Medienmitteilung VIEL LÄRM UM NICHTS - Schauspielhaus Zürich

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Medienmitteilung VIEL LÄRM UM NICHTS - Schauspielhaus Zürich

VIEL LÄRM UM NICHTS

von William Shakespeare

Regie: Karin Henkel

Premiere: Donnerstag, 30.9.2010, 20 Uhr, Pfauen

unterstützt von der Hans Imholz-Stiftung

In Shakespeares aberwitziger Komödie VIEL LÄRM UM NICHTS aus dem Jahr

1600 regieren die Paare: Erst die Männer- und Brüderpaare, die aus dem

Krieg kommen, dann die Streit-, Liebes- und Ehepaare, die sich mit den

daheim gebliebenen Frauen bilden; allen voran Benedikt und Beatrice,

zwei überzeugte Singles, die über ihre wechselseitig empfundene Abscheu

zueinander finden. Ab dem 30. September wird der wortgewaltige

Geschlechterkampf - inszeniert von Karin Henkel – in einer Neuübersetzung

für das Schauspielhaus von Angela Schanelec im Pfauen zu erleben

sein. Die Bühne gestaltet Muriel Gerstner, für die Kostüme zeichnet

Marion Münch verantwortlich.

Der Krieg ist aus, es kann geheiratet werden. Bevor aber die füreinander

bestimmten Paare sich für immer binden dürfen, entspinnt sich eine

Geschichte, die es in sich hat. Don Juan nämlich, der im Krieg unterlegene

Befehlshaber, meint sich auf einem anderen Schlachtfeld, dem

der Liebe, an seinem siegreichen Bruder, dem Prinzen von Aragonien,

rächen zu müssen. Gar unschön sind die Pläne, die er sich hierfür unterbreiten

lässt und für deren Durchführung er gut bezahlt: Sein Bruder

solle getäuscht werden, der Gouverneur getötet, dessen Tochter Hero

zugrunde gerichtet und deren Brautwerber Claudio gequält. Die öffentliche

Blossstellung und (Beinahe-) Zugrunderichtung Heros in der

Kirche gerät zum Höhepunkt einer Intrige unter lädierten Seelen. Erst

der glückliche Ausgang der Komödie gibt Anlass zum titelgebenden

Stossseufzer: „Viel Lärm um nichts.“

Berühmter noch als für seine Handlung ist Shakespeares Stück aus dem

Jahr 1600 allerdings für ein zweites Liebespaar, das um ein Haar keines

wurde: Beatrice und Benedikt, zwei überzeugte Singles, die über

ihre wechselseitig empfundene Abscheu zueinander finden.


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Der Shakespeareforscher Harold Bloom schreibt zu diesem „hübschesten

nihilistischen Drama“, Beatrice und Benedikt hielten sich mit der

Klinge des Witzes die drohende Sinnlosigkeit vom Hals. „Sie machen

viel Lärm um nichts, weil sie wissen, dass von nichts nichts kommt,

und so fangen sie immer wieder zu reden an.“

Karin Henkel, geboren 1970 in Köln, begann zu Beginn der 90er Jahre

als Regieassistentin am Staatstheater Wiesbaden und am Wiener Burgtheater.

Am Burgtheater begann auch ihre Regiekarriere – als jüngste

jemals dort tätige Regisseurin. Es folgten Inszenierungen u.a. am Thalia

Theater in Hamburg, an der Berliner Volksbühne, am Schauspielhaus

Bochum, am Schauspielhaus Zürich („Woyzeck“ 1999, „Das weite Land“

2004), am Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Düsseldorf.

Zuletzt arbeitete sie am Hamburger Schauspielhaus („Minna von Barnhelm“),

am Schauspiel Köln („Iphigenie“), am Schauspiel Frankfurt

(„Drei Schwestern“) und an den Münchner Kammerspielen („Nachtasyl/Sommergäste“).

Ihre Stuttgarter Inszenierung „Platonow“ wurde 2006 zum Theatertreffen

nach Berlin eingeladen. Am Schauspielhaus Zürich war in der vergangenen

Spielzeit ihre Regiearbeit „Alkestis“ von Euripides zu sehen.


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VIEL LÄRM UM NICHTS

von William Shakespeare

Neuübersetzung von Angela Schanelec

Regie

Bühne

Kostüme

Choreographie

Licht

Dramaturgie

Mit:

Don Pedro

Don John

Claudio

Benedikt

Boracchio

Lenonato

Antonio

Hero

Beatrice

Ursula

Nicole

ABC-Mädchenchor

Karin Henkel

Muriel Gerstner

Marion Münch

Kate Strong

Ginster Eheberg

Roland Koberg

Fritz Fenne

Alexander Maria Schmidt

Niklas Kohrt

Aurel Manthei

Matthias Weidenhöfer

Nicolas Rosat

Matthias Bundschuh

Klara Manzel

Carolin Conrad

Kate Strong

Anna Schinz

Tänzerinnen

Weitere Vorstellungen im Pfauen:

1./ 4./ 8./ 9./ 14./ 15./ 20./ 28. Oktober, jeweils 20 Uhr

10. Oktober, 19 Uhr

17./ 24. Oktober, jeweils 15 Uhr

weitere Vorstellungen sind in Planung

Kontakt Medienstelle

Kathrin Gartmann

Leiterin Medien/PR

Tel. +41 (0)44 258 72 39

kathrin.gartmann@schauspielhaus.ch

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