VISIER: Das internationale Waffen-Magazin Schwerpunkt: 50 Jahre HK MP 5 (Vorschau)

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7

TESTS

GP X-Calibur und X-Trim

Was taugen Grand Powers

neue Matchpistolen?

Raniero

Testa

Schwerpunkt:

50 Jahre

HK MP 5

7/2014

www.visier.de

€ 5,50

Österreich: € 6,50

Italien: € 6,90

Luxemburg: € 6,50

Niederlande: € 6,50

Belgien: € 6,50

Slowenien: € 7,80

Schweden: SEK 78,00

Dänemark: DKK 59,00

Ungarn: HUF 2.415,00

4 191314 205505 07

G13142

Winchester SX3

Die schnellste

Flinte der Welt?

Oberland Arms OA-10

Was leisten die Selbstladebüchsen

made in Germany?

Treffen der Besten:

DSU-DM

in Philippsburg

Smith & Wesson M & P 340

Wie praxistauglich ist der

357er Taschenrevolver?

LWRCI SIX8 SPR Carbine

Neuer US-Halbautomat in

6,8 SPC – für Sie getestet.

Triple Seven

Ein brauchbarer Ersatz

für Schwarzpulver?


Startschuss | EDITORIAL

Janusköpfig

Genau an dieser Stelle im Heft lobte VISIER-Chefredakteur Matthias

Recktenwald im letzten Monat noch eine zumindest neutrale Berichterstattung

zum Thema Schießsport anhand der Spiegel TV-Reportage

über Schauspieler Henning Baum und den SWR-Beitrag zum Vorderladerschießen

in Sersheim. Doch die Zeilen waren noch nicht ganz getrocknet,

da verfiel das öffentlich-rechtliche ZDF wieder in den alten,

von Stimmungsmache geprägten Trott. Am 15. Mai hatte ZDF-Talkmaster

Markus Lanz eine illustre Runde unter anderem zum Thema

Waffen in privaten Händen“ in sein Studio geladen. Der Anlass: Der

Tod eines 17-jährigen Austauschschülers, der bei einem Einbruch in

eine Garage in den USA erschossen wurde. Unter den Talkgästen: eine

Betroffene des Schoolshootings von Winnenden, TV-Anwalt Ingo

Lenßen sowie Waffenhändlerin Katja Triebel, eine ausgewiesene Waffenrechts-Expertin.

Letztere konnte sich jedoch den von wenig Fachwissen

und ausnahmslos populistisch oder emotional geprägten Angriffen

ihrer Sitznachbarn und des ins gleiche Horn stoßenden

Moderators kaum erwehren. Das lag auch daran, dass Lanz ihr in der

Argumentation immer wieder das Wort abschnitt. Ganz anders Lanz

nur fünf Tage später, als sein Idol Joachim „Blacky“ Fuchsberger bei

ihm zu Gast Anekdoten aus 60 Jahren Eheleben preisgab. Dabei auch,

wie er als Waffenscheininhaber, der immer Freude am Schießen in der

„Leistungsklasse 1“ hatte, fast einmal die Frau von Franz Beckenbauer

„erschossen“ hätte. Beckenbauer hatte seine Alarmanlage auf das

Telefon seines Freundes Blacky geschaltet. Fuchsberger berichtete –

unter Beifall des Publikums – wie er bei einem der häufigen Fehlalarme

bewaffnet zum Haus der Beckenbauers fuhr und dessen Frau Brigitte

mit geladener und entsicherter Waffe im Haus stellte: Kaiser

Franz hatte den Alarmanlagenschlüssel mitgenommen. Offenbar hat

Lanz in nur fünf Tagen alle seine Vorbehalte gegen Waffen in privater

Hand vergessen. Und das Publikum? Das hatte offensichtlich mit

Blackys nächtlichem Einsatz überhaupt kein Problem!

Andreas Wilhelmus

Stellvertretender Chefredakteur

Juli 2014

VISIER.de | 3

Abgabe nur an Erwerbsberechtigte.

X

GECO - ALL YOU NEED

Die Entwicklung der GECO 9 mm Luger

HEXAGON ist gespickt mit Innovationen.

Sie ist eine Kombination deutscher

Ingenieurs kunst und Schweizer Präzision.

Entstanden ist eine Hochleistungs–

Präzisionspatrone für höchste sportliche

Ansprüche.

geco-munition.de

GECO is a registered trademark of RUAG Ammotec,

a RUAG Group Company


INHALT | In dieser Ausgabe

Oberland Arms

OA-10:

Was leisten die

Selbstladebüchsen

made

in Germany?

VISIER machte den

Test und prüfte,

was die OA-10

verschiedener

Varianten leisten.

Die Ergebnisse lesen

Sie ab Seite 12.

12

Schwerpunkt: 50 Jahre HK MP 5

Ob Streifenpolizist, SAS-Trooper oder Actionheld John McClane, sie alle führen Heckler &

Kochs Maschinenpistole MP 5. Die Story des schwäbischen Dauerbrenners beginnt auf Seite 72.

124

Thomas Spohr und seine Firma

Fine Guns

Im kleinen Westerwald-Ort Großmaischeid

hat Büchsenmacher Thomas Spohr seine

Werkstatt. Dort fertigt er nicht nur Teile

für die S & W-Modelle des Club 30, sondern

kreiert aus alten und neuen Waffen seine

ganz eigenen Kombinationen von Handwerk

und Kunst. Ab Seite 124 finden Sie

das Portrait des Meisters.

GP X-Calibur und X-Trim

Was taugen Grand Powers neue Matchpistolen?

Aus der Slowakei

stammen die beiden

Pistolen X-Calibur

und X-Trim. Im

Kaliber 9 mm Para

und .22 l.r. decken

sie eine ganze Reihe

von sportlichen

Disziplinen ab. Wie

die ungleichen

Zwillinge dabei

abschneiden, lesen

Sie ab Seite 30.

30

72

Auf einen Blick

KURZWAFFEN:

Grand Power X-Calibur, 9 mm Para S. 30

Grand Power X-Trim, .22 l.r. S. 30

Smith & Wesson M & P 340, S. 38

.38 Special / .357 Magnum

LANGWAFFEN:

Oberland Arms OA-10 DMR-E, S. 12

.308 Winchester

Oberland Arms OA-10 M 6, S. 12

.308 Winchester

Oberland Arms OA-10 Bull Barrel, S. 12

.308 Winchester

LWRCI SIX8 SPR Carbine, 6,8 mm SPC S. 24

Winchester SX3 Raniero Testa, S. 44

12/76

Mauser Pirschbüchse Amberg, S. 64

8 x 57 IS

Mauser Pirschbüchse Danzig, S. 64

8 x 57 IS

Heckler & Koch MP 5, 9 mm Para S. 72

4 | VISIER.de

Juli 2014


S 7 001-001 Titel.indd 1 06.06.14 08:59

In dieser Ausgabe | INHALT

Test & Technik

Oberland Arms OA-10: 12

Was leisten die Selbstladebüchsen made in

Germany?

- Magazine für das AR-1019

- ZF Leupold Mark AR Mod121

- Die Schießtest-Ergebnisse22

- Lesermeinung23

LWRCI SIX8 SPR Carbine 24

Neuer US-Halbautomat in 6,8 mm SPC –

für Sie getestet.

- Die Schießtest-Ergebnisse28

GP X-Calibur und X-Trim 30

Was taugen Grand Powers neue Matchpistolen?

Der große Test der beiden Modelle in 9 mm Para

und .22 l.r..

- Die Schießtest-Ergebnisse I33

- Die Schießtest-Ergebnisse II35

Smith & Wesson M & P 340 38

Wie praxistauglich ist der 357er Taschenrevolver?

Winchester SX3 Raniero Testa 44

Die schnellste Flinte der Welt?

- Die Schießtest-Ergebnisse48

Triple Seven 50

Ein brauchbarer Ersatz für Schwarzpulver?

- Die Schießtest-Ergebnisse54

Opinel-Klappmesser58

Alles über den französischen Messer-

Klassiker und warum er seit über 100

Jahren so erfolgreich ist.

- Pflege und mehr63

Sammeln & Selbermachen

Mauser-Pirschbüchsen64

Die Geschichte zweier Büchsen, die nach

dem I. Weltkrieg in den ehemals staatlichen

Fabriken Amberg und Danzig entstanden.

- Staatliche Gewehrfabrik Amberg67

- Gewehrfabrik Danzig69

- Geschichte der Firma C.P. Goerz71

Juli 2014

Geschichte & Geschichten

Schwerpunkt:

50 Jahre HK MP 5 72

Die Geschichte einer der weltweit wohl

berühmtesten Maschinenpistolen.

- Die MP 5-Vorgänger75

- HK-Nomenklatur76

- Modellvarianten der MP 582

- MP 5 Zivilversionen & Literatur85

Faszination Waffen

Treffen der Besten:

Die DSU-DM in Philippsburg 86

Vom 29. bis zum 31. Mai veranstaltete die

DSU ihre Deutsche Meisterschaft an zwei

Standorten – VISIER war mit dabei.

Recht & Ordnung

Schießen mit Sammlerwaffen,

Teil II 92

Das Stuttgarter Urteil über das Schießen

mit Sammlerwaffen – und wie man diese

Entscheidung einordnen muss.

- Sammlerwaffen schießen94

Vor Ort

VISIER-Cup in Koblenz 118

Am 24. Mai zog der VISIER-Cup Sportschützen

und Jäger auf die Schmidtenhöhe bei Koblenz.

Thomas Spohr und

seine Firma Fine Guns 124

Im Westerwald-Örtchen Großmaischeid lebt

und arbeitet ein echter Künstler der

Büchsenmacherzunft.

News

- Neue Pistole HK VP 9 6

- Chiappa M 1-9 6

- Wilson Combat Pinnacle 7

- Caldwell Mag Charger 8

- Neue Nikon Ferngläser 8

Namen & Nachrichten

- VISIER sucht Volontär(in) 108

- Nachruf Alfred Michaelis 110

- 150 Jahre Steyr Mannlicher 111

Ständige Rubriken

Startschuss 3

Leserbriefe10

Anzeigen-Coupon 96

Die Anzeige des Monats 97

Termine 112

VISIER-Shop-Bestellcoupon 115

Impressum 117

Vorschau 130

M16-Lower

für SIG 55X

Umrüstsatz für das Stgw erlaubt

die Verwendung von US-Magazinen

Feldschiessen

2014

Drei Tage Breitensport und Volksfest

für junge und junggebliebene Schützen

SIG MKPS

7,65 mm Parabellum

Juli 7/2014

Sammlerwaffe

aus Polizeiarsenal

Außerhalb der Schweiz gibt es das in

VISIER beigefügte Supplement des

Schweizer Waffen-Magazins nicht am

Kiosk, sondern nur im XXL-Abo vom Verlag.

VISIER.de | 5


NEWS | Produkt-Neuheiten

HK VP 9

Neue Pistole von HK USA angekündigt

Auf der diesjährigen SHOT Show kündigte HK-USA-

Präsident Wayne Weber an, dass sich eine neue

Pistole mit Schlagbolzenschloss in der Entwicklung befände. Jetzt ist der

Schleier gelüftet: Die Neue nennt sich VP 9, kommt im Kaliber 9 mm Para und

erinnert von der Griffstückgestaltung her ein wenig an die P 30. Damit wäre

die VP 9 die erste Heckler & Koch-Pistole seit der P 7, die nicht über einen Hahn,

sondern ein Schlagbolzenschloss verfügt. Laut HK USA dauerte die Entwicklung der Pistole mehr als

vier Jahre. Die heute geforderte Modularität erzielt der Hersteller durch drei austauschbare Griffrücken

sowie insgesamt sechs Griffpaneele in unterschiedlichen Stärken. In den USA soll die Pistole mit

modifiziertem Browning-Verschluss 719 Dollar kosten. Ob, wann und zu welchem Preis sie in Deutschland

verfügbar sein wird, dazu konnte HK auf Nachfrage noch keine Angaben machen. www.hk-usa.comTQ

Leader

Trading

Chiappa M 1-9 erhältlich

Der Ratinger Großhändler Leader

Trading hat nun auch den Chiappa

M 1-9 im Angebot. Der Karabiner

basiert auf dem M 1 Carbine,

kommt aber im Kaliber 9 mm Para.

Der M 1-9 unterscheidet sich

optisch bis auf die Magazine kaum

vom Original. Zwei Munitionsbehälter

liegen der Waffe bei. Der

Repetiervorgang erfolgt über

einen einfachen Feder-/Masseverschluss.

Das verstellbare Korn

lässt sich abnehmen, darunter

befindet sich eine kleine Montageschiene.

Leader Trading bietet

zwei Varianten der Waffe an:

Entweder mit Holz- oder schwarzem

Kunststoffschaft. Ersterer

lässt sich laut Chiappa mit dem

originaler M 1 Carbines austauschen.

Die Kunststoff-Variante

gibt es für 499 Euro, für den M 1-9

mit Holzschaft muss man 555

Euro einplanen.

www.leader-trading.com /

chiappafirearms.comTQ

6 | VISIER.de

Juli 2014


Produkt-Neuheiten | NEWS

Minox HG

Black Edition

Sonderserie zum Sonderpreis

Der Wetzlarer

Optikhersteller

Minox stellt seiner

HG-Fernglasserie

eine Black Edition

zur Seite. Die

Sonderserie

unterscheidet sich

von den normalen

Gläsern durch

dunkle Bedienelemente.

Bei den

technischen

Merkmalen

unterscheidet sich die Black Edition nicht von der

Serie: Minox-patentierte Quick-Close-Fokussierung

und M*-Vergütung sollen Bedienung und optische

Brillanz der Gläser sicherstellen. Ausgeliefert wird

die Black Edition mit einer Tasche und einem

Trageriemen. Die Preise starten beim HG 8x43 mit

879 Euro. HG 10x43 und HG 8x56 gehen für jeweils

899 Euro über die Ladentheke. Alle Varianten sind

laut Minox streng limitiert.

Mehr Infos: www.minox.com

TQ

Pentagon Tactical

Trojan-Rucksack für Sanitäter

Der griechische Tactical-Ausstatter Pentagon bringt ein neues

Rucksackmodell auf den Markt. Der Trojan genannte Behälter richtet

sich in Aufbau und Unterteilung vornehmlich an die Bedürfnisse von

zivilen und militärischen Sanitätern. Dazu verfügt der Trojan vorn

über ein ausklappbares Fach mit Staumöglichkeiten für Erste-Hilfe-

Materialien. Der in Schwarz und dem hauseigenen Pentacamo-Tarnmuster

erhältliche Rucksack soll noch in diesem Sommer auf den

Markt kommen. Ein Preis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

www.pentagon.com.gr

TQ

Wilson Combat

Pinnacle

High-End-1911er

Wenn der für seine 1911er-Varianten berühmte

Edelhersteller Wilson Combat einmal den ganzen

Optionenkatalog auf eine Waffe anwendet, dann

kommt ein Kunstwerk wie die Pinnacle (Höhepunkt)

dabei heraus. Die Waffe kommt mit einem

Griffstück aus Kohlenstoff-Stahl, handpolierter

tiefblauer Brünierung und ebenfalls per Hand

von Wayne d‘Angelo ausgeführten Gravuren.

Daneben bekommt der Kunde glatte Wurzelholz-

Griffschalen, ein verlängertes Beavertail mit Memory Groove und eine voll verstellbare Matchvisierung. Laut Wilson Combat

repräsentiert die Pinnacle die „Best of the best“, also das beste vom Besten des US-Herstellers. Wer das Stück sein Eigen

nennen will, der muss tief in die Tasche greifen: 7995 Dollar veranschlagt der Hersteller. Die Waffen werden exklusiv nur durch

Wilson Combat und nicht über Vertriebspartner verkauft. www.wilsoncombat.com

TQ

Juli 2014

VISIER.de | 7


NEWS | Produkt-Neuheiten

Spyderco Spy-DK

Gesetzeskonform in Dänemark

und anderswo

US-Messerhersteller Spyderco legt mit dem Spy-DK ein

neues Messer speziell für den dänischen Markt auf. Dort

sind einhändig zu öffnende Folder verboten, das Spy-DK

kommt daher mit extra kleinem Loch in der Klinge – zu

klein, um es als Öffnungshilfe zu verwenden. Zudem

verriegelt die Klinge nicht in geöffnetem Zustand. Um

unbeabsichtigtes Zuschnappen zu verhindern, modellierte

Spyderco das vordere Ende des Griffs zusammen mit dem hinteren Ende der Klinge zu einer Mulde für den Zeigefinger. Das

in Schwarz und Orange erhältliche Griffstück besteht aus glasfaserverstärktem Nylon, der Trageclip lässt sich nicht umsetzen

und sitzt auf der linken Seite. Nach Deutschland kommt das Spy-DK über Böker – zum Preis von 79,99 Euro. Mehr Informationen:

www.spyderco.com / www.boker.de

TQ

Nikon Prostaff 7S

Neue Outdoor-Ferngläser

Der japanische Optikhersteller Nikon bringt eine

neue Fernglaslinie, die sich vornehmlich an

Wanderer und Outdoor-Enthusiasten richtet. Die

Prostaff 7S-Reihe besteht aus vier Gläsern mit

acht- oder zehnfacher Vergrößerung sowie Objektivdurchmessern

von 30 oder 42 Millimetern

(im Bild 8x30). Laut Nikon hat man das optische

Innenleben der Prostaff-Reihe komplett überarbeitet,

so dass das Bild besonders brillant abgebildet

werden soll. Außen überarbeitete der Hersteller die

Beschichtung, das soll vor allem bei feuchten

Händen oder Regenwetter eine stark verbesserte

Griffigkeit gewährleisten. Die vier Gläser kosten

zwischen 199 und 269 Euro. Mehr Informationen

gibt es unter www.nikon.de und hier dem Reiter

„Produkte - Sport Optics“.

TQ

8 | VISIER.de

Caldwell AR-15

Mag Charger

Nachladen leichtgemacht

Nie wieder wunde Finger vom Laden der AR-Magazine – das verspricht

US-Hersteller Caldwell für seinen Mag Charger. In das Gerät lassen sich

laut Hersteller alle handelsüblichen 223er AR-15-Magazine stecken.

Der Clou: Auf der anderen Seite führt man den Kunststoffhalter einer

normalen 50er Munitionspackung ein. Anschließend muss man nur

noch per Hebel die Patronen ins Magazin befördern – in den Internet-

Videos des Herstellers füllt sich ein 30-schüssiges Magazin so in

wenigen Sekunden. Interessierte sollten bei der Internet-Videoplattform

Youtube (www.youtube.com) die Suchbegriffe „Caldwell Mag

Charger“ eingeben. Einen deutschen Importeur für den Mag Charger

gibt es leider noch nicht, in den USA geht er für etwa 80 Dollar über die

Ladentheke. www.btibrands.com/brands/caldwell/

TQ

Juli 2014


Produkt-Neuheiten | NEWS

KH Security

Hunde- und Mückenabwehr in einem Gerät

Das richtige Gerät für

geplagte Herrchen

und Frauchen von

Bello und Co. gibt es

jetzt bei KH-Security.

Der Heidenroder

Security-Ausrüster

liefert das Hundeund

Mückenabwehrgerät

Safe4U

mit intergrierter

LED-Lampe. Das

handgroße Gerät

soll auf Knopfdruck

wahlweise Hunde oder Mücken per Ultraschall vertreiben. Laut KH Security

funktioniert dies verletzungsfrei und lässt sich daher auch als Trainingshilfe

für den eigenen Hund verwenden. Die Energieversorgung funktioniert über

eine mitgelieferte 9-Volt-Blockbatterie. Das Gerät gibt es für 29,95 Euro auf

www.kh-security.de

TQ

Lothar Walther

Jetzt auch Mündungsbremsen

Laufhersteller Lothar Walther fertigt ab

sofort auch Mündungsbremsen. Kunden

können wählen, ob sie Varianten aus

Gewehrlauf- oder rostfreiem Stahl möchten.

Lothar Walther bietet die Mündungsbremsen

zudem in verschiedenen Größen und

Ausfertigungen an. Sie können entweder

über den Fachhandel erworben oder ab Werk

direkt auf neugefertigte Läufe angepasst

werden. www.lothar-walther.de TQ

+++ Mehr News finden Sie unter www.all4shooters.com +++

Welt

neuheit

P-900 IGT

Technische Daten:

System: Kipplauf

Kaliber: 4,5 mm (.177)

Magazin: 1 Schuss

Gesamtlänge: 318 mm

Juli 2014

Special Features:

IGT System

Einstellbarer Abzug

Fiber-Optic

Offener Korntunnel

Gewicht: 590 g

Geschwindigkeit: 120 m/s

Frei ab: 18 Jahre

Artikel Nr.: 204351

UVP: 84,95 €

VISIER.de | 9


LESERBRIEFE | Ihre Meinung zählt

Leser-Post

E-Mail: visier@vsmedien.de

oder: visier@visier.de

Brief: VS Medien GmbH,

Redaktion VISIER,

Wipsch 1, 56130 Bad Ems

DPMS LR-308 B

Nur halb so

große Gruppen

VISIER 5/2014, Test Selbstlader

DPMS LR-308 B

Mit sehr großer Verwunderung

haben wir den Vergleichstest

der HK MR308 und DPMS LR-

308B zur Kenntnis genommen

(die ebenfalls zum Test eingesandte

und mit verschiedenen

Laborierungen unter 20 mm

schießende DPMS LR-308A3

wurde leider nicht im Test berücksichtigt

– warum auch immer).

Abgesehen von dem üblichen

Hinweis auf die

günstigen US-$-Verkaufspreise

der US-Waffen in den USA

(Nettopreise ohne Mehrwertsteuer,

ohne Fracht- und Zollkosten,

ohne Kosten für eine

Ausfuhrgenehmigung, ohne

Beschusskosten und ohne die

laut deutschem Waffengesetz

notwendigen Gravurarbeiten

etc.) und dem Verschweigen

der günstigeren US-$-Preise

für deutsche Produkte in den

USA verwunderte uns doch

sehr die erreichte Schussleistung

der zur Verfügung gestellten

Testwaffe. Vor dem

Versand an deutsche Fachzeitschriften

wird jede Waffe auf

Funktion und Präzision in unserem

Haus getestet. Mit uns

zur Verfügung stehender Munition

müssen selbst gesetzte

Standards erfüllt werden.

Nun, die besagte Testwaffe

schoss vor dem Versand an die

Zeitschrift VISIER 5er Gruppen

von 22 mm bis 28 mm mit

Hornady und Remington 168

grs BTHP-Matchmunition.

Nachdem die Waffe an uns zurückgesandt

wurde, konnten

diese Schussbilder nahezu dupliziert

werden – siehe

Schussbilder vom 13.05.2014

mit Hornady 168 grs BTHP und

Remington 175 grs BTHP (am

13.05. stand keine Remington

168 grs BTHP zur Verfügung).

Es wurde eine identische Leupold-Optik

verwandt, da die

ursprünglich montierte Optik

für weitere Tests bei der Redaktion

verblieb. Jeder aufmerksame

Leser mag sich nun

sein Urteil bilden. Wir müssen

davon ausgehen, dass das

VISIER-Testteam einfach nur

einen „schlechten Tag“ hatte,

als es die DPMS-Waffe schoss.

Detlef Reuss

Geschäftsführer

Helmut Hofmann GmbH

Wo gibt‘s

die Strike One?

VISIER 6/2014, Namen &

Nachrichten

Mit großem Interesse habe ich

den kurzen Artikel über die

Strike One Pistole in der aktuellen

VISIER-Ausgabe gelesen.

Ist evtl. Ihnen eine deutsche

Bezugsquelle dieser

Pistole bekannt? Meine letzte

Information war dahingehend,

dass die ganze Produk-

10 | VISIER.de

Juli 2014


Ihre Meinung zählt | LESERBRIEFE

tion erst mal über den großen

Teich nach Amerika und Kanada

geht. Ich möchte mir nach

20 Jahren eine neue Waffe für

IPSC-Schießen zulegen. Derzeit

schieße ich noch eine

H&K USP Expert in .40 S&W in

der Standardklasse. Diese Pistole

ist absolut zuverlässig,

hat aber den Nachteil, dass

sich auf Grund des leichten

Griffstückes beim Schuss die

große Masse Verschluss bewegt

und somit beim schnellen

Schießen relativ viel Unruhe

in die Waffe kommt, zumal

der Verschluss auch recht hoch

über der Hand steht. Die Strike

One mit ihrem sehr niedrigen

Verschluss und in der Wettkampfausführung

mit Alugriffstück

würde mich begeistern,

aber wie komme ich an

eine solche Waffe? Ich bin Mitglied

des IPSC-Standard Senioren

Teams Germany und werde

auch bei der WM in Florida

teilnehmen, allerdings noch

mit meiner bewährten USP Expert.

Wettkämpfe in der Zukunft

würde ich gerne mit einer

neuen Waffe bestreiten.

Falls Sie hilfreiche Informationen

haben, wäre ich Ihnen

dankbar.

U. Mohr, per E-Mail

Lieber Leser Mohr: Die Rückfrage

beim Hersteller Arsenal Firearms

ergab als Bezugsquelle in

Deutschland die Firma Waffen

Lux in Heidelberg, www.

waffen-lux.de. Die Redaktion

Erinnerungen

VISIER 6/2014, MAS-36

Liebes VISIER-Team, ich

schreibe diese Leser-Mail im

Auftrag meines Vaters, (Baujahr

1932). Als er im Juni-Heft

den Artikel über das MAS-36

Juli 2014

entdeckte, verschlang er ihn

geradezu. Mein Vater diente

von 1950 bis 54 mit der Fremdenlegion

in Indochina und

führte ein solches Gewehr

während seiner Zeit dort. Er

bestätigte das Problem mit

den kurzen Hinterschäften

(mein Vater ist auch heute

noch fast 1,90 Meter groß).

Laut seiner Aussage haben

sich viele Soldaten seiner

Kompanie damit beholfen,

dass sie aus Schäften von kaputten

oder erbeuteten Gewehren

die letzten Zentimeter

absägten und als Ergänzung

an den Schaft des MAS-36 anschraubten.

Er erwähnte auch,

dass das Rohr unter dem Lauf,

in dem sich das Bajonett befindet,

noch genügend Platz

für eine Notration Tabak bot.

Das wäre vor allem dann immer

bei Flussdurchquerungen

von Vorteil gewesen, da man

automatisch das Gewehr über

dem Kopf gehalten habe, die

Zigaretten aber oftmals in der

Hemdtasche vergessen hätte.

Vielen Dank für diesen Trip in

die Vergangenheit, auch von

meinem Vater.

M. Schneider, per E-Mail

VISIER-Service

Hotline: (02603) 5060-201

Da kann man lachen

VISIER 6/2014, 75 Jahre R 50

Ihr Bericht auf Seite 77 über

die erfolgreiche KK-Matchpatrone

R 50, bzw. 600 von 600

möglichen Ringen während

der Deutschen Meisterschaften,

KK-Liegendkampf, 50 Meter,

1967. Deutsche Meisterschaften

der Sportschützen

am 4. 9.1967 in Wiesbaden

Freudenberg. Der Sportschütze

Karl Wenk erreichte im KK-

Liegendkampf 600 von 600

möglichen Ringen auf 50 Meter.

Ich war dabei. Die Fotos entstanden

am 4. 9. unmittelbar

nach Ende des Liegendwettkampfs.

[...] Der Sportschütze

Karl Wenk (o. l. / u. r.) mit dem

Ergebnis Deutscher Meister

1967, und da kann man lachen.

Heinz Wunsch, Limburg a.d.

Lahn

Einmal in der Woche, dienstags, von 14 bis 16 Uhr, stehen Ihnen die

Fachleute von VISIER Rede und Antwort. Wenn Sie also Fragen zu

älteren Artikeln haben, Angaben zu bestimmten Waffen brauchen oder

eine Adresse benötigen - rufen Sie an!

Aus Platzgründen können wir nicht alle eingesandten Briefe abdrucken. Solange Sie

in Ihren Briefen nichts anderes vermerken, gehen wir davon aus, dass Sie mit einem

Abdruck oder einer eventuell nötigen Kürzung einverstanden sind. Leider können wir

keine Einzelrecherchen durchführen oder Waffen beurteilen, die nicht von uns getestet

wurden. Aus juristischen Gründen dürfen wir keine Rechtsberatung erteilen. Dafür bitten

wir Sie um Verständnis.

VISIER.de | 11


TEST & TECHNIK | Oberland Arms OA-10

Auf

12 | VISIER.de

Juli 2014


Oberland Arms OA-10 | TEST & TECHNIK

OA-10-Halbautomaten in .308 Win.

großem Fuß

Oberland Arms produziert

inzwischen seit fast zehn

Jahren neben den OA-

15-Selbstladern in .223

Remington auch OA-10 in

.308 Winchester. Nunmehr

offeriert das Unternehmen

diverse Versionen vom

handlichen M 6 über bullige

Sportmodelle bis hin zum

komplett ausstaffierten

DMR-E.

Juli 2014

VISIER.de | 13


TEST & TECHNIK | Oberland Arms OA-10

Im Kleinen ist es wie im Großen –

oder um es am konkreten Beispiel zu

erklären: Ähnlich wie die kleinkalibrigen

OA-15-Gewehre der Firma Oberland

Arms aus dem bayerischen Huglfing

bestehen die großen Brüder OA-10 heute

inklusive Verschlusskopf und -träger

nahezu komplett aus deutscher Fertigung.

Oberland Arms fräst die OA-

10-Gehäuse aus dem Vollen. Wie die

meisten Hersteller abseits des Low-

Budget-Sektors verwendet man Aluminium

der Spezifikation 7075 T6. In jedem

OA-10 steckt ein Lothar-Walther-Lauf

mit einer Dralllänge ähnlich derjenigen

bei G 3 und M 14 von 1:12". Eine mattschwarze

Pulverbeschichtung schützt

manche der Walther-Läufe zusätzlich

außen, aber darunter verbirgt sich

grundsätzlich rostträger Stahl.

In Huglfing verzichtet man auf eine

Schließhilfe vom Typ „Forward Assist“:

Das OA-10 begnügt sich mit einem (gefrästen)

Staubschutzdeckel sowie einem

Hülsenabweiser aus Delrin. Für

Sportschützen ist die Schließhilfe ein

überflüssiges Beiwerk, das manchmal

stört und niemals nützt. Ob ein AR-10

(nicht AR-15) für Militär und Behörden

nun eine Schließhilfe braucht oder

nicht, darüber lässt sich streiten – die

Gewehre von Herstellern wie SIG Sauer

und HK haben sie, Lewis Machine & Tool,

LaRue oder Knight‘s Armament nicht.

Für Jäger wäre die Schließhilfe zum

möglichst geräuscharmen Fertigladen

unter Umständen dann doch wünschenswert.

Aber durch die im Vergleich

zum AR-15 stärkere Schließfeder und

den schweren Verschlussträger funktioniert

das sachte Schließen des OA-10

auch ohne den seitlichen Drücker recht

gut und zuverlässig. Die DMR- und

Classic-Varianten verfügen über ein

15 x 1-Mündungsgewinde, die Bull-Barrel-Modelle

dagegen über eine hinterdrehte

Mündung ohne Gewinde. Alle Gewehre

besitzen einen vergrößerten

Spannhebel und beidseitige 45-Grad-

Sicherungshebel. Die Verarbeitung der

Testwaffen entsprach der von Oberland

Arms gewohnten Qualität: klapperfreie

Passungen und sauber gestrahlte sowie

beschichtete Gehäuse. Zudem waren sogar

die trocken auslösenden Standardabzüge

für den Schießstand zumindest

brauchbar – ein Matchabzug als Tuningteil

lohnt sich aber auch beim OA-10,

und in den DMR-Spielarten ist er sogar

bereits inklusive.

Die Modelle: Oberland Arms fertigt

das OA-10 bislang ausschließlich in .308

Winchester. Die meisten Modelle kommen

nur mit schwarzen Gehäusen und

Schäftungen. Lediglich das DMR gibt es

wahlweise auch komplett in Flat Dark

Earth (FDE) beschichtet – inklusive Gehäuse

und Dural-Handschutz. Beim Bull

Barrel (Diameter 23 mm) hat man die

Wahl zwischen 21"- und 26"-Läufen. Das

Heavy-Barrel-Profil von 18 mm verwendet

OA beim OA-10 Classic (510-mm-

Rohr), dem kurzen M 6 mit 16 3 / 4

"-Lauf

mit Mid-Length-Gassystem sowie dem

DMR (Designated Marksman Rifle). Serienmäßig

liegen die Gasblöcke meist

Alle OA-10 besitzen den vergrößerten Spannschieber und die beidseitige 45-Grad-Sicherung. Folgende abgebildete Ausstattungsmerkmale

kosten beim OA-10 Bull Barrel allerdings Aufpreis: der PRS-Hinterschaft von Magpul, der PSG-Pistolengriff und die

Pulverbeschichtung des Rohres (oben) sowie die Lauf-Kannelierungen vor dem Gasblock (unten). Die Preise für ein OA-10

Bull Barrel starten bei 1950 Euro.

14 | VISIER.de

Juli 2014


Oberland Arms OA-10 | TEST & TECHNIK

direkt vor dem Handschutz und bieten

eine Picatinny-Schiene für Kornträger.

Die teurere DMR-Variante „E“ besitzt

stattdessen einen „Switch Block“, bei

dem sich das Gassystem auf zwei Positionen

einstellen lässt. Für „zivile“ verstellbare

OA-Gasblöcke bedeutet dies in

der Position „+“ zehn Prozent extra Power

für schwache Munition oder stark

verdreckte Waffen. Der Switchblock für

Militär / Behörden reduziert dagegen

auf Stufe „S“ (Silencer – Schalldämpfer)

die Gasmenge, damit sich das DMR mit

Schalldämpfer nutzen lässt. Egal ob Soldat,

Polizist oder Zivilist: Ohne den Behörden-Switchblock

sollte man ein OA-

10 lieber nicht mit einem Schalldämpfer

schießen, da die über den Lauf zurückgeworfenen

Gase zu einer Überfunktion

und Hemmung führen können.

Die Versionen M 6 und Classic tragen einen

gewöhnlichen Kunststoff-Handschutz

und sind anders als die Bull-

Barrel- und DMR-Varianten keine Freischwinger.

Bull Barrel und Classic verfü-

Der A2-Hinterschaft (links)

gehört zur Standardausstattung

der OA-10 Bull Barrel.

Der OA-Teleskopschaft (rechts)

stammt aus eigener Produktion

und ist neben „tan/beige“ auch

in Olivgrün („OD“) und natürlich

in Schwarz erhältlich.

Modell:

Preis:

Kaliber:

Magazinkapazität:

Länge:

OA-10 DMR-E

noch nicht bekannt

.308 Winchester

2, 10, 20 Patronen

928 – 1027 mm

Lauf:

18" / 457 mm (ohne Comp)

Gewicht: 5500 g

Abzugswiderstand:

1750 g

Anders als die Basisversion des OA-10 Designated Marksman Rifle kommt das abgebildete „DMR-E“ mit einer Vielzahl an zusätzlichen

Ausstattungsmerkmalen (Schalldämpfer, ZF und Recknagel-Montage gehören allerdings nicht dazu). Der Preis des DMR-E

steht noch nicht fest, das Standard-DMR kostet 2950 Euro.

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VISIER.de | 15


TEST & TECHNIK | Oberland Arms OA-10

Früher kaufte Oberland Arms die Verschlussköpfe und Verschlussträger des OA-10 noch von Armalite zu. Inzwischen verwendet

das Huglfinger Unternehmen aber Teile mit identischen Maßen aus deutscher Fertigung.

gen über einen normalen A2-Hinterschaft

– die Ausführung M 6 wird aber

künftig ab Werk mit dem OA-Schubschaft

ausgestattet. Der ebenso schlichte wie

praktische Röhrenhandschutz aus Alu der

Bull Barrels lässt sich bei Bestellung oder

nachträglich durch Riemenbügelösen

oder kurze Rail-Elemente für das Montieren

von Zubehör vorbereiten. Für den

Schießstand keine schlechte Idee, denn

an die martialisch-schicken Quadrails

darf man hierzulande enttäuschend wenig

an praktischem Zubehör montieren.

Preise und Ausstattung sind nicht in

Stein gemeißelt: Beim Bestellen eines

16 | VISIER.de

Classic-, M 6- oder Bull-Barrel-Modells

kann man sich aus dem Firmenprogramm

seine individuell passende Waffe konfigurieren.

Wer also sein OA-10 direkt mit

Matchabzug, beschichtetem Lauf, zwei

MilStd 1913-Railstücken am Handschutz

und einem anderen Hinterschaft haben

möchte, der konfiguriert seine Order

halt entsprechend. Das gilt nicht für die

DMR-Gewehre. Diese bietet der Hersteller

nur in mehreren kompletten Ausstattungspaketen

an. Das DMR offeriert er

sowohl mit 20" als auch 18" langem

Lauf. Das Standard-DMR und die teureren

„E“-Modelle kommen direkt mit

Extras wie TRH-Handschutz, ARMS-

Visierung, Geissele-Abzug und Harris-

Zweibein mit MilStd 1913-Adapter. Bei

den „E“-DMR legt der Hersteller aber

noch einmal eine Schippe drauf: Eine

Top Rail verbindet Gehäuse und Handschutz,

Geisseles DMR-Trigger ersetzte

den einfacheren „Geissele Two Stage“,

ein Comp den A2-Feuerdämpfer, ein

Switch Block den nicht verstellbaren

Gasblock sowie ein OA-M4-Schubschaft

den normalen A2-Kolben.

Baukasten-Prinzip: Anders als beim

AR-15 gibt es für Gewehre im AR-10-Stil

keine festgelegten Standards, an die

sich alle Hersteller halten. Bei den gro-

Juli 2014


Oberland Arms OA-10 | TEST & TECHNIK

Oberland Arms rüstet seine OA-10 je nach Modell mit unterschiedlichen Vorderschäften in verschiedenen Längen aus. Rechts im

Bild die drei Varianten des schlanken Quadrail-Handschutzes TRH-II in (v.l.): 15,5" Length, „Rifle“-Length und Mid Lenght

für 16,75“-Läufe. Für die extra lange 15,5"-Version benötigt man einen kompakten Gasblock unter dem Handschutz.

Neuerdings bietet Oberland Arms das

OA-10 auch in Varianten mit 18-inch-Lauf

in der Heavy Barrel-Kontur, TRH-Rail-

Handschutz und Teleskopschaft an.

Juli 2014

VISIER.de | 17


TEST & TECHNIK | Oberland Arms OA-10

ßen 308er Produzenten kocht jedes Unternehmen

hier und da sein eigenes

Süppchen. Für die OA-10 existieren dennoch

viele Möglichkeiten, Fremdteile zu

montieren. Verschluss und Barrel Nut

von OA entsprechen in Design und Maßen

dem ArmaLite AR-10 und sind mit

diesen voll kompatibel – früher kamen

sie auch von ArmaLite. Verschluss-Alternativen

zu Oberland Arms gibt es neben

ArmaLite kaum, die meisten US-Hersteller

lehnen sich an die Technik von DPMS

an. „Theoretisch“ sollen laut JP Enterprises

auch deren extraleichte Komplettverschlüsse

(Verschlusskopf, Verschlussträger

und alle Kleinteile) in ein

308er nach ArmaLite-AR-10-Design passen.

Ob das am Ende bei einem OA-10

oder in einem ArmaLite AR-10 tatsächlich

mit reibungsloser Funktion und passendem

Verschlussabstand auf Anhieb

klappt, das sollte zur Sicherheit lieber

ein kundiger Büchsenmacher prüfen.

Das OA-10 mit 21 Zoll langem, freischwingendem Bull Barrel produzierte sowohl die

besseren Fünf-Schuss-Gruppen mit Matchmunition als auch mit Standardvollmantelpatronen

von TopShot das kleinere 15-Schuss-Trefferbild.

18 | VISIER.de

Die OA-10 „Rifle“-Buffer Tube entspricht

in Durchmesser und Gewinde der AR-15-

„milspec“. Andere AR-15-„Rifle“-Kolben

außer dem normalen A2-Plastikschaft

lassen sich natürlich montieren. Letzteres

gilt ausnahmsweise nicht für den beliebten

AR-15-PRS von Magpul: Der

Spannhebel bewegt sich bei den 308er

Selbstladern weiter nach hinten, und

dann wird es mit der serienmäßigen

PRS-Wangenauflage zu eng. Magpul fertigt

den PRS aber auch in einer speziellen

AR-10-Version. Für einen Wechsel

etwa vom normalen A2-Rifle-Kolben auf

einen Schubschaft benötigt man eine

308er „Carbine“-Buffer Tube, welche

sich von der AR-15-Version lediglich

durch eine tiefere Bohrung unterscheidet,

sowie einen schweren 308er

„Carbine“-Buffer (H3) nebst passender

Schließfeder. Beim Teleskop-Hinterschaft

selbst kann man dann aber aus

dem riesigen AR-15-Angebot frei wählen.

Alle AR-15-Pistolengriffe passen.

Der OA-10-Plastikhandschutz („Mid

Length“ und „Rifle“) entspricht in seinen

Maßen gewöhnlichem AR-15-Standard.

Wer einen Handschutz aus Dural

Juli 2014


Oberland Arms OA-10 | TEST & TECHNIK

oder Kohlefaser von Fremdherstellern

nutzen will: Da braucht man spezielle

308er „Handguards“ sowie eine passende

Barrel Nut für „ArmaLite AR-10“ – das

haben aber viele US-Handschutzspezialisten

im Sortiment.

Containerdienst: Magazine für die .308

Mechanische AR-15-Visierungen für

durchgehende Gehäuse- und Handschutzschienen

passen natürlich auch

beim OA-10. Wer aber stattdessen die

Montage auf dem Gasblock für das Korn

nutzen will, der braucht wegen der größeren

Bauhöhe der AR-10-/OA-10-Gehäuse

einen speziellen „AR-10“-Kornträger.

Alle AR-15-Kimmen passen. Und

was Gasblöcke betrifft: Da hält man sich

in Huglfing an internationale AR-Standards

von 0,75" (Heavy Barrel) und

0,936" (Bull Barrel). Das OA-10 nimmt

jeden AR-15-Abzug (Small Pin) inklusive

Matchabzüge auf. Angesichts des

schweren Verschlusses und der im Vergleich

zum AR-15 kräftigen Schließfeder

sollte man aber beim OA-10 lieber

die Finger von billigen Wettkampfabzügen

lassen – OA hat gute Erfahrungen

mit Firmen wie Geissele und Timney gemacht.

Diverse US-Hersteller bieten

auch extra auf 308er AR‘s abgestimmte

Matchabzüge an. Das schlichte Kombinieren

von Standard-Abzugsteilen mit

leichteren Federn ist dagegen wohl keine

gute Idee.

Die Schussleistung: Der Testaufbau

entsprach so weit wie möglich dem

Schießstandbesuch mit den Waffen von

DPMS und Heckler & Koch (Heft 5/2014),

dieselben Zielfernrohre inklusive. Im

Übrigen musste beim Wechsel der Optiken

von DPMS und HK zu Oberland Arms

Bei Gewehren im „AR-10“-Stil existiert kein fester Standard

für die Magazine. Das meistgenutzte Magazindesign ist das

originale AR-10-Magazin von Armalite. Aber auch hier fallen

die Abmessungen (und Toleranzen) von Magazinschächten,

Magazinauslösern und natürlich den Magazinen selbst nicht

alle gleich aus. Das OA-10 ist auf die Verwendung von

OA-Mags .308 ausgerichtet, die sich wiederum am Magpul

7.62 orientieren. Theoretisch passen in jedes OA-10 alle

Magazine im „DPMS/Knights SR25“-Stil. Davon wären in

Deutschland die Blechmagazine von DPMS sowie die Plastikcontainer

von OA und Magpul lieferbar. Letztere bringen bald

auch ein 25-schüssiges 308er Magazin heraus. Das ist eher

für normale 147-grs-NATO-Munition eingerichtet und soll

dafür aus allen Schächten frei fallen. Eine weitere 25-Schuss-

Variante speziell für lange 308er Matchpatronen soll etwas

später folgen, die wird dann aber laut Magpul wohl nicht

mehr aus allen Magazinschächten diverser Gewehre auf

Knopfdruck frei fallen. Zudem hat dieses Jahr auch die Firma

Lancer ein passendes Magazin vorgestellt: das „L7 Advanced

Warfighter“ mit stahlverstärktem Polymergehäuse. Nicht alle

Unternehmen halten sich an den DPMS/SR-25-Standard:

Armalite selbst bevorzugt eigentlich die Magazine der

hauseigenen „B-Serie“ und bietet zudem sowohl entsprechende

Lower Receiver als auch komplette Gewehre an. Diese

basierten früher auf umgebauten M 14-Magazinen; sie

werden aktuell als Magazine der „zweiten Generation“ genau

auf das Armalite AR-10 B abgestimmt fabrikneu gefertigt. Die

meisten 308er Gewehrhersteller und Kunden kaufen aber

lieber das originale, „alte“ Armalite-/DPMS-/Knight‘s-Magazindesign,

so dass Armalite selbst quasi zähneknirschend

parallel zur B-Serie die Baureihe AR-10 „A“ anbietet, deren

Lower Receiver für das ursprüngliche, „originale“ Magazinkonzept

eingerichet sind. Heckler & Koch setzt für die

Modelle 417 /HK762 / MR 308 bei den Magazinen ebenfalls auf

eine reine Eigenkonstruktion. Und dann wäre da noch Rock

River Arms, deren 308er Konstruktion FAL-Magazine (inch

pattern) aufnimmt. Nicht alle Magazine sind gleich vor dem

Herrn: In zwei vorhandenen 308er Gewehren von DPMS saßen

zwei verschiedene OA-Mags relativ stramm, fielen aber auf

Knopfdruck auch leer frei aus den Magazinschächten. Eines

von zwei DPMS-Blechmagazinen war dagegen nur mit extrem

viel Schwung dazu zu bewegen, in den OA-10 einzurasten –

das andere DPMS-Blechmagazin funktionierte hingegen in

vier Selbstladern von Oberland Arms einwandfrei und ohne

unnötigen Kraftaufwand. Zwischen zwei DPMS-Gewehren

ließen sich die beiliegenden, originalen Blechmagazine

problemlos austauschen – bei einwandfreier Funktion.

Die 308er OA-Magazine passen auch in alle anderen 308er

Selbstlader im „AR-10-Stil“, die für Magazine nach Bauweise

von DPMS / Knight´s SR-25 eingerichtet sind. Diese

finden sich mit Ausnahme von Heckler & Koch praktisch

bei allen hierzulande erhältlichen Herstellern.

Juli 2014

VISIER.de | 19


TEST & TECHNIK | Oberland Arms OA-10

auf 100 Meter jedes der Zielfernrohre

nur um höchstens 15 Klicks à 0,1 mil verstellt

werden, bei einem OA-10 in der

Höhe, beim anderen seitlich: Alle drei

Hersteller bauen ihre Gehäuse geradeaus,

die Abstimmung zwischen der Gehäuseschiene

auf dem Upper Receiver

und dem Lauf stimmt.

Modell: OA-10 M 6

Preis: € 2050,-

Kaliber:

Magazinkapazität:

Länge:

Lauf:

Gewicht:

.308 Winchester

2, 10, 20 Patronen

960 mm

16 ¾“ / 425 mm (ohne Feuerdämpfer)

3900 g

Bei der Munition gab es aber ein paar Änderungen:

Tulammo FMJ und die Matchking-Patrone

von Sellier & Bellot waren

nicht lieferbar und wurden durch Frankonia

Topshot FMJ respektive Lapua Lock

Base ersetzt. Die extra schwere 190-grs-

Elite von RWS musste der 175-grs-Matchking

von Remington weichen. Von der

190er RWS waren zwar genug vorhanden

– von dieser Sorte passten aber höchstens

zwei Stück in das OA-Magazin, danach

verklemmte sich der Zubringer. Ein

Ärgernis, denn in die Magazine von HK

und DPMS passte die lange 190-grs-RWS

einwandfrei und für die DPMS war es sogar

die bevorzugte Laborierung. Das

kurze OA-10 M 6 hatte mit der 168-grs-

Matchking von Remington eine Zuführungsstörung.

Ansonsten lief alles glatt,

auch mit der für das Einschießen verwendeten

Teilmantel-Munition. Durch

das im Vergleich zum AR-15 nach hinten

verlängerte Gehäuse eignet sich der normale

A2-Hinterschaft eher für große

Schützen. Und wer an der Waffe etwas

Gewicht sparen möchte, der sollte sich

nicht nur bei der Rohrlänge und Laufkontur

bescheiden, sondern zugleich zusehen,

ob er nicht auch mit einem Mid-

Length-Handschutz glücklich wird. Denn

beim Rifle-Quadrail-TRH und erst recht

dem extra langen 15,5"-Rail-Handschutz

legen die Selbstlader in Gewicht und

Vorderlastigkeit tüchtig zu.

Beim freihändigen Schießen fiel auf,

dass man für die Variante mit 21 Zoll

langem Bull Barrel brav sein Schwarzbrot

gegessen haben sollte – die

16 3 / 4

"-Version mit ihrer 18-mm-Laufkontur

ist viel handlicher, als die Unterschiede

in Gesamtlänge und Gewicht

vermuten lassen. Mit dem vorliegenden

OA-10 Bull Barrel und seinem freischwingenden

Rohr ließen sich bessere

Fünf-Schuss-Streukreise

erreichen als

mit dem kürzeren,

dünneren und nicht

frei schwingenden

Rohr des OA-10 M 6. Sowohl der Spitzenstreukreis

von 19 mm mit dem Lapua-

Geschoss des Typs Lock Base (OA-10 M 6:

24 mm, Lapua Scenar 167 grs) als auch

der Durchschnitt der sieben verwendeten

Matchpatronen von 26 mm (M 6:

40,7 mm) waren besser. Für kleinste

Trefferbilder ist ein freischwingender

Lauf wohl auch dann eine gute Idee,

wenn man ausschließlich von einer weichen

Auflage feuert. Der alternative

Einsatz eines Zweibeins oder des

Schießriemens würde den Unterschied

wohl nochmals verstärken. Weil aber

nicht jeder AR-10-Fan Lust darauf hat,

ständig teure Matchpatronen zu verknattern,

mussten die beiden Aspiranten

auch für ein 15-Schuss-Trefferbild

mit günstiger Vollmantelmunition herhalten.

Also verschossen die Tester aus

den Gewehren aufgelegt bei handwarmem

Rohr zügig im Takt von drei, vier

Sekunden jeweils 15 Patronen von Frankonias

TopShot-Vollmäntlern. Auch hier

platzierte sich der freischwingende

23-mm-Bull-Barrel vor dem kürzeren

Heavy Barrel: 53 (41) mm für die 21"-Version

gegen 67 (58) mm beim OA-10 M 6.

Bei den jeweils letzten Schüssen begannen

sich bei 18-facher Vergrößerung die

ersten Mirage-Effekte einzustellen. Mit

einer niedrigeren Vergrößerung und

Anders als abgebildet, sollen zukünftig alle OA-10 M 6 einen

OA-Teleskopschaft anstelle des normalen A2-Hinterschaftes

erhalten. Korn und Tragegriffkimme gehören aber nach wie

vor zum aufpreispflichtigen Zubehör.

Abzugswiderstand:

2950 g

20 | VISIER.de

Juli 2014


Oberland Arms OA-10 | TEST & TECHNIK

Leupold Mark AR Mod1:

Das OA-10 mit Bull Barrel sowie die handliche M 6-Version

wurden beide mit den gleichen Leupold-Mark AR-Zielfernrohren

und Weaver-Ringen geschossen wie die 308er

Testwaffen von DPMS und Heckler & Koch im letzten Heft.

Vor dem Schießen versahen die Tester die OA-Halbautomaten

mit den gleichen, von der Helmut Hofmann GmbH

gestellten Leupold-Zielfernrohren und Weaver-Ringen

wie die Testwaffen von Heckler & Koch und DPMS (siehe

VISIER 5/2014). Bei der Montage handelte es sich um

ungekröpfte, zöllige Ringe (1"-XX-High) aus der Tactical-

Reihe von Weaver und beim ZF selbst um das Leupold

6 - 18 x 40 „Mark AR Mod1“, hier mit feinem Duplex-Absehen.

Mit 685 Euro gehört es trotz Multicoat 4-Linsenbeschichtung,

Parallaxeausgleich am Objektiv und bequem

bedienbaren Stelltürmen („0,1 mil per Klick“-Rasten) zu

den günstigeren Angeboten des US-Unternehmens. Die

Optik erscheint klar, kontrastreich und farbecht. Die nur

430 g leichten Testgläser hinterließen für Targetzielfernrohre

der mittleren Preisklasse gerade auf den wuchtigen

308er Selbstladern einen feinen Eindruck. Der Augenabstand

reichte im sitzenden Anschlag gerade noch aus, um

die Gläser auch ohne gekröpfte Montagen direkt auf den

308er Systemgehäusen zu montieren. Die Montagehöhe

erfordert durch das relativ schlanke Objektiv keine erhöhte

Schaftbacke. Zudem passte beim MR 308 dank des

kompakten Okulars die mechanische Klappkimme von

Heckler & Koch gerade noch unter das montierte ZF. Die

Austrittspupille ist seitlich etwas empfindlich, und bei

18-facher Vergrößerung trifft dies auch auf den Augenabstand

zu. Bei sechsfacher Vergrößerung hat man dagegen

beim Leupold Mark AR Mod 1 weitaus mehr Spielraum

beim Augenabstand, allerdings nur „nach hinten“ – um

ihn auszunützen, müsste das ZF dann doch weiter vorn

montiert werden. Probehalber wurde das Mark AR auch

auf einem AR-15 mit (komplett ausgezogenem) Teleskopschaft

montiert. Da wird es dann aber durch den kürzeren

223er Lower Receiver mit dem Augenabstand doch etwas

zu eng. Für ein AR-15 benötigt das Leupold 6 - 18 x 40

Mark AR Mod1 zwar keine erhöhte Montage, aber es

empfehlen sich zumindest nach vorn gekröpfte Ringe.

Die Mark-AR-Serie bietet Leupold in verschiedenen

Modellen mit diversen, auch beleuchteten Absehen an.

Juli 2014

Consignments

Wanted

For Important Firearms Auction ~ October, 2014

We are the world’s leading auctioneers of rare, high-grade, quality

firearms. We do not sell the greatest number of firearms in a year, we

sell the greatest number of expensive firearms in a year.

WANTED: Rare, Important Military Arms

Sold for $195,500

One of Two Surviving First Prototype Model 1893 Borchardt Semi-Auto Pistol

(Est. $125-250,000) From the Dr. Geoffrey Sturgess of Zurich, Switzerland. The finest

and largest collection of auto loading weapons currently in private hands. Sold in our

March, 2014 Firearms Auction which generated $19.2 Million - A World Auction

Record for the Most Expensive Firearms Auction Ever Held.

Contact: Wes Dillon

Email: firearms@jamesdjulia.com | Tel: + 1 207 453-7125

www.jamesdjulia.com | Lic#: ME:AR83 | MA: AU1406 | NH 2511

VISIER.de | 21

05-29-14visierquart.indd 1

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TEST & TECHNIK | Oberland Arms OA-10

Die AR-10-Tragegriffkimme (rechts) passt auf alle OA-10-Gehäuse (rechts). Das DMR-E (links) kommt serienmäßig mit einer aufgeschraubten

Toprail von ARMS mit integrierter Klappkimme. Beide Kimmen lassen sich per Rändelschraube seitlich justieren.

Schießtest:

OA-10 Bull Barrel, 533-mm-Lauf (21")

Nr. Laborierung SK (mm) SK (mm)

OA-10 M 6 (16,75"/425-mm-Lauf)

1 148 grs TopShot Competition FMJ 53 (32) 31

2 167 grs Lapua Scenar HP-BT 29 (12) 24

3 168 grs Hornady HP-BT 23 27 (17)

4 170 grs Lapua Lock Base 19 35 (24)

5 168 grs Remington Matchking 24 (15) 50 (35)

6 168 grs RWS Target Elite HP-BT 23 (11) 26

7 175 grs Prvi Partizan HP-BT 27 (20) 58 (38)

8 175 grs Remington Matchking 36 (23) 34 (20)

Abkürzungen / Anmerkungen: SK (mm) = Streukreisangaben in Millimetern. Entfernung 100 Meter, Fünf-Schuss-Trefferbilder, sitzend mit aufgelegter

Waffe ermittelt. Werte in Klammern nach Abzug eines Ausreißers. Optik: Leupold Mark AR Mod1 6 - 18 x 40. HP = Hollow Point (Hohlspitz). BT = Boat

Tail (Bootsheck). FMJ = Full Metal Jacket (Vollmantel).

22 | VISIER.de

Juli 2014


Oberland Arms OA-10 | TEST & TECHNIK

erst recht mit mechanischer Visierung

könnte man natürlich noch fröhlich weiterschießen.

Der Effekt war bei beiden

OA-10 ähnlich, trotz der unterschiedlichen

Handschutzkonstruktion und den

verschiedenen Laufkonturen.

Fazit: Das einfache M 6 punktet durch

seine Führigkeit in Kombination mit guter

Schussleistung, für maximale Präzisionsergebnisse

empfehlen sich aber die

Freischwinger-Varianten. Die Optionen

für eine Nach- oder Umrüstung ab Hersteller

sind umfangreich. In der Verwendung

von Teilen diverser Fremdhersteller

steht das OA-10 der großen Auswahl

für die 308er Selbstlader von DPMS etwas

nach. Das Oberland Arms OA-10 ist

ein sauber verarbeiteter und präziser

Selbstlader zu einem konkurrenzfähigen

Preis. Die Bull-Barrel-Basisversionen

entsprechen in Preis und Ausstattung

in etwa den einfachsten Varianten

von DPMS. Das DMR-E ähnelt preislich

einem HK MR 308 in der „G-28“-Konfiguration

mit langem Handschutz, Feuerdämpfer,

mechanischer Visierung und

G 28-Hinterschaft. Das OA-10 DMR-E

bietet aber eine nochmals umfangreichere

Ausstattung wie den Kompensator,

das Zweibein mit Adapter oder den

DMR-Abzug von Geissele.

Test: Hamza Malalla und

Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers und

Hamza Malalla

Alle Testwaffen samt Zubehör stammen

von Oberland Arms (82386 Huglfing,

www.oberlandarms.com), die Leupold-

Zielfernrohre und Weaver-Montageringe

von der Helmut Hofmann GmbH Mellrichstadt,

(www.helmuthofmann.de).

Oberland Arms verkauft über den Fachhandel

sowie direkt an Endkunden,

Großhändler Helmut Hofmann vertreibt

Leupold und Weaver ausschließlich über

den Fachhandel.

Andreas Kneutgens Interesse

gilt vor allem Präzisions-

Repetierern, er hat aber auch

eine Schwäche für das System

Kalaschnikow. Sein erster Eindruck

nach 20 Schuss über das

OA-10 mit 21" Bull Barrel: “Der

Abzug ist okay, die Verarbeitung

sauber. Grundsätzlich ist an dem

Gewehr zunächst einmal alles

dran, was man braucht. Wenn es

unter 2000 Euro zu haben wäre,

wäre dies für mich ein sehr guter

Preis“. (Anmerkung: Wie abgebildet

mit kanneliertem Lauf

kostet das OA-10 21" Bull Barrel

2050 Euro).

AUS BEGEISTERUNG

AM SPORT

Das MR308 ist die zivile Version des militärisch genutzten HK417 im Kaliber .308.

Der Halbautomat überzeugt vor allem durch hervorragende Präzision, exzellentes Handling und

zuverlässige Funktionalität. Ein Muss behördlicher Anwender, ein Plus leidenschaftlicher

Sportschützen. Mehr unter www.heckler-koch.com

Im Fachhandel erhältlich. Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Juli 2014

VISIER.de | 23


TEST & TECHNIK | LWRC International SIX8 SPR

Taktische

Selbstladebüchse

SIX8 SPR:

Zur

besonderen

Verwendung

Jedes Jahr wächst die Anzahl der Waffen auf AR-15-Basis. Damit

einher geht auch eine Auffächerung der Kaliberpalette. Aktuelles

Beispiel: das SIX8 SPR von LWRC International in 6,8 mm SPC.

24 | VISIER.de

Juli 2014


LWRC International SIX8 SPR | TEST & TECHNIK

Schon wieder ein neues AR? Dieser

Gedanke beschleicht einen als VI-

SIERler oftmals bei der monatlichen

Themenkonferenz. Bei so vielen

ARs, wie sie in den letzten Jahren durch

die Redaktion liefen, hätte dieser Gedanke

zumindest teilweise eine Berechtigung.

Aber im Falle des SIX8 von

US-Hersteller LWRC International wäre

der AR-Vergleich in etwa so fair, als würde

man einen serienmäßigen Geländewagen

mit einer Spezialkonstruktion für

die Rallye Paris-Dakar gleichsetzen:

Nicht nur das Gewehr trägt den Beinamen

„Special Purpose Rifle“, auch die

dazugehörige Patrone 6,8 mm ist ganz

für Special Purposes (besondere Verwendungen)

zugeschnitten.

Im Gegensatz zu vielen anderen ARs begann

die Geschichte des SIX8 nicht in

den USA, sondern zumindest teilweise

in Jordanien: König Abdulla II., Herrscher

des haschemitischen Königreichs

von Jordanien, wollte für seine Palastwache

eine Waffe im Kaliber 6,8 mm SPC.

Die im US-Staat Maryland angesiedelte

Firma LWRC International produzierte

zu diesem Zeitpunkt ein AR mit dem Namen

Legacy und konstruierte diese Waffe

für die Jordanier um. Diese waren von

der Qualität begeistert. Das sprach sich

im Nahen Osten herum und kurze Zeit

LWRC Internationals Urversion für die

Palastwache zeichnete sich durch ihre

extreme Kompaktheit aus.

Juli 2014

VISIER.de | 25


TEST & TECHNIK | LWRC International SIX8 SPR

Der 16-Zoll-Lauf macht das SIX8 kompakt genug

für die meisten Anwendungen, lässt aber noch

genug „Luft nach oben“, um auch auf längere

Distanzen zuverlässig zu treffen. Hier montiert:

ein Grippod-Vordergriff mit Surefire-Zielleuchte.

später wollte auch Saudi Arabien die Gewehre

für die königlich saudische Garde

erwerben – allerdings mit einigen Änderungen

gegenüber dem „jordanischen

Modell“. Das führte dazu, dass LWRCI

ein völlig neues System am Reißbrett

entwarf – das Ur-SIX8. Die daraus für die

Saudis produzierte extrem kompakte

Waffe nennt sich UCIW oder Ultra Compact

Individual Weapon. Das System

SIX8 enthält mehrere von LWRCI patentierte

Verbesserungen gegenüber einem

Standard-AR. Der neueste Ableger nennt

sich SIX8 SPR und stellt gleichzeitig die

erste Variante für den zivilen Markt dar.

Innere Werte: Von außen unterscheidet

sich die neue Waffe nicht sonderlich

von anderen ARs: Über den 16-Zoll

(406 mm) langen Lauf zieht sich ein

Quad Rail Handguard, der das Rohr frei

schwingen lässt und den man durch einen

kurzen Zug nach vorn aus seiner

Halterung nehmen kann. Am hinteren

Ende findet sich ein Schubschaft im

M 4-Stil, allerdings um eine verbreiterte

Wangenauflage ergänzt (Crane-Stock).

Die wirklichen Neuerungen zeigen sich,

wenn man das SIX8 zerlegt. Das funktio-

26 | VISIER.de

Die Aufteilung des Piston-Systems hat den Vorteil, dass jedes Teil einen geringeren

Weg zurücklegt und so durch weniger bewegte Masse der Rückstoß verringert wird.

Über dem Verschlusskopf mit dem doppelt gefederten Auszieher liegt der Verschlussträger.

Die große Einbuchtung darin dient zur Aufnahme von Schmutz.

Juli 2014


LWRC International SIX8 SPR | TEST & TECHNIK

Modell:

LWRCI SIX8 SPR

Preis: US $ 2114,-

Kaliber:

Kapazität:

6,8 mm SPC

30 + 1 Patronen

Gesamtlänge*:

L a u fl ä n g e :

Dralllänge:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

825 - 901 mm

16" (406 mm)

1:10" (254 mm)

2721 g

3300 g

Ausführung: Halbautomat auf AR-15-Basis mit kurzhubigem Piston-Gassystem.

Gehäuse hartanodisiert und phosphatiert. Feuerwahlhebel, Magazinauslöser und

Verschlussfang beidseitig. Teleskop-Schubschaft aus Polymer in sechs Positionen

verstellbar. Griff und Magazin von Magpul. Aufklappbare Visierung.

* Gesamtlänge bei eingeschobener bzw. ausgezogener Schulterstütze.

niert bis auf den Handschutz auch ganz

wie beim klassischen AR durch das Entfernen

der beiden Bolzen, die Upper und

Lower Receiver miteinander verbinden.

Hat man dann auch den Vorderschaft

entfernt, zeigt sich das Piston-Gassystem

der Waffe. Dieses funktioniert im

Gegensatz zu vielen anderen Piston-ARs

mit kurzem Hub über zwei hintereinander

liegende Schubstangen: Das vom

Lauf abgezapfte Gas bewegt den vorderen

Kolben nach hinten, dieser gibt seinen

Impuls an die zweite Schubstange

ab, die wiederum auf den Verschlussträger

wirkt. Auf diesem sitzt anstelle des

üblichen Bolt Key, also der Stelle, auf

die die Gase einwirken, ein massiver

Block. LWRCI bezeichnet diesen wegen

seiner Form als Tombstone (Grabstein).

Dessen Stirnseite fräste der Hersteller

konkav ein, damit der vorn rundliche

Gaskolben immer in die gleiche Kuhle

Alle Bedienelemente lassen sich sowohl von

links als auch von rechts erreichen. Auch

der Abzugsbügel folgt mit seiner nach unten

gebogenen Form den aktuellen AR-Trends.

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T41

Kaliber: .308 (7,62 x 51)

Länge:

1020 mm

Lauflänge: 450 mm

T41 SPORT

Kaliber: .308 (7,62 x 51)

Länge:

1200 mm

Lauflänge: 600 mm

VISIER.de | 27


TEST & TECHNIK | LWRC International SIX8 SPR

eingreifen kann. Dem Verschlussträger

spendierten die Ingenieure eine Ausfräsung,

die Schmutz aufnehmen soll. All

das soll dafür sorgen, dass das SIX8 im

Schuss ähnlich ruhig liegt, wie ein standardmäßiges

AR mit direkter Gasabnahme.

Der Abzug des SIX8 löste bei rund

2700 Gramm aus, allerdings kroch er ein

wenig, was sich beim Schießtest noch

bemerkbar machen sollte.

Um das Gehäuse des Upper Receivers

zu verstärken, behandelte LWRCI dessen

7075 T6-Aluminium-Legierung mit einem

Coining genannten Verfahren. Diese

„Doppelprägung“ soll das Material

verdichten und für mehr Steifigkeit sorgen.

Am Gehäuse montiert der Hersteller

beidseitige Bedienelemente sowohl

beim Feuerwahlhebel als auch beim

Magazinauslöser und Verschlussfang.

Magazinhersteller Magpul steuerte die

passenden Tanks bei. Sie sind extra für

die 6,8 mm SPC ausgelegt und können –

trotz äußerer Ähnlichkeit – nicht in

223er ARs verwendet werden. Vom gleichen

Hersteller stammt auch der Pistolengriff.

Auf der oberen Rail sitzen

standardmäßig Klappkimme und -korn.

Abgerundet wird das SIX8 durch eine

matt-schwarze, hartanodisierte und

Mit montiertem Vierfach-ACOG-ZF von Trijicon traf das SIX8 Stahlziele bis 400 Yards (365 m) Entfernung mühelos. Das Auswurffenster

ist im Vergleich zum normalen AR um 20 Prozent vergrößert, um Platz für die längere Hülse der 6,8 mm zu schaffen.

Schießtest: LWRCI SIX8 SPR in 6,8 mm SPC

Nr. Fabrikpatronen Kleinster Streukreis (mm) Größter Streukreis (mm) Durchschnitt (mm) v 0

(m/s) E 0

(J)

1 98 grs ATK Gold Dot JSP 33 47 38 890 2308

2 110 grs Hornady V-Max 36 45 41 709 1792

3 114 grs Rem. OTM 23 42 36 789 2318

4 115 grs Silver State HPBT 35 43 38 789 2323

Anmerkungen / Abkürzungen: Fünf-Schuss-Streukreise, geschossen auf 100 Yards (91,4 Meter), sitzend von der Sandsack-Auflage, angegeben

in Millimetern. v 0

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit an der Mündung, angegeben in Meter pro Sekunde. E 0

(J) = Geschossenergie an der Mündung,

errechnet aus v 0

und Geschossgewicht, angegeben in Joule. g = Gramm. grs = Grains (1 g entspricht 15,432 grs). JSP = Jacketed Soft Point (Teilmantel).

OTM = Open Tip Match (Hohlspitz-Match). HP = Hollow Point (Hohlspitz). BT = Boat Tail (Bootsheck). Rem. = Remington.

28 | VISIER.de

Juli 2014


LWRC International SIX8 SPR | TEST & TECHNIK

Montagen

mit einstellbarer

Vorneigung

Die Magazine stammen von Magpul und können ihre PMAG-Verwandtschaft nicht

verleugnen. Allerdings fallen die 6,8 mm-Varianten etwas länger und tiefer aus.

phosphatierte Beschichtung. Bis hierhin

konnte die Waffe die Tester durchaus

begeistern, als nächstes stand dann der

Praxistest auf der Agenda.

Range Time: Extra für den Test im

scharfen Schuss versorgte ATK/Federal

die VISIER-Prüfer mit 6,8 mm SPC Gold-

Dot-Munition. Diese Laborierung ist noch

nicht auf dem Markt. Für den Präzisionstest

kamen zudem die Hornady V-Max mit

110 grs schwerem Geschoss, 114 grs Remington

OTM und die 115 grs schwere

Silver-State-Hohlspitzmunition zum Einsatz.

Zunächst schossen die Tester auf

200 Yards (183 m) jeweils mit Holo Sight

von EOTech, Rotpunktvisier von Aimpoint

und einem 4 x 32 ACOG-Zielfernrohr von

Trijicon einige Durchgänge stehend freihändig

auf Stahlplatten. Hier konnte die

rückstoßarme Kombination aus dem

kurzhubigen Doppelkolbensystem und

der 6,8 SPC ihr Können voll ausspielen.

Aufgelegt konnten die Tester auch auf

400 Yards (365 m) noch problemlos die

Platten zum Klingen bringen.

Diese ersten Durchgänge mit dem SIX8

begeistern die Tester. Vor allem der geringe

Rückstoß machte sich positiv bemerkbar,

Störungen traten keine auf. Für den

Juli 2014

nächsten Durchgang montierten die Profis

ein 3-9 x 30 MR/T-Zielfernrohr von

Leupold und stellten die Scheiben in 100

Yards (91,4 m) Entfernung auf. Auch hier

sorgte der Halbautomat für vorzeigbare

Ergebnisse: Mit allen Laborierungen

lagen die durchschnittlichen Streukreise

bei rund 40 mm. Die engsten Gruppierungen

produzierte die Remington OTM – mit

maximal 23,1 Millimetern Abstand zwischen

den Löchern. Die Tester bedauerten

allerdings, dass der recht krude Mil-Spec-

Serienabzug noch dichtere Streukreise

verhinderte. Mit einem Matchtrigger ließe

sich hier sicherlich noch mehr aus der

Waffe herausholen.

Fazit: Beim SIX8 handelt es sich also

doch nicht um ein ganz alltägliches AR.

Durch das kurzhubige Piston-System

kommt die Waffe in puncto Präzision und

Rückstoß an ein Standard-AR heran – dabei

aber mit allen Vorteilen der vielgepriesenen

6,8 mm SPC. Beim Abzug sollte

der Hersteller entweder einen Ersatz anbieten,

oder die Waffe in zwei Varianten

herausbringen. Ansonsten: Volle Empfehlung

für Range und Revier.

Text: Gary Paul Johnston / Thomas Quirin

Fotos: Gary Paul Johnston

0-70 MOA

®

G. Recknagel e.K.

+49 (0) 9721 / 84366

info@era-tac.de

www.era-tac.de

VISIER.de | 29


TEST & TECHNIK | Grand Power X-Calibur & X-Trim

Selbstladepistolen von Grand Power:

X-Faktor

Das slowakische Unternehmen Grand

Power produziert neben dem in der

letzten Ausgabe vorgestellten Standardmodell

K 100 eine ganze Familie

von Pistolenmodellen. Für Sportler

besonders interessant: die

Matchvarianten

X-Calibur und

X-Trim.

30 | VISIER.de

Juli 2014


Grand Power X-Calibur & X-Trim | TEST & TECHNIK

Das Gemeinsame zuerst: Alle Pistolen

der Firma Grand Power s.r.o.

(GP) aus Banská Bystrica in der

Slowakei besitzen einen außenliegenden

Hahn und ein Polymergriffstück. In

dessen Inneren sitzt ein massiver, einteiliger

Stahlkäfig, im Kunststoffrahmen

von Stiften gehalten. Dieser Käfig

dient als Schnittstelle für die Kleinteile

der Mechanik. Dazu fräst das Werk im

oberen Käfigbereich die Führungschienen

für den Schlitten heraus. Der Lauf

verriegelt über einen massiven Kamm

vor dem Patronenlager im Schlitten. Die

Drehbewegung steuert dabei ein in den

Rahmen eingelassener Querbolzen aus

Stahl. Bis auf sehr abgezählte Offerten

im Bereich Double Action Only und Single

Action kommen alle Modelle mit einem

traditionellen DA/SA-Abzug. Das

Sicherungskonzept umfasst bei den aktuellen

Varianten der GP-Reihe MK12

normalerweise stets eine beidseitige

Daumensicherung, einen Hahn mit Sicherheitsrast

sowie eine automatische

Schlagbolzensicherung. Letztere spart

sich der Hersteller bei den reinrassigen

„X“-Sportvarianten und allen Kleinkaliber-Pistolen,

um Abzugscharakteristik

und -gewicht zu optimieren. Diesen Weg

Juli 2014

VISIER.de | 31


TEST & TECHNIK | Grand Power X-Calibur & X-Trim

beschreitet unter anderen auch die

tschechische Firma Ceska Zbrojovka bei

ihren Sportmodellen. Alle Bedienelemente

finden sich auf beiden Seiten des

Griffstücks, inklusive der Demontageschieber

oberhalb des Abzugsbügels.

In den gefederten Zerlegeschiebern

liegt dann auch eine der wichtigsten

Neuerungen von GPs MK12-Griffstücken:

Bei älteren Rahmen bis einschließlich

dem der MK7 wurden die Pistolen

per Abschwenken des Abzugsbügels demontiert,

ähnlich einer Walther PP/PPK

oder der Smith & Wesson M 41. Beim aktuellen

MK12-Griffstück dagegen bestehen

Griffstück und Abzugsbügel aus einem

Guss, was für mehr Stabilität sorgen

soll. Laut Werk werden alle wesentlichen

Teile wie Lauf und Schlitten per Nitrierung

(Tenifer/QPQ: Quench Polish

Quench) vor Korrosion geschützt. Nicht

alle Waffen mit MK12-Rahmen kommen

komplett mit Wechsel-Griffschalen,

aber GP hat vier unterschiedlich große

Schalen im Sortiment.

Die K 100-Magazine fassten ursprünglich

regulär 17 Patronen. Inzwischen

hat GP aber wohl Zubringer und Feder

modifiziert und beziffert die Kapazität

nun mit 15 Schuss. Von den fünf gelieferten

Neun-Luger-Magazinen nahmen

zwei 15 Patronen auf, zwei fassten 16,

eines mit schwarzem Zubringer sogar

17 Schuss. Die brünierten, unbeschrifteten

Behälter sehen aus, als kämen sie

von der Firma MecGar. Sie ähneln in Design

und Maßen stark den Italo-Magazinen

für Tanfoglio (Small Frame) und CZ-

75, sind aber auch abseits des

quadratischen Ausschnitts für den Magazinauslöser

an der Front nicht völlig

baugleich. GP-Importeur Blue-Gun-

Store verlangt 39 Euro für ein Reservemagazin

in 9 mm Luger, die verlängerten

Varianten für 20 oder 26 Schuss

kosten 69 respektive 89 Euro. Das KK-

Polymermagazin liegt bei 24 Euro.

Modellpalette: Neben den normalen

K 100 und ähnlichen Versionen im klassischen

Dienstpistolenformat fertigt GP

auch Kompakt- und Sportmodelle. Die

kompakten Selbstlader waren zum Testzeitpunkt

noch nicht beim Importeur lagernd

vorrätig, wohl aber mehrere

Sportversionen in 9 mm Luger und .22 l.r.

Die X-Calibur besitzt einen aggressiv

ausgefrästen Schlitten mit eingelassenem

Elliason-Mikrometervisier.

Ihr Markenzeichen ist der

kannelierte 5"-Lauf.

Beim Kaliber konzentriert GP sich in erster

Linie auf die 9 mm Luger. Man baut

aber auch Modelle in .380 ACP, 9 mm Makarow,

.40 S & W, .45 ACP, 9 x 21 mm sowie

Pistolen für nonletale Munition. An einer

Variante in 10 mm Auto wird gerade gebastelt,

und der Hersteller experimentiert

auch mit PVD-Beschichtungen zum

Oberflächenschutz. Blue-Gun-Store lieferte

für einen ersten Überblick zwei X-

Calibur, eine X-Trim in .22 l.r. sowie eine

K 100 X-Trim im Kaliber 9 mm Luger. Die

Großkalibermodelle finden sich auch auf

der Positivliste der Production Division

IPSC. Interessant für viele Sportschützen

könnte die nicht abgebildete K 100 Target

sein: im Prinzip eine normale K 100 mit

Elliason-Kimme und Lichtsammlerkorn.

Die diversen X-Modelle unterscheiden

sich neben dem Wegfall der Schlagbolzensicherung

vor allem durch die ausgefrästen

Schlitten und Sondervisiere von

den Basisversionen. Bei der X-Calibur

kommt neben dem verlängerten Schlitten

noch ein zwecks Gewichtsreduzierung

kannelierter Konuslauf hinzu. Eine

X-Calibur im Test besaß noch die schmalen

Standard-Sicherungsflügel. Künftig

sollen aber alle importierten X-Calibur-

Modelle die extrabreiten Sicherungen

mit Daumenauflage aufweisen.

Zubehör: Waffen neuer und / oder weniger

bekannter Marken haftet oft das

Etikett „exotisch“ an, auch wenn sie

nicht aus der Südsee, sondern aus Euro-

Modell:

Grand Power X-Calibur

Preis: € 1099,-

Kaliber:

Kapazität:

Maße (L x B x H):

Lauflänge:

Visierlänge:

Kimme:

Korn:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

9 mm Luger

15 + 1 Patronen

220 mm x 36,5 mm x 142 mm

127 mm

175 mm

3,5 mm, Elliasson

3,2 mm, Lichtsammler

1100 / 3800 g (SA/DA)

835 g

32 | VISIER.de

Juli 2014


Grand Power X-Calibur & X-Trim | TEST & TECHNIK

pa kommen. Jedenfalls mangelt es da

häufig an nützlichem Zubehör, das vorhandene

muss mühsam importiert werden.

Nicht so bei GP. Im Bereich „Aftermarket“

fällt die Auswahl zwar ungleich

kleiner aus als bei bekannten Größen

wie CZ oder Glock, aber die wichtigsten

Dinge bekommt man. Die originalen Magazine

gibt es in diversen Längen beim

Importeur. Blue-Gun-Store führt zudem

Wettkampfholster:

- Speedsec 6 von Höppner & Schumann

(passt je nach Anzahl der „Einlagen“ für

den MK 6- wie den MK 12-Abzugsbügel),

- Amadini (Ghost Stinger und Ghost

Ultimate).

Das ältere von zwei Stinger-Mustern bot

nur dem niedrigen K 100-Standardkorn

Schießtest Grand Power X-Calibur, 9 mm Luger

Nr. Fabrikpatronen (grs) SK (mm) v 2

(m/s) E 2

(J) Faktor

1 115 grs Prvi Partizan FMJ 54 338 426 128

2 115 grs Magtech JHP 45 356 472 134

3 115 grs PMC FMJ 61 (47) 349 454 132

4 124 grs Remington Golden Saber JHP 38 344 475 140

5 124 grs TopShot FMJ 57 (38) 339 462 138

6 124 grs Speer Gold Dot+P JHP 54 (27) 386 599 157

7 139 grs Geco FMJ 61 278 351 127

8 140 grs Sellier & Bellot FMJ 58 (41) 279 353 128

9 154 grs Geco FMJ 68 (44) 278 386 140

Anmerkungen / Abkürzungen: SK (mm) = Streukreisangaben, in Millimetern. Schussdistanz: 25

Meter, Fünf-Schuss-Gruppen, ermittelt sitzend mit aufgelegter Waffe. Werte in Klammern nach

Abzug eines Ausreißers. v 2

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde, gemessen

zwei Meter vor der Mündung. E 2

(J) = Geschossenergie in Joule, errechnet aus v 2

und Geschossgewicht.

JHP = Jacketed Hollow Point (Mantel-Hohlspitz). FMJ = Full Metal Jacket (Vollmantel).

Bislang offerierte Grand Power die

breite Sicherung mit Daumenauflage nur

als Tuningteil, wahlweise links, rechts

oder auf beiden Seiten zu montieren.

Zukünftig sollen aber alle importierten

X-Calibur damit ausgestattet werden.

Modell:

Preis: € 849,-

Kaliber: 9 mm Luger

Kapazität:

Maße (L x B x H):

Lauflänge:

Visierlänge:

Kimme:

Korn:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

Juli 2014

Grand Power K 100 X-Trim

15 + 1 Patronen

203 mm x 36,5 mm x 140 mm

108 mm

159 mm

2,5 mm, Stahl

3,0 mm, Lichtsammler

1200 / 3850 g (SA/DA)

800 g

Die auswechselbaren

Griffschalen

nutzte Grand

Power schon

bei älteren

Baureihen.

Neu bei der

MK12: Hier

sitzt der

Demontagedrücker

oberhalb des

Abzugsbügels.

Wie alle

Varianten

in „ausgewachsenen“

Großkalibern

verriegelt

auch die K 100

X-Trim in 9 mm

Luger via

rotierendem

Lauf. Die

Schließfedern

bietet das

Werk in unterschiedlichen

Versionen an.

VISIER.de | 33


TEST & TECHNIK | Grand Power X-Calibur & X-Trim

aus Plastik genügend Platz. Aber bei der

neuesten Stinger-Variante passen dank

integrierter Kornrinne auch höhere

Korne wie das der X-Calibur oder X-Trim.

Zudem bietet der niederländische IPSC-

Spezialist Saul Kirsch (www.double

alpha.biz) sein Race-Master-Wettkampfholster

auch für GP an. Diverse

Custom-Holster aus Kydex (Standard-,

Innenbund- und verstellbare Sportholster)

für die GP kann man zudem als

Endkunde direkt in Bulgarien bei LHS

Holsters (www.lhsholsters.com) ordern

– die Firma sucht zudem noch einen

deutschen Vertriebspartner. Alle genannten

Hersteller berücksichtigen

auch Linkshänder.

Dawson Precision fertigt hochwertige

starre Visierungen (Kimmen und Korne)

für die K 100 („STI GP6“) in Schwarz, mit

Tritium und als Lichtsammler-Version –

nicht aber für die X-Versionen von einer

normalen GP-Pistole mit ihrer abweichenden

Kornhöhe und den Elliason-Mikrometervisieren.

Dawsons GP6-Visiere

scheinen aber selbst in den USA durchaus

nicht immer direkt lieferbar zu sein.

Hierzulande repräsentiert die Firma

Prommersberger sowohl STI als auch

Dawson Precision (www.gunmaker.de).

GP selbst bietet Teile wie verlängerte

Magazinauslöser, diverse Kimmen und

Korne in verschiedenen Höhen und Farben

sowie griffiger gerillte Schlittenfanghebel

als Tuningteile an.

Verarbeitung und Handhabung:

Was Passungen und Finish betrifft,

braucht Grand Power den Vergleich mit

etablierten Herstellern aus Deutschland

und Österreich nicht zu scheuen.

Unter der QPQ-Oberflächenvergütung

steckt rundum sauber überschliffener

Stahl. Auch die Polymer-Griffstücke mit

30 Prozent Glasfaseranteil zeigen sich

ansprechend verarbeitet. Die Läufe der

Großkalibermodelle saßen in verriegeltem

Zustand auch an der Mündung fest

im Schlitten – bei den KK-Pistolen sind

sie sowieso starr montiert. Die Mikrometerkimmen

wurden sauber in den

Schlitten eingelassen. Die quergerillten

Stahlkorne mit Lichtsammlerstab bieten

ein kontrastreiches Visierbild. Sie

sind freilich auch sehr scharfkantig – für

den sportlichen Einsatz genau richtig,

nicht aber für Verteidigungswaffen. Einziger

Wermutstropfen: Die Sportmodelle

erhalten nur eine lasergravierte Beschriftung,

während eine gewöhnliche

K 100 eine dezente, handwerklich saubere

Rollgravur trägt. Subjektiv sind

Handlage und Balance ausgezeichnet,

und die vier Griffgrößen unterscheiden

sich tatsächlich wesentlich in Formgebung

und Umfang. Leider sind die

Griffstücke relativ glatt, von einem

nachträglichen Stippling oder zumindest

dem Einsatz von etwas Skateboardtape

dürften die slowakischen Pistolen

profitieren. Die GP-Abzüge stellen so

ziemlich das Optimum dar, was derzeit

im Großkaliberbereich an DA/SA-

Systemen ab Werk angeboten wird: Glatt

und leichtgängig in Double Action,

das Überwinden der Sicherheitsrast ist

kaum wahrnehmbar. Vorgespannt lösten

Eine automatische Schlagbolzensicherung

gibt es bei allen slowakischen

Dienst- und Verteidigungsmodellen,

aber nur bei wenigen Sportversionen.

Modell:

Grand Power K22 X-Trim

Preis: € 690,-

Kaliber:

Kapazität:

Maße (L x B x H):

Lauflänge:

Visierlänge:

Kimme:

Korn:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

34 | VISIER.de

.22 l.r.

10 + 1 Patronen

210 mm x 36,5 mm x 142 mm

114 mm

151 mm

3,5 mm, Elliasson

3,2 mm, Lichtsammler

1200 / 4000 g (SA/DA)

785 g

Bis auf den starren Lauf ist die 22er Version der X-Trim nahezu baugleich mit

der X-Trim in 9 mm Luger. Bei den Sportmodellen verzichtet GP auf die beim

Modell K 100 übliche automatische Zündstiftsicherung.

Juli 2014


Grand Power X-Calibur & X-Trim | TEST & TECHNIK

die Sportversionen bei etwa 1100

Gramm aus. Viel höher ist der Widerstand

aber auch bei einer normalen

K 100 nicht, trotz deren automatischer

Schlagbolzensicherung. In Single-Action

liegt der Ruhepunkt des Züngels

angenehm weit hinten und der Rückstellweg

(Reset) fällt extra kurz aus,

nicht viel anders als etwa bei einer

M 1911 oder Walther PPQ.

Auf dem Schießstand: Durch die X-

Calibur wanderten knapp 500 Patronen

diverser Hersteller. Da es sich um ein für

die Production-Klasse nahezu maßgeschneidertes

Modell handelt, waren davon

mehr als die Hälfte extra schwache

Spezialladungen (zirka 360 Joule) mit

schweren Geschossen von Sellier & Bellot

und GECO, bevorzugt einhändig geschossen.

Störungen gab es aber weder

ein- noch beidhändig, egal ob mit

schwachen Patronen oder den kräftigen

+P-Gold Dot-Ladungen von Speer. Auch

bei absichtlichem „limp wristing“ im

Dreifingergriff wollte sich keine Störung

einstellen – die X-Calibur blieb hierbei

aber nach dem letzten Schuss nicht

mehr offen. Freundlicherweise warf die

Pistole auch nie eine Hülse ins Gesicht.

Schießtest Grand X-Trim in .22 l.r.

Bei den drei extra schwachen Munitionssorten

kam es aber wegen des hier

etwas müden Auswurfs dazu, dass die

leeren Hülsen ab und an über den Arm

kullerten; das passierte bei normal starker

Munition nie. Bei der abgebildeten

Nr. Fabrikpatronen (grs) SK (mm) v 2 (m/s) E 2 (J) Faktor

1 36 grs Remington Viper Copper TC 49 (22) 342 136 40

2 38 grs Aquila Super Extra HV Copper 53 304 114 38

3 40 grs SK High Velocity Solid 58 (45) 289 108 38

4 40 grs American Eagle HV Copper 65 (52) 286 106 38

5 40 grs SK High Velocity Hollow Point 53 301 117 40

6 40 grs Centurion HV 43 (31) 309 124 41

7 40 grs RWS High Velocity 30 305 121 40

Anmerkungen / Abkürzungen: SK (mm) = Streukreisangaben, in Millimetern. Schussdistanz: 25

Meter, Fünf-Schuss-Trefferbilder, ermittelt sitzend mit aufgelegter Waffe. Werte in Klammern

nach Abzug eines Ausreißers. v 2

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde zwei

Meter vor der Laufmündung. E 2

(J) = Geschossenergie in Joule, errechnet anhand der v 2

und des

Geschossgewichts. HP = Hollow Point (Hohlspitz). TC = Truncated Cone (Kegelstumpf).

High Speed Geschosse

Für perfekte Präzision in allen Schießdisziplinen:

DSB MIP, BDMP 1500, BDS IPSC, Bianchi

Cup etc. Unsere Kurzwaffen-Geschosse sind

laufschonend, preiswert und immer verfügbar.

Juli 2014

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VISIER.de | 35


TEST & TECHNIK | Grand Power X-Calibur & X-Trim

Links im Bild die aktuelle X-Calibur mit breiten Sicherungsflügeln samt Daumenauflage

und der verstellbaren Elliason-Kimme. Daneben die K 100 X-Trim 9 mm Luger mit

einer niedrigen Sonderkimme aus Stahl, welche in Verbindung mit dem Lichtsammlerkorn

ungewöhnlich schmale Lichthöfe aufweist. Rechts die Standardvisierung des

Dienstpistolenmodells GP K 100.

Die Ausfräsungen in den

Schlitten von X-Calibur, K 100

X-Trim 9 mm und K 22 X-Trim

dienen der dynamischen

Optik und sollen die bewegte

Masse reduzieren. Die X-

Calibur wiegt trotz längerem

Lauf und Schlitten kaum mehr

als eine normale, vierzöllige

Grand Power K 100.

22er X-Trim hagelte es Funktionsstörungen,

sowohl mit Standard- als auch mit

HV-Munition. Blue-Gun-Store schickte

aber flugs eine (baugleiche) Ersatzwaffe,

dazu zwei Schachteln extra starke

„Viper“ von Remington. Aus der zweiten

X-Trim verschossen die Tester rund 300

Patronen. Bei den 100 Viper-Patronen

gab es eine Zuführstörung, außerdem

jeweils einen Zündversager mit SK High

Velocity und Centurion HV. Präzisionstechnisch

setzte sich aus der KK-Pistole

die RWS High Velocity mit 30 mm an die

Spitze. Die X-Calibur bevorzugte Remingtons

Premium-Munition Golden

Saber (38 mm), gefolgt von Magtechs

115 Grains leichten Hollow Points. Nach

Abzug eines Ausreißers hätte sich die

kräftige Gold Dot +P mit 27 mm Platz

eins erobert.

Die kontrastreichen Visierungen mit ihren

relativ breiten Lichthöfen und

36 | VISIER.de

Lichtsammler-Kornen wurden zwar eigentlich

auf schnelle Action-Disziplinen

abgestimmt, machen aber auch beim

gemächlichen Schießen auf 25 Meter

eine gute Figur. Rein subjektiv fiel der

Hochschlag der Mündung bei der X-Calibur

trotz des geringen Gewichts niedrig

aus, das Korn findet schnell wieder seinen

Platz im Kimmenausschnitt, auch

beim Wechsel zwischen mehreren Zielen.

Die aktuelle Variante des Amadini

Stinger (o.) kommt mit einer erweiterten

Kornrinne. So findet auch die lange X-

Calibur samt ihrem extra hohen Lichtsammlerkorn

ausreichend Platz in dem

italienischen Sportholster.

Die bulgarische Firma LHS Holsters

fertigt diverse Kydex-Customholster

nach Kundenwunsch: diverse Designs,

Farben, für verschiedene montierte

Lichtquellen und Ähnliches. Neben

gängigen Marken wie Glock, CZ und

HK fertigt LHS Holsters auch Passendes

für HS Produkt und Grand Power.

Fazit: Die X-Trim in .22 l.r. ist eine gut

verarbeitete KK-Pistole und im direkten

Vergleich zu anderen KK-Waffen mit

Stahlschlitten vergleichsweise günstig.

Präzision und Ausstattung sind in Ordnung,

aber die Funktion war auch bei der

Ersatzwaffe trotz Verwendung von High

Velocity-Patronen nicht hundertprozentig.

Die X-Calibur in 9 mm Luger

schießt sich sehr angenehm; präzise ist

sie obendrein. Durch den ausgefrästen

Schlitten und den kannelierten Konuslauf

sieht sie auch noch richtig schick

aus. Wer eine leichte Wettkampfwaffe

mit Vollausstattung „out of the box“

zum kleinen Preis sucht, für den ist

Grand Powers X-Calibur ein heißer Tipp.

Text: Hamza Malalla und

Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers

und Hamza Malalla

Die Pistolen von Grand Power werden

durch die Firma Blue-Gun-Store importiert

und verkauft: Bayreuther Str. 41,

91338 Igensdorf, www.blue-gun-store.

de. Blue Gun Store lieferte die Testwaffen

sowie die Holster von Höppner &

Schumann und Amadini – vielen Dank!

Juli 2014


Grand Power X-Calibur & X-Trim | TEST & TECHNIK

GECO steht für ein modernes Sortiment an Munition

für alle Anwendungen in Jagd und Sport.

Über 100 Jahre Erfahrung in Entwicklung und

Produktion stecken in jeder einzelnen Patrone.

Deshalb finden aktive Jäger und Schützen bei

GECO Qualitätsprodukte mit einem attraktiven

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Juli 2014

www.geco-munition.de

VISIER.de | 37


TEST & TECHNIK | Smith & Wesson M & P 340

Taschenrevolver

M & P 340:

Hart aber

38 | VISIER.de

Juli 2014


Smith & Wesson M & P 340 | TEST & TECHNIK

herzlich

Trotz der großen Auswahl

an modernen Taschenpistolen

wollen vor allem

in Amerika viele

Waffenbesitzer nicht

vom Zweizöller-Revolver

mit verdecktem Hahn

lassen. Diese Klientel

bedient Smith & Wesson

unter anderem mit dem

kleinsten Vertreter der

Baureihe „Military &

Police“: dem Modell 340.

Im Jahr 1952 liefen bei US-Waffenhersteller

Smith & Wesson die ersten

Stücke der Revolverbaureihe „Centennial“

(= Hundertjahr feier) vom Band.

Sie basierten auf dem zwei Jahre zuvor

eingeführten kleinen J-Frame-Modell 36

mit außenliegendem Hammer sowie

SA-/DA-Abzug (Frame = Rahmen, J = die

kleinste der S & W-Rahmengrößen). Mit

dem Centennial bot das Werk eine fürs

Juli 2014

VISIER.de | 39


TEST & TECHNIK | Smith & Wesson M & P 340

Links: Im Gegensatz zu den meisten anderen Centennial-Modellen zieht S & W beim M & P 340 die

Abdeckung für die Ausstoßerstange bis zur Trommel durch.

Rechts: Das Korn mit serienmäßigem Tritium-Leuchtpunkt ist mit dem Rahmen verstiftet. Das

erleichtert den Austausch, wenn die Leuchtkraft nach Jahren einmal nachlassen sollte.

verdeckte Führen voll optimierte Waffe:

Kein Hahnsporn, der sich in Taschen oder

an der Kleidung verfangen konnte, störte

die Linie des Revolvers. Innen werkelte

ein Double-Action-Only-System (DAO),

der Rahmen verdeckte den Hahn vollständig,

so dass kein Schmutz ins System

eindringen konnte – die perfekte

Lösung für Waffenträger vom Undercover-Polizisten

bis zur Hausfrau, bei der

die Handtasche auch als Holster herhalten

musste. Mittlerweile sind gut sechs

Jahrzehnte vergangen. Und trotz des

Siegeszuges der Polymer-Taschenpistolen

führt Smith & Wesson immer noch

eine nicht gerade kleine Palette von

J-Frame-Revolvern im Sortiment. Das

Gros davon: Modelle im Centennial-Style

mit verdecktem Hammer. Darunter auch

der neueste Ableger M & P 340.

Die ersten DAO-Taschenrevolver von

S & W verschossen noch ganz klassisch

die Patrone .38 Special. Spätere Modelle

verdauten auch +P-Ladungen dieses Kalibers

mit erhöhtem Ladedruck. Der

M & P 340 macht da keinen Unterschied,

allerdings kommt die „Taschenflak“ im

Gegensatz zu den meisten anderen

J-Frames auch mit .357 Magnum zurecht.

Und in dieser Kaliberwahl findet

sich auch die Antwort, warum viele Käufer

den kleinen Zweizöller einer flachen

Pistole vorziehen: „Besser fünf Schuss

Magnum als zehn in .380 ACP“, so lautet

der gängige Tenor dieser Gruppe.

Äußerlichkeiten: Schaut man sich

den M & P 340 an, so hat sich wenig an

Vergangenheit und Gegenwart: Links der originale S & W Model 40 Centennial, damals noch mit Handballensicherung, Stahlkorn

und glatten Holzgriffschalen. Beim M & P 340 erkennt man anhand der Linien sofort die Herkunft, auch wenn die dicken Griffelemente

und das Gehäuse der Ausstoßerstange die Waffe insgesamt etwas plumper wirken lassen. Das „Military & Police“-Logo

hätte S & W vielleicht im selben Grau wie Kaliber- und Herstellerangabe halten sollen – Geschmackssache.

40 | VISIER.de

Juli 2014


Smith & Wesson M&P 340 | TEST & TECHNIK

der eigentlichen Linienführung des J-

Frame getan. Bei der Materialwahl setzt

S & W konsequent auf Leichtbau: Der

Rahmen besteht aus einer leichten

Scandium-Legierung. Nur die Trommel

und die Seele des 47 mm (= 1,875 Zoll)

langen Laufs fertigt Smith & Wesson der

besseren Haltbarkeit wegen aus Stainless

Steel. Auf der Waage kann sich das

sehen lassen: Leer kommt die Waffe auf

ein Gewicht von nur 377 Gramm. Auf farbige

Akzente müssen Käufer verzichten,

Rahmen und Trommel versieht der Hersteller

mit einem mattschwarzen Finish.

Unschön: Der Rücken der Hahnabdeckung

der Testwaffe wies tiefe und gut

sichtbare Werkzeugspuren auf. Der Funktion

tut das keinen Abbruch, aber bei einem

Ladenpreis von 869 Dollar oder 1159

Euro beim Importeur Waimex darf man

hier eine glatte Oberfläche erwarten.

Serienmäßig kommt der M & P 340 mit

Griffschalen aus weichem Kunststoff.

Sie verfügen an der Vorderseite über

zwei Fingermulden; der Rücken des

Griffstücks bleibt unbedeckt. Hier

konnte der kleine Revolver punkten:

Trotz der geringen Größe bietet sich

genug Auflagefläche. Nur für sehr große

Hände wird es eng. Durch die gummiartige

Oberfläche bieten die Elemente

auch feuchten Pfoten genug Griffigkeit

– trotz des recht flachen Checkerings

aus vielen kleinen Noppen. Gegen Aufpreis

liefert S & W auch Crimson-Trace-

Griffe mit eingebautem Laser auf der

rechten Seite (in Deutschland aber

tabu). Die untere Hälfte des Auslösers

für den Trommelkran fräste S & W etwas

schräg an, damit auch dickere Daumen

zwischen der Auflage auf der Griffschale

und diesem Element Platz finden.

Bis hierhin ähnelt der M & P 340 rein optisch

seinen Schwestermodellen. Der

erste sichtbare Unterschied thront über

der Mündung: Hier sitzt statt des klassischen

stählernen Rampenkorns ein

„24/7 XS Big Dot“-Korn mit Tritium-

Leuchteinsatz. Das Element ist mit dem

Rahmen verstiftet und nicht verstellbar.

Die Kimme besteht aus einem U-förmigen

Ausschnitt in der Trommelbrücke.

Trotz der nicht vorhandenen Verstellbarkeit

lobten die Tester die Visierung:

Kontrastreich und dank des Leuchtpunktes

auch fürs Schießen bei schlechten

Sichtverhältnissen geeignet. Auch

der Abzug gefiel: Das Gewicht erscheint

zwar mit rund 5400 Gramm auf den ersten

Blick etwas hoch, geht aber für eine

Verteidigungswaffe voll in Ordnung. Zudem

sorgte Smith & Wesson für eine

seidenweiche und absolut ruckelfreie

Charakteristik über den gesamten Abzugsweg.

„Exzellent im Vergleich zu den

meisten anderen Revolvern dieser Klasse“,

befanden die Profis.

Auf der Range: Hier reisten die Tester

mit Munition von Federal, Winchester

und Remington an. In Erwartung eines

saftigen Rückstoßes aus der leichten

Waffe gestaltete sich das sonst gerne

praktizierte „Shanghaien“ von anwesenden

Schützen auf dem Stand diesmal

etwas schwieriger als gewohnt. Nur wenige

wollten ein paar Magnum-Ladungen

aus dem 400-Gramm-Winzling schießen.

Um die Treffgenauigkeit in einer Verteidigungssituation

wiederzugeben, stellten

die Prüfer die Ziele in zehn Yards

(9,14 Meter) Entfernung auf. Der erste

Durchgang zur Überprüfung der Visierung

erfolgte mit Federals 357er Hohlspitzmunition

Personal Protection Hyd-

Auf der Abdeckung des Hahns hinterließ die CNC-Fräse

unschöne Spuren. Das muss bei einem Preis von 1159

Euro wirklich nicht sein.

Damit die leichte

Scandium-Legierung

nicht bei scharfen 357er

Ladungen Schaden

nimmt, verbaut S & W

einen Innenlauf aus

Stahl. Auch er lässt

sich austauschen.

Juli 2014

VISIER.de | 41


TEST & TECHNIK | Smith & Wesson M & P 340

Modell Smith & Wesson M & P 340

Preis:

Kaliber:

Kapazität:

L a u fl ä n g e :

Gesamtlänge:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

€ 1159,- (über Importeur Waimex)

.38 Special / .357 Magnum

5 Patronen

1,875" (47,62 mm)

160 mm

5400 g

377 g

Ausführung: Revolver mit Double Action Only (DAO).

Scandium-Rahmen, Trommel und Laufseele aus Stainless

Steel. Visierung starr, Korn mit Tritium-Leuchtelement.

ra Shok mit Geschossgewichten von 130

Grains. Mit der relativ leichten Laborierung

hielt sich der Rückstoß, zum Erstaunen

der Tester, in angenehmen Grenzen.

Die Treffer lagen auf der Scheibe

mittig auf Handtellergröße zusammen.

Mit den 158 Grains schweren Rundkopfgeschossen

der 357er Remington UMC

öffneten sich die Fünf-Schuss-Streukreise

etwas auf rund 150 Millimeter. Als

die Schützen anschließend die Remington

Golden Saber mit 125 Grains in Richtung

Kugelfang jagten, lagen die Löcher

in der Scheibe nur gut 60 Millimeter weit

auseinander – nicht schlecht. Danach

allerdings zeigte sich, dass das Anfräsen

der Unterseite der Trommelkranentriegelung

bei großen Händen nicht

ganz ausreicht: Bei einem der Tester

hatte das Element tiefe Spuren im Daumen

der Schusshand hinterlassen. Zum

42 | VISIER.de

Abschluss schossen die Prüfer eine letz-

te Serie mit 158 Grains schweren Winchester

Semi-Wadcuttern in .38 Special.

Hiermit lagen zehn Treffer auf 69

Millimetern zusammen. Insgesamt erwies

sich die Furcht vor dem bösen Rückstoß

als größtenteils berechtigt. Vor

allem schwere Geschosse malträtierten

die Handgelenke der Tester. Laut den

Experten ließe sich das aber – zumindest

beim Training – durch den Einsatz

von hochwertigen Schießhandschuhen

wenigstens teilweise kompensieren.

Der letzte Akt des Tests bestand zum einen

in der Begutachtung des M & P 340

auf Abnutzungsspuren, zum anderen in

der Probe mit mehreren Holstern, die für

J-Frame-Revolver entworfen wurden.

Bei ersterem gab es nichts zu bemängeln:

Trotz intensivem „dry firing“, also

leerem Abschlagen, und dem scharfen

Bei den langen

Hülsen der .357

Magnum reichte

der Weg des

konstruktionsbedingt

kurzen

Ausstoßers

manchmal

nicht ganz aus,

und die Tester

mussten durch

Schütteln nachhelfen.

Schuss auf dem Stand fanden sich keine

nennenswerten Macken oder sonstige

Schleifspuren im Innenleben der Waffe.

Durch die kleinen Abmessungen der

Waffe scheint sie prädestiniert für Taschenholster.

Das bewies auch die Probe

aufs Exempel: In den Hüllen von DeSantis

und Galco fühlte sich der M & P 340

besonders wohl und trug in der Jeanstasche

auch kaum auf. Anders hingegen

bei Gürtelholstern der gleichen Hersteller:

Hier verhinderte das bis zur Mündung

gezogene Ausstoßergehäuse ein

vollständiges Einschieben.

Alles in allem: Der Smith & Wesson

M & P 340 ist eine „Viel-Führen-Wenig-

Schießen“-Waffe. Der herbe Rückstoß

starker Verteidigungslaborierungen

wird vor allem Gelegenheitsschützen

von einem regelmäßigen Training abschrecken.

Wer mit dem bockenden

Leichtgewicht zurechtkommt, erhält jedoch

eine leichte und vor allem sehr feuerstarke

Waffe für den Notfall – allerdings

mit einem saftigen Mehrpreis

gegenüber der hauseigenen Konkurrenz

wie dem Modell 442, das jedoch keine

Magnum-Ladungen verschießt. Bleibt

nur noch zu wünschen, das Smith & Wesson

die Werkzeugspuren an der Hahnabdeckung

beseitigt.

Text: Walt Rauch / Thomas Quirin

Fotos: Walt Rauch

Juli 2014


Smith & Wesson M & P 340 | TEST & TECHNIK

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VISIER.de | 43


TEST & TECHNIK | Winchester Selbstlade-Flinte SX3 in 12/76

Die Semi Auto Winchester SX3 als Sonderedition Raniero Testa:

Das feuerrote

Spielmobil

Winchester widmet dem

italienischen Weltrekordler

Raniero Testa ein

eigenes Sondermodell

der SX3. Die zwölfschüssige

SL-Flinte

eignet sich aber nicht

nur für Rekordschützen.

44 | VISIER.de

Juli 2014


Winchester Selbstlade-Flinte SX3 in 12/76 | TEST & TECHNIK

Bereits seit zwei Jahren hält Raniero

Testa den Weltrekord darin,

zwölf von Hand gleichzeitig in die

Luft geworfene Tontauben vom Himmel

zu holen. Kein Wunder, dass Winchester

ihm eine gleichnamige Sonderedition

der Flinte SX3 widmete, natürlich mit

entsprechend hoher Magazinkapazität.

Super X3: Das Modell Raniero Testa

unterscheidet sich nur in seiner Ausstattung

und dem Zubehör von anderen

Varianten der halbautomatischen Flinte.

Technisch gibt es keine wesentlichen

Unterschiede. Grundsätzlich handelt es

sich bei Winchesters aktuellen Selbstladern

der Baureihe SX3 um Gasdrucklader

mit Duralgehäuse. Der Verriegelungsblock

im Verschlussträger verriegelt in

altbewährter Manier oben in der Laufverlängerung.

Wie bei modernen SL-

Flinten-Designs üblich, reguliert auch

Winchesters „Active Valve“-Pistonsystem

die zum Repetieren nötige Gasmenge

automatisch. Die Raniero Testa wird

für das Kaliber 12/76 (12 - 3") beschossen

und auch ihr Lauf ist ab Werk entsprechend

markiert. Die meisten anderen

Varianten der SX3 im Kaliber 12

vertragen aber auch die überlange

12/89 (12 - 3 ½"). Von der älteren Serie

SX2 unterscheidet sich die SX3 nicht nur

durch ein neues Schaftdesign, sondern

auch insbesondere durch ihre Leichtbauweise.

Die beruht auf einer Magazinröhre

aus Alu und extra leicht gehaltenen Läufen.

Typisch für die SX3 ist der lange und

für einen Gasdrucklader trotz Pistonsystem

sehr schlanke Vorderschaft.

Die Raniero Testa stellt nicht das einzige

SX3-Modell mit flammrot-eloxiertem

Winchesters Sonderedition „Raniero Testa“ zeichnet sich neben dem roten Gehäuse durch den extralangen 30"-Lauf nebst

mündungslangem Röhrenmagazin aus. Auf der ventilierten Schiene sitzen ein gelbes Lichtsammler- sowie ein Hilfskorn.

Juli 2014

VISIER.de | 45


TEST & TECHNIK | Winchester Selbstlade-Flinte SX3 in 12/76

Modell:

Preis:

Kaliber:

Winchester SX3 Raniero Testa

1499 Euro

12/76 mm

Kapazität: 11 + 1 Patronen in 12/70

Länge:

1295 mm

Lauf: 760 mm (30“)

Schaftlänge:

Visier:

Gewicht:

Abzugswiderstand:

328 -366 mm

Fiberglaskorn + Hilfskorn

3400 g

2600 g

Ausstattung: Gasdrucklader, Kunststoffschaft, Briley-Wechselchokes,

ventilierte Laufschiene, verlängertes Magazinrohr.

Gehäuse dar. Ihr besonderes Markenzeichen

neben dem Schriftzug bildet das

überlange Magazinrohr für elf Patronen

in 12/67,5 oder 12/70. Der Vorratsbehälter

präsentiert sich im gleichen silbergrauen

Finish wie der Lauf. Natürlich

lässt sich wie bei anderen Halbbautomaten

auch dank der abschraubbaren

Abschlusskappe schnell und einfach ein

Begrenzer in die Röhre einsetzen. Im

Kaliber 12/76 passen allerdings maximal

zehn Patronen in das Magazin, und

12/76 ist laut Hersteller das „offizielle“

Kaliber der Raniero Testa – die Waffe

trägt halt die entsprechende Kaliberbezeichnung

und mit diesem Kaliber wird

sie auch in die Waffenbesitzkarte eingetragen.

Trotz langem 30"-Lauf und entsprechend

üppig dimensioniertem Magazinrohr

wirkt das Modell insgesamt

weder schwer und klobig noch unangenehm

vorderlastig – zumindest ungeladen.

Komplett aufmunitioniert ist es um

Gewicht und Balance freilich nicht mehr

so gut bestellt, aber dafür kann die SX3

nichts: Elf Patronen unter dem Lauf wiegen

einiges und verlagern den Schwerpunkt

nun einmal merklich nach vorn.

Hier wirft der Meister selbst: Raniero Testa mit einer ganzen

Handvoll Wurfscheiben, bevor er sie selbst in die Luft wirft.

46 | VISIER.de

Der Rekord des italienischen Spitzenschützen

liegt bei zwölf Wurfscheiben.

Juli 2014


Winchester Selbstlade-Flinte SX3 in 12/76 | TEST & TECHNIK

Die Waffe kommt ab Werk in einem sehr

stabil wirkenden und hochwertig verarbeiteten

Koffer, der leer nahezu doppelt

soviel wiegt wie die Flinte selbst.

Die Verschlusskonstruktion der SX3 ermöglicht

eine enorm schnelle Feuerrate – den entsprechend

flinken Abzugsfinger natürlich vorausgesetzt.

Zur Grundausstattung der Raniero Testa

gehören neben dem üblichen Zubehör

wie Schaftverlängerung und Zwischenlagen

für Schränkung und Senkung auch

ein kompletter Satz Wechselchokes von

Briley. Ein Hilfskorn in der Mitte der

ventilierten Laufschiene soll das Zielen

erleichtern, das eigentliche Korn besitzt

eine Einlage aus gelbem Fiberglas.

Bei Bedarf lässt sich alternativ aber

auch eine optische Visierung mittels Picatinnyschiene

auf dem Systemgehäuse

befestigen. Für die dazu erforderliche

Schiene veranschlagt The Duke in

Remscheid 119 Euro.

Auf dem Schießstand: Im Gegensatz

zu Raniero Testa hatten die Tester

lediglich die Gelegenheit, die SX3 mit

etwa 250 bis 300 Flintenlaufgeschossen

in 12/67,5 auf den 25-Meter-Stand auszuführen.

Mit den meisten Munitionssorten

funktionierte die Flinte tadellos.

Nur mit der 67,5er Sportpatrone von Sellier

& Bellot kam es zu zwei Störungen.

Einmal gab es eine Zuführungsstörung

direkt bei der ersten, von Hand ins

Auswurffenster geworfenen Patrone.

Die zweite Störung leistete sich das

Testexemplar bei halbvollem Magazin;

aus unerfindlichen Gründen wurde mitten

in der Serie die abgeschossene

Hülse ausgeworfen, aber keine neue Patrone

aus dem Magazinrohr geholt. Jegliche

Versuche mit extra kurzen Sportslugs

stellten die Tester gleich nach dem

ersten Schuss ein. Denn nach diesem

Schuss rutschten gleich zwei 63,5er

Slugs auf den Ladelöffel und verkeilten

das System beharrlich. Zum Glück konnte

ein freundlicher Standnachbar vom

„Brenneke Schießteam“ die Störung

fix unter Zuhilfenahme von zahnmedizinischem

Besteck beseitigen. Fairerweise

muss dazu aber gesagt werden,

dass Selbstladeflinten, die zuverlässig

mit besonders kurzer Sportmunition in

Juli 2014

Das Magazinrohr nimmt insgesamt elf Patronen im Kaliber 12/70 auf. In 12/76 passt

allerdings eine Patrone weniger in die Magazinröhre.

VISIER.de | 47


TEST & TECHNIK | Winchester Selbstlade-Flinte SX3 in 12/76

Beim Reinigen legt der Meister selbst

Hand an. Sorgfältig entfernt Testa hier

den Schmauch mit einem Lappen. Der

abgebildete Hinterschaft mit höhenverstellbarer

Wangenauflage und dem

steilen Pistolengriff entspricht

übrigens nicht dem Standardkolben von

Winchesters neuem Sondermodell.

Schießtest: Winchester SX3 Raniero Testa

Wenn Raniero Testa die Patronen durch seine SX3 rattern lässt, erinnert der Hülsenausstoß

eher an den eines Vollautomaten als an den einer Semi-Auto-Flinte.

12/60 und 12/63,5 funktionieren, eher

die Ausnahme als die Regel darstellen –

meistens geht es schief. Der Rückstoß

blieb auch bei Verwendung von starken

Jagdslugs immer angenehm weich, wenn

Fabrikpatronen Geschossgewicht in g / in grs SK (mm) v 0

(m/s) E 0

(J)

GECO Competition 67,5mm 26 / 401 86 (52) 450 2631

Brenneke Camo 28,4 / 440 98 460 3000

Schönebeck SK Action 28 / 432 56 455 2898

Sellier & Bellot Practical Whiteline 28 / 432 44 410 2353

Bascieri & Pellagri Target Slug 28 / 423 98 (43) 430 2534

Fiocchi Nova Slug 32 / 494 46 430 2959

Fiocchi Slug 31 Palla Brenneke 31,5 / 490 95 425 2854

Anmerkungen/Abkürzungen: SK: (mm) Streukreis aus 25 Meter Entfernung, Fünf-Schuss-Gruppen,

geschossen stehend, aufgelegt, angegeben in Millimetern, Werte in Klammern nach Abzug eines

Ausreißers. g = Gramm. grs = Grains. v 0

(m/s) = Mündungsgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde. E 0

(J)=

Mündungsenergie in Joule. Die Werte v 0

und E 0

sind Herstellerangaben.

auch rein subjektiv eine Spur härter als

etwa bei einer Remington Versamax

oder Berettas neuer 1301 Comp. Trotz

der für viele Selbstlader typischen Auskehlung

vorn im Ladelöffel zeigte die

SX3 beim Nachladen keine

besondere Neigung, den Daumen

einzuklemmen. Aber

dies hängt wie bei anderen

Modellen immer auch von der

individuellen Nachladetechnik

und Handgröße ab.

Auf die Distanz von 25 Meter

schoss die Testwaffe unter

Verwendung von Leuchtkorn

und Hilfskorn auf der Schiene

in der Höhe ziemlich genau

„Fleck“, bei zwei Schützen allerdings

rund eine Handbreit

links. An der Präzision selbst

gab es nichts auszusetzen.

Auch der relativ weiche und

Die SX3 verfügt über ein selbstregulierndes Gasdrucksystem,

um unterschiedlich starke Ladungen zuverlässig verschießen zu

können. Probleme hatte sie mit 12/60er und 12/63,5er Patronen.

48 | VISIER.de

Chokeschlüssel und Wechselchokes von Briley gehören bei der

SX3 „Raniero Testa“ mit zur Grundausstattung. Die Gehäuse-

Montageschiene (rechts) gibt es gegen Aufpreis als Zubehör.

Juli 2014


Raniero Testa

beherrscht

seine Flinten

auch in eher

unkonventionellen

Anschlagsarten.

trocken auslösende Abzug hinterließ bei den Testern einen

guten Eindruck.

Unter dem Strich präsentierte sich Winchesters SX3

„Raniero Testa“ als schick gestaltete, schön verarbeitete und

gut ausgestattete Sportflinte zu einem vergleichsweise günstigen

Preis. Wer allerdings vor allem an der Farbkombinination

von rotem Verschlussgehäuse, grauem Metall und schwarzem

Schaft Gefallen findet, der findet im Winchester-Sortiment

auch äußerlich ähnliche Varianten mit kürzeren Läufen und

Magazinröhren.

Text: Hamza Malalla und Andreas Wilhelmus

Fotos: Michael Schipper und Bruno Circi

Als preislich attraktives Vollstahl-Einsteigermodell bietet

SIG SAUER die X-PRESS mit 5-Zoll-Verschluss in 9mm

Para und .40 S&W an. Als SAO System (nicht verstellbar)

mit Kunststoffgriffschalen, 17 (9mm) / 12 (.40 S&W) Schuss

Magazin und Adapterplatte mit starrer Visierung. Natürlich

kann die X-PRESS jederzeit nachträglich aufgerüstet werden.

Die Testwaffe wurde von der Firma „The Duke – Original American

Gunshop GmbH“ (Tel.: 02191/88520, www.theduke.

de) importiert und dankenswerterweise bereitgestellt. Das

Remscheider Unternehmen verkauft direkt an Endkunden.

Ein besonderer Dank gilt auch dem ALL4SHOOTERS-Team

(www.all4shooters.de), das Raniero Testa vor Ort besuchte

und die Action-Aufnahmen mit dem Weltrekord-Schützen zu

diesem Artikel beisteuerte.

XPRESS FEATURES

· Kurzer Magazinhalter

· Standard Magazin mit Kunststoffboden

· SAO Abzugssystem (nicht verstellbar)

· Adapterplatte mit aufgesetzter starrer Visierung

· Griffstück mit Picatinnyschiene

1.599,- € UVP

9mm Para ONX123

.40 S&W ONX124

Juli 2014

VISIER.de | 49


TEST & TECHNIK | Triple Seven

Triple Seven vs. Schweizer Schwarzpulver No. 2:

Rauch-Zeichen

Gegenüber gewöhnlichem Schwarzpulver

besitzt der Ersatzstoff „Triple

Seven“ laut Hersteller Hodgdon

Vorteile. Ob die Lobpreisungen der

Firma stimmen, prüften Andreas

Severin und Christopher Hocke.

Die Idee für diesen Artikel verdankt

die Redaktion einem langjährigen

Wiederlader. Als Andreas Severin

im letzten Jahr seine Erlaubnis nach

§ 27 Sprengstoffgesetz verlängern wollte,

kam ihm diese nach einem Blick auf

das dafür nötige Formular: Außer den

üblichen Spalten für Schwarz- und Nitrozellulosepulver

fand sich dort auch

eine für „Triple Seven“. Dieses Treibladungsmittel

ist offiziell als „schwarzpulverähnlicher

Stoff“ eingestuft. Über

die genaue chemische Zusammensetzung

schweigt sich der Hersteller aus,

nach den erhältlichen Informationen

fehlt aber der beim herkömmlichen

50 | VISIER.de

„Black Powder“ nicht wegzudenkende

Schwefel. In den USA ist der Schwarzpulver-Ersatz

schon lange sehr beliebt.

Denn der Hersteller verspricht für Triple

Seven wesentlich geringere Mengen an

Verbrennungsrückständen. Waffe und

Hülsen sollen deshalb auch bei hoher

Schusszahl merklich weniger verschmutzen

respektive verkrusten und

sich deshalb schneller und leichter reinigen

lassen – letzteres gar mit bloßem

Wasser. Umgewöhnen muss sich der

Schütze ansonsten angeblich nicht: Das

Abbrandverhalten von Triple Seven und

damit auch das Verhalten der Waffe im

Schuss soll sich nicht wesentlich von

dem unterscheiden, was man vom

dienstältesten Treibladungsmittel gewöhnt

ist.

Ob das stimmt? Andreas Severin wollte

es wissen und beantragte deshalb eine

zusätzliche Erlaubnis in seinem Pulverschein.

Ohne eine solche Genehmigung

geht es nicht, aber seine zuständige Behörde

erteilte sie problemlos. Die Sorten

FFg und FFFg sind in Deutschland als

Ersatzstoff zugelassen, einschließlich

zum Laden von Patronen. Doch auch

wenn es kein extra Beschusszeichen für

das sogenannte Substitut gibt – das Verschießen

von Triple Seven aus Schwarz-

Juli 2014


Triple Seven | TEST & TECHNIK

pulver-Waffen setzt nach Auskunft dess

Beschussamts Ulm eine entsprechende

Beschussbescheinigung voraus, welche

auch passende Ladedaten enthält. Die

ließe sich gegebenfalls auch für ältere

Waffen ausstellen, so die Ulmer. Der

Hintergrund: Die Gewichtsangaben für

Schwarzpulver-Ladungen dürfen nicht

einfach auf Triple-Seven-Laborierungen

übertragen werden.

Drei Fragen an Triple Seven: Mitglieder

der „schwarzen Zunft“ wissen,

dass sich Schwarzpulver-Revolver schon

nach dem Verschießen von drei bis vier

Trommelfüllungen immer schwerer drehen

lassen. Feuert der Schütze noch

mehr Patronen ab, kann es unter Umständen

ohne Zwischenreinigung auch

schon einmal Funktionsstörungen geben.

Ob sich diese Probleme mit dem

Einsatz des alternativen Treibmittels

beheben lassen, war die erste Testfrage.

Schon vor dem Gang auf den Schießstand

war klar, dass das Ergebnis vom

Kaliber, von der jeweiligen Pulvermenge

und sicher auch von der Größe des Trommelspalts

abhängt. Deshalb nahmen die

Tester gleich drei Revolver unterschiedlicher

Kaliber für ihre Probe aufs Exempel:

einen Kipplaufrevolver Enfield No. 2

MK I in .38 Smith & Wesson, einen Bisley

SAA 1873 in .38-40 WCF und einen Colt

SAA 1873 in .45 Long Colt. Die beiden

letztgenannten Modelle stammten beide

von Hersteller Uberti. Die gemessenen

Spaltmaße der Testwaffen betrugen

beim Enfield No. 2 MK I 0,35 mm, beim

Bisley SAA 0,2 mm und beim Colt SAA

nur 0,1 mm. An Repliken führte übrigens

kein Weg vorbei: Andreas Severins Frage

nach Originalmodellen stieß bei befreundete

Sammlerkollegen auf heftige

Ablehnung. Ein sicheres Zeichen, dass

sich Triple Seven in Deutschland noch

nicht durchgesetzt hat.

Außerdem wollten die Tester wissen, ob

sich Triple Seven wirklich wie Schwarzpulver

verhält. Eine wichtige Frage,

denn Westernschützen und noch mehr

Reenactors legen schließlich auf authentisches

Auftreten großen Wert.

Also spielen das Verhalten der Waffe im

Schuss, die Wolke aus Pulvergasen und

nicht zuletzt der Geruch der Rückstände

eine Rolle. Drittens ging es schließlich

um die Frage, ob Triple Seven wirklich

die lästigen Reinigungsprozeduren erleichtert.

Um aussagekräftige Ergebnis-

Triple Seven geht in einer gewöhnlichen

Kunststoffflasche an den Kunden. Im

Test musste sich der Ersatzstoff mit dem

Schweizer Schwarzpulver No. 2 messen.

Vorn drei Handlaborierungen: Patrone

und Geschoss in .38-40 WCF (180 grs

Blei-Flachkopf), in der Mitte .45 Long

Colt (215 grs Blei-Rundkopf),rechts .38

S & W (145 grs Blei-Semi-Wadcutter).

In der Korngröße unterscheidet sich das tiefschwarze Triple-Seven (l.) kaum vom grau glänzenden Schweizer No. 2.

Juli 2014

VISIER.de | 51


TEST & TECHNIK | Triple Seven

se zu erhalten, luden die Tester starke

und schwache Ladungen. In die Messinghülsen

kamen keine Mantelgeschosse,

sondern selbstgegossene Bleiprojektile.

Beim Kaliber .38 Smith &

Wesson verwendeten die Tester ein 145

Grains schweres Semi-Wadcutter-Geschoss

mit Gas-Check. Die Projektilgewichte

für die .38-40 WCF im Diameter

.401 und die .45 Long Colt entprachen

den historischen Vorbildern (siehe Tabelle

auf Seite 54).

Auf dem Schießstand: Um festzustellen,

wann der Trommelspalt sich zum Lauf

hin verkrustet und der Trommelgang

schwergängiger wird, verschoss Andreas

Severin zunächst aus allen drei Waffen

ohne Zwischenreinigung mit dem Ersatzpulver

versorgte Patronen. Beim Colt SAA

in .45 Long Colt erforderte das Hahnspannen

respektive das Weiterdrehen der

Trommel bereits nach dem Verbrauch von

12 Patronen die linke Hand als Unterstützung.

Ab der vierten Trommel ging dann

nichts mehr. Offensichtlicher Grund hierfür

war die Führung der Trommelachse in

einer Hülse, die geringen Toleranzen

führten schon bei vergleichsweise geringen

Verschmutzungen zu Funktionsstörungen.

Ganz anders lief es mit dem

Enfield-Revolver, welcher dank seines

großen Trommelspalts jeweils acht

Trommelfüllungen klaglos verdaute –

ganz gleich ob Triple Seven oder das

Schweizer Schwarzpulver No. 2 verwendet

wurden. Beim Bisley-Revolver konnte das

Hodgdon-Pulver dagegen seine Vorzüge

ausspielen: Während nach der sechsten

Trommel mit dem Schweizer No. 2 die

Trommel nicht mehr problemlos rotierte,

traten auch nach dem Verschuss von 48

Triple-Seven-Patronen keine Schwierigkeiten

auf.

52 | VISIER.de

Spürbare Unterschiede im Schussverhalten

zwischen dem originalen Schwarzpulver

und dem Ersatzstoff gab es nicht.

Aufgrund einer sehr ähnlichen Abbrandcharakteristik

verursachten beide Sorten

bei allen drei Revolvern einen schiebenden

Rückstoß. Und der fiel deutlich angenehmer

aus als bei mit Nitropulver betriebenen

Waffen. Gasdruckmessungen im

Beschussamt bestätigten die Ähnlichkeit

des Abbrandverhaltens, beim Druckaufbau

und dem Maximalgasdruck. VISIER

hatte vor dem Schießstandbesuch die

Laborierung 7 der Testtabelle (gefüllt mit

32 Grains Schweizer No. 2) und die Laborierung

8 (23 Grains Triple Seven) ins Ulmer

Beschussamt geschickt. Die Gasdruckmessungen

ergaben für die mit

Schwarzpulver geladenen Patronen einen

Tester Andreas Severin mit

dem von Hege gelieferten

SAA 1873. In puncto Rauchentwicklung

unterschieden

sich die Triple Seven-

Laborierungen nicht von den

mit Schwarzpulver gefüllten

Patronen – die Revolver

verschwanden regelmäßig

hinter einer dicken Wolke.

Wie dicht und groß diese

ausfällt, hängt eher von der

Treibladungsmenge ab.

Mittelwert von 591 bar. Die Vergleichsmessungen

mit dem Triple Seven brachten

einen Mittelwert von 588 bar, keine großen

Unterschiede also. Beim Druckverlauf

ließen sich nur geringfügige Unterschiede

feststellen. Während der Gasdruck

beim Schweizer No. 2 sehr schnell und

sprunghaft steigt, wächst dieser beim Ersatzstoff

von Hodgdon etwas verzögert.

Der Kurvenabfall nach dem Überschreiten

des maximalen Gasdrucks verläuft hingegen

bei beiden Pulvern fast gleich.

Juli 2014


Triple Seven | TEST & TECHNIK

Nach dem Verschießen von 42 Schwarzpulver-Patronen im

Kaliber .38-40 lagerten sich an der Trommel des SAA-Revolvers

reichlich Verbrennungsrückstände ab, die sich mit warmem

Seifenwasser und gründlichem Putzen wieder entfernen ließen.

Auch die Hülsen benötigten eine gründliche Reinigung.

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Pistolen- und

Revolvermunition

Geschoss -

Preis per

Art.-Nr. Kaliber

art gewicht

(grains)

50

Stück

500

Stück

1000

Stück

2000

Stück

4160107 .32 S&W long LWC 98 20,–– 185,–– 336,–– 652,––

4160110 .38 Spec. LRN 158 16,50 142,–– 258,–– 500,––

4160112 .38 Spec. SJSP 158 19,–– 168,–– 304,–– 590,––

4160115 .357 Mag. SJSP 158 20,–– 185,–– 336,–– 652,––

4160121 9 mm Para FMC 124 15,–– 126,–– 230,–– 446,––

4160123 9 mm Para JSP-Flat 95 18,–– 146,–– 264,–– 512,––

4160119 9 mm Para FMC-Subsonic 147 18,–– 146,–– 266,–– 516,––

4160135 9 mm Para JHP 115 17,–– 142,–– 257,–– 499,––

4160128 .44 Mag. SJSP 240 31,–– 270,–– 488,–– 946,––

4160131 .45 ACP FMC 230 23,–– 192,–– 348,–– 675,––

4160132 .45 ACP FMC/SWC 230 25,–– 204,–– 370,–– 716,––

FMC

Full Metal Case

(Vollmantel)

LRN

Lead Round Nose

(Blei-Rundkopf)

FMC-SUB

LWC

Full Metal Case Subsonic

(Vollmantel)

Lead Wadcutter

(Blei-Scharfrand)

SJSP

Semi Jacketed Soft

Point (Teilmantel-

Flachkopf)

JSP-Flat

Jacketed Soft Point

Flat (Teilmantel-

Flachkopf)

JHP

Jacketed Hollow

Point (Hohlspitz)

FMC/SWC

Full Metall Case

(Vollmantel-

Scharfrand)

Bei allen Triple-Seven-Laborierungen blieben die Hülsen

relativ sauber. An der Trommel und dem Rahmen des 1873er

SAA im Kaliber .38-40 Winchester Center Fire klebten nach

42 Schuss wesentlich weniger Verkrustungen als nach dem

Verschießen von sieben Trommeln Schwarzpulver-Patronen.

Alljagd

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Art.-Nr. Kaliber Bezeichnung 50

Stück

1000

Stück

5000

Stück

10000

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20000

Stück

30000

Stück

4500408 .22 lfB Alljagd Topstar 5,20 85,–– 404,–– 734,–– 1476,–– 2106,––

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1000 Stück 2000 Stück

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Juli 2014

VISIER.de | 53

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TEST & TECHNIK | Triple Seven

Testschießen mit Triple-Seven-Laborierungen

Nr. Waffe / Kaliber Laborierung (Geschoss / Treibladung / PGL) Streukreis in mm v 3

in m/s E 3

in J

1* Enfield No. 2 MK I / .38 S & W 145 grs (9,4 g) Blei-SWC Dia. .358 /

9 grs Schweizer No. 2 / 28,3 mm

48 188 166

2 Enfield No. 2 MK I / .38 S & W 145 grs (9,4 g) Blei-SWC Dia. .358 /

7,7 grs Triple Seven / 28,3 mm

3* SAA 1873 / .38-40 WCF 180 grs (11,7 g) Blei-Flachkopf Dia. .401 /

30 grs Schweizer No. 2 / 40,2 mm

4* SAA 1873 / .38-40 WCF 180 grs (11,7 g) Blei-Flachkopf Dia. .401 /

33 grs Schweizer No. 2 / 40,2 mm

5 SAA 1873 / .38-40 WCF 180 grs (11,7 g) Blei-Flachkopf Dia. .401 /

21 grs Triple Seven / 40,2 mm

6 SAA 1873 / .38-40 WCF 180 grs (11,7 g) Blei-Flachkopf Dia. .401 /

24 grs Triple Seven / 40,2 mm

7* Colt SAA 1873 / .45 LC 215 grs (13,9 g) Blei-Rundkopf Dia. .452 /

32 grs Schweizer No. 2 / 40,7 mm

8 Colt SAA 1873 / .45 LC 215 grs (13,9 g) Blei-Rundkopf Dia. .452 /

23 grs Triple Seven / 40,7 mm

9 Colt SAA 1873 / .45 LC 215 grs (13,9 g) Blei-Rundkopf Dia. .452 /

26 grs Triple Seven / 40,7 mm

10* Colt SAA 1873 / .45 LC 215 grs (13,9 g) Blei-Rundkopf Dia. .452 /

8,5 grs Vihtavuori N330 (Nitro) / 40,7 mm

11* Colt SAA 1873 / .45 LC 250 grs (16,2 g) Magtech Blei Flachkopf /

Nitro (Magtech-Fabrikpatrone Cowboy Action)

42 191 171

49 295 509

62 297 516

68 293 502

58 303 537

53 284 561

47 293 597

52 316 694

44 226 355

48 220 392

Anmerkungen / Abkürzungen: v 3

= Geschossgeschwindigkeit, Durchschnittswert aus sechs Schuss, drei Meter vor der Mündung gemessen mit Mehl BMC 19,

angegeben in Meter pro Sekunde. E 3

= aus v 3

und Geschossgewicht errechnete Geschossenergie drei Meter vor der Mündung. Streukreis = Sechs-Schuss-

Gruppen auf 25 Meter stehend aufgelegt geschossen. * Vergleichs-Laborierungen. Geschossgewicht in Grain (grs), 1 Gramm = 15,432 grs. Dia. = Diameter.

Nitro = Nitrozellulose-Pulver. PGL = Patronengesamtlänge. Nr. 1 bis Nr. 10 Handladungen: Winchester-Hülsen, Zünder: Winchester SP (Laborierungen 1 und

2), Winchester LP (Laborierungen 3 bis 10). Alle Ladedaten ohne Gewähr!

In puncto Rauchentwicklung nahmen

sich die Konkurrenten nichts. Deutlich

unterscheiden ließen sich Triple Seven

und das Schweizer No. 2 allerdings beim

Geruch: Die Schwarzpulverwolken riechen

wegen der Schwefelverbindungen

bekanntlich stark nach fauligen Eiern.

Für Reenactors mag das zur authentischen

Darstellung gehören, ansonsten

können viele Schützen auf solche Sinneswahrnehmung

gern verzichten.

Mit Triple Seven ist das kein Problem:

Dessen beim Schießen produzierte

Schwaden erinnerten die Tester stark an

einen Kühlschmierstoff, den man in Firmen

wahrnimmt, die Metalle spanend

bearbeiten.

54 | VISIER.de

Komfort pur: Und die Reinigung?

Beim Abbrand von Schwarzpulver bleiben

etwa 53 Prozent als feste Rückstände

erhalten. Dabei handelt es sich um

Kaliumsalze wie Kaliumsulfat und Kaliumcarbonat.

Aus der restlichen Masse

entstehen diverse Gase, unter anderem

auch toxische wie Kohlenstoffmonoxid,

Stickoxide und Stickstoffdioxid. Vor allem

die festen Verbrennungsreste sorgen

dafür, dass die Patronenwaffen und

Hülsen stark verschmutzen, so dass große

Schussserien ohne Zwischenreinigung

kaum möglich sind. Triple Seven

punktete an dieser Stelle: Hodgdons

Aussagen erwiesen sich nicht als leere

Marketing-Versprechungen: Der Lauf

war bei allen Testwaffen nach dreimaligem

Reinigen mit einem feuchten Lappen

und Putzstock absolut sauber, das

Gleiche gilt auch für die Trommel. Den

etwas schwer zugänglichen Rahmen sowie

den Laufansatz reinigten die Tester

im Handumdrehen mit einer Zahnbürste.

Und auch bei den Hülsen bietet Triple

Seven Komfort, allerdings kommt man

nicht ohne Nassreinigung aus.

Fazit: Wer seinen Revolver nach alter

Westernart mal richtig rauchen lassen

will und seine Standnachbarn im Qualm

verschwinden lassen möchte, kann dies

auch mit Triple Seven. Genau wie die

sichtbare Rauchwolke entspricht auch

das sich im Rückstoß äußernde Abbrandverhalten

dem von Schwarzpulver,

Juli 2014


Triple Seven | TEST & TECHNIK

Modell Governor

Kaliber .45ACP + .45 Colt +

.410 / 2½" Ladeclip (auch gemischt

zu verschießen!), Lauflänge:

2¾" (70 mm), Gewicht: 840 g,

Trommelkapazität: 6 Patronen,

Scandium Rahmen und Stainless Steel

Trommel, Finish: matt schwarz, starre

Visierung mit Leuchtkorn, Gummigriff.

Art.-Nr. 8950724 1046,–

Der Enfield No. 2 MK I kam wegen seines vergleichsweise

großen Trommelspalts am besten mit der großen Menge

Schwarzpulver-Patronen (o.) zurecht . Hier verschmutzen die

Hülsen nicht viel stärker als bei den abgebildeten Triple-

Seven-Laborierungen (u.).

Smith & Wesson Modelle 686

Kaliber .357 Magnum, L-Rahmen, Nill-Griff, Trommelkapazität: 6 Patronen

686 Target Champion

Match Master

6"-Lauf, RB, AS, FL, TT, TH, Nill-Match-Master-

Griff, Gewicht: 1250 g. Mit verstellbarem

2-Stufen-Korn und LPA-Visier TXT 01-07, Abzugstuning

und Triggerstop.

Art.-Nr. 8950375 1490,–

Traditionalisten müssen also den Ersatzstoff nicht meiden.

Permantentes Zwischenreinigen ist bei Revolvern mit nicht

allzu kleinem Trommelspalt unnötig. Und beim Reinigen der

Waffe erweist sich das Alternativ-Produkt von Hodgdon gegenüber

dem klassischen Holzkohle-Salpeter-Schwefel-Gemisch

als weit überlegen. Das allerdings kostet etwas: Preislich

liegt der Schwarzpulverersatz etwa 50 Prozent über dem

des Schweizer Pulvers No. 2. Wobei allerdings berücksichtigt

werden muss, dass für die gleiche Geschossenergie ungefähr

15 Prozent weniger Triple Seven in die Hülse muss. Dennoch:

Das Substitut ist nichts für Sparfüchse, es empfiehlt sich eher

für experimentierfreudige Wiederlader und für Schützen, die

sich beim langwierigen Waffenputzen nicht entspannen sondern

schwarz ärgern.

Den 1873er Revolver in .45 Long Colt stellte Hege (www.waf

fen-hege.de) zur Verfügung, Hülsen und Zündhütchen stellte

Reimer Johannsen (www.johannsen-jagd.de) – vielen Dank!

Text: Andreas Severin, Christopher Hocke

und Andreas Skrobanek

Fotos: Ralf Brauer, Michael Schippers

686 Target Champion

6"-Lauf (15,24 cm), RB, GB, AS, FL, TT, TH,

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Juli 2014

VISIER.de | 55

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Widerrufs oder der Ware an die VS Medien GmbH, Wipsch 1, 56130 Bad Ems. Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren. Wertersatz bei Verschlechterung der Ware ist nicht zu leisten. Bei einer Rücksendung aus einer Warenlieferung, deren Bestellwert insgesamt

bis zu 40 Euro beträgt, haben Sie die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht. Anderenfalls ist die Rücksendung für Sie kostenfrei. Zum Zwecke der Kreditprüfung wird uns die Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Postfach 500 166, 22701 Hamburg, die in ihrer

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TEST & TECHNIK | Opinel-Klappmesser

Auf dem größten Opinel, No. 13, mit seiner 22-cm-Klinge, liegen ein No. 8 mit Kohlenstoffklinge und ein No. 7 mit Buchsbaumgriff,

der Sternmotive zeigt. Weinliebhaber können mit dem No. 10 Tire-Bouchon manchen Korken ziehen. Und für die Abenteuer

entdeckungsfreudiger Kinder gibt es die Version No. 7 Mon Premier Opinel, bei dem die Klingenspitze abgerundet ist.

58 | VISIER.de

Juli 2014


Opinel-Klappmesser | TEST & TECHNIK

Opinel-Klappmesser aus Frankreich:

Die Herren

des Ringes

Ihr Aufbau wirkt schlicht, ihr Design ist

unverwechselbar und ihre Technik so simpel

wie durchdacht – hier ein Blick auf die französischen

Opinel-Messer und darauf, was sie so

einmalig macht, und noch dazu: was man mit

ihnen anfangen kann.

Auf dem Virobloc-

Ring stehen immer

die Opinel-Modellnummer

und der

Hinweis, dass das

Messer aus Frankreich

kommt. Opinel

nutzt Kohlenstoffund

rostträgen Stahl, zu erkennen

an der Klingenmarke „Carbone“

bzw. „Inox“. Daneben die Opinel-

Marke der gekrönten Hand.

Juli 2014

VISIER.de | 59


TEST & TECHNIK | Opinel-Klappmesser

Als 18-Jähriger erfand er das Opinel Messer: Joseph Opinel, hier ein Foto von 1929,

das ihn mit echt großem Schaustück zeigt. Daneben eine 1911 aufgenommene

Vitrine, in der neben den verschiedenen Größen von Opinels Klassiker auch Gartenwerkzeug,

Küchenmesser und ein weiteres Riesenklappmesser hängen.

Die Stimme meines Großvaters hatte

etwas Verschwörerisches, als er

mir beim Marsch zu einem seiner

Obstbaumbestände erklärte: „Außer

deinem Essen und deinem Getränk solltest

du stets drei Sachen dabeihaben, wenn du

rausgehst: Streichhölzer, wasserfest verpackt.

Ein langes Stück stabiler Schnur.

Und ein Klappmesser.“ Sprach‘s, langte

in die geräumige Tasche seiner Manchester-Hose

und beförderte die drei

Dinge ans Tageslicht. Am meisten interessierte

mich das Messer. Es hatte einen

Holzgriff, darin steckte eine Klappklinge

mit Feststellmechanismus: Am Griff

saß eine feste Blechmanschette, darüber

ein Drehring, auch aus Blech. Alle

Teile des Griffs besaßen am Bauch einen

Längsschlitz, damit sich die Klinge “einparken“

ließ. Stand sie offen, drehte

man den Ring ein Stück weiter, so dass

er sich unter dem Fuß der Klinge (= Klingenangel)

festklemmte: Eine genialeinfache

Effizienz, die diesem als „Virobloc“

bekannten System innewohnt.

Zudem ersparen Ring und Griff alles,

was den Bau eines Klappmessers sonst

60 | VISIER.de

Die historische Schwarz-Weiß-Aufnahme

dokumentiert eine Fertigungsstufe beim

Herstellen der Holzgriffe.

so aufwändig macht: keine Schalen, Backen

und Platinen, keine Stützfedern,

keine sorgsam aufeinander abzustimmenden

Haken und Eingriffe – „nur“ ein

Stück blechbeschlagenes Holz und die

drehbar gelagerte, vom Ring gestützte

Klinge. Der Blick auf die Klinge zeigte,

dass da etwas stand. Nämlich der Name

Opinel: 1872 in eine Schmiede-Familie

aus Savoyen geboren, begann Joseph

Opinel 1890 mit dem Bau eines schlichten,

günstigen Klappmessers. Das entwickelte

sich rasch bei Hirten, Bauern,

Winzern und Touristen zum Renner. Der

Ruf verbreitete sich auch, weil Opinel an

einem Bahnknotenpunkt einen kleinen

Laden eröffnete. Von da sorgten Lok-

Führer, Schaffner und Bahnarbeiter dafür,

dass sich der Ruhm der Messer in der

„Grande Nation“ verbreitete: Schon vor

dem Zweiten Weltkrieg erreichte der Gesamtausstoß

die 20-Millionen-Marke.

Als Joseph Opinel 1960 starb, hatte sich

sein Werk zu einer Institution entwickelt,

so französisch wie die Baskenmütze

eines Résistance-Kämpfers. Natürlich

haben auch andere Messer

Galliens ihre eigene Schar von Getreuen;

das gilt für die Messer der Arten Nontron,

Douk-Douk oder Laguiole sowie die

vielen regionaltypischen Klappmesser.

Aber sie haben es alle nicht geschafft,

dass die Welt ihre Namen als Synonym

nutzt. Zuerst für Klappmesser mit Holzgriff,

dann für das französische „couteau

fermant“ per se. 1985 zählte das

Juli 2014


Opinel-Klappmesser | TEST & TECHNIK

Opinel fertigt diverse Messersets, hier das sechsteilige Animalia: Die Griffe sind mit

unterschiedlichen, eingebrannten Tiermotiven verziert. Das Ganze kommt in einer

lackierten Holzbox, die Messer in einem geschlitzten Balken aufgereiht.

Das brandneue No. 09 DIY (l.) hat einen

Kunststoff-Griff, darin links und rechts je

ein Schraubendreher-Bit. Im Knauf gibt

es dafür eine Aufnahme mit Magnet.

Die Klinge verfügt wie bei Elektrikermessern

über Kerben zum Drahtabisolieren

und Kappen. Das No. 8 Outdoor

zeigt sich mit einem Signalpfeifen-

Griff, die Klinge hat einen partiellen

Wellenschliff und einen Schäkellöser.

Opinel zu der Ausstellung, mit der das

Londoner Victoria and Albert Museum

„Die 100 schönsten Dinge der Welt“ feierte.

Das New Yorker Museum of Modern

Art zeigt das Opinel als „Design Masterpiece“

und bietet die Version No. 8 im

Hausladen für 16 Dollar an: Weltweit

steht der klangvolle Familienname für

französisches Savoir Vivre. Und zuhause?

Da findet sich seit Ende der 1980er

Jahre unter „Opinel“ sogar ein Eintrag

im Larousse-Wörterbuch. Nach wie vor

in Familienbesitz, liefert die Firma unter

Leitung von Denis Opinel heute zirka 15

Millionen Messer – pro Jahr.

Alles Technik: Die zugrunde liegende

Idee genießt im als La Revériaz bekannten

Opinel-Werk in Chambéry immer

noch höchste Priorität. Es geht um für

jeden bezahlbare Messer. Im Herbertz-

Messerclub kosten die Standardversionen

zwischen 5,95 und 14,05 Euro. Das

dazu nötige schlichte, aber clevere Design

wird auch heute geschätzt: „Die

sind so basic“, urteilt VISIER-Kollege

Thomas Quirin treffend. Ihr Erfinder

baute die Messer vom Prinzip her so auf,

Juli 2014

Opinel färbt die Griffe auch bunt – hier

bei einer Reihe von Messern No. 4, deren

Klingenlänge zirka 51 mm beträgt.

wie man schon in der Antike Klappmesser

anfertigte: Ein Stück Horn oder Holz

als Griff, dazu ein Stück scharf geschliffenes

Metall als Klinge, alles verbunden

via metallenem Achsnietstift. Solche

Messer konnte jeder Dorfschmied mit

allgemein üblichen Werkzeugen wie

Hammer, Amboss, Zange und Dorn herstellen.

Aber Opinel entwickelte einen

sehr gut in der Hand liegenden Griff.

Spindelförmig im vorderen Teil, nimmt

er zum Knauf hin eine Art Kanuform an:

Fragt sich, ob der Schmied den Begriff

„Ergonomie“ kannte, aber er schuf einen

Griff nach eben diesem Prinzip. Anfangs

von Hand hergestellt, ersann Joseph

Opinel diverse Maschinen, welche

die sechs Arbeitsgänge rund um den

Griff besorgten. 1960 erfand Marcel

Opinel jene verbesserte und im Prinzip

bis heute benutzte Maschine, welche

alle Schritte erledigte. Der Griff muss

danach nur noch lackiert werden. Die

genannte Blechmanschette diente als

Gegenlager des Achsnietstifts und verhinderte,

dass das Holz reißen und die

Klinge daraus ausbrechen konnte. Nach

45 Jahren kam 1955 die Hauptverbesserung

durch Marcel Opinels patentierten

Virobloc-Feststellring. Der ist gerade in

seinem simplen Design ein technisches

Meisterstück: Unter der mittig umlaufenden

Wulst ruhen die beiden überstehenden

Nietstift-Enden. Damit hält die

Wulst den Ring auf dem Griff und bietet

den Fingern genug Halt, um den Ring

bequem drehen zu können. Seit 2000

lässt sich per Virobloc auch die zugeklappte

Klinge sichern.

VISIER.de | 61


TEST & TECHNIK | Opinel-Klappmesser

Der Fotograf Thierry Vallier schuf bei Opinel diese Fotos,

welche diverse Fertigungsstufen des Klappmessers zeigen: Das

Härten der Klingen, die maschinell geschlitzten und geformten

Griffe, eine Box mit noch nicht montierten Virobloc-Ringen

sowie schließlich das Schärfen der Klinge.

Nummernrevue: Nun, bislang war die

Rede von „dem“ Opinel. Was so nicht

stimmt. Schon Joseph Opinel fertigte

neben den Klappmessern noch Tisch-,

Metzger-, Garten- und Rasiermesser sowie

Scheren und Gabeln, alle ab 1909 mit

dem Logo der „gekrönten Hand“. Der von

Opinel ersonnene Klappmessertyp untergliedert

sich in insgesamt 13 nummerierte

Versionen – davon gibt es aktuell

elf. Die kleinste, No. 1, wurde 1932 eingestellt.

Gedacht als Uhranhänger und

Pfeifenreiniger, setzte sich der Mini mit

der 20-mm-Klinge nicht durch. Drei Jahre

später strich man No. 11 aus dem Sortiment.

Hingegen haben sich die Versionen

No. 7 (Klinge: 77 mm) und No. 8

(Klinge: 85 mm) zu den Erfolgsmodellen

entwickelt. Fehlt noch das Größte: Das

Couteau Fermant Géant No. 13 für 84

62 | VISIER.de

Euro hat eine Klingenlänge von 22 cm

und misst geöffnet einen halben Meter.

Längst fährt der Hersteller mehrspännig:

Zum einen sind da die traditionellen

Klappis mit ihren Buchengriffen, bei

denen die Klingen standardmäßig aus

nicht-rostträgem XC90 „acier carbone“

bestehen; seit den 1990ern aber setzt

Opinel verstärkt auch den rostträgen

Sandvik 12C27M ein. Unabhängig vom

Material lassen sich die Klingen bei den

Modellen ab No. 6 per Virobloc feststellen.

Zum anderen existieren Versionen

mit bunten Holzgriffen oder mit eingebrannten

Sport-, Tier- und Natur-Motiven.

Opinel fertigt Custom-artige Versionen

mit Griffen aus diversen

Edelhölzern oder Horn sowie Klingen

aus Damasteel; auch präsentierte man

Scharfes für Pilzsammler, Gärtner und

Sommeliers. Für Kinder gibt es Spielarten

mit abgerundeter Klingenspitze.

2012 ging das Werk einen revolutionär

anmutenden Schritt, als es das erste

Klappmesser mit einem Griff aus einer

kombinierten Glasfaser-Polyamid-Kombination

vorstellte: No. 8 Outdoor hat

im Griff eine Signalpfeife, die Klinge ist

partiell gezahnt und hat einen Schäkelöffner.

2014 folgte No. 9 DIY: Der Griff

weist einen eingeklinkten Schraubendreherbit

auf, welcher sich zum Arbeiten

im Knauf einstecken lässt. Eine Unterreihe

sind die Effilé-Messer (bei Herbertz:

Slim Line) – sie sehen aus wie

„gestretchte“ Opinels, bieten Klingenlängen

bis 18 cm und Griffe aus Buche,

Bubinga, Olive und Horn. Last but not

Juli 2014


Opinel-Klappmesser | TEST & TECHNIK

Pflege und mehr

Erfahrungsgemäß lassen sich die Opinels mit dem nicht-rostträgen Stahl sehr gut schärfen, die Stainless-Versionen erfordern

meist etwas mehr Mühe. Den Griff sollte man ab und zu ölen, um das Holz zu schützen. Vielleicht muss man ein, zwei

Kanten brechen, aber das bildet bei Holz kein Problem. Solche kleine Korrekturen gehen vielen nicht weit genug. Das zeigt

das Veredeln von Opinels, dem sich Fans aus aller Welt verschrieben haben: Einölen,

Polieren, Färben, Anbringen von Fingermulden – Einsteigerübungen für die Cracks.

Der nächste Schritt besteht im Anfertigen eines Alternativ-Griffs etwa aus Hirschhorn

oder einem attraktiv gemaserten Edelholz. Wer es ernst meint, schnitzt: Man

suche im Internet mit Begriffen wie „Custom Opinel“ oder „Pimp my Opinel“ und

staune über Versionen, deren Griffe sich als Mini-Kunstwerke zeigen (etwa hier:

http://opinel-passions-bois.blogspot.de, http://opinel-knife-customs.blogspot.

de oder www.opinel-custom.blogspot.com). Verschlungene Intarsien, surreale

Fratzen, detailgetreue Tierstücke oder Schwarzhumoriges wie den Totenschädel mit

Stahlhelm: alles da. Natürlich montieren die Fans auch Ersatzklingen, von anderen

Messertypen ebenso wie Damaststahl in der Yatagan-Linienführung des savoyardischen

Originals. Wer es ganz edel will, sei an Kunstschmied Raymond Rosa (www.

rosa-damas.com) verwiesen. Er fertigt Klappmesser im Opinel-Look – aber mit

Damaststahl-Klingen und Griffen aus Mammut-Elfenbein.

Dieses veredelte No. 10 besitzt einen

hochglanzpolierten Griff, der aus

Horn und Resin besteht.

Ganz in Weiß: Raymond Rosas Opinel-Interpretation (l.) mit Wellendamast

und Elfenbein. Daneben fünf Originale: Ein No. 8 (u.)

und ein Effilé (o.) mit Bubinga-Holz; das No. 2 Mini (u. M.) und das

große Serpette No. 10 (= Gartenmesser) haben Buchenholzgriffe.

Und beim No. 8 (r.) verwendete das Werk Olive, hier hält dessen

Etui auch gleich eine Schärfhilfe parat.

least fertigt Opinel ein Sortiment an feinen

Küchenmessern und -helfern.

Und was kann das? Mein Opa meinte,

dass er sein No. 10 zum Schneiden bei

der Brotzeit, zum Kappen kleinerer Äste

und für ähnliche Gartenarbeiten benutze:

„Für wuchtiges Hebeln und Hacken

kommt mir die Verbindung von Klinge und

Griff auf Dauer nicht robust genug vor.

Doch das ist bei solch leichten Klappmessern

halt so. Es lässt sich aber sehr gut

schärfen, so dass man damit prima schneiden

kann.“ In der Küche gibt es ebenfalls

Fans, wie das Beispiel des berühmten

Kochs Paul Bocuse zeigt. Daher arbeiten

Opinel und das Institut Paul Bocuse auch

zusammen. Was nicht heißt, dass diese

Messer für Gröberes nicht taugen. Als

Beleg sei darauf verwiesen, dass der

Juli 2014

legendäre spanische

Künstler

Pablo Picasso

laut Auskunft von

Opinel einige

Skulpturen mittels eines No. 5 geschnitzt

haben soll. Manche Outdoor-

Aktivisten schätzen diese Klappis für

feine Schneidarbeiten, lehnen aber die

klassischen Holzgriff-Versionen für die

rote Arbeit beim Angeln und bei der Jagd

ab: Sie seien nur schwer richtig zu reinigen.

Das aber gilt für jedes Klappmesser

mit geschlossenem Griffrücken. Und

überhaupt: Ein Jäger aus dem VISIER-

Umfeld musste einmal wegen des vergessenen

Jagdmessers die gestreckte wilde

Sau mit dem im Rucksack verwahrten

Opinel No. 10 „aufbrechen“. Das Messer

hielt und ließ sich mit etwas Aufwand

auch säubern. Das große Plus der Opinels

ist ihr geringes Gewicht: Ein No. 9

mit 90-mm-Klinge wiegt 57 Gramm – der

US-Klassiker Buck 110 hingegen kommt

auf 207 Gramm. So sind die Opinels draußen

zur Hand, wenn Schwereres fehlt.

Die Erfahrung haben auch die VISIER-

Tester schon gemacht und festgestellt,

dass man diese Messer prima beim „Leben

in der Lage“ nutzen kann. Keine

neue Erkenntnis, sondern eine, die bereits

sechs Generationen von Bauern,

Wanderern und Jägern in aller Welt gemacht

haben. Und immer noch machen.

Text: Matthias S. Recktenwald

Fotos: Thierry Vallier, Michael Schippers,

M.S. Recktenwald, historische

Firmenfotos von Opinel

Alle Messer sind Leihgaben vom Importeur

C. Jul Herbertz. Hersteller Opinel

half mit Bildmaterial weiter – ihnen beiden

vielen Dank! Info: www.herbertzmesserclub.de.

Fachhändler können

sich unter www.cjherbertz.de anmelden

und einloggen. Hersteller-Website:

www.opinel.com. Für Urlaubsreisen

nach Savoyen noch ein Tipp: das Musée

de l‘Opinel in Saint-Jean-de-Maurienne

(www.opinel-musee.com).

VISIER.de | 63


SAMMELN & SELBERMACHEN | Mauser-Pirschbüchsen

64 | VISIER.de

Juli 2014


Mauser-Pirschbüchsen | SAMMELN & SELBERMACHEN

98er Jagdbüchsen aus Amberg und Danzig:

Ausweichdisziplin

Nach dem Ende des

Ersten Weltkrieges

versuchten die staatlichen

Gewehrfabriken

in Amberg, Erfurt und

Danzig, ihre Existenz

auch mit der Produktion

von Jagdwaffen zu

sichern. VISIER ging auf

die Fährte zweier Pirschbüchsen

aus jener Zeit.

Am 17. November 1918 unterzeichnete

die deutsche Delegation unter

Leitung von Matthias Erzberger

in einem Waldstück bei Compiègne

das Waffenstillstandsabkommen, mit

dem die Kampfhandlungen des Ersten

Weltkrieges endeten. Für die staatlichen

Gewehrfabriken Amberg, Danzig

und Erfurt ging mit dem Waffenstillstand

der Stopp der staatlichen Arbeitsaufträge

einher. Während sich die für

die Kriegsproduktion eingespannten,

privat verwalteten Firmen auf ihr ziviles

Fertigungsprogramm aus der Vorkriegszeit

zurückbesinnen konnten, fehlte in

den staatlich geführten Fabriken diese

Alternative für einen Neuanfang völlig.

Die staatlichen Manufakturen hatten

bis zu diesem Zeitpunkt große Mengen

an Gewehren und Karabinern des Typs

98 hergestellt. Neben der Neufertigung

dieser Waffen befassten sich die Fabriken

auch mit dem Aufarbeiten von aus

dem Felde zurückgelieferten Gewehren.

In der Amberger Fabrik waren im Januar

1917 rund 4000 Arbeiter angestellt – im

Dezember 1918 hingegen nur noch rund

300 Personen. Aber auch für diese wenigen

Mitarbeiter musste eine neue Aufgabe

gefunden werden. Zunächst setzte

man dabei weiterhin auf Kriegsgerät –

in Amberg auf MG-Verschlüsse und

Gewehre, freilich in stark reduzierter

Menge. So meldete die Fabrik im März

1919 als Tagesleistung 50 neue und

30 instandgesetzte Gewehre. Im Juli

1919 waren noch rund 50 000 aus dem

Schlachtfeld zur Instandsetzung zurückgelieferte

Gewehre in der Fabrik

eingelagert, wöchentlich überholte

man rund 600 dieser Waffen. Aber das

war kein Vergleich zum früheren Ausstoß.

Zudem verschlechterte sich die

Stimmung in der Belegschaft durch den

verlorenen Krieg: Man befürchtete Ausschreitungen

und Revolten. Also kamen

Tätigkeiten, die sich eher als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

darstellten: Es

entstanden Messer, auch erledigte Amberg

einen kleinen Auftrag für die Nürnberger

Firma Bing. Und dann nutzte man

das reichlich vorhandene Buchenholz

aus der Schaftfertigung zum Bau von

Kleinmöbeln. Nun lag es auch für die

staatliche Gewehrfabrik nahe, sich mit

der zivilen Waffenfertigung zu befassen.

Es waren von der kleinsten Schraube

über das System, den Lauf und Schaft ja

alle Teile aus eigener Fertigung verfügbar.

Das Personal kannte alle Arbeiten;

Maschinen, Vorrichtungen und Lehren

waren vorhanden. So nahm man zügig

die Produktion einer Pirschbüchse für

den Jägersmann auf. Als Basis diente

hier, wie nicht anders zu erwarten, das in

ausreichender Menge vorhandene System

98 aus eigener Fertigung. Ähnlich

sah es in der Danziger Fabrik aus: Auch

dort versuchte man, eine Weiterbeschäftigung

der Mitarbeiter durch Kleinaufträge

und die Fertigung von Jagd- und

Sportbüchsen zu gewährleisten.

Die Pirschbüchse (zeitgenössisch auch

Pürschbüchse) mit dem System 98 von

Paul Mauser war bereits vor dem Ersten

Weltkrieg die Repetierbüchse, an der

sich andere Konstruktionen messen las-

Während die Amberger sich für das System des Gewehrs 98 mit stärkerem Hülsenkopf

(o.) entschieden, nutze man in Danzig das schlankere Karabinersystem mit der

fehlenden Stufe vom Hülsenkopf zur Systemwand.

Juli 2014

VISIER.de | 65


SAMMELN & SELBERMACHEN | Mauser-Pirschbüchsen

Pirschbüchsen, System Mauser 98

Hersteller: Gewehrfabrik Amberg (oben) Gewehrfabrik Danzig

Kaliber: 8 x 57 IS 8 x 57 IS

Magazinkapazität: 5 Patronen 5 Patronen

Abzug: Rückstecher Deutscher Stecher

Lauflänge: 600 mm 600 mm

Visierung Standkimme / Perlkorn Klappkimme / Perlkorn

Gesamtlänge: 1130 mm 1120 mm

Gewicht: 3300 g 3000 g

66 | VISIER.de

Oben der aufwendig

gebogene

Kammerstengel

am Verschluss der

Amberger Büchse

und unten die

runde, mit einer

Rändelung versehene

Kugel der

Danziger Version.

sen mussten (siehe hierzu auch VISIER-

Special Nr. 56 „Repetiererfamilie – System

98“). Schon zu dieser Zeit war die

Stabilität und Zuverlässigkeit dieser

Konstruktion legendär, die Waffenfabrik

Mauser verkaufte weltweit Jagdwaffen

aller Art und Kaliber mit diesem, in

unterschiedlichen Konfigurationen hergestellten

System. Zum Bau ziviler

Jagdbüchsen standen bis 1918 nur Systeme

aus ziviler Mauserfertigung zur

Verfügung. Erst mit dem Ende des Ersten

Weltkrieges konnten Büchsenmacher

auf Systeme aus militärischer Produktion

zurückgreifen. So verwandelte sich

manches vom Schlachtfeld verbotenerweise

mit nach Hause gebrachte Gewehr

98 in eine Jagdwaffe.

Systeme: In der vorliegenden Waffe

der Amberger Fabrik fand das militärisch

eingeführte System des Gewehrs

98 Verwendung. Die Amberger Gewehrfabrik

fertigte dieses seit 1902 und

nutzte die Systemhülse nun auch unverändert

für die Pirschbüchse. Zwar übernahm

man auch den Verschluss aus der

militärischen Fertigung, passte aber

den Kammerstengel den jagdlichen Erfordernissen

an. Die Handhabe erhielt

eine breite, flache und geschwungene,

auf der Außen- und Innenseite mit

Der Zeit voraus: Das Amberger Modell

mit Rückstecher (oben), klassisch dagegen

der Abzug des Danziger Gewehrs:

Es besitzt einen Deutschen Stecher.

Fischaut versehene und um 90 Grad abgewinkelte

Kontur. Bei geschlossenem

Verschluss liegt der Kammerstengel nahezu

am Schaft an. Dagegen blieb die

militärische Art der Sicherung unverändert.

Sie findet sich oberhalb des

Schlösschens mit ihren bekannten drei

Stellungen. Radikaler ging es beim Abzug

zu: Hier setzten die Amberger einen

für deutsche Jagdrepetierbüchsen der

damaligen Zeit sehr ungewöhnlichen

Rückstecher in das zum Magazinkasten

gehörende Abzugsblech. Allgemein üblich

schoss der Waidmann hierzulande

lieber mit dem – heute zumeist aus Unkenntnis

verteufelten – Deutschen Ste-

Juli 2014


Mauser-Pirschbüchsen | SAMMELN & SELBERMACHEN

cher. Warum die Gewehrfabrik Amberg

von dieser Tradition abging und den als

Innovation zu sehenden Rückstecher

einsetzte, verbirgt sich leider im Dunkel

der Geschichte. Ebenso lässt es sich

nicht mehr nachvollziehen, ob das als

komplettes Einsatzstück gefertigte Abzugssystem

auch in der Gewehrfabrik

selbst gefertigt wurde. Möglich erscheint

auch, dass diese Abzüge wie bei

der zivilen Jagdbüchsenproduktion von

auf die Fertigung solcher Waffenteile

spezialisierten Firmen bezogen wurden.

Wie beim Umbau auf einen Stecherabzug

üblich, findet sich hier ein in den Abzugsstollen

eingesetztes Schlagstück.

Alle Einzelteile des Abzugs präsentieren

sich absolut sauber verarbeitet und mit

auf einem Speckstein aufwendig polierten

scharfen Kanten. Wie bei der Militärvariante

verbinden zwei Schrauben den

Magazinkasten mit dem System. Diese

wiederum werden von je zwei kleinen Sicherungsschrauben

fixiert. Der Kastenboden

lässt sich natürlich auch hier nur

mit Hilfsmitteln öffnen. In Westpreußen

ging man einen anderen Weg.

Die Danziger Gewehrfabrik verwendete

für ihre Pirschbüchse ein System aus der

dort um 1917 angelaufenen Karabinerfertigung.

Der 98er Karabiner weist im

Gegensatz zum Gewehr 98 einen im

Durchmesser kleineren Hülsenkopf auf

und verzichtet auf die seitliche Abstufung

zwischen Hülsenbrücke und Hülsenkopf.

Das verleiht diesem System ein

zierlicheres und schlankeres Aussehen.

Der Kammerstengel ist seitlich abgekröpft

und besitzt eine runde Kugel mit

einer umlaufenden Rändelung, die die

Griffigkeit erhöht. Beim Abzug setzten

die Danziger auf den bereits erwähnten

traditionellen Deutschen Stecher mit

seinen beiden charakteristischen Züngeln.

Auch dieser findet sich als in den

militärischen Magazinkasten eingepasstes

Modul. Im Gegensatz zum Amberger

Modell sah man in Danzig aber

keine Schrauben zur Sicherung der Systemschrauben

vor. Dem militärischen

Magazinkasten geschuldet, kann man

Juli 2014

aber auch hier dessen Boden nur mit einem

geeigneten Werkzeug öffnen.

Rohre: Verschiedene Wege gingen die

Fabriken auch in Sachen Laufkontur. Als

Ausgangsbasis verwendeten beide Manufakturen

hier allerdings vierzügige

Militärläufe im Kaliber 8 x 57 IS mit dem

üblichen Zugmaß von 8,20 mm, einer

Zugtiefe von 0,15 mm und einer Dralllänge

von 240 mm. Beide Werke drehten

den Lauf nach vorn konisch zulaufend

ab. Die Amberger ließen dabei aber

zwei, jeweils etwa eine Hand breite zylindrische

Stufen unmittelbar vor der

Systemhülse stehen. Dann erst beginnt

der konische Teil, der von 20 mm Stärke

bis auf 16 mm Durchmesser an der Mündung

abnimmt.

Am Rohr angelötet sitzen ein Riemenhalter

sowie die Aufnahmen für den

Laufhaltekeil und die beiden Teile der

offenen Visierung. Die Büchse verfügt

über eine starre Kimme mit halbrundem

Ausschnitt. Diese ruht in einem recht

großen, über den Lauf gezogenen

Visiersattel. Dank einer Schwalbenschwanzfräsung

lässt sie sich darin seitlich

driften. Auch der Kornträger wurde

auf die Mündung gezogen und verlötet.

Für Jagdbüchsen typisch, besitzt er

seitliche Einkehlungen und eine sauber

schraffierte Rampe. Auf dieser thront

ein von vorn eingeschobenes stählernes

Perlkorn. Kimme und Korn sind einwandfrei

auf einander abgestimmt und

liefern ein kontrastreiches Visierbild.

In Danzig entschied man sich für eine

konisch zulaufende Laufform mit einer

Abstufung knapp vor der Mitte des Rohres.

Die Laufwurzel weist einen Durchmesser

von 23 mm und die Mündung einen

von 17 mm auf. Unmittelbar in den

Lauf eingeschwalbt findet sich eine

Klappkimme; der schlanke Kornträger

mit seitlich eingeschwalbtem Perlkorn

ist angelötet, ebenso der für eine Jagdwaffe

obligatorische vordere Riemenbügel.

Die Rampe des Kornträgers wurde

hier ebenfalls schraffiert, um störende

Klein, aber fein –

die staatliche Gewehrfabrik

Amberg

1801 entstand im oberpfälzischen

Amberg die „Königlich Bayerische

Gewehrfabrik“ und damit zugleich

die einzige staatliche bayerische

Waffenfabrik. 1902 begann die

kleinste Fertigungsstelle des Deutschen

Reichs mit der Fertigung des

Gewehrmodells 98. Das erste komplett

in der Fabrik gefertigte Gewehr

wurde am 30. August 1902 mit „gutem

Resultat angeschossen“, so der

zeitgenössische Vermerk. Zunächst

wurden neben der Neufertigung von

Gewehren 98 auch Gewehre 88 in das

Modell 88/05 umgeändert, Ende

1909 begann die Fertigung von Karabinern

98. Mit Beginn des Ersten

Weltkrieges wurde die Gewehrproduktion

erhöht, 1916 wurde in

verschiedenen Abteilungen ein

Dreischichtbetrieb eingeführt. Ab

diesem Zeitpunkt stellte man auch

vermehrt weibliche Arbeitskräfte

ein. Ende 1917 erreichte die Fabrik

mit rund 4100 Mitarbeitern den

Höchststand. Versuche, die Fabrik

nach Kriegsende weiter zu erhalten,

schlugen fehl. Nach der Überführung

in eine Treuhandgesellschaft schloss

man 1920 den Staatsbetrieb. In den

vorhandenen Gebäuden entstanden

– zunächst angegliedert an die

„Deutschen Werke“ der staatlichen

Schiffswerft in Kiel – zivile Werkzeuge

und Druckluftgeräte. 1931 übernahm

der Maschinenbauer Otto

Schulz die Produktionsstätte und

gründete die immer noch existente

Firma DEPRAG (Deutsche Präzisionshandwerkzeuge

AG).

VISIER.de | 67


SAMMELN & SELBERMACHEN | Mauser-Pirschbüchsen

Reflexionen zu vermeiden. Die Lauflänge

beträgt sowohl bei der Danziger als auch

der Amberger Pirschbüchse 60 Zentimeter.

Schäfte: Zwar weisen beide Schäfte die

bei jagdlichen Pirschbüchsen oft verwendeten

seitlichen Verstärkungen im Systembereich

auf, dennoch gingen beide Fabriken

auch bei der Kolbenform getrennte

Wege. Der in Amberg gefertigte Schaft mit

einer scharfkantig abgesetzten bayerischen

Backe fällt massiver aus als sein

Danziger Pendant. Den hinteren Riemenbügel

schraubten die Amberger in die Kolbenunterseite.

Um die Rückstoßkräfte im

Schaft aufzufangen, legten sie zudem ein

rechteckiges Stahlstück in den Schaft ein,

das die üblicherweise verwendete und von

außen sichtbare Querstollenverschraubung

ersetzt. Vorne sind zudem beidseitig

sauber eingelassene Beschläge für den

Laufhaltekeil angebracht.

68 | VISIER.de

Lokalkolorit:

Landestypisch

kommt die

Amberger Büchse

mit Bayerischer

Backe (o.) und

die Danziger mit

Deutscher Backe.

Beide Kolben verfügen

über einen

Pistolengriff mit

Fischhaut. Und an

der Unterseite der

Kolben sitzt jeweils

ein Riemenbügel.

Die direkt in

den Lauf eingeschwalbte

Klappkimme der

Danziger Büchse

(l.) deckt zwei

Distanzen ab, die

starre Kimme der

Amberger nur eine.

Sie sitzt in einem

aufgezogenen,

verlöteten Sockel.

Die Danziger verwendeten dagegen einen

wesentlich zierlicher gehaltenen Schaft,

versehen mit einer kleinen deutschen

Backe. Auf einen Querstollen verzichtete

man hier gänzlich, so dass hier lediglich

der sauber gepasste Schaft die im Schuss

auftretenden Kräfte vom System aufnimmt.

Auch hier findet sich ein von unten

eingeschraubter Riemenbügel am Kolben.

Bei beiden Büchsen schließt eine stählerne

Kappe den Schaft nach hinten ab. Bei

der Amberger Ausführung fein poliert, bei

der Danziger brüniert und quergerillt.

Optiken: Die vorliegende Büchse der

Amberger Fabrik verfügt über eine Einhak-Schieber-Montage,

heute eher bekannt

als Suhler Einhakmontage oder

kurz: SEM. Trotz eingehender Recherche

ließ sich nicht feststellen, ob diese Montage

in der Gewehrfabrik Amberg oder

nach dem Verkauf durch einen Büchsenmacher

angebracht wurde. In der Fabrik

Amberg wurden im Krieg keine Montagen

von Zielfernrohren zur militärischen

Verwendung durchgeführt. Bei ausgesuchten

Waffen erfolgte die Montage von

Zieloptiken unter anderem durch die Münchener

Gewehrfabrik Miller & Val. Greiss

sowie durch die Firma Stiegele. Ein Merkmal

dieser bayerischen Militärwaffen war

der in den Hülsenkopf des Systems eingeschwalbte

Montage-Vorderfuß, wie ihn

auch die vorliegende Pirschbüchse aus

Amberg aufweist. Heute betrachtet man

allerdings diese Art der Vorderfußbefestigung

mittels einer prismenförmigen Ausfräsung

im Hülsenkopf sehr kritisch. Sie

gilt in den meisten Fällen als nicht mehr

beschussfähig. Bereits in den 1920ern

stellte die Waffenfabrik Mauser nach

Untersuchungen jedoch fest, dass bei

einer nicht zu tiefen Ausfräsung keinerlei

Schwächungen des Systems zu befürchten

sei. Den hinteren Montagefuß

schraubte man auf die Hülsenbrücke

und die Verriegelung des Zielfernrohrfußes

erfolgte durch einen gefederten

Schieber. Diesen Schieber, zeitgenössisch

als „Federschnappverschluss“ bezeichnet,

schreibt man heute der Münchener

Firma Stiegele zu. Im Gegensatz dazu

steht die Verwendung eines Drehhebels

bei Montagen der Firma Miller & Val.

Greiss. Bayerische Scharfschützenwaffen

wurden, soweit verfügbar, bevorzugt mit

Zielfernrohren der in Berlin ansässigen

Firma Walter Gerard bestückt. Diese hatten

zumeist eine vierfache Vergrößerung

und als Absehen einen spitz zulaufenden

Zielstachel mit dünnem Querbalken. Auf

der hier vorliegenden Büchse sitzt jedoch

ein mittels geschraubter Ringe montiertes

Vierfach-Zielfernrohr der Berliner Firma

C. P. Goerz. Die Höhenverstellscheibe

des ZFs sitzt zwischen hochgezogenen

Schutzbacken und trägt die militärischtypische

Einteilung von 1 - 10 (100 - 1000

Meter). Die seitliche Justierung des Zielglases

erfolgt durch eine Supportschraube

im Hinterfuß. Auf der linken Seite des

Mittelrohrs findet sich die Herstellerbezeichnung

„C. P. Goerz Berlin“ sowie „Gewehr

Nr.6120“. Durch das individuelle

Juli 2014


Mauser-Pirschbüchsen | SAMMELN & SELBERMACHEN

handwerkliche Anpassen der einzelnen

Montageteile für Scharfschützengewehre

waren diese nicht austauschbar. Es war

also zwingend erforderlich, das jeweilige

Zielfernrohr passend zur entsprechenden

Waffe zu nummerieren. Offensichtlich

wurde hier also ein zunächst militärisch

verwendetes ZF der zivilen Nutzung in der

Nachkriegszeit zugeführt.

Marken: Rein optisch handelt es sich

bei beiden Gewehren um eine gängige

Form der Pirschbüchse. Waffen dieser

Art wurden nach 1918 von unzähligen

Büchsenmachern angefertigt. Erst die

Erst privat, dann königlich-preußisch:

die Gewehrfabrik Danzig

Bereits unmittelbar nach den Befreiungskriegen gegründet, stellte man die

Danziger Gewehrfabrik 1853 unter staatliche Verwaltung. Zunächst fertigte man

Stahlrohrlanzen. Der Leiter der nunmehr Königlichen Gewehrfabrik Danzig,

Major von Flotow, hatte dazu das von der Herstellung der Magazinrohre für die

Gewehre 71/84 bekannte Fertigungsverfahren auf die Produktion der Lanzen

übertragen. Vor Beginn des Ersten Weltkrieges stellte man neben 98er Gewehren

auch Mündungsschoner für die preußische Armee her. Mit der Mobilmachung

1914 wurde die Gewehrproduktion auf rund 330 Stück pro Tag hochgefahren,

bis 1917 erhöhte sich diese Zahl auf über 1000 Waffen täglich. Bis Mitte 1917

wurden schätzungsweise über eine Million Gewehre 98 in Danzig hergestellt,

die Zahl der Beschäftigten betrug zu dieser Zeit etwa 5800 Mitarbeiter. Erst

Ende 1917 sank die Produktionsrate wieder. 1918 begann man mit der Fertigung

des Karabiners 98. Im Jahre 1920 gingen die Danziger Maschinen als Reparationsleistung

an Polen und dienten dazu, in Radom eine polnische Gewehr- und

Karabinerfertigung aufzubauen.

Beim Kornsattel der Danziger Büchse (r.)

wurde das Perlkorn von vorn in den

Sattel geschoben, bei dem Amberger

Pendant dagegen von der Seite.

Juli 2014

VISIER.de | 69


SAMMELN & SELBERMACHEN | Mauser-Pirschbüchsen

Fabrikmarken: Oben das Amberger System mit dem

Stempel „GWF AMBERG“, darunter die Danziger Waffe

mit dem Schriftzug „Gewehrfabrik Danzig“.

Mittels SEM montiertes Scharfschützen-Zielfernrohr mit 4-facher

Vergrösserung der Berliner Firma J. P. Goerz. Teilweise sichtbar ist die

eingravierte Nummer des ehemals dazugehörigen Militär-Gewehrs.

Bestempelung der vorliegenden Büchsen

machen diese zu Raritäten. Das Amberger

Modell ist rechtsseitig am Schaft

mit „Gwf A“ in einem spitz stehenden

Dreieck gestempelt, dies steht für Gewehrfabrik

Amberg. Ebenso ist die linke

Seite des Hülsenkopfes mit „GWF

AMBERG“ gestempelt. Neben diesem

Stempel findet sich ein militärischer Abnahmestempel

in gotischer Form. Linksseitig

wurde die Seriennummer auf System

und Lauf gestempelt, jeweils

zusätzlich mit dem bayerischen Beschusszeichen

für Militärwaffen in Form

eines Löwen versehen. Nach militärischem

Prozedere erhielten sämtliche

Teile zumindest die letzten zwei Ziffern

der Seriennummer, größere Teile tragen

die gesamte Seriennummer. Auf dem

Hülsenkopf ist durch die Ausfräsung für

die Zielfernrohr-Montage lediglich die

Jahreszahl der Fertigung „1918“ ersichtlich.

Viele der verwendeten Teile zeigen

militärische (Teil-)Abnahmestempel. Die

Waffe ist hochwertig nach den Standards

der Militärwaffen gefertigt, die Metallteile

sind tiefschwarz brüniert, der Abzug

und die Köpfe der Kreuzschrauben

wurden poliert. Der heute so gern in

Waffentests verwendete Satz „Bearbeitungsspuren

sind nicht erkennbar“ war

selbst für Militärwaffen dieser Zeit

selbstverständlich. Der Schaft gibt sich

insgesamt sehr sauber verarbeitet und

die Einpassung des Systems wurde handwerklich

einwandfrei ausgeführt.

70 | VISIER.de

Bei der Danziger Ausführung findet sich

der Schriftzug „Gewehrfabrik Danzig“

an der linken Systemseite, seitlich am

Hülsenkopf wurde die Seriennummer

gestempelt. Dort findet sich auch das

für Danziger Produkte übliche militärische

Beschusszeichen, der stilisierte

Preußische Adler. Lauf und Verschluss

tragen ebenfalls die Seriennummer,

Kleinteile die letzten zwei Ziffern der

Seriennummer. Vergleicht man beide

Waffen, fällt auf, dass die bayerische

Büchse wesentlich hochwertiger ausgeführt

wurde und insgesamt einen

edleren Eindruck macht.

Zahlen: Beide Jagdgewehre dokumentieren

sehr anschaulich das Bestreben, ehemaliges

Militärgerät für den zivilen Gebrauch

umzuwandeln. Der Verkauf der

Amberger Waffen verlief zunächst sehr

schleppend, denn Amberg legte die Entstehungskosten

der Militärwaffen von

1917 zugrunde. In Danzig verwendete man

als Berechnungsgrundlage dagegen für

den Verkaufspreis den Schrottwert der

Einzelteile. Erst im Juli 1918 erlaubte

die Feldzeugmeisterei der Amberger Fabrik

die gleiche Berechnungsart. Das ermöglichte

es dann auch der bayerischen

Fabrik, nennenswerte Mengen an Pirschbüchsen

zu verkaufen. Belegbare und

dokumentierte Fertigungsstückzahlen der

zivilen Pirschbüchsenfertigung sind für

beide Fabriken heute nicht mehr bekannt.

Auffällig viele Waffen dieser Art befinden

sich heute in den USA – so mancher Seesack

der nach dem WK II heimkehrenden

GIs war mit „Trophäen“ in Form der viel

gerühmten deutschen Jagdwaffen gefüllt.

Die bekannten Seriennummern der Amberger

Büchsen liegen in einem Bereich

bis 970, eine Waffe mit darüberliegender

Nummer ließ sich bisher nicht nachweisen.

Überliefert ist eine Notiz der Interalliierten

Kontrollkommission von

1924, demnach wurden in Altona rund

2400 „Amberger Pirschbüchsen“ aufgefunden

und vernichtet. Inwieweit es sich

dabei nur um Pirschbüchsen aus Amberger

Fertigung handelt, ist nicht schlüssig

ersichtlich. Danziger Waffen kamen offenbar

in höherer Stückzahl, die Nummerierung

geht hier bis in den Bereich 7200.

Die erhaltenen Waffen aus Amberg sind in

ihrer Ausführung gleich. Daraus lässt sich

ableiten, dass es hier nur eine Modellversion

gab. Danziger Modelle sind jedoch in

verschiedenen Varianten bekannt, insbesondere

unterscheiden sie sich in der Art

der Schäftung. Sehr selten sind heute

Pirschbüchsen aus der Danziger Zivilproduktion

mit der miltärischen Zielfernrohr-

Montage, nach ihrem Entstehungsort als

„Danziger Modell“ bezeichnet. Neben den

Erzeugnissen der Amberger und Danziger

Manufakturen sind auch Pirschbüchsen

der Gewehrfabrik Erfurt bekannt, diese

scheinen jedoch aufgrund der sehr wenigen

erhaltenen Waffen in noch kleinerem

Umfang gefertigt worden zu sein. Der

Juli 2014


Mauser-Pirschbüchsen | SAMMELN & SELBERMACHEN

Entstehungszeitraum solcher für den zivilen

Markt in den staatlichen Werken gefertigten

Waffen lässt sich relativ genau

eingrenzen: Beginnend mit dem November

1918, nach der Überleitung der Gewehrfabriken

in eine Art Auffanggesellschaft

im Oktober 1919, endete die

Produktion spätestens im Oktober 1920

mit der Auflösung der eingerichteten

Abwicklungsstellen.

Fazit: Aus Sammlersicht handelt es

sich bei den Pirschbüchsen der staatlichen

Gewehrfabriken heute um seltene

und historisch sehr interessante Waffen,

die auf dem Markt kaum mehr zu finden

sind. Allerdings ist das Wissen um

diese Büchsen aber auch relativ wenig

verbreitet, so dass der „eingeweihte“

Sammler hier hin und wieder durchaus

ein Schnäppchen machen kann. Preislich

beginnt der Rahmen für gut erhaltene

Stücke bei rund 500 Euro. Danziger

Modelle mit originalem Zielfernrohr und

Montage zählen jedoch zu den Topraritäten

– hier klettern die Preise

schnell auf 1500 Euro, wenn mal ein Exemplar

den Weg auf den Markt findet.

Text: Michael Hammer

und Andreas Wilhelmus

Fotos: Michael Schippers,

Archiv-Fotos

pedersoli_210x96_210x96 mm 20.05.14 08:32 Seite 1

C. P. Goerz – vom Rechenschieber zur

Optischen Anstalt

Carl Paul Goerz gründete 1886

in Berlin einen Handel für mathematische

Geräte, ab 1887

kamen „photographische“ Apparate dazu. Ab 1888 fertigte er eigene Kameras

und Objektive. 1890 wurde die Firma in „Optische Anstalt C. P. Goerz“ umbenannt.

Um 1889 erwarb Goerz die Rechte an einem von Ottomar Anschütz erfundenen

Schlitzverschluss, der Belichtungszeiten von 1/1000 Sekunde erlaubte.

Die „Goerz-Anschütz-Moment-Camera“ wurde ein großer wirtschaftlicher Erfolg

und machte das Unternehmen bekannt. So folgten um 1891 erste militärische

Aufträge zur Fertigung von Optiken. Goerz produzierte für das kaiserliche

Heeres- und Marineamt, aber auch für ausländische Armeen. 1903 gründete

man daher eine eigene Militärabteilung, die Entfernungsmesser, U-Boot-Periskope,

Linsen- und Scherenfernrohre sowie Zieloptiken für Geschütze herstellte.

Von 1899 bis 1911 stieg die Zahl der Mitarbeiter von 25 auf 2500. Goerz avancierte

damit zum weltweit größten Militär-Optik-Hersteller. Zur optischen Anstalt

gehörten: eigener Werkzeugbau, Schmiede, Gravierer und Sattlerei. Während

des Ersten Weltkrieges fertigte Goerz nahezu ausschließlich militärisches

Gerät, die Mitarbeiterzahl stieg auf über 12 000. Bereits vor 1913 produzierte

die optische Anstalt unter den Modellbezeichnungen Certar und Pernox zivile

Linsenzielfernrohre. Es gab Varianten mit 2,5-facher bis hin zum Spitzenmodell

mit 7,5-facher Vergrößerung. Im Krieg entstanden bei Goerz große Mengen an

Scharfschützen-Zielfernrohren mit zumeist 4-facher Vergrößerung. In den

1920er Jahren nahm man erfolgreich die

Fertigung ziviler Zielfernrohre wieder auf

und erweiterte das Portfolio um ZFs mit bis

zu 10-facher Vergrößerung. 1926 fusionierte

die Optische Anstalt C. P. Goerz mit

anderen deutschen Kameraherstellern zur

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VISIER.de | 71


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

Bestandsaufnahme in Sachen HK MP 5:

MP Fünf(zig)

72 | VISIER.de

Juli 2014


50 Jahre Heckler & Koch MP 5 | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

1964 entwickelte Heckler & Koch die Maschinenpistole MP 5. Damals ahnte noch

niemand, dass die handliche, präzise und zuverlässige Waffe jahrzehntelang

weltweit das Bild im

Kampf gegen Terrorismus

und Gewaltkriminalität

prägen würde. Und noch

heute leistet sie Dienst.

Die MP 5 Midlife Improvement

(vorne) an der Seite der MP7 A1.

Beide Waffen zeigen sich hier im

olivbraunen Farbton RAL8000.

Sie lassen sich durch Optiken

und Zubehör kampfwertsteigern.

Anfang Februar 2014 sorgte der

Schweriner Landtagsabgeordnete

Johannes Saalfeld (Bündnis

90/Die Grünen) für Aufsehen. Die über

1000 Maschinenpistolen im Bestand der

Polizei seines Heimatlandes Mecklenburg-Vorpommern

seien „gefährlich und

entbehrlich“. Seine Fraktion fordere daher

deren Abschaffung als Standardausstattung

für die Streifenwagen des Landes.

Schließlich sei es nicht ersichtlich,

warum ein Polizeivollzugsbeamter neben

seiner Standard-Pistole (die er sich

nach Saalfelds Vorstellungen mit anderen

Kollegen teilen sollte) noch eine

Maschinenpistole bräuchte. Läutet dieser

eigenwillige Vorstoß das Ende der

MP 5 ein, und das ausgerechnet in ihrem

50. Dienstjahr?

Frühe Forderungen: Die eigentliche

Geschichte der MP 5 beginnt sogar noch

früher, nämlich zu Beginn des „Kalten

Heckler & Koch

MP 5 A2Z mit festem

Kolben. In der Waffe

stecken zwei per Metallclip

verbundene Magazine – ist das

erste davon leer, entnimmt man den

Verbund und setzt ihn um 180° gedreht

wieder ein. Unter der Waffe eine

originale Segeltuch-Transporttasche.

Juli 2014

VISIER.de | 73


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

Operation „Feuerzauber“, 17./18. Oktober 1977, Mogadischu. Die GSG 9 befreit alle

89 Geiseln aus der entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“. Mit dabei: Die MP 5.

Gemälde von Heinrich Achten.

Krieges“. Bereits seit Anfang 1954 lagen

die strengen Technischen Lieferbedingungen

des Bundesgrenzschutzes

(BGS/TL 0105) und seit Juni 1955 die

militärischen Forderungen für eine neue

Maschinenpistole vor. Diese legten sehr

detailliert Kriterien für Fertigung, Verarbeitung

und Abnahmemodalitäten

fest. Hierzu gehörten neben dem Standardkaliber

9 mm x 19 (Neun-Para) sichere

Handhabung und zuverlässige

Funktion auch bei schlechten Witterungsbedingungen,

ein feststehendes

Rohr, wahlweise Einzel- oder Dauerfeuer,

eine Gesamtlänge von maximal 500

Millimeter mit eingeklappter Schulterstütze,

ein Gesamtgewicht geladen

nicht über 3750 Gramm und hohe Treffgenauigkeit.

Diese gaben die Behörden

für bestimmte Distanzen konkret vor.

Zur Anfang der 1970er topmodernen

Ausstattung dieses

GSG9-Mannes gehörten

neben dem Mauser M 66,

der Signalpistole P2, dem

S & W M 19 und der HK P 9S

auch die MP 5 A3 mit einschiebbarer

Schulterstütze.

74 | VISIER.de

Juli 2014


50 Jahre Heckler & Koch MP 5 | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

Kein Wunder also, dass die Oberndorfer Waffenschmiede bei der

Entwicklung einer passenden Waffe ihre Erfahrungen mit dem anderen

weltberühmten Produkt nutzte, dem Sturmgewehr G 3. Wie

das G 3 auch, verfügt die MP 5 über einen festen Lauf und einen

durch Rollen verzögerten Masseverschluss. Der stammte ebenfalls

aus dem schwäbischen Städtchen, nämlich vom dort gegen

Kriegsende entwickelten Mauser-Sturmgewehr 45 (Gerät 06 H).

Bereits 1963 entstanden erste Studien, diese Konstruktionsmerkmale

für eine Maschinenpistole nutzbar zu machen. So verkleinerte

man beispielsweise den Verschluss maßstäblich für die

Neun-Para-Patrone. Noch 1964 brachten die Konstrukteure Tilo

Möller, Manfred Guhring, Georg Seidl und Helmut Baureuter die

Entwicklung zu Ende. Die neue Waffe trug zunächst, angelehnt an

das Entwicklungsjahr, die Bezeichnung MP 64. HK-interne Papiere

sprechen darüber hinaus von einer „HK 9“. Ab 1965 erfolgte die

Kategorisierung nach der damaligen firmeninternen Nomenklatur

(siehe Tabelle Seite 76). Hierdurch erhielt sie die Bezeichnung

HK 54 für eine Maschinenpistole im Kaliber Neun-Para.

In deutschen Diensten: Als die Beschaffung der MP 5 anlief,

sah man die Waffe seinerzeit vor allem als Standardausrüstung

des Bundesgrenzschutzes sowie der Bereitschaftspolizeien

der Länder. Und die zeigten sich rund fünf Jahre,

nachdem sich das DDR-Regime hinter Mauer und Stacheldraht

eingeigelt hatte, noch deutlich paramilitärischer gegliedert,

ausgerüstet und ausgebildet. Ende Juni 1966 einigten sich

Vertreter des

Bundesministeriums

des Innern

und der schwäbischen

Waffenschmiede

auf einen

detaillierten

Punktekatalog,

Das RAF-Logo

zeigt ironischerweise

eine

MP 5 A3

zwischen dem

roten Stern

und dem Kürzel.

Die MP 5-Vorgänger:

Maschinenpistolen im Polizeidienst

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs statteten die alliierten

Siegermächte die deutschen Polizeien unterschiedlich

aus. Die Volkspolizei in der SBZ erhielt zunächst von ihren

Waffen- und Klassenbrüdern Beutewaffen wie MP 40

oder StGW 44. Schnell folgte aber sowjetisches Material

wie die zuverlässige PPSh 1941 im Kaliber 7,62 x 25 mm Tokarew

und später die Kalaschnikow (K)-Serie. Im Laufe

der Zeit beschaffte die DDR zudem die polnische PM 63 im

Kaliber 9 mm Makarow. Die diente besonders für die verdeckte

Trageweise bei Leibwächtern und Kurieren. Die

westlichen Siegermächte gingen zurückhaltend mit der

Bewaffnung der deutschen Polizei um. Erst mit der politischen

Entwicklung in der Sowjetzone erhielten die

westdeutschen Polizeien alliierte MPs, wie Sten Mk II,

aber auch Wehrmachtsmaterial. Die erste im Westen

selbstständig beschaffte Maschinenpistole der deutschen

Polizei war die Beretta 38/49 im Kaliber 9 mm x 19.

Über 6000 Stück gingen an BGS, Zoll und einige Länderpolizeien.

Andere MPs, wie z. B. das Modell DUX 53, wurden

in kleinen Stückzahlen beschafft, jedoch auf Grund

von Unzulänglichkeiten nicht lange in der Polizei behalten.

Mit Wiedererlangung der Wehrhoheit gingen wieder

traditionelle deutsche Waffenhersteller mit eigenen Produkten

auf den Markt. Die nach Ulm übergesiedelte Firma

Carl Walther stellte 1963 den deutschen Polizeien eine

neue Neun-Para-Maschinenpistole vor. Diese wurde als

kurze und lange Variante gefertigt. Auf Grund diverser

Vorteile, unter anderem beim Sicherungssystem, beschafften

einige Länder die Waffe, darunter Bayern und

Berlin. Walther fertigte bis 1985 rund 27 000 Stück für

In- und Ausland.

Markus Stappen

Maschinenpistole Beretta 38/49

Heckler & Koch MP 5 A3 mit einschiebbarer Schulterstütze – dies

ist die aktuelle Version, wie sie etwa die Polizei in Nordrhein-

Westfalen benutzt. Darunter eine Ausbildungshilfe, erstellt

von der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Walther MPk (Maschinenpistole, kurz)

Juli 2014

VISIER.de | 75


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

der die endgültige MP-Konzeption regelte.

So schrieb man etwa die Funktionssicherheit

mit verschiedenen Patronensorten,

die Kennzeichnung der Feuerarten,

die Art der Visierung, Kriterien für Halteund

Treffpunkt, das Abzugsgewicht und

etliche Verarbeitungsmerkmale fest.

Noch im selben Jahr führte der BGS die

HK 54 als MP 5 ein, beginnend mit der

Seriennummer 11001. Die übrigen Landespolizeibehörden

und der Zoll folgten

schnell. Die Bundeswehr kaufte ebenfalls

einige Exemplare an. Die militärische

Beschaffungsbürokratie zeichnet

übrigens für den heutigen Namen verantwortlich.

Denn die HK 54 war die

fünfte eingetragene Maschinenpistole

im Katalog des Materialamtes der Bundeswehr.

Dennoch führten die deutschen

Streitkräfte sie nicht flächendeckend

ein. Hier verrichtete sie vor allem in der

schallgedämpften (MP 5 SD, 1974 vorgestellt)

oder der kurzen Variante (MP 5 k,

ab 1976) bei Spezialkräften

oder bei

den Feldjägern ihren

Dienst.

Prägendes Bild:

Seit den frühen

1970er Jahren

prägte die MP5 das

Bild im Kampf gegen den Terrorismus.

Denn sie gehörte nicht nur zur Ausstattung

der damals zahlreich im Objektschutz-

und Streifendienst eingesetzten

normalen Polizeibeamten. Auch die Spezialeinsatzkommandos

und die Anti-Terror-Spezialisten

der GSG9 führten die

MP 5 seit ihrer Aufstellung 1972 von Anfang

an. Sie kam auch bei dem wohl berühmtesten

GSG9-Einsatz, der Operation

„Feuerzauber“ in Mogadischu anno 1977,

zum Einsatz. Bei der Befreiung der Geiseln

aus der entführten „Landshut“ arbeiteten

der damalige Oberstleutnant i.

BGS Ulrich K. Wegener und seine Männer

in der Maschine allerdings vornehmlich

mit Kurzwaffen.

Die Gegenseite hatte die MP 5 zumindest

auf dem Papier. Im April 1971 entwarf

ein Bekannter Ulrike Meinhofs jenes be-

HK-interne Nomenklatur für die G3-Waffenfamilie

Erste Ziffer

Zweite Ziffer

1 magazingeladenes MG 7,62 mm x 51

London, 5. Mai 1980, Operation Nimrod: Soldaten des Special

Air Service (SAS) dringen in die besetzte iranische Botschaft

ein, um die Geiseln aus der Hand von Terroristen zu befreien.

Auf der Waffe des zweiten Troopers von rechts erkennt man

einen Zielpunktprojektor (ZPP) auf der MP 5.

2 MG mit Gurtzuführung 7,62 mm x 39

3 Sturmgewehr 5,56 mm x 45

4 halbautomatisches Gewehr 9 mm x 19

5 Maschinenpistole -

In solchen abschließbaren und fest

eingebauten Transportkästen ließ sich

die HK MP 5 im Funkstreifenwagen

mitführen. Innen mit Filz als Schutz

vor Verkratzen belegt, saß die Waffe

kopfüber in dem Kasten, hinten gab

es Fächer für zwei gerade 30-Schuss-

Magazine.

76 | VISIER.de

Juli 2014


50 Jahre Heckler & Koch MP 5 | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

rüchtigte Logo, das aus der Baader-

Meinhof-Bande die Rote Armee Fraktion

(RAF) machte. Dabei unterlief dem externen

Gestalter – bis heute arbeitet der

Anonyme als Künstler – ein delikater

Fehler. Zwischen dem roten Stern und

dem Buchstabenkürzel prangte nicht

etwa die für revolutionäre Kämpfer angemessene

AK 47. Vielmehr verwendeten

die deutschen Terroristen fortan die

MP 5 im Signet, genauer gesagt, deren

Version A3 mit einschiebbarer Schulterstütze.

Dass sich die Generationen der

RAF mit der Standardwaffe derjenigen

schmückten, die die „Bonner Republik“,

deren Repräsentanten und Bürger

schützten, gehört zur Ironie dieser historischen

Epoche.

Globaler Siegeszug: Den globalen

Siegeszug trat das Oberndorfer Produkt

dann spätestens ab 1980 an. Im Mai

dieses bewegten Jahres stürmte der

britische SAS (Special Air Service) die

Polizeiliches Zubehör zur MP 5: Die Vorschrift zur Schießausbildung datiert von

1972. Daneben eine Dreier-Magazintasche, davor ein Schnittmodell eines geraden

Magazins. Rechts davon das heute gebräuchliche Kurvenmagazin. Daneben unten

eine Lade- und darüber eine Entladehilfe. Die alte blaue GECO-Munitionsschachtel

beherbergt die passenden Neun-Para-Patronen.

von Terroristen besetzte iranische Botschaft

am Princess Gate in London.

Fernsehkameras und Fotografen aus

aller Welt dokumentierten die dramatischen

Szenen der „Operation Nimrod“.

Neben dem „Pagoda-Troop“ des 22nd

SAS Regiment avancierte dabei die

handliche deutsche Waffe regelrecht

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Ein Kaliber für den Einsatz mit schallgedämpften Waffen: im Unterschallbereich und

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VISIER.de | 77

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GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

zum Star. Bei etlichen Spezialeinheiten

stieg das Interesse an der Bewaffnung

der britischen Elitesoldaten unter Führung

ihres damaligen Kommandeurs,

Lieutenant Colonel Michael Rose. Der

SAS wiederum hatte die MP 5 einige Jahre

zuvor aufgrund des Erfahrungsaustausches

mit der GSG 9 beschafft.

Zur weltweiten Bekanntheit trug

schließlich auch die cineastische Aufmerksamkeit

bei, gerade in Hollywood-

78 | VISIER.de

Dieser Operator des US Navy SEAL Team 8

führt Anfang der 1990er im Rahmen einer

Übung auf dem Tanker USNS JOSHUA

HUMPHREYS eine MP 5 A5 mit Doppelmagazinklammer.

Ebenso nutzt er den

typischen Mehrzweck-Trageriemen.

Filmen. Arnold Schwarzenegger, Bruce

Willis, Chuck Norris, Sylvester Stallone

– kaum ein Action-Held, der nicht mit

der MP 5 hantiert hätte.

Entscheidende Rollen: Maßgeblich

zum Erfolg der MP 5 trugen ohne Zweifel

deren für ihre Gattung ungewöhnliche

Konstruktionsprinzipien bei. Hierdurch

hob sie sich von den damals gängigen

Mitbewerbern hinsichtlich Ergonomie,

Präzision, Zuverlässigkeit und Sicherheit

deutlich ab. Bis heute ordnet die

polizeiliche Systemlehre ihr folgende

Merkmale zu:

• Geschlossene Verschlussstellung – der

feuerbereite Verschluss befindet sich in

verschlossener Stellung. Das macht die

MP 5 zu einer aufschießenden Waffe. Da

der Prellschlag des bei zuschießenden

Konstruktionen vor dem Schuss vorschnellenden

Masseverschlusses ausbleibt,

trägt dies zur ausgezeichneten

Präzision der Waffe bei. „SAS-Operators

konnten mit der MP5 ihre Initialien in die

Zielscheiben stanzen“, so ein Veteran des

Verbandes aus Hereford.

• Art des Antriebs – sie beschreibt den

Ablauf des Nachladevorgangs. Bei der

MP 5 geschieht das automatisch: Der zurücklaufende

Verschluss öffnet das

Rohr, zieht die leere Patronenhülse aus

dem Patronenlager, stößt diese aus,

wirft sie aus dem Gehäusefenster und

spannt die Schließ- und Schlagfedern.

Beim Vorlaufen führt der Verschluss

eine neue Patrone aus dem Magazin in

die Verschlussbahn und dann in das Patronenlager

zu und verschließt das Rohr.

• Krafteinleitung – hier geht es darum,

wie die für den Nachladevorgang notwendigen

Kräfte zustande kommen. Die

MP 5 nutzt die beim Schuss freiwerdenden

Rückstoßkräfte dazu, es handelt

sich also um einen Rückstoßlader.

• Unverriegeltes Verschlusssystem – oft

ordnet man der MP 5 technisch nicht

korrekt einen „Rollenverschluss“ zu.

Doch diese Bauart zählt zu den verriegelten

Verschlusssystemen, wie etwa

beim MG 42. Die MP 5 nutzt vielmehr einen

durch Rollen übersetzten Masseverschluss.

Verschluss-Sache: Die Forderung

nach Schützen- und gleichzeitig Funktionssicherheit

stellte die Konstrukteure

vor weitere Herausforderungen. So

galt es, die Verschlussöffnung so zu verzögern,

dass Schütze und Umgebung

ungefährdet bleiben, bis der Druck im

Rohr auf ein ungefährliches Maß abgesunken

ist. Andernfalls könnten die entzündeten

sowie sich ausdehnenden

Juli 2014


50 Jahre Heckler & Koch MP 5 | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

An dieser Bundeswehr-MP 5 SD6 erkennt man gut den auch linksseitig

bedienbaren Sicherungs- und Feuerwahlhebel sowie das Kunststoffgriffstück.

Mittels Schnellspannmontage sitzt ein Hensoldt-ZF auf der Waffe.

Ein Fernspäher bei einem Horchhalt. Er führt die

MP 5 SD6. Mit ihrem integrierten Schalldämpfer

sowie durch Bohrungen im Lauf kann diese auch

reguläre Muniton schallgedämpft verschießen.

arsenal_vis0714.qxd 02.06.2014 20:09 Uhr Seite 1

Zu den kurioseren Entwicklungen

zählt dieser

Schießkoffer für verdeckt

operierende Kräfte, der

eine MP 5 k beherbergt.

Über den Abzug am

Koffergriff ließ sich die

Waffe aus dem Behälter

heraus schießen.

Die neu gefertigten Selbstladebüchsen der Modellreihe M1 & M2

basieren auf der ersten Fertigungsserie der Kalashnikov. Die

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Technische Änderungen vorbehalten


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

Die MP 5 zum Reinigen grob zerlegt: Oben links die Baugruppe “Gehäuse mit Rohr,

Lade- und Visiereinrichtung“, rechts daneben der Kolben, beides verbunden durch den

Trageriemen. Links unter dem Gehäuse der Handschutz samt Haltebolzen (insgesamt

gibt es drei Stück), rechts davon die Baugruppe „Verschluss“ mit Verschlusskopf und

-träger (darin von außen nicht zu erkennen das Steuerstück, Federführungsrohr mit

Schließfeder). Unten ein Magazin und das Griffstück mit Abzugseinrichtung.

Treibladungsgase die Hülse zum Bersten

bringen und schlagartig aus der Waffe

austreten (Gasschlag). Hinsichtlich der

Funktionssicherheit galt es den Nachladevorgang

technisch auch unter ungünstigen

Bedingungen zu gewährleisten

– beispielsweise bei Verschmutzung

oder wenn der Schütze seine Waffe nur

ungenügend abstützt.

An der MP 5 realisierten das die Oberndorfer

Konstrukteure mit Hilfe von

symmetrisch angeordneten Rollen mit

Winkelübersetzung. Dabei wirkt der

Rückstoß beim Schuss auf den Verschlusskopf,

der Verschlusskopf drückt

auf die Verschlussrollen, die zum einen

am Kurvenstück und zum anderen am

Steuerstück anliegen. Durch Kurvenstück-

und Steuerstückwinkel ergibt

sich eine Antriebsübersetzung zwischen

Verschlusskopf und Steuerstück sowie

dem damit fest verbundenen Verschlussträger.

Solange diese Übersetzung besteht,

bewegt sich der Träger dabei

schneller zurück als der Verschlusskopf.

Daraus resultiert eine verzögerte Öffnung

des Rohres nach hinten. Gleichzeitig

können die für den Nachladevorgang

80 | VISIER.de

relevanten Bauteile aber dennoch hinreichend

beschleunigt werden.

Für die einwandfreie Funktion der MP 5

muss der übersetzte Masseverschluss

korrekt arbeiten. Durch Verschleiß verkleinert

sich der Abstand zwischen Verschlusskopf

und -träger. Das kann im

schlimmsten Fall zu einem direkten Stoß

auf den Verschlussträger und damit zu

vorzeitiger Öffnung des Rohres führen.

Verschleiß tritt in der Regel zuerst an den

kostengünstigsten Bauteilen, den Verschlussrollen,

auf. Am Steuerstück kommt

er eher nicht, am Kurvenstück nahezu nie

vor. Dafür vergrößern Verschmutzungen

des Kurvenstücks den Abstand zwischen

Verschlusskopf und Verschlussträger und

sorgen somit für eine zu geringe Übersetzungsdauer.

Die Folge ist wiederum eine

vorzeitige Öffnung des Rohres.

Der Vergleich der zwei Griffstücke zeigt

eine Änderung, die in NRW während

der 1980er Jahre aufkam: Die Achse des

Feuerwahlhebels erhielt eine Druckknopffunktion

(o.). So konnte man den

Hebel nur von „Gesichert“ (S) auf „Einzelfeuer“

(E) drehen – und landete nicht

mehr ungewollt auf „Feuerstoß“ (F).

Sollte Dauerfeuer geschossen werden,

musste man die Achse von der rechten

Rahmenseite her eindrücken.

Flexible Steuern: Die MP 5 verschießt

standardmäßig Munition im Kaliber

Neun-Para. Diese gibt es in den unterschiedlichsten

Spezifikationen. Welche

Antriebsimpulse auf den Verschlusskopf

wirken, steht in direkter Korrelation

zum Geschossgewicht und zum verwendeten

Treibladungspulver der jeweiligen

Patronen. Damit die Waffe einwandfrei

funktioniert, ist gegebenenfalls eine

Veränderung des Übersetzungssystems

notwendig. Da der Kurvenstückwinkel

generell 50 Grad beträgt, lässt sich die

Übersetzung nur über das Steuerstück

beeinflussen. Dazu stehen für die MP 5

zwei Steuerstücke zur Verfügung: eines

mit 100°-Winkel für die Verwendung von

Munition mit hoher Geschossmasse wie

die schadstoffreduzierte DM41 (8 g) und

eines mit 115° für Geschosse mit geringer

Masse, wie etwa die Einsatzmunition

„Action“ (6,1 g). Die MP 5 SD nutzt

grundsätzlich diese Variante. Frühere

Ausführungen mit 110° und 120° stehen

nicht mehr zur Verfügung.

Die RUAG Ammotec Action 4 (früher Dynamit

Nobel/DAG) kam zusammen mit

der MEN QD-PEP ab 2002 als neue Ein-

Juli 2014


50 Jahre Heckler & Koch MP 5 | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

satzmunition in die Arsenale der meisten

deutschen Polizeibehörden. Die Deformationsgeschosse

dieser Sorten

reduzieren die Hintergrundgefährdung

im Vergleich zur früher üblichen Vollmantelmunition

erheblich. Beide Munitionssorten

sind gemäß „Technischer

Richtlinie Patrone 9 mm x 19, schadstoffreduziert“

durch das Beschussamt

Ulm zertifiziert. Das setzt grundsätzlich

eine fehlerfreie Funktion in allen eingeführten

Waffen der Polizei voraus. Bei

der MP 5 gab es teilweise Zuführungsprobleme,

welche zu Hemmungen führten.

Dies ließ sich jedoch durch die

bereits ab 1977 erhältlichen Kurvenmagazine

abstellen. Ein Austausch des

Steuerstückes war in den meisten Fällen

nicht notwendig.

Kein Stillstand: Noch während der

globale Run auf die MP 5 anhielt, entstanden

bei den schwäbischen Konstrukteuren

Konzeptionen für Nachfolgemodelle.

Im Rahmen von Ausschreibungen

für die US-Streitkräfte

entwickelte Heckler & Koch zwischen

1983 und 1988 die Modelle SMG I und II

sowie die MP 5-PIP (auch MP 2000

genannt). Hierbei trat an die Stelle des

beweglich übersetzten wieder ein gewöhnlicher

Masseverschluss.

Die Erfahrungen aus diesen Projekten

mündeten einerseits ab 1999 in der

„Universal-Maschinenpistole“ (UMP) im

Kaliber .45 ACP, .40 S&W und 9 mm x 19.

Ebenso floss dieses Know-how aber auch

in ein völlig neues Waffenkonzept ein.

So suchten US-Spezialkräfte Anfang

der 1990er Jahre eine feuerstarke und

kompakte Personal Defence Weapon

Technische Daten der MP 5-Grundmodelle

Kaliber 9 mm x 19

MP 5 MP 5 SD MP 5 K

Funktionsprinzip

Rohrprofil

aufschießender Rückstoßlader mit durch

Rollen verzögertem Masseverschluss

Zug-Feld, 6 Züge, gleichmäßiger Rechtsdrall

Mündungsgeschwindigkeit

v 0

(DM 41) ca. 400 m/s ca. 285 m/s ca. 375 m/s

ca. 650 J ca. 380 J ca. 570 J

Mündungsenergie

E 0

(DM 41)

Kadenz ca. 800

Schuss / min

ca. 800

Schuss / min

ca. 900

Schuss / min

Rohrlänge 225 mm 146 mm 115 mm

Visierabstand 340 mm 340mm 260 mm

195 mm (A1)

Länge mit fester

/ ausgezogener

Schulterstütze

660 mm/

680 mm 780 mm

Länge mit

eingeschobener

Schulterstütze 490 mm 610 mm

Diese Ausbildungstafel vermittelt die Bewegungsvorgänge im

Verschluss der MP 5. Oben: In geschlossener Stellung drückt das

Steuerstück die Verschlussrollen nach außen in das Kurvenstück,

Verschlusskopf und -träger stehen bis auf einen Spalt,

den sogenannten Verschlussträgerabstand, zusammen.

Unten: Bei geöffnetem Verschluss sind die Rollen in den Kopf

eingetreten, das Steuerstück zurückgedrückt und Verschlusskopf

sowie Verschlussträger getrennt.

Juli 2014

Länge mit

Abschlusskappe

Gewicht

Gewicht des

Magazins

450 mm

2540 g (A2)

2880 g (A3)

120 g (15 Schuss)

170 g (30 Schuss)

5

50 mm 325 mm

2800 g (SD1)

3100 g (SD2)

3400 g (SD3) 2000 g

VISIER.de | 81


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

Modellvielfalt

Die MP 5 gibt es in einer Vielzahl von Modellvarianten, die sich

aber grob gut überblicken lässt. Neben dem Standardkaliber

Modellbezeichnung Abzugseinheit Schulterstütze

A1 S-E-F 1 ) ohne, Abschlusskappe

A2 S-E-F starr

A2Z S-E-F starr

A3 S-E-F einschiebbar

A4 S-E-3F-F 2 ) starr

A5 S-E-3F-F einschiebbar

SD1 S-E-F ohne, Abschlusskappe

SD2 S-E-F starr

SD3 S-E-F einschiebbar

SD4 S-E-3F-F ohne, Abschlusskappe

SD5 S-E-3F-F starr

SD6 S-E-3F-F einschiebbar

SFA2 S-E starr

SFA3 S-E einschiebbar

K (kurz) S-E-F ohne, Abschlusskappe

KA1 S-E-F ohne, Abschlusskappe

KA4 S-E-3F-F ohne, Abschlusskappe

KA5 S-E-3F-F ohne, Abschlusskappe

K-PDW S-E-F Klappschaft

K-N S-E-F ohne, Abschlusskappe

K-PDW-N S-E-F Klappschaft

N S-E-F starr

N (ES) S-E-F einschiebbar

PT-A2 S-E-F starr

PT-A3 S-E-F einschiebbar

PT-A4 S-E-3F-F starr

PT-A5 S-E-3F-F einschiebbar

40 A2 S-E-F starr

40 A3 S-E-F einschiebbar

10 A2* S-E-F starr

10 A3 S-E-F einschiebbar

Dieser Personenschützer gehört zur Feldjägertruppe

der Bundeswehr. Seine MP 5 K trägt die

seitlich anklappbare PDW-Schulterstütze.

82 | VISIER.de

SP89 S-E ohne, Abschlusskappe

* entwickelt für das FBI

1

) Stellung des Umschalt- und Sicherungshebels

S (sicher) – E (Einzelfeuer) – F (Dauerfeuer)

Juli 2014


50 Jahre Heckler & Koch MP 5 | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

9 mm x 19 gibt es aufgrund unterschiedlicher Kundenwünsche noch Modelle

im Kaliber .40 S & W und 10 mm Auto. Nachfolgend eine kleine Übersicht.

Besonderheiten

-

-

Zusatzsicherung zum Umschalten auf „F“

-

Darstellung der Feuerwahl auch als Piktogramme 3 )

Darstellung der Feuerwahl auch als Piktogramme

mit Schalldämpfer

mit Schalldämpfer

mit Schalldämpfer

mit Schalldämpfer

mit Schalldämpfer, Darstellung der Feuerwahl auch als Piktogramme

mit Schalldämpfer, Darstellung der Feuerwahl auch als Piktogramme

nur Einzelfeuer

nur Einzelfeuer

offenes Drehvisier mit verschiedenen Visierbreiten

Korn ohne Kornhalter, einfaches Rechteckvisier

offenes Drehvisier mit verschiedenen Visierbreiten

Korn ohne Kornhalter, einfaches Rechteckvisier

-

Mündungsgewinde für Schalldämpfer, Navy-Ausführung seewasserbeständig

Mündungsgewinde für Schalldämpfer, Navy-Ausführung seewasserbeständig

Mündungsgewinde für Schalldämpfer, Navy-Ausführung seewasserbeständig

Mündungsgewinde für Schalldämpfer, Navy-Ausführung seewasserbeständig

Plastik-Training

Plastik-Training

Plastik-Training

Plastik-Training

Kaliber .40 S & W, Kunststoffmagazin

Kaliber .40 S & W, Kunststoffmagazin

Kaliber 10 mm Auto, Kunststoffmag., optional mit Schusszahlbegrenzer (2 oder 3 Schuss)

Kaliber 10 mm Auto, Kunststoffmag., optional mit Schusszahlbegrenzer (2 oder 3 Schuss)

Zivilversion der MP 5 K, Sportpistole 1989, nur Einzelfeuer

2

) Stellung des Umschalt- und Sicherungshebels S (sicher) – E (Einzelfeuer) – 3F

(3-Schuss-Intervall) – F (Dauerfeuer), beidseitig bedienbarer Umschalt- und Sicherungshebel

3

) Feuerart wird grafisch dargestellt

Juli 2014

(PDW). Das mündete 1991 in der MP 5 K-

PDW. Deren Konzeption beinflusste später

sogar noch weitere PDW-Ansätze, die

schließlich zur MP 7 führten. Diese unterscheidet

sich freilich hinsichtlich Design,

Funktionsprinzip und Kaliber

deutlich von der MP 5.

Beständiger Wandel: In Folge geänderter

taktischer Anforderungen erfuhr

die MP 5 im Laufe der letzten 50 Jahre

einige Änderungen, die sich auch beim

Zubehör niederschlugen. Die frühen

Versionen der Waffen wiesen noch eine

kurz hinter dem Auswurffenster auf der

Gehäuseoberseite platzierte Klappkimme

auf. Diese wich bei der Serienvariante

einer G 3-ähnlichen Visiertrommel.

Insbesondere im Bereich der Spezialeinheiten

tat sich noch etliches: Salzwasserbeständige

Materialien, beidseitig

bedienbare Sicherungshebel, Vorderschäfte

mit integrierten Leuchten, Laser-Licht-Module,

optische Visierungen,

Trageriemen, Schalldämpfer. Das Repertoire

reicht bis hin zu abgewinkelten

Schulterstützen, mit denen sich die MP 5

auch bei geschlossenem ballistischen

Helmvisier anschlagen lässt. Und:

Selbst wenn bei polizeilichen Spezialkräften

aus einsatztaktischen Gründen

derzeit kompakte Sturmgewehre in

5,56 x 45 Verbreitung finden, bleibt die

MP 5 im Bestand. Die normalen deutschen

„Kontroll- und Streifenbeamten“

verfügen heute meist über die MP 5-Varianten

A4 und A5 mit Standardzubehör.

Und das dürfte noch eine ganze Weile so

bleiben, selbst in Mecklenburg-Vorpommern.

So erinnerte Innenminster Lorenz

Caffier den eingangs zitierten bündnisgrünen

Fraktionssprecher Johannes

Saalfeld an die Amokläufe in Erfurt 2002

und Winnenden 2009, die neue polizeiliche

Taktiken gebracht hätten: „Während

bis dahin der Grundsatz galt, die Lage zunächst

zu stabilisieren und das Eintreffen

der Spezialeinheiten abzuwarten, ist nun

primäres Ziel einer erfolgreichen Interventionsstrategie,

den oder die Täter sofort

und offensiv zu stoppen.“ Das Training

von Amokfällen gehöre zur Aus- und

VISIER.de | 83


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | 50 Jahre Heckler & Koch MP 5

Fortbildung der Beamten. Sie müssten

dann aber auch über die entsprechende

Ausrüstung verfügen. Und die Maschinenpistole

sei handhabungssicherer und

zielgenauer als die Standard-Pistole.

Im besten Alter: Bis heute ist die MP5

in über 80 Ländern bei militärischen

und polizeilichen Verbänden im Einsatz.

Schätzungen gehen von 500 000 gefertigten

Exemplaren in unterschiedlichsten

Varianten aus. Hierzu zählen auch

genehmigte und ungenehmigte Lizenzproduktionen.

So fertigen beispielsweise

türkische, pakistanische und iranische

Firmen die Waffe, letztere auf noch

zu Schah-Zeiten gelieferten Maschinen.

Auch in Oberndorf laufen noch MP 5 vom

Band. Pünktlich zum Jubiläumsjahr

stellte Heckler & Koch die MP 5 Midlife

Improvement vor. Die „MP 5 MLI“ zeichnet

sich durch eine längenverstellbare

Schulterstütze mit drei Rastpositionen,

einen neuen „Slim Line“ Handschutz mit

modularen Mil-Std 1913-Schienen sowie

eine als Quick Release Top Rail (QRTR)

bezeichnete Schnellspanner-Pica-Rail

Zu den Weiterentwicklungen der MP 5 gehörte das Mitte der 1980er

entstandene Modell SMGII. Der konventionelle Rückstoßlader trägt hier

einen Qual-a-Tec Schalldämpfer. Mit dem Gasdruckventilhebel vor dem

Magazinschacht ließ sich die Waffe an die Munition anpassen. Stand er

auf „L“, drangen beim Zünden der Patrone freigesetzte Gase über das

geöffnete Ventil in einen Zylinder. Durch den so verringerten Gasdruck

reduzieren sich Überschall-Geschosse auf Unterschallgeschwindigkeit.

Mit geringem Aufwand lässt sich jede MP 5 durch dieses

Simunition-Kit in eine Trainingsvariante umrüsten. So

ausgestattet, kann sie FX-Farbmarkierungsmunition für

das realistische Einsatztraining verschießen.

Die hier demonstrierte „Grundhaltung“

mit der MP 5 nennt sich

zugleich „aufmerksame Sicherungshaltung“.

Vorbildlich liegt der Finger

hier „lang oberhalb des Abzugs“.

84 | VISIER.de

Ein Boarding Team der Deutschen Marine aus Sicht des maritimen Gegenübers. Die

in der Mitte des Bootes nach Steuerbord sichernden Seeleute führen die MP 5.

Juli 2014


auf der Gehäuseoberseite aus. Bei allen genannten Modifikationen

handelt es sich um Eigenentwicklungen von Heckler &

Koch. Sie lassen sich ohne Modifikationen respektive Änderungen

am Gehäuse der MP 5 nachrüsten. Der Hersteller bietet

die Waffe sowohl in klassischem Schwarz als auch in

RAL8000 an. Vieles spricht dafür, dass die Geschichte der

handlichen, ergonomischen, zuverlässigen und präzisen Maschinenpistole

auch nach den bisher absolvierten 50 Dienstjahren

noch eine ganze Weile fortgeführt werden wird.

Die MP 5 MLI, hier in RAL8000, wartet mit montiertem Sturmgriff,

Laser-Licht-Modul „Vario-Ray“ (Rheinmetall) sowie

einer L3 EoTech-Zieloptik auf.

Text: Markus Stappen und Dr. Jan-Phillipp Weisswange

mit Unterstützung von Egon Thiel, Wolfgang Dicke,

Matthias S. Recktenwald und Andreas Wilhelmus

Fotos: Bundespolizei/GSG9, Bundeswehr, Heckler & Koch,

Michael Schippers, M. Stappen, J.-P. Weisswange, Archiv

VISIER-Service

Halbautomatische MP 5-Klone gibt bzw. gab es unter anderem

von B&T (BT96), Beitler (BWT-5), LuxDefTec (HSG-94),

MKE (T-94), Oberland Arms (OA-5) sowie Schwaben Arms

(SAR M51-05). Walther baut einige lizensierte 22er HK MP5-

Kopien und GSG bietet diverse KK-look-alikes an.

Büchertipps:

Frank W. James Standardwerk „Heckler & Koch‘s MP 5

Submachine Gun“ gibt es derzeit nur noch antiquarisch.

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Jan-Phillipp Weisswanges 2011 publiziertes und derzeit

vergriffenes Buch „Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen

der Bundeswehr“ erscheint voraussichtlich im

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FASZINATION WAFFEN | Deutsche Meisterschaft der DSU in Philippsburg

DSU-DM in Philippsburg:

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86 | VISIER.de

Juli 2014


Deutsche Meisterschaft der DSU in Philippsburg | FASZINATION WAFFEN

betrieb

822 Teilnehmer, drei Tage. Dazu temporeiche

Disziplinen für Flinten- und Kurzwaffenschützen

sowie jede Menge Möglichkeiten, um aus der

Büchse das Letzte herauszuholen. Willkommen

bei der Deutschen Meisterschaft der DSU.

Juli 2014

VISIER.de | 87


FASZINATION WAFFEN | Deutsche Meisterschaft der DSU in Philippsburg

Wenn man das gedämpfte „Feuer“

des Range Officers, gefolgt vom

eindringlichen elektronischen

„Piep“ des Timers durch den Gehörschutz

wahrnimmt, blendet man alles

andere um sich herum aus. Die Schaftkappe

findet automatisch und hundertfach

geübt den Weg zur Schulter. Die

Linke drückt den Vorderschaft nach vorn

und den Verschluss zu. 50 Meter bis zur

linken der vier IPSC-Scheiben. Kimme

und Korn finden die Mitte. Die fünf Slugs

sind blitzschnell verschossen. Dann Verschluss

auf, Flinte ab, mit schnellen

Schritten auf die 35-Meter-Linie vorrücken,

den Timer des Range Officers immer

im Hinterkopf. Fünf Schuss müssen

ins Magazin. Man treibt sich zur Eile,

jetzt nur keine Patrone fallen lassen.

Die Lademulde hinterlässt Spuren am

Daumen. Dann wieder: Flinte hoch, Verschluss

zu und die nächsten fünf Schuss

gehen in Richtung Kugelfang. Dann das

Ganze noch zwei Mal, bis an der 15-

Meter-Markierung endlich der letzte

Schuss fällt. Danach: schweißgebadet

aber glücklich zur Trefferaufnahme.

Diese Sätze beschreiben nur einen kleinen

Teil von dem, was man vom 29. bis

31. Mai in Philippsburg und Berlin erfahren

konnte. Action, Tempo und jede

Menge Gleichgesinnter vom Teenager

bis zum Senioren. Die Teilnehmer der

Deutschen Meisterschaft der Deutschen

Schießsport Union (DSU) waren so unterschiedlich

wie die sportlichen Disziplinen.

Drei Tage lang machte der Verband

unter seinen Mitgliedern die neue

Bestenliste aus. Und die gaben sich alle

Mühe, der im rheinischen Weißenthurm

ansässigen DSU neue Rekordzahlen zu

bescheren.

Seit 2002 veranstaltet der Verband alljählich

seine DM zeitgleich in Philippsburg

und Berlin. Der Vorteil: Mitglieder

aus allen Ecken der Republik können so

wählen, welcher Veranstaltungsort für

sie weniger Zeit im Auto bedeutet. 822

Schützen kamen so insgesamt zusammen,

alleine 641 von ihnen fanden den

Weg nach Philippsburg und damit elf

mehr als noch im Vorjahr. Auf dem

Schießgelände im Landkreis Karlsruhe

schlug sich diese hohe Teilnehmerzahl

natürlich auch in folgenden Bereichen

in entsprechenden Zahlen nieder: Da die

meisten DSU-Schützen gleich in mehreren

Disziplinen antraten, sorgte das

nicht nur für 2127 Starts, sondern auch

für die stattliche Anzahl von etwa

65 000 Wertungsschüssen, die an den

drei Tagen abgegeben wurden.

Bevor in Philippsburg auch nur ein Schuss fiel, arbeiteten sieben DSUler eine Woche

lang in der Weißenthurmer Zentrale daran, die rund 6500 Schießscheiben mit den

Namen und Disziplinen der Teilnehmer zu versehen.

3

2

1

Die K17-Übung: Der Schütze beginnt an der fünf-Meter-Linie. Auf Kommando zieht er und schießt zweimal auf das innere Rechteck

der linken Scheibe. Danach muss der Teilnehmer holstern, wieder ziehen und dann drei Schuss auf die rechte Scheibe abgeben.

88 | VISIER.de

Juli 2014


Deutsche Meisterschaft der DSU in Philippsburg | FASZINATION WAFFEN

Freiwillige vor: Selbstredend lässt

sich ein solches Doppel-Event unmöglich

ohne die entsprechenden Helfer

stemmen. Schon in den Wochen vorher

opferten daher viele „DSU‘ler“ ihre Freizeit,

um die rund 6500 Schießscheiben

für die einzelnen Disziplinen vorzubereiten.

Startzettel, Teilnehmername, all

das wollte sorgfältig mit den Anmeldungen

abgeglichen, dann zu Papier gebracht

und an die Scheiben geheftet

werden. Wer die Möglichkeit hatte,

nahm eigens Urlaub. Viele reisten zudem

schon Tage früher nach Phillipsburg,

um selbst ihre Wertungen zu

schießen: Während der drei Tage blieb

für die als Auswerter und Range Officer

eingeteilten Mitglieder dafür kaum Zeit.

Bei so viel Arbeit schon im Vorfeld wundert

es nicht, dass auch die Meisterschaft

selbst ohne Freiwillige unmöglich

durchzuführen gewesen wäre: 87

Der Range Officer folgte

auf Schritt und Tritt mit

dem Timer. Daher durfte

man auch beim Nachladen

keine Zeit verlieren.

Helfer kümmerten sich um wirklich alles

zwischen Auf- und Abbau. Auf jedem der

zwölf Stände in Philippsburg waren immer

zwei DSUler zugegen. Dazu kamen

die unverzichtbaren Auswerter: Sobald

ein Schütze mit der Disziplin fertig war

und sein Ergebnis vorlag, wanderten die

Daten ins Internet und auf die „Wall of

Fame“ an zentraler Stelle auf dem

Schießgelände. So hatte man immer den

totalen Überblick, wer was in welcher

Disziplin geleistet hatte. „Nichts mit

Lochprüfer oder ähnlicher Technik, hier

wird direkt nach dem Durchgang im Bei-

Bei den Langwaffen-Disziplinen ging es in Philippsburg zweistöckig zu: Während im unteren Bereich auf 100 Meter geschossen

wurde, konnten die Schützen im oberen Stock ihre 300-Meter-Disziplinen in aller Ruhe absolvieren.

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FASZINATION WAFFEN | Deutsche Meisterschaft der DSU in Philippsburg

Auch auf den Pistolenständen standen die praktischen Disziplinen mit

unterschiedlichen Distanzen bei den Teilnehmern hoch im Kurs.

Sobald ein Schütze seine Disziplin beendet

hatte, wurden die Ergebnisse sofort

zusammengefasst und online gestellt. So

konnte jeder sofort seine Leistungen

sehen – außerdem waren so die Ergebnisse

aus Berlin zeitgleich verfügbar.

sein des Schützen ausgewertet. Und wenn

wir sehen, dass ein höherer Ring auch nur

leicht angeritzt ist, dann bekommt der

Teilnehmer eben auch einen Ring mehr

gutgeschrieben. Das Ganze soll ja schließlich

auch Spaß machen“. So Bernhard

Schneider, einer der Vizepräsidenten

der DSU, der an den Wettkampftagen

immer an Brennpunkten zugange war

und immer genau dann als ruhender Pol

erschien, wenn es hektisch wurde.

Bei der Disziplin K17 können speziell eingewiesene

Sportschützen das Schießen auf unterschiedliche

Entfernungen inklusive Ziehen aus dem Holster

absolvieren. Auch hier folgt der Ranger Officer

mit dem elektronischen Timer jedem

Teilnehmenden wie dessen Schatten.

90 | VISIER.de

Und Hektik gab es genug: Donnerstag war

Christi Himmelfahrt, der bundesweite Feiertag

lockte wie in den Vorjahren die meisten

Teilnehmer zur Meisterschaft. Manche

davon, wie vom Schützenverein Adler-

Heusenstamm, gleich so zahlreich, dass

ein Reisebus angemietet werden musste.

An diesem Tag musste man vor den Ständen

viel Geduld mitbringen. Allerdings

fand man so zwischen den Stages auch

immer wieder jemanden zum Austausch

für sogenannte „Pulvergespräche“. „Philippsburg

gehört einfach fest in den Kalender.

Ich komme jetzt schon seit 2005 jedes

Jahr hierher. Es ist einfach genial, dass

hier alle auf einem Fleck zusammenkommen.

Da findest Du immer einen zum Quatschen.

Außerdem will man ja auch mal sehen,

was die Konkurrenz so aus dem

Futteral zieht“ kommentierte eine Sportschützin

das Treiben in Philippsburg.

Und Action: Naturgemäß zogen die

praktischen DSU-Disziplinen auch 2014

Juli 2014


Deutsche Meisterschaft der DSU in Philippsburg | FASZINATION WAFFEN

Apropos gemischt: In diesem Jahr gab

es bei der DM auch einen kleinen Rekord

zu feiern. Seit 2007 führte Eric Ceglowski

von der Interessengemeinschaft Andernacher

Polizeischützen die Top Ten

der DSU-Masterwertung unangefochten

an. In diesem Jahr trat er nicht an, dafür

übernahm seine Teamkollegin Viktoria

Steinheuer das Ruder, setzte sich auf

Platz drei der Masterwertung und erreichte

damit als zweite Frau überhaupt

die Top-Ten der Deutschen Meisterschaft.

Eigentlich verwunderlich, dass

es nur eine Dame auf die höchsten Ränge

schaffte. Wenn man über das Schießgelände

in Philippsburg schlenderte,

fielen einem vor allem die vielen Sportschützinnen

auf, die sich zwischen Parkplatz,

Anmeldung und Schießständen

tummelten. Zudem sah man ungewohnt

viele junge Gesichter. Das lässt auf jeden

Fall für die Zukunft hoffen.

wieder die meisten Schützen an: Vor allem

die temporeiche Kurzwaffendisziplin

K36 sorgte teilweise für regelrechte

Staus vor den Ständen: Bei dieser Disziplin

muss der Schütze liegend, stehend

und kniend mit der Kurzwaffe auf Distanzen

zwischen 25 und 5 Metern gegen

die Uhr antreten – und zudem ein enges

Trefferbild auf drei DSU-Ovalringscheiben

hinbekommen. 548 Schützen wollten

sich das nicht entgehen lassen.

Ebenfalls heiß begehrt: Die K27, eine

Kurzwaffendisziplin mit Präzisions- und

Intervallanteilen, die 435 Teilnehmer

anlockte. Die bereits eingangs angesprochenen

Flintendisziplinen kamen in

diesem Jahr zudem auf eine bemerkenswerte

Starterzahl von 295.

Als Schmankerl für besonders eingewiesene

Sportschützen bot die DSU auch

ihre Disziplin K17 an. Auch hierbei handelt

es sich um eine Mehrdistanz-Übung.

Allerdings mit der Ergänzung, dass jeder

Durchgang mit der Waffe im Holster beginnt

und endet – Ziehen und Holstern

gehört also an jeder Markierung zwischen

5 und 25 Metern zum festen Bestandteil

der Übung. Zudem ändert sich

die Anzahl der Schüsse, die pro Durchgang

abgegeben werden. Man kämpft

also nicht nur für ein gutes Trefferbild,

sondern auch gegen die Uhr und muss

zudem noch die richtige Reihenfolge der

Schüsse im Kopf behalten – knifflig, aber

mit einem extrem hohen Spaßfaktor.

Juli 2014

Ohne viele freiwillige Helfer ging es

auch während des Schießens nicht.

87 Männer und Frauen kümmerten sich

ums Auswerten und alles, was rund um

ein solches Groß-Event anfällt.

Freilich bot die Deutsche Meisterschaft

der DSU auch jenen Schützen eine Beschäftigung,

die es aus dem ein oder anderen

Grund nicht so mit der Bewegung

haben oder lieber auf die lange Distanz

schießen wollten. Bei den Gewehrschützen

ging das auf dem bekannten zweistöckigen

Stand in Philippsburg. Für

nicht Eingeweihte: Hier gibt es zwei

Ebenen, eine im Parterre, eine im Keller.

Oben kann man auf einer 300-Meter-

Bahn schießen, darunter befinden sich

die Stände für die 100-Meter-Distanz.

Trotz der hohen Dominanz der Mehrdistanz-Kurzwaffendisziplinen

waren diese

Stände an allen drei Tagen gut besetzt:

Die 100-Meter-Gewehrdisziplin

kam auf satte 472 Starts und zeugte damit

von der bunten Gemischtheit der

DSU-Schützen in Philippsburg.

Wer von den langen Schussdistanzen

nicht genug bekam, der konnte sich übrigens

auch noch bei einem Freundschaftsschießen

gegen die Mitglieder

des BDS beweisen. Der Bund Deutscher

Sportschützen veranstaltete am Donnerstag

und Freitag in Phillipsburg ein

Extraschießen auf die 300-Meter-Distanz.

Hier konnten sowohl Match- als

auch Dienstgewehr- und Präzisionsgewehrschützen

gegeneinander antreten.

Schön wars: Die Deutsche Meisterschaft

der DSU zeigte, dass man mit dem

richtigen Programm immer „die Bude“

vollbekommt. Vor allem die bunte Mischung

der Disziplinen lockte die Schützen

– die dadurch selbst zur Vielfalt der

Veranstaltung beitrugen: hier traf der

emeritierte ZF-Schütze auf die junge,

sportliche K36-Schützin – Reibereien

entstanden dadurch nicht. Und für die

meisten Teilnehmer macht dieser Umstand

sowieso einen großen Teil des

Reizes bei der DM aus.

Text und Fotos: Thomas Quirin

Ein gutgelaunter DSU-Vize Bernhard

Schneider (l.) im Gespräch mit Teilnehmer

Hans-Günter Palm. Das Thema? Natürlich

eine der Mehrdistanz-Disziplinen.

VISIER.de | 91


RECHT & ORDNUNG | Schießen mit Sammlerwaffen II

Standes-Recht?

Das Stuttgarter Urteil über das Schießen

mit Sammlerwaffen löste bei vielen

Lesern erregte Reaktionen aus. Muss

man diese zweifelhafte Entscheidung

beachten oder darf man sie ignorieren?

Mit seiner Entscheidung hatte das

Stuttgarter Verwaltungsgericht

die bisherige Rechtsauslegung

auf den Kopf gestellt: „Eine Waffenbesitzkarte

für Sammler ermöglicht nicht

das Schießen mit Sammlerwaffen.“ (AZ:

5 K 1614/11). Nach dieser Lesart des § 17

WaffG ist dem Sammler sogar ein nur gelegentliches

Schießen zum Überprüfen

der Funktionsfähigkeit nicht erlaubt.

Das Urteil stammte schon vom 11. Juli

2013, doch großen Aufruhr darüber gab

es erst nach der Berichterstattung in

der Mai-Ausgabe von VISIER. Die Sammlergemeinde

zeigte sich irritiert. Verständlich,

schließlich gingen bis jetzt

selbst die örtlich zuständigen Behörden

meist davon aus, dass das sogenannte

Funktionsschießen bei Sammlern zum

„vom Bedürfnis umfassten Zweck“ gehört.

Streit gab es mancherorts lediglich

darüber, ob sich daraus auch ein

Anspruch auf eine Munitionserwerbsrespektive

Munitionsbesitzerlaubnis

ableiten lässt. Oder ob es dem Sammler

zuzumuten ist, die nötigen Patronen direkt

auf dem Schießstand zu erwerben

und dort sofort zu verbrauchen.

Das Stuttgarter Verwaltungsgericht (VG)

meinte dagegen, dass sich für den Waffensammler

aus § 17 WaffG gar kein Bedürfnis

für das Schießen mit Sammlerwaffen

und somit auch kein Bedürfnis

für den Munitionserwerb ableiten lässt.

92 | VISIER.de

Nochmal kurz zur Erinnerung die Begründung

der Richter: Der Begriff des

„Erwerbs oder auch des Besitzes“ sei bereits

sprachlich deutlich von der – im

WaffG ebenfalls ausdrücklich geregelten

– Umgangsart „Schießen“ abzugrenzen.

Anders als in den einschlägigen Paragrafen

für Jäger (§ 13 WaffG) und Sportschützen

(§ 14 WaffG) regele die Bestimmung

für Waffen- und Munitionssammler

in § 17 Abs. 1 WaffG nur das Bedürfnis

„zum Erwerb und Besitz“, die Umgangsart

„Schießen“ werde nicht genannt. Die

dem Sammler erteilte Erlaubnis umfasse

daher das Schießen unter keinem Gesichtspunkt.

Dies würde sich auch aus § 9

der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung

(AWaffV) ergeben: Danach darf auf

einem Schießstand unter anderem nur

dann geschossen werden, wenn

- der Schütze die Berechtigung zum Erwerb

und Besitz von Schusswaffen nachweisen

kann und

- das Schießen mit Schusswaffen dieser

Art innerhalb des der Berechtigung zugrunde

liegenden Bedürfnisses erfolgt.

Auf zwei böse Konsequenzen dieser Auslegung

hatte das Gericht selbst hingewiesen:

Wenn aus der Sammler-WBK

nicht das Recht des Inhabers zum Schießen

mit den dort vermerkten Waffen

folgt, müsse dieser

- entweder über eine Ausnahmegenehmigung

nach § 9 Abs. 2 AWaffV verfügen

- oder Inhaber einer separaten Schießerlaubnis

nach § 10 Abs. 5 WaffG sein.

Und damit nicht genug: Wenn ein Sammler

ohne extra Schießerlaubnis mit

seinen Sammlerwaffen zum Schießstand

fährt, führe er die Waffen illegal – und

das stuft das Waffengesetz nicht als

Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat

ein.

Pro und Contra: Nicht nur Sammler

halten dieses Urteil für falsch, sondern

auch im Waffenrecht versierte Juristen.

Ein gewichtiges Argument gegen die restriktive

Stuttgarter Sichtweise gab es

schon in der Mai-Ausgabe von VISIER zu

lesen: Auch bei anderen sogenannten

Bedürfnisgruppen wie Waffen- oder Munitionssachverständigen

(§ 18 WaffG)

oder Waffenscheininhabern (§ 19 WaffG)

nennen die entsprechenden Paragrafen

die Umgangsart Schießen nicht explizit.

Trotzdem gehört bei diesen Personen das

Schießen zweifellos mit zum vom Bedürfnis

umfassten Zweck. Denn die Sachverständigentätigkeit

besteht nach § 18

Abs. 1 WaffG aus dem Erproben, Begutachten

und Untersuchen von Schusswaffen

oder Munition zu wissenschaftlichen

oder technischen Zwecken. Zwingend

mit ein schließt das experimentelle Versuchsanordnungen,

bei denen geschossen

wird. Und Waffenscheininhaber

trifft die Pflicht, zumindest mit der geführten

Schusswaffe eine ausreichende

Juli 2014


Schießen mit Sammlerwaffen II | RECHT & ORDNUNG

Trefferleistung erreichen zu können.

Sonst bestünde im Notwehrfall eine unverhältnismäßig

erhöhte Gefahr, dass

bei einer Schussabgabe unbeteiligte

Dritte zu Schaden kommen. Das Führen

einer Waffe muss nicht nur erforderlich,

sondern auch geeignet sein, die Gefährdung

des Waffenscheininhabers zu mindern.

Diese Geeignetheit setzt Treffsicherheit

jedoch zwingend voraus – schon

deshalb muss der Waffenscheininhaber

diese regelmäßig auf dem Schießstand

überprüfen und gegebenenfalls durch

Training verbessern. Die beiden Regelungen

zeigen also, dass die Umgangsart

Schießen sehr wohl zum vom Bedürfnis

umfassten Zweck gehören kann,

auch wenn der entsprechende Paragraf

im WaffG diese Umgangsart nicht ausdrücklich

nennt.

Juli 2014

Das trifft auch für die Sammeltätigkeit

zu: Zum Sammeln von technischen Gegenständen

gehört grundsätzlich die

Überprüfung, ob das betreffende Stück

noch voll oder eingeschränkt funktionsfähig

ist. Ein gelegentliches Funktionsschießen

ist dabei nicht nur wegen der

notwendigen Wertbestimmung vor einem

Verkauf geboten. Es liefert immer

wichtige Erkenntnisse über die Arbeitsweise

von Einzelstücken wie zum Beispiel

Prototypen, kann konstruktionsbedingte

Besonderheiten offenbaren

oder Hinweise auf Herstellungsprozesse

geben. Das gelegentliche Funktionsschießen

gehört daher regelmäßig zur

Tätigkeit des Sammelns von kulturhistorisch

bedeutsamen Waffen (soweit

das Beschussrecht das erlaubt) – zumal

sich oft nur auf diese Weise Aussagen in

Patenten, Beschreibungen oder historischen

Erprobungsberichten bewerten

und einordnen lassen. Eine solche inhaltliche

Auseinandersetzung verlangt

der Gesetzgeber beim Aufbau kulturhistorisch

bedeutsamer Sammlungen. Das

Bedürfnis nach § 17 WaffG wird nämlich

verneint, wenn der WBK-Inhaber sich

nicht mit den Hintergründen seines

Sammelthemas auseinandersetzt und

stattdessen nur sinn- und zusammenhangslos

Waffen anhäuft. Das gelegentliche

Schießen gehört nach Auffassung

der VISIER-Autoren demnach mit zu

dem vom Bedürfnis umfassten Zweck.

Ein Urteil ist kein Gesetz: Für Inhaber

einer auf Grundlage von § 17 WaffG

erteilten roten Waffenbesitzkarte ist

das alles eine Selbstverständlichkeit.

Zumal die Allgemeine Verwaltungsvorschrift

zum Waffengesetz (AWaffVwV)

in § 17 Ziff. 1 das ganz genauso sieht:

Das Schießen mit Sammlerwaffen ist unter

Berücksichtigung der weiteren gesetzlichen

Vorgaben nur dann zulässig, wenn

die technischen Voraussetzungen der

Waffe (z.B. Beschuss)

Sammler dürfen das

Schießverhalten

ihrer Waffen testen,

urteilte der VGH

Baden-Württemberg

im Jahr 2010.

Waffe und Munition sind eine

Einheit. Das gilt besonders für

historische Laborierungen wie

die mit Filzpfropfen versorgte,

originale 9 mm-Patrone für die

Pistola Automatica M.910

erfüllt sind.“ Freilich

stehen Verwaltungsvorschriften

nicht auf einer

Stufe mit Gesetzen oder

mit Rechtsverordnungen.

Die gerade genannte

AWaffVwV wurde vom

Bundesinnenministerium

herausgegeben und bindet

– wie der Name schon sagt – nur die

zuständigen Behörden in ihrem Handeln.

Die Gerichte sind dagegen nicht

an diese gebunden. Sie finden dort nur

die Rechtsauffassung des Verordnungsgebers.

Mit anderen Worten: § 17 Ziff. 1

der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift

zum Waffengesetz stellt für sich genommen

noch keinen Grund dar, um das

Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichtes

einfach zu ignorieren.

Nun ist auch ein Verwaltsgerichtsurteil

kein Gesetz für eine unbestimmte Anzahl

sogenannter Normadressaten – es

gilt eigentlich nur für den Kläger und

den Beklagten. Trotzdem besteht die

nicht zu unterschätzende Gefahr, dass

Behörden, Polizei und Staatsanwaltschaften

sich auf dieses Urteil berufen

und in Zukunft das WaffG so auslegen

wie die Stuttgarter Richter. So könnte

eine im Zusammenhang mit einem

Schießstandbesuch durchgeführte Verkehrskontrolle

für einen

Sammler mit einem

Strafverfahren wegen

des Verdachts des illegalen

Führens einer

Waffe und einem unangenehmen

Rechtsstreit

enden. Das Ergebnis einer

solchen Auseinandersetzung

wäre allerdings

offen. Denn das VG Stuttgart hat

in seiner Entscheidung einen Beschluss

des Verwaltungsgerichtshofes Baden-

Württemberg – der nächsthöheren Instanz

– ignoriert (Az.: 1 S 1325/09).

Dort unterlag zwar ein Sammler, der

eine Verlängerung seiner Munitionserwerbsberechtigung

begehrte. Der VGH

VISIER.de | 93


RECHT & ORDNUNG | Schießen mit Sammlerwaffen II

entschied am 15. Oktober 2010 jedoch

auch, dass der Kläger die für ein Funktionsschießen

erforderliche Munition

auch direkt auf dem Schießstand erwerben

könne. Und wenn diese auf Ständen

in der Nähe nicht erhältlich sei, dann

seien ihm auch längere Wegstrecken zuzumuten.

Das war die schlechte Nachricht.

Die gute: In diesem Beschluss

geht der Verwaltungsgerichthof davon

aus, dass Sammlern „grundsätzlich ein

Interesse zuzubilligen“ ist, „gelegentlich

das Schießverhalten ihrer Waffen zu

testen, etwa weil es sich um eine verkehrswesentliche

und wertbestimmende

Eigenschaft handelt.“

Die Entscheidung des Stuttgarter Verwaltungsgerichts

ist inzwischen rechtskräftig.

Ob andere Gerichte künftig das

Waffengesetz auch so restriktiv auslegen

werden, bleibt abzuwarten. Wenn

sie den VGH-Beschluss beachten, kommen

sie aber sicher zu einem anderen

Ergebnis als die Stuttgarter Richter.

Doch das Prozessrisiko trägt der Sammler.

Wer das Stuttgarter VG-Urteil einfach

ignoriert, muss sich am Ende möglicherweise

vor Gericht sogar gegen den

Vorwurf des illegalen Waffenführens

wehren. Taktisch klüger dürfte ein anderer

Weg sein, den der Rechtsanwalt

Hans Peter Lindner schon in der Mai-

Ausgabe empfohlen hat: Inhaber einer

Sammler-WBK sollten vor der Fahrt zum

Schießstand eine Schießerlaubnis nach

§ 10 Abs. 5 WaffG beantragen – und dabei

auf das insoweit bestehende Bedürfnis

verweisen. Wenn die Behörde

den Antrag ablehnt, bleibt immer noch

die Klagemöglichkeit. Auch das kostet

Zeit, Geld und Nerven. Doch immerhin

trägt der Sammler dann nicht das Risiko

einer strafrechtlichen Verurteilung und

kämpft um seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit,

sondern nur um eine

Schießerlaubnis. Dieser Weg stellt sicherlich

das geringere Risiko dar.

Text: Andreas Skrobanek und

Hans Peter Lindner

Fotos: Michael Schippers,

Peter Dannecker

94 | VISIER.de

Statusfragen

Bei der vor 100 Jahren

entwickelten 7,65er

„Infallible“ (unfehlbar)

streikt oft der feingliedrige

Auszieher.

Solche Konstruktionsmängel

zeigen sich erst

beim Funktionsschießen.

Inhabern einer roten Sammler-WBK, die auch Sportschützen oder Jäger sind,

können ihre Sammlerwaffen risikofrei auch ohne extra Schießerlaubnis nach

§ 10 WaffG mit zum Schießstand nehmen. Denn § 12 WaffG erlaubt allen WBK-

Inhabern den vorübergehenden Erwerb und Besitz einer Waffe ohne Erlaubnis.

Die Begründung: Wenn es einem WBK-Inhaber möglich ist, von einem anderen

Legalwaffenbesitzer eine Pistole oder ein Gewehr auszuleihen, dann darf man

diese auch an sich selbst überlassen – das meinten die Autoren im Beitrag der

Mai-Ausgabe von VISIER. Ein langjähriger Sammler sah es anders. In einem

im Juni-Heft veröffentlichten Leserbrief schrieb er an die VISIER-Redaktion:

Das Schießen ist nur für den sogenannten Funktionsbeschuss möglich. Der Waffenbesitzer

kann nicht einfach vom Sammler zum Jäger mutieren, um auf diese

Weise mit einer Sammlerwaffe dennoch schießen zu können. Sammlerwaffe bleibt

Sammlerwaffe (...)“

Nach Meinung der Autoren irrt sich der Leser an dieser Stelle jedoch. Denn das

Waffengesetz kennt grundsätzlich keinen unabänderlichen Status einer Waffe

nach dem Motto: „Einmal Sammlerwaffe, immer Sammlerwaffe!“ oder „Einmal

Sportwaffe, immer Sportwaffe!“ Solange keine anderen Vorschriften aus dem

Waffen-, Jagd- oder Beschussrecht entgegenstehen, kann zum Beispiel eine

Jagdwaffe sehr wohl zur Sportwaffe mutieren (etwa eine Flinte beim Trapschießen).

Und auch ein edles Ordonnanzgewehr kann zweierlei sein: Sammelobjekt

und Sportgerät. Der Status einer Waffe definiert sich nur temporär über das Bedürfnis

des rechtmäßigen Besitzers. Deshalb ist es ein ganz gewöhnlicher Vorgang,

wenn zum Beispiel eine Pistole 08 aus einer vererbten Waffensammlung

mit ihrem nächsten Besitzer wieder bei Wettkämpfen zu Ehren kommt. Auch der

umgekehrte Fall kommt immer wieder vor: Frühere Jagd- oder Sportwaffen landen

in Sammlungen. Es spricht also nichts dagegen, dass jemand, der Sammler

und Sportschütze ist, die Waffe vorübergehend an sich selbst überlässt, um damit

gelegentlich sportlich zu schießen. Und zwar selbst dann nicht, wenn sich

die Waffe dabei abnutzt und im Wert gemindert wird. Die Grenzen des Erlaubten

liegen woanders: Die Waffenleihe darf nur „vorübergehend“ sein. Ein sich

ständig wiederholendes Überlassen an ein und dieselbe Person entspricht nicht

dem Sinn und Zweck von § 12 WaffG und dürfte von der zuständigen Behörde als

rechtsmissbräuchlich angesehen werden. Außerdem muss das Schießen nach

einer staatlich anerkannten Sportordnung erfolgen und die Sammlerwaffe darf

nicht nach § 6 AWaffV vom Schießsport ausgeschlossen sein.

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Büchsen: Underwood Coperation Mod. .30 M1 Carbine, Lauflänge: 45,5

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geputzt mit leichter Alterspatina, Lauf spiegelblank mit scharfem Feld-,

Zugprofil, ohne messbare Vorweite, ziviler deutscher Beschuss 1994, ohne

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Büchsen: Brünner –CSSR Mod. VZ 52/57, Lauflänge: 51,5 cm, Baujahr:

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verhanden, Arsenalzustand, Gasdrucklader mit Kippblockverschluss, ziviler

deutscher Beschuss 1989, ein Stück zum Sammeln und Schiessen, Kaliber:

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Büchsen: Heym –Münnerstadt Mod. Zoll-Karabiner 1952, Lauflänge:

53,5 cm, Baujahr: 1952, Originalzustand nicht überarbeitet, lediglich Zollstempel

auf Hülsenbrücke unkenntlich gemacht, frühe Nachkriegsfertigung

der Fa. Heym /Münnerstadt als Erstbewaffnung der Zoll-Truppen, System

und Lauf stammen aus hochwertiger FN-Produktion, ein Stück zum Sammeln

und Schießen, inkl. Originalriemen, Kaliber: 8x57IS, Zustand: 2gut m.

leichten Gebrauchsspuren an Holz u. Stahl;

Art.Nr.: 61164 Rarität €780,-

Büchsen: Erma –Dachau Mod. EGM1 Mod. 70, Lauflänge: 45 cm, Baujahr:

1972, kleinkalibriger Nachbau des berühmten amerikanischen Sturmgewehrs

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1939 - 2014


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BAND 1

Doppelband!

Verkaufspreis:

85,00 €

zzgl. Porto und Verpackung

WALTHER

Eine deutsche Erfolgsgeschichte

Sechs Kilo wiegen die beiden Prachtbände zum 125-jährigen Bestehen.

Auf 1073 Seiten schildern die Autoren Manfred Kersten, Dr. David Th. Schiller und

Ulrich Eichstädt die Geschichte von Carl Walther und seiner weltberühmten Firma,

aber ohne eine trockene Aneinanderreihung von Fakten. Die übersichtliche, an

Waffen orientierte Struktur macht die beiden Bände zu einem Nachschlagewerk,

in dem der Leser sich schnell über einzelne Modelle informieren kann — zumal

jeder Abschnitt Tabellen mit technischen Daten enthält. Die reich illustrierten

Bände enthalten viele bis jetzt unveröffentlichte Bilder, teilweise aus Familienbesitz.

Fazit: liebevoll gemacht, optisch ansprechend, darf in keinem Bücherregal

von Sammlern oder Sportschützen fehlen.

DETAILS: ■ Autor: Manfred Kersten, Dr. David Th. Schiller und Ulrich Eichstädt

■ Umfang: 2 gebundene Prachtbände

■ Gewicht: knapp 6 kg ■ Herausgeber: Wulf-Heinz Pflaumer und Franz Wonisch

■ Seitenanzahl: 1.073 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen

■ Beschreibung: Nachschlagewerk über einzelne Modelle mit technischen Daten

■ Format: Schuber (340 x 34 x 80 mm)

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BAND 2

VISIER-Leserservice Schweiz

Tel: +41 (0) 44 586 97 94 · Fax: +49 (0) 2603-50 60-103

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Produktänderungen vorbehalten. Lieferung solange Vorrat reicht. Bei Sendungen in Länder außerhalb der EU müssen

wir einen Versandkostenanteil von 20 Euro berechnen. Ein Angebot der VS Medien GmbH, Wipsch 1, 56130 Bad Ems,

Deutschland, vertreten durch Dirk Schönfeld und Dr.Ch. Müller, Amtsgericht Koblenz HRB 7007


Über

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NAMEN & NACHRICHTEN | Aktuelles aus der Branche

In eigener Sache

... für die VISIER-Redaktion in

Bad Ems. Was Sie mitbringen

sollten: Ein Gefühl für lebendige

Sprache sowie das Talent, komplizierte

Sachverhalte allgemeinverständlich

und unter Termindruck

zu vermitteln, sollten

vorhanden sein. Gute Deutschund

Englisch-Kenntnisse setzen

wir ebenso voraus wie den Besitz

einer WBK und / oder eines Jagdscheins

sowie einer gültigen

Fahrerlaubnis der Klasse B. Die

Fachgebiete von VISIER und

VISIER-Special reichen vom

Sportschießen über den Test aktueller

Neuheiten aus allen Bereichen

von Lang- und Kurzwaffen,

der Ausrüstung und der

Messer bis hin zum Sammeln von

Schuss- und Blankwaffen, Geschichte

oder Waffenrecht – eben

die gesamte Bandbreite rund um

das Thema Waffen. Und keine

Angst vor Einseitigkeit: Wie der

Redaktionsalltag zeigt, wird man

rasch zum Allround-Talent und

lernt stets dazu. Wir lassen uns

überraschen von Ihren Ideen, Ihren

Vorkenntnissen und Ihrem

Einsatzwillen. Senden Sie daher

bei ernsthaftem Interesse postalisch

oder per E-Mail eine Bewerbung

mit den üblichen Unterlagen,

etwaigen Arbeitsproben

und dem Datum, wann Sie Ihr Volontariat

in Bad Ems antreten

könnten. Hier die Adressangabe:

VS Medien GmbH,

Redaktion VISIER,

z. Hd. Frau Mullins,

Wipsch 1,

56130 Bad Ems

E-Mail: visier@visier.de

Lesenswert

Gun Control in the Third Reich:

Disarming the Jews and ‚Enemies of the State‘

Zigtausende von Büchern gibt es über die NS-Diktatur und den

Holocaust – was aber kaum jemand bislang mit der Akribie des

versierten Historikers erörtert hat, ist der Umstand, wie die

Nationalsozialisten die Juden und andere ihnen mißliebige

Personen systematisch entwaffnet und damit wehrlos gemacht

haben. Diese Lücke schließt das Buch des US-Wissenschaftlers

Dr. Stephen P. Halbrook, der sich schon durch Bücher über die

Beziehungen des Dritten Reichs und der Schweiz sowie über verfassungsrechtliche Fragen

rund um das US-Waffenrecht einen Namen gemacht hat. Das Werk ist tiefschürfend recherchiert

und bietet durchaus überraschende Erkenntnisse: So ordnete der damalige deutsche Innenminister Wilhelm Groener

im Jahr vor Hitlers Machtergreifung an, die Akten zur Waffenregistrierung seien davor abzusichern, in die Hände „radikaler

Elemente“ zu fallen. Das Gegenteil geschah – die Nazis nutzten diese Akten zur systematischen Entwaffnung von Juden und

anderen „Staatsfeinden“, die großteils bis 1938 und damit vor der Reichspogromnacht abgeschlossen war. Das Buch bietet

die klare Analyse, wie die Entwaffnung im Einzelnen abgelaufen und das bürokratische Instrument dazu schon in den Zeiten

der Weimarer Republik entstanden ist. Dr. Halbrook macht deutlich, worin die Lektion für künftige Generationen liegt:

„Obwohl solche Aktionen nicht vorhersagen, was geschehen wird, so zeigen sie doch, was geschehen kann.“ Ein thematisch

unbequemer, aber äußerst lesenswerter Beitrag zum Holocaust und zur deutschen Geschichte ebenso wie zu der Debatte

um schärfere Waffengesetze sowie zu den Gefahren rund um die Waffenregistrierung. Das Buch ist auf Englisch verfasst – es

bleibt zu hoffen, dass bald eine deutsche Übersetzung folgt. 248 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, erhältlich auch

als Taschenbuch oder als Kindle-Edition, ISBN 978-59813-161-1, Verlag: The Independent Institute, Oakland 2013,

www.independent.org, Preis: ab zirka € 9,00.

MSR

108 | VISIER.de

Juli 2014


Aktuelles aus der Branche | NAMEN & NACHRICHTEN

„Weg mit dem klebrigen Schmodder“

VISIER-Lesertipp:

Cosmoline von Altwaffen entfernen

Hier der Text von Leser Emanuel Wagner: „Als Ordonnanzwaffenschütze

und Sammler von Dekowaffen steht bei mir nach

dem Kauf eines neuen Schätzchens oft erst der Kampf gegen

Cosmoline auf dem Programm. Diese wachsartige Substanz

verwendeten Armeen früher, um Waffen für eine lange

Lagerung oder Seetransporte zu konservieren. Leider funktioniert

das Zeug auch heute noch – und verkleistert meine

Neuerwerbe (wie den Deko-SKS im Bild) oft bis in die hinterste

Fuge. Nach vielen Irrwegen und Versuchen habe ich mittlerweile

eine schnelle und gründliche Methode gefunden, um den

klebrigen Schmodder zu entfernen. Hierzu braucht man einen

Heißluftfön, Bremsenreiniger in Sprühdosen, Lappen und

Gummihandschuhe. Da die Reinigung eine ziemliche Sauerei

veranstaltet, bedecke ich meine Werkbank und die Wand

dahinter immer mit alten Bettlaken. Ich beginne mit dem

kompletten Zerlegen der Waffe inklusive aller Kleinteile. Die

Holzteile kommen erst mal beiseite. Mit dem Fön bearbeite ich

dann die Metallteile Stück für Stück, bis das Cosmoline flüssig

wird, das geht sehr schnell wie bei Kerzenwachs. Zwischendurch

spritze ich die betreffende Stelle immer wieder mit dem

Bremsenreiniger ab und entferne so das Cosmoline. Das

wiederhole ich so lange, bis die Metallteile absolut trocken

sind. Bislang nahm bei mir noch keine Oberflächenbeschichtung

Schaden, der Bremsenreiniger verdunstet binnen

Sekunden, das Cosmoline klebt dann in den Bettlaken an der

Wand. Anschließend muss man die gesamten Metallteile

wieder einölen, da der Bremsenreiniger alles Öl und Fett

entfernt. Beim Schaft muss man etwas anders vorgehen, da

das Holz oft richtig mit Cosmoline getränkt ist: Wenn es von

der Länge her passt, lege ich den Schaft auf ein altes Handtuch

und lasse ihn im Backofen bei etwa 60 bis 80°C schwitzen.

Zwischendurch wische ich immer wieder mit einem Lappen

John Rigby & Co.

Neue Geschäftsräume eingeweiht

über den Schaft. Alternativ kann man den

Schaft an einem heißen Tag auch in eine Mülltüte packen und im

Auto für einige Stunden aufs Armaturenbrett legen. Das mache

ich immer, wenn der Schaft für den Ofen zu lang ist. Die

Backofenmethode funktioniert meiner Meinung nach am

besten, erfordert aber eine verständnisvolle bessere Hälfte. Ich

hoffe, dieser Tipp wird den Leidensgenossen etwas helfen.“

Unter den Zuschriften an VISIER finden sich immer wieder nützliche

Tipps, die es verdienen, veröffentlicht zu werden: Praxistipps

von VISIER-Lesern für VISIER-Leser. Sollten auch Sie einen

solchen Hinweis rund um unser Hobby kennen, dann lassen Sie

andere daran teilhaben! Senden Sie der Redaktion bitte eine

kurze schriftliche Anleitung / Erläuterung sowie einige Fotos

Ihrer nützlichen Idee, gern auch ein Portrait von Ihnen selbst.

VISIER wählt aus den Einsendungen die besten Ideen aus. Das

lohnt sich: Jeden abgedruckten Lesertipp honoriert VISIER mit

einem Einkaufsgutschein für den VISIER-Shop im Wert von 25

Euro – in diesem Monat geht der an Emanuel Wagner für seinen

Tipp im Umgang mit Cosmoline.

Die Redaktion

Die britische Traditions-Waffenschmiede Rigby feierte am 20. Mai die

Eröffnung ihrer neuen Verkaufsräume und Werkstatt im Londoner

Stadteil Vauxhall. Die fast 300 m² umfassenden Räumlichkeiten hatte

man extra für diesen Anlass in eine afrikanisch anmutende Jagddekoration

getaucht. Die neuen Räume umfassen einen Ausstellungsraum

mit Waffen und Trophäen, die Waffenwerkstatt mit

angeschlossenem begehbarem Tresor sowie einen eigenen Bereich

für das Ölen von Schafthölzern. Neben Rigby-Geschäftsführer Mark Newton (4. v.l.) war auch Bernhard Knöbel (r.), CEO von Blaser

anwesend. Er repräsentierte die Mauser / Blaser-Gruppe, zu der auch Rigby gehört. Mehr Infos: www.johnrigbyandco.com TQ

Juli 2014

VISIER.de | 109


NAMEN & NACHRICHTEN | Aktuelles aus der Branche

Nachruf

Alfred Michaelis

(1915 - 2014)

Waffen Ferkinghoff

Jetzt offizieller Vertreter von Kahr Arms

Der Bergtheimer Großhändler Waffen Ferkinghoff

bietet seit 2010 die Marken Magnum

Research, Desert Eagle sowie BFR Revolver an –

alle drei Marken stehen unter dem Dach von

US-Hersteller Kahr. Jetzt erweiterten beide

Firmen ihren Vertrag: Ab sofort übernimmt

Ferkinghoff auch den deutschland- und europaweiten Vertrieb der Kahr-Pistolen

sowie Waffen der Auto-Ordnance Corp.. Laut Pressemitteilung umfasst der Kontrakt

auch die halbautomatischen Auto-Ordnance-Zivilvarianten der Thompson-MPi. Alle

Produkte werden in der nächsten Zeit in den Shop von Ferkinghoff aufgenommen.

www.waffen-ferkinghoff.com / www.kahr.com TQ

Walther

Geschäftsführerwechsel

Bereits am 27. April verstarb Alfred

Michaelis, Ehrenpräsident des Deutschen

Schützenbundes, im Alter von 98

Jahren. Der in Rehmsdorf in Sachsen-

Anhalt geborene Ingenieur war seit

1934 leidenschaftlicher Sportschütze

und nach dem Zweiten Weltkrieg

maßgeblich für die Neugründung der

Königlich Privilegierten Schützengilde

Straubing verantwortlich. Der zwölffache

Schützenkönig führte zwischen

1973 und 1982 als Präsident den

Deutschen Schützenbund und stellte

während seiner Zeit viele Weichen für

das Sportschießen und Schützenwesen.

Zu seinen Errungenschaften gehören

auch die Einführung von DSB-Jugendtagen

sowie eines Jugendsprechers.

Nachdem er 1982 seine Präsidentschaft

aus beruflichen Gründen aufgegeben

hatte, wählte ihn der Deutsche

Schützentag im gleichen Jahr zum

Ehrenmitglied und -präsidenten.

(Foto: Deutscher Schützenbund) TQ

110 | VISIER.de

Seit 1993 führte

Manfred Wörz (r.)

die Geschicke des

Ulmer Waffenherstellers

Carl

Walther GmbH.

Zum Jahresende

geht Wörz in den

Ruhestand. Sein

Nachfolger Alexander

Lenert (l.)

studierte Fertigungstechnik

an

der Universität Erlangen-Nürnberg und bringt 20 Jahre Erfahrung aus der Autobranche

mit ins Unternehmen, zuletzt als Vorstandvorsitzender bei einem weltweit

agierenden Zulieferer. Er ist schon seit Mai als Co-Geschäftsführer ins Handelsregister

eingetragen. Mehr Infos: www.carl-walther.com

TQ

Barnes X-Bullet

25 Jahre bleifrei

Im Jahr 1989 brachte US-Geschosshersteller Barnes

sein X-Deformationsgeschoss auf den Markt. Mit

diesem Projektil aus massivem Kupfer begann für

Jäger eine neue Ära – erstmals konnte Wild waidgerecht,

aber ohne Bleirückstände erlegt werden. Heute

bietet Barnes mit der VOR-TX eine komplette Linie von

bleifreien Geschossen in zahlreichen Kalibern an, in

Deutschland über Importeur Helmut Hofmann.

www.barnesbullets.com / www.helmuthofmann.deTQ

Juli 2014


Aktuelles aus der Branche | NAMEN & NACHRICHTEN

RUAG Ammotec

Austria

Georg Coester übernimmt

Geschäftsführung

Die österreichische Tochter des internationalen

Munitionsherstellers RUAG Ammotec hat eine

neue Leitung: Seit dem 1. April lenkt mit Georg

Coester ein gebürtiger Salzburger die Geschicke

des Unternehmens. Der 36-Jährige kann auf eine

einschlägige Karriere als Milizoffizier beim

österreichischen Bundesheer sowie als Leiter der

Fachmesse „Die Hohe Jagd & Fischerei“ zurückblicken.

www.ruag-ammotec.at

TQ

Henke Infotage

Information mal zwei

Die Infotage des Schießausrüsters

Heinz Henke finden in diesem Jahr

auf vielfachen Wunsch an zwei Standorten statt. Neben dem

emsländischen Firmensitz in Werlte wird es in diesem Jahr

auch eine Veranstaltung in Philippsburg geben. Interessierte

können sich nach Voranmeldung über Waffen, Optiken und

Sonstiges aus Henkes Sortiment eingehend beraten lassen.

In Werlte finden die Infotage am 7. und 14. August sowie am

11. September jeweils von 10 bis 17 Uhr statt. Wer lieber

nach Philippsburg möchte, der sollte sich den 22., 23. und

24. August in den Kalender schreiben. Laut Pressemitteilung

sollen sich Interessenten bis 31. Juli unter (05951) 959912

anmelden. www.henke-online.de

TQ

Rottweil

Mehr Munitionsstipendien

Beim Treffen des Förderkreises Wurfscheibe Nationalmannschaft

gab Munitionshersteller RUAG Ammotec bekannt, in

diesem Jahr die Rottweil-Munitionsstipendien auf sechs zu

erhöhen. Seit 2007 vergibt der Hersteller die Stipendien, die

je vier Nachwuchsschützen mit jeweils 5000 Schuss Rottweil-

Munition pro Jahr unterstüzen. Trap-Bundestrainer Uwe

Möller vom DSB: „Diese Auszeichnung hat unter unseren

jungen Sportlerinnen und Sportlern einen enormen Stellenwert.

Ein Stipendium bedeutet eine finanzielle Entlastung und

eine solide Basis für die weitere sportliche Entwicklung.“

www.rws-munition.de

TQ

Juli 2014

Steyr Mannlicher

150 Jahre Traditionsunternehmen

Am 9. Mai gab es im österreichischen Kleinraming allen Grund

zu feiern: Steyr Mannlicher zelebrierte sein 150-jähriges

Bestehen. Über 350 Gäste aus aller Welt folgten der Einladung

zur Geburtstagsfeier. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Gäste

gekommen sind und mit uns gefeiert haben. Das zeigt uns – und

darauf sind wir nach 150 Jahren stolz – welch außerordentlich

hohe Reputation und welchen Stellenwert unser Unternehmen

sowohl in der Region, der breiten Öffentlichkeit als auch bei

unseren Partner und Kunden im Bereich der öffentlichen

Sicherheit, der Wirtschaft und des Jagdwesens besitzt“, so

die Geschäftsführer Ernst Reichmayr (u.l.) und Gerhard

Unterganschnigg (u.r.) am Ende der Feier.

Mehr Infos: www.steyr-mannlicher.com

TQ

+++ Mehr Infos finden Sie unter www.all4shooters.com +++

VISIER.de | 111


TERMINE | Juli und August

Terminsache

VISIER veröffentlicht alle Termine

von Auktionen, Messen,

Ausstellungen, Schießsportveranstaltungen

und Lehrgängen,

wenn sie rechtzeitig schriftlich

vorliegen.

Redaktionsschluss

für die nächsten Ausgaben:

Heft 9/14 25. 7. 2014

Heft 10/14 25. 8. 2014

Heft 11/14 25. 9. 2014

Senden Sie uns Ihre Termine

bitte per E-Mail an

termine@vsmedien.de,

an die Fax-Nummer (02603)

5060-202 oder als Brief an

„Redaktion VISIER, Wipsch

1, 56130 Bad Ems“. Bitte

denken Sie daran, nicht nur

Veranstalter, Ort und Datum,

Waffen und Disziplinen,

sondern auch einen Kontakt

(E-Mail, Telefon- oder Fax-

Nummer) mitzuteilen. Geben

Sie bitte ebenfalls an, ob der

Wettkampf eine Qualifikation

erfordert, eine Anmeldung

nötig ist oder die Teilnehmeranzahl

begrenzt ist. Selbstverständlich

können Sie auch

komplette Ausschreibungen

einsenden. Die kostenlose

Veröffentlichung erfolgt

ohne Gewähr.

Den VISIER-Terminkalender

mit zusätzlichen (oft

aktuelleren) Veranstaltungstipps

finden Sie auch im

Internet auf der VISIER-

Homepage www.visier.de

Auktionen, Messen,

Börsen

2. 7. Österreich: Auktion bei

Joh. Springer‘s Erben in Wien,

antike Jagd-, und Sportwaffen,

Blankwaffen, Faustfeuerwaffen

und Wiederladezubehör, Info und

Katalog bei Joh. Springer‘s Erben,

Weihburggasse 27, A-1010 Wien,

Tel. (0043) 5 12 77 32 und E-Mail:

auktion@springer-vienna.com

und www. springer-vienna.com

12. 7. Auktion hochwertiger

Sammlungen bei Zwack in

Gunzenhausen, Duell-, und

Scheibenpistolen, ausgesuchte

Jagdgewehre, Colt-Sammlung und

Westerngewehre, historische

Lang- und Kurzwaffen, Blankwaffen,

Info beim Auktionshaus

Zwack,Tel. (09831) 88 27 07,

E-Mail: info@auktion-zwack.de

und www.auktion-zwack.de

20. 7. Frankreich: Lotharingia,

Internationale Waffen- und

Militariabörse in St. Avold (bei

Biding), Sammlerwaffen,

Blankwaffen, Militaria, Info bei

Guy Dolisy, 19 rue de l‘eglise,

F-57660 Biding, Tel. (0033) 3 87 90

94 18, E-Mail: guy.dolisy@free.fr

22. 7. Großbritannien: Auktion

bei Wallis & Wallis, antike

Waffen, Blankwaffen, Rüstungen

und Militaria, Info und Katalog

bei: West Street Auction

Galleries, Lewes, Sussex, England

BN 7 2NJ und unter

www.wallisandwallis.org

23. 7. Großbritannien: Auktion

bei Bonhams, London Knightsbridge,

antike Waffen, Blankwaffen

und Rüstungen, Info und

Katalog unter Tel. (0044) 20 74 47

74 47 sowie per E-Mail:

info@bonhams.com

26. 7. Niederlande: Militariabörse

im Zalencentrum CCOG

Duiven, Kastanjelaan 2, NL-6921

ES Duiven, Gelderland, Militaria,

Waffen, Blankwaffen, Orden,

Uniformen, Info nur telefonisch

unter (0031) 5 70 61 83 35 oder

(0031) 6 27 53 41 77

30. 7. Großbritannien: Auktion

bei Bonhams, London Knightsbridge,

moderne Sportwaffen,

Info unter Tel. (0044) 20 74 47

74 47 sowie E-Mail:

info@bonhams.com

23. 8. Niederlande: Militariabörse

im Zalencentrum CCOG

Duiven, Kastanjelaan 2, NL-6921

ES Duiven, Gelderland, Militaria,

Waffen, Blankwaffen, Orden,

Uniformen, Info nur telefonisch

unter (0031) 5 70 61 83 35 oder

(0031) 6 27 53 41 77

23. 8. Schweiz: Spezial-

Waffenauktion bei Kessler,

Löwenstr. 20 in CH-8280 Kreuzlingen,

Info und aktueller Katalog

unter Tel. (0041) 71 671 23 23,

Fax: 71 671 23 24 oder unter

www.kesslerauktionen.ch

26. - 27. 8. Law Enforcement

Days bei Teutodefence in Bad

Oeynhausen, Fachausstellung

und Workshops, nur für Behörden-Fachbesucher,

Kontakt und

Info bei Holger Veh, Tel. (05731)

79 69 71, per E-Mail: veh@teuto

-defence.de und unter

www.teuto-defence.de

31. 8. Militaria und Sammlerbörse

in den Kasseler Messehallen,

Jagd-, Sport- sowie

Sammler- und Dekowaffen,

Munition, Zubehör, Blankwaffen

und Militaria, Info: Expo

Management GmbH, Tel. (0431)

68 03 80, E-Mail: info@messen.de

oder www.waffenboersen.com

Schießveranstaltungen

Großkaliber-Schießen

12. 7. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Gundihausen für die Disziplinen

ZG1, ZG4 und ZG4 mod., Info und

Anmeldung bei Walter Judex,

Obermühlstr. 9, 83413 Fridolfing,

Tel. (008684) 96 89 14, E-Mail:

judex@slg-traunstein.de

2. - 3. 8. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Friedenfels für die Disziplinen

SG1/2, Info und Anmeldung bei

Karl Georg, Zinnkopfstr. 9, 83324

Ruhpolding, Tel. (08663) 41 94 96,

E-Mail:

Sandratscharly@aol.com

2. - 3. 8. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Friedenfels für die Disziplinen

ZG2 -Süd und ZG3 - Süd., Info und

Anmeldung bei Walter Judex,

Obermühlstr. 9, 83413 Fridolfing,

Tel. (08684) 96 89 14, E-Mail:

judex@slg-traunstein.de

16. 8. Mühlburger Militärgewehrschießen

auf dem

Schießstand des SC Mühlburg,

Kurzheckweg 15, 76187 Karlsruhe

für Militärgewehre bis Baujahr

1963 im Originalzustand, Kaliber

6,5 mm bis 8 mm, Rahmenprogramm

„Alaska Run“ mit

Schwarzpulverschießen

Axtwerfen u.v.m., Campingmöglichkeit,

Info und Kontakt: Volker

Lechner, Tel. (0173) 8 61 09 62,

E-Mail:

volker.lechner@sbz-lechner.de

und www.sc-mühlburg.de

Schwarzpulver- und

Westernschießen

4. - 5. 7. Offene LM Sachsen +

Sachsen/Anhalt im Western-

Auf dem War and Peace Revival in Großbritannien (16. - 20. 7.) findet man ausser Waffen auch Gegenstände des täglichen Lebens im Feld.

112 | VISIER.de

Juli 2014


Juli und August | TERMINE

schießen in „Tombstone

Village“ Edderitz, 6 Stages nach

BDS SportO 9711, stilgerechtes

Outfit erforderlich, Info und

Anmeldung bei Walter Hensel, Am

Wall 01, 06780 Zörbig, Tel. (0172)

9 09 77 18 oder per E-Mail:

Hensel@tombstone-village.de

4. - 6. 7. Offene Deutsche

Meisterschaft Perkussion/

Schwarzpulver und LM

Perkussion Baden-Württemberg

auf der Schießanlage

Philippsburg, für Perkussionsund

Steinschloßpistole,

Perkussions- und Patronenrevolver,

Musketen, Perkussions- und

Steinschloßgewehr sowie

Einzel- und Mehrlader, Info und

Anmeldung bei Han Christian

Jung, Am Gigl 1, 86690 Mertingen,

Tel. (09078) 91 24 40 und

unter www.bds.de

5. 7. Zündnadelschießen bei SV

Diana 1910 Jügesheim, Untere

Sände, 63110 Rodgau-Jügesheim,

für alle Hinterlader-Gewehre mit

Zündnadelzündung, ordonnanzmäßig

geführte Waffen (Original

oder Replika mit Beschussnachweis,

die dem Original entspricht),

zeitgleich: Schießen

für alle M/71-Modelle sowie

Reichsrevolver-Schießen, Info

bei Heinz Schmidt, Tel. (06181)

3 92 65 oder per E-Mail:

heinzpanman@aol.com

6. 7. Oranienpokalschießen

auf der Anlage des SV Oranien

1480 e.V. Dillenburg für

Perkussionsgewehr, -pistole und

-revolver auf 25 und 50 Meter,

Info bei Hans Schäffer, Tel.

(02772) 64 42 97 und E-Mail:

tddy262@online.de

11. - 12. 7. Schwarzpulver- und

Westernwaffenschießen in

85084 Langenbruck/Reichertshofen

für Vorderlader- und

Westernwaffen auf 25, 50 und

100 Meter auf Ring- und

Motivscheiben, Westernlager ab

Donnerstag möglich, Info und

Anmeldung unter E-Mail: mail@

freischuetz-langenbruck.de

oder www.freischuetz-langen

bruck.de

12. 7. Büffelschießen des SV

Hanhofen, Ort: Auf der Silz in

67374 Hanhofen, für KK-Unterhebelrepetierer

und UH-Großkaliber

mit Kurzwaffenpatronen

auf 25 Meter, Traditionskleidung

erwünscht, Info und

Anmeldung unter

www.sv-hanhofen.de

12. - 13. 7. Unterhebel- und

Westernwaffenschießen ab 7

mm beim SV Neckarweihingen,

im Gschnait 1 in 71642 Ludwigsburg,

Info bei Siegfried Thamm,

Tel. (07141) 75453 oder E-Mail:

sigi-thamm@t-online.de

18. - 20. 7. Deutsche Vorderlader-Meisterschaft

in Pforzheim,

Kontakt und Info unter

www.dsb.de

18. - 20. 7. Österreich:

Internationales Vorderladerschießen

der 1. OÖVSSC

Oberschlierbach, Ausschreibung

und Info bei Stefan Obert per

E-Mail: steva.obert@aon.at

30. 7. - 3. 8. Philippsburg Star,

Offene DM im Westernschießen

auf der Schießanlage

Philippsburg, 12 Stages Main

Match nach BDS SpoO, Sidematches,

Westernkleidung gemäß

BDS-Sporthandbuch erwünscht,

zeitgleich am 30. 7. Offene DM

97-11 Wild Bunch mit 6 Stages

nach BDS SpoO Ausschreibung

und Anmeldung bei Peter

Hufgard, Forsthau sen 39, 63931

Kirchzell, und www.bds-wes

tern-schiessen.de

2. - 3. 8. Offene VL-Meisterschaft

der DSU in Mayen-Hausen

für Steinschlossgewehr- und

-muskete, Perkussions- und

Hinterladergewehr, Steinschlossund

Perkussionspistole,

Perkussionsrevolver und

SA-Revolver für SP-Patronen, Info

und Anmeldung bei der DSU-

Geschäftsstelle, Stierweg 54,

56575 Weißenthurm, Tel. (02637)

2347 oder unter www.d-s-u.de

6. - 9. 8. Italien: Days of Thruth

in Agna (PD) im Centro

Sportivo „Le Tre Piume“, via

Constanze, 8, I-35021 Agna, CAS

European Championship nach

SASS Reglement, Main Match mit

12 Stages, Info und Anmeldung

unter www.wildwestrebels.com

8. - 10. 8. Vorderlader.,

Unterhebler- und Derringer-

Schießen beim SV Falken-Gesäß

1955 e.V. (Odenwald), auf dem

Schießstand im Steinbruch in

64743 Beerfelden/Hetzbach,

historisches Westernlager,

Campingmöglichkeit vorhanden,

Info bei Horst Krämer, Tel.

(06068) 2841, E-Mail:

sv.falken-gesaess@freenet.de

und www.sv-falken-gesaess.de

8. - 10. 8. Internationales

Vorderlader- und Westernwaffenschießen

des Schützenverein

e.V. Wörth am Rhein, für

Vorderladerlang- und -kurzwaffen

sowie traditionelle Westernwaffen

nach DSB-Sportordnung,

Campingmöglichkeit, Traditionskleidung

erwünscht, Info: Matthias

Fried, Tel. (07271) 12 68 33,

Die wichtigsten Adressen auf einen Blick

Schießsportverbände:

Deutscher Schützenbund

(DSB), Lahnstr. 120, 65195

Wiesbaden- Klarenthal, (0611)

4 68 07-0, Fax -49,

www.dsb.de, info@dsb.de

Bund Deutscher Sportschützen

(BDS), Birkenring 5,

16356 Ahrensfelde, (030) 50

18 44 68, Fax 97 99 23 59, www.

bdsnet.de,

bdsberlin@web.de

Bund der Militär- und

Polizeischützen (BDMP),

Grüner Weg 12, 33098

Paderborn, (05251) 3 74 57, Fax

3 11 70, www.bdmp.de,

bdmp.bgst@t-online.de

Bund der Historischen

Deutschen Schützenbruderschaften

e.V., Bundesgeschäftsstelle

(montagsfreitags

8.00 - 16.00 Uhr): Am

Kreispark 22, 51379 Leverkusen,

(02171) 7 21 50, Fax 2080,

www.bund-bruderschaften.de,

Info@Bund-Bruderschaften.de

Deutsche Schießsport-Union

(DSU), Stierweg 54, 56575

Weißenthurm, (02637) 2347,

Fax 2616 (Mo. bis Fr. jeweils

8-13.00 Uhr),

www.d-s-u.de, info@d-s-u.de

Cowboy Action Shooting –

Germany e.V. (SASS-affiliierter

Club Deutschland),

Geschäftstelle: Heiko Kaaden,

Huttenstr. 77, 06110 Halle/

Saale (0345) 1 20 05 81,

www.cas-germany.org,

vicepresident@casgermany.org

SASS Germany e.V., (offizielle

Vertretung der SASS, USA),

Klaus-Jürgen Pohl, (0941)

2 80 34 00,

pohl@sass-germany.de,

www. sass-germany.de

European Rifle Association -

Deutschland (ERA-D),

Paderborner Str. 1, 33758

Schloß Holte -Stukenbrock,

www.era-d.de, info@era-d.de

Verband der Reservisten der

Deutschen Bundeswehr e.V.

(VdRBw), Generalsekretariat,

Provinzialstr. 91, 53127 Bonn,

(0228) 2 59 09-0, Fax -77,

www.reservistenverband.de,

info@vdrbw.de

Freie Schützen in Deutschland

e.V. (FSD), Geschäftsstelle

Siegburg (mittwochs

und donnerstags 18.00 - 22.00

Uhr), PF 1318, 53703 Siegburg,

(02243) 84 39 97, Fax 9 11 98

72, www.fsdev.de

Kyffhäuserbund e.V., Bahnstr.

12, 65205 Wiesbaden, Tel.

(0611) 52 36 16, Fax 59 06 38,

www.kyffhaeuserbundev.de,

kyffhaeuserbund@t-online.de

TIRO e.V., Delitzscher Str. 106,

06116 Halle/Saale, Tel. (0345)

56 67 20 24,

www.tiro.de, office@tiro.de

Waffenrechts- und

Sammlerverbände:

Forum Waffenrecht e.V.

(FWR), An der Pönt 48, 40885

Ratingen, (02102) 5 59 57 40,

Fax 5 59 57 39, www.fwr.de,

f.goepper@ fwr.de

prolegal Interessengemeinschaft

für Waffenbesitz e. V.,

Geschäftsstelle (dienstagsdonnerstags

10.00 - 12.00 Uhr),

Gartenstr. 12, 56357, Bogel,

Tel: (06772) 969-6522, Fax:

-8425, www. pro-legal.de,

info@pro-legal.de

Verband für Waffentechnik

und -geschichte e.V.(VdW),

Oststraße 154, 40210

Düsseldorf, (0211) 46 48 44,

Fax 48 90 35,

www.vdw-duesseldorf.de,

info@vdw-duesseldorf.de

Verband für Waffentechnik

und -geschichte e.V.

Hannover (VWG), Meisenweg

2, 30855 Langenhagen.

Ansprechpartner Rainer

Buchholz, (0511) 78 44 51,

Fax (0511) 7 40 38 81,

www.vwg-ev.de

Internationaler Freundeskreis

Lebendige Geschichte

(FLG), Karl-Arnold-Str. 1,

65199 Wiesbaden,

www.f-l-g.org,

geschaeftsfuehrung@f-l-g.org

Kuratorium zur Förderung

Historischer Waffensammlungen

e.V., Ulmerstr.32,

89171 Illerkirchberg, (07346)

5213, Fax 91 95 60,

www.waffensammlerkuratorium.de,

info@waffensammlerkuratorium.de

Alle Angaben ohne Gewähr!

Juli 2014

VISIER.de | 113


TERMINE | Juli und August

E-Mail: svwoerth@gmx.de und

www.sv-woerth.com

14. - 17. 8. Quigley Shoot der

Neuwieder Schützengesellschaft

1833 e.V. zum vierten Mal

auf dem Schießstand Nordhausen,

für Vorderlader- und Westernwaffen,

Eimerschießen, Sonderwertung

Büffelscheibe, Traditionskleidung

erwünscht,

Cam- pingmöglichkeit vorhanden,

Anmeldung an Bernd Helbach,

Tel. (0170) 6 14 20 73 oder unter

E-Mail: sharps-doctor@gmx.de

sowie neuwieder-sg@t-online.de

15. - 17. 8. Unterhebelgewehrund

Westernschießen in 36341

Lauterbach/Hessen, Unterhebelgewehre

aller Kaliber mit

offener Visierung, Revolver alle

Kaliber, Flinte Kaliber 12, mit

Rahmenprogramm, Info bei Alwin

Lomp, Karlsbader Str. 21, 36341

Lauterbach, Tel. (06641) 7872,

oder unter www.ssvl.de

Andere

Schießveranstaltungen

24. - 27. 7. Deutsche Meisterschaft

Kleinkaliber / Luftgewehr

Sommerbiathlon in

Clausthal-Zellerfeld, Info unter

www.dsb.de

26. 7. Deutsche Meisterschaft

Feldarmbrust in Hannover, Info

unter www.dsb.de

2. 8. Masters Cup für Gewehr,

Pistole und Bogen in München,

Info unter www.dsb.de

4. - 10. 8. Weltmeisterschaft

Armbrust in Frankfut/M., Info

unter www.dsb.de

Ausstellungen & Treffen

bis 9. 11. 2014, Österreich:

Ausstellung „Jubel & Elend.

Leben mit dem Großen Krieg

1914 - 1918“ im Renaissanceschloss

in A-3382, Schallaburg,

Info unter Tel. (0043) 02754-

6317-0 und www.schallaburg.at

bis 29. 3. 2015, Schweiz:

Sonderausstellung „Genf 1814

bis 2014 – 200 Jahre Geschichte“

im Schweizer Schützenmuseum,

Bernastrasse 5, CH-3005

Bern, Info unter Tel. (0041) 31

351 01 27 oder E-Mail:

info@schuetzenmuseum.ch und

www.schuetzenmuseum.ch

5. 7. Ausstellung militärhistorischer

Fahrzeuge vom

Förderverein WTD 41, Kolonnenweg,

54296 Trier, 10.00 - 18.00

Uhr, Eintritt: 5 Euro für Erwachsene

und Jugendliche ab 16 Jahren.

114 | VISIER.de

Kommerzielle Lehrgänge

Kostenpflichtiger Eintrag für

die Rubrik kommerzielle

Lehrgänge.

Je angefangene Druckzeile

(ca. 30 Zeichen inkl. Leerräume

und Satzzeichen)

5,60 € zzgl. 19 % MwSt.

je Veröffentlichung.

Weitschuss-Seminare der

Firma Blaser: präzises

Schießen auf Entfernungen bis

400 Meter auf dem Versuchsgelände

der Firma Rheinmetall

in Unterlüß in der Lüneburger

Heide, Gruppenbuchungen bei

Gunther Stoschek, Tel. (07562)

702-324, Fax: (07562) 702-343,

Einzelbuchungen sind über den

Blaser-Fachhandel möglich,

Termine (auch wochentags)

nach Vereinbarung.

DEVA-Lehrgänge für

Vorderlader und Wiederlader

sowie Sachkundelehrgänge

nach § 7 WaffG, Sachkunde für

Schießstandaufsichten und für

Damtierhalter in NRW (jeweils

nach Vereinbarung), Kontakt

und Anmeldung: DEVA, Dune 3,

33184 Altenbeken, Telefon

(05255) 73-3, Fax: (05255)

7305, E-Mail: info@devainstitut.de

oder unter

www.deva-institut.de

Schulungszentrum Mayr,

Marktplatz 6, 86556 Kühbach,

Tel. (08251) 82 92 5, E-Mail:

WMAYR@aol.com sowie

www.Schulungszentrum-Mayr.com

Termine:

Böllerkurs: 4. 8.

Handböller - Standböller -

Kanone: Kosten: 90,00 Euro für

eine Böllerart, jede weitere

zzgl. 10,00 Euro

Wiederladekurs: 10. - 11. 8.

– Kosten: 100,00 Euro

Vorderladerkurs: 11. 8.

– Kosten: 90,00 Euro;

Kombination Wiederlader-/

Vorderladerkurs: 160,00 Euro

Waffensachkunde für

Sportschützen, Waffenherstellung

und Gehegebesitzer:

1. - 2. 8.

16. - 20. 7. Großbritannien:

War & Peace Revival, weltgrößtes

Treffen für Militärfahrzeuge

mit Militariamarkt und Reenactment,

Ort: RAF Westenhanger,

Folkestone Racecourse near

Hythe, Kent CT21 4HX, Info: www.

thewarandpeacerevival.co.uk

Meldeschluss für die

nächsten Ausgaben:

Heft 8/2014 25. 6. 2014

Heft 9/2014 25. 7. 2014

Heft 10/2014 25. 8. 2014

- Kosten: 160,00 Euro

Waffenschein: 1. - 3. 8.

- Kosten: 200,00 Euro

Bei Nichtbestehen können die

Kurse mit Prüfung kostenlos

wiederholt werden. Zusätzliche

Termine je nach Bedarf

möglich. Außerdem Lehrgänge

Schießstandaufsicht, kundige

Person, Fallenlehrgang, Reinigung

von Schießstandanlagen

– Termine auf Anfrage.

Vorbereitungslehrgang für

die Fachkundeprüfung im

Waffenhandel, Info: M. Burg,

82393 Iffeldorf, Tel. (0176) 20

13 90 88, E-Mail:

info@waffen-burg.de oder

R. Herrmann, 74677 Dörzbach,

Telefon (07937) 80 37 17, Kurse

monatlich, Termine auf

Anfrage. E-Mail:

guns-n.more@gmx.com

ISS International Security

School & Services GmbH

Termine:

Datenschutz und Lauschabwehr:

5. - 6. 7. in Bad Wörishofen

Einführung Personenschutz

(Selbstschutz):

13. - 15. 7. in Königswartha

(Nähe Dresden)

7-Tage Personenschutz

Intensivkurs:

13. - 20. 7. in Königswartha

(Nähe Dresden)

Etikette (Verhaltensregeln

für In- und Ausland):

26. - 27. 7. in Overath (bei

Köln)

Brandschutzunterweisung

mit Löschübung:

8. 8. in Bad Wörishofen

USBV (Erkennung, Suche und

Schutz vor Sprengsätzen):

9. - 10. 8. in Bad Wörishofen

19. - 20. 7. Jahrestreffen der

FROCS (FRiends Of the Centaure

Society) beim SV Hofheim 1938

e.V., u.a. mit Centaure Ausstellung,

Info-Veranstaltungen,

Centaure Main- und Sidematches,

Leihwaffen nach Absprache, mit

Campingmöglichkeit, Tradi-

Senden Sie uns Ihren Text bitte

per E-Mail an

anzeigen@vsmedien.de,

per Fax an (02603) 5060-107 oder

per Post an: VS Medien GmbH,

Anzeigenabteilung VISIER

Postfach 1351, 56120 Bad Ems.

Info bei: ISS International

Security School & Services

GmbH, Zur Friedenskirche 30,

51491 Overath, Telefon

(02204) 20119-0, Fax: (02204)

20119-10 oder

www.vipprotection.de

und unter E-Mail:

info@vipprotection.de

Dipl.-Ing. (FH) Uwe Kotthaus

Termine:

Kombilehrgang Vorder-/

Wiederlader:

2. - 4. 8.

Fachkundelehrgang Teil 1:

29. - 31. 8.

Alle Lehrgänge finden in 66453

Gersheim/Walsheim statt. Info

und Anmeldung unter Tel.

(06843) 58 98 63, Fax: (06843)

58 98 64 oder E-Mail:

info@waffenwesen.de

und www.waffenwesen.de

Bichlmeir Schießtraining,

Nächster Termin:

12. 7. Dynamisches Pistolenschießen

Info bei: Bichlmeir GmbH,

Postfach 70 12 40, 81312

München, Tel. (089) 741 40

243, Fax (089) 741 40 244,

E-Mail: info@bichlmeir.de

und unter www.bichlmeir.de

Wiederladelehrgänge bei

“Wiederladen/Reloaders

Help”, Kontakt: Dirk Landwehr,

Richard-Byrd-Straße 27 in

50829 Köln, Tel. (0221) 70

9006-748, Fax: -79, E-Mail:

reloaders.help@gmx.net

Vorbereitungslehrgang für

die Fachkundeprüfung

Waffenhandel:

Info und Kontakt unter:

www.waffenschule-berlin.de

tionskleidung erwünscht, Info

und Anmeldung bei Wolf D.

Niederastroth, Rossertstr. 19 a,

65719 Hofheim, Tel. (06192)

901290, Fax: (06192) 901293,

E-Mail: wolf@1960nma.de und

unter www.svhofheim.de

Juli 2014


VISIER – Juli 2014 | Bestellcoupon

Ein Angebot der VS Medien GmbH, vertreten durch Dirk Schönfeld, Amtsgericht Koblenz HRB 7007. Produktänderungen vorbehalten. Lieferung solange Vorrat reicht.

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___ 25 890 Buch: “Sportgewehre und Sportpistolen“ 24,50 E ______

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___ 25 896 Buch: “Luftgewehre und Luftpistolen“ 28,90 E ______

___ 25 875 Buch: “History Writ in Steel” 89,00 E ______

___ 25 872 Buch: “Leistungsplaner Gewehr” 11,90 E ______

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___ 25 901 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band III

___ 25 893 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band II

___ 25 892 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band I

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Waffenrecht inkl. Ergänzung

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__ 15 345 Sturmgewehre 9,50 E

__ 15 445 Schießen mit Kleinkaliber 9,50 E

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__ 15 945 Schießen mit Großkalibergewehren 9,50 E

__ 16 045 Die Pistole Mauser C 96 9,50 E

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FOTOGRAFIE: Michael Schippers

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E-Mail: karola.goeth@vsmedien.de

Und wer es nicht nach England schafft, für den lohnt sich auf

jeden Fall ein Besuch der Wings & Wheels History Show in

Belgien vom 9. bis 10. August. Mehr dazu im Kalender.

9. - 10. 8. Belgien: „Wings &

Wheels“ Military History Show

auf dem Ursel Airfield zwischen

Gent und Brugge, Militär- und

Feuerwehrfahrzeuge, Flugzeuge,

Reenactments, großer

Militaria-Markt, Info unter

www.wingsandwheels.be

29. - 31. 8. Bernauer Tage des

Donners, Kanonenbiwak auf dem

Gelände Marie-Curie-Str. 15 in

16321 Bernau, Böllern mit

Kanonen und Handböllern,

Campingmöglichkeit, Händler

vor Ort, Veranstalter: Schützengilde

1418 zu Bernau e.V., Info

und Anmeldung unter

www.sgi1418.de

Reenactments & Feste

26. - 27. 7. Mittelalterliches

Burgfest auf der Burg Rheinfels

bei St. Goar, Ritterlager,

Schaukämpfe, Handwerkerstände,

Rahmenprogramm für Kinder,

Info bei Tourist Information St.

Goar, Tel. (06741) 383 oder unter

www.st-goar.de

9. - 10. 8. Mittelalterliches

Schlossfest im Wasserschloss

Werdringen in 58089 Hagen/

Westfalen, Ritterkämpfe,

Kinderritterturnier, Markt,

Gaukler, Feuershows, Musikanten,

Eintritt: Erwachsene 4 Euro,

Kinder bis Schwertmaß frei, Info

bei MAHO Events & Concepts

Juli 2014

Bremen, Tel. (0421) 98 50 51 50

und www.schlossfest-werdrin

gen.jimdo.com

30. - 31. 8. Mittelalterfest im

unteren Domgarten zu Speyer,

Ritterturniere, Feuershows,

Fechtkampfvorführungen,

Söldner, Handwerker, Gaukler,

Musiker, Händler, Info bei Gisbert

Hiller, Viehfeldstr. 27a, 48317

Drensteinfurt, Tel. (02508) 999

-409 und www.spectaculum.de

Lehrgänge

Lehrgänge der Deutschen

Schießsport Union (DSU)

Info und Anmeldung bei Ulrike

Mäder, Geschäftsstelle,

Stierweg 54, 56575 Weißenthurm,

Tel. (02637) 2347,

E-Mail: info@d-s-u.de oder

unter www.d-s-u.de

DSB-Lehrgänge und Wettkampf-Termine

in der Schießsportschule

des Deutschen

Schützenbundes, Wiesbaden.

Anmeldung beim DSB, Ute

Fieseler, Lahnstraße 120, 65195

Wiesbaden, Tel. (0611) 4 68 07-41.

Termine gibt es auf Anfrage bei

der DSB-Geschäftsstelle oder auf

www.dsb.de. Alle Wettkampf-

Termine des Schützenbundes

finden Sie unter www.dsb.de/

termine/wettkaempfe

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VISIER.de | 117


VOR ORT | VISIER-Cup 2014 auf der Schießanlage Schmidtenhöhe

-CUP2014

Lokalderby

Mit der erlaubten zehnfachen Vergrößerung

wird es auf die 200-Meter-Distanz schon

etwas kniffliger. Wohl dem, der da über ein

passendes Absehen verfügt.

Wenn im Mai die Bäume ausschlagen, hält auch auf den Schießständen

frühlingshaftes Treiben Einzug. Dazu gehört auch der VISIER-Cup im nördlichen

Rheinland-Pfalz, der am 24. Mai bereits zum sechsten Mal stattfand.

Das Wörtchen „Schmidtenhöhe“ erzeugt

wohl bei Generationen von

Wehrdienstlern der Fernmelde-, Pionier-

und Panzertruppe Erinnerungen

der positiven oder auch negativen Art.

Bei Eingeweihten als „Schmietnam“ oder

auch „Schmidtchens Wiese“ bekannt,

stellte das Areal jahrzehntelang einen

der größten Bundeswehr-Standortübungsplätze

Westdeutschlands und eines

der militärischen Aushängeschilder

118 | VISIER.de

der Garnisonsstadt Koblenz dar. Heute

bewirtschaftet die Bundeswehr nur noch

einen kleinen Teil des riesigen Geländes

auf dem Höhenzug zwischen Rhein und

Lahn. Auf dem restlichen Gebiet weiden

heute ausgewilderte Taurusrinder und

Koniks, eine besondere Pferderasse. Die

gut ausgebauten Wege erfreuen bei

schönem Wetter Scharen von Wanderern,

die hier, nur wenige Autominuten von der

Koblenzer Innenstadt entfernt, etwas

Natur genießen wollen. Auch die ehemalige

Bundeswehr-Schießbahn beherbergt

nun Zivilisten, genauer gesagt den Verein

„Schießanlage Schmidtenhöhe e.V.“.

Die kleine Truppe von Sportschützen hat

sich hier ein ganz eigenes Refugium geschaffen,

um in aller Ruhe und Abgeschiedenheit

ihre Treffer stetig enger zu

platzieren – ein echtes Schützenidyll,

das der Verein aber einmal pro Jahr ganz

Juli 2014


VISIER-Cup 2014 auf der Schießanlage Schmidtenhöhe | VOR ORT

freiwillig unterbricht, um beim VISIER-

Cup den neuen „Herrn der Schmidtenhöhe“

zu krönen.

Ein langer Weg: Bis allerdings vor

sechs Jahren der erste Cup-Sieger

gekürt werden konnte, war es für die Mitglieder

des Vereins ein langer und dem

deutschen Behördendschungel entsprechend

steiniger Weg: Um den Jahreswechsel

1998/99 suchte eine Schießgruppe

aus dem Umfeld der

Koblenzer Abteilung des Bundesamtes

für Wehrtechnik und

Beschaffung (BWB) einen ortsnahen

Schießstand. Zur gleichen

Zeit entschloss sich die

Bundeswehr, im Zuge der allgemeinen

Abrüstung nach

Ende des Kalten Krieges große

Teile ihres Koblenzer Standortübungsplatzes

aufzugeben.

Das Gelände war bereits seit

den frühen 1990er Jahren nur

noch wenig genutzt und sollte

nun verpachtet werden. Die

BWB-Gruppe erfuhr von dem

Vorhaben und machte sich

gleich daran, die Schießanlage

für sich zu pachten.

Bevor aber auf den Bahnen

auch nur ein einziger Schuss

fallen konnte, standen der

Truppe jede Menge bundesdeutsche

Gesetze im Weg: Eine

ehemals militärische Schießanlage

kann nicht ohne weiteres

zivil weitergenutzt werden.

Umfangreiche Umbauten und Genehmigungsverfahren,

vergleichbar mit dem

kompletten Neubau eines Standes,

standen auf dem Programm. Neben den

sicherheitsrelevanten Aspekten lagen

auch umwelt- und lärmschutztechnische

Arbeiten an. Eine Mammutaufgabe,

aber die kleine Truppe stemmte das ganze

Verfahren und die Umbauten in

Eigenregie und aus der eigenen Tasche.

Über die nächsten Jahre hinweg entstand

so ihre ganz eigene Vorstellung

eines „Traum-Schießstandes“.

Juli 2014

Im Jahr 2004 kam dann der große

Schreck: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

(BImA) wollte die Schießanlage

nun endgültig aus dem Geltungsbereich

der öffentlichen Hand entlassen.

Das Areal sollte zum Verkauf an private

Interessenten ausgeschrieben werden.

Normalerweise hätte die Bundeswehr die

Anlage komplett abreißen und entsorgen

müssen, bevor ein solcher Verkauf möglich

gewesen wäre – alle Arbeiten der

Schießgruppe wären vergebens gewesen.

Allerdings kamen ihr hier die Paragraphen

sehr entgegen. Da die Schützengruppe

schon sämtliche benötigten zivilen

Anträge für den Schießstand

eingereicht hatte, konnte das Areal ohne

vorherigen Abriss als Ganzes zum Verkauf

ausgeschrieben werden – die Mitglieder

der mittlerweile in „Schießanlage

Schmidtenhöhe e.V.“ umbenannten Truppe

legten ihr Geld zusammen und der Verein

bekam den Zuschlag für den gesamten

Bereich der Schießstände.

Damit befanden sich die Schützen in einer

wirklich traumhaften Situation:

Quasi über Nacht war man nun der Herr

im eigenen Hause und konnte auf der

Schießanlage nach Herzenslust schalten

und walten: „Das gibt einem schon

sehr viel Planungssicherheit“ so Vereinspräsident

Dieter Jungbluth. Mit den erforderlichen

Genehmigungen im Rücken

konnten die Umbauten nun erst richtig

in die Vollen gehen. Die massive Stahlbetonkonstruktion

der Anlage

machte es dabei den neuen

Besitzern in manchen Bereichen

auch recht einfach, die

behördlichen Auflagen einzuhalten.

So erzeugt der Verkehr

auf der nahegelegenen Bundesstraße

49 beispielsweise

eine höhere Lautstärke als

der laufende Schießbetrieb.

Das Ergebnis dieses langen

Weges kann sich sehen lassen:

Momentan stehen zehn Bahnen

zur Verfügung. Auf ihnen

kann man auf Distanzen von

50 bis 200 Meter sowohl Langals

auch Kurzwaffen sowie

Bogen und Armbrust schießen.

Gleich daneben werkelt

die Truppe momentan daran,

die zwei 400-Meter-Bahnen

mit je zehn Ständen und Zwischenentfernungen

von 100,

200 und 300 Meter betriebsbereit

zu machen. Nach Abschluss

der nötigen Verkabelung

sollen sie noch in diesem

Sommer eingeweiht werden. Und als

wäre das noch nicht genug, will man bis

nächstes Jahr weitere zehn 200-Meter-

Bahnen so umrüsten, dass auf ihnen

Kurzwaffen- und jagdliche Disziplinen

wie etwa Silhouette oder Rollhase geschossen

werden können. „Wenn wir mit

allem fertig sind, kann man bei uns quasi

sämtliche gesetzeskonformen Disziplinen

bis auf Wurfscheiben schießen“, so Dieter

Jungbluth nicht ohne Stolz in der Stimme.

Die nächsten Jahre sind auf der

Schmidtenhöhe also gesichert.

VISIER.de | 119


VOR ORT | VISIER-Cup 2014 auf der Schießanlage Schmidtenhöhe

Die Betreiber haben den alten Bundeswehr-Stand mit viel

Fleiß und Technik zum modernen Refugium für Sportschützen

umfunktioniert. Auf den zehn Bahnen kann man nun wahlweise

auf 50, 100, 150 oder 200 Meter schießen.

Für einen Wechsel der Schießscheiben ging es trotz moderner

Elektronik immer noch auf Schusters Rappen nach vorne. Hier

wusste Stefan Maurer (r.) noch nicht, dass er am Ende des Tages

den VISIER-Cup mit nach Hause nehmen würde.

Klar, dass ein solcher „Sportschützentraum“

geradezu danach schreit, dort

auch Wettkämpfe auszutragen. Daher

entschied sich der Verein, den VISIER-

Cup ins Leben zu rufen – die Redaktion

befindet sich ja fast in Wurfweite zur Anlage.

Wie schon in den vergangenen

Jahren waren auch zum diesjährigen

Termin Legalwaffenbesitzer aller Couleur

auf der Schmidtenhöhe herzlich

willkommen. Schon bei den Teilnehmern

gab (und gibt) es keine Einschränkungen:

Jäger, Sportschützen oder andere

zivile Waffenbesitzer, am Wettkampf

darf jeder teilnehmen. Dem Sieger winkt

der namensgebende Cup, sowie ein

Vor jeder Scheibe steht eine Kamera,

gut geschützt durch eine dicke Stahlplatte.

Über die PCs an jedem Stand

konnten die Schützen einfach ihr Trefferbild

kontrollieren. Und das, ohne dabei

aus dem Anschlag gehen zu müssen,

um durch ein Spektiv zu schauen.

120 | VISIER.de

Preisgeld. Für die Plätze zwei bis zehn

gibt es zudem Sachpreise.

Freiheit, die ich meine: Bis hierhin

ähnelt der VISIER-Cup bei Koblenz sicher

einer ganzen Reihe anderer Wettkämpfe

in der Republik. Das Besondere

am Turnier auf der Schmidtenhöhe ist

allerdings seit jeher die in weiten Teilen

sehr offen gehaltene Ausschreibung: Erlaubt

sind generell fast alle Großkaliber-Langwaffen.

Dabei obliegt es den

Teilnehmern, ob sie nun mit Repetierer

oder Halbautomat anreisen. Ebenso

frei: Die Wahl des Kalibers. Der Stand ist

bis 19 000 Joule Geschossenergie zugelassen,

man könnte also theoretisch

auch problemlos mit dicken Kalibern wie

der .50 BMG zum Wettkampf anrücken.

Diesen Kaliber-Hammer brachte in diesem

Jahr zwar keiner der Teilnehmer mit

auf den Stand, aber selbst wenn, hätte

es ihm wahrscheinlich trotzdem kaum

Vorteile gebracht. Denn der einzige

wirklich begrenzende Passus der Cup-

Ausschreibung fand sich bei der Visierung:

Hier erlaubte das Reglement nur

Zielfernrohre mit zehnfacher Vergrößerung.

Freilich mussten die Teilnehmer

deswegen nicht extra eine Optik mit fixer

Vergrößerung montieren: Wer ein

verstellbares ZF sein Eigen nannte, der

konnte natürlich auch den Zoom nur auf

diesen Wert einstellen. Geschossen wurde

auf die ZG 4-Scheibe der gleichnamigen

BDMP-Disziplin. Diese Kombination

aus Scheibe und Vergrößerung machte

es auch für Teilnehmer mit guten Augen

nicht gerade einfach, die Zehn zu treffen.

Der Rest der Ausschreibung räumte

den Schützen dann wieder die gewohnten

Freiheiten ein: Geschossen wurde

grunsätzlich sitzend. Bei der Waffenauflage

konnte man sich entscheiden,

ob man sein Gewehr nun vom Zweibein

oder doch lieber vom Sandsack oder gar

der Benchrest-Auflage schoss.

Nach Entrichtung der zehn Euro Startgebühr

hatten die Teilnehmer dann die

Möglichkeit, so oft zu schießen, wie sie

mochten. Auf jede Scheibe durfte man

zehn Wertungsschüsse abgeben. Wer

mit seinem Ergebnis nicht zufrieden

war, konnte beliebig oft wiederholen.

Für die Wertung am Ende zählte nur die

beste Scheibe. Man merkt es schon, hier

stand mehr der Spaß am Schießen und

der gegenseitige Austausch unter

Gleichgesinnten im Vordergrund, als

das knallharte Ringen um das letzte

Quentchen Präzision.

Diese Kombination wirkte und sorgte im

Vorfeld des Cups für über 30 Voranmeldungen

von Sportschützen und Jägern

aus dem Westen der Republik – dass am

Samstag dann nur gut die Hälfte davon

ihren Weg auf die Schmidtenhöhe fand,

Juli 2014


VISIER-Cup 2014 auf der Schießanlage Schmidtenhöhe | VOR ORT

Bemerkenswert am VISIER-Cup war auch

der verhältnismäßig hohe Prozentsatz an

jungen Teilnehmern.

daran kann man getrost Petrus die

Schuld geben: Der goss nämlich in der

Nacht und noch am frühen Morgen das

Wasser gleich eimerweise über die ganze

Region rund um Koblenz. Bis zum Beginn

der Veranstaltung um neun Uhr

morgens zeigte sich der Himmel dann

aber glücklicherweise wieder in strahlendem

Blau. Die Sonne trocknete zwar

schnell sämtliche Pfützen, konnte aber

trotzdem einen Teil der Eingeschriebenen

nicht auf den Stand locken.

Wer trotz des nächtlichen Regens den

Weg nach Koblenz fand, der konnte sich

daher über viel Ruhe und „Schützenkomfort“

freuen: Als der Verein den

Stand auf „Zivil“ umrüstete, gehörte

unter anderem auch die Ausstattung mit

Kamera und Monitor für jede einzelne

Bahn zum Konzept – Die Kameras sind

mit dicken Stahlwinkeln gepanzert,

falls doch mal ein Geschoss zu tief gehen

sollte.

Die moderne Elektronik brachte für die

Teilnehmer des Cups den Vorteil, dass

sie nicht nach jedem Schuss aus dem Anschlag

gehen mussten, um per Spektiv

ihr Trefferbild zu kontrollieren. Trotz aller

Technik, musste man aber nach alter

Väter Sitte die Scheibe noch nach kleinem

Fußmarsch am Kugelfang antackern.

Um dabei die Sicherheit zu gewährleisten,

hatte sich der Verein eine

einfache aber überaus wirksame Methode

einfallen lassen: An jedem Stand

hing eine Warnweste. Wer nach vorne

wollte, musste diese anziehen. So hatte

der Schießleiter immer den perfekten

Überblick, auch ohne dauerndes Zählen

der Anwesenden.

Durch die frei gehaltene Ausschreibung

fand sich auf dem Stand trotz der überschaubaren

Teilnehmerzahl dann auch

ein überaus heterogener Mix aus Schützen

zusammen: Die jüngsten Teilnehmer

waren noch im Teenager-Alter, dazwischen

„alte Hasen“ und auch eine Handvoll

junger Frauen, die den Herrn der

Schöpfung mit ihren Trefferbildern so

manche Schweißperle auf die Stirn trieben.

Bei den Waffen setzten die Teilnehmer

überwiegend auf Hausmannskost

in Form von Repetierern. Hier

zeigte sich aber auch, dass es nicht unbedingt

die x-tausend-Euro teure Tuningbüchse

sein musste, um vorne mitzuschießen:

Ein Teilnehmer hatte für

seinen M/96-Schwedenmauser einen

Schichtholz-Matchschaft in der heimischen

Garage angefertigt. Lauf und System

des „Schweden“ blieben aber bis auf

die ZF-Aufnahme unangetastet. Andere

Schützen setzten auf selbstgebaute Unterlagen

und improvisierte Flimmerbänder

über dem Lauf. Vor allem das Konzept

der beliebigen Anzahl von Scheiben

Mitschießen konnten auch die, die über kein Hightech-Schießwerkzeug verfügten.

Hier diente eine per Gummi fixierte Holzlatte über dem Lauf als Flimmerschutz – das

Konzept funktionierte einwandfrei.

Juli 2014

Michael Bintz ging beim Improvisieren

sogar so weit, dass er für seinen Schwedenmauser

einen kompletten Schichtholzschaft

in Eigenregie baute, inklusive Zusammenleimen

der einzelnen Platten.

VISIER.de | 121


VOR ORT | VISIER-Cup 2014 auf der Schießanlage Schmidtenhöhe

kam bei den Schützen sehr gut an: „Man

hat ja immer mal wieder einen schlechten

Moment oder den einen oder anderen Ausreißer,

so mache ich mir hier aber wenigstens

nicht den Schnitt kaputt“, kommentierte

einer der Starter das Prinzip.

Easy going: Durch die vielen Durchgänge

blieb „Stress“ während des ganzen

Samstags sowohl für die Teilnehmer als

auch die Vereinsmitglieder ein Fremdwort.

Zwischen den einzelnen Wertungen

mit dem Puls ein wenig runterzukommen,

war kein Problem. Auch am Eingang des

Standes wartete niemand mit der Stechuhr:

Wer für einen Durchgang zu spät auf

der Schmidtenhöhe eintraf, der machte

es sich eben erst mal am Grill gemütlich

und genoss das Frühlingswetter. Die Vereinsmitglieder

und ihre Helfer sorgten

den ganzen Tag dafür, dass niemand Hunger

oder Durst leiden musste und für

„Pulvergespräche“ fand sich immer ein

passender Ansprechpartner.

Als am Ende des Tages die letzten

Scheiben ausgewertet waren, stand Stefan

Maurer als Gewinner des VISIER-

Cups 2014 fest. Die weiteren Finalisten

durften sich über die Preise in Form

von Schießgutscheinen für mehrere

Stunden auf der Schmidtenhöhe, Taschenmesser

und -lampen sowie die

beliebten VISIER-Gewehrfutterale und

Specials freuen. Anschließend landete

alles Grillgut, das den Tag über noch

keinen Abnehmer gefunden hatte, auf

dem Rost und die Schützen ließen den

VISIER-Cup gemütlich ausklingen.

Darf man da mitmachen? Wer jetzt

den starken Drang verspürt, auch auf der

Schmidtenhöhe schießen zu gehen, der

kann beruhigt sein: Der Verein freut sich

immer über neue Mitglieder sowie Gastschützen.

Interessenten können sich per

E-Mail an vorstand@schiessanlageschmidtenhoehe.de

wenden. Mehr Informationen

gibt es auch im Web unter

www.schiessanlage-schmidtenhoehe.de

122 | VISIER.de

Text und Fotos: Thomas Quirin

Auch die Auflage des Gewehrs war

frei: Ob wie hier mit Zweibein, vom

Sandsack oder der Benchrest-Auflage,

erlaubt war, was dem Schützen am

besten passte.

Nach dem Wertungsschießen ging es für die Schützen erst zum Auswerten ...

... und anschließend zum Essen-fassen. Der Grill lief den ganzen Tag über auf Hochtouren

und bot abseits des Standes genug Gelegenheit zu „Pulvergesprächen“.

Juli 2014


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Ein Angebot der VS Medien GmbH, Wipsch 1, 56130 Bad Ems, Deutschland, vertreten durch Dirk Schönfeld und

Dr.Ch. Müller, Amtsgericht Koblenz HRB 7007

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Die Waffen des

Ersten Weltkriegs

Zum 100. Mal jährt sich 2014 der Beginn des

Ersten Weltkrieges. Er beendete nicht nur die

„belle epoque“, das Viktorianische respektive

Wilhelminische Zeitalter, sondern bedeutete

auch eine Zeitenwende in Kriegsführung und

Waffentechnik. Maschinengewehre, metertiefe

Drahtverhaue und tagelange Artilleriebombardements

zwangen die Armeen aller

beteiligten Nationen zu einer radikalen Abkehr

von bisher verwendeten Taktiken. Zwar

standen sich auch 1918 deutsche Landser,

französische Poilous und amerikanische

Doughboys noch mit langen Repetierern gegenüber,

doch die vier Kriegsjahre brachten

viele Veränderungen in Bewaffnung und Ausrüstung

des Infanteristen mit sich. Das neue

VISIER Special „Waffen des Ersten Weltkriegs“

stellt die herausragenden Infanteriewaffen

und Ausrüstungsgegenstände der Soldaten

aus den wichtigsten beteiligten Nationen

vor. Es beginnt mit einem Überblick über

die Ursachen des Krieges, Bündnisse und

andere Waffen wie Panzer oder Flugzeuge,

um sich dann in einzelnen Kapiteln den Infanteriewaffen

von Deutschland, Frankreich,

England, Österreich und den USA zu widmen.

Weitere Artikel informieren über Maschinengewehre,

Grabendolche und improvisierte

Waffen, die an der Westfront einen

wichtigen Versuch darstellte, die Unbeweglichkeit

des Grabenkrieges zu überwinden.

Wie üblich rundet ein umfangreicher Anhang

mit Adressen von Museen, Schlachfeldern,

Reenactment-Zulieferern und weiteren

Zusatzinformationen das Special ab.

So bestellen Sie:

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VOR ORT | Büchsenmacher Thomas Spohr

Blick in die Werkstatt von Fine Guns:

Von traditionell

bis modern

Wenn traditioneller Metallbau und modernste

Fertigungstechniken aufeinandertreffen,

dann muss das gerade in der Waffenbranche

keinen Gegensatz darstellen. Büchsenmachermeister

Thomas Spohr aus Großmaischeid

macht das mit seinen Arbeiten vor.

124 | VISIER.de

Großmaischeid auf der Karte zu finden,

ist auch für einen tief in der

Region verwurzelten VISIER-Redakteur

eine nicht ganz einfache Angelegenheit.

„Sicher irgendwo im Westerwald“

murmelt man vor sich hin, um

dann anschließend zeitgemäß das Internet

für die Suche zu bemühen. Die

Vermutung bestätigte sich: Der gut

2000 Seelen zählende Ort liegt malerisch

dicht am Naturpark Rhein-Westerwald

am Rande des Landkreises Neuwied.

Fährt man vom Rhein aus über

Bendorf nach Großmaischeid, erwartet

einen an der Landstraße noch vor dem

Juli 2014


Büchsenmacher Thomas Spohr | VOR ORT

Und das nicht nur, weil er seit 2007 zum

„Club 30“ gehört. Also jener Vereinigung

von Büchsenmachern, die sich auf

das Tunen von Smith & Wesson-Kurzwaffen

spezialisiert haben. Doch zunächst

der Reihe nach, denn auch ein Meister

wie Thomas Spohr begann seine Karriere

einst ganz klassisch.

Vom Schüler zum Lehrling: Mit 17

Jahren stellte sich für den jungen Thomas

Spohr die Frage: Was kommt nach

der Schule? Technisch begabt und an

Waffen interessiert, lag damals für ihn

ein Praktikum bei einem Büchsenmacher

nah, das er dann auch absolvierte

– und sich blitzschnell mit dem „Waffenbau-Virus“

infizierte. Es folgte eine Bewerbung

an der Berufsfachschule Büchsenmacher

& Graveure in Suhl, wo er

sich im Auswahlverfahren gegen viele

andere Bewerber durchsetzen konnte.

Gelernt hat Spohr in Suhl jedoch nicht:

Obwohl er die Auswahl bestand, entschied

er sich, lieber die HTL im österreichischen

Ferlach (u.a. auch die Alma

Mater von Graveur Richard „Ritchi“ Maier,

siehe VISIER 6/2013) zu besuchen.

Dort führte man ihn eingehend in das

Handwerk der Waffentechnik ein – und

er beendete die Ausbildung als Diplom-

Waffentechniker.

Ortseingang ein kleines Industriegebiet,

dessen Firmenwegweiser auch ein

unscheinbares Schild mit den Wörtchen

„Fine Guns“ (feine Waffen) enthält.

Nach ein paar Abzweigungen steht man

dann vor besagtem Unternehmen. Wären

nicht das Firmenschild und die dicken

Gitter vor den Fenstern, man käme
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