Fachzeitung des Landesinnungsverbandes des ...

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Fachzeitung des Landesinnungsverbandes des ...

1

Ausgabe 1/2009

Fachzeitung

des Landesinnungsverbandes

des Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg

E 2621 ISSN 1865-6366


Impressum

Herausgeber/Verlag

Landesinnungsverband des

Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

(jur. Person des priv. Rechts)

Gesamtherstellung

Druck+Verlag Ernst Vögel GmbH

Kalvarienbergstraße 22 93491 Stamsried

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Designkonzept: Bernd Lehne, www.lehnedesign.de

Redaktion

Achim Heckel (Redakteur)

Hans-Ulrich Gula (stellv. Redakteur, Berufspolitik)

Anschrift

Redaktion Schornsteinfeger-Zeitung

Baden-Württemberg, Königstraße 94 89077 Ulm

Telefon: 0731/936880 Telefax: 0731/9368820

E-Mail: LIV-ULM@T-Online.de

Internet: www.schornsteinfeger.de

Redaktionsschluss

jeweils am 15. des Vormonats

Unverlangt eingesandte Manuskripte verbleiben

der Redaktion.

Gezeichnete Artikel geben nicht in jedem Fall die

Meinung der Redaktion wieder.

Nachdruck

nur mit Genehmigung des Herausgebers.

Erscheint

Jeden Monat


1/2009 Im Blickpunkt

3

2009 – Ein Jahr

voller Herausforderungen

Ausblick des Landesinnungsmeisters

Das Jahr 2008 gehört nun schon

einige Tage der Vergangenheit an und

zum Jahresanfang stellt man sich oft

die Frage (insbesondere natürlich die

Angehörigen des Schornsteinfegerhandwerks),

was wird uns das neue

Jahr bringen.

Das Schornsteinfegerhandwerksgesetz

wurde vom Bundespräsident unterzeichnet,

im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

und ist am 29. November

2008 in Kraft getreten. Das bedeutet,

dass sich das Schornsteinfegerhandwerk

bei Nebenarbeiten im „Wettbewerb“

befindet. Jeder Kollege wird gut

beraten sein, sich zunächst auf seinen

Kehrbezirk zu konzentrieren und seinen

Kunden ein Dienstleistungsangebot

zu unterbreiten.

Die Regeln über das Berufsrecht zum

Schornsteinfeger wurden liberalisiert.

Welche Auswirkungen dieses Gesetz

auf unsere Mitgliedsbetriebe hat,

kann keiner zum jetzigen Zeitpunkt abschätzen.

Es ist jedoch gewiss, dass es

viele Veränderungen geben wird. Das

neue Gesetz stellt unseren Berufsstand

vor neue Herausforderungen.

Wir werden schrittweise an den Wettbewerb

herangeführt. Ziel und Wille

des Gesetzgebers ist es, dass die

Schornsteinfegerbetriebe einen Teil ihrer

Einnahmen aus hoheitlichen und

einen Teil ihrer Einnahmen aus privatrechtlichen

Tätigkeiten erwirtschaften

müssen. Unsere Nachbargewerke und

ihre Berufsverbände mögen dies vielleicht

nicht gerne sehen. Es ist aber

der politische Wille und war nicht Forderung

des Schornsteinfegerhandwerks.

Die Gewerke würden gut daran

tun, wenn sie zukünftig mehr miteinander

und nicht, wie zum Teil in

der Vergangenheit, gegeneinander

arbeiten würden.

Wäre es nach der EU-Kommission gegangen,

würde es weder Kehrbezirke

noch einen hoheitlichen Bereich geben.

Auch die Übergangsfrist ist ein

Erfolg der Berufsorganisation. Das

Schornsteinfegerhandwerksgesetz

müssen wir als Chance begreifen und

uns für die Zukunft fit machen.

Im parlamentarischen Verfahren wurde

von Seiten unseres Bundesverbandes

mehrfach auf die Schwachstellen

des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes

hingewiesen. Leider wurden

die vorgetragenen Argumente nur

zum Teil bzw. oberflächlich berücksichtigt.

So kann es nicht hingenommen

werden, dass unsere Kollegen,

die Bezirksschornsteinfegermeister,

sich bis zum 31. Dezember 2009 nicht

um einen anderen Kehrbezirk bewerben

können. Obwohl die Vertreter des

Bundesministeriums für Wirtschaft

und Technologie mehrfach von den

Ländervertretern und vom Berufsstand

darauf hingewiesen wurden und

das Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie der Auffassung war,

dass beide „Listen“ bis zum 31. Dezember

2009 abgebaut werden, hat

es sich gezeigt, dass dies ein Trugschluss

ist. Unseren Kollegen, die bei

einer Neubesetzung eines Kehrbezirks

nicht berücksichtigt werden, können

wir nur raten, den Rechtsweg zu beschreiten.

Die Berufsorganisation wird

weiterhin versuchen, auf politischer

Ebene eine positive Lösung zu erreichen.

Nach dem SchfHwG sind wir verpflichtet,

bei der Feuerstättenschau einen

Feuerstättenbescheid auszustellen.

Leider wurde von Seiten des Bundesministeriums

für Wirtschaft und Technologie

bis zum heutigen Tag noch

keine Regelung gefunden, mit der der

Zeitaufwand unserer Kollegen finanziell

abgegolten wird. Die einzelnen

Bundesländer können hier keine Regelung

schaffen, da die Ermächtigungsgrundlage

fehlt.

Wie in vielen Bundesländern so ist

auch in Baden-Württemberg zum momentanen

Zeitpunkt nicht festgelegt,

welche Behörden für den Vollzug des

SchfHwG zuständig sind. Der Landtag

von Baden-Württemberg muss durch

ein Gesetz festlegen, welche die zuständigen

Behörden sein werden. Dies

trifft insbesondere für die Aufsicht

über den Bezirksschornsteinfegermeister,

wie auch für das ab 01. Januar

2010 geltende Ausschreibungsverfahren

zu. Wir gehen davon aus, dass im

Frühjahr 2009 eine Entscheidung getroffen

wird.

Parallel zur Neugestaltung des

Schornsteinfegerrechtes sind ja auch

die Beratungen zu einer Bundes-Kehrund

Überprüfungsordnung gelaufen.

Die Bundesländer haben sich darauf

verständigt, hier ihre Kompetenz abzutreten,

um eine bundeseinheitliche

Regelung zu erhalten. Allerdings hat

sich im Verlauf des Verfahrens gezeigt,

dass es erforderlich sein wird,

Aus dem Inhalt

Ausblick des Landesinnungsmeisters 3

Anfrage von MdL Wolfgang Stehmer

an den Wirtschaftsminister 5

Interessantes rund um die Wärmepumpe 11

Aus den Innungen 16


4 Im Blickpunkt 1/2009

zu dieser Bundes-KÜO in jedem Land

eine zusätzliche Kehr- und Überprüfungsordnung

zu erlassen. Dies ist erforderlich,

da der Bund keine einheitlichen

Gebühren für die Abnahmetätigkeiten

nach dem jeweiligen Baurecht

des Landes festlegen kann. Auch

muss festgelegt werden, welche länderspezifischen

Feuerungsanlagen

oder Teile davon einer Kehr- und Überprüfungspflicht

zu unterziehen sind.

Das bedeutet, dass im Jahr 2009 mit

dem Wirtschaftsministerium Baden-

Württemberg über eine, wenn auch

kleine, Kehr- und Überprüfungsordnung

zur Bundes-KÜO verhandelt werden

muss.

Die Arbeiten zur Novellierung der

1. BImSchV sind ebenfalls ins Stocken

geraten. Es hat sich gezeigt, dass im

parlamentarischen Verfahren die angedachten

Grenzwerte bei Feuerungsanlagen

für feste Brennstoffe nicht

durchzusetzen sind. Obwohl jetzt eine

abgespeckte Version der 1. BImSchV

vorliegt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt

noch nicht sagen, wann die Arbeiten

fortgeführt werden, bzw. die

1. BImSchV ins parlamentarische Verfahren

eingespeist wird.

Nachdem es sich abgezeichnet hat,

dass mit Inkrafttreten des SchfHwG

unsere Kollegen sich bei Nebenarbeiten

im Wettbewerb befinden und

ab 01. Januar 2013 der Wettbewerb

generell im Schornsteinfegerhandwerk

gilt, haben wir uns darüber Gedanken

gemacht, wie wir unsere Kollegen an

die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

anpassen können.

Im Frühjahr 2008 haben wir Gespräche

mit der Steinbeiss-Beteiligungs-Beratungs

GmbH geführt und

uns neutral beraten lassen. In vielen

Gesprächen wurde analysiert, was auf

unsere Kollegen zukommen wird und

wie sie einer Negativentwicklung entgegensteuern

können. Daraus ist nun

ein Fachkurs „Unternehmerkompetenz“

entstanden, den wir unseren

Kollegen anbieten und es ihrer Entscheidung

überlassen, ob sie diese

Maßnahme belegen wollen. Ich bin

mir sicher, dass, wenn ein Kollege diesen

Fachkurs besucht, er im freien

Markt agieren kann. Die gesamte

Maßnahme steht unter der Überschrift

„Vom Schornsteinfeger zum

Unternehmer“.

Entscheidend für den Erhalt der hohen

Qualität unserer Dienstleistungen

wird auch unsere Qualitätssicherung,

d. h. unser QM/UM-System sein.

Hohe Qualität bedeutet auch zufriedene

Kunden. Dies muss weiterhin

das Ziel jedes Berufsangehörigen sein.

Das gesamte Schornsteinfegerhandwerk

wird im Jahr 2009 vor sehr

großen Herausforderungen stehen. Alle

Entscheidungen, die in diesem Jahr

getroffen werden, sind sehr eng mit

der Zukunft unseres Handwerks verbunden.

Dies bedeutet eine Veränderung

in den Betrieben bis hin zum

Bundesverband. Ich bin mir jedoch sicher,

dass wir gemeinsam die Herausforderungen

meistern und uns positiv

weiterentwickeln werden. Dies können

wir nur durch im Dialog gereifte Entscheidungen,

tragfähigen Überzeugungen

mit entsprechenden Argumenten

und in einer guten, auf gegenseitigem

Vertrauen gebauten Partnerschaft

erreichen.

Nach wie vor bin ich der Meinung,

dass diese große Veränderung auch

immer eine Chance mit sich bringt.

Wichtigste Aufgabe für uns muss es

sein, unser Handwerk zukunftsfähig

und für den Wettbewerb fit zu machen,

damit auch weiterhin junge Berufsangehörige

eine gute Perspektive

haben. Wir müssen uns in den nächsten

Jahren verstärkt um jungen Berufsnachwuchs

kümmern, denn sonst

besteht die Gefahr, dass die vom

Markt gebotenen Arbeiten nicht erfüllt

werden können.

Der Entwicklung sehe ich deshalb mit

Optimismus entgegen, denn es wird

auch in Zukunft heißen:

Der Schornsteinfeger,

Ihr Sicherheits-, Umwelt- und

Energie experte.

Handeln Sie nach einem Zitat von

Dante Alighieri (italienischer Dichter

und Philosoph):

Der eine wartet,

dass die Zeit sich wandelt,

der andere packt sie kräftig an

und handelt.

Hans-Ulrich Gula

Landesinnungsmeister


1/2009 Der LIV informiert

5

Wolfgang Stehmer

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

Herrn

Wirtschaftsminister

Ernst Pfister, MdL

Theodor-Heuss-Str. 4

70174 Stuttgart

12. Dezember 2008

Besetzung freier Schornsteinfegerkehrbezirke seit 27. November 2008

Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister,

wie ich Ihnen am Rande der letzten Plenarsitzung mitgeteilt habe, wenden sich derzeit viele Bezirksschornsteinfegermeister an mich, die

noch bis zum Ende der gesetzlichen Frist am 31. 12. 2009 ihren Kehrbezirk wechseln möchten, wenn ein anderer Kehrbezirk in der Nähe

ihres Wohnortes innerhalb der noch verbleibenden 12½ Monate frei wird. Das Regierungspräsidium Stuttgart lehnt dies mit Hinweis

auf das Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens vom 26. 11. 2008 (BGBI S. 2242) ab. Das Wirtschaftsministerium stützt

die Auffassung des Regierungspräsidiums und hat dies in einem Schreiben vom 20 .11. 2008 dem Bundeswirtschaftsministerium und allen

Bundesländern kundgetan, das mir ebenfalls vorliegt. Der zuständige Referatsleiter des Bundeswirtschaftsministeriums hat in einem

dem Handwerk bekannten Vermerk eine gegenteilige Auffassung vertreten, wie er mir gegenüber auch mündlich bestätigt hat. Er hat mir

auch bestätigt, dass alle Bundesländer – außer Baden-Württemberg – ebenfalls noch einen Kehrbezirkswechsel im Jahr 2009 zulassen

werden. Die Auffassung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg sollte daher nochmals überprüft werden.

Aus meiner früheren Tätigkeit in Ihrem Ministerium ist mir die Rechtslage bestens bekannt, daher erlaube ich mir, Ihnen meine Rechtsauffassung

dazu mitzuteilen.

Alle Beteiligte sind sich darüber einig, dass Artikel 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens sehr undeutlich,

in der politischen Kritik würde ich sagen schlampig, formuliert wurde. Dennoch kommt darin zum Ausdruck, dass der Gesetzgeber für

eine Übergangszeit bis Ende 2009 das alte Kehrbezirksbesetzungssystem mit der Bewerberliste behalten wolle, um den Betroffenen

mindestens ein Jahr Zeit zu geben, sich auf die neue Bewerbungssystematik vorzubereiten. Es war nie Absicht des Gesetzgebers, einen

abrupten Strukturwechsel herbeizuführen.

Seit 1970 erfolgte die Besetzung der Kehrbezirke aus einer Bewerberliste (B-Bewerberliste genannt), in die sich alle Schornsteinfeger

eintragen ließen, die die Meisterprüfung bestanden haben. In den §§ 1–11 der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen (VOSch)

war dezidiert geregelt, wer eingetragen wird, und welchen Rang der Bewerber in dieser Bewerberliste einnimmt. Von Anfang an war es

auch möglich, dass Bezirksschornsteinfegermeister, die ihren Kehrbezirk mindestens 5 Jahre ordentlich verwaltet haben, sich um einen

bestimmten anderen Kehrbezirk bewerben konnten, z. B. weil dieser näher an ihrem Wohnort lag, als der bisher verwaltete. In § 12 der

VOSch war dann auch bestimmt, dass diese von der Listen führenden Behörde (RP Stuttgart) in ein besonderes Verzeichnis (A-Bewerberliste)

eingetragen werden sollten. Wurde der Kehrbezirk frei, hatte der Bewerber aus der A-Liste Vorrang vor der eigentlichen Bewerberliste.

Das war jetzt 38 Jahre so, warum sollte die im 39. und letzten Jahr anders sein?

Das WM Baden-Württemberg geht davon aus, dass mit dem Außerkrafttreten der VOSch am 28. 11. 2008 die Regelung des besonderen

Verzeichnisses (A-Bewerberliste) nicht mehr existent ist. Bei vordergründiger Beurteilung könnte man zu einer solchen Auslegung kommen,

bezieht man jedoch den Sinn und Zweck der Übergangsbestimmung ein, kommt man zu einer anderen Auffassung.

§ 5 SchfG in der seit 28. 11. 2008 gültigen Fassung besagt, dass frei werdende Bezirke bis Ende 2009 nach der Bewerberliste nach § 4

des Schornsteinfegergesetzes – alt – besetzt werden. Das ist in der Tat die sog. B-Bewerberliste. Allerdings darf das nicht willkürlich geschehen,

sondern nur unter den bis 27. 11. 2008 geltenden Regelungen. Das bedeutet, dass es eine bestimmte Reihenfolge in der

B-Bewerberliste gibt, dass es dort auch Sperrfristen bei zweimaligem Ausschlagen zu beachten gilt. Und eben auch, dass A-Bewerber

den B-Bewerbern vorgehen. § 12 VOSch war eine Regelung zur Ausgestaltung des § 4 SchfG, wie dies auch die einschlägige Fachliteratur

bestätigt und muss daher auch in die Übergangsregelung einbezogen werden. Die Auslegung des WM Baden-Württemberg, dass

§ 12 VOSch mit der Neuregelung des Schornsteinfegerwesens untergegangen ist, die §§ 8–11 VOSch aber noch ein Jahr weiter gelten

sollen, ist nicht haltbar. Sollte das WM die §§ 8–11 als untergegangen ansehen, wäre auch eine Besetzung aus der B-Bewerberliste nicht

mehr möglich, weil es eine Reihenfolge gar nicht mehr geben würde. Die Übergangsregelung wäre dann nicht mehr umsetzbar. Das würde

aber dem Sinn und Zweck des Gesetzes zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens widersprechen.

Die in der Übergangszeit bis 31. 12. 2009 vom Regierungspräsidium Stuttgart beabsichtigte Besetzungspraxis frei werdender Schornsteinfegerkehrbezirke

benachteiligt die baden-württembergischen Bezirksschornsteinfegermeister und sollte daher entsprechend dem

Sinn und Zweck des Neuregelungsgesetzes geändert werden. Die sog. B-Bewerber haben durch die Weiterführung der bisherigen Praxis

keinen unmittelbaren Nachteil, weil sie so behandelt werden, wie ihre Kollegen in den letzten 38 Jahren. Bei jedem frei werdenden

Kehrbezirk kommt immer ein B-Bewerber zum Zuge, auch wenn ein A-Bewerber vorzieht, es ist nur die Frage, welchen Kehrbezirk dem

B-Bewerber angeboten wird.

Sehr geehrter Herr Minister, ich bitte Sie nochmals um Überprüfung der vorgesehenen Regelung zur Besetzung der Schornsteinfegerkehrbezirke

in der Übergangszeit bis 31. 12. 2009 und würde mich darüber freuen, wenn der im Schreiben vom WM vom 20. 11. 2008 an

das Bundeswirtschaftsministerium zum Ausdruck gebrachte Ausschluss der A-Bewerber aufgehoben wird. Ich bin auch gerne bereit, der

Fachabteilung meine Rechtsauffassung zu den Übergangsregelungen des Gesetzes zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens zu

erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Stehmer, MdL

Anfrage von MdL Wolfgang Stehmer an den Wirtschaftsminister


6 Der LIV informiert 1/2009

Baden-Württemberg

WIRTSCHAFTSMINISTERIUM

Bürgermeisterämter der Stadtkreise

Landratsämter

nachrichtlich: Regierungspräsidium Stuttgart

16. Dezember 2008

Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens

Schornsteinfegerregister

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29. November 2008 ist das Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens in Kraft getreten.

Nach § 3 des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein sog. Schornsteinfegerregister

eingerichtet, um den Eigentümern, den Bezirksschornsteinfegermeistern, den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern

und der zuständigen Behörde die Feststellung zu erleichtern, wer die gesetzlich vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten

vornehmen darf. Nach § 2 Abs. 1 Satz 2 SchfHwG sind dies nur Betriebe, die mit dem Schornsteinfegerhandwerk

in die Handwerksrolle eingetragen sind oder die Voraussetzungen nach den §§ 7 bis 9 der EU/EWR-Handwerk-Verordnung

vom 20. Dezember 2007 (BGBI. I S. 3075) erfüllen.

Im Einzelnen sind es folgende Daten:

1. Name und Anschrift des Betriebs,

2. Vor- und Familienname sowie Geburtsdatum des Betriebsleiters oder der Betriebsleiterin,

3. Handwerkskammer, bei der der Inhaber oder die Inhaberin des Betriebs mit dem Schornsteinfegerhandwerk in die Handwerksrolle

eingetragen ist, oder Behörde, bei der die Erbringung von Dienstleistungen angezeigt wurde,

4. bei bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegermeistern und Bezirksschornsteinfegermeistern Datum der Bestellung und Angabe

des betreffenden Bezirks.

Mit Schreiben vom 27. November 2008 hatte das Bundeswirtschaftsministerium die Handwerkskammern gebeten, die entsprechenden

Daten bis zum 15. Januar 2009 an das Bundesamt zu übermitteln. Leider verfügen die Kammern bezüglich der Bezirksschornsteinfegermeister

möglicherweise nicht über diese Daten bzw. sind die Daten dort nicht vollständig vorhanden.

Das BMWi ist deshalb mit dem Anliegen an uns herangetreten, die für die Bestellung der Bezirksschornsteinfegermeister zuständigen

Behörden in Ihren Ländern zu bitten, die o. a. Daten direkt an das Bundesamt zu übermitteln.

Für die erstmalige Datenaufnahme für das Schornsteinfegerregister stehen, wie uns das Bundeswirtschaftsministerium weiter

mitteilt, drei Wege zur Verfügung:

1. Manuelle Erfassung auf dem Online-System ELAN (ist für die Datenpflege vorgesehen)

2. Datenübermittlung im xml-Schema an das Online-Gateway

3. Übersenden des Datenbestandes z. B. upload/CD in Form von „Komma separierten Listen“

Sollten Sie noch weitere Auskünfte benötigen, steht Ihnen Herr Niebling vom Bundesamt zur Verfügung:

Joachim Niebling – Referat 105 – Organisationsreferat

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Frankfurter Straße 29–35, 65760 Eschborn

Tel.: +49 (0) 6196 908 829, Fax: +49 (0) 6196 908 837

mailto: joachim.niebling@bafa.bund.de

http://www.bafa.de

Um das Schornsteinfegerregister schnellstmöglich einzurichten, bitten wir Sie, die Daten der bereits bestellten Bezirksschornsteinfegermeister

nach Möglichkeit bis zum 15. Januar 2009 dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zur Verfügung

zu stellen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Cornelia Redlinger

Brief des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg an die Bürgermeisterämter der Stadtkreise sowie Landratsämter


1/2009 Der LIV informiert

7

2009

Lösungen zum nachhaltigen Umgang mit Wasser und Energie

Wie die wertvollen Ressourcen Wasser und Energie im Gebäude

nachhaltig und kostensparend genutzt werden können,

präsentiert die Industrie auf der ISH, Weltleitmesse

für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik

und Erneuerbare Energien, vom 10. bis 14. März 2009

in Frankfurt am Main. Dabei geht es etwa um so

zentrale Fragen: Wie erhalten alle Menschen einen Zugang

zu sauberem Trinkwasser? Und wie können wir in den

eigenen vier Wänden den Energieverbrauch so drosseln,

dass Heizen und Klimatisierung für jeden auch in Zukunft

sicher und bezahlbar ist?

„Die ISH bietet dafür die passenden Antworten. Je nach

Land oder Region ergeben sich aus diesen Fragen teils

sehr unterschiedliche Herausforderungen. Welcher Weg

dabei der optimale ist, zeigen die Hersteller auf der Weltleitmesse

in Frankfurt. Wasser und Energie – mit ihrem

Konzept, zwei Messen unter einem Dach zu vereinen, zeigt

die ISH das weltgrößte und umfassendste Angebot an

nachhaltigen, ressourcenschonenden Lösungen“, sagt

Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Die ISH bietet 2009 auf einem nahezu ausgebuchten

Messe gelände von über 250.000 Quadratmetern Bruttofläche

ein unschlagbares Angebot in Breite und Tiefe. Die

Messe Frankfurt erwartet mit rund 2.400 Herstellern – unter

ihnen alle Markt- und Technologieführer – und über

200.000 Besuchern ein ähnlich positives Ergebnis wie zur

Vorveranstaltung.

In der Erlebniswelt Bad präsentieren sich unter dem Motto

„Wasser ist Leben“ über 700 Aussteller mit nachhaltigen,

designorientierten Badlösungen. Der weltgrößte Showroom

zeigt die neuesten Design-Entwicklungen genauso wie moderne,

auf heutige Bedürfnisse abgestimmte Technik. Denn

das Bad steht für Lebensqualität, Wohlfühlen, Wellness,

trägt also unmittelbar zur Gesundheit der Menschen bei.

Aber Wasser ist zugleich auch die wichtigste Lebensgrundlage,

eine weltweit begrenzte Ressource, die nachhaltige

Lösungen fordert. So stellt die Sanitärindustrie etwa vor,

wie der Wasserverbrauch dank moderner Technologien

gesenkt werden kann, Abwasser wieder zu Trinkwasser aufbereitet

wird oder im Bad eingesetzte pflegeleichte Materialien

den Verbrauch von Reinigungsmitteln reduzieren.

Aufgegriffen und vertieft wird das Thema Ressourcenschonung

zusätzlich durch eine Nachhaltigkeitskampagne

unter dem Titel „Blue Responsibility“, veranstaltet vom

VDMA Fachverband Armaturen gemeinsam mit dem IFS

IndustrieForum Sanitär. Auf dem Messegelände wird hierzu

ein multimedialer Bogen gespannt zwischen den Problemfeldern

der internationalen Trinkwasserversorgung

und dem Technologieangebot nachhaltiger Sanitärlösungen

deutscher Markenanbieter. Die Kampagne „Blue

Responsibility“ wird von der VDS Vereinigung der Deutschen

Sanitärwirtschaft unterstützt.

Sonderschauen, Foren und Wettbewerbe

In der Energie-, Gebäude- und Klimatechnik präsentiert die

Industrie Green Building Technologies – ressourcenschonende

Lösungen, die eine Kombination aus Energieeffizienz,

also moderner Heiz- und Klimatechnik, und erneuerbaren

Energien nutzen. Dabei spielen die erneuerbaren

Energien eine immer wichtigere Rolle, was sich im umfangreichen

Angebotsbereich der ISH widerspiegelt: von Solarthermie,

Photovoltaik, Biomasse, Wärmepumpen, Holz- und

Pelletsfeuerung bis hin zu solargestützten Klimasystemen.

Inhaltlich vertieft werden Aspekte des Produktangebots im

Rahmenprogramm der Energie- und Gebäudetechnik beispielsweise

durch das vom Bundesindustrieverband

Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und

weiterer Partner veranstaltete ISH Technologie- und Energie-Forum

in der Galeria 1 Nord oder die Sonderschau

Kamin- und Kachelöfen der Arbeitsgemeinschaft der deutschen

Kachelofenwirtschaft (AdK) in Halle 9.2. Auf dem

Rahmenprogramm der Klimatechnik unter der Marke Aircontec

steht etwa das Klima-Forum im Congress Center

der Messe Frankfurt, veranstaltet vom Fachinstitut

Gebäude -Klima (FGK) oder das Forum IKK Building des

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8 Der LIV informiert 1/2009

Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) in

Halle 6.2.

Auszeichnungen für nachhaltige Produkte

Welch hohen Stellenwert Nachhaltigkeit in Verbindung mit

Architektur, Technik und Design hat, machen zur ISH zudem

zwei Preise deutlich: der Wettbewerb Design Plus und

der Innovationspreis Architektur und Technik. Der Preis Design

Plus der Messe Frankfurt, deutschlandweit einer der

führenden Design-Wettbewerbe, prämiert das harmonische

Miteinander von Nachhaltigkeit, Ästhetik und Funktionalität

von Produkten. Der Innovationspreis Architektur und

Technik, den die Architekturfachzeitschriften AIT und Xia

gemeinsam mit der Messe Frankfurt verleihen, zeichnet

das Zusammenspiel von Architekten und Industrieunternehmen

aus. Auch hier sind Produkte gefragt, die ressourcenschonend

sind. Die prämierten Produkte beider Preise

sind während der gesamten ISH in einer Ausstellung zu

sehen.

2009 feiert die ISH zudem ein ganz besonderes Jubiläum,

worauf die hochgestellte 50 im ISH-Logo verweist. „Die ISH

gibt es dann seit 50 Jahren – ein Jubiläum, das für eine

lange Erfolgsgeschichte steht“, sagt Dr. Peters. „In dieser

Zeit hat sich die ISH als weltgrößte Leistungsschau der

Branche etabliert. Und immer Antworten auf aktuelle Herausforderungen

geliefert. Das Konzept, die Kontinuität,

der Standort und die Partner sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren

der internationalen Leitmesse.“

Öffnungszeiten:

10.–13. März 2009 täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr

14. März 2009 09.00 bis 17.00 Uhr

Veranstaltungsort:

Messe Frankfurt, Frankfurt am Main

Eintrittspreise:

Tageskarte Vorverkauf 15,00 Euro/Kasse 28,00 Euro

Dauerkarte Vorverkauf 41,00 Euro/Kasse 62,00 Euro

ermäßigter Eintrittspreis 10,00 Euro

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10 Der LIV informiert 1/2009

Wärmegesetz Baden-Württemberg

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG) trat bereits am 1. Januar

2008 mit Regelungen für neue und für bestehende Wohngebäude in Kraft. Nichtwohngebäude

werden nicht berücksichtigt. Bei neuen Wohngebäuden (Bauantrag nach

dem 1. April 2008) mussten bisher wenigstens 20 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren

Energien gedeckt werden. Seit dem 1. Januar 2009 wurden diese Neubauanforderungen

allerdings vom Bundesgesetz abgelöst.

In Bestandsbebäuden müssen ab dem 1. Januar 2010 mindestens zehn Prozent des

Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden, sobald die zentrale Heizungsanlage

ausgetauscht wird. Muss der Heizkessel wegen eines Defekts kurzfristig

ausgestauscht werden, wird eine Frist von 24 Monaten gewährt. Diese Vorschrift des

Landesgesetzes bleibt weiterhin gültig.

Einige technische Anforderungen sind wie im Bundesgesetz (z. B. 0,04 m2 Kollektorfläche

je 1 m2 Wohnfläche), andere weichen davon ab (z. B. JAZ von Wärmepumpen mindestens

3,5). Die Ersatzmaßnahmen sind ähnlich wie im Bundesgesetz, jedoch detaillierter

geregelt. Lüftungsanlagen werden gar nicht akzeptiert, Photovoltaik hingegen ist

zulässig. Der Wärmebedarf wird definiert als Summe aus Jahresheizwärmebedarf und

Trinkwasserwärmebedarf (QH + QTw) nach DIN V 4701-10. Die Verluste für Speicherung,

Verteilung und Übergabe werden – im Unterschied zum Bundesgesetz – nicht berücksichtigt.

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1/2009 Technische Informationen

11

Wärmepumpen

Anlagenkonfigurationen und Informationen zur Kundenberatung

Interessantes rund um die Wärmepumpe

1. Einleitung

bungswärme aus der nächs ten Umgebung.

entwickelte Wärmepumpen an, die

mit erhöhten Vorlauftemperaturen

Rund drei Viertel des Energiebedarfs

privater Haushalte werden für die Erzeugung

von Heizungswärme und räte, die neben der Heizung und/oder

Einige Wärmepumpen sind Kombige-

> 55 °C betrieben werden und damit

Handwerkern und Bauherren

Warmwasser aufgewendet. Ein sparsamer

Warmwasserbereitung auch eine Vielzahl

Lösungen ermöglichen.

Umgang mit den natürlichen

Ressourcen und die damit verbundenen

weiterer Aufgaben wie aktive

bzw. passive Kühlung oder Wohnungs-

2. Grundlagen

ökonomischen und ökololüftung

übernehmen. Ein Zusatznut-

gischen Vorteile sind für immer mehr zen, der den Anforderungen an modernen

Wohnraum in idealer Weise einer Wärmepumpe

2.1 Die Funktionsweise

Menschen entscheidende Kriterien bei

der Auswahl des geeigneten Heizsystems.

gerecht wird.

Das Funktionsprinzip einer Wärmeheizungen

Hier bieten sich Wärmepumpen-

Wärmepumpenheizungen sind in der pumpe kennt jeder vom Kühlschrank.

als echte Alternative zur Anschaffung zunächst teurer als konventionelle

Öl- oder Gasheizungen. zen. Der Kühlschrank entzieht den Le-

Gleiche Technik, nur umgekehrter Nut-

Verbrennung fossiler Energieträger

an.

Durch niedrigere Betriebskosten sind bensmitteln Wärmeenergie, die er

Wärmepumpen sind als regeneratives sie jedoch für den Kunden wirtschaftlich

attraktiv.

abgibt. Die Wärmepumpe nutzt einen

über die Rückseite an die Umgebung

Heizsystem in der Lage, ganzjährig

kleinen Anteil hochwertiger Energie,

Heizungsenergie und Warmwasser bereitzustellen.

Dazu wird die in der Umreifte,

komfortable und kompakte Genisch

nicht nutzbar wäre, auf ein hö-

Moderne Wärmepumpen sind ausge-

um viel Wärmeenergie, die sonst techwelt

gespeicherte Sonnenenergie mit räte, die gleichermaßen im Neu- und heres Temperaturniveau „zu pumpen“.

technischer Hilfe auf das benötigte Altbau eingesetzt werden können. Je

Temperaturniveau angehoben. Für niedriger die benötigte maximale Vorlauftemperatur

des Heizsystems, des-

Das Herz der Wärmepumpe ist der

100% Heizwärme werden lediglich

Kältekreislauf, in dem ein FCKW-freies

ca. 25% elektrische Antriebsenergie to effizienter und wirtschaftlicher

Arbeitsmittel mit extrem niedrigem

60847_Nr. 25.qxd 16.02.2007 07:42 Seite 3

benötigt.

arbeitet die Wärmepumpe. Sie sollte

Siedepunkt zirkuliert. Der Kältekreislauf

besteht im Wesentlichen aus vier

Wärmepumpenheizungen erzielen daher mit niedrigen Vorlauftemperaturen

betrieben werden. Bei der Hei-

eine einzigartige Effizienz und können

Komponenten:

einen erheblichen Beitrag zur CO 2 - zungsmodernisierung sind begleitende – Dem Verdampfer, in dem auf niedrigem

Temperaturniveau Umwelt-

Reduzierung leisten. Aus der DIN Wärmedämmmaßnahmen zu empfehlen,

die Bezeichnung neben der resultierenden einer Wärmepumpe Enerwärme

richtet zugeführt sich wird. nach Das dem Arbeits-

Medium, mit wel-

4701-10 „Energetische Bewertung Die

heiz- und raumlufttechnischer Anlagen

– Teil 10: Heizung, Trinkwasserer-

versteht benötig ten man Vorlauftemperaturen hierbei die Wärmequelle, des – Dem also Verdichter, beispielsweise der von einem ein im Erdboden zirchegieeinsparung

die Wärmepumpe auch die maximal primär- und mittel sekundärseitig verdampft. arbeitet. Unter Primärkreis

wärmung, Lüftung“ sind die Maßzahlen

für diese Effizienz ablesbar: tems reduzieren. Einige Hersteller bie-

wird. Das gasförmige Arbeitsmittel

kulierender

bestehenden Hochtemperatur-Heizsys-

Wärmeträger (Sole). Unter

Elektro-

Sekundärkreis

oder Gasmotor

versteht

angetrieben

man das vom

Heizkreis im Gebäude verwendete Arbeitsmedium, also üblicherweise (Heizungs-)Wasser.

Während konventionelle Heizsysteme ten speziell für die Altbausanierung wird stark verdichtet und damit auf

Aufwandszahlen > 1,0 aufweisen,

liegen diese für Wärmepumpen-

Heizsys teme zwischen 0,2 und 0,3.

Ob Umweltwärme bei niedrigem Temperaturniveau

oder Abwärme von

Haushalt und Industrie – für die Wärmepumpe

wird sie zur wertvollen

Wärmequelle. Wärmepumpen sind

bestens geeignet, unsere nicht regenerativen

Energiequellen zu schonen, da

sie ungenutzte Ressourcen erschließen.

Der Erschließungsaufwand ist

überschaubar und hält sich in Grenzen.

Und das im doppelten Sinne: es

handelt sich schließlich um Umge-

Bild 3: Bezeichnungen von Wärmepumpen

Bezeichnungen von Wärmepumpen

2.3 Kenngrößen von Wärmepumpen


12 Technische Informationen 1/2009

ein höheres Temperaturniveau angehoben.

– Dem Verflüssiger, in dem die

Wärme energie an den Heizkreislauf

abgegeben wird. Das Arbeitsmittel

wird dabei stark abgekühlt

und verflüssigt.

– Dem Expansionsventil, in dem der

hohe Druck im Sys tem abgebaut

wird. Das Arbeitsmittel kühlt weiter

ab und kann im Verdampfer wieder

Umweltwärme aufnehmen.

60847_Nr. 25.qxd 16.02.2007 07:42 Seite 3

Gebäude verwendete Arbeitsmedium,

also üblicherweise (Heizungs-)Wasser.

2.3 Kenngrößen

von Wärmepumpen

Eine wichtige Größe zur Beschreibung

der Leistungsfähigkeit einer Wärmepumpe

ist die Leistungszahl ε. Sie beschreibt

das Verhältnis der an das

Die Bezeichnung einer Wärmepumpe richtet Heiznetz sich nach abgegebenen dem Medium, Wärmeleistung

in Kilowatt arbeitet. (kW) Unter zur aufgenom-

Primärkreis

mit welchem

die Wärmepumpe primär- und sekundärseitig

versteht man hierbei die Wärmequelle, also menen beispielsweise elektrischen ein Leistung im Erdboden der zirkulierender

Wärmeträger (Sole). Unter Sekundärkreis versteht man das vom

Wärmepumpe in Kilowatt (kW).

Heizkreis im Gebäude verwendete Arbeitsmedium, also üblicherweise (Heizungs-)Wasser.

Eine andere wichtige Größe ist die

2.2 Bezeichnung

von Wärmepumpen

Jahresarbeitszahl β (JAZ). Sie beschreibt

das Verhältnis der über ein

Eine Wärmepumpenheizung setzt sich

aus drei Hauptkomponenten zusammenbenen

Energie zu der in diesem Zeit-

ganzes Jahr ans Heiznetz abgege-

– Der Wärmequellenanlage (WQA), raum aufgenommenen elektrischen

in der dem Erdreich, dem Wasser Energie. Sie kann auch als Anlagennutzungsgrad

verstanden werden.

oder der Luft die Wärmeenergie

entzogen wird.

Beide – Leistungszahl und vor allem

– Der Wärmepumpe (WP), in der mittels

elektrischer Energie die Umlichst

hoch sein, um mit einem Mini-

die Jahresarbeitszahl – sollten mögweltwärme

auf ein höheres Temperaturniveau

angehoben wird. zukommen.

mum an elektrischer Hilfsenergie aus-

Bild 3: Bezeichnungen von Wärmepumpen

– Der Wärmenutzungsanlage (WNA), Die Jahresarbeitszahl bietet eine hervorragende

Möglichkeit zur energe-

2.3 in Kenngrößen der die Wärme von energie Wärmepumpen an den

Eine Nutzer wichtige abgeben Größe (Heizkreise, zur Beschreibung meist der tischen Leistungsfähigkeit Bewertung der einer gesamten Wärmepumpe

als Flächenheizung ist die Leistungszahl Niedertempera-

ε. Sie beschreibt lage. das Die Verhältnis Zuordnung der der an jeweiligen das Heiznetz

An-

abgegebenen turausführung, Wärmeleistung Warmwasserberei-

in Kilowatt (kW) Kenngrößen zur aufgenommenen kann der unten elektrischen aufgeführten

Grafik entnommen werden:

Leistung etc.). der Wärmepumpe in Kilowatt (kW).

Die Bezeichnung einer Wärmepumpe

Eine andere wichtige Größe ist die Jahresarbeitszahl

richtet sich nach dem Medium, mit 2.4 Betriebsweise β (JAZ). Sie beschreibt das

Verhältnis der über ein ganzes Jahr ans Heiznetz

welchem die Wärmepumpe primär- von abgegebenen Wärmepumpen Energie zu der

in diesem Zeitraum aufgenommenen elektrischen Energie. Sie kann auch als

Anlagennutzungsgrad und sekundärseitig arbeitet. verstanden Unter werden. Wärmepumpen sind heute in der

Primärkreis versteht man hierbei die Lage, ein Gebäude zu 100% mit Wärme

zu versorgen. – Sie sollten benötigen möglichst also

Beide Wärmequelle, – Leistungszahl also beispielsweise und vor allem ein die Jahresarbeitszahl

hoch im Erdboden sein, um zirkulierender mit einem Minimum Wärme-aträger Jahresarbeitszahl (Sole). Unter Sekundärkreis bietet eine hervorragende ver-

auch mit Möglichkeit anderen Heizquellen zur energetischen kombi-

elektrischer keine Zusatzheizung, Hilfsenergie können auszukommen. jedoch

Die

steht man das vom Heizkreis im niert werden. Im Fall einer monova-

Bewertung der gesamten Anlage. Die Zuordnung der jeweiligen Kenngrößen

kann der nachfolgenden Grafik entnommen werden:

Bild 4: Bilanzgrenzen der wichtigsten Wärmepumpenkennzahlen (Quelle: Bewag/Vattenvall)

Bilanzgrenzen der wichtigsten Wärmepumpenkennzahlen (Quelle: Bewag/Vattenvall)

2.4 Betriebsweise von Wärmepumpen

lenten Betriebsweise ist die Wärmepumpe

der alleinige Wärmeerzeuger

für Heizung und Warmwasserbereitung.

Die Wärmequelle muss daher

für den ganzjährigen Betrieb der Anlage

ausgelegt sein. Um zusätzliche Investitionen

in einen zweiten Wärmeerzeuger

wie z. B. einen Gaskessel zu

vermeiden (bivalente Betriebsweise

der Wärmepumpe), wird diese Betriebsweise

meist bevorzugt.

Insbesondere für Luft-/Wasser-

Wärme pumpen kommt oft eine monoenergetische

Betriebsweise zum Einsatz.

Die Wärmepumpe wird an den

wenigen ganz kalten Tagen durch den

Heizstab unterstützend betrieben und

läuft über die Mehrzahl aller Heiztage

weniger überdimensioniert. Man muss

dabei hervorheben, dass es sich bei

richtiger Auslegung der elektrischen

Zusatzheizung nur um 2–4% aller

Heiztage handelt. Die Energiekosten

einer solchen elektrischen Zusatzheizung

sind relativ gering und betragen

für ein durchschnittliches Einfamilienhaus

ca. 50–100 Euro/a.

2.5 Vorschriften und Genehmigungen

Der Betrieb von Wärmepumpenheizungen

ist beim zuständigen Energieversorger

(Versorgungs-Netz-Betreiber

– VNB) zu beantragen. Der Kunde erhält

dabei einen sog. Wärmepumpentarif,

dessen Schwachlastanteil um ein

bis zwei Drittel unter dem marktüblichen

Strompreis liegt. Hierfür ist

ein zweiter Stromzähler zu installieren.

Auch ist ein Drehstromanschluss

vorzusehen.

Bei der Erschließung der Wärmequellen

Boden und Wasser mittels

Erdwärme kollektoren, Erdwärmesonden

oder Grundwasserbrunnen sind

die Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes

und die dazu erlassenen

Verwaltungsvorschriften der Länder

zu beachten. Erdwärmesonden bedürfen

einer wasserrechtlichen Erlaubnis,

die üblicherweise vom Brunnenbohrunternehmen

eingeholt wird. In der

Regel gibt es bei der Genehmigung

keine Probleme.

Für die Wärmequelle Wasser (Grundund

Oberflächenwasser) ist eine Genehmigung

einzuholen, die ebenfalls

meist durch das Brunnenbohrunter-


1/2009 Technische Informationen

13

hl aller Heiztage weniger überdimensioniert. Man muss dabei hervordass

es sich bei richtiger Auslegung der elektrischen Zusatzheizung nur

nehmen eingeholt wird. Für Horizontalabsorber

besteht nur bei Grund-

aus Gebäuden oder der Industrie eindenklichem

Solemedium,

Als Wärmequelle kann auch Abluft – geschlossenes System mit unbe-

is 4 % aller Heiztage handelt. Die Energiekosten einer solchen elektriusatzheizung

sind relativ gering und betragen für ein durchschnittliches

– einfache Erschließung der Wärmewassernähe

Anzeigepflicht, Luft-/ gesetzt werden. Steht eine konstante

lienhaus

Wasser-Wärmepumpen

ca. 50 bis 100 Euro/a.

sind genehmigungsfreiniveau

zur Verfügung, lassen sich ho-

Wärmequelle mit hohem Temperaturquelle.

Die Frage, ob über einem Erdwärmekollektor

Pflanzen und Bäume schlech-

schriften und Genehmigungen

he Leistungszahlen erreichen. Darüber

rieb von 3. Wärmepumpenheizungen Wärmequellen und Anlagenkonzepte

– VNB) zu beantragen. mepumpenanlagen Der Kunde erhält vielfältige dabei Gestal-

ist beim zuständigen hinaus lassen Energieversorsorgungs-Netz-Betreiber

sich bei Absorber-Wärter

wachsen, kann eindeutig mit

„Nein“ beantwortet werden. Bei richtiger

Planung und Ausführung eines

og. Wärmepumpentarif, Hinsichtlich der „angezapften“ dessen Schwachlastanteil tungsmöglichkeiten

Wärmequelle

unterscheidet Strompreis man liegt. die Hierfür (z. B. Energiedach, Energiezaun,

um ein bis zwei des Drittel Absorbers

em marktüblichen folgenden

ist ein zweiter Stromzähler zu

Erdwärmekollektors ist dieser Fall ausgeschlossen.

Negative Beispiele aus

ren. Auch Fassadenintegration etc.) realisieren.

ist ein

drei

Drehstromanschluss

Gruppen von Wärmepumpen:

der Wärmequellen Boden und Wasser 3.2 Wärmepumpenanlage

mittels Erdwärme-

der Vergangenheit ließen sich immer

vorzusehen.

Erschließung

ren, Erdwärmesonden oder Grundwasserbrunnen mit sind Erdwärmekollektor

die Bestimmun-

mit fehlender oder mangelhafter Planung

bzw. Ausführung begründen.

Wasserhaushaltsgesetzes 3.1 Luft-/Wasser-Wärmepumpenanlagen

Horizontal-Kollektoren sind in der Re-

und die dazu erlassenen Verwaltungsvorn

der Länder zu beachten. Erdwärmesonden bedürfen einer wasserhen

Erlaubnis, Luft-/Wasser-Wärmepumpenanlagen

die üblicherweise vom Brunnenbohrunternehmen eingegel

kostengünstiger als Erdwärmesonden

zu errichten. Die Verlegung einer lektorrohre in einer Mindesttiefe von

Aus diesem Grunde müssen die Kold.

In der entnehmen Regel gibt die es benötigte bei der Genehmigung Energie der keine Probleme.

Erdwärmesonde erfolgt üblicherweise 1,2 m und in einem Mindestabstand

Außenluft. Sie verfügen über eine

Wärmequelle Wasser (Grund- und Oberflächenwasser) in Fremdleistung eine durch Genehminzuholen,

ein Fachunternehmen.

ein-

kann es im Boden zur Bildung eines

von 0,5 m verlegt werden. Andernfalls

Reihe

die

von

ebenfalls

Vorteilen:

meist durch das Brunnenbohrunternehmen

ird. Für – Horizontalabsorber einfache Installation, besteht nur bei Grundwassernähe

Während für die Errichtung

Anzeigeeiner

Erdwärmesonde

zur Beheizung eines Ein-

geschlossenen Eispanzers kommen.

Luft-/Wasser-Wärmepumpen – Wärmequelle sehr kostengünstig sind genehmigungsfrei. zu

erschließen,

3.3 Wärmepumpenanlage

familienhauses überschlägig von Kosten

um 5.000–6.000 Euro pro Sonde

equellen – bei und hoher Anlagenkonzepte

Außentemperatur hohe

mit Erdwärmesonden

tlich der „angezapften“

Leistungszahlen 60847_Nr. Wärmequelle

erreichbar, 25.qxd unterscheidet 16.02.2007 ausgegangen man die 07:42 werden folgenden Seite kann, liegt 5 die Ist die Fläche für einen horizontalen

ppen von – kein Wärmepumpen:

Bewilligungsverfahren, Verlegung eines Erdwärmekollektors Erdwärmekollektor nicht vorhanden,

– keine besonderen Anforderungen bei etwa der Hälfte. Dazu kommt, so gibt es die Möglichkeit der senkrechten

bzw. schrägen Anordnung. Di-

t-/Wasser-Wärmepumpenanlagen

an die Grundstücksgröße, dass Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden

Energie mit der zunehmendem ese Art von Kollektor wird als Erdwär-

asser-Wärmepumpenanlagen – ohne Fremdfirmen (z. entnehmen B. Tiefbauun-diternehmen) über umsetzbar. eine Reihe von Vorteilen: Dämmstandard kleiner ausfallen könmesonde

bezeichnet.

benötigte

ft. Sie verfügen

3.2 Wärmepumpenanlage mit Erdwärmekollektor

he Installation, Die Investitionskosten einer Luft-/ nen. Ein Erdwärmekollektor arbeitet Erdwärmesonden reichen in Tiefen

Horizontal-Kollektoren

Wasser-Wärmepumpenanlage liegen als geschlossenes sind in der System Regel mit kostengünstiger einer als Erdwärmesonden

equelle sehr kostengünstig zu von 10–100 m. Voraussetzungen für

zu erschließen, errichten. Die

deutlich niedriger als eine vergleichbare

Anlage mit

Sole Verlegung als Wärmeträger, einer Erdwärmesonde für das ein erfolgt üblicherweise in

die Planung und Einbringung von Erdwärmesonden

sind die genaue Kennt-

her Außentemperatur hohe

Erdwärmekollektoren.

Leistungszahlen Fremdleistung erreichbar, durch Wasser-Glykol-Gemisch ein Fachunternehmen. verwendet

ewilligungsverfahren,

Luft-/Wasser-Wärmepumpen 60847_Nr. 25.qxd arbeiten wird.

Während 16.02.2007 für die Errichtung 07:42 Seite einer Erdwärmesonde 6

zur nis Beheizung der Bodenbeschaffenheit, eines Einfamilienhauses

die kalten Grundstücksgröße,

überschlägig

der

besonderen im Winter Anforderungen mit einer relativ an

Vorteile von

von

Erdwärmekollektoren:

Kosten um 5 000 bis 6 000 Schichtenfolge, Euro pro Sonde des Bodenwiderstandes

sowie der Exis tenz von Grundausge-

Wärmequelle. Deshalb wird pro Jahr – ganzjährig verfügbar (monovalente

Fremdfirmen

etwas

(z.

mehr

B.

Antriebsenergie

Tiefbauunternehmen) gangen werden

als bei

umsetzbar. kann, liegt die Verlegung eines Erdwärmekollektors bei etwa der

Betriebsweise),

und Schichtenwasser und der Bestimmung

von dessen Fließrichtung. Da

Hälfte. Dazu kommt, dass Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden mit

stitionskosten anderen einer Bauarten Luft-/Wasser-Wärmepumpenanlage benötigt. Trotzdem – ganzjährig liegen hohes deutlich Temperaturniveau

der Luft-/Wasser-

Wärmequelle (ca. +0 °C

zunehmendem Dämmstandard kleiner ausfallen können. Ein Erdwärmekollektor

r als eine werden vergleichbare z. B. in der Anlage Schweiz mit heute Erdwärmekollektoren. aufgrund

arbeiten der Einfachheit im Winter mit des einer Systems relativ be-

kalten bis Wärmequelle. +15 °C),

arbeitet als geschlossenes

pumpen

System mit einer Sole als Wärmeträger, für das ein

Deshalb

Wasser-Glykol-Gemisch verwendet wird.

Jahr etwas reits 54% mehr aller Antriebsenergie Wärmepumpenheizungen

z. B. als in Luft-/Wasser-Wärmepum-

der Schweiz heute aufgrund der Einfachheit des

als bei anderen Bauarten benötigt.

m werden

s bereits penanlage 54 % aller ausgeführt. Wärmepumpenheizungen als Luft-/Wasser-Wärmenanlage

ausgeführt.

t-/Wasser-Wärmepumpe

Luft-/Wasser-Wärmepumpe

Bild 6: Wärmepumpenheizung mit Erdwärmekollektor

mequelle kann auch Abluft aus Gebäuden oder der Industrie eingesetzt

. Steht eine konstante Wärmequelle mit hohem Temperaturniveau zur Ver-

Wärmepumpenheizung mit Erdwärmekollektor

Bild 7: Wärmepumpenheizung Wärmepumpenheizung mit Erdwärmsonde

mit Erdwärmesonde


14 Technische Informationen 1/2009

Bild 7: Wärmepumpenheizung mit Erdwärmsonde

bei der Bohrung in der Regel Grundwasser

wärmetauscherkreis geleitet, dabei daher im Rahmen der EnEV entspre-

führende Schichten getroffen abgekühlt und über den Schluckbrunchend

berücksichtigt.

3.4 Wärmepumpenanlage werden, ist eine wasserrechtliche mit Grundwassernutzung nen wieder zurückgeführt. Der Abstand

zwischen Förder- und Schluck-

Der Markt bietet neben reinen Trinkwasser-

und/oder Heizungswärme-

Erlaubnis zum Betrieb der Erdwärmesondenanlage

mit seiner ganzjährigen einzuholen. Temperatur brunnen von sollte 8 bis zur 12 Vermeidung °C bietet als von Wär-

Grundwasser

pumpen auch eine Vielzahl von Kombigeräten

zur zusätzlichen, kontrolmequelle

gute Bedingungen zum Betrieb einer thermischen Wärmepumpe. Kurzschlüssen Hierbei mindestens

10 m betragen. entnommen, Die Fließrich-

Für den Gebäudebestand und für

wird über

eine Tauchpumpe aus dem Förderbrunnen Grundwasser Neubauten in Ballungsräumen mit geringem

Freiflächenangebot eignen

geleitet, rückgewinnung oder zur

über den lierten Wohnungslüftung, zur Wärme-

Verdampfer der Wärmepumpe bzw. einen Zwischenwärmetauscherkreis tung, die Ergiebigkeit und Wasserqualität

sind im Vorfeld durch Pumpversuche

zu ermitteln.

dabei abgekühlt sich Erdwärmesonden und über den Schluckbrunnen besonders, da wieder zurückgeführt. Der Gebäudeklima tisierung.

Abstand zwischen eine Nachrüstung Förder- und mit Erdwärmekollektoren

oft mindestens aus Platzmangel 10 nicht m betragen.

Schluckbrunnen sollte zur Vermeidung von thermischen

Kurzschlüssen

Durch lokal

Die Fließrichtung,

jahreszeitlich stark Bei der passiven Kühlung erfolgt die

die Ergiebigkeit

und Wasserqualität möglich ist. Ansonsten sind gelten im Vorfeld die gleichen

Vorteile wie für Erdwärmekollek-

ist im Vorfeld der Anlagenplanung bäude ins Erdreich, indem im Sommer

schwankende Grundwasserqualitäten Wärmeübertragung z. B. aus dem Ge-

durch Pumpversuche zu ermitteln.

Durch lokal jahreszeitlich toren.

eine Wasseranalyse notwendig. Unterbleibt

diese, besteht die Gefahr der Heizungspumpe und die Kollektor-

bei ausgeschalteter Wärmepumpe die

stark schwankende Grundwasserqualitäten ist im Vorfeld

der Anlagenplanung eine Wasseranalyse notwendig. Unterbleibt diese,

3.4 Wärmepumpenanlage Verockerung des Schluckbrunnens und pumpe geschaltet werden.

besteht die Gefahr der Verockerung des Schluckbrunnens und der Korrosion

mit Grundwassernutzung der Korrosion (Herstellerhinweise berücksichtigen).

(Herstellerhinweise berücksichtigen).

Grundwasser mit seiner ganzjährigen

Vorteile der Temperatur Grundwassernutzung:

von 8–12 °C bietet als Vorteile der Grundwassernutzung:

Wärmequelle gute Bedingungen zum – ganzjährig verfügbar (monovalente

• ganzjährig Betrieb verfügbar einer (monovalente Wärmepumpe. Hierbei Betriebsweise),

Betriebsweise),

wird über eine Tauchpumpe aus dem

• höchster Wirkungsgrad, Förderbrunnen Grundwasser da Wasser entnommen,

über den zwischen Verdampfer 8 °C der und 12 °C zur Verfügung steht.

bei ganzjährig

– höchster

relativ

Wirkungsgrad,

konstanten

da

und

Wasser

bei ganzjährig relativ konstanten

hohen Temperaturen

Wärme pumpe bzw. einen Zwischen-

Wärmepumpenheizung mit

Grundwassernutzung

Bild 8: Wärmepumpenheizung mit Grundwassernutzung

und hohen Temperaturen zwischen

8 °C und 12 °C zur Verfügung

steht.

4. Wärmepumpengeräte

und Nutzungsmöglichkeiten

Heutige Wärmepumpen sind Platz

sparende und kompakte Geräte. An

den Aufstellungsort werden keine besonderen

Anforderungen gestellt,

einige Luft-Wärmepumpen können

auch außerhalb des Gebäudes aufgestellt

werden. Wärmepumpensysteme

können optimal auf die Nutzungswünsche

des Kunden ausgewählt und angepasst

werden. Sie erfüllen alle Anforderungen,

die an ein modernes Gebäude

gestellt werden, und werden

Zusätzlich existieren Systeme, die

durch eine aktive Kühlung ergänzt

werden können. Alle Wärmepumpenheizungen

lassen sich gut mit Solarkollektoren

zur Trinkwassererwärmung

oder Heizungsunterstützung kombinieren.

Der gleichzeitige Betrieb einer

Solaranlage ist besonders primärenergetisch

sinnvoll, da der (Primär-) Energieaufwand

für jede solar erzeugte

Kilowattstunde Wärme nahezu gegen

null geht und damit der Betreiber

Stromkos ten für die Wärmepumpe

spart.

5. Planung

von Wärmepumpenanlagen

5.1 Fahrplan für die Planung einer

Wärmepumpenanlage

Alle BDH-Mitgliedsunternehmen bieten

umfangreiche Planungsinformationen

über ihre Wärmepumpensysteme.

Schon frühzeitig im Planungsprozess

sollten die Anfragen beim

6

Anzeige

4 Wärmepumpengeräte und Nutzungsmöglichkeiten

Heutige Wärmepumpen sind platzsparende und kompakte Geräte. An den Aufstellungsort

werden keine besonderen Anforderungen gestellt, einige Luft-Wärmepumpen

können auch außerhalb des Gebäudes aufgestellt werden. Wärmepumpensysteme

können optimal auf die Nutzungswünsche des Kunden ausgewählt

und angepasst werden. Sie erfüllen alle Anforderungen, die an ein modernes

Gebäude gestellt werden, und werden daher im Rahmen der EnEV entsprechend

berücksichtigt.

77866 Rheinau – Telefon (0 78 44) 3 65 – Telefax (0 78 44) 44 75

76157 Karlsruhe – Telefon (07 21) 9 55 30 43 – Baubüro

www.kaminbau-lasch.de – E-Mail: info@kaminbau-lasch.de


1/2009 Technische Informationen

15

Energieversorgungsunternehmen und

dem zuständigen Bauamt erfolgen.

5.2 Jahresarbeitszahl und

Aufwandszahl als Planungsgröße

Die Auslegung der Wärmepumpe ist

maßgeblich von der Wärmequellentemperatur

sowie der Vorlauftemperatur

des Heizkreises abhängig. Die Bewertung

der Wärmepumpenheizung

wird in der DIN 4701-10 und der Energieeinsparverordnung

(EnEV) festgelegt.

Darin gehen sowohl die Leistungszahl

als auch die erreichte Jahresarbeitszahl

ein, der erforderliche Strombedarf

wird primärenergetisch bewertet.

Planung und Ausführung nach dem

Stand der Technik sollten Jahresarbeitszahlen

größer 3,0 im realen Anlagenbetrieb

zum Ziel haben und damit

Aufwandszahlen kleiner 0,3 realisieren.

5.3 Daumenwerte für die Planung

der Wärmequelle

Die nachfolgenden Angaben sind

Überschlagswerte. In jedem Fall sind

die Herstellerangaben zu berücksichtigen.

Wärmequelle Luft

Die Wärmequelle Außenluft ist uneingeschränkt

verfügbar. Die Einsatzgrenzen

der Wärmepumpen reichen

von +30 °C bis –20 °C. Aufgrund der

mit fallenden Außentemperaturen abnehmenden

Heizleistung wird meist

ein monoenergetischer bzw. bivalenter

Betrieb der Wärmepumpe realisiert,

um die erforderlichen Investitionen zu

verringern. Die Geräte können außerhalb

des Gebäudes (TA-Lärm beachten)

oder im Gebäude aufgestellt werden.

Erdwärmekollektoren

Als Kollektor wird meist Kunststoffrohr

(PE-HD) in den Querschnitten DN20,

DN25 oder DN32 eingesetzt. Die

Rohre werden in 1,2–1,5 m Tiefe bei

einem Rohrabstand von 0,5–0,8 m

verlegt. Der Boden sollte unverbaut,

nicht überdacht (beregnet) oder verdichtet

sein. Abhängig von der Bodenfeuchte

und Bodenbeschaffenheit können

ca. 25 W/m2 Wärmeeintragsleistung

vom Absorber für die Wärmepumpe

bereitgestellt werden.

Es wird etwa das 1,5–2-Fache der beheizten

Wohnfläche an Horizontalabsorberfläche

benötigt. Dies entspricht

ca. 30 m2 Bodenfläche je kW Heizlast.

Erdwärmesonden-Wärmepumpen

Erdwärmesonden werden in 10–

100 m Tiefe eingebracht. Abhängig

von der Bodenfeuchte und Beschaffenheit

können ca. 50 W/m Wärmeeintragsleistung

aufgenommen werden.

Für ein Einfamilienhaus mit 120 m2

Wohnfläche und einer Heizlast von

7,3 kW werden z. B. zwei Sonden à

63 m angelegt.

Grundwasser-Wärmepumpen

Förder- und Schluckbrunnen sollten

mindestens 10 m auseinander liegen.

Im Einfamilienhaus sind die Brunnen

üblicherweise 6–10 m tief. Es können

ca. 4 kW pro m3/h Grundwasserstrom

entnommen werden, wobei eine Temperaturabsenkung

von 3K (max. 5K

nach Wasserhaushaltsgesetz) realisiert

wird.

BDH –

Bundesindustrieverband Deutschland

Haus-, Energie- und Umwelttechnik

e.V.

Die Fortsetzung dieses Artikels finden

Sie in der Februar-Ausgabe!

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16 Aktuelles aus den Innungen 1/2009

Messgeräte-Überprüfung

I/2009

Innung

Freiburg

Messgeräteprüfstand – Titisee-Neustadt, Ahornweg 13 (gegenüber der Geschäftsstelle)

Termine

Kehrbezirke Prüftermin Anlieferung/Abholung

Emmendingen 1–14 02. März 2009 nach Vereinbarung

Freiburg 1–13 02. März 2009 nach Vereinbarung

Konstanz 1–23 03. März 2009 nach Vereinbarung

Breisgau-Hochschwarzwald 1–23 04. März 2009 nach Vereinbarung

Lörrach 1–20 09. März 2009 nach Vereinbarung

Ortenau 1–20 10. März 2009 nach Vereinbarung

Ortenau 21–41 11. März 2009 nach Vereinbarung

Waldshut 1–17 16. März 2009 nach Vereinbarung

Rottweil 1–10 16. März 2009 nach Vereinbarung

Rottweil 11–16 17. März 2009 nach Vereinbarung

Tuttlingen 1–14 17. März 2009 nach Vereinbarung

Schwarzwald-Baar 1–21 18. März 2009 nach Vereinbarung

Die Anlieferungs- bzw. Abholungszeiten sind direkt mit dem Prüfstandsleiter Norbert Haid zu vereinbaren.

Es kann nach wie vor der gesamte Kreis ab 8.00 Uhr oder in Gruppen angeliefert werden.

Rückfragen an

Norbert Haid • Telefon: 0 76 51 / 93 29 23 oder 01 74/ 9 79 25 56 • Prüfstand: 0 76 51 / 43 50

Nachruf

Die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Freiburg trauern um ihren aktiven Bezirksschornsteinfegermeister

Günther Groß aus Schopfheim.

Günther Groß wurde am 20. Juli 1944 in Lörrach geboren und begann seine Lehre am 01. Februar 1961 bei Bezirksschornsteinfegermeister

Karl Lotter. Am 20. März 1964 bestand er vor dem Prüfungsausschuss in Freiburg

seine Gesellenprüfung. Am 24. Oktober 1970 legte er vor dem Prüfungsausschuss in Karlsruhe seine Meisterprüfung

ab. Knapp 10 Jahre später, am 1. Oktober 1980 hatte der Verstorbene ein weiteres Berufsziel erreicht. Er

bekam seinen ersten eigenen Dienstbezirk übertragen. Den ersten Kehrbezirk Lörrach Nr. 10 behielt Günther

Groß bis zu seinem tragischen Tod.

Unter großer Anteilnahme seiner Berufskollegen und des Gesangvereins wurde der Verstorbene zur letzten Ruhe

geleitet. Als äußeres Zeichen unserer Dankbarkeit und Anerkennung haben wir an seiner letzten Ruhestätte ein

Gebinde niedergelegt.

Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

Franz Klumpp

Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Freiburg


1/2009 Aktuelles aus den Innungen

Verleihung

des goldenen

Meisterbriefes an

Wolfgang Schwarz

17

Innung

Karlsruhe

Im Zuge einer Feierstunde im Kurhaus

in Freudenstadt wurde Herrn Bezirksschornsteinfegermeister

a. D. Wolfgang

Schwarz aus Dornstetten-Aach

am Samstag, 22. November 2008 der

goldene Meisterbrief durch die Handwerkskammer

Reutlingen verliehen.

Die Handwerkskammer Reutlingen

hatte in diesem Jahr 40 Jubilare des

Gesamthandwerks aus dem Landkreis

Freudenstadt eingeladen. Herr Rainer

Neth, stv. Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer, Kreishandwerksmeis

ter Ralf Bohnet und Siegfried

Dreger, Geschäftsführer der

Kreishandwerkerschaft Freudenstadt

gaben die Meisterbriefe an die Jubilare

aus. Herr Neth bedankte sich bei

den geehrten Handwerksmeistern für

ein lebenslanges Angagement im

Handwerk und wies darauf hin, dass

das Handwerk immer und überall für

wirtschaftliche Stabilität und Qualität

gesorgt habe.

Zum Schluss seiner Rede zitierte er

den Politiker Alfred Dregger. Zitat:

„Unser Reichtum sind nicht die Mundwerker,

sondern die Handwerker.“

Dietmar Schwarz

Bezirksschornsteinfegermeister

Dornstetten-Aach

Nachruf

Am 01. September 2008 verstarb nach längerer schwerer Krankheit unser aktiver Kollege Emil Mayr. Emil Mayr

erlernte das Schornsteinfegerhandwerk in den Jahren 1965 bis 1968 bei Bezirksschornsteinfegermeister Adolf

Fischer. Am 15. März 1968 legte er in Esslingen die Gesellenprüfung ab. Am 02. August 1973 legte er bei der

Handwerkskammer in Karlsruhe die Meisterprüfung erfolgreich ab.

Die „Verantwortung über die Brandsicherheit“ nahm unser Emil Mayr sehr ernst und so ist es auch nachvollziehbar,

dass er sich in der Feuerwehr von 1968 bis 1976 engagierte.

Krankheitsbedingt musste Kollege Emil Mayr seinen Beruf aufgeben. Aber er kämpfte gegen die Krankheit an,

gewann und kam wieder in seinen Beruf zurück. Sein Ziel, als Schornsteinfeger zu arbeiten und einen Kehrbezirk

zu führen, verwirklichte er. Am 01. Januar 1988 übernahm er in Heidenheim in der Oststadt seinen ersten Kehrbezirk

und am 01. Juli 1995 konnte er sich auf seinen Heimat-Wunschkehrbezirk Ostalbkreis Nr. 2 versetzen lassen.

Zusammen trug er über 20 Jahre Verantwortung über die Brandsicherheit und der sicheren Nutzung der

Feuerstätten in seinen Kehrbezirken. Sicherheit, die er durch seine Arbeit täglich seinen Kunden gewährleistete.

Fairer menschlicher Umgang mit gegenseitiger Achtung brachte Emil Mayr den Respekt in Kollegenkreisen. Sein

Engagement neben dem Beruf, sei es langjährig als DLRG–Wachleiter, als Ausschussmitglied beim Reichenbacher

Carnevalsverein oder als ehrenamtlicher Helfer in der Suchtberatungsstelle waren für ihn keine Belastung,

sondern eine Selbstverständlichkeit.

Als Kollege Emil Mayr im Herbst 2005 die erschütternde Diagnose einer Untersuchung erhielt, nahm er noch

einmal den Kampf gegen die diagnostizierte Krankheit auf. Er hat gekämpft und hat uns gezeigt, dass man sich

nicht einfach aufgeben darf. Unter sehr großer Anteilnahme von Kollegen wurde Emil Mayr am 05. September

2008 zu Grabe getragen. Als äußeres Zeichen unserer Würdigung legten wir einen Kranz am Grabe nieder. Es ist

uns eine Verpflichtung, ihm ein ehrendes Gedenken zu bewahren.

Schornsteinfeger-Innung Stuttgart

Innung

Stuttgart


18 Aktuelles aus den Innungen 1/2009

Weiterbildung

für Mitarbeiter/innen 2009

Innung

Stuttgart

1. Block

Die Schornsteinfeger-Innung für den Regierungsbezirk Stuttgart führt eintägige Mitarbeiterschulungen in der Geschäftsstelle,

Steinbeisstraße 9 (Ameisenbühl), 71332 Waiblingen durch.

Nachstehende Termine sind verbindlich. Terminverschiebungen sind nur in dringenden Fällen und nach Absprache mit

der Geschäftsstelle (Telefon: 0 71 51 / 5 50 50) möglich.

Dienstag 24. März 2009 Heidenheim und Ostalb

Mittwoch 25. März 2009 Böblingen und Göppingen

Donnerstag 26. März 2009 Rems-Murr und Schwäbisch Hall

Dienstag 31. März 2009 Ludwigsburg und Main-Tauber

Mittwoch 01. April 2009 Esslingen und Hohenlohe

Donnerstag 02. April 2009 Stuttgart

Dienstag 07. April 2009 Heilbronn Land und Stadt

Die Schulungen beginnen um 8.00 Uhr und enden gegen 16.15 Uhr. Um Pünktlichkeit wird gebeten.

Themen:

■ Baurecht – Referent: Gunter Philipp

■ UVV-Unterweisung – Referent: Stefan Eisele

Abschließend bitten wir jeden Kollegen, seiner Mitarbeiterin oder seinem Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, an der

Schulungsmaßnahme teilzunehmen.

Sollte Ihr Mitarbeiter/in an der Maßnahme aus begründetem Anlass nicht teilnehmen können, bitten wir um entsprechende

Nachricht.

gez. Walter Baum, Obermeister

gez. B. Walter, Abteilung Berufsbildung

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1/2009 Aktuelles aus den Innungen

19

„Rund um das

Schornsteinfegerhandwerk“

„Als Schornsteinfeger-Innung für den

Bezirk des Regierungspräsidiums

Tübingen vertreten wir die Interessen

unser Mitgliedsbetriebe. Diese verteilen

sich auf neun Land- und Stadtkreise

und zwar dem Alb-Donau-Kreis,

dem Kreis Biberach, dem Bodenseekreis,

dem Landkreis Ravensburg,

Reut lingen, Sigmaringen und Tübingen,

sowie dem Zollern-Alb-Kreis und

nicht zuletzt dem Stadtkreis Ulm.

Getreu dem Leitspruch „Edel Handwerk

und Gewerk, Walt Gott daß’nit

verderb“ wurde am 27. September

1909 im großen Rathaussaal in Reutlingen

von 46 Kaminfegern die Kaminfeger-Innung

Reutlingen, wie sie damals

noch hieß, gegründet.

Das 100-jährige Bestehen unserer Innung

im Jahr 2009 nehmen wir heute

zum Anlass mit Ihnen, liebe Gäste

und Kollegen, mit der Eröffnung

unserer Ausstellungsreihe „100 Jahre

rund um das Schornsteinfegerhandwerk“

hier in der Kreissparkasse Ulm

zu feiern.“

So zum Anfang des Jubiläumsjahres

2009 und zum Schluss des Jahres

2008 der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung

Tübingen Andreas

Feuerer in seiner Ansprache zur Wanderausstellung

„Rund um das Schornsteinfegerhandwerk“.

Nun, die Schornsteinfeger-Innung

Tübingen wird also in genau diesem

Jahr, in dem sich das Handwerk wohl

vor seiner größten Herausforderung

der Zukunft sieht, 100 Jahre alt. Dies

wird mit einer Wanderausstellung

durch die Innung dokumentiert und

gefeiert. Der Abschluss dieser Ausstellung

bildet eine Jubiläumsveranstaltung

im Museumsdorf Kürnbach bei

Bad Schussenried, wozu das gesamte

Handwerk herzlich eingeladen sein

wird.

„Neben tollen Schornsteinfegerfiguren,

altem und aktuellem Werkzeug

und Messgeräten, sind auch

viele Rechtsvorschriften, Gesetzestexte

Obermeister Andreas Feuerer

und Bilder aus der Gründungszeit

hier zu sehen.

100 Jahre Geschichte im Schornsteinfegerhandwerk,

100 Jahre Schornsteinfeger-Innung

Tübingen.

Wie schon vorab erwähnt, liegt der

Ursprung der Innung in Reutlingen.

1909 mussten auf gesetzliches Geheiß

die 46 Kaminfeger in diesem Bereich

eine Zwangsinnung gründen. In Anlehnung

an Mustervorschläge von Innungsversammlungen

z. B. der freien

Schuhmacherinnung in Leonberg, sowie

der Gewerbeordnung wurde die

erste Satzung zusammengestellt.

Zum ersten Obermeister der neu gegründeten

Innung wurde Fritz Mergenthaler

aus Reutlingen gewählt.

Zu dieser Zeit gab es in Württemberg

vier Zwangsinnungen.

Die Innungsbereiche waren damals

auf die Handwerkskammerbereiche

abgestimmt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges

wurde das Land Württemberg in zwei

Zonen aufgeteilt. Die amerikanische

Zone Nord-Württemberg und die französische

Besatzungszone Süd-Württemberg-Hohenzollern.

Die Folge war,

dass die seitherigen vier Innungen in

Württemberg aufgelöst, und für jede

Besatzungszone nur eine Innung gebildet

wurde. Die Schornsteinfeger-Innung

Reutlingen gehörte somit der

Vergangenheit an und man sprach

jetzt von der Innung Süd-Württemberg-Hohenzollern.

Zu dieser Zeit gab es im Innungsbereich

86 Kehrbezirke. Die Aufgabe der

Bezirksschornsteinfeger war das Reinigen

der Schornsteine und somit waren

Sie auch für den vorbeugenden Brandschutz

der Gebäude und Städte zuständig.

Mit der Gebietsreform am 01. Januar

1973 wurde eine erneute Namensänderung

der Innung notwendig. Räumlich

entsprechend den Regierungsbezirken

– deckungsgleich – jedoch die

Regierungspräsidien änderten ihre

Bezeichnung. Diesem Umstand musste

in der Namensgebung Rechnung

getragen werden.

Aus der Schornsteinfeger-Innung Süd-

Württemberg-Hohenzollern wurde die

Schornsteinfeger-Innung für den

Bezirk des Regierungspräsidiums

Tübingen.

Zu jener Zeit war Wilhelm Weindel

Obermeister der Innung. In seine

Amtszeit fiel eine weitere einschneidende

Veränderung im Schornsteinfegerhandwerk.

Als Waldsterben, Energieverbrauch

und Energieeinsparung noch unbekannte

Begriffe waren, wurde im

Oktober 1973 mit den Immissionsschutzmessungen

in Baden-Württemberg

begonnen.

Die Rechtsgrundlage war damals eine

Rechtsverordnung des Landes Baden-

Württemberg zum Immissionsschutzgesetz

von Baden-Württemberg. Die

Rechtsverordnung hatte zum Ziel die

luftverunreinigenden Emissionen aus

kleineren, mit flüssigen Brennstoffen

betriebenen Feuerungsanlagen im

häuslichen Bereich zu senken. Diese

Rechtsverordnung wurde im Jahre

1974 durch das Bundesimmissionsschutzgesetz

abgelöst.

Dieses Gesetz löste die in mehreren

Bundesländern vorhandenen und von

sich abweichenden Vorschriften und

Innung

Tübingen


20

Aktuelles aus den Innungen 1/2009

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Innung

Tübingen

Verordnungen ab und fasste die unter

den zwischenzeitlich eingetretenen

Weiterentwicklungen des Standes der

Technik zusammen und stellt seither

ein einheitliches Regelwerk dar.

Das Schornsteinfegerhandwerk ging

bei den Messungen über seinen Auftrag,

der ihm durch die erste Bundesimmissionsschutzverordnung

erteilt

wurde, hinaus. Es wurde nicht nur gemessen

und die Messwerte aufgezeichnet,

sondern auch die Betreiber

in feuerungstechnischen Fragen beraten.

Dies verlangte ein hohes Maß an

Verantwortung und Fachkenntnis.

Zum 01. Januar 1985 wurde im

„Ländle“ als letztem Bundesland die

Abgaswegeüberprüfung an Gasfeuerstätten

durch das Schornsteinfegerhandwerk

eingeführt. Dies hatte zur

Folge, dass nochmals weitere

149 neue Kehrbezirke in ganz Baden-

Württemberg gebildet wurden.

Diese Einführung der Abgaswegeüberprüfung

war ein weiterer Meilenstein

in unserem Handwerk.

Jetzt reichte es nicht mehr aus nur

über die Verbrennung und die

Funktions weise einer Feuerstätte Bescheid

zu wissen, sondern das Zusammenwirken

der einzelnen Bestandteile

der Feuerungsanlage galt es zu beurteilen.

Während dieser Zeit war Peter Habel

hier aus Ulm Obermeister der Innung

Tübingen.

Peter Habel wurde von den Innungsmitgliedern

1978 zum Obermeister

gewählt, und bis 2001 immer wieder

in seinem Amt bestätigt. Somit ist er

der Obermeister mit der bisher längsten

Amtszeit. Nach seiner Verabschiedung

aus seinem Ehrenamt im Jahre

2001 ernannte ihn die Innungsversammlung

als bisher einzigen

Kollegen unserer Innung zum Ehrenobermeister.

Lange Zeit verwalteten die Obermeister

und Mitglieder der jeweiligen Innungsvorstände

ihre Tätigkeitsbereiche

in Ihnen eigenen Büros, bis

1994 das eigene Innungsgebäude

eingeweiht werden konnte.

Am 10. Juni 1994 wurde das neue

Verwaltungs- und Schulungsgebäude

in Riedlingen seiner Bestimmung

übergeben. Neben einem Schulungsund

zwei Seminarräumen wurden

auch Räumlichkeiten für den Messgeräteprüfstand

eingerichtet. Somit

ist das Innungshaus in Riedlingen seit

diesem Zeitpunkt zentrale Anlaufstelle

für alle inzwischen 170 Bezirksschornsteinfegermeisterbetriebe

im Bereich

der Innung Tübingen.

Nach Jahren der Reformen und der

Umgestaltung unseres Berufsstandes

ist es nun an der Zeit wieder nach

vorne zu schauen.

Anmerkung der Redaktion:

Die Ausstellung soll dem Betrachter

ermöglichen, Einblicke und Hintergründe

über das Schornsteinfegerhandwerk

zu erfahren.

Nutzen Sie also die Möglichkeit die

Kundschaft auf diese gelungene

Maßnahme hinzuweisen, getreu dem

Motto: „Tue Gutes, und rede darüber“.

Infos und Öffnungszeiten über die

Ausstellung erfahren Sie bei der

Schornsteinfeger-Innung Tübingen.

Schornsteinfeger-Innung Tübingen

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DIE CLEVERE ALTERNATIVE

Blick in die Ausstellung


1/2009 Presseinformation 21

Erste 1.000 Schimmelchecks

ausgewertet

AQA Schimmelcheck: Jede zweite Probe weist erhöhte Belastung auf.

20 Prozent davon liegen im möglicherweise gesundheitsgefährdenden Bereich.

Die Analyse der ersten 1.000 ausgewerteten Schimmelchecks

liegt nun vor: 54% der eingesandten Proben zeigen

eine Belastung der Raumluft mit Schimmelsporen, die sowohl

von der Menge als auch von der Artenzusammensetzung

von den normalen, jahreszeitabhängigen Werten der

Umgebungsluft abweichen. 20% davon – also 12% der insgesamt

ausgewerteten Proben – liegen sogar in Bereichen,

die als stark belastet eingestuft wurden und bei denen daher

eine Gesundheitsgefährdung nicht mehr ausgeschlossen

werden kann.

Weiters konnten aufgrund der Analysen vor allem die

Schimmelgattungen „Aspergillus“ und Penicillium“ als dominante

und typische Belastungsquelle herausgearbeitet

werden.

Diese Auswertung der Wissenschaftler der Austrian Research

Centers (ARC) liegt, auch im Vergleich zu internationalen

Studien, generell im Rahmen der zu erwartenden

Ergebnissen, wenn auch der Anteil, der für den Menschen

möglicherweise riskanten Belastungen ziemlich hoch ist,

wie Univ.-Doz. Joseph Strauss, führender Pilzgenomiker bei

ARC, betont. „Wir gehen davon aus, dass Personen, die bereits

Verdachtsmomente bezüglich Schimmelaufkommen in

den eigenen vier Wänden haben, zum Schimmelcheck greifen,

jedoch ist der Vorsorgegedanke vor allem in Haushalten

mit Kindern und älteren Menschen bzw. Allergikern

auch nicht zu vernachlässigen“, erläutert Strauss die

Motiv lage der Anwender des Schimmeltests, mit denen die

Pilzgenetiker sehr oft in direktem Beratungskontakt stehen.

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22

Presseinformation 1/2009

„Eine Umlegung der Ergebnisse auf ganz Österreich ist mit

dieser Stichprobe noch nicht möglich, jedoch geben uns

die Testauswertungen bereits einen guten Überblick über

die Belastungssituation in österreichischen Haushalten

bzw. Arbeitsräumen. Wichtig ist auch die ausführliche Zusatzinformation

zum Thema Schimmel, Belastungen, Allergien,

Schimmelvermeidung, Kontaktadressen von Gutachtern

und Sanierern. Mit diesem Schimmeltest erreichen wir

eine große Gruppe von Personen direkt und können neben

den Analyseergebnissen und ihrer Interpretation auch eine

wichtige Informationsarbeit zu diesem Thema leisten“, so

Strauss weiter.

Hauptursache:

Baumängel, gefolgt von Wasserschäden

und falschem Lüften

In vielen Fällen wird das Wohnverhalten als Auslöser von

Schimmelproblemen gesehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang

aber eine Studie aus Deutschland, demnach

liegt die Hauptschimmelquelle in Baumängeln, die z. B. bei

Neubauten durch Restnässe hinter Möbeln oder unter Böden

verursacht werden. Der zweithäufigste Grund liegt in

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der unzureichenden Behebung von Wasserschäden. „Ein

großes Problem stellen auch nicht erkannte Wasserschäden

dar, die hinter der Mauer liegen – eventuell durch Eintropfen

aus Rohren der darüber liegenden Wohnungen –

und somit überhaupt nicht repariert werden“, erläutert

Mag. Thomas Schlatte von AQA, der die Ergebnisse der

umfangreichen Kundenanfragen zusammenfasst, die bei

dem Spezialisten für Gesundheits- und Umweltchecks eingegangen

sind. Interessantes Detail ist, dass falsches Lüftungsverhalten

erst an dritter Stelle der Schimmelursachen

liegt.

„Lassen Sie sich nicht von schnell getroffenen Aussagen

über ihr vermeintlich falsches Lüften abwimmeln, wenn es

um die Kostenaufteilung für eine eventuell notwendige

Schimmelbekämpfung geht“, rät Schlatte.

Der Schimmelcheck wurde von AQA als Spezialist für Gesundheits-

und Umweltchecks gemeinsam mit Austrian Research

Centers (ARC) entwickelt. Allen Befunden liegt nunmehr

eine Schimmelfibel bei, die als zusätzliche Konsumenten-Information

einen Überblick bietet, welche nächsten

Schritte im Falle eines positiven Schimmelbefundes zu

setzen sind.

Der AQA Schimmelcheck ist seit Oktober 2007 mit Unterstützung

des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation

und Technologie österreichweit in allen Filialen von dm

Drogeriemarkt erhältlich. „Wir erachten die Verwertung

wissenschaftlicher Entwicklungen zum unmittelbaren Nutzen

der Österreicherinnen und Österreicher als sehr wichtig.

Genau das ist bei diesem innovativen Test geschehen,

denn die einfache und zuverlässige Handhabung ist ein

unmittelbarer Nutzen der anwendungsorientierten Forschung“,

lobt Staatssekretärin Christa Kranzl.

Und so funktioniert der Test:

Eine Schimmel-Testbox ist in jedem dm Drogeriemarkt erhältlich.

Diese Testbox enthält drei Petrischalen mit einem

speziell entwickelten Nährboden. Eine Schale wird nahe

der (vermuteten) Schimmelquelle aufgestellt. Die anderen

beiden möglichst weit entfernt im selben Raum, bzw. im

Außenbereich, also z. B. am Fensterbrett. Der Raum soll zuvor

sechs Stunden nicht gelüftet werden und sollte während

der Testphase möglichst nicht betreten werden, damit

die Ergebnisse nicht verfälscht werden. Nach mindestens

vier Stunden werden die Schalen wieder eingesammelt und

verschlossen. Die Testbox kann in den Briefkasten geworfen

oder bei der Post abgegeben werden und wird direkt

ins Testlabor geschickt, wo die Auswertung erfolgt.


1/2009 Die aktuelle Seite 23

Geburtstage

Wir gratulieren recht herzlich

und Wünschen alles gute:

Zum 91. GeburtstaG

ernst Maier, Bad-säckingen 27. 02.

Zum 84. GeburtstaG

ehrenMeister reinhard deck,

rheinstetten-Mörsch 08. 02.

Wann? Was? Wo?

Februar 2009

09. bis

20. 02. Gesellenprüfung

Zum 83. GeburtstaG

herMann kuhn, schraMBerg 10. 02.

Zum 82. GeburtstaG

herMann Morlok, rudersBerg 02. 02.

gustav rothMund, hechingen 26. 02.

Zum 81. GeburtstaG

Josef guter, gerstetten 20. 02.

gerhard Wohlfarth, BöBlingen 28. 02.

Zum 80. GeburtstaG

Walter eisele, uhingen-holzhausen 01. 02.

Zum 79. GeburtstaG

eBerhard hofMeister, schWieBerdingen 09. 02.

roMan Merkel, kuppenheiM 26. 02.

Zum 78. GeburtstaG

siegfried soBotzki, rottWeil/hausen 18. 02.

raiMund Beck, neckargeMünd 21. 02.

Zum 77. GeburtstaG

erich Bächtle, röMerstein-donnstetten 24. 02.

arMin Braun, lörrach 28. 02.

Zum 76. GeburtstaG

erich oechsle, Münsingen 26. 02.

Zum 75. GeburtstaG

kurt Wiech, alpirsBach 12. 02.

Zum 73. GeburtstaG

Johannes dieterle, Weil iM schönBuch 13. 02.

Zum 70. GeburtstaG

ludWig sigWart, schWörstadt 14. 02.

Zum 69. GeburtstaG

gerhard heinle, unterensingen 09. 02.

fridolin Mangold, Mengen 12. 02.

Zum 68. GeburtstaG

Werner girolaMi, BluMBerg 01. 02.

erich schatz, aichhalden-rötenBerg 28. 02.

Zum 67. GeburtstaG

felix rein, Mössingen-öschingen 02. 02.

Zum 60. GeburtstaG

klaus-peter thöns, donzdorf 01. 02.

alfred Börner, Messkirch 20. 02.

Zum 50. GeburtstaG

Jürgen kienitz, MannheiM 02. 02.

dietMar aupperle, Bopfingen 06. 02.

günther stöferle, oBerkirch-Bottenau 13. 02.

huBert rasch, horB-ihlingen 14. 02.

Winfried BurBach, rheinMünster 22. 02.

Martin kudec, ludWigsBurg 25. 02.

otto Mangold, freiBurg 26. 02.

Mario herzog, stutensee 27. 02.

heinz kurz, Münsingen 27. 02.

andreas Betz, heiligkreuzsteinach-eite 28. 02.

Termine Steuern/Sozialversicherung

Januar/Februar 2009

Steuerart

Lohnsteuer, Kirchensteuer,

Solidaritätszuschlag

Fälligkeit

12. 01. 20091 10. 02. 20092

Umsatzsteuer 12. 01. 20093 10. 02. 20094

Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung5 Entfällt 10. 02. 2009

Ende der Schonfrist

obiger Steuerarten

bei Zahlung durch:

Überweisung6 15. 01. 2009 13. 02. 2009

Scheck7 07. 01. 2009 06. 02. 2009

Gewerbesteuer Entfällt 16. 02. 2009

Grundsteuer Entfällt 16. 02. 2009

Ende der Schonfrist

obiger Steuerarten

bei Zahlung durch:

Überweisung Entfällt 19. 02. 2009

Scheck7 Entfällt 13. 02. 2009

Sozialversicherung8 28. 01. 2009 25. 02. 2009

Kapitalertragsteuer,

Solidaritätszuschlag

Seit dem 01. 01. 2005 ist die Kapitalertragsteuer

sowie der darauf entfallende

Solidaritätszuschlag zeitgleich mit einer

erfolgten Gewinnausschüttung an den

Anteilseigner an das zuständige Finanzamt

abzuführen.

1) Für den abgelaufenen Monat; bei Vierteljahreszahlern für das abgelaufene Kalendervierteljahr; bei Jahreszahlen

für das abgelaufene Kalenderjahr.

2) Für den abgelaufenen Monat.

3) Für den abgelaufenen Monat; bei Dauerfristverlängerung für den vorletzten Monat; bei Vierteljahreszahlern mit

Dauerfristverlängerung für das vorangegangene Kalendervierteljahr.

4) Für den abgelaufenen Monat; bei Dauerfristverlängerung für den vorletzten Monat.

5) Vgl. Information „Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer-Vorauszahlungen“.

6) Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen müssen grundsätzlich bis zum 10. des dem Anmeldungszeitraum

folgenden Monats (auf elektronischem Weg) abgegeben werden. Fällt der 10. auf einen Samstag,

Sonntag oder Feiertag, ist der nächste Werktag der Stichtag. Bei einer Säumnis der Zahlung bis zu drei Tagen

werden keine Säumniszuschläge erhoben. Eine Überweisung muss so frühzeitg erfolgen, dass die Wertstellung auf

dem Konto des Finanzamts am Tag der Fälligkeit erfolgt.

7) Bei Zahlung durch Scheck ist seit dem 01. 01. 2007 zu beachten, dass die Zahlung erst drei Tage nach Eingang des

Schecks beim Finanzamt als erfolgt gilt. Es sollte stattdessen eine Einzugsermächtigung erteilt werden.

8) Die Fälligkeitsregelungen der Sozialversicherungsbeiträge sind einheitlich auf den drittletzten Bankarbeitstag des

laufenden Monats vorgezogen worden. Um Säumniszuschläge zu vermeiden, empfiehlt sich das Lastschriftverfahren.

Ab 1. Januar 2008 gilt bei allen Krankenkassen ein einheitlicher Abgabetermin für die Beitragsnachweise.

Diese müssen dann bis spätestens zwei Arbeitstage vor Fälligkeit (d. h. am 23. 01. bzw. am 20. 02. 2009) an die

jeweilige Einzugsstelle übermittelt werden. Wird die Lohnbuchführung durch extern Beauftragte erledigt, sollten

die Lohn- und Gehaltsdaten etwa 10 Tage vor dem Fälligkeitstermin an den Beauftragten übermittelt werden. Dies

gilt insbesondere, wenn die Fälligkeit auf einen Montag oder auf einen Tag nach Feiertagen fällt.

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