Bericht über eine Zusatzstudie zum 360°-Feedback für Schulleitungen
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Philipps-Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
<strong>Bericht</strong> über <strong>eine</strong> <strong>Zusatzstudie</strong><br />
<strong>zum</strong> 360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong><br />
"Optimierung des Messinstruments für<br />
Staatliche und Kommunale Schulämter"<br />
(finanziert vom Hessischen Kultusministerium)<br />
Marburg, 19. Dezember 2006<br />
Dr. Jost Stellmacher<br />
Prof. Dr. Ulrich Wagner<br />
Kontakt: stellmac@staff.uni-marburg.de<br />
Tel. 06421/2823622, Fax. 06421/2823789
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 2<br />
Inhaltsverzeichnis<br />
1. Einführung.................................................................................................................. 4<br />
2. Übersicht über den Aufbau des 360°-<strong>Feedback</strong>-Fragebogens .................................. 5<br />
3. Probleme bei der Beantwortung des bisherigen Fragebogens durch<br />
MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter ................................ 8<br />
3.1. Fehlende Angaben bei MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter ............ 12<br />
3.2. Fehlende Angaben bei MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter ......... 12<br />
3.3. Fazit aus der Analyse der fehlenden Angaben............................................... 12<br />
4. Darstellung der <strong>Zusatzstudie</strong>.................................................................................... 13<br />
4.1. Methodik der <strong>Zusatzstudie</strong> ............................................................................. 13<br />
4.2. Ergebnisse aus den Experteninterviews ........................................................ 14<br />
4.2.1. Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter...... 14<br />
4.2.2. Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter .. 17<br />
4.2.3. Fazit aus den Experteninterviews für zukünftige 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragungen ............................................................................................ 21<br />
4.3. Formulierung und Evaluation neuer Items für MitarbeiterInnen der<br />
Staatlichen und Kommunalen Schulämter ..................................................... 22<br />
5. Zusatzevaluation der Hauptstudie............................................................................ 24<br />
5.1. Ergebnisse der Zusatzevaluation ................................................................... 25<br />
5.2. Fazit der Zusatzevaluation ............................................................................. 25<br />
6. Abschließende Bemerkungen <strong>zum</strong> Zusatzbericht .................................................... 27<br />
7. Literatur .................................................................................................................... 28<br />
8. Anhang..................................................................................................................... 29
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 3<br />
Danksagung<br />
Wir möchten uns bei allen an dieser <strong>Zusatzstudie</strong> beteiligten MitarbeiterInnen der<br />
Staatlichen und Kommunalen Schulämter für Ihre engagierte Unterstützung herzlich<br />
bedanken.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 4<br />
1. EINFÜHRUNG<br />
Durch ein 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahren sollen sich Führungskräfte in möglichst ökonomischer<br />
Form Rückmeldung von verschiedenen Personenkreisen einholen können, mit<br />
denen sie während ihrer Arbeit Kontakt haben. Im Rahmen <strong>eine</strong>s 360°-<strong>Feedback</strong>s für<br />
Schulleiterinnen und Schulleiter sind dies vor allem MitarbeiterInnen der Schule,<br />
SchülerInnen, Eltern sowie MitarbeiterInnen von Staatlichen und Kommunalen<br />
Schulämtern. Damit ein 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahren zuverlässige Informationen liefern<br />
kann, ist es unerlässlich, <strong>eine</strong>n statistisch abgesicherten Fragebogen einzusetzen, der<br />
in der Lage ist, die benötigten Informationen aus den verschiedenen Personengruppen<br />
einzuholen. Eine erste Studie zur Entwicklung <strong>eine</strong>s 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahrens für<br />
SchulleiterInnen (im Folgenden als Hauptstudie bezeichnet) wurde zwischen Juli 2004<br />
und Februar 2005 von der AG Sozialpsychologie der Philipps-Universität Marburg im<br />
Auftrag des Hessischen Kultusministeriums durchgeführt. Es wurden über 1300<br />
Personen an 19 hessischen Schulen unterschiedlicher Schultypen (Grund-, Haupt- und<br />
Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Sonderschule und Berufsschule) befragt.<br />
Während die Fragebögen für die Gruppen "MitarbeiterInnen der Schulen", "Eltern" und<br />
"SchülerInnen" gut funktionierten, wiesen die verwendeten Fragebögen für die Gruppen<br />
"MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts" und "MitarbeiterInnen des Kommunalen<br />
Schulamts" Probleme auf. Die Probleme lagen vor allen Dingen darin, dass einige<br />
Items von der Mehrheit der Befragten nicht beantwortet werden konnten. Warum die<br />
Beantwortung dieser Items Schwierigkeiten verursachte, konnte mit den vorliegenden<br />
Daten der Hauptstudie nicht aufgeklärt werden. Daher wurde <strong>eine</strong> <strong>Zusatzstudie</strong><br />
durchgeführt, in der durch Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Staatlichen und<br />
Kommunalen Schulämter geklärt werden sollte, wie die bestehenden Probleme bei der<br />
Durchführung des 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahrens in diesen beiden Gruppen behoben<br />
werden können.<br />
Den <strong>Bericht</strong> über die <strong>Zusatzstudie</strong> legen wir hier vor. Er gliedert sich in folgende<br />
Kapitel:<br />
Nach dieser Einführung wird in Kapitel 2 <strong>eine</strong> Übersicht über den Aufbau des 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Fragebogens gegeben. Die Ergebnisse der Hauptstudie hatten gezeigt, dass<br />
die ursprüngliche Dimensionierung des Fragebogens nicht aufrechterhalten werden
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 5<br />
konnte. Darum wurde <strong>eine</strong> neue Struktur des Fragebogens vorgeschlagen, die im<br />
zweiten Kapitel des <strong>Bericht</strong>s kurz dargestellt werden soll.<br />
Kapitel 3 beschreibt die Probleme bei der Beantwortung des bisherigen Fragebogens<br />
durch MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter. Das zentrale<br />
Problem in der Hauptstudie war, dass die MitarbeiterInnen der Staatlichen und<br />
Kommunalen Schulämter einige Items nicht zuverlässig beantworten konnten. Dies<br />
schlug sich in <strong>eine</strong>r z.T. sehr hohen Anzahl von sogenannten Fehlantworten nieder. Bei<br />
Fehlantworten wird entweder die Antwort "k<strong>eine</strong> Angabe möglich" angekreuzt oder es<br />
wird gar k<strong>eine</strong> Antwort gegeben. Im <strong>Bericht</strong> zur Hauptstudie wurde lediglich ein<br />
Überblick über die Problematik bei MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen<br />
Schulämter gegeben. In diesem Zusatzbericht wird <strong>eine</strong> vollständige und detaillierte<br />
Statistik der fehlende Antworten bei den beiden Schulamtsgruppen dargestellt.<br />
Kapitel 4 geht ausführlich auf die Ziele, die Methodik und die Ergebnisse der<br />
<strong>Zusatzstudie</strong> ein.<br />
Kapitel 5 beschreibt die Ergebnisse <strong>eine</strong>r Zusatzevaluation der Hauptstudie <strong>zum</strong> 360°-<br />
<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong>. Ungefähr ein halbes Jahr nach der Durchführung der<br />
Hauptstudie wurden die SchulleiterInnen, die teilgenommen hatten, nochmals<br />
angeschrieben und gebeten, ihre Einschätzung über das 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahren<br />
abzugeben. Da die Ergebnisse dieser Zusatzevaluation erst nach der Erstellung des<br />
<strong>Bericht</strong>s zur Hauptstudie vorlagen, sollen sie an dieser Stelle nachgereicht werden.<br />
Abschließend soll in Kapitel 6 ein kurzes Fazit gezogen werden. Es werden kurz die<br />
wichtigsten Erkenntnisse der <strong>Zusatzstudie</strong> zusammengefasst und einige Hinweise für<br />
die weitere Verwendung des 360°-<strong>Feedback</strong>s für <strong>Schulleitungen</strong> gegeben.<br />
2. ÜBERSICHT ÜBER DEN AUFBAU DES 360°-FEEDBACK-FRAGEBOGENS<br />
Zum besseren Verständnis der nun folgenden Kapitel soll zunächst der Aufbau des<br />
nach der Hauptstudie optimierten 360°-<strong>Feedback</strong>-Fragebogens kurz geschildert<br />
werden. Der vorliegende <strong>Bericht</strong> wird sich vor allen Dingen auf die ersten sechs<br />
Dimensionen des Fragebogens beziehen, da sich besonders bei diesen empirisch<br />
ermittelten Dimensionen Probleme bei der Beantwortung durch MitarbeiterInnen der<br />
Staatlichen und Kommunalen Schulämter gezeigt hatten. Die Fragebogenbereiche 7
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 6<br />
bis 10 haben sich in der Hauptstudie auch für MitarbeiterInnen der Staatlichen und<br />
Kommunalen Schulämter bewährt und stehen daher nicht zur Diskussion. Die<br />
Entwicklung des Fragebogens ist dem <strong>Bericht</strong> zur Hauptstudie zu entnehmen (vgl.<br />
Stellmacher, Wagner, Ullrich, Ausländer & Mikosch, 2005). Der komplette Fragebogen<br />
besteht insgesamt aus den folgenden Bereichen:<br />
1. Mitarbeiterorientierter Führungsstil: Diese Dimension wird durch 19 Items<br />
repräsentiert, die sich auf die Beziehung zwischen SchulleiterInnen und den am<br />
Schulbetrieb beteiligten Personen beziehen. Diese Items thematisieren Inhalte wie die<br />
Partizipation bei Entscheidungen (z. B.: "Der Schulleiter diskutiert anstehende wichtige<br />
Entscheidungen offen."), Konflikt- und Stressmanagement (z. B.: "Der Schulleiter kann<br />
mit Konflikten im Kollegium souverän umgehen."), Fürsorge für und Unterstützung von<br />
Personen der Schulgemeinde (z. B.: "Der Schulleiter nimmt Sorgen und Ängste von<br />
MitarbeiterInnen ernst.") sowie die Pflege des Schulklimas (z. B.: "Der Schulleiter<br />
versucht, aufkommende Frustrationen und Konflikte an der Schule auszugleichen.").<br />
2. Aufgaben- und zielorientierter Führungsstil: Hinter dieser Dimension verbergen<br />
sich zwölf Items, die die sachorientierte Ebene des Führungsstils betonen. Hierzu<br />
gehören Items aus den Bereichen Organisationskompetenz (z. B.: "Der Schulleiter trifft<br />
Entscheidungen zügig, wenn sie benötigt werden."), Kommunikation mit MitarbeiterInnen<br />
der Schule (z. B.: "Der Schulleiter hat manchmal Probleme, eigene Erwartungen<br />
an die MitarbeiterInnen klar und deutlich zu machen.") oder Zielorientierung (z. B.: "Der<br />
Schulleiter arbeitet an der Entwicklung von langfristigen Zielen für die Schule.").<br />
3. Innovationsbereitschaft (vormals Veränderungsbereitschaft und Förderung) 1 :<br />
Die neun Items dieser Dimension erfragen die Bereitschaft, Veränderungen im<br />
Schulbetrieb zu unterstützen (z. B.: "Der Schulleiter fördert Ideen und Anregungen, um<br />
das Leben in der Schule bunter und vielseitiger zu gestalten.") oder LehrerInnen zu<br />
Weiterbildungen zu motivieren (z. B.: "Der Schulleiter informiert MitarbeiterInnen über<br />
Möglichkeiten der Weiterbildung.").<br />
1 Diese Dimension ist in Bezug auf den <strong>Bericht</strong> über das Projekt "360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong>" vom<br />
19. Juli 2005 aus didaktischen Gründen umbenannt worden. In Klammern ist die alte Bezeichnung der<br />
Dimension vermerkt.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 8<br />
auf <strong>eine</strong>r Antwortskala von 1 "völlig zutreffend" bis 5 "gar nicht zutreffend" beantwortet<br />
werden.<br />
10. Kommentare: Zusätzlich zu den angegebenen Dimensionen haben die befragten<br />
Personen die Möglichkeit, auf der letzten Seite des Fragebogens Kommentare<br />
niederzuschreiben. Dies dient vor allen Dingen dazu, bei kritischen Rückmeldungen<br />
erste Informationen über mögliche Hintergründe für die Kritik zu erhalten.<br />
3. PROBLEME BEI DER BEANTWORTUNG DES BISHERIGEN FRAGEBOGENS DURCH<br />
MITARBEITERINNEN DER STAATLICHEN UND KOMMUNALEN SCHULÄMTER<br />
Den MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter wurde in der<br />
Hauptstudie der vollständige Fragebogen mit allen Items vorgelegt, obwohl bereits<br />
vorher Zweifel vorhanden waren, ob alle Items von diesen beiden Gruppen beantwortet<br />
werden können. Die Hauptstudie sollte allerdings zeigen, welche Items gut und welche<br />
weniger gut von den MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter<br />
bearbeitet werden können.<br />
Wie bereits im <strong>Bericht</strong> vom 19. Juli 2005 über das Projekt "360°-<strong>Feedback</strong> für<br />
<strong>Schulleitungen</strong>" (Stellmacher, et al., 2005) dargestellt wurde, ist ein zentrales Problem,<br />
dass viele Items des bisherigen Fragebogens von MitarbeiterInnen der Staatlichen und<br />
Kommunalen Schulämter nicht zuverlässig beantwortet werden konnten. Die folgenden<br />
Tabellen 1 bis 6 dokumentieren anhand der oben angeführten Dimensionen des 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Fragebogens, wie hoch in der Hauptstudie der prozentuale Anteil fehlender<br />
Antworten bei den einzelnen Items in der Gruppe der MitarbeiterInnen der Staatlichen<br />
und Kommunalen Schulämter war. Zur genaueren Analyse werden die Angaben bzgl.<br />
der Staatlichen Schulämter für MitarbeiterInnen in der Verwaltung (SachbearbeiterInnen),<br />
JuristInnen und schulfachliche MitarbeiterInnen getrennt aufgelistet. Sieben<br />
MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter werden in dieser Analyse nicht berücksichtigt,<br />
da sie k<strong>eine</strong> Angabe über Ihre Zugehörigkeit zu <strong>eine</strong>r der Subgruppen<br />
gemacht haben. Die im Folgenden dargestellten Ergebnisse orientieren sich zur<br />
besseren Übersicht an den sechs zentralen Dimensionen (1-6) der neuen Fragebogenversion,<br />
die auch in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>s verwendet werden sollen.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 9<br />
Tabelle 1: Prozentuale Häufigkeit von fehlenden Angaben bei Items der Dimension 1 "Mitarbeiterorientierter<br />
Führungsstil"<br />
Itemformulierung Staatliches Schulamt a Kommunales<br />
Schulamt<br />
Der Schulleiter...<br />
01 "...diskutiert anstehende wichtige Entscheidungen<br />
offen."<br />
02 "...entscheidet häufig über die Köpfe des Kollegiums<br />
hinweg."<br />
03 "...berücksichtigt bei Entscheidungen Einwände,<br />
Interessen und Standpunkte der Betroffenen."<br />
04 "...vermittelt in Sitzungen und Konferenzen das<br />
Gefühl, alle Diskussionsbeiträge ernst zu nehmen."<br />
05 "...erwartet, dass s<strong>eine</strong> Entscheidungen, ohne zu<br />
fragen, akzeptiert werden."<br />
Verwaltung<br />
JuristInnen<br />
Schulfachlich<br />
(N=76) (N=21) (N=19) (N=72)<br />
86,8% 15,8% 0,0% 22,2%<br />
93,4% 26,3% 4,8% 81,9%<br />
92,1% 21,1% 4,8% 31,9%<br />
92,1% 26,3% 9,5% 31,9%<br />
78,9% 21,1% 0,0% 33,3%<br />
06 "...wird bei Konflikten auch mal aggressiv." 71,1% 15,8% 0,0% 33,3%<br />
07 "...kann mit Konflikten im Kollegium souverän<br />
umgehen."<br />
97,4% 26,3% 0,0% 84,7%<br />
08 "...ermutigt dazu, Kritik offen auszusprechen." 88,2% 57,9% 23,8% 76,4%<br />
09 "...kritisiert sachlich und angemessen." 85,5% 42,1% 14,3% 58,3%<br />
10 "...gibt ausreichend Anerkennung für besondere<br />
Leistungen und Engagement."<br />
11 "...fordert Arbeitsleistungen von anderen, die<br />
angemessen sind."<br />
12 "...nimmt Sorgen und Ängste von MitarbeiterInnen<br />
ernst."<br />
13 "...zeigt Verständnis für gesundheitliche und soziale<br />
Probleme."<br />
92,1% 78,9% 19,0% 84,7%<br />
92,1% 31,6% 9,5% 79,2%<br />
97,4% 31,6% 9,5% 66,7%<br />
93,4% 21,1% 14,3% 84,7%<br />
14 "...behandelt MitarbeiterInnen fair und respektvoll." 89,5% 31,6% 19,0% 62,5%<br />
15 "...setzt sich für die Belange von MitarbeiterInnen<br />
ein."<br />
16 "...sorgt dafür, dass sich alle an der Schule wohl<br />
fühlen."<br />
17 "...versucht, aufkommende Frustrationen und<br />
Konflikte an der Schule auszugleichen."<br />
18 "...sorgt dafür, dass sich das soziale Klima in der<br />
Schule verbessert."<br />
19 "...pflegt nicht immer <strong>eine</strong>n freundlichen und<br />
vertrauensvollen Umgang mit der Schulgemeinde."<br />
94,7% 26,3% 14,3% 63,9%<br />
94,7% 21,1% 0,0% 40,3%<br />
97,4% 21,1% 9,5% 69,4%<br />
94,7% 21,1% 0,0% 58,3%<br />
84,2% 26,3% 4,8% 63,9%<br />
Anmerkung: a Insgesamt hatten 123 MitarbeiterInnen Staatlicher Schulämter an der Hauptstudie<br />
teilgenommen. Sieben Personen hatten allerdings ihre Zugehörigkeit zu <strong>eine</strong>r der aufgeführten<br />
Subgruppen nicht angegeben. Sie werden für die Analysen der Fehlantworten nicht berücksichtigt.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 10<br />
Tabelle 2: Prozentuale Häufigkeit von fehlenden Angaben bei Items der Dimension 2 "Ziel- und<br />
aufgabenorientierter Führungsstil"<br />
Itemformulierung Staatliches Schulamt a Kommunales<br />
Schulamt<br />
Der Schulleiter...<br />
Verwaltung<br />
JuristInnen<br />
Schulfachlich<br />
(N=76) (N=21) (N=19) (N=72)<br />
20 "...hat die Schule jederzeit fest im Griff." 69,7% 5,3% 0,0% 25,0%<br />
21 "...verliert manchmal den Überblick darüber, was an<br />
der Schule vorgeht."<br />
22 "...setzt in s<strong>eine</strong>m Engagement ein gutes Beispiel für<br />
die Schulgemeinde."<br />
23 "...tendiert dazu, wichtige Entscheidungen so lange<br />
wie möglich hinauszuschieben."<br />
24 "...reagiert zuverlässig auf schulexterne Anfragen<br />
(z. B. Ämter, Ministerium)."<br />
25 "...trifft Entscheidungen zügig, wenn sie benötigt<br />
werden."<br />
26 "...hat manchmal Probleme, eigene Erwartungen an<br />
die MitarbeiterInnen klar und deutlich zu machen."<br />
27 "...gibt nicht immer rechtzeitig und ausreichend alle<br />
notwendigen Informationen weiter."<br />
28 "...arbeitet an der Entwicklung von langfristigen<br />
Zielen für die Schule."<br />
29 "...sorgt dafür, dass die pädagogischen Ziele<br />
innerhalb der Schule richtig interpretiert werden."<br />
30 "...macht manchmal nicht deutlich genug, was<br />
gemeinsam erreicht werden soll."<br />
31 "...vermittelt der Schulgemeinde den Eindruck, sich<br />
um aktuelle Probleme (z. B. Unterrichtsausfall) zu<br />
kümmern."<br />
32 "...ist voller Energie und Bereitschaft,<br />
Schulangelegenheiten voranzubringen."<br />
78,9% 5,3% 4,8% 27,8%<br />
78,9% 15,8% 0,0% 22,2%<br />
69,7% 10,5% 4,8% 30,6%<br />
34,2% 5,3% 0,0% 20,8%<br />
59,2% 15,8% 0,0% 23,6%<br />
98,7% 68,4% 14,3% 83,3%<br />
80,3% 42,1% 14,3% 69,4%<br />
77,6% 15,8% 0,0% 22,2%<br />
93,4% 36,8% 0,0% 83,3%<br />
96,1% 36,8% 9,5% 50,0%<br />
81,6% 21,1% 0,0% 69,4%<br />
56,6% 0,0% 0,0% 15,3%<br />
Tabelle 3: Prozentuale Häufigkeit von fehlenden Angaben bei Items der Dimension 3 "Innovationsbereitschaft"<br />
Itemformulierung Staatliches Schulamt a Kommunales<br />
Schulamt<br />
Der Schulleiter...<br />
33 "...ermutigt zu originellen Ideen und Problemlösungsvorschlägen."<br />
34 "...ist neuen Entwicklungen aus der pädagogischen<br />
Diskussion und Forschung gegenüber eher<br />
zurückhaltend."<br />
35 "...fördert Ideen und Anregungen, um das Leben in<br />
der Schule bunter und vielseitiger zu gestalten."<br />
36 "...ist bereit, sich auf Neues einzulassen, anstatt<br />
immer nur an Altem und Bewährtem festzuhalten."<br />
37 "...sucht den Erfahrungsaustausch mit anderen<br />
Schulen und Institutionen, um Anregungen für die<br />
Verbesserung der eigenen pädagogischen Praxis zu<br />
erhalten."<br />
38 "...unterstützt MitarbeiterInnen bei deren beruflichem<br />
Weiterkommen."<br />
39 "...informiert MitarbeiterInnen über Möglichkeiten der<br />
Weiterbildung."<br />
40 "...regt MitarbeiterInnen selten dazu an, an<br />
Weiterbildungen teilzunehmen."<br />
Verwaltung JuristInnen<br />
Schulfachlich<br />
(N=76) (N=21) (N=19) (N=72)<br />
85,5% 47,4% 0,0% 36,1%<br />
93,4% 42,1% 0,0% 45,8%<br />
92,1% 42,1% 9,5% 36,1%<br />
80,3% 15,8% 4,8% 27,8%<br />
90,8% 42,1% 4,8% 52,8%<br />
94,7% 68,4% 9,5% 80,6%<br />
97,4% 89,5% 14,3% 90,3%<br />
97,4% 84,2% 19,0% 88,9%<br />
41 "...sorgt für ein Fortbildungskonzept der Schule." 98,7% 63,2% 4,8% 100,0%
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 11<br />
Tabelle 4: Prozentuale Häufigkeit von fehlenden Angaben bei Items der Dimension 4 "Umgang mit Eltern<br />
und SchülerInnen"<br />
Itemformulierung Staatliches Schulamt a Kommunales<br />
Schulamt<br />
Der Schulleiter...<br />
42 "...ist für SchülerInnen gut erreichbar und<br />
gesprächsbereit."<br />
Verwaltung<br />
JuristInnen<br />
(N=76) (N=21) (N=19) (N=72)<br />
100,0% 26,3% 19,0% 87,5%<br />
43 "...ist für Eltern gut erreichbar und gesprächsbereit." 100,0% 26,3% 19,0% 88,9%<br />
44 "...nimmt Sorgen und Ängste von SchülerInnen<br />
ernst."<br />
100,0% 21,1% 9,5% 86,1%<br />
45 "...nimmt Sorgen und Ängste von Eltern ernst." 100,0% 21,1% 14,3% 83,3%<br />
46 "...behandelt SchülerInnen fair und respektvoll." 98,7% 26,3% 23,8% 81,9%<br />
47 "...behandelt Eltern fair und respektvoll." 100,0% 26,3% 23,8% 83,3%<br />
48 "...nimmt sich zu wenig Zeit für Anliegen von<br />
SchülerInnen."<br />
98,7% 26,3% 33,3% 86,1%<br />
49 "...nimmt sich zu wenig Zeit für Anliegen von Eltern." 98,7% 26,3% 33,3% 83,3%<br />
Tabelle 5: Prozentuale Häufigkeit von fehlenden Angaben bei Items der Dimension 5 "Erschöpfung"<br />
Itemformulierung Staatliches Schulamt a Kommunales<br />
Schulamt<br />
Der Schulleiter...<br />
Verwaltung<br />
JuristInnen<br />
(N=76) (N=21) (N=19) (N=72)<br />
50 "...wirkt ausgebrannt." 48,7% 5,3% 0,0% 9,7%<br />
51 "...erweckt den Eindruck, kein Interesse mehr daran<br />
zu haben, die Schule zu leiten."<br />
52 "...erweckt den Eindruck, <strong>eine</strong> Pause nötig zu<br />
haben."<br />
53 "..erweckt den Eindruck, viel Spaß an der Arbeit als<br />
Schulleiter zu haben."<br />
46,1% 0,0% 4,8% 8,3%<br />
48,7% 0,0% 0,0% 13,9%<br />
51,3% 0,0% 0,0% 9,7%<br />
54 "...ist manchmal überfordert." 81,6% 21,1% 4,8% 37,5%<br />
Tabelle 6: Prozentuale Häufigkeit von fehlenden Angaben bei Items der Dimension 6 "Delegation"<br />
Itemformulierung Staatliches Schulamt a Kommunales<br />
Schulamt<br />
Der Schulleiter...<br />
55 "..unterstützt durch zielgerichtete Koordination die<br />
Aufgabenerledigung an der Schule."<br />
56 "..verteilt Aufgaben an MitarbeiterInnen der Schule<br />
angemessen und gerecht."<br />
57 "..belässt zu viele Aufgaben im eigenen<br />
Kompetenzbereich."<br />
Verwaltung<br />
JuristInnen<br />
Schulfachlich<br />
Schulfachlich<br />
Schulfachlich<br />
(N=76) (N=21) (N=19) (N=72)<br />
92,1% 31,6% 4,8% 63,9%<br />
96,1% 47,4% 14,3% 79,2%<br />
98,7% 47,4% 9,5% 69,4%<br />
58 "..delegiert sinnvoll Aufgaben an MitarbeiterInnen." 97,4% 47,4% 14,3% 77,8%
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 12<br />
3.1. Fehlende Angaben bei MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter<br />
Besonders hohe Prozentsätze fehlender Angaben zeigen sich bei MitarbeiterInnen aus<br />
der Verwaltung. Sie liegen dort in den meisten Fällen bei 70% oder höher. Ein wenig<br />
besser sind die Quoten für JuristInnen. Hier liegen die meisten Prozentsätze für<br />
fehlende Angaben <strong>zum</strong>indest unter 50%. Die einzige Gruppe, in der die Anzahl<br />
fehlender Angaben relativ gering ist, ist die Gruppe der schulfachlichen MitarbeiterInnen.<br />
Wenn die Unterschiede in den Quoten für fehlende Angaben in Bezug auf die<br />
Inhalte betrachtet werden, fällt auf, dass die Fragen aus den Dimensionen "Mitarbeiterorientierter<br />
Führungsstil", "Ziel- und aufgabenorientierter Führungsstil", "Innovationsbereitschaft"<br />
sowie "Erschöpfung" besser beurteilt werden können als die Fragen zu<br />
"Umgang mit Eltern und SchülerInnen" und "Delegation".<br />
3.2. Fehlende Angaben bei MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter<br />
Auch bei den MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts sind in den Tabellen 1 bis<br />
6 relativ hohe Prozentsätze für fehlende Angaben zu finden. Zwischen den Items sind<br />
jedoch erhebliche Schwankungen vorhanden. Während bei einigen Items lediglich<br />
Quoten von 20-30% auftauchen, sind bei anderen Items Prozentsätze von 80-100% zu<br />
erkennen. Eine Systematik in der Höhe der Quoten ist nur schwer aus<strong>zum</strong>achen. Die<br />
einzige Dimension, die von den MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter<br />
einigermaßen zuverlässig beantwortet wurde, ist die Dimension "Erschöpfung".<br />
3.3. Fazit aus der Analyse der fehlenden Angaben<br />
Die präsentierten Ergebnisse geben bereits einige Hinweise für die Gestaltung der<br />
Fragebögen für MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter.<br />
Besonders drei Aspekte können hervorgehoben werden:<br />
a. Die Quote für fehlende Angaben bei den MitarbeiterInnen aus der Verwaltung der<br />
Staatlichen Schulämter ist so hoch, dass es fraglich ist, ob <strong>eine</strong> Berücksichtigung<br />
dieser Personen in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen sinnvoll ist.<br />
b. Besonders die Dimensionen "Umgang mit Eltern und SchülerInnen" und "Delegation"<br />
sind von den meisten MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter<br />
kaum zu beantworten. Zu hinterfragen gilt hier, ob diese Dimensionen noch weiter<br />
vorgelegt werden sollten.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 13<br />
c. Bislang fehlen Items, die sich spezifisch auf Aufgabenschnittstellen zwischen den<br />
SchulleiterInnen und den Staatlichen und Kommunalen Schulämtern beziehen. Welche<br />
Themenbereiche sollten in diesem Zusammenhang ergänzt werden?<br />
Aus den bisherigen Ausführung wird deutlich, dass <strong>eine</strong> Optimierung des 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Fragebogens für MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen<br />
Schulämter notwendig ist. Um detailliertere Informationen über sinnvolle Veränderungen<br />
des Fragebogens zu bekommen, erschien es empfehlenswert, Experteninterviews<br />
mit MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter durchzuführen.<br />
Solche Experteninterviews waren Grundlage <strong>eine</strong>r <strong>Zusatzstudie</strong>, die im Folgenden<br />
geschildert wird.<br />
4. DARSTELLUNG DER ZUSATZSTUDIE<br />
Ziel der <strong>Zusatzstudie</strong> war die Optimierung des Messinstruments des 360°-<strong>Feedback</strong>s<br />
für MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter.<br />
4.1. Methodik der <strong>Zusatzstudie</strong><br />
Die <strong>Zusatzstudie</strong> bestand aus drei Baust<strong>eine</strong>n:<br />
1. Durchführung von Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Staatlichen und<br />
Kommunalen Schulämter zur Beurteilung des bisherigen Verfahrens.<br />
2. Entwicklung neuer Items, die sich speziell für die Befragung von MitarbeiterInnen<br />
der Staatlichen und Kommunalen Schulämter eignen.<br />
3. Expertenevaluation der neu entwickelten Items.<br />
In den Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen<br />
Schulämter wurden nur solche Personen befragt, die bereits an der Hauptstudie<br />
teilgenommen hatten. Die Interviews beinhalteten drei Leitfragen:<br />
• Wie beurteilen Sie das 360°-<strong>Feedback</strong> Verfahren aus der heutigen Sicht?<br />
• Welche Dimensionen des bisherigen Fragebogens sollten auch in zukünftigen<br />
Befragungen eingesetzt werden?<br />
• Was sollte am 360°-<strong>Feedback</strong> Verfahren verändert bzw. verbessert werden?
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 14<br />
Durch diese Fragen sollten Informationen gesammelt werden, wie das Verfahren und<br />
vor allen Dingen der Fragebogen zur Durchführung von zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong><br />
Befragungen verbessert werden können.<br />
Im zweiten Teil der <strong>Zusatzstudie</strong> wurde unter Mithilfe der interviewten ExpertInnen<br />
neue Items formuliert. Diese sollten den besonderen Aufgabenschnittpunkten gerecht<br />
werden, die <strong>eine</strong>rseits zwischen den SchulleiterInnen und den Staatlichen Schulämter<br />
und anderseits zwischen den SchulleiterInnen und den Kommunalen Schulämter<br />
existieren. In zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong> Befragungen wird beabsichtigt, neben den<br />
bereits bestehenden Fragebogenteilen, zusätzlich diese neuen Items den Schulleiter-<br />
Innen sowie den MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter<br />
vorzulegen. Zur Überprüfung, ob die neu entwickelten Items verständlich formuliert<br />
worden waren und sinnvoll für den zukünftigen Einsatz in 360°-<strong>Feedback</strong> Befragungen<br />
sind, wurden erneut jeweils drei ExpertInnen gebeten, die Items zu evaluieren. Aus den<br />
erhaltenen Informationen wurden dann neue Fragebögen für MitarbeiterInnen der<br />
Staatlichen und Kommunalen Schulämter sowie für SchulleiterInnen entworfen, die im<br />
Anhang dokumentiert sind.<br />
4.2. Ergebnisse aus den Experteninterviews<br />
4.2.1. Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter<br />
Im Staatlichen Schulamt wurden vier Personen zu den in Kapitel 4.1. geschilderten<br />
Leitfragen interviewt. Drei Personen sind dem schulfachlichen Bereich zuzuordnen und<br />
<strong>eine</strong> Person war Sachbearbeiter in der Verwaltung. Alle hatten an dem 360°-<strong>Feedback</strong><br />
der Hauptstudie teilgenommen. Das Interview wurde in offener Form durchgeführt.<br />
Folgende zentrale Ergebnisse konnten festgehalten werden:<br />
Beurteilung des 360°-<strong>Feedback</strong>s<br />
Nach der Hauptstudie des 360°-<strong>Feedback</strong>s hatten sich nur wenige SchulleiterInnen an<br />
die schulfachlichen MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts gewandt. Davon hat<br />
sich <strong>eine</strong> Person von den befragten SchulleiterInnen sehr positiv geäußert. Durch die<br />
360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung seien an dieser Schule positive Impulse entstanden und es<br />
habe bei der Schulleitung zu <strong>eine</strong>m Überdenken der Leitungsrolle geführt. In <strong>eine</strong>m<br />
anderen Fall hat sich <strong>eine</strong> Person von den befragten SchulleiterInnen eher kritisch<br />
geäußert und die Validität der Angaben in Zweifel gezogen. Die Ergebnisse gäben
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 15<br />
allenfalls das Tagesgeschehen wieder, aber nicht die Gesamtsituation. Von <strong>eine</strong>r<br />
interviewten schulfachlichen Person wird der Eindruck geschildert, dass sich das 360°-<br />
<strong>Feedback</strong> positiv auf den Kontakt zwischen den SchulleiterInnen und den schulfachlichen<br />
MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts ausgewirkt habe, wenn die<br />
SchulleiterInnen mit den Ergebnissen des 360°-<strong>Feedback</strong>s zufrieden gewesen sind.<br />
Seien die SchulleiterInnen mit den Ergebnissen allerdings nicht zufrieden gewesen, so<br />
hätte sich - soweit sich dies beurteilen ließe - eher die Tendenz gezeigt, das Verfahrens<br />
in Frage zu stellen. Von <strong>eine</strong>r anderen schulfachlichen Person wird darauf<br />
hingewiesen, dass insgesamt die Kommunikation zwischen SchulleiterInnen und<br />
MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts relativ gut ist.<br />
Beurteilung der bisherigen Dimensionen des Fragebogens<br />
Bei der Diskussion der einzelnen Dimensionen des 360°-<strong>Feedback</strong>-Fragebogens<br />
wurden lediglich bei der Dimension "Umgang mit Eltern und SchülerInnen" Probleme<br />
bei der Beantwortung der entsprechenden Items gesehen. Es gäbe nur <strong>zum</strong> Teil<br />
Einblick in diesen Bereich. Die Dimension "Delegation" wird eher als beantwortbar<br />
kategorisiert.<br />
Veränderungs- bzw. Verbesserungsvorschläge<br />
Ein wichtiger Aspekt in den Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Staatlichen<br />
Schulämter war klarzustellen, welche Personengruppen in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Verfahren befragt werden sollten. Nach Einschätzung aller Befragten sollten in <strong>eine</strong>r<br />
360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung auf jeden Fall die schulfachlichen MitarbeiterInnen,<br />
JuristInnen und PsychologInnen um Rückmeldung gebeten werden. Diese drei<br />
Personengruppen seien in der Lage, den größten Teil der Items zu beantworten.<br />
Erhebliche Zweifel wurden aber bezüglich der Befragung von MitarbeiterInnen aus der<br />
Verwaltung des Staatlichen Schulamts geäußert. Ein Mitarbeiter aus der Verwaltung<br />
sagte dazu, dass die überwiegende Mehrzahl der Bereiche des 360°-<strong>Feedback</strong>s<br />
aufgrund der Tätigkeitsbereiche der Verwaltungskräfte im Staatlichen Schulamt nur<br />
sehr schwer beantwortet werden könnten. Dies deckt sich mit den Rückmeldungen aus<br />
dem Interview mit den schulfachlichen MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts.<br />
Auch hier werden Bedenken geäußert, ob es Sinn macht, MitarbeiterInnen aus der<br />
Verwaltung in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen zu berücksichtigen. Wenn,
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 16<br />
dann würde es sich höchstens lohnen, PersonalsachbearbeiterInnen in die 360°-<br />
<strong>Feedback</strong> Befragung mit einzubeziehen.<br />
Darüber hinaus wurden folgende Verbesserungsvorschläge für zukünftige 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Befragungen gemacht:<br />
• Es wird der Vorschlag gemacht, in zukünftigen Durchführungen ein Nachgespräch<br />
über die Ergebnisse des 360°-<strong>Feedback</strong>s zwischen SchulleiterInnen und<br />
den verantwortlichen schulfachlichen MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts<br />
verbindlich vorzusehen. Es wird allerdings auch das Problem gesehen,<br />
dass durch ein verbindliches Nachgespräch mit schulfachlichen MitarbeiterInnen<br />
des Staatlichen Schulamts die Teilnahmebereitschaft an <strong>eine</strong>m 360°-<strong>Feedback</strong><br />
bei den SchulleiterInnen sinken könnte.<br />
• Die bisherige Dimension "Erschöpfung" sollte aufgrund der negativen Konnotation<br />
durch die etwas positivere Bezeichnung "Belastbarkeit" ersetzt werden.<br />
• Es wird auf die momentan stattfindenden schnellen und umfassenden Veränderungen<br />
in den Aufgabenbereichen der SchulleiterInnen verwiesen. Hier wird besonders<br />
die Einführung von "Selbstverantwortlichen Schulen" genannt. Es müsse<br />
überprüft werden, ob wegen der neuen Anforderungen, die an <strong>Schulleitungen</strong><br />
gestellt werden, zukünftig weitere Bereiche mit in das 360°-<strong>Feedback</strong> aufgenommen<br />
werden sollten. Als Beispiel für bisher nicht mit dem bestehenden Instrument<br />
erfragte Bereiche werden genannt:<br />
o Organisation von Vertretungskräften bei Ausfall von Stunden: Im Rahmen<br />
des Projekts "Unterrichtsgarantie Plus" wird <strong>eine</strong> Aufgabe der <strong>Schulleitungen</strong><br />
sein, ein schuleigenes Vertretungskonzept zu entwickeln, das <strong>eine</strong><br />
zuverlässige Vertretung bei Unterrichtsausfall gewährleistet.<br />
o Mitarbeiter- und Jahresgespräche: Diese sollten in entsprechenden<br />
Rhythmen von der Schulleitung durchgeführt werden.<br />
o Verwaltung und Einsatz des Finanzbudgets: Schulen werden im Rahmen<br />
der "Selbstverantwortlichen Schule" über ein Finanzbudget verfügen, das<br />
sie eigenverantwortlich einsetzen und verwalten müssen.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 17<br />
o Bedeutung der externen Evaluation, die ab dem Schuljahr 2006/07 eingeführt<br />
wird.<br />
Die genannten Bereiche stellen nur <strong>eine</strong>n Ausschnitt an neuen Anforderungen<br />
dar, die durch die Einrichtung von "Selbstverantwortlichen Schulen" entstehen.<br />
Ob noch weitere Bereiche im 360°-<strong>Feedback</strong> ergänzt werden sollten, müsste<br />
nach Einführung der Veränderungen überprüft werden. Wenn <strong>eine</strong> Ausweitung<br />
des 360°-<strong>Feedback</strong>-Fragebogens stattfinden sollte, wurde der Wunsch geäußert,<br />
auch <strong>eine</strong>n Bereich "Genderkompetenz" einzuführen.<br />
4.2.2. Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter<br />
In den Kommunalen Schulämtern wurden ebenfalls vier Personen zu den in Kapitel<br />
4.1. geschilderten Leitfragen interviewt. Zwei stammten aus <strong>eine</strong>m städtischen<br />
Schulamt und zwei aus <strong>eine</strong>m Kreisschulamt. Die Interviews wurden simultan mit<br />
jeweils zwei Personen durchgeführt. Im Folgenden werden die wesentlichen Inhalte der<br />
Interviews beschrieben.<br />
Beurteilung des 360°-<strong>Feedback</strong>s<br />
Prinzipiell wird angemerkt, dass Kommunale Schulämter je nach Kreis bzw. Stadt sehr<br />
unterschiedliche Aufgabenstellungen, Organisationsstrukturen und Kontakte zu den<br />
einzelnen Schulen besitzen. Daher wäre das Gesagte nicht repräsentativ für alle<br />
Kommunalen Schulämter in Hessen.<br />
Einvernehmlich wird zurückgemeldet, dass auch Kommunale Schulämter um<br />
Rückmeldung im Rahmen <strong>eine</strong>r 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung gebeten werden sollten. In<br />
der jetzigen Version des Fragebogens werden aber erhebliche Probleme bei der<br />
Beantwortung der Items zurückgemeldet. Dies betrifft besonders zwei Aspekte:<br />
1. Bei der Diskussion der bisherigen Version des Fragebogens wird darauf hingewiesen,<br />
dass viele Items die Arbeit der Schulleiterin bzw. des Schulleiters in Bezug<br />
auf Gruppen thematisieren (LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern), zu denen<br />
MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts kaum oder k<strong>eine</strong>n Kontakt hätten.<br />
Der Kontakt von MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts zur Schule bestehe<br />
meist nur zu der erweiterten Schulleitung selbst. Darüber hinaus könnten<br />
solche Items, die sich z.B. auf den Umgang mit MitarbeiterInnen der Schule bezögen,<br />
nur in Bezug auf Personal beantwortet werden, das von den Kommuna-
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 18<br />
len Schulämtern eingestellt werde, wie z.B. HausmeisterInnen oder SekretärInnen.<br />
2. Im bisherigen Fragebogen werden Inhaltsbereiche (z.B. Entwicklung pädagogischer<br />
Ziele) thematisiert, die nicht in den Aufgabenbereich der Kommunalen<br />
Schulämter gehören. Zuverlässige Antworten könnten nur in Bezug auf spezifische<br />
Aufgabenschnittpunkte, die zwischen den SchulleiterInnen und den Kommunalen<br />
Schulämtern bestehen, gegeben werden.<br />
Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass sich nur ein Schulleiter nach der Durchführung<br />
der 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung mit dem Kommunalen Schulamt in Verbindung gesetzt<br />
hat. In diesem Fall ging es um die Aufklärung über <strong>eine</strong> unerwartet kritische Rückmeldung<br />
seitens der MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts.<br />
Beurteilung der bisherigen Dimensionen des Fragebogens<br />
Um genauere Informationen zur Beantwortbarkeit des bisherigen 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Fragebogens durch MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts zu erhalten, wurden<br />
die einzelnen Dimensionen des Fragebogens (vgl. Kapitel 2) diskutiert. Im Folgenden<br />
wird die Rückmeldung zu den einzelnen Dimensionen geschildert:<br />
• Dimension "Mitarbeiterorientierter Führungsstil": Die Items <strong>zum</strong> Bereich "Mitarbeiterorientierter<br />
Führungsstil" könnten nur im Bezug auf Personal, das vom<br />
Kommunalen Schulamt eingestellt werde, beantwortet werden, aber nicht im<br />
Bezug auf LehrerInnen. Die Wichtigkeit der Rückmeldung durch das Kommunale<br />
Schulamt in diesem Bereich wird aber von zwei befragten Personen betont.<br />
• Dimension "Aufgaben- und zielorientierter Führungsstil": Wichtige Rückmeldungen<br />
könnten hier zu den Bereichen Organisationskompetenz und Zielorientierung<br />
gegeben werden. Allerdings wird von zwei interviewten Personen darauf<br />
hingewiesen, dass hier <strong>eine</strong> stärkere Anpassung an die Schnittstelle zwischen<br />
SchulleiterInnen und den Kommunalen Schulämtern wünschenswert wäre. So<br />
könne beispielsweise das Item zur "Zielorientierung" ("Der Schulleiter arbeitet an<br />
der Entwicklung von langfristigen Zielen für die Schule") nur im Bezug auf Aufgabenstellungen<br />
der Kommunalen Schulämter sowie Kooperationen und Projekte<br />
vor allem im Bereich der Schulentwicklung beantwortet werden.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 19<br />
• Dimension "Innovationsbereitschaft": Zu der Dimension "Innovationsbereitschaft"<br />
gehören Items zur Unterstützung von Weiterbildungen, sowie zur Unterstützung<br />
von Veränderungen im Schulbetrieb. In der jetzigen Fassung wird die Beantwortung<br />
dieser Dimension als eher schwierig angesehen. Zwei von vier befragten<br />
Personen schätzen <strong>eine</strong> Rückmeldung durch MitarbeiterInnen der Kommunalen<br />
Schulämter als machbar ein, wenn die Items auf die Aufgabenbereiche des<br />
Kommunalen Schulamts spezifiziert würden, die den Kontakt zwischen den<br />
SchulleiterInnen und den MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts prägen.<br />
• Dimension "Erschöpfung": Es wird einstimmig zurückgemeldet, dass die Items<br />
dieser Dimension von MitarbeiterInnen des Kommunalen Schulamts in der jetzigen<br />
Version gut beantwortet werden können.<br />
• Dimensionen "Umgang mit Eltern und SchülerInnen" und "Delegation": Bei der<br />
Beantwortung von Items dieser beiden Dimensionen wurden erhebliche Schwierigkeiten<br />
geäußert. Eine fundierte Rückmeldung durch MitarbeiterInnen des<br />
Kommunalen Schulamts sei hier nicht möglich. Beim Umgang mit Eltern und<br />
SchülerInnen liege dies am mangelnden Kontakt zu diesen Personenkreisen.<br />
Der Kontakt zu den Eltern finde z.B. meist nur in öffentlichen Sitzungen statt. Zur<br />
Beurteilung der Dimension "Delegation" fehle der nötige Einblick in diesen Bereich<br />
der Arbeit der SchulleiterInnen. Eine Person weist darauf hin, dass Delegation<br />
nur dann sichtbar sei, wenn nicht nur die SchulleiterInnen sich an das<br />
Kommunale Schulamt wendeten, sondern auch andere Personen. In diesen Fällen<br />
beurteilt <strong>eine</strong> interviewte Person <strong>eine</strong> Rückmeldung <strong>zum</strong> Bereich Delegation<br />
für leistbar.<br />
Veränderungs- und Verbesserungsvorschläge<br />
Folgende Veränderungs- bzw. Verbesserungsvorschläge wurden genannt:<br />
• Bisher wurde immer vom Kommunalen Schulamt gesprochen. Es wird darauf<br />
hingewiesen, dass auch Beziehungen der SchulleiterInnen zu anderen kommunalen<br />
Fachdiensten wie Bau-, Organisations- und Personalverwaltungen sowie<br />
zu den schulpolitisch Verantwortlichen und Gremien bestehen. Der Begriff<br />
"Kommunales Schulamt" ist daher an einigen Stellen ein wenig kurz gefasst.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 20<br />
Auch hier sollte bei zukünftigen Befragungen <strong>eine</strong> stärkere Differenzierung<br />
vorgenommen werden.<br />
• Es wird vorgeschlagen, <strong>eine</strong>n Bereich "Verantwortungsbereitschaft" als Beurteilungsdimension<br />
mit in den Fragebogen aufzunehmen. Mit dieser Dimension soll<br />
<strong>zum</strong> <strong>eine</strong>n erfasst werden, inwieweit die SchulleiterInnen der Herausforderung<br />
gerecht würden, die Ihnen zur Verfügung gestellten Mittel verantwortungsbewusst<br />
zu verwalten. Zum anderen kann hier aber auch die Präsenz der SchulleiterInnen<br />
bei wichtigen Terminen und Projekten erfragt werden. Darüber hinaus<br />
können Rückmeldungen zur "Kommunikationsbereitschaft mit dem Kommunalen<br />
Schulamt" erfasst werden.<br />
• Betont wird, dass <strong>eine</strong> Rückmeldung über "Wertschätzung der Arbeit von<br />
MitarbeiterInnen des Schulträgers" wichtig ist. Es wird der Wunsch geäußert,<br />
dass der Kontakt der SchulleiterInnen mit den MitarbeiterInnen des Schulträgers<br />
insgesamt stärker durch Akzeptanz und Wertschätzung geprägt sein sollte. Es<br />
werde zu wenig anerkannt, dass die Arbeit des gesamten Schulträgers durch<br />
bestimmte Rahmenbedingungen geprägt sei, die Grenzen im Handlungsspielraum<br />
mit sich brächten.<br />
• Schließlich wird von <strong>eine</strong>r Person darauf hingewiesen, dass zukünftig durch<br />
sinkende Schülerzahlen und die damit einhergehenden Rationalisierungsmaßnahmen<br />
ein erhebliches Konfliktpotential zwischen den <strong>Schulleitungen</strong> und den<br />
Kommunalen Schulämtern entstehen könne.<br />
Vorausgesetzt, dass MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter in zukünftige 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Befragungen involviert werden sollen, wird insgesamt empfohlen, mehr<br />
Items und Bereiche aufzunehmen, die sich stärker auf die Kontaktschnittstellen und<br />
Aufgabenbereiche der Kommunalen Schulämter beziehen. In der jetzigen Version des<br />
Fragebogens wäre der Beitrag für 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen durch MitarbeiterInnen<br />
des Kommunalen Schulamts eher gering.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 21<br />
4.2.3. Fazit aus den Experteninterviews für zukünftige 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragungen<br />
Die Experteninterviews haben <strong>eine</strong>n besseren Einblick in die Probleme bei der<br />
Beantwortung der bisherigen 360°-<strong>Feedback</strong>-Fragebögen ermöglicht. Entsprechend<br />
fallen die folgenden Empfehlungen für Veränderungen zukünftiger 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragungen aus:<br />
A. Teilnahme von MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter: Auch in Zukunft sollten<br />
MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter befragt werden. Allerdings sollte sich die<br />
Befragung auf schulfachliche MitarbeiterInnen, PsychologInnen und JuristInnen in den<br />
Staatlichen Schulämtern beschränken. Die Ergebnisse aus der Hauptstudie (Anzahl<br />
fehlender Angaben) und die Experteninterviews legen nahe, zukünftig Sachbearbeiter-<br />
Innen aus der Verwaltung der Staatlichen Schulämter in <strong>eine</strong>m 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Verfahren nicht mehr zu befragen. Aus ökonomischen Gründen wird darüber hinaus<br />
empfohlen, den MitarbeiterInnen des Staatlichen Schulamts die Items der Dimension<br />
"Umgang mit Eltern und SchülerInnen" nicht mehr vorzulegen. Hier waren sich die<br />
befragten ExpertInnen einig, dass dieser Bereich nur unzuverlässig beantwortet<br />
werden kann. Alle Dimensionen sollten jedoch beibehalten werden.<br />
B. Teilnahme von MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter: Die Interviews haben<br />
ergeben, dass in der jetzigen Version des Fragebogens nur wenige Items von<br />
MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter beantwortet werden können. Empfehlenswert<br />
ist es, lediglich die Dimensionen "Aufgaben- und zielorientierter Führungsstil"<br />
sowie "Erschöpfung" im Fragebogen zu belassen. Die Dimension "Mitarbeiterorientierter<br />
Führungsstil" könnte allerhöchstens in Bezug auf Personal beantwortet werden, das<br />
vom Kommunalen Schulamt eingestellt wird. Da dies aber auch dann nur partiell<br />
möglich wäre, wird empfohlen, diese Dimension nicht weiter vorzulegen.<br />
C. Verbindliche Nachgespräche: Die Empfehlung, verbindliche Nachgespräche mit den<br />
schulfachlichen MitarbeiterInnen in den Staatlichen Schulämtern nach 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragungen zu implementieren, sollte geprüft werden. Auf der <strong>eine</strong>n Seite besteht die<br />
Gefahr, dass dadurch die Bereitschaft der SchulleiterInnen zur Teilnahme an <strong>eine</strong>m<br />
360°-<strong>Feedback</strong> deutlich gesenkt wird. Dies wird besonders dann der Fall sein, wenn<br />
das Verhältnis zwischen Schulleitung und Staatlichem Schulamt als problematisch<br />
erlebt wird. Auf der anderen Seite könnte ein verbindliches Nachgespräch die
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 22<br />
Kommunikation zwischen den MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter und den<br />
SchulleiterInnen verbessern und es würde den Staatlichen Schulämtern ermöglicht,<br />
positive Impulse geben zu können. Zur Klärung dieser Frage sollten SchulleiterInnen<br />
zu ihrer Sichtweise und ihren Erfahrungen mit Nachgesprächen mit schulfachlichen<br />
MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter befragt werden. Darüber hinaus ist <strong>eine</strong><br />
wichtige Frage, in welcher Form solche Nachgespräche durchgeführt werden sollten.<br />
Überlegenswert wäre beispielsweise, für das Nachgespräch nur die Rückmeldung des<br />
Staatlichen Schulamts im 360°-<strong>Feedback</strong> verpflichtend zu Grunde zu legen und die<br />
Offenlegung der anderen Ergebnisse im Ermessensspielraum der SchulleiterInnen zu<br />
belassen.<br />
D. Umbenennung von Dimensionen: Es wurde empfohlen, die Dimension "Erschöpfung"<br />
in "Belastbarkeit" umzubenennen, da der Begriff "Erschöpfung" negativ besetzt<br />
sei. Dieser Vorschlag wird für zukünftige Befragungen übernommen.<br />
E. Aufnahme von neuen Dimensionen: Die Interviews haben deutlich gemacht, dass es<br />
empfehlenswert ist, neue Items und Dimensionen in den Fragebogen einzuarbeiten,<br />
die speziell auf die Befragung von MitarbeiterInnen der Kommunalen und Staatlichen<br />
Schulämter ausgerichtet sind. Dies soll im folgenden Kapitel ausgeführt werden.<br />
4.3. Formulierung und Evaluation neuer Items für MitarbeiterInnen der Staatlichen<br />
und Kommunalen Schulämter<br />
Bei der Einarbeitung neuer Items für MitarbeiterInnen der Kommunalen und Staatlichen<br />
Schulämter muss derzeit <strong>eine</strong>m Kompromiss gefolgt werden. Die hessischen Schulen<br />
befinden sich zur Zeit in <strong>eine</strong>r starken Umbruchsituation. Dies hat besonders mit der<br />
Einführung der "Selbstverantwortlichen Schulen" zu tun. Dadurch verändert sich auch<br />
das Aufgabenprofil von SchulleiterInnen stark. Daher empfiehlt es sich, zur Zeit nur<br />
solche Items neu aufzunehmen, die bereits aus der jetzigen Perspektive wertvolle<br />
Ergänzungen zu den bisherigen Items darstellen. Nach der kompletten Einführung der<br />
"Selbstverantwortlichen Schulen" sollte dann nochmals überprüft werden, ob weitere<br />
Items hinzugefügt werden sollten, die ebenfalls speziell nur auf die Befragung von<br />
MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter oder der Kommunalen Schulämter<br />
ausgerichtet sind.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 23<br />
Unter Mithilfe <strong>eine</strong>r erfahrenen Person aus dem Schulamt wurden sowohl für die<br />
Kommunalen Schulämter als auch für die Staatlichen Schulämter neue Items<br />
formuliert, die in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen nur diesen Personengruppen<br />
und den SchulleiterInnen vorgelegt werden sollen. Damit wird den spezifischen<br />
Aufgabenfeldern, die zwischen den Schulämtern und den SchulleiterInnen bestehen,<br />
Rechnung getragen.<br />
Für die MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter wurde die zusätzliche Aufnahme<br />
der folgenden sechs Items vorgeschlagen:<br />
Die Schulleiterin... / Der Schulleiter...<br />
1. ...setzt die Vorgaben von Unterrichtsgarantie plus effektiv um.<br />
2. ...hat ein angemessenes Vertretungskonzept erstellt.<br />
3. ...wählt neue Lehrkräfte nach nachvollziehbaren Kriterien aus<br />
4. ...verwaltet die verfügbaren Schulbudgets sachangemessen und effektiv.<br />
5. ...bereitet die Schule für externe Evaluationsverfahren angemessen vor.<br />
6. ...nutzt verfügbare Daten der Schule zu ihrer Verbesserung.<br />
Diese Items wurden drei schulfachlichen MitarbeiterInnen aus dem Staatlichen<br />
Schulamt zur Evaluation vorgelegt. Sie wurden gebeten anzugeben, ob die Items a)<br />
verständlich formuliert und b) sinnvoll für <strong>eine</strong> 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung sind. Beide<br />
Fragen konnten entweder mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden (vgl. Anhang 8.1.).<br />
Alle Items wurden von den drei befragten Personen als verständlich und sinnvoll<br />
bewertet. Daher werden die Items in der oben dargestellten Formulierung für<br />
zukünftige 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen übernommen.<br />
Für die MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter wurde die zusätzliche Aufnahme<br />
der folgenden neun Items vorgeschlagen:<br />
Die Schulleiterin... / Der Schulleiter...<br />
1. ...macht die Hintergründe für Unterstützungsmaßnahmen durch den Schulträger<br />
für alle Beteiligten transparent.<br />
2. ...stellt alle notwendigen Informationen zur Verfügung, wenn bauliche Maßnahmen<br />
erforderlich sind.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 24<br />
3. ...sorgt für ein nachvollziehbares IT-Konzept der Schule.<br />
4. ...ist im Umgang mit MitarbeiterInnen des Schulträgers freundlich und offen.<br />
5. ...erweist sich bei Verhandlungen oft als schwierig.<br />
6. ...ist im Umgang mit nicht pädagogischem Personal der Schule geschickt.<br />
7. ...hat Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen nicht-pädagogischen<br />
Personals.<br />
8. ...verwaltet die ihm zur Verfügung gestellten Mittel verantwortungsbewusst.<br />
9. ...zeigt bei wichtigen Terminen und Projekten mit dem Schulträger <strong>eine</strong><br />
zufriedenstellende Präsenz.<br />
Die Items wurden zwei Personen aus dem städtischen Schulamt und zwei Personen<br />
aus dem Kreisschulamt vorgelegt. Wieder sollte angegeben werden, ob die Items a)<br />
verständlich formuliert und b) sinnvoll für <strong>eine</strong> 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung sind. Beide<br />
Fragen konnten entweder mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden (vgl. Anhang 8.2.).<br />
Auch hier waren sich alle befragten Personen einig, dass die Items sowohl verständlich<br />
als auch sinnvoll sind und somit für zukünftige 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen eingesetzt<br />
werden sollten. Allerdings wurden ein paar alternative Formulierungsvorschläge<br />
gemacht. Bei Item 2 wurde vorgeschlagen, "bauliche Maßnahmen" durch "bauliche<br />
oder sonstige Maßnahmen" zu ersetzen. Bei Item 9 "Der Schulleiter zeigt bei wichtigen<br />
Terminen und Projekten mit dem Schulträger <strong>eine</strong> zufriedenstellende Präsenz" sollte<br />
der Teilsatz "oder stellt die Vertretung sicher" ergänzt werden. Diese beiden Vorschläge<br />
werden übernommen. Bei Item 3 "...sorgt für ein nachvollziehbares IT-Konzept der<br />
Schule" wird vorgeschlagen, den Begriff IT-Konzept durch den allgem<strong>eine</strong>ren Begriff<br />
Medien-Konzept zu ersetzen. Bei diesem Vorschlag ist jedoch fraglich, ob unter <strong>eine</strong>m<br />
Medien-Konzept immer auch ein IT-Konzept subsummiert werden kann. Daher wird als<br />
Kompromiss die Formulierung "...sorgt für ein nachvollziehbares Medien- und IT-<br />
Konzept der Schule" eingefügt.<br />
5. ZUSATZEVALUATION DER HAUPTSTUDIE<br />
Im August 2005, d.h. ein halbes Jahr nach Beendigung der Hauptstudie <strong>zum</strong> 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>, waren alle SchulleiterInnen, die an der Befragung teilgenommen hatten,<br />
gebeten worden, <strong>eine</strong>n kurzen Evaluationsfragebogen auszufüllen. Von den 19<br />
angeschriebenen Schulen haben 10 SchulleiterInnen <strong>eine</strong> Rückmeldung gegeben. Da
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 25<br />
die Evaluation nach der Fertigstellung des <strong>Bericht</strong>s zur Hauptstudie erfolgte, werden<br />
die Ergebnisse der Evaluation mit diesem <strong>Bericht</strong> nachgereicht. Im Folgenden sind die<br />
Fragen und die Ergebnisse im Überblick dargestellt.<br />
5.1. Ergebnisse der Zusatzevaluation<br />
Frage 1: Wie sehr haben Sie die 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung als Unterstützung erlebt?<br />
Sehr<br />
unterstützend<br />
Eher<br />
unterstützend<br />
Eher nicht<br />
unterstützend<br />
Gar nicht<br />
unterstützend<br />
Häufigkeiten 6 3 1 0<br />
Prozent 60 % 30 % 10 % 0 %<br />
Frage 2: Wie nützlich waren die Informationen, die Sie durch die Befragung erhalten<br />
haben?<br />
Eher nicht Gar nicht<br />
Sehr nützlich Eher nützlich<br />
nützlich nützlich<br />
Häufigkeiten 7 2 1 0<br />
Prozent 70 % 20 % 10 % 0 %<br />
Frage 3: Sind Veränderungen durch die Befragung angestoßen worden?<br />
Ja, sehr viele Ja, einige Kaum welche Nein, gar k<strong>eine</strong><br />
Häufigkeiten 1 4 4 1<br />
Prozent 10 % 40 % 40 % 10 %<br />
Frage 4: Können Sie auch anderen SchulleiterInnen die Durchführung <strong>eine</strong>r 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Befragung empfehlen?<br />
Eher nicht Gar nicht<br />
Sehr empfehlen Eher empfehlen<br />
empfehlen empfehlen<br />
Häufigkeiten 8 1 1 0<br />
Prozent 80 % 10 % 10 % 0 %<br />
5.2. Fazit der Zusatzevaluation<br />
Auch wenn nicht alle SchulleiterInnen, die an der Hauptstudie des 360°-<strong>Feedback</strong>s<br />
teilgenommen haben, <strong>eine</strong> Rückmeldung zur Evaluation abgegeben haben, so<br />
zeichnen die Ergebnisse doch ein recht positives Bild. Nur <strong>eine</strong> von zehn Personen<br />
scheint weniger zufrieden mit dem 360°-<strong>Feedback</strong> gewesen zu sein, da diese die 360°-<br />
<strong>Feedback</strong>-Befragung als eher nicht unterstützend, die Information aus dem Verfahren
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 26<br />
als eher nicht nützlich und die Durchführung <strong>eine</strong>s 360°-<strong>Feedback</strong> als eher nicht<br />
empfehlenswert beurteilt hat. Von allen anderen wurde das 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahren<br />
als unterstützend erlebt und die Informationen, die die SchulleiterInnen dadurch<br />
erhalten haben, wurden als nützlich empfunden. Es kann hier nochmals betont werden,<br />
dass <strong>eine</strong> wichtige Funktion des 360°-<strong>Feedback</strong>s nicht nur die Rückmeldung von<br />
Defiziten ist, sondern auch die Identifikation von Bereichen, die positiv bewertet<br />
werden. Beide Formen der Rückmeldung sind wichtig.<br />
Ein weiteres Ziel der 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragung ist es natürlich, Hinweise darauf zu<br />
liefern, in welchen Bereichen Optimierungsbedarf besteht. Daher wurde in Frage 3<br />
nach Veränderungen gefragt, die durch das 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahren angestoßen<br />
wurden. Auch hier zeigt die Evaluation, dass das bisherige Verfahren durchaus in der<br />
Lage ist, Veränderungen zu bewirken. Die Hälfte der befragten SchulleiterInnen gaben<br />
in der Evaluation an, einige oder viele Veränderungen nach dem 360°-<strong>Feedback</strong><br />
vorgenommen zu haben. Im Zusammenhang mit dieser Frage wurden die Schulleiter-<br />
Innen zusätzlich gebeten anzugeben, in welchen Bereichen Veränderungen eingeführt<br />
wurden. Es wurden Bereiche wie Delegation, Konfliktmanagement, Umgang mit<br />
SchülerInnen oder Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt genannt. Auch<br />
wenn die Rückmeldungen darüber, in welchen Bereichen die Veränderungen<br />
angestoßen wurden, nur stichwortartig vorliegen, so ist dennoch zu erkennen, dass die<br />
Veränderungen sehr unterschiedliche Bereiche und Gruppen betreffen.<br />
Schließlich gaben 80% der Befragten in der Evaluation an, die 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragung sehr empfehlen zu können. Dieses Ergebnis spricht für sich.
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 27<br />
6. ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN ZUM ZUSATZBERICHT<br />
Das Ziel der <strong>Zusatzstudie</strong> war es, detailliertere Informationen über Probleme bei der<br />
Beantwortung des 360°-<strong>Feedback</strong>-Fragebogens in der Gruppe der MitarbeiterInnen der<br />
Staatlichen und Kommunalen Schulämter zu erhalten. Die dafür durchgeführten<br />
Experteninterviews haben wertvolle Hinweise gegeben (vgl. Kap. 4.2.). Ein bisheriges<br />
Anliegen des 360°-<strong>Feedback</strong>s war es, <strong>eine</strong>n möglichst einheitlichen Fragebogen für<br />
alle befragten Gruppen zu benutzen, um <strong>eine</strong> hohe Vergleichbarkeit zu erreichen. Die<br />
Experteninterviews mit den MitarbeiterInnen der Staatlichen und Kommunalen<br />
Schulämter haben allerdings gezeigt, dass dies nicht vollständig realisierbar ist. Zum<br />
<strong>eine</strong>n ist es offensichtlich nicht sinnvoll, den MitarbeiterInnen der Schulämter Items aus<br />
allen Dimensionen vorzulegen. Es wird vorgeschlagen, die Items der Dimension<br />
"Umgang mit Eltern und SchülerInnen" bei beiden Schulamts-Gruppen nicht weiter zu<br />
verwenden. Darüber hinaus wird empfohlen, den MitarbeiterInnen der Kommunalen<br />
Schulämtern ebenfalls die Items der Dimensionen "Mitarbeiterorientierter Führungsstil",<br />
"Innovationsbereitschaft" sowie "Delegation" nicht weiter vorzulegen. Daraus ergeben<br />
sich erheblich ökonomischere Messinstrumente, die valider von den MitarbeiterInnen<br />
der Schulämter beantwortet werden können. Entgegen den Empfehlungen des <strong>Bericht</strong>s<br />
der Hauptstudie wird hier aber vorgeschlagen, den MitarbeiterInnen der Staatlichen<br />
und Kommunalen Schulämter alle Items der oben erwähnten Dimensionen vorzulegen<br />
und erst nach Vorlage <strong>eine</strong>s größeren Datensatzes für diese Befragten über die<br />
Selektion einzelner Items aus <strong>eine</strong>r Dimension zu entscheiden. Zum anderen wurden<br />
für die MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter sechs neue Items und für die<br />
MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter neun neue Items formuliert, die nur den<br />
MitarbeiterInnen der Kommunalen oder Staatlichen Schulämter zusätzlich vorgelegt<br />
werden sollen. Diese neuen Items thematisieren spezifische Aufgabenbereiche<br />
zwischen den SchulleiterInnen und den jeweiligen Schulämtern. Eine Evaluation der<br />
Items durch MitarbeiterInnen der Schulämter hat gezeigt, dass diese als verständlich<br />
formuliert und sinnvoll für 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen erachtet werden (vgl. Kap.<br />
4.3.). Daher werden diese für zukünftige 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen übernommen.<br />
Entsprechend der Methodik <strong>eine</strong>s 360°-<strong>Feedback</strong>s sollen auch für die neuen Items<br />
sowohl <strong>eine</strong> Selbsteinschätzung durch die SchulleiterInnen als auch <strong>eine</strong> Fremdeinschätzung<br />
durch MitarbeiterInnen der jeweiligen Schulämter eingeholt werden. Durch<br />
die Einführung der neuen Items wird die Bedeutung der Rückmeldung durch Mitarbei-
360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong> 28<br />
terInnen der Staatlichen und Kommunalen Schulämter für die SchulleiterInnen<br />
angehoben.<br />
Bei den MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter hat sich gezeigt, dass es k<strong>eine</strong>n<br />
Sinn macht, SachbearbeiterInnen in 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen zu integrieren, die<br />
hauptsächlich mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt sind. Der Kontakt dieser<br />
Verwaltungskräfte zu den SchulleiterInnen ist relativ selten und nur auf sehr spezielle<br />
Aufgabenbereiche zugeschnitten. Daher wird empfohlen, die Befragung bei den<br />
Staatlichen Schulämtern auf schulfachliche MitarbeiterInnen, JuristInnen und<br />
SchulpsychologInnen zu beschränken.<br />
Schließlich wurden die Ergebnisse <strong>eine</strong>r Evaluation zur Hauptstudie vorgestellt. Die<br />
Evaluation zeigt, dass 360°-<strong>Feedback</strong>-Befragungen von den SchulleiterInnen als<br />
unterstützend und hilfreich erlebt werden. Dieses Ergebnis kann dahingehend<br />
interpretiert werden, dass es nicht nur wichtig ist, Defizite und Konfliktpotentiale<br />
zurück<strong>zum</strong>elden, sondern auch Informationen darüber zu vermitteln, welche Bereiche<br />
gut entwickelt sind und funktionieren. 360°-<strong>Feedback</strong>-Verfahren sind in der vorliegenden<br />
Form als unterstützende und konfliktpräventive Maßnahme gedacht. Entsprechend<br />
wird nachdrücklich empfohlen, 360°-<strong>Feedback</strong>s stärker in Schulen zu implementieren.<br />
7. LITERATUR<br />
Stellmacher, J., Wagner, U., Ullrich, J., Ausländer, T. & Mikosch, B. (2005). <strong>Bericht</strong><br />
über das Projekt "360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong>". Marburg, unveröffentlichter<br />
<strong>Bericht</strong>.
Anhang 29<br />
8. ANHANG<br />
Inhalt des Anhangs<br />
8.1. Fragebogen zur Evaluation der neu entwickelten Items für MitarbeiterInnen der<br />
Staatlichen Schulämter<br />
8.2. Fragebogen zur Evaluation der neu entwickelten Items für MitarbeiterInnen der<br />
Kommunalen Schulämter<br />
8.3. Fragebogen zur Evaluation der Hauptstudie durch SchulleiterInnen<br />
8.4. Neuer Fragebogen für MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter<br />
8.5. Neuer Fragebogen für MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter<br />
8.6. Neuer Fragebogen für SchulleiterInnen
Anhang 30<br />
8.1. Fragebogen zur Evaluation der neu entwickelten Items für MitarbeiterInnen<br />
der Staatlichen Schulämter<br />
Philipps Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
360°<br />
<strong>Feedback</strong><br />
für<br />
<strong>Schulleitungen</strong><br />
ZUSATZITEMS FÜR DIE GRUPPE "STAATLICHES SCHULAMT"<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
anbei finden Sie sechs neuformulierte Items, die wir in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragungen für <strong>Schulleitungen</strong> einsetzen möchten. Die Items sind speziell auf die<br />
Kontaktschnittstellen zwischen SchulleiterInnen und MitarbeiterInnen des Staatlichen<br />
Schulamts formuliert. Wir möchten Sie bitten, uns kurz anzugeben, ob die Items für Sie<br />
verständlich und aus Ihrer Sicht sinnvoll für <strong>eine</strong> 360-<strong>Feedback</strong>-Befragung sind. Eine<br />
Rückmeldung von Ihnen wäre uns sehr wichtig und hilfreich.<br />
Das Item<br />
1. Der Schulleiter setzt die Vorgaben von Unterrichtsgarantie<br />
plus effektiv um.<br />
2. Der Schulleiter hat ein angemessenes Vertretungskonzept<br />
erstellt.<br />
3. Der Schulleiter wählt neue Lehrkräfte nach nachvollziehbaren<br />
Kriterien aus<br />
4. Der Schulleiter verwaltet die verfügbaren Schulbudgets<br />
sachangemessen und effektiv.<br />
5. Der Schulleiter bereitet die Schule für externe<br />
Evaluationsverfahren angemessen vor.<br />
6. Der Schulleiter nutzt verfügbare Daten der Schule zu<br />
ihrer Verbesserung.<br />
ist<br />
verständlich<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
ist<br />
sinnvoll<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
Falls Sie Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zu den Items haben, bitten wir<br />
Sie, diese auf der Rückseite des Fragebogens zu notieren.<br />
Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!
Anhang 31<br />
8.2. Fragebogen zur Evaluation der neu entwickelten Items für MitarbeiterInnen<br />
der Kommunalen Schulämter<br />
Philipps Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
360°<br />
<strong>Feedback</strong><br />
für<br />
<strong>Schulleitungen</strong><br />
ZUSATZITEMS FÜR DIE GRUPPE "SCHULTRÄGER"<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
anbei finden Sie neun neuformulierte Items, die wir in zukünftigen 360°-<strong>Feedback</strong>-<br />
Befragungen für <strong>Schulleitungen</strong> einsetzen möchten. Die Items sind speziell auf die<br />
Kontaktschnittstellen zwischen SchulleiterInnen und MitarbeiterInnen des Schulträgers<br />
formuliert. Wir möchten Sie bitten, uns kurz anzugeben, ob die Items für Sie verständlich<br />
und aus Ihrer Sicht sinnvoll für <strong>eine</strong> 360-<strong>Feedback</strong>-Befragung sind. Eine Rückmeldung<br />
von Ihnen wäre uns sehr wichtig und hilfreich.<br />
Das Item<br />
1. Der Schulleiter macht die Hintergründe für Unterstützungsmaßnahmen<br />
durch den Schulträger für alle<br />
Beteiligten transparent.<br />
2. Der Schulleiter stellt alle notwendigen Informationen zur<br />
Verfügung, wenn bauliche Maßnahmen erforderlich sind.<br />
3. Der Schulleiter sorgt für ein nachvollziehbares IT-<br />
Konzept der Schule.<br />
4. Der Schulleiter ist im Umgang mit MitarbeiterInnen des<br />
Schulträgers freundlich und offen.<br />
5. Der Schulleiter erweist sich bei Verhandlungen oft als<br />
schwierig.<br />
6. Der Schulleiter ist im Umgang mit nicht pädagogischem<br />
Personal der Schule geschickt.<br />
7. Der Schulleiter hat Verständnis für die unterschiedlichen<br />
Anforderungen nicht-pädagogischen Personals.<br />
8. Der Schulleiter verwaltet die ihm zur Verfügung<br />
gestellten Mittel verantwortungsbewusst.<br />
9. Der Schulleiter zeigt bei wichtigen Terminen und<br />
Projekten mit dem Schulträger <strong>eine</strong> zufriedenstellende<br />
Präsenz.<br />
ist<br />
verständlich<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
ist<br />
sinnvoll<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
ja<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
nein<br />
<br />
Falls Sie Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zu den Items haben, bitten wir<br />
Sie, diese auf der Rückseite des Fragebogens zu notieren.<br />
Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!
Anhang 32<br />
8.3. Fragebogen zur Evaluation der Hauptstudie durch SchulleiterInnen<br />
Philipps Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
360°<br />
<strong>Feedback</strong><br />
für<br />
<strong>Schulleitungen</strong><br />
Evaluation zur 360°-<strong>Feedback</strong> Befragung für <strong>Schulleitungen</strong><br />
Sehr geehrte Schulleiterin, sehr geehrter Schulleiter,<br />
vor einigen Monaten haben Sie an der 360°-<strong>Feedback</strong> Befragung für <strong>Schulleitungen</strong><br />
teilgenommen. Wir möchten Sie rückblickend noch einmal um Ihre Meinung zu der 360°-<br />
<strong>Feedback</strong> Befragung an Ihrer Schule bitten. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Daten anonym<br />
behandelt werden. Daher bitten wir Sie, den ausgefüllten Fragebogen in den beiliegenden<br />
frankierten Rückumschlag zu stecken und an uns zurückzusenden.<br />
Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!<br />
Wie sehr haben Sie die 360°-<strong>Feedback</strong> Befragung als Unterstützung erlebt?<br />
sehr<br />
eher eher nicht gar nicht<br />
unterstützend unterstützend unterstützend unterstützend<br />
<br />
Wie nützlich waren die Informationen, die Sie durch die Befragung erhalten haben?<br />
sehr<br />
eher eher nicht gar nicht<br />
nützlich nützlich nützlich nützlich<br />
<br />
Sind Veränderungen durch die Befragung angestoßen worden?<br />
Ja,<br />
Ja,<br />
kaum Nein,<br />
sehr viele einige welche gar k<strong>eine</strong><br />
<br />
Wenn Ja, in welchen Bereichen lagen die Veränderungen?<br />
__________________________________________________________________________<br />
__________________________________________________________________________<br />
Können Sie auch anderen SchulleiterInnen die Durchführung <strong>eine</strong>r 360°-<strong>Feedback</strong><br />
Befragung empfehlen?<br />
sehr<br />
empfehlen<br />
eher<br />
empfehlen<br />
eher nicht<br />
empfehlen<br />
gar nicht<br />
empfehlen<br />
<br />
Fehlte aus Ihrer Sicht ein wichtiger Bereich in der 360°-<strong>Feedback</strong> Befragung?<br />
__________________________________________________________________________<br />
__________________________________________________________________________
Anhang 33<br />
8.4. Neuer Fragebogen für MitarbeiterInnen der Staatlichen Schulämter<br />
Es folgt der Fragebogen in der männlichen Version
Anhang 34<br />
Philipps Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
360°<br />
<strong>Feedback</strong><br />
Staatliches Schulamt<br />
für<br />
<strong>Schulleitungen</strong><br />
BEFRAGUNG ZUM 360°-FEEDBACK FÜR SCHULLEITUNGEN<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
wir möchten Sie bitten, an der folgenden Befragung teilzunehmen. Dieser Fragebogen soll dazu<br />
dienen, dem Schulleiter der Schule [Name eintragen], Herrn [Name eintragen], <strong>eine</strong><br />
Rückmeldung über s<strong>eine</strong> Stärken und Schwächen zu geben. Es interessiert uns Ihre persönliche<br />
Meinung dazu. Dabei möchten wir auf Folgendes hinweisen:<br />
• Der Fragebogen besteht aus verschiedenen Aussagen, denen Sie jeweils mehr oder<br />
weniger zustimmen können.<br />
• Bitte kreuzen Sie jeweils den Kreis an, der am besten Ihrer Beobachtung bzw. Einschätzung<br />
entspricht.<br />
• Die Antworten werden anonym behandelt und ausgewertet, d.h., der Schulleiter oder das<br />
Ministerium bekommen k<strong>eine</strong> Einsicht in Ihren persönlichen Fragebogen. Es geht hier<br />
darum, nur dem Schulleiter <strong>eine</strong> zusammenfassende Rückmeldung zu geben.<br />
Beispiel: Wenn es "völlig zutreffend" ist, dass der Schulleiter in den Pausen mit den Schülern<br />
Tischtennis spielt, dann kreuzen Sie bitte, wie in dem untenstehenden Beispiel, den Kreis ganz links mit<br />
der 1 an. Wenn es allerdings "eher nicht zutreffend" ist, dass der Schulleiter in den Pausen mit den<br />
Schülern Tischtennis spielt, dann müssen Sie in diesem Fall den Kreis mit der 4 ankreuzen.<br />
Allgemein gilt: Je mehr Sie <strong>eine</strong>r Aussage zustimmen, um so weiter links machen Sie Ihr Kreuz.<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
1 ... spielt in den Pausen mit den Schülern Tischtennis. 1 2 3 4 5 <br />
Bitte beachten Sie: Falls <strong>eine</strong> Frage für Sie nicht zu beantworten sein sollte, kreuzen Sie bitte<br />
den Kreis in der Spalte "k<strong>eine</strong> Angabe möglich" an. Dies ist <strong>eine</strong> wichtige Rückmeldung für uns.<br />
Bitte lassen Sie k<strong>eine</strong> Frage aus.<br />
Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15 Minuten.<br />
Auf der nächsten Seite geht es los.
Anhang 35<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
Führungsstil<br />
1 ...diskutiert anstehende wichtige Entscheidungen offen. 1 2 3 4 5 <br />
2 ...entscheidet häufig über die Köpfe des Kollegiums<br />
hinweg.<br />
1 2 3 4 5 <br />
3 ...berücksichtigt bei Entscheidungen Einwände, Interessen<br />
und Standpunkte der Betroffenen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
4 ...vermittelt in Sitzungen und Konferenzen das Gefühl, alle<br />
Diskussionsbeiträge ernst zu nehmen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
5 ...erwartet, dass s<strong>eine</strong> Entscheidungen, ohne zu fragen,<br />
akzeptiert werden.<br />
1 2 3 4 5 <br />
6 ...wird bei Konflikten auch mal aggressiv. 1 2 3 4 5 <br />
7 ...kann mit Konflikten im Kollegium souverän umgehen. 1 2 3 4 5 <br />
8 ...ermutigt dazu, Kritik offen auszusprechen. 1 2 3 4 5 <br />
9 ...kritisiert sachlich und angemessen. 1 2 3 4 5 <br />
10 ...gibt ausreichend Anerkennung für besondere Leistungen<br />
und Engagement.<br />
1 2 3 4 5 <br />
11 ...fordert Arbeitsleistungen von anderen, die angemessen<br />
sind.<br />
1 2 3 4 5 <br />
12 ...nimmt Sorgen und Ängste von MitarbeiterInnen ernst. 1 2 3 4 5 <br />
13 ...zeigt Verständnis für gesundheitliche und soziale<br />
Probleme.<br />
1 2 3 4 5 <br />
14 ...behandelt MitarbeiterInnen fair und respektvoll. 1 2 3 4 5 <br />
15 ...setzt sich für die Belange von MitarbeiterInnen ein. 1 2 3 4 5 <br />
16 ...sorgt dafür, dass sich alle an der Schule wohl fühlen. 1 2 3 4 5 <br />
17 ...versucht, aufkommende Frustrationen und Konflikte an<br />
der Schule auszugleichen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
18 ...sorgt dafür, dass sich das soziale Klima in der Schule<br />
verbessert.<br />
1 2 3 4 5 <br />
19 ...pflegt nicht immer <strong>eine</strong>n freundlichen und vertrauensvollen<br />
Umgang mit der Schulgemeinde.<br />
1 2 3 4 5 <br />
20 ...hat die Schule jederzeit fest im Griff. 1 2 3 4 5 <br />
21 ...verliert manchmal den Überblick darüber, was an der<br />
Schule vorgeht.<br />
1 2 3 4 5 <br />
22 ...setzt in s<strong>eine</strong>m Engagement ein gutes Beispiel für die<br />
Schulgemeinde.<br />
1 2 3 4 5
Anhang<br />
36<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
23 ...tendiert dazu, wichtige Entscheidungen so lange wie<br />
möglich hinauszuschieben.<br />
1 2 3 4 5 <br />
24 ...reagiert zuverlässig auf schulexterne Anfragen (z.B.<br />
Ämter, Ministerium).<br />
1 2 3 4 5 <br />
25 ...trifft Entscheidungen zügig, wenn sie benötigt werden. 1 2 3 4 5 <br />
26 ...hat manchmal Probleme, eigene Erwartungen an die<br />
MitarbeiterInnen klar und deutlich zu machen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
27 ...gibt nicht immer rechtzeitig und ausreichend alle<br />
notwendigen Informationen weiter.<br />
1 2 3 4 5 <br />
28 ...arbeitet an der Entwicklung von langfristigen Zielen für<br />
die Schule.<br />
1 2 3 4 5 <br />
29 ...sorgt dafür, dass die pädagogischen Ziele innerhalb der<br />
Schule richtig interpretiert werden.<br />
1 2 3 4 5 <br />
30 ...macht manchmal nicht deutlich genug, was gemeinsam<br />
erreicht werden soll.<br />
1 2 3 4 5 <br />
31 ...vermittelt der Schulgemeinde den Eindruck, sich um<br />
aktuelle Probleme (z.B. Unterrichtsausfall) zu kümmern.<br />
1 2 3 4 5 <br />
32 ...ist voller Energie und Bereitschaft, Schulangelegenheiten<br />
voranzubringen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
Innovationsbereitschaft<br />
33 ...ermutigt zu originellen Ideen und Problemlösungsvorschlägen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
34 ...ist neuen Entwicklungen aus der pädagogischen<br />
Diskussion und Forschung gegenüber eher zurückhaltend.<br />
1 2 3 4 5 <br />
35 ...fördert Ideen und Anregungen, um das Leben in der<br />
Schule bunter und vielseitiger zu gestalten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
36 ...ist bereit, sich auf Neues einzulassen, anstatt immer nur<br />
an Altem und Bewährtem festzuhalten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
37 ...sucht den Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen<br />
und Institutionen, um Anregungen für die Verbesserung<br />
der eigenen pädagogischen Praxis zu erhalten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
38 ...unterstützt MitarbeiterInnen bei deren beruflichem<br />
Weiterkommen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
39 ...informiert MitarbeiterInnen über Möglichkeiten der<br />
Weiterbildung.<br />
1 2 3 4 5 <br />
40 ...regt MitarbeiterInnen dazu an, an Weiterbildungen<br />
teilzunehmen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
41 ...sorgt für ein Fortbildungskonzept der Schule. 1 2 3 4 5
Anhang<br />
37<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
Belastbarkeit<br />
50 ...wirkt ausgebrannt. 1 2 3 4 5 <br />
51 ...erweckt den Eindruck, kein Interesse mehr daran zu<br />
haben, die Schule zu leiten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
52 ...erweckt den Eindruck, <strong>eine</strong> Pause nötig zu haben. 1 2 3 4 5 <br />
53 ...erweckt den Eindruck, viel Spaß an der Arbeit als<br />
Schulleiter zu haben.<br />
1 2 3 4 5 <br />
54 ...ist manchmal überfordert. 1 2 3 4 5 <br />
Schnittstelle zu "Staatlichem Schulamt"<br />
59 ...setzt die Vorgaben von Unterrichtsgarantie plus effektiv<br />
um.<br />
1 2 3 4 5 <br />
60 ...hat ein angemessenes Vertretungskonzept erstellt. 1 2 3 4 5 <br />
61 ...wählt neue Lehrkräfte nach nachvollziehbaren Kriterien<br />
aus<br />
1 2 3 4 5 <br />
62 ...verwaltet die verfügbaren Schulbudgets sachangemessen<br />
und effektiv.<br />
1 2 3 4 5 <br />
63 ...bereitet die Schule für externe Evaluationsverfahren<br />
angemessen vor.<br />
1 2 3 4 5 <br />
64 ...nutzt verfügbare Daten der Schule zu ihrer Verbesserung.<br />
1 2 3 4 5
Anhang 38<br />
Klima in der Schule<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Wie stark stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?<br />
75 In der Schule herrscht insgesamt ein gutes Klima. 1 2 3 4 5 <br />
76 Die Stimmung an unserer Schule ist gedrückt und lustlos. 1 2 3 4 5 <br />
77 Die Stimmung an unserer Schule ist angstfrei. 1 2 3 4 5 <br />
Gesamturteil<br />
sehr gut<br />
gut<br />
befriedigend<br />
ausreichend<br />
mangelhaft<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
78 Welche Gesamtnote geben Sie dem Schulleiter für s<strong>eine</strong><br />
Arbeit auf <strong>eine</strong>r Notenskala von 1 "sehr gut" bis<br />
5 "mangelhaft"?<br />
1 2 3 4 5 <br />
Kontakt <strong>zum</strong> Schulleiter<br />
täglich<br />
1-2 x wöchentlich<br />
1-2 x monatlich<br />
seltener als 1 x monatlich<br />
nie<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
79 Wie häufig haben Sie im Durchschnitt Kontakt <strong>zum</strong><br />
Schulleiter?<br />
1 2 3 4 5
Anhang 39<br />
Wenn Sie Kontakt <strong>zum</strong> Schulleiter haben, wie<br />
nehmen Sie insgesamt den Kontakt wahr?<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
80 oberflächlich 1 2 3 4 5 <br />
81 gleichberechtigt 1 2 3 4 5 <br />
82 konfliktreich 1 2 3 4 5 <br />
83 angenehm 1 2 3 4 5 <br />
84 kooperativ 1 2 3 4 5 <br />
Bitte geben Sie <strong>zum</strong> Schluss noch folgende Daten an – wir versichern, dass die<br />
Anonymität bei der Rückmeldung an den Schulleiter erhalten bleibt:<br />
Ihr Geschlecht: weiblich männlich<br />
Wie lange sind Sie bereits mit der Schule betraut?<br />
weniger als 1 Jahr 1-2 Jahre 3-5 Jahre über 5 Jahre<br />
Wie lange kennen Sie den Schulleiter bereits?<br />
weniger als 1 Jahr 1-2 Jahre 3-5 Jahre über 5 Jahre<br />
Welcher Personengruppe und welchem Schulamt gehören Sie an?<br />
staatliches Schulamt – Schulfachlich<br />
<br />
staatliches Schulamt – JuristInnen/SchulpsychologInnen <br />
staatliches Schulamt – Verwaltung/SachbearbeiterInnen <br />
Schulträger
Anhang 40<br />
Falls Sie weitere Anmerkungen <strong>zum</strong> Schulleiter oder Anregungen <strong>zum</strong> Fragebogen<br />
haben, bitten wir Sie, diese auf dieser Seite festzuhalten.<br />
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Anhang 41<br />
8.5. Neuer Fragebogen für MitarbeiterInnen der Kommunalen Schulämter<br />
Es folgt der Fragebogen in der männlichen Version
Anhang 42<br />
Philipps Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
360°<br />
<strong>Feedback</strong><br />
Kommunales Schulamt<br />
für<br />
<strong>Schulleitungen</strong><br />
BEFRAGUNG ZUM 360°-FEEDBACK FÜR SCHULLEITUNGEN<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
wir möchten Sie bitten, an der folgenden Befragung teilzunehmen. Dieser Fragebogen soll dazu<br />
dienen, dem Schulleiter der Schule [Name eintragen], Herrn [Name eintragen], <strong>eine</strong><br />
Rückmeldung über s<strong>eine</strong> Stärken und Schwächen zu geben. Es interessiert uns Ihre persönliche<br />
Meinung dazu. Dabei möchten wir auf Folgendes hinweisen:<br />
• Der Fragebogen besteht aus verschiedenen Aussagen, denen Sie jeweils mehr oder<br />
weniger zustimmen können.<br />
• Bitte kreuzen Sie jeweils den Kreis an, der am besten Ihrer Beobachtung bzw. Einschätzung<br />
entspricht.<br />
• Die Antworten werden anonym behandelt und ausgewertet, d.h., der Schulleiter oder das<br />
Ministerium bekommen k<strong>eine</strong> Einsicht in Ihren persönlichen Fragebogen. Es geht hier<br />
darum, nur dem Schulleiter <strong>eine</strong> zusammenfassende Rückmeldung zu geben.<br />
Beispiel: Wenn es "völlig zutreffend" ist, dass der Schulleiter in den Pausen mit den Schülern<br />
Tischtennis spielt, dann kreuzen Sie bitte, wie in dem untenstehenden Beispiel, den Kreis ganz links mit<br />
der 1 an. Wenn es allerdings "eher nicht zutreffend" ist, dass der Schulleiter in den Pausen mit den<br />
Schülern Tischtennis spielt, dann müssen Sie in diesem Fall den Kreis mit der 4 ankreuzen.<br />
Allgemein gilt: Je mehr Sie <strong>eine</strong>r Aussage zustimmen, um so weiter links machen Sie Ihr Kreuz.<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
1 ... spielt in den Pausen mit den Schülern Tischtennis. 1 2 3 4 5 <br />
Bitte beachten Sie: Falls <strong>eine</strong> Frage für Sie nicht zu beantworten sein sollte, kreuzen Sie bitte<br />
den Kreis in der Spalte "k<strong>eine</strong> Angabe möglich" an. Dies ist <strong>eine</strong> wichtige Rückmeldung für uns.<br />
Bitte lassen Sie k<strong>eine</strong> Frage aus.<br />
Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15 Minuten.<br />
Auf der nächsten Seite geht es los.
Anhang<br />
43<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
Führungsstil<br />
20 ...hat die Schule jederzeit fest im Griff. 1 2 3 4 5 <br />
21 ...verliert manchmal den Überblick darüber, was an der<br />
Schule vorgeht.<br />
1 2 3 4 5 <br />
22 ...setzt in s<strong>eine</strong>m Engagement ein gutes Beispiel für die<br />
Schulgemeinde.<br />
1 2 3 4 5 <br />
23 ...tendiert dazu, wichtige Entscheidungen so lange wie<br />
möglich hinauszuschieben.<br />
1 2 3 4 5 <br />
24 ...reagiert zuverlässig auf schulexterne Anfragen (z.B.<br />
Ämter, Ministerium).<br />
1 2 3 4 5 <br />
25 ...trifft Entscheidungen zügig, wenn sie benötigt werden. 1 2 3 4 5 <br />
26 ...hat manchmal Probleme, eigene Erwartungen an die<br />
MitarbeiterInnen klar und deutlich zu machen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
27 ...gibt nicht immer rechtzeitig und ausreichend alle<br />
notwendigen Informationen weiter.<br />
1 2 3 4 5 <br />
28 ...arbeitet an der Entwicklung von langfristigen Zielen für<br />
die Schule.<br />
1 2 3 4 5 <br />
29 ...sorgt dafür, dass die pädagogischen Ziele innerhalb der<br />
Schule richtig interpretiert werden.<br />
1 2 3 4 5 <br />
30 ...macht manchmal nicht deutlich genug, was gemeinsam<br />
erreicht werden soll.<br />
1 2 3 4 5 <br />
31 ...vermittelt der Schulgemeinde den Eindruck, sich um<br />
aktuelle Probleme (z.B. Unterrichtsausfall) zu kümmern.<br />
1 2 3 4 5 <br />
32 ...ist voller Energie und Bereitschaft, Schulangelegenheiten<br />
voranzubringen.<br />
1 2 3 4 5
Anhang<br />
44<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Der Schulleiter....<br />
Belastbarkeit<br />
50 ...wirkt ausgebrannt. 1 2 3 4 5 <br />
51 ...erweckt den Eindruck, kein Interesse mehr daran zu<br />
haben, die Schule zu leiten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
52 ...erweckt den Eindruck, <strong>eine</strong> Pause nötig zu haben. 1 2 3 4 5 <br />
53 ...erweckt den Eindruck, viel Spaß an der Arbeit als<br />
Schulleiter zu haben.<br />
1 2 3 4 5 <br />
54 ...ist manchmal überfordert. 1 2 3 4 5 <br />
Schnittstelle <strong>zum</strong> "Schulträger"<br />
65 ...macht die Hintergründe für Unterstützungsmaßnahmen<br />
durch den Schulträger für alle Beteiligten transparent.<br />
1 2 3 4 5 <br />
66 ...stellt alle notwendigen Informationen zur Verfügung,<br />
wenn bauliche oder sonstige Maßnahmen erforderlich<br />
sind.<br />
1 2 3 4 5 <br />
67 ...sorgt für ein nachvollziehbares Medien- und IT-Konzept<br />
der Schule.<br />
1 2 3 4 5 <br />
68 ...ist im Umgang mit MitarbeiterInnen des Schulträgers<br />
freundlich und offen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
69 ...erweist sich bei Verhandlungen oft als schwierig. 1 2 3 4 5 <br />
70 ...ist im Umgang mit nicht pädagogischem Personal der<br />
Schule geschickt.<br />
1 2 3 4 5 <br />
71 ...hat Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen<br />
nicht-pädagogischen Personals.<br />
1 2 3 4 5 <br />
72 ...verwaltet die ihm zur Verfügung gestellten Mittel<br />
verantwortungsbewusst.<br />
1 2 3 4 5 <br />
73 ...zeigt bei wichtigen Terminen und Projekten mit dem<br />
Schulträger <strong>eine</strong> zufriedenstellende Präsenz oder stellt die<br />
Vertretung sicher.<br />
1 2 3 4 5
Anhang 45<br />
Klima in der Schule<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Wie stark stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?<br />
75 In der Schule herrscht insgesamt ein gutes Klima. 1 2 3 4 5 <br />
76 Die Stimmung an unserer Schule ist gedrückt und lustlos. 1 2 3 4 5 <br />
77 Die Stimmung an unserer Schule ist angstfrei. 1 2 3 4 5 <br />
Gesamturteil<br />
sehr gut<br />
gut<br />
befriedigend<br />
ausreichend<br />
mangelhaft<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
78 Welche Gesamtnote geben Sie dem Schulleiter für s<strong>eine</strong><br />
Arbeit auf <strong>eine</strong>r Notenskala von 1 "sehr gut" bis<br />
5 "mangelhaft"?<br />
1 2 3 4 5 <br />
Kontakt <strong>zum</strong> Schulleiter<br />
täglich<br />
1-2 x wöchentlich<br />
1-2 x monatlich<br />
seltener als 1 x monatlich<br />
nie<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
79 Wie häufig haben Sie im Durchschnitt Kontakt <strong>zum</strong><br />
Schulleiter?<br />
1 2 3 4 5
Anhang 46<br />
Wenn Sie Kontakt <strong>zum</strong> Schulleiter haben, wie<br />
nehmen Sie insgesamt den Kontakt wahr?<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
80 oberflächlich 1 2 3 4 5 <br />
81 gleichberechtigt 1 2 3 4 5 <br />
82 konfliktreich 1 2 3 4 5 <br />
83 angenehm 1 2 3 4 5 <br />
84 kooperativ 1 2 3 4 5 <br />
Bitte geben Sie <strong>zum</strong> Schluss noch folgende Daten an – wir versichern, dass die<br />
Anonymität bei der Rückmeldung an den Schulleiter erhalten bleibt:<br />
Ihr Geschlecht: weiblich männlich<br />
Wie lange sind Sie bereits mit der Schule betraut?<br />
weniger als 1 Jahr 1-2 Jahre 3-5 Jahre über 5 Jahre<br />
Wie lange kennen Sie den Schulleiter bereits?<br />
weniger als 1 Jahr 1-2 Jahre 3-5 Jahre über 5 Jahre
Anhang 47<br />
Falls Sie weitere Anmerkungen <strong>zum</strong> Schulleiter oder Anregungen <strong>zum</strong> Fragebogen<br />
haben, bitten wir Sie, diese auf dieser Seite festzuhalten.<br />
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Anhang 48<br />
8.6. Neuer Fragebogen für SchulleiterInnen<br />
Es folgt der Fragebogen in der männlichen Version
Anhang 49<br />
Philipps Universität Marburg<br />
Fachbereich Psychologie<br />
AG Sozialpsychologie<br />
360°<br />
<strong>Feedback</strong><br />
SchulleiterIn<br />
für<br />
<strong>Schulleitungen</strong><br />
Befragung <strong>zum</strong> 360°-<strong>Feedback</strong> für <strong>Schulleitungen</strong><br />
Sehr geehrter Herr [Name eintragen],<br />
• dieser Fragebogen soll Ihnen dazu dienen, über die eigene Arbeit zu reflektieren und Ihre<br />
Stärken und Schwächen selbst einzuschätzen.<br />
• die Antworten werden anonym behandelt und ausgewertet, d.h. weder das Schulamt noch<br />
das Ministerium bekommt Einsicht in personen- oder schulbezogene Daten. Es geht hier<br />
darum, nur Ihnen <strong>eine</strong> zusammenfassende Rückmeldung zu geben.<br />
• der Fragebogen besteht aus verschiedenen Aussagen in der Ich-Form, denen Sie jeweils<br />
mehr oder weniger zustimmen können.<br />
• bitte kreuzen Sie jeweils den Kreis an, der am besten Ihre Selbsteinschätzung widerspiegelt.<br />
Beispiel: Wenn es "völlig zutreffend" ist, dass Sie in den Pausen mit den Schülern Tischtennis spielen,<br />
dann kreuzen Sie bitte, wie in dem untenstehenden Beispiel, den Kreis ganz links mit der 1 an. Wenn es<br />
allerdings "eher nicht zutreffend" ist, dass Sie in den Pausen mit den Schülern Tischtennis spielen, dann<br />
müssen Sie in diesem Fall den Kreis mit der 4 ankreuzen.<br />
Allgemein gilt: Je mehr Sie <strong>eine</strong>r Aussage zustimmen, um so weiter links machen Sie Ihr Kreuz.<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zuftreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Ich als Schulleiter....<br />
1 ...spiele in den Pausen mit den Schülern Tischtennis. 1 2 3 4 5 <br />
Bitte beachten Sie: Falls <strong>eine</strong> Frage für Sie nicht zu beantworten sein sollte, kreuzen Sie bitte<br />
den Kreis in der Spalte "k<strong>eine</strong> Angabe möglich" an. Bitte lassen Sie k<strong>eine</strong> Frage aus.<br />
Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15 Minuten.<br />
Auf der nächsten Seite geht es los.
Anhang<br />
50<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Ich als Schulleiter....<br />
Führungsstil<br />
1 ...diskutiere anstehende wichtige Entscheidungen offen. 1 2 3 4 5 <br />
2 ...entscheide häufig über die Köpfe des Kollegiums<br />
hinweg.<br />
1 2 3 4 5 <br />
3 ...berücksichtige bei Entscheidungen Einwände,<br />
Interessen und Standpunkte der Betroffenen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
4 ...vermittle in Sitzungen und Konferenzen das Gefühl, alle<br />
Diskussionsbeiträge ernst zu nehmen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
5 ...erwarte, dass m<strong>eine</strong> Entscheidungen, ohne zu fragen,<br />
akzeptiert werden.<br />
1 2 3 4 5 <br />
6 ...werde bei Konflikten auch mal aggressiv. 1 2 3 4 5 <br />
7 ...kann mit Konflikten im Kollegium souverän umgehen. 1 2 3 4 5 <br />
8 ...ermutige dazu, Kritik offen auszusprechen. 1 2 3 4 5 <br />
9 ...kritisiere sachlich und angemessen. 1 2 3 4 5 <br />
10 ...gebe ausreichend Anerkennung für besondere<br />
Leistungen und Engagement.<br />
1 2 3 4 5 <br />
11 ...fordere Arbeitsleistungen von anderen, die angemessen<br />
sind.<br />
1 2 3 4 5 <br />
12 ...nehme Sorgen und Ängste von MitarbeiterInnen ernst. 1 2 3 4 5 <br />
13 ...zeige Verständnis für gesundheitliche und soziale<br />
Probleme.<br />
1 2 3 4 5 <br />
14 ...behandle MitarbeiterInnen fair und respektvoll. 1 2 3 4 5 <br />
15 ...setze mich für die Belange von MitarbeiterInnen ein. 1 2 3 4 5 <br />
16 ...sorge dafür, dass sich alle an der Schule wohl fühlen. 1 2 3 4 5 <br />
17 ...versuche, aufkommende Frustrationen und Konflikte an<br />
der Schule auszugleichen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
18 ...sorge dafür, dass sich das soziale Klima in der Schule<br />
verbessert.<br />
1 2 3 4 5 <br />
19 ...pflege nicht immer <strong>eine</strong>n freundlichen und vertrauensvollen<br />
Umgang mit der Schulgemeinde.<br />
1 2 3 4 5 <br />
20 ...habe die Schule jederzeit fest im Griff. 1 2 3 4 5 <br />
21 ...verliere manchmal den Überblick darüber, was an der<br />
Schule vorgeht.<br />
1 2 3 4 5 <br />
22 ...setze in m<strong>eine</strong>m Engagement ein gutes Beispiel für die<br />
Schulgemeinde.<br />
1 2 3 4 5
Anhang<br />
51<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Ich als Schulleiter....<br />
23 ...tendiere dazu, wichtige Entscheidungen so lange wie<br />
möglich hinauszuschieben.<br />
1 2 3 4 5 <br />
24 ...reagiere zuverlässig auf schulexterne Anfragen (z.B.<br />
Ämter, Ministerium).<br />
1 2 3 4 5 <br />
25 ...treffe Entscheidungen zügig, wenn sie benötigt werden. 1 2 3 4 5 <br />
26 ...habe manchmal Probleme, m<strong>eine</strong> Erwartungen an die<br />
MitarbeiterInnen klar und deutlich zu machen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
27 ...gebe nicht immer rechtzeitig und ausreichend alle<br />
notwendigen Informationen weiter.<br />
1 2 3 4 5 <br />
28 ...arbeite an der Entwicklung von langfristigen Zielen für<br />
die Schule.<br />
1 2 3 4 5 <br />
29 ...sorge dafür, dass die pädagogischen Ziele innerhalb der<br />
Schule richtig interpretiert werden.<br />
1 2 3 4 5 <br />
30 ...mache manchmal nicht deutlich genug, was gemeinsam<br />
erreicht werden soll.<br />
1 2 3 4 5 <br />
31 ...vermittle der Schulgemeinde den Eindruck, mich um<br />
aktuelle Probleme (z.B. Unterrichtsausfall) zu kümmern.<br />
1 2 3 4 5 <br />
32 ...bin voller Energie und Bereitschaft, Schulangelegenheiten<br />
voranzubringen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
Innovationsbereitschaft<br />
33 ...ermutige zu originellen Ideen und Problemlösungsvorschlägen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
34 ...bin neuen Entwicklungen aus der pädagogischen<br />
Diskussion und Forschung gegenüber eher zurückhaltend.<br />
1 2 3 4 5 <br />
35 ...fördere Ideen und Anregungen, um das Leben in der<br />
Schule bunter und vielseitiger zu gestalten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
36 ...bin bereit, mich auf Neues einzulassen, anstatt immer<br />
nur an Altem und Bewährtem festzuhalten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
37 ...suche den Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen<br />
und Institutionen, um Anregungen für die Verbesserung<br />
der eigenen pädagogischen Praxis zu erhalten.<br />
1 2 3 4 5 <br />
38 ...unterstütze MitarbeiterInnen bei deren beruflichem<br />
Weiterkommen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
39 ...informiere MitarbeiterInnen über Möglichkeiten der<br />
Weiterbildung.<br />
1 2 3 4 5 <br />
40 ...rege MitarbeiterInnen dazu an, an Weiterbildungen<br />
teilzunehmen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
41 ...sorge für ein Fortbildungskonzept der Schule. 1 2 3 4 5
Anhang 52<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Ich als Schulleiter....<br />
Umgang mit Eltern und SchülerInnen<br />
42 ...bin für SchülerInnen gut erreichbar und gesprächsbereit.<br />
1 2 3 4 5 <br />
43 ...bin für Eltern gut erreichbar und gesprächsbereit. 1 2 3 4 5 <br />
44 ...nehme Sorgen und Ängste von SchülerInnen ernst. 1 2 3 4 5 <br />
45 ...nehme Sorgen und Ängste von Eltern ernst. 1 2 3 4 5 <br />
46 ...behandle SchülerInnen fair und respektvoll. 1 2 3 4 5 <br />
47 ...behandle Eltern fair und respektvoll. 1 2 3 4 5 <br />
48 ...nehme mir zu wenig Zeit für Anliegen von SchülerInnen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
49 ...nehme mir zu wenig Zeit für Anliegen von Eltern. 1 2 3 4 5 <br />
Belastbarkeit<br />
50 ...fühle mich ausgebrannt. 1 2 3 4 5 <br />
51 ...habe kein Interesse mehr daran, die Schule zu leiten. 1 2 3 4 5 <br />
52 ...habe <strong>eine</strong> Pause nötig. 1 2 3 4 5 <br />
53 ...habe viel Spaß an der Arbeit als Schulleiter. 1 2 3 4 5 <br />
54 ...bin manchmal überfordert. 1 2 3 4 5 <br />
Delegation<br />
55 ...unterstütze durch zielgerichtete Delegation die<br />
Aufgabenerledigung an der Schule.<br />
1 2 3 4 5 <br />
56 ...verteile Aufgaben an MitarbeiterInnen der Schule<br />
angemessen und gerecht.<br />
1 2 3 4 5 <br />
57 ...belasse zu viele Aufgaben in m<strong>eine</strong>m Kompetenzbereich.<br />
1 2 3 4 5 <br />
58 ...delegiere sinnvoll Aufgaben an MitarbeiterInnen. 1 2 3 4 5
Anhang<br />
53<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Ich als Schulleiter....<br />
Schnittstelle <strong>zum</strong> "Staatlichen Schulamt"<br />
59 ...setze die Vorgaben von Unterrichtsgarantie plus effektiv<br />
um.<br />
1 2 3 4 5 <br />
60 ...habe ein angemessenes Vertretungskonzept erstellt. 1 2 3 4 5 <br />
61 ...wähle neue Lehrkräfte nach nachvollziehbaren Kriterien<br />
aus.<br />
1 2 3 4 5 <br />
62 ...verwalte die verfügbaren Schulbudgets sachangemessen<br />
und effektiv.<br />
1 2 3 4 5 <br />
63 ...bereite die Schule für externe Evaluationsverfahren<br />
angemessen vor.<br />
1 2 3 4 5 <br />
64 ...nutze verfügbare Daten der Schule zu ihrer Verbesserung.<br />
1 2 3 4 5 <br />
Schnittstelle <strong>zum</strong> "Schulträger"<br />
65 ...mache die Hintergründe für Unterstützungsmaßnahmen<br />
durch den Schulträger für alle Beteiligten transparent.<br />
1 2 3 4 5 <br />
66 ...stelle alle notwendigen Informationen zur Verfügung,<br />
wenn bauliche oder sonstige Maßnahmen erforderlich<br />
sind.<br />
1 2 3 4 5 <br />
67 ...sorge für ein nachvollziehbares Medien- und IT-Konzept<br />
der Schule.<br />
1 2 3 4 5 <br />
68 ...bin im Umgang mit MitarbeiterInnen des Schulträgers<br />
freundlich und offen.<br />
1 2 3 4 5 <br />
69 ...erweise mich bei Verhandlungen oft als schwierig. 1 2 3 4 5 <br />
70 ...bin im Umgang mit nicht pädagogischem Personal der<br />
Schule geschickt.<br />
1 2 3 4 5 <br />
71 ...habe Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen<br />
nicht-pädagogischen Personals.<br />
1 2 3 4 5 <br />
72 ...verwalte die mir zur Verfügung gestellten Mittel<br />
verantwortungsbewusst.<br />
1 2 3 4 5 <br />
73 ...zeige bei wichtigen Terminen und Projekten mit dem<br />
Schulträger <strong>eine</strong> zufriedenstellende Präsenz oder stelle<br />
die Vertretung sicher.<br />
1 2 3 4 5
Anhang 54<br />
Klima in der Schule<br />
völlig zutreffend<br />
eher zutreffend<br />
teils / teils<br />
eher nicht zutreffend<br />
gar nicht zutreffend<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
Wie stark stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?<br />
75 In der Schule herrscht insgesamt ein gutes Klima. 1 2 3 4 5 <br />
76 Die Stimmung an unserer Schule ist gedrückt und lustlos. 1 2 3 4 5 <br />
77 Die Stimmung an unserer Schule ist angstfrei. 1 2 3 4 5 <br />
Gesamturteil<br />
sehr gut<br />
gut<br />
befriedigend<br />
ausreichend<br />
mangelhaft<br />
K<strong>eine</strong><br />
Angabe<br />
möglich<br />
78 Welche Gesamtnote geben Sie sich als Schulleiter für Ihre<br />
Arbeit auf <strong>eine</strong>r Notenskala von 1"sehr gut" bis<br />
5 "mangelhaft"?<br />
1 2 3 4 5 <br />
Bitte geben Sie <strong>zum</strong> Schluss noch folgende Daten an:<br />
Wie viele SchülerInnen werden an Ihrer Schule unterrichtet?<br />
Wie viele LehrerInnen arbeiten an Ihrer Schule?<br />
_________<br />
_________<br />
Wie hoch ist der Ausländeranteil bei den SchülerInnen an Ihrer Schule (in Prozent)? ____ %<br />
Ihr Alter ist:<br />
_______<br />
Wie lange sind Sie insgesamt im Lehrerberuf tätig?<br />
Wie lange sind Sie als Schulleiter an der jetzigen Schule tätig?<br />
Wie lange sind Sie als Schulleiter insgesamt tätig?<br />
________ Jahre<br />
________ Jahre<br />
________ Jahre
Anhang 55<br />
Falls Sie weitere Anmerkungen oder Anregungen haben, bitten wir Sie, diese<br />
auf dieser Seite festzuhalten.<br />
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!