active 05 - Schreibwerkstatt GmbH

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active 05 - Schreibwerkstatt GmbH

d a s k u n d e n m a g a z i n d e r c a r e n a s c h w e i z

Ausgabe 4/04, Dezember 2004

Inhalt

en Guete 2

Vorbeugen ist besser als

Heilen 3

Wintervergnügen im

Glarnerland 4

Immunsystem stärken 6

20-jähriges Jubiläum 7

Fit und sicher im Winterurlaub 8

Gesund dank Vitaminen 10

Der Winter – eine harte Zeit

für unsere Haut 11

Elektronische Patientenkarte

im Test 12

Intensive Zahnpflege 13

Tiefer und gesunder Schlaf 14

Die Geschichte vom

kleinen Niyu 15

Kreuzworträtsel 16


F FI T I T UUN ND D GGS SU UN ND

D

2

en Guete…

Wir sind mitten in der Adventszeit, vorweihnachtliche Stimmung kommt auf und wir freuen

uns auf eine besinnliche Zeit.

Bei manchen schleicht sich aber das schlechte Gewissen ein; wie soll man die Advents- und Weihnachtszeit

überstehen, ohne die mühsam verlorenen Pfunde wieder zuzulegen?

Und so fassen viele den Vorsatz «angebotene Guetzli werde ich ablehnen» oder «dieses Jahr werde

ich keine Guetzli backen».

Für alle, die auf die Kalorien achten, haben wir einige Rezepte für fettarme Guetzli.

Auch bei traditionellen Guetzli können sie ab und zu mal zugreifen – einfach etwas weniger...

Leckerli

(ergibt ca. 70 kleine Leckerli)

Schoggitaler

(ergibt ca. 30 Stück)

Zutaten

200 g Zucker oder Rohrzucker

1 Prise Salz

4 Eier

1 EL Birnbrotgewürz

1 Zitrone, abgeriebene Schale

60 g Orangeat, gehackt

60 g Zitronat, gehackt

250 g gemahlene Haselnüsse

60 g Butter oder Margarine

(flüssig, etwas abgekühlt)

250 g Mehl

Kirschglasur

150 g Puderzucker

1 EL Kirsch oder Zitronensaft

2 EL Wasser

Zucker, Salz und Eier verrühren, bis die Masse hell

ist. Birnbrotgewürz, Schale von Zitrone, Orangeat,

Zitronat, Haselnüsse und Butter beigeben und

vermischen. Das Mehl dazugeben und zu einem

Teig verrühren.

Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech

etwa 1 cm dick ausstreichen. 20 bis 25 Minuten in

der Mitte des Ofens bei 180°C backen.

Für die Kirschglasur die Zutaten gut verrühren

und sofort nach dem Backen auf den heissen

Teig streichen. Gleich anschliessend in 4 x 5 cm

kleine Rechtecke schneiden und nochmals längs

halbieren.

Tipp: Die Leckerli schmecken nach 1 bis 2 Tagen

noch besser.

Quelle: Stefanie Dota

Die Rezepte wurden zusammengetragen von Stefanie Dota,

Ernährungsberaterin im Kantonsspital Frauenfeld.

Kokosguetzli

(ergibt ca. 20 Stück)

Zutaten

150 g Honig

2 Eier

200 bis 250 g Kokosflocken

Honig und Eier zusammen schaumig rühren und dann die Kokosflocken

unterrühren. Ungefähr 20 Minuten ruhen lassen. Mit

2 Teelöffeln kleine Schiffli auf ein mit Backpapier ausgelegtes

Blech formen. Im vorgeheizten Backofen 15 bis 20 Minuten bei

170°C backen.

Quelle: Stefanie Dota

Zutaten

2 Eiweiss

30 g Zucker

10 g Puderzucker gesiebt

1 Päckli Vanillezucker

10 g Schoggi- oder Kakaopulver (evtl. ohne Zucker)

Das Eiweiss steif schlagen und den Zucker löffelweise unter den

Eiweissschnee mischen. Solange weiterschlagen, bis die Masse

glänzt (mit dem Handmixer ca. 5 Minuten). Anschliessend den

Puderzucker, Vanillezucker und das Schoggi- oder Kakaopulver

sorgfältig unter das Eiweiss mischen.

Mit einem Spritzsack mit glatter Tülle Häufchen von etwa 2.5

cm Durchmesser auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen.

Im vorgeheizten Ofen bei 90 bis 100°C etwa 2.5 bis 3 Stunden

trocknen lassen. Die Backofentür einen Spalt weit offen stehen

lassen, damit der Dampf entweichen kann.

Nach dem Erkalten in einer Blechbüchse aufbewahren.

Quelle: Broschüre «Geniessen was gesund ist», ReducTip von Knoll Pharma


E D I T O R I A L

3

Darum ist vorbeugen besser als heilen.

Besonders im Winter.

Daniel Rochat, stv. Direktor

carena schweiz

(d.rochat@carenaschweiz.ch)

Gesundheit ist unser wertvollstes Gut.

carena schweiz versteht ihre Aufgabe

als Gesundheitspartnerin ihrer Versicherten

ganzheitlich, darum tragen wir

gerne unseren Teil zur Prävention bei.

Zum Beispiel mit zahlreichen Tipps, wie

Sie auch im Winter gesund bleiben, in

dieser Ausgabe von carena active.

Eine Erkältung gehört zum Winter wie

der Weihnachtsbaum zu Weihnachten.

Das muss nicht sein: Wir zeigen Ihnen,

wie Sie Ihre Abwehrkräfte stärken und

sich so besser vor einer Erkältung oder

Grippe schützen (Seiten 6 und 7). Etwa

mit Vitaminen – sie sorgen für unser

Wohlbefinden, stärken unser Immunsystem,

beeinflussen unsere Leistungsfähigkeit.

Wir erklären Ihnen, welche

Vitamine Sie brauchen, wo Sie diese finden

und wie Sie möglichst vitaminreich

und -schonend kochen (Seite 10).

Auch der Schlaf stärkt unsere Abwehrkräfte.

Doch bis zu einem Drittel aller

Schweizerinnen und Schweizer leidet

unter Schlafstörungen. Die Folgen: Der

Organismus gerät aus den Fugen, der

körpereigene Temperaturausgleich, der

Hormonhaushalt, der Stoffwechsel

funktionieren nicht mehr richtig. Nur

wer gut und genügend schläft, erholt

sich in der Nacht. Wir verraten Ihnen,

wie Sie schneller einschlafen und erholsamer

schlafen (Seite 14).

Die Advents- und Weihnachtszeit ist für

Kinder etwas ganz Besonderes. Gemütliche

Abende mit Kerzen, Guetzli backen

oder Geschichten vorlesen lassen ihre

Augen strahlen. Lesen Sie Ihren Kindern

unsere Weihnachtsgeschichte (Seite 15)

vor und geniessen Sie gemeinsam die

Adventszeit.

Im Namen aller Mitarbeitenden der

carena schweiz wünsche ich Ihnen und

Ihren Liebsten frohe Festtage und ein

gesundes, erfolgreiches Jahr 2005.

Daniel Rochat

Impressum

Herausgeber: carena schweiz, Schulstrasse 3, 8355 Aadorf, Telefon 052 368 04 04, Fax 052 368 04 00,

www.carenaschweiz.ch

Konzept: koch marketing kommunikation ag, Marktstrasse 10, 8500 Frauenfeld,

Telefon 052 728 90 10, Fax 052 728 90 19, www.kochwerbung.ch

Gestaltung/Layout: koch marketing kommunikation ag, 8500 Frauenfeld, Andrea Ehrismann

Redaktion: Schreibwerkstatt GmbH, Winterthur, Roger Hausmann, www.schreibwerkstatt.ch,

koch marketing kommunikation ag, 8500 Frauenfeld, Ute Gutwein

Druck: Druckerei Heer AG, Steinackerstrasse 8, 8583 Sulgen, www.heer.ch

Titelbild: Braunwald-Klausenpass Tourismuss und Bahnen AG

Art der Publikation: Mitgliederzeitschrift

Erscheinung: 4-mal jährlich


E R H O L U N G P U R

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Wintervergnügen im Glarnerland

Mit seinen schneebedeckten Hängen, den heimeligen

Bergdörfern und der Gastlichkeit der Einwohner bietet

Land und Leute

Als einziges Kantonswappen zeigt das

Glarner-Wappen einen Menschen: den

heiligen Fridolin mit Wanderstab und

Bibel. Er wacht als Schutzheiliger über

das Glarnerland und seine Bewohner.

An der Näfelser Fahrt, einem wichtigen

kantonalen Feiertag im April, gedenkt

man des errungenen Sieges über die

Habsburger bei der Schlacht von Näfels

1388. Im Jahr 1740 erbaute der Landmajor

Fridolin Streiff die erste sogenannte

Zeugdruckerei – Baumwolldruck. Die

Textilindustrie war massgeblich am

wirtschaftlichen Aufschwung des Kantons

beteiligt und noch heute sind die

bunt bedruckten Stoffe und die Glarner

Tüchli sehr gefragt.

das Glarnerland Wintervergnügen für seine Gäste.

Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, alle fühlen sich

wohl und kommen auf ihre Kosten.

Kultur, Brauchtum und Genuss

Das Kulturangebot ist vielfältig: Jazz-,

Pop-, klassische und volkstümliche Konzerte,

Kunstausstellungen in mehreren

Galerien oder Gastspiele von Theatergruppen

finden regelmässig statt. Das

Glarner Kunsthaus, das Landesmuseum

sowie lokale Museen runden das Kulturangebot

ab. Tradition und Brauchtum

werden von den Einwohnern im

Glarnerland gepflegt. Sie feiern das

Schybäfleugä in Matt, den alten Brauch

zur Fasnachtszeit, oder die St. Niklaus-

Umzüge, die in den ersten Dezembertagen

im ganzen Glarnerland stattfinden.

Besondere kulinarische Spezialitäten

sind die Glarner Pastete, die Glarner

Kilometerlange Schlittelwege garantieren Spass für die ganze

Familie. (Bild: Sportbahnen Elm, GL)

Schneebedeckte Hänge in allen Schwierigkeitsgraden für Skifahrer und Snowboarder.

(Bild: Kerenzerberg Tourismus, GL)

Chalberwurst oder der Glarner Schabziger,

der seit Jahrhunderten zu den

traditionellen Spezialitäten zählt. Ein

magerer Sauermilchkäse mit Zigerkleepulver

gewürzt und nach überliefertem

Rezept hergestellt. Ziger Hörnli, das

Glarner Fondue oder die Rotweinbirne

werden mit dem schmackhaften Schabziger

kombiniert.

Schlittelspass garantiert

Wer gerne Schlitten fährt, findet im

Glarnerland gut ausgebaute Schlittelwege,

die in der Regel autofrei sind.

Mit 36 km Schlittelwegen ist das Glarnerland

die Region mit dem dichtesten

Schlittelwegnetz. In Braunwald, Elm,

Glarus, Haslen, Kerenzerberg, Matt und

Mollis gibt es Schlittelwege, die zwischen

drei und zehn Kilometer lang sind.

Teilweise wird auch Abendschlitteln angeboten,

das besonders bei Vollmond

ein tolles, eindrückliches Erlebnis ist. An

den meisten Bahnen können Schlitten

ausgeliehen werden.

Autofreies Braunwald

Keine Strasse, dafür ein «Bähnli» – die

Standseilbahn von Linthal – bringt die

Besucher nach Braunwald. Es liegt

auf einem Plateau, das von der Sonne

verwöhnt wird. Es ist oft die Rede von

einer Märchenwelt, und wer im tief

verschneiten Braunwald ankommt,

weiss auch warum: Kinder, die sich im

Schnee tummeln, Pferdekutschen, die

durch die Landschaft fahren oder Gleitschirme,

die am Himmel ihre Runden

drehen. Für Skifahrer und Snowboarder

stehen 32 km Pisten zur Auswahl,

die hervorragend präpariert und bei

Bedarf punktuell beschneit werden.

Zwei Gondelbahnen, drei Sessellifte

und zwei Skilifte garantieren kurze

Wartezeiten. Für Spaziergänger sorgen

«Wanderwege in weiss» für erholsame

und aktive Ferien. Die Wanderwege sind

gut präpariert und auf den «drei Höhenwegen»

können auch ältere Menschen

oder Familien mit Kindern gemütlich

wandern. Für die ganz Kleinen steht


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der Kinderfunpark Grotzenbüel oder

der Kinderplausch Schneeflöggli offen.

Spezielle Events versprechen Fun, Action

und viel Geselligkeit.

Die Heimat von Vreni Schneider

Elm ist die hinterste Gemeinde im glarnerischen

Sernftal und der Wohnort von

Vreni Schneider. Im gut erreichbaren

Skigebiet präsentieren sich schneesichere

Pisten für Anfänger und Profis. In

der flachen und malerischen Talsohle

finden Langläufer gepflegte Loipen vor.

Diese sollten jedoch nur mit einer gültigen

Tageskarte oder mit einem Langlaufpass

benutzt werden. Das Schneeschuhwandern

hat auch im Glarnerland

Einzug gehalten. In Braunwald sowie

in vielen anderen Dörfern bestehen

markierte Schneeschuhrouten, die man

auf eigene Faust oder mit einem Führer

erwandern kann.

Beliebtes Glarnerland

Ausser Braunwald und Elm gibt es

selbstverständlich noch viele andere

Orte im Glarnerland, die den Besuchern

erholsame Ferien ermöglichen. Zum Beispiel

der Kerenzerberg, der eine fantastische

Aussicht auf den Walensee ermöglicht.

In den Orten Filzbach, Obstalden

oder Mühlehorn gibt es für jeden die

passende Übernachtungsmöglichkeit,

verschiedene Wanderwege, 12 km Pisten,

Langlaufloipen und einen Schlittelweg

mit einer Länge von 7.5 km.

Im Glarner Hinterland/Sernftal liegt das

Gebiet Weissenberge, das im Winter wie

auch im Sommer ein abwechslungsreiches

Programm bietet. Weissenberge

ist der sonnenreichste Ort im Kanton

Glarus und verfügt im Winter über die

längste Sonnenscheindauer. Das Glarnerland

garantiert Erholung und Spass.

Wer einmal dort war, wird vermutlich

immer wieder kommen und die Gastfreundschaft,

die imposante Bergwelt

und die klare Luft geniessen.

Prospekte und Informationen sind

erhältlich bei:

Touristinfo Glarnerland GmbH

Raststätte A3, 8867 Niederurnen

Telefon 055 610 21 25

Fax 055 610 28 26

info@glarnerland.ch

www.glarnerland.ch

Familienfreundlichkeit GROSS geschrieben

Die Ausschreibung

Durch die Medien sowie durch ein nahe

stehendes Unternehmen wurde die

carena schweiz dazu motiviert, an der

Wahl mitzumachen. Der Anspruch der

Jury lautete: Männer und Frauen sollen

Beruf und Familie gemäss ihren Bedürfnissen

und Wünschen möglichst optimal

vereinbaren können. Dazu wurden

Personal- und Organisationsstruktur,

Anstellungsbedingungen, Lohnpolitik,

Personalrekrutierung und -entwicklung,

Arbeitszeit und sonstige Leistungen

überprüft.

Der Entscheid

Die Jury, welche die Auszeichnung zu

vergeben hatte, bestand aus Antonella

Bizzini, Infostelle Frau + Arbeit Thurgau,

Daniel Huber, Fachstelle UND Familien-

und Erwerbsarbeit für Männer

und Frauen, Zürich, Edith Graf-Litscher,

Präsidentin SP Frauen Thurgau, sowie

Elisabeth Lamprecht, Frauenfeld, Ursula

Meyer, Arbon und Heidi Ogi, Matzingen.

Nach eingehenden Diskussionen in der

Jury entschied man sich relativ schnell,

die Gesundheitskasse carena schweiz

carena schweiz wurde von den SP Frauen Thurgau als «Familienfreundlichstes

Unternehmen 2004» im Thurgau ausgezeichnet.

Als Unternehmen, das sich für eine bessere Balance

zwischen Beruf, Familie und Privatleben engagiert.

auszuzeichnen. Besondere Beachtung

fanden dabei unter anderem die flexiblen

Arbeitszeiten, die fortschrittlichen

Arbeitsbedingungen und die hohe Sensibilität

für Vereinbarkeit von Beruf und

Familie sowie die Gleichstellung. Auch

der Wille, weitere Massnahmen für alle

Mitarbeitenden umzusetzen, war ein

wichtiges Kriterium bei der Wahl.

Der glückliche Sieger

«Sie kamen – sahen – siegten», waren

die Worte von Jakob Rotach, Direktor

carena schweiz, als er sich für die Auszeichnung

bedankte. Er freue sich nicht

nur darüber, dass carena schweiz die

Auszeichnung erhalten habe, sondern

dass es jetzt auch alle anderen wissen.

Die Unternehmensleitung ist dafür besorgt,

dass es den Mitarbeitenden gut

geht, sie werden gefordert und gefördert

und dies wirkt sich schlussendlich

auch für den Kunden günstig aus. Im

Leitbild wird eine hohe Sensibilität für

Mitarbeiter-Beziehungen vorgegeben,

die auch gelebt wird.

Auch in Zukunft möchte carena die Sensibilität

für echte Bedürfnisse der Mitarbeitenden

bewahren und die gesellschaftlichen

Veränderungen grundsätzlich

als Chance sehen. Denn «wer

aufhört besser zu werden, hört auf

gut zu sein», so Jakob Rotach in seiner

Schlussrede bei der Verleihung der Auszeichnung

zum «Familienfreundlichsten

Unternehmen» im Thurgau.


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«Wichtig ist, das Immunsystem zu stärken»

Influenza, wie die Mediziner eine Grippe nennen, ist eine

carena active: Herr Rotach, wie erkenne

ich, ob ich mich «nur» erkältet habe?

Ulrich Rotach: Das ist einfach. Sie fühlen

sich unwohl, sind müde, frösteln, Ihre

Glieder schmerzen, Sie haben keinen

oder nur wenig Appetit, Sie leiden unter

Halsweh und Kopfschmerzen, Ihre Nase

läuft, Sie müssen husten. Je nachdem,

wie schwer es sie erwischt hat, zeigen

Sie alle Symptome oder nur einzelne

davon.

carena active: Wie unterscheidet sich

eine Erkältung von einer Grippe?

Ulrich Rotach: Sie leiden zusätzlich

unter Fieber, in der Regel drei bis vier

Tage lang. Ausserdem sind die einzelnen

Symptome so stark, dass Sie gar

nicht anders können, als sich für einige

Bettruhe und viel trinken helfen bei einer Grippe.

akute Infektion der Atemwege. Die Influenza-A- und

Influenza-B-Viren, die sie auslösen, zirkulieren vor allem

im Winter. Wie können wir uns vor ihnen schützen?

Und was können wir tun, wenn wir trotz allem eine Grippe

auflesen? Wir fragten einen Fachmann um Rat.

Tage ins Bett zu legen. Bei einer Grippe

müssen Sie aufpassen, weil die Gefahr

einer bakteriellen Infektion, etwa einer

Angina oder einer Lungenentzündung,

besteht.

carena active: Wie stecken wir uns mit

dem Grippevirus an?

Ulrich Rotach: Das passiert schnell.

Zum Beispiel, wenn jemand in einem

geschlossenen Raum niest oder hustet.

Sie können jemanden anstecken,

obwohl die Grippe bei Ihnen noch gar

nicht ausgebrochen ist.

carena active: Muss ich zum Arzt, wenn

ich mich angesteckt habe?

Ulrich Rotach: Nein, das müssen Sie

nicht. Allerdings dürfen Sie eine Grippe

nicht unterschätzen. Achten Sie auf Ihren

Körper: Wenn Sie länger als sieben

Tage unter der Grippe leiden, wenn Sie

mehr als drei Tage lang über 39,5° Fieber

haben, wenn das Atmen schmerzt

und der Auswurf sich verfärbt, wenn die

Ausscheidungen aus der Nase blutig

sind, wenn die Schluckschmerzen stark

sind oder Sie tagelang husten müssen,

wenn Sie unter heftigen oder lang anhaltenden

Kopfschmerzen leiden, wenn

Ihre Ohren stark schmerzen, dann lohnt

es sich auf alle Fälle, Ihren Hausarzt zu

konsultieren.

carena active: Kinder sind oft empfindlicher

als Erwachsene. Gilt das auch bei

einer Grippe?

Ulrich Rotach: In der Regel sind die Beschwerden

bei Säuglingen und kleinen

Kindern stärker als bei uns, ausserdem

treten auch häufiger Komplikationen

auf. Handeln Sie rasch, wenn Ihr Kind

hohes Fieber hat, unter Atemnot oder

Ohrenschmerzen leidet, und gehen Sie

mit ihm zu Ihrem Hausarzt.

carena active: Ist es sinnvoll, sich gegen

die Grippe impfen zu lassen?

Ulrich Rotach: Die Grippe fordert jedes

Jahr ein paar hundert Menschenleben

in der Schweiz. Wir dürfen sie,

wie gesagt, nicht unterschätzen. Das

Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt

darum Menschen, die besonders

gefährdet sind, sich jährlich bis Ende

November impfen zu lassen. Zu diesen

sogenannten Risikogruppen zählen

Menschen, die älter als 65 Jahre sind,

die unter chronischen Herz-, Lungenoder

Stoffwechselkrankheiten leiden,

die in Alters- oder Pflegeheimen leben.

carena active: Wie können wir uns sonst

vor einer Grippe schützen?

Ulrich Rotach: Wichtig ist, das Immunsystem

zu stärken. Genügend schlafen,

jeden Tag warm und kalt duschen, viel

an der frischen Luft bewegen, eventuell

ein Mal in der Woche in die Sauna

gehen – das ist die ideale Vorbereitung

auf den Winter und steigert unsere Abwehrkräfte.

Eine ausgewogene, an Vitamin

C reiche Kost mit genug Obst und

Gemüse ist ebenso wichtig. Ausserdem

lohnt es sich, wegen der Grippeviren

Menschenansammlungen zu meiden.

Im Winter ist die Luft besonders trocken.

Unter anderem, weil wir Wohn- und Arbeitsräume

oft zu stark heizen. Lüften

Sie regelmässig und befeuchten Sie die

Luft – trockene Bronchialschleimhäute

sind anfälliger für Infektionen. Trinken


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Sie viel Tee, setzen Sie sich keinem

Durchzug aus, ziehen Sie sich warm an,

wechseln Sie nasse oder verschwitzte

Kleider rasch.

gibt es viele pflanzliche und homöopathische

Heilmittel, die wirksam und frei

von Nebenwirkungen helfen.

Eine Grippeschutzimpfung ist bei gefährdeten Menschen

besonders sinnvoll. (Bild: BAG, Bundesamt für Gesundheit)

carena active: Was können wir tun,

wenn es schon zu spät ist, wenn wir

eine Grippe aufgelesen haben?

Ulrich Rotach: Wenn der Hals schmerzt,

gurgeln Sie mit Salzwasser oder trinken

Sie Salbeitee. Hustenbonbons und

Hustentee helfen bei Husten. Wenn

die Nase läuft, atmen Sie Wasser- oder

Kamillenteedampf ein, legen Sie eine in

Scheiben geschnittene Zwiebel neben

das Kopfkissen. Kühle Wickel und warme

Bäder, Schulter- und Nackenmassagen

lindern Kopfschmerzen; am besten

ruhen Sie in einem abgedunkelten

Raum. Gegen Erkältungskrankheiten

Dr. med. Ueli Rotach

Unser Gesprächspartner ist

Vertrauensarzt der carena schweiz.

Kontakt:

Dr. med. Ulrich Rotach

Arzt für allgemeine Medizin FMH

Fischingerstrasse 47

8374 Oberwangen

Telefon 071 977 13 13

Seit 20 Jahren im Dienste der Gesundheit

Vor 20 Jahren trat Jakob Rotach seine Stelle als «Verwalter»

der Krankenkasse Aadorf an. Als treibende Kraft war er

massgeblich am Aufstieg vom dreiköpfigen Team zu einem

bedeutenden Unternehmen mit Sitz im thurgauischen

Ein Mann, ein Wort

«Die Gesundheit unserer

Versicherten liegt mir

am Herzen!» Wenn Jakob

Rotach das sagt, zweifelt

niemand einen Augenblick

daran. Seine offene,

kommunikative Art hat

ihm in den 20 Jahren im Dienste der

Gesundheitskassen sehr geholfen. «Es

geht darum, ein offenes Ohr für die

Anliegen der Versicherten zu haben,

Probleme im Umfeld des Gesundheitswesens

möglichst schnell zu erkennen

und darauf zu reagieren», so Rotach

weiter. Mit seiner Erfahrung und seinem

Bestreben, den schmalen Grat

zwischen Gesundheitsleistungen und

Kostendeckung zu gehen, ist er für das

Unternehmen ein wichtiges Element.

Aadorf mit derzeit 35 Mitarbeitenden beteiligt.

Heute führt er als Direktor in enger Zusammenarbeit

mit seinem Team die mittelgrosse Gesundheitskasse carena

schweiz auf einem erfolgreichen Kurs.

Hervorragendes Team

Jakob Rotach lässt keine Gelegenheit

aus, auf sein hervorragendes Team hinzuweisen.

Seine Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sind für ihn der wichtigste

Erfolgsfaktor. Sie sind die freundlichen

Stimmen am Telefon und in der Betreuung

der Versicherten; sie sind es auch,

die mit viel Engagement und Eigenverantwortung

für die Geschicke des

Unternehmens sorgen.

Ein grosses Plus für die carena schweiz

und somit auch für die Versicherten

sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die viele Jahre für die carena

schweiz arbeiten. Sie sind Garant für

die stets kompetente und freundliche

Beratung der Mitglieder. Vor allem die

Schlüsselpositionen sind mit Fachkräften

besetzt, die früher der ÖKK Ostschweiz

und seit dem 1. Januar 2004 der

carena schweiz die Treue halten.


U N F A L L V E R H Ü T U N G

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Fit und sicher im Winterurlaub

Ein Wintersporturlaub steht für aktive Erholung, Sonne

Bewegung in klarer Luft

Während eines Wintersporturlaubes

steht in der Regel viel Bewegung auf

dem Tagesprogramm: Skifahren, Snowboarden,

Schlittenfahren oder Wandern

sind nur einige Möglichkeiten. Sonne,

blauer Himmel und Pulverschnee bringen

das Herz jedes Wintersportlers

schneller zum Schlagen. Also auf die

Piste und los geht’s… Aber dies sollte

nur nach einer guten und sorgfältigen

Vorbereitung geschehen.

und klare Bergluft. Damit ist der Erholungswert meist höher

als bei einem klassischen Badeaufenthalt. Dies ist im

Wesentlichen wohl auch auf die klare Luft in den Bergen

zurückzuführen.

Trendige Wintersportarten

Vor einigen Jahren nutzte man die

schneebedeckten Hänge um Ski zu fahren,

heute stehen einem viele andere

Wintersportarten zur Verfügung.

Snowboard, Carving-Ski, Big Foot oder

Freestyle-Ski heissen die trendigen Wintersportgeräte.

Auch die Telemark-Skis

verzeichnen einen Aufwärtstrend. Das

Angebot ist gross, und um es dem Wintersportler

einfacher zu machen, bieten

Sportgeschäfte die Möglichkeit an, Skis,

Snowboards, Big Foots usw. auszuprobieren.

Aber auch die Skischulen in den

Wintersportdestinationen haben sich

angepasst und bieten zu jedem Wintersportgerät

die entsprechenden Kurse

an. Diese sind empfehlenswert, möchte

man die richtige Technik erlernen und

Freude am Fahren haben.

Trendige Wintersportgeräte – Big Foot und Schneeschuhe.

(Bild: Vollmeier Sport, Kreuzlingen)

Das Aufwärmen der Muskeln vor dem Skifahren beugt Verletzungen vor.

(Bild: bfu, Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung)

Freiheit – Snowboard

Als das Snowboard auf den Pisten

auftauchte, war dies fast eine kleine

Revolution. In der Zwischenzeit hat

Snowboarden für viele Jugendliche und

Junggebliebene etwas mit Freiheit und

dem Gefühl von Harmonie zu tun, wenn

sie im tiefen, frischen Pulverschnee die

Hänge herunterstieben. Doch auch das

Unfallrisiko hat damit zugenommen.

Das Risiko, beim Snowboarden einen

Unfall zu erleiden, ist fast doppelt so

hoch wie bei den Skifahrern. Allerdings

verletzen sich die Snowboarder weniger

schwer. Dies liegt unter anderem

daran, dass Snowboarder in der Regel

jünger sind als Skifahrer und meist über

eine bessere körperliche Verfassung

verfügen. Die häufigsten Verletzungen

liegen im Schulter- und Armbereich und

auch Handgelenksbrüche durch Rückwärtsstürze

sind an der Tagesordnung.

Um die Verletzungsgefahr zu reduzieren

ist das Trainieren der Basistechniken

äusserst wichtig. Besonders das

Fallen lernen gehört zu einer professionellen

Ausbildung im Snowboarden.

Die richtige Technik wird durch die entsprechende

Ausrüstung ergänzt. Handprotektoren

bilden eine Knautschzone

bei Stürzen und sind in guten Handschuhen

integriert. Ein Snowboard-

Helm schützt vor Kopfverletzungen

und gilt bei den Freaks längst als Zeichen

besonderer Sportlichkeit.

Der richtige Ski?

Wer noch nie auf Skiern gestanden ist,

sollte mit einem Kauf dieser doch relativ

teuren Ausrüstung warten, bis er

ein paar Fahrversuche hinter sich hat.

Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, sich

die Ausrüstung in einem Sportfachgeschäft

zu mieten. So ist auch garantiert,

dass alles in Ordnung und richtig eingestellt

ist.

Entscheidend für die richtige Skiwahl

sind nicht Körpergrösse und -gewicht,


U N F A L L V E R H Ü T U N G

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sondern nur das skifahrerische Können.

Es gibt verschiedene Kategorien, nach

denen das Können eingeteilt wird: Lernende,

Allrounder, Schnellfahrer, Rennfahrer

und Individualisten. Es ist wichtig,

sich selbst ehrlich einzuschätzen, um so

den richtigen Ski zu mieten oder einen

Fehlkauf zu vermeiden. Diese Einteilung

gilt auch für Carving-Skis.

Angepasste Skischuhe

Um wirklich Spass am Skifahren zu

haben, ist geeignetes Schuhwerk eine

Grundvoraussetzung. Der Skischuh ist

ein sensibles Bindeglied zwischen dem

Skifahrer und seinem Sportgerät.

Schmerzende oder frierende Füsse sind

nicht nur unangenehm, sondern vermindern

auch die Konzentration und

erhöhen dadurch das Sturzrisiko. Von

Vorteil ist es, Skischuhe am Nachmittag

oder gegen Abend zu kaufen, da die Füsse

im Tagesverlauf anschwellen.

Nach einer Vorauswahl, die mit Hilfe

eines Fachverkäufers getroffen wird,

erfolgt die Anprobe mit den entsprechenden

Skikniestrümpfen. Nach dem

Schliessen des Schuhs – dafür gibt es

eine bestimmte Reihenfolge – muss

der Schuh komfortabel, schmerzfrei

und trotzdem fest sitzen. Man sollte

den Skischuh mindestens 20 Minuten

tragen und im Geschäft umhergehen.

Viele Schuhe verfügen über ein thermoplastisches

Anpassungssystem, zudem

stehen Schäumungsverfahren des Innenschuhs

zur Verfügung, die zu einer

idealen Passform verhelfen. Kinder- und

Jugend- sowie Frauenskischuhe sind

der jeweiligen Anatomie speziell angepasst.

Professionelle Bindungseinstellung

Eine gut und genau eingestellte Bindung

ist ein Muss, damit sich die

Bindung bei einem Sturz öffnet und

dadurch die Gefahr vor Verletzungen

minimiert. Sie sollte unbedingt von

einem Fachmann eingestellt werden.

Dazu sind die Angaben zu Alter, Gewicht

und dem Fahrkönnen wichtig.

Über die Schuhsohlenlänge kann anhand

der Einstelltabelle der sogenannte

Voreinstellwert festgelegt werden.

Er ist ein Ausgangswert, der auf der

Bindungsskala des Skis eingestellt werden

muss.

Die Bindung wird entweder nach der

Gewichtsmethode – Tabellenwerte wurden

statistisch ermittelt – oder nach der

Tibiamethode eingestellt. Dazu wird

die Schienbeinkopfbreite gemessen

und der entsprechende Einstellwert ermittelt.

Nach der Einstellung muss der

Fachhändler einen Prüfbeleg aushändigen,

auf dem alle wichtigen Daten

wie Name, Alter, Einstellungsmethode,

Sohlenlänge usw. eingetragen sind.

Verletzungen vorbeugen

Wer untrainiert Wintersport ausübt,

geht ein hohes Risiko ein, sich an

Schultern, Knien oder Knöcheln zu verletzen.

Der Körper wird ungewohnten

Belastungen ausgesetzt und so ist es

sinnvoll, sich schon das ganze Jahr über

fit zu halten. Als Vorbereitung für das

Skilaufen oder Snowboarden bieten

viele Vereine oder Studios eine spezielle

Skigymnastik an. Sie besteht aus

Aufwärmen gefolgt von einem Muskel-

und Ausdauertraining, in das gerne

Dehn-, Gleichgewichts- und Reaktionsübungen

eingebaut werden. Im Mittelpunkt

stehen spezifische Übungen, die

Bewegungen des Skifahrens imitieren.

Wer also übers Jahr wenig oder gar keinen

Sport treibt, sollte spätestens zwei

Monate vor dem Skiurlaub mit der Skigymnastik

beginnen, denn «vorbeugen

ist besser als heilen». Selbstverständlich

können die Übungen auch zuhause

durchgeführt werden.

Die Bindung wird genau eingestellt und ein

Prüfbeleg ausgedruckt.

(Bild: Vollmeier Sport, Kreuzlingen)

Sicher ins Tal kommen

Nicht nur die Ausrüstung und ein trainierter

Körper sind Voraussetzungen

für eine sichere Abfahrt ins Tal. Auch

das Verhalten auf der Skipiste ist ein

wichtiger Faktor. Für die Praxis gibt es

verbindliche Regeln, die VIS-Verhaltensregeln,

die für Skifahrer und Snowboarder

verbindlich sind. Für Snowboarder

gelten noch spezielle SKUS-Richtlinien,

die vor Unfällen schützen sollen. Halten

alle Skifahrer und Snowboarder diese

Regeln ein, ist eine unfallfreie Wintersport-Saison

ein grosses Stück näher

gerutscht.

«Check the risk»

In der Beilage finden Sie den

Flyer «Check the risk» der SUVA,

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

in Luzern. In ihm

finden Sie alle wichtigen Tipps

für eine möglichst unfallfreie

Wintersport-Saison. «Ski Heil»!

Die Würfel sind gefallen…

Die Gewinner vom letzten Kreuzworträtsel sind:

Christa Weger, 8272 Ermatingen und Beatrice Kurmann, 8570 Weinfelden

Wir gratulieren Ihnen und wünschen Ihnen für die Fahrt mit den Kursschiffen der Schweizerischen

Schifffahrtsgesellschaft viel Vergnügen und einen erlebnisreichen Tag.


V I T A M I N E

1 0

Essen Sie sich gesund – dank Vitaminen

«Von allem etwas essen»

Sind Sie müde, gereizt, depressiv verstimmt?

Schlafen Sie schlecht? Ist Ihr

Kurzzeitgedächtnis schlechter als auch

schon? Haben Ihre Augen Mühe, sich von

hell auf dunkel (und umgekehrt) umzustellen?

Haben Sie weniger Appetit als

sonst? Wenn Sie einige oder alle Fragen

bejaht haben, leiden Sie vielleicht unter

Vitaminmangel. Das ist noch kein Grund

zur Panik: Die Symptome sind unspezifisch,

nicht jedes Gähnen deutet auf

Vitaminmangel hin. Doch es lohnt sich,

wenn Sie sich ein paar Gedanken über

Ihre Ernährung machen. Unser Körper

braucht Vitamine, bildet sie aber selber

nicht oder nur in ungenügender Menge.

Darum müssen wir sie ihm regelmässig

zuführen, wenn auch nur in kleinsten

Dosen. Vitamine finden wir in fast allen

Lebensmitteln. Wer wegen der Vitamine

nur oder sehr viel Obst und Gemüse

isst, isst nicht gesund. Besser ist eine

ausgewogene, vielseitige Kost. Weil kein

Lebensmittel alle 13 Vitamine sowie die

wichtigen Mineralstoffe und Fettsäuren

enthält, lautet die einfache Ernährungsregel

«von allem etwas essen».

Eine abwechslungsreiche Kost garantiert

nicht, dass wir ausreichend Vitamine

zu uns nehmen. Lebensmittel verlieren

viele Vitamine auf dem langen Weg

von der Ernte auf den Tisch. Hitze, Wasser,

Licht und Luft setzen ihnen arg zu.

Am empfindlichsten sind Vitamin C und

die Vitamine der B-Gruppe, vor allem die

Folsäure. Je weniger die Lebensmittel

verarbeitet sind, desto mehr Vitamine

enthalten sie. Doch wir können ja nicht

alles roh essen... Was können wir tun,

um dennoch genügend Vitamine zu uns

zu nehmen?

Schonend lagern, zubereiten, kochen

Lagern: Essen Sie Früchte und Gemüse

so rasch als möglich, Fleisch und Fisch

am besten sofort. Lagern Sie Lebensmittel

kühl, an einem dunklen Ort,

ideal ist der Kühlschrank. Äpfel, Tomaten

oder Paprika bilden auch nach der

Ernte ein Gas, das anderes Gemüse und

Früchte schneller reifen und altern lässt

Ohne Vitamine geht nicht viel. Sie sorgen für unser Wohlbefinden,

stärken unser Immunsystem, tragen zum Knochenaufbau

und zur Blutbildung bei, beeinflussen unsere

Leistungsfähigkeit. Wir brauchen Vitamine zum Leben.

Eine abwechslungsreiche Kost aus Obst und Gemüse sorgt für genügend Vitamine.

– lagern Sie solche Lebensmittel darum

getrennt. Tiefgekühlte Produkte sind oft

vitaminreicher als Konserven. Allerdings

nur, wenn Sie diese nicht länger als ein

Jahr tiefkühlen, Fleisch nicht länger als

drei Monate.

Zubereiten: Waschen Sie Lebensmittel

nur kurz. Ein Wasserbad laugt besonders

die Vitamine von geschnittenem

Gemüse und Salat rasch aus. Schälen

und rüsten Sie nur so viel wie nötig;

die Vitamine sind oft in der Schale und

knapp darunter am höchsten konzentriert.

Und schneiden Sie keine zu kleinen

Stücke, weil diese empfindlicher sind für

Vitaminverluste.

Kochen: Mit wenig Wasser und Fett

kochen. Langes Erhitzen zerstört Vitamine,

Kochwasser laugt Nährstoffe

aus. Dünsten, schmoren und garen sind

besonders schonend. Nehmen Sie sich

ein Beispiel an den Chinesen, geniessen

Sie Gemüse «al dente». Bereiten Sie

mit dem vitaminreichen Kochwasser

Suppen und Saucen zu. Warm halten

zerstört Vitamine – es ist sinnvoller, das

Essen kühl zu lagern und wieder aufzuwärmen.

Der wichtigste Tipp zum Schluss: Freude

und Genuss sind für die Gesundheit

ebenso wichtig wie eine vitaminreiche

Ernährung. Machen Sie sich also nicht

zu viele Gedanken und geniessen Sie

das Essen. En Guete!

Wichtige Vitaminquellen

Der Mensch ist, was er isst. Das

gilt ganz besonders für Vitamine.

In diesen Lebensmitteln finden Sie

alle Vitamine, die Sie zum Leben

brauchen:

– Obst, Gemüse, Salate

(möglichst frisch und wenigstens

teilweise roh)

– Milch und Milchprodukte wie

Käse, Joghurt oder Quark

– Kartoffeln und Getreideprodukte,

am besten Vollkornprodukte

– Fleisch, Fisch, Geflügel, Leber,

Eier

– Butter, Öle, Fette (aber nur in

geringen Mengen)


H A U T P F L E G E

1 1

Der Winter – eine harte Zeit für unsere Haut

Im Winter ist die Luft nicht nur kälter, sie ist – drinnen und

Die Haut muss viel aushalten

Je kälter die Luft ist, umso weniger

Feuchtigkeit gibt sie ab. Ausserdem ist

die Luft im Freien nicht nur kälter und

trockener, sie ist auch verschmutzter

als im Sommerhalbjahr. Unser Klima

begünstigt im Winter so genannte Inversionswetterlagen.

Das sind Tiefdruckgebiete

in Kessellagen, die sich

stauen. So sammeln sich Abgase an,

die Luftverschmutzung nimmt zu, die

Belastung für unsere Haut steigt.

Der Temperaturrückgang verändert ausserdem

den Stoffwechsel. Sinkt die Temperatur

unter 8ºC, sind die Talgdrüsen

nicht mehr aktiv. Dadurch fehlt der Haut

Fett. Der atmungsaktive Schutzfilm (Hydrolipidmantel),

welcher die Haut vor

dem Austrocknen schützen sollte, wird

schwächer und schwächer. Er kann mit

(fettenden) Salben künstlich aufgebaut

werden. Vor allem Hände und Gesicht,

die dem Wetter am meisten ausgesetzt

sind, müssen wir so schützen.

Ein Ölbad regt die Sinne an und schützt die Haut.

(Bild: BIOKOSMA 3 )

draussen – auch trockener. Je tiefer die Temperaturen sinken,

desto geringer ist die relative Luftfeuchtigkeit. Darunter leidet

unsere Haut. Wie können wir sie (besser) schützen und pflegen?

Das hat leider auch seine Nachteile.

So trocknet die Haut dank des künstlich

aufgebauten Schutzfilms zwar

nicht aus, doch die fettenden Salben

verschliessen die Poren. Dieser so genannte

Okklusionseffekt (Okklussion =

Verschluss) verhindert die Abgabe von

Feuchtigkeit und Wärme durch die Haut

nach aussen; wir haben das Gefühl, unsere

Haut könne nicht mehr atmen.

Nicht nur draussen, auch drinnen ist die

Luft zu trocken. Damit sich unsere Haut

und unser ganzer Körper wohl fühlen,

wäre eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis

60 Prozent ideal. Eine so hohe Luftfeuchtigkeit

ist nur zu erreichen, wenn

wir die Luft befeuchten. Beispielsweise

mit Wassergefässen, die wir an die

Heizkörper hängen oder auf die Heizkörper

stellen, mit elektrischen Luftbefeuchtern

wie Ultraschall-Zerstäubern,

Verdampfern und Verdunstern, oder

mit Zimmerpflanzen.

Baden sorgt vor und pflegt die Haut

Gerade im Winterhalbjahr tut ein Bad

besonders gut. Wichtig ist, nicht zu

heiss zu baden – je wärmer das Wasser,

desto stärker trocknet die Haut aus.

Auch Schaumbad, Duschgel oder Seife

trocknen sie aus, darum eignen sie sich

vor allem für den Sommer. Im Winter

sind Ölbäder sinnvoller. Sie können dem

Badewasser jedes Körper- oder Babyöl

beigeben, solange es kein Massageöl

ist. Wenn Sie wollen, können Sie auch

Olivenöl als Badezusatz verwenden.

Verschiedene Öle wirken unterschiedlich.

Drei Beispiele:

Melisse-Ölbad. Die Öle der Melisse wirken

entspannend und wohltuend auf

die Haut und den gesamten Organismus.

Ein Bad für jede Gelegenheit.

Eukalyptus-Ölbad. Die ätherischen Öle

des Eukalyptus wirken anregend auf den

Organismus, sie schützen die Haut, die

Ein Verwöhnprogramm im Winter schützt die

Haut und belebt. (Bild: BIOKOSMA 3 )

weich und elastisch bleibt. Die Dämpfe

befreien die Atemwege.

Rosmarin-Ölbad. Die ätherischen Öle

des Rosmarins beleben den Kreislauf,

sie pflegen und schützen die Haut. Ein

Bad, das immer gut tut.

Rubbeln Sie sich nach dem Bad nicht

trocken, tupfen Sie sich trocken und packen

Sie sich in einen Bademantel ein.

Sonst verletzen Sie den schützenden

Film, der nach einem Ölbad Ihre Haut

umhüllt. Rubbeln wirkt ähnlich wie ein

Peeling, auf das Sie im Winter verzichten

sollten: Die oberen Hautschichten

werden abgeschliffen, die Haut wird

noch empfindlicher, als sie es wegen

der kalten und trockenen Luft ohnehin

schon ist.

Die Haut braucht Öle und Fette

Wenn Sie keine Zeit für oder keine Lust

auf ein Bad haben, können Sie Ihre Haut

– vor allem das Gesicht und die Hände

– anders pflegen und schützen. Reinigen

Sie Ihr Gesicht zuerst mit einer milden

Reinigungsmilch, welche die Haut

mit Feuchtigkeit versorgt und ihren


H A U T P F L E G E

1 2

Crememasken pflegen und verwöhnen die Haut.

(Bild: Kanebo Cosmetics, Switzerland)

Schutzfilm stärkt. Dann waschen oder

duschen Sie sich mit nachfettenden

Seifen beziehungsweise Ölen, die der

Haut weniger Feuchtigkeit entziehen.

Crememasken für Gesicht und Hals, die

dick aufgetragen werden, pflegen und

verwöhnen die Haut, entspannen den

Organismus. Sie wirken intensiver als

Salben. Die Lippen und die Hautpartie

um die Augen sind besonders empfindlich,

sie brauchen viel Fett, damit sie

nicht austrocknen und spröde werden.

Achten Sie auf Salben und Cremen,

die Vitamin E enthalten, weil das die

Feuchtigkeit besser bindet als Vitamin

A (Retinol).

Am besten benutzen Sie im Winter Pflegeprodukte

mit Harnstoffen. Die Harnstoffe

bilden mit dem Körperschweiss

den Säureschutzmantel. Dieser tötet

Erreger ab und bietet ideale Lebensbedingungen

für Bakterien und Keime, die

Ihre Haut braucht. Im Sommer regelt

die vermehrte Schweissbildung die

Harnstoffzufuhr, im Winter müssen wir

der Natur ein wenig nachhelfen.

Wenn es zu spät ist...

Falls die Haut (zu) trocken ist,

empfiehlt sich eine Kur mit

Nachtkerzenöl. Die vielen ungesättigten

Fettsäuren dieses Öls

tun der Haut gut, nach ein bis

vier Wochen verbessert sich ihr

Zustand deutlich. Nachtkerzenöl

können Sie äusserlich (Creme,

Öl) oder innerlich (Tabletten,

Kapseln) anwenden.

Auch ein Besuch in der Sauna tut

trockener Haut gut. Am besten

regelmässig, während des ganzen

Winterhalbjahres. Das pflegt

nicht nur Ihre Haut, das steigert

auch Ihr Wohlbefinden und

stärkt nebenbei Ihr Immunsystem.

Ein Dampfbad schützt die

Schleimhäute vor dem Austrocknen.

Die elektronische Patientenkarte im Akzeptanztest

Ein wegweisender Test

2500 Versicherte, Arztpraxen, Apotheken,

Spitäler, eine Notfallorganisation

und die Spitex testen die elektronische

Patientenkarte des Kantons Tessin. Das

Ziel ist, den Informationsaustausch

zwischen Versicherten, Ärzten und

Apotheken zu verbessern. So kommt es

beispielsweise immer wieder vor, dass

jemand Medikamente einnimmt, die

sich gegenseitig beeinflussen – das soll

dank der neuen Patientenkarte nicht

mehr passieren.

Auf dem Mikrochip der Karte sind administrative

Daten, Gesundheitsinformationen

(Blutgruppe, Allergien, Impfungen,

Therapien) und Krankengeschichte

(Diagnosen, Verzeichnis der

Röntgenaufnahmen, Labordaten) gespeichert.

Jede und jeder entscheidet

selber, welche Daten abgelegt werden

und wer darauf zugreifen darf. Die

Krankenkassen haben keinen Zugriff.

Die Karte hat unbestreitbare Vorteile.

So kann die Apothekerin nachschauen,

ob und wenn ja welche Medikamente

Der Bundesrat hat im Rahmen der 2. Teilrevision des Bundesgesetzes

über die Krankenversicherung beschlossen, eine

elektronische Versicherungskarte einzuführen. Seit Anfang

November läuft im Kanton Tessin ein Test, der zeigt, in welche

Richtung sich die Patientenkarte entwickeln könnte.

ein Kunde gegen Kopfschmerzen einnimmt.

Oder der Notfallarzt kann abfragen,

ob die bewusstlose Frau, die er

untersucht, an Diabetes leidet. Ausserdem

hilft die Karte, Geld zu sparen, weil

Untersuchungen und Analysen nicht

mehrfach gemacht werden. Allerdings

sind viele skeptisch; sie fürchten, die

Karte unterlaufe den Datenschutz.

Der Test in der Region Lugano soll nicht

nur das neue System überprüfen, sondern

vor allem datenschutzrechtliche

Bedenken zerstreuen. Ein aufmerksames

Auge wirft auch das Bundesamt

für Gesundheit BAG auf den Test. Dort

laufen die Vorbereitungsarbeiten für

die Einführung einer elektronischen

Versicherungskarte auf Hochtouren. Allerdings

dürfte diese Karte, die Anfang

2007 eingeführt werden könnte, zu

Beginn nur administrative Daten enthalten.

Der Ausbau zum elektronisch

geführten Patientendossier wird wohl,

wenn überhaupt, nur schrittweise erfolgen.

Die neue Patientenkarte im Test.

(Bild: Progetto Rete sanitaria)


Z A H N P F L E G E

1 3

Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeissen können

Eigentlich weiss jede und jeder, wie wichtig Zahnpflege und

Mundhygiene sind. Doch immer noch gehen viele von uns

(zu) sorglos mit ihren Zähnen um. Das rächt sich, eher früher

als später, und kann ziemlich teuer werden.

Intensive Zahnpflege ist bereits bei Kindern sehr wichtig.

(Bild: GABA AG, Elmex)

Lieber stur nach Schema als kreativ

Zähne putzen lernen Kinder spätestens

im Kindergarten. Leider vergessen viele

mit der Zeit, wie sie ihre Zähne richtig

putzen und pflegen müssen. Entweder,

weil es ihnen zu mühsam ist, oder weil

sie sich keine Zeit dafür nehmen. Dabei

wäre es so einfach: «Morgens, mittags,

abends, nach jedem Essen, Zähne putzen

nicht vergessen». Das Mindeste ist

ein Mal nach dem Frühstück, ein Mal

vor dem ins Bett gehen.

Warten Sie eine Weile, bevor Sie Ihre

Zähne putzen, falls Sie etwas Saures

gegessen oder getrunken haben. Saure

Speisen und Getränke greifen die Zähne

an – Sie beschädigen sie allenfalls,

wenn Sie Ihre Zähne zu früh putzen.

Spülen Sie zuerst den Mund mit Wasser

aus, dann beginnen Sie zu putzen.

Folgen Sie dabei immer einem festen

Schema (siehe Kasten «So geht keiner

vergessen»), damit Sie keine Zahnflächen

vergessen.

Drücken Sie nicht zu fest, sonst verletzen

Sie allenfalls Zahnfleisch oder

Zahnhälse. Wenn Ihre neue Zahnbürste

nach einer oder zwei Wochen verbogen

ist, drücken Sie zu stark.

Die Wahl der Waffen entscheidet

Richtig putzen allein reicht nicht, das

Material ist genau so wichtig. Das

beginnt bei der Zahnbürste. Sie muss

einen kurzen Kopf und ein kleines, gerades

Borstenfeld haben, damit Sie auch

schwer zugängliche Ecken erreichen.

Die Borsten müssen aus Kunststoff

sein, mit abgerundeten Ecken – so

trocknen sie rasch, Bakterien können

sich nicht darin ansiedeln. Wählen Sie

nie zu harte Borsten, diese können das

weiche Dentin frei liegender Wurzelhälse

beschädigen.

Damit sich nicht zu viele Keime ansiedeln,

müssen Sie die Borsten jedes Mal

gründlich reinigen. Bewahren Sie die

Zahnbürste im Zahnbecher auf, Kopf

nach oben, damit sie trocknet. Und

wechseln Sie die Bürste alle zwei Monate;

bereits nach drei Monaten lässt die

Reinigungskraft um einen Drittel nach.

Elektrische Zahnbürsten und Schallzahnbürsten

reinigen nicht besser als

normale Zahnbürsten. Sie sind aber

für viele leichter zu bedienen und wecken

gerade bei Kindern den Spieltrieb,

was die eine oder den anderen dazu

animiert, die Zähne öfter, länger und

gründlicher zu reinigen. Der Bürstenkopf

muss gepflegt und ersetzt werden

wie die Borsten einer Zahnbürste.

Ohne richtige Zahnpasta ist die beste

Zahnbürste nichts wert. Heute sind

fast alle Zahnpasten aus zahnmedizinischer

Sicht unbedenklich. In eine gute

Zahnpasta gehören Fluoride, milde bis

normal abschabende Schleifkörper,

antibakterielle oder Zahn härtende Zusätze

wie Chlorhexidin oder Amin- und

Zinnfluoridlösungen, sowie Tenside,

also Schaum bildende Substanzen.

Übrigens: So genannte Whitening-

Pasten, die von der Werbung gerne

als Zahnpasten mit Weissmachereffekt

ohne Nebenwirkungen verkauft

werden, können die Zähne mit ihren

Schleifkörpern oder Säuren angreifen.

Lassen Sie die Beläge lieber von Ihrem

Zahnarzt oder Ihrer Dentalhygienikerin

entfernen.

Mundhygiene – mehr als Zähne putzen

Zahnseide gehört zur Mundhygiene,

das predigt der Zahnarzt jedes Mal.

Doch nur wenige erhören ihn. Dabei

ist Zahnseide das einzige Mittel, um

die Zahnzwischenräume zu putzen, die

fast einen Drittel der Zahnoberfläche

ausmachen. Reinigen Sie die Zahnzwischenräume

wenigstens ein Mal wöchentlich

mit einer mit Fluorid getränkten,

nicht gewachsten Zahnseide.

Mundspülungen ersetzen die Zahnbürste

nicht, aber sie unterstützen die

Karies-Prophylaxe. Am besten verwenden

Sie eine Spülung mit Chlorhexidin,

Zinnchlorid oder Amin- und Zinnfluoridlösungen,

das tötet Bakterien ab.

Mundwasser hat weder prophylaktische

noch reinigende Wirkung, es verbessert

nur den Atem und gibt Ihnen ein frisches

Gefühl im Mund, mehr nicht.

So geht keiner vergessen

Ein Schema, das sich bewährt hat, ist

aussen-innen-mitte-rechts-links:

1. Putzen Sie alle Aussenflächen,

fangen Sie am Oberkiefer an, von

rechts hinten nach vorn nach links

hinten.

2. Fahren Sie mit dem Unterkiefer

fort, in derselben Reihenfolge.

3. Putzen Sie die Innenflächen, zuerst

am Oberkiefer, dann am Unterkiefer,

wieder von rechts hinten nach

vorn nach links hinten.

4. Nun sind die Kauflächen an der

Reihe, zuerst oben, dann unten,

wieder in derselben Reihenfolge.


S C H L A F S T Ö R U N G E N

1 4

Gut, tief und fest schlafen ist lebenswichtig

Schlaf ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden

Die Folgen des Schlafmangels

Jeder Mensch braucht Schlaf; die einen

mehr, die anderen weniger. Die Spanne

reicht von vier bis zehn Stunden täglich,

Kleinkinder brauchen bis 16 Stunden.

Die meisten erwachsenen Menschen

kommen mit sieben bis acht Stunden

aus. Wer zu wenig schläft, treibt Raubbau

an seiner Gesundheit. Der Organismus

gerät aus den Fugen, plötzlich

funktionieren der körpereigene Temperaturausgleich,

der Hormonhaushalt,

der Stoffwechsel nicht mehr richtig.

Wer Mühe hat, einzuschlafen, ist nicht

krank. Die meisten Einschlafprobleme,

rund zwei Drittel, sind auf seelische Probleme

zurückzuführen. Anspannung,

Unsicherheit, Ungewissheit, Angst oder

Sorge rauben vielen Menschen buchstäblich

den Schlaf.

Kein Wunder, klagen besonders Menschen

in schwierigen Lebenssituationen,

beispielsweise während einer

Scheidung oder nach dem Verlust eines

geliebten Menschen, über Schlafstörungen.

Schlafstörungen haben viele Ursachen

Wer regelmässig nicht erholsam schlafen

kann, sollte seinen Arzt aufsuchen.

Als regelmässig gilt, wenn jemand

einen Monat lang oder länger drei Mal

in der Woche oder mehr nicht erholsam

schläft. Die Anzeichen dafür sind deutlich:

Menschen mit Schlafstörungen

fühlen sich nicht leistungsfähig, nicken

mitten am Tag ein, fühlen sich in ihrer

Lebensqualität eingeschränkt. Im Gespräch

mit dem Arzt gilt es, die Ursachen

der Schlafstörung abzuklären.

Schlafstörungen können, müssen aber

nicht, durch eine Krankheit ausgelöst

werden. Wenn das der Fall ist, muss

die Ursache (die zu Grunde liegende

Erkrankung) behandelt werden, nicht

das Symptom. Wenn die Schlafstörung

aber andere, beispielsweise psychische

Gründe hat, muss sie behandelt werden.

Oft reicht es, ein paar Gewohnheiten

zu ändern oder das Einschlafritual

anzupassen. Wenn das nicht hilft, rät

der Arzt allenfalls zu Medikamenten.

wichtig. Doch nicht alle Menschen können so lange, so erholsam

schlafen, wie sie gerne würden. Bis zu 30 Prozent der

Schweizerinnen und Schweizer leiden an Schlafstörungen.

Schlafstörungen führen zu verminderter Leistungsfähigkeit und schränken die Lebensqualität ein.

So schlafen Sie besser (ein)

Versuchen Sie doch die eine oder andere

dieser Massnahmen aus, wenn Sie ab

und zu Mühe haben, einzuschlafen:

– Essen Sie mindestens zwei Stunden

bevor Sie zu Bett gehen wollen. Während

der Verdauung bildet der Körper

Adrenalin – das lässt Sie schlecht einschlafen.

Ausserdem schläft es sich

mit vollem Bauch nicht gut.

– Spazieren Sie zehn Minuten lang. Atmen

Sie die frische Luft bewusst ein

und aus, langsam und regelmässig,

entspannen Sie sich. Das wirkt Wunder;

vor allem bei Menschen, die sich

den Tag über nicht viel bewegen.

– Baden entspannt und macht herrlich

müde. Besonders, wenn Sie dem

Badewasser (Körpertemperatur, also

rund 37ºC) Hopfen, Lavendel, Melisse

oder Baldrian beigeben. Gehen Sie

nach dem Bad direkt zu Bett.

– Lüften Sie das Zimmer, bevor Sie

zu Bett gehen. Im Sommerhalbjahr

schlafen Sie am besten bei gekipptem

Fenster. Der Sauerstoff hilft

Ihnen, besser zu schlafen.

– Gehen Sie ungefähr immer um dieselbe

Zeit schlafen. Der Mensch ist

ein Gewohnheitstier, der Körper gewöhnt

sich an den Schlafrhythmus.

– Lesen Sie, um sich zu entspannen. Ein

Märchen, ein Gedicht oder einen historischen

Roman, sicherlich keinen

Psychothriller. Am besten lesen Sie

im Liegen, dann müssen Sie nur noch

das Licht ausknipsen.

– Trinken Sie einen süssen Schlaftrunk.

Milch mit Honig ist ein Hausmittel,

das sich bewährt hat. Damit das

wirkt, müssen Sie allerdings eine

Viertelstunde nach dem Trinken

schlafbereit in den Federn liegen.

Alkohol im Schlaftrunk mag das Einschlafen

erleichtern, belastet aber

die Leber und lässt Sie darum

schlecht schlafen.

– Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie

wirklich müde sind, wenn Ihnen die

Augen zufallen. Stehen Sie lieber

wieder auf und lesen Sie etwas oder

räumen Sie die CD-Sammlung auf,

als sich schlaflos im Bett zu wälzen.

Wenn Sie trotz allem nicht besser

(ein)schlafen, konsultieren Sie bitte Ihren

Arzt. Erholsam schlafen ist zu wichtig,

als dass Sie Schlafstörungen auf die

leichte Schulter nehmen dürfen.


G E S C H I C H T E

1 5

Die Geschichte vom kleinen Niyu und vom weissen Pferd

Vor beinahe zweitausend Jahren lebte

im Morgenland ein kleiner Junge, der

hiess Niyu. Er musste im Pferdestall arbeiten

und machte seine Sache so gut,

dass ihm sein Herr, der weise Balthasar,

seinen Lieblingshengst zur Pflege anvertraute.

Es war ein schönes, schneeweisses

Pferd, feurig und wild, aber wenn

der kleine Niyu in seiner Nähe war, dann

wurde es sanft wie ein Lämmchen. Es

stampfte nicht, es schlug nicht aus, es

liess sich von dem kleinen Niyu streicheln.

Wenn er etwas sagte, dann neigte

es seinen schönen Kopf, als ob es ihm

ganz genau zuhören wollte.

Als der weise Balthasar sich mit dem

weisen Caspar und dem weisen Melchior

aufmachte, um dem Stern zu folgen,

der ihnen die Geburt des Jesuskindes

angezeigt hatte, da bestimmte Balthasar,

dass der kleine Niyu mitkommen

sollte; denn niemand anderem wollte

er die Pflege seines weissen Pferdes

überlassen. Der kleine Niyu war sehr

erstaunt, dass sich so eine grosse Karawane

auf den Weg machte, nur weil

irgendwo ein neuer Stern aufgegangen

war. Und er staunte noch mehr, als er

hörte, dass dieser Stern die Geburt eines

Königs anzeigte. Was musste das für ein

mächtiger König sein, der die Gewalt

hatte, den Sternen zu befehlen? Der

kleine Niyu fürchtete sich vor ihm und

er wäre lieber zu Hause geblieben. Aber

er musste ja gehorchen und ausserdem

hätte er sich nicht von dem schönen

weissen Pferd trennen mögen.

Die Karawane zog viele Wochen durch

die Wüste und der Stern wanderte vor

ihr her. Als sie endlich in einer grossen

Stadt ankam und im Palast nach dem

neugeborenen König fragten, da wurde

ihnen gesagt, man wisse nichts von einem

solchen Kind. Da zog die Karawane

weiter, aus der Stadt hinaus, vorbei an

armen Hütten, über ödes Feld, immer

dem Glanz des grossen Sternes nach.

Der kleine Niyu wunderte sich jeden Tag

mehr. So viel Umstände um ein kleines

Kind – und wenn es auch ein Fürstenkind

war! Während er das weisse Pferd

striegelte und fütterte, malte er sich aus,

in welch prächtigem Schloss der fremde

König wohnen würde. Sicher schlief er in

einem goldenen Saal auf purpurnen Decken,

und hundert kleine Diener, wie er

einer war, fächelten ihm mit Palmblättern

Kühlung zu. «Wir werden ja sehen»,

sagte er zu dem weissen Pferd, «was für

ein König das ist.» Und das Pferd nickte

würdevoll mit dem Kopf.

Und dann war die Karawane endlich am

Ziel angekommen. Da war zwar kein

Schloss, sondern nur ein armer Stall,

aber weil der Stern über seinem Dach

stand, machten die Weisen hier Halt. Sie

stiegen von ihren Kamelen, liessen sich

von den Dienern in kostbaren Gefässen

Gold, Weihrauch und Myrrhe reichen

und traten durch die niedrige Tür des

Stalles, um dem Kind ihre Verehrung zu

bezeigen. Dann liessen sie in der Nähe

des Stalles ihre Zelte aufschlagen.

Als der kleine Niyu das weisse Pferd ein

wenig am Zügel herumführte, um ihm

Bewegung zu verschaffen, da hörte er

einen Kameltreiber sagen: «Ihr könnt es

mir glauben: Es ist ein armseliger Stall

und es stehen nur Ochs und Esel drin.

Die Frau trägt weder Krone noch Kette

und der Mann hat einen rauhen, verblichenen

Mantel an. Das Kind schläft in

einer Krippe. Aber so wohnt doch kein

König!»

Diese Worte liessen dem kleinen Niyu

keine Ruhe. Um Mitternacht, als alles in

den Zelten schlief und die Wachen beim

Würfelspiel sassen, band er das Pferd

los und schlich mit ihm zu dem Stall

hinüber. «Sicher haben sie noch nie ein

so prächtiges Pferd gesehen, wie du eines

bist», sagte der kleine Niyu, «wo sie

doch nur einen Esel im Stall haben.» Die

Tür war nur angelehnt, der kleine Niyu

drückte sie leise auf. Sie war so niedrig,

dass das weisse Pferd draussen stehen

bleiben musste. Drinnen war es dämmerig.

Der grosse Stern funkelte über

dem Dach und schickte seine Strahlen

durch die breiten Spalten. Das Kind

schlief in der Krippe. Der Mann und die

Frau sassen daneben und blickten zu

dem kleinen Niyu hin.

Der kleine Niyu wusste nicht recht, was

er sagen sollte. Er senkte den Kopf und

dann schaute er sich nach dem weissen

Pferd um. Und da war etwas Seltsames

geschehen: Das weisse Pferd hatte sich

auf die Knie niedergelassen. Der kleine

Niyu erschrak, er dachte, dem Pferd sei

etwas geschehen. Aber da sagte die

Frau freundlich: «Fürchte dich nicht.

Mein Sohn liebt Himmel und Erde, er

liebt auch dich und dein Pferd! Willst du

ihn nicht grüssen?» Da kniete der kleine

Niyu vor der Krippe nieder und sagte:

«Gepriesen seist du, König!»

Als die Karawane wieder in ihr Land zurückwanderte,

fragte der Kameltreiber

den kleinen Niyu: «Nun, hast du dir das

Kind im Stall angesehen?» «Ja», sagte

der kleine Niyu. «Und glaubst du, dass

es ein König ist?» «Ja, ich glaube es»,

sagte der kleine Niyu fest. «Ach was»,

sagte der Kameltreiber. «In einem Stall

wohnt kein König. Erinnerst du dich

noch, wie Prinz Achmed geboren wurde

und wir deinen Herrn begleiteten,

um die Geschenke zu tragen? Das war

eine Pracht! Und Prinz Achmed in seiner

kleinen goldenen Sänfte – weißt du es

noch?» «Ja, ich weiss es noch», sagte der

kleine Niyu. «Aber das weisse Pferd hat

nicht vor ihm gekniet.»

Text von Marina Thudichum aus:

«Wir warten auf‘s Christkind»

© Coppenrath Verlag, D-Münster


Bild einer

beschaulichen

Welt

Sofa,

Ottomane

Fussballbegriff

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Lied

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Redfords

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Dialekt:

Butter

3

ehem.

Post- u.

Tel.-

Betrieb

4

Früchte

starker

Zweig

2

schweiz.

Zirkus

Ort im

Kanton

Aargau

franz.:

Alter

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Halogen

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Vorname

Tolstojs

Staat in

Südamerika

Augengläser

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im Kt. GR

Abk.:

nach

Abzug

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Leichtmetall

(Kw.)

Ticket

7

10

Fluss

im Kt.

Bern

Zuchtform

griechische

Vorsilbe:

Stern

int.

Auto-Z.

Seychellen

Schweizer Rätsel-Heft

F

W

A

N

R

S

WI

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Gratisfahrten mit der Braunwaldbahn!

Egal, ob im Sommer oder im Winter, wer nach der Bahnfahrt auf dem

autofreien Sonnenplateau in Braunwald ankommt, wird von der Natur

und den charakteristischen Bergen des südlichen Glarnerlandes

beeindruckt sein. In jeder Jahreszeit bietet es für alle Altersstufen

eine grosse Auswahl an Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Während

im Sommer viele Wanderer rund um Braunwald unterwegs

sind, ist es im Winter ein grosszügiges Eldorado für Skifahrer, Snowboarder

und Schlittler gleichermassen geeignet.

Die Preise: 2 x Zwei-Tagesskipässe Braunwald.

Gültigkeit: Zwei Jahre.

Lösungswort

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Senden Sie den Coupon mit dem Lösungswort an: carena schweiz, Schulstrasse 3, 8355 Aadorf

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtig, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendeschluss: Freitag, 25. Februar 2005

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