hiltropwall 15, 44137

Dortmund, 15:00 Uhr

27.07.

2013

Supercup 2013

Borussia Dortmund vs.

FC Bayern München

Da der FC Bayern München (wie im Vorjahr

Borussia Dortmund) in der abgelaufenen

Saison das Double, bestehend

aus Meisterschaft und Pokal, gewonnen

hat, tritt der Vizemeister an die Stelle des

Pokalsiegers. Und so heißt die Paarung

um den Supercup 2013 genauso wie im

Vorjahr: Borussia Dortmund gegen den

FC Bayern München. Signal Iduna Park, Strobelallee

50, 44139 Dortmund, 20:00 Uhr

Juicy Beats 18

27.07.

Westfalenpark, An der

2013 Buschmühle 3, 44139

Dortmund, 12 Uhr, siehe S. 81

30.07.

2013

Rundflüge mit der

(Tante Ju) Ju52

Von der Deutschen Lufthansa

Berlin-Stiftung ab Flughafen Dortmund

Flughafen Dortmund, Flughafenring, 44319

Dortmund, 12:15 Uhr

09.08.

2013

14.09.

2013

Schauspiel: Ein

Sommernachtstraum

Naturbühne Hohensyburg,

Syburger Dorfstr. 60, 44234 Dortmund, 20:30

Uhr, Auch an elf weiteren Terminen

01.08.

2013

04.08.

2013

Gourmedo

Teilnehmer 2013: Bounty

Bar, Castello im Schloss

Rodenberg, Dannemann Lounge,

Dieckmann’s, ErlebBar, Fénix, Gasthaus

Stromberg, Goldberghs Eis-Meisterei,

Ringhotel Bomke, Il Gambero, Köhlers

Café Strickmann, L’Arrivée Hotel & Spa,

La Paz, Nies & Dustmann Projekt, Restaurant

Palmgarden, Pferdestall Zeche

Zollern, Riad, Rohrmeisterei Schwerte,

Schönes Leben, Spielbank Hohensyburg,

Vetro. Friedensplatz, Dortmund, 14:00 Uhr

17.08.

2013

musik:landschaft westfalen:

OpenAir Festival Philharmonie

Die musik:landschaft westfalen

wurde im Jahr 2009 gegründet und wird

von privaten Sponsoren aus der heimischen

Wirtschaft getragen. Ziel ist es,

klassische Musik auf höchstem Niveau

an den schönsten Orten Westfalens zu

präsentieren. Galopprennbahn Dortmund,

Rennweg 70, 44143 Dortmund, 19:00 Uhr

24.08.

2013

25.08.

2013

Dortmund

Classic Days

Das Oldtimer und Youngtimer

Treffen für Autos, Motorräder, etc.

mit Oldie-Verkaufs-Ausstellung, Händlermeile,

Ausfahrt, Pokale, Samstag Oldie-

Fete. Nahverkehrsmuseum, Mooskamp 23,

44357 Dortmund Nette, 9:30 Uhr

01.09.

2013

Wir wollen Welterbe: Blue Velvet,

Streichquartett & Dinner

Das Streichquartett Blue Velvet

spielt neben seinem klassischen Repertoire

eigene Arrangements aus Rock- und

Pop. Mit Virtuosität und Brillanz geben

sie jedem Stück eine individuelle Note.

Sie begeistern mit ihrem einzigartigen

Crossover-Stil. Kokerei Hansa, Emscherallee

11, 44369 Dortmund, 19 Uhr

13.09.

2013

14.09.

2013

Brunnenfest

Am Freitag beginnt das

Brunnenfest am Berswordtplatz

ab 18:00 Uhr mit einem Dämmerschoppen.

Das Nachbarschaftsfest

findet am Samstag ab 11:00 Uhr auf

dem Berswordtplatz statt, mit Händlern

aus dem Viertel und einem Bühnenprogramm.

Innenstadt Dortmund, Berswordtplatz,

44143 Dortmund, 18:00 Uhr

98 TOP


Termine präsentiert von

Tipps und Termine

AUSGEWÄHLTE VERANSTALTUNGEN IN DEN WESTFALENHALLEN VON JUNI BIS SEPTEMBER 2013:

MIA.

29.06.2013

MIA.

Die Fans lieben MIA. – insbesondere

Frontfrau Mieze Katz und ihre

schrille Selbstdarstellung, die jedes

Konzert überraschend anders und

erwartet unerwartet macht, vor allem

aber für eine Bühnenpräsenz

und Live-Performance der Extraklasse

sorgt.

01.07.2013

Pet Shop Boys

Fans dürfen sich auf ein Konzert

der Superlative freuen, das der

spektakulären Pandemonium-Tour,

mit der die PET SHOP BOYS die Rekordzeit

von drei Jahren – 2009 bis

2012 – weltweit unterwegs waren,

in nichts nachstehen wird. Für die

neue Tour „ELECTRIC“ wartet das

Erfolgsduo nur mit dem Besten auf.

02.07.2013

Crosby, Stills & Nash

Crosby, Stills and Nash (CSN): Erstmals

seit drei Jahren gehen Crosby,

Stills & Nash wieder auf Deutschlandtour.

Die musik historisch stilprägende,

legendäre Folk Rock-Formation

befindet sich auch im 45.

Jahr ihres Bestehens in gewohnter

Hochform.

03.07.2013 – Westfalenhalle 1

Rod Stewart

Siehe Bericht Seite 95

Freitag, 5.07.2013, 17.00 – 23.00 Uhr

Dortmunder Nacht

der Ausbildung

21 Dortmunder Unternehmen und

Institutionen öffnen ihre Türen und

stellen ihre Ausbildungsberufe vor.

Westfalenhalle 1

Samstag, 6. Juli 2013, 18:00 Uhr

Boxen: Felix Sturm vs.

Predrag Radosevic

Er will zurück: Felix

Sturm, lange

Zeit unumstrittener

Herrscher im Mittelgewicht

will wieder

ganz nach oben. Am

6. Juli steigt der Kölner

Boxprofi in der

Dortmunder Westfalenhalle

– und live in

SAT.1 – in den Ring.

21.07. – 04.08.2013

I Love Türkiye

Westfalenhallen 5 + 6

01.09.2013

78. Westfälische Münz-

& Sammler-Börse

Treffpunkt für

alle Münz- und

Sammlerfreunde

in Deutschland.

Rund 100

Händler aus allen Teilen der Bundesrepublik

und dem angrenzenden

Ausland nutzen die Börse, um

ihre Exponate– inländische/ausländische

Münzen und Banknoten,

Briefmarken, Telefonkarten,

Orden, Medaillen, Postkarten und

Taschenuhren – zu präsentieren.

20. – 21.09.2013

Oktoberfest 2013

Präsentiert von Germanwings geht

das Oktoberfest am 27./28. September

in die zweite Runde. Mit

zünftiger Musik und allem, was

dazu gehört. Seien Sie dabei, wenn

bayerische Lebensart und Gaudi in

Dortmund Einzug halten! Die Fluggesellschaft

Germanwings unterstützt

den Riesenspaß. Sie möchte

mit ihrem Engagement auf die Flugverbindung

von Dortmund nach

München, und damit in die Heimat

des Oktoberfestes, hinweisen.

28.09.2013

Macklemore & Ryan Lewis

Das Hip Hop-Duo mischt locker die

Szene mit ihrem Debüt „The Heist“

auf. Und weil‘s g‘rad so gut läuft,

kommen die Beiden für fünf Konzerte

2013 nach Deutschland.

TOP 99


Kultur

FLINKE FINGER, FLOTTER

BOGEN UND UNGEMEINES

EINFÜHLUNGSVERMÖGEN

Im Konzerthaus gaben sich die Stars die Klinke in die Hand

Sie ist schon seit Jahrzehnten im Geschäft,

und doch ist ihr Geigenspiel so faszinierend

wie am ersten Tag: Im April war

Anne-Sophie Mutter mit Tschaikowskys

D-Dur-Violinkonzert an der Brückstraße

zu hören. Schlicht und seelenvoll gestaltete

die Geigerin den ersten Satz, von

zartem Schmelz ist ihr Vibrato, gläsern,

fast zerbrechlich das Piano, sodass man

sich wundert, dass der Bogen überhaupt

noch die Saiten zum Schwingen bringt;

die Kadenz so elektrisierend, dass das

Publikum bereits nach dem ersten Satz

applaudiert. Anne-Sophie Mutter nahm‘s

gelassen. Auch der zweite Satz bewegte

sich teilweise am Rande der Stille, fast

aberwitzig war das Tempo des Finales.

Im von Yannick Nézet-Séguin geleiteten

London Philharmonic Orchestra fand sie

den kongenialen Partner, der ihren Intentionen

folgte, seinerseits mit einer brillanten

Interpretation von Schostakowitschs

fünfter Sinfonie aufwartete: Wunderbare

kammermusikalische Passagen mit biegsamen

Soli wechselten hier mit Passagen,

die Musiker und Hörer in einen wahren

Klangrausch stürzten: eins von den Konzerten,

bei denen man sich wünscht, dass

sie nie enden mögen.

Klavierfestival Ruhr

Auch das Klavierfestival Ruhr machte

wieder an der Brückstraße Station: Ein

Besonderer, weil eher selten zu hörender

Leckerbissen war, da Mozarts „Lodron-Konzert“

für drei Klaviere: Der USamerikanische

Pianist Leon Fleisher, der

2002 vom Klavierfestival Ruhr für sein

Lebenswerk geehrt wurde, war hier nicht

nur als Pianist gemeinsam mit seiner

Ehefrau Katherine Jacobsen Fleisher

und seinem Schüler Alon Goldstein zu

erleben, sondern auch als Dirigent der

Bochumer Symphoniker. Vor allem der

langsame Satz überzeugte mit eleganten,

spielerischen Figuren. Francis Poulens

originelles Konzert für zwei Klaviere

und Orchester präsentierten Katherine

Jacobsen Fleisher und Alon Goldstein

mit nervigem Kopfsatz und einem Augenzwinkern.

Mit Mozarts „Haffner“-Sinfonie

setzten Fleisher und die Bochumer dann

den brillanten Schlussakkord.

Ein Mann der klaren Worte

Als ein Mann mit nicht nur ungeheurem

Einfühlungsvermögen für den Inhalt der

Liedtexte, sondern auch für deren un-

100 TOP


Kultur

glaublich präzise Artikulation, die man

heute bei vielen Sängerinnen und Sängern

leider vermisst, präsentierte sich

Christian Gerhaher bei seinem Liederabend

Ende April. Fulminant ist auch seine

große Bandbreite der musikalischen

Stimmungen, die bei den Schumann-

Liedern von verhalten, beinah fahl bei

Justus Kerners „Stirb, Lieb und Freud“,

über ein dramatisch-spannungsvolles

„Stille Tränen“ und ein geheimnisvolles

„Auf das Trinkglas eines verstorbenen

Freundes“ bis zu einem schmerzvollen

„Einsamkeit“ von Justus Kerner reichte.

Zart, fast ätherisch, aber dennoch ungemein

präsent gelingen dem Sänger die

Piano-Passagen. Ein reizvolles Kontrastprogramm

dazu bildeten mit ihrer teilweise

eruptiven Dynamik die Kompositionen

des 1939 geborenen Heinz Holliger,

der in seiner „Lunea“ nach Sätzen von

Nikolaus Lenau auch die Gesangstimme

instrumental führt und in der Begleitung

die Möglichkeiten der Tonerzeugung auf

dem Klavier ausspielt. Pianist Gerold Huber

war der Begleiter bei diesem wirklich

eindrucksvollen Liederabend.

Exklusivkünstler

Yannick Nézet-Séguin

Am Ende betrat Intendant Benedikt

Stampa die Bühne. „Sie sehen mich hier

selten, heute hat es einen guten Grund.“

Die Besucher des Konzerthauses dürfen

sich nämlich auf weitere Konzerte mit

dem kanadischen Dirigenten freuen,

denn er ist für die nächsten drei Jahre

in der Nachfolge von Esa-Pekka Salonen

Exklusivkünstler am Konzerthaus. Sein

Antrittskonzert wird Yannick Nézet-Séguin

im September mit dem Rotterdam

Philharmonic Orchestra gestalten. Des

Weiteren steht „Der Fliegende Holländer“

mit hochrangigen Solisten auf dem Programm.

Für eine Mendelssohn-Zeitinsel

2014/15 steht Nézet-Séguin am Pult des

Chamber Orchestra of Europe. 2015/16

ist ein Bruckner-Zyklus der besonderen

Art geplant: Wiener Philharmoniker,

Staatskapelle Dresden, Symphonieorchester

des Bayerischen Rundfunks und

wiederum das Rotterdam Philharmonic

werden sich die Klinke in die Hand geben,

um unter der Leitung Nézet-Séguins

Anton Bruckner zu huldigen.

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: Pascal Amos Rest

TOP 101


Kultur

WENN DER BARBIER DEM

GRÄFLEIN ZUM TANZ AUFSPIELT ...

„DIE HOCHZEIT DES FIGARO“ IM OPERNHAUS

Exzellente Solisten

Auch die Herren des Ensembles werden

ihren Rollen gerecht: Ein wenig schwach

wirkt Morgan Moody zu Beginn in der

Arie „Se vuol ballare Signor Contino“ in

der Titelrolle, kann seine Leistung dann

aber steigern, dass dem armen Cherubino

das „Non piú andrai“ stimmlich

präsent um die Ohren schallt. Gerardo

Garciacano ist ein verführerischer Graf.

Man könnte Susanna verstehen, wenn

sie schwach werden würde ... Die stets

verlässliche Ileana Mateescu gibt einen

bisweilen schlaksigen, liebenswerten

Cherubino, der kaum weiß, wohin

mit seinen Hormonen, und verleiht ihm

mit balsamischen Mezzotönen Stimme.

Auch die kleineren Rollen sind exzellent

besetzt mit Hannes Brock als alterndem

Musikmeister Basilio, Christian Sist als

rachsüchtigem Bartolo, Katharina Peetz

als eifersüchtige Marzelline und Tamara

Weimerich als mädchenhafte, doch sich

ihrer Weiblichkeit bewusste Barbarina.

Transparente Inszenierung

Mariame Clément setzt in ihrer Inszenierung

auf Transparenz: So gibt es wenig

Kulisse (Bühne und Kostüme: Julia

Hansen), vor allem im ersten Akt gibt es

keine Wände, der Zuschauer kann verfolgen,

was in den anderen Räumen des

Schlosses passiert, etwa Basilio beim Gesangsunterricht

zuschauen, was einerseits

dazu beiträgt, dem Zuschauer die

Figuren näherzubringen, andererseits

aber auch einen gewissen Aktionismus

nach sich zieht, der recht häufig von der

Musik und dem eigentlichen Geschehen

ablenkt. Geschmacksache sind die teilweise

recht umgangssprachlichen Übertitel,

die auf eine genaue Übersetzung

verzichten und dem Zuschauer suggerieren

sollen, dass die Akteure ihre Sprache

sprechen. Kostprobe: Figaro zu Antonio:

„Halt mal den Rand, du Jammerlappen“.

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: Thomas Jauk, Stage Picture

Mozarts „Le nozze di Figaro“, die erste

der drei da-Ponte-Opern, bei ihrer Uraufführung

in 1786 im Wiener Burgtheater

von Mozart selbst am Cembalo geleitet,

war ein triumphaler Erfolg: Die Oper enthält

viele eingängige „Gassenhauer“ – so

viele, dass bei der zweiten und dritten

Aufführung des Werkes etliche Wiederholungen

verlangt wurden, sodass der

Kaiser selbst sich genötigt sah, regulierend

einzugreifen und zu bestimmen,

dass nur noch Solonummern, keine Ensembles

mehr wiederholt werden durften.

Die Praxis der Wiederholung gibt es

in unserer Zeit nicht mehr – was mancher

Besucher der Premiere bedauert haben

dürfte, denn die beiden Gräfinnen-Arien,

mit anrührend-lyrischem Schmelz und

perfekter Stimmführung vorgetragen von

Eleonore Marguerre, oder auch die Rosenarie

der Susanna, silbrig in der Höhe

und mit erstaunlich sattem Brustregister

von Anke Briegel intoniert, begleitet von

den von Jac van Steen exzellent vorbereiteten

Dortmunder Philharmonikern,

hätte man gern noch einmal gehört.

102 TOP


Kultur

UNSTERBLICHE LIEBE

UND RASTLOSES LEBEN

„FEINE JADE“ BESCHERT ZWEI STUNDEN TRAUMHAFTE BILDER

Es ist bereits zehn Jahre her, dass Ballettdirektor

Xin Peng Wang vom Südthüringischen

Staatstheater in Meiningen nach

Dortmund kam – und er hat dem Dortmunder

Haus mutige und gleichwohl betörende

Ballettabende geschenkt: Mozart

etwa oder „The Last Future“. Im letzten

Jahr durften die Zuschauer mit angehaltenem

Atem dem Handlungsballett „Der

Traum der roten Kammer“ folgen, in diesem

Jahr gestaltete er mit seinem Kollegen

und Landsmann Edwaard Liang den

zweiteiligen Ballettabend „Feine Jade“.

Beide Choreografien verzichten auf eine

Handlung, sondern vermitteln vielmehr

Impressionen des modernen Lebens, lassen

viel Raum für eigene Assoziationen.

Raum für eigene Assoziationen

Edwaard Liang legt seiner Choreografie

„Immortal Beloved“ das erste Violinkonzert

des 1931 in Baltimore / Maryland geborenen

Komponisten Philipp Glass zugrunde,

der zusammen mit Steve Reich,

Terry Riley und La Monte Young die Minimal

Music populär machte: Dementsprechend

ist das 1987 entstandene Werk

zwar konventionell dreisätzig, folgt aber

dem Prinzip der Minimal Music, indem

sich die melodischen Muster vielfach wiederholen,

ohne indes den zeitlichen Ablauf

in kleinste Einheiten zu zergliedern,

sondern ihn vielmehr in größere Abschnitte

zusammenzufassen. Liang folgt

der dreisätzigen Einteilung und schafft

betörende Bilder um die verschiedenen

Konstellationen, die in der Liebe möglich

sind: mal wird sie erwidert, mal nicht. Mal

ist er der dominierende Part, mal sie.

Schnelllebige Zeit

Die Hauptfiguren werden von Howard

Quintero Lopez, Monica Fotescu-Uta, Barbara

Melo Freire und Marissa Parzei mit

sehr viel Einfühlungsvermögen und ungeheurer

suggestiver Kraft verkörpert. Xin

Peng Wang hat sich in seiner Choreografie

„Full Moon No Canstancy“ der Schnelllebigkeit

unserer Zeit gewidmet, die oft

keine Zeit lässt, Selbstvertrauen zu entwickeln,

geschweige denn Vertrauen zu

anderen. Weshalb das Individuum oft allein

bleibet. Die Musikauswahl (u.a. David

Lang: Pierced; Michael Gordon: Industry;

Meredith Monk: Panda Chant; Julia Wolfe:

Lick)entspricht diesem „Gehetztsein“:

Oft sind hämmernde Klänge zu hören, nur

hin und wieder gibt es einen Ort der Ruhe

und des Innehaltens. Gemeinsam mit

dem norwegischen Lichtkünstler HC Gilje

hat er beeindruckende Bilder geschaffen.

Kakofonie der Wege und Klänge

Den Menschen scheinen ihre Wege vorgegeben,

sie kreuzen sich, die Menschen gehen

sie, ohne, dass sie einander wirklich

begegnen: eine Kakofonie der Wege und

Klänge. Sehr stringent ist hier nicht nur

die Personenführung, sehr kreativ gehen

die beiden Künstler auch mit den Lichtprojektionen

und Spiegelungen um, die

in jedem Moment eindrucksvolle Impressionen

schaffen. Unbedingt sehenswert!

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: Bettina Stöß, Stage Picture

TOP 103


Kultur

LIEBE IN DER

PALETTENWÜSTE

DONIZETTIS „LIEBESTRANK“

MARXISTISCHES LEHRSTÜCK

Donizettis „L‘ Elisir d‘ Amor“ war einer seiner größten Erfolge. Im Teatro della Canobbiana in Mailand, wo die Oper am 12. Mai 1832

uraufgeführt wurde, stand das Stück in der ersten Spielzeit gleich 33 Mal auf dem Spielplan, Aufführungen in ganz Europa folgten bald.

Christian Tschirner, der für die

Dortmunder Inszenierung verantwortlich

zeichnet, interpretiert die

Oper als soziales Drama: Die Landarbeiter

sind arm, was sich auf den

ersten Blick wie eine Ansammlung

von Europaletten ausnimmt, entpuppt

sich als Notbehausung mit

Kojen, selbst Adina, die laut Libretto

reiche Bäuerin, lebt in einem

heruntergekommenen Bauwagen

(Bühne: Aljoscha Begrich). Aber

die Landleute wissen aus ihrer Situation

das Beste zu machen: Bei

der Hochzeitsfeier für Adina und

Belcore sorgen bunte Partylämpchen

für Stimmung, auch an einem weißen

Tischtuch fehlt es nicht. Und als Nemorino

seinen reichen Onkel beerbt, wird

klar, was Kapital aus Menschen machen

kann: Die Damen des Dorfes umwerben

ihn und machen auf Transparenten ungeniert

Werbung für sich (von „Kinderlieb“

über „Akademikerin“ bis zu „Oral“

reichen da die Angebote).

Apotheke in der Ape

Trotz des ernsten Untertons fehlen humoristische

Elemente nicht: Der redegewaltige

Doktor Dulcamara reist in einer

Ape (jenem legendären dreirädrigen Gefährt

der Firma Piaggio, das noch heute

auf italienischen Straßen zu treffen ist)

an, das auf dem Heck blinkende grüne

Kreuz weist auf seinen Beruf hin. Aber

nicht nur er ist geschäftstüchtig, auch

der Wasserverkäufer auf seinem mit etlichen

Plastikflaschen beladenen Fahrrad

weiß, wann er am besten mit den Leuten

Geld verdienen kann und kommt genau

zur in der Gluthitze der Mittagszeit.

Hervorragend sind die Solisten, allen

voran Julia Amos als grazile und

charmante Adina mit beweglichem,

hübschen Sopran. Der polnische Tenor

Lucian Krasznek als Nemorino legt

seine Partie sehr lyrisch an, besticht

durch zarten Schmelz in der Höhe, hin

und wieder hätte man sich etwas

mehr Volumen gewünscht: Recht

verhalten klang etwa die große

Arie „Und furtiva lagrima“.

Witz und Spielfreude

Hingegen überzeugt er mit unglaublicher

Spielfreude und komödiantischem

Talent. Über jeden

Zweifel erhaben ist Christian Sist

als Dulcamara: Auch er spielt nicht

ohne Witz, stimmlich präsent ist er

in jeder Sekunde. Tamara Weimerich

hat als Gianetta leider nicht

viele Möglichkeiten zu glänzen,

Gerardo Garciacano ist ein schneidiger

Belcore. Heimlicher Star des Abends ist

der stimmlich wie szenisch bestens agierende

Opernchor (Einstudierung Granville

Walker), der die Szenen authentisch

belebt. Die Dortmunder Philharmoniker

unter der Leitung von Motonori Kobayashi

begleiten meist zuverlässig, nichtsdestoweniger

hatte man in der Premiere

hin und wieder den Eindruck, dass das

Zusammenspiel zwischen Bühne und

Graben nicht immer optimal war. Eine

unbedingt sehenswerte, stringente Inszenierung!

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: Thomas Jauk, Stage Picture

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Kultur

AUFSTIEG UND FALL

EINES BUSENWUNDERS

TURNAGES OPER „ANNA NICOLE“ IM OPERNHAUS

Es ist eine der Geschichten, die so fantastisch ist, dass sie nur das Leben selbst schreibt:

Mark-Anthony Turnages Oper „Anna Nicole“ beschreibt den glamourösen Aufstieg und

den Fall des Partygirls, Models und der späteren Milliardärsgattin Anna Nicole Smith.

Im Mief einer amerikanischen Kleinstadt

geboren, träumt Anna Nicole von einem

Leben mit Glanz und Glamour. Ihre eigene

Familie ist zerrüttet, eine frühe Ehe

mit dem gleichaltrigen Billy Smith, aus

der Sohn Daniel hervorgeht, zerbricht

bald. Anna Nicole verdingt sich im Supermarkt,

später in einer Tap-Dance-Bar, wo

sie auch Ehemann Nummer zwei, den

Ölmilliardär J. Howard Marshall II kennenlernt.

Mit dem 63 Jahre älteren Mann

genießt Anna Nicole das Luxusleben.

Als er stirbt, beginnt auch ihr rascher

Abstieg: Alkohol- und Drogenexzesse,

außerdem hat Marshall sie in seinem

Testament nicht erwähnt, so dass ein

jahrelanger Rechtsstreit um das Erbe

folgt. Kurz nach der Geburt ihrer Tochter

und dem Drogentod ihres Sohnes stirbt

auch Anna Nicole.

Deutsche Erstaufführung

Die deutsche Erstaufführung im Dortmunder

Opernhaus hat Hausherr Jens-

Daniel Herzog als einen großen, temporeichen

Bilderbogen in Art einer Show inszeniert,

nicht ohne kritische Untertöne:

Man befindet sich zu Beginn (und auch

am Schluss) in einem Leichenschauhaus,

wo der Leichnam Anna Nicole aus seiner

Kühlbox gezogen wird. Das Playmate

öffnet den Leichensack und befiehlt den

Trauernden, mit der Show zu beginnen.

Die von Frank Hänig gestaltete Bühne

wird oftmals von den Darstellern selbst

mit ein paar Ausstattungsgegenständen

in die entsprechende Szene verwandelt.

Markiger Text

Eine Sensation ist die Texanerin Emily

Newton in der Rolle der Anna Nicole:

Die in jeder Sekunde präsente Sopranistin

verleiht der Figur die ausreichende

Erotik, ohne ins Vulgäre abzurutschen,

wenngleich der Text mit deftigen Aussprüchen

nicht spart.

Katharina Peetz spielt Anna Nicoles

Mutter als eine der Tochter recht kritisch

gegenüberstehende Frau, die sich

rührend um Sohn Daniel (Georgios Iatrou)

kümmert. Hinreißend ist Kammersänger

Hannes Brock als lüsterner Milliardär

J. Howard Marshall II, dem noch

in seinem Rollstuhl der Geifer aus den

Mundwinkeln tropft.

Musik zwischen Oper und Jazz

Granville Walker hat den Opernchor, der

eine Menge zu tun hat, wieder bestens

vorbereitet, auch, was unter der Leitung

von Generalmusikdirektor Jac van Steen

aus dem Graben dringt, kann sich hören

lassen. Die Musik Turnages indes lässt

nun einen eigenen prägnanten Stil vermissen:

Man hört ein wenig Oper, ein wenig

Operette und Musical, viel Jazz. Eklektizismus

nennt man so etwas. Ebenfalls

gewöhnungsbedürftig, aber beim Musical

durchaus üblich, ist die Verstärkung der

Gesangsstimmen durch Mirkroport, wobei

sich manchmal Irritationen zwischen

Bühne und Graben ergeben. Insgesamt

gesehen aber ein sehenswertes Stück.

Text: Martina Lode-Gerke

Bilder: Thomas Jauk, Stage Picture

TOP 105


Kultur

EUR-OPER-GALA 2013:

REISE DURCH DIE WELT DER OPER

Stargast Regula Mühlemann als charmante Reisebegleiterin

Im März war es soweit: Die Theater- und

Konzertfreunde starteten zu einer musikalischen

Tour durch Europa. Das Gute:

Die Zuschauer mussten ihre bequemen

Sitze im Konzerthaus nicht verlassen.

Von der Wiege der Oper, Italien, derer

das Amadeus Kammerorchester unter

der Leitung von Felix Reimann mit Rossinis

Ouvertüre zu „Il turco in Italia“ mit

eleganten und filigranen Klängen gedachte,

führte Reiseleiter Jens Daniel-Herzog

nach England, wo einer der ersten „Gastarbeiter“,

Händel, viele seiner bedeutenden

Werke schuf. Konnte Stargast Regula

Mühlemann aus Luzern in der Arie der

Almirena aus dem „Rinaldo“, „Lascia,

ch‘io pianga“ bereits mit perfekt geführter

Stimme punkten, so war die Arie der

Linda „O luce di quest‘ anima“ aus Donizettis

„Linda di Chamounix“ ein wahres

Koloraturfeuerwerk. Die Stimme der

Schweizerin ist nicht groß, aber unglaublich

brillant und schlank geführt. Wohl

selten hat man einen so agilen „schlanken

Burschen“ in der Ännchenarie aus Webers

„Freischütz“ gehört“, selten die Rosenarie

der Susanna aus Mozarts „Figaro“

mit einer so leichten, silbrigen Höhe, die

hin und wieder an die unvergleichliche

Anneliese Rothenberger erinnert.

Solisten aus eigenem Haus

Aber auch die Solisten der Dortmunder

Oper zeigten sich bestens disponiert: allen

voran Eleonore Marguerre, von der

man noch nie etwas schlecht Gesungenes

gehört hat. An diesem Abend war sie mit

der Gräfin-Arie „Porgi amor“ aus dem „Figaro“

vertreten, die sie, da sie hier nicht,

wie in der derzeit laufenden Inszenierung

im Bett liegend singen musste, noch brillanter

gestaltete; anrührend gelang das

Duett „Croce e delizia“ aus Verdis „Traviata“

mit Tenor Lucian Krasznec. Der

ist sowohl als Liebhaber überzeugend

als auch als Komiker, wie er gemeinsam

mit Christian Sist im Duett „Voglio dire lo

stupendo“ aus Donizettis „Liebestrank“

unter Beweis stellte. Ein wenig jung ist

der österreichische Bassist Sist vielleicht

noch für die Rolle des Philipp aus Verdis

„Don Carlos“, nichtsdestoweniger glaubt

man ihm den mit perfekt geführter Stimme

vorgetragenen Schmerz des Königs

in der großen Arie „Ella giammai m‘amo“.

Virtuosen des Orchesters

Auch Solisten des Amadeus-Kammerorchesters,

das zum großen Teil aus Mitgliedern

der Dortmunder Philharmoniker

besteht, hatten auf dieser Reise Gelegenheit,

ihr solistisches Können zu beweisen:

Samtig, mit brillanten Läufen gestaltete

Frauke Hansen Webers Concertino für

Klarinette Es-Dur op. 26, ebenfalls technisch

perfekt und durchaus mitreißend

präsentierte Felix Reimann Bornes „Fantasie

brillante sur Carmen“ für Flöte und

Orchester, dessen Leitung er zu diesem

Zweck an Motonori Kobayashi übergab.

Eine wunderschöne Reise, die Appetit

macht auf den Opernball am 1. März 2014!

Text: Martina Lode-Gerke

Fotos: Björn Hickmann

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Rezension

ZU BESUCH IM

SCHWEDISCHEN

FJÄLLBACKA

Camilla Läckbergs neuer Roman beschwört

die Geister der Vergangenheit

© Darren Deans | sxc.hu

Im Volksmund heißt sie Geisterinsel, die

kleine Schäreninsel Graskär, die malerisch

vor der Küste von Fjällbacka liegt.

Dorthin flieht Annie mit ihrem Sohn Sam

vor ihrem gewalttätigen Ehemann: Er

macht ihr mehr Angst als die geheimnisvollen

Toten, die dort umherspuken

sollen, außerdem ist Annie seit ihrer Jugendzeit

an die geheimnisvoll wispernden

Stimmen, die von einer dunklen Vergangenheit

erzählen, gewöhnt und sie haben

ihr noch nie etwas ausgemacht. Die

Eltern ihrer einstigen Jugendliebe versorgen

Annie dort auf Graskär mit Lebensmitteln,

und es dauert nicht lange, bis

auch deren Sohn Mats vor ihrer Tür steht.

Die Liebe zwischen den beiden flammt

neu auf. Doch dann wird Mats durch

einen Schuss in den Hinterkopf jäh aus

dem Leben gerissen. Kommissar Patrik

Hedström schaltet sich ein, und sein Weg

Gewinnen Sie den neuen Roman von Camilla

Läckberg. Dazu müssen Sie nur folgende Frage

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führt ihn ebenfalls auf die geheimnisvolle

Insel, unterstützt wird er dabei wieder

tatkräftig von seiner Frau Erika Falck, die

sich zwar eigentlich um ihre neugeborenen

Zwillinge kümmern muss, aber auch

ihre alte Freundin Annie nicht im Stich

lassen will ...

Ein weiterer spannender Roman um

Kommissar Patrik Hedström und die

Schriftstellerin Erika Falck, bei dem

die schwedische Erfolgsautorin auf

altbewährte Weise Vergangenheit und

Gegenwart wirkungsvoll miteinander

verknüpft.

Camilla Läckberg

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Text: Martina Lode-Gerke

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Rezension

LITERATUR ALS

ALTERNATIVE ZUM ALLTAG

Vor Kurzem erschien der zweite Roman „Der Märchenfischer“ des Dortmunder Autors

Rüdiger Preuss. Das TOP Magazin traf ihn zum Interview.

Abstand gesucht habe. Und da habe

ich gehört, dass sie bei Roncalli jemanden

als Kassenwart suchen, habe

mich beworben, und die haben mich

genommen.

Abgesehen vom „Nomadenleben“, ist die

Zusammenarbeit und der Zusammenhalt

im Zirkus ein anderer als bei anderen Unternehmen?

Die Atmosphäre ist schon eine ganz

besondere: Alle duzen sich. Man ist

tolerant, muss es sein. Abgesehen davon,

dass die Menschen dort aus den

unterschiedlichsten Nationen kommen

und ganz verschiedene Biografien haben,

lebt man sehr eng zusammen. Das

ist nicht so romantisch, wie man sich

das vielleicht vorstellt: Nicht jeder hat

einen eigenen Wagen, oft hat man nur

ein Abteil von vier, fünf Quadratmetern,

der andere ist ganz nah. Auf der

anderen Seite ist man so auf das Wesentliche

reduziert ...

Herr Preuss, Sie sind in Bochum geboren

worden und leben heute in Dortmund.

Sind Sie ein „Ruhri“ aus Überzeugung?

Eher eine späte Liebe, würde ich sagen.

Ich bin in einer Familie aufgewachsen,

aus der ich kaum eine Chance

hatte zu entfliehen: Mein Vater war

bei Krupp, meine Mutter Hausfrau.

Wir haben in Werne gewohnt, ich bin

in einem Zimmer aufgewachsen, das

ich mit meiner Schwester und meinem

Bruder teilen musste; wenn man

aus dem Fenster geschaut hat, blickte

man auf einen Bahndamm. Das war

ganz schön traurig, einengend. Es war

schon schwierig, aufs Gymnasium zu

kommen ... Das Lesen – damals waren

es Jack London und Karl May – haben

Lust auf die große weite Welt gemacht.

Aber als ich dann schließlich beim Zirkus

war und herumgereist bin, da habe

ich, wenn ich auf dem Hauptbahnhof

in Dortmund ankam, so etwas gefühlt

wie: Jetzt bist du zu Hause.

Sie haben es gerade selbst angesprochen:

Sie haben unter anderem zehn Jahre beim

Zirkus Roncalli gearbeitet. Was treibt jemanden,

der nicht aus einer Artistenfamilie

stammt, in den Zirkus?

Ich habe damals mit meiner Partnerin

in Eichlinghofen gewohnt – wo wir

noch heute wohnen. Es gab eine Krise

in unserer Beziehung, zu der ich etwas

Ist die Arbeit befriedigend gewesen?

Sehr sogar. Man sieht am Abend, was

man getan hat. Man hat vor Beginn der

Vorstellung die Leute an der Kasse gesehen.

Wenn man sie nachher sieht,

wie sie mit zufriedenen, fröhlichen

oder auch verklärten Gesichtern wieder

herauskommen, das ist schon ein

schönes Gefühl.

Ihr Lebenslauf liest sich, nicht nur in Bezug

auf die Zirkus-Episode, sehr interessant.

1976, vor dem Abitur, sind Sie nach

Teheran gegangen. Warum ausgerechnet

Teheran?

Teheran war eigentlich nur als Zwischenstation

geplant. Mein Freund und

ich waren gelangweilte und schlechte

Schüler, um das Abitur zu machen, hätten

wir wahrscheinlich eine „Ehrenrunde“

drehen müssen. Da haben wir beschlossen,

stattdessen eine Weltreise

zu machen. Da wir kein Geld hatten,

haben wir beschlossen zu trampen.

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Rezension

„Als ich beim Zirkus war und herumreiste,

habe ich auf dem Hauptbahnhof in Dortmund

so etwas gefühlt wie: Jetzt bist du zu Hause.“

RÜDIGER PREUSS …

… wurde in Bochum geboren. Mit 18 Jahren

brach er zu einer Reise auf, die ihn bis nach

Teheran führte. Auf das eigentlich geplante

Abitur verzichtete er zugunsten dieser Reise.

Unter anderem schlug sich der Autor als

Angestellter in einem Plattengeschäft und in

einem Reisebüro durch. Von 2001 bis 2011

arbeitete er beim Zirkus Roncalli. Heute lebt

er mit seiner Partnerin in Eichlinghofen.

Und uns gedacht, dass wir Geld unterwegs

jederzeit verdienen könnten.

Ziemlich naiv, wenn ich mir das heute

überlege, wenn man noch nicht einmal

die Sprache spricht ... In der Türkei

hatten wir dann einen Autounfall. Und

in Teheran ist mein Freund schließlich

krank geworden. Kanada und Australien,

wie eigentlich geplant, haben wir

damals nicht gesehen. (lächelt) Das

kam dann später.

Kommen wir mal zu Ihrem Buch. „Der

Märchenfischer“ ist ja schon Ihr zweiter

Roman. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich habe meine familiäre Situation,

wie schon gesagt, als beengend empfunden,

und da habe ich mir schon als

Elfjähriger kleine Geschichten ausgedacht,

an Karl May angelehnt, später

habe ich dann für Zeitungen gearbeitet,

für Literaturmagazine geschrieben.

Der Wunsch zu schreiben war eigentlich

immer da. Wie schon Heinrich

Böll sagte: Schreiben wollte ich immer,

aber ich fand die Worte erst später.

Daniel, einer der Hauptfiguren in Ihrem

Roman, ist ein Junge, der in der Pubertät

steckt. Wie viel Rüdiger Preuss steckt in

Daniel? Oder anders: Gibt es autobiografische

Züge?

Definitiv. Ich habe damals die Ferien immer

bei meinen Großeltern auf dem Land

verbracht, da habe ich das Landleben

kennengelernt und die Sehnsucht von

den Landkindern, in der Stadt zu leben.

Sie fanden das Dorfleben beengend ...

Von der anderen Hauptfigur, Max Lenard,

dem Märchenfischer, erfährt der Leser

meist nur etwas aus „zweiter Hand“,

also durch die anderen Figuren. Wer ist

dieser Mann tatsächlich?

Ich weiß nicht, wer das ist. Es ist eine

völlig fiktive Person, eine Gegenfigur zu

dem Vater. Er sollte das verkörpern, was

Daniel nicht von seinem Vater bekommen

konnte. Obwohl beide Männer im

Krieg waren, gehen beide ja völlig unterschiedlich

damit um.

Schreiben Sie schon an einem neuen Buch

oder planen Sie eines?

Ich schreibe gerade an zwei Büchern:

Es wird ein Buch erscheinen, das im

Zirkusmilieu spielt, und eines, das am

Meer spielt. Bei Letzterem handelt es

sich um eine Art Zwischenbilanz: Tod

und Krankheit im Freundes-und Familienkreis,

und auch die Frage, inwieweit

die Kunst, die Literatur im Leben helfen

können. Es wird voraussichtlich im Frühjahr

des nächsten Jahres erscheinen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Martina Lode-Gerke

Fotos: Elke Wagner

Der fast vierzehnjährige Daniel lebt im

Mief eines deutschen Dorfes der sechziger

Jahre. Die Mondlandung steht bevor.

Es ist ein heißer, schöner Sommer – ein

Sommer, der das Leben des Jungen verändern

wird. Daniel hat sich in die kaum

ältere Tochter des Bürgermeisters, Katharina,

verliebt, ist sich seiner Gefühle aber

nicht sicher. Da bricht in die geregelten

Abläufe plötzlich ein alter Freund seines

Vaters ein, Kriegs kamerad, wie sich herausstellt.

Aber Max Lenard ist mehr als

das: Für Daniel wird er die Verkörperung

all seiner Träume: Er ist frei, unbekümmert,

hat die Eigenschaft, Grenzen, die

die Vernunft setzt, nicht zu akzeptieren.

Mit ihm taucht Daniel in eine ganz neue

Welt ein. Ob der Mann, wirklich nach dem

Krieg in Amerika lebte, bleibt im Dunklen,

auch, woher er wirklich kommt – es ist

für die Geschichte nicht wichtig. Wichtig

ist, dass Daniel erfährt, dass es eine Welt

gibt, die außerhalb des Alltags, des Dorfes

liegt, vielleicht sogar in ihm selbst ...

Mit seinem zweiten Roman „Der Märchenfischer“

hat der Dortmunder Autor

Rüdiger Preuss einen spannenden Roman

geschaffen, der den Leser mit teilweise

recht poetischer Sprache in die Welt der

sechziger Jahre und eines Jungen führt,

der gerade im Begriff ist, die Welt auf seine

eigene Weise zu entdecken.

Rüdiger Preuss, Der Märchenfischer, Edition

Voss – Horlemann, 188 S., 17, 90 €.

TOP 109


Rezension

LEKTÜRE UNTERM SONNENSCHIRM

Buchtipps für den Strand, den See oder den Pool.

Die Privatdetektivin Brenna

Spector, die sich auf das

Auffinden verschwundener

Personen spezialisiert hat,

besitzt eine ganz besondere

Gabe: Sie kann sich an jeden

Moment ihrer Vergangenheit

in allen Einzelheiten erinnern.

Das von Medizinern

so genannte Hyperthymestische

Syndrom ist ihr beruflich

von großem Nutzen.

In ihrem ersten Fall, „Dornröschenschlaf“

gilt es, ein seit

langem vermisstes Mädchen

zu finden, im zweiten Fall, der

„Aschebraut“ ist eine Internet-Performance-Künstlerin

verschwunden, die erstaunlich

viel über Brennas Leben

weiß. Handelt es sich bei ihr

etwa um ihre im Jugendalter

verschwundene Schwester?

Die beiden Thriller sind vom

Plot her mäßig spannend,

aber aufgrund der erstaunlichen

Fähigkeit der Protagonistin

einmal etwas anderes.

Alison Gaylin, Dornröschenschlaf,

Ullstein, 461

Seiten, 9,99 €; Aschebraut,

458 Seiten, 9,99 €

Sommer 1961, ein idyllisches

Bauernhaus. Der Geburtstag

von Laurels kleinem Bruder

wird gefeiert. Die damals

sechzehnjährige Laurel beobachtet,

wie ein Fremder das

Grundstück betritt und ihre

Mutter bedroht. Diese greift

zum Messer ... Fünfzig Jahre

später ist Laurels Mutter dement

und hat nicht mehr lange

zu leben. Beim Anblick eines

alten Fotos kommen in Laurel

die Erinnerungen hoch. Sie

beschließt, dem Geschehen

auf die Spur zu kommen. Ihre

„Ermittlungen“ führen sie in

das kriegsgebeutelte London

des Jahres 1941, wo ihre Mutter

als Gesellschafterin einer

alten Dame arbeitet. Doch

nichts ist so, wie es immer geschienen

hat ... Ein sehr spannender

Roman der australischen

Bestseller-Autorin Kate

Morton, die virtuos mit verschiedenen

Zeitebenen spielt.

Kate Morton, Die

verlorenen Spuren, Diana

Verlag, 607 S., 22,99 €

Von wegen Idylle! Als die

Restaurantbesitzerin Katja

Klein in ihrem Wohnhaus in

der Eifel einen Kamin einbauen

lassen will, werden

bei den Arbeiten in einem

Loch in der Wand menschliche

Knochen gefunden.

Schnell steht fest, dass diese

Knochen zu einem Mann

gehören, der vor über 50

Jahren verschwand und offenbar

damals gewaltsam

ums Leben kam.

Kurz darauf schreckt ein

weiteres Verbrechen an genau

demselben Ort Katja

und ihre Freunde auf. Hängen

die beiden Verbrechen

etwa zusammen? Als dann

auch noch ein Reisebus mit

einer Ladung Kaffeefahrern

entführt wird, wird es vollkommen

rätselhaft ... Ein

aberwitziger Plot, sprachlich

sehr witzig.

Martina Kempff;

Knochen im Kehricht, Piper

Taschenbuch, 267 S., 8,99 €.

Im Jahre 1511 grassiert in

Frankfurt die sogenannte

„Lustseuche“. Schnell haben

die braven Bürger der Stadt

die vermeintlich Schuldigen

dafür gefunden: es sind die

Prostituierten, die im städtischen

Frauenhaus offiziell

und legal ihrem Gewerbe

nachgehen.

Auch als schließlich die

furchtbar verstümmelte

Leiche der Hure Roswitha

gefunden wird, hat der Magistrat

schnell einen Sündenbock

zur Hand. Doch

Gildenmeisterin Ursel Zimmer

glaubt nicht daran und

macht sich auf die Suche

nach Rosis letztem Freier,

der beteuert, mit Rosis Tod

nichts zu tun zu haben. Ein

geheimnisvoller Ring bringt

die Hurenkönigin schließlich

auf die Spur ... und in

tödliche Gefahr.

Ursula Neeb, Die

Huren königin, Ullstein, 395

Seiten, 8,99 €

Text: Martina Lode-Gerke, Cover: Das Copyright der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen.

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Rezension

SONNE FÜR DIE OHREN

Unsere aktuellen CD-Tipps

Wieder ein paar „Ausgrabungen“: In

der „Electrola Collection“ sind jetzt

mehrere „kosmetisch aufbereitete“

wunderbare Opernaufnahmen erschienen:

Kaum noch hört man Bizets „Carmen“

auf Deutsch, zugegeben, der Text

entspricht manchmal nicht ganz dem

französischen Original, doch Christa

Ludwig in der Titelrolle und der leider

früh verstorbene Rudolf Schock als

Don José sind ebenso ein Hörerlebnis

wie Hermann Prey als selbstherrlicher

Stierkämpfer Escamillo.

In derselben Reihe gibt es ein Wiederhören

mit dem ungemein brillant intonierenden

Siegfried Jerusalem in der

Titelrolle von Offenbachs „Hoffmanns

Erzählungen“, Julia Varady verleiht der

Antonia dramatischen Glanz, Dietrich

Fischer-Dieskau zeigt sich wandelbar

als Lindorf, Coppelius, Dappertutto

und Mirakel. Auch diese Aufnahme ist in

deutscher Sprache und sehr zu empfehlen.

Ungewöhnlich ist mit Sicherheit die

Einspielung von Alban Bergs „Lulu“ mit

Anneliese Rothenberger in der Titelrolle,

die für ihr Fach äußerst erstaunlich,

aber ebenso hörenswert ist.

· Georges Bizet, Carmen, Berliner Symphoniker,

Horst Stein, Emi classics 5

099991 230027

· Jacques Offenbach, Hoffmanns Erzählungen,

Münchner Rundfunkorchester,

Heinz Wallberg, Emi classics

5 099991 230522

· Alban Berg, Lulu, Philharmonisches

Staatsorchester Hamburg, Leopold

Ludwig, Emi classics 5 099991 233028

Ganz neu hingegen sind die Aufnahmen

von Rossinis „Petite Messe solennelle“

und Händels kaum gespielter Oper „Giove

in Argo“. Antonio Pappano ist der Dirigent

der Messe mit einem differenziert

agierenden Coro und Orchestra dell’

Academica Nazionale di Santa Cecilia

Roma und hervorragenden Solisten wie

etwa dem Tenor Francesco Meli, der seinen

Part mit stählerner Höhe versieht,

und der in der Tiefe satten Contraaltistin

Sara Mingardo. Homogen sind die Soli

wie auch die Ensembles. Eine ebenso

exzellente Neueinspielung ist die Oper

mit dem ungemein brillanten Ensemble

Il complesso Barocco unter Alan Curtis

mit Ann Hallenberg als Iside.

· Rossini, Petite messe solennelle,

Antonio Pappano, Emi Classics, 2

CDs, 5 099941 674222

· Händel, Giove in Argo, Alan Curtis,

Il complesso barocco, Virgin

classics 3 CDs, 5 099972 311622

Einen besonderen Leckerbissen stellen

auch die neu bearbeiteten Aufnahmen

von Bach, Rameau, Händel, Gluck und

Haydn, die Otto Klemperer zwischen

1954 und 1969 mit dem Philharmonia

Orchestra und dem New Philharmonia

Orchestra eingespielt hat: Von ungemeiner

Brillanz sind die Barockwerke, etwa

Bachs Orchestersuiten und die Brandenburgischen

Konzerte, klar und sehr farbig

gestaltet leuchten noch immer seine

Interpretationen der Haydn-Sinfonien,

darunter „Die Uhr“, die „Oxford-Sinfonie“

und die „Militärsinfonie“. Ebenso

kraftvoll und hörenswert: die Einspielungen

der Mahler-Sinfonien 2, 4,

7 und 9 aus den Jahren 1961 bis 67.

Otto Klemperer, Philharmonia

Orchestra, New Philharmonia

Orchestra, Bach, Rameau, Händel,

Gluck, Haydn, Emi Classics, 5

099924843324; Mahler Symphonies

2, 4, 7 & 9, 5 099924 839822

Text: Martina Lode-Gerke, Cover: Das Copyright liegt bei den CD-Produzenten.

TOP 111


News

GROSSER JEKI-TAG IM KONZERTHAUS

Im Rahmen des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ erleben

rund 60.000 Kinder, was es bedeutet, ein Instrument zu

spielen. Zum großen JeKI-Tag am Sonntag, 7. Juli 2013, werden

rund 500 JeKI-Kinder ins Konzerthaus Dortmund kommen, um

für groß und klein, für Familien

und Freunde Musik zu machen

und Bühnenerfahrung

zu sammeln. Die Stiftung

„Jedem Kind ein Instrument“

lädt in Kooperation mit dem

Konzerthaus Dortmund, der

Musikschule Dortmund und

den Dortmunder Philharmonikern

herzlich ein, sich mit

den JeKI-Kindern aus dem gesamten Ruhrgebiet auf eine Klangrallye

zu begeben. Es findet ein abwechslungsreiches und unterhaltsames

Programm für die ganze Familie statt. JeKI-Ensembles

aus Dortmund, Essen, Hagen, Selm, Bergkamen, Dorsten,

Fröndenberg, Recklinghausen und Wesel werden im Foyer auftreten,

Instrumente können gebastelt und ausprobiert werden.

Darüber hinaus gibt es Ratespiele, Mitmach-Aktionen und es

stehen zwei Familienkonzerte der Dortmunder Philharmoniker

auf dem Programm. Für das gastronomische Angebot sorgt das

Restaurant Stravinski. Zum krönenden Abschluss werden sich

300 JeKI-Kinder am Nachmittag auf der Bühne des Konzertsaals

versammeln und ein Konzert gestalten.

GEWONNEN!

„Guten Morgen, Frau Gercken

– hier ist das TOP Magazin

Dortmund. Sie haben

die Reise aus der Frühjahrsausgabe

gewonnen!“ Jubel

am anderen Ende der Leitung.

Völlig überrascht und

dennoch voller Freude teilt

uns Frau Gercken mit, dass

sie sich mit ihrem Mann am

Genfer See befindet und erst

nach Redaktionsschluss nach

Dortmund zurückkehrt. Da

sie ja nun nicht für ein Foto

zur Verfügung stand, wird

sie uns ein Foto senden aus

Bad Füssing, wo sie im Hotel

Mürz **** eine Woche mit ihrem

Mann verbringen wird.

Wir sind gespannt.

Evonik-BVB-Fußballschule sticht mit AIDA in See

Borussia Dortmund betritt neues und zugegeben –

feuchtes – Terrain: die Meere der Welt.

Der Deutsche Meister von 2011, Double-Sieger 2012 und

Champions League-Finalist 2013 sticht bald gemeinsam mit

seiner Evonik-Fußballschule und AIDA Cruises in See. Künftig

werden jeweils in den Schulferien 7- bis 10-tägige „AI-

DA BVB-Soccer-Camps“ angeboten. Am 26. Oktober läuten

60 Jungen und Mädchen in Begleitung ihrer Eltern und eines

professionellen Trainerteams der Evonik-Fußballschule

des BVB die Premiere ein. Dann heißt es: Leinen los für

eine echte Vollgasveranstaltung! Mit dem Kreuzfahrtschiff

AIDAsol geht es ab Hamburg

unter anderem in Richtung

England, wo dem Wembley-

Stadion ein Besuch abgestattet

wird. In London erwartet

die Kinder eine exklusive

Stadionführung mit einem

Überraschungsgast sowie ein

Fußball-Turnier direkt neben

dem riesigen Oval. Weitere

Highlights der Reise sind ein

Training auf dem Klubgelände

der weltberühmten Fußballschule

von Ajax Amsterdam

sowie ein Ausflug nach Paris,

wo 2016 das Finale der Fußball-EM

stattfinden wird.

Davon träumen nicht nur

kleine Kicker: Ferien im

AIDA BVB-Soccer-Camp.

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News

HERZLICH WILLKOMMEN

BEI STUCCO ROYAL

Neu in Dortmund: Stucco Veneziano.

Die gesunden, rein mineralischen Edelputze

aus eigener Produktion erhalten

Sie bei Stucco Royal natürlich in Verbindung

mit der Ausführung exklusiver

Verarbeitungstechniken. Besuchen Sie

www.stucco-royal.de oder das Creativ-

Center in der Weißenburger Straße 22.

Öffnungszeiten: Mo.- Fr.: 10.00 - 13.00 und

15.00 - 18.00 Uhr, Sa.: 10.00 - 14.00 Uhr.

SHOPPEN UND GUTES TUN?

Labels machen aus Ihrem Einkaufsbummel

eine Spende für Hilfsprojekte.

Pro verkauftem Artikel geht entweder

ein bestimmter Prozentsatz an eine

Organisation, werden Unternehmen in

Entwicklungsländern unterstützt oder

die Umweltverschmutzung reduziert. Gemeinsam

mit dem Juwelier Rüschenbeck

hat Beka & Bell ein Charity-Armband entworfen.

Von 179 Euro gehen je 30 Euro

an die Deutsche Krebshilfe, um die Situation

erkrankter Kinder zu verbessern,

die nicht mehr geheilt werden können.

Die zwei Herz-Anhänger am Armband

symbolisieren den dahinterstehenden

Hilfsgedanken. Das Armband ist exklusiv

in allen Rüschenbeck-Filialen erhältlich.

VORSCHAU

In der nächsten Ausgabe:

90 Jahre BMW

Motorrad – Teil 2

VERSTEIGERUNG FÜR DEN GUTEN ZWECK

Hotel Pullman Dortmund spendet 4.015 Euro an Kinderlachen

Das Hotel Pullman Dortmund verwöhnte

im Rahmen der Wiedereröffnung

seines Restaurants Davidis nicht nur

die Gaumen der rund 150 geladenen

Gäste mit regionalen Köstlichkeiten,

sondern bot mit einer Auktion zugunsten

des Dortmunder Vereins Kinderlachen

gleichzeitig die Möglichkeit,

kranke und bedürftige Kinder zu unterstützen.

„Wir freuen uns, dass dabei

4.015 Euro für den guten Zweck zusammen

gekommen sind“, betonte Hoteldirektor

Uwe Schlünsen. Kathrin Steinfort

(1.v.l.), Direktionsassistentin des

Pullman Dortmund, freute sich, den

Scheck in der Küche des wiedereröffneten

Restaurants Davidis an Kinderlachen-Schirmherr

Matze Knop (2.v.l.)

und Kinderlachen-Gründer Christian

Vosseler (3.v.l.) zu überreichen.

Halloween – ein irischer

Brauch wird heimisch in

Deutschland

Rund um die Jagd

TOP 113


Kolumne

DIE TOP-OHROLOGEN

Günna und Winnie haun sich aufs Ohr

Winnie: Hallo Günna, wo bisse?

Günna: Ich bin grad aum Weg

zu sonner Bussi-Links Bussi-

Rechts-Patty. Kaum steht die

Sonne höher begrüßt sich alles

nur noch mittem Klappen auffe

Backen vonne Lippenlappen ...

Winnie: Hömma, 90 Prozent

der Menschen küssen sich. Zur

Begrüssung iss dat ein Ganzkörperphänomen

und dabei

werden fröhlich Endorphine

freigesetzt ...

Günna: Endorwat ...?

Winnie: Endorphine. Wo der

Dortmunder früher Glücksgefühle

für sachte. Auf jeden

Fall iss sonne Begrüßung lässiger

als dat ewig bakterielle

Patschhändchen ...

Günna: Da iss wat dran. Viele

Leute geben den Gastgebern

auf der Patty ja nur die Hand

weil sie vertuschen wollen dat

sie kein Gastgeschenk hamm.

Den Mund spitzen sie dafür abba

umso mehr beim trinken ...

Winnie: Biss ja ein guter Beobachter

hahahaha ...

Günna: Iss es auf Patty sonnig

warm – kommt die Mischpoke

und säuft dich arm ...

Winnie: Und iss der nächste

Tag dann sonnig heiter –

kommt sie wieder und säuft

weiter ...

Günna: Richtich. Im Falle eines

Falles – saufen Pattygäste

alles ...

Winnie: Wenn später der Pegel

erreicht iss, dann wolln zur

Verabschiedung auf einmal alle

küssen. Da musse viel Zeit

einplanen ...

Günna: Dat kenn ich. Dat gibt

dann imma diese endlosen

Schlangen bei den Abzubusselnden

und dir fährt deswegen

ein Taxi nach dem andern

vor der Nase weg ...

Winnie: Auffe Nase musse

beim Promilleküssen sowieso

aufpassen. Wenn man die

richtige Links-Rechts-Reihenfolge

nicht einhält gibts statt

Abschlecken nur blaue Nasenflecken

...

Günna: Wat stellen denn angeschickerte

Brillenträger an

damit es dabei nicht „Klack“

macht und sich die Bügel plötzlich

verhaken ...

Winnie: Am besten präventiv

vorher Brille ab. Das hat dann

auch den Vorteil dass man alle

Gesichter nur verschwommen

sieht ...

Günna: Jau. Denn nich jeder

iss damit gesegnet dat Schönheit

schon im Spiegel ihm begegnet

...

Winnie: Einfach nur gnädig die

Wange hinhalten wird ja laut

Kuss-Knigge als Ausdruck der

Arroganz gewertet ...

Günna: Und wer zu engagiert

küsst hat ne leichte Neigung

zum Schlabberer ...

Winnie: Au, au, da mach ich

ja schomma reflexartig gleich

einen Schritt nach hinten auf

30 cm Intimabstand. Wenn

geht dann Bussi bitte herzhaft

und trocken ...

Günna: Ich hab gelesen dat

Männer dat Küssen nich besonders

mögen und es nur als

kurzfristige Paarungsstrategie

übba sich ergehen lassen ...

Winnie: Meinze die erhöhen

die Kuss-Frequenz nur um damit

die Wahrscheinlichkeit von

Sex zu fördern?

Günna: Yep.

Winnie: Und dat funktioniert?

Günna: Leider nur theoretisch.

Heute würde schon jeder 9.

Mann für immer auf Sex verzichten

wenn er dafür nie wieder

arbeiten müsste ...

Winnie: Neeee! Never! Ich liebe

meine Arbeit. Ich könnte immer

arbeiten. Ich mach sogar gerne

Überstunden. Neeee. Wat freu

ich mich schon widda auf meine

Arbeit. Neee. Bussi. Ende

der Durchsage...Bussi

Günna: Jau, mach fettich...

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