Schulsporthandbuch 2012/13 - Landesinstitut für Lehrerbildung und ...

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Schulsporthandbuch 2012/13 - Landesinstitut für Lehrerbildung und ...

5 ORGANISATION VON WETTBEWERBEN UND VERANSTALTUNGEN

5.2 Hinweise zur Aufsichtspflicht bei außerunterrichtlichen schulischen Sportveranstaltungen

Viele Lehrkräfte eröffnen ihren Schülerinnen und Schülern neue sportliche Möglichkeiten und

Erlebnisräume. Besonders beliebt sind Klassenfahrten oder Ausflüge mit Kanu- oder Segeltouren

sowie Kletteraktionen. Diese Form von Erlebnispädagogik wird ausdrücklich unterstützt.

Gleichzeitig soll den engagierten Kolleginnen und Kollegen Hilfestellung bezüglich der Rechtsfragen

gegeben werden, die in diesem Zusammenhang immer wieder Thema sind.

Jedes dieser Vorhaben muss als schulische Veranstaltung durch die Schulleitung geprüft und

genehmigt werden. Bei besonderen Unternehmungen muss die Lehrkraft das Einverständnis

der Eltern /Erziehungsberechtigten einholen und sich über mögliche gesundheitliche Einschränkungen

der Kinder informieren. Zur Ausübung von Wassersport bedarf es zusätzlich

einer Bestätigung der Eltern über die Schwimmfähigkeit der Schülerinnen und Schüler (i.d.R.

Jugendschwimmschein Bronze). Es wird nachdrücklich empfohlen, die Schwimmfähigkeit der

Gruppe/Klasse vor Beginn des Vorhabens unabhängig von vorgelegten Bescheinigungen in

einem Schwimmbad zu überprüfen.

Wenn mit Veranstaltern zusammen gearbeitet wird, so ist mit diesen ein Vertrag zu schließen,

der Aufschluss über die Qualifikation des eingesetzten Personals gibt und diese zum Vertragsbestandteil

macht. Der Lehrkraft obliegt es, die Qualifikation und die Anzahl des eingesetzten

Personals zu prüfen.

Während der gesamten Schulfahrt muss die Lehrkraft ihrer gesetzlichen Aufsichts- und Fürsorgepflicht

nachkommen. Diese muss aktiv, präventiv und kontinuierlich erfolgen. Dazu muss sie

entweder die Lerngruppe ständig begleiten oder von Gruppe zu Gruppe wechseln.

In begründeten Fällen können auch Erziehungsberechtigte, andere zum pädagogischen Personal

der Schule gehörende Personen, geeignete Schülerinnen und Schüler oder andere geeignete

Personen mit der Beaufsichtigung betraut werden, wenn es die Umstände erfordern oder

zulassen. Eine Entscheidung hierüber trifft die Schulleitung.

Besonderheiten der Lerngruppe bzw. einzelner Schülerinnen und Schüler sollten dem Veranstalter

im Vorwege durch die Lehrkraft mitgeteilt werden. Auf keinen Fall darf die Lehrkraft sich

von der Unternehmung entfernen und die Aufsichtspflicht allein dem Veranstalter überlassen!

Handelt es sich bei der Unternehmung um einen Ausflug in die nähere Umgebung, sollte die

Lehrkraft sich vorher einen Eindruck von den Räumlichkeiten und der Organisation verschaffen,

damit sie sich während der Aktivität mühelos orientieren kann.

5.3 Organisation schulsportlicher Wettbewerbe in Hamburg

Die Organisation schulsportlicher Wettbewerbe in Hamburg verteilt sich auf zwei Säulen. Die

Regionalsportbeauftragten leiten und führen schulsportliche Wettbewerbe in einem der sieben

Hamburger politischen Bezirke (Altona, Hamburg-Mitte, Wandsbek, Hamburg-Nord, Bergedorf,

Harburg und Eimsbüttel) durch.

Für die verschiedenen Sonderschulen (Förderschulen/Sprachheilschulen, Schulen mit Förderschwerpunkt

geistige Entwicklung, Schulen mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische

Entwicklung) werden diese Aufgaben hamburgweit organisiert.

Die Mitglieder des Fachausschusses einer Sportart organisieren das schulsportliche Wettkampfwesen

in dieser Sportart, insbesondere auch im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“.

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