Monatlicher Unterhalt ab 2009

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Monatlicher Unterhalt ab 2009

Monatlicher Unterhalt ab 2009

(unter Berücksichtigung der Düsseldorfer Tabelle - Werte in EUR)

Nettoeinkommen

des barunterhaltspflichtigen

Elternteils

Mindestunterhalt

in %

1. und 2. Kind

0-5 Jahre 6-11 Jahre 12-17 Jahre

Bedarf ab 18

Jahre

nach dem gemeinsamen

Einkommen beider

Eltern

1. bis 1.500 100 281 – 82 322 – 82 377 – 82 432 – 164

2. 1.501 – 1.900 105 296 – 82 339 – 82 396 – 82 454 – 164

3. 1.901 – 2.300 110 310 – 82 355 – 82 415 – 82 476 – 164

4. 2.301 – 2.700 115 324 – 82 371 – 82 434 – 82 497 – 164

5. 2.701 – 3.100 120 338 – 82 387 – 82 453 – 82 519 – 164

6. 3.101 – 3.500 128 360 – 82 413 – 82 483 – 82 553 – 164

7. 3.501 – 3.900 136 383 – 82 438 – 82 513 – 82 588 – 164

8. 3.901 – 4.300 144 405 – 82 464 – 82 543 – 82 623 – 164

9. 4.301 – 4.700 152 428 – 82 490 – 82 574 – 82 657 – 164

10. 4.701 – 5.100 160 450 – 82 516 – 82 604 – 82 692 – 164

Im übrigen ist der Unterhalt nach den Umständen des Falles zu bemessen.

Bei jeder Berechnung ist die Angemessenheit des Ergebnisses zu überprüfen.

Bedarf ab 18 mit eigenem

Hausstand: 640

EUR

Mindestunterhalt ist der Betrag, auf den das

Kind grundsätzlich einen Anspruch hat. Er

leitet sich vom steuerlichen Kinderfreibetrag

ab.

Glaubt der Pflichtige, ihn nicht zahlen zu

können, hat er zu beweisen, dass er ohne

eigenes Verschulden ein so geringes Einkommen

hat, dass er nicht den Mindestunterhalt

leisten kann.

Kann er dies belegen, wird das nach Abzug

des Selbstbehaltes (900 EUR Erwerbstätige/770

EUR Nichterwerbstätige) verbleibende

Einkommen im Verhältnis der Unterhaltsansprüche

auf alle vorrangig Berechtigten

verteilt (Mangelfall).

Zum 01. Januar 2009 wurde der steuerliche Kinderfreibetrag und das Kindergeld erhöht. Die

Kindergelderhöhung erfolgte stufenweise, je nach Anzahl der Kinder.

Der Unterhalt in der Tabelle errechnet sich aus Mindestunterhalt und einkommensabhängigem Prozentsatz bzw. aus der entsprechenden Tabellenstufe abzüglich

des Kindergeldes (KiG). Bei minderjährigen Kindern wird regelmäßig das halbe Kindergeld, bei volljährigen Kindern das volle Kindergeld abgezogen.

Für das 1. u. 2. Kind wird ein Betrag von 82,00 EUR, für das 3. Kind 85,00 EUR, für das 4. u. weitere Kind 97,50 EUR vom Bruttobetrag

abgezogen. Der Mindestunterhalt beträgt bis zum 5. Lebensjahr 281,00 EUR, ab dem 6. Geburtstag 322,00 EUR und ab dem 12. Geburtstag 377,00 EUR.

Volljährige Kinder mit eigenem Hausstand haben pauschal einen Anspruch von 640 EUR, im übrigen richtet sich deren Anspruch nach der Tabelle. Wird kein

oder höheres Kindergeld gezahlt, sind die Beträge entsprechend zu korrigieren.

Beispiele: Das Kind ist 8 Jahre alt, die Mutter betreut das Kind und erhält 164,00 EUR Kindergeld für ein 1. Kind, der Vater ist in Gruppe 3 (110 %) eingestuft.

Dies bedeutet: 110 % x Mindestunterhalt (zweite Altersstufe 322,00 EUR) - halbes Kindergeld = 355,00 EUR – 82,00 EUR = 273,00 EUR.

Das Kind ist 20 Jahre alt, macht Abitur und lebt bei seiner Mutter, die 164 EUR Kindergeld erhält. Die Eltern müssen aufgrund ihres gemeinsamen Einkommens

Unterhalt nach der 7. Stufe zahlen. Dies bedeutet: 7. Stufe DT - Kindergeld = 588 EUR - 164 EUR = 424 EUR. Die Eltern teilen sich die Zahlung der

424,00 EUR nach ihren Einkommensverhältnissen auf. Das Kindergeld erhält der Volljährige.


Grundsätzliches

Die Lebensstellung und damit der Unterhalt

von Kindern wird grundsätzlich von den wirtschaftlichen

Verhältnissen des Elternteils

abgeleitet, der barunterhaltspflichtig ist. Barunterhalt

muss ein Elternteil dann leisten,

wenn er nicht zusammen mit dem Kind in

Haushaltsgemeinschaft wohnt. Der andere

Elternteil leistet dann Betreuungsunterhalt. Ist

das Kind volljährig, leisten beide Elternteile

unabhängig vom Aufenthalt des Kindes Barunterhalt.

Als Maßstab für die wirtschaftlichen Verhältnisse

dient das monatliche Durchschnittseinkommen

der/s Unterhaltspflichtigen. Zum

Einkommen gehören regelmäßig alle Einkünfte,

auch Sonderzuwendungen, Einkünfte aus

Vermietung und Verpachtung sowie Kapitalerträge.

Hiervon sind regelmässig Steuern,

Sozialversicherungsbeiträge und Werbungskosten

abzuziehen.

Die genaue Höhe des Unterhaltes wird anhand

der Düsseldorfer Tabelle ermittelt. Sie

dient allen Gerichten als Orientierungshilfe im

Unterhaltsrecht, wobei immer die Angemessenheit

im Einzelfall zu beachten ist!

Die Tabellensätze sind auf den Fall zugeschnitten,

dass der/ie Pflichtige drei Berechtigten

Unterhalt zu gewähren hat. Bei einer

größeren bzw. geringeren Anzahl von Unterhaltsberechtigten

sind Ab - bzw. Zuschläge in

eine niedrigere bzw. höhere Einkommensgruppe

vorzunehmen.

Grundsätzlich soll jedem/r Pflichtigen ein Eigenbedarf

(sogenannter Selbstbehalt) verbleiben

(900 EUR für Erwerbstätige und 770

EUR für Nichterwerbstätige).

Unterhalt 2009

Zum 1. Januar 2009 wurde das Kindergeld

und der „Freibetrag für das steuerliche

Existenzminimum (steuerlicher Kinderfreibetrag)

erhöht (s. Innenseite).

Die Rangfolge der Berechtigten bleibt unverändert:

1. Rang: minderjährige Kinder und sog. hauseigene,

volljährige Schulkinder

2. Rang: Elternteile, die Kinder betreuen, und

Ehegatten bei Ehen von langer Dauer

Ehegattenunterhalt:

Die Eigenverantwortung des geschiedenen

Ehegatten wird mehr betont: Er soll schneller

wieder erwerbstätig werden.

Übergangsvorschriften

Meist ist der Unterhalt durch Urteile, Urkunden,

Vereinbarungen o.ä. festgelegt:

Diese bleiben vorerst voll bezüglich der

Höhe der Unterhaltszahlung erhalten!

Ob im Einzelfall aber doch eine neue Berechnung

sinnvoll und durchsetzbar ist, hängt u.a.

davon ab, ob sich eine erhebliche Veränderung

ergibt und diese den Berechtigten sofort

zumutbar ist. Hierzu wird eine individuelle

Beratung (ggf. Rechtsanwalt) empfohlen.

Herausgeber: Stadtjugendamt Schwabach, Stand 01.01.2009

Ihr Stadtjugendamt

informiert

Unterhalt 2009

Der neue Kindesunterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle

Alleinerziehende Elternteile haben bezüglich

des Kindesunterhalts einen Beratungs- und

Unterstützungsanspruch beim örtlichen Jugendamt.

Für Eltern aus Schwabach:

Stadtjugendamt Schwabach

Bahnhofstr. 6

91126 Schwabach

Tel. 09122/860435

09122/860470

FAX 09122/860346

Email jugendamt@schwabach.de

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