Rind im Bild

statsmann

ZKZ 30665

Rind im Bild

MITTEILUNGSORGAN DER RINDERZUCHT SCHLESWIG-HOLSTEIN EG UND DES LANDESKONTROLLVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

2. VIERTELJAHR

2/2014

// RSH eG Vertreterversammlung, S. 5

// KUHKOMFORT Weidehaltung S. 20

// KIND & KÄLBCHEN Neu dabei: Rudi! S. 39

// JUNGZÜCHTER Schau Rausdorf S. 40

// ZUCHT ZWS April S. 48

// Schauen Sunrise Sale // Rind S. 56 im Bild 2/2014 1


Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e.V.

Gesunde Kühe für eine

nachhaltige Milcherzeugung

mit

Kuh Vital

Gesundheitsmonitoring

Landwirt

Tierarzt

Kuh Vital

MLP Daten

Beobachtungen

Besamungen

Klauenbefunde

Schlachtbefunde

Kuh Vital

Gesundheitsmonitoring

Gesunde Kühe

Milchqualität

Nachhaltigkeit

Tierwohl

Mehr Spass bei der Arbeit

Diagnosen

TU-Ergebnisse

Gesundheitsmonitoring

ermöglicht

Landwirt und Tierarzt

gemeinsam

einen besseren Überblick

über die Tiergesundheit

im Bestand

und gesündere Kühe

durch eine verbesserte

Vorsorge.

Nähere Informationen:

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V.

www.lkv-sh.de oder 0431/33987 51


Vorwort

Liebe Mitglieder,

Inhalt

nach dem in Kraft treten des neuen Tierzuchtgesetzes sind jetzt die Zuchtorganisationen

für die Zuchtwertschätzungen verantwortlich. Die RSH eG hat die entsprechenden rechtlichen

Grundlagen und erforderlichen Satzungsänderungen auf ihrer Vertreterversammlung

beschlossen und mit dem LKV S-H und VIT entsprechende Verträge abgeschlossen, sodass

Sie als Mitglied keine Qualitätseinbußen feststellen werden. Immer mehr gesetzliche Regelungen

(am 1. April tritt die Novelle des Arzneimittelgesetzes in Kraft) und die zunehmende

emotionale Diskussion über Tiergesundheit und Tierwohl verlangen das besondere

Augenmerk der Rinderhalter. Auch wenn die Rinderzucht nicht so stark unter dem Druck

der gesellschaftlichen Akzeptanz steht, werden wir nachhaltig an den Themen Tierwohl

und Tierkomfort mitarbeiten müssen, um zu einem vorbeugenden Tiergesundheitsmanagement

zu gelangen und weiterhin die Anerkennung der Gesellschaft auf einem möglichst

guten Niveau zu stabilisieren. Das ist in Schleswig-Holstein unter Federführung des LKV´s

in Zusammenarbeit mit dem Bauernverband, der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG und

der Tierärztekammer ins Leben gerufene Projekt des Gesundheitmonitorings bietet eine

optimale Grundlage und Datenbasis für jeden Betriebsleiter, um das Tiergesundheitsmanagement

in seinem Betrieb zu optimieren. Die Zucht hat in diesem Bereich sehr viel getan,

eine intensive Weiterentwicklung bis hin zur Selektion für Gesundheitsmerkmale auf Basis

der genomischen Selektion wird eine wichtige Herausforderung der nächsten Jahre sein.

Aktuell steigt die Kuhzahl in Schleswig Holstein weiter an. Weiter wachsenden Milchkuhbetrieben

stehen viele Betriebsaufgaben gegenüber. Insgesamt wurden seit Beginn des Geschäftsjahres

etwa 2 % mehr Erstbesamungen durchgeführt. Der Anteil der Besamungen

mit genomisch selektierten Jungbullen an den Gesamtbesamungen nimmt weiter deutlich

zu und liegt aktuell bei ca. 50 %. Die Zuchtwertüberlegenheit und insbesondere die deutlich

höheren Zuchtwerte in funktionellen Merkmalen sind die Basis dieser Entwicklung.

Die Zuchtviehvermarktung ist über dem Niveau des Vorjahres. Der Exportanteil an der Gesamtzuchtviehvermarktung

ist auf über 60 % angestiegen, da einige bilaterale Vereinbarungen

mit anderen Ländern den Export wieder ermöglichen.

Die BHV1 Sanierung schreitet weiter voran. Es ist zu begrüßen, dass die Landesregierung

die endgültige Sanierung eingeleitet hat. Eine konsequente Umsetzung ist erforderlich, damit

sowohl im Bereich des Zuchtvieh-, aber auch in der Nutzviehvermarktung, Schleswig-

Holstein nicht isoliert und ohne Perspektiven da steht.

Im März 2014 haben die Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern GmbH und die Rinderzucht

Sachsen-Anhalt eG ihre Geschäftsfelder zusammengelegt und firmieren zukünftig

als RinderAllianz GmbH. Die RSH eG bleibt Gesellschafter der RinderAllianz GmbH und

begrüßt diesen Zusammenschluss, der im Interesse aller Rinderhalter ist, ausdrücklich. Wir

wünschen der RinderAllianz GmbH für alle bevorstehenden Aufgaben viel Glück und Erfolg

in allen Geschäftsfeldern.

Termine 4

RSH eG 5

Deligiertenversammlung 5

Jahresabschluss und Bilanz 7

Norla 10

LKV 10

Aus den Rasseabteilungen 20

Kuhkomfort 20

Angler 21

Fleischrinder 22

Kreisvereine 26

Fusion Kreis Segeberg 27

Fusion Nordfriesland 28

Termine 31

Jungzüchter 36

Fittingseminar 36

Moin Rudi! 39

Jungzüchterschau Rausdorf 40

Für Sie gelesen 43

Personalien 46

Zucht 48

ZWS April 2014 48

Schauen 54

Nachzuchten für Sie gesehen 60

Testbullen 63

Neue Bullen 63

Die bevorstehenden Herausforderungen in der Zuchtviehvermarktung, der Zuchtprogramme

und der Dienstleistungen rund ums Rind werden wir mit unseren Partnern weiter

entwickeln, um den Anforderungen unserer Betriebe gerecht zu werden. Wir werden uns

weiterhin bemühen, die bevorstehenden Aufgaben zu meistern und als zuverlässiger Partner

in Ihrem Interesse tätig zu sein.

Matthias Leisen

Titelbild:

Mosaik v. Clared

Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn

Foto: KeLeKi

// Rind im Bild 2/2014 3


Termine

Termine

Auktionstermine 2014

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

15. Mai 2014 Neumünster

21. Aug. 2014 Neumünster

25. Sep. 2014 Neumünster

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes-VO

BVD/MD: Alle Auktionstiere Antigen-negativ

Terminkalender

24.03.2014 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im April

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

09. Okt. 2014 Neumünster

06. Nov. 2014 Neumünster

11. Dez. 2014 Neumünster

03. Mai 2014 Aubrac-Stammtisch für alle Mutterkuhhalter und Interessierte auf dem

Betrieb von Volker Betz, Dorfstr. 3 in 21514 Fitzau/Büchen, Beginn: 13.00 Uhr

07. Mai 2014 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn:

Züchterabend bei Familie Höppner in Rümpel, Beginn: 19.00 Uhr

10. Mai 2014 3. Shorthorn-Hofauktion auf dem Betrieb der Eggers & Kohrs GbR,

Westerhever Str. 10 in 25826 Osterhever

24. Mai 2014 Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Shorthorn-Züchter und

-halter e.V. bei Hans Andreas Nissen, Moorchaussee 5 in 25887 Winnert,

Beginn: 11.00 Uhr

05. Juni 2014 Kellinghusen bei Nacht, Kreisrinderschau STEI/PI

11. Juni 2014 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn: Tagesfahrt in das

Zuchtgebiet der Hannoverschen Rotbuntzüchter

13. Juni 2014 Kreisrinderschau Segeberg

19. Juni 2014 Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Dithmarschen:

Sommerfahrt zwischen den Melkzeiten

03. Juli 2014 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Plön: Grillabend auf dem Hof

der Familie Jörg Biss in Dersau, Beginn: 19.30 Uhr

10. Juli 2014 Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Schleswig-

Flensburg: Züchterabend bei der Ferdinand u. Ingwer Feddersen

GbR, Kragstedt 5 in 24997 Wanderup, Beginn: 19.00 Uhr

11. Juli 2014 Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Dithmarschen:

Grillabend bei Carsten Holtmeier, Volsemenhusen, beginn: 19.30 Uhr

11.-14. Juli 2014 Tarmstedter Ausstellung

14.-18. Juli 2014 Landesjungzüchterfahrt (Ostfriesland und Weser-Ems-Gebiet)

24. Juli 2014 Verein der Schwarz- und Rotbuntzüchter im Kreis Nordfriesland:

Züchterabend auf dem Betrieb von Malte Seier, Hohes Holz 1,

25872 Oster-Wittbek-Feld, Beginn: 19.30 Uhr

02.-07. Sept. 2014 Galloway-Welt-Konferenz

04.-07. Sept. 2014 Norla, Messegelände, Rendsburg

12. Okt. 2014 Welsh Black Züchtertreffen auf der Hallig Langeneß bei der Wattenhof GbR

16. Okt. 2014 Blickpunkt Rind, Paaren (RBB)

30. Okt. 2014 WEU Konvent, Oldenburg (MAR)

11.-14. Nov. 2014 EuroTier, Hannover

05. Dez. 2014 Nikolausschau, Bismark (RSA)

Impressum

Rind im Bild“, 23. Jahrgang, Nr. 2/2014 Mitteilungsorgan

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG u. des

Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in

Zucht, Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung

informieren.

Verlag und Herausgeber:

Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

E-mail: s.derner@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de

www.angler-rind.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

BLZ 216.617.19, Kto.-Nr. 417 220

BIC GENODEF1RSL, IBAN DE14 2166 1719 0000 4172 20

Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Zucht

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04641/933221

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V.,

Hergen Rowehl

Steenbeker Weg 151

D-24106 Kiel

Telefon: 0431/339870

Fax: 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Susanne Derner

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Auflage 8.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905331

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss

Nr. 2 am 20. März,

Nr. 3 am 20. August,

Nr. 4 am 20. November

Satz und Layout:

bdrops GmbH Werbeagentur

Werftbahnstr. 8 · D-24143 Kiel

Telefon 0431/70 28 170 · Fax 0431/70 28 171

E-mail: info@bdrops.de

Druck:

Neue Nieswand Druck GmbH

Am Kiel-Kanal 2 · D-24106 Kiel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische

Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.

4

// Rind im Bild 2/2014


RSH eG

Vertreterversammlung der RSH eG

Am 6. März 2014 fand die alljährliche Delegiertenversammlung

der Rinderzucht Schleswig-

Holstein eG in den Räumlichkeiten der Holstenhalle

statt. Neben 62 Delegierten konnte Herr Otto Gravert

ca. 50 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Verbänden,

befreundeten Organisationen und Ehemaligen

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG begrüßen.

Zentraler Tagesordnungspunkt waren die Rechenschaftsberichte

zum abgelaufenen Geschäftsjahr

2012/2013.

Zentrales Anliegen des vergangenen Geschäftsjahres,

so Herr Jürgen Ahlert in seinem Bericht

zum abgelaufenen Geschäftsjahr, war die Stärkung

der Marktpräsenz und der Ausbau der Dienstleistungen,

was sich insbesondere in erhöhten Personalaufwendungen

ausgedrückt habe. In dem

traditionellen Geschäftsfeld der Besamung / Spermaabsatz

konnte das hohe Umsatzniveau des

Vorjahres noch leicht übertroffen werden. Ebenso

legte der Zuchtviehhandel zu, allerdings ausgehend

von einem sehr niedrigen Niveau in 2011/2012. Im

Rahmen der durch Handelsgesetz und Steuergesetz

vorgegebenen Grenzen versucht die Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG stets in ihrer Bilanzpolitik

zukünftige Ereignisse zu antizipieren und entsprechend

zu berücksichtigen. Dies habe in den vergangenen

Jahren durchaus auch zu Belastungen in der

Bilanz geführt. Im Berichtsjahr 2012/2013 konnten

aus diesen Maßnahmen nennenswerte Überschüsse

erzielt werden, so dass bisher das beste Ergebnis

vor Warenrückvergütung der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG ausgewiesen werden konnte. So ist

es nicht verwunderlich, dass mit knapp 1 Mio. Euro

eine sehr hohe Warenrückvergütung an die Mitglieder

ausgeschüttet werden konnte. Hinzu kommt

eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres in

Höhe von 6% auf das eingezahlte Geschäftsguthaben

in Höhe von 230.000 Euro. Daneben, so Herr

Ahlert, hat die Genossenschaft im vergangenen

Geschäftsjahr über Sonderkonditionen, u. a. auch

über ihre Tochtergesellschaft Spermavertrieb Nord

GmbH, eine weitere Million indirekt an die Mitglieder

rückerstatten können. Damit, so Herr Ahlert,

sei die Genossenschaft - im Vergleich zu anderen

nationalen und internationalen Mitwettbewerbern

- nicht nur von der Produktqualität, sondern auch

vom Preisniveau mehr als konkurrenzfähig.

Neben der sehr hohen Warenrückvergütung konnte

erneut das Eigenkapital der Genossenschaft gestärkt

werden und auf dem Niveau von ca. 75% der

Bilanzsumme gehalten werden.

Herr Thilo Schröder vom Genossenschaftsverband

e. V. bestätigt in seinem Bericht über das Ergebnis

der gesetzlichen Prüfung der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG ebenso die gesunde Struktur des

Unternehmens. Der Bestätigungsvermerk wurde

ohne Einschränkungen erteilt. Die Delegiertenversammlung

hat einstimmig den Jahresabschluss sowie

die Gewinnverwendung genehmigt.

Der Vorstandsvorsitzende der RSH eG, Herr Karl-

Heinz Boyens, betont, dass die Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG erneut Zuwächse in ihrem

Haupttätigkeitsfeld der künstlichen Besamung zu

verzeichnen hatte. Dies sei, so Herr Karl-Heinz Boyens,

zurückzuführen auf den starken Einsatz und

die positive Resonanz für die Brunsterkennungsanlagen,

die es den Betriebsleitern möglich machen,

auch bei Färsen schon die künstliche Besamung

einzusetzen und damit das Niveau der jeweiligen

Herde zu stärken. Außerdem sei Schleswig-Holstein

nach wie vor ein Hauptstandort für Milchviehhaltung

in der Bundesrepublik mit einer, nicht nur aus

Sicht der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG, großen

Wertschöpfung. Dieser Tatsache, so appellierte

Herr Karl-Heinz Boyens an die Delegierten, aber

auch an die zahlreichen Gäste, sollte in der Diskussion

um Tierhaltung und Tierwohl in Schleswig-

Holstein Rechnung getragen werden.

Den größten Marktanteil hätten mittlerweile die

genomisch getesteten Bullen, die aufgrund ihrer

genetischen Überlegenheit auch dazu beitragen,

den Fortschritt in den individuellen Herden zu er-

Nach langjähriger, engagierter Tätigkeit im Aufsichtsrat der RSH eG schieden Carsten Rohwer (2.v.l.) und Dieter von Leesen (4.v.l) aus dem Aufsichtsrat aus und wurden zu Ehrenmitgliedern

ernannt. Es gratulieren Aufsichtsratsvorsitzender Otto Gravert (1.v.l.) und Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Boyens (3.v.l.)

// Rind im Bild 2/2014 5


RSH eG

höhen. Ein nicht mehr wegzudenkendes Standbein

für die Spermavermarktung sei mittlerweile der

Spermavertrieb Nord, über den im vergangenen

Geschäftsjahr knapp 140.000 Portionen abgesetzt

wurden. Auch Herr Karl-Heinz Boyens betont an

dieser Stelle nochmals, dass die Portionspreise der

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG absolut konkurrenzfähig

seien. Die zahlreichen Kooperationen und

Beteiligungen der RSH eG erlauben es, u. a. auch

auf dem Sektor des gesexten Spermas, preislich und

qualitativ hochwertige Produkte zu vermarkten. Am

Standort in Cloppenburg würde mit dem weltweiten

Marktführer auf dem Gebiet des gesexten Spermas

zusammengearbeitet.

Die Zuchtviehvermarktung stellt nach wie vor ein

Sorgenkind der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

dar. Einerseits muss der Export auch für das relativ

marktferne Bundesland Schleswig-Holstein erhalten

bleiben, andererseits sind die Vermarktungsbedingungen

im Ausland, insbesondere auch wegen der

Bezahlung, von Tieren schwieriger geworden. Des

Weiteren hemmen Seuchen und Krankheiten den

Export. Als hausgemachtes Problem sieht Herr Karl-

Heinz Boyens den Stand der BHV1-Sanierung in

Schleswig-Holstein. Er appelliert an die anwesenden

Betriebsinhaber, die BHV1-Sanierung aktiv voran zu

treiben und dies auch im Lande zu propagieren.

Das Dienstleistungsangebot der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG werde kontinuierlich ausgebaut und

verbessert. Hierzu wurde im vergangenen Geschäftsjahr

das Personal erheblich aufgestockt. Entsprechend

sei, so Herr Karl-Heinz Boyens, für das laufende

Geschäftsjahr mit etwas geringeren Überschüssen

zu rechnen. Herr Karl-Heinz Boyens bedankt sich

ausdrücklich bei den Mitarbeitern für die geleistete

Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

In seinen Ausführungen ging Herr Leisen auf den

Einfluss der genomischen Selektion auf die Entwicklung

in der Rinderzucht ein. Die Praxisvalidierungen

zeigen, dass der Zuchtfortschritt sich verdoppelt.

Dies ist insbesondere auf die sichere Vorhersage der

Leistungs- und Funktionalitätszuchtwerte zurück zu

führen. Aktuell werden 45 % der Schwarzbuntund

über 50 % der Rotbunt-Besamungen bereits

mit genomischen Vererbern durchgeführt. In der

Rotbunt DN und Angler Zucht ist aktuell die genomische

Selektion aufgrund der Populationsgrößen

nicht anwendbar.

In den Zuchtprogrammen der RSH eG sind die

Selektionsmaßstäbe dadurch erheblich verändert

wurden. Aktuell werden noch ca. 30 Schwarzbunte

und 25 Red Holstein Bullen mit genomischen

Zuchtwerten pro Jahr gekauft. Durchschnittlich

In guter Tradition überreichte Otto Gravert zusammen mit Christina- Johanna Paulsen-Schlüter ein von ihr gemaltes Portrait des

„Grand Champion 2014“ an den stolzen Besitzer der Kuh, Heiko Wendell- Andresen aus Beringstedt

werden bei Schwarzbunten 4 % und bei Rotbunten

8 % der typisierten Bullenkälber letztendlich für die

Station angekauft. Herr Leisen wies auf den starken

Einfluss der Anpaarungstiere auf die Höhe des

Zuchtwertes bei Bullen hin. In Zukunft werden im

Rahmen des Zuchtprogrammes konsequent noch

mehr weibliche Tiere untersucht und genomische

Zuchtwerte berechnet, um die besten weiblichen

Tiere weltweit noch effektiver anpaaren zu können.

Durch Embryoimport wird weltweit versucht beste

Genetik für die RSH-Programme zu erschließen.

Aktuell werden schon 3,1 % der Besamungen mit

gesextem Sperma durchgeführt. Die RSH eG bemüht

sich von den besten stationseigenen Bullen

Sperma zur Verfügung zu stellen. Dies sichert letztlich

auch bereits einen Marktanteil von über 90 %

in diesem Segment. Die sehr guten Befruchtungsergebnisse

zeigen, dass das gemeinsame Projekt der

GGI Gesellschafter in Punkto Innovation und Zukunftsstrategie

die richtige Entscheidung war und

uns zukünftig Konkurrenzfähigkeit sichert.

Zum 01.05.2014 werden die hoheitlichen Aufgaben

der Leistungsprüfungen und Zuchtwertschätzungen

in die Eigenverantwortung der RSH eG

übertragen. Die dadurch notwendige Neuanerkennung

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

durch die Landesbehörde ist erfolgt. Zahlreiche Anpassungen

und vertragliche Regelungen mit dem

Landeskontrollverband und der Zuchtwertschätzstelle

(VIT) wurden abgeschlossen. Im Rahmen der

Vertreterversammlung wurden diesbezüglich die

erforderlichen Satzungsänderungen im Bereich der

Zuchtbuchordnung und der Zuchtprogramme einstimmig

beschlossen.

Im Rahmen der Wahlen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder

Knud Detlef Andresen, Haurup,

Wilhelm Hollmann, Österdeichstrich und Heiko

Wendell-Andresen, Beringstedt einstimmig bestätigt.

In den Aufsichtsrat wurden Herr Claus-Wilhelm

Steffens, Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Michael

Frädrich und Edmund Freitag wieder und erstmalig

Martin Horstmann gewählt.

Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind die langjährigen

Mitglieder Carsten Rohwer, Dieter von

Leesen und Joachim Postel, die maßgeblich den

Aufbau der RSH eG mitgestaltet und mit ihrem

Engagement und Fachverstand mit konstruktiven

Vorschlägen und Anregungen die Entwicklung der

RSH eG begleitet haben.

Carsten Rohwer, der über 30 Jahre im Gremium

der RSH eG und der Vorgängerorganisation tätig

war, und Dieter von Leesen, der fast 19 Jahre mit

Sach- und Fachkompetenz im Aufsichtsrat der RSH

eG war, wurden von der RSH Vertreterversammlung

einstimmig zu RSH Ehrenmitgliedern ernannt. Herr

Gravert bedankte sich bei allen für die geleistete

mit einem kleinen Präsent für das starke Engagement

im Interesse der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich

Herr Gravert bei allen Vertretern, den Vorstandsund

Aufsichtsratsmitgliedern und allen Mitarbeitern

der RSH eG für ihren Einsatz im abgelaufenen

Geschäftsjahr und wünschte für das laufende Jahr

viel Glück und Erfolg bei durchaus optimistischen

Perspektiven in der Rinderhaltung.



Text: Jürgen Ahlert

Fotos: Claus-Peter Tordsen

6

// Rind im Bild 2/2014


RSH eG

Erläuterung zur

Bilanz und

Gewinn- und

Verlustrechnung

Bilanz

Aktiva

Die Position der immateriellen Vermögensgegenstände

(EDV-Standard- und Individual-Software)

beträgt zum Bilanzstichtag 69.000 Euro, sie liegt

damit knapp über dem Niveau des Vorjahres. Als

wesentlicher Zugang ist das Programm QRind für

die Datenerfassung der Besamungsdaten durch die

Tierzuchttechniker mittels iPads zu nennen.

Die Position der Sachanlagen umfasst Grundstücke,

Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung, den Kälberbestand

sowie Anlagen im Bau. Insgesamt sind die

Sachanlagen um rund 300.000 Euro auf 5,4 Mio.

Euro gestiegen. Grundstücksabgängen im Bereich

Wanderup steht ein Zugang an dem Hauptstandort

Rendswühren gegenüber. Die technischen Anlagen

und Maschinen bewegen sich auf dem Niveau des

Vorjahres. Die Position der Betriebs- und Geschäftsausstattung

sowie des Fuhrparkes haben - auf Grund

der veränderten Geschäftspolitik in der Finanzierung

des Fuhrparkes - erneut stark abgenommen. Der

Zuchtbullenbestand ist um knapp 300.000 Euro

deutlich gestiegen, u. a. eine Folge der gestiegenen

Einstandspreise für genomische Bullen.

Stall-Nr. 371 v. Magna P RF, Besitzer: Lehr- und Versuchsgut Futterkamp, Futterkamp

Odina v. Tonikum, Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn

Die Position der geleisteten Anzahlungen und Anlagen

im Bau (hier der Kälberbestand) hat sich leicht

nach unten bewegt.

Die Finanzanlagen liegen mit 1,4 Mio. Euro etwa

100.000 Euro über dem Niveau des Vorjahres. Nach

Ausscheiden von zwei Gesellschaftern aus der NOS

Schweinebesamung GmbH haben die verbleibenden

Gesellschafter ZNVG und RSH die Anteile übernommen,

sodass nunmehr der Anteil der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG an der NOS Schweinebesamung

GmbH bei ca. 190.000 Euro liegt.

Frühlingserwachen in Angeln

// Rind im Bild 2/2014 7


RSH eG

Die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sind

gleichgeblieben. Das Vorratsvermögen der Genossenschaft

ist um ca. 350.000 Euro auf 2,3 Mio. Euro

gestiegen, wobei innerhalb des Vorratsvermögens

die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Futterbestände

und Laborartikel) in etwa auf dem Niveau des Vorjahres

geblieben sind, während der Spermabestand,

Embryonenbestand und Handelswarenbestand auf

1,9 Mio. Euro angestiegen sind.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind um 1,2 Mio. Euro gestiegen. Zum einen eine

Folg der erneuten Zunahme der Finanzierung für

Heatime-Anlagen, aber auch vom Zuwachs von

Außenständen im wieder anziehenden Exportgeschäft.

Die Genossenschaft hat, zur Abdeckung von

Forderungsausfällen, ausreichend Einzel- und Pauschalwertberichtigungen

gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen mit

321.000 Euro im Wesentlichen Steuerforderungen.

Im Wertpapierbestand befinden sich Papiere der

Volksbank Bank Flensburg-Schleswig sowie der

Team AG.

Die liquiden Mittel haben zum Bilanzstichtag

leicht abgenommen, eine Folge der Bindung von

Mitteln im Forderungsbestand. Die Rechnungsabgrenzungsposten

valutieren zum 31.08.2013 mit

203.000 Euro, sie beinhalten abgegrenzte Prämien

zur Altersvorsorge sowie zu diversen Beiträgen.

Passivseite

Wie im Vorjahr ist das Eigenkapital der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG um knapp 300.000 Euro

gestiegen, wobei die Geschäftsguthaben mit

knapp 4 Mio. Euro etwas über dem Niveau des

Vorjahres liegen. Ebenso gleich geblieben ist die

Kapitalrücklage. Die Position der gesetzlichen und

anderen Rücklagen haben sich durch Zuweisung

aus dem Bilanzgewinn des laufenden Jahres um

250.000 Euro erhöht.

Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Überschuss

des Geschäftsjahres in Höhe von 235.735,38 Euro

und dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe

von 176.380,36 Euro zusammen und beträgt

dementsprechend 412.115,74 Euro.

Die Position der Rückstellungen bewegt sich auf

dem Niveau des Vorjahres. Für Pensionsverpflichtungen

stehen noch 116.000 Euro zu Buche. Die

Position der sonstigen Rückstellungen wird im

Wesentlichen geprägt durch Rückstellungen für

Personalaufwendungen im Bereich der Leistungslöhner

der Tierzuchttechniker mit einer Gesamthöhe

von 1,1 Mio. Euro. sowie für Weihnachtsgeld,

Abfindungen, Tantieme-Zahlungen, Urlaubsansprüche

und Altersteilzeitansprüche in Höhe von

knapp 900.000 Euro. Für Nachzuchtbewertungen

wurden 322.000 Euro zurückgestellt und für Instandhaltung

180.000 Euro. Die übrigen Rückstellungen

verteilen sich auf eine Vielzahl von kleineren

Positionen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten valutieren

noch mit 416.000 Euro.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

sind um 600.000 Euro auf 2,1 Mio. Euro

gestiegen. Eine Folge des erhöhten Ausweises an

Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen sowie

Verbindlichkeiten aus der Bereitstellung der Warenrückvergütung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen

Verbindlichkeiten aus der Lohnabrechnung

August (Lohnsteuer und Sozialversicherung)

sowie überzahlte Geschäftsguthaben.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten valutieren

zum Bilanzstichtag noch mit 65.000 Euro.

Bilanz zum 31. August 2013

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr

EURO TEURO

Anlagevermögen

immaterielle Vermögensgegenstände 69.173,30 63

Grundstücke und Gebäude 3.407.629,92 3.543

Technische Anlagen, Maschinen 526.188,20 247

Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.207.731,48 990

Anlagen im Bau 267.612,48 327

Finanzanlagen 1.408.967,93 1.294

Passiva Geschäftsjahr Vorjahr

EURO TEURO

Eigenkapital

Geschäftsguthaben 3.993.068,72 3.935

Rücklagen 11.150.000,00 12.064

Bilanzgewinn 412.115,74 402

Anlagevermögen gesamt 6.887.303,31 6.464

Umlaufvermögen

Vorräte 2.316.112,26 1.964

Forderungen 5.765.394,42 4.666

Wertpapiere 3.280.625,50 3.840

Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten 4.044.760,89 4.441

Rechnungsabgrenzungsposten 207.260,72 203

Summe der Aktivseite 22.501.457,10 21.579

Eigenkapital gesamt 16.720.171,56 16.401

Fremdkapital

Rückstellungen 3.013.876,78 2.987

Verbindlichkeiten 2.701.593,62 2.113

Rechnungsabgrenzungsposten 65.815,14 78

Summe der Passivseite 22.501.457,10 21.579

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// Rind im Bild 2/2014


RSH eG

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse aus der Besamung, Tierhandel

und sonstigen Dienstleistungen sind im abgelaufenen

Geschäftsjahr um ca. 400.000 Euro auf knapp

22,1 Mio. Euro angestiegen.

Die Erlöse aus der Besamung bewegen sich knapp

über dem Niveau des Vorjahres, während die Umsätze

im Tierhandel um rund 600.000 Euro zugelegt haben.

Bei den sonstigen Dienstleistungen ist ein Zuwachs

in Höhe von 200.000 Euro realisiert worden, sodass

die Bruttoumsatzerlöse (ohne Berücksichtigung der

genossenschaftlichen Rückvergütung und der Kommissionsumsätze)

um 800.000 Euro zugenommen

haben. Unter Berücksichtigung der genannten Korrekturposten

ergibt sich der oben erwähnte Zuwachs.

Die Bestände an fertigen Erzeugnissen haben um

knapp 200.000 Euro zugelegt, die sonstigen betrieblichen

Erträge um 250.000 Euro. Hier sind

insbesondere die Zuwächse aus dem Abgang von

Anlagevermögen in Höhe von 400.000 Euro hervorzuheben.

Die Gesamtleistung des Unternehmens konnte von

23,3 Mio. auf 24.2 Mio. Euro gesteigert werden.

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 01.09.2012 GJ VJ

bis 31.08.2013 EURO TEURO

Erlöse 24.337.123,35 23.290

./. Materialaufwand 9.727.282,14 9.124

= Rohergebnis 14.609.841,21 14.166

./. Personalaufwand 8.473.783,27 7.842

./. Abschreibungen 759.088,62 1.070

./. sonstige Aufwendungen 5.234.725,59 5.012

Zwischensumme 142.243,73 241

+/./. Zins- und Beteil.-Erträge +409.538,17 +287

= Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit

551.781,90 528

+/./. Steuer ./.66.046,52 ./.130

= Jahresüberschuss 485.735,38 398

+ Gewinnvortrag 176.380,36 222

./. Einstellungen in Rückl. ./.250.000 ./.218

= Bilanzgewinn 412.115,74 401

Unter Berücksichtigung des Materialaufwandes,

der mit 9,7 Mio. Euro zu Buche schlägt und insbesondere

geprägt wird durch Zunahmen im Wareneinsatz

für das Viehhandelsgeschäfts sowie im

Spermabezug, beträgt das Rohergebnis der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG zum 31.08.2013 14,4

Mio. Euro (Vorjahr 14,2 Mio. Euro).

Der Personalaufwand ist im vergangenen Jahr von

7,84 Mio. auf 8,43 Mio. Euro angestiegen. Dies ist

begründet durch die erneute Zunahme an Erstbesamungen

und damit auch eine entsprechende

Erhöhung der Vergütung der Leistungslöhner im

Tierzuchttechnikerbereich sowie durch eine Aufstockung

des Personals im Allgemeinen.

Die Position der Abschreibungen liegt bei 760.000

Euro, verglichen zu 1,07 Mio. Euro im Vorjahr, wobei

die Vorjahreswerte durch außerplanmäßige Abschreibungen

in Höhe von 326.000 Euro deutlich

über dem allgemeinen Niveau lagen. Die sonstigen

betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit 5,1

Mio. Euro knapp über dem Niveau des Vorjahres. In

den Einzelpositionen hat es hier keine wesentlichen

Verschiebungen gegeben.

Die Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben

haben sich von 112.000 Euro auf 280.000

Euro mehr als verdoppelt. Hier liegt ein Einmaleffekt

aus der Gewinnzuweisung der NOG GmbH &

Co. KG vor, die im Laufe des letzten Geschäftsjahres

in ihrem Abrechnungsmodus umgestellt wurde.

Die Zinserträge betragen 160.000 Euro, etwas

niedrigere als im Vorjahr. Eine Folge des erneut

gesunkenen Zinsniveaus, aber auch des etwas geringeren

Anlagevolumens. Insgesamt beträgt das

Finanzergebnis 410.000 Euro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

liegt mit 550.000 Euro knapp über dem Niveau

des Vorjahres. Unter Berücksichtigung von betrieblichen

Steuern und sonstigen Steuern ergibt

sich ein Jahresergebnis in Höhe von 485.735,38

Euro, aus dem die Rücklagen mit 250.000 Euro

dotiert werden sollen. Unter Berücksichtigung des

Gewinnvortrages des Vorjahres ergibt sich der Bilanzgewinn

von 412.115,74 Euro. Vorbehaltlich

der Zustimmung der Delegiertenversammlung soll

hieraus eine Dividende in Höhe von 6% auf das Geschäftsguthaben

in Höhe von 231.000 Euro gezahlt

werden, der Rest in Höhe 180.787,74 Euro soll auf

neue Rechnung vorgetragen werden.



Text: Jürgen Ahlert

Fotos: Alex Arkink, Claus-Peter Tordsen

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Die RSH eG begrüßt Sie

auf der Norla in Rendsburg

vom 4. bis 7. September 2014

• Wir präsentieren Ihnen die aktuellsten Vererber der Rassen Rotbunt, Schwarzbunt und Angler.

• Wir informieren Sie über unser Angebot an genomischen Jungbullen.

• Nutzen Sie die Vorteile des Brunsterkennungssystems Heatime.

• Wir bieten Ihnen Informationen zu Produkten der Firmen Hypred, Desintec und QSX.

• Nutzen Sie die Gelegenheit, Fachgespräche mit den Mitarbeitern der RSH eG,

der SVN GmbH, den Standpartnern und Berufskollegen rund um die Rinderzucht zu führen.

Sie finden uns auf dem

Außengelände am Stand H9

in der Schweriner Straße.

Wir freuen uns

auf Ihren Besuch.

// LKV

Milchleistung und Eutergesundheit –

wie hängen beide zusammen

Die Produktivität und die Rentabilität der Milchproduktion

hängt von vielen Faktoren ab. Seit Jahren

weisen z. B. die Auswertungen der Beratungsringe

auf die Bedeutung einer hohen Milchleistung auf

den wirtschaftlichen Erfolg der Milchproduktion hin.

Welche Möglichkeiten hat der Landwirt, diese zu beeinflussen?

In der Wissenschaft ist seit langer Zeit der Einfluss

einer ungenügenden Eutergesundheit auf die Höhe

der Jahresmilchleistung bekannt und untersucht.

Anhand einer einfachen Auswertung kann diese

Aussage auch an den Ergebnissen der schleswigholsteinischen

Milchleistungsprüfung nachvollzogen

werden. Wenn man davon ausgeht, dass innerhalb

der relativ kleinen Milchviehpopulation einer Rasse

Jahresmilchleistung in Abhängigkeit von der Zellzahl (Rasse Schwarzbunte im Prüfjahr 2012/2013)

10

// Rind im Bild 2/2014


LKV

in Schleswig-Holstein das genetische Niveau in verschiedenen

Altersgruppen weitgehend einheitlich ist,

kann eine Beziehung zwischen der Laktationszellzahl

und der Jahresmilchleistung hergestellt werden.

In der Abbildung sind die Jahresmilchleistungen

der über 218.000 schwarzbunten Kühe (Prüfjahr

2012/2013) nach Alter und in Klassen der Laktationszellzahl

differenziert dargestellt. Sehr deutlich

festzustellen ist, dass in allen drei ausgewerteten

Altersgruppen die jeweilige Milchleistung in der Zellzahlklasse

bis 100.000 Zellen am höchsten ist und bei

höheren Zellzahlen immer weiter abfällt. Absolut liegt

der Milchverlust zwischen -508 kg (-6,7 %) bei den

Färsen und -773 kg (-8,4 %) bei den Kühen mit drei

und mehr Laktationen. Deutlich zeigt die Abbildung

darüber hinaus auch, dass der Milchverlust zwischen

der Klasse bis 100.000 und 101-200.000 Zellen/ml

besonders hoch ist. Eine weitergehende Analyse der

jeweiligen Milchleistungen am Prüftag zeigt sogar,

dass in allen drei Altersgruppen der Milchleistungrückgang

schon zwischen 50.000 und 100.000 Zellen/ml

am höchsten ist. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen

sind ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen,

dass ein Verlust an potenzieller Milchleistung

bereits unter 100.000 Zellen/ml beginnt.

Hagnestam-Nielsen et al zogen aus ihren Untersuchungen

den Schluss, dass bereits ein Zellgehalt von

50.000 Zellen/ml als Grenzwert zur Unterscheidung

ob eine subklinischer Mastitis vorliegt oder nicht,

herangezogen werden kann. Auch sie wiesen bei

100.000 Zellen einen relativ deutlichen täglichen

Milchverlust nach.

Diese Zusammenhänge waren wesentliche Ursache

für den LKV, seit eineinhalb Jahren monatlich den

Eutergesundheitsbericht zu erstellen. Anhand der

Tabelle: Milchverluste in kg/Tag in Abhängigkeit des Zellgehaltes

Laktationswoche

1. Laktation

Zellzahlgehalt in 1000/ml

Ergebnisse seiner eigenen Herde wird dem Landwirt

der Zellzahlverlauf des Jahres in Form eines Ampelsystems

sowie der Anteil Kühe in vier Zellzahlklassen

ausgewiesen. Zusätzlich kann über die Analyse der

Zellzahlsituation bei den Färsen und rund um die

Trockenstehzeit nach Ursachen für eine unbefriedigende

Zellzahl gesucht werden. Im Durchschnitt

des Prüfjahres 2012/2013 haben die Betriebe einiges

Verbesserungspotenzial, um die empfohlenen

Richtwerte zu erreichen. In vielen Betrieben gibt es

Reserven insbesondere bei der Ausheilungsrate von

Mastitiden sowie bei der Verhinderung von Neuinfektionen

während der Trockenstehzeit.

Die Arbeit mit dem Eutergesundheitsbericht kann

also dazu beitragen, Leistungsverluste und damit

Milchgeldverluste durch zu hohe Zellzahlen zu vermeiden.

Im letzten Prüfjahr haben es 45 Betriebe

geschafft, im Jahresmittel einen Zellgehalt bis zu

maximal 100.000 Zelllen/ml zu erreichen. Darunter

sind Betriebe mit kleineren, aber auch großen Herden

(280 Kühe). Das Leistungsspektrum bewegte

sich von 6.700 kg bis zu 11.700 kg. Das Erreichen

des hohen Ziels ist also unabhängig vom Betriebstyp

machbar.

Nicht für den Einzelbetrieb, jedoch zur Gesamtanalyse

der Eutergesundheit in Schleswig-Holstein lohnt

ein Blick auf die Betriebsstrukturen. In der öffentlichen

Diskussion wird oft davon gesprochen, dass

große Betriebe und Betriebe mit hoher Milchleistung

eine schlechte Tiergesundheit aufweisen. Bei der

Zellzahl weisen die Ergebnisse der Milchleistungsprüfen

ein anderes dokumentiertes Ergebnis aus. Die

schlechteste Zellzahl von 291.000 Zellen/ml wiesen

Betriebe mit einer Herdengröße von bis zu 40 Kühen

auf. Bis zu einer Herdengröße von 200 Kühen wird

die Zellzahl kontinuierlich besser. Um den Grund dafür

zu finden, muss zukünftig noch tiefer analysiert

werden. So ist auch das Durchschnittsalter der Herde

von Bedeutung.

Ebenso zeigen die MLP-Ergebnisse, dass die Zellzahl

mit steigender Milchleistung über alle Betriebsgrößen

tendenziell besser wird. Dies ist sicher auf das

Management zurückzuführen, das für eine 10.000

kg-Herde ausgefeilter sein muss als für eine 7.000

kg-Herde. Diese Ergebnisse sind im Detail auf Seite

79 des aktuellen LKV-Jahresberichts nachzulesen.


≥ 2. Laktation

Zellzahlgehalt in 1000/ml

100 200 500 100 200 500

2 0,5 1,0 1,6 0,4 0,9 2,0

3 bis 8 0,3 0,5 0,9 0,4 0,7 1,4

9 bis 16 0,4 0,7 1,2 0,4 0,8 1,6

17 bis 24 0,3 0,7 1,3 0,6 1,1 2,1

25 bis 32 0,5 1,0 1,6 0,9 1,7 2,9

Text: Hergen Rowehl, LKV

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// Rind im Bild 2/2014 11


LKV

Die Melktechnik im Auge behalten

Eine Melkanlage, die 365 Tage im Jahr zweimal

täglich für mehrere Stunden am lebenden Tier im

Einsatz ist, muss 100 %ig verlässlich sein. Die jährlichen

Betriebsstunden einer Melkanlage betragen

je nach Betriebsstruktur 1.000 bis 7.000 Stunden.

Damit dürfte die Melkanlage die Maschine mit den

meisten Betriebsstunden auf dem Betrieb sein. So

wie der Schlepper den Ölwechsel, benötigt deshalb

auch die Melkanlage regelmäßige Wartung und

Pflege durch einen ausgebildeten Fachmann. Die

Wartung muss mit einer messtechnischen Überprüfung

der Melkanlage nach den DIN/ISO Normen

5707 und 6690 (automatische Melksysteme

20966) kombiniert sein. Es handelt sich um eine

sehr gut angelegte Investition, die zum einen vor

Betriebsausfällen der Anlage schützt und zum anderen

Mängel erkennen lässt, die unentdeckt - z.

B. im Bereich der Eutergesundheit - zu schwerwiegenden

Herdenproblemen führen können.

Die Melkanlage wirkt mit ihren physikalischen

Kräften direkt auf das Euter als eines der empfindlichsten

Organe der Kuh ein. Diese physikalischen

Kräfte können die Eutergesundheit gefährden,

wenn unkontrollierte mechanische Reizungen

die Abwehrfunktion der Zitze und des Euters

schwächen. Da das Melken meist auch dann noch

funktioniert, wenn technische Mängel vorliegen,

ist es besonders wichtig, die Technik im Auge zu

behalten, denn die Kühe wehren sich meist nicht

gegen diese Mängel. Zudem entwickeln sich Fehler

fast immer schleichend und werden dadurch

oft zu spät erkannt. Dies kann durch regelmäßige

Wartung und Pflege verhindert werden.

Die jährliche DIN/ISO-Prüfung ist seit vielen Jahren

ein bewährtes Instrument zur Überprüfung

von Melkanlagen. Dabei werden alle wesentlichen

Bestandteile der Melkanlage (Pulsation, Vakuumstabilität,

Regelventil, Luftdurchfluss (Reserveluft,

Leckluftrate), Pumpenleistung, Förderleistung,

Luftanschlüsse, Pflegezustand, Dimensionierung)

von einem Fachmann überprüft. Die Überprüfung

nach der DIN/ISO Norm stellt sicher, dass nach

einem festen Protokoll auch alle Teile der Melkanlage

einer normierten Prüfung unterzogen werden.

Die Anlage wird mit Spezialgeräten genau

durchgemessen, die Messwerte werden ausgewertet

und im Prüfprotokoll verzeichnet. Fehlerquellen

können so aufgedeckt und Mängel oder

Verbesserungen besprochen und Mängel beseitigt

werden.

Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein eV

jährlich

halb-jährlich

monatlich

wöchent-lich

täglich

Checkliste Melktechnik

Prüfung der Melkanlage nach DIN/ISO 5707 und 6690 (AMS 20966) durch


Techniker / Melktechnikberater

◊ Ergebnisse aufzeichnen und Prüfprotokoll aufbewahren

◊ Grundreinigung der Melkanlage

◊ Austausch von Zitzengummis, Dichtungen und anderer Gummiteile

◊ Zitzengummis О Ablagerungen О Verformungen

◊ Melkzeuge

О Anschlüsse

О Absperrventil

О Milchschläuche

◊ Pulsatoren О Luftzutritt säubern О Dichtheit Pulsschläuche

◊ Melkleitung

О Sauberkeit

О Dichtheit

О Verschraubungen

◊ Endeinheit

О Milchpfropfenbildung

◊ Sicherheitsabscheider О Sauberkeit

◊ Vakuumleitung

О Anschlüsse reinigen und ölen О Spülung der Leitung

О Verschmutzungen entfernen О Abtropfventile kontrollieren

◊ Regelventil

◊ Vakuumpumpe

◊ Reinigungsanlage

О Filter

О Reinigung

О Verbindungsschlauch zum Sensor

О Ölabscheider leeren О Ölkontrolle

О Verschmutzungen entfernen О Keilriemenspannung

О Zustand

О Dosierung

◊ Sichtkontrolle aller Gummiteile

◊ Ölstand der Vakuumpumpe

◊ Verbrauch des Spülmittels

◊ Vakuumhöhe

◊ Lufteinlass am Sammelstück

◊ Absperrung des Vakuums

◊ Undichte Gummiteile sofort entfernen

◊ Reinheit aller milchführenden Teile

О Wassermenge

Die regelmäßige Wartung...

⇒ schützt vor Betriebsausfällen

⇒ deckt mögliche Fehler auf

⇒ sichert das korrekte und

schonende Melken

verbessert die

Herdengesundheit

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V., Steenbeker Weg 151, 24106 Kiel

Tel.: 0431-33987 0; E-Mail: info@lkv-sh.de; Internet: www.lkv-sh.de

Zusätzlich zu der jährlichen Überprüfung durch

einen Techniker oder Melktechnikberater bedarf

es natürlich der regelmäßigen Wartung aller

wichtigen Bauteile durch den Landwirt selbst. So

sollten beispielsweise die Vakuumhöhe, das Sammelstück

(eventuell inklusive Lufteinlass) und die

Sauberkeit täglich, sowie die Gummiteile und der

Ölstand der Vakuumpumpe wöchentlich kontrolliert

werden. Einmal im Monat empfiehlt es sich,

eine etwas umfangreichere Wartung der Melkan-

12

// Rind im Bild 2/2014


LKV

lage vorzunehmen. Hierbei sollten alle Komponenten

vom Zitzengummi bis zur Vakuumpumpe und

Reinigungsanlage systematisch kontrolliert, gereinigt

und gepflegt werden. Sinnvoll ist es hierfür einen

festen Termin, beispielsweise immer am ersten

Montag im Monat, einzuplanen und die durchgeführten

Tätigkeiten in einem Protokoll festzuhalten.

Dadurch wird die Einhaltung der Termine und die

Dokumentation der Tätigkeiten sichergestellt. Halbjährlich

stehen dann der Wechsel der Zitzengummis

und eine gründliche Reinigung der gesamten

Anlage an. Da die Lebensdauer der Zitzengummis

von den Betriebsstunden und dem Gummimaterial

abhängt, kann ein Wechsel auch häufiger, nach 750

Stunden, nötig sein.

Trotz der Wichtigkeit der Wartung der Melktechnik,

gilt es zu beachten, dass auch eine technisch gut

eingestellte Melkanlage nur dann einwandfrei arbeiten

kann, wenn der Mensch als Mittler zwischen

Tier und Technik korrekt und vor allem immer gleich

arbeitet und dabei bewusst die Kühe beachtet und

während des Melkens kontrolliert.

Für die betriebseigenen Funktionskontrollen ist es

hilfreich, mit Checklisten zu arbeiten, auf denen die

zu kontrollierenden Punkte und Tätigkeiten, sowie

die Zeitintervalle festgehalten werden. Um einen

Überblick über die täglich, wöchentlich, monatlich

und jährlich notwendigen Kontrollen zu erhalten,

hat der Landeskontrollverband für seine Mitglieder

ein Merkblatt erstellt (Abbildung), auf dem die

wichtigen Punkte für die Pflege und Wartung der

Melkanlage zusammengefasst wurden. Es gibt zum

einen den Zeitplan für die notwendigen Tätigkeiten

an und kann darüber hinaus als Checkliste bei den

regelmäßigen Wartungen dienen. Das Merkblatt

kann von der Homepage heruntergeladen oder

beim LKV SH angefordert werden.


Text: Dr. Monika Brandt, LKV

Elektronische Tiererkennung

jetzt in der MLP anwendbar

Im vergangenen Halbjahr wurde an dieser Stelle sowie auf den Versammlungen der Kreiskontrollvereine

über das Vorhaben berichtet, die MLP mit dem Einsatz elektronischer Ohrmarken oder Fesselbändern

mit integriertem Chip zu vereinfachen. Die jeweiligen Systeme zum Einsatz der verschiedenen

technischen Möglichkeiten wurden in der vorherigen Ausgabe der Rind im Bild dargestellt.

Die Nutzung der elektronischen Tiererkennung wird sowohl mit dem Lactocorder als auch mit dem

Trutest-Messgerät nutzbar sein. Beide Systeme werden durch ein Lesegerät für die Erkennung der

Elektronikchips ergänzt. Mit Einführung dieser Technik wird insbesondere in Betrieben mit wechselndem

oder ungeübtem Personal eine schnellere und vor allem sicherere MLP-Arbeit zu erzielen

sein. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die gewählte Tierkennzeichnung immer vollständig und

sorgfältig gepflegt, d.h. Änderungen in der Zuteilung von Fesselbändern genauso wie bei Halsbändern

dem Leistungsprüfer mitgeteilt werden. Der Gebrauch der elektronischen Ohrmarke bietet sich

in den Betrieben an, in denen die Möglichkeit besteht, im Melkstand vor den Tieren die Marken zu

scannen, also Melkstände mit Frontaustrieb oder Melkstände anderer Bauarten mit einem Laufgang

vor den Kühen. In allen übrigen Melkständen sowie am Melkkarussell könnten Fesselbänder mit

Elektronikchip zum Einsatz kommen.

Zusätzliche Kosten entstehen bei der elektronischen Ohrmarke in Höhe von ca. 1,50 € pro Stück,

die Kosten für die Fesselbänder sind mit 3,50 bis 5,00 € pro Stück (abhängig vom gewählten Typ)

zu veranschlagen. Hier gilt es allerdings auch zu bedenken, dass sie nach Abgang einer Kuh für eine

andere Kuh weiter verwendet werden können.

Nach erfolgten Tests kann jetzt der praktische Einsatz angeboten werden. In der Einführungsphase

sollen zunächst jeweils vier Mitarbeiter mit den neuen Systemen ausgerüstet werden. Daher wird es

unter Umständen dazu kommen, dass ein anderer Leistungsprüfer als gewohnt die MLP durchführt

bzw. für die Bearbeitung zuständig ist.

Betriebe, die Interesse an einer Vereinfachung der MLP durch die Nutzung der elektronischen Tiererkennung

– Ohrmarken oder Fesselbänder – haben, wenden sich bitte unter 0431-33987 35 an die

Abteilung Außendienst oder unter 0431-33987 16 an Herrn Röstel.

Spezielle Auskünfte zu der als amtliche Kennzeichnung zugelassenen elektronischen Ohrmarke erteilt

Herr Geier unter 0431-33987 40.


Text: Manfred Röstel, LKV

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// Rind im Bild 2/2014 13


LKV

Das Gesundheitsmonitoring „KuhVital“

in Schleswig-Holstein gestartet

Bereits in der letzten Ausgabe von Rind im Bild

hatten wir über die geplante Einführung eines Systems

zum Gesundheitsmonitoring in Rinder haltenden

Betrieben und die Beweggründe, die dazu

geführt haben, berichtet. Bauernverband, RSH eG

und LKV möchten den Tierhalter und den Tierarzt

bei einer vorsorgenden Gesunderhaltung der Rinderbestände

unterstützen. Dabei spielt nach Ansicht

der Initiatoren die Zusammenführung aller zu

den Tieren eines Bestandes verfügbaren Daten und

deren gemeinsame Auswertung und Darstellung

eine zentrale Rolle. Dabei ist allen Beteiligten bewusst,

dass durch eine reine Datensammlung die

Tiergesundheit nicht automatisch verbessert wird.

Deshalb wird ein kooperativer Ansatz verfolgt, bei

dem die Datensammlung und –aufbereitung eine

wesentliche unterstützende Maßnahme ist, damit

die Praktiker im Betrieb (Landwirt und Tierarzt) einen

schnellen und umfassenden Überblick über die

Gesundheitssituation im Betrieb bekommen und

sich auf die praktische Gesundheitsvorsorge konzentrieren

können.

Mittlerweile gibt es in sehr vielen Bundesländern

und anderen europäischen Staaten Gesundheitsmonitoringsysteme.

Während in den meisten

deutschen Systemen eine Sammlung von Gesundheitsdaten

als Grundlage einer in diesem Merkmal

verbesserten Zuchtwertschätzung als elementar angesehen

wird, geht Schleswig-Holstein mit KuhVital

einen etwas anderen Weg. Hier steht eindeutig der

landwirtschaftliche Betrieb und die Unterstützung

bei der praktischen Gesundheitsvorsorge im Vordergrund.

Deshalb wird eine enge Zusammenarbeit

und Austausch mit der Tierärzteschaft als wesentliches

Element angesehen.

Selbstverständlich soll auch in Schleswig-Holstein

die Tiergesundheit über züchterische Maßnahmen

verbessert werden. Deshalb werden die

Daten in KuhVital nach überregional einheitlichen

Regeln anhand eines genormten Diagnoseschlüssels

erfasst.

Einführung hat begonnen

Die ersten Landwirte und Tierarztpraxen sind mittlerweile

angeschlossen und in eine Pilotphase gestartet.

Daten erfassen hat meistens etwas mit Arbeit zu

tun. In KuhVital soll deshalb möglichst intensiv auf

bereits vorhandene Datenerfassungen zurückgegriffen

und diese über EDV-Schnittstellen zusammenführbar

gemacht werden. So besteht zurzeit ein Teil

der Aufgabe darin, die verschiedenen Anbieter von

Software für Tierarztpraxen von der Integration eines

vom LKV bereitgestellten automatisierten Zugangsund

Übertragungssystems zu überzeugen.

Von Beginn an ist KuhVital darauf ausgelegt, für

möglichst viele Datenquellen erweiterbar zu sein.

So haben z.B. bereits erste Gespräche mit Schlachtunternehmen

zur Übernahme und Integration von

Schlachtbefunden stattgefunden. Schlachtbefunde

stammen zwar von bereits toten Tieren, deren „Gesundheit“

nicht mehr verbessert werden kann. Wenn

jedoch z. B. bei Schlachttieren von einem Betrieb

vermehrt Leberbefunde festgestellt werden, ist dies

für den Landwirt und den Tierarzt eine sehr wichtige

Information, um die lebenden Tiere besser schützen

zu können.

Die in den letzten Jahren überproportional gewachsenen

Tierbestände erfordern ein intensives, geregeltes

und vor allem regelmäßiges Management,

das durch eine integrierte tierärztliche Bestandsbetreuung

unterstützt werden kann. Doch gerade

in stark wachsenden Beständen kann oft das Tiermanagement

aufgrund der hohen Arbeitsbelastung

erst verzögert optimiert werden, so dass teilweise

Gesundheitsprobleme und Leistungsdepressionen

in der Herde auftreten. Genau hier kann KuhVital

unterstützend eingreifen. Nur durch eine enge und

vertrauensvolle Zusammenarbeit von Landwirt und

Tierarzt und mit dem Wissen um die Schwachstellen

im Bestand kann eine dauerhafte Verbesserung

der Tiergesundheit erreicht werden. Landwirt und

Tierarzt analysieren gemeinsam die momentanen

Schwachstellen. Dabei sollte die Prävention von Erkrankungen

im Vordergrund stehen.

Betriebe und Tierärzte, die Interesse an KuhVital haben,

können beim LKV unter Telefon 0431-33987

51 oder www.lkv-sh.de weitere Informationen und

das notwendige Anmeldeformular bekommen. Einzige

Voraussetzung für den Landwirt, sich am Kuh-

Vital Gesundheitsmonitoring zu beteiligen, ist die

Anmeldung für das LKV-eigene Internetprogramm

„MLP-Online“ (Jahreskosten von 30,- € zzgl. gesetzlicher

MwSt.) sowie die Zustimmung zur Einbindung

des jeweiligen Tierarztes.

Ziele und Sicherheit

Ziel von KuhVital ist die nachhaltige Verbesserung

der Tiergesundheit in schleswig-holsteinischen

Milchviehbeständen. Krankheiten sollen möglichst

frühzeitig erkannt oder sogar – durch rechtzeitige

Vorbeuge - ganz vermieden werden. Ein weiteres

wichtiges Ziel ist die Nutzung der Diagnosen für

die Schätzung von Gesundheitszuchtwerten. Hierdurch

soll die Rindergesundheit langfristig züchterisch

verbessert und somit Krankheiten durch

robustere Tiergenetik von vornherein vermieden

werden.

Nebeneffekte einer verbesserten Tiergesundheit

sollen eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der

Milchproduktion, aber auch eine Imageverbesserung

der landwirtschaftlichen Produktion sein,

so dass das Vertrauen der Verbraucher in die heimische

Landwirtschaft gestärkt wird.

Dabei spielt die Datensicherheit eine sehr große

Rolle. Auf die KuhVital-Datenbank und die dort

gespeicherten Diagnosen und Beobachtungen

haben nur angemeldete Nutzer, also der Landwirt

und der von ihm autorisierte Tierarzt, Zugriff. Landwirt

und Tierarzt füllen jeweils eine Teilnahmeerklärung

aus, in der Angaben zum Datenschutz, zur

Datenverwendung und Widerrufsmöglichkeiten

geregelt sind.

Mit KuhVital Gesundheitsmonitoring gut betreuen

und effizient vorsorgen!


Text: Hergen Rowehl, LKV

14

// Rind im Bild 2/2014


LKV

NEU und einfach: Trächtigkeitsuntersuchung

aus einer Milchprobe

Trächtig oder nicht trächtig – das ist die entscheidende

Fragestellung im Fruchtbarkeitsmanagement

von Milchviehherden. Eine tragende Kuh benötigt

keine intensive Brunstbeobachtung mehr und wird

voraussichtlich auch in der nächsten Laktation erfolgreich

Milch produzieren. Nicht tragende Kühe

müssen möglichst frühzeitig erkannt werden, damit

sie erneut besamt und eventuelle Fruchtbarkeitsstörungen

behandelt werden können. Die frühzeitige

Erkennung nicht trächtiger Kühe führt zu Einsparungen

von bis zu 4 Euro pro Kuh und Tag.

Die rektale Palpation oder die Ultraschalluntersuchung

sind die Standardverfahren zur Trächtigkeitsuntersuchung,

wobei die Ultraschalluntersuchung

vielfach der reinen Palpation vorgezogen wird. Bei

beiden können auch die Lebensfähigkeit des Embryos

oder eventuelle Fruchtbarkeitsstörungen erkannt werden.

Deshalb sind dies die vom Tierarzt angewandten

Methoden, der auf diese Weise oft auch den Grund für

eine Nichtträchtigkeit diagnostizieren kann.

Eine neue ergänzende Möglichkeit ist die Trächtigkeitsuntersuchung

aus Blut- oder Milchproben.

Im Gegensatz zu den Standardverfahren werden

hierbei Stoffwechselprodukte, die während der

Trächtigkeit gebildet werden, untersucht. Genauer

gesagt geht es darum, bestimmte Eiweiße, die

trächtigkeitsassoziierten Glykoproteine, kurz PAG

(englisch: pregnancy associated glycoproteins), im

Blut oder in der Milch nachzuweisen. Diese Proteine

werden während der Trächtigkeit in der äußeren

Eihülle des Embryos gebildet und in den mütterlichen

Blutkreislauf abgegeben. Der Gehalt an PAG

in der Milch steigt bei einer Trächtigkeit rasch an.

Mit fortschreitendem Trächtigkeitsstadium steigt

der PAG-Spiegel an, so dass auch die Sicherheit

des Tests zunimmt (Abbildung). Nach der Kalbung

oder einem Abort sinkt der Gehalt wieder unter die

Nachweisgrenze.

Der Milchtest bietet die Möglichkeit, eine Trächtigkeit

nachzuweisen oder zu bestätigen ohne das

Tier zu fixieren und manuell untersuchen zu müssen.

Dies schont nicht nur die Frucht, sondern es

spart Zeit und Arbeit, die dann den nicht trächtigen

Tieren gewidmet werden kann. Die einfache Probenahme

während des Melkens bedeutet kaum

Aufwand für den Landwirt. Bei einer festgestellten

Trächtigkeit in einem frühen Trächtigkeitsstadium

gilt es zu beachten, dass es noch zu Frühaborten

kommen kann. Diese Verluste der Trächtigkeit sind

im gewissen Maße normal und können zwischen

dem 28. Trächtigkeitstag und der Abkalbung bei 25

% und zwischen dem 56. Tag und der Abkalbung

immerhin noch bei 7 % liegen. Solche Trächtigkeitsabbrüche

gehen meist mit einem verzögerten

Brunsteintritt einher und werden dadurch oft erst

sehr spät erkannt. Eine regelmäßige Bestätigung

der Trächtigkeit ist daher nützlich, um diese Tiere

schnell zu identifizieren.

Der von der Firma IDEXX produzierte Trächtigkeitstest

wurde durch den Dachverband der LKV, den

DLQ (Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfung)

einer umfangreichen Studie unterzogen.

Diese hat die Sicherheit des Tests bestätigt.

Nach einer erfolgreichen Testphase wird der Trächtigkeitstest

aus Milch im Zentralen Milchlabor beim

LKV Schleswig-Holstein angeboten. Der LKV bietet

seinen Mitgliedern damit die Möglichkeit, Milchproben

auf Trächtigkeit untersuchen zu lassen und damit

das Fruchtbarkeitsmanagement in der Herde zu

optimieren. Vorrangiges Ziel ist nicht, die klassische

Trächtigkeitsuntersuchung durch Palpation oder Ultraschall

zu ersetzen. Der Milchtest stellt vielmehr

für sehr viele Betriebe, die bisher noch gar keine

Trächtigkeitsuntersuchungen durchgeführt haben,

einen einfachen Einstieg dar. Für Andere kann er

eine sinnvolle Ergänzung sein, um die Möglichkeiten

von Landwirten und Tierärzten zu erweitern.

Grundsätzlich ist ab dem 35. Trächtigkeitstag eine

Bestimmung des Trächtigkeitsstatus aus Milchproben

möglich. Die Sicherheit liegt hier bei 95 % und

ist damit vergleichbar mit der Trächtigkeitsuntersuchung

per Palpation oder Ultraschall. Der Test eignet

sich sehr gut zur Überwachung der Trächtigkeit

durch die Bestätigung einer im frühen Stadium der

Trächtigkeit durchgeführten Trächtigkeitsuntersuchung.

Eine regelmäßige Absicherung des Trächtigkeitsstatus

durch den PAG-Test bietet dem Betrieb

die Möglichkeit, embryonalen Frühtod oder Aborte

zu erkennen und daraufhin frühzeitig handeln zu

können. Auch eine Untersuchung vor dem Trockenstellen

kann sinnvoll sein, um Sicherheit zu erlangen,

dass die Kuh auch wirklich trächtig ist.

Das Testverfahren stellt eine neue Art der Trächtigkeitsuntersuchung

dar. Ergänzend zu den Standardverfahren

bietet es dem Landwirt eine wertvolle

Managementhilfe und damit neue Möglichkeiten

im Fruchtbarkeitsmanagement.

Die Vorteile des Milch-Tests

im Überblick:

• Schneller und einfacher Nachweis der

Trächtigkeit aus Milchproben

• Bestätigungstest ab dem 35. Trächtigkeitstag

• Einfache Probenahme

• Verringerte Zwischenkalbezeit durch frühes

Erkennen nicht trächtiger Tiere

• Sicherheit bei embryonalem Frühtod und

Aborten zu jedem Trächtigkeitsstadium

• Keine weitere Belastung und Stress für das

Tier durch Fixierung und zeit- und arbeits

aufwendige Trächtigkeitsuntersuchungen

• Nachweis beim Verkauf von Schlachtkühen

// Rind im Bild 2/2014 15


LKV

Und so geht’s:

Probenröhrchen können direkt beim ZML oder

über die Leistungsprüfer angefordert werden.

Die Probenröhrchen werden deutlich mit der

Nummer oder dem Namen der Kuh beschriftet.

Der beiliegende Untersuchungsauftrag muss

vollständig mit den Betriebsdaten und den Probenbezeichnungen

mit dem Besamungsdatum

ausgefüllt werden. Das Besamungsdatum oder

der Bedeckungszeitraum wird im Labor für die

Interpretation der Testergebnisse benötigt.

Die Milchprobe kann einfach nach der Euterreinigung

und dem Vormelken genommen

werden. Die Milch wird dabei direkt in das Probenröhrchen

gemolken, welches zu ¾ gefüllt

werden muss. Für die Untersuchung eignet sich

Vor-, Haupt- oder Nachgemelk. Die im Röhrchen

enthaltene Flüssigkeit dient der Konservierung.

Die Proben können per Post oder über die Leistungsprüfer

an das ZML in Kiel gesendet oder

direkt beim ZML abgegeben werden. Das Ergebnis

wird umgehend nach der Untersuchung

per Fax mitgeteilt.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gern Frau Dr.

Brandt (Tel.: 0431-33987 51, E-Mail: brandt@

lkv-sh.de) zur Verfügung.


Text: Dr. Monika Brandt, LKV

Ein Gebäude steht und fällt mit seinem Fundament.

Datenerhebungen im Rahmen der

Milchleistungsprüfung bilden das Fundament für

Managemententscheidungen. Ihre Qualität und

Vollständigkeit sind die Grundlage für Auswertungen,

die die Basis für Entscheidungen auf allen

Ebenen der Betriebsführung bilden.

Viele Daten, die für das Herdenmanagement

herangezogen werden, stammen aus der

Milchleistungsprüfung. Milchmengen, Milchinhaltsstoffe,

Zellzahl und Harnstoffgehalt sind

gewissermaßen die Klassiker, die Entscheidungen

zur Rationsgestaltung, zur Entscheidung über

Behandlungsbedarf bei Euterstörungen oder zur

Selektion einzelner Kühe unterstützen. Manche

Daten können aber erst dann sinnvoll bewertet

werden, wenn sie durch zusätzliche Angaben,

wie z. B. Kalbe-, Zu- oder Abgangsdatum, begleitet

werden. Das wird an einem einfachen

Beispiel ersichtlich: Ein deutlicher Rückgang der

Milchleistung ist unverdächtig, wenn bekannt ist,

dass die Kuh hochtragend ist und bald kalben soll.

Ist die Kuh erst am Beginn einer Trächtigkeit, wäre

Effektives Herdenmanagement

– nur mit vollständiger und

richtiger Datenmeldungen

der gleiche Leistungsrückgang ein Alarmzeichen.

Welche Daten, neben den reinen Leistungsdaten,

können noch erfasst werden? Zunächst einmal die

Deck- und Besamungsdaten. Besamungen werden

in der Regel ohne weiteres Zutun des Landwirts

über die RSH eG gemeldet. Für die Meldung

von Natursprungdaten stehen zwei Wege offen:

die Deckkarte, die vom Landwirt ausgefüllt und

über den Milchleistungsprüfer zum LKV gegeben

wird oder die einfache und schnelle Meldung

per Internet (www.lkv-sh.de/Mitgliederbereich/

Deckdatenerfassung). In beiden Fällen können

Deckzeiträume oder einzelne Decktermine gemeldet

werden. Das gilt für gekörte und auch für

ungekörte Bullen. Wenn möglich, ist der genauen

Angabe eines Decktermins der Vorzug zu geben.

Aus diesem Datum leiten sich letztendlich viele

wichtige Termine ab. Wann soll die Kuh trocken

gestellt werden? Ab wann ist welche Futterration

die richtige? Wann ist mit der Kalbung zu rechnen?

Erst die genaue Kenntnis dieser Daten ermöglicht

es, die Kuh optimal zu versorgen und so

ihr Leistungsvermögen voll auszuschöpfen und sie

gesund zu erhalten.

Die Kenntnis der Abstammung eines Kalbes ist für

dessen weitere Nutzung wichtig. Irgendwann soll

es gedeckt werden und Milchkuh werden. Eine

bekannte Abstammung ist Voraussetzung für den

züchterischen Fortschritt. Sie ermöglicht, Inzucht

oder ungeeignete Anpaarungen zu vermeiden und

den passenden Bullen zu finden, um eine gute Basis

für die Zukunft zu bilden.

Daten zur Gesundheit einer Kuh und der gesamten

Herde können, in geeigneter Form erfasst

und ausgewertet, erheblich zur Verbesserung

der Herdengesundheit beitragen. In jeder Herde

erkranken gelegentlich Tiere. Werden diese Erkrankungen

tierbezogen erfasst, können leicht

Auswertungen vorgenommen werden, die es ermöglichen,

Regelmäßigkeiten und Häufigkeit zu

erkennen. Das ist der erste Schritt, um Strategien

zu entwickeln, Krankheiten zu vermeiden und

gegebenenfalls anfällige Kühe zu erkennen. Dies

kann durch das KuhVital Gesundheitsmonitoring

unterstützt werden.

Die Erfassung von Abgangsgründen ist deutlich

genauer geworden, seit die Tabelle der Schlüsselzahlen

in den MLP-Unterlagen vorgedruckt ist.

Neuerdings kann auch eine Stoffwechselstörung

als Abgangsgrund ausgewählt werden. Die Aussagefähigkeit

sowohl für die Zuchtwertschätzung

als auch für den Einzelbetrieb konnte so erheblich

gesteigert werden. Tritt ein bestimmter Abgangsgrund

in einem Betrieb oder in einer Zuchtlinie ungewöhnlich

oft auf, sollte dies aufmerken lassen.

Das Gleiche gilt für problematische Geburten und

auch für tote Kälber. Auch hier unterstützt die genaue

Erfassung der Situation die Entwicklung von

Problemlösungen.

Leider kommt es in der Praxis manchmal vor, dass

erfasste Daten keinen Tieren zugeordnet werden

können. Nachforschungen ergeben dann oft die

Erfassung einer falschen Stallnummer. Dies passiert

relativ leicht, wenn die Stallnummern ausschließlich

an den Transponder-Halsbändern befestigt

sind und diese bei einem Tierabgang von

einer Kuh zur nächsten Färse umgehängt werden.

Auch für die MLP muss diese Neuzuordnung von

Stallnummern unbedingt erfasst und gemeldet

werden.

Der „Hinterkopf" eines Betriebsleiters ist ein nicht

zu unterschätzendes Speichermedium. Die Datenerfassung

in geeigneten Erfassungs- und Auswertungssystemen

ermöglicht aber weitreichendere

Bearbeitungsmöglichkeiten zur Unterstützung des

Herdenmanagements und so zum Besten des eigenen

Betriebes.


Text: Svenja Springmann, LKV

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// Rind im Bild 2/2014


LKV

Meldung von Embryotransfer-Trägertieren

Betriebe, die Embryotransfer durchführen, hatten bisher nicht die Möglichkeit,

diese Trächtigkeiten zu melden, da sie nicht der genetischen Mutter,

sondern einem Trägertier zugeordnet werden muss. Daraus folgte, dass die

Trägertiere in den Seiten zum Fruchtbarkeitsmanagement im monatlichen MLP-

Rückbericht als nicht belegt geführt wurden und kein voraussichtliches Kalbedatum

angegeben werden konnte.

Der LKV hat dieses Problem nun gelöst. Durchgeführte Embryotransfers können

vom Landwirt formlos per E-Mail an car@lkv-sh.de (als Betreff bitte unbedingt

„ET-Meldung“ angeben) gemeldet werden. Folgende Daten werden benötigt

und müssen deshalb angegeben werden:

• LKV-Betriebsnummer

• Lebensnummer des Trägertieres sowie

• das Einsetzdatum des Embryos

An allen Stellen im MLP-Rückbericht, an denen normalerweise der Vater des zu

erwartenden Kalbes angegeben wird, steht dann „AUS ET“. Das voraussichtliche

Kalbedatum wird aus der Meldung abgeleitet, eine Meldung der Abstammung

ist auf diesem Wege jedoch nicht möglich.



Text: Julia Melchertsen,

Praktikantin beim LKV

MLP-Online im Praxiseinsatz

Die Milchleistungsprüfung liefert eine wahre Flut

an Daten, die weit über die Erfassung von Milchmengen

und Milchproben hinaus gehen. Diese

Daten gelangen monatlich in aufbereiteter Form

als gedruckter Rückbericht auf die Betriebe. Wachsende

Herden und unterschiedliche Schwerpunkte

haben immer wieder dazu geführt, dass Mitglieder

und Berater Wünsche und Anregungen hinsichtlich

der Datenaufbereitung an den LKV herangetragen

haben. Der Rückbericht in der gedruckten Form

bietet nicht die Möglichkeit, allen Anforderungen

gerecht zu werden. Bereits seit vielen Jahren besteht

daher die Möglichkeit, alle Daten gegen eine

geringe Gebühr auch in Form eines internetgestützten

Herdenauswertungsprogramms zu analysieren.

Damit konnten die Daten in der gewünschten

Weise sortiert und gefiltert werden. Doch auch hier

geht die Entwicklung weiter. Schnell wurde z. B. der

Wunsch geäußert, neben den Daten aus der MLP

auch eigene Daten einfließen lassen zu können.

Datenerfassung und -eingabe sollte auch über ein

Smartphone möglich sein.

Die Lösung liefert das neue Herdenauswertungsprogramm

MLP-Online. Wie das Vorgängerprogramm

auch, ist es internetgestützt. Alle MLP-Daten sowie

tagesaktuell die Besamungsdaten der RSH werden

automatisch vom Rechenzentrum des LKV eingepflegt,

so dass ständige Aktualität auch ohne Eingriff

des Benutzers gewährleistet ist. Ferner kann

der Anwender über die MLP hinaus gehende Daten

erfassen, um so weitere Auswertungsmöglichkeiten

zu schaffen. Hier gehen die Möglichkeiten deutlich

über die des Vorgängerprogramms hinaus. Dem

Wunsch, dass Daten am Smartphone eingegeben

werden und unmittelbar auch am PC verfügbar

sind, konnte mit dem Programm MLP-Mobil entsprochen

werden. Die für Android und Apple verfügbare

App steht ohne zusätzliche Kosten für Nutzer

von MLP-Online zur Verfügung.

Vorteile eines internetgestützten

Programms

Das Programm liefert nicht nur einen hervorragenden

Überblick über die Daten aus der Milchleistungsprüfung,

sondern bietet zudem eine Vielzahl weiterer

Möglichkeiten der Datenerfassung und -auswertung.

Sofern eine Internetverbindung besteht, ist die Nutzung

des Programms von jedem Ort aus möglich.

Auch ein Betriebsleiter, der im Urlaub oder zur Kur

ist, hat jederzeit den Betrieb "im Blick".

Alle Personen, denen der Betriebsinhaber das Passwort

mitgeteilt hat, haben ohne Aufwand die Möglichkeit,

die Daten einzusehen. Das gilt sowohl für

Mitarbeiter und Betriebsangehörige wie auch für

Berater und Tierärzte.

Über die Mobilversion auf dem Smartphone, das

bei vielen ein wichtiges Arbeitsgerät geworden ist,

können alle Betriebsangehörigen, Mitarbeiter und

Auszubildende schnell Daten abrufen oder auch

Beobachtungen wie z.B. eine Brunst, direkt im Stall

erfassen.

Programm-Updates erfolgen unmittelbar und ohne

Zutun des Anwenders.

Der Zugang zu MLP-Online erfolgt über die Homepage

des Landeskontrollverbandes unter www.

lkv-sh.de. Durch die Auswahl des Menüpunktes

"Mitgliederbereich" gelangt man zum Bereich

"MLP-Online". Hier kann man als neuer Nutzer

die Erstregistrierung vornehmen. Auch das Einloggen

erfolgt über diesen Menüpunkt.

Um zunächst einen Einblick in das Programm zu

bekommen, besteht die Möglichkeit, sich in den

Daten eines Testbetriebes über die vielfältigen Darstellungen

und Auswertungen zu informieren.

Anwendungsmöglichkeiten

Schneller Blick auf die wichtigsten Daten – darauf

kommt es häufig an. Die Liste "Auffällige Tiere"

bietet genau das. Alle Tiere, die vom Anwender

festgelegte Grenzwerte in den wichtigen Kriterien

Zellzahl, Fett/Eiweißverhältnis oder hinsichtlich Leistungsschwankungen

überschreiten, werden kompakt

in einer Übersicht aufgelistet.

Kalbungen, Brunst, Trächtigkeitsuntersuchungen -

verpasste Termine kosten Geld und schmälern die

Rendite. Die „Aktionslisten" geben darüber Auskunft,

was in der nächsten Zeit an wichtigen Ereignissen

ansteht. Es kann gewählt werden, welcher

Zeitraum angezeigt wird und auch, welche Art von

Terminen aufgeführt werden sollen. Alles auf einen

Blick und in derselben Liste können auch gleich Ergebnisse

zu den Terminen erfasst werden.

Kühe sind wie Leistungssportler. Ernährung und Leistung

müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt

sein, damit der dauerhafte Erfolg möglich ist. Einen

wichtigen Hinweis, ob dieses Verhältnis stimmt, liefern

der Fett/Eiweißquotient und der Harnstoffgehalt

der Milch. Die Liste „Übersicht" und dort die

// Rind im Bild 2/2014 17


LKV

Auswahl „FEQ" und „Harnstoff" zeigen schnell,

ob alles im Lot ist und ob die Ration der Kuh ihren

Bedürfnissen entspricht.

Grafiken: Beispiele für verschiedene Auswertungen

Kranke Euter kosten Geld. Viel mehr als die Behandlung

kostet der Leistungsverlust. Gerade bei

subklinischen Eutererkrankungen ist oft die erhöhte

Zellzahl der einzige sichtbare Hinweis, dass etwas

nicht stimmt. Auch hier hilft die Liste „Übersicht",

jedoch mit der Auswahl „Zellzahl", die erkrankten

Tiere aufzuspüren. Für eine nachhaltige Verbesserung

der Situation liefern die Auswertungen im Bereich

„Eutergesundheit" Tabellen und Grafiken,

die eine Analyse der Probleme ermöglichen und so

helfen, diese zu lösen.

Ausblicke

Hier kann nur ein kleiner Einblick gegeben werden,

die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten kann nur

durch aktives ausprobieren erfahren werden. Und

auch jetzt ist noch nicht Schluss! Das Programm

wird vom Rinderdatenverbund entwickelt, in dem

der LKV Schleswig-Holstein mit mehreren Kontrollverbänden

gleichberechtigtes Mitglied ist. Wünsche

und Anregungen der Mitglieder fließen ständig

in die Programmentwicklung ein, so dass auch in

der Zukunft Erweiterungen zu erwarten sind. Die

jüngste Entwicklung ist „Kuhvital", ein Programm

zum Gesundheitsmonitoring. Die Anwendung des

Programms ist eingebettet in MLP-Online und befindet

sich zurzeit in der Einführung.

Für weitere Auskünfte und bei Fragen zu MLP-

Online steht der LKV unter 0431-33987 35 oder

www.lkv-sh.de gerne zur Verfügung.



Text: Svenja Springmann und

Dr. Monika Brandt, LKV

Vorteile von MLP-Online und

MLP-Mobil:

• Immer aktuelle Daten

• Schnelle Übersicht zu konkreten

Fragestellungen

• Dateneinsicht von überall, von jedem PC

mit Internetzugang

• Übersichten und Datenerfassung am

Smartphone oder Tablet-PC möglich

• Nutzerkreis kann beliebig festgelegt werden

(Mitarbeiter, Tierarzt, Berater usw.)

• Updates und Erweiterungen kommen

automatisch

18

// Rind im Bild 2/2014


LKV

Effizient

melken

Europas Siliermittel Nr. 1

Mit einem optimierten Melkprozess zu gesunden

Kühen.

Unter diesem Titel ging ab 1. März 2014 ein

Informationsfilm online, der in einer gemeinschaftlichen

Initiative von „milchQplus“ und dem

Milchindustrie-Verband e.V. produziert wurde.

Im Fokus des Films steht der Melkprozess als eine

verantwortungsvolle Aufgabe mit großem Einfluss

auf die Herdengesundheit. Die richtige Melkroutine

und das strikte Einhalten aller Arbeitsschritte

von allen melkenden Personen leisten einen wichtigen

Beitrag zur Optimierung der Eutergesundheit.

Der Film richtet sich an Profis und solche,

die es werden wollen. Er dient zur regelmäßigen

Überprüfung des Melkprozesses, um die sich mit

der Zeit in Routinearbeiten einschleichenden Fehler

aufzudecken und einzustellen.

In Zusammenarbeit mit Dr. Friederike Reinecke,

Eutergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer

Niedersachsen, werden die einzelnen Schritte

der Melkroutine in 20 Minuten anschaulich dargestellt

und viele praktische Tipps zur Überprüfung

der Abläufe gegeben. Denn eine erfolgreiche

Melkarbeit führt zu optimierter Eutergesundheit

und nicht zuletzt zu einer ökonomischen Milchproduktion.

Der im Rahmen des Projekts „milchQplus“ produzierte

Film ist ein weiterer Meilenstein auf dem

Weg, die Eutergesundheit deutschlandweit zu

verbessern. “milchQplus“ steht für einen Richtungswechsel

in der Milchproduktion; weg von

der Fokussierung auf therapeutische Maßnahmen

hin zu einem verstärkt vorbeugenden Tiergesundheitsmanagement.

Hierzu leistet der Film einen

wichtigen Beitrag.

Die Vielfalt für Gewinner

Sechs von acht Sieger-Silagen wurden mit BONSILAGE-Produkten

behandelt (Silagewettbewerb Niedersachsen 2013, 600 Teilnehmer)!

Gewinner setzen auf BONSILAGE.

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Den Link zum Film und weiteren Informationen

zum Eutergesundheitsmonitoring finden Sie unter

www.milchQplus.de.

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Spezialist für Luzerne-Silagen




DLQ - Deutscher Verband für Leistungs- und

Qualitätsprüfungen e.V.

Adenauerallee 174, 53113 Bonn

Tel. 04101 218 - 2000

// Rind im Bild 2/2014 19

www.bonsilage.de


Kuhkomfort

Kühe – längerer Aufenthalt auf

der Weide ist möglich

An einer etwas erhöhten Stelle der Weide wurde ein Silonetz auf die Grasnarbe gelegt

Das Silonetz wurde anschließend mit 10 m 3 Sand bedeckt und die Raufe aufgestellt

Kuhkomfort – nicht immer ist er in alten oder

älteren Ställen ausreichend vorhanden. Zur Stressminimierung

für die Kühe wäre die Umgestaltung

dieser Gebäude mit Laufhöfen, Vorwartehöfen oder

Ähnlichem eine sehr gute Variante. Auch die Weidehaltung

kann für ein entspannteres Kuhdasein

sorgen. Die Diskussionen darum werden allerdings

sehr kontrovers geführt, geht es doch in erster Linie

um eine hohe, konstante Leistung der Herde, die

nach Meinung Vieler wohl besser im Stall erreicht

werden kann.

Herr Bornhöft aus Wildenhorst, Kreis Plön, möchte

seinen Tieren die Weide jedoch nicht vorenthalten.

Seine 70 – köpfige Schwarzbuntherde mit einer Ø

Leistung von heute über 10.000 l war auch in der

Vergangenheit regelmäßig auf den hofnahen Flächen

– aber nur wenige Stunden am Tage.

In diesen zurückliegenden Jahren konnte er ständig

die Vorteile dieser Haltung feststellen, wie er uns

mitteilte.

„Die Tiere waren entspannt, keine Probleme mit den

Fundamenten und speziell mit der Geißel Mortellaro.

Um diese Vorteile nachhaltig zu haben, wurden

schon vor etlichen Jahren unsere Treibewege durch

das Verlegen von Silonetzen trittfest gemacht. Es

war einfach gut, diese zufriedenen und leistungsstarken

Kühe im Grünen zu sehen“, berichtet uns

Herr Bornhöft.

Ganz war er damit jedoch nicht zufrieden, hätte

er die Herde lieber länger als 4 Stunden draußen

gehabt. Somit war der Gedanke der Zufütterung

auf der Weide geboren. Ein Drittel der Tagesration

sollte zukünftig in einer Raufe draußen vorgelegt

werden. Dazu wurde einfach im vergangenen Sommer

ein Silonetz (Nicosil) mit den Maßen 15 x 15

m an einer etwas erhöhten Stelle der Weide auf

die Grasnarbe gelegt und anschließend mit ca. 10

m3 Sand bedeckt. Auf diesem wasserdurchlässigen

Untergrund wurde eine Raufe gestellt, die mit dem

Radlader befüllt wird. Alles läuft gut, die Tiere stehen

gerne im Sand und das angebotene Futter wird

aufgenommen. Für Herrn Bornhöft war es erfreulich

zu beobachten, dass die neue „Futterstation“ gut

angenommen wurde, immer Tiere dort standen und

der Platz immer trocken war.

Im späten Herbst wurde die Fläche einmal abgeschoben

und danach ein Anhänger Sand darauf

getan. Die Herde verlässt jetzt den Stall am Morgen

gegen 08.30 Uhr und kommt 16.30 Uhr dahin

zurück. Der Betriebsleiter ist mit dem System sehr

zufrieden – trotzdem ist er der Meinung: „Ganz

ohne ein Nachteil kann so ein System natürlich

nicht funktionieren.“ In diesem Fall ist das Herausnehmen

von Futterresten aus der jetzt benutzen

Raufe zu nennen.

„Das Ganze muss sich entwickeln – vielleicht bauen

wir draußen einen kleinen Futtertisch oder konstruieren

eine neue Raufe“.

Insgesamt läuft das System gut und der Herr Bornhöft

hat zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt:

Den Kühen geht es sehr gut und die Herdenleistung

hat sich nach oben entwickelt.



Text: Karl-Heinz Arp

Fotos: Jens Bornhöft

20

// Rind im Bild 2/2014


Angler

Züchtertreffen – Angler alter Zuchtrichtung

Am 14. und 15. Februar fand erstmalig in Angeln

ein Züchtertreffen statt, zu dem die Liebhaber des alten

Angler Rindes eingeladen waren. In den Vorjahren

hatte es bereits Züchtertreffen auf dem Hof von Wilhelm

Betram in Everode in Niedersachsen gegeben.

Claus Hansen aus Schaalby konnte als Vorsitzender

des Fördervereins zahlreiche Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern,

Niedersachsen, Hessen und

dem benachbarten Dänemark begrüßen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde in der Süderbraruper

Angeln-Halle wurde zunächst ein

Vortrag über die Geschichte des Angler Rindes

präsentiert. Im Anschluss sprach Dr. Silvia

Ivemeyer von der Universität Kassel/Witzenhausen

zur „Kraftfutterminimierung in der Milchviehfütterung,

basierend aus den Resultaten des

dreijährigen „Feed no Food“-Projektes des FiBL

in der Schweiz“.

Claus Hansen berichtete über Aktivitäten im Vorjahr.

Es wurde die Herde der Höper/Schritt GbR

in Mecklenburg-Vorpommern besichtigt. Für den

Juni dieses Jahres kündigte er eine Besichtigung

auf dem Buschberghof in Fuhlenhagen an.

Karola Stier von der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung

alter und gefährdeter Haustierrassen) sprach

über die bundesweite Vernetzung der Angler Rinder

alter Zuchtrichtung und dem Zuchtprojekt der GEH.

Diskussion an der Kuh in Ranmark

In 2014 sollen noch folgende Maßnahmen durchgeführt

werden:

• Ergänzung der Zuchttierdatenbank, Recherche

weiterer Abstammungsdaten

• Schaffung von Züchterzugängen zur Tierdatenbank,

damit die gesamte Population beobachtet

werden kann

• weitere Betriebsbesuche

• eine Populationsanalyse der Angler alter

Zuchtrichtung

Andrea Hetzler stellte das Herdbuchprogramm

ChromoSoft online vor. Die neu überarbeitete Version

läuft für mehrere Tierarten und Rassen mit kleinen

Populationen.

In der Angler Datenbank befinden sich zurzeit

3.555 eingegebene Tiere, deren Ahnenlinien bis in

die 60er Jahre zurückgehen. Nach Prüfung der Abstammungen

ist davon auszugehen, dass 2013 ca.

281 Tiere der alten Angler Rasse vorhanden waren.

Am zweiten Tag ging es um eventuelle Kriterien bei

Bullenmüttern und um Milchqualitäten (Kaseine).

Die dänischen Teilnehmer Niels Stockholm und Stig

Benzon berichteten über ihre Erfahrungen mit dem

Die Freunde des Angler Rindes alter Zuchtrichtung trafen sich in der Angeln-Halle

dänischen Rotvieh (ohne Fremdblut), die den Anglern

praktisch gleich sind.

Die Besichtigung der Herde von Ernst Uwe Lorenzen

in Ranmark kurz vor Flensburg bildete einen

guten Abschluss der Tagung. Die Herde besteht aus

67 Angler Kühen, von denen 15 der alten Zuchtrichtung

angehören. Der Dual-Sohn Onesto ist hier zurzeit

im Deckeinsatz.

Die Veranstaltung bot reichlich Gelegenheit zum

Gedankenaustausch. Es wurden wichtige Eckdaten

abgestimmt. So soll im nächsten Jahr die Jahresversammlung

des Fördervereins in das Züchtertreffen

eingebunden werden.



Text + Fotos:

Claus-Peter Tordsen

// Rind im Bild 2/2014 21


Angler

VAR

Frühlingsball

Gute Stimmung bei dem Angler Frühlingsball in Satrup

Das Jahr 2013 war von zahlreichen Aktivitäten

rund um das rote Rind geprägt. Die Weltrotviehkonferenz

mit einer großen Tierschau haben den

Züchtern viel Arbeit bereitet.

Im Jahr 2014 sollte auch das gesellige Miteinander

gepflegt werden. Am 15. März feierten die Mitglieder

des Vereins der Angler Rinderzüchter den Angler

Frühlingsball. Bis in den frühen Morgen wurde

bei bester Stimmung zu den Klängen der Musik

getanzt.



Text + Fotos:

Claus-Peter Tordsen

22

// Rind im Bild 2/2014


Fleischrinder

3. Shorthorn-

Hofauktion

Der Bundesverband der Shorthorn-Züchter und -halter e.V. veranstaltet

am 10. Mai 2014 seine 3. Hofauktion. Auf dem Betrieb der Eggers & Kohrs

GbR, Westerhever Str. 10 in 25826 Osterhever, werden nach Körung und

Prämierung Shorthorn-Jungbullen im Alter zwischen 12 und 15 Monaten

aus verschiedenen interessanten Blutlinien und Zuchtbetrieben zum Verkauf

angeboten. Erstmalig wird das Angebot um weibliche Tiere verschiedener

Altersklassen erweitert.

1

Genauere Informationen erhalten Sie bei Jens Kohrs unter der Telefonnummer

04865 901842 oder 0176 23986890.


Text: Jens Kohrs,


Vorsitzender des Bundesverbandes der


Shorthorn-Züchter und –Halter e.V.


Fotos: Claudia Zettler

1. Typvolle Shorthorn-Kuh mit gut entwickeltem Kuhkalb

2. Fünf Monate alte Shorthorn-Absetzer genießen die Herbstsonne

2

Mitgliederversammlung

Shorthorn-Züchter

und –halter eV

KEIN ZUTRITT.

Für Kryptosporidien.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des

Bundesverbandes der Shorthorn-Züchter und

-halter e.V. (BUSH) findet am 24.05.2014 ab

11 Uhr bei Hans Andreas Nissen, Moorchaussee

5 in 25887 Winnert, statt.

Alle Mitglieder und Shorthorn-Interessierte sind herzlich

eingeladen! Um Anmeldung bis 20.05.14 unter der Telefonnummer

04865 901842 (Jens Kohrs) oder 04845 7203

(Hans Andreas Nissen) wird gebeten.




Text: Jens Kohrs,

Vorsitzender des Bundesverbandes der

Shorthorn-Züchter und –Halter e.V.

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darmmileus in Stress-/ Belastungssituationen,

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// Rind im Bild 2/2014 23


Fleischrinder

Aubrac Tag

mit Western

Treffen

Am Samstag, den 3. Mai 2014 findet ab 13:00

Uhr der Aubrac-Stammtisch für alle Mutterkuhhalter

und Interessierte auf dem Betrieb von Volker

Betz, Dorfstr. 3 in 21514 Fitzau/Büchen, statt. Auf

dem umfangreichen Programm stehen neben der

Besichtigung der Aubrac-Zuchtherde, auch Kreuzungstiere

aus der Anpaarung mit Aubrac. Daneben

findet ein großes Westerntreffen mit Live-Countrymusik,

Line Dance, Postkutschen- und Planwagenfahrten

usw. statt.


C. Henningsen

Ein umfangreiches Programm erwartet Sie auf dem Aubrac-Stammtisch

Foto: Henningsen

24

// Rind im Bild 2/2014


Fleischrinder

Galloway-

Welt-

Konferenz

1. Ergebnispräsentation

und Begutachtung des

„Forschungs-Nachwuchs“

Die Galloway-Welt-Konferenz findet vom

2. bis 7. September 2014 in Deutschland statt.

Im Rahmen der Welt-Konferenz werden Gallowaybetriebe

in Westfalen, Niedersachsen und

Schleswig-Holstein besichtigt. Das detaillierte

Programm finden Sie unter www.gallowaydeutschland.de.

Am Freitag, den 5. September

2014 um 11.00 Uhr findet die Besichtigung der

„Schönweider Gallowayherde“ von Karl-Ludwig

Freiherr von Hollen, am Buchholz 8, in 24321

Giekau statt. Neben dem Rundgang zu den

Gallowayherden findet eine Führung über die

Reitanlage statt. Außerdem zeigt der professionelle

Trainer Alex Tuzakov eine Vorführung über

„Working Cowhorse“. Um Anmeldung wird bis

zum 22. August 2014 unter 04381/414216 oder

per E-Mail unter info@Galloway-Star-Ranch.de

gebeten. Gäste sind herzlich willkommen!



Text: Claus Henningsen

Foto: Claus Henningsen

Die Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Halle,

die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG und die teilnehmenden

Züchter laden ein!

Wann: ab 08. September 2014

Wo: Gasthof Waidmann`s Ruh

Beginn: 11.00 Uhr

Vorträge für die White Galloway Konferenz 8. September 2014 in Schleswig-Holstein

1. Farben und Abzeichen beim White Galloway – Der Beginn des Projektes und die Arbeit

mit der Datenbank

Colours and markings

H.H. Swalve, University of Halle-Wittenberg, Halle, Germany

2. Der Molekulare Ansatz zur Aufklärung der Farbvererbung beim White Galloway

B. Brenig, University of Göttingen, Göttingen, Germany

3. Empfehlungen für die Zucht von White Galloways

H. H. Swalve and B. Brenig, Halle and Göttingen

Die Konferenzgebühren betragen 30,-. Wir würden uns freuen Sie auf der Veranstaltung begrüßen

zu dürfen und erbitten um Ihre Anmeldung bis zum 15. Juni 2014 unter c.henningsen@rsheg.de

oder telefonisch bei Frau Klemm unter 04321/905312.

// Rind im Bild 2/2014 25


Kreisvereine

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// Rind im Bild 2/2014


Kreisvereine

Hochzeit in Segeberg

Die beiden Vereine

- Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg

- Verein der Rotbuntzüchter im Kreis Segeberg

sind jetzt zu einem Verein mit dem Namen „Verein

der Rot – und Schwarzbuntzüchter im Kreis

Segeberg“ zusammen gegangen. Nach nunmehr

acht Jahren loser Zusammenarbeit bei wichtigen

Veranstaltungen, wie Besichtigungen, Vorträgen,

Seminaren und Tierschauen – man könnte es die

Verlobungszeit nennen, war jetzt die Hochzeit dran.

Beide sehr gut besuchten Jahreshauptversammlungen,

sowie die erste gemeinsame Mitgliederversammlung

des neuen Vereines, die alle gemeinsam

am 20. Februar 2014 in Leezen stattfanden, haben

einstimmige Beschlüsse dazu ergeben.

Vorsitzender des neuen Züchtervereines ist Volker

Kaack aus Mözen. Zum Stellvertreter wurde Klaus

Hauschildt aus Kükels gewählt.

Steffens, der ehemalige Vorsitzende der Rotbunten,

aus dem aktiven Geschäft zurück. „Lass das man

die Jüngeren machen“, war sein Kommentar dazu.

Er ließ es sich nicht nehmen, den Anwesenden

einen Einblick in die über 100-jährige Geschichte

der Rotbunten im Kreis Segeberg zu geben. Vielen

war schon nicht mehr präsent, dass es anfangs vier

Bezirke als Unterorganisation gab und dass Veranstaltungen

regelmäßig von großer Besucherschar

wahrgenommen wurde. Züchterbälle z.B. mussten

auf zwei Sälen durchgeführt werden.

Mit einer Laudatio zu seinem umfangreich Wirken

auf Kreisebene und einem kleinen Abschiedsgeschenk

wurde Claus Wilhelm aus der Verantwortung

entlassen.

von 100.000 l Kühen zu erwähnen. Es gab eine

Modellkuh für jeden – dreizehn schwarzbunte

Kühe und eine Rotbunte schafften die 100 Tonnen

Milchmenge.

Zu den großen Vorhaben des neuen Kreisvereines

in diesem Jahr zählen die Kreisrinderschau am 13.

Juni 2014 in Wahlstedt sowie das schon zur Tradition

gewordene Seminar „Rund um die Kuh“ im

Herbst eines jeden Jahres.

Der Schlusspunkt einer harmonischen und konstruktiven

Versammlung war das gemeinsame

Essen, wo der Vorsitzende nochmals die bisherige

gute Zusammenarbeit aller Beteiligten herausstellte.

So kann es weiter gehen, waren sich alle einig.

Nach der Verschmelzung beider Vereine und der

guten Vorbereitung dazu zog sich Claus-Wilhelm

Neben den umfangreichen Regularien am 20. Februar

2014 ist besonders die Ehrung der Besitzer



Text: Karl-Heinz Arp

Fotos: Nils Butenschön

Fröhliche Gesichter bei den Besitzern der 100.000 l Kühe

Herr Steffens bei der Übergabe einer rotbunten Modellkuh an Herrn Grotkopf

Der scheidende Vorsitzende mit seinem „alten“ Vorstand, der jetzt auch in der neuen Züchtervereinigung

weiter arbeitet

Bei der Verlesung seines 20. Kassenberichtes – der Kreisbetreuer Karl-Heinz Arp

// Rind im Bild 2/2014 27


Kreisvereine

Abendschau der Rot- und Schwarzbuntzüchter

im Kreis Segeberg

Das 3. Mal soll es zur Tierschau in die Reithalle

Tödt in Wahlstedt gehen. Im Jahre 1996 war es

als erstmalig drei Rassen – Angler – Rotbunte –

Schwarzbunte – aufgetrieben wurden.

Dann im Jahr 2004, es war die Jubiläumsschau der

Schwarzbunten zum 100–jährigen Bestehen, waren

nur Kühe dieser Rasse vertreten.

Jetzt, am Freitag den 13. Juni 2014, ist geplant,

dass die neu aufgestellte Organisation der „Verein

der Rot – und Schwarzbuntzüchter im Kreis

Segeberg“ Kühe aus seinen Reihen in Wahlstedt

präsentieren will. Der Vorstand freut sich auf rege

Teilnahme seiner Mitgliedsbetriebe.



Text: Karl-Heinz Arp

Foto: B. Waterloh

Maren Thies (Thies/Gröhn GbR) aus Stuvenborn siegte 2004 mit der Tromba-Tochter „Dora“ in der Klasse der jungen Kühe mit

einer Kalbung

Nordfriesland wächst zusammen

Nachdem sich das Ziel schon im letzten Jahr

abgezeichnet hatte, wurde es nun auf den Jahreshauptversammlungen

der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in Nordfriesland beschlossen -– aus zwei

wird eins.

Rotbunt

Am Dienstag, den 25.2.2014 trafen sich die Rotbuntzüchter

des Kreises Nordfriesland zu

ihrer letzten Jahreshauptversammlung im Kirchspielkrug

in Breklum. Die Rotbuntzüchter blicken auf

ein aktives Jahr zurück. Neben dem gut besuchten

Züchterabend bei Familie Brodersen in Galmsbüll im

Juli, war das Highlight des Jahres, die gemeinsam mit

den Schwarzbunten Züchtern veranstaltete Kreistierschau

in Löwenstedt. 23 Jungzüchter, 12 Rotbunte

und 55 Schwarzbunte Kühe präsentierten sich in der

gut besuchten Reithalle in Löwenstedt den vielen Zuschauern

und dem Richtergespann Knut Andresen,

Haurup und Markus Fuschera-Petersen, Fahrdorf. Es

war ein rundum gelungener Abend.

Des Weiteren begab sich der Kreisverein, gemeinsam

mit dem Kreisverein Schleswig-Flensburg und dem

Kreisverein der Schwarzbuntzüchter in Nordfriesland

auf Tagesfahrt, um die Hengststation Elmshorn und

den Betrieb von Christine und Heiko Wendell-Andresen,

Beringstedt zu besichtigen.

Erfolgreich vertreten waren die Kühe aus dem

Kreisvereinsgebiet auch auf Schauen, wie der DHV

Schau in Oldenburg und der Verbandsschau „Neumünster

am Abend“.

2013 erreichten einige Kühe im Kreisvereinsgebiet

die 100.000 kg Marke. Dies sind die Tschechow

Tochter „Zahl“ von Ralf Bahnsen, Immenstedt; die

Cared Tochter „Dublin“ von Rainer Nissen, Emmelsbüll-Horsbüll

und die Lentini RF Tochter „Corry“

von Jann Petersen, Tating. Besondere Leistung

brachte die Nomen Tochter „Waiga“ von Detlef

Struve, Tetenbüll, die in diesem Jahr die Grenze von

140.000kg Milch überschritt!

Die traditionelle Messtour wurde in diesem Jahr

in Kombination mit einem Färsenwettbewerb veranstaltet.

Gemessen wurden 292 Färsen des Jahrgangs

„N“, die eine durchschnittliche Größe von

148 cm zeigten (Ø 2005- 144cm).Auf der Väterseite

waren von 60 verschieden Bullen folgende am

häufigsten vertreten: Curtis, Stabilo, Aval, Fidelity,

Jerudo, Faromir, Vincente.

Die Färsenschau richtete Max Engelland, Kropp. Es

wurden auf 17 Betrieben 57 Kühe bewertet. Beste

Färse wurde die Curtis Tochter „ Neptun“ von Ingwer

Martin Carstensen, Lütjenholm.

Klaus Jürgen Lorenzen nutze die Gelegenheit sich

an diesem Abend einmal nicht nur bei seinem Vorstand

und den RSH Mitarbeitern für die Zusammenarbeit

zu bedanken, sondern auch bei den Frauen

der Vorstandsmitglieder, die ihre Männer immer so

tatkräftig unterstützen.

Der Kreisverein der Rotbuntzüchter Nordfriesland

hat seit Jahren mit schwindenden Mitgliederzahlen

zu kämpfen. Nur noch 10 Herdbuchbetriebe in

Nordfriesland sind ausschließlich Rotbuntzüchter,

alle anderen haben inzwischen gemischte Rot-und

Schwarzbuntherden. Nachdem nun nach 24 Jahren

Klaus Jürgen Lorenzen und Peter Max Hansen

aus dem Vorstand ausscheiden, fanden sich keine

Nachfolger. Der Vorstand hatte sich in dieser Situation

dazu entschlossen über die Auflösung des Vorstandes

abzustimmen, um sich dem Kreisverein der

Schwarzbuntzüchter in Nordfriesland anschließen

zu können.

28

// Rind im Bild 2/2014


Kreisvereine

Verein der Schwarz - u. Rotbuntzüchter

v.l.n.r. : Reinhard Hansen (Vorsitzender), Klaus- Jürgen Lorenzen, Lorenz Christian Carstensen, Klaus Schmidt

Dieser Vorschlag wurde auf der Versammlung von

den Mitgliedern bei einer Enthaltung einstimmig

angenommen. Christian Gonnsen und Peter Max

Hansen ergriffen das Wort und bedankten sich

beim Vorstand, insbesondere aber bei Klaus Jürgen

Lorenzen für die jahrelange engagierte Arbeit. Besonders

Peter Max Hansen blickte auf schöne gemeinsame

Vorstandsjahre zurück.

Schwarzbunt

Am 03.03.2014 lud der Kreisverein der Schwarzbuntzüchter

in Nordfriesland zum letzten Mal

unter diesem Namen zur Jahreshauptversammlung

in „Carstens Gasthof“ in Horstedt ein. Reinhard

Hansen begrüßte alle Anwesenden und auch er

blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

So war der Kreisverein der Schwarzbuntzüchter

neben der eigenen Tierschau zusammen mit den

Rotbuntzüchtern, mit Tieren auf der DHV Schau in

Oldenburg und bei „Neumünster am Abend“ vertreten.

16 Tiere von 6 Betrieben kämpften auf der

Verbandsschau mit Erfolg um Gruppen und Klassensiege.

Und auch die Fahrt zwischen den Melkzeiten

mit dem Kreisverein Schleswig Flensburg

den Rotbuntzüchtern wurde gut angenommen.

Als besonderes Highlight wurde Olaf Rörden,

Witsum mit dem Kammerehrenpreis für seine Verdienste

in der Rinderzucht ausgezeichnet.

Auch gab der Vorsitzende gleich einen Ausblick in

das kommende Jahr. Es ist ein Züchterabend bei

Familie Seier in Wittbeck am 24.07.2014 geplant,

so wie eine Mehrtagestour in Richtung Mecklenburg

Vorpommern. Der Termin für die Mehrtagestour

wird noch bekannt gegeben.

Auch bei den Schwarzbuntzüchtern fand wie in jedem

Jahr ein Färsenwettbewerb in der Herde statt.

Insgesamt wurden auf 38 Betrieben etwa 100

Töchter von 74 verschiedenen Bullen vorgestellt.

Knut Andresen, Haurup und Otto Gravert, Lindau

übernahmen das Richten der in sechs Gruppen

eingeteilten Betriebe.

Unter den Teilnehmern des Färsenwettbewerbs

wurden zwei Kälber des Bullen Snowtruck aus der

Zucht von Edmund Freitag verlost. Eins ging an Familie

Gonnsen nach Struckum, das zweite wird in

Zukunft bei Familie Jensen in Behrendorf stehen.

In diesem Jahr war die Tagesordnung ein wenig

länger als sonst auf den Jahreshauptversammlungen.

Die Vorstände der Schwarz- und Rotbuntzüchter

hatten sich im Vorfeld der Versammlungen

des Öfteren getroffen, um über die Zukunft der

Verein zu beraten und den für sie schlüssigsten

Weg in die Zukunft vorzubereiten.

Und so bat Reinhard Hansen zunächst den Kreisverein

der Schwarzbuntzüchter um die Aufnahme

der Rotbuntzüchter in den Schwarzbuntverein

abzustimmen. Nach einstimmiger Aufnahme

der neuen Mitglieder beschlossen diese die Namensänderung

des Vereins in „Kreisverein der

Kreis Nordfriesland

Schwarz- und Rotbuntzüchter im Kreis

Nordfriesland“, um unter diesem Namen gemeinsam

in die Zukunft zu gehen.

Schwarz- und Rotbunt

Bei den Vorstandswahlen wurden Christian Gonnsen

und Edmund Freitag in ihren Ämtern bestätigt. Klaus

Schmidt schied nach langen Jahren aus dem Vorstand

aus. Er begründete dies damit, dass er gerne

der jungen Generation die Chance geben würde, sich

ehrenamtlich zu engagieren und er hofft, dass diese

ebenso viel Spaß an der Arbeit im Kreisverein haben,

wie er sie immer hatte. Um den neuen Strukturen

gerecht zu werden, schlug er Haye Knudsen, ehemaliges

Vorstandsmitglied des Rotbunten Kreisvereins,

als seinen Nachfolger vor. Haye Knudsen wird nun

den neuen Kreisverein im Vorstand verstärken.

Nach Vorträgen von Dr. Kahle über Aktuelles aus

der RSH eG und Axel Korte (ebenfalls RSH eG) über

Trächtigkeitsuntersuchungen via Ultraschall bei

Rindern wurde es feierlich.

Der Vorsitzende Reinhard Hansen ergriff das Wort

um Vorstandsmitglieder für ihre langjährige Tätigkeit

zu ehren.

// Rind im Bild 2/2014 29


Kreisvereine

Klaus Schmidt engagierte sich 30 Jahre im Vorstand

des Kreisvereins der Schwarzbuntzüchter in Nordfriesland.

Als ein in die Zukunft blickender Landwirt,

der auch züchterisch immer am Ball blieb, hat er

sich für die Mitglieder eingesetzt. Insbesondere die

Jugend lag ihm am Herzen und so wünscht er sich,

dass auch in Zukunft der Kreisverein die Jugend der

Rinderzucht weiter unterstützen wird, damit diese

auch den Blick für die Kuh nicht verlieren und das

Interesse an der Zucht behalten. Für sein langjähriges

Engagement wurde er von den Mitgliedern

zum Ehrenmitglied ernannt.

Bis zu seinem Ausscheiden im letzten Jahr war

Lorenz Carstensen 10 Jahre zunächst Vorstandsmitglied

und seit dem Jahr 1994 erster Vorsitzender

des Kreisvereins der Schwarzbuntzüchter in

Nordfriesland. Damit kann Herr Carstensen auf

29 Jahre Vorstandsarbeit zurück blicken. Sein

Steckenpferd ist und war die Rinderzucht. Die

erste Färsenschau in der Herde ist aus seiner

Idee entstanden und als Jungzüchterrichter lag

ihm besonders die Unterstützung der Jungzüchter

im Kreis sehr am Herzen. Lorenz Carstensen

ist Mitglied der Herdbuchkuh Bewertungskommission.

Für seine Verdienste um die Rinderzucht

und sein Engagement für die Mitglieder wurde er

dafür mit dem Titel „Ehrenvorsitzender im Verein

der Schwarz- und Rotbuntzüchter im Kreis Nordfriesland“

geehrt.

Klaus-Jürgen Lorenzen begann 1990 als Vorstandsvorsitzender

des Kreisvereins der Rotbuntzüchter

in Nordfriesland. 24 Jahre hat er mit

seinem Vorstand die Geschicke des Kreisvereins

zusammen mit seinem Vorstand gelenkt und sich

in dieser Zeit um die Rinderzucht in Nordfriesland

verdient gemacht. Als selbst sehr erfolgreicher

Rotbuntzüchter, lag ihm der Kontakt und die züchterische

Unterstützung zu seinen Mitgliedsbetrieben

sehr am Herzen. Als Besitzer vieler Bullenmütter

u.A. der Tulip Tochter „Bonni“ hat er den

Zuchtvortschritt in der Rotbuntzucht unterstützt.

Die Qualität seiner Herde zeigte sich unter Anderem

auf der letzten „ Auktion am Abend“, wo er

für seine Betriebskollektion top Preise mit bis zu

3000€ erhielt. Einstimmig wählten ihn die Mitglieder

des neuen Vereins zum Ehrenvorsitzenden.

Der Verein der Schwarz- und Rotbuntzüchter im

Kreis Nordfriesland freut sich auf ein aktives Jahr

mit allen alten und neuen Mitgliedern.


Text+ Foto

Wiebke Krabbenhöft

Färsenschau in der Herde 2014 Schwarzbunt Nordfriesland

Gruppe Rang Name Punkte

1 Hans C. Clausen, Osterohrstedt 85,73

Gruppe 1

2 Hans H. Jensen, Behrendorf 84,93

3 Jens U. Asmussen, Bargum 84,73

1 L. Carstensen, Ipernstedt 85,17

Gruppe 2 2 R. Hansen, Löwenstedt 84,93

3 B. Nagel, Löwenstedt 84,37

1 J. Petersen, Tating 84,70

Gruppe 3 2 R. Hamester, Vollstedt 84,67

3 N. Hansen, Hoxtrup 84,37

1 Chr. Gonnsen, Struckum 85,53

Gruppe 4 2 O. Rörden, Föhr 85,50

3 M. Seier, Osterwittbekfeld 84,46

1 K. Wosnitza, Löwenstedt 85,50

Gruppe 5 2 T. Thordsen, Kolkerheide 84,93

3 T. Thoroe, Löwenstedt 84,77

1 I.M. Carstensen, Lütjenholm 86,03

Gruppe 6

2 G.u.I. Petersen, Achtrup 84,6

3 J. Möllgaard, Dörpum 84,46

Sieger Ältere Kühe 2014 Schwarzbunt Nordfriesland

Gruppe Rang Name Vater Punkte Besitzer

Gruppe 1

1 Fair Lady Outside 87,10 H.J. Jensen, Behrendorf

2 Kati Dustin 86,50 J.U. Assmussen, Bargum

Gruppe 2

1 Honey Esur 88,1 L. Carstensen, Ipernstedt

2 Helsinki Manager 86,30 R. Hansen, Löwenstedt

Gruppe 3

1 Talent 85,9 R. Hamester, Vollstedt

2 Geliebte 85,6 J. Petersen, Tating

Gruppe 4

1 Fantasia Lee 89,3 Chr. Gonnsen, Struckum

2 Holke Talent 88,3 M. Seier, Osterwittbekfeld

Gruppe 5

1 Nr. 86 Janosch 89,5 E. Freitag, Neukirchen

2 Marbach 88,4 K. Wosnitza, Löwenstedt

Gruppe 6

1 Nr. 129 Haudegen 88,3 G.I. Petersen, Achtrup

2 Nr. 135 Joyboy 87,9 I.M. Carstensen, Lütjenholm

Färsenwettbewerb Rotbunt Nordfriesland

Rang Name Vater Punkte Größe Besitzer

1 Neptune Curtis 86,2 155 cm I.M. Carstensen, Lütjenholm

2 Oktober Kairo 86,0 147 cm H. Carstens, Horstedt

3 Obelix Carie 85,7 150 cm R. Bahnsen, Immenstedt

Beste Euterfärse

Rang Name Vater Besitzer

1 Oktober Kairo H. Carstens, Horstedt

Beste Gruppe von drei Färsen

Rang Besitzer Punkte

1 I.M. Carstensen, Lütjenholm 85,4 (256,2)

2 R. Bahnsen, Immenstedt 85,27 (255,8)

3 R. Nissen, Horsbüll 84,83 (254,5)

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// Rind im Bild 2/2014


Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

im Kreis Dithmarschen

Sommerfahrt zwischen

den Melkzeiten

am 19. Juni 2014 nach Schönböken und Hülsenberg.

In Schönböken gibt es einen kleinen Einblick in die

Spermaproduktion sowie die Haltung aktueller Vererber

und in Hülsenberg neuste Erkenntnisse in Sachen

Fütterung, Kälberhaltung sowie Biogas aus reiner Rindergülle.

Mittagessen, Kaffee und Kuchen runden die Fahrt ab.

Jürgen Bahlmann

Verein der der Rot- und Schwarzbuntzüchter

im Kreis Schleswig-

Flensburg, Züchterabend in

Kragstedt

Lust auf Kühe zwischen Halbfinale und Endspiel der Fußballweltmeisterschaft?

Der Kreisverein der Rot- und Schwarzbuntzüchter Schleswig-Flensburg

lädt am Donnerstag, den 10. Juli 2014 um 19.00 Uhr

zum Züchterabend bei der Ferdinand u. Ingwer Feddersen GbR, Kragstedt

5 in 24997 Wanderup ein. Die Jungzüchter sorgen wie gewohnt

für das leibliche Wohl. Gäste sind herzlich willkommen.


Claus Henningsen

Verein der Rot- und

Schwarzbuntzüchter im

Kreis Dithmarschen

Prämierung in der Herde,

Grillabend

Die Färsenprämierung des Kreisvereins der Rot

– und Schwarzbuntzüchter Dithmarschen ist für

den 7.-9. Juli 2014 vorgesehen, parallel dazu

der beliebte Jungzüchterwettbewerb.

Der Grillabend mit Siegerehrung und Zuschauerwettbewerb

findet bei Carsten Holtmeier,

Volsemenhusen am 11. Juli 2014 ab 19.30 Uhr

statt. Auch hier ist neben züchterischen Augenweiden

auch für das kulinarische Wohl gesorgt.

Jürgen Bahlmann

Verein der Holsteinzüchter

im Kreis Plön

Grillabend in Dersau!

Der Verein der Holsteinzüchter im Kreis

Plön lädt seine Mitglieder und Interessierte

zum Grillabend auf dem Hof der

Familie Jörg Biss in Dersau am Donnerstag,

den 3. Juli 2014, ein.

Der Beginn wird 19.30 Uhr sein.

Karl-Heinz Arp

Verein der Schwarzund

Rotbuntzüchter

im Kreis Nordfriesland,

Züchterabend

Der Kreisverein der Schwarz- und Rotbuntzüchter in

Nordfriesland lädt am 24.07.2014 um 19.30 Uhr auf

dem Betrieb von Malte Seier, Hohes Holz 1, 25872 Oster-

Wittbek-Feld, zum Züchterabend ein.

Wiebke Krabbenhöft

Verein Holsteinzüchter

im Kreis Stormarn,

Züchterabend

Der Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn

lädt am Mittwoch, den 7. Mai 2014 um 19.00 Uhr

zum Züchterabend mit Ehrung der 100.000l Kühe

des Kreises bei Familie Höppner in Rümpel ein. Alle

Interessierten sind herzlich willkommen.

Jörn-Thore Heesch

Verein Holsteinzüchter im Kreis

Stormarn, Tagesfahrt

Der Kreisverein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn e.V. lädt zu

seiner diesjährigen Ausfahrt ein. Am Mittwoch, den 11. Juni 2014

werden wir den Zuchtbetrieb der Familie Magens in Kollmar sowie

den Holsteinerverband in Elmshorn besuchen.

Jörn-Thore Heesch

// Rind im Bild 2/2014 31


Kreisvereine

Jungkuhschau Schleswig-Flensburg

Die Prämierung in der Herde des Kreisvereins der

Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Schleswig-

Flensburg fand Anfang Februar auf den Betrieben

statt. Bereits zum 14. Mal veranstaltete der Kreisverein

diese Prämierung auf den Betrieben. Als

Richter könnte Klaus Heldt gewonnen werden, der

an allen drei Tagen souverän und mit viel Fachverstand

die vorgestellten Kühe beurteilte. Insgesamt

nahmen 27 Züchterinnen und Züchter an der Prämierung

teil, die ihre drei „besten“ Erstkalbskühe

sowie eine „ältere Kuh“ bestens präsentierten.

Den Wettbewerb der Färsen gewann Frank Thomsen

aus Kleinwiehe. Mit „THH Odessa“, einer Mr.

Burns –Tochter, stellte der Betrieb auch die Erstkalbskuh

mit der höchsten Punktzahl.

Die Siegerkuh bei den älteren Kühen wurde die Juote-Tochter

„Falke“ von Kai Schramm aus Wanderup

vor „Kluge“, einer Mr. Sam-Tochter aus der Zucht

von der Levshöh GbR, Stoltebüll. Neben diesen

beiden Spitzenkühen erreichte die rotbunte „Ilana“,

eine Avanti-Tochter von Klaus Lohmann, Groß

Rheide, die magische Grenze von 90 Punkten und

wurde ebenfalls exzellent eingestuft.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Kreisvereins der Rot- und Schwarzbuntzüchter Schleswig-Flensburg wurden die

Besitzer der 100.000 Liter Kühe geehrt. Allen Züchtern gratuliert der Kreisverein zu diesem züchterischen Erfolg



Text: Claus Henningsen

Foto: Claus Henningsen

Jungkuhschau 2014

Gruppe 1 Bestände bis 69 Kühe

Rang Besitzer Ort Punkte

1 Thiesen, Markus Silberstedt 83,77

2 Feddersen, Dirk Wanderup 83,60

3 Andresen, Hans-Jakob Haurup 83,53

Gruppe 2 Bestände 70-100 Kühe

Rang Besitzer Ort Punkte

1 Christiansen, Thomas Treia 84,50

2 Thomsen GbR, Nikolaus & Oke Kleinwiehe 84,47

3 Jäger, Kai Silberstedt 83,47

Gruppe 3 Bestände 101 - 132 Kühe

Rang Besitzer Ort Punkte

1 Feddersen GbR, Ferdinand & Ingwer Wanderup 84,90

2 Schramm, Kai Wanderup 84,83

3 Sporn, Thomas Jardelund 83,97

Gruppe 4 Bestände 133 - 148 Kühe

Rang Besitzer Ort Punkte

1 Thomsen, Frank Kleinwiehe 86,30

2 Petersen GbR Bollingstedt 84,47

3 Kramer & Paulsen GbR Stolk 83,30

Gruppe 5 Bestände 149 - 180 Kühe

Rang Besitzer Ort Punkte

1 Andresen, Hans Böklund 85,60

2 Andresen/Gerdes GbR Haurup 85,40

3 Lohmann, Klaus Gr. Rheide 84,90

Gruppe 6 über 180 Kühe

Rang Besitzer Ort Punkte

1 Levshöh GbR Stoltebüll 85,27

2 Jensen & Ottzen Agrar GbR Sieverstedt 84,63

3 Horstmann, Detlef Jerrishoe 84,60

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// Rind im Bild 2/2014


Kreisvereine

Jungkuhwettbewerb Rendsburg-Eckernförde

Auch in diesem Jahr stieß die Einladung zum

Jungkuhwettbewerb der Schwarzbuntzüchter im

Kreis Rendsburg-Eckernförde auf reges Interesse.

Der Kreisverein konnte sich über zahlreiche Anmeldungen

freuen. Insgesamt 35 Betriebe nahmen in

diesem Jahr teil.

Anfang Februar machten wir uns dann auf die Reise

von Betrieb zu Betrieb, um die Kühe mit dem diesjährigen

Richter Herrn Stefan Kruse aus Rellingen in

Augenschein zu nehmen. Anzahlmäßig stark vertreten

waren v.a. die Töchter der beiden Shottle-Söhne

Schamura (9 Töchter) und Samburu (8 Töchter). Viele

der Schamura-Töchter konnten mit starkem Exterieur

überzeugen. Ein gutes Beispiel dafür ist sicherlich

auch die vorgestellte Jungkuhgruppe von Herrn Jürgen

Möller aus Stampe. Alle Kühe sind Töchter des

Bullen Schamura und siegreich in der ersten Gruppe,

Betriebe mit bis zu 100 Kühen. Außerdem waren die

Bullen Calysto und Cassano mit je 6 Töchtern vertreten

und der Bulle Labiate mit 5 Töchtern.

Viele gute Kühe wurden dem Richter während unserer

Tour durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde

vorgestellt. Die beste Kuh konnte in diesem Jahr 88

Punkte erreichen. Es ist die Sid-Tochter „Wyanet“

vom Betrieb Christine und Heiko Wendell-Andresen

aus Beringstedt. Diese insgesamt sehr überzeugende

Kuh stammt aus einer Lheros-Mutter und erreichte

die Bewertung 87-88-87-88 und damit gesamt 88

Punkte. Dann folgten vier Kühe mit 86 Punkten.

Das ist die Gerard-Tochter „K_H Odessa“ aus einer

Die Gewinner des diesjährigen Jungkuhwettbewerbes

Storm-Mutter von Marc Köpke aus Felm. Ihre Bewertung

im einzelnen 86-86-84-87. Auch die Terbium-

Tochter „Otto“ vom Betrieb Volker Wehde aus Bünsdorf

wurde mit 86 Punkten bewertet. Ende Januar

konnte „Otto“ noch in der Nachzuchtgruppe ihres

Vaters bei Neumünster am Abend überzeugen. Beim

Jungkuhwettbewerb erhielt sie 86-87-86-85. Zwei

weitere Kühe mit 86 Punkten stammen vom Betrieb

Christine und Heiko Wendell-Andresen. Zum einen

ist dies „SH Lizz“, eine Pagewire-Tochter aus einer

Final Cut-Mutter mit der Bewertung 87-87-84-86.

Zum anderen ist es „Magit“, eine Samburu-Tochter

aus einer Spy-Mutter bewertet mit 86-86-83-87.

Unterteilt waren die 35 teilnehmenden Betrieb auch

in diesem Jahr in drei Gruppen.



Text: U. Lucanus

Foto: Wiebke Krabbenhöft

Das Ergebnis des Jungkuhwettbewerbes ist wie folgt:

Gruppe I:

Betriebe mit bis zu 100 Kühen

1. Jürgen Möller, Stampe

2. Klaus Tensfeld, Bordesholm

3. Horst Timmermann, Großkönigsförde

4. Hauke Först, Böhnhusen

5. Tonnenberger Milch KG, Felm

6. Jens Hartmann, Bredenbek

7. Klemens Harder, Hoebek

8. Carsten Otto, Fellhorst

9. Jörg Marten, Holtsee

10. Jens Rohweder, Bendorf

11. Stefan Krohn, Holtsee

12. Struve GbR, Padenstedt

Gruppe II:

Betriebe mit 101 bis 140 Kühen

1.Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf

1. Marc Köpke, Felm

3.Ralf Schneede, Gnutz

4. Jan Krabbenhöft, Revensdorf

5. Klaus-Wilhelm Hass, Holtsee

6. Marko Voß, Arpsdorf

7.Hans-Christian Führing, Groß Wittensee

8. Carsten Harm, Melsdorf

9.Paul Hameister, Timmaspe

10.Carsten Damlos, Melsdorf

11.Hubert Brünning, Loop

12.Jürgen Dau, Nübbel

Gruppe III:

Betriebe mit mehr als 141 Kühen

1. Christine und Heiko Wendell-Andresen,

Beringstedt

2. Gravert GbR, Lindau

3. Malte Dibbern, Neudorf-Bornstein

4. Volker Wehde, Bünsdorf

5. Christoph Hannemann, Holtsee

6. Klaus- H. Gnutzmann, Rumohr

7. Danker GbR, Brügge

8. Rainer Beckmann, Padenstedt

9. Jörg Anders, Friedensthal

10. Heiko Stüwe, Friedensthal

11. Manfred Möller-Boldt, Hütten

// Rind im Bild 2/2014 33


Kreisvereine

Auszeichnung der Hunderttausendliter

Kühe im Kreis Rendsburg-Eckernförde

In diesem Jahr galt es zehn neue Hunderttausendliter

Kühe im Kreisverein der Schwarzbuntzüchter

im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu ehren.

Die Ehrung erfolgte im Rahmen der Jahreshauptversammlung

am 6. März in Bünsdorf.

Im Folgenden sollen die erfolgreichen Kühe noch

einmal kurz vorgestellt werden.

In Osdorf waren wir bei Sönke Petersen zum Fototermin

eingeladen. Hier konnten wir die Patrick-

Tochter „Cola“ bei bester Fitness fotografieren.

„Cola“ erreichte mit Abschluss des Kontrolljahres

die Lebensleistung von 105.835 l mit 4,31% Fett

und 3,48% Eiweiß.

Zur großen Freude von Stefan Krohn aus Holtsee

konnte seine Kuh „Elvira“ auch diese hohe

Lebensleistung erreichen. Die Alex-Tochter stammt

aus einer Heron-Mutter und ist weiterhin im Bestand.

Ihre bisher erbrachte Leistung ist 105.020 l

mit 3,34% Fett und 3,17% Eiweiß.

Weiter nördlich im Kreis erreichte auf dem Betrieb

von Marc Suhr in Friedrichsholm die Kuh „Casper“

die hohe Lebensleistung. Sie ist eine Ziporo-

Tochter aus einer Maloy-Mutter und erreichte die

Lebensleistung von 106.934 l mit 3,84% Fett und

3,37% Eiweiß. Ihr Fototermin soll im Frühjahr noch

folgen, wenn sie in die neue Laktation gestartet ist.

Auch Henning Büller und seiner Familie aus

Brux konnte der Kreisverein in diesem Jahr zu einer

100.000 l Kuh gratulieren. „Caroia“ ist eine Preval-Tochter

aus einer Rick-Mutter und konnte die

Lebensleistung von 101.101 l mit 3,93% Fett und

3,20% Eiweiß erbringen.

Nachdem wir im letzten Jahr schon einmal

Hans-Christian Führing und seiner Familie

aus Groß Wittensee zu einer 100.000 l Kuh

gratulieren konnten, sollte in diesem Jahr die

nächste folgen. „Capri“ erreichte dieses Mal

die hohe Leistung. Die Preval-Tochter stammt

aus einer Herod-Mutter und erreichte mit

Abschluss des Kontrolljahres 102.580 l mit

3,89% Fett und 3,08% Eiweiß.

Zum Fototermin konnten wir dann auch zur

Familie von Frank Hensen-Frahm aus Ahlefeld.

Die Kuh „Pussy“ stammt vom Bullen

Mette aus einer Nagel-Mutter und erbrachte

102.690 l mit 4,62% Fett und 3,44% Eiweiß.

34

// Rind im Bild 2/2014


Kreisvereine

„Eitel“ heißt die 100.000 l Kuh vom Betrieb Marko

Voß aus Arpsdorf. „Eitel“ ist eine Tochter

des Bullen NOG Whynot aus einer Preval-Mutter.

In der sechsten Laktation wurde sie mit 86-84-86-

82 eingestuft und konnte mit Abschluss des letzten

Kontrolljahres die Lebensleistung von 100.999 l mit

3,97% Fett und 3,30% Eiweiß erreichen.

Bei bestem Wetter machten wir uns dann auf zum

Fototermin mit „Crazy“, der 100.000 l Kuh des Betriebes

von Jens Rohweder in Bendorf. „Crazy“

ist eine Tochter des Bullen Denny. Sie erbrachte bisher

die Lebensleitung von 103.804 l mit 4,06% Fett

und 3,22% Eiweiß.

Besonders hervorzuheben ist, dass in diesem Jahr

gleich zwei Kühe vom Betrieb Jan Krabbenhöft

aus Revensdorf die 100.000 l Grenze überschritten.

Zum einen ist das „Dachs“ (rechts im

Bild). „Dachs“ stammt ab von dem Bullen Enemy

und einer Preval-Mutter. Diese leistungsstarke

Kuh konnte aber auch auf der Schau überzeugen.

Auf der Kreistierschau 2012 in Jevenstedt wurde

sie Siegerkuh alt der Schwarz-bunten. Eingestuft

wurde Dachs mit dem achten kalb wie folgt 89-

90-88-88. Ihre Lebensleistung lag am Ende des

Kontrolljahres bei 101 997 L mit 4,13% Fett und

3,39% Eiweiß.


Die zweite 100.000 l Kuh der Familie Krabbenhöft

ist „Enzian“ (links im Bild). „Enzian“ ist eine Juote-

Tochter und stammt aus einer Preval-Mutter.

Auch sie zeigte sich zum Fototermin bei bester

Gesundheit und wurde in der zweiten Laktation

mit 86-85-84-84 eingestuft. Mit Ablauf des Kontrolljahres

erreichte sie 102.089 l mit 3,78% Fett

und 3,13% Eiweiß.

An dieser Stelle möchte der Kreisverein noch einmal

den Betrieben zu diesen erfolgreichen Kühen

gratulieren!



Text + Fotos:

Ute Lucanus

// Rind im Bild 2/2014 35


Jungzüchter

Mitgliederversammlung der

Kreise Steinburg und Pinneberg

Der neue Vorstand v.l.: Jana Blohm, Yvonne Schlodfeldt, Torsten

Dohrn, Freya Marita Reimers und Sandra Jessen

Runde 2 beim Fittingseminar

für Fortgeschrittene

Am 26.02.2014 fand die Mitgliederversammlung unseres Jungzüchterclubs in „Strüvens Gasthof“, Neuenbrook,

statt. Nachdem unser Vorsitzender, Torsten Dohrn die Ehrengäste und Mitglieder begrüßt hatte,

wurde der Geschäftsbericht verlesen. Anschließend hielt Yvonne Schlodfeldt den Kassenbericht ab. Ihr wurde

Entlastung erteilt. Im Zuge der Vorstandswahlen wurde folgender Vorstand bei der diesjährigen Mitgliederversammlung

gewählt (v. links): Jana Blohm zur Pressewartin, Yvonne Schlodfeldt zur Kassenwartin sowie Torsten

Dohrn zum 2. Vorsitzenden, Freya Marita Reimers als Schriftwartin und Sandra Jessen zur 1. Vorsitzenden.

Daniel Thies und Timo Plöhn wurden außerdem einstimmig als Kassenprüfer gewählt. Der Vorstand bedankt

sich für das entgegengebrachte Vertrauen und verabschiedet nach langer Amtszeit Wencke Reimers und Hauke

Pein und wünscht viel Erfolg bei ihrem weiteren Werdegang.

Im Anschluss der Wahlen hielt Alexandra Helmboldt einen sehr interessanten Vortrag über „Homöopathie

bei Rindern“.


Text: Jana Blohm


Foto: Kreisvorstand

Alle Teilnehmer des Fittingseminares und Ulf Blohm

Am Sonntag den 23.3.14 trafen wir uns zum Fittingseminar

für Fortgeschrittene in Klein Nordende bei

Familie Blohm. 5 Jungzüchter nutzten die Chance, ihre

Kenntnisse in Sachen Topline aufstellen zu vertiefen.

Dieses Mal standen Körper, Beine und Euter nicht so

sehr im Vordergrund.

Die teilnehmenden Jungzüchter haben mittlerweile ihr

Fittingmaterial aufgerüstet. Es wurde in Föhne, Scherkämme

und teilweise sogar in neue Schermaschinen

investiert. Unser Fittingcoach Timm Staggen checkte

noch einmal die Kämme und Maschinen und stellte

teilweise sogar sein eigenes Material zur Verfügung.

Nun ging es ans eingemachte: Beim Topline stellen

sucht man zu Beginn die Punkte mit den höchsten

Wirbeln und die Punkte mit dem kürzesten Haarkleid.

Die Topline wird dann ein möglichst gerader

Kompromiss aus den genannten Punkten.

Bei der Topline geht es zu 2/3 ums richtige föhnen,

denn die Wärme des Föhns muss auf der Haut ankommen,

um die Haare aufstellen zu können. Gerade

bei einem sehr langen Haarkleid des Rindes, muss

immer mal wieder ein Teil des Fells weggeschoren

werden, um auf der Haut anzukommen.

Alle Fragen, die zwischendurch aufkamen, hat Timm

Staggen ausführlich und professionell beantwortet.

Am Ende des Tages hatten wir drei junge Kühe und

eine Färse mit einer Topline ausgestattet. Alle waren

mit viel Konzentration und Spaß dabei! Es soll auf

jeden Fall noch ein weiteres Seminar geben, denn

wir haben noch viele Feinheiten entdeckt, die für ein

professionell gefittetes Tier wichtig sind.

Ein besonderes Dankeschön geht natürlich an die

Familie Blohm, die uns die Tiere und einen trockenen

Platz zum Arbeiten zur Verfügung gestellt hat und

uns zum Mittagessen in die Küche eingeladen hatte.




Text: Miriam Kuhrt

Foto: Miriam Kuhrt

36

// Rind im Bild 2/2014


Jungzüchter

Bloß nicht wackeln

Angler

Jungzüchterclub

Mit viel Gefühl

Ende Februar führten die Angler Jungzüchter

ihre Jahreshauptversammlung durch.

Neben Informationen zum abgelaufenen

Jahr im Angler Bereich wurde auch von den

Aktivitäten des Landesverbandes berichtet.

Als Höhepunkte wurden die bevorstehende

Kreistierschau in der Angel-Halle sowie die

Landesschau in Aukrug genannt.

Agnes Greggersen konnte von einer gut gefüllten

Vereinskasse berichten und gab das

Amt des Kassenwartes anschließend an Marika

Andersen aus Rosgaard ab. Die übrigen

Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern

bestätigt.

Der Vorsitzende Christian Jacobsen aus Hohenlieth

kann also 2014 bei der Jugendarbeit

auf eine erfahrene Mannschaft bauen.

Der Abend endete mit einem Vortrag über

„Das Angler Rind früher und heute“.


Text: Claus-Peter Tordsen

Hauptsache Spaß

// Rind im Bild 2/2014 37


Jungzüchter

38

// Rind im Bild 2/2014


Kind & Kälbchen

Moin,

Rudi!

Hilfst du Rudi den

Traktor auszumalen?

3 6

1

2

7

5

7

6 1

4

5

4

3

2

8

1. Was frisst die Kuh auf der Wiese?

2. Wie heißt das Haus in dem die Kuh wohnt?

3. Was gibt die Kuh dem Landwirt beim Melken?

4. Wie bezeichnet man getrocknetes Gras?

5. Wie heißt das neue Maskottchen der RSH?

6. Wo wird das Heu auf dem Bauernhof gelagert?

7. Wo mit fährt der Bauer auf dem Feld?

Lösung:

1 2 3 4 5 6 7 8

Schickt die richtige Lösung an

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG, Susanne Derner,

Rendsburger Str. 178, 24537 Neumünster

Rudi findet den Weg

zur Koppel nicht,

kannst du ihm helfen?

39

// Rind im Bild 1/2014

// Rind im Bild 2/2014 39


Jungzüchter

Jungzüchterschau vor toller Kulisse

Teilnehmer der Kreis-Jungzüchterschau in Rausdorf 2014

Bereits zum fünften Mal hatte der Jungzüchterclub

der Kreise Stormarn, Segeberg und Lauenburg

zur gemeinsamen Schau nach Rausdorf geladen. In

diesem Jahr zum ersten Mal mit Teilnehmern aus

Ostholstein. Über 150 Zuschauer hatten sich am

Sonntag, den 30. März in der Reithalle von Familie

Burmeister in Rausdorf eingefunden, um dem Wettbewerb

der 50 (!) Vorführteams beizuwohnen.

Als Richterin fungierte in diesem Jahr Jenny Galda

aus dem Gebiet der Rinder-Allianz Mecklenburg-Vorpommern.

Sie musste zusätzlich zum Vorführwettbewerb

auch das jeweils beste Typtier der einzelnen

Klassen bestimmen.

gut und hat dabei immer die Richterin im Blick.“ So

kommentierte Jenny Galda den 1a Preis. Den zweiten

Platz sicherte sich Isabell Fischer aus Brunsbek

mit ihrer Pheno-Red Tochter „Roxi“. Isabell

behielt jederzeit die Kontrolle über ihr etwas unruhiges

Kalb.

In Klasse 3 punkteten mit einer hervorragenden

Vorführleistung und ständigem Blickkontakt zur

Richterin sowohl Jannick Fischer aus Brunsbek mit

der Beagle-Tochter „Renommee“ als auch Deike

Pahl aus Borstel mit ihrer „Rocki“ (v. Applejax). Die

bessere Halfterhaltung gab letzlich den Ausschlag

zu Deikes Gunsten.

Deike und „Rocki“ sicherten sich beim anschließenden

ersten Höhepunkt des Tages auch den Titel

„Reservesieger der jungen Klassen“. Den Siegerpokal

konnte Aileen Jakobsen entgegennehmen. Aileen

sah man auch während der Siegerauswahl wieder

an, wieviel Spaß ihr die Präsentation von „Ohs Rosalie“

macht. Ein Tick mehr an Harmonie gab am Ende

den Ausschlag für die Richterin den Siegerpreis nach

Ostholstein zu vergeben.

Junge Klassen stark

bestzt

Bis zur letzten Minute wurden

die Tiere noch herausgeputzt,

ehe es kurz nach

elf Uhr für die Klasse 1 ernst wurde. Der jüngste

Teilnehmer der Schau, war auch der erste Klassensieger.

Joulin Bock aus Beschendorf, gerade einmal

vier Jahre alt, führte seine Snow RF-Tochter „Ohs

Martina´s Red Angel“ geradezu liebevoll durch den

Ring und überzeugte so die Richterin. Der 1b-Preis

ging an Jesse Wischmann aus Hennstedt-Ulzburg mit

seinem Kalb „Romania“ (v. Beasley).

Das harmonischste Gespann in Klasse 2 bildete

Aileen Jakobsen aus Beschendorf mit ihrer Dean-

Tochter „Ohs Rosalie“. „Sie präsentiert ihr Kalb sehr

Freude um den Klassensieg

40

// Rind im Bild 2/2014


Jungzüchter

Mittlere Klassen mit tollen

Leistungen

In der Klasse 4 ließ Henrike

Behnk aus Rethwisch von

Anfang an keinen Zweifel

an ihrer Dominanz aufkommen. Sie präsentierte

ihr Jungrind „Piepsi“ (v. Al) sehr konzentriert und

mit durchweg guter Halfterhaltung. Auch das Aufstellen

ihres Jungrindes gelang problemlos. Der 1b-

Preis ging an Sophie Brunnert und ihre Bonanza-

Tochter „BS Rosi“.

Die Klasse 5 hatte mit Marie-Sophie Huhne und

ihrem Jungrind „Primel“ (v. Gold-Chip) ebenfalls

eine klare Spitze. Ihre konzentrierte Vorführleistung

krönte Marie-Sophie mit einem hervorragenden

Aufstellen, was sie deutlich vor den weiteren

Platzierten gehen ließ. Ein enges Rennen um den

1b Preis lieferten sich Anna Kintscher mit ihrem

Jungrind „BS Milla“ (v. Parma PP) und Malte Steffens

mit seiner NOG Saiko-Tochter „Penni“. Beide

Teams lieferten eine sehr gute Vorführleistung ab.

Anna hatte die Richterin etwas besser im Blick und

konnte sich so am Ende knapp vor Malte platzieren.

Kuckuck

Der Sieg in der Klasse 6 ging nach Lübeck. Jennifer

Wesner zeigte bei ihrem ersten Schauauftritt die

beste Vorführleistung der Klasse. Ihr Jungrind „Pitty“

von Castory lief fast wie auf Schienen. Rieke

Eggers aus Brunsbek sicherte sich mit ihrer energiegeladenen

Snowtruck-Tochter „Pamina“ den

zweiten Platz, dichtauf folgte Jan-Hinrich Behnk mit

„Pfeffer“. Das sehr gute Aufstellen ließ die Beiden

vor der weiteren Konkurrenz laufen.

Die anschließende Siegerauswahl der mittleren

Klassen hatte eine Doppelspitze. Henrike Behnk

knüpfte nahtlos an ihre in der Klasse 4 gezeigte

Leistung an und bewegte sich mit ihrer „Piepsi“ absolut

gleichmäßig. „Wie aus einem Guss wirken die

Beiden“, so die Richterin bei der anschließenden

Kommentierung. Der Reserve-Sieg war der Lohn.

„Sieger der mittleren Klassen“ durften sich indes

Marie-Sophie Huhne und „Primel“ nennen. „Eine

Leistung ohne jeden Fehler“ bescheinigte eine besagte

Richterin dem Gespann.

Ältere Klassen begeisterten

Eine aufmerksame Vorführleistung

lieferte Telse Pump

aus Seth in der Klasse 7.

Telse präsentierte ihre Yorick-Tochter „Petonia“

mit durchgehend sehr guter Kopfhaltung und platzierte

sich so vor Michel Wiepert-Haltermann, der

bei seinem ersten Auftritt im Richtring gleich einen

1b-Preis mit nach Trittau nahm.

Die vielen begehrten Preise

Lächelnd und voll konzentriert

// Rind im Bild 2/2014 41


Jungzüchter

Es folgte die wohl stärkste Klasse des Tages. Den

Sieg errang hier Carina Clausen aus Bahrensdorf

mit ihrem Jungrind „Tabita“ (v. Bradnick). Die Beiden

lieferten eine hochkonzentrierte Vorstellung

ab und harmonierten perfekt. Knapp geschlagen

geben mussten sich Tobias Scherrer aus Todesfelde

mit der Windbrook-Tochter „Palma“ auf 1b

und Vorjahressieger Mario Körner mit „Paroli“ (v.

Monreal) auf 1c.

Den letzten Klassensieg des Tages nahm Jan-

Phillip Ellerbrock mit nach Westerau. Er stellte

die Atwood-Tochter „Heidezofin“ routiniert vor.

Das bessere Aufstellen ließ die Beiden vor der

1b-platzierten Christina Klose und ihrem Jungrind

„Pflaume“ (v. Sea) laufen.

Die Doppelspitze aus der Klasse acht entschied

die anschließende Siegerauswahl der alten Klassen

für sich. Auch hier verwiesen Carina und ihre

„Tabita“ Tobias und sein Jungrind „Palma“ knapp

auf den zweiten Platz.

Typwettbewerb

Ein tolles Bild bot sich den

Zuschauern als die neun besten

Typtiere der Schau den

Ring betraten. Die hervorragende

Qualität der Tiere machte es der Richterin

nicht leicht. Am Ende fiel ihre Wahl auf die

Monreal-Tochter „Paroli“ von Christian Fischer

aus Brunsbek, welche gekonnt von Mario Körner

vorgeführt wurde. Jennifer Galda hob an dieser

Stelle noch einmal die Vorzüge des Jungrindes in

Korrektheit, Harmonie und vor allem im Fundament

hervor.

Grand Champion

1 Alle Blicke auf sich zogen

2

bei der letzten Entscheidung

des Tages noch einmal

3

die besten Vorführteams,

als sie sich im Ring zur Wahl des „Grand-Champion“

trafen. Auch hier bestach die Siegerin der

jungen Klassen Aileen Jacobsen wieder mit einer

tollen Leistung. Strahlend präsentierte sie noch

einmal ihre „Rosalie“. Indes stellte die Siegerin

Mittel, Marie-Sophie mit ihrer „Primel“ unter Beweis,

dass man auch in jungen Jahren schon eine

enorme Professionalität an den Tag legen kann.

Am Ende führte aber kein Weg am Gesamtsieg der

schauerfahrenen Carina Clausen vorbei, die auch

bei dieser letzen Entscheidung ihre ganze Routine

ausspielte. Carina knüpfte nahtlos an die bei

der Siegerauswahl alt gezeigte Leistung an, bewegte

sich mit ihrer „Tabita“ im perfekten Tempo,

machte nicht den kleinsten Fehler und konnte so

den Wander-Pokal des Grand-Champion entgegen

nehmen. Wir freuen uns auf die Landesschau….

Die Zuschauer sahen die bisher größte Jungzüchterschau

in Rausdorf, an deren Ende man in viele

zufriedene Gesichter sehen konnte. Der Jungzüchtervorstand

der Kreise Stormarn, Segeberg, Lauenburg

und die Jungzüchter Ostholstein`s bedanken

sich an dieser Stelle bei allen ehrenamtlichen

Helfern für ihren Einsatz und bei den zahlreichen

Sponsoren für die enorme Unterstützung mit

Geld- und Sachspenden.

Ein ganz besonderer Dank gilt wie in jedem Jahr

Familie Burmeister für das Bereitstellen der Halle,

die für unsere Zwecke optimal geeignet ist, sowie

für die tolle Unterstützung bei Vorbereitung, Aufund

Abbau!



Text: Jörn-Thore Heesch

Fotos: Miriam Kuhrt

Volle Ränge

42

// Rind im Bild 2/2014


Für Sie gelesen

Für Sie gelesen

Rekord-Milchaufkommen in Deutschland

Die Milcherzeuger in Deutschland haben im vergangenen

Jahr einen neuen Produktionsrekord aufgestellt.

Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern

(VMB) auf der Grundlage von Daten der Bundesanstalt

für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) berichtete,

wurden 2013 fast 30,32 Mio t Milch an die

Molkereibetriebe im Bundesgebiet geliefert, soviel

wie niemals zuvor. Im Vergleich zu 2012 konnten

die hier ansässigen Molkereiunternehmen fast 600

000 t oder 2 % mehr Rohstoff verarbeiten; innerhalb

von drei Jahren ist das Aufkommen sogar um

5,8 % gestiegen. Klare Wachstumsregionen der

deutschen Milcherzeugung sind der Norden und

Westen. In Niedersachsen stiegen die Milchanlieferungen

2013 gegenüber dem Vorjahr mit einem

Plus von 5,1 % auf 6,41 Mio t am stärksten. In

Schleswig-Holstein erfassten die Molkereien und

Meiereien mit 2,77 Mio t zusammen 4,6 % mehr

Rohstoff als 2012, und in Nordrhein-Westfalen

nahm die Andienung um 3,7 % auf 3,13 Mio t zu.

Deutlich schwächer fiel dagegen der Anstieg der

Anlieferungsmengen in den neuen Bundesländern

mit einem Plus 1,1 % auf insgesamt 6,48 Mio t

aus. In den Milchhochburgen des Südens, in Bayern

und Baden-Württemberg, blieb das Rohstoffaufkommen

bei den Molkereien mit einem Minus von

jeweils 0,1 % knapp unter dem Vorjahresniveau.

Bundesweit zugenommen hat laut Daten der BLE

im vergangenen Jahr die Erfassung von ökologisch

erzeugter Milch. Die Molkereien bekamen insgesamt

682.100 t angeliefert; das waren 11 200 t

oder 1,7 % mehr als 2012.

AgE

ADR-Info 08/14 vom 25.02.2014

Tierärzte werben für gemeinsames Vorgehen

gegen Antibiotika-Resistenzen

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) hat

sich gegen einseitige Schuldzuweisungen bei der Suche

nach den Ursachen von Antibiotika-Resistenzen

verwahrt und gleichzeitig zu einem gemeinsamen

Vorgehen von Human- und Veterinärmedizin bei der

Resistenzbekämpfung aufgerufen. Angesichts des

Vorwurfs vom Bundesverband Deutscher Chirurgen

(BDC), die bedenkliche Resistenzlage in der Humanmedizin

sei eine Folge des Antibiotikaeinsatzes in

der Tiermast und Landwirte wie auch Tierärzte seien

Überträger resistenter Bakterien, erklärte der bpt in

Frankfurt, Schuldzuweisungen, die den Stand der

Wissenschaft außer Acht ließen und obendrein die

eigene Verantwortung verschwiegen, seien nicht zielführend.

In einem Schreiben an den BDC-Präsidenten

Prof. Hans-Peter Bruch stellte bpt-Präsident Dr. Hans-

Joachim Götz fest, der Vorwurf werde spätestens

durch die Studien des Wissenschaftlichen Instituts der

AOK widerlegt. Danach sei mindestens jedes zweite

in der Humanmedizin eingesetzte Antibiotikum ein

sogenanntes Reserveantibiotikum, das eigentlich nur

zum Einsatz kommen solle, wenn Standardmittel keine

Wirkung mehr zeigten. Im vergangenen Jahr habe das

Nationale Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger

überdies einen deutlichen Anstieg

von Keimen festgestellt, die gegen Reserveantibiotika

aus der Klasse der Carbapeneme resistent seien. Für

die Anwendung bei Nutztieren sind Carbapeneme

dagegen laut Götz, wie viele andere Reserveantibiotika

aus der Humanmedizin, gar nicht zugelassen.

Tierärzte dürften humanmedizinische Präparate nicht

umwidmen und nur die für Nutztiere zugelassenen

Wirkstoffe einsetzen. Laut bpt zählen letztlich nur 2 %

der in der Tiermedizin eingesetzten Antibiotika zu den

Reserveantibiotika.

AgE

ADR-Info 09/14 vom 04.03.2014

Edway – einer der am meist eingesetzten Bullen 2013 mit 11.168 Erstbesamungen

Die am häufigsten eingesetzten Bullen 2013

Der ADR liegen die Summen der Einsätze der einzelnen Besamungsbullen aus ganz Deutschland vor. Bei den

Holstein-Schwarzbunten erreichte in diesem Jahr Goldday von der Zucht- und Besamungsunion Hessen mit

40.477 Erstbesamungen den ersten Platz. Zweiter wurde der Bulle Gunnar von der Rinderzucht Mecklenburg-

Vorpommern mit 34.924 Erstbesamungen. Im vergangenen Jahr war Gunnar Spitzenreiter dieser Liste. Den

dritten Platz belegte Guarini von der Rinderproduktion Berlin-Brandenburg mit 31.490 Erstbesamungen. Bei

den Holstein-Rotbunten belegte Tableau von der Rinder-Union West mit 16.776 Erstbesamungen den Spitzenplatz,

gefolgt von Ruleto ebenfalls von der Rinder-Union West mit 13.074 Erstbesamungen. Vervollständigt

wurde das Spitzentrio durch Edway, der der Rinderzucht Schleswig-Holstein gehört und es auf 11.168 Erstbesamungen

brachte. Der Bulle Mind P von der Rinder-Union West belegte mit 4.920 Erstbesamungen den

zehnten Platz. Bemerkenswert ist hier, dass ein genetisch hornloser Bulle in die Spitzenränge gelangte. Dertour

mit 4.939 Erstbesamungen und Snowtruck mit 13.159 Erstbesamungen sind die am stärksten eingesetzten

genomischen Jungbullen der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG.

ADR

ADR-Info 10/14 vom 11.03.2014

// Rind im Bild 2/2014 43


Für Sie gelesen

PERSONEN / ORGANISATIONEN

• Zum 01. März 2014 hat Dr. Inga Schiefler die Geschäftsführung des Fördervereins

Biotechnologieforschung e.V. (FBF; www.fbf-forschung.de) übernommen.

Inga Schiefler studierte Agrarwissenschaften an der Universität Bonn und begann

im Jahr 2009 ihre berufliche Tätigkeit bei der ADT Projekt GmbH in Bonn, der

Consultingfirma der deutschen Tierzuchtdachverbände. Als Projektmanagerin war

sie für internationale Projekte in der Tierzucht und Tierhaltung zuständig. Parallel

war Inga Schiefler von 2010-2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der

Verfahrenstechnik der Tierischen Erzeugung am Institut für Landtechnik an der

Universität Bonn tätig und hat dort ihre Promotion im Bereich Tierhaltung und

Umwelt im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen. Sie tritt die Nachfolge

von Dr. Bianca Lind an, die die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher

Rinderzüchter im vergangenen Dezember übernommen hat.

FBF/ADR

• Die deutschen Zuchtorganisationen, die gemeinsam die beiden kooperativen

Zuchtprogramme TopQ und NOG betreiben und mehr als 50 % der deutschen

Besamung und 80 % der Holsteinzucht vertreten, haben eine Zusammenarbeit

zur systematischen gemeinsamen Selektion von Genetik in den USA beschlossen.

Ab dem 1. April 2014 wird zu den bereits bestehenden Selektionsschritten ein

weiterer gemeinsamer Ankauf von Embryonen und Bullen in den USA gemeinsam

durchgeführt. Partner in den USA ist die Firma GenElite LLC mit Sitz in Hatfield

(MA). Die Kooperation startet mit dem Ziel, die Effizienz der Zuchtprogramme

zu erhöhen, die genomischen Zuchtwerte aller angepaarten Tiere im deutschen

genomischen Zuchtwertschätzsystem auf RZG-Basis zu berechnen und als starker

verlässlicher Partner beim Ankauf von Spitzengenetik gegenüber den US-Züchtern

aufzutreten.

RUW

ADR-Informationen 10/14 vom 11.03.2014

Aus RSA und RMV wird RinderAllianz

Seit September 2013 bereiten der Rinderzuchtverband

Sachsen–Anhalt eG (RSA eG) und die Rinderzucht

Mecklenburg-Vorpommern GmbH (RMV

GmbH) die Zusammenlegung ihres operativen

Geschäftes vor. Am 11. März 2014 stimmten 97

% der anwesenden Mitglieder auf der Generalversammlung

des Rinderzuchtverbandes Sachsen-

Anhalt eG diesem Weg zu. Damit haben nun alle

verantwortlichen ehrenamtlichen Gremien der

RSA und RMV ihre Zustimmung erteilt.

Das neue gemeinsame Unternehmen RinderAllianz

GmbH hat am 12. März 2014 die Arbeit

aufgenommen und wird ein attraktives Zuchtund

Dienstleistungsunternehmen für über 1.300

Mitglieder und mehr als 2.000 Kunden sein. Die

200 Mitarbeiter haben das Ziel, 1 Mio. Spermaportionen

und über 80 Tsd. Rinder pro Jahr

zu vermarkten. Besonderes Augenmerk gilt dem

Besamungsservice, der weiter ausgebaut werden

soll. Eine enge Zusammenarbeit der Fleischrindabteilungen

ist eine gute Basis für die Weiterentwicklung

der größten Fleischrinderherdbuchpopulation

Deutschlands. Die RinderAllianz baut auf

die engen partnerschaftlichen Beziehungen mit

den Mitgliedern des Deutschen Holsteinverbandes

und organisiert ein modernes Zuchtprogramm mit

den NOG-Partnern. Die Genetik wird auch in Zukunft

mit Hilfe der GGI und der ZVE international

vermarktet.

Die RSH eG bleibt Gesellschafter der RinderAllianz

GmbH und begrüßt diesen Zusammenschluss, der

im Interesse aller Rinderhalter ist, ausdrücklich.


RinderAllianz GmbH

ADR-Info 11/14 vom 18.03.2014

Dertour mit 4.939 Erstbesamungen und Snowtruck mit 13.159 Erstbesamungen sind die am stärksten eingesetzten genomischen Jungbullen der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Fotos: Alex Arkink, Elly Geverink

44

// Rind im Bild 2/2014


Für Sie gesehen

Für Sie gesehen

Verletzungsgefahr deutlich reduziert

Kein neuer Stall kommt ohne Selektionseinrichtung

mit dahinter liegendem kleinem Futtertisch und Liegebereich

für die zur Besamung oder Behandlung

anstehenden Tiere aus. Diese Einrichtungen sind

unerlässlich für den einfachen, ruhigen und stressfreien

Ablauf.

Habe ich jetzt einen Stall älteren Typs, so werden

brünstige Kühe häufig inmitten der Herde besamt.

Dabei konnte in den letzten fünf Jahren eine deutliche

Steigerung der Angriffslust einiger anderer

Kühe aus der Herde auf unsere Tierzuchttechniker

festgestellt werden. Aus unserem Hause sind mehr

als sechs Fälle bekannt, wo langanhaltende Arbeitsausfälle

der Attacke einer Kuh folgten. Davon

hatte Rotbuntzüchter Heiko Rahlf aus Seedorf gehört

und entschloss sich, trotz der Mehrbelastung,

seine Kuh/Kühe, die auf den Techniker warten, zur

abgemachten Zeit zu separieren.

Dafür wurde, wie auf dem Foto zu erkennen, nur ein

Gitter benötigt. Das Tier kann fressen, ist fixiert und

alles läuft ruhig ab.

Viele Dank für diese gute Anregung.



Text + Foto:

Karl-Heinz Arp

Unsere Konzepte sparen Ihre Zeit

Immer meine Wahl – bewährte automatische

Fütterungssysteme von GEA Farm Technologies

Automatische Fütterungssysteme von GEA Farm Technologies legen bedarfsgerechte

Rationen mehrmals täglich selbsttätig vor – für Kühe, Jungvieh oder Mastbullen.

Ein Beispiel: das Fütterungssystem Mix & Carry, das vom Einwiegen der

Grundfutteranteile über das Mischen bis zum Verteilen an den Futtertischen alles

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pro Gruppe. Das bedeutet eine verbesserte Futteraufnahme und Tiergesundheit

bei wirtschaftlicherer Futterverwertung. Wir beraten Sie über die bewährten

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GEA Farm Technologies

// Rind im Bild 2/2014 45


Personalien

Jubiläen bei der RSH eG

10 Jahre

Hans-August Zühlke

Jens Petersen

15 Jahre

Heiko Todt

20 Jahre

Jens Behn

Günter Koch

30 Jahre

Jürgen-Heinrich Thams

35 Jahre

Thomas Thomsen

Am 01.04.1979 trat

Herr Thomsen nach

abgeschlossener Ausbildung

zum Bürokaufmann

in den Dienst der

damaligen Rinderbesamung

Nord in Wanderup

ein. Aufgrund seiner

Vorbildung und der

Lehre in einer Großdruckerei

bestand seine ursprüngliche Aufgabe in der Besamungsdatenverarbeitung

und hier vorrangig in der

Erarbeitung und Gestaltung von Katalogunterlagen

und der Werbung.

Wurden ursprünglich noch die Besamungsdaten und

Rechnungen manuell erstellt, so stellte sich noch in

den 80iger Jahren heraus, dass auch hier die Weiterentwicklung

zur EDV unumgänglich war. Dadurch

unterlag das Arbeitsfeld von Herrn Thomsen, einen

sehr starken Wandel. Sehr schnell arbeitete er sich in

die Thematik der EDV-gestützten Besamungsabrechnung

ein und beschäftigt sich auch neben seinem

Beruf intensiv mit der rasanten Entwicklung auf dem

PC- und EDV Bereich. So lag es auf der Hand, das

Herr Thomsen Ende der 80iger und Anfang der 90iger

Jahre als zuständiger EDV-Mitarbeiter in der damaligen

Rinderbesamung Nord-West in den kompletten

Neuaufbau der Software für die Besamungsstation,

die alle Teilbereiche von der Spermaproduktion über

den Bullenstamm und Mitgliederstamm bis hin zur

Rechnungsschreibung beinhaltet und eine Komplettlösung

darstellte, eingebunden war und die fachliche

Umsetzungen vorzunehmen hatte.

Auch nach der Fusion zur RSH eG, die Herrn Thomsens

Arbeitsplatz nach Neumünster verlegte, wurden

die damals erstellten Softwareprogramme maßgeblich

unter seiner Beteiligung und Federführung weiter entwickelt

und bilden noch heute die Grundlage der Besamungsdatenerfassung,

-verarbeitung, und -abrechnung

sowie die Bullenstamm- und Mitgliederpflege.

So ist es nicht verwunderlich, dass er nach wie vor

für die Besamungssoftware, Rechnungsstellung und

Gesamtdatenpflege zuständig ist.

Sein hohes Maß an fachlichem Können und seine

ruhige und gewissenhafte Art haben ihn zu einer

festen Institution im Hause der RSH eG gemacht, den

auch unsere Mitglieder schätzen, ist er doch der Ansprechpartner

für Besamungsreklamationen. Seinen

Arbeitsweg hat er stets flexibel und anpassungsfähig

bestritten und dabei seine Kooperationsfähigkeit und

Kollegialität stets überzeugend unter Beweis gestellt.

Im Namen der Mitglieder, der Gremien aber auch aller

Mitarbeiter der RSH eG bedanken wir uns rechtherzlich

für 35 Jahre hervorragende Arbeit. Wir wünschen

Herrn Thomsen für die Zukunft alles Gute und viel

Gesundheit und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche

und stets angenehme Zusammenarbeit.


In den Ruhestand

Reimer Karstens

Matthias Leisen

Zum 31. März 2014 ist

Reimer Karstens aus

dem Zentralbüro Jützbüttel

aus dem aktiven

Dienst als Besamungstechniker

ausgeschieden.

Herr Karstens

hatte am 15. Februar

37 Jahre für die Besamungsgenossenschaft

als Tierzuchttechniker gearbeitet und in dieser Zeit

um die 250.000 Besamungen in seinem Dithmarscher

Besamungsbezirk durchgeführt.

Ursprünglich hatte Herr Karstens nach der schulischen

Ausbildung einen anderen Berufsweg eingeschlagen

und nach der Bundeswehr eine Lehre als Groß- und

Außenhandelskaufmann absolviert.

Im Februar 1977 entschloss er sich zur Aufnahme

einer Ausbildung zum Tierzuchttechniker auf der Station

Jützbüttel der Rinderbesamungsgenossenschaft

Albersdorf. Hier wurde er intensiv auf die tägliche Arbeit

eines Tierzuchttechnikers vorbereitet, so dass der

Technikerkurs mit abschließender Prüfung für Herrn

Karstens mit gutem Ergebnis ohne Probleme durchlaufen

wurde.

Nach dieser Ausbildung übernahm Herr Karstens dann

bald die Betreuung seines Bezirkes. Zu den täglichen

Routineaufgaben vor der Besamungstour gehörte es

auch auf der Station bei den täglichen Arbeiten im

Stall oder Laborbereich unterstützend mitzuhelfen.

Sehr schnell erkannten die betreuten Betriebe, dass

Herr Karstens fachkompetente und zuverlässige Arbeit

leistete, die stets freundlich und mit großem Einsatz in

die Mitgliedsbetriebe getragen wurde. Über die vielen

Dienstjahre im gleichen Betreuungsgebiet hat sich so

ein sehr intensives und freundschaftliches Verhältnis

zwischen Herrn Karstens und den Mitgliedern entwickelt,

so dass er in vielen Betrieben fast den Status

„zum Betriebsinventar“ gehörig erlangt hat.

Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass die tägliche

Tour von Herrn Karstens meist ein wenig länger

dauerte und Mittag oder Kaffee unterwegs auf den

Betrieben eingenommen wurden. Seine Arbeit war

ihm wichtig, weil er sie aus Freude gemacht hat

und den Beruf als Berufung empfunden und gelebt

hat. Mit Humor und Freude sind die 37 Jahre Arbeit

schnell vergangen und das Thema Urlaub ist über die

gesamte Zeit eher von kleiner Bedeutung für Herrn

Karstens gewesen.

Die betreuten Mitgliedsbetriebe schätzen die geleistete

Arbeit von Herrn Karstens sehr, so dass es ihnen

ein sehr großes Anliegen war, den letzten Arbeitstag

„ihres Reimers“ zu einem unvergesslichen Ereignis für

ihn werden zu lassen. Den Dank und die Anerkennung

brachten die Mitglieder in einer von ihnen organisierten

Feier zum Ausdruck.

Im Namen der betreuten Mitgliedsbetriebe, der hauptund

ehrenamtlichen Gremien, der Kollegen des Zentralbüros

Jützbüttel und aller Kollegen und Kolleginnen der

RSH möchten wir uns für die hervorragende Arbeit, den

gezeigten Teamgeist und den stets sachlichen Umgang

mit Humor und Respekt bedanken.

Wir wünschen Herrn Karstens und seiner Familie viel

Freude, Gesundheit im neuen Lebensabschnitt und

Entspannung bei dem Lieblingshobby, der Jagd.


Dr. Erwin Hasenpusch

46

// Rind im Bild 2/2014


Personalien

Dr. Norbert Mäckle

* 28.08.1926 †30.03.2014

Am 01.01.1958 hatte Dr. Mäckle die tierärztliche Stationsleitung der damals

noch jungen Besamungsstation Schönböken übernommen. Zielorientiert

und konsequent verfolgte er visionär besonders drei Arbeitsschwerpunkte:

Die Schaffung und Etablierung des Berufsstandes der Tierzuchttechniker und

Fachagrarwirte, die Aus- und Fortbildung von Landwirten im Verständnis der

Physiologie der Fruchtbarkeit des Rindes sowie der technologischen Weiterentwicklung

der Samenverarbeitung, -konservierung, -verpackung und –qualität.

In allen drei Bereichen hat er Maßstäbe gesetzt und richtungsweisende

Grundlagen geschaffen, die in der nachhaltigen Wirkung manchmal über

das Verständnis des Zeitgeistes hinausgingen. Ob die Begründung der Techniker-

und Fachagrarwirtausbildung über die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-

Holsteinischer Rinderzüchter an der Lehrstation Schönböken mit der Schaffung

national tierzuchtrechtlich verankerter Regeln zur Anerkennung des Technikerstandes,

oder die Herausgabe von illustrierten Druckerzeugnissen, in denen

komplizierte Zusammenhänge im Fruchtbarkeitsgeschehen verständlich und

eingängig für Jedermann dargestellt wurden oder die Erfindung einer Samenverpackungsform

als Beitrag zur Entwicklung der heutigen bedruckten und

identifizierbaren Samenpaillette.

Die Förderung junger Menschen und die Analyse und das Verstehen von Zusammenhängen

waren ihm ein wichtiges Anliegen, dem er mit dem ihm eigenen

Humor in stets freundlicher Gelassenheit und anspruchsvoller Ausdrucksform

nachging.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben 1988 hat sein engagiertes

Wirken deutliche Spuren bis in die heutige Zeit hinterlassen.

Mit Dr. Mäckle verlässt uns eine beeindruckende Persönlichkeit, die die Entwicklung

der Rinderbesamung in der Anwendung und Durchführung maßgeblich

beeinflusst hat. Alle, die ihn erlebt und gekannt haben, werden ihm ein

ehrendes Andenken in Anerkennung und Respekt bewahren.

Unser aller Mitgefühl gilt der Familie, der wir im Namen der Gremien und Mitarbeiter

der Rinderzucht Schleswig-Holstein e. G. viel Kraft bei der Überwindung

des Verlustes wünschen.


Dr. Erwin Hasenpusch

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// Rind im Bild 2/2014 47


Zucht

Neue Zuchtwerte mit wenigen

Überraschungen

Mit der April-Zuchtwertschätzung wurde

wieder die Basisanpassung für die Relativzuchtwerte

durchgeführt. Die neue Vergleichsbasis für

Schwarz- und Rotbuntzuchtwerte bilden nun die

deutschen KB-Bullen der Geburtsjahrgänge 2004

bis 2006 (vorher 2003 bis 2005). Für Rotbunt DN

und Angler sind es die Bullenjahrgänge 2000 bis

2006. Durch die Verschiebung der Basis sinken

die Zuchtwerte – bei unveränderter Information

- generell um die Basisabschreibung ab, da der

Vergleichsmaßstab sich verbessert hat. In den

Hauptmerkmalen ergibt sich folgende Verschiebung:

siehe Tabelle 1.

Im Exterieur und der Nutzungsdauer deutliche

Zuchtfortschritte

Der Zuchtfortschritt ist erstmals erheblich durch

die Zuchtwerte von Töchtern der Bullen aus der

genomischen Selektion beeinflusst und in den

Rassen Schwarzbunt und Rotbunt deutlich höher

als in den Vorjahren. Besonders deutliche

Fortschritte zeigen sich bei beiden Holstein-Farbrichtungen

in den Merkmalskomplexen Exterieur

sowie Nutzungsdauer. Auch in den anderen

Funktionalitätsmerkmalen trägt die konsequente

züchterische Arbeit der letzten Jahre Früchte. Neben

der Nutzungsdauer sind in der Zellzahl, der

Melkbarkeit und insbesondere der Fundamente

und Eutervererbung Fortschritte erzielt worden,

die nachhaltig die Langlebigkeit züchterisch positiv

beeinflussen werden.

Töchtergeprüfte Schwarzbuntvererber

mit wenigen Überraschungen

(Planet x O-Man) und Paston (Planet x Goldwin).

Während Pinolo sicher der leistungsstärkere Bulle

mit überragender Milchmenge und soliden Inhaltsstoffen

ist, überzeugt Paston durch Topzuchtwerte in

der Nutzungsdauer und Zellzahl. Im Exterieur sind Pinolos

Vorzüge im Körper bei durchschnittlicher Fundamentvererbung

zu sehen, während Paston bei guten

Eutern der etwas bessere Fundamentvererber ist.

RSH Vererber bestätigen nachhaltig ihre

Qualitäten

Tunderboldt (Convincer x Titanic) und NOG Barkee

RF (Mr. Burns x Jefferson) konnten mit RZG 128

und 127 ihre vorderen Plätze bestätigen. Tunderboldt

ist ein Vererber für höchste Milchleistungen

(+2.123 kg) und beste Eutergesundheit. Ebenfalls

sehr Milchleistungsstark bleibt der Rotfaktorträger

NOG Barkee RF mit +2.105 kg, ist dabei jedoch etwas

schwächer in den Fettprozenten.

Zeidler (Zar x Goldwin) aus dem bekannten NOG

Salem Kuhstamm unterstreicht nachhaltig seine Allroundqualitäten.

Solide Milchleistung mit sicheren

Inhaltsstoffen, sehr gute Funktionalitätszuchtwerte

für Zellzahl, Nutzungsdauer und Fruchtbarkeit sowie

eine gute Fundament und Eutervererbung

machen ihn zu einem guten Allrounder, der beste

Laufstallkühe bringen wird.

Mit ersten Töchtern aus dem Wiedereinsatz konnte

Brigade (Best x Durham) die hohen Erwartungen

nachhaltig bestätigen. Bei mittlerer Milchmenge

und besten Inhaltsstoffen (+0,61 % Fett; +0,16 %

Eiweiß) bringt Brigade Kühe mit viel Substanz und

Rippe, die sehr harmonisch sind und über TOP Fundamente

in allen Belangen verfügen Sein Fitnesszuchtwert,

und sein Outcross-Pedigree sind weitere

Argumente dafür, ihn breit einzusetzen.

Die Spitze der deutschen töchtergeprüften Vererber

bleibt nahezu unverändert. Vorne behaupten

sich mit Guarini, Goldday und Jugador bewährte

NOG und DTG Vererber, die mit gut ausbalancierter

Leistungsvererbung und sicherem Exterieur

aufwarten. Neu in den TOP 10 sind Pinolo

Neuzeit v. Zeidler, Besitzer: Tonnenberger Milch KG, Felm - Zeidler unterstreicht nachhaltig seine Allroundqualitäten

Tabelle 1: Jährliche Basisanpassung im April 2014

Farbrichtung

Leistung Exterieur Zellzahl Melkbarkeit Nutzungsdauer

RZG RZM RZE Fund. Euter RZS RZD RZN

Schwarzbunt -3,5 -2,0 -2,9 -1,8 -2,4 -1,3 -0,5 -2,3

Rotbunt -1,4 -0,4 -3,1 -2,2 -2,0 -0,4 -1,7 -1,3

Rotbunt DN -1,0 -0,7 -0,6 -0,1 -0,2 -0,1 0,0 -0,5

Angler -0,8 -0,1 0,5 0,5 -0,3 0,0 0,0 -1,3

48

// Rind im Bild 2/2014


Zucht

Lemmna, Fotograf und Zabing RF sind stabil in

ihren Zuchtwerten und bestätigen nachhaltig ihre

guten Funktionalitäts- und Exterieureigenschaften.

Neue Rotbuntstars bei der RSH eG

Muskat v. Zabing RF, Besitzer: Volker Wehde, Bünsdorf – Zabing RF ist stabil in den Zuchtwerten und bestätigt nachhaltig

seine guten Funktionalitäts- und Exterieureigenschaften

Auf Anhieb konnte sich der RSH Vererber Madorty

(Marvoy x Morty), aus der bekannten Meggili-

Familie, auf Platz 3 der Top-Liste katapultieren.

Mit RZG 134 und über +2.400 kg-Milch ist er

ein absoluter TOP Milchmengenvererber, der bei

etwas niedrigeren Inhaltsstoffen gute Zellzahlen

bringt. Die Nachkommen sind mittelrahmig mit

viel Substanz, gut gelagerten Becken und haben

besondere Stärken in den Fundamenten, insbesondere

in den Sprunggelenken und in der Bewegung.

Aufgrund der soliden Eutervererbung und

seines Pedigrees ist er breit einsetzbar.

Auf Nummer 6 in der Top-Liste ist Carie (Carmano

x September) platziert, der sich mit verbesserter

Leistung und hervorragenden Funktionalitätszuchtwerten

in allen Merkmalen zeigt.

Carie-Töchter haben bei der Schau „Neumünster

am Abend“ beeindruckt. Es sind rahmige, breite

Kühe mit Substanz, die mit exzellenten, trockenen

und klaren Fundamenten ausgestattet sind. Carie

ist ein Allround-Vererber, der für Färsenbesamung

nicht geeignet ist.

Ebenfalls neu in der Top-Liste ist der Zabing RF-

Sohn Zubelino. Dieser aus einer Marmax Mutter

stammende Bulle bringt bei bester Milchmenge und

etwas knapperen Fett-Prozenten Kühe im mittleren

Rahme, die hervorragende Fundamente haben und

über gute, drüsige Euter verfügen. Zubelino ist ein

Outcross-Bulle, der in der Zellzahl und Nutzungsdauer,

sowie durch Melkbarkeit überzeugen kann

und für Färsenbesamungen geeignet ist.

Norla v. Madorty, Besitzer: Marcus Schmidt, Krempdorf - mit RZG 134 und über +2.400 kg-Milch ist Madorty ein absoluter

TOP Milchmengenvererber

Terbium (Titanic x Rudolph), dessen Töchter aus

dem Wiedereinsatz bereits auf der Schau „Neumünster

am Abend“ überzeugten konnten, konnte

seine starke Leistungsvererbung mit bester Milchmenge

und guten Inhaltsstoffen festigen. Die spätreifen,

entwicklungsfähigen Kühe gefallen durch

Rahmen, beste Körperlänge und tadellose Fundamente

und sind funktionelle Laufstallkühe.

Mit Magna P RF ist der derzeit höchste hornlos

Vererber der deutschen Holsteinzucht mit Rotfaktor

im Angebot. Er konnte seinen bisherigen Zuchtwert

deutlich bestätigen und ist ein ausgewiesener

Milchmengenbulle mit guter Zellzahl und hervorragender

Fitness. Die gezeigten Nachzuchten in Neumünster

und in Karow konnten durch Harmonie

und Ausgeglichenheit beeindrucken. Die milchtypischen

Kühe mit Eleganz waren korrekt im Körper

und überragend in allen Fundamentmerkmalen.

Mit Schamura und Sameo runden zwei

Shottle-Söhne das Angebot ab. Beides sind mittlere

Leistungsvererber mit bestem Exterieur und

hervorragenden Fitnesszuchtwerten, die die Konkurrenz

zu anderen Shottle-Söhnen nicht scheuen

müssen.

Alle guten Dinge sind drei. Ebenfalls unter den

Top 20 ist Eliadi (Vater Elayo, aus der bekannten

Ludox-Tochter Heidi) platziert. Gute Milchmenge

mit sicheren Inhaltsstoffen, gute Zellzahl und Nutzungsdauer

sowie überragende Eutervererbung,

insbesondere in der Euterfestigkeit, sind seine Markenzeichen

und machen ihn breit einsetzbar.

Komplettiert wird das RSH-Angebot töchtergeprüfter

Vererber durch den bekannten Edway, der seine außergewöhnlichen

Exterieurqualitäten mit RZE 125,

die überragende Zellzahl und einen spitzen Zuchtwert

für Fitness mit RZFIT 123 bestätigen konnte.

Dieser solide Leistungsvererber ist ein überragender

Allroundvererber in allen Zuchtwertmerkmalen.

Mit Laron P und Leuron P stehen zwei qualitativ

hochwertige Hornlos-Vererber im Angebot, die

auch dieses Segment abdecken und mit Leistung

und solidem Exterieur überzeugen.

// Rind im Bild 2/2014 49


Zucht

Castory, Tonikum, Aval und Vincente, unsere

Vererber mit Töchtern aus dem Wiedereinsatz, bestätigen

ihre bisherigen Zuchtwerte mit großer Töchterzahl

und sind nach wie vor als sichere Vererber mit

ausgeglichenen Nachzuchten breit einsetzbar.

Rotbunt DN ohne neue Vererber

Im Rotbunt Doppelnutzungsbereich haben sich die

Zuchtwerte kaum verändert.

Die ersten Plätze belegen Oskur DN (Orinat x Tajax)

und Berus DN (Bas x Dorus), die über ausgeglichene

Vererbungsprofile verfügen. Die Stärken von

Oskur DN sind seine sehr hohe Milchmengenvererbung,

die hervorragenden Funktionalitätszuchtwerte,

der starke DN-Typ und Körpervererbung

bei durchschnittlicher Euteraufhängung. Berus DN

gehört zu den Vererbern mit sehr guter Mast- und

Schlachtleistung, der bei solider Milchmenge ein in

allen Merkmalen ausgeglichenes Vererbungsbild

zeigt und breit eingesetzt werden kann.

Mit Malborix DN (Matthijs x Buster) folgt ein

durchschnittlicher Milchmengenvererber mit höchsten

Eiweißprozenten, dessen Stärke in der Eutervererbung

und Melkbarkeit zu finden ist.

Olga v. Carie, Besitzer: Walter-Georg Fechter, Hamdorf - Carie platziert sich mit verbesserter Leistung und hervorragenden

Funktionalitätszuchtwerten

Maxime DN, ein Manuel-Sohn aus Silo, ist sicherlich

der stärkste Exterieurvererber. Er bringt Nachkommen

mit viel DN-Typ, guter Bemuskelung und

Substanz, die korrekte Fundamente haben und in

den Eutern zu gefallen wissen.

Damian DN, ein Duisenberg-Sohn konnte seinen

Zuchtwert bestätigen. Bei leicht negativer Milchmenge

überzeugt er mit +0,20 % Fett und +0,35

% Eiweiß. Er ist ein solider Exterieurvererber mit

guter Eutergesundheit, der auch in den Geburten

normal sein sollte.

In der Fleischleistung überragen die beiden Vererber

Dadius DN und Matoma DN. Mit ihrem

RZFL von 128 bzw. 129 sind sie die Spitzenreiter

in diesen Merkmalen. Dabei glänzt Dadius bei

etwas knapperem Eiweiß mit hoher Milchmenge

und guten Eutern, sollte aber an Kühe mit besten

Fundamenten angepaart werden. Matoma DN

(Mark x Silo) überzeugt bei mittlerer Milchmenge

durch solide Exterieurzuchtwerte.

Krebs v. Maxime DN, Besitzer: Karsten Stoeven, Tensbüttel-Röst - Maxime DN ist sicherlich der stärkste Exterieurvererber

Abgerundet wird das Angebot mit dem Exterieurvererber

Biom DN (Bas x Parole) und dem Dorus-

Sohn Daylight DN, einem soliden Allrounder.

Insgesamt steht ein breites Angebot unterschiedlicher

Abstammungen zum breiten Einsatz zur

Verfügung, die in den ökonomisch wichtigen

Merkmalen nachhaltige Verbesserungen bringen

werden, und auf Grund der Blutführung ein

breites Anpaarungsspektrum bieten.

Largor kommt neu ins Angler Angebot

Die jährliche Anpassung der Relativzuchtwerte hat

bei den Anglern keine großen Veränderungen ergeben.

Nachfolgend die Vererber auf der aktuellen Bullenkarte:

Loyd der Orraryd-Sohn bleibt mit RZG 127

an der Spitze. Es sind weitere Töchter hinzugekommen,

so dass die Sicherheit seines Zuchtwertes jetzt bei 89%

liegt. Die Sekundärmerkmale sind durchweg im positiven

Bereich. Loyd sollte aufgrund der Informationen

nur an große Kühe mit guter Melkbarkeit angepaart

werden.

Kandy ist ein R Bahama-Sohn aus der Ferdi Tochter Dandy

(Mutter von Halma und Großmutter von Owe). Die

Milchmenge ist mit knapp 1.500 kg überragend. Das

Exterieur liegt im mittleren Bereich. Bei der Anpaarung

sollten die derberen Sprunggelenke beachtet werden.

Ladykiller ist mit RZG 126 die Nr. 3. Ein Einsatz ist

aufgrund geringer Töchterzahlen noch nicht vorgese-

50

// Rind im Bild 2/2014


Zucht

hen. Ladykiller ist der erste deutsche R David-Sohn

aus der Orraryd Tochter Germany von Fuschera-Petersen,

die wiederum auf die Haithbau Mutter Canada

zurückgeht.

Largor ist mit RZG 122 im oberen Bereich vertreten

und soll ab 1. Mai eine Chance in der Angler Zucht

bekommen. Largor ist ein Dragomir-Sohn aus Arena

x Rubin und wurde von Hans Jürgen Felsen aus

Böelschuby gezogen. Sowohl die Mutter, als auch

die Großmutter gehörten zu den Spitzenkühen hinsichtlich

Leistung im Angler Gebiet. Neben +700 kg

Milch sind die Fett und Eiweißprozente positiv. Largor

vererbt mittelrahmige Töchter mit durchschnittlichen

Werten für das Fundament und gute Eutermerkmale.

Die Zahlen für den Kalbeverlauf sind ebenfalls positiv.

Hardy hält sich weiter im oberen Drittel. Eine Milchmenge

von knapp 1.000 kg zeichnen seine Töchter

aus. Die Körpernote von 87 sollte nicht überbewertet

werden, da sich die Töchter weiterentwickeln. Die

Fundamente sind tadellos. Der Zellzahlzuchtwert (90)

sollte bei der Anpaarung beachtet werden.

Elegier, der Valedo-Sohn, hat nun die ersten Töchter

aus dem Wiedereinsatz, die seine Zahlen bestätigen.

Die große Stärke seiner Vererbung ist die Eutergesundheit

(RZS 134). Aber auch die Nutzungsdauer ist mit

RZN 113 im positiven Bereich.

Ilex kann seine Milchmenge über 1.100 kg weiter

halten. Große Kühe mit breiten Becken sind sein Markenzeichen.

Für Färsen nicht geeignet.

Oregon v. Largor, Besitzer: Milch GbR, Sorgenfrei - Largor kommt neu ins Angler Angebot

Faxe ist der Inhaltstoffvererber bei den Anglern. Aufgrund

seiner Vaterlinie (Wodka) wird Faxe auch in der

Kreuzungszucht benutzt, denn seine Sekundärmerkmale,

insbesondere die Eutergesundheit (RZS 117),

sind durchweg positiv.

Elkor hat sich als Allrounder mit bestem Fundament

(134) bewährt. Der Rahmen seiner Töchter ist etwas

knapper. Beine und Euter sind jedoch sehr gut. Elkor

macht problemlose Laufstallkühe.

Karlslund konnte die hohen Ansprüche hinsichtlich

Leistung nicht erfüllen. Die Sekundärmerkmale sind

die großen Stärken des Peterselund-Sohnes. Eutergesundheit,

Nutzungsdauer, Fundament und Euter als

diese Merkmale werden durch den Einsatz von Karlslund

verbessert.

Haithabu hat einen sehr breiten Einsatz in Angeln

gehabt. Daher sind mit den nächsten Schätzterminen

steigende Sicherheiten seiner Zuchtwerte zu erwarten.

Die uniformen Töchter wissen zu gefallen.

Gobax, der Zober-Sohn, ist nach wie vor als preisgünstige

Alternative auf der Bullenkarte. Seine Stärken sind

gute Milchmenge und beste Eutergesundheit.

Das Angler Angebot wird durch interessante Testbullen

ergänzt, von denen Owe (A Linne x R Degn) und Oke

(R Gazelle x Baldo) inzwischen gesext verfügbar sind.



Text: Matthias Leisen,

Claus–Peter Tordsen

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// Rind im Bild 2/2014 51


Zucht

Weitere Verbesserung der genomischen

Zuchtwertschätzung

Durch die Basisanpassung mit der April Zuchtwertschätzung

- diesmal von knapp vier RZG-Punkten bei

Schwarzbunt – wurden die scheinbar inflationär ansteigenden

Spitzenwerte im RZG-Bereich zunächst

gebremst. Die Differenz der Spitzenbullen nach RZG

auf genomischer Basis gegenüber den töchtergeprüften

ist nach wie vor beachtlich und führt weiter

zu einem steigenden Einsatz genomischer Vererber.

Lobach ist der aktuelle Nr. 1 Bulle der RSH eG

nach gRZG. Er überzeugt mit gRZG 152 bei guter

Milchmenge mit bestem Eiweiß

Durch den Austausch der Typisierungsergebnisse

ihrer jungen Holsteinbullen innerhalb der EuroGenomics

erhalten seit April nun alle deutschen Bullen

auch auf den anderen Länderskalen genomische

Zuchtwerte aus der nationalen Zuchtwertschätzungen.

Dadurch werden die Bullen direkt mit denen

der einheimischen Bullen vergleichbar (gleiche

Sicherheit, gleiche Merkmale). Die Veröffentlichung

der direkt geschätzten genomischen Zuchtwerte

erfolgt auf den jeweiligen vier Länderskalen. Sie

umfasst die Einzel- und vor allem auch den Gesamtzuchtwert

in den Ländern Dänemark, Deutschland,

Finnland, Frankreich, Schweden, Niederlande und

Flandern/Belgien. Dieses ist ein großer Vorteil für die

Züchter, da sie jetzt die international eingesetzten

genomischen Vererber unter den länderspezifischen

Bedingungen vergleichen können. Für Züchter außerhalb

EuroGenomics sind diese Vererber jetzt auf

vier verschiedenen Länderskalen verfügbar.

Genomische Highlights der RSH eG

Schwarzbunt

Lobach (Lexor x Time x Stol Joc) ist der aktuelle Nr.

1 Bulle der RSH eG nach gRZG. Mit gRZG 152 überzeugt

er bei guter Milchmenge mit bestem Eiweiß

(+0,15%) und ist überragend in der Nutzungsdauer,

der Zellzahl und der weiblichen Fruchtbarkeit. Als

Färsenbulle ist er trotzdem mit gRZE 138 ein absolutes

Highlight, der bei viel Rahmen, Nachkommen mit

Substanz, besten Becken und Spitzeneutern bringen

wird. Lobach wird als Bullenvater eingesetzt.

Bolt RF, der Bookem Sohn aus Spencer 2 aus der

Massia Familie ist aktuell einer der populärsten Rotfaktorträger

der TOP Leistung mit bestem Exterieur

kombiniert und in allen Funktionalitätszuchtwerten,

besonders in der Eutergesundheit und Fruchtbarkeit,

überzeugt. Sein Einsatz als Bullenvater ist sicher.

Hoher Neueinsteiger ist der

Outcross Bulle Haytema

Neben Lobach sollte Logul (Mogul x Planet x

Shottle aus der Laurie Sheik Familie) viel Aufmerksamkeit

erhalten. Mit viel Milch, sicherem Typ und

soliden Beinen, wird er mittelrahmige Kühe mit TOP

Eutern bringen, die insbesondere in der Nutzungsdauer

(gRZN 133) und der Zellzahl alle Voraussetzungen

für beste Laufstalleignung mitbringen.

Neptune (Numero Uno x Planet) bestätigt basiskorrigiert

die bisherigen Erwartungen. Bei höchster

Milchmenge, guter Eutergesundheit und bester Nutzungsdauer

vererbt er viel Substanz und tadellose

Fundamente. Die gute Eutervererbung macht ihn zu

einem sehr gefragten Allrounder und Bullenvater.

Ein weiterer hochinteressanter Lexor Sohn ist Leopol

(Lexor x Jango x Forbidden) aus der bekannten

Zaza Familie von Clausen, Oster-Ohrstedt. Dieser

ganz dunkel gezeichnete Bulle bringt höchste

Milchmenge mit bestem Fett-/Eiweiß-Verhältnis und

besticht bei solider Typ- und Eutervererbung durch

seine Allroundeigenschaften und Qualitäten in allen

funktionellen Merkmalen. Aufgrund der Blutführung

ist er breit einsetzbar.

Baroso, gRZG 144, ein Bookem Sohn (MV: Man-O-

Man) der RSH eG wird aufgrund der Exterieurzuchtwerte

(RZE 132, RZM 125, +0,15 % Eiweiß) auf größeres

Interesse stoßen. Er bringt sichere Inhaltsstoffe,

beste Nutzungsdauer und Zellzahl bei günstigem

Kalbeverlauf. Er ist aufgrund der Abstammung sehr

vielseitig einsetzbar.

Elody, gRZG 142, wurde aus einer niederländischen

Xacobeo-Mutter gezogen und kombiniert Fundament

und Euter auf höchstem Niveau. Mit gRZE 139

ist er aktuell der stärkste Epic-Sohn im Exterieur, der

im Fundament und Euter überragt. Seine Zuchtwerte

in der Leistung, Nutzungsdauer und Zellzahl und

der günstige Kalbeverlauf machen ihn zu einem gefragten

Allroundvererber. Mit Epitom (MV: Bogart)

und Eusebios (MV: Man-O-Man), Examen (MV:

Man-o-Man) sowie Cipe (MV: Planet) hat die RSH

eG weitere Epic-Söhne, die in der Spitze mithalten

können. Während Epitoms besondere Stärken die

nachhaltige Verbesserung des Körpers, der Nutzungsdauer,

der Zellzahl und der Milchmenge ist,

überzeugt Eusebios bei ebenso guter Milchleistung,

durch gute Funktionalität und überragende Euterqualität

(gRZE 132). Der leistungsstarke Bulle Examen

bringt Kühe mit überragendem Typ, die sich

durch Substanz und Stärke mit viel Rahmen und guter

Fruchtbarkeit auszeichnen. Cipe ist ein Allround-Vererber

mit höchster Nutzungsdauer und Zellzahl, der

mit +1.764 kg Milch ein sicherer Leistungsvererber

mit solidem, funktionellem Exterieur ist.

52

// Rind im Bild 2/2014


Zucht

Überragend im Exterieur zeigt sich das Vererbungsprofil

von Morius (Mogul x Man-O-Man x Ralstorm)

von Ingwer Martin Carstensen, Lütjenholm. Solide

Milchleistung mit besten Inhaltsstoffen und gute

funktionelle Zuchtwerte kombiniert er mit Spitzenwerten

für Typ, Fundamente und Euter, was sicherlich

in der tiefen gut durchgezüchteten Kuhfamilie begründet

ist. Die Mutter Narvick war 2014 auf der Schau

„Neumünster am Abend“ 1a Kuh in ihrer Klasse.

Nach wie vor sollte man Sunrock (Shamrock x

Shottle) stärker beachten. Dieser aus der Grand

Champion Kuh von „Neumünster am Abend 2014“

stammende Bulle aus der Zucht von Heiko und Christine

Wendell Andresen, verfügt bei nicht alltäglicher

Abstammung über ein sehr ausgeglichenes Allround-

Vererbungsprofil ohne Schwächen, der hohe Milchmenge,

gutes Exterieur und höchste Nutzungsdauer

als Vererbungsstärken erwarten lässt.

Gold (Goldchip x Man-O-Man) überzeugt in allen

Funktionalitätsmerkmalen, insbesondere in der

Nutzungsdauer, Zellzahl und weiblichen Fruchtbarkeit

und ist überzeugend in der Exterieurvererbung

(gRZE 137), insbesondere im Euter. Gold sollte für

Färsenbesamungen geeignet sein. Der Rotfaktorträger

Afrikus RF (Alchemy x Manifold) ist ein solider

Allround-Vererber mit guter Nutzungsdauer und solider

Fruchtbarkeit, der rahmige, typstarke Produktionskühe

erwarten lässt.

Mit Lidano P RF (Ladd P x Stol Joc x Goldwijn) bieten

wir einen hornlosen genomischen Jungbullen an,

der dieses Segment nachhaltig verbessern kann und

durch beste Milchmenge, gute funktionelle Eigenschaften

überzeugt. Seine Exterieurvererbung (gRZE

131) ist für Hornlosbullen überragend. Besonders im

Körper, in der Substanz und Körperbreite und den Eutern

sind absolute Top Zuchtwerte zu finden.

Bekannte Bullen wie Starjuwel, Solano, Snowplan,

Robo und Beasly konnten ihre Zuchtwerte

bestätigen und runden das vielfältige Angebot an

genomischen Jungbullen ab. Ergänzt wird das Angebot

um weitere 12 NOG Austauschbullen unserer

Partner, die auf höchstem Niveau die Spitze der deutschen

genomischen Vererber repräsentieren, sodass

für jede Anforderung der richtige Anpaarungsbulle

bei der RSH eG zu finden ist.

RED Holstein genomics auf

höchstem Niveau

Eragon (Elburn x Spencer) bleibt trotz der starken Basisanpassung

mit seinem gRZG 150 höchster RSH Bulle,

der mit Top Eiweiß (+0,29), sehr guter Nutzungsdauer

(gRZN 126) und bester Fundament- und Eutervererbung

bei etwas knapper Melkbarkeit aufwarten kann.

Als starker Neueinsteiger auf Augenhöhe ist der Outcross

Bulle Haytema (Dakker x Kylian x Spencer2)

anzusprechen. Solde Milchmenge mit besten Eiweißprozenten

(+0,25), dazu überragende Zellzahl und

Nutzungsdauer gepaart mit solider Typ, Fundament

und überragender Eutervererbung machen ihn auf

Anhieb zum breit einsetzbaren Bullenvater.

Nach wie vor ist Fageno von der RSH eG ist der

höchste Fidji-Sohn (Fiction RF x Canvas) aus der

Zucht von Thormählen, Holtsee, der sowohl die ALL-

Anerkennung hat sowie DTG-Bulle ist. Er ist ein TOP

Milchmengenvererber, der Inhaltsstoffe bringt und

mit gRZM 135 zur absoluten Spitze zählt. Das Linearprofil

ausgeglichen gut ohne Schwachpunkte. Neben

positiven Werten in allen funktionalen Merkmalen

(gRZN 126) inklusive Melkbarkeit und Temperament

ist besonders auch die Kombination aus guter Rindereignung

(gRZKd 115) und Töchter-Kalbeeigenschaften

(gRZKm 114) erwähnenswert. Seine ersten

Söhne überzeugen durch höchste g RZG Werte. Von

ihm gibt es gesextes Sperma.

Ein Bulle auf den die Rotbuntzucht gewartet hat ist

Nitro P (Ladd P x Sunrise x Spencer2). Dieser Hornlosvererber

überragt in der Milchmenge mit bestem

Eiweiß (+1.751 M-kg; + 0,14% E), ist ein sicherer

Vererber in allen funktionellen Merkmalen und bringt

mittelrahmige Kühe mit solidem Typ, Fundament und

guten Eutern, der dabei leichtere Kalbungen bringen

sollte. Nitro P ist Bullenvater und wird die Hornloszucht

zügig weiterbringen.

Ergänzt wird das Hornlosangebot durch weitere TOP

Hornlosbullen:

Glamour P ist ein Glorious-Sohn und hat damit

das Hornlos-Gen von der Lawn Boy-Mutter. Er ist bei

RZM 135 leistungs- und eiweißstark bei RZE 111.

Citation P ist ein weiterer Ladd P-Sohn der RSH

eG. Er bietet – außer der Hornlosigkeit – RZM 120

mit +0,13 % Fett und +0,10 % Eiweiß sowie RZE

128. Er stammt aus der Debutante Rae-Familie und

gehört aufgrund seines top linearen Profils und der

sehr guten Typ- und Eutervererbung, der hohen Nutzungsdauer

und guter Zellzahl zu den komplettesten

Hornlosvererbern im internationalen Angebot.

Einer der besten Colt-P-Söhnen ist Airy-P-Red. Airy-

P-Red stammt mütterlicherseits aus einer Pembroke-

Tochter, die eine Schwester des hohen US-Genomvererbers

Armitage ist. Bei gRZM 121 und schönem

Aufbau der Leistungszahlen (+1.604 kg Milch, -0,13

% Eiweiß) ist Airy-P vor allem stark im Euter (120

gRZE) und der Nutzungsdauer (gRZN 119) sowie für

Rinder geeignet (gRZKd 113).

Ein weiterer Colt P Sohn ist Glock P, ein hoher Milchmengenvererber

mit TOP-Eutern und guter Nutzungsdauer,

der aus der bekannten Goldwin-Tochter Perky

VG85 stammt und auf die EX90 eingestufte Perk

Rae zurückgeht. Neben Leistung sollte er günstige

Kalbeeigenschaften bringen. Komplettiert wird das

Bild der Hornlosbullen durch Tesk P (Desk x Mitey

P x Lawn Boy). Er ist ein sicherer Leistungsvererber

mit sicherem Eiweiß (+0,17 %), der mit guten Funktionalitäts-

und Kalbeeigenschaften aufwartet und

Vorzüge in der Fundament- und Eutervererbung hat.

Unter den Dertour-Söhnen ist Dacaro (MV: Fidelity)

mit RZM 128 und RZE 120 als Inhaltsstoffvererber

am höchsten. Bei solider Typvererbung wird er mittelrahmige

Kühe mit sehr guten Fundamenten und

Eutern bringen.

Lorman (Ladd PP x Ralstorm x Talent 2) überzeugt

bei mittlerer Milchmenge durch gutes Eiweiß, ist in

allen funktionellen Merkmalen sehr ausgeglichen und

sicherlich ein Exterieurvererber der Spitzenklasse, der

alle Typ-, Fundament- und Eutermerkmale verbessert.

Einer der ersten Dixieland-Söhne Dixus (MV: Ludox

x Laudan) ist ein leistungsstarker Eiweißvererber, der

sehr solide in den funktionellen Merkmalen ist und

sicherlich ein super Eutervererber ist.

Für die Exterieurliebhaber bieten sich ebenfalls

die beiden top Bullen der RSH eG nach gRZE an:

Moses-Red (Destry x 88VG Mr Burns x EX 90 BW

Marshall) ist etwas höher platziert mit gRZM 121

(+0,08 % Eiweiß) und positiven Zahlen für alle

funktionalen Merkmale. Kuyt Red zeigt sich sehr

ähnlich mit gRZM 125 (+0,07 % Eiweiß) und ebenfalls

ohne Fehler. Auch das überragende Linearbild

bei gRZE 135 ist bei beiden fast deckungsgleich mit

insbesondere super Eutern (Moses 135, Kuyt 133).

Bei beiden sollte man auch die etwas ansteigenden

Becken beachten.

Ergänzt wird das Angebot durch Diomedes (Dertour

x Spencer x Shottle), mit besten Inhaltsstoffen

und bester Funktionalität und Ralayo (Radical x Joyboy

x Jordan Red) mit bester Milchmenge und guten

Eutern, die aufgrund ihres Pedigrees interessante

Anpaarungsalternativen darstellen.

Das breite Spektrum dieser jungen Bullen mit genomischen

Zuchtwerten auf höchstem Niveau sollte

die Rotbuntzüchter ermutigen, noch mehr Zuchtfortschritt

mit dem verstärkten Besamungseinsatz in den

nächsten Jahren zu generieren, um die Rasse konkurrenzfähig

zu halten.


Text: Matthias Leisen

// Rind im Bild 2/2014 53


Schauen

Schau der

Besten 2014

Die Schau der Besten fand am 26. und 27. Februar

in der Niedersachsenhalle zu Verden statt. Insgesamt

5000 Besucher erlebten eine Sonderauktion

der Spitzenklasse, sowie eine Verbandsschau von

bislang nicht erreichter Qualität. Damit hat die

Schau bislang neue Maßstäbe gesetzt, denn durch

den Beitritt der Weser-Ems-Union zur MASTER-

RIND wurde das Zucht- und Schaupotenzial zweier

maßgeblicher Verbände vereint.

Zur „Miss Schau der Besten 2014“ wurde die bekannte Stormatic-Tochter „Krista“ aus dem Besitz der Familie Seeger und

Windlooper Holsteins, Bissel, gekürt

Am Vorabend der Schau der Besten fand traditionell

die Top-Genetik-Auktion statt. Es war für Jedermann

etwas dabei, vom hochinteressanten Jungrind bis zur

schaufertigen Abgekalbten. Die Auktion begann mit

einem Paukenschlag: die Shaw-Tochter „SHA Joy“

der Agrar GmbH Auligk & Co. KG, Groitzsch, die mit

einem gRZG von 161 zu imponieren wusste, wurde

zum Spitzenpreis von 20.000 € einer Züchtergemeinschaft

aus Niedersachsen zugeschlagen. Die

teuerste Abgekalbte mit 8300 € war „Eke Lea“,

eine Seaver-Tochter und gleichzeitig eine Enkelin

der bekannten „Eke Lesta EX-97“ vom Zuchtbetrieb

Ekenhorst, Laar. Der Durchschnittspreis von 6.832 €

für 40 Tiere sorgte allseits für zufriedene Gesichter.

Am nächsten Morgen waren die Ränge schon früh

gefüllt. Die erste Färsenklasse wurde von der Windbrook-Tochter

„Atlantis“ des Betriebes Engelke,

Asendorf angeführt. In der zweiten Klasse siegte die

Champion-Tochter „Lynn“ vom Rinderzuchtbetrieb

Derboven, Warpe. Ein Highlight gab es in der letzten

Klasse der Färsen. Sie wurde von zwei Destry-

Vollschwestern aus der bekannten roten Schaukuh

„RH Maxima“ vom Zuchtbetrieb Wille, Herbergen

dominiert, an denen es bei der Siegerauswahl ebenfalls

kein Vorbeikommen gab. Letztendlich stand die

extrem milchtypische „FG Madonna“ vor der körperstarken

„FG Madame“.

Die Zweit- und Drittkalbskühe konkurrierten um

den Titel Sieger der mittleren Kühe. Zunächst entschied

die Knowledge-Tochter „Franka“ vom Betrieb

Wreesmann-Grever GbR, Lastrup, ihre Klasse

für sich. In der nächsten Klasse stand die Goldwin-

Tochter „Frency“ des Betriebes Engelke ganz vorn.

„RS Mika“ (V: Lightning) hieß die Siegerin der letzten

Klasse der Zweitkalbskühe und stammt vom

Rinderzuchtbetrieb Strudthoff, Geveshausen. In der

ersten Klasse der Drittkalbskühe wurde die Damion-Tochter

„Woelkchen“ der Hatke GbR, Bösel, mit

dem 1a-Preis ausgezeichnet. Gekonnt entschied

„Loh Lissy“ aus dem Besitz von Andreas Lohmöller,

Emsbüren, die folgende Klasse für sich. Bei der

anschließenden Siegerauswahl entschied sich der

Preisrichter für die milchtypische „Franka“ als Siegerin,

die so die sehr ausbalancierte „Loh Lissy“ auf

den Platz der Reservesiegerin verwies.

Wie auf jeder Schau stand am Ende des Wettbewerbs

der Höhepunkt an, das Richten der alten

Klassen. Kühe von der vierten bis zur neunten Laktation

stellten sich hier dem Urteil des Preisrichters.

Die erste Klasse gewann die Shower-Tochter „Candy“

der Coldewey-Puvogel GbR, Butjadingen. Bei

den Kühen mit fünf Abkalbungen trug die bekannte

Stormatic-Tochter „Krista“ aus dem Besitz der Familie

Seeger und Windlooper Holsteins, Bissel, den

1a-Preis davon. Die letzte Klasse dominierte die

älteste Kuh der Schau, „Eke Lesta“ (V: Starleader)

aus dem Besitz der Familie Ekenhorst, Laar. Bei der

anschließenden Siegerauswahl glänzte „Krista“ mit

enormer Ringpräsenz und Ausstrahlung vor der altehrwürdigen

„Eke Lesta“, die mit enormer Frische

in der neunten Laktation bestach.

Als erneut alle Siegerkühe Aufstellung genommen

hatten, erreichte die Spannung ihren Höhepunkt

und entlud sich mit tosendem Applaus, als die Hand

des Schweizer Preisrichters Patrick Rüttimann auf

Krista traf, die so zur „Miss Schau der Besten 2014“

gekürt wurde.

Nachzuchten

Dem Publikum wurden Töchtergruppen folgender

Bullen präsentiert: Baxtino, Sallas, Jabez, Mowambo

und Barnaby. Eine genaue Beschreibung dieser

Nachzuchtgruppen finden Sie in der Rubrik „Nachzuchten

für Sie gesehen“. Erfreulich aus RSH-Sicht

bei dieser Präsentation war jedoch, dass die Jabez-

Tochter „Oroma“ von J.D. Enninga, Liensfeld, für

die Töchtergruppe ihres Vaters ausgesucht wurde

und prompt einen 1a-Platz erringen konnte.



Text: Masterrind, gekürzt

Foto: Schulze

54

// Rind im Bild 2/2014


Schauen

34. Excellent Schau 2014 in Leer

Bei strahlendem Frühlingswetter fand in diesem

Jahr die 34. Excellent Schau des VOST statt. Dies

hielt jedoch die Landwirte nicht davon ab, der Schau

einen Besuch abzustatten und so konnte der VOST

wieder rund 2000 Besucher aus Ostfriesland, den

weiteren deutschen Zuchtgebieten sowie dem europäischen

Ausland begrüßen.

Mit der Shottle-Tochter Greta aus der Zuchtstätte von

Familie Haßbargen aus Barstede kürte der Preisrichter

Manfred Uhrig aus Hessen die Siegerkuh der mittleren

Klassen zum diesjährigen Grand Champion, der

„Miss Ostfriesland 2014“. Greta überzeugte durch

ihren excellenten Typ kombiniert mit fantastischen

Fundamenten und einem fest angesetzten Euter, was

ihr bei der öffentlichen Excellentbewertung auch die

höchste Bewertung mit 92 Punkten bescherte.

Als große Konkurrenten um den Champion-Titel

konkurrierten noch die junge Siegerkuh, die Charts-

Tochter ZR Laura aus dem Zuchtbetrieb Rohdemann,

Berumerfehn, sowie die Siegerkuh der alten Klassen,

die Fokus-Tochter KHL Panela vom Betrieb Kleemann,

Lütetsburg.

Siegerfärse wurde in diesem Jahr die extrem ausdrucksstarke

Sid-Tochter DRH Eugenie von Dietmar

Richter, Hinte, vor der Duplex-Tochter ZR Amanda

von Thomas Rohdemann, Berumerfehn.

Hervorragende Nachzuchtgruppen

In diesem Jahr wurden insgesamt drei Nachzuchtgruppen

von den Bullen Pius, Gandolf und Gabino

gezeigt. Besonders der Goldwin-Sohn Gabino wusste

mit seinen exterieurstarken Töchtern zu gefallen

und stellte mit Heidy von Günter Köhne aus Marx

auch die Siegerfärse der Nachzuchten. Reservesiegerfärse

wurde mit Bacardi von Familie Haßbargen,

Barstede, eine Gandolf-Tochter.



Text: VOST, Leer

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// Rind im Bild 2/2014 55


Schauen

19. Sunrise Sale:

Erneut teuerste Auktion der Saison – Sunrise

Sale ist eine feste Größe für TOP Genetik

Am Vorabend der 16. Verbandsschau „Rind Aktuell“

fand im Vermarktungszentrum in Karow, Mecklenburg,

der 19. Sunrise Sale statt. Auch in diesem

Jahr lockte das hochkarätige Angebot der drei Veranstalter,

Rinderzucht Schleswig-Holstein, Holstein

Forum und der Rinder Allianz, mit einem perfekten

Mix aus tiefen Pedigrees und hohen Zuchtwerten sowohl

auf deutscher als auch auf nordamerikanischer

Basis, zahlreiche Zuschauer und Kaufinteressenten

aus ganz Europa. In der bis zum letzten Platz gefüllten

Halle wurden die Zuschauer mit einer perfekt

choreographierten Videopräsentation eingestimmt.

In diesem Jahr waren 31 Katalog-Nummer im Angebot,

die von Ingo Schnoor in bewährter Manier

professionell vorgestellt und kommentiert wurde. Der

Auktionator Andreas Aebi, Schweiz, der die Auktion

schon seit vielen Jahre begleitet, verstand es erneut

hervorragend, das Publikum zu motivieren und die

bestens herausgebrachten Verkaufstiere zu einem

phantastischen Durchschnittspreis von 7.923,00 €

, welcher den Sunrise Sale nun zum dritten mal in

Folge zur teuersten Auktion der Saison in Deutschland

macht, zu versteigern. Sehr beachtlich war das

Interesse der nationalen und internationalen Besamungsstationen,

die Embryonen und Anpaarungsverträge

im Wert über 2.000.000,00 € im Vorwege

des Verkaufs abgeschlossen hatten.

Topseller des Abends war Katalog-Nummer 24, „PG

Midland-P RDC“, die für 18.000 € zu einem Züchter

in Sachsen-Anhalt wechselte. Diese hornlose Supersire-Tochter

aus der Laron P–Tochter Miss P konnte

mit einem RZG von 139 und Rotfaktor aufwarten.

Ihre Mutter ist die bekannte Miss P–Red, die Vollschwester

von Laptop PP Red einem der höchsten

reinerbigen Hornlosen Bullen in Deutschland. Dass

genetische Besonderheiten zu hohen Preisen führen,

bewies auch das zweitteuerste Tier des Abends,

die Rotbunte „HLM Shot Drugi-Red“, welche das

VRC-Gen trägt. Sie wurde für einen Züchter aus

Frankreich für 17.000 € zugeschlagen. Sie stammt

aus der gleichen Familie wie der Vererber der Rinder

Allianz, Mokabi VRC. Ihre Mutter, die Oman–Tochter

Morsan Lis Drugi-Red war bereits auf dem Sunrise

Sale 2012 für 12.000 € versteigert worden. 15.000

€ erzielte Jürgen Hinzte, Trebel für sein Angebot 1.

Wahl Kuhkalb. Der Käufer aus Bayern kann sich aus

der Anpaarung der aktuellen Nummer 1 Kuh „WEH

Jill“, gRZG 155, mit Balisto, Smurf oder Esperado,

ein Kuhkalb mit garantiertem gRZG 155 auswählen.

Uwe Reinermann, Gehrde, erzielte ebenfalls für eine

1. Wahl Kuhkalb 14.000 €, auf der mütterlichen

Seite ist die RR Baby VG 86, gRZG 149, der Apaarungsbulle

kann vom Käufer ausgewählt werden,

vorgeschlagen waren Commander oder Lexington.

Die hornlose „Julia P RDC“, eine Ladd P-Tochter,

ebenfalls aus dem J-Stamm von Jürgen Hintze stammend,

wurde für 12.000 € zugeschlagen. Die „KNS

Rilanja“, eine Galaxy-Tochter aus KNS Rendezvous,

das genomisch höchste Verkaufstier nach RZG im

Sale, sicherte sich ein französischer Interessent für

11.500 €. Die Supersire-Tochter „Idaho“ aus der

Gunnar-Familie fand einen Liebhaber in Mecklenburg

für ein Zuschlagspreis von 10.000 €.

Allein der Verkauf von 11 Rindern ins europäische

Ausland dokumentiert den hohen internationalen

Stellwert des Sunrise-Sales. Auch zwei Züchter der

RSH eG hatten Tiere im Angebot. Die Katalog-Nr.

14 „Pretty“ von Johann-Wilhelm Ehlers, Holstenniendorf,

die höchste Camera-Tochter nach RZG in

Deutschland, mit einer außergewöhnlichen Blutführung,

zählte mit Sicherheit zu den typstärksten Tieren

der gesamtem Auktion. Sie wurde für 6.600 €

an Interessenten aus Schleswig-Holstein verkauft.

56

// Rind im Bild 2/2014

Eröffnung des 19. Sunrise Sale war geprägt von emotionalen Momenten.


Schauen

Die bekannte Zuchtstätte Rörden vom Hof am Sylvert

auf Föhr, hatte zwei Tiere im Auktionsangebot.

„HaS Stevke“, eine Snowmaster-Tochter aus der

Familie der internationalen bekannten RUW Study,

Vollschwester des TOP-Bullen Biliard. Sie wurde für

6.000 € ins nördliche Nachbarland Dänemark verkauft.

„HaS Snowactivity“, ebenfalls auf die RUW

Study Familie zurückgehend, wurde für 4.000 € an

eine Zuchtstätte in den neuen Bundesländern zugeschlagen.

Sie zeichnet sich durch sehr ausgeglichene

und komplette Zuchtwert aus, insbesondere in den

funktionalen Merkmalen.

Die Veranstalter des 19. Sunrise Sale bedanken sich

bei allen Beschickern und Käufern für ihr Vertrauen

und wünschen den Käufern züchterischen Erfolg und

Freude mit den ersteigerten Tieren. Gleichzeitig gilt

unser Dank den vielen Helfern im Hintergrund wie

den Jungzüchtern und dem Fittingteam und allen

Kollegen der Rinder Allianz für die tatkräftige Unterstützung

ohne die diese erfolgreiche Auktion nicht

möglich gewesen wäre.



Text: Dr. Heiner Kahle

Fotos: Pessy Schröder

Das Team der Sunrise Sales 2014 unmittelbar nach der Versteigerung des letzten Auktionstieres der KNS Rilanja, welches für

11.500 € nach Frankreich verkauft wurde.

// Rind im Bild 2/2014 57


Schauen

Erste RinderAllianz-Schau

Rind aktuell“ in Karow

Erst am 12. März 2014 wurde der neue offizielle

Name des Unternehmens RinderAllianz GmbH bekanntgegeben.

Für die Öffentlichkeit und Züchter der

Verbände RSA und RMV stellte die am 19. März 2014

veranstaltete Schau "Rind aktuell" die erste Möglichkeit

dar, sich ein Bild des vergrößerten Unternehmens

zu machen. Knapp 1.200 Besucher aus dem In- und

Ausland kamen in die geschmückte Vermarktungshalle

nach Karow und erlebten eine Schau, die ihnen

noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Der Preisrichter Thomas Hannen kommentierte seine

Richtentscheidungen souverän und anschaulich und

trug so dazu bei, dass das Publikum das Schaugeschehen

emotional begleitete.

Nachzuchten

Eröffnet wurde die Schau mit Töchtergruppen der

RinderAllianz-Spitzenbullen „Globus“, „Pinolo“ und

„Paston“ sowie des Gemeinschaftsbullen „Magna

P RF“ der RinderAllianz GmbH und der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG.

Siegerkuh der Nachzuchtklassen wurde die Magna P

RF-Tochter „Manila“ der Agrargenossenschaft Neu

Kaliß e.G, gefolgt von der Pinolo-Tochter „Pia“ aus

der Ullrich GbR aus Siedentramm.

Alles weitere über die Nachzuchten finden Sie unter

„Nachzuchten für Sie gesehen“.

Schauwettbewerb

113 Kühe aus 28 Betrieben betraten die Bühne

des Geschehens um sich am Schauwettbewerb zu

beteiligen, mit dem Ziel den begehrten Titel der

"Miss Karow 2014" mit nach Hause zu nehmen.

Dominiert wurde das Schaugeschehen von den

erstklassigen Tieren der Rinderzucht Augustin KG,

Neuendorf. Nicht nur alle Altersklassen sondern

auch der Titel "Miss Karow" gingen souverän

nach Neuendorf.

Färsen mit extremen Entwicklungspotential

Die Färsen wurden in vier Ringen gerichtet. Ia-

Preise gingen neben dem Exterieur-Trio „BcH Carmilla“

(Santo), „BcH Liska“ (Atwood) und „BcH

Nora“ (Niagra) aus der RZ Augustin KG, Neuendorf,

an die schauerfahrene und spätere Reservesiegerin

„Anne“ (Van Gogh) vom Milchhof Krey/

Springborn GbR, Kurzen Trechow. Geschlagen

geben musste sie sich nur der ausdrucksstarken

„BcH Carmilla“ der RZ Augustin KG, die perfekt

vorbereitet war und ihre Stärken im Ring voll ausspielen

konnte.

"Außenseiter" nur knapp geschlagen

Die Zweitkalbskühe wurden ebenfalls in vier Ringen

gerichtet. Auch hier konnte sich eine Kuh der

Rinderzucht Augustin KG, Neuendorf durchsetzen.

„Ereola“ (Man-O-Man) überzeugte mit ihrem

Rahmen und ihren sehr harmonischen Übergängen.

Knapp geschlagen geben, musste sich die NOG

Zen-Tochter „Zione“ der Agrarvereinigung "MiFe-

Ma" e.G., Plauerhagen. Die 1a-Preise der weiteren

Ringe gingen an „Cucaracha“ (Legend) von der

Milchhof Gut Parchim GbR und Strobel-Tochter „Litana“

der Aalberts KG aus Wendisch Priborn.

Starke Drittkalbskühe

Die unter Züchtern bekannte Ausnahmekuh „BcH

Brandy“ (Raptor) der Rinderzucht Augustin KG,

Neuendorf überragte mit ihrer Präsenz, einer

fantastischen Rippentiefe und einem super Euter

das Ringgeschehen der Drittkalbskühe. Der Reservesieg

ging an die typstarke „Pauline“ (Goldfire)

der Bruce Johnston GmbH, Crivitz. Einen weiteren

1a-Preis konnte Minister-Tochter „Titia“ aus

dem Stall der Aalberts KG für sich verbuchen. Ein

toller Erfolg für den sehr engagierten Züchter bei

seinem erst zweiten Auftritt in Karow. Aber auch

die anderen Kühe brachten den Preisrichter zum

Schwärmen. Dazu gehörte besonders die Ib-rangierte

kapitale Enrico-Tochter „Enora“ der Agrar

e.G., Reinstorf.

Exzellente Qualität und viel Schauerfahrung

Die Klasse der Kühe ab der 4. Laktation wurde

eindeutig vom Zuchtbetrieb Rinderzucht Augustin

KG in Neuendorf dominiert. Nicht nur der Titel der

Siegerin Alt sondern auch der Reservesiegerin Alt

gingen an den Züchterstall Augustin. Angeführt

wurde diese Altersklasse von der rabenschwarzen

Derry-Tochter „BcH Biggi“, der späteren Siegerkuh.

Reservesiegerin wurde die 1b-platzierte

„BcH Bess“ (Derek 2), die ebenfalls aus dem Neuendorfer

Stall stammt. Jedoch war der Weg zum

Triumph für die Siegerinnen beschwerlich, was an

der starken Konkurrenz lag.

Siegerauswahl

Der absolute Höhepunkt des Tages war die Wahl

der "Miss Karow 2014". Vier Kühe der Rinderzucht

Augustin KG nahmen in Reihe Aufstellung

Den heiß begehrten Klapps auf das Becken erhielt

verdient „BcH Biggi“. Damit trägt sie für ein Jahr

den Titel "Miss Karow".

Den heiß begehrten Klapps auf das Becken erhielt verdient „BcH Biggi“. Damit trägt sie für ein Jahr den Titel "Miss Karow"



Text: RinderAllianz, gekürzt: S.Bethke

Foto: Wolfhard Schulze

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// Rind im Bild 2/2014


Schauen

// Rind im Bild 2/2014 59


Nachzuchten

Nachzuchten bei der „Rind aktuell Schau“

in Karow

Pinolo 822391 (Planet x O-Man x Jocko Besne)

Milchtyp: Die Pinolo-Töchter variierten im Milchtyp

von mittel bis gut.

Körper: Die im passenden Rahmen stehenden Färsen

hatten gute Übergänge und zeigten eine gute

Stärke; sie konnten mit passender Körpertiefe überzeugen.

Die wie gewünscht leicht abfallenden Becken

hatten eine gute Breite.

Fundament: Die Pinolo-Töchter zeigten sich mit etwas

mehr Knochensubstanz, aber mit trockenen und

klaren Sprunggelenken. Die Gruppe demonstrierte

einen guten Bewegungsablauf auf korrekt gestellten

und eher gewinkelteren Beinen mit ordentlichen

Klauen bei etwas flacheren Trachten und einer nicht

ganz einheitlichen Fesselung.

Euter: Die gut angesetzten Euter gefielen vor allem

durch ihre gute Textur und Festigkeit mit mittellangen

Vordereutern. Die Hintereuter sind mittel hoch,

passend breit und mit einem guten Zentralband ausgestattet.

Die Strichlänge war knapp und es waren

feine Striche, mit einer sehr guten Strichplatzierung.

Paston 822383 (Planet x Goldwyn x Lancelot)

Milchtyp: Die Paston-Töchter präsentierten sich

mit viel Milchtyp.

Siegerkuh der Nachzuchtklassen in Mecklenburg

wurde die Magna P RF-Tochter „Manila“ der Agrargenossenschaft

Neu Kaliß eG

Körper: Die mittelrahmigen Färsen wussten mit

guten Übergängen und knapp mittlerer Stärke bei

durchschnittlicher Körpertiefe zu überzeugen. Die

eher abfallend gelagerten Becken waren mittelbreit.

Fundament: Die Gruppe zeigte sich mit etwas

Varianz in der Klarheit der Sprunggelenke. Die

Paston-Töchter zeigten aber eine gute Bewegung

auf korrekt gestellten und gewinkelten Beinen mit

ordentlichen Klauen und mittelhohen Trachten sowie

einer guten Fesselung.

Euter: Die fest angesetzten Euter gefielen vor

allem durch ihre sehr gute Textur und Festigkeit mit

mittellangen Vordereutern. Die Hintereuter waren

passend hoch, breit und mit einem guten Zentralband

ausgestattet. Die Gruppe zeigte unterdurchschnittliche

Strichlänge bei tendenziell etwas dünneren

Strichen, konnte aber mit einer sehr guten

Strichplatzierung überzeugen.

Magna P RDC 506286 (Bolton x September x Steven)

Reservesiegerin der Nachzuchten in Mecklenburg wurde die Pinolo-

Tochter „Pia“ von der Ullrich GbR, Siedentramm

Milchtyp: Die Magna P-Töchter präsentierten sich

mit viel Milchtyp.

Körper: Die uniforme Töchtergruppe zeigte sich

harmonisch mit guten Übergängen und gewünscht

guter Stärke. Die Magna P-Töchter waren mit viel

Länge in der Mittelhand und gutem Rahmen ausgestattet

und verfügten über mittlere Körpertiefe mit

breiten, tendenziell eben gelagerten Becken und

einer festen Oberlinie.

Fundament: Die Töchtergruppe bewegte sich gut

auf trockenen und klaren Fundamenten mit etwas

mehr Knochensubstanz bei gewünscht leichter

Winkelung. Die Gruppe zeigte einen guten Bewegungsablauf

auf parallel gestellten Beinen mit

guter Fesselung und guten geschlossenen Klauen.

Euter: Die fest aufgehängten mit einer guten Textur

ausgestatteten Euter zeigten sich mittellang bis

lang im Vordereuter und wurden von ordentlichen

Zentralbändern gehalten. Die Strichlänge und -platzierung

waren optimal, bei nicht immer senkrechter

vorderer Strichstellung. Hervorzuheben sind die

hoch und breit aufgehängten Hintereuter.

Globus 804215 (Gavor x Buckeye x Allen)

Es wurden 6 dunkel gezeichnete Töchter in der 1.

Laktation aus dem Testeinsatz präsentiert.

Milchtyp: Die Gruppe präsentierte sich im guten

Milchtyp mit guten Übergängen.

Körper: Die Gruppe zeigte sich mit viel Stil, Vorhand

und einer passenden Körpertiefe mit einer

leicht unterdurchschnittlichen Herztiefe. Die durchschnittlich

breiten und langen Becken variierten

etwas in der Beckenlage.

Fundament: Die Globus-Töchter bewegten sich

auf parallel gestellten, trockenen und klaren Fundamenten

mit, wie gewünscht, leichter Winkelung.

Die Gruppe zeigte einen guten Bewegungsablauf

auf ordentlichen, geschlossenen Klauen.

Euter: Die Hintereuter waren überwiegend hoch,

breit und fest aufgehängt und verfügten über ein

sehr gutes Zentralband, woraus die teils engere

hintere Strichstellung resultiert. Die Vordereuter

waren mittellang und teilweise leicht offen, aber

fest aufgehängt. Die Globus-Töchter zeigten eine

gute Strichlänge bei einer, wie gewünscht, unter

den Eutervierteln positionierten Strichplatzierung.

Name HB-Nr. M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZG RZM RZE RZS RZN RZR

Pinolo 822391 +2.141 -0,17 +69 -0,03 +69 138 138 138 108 114 99

Paston 822383 +1.370 -0,18 +37 +0,08 +55 136 126 107 118 121 106

Magna P RDC 506286 +1.193 -0,07 +42 0,07 +33 121 114 121 113 108 98

Globus 804215 +1.775 -0,41 +29 +0,05 +55 122 124 123 100 100 89

60

// Rind im Bild 2/2014


Nachzuchten

Nachzuchten bei der „Schau der Besten 2014“

in Verden

Jabez 506273

(Jango x Goldwin x Marshall)

Jabez ist zurzeit der zweithöchste Jango-Sohn in

Deutschland mit klaren Stärken in der Eutervererbung.

Diese waren hoch und breit aufgehängt

und mit einem starken Zentralband ausgestattet.

Als Nachteil erwies sich jedoch die engere Platzierung

der hinteren Striche. Zusätzlich zeigten die

Jabez-Töchter viel Milchtyp mit durchschnittlicher

Rippentiefe und Vorhandstärke und mittelbreiten

Becken. Sie bewegten sich gut auf steileren Hinterbeinen

mit fest geschlossenen Klauen.

Mowambo 472462

(Moscow x Goldwin x Ronald)

Mowambo ist einer von wenigen Moscow-Söhnen

in Deutschland, der mit guten funktionalen Zuchtwerten

auf sich aufmerksam macht. Hinzu kommt

eine gute Milchmengenvererbung mit knapperen

Inhaltsstoffen. Seine großrahmigen Töchter zeigen

etwas weniger Breite in der Vorhand und beim Becken,

wobei diese optimal gelagert sind. Neben einer

soliden Fundamentvererbung wussten die breiten

Euter mit ordentlicher Aufhängung zu gefallen.

Barnaby 832221

(Mr.Burns x Shottle x Derry)

Der Mr.Burns-Sohn aus der Schauikone „DT Spottie

EX-94“, wusste durch seine körperstarken

Töchter zu gefallen, denen sicherlich etwas mehr

Länge im Halsbereich zu wünschen wäre. Die etwas

gröberen Fundamente sind korrekt gewinkelt

und ermöglichen einen guten Bewegungsablauf.

Im Bereich der Euter sind die Ausprägung des

Zentralbandes, die Textur und die Höhe des Euterbodens

hervorzuheben. Die Vordereuter zeigten

nicht immer genügend Länge und die Platzierung

der vorderen Striche war tendenziell etwas breiter.


Baxtino 471416

(Baxter2 x Goldwin x BW Marshall)

Mit einer Gruppe von Zweitkalbskühen aus dem

Testeinsatz wartete der bekannte Baxter2-Sohn

Baxtino auf, von dem nicht zum ersten Mal eine

Töchtergruppe präsentiert werden konnte. Glanzstück

waren auch diesmal wieder die breit und

hoch aufgehängten Euter mit einem sehr guten

Zentralband und einer optimalen Strichplatzierung.

Diese sehr uniforme Töchtergruppe bewegte

sich auf korrekten Fundamenten und konnte auch

durch Milchadel und Rippentiefe punkten. Lediglich

die ebenen und mittelbreiten Becken, gilt es

bei der Anpaarung zu beachten.

Sallas 328275

(Stormatic x Rudolph x Jubilant)

Großen Anklang fand der Stormatic-Sohn Sallas

mit seiner uniformen und extrem fundamentstarken

Töchtergruppe aus Zweit- und Drittkalbskühen.

Die Sallas-Töchter sind überdurchschnittlich

groß, bei fester Oberlinie und optimal

geneigten Becken. Sie haben eine mittlere Stärke

und Tiefe sowie eine knappere Beckenbreite. Ihre

drüsigen, fest ansitzenden Euter verfügen über

eine korrekte Strichplatzierung, vorne wie hinten –

könnten jedoch etwas stärker im Zentralband sein.

Die Jabez-Tochter „Oroma“ von J.D. Enninga, Liensfeld

wurde für die Töchtergruppe ihres Vaters ausgesucht und

errang prompt einen 1a-Platz

Siegerin der Nachzuchten in Verden– Mala (v. Sallas) von Ruth und

Wilfried Stolle,

Neuenkoop

Reservesiegerin der Nachzuchten in Niedersachsen –

Karisma (v. Baxtino) von der Lattwesen GbR, Hohnhorst

Name HB-Nr. M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZG RZM RZE RZS RZN RZR

Jabez 506273 +700 -0,04 +33 -0,16 +39 122 117 119 95 105 106

Mowambo 472462 +1.769 -0,48 +20 -0,16 +42 131 115 110 119 120 122

Barnaby 832221 +1.120 -0,03 +43 0,01 +37 126 116 121 103 116 108

Baxtino 471416 +516 +0,06 +27 +0,05 +22 124 106 130 111 120 107

Sallas 328275 +248 -0,10 +1 -0,07 +2 116 90 124 118 129 112

// Rind im Bild 2/2014 61


Nachzuchten

Nachzuchten auf der

„Excellent-Schau 2014“

Gabino 148522

(Goldwyn x Allen x Progress)

Milchtyp: Die typvolle Gruppe zeigte einen

sehr guten Milchcharakter.

Körper: Die gut mittelrahmigen Töchter wussten

mit harmonischen Übergängen und passender

Stärke zu überzeugen. Sie zeigten die

gewünschte Körpertiefe mit einer einheitlich

schönen, offenen Rippe. Die Gruppe konnte mit

passend breiten, sehr gut gelagerten Becken

überzeugen.

Fundament: Glanzpunkt der Vererbung waren

die guten, trockenen und sehr klaren Sprunggelenke.

Die Gabino-Töchter zeigten einen sehr

guten Bewegungsablauf auf parallel gestellten

und optimal gewinkelten Beinen mit einer guten

Fesselung. Die Klauen waren geschlossen

und mit hohen Trachten ausgestattet.

Euter: Die sehr hoch angesetzten, drüsigen Euter

gefielen durch ihre gute Textur mit passend

langen und festen Vordereutern. Die Hintereuter

waren hoch, breit und mit einem starken Zentralband

ausgestattet. Die Gruppe konnte auch

mit einer optimalen Strichlänge und -platzierung

überzeugen.

Gabino sollte zur Verbesserung des Exterieurs

und der Fundamente eingesetzt werden.

Gandolf 144494

(Goldwyn x Manat x Rudolph)

Milchtyp: Die Gandolf-Töchter präsentierten

sich im mittleren Milchtyp.

Körper: Die uniforme Töchtergruppe zeigte sich

mit schönen Übergängen und gewünscht guter

Stärke. Die Gandolf-Töchter waren mit guter

Länge und genügend Rahmen ausgestattet und

verfügten über mittlere Körpertiefe mit breiten,

optimal gelagerten, leicht abfallenden Becken

und einer festen Oberlinie.

Fundament: Die Gandolf-Töchter zeigten trockene

und klare Sprunggelenke mit passend, wie

gewünscht leicht gewinkelten Fundamenten.

Sie bewegten sich auf parallel gestellten Beinen

mit straffer Fesselung und guten geschlossenen

Klauen.

Euter: Die Euter gefielen vor allem durch ihre

Textur und das gute Zentralband. Die Gandolf-

Töchter hatten mittellange, fest aufgehängte

Vordereuter. Die Hintereuter waren mittelhoch

und passend breit aufgehängt, bei einer ordentlichen

vorderen und hinteren Strichlänge und

-platzierung.

Gandolf ist ein Bulle, der zur Verbesserung von

Typ und Körper eingesetzt werden sollte.


Pius 148527

(Planet x O-Man x Outside)

Milchtyp: Die Pius-Töchter präsentierten sich im

guten Milchtyp.

Körper: Die Töchtergruppe zeigte sich sehr harmonisch

mit sehr guter Körpertiefe und ausreichender

Stärke. Die Pius-Töchter waren mit viel

Länge und Rahmen ausgestattet und verfügten

über lange, breite, tendenziell eben gelagerte

Becken und eine feste Oberlinie.

Fundament: Die Pius-Töchter bewegten sich

gut auf mit teils mehr Substanz ausgestatteten

Fundamenten und etwas mehr Winkelung. Sie

zeigten eine parallele Beinstellung mit einer

leicht weicheren Fesselung auf tendenziell flacheren

Klauen.

Euter: Die sehr hoch angesetzten Euter gefielen

vor allem durch ihre gute Textur und Festigkeit

mit einer guten Vordereuterlänge. Die Hintereuter

sind hoch, breit und mit einem starken

Zentralband ausgestattet. Die Gruppe konnte

auch mit einer optimalen Strichplatzierung bei

knapp mittlerer Strichlänge überzeugen.

Pius ist ein Bulle, der unter Berücksichtigung

der Fundamente zur Verbesserung der Euter und

Rahmen eingesetzt werden könnte.

Siegerfärse in Leer wurde Heidy (v. Gabino), Besitzer:

Günter Köhne, Marx

Reservesiegerin wurde Bacardi (v. Gandolf), Besitzer: Haßbargen

GbR, Barstede

Name HB-Nr. M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZG RZM RZE RZS RZN RZR

Gabino 148522 +105 +0,11 +14 -0,00 +4 113 94 129 117 115 110

Gandolf 144494 +1.116 +0,15 +61 +0,00 +38 125 119 119 104 99 115

Pius 148527 +866 -0,19 +17 -0,14 +16 117 100 121 108 122 115

62

// Rind im Bild 2/2014


Testbullen

Rotbunt DN

Don DN 10.588022 TV TL TY 11.10.2012

Pl RZG: 112 Pl RZM: 111 PI RZS: 101 PI RZE: 102

Zü: Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland

V: Donald

M: Narzisse 01/85-85-84-85/85 v.Marathon DN

2/1 La. 7988 4,44 355 3,48 278

MM: Feldblume 03/85-86-88-85/86 v.Dorus

5/4 La. 7986 5,06 404 3,98 318

Angler

Piet 10.588881 TV TL TY 14.08.2012

Pl RZG: 127 Pl RZM: 121 PI RZS: 108 PI RZE: 103

Zü: Karsten Andersen, Loit

V: R David

M: Hanita 05/89-87-86-86/86 v.Fenno

5/5 La. 10787 5,06 546 3,46 373

HL 3 11745 5,2 611 3,34 392

MM: Fatima 68 01/81-80-82-84/82 v.Zober

6/5 La. 9304 4,97 462 3,55 330

Deberon DN gesext

Deberon DN 10.588021 TV TL TY 18.10.2012

Pl RZG: 114 Pl RZM: 108 PI RZS: 105 PI RZE: 112

Zü: Steffen Hamester, Barlt

V: Dadius

M: Kathrine 03/90-90-86-86/88 v.Matthijs

3/2 La. 8584 4,3 369 3,53 303

HL 2 8661 4,26 369 3,6 312

MM: Christin 03/88-88-88-86/87 v.Silo

6/5 La. 9352 4,19 392 3,49 326

Prunk 10.588901 TV TL TY 03.11.2012

Pl RZG: 124 Pl RZM: 123 PI RZS: 101 PI RZE: 112

Zü: Johann Amling, Waabs

V: Hexer

M: Lita 03/87-84-87-87/86 v.Hardy

4/3 La. 10641 4,45 473 3,5 372

HL 3 11391 4,49 512 3,45 393

MM: Gitta 23 03/83-85-82-84/84 v.Duden

3/3 La. 11385 4,06 462 3,33 379

Rikus DN 10.588027 TV TL TY 02.01.2013

Pl RZG: 115 Pl RZM: 112 PI RZS: 102 PI RZE: 102

Zü: Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland

V: Rik

M: Marburg 01/85-85-84-85/85 v.Rudolf DN

3/2 La. 7751 4,17 323 3,54 274

HL 2 8298 4,24 352 3,58 297

MM: Godesberg 10 02/86-85-85-85/85 v.Dorus

5/5 La. 8028 4,53 364 3,6 289

Punkt 10.588908 TV TL TY 08.12.2012

Pl RZG: 134 Pl RZM: 127 PI RZS: 104 PI RZE: 117

Zü: Hans-Jürgen Felsen, Böel

V: R Fastrup

M: Helena 06/87-86-84-84/84 v.Baldo

6/6 La. 10541 5,03 530 3,64 384

HL 3 12056 4,92 593 3,64 439

MM: Finesse 45 02/85-85-83-84/84 v.Zamba

2/1 La. 8153 5,18 422 3,79 309

Der DN-Bulle Deberon DN ist ab sofort gesext weiblich verfügbar. Damit besteht auch für Züchter der Richtung Rotbunt Doppelnutzung die Möglichkeit, die

Anzahl der weiblichen Tiere zu erhöhen. Der Vorteil besteht darin, bei der Auswahl für die Remontierung eine schärfere Selektion durchführen zu können. Nutzen

Sie das Angebot und sprechen Sie die Mitarbeiter der RSH eG an!


Text: Günter Koch

Largor

589010 BYF

geboren 2008 Besitzer: RSH

Züchter: Hans-Jürgen Felsen, Böel

Dragomir Ferdi

Gesa 3/84 VG

Arena

Barbara 36 7/84 VG

Rubin

Zita 26 1/80 GP

Inhaltsstoffe • Blutführung • Sekundärmerkmale

Die Blutführung Dragomir x Arena x Rubin x Viking x Lukas ist eine willkommene Alternative auf der Angler

Bullenkarte. Den hohen Inhaltstoffgehalt von Mutter und Großmutter scheint Largor an seine Töchter weiterzugeben.

Ein Allrounder mit positiven Informationen hinsichtlich der Sekundärmerkmale.

Milchtyp 102 Körper 101 Fundament 105 Euter 109

Standardisierte Zuchtwerte

Preis: 18,00 €

88 100 112 124

Merkmal Extrem t t t t Extrem

Größe klein 97 groß

Milchcharakter wenig 98 viel

Körpertiefe wenig 104 viel

Stärke schwach 99 stark

Beckenneigung ansteigend 101 abfallend

Beckenbreite schmal 103 breit

Hinterbeinwinkel. steil 100 gewinkelt

Klauen flach 107 hoch

Sprunggelenk derb 97 trocken

Hinterbeinstellung nach außen 97 parallel

Bewegung schlecht 106 gut

Hintereuterhöhe tief 101 hoch

Zentralband schwach 109 stark

Strichplatzierung vorn außen 110 innen

Strichplatzierung hinten außen 110 innen

Vordereuteraufh. lose 106 fest

Eutertiefe tief 108 hoch

Strichlänge kurz 96 lang

Largor Tochter Oregon, Milch GbR, Sorgenfrei

RZG 122 33 Tö.

RZM 118 Tö. 33/Betr. 26 Si. 75

Milch-kg + 695

Fett % + 0,02

Fett kg + 34

Eiweiß % + 0,06

Eiweiß kg + 30

RZE 109

RZN 110

RZS 106

Fruchtbarkeit Bulle

RZD 99

RZFit -

RZR -

RZK dir 105 RZKmat 82

// Rind im Bild 2/2014 63


Madorty

599461 BYF

aAa 342156

geboren 2009 Besitzer: RSH

Züchter: Antonius Richter, Mantinghausen

Malvoy Marmax

Madonna 4/91 EX

Morty

RH Meggilee 5/91 EX

Lee

RH Meggy 4/88 VG

Milchmenge • Zentralband • Fundamente

Madorty geht über Malvoy und Morty auf die bekannte Schaukuh RH Meggilee zurück. Madorty ist ein

Spezialist für die Milchmenge. Die großrahmigen Madorty-Töchter verfügen über Substanz, die Becken sind gut

gelagert und sehr breit. Die laufstallgerechten Fundamente sind ohne Fehler. Normale Geburten.

gMilchtyp 103 gKörper 110 gFundament 116 gEuter 106

Genomische Zuchtwerte

88 100 112 124

Merkmal Extrem t t t t Extrem

Größe klein 108 groß

Milchcharakter wenig 99 viel

Körpertiefe wenig 110 viel

Stärke schwach 110 stark

Beckenneigung ansteigend 109 abfallend

Beckenbreite schmal 94 breit

Hinterbeinwinkel. steil 97 gewinkelt

Klauen flach 103 hoch

Sprunggelenk derb 110 trocken

Hinterbeinstellung nach außen 105 parallel

Bewegung schlecht 115 gut

Hintereuterhöhe tief 110 hoch

Zentralband schwach 119 stark

Strichplatzierung vorn außen 104 innen

Strichplatzierung hinten außen 107 innen

Vordereuteraufh. lose 96 fest

Eutertiefe tief 94 hoch

Strichlänge kurz 107 lang

Preis: 15,00 €

Madorty Tochter Norla, Marcus Schmidt, Krempendorf

gRZG 134

Milch-kg + 2412

Fett % - 0,60

Fett kg + 39

Eiweiß % - 0,14

Eiweiß kg + 68

gRZE 114

gRZN 109

gRZS 112

Fruchtbarkeit Bulle

44 Tö.

gRZM 131 Tö. 44/Betr. 35 Si. 81

gRZD 90

gRZFit -

gRZR 99

gRZKdir 101 gRZKmat 106

Zubelino

599481 BYF

aAa 342516

geboren 2009 Besitzer: RSH

Züchter: Peter & Frank Königs GbR, Stadtkyll

Zabing Zunder

Dalija 3/85 VG

Marmax RF

GR Dazzle 4/88 VG

Rubens RF

CR Dawn 1/88 VG

Eutergesundheit • Milchmenge • Nutzungsdauer

Zubelino ist einer der ersten Zabing-Söhne in Deutschland und stammt aus der NOG-geprüften Marmax-Tochter

Dalija (VG 85). Zubelino überzeugt mit einer sehr guten Milchmenge. Im Exterieur zeigen sich die Zubelino-

Töchter als rahmige, tiefe Kühe, die Fundamente sind ohne Fehler. Leichte Geburten.

gMilchtyp 102 gKörper 101 gFundament 120 gEuter 107

Genomische Zuchtwerte

Preis: 15,00 €

88 100 112 124

Merkmal Extrem t t t t Extrem

Größe klein 103 groß

Milchcharakter wenig 100 viel

Körpertiefe wenig 100 viel

Stärke schwach 98 stark

Beckenneigung ansteigend 109 abfallend

Beckenbreite schmal 92 breit

Hinterbeinwinkel. steil 90 gewinkelt

Klauen flach 104 hoch

Sprunggelenk derb 114 trocken

Hinterbeinstellung nach außen 113 parallel

Bewegung schlecht 109 gut

Hintereuterhöhe tief 109 hoch

Zentralband schwach 100 stark

Strichplatzierung vorn außen 104 innen

Strichplatzierung hinten außen 107 innen

Vordereuteraufh. lose 101 fest

Eutertiefe tief 103 hoch

Strichlänge kurz 95 lang

Zubelino Tochter Oboe, Reimers GbR, Westerhorn

gRZG 125

Milch-kg + 1612

Fett % - 0,53

Fett kg + 17

Eiweiß % - 0,07

Eiweiß kg + 48

gRZE 113

gRZN 113

gRZS 114

Fruchtbarkeit Bulle

43 Tö.

gRZM 117 Tö. 43/Betr. 28 Si. 84

gRZD 106

gRZFit -

gRZR 100

gRZKdir 108 gRZKmat 100

64

// Rind im Bild 2/2014


Eliadi

599462 geb. 2009

aAa 243615

Zü.: Martin Thormählen, Holtsee

Bes.: RSH

Elayo Stadel

TH Heidi 1/86 VG

Eliadi

Ludox

TH Dolina 1/85 VG

Mtoto

TH Veilchen 4/91 EX

Milchmenge • Eiweiß • Fundamente

Sieben Generationen EX und VG-bewertete Kühe in direkter Generationenfolge machen

Eliadi zu einem Ausnahmebullen, der Höchstleistungen aus der Kuhfamilie mit optimalem

Fundament und Euter bringen sollte und nachhaltig die Nutzungsdauer verbessert.

gMilchtyp 95 gKörper 104 gFundament 106 gEuter 118

Pinolo

822391 BYF geb. 2009

Zü.: Frankreich

Bes.: RA

Planet Taboo

Veranda 1/85 VG

Pinolo Tochter Pia, Ullrich GbR, Siedentramm

O-Man

Jocko Besn

Remarlinda 2/90 EX Nadia 1/86 VG

Fundamente • Milchleistung • Hintereuter

Pinolo vererbt eine hohe Milchmenge und hoch aufgehandene Hintereuter, bei eher

breiteren, abfallenden Becken.

gMilchtyp 107 gKörper 109 gFundament 100 gEuter 111

Genomische Zuchtwerte Preis: 12,00 €

88 100 112 124

Merkmal

t t t t

Größe 108

Milchcharakter 90

Körpertiefe 95

Stärke 107

Beckenneigung 102

Beckenbreite 91

Hinterbeinwinkel. 103

Klauen 102

Sprunggelenk 105

Hinterbeinstellung 102

Bewegung 103

Hintereuterhöhe 106

Zentralband 107

Strichplatzierung vorn 107

Strichplatzierung hinten 112

Vordereuteraufh. 114

Eutertiefe 127

Strichlänge 88

Paston

gRZG 124 40 Tö.

gRZM 121

Milch-kg + 1240

Fett % + 0,01

Fett kg + 53

Eiweiß % + 0,04

Eiweiß kg + 46

gRZE 113 gRZD 100

gRZN 106 gRZFit -

gRZS 111 gRZR 93

gRZK dir 97 gRZK mat 107

Genomische Zuchtwerte Preis: 21,00 €

88 100 112 124

Merkmal

t t t t

Größe 101

Milchcharakter 102

Körpertiefe 106

Stärke 106

Beckenneigung 109

Beckenbreite 106

Hinterbeinwinkel. 96

Klauen 91

Sprunggelenk 108

Hinterbeinstellung 97

Bewegung 100

Hintereuterhöhe 114

Zentralband 109

Strichplatzierung vorn 107

Strichplatzierung hinten 106

Vordereuteraufh. 105

Eutertiefe 100

Strichlänge 83

Jentin

gRZG 138 100 Tö.

gRZM 138

Milch-kg + 2141

Fett % - 0,17

Fett kg + 69

Eiweiß % - 0,03

Eiweiß kg + 69

gRZE 110 gRZD 108

gRZN 114 gRZFit -

gRZS 108 gRZR 99

gRZK dir 105 gRZK mat 91

822383 BYF geb. 2009

aAa 234165

822385 BYF geb. 2009

Zü.: Niederlande

Bes.: RA

Zü.: Agricola GmbH&Co.KG

Salzwedel, Bes.: RA

Planet Taboo

Ebony 1/86 VG

Paston Tochter Pumuckel, Klug GbR, Volgfelde

Goldwin

Lancelot

Ebony 1/86 VG Ebonya 1/87 VG

Milchleistung • Nutzungsdauer • Kalbeverlauf

Paston ist einer der höchsten genomisch getesteten Bullen in D. Er führt seltenes Blut

und stammt aus der Kuhfamilie von Rotate Ebony EX 94, Mutter von Millenium.

gMilchtyp 102 gKörper 86 gFundament 108 gEuter 113

Jeeves Outside

Ida 1/85 VG

Jentin Tochter Jendra, Tucheim AG eG, Genthin

Goldwin

Ford

Ivonne 999 1/85 VG Isabelle 81 2/85 VG

Nutzungsdauer • Fruchtbarkeit • Zellzahl

Jentin ist ein solider Milchmengenvererber mit überragenden Funktionalitätseigenschaften

und gutem Kalbeverlauf.

gMilchtyp 106 gKörper 101 gFundament 111 gEuter 116

Genomische Zuchtwerte Preis: 20,00 €

88 100 112 124

Merkmal

t t t t

Größe 91

Milchcharakter 95

Körpertiefe 90

Stärke 94

Beckenneigung 116

Beckenbreite 87

Hinterbeinwinkel. 90

Klauen 99

Sprunggelenk 109

Hinterbeinstellung 97

Bewegung 107

Hintereuterhöhe 110

Zentralband 103

Strichplatzierung vorn 104

Strichplatzierung hinten 110

Vordereuteraufh. 107

Eutertiefe 116

Strichlänge 91

gRZG 136 248 Tö.

gRZM 126

Milch-kg + 1370

Fett % - 0,18

Fett kg + 37

Eiweiß % + 0,08

Eiweiß kg + 55

gRZE 107 gRZD 99

gRZN 121 gRZFit -

gRZS 118 gRZR 106

gRZK dir 111 gRZK mat 91

Genomische Zuchtwerte Preis: 20,00 €

88 100 112 124

Merkmal

t t t t

Größe 97

Milchcharakter 102

Körpertiefe 102

Stärke 96

Beckenneigung 103

Beckenbreite 98

Hinterbeinwinkel. 100

Klauen 116

Sprunggelenk 93

Hinterbeinstellung 112

Bewegung 114

Hintereuterhöhe 108

Zentralband 110

Strichplatzierung vorn 106

Strichplatzierung hinten 102

Vordereuteraufh. 106

Eutertiefe 110

Strichlänge 101

gRZG 135 145 Tö.

gRZM 119

Milch-kg + 1207

Fett % + 0,09

Fett kg + 58

Eiweiß % - 0,03

Eiweiß kg + 38

gRZE 115 gRZD 101

gRZN 123 gRZFit -

gRZS 117 gRZR 118

gRZK dir 104 gRZK mat 106

// Rind im Bild 2/2014 65


Baxtino

471416 BYF geb. 2008

Jenetor

832453 BYF geb. 2008

Zü.: Italien

Bes.: Masterrind

Baxter 2 Blitz

Tina 3/87 VG

Baxtino Tochter Banni

Mtoto

Toot-ET 2/90 EX

Mandel

Eas Tulip 2/94 EX

Exterieur • Nutzungsdauer • Euter

Baxtino vererbt sehr gute Fundamente, ausgezeichnete Euter mit ausgeprägtem

Zentralband und optimaler Strichplatzierung. In den Sekundärmerkmalen lässt er keine

Wünsche offen.

gMilchtyp 122 gKörper 104 gFundament 123 gEuter 125

Zü.: Nordirland

Bes.: Masterrind

Jango Jocko Besn

Debbie Joy 4/92 EX

Jenetor Tochter Jolie, Agrargenossenschaft Eibau eG

Goldwin

Debbie Joy 1/87 VG

Milchmenge • Körper • Euter

Brett

Debbi-Jo 2/92 EX

Jenetor ist ein Milchmengenvererber, der Substanz, gute Becken und gut aufgehangene

mittellange Euter bringt.

gMilchtyp 111 gKörper 116 gFundament 106 gEuter 114

Genomische Zuchtwerte Preis: 25,00 €

88 100 112 124

Merkmal

t t t t

Größe 100

Milchcharakter 120

Körpertiefe 109

Stärke 96

Beckenneigung 89

Beckenbreite 90

Hinterbeinwinkel. 88

Klauen 112

Sprunggelenk 112

Hinterbeinstellung 111

Bewegung 121

Hintereuterhöhe 116

Zentralband 118

Strichplatzierung vorn 98

Strichplatzierung hinten 102

Vordereuteraufh. 119

Eutertiefe 117

Strichlänge 100

gRZG 124 195 Tö.

gRZM 106

Milch-kg + 516

Fett % + 0,06

Fett kg + 27

Eiweiß % + 0,05

Eiweiß kg + 22

gRZE 130 gRZD 96

gRZN 120

gRZS 111

gRZFit 124

gRZR 107

gRZK dir 101 gRZK mat 97

Genomische Zuchtwerte Preis: 18,00 €

88 100 112 124

Merkmal

t t t t

Größe 113

Milchcharakter 111

Körpertiefe 108

Stärke 102

Beckenneigung 113

Beckenbreite 109

Hinterbeinwinkel. 84

Klauen 114

Sprunggelenk 95

Hinterbeinstellung 95

Bewegung 108

Hintereuterhöhe 115

Zentralband 107

Strichplatzierung vorn 109

Strichplatzierung hinten 105

Vordereuteraufh. 107

Eutertiefe 105

Strichlänge 97

gRZG 125 52 Tö.

gRZM 128

Milch-kg + 1800

Fett % - 0,39

Fett kg + 31

Eiweiß % + 0,00

Eiweiß kg + 62

gRZE 117 gRZD 104

gRZN 99 gRZFit -

gRZS 98 gRZR 95

gRZK dir 103 gRZK mat 106

Olive v. Zubelino, Besitzer: Bernd Döppner, Köhn

Odea v. Zubelino, Besitzer: Bernd Döppner, Köhn

Euterbild Olive

66

// Rind im Bild 2/2014


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Hersteller:

HYPRED GmbH

Marie-Curie-Str. 23 • 53332 Bornheim-Sechtem

Tel.: 02227-9082 20 • Fax: 02227-9082 22

hypred.de@roullier.com • www.hypred.com

Vertrieb:

RSH Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Rendsburger Str. 178

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Tel.: 04321-9053 24 • Fax: 04321-9053 95

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