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schelhammer.at

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Geschäftsbericht 2006

Werte verbinden uns


Inhalt

4 Grußwort des Aufsichtsrates

6 Organe der Bank

8 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

10 Porträt Bankhaus

15 Porträt Kapitalanlagegesellschaft

20 Gastbeitrag oekom research

24 Bericht über die Lage der Gesellschaft im Jahr 2006

24 Das Umfeld im Jahr 2006

28 Die Geschäftsentwicklung

von Schelhammer & Schattera 2006

30 Berichte aus den einzelnen Geschäftsbereichen

36 Mitarbeiterbericht

37 Konzern

37 Risikobericht

38 Ausblick

40 Veranstaltungen im Jahr 2006

44 Bilanz

46 Gewinn-und-Verlust-Rechnung

48 Anhang

56 Wichtige Kennzahlen

3


Grußwort des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Kunden und Mitarbeiter!

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera feiert heuer ein

Jubiläum. 175 Jahre, das ist für eine Bank schon eine

beachtliche Zeitspanne. Sicher gibt es viele Kunden des

Bankhauses, denen das ein besonderes Gefühl der Sicherheit

gibt. Tatsächlich steht das Bankhaus Schelhammer

& Schattera heute besser da als jemals zuvor in seiner

langen und erfolgreichen Geschichte. Es ist dies das Resultat

von Kontinuität und Weitblick, einer Geschäftspolitik,

wie man sie von einer Privatbank erwarten darf.

175 Jahre sind für uns eine gute Gelegenheit, den

Blick von der Vergangenheit in die Zukunft schweifen zu

lassen und zu fragen, was getan werden kann, damit

diese Bank ihren Kunden noch einmal so lange mit Rat

und Tat zur Seite steht. Das ruft uns die Einstellungen

und Werte ins Bewusstsein, die das Bankhaus durch die

unterschiedlichen Zeiten geleitet haben und bis heute den

besonderen Stil dieser Bank prägen.

In seiner langen Geschichte hat dieses Bankhaus gute

und schlechte Zeiten erlebt und überlebt. Der Verzicht

auf spekulative Geschäfte ist hier nicht Lehre aus eigener

bitterer Erfahrung, sondern resultiert aus der Überzeugung

der Persönlichkeiten, die im Laufe der Zeiten an der

Spitze der Bank ihre Entwicklung bestimmt haben.

Weitsicht und Gelassenheit bewahren, wenn alle anderen

den Kopf verlieren, das ist und bleibt für uns die wichtigste

Tugend einer Privatbank.

In 175 Jahren hat sich die Struktur der Kunden des

Bankhauses nicht grundsätzlich verändert. Die Kunden

dieser Bank sind Menschen, die eine persönliche und

langfristige Bankverbindung suchen. Ein Geheimnis des

Erfolges besteht darin, dass immer versucht wurde, den

Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und finanzieller

Lebensbegleiter zu sein. Als Universalbank und christliche

Privatbank halten wir nicht viel von finanziellen Eintrittsbarrieren,

jeder Kunde ist uns willkommen.

Langjährige Tradition erschöpft sich nicht in der

Tugend des Erhaltens, sie ist vor allem das Ergebnis

ständiger Anpassung und Erneuerung. Das beweist die

Pionierrolle der Bank im Bereich der ethischen Kapitalanlagen

in Österreich. Die Bankhaus Schelhammer

& Schattera Kapitalanlagegesellschaft hat sich seit ihrer

Gründung 1988 erstklassig entwickelt. Sie ist die einzige

Kapitalanlagegesellschaft in Österreich, die ausschließlich

nachhaltige Anlageprodukte anbietet. Und sie ist ein

gutes Beispiel dafür, wie auf dem Fundament christlicher

Werte ein nachhaltiges, menschenfreundliches Konzept

von Wirtschaft gedeihen kann.

Unter Erhaltung dieser strengen moralischen und

geschäftlichen Grundsätze wird das Fortbestehen

der Bank auch in Zukunft gesichert sein. Das Bankhaus

Schelhammer & Schattera wird seinen erfolgreichen

Weg der Konzentration auf spezielle Themen und

Kundensegmente fortsetzen und jene Dienstleistungsfelder

besetzen, die ein christlich orientiertes Bankhaus in

hoher Qualität anbieten und nach außen vertreten kann.

Der Mensch steht beim Bankhaus Schelhammer

& Schattera im Mittelpunkt, das wird auch in Zukunft so

bleiben. Je größer und anonymer wirtschaftliche Gebilde

und besonders Banken in Zeiten der globalen Konzentration

werden, desto größer wird gleichzeitig der Bedarf

an menschlicher Beziehung. Dies gilt besonders für eine

Privatbank vom Zuschnitt des Bankhauses Schelhammer

& Schattera, das in der Lage ist, Orientierung zu geben,

Verantwortung zu übernehmen, Werte zu pflegen und zu

erhalten.

4 Grußwort


„Den aktuellen Anlass wollen wir nutzen,

um uns bei Ihnen, geschätzte Kundinnen

und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

für Ihr Vertrauen und Ihre Treue

zum Bankhaus Schelhammer & Schattera

zu bedanken und Ihnen Gottes Segen für

die Zukunft zu wünschen.“

Propst Mag. Werner Thanecker

Präsident des Aufsichtsrates

Je mehr Technik unser Leben beherrscht, desto stärker

wird der Wunsch nach einfachen Lösungen. Durch eine

Strategie der Einfachheit und Klarheit wird sich das

Bankhaus Schelhammer & Schattera auch in Zukunft am

Menschen und an seinen Bedürfnissen orientieren.

Angesichts zunehmender Probleme wie Umweltzerstörung

und Ressourcenverbrauch wird die Forderung

nach einem zukunftsfähigen Weltwirtschaftssystem immer

lauter. Nachhaltig wirtschaften bedeutet, so zu leben und

zu wirtschaften, dass die Bedürfnisse aller heute lebenden

Menschen befriedigt werden, ohne die Lebensgrundlagen

zukünftiger Generationen zu gefährden.

im Bankhaus Schelhammer & Schattera zum Aufbau von

Spezialkenntnissen, die einen klaren Kompetenzvorteil

gegenüber anderen Anbietern, die das Thema nur nebenbei

behandeln, bedeuten. Der Vorsprung an Kompetenz

und Glaubwürdigkeit bietet darüber hinaus auch Schutz

gegenüber anderen Anbietern.

Den aktuellen Anlass wollen wir nutzen, uns bei

Ihnen allen, geschätzte Kundinnen und Kunden, für Ihr

Vertrauen und Ihre Treue zu bedanken.

Für das Bankhaus Schelhammer & Schattera wird

ethisch vertretbares Wirtschaften auch in Zukunft im

Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie stehen.

Schöpfungsverantwortung ist für uns kein modischer

Marketinggag, sondern ein gelebter Bestandteil unserer

christlichen Identität. Die Spezialisierung auf ethisch

und nachhaltig orientierte Bankdienstleistungen stellt für

das Bankhaus Schelhammer & Schattera ein attraktives

Geschäftsfeld für die Zukunft dar. Die Fokussierung auf

Bankdienstleistungen mit ethischem Schwerpunkt führt

Propst Mag. Werner Thanecker

Präsident des Aufsichtsrates

5


Organe der Bank

Vorstand

Aufsichtsrat

Propst Mag. Werner Thanecker, Vorsitzender

Generalsekretär P. Erhard Rauch, 1. Vorsitzender-Stellvertreter

Präsident Dr. Rudolf Gruber, 2. Vorsitzender-Stellvertreter

Rentmeister Hofrat Dipl.-Ing. Friedolin Hietel

Direktor Günter Pichl

Generaldirektor Komm.-Rat Helmut Jonas

Vorstandsdirektor Günter Bergauer

Vorstandsdirektor Komm.-Rat Mag. Peter Böhler

(Von links nach rechts)

Vom Betriebsrat entsandt:

Prok. Hannes Göldner

Eduard Kühn

Markus Müller

(Von links oben nach rechts unten)

6 Organe


Beirat

Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz, Vorsitzender

Abt-Präses Dr. Clemens Lashofer, Vorsitzender-Stellvertreter

Abt Dipl.-Ing. Oddo Bergmair

Provinzial Hofrat P. Leonhard Gregotsch

Abt-Präses Dkfm. Mag. Gregor Henckel-Donnersmarck

Diözesan-Ökonom Dr. Franz Hillinger

Staatskommissäre

Sektionsleiter Dkfm. Dipl.-Soz. Michael Svoboda,

Staatskommissär

Mag. Thomas Micholitsch, Staatskommissär-Stellvertreter

(Nicht im Bild)

Abt Bruno Hubl

Diözesanbischof Dr. Paul Iby

Ökonomierat Dipl.-Ing. Josef Kollmayer

Weihbischof DDr. Helmut Krätzl

Gerda Melchart

Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz

Militärbischof Mag. Christian Werner

Abt Wolfgang Peter Wiedermann

Dir. Richard Dienstl

(Von links oben nach rechts unten)

Nicht im Bild:

Generalabt Bernhard Backovsky

Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari

Prälat Rupert Kroisleitner

Dr. Robert Norden

Generalvikar Prälat Dir. Leopold Schagerl

7


Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner!

Eine klar fokussierte Produktpalette, hinter der Kompetenz

auf allen Ebenen steht. Stabilität von der täglichen

Kundenbetreuung bis hin zur Eigentümerstruktur des

Hauses. Finanzielle Stärke und Sicherheit in Form einer

außergewöhnlich hohen Eigenmittelausstattung. Alle

diese nachvollziehbaren Werte verbinden uns mit unseren

Kunden und haben eine hohe Vertrauensbasis geschaffen

– auch und gerade in Zeiten, in denen Fluktuation und eine

oft sehr beträchtliche Entfremdung von den ursprünglichen

Wurzeln scheinbar schon zum guten Ton gehören.

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera ist eine

Privatbank mit stabilen, ausschließlich österreichischen

Aktionären. Die Wertorientierung des Hauses spielt

dabei eine zentrale Rolle. Als Bank, deren Eigentümer

überwiegend aus Institutionen der katholischen Kirche

in Österreich kommen, prägt christliche Verantwortung

unser Handeln.

Aufbau und Pflege langfristiger Kundenbeziehungen

durch unsere qualifizierten Mitarbeiter prägen den besonderen

Stil von Schelhammer & Schattera. Die Bilanz

des Geschäftsjahres 2006 zeigt eindrucksvoll, dass diese

Geschäftspolitik von großem Erfolg geprägt ist. Im

Veranlagungsgeschäft wie auch auf der Finanzierungsseite

konnten hohe Zuwächse verzeichnet werden. Für die

hohe Konkurrenzfähigkeit und die richtige strategische

Ausrichtung des Hauses spricht nicht zuletzt die Tatsache,

dass im Jahr 2006 neue Kundengelder in beträchtlichem

Ausmaß in die Bank geflossen sind.

Die beachtliche Dynamik des Bankhauses in Abstimmung

mit einer klar definierten Risikopolitik erlauben

Steigerungsraten, die weit über dem Marktschnitt liegen.

Die Bilanzsumme konnte 2006 um mehr als 8% gesteigert

werden und erreichte erstmals in der Geschichte der

Bank über € 600 Mio.

Bei nahezu sämtlichen Ertragskennziffern konnte das

Bankhaus das hohe Niveau der letzten Jahre halten oder

weiter steigern. Aufgrund des sehr guten Ergebnisses

kann der Vorstand somit dem Aufsichtsrat den Vorschlag

unterbreiten, für das Bilanzjahr 2006 eine Dividende

von unverändert € 75,00 sowie einen Bonus von € 25,00,

also insgesamt € 100,00 pro Aktie, auszuschütten.

Dass das Bankhaus Schelhammer & Schattera auch

ein hohes Kostenbewusstsein auszeichnet, zeigt die

Tatsache, dass die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis

von Betriebsaufwendungen zu Betriebserträgen, deutlich

unter 50% liegt und damit im Branchenvergleich hervorragend

ist.

Durch die – de facto bereits gelebten und ab Jahresbeginn

2008 auch gesetzlich vorgeschriebenen – Basel-II-

Vorschriften gewinnt die Eigenmittelausstattung einer

Bank zusätzlich an Bedeutung. Die anrechenbaren Eigenmittel

waren beim Bankhaus Schelhammer & Schattera

schon bisher um ein Vielfaches höher als die gesetzlich

erforderlichen Eigenmittel. Auch im Jahr 2006 wurde diese

Politik durch weitere substanzielle Rücklagendotierungen

fortgesetzt.

Darüber hinaus wurde wie geplant das Grundkapital

der Bank anlässlich der Hauptversammlung 2006 von

€ 30 Mio. auf € 40 Mio. erhöht. Beachtenswert dabei ist

die Tatsache, dass diese Transaktion ausschließlich aus

den Rücklagen der Bank getätigt werden konnte. Diese

Erhöhung des Grundkapitals hat die wirtschaftliche

Stärke und Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft deutlich

gefestigt.

Strategisch erfolgte 2006 ein weiterer signifikanter

Schritt im Sinne der Werteorientierung der Bank. Sämtliche

Publikumsfonds im Rahmen der Tochtergesellschaft

Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlage-

8 Vorwort


„Die Bilanz des Geschäftsjahres 2006

zeigt, dass unsere auf Weitblick und

Kontinuität ausgerichtete Geschäftspolitik

von großem wirtschaftlichem

Erfolg belohnt wird.“

Generaldirektor

Komm.-Rat Helmut Jonas

Vorstandsvorsitzender

gesellschaft wurden ethisiert. So ist es der Kapitalanlagegesellschaft

der Bank gelungen, auch als kleiner Anbieter

eine spezielle Marktpositionierung aufzubauen und sich als

der Spezialist in Österreich im Bereich ethischer Fonds zu

etablieren. Mit der Auflage des ersten ethischen Geldmarktfonds

im deutschsprachigen Raum konnte die

Attraktivität der SUPERIOR-Fonds ausgebaut werden.

Der Markt für ethische Investmentprodukte ist

europaweit noch sehr jung und erst innerhalb der letzten

fünf bis zehn Jahre „angesprungen“. Österreich nimmt

bei Nachhaltigkeitsfonds im deutschsprachigen Raum,

vor allem auch durch das Engagement von Schelhammer

& Schattera, eine wichtige Position ein.

Die gestiegene Nachfrage nach ethischen bzw. nachhaltigen

Investmentprodukten bestätigt uns, dass diese

Fokussierung richtig ist. Wir werden auch im Bankhaus

selbst, speziell in der Vermögensverwaltung, zunehmend

die Möglichkeiten rein ethischer Wertpapiere forcieren.

Ganz besonders möchte ich mich bei unseren Kunden für

das hohe Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, bedanken.

Mein Dank gilt aber selbstverständlich vor allem

unseren Mitarbeitern, die durch ihren vorbildlichen

Einsatz, ihre Kreativität und Loyalität diesen Erfolg erst

ermöglichen. Insbesondere soll an dieser Stelle auch auf

die gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und das

sehr gute und konstruktive Betriebsklima im Sinne einer

vorbildlichen christlich-sozialpartnerschaftlichen Denkweise

hingewiesen werden.

Ich möchte im Namen des gesamten Vorstandes

unserer Freude Ausdruck verleihen, dass wir im Jubiläumsjahr

2007 – die Bankhaus Schelhammer & Schattera

AG feiert heuer ihr 175-jähriges Bestandsjubiläum – diese

ausgezeichnete Bilanz legen können.

Generaldirektor

Komm.-Rat Helmut Jonas

Vorstandsvorsitzender

9


Porträt Bankhaus

Kompetente Beratung und persönliche Betreuung

Privatbank und Universalbank

Wir sind eine leistungsfähige und flexible Universalbank

und eine traditionsreiche Privatbank. Unseren geschätzten

geistlichen und weltlichen Kunden bieten wir sämtliche

Dienstleistungen einer modernen, leistungsfähigen

Universalbank mit den Vorzügen einer unabhängigen

österreichischen Privatbank. Unsere Lage im Herzen

Wiens, direkt beim Stephansdom, ist über Generationen

hinweg zu einem Teil unserer Identität geworden. Dadurch

sind wir auch ohne Filialnetz für unsere Kunden gut

erreichbar und bieten die Möglichkeit, das Angenehme mit

dem Nützlichen zu verbinden.

Die langfristige, werteorientierte Vermögensverwaltung

bildet einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Wir

bieten auch eine Vielzahl klassischer Bankleistungen an.

Im Anlagebereich bieten wir Sparbücher, Kapitaleinlagen,

Wertpapierdepots (mit und ohne Verwaltungsmandat),

eigene Emissionen in Form von Kassenobligationen,

die SUPERIOR-Fonds unserer Kapitalanlagegesellschaft

sowie Investmentfonds anderer Anbieter, Wertpapiersparpläne

und – in Kooperation mit namhaften Versicherungsanstalten

– auch Lebensversicherungen als Vorsorgeprodukte

an. Wir legen größten Wert auf kompetente

Beratung und laufende Information der Kunden über den

Kapitalmarkt.

Wir führen Giro-, Gehalts- und Pensionskonten, über

die unsere Kunden ihren in- und ausländischen Zahlungsverkehr

abwickeln können, und bieten Maestro-Karten

(Bankomat) sowie Kreditkarten an. Die Kontodisposition

kann auch über unser Internetbanking für Privatkunden

bzw. via ELBA für Firmenkunden erfolgen.

Selbstverständlich bietet unser Bankhaus eine Reihe

von Finanzierungsprodukten für Privat- und Firmenkunden

an: Überziehungsrahmen, Immobilienfinanzierungen,

Wertpapierlombardkredite, Investitionskredite und Hypothekardarlehen.

Das Valuten-, Edelmetall- und Münzgeschäft

stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Der spesenfreie

An- und Verkauf ausländischer Sorten sichert dem

Bankhaus eine herausragende Position in dieser Sparte.

Werte verbinden uns

Als unabhängige österreichische Privatbank sind wir nur

unseren Werten und den Wünschen unserer Kunden

verpflichtet. Als Bank der katholischen Kirche in Österreich

prägt christliche Verantwortung unser Handeln. Der

Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Aufbau und Pflege

langfristiger Kundenbeziehungen durch unsere qualifizierten

Mitarbeiter, die mit dem Bankhaus über Jahrzehnte

hinweg verbunden sind, prägen den besonderen Stil

unserer Bank. Mit einer Strategie der Einfachheit und

Klarheit in allen Bankbereichen wollen wir bewusst dem

allgemeinen Trend zur Verkomplizierung entgegenwirken.

Den Erfordernissen unserer Zeit entsprechend, unterstützen

wir ein auf Ethik und Nachhaltigkeit basierendes

Konzept von Wirtschaft.

Kirchliche Kunden

Wir stehen mehrheitlich im Eigentum von Institutionen

und Ordensgemeinschaften der katholischen Kirche

Österreichs. Daher kennen wir die Kirche, ihre Projekte

und ihre Bedürfnisse besonders gut. Ob seelsorgerische

Aktivitäten, Schulen und Spitäler, soziale Aufgaben,

Land- und Forstwirtschaft oder touristische Projekte:

Jahrzehntelange Erfahrung mit Menschen und Aufgaben

der katholischen Kirche haben unsere Kenntnisse und

unser Verständnis für die wirtschaftlichen Herausforderungen

der Kirche geschärft.

10 Bankhaus


„Das Bankhaus bietet sämtliche

Dienstleistungen einer modernen,

leistungsfähigen Universalbank

mit den Vorzügen einer

österreichischen Privatbank.“

Dir. Günter Bergauer,

Mitglied des Vorstandes

Komm.-Rat Mag. Peter Böhler

Mitglied des Vorstandes

Unsere Dienstleistungen

für kirchliche Kunden

Unser werteorientierter Zugang zum Bankgeschäft trifft

sich ausgezeichnet mit den Anforderungen kirchlicher

Institutionen, die langfristige Entwicklung und Verwaltung

ihres Vermögens erwarten. Unser hohes Branchen-Knowhow

gewährleistet rasche und flexible Finanzierungen bei

notwendigen Betriebsinvestitionen und Renovierungen.

Unter Mitwirkung unseres Hauses wurde eine gesetzliche

Situation erwirkt, die einer wirtschaftlichen und sozialen

Absicherung von Angehörigen der Ordensgemeinschaften

dient. Wir verwalten das Sozialkapital kirchlicher Institutionen.

Dem Sozialwort des ökumenischen Rates der

Kirchen Österreichs entsprechend, ist unsere Anlagephilosophie

an ethischen Prinzipien ausgerichtet.

Non-Profit-Organisationen

Die Betreuung von Non-Profit-Organisationen erfordert

ein Spezialwissen, das wir uns über viele Jahre hinweg

erarbeitet haben. Kurzfristige Liquidität und rasche

Verfügbarkeit von Geldmitteln sind wesentlich im Krisenmanagement

von NPOs. Durch geeignete Angebote wie

ein effizientes Cashmanagement bieten wir eine wirksame

Unterstützung. Wir erstellen für namhafte NPOs im

kirchlichen und weltlichen Bereich Bankbestätigungen

und -garantien, die Voraussetzung für Förderungen sind.

Weiters unterstützen wir Aktionen von NPOs durch Bereitstellen

von Zahlscheinen sowie Spendenschecks

und die Bewerbung von Spendenaktionen in der Bank.

Privatkunden

Ein Bankhaus unserer – in Österreich einzigartigen – Ausprägung

hat das Privileg, offen, flexibel und transparent,

aber vor allem persönlich zu sein. Ein persönliches

Vertrauensverhältnis zu unseren Kunden aufzubauen ist

uns besonders wichtig. Das erfordert Zeit und Kontinuität.

Deshalb trifft man bei uns Menschen an, die sich alle

erdenkliche Zeit für die Anliegen unserer Kunden nehmen.

Über viele Jahre hinweg gewachsene Geschäftsverbindungen

und ein Netzwerk weltweiter Kontakte mit Unternehmen

und Institutionen mit vergleichbarer Ausrichtung

11


Herr Andreas Ottenschläger

Was ist für Sie Weitblick?

Weitblick bedeutet, jene Aspekte stärker zu berücksichtigen,

die über das Alltägliche und Offensichtliche hinausgehen.

Wo leben Sie Weitblick?

Als Bauträger trachten wir danach, unsere Eigenkapitalquote zu

stärken, um Marktschwankungen ausgleichen zu können.

Außerdem müssen wir natürlich die Entwicklungen des Marktes

beobachten und voraussehen.

Wo wünschen Sie sich mehr Weitblick?

Ökologie spielt auch im Bauwesen eine wachsende Rolle. Hier

wünsche ich mir mehr Weitblick bei denjenigen, die über

Förderungen entscheiden. Qualität sollte stärker gewichtet werden.

Andreas Ottenschläger,

Prokurist der DEBA Bauträger Gesellschaft m.b.H.,

Firmenkunde des Bankhauses


Porträt Bankhaus

unterstützen uns dabei, unsere Kunden umfassend und

weitsichtig zu beraten.

sprechen direkt mit den Entscheidungsträgern, das schafft

Transparenz und erspart langwierige Verfahren.

Vermögensverwaltung

Der Erfolg einer Privatbank misst sich in hohem Maße am

Anlageerfolg ihrer Kunden. Unsere Vermögensverwaltung,

die das aktuelle Markt- und Kapitalumfeld und die individuellen

Wünsche jedes Kunden gleichermaßen berücksichtigt,

bildet einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Den

besonderen Herausforderungen unserer Zeit entsprechend,

verfolgen wir eine ausgewählte Strategie, die

neben den Aspekten Risiko, Ertrag und Verfügbarkeit

auch das Prinzip der Ethik besonders berücksichtigt. Wir

verbinden wirtschaftlichen Gewinn mit ethischer Verantwortung.

Damit unsere Kunden eine „doppelte Rendite“

erreichen: in Form von Geldwert und gutem Gewissen!

Vermögensaufbau und Weitergabe

Alle unsere Fonds sind in Form von Sparplänen erhältlich.

Unsere Kunden können hier aus einem breiten Spektrum

wählen, um genau den Sparplan zu finden, der auf ihre

Lebenssituation zugeschnitten ist.

Als unabhängige Privatbank sind wir in der Lage,

unseren Kunden nicht nur eigene Produkte zu empfehlen,

sondern am Markt das beste Angebot für sie auszuwählen.

Im Unterschied zu den meisten Großbanken stellt bei

uns eine interne Regelung sicher, dass bei verwalteten

Depots maximal 25% eines Portfolios durch unsere eigenen

Produkte besetzt werden dürfen. Mit Kontinuität und

Weitblick sorgen wir dafür, dass Vermögen über

Generationen hinweg erhalten bleibt und sicher an die

nächste Generation weitergegeben werden kann.

Firmenkunden

Als Universalbank sind wir ein verlässlicher Partner für

kommerzielle Kunden. Wir bieten Unternehmen, Institutionen

und Freiberuflern umfassende Finanzkompetenz

und ein sehr persönliches Service an. Unsere Kunden

Finanzierung und Veranlagung

Unsere Angebotspalette umfasst sämtliche gängigen

Finanzierungen. Die schlanken Strukturen unseres

Hauses erlauben uns, rasch über Kreditvergaben zu entscheiden

und dabei immer die individuellen Bedürfnisse

unserer Kunden zu berücksichtigen. Nettokonditionen

ohne versteckte Gebühren sind Ausdruck unserer transparenten

Preisgestaltung. Unsere jahrzehntelange Erfahrung

und der Einsatz moderner Methoden der Risikobeurteilung

machen sich für unsere Kunden bezahlt. Sie erhalten

eine professionelle Beratung, bei der wir gemeinsam eine

optimale Struktur für ihren Finanzierungswunsch ermitteln.

Die effiziente Organisation unserer Bank gewährleistet

überdies eine knappe Kalkulation der mit einer Finanzierung

verbundenen Spesen und Gebühren.

Wir bieten Firmenkunden sowohl für die Veranlagung

kurzfristiger Liquidität als auch für die Schaffung langfristiger

Rücklagen maßgeschneiderte Produkte an.

Immobilien und Hausverwaltungen

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Bank liegt im Bereich

der Finanzierung von Immobilien. Wir bieten sowohl für

den gewerblichen als auch den privaten Bereich Lösungen

an, die dem Finanzierungszweck sowie den rechtlichen

und steuerlichen Rahmenbedingungen optimal Rechnung

tragen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung kennen

wir die spezifischen Erfordernisse und Bedürfnisse, die die

Verwaltung von größeren Objekten erfordert. Ein Geschäft

mit derartigen Zahlungsverkehrsvolumina benötigt

eine sehr sorgfältige Betreuung, die wir als kleine Bank

mit übersichtlichen Strukturen garantieren können. Unsere

flexiblen Finanzierungen ermöglichen es der Eigentümerschaft,

auf einen unerwartet auftretenden Finanzbedarf

rasch reagieren zu können, um notwendige Maßnahmen

wie etwa Sanierungen und Reparaturen unverzüglich vorzunehmen.

14 Bankhaus


Porträt Kapitalanlagegesellschaft

Österreichs führender Spezialist

bei ethischen Kapitalanlagen

Zu ethischen Kapitalanlagen berufen

Entwicklung Fondsvolumina der KAG

Das Thema Socially Responsible Investments (SRI) – als

Oberbegriff für ethische Kapitalanlagen, bei denen neben

finanziellen auch umweltbezogene und soziale Aspekte

in die Anlageentscheidungen miteinbezogen werden – ist

heute aktueller denn je. Das wachsende Interesse hat eine

klare Ursache. Viele Anleger halten Umweltschutz und die

Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten für wichtig,

finanzieren aber gleichzeitig ungewollt und unwissentlich

mit ihren Geldanlagen umweltzerstörende Produkte und

sozial unverträgliche Projekte. Immer mehr Anleger

möchten diesen Widerspruch überwinden. Sie erwarten

von ihrem angelegten Geld nicht nur ausreichende

Sicherheit und Rendite, sondern auch Übereinstimmung

mit ihren Wertvorstellungen.

Die führende Rolle, die das Bankhaus Schelhammer

& Schattera im Bereich der ethischen Kapitalanlagen in

Österreich einnimmt, geht auf die Gründung der Bankhaus

Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft

im Jahr 1988 zurück. Deren Aufgabe war es ursprünglich,

den Versorgungseinrichtungen der Superiorenkonferenz

der männlichen Ordensgemeinschaften und der

Vereinigung der Frauenorden Österreichs geeignete Veranlagungsmöglichkeiten

zu bieten. Rasch wurde jedoch

klar, dass auch Privatkunden diese Möglichkeit, liquide

Mittel einfach, sicher und ertragreich anzulegen, nutzen

können. Heute bietet die Bankhaus Schelhammer &

Schattera Kapitalanlagegesellschaft die SUPERIOR-Fonds

für alle Ertrags- und Sicherheitsbedürfnisse an, die streng

nach ethischen Kriterien gemanagt werden.

450

400

350

300

250

200

150

100

Mio. € 1994 1997 2000 2003 2006

SUPERIOR-Fonds: Ethik und gute Rendite

Der Investmentprozess der SUPERIOR-Ethikfonds beruht

auf einem umfassenden Konzept der Nachhaltigkeit.

Auf Transparenz und Objektivität bei der Auswahl von

Unternehmen und Ländern wird größter Wert gelegt.

Ein strenges mehrstufiges Auswahlverfahren stellt sicher,

dass nur in sozial und ökologisch verantwortungsvolle

Unternehmen und Länder investiert wird.

Darüber hinaus wird eine konventionelle Finanzanalyse

durchgeführt, sodass Nachhaltigkeit und

fundamentale Bewertung in die Entscheidung einfließen.

Dadurch gelangen nur erfolgversprechende und finanzstarke

Unternehmen in das Portfolio der SUPERIOR-

Fonds. Für das Corporate-Responsibility-Rating der in

unsere SUPERIOR-Ethikfonds aufgenommenen Titel zeichnet

die Münchner Ratingagentur oekom research verantwortlich.

15


Hofrat Dipl.-Ing. Friedolin Hietel,

Am Stephansplatz in Wien

Was ist für Sie Kontinuität?

Ein Weg zur Stabilität, der in vielen Bereichen wichtig

ist – in der Natur, zwischen Menschen, in der Wirtschaft.

Wo erleben Sie Kontinuität?

Als Leiter des Rentamtes bin ich für die wirtschaftlichen

Angelegenheiten des Erzbistums verantwortlich. Hier steht

bei einer kirchlichen Institution natürlich die Kontinuität

im Vordergrund.

Wo wünschen Sie sich mehr Kontinuität?

Es muss Fixpunkte geben, sonst ist keine sinnvolle Entwicklung

möglich. In Zeiten der Veränderung ist das besonders wichtig.

Hofrat Dipl.-Ing. Friedolin Hietel,

Rentmeister des Erzbistums Wien


Porträt Kapitalanlagegesellschaft

SUPERIOR 1 – Ethik Renten

Der Investmentfonds SUPERIOR 1 – Ethik Renten ist vor

allem für Anleger interessant, die die Kurschancen der

internationalen Rentenmärkte unter Beachtung von

ethisch nachhaltigen Grundsätzen nutzen möchten. Der

Fonds bietet Ihnen Sicherheit und Stabilität. Wenn Sie

Risiken vermeiden und eine gute Verzinsung des angelegten

Kapitals wünschen, dann ist diese werterhaltende

Anlage genau das Richtige für Sie.

SUPERIOR 2 – Mix

Die richtige Mischung macht es aus: Mit dem SUPERIOR 2

– Mix entscheiden Sie sich für einen Anlagestrategiefonds

mit flexibler, in der Tendenz aber ausgeglichener Veranlagung

in Forderungs- und Beteiligungswertpapieren.

Mit einer klaren Risikobegrenzung und einem attraktiven

Renditepotenzial können Sie hier Ihr Geld sicher und

zugleich mit langfristig guten Ertragsaussichten anlegen.

SUPERIOR 3 – Ethik

Das Verhältnis von 20 Prozent internationaler Aktien und

80 Prozent internationaler Anleihen bietet ein für konservative

Anleger optimales Rendite-Risiko-Profil. Im Vergleich

zu einer reinen Rentenanlage hat der SUPERIOR 3

– Ethik eine wesentlich höhere Renditeerwartung, ohne

das Risiko signifikant zu erhöhen.

Wertentwicklung SUPERIOR 3 – Ethik

Bereinigte Rechenwerte (Basis 100) zwischen 18.11.1991 und 31.01.2007

272,87

258,46

244,06

229,65

215,24

200,84

186,43

172,03

157,62

143,22

128,81

114,41

100,00

18.11.

1991

20.06.

1994

28.01.

1997

10.09.

1999

03.05.

2002

06.12.

2004

31.01.

2007

SUPERIOR 4 – Ethik Aktien

Der SUPERIOR 4 – Ethik Aktien ist für Investoren geeignet,

die mit einem gut diversifizierten Aktienportefeuille von

den Vorteilen nachhaltiger Unternehmen profitieren

wollen. Der Fonds bietet eine anspruchsvolle Kombination

für Kapitalanleger, die finanziell attraktiv und ethisch

nachhaltig investieren wollen. Die breite Streuung des

Fonds reduziert das Risiko.

SUPERIOR 5 – Ethik Geld

Der SUPERIOR 5 – Ethik Geld ist ein geldmarktnaher

Fonds, der in Anleihen mit variabler Verzinsung, Anleihen

mit fixer Verzinsung und kurzer Restlaufzeit sowie Geldmarktpapiere

von nachhaltig ausgerichteten Emittenten

investiert. Anlageziel ist die Erzielung eines am Geldmarkt

orientierten Ertrags bei größtmöglicher Risikostreuung,

Sicherheit, Liquidität und ethischer Verantwortlichkeit.

Durch die kurzen Restlaufzeiten im Fondsvermögen ist

dieser Fonds sehr risikoarm und kann auch für relativ

kurzfristiges Parken von Geldern (ab ca. sechs Monaten)

verwendet werden.

Unabhängiger Ethikbeirat

Der Ethikbeirat der Bankhaus Schelhammer & Schattera

Kapitalanlagegesellschaft setzt sich aus Persönlichkeiten

der römisch-katholischen Kirche, Wirtschaft und

Wissenschaft zusammen. Er tritt regelmäßig zusammen,

um sich neben der allgemeinen Beratung in ethischen

Fragen konkret mit der Definition der Ethikkriterien und

den Rahmenbedingungen für das Investmentuniversum

zu befassen.

Bei der Ausarbeitung dieser Kriterien wurden folgende

Punkte beachtet:

1. Ausschlusskriterien sollen möglichst präzise jene

Unternehmen und Länder betreffen, in denen massiv

gegen Grundwerte verstoßen wird.

18 Kapitalanlagegesellschaft


„Ethik und Ertrag sind kein

Widerspruch. Nachhaltige

Kapitalanlagen zeigen tendenziell

eine bessere Performance als

konventionelle Kapitalanlagen.“

Michael Bode

Geschäftsführer Schelhammer

& Schattera KAG

Mag. Gerhard Tometschek

Geschäftsführer Schelhammer

& Schattera KAG

2. Die Positivkriterien sollen dazu führen, dass besonders

jene Unternehmen und Länder für eine Investition

ausgewählt werden, die sich in ihren Praktiken

deutlich vom Durchschnitt abheben.

3. Die Kriterien sollen mit vertretbarem Aufwand

überprüfbar sein.

4. Das finanzielle Ziel des Anlegers soll bei der

Aufstellung der Kriterien im Auge behalten werden.

Es wurde somit kein absoluter Standard festgelegt, den

alle Unternehmen erreichen müssen, sondern nur eine

relative Einstufung, die zu einzelnen Themenbereichen

Bewertungen vornimmt und einen Vergleich mit anderen

Unternehmen ermöglicht. Einzig die Ausschlusskriterien

stellen eine absolute Beurteilung dar, die die Funktion von

Mindestanforderungen haben. Die Definition strengster

Maßstäbe verhindert die Veranlagung in Branchen und

Länder, deren Praktiken im Widerspruch zu Nachhaltigkeit

und Ethik stehen.

Ausschlusskriterien für Unternehmen

• Abtreibung

• Atomenergie

• Rüstung

• Gravierende Arbeitsrechtsverletzungen

• Kontroverses Umweltverhalten

• Gravierende Menschenrechtsverletzungen

• Drogen

• Pornografie

• Tabak

Ausschlusskriterien für Länder

• Euthanasie

• Atomenergie

• Rüstung

• Gravierende Arbeitsrechtsverletzungen

• Nichtratifizierung des Kyotoprotokolls

• Gravierende Menschenrechtsverletzungen

• Todesstrafe

Die veröffentlichten Prospekte der genannten Fonds in der aktuellen Fassung inkl. sämtlicher Änderungen seit Erstverlautbarung (Kundmachung im

Amtsblatt zur „Wiener Zeitung“ vom 30.11.2005 und vom 14.07.2006) stehen den Interessenten bei der Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft

m.b.H., Goldschmiedgasse 5, und bei der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG, Goldschmiedgasse 3, 1010 Wien, kostenlos zur Verfügung.

19


Gastbeitrag von Robert Haßler, CEO oekom research AG

Die Nachhaltigkeitsratingagentur

oekom research

Wer erfolgreich ethisch investieren möchte, braucht

qualitativ hochwertige Informationen über die ökologische

und soziale Leistung von Wertpapieremittenten. Diese

Informationen liefern sogenannte „Nachhaltigkeitsratings“.

Sie haben sich als Ergänzung zum konventionellen

Finanzrating in den letzten Jahren etabliert und dienen

Kapitalanlegern als Grundlage für die Investmententscheidung.

Die oekom research AG aus München zählt zu

den weltweit führenden Anbietern in diesem Bereich.

Seit 1994 Erfahrung im Bereich

des Nachhaltigkeitsratings

Die oekom research AG zählt zu den Pionieren des Ratings

nach ökologischen und sozialen Kriterien im deutschsprachigen

Raum. Zentrale Assets sind ihr wissenschaftlicher

Hintergrund und ihre geschäftspolitische und

wirtschaftliche Unabhängigkeit stellen in besonderem

Maße die Glaubwürdigkeit und Objektivität der Researchergebnisse

sicher. Im Bereich der Unternehmensratings

gehen die Erfahrungen der oekom research AG aufs Jahr

1994 zurück, als die ersten Ökoratings durchgeführt und

publiziert wurden. 1999 wurde der Ratingansatz um die

soziale und kulturelle Dimension erweitert und 2001 neben

dem Unternehmensrating auch ein Länderrating aufgebaut,

mithilfe dessen die weltweit gängigsten Staatsanleihen

nach entsprechenden Kriterien bewertet werden können.

Derzeit befinden sich rund 1.000 Unternehmen aus

mehr als 25 Branchen und Ländern im Researchuniversum

der oekom research AG, darin enthalten sind vor allem

börsennotierte internationale Konzerne (Large Caps), aber

auch Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren sowie

kleine und mittelgroße Unternehmen mit besonders engem

Bezug zur nachhaltigen Entwicklung (Potentials), z.B. aus

den Bereichen erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung

oder Bildung. Das Nachhaltigkeitsresearch der oekom

research AG fließt in Publikumsfonds, Spezialfonds und

Vermögensverwaltungsmandate. Derzeit betreut die Agentur

über 60 Fonds und Vermögensverwaltungsmandate

mit einem Gesamtvolumen von mehr als € 4 Mrd.

Das Corporate-Responsibility-Rating

Das Corporate-Responsibility-Rating (CRR) der Ratingagentur

oekom research basiert auf der weltweit umfassendsten

Kriteriensammlung zur ethischen Bewertung von

Unternehmen – dem „Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden“.

Im CRR schlägt sich diese Detailschärfe in weit über 100

Indikatoren nieder, die für jedes einzelne Unternehmen

erhoben werden. Dabei wird sowohl die soziale als auch

die ökologische Performance bewertet:

Corporate-Responsibility-Rating (CRR)

Social Rating

Mitarbeiter

und Zulieferer

Gesellschaft und

Produktverantwortung

Corporate Governance

und Wirtschaftsethik

Environmental Rating

Umweltmanagement

Produkte

und Dienstleistungen

Ökoeffizienz

Struktur des Corporate-Responsibility-Ratings der oekom research AG

20 Gastbeitrag


„Im deutschsprachigen Raum

zählt die oekom research AG

zu den Pionieren des Ratings

nach ökologischen und sozialen

Kriterien.“

Robert Haßler

CEO oekom research AG

Die für das CRR relevanten Informationen erhebt die

oekom research AG sowohl bei den Unternehmen selbst

als auch bei unabhängigen Experten, um die Angaben der

Unternehmen zu validieren und zu ergänzen. Quellen für

die Datenerhebung sind:

• Unternehmensinformationen

(Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte etc.)

• Dialog mit Unternehmensvertretern

• Internet- und Datenbankrecherche,

Mediascreening

• Befragung von Experten aus Wissenschaft,

Behörden und internationalen

Nichtregierungsorganisationen

Die oekom research AG benotet die Leistung eines

Unternehmens auf einer zwölfstufigen Skala von A+ bis

D-, wobei die Bestnote A+ für außergewöhnliche

Leistungen in ökologischer und sozialer Hinsicht steht.

Neben der Analyse, wie aktiv das Unternehmen mit

bestimmten ökologischen und sozialen Fragestellungen

umgeht, werden auch zahlreiche kundenspezifische

Ausschlusskriterien erhoben, die unabhängig vom

Abschneiden im Gesamtrating zum Investmentausschluss

eines Unternehmens führen können. Auf der Basis von

individuellen Wertvorstellungen erfassen diese Kriterien

kontroverse unternehmerische Geschäftsfelder oder

-praktiken, die ein Investor grundsätzlich von einer

Kapitalanlage ausschließen möchte.

Nutzung des Researchs durch das

Bankhaus Schelhammer & Schattera

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera nutzt das

Nachhaltigkeitsresearch der oekom research AG im

Rahmen des Managements der SUPERIOR-Fonds. Die

Aufgabe der oekom research AG besteht darin, dem

Bankhaus Schelhammer & Schattera ein Anlageuniversum

zur Verfügung zu stellen, das all diejenigen

Titel (Aktien und Renten) enthält, die den zuvor mit

dem Ethikbeirat festgelegten Nachhaltigkeitskriterien

(Ausschlusskriterien, Best-in-Class-Ansatz) entsprechen.

Auf dieser Basis werden dann konkrete Anlageentscheidungen

getroffen.

21


Benediktinerstift

Kremsmünster, Oberösterreich

Was ist für Sie Weitblick?

Über bestehende Strukturen und Rahmenbedingungen hinausdenken

und die Augen offen halten für das, was die Zukunft erfordert.

Wo (er)leben Sie Weitblick?

Bei allen Handlungen der Menschen, die nicht nur den momentanen

wirtschaftlichen Erfolg suchen, sondern Taten setzen, die auf die

Zukunft hin ausgerichtet sind.

Wo wünschen Sie sich mehr Weitblick?

Vor allem bei allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen,

bei denen nur der Erfolg zählt und andere Betrachtungsweisen wie

soziale und ökologische Verpflichtungen außer Acht gelassen werden.

Abt Dipl.-Ing. Oddo Bergmair,

Stift Kremsmünster


Bericht über die Lage der Gesellschaft 2006 (Lagebericht gemäß RLG)

I. Das wirtschaftliche und politische

Umfeld im Jahr 2006

Bedeutende politische und

gesellschaftliche Ereignisse

Exakt zu Jahresbeginn dreht der Kreml den Gashahn zur

Ukraine zu und zeigt damit Europa drastisch die Abhängigkeit

in der Energieversorgung. Große Teile Europas

versinken im Schneechaos. Der Einsturz zahlreicher

Dächer fordert viele Todesopfer, alleine in Polen sterben

beim Zusammenbruch einer Messehalle 65 Menschen.

Österreich startet ins „Mozartjahr“, übernimmt ab 1.

Jänner den EU-Vorsitz und freut sich bei den Olympischen

Winterspielen in Turin über eine noch nie dagewesene Flut

an Medaillen. Im Frühjahr bricht der Bawag-Skandal aus.

Die islamische Welt zeigt sich empört über die

Mohammed-Karikaturen einer dänischen Zeitung. Vielfach

gesteuerte gewalttätige Proteste und Boykotte dänischer

Waren sind die Folge. Ausgehend von Asien, sorgt das

auch für Menschen lebensgefährliche Vogelgrippevirus

HN51 weltweit für Unruhe und führt zu einer regelrechten

Hysterie. Die Befürchtungen von einer sogenannten

Pandemie erfüllen sich vorerst allerdings nicht. In

Deutschland wird die Fußballweltmeisterschaft eröffnet.

Die Euphorie kennt keine Grenzen und trägt letztendlich

auch wesentlich zu einer deutlich verbesserten Stimmung

in der Bevölkerung und zu einem neuen Optimismus in

der Wirtschaft bei. Weltmeister wird die Mannschaft von

Italien. Ende Juni ist die größte Übernahmeschlacht in

der Stahlindustrie entschieden: Arcelor-Mittal wird mit

61 Werken in 27 Ländern der erste globale Stahlkonzern.

Im Juli löst die Entführung zweier israelischer Soldaten

durch die radikal islamistische Hisbollah einen Einmarsch

Israels in den Libanon aus.

Die Sensation des Jahres – zumindest aus österreichischer

Sicht – ereignet sich Ende August: Nach acht

Jahren befreit sich die mittlerweile 18-jährige Natascha

Kampusch aus ihrer Gefangenschaft in Strasshof. Das

Ereignis sorgt für weltweites Medieninteresse. Papst

Benedikt XVI. zitiert während seines Deutschlandbesuchs

im September bei einer Vorlesung in Regensburg

Aussagen eines byzantinischen Kaisers zum Islam. Ein

darauf folgender Sturm der Entrüstung in der islamischen

Welt legt sich erst nach Worten des Bedauerns durch

das Kirchenoberhaupt. Ein späterer Besuch des Papstes

in der Türkei löst ein überraschend positives Echo aus,

nachdem sich Benedikt XVI. in Ankara zu Versöhnung

und Dialog mit dem Islam bekannt hat.

Die SPÖ gewinnt im Oktober 2006 überraschend die

Nationalratswahl. Mit 68 Mandaten hat sie zwei Sitze

mehr als die ÖVP (66). Grüne und Freiheitliche erreichen

jeweils 21 Mandate, das BZÖ sieben Mandate.

Die Geschehnisse im Irak nehmen einen nicht unbeträchtlichen

Einfluss auf die US-Kongresswahlen, bei denen

im November die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus

als auch im Senat die Mehrheit erringen. Im Irak

selbst verurteilt ein Sondertribunal zu Jahresende

den irakischen Exstaatschef Saddam Hussein zum Tod

durch Erhängen.

Die konjunkturelle Entwicklung

Die gesamte Weltwirtschaft ist 2006 neuerlich um mehr

als 5% gewachsen und hat somit schon das dritte Jahr

hintereinander das konstant hohe Wachstumsniveau

gehalten. Signifikant dabei ist, dass sich der hohe Ölpreis

kaum merklich auf die Konjunktur auswirkte. Der Ölpreis

erreichte im Juli 2006 ein Rekordhoch von über 78 US-

Dollar pro Fass, fiel dann auf etwa 55 US-Dollar und

bewegte sich von Mitte September bis Jahresende um 60

24 Lagebericht


US-Dollar. Tiefgreifende Strukturmaßnahmen, die zu

Effizienzsteigerungen in der Produktion geführt haben,

sowie die hervorragende Auftragslage bei der Mehrheit

der Produktionsunternehmen haben großteils die

Verteuerungen im Energiebereich abgefangen.

In den USA herrschte 2006 mit 3,3% Wirtschaftswachstum

nach wie vor Hochkonjunktur. Die Rolle der

Konjunkturlokomotive insgesamt ging jedoch zugunsten

einer gleichmäßigeren Wachstumsverteilung auf die

verschiedensten Weltregionen verloren. In Asien setzte

sich der Wirtschaftsboom fort. Weiterhin zweistellig

zugelegt hat beispielsweise die chinesische Wirtschaft,

das Wachstum beschleunigte sich 2006 dank boomender

Investitionen und Exporte auf 10,7%. Allein in den

vergangenen fünf Jahren hat sich das chinesische Bruttoinlandsprodukt

fast verdoppelt. Bei gleichem Tempo

wird China bereits 2008 Deutschland vom dritten Platz

der größten Volkswirtschaften der Welt verdrängen.

Das Land entwickelt sich damit weiterhin zwischen Boom

und Überhitzung, obwohl die chinesische Zentralbank

versucht hat, konjunkturpolitisch gegenzusteuern. Auch

die anderen sogenannten BRIC-Staaten (neben China sind

dies Brasilien, Russland und Indien) verzeichneten wie

schon 2005 hohe Steigerungsraten.

Deutlich angezogen hat 2006 das Wirtschaftswachstum

in der Europäischen Union, wo eine reale

Veränderung zum Vorjahr von 2,8% zu verzeichnen

war. Nach fünf eher mageren Jahren, die letztendlich in

Nachwirkungen des Platzens der sogenannten Internetspekulations-

und -investitionsblase begründet waren,

begann in Europa erstmals auch wieder die Binnennachfrage

anzuspringen. Durch das Wachstum gab es in

einigen Ländern erstmals seit langem auch einen Rückgang

der Arbeitslosigkeit. Eine wesentliche Rolle spielte

dabei Deutschlands Wirtschaft, die sich 2006 wieder

deutlich auf der Überholspur zeigte und nach 0,9%

im Jahr 2005 ein Wachstum von 2,5% erzielte. Die Zahl

der Arbeitslosen, die in Deutschland zu Jahresbeginn

noch bei mehr als fünf Millionen gelegen war, konnte

zum Jahresende – erstmals seit vier Jahren – auf unter

vier Millionen gesenkt werden.

2006 fiel der Wachstumsschub der österreichischen

Wirtschaft mit einem Plus von 3,2% weit kräftiger aus, als

ursprünglich von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten

prognostiziert. Wie schon im Jahr zuvor lag

das Wirtschaftswachstum in Österreich damit deutlich

über jenem der Europäischen Union („EU25“). Österreichs

Wirtschaft profitierte 2006 – neben den weiterhin

anhaltenden sehr positiven Auswirkungen des starken

Engagements österreichischer Unternehmen in osteuropäischen

Ländern – zusätzlich vom Konjunkturaufschwung

in Europa. Der dadurch ausgelöste Wachstumsimpuls

ging im Jahresverlauf auf die Investitionsnachfrage über.

Die optimistische Stimmung der Unternehmer schlug sich

2006 in beachtlich ausgeweiteten Investitionsausgaben

von 5,2% nieder, Ausrüstungsinvestitionen legten im abgelaufenen

Jahr um 5,5% zu. Motor der ausgezeichneten

Konjunktur war primär die Exporttätigkeit. Die Wachstumsrate

bei den Warenexporten war 2006 mit 10,4%

sogar zweistellig. Das starke Exportwachstum der letzten

Jahre hat viele Unternehmen im exportierenden Sektor

an ihre Kapazitätsgrenze gebracht, Kapazitätserweiterungen

spielten eine wichtige Rolle als Investitionsmotiv.

Die Jahresinflation erreichte mit 1,5% einen der niedrigsten

Werte seit vielen Jahren.

Nach dem Zinssenkungszyklus von Mitte 2001 bis

Mitte 2003 (in diesem Zeitraum war der europäische

Leitzins von 4,75% auf 2,00% gesenkt worden) und der

anschließenden stabilen Phase bis Ende 2005 (Anhebung

auf 2,25%) kam es im Jahr 2006 zu insgesamt vier

Zinsanhebungen (jeweils um 0,25%) durch die Europäische

Zentralbank (EZB); zuletzt wurde der Leitzins am

7.12.2006 auf 3,50% angehoben. Begründet wurde

der Zinserhöhungszyklus in der Eurozone seitens der EZB

vor allem damit, der Gefahr einer Inflationssteigerung

entgegenzuwirken sowie den Unterschied zum Leitzinsniveau

in den USA auszugleichen. Die US-Notenbank FED

hat nach insgesamt 17 Leitzinserhöhungen bis Juni 2006

25


Lagebericht gemäß RLG

von 1,0% auf 5,25% keine weitere Zinserhöhung durchgeführt.

Auch die Bank of Japan hat 2006 die Zinsen

angehoben, wenn auch nur in äußerst bescheidenem

Ausmaß, nämlich von de facto 0 auf 0,25%. Das Land

kämpft immer noch mit den Nachwirkungen einer fast

zehn Jahre andauernden Deflation.

Der US-Dollar beendete das Jahr 2006 mit einem

Kurs von 1,3171 zum Euro. Damit ergibt sich in Summe

ein Anstieg von 11,4% der europäischen Gemeinschaftswährung

gegenüber dem Greenback. Ein Gutteil des

Anstieges wurde im vierten Quartal verbucht, als der US-

Dollar allein mehr als 4% gegenüber dem Euro abgab.

Wiener Börse im internationalen

Vergleich weiterhin sehr gut

Der US-Aktienmarkt 2006 entwickelte sich auf den ersten

Blick recht ordentlich: Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten

Industriewerte stieg um 19,05%, der marktbreitere

MSCI USA immerhin um 15,31%. Angesichts des schwachen

US-Dollars blieben davon für europäische Anleger

währungsbereinigt allerdings nur 6,49% beziehungsweise

3,30% übrig. Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat das

Börsenjahr 2006 mit knapp unter 6.600 Punkten beendet,

damit notierte der Leitindex 22% höher als zum Jahresende

2005. Nicht ganz mithalten in diesem Konzert konnte

der japanische Leitindex Nikkei, der 2006 nur um 6,9%

zulegte. Wobei sich durch die Schwäche des Yen für den

Euroanleger sogar ein Verlust von knapp 5% ergab.

Die Wiener Börse konnte nach den Rekordjahren 2004

und 2005 auch 2006 eine sehr positive Bilanz ziehen.

Der ATX konnte mit einem Plus von 21,7% die dynamische

Performance der beiden Vorjahre zwar nicht ganz fortsetzen,

dennoch hat sich der Leitindex der Wiener Börse

im internationalen Vergleich überdurchschnittlich positiv

entwickelt. Hinter der weiterhin sehr guten Performance

stehen in erster Linie die zu einem überwiegenden

Teil in Osteuropa engagierten Emittenten – die Osteuropa-

Fantasie ist nach wie vor ein wichtiger Motor der Wiener

Börse. 2006 brachten Börsengänge und Kapitalerhöhungen

im Ausmaß von € 11,87 Mrd. einen neuen

Rekord beim Zufluss an frischem Kapital (2005: € 6,6

Mrd.). Die Marktkapitalisierung kletterte auf einen historischen

Höchststand von € 146,2 Mrd.

Am weitaus dynamischesten entwickelt haben sich

die durchschnittlichen monatlichen Handelsumsätze:

Diese bescherten der Wiener Börse einen Zuwachs von

mehr als 70%. 2006 konnten sechs neue internationale

Handelsmitglieder gewonnen werden. Auf ausländische

Handelsteilnehmer entfallen bereits mehr als die Hälfte

der Handelsumsätze der Wiener Börse.

Nach Berechnungen der OeNB sind allerdings nur

rund 13% der österreichischen Haushalte aufgrund

ihrer Investitionen in Aktien, Anleihen und Investmentzertifikaten

als kapitalmarktorientiert einzustufen.

Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um gut

verdienende Haushalte mit hohem Geldvermögensbestand.

Weitere 10% der Haushalte zeigen zwar ein starkes

Interesse an der Veranlagung in Wertpapieren, können

aber nur geringe Beträge anlegen. Klar dominierend sind

mit 53% weiterhin die „traditionellen“ Anleger. Diese

Haushalte legen ihr Geld in erster Linie in Sparbüchern,

Bausparverträgen oder Lebensversicherungen an.

23% aller Haushalte konzentrieren ihre Veranlagung

vorwiegend auf Sparbücher. Zu den prägenden Einflussfaktoren

auf das Anlageverhalten zählen aktuell Pensionsreformen

und die Förderung der privaten Altersvorsorge.

Fünf Jahre Euro: als Weltwährung etabliert

Mit Jahresende 2006 war der Euro bereits das fünfte

Jahr als allgemeines Zahlungsmittel in insgesamt zwölf

Eurostaaten im Umlauf. Mit dem Beitritt Sloweniens ab

1. Jänner 2007 hat sich die Zahl der Euroländer auf 13

erhöht. Der Euro hat sich als weitere Weltwährung etabliert,

er gilt weltweit als sichere Reservewährung für

Notenbanken. Die neue Währung ist wirtschaftlich und

politisch für Europa somit ein Gewinn.

26 Lagebericht


In vier Schritten hob die

Europäische Zentralbank (EZB)

im Jahr 2006 den Leitzins

von 2,5% auf 3,5% an.

Seit der Euroeinführung im Jahr 2002 steigt der

Bargeldumlauf des Eurosystems stetig. Alleine im Jahr

2006 gab es europaweit einen wertmäßigen Anstieg um

11,3% gegenüber dem Vorjahr. Dass die Nachfrage nach

dem Euro weiterhin ungebrochen ist, liegt einerseits an

der anhaltenden Beliebtheit des Euro als Zahlungsmittel

in den Ländern der Eurozone, andererseits an der zunehmenden

Akzeptanz von Eurozahlungen in Drittstaaten.

Bemerkenswert ist dabei, dass seit November 2006

der Euroumlauf wertmäßig höher ist als der US-Dollar-

Umlauf. Weltweit befanden sich nach Berechnungen der

Federal Reserve mit Ende 2006 rund 810 Mrd. US-Dollar

(im Gegenwert von rund € 615 Mrd.) im Vergleich zu

€ 648 Mrd. in Umlauf. Nicht nur beim Bargeldumlauf,

auch bei den Emissionen internationaler Anleihen hat

der Euro bereits einen höheren Anteil als der US-Dollar.

In Österreich wurde die Einführung des Euro zeitgleich

mit dem Beitritt zur Europäischen Union entschieden.

Auf individuell erlebbarer Ebene liegen die Vorteile

der gemeinsamen Währung vor allem in der Preistransparenz,

weil der Konsument die Angebote aus allen Euroländern

auf einen Blick vergleichen kann. Auslandsreisen

in die Euroländer sind durch die Gemeinschaftswährung

einfacher und kostengünstiger geworden.

Auch wenn die Preise für häufig konsumierte Waren

bei der Währungsumstellung bedauerlicherweise oft großzügig

aufgerundet wurden: Der Binnenwert des Euro und

damit die Kaufkraft im Euroraum sind stabil, die Preise

stabiler als zu Beginn der 90er-Jahre. Österreich zählt mit

einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,7% seit

Beginn der Euroeinführung gemeinsam mit Deutschland

und Finnland zu den preisstabilsten Ländern des

Eurogebietes.

27


Lagebericht gemäß RLG

II. Die Geschäftsentwicklung von

Schelhammer & Schattera 2006

Hervorragende Entwicklung

der Bilanzzahlen 2006

Im Geschäftsjahr 2006 konnte in nahezu allen relevanten

Unternehmenskennzahlen eine erfreuliche Verbesserung

erreicht werden.

Die anrechenbaren Eigenmittel sind aufgrund der

Rücklagendotation von € 75.529 TSD auf € 84.059 TSD

gestiegen. Die erforderlichen Eigenmittel gem. § 22 Abs. 1

BWG sind durch die anrechenbaren Eigenmittel 3,66-mal

(Vorjahr 3,32-mal) gedeckt.

Der Nettozinsertrag ist durch die Tilgung von

hochverzinsten Anleihen um 10,05% gesunken. Die Zinsspanne

belief sich 2006 auf 1,00% (2005: 1,21%). Die

Erträge aus Dividenden und Beteiligungen erhöhten sich

um 25,77%. Bei den Provisionserträgen ist ein weiterer

erfreulicher Anstieg um 16,40% zu verzeichnen. Die Provisionsaufwendungen

sind gestiegen, sodass das saldierte

Ergebnis um 16,07% verbessert werden konnte.

Die Erträge aus dem Eigenhandelsgeschäft weisen

2006 einen positiven Saldo von € 2.967 TSD auf, wodurch

sich Betriebserträge von € 18.648 TSD ergeben.

Dies bedeutet einen Zuwachs von 3,46% gegenüber dem

Vorjahresergebnis.

Die Betriebsaufwendungen stiegen auf € 8.848 TSD.

Die Cost-Income-Ratio, das Verhältnis der Betriebsaufwendungen

zu den Betriebserträgen, beträgt 47,44%.

Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses

aus Wertpapieren und der Ausleihungen an Kunden

ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)

€ 11.591 TSD.

Es verbleibt nach Abzug der Steuern und der vorgenommenen

Rücklagendotierungen ein Bilanzgewinn von

€ 4.470 TSD. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen,

eine Dividende von unverändert € 75,00 sowie

im Hinblick auf das ausgezeichnete Jahresergebnis einen

Jubiläumsbonus von € 25,00 pro Aktie auszuschütten.

Der Bonus soll auch den besonderen Dank an die

Aktionäre des Bankhauses Schelhammer & Schattera für

die Verbundenheit und guten Geschäftsbeziehungen ausdrücken.

Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue

Rechnung vorgetragen.

Entwicklung der Bilanzsumme 2004–2006

610

600

590

580

570

560

550

540

530

520

Mio. € 2004 2005 2006

28 Lagebericht


AKTIVA

Veränderung Wert per 31.12.2006

(in TSD €)

% der

Bilanzsumme

Wertpapiere –3,83% 195.244 32,33%

Geldmarktanlagen, flüssige Mittel 18,73% 249.037 41,24%

Forderungen gegenüber Kunden 6,26% 138.775 22,98%

Sonstiges 20.808 3,45%

603.864

PASSIVA

Kundeneinlagen 9,12% 400.482 66,32%

Eigene Emissionen

(nur Kassenobligationen) 2,26% 77.343 12,81%

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 17,12% 38.377 6,36%

Eigenkapital 7,14% 74.453 12,33%

Sonstige 13.209 2,18%

Bilanzsumme 8,31% 603.864

29


Lagebericht gemäß RLG

III. Berichte aus den

einzelnen Geschäftsbereichen

Geldanlage und Vermögensverwaltung

Die Anlageexperten des Bankhauses Schelhammer

& Schattera sehen sich als professionelle Berater und Betreuer

des anlagesuchenden Publikums. Unsere Ziele

dabei sind das Erreichen von Sicherheit, Ertrag, Liquidität

und ethischer Verantwortlichkeit. Als starke, unabhängige

Privatbank ist Schelhammer & Schattera in der Lage,

für seine Kunden das jeweils beste Angebot im Bereich der

verzinslichen Anlagen wie auch der Aktien und Fonds am

Markt auszuwählen.

Insbesondere steht im Wertpapiergeschäft die Entwicklung

von Anlagekonzepten nach Vorstellungen des

Kunden im Mittelpunkt, mit dem Ziel, das Wachstum des

Vermögens bei überschaubarem Risiko zu erreichen.

Die Beratung ist essenziell, wobei die individuelle Situation

maßgeblich für die gewählte Anlagestrategie ist. Bei

der Vermögensverwaltung stehen je nach gewünschter

Risikoneigung folgende Varianten zur Auswahl:

• Rentendepot,

• konservatives Depot,

• ausgeglichenes Depot,

• dynamisches Depot.

Unter der Prämisse „Nicht der Kunde, sondern die Bank

muss sich bewegen“ zeichnet die Anlageberater des

Bankhauses neben der hohen fachlichen Kompetenz auch

eine hohe zeitliche und räumliche Flexibilität aus, sodass

die Beratung des Kunden gerne nach seinen individuellen

Wünschen stattfindet. Die Betreuung erfolgt persönlich

zu vereinbarten Terminen oder über Telefon. Darüber

hinaus bietet die neugestaltete Homepage des Bankhauses

Schelhammer & Schattera eine Fülle an aktuellen Produktund

Marktinformationen bis hin zu der Möglichkeit, im

Viertelstundentakt neueste Marktentwicklungen abrufen

zu können.

2006 wurde die Angebotspalette des Bankhauses um

neue, attraktive Anlageformen erweitert. Der gesteigerten

Nachfrage nach kapitalgarantierten Produkten entsprechend,

wurde im ersten Halbjahr der SUPERIOR Ethik

Garant, das erste von Schelhammer & Schattera mitentwickelte

Garantieprodukt, vorgestellt. Die Wertentwicklung

des mit einer 100%igen Kapitalgarantie ausgestatteten

SUPERIOR Ethik Garant ist abhängig von der Entwicklung

der globalen Aktienmärkte, die durch die Veranlagung in

den Fonds SUPERIOR 4 – Ethik Aktien abgedeckt wird.

Dem Wunsch der Anleger nach kurzfristig ertragreichen

Anlagemöglichkeiten wurde durch eine Kapitaleinlage mit

18 Monaten Bindungsfrist sowie durch die Auflage des

ersten ethischen Geldmarktfonds im deutschsprachigen

Raum, des SUPERIOR 5 – Ethik Geld, entsprochen.

Speziell für die private Vorsorge wurde die Möglichkeit

des Fondssparplans auf alle SUPERIOR-Fonds ausgeweitet.

Einlagen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Volumen der

Spareinlagen und der sonstigen Einlagen von Kunden um

13,33% von € 117.052 TSD auf € 132.654 TSD gesteigert

werden. Mit der mehrmaligen Anhebung der Leitzinsen im

Laufe des Jahres 2006 von 2,50% auf schließlich 3,50%

war auch erstmals seit längerer Zeit wieder eine steigende

Entwicklung bei den Geldmarktzinsen und somit eine

für Anleger erfreuliche Zinsanhebung im Sparbereich zu

verzeichnen. Der Philosophie des Hauses entsprechend,

werden Zinserhöhungen unmittelbar nach Bekanntwerden

an die Kunden weitergegeben. Kunden des Bankhauses

30 Lagebericht


Schelhammer & Schattera brauchen diesbezüglich selbst

keine Schritte zu unternehmen.

Eigene Emissionen (Kassenobligationen) umfassten

per 31.12.2006 € 77.343 TSD. Da im vergangenen Jahr

ein relativ großes Volumen an bestehenden Kassenobligationen

in Höhe von € 26,5 Mio. abgereift ist, war das

Neugeschäft in diesem Bereich im Jahr 2006 besonders

beachtlich; zweifellos haben die wieder attraktiveren

Kupons der Emissionen unserer Kassenobligationen auch

zu dieser gesteigerten Nachfrage beigetragen.

Entwicklung der Kundeneinlagen* (in Mio. €)

470

460

450

440

430

420

410

Mio. € 2004 2005 2006

* Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie Kassenobligationen

Wertpapiere

Die erwähnten Zinsanhebungen in allen drei großen

Währungsblöcken (USA, Euroland und Japan) brachten

2006 für die Rentenmärkte schwierige Rahmenbedingungen.

Neben den Zinsanhebungen bestimmten auch die

Rohstoffe und die Abkühlung am US-Immobilienmarkt

das Geschehen auf den Rentenmärkten im Jahr 2006.

Anleger, die traditionell sehr vorsichtig agieren, erlebten

daher 2006 eine wenig erfreuliche Wertentwicklung.

Verzinsliche Papiere mussten erstmals seit langem einen

Rückgang verzeichnen. Während kurz- bis mittelfristige

Anlagen durch den Zinsenanstieg Rückgänge verzeichneten,

zeigten zehnjährig gebundene Anleihen dagegen

eine relativ stabile Entwicklung.

Für die Aktienmärkte, speziell auch an der Wiener

Börse, brachte das Jahr 2006 überwiegend sehr attraktive

Kursgewinne, der erfreuliche Trend des Vorjahres setzte

sich weiter fort.

Aus der Sicht eines Euroanlegers war eine Investition

außerhalb der Heimatwährung nicht von Vorteil.

Begründet war der weitere Anstieg vor allem in der

wirtschaftlich gesunden Entwicklung bei der Mehrzahl der

börsenotierten Unternehmen. Diese konnten durch die

lang anhaltende Niedrigzinsphase und die deutlich bessere

Konjunktur ihre wirtschaftliche Substanz wesentlich ausbauen.

Kurssteigerungen waren im Wesentlichen in den

Unternehmenswerten bzw. Kennziffern begründet, höhere

Dividendenrenditen, Aktienrückkaufprogramme etc. waren

deutliche Anzeichen für diese Entwicklung. Die durchschnittlichen

Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind im historischen

Vergleich durchaus als akzeptabel zu bewerten.

Als ausgezeichnet ist die Entwicklung des Wertpapiergeschäftes

von Schelhammer & Schattera im Jahr

2006 zu bezeichnen. Sowohl Volumina als auch

Provisionserträge weisen positive Zuwächse gegenüber

dem bereits hohen Niveau des Vorjahres auf. Der Wert,

der auf Kundendepots verwalteten Wertpapiere konnte

um 11,4% von € 1.268.000 TSD auf € 1.412.000 TSD

gesteigert werden. Neben den deutlichen Kursanstiegen

ist diese äußerst erfreuliche Entwicklung vor allem auch

in einer weiterhin stark steigenden Anzahl neuer

Kundendepots begründet.

Auch die eigenen Wertpapierveranlagungen des

Bankhauses brachten 2006 aufgrund der richtig

eingeschätzten Markttrends sehr gute Ergebnisse. Die im

Handelsbereich verfolgten Strategien waren insbesondere

im Bereich der Beteiligungswerte sehr erfolgreich. Gegen

diesen Trend entwickelte sich nur das Zinsergebnis aus

31


Lagebericht gemäß RLG

Anleihebeständen, da 2006 aufgrund der Rückzahlungen

alter, hoch verzinster Anleihen das Zinsergebnis gedrückt

wurde. Im Aktien- und Fondsbereich dagegen waren

deutliche Steigerungen bei Dividenden- und Fondsausschüttungen

zu verzeichnen.

Notwendige Abwertungen aufgrund rückläufiger

Notierungen bei kurz- und mittelfristigen Rentenanlagen

lagen in etwa auf Vorjahreshöhe. Die Aufteilung der

eigenen Bestände entsprachen auch 2006 im Wesentlichen

dem langjährigen Durchschnitt: 76% Anleihen und 24%

Beteiligungspapiere – wobei die Fondsbestände, die sich

mittlerweile auf rund 20% belaufen, durchgerechnet

wurden. Auf Fremdwährung lautende Werte wurden 2006

weiter reduziert, deren Anteil beträgt nunmehr deutlich

weniger als 10%. Der Anteil der Kundeneinlagen und

Eigenemissionen lag auch 2006 bei rund 80% der Bilanzsumme.

Die weitere signifikante Steigerung bei den Kundendepots,

aber auch die sehr erfreuliche Entwicklung bei

den Spareinlagen stellen eine sehr schöne Bestätigung für

die Geschäftsphilosophie des Bankhauses Schelhammer

& Schattera dar.

Eine hohe Expertise in Kombination mit einer attraktiven

Konditionenpolitik und vor allem absoluter Kundennähe

bringen es mit sich, dass Sparer und Anleger vermehrt

dem Bankhaus ihr Vertrauen schenken.

Auf Kundendepots verwaltete Wertpapiere (in Mrd. €)

1,4

1,3

1,2

1,1

1,0

Mrd. € 2004 2005 2006

Konsequente Weiterentwicklung

als Ethikfondsspezialist

Nach dem Rekordjahr 2005 erlebte die österreichische

Investmentfondsbranche auch 2006 zufriedenstellende

Zuwachsraten – das Gesamtvolumen erhöhte sich um

7,5%. Neu verkaufte Anteile entfielen zu zwei Dritteln auf

institutionelle Fonds und zu einem Drittel auf Publikumsfonds.

Bei den Fondskategorien waren 2006 nach wie

vor Rentenfonds zusammen mit den gemischten Fonds

Favoriten bei den Anlegern, trotz der mehrjährig guten

Performance floss in Aktienfonds lediglich ein kleiner

Anteil. Deutlich erhöht hat sich das Volumen der Garantiefonds.

Diese Fonds, die vorwiegend in Aktienmärkten

investieren, wobei der Kapitaleinsatz garantiert wird,

scheinen das nach wie vor vorhandene Sicherheitsbedürfnis

der österreichischen Retailkunden im besonderen

Maße anzusprechen.

Die Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft,

die fast ausschließlich im Bereich

Publikumsfonds agiert, konnte das Fondsvolumen gegenüber

dem Vorjahr um 7,7% auf € 403,3 Mio. steigern –

das Wachstum lag damit leicht über dem Marktschnitt.

Das Jahr 2006 stand bei der Bankhaus Schelhammer

& Schattera Kapitalanlagegesellschaft im Zeichen der

kompletten Ethisierung aller Publikumsfonds. Sie konnte

sich damit in Österreich als der Spezialist für Kapitalanlagen

unter ethischen bzw. nachhaltigen Gesichtspunkten

etablieren und bietet als einzige österreichische Kapitalanlagegesellschaft

ausschließlich Fonds auf Nachhaltigkeitsbasis

an. Mit der Wiener Städtischen Versicherung

wurde 2006 eine Kooperation im Rahmen der Produktserie

„United Funds of Success Ethik“ abgeschlossen. Teil dieser

neuen fondsgebundenen Lebensversicherung ist der

SUPERIOR 3 – Ethik. Mit dem SUPERIOR 5 – Ethik Geld

wurde im Oktober der erste ethische Geldmarktfonds in

Österreich bzw. im deutschsprachigen Raum überhaupt

zur Zeichnung aufgelegt. Es handelt sich hier um ein

„risikoarmes“ Produkt, das auch für relativ kurzfristige

32 Lagebericht


Anlagen geeignet ist. Der Fonds investiert ausschließlich

in Euroanleihen mit variabler Verzinsung, Anleihen mit

kurzer Restlaufzeit und Geldmarktpapiere von nachhaltig

ausgerichteten Emittenten. Die beiden größten Nachhaltigkeitsfonds

der Bankhaus Schelhammer & Schattera

Kapitalanlagegesellschaft, SUPERIOR 1 – Ethik Renten

(Rentenfonds) und SUPERIOR 3 – Ethik (Mischfonds),

zählen auch insgesamt zu den bedeutendsten Ethikund

Nachhaltigkeitsfonds im deutschsprachigen Raum.

Die Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft

geht bei ihren Nachhaltigkeitsfonds

nach strengen Ausschlusskriterien vor, die eine Veranlagung

in Branchen verhindern, deren Geschäftsfelder

im Widerspruch zu Nachhaltigkeit und Ethik stehen. Es

wird nur in jene Unternehmen investiert, die im Vergleich

zu Mitbewerbern die besten Ergebnisse in den Bereichen

Sozial-, Umwelt- und Kulturverträglichkeit aufweisen.

Das Fondsmanagement wird in ethischen Fragen von

einem unabhängigen und ehrenamtlichen Ethikbeirat,

der sich aus zehn Persönlichkeiten aus Kirche, Wirtschaft

und Wissenschaft zusammensetzt, unterstützt.

Der Ethikbeirat kommt regelmäßig zusammen, um sich

neben der allgemeinen Beratung in ethischen Fragen

konkret mit der Definition der Ethikkriterien und den

Rahmenbedingungen für das Investmentuniversum zu

befassen. Einzigartig in Österreich und im deutschsprachigen

Raum ist, dass die Einhaltung der Vorgaben des

Ethikbeirates auch jährlich durch einen Wirtschaftsprüfer

überprüft wird. Insgesamt bietet die 1988 gegründete

Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft

als Spezialist in Österreich für Kapitalanlagen unter

ethischen und nachhaltigen Gesichtspunkten folgende ausschließlich

nachhaltig ausgerichtete Publikumsfonds an:

SUPERIOR 1 – Ethik Renten,

SUPERIOR 2 – Mix,

SUPERIOR 3 – Ethik,

SUPERIOR 4 – Ethik Aktien sowie

SUPERIOR 5 – Ethik Geld.

Entwicklung Fondsvolumina der KAG

400

390

380

370

360

350

340

330

Mio. € 2004 2005 2006

Kreditgeschäft

Die insgesamt vier Zinserhöhungen durch die EZB im

Laufe des Jahres 2006 waren zwar für die Kreditnehmer

nicht erfreulich, es war jedoch daraus kaum ein negativer

Einfluss auf fremdfinanzierte Investitionen festzustellen.

Das Zinsniveau bewegte sich 2006 – langfristig gesehen

– noch immer auf einem relativ niedrigen und damit für

den Kreditnehmer attraktiven Niveau. Die österreichische

Wirtschaft profitierte 2006 zusätzlich vom Konjunkturaufschwung

in Europa. Der dadurch ausgelöste Wachstumsimpuls

ging im Jahresverlauf auf die Investitionsnachfrage

über. Insbesondere in der Sachgütererzeugung und in der

Bauwirtschaft waren kräftige Steigerungsraten zu

verzeichnen. Sehr stark zeigte sich auch 2006 das Exportwachstum

in Österreich, der reale Anstieg belief sich

auf über 10%. Die privaten Konsumausgaben dagegen

legten gegenüber dem Vorjahr nur mäßig zu.

Der Fokus des Bankhauses Schelhammer & Schattera

im Finanzierungsgeschäft liegt schwerpunktmäßig im

Bereich mittelständischer Kunden (Unternehmen und

Private) sowie kirchlicher Institutionen. Wenngleich die

33


Lagebericht gemäß RLG

klassische Klientel des Bankhauses im Finanzierungsbereich

nicht aus jenen Bereichen der Wirtschaft kommt,

die 2006 starke Wachstumsraten verzeichnen konnten,

hat sich das Kreditgeschäft weiterhin sehr erfreulich entwickelt.

Die Kundenausleihungen konnten auf € 138,8

Mio. und damit um mehr als 7,4% gesteigert werden. Die

Aufteilung nach Kundensegmenten ist gegenüber dem

Vorjahr stabil geblieben: 48% des Ausleihungsvolumens

entfallen auf Unternehmen, 40% auf Private und 12% auf

kirchliche Organisationen.

Verstärkte und erfolgreiche Akquisitionsbemühungen

wurden 2006 vor allem in Richtung freiberuflich tätiger

Menschen gesetzt. Diesbezüglich wurden auch die personellen

Ressourcen im Haus ausgebaut. Erfreulicherweise

konnte bereits substanziell neues Geschäft, beispielsweise

bei der Finanzierung von Arztpraxisneugründungen oder

Praxisübernahmen, getätigt werden.

Das Kreditportfolio des Bankhauses nach Kundengruppen

48% Unternehmen

40% Private

Finanzierung von neuen oder übernommenen Praxen

oder Büros im Mittelpunkt. Bei Privatkunden liegt der Geschäftsschwerpunkt

neben dem klassischen Überziehungsrahmen

und Konsumkrediten vor allem in verschiedenen

Facetten der Immobilienfinanzierung. Bei kirchlichen

Kunden stehen primär Erhaltungsinvestitionen wie beispielsweise

Renovierungen und Adaptierungen von

Klöstern, Stiften und kirchlichen Werken (Heime, Spitäler,

Schulen) im Vordergrund.

Grundsätzlich basiert das Finanzierungsgeschäft

des Bankhauses Schelhammer & Schattera auf einer sehr

umsichtigen und risikobewussten Kreditpolitik.

Zweifellos stellen die hervorragende Beratungsqualität,

die Kontinuität in der längerfristigen persönlichen

Betreuung und vor allem auch die kurzen Entscheidungswege

der Bank einen wichtigen Marktvorteil dar. Aufgrund

der großen Erfahrung und der Flexibilität des Bankhauses

ist die Gestaltung sehr individueller Finanzierungspakete

die Regel.

Wie im Anlagebereich steht auch auf der Finanzierungsseite

des Bankhauses eine faire und absolut transparente

Kundenbeziehung im Mittelpunkt. Das beinhaltet

beispielsweise auch, dass Nettokonditionen offeriert

werden und somit der Kunde die Preisgestaltung zu 100%

nachvollziehen kann.

12% kirchliche Institutionen

Entwicklung Kundenausleihungen 2004–2006 (in Mio. €)

135

130

Insgesamt ist die Finanzierungspalette des Bankhauses

auf die Kernbedürfnisse von Klein- und Mittelbetrieben,

Privaten sowie kirchlichen Institutionen abgestimmt.

Unternehmenskunden können sowohl den kurzfristigen

Betriebsmittelbedarf als auch längerfristige Investitionsvorhaben

über das Bankhaus finanzieren. Bei Angehörigen

der freien Berufe steht neben Kreditrahmen die

125

120

115

110

Mio. € 2004 2005 2006

34 Lagebericht


„Unsere Erfahrung in der Betreuung

von Non-Profit-Organisationen ist die

Grundlage für die steigenden Volumina

im internationalen Zahlungsverkehr.“

Direktor Dr. Andreas Galik

Leiter Auslandsabteilung

Direktor Mag. Wolfgang Tietze

Leiter Rechtsabteilung

Zahlungsverkehr Inland/Ausland

Die langjährige Erfahrung und das notwendige Spezialwissen

in der Betreuung von Non-Profit-Organisationen

im kirchlichen und weltlichen Bereich ist eine wesentliche

Grundlage der Jahr für Jahr steigenden Volumina im

Zahlungsverkehr. Sowohl im Inland wie auch mit ausländischen

Organisationen waren im Jahr 2006 Steigerungsraten

jenseits der 10% zu verzeichnen. Durch kurzfristige

Liquidität und rasche Verfügbarkeit von Geldmitteln wird

beispielsweise das Krisenmanagement von Non-Profit-

Organisationen wirksam unterstützt. Der Sicherstellung,

dass das Geld verlässlich zu Partnern in „schwierigen“

Ländern bzw. Regionen transferiert wird, kommt dabei

großes Gewicht zu. Dieses Know-how, das erfahrene

Mitarbeiter im Auslandsgeschäft des Bankhauses

Schelhammer & Schattera mitbringen, wird auch immer

wieder von anderen Kreditinstituten und Geschäftspartnern

genutzt.

Neben den hohen Volumina bei Zahlungsverkehrstransaktionen

auf elektronischer Basis ist auch auf die

wichtige Rolle des Bankhauses etwa bei Spendenerlagscheinen

verschiedenster Institutionen hinzuweisen, wo

nach wie vor beträchtliche Stückzahlen – weit über

100.000 Erlagscheine pro Jahr – „verarbeitet“ werden.

Auch 2006 hat sich der Trend in Richtung Internetbanking

auf der Kommerzkundenseite wie auch bei

Privaten fortgesetzt – dementsprechend sind die Transaktionsvolumina

in diesem Bereich weiter deutlich

angestiegen. Internetbanking bietet die Unabhängigkeit

von Öffnungszeiten und die Bequemlichkeit, von zu Hause,

vom Büro oder von jedem Punkt der Welt aus, an dem

man einen Internetanschluss zur Verfügung hat, diverse

Bankgeschäfte zu erledigen. Dazu kommt der Vorteil,

rund um die Uhr einen optimalen Überblick über sämtliche

Kontostände zu haben.

Für Firmenkunden gewährleistet Telebanking auf

Basis des Multi-Banking-Standards die elektronische

Durchführung zahlreicher kommerzieller Geldgeschäfte

vom Büro aus. Die deutlich gestiegenen Transaktionsvolumina

im Zahlungsverkehr im Jahr 2006 haben auch

zu verbesserten Erträgen beigetragen.

35


Lagebericht gemäß RLG

Beteiligungen

Nach dem im Jahr 2005 erfolgten Teilverkauf der APSS

Austrian Payment Systems Services GmbH, an der die

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG mit 1,17% beteiligt

war, wurde 2006 der zweite Teil des Verkaufserlöses

ergebniswirksam. Im Geschäftsjahr 2006 hat sich daher

der Beteiligungsertrag gegenüber dem Vorjahr um 26,5%

erhöht. Bei den anderen Beteiligungen (siehe Darstellung

der Beteiligungen über 20% im Anhang) konnte das gute

Ergebnis des Jahres 2005 erreicht bzw. teilweise sogar

verbessert werden. Die Bankinteressen wurden entsprechend

den Beteiligungsverhältnissen von Funktionären

des Hauses wahrgenommen. Das Management strebt

grundsätzlich eine langfristige selektive Ausweitung der

Beteiligungen an.

IV. Mitarbeiterbericht

Die hohe Kompetenz und das außergewöhnliche Engagement

der Mitarbeiter sind neben der äußerst attraktiven

Produktpalette Kernfaktoren für die erfolgreiche Entwicklung

des Bankhauses – und somit das hohe Kundenvertrauen.

Außergewöhnliche Firmentreue und damit

größte Erfahrung tragen wesentlich dazu bei, dass die

Kundenerwartungen nach langfristiger Betreuung durch

Personen ihres Vertrauens auf höchstem Niveau umgesetzt

werden können. Flexibles Denken und Handeln und

das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse der Kunden

sind selbstverständlich.

Um das Know-how der Mitarbeiter kontinuierlich

zu fördern und weiter auszubauen, wird der Aus- und

Weiterbildung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Von

den Mitarbeitern wurden daher im Laufe des Jahres

2006 zahlreiche externe Seminare besucht bzw. interne

Schulungsmaßnahmen genutzt.

Der Personalstand belief sich per 31.12.2006 auf

insgesamt 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; zusätzlich

befanden sich zu diesem Zeitpunkt sechs Mitarbeiterinnen

in Karenz. Gerade angesichts des 175-Jahr-Jubiläums

des Bankhauses im Jahr 2007 erscheint es auch angebracht,

den Stellenwert der Mitarbeiter für die Stabilität

und Kontinuität der Kundenbeziehungen entsprechend

herauszustreichen.

Über die Banktätigkeit hinaus finden die Leistungen

diverser Mitarbeiter des Bankhauses Schelhammer &

Schattera hohe Anerkennung, wobei zu betonen ist, dass

viele Mitarbeiter ihre Dienste auch zahlreichen wichtigen

gesellschaftlichen und karitativen Einrichtungen unentgeltlich

zur Verfügung stellen. Folgende Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Bankhauses wurden im Jahr 2006

mit Auszeichnungen der Republik Österreich bedacht:

- Vorstandsdirektor Günter Bergauer erhielt das Silberne

Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

- Kassenchef Prok. Mag. Heinz Koschell sowie der

Leiterin der Filiale, Fr. Prok. Ingrid Melchart, wurde

jeweils das Goldene Verdienstzeichen der Republik

Österreich verliehen.

- Referent Rudolf Lamberger und Kurt Blumauer wurden

mit dem Silbernen Verdienstzeichen der Republik

Österreich ausgezeichnet.

- Referent Prok. Hannes Koller erhielt die Goldene

Medaille für Verdienste um die Republik Österreich.

- Die Leiterin der Depotbuchhaltung, Fr. Disponent

Christine Mach, sowie Referent Werner Kuhn erhielten

jeweils die Silberne Medaille für Verdienste um die

Republik Österreich.

Bankintern wurde Fr. Mag. Maria Steiner, der neuen

Leiterin der Abteilung Risikomanagement, der Titel

Disponentin verliehen.

Der Titel Kommerzialrat wurde 2006 von Bundeskanzler

Dr. Wolfgang Schüssel Vorstandsdirektor Mag. Peter

Böhler sowie Dir. Prok. Gerald Neuber verliehen.

36 Lagebericht


„Kompetenz und Kontinuität

unserer Mitarbeiter sorgen dafür,

dass wir die Kundenerwartungen

nach qualifizierter persönlicher

Betreuung bestens erfüllen können.“

Dir. Komm.-Rat Gerald Neuber

Leiter Beteiligungen und Personal

Prok. Hannes Göldner

Noten- und Edelmetallhandel

V. Konzern

Der gemäß § 59 BWG aufzustellende Konzernabschluss,

das ist die Konsolidierung der Bankbilanz mit der Bilanz

der Kapitalanlagegesellschaft, wird in diesem Geschäftsbericht

nicht gesondert dargestellt. Er ist mit dem

Einzelabschluss der Bank nahezu identisch und würde

keine weiteren Aussagen vermitteln.

Die Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft

m.b.H. gehört zu 70% der Bank und

zu 30% der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften

Österreichs. Die Bilanzsumme beträgt

Ende 2006 € 6,2 Mio.

Weitere verbundene Unternehmen und Beteiligungen

sind im Anhang zur Bilanz dargestellt.

VI. Risikobericht

Die permanente Weiterentwicklung des Risikomanagements

der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG ist

die Basis dafür, den Unternehmenswert des Bankhauses

abzusichern und zu steigern. Im Geschäftsjahr 2006

wurden eine Reihe von Vorbereitungsarbeiten getätigt,

um den neuen Basel-II-Richtlinien, die ab 1. Jänner 2008

offiziell in Kraft treten, zu entsprechen.

Aufgabe des Risikomanagements ist die Identifikation

sämtlicher Risikopotenziale, deren qualitative Messung

sowie deren Steuerung. Bei den Überwachungs- und

Steuerungsprozessen im Risikomanagement unterscheidet

Schelhammer & Schattera zwischen

• Marktrisiko,

• Liquiditätsrisiko,

• Kreditrisiko und

• operationellem Risiko.

Marktrisiken bergen die Gefahr von Verlusten durch nachteilige

Veränderungen von Preisen bzw. den Preis

beeinflussenden Parametern. Für das Bankhaus sind in

diesem Zusammenhang die Zinsänderungsrisiken

bei verzinslichen und die Kursänderungsrisiken bei den

Beteiligungswertpapieren von Bedeutung. Die Bankhaus

Schelhammer & Schattera AG führt ein Wertpapier-

37


Lagebericht gemäß RLG

handelsbuch gem. § 22q (1) BWG bzw. ein langfristig

orientiertes Bankbuch im Sinne des § 73 (4) 1 BWG. Hinsichtlich

der Entscheidungsfindung für die Einbeziehung

von Positionen im Wertpapierhandelsbuch wurde ein

Leitfaden erstellt.

Die Streuung des Risikos folgt maßgeblich dem Prinzip

der Diversifikation. Das Rentenportfolio wird unter Maßgabe

der gebräuchlichen Kennzahlen gesteuert. Es werden

vorzugsweise Anleihen, die von internationalen Ratingagenturen

im A-Segment bewertet werden, ausgewählt.

Bei Aktien wird neben einer Streuung nach regionalen

und branchenorientierten Aspekten auf technische und

fundamentale Daten geachtet. Wir engagieren uns als

aktives Handelsmitglied der Wiener Börse am österreichischen

Markt und sind auch an den internationalen Kapitalmärkten

tätig. Im Aktienbereich wird konsequent eine

„Stop-Loss-Strategie“ verfolgt. Kredite werden vom Kreditkomitee

genehmigt. Im Zuge des Kreditgenehmigungsprozesses

wird der detaillierten Risikobeurteilung jedes

Kreditengagements, insbesondere der Bonitätseinstufung

des Kunden, ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. Die

Grundlage jeder Kreditentscheidung bildet eine fundierte

Analyse des Kreditengagements inklusive der Bewertung

aller relevanten Einflussfaktoren. Nach dem Erstkreditantrag

werden unsere Kreditengagements in der Regel

einmal jährlich überwacht. Bei einer wesentlichen Verschlechterung

der Bonität des Kreditnehmers sind kürzere

Überwachungsintervalle verpflichtend.

Unter dem operationellen Risiko verstehen wir das

Risiko von unerwarteten Verlusten durch menschliches

Versagen, fehlerhafte Managementprozesse, Natur- und

sonstige Katastrophen, Technologieversagen und Änderungen

im externen Umfeld. So sollen zum Beispiel Ausfälle

von IT-Systemen, Sachschäden, Fehlverarbeitungen oder

Betrugsfälle in Hinkunft einer genaueren Risikomessung

und -steuerung unterliegen, die auch Basis für die

Berechnung von Risikokapital sein soll.

Den operationellen Risiken begegnen wir durch entsprechende

organisatorische Maßnahmen. Die Kompetenzaufteilung

ist genau dokumentiert und jedem Mitarbeiter

bekannt. Ein elektronisches Organisationshandbuch, in

dem die Ablauforganisation detailliert dargestellt ist, wird

Mitte 2007 fertiggestellt sein.

VII. Ausblick

Es ist davon auszugehen, dass die Weltwirtschaft 2007

auf einem etwas tieferen Niveau als 2006 wachsen wird.

Basis für diese Annahme ist das im Zusammenhang mit

dem Abschwung der amerikanischen Wirtschaft erwartete

„Soft Landing“, das voraussichtlich auch von der FED

durch eine entsprechende Lockerung der Leitzinsen

unterstützt werden würde. Ein unerwartet starker und

lange anhaltender Abschwung in den USA, der z.B. durch

einen Immobiliencrash ausgelöst werden könnte, würde

die Entwicklung der Weltwirtschaft und der EU dagegen

erheblich belasten. Für die EU ist mit einer selbsttragenden

Konjunktur zu rechnen. Das Wirtschaftswachstum

sollte 2007 erstmals seit 15 Jahren wieder (leicht) höher

als jenes in den Vereinigten Staaten sein, allerdings insgesamt

gegenüber 2006 etwas zurückgehen.

Das österreichische Wirtschaftswachstum dürfte

2007 ebenfalls leicht schwächer ausfallen als 2006. Dafür

sprechen die Abkühlung in den USA und die nachlassenden

Impulse aus Europa. Die Wachstumsprognosen

der beiden österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitute

gehen für 2007 von einer Fortsetzung des Aufschwungs

in der Brandbreite 2,6% bis 2,7% aus.

Auf der Zinsenseite ist – ausgehend von den USA – im

Verlauf des Jahres sogar eine vorübergehende Zinswende

hin zu wieder niedrigeren Zinsen nicht auszuschließen.

Tonangebend werden 2007 wieder die großen Wachstumsmärkte

China, Indien, Russland, aber auch Lateinamerika

sein. An den Rohstoffmärkten ist mit deutlich höheren

Schwankungen als 2006 zu rechnen. Im Euroraum ist von

weiterhin steigenden Leitzinsen auszugehen, wobei

38 Lagebericht


„Dank der guten Eigenmittelausstattung

und der traditionell risikoaversen

Kreditpolitik werden die Basel-II-

Richtlinien das Kreditgeschäft des

Bankhauses kaum verändern.“

Mag. Maria Steiner

Leiterin Risikomanagement

jedoch die 2006 in den USA gegebene Höhe von 5,25%

nicht zu erwarten ist. Der Abstand zu den US-Leitzinsen

rechtfertigt eine Anhebung ebenso wie die gestiegene

Geldmenge.

Die Liquidität wird auch 2007 auf hohem Niveau

bestehen bleiben, „aus Sicherheitsgründen“ bleiben daher

Einlagen und festverzinsliche Anlagen stärker gewichtet.

Im Aktienbereich ist mit einem Abflachen der bisherigen

Dynamik zu rechnen, obwohl die Aufwärtstrends sowohl

in den USA, in Japan und auch in Europa intakt sind.

Die bestehenden Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind im historischen

Vergleich als durchaus akzeptabel zu betrachten.

Insgesamt sollten sich Aktien 2007 besser entwickeln als

Anleihen.

Im Wertpapiergeschäft der Bank werden auch 2007

ethische Geldanlagen konsequent weiterentwickelt und

forciert. Insbesondere wird es auch in der Vermögensverwaltung

im Laufe des Jahres ein neues Produkt im Sinne

einer ethischen Depotverwaltung geben – mit dem Ziel,

durch die entsprechende Individualisierung (ethische

Einzeltitel) und eine flexiblere Allocation einen Mehrwert

für den Kunden zu schaffen. Um die Vertriebschancen

der SUPERIOR-Fonds zu erhöhen, werden weiterhin

strategische Allianzen auf Produktebene mit ausgewählten

Partnern, die sich mit den hohen Ethikstandards identifizieren

und das hohe Qualitätsniveau halten, angestrebt.

Im Kreditgeschäft gehen wir für 2007 von einem

ähnlichen Wachstum wie für 2006 aus. Insbesondere

die gesteigerten Akquisitionsaktivitäten bei Freiberuflern

sollten neben verstärkten Bemühungen bei den bestehenden

Kernkundengruppen zur weiteren Steigerung

bei den Kundenausleihungen führen. Auf der Produktseite

wird weiters eine Steigerung bei mittelgroßen

Immobilienfinanzierungen im privaten Bereich angestrebt.

Die neuen Basel-II-Richtlinien werden auf das Kreditgeschäft

der Bank kaum nennenswerte Auswirkungen

haben, da schon bisher eine restriktive Risikopolitik ausgeübt

wurde. Die hervorragende kapitalmäßige Ausstattung

des Bankhauses bereitet auch keinerlei Probleme

bei den neuen veränderten Unterlegungsvorschriften.

Wenn auch davon auszugehen ist, dass der geplante

Ausbau der Aktivitäten in den einzelnen Geschäftsbereichen

die Notwendigkeit zusätzlicher personeller

Ressourcen mit sich bringt, soll das hervorragende

Kosten-Ertrags-Niveau – unter Beibehaltung höchster

Qualitätsstandards für unsere Kunden – aufrechterhalten

werden.

39


Wichtige Veranstaltungen im Jahr 2006

Verleihung hoher staatlicher Auszeichnungen an Prälat Rupert Kroisleitner

und Ökonomierat Dipl.-Ing. Josef Kollmayer durch Frau Bundesministerin

Elisabeth Gehrer im September 2006 in Dürnstein.

Feier anlässlich der Bestellung von Vorstandsdirektor Mag. Peter Böhler

und Direktor Gerald Neuber zu Kommerzialräten durch Bundeskanzler

Dr. Wolfgang Schüssel im November 2006.

Präsentation im Ringturm

Kundenempfang im Börsegebäude

Die Wiener Städtische Versicherung hat mit „United Funds

of Success Ethik“ eine neue fondsgebundene Lebensversicherung

auf den Markt gebracht, die eine marktgerechte

Rendite mit den Themen Ethik und Nachhaltigkeit

verbindet. Darin enthalten ist der SUPERIOR 3 – Ethik der

Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft.

Anlässlich der gemeinsamen Präsentation im

Februar im Wiener Ringturm vor einer großen Anzahl an

Journalisten fand neben den Ausführungen der beiden

Vorstandsvorsitzenden Dr. Günther Geyer und Komm.-Rat

Helmut Jonas auch ein Referat von Abt-Präses Dkfm. Mag.

Gregor Henckel-Donnersmarck zum Thema „Ethische

Geldanlage“ große Anerkennung. Auch das Presseecho im

Anschluss an die Veranstaltung war enorm.

Der traditionelle Kundenempfang, zu dem das Bankhaus

Schelhammer & Schattera jährlich einlädt, fand diesmal

am 8. Mai wie gewohnt in den repräsentativen Sälen des

Börsegebäudes an der Ringstraße statt. Vor einem vollen

Haus konnte der Vorstand das sehr gute Geschäftsjahr

erläutern und stellte darüber hinaus auch erstmals den

neuen optischen Auftritt der ältesten Privatbank Wiens

vor. Im Anschluss gab es nicht nur Gelegenheit zu einem

regen Gedankenaustausch, bei einem herrlichen Buffet

kamen auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz.

40 Veranstaltungen


Mag. Christian Dörner präsentiert die von ihm und seiner Frau verfasste

Biografie des Theodor v. Hornbostel in den vom Bankhaus Schelhammer &

Schattera zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten des Curhauses am

Stephansplatz.

Verdiente Mitarbeiter des Bankhauses wurden mit Auszeichnungen der

Republik Österreich, vertreten durch Staatssekretär Dr. Alfred Finz,

bedacht.

Weltspartagsempfang 2006

Am 31. Oktober besuchten anlässlich des Weltspartages

wieder zahlreiche Kunden die Geschäftsstellen des Bankhauses

Schelhammer & Schattera. Es ist dies traditionell

der Festtag der Sparer, der besonders auch angesichts

der von Jahr zu Jahr steigenden Bedeutung der persönlichen

Vorsorge wieder bewusster wahrgenommen wird.

Erstmals seit längerer Zeit konnten sich die Sparer wieder

über gestiegene Geldmarktzinsen freuen.

Veranstaltung „Doppelte Dividende“

„Der Einfluss ethisch orientierter Investoren auf die Wirtschaftsprozesse

in Unternehmen wächst rapide. Gerade

mit Blick auf das Thema Klimawandel steigt der Druck

auf die Konzerne. Die Firmen können es sich nicht mehr

leisten, ihre Umweltdaten nicht offenzulegen oder

umweltschonende Technologien zu vernachlässigen“,

resümiert Robert Haßler, Vorstand von oekom research,

die Ergebnisse der Tagung „Doppelte Dividende“, die im

Oktober in Wien unter Teilnahme von rund 100 institutionellen

Investoren, Unternehmensvertretern, Finanzdienstleistern

und Vertretern von NGOs stattfand.

Schelhammer & Schattera präsentierte sich im Rahmen

dieser Veranstaltung als der Spezialist für ethische Fonds

in Österreich.

Ethikfonds für NGOs

Entscheidungsträger aus der Welt der NGOs und NPOs

wurden am 23. November im Curhaus am Stephansplatz

über Anlagemöglichkeiten in ethischen Fonds informiert.

Nach einer Key-Note-Rede von Klemens Riegler vom Ökosozialen

Forum Europa, der unter anderem den Schluss

zog, dass auch und gerade NGOs ihr Geld ethisch zu veranlagen

haben, folgte eine Podiumsdiskussion mit namhaften

Vertretern von NGOs und NPOs. Vertreter des Bankhauses

Schelhammer & Schattera sowie der Kapitalanlagegesellschaft

nutzten das hochkarätige Forum, um

mit dem SUPERIOR 5 – Ethik Geld den ersten ethischen

Geldmarktfonds, der speziell auch für NGOs und NPOs

„maßgeschneidert“ ist, vorzustellen.

41


Frau Prof. Christa Ellbogen

Was ist für Sie Kontinuität?

Kontinuität ist etwas, das sich nicht von selbst einstellt.

An Kontinuität muss man arbeiten. Wer keine Kontinuität

gibt, wird auch keine Kontinuität bekommen.

Wo ist Kontinuität wichtig?

Überall dort, wo es auf Vertrauen und Verlässlichkeit zwischen

Menschen ankommt. Das ist im Beruf genauso der Fall wie in

Freundschaften und natürlich in der Familie.

Wo wünschen Sie sich mehr Kontinuität?

Überall dort, wo Dinge verändert werden müssen, in Politik und

Gesellschaft, darf man nicht den Fehler machen, die Menschen zu

verunsichern. In diesem Zusammenhang ist Kontinuität sehr gefragt.

Prof. Christa Ellbogen,

seit 25 Jahren Privatkundin des Bankhauses


Bilanz zum 31. Dezember 2006

AKTIVA



Vorjahreszahlen

in TSD €

1. Kassenbestand, Guthaben bei

Zentralnotenbanken und Postgiroämtern 9.632.906,10 8.769

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und

Wechsel, die zur Refinanzierung bei der

Zentralnotenbank zugelassen sind 33.629.660,94 28.571

a) Schuldtitel öffentlicher Stellen

und ähnliche Wertpapiere 33.629.660,94 28.571

3. Forderungen an Kreditinstitute 239.403.966,42 200.981

a) täglich fällig 39.557.411,42 17.350

b) sonstige Forderungen 199.846.555,00 183.631

4. Forderungen an Kunden 138.775.345,99 125.648

5. Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere 112.077.437,44 125.990

a) von öffentlichen Emittenten 3.258.171,36 5.773

b) von anderen Emittenten 108.819.266,08 120.217

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere 49.537.262,39 48.451

7. Beteiligungen 8.545.410,56 8.526

hievon an Kreditinstituten € 529.497,51

(VJ: € 529 TSD)

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.068.173,59 2.438

hievon an Kreditinstituten € 508.709,84

(VJ: € 509 TSD)

9. Immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens 58.357,09 23

10. Sachanlagen 6.667.752,34 6.920

hievon Grundstücke und Bauten, die vom

Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen

Tätigkeit genutzt werden € 3.362.716,64

(VJ: € 3.531 TSD)

11. Sonstige Vermögensgegenstände 2.452.689,33 1.232

12. Rechnungsabgrenzungsposten 14.568,50 0

603.863.530,69 557.549

Posten unter der Bilanz

1. Auslandsaktiva 114.372.479,28 104.524

44 Bilanz


PASSIVA



Vorjahreszahlen

in TSD €

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.376.994,21 32.767

a) täglich fällig 2.091.090,37 2.421

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 36.285.903,84 30.346

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 400.482.237,96 367.020

a) Spareinlagen 132.653.994,45 117.052

aa) täglich fällig 16.407.374,41 13.648

bb) mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 116.246.620,04 103.404

b) sonstige Verbindlichkeiten 267.828.243,51 249.968

aa) täglich fällig 109.680.553,71 133.032

bb) mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 158.147.689,80 116.936

3. Verbriefte Verbindlichkeiten 77.342.823,65 75.633

andere verbriefte Verbindlichkeiten

4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.436.766,12 1.154

5. Rechnungsabgrenzungsposten 99.629,19 140

6. Rückstellungen 5.542.585,47 5.221

a) Rückstellungen für Abfertigungen 1.295.059,00 1.122

b) Rückstellungen für Pensionen 2.163.752,00 2.152

c) Steuerrückstellungen 0,00 1

d) sonstige 2.083.774,47 1.946

6.A Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.400.000,00 7.500

7. Ergänzungskapital 6.128.560,67 6.125

8. Gezeichnetes Kapital 40.000.000,00 30.000

9. Gewinnrücklagen 13.695.000,00 19.925

a) gesetzliche Rücklage 4.000.000,00 3.300

b) andere (freie) Rücklagen 9.695.000,00 16.625

10. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG 5.893.300,00 5.863

11. Bilanzgewinn 4.470.342,62 4.206

12. Unversteuerte Rücklagen 1.995.290,80 1.995

a) Bewertungsreserve aufgrund von

Sonderabschreibungen 1.995.290,80 1.995

Posten unter der Bilanz

603.863.530,69 557.549

1. Eventualverbindlichkeiten 7.300.313,12 4.689

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und

Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten

2. Kreditrisiken 29.549.239,19 25.142

3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 87.861,46 88

4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 BWG 84.059.753,65 75.529

5. Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG 22.939.084,08 22.716

darunter: erforderliche Eigenmittel

gem. § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 21.098.084,08 20.829

6. Auslandspassiva 18.055.008,38 16.491

45


Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2006



Vorjahreszahlen

in TSD €

1. Zinsen und ähnliche Erträge 18.449.861,10 16.952

hievon aus festverzinslichen Wertpapieren

€ 6.892.221,45 (VJ: € 7.614 TSD)

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –12.402.269,82 –10.228

I. NETTOZINSERTRAG 6.047.591,28 6.724

3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 5.119.076,17 4.070

a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten

und nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.871.007,71 2.368

b) Erträge aus Beteiligungen 1.944.768,46 1.538

c) Erträge aus Anteilen an verbundenen

Unternehmen 303.300,00 164

4. Provisionserträge 5.204.344,16 4.471

5. Provisionsaufwendungen –1.302.917,32 –1.110

6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 2.967.034,62 3.356

7. Sonstige betriebliche Erträge 613.094,63 514

II. BETRIEBSERTRÄGE 18.648.223,54 18.025

8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen –8.320.750,55 –7.818

a) Personalaufwand –6.238.438,27 –6.057

aa) Löhne und Gehälter –4.565.043,93 –4.467

bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene

soziale Abgaben

und vom Entgelt abhängige

Abgaben und Pflichtbeiträge –947.835,31 –920

cc) sonstiger Sozialaufwand –117.453,55 –110

dd) Aufwendungen für Altersversorgung

und Unterstützung –413.249,04 –418

ee) Dotierung der Pensionsrückstellung

–12.014,00 57

ff)

Aufwendungen für Abfertigungen

und Leistungen an betriebliche

Mitarbeitervorsorgekassen –182.842,44 –199

b) sonstige Verwaltungsaufwendungen

(Sachaufwand) –2.082.312,28 –1.761

9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten

9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände

(Abschreibungen) –495.988,10 –526

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen –31.296,82 –15

III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN –8.848.035,47 –8.359

IV. BETRIEBSERGEBNIS 9.800.188,07 9.666

46 Gewinn-und-Verlust-Rechnung



Vorjahreszahlen

in TSD €

Übertrag 9.800.188,07 9.666

11./12. Ertrags-Aufwands-Saldo aus der Veräußerung und

der Bewertung von Ausleihungen und Wertpapieren 1.819.789,31 1.622

13./14. Ertrags-Aufwands-Saldo aus der Veräußerung und

der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen

bewertet sind, sowie von Anteilen an

verbundenen Unternehmen und Beteiligungen –28.324,28 260

V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 11.591.653,10 11.548

15. Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken –900.000,00 –800

16. Jahresüberschuss (vor Steuern und Rücklagenbewegung) 10.691.653,10 10.748

17. Steuern vom Einkommen und Ertrag –2.278.194,32 –2.715

18. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 17 ausgewiesen –358.868,74 –194

VI. JAHRESÜBERSCHUSS 8.054.590,04 7.839

19. Rücklagenbewegung

Dotierung (–) Auflösung (+)

a) Haftrücklage 30.000,00 0,00 141

b) gesetzliche Rücklage 700.000,00 0

c) freie Rücklage 3.070.000,00 4.000

d) Bewertungsreserve 0,00 274

20. Saldo Rücklagenbewegung 3.800.000 0,00 –3.800.000,00 4.141 274 –3.867

VII. JAHRESGEWINN 4.254.590,04 3.972

21. Gewinnvortrag 215.752,58 234

VIII. BILANZGEWINN 4.470.342,62 4.206

47


Anhang

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm,

ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und

eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten

des Bankgeschäftes Rechnung getragen.

Die Bewertung sämtlicher Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip. Immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten,

vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll

abgeschrieben und als Abgänge erfasst. Bei den Ausleihungen wurde allen erkennbaren Risiken durch Bildung von

angemessenen Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Umrechnung der Fremdwährungsbeträge erfolgte

aufgrund § 58 BWG zu den Valuten- bzw. Devisenmittelkursen des Bilanzstichtages. Schuldverschreibungen, die bis zur

Endfälligkeit im Bestand bleiben, werden dem Anlagevermögen gewidmet.

Swaps und Devisentermingeschäfte wurden grundsätzlich nach der Abgrenzungsmethode bewertet.

Soweit Zinssicherungsgeschäfte vorlagen, erfolgte ein Ausweis des Erfolges im Rahmen des Zinsergebnisses.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Emissionskosten und Disagios auf Emissionen wurden

gemäß § 198 Abs. 7 HGB aktiviert und, auf die Laufzeit der Schuld im Verhältnis zum aushaftenden Kapital verteilt,

abgeschrieben.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig

war. Die Rückstellung für Pensionen erfolgte nach einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Zugrundelegung

der Sterblichkeitsrechnungsgrundlagen „AVÖ 1999 P – Pagler & Pagler“ und eines Rechnungszinssatzes von 3,5% nach

dem Gegenwartsverfahren. Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurden nach der finanzmathematischen

Methode gebildet, der Rechnungszinssatz betrug dabei 4%. Bei der Berechnung wurde das Pensionsantrittsalter

mit 59 bis 60 Jahren für Frauen und 64 bis 65 Jahren für Männer zugrunde gelegt.

Das Kreditinstitut führt ein Handelsbuch und wendet, da die Volumensgrenzen nicht überschritten wurden,

die Bestimmungen des § 22q (1) BWG an.

48 Erläuterungen zur Bilanz


II. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und Guthaben

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben gegenüber Kreditinstituten und Kunden nach

Restlaufzeiten (es sind dies die entsprechenden Werte aus den Positionen 2, 3, 4 und 5 der Aktivseite der Bilanz):

bis 3 Monate

3 Monate bis

1 Jahr

über 1 Jahr bis

5 Jahre

über 5 Jahre

Forderungen an

Kreditinstitute 144.289.572,87 12.470.528,03 83.841.766,49 3.827.350,00

Forderungen an

Kunden 53.174.526,59 36.782.616,93 14.947.015,20 37.295.553,30

Wertpapiere *) 10.550.207,93 18.789.981,44 29.615.284,66 38.844.595,93

208.014.307,39 68.043.126,40 128.404.066,35 79.967.499,23

*) hier sind in beträchtlichem Ausmaß börsenotierte festverzinsliche Wertpapiere enthalten,

die infolge jederzeitiger Realisierbarkeit liquide Mittel 2. Grades darstellen.

Beteiligungen und verbundene Unternehmen

Angaben zu einzelnen Unternehmen

(bei Anteilsbesitz von mindestens 20%)

Anteil am

Kapital%

Letzter Jahresabschluss

Eigenkapital € Jahresergebnis €

Bankhaus Schelhammer & Schattera

Kapitalanlageges.m.b.H., Wien 70,00 4.950.000,00 946.289,38

Bau- u. Betriebsförderungsges.m.b.H., Wien 85,29 2.544.109,65 159.090,96

H. Forstner Ges.m.b.H., Wien 54,00 880.000,00 129.208,91

Monetaria Kreditvermittlungs Ges.m.b.H., Wien 100,00 79.940,11 113.219,66

Commerz Beteiligungsges.m.b.H., Wien 100,00 70.000,00 –990,13

E-C-B Beteiligungsges.m.b.H., Wien 25,00 271.894,53 3.986.321,62

CLS Beteiligungsges.m.b.H., Wien 23,48 575.719,00 2.082.970,00

Gamma Finanzierungsvermittlungsu.

Beteiligungs Ges.m.b.H., Wien 20,00 7.844,08 –2.679,45

49


Anhang

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Verb. Unternehmen Beteiligungen

a) Forderungen

Forderungen an Kunden (Bil.-Pos. 4)


583.093,40


75.000,00

b) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bil.-Pos. 1) 347.125,00 0,80

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Bil.-Pos. 2b) 193.109,10 1.550.857,57

Nachrangige Vermögensgegenstände

zu Bil.-Pos. 3b) Forderungen an Kreditinstitute (sonstige Forderungen) € 0,00

zu Bil.-Pos. 5b) Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere € 0,00

zu Bil.-Pos. 6) Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere: Ergänzungskapitalanleihen € 0,00

Börsenotierte Wertpapiere

In den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen sind börsenotierte Wertpapiere im

Buchwert von € 195.244.360,77 enthalten, davon sind € 10.000 TSD dem Anlagevermögen gewidmet. Die Differenz

Marktwert zu Buchwert beträgt € 51.176 TSD.

Sachanlagen

In dieser Position ist der Grundwert der bebauten Grundstücke mit € 2.454.219,97 enthalten. Die Entwicklung des

Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (siehe Beilage) dargestellt.

Verpflichtungen

Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden nach Restlaufzeiten

(es sind dies die entsprechenden Werte aus den Positionen 1, 2 und 3 der Passivseite der Bilanz):

bis 3 Monate 3 Monate über 1 Jahr über 5 Jahre

Verbindlichkeiten

bis 1 Jahr bis 5 Jahre

gegenüber Kreditinstituten 28.671.382,61 7.614.521,23

Verbindlichkeiten

gegenüber Kunden 113.974.579,47 117.054.000,17 43.365.730,20

Wertpapiere 9.941.886,27 6.002.584,86 64.620.000,00 2.906.913,18

152.587.848,35 130.671.106,26 107.985.730,20 2.906.913,18

50 Anhang


Die Rückstellungen gemäß § 14 EStG betragen:

für Abfertigungsverpflichtungen € 1.204.011,00

für Pensionsverpflichtungen € 1.838.752,00

Aktienkapital (Grundkapital)

Es handelt sich zur Gänze um 42.000 Stück auf Namen lautende voll eingezahlte Stammaktien.

Unversteuerte Rücklagen

a) Bewertungsreserve

Die Bewertungsreserve aufgrund steuerlicher Sonderabschreibungen besteht

zu folgenden Positionen:

Beteiligungen € 1.928.867,83

Grundstücke und Gebäude € 66.422,97

€ 1.995.290,80

Ergänzende Angaben

a) Termingeschäfte

Es bestanden folgende Termingeschäfte:

Devisentermingeschäfte

Kaufkontrakte

TSD €

48.599

Verkaufskontrakte

TSD €

48.599

Zinsenswaps 5.900 5.900

54.499 54.499

Darüber hinaus gibt es keine weiteren derivativen Geschäfte.

b) Fremdwährungsbeträge:

Gesamtbetrag der Aktiva, die auf fremde Währung lauten € 39.017.288,54

Gesamtbetrag der Passiva, die auf fremde Währung lauten √€ 30.659.599,99

c) Beträge, die im Jahr 2007 fällig werden:

Forderungen:

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere € 22.335.193,33

Verbindlichkeiten:

eigene Kassenobligationen € 10.622.000,00

Ergänzungskapital € 2.979.586,20

d) Eventualverbindlichkeiten:

Bei den Eventualverbindlichkeiten sowie Kreditrisiken handelt es sich

überwiegend um noch nicht ausgenützte Kreditrahmen bzw. Zusagen.

e) Treuhandvermögen:

Die Bank hält für Kunden Treuhandbeteiligungen im Ausmaß von € 87.861,46.

Das Ergänzungskapital betrifft Ergänzungskapitalobligationen mit einer Laufzeit

von 1996–2016 bzw. einer Laufzeit bis 1.2.2007 wegen vorzeitiger Kündigung.

51


Anhang

III. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Unversteuerte Rücklagen

Die Auswirkung der Veränderung der unversteuerten Rücklagen (Bewertungsreserve, Steuerrücklagen gem. § 10 EStG)

auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres ergab keine Veränderung der Steuerbelastung.

Der gemäß § 198 Abs. 10 RLG aktivierbare Betrag, das ist die Steuerbelastung auf den handelsrechtlich gebildeten Teil

der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen, beträgt € 119.746,66. Rückstellungen gem. § 9 EStG

mit einer Laufzeit über 12 Monate sind in der Bilanz enthalten und wurden anteilig versteuert.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Aufwendungen für Abfertigungen fielen im Berichtsjahr keine an. Die Aufwendungen für Pensionen betrugen im

abgelaufenen Geschäftsjahr € 231.504,03, hievon wurden € 104.638,09 für eine Hinterbliebene eines Vorstandes und

€ 126.865,94 für pensionierte leitende Angestellte aufgewendet. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen

an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen betrifft nur Leistungen an Mitarbeitervorsorgekassen.

IV. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr 73 Personen.

Organgeschäfte

Die Gesellschaft hat an Organe der Gruppe Kredite in der Höhe von € 885.262,40 gewährt. An Mitglieder des Vorstandes

wurden Kredite in der Höhe von € 352.789,80, an Mitglieder des Aufsichtsrates Kredite in der Höhe von € 399.320,00

zu banküblichen Konditionen bewilligt.

Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Berichtsjahr betrugen die Aufwendungen für Bezüge des Vorstandes (inkl. Pensionskassenbeiträge) und der Hinterbliebenen

ehemaliger Vorstandsmitglieder € 1.185.999,56 und für die Vergütung des Aufsichtsrates € 43.010,00. Die

Bezüge der Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit bei verbundenen Unternehmen betrugen im Berichtsjahr € 6.540,00.

Vorstand und Aufsichtsrat

Es wird auf die gesonderte Darstellung im Geschäftsbericht verwiesen.

BANKHAUS SCHELHAMMER & SCHATTERA

AKTIENGESELLSCHAFT

Komm.-Rat Mag. Peter Böhler

Komm.-Rat Helmut Jonas

Wien, am 28. Februar 2007

Günter Bergauer

52 Anhang


Beilage

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2006

in €

Bilanzposition

Stand

01.01.2006

Zugänge Abgänge Stand

31.12.2006

Kumulierte

Abschreibungen

Buchwert

31.12.2006

Abschreibungen

2006

I. Finanzanlagen

5 Schuldverschreibungen und 10.000.000,00 0,00 0,00 10.000.000,00 0,00 10.000.000,00 0,00

andere festverzinsliche Wertpapiere

7 Beteiligungen 8.611.434,78 0,00 0,00 8.611.434,78 66.024,22 8.545.410,56 0,00

8 Anteile an verbundenen

Unternehmen 2.438.173,59 630.000,00 0,00 3.068.173,59 0,00 3.068.173,59 0,00

21.049.608,37 630.000,00 0,00 21.679.608,37 66.024,22 21.613.584,15 0,00

9 II. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

864.371,86 65.248,37 0,00 929.620,23 871.263,14 58.357,09 30.043,48

10 III. Sachanlagen

Grundstücke und Gebäude 10.556.541,72 169.823,16 0,00 10.726.364,88 4.429.969,68 6.296.395,20 341.570,36

Betriebs- u. Geschäftsausstattung

1.527.548,18 43.628,41 94.385,32 1.476.791,27 1.105.434,13 371.357,14 124.374,26

12.084.089,90 213.451,57 94.385,32 12.203.156,15 5.535.403,81 6.667.752,34 465.944,62

33.998.070,13 908.699,94 94.385,32 34.812.384,75 6.472.691,17 28.339.693,58 495.988,10

53


Anhang

Bestätigungsbericht

Wir haben den nach den in Österreich geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den Bestimmungen des

Bankwesengesetzes erstellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 der Bankhaus Schelhammer & Schattera

Aktiengesellschaft, Wien, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Aufstellung und Inhalt dieses Jahresabschlusses

liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe

eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen

Grundsätze durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend

sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Die

Prüfung schließt eine stichprobengestützte Prüfung der Nachweise für Beträge und sonstige Angaben im Jahresabschluss

ein. Sie umfasst ferner die Beurteilung der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsätze

und vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil abgibt.

Aufgrund des Ergebnisses der von uns durchgeführten Prüfung erteilen wir folgenden uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk:

„Die Buchführung und der Jahresabschluss entsprechen nach unserer pflichtgemäßen Prüfung den gesetzlichen

Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein

möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang

mit dem Jahresabschluss.“

Wien, am 28. Februar 2007

54 Anhang


Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2006

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2006 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die

Geschäftsführung der Bank laufend überwacht. Der Vorstand hat regelmäßig über die Tätigkeit des Unternehmens

und die Lage der Gesellschaft berichtet.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2006 und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss wurden von der ERNST & YOUNG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Bericht einschließlich des Gewinnverteilungsvorschlages

einverstanden erklärt und den Jahresabschluss zum 31.12.2006 gebilligt, sodass dieser gemäß § 125 Abs. 2 des

Aktiengesetzes festgestellt ist.

Propst Mag. Werner Thanecker

Aufsichtsratsvorsitzender

55


Wichtige Kennzahlen der Bank im Überblick

2004 2005 2006

Bilanzsumme

(in Mio. €) 524,0 557,5 603,9

Ausgewählte Zahlen aus Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute 163,6 201,0 239,4

Kundenausleihungen 119,0 125,6 138,8

Schuldverschreibungen 140,0 126,0 112,1

Ausgewählte Zahlen aus Passiva

Kundeneinlagen 346,8 367,0 400,5

Kassenobligationen 73,5 75,6 77,3

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Nettozinsertrag 7,1 6,7 6,0

Erträge aus Wertpapieren/Beteiligungen 3,5 4,1 5,1

Provisionserträge (nach Aufwendungen) 2,6 3,4 3,9

Betriebsergebnis 7,6 9,7 9,8

EGT 11,3 11,5 11,6

Jahresüberschuss vor Steuern 10,7 10,7 10,7

Jahresüberschuss nach Steuern 6,9 7,8 8,1

Cost-Income-Ratio 53,5% 46,4% 47,4%

Grundkapital 30,0 30,0 40,0

Eigenkapital 64,6 69,5 74,5

Erforderliche Eigenmittel (§ 22 Abs. 1 BWG) 21,4 22,7 22,9

Anrechenbare Eigenmittel (§ 23 BWG) 73,5 75,5 84,1

56 Kennzahlen


Impressum:

Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt: Bankhaus Schelhammer & Schattera,

Goldschmiedgasse 3, 1010 Wien

Konzept, Gestaltung, Produktion: Der Werther, Wollzeile 12, 1010 Wien

Redaktion: Dr. Ferdinand Bartl, Alexander Werther

Fotografie: Thomas Topf, Bankhaus Schelhammer & Schattera

Druck: gugler cross media, 3390 Melk


BANKHAUS SCHELHAMMER & SCHATTERA AKTIENGESELLSCHAFT

Goldschmiedgasse 3, 1010 Wien

www.schelhammer.at

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