LIEBE, LUST UND LEIDENSCHAFT

schreibwerkstatt.ch

LIEBE, LUST UND LEIDENSCHAFT

KUNDENMAGAZIN 01/06

LIEBE, LUST UND LEIDENSCHAFT

TRIPTIPP Paris, die Stadt der Liebe KOCHTOPF Warum Liebe durch den Magen geht AUS DEN PRAXEN Eröffnung in St. Gallen

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EDITORIAL

INHALT

S.6

GANZ PARIS TRÄUMT VON DER LIEBE

Keine andere Stadt ist Schauplatz so vieler Liebesgeschichten.

Jede Sekunde, gerade jetzt, liebt Paris.

Nicht nur im Film und Roman, auch im Alltag.

Wer mit offenen Sinnen durch das Quartier latin

spaziert, spürt die Liebe auf Schritt und Tritt.

IM GLEICHGEWICHT

Im Frühling ist der Drang, nach draussen

zu gehen, besonders stark. Kaum

scheint die Sonne kräftiger, zieht es viele

in die Natur, wo sie spazieren, Fahrrad

fahren, joggen oder walken, um Körper,

Geist und Seele (wieder) ins Gleichgewicht

zu bringen.

Zu diesem Gleichgewicht gehört auch

die Liebe. In keiner anderen Jahreszeit

spüren so viele Schmetterlinge im

Bauch wie im Frühling. Das hat mit

dem Wetter zu tun: Die Sonne scheint,

die Temperaturen steigen, wir öffnen

uns und sind offen für Neues. Oft auch

für eine neue Liebe oder neue Impulse

in der Beziehung. Das ist gut für die

Gesundheit, denn Liebe wirkt wie ein

Jungbrunnen, stärkt das Immunsystem

und lindert Schmerzen.

S.8

S.9

S.10

WARUM GEHT DIE LIEBE

DURCH DEN MAGEN?

Seit Urzeiten suchen wir Mittel, um der Liebe auf die

Sprünge zu helfen. Einige dieser Mittel landen

im Kochtopf. Etwa weisser Spargel an einer Sauce

Hollandaise, die es in sich hat.

ALLES NEU MACHT DER MAI...

Jede Firma hat eine Identität. Sanacare hat ihre

Corporate Identity überarbeitet und tritt moderner,

dynamischer, agiler, unkomplizierter und effizienter auf.

Ein Beispiel dafür ist das neue Kundenmagazin

Sanacare Vitamin.

AKTUELLES AUS DEN PRAXEN

Das Wichtigste aus den inzwischen sieben

HMO-Praxen von Sanacare kurz zusammengefasst:

die neue Praxis in St. Gallen, die Physiotherapiepraxis

am Stadelhofen-Platz, ein neuer leitender Arzt

in Bern und vieles mehr.

Bild: Prisma-Dia

LIEBE, LUST UND LEIDENSCHAFT!

Weil die Liebe gesund ist, haben wir

sie als roten Faden für die erste Ausgabe

unseres neuen Kundenmagazins

Sanacare Vitamin gewählt. Wir hoffen,

Sie finden darin den einen oder anderen

interessanten Text und danken Ihnen

für Ihr Feedback an vitamin@sanacare.ch.

Im Frühling spüren viele von uns Schmetterlinge im Bauch. Verliebt sein ist ein wunderbares

Gefühl – wie schön wäre es, dieses Gefühl könnte ewig währen. Doch das würde unser Körper

niemals aushalten, denn die Liebe strengt ihn ziemlich an…

Herzliche Grüsse

Rolf Gabriel

Geschäftsführer Sanacare

IMPRESSUM VITAMIN 01/06

Auflage: 23 000, erscheint vierteljährlich

Herausgeber: Sanacare, Lagerhausstrasse 11, 8401 Winterthur, www.sanacare.ch

Redaktion: Schreibwerkstatt, Winterthur, www.schreibwerkstatt.ch

Produktion: Zweifel&Chislett Productions, Basel, www.zweifel&chislett.com

Grafik/Layout: Zweifel&Chislett Productions, Basel, www.zweifel&chislett.com

Titelbild: Prisma-Dia, Zürich, www.prisma-dia.ch

Druck: Gremper AG, Basel, www.gremper.ch

Papier: Hergestellt mit elementarchlorfreiem Zellstoff

Folie: Polyethylen, umweltfreundlich vernichtbar

Sanacare Zertifikate

DIE BEDEUTUNG DER EVOLUTION

Liebe ist Biochemie. Verantwortlich dafür,

ob wir für die Reize eines anderen

Menschen anfällig sind oder nicht, sind

Dopamin, Adrenalin, Testosteron und

Pheromone. Dopamin macht uns euphorisch

und Adrenalin aufgeregt, Testosteron

steigert unsere Lust, die Pheromone

verraten uns, ob wir jemanden riechen

können. Gerade der Geruch ist für unsere

Partnerwahl entscheidend; jemand,

den wir im wahrsten Sinn des Wortes

nicht riechen können, ist uns genetisch

zu ähnlich, was nicht gut wäre, um sich

fortzupflanzen – die Abweisung ist also

eine evolutionsbedingte Reaktion.

SIE MACHT DEN ERSTEN SCHRITT

Sobald eine Frau einen Mann entdeckt,

der sie interessiert, reagiert sie ganz anders

als ein Mann. Sie wiegt die Hüften,

wenn sie geht, hebt den Kopf, wirft die

Haare zurück oder schlägt die Beine

übereinander; er geht breitbeinig und

gestikuliert wild. Während sie mit ihren

weiblichen Reizen spielt, versucht er,

ihr zu imponieren. Sobald sich beide

füreinander interessieren, tauschen sie

fragende oder herausfordernde Blicke

aus, bevor sie die ersten Worte miteinander

wechseln. Fast immer ist es übrigens

die Frau, die das erste Flirtsignal

aussendet.

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Warum wir uns für jemanden interessieren,

ist schwer zu sagen. Genetiker,

Evolutions- und Soziobiologen vermuten,

unsere Partnerwahl würde vor allem

von Vorlieben bestimmt, die sich in der

Evolution als vorteilhaft beziehungsweise

als nicht nachteilig erwiesen hätten.

Diese Vorlieben vererben uns unsere

Vorfahren seit Millionen von Jahren genetisch;

darum reagieren heute noch

Frauen vor allem auf starke oder ranghohe

Männer, die sie beschützen, und

Männer besonders auf junge Frauen mit

gebärfreudigem Becken, die gut für den

Nachwuchs sorgen.

ALLES PASSIERT IM KOPF

Wenn sich zwei Menschen ineinander

verlieben, reicht oft ein flüchtiger Augenblick,

eine Bewegung oder eine besondere

Stimmung – und die Leidenschaft

erwacht. Die positiven Sinnessignale

bringen die Biochemie der Liebe auf

Touren und den Puls der Verliebten in

Schwung. Das limbische System schaltet

die Hirnareale aus, die dafür verantwortlich

sind, wenn wir uns traurig oder

depressiv fühlen; dafür produziert der

Hypothalamus, die Hirnanhangdrüse,

das Neurohormon Oxytocin.

Dieses Neurohormon soll verantwortlich

dafür sein, wenn wir treu sein

und uns binden wollen, wenn wir es also

ernst meinen. Oder meinen, es ernst

zu meinen. Das behaupten zumindest

Wissenschafter, die das Verhalten von

Prärie- und Bergwühlmäusen beobachtet

und analysiert haben: Während die

freiheitsliebenderen Bergwühlmäuse

kaum Oxytocin ausschütten, wenn sie

verliebt sind, steigt der Oxytocin-Spiegel

bei den häuslicheren Präriewühlmäusen

sprunghaft an.

LIEBE MACHT KRANK

Wenn wir frisch verliebt sind, leiden wir

an einem Serotoninmangel. Das ist darum

besonders überraschend, weil dieses

Hormon auch Glückshormon genannt

wird und verliebte Menschen per se

glücklich sind. Doch ihr Hormonspiegel

ist ebenso tief wie bei Zwangsneurotikern.

Jemand, der verliebt ist, ist – zumindest

biochemisch betrachtet – krank. Die

Wissenschafter meinen, das liege daran,

dass frisch Verliebte wie Zwangsneurotiker

stundenlang nur an etwas denken

und alles um sich herum vergessen

würden. Der Hormonspiegel normalisiert

sich erst wieder, wenn das Gefühl nachlässt,

frisch verliebt zu sein.

Wenn dieses Gefühl nachlässt und

der erste Liebestaumel vorbei ist, wächst

die Chance, diese Bindung zu vertiefen.

In den Gehirnen der Verliebten verändert

sich vieles, ihre Gedanken und ihre Gefühle

synchronisieren sich und greifen

ineinander. Weil die Liebe entscheidend

für unser emotionales und körperliches

Gleichgewicht und Wohlbefinden ist,

ist unser Gehirn so programmiert, dass

uns Alleinsein schmerzt. Das ist auch

der Grund, warum zwei Menschen zusammenbleiben,

obwohl sie miteinander

unglücklich sind und sich nicht (mehr)

lieben. Sie sind lieber unglücklich als

allein.

WIE IN EINEM RAUSCH

Wie die Liebe beginnt auch die Erotik

im Gehirn, das viele darum als grösstes,

wichtigstes Sexualorgan bezeichnen.

Schon mit den ersten Streicheleinheiten

befiehlt das Gehirn den Muskeln in den

Arterien, sich zu entspannen. Dadurch

steigt die Durchblutung, die Bronchien

weiten sich, die Atmung wird flacher, das

Herz schlägt schneller. Die Schweissund

Talgdrüsen kühlen die erhitzte Haut

und geben gleichzeitig noch mehr Pheromone

ab, welche die Lust der Partnerin,

des Partners weiter steigern. Die

Nebennierenrinde produziert Adrenalin

und der Körper reagiert ähnlich wie bei

Angst oder Stress.

Trotz des rauschartigen Gefühls

macht Sex allein niemanden wirklich

glücklich. Der Mensch kann und will

nicht allein sein, er sucht die Liebe, bis

an das Ende seiner Tage. Und wenn er sie

gefunden hat, will er Vertrauen und Vertrautheit,

Geborgenheit und Sicherheit

spüren, geben und nehmen. Das ist die

Basis einer Liebe, die genügend Zeit und

Raum bekommt, sich zu entwickeln, zu

reifen und sich immer wieder neu zu entdecken

– besonders in einer Zeit, in der

sich so viele Paare (mit oder ohne Trauschein)

wie noch nie wieder trennen.

DAS SPIEL

DER HORMONE

Wie beeinfl ussen die Hormone Liebe,

Lust und Leidenschaft? Wir haben

Dr. Marc Jungi, den neuen leitenden

Arzt der HMO-Praxis in Bern, gefragt.

Spielen unsere Hormone im Frühling verrückter

als in anderen Jahreszeiten?

Die Antwort auf diese Frage wird von den

Wissenschaftern kontrovers beurteilt. Es

gibt einige Studien, die das hormonelle

Frühlingserwachen dem Schlafhormon

Melatonin zuschreiben. Dieses Hormon

wird vermehrt in der Dunkelheit, also im

Winter und in der Nacht, von der zwischen

den Hirnhälften lokalisierten Zirbeldrüse

produziert und in den Blutkreislauf ausgeschüttet.

Im Frühling werden die Tage

länger, die Sonne scheint intensiver. Dies

führt zu einer sinkenden Konzentration

von Melatonin im Blut. Nebst den Sexualhormonen

zeigen auch diverse Nervenbotenstoffe

saisonale Veränderungen.

Dennoch kommen wegen der Tatsache,

dass in unserer hoch industrialisierten

Welt durch sehr viel Kunstlicht die Nacht

zum Tag gemacht wird und die Dunkelheit

und Kälte in unserer Lebenswirklichkeit

verdrängt werden, viele Wissenschafter

zum Schluss, menschliche Hormone

würden nicht mehr auf den Wechsel von

Jahreszeiten reagieren.

Wie wirkt sich das auf unseren Körper,

auf unser Wohlbefinden aus?

Melatonin macht die Menschen müde, übt

zentrale Funktionen im Zusammenhang

mit der Hautpigmentierung aus und unterdrückt

die menschlichen Sexualhormone.

Es erstaunt deshalb nicht, dass abfallende

Melatoninkonzentrationen im Frühling,

nebst der Anregung unserer sexuellen

Begehrlichkeiten, eine Steigerung unserer

Aktivitäten und ein verbessertes allgemeines

Wohlbefi nden zur Folge haben.

Bild: Prisma-Dia

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TRIPTIPP

GANZ PARIS TRÄUMT

VON DER LIEBE

Keine andere Stadt ist Schauplatz so vieler Liebesgeschichten.

Jede Sekunde, gerade jetzt, liebt Paris.

Nicht nur im Film und Roman, auch im Alltag.

Wer beispielsweise mit offenen Sinnen durch das

Quartier latin spaziert, spürt sie auf Schritt und Tritt.

Bild: PHOTOFREE

Verliebt sein ist überall schön, doch nirgends schöner als in Paris.

Wer ein Auge dafür hat, entdeckt die Liebe überall: auf der Strasse,

in der Metro, im Bistro...

Bild: Panthermedia

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DER ODEM DER LIEBE

Wer Paris besucht, begegnet der Liebe

überall. Etwa am Pont-Neuf, wo die

Verliebten nicht erst seit Léos Carax’

Film «Die Liebenden von Pont-Neuf»

am liebsten flanieren. Oder gegenüber,

im Square du Vert-Galant – diese kleine,

romantische Grünanlage ist nach dem

als Schürzenjäger berüchtigten König

Heinrich IV. benannt. Oder entlang der

Seine, wo neben verliebten Pariserinnen

und Parisern auch verliebte Touristinnen

und Touristen händchenhaltend spazieren

und den Odem der Liebe einatmen.

Oder an der Place des Vosges, die so

würdevoll und doch romantisch ist und

darum besonders bei reiferen Liebespaaren

beliebt ist. Doch die Liebe lauert

in Paris überall, selbst dort, wo sie keine

und keiner vermutet.

DICHTER UND DENKER

Etwa an der Place du Panthéon, wo

Richard Sanders in «Eine Liebe in Paris»

von Remco Campert einer geheimnisvollen

Frau begegnet, die ihn fasziniert, ja

verzaubert. Der Beginn einer Amour fou.

Diese Place du Panthéon ist auch der

ideale Ausgangspunkt für einen Spaziergang

durch das Quartier latin, das Viertel

der Dichter und Denker. Wer in Frankreich

eine akademische Karriere machen

will, muss das Viertel nie verlassen, die

wichtigsten Lehranstalten des Landes

sind nur einen Steinwurf entfernt: Die

Elitegymnasien Lycée Henri IV – genau,

der Schürzenjäger – und Lycée Louis Le

Grand, die Ecole Normale Supérieure,

die Sorbonne und das Collège de France,

wo Michel Foucault und Claude Lévi-

Strauss gelehrt haben.

RUHE IN DEN RUINEN

Tausende junger Menschen studieren im

Quartier latin, doch nur wenige von ihnen

leben hier. Das Viertel gilt als schick, Wohnen

ist teuer und darum für die meisten

unerschwinglich. Doch die Studierenden

hauchen dem Quartier latin Leben ein,

etwa an der Place de la Contrescarpe,

wo sie nach ihren Vorlesungen flanieren,

flirten und sich dann und wann auch verlieben.

Wer in diesem Treiben den Überblick

bewahren will, setzt sich am besten

auf die Terrasse des Cafés Delmas. Von

der Place de la Contrescarpe führen die

Rue Ortolan, eine bunte Marktstrasse

mit griechischen Tavernen, und die Rue

Monge zu den wenigen Ruinen der Arènes

de Lutèce, des römischen Amphitheaters,

wohin sich die jungen Paare später

am Abend heimlich zurückziehen.

WO DIE LIEBE WUCHERT

200 Meter dahinter ragt das Minarett der

Mosquée de Paris in die Höhe. Mit dem

Bau der Moschee dankte Frankreich allen

Nordafrikanern, die sich im Ersten

Weltkrieg für ihre ehemalige Kolonialmacht

eingesetzt hatten. Im Café de la

Mosquée, wo Pfefferminztee, Couscous

und süsse Kuchen serviert werden, weht

ein Hauch Morgenland. Gar ein Hauch

Exotik wehte nebenan, im Jardin des

Plantes, der ursprünglich als königlicher

Garten für Heilpflanzen angelegt

und 1795 in Paris’ ersten Zoo verwandelt

wurde, wo Pariserinnen und Pariser

Elefanten und Giraffen bestaunten. Doch

während der deutschen Belagerung im

Winter 1870/71 landeten die geliebten

Tiere im Kochtopf. Heute flanieren Pariserinnen

und Pariser, natürlich händchenhaltend,

durch den nostalgischen,

romantischen Park, in dem Farne, Orchideen

und Palmen wuchern. Fast wie

die Liebe…

Bild: Panthermedia

HOTSPOTS

Paris ist die Stadt der Liebe, kein Zweifel. Überall begegnet sie einem, auch ausserhalb des Quartier latin. Zum Beispiel auf dem

Tour Eiffel, der bei den Verliebten nicht nur wegen der romantischen Sonnenuntergänge beliebt ist. Oder in der Cathédrale Notre-

Dame, wo Victor Hugos «Glöckner von Notre-Dame» um das Leben der schönen Zigeunerin kämpfte. Oder im Moulin Rouge, wo

Stammgast Toulouse-Lautrec die Tänzerin La Goulue anbetete, zeichnete und damit unsterblich machte. Oder unter dem Pont-

Neuf, wo sich in Léos Carax’ Film «Les amants du Pont-Neuf» der Feuerschlucker Alex und die obdachlose Michèle lieben.


KOCHTOPF

SANACAREAKTUELL

DIE KLEINEN GEHEIMNISSE

DER MADAME POMPADOUR

Seit Urzeiten suchen wir Mittel, um der Liebe auf die Sprünge zu helfen.

Einige dieser Mittel landen im Kochtopf.

ALLES NEU MACHT DER MAI

Jede Firma hat eine Identität. Sanacare hat ihre Corporate Identity überarbeitet

und tritt moderner, dynamischer, agiler, unkomplizierter und effizienter auf.

Die Liebe gehe durch den Magen, heisst es. Das

wusste schon Madame Pompadour, die in ihren

Schlummertrunk Ambra mischte, um Ludwig XIV.

glücklich zu machen. Ambra ist ein Stoffwechselprodukt

des Wales und soll aphrodisierend

wirken. Ob es Madame Pompadour – und Ludwig

XIV. – geholfen hat, ist übrigens nicht belegt.

Das gilt für viele Aphrodisiaka; ob sie wirken, ist

wissenschaftlich nicht bewiesen.

BOTENSTOFFE AUS DEM HIRN

Die Liste der Lebensmittel, die aphrodisierend

wirken sollen, ist lang und reicht von Aal über

Spargel bis Zimt. Etwas, das erwiesenermassen

hilft, ist Kakao: Das Gehirn schüttet einen Botenstoff

aus, der unser Glücks- und Lustempfinden

steuert – dasselbe passiert auch, wenn wir

verliebt sind. Ob etwas wirkt, hängt vor allem

vom Glauben daran ab, nicht von der Menge,

im Gegenteil. So ist Piperidin – ein Alkaloid, das

beispielsweise im Granatapfel oder im schwarzen

Pfeffer vorkommt – in hohen Dosen giftig. Und

Alkohol, der massvoll getrunken anregt und enthemmt,

kann schon ab 0,5 Promille alle Absichten

durchkreuzen. Wie so oft gilt auch hier, mit Mass

zu geniessen.

Identität muss zur Firma passen

Die Corporate Identity (CI), wie Kommunikationsfachleute

die Firmenidentität nennen,

spiegelt das Selbstverständnis einer Firma und

die Art, wie sie nach innen und aussen auftritt.

Eine CI wird nicht am Reissbrett entworfen, sie

entwickelt sich aus der Geschichte, aus den

Traditionen, aus der Kultur. Ziel ist es, der Firma

ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Die

CI ist die Gesamtheit aller Bemühungen, dieses

Ziel zu erreichen. Dazu gehören unter anderem

Corporate Design (visueller Auftritt), Corporate

Communication (Kommunikation nach innen

und aussen) oder Corporate Behaviour (Verhalten

der Mitarbeitenden).

Ein starker visueller Auftritt

Zweifel & Chislett Productions, eine Agentur

für visuelle Kommunikation aus Basel, hat für

Sanacare das Corporate Design (CD) als augenfälligstes

Merkmal der Corporate Identity

überarbeitet und weiterentwickelt. Das CD

spiegelt nun das Selbstverständnis und richtet

sich am neuen Marktauftritt aus: modern,

dynamisch, agil, unkompliziert, effizient. Alle

Kommunikationsmittel – vom Briefpapier über

die Broschüren und den Geschäftsbericht bis

zum neuen Kundenmagazin Sanacare VITAMIN

– werden diesem CD angepasst.

SPROSSEN DER LIEBE

Ein Rezept für ein Kilo dicken,

weissen Spargel, das sicher gelingt:

4 EL Ginsengtee

2 EL Weissweinessig

4 weisse Pfefferkörner

½ kleine Schalotte

1 Stängel Petersilie

2 frische Eigelb

120 g kalte Butter

Salz, Pfeffer aus der Mühle, Zitronensaft

Giessen Sie den Ginsengtee in einen Topf

und kochen Sie ihn auf. Sobald noch zwei

Esslöffel davon übrig sind, geben Sie Weissweinessig,

grob zerstossene Pfefferkörner,

Schalotte und Petersilienstängel dazu, kochen

alles auf die Hälfte ein und sieben

den Inhalt in eine Schüssel. Drücken Sie

die Schalotte aus und geben Sie den Saft

in die Schüssel. Stellen Sie die Schüssel in

ein warmes, nicht kochendes Wasserbad,

geben Sie die zwei Eigelb dazu und schlagen

Sie alles schaumig. Nun ziehen Sie die

kalte Butter stückweise unter die Sauce und

schmecken diese mit Salz, Pfeffer und allenfalls

ein wenig Zitronensaft ab. Halten Sie

die Sauce im Wasserbad warm. Legen Sie

die Spargeln auf zwei vorgewärmte Teller

oder, was natürlich romantischer ist, auf

eine Platte für Sie und Ihre Liebste, Ihren

Liebsten. Rohschinken passt ausgezeichnet

dazu. Die Sauce Hollandaise servieren

Sie separat.

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Bild: P.Schultheiss

AUS DEN PRAXEN

SANACARE HMO-PRAXIS

IN ST. GALLEN ERÖFFNET

Seit dem 2. Januar 2006 haben auch die St. Gallerinnen

und St. Galler ihre HMO-Praxis. Sanacare hat an der Rosenbergstrasse

16 ihre insgesamt siebte Praxis eröffnet.

Die Patientinnen und Patienten reagieren durchgehend

positiv und sind mehr als zufrieden.

Das kompetente und erfahrene Ärzteteam der neuen HMO-Praxis in St. Gallen:

Dr. med. Christian Simonin, der leitende Arzt, und Dr. med. Maria Hupfer.

EIN STARKES TEAM

Modern, menschlich, massvoll soll die Medizin

sein, die an der Rosenbergstrasse 16

praktiziert wird. Das ist das Ziel von Dr. med.

Christian Simonin, dem leitenden Arzt. Der

Facharzt für Allgemeinmedizin FMH und

Innere Medizin FMH will mit den Patienten

reden und sie offen informieren, damit sie

eigenverantwortlich entscheiden können.

Vertrauen ist für Dr. Simonin die Basis einer

gesunden Arzt-Patient-Beziehung.

Die Ausbildung führte Christian Simonin

über Leukerbad (Rheumatologie), Thun

(Chirurgie, Innere Medizin) und Bern (Innere

Medizin, Kardiologie) bis nach Kamerun

(Tropenmedizin). Dr. Simonin leitete die

Innere Medizin am Bezirksspital Grosshöchstetten

und war zuletzt Vorsitzender

der Geschäftsleitung der Medvantis AG in

Bern, des führenden medizinischen Beratungszentrums

der Schweiz.

In der neuen HMO-Praxis in St. Gallen wird

er von Frau Dr. Hupfer unterstützt. Die Fachärztin

für Innere Medizin FMH hat sich neben

der Neurologie und der Nephrologie

(Nierenkrankheiten) besonders auf die Infektiologie

spezialisiert: Impfberatung, Reisemedizin,

Prävention sexuell übertragbarer

Krankheiten. Das Team ergänzen zwei

bestens ausgebildete und erfahrene medizinische

Praxisassistentinnen.

EINE WOHLFÜHL-PRAXIS

Architekt Simon Regli aus Luzern hat die

markante Struktur des Gebäudes an der

Rosenbergstrasse in sein Raumkonzept

übernommen und mit natürlichen Materialien

und Farbtönen gearbeitet. Alle Räume

sind offen und hell, in jedem Raum setzen

differenzierte Grüntöne spannende Akzente.

Die ganze Praxis ist dank einem durchlaufenden

Wandleuchtensystem angenehm

ausgeleuchtet.

PHYSIOTHERAPIE

IN ZÜRICH-

STADELHOFEN

Seit dem 2. Mai bietet die HMO-

Praxis Zürich-Stadelhofen noch

mehr: Akkelina Rispens und Elke

Brüning haben in den Räumen der

HMO-Praxis ihre physiotherapeutische

Praxis physiocare eröffnet.

Prävention, Behandlung, Rehabilitation

A. Rispens und E. Brüning, zwei erfahrene

und engagierte Fachfrauen, behandeln

Schmerzen, Verspannungen und körperliche

Beschwerden. Ihr Ziel ist es, den Schmerz

zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Dabei achten sie besonders darauf,

die Ursachen zu erkennen und nicht nur die

Symptome zu behandeln, um Rückfälle zu

vermeiden. Alle Therapien fallen, wenn ein

Arzt seinen Patienten überweist, unter das

Krankenversicherungsgesetz (KVG); darum

werden sie von der Grundversicherung der

Krankenkasse bezahlt.

Die Physiotherapeutinnen, die sich laufend

gezielt aus- und weiterbilden, arbeiten

interdisziplinär mit Ärzten der HMO-Praxis

Zürich-Stadelhofen, externen Hausärzten

und Spezialisten, Spitälern, Rehabilitationskliniken

und anderen Physiotherapeuten

zusammen.

Der Warteraum ist hell, freundlich und als

Erlebnisraum konzipiert, der dazu einlädt,

eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser zu

trinken, sich im Internet zu informieren, in

Ruhe Zeitungen und Zeitschriften zu lesen,

etwas zu notieren oder ein Gespräch mit

anderen Patientinnen oder Patienten zu

führen. Für Kinder gibt es eine Spielwiese,

auf der sie sich verweilen können. Die neue

HMO-Praxis ist ein Ort, an dem sich alle – ob

Patienten oder Mitarbeitende – wohl fühlen.

Das gehört zur Philosophie.

Die Praxis ist voll informatisiert, selbst die

Krankengeschichten werden elektronisch

geführt. Das ist auch der Grund für die ungewohnte

Sitzordnung in den Sprechzimmern,

die noch die eine Patientin oder den anderen

Patienten verwirrt. Abgesehen davon sind

alle Patientinnen und Patienten mit ihrer

neuen HMO-Praxis mehr als zufrieden, wie

die ersten vier Monate gezeigt haben.

LUZERN

EIN NEUER FACHARZT

Dr. med. Dejan Skrbic verstärkt als neuer Facharzt

für Innere Medizin FMH und Sportmedizin

SGSM das Team der HMO-Praxis Luzern. Für

ihn ist Gesundheit die Folge von Zufriedenheit.

Krankheit bedeutet eine schwierige Herausforderung

auf dem Weg dorthin. Auf diesem

Weg möchte er seine Patientinnen und Patienten

unterstützen, das ist für ihn die wichtigste

Aufgabe eines Arztes.

EINE NEUE AUSZUBILDENDE

Im Sommer 2005 hat Jolanda Bucher ihre

Lehre als medizinische Praxisassistentin in

der HMO-Praxis Luzern begonnen. Im ersten

Lehrjahr ist sie noch wenig zu sehen, weil sie

drei Tage in der Woche in der Berufsschule

ist, doch ab Sommer 2006 wird sie häufiger

in der Praxis sein. Darauf freut sie sich schon

heute.

KURSE UND VORTRÄGE

Seit Jahren arbeitet die HMO-Praxis Luzern

mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK)

zusammen. Davon profitieren alle Patientinnen

und Patienten, die sich für Kurse des SRK

Dr. med. Ulrich Thurnheer

Dr. med. Marc Jungi

in Luzern anmelden, weil sie 10% günstiger

teilnehmen können (Vermerk «HMO-versichert»

auf der Anmeldung nicht vergessen).

Das Kursprogramm liegt in der Praxis auf, Sie

können es telefonisch (041 418 70 10) oder

per E-Mail (kurse@srk-luzern.ch) bestellen.

BERATUNG VON A BIS Z

Die kompetente Beratung gehört, neben der

umfassenden medizinischen Versorgung, zu

den Markenzeichen der HMO-Praxis Luzern.

Patientinnen und Patienten, die Antworten

auf ihre Gesundheitsfragen suchen, sind bei

der Gesundheitsschwester und Polaritytherapeutin

Pia von Wyl (041 417 31 31, pia.

vonwyl@sanacare.ch) an der richtigen Adresse.

Sie weiss Rat von A wie alternative Hausmittel

bis Z wie Zeckenbiss.

ZÜRICH

NEUE AQUA-FIT-KURSE

Aqua-Fit(ness) ist Fitnesstraining im Wasser.

Dank Auftrieb, Wasserwiderstand und Wasserdruck

ist Aqua-Fit besonders effizient. Die

nächsten Kurse (sieben Dienstage, jeweils 45

Minuten) beginnen am 22. August, anmelden

können sich alle Patientinnen und Patienten

STABWECHSEL IN BERN

der HMO-Praxen in Zürich. Wer sich dafür

interessiert, bestellt die Ausschreibung telefonisch

(044 261 00 44) oder per E-Mail

(hmo-stadelhofen@sanacare.ch).

ZH-OERLIKON:

UMBAU DER LIEGENSCHAFT

Die Liegenschaft Gubelstrasse 28, in der die

HMO-Praxis Zürich-Oerlikon zu Hause ist,

wird seit Ende Februar während rund sieben

Monaten renoviert: Fassade und Flachdach

werden erneuert, Eingangsbereich und Vorplatz

neu gestaltet, neue Brandmelder installiert,

ausserdem wird das Treppenhaus

verglast. Trotz dieser Arbeiten ist die Praxis

während der Renovation wie üblich für alle

Patientinnen und Patienten geöffnet.

ZH-OERLIKON:

NEUE PARTNER-APOTHEKE

Die Amavita-Apotheke im Neumarkt Zentrum,

die neue Partner-Apotheke der HMO-Praxis

Zürich-Oerlikon, belohnt treue Kunden. Für

jeden Einkauf gibt es Sterne, die der StarCard

gutgeschrieben werden. Sterne können in

Bargeld oder Warengutscheine umgetauscht

werden. Ausserdem erhalten alle Inhaberinnen

und Inhaber einer StarCard Sonderangebote

und profitieren von reduzierten Preisen.

Mitte Jahr übergibt Dr. med. Ulrich Thurnheer,

der die HMO-Praxis Bern zehn Jahre lang geleitet hat,

die Leitung an Dr. med. Marc Jungi. Er erklärt, warum.

Der 1. Juli 2006 wird für die HMO-Praxis Bern ein bedeutender Tag:

Dr. Marc Jungi wird leitender Arzt. Er ist für meine Nachfolge

bestens geeignet und gerüstet. In den vergangenen Jahren hat er

viel dazu beigetragen, dass unsere Praxis, unser Team wachsen

und gedeihen konnten.

Was hat mich bewogen, die Leitung einem Jüngeren zu übertragen?

Einiges, das sich rundet. Seit 1996 führe ich die HMO-Praxis, die

grosse Beanspruchung hinterlässt Spuren. Zudem werde ich bald eine

runde Zahl Lebensjahre erreichen – Grund genug, zu überlegen,

was mir wichtig ist und wie ich meine Kräfte optimal einsetzen kann.

Sanacare sowie meinen Patientinnen und Patienten werde ich erhalten

bleiben. Dr. Jungi und dem ganzen Team in Bern wünsche ich von

Herzen viel Erfolg, Freude und Genugtuung.

Dr. med. Ulrich Thurnheer

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