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Oeverblick

Freizeit | Hoya

Wie war's?

Bei der „2. Wesernacht“ in der

Innenstadt von Hoya am 13. Juni

Am 13.Juni fand in Hoya/Weser

die zweite „Wesernacht“ statt.

Die Fördergemeinschaft der Grafschaft

hatte zu diesem besonderen

Innenstadt­Event unter dem

Motto „Essen – Trinken – Feiern“

eingeladen.

Die Gastronomen boten für

dieses Ereignis „Schmankerl“ wie

z.B. den „Imbiss Big Bull“ dar, wo

man zu lauschiger Loungemusik

Cocktails trinken konnte. In der

„Pizzeria Europa“ gab es im urigen

Ambiente Musik von Anne,

Davy und Wolf von der Heide.

Beim gut besuchten Lindenhof

spielte „Die kleinen Dorfkapelle“

handgemachten Jazz. Und richtig

ab ging es im „El Toro“ – dort

tanzten die Anwesenden unter

Palmen direkt an der Weser zu

Der Shanty Chor sorgte für Stimmung auf dem Centralplatz. Foto: ja

lateinamerikanischen Klängen

von DJ Louis.

Auch die Geschäftsleute hatten

sich besondere Aufmerksamkeiten

für ihre Kunden einfallen

lassen. Beim „Kulinarium“ gab es

leckere Getränke zu probieren,

auf dem Centralplatz konnte

man zu seinem Fischbrötchen

gemütlich auf einer Bank Platz

nehmen und dem Hoyaer Shanty

Chor lauschen.

Beim „Klimperkasten“ begeisterte

Michael Insinger mit Gitarre

und Gesang das Publikum,

dazu gab es Erdbeerbowle satt.

In der „Leserei“ konnte man in

Ruhe in den Büchern stöbern,

und bei „Toto/Lotto Warnke“ boten

Brasilianerinnen in typischer

Landestracht kostenlos Zigarillos

zum Probieren an.

Es gab allerdings auch einen

kleinen Wermutstropfen: Viele

Befragte empfanden den Verkehr,

der sich trotz des Events

durch die Lange Straße bewegte,

als störend. Auch wussten

viele der Anwesenden nichts von

dem Event und waren eher zufällig

vor Ort. Trotzdem erwies

sich die Veranstaltung als gute

Idee, die wachsen kann und im

nächsten Jahr bestimmt noch

besser wird. (ja)

Gaby Baum aus Heesen (Klimperkasten):

Wir hatten sehr

viel Spaß hier, Michael Insinger

hat aufgespielt. Dazu gab es leckere

Erdbeerbowle. Offiziell

ging ja alles nur bis 22.00 Uhr.

Die Stimmung war so gut, wir

haben mitgesungen und bei Kerzenschein

weiter draußen gemütlich

gesessen und das bis

nach Mitternacht. Die Zeit verging

wie im Flug. Es fluktuierte ein

sehr gemischtes Publikum im Alter

von etwa 30 bis 65 Jahren. (ja)

Heiko Schmidt aus Hoya: Ich

war sogar zweimal da. Ich hatte

erst gemerkt, dass etwas in der

Stadt los ist, als ich mit Freunden

beim „Big Bull“ saß. Ich bin

dann nochmal nach Hause, um

meine Liebste zu holen. Erst

schlürften wir die leckeren Cocktails

beim Big Bull und wollten

dann weiter, um uns die anderen

Events anzusehen. Wir sind

dann beim „Klimperkasten“ hängen

geblieben, dort war so eine

tolle Stimmung. Auf dem Weg

nach Hause, auf der Brücke stehend,

konnten wir noch die beleuchtete

und belebte Terrasse

des „El Toro“ sehen, das sah

unheimlich toll aus. (ja)

Silke Matthiesen­Sonntag

und Alena Sonntag aus Bücken

und Köln: Für uns war es ja die

erste Wesernacht die wir mitbekommen

haben. Ich bin nicht viel

aus meinem Geschäft heraus gekommen,

aber mir ist aufgefallen,

dass dort, wo es Musik gab, sehr

gute Stimmung herrschte. Es wäre

zu überlegen ob man die Lange

Straße für dieses Event nicht

sperren sollte, um dort noch Musikevents

zu platzieren. Denn hier

fuhren ja die Autos durch und es

war nicht soviel Stimmung. Nach

Ladenschluss sind wir noch in die

Pizzeria Europa gepilgert, um

dort den Abend mit guter Musik

von Anne & Davy und gutem Essen,

ausklingen zu lassen. (ja)

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Tiere | Region

Ein Jahr Sachkundenachweis

Seit 1. Juli 2013 müsse Hundehalter ihre Sachkunde belegen

Vor einem Jahr, am 1. Juli

2013, ist das neue Niedersächsische

Hundegesetz

in Kraft getreten. Danach

müssen Menschen, die zum

ersten Mal einen Hund halten,

einen Sachkundenachweis

vorweisen können, für

den zuvor eine theoretische

und eine praktische Prüfung

abgelegt werden müssen.

Wir erkundigten uns bei verschiedenen

Hundeschulen

über ihre Erfahrungen nach

einem Jahr Sachkundenachweispflicht.

„Die meisten Hundehalter bewerten

das Niedersächsische

Hundegesetz positiv“, so Gerd­

Holger Siebert von "Kirsten's

Hundeschule" in Emtinghausen.

Die Notwendigkeit des Sachkundenachweises

sei bereits vielen

bewusst, und die meisten sehen

auch einen Sinn darin. Es gebe

aber auch Stimmen, die dies für

eine Gängelung der sowieso

schon verantwortungsvollen Hundebesitzer

halten, während man

die Unverantwortlichen auch damit

„nicht unter Kontrolle bekomme“.

Etwas gemischter sind die Erfahrungen

der Hundeschule Müller­Schwarz

in Rotenburg. Es

gebe unter den Hundehaltern

auch Leute, die „es darauf anlegen“

und erst reagierten, wenn

es Ärger gibt. „Es kommen auch

immer wieder Leute in die Welpenschule,

die aus allen Wolken

Die Prüfung:

Bevor sich Hundeneulinge das Tier zulegen, müssen sie den theoretischen

Teil des Sachkundenachweises absolviert haben. Wenn

der Hund da ist, folgt innerhalb eines Jahres die praktische Prüfung.

Diese Pflicht entfällt, wenn nachweislich während der letzten

zehn Jahre über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ununterbrochen

und ohne negative Auffälligkeiten ein Hund gehalten

wurde.

Im theoretischen Teil sind folgende Kenntnisse nachzuweisen:

Sozialverhalten | Kommunikation und Mensch­Hund­Beziehung |

Lerntheorie, Erziehung, Ausbildung (Training) Angst und Aggression

zum Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen mit Hunden

| Anforderungen an die Hundehaltung unter Berücksichtigung

des Tierschutzrechts ­ Haltung, Pflege, Ernährung | Gesundheit,

Fortpflanzung | Rechtsvorschriften für den Umgang mit Hunden

Der praktische Teil umfasst:

A: im ablenkungsarmen Bereich oder Grünanlage: Handling, Kontrolliertes

Gehen an der Leine, Kommandos, Kommen auf Ruf, Begegnungen

mit anderen Hunden, Personen oder Jogger.

B: Verkehrsöffentlicher Raum: Gehen an stark befahrener Straße

und Überquerung einer solchen | Begegnung mit Radfahrer, Kinderwagen,

Personen oder Menschengruppen.

Maßgeblich für das Bestehen der Prüfung ist, dass der Hundehalter

sachkundig und vorausschauend handelt und seinen Hund jederzeit

kontrollieren kann. (Quelle: www.tierarzt­brunken.de)

fallen, wenn wir ihnen vom Sachkundenachweis

erzählen“, so

Anne Müller­Schwarz. Dabei

müsse die Theorieprüfung laut

Gesetz bereits erfolgt sein, bevor

man sich überhaupt den Hund

zulegt. Manche Gemeinden gehen

laut Müller­Schwarz jedoch

recht locker damit um, und auch

bei einigen Gemeindemitarbeitern

bestehe durchaus Informationsbedarf.

Sehr unterschiedliche Handhabungen

von Gemeinde zu Gemeinde

erlebt Julia Dittmers von

der Hundeschule Pro Canis in

Achim. Manche Gemeinden

setzten das Gesetz sehr akribisch

um und schrieben sogar die Hundehalter

an. In Langwedel hat

das Ordnungsamt neben der Anleinpflicht

in der Brutzeit (1. April

Foto: Stefan Kirchhoff

Vorbereitung auf die Prüfung zum Sachkundenachweis in Emtinghausen.

bis 15. Juli) auch bereits die

Sachkundenachweise kontrolliert.

Julia Dittmers sieht einen

großen Vorteil darin, dass durch

den Sachkundenachweis die sogenannten

Rasselisten abgelöst

wurden. Dabei nehme Niedersachsen

nun eine Vorreiterrolle

ein, so Dittmers. In Bremen gebe

es noch Listen, die regeln, welche

Hunderassen gehalten werden

dürfen. Dabei sei für die

Gefährlichkeit des Hundes gar

nicht in erster Linie die Rasse

entscheidend, sondern dessen

Erziehung und der Umgang des

Halters mit dem Hund. Das sieht

auch Gerd­Holger Siebert so: „Ich

vergleiche das immer mit einem

schnellen Auto: Da kommt es

auch eher auf den Fahrer als auf

den Autotypen an“. (uc)

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Tiere | Blender

Das chinesische Seidenhuhn

Im Gespräch mit Geflügelzüchter Jürgen Holle aus Blender/Reer

Wie bist du zu dieser Rasse

gekommen?

Ich bin durch Zufall in der Geflügelbörse

(Magazin für Kleintierzucht)

darauf gestoßen und

fand sie ganz schön. Also

musste ich auch welche haben.

Ich züchte diese Rasse jetzt

schon seit 18, 19 Jahren. Es

sind sehr gute Hühner, alleine

durch ihre ausgeprägte Gluckfähigkeit.

Ich habe damals

auch Fasane gehabt, und die

Seidenhühner haben mir die

Fasaneneier ausgebrütet. Viele

meiner Kunden halten die Seidenhühner

genau aus dem

Grund, dass Seidenhühner

auch Eier von besonderen Arten

sehr zuverlässig ausbrüten.

Wie reagieren die Leute,

wenn sie deine Seidenhühner

sehen?

Viele wissen nicht, was das für

ein Huhn ist, das Seidenfedrige

kennen viele ja gar nicht. Die

meisten denken es ist etwas

ganz Besonderes aus Australien.

Ich betone dann immer,

dass diese Rasse aus China

stammt, sich die Federstruktur

seidenfedrig nennt und die

Rasse das Wetter hier genauso

gut verträgt wie ein normales

Huhn. Da sie ziemlich zahm

sind, nicht hoch fliegen und zu­

Das Seidenhuhn wurde einst von Schaustellern als Mischung aus Huhn

und Kaninchen präsentiert. Foto: ja

Auf dem Tierschutzhof Geißblatt

werden nicht nur Kleintiere

wie Hund, Katze, Maus vermittelt,

sondern auch Großtiere wie

Ziegen, Schweine, Pferde oder

die im Folgenden vorgestellte

kleine Schafherde:

Die Ouessant­Schafherde besteht

aus zwei Böcken (Max

und Moritz), zwei weiblichen

Tieren und einem Lamm, das in

diesem Frühjahr geboren wurde.

Alle fünf Tiere haben ein

sehr freundliches Wesen; das

Muttertier und die beiden Böcke

sind schätzungsweise vier bis

sieben Jahre alt. Ein weibliches

Tier ist im Frühjahr 2013 gebodem

sehr robust sind, möchten

viele Hühnerhalter dann auch

so ein Huhn besitzen.

Was macht das Seidenhuhn

so besonders?

Zuerst fällt das drollige Aussehen

ins Auge. Auch die Tatsache,

dass es fünf statt vier

Zehen wie bei einem normalen

Huhn hat, macht das Seidenhuhn

zu etwas Besonderem.

Bei weißen Hühnern dieser

Rasse fällt besonders die

schwarze Haut, die durch die

Beschaffenheit des Federkleides

stark durchschimmert, ins

Auge. Sie haben ein ruhiges,

sanftes Wesen. Es kommt

schon vor, dass sich Tiere auch

gerne streicheln lassen. (ja)

Steckbrief Seidenhuhn

Eine uralte Rasse mit vielen Vorteilen

Schon Weltenbummler Marco Polo berichtete im Jahr 1292, nach

seiner Reise in die Mongolei und China, von katzenartigen,

schwarzen Hühnern. 1555 berichtete dann Naturforscher und

Schriftsteller Conrad Gesner in seinem Vogelbuch, von weißen

Hühnern mit schwarzer Haut aus China. Um 1793 wurden sie

von fahrenden Schaustellern genutzt, um sie dem Publikum als

Mischung aus Kaninchen und Huhn vorzuführen.

Das Huhn variiert in den Farben weiß, schwarz, blau, perlgrau,

gelb, rot, splash, gesperbert, wildfarbig, silber­wildfarbig, jeweils

auch mit Bart. Im Jahr legt eine Henne ca. 80 Eier – und das

auch im Winter, wenn sie sich wohl fühlen. Seidenhühner gibt es

als Groß­ und als Zwergrasse. Das Gewicht liegt jeweils beim

Hahn bei 1,4 bis 1,7 kg und bei der Henne bei 1,1 bis 1,4 kg für

die große Rasse. Bei der Zwergrasse ist es deutlich weniger. (ja)

Tiere suchen ein Zuhause

Kleine Schafherde braucht neues Domizil

Jürgen Holle aus Blender­Reer

züchtet seit fast 20 Jahren Seidenhühner

und schätzt besonders ihre

"Gluckfähigkeiten". Foto: ja

www.oeverblick.de

Foto: www.tierschutzhof­geissblatt.de

ren, das Lamm in diesem Frühjahr.

Inzwischen sind die erwachsenen

Tiere geschoren

und suchen nun einen neuen

Wirkungskreis. Am liebsten

würden sie als Herde gemeinsam

vermittelt werden. Als

Zuchttiere wären die Böcke jedoch

auch einzeln abzugeben.

Die Kombination eines Bockes

zusammen mit einem weiblichen

Tier wäre ebenfalls denkbar.

Wer den Schafen ein neues

Zuhause bieten möchte, meldet

sich bitte beim Tierschutzhof

Geissblatt e.V. in Warpe unter

Tel. 05022 / 260. Weitere Infos:

www.tierschutzhof­geissblatt.de (lc)

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Freizeit | Region

Unterwegs auf dem Weser‐Fährweg

Radrundtour durch die Wesermarsch zwischen Verden und Achim

Dreimal

Drei Fähren über Aller und

Die Rundtour geht auf eine

Idee des Fleckens Langwedel

zurück und wird von den Tourist­Informationen

in Verden

und Thedinghausen aktiv unterstützt.

Start­ und Zielpunkt

ist die Südbrücke über die Aller

in Verden.

Schon in Verden gibt es allerlei

Sehenswertes zu entdecken, wie

zum Beispiel das Deutsche Pferdemuseum

und das Historische

Museum im Domherrenhaus. In

Richtung Eissel geht es immer

auf dem ausgeschilderten Radweg

die Aller entlang.

Wer weiter geradeaus entlang

des Schleusenkanals radelt, erreicht

auf Höhe der Ortschaft Cluvenhagen

die Schleuse

Langwedel, an der eine Sitzgruppe

mit Tisch zu einer gemütlichen

Rast einlädt, bei der sich interessante

Schiffsschleusungen beobachten

lassen. Von Daverden

aus besteht außerdem die Möglichkeit,

den Weg über den

Schleusenkanal und das Weserwehr

nach Intschede abzukürzen.

Von der Schiffsanlegestelle am

Schleusenkanal aus kann man

sogar per Schiff bis nach Bremen

oder Verden gelangen.

Ein kurzes Wegstück weiter

bietet das Schloss Etelsen mit

historischem Schlosspark ebenfalls

ideale Rastmöglichkeiten mit

Bänken unter hohen Bäumen.

Nun dem Radweg zur Fähre

"Gentsiet" folgen, die an Wochenenden

und Feiertagen vom 1. Mai

bis zum 3. Oktober zwischen Hagen–Grinden

und Ahsen verkehrt.

(An fährfreien Tagen kann man

am Schleusenkanal in Achim­Baden

entlang der Badener Berge

über die Ueser Brücke fahren und

der Beschilderung am Weserdeich

folgend nach Ahsen­Oetzen

gelangen). Nach dem Übersetzen

führt die Route über Nottorf durch

die von typischen Hecken durchzogene

Marschlandschaft, oft mit

Blick auf die Weser, weiter in

Richtung Intschede. Vollständig

renoviert ist das Haus des ehemaligen

Pegelbeobachters, das

heute das Restaurant „Browiede"

beherbergt.

Auf direktem Weg erreicht man

zuerst die Blender Mühle und

fährt dann durch Blender selbst.

Über die Straße "Mühlenberg"

kommt man zum Blender See,

der bei sommerlichen Temperaturen

eine willkommene Abkühlung

darstellt. Am Varster See vorbei

geht es in Richtung Oiste und

weiter über die Flutbrücke durch

Groß­Hutbergen und Hönisch in

Richtung Verden. Kurz vor der

Südbrücke sieht manbereits die

unverkennbare Silhouette im

Panoramablick und hat das Ziel

der Rundtour erreicht. Kartenmaterial

ist bei den Tourist­Informationen

Thedinghausen und

Verden sowie im Internet erhältlich.

(pm/he)

Für den Radwanderer sind

Fähren eine besonders interessante

Möglichkeit der Flussüberquerung.

In unserer

Region gibt es drei Fährstellen,

die für Radfahrer von touristischer

Bedeutung sind,

zwei an der Weser und eine an

der Aller.

Solarfähre Otersen

Im Landkreis Verden verkehrt

die zweitkleinste Fähre Deutschlands:

die durch Sonnenenergie

angetriebene "Marie Hoffmann".

Sie überquert zusammen mit ihrem

ebenfalls solarbetriebenen

Schwesterschiff "Marie Hoffmann

II" zwischen Otersen und

Westen die Aller. Seit Inbetriebnahme

haben beide zusammen

bereits 2013 weit über 90.000

Fährgäste transportiert.

Die "Marie Hoffmann" wurde

1997 in Dienst gestellt. Sie ist

ein 6 Meter langes Dielenschiff

in traditioneller Bauweise aus Eichenholz

und wurde von der AU­

COOP/BBV­Werft in Bremen­

Vegesack erbaut. Die größere

"Marie Hoffmann II" hingegen ist

eine 7,50 Meter lange Prahmfähre,

wurde von der Wikinger­

Bootswerft in Wilhelmshaven erbaut

und im Jahre 2000 in

Dienst gestellt. Erstaunlich ist,

dass die rund 3,5 Tonnen

schwere Fähre aus Stahl und Eichenholz

mit einem nur elf PS

starken Elektromotor und umweltfreundlicher

Solarenergie

betrieben werden kann.

Der Heimat­ und Fährverein

Otersen hat mit den zwei Fähren

jahrhundertealte Fährtradition

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Freizeit | Region

quer über den Fluss

Weser verbinden touristisch interessante Gebiete

Die Fähre Schweringen ­ Gandesbergen ist als einzige Hochseilfähre im

gesamten Mittelweserbereich erhalten geblieben. Foto: he

mit moderner Antriebstechnik

verbunden. Die Fähre erhielt

1999 den Deutschen Solarpreis

als "besonders hervorragendes

und innovatives Projekt im Bereich

erneuerbare Energien". Die

Fähre verkehrt bis zum 3. Oktober

immer samstags von 14 bis

18 und sonntags von 10 bis 18

Uhr.

Seilfähre Schweringen

Die Weserfähre zwischen

Schweringen und Gandesbergen

ist die einzige erhaltene Hochseilfähre

im gesamten Mittelweserbereich.

Sie wird durch den

"Realverband der Strohfelder in

Schweringen" betrieben, einem

Zusammenschluss örtlicher

Landwirte, deren Flächen durch

ein Naturereignis im 15. und 16.

Jahrhundert von ihren Flächen

abgeschnitten wurden und selbst

die Fährverbindung einrichteten.

Heute überquert an dieser traditionsreichen

Fährstelle eine

stählerne Prahmfähre mit 40

Tonnen Tragkraft die Weser. Im

Jahr 2000 in Dienst gestellt, verfügt

sie über einen elektrischen

Antrieb mit Netzanschluss und

wird an einem Hochseil über die

Weser geführt. Noch heute nutzen

die Landwirte die Fähre,

um ihre am anderen Weserufer

liegenden Felder zu erreichen.

Zunehmend schätzen auch Radtouristen

diese etwas romantische

Flussüberquerung. Mit dem

Rad können zum Beispiel

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Rundfahrten von Hoya über die

Fähre und zurück oder von Nienburg

über Gandesbergen und

zurück unternommen werden.

Weitere Hinweise und Fährzeiten

04257 / 216 oder 04257 / 307.

"Gentsiet" Hagen­Grinden

Seit 2005 verbindet an der

Weser die Rad­ und Personenfähre

"Gentsiet" den Flecken

Langwedel wieder mit der

Samtgemeinde Thedinghausen.

Sie soll den sanften Tourismus

fördern sowie neue Verbindungen

im Radwegenetz des Landkreises

Verden schaffen. Sie

überquert an Wochenenden und

Feiertagen vom 1. Mai bis zum

3. Oktober von 10 bis 18 Uhr

zwischen Hagen­Grinden und

Ahsen den Fluss. Außerhalb der

Fährzeiten sind Sonderfahrten

möglich. Nähere Informationen

unter Tel. 04235 / 695. (he)

Ab ins kühle Nass

Foto: he

Badestelle am Otterstedter See.

Ein Sprung ins kühle Nass –

Gegen die sommerliche Hitze ist

das immer noch die schönste

Methode zur Abkühlung. Und bei

uns in der Region gibt es zahlreiche

Möglichkeiten dafür. Dabei

laden nicht nur die Frei­ und

Spaßbäder, sondern auch die

Badeseen zum Planschen oder

Entspannen ein. Die Freibäder

in Hoya, Schwarme und

Bruchhausen­Vilsen bieten neben

Rutschen und Sprungtürmen

auch abseits der

Schwimmbecken Möglichkeiten

für sommerliche Aktivitäten. Neben

den großen Liegewiesen laden

alle drei mit Beachvolleyball,

Tischtennis, Fußballtoren und

vielem mehr zum Auspowern

ein. Für die Verpflegung ist dank

der Kioske mit Speise­ und Getränkeangeboten

bestens gesorgt.

Nach seiner kompletten

Renovierung und Modernisierung

im Jahr 2007 ist auch das

Burgbad Langwedel ein echter

Besuchermagnet. Das geschichtsträchtige

Bad trumpft

nach seiner Wiedereröffnung mit

Sprungturm, Breitrutsche, Beachvolleyballfeld

und vielen neuen

Aktivitäten auf. Auch das

Freibad in Achim erfreut sich

bei entsprechendem Wetter

großer Beliebtheit. Neben dem

Schwimmen und Planschen

kann man hier auch Tischtennis

spielen und wie in Langwedel

lädt auch hier ein Beachvolleyballfeld

zum Baggern und Pritschen

ein.

Durch die seltene Mischung

aus Freibad und Naturbadesee

ist das Naturfreibad Eystrup

mit seinem Sandstrand ein ganz

besonderer Hingucker. Naturfreunde

kommen vor allem bei

den Badeseen in der Region auf

ihre Kosten. Blender See, Oyter

See, Alveser See, Otterstedter

See, Stedeberger See oder der

Hämelsee in Hämelhausen – alle

haben ihren eigenen Charme

und bieten ausgezeichnete Wasserqualität,

ganz ohne Chlor. Die

großen Liegewiesen und Sandstrände

lassen richtige Urlaubsstimmung

aufkommen. Einige

Seen haben außerdem auch

Sportmöglichkeiten wie Volleyball­

oder Fußballfelder sowie

Kioske oder sogar Restaurants.

Wer es dagegen noch actionreicher

möchte, kann es im Verwell

Verden oder im Ronolulu Rotenburg

"so richtig krachen lassen".

Mit zahlreichen Becken

innen und außen, mehreren Rutschen,

Strudeln, großen Sprungtürmen

und vielen anderen

Attraktionen ist immer für Adrenalin

gesorgt. Die Sauna­ und

Wellnesslandschaften bieten außerdem

auch allen Gästen Möglichkeiten

zur Entspannung, die

es lieber ruhiger angehen lassen.

(lc)

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Kulinarisches | Intschede

Eis aus eigener Produktion

In Intschede wird "Bauernhofeis" aus natürlichen Zutaten hergestellt

“Kennst du schon

das Bauernhofeis in

Intschede? Das musst du

mal probieren!“ ­ Diese Frage

hört man in den letzten

Monaten immer häufiger.

Seit einigen Jahren betreibt

Kristina Clausen in Intschede

ihr eigenes Eiscafé, welches

sich im Landkreis und

umzu immer größerer Bekanntheit

erfreut. Und das

hat auch seinen Grund: Das

Bauernhofeis wird ausschließlich

aus frischen und

natürlichen Zutaten, direkt

auf dem Hof selbst hergestellt.

Die Idee zum eigenen Eis entwickelte

sich 2006 auf Grund

schlechter Milchpreise. Durch den

neuen Betriebszweig sollte auch

die Chance geschaffen werden

den vier Töchtern die gewünschte

Ausbildung zu ermöglichen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten

wurde das kleine Café mehr

und mehr zum willkommenen Ziel

Mit dem Eismobil wird das Intscheder Bauerhof­Eis auch auf verschiedenen

Veranstaltungen in der Region angeboten. Foto:pf

von Fahrradfahren und anderen

Ausflüglern für die kleine Erfrischung

zwischendurch. „Auf dem

Land ist es besonders schwierig

seinen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Wir versuchen uns stetig

breiter aufzustellen, sodass wir

möglichst überall präsent sind.“,

erzählt die Intschederin.

Der Erfolg spricht für sich,

denn mittlerweile gibt es das

Bauernhofeis nicht nur in Intschede,

sondern auch in Restaurants,

in Bäckereien, Hofläden und sogar

in zwei Supermärkten in der

Region.

Ausschließlich

natürliche Zutaten

2012 zogen Café und die Produktion

aus privaten Gründen

um. Beides befindet sich nun neben

der Intscheder Kirche auf

dem Betrieb von Johann Stöver,

dem Lebensgefährten. Der neue

Standort erhält von den Gästen

viel positive Resonanz. Der

hauptsächliche Anziehungspunkt

ist und bleibt jedoch das Eis, das

sich vor allem in der Produktion

und den verwendeten Zutaten

deutlich von den Großproduzenten

vieler herkömmlicher Eisdielen

unterscheidet. „Wir verwenden

lediglich fünf Zutaten: Frische

Vollmilch vom Bauernhof nebenan,

Sahne, Eigelb, Zucker und

die jeweilige Zutat für die gewünschte

Geschmacksrichtung“,

sagt Johann Stöver. „Den Unterschied

macht aber nicht nur das,

was wir verwenden, sondern was

wir nicht verwenden.“ Künstliche

Farbstoffe, Aromen, Bindemittel

oder Konservierungsstoffe sucht

man beim Bauernhofeis vergebens.

„Wenn bei uns Erbeereis

draufsteht, sind ausschließlich

Erdbeeren für den Geschmack

verantwortlich. Das ist heutzutage

leider die absolute Ausnahme.“

Viele Eigenkreationen

Bei der Erfindung neuer Sorten

ist man besonders kreativ. Es

wird mit allem experimentiert, was

sich in Eisform bringen lässt: Honig­,

Pfeffer­, oder Bier­Eis, alles

ist möglich. Besonders das Wasabi­Eis

hat es den Gästen angetan,

obwohl die Kombination von

scharf und süß von manchen als

ungewöhnlich empfunden wird.

„Neue Sorten können bei uns auf

Bestellung produziert werden.“

Die Marke "Bauernhofeis“ stammt

8 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


Freizeit | Verden

aus Holland und ist Europas

größte Kette traditionell­handwerklicher

Eis­Hersteller. „Die Bedingungen

um sich Bauernhofeis

nennen zu dürfen sind hart. Neben

den strengen Auflagen für die

Zutaten, die einzuhalten sind,

muss das Eis direkt auf dem Hof

produziert werden“, sagt die Eisproduzentin.

Es ist daher nicht

verwunderlich, dass es das Bauernhofeis

in Niedersachsen nur

an sehr wenigen Orten gibt.

Mit dem Eis­Auto auf

Veranstaltungen unterwegs

Die Kunden wissen das offensichtlich

zu schätzen. „Wir werden

oft für Veranstaltungen

gebucht, bei denen wir bisher

immer mit unseren kleinen Eiswägelchen

verkauft haben. Anfang

des Jahres haben wir uns

dann das erste richtige Eis­Auto

zugelegt, auf das wir schon

ziemlich stolz sind“, sagt die Eisproduzentin.

So wird einem das

Intscheder Bauernhofeis in Zukunft

wohl noch häufiger begegnen.

Und auch einen Besuch

des Hofes mit dem hübschen

Café sollte man sich nicht entgehen

lassen. (lc)

Wasserratten aufgepasst!

Sommer­Pool­Party am 26. Juli im Verwell

Am Sa. 26. Juli ist es wieder

soweit: Spiel, Spaß und super

Stimmung mit der Kreissparkasse

Verden, den Stadtwerken

Verden, der AOK Verden und

dem Zephyrus­Discoteam.

Spiele und Musik

Das Verwell wird sich zum

wiederholten Mal in eine große

Aqua­Party­Zone verwandeln.

Für die Kreissparkasse Verden,

die Stadtwerke Verden und die

AOK Verden als Veranstalter ist

die Sommer­Pool­Party mittlerweile

zu einer Tradition geworden.

Mit dabei ist auch wieder

das Zephyrus Discoteam aus

Bielefeld. Die Partymacher werden

von 14 bis 18 Uhr für Stimmung

und gute Laune sorgen.

Das Publikum kann sich auf

zahlreiche Spiele, Wettbewerbe

und tolle Musik freuen.

Auch in diesem Jahr wird es

für alle jugendlichen Besucher

ein großes Gewinnspiel mit attraktiven

Preisen geben. Um

Daniela Krüger von den Stadtwerken Verden, Arne Lindhorst vom Verwell,

Marzena Sosna von der Kreissparkasse und Maike Jaschok von der AOK

(v.l.n.r.), freuen sich schon auf die Sommer­Pool­Party im VERWELL.

dem Hauptgewinn näher zu

kommen, müssen die Kids eine

Schätzfrage beantworten, die

auf der Rückseite der Eintrittskarte

steht. Die Teilnehmerkarten

können direkt auf der

Sommer­Pool­Party abgegeben

werden.

Eintrittskarten gibt es im Verwell

und in allen Geschäftsstellen

der Kreissparkasse Verden.

Der Eintritt beträgt für alle

KNAX­Klub­, S­Club­ und AOK­

Mitglieder fünf Euro und für alle

anderen Teilnehmer sechs Euro.

Kinder unter 10 Jahren zahlen

den regulären Eintrittspreis.

Es könnte etwas

lauter werden

Die angrenzenden Anwohner

des Schwimmbades bitten die

Organisatoren an dieser Stelle

um Verständnis, da es etwas

lauter werden könnte. Die Veranstalter

und alle Teilnehmer

hoffen auf gutes Wetter und eine

tolle Party. (pm)

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Geschichte | Verden

"Der große Krieg" in Verden

Sonderausstellung im Historischen Museum

Der 1. Weltkrieg ist eines

der dunkelsten Kapitel

der deutschen Geschichte

und auch heute noch Gegenstand

vieler Forschungen,

Diskussionen und

Ausstellungen. Natürlich bekamen

auch die Verdener

Bürger die Auswirkungen

des verhängnisvollen Krieges

in vollem Umfang zu

spüren. 100 Jahre liegt der

Kriegsbeginn 1914 nun zurück.

Diesen Umstand nahm das

Historische Museum Domherrenhaus

zum Anlass, dem 1. Weltkrieg

in Bezug auf die Stadt

Verden und ihre Bevölkerung die

Sonderausstellung „Der große

Krieg“ zu widmen. „Wir haben

versucht, mit geringen finanziellen

Mitteln eine möglichst repräsentative

und eindrucksvolle

Ausstellung zu schaffen“, sagt

Museumsleiter Dr. Björn Emigholz.

Viele Verdener

Ausstellungsstücke

Dazu war das Museum auf die

Hilfe der Mitbürger angewiesen,

die aufgerufen wurden, historisches

Material jeglicher Art für

die Ausstellung zur Verfügung zu

stellen. Dem kamen überraschend

viele Verdener nach, sodass

eine beachtliche Anzahl an

bedeutsamen Ausstellungsstücken

zusammen kam, die

nun im Museum zu bewundern

sind. „Grob unterteilt sich die

Ausstellung in drei Abschnitte:

Die Vorkriegs­, die Kriegs­ und

die Nachkriegszeit“, sagt Emigholz.

Dabei bleibt stetig der Bezug

zu Verden gewahrt.

Euphorie siegt über Vernunft

Im ersten Abschnitt des Rundgangs

wird insbesondere die Euphorie

des Volkes und der

Größenwahn Kaiser Wilhelm II.

in der Zeit des Wilhelminismus

thematisiert. Im gesamten Reich

lösten die Bestrebungen des

Kaisers, das deutsche Kaiserreich

zum Status einer Großmacht

zu führen, teilweise

Kinderprogramm der Museumspädagogik

in den Sommerferien:

Museumskinder als Piraten im Domherrenhaus

In der ersten Sommer­Ferienwoche dreht sich alles um den Pirat

„Störtebeker“ und seine Crew. Anmeldungen: Stadt Verden, Frau

Kuß 04231 / 12­273

Ferienrätsel für kleine Schlaufüchse: Alle Ferienkinder sind bei

freiem Eintritt herzlich ins Museum eingeladen. Die Museumspädagogik

hat spezielle Ferienangebote parat. So werden für

alle Ferien neue Museums­Rätsel erstellt. Detektivischer Spürsinn

ist gefragt (kostenfrei)

Kinderstation für kleine Entdecker:

Wer keine Bögen ausfüllen möchte, ist mit den Kinderstationen

gut bedient. An den Kinderstationen darf angefasst, gerochen,

ausprobiert und entdeckt werden. (kostenfrei)

Verdener Feriengutschein in Kooperation mit dem Museum:

Die Feriengutscheine für freien Eintritt. Die erwachsene Begleitperson

erhält 50 % Eintrittsermäßigung. Gutscheine: Stadt Verden

Herr Behnken 04231 / 12­340

ekstatische Euphorie aus.

„Der Bezug zur Realität ging

dem Kaiser mit der Zeit völlig

verloren“, meint Emigholz. „Das

Deutsche Reich war in relativ

starker Verfassung, allerdings zu

keinem Zeitpunkt in der Lage,

einen Krieg zu finanzieren, geschweige

denn zu gewinnen“,

Auch in Verden siegte die Euphorie

über die Vernunft, sodass

die Bürger, wie im gesamten

Reich, früher oder später ihre Ersparnisse

für die Pläne des Kaisers

in Form von Kriegsanleihen

zur Verfügung stellten. „Jeder

ging davon aus, dass der Krieg

mit dem Endsieg ausgehen würde.

In diesem Falle hätte man

den Bürgern ihre Kredite zurückzahlen

wollen“, so Emigholz.

Bürger finanzieren den Krieg

In der Ausstellung sind zu diesem

Thema zahlreiche interessante

Exponate, wie das

"Eiserne Buch", zu sehen. Dieses

entsprang der Idee des Verdeners

Wilhelm Ahrens im Jahre

1915. Das Prinzip des hölzernen

Buches sollte an den Nationalstolz

des Bürgers appellieren.

„Jeder Bürger konnte für Geld

einen kleineren oder größeren

Nagel kaufen, der anschließend

in die Vorder­ und Rückseite

des Buches eingeschlagen wurde.

Später sollte man dann sagen

können, dass man dem

Kaiser und dem Reich durch seine

Spende zum Endsieg verholfen

habe“, sagt Emigholz. Doch

soweit sollte es nie kommen, die

Euphorie wich schnell der Ernüchterung

und der Angst, wie

sich im zweiten Abschnitt der

Ausstellung offenbart.

"Die gute Stube"

Dieser geht vor allem auf die

Auswirkungen des Krieges auf

die Bevölkerung selbst ein. Dafür

wurde dem Museum ein komplett

eingerichtetes Wohnzimmer

gestiftet, auf das Dr. Emigholz

besonders stolz ist: Die 'gute

Stube' stellte den Mittelpunkt einer

jeden Wohnung dar und war

ihr Aushängeschild. In der Ausstellung

lädt es nun zum Verweilen

und Stöbern ein.

„Auf dem Wohnzimmertisch

haben wir die originalen Zeitungsausgaben

eines kompletten

Jahres in einem großen Einband

zusammengefasst, sodass man

die Stimmung der Bevölkerung

nachempfinden kann“, sagt

Emigholz.

Das Kaiserreich stieß schnell

an seine militärischen und vor allem

finanziellen Grenzen. Aus

10 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


Pferde | Verden

der freiwilligen Spende des Bürgers

wurde bald die gesetzliche

Pflicht, nahezu alles aus dem

Besitz für den aussichtslosen

Krieg zu opfern. Bereits nach

kurzer Zeit waren Munitions­ und

Verbandsvorräte aufgebraucht.

Emigholz: „Schon 1916 war man

sich darüber im Klaren, dass der

Endsieg praktisch unmöglich

war. Doch trotz der Stimmungsänderung

im Volk und dieser

Einsicht kam es zu keinen Verhandlungen“.

Kaiser Wilhelm II.

biss sich an seinen Vorstellungen

fast schon hysterisch fest,

ließ zu keinem Zeitpunkt die Option

der Friedensverhandlungen

zu. Was als Resultat daraus folgte,

zeigt sich im dritten Abschnitt

der Ausstellung, der sich mit der

Niederlage und der Nachkriegszeit

befasst.

Lazarett an der

Lindhooper Straße

Von 1914 bis 1919 gab es in

der Verdener Kaserne an der

Lindhooper Straße ein großes

Lazarett, das den dort Beschäftigten

und den Einwohnern der

Stadt das reale Gesicht des

Krieges zeigte. Dadurch wurde

den Menschen unausweichlich

klar, welche Folgen militärische

Auseinandersetzungen nach sich

ziehen. „Man sollte sich immer

vor Augen führen, dass ohne die

Ereignisse des 1. und 2. Weltkrieges

die Gegenwart heute

wohl eine andere wäre. Solche

historischen Umstände prägen

natürlich auch die folgenden Generationen“,

meint Emigholz.

Bis 26. Oktober geöffnet

Noch bis zum 26. Oktober ist

die Ausstellung von Dienstag bis

Sonntag 10 bis 13 Uhr und 15­

17 Uhr geöffnet; Tel. 04231 /

2169 für weitere Informationen

und zur Anmeldung von Gruppen.

(lc)

Freizeit­Tipp

Kostenlos und ohne Anmeldung

kann man jeden Sonntag in

den Ferien an den öffentlichen

Kinderveranstaltungen des Campingplatzes

Drosselhof in Hagen-Grinden

teilnehmen. In

diesem Jahr finden u.a. wieder

das große Kinderfest, Ritterspiele,

Kinderkegeln und das Deichentenfest

statt. (uc)

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In unserer Serie „Denk

mal!“ stellen wir regelmäßig

Denkmäler und Skulpturen

in unserer Region vor.

Für diese Ausgabe haben wir

uns für den „Tempelhüter"

vor dem deutschen Pferdemuseum

entschieden.

Verden ist bekannt als Mekka

der Pferdefreunde. Nicht umsonst

trägt es den Beinamen „Reiterstadt“.

Jedes Jahr strömen tausende

Menschen zu Großveranstaltungen,

wie der WM der

jungen Dressurpferde oder dem

internationalen Dressur­ und

Springfestival nach Verden. Doch

auch abseits von besonderen Ereignissen

ist die Stadt durch und

durch von der Faszination Pferd

geprägt.

Der berühmteste

deutsche Zuchthengst

Besonders bekannt sind das

Deutsche Pferdemuseum am

Holzmarkt und die davor befindliche

Statue des Tempelhüters. Es

handelt sich um das naturgetreue

Abbild des wohl berühmtesten

Zuchthengstes Preußens. Tempelhüter

gehörte zur Rasse der

Trakehner und stammte aus dem

Hauptgestüt Trakehnen, dem bedeutendsten

und bekanntesten

Gestüt des Deutschen Reiches.

Bis 1944 wurde dort diese Rasse

gezüchtet, die für viele das Ideal

eines Pferdes verkörperte. Trakehner

galten als besonders stark

und edel und bestachen durch ihre

guten Grundgangarten sowie

ihr Talent für Disziplinen wie Vielseitigkeits­

und Distanzreiten.

Tempelhüter wurde im Jahr

1904 geboren und schon mit fünf

Jahren als Zuchthengst („Landbeschäler")

in Braunsberg eingesetzt.

Von 1916 bis 1931 war er

Hauptbeschäler des Gestüts Trakehnen

und erwarb sich mit der

Zeit den Ruf, der beste deutsche

Zuchthengste zu sein. Aus diesem

Grund ließ man 1932 einen

lebensgroßen Bronzeabguss anfertigen,

der im selben Jahr vor

dem Wohnhaus des Landstallmeisters

auf Trakehnen eingeweiht

wurde. Tempelhüter selbst

Denk mal!

Der Tempelhüter am Holzmarkt in Verden

konnte die Feierlichkeiten im Alter

von 28 Jahren miterleben, ehe er

1933 verstarb.

Das Originaldenkmal

steht in Moskau

Er hinterließ 333 lebende

Nachkommen aus 495 Versuchen,

was einer sagenhaften Befruchtungsquote

von knapp 74 %

entspricht. Nach Ende des 2.

Foto: ja

Weltkrieges und der damit verbundenen

Schließung des Gestüts,

brachte die Rote Armee

das Denkmal nach Moskau, wo

es in der Landwirtschaftsakademie

im Pferdezucht­Museum ausgestellt

wurde. Versuche von

Seiten Deutschlands, das Denkmal

zurück zu erhalten, scheiterten.

Ein Abguss für Verden

1974 wurde anlässlich des Verdener

Großturniers lediglich erlaubt,

einen Abguss der Statue

anzufertigen, der am 18. Mai vor

über tausend Menschen eingeweiht

wurde. Er wurde vor dem

Deutschen Pferdemuseum, das

sich damals noch in einem Fachwerkhaus

in der Strukturstraße

befand, mit Blickrichtung gen Osten

aufgestellt. Dies ist der Initiative

des damaligen Museumsleiters,

Hans Joachim Köhler zu

verdanken, der auch die Spendenaktion

für die Kosten von rund

30.000 DM organisierte. Bei der

Zeremonie war auch Tempelhüters

letzter lebender Nachkomme

„Keith“ anwesend. Seit dem Umzug

des Museums im Jahr 2000

steht der Abguss nun vor dem

neuen Standort am Holzmarkt.

Zweite Kopie in Russland

Seit 2007 versuchte Hagen

Mörig, Vorsitzender des Braunschweiger

Fördervereins „Hilfe für

Trakehnen“, in Konsultation mit

den russischen Regierungsoberhäuptern

Wladimir Putin und

Alexander Medwedew, eine

Rückführung des Originals zu erwirken.

Nachdem erste Versuche

scheiterten, wurden in einer Aktion

über 11.000 Petitionsunterschriften

gesammelt. Letztlich

gestand man dem Verein zu, auf

eigene Kosten eine Kopie des

Originals anfertigen zu lassen

und an seinem ursprünglichen

Standort in Jasnaja Poljana (ehemals

Trakehnen, heute Russland)

aufzustellen. Die Kosten von

40.000 € wurden durch Spenden

finanziert, sodass das Denkmal

2013 mit einer großen Feier enthüllt

werden konnte. (lc)

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11


Kultur | Gesundheit

Pferdebibliothek

wieder geöffnet

Kooperation zwischen Pferdemuseum

und Stadtbibliothek in Verden

Lange Zeit war der Ausleihbereich

der Bibliothek des Deutschen

Pferdemuseums nur

eingeschränkt zugänglich. Nun

steht er Bereich Besuchern wieder

uneingeschränkt zur Verfügung.

Die große Trennwand

zwischen der Stadtbibliothek und

der Pferdebibliothek ist entfernt

worden, sodass parallel zu den

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek

am Holzmarkt (Dienstag bis

Freitag von 11 bis 18 Uhr und

Samstag von 10 bis 13 Uhr)

auch die Pferdebibliothek genutzt

werden kann.

Mit einem Leseausweis der

Stadtbibliothek können alle Bücher

des Ausleihbereichs des

Deutschen Pferdemuseums wie

gewohnt entliehen werden. Mehr

als 1.300 aktuelle Sach­ und Lesebücher

stehen dem Pferdefreund

zur Ausleihe bereit.

Alles rund ums Pferd

Neben Zeitschriften wie dem

Pferdeforum, Pferdesportjournal,

Pferde + Sport und der Wendy

erwarten jugendliche und erwachsene

Leser etliche Neuzugänge

zum Thema Pferd.

Die historische Präsenzbibliothek

gleich nebenan ist nach

vorheriger Terminvereinbarung

Dienstag von 10 bis 17 Uhr,

Donnerstag von 10 bis 13 Uhr

und Freitag von 10 bis 17 Uhr

geöffnet. Bedeutende Persönlichkeiten

und Institutionen aus

der Pferde­ und Reiterwelt haben

durch Stiftungen, Nachlässe

und Leihgaben zu der bestehenden

Sammlung beigetragen,

sodass ein eindrucksvoller Bestand,

nicht nur an Büchern und

Zeitschriften, sondern auch an

Archivalien (Zeitschriften, Auktionskataloge,

Turnierprogramme

etc.) aufgebaut werden konnte.

Einmalige Sammlung

Der Bestand bietet eine in

Deutschland einmalige Sammlung

umfangreicher Materialien

für Recherchen auf dem Gebiet

der Geschichte und Entwicklung

in Pferdezucht und Pferdesport.

Das Archiv steht ebenso wie die

Präsenzbibliothek jedem Besucher

nach Voranmeldung zur

Einsichtnahme zur Verfügung.

Eine Terminabsprache zwecks

Bereitstellung der Unterlagen ist

erforderlich unter Tel. 04231 /

807150. (pm/uc)

Wohlfühltipps

Man fühlt sich müde und abgespannt und

möchte seiner Haut etwas Gutes zu tun?

Wohltuende Gesichtsmasken lassen sich mit natürlichen Zutaten

leicht selbst herstellen:

Avocadomaske für frischere Haut:

Man nimmt 1/2 Avocado, 1 TL Honig und 1 Ei. Bitte für die Zubereitung

nur frische Zutaten verwenden. Avocado kleinschneiden,

pürieren oder zerdrücken, je nachdem wie weich die Frucht ist.

Nun das Fruchtfleisch, das Ei und den Honig miteinander verrühren,

auf das Gesicht auftragen und 15 Minuten einwirken lassen.

Die Maske danach mit lauwarmem Wasser abwaschen. (ja)

Es ist Sommer!

Sonnenbrand­

Notfalltipp:

Bei akutem Sonnenbrand, die

betroffenen Stellen mit einem

nassen, kühlen Tuch bedecken

und erneuern, sobald es warm

wird.

Auch Gurkenscheiben helfen

bei Sonnenbrand. Auf die verbrannten

Stellen aufgebracht

und immer wieder erneuert,

kühlen sie und unterstützen somit

den Heilungsprozess. (ja)

Foto: pf

Das Bucharchiv des Pferemuseums ist wieder uneingeschränkt nutzbar.

Sommerferienaktionen im Pferdemuseum:

In den Sommerferien veranstaltet das Deutsche Pferdemuseum

für alle Daheimgebliebenen ein spannendes Programm. Die verschienden

Aktionen werden von der Stadt Verden koordiniert, die

um eine frühzeitige Anmeldung bis 29.6. bittet. Ob es möglich ist,

noch kurzfristig frei gebliebene Plätze zu bekommen, lässt sich unter

Tel. 04231 / 12273 erfragen. (uc)

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Kunst | Freizeit

Kätzchen507

Kunstprojekt der HKS Ottersberg

in Worpswede vom 18. bis 20. Juli

Inklusiver Bolztreff

Offenes Angebot des TSV Achim Unified

Zum „Tag der Offenen Ateliers

2014“ in Worpswede hat die

Künstlergruppe „Kätzchen507“

von der „Hochschule für Künste

im Sozialen“ (HKS) in Ottersberg

ein besonderes Projekt ins Leben

gerufen. Ausgehend von

dem eigens hierfür angemieteten

leer stehenden Geschäft in der

Findorffstraße 19 wird es künstlerische

Aktionen, Performances

und Interventionen im öffentlichen

Raum geben.

Auseinandersetzung mit dem

Künstlerdorf Worpswede

Dabei wollen sich die jungen

Frauen aus Ottersberg mit dem

Künstlerdorf Worpswede auseinandersetzten,

von dem es zum

einen heißt, es leide an Überalterung

und niemand unter 50

Jahren wolle dort noch künstlerisch

tätig sein und welches zum

anderen nach wie vor den Ruf

genießt, eine „Hausnummer“ zu

sein. Was also will man dort?

Welchen Stellenwert hat in diesem

geschichtsträchtigen Ort

Kunst heute? Gibt es eigentlich

Singles in Worpswede? Diese

Fragen stellt sich die Künstlergruppe.

Beantwortet werden sie

mit Bestandsaufnahmen, Kontakt

und Beziehungen. Kunst im öffentlichen

Raum schafft Irritation.

Köpfe werden gestreichelt, Lippen

geschminkt und Rosenköpfe

vergraben. Denn „Kätzchen

507“ hat Lust, ist neugierig und

möchte erfahren wie eigentlich

Aphrodisiaka wirken und warum

Blind Dates so aufregend sind,

was Bonbons und Speed­Eating

mit Erotik zu tun haben und wie

nah man sich eigentlich kommen

kann, wenn nur ein kleiner Knopf

am Revers angenäht wird.

Bereits Aktionen im Vorfeld

Bereits im Vorfeld haben die

jungen Frauen auf sich aufmerksam

gemacht, indem sie jeweils

zu den Wochenmarkt­Terminen

in roten Kleidern durch das

Künstlerdorf gestöbert sind, ihre

Spuren hinterlassen und Kontakte

zur örtlichen Bevölkerung gesucht

haben. Das

„Vermittlungsbüro“ der „Kätzchen507“

wird geöffnet sein am

18.7. und 20.7. von 11 bis 18 Uhr

sowie am 19.7. von 11 Uhr bis 5

Uhr morgens am Folgetag. (uc)

Der TSV Achim Unified, die inklusive

Achimer Fußballmannschaft,

in der behinderte und

nicht behinderte Menschen gemeinsam

spielen, bietet samstags

im zweiwöchigen Rhythmus

einen offenen Bolztreff an.

Gespielt wird dabei in „guter

alter Bolzplatz­Tradition": Jeder

kann mitmachen, egal welche

Foto: uc

Voraussetzungen er (oder sie!)

mitbringt, denn der gemeinsame

Spaß am Kicken steht im Vordergrund.

Los geht's immer um 13.30

Uhr beim TSV Achim, der

freundlicherweise einen seiner

Sportplätze für dieses Angebot

zur Verfügung stellt. Kontakt:

TSV­Achim­Unified@web.de. (uc)

Foto: TSV Achim Unified

"Gibt es eigentlich Singles in Worpswede?" Foto: pf

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13


Senioren | Pflege

Kurzzeit‐ & Verhinderungspflege

Pflegeberatung informiert über vorübergehende Betreuungsmöglichkeiten

Besonders Menschen, die

ihre Angehörigen pflegen,

brauchen auch mal Urlaub.

Damit in solchen Fällen

die Betreuung trotzdem gewährleistet

ist, können die

Kurzzeit­ oder die Verhinderungspflege

in Anspruch genommen

werden. Beide Maßnahmen

sind recht ähnlich

und sollen deshalb auch mit

einer Reform im nächsten

Jahr einander angeglichen

werden, erklärt Oliver Rothhardt

vom Senioren­ und

Pflegestützpunkt des Landkreises

Verden.

Der Seniorenstützpunkt bietet

kostenlose und unabhängige Beratungen

bei allen Themen, die

die Pflege und das Leben im Alter

betreffen. Auch die Seniorenbüros

in Achim, Oyten und

Verden sowie die ehrenamtlichen

Seniorenbeauftragten in

den anderen Gemeinden und für

Mitglieder auch der Sozialverband

Deutschland und die VDK

sind erste Anlaufpunkte zur Beratung

über vorübergehende

Pflegemaßnahmen.

Die Kurzeitpflege

Die Kurzzeitpflege ist in erster

Linie für Übergangszeiten und

Krisensituationen gedacht, z.B.

wenn nach einer Operation das

Alleinleben noch nicht möglich

ist, zur Überbrückung bis zur

Reha, oder wenn die häusliche

Pflege noch organisiert werden

muss. Auch wenn die Pflegeperson

durch Krankheit oder Urlaub

ausfällt, kann Kurzzeitpflege eine

Option sein. Die Möglichkeit

der Kurzzeitpflege ist auf vier

Wochen (28 Tage) pro Kalenderjahr

begrenzt. Dieser Zeitraum

muss nicht zusammenhängend

sein, sondern kann auch tageweise

in Anspruch genommen

werden. Der Versicherte muss

mindestens Pflegestufe 1 besitzen.

Ist dies bisher noch nicht

der Fall und die Kurzzeitpflege

wird kurzfristig und unerwartet

notwendig, kann eine Einstufung

des Pflegebedarfs innerhalb einer

Woche auch nachträglich

durchgeführt werden.

Die Verhinderungspflege

Wenn ein Betroffener bereits

von Angehörigen gepflegt wird,

diese jedoch in den Urlaub fahren,

pausieren oder auf Kur gehen

möchten, kommt die

Verhinderungspflege in Frage.

Übernimmt ein anderer Angehöriger

die Aufgabe, so wird die bisher

von der Versicherung dafür

gezahlte Aufwandsentschädigung

auf die neue Pflegeperson übertragen.

Ist das Hinzuziehen einer

externen Hilfe oder eines Pflegedienstes

notwendig, werden auch

dabei entstehende Zusatzkosten

übernommen. Ebenso ist die stationäre

Betreuung in einem Pflegeheim

in bestimmten Fällen

möglich. Um die Verhinderungspflege

in Anspruch nehmen zu

können, muss der Pflegebedürftige

bereits mindestens sechs Monate

durch die Pflegeperson in

seiner häuslichen Umgebung betreut

worden sein. Die Dauer der

Maßnahme beträgt wie bei der

Kurzzeitpflege 28 Tage.

Die Inanspruchnahme wird

nicht auf den Anspruch von Kurzzeitpflege

angerechnet. Auch

wenn z.B. die Pflegeperson bereits

für einen Urlaub die Verhinderungspflege

genutzt hat, kann

im selben Kalenderjahr in einer

Krisensituation (z.B. der Erkrankung

der Pflegeperson) die Kurzzeitpflege

zum Zuge kommen.

Kostenlose Pflegeberatung

Vielen Betroffenen sind die verschiedenen

Hilfsmöglichkeiten

und die Rechtslage nicht bekannt

oder nicht ausreichend verständlich.

Deshalb gibt es seit 2009

einen Rechtsanspruch auf eine

kostenlose Pflegeberatung bei einer

der oben genannten Stellen.

Beim Landkreis kann man sich

über Tel. 04231 / 150 über den für

den jeweiligen Wohnort zuständigen

Berater informieren. Der

Kontakt zu den ehrenamtlichen

Seniorenbeauftragten ist über

das Rathaus der jeweiligen Gemeinde

herzustellen. (uc)

Foto: maxsell

Der Seniorenstützpunkt des Landkreises

Verden befindet sich im

Kreishaus, Lindhooper Str. 67, Eingang

West, 2. OG.

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Senioren | Jubiläum

20 Jahre "AHA"

Der Ambulante Hauspflegeverbund Achim

(AHA) feiert sein 20­jähriges Bestehen.

Bereits seit 1994 ist der

ambulante Pflegedienst

in der Region Achim und

umzu unterwegs und bietet

seine Dienstleistungen im

Bereich der Pflege an. Am

Samstag, 19. Juli, veranstaltet

die Einrichtung ein Jubiläumsfest

und öffnet seine

Tore allen Anwohnern und

Interessierten..

Foto: Jan Tornack/pixelio.de

Die Kurzzeitpflege ist für Übergangszeiten und Krisensituationen gedacht.

„Angefangen hat alles im Jahr

1994 mit sieben Mitarbeitern, die

sich um dreißig Kunden kümmerten.

Seitdem ist viel passiert. Unter

anderem eröffneten wir 2004

als erster Betreiber im Landkreis

eine Tagespflege, unseren

Meyerholz. Mit dieser neuen Versorgungsform

beschritten wir damals

neue Wege im Segment der

Pflege“, so Torsten Gehle, Mitbegründer

des AHA.

Entlastung Angehöriger

durch Tagespflege

Die Tagespflege bietet Angehörigen

die Möglichkeit, ihre zu betreuenden

Familienmitglieder

tagsüber in die professionelle Obhut

des Pflegepersonals zu geben.

Gemeinsam in einer kleinen

Gruppe können die Mitglieder der

Tagespflege einen abwechslungsreichen

Tag erleben und soziale

Kontakte pflegen und

ausbauen. Angehörige werden

entlastet und haben einige Stunden

Zeit für sich selbst.

Bereits vier Jahre später

(2008) eröffnete die zweite Tagespflege

in Achim, die Seniorengemeinschaft

Meyerhof. Auch

hiermit verfolgte der AHA seinen

eingeschlagenen Weg der Entwicklung

innovativer Versorgungsformen

in der Pflege. Die

speziell für an Demenz erkrankte

Menschen eingerichtete Wohngemeinschaft

war ebenfalls ein Novum.

Angewachsen auf rund 200

Kunden und 60 Mitarbeiter

Aus den ehemals sieben Mitarbeitern

und dreißig Kunden ist

der AHA zu einem Unternehmen

gewachsen, das rund 200 Kunden

betreut und pflegt und knapp

60 Mitarbeitern einen festen und

sicheren Arbeitsplatz bietet. „Das

Schöne daran ist, dass die familiäre

Ausrichtung der Unternehmensführung

immer noch

Bestand hat. Einige unserer Mitarbeiter

sind fast von Beginn an

im Unternehmen“, so Martina

Puckhaber,

beim AHA.

Einrichtungsleitung

Jubiläumsfest im Juli

Der Termin für das Jubiläumsfest

ist der 19. Juli von 11.00 bis

17.00 Uhr beim Meyerhof, Schulstr.

3, 28832 Achim (pm)

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15


Kurznachrichten | Region

Mo. 17 00 ­ 22 30 Uhr,

Mi.­Sa. 17 00 ­ 22 30 Uhr,

So. 12 00 ­ 15 30 Uhr &

17 00 ­ 22 30 Uhr

Tel. 04251 / 9836663

So weit und doch so nah: Mit unserem Restaurant

El Toro bringen wir die mexikanische Küche

direkt nach Deutschland. Ein Abenteuer, das

durch eine farbenfrohe und abwechslungsreiche

Küche Lebensfreude ausstrahlt. Tauchen Sie ein

in eine aufregende Welt, farbenfroh wie seine

Kultur und so herzlich wie seine Menschen. Es

erwarten Sie neben zahlreichen mexikanischen

Spezialitäten auch ein freundliches Ambiente

und ausgezeichneten Service. Außerdem wird

auch regelmäßig im El Toro getanzt: Auf unserer

stylisch beleuchteten Terrasse unter Palmen

direkt an der Weser bietet DJ Louis heiße

Rhythmen aus den Bereichen Discofox, HipHop

und Salsa. Infos und Termine zu den aktuellen

Partys gibt es unter www.el­toro­hoya.de.

In dem betagten norddeutschen Haus, direkt an

der Weser, befindet sich die Gaststätte Browiede.

Die Eheleute Hannelore und Gerd Löber legen

großen Wert auf den jahreszeitlichen Wechsel

und die Vielfalt ihrer Produkte. Bei gutem Essen

kann man sich nicht nur im Bier­ und Sommergarten

verwöhnen lassen, sondern auch in den

gepflegten Räumen im Inneren des Hauses. Für

Radfahrer und alle, die gerne Rast machen, ist

es ein Ort, der Ruhe und Behaglichkeit bietet.

Dienstag bis Sonntag durchgehend

ab 11 Uhr geöffnet, Montag Ruhetag

Hafenstraße 6 27337 ∙ Blender­Intsche

Tel. 04233 / 349 ∙ Fax 450

Kurznachrichten

Azubi­Knigge

Die Azubi­Knigge­Veranstaltung der Fachkräfteoffensive

des Landkreises Verden am

14. Juni war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.

Jetzt haben die Veranstalter eine Warteliste

aufgemacht und bieten am Samstag,

26. Juli, einen weiteren Workshop­Termin in

der Kreisvolkshochschule Verden an. Der

Workshop für junge Berufseinsteiger ist offen

für alle, die am 1. August oder 1. September

mit einer Ausbildung in einem Unternehmen

im Landkreis Verden beginnen, einen unterschriebenen

Ausbildungsvertrag in der Tasche

haben und sich fragen, was sie wohl in den

ersten Tagen im Betrieb erwartet. Erfahrene

Trainer und verschiedene Auszubildende im

zweiten Lehrjahr vermitteln den Neueinsteigern,

worauf es beim Ausbildungsstart ankommt

und wie sich typische Fettnäpfchen

vermeiden lassen, damit der Berufseinstieg

optimal gelingt. Die Veranstaltung findet in Kooperation

mit der IHK und der Kreishandwerkerschaft

statt. Das Seminar ist kostenfrei.

Das Anmeldeformular ist auf der Internetseite

der Fachkräfteoffensive unter www.fo­verden.de

abrufbar. Rückfragen beantwortet Stefanie

Focke, Tel. 04231 / 15465. (pm/uc)

Auszeichnung für Koki Verden

Zusammen mit 53 weiteren Filmtheatern

und Spielstätten in Niedersachsen und Bremen

ist das Verdener Kommunalkino im

„Apollo – Studio für Filmkunst“ in Hannnover

von der "nordmedia" mit dem Kinoprogrammpreis

ausgezeichnet worden. Die mit insgesamt

67.000 Euro dotierten Preise wurden für

die Gestaltung hervorragender Jahresfilmprogramme

und besonderer Filmreihen vergeben.

Drei Lichtspielhäuser wurden mit

einem 3.500 Euro dotierten Spitzenpreis prämiert:

das Universum Filmtheater in Braunschweig,

die Schauburg in Bremen sowie die

Hochhaus­Lichtspiele / Kino am Raschplatz

in Hannover. Für die Gestaltung seines Jahresprogramms

erhielt das Verdener Kommunalkino

einen Scheck über 750 Euro. (pm/uc)

V.l.n.r.: Preispate Max von Thun mit Jürgen Menzel,

Manfred Pehling, Jutta Behning, Rainer

Strang und Wilfred Lichtenberg vom Koki Verden

sowie Thomas Schäffer von "nordmedia". Foto: pf

Comic mit Zahnpflegetipps

Frühkindliche Karies, die sogenannte Nuckelflaschenkaries,

ist auch im Landkreis Verden

wieder ein zunehmendes Problem. Das

Dauernuckeln von Säften, Schorlen und gesüßtem

Tee schadet den Milchzähnen der

Kleinkinder, kann zu frühzeitigem Zahnverlust

führen, die Sprachentwicklung stören und das

Kariesrisiko im bleibenden Gebiss erhöhen. Die

Familienbesucherinnen des Fachdienstes Jugend

und Familie informieren jetzt junge Eltern

mit einem Comic über die richtige Zahnpflege

und Mundgesundheit bei Kleinkindern. Die Comicbilder

sollen auch Eltern, die nicht gut oder

gerne lesen, die Tipps anschaulich näherbringen.

Im Landkreis Verden wird der Comic von

den Familienbesucherinnen verteilt, die die Eltern

von Neugeborenen im Rahmen des Angebotes

„Herzlich Willkommen im Leben“

besuchen und ihnen Rat und Unterstützung für

die neue Lebenssituation anbieten. (pm/uc)

Jugendzahnärztin Dörte Rutzen, die Familienbesucherinnen

Martina Fehlig, Valentina Gross, Birgit

Ditzfeld und Elke Seemann sowie Gabriele

Kruse vom Fachdienst Jugend und Familie. Foto: pf

Interkulturelle Kochwerkstatt

Seit über zwei Jahren bieten der Kreislandfrauenverband

und die Kreisvolkshochschule

Verden die sogenannte Interkulturelle Kochwerkstatt

an. Dabei kochen Menschen aus

anderen Kulturkreisen gemeinsam mit den

Teilnehmern nach Rezepten aus deren Heimat.

So stand im Mai ein italienisches Rezept

der Wahlbremer Gabriella und Piero Faiella

auf dem Speiseplan und im Juni stellte Mayra

Umstead die mexikanische Küche vor. Aber

die leckeren Rezepte sind nur ein Aspekt der

Kochwerkstatt. „Sie sollen neugierig machen

und dazu anregen, sich mit anderen Kulturen

und Traditionen zu beschäftigen“, sagt Annameta

Rippich, Kreisvorsitzende der Landfrauen.

Bei den Teilnehmern stößt dies auf großes Interesse:

Die Plätze sind jedes Mal schnell

vergeben. Eine Fortsetzung des Projektes für

den Herbst ist schon in Planung. (pm/uc)

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Musikgeschichte | Verden

„Der fiese Besuch“ aus Achim

„It only just started...“ ­ Serie über die regionale Musikgeschichte

Im Gespräch mit Sänger Michael Hüskes

Aus Achim kam „Der fiese

Besuch“ und sorgte

auf allen Veranstaltungen für

Bierknappheit. Die Band bestand

aus: Michael Hüskes

(Gesang), Markus Bertram

(Gitarre), Nils "Poppy" Sanders

(Bass) und Harry

Buschke (Schlagzeug, später

ersetzt durch Friedhelm

„Friedel“ Elfers)

Foto: pf

Michael Hüskes anno 2014.

Wann ging es los?

Damals im Jugendzentrum

Achim probte eine Band mit Namen

„Die fünf blonden Schwestern“,

bei der spielte auch

Markus Bertram mit. Ich habe

da hin und wieder als Aushilfe

mitgespielt. Daraus formierte

sich aber so langsam eine andere

Geschichte, aus der sich

dann „Der fiese Besuch“ entwickelte.

Das war ca. 1984/85, da

bin ich mir nicht mehr ganz sicher.

Kennengelernt haben wir

uns erst durch den Probenraum

im Achimer Juz. Michael de

Haas, ein Freund von mir, war

damals dort als Sozialarbeiter

angestellt und spielte auch als

Schlagzeuger in einer Band. So

bin ich an die Szene herangekommen.

Warum „Der fiese Besuch“ ?

Geprobt haben wir, wenn möglich,

im Juz Achim. Da der Raum

aber von vielen Bands genutzt

wurde, ging es dort nicht immer.

So probten wir immer da, wo es

möglich war. Das heimste uns

unseren Bandnamen ein. Unser

Bekannter Ingo Gründler hatte

mitbekommen, dass wir immer

mal diese Schwierigkeiten hatten

und bot uns an, dass wir bei ihm

zu Hause proben konnten (er

wohnte noch bei seinen Eltern).

Das haben wir gerne angenommen.

Das war gerade am Anfang,

und wir hatten zu der Zeit auch

noch keinen Bandnamen. Unsere

Musik war auf alle Fälle tierisch

laut. Ich sah aus dem

Fenster und konnte sehen, wie

die Polizei aufs Haus zukam.

Da rief ich zu den anderen: „Ey!

Wir bekommen fiesen Besuch!“

Die anderen fanden das tierisch

geil und so hatten wir dann

einen Bandnamen.

Der erste Gig?

Unsere Musikrichtung war

Punkrock mit deutschen Texten,

das kristallisierte sich bei den

Proben immer mehr heraus. Wir

hörten damals selber Musik von

den Ramones oder Nina Hagen.

Beeinflusst hat uns das

aber nicht. Wir haben lieber unsere

Musik und Texte selber geschrieben.

Unser erstes Konzert gaben wir

dann in Achim­Borstel auf einer

Scheidungsparty. Das war der

totale Wahnsinn. Bei der ansässigen

Tankstelle gab es später

kein Bier mehr zu kaufen, da sie

von den Partybesuchern leer

gekauft wurde. An dem Abend

waren ca. 100 Leute anwesend,

die alle zu unserer Musik durchdrehten,

tanzten und laut Zugabe

brüllten. Für uns war das

unfassbar. Wir hatten dann Auftritte

in Verden, Achim und auf

Festivals. In Achim haben wir

bei einem Open­Air zusammen

mit Jamaica Papa Curvin gespielt,

das war schon ziemlich

Foto: privat

Wenn „Der fiese Besuch“ kam, war

meistens bald das Bier alle.

Abschiedskonzert im Achimer Dröönläänd 1989.

geil. (Anm. der Red. „Germanys

Grandfather of Roots Rock

Reggae“) Bei einem unserer

Auftritte, ein Draußen­Konzert

bei einem Typen namens Knüppel,

spielten wir auf einem alten

Anhänger. Es war ein kleines

Dorf, nach dem dritten Stück fiel

auf einmal der Strom aus und

zwar im ganzen Dorf.

Einmal haben wir auch einen

Gig vermasselt. Wir sollten auf

einer Party spielen, Gesangsanlage

und alles stand bereit.

Leider hatten die Jungs schon

gut vorgeglüht und als es dann

zum Auftritt kam, hat jeder ein

anderes Stück gespielt, wir versuchten

es mehrmals zusammen

zu bringen, aber da ging

nichts mehr.

Unser größtes und auch letztes

Konzert als „Der fiese Besuch“

gaben wir 1989, im Dröönläänd

Achim. Das fasst normalerweise

300 Leute, zum Konzert kamen

aber ca. 600, auch hier

war das Bier wieder schnell

ausverkauft.

Von „Der fiese Besuch“, gab es

nur einen Livemitschnitt auf

Kassette, der aber hat sich damals

rasend schnell in der Szene

verbreitet. 1989 trennten wir

uns dann auch wegen persönlicher

Differenzen und dem Willen

neue musikalische Wege

zu finden.

„The Schmerz“?

1990 wurde dann die Folgeband

„The Schmerz“ gegründet.

Da spielte dann Harry Buschke

wieder an den Drums, Frank

Wilken Bass; Markus Bertram

Gitarre und ich als Sänger. Die

Musik wurde rockiger, die Texte

waren hauptsächlich Deutsch.

Aber wir haben auch Songs von

Bowie gecovert.

Mit „The Schmerz“ sind wir

dann beim Warstein Festival vor

8000 Leuten aufgetreten. Bei

der Independent Night in Langwedel

waren wir zusammen mit

Terry Hoax und den Shifty Sheriff

vertreten.

„The Schmerz“ lief dann zwei

Jahre. Man kann es also als

Kurzzeitprojekt betiteln. Von der

Band gibt es lediglich ein Demotape/Studioaufnahme.

Auch

das hat sich in Windeseile unter

den Fans verteilt. Auf mancher

Party hörte man dann seine eigene

Musik.

Was macht ihr jetzt so?

Frank Wilken (The Schmerz) ist

Berufsmusiker geworden, er

spielt in vielen Coverbands.

Friedel spielt immer noch

Schlagzeug, er spielt in der

Achimer Grungeband „Ten Spirit“

die spielen am 9.8. in Achim

in der Musikschule von Till Simon.

Markus Bertram ist richtig

ins Musikgeschäft eingestiegen,

er richtet Tonstudios für Bands

wie Xavier Naidoo, Rammstein

und andere große Künstler ein.

Ich mache auch heute noch Musik,

und bringe zusammen mit

meiner Freundin Karin Karma

(Reinhardt) spritzigen, deutschen

Poprock unter die Menschen.

(siehe "Die Hüskes" bei

https://soundcloud.com)

Was Poppy und Harry machen,

kann ich leider nicht genau sagen.

Manche Spuren verlaufen

sich eben. (ja)

Överblick ∙ Das Kulturmagazin

Foto: privat

17


Kulinarisches | Thedinghausen

Sarah Wiener

in Thedinghausen

Starköchin stellt am 1.8. ihre Koch­ und Ernährungsphilosophie vor

Für eine verantwortungsvolle

Landwirtschaft

Mit dazu beigetragen hat vermutlich

der besondere Veranstaltungsort.

Die beiden Hofbetreiberinnen

Johanna und Elisabeth

Böse haben sich einen

Namen als streitbare Kämpferinnen

für bessere Bedingungen

für Mensch und Tier in der

Agrarwirtschaft gemacht. Auch

Wiener setzt sich für eine verantwortungsvolle,

artgerechte

Landwirtschaft ein.

Sarah Wiener gilt als bekannteste

Köchin Deutschlands. Die

Autodidaktin betreibt inzwischen

drei Restaurants sowie

Küchen, Bäckereien und sonstige

Betriebe mit über 160 Mitarbeitern.

Sie ist regelmäßig im

Fernsehen zu sehen und hat

bereits mehrere Bücher über

gutes, einfaches Essen und

über politische und wirtschaftliche

Hintergründe der Nahrungsmittelproduktion

veröffentlicht.

Obwohl es der Öko­Regio­Verein

Thedinghausen/ Achim auch

bereits in den letzten Jahren geschafft

hat, prominente Gäste für

das Sommerevent auf dem Biohof

Böse­Hartje zu gewinnen, ist

man in diesem Jahr besonders

stolz darauf, die gefragte Starköchin

in das kleine Dorf Eißel locken

zu können.

Im Interview mit

Otmar Willi Weber

Für diesen besonderen Anlass

haben die Organisatorinnen ein

besonderes Veranstaltungsformat

gewählt: Sarah Wiener wird

am Freitag, 1. August, ab 20 Uhr

live auf der Bühne von Radio­

Bremen­Moderator Otmar Willi

Weber interviewt. Sie steht Rede

und Antwort zu ihrer Koch­ und

Ernährungsphilosophie, ihrem

Engagement für eine verantwortliche

Tierhaltung, ihrer Vorliebe

für regionale und saisonale Produkte

sowie zu ihrem ungewöhnlichen

Lebensweg.

Für den kleinen Biohof hatte

die Veranstaltung bereits im

Vorfeld positive Auswirkungen:

Kurz nachdem ihr Engagement

feststand, kam ein Gesandter

der Sarah Wiener GmbH nach

Thedinghausen­Eißel, und nun

wird der Biohof zu den Zulieferbetrieben

des Sarah Wiener­

Restaurants im Mercedes­

Benz Kundencenter in Bremen

gehören. (uc)

18 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


Per Crowdfunding zur eigenen CD

Johana Klaas (Verden) und Christian Beuss (Berlin)

suchen private Geldgeber um ihr erstes Album zu veröffentlichen

Da die Übernahme der elterlichen

Tanzschule in

Verden für ihn nicht in Frage

kam, verschlug es Christian

Beuss zur Jahrtausendwende

nach Berlin, wo er unter

dem Künstlernamen Aimo

Nyland bis heute als freiberuflicher

Musiklehrer und

Sounddesigner aktiv ist. Für

ein Hip­Hop­Projekt suchte

er vor gut zwei Jahren im Internet

nach einer Sängerin

und stieß dabei auf eine Bewerbung

aus seiner alten

Heimat. Auf diese Weise entstand

der Kontakt zu Johana

Klaas, mit der er nun die

erste gemeinsame CD veröffentlichen

will.

„Dabei hatte Johana gar nicht

die passende Stimme, die ich

mir für das geplante Projekt vorgestellt

hatte“, erzählt Nyland.

Er war jedoch von ihrem Gesang

dermaßen beeindruckt,

dass er ihr einen dazu passenden

Song komponierte und zuschickte.

Das Instrumentalstück

ergänzte die Verdenerin durch

einen Gesangspart und schickte

es zurück nach Bernau im

Berliner Umland. Das Duo AIJO,

zusammengesetzt aus den Vornamen

Aimo und Johana, war

geboren.

Spezielle Art

des Songwritings

Diese spezielle Art des Songwritings

hat sich seitdem erhalten:

Nyland macht in Bernau am

Computer die Musik und mailt

Als Duo AIJO machen Johana und Christian gemeinsam Musik. Foto: uc

sie nach Verden, wo Klaas Text

und Gesangsmelodie entwickelt.

Auf diese Weise sind inzwischen

rund dreißig Songs mit äußerst

unterschiedlichen musikalischen

Einflüssen entstanden. Es gibt

einige atmosphärische, "chillige"

Stücke, aber auch viele fetzige,

tanzbare Songs, deren Melodien

die Tendenz haben, sich im Ohr

des Hörers festzusetzen und ihn

nicht wieder loszulassen.

Material für drei

CDs vorhanden

Nyland kommt aus dem Jazz,

ist großer Perkussion­Anhänger

und hat eine klassische Klavierausbildung.

Klaas hat klassischen

Gesang bei Christiane

Artisi gelernt, wurde mit der Verdener

Funk&Soul­Band Xlarge

2003 Local­Heroes­Niedersachsen­Sieger

und singt seit 2004

die Hymne für die Verdener

Sportgala „Sport&Schau“.

Das nächste anvisierte Etappenziel

des Duos ist das Herausbringen

einer eigenen CD.

„Die Anzahl unserer Songs würde

gleich für drei Alben auf einmal

reichen“, lacht Nyland.

Einzig an der Finanzierung hapert

es noch etwas. Dazu beschreiten

die beiden einen

Kunst | Freizeit

modernen kreativen Weg:

Crowdfunding. Dabei werden

über das Internet viele kleine private

Geldgeber gesucht, die eine

Aktion vorfinanzieren und

dann nach der Umsetzung in unterschiedlicher

Form Gegenleistungen

aus dem Projekt erhalten.

Werbung per Videoclip

Johana und Aimo hoffen so

die notwendigen 9000 Euro zusammen

zu bekommen. Als Gegenleistung

versprechen sie

Gratisdownloads, CDs des Albums

oder bei größeren Beträgen

auch Livekonzerte der

beiden. Am 15. Juni wurde von

Frank Bauer von der Bremer

Agentur 8media ein Werbeclip

gedreht, um im Internet Werbung

für Beteiligungen zu machen. Informationen

dazu gibt es auf der

Homepage www.aijomusic.de

sowie unter "aijomusic" bei

Facebook.. (uc)

www.oeverblick.de

Överblick ∙ Das Kulturmagazin

19


Kultur | Kirchlinteln

Seit fünf Jahren findet

nun schon das große

ortsübergreifende Kunstund

Kulturevent in Kirchlinteln

statt. 9 Ortschaften und

14 Ausstellungsorte und

über 80 Künstler und Kunsthandwerker

beteiligen sich

in diesem Jahr und präsentieren

ihre Arbeiten, Produkte,

Installationen und öffnen

die Türen zu ihren speziellen,

ländlich geprägten Kunsträumen.

Jeder Ort ist etwas Besonderes:

Ob der Klanggarten Holtum/

Geest, die vielen Fachwerkhöfe,

Gärten und ungenutzten Gebäuden

der Aussteller oder der ehemaligen

Industriekultur auf dem

Ziegeleigelände an der Deelsener

Straße in Kirchlinteln. Dort werden

die Feldbahnen und Loren

reaktiviert. Auch abseits der bekannten

Verkehrswege gibt es

viel zu entdecken. Eine ausführliche

Beschilderung und eine detaillierte

Karte im Programmheft

Kunst Kultur Kirchlinteln

14 Ausstellungen in 9 Ortschaften am 16. und 17. August

Foto: www.kunst­kultur­kirchlinteln.de

Kunst und Kultur in ländlicher Idylle gibt es am 16. und 17. August.

lassen jeden schnell und einfach

die Ecken und Winkel der Gemeinde

finden.

Neben dem Kunst­ und Kunsthandwerkermarkt

wird ein stündlich

wechselndes Musikprogramm

geboten. Nahezu an jedem Ausstellungsort

wird es Live­Musik

geben. Dabei reichen die Stilrichtungen

von Pop, Rock, Country,

indianischen und baltischen Folkgruppen,

Indie, Alternative, Jazz,

Blues und Swing bis zu elektronischen

Klängen. Zu den rund 18

Bands und Musikern gehören

auch Künstler aus New York, Belgien,

Großbritannien und Berlin.

Auf dem Hof Cordes in Hohenaverbergen

wird an diesem Wochenende

wieder die

Kürbissaison eröffnet. Jedes Jahr

ab August verwandelt sich der

Milchviehbetrieb in ein oranges,

rotes und gelbes Lichtermeer mit

über 140 verschiedenen Sorten

an Speise­, Zier­, und Halloweenkürbissen.

Es werden frisch zubereitete

Kürbisgerichte, Hofführungen

und Einblicke in die

Milch­ und Fleischproduktion geboten.

Hohener Vereine präsentieren

ihre Aktivitäten, und der Ort

stellt sich im Rahmen einer Dia­

Show vor.

House­Party auf dem

Beach­Volleyballfeld

In Holtum Geest werden auf

dem Vorplatz von "Abschied Bestattungen"

in der Eversener Str.

9, Gedenkbretter ausgestellt, mit

denen Menschen den Abschied

von geliebten Menschen gestalten

und ihre Gefühle und Gedanken

darstellen.

Unter dem Titel Waldklang gibt

es in Brunsbrock zum zweiten

Mal ein Open­Air der besonderen

Art: Über das Beach­Volleyballfeld,

direkt auf dem Sportplatz

des TSV, schallen elektronische

Klänge. Musikliebhaber lauschen

den waldigen Beats. Über dem

Sandboden wummern tagsüber

Minimal­Electro, Deep­ und Tech­

House­Klänge. Ab 16 Uhr bis in

die Morgenstunden darf getanzt

20 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


und gefeiert werden. Es gibt kultige

Kaltgetränke, Cocktails,

Snacks und allerlei Überraschungen.

Ein Eintrittsbändchen ist für

5 Euro erhältlich.

Bandfestival am

Samstagabend

Höhepunkt ist wieder der

Samstagabend in der Mosterei

Sehlingen. Unter dem Titel „Kultur­Rock“

spielen diverse Bands

auf zwei Bühnen von 19 Uhr bis

spät in die Nacht.I n der eigens

eingerichteten Pizzeria werden

die Besucher auch kulinarisch

verwöhnt. Bio­Weine, Brause und

exotische Getränke sind wieder

zu fairen Preisen zu bekommen

(Eintritt 10 Euro VVK).

Alle weiteren Veranstaltungen

in den Kernzeiten von 11 bis 18

Uhr sind wie immer kostenlos!

Hier und da bitten Musiker um

Spenden. (pm/uc)

Kultur | Ausstellungen

Ausstellungen

bis 19.07. „Landschaften“

Rund 40 Werke mehrerer

Künstler mit dem Thema „Landschaften“,

sowohl Gemälde und

Originalgrafiken als auch limitierte

Fotografien, Kunsthaus

CasarettoArt, Verden

20.07. ­ 14.09. „Neue Lichtblicke“

Malerei von Wolf­Dietmar

Stock in der Galerie Dorfbuchhandlung,

Fischerhude

Foto: www.kunst­kultur­kirchlinteln.de

Beim Kürbishof Cordes in Hohenaverbergen gibt es 140 verschiedene

Kürbissorten zu bewundern.

Das Musikprogramm

16. August

12:00 Assunta & t.L.O. (BE) | Alte Molkerei, Schafwinkel

13:00 Karmakab (DE) | Goldschmiede Felix Mohr, Kirchlinteln

14:00 Rolf Sievert (DE) | Rosenweg, Bendingbostel

15:00 Coopers Groove (DE) | Müllerhaus, Brunsbrock

15:00 Rolf Thiele & Jazzband (DE) | Hof Bohlius, Kirchlinteln

15:00 Anne & Davy (DE) | Hof Weddige, Kreepen

15:00 Em Huisken (DE) | Goldschmiede Felix Mohr, Kirchlinteln

15:00 Axel Kruse & Doro (DE) | Alte Molkerei, Schafwinkel

16:00 Dezibels (Percussion) (DE) | Rosenweg, Bendingbostel

16:00 Jazzik | Landhaus Badenhoop, Schafwinkel

16:00 Dr OM (Otto Maier) | Mosterei, Sehlingen

17:00 Alasdair MacMillan (SCO) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 1)

18:00 Skupa (DE) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 2)

19:00 Jess McAllister (UK) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 1)

20:00 Peter Crawford (UK) | Mosterei, Sehlingen (Bühne1)

21:00 Mohawk (DE) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 2)

22:15 Caitlin Mahoney & Band (US) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 1)

23:00 Strings on Wings (DE) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 1)

17. August

11:00 Coopers Groove (DE) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 2)

12:00 Em Huisken (DE) | Alte Molkerei, Schafwinkel

12:30 The Monotrol Kid (BE) | Mosterei, Sehlingen (Bühne 1)

13:00 Till Simon & Band (DE) | Goldschmiede Mohr, Kirchlinteln

14:15 Assunta & the Light Orchestra (BE) | Mosterei, Sehlingen

15:00 Anne & Davy (DE) | Hof Weddige, Kreepen

15:00 Last Order (DE) | Hof Bohlius, Kirchlinteln

15:00 MaDuo (DE) | Rosenweg, Bendingbostel

16:00 Dr OM | Alte Molkerei, Schafwinkel

16:00 Em Huisken (DE) | Mosterei, Sehlingen

17:00 Blue Medicine Music (DE) | Alte Molkerei, Schafwinkel

17:00 Till Simon & Band (DE) | Lintler Krug, Kirchlinteln

www.oeverblick.de

bis 25.07. "Sport" Fotoausstellung

des Fotoclubs HVV

Martfeld, in der Bundesagentur

für Arbeit, Verden

bis 31.07. "Freiheitsvogel"

Werke von Petra Rumpsfeld bei

der Frauenberatung, Verden

bis 31.08. "Sundaris Fantasien"

Malerei in der Bremischen

Volksbank eG, Achim

bis 26.10. „Der große Krieg“

Verden 1914 – 1918, im Domherrenhaus,

Verden

01.07. bis 31.07. “Im Aufbruch

­ oder die Zeit verändert alles"

Bilderausstellung der Achimerin

Ulla P. Buchalla im

Teehaus Hashagen, Achim

06.07. „Farbe und Form“ Acryl

und Mischtechnik von Helga

Lüth, ehemaliges Mausoleum

im hinteren Schlosspark, Etelsen

06.07. „Kunst und Korrosion“

Metallobjekte von Udo Smorra

im Müllerhaus Brunsbrock,

Kirchlinteln

06.07. „Kuss im Garten“ Gottesdienst

und Kunst im Garten

in dem Gemeindegarten, An der

Kirche 19, Kirchlinteln

06.07. ­ 26.10. „Fadenspannungen“

Aus parallel gespannten

Fäden und ihrer nachfolgenden

Verknüpfung miteinander

entstehen zeichnerische

Arbeiten von Karin Schroeder,

Adelheidshof, Magelsen

27.07. ­ 12.10. „MYTHOS

AMAZONE?“ Grafikerin Maria

Mathieu und Bildhauerin Gisela

Eufe präsentieren ihre Werke im

Haus Hünenburg, Schwedenschanze

39, Achim

01.08. ­ 28.08. „Farbe und Formen“

Bilderausstellung von

Helga Lüth im Teehaus Hashagen,

Achim

10.08. „Ansichtssache“ Brigitte

Schumacher ­ Künstlerin aus

Bremen stellt ihre Bilder aus,

Müllerhaus Brunsbrock/Kirchlinteln

16.+ 17.08. „Gedenkbrett, die

Erinnerung trägt“ Gedenkbrettausstellung

auf dem Vorplatz

von Abschied Bestattungen in

Holtum (Geest)

18.+ 19.08. „Auto­Genesis“

Fotoausstellung von Helga Esselmann,

St. Petri Kirche,

Kirchlinteln

18. + 19.08. „Treib­Gut“ Skulpturen

der Bremer Künstlerin

Christiane Keller, St. Petri Gemeinde,

Kirchlinteln

Överblick ∙ Das Kulturmagazin

21


Filmvorschau | Achim

Kommunales Kino

Koki Verden

Koki Achim

Deutschboden

Scialla! Eine

Geschichte aus

Rom

Rush - Alles für

den Sieg

Genug gesagt

Merida -

Legende der

Highlands

D 2013, Regie: André Schäfer,

FSK o.A., 96 Min.

Dokumentarfilm nach dem

gleichnamigen Reportage­

Buch von Moritz von Uslar,

in dem Uslar die brandenburgische

Provinz bereist.

Mi. 02.07. im Cine City

Molière auf

dem Fahrrad

FR 2012, Regie: Philippe Le

Guay, FSK o.A., 105 Min.

Zwei Schauspieler treffen

sich, um in Abgeschiedenheit

Molières "Der Menschenfeind"

zu proben.

Topbesetzte melancholische

Komödie und fulminante

Verknüpfung von

Molière­Theater und lebendigem

Kino.

Mi. 09.07. im Cine City

Stiller Sommer

D 2013, Regie: Nana Neul, FSK

ab 6, 85 Min.

Sommerlicher Film über eine

Frau, die in ihrem Ferienhaus

in Südfrankreich

eine Affäre mit dem Liebhaber

ihrer Tochter anfängt.

Mi. 16.07. im Cine City

www.oeverblick.de

ITA 2011, Regie: Francesco Bruni,

FSK ab 12, 101 Min.

Der in die Jahre gekommene

ehemalige Lehrer Bruno

Beltrame erklärt sich bereit,

dem aufmüpfigen Teenager

Luca Nachhilfestunden zu

geben. Luca hat nur Flausen

im Kopf und die Zusammenarbeit

gestaltet sich

anfangs schwierig. Als sich

herausstellt, dass Bruno

Lucas leiblicher Vater ist,

sind beide überfordert.

Doch entdecken die beiden

auf ihre Art in Lebenskrisen

steckenden Männer ihre

Sympathien füreinander.

Mi. 23.07. im Cine City

Vergiss mein

ich

D 2014, Regie: Jan Schomburg,

FSK ab 12, 93 Min.

Eine Krankheit führt dazu,

dass Lena ihr biographisches

Gedächtnis verliert.

Die Diagnose lautet "retrograde

Amnesie", das heißt,

dass sie niemanden mehr

erkennt ­ weder sich noch

ihren Mann. Sie ist zwar

noch der Sprache mächtig,

versteht aber die Bedeutung

von Worten wie Liebe

oder Wut nicht mehr. Sie

muss sich "neu erfinden".

Mi. 30.07. im Cine City

USA/D/GB 2013, Regie: Ron Howard,

FSK ab 12, 118 Min.

In den 70er Jahren kommt

es zum Duell zwischen den

grundverschiedenen Rennfahrern

Niki Lauda und James

Hunt. Hervorragend

gespieltes, spannend inszeniertes

Sportler­ und Gesellschaftsdrama.

Sensationell: Daniel Brühl

als Lauda.

Do. 03.07., 20 Uhr +

Fr. 04.07., 20 Uhr

KASCH

Das Geheimnis

der Bäume

FR 2013, Regie: Luc Jacquet,

FSK o.A., 78 Min.

Ein poetisch­betörender

Naturfilm über die Evolution

und Ökologie von Bäumen

und (Ur­)Wäldern. Gedreht

an Schauplätzen in Peru,

Gabun und Frankreich,

taucht die sinnliche Dokumentation

in die Tiefen des

tropischen Dschungels ein

und erforscht unter kundiger

Leitung des Botanikers

Francis Hallé die Lebenskreisläufe

ursprünglicher

Wälder.

Do. 10.07., 20 Uhr +

Fr. 11.07., 20 Uhr

KASCH

USA 2013, Regie: Nicole Holofcener,

FSK ab 6, 94 Min.

Eine geschiedene Masseurin

verliebt sich neu ­ und

freundet sich ausgerechnet

auch noch mit dessen Ex

an. Wunderbare, ebenso

leichtfüßige wie ehrliche Independentkomödie

um die

Beziehungsnöte Geschiedener.

Do. 17.07., 20 Uhr +

Fr. 18.07., 20 Uhr

KASCH

Inside Llewyn

Davis

USA/FR 2013, Regie: Ethan und

Joel Coen, FSK ab 6, 105 Min.

Der Folkmusiker Llewyn

Davis hat im New York der

frühen 1960er­Jahre wenig

Erfolg, dafür aber jede

Menge Probleme, die ihn

schließlich auf eine Reise

treiben. Mit dem Porträt des

„Verlierer“­Antihelden, der

stoisch an seiner Kunst

festhält, entfaltet sich eine

großartige, durchaus etwas

boshaft erzählte Apotheose

des Scheiterns.

Do. 24.07., 20 Uhr +

So. 27.07., 20 Uhr

KASCH

USA 2012, Regie: Steve Purcell

Brenda Chapman, Mark Andrews,

FSK ab 6, 94 Min.

Merida wächst als Prinzessin

in den schottischen

Highlands auf. Oft hat sie

das Gefühl, die Lebensluft

würde ihr vom strengen

Regelwerk ihrer Mutter Elinor

abgeschnürt werden.

Als sie verheiratet werden

soll, widersetzt sich Merida

der Tradition und flieht. Im

Wald trifft sie eine wundersame

alte Frau, die dem

Mädchen mit der roten

Mähne einen Wunsch gewährt.

Doch der Wunsch

geht anders in Erfüllung als

sie sich vorgestellt hat, verwandelt

sich in einen

furchtbaren Fluch. Ihr bleibt

nur wenig Zeit ihn zu brechen.

Do. 31.07., 15 + 20

Uhr, KASCH

Stadtkino

Rotenburg

in der Stadtschule

3.7. 16 Uhr Belle&Sebastian

3.7. 20 Uhr A Long Way

Down, GB 2014

10.7. 16 Uhr Michel muss

mehr Männchen machen

10.7. 20 Uhr Über ich und

du, D/CH/A 2014

17.7. 16 Uhr Das magische

Haus, B 2013

17.7. 20 Uhr Auf dem Weg

zur Schule, F 2013

19.7. 21.30 Uhr Der Hundertjährige...

(Open Air)

24.7. 20 Uhr Stero, D 2014

Överblick ∙ Das Kulturmagazin

23


Gesundheit | Freizeit

Kurse und Seminare

Seminare der Esprita­Schule

Die Chakren harmonisieren >> am 06.09.

Erstes Zentrum im Kopf / erhöhtes Bewusstsein

Klarheit in unseren Verstand, in unsere Gefühle bringen

um eine innere Stärke zu erlangen. >> 12.09.­13.09.

Vertrauen in das ewige Leben gewinnen.

Wie gehe ich mit meinem Tod und dem meiner Lieben um.

Seminar >> 19.­20.09.

Nähere Informationen über alle Seminare unter www.esprita.de

mail@qigong­lehrerin.de / rita@esprita.de oder Tel. 04231 / 73232

Natur und Optik

Fotografie und Bestimmung von heimischen

Sommerpflanzen.

Bei diesem Kurs lernen sie nicht nur unsere heimischen Pflanzen

kennen, sondern auch wie man sie im richtigen Blickwinkel ablichtet.

Die beiden naturbewanderten Fotografinnen Marion Bers und

Jeanette Atherton, bringen Ihnen dies in einer zweistündigen

Exkursion durch das wunderschöne Rutental bei Bruchhausen­Vilsen

und in Lindhoop/Verden näher.

Am Ende der Tour besteht noch die Möglichkeit sich bei einem Kaffee

und einem Stück Kuchen über das Erlebte auszutauschen.

Kurse Bruchhausen Vilsen: Sa. 12.07.2014 – Sa. 16.08.2014

Kurse Verden/ Lindhoop: Sa. 9.08.2014 – Sa. 26.07.2014

Kursbeginn: Jeweils um 10:30 Uhr

Preis pro Kursteilnehmer beträgt 25€

Weitere Infos zum Treffpunkt erhalten die Teilnehmer bei Anmeldung.

Wir bitten um Voranmeldung unter 04251­672907 oder per Mail:

an fotokurs @ fotoklix.de

weitere Infos unter www.fotokurs.fotoklix.de

Summer Englisch Camp

im Mehrgenerationenhaus Dörverden

Mit Spiel & Spaß Enlisch lernen!

25.­29.08., jeweils von 9­17 Uhr, für Kinder von 6 bis 14 Jahren,

195 Euro inkl. Mittagessen und Getränke

Bei weiteren Fragen und zwecks Anmeldung wenden Sie sich

bitte an Mortimer English Club ­ Verden

Sandra Bruns Tel. 04231 / 935058 oder auch direkt an

das Mehrgenerationenhaus in Dörverden­Westen.

www.mortimer­verden.de

Die Kurs­ und Seminaranzeigen auf diesen Seiten werden von den

Veranstaltern eingereicht und sind keine redaktionellen Beiträge.

Die Redaktion übernimmt keine Gewähr!

Frauenbildungshaus Altenbücken

Sommerseminare in Wohlfühlatmosphäre

Zeit für mich, Standardtanz, Heilkraft der Farben, Kreativität,

Qigong, Stoff­Geschichten, Biodanza, Bogenschießen, Tantra

www.altenbuecken.de, Tel. 04251 / 7899

Reiki­Kreis Achim seit 1996!

Durch Auflegen der Hände am bekleideten

Körper können Sie Gelassenheit + Energie erlangen.

Reiki erlernen für Anfänger Sa.+So. 10­15 Uhr:

1. Grad: 19.+20.7.oder 20.+21.9.oder 18.+19.10.2014

2.Grad: 26.+27.7. oder 23.+24.8. oder 11.+12.10.2014

Reiki­Meister: Einzeleinweihung nach Absprache

Tagesseminare 10­16 Uhr:

Tensor 2.8.2014, Aura­Sehen 14.9.2014, Kalligrafie 4.10.2014

Neue Fortbildungen in Jahres­Gruppen

ab 10­2014 1xim Monat von 19­21 Uhr

Reiki­Treffen für jeden ab 1. Grad am 1. Sonntag/Mon. 16:30 Uhr und

3. Freitag/Mon. 18:30 Uhr im Kulturhaus Achim, Bergstr.2

Reiki­Meisterin/Lehrerin Petra Bartnik,

Am Hang 12, 28832 Achim, Tel. 04202 / 910492

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Spuren lesen, Schleichen, Tarnen, Kochen auf dem Feuer, Wildnisfertigkeiten,

Schutzbehausung, Bogen schiessen, Tiere und Pflanzen,

draußen schlafen, Nachtwanderung ­ Abenteuer und Freiheit pur.

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24 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


03.07. Romeo &

Julia, Verden

DO.03.07.

Musik

Verden

19.00 Uhr „Kammermusik für Oboe

und Orgel“: Werke von J. Langlais,

Joseph Noyon, L. Vierne, Fr. Deckner

u.a., im Verdener Dom

Theater

Verden

19.00 Uhr "Romeo & Julia – reloaded":

Eineinhalbstündiges Theaterstück

von Norbert Franck,

gespielt von Schülern in der Aula

des Domgymnasiums, Eintritt frei

FR.04.07.

Kinder

Achim

15.00 Uhr "Bilderbuchkino": Rosemarie

Rautenberg zeigt für Kinder

ab 4 Jahre folgende Bilderbücher:

„Die kleine Spinne Jonnie“

von Guido von Genechten und

„Alles erlaubt?“ von Nele Moost.

Stadtbibliothek, Eintritt frei

SA.05.07.

Musik

Achim

16.00 Uhr " Kinder­ und Jugendoper

Brundibar": Orchester und

Projektchor der Kreismusikschule

führen die Kinder­ und Jugendoper

"Brundibar" von Hans Krasa

auf, in der Aula des Cato Bontjes

van Beek­Gymnasiums

Verden

14.30­15.30 Uhr "Lena Steinbrink":

Junge Musikerin aus Bremen tritt

auf dem Podest auf dem Rathausplatz

auf

Party

Achim

22.00 Uhr "Achimer Tanznacht":

Summer special der Achimer Tanznacht,

KASCH

Sonstiges

Kirchlinteln

11.00 Uhr "3. Beachvolleyballturnier":

Der TSV Holtum Geest veranstaltet

zum 3. Mal das

Beachvolleyballturnier, in Holtum

Geest

www.oeverblick.de

05.07., Rosenfest,

Haberloh

Verden

12.00 Uhr "Schiffstaufe & Spielplatzeinweihung":

der neue Spielplatz

an der Reeperbahn wird

eingeweiht und das dort platzierte

Holzschiff getauft

Langwedel

11.00 ­ 18.00 Uhr "Rosenfest in Haberloh".

Der Eintritt ist frei. Hofcafé

Haberloh, Haberloher

Dorfstraße 2

SO.06.07.

Flohmarkt

Blender

10.00­16.00 Uhr "Großer Straßenflohmarkt":

Anwohner des Meierkamps

verkaufen ihre gesammelten

Schätze

Thedinghausen

11.00 Uhr "Flohmarkt am Busbahnhof":

Flohmarkt am Busbahnhof

Thedinghausen

Lesung

Schwarme

17.00 Uhr "Geschichten und Erzählungen:

19. Jahrhundert": Schneewitchen

und die 7 Zwerge. Für

Erwachsene und Kinder. Biolandhof

Meyer­Toms.

Musik

Achim

20.00 Uhr "Konzertreihe Songs &

Whispers": mit Kaura Cronin

(AUS), Simon Hudson Duo (AUS),

Tom Richardson (AUS), Eintritt

frei. Katakomben 04202 / 954962

Sonstiges

Kirchlinteln

10.00 Uhr "Kuss im Garten": Zu diesem

Projekt lädt die Pastorin alle

Interessierten zum Gottesdienst

und anschließendem Begehen

der Ausstellung „Kuss im Garten“

am internationalen Tag des Kusses

in den Gemeindegarten ein,

An der Kirche 19

14.15­19.00 Uhr "Ausflug zur Windmühle

in Brockel": Besichtigung

der Windmühle in Brockel mit einer

mitlaufenden Dampfmaschine,

Treffpunkt: Lintler Krug,

Kirchlinteln

Langwedel

11.00 ­ 18.00 Uhr "Rosenfest in Haberloh",

siehe 05.06.

06.07. Tom

Richardson,

Achim

MO.07.07.

Lesung

Verden

19.00 Uhr "Vielseitige Urlaubslektüre":

Die Buchhandlung Vielseitig

empfiehlt Bücher für den

Urlaubskoffer, Große Straße 13

Musik

Verden

19.00 Uhr „Begegnungen – Blockflöten

& Schlagwerk“: J.S. Bach,

J.B. Loeillet, A. Jolivet. E. Satie,

P. Desmond u.a., im Verdener Dom

Vortrag

Dörverden

14.00­17.00 Uhr "Energieeffiziente

Elektroanlagen": Wir informieren

über Photovoltaik und Eigennutzung,

Solarstrom, Stromspeicher,

Erdwärmepumpe und Warmwasser­Wärmepumpe,

bei Scholing

Elektrotechnik, Ahnebergen

Verden

20.00­21.30 Uhr "Sexualität und

Empfängnisverhütung": Vortrag

zum Thema Sexualität und Empfängnisverhütung

nach der Geburt

und in der Stillzeit, Frauenberatungsstelle

04231 / 85120

DO.10.07.

Sonstiges

Verden

10.00 Uhr "Abientlassung GaW":

Die Abiturienten des Gymnasiums

am Wall werden entlassen, Stadthalle

Verden 04231 / 961317

FR.11.07.

Kinder

Achim

15.00­15.45 Uhr "Lesebären": Eingeladen

sind Kinder zwischen 10

Monaten und 3 Jahren sowie deren

Eltern um zu singen, spielen,

reimen und sich kennenzulernen,

im Kinder­ und Jugendbereich der

Stadtbibliothek

Musik

Achim

19.00­23.00 Uhr "Lange Nacht der

Kirchenmusik": Mit zahlreichen

Chören in der St. Laurentiuskirche,

Pfarrstraße, Eintritt frei

11.07.

Fünf vor der Ehe,

Thedinghausen

Thedinghausen

20.00 Uhr "Fünf vor der Ehe": Open

Air­A­Capella­Band­Konzert mit

eigenen deutschen Songs, Erbhof

Party

Ottersberg

20.00 Uhr "Tanz den Ball": Ü­30

Party auf Alberts Diele in Otterstedt

Verden

20.00 Uhr "Abiball GaW": Die Abiturienten

des Gymnasiums am

Wall feiern ihren Abschluss,

Stadthalle

SA.12.07.

Führung

Achim

10.30 Uhr "Kirche, Kanzel, Kunst ­

die Romanze zwischen Arzt und

Königin“: Stadtführung ab Haus

Clüver, Große Kirchenstraße 1

Kinder

Verden

12.00­18.00 Uhr "Sommerfest der

Kita Grashüpfer": Attraktionen:

Hüpfburg, Ponyreiten, Flohmarkt,

Kinderschminken, Getränke, Grillen,

Kuchenbuffet, Feuerwehr, Polizei.

Auf dem Sportplatz

Artilleriestraße

Musik

Langwedel

19.00 Uhr "Axel Zwingenberger &

Henning Pertiet": Zum 25­jährigen

Bühnenjubiläum von Henning

Pertiet gibt es eine Boogie Session

an zwei Klavieren im Bürgersaal

im Rathaus

Ottersberg

20.00 Uhr "Klaus der Geiger": Der

bekannteste Straßenmusiker

Deutschlands live in der Werkstatt

des „DM Land­Rover­Service“,

Schwarzer Weg 7

Verden

14.30­15.30 Uhr "Simon Hudson":

Live Musik aus North Victoria

(AUS) auf dem Podest auf dem

Rathausplatz

Överblick ∙ Das Kulturmagazin

25


13.07. Backtag,

Dörverden

Klaus der Geiger & Tochter Antje

Bissig, humorvoll und wagemutig ­ Klaus der Geiger, mit bürgerlichem

Namen Klaus von Wrochem, ist eine lebende Legende.

Faszinierend sind seine furiose Spieltechnik und seine Vorliebe

für freies Improvisieren. Der heute über 70­jährige linke Liedermacher

gilt als bekanntester Straßenmusiker Deutschlands. Immer

noch am liebsten radikal singt und spielt er unverdrossen

seinen Traum von einer herrschaftsfreien Welt. Jetzt tritt er wieder

einmal bei KuKuC in Ottersberg auf. Gemeinsam mit seiner

Tochter Antje von Wrochem präsentiert er neben alten und neuen

Liedern Sketche von Karl Valentin. KuKuC ­ seit Mai ohne eigene

Räume ­ ist dankbar, dass er den Abend mit Klaus der Geiger in

der Werkstatt des DM Land­Rover­Service veranstalten darf. (he)

Sa. 12.7., 20 Uhr, Werkstatt des DM‐Land‐Rover‐Service

in Ottersberg‐Bahnhof, Schwarzer Weg 7

Sonstiges

Langwedel

19.00 Uhr "Weltreiseabstecher nach

Machu Picchu": 5­Sinne­Show

Peru. Eintritt frei. Hofcafé Haberloh,

Haberloher Dorfstraße 2

Party

Verden

20.00 Uhr "Abiball DoG": Die Abiturienten

des Domgymnasiums feiern

ihren Abschluss, Stadthalle

SO.13.07.

Führung

Thedinghausen

14.00 Uhr "Öffentliche Erbhof­Führung":

Über die Geschichte und

Architektur des 1620 erbauten

Schlosses. Treffpunkt: Innenhof

des Erbhofes. Erwachsene: 4,­ €,

Dauer: ca. 1,5 Stunden.

Verden

15.00 Uhr "Stadtrundgang": Armgard

von Münchhausen, die adlige

Frau, des Domherren führt zu

interessanten Orten. Treffpunkt:

Lugenstein, Dauer: ca. 1,5 Stunden

Musik

Achim

17.00 Uhr "Teenie Open Stage": Interessierte

Nachwuchsmusikerinnen

und musiker und Bands bis

16 Jahre können zeigen was sie

drauf haben, Eintritt frei ­ der Hut

geht rum, KASCH 04202 / 5118830

Verden

10.00­13.00 Uhr "Tag der offenen

Tür beim Verdener Männerchor":

Gelegenheit, den Chor kennenzulernen,

"Bella Vista", Burgberg

50

Sonstiges

Dörverden

13.00 Uhr "Tag der offenen Tür":

Mit Backtag und Kulturcafé, Kulturgut

Ehmken Hoff

DI.15.07.

Sonstiges

Verden

"Rechtsberatung für Frauen": Für

rechtliche Fragen zu Partnerschaftsverträgen,

Gewaltschutzgesetz,

Trennung, Unterhalt,

Sorge­ und Umgangsrecht steht

die Rechtsanwältin Sabine Osmers

zur Verfügung, Frauenberatungsstelle

Verden, Grüne Str.

31, 04231 / 85120

MI.16.07.

Führung

Thedinghausen

11.00 Uhr "Öffentliche Gästeführung

­ Poetischer Spaziergang

durch den Baumpark Thedinghausen":

Über die Symbolik und Mythologie

ausgesuchter Bäume.

Über Liedgut, Poesie, Standortansprüche

und Nutzung der Hölzer.

Wissenswertes von Perdita

Fricke. Treffpunkt: Rundbank im

Innenhof des Schlosses Erbhof.

Erwachsene: 4,­ €, Dauer: 1,5

Stunden.

Musik

Worpswede

20:00 Uhr „Jimmie Vaughan Live“

Der Gitarrist tritt auf in der Music

Hall

19.07. Los

Temperamentos,

Verden

Sonstiges

Kirchlinteln

16.30­18.00 Uhr "Offene Trauergruppe":

Die Teilnahme ist kostenlos

und unverbindlich möglich.

Gemeindehaus Kirchlinteln, Alte

Dorfstr. 9

DO.17.07.

Musik

Verden

19.00 Uhr „Leipziger Vokalromantiker

& Harfe“: Vom Gregorianischen

Choral bis zum

romantischen Volkslied, im Verdener

Dom

Sonstiges

Achim

18.00 Uhr "Fracking und Freihandelsabkommen":

Öffentliche Diskussionsveranstaltung,

KASCH

Verden

17.00 Uhr "Inklusiv handeln in Verden

­ gemeinsam VERantworten

und gestalten": Veranstaltung zum

Thema Inklusion mit diversen Veranstaltungen

und Angeboten, Rathaus

Verden, Große Str. 40

FR.18.07.

Musik

Ahausen

20.00 Uhr "Ottersberger Kammerorchester":

Sommerkonzert in der

St.Marienkirche, Ahausen

Hoya

20.00 Uhr "Nur gut mit Hut": Der

Singer/Songwriter­Slam mit Desmond

Myers, Willer und Hungerhoff

& The Wild Roots in der

Kleinkunstdiele Bücken, An den

Eichen 9

Theater

Achim

20.00 Uhr "Die Betty Wolff Klinik ­

Heute keine Therapie": Eine berauschend

komische "Revuetherapie",

KASCH 04202 / 5118830

Sonstiges

Achim

"Achimer Stadtfest": Großes Fest

in der Achimer Innenstadt mit verschiedenen

Veranstaltungen

Rotenburg

17.00 Uhr "Fracking und Freihandelsabkommen":

Rathaus

25.07.Benny

Grenz Trio, Verden

Verden

18.00 Uhr "16. Verdener Aller­Stadt­

Lauf": Start und Ziel am Lugenstein,

mehr Infos auf der Homepage:

www.lgkv.de

SA.19.07.

Flohmarkt

Dörverden

8.00­14.00 Uhr "Flohmarkt": Auf

dem Kinderspielplatz "Ahneberger

Ring", Ahnebergen

Führung

Verden

13.00­17.00 Uhr "Tag der Offenen

Tür im Alten Schulhaus Dauelsen":

Mit Kaffee u. Kuchen, Würstchen

vom Grill und einer Tombola,

Schulstr. 10, Dauelsen

Musik

Fischerhude

20.00 Uhr "Ottersberger Kammerorchester":

Sommerkonzert in der

Liebfrauenkirche

Schwarme

19.00 Uhr "Hommage an George

Gershwin": Konzert im Kulturzentrum

Robberts Huus mit Esther

Lorenz und Thomas Bergler

Verden

19:00 Uhr "Lebendiges Barock mit

südamerikanischem Flair": Helmut

Neddens, Gründer und Leiter

der „Camerata Nova Braunschweig“,

musiziert mit Mitgliedern

des Bremer Ensembles „Los Temperamentos“

in der St. Johannis

Kirche

Party

Achim

23.00 Uhr "After­Stadtfest­Party":

Wer nach dem Achimer Stadtfest

noch weiter feiern möchte, kommt

ins KASCH. Hier gibt es bei freiem

Eintritt einen bunten Party­Mix

Sonstiges

Achim

"Achimer Stadtfest": Großes Fest

in der Achimer Innenstadt mit verschiedenen

Veranstaltungen

Syke

17.30­22.00 Uhr "Wandervolle

Nacht": Verschiedene musikalische

und künstlerische Veranstaltungen

in der gesamten Syker

Innenstadt

26 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


31.07. Cécile

Verny, Achim

09.08. Larry and

the Handjive,

Achim

09.08. Ten Spirit,

Achim

22.08. Domfestspiele,

Verden

Vortrag

Thedinghausen

20.00­22.00 Uhr "Sarah Wiener live":

auf dem Bioland Hof Böse­

Hartje, Eißel, siehe S. 18

SO.03.08.

Flohmarkt

Thedinghausen

11.00 Uhr "Flohmarkt": Am Busbahnhof

Thedinghausen

Lesung

Schwarme

17.00 Uhr "Geschichten und Erzählungen:

20. Jahrhundert": Wer

nach Glück sucht. Vortrag, Lesung

und Diskussion zum Thema Sucht

aus eigenen und fremden Erfahrungen

von Melanie & Dieter Orthbandt,

Biolandhof Meyer­Toms

Musik

Achim

11.00 Uhr "GartenKulturMusikFestival":

Sommerkonzert und Bürgerbrunch

mit BLAX, Rathauspark

an der Obernstraße

Thedinghausen

17.00 Uhr "Scheherazade ­ 1001

Nacht von Nikolai Rimski­Korsakow":

Ein Konzert der klassischen

Philharmonie Nordwest unter Leitung

von Ulrich Semrau auf der

Bühne des Schlosses Erbhof

DI.05.08.

Kinder

Verden

10.00 – 12.00 Uhr „Schnitzeljagd

zum Schatz – Ferienaktion in der

Hippologischen Bibliothek“: Spielerisch

soll der Freihandbereich

der Bibliothek des Deutschen Pferdemuseums

entdeckt werden. Eine

Schnitzeljagd führt zum Schatz

DO.07.08.

Musik

Verden

19.00 Uhr „Erinnerungen“: 500.

Sommerkonzert mit einem Querschnitt

der Programme, Tillmann

Benfer an der Orgel, im Verdener

Dom

FR.08.08.

Sonstiges

Verden

15.00­22.00 Uhr "Stallgasse": Innenstadtfest

rund ums Pferd in

der Verdener Innenstadt.

Führung

Achim

18:00 Uhr „Honigkuchen und Zigarren“:

Führung mit der Frau vom

Honigkuchenbäcker, Treffpunkt:

Tourist­Info, Obernstr. 38, 4,­ €

SA.09.08.

Musik

Achim

20.00 Uhr "Ten Spirit": Club Gig in

der Musik­Schule Till Simon, Obernstr.

20

19.00 Uhr "City­Sommer­Party": Mit

Comin’ to getcha und Larry and

the Handjive, Katakomben

Theater

Langwedel

20.00 Uhr "Charley siene Tante":

Von Brandon Thomas, plattdeutsches

Theater auf der Freilichtbühne

Daverden, Karten: 0176

/ 7868 225, 8,­ €/Kinder 3,­ €

SO.10.08.

Führung

Thedinghausen

14.00 Uhr "Erbhof­Führung": Treffpunkt:

Rundbank im Innenhof des

Schlosses Erbfof. siehe 13.7.

Musik

Achim

11.00­21.00 Uhr "City­Sommer­Party":

Mit Künstlern der Songs&Whispers­Konzert­Reihe,

Katakomben

04202 / 954962

Theater

Langwedel

16.00 Uhr "Charley siene Tante":

plattdeutsches Theater auf der

Freilichtbühne Daverden, siehe 9.8.

Di.12.08.

Kinder

Verden

10.00­13.00 Uhr "Kutschfahrt für

Kinder in den Wald": Von zwei

Schleswiger Kaltblutpferden gezogen,

geht es im Planwagen

Richtung Tütheide. Dort werden

die Dinge des Waldes untersucht

und gesammelt, Treffpunkt: Deutsches

Pferdemuseum

DO.14.08.

Musik

Verden

19.00 Uhr „Orgelkonzert“: mit Prof.

Young­Hee Jang (Seoul) an der

Orgel, im Verdener Dom

FR.15.08.

Musik

Verden

20.00 Uhr "Normen Schindowski

und Henning Pertiet": Zwei ehemalige

Verdener improvisieren mit

Didgeridoo und Orgel in der Johannis­Kirche

SA.16.08.

Party

Worpswede

22:00 Uhr „Ü­30 Party“: Mit DJ Peer,

Eintritt 6,­ €, in der Music Hall

Sonstiges

Kirchlinteln

"Kunst Kultur Kirchlinteln": Großes

Kulturevent in Kirchlinteln und Umgebung,

mit 14 Ausstellungen in

9 Ortschaften und diversen weiteren

Veranstaltungen, siehe S. 20

Verden

10.00­18.00 Uhr "Ein Japangarten

im Entstehen": Offene Gartenpforte

in Verden /Walle, Am Waldrand

11

So.17.08.

Kinder

Verden

16.00­19.00 Uhr „Wiese – Weide –

Rasen?“: Kutschfahrt für Kinder

und Eltern gemeinsam, Treffpunkt:

Deutsches Pferdemuseum

Di.19.08.

Kinder

Verden

10.00­13.00 Uhr „Museumswaldolympiade„:

Es geht nicht nur um

Schnelligkeit, sondern auch um

Geschicklichkeit und vor allem

den Spaß in der Natur, Treffpunkt:

Deutsches Pferdemuseum

Mi.20.08.

Theater

Langwedel

20.00 Uhr „Charley siene Tante":

Freilichtbühne Daverden, siehe 9.8.

DO.21.08.

Musik

Verden

19.00 Uhr „Barocke Klangbilder“:

Klangbilder aus Alltag, Natur und

Religion, mit Thomas Pietsch an

der Barockvioline, sowie Dagmar

Lübking an der Orgel, im Dom

20.00 Uhr „Junges Philharmonisches

Orchester Niedersachsen":

Zu einem klassischen Konzert lädt

das Junge Philharmonische Orchester

Niedersachsen ein,

Stadthalle Verden 04231 / 961317

Sonstiges

Langwedel

19.00 Uhr „Zauber der Jahreszeiten„:

Multivisionsshow des Aller­

Weser­Gebietes. Hofcafé, Haberloher

Dorfstr. 2, Eintritt frei

Fr.22.08.

Kinder

Achim

20.00 Uhr „Kinderführung mit Achims

Nachtwächter“: Treffpunkt: Tourist­Information,

Obernstraße 38

Theater

Verden

20.00­22.40 Uhr „Verdener Domfestspiele„:

Premiere des neuen

Theaterstücks „Das geheime Attentat“,

Verdener Domplatz, Grüne

Straße

Langwedel

19.00 Uhr „Charley siene Tante„:

Freilichtbühne Daverden, siehe 9.8.

28 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


Zur Person | Martfeld

Kennst du eigentlich...

Erwing Rau – Mitbegründer

der "Kastanie" in Hollen, geboren

in Chile am Di. 23.12.1952 genau

um 24.00 Uhr, Sternzeichen

Steinbock. Zusammen seit 31

Jahren und verheiratet seit 16

Jahren mit Barbara Stadler (Köchin

und Seele der "Kastanie").

Hast du schon immer in

Hollen gewohnt? Die ersten

fünf Jahre in Deutschland habe

ich in Bochum gewohnt, danach

sechzehn Jahre weitere Jahre in

Bremen. Nun wohne ich seit

siebzehn Jahren in Martfeld/Hollen.

Beruflich bist Du? Schauspieler.

Ich wurde in Santiago de

Chile an der Katholischen Universität

sehr vielseitig in Schauspielwissenschaft

ausgebildet.

In meiner Zeit in Bochum und

Bremen habe ich sehr viel

Theater gespielt und auch fürs

Fernsehen gearbeitet, unter anderem

als Regisseur. Im Ernst

Waldau­ Theater in Bremen hatte

ich die Leitung der Schauspielschule.

Dann haben wir

Hollen gefunden und uns entschlossen,

dort ein kleines Restaurant

mit kleinem Theater zu

eröffnen.

Dein Hobby? Mit Holz arbeiten.

Materialien zusammen zu

fügen, auseinander zu nehmen

und zu verändern. Mein momentanes

Faible ist es, Türen aller

Arten in andere Dinge wie Möbel,

Schränke und anderes umzugestalten.

Oder einfach eine

Tür ins Nirgendwo zu bauen.

Lieblingsmusik? Ich höre

sehr gerne Klassik und Oper.

Von den moderneren Sachen

höre ich am liebsten Ana Tijoux,

eine französisch­chilenische

Rapperin.

Was isst Du am liebsten?

Ich bin Fleischesser, also esse

ich gerne Fleisch wie zum Beispiel

Rindfleisch, argentinischer

Schnitt.

Was würdest Du nie essen?

Insekten. Es gibt ja Menschen,

die schwören auf Ameisen und

so. Das ist nichts für mich.

Lieblingsfilm oder Serie?

Serien sehe ich weniger. Meine

Lieblingsfilme sind z.B. ein alter

Film wie "Casablanca", der ist

hervorragend. Dann ein nicht

ganz so alter finnischer Film,

"Koyaanisqatsi" (1982), das ist

ein Film über die Welt. Als Film

von heute bereitet mir "Fluch der

Karibik" ein Riesenvergnügen.

Gibt es Haustiere? Ja, es

gibt einen Herrn und eine Dame.

Der Herr heißt „Mao“, getreu

dem Volksgenossen aus China,

und die Dame heißt „Pancha".

Die beiden Katzen machen ein

Stück von unserem Leben aus,

sie sind sehr prägende Persönlichkeiten.

Der Herr ist schon 13

Jahr alt, und ich befürchte, obwohl

er noch jung und dyna­

misch aussieht, dass er nicht

mehr allzu lange bei uns bleibt.

Was machst Du in deiner

Freizeit? In meiner Freizeit lese

ich viel und sehr gerne Stücke,

Drehbücher oder auch Biografien.

Und ich denke über viele

Dinge nach.

Verreist Du gerne? Ja, sehr

gerne. Letztens waren wir in

Porto/Portugal nördlich von

Lissabon. Es ist einfach fantastisch,

andere Orte, andere

Ecken zu sehen und anderen

Menschen zu begegnen. Letztes

Jahr waren wir in Südafrika,

davor in Griechenland. Heutzutage

hat man ja die Möglichkeit,

günstig weit zu kommen. Das

nehmen wir gerne ein­ bis zweimal

im Jahr in Anspruch. Ich

würde gerne den Osten

Deutschlands sehen, aber leider

liegt dort auch mein Manko. Es

ist für mich aus triftigen Gründen

wegen der Neonazis eine

„No­go­Area“. Rostock, Leipzig

und Dresden habe ich schon

besucht. Ich würde auch gerne

das Sorbenland kennenlernen,

aber momentan kommt das

nicht für mich in Frage.

An Hollen gefällt Dir? Es ist

ein schöner Platz auf dieser

Welt. Was mir gefällt, ist eine

Gruppe von ungefähr 20 Menschen,

verteilt überall, die ein

kleines bisschen anders denken

und handeln als viele andere.

Wo der Begriff Solidarität ohne

jedes Brimborium noch Geltung

hat. In Bremen hatte ich zwar

mehr Geld zur Verfügung, aber

meine Lebensqualität hier ist

tausendmal besser als dort.

Was gefällt Dir nicht an Hollen?

Das Meer von Plastik vor

meinem Haus (Spargelfelder).

Wenn der Vollmond scheint, ist

es, als wäre ich 10 Meter vom

Meer entfernt. Das ist hier die

größte Grässlichkeit, auf Grund

dessen, wie es betrieben wird.

Es ist die Manifestation, wie man

mit Land und Pflanzen niemals

umgehen sollte. Es handelt sich

ja nicht um ein Alltagslebensmittel,

sondern um eine Luxusware.

Man sollte den Boden auf diese

Weise nicht vergewaltigen. Dieser

Boden besteht aus Kalk­

Lehmschichten und ist ideal für

Flachwurzler. Man kann das gut

an den vielen Eichen sehen, die

hier wachsen. Der ganze Boden

wurde tief aufgebrochen, das

ganze Haus hat gewackelt. Und

dann werden auch noch chemische

Substanzen auf dem Boden

verteilt, damit nichts mehr

wächst außer Spargel.

Du hast drei Wünsche frei,

die wären? Ich wünsche mir für

meine Kinder und Kindeskinder,

dass sie integre Menschen

werden, die konsequent das

durchziehen, was sie wollen

und so ihr Glück erreichen. Ich

möchte mit meiner Frau reisen,

überall hin. Das ist ein anderer

großer Wunsch von mir. Drittens

wünsche ich mir, dass ich

den weiteren Weg in meinem

Leben mit Gelassenheit beschreiten

kann. (ja)

Kastanie

wieder

geöffnet!

In der Februar­Ausgabe berichteten

wir im Överblick von

der Schließung des Restaurants

in der „Kastanie“ in Martfeld. Aufgrund

der überwältigen aufmunternden

Resonanz haben sich

die Betreiber Barbara Stadler

und Erwing Rau nun entschlossen,

den Betrieb wieder aufzunehmen.

„Es gibt sehr viele Leute, die

uns geschrieben oder uns angesprochen

haben. Und das ist

auch einer der Gründe der Wiedereröffnung.

Wir haben das

Ganze ja in die Wege geleitet

und stehen da ein wenig in der

Verantwortung. Dank der korrekten

und ehrwürdigen Haltung unserer

Pächter können wir das

jetzt auch wieder machen.“, so

Erwing Rau gegenüber dem

Överblick. Geöffnet ist die Kastanie

nun wieder jeden Freitag und

Samstag ab 18 Uhr.

30 Överblick ∙ Das Kulturmagazin www.oeverblick.de


Gastro‐Tipp

Wo gehen die Bewohner der Region Verden am liebsten essen?

Alena Staffhorst aus Bremen

– Journalistin in Hoya: Ich

gehe gerne im PINOCCHIO in

Sudweyhe essen. Das ist ein Italiener.

Dienstags ist dort Pizza­

Tag und donnerstags Pasta­Tag,

dann ist es noch preiswerter als

sonst. Im Sommer kann man

dort draußen im Biergarten sitzen.

Manchmal gibt es dann ein

Grillbuffet, welches auch recht

günstig ist. Mit dem Service bin

ich auch immer zufrieden. (ja)

Uwe Minne, Vorruheständler

aus Morsum/Ahsen­Oetzen:

Wenn ich essen gehe, möchte

ich gern in der Natur sein. Ohne

Autolärm und Abgase. Das kann

ich im FÄHRHAUS am Streek.

Mir gefällt das Ambiente dort, die

Terrasse mit den Strandkörben,

die Weser in der Nähe und natürlich

das Essen. Die Karte bietet

wirklich eine gute, deutsche

Küche. Mir ist es wichtig, dass

das Essen frisch zubereitet wird

und aus der Region kommt. Hier

weiß ich, dass der Einkauf regional

ist und das Fleisch von einem

Schlachter vor Ort kommt.

Am Liebsten esse ich das

Schnitzel mit Bratkartoffeln und

Pilzen und einer Soße, die sehr

gut ist. Ich kann aber auch die

Scholle empfehlen, oder geräucherten

Fisch. Alles wird jede

Woche frisch aus Bremerhaven

geholt. Ich gehe sehr gerne essen

und bezahle auch gerne den

Preis, für ein gutes Essen. (ab)

Hans und Gerda Ehlert aus

Martfeld: Wir gehen gern und

häufig essen und besuchen dabei

am liebsten den ALTEN

BAHNHOF in Bruchhausen­Vilsen.

Und zwar bevorzugt zur

frühen Mittagszeit, weil uns ein

späteres Essen nicht so gut bekommt.

Darum wählen wir dort

auch oft ein Fischgericht, das ist

nicht so „schwer“. Zu empfehlen

ist besonders das Zanderfilet mit

Bratkartoffeln und Salat dazu.

Gern wählen wir aber auch mal

einen Champignon­ oder Hähnchentoast

mit einer leckeren

Sauce Hollandaise oder Käse­

Tomaten­Sauce. Dazu trinken wir

meist Apfelschorle oder auch

mal ein Bier. Schön ist auch,

dass man im Alten Bahnhof nicht

so festgelegt ist. Man kann gerne

Sonderwünsche äußern, wie

zum Beispiel andere Beilagen

oder Saucen. Wir schätzen darüber

hinaus die Atmosphäre und

außerdem die Möglichkeit der telefonischen

Reservierung. Die

Bedienung ist immer sehr

freundlich und aufmerksam und

die Preise empfinden wir als

günstig. Wir können den Alten

Bahnhof jedem wärmstens empfehlen,

der bodenständige Küche

mag. (he)

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