Malvin® WG - Schneckenprofi

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Malvin® WG - Schneckenprofi

Malvin ® WG

Kenndaten:

Fungizides wasserdispergierbares Granulat (WG)

Wirkstoff: 800 g/kg Captan

Gefahrensymbol: T, N

Nr. 5177-00

Hochkonzentriertes, organisches Kontaktfungizid zum vorbeugenden

Einsatz in Kernobst gegen Apfel- und Birnenschorf, gegen Obstbaumkrebs und gegen

pilzliche Erkrankungen an Beerenobst. Im Rahmen der Schorfbekämpfung werden

auch Erreger von Kelch- und Fruchtfäulen wie Nectria (Obstbaumkrebs), Gloeosporium,

Monilia und Botrytis miterfasst. Malvin WG ist besonders kulturverträglich und

fördert gesunden Blattstand, die Ausbildung eines dichtzelligen Fruchtschalengewebes

sowie die Verkorkung und Heilung von Risswunden auf der Fruchtoberhaut. Malvin

WG ist uneingeschränkt im integrierten Obstbau einsetzbar.

Von der Zulassungsbehörde genehmigte Anwendungsgebiete

Schadorganismus/Zweck

Kulturart/Objekt

Rutensterben

Himbeere

Triebsterben

Heidelbeere

Rankenkrankheit

Brombeere

Obstbaumkrebs

Apfel

Zur Beachtung bei genehmigten Anwendungsgebieten: Mögliche Schäden aufgrund mangelnder

Wirksamkeit oder Schäden an den Kulturpflanzen liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders.

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen

Schadorganismus/Zweck

Kulturart/Objekt

Schorf (Venturia spp.)

Apfel und Birne

Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder

Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch

für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle

(NW468).

Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern -ausgenommen

nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer -

muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober

1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in

Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im

Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten

Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand

zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können

mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden (NW607).

reduzierte Abstände: 75 % 20 m, 90 % 15 m

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M


Malvin ® WG

Die Anwendungsbestimmung, mit der ein Abstand zum Schutz von Oberflächengewässern festgesetzt

wurde, gilt nicht in den durch die zuständige Behörde besonders ausgewiesenen Gebieten, soweit

die zuständige Behörde dort die Anwendung genehmigt hat (NW604).

Für die Anwendung in Beerenobst gilt: Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von

Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch

wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis

"Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils

geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen

der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern

einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem

gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz

2 Satz 2 PflSchG zu beachten (NW605).

reduzierte Abstände: 50 % 10 m, 75 % 5 m, 90 % *

Ein Verzicht auf den Einsatz verlustmindernder Technik ist nur möglich, wenn bei der Anwendung des

Mittels mindestens unten genannter Abstand zu Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich

wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - eingehalten

wird. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet

werden (NW606): 15m

Für die Anwendung gegen Obstbaumkrebs in Äpfeln gilt: Die Anwendung des Mittels auf Flächen in

Nachbarschaft von Oberflächengewässern -ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber

einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das

in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S.

9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten

Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände

zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen

ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern,

§ 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu

einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden (NW607).

reduzierte Abstände: 50 % 15 m, 75 % 10 m, 90 % 5 m

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Anwendung

Obstbau

Apfel und Birne

Gegen Schorf _______________________ 0,6 kg/ha

und je m Kronenhöhe (0,12 %)

spritzen oder sprühen in 500 l/ha Wasser; Einsatzzeitpunkt:

bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis,

max. 13 Anwendungen im Abstand

von 5 bis 7 Tagen; bei hohem Infektionsdruck,

starken Niederschlägen und großem Blattzuwachs

auch kürzer, in der Kultur bzw. pro Jahr.

Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung

Schäden an den Kulturpflanzen auftreten

(WP732). In Abhängigkeit von Kultur, Sorte und

dem Anbauverfahren können Schäden an der zu

behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden.

Vor einem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit

unter den betriebsspezifischen

Bedingungen zu prüfen (WP747).

Erreger von Kelch- und Fruchtfäulen wie Nectria,

Gloeosporium, Monilia und Botrytis werden im

Rahmen der Schorfbehandlung miterfasst. Nach

der Blüte bis zum Stadium Walnussgröße kann

der Einsatz von Malvin WG bei einigen Sorten zu

leichter Berostung führen.

Hinweis

Plantagenbegrünung Malvin WG-behandelter

Anlagen nicht an Tiere verfüttern.

Apfel

Gegen Obstbaumkrebs ______________ 0,6 kg/ha

und je m Kronenhöhe (0,12 %)


Malvin ® WG

spritzen oder sprühen in 500 l/ha und je m Kronenhöhe

Wasser; Einsatzzeitpunkt: nach der

Ernte (BBCH 93 bis 97) bzw. bei Blattfall, max. 3

Anwendungen im Abstand von 7 bis 14 Tagen in

der Kultur bzw. pro Jahr.

Brombeere

Gegen Rankenkrankheit _____________ 1,8 kg/ha

spritzen oder sprühen in 1000 l/ha Wasser; Einsatzzeitpunkt:

nach der Beerenernte (BBCH 91

bis 97), max. 2 Anwendungen im Abstand von 7

bis 14 Tagen in der Kultur bzw. pro Jahr.

Himbeere

Gegen Rutensterben_______________ 1,8 kg/ha

spritzen oder sprühen in 1000 l/ha Wasser;

Einsatzzeitpunkt: nach der Beerenernte (BBCH

91 bis 97), max. 2 Anwendungen im Abstand

von 7 bis 14 Tagen in der Kultur bzw. pro Jahr.

Heidelbeere

Gegen Triebsterben________________ 1,8 kg/ha

spritzen oder sprühen in 1000 l/ha Wasser;

Einsatzzeitpunkt: nach der Beerenernte (BBCH

91 bis 97), max. 2 Anwendungen im Abstand

von 7 bis 14 Tagen in der Kultur bzw. pro Jahr.

Hinweis

Volumendosierung: 1 l entspricht 780 g Malvin WG

Anwendungstechnik

Ansetzen der Spritzbrühe

1. Tank zu 1/2 der erforderlichen Wassermenge

füllen, Rührwerk einschalten.

2. Malvin WG in den Spritzbehälter geben.

Restliche Wassermenge auffüllen (bei laufendem

Rührwerk).

3. Evtl. Mischpartner erst nach vollständiger

Auflösung von Malvin WG zugeben. Flüssigpartner

- wenn nicht anders empfohlen – zuletzt

zugeben.

Ausbringungstechnik

Wasseraufwandmenge _______500 – 1000 l/ha

Mischbarkeit

Malvin WG ist mischbar mit gängigen Insektiziden

und Fungiziden wie z.B. Kanemite ® SC,

Mospilan ® SG, Dipel ® ES und Discus ® .

Nicht mit stark ölhaltigen oder selbst hergestellten

Kupfer- oder Calciumsulfatmischungen

bzw. anderen alkalischen Produkten ausbringen.

Bei Tankmischungen grundsätzlich

zusätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen

Produkte beachten.

Wartezeit

Kernobst (Schorf)____________________21 Tage

Apfel (Obstbaumkrebs), Himbeere, Brombeere,

Heidelbeere: die Wartezeit ist durch die

Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit

abgedeckt, die zwischen Anwendung

und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw.

die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist

nicht erforderlich.

Umweltverhalten

Bienen

Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die

Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder

Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge

nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich

eingestuft (B4) (NB6641).

Nützlinge

Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen

der Art Aphidius rhopalosiphi eingestuft

(NN1842).

Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen

der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe)

eingestuft (NN234).

Algen

Das Mittel ist giftig für Algen (NW262).

Fische

Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere

(NW264).

Gewässer/Grundwasser

Wasserschutzgebietsauflage____________ keine

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen

zum Gewässerschutz (siehe gesonderten

Abschnitt am Anfang).

Hinweise für den sicheren Umgang

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und

Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten

(SP001).

M

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Malvin ® WG

Anwenderschutz

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden.

Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden

führen (SB001).

Das Wiederbetreten der behandelten

Flächen/Kulturen ist am Tage der Applikation

nur mit der persönlichen Schutzausrüstung

möglich, die für das Ausbringen des Mittels

vorgegeben ist. Nachfolgearbeiten auf/in behandelten

Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich

erst 24 Stunden nach der Ausbringung des

Mittels durchgeführt werden. Innerhalb 48

Stunden sind dabei der Standardschutzanzug

(Pflanzenschutz) und Universal-Schutzhandschuhe

(Pflanzenschutz) zu tragen (SF189).

Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz)

tragen beim Umgang mit dem unverdünnten

Mittel (SS110).

Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und

festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen

bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen

Mittels (SS220).

Kopfbedeckung aus festem Stoff mit breiter

Krempe tragen bei der Ausbringung/Handhabung

des anwendungsfertigen

Mittels in Raumkulturen (SS422).

Kennzeichnung GefStoffV

Giftig beim Einatmen – R23. Verdacht auf

krebserzeugende Wirkung – R40. Gefahr ernster

Augenschäden – R41. Sensibilisierung

durch Hautkontakt möglich – R43. Sehr giftig

für Wasserorganismen – R50. Unter Verschluss

und für Kinder unzugänglich aufbewahren –

S1/2. Von Nahrungsmitteln, Getränken und

Futtemitteln fernhalten – S13. Dampf/Aerosol

nicht einatmen – S23. Berührung mit der Haut

vermeiden – S24. Bei Berührung mit den Augen

sofort gründlich mit Wasser abspülen und

Arzt konsultieren – S26. Abfälle und Behälter

müssen in gesicherter Weise beseitigt werden

– S35. Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung,

Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtschutz

tragen – S36/37/39. Bei

unzureichender Belüftung Atemschutzgerät

anlegen – S38. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort

Arzt zuziehen – S45. Zur Vermeidung einer

Kontamination der Umwelt geeigneten

Behälter verwenden – S57. Bei Unfall durch

Einatmen: Verunfallten an die frische Luft bringen

und ruhigstellen – S63.

Abpackung

1 kg Faltschachtel

(Orig.-Kart. 12 x 1 kg)______Art.-Nr. 3071

10 kg Sack

(Orig.-Kart. 2 x 10 kg)______Art.-Nr. 3076

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