Eroeffnung (5,38 MB) - Schwäbische Post

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Eroeffnung (5,38 MB) - Schwäbische Post

LOKALES Samstag, 23. November 2013 2

Die Politiker sind sich einig: Am 3.

August beginnen die vorbereitenden

Arbeiten für den zweiten Abschnitt

des Tunnelbaus. 1998 war

bereits eine Rampe im Gmünder

Westen gebaut worden.

Mächtige

Bohrpfähle

werden eingebracht,

um die

Baugrube im

Westen

Gmünds zu sichern.

[2007 ] Im Westen Gmünds entsteht eine mächtige

Baugrube.

Am 28. Oktober

gibt Tunnelpatin

Christine

Blaschczok den

Startschuss für

die bergmännischen

Arbeiten.

Die Firma Franz und andere

Häuser werden abge-

[2006 ] [ 2006 ]

rissen.

[ 2008 ]

[ 2008 ]

Der lange Weg zum Gmünder Einhorntunnel

Vor über 50 Jahren begann der Kampf um die Lösung der Gmünder Verkehrsprobleme

Im letzten Jahr hätte der Tunnel

seine Fünfzigerfest feiern können.

Zwar sah er bei seiner „Geburt“

und in den späteren „Jugendjahren“

noch völlig anders aus als

heute, aber das war wohl bei den

meisten Mitgliedern des Altersgenossenvereins

1962 so. Und wie

viele Altersgenossen kann auch er

schon auf ein äußerst bewegtes

Leben zurückblicken.

WOLFGANG FISCHER

Schwäbisch Gmünd. Wir blicken zurück

auf eine 51-jährige Geschichte mit

Höhen und vor allem Tiefen:

1962: Am 12. April beschäftigt sich der

Gmünder Gemeinderat erstmals mit den

Vorschlägen der Bauverwaltung, die B 29

auszubauen. Die damalige Idee: eine

Hochstraße von der Kleiderfabrik Zapp

bis kurz vor die Rinderbacher Mühle.

1964: Die Planung einer vierspurigen

Hochstraße beginnt. Bis in die siebziger

Jahre hinein gilt dieser Vorschlag als geeignete

Lösung.

1965: Alternativ wird vorgeschlagen,

die Bahngleise in einem Tunnel unter

dem Lindenfirst zu verlegen und die B 29

auf der Bahntrasse zu führen. Diese Idee

wird aber wegen der hohen Kosten kontrovers

diskutiert, auch der Bahnhof hät-

te dafür verlegt werden

müssen.

1971: Als weitere Alternative

kommte eine Umgehungstrecke

südlich der

Innenstadt ins Spiel: über

den Straßdorfer Berg, das

Hardt und Bettringen.

1977: Noch ein Alternativvorschlag:

eine nördliche

Umgehung mit Aufstieg

bei Hangendeinbach.

Im gleichen Jahr schlägt

das städtische Baudezernat

eine Tunnellösung vor.

1979: Die staatlichen Planer

stellen im Februar Varianten

für den Ausbau der

B 29 vor. Die Tunnel-Lösung

ist nicht dabei. Am 19.

Juli fordert der Gemeinderat

den schnellstmöglichen

Bau der von der Stadt

ins Spiel gebrachten Variante,

des so genannten

„Tunnels in Tallage“.

1980: Das Regierungspräsidium

arbeitet einen

Vorentwurf für den Tunnel

aus und legt sie im Mai vor.

Der Gemeinderat beschließt

im September,

diese Planung weiterzuverfolgen.

1983: Im Februar und

Auch mit solchen Karikaturen kämpfte Schwäbisch

Gmünd in den vergangenen Jahrzehnten für den Bau

des Tunnels.

(Grafik: ecom-betz)

März legt das Regierungspräsidium weitergehende

Untersuchungen vor. Die

Planer verzichten auf einen direkten Anschluss

der B 298. Überlegungen, den

Tunnel offen durch den Leonhardsfriedhof

zu führen, sorgen für Empörung in

Gmünd.

1985: Das Regierungspräsidium legt einen

überarbeiteten Entwurf vor. Der

Gmünder Gemeinderat stimmt am 4.

Juli zu.

1988: Die Diskussion kommt auf, ob

der Tunnel so gebaut werden soll, dass er

als Zivilschutz-Bunker für die Bevölkerung

nutzbar wäre. Unterstrichen wird

die Idee durch die Tatsache, dass Schwäbisch

Gmünd Sitz des Pershing-II-

Hauptquartiers und damit mit Sicherheit

ein bevorzugter Punkt in den Zielkoordinaten

des Warschauer Paktes gewesen

wäre. Der Gemeinderat besichtigt

solche Bunker-Tunnels in Luzern, Ludwigsburg

und Stuttgart – und lehnt den

Vorschlag schließlich ab.

1989: Das Bundesverkehrsministerium

stimmt im Oktober dem Planentwurf

zu. Gleichzeitig können die ersten

Grundstücke gekauft werden. Das führt

zur Verlagerung der Firma Opel Staiger

an den heutigen Standort und zur Verlagerung

des städtischen Bauhofs.

1992: Das Planfeststellungsverfahren

für den Tunnel beginnt. Dafür muss die

Stadt aktuelle Einwohner- und Verkehrsdaten

liefern.

1993: Im Juni werden im Rahmen des

Planfeststellungsverfahrens die Bürger

bei einer Veranstaltung über die Pläne

informiert. Es folgen Einsprüche gegen

die Entlüftung auf dem Lindenfirst. Im

September billigt der Gemeinderat die

Planung.

1996: Am 21. März geht im Schwäbisch

Gmünder Rathaus der Planfeststellungsbescheid

über die endgültige Baureife

des Tunnels ein.

1998: Am 18. September, kurz vor der

Bundestagswahl, erfolgt der symbolische

erste Spatenstich für den ersten

Bauabschnitt der Ortsumgehung

Schwäbisch Gmünd. Für den Anfang hat

Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann

zehn Millionen Mark zugesagt,

insgesamt soll der erste Abschnitt 41 Millionen

kosten. Die Gesamtkosten für den

Tunnel werden auf 231 Millionen Mark

geschätzt.

2000: Die Gmünder Tagespost startet

am 14. Oktober ihre Aktion „B 29 Ausbau

jetzt“. Tausende Bürger im Gmünder

Raum machen mit

2002: Bundesverkehrs-Staatssekretär

Stephan Hilsberg und Landesverkehrsminister

Ulrich Müller einigen sich am

28. August in Schwäbisch Gmünd auf

den Bau des Tunnels ab 2005/2006.

2006: Am 3. August geht’s weiter: Die

Vorarbeiten für den zweiten Bauabschnitt,

bei dem der eigentliche Tunnel

gebaut werden soll, starten.

Sechs Jahre für den Durchbruch geschrieben

Die Gmünder Tagespost und ihre Leser haben mit großer Ausdauer für das Gmünder Jahrhundertbauwerk gekämpft

Andere hatten längst aufgegeben.

Die Gmünder Tagespost nicht. Und

darauf sind wir heute stolz. Unsere

Zeitung hat über sechs Jahre am

Bau des Tunnels und dem Ausbau

der B 29 von Stuttgart bis zur Autobahn

A 7 festgehalten.

MICHAEL LÄNGE

Schwäbisch Gmünd. „B 29 – das Thema“,

so lautete der Titel des Kommentars

vom 14. Oktober 2000 in der Gmünder

Tagespost. Unsere Zeitung hat die

B29 seitdem, gemeinsam mit unserer

Partnerzeitung Schwäbische Post, zum

Thema gemacht. Mit hunderten Berichten

und Kommentaren, mit unzähligen

Aktionen, Sonderveröffentlichungen für

Ministerpräsidenten, Minister und

Staatssekretäre. Mit tausenden Lesern

an unserer Seite, die ebenfalls den Ausbau

der Bundesstraße 29, der Lebensader

durch den Ostalbkreis, mit Unter-

Nicht nur Mitarbeiter der ZFLS unterstützten die GT-Aktion für den Bau des Gmünder Tunnels. Tausende Menschen in und um Gmünd halfen mit.

schriften, Fotos und Paketen nach Berlin

unterstützten und forderten.

Ministerprasident Erwin Teufel beispielsweise

erhielt im Dezember 2000

ein mit GT-Berichten und -Kommentaren

beklebtes Auto, das zuvor die Gmünder

Feuerwehr für die Prunksitzung gebaut

hatte. Doppeltes Engagement der

Floriansjünger. Der damalige Verkehrsminister

Kurt Bodewig erhielt von uns

im März 2001 tausende Unterschriften

von Ostälblern und eine Sammlung aller

bislang erschienenen Berichte und

Kommentare.

All dies sind Aktionen unserer Zeitungen

und ihrer Leser, während andere dagegen

schrieben, Abstand nehmen wollten

vom Tunnel, vom „lähmenden Tunnel-Blick“

für Gmünds Stadtentwicklung.

Deren Meinung hat sich als falsch

erwiesen. Denn nun eröffnet der Einhorntunnel,

die dritte so notwendige

Gmünder Ost-West-Achse, und bringt

neue Chancen für die Stadtentwicklung.

Dies hat die Tagespost immer befürwortet.

Dafür haben wir uns stark gemacht,

waren immer dran, immer dabei und

immer mittendrin. Für Gmünd.


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Geschafft!

Unser Jahrhundertprojekt ist fertig.

Wir sagen Danke an Bund und Land und der

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LOKALES Samstag, 23. November 2013 3

Die Mineure arbeiten sich Meter für Meter

unter Gmünd voran, 1687 Meter weit.

[ 2009 ]

EDITORIAL

Der Durchbruch

[ 2009 ]

Kein Aprilscherz.

Am 3.

April zeigt

sich: Die Behelfsbrücken

im

Gmünder

Osten sind

zu eng.

ie Gmünder und alle, die in der

D Stadt unterwegs sind, sind bildlich

gesprochen am Ende des Tunnels

angekommen. Sie haben es verdient.

Jahrelang setzten sie sich unter

Federführung dieser Zeitung

dafür ein, dass der Tunnel

überhaupt verwirklicht

wird. Und seit 2006, als der

entscheidende zweite Bauabschnitt

begonnen wurde, leben

sie mit Sperrungen, Umleitungen,

Engpässen. Besonders

heftig wurde es in den vergangenen

Monaten, als das Fehlen des Tunnels

zusammenkam mit der heißen Phase

des Stadtumbaus. Doch seien wir

ehrlich: So schlimm wie anfangs befürchtet

ist es nicht geworden. Die

Szenarien vom durch den Tunnelbau

lahmgelegten Verkehr in der Innenstadt

haben sich nicht bewahrheitet.

Zudem haben die Bürger in der Region

den Tunnel auch als „ihre“ Baustelle

gesehen. Großen Anteil daran

hatten die Mitarbeiter des Gmünder

Baubüros – allen voran Johannes

Zengerle – die die Interessierten bei

Hunderten von Führungen in die

Röhre blicken ließen. Mit dieser Öffentlichkeitsarbeit

haben sie enorm

viel Akzeptanz für die Baustelle geschaffen,

Verantwortliche anderer

Großbauprojekte blickten neidisch

auf Schwäbisch Gmünd.

Dass der Tunnel kam, ist ein Glücksfall.

Möglich war die Zusage nur

2004, als gerade viel Geld im Verkehrshaushalt

des Bundes war. OB

Wolfgang Leidig hatte zuvor die Regionalpolitiker

und Abgeordneten

auf eine Linie gebracht, dass sie über

alle Parteigrenzen hinweg

den Tunnel als wichtigste Infrastrukturmaßnahme

des

Ostalbkreises forderten. Und

die Bürger machten mit vielen

Aktionen deutlich, dass

sie den Tunnel haben wollen.

Gut, dass damals keiner den

Pessimisten folgte, die Gmünd rieten,

doch den unrealistischen

Wunschtraum vom Tunnel endlich

aufzugeben. „Gmünds Stadtentwicklung

kann doch nicht ewig von

dieser Röhre und von einem politischen

Zirkus abhängig gemacht werden“,

schrieb ein Journalist noch

2004. Die Realität belegt inzwischen,

wer damals Traumtänzer war.

Nun wird „diese Röhre“ eröffnet

und bietet Gmünd und ganz Ostwürttemberg

glänzende Perspektiven.

Die Verkehrsanbindung an den

Mittleren Neckarraum wird entscheidend

verbessert. Und Schwäbisch

Gmünd von einem großen Teil des

Durchgangsverkehrs entlastet. Diese

Bedeutung zeigt auch, wie wichtig es

ist, den Ausbau der B 29 – vor allem

um Mögglingen herum – fortzusetzen.

Für Gmünd und die Region ist

der Einhorntunnel ein Jahrhundertbauwerk,

das ist nicht übertrieben.

Nun müssen die Bürger und Firmen

darauf aufbauen. Wolfgang Fischer

An Pfitzer- und Baldungkreuzung

stauen sich im

Sommer die Autos.

[ 2009 ]

Im September entsteht das neue Remsbett.

[ 2009 ]

Ende März wird die Rems

auf 800 Metern Länge in ihr

neues Bett

[ 2010 ] geleitet.

Region braucht ausgebaute B 29

egelmäßig belegt Deutschland einen

R Spitzenplatz in der Studie des Weltwirtschaftsforums

zur globalen Wettbewerbsfähigkeit.

In diesem Jahr konnte

Deutschland seine gute Position sogar

ausbauen. Diesen Erfolg verdanken wir

vor allem starken und innovativen Unternehmen

– das wird gerade auch im

Stuttgarter Großraum besonders deutlich.

Zu den Erfolgsfaktoren zählt aber

auch unsere Verkehrsinfrastruktur: Erst

ein leistungsfähiges und bedarfsgerechtes

Verkehrsnetz sichert Wachstum,

Wohlstand und Beschäftigung in unserem

Land. Mobilität zu ermöglichen

muss deshalb eine unserer wesentlichen

verkehrspolitischen Aufgaben sein.

An der B 29 zwischen Stuttgart, Schwäbisch

Gmünd und Aalen leben gut 40

Prozent der Bürgerinnen und Bürger der

Region. Auch befinden sich entlang dieser

Achse rund die Hälfte der Arbeitsplätze.

Für den wirtschaftlichen Erfolg

dieser Region ist daher eine bedarfsgerecht

ausgebaute B 29 als zentrale Verkehrsachse

dringend geboten. Das gilt

auch mit Blick auf

die Anbindung

an das überregionale

Bundesfernstraßennetz

über

die A 7 Flensburg

- Würzburg -

Ulm. Mit der

Freigabe der

Dr. Peter Ramsauer.

Ortsumfahrung

(Foto: BMVBS/ Frank

Schwäbisch

Ossenbrink)

Gmünd können

wir nun einen wichtigen Etappenerfolg

feiern. Allein durch Schwäbisch Gmünd

bewegen sich bislang Tag für Tag rund

35 000 Fahrzeuge mit einem Schwerlastanteil

von elf Prozent. Ein gewichtiger

Teil des Durchgangsverkehrs kann nun

durch den neuen Einhorntunnel fließen.

Die Gesamtinvestitionen in Höhe von

280 Millionen Euro werden sich zweifellos

als gut angelegt erweisen. Mit der

Ortsumgehung und der neu gestalteten

Verkehrsführung in der Stadt werden

sich die Lebensqualität für die Bürgerinnen

und Bürger und ihrer Gäste maßgeblich

verbessern - durch weniger

Lärm, weniger Schadstoffe und mehr

Verkehrssicherheit. Mein ausdrücklicher

Dank gilt daher all denjenigen, die durch

ihren Einsatz zum Gelingen dieses Projektes

beigetragen haben! Allen Verkehrsteilnehmern

wünsche ich allzeit

gut Fahrt.

Dr. Peter Ramsauer MdB, Bundesminister

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Die 280 Millionen Euro für den Tunnelbau sind gut angelegt, meint Verkehrsminister

Peter Ramsauer.

(Foto: Tom)

Arbeitsgemeinschaft Tunnel Schwäbisch Gmünd

Ed. Züblin AG • Baresel GmbH • G. Hinteregger &Söhne Baugesellschaft m.b.H. • ÖSTU-STETTIN Hoch- u. Tiefbau GmbH

Gute Fahrt!

Danke Gmünd,

wir haben hier gerne gebaut.

Innerstädtischer Tunnelbau • Bundesstraße B29 • Ortsumfahrung Schwäbisch Gmünd • 2. BA (Tunnel)


LOKALES Samstag, 23. November 2013 5

Unter Rems und Lindenfirst verläuft Schwäbisch Gmünds neue Lebensader

Schwäbisch Gmünd hat eine neue Hauptverkehrsachse – und

die Bürger sehen in weiten Teilen nichts davon. Im Westen begann

der bergmännische Bau etwas östlich des heutigen Kreisels.

Davor erstrecken sich noch rund 443 Meter Trog und Tunnel,

der in so genannter offener Bauweise erstellt wurde. Der

bergmännische Teil – insgesamt 1686,88 Meter lang – läuft

unter der Oberfläche. Dann schwenkt sie wieder in Richtung

Südosten, streift den Fußweg, der vom Kaffeebergweg Richtung

Lindenfirst abzweigt. Die Trasse unterquert die Lindenfirststraße,

wieder die Bahnlinie und auf Höhe des Sägbocks

die Rems. Der Tunnel läuft dann unterhalb der Baldungstraße,

bis hierher, kurz hinter der Pfitzerkreuzung, bohrten die Midann

in nordöstlicher Richtung weiter unter den Bahngleisen

und unter dem Salvator durch. Hier spaltet sich der Rettungsstollen

ab und verläuft parallel zum Fahrtunnel. Etwa im rechten

Winkel „kreuzt“der Tunnel die Taubentalstraße. Unter

dem Lindenfirst erreicht die Trasse den nördlichsten Punkt.

Dort sitzt der Abluftkamin, die Röhre verläuft dort 125 Meter

neure. Der weitere Verlauf wurde wieder in offener Bauweise

hergestellt: Die Trasse schwenkt neben dem künftigen Baldungkreisel

unter die Vordere Schmiedgasse ein. Knapp östlich

der Leonhardskirche kommen die Autofahrer, die den

Tunnel in Richtung Osten benutzen, wieder ans Tageslicht.

(Foto: Luftbildservice Dieterle/Grafik: Regierungspräsidium)




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Gratulation zum

Gmünder

Einhorntunnel

und jetzt geht’s weiter mit Mögglingen,

Böbingen und dann bis Aalen!

Gemeinde Böbingen an der Rems


LOKALES Samstag, 23. November 2013 6

Im April beginnen

auf dem Lindenfirst

die Arbeiten

für den Bau des

Tunnel-Kamins.

Die Frage steht im

Raum: Braucht

der Kamin einen

Filter?

Die Baugrube

an der Pfitzerkreuzung

erreicht

im Mai

eine Tiefe von

24 Metern.

Am 5. August brechen

die Mineure

den Rettungsstollen

durch

Tägliche Sprengungen

treiben den Abluftkamin

durch

den Lindenfirst vo-

[ 2010 ] [ 2010 ]

[ 2010 ] [ 2010 ]

ran.

[ 2010 ]

Im September werden die Fahrspuren

zwischen Pfitzer- und

Baldungkreuzung für eine weitere

Baugrubeverschoben,

„Könnten fast das Ulmer Münster versenken“

Oberbürgermeister Richard Arnold über den Tunnel als „Meisterwerk an Ingenieurskunst“ und über dessen Auswirkungen

Zwei Jahrhundertprojekte gleichzeitig

stemmen – die Stadt Schwäbisch

Gmünd hat gezeigt, dass sie

das kann, sagt Oberbürgermeister

Richard Arnold zum Bau des

Gmünder Tunnels und zum Stadtumbau

im Zuge der Landesgartenschau.

Der Stadtumbau wäre ohne

den Tunnel an vielen Stellen so nie

möglich gewesen, meint er und erzählt,

wie er den Bau des Tunnels

erlebt hat und welche Auswirkungen

er für die Stadt erwartet.

JULIA TRINKLE

Schwäbisch Gmünd. „Ich habe das

große Glück, dass während meiner

Amtszeit ein lange gehegter Wunsch der

Gmünder und des gesamten Wirtschaftsraums

in Erfüllung geht, sagt

Oberbürgermeister Richard Arnold: die

Eröffnung des Gmünder Einhorntunnels.

30 Jahre Kampf und Wartezeit seien

vorausgegangen. Daher sei er all denen,

die sich für diese Ortsumgehung eingesetzt

haben, sehr dankbar. Doch jetzt

müsse der Kampf weitergehen: für die

Mögglinger Ortsumfahrung. Denn „die

B29 ist eine ganz wichtige Verkehrsader

in der Region“. Gibt es dort eine Engstelle,

wie während der Bauarbeiten für den

Tunnel und den Gmünder Stadtumbau,

bekommt dies das Umland unmittelbar

durch Ausweichverkehr zu spüren. So

atmen mit der Eröffnung des Gmünder

Tunnels auch die Nachbarorte wie Großdeinbach,

Wetzgau oder Lindach auf,

weiß der Oberbürgermeister.

Die Gmünder selbst hätten die Tage bis

zur Tunneleröffnung gezählt, allen voran

die Einzelhändler. Etliche potenzielle

Kunden mieden die Stadt wegen ihrer

vielen Baustellen und suchten andere

Einkaufsmöglichkeiten. Das werde sich

nun ändern, ist sich OB Arnold sicher.

Die Geschäfte, die sich neu angesiedelt

haben und noch folgen werden, seien sicherlich

zusätzliche Anziehungspunkte.

Aber auch für die Gmünder Betriebe

sei der Tunnel eine große Erleichterung.

Wenn deren Lastwagen im Stau stehen,

koste sie das bares Geld. Durch den Einhorntunnel

seien die Gmünder Gewerbegebiete

– etwa auf dem Gügling, in

Hussenhofen oder auch die Krähe –

künftig „super angebunden“.

Dass alle im öffentlichen Personennahverkehr

froh sind über die Eröffnung

des Tunnels, liege auf der Hand. Während

der Zeit der Baustellen sei der

ÖPNV der Stadt ein guter Partner gewesen.

Viele Ideen für die Verkehrsregelung

während der Bauphase seien von dieser

Seite gekommen. Den Stadtumbau unter

voll laufendem Verkehr zu bewerkstelligen,

„war ein Kunststück unserer

städtischen Verkehrspolitik“, sagt Arnold

und dankt vor allem Gerd Hägele,

der sich als Abteilungschef für Verkehr

und Umwelt bei der Stadt ein dickes Fell

habe zulegen müssen. Die Doppelbelastung

für den Verkehr sei nicht geplant

gewesen, denn eigentlich sollte der Tunnel

am 12.12.2012 eröffnen. Daher waren

für 2013 die größten Arbeiten des

Stadtumbaus vorgesehen. Doch auch

diese Situation habe Schwäbisch

Gmünd gemeistert und alle Modelle Lügen

gestraft, denn manchmal hätte es in

der Theorie eigentlich gar nicht mehr

funktionieren dürfen. Aber: „Der Verkehr

sucht sich seine Wege.“

Trotz der Verschiebung des Eröffnungstermins:

Den für den Tunnelbau

Verantwortlichen zolle er „allergrößten

Respekt“ für diese „Meisterleistung der

Oberbürgermeister Richard Arnold und Medienvertreter durften 2011 vom Lindenfirst

aus in den Abluftkamin des Einhorntunnels hinein. (Foto: Tom)

Ingenieurskunst“, sagt der Oberbürgermeister.

Zunächst sollte die Remsstraße

für die Tunnelbauarbeiten komplett gesperrt

werden, doch um dies den Verkehrsteilnehmern

nicht zuzumuten, hat

das Gmünder Baubüro die Arbeiten trotz

Mehrkosten so organisiert, dass immer

eine Durchfahrt möglich war.

Die gigantischen Ausmaße des gesamten

Bauwerks seien ihm vor allem bewusst

geworden, als er im Juni 2011 in einem

Korb den Kamin hinabfahren durfte.

157 Meter in die Tiefe – mit dieser

Höhe könne der Kamin beinahe den

höchsten Kirchturm der Welt versenken,

jenen des Ulmer Münsters, der 161,5

Meter misst.

Die Diskussion in Gmünd über die

Notwendigkeit eines Filters für den Abluftkamin

habe Vorbildcharakter, sagt

der Oberbürgermeister und spricht damit

den so genannten Filterdialog an. Es

sei bundesweit das erste Großinfrastrukturprojekt

gewesen, bei dem Bürger derart

mit einbezogen waren. Der Dialog sei

rechtlich nicht nötig gewesen, aber für

die Akzeptanz des Tunnels immens

wichtig. „Unsere Bürger sind jetzt beteiligungsgeschult“,

sagt Arnold.

Doch nun stehe in Schwäbisch Gmünd

die Zeit des Genießens an – „das haben

wir uns wirklich verdient“. Flanieren an

Josefsbach und Rems, Verweilen am

Remsstrand, ... – der OB gerät beim Gedanken

an Schwäbisch Gmünd 2014 ins

Schwärmen und rät Gmündern, sich bei

Gelegenheit mal in die Ledergasse oder

an den Bahnhof zu stellen, die Augen zu

schließen und zu erinnern, wie dies alles

noch vor ein oder zwei Jahren ausgesehen

hat. Viele Projekte des Stadtumbaus

wie das Gamundiagelände, der Boulevard

am Bahnhof oder auch der Remspark

wären ohne den Einhorntunnel so

nie möglich gewesen. Grund zu feiern,

meint Arnold. Die Landesgartenschau

sei dafür geradezu prädestiniert, bei dieser

werde sich die Stadt in ihrer vollen

Blüte zeigen – im wahrsten Sinne des

Wortes.


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LOKALES Samstag, 23. November 2013 7

[ 2010]

November:

Auf Bahnschienen

rollen

Arbeitswagen

durch

die Hauptröhre,

um Decken

und

Wände zu

verkleiden.

Ende Mai wird

der Abluftkamin

des Tunnels fertiggestellt.

[ 2011 ]

Das westliche Tunnelende

wird ab

November mit

Erde aufgefüllt

[ 2011 ]

Experten beantworten Bürgern im Dialog

Fragen zur Notwendigkeit eines Filters. Ergebnis:

Es gibt bessere Wege.

[ 2012 ]

Während der

gesamten Bauzeit

bietet die

Gmünder Tagespost

ihren

Lesern exklusive

Baustellenführungen

[ 2012 ]

Mehr Kontakte als die erste Mondkapsel

Der Gmünder Einhorntunnel enthält eine große Menge an hochentwickelter Technik

300 Kilometer Nervenbahnen

Der Einhorntunnel hat ein „Nervensystem“:

die elektronische

Steuerung aller Funktionen. Die

„Nervenbahnen“ sind 300 Kilometer

lang. Und wie das vegetative

Nervensystem des Menschen

funktioniert auch dieses System

automatisch – auf einen bestimmten

„Reiz“ antwortet es unmittelbar

mit einer bestimmten Reaktion.

„Wir können uns nicht auf den

Menschen verlassen“, sagt Tunnel-Projektleiter

Robert Hamm.

Deshalb wird fast alles, was künftig

im Einhorntunnel geschieht, erfasst.

Dafür hat die Firma Osmo

rund 300 Kilometer Kabel – davon

90 Kilometer schneller leitendes

Glasfaser – in der 2,2 Kilometer

langen Röhre gezogen. Über diese

„Nervenbahnen“ werden Signale

von rund 16 000 Datenpunkten in

eine Zentrale geleitet, erläutert

Oberbauleiter Mathias Karweil

von Osmo. „Bei der ersten Mondlandung

hatten sie weniger Datenpunkte

in der Kapsel“, erläutert

Robert Hamm zum Vergleich die

Zahl dieser Kontaktsensoren.

Die Software, die die Reaktionen

auf alle möglichen Situationen regelt,

wurde speziell für den Gmünder

Tunnel geschrieben: Wenn

sich die Luft durch vermehrte Abgase

trübt, muss die Lüftung hochgefahren

werden; wenn jemand

die Tür zu einem Querstollen öffnet,

muss Alarm gegeben und

müssen die Bilder der Kameras auf

die Bildschirme der Steuerungszentrale

geleitet werden. Nicht nur

dorthin: Über Lichtwellenkabel

gehen sie an die Straßenmeisterei

und die Gmünder Feuerwehr,

über Richtfunk an die Aalener Rettungsleitstelle,

wie Robert Hamm

sagt. Die dafür notwendige Richtfunkantenne

sitzt oben am Abluftkamin

über dem Lindenfirst. Im

Praxistest wurde jeder der rund

16 000 Datenpunkte aktiviert. Und

das System muss dann automatisch

die richtige Reaktion folgen

lassen.

Mathias Karweil und seine Leute

waren nicht nur für die Steuerung

zuständig, sondern sie schufen

auch die Voraussetzungen dafür,

dass sich der Schall, der im Ernstfall

aus den Lautsprechern kommt,

an der Decke entlang so aufbaut,

dass er im Fahrbahnbereich gut

verständlich ist. Dafür müssen die

Sprachsignale eigens mit einer gewissen

Verzögerung eingespeist

werden.

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Richtiges Licht in

Fürs richtige Licht im Gmünder

Tunnel sorgen 277 Lampen an

der Decke. Neun

Millionen

Euro

ben

ha-

die Planer allein

für die Elektroanlage

veranschlagt,

sagt Robert

Hamm Projektleiter für den

Bau des Gmünder Tunnels. .

Insgesamt dürfte die technische

Anlage auf 13 Millionen

Euro kommen. Im Verlauf

des Tunnels

werden LED-

Leuchten

installiert,

an den Einfahrten aber Natriumleuchten.

Mathias Karweil von der

dafür zuständigen Firma Osmo er-

der Röhre

klärt, weshalb: An den

Eingängen müssen

sich die Verkehrsteilnehmer

erst an die zunehmende

Dunkelheit gewöhnen. Dafür seien

die Natrium-Leuchten mit ihren

400 Watt Leistung und dem

von zahlreichen Straßenbeleuchtungen

bekannten gelb strahlenden

Licht besser geeignet. Weiter

drin im Tunnel kommen LEDs mit

einer Leistung von je 120 Watt –

dem Vierzigfachen der herkömmlich

in Privathaushalten

verwendeten LED –

zum Einsatz. Auch

in die

Fahrbahn werden

LED-Lichtpunkte

eingelassen,

die den Fahrern

den

Spurverlauf

signalisieren.

Mathias

Karweil widerspricht

der Annahme,

dass die

LED-Leuchten

vor allem

wegen des geringeren

Strom-

Planung der Baugruben, Verbauten, Remstrog

und Tunnelblöcke in offener Bauweise

verbrauchs eingesetzt

würden. Der falle

kaum ins Gewicht. Auch

die Annahme, dass LED-

Leuchten kaum Abwärme

produzierten, stimme

nicht. Immerhin gehöre zu

jeder LED, die an der Tunneldecke

installiert wird, ein

Kühlkörper. Spürbare Einsparungen

bringen die LED-Technik

allerdings bei der Wartung.

wof

Rund 280 Leuchten an der Decke

des Einhorntunnels sorgen für

Helligkeit, auch in die Fahrbahnmitte

sind Lichtelemente eingelassen.

Überwiegend wurden

LED-Leuchten verwendet, um

den Spurverlauf zu verdeutlichen.

(Foto: Tom)


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LOKALES Samstag, 23. November 2013 8

Mit dem Tunnel bekommt Gmünd auch einen

spektakulären Steg, der sich im Osten der Stadt

über Rems und B 29 schwingt.

[ 2012 ]

Im April werden zwei große Axialventilatoren

eingebaut.

[ 2012 ]

Eine undichte

Löschwasserleitung

bremst im Sommer

die Bauarbeiten.

Eine komplett neue

Leitung muss eingezogen

werden.

[ 2013 ] [ 2013 ]

Klarheit: Am 21. Oktober wird das

Datum für die Tunneleröffnung bekanntgegeben:

der 25. November..

Notwendiges

Viel Technik für die

Anschluss

unterm

Lindenfirst

Auf Anschluss müssen

Handy-Nutzer auch unterm

Lindenfirst nicht verzichten.

Der Handybetrieb

im Tunnel ist gewährleistet,

versichert Projektleiter Robert

Hamm. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone

sorgt stellvertretend für die anderen

Betreiber fürs Netz unter der Erde. Die

dafür notwendige Antenne ist am Abluftkamin

auf dem Lindenfirst zu sehen.

Nicht nur wegen der Verbindung, sondern

auch wegen der Sicherheit ist

die Netzversorgung in modernen

Tunnels inzwischen

Standard. Zwar sind in regelmäßigen

Abständen im

Gmünder Tunnel Notrufkabinen

zu finden, in denen

Verkehrsteilnehmer

Notrufe absetzen könnten.

Doch die Erfahrung

zeigt, so Robert Hamm,

dass nur noch ein Prozent

der Notrufe aus

Tunnels aus den Kabinen

kommen – in 99 Prozent

der Ernstfälle zücken die Tunnelbenutzer

das Handy. wof

von Netz bis Notruf

Sicherheit im Gmünder Einhorntunnel – Handys haben Anschluss in der Röhre

Technologie für die Sicherheit

Eine grafische Darstellung der Sicherheitseinrichtungen im Gmünder Einhorntunnel.

(Grafik: Regierungspräsidium)

Nach neuesten Sicherheitsstandards

wird der Gmünder

Einhorntunnel ausgestattet.

Dazu gehören unter anderem 22

Notrufkabinen, die im Abstand

von jeweils maximal 150 Metern

angeordnet sind. Von den Telefonen

können Notrufe an die Rettungsleitstelle

in Aalen abgesetzt

werden.

Zusätzlich hängen zwei

ABC-Feuerlöscher sowie

Druckknopf-Feuermelder

in allen Notrufkabinen. Gegenüber

den Notrufkabinen

befinden sich Überflurhydranten,

die an die

Feuerlöschleitung angeschlossen

sind. Die Notausgänge

zum Rettungsstollen

im Abstand von maximal 300

Metern ermöglichen im Katastrophenfall

die Flucht aus dem

Tunnel. Sie sind mit grünen

Leuchten gekennzeichnet.

Der Rettungsstollen steht unter

Überdruck, so dass Rauch aus

dem Tunnel nicht in den Rettungsstollen

eindringen kann.

Das wurde bei den Brandversuchen

vor Inbetriebnahme des

Tunnels belegt.

Die Feuerwehr wird bei Einsätzen

direkt in den Fahrtunnel einfahren.

An der Tunneldecke verläuft

ein Glasfaserkabel, das auf

Hitze reagiert, einen Alarm an die

Rettungsleitstelle absetzt und den

Rauchabzug im Bereich des

Brandorts in Gang setzt. Wenn ein

Auto im Tunnel in eine Pannenbucht

fährt, kann auf dieser Spur

der Verkehr gesperrt werden, so

dass gleichzeitig Einsatzfahrzeuge

freie Bahn bis zum Pannen-Auto

haben.

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LOKALES Samstag, 23. November 2013 9

Im September

werden

die Fahrbahnmarkierungen

aufgebracht

und

die Wände

lackiert.

[ 2013 ]

Zweitägige Brandversuche

im Oktober zeigen,

dass die Brandmeldung

und der Rauchabzug

funktionieren.

Die Abzweigung nach Herlikofen

wird am 19. November wieder

freigegeben.

[ 2013 ] [ 2013 ]

In den letzten

Tagen vor der

Eröffnung wird

noch an vielen

Stellen gearbeitet.

[ 2013 ]

Neue Perspektiven für die Stadt

und die gesamte Region

ch freue mich über die Eröffnung

des „Gmünder Einhorn-

I

Tunnels“ und die damit verbundenen

Vorteile für die gesamte

Region, insbesondere für die

Stadt Schwäbisch Gmünd. (. ..)

Die Baustelle galt als eine der

größten für vergleichbare Projekte

in Deutschland. Die Kosten sind

auf 280 Millionen Euro gestiegen.

Die Bundesstraße 29 ist eine bedeutsame

Verkehrsachse zwischen

dem Großraum Stuttgart

und dem Wirtschaftsraum Ostwürttemberg

bis nach Bayern.

Gleichzeitig dient sie als Zubringer

zur Bundesautobahn A 7. Für

die Stadt Schwäbisch Gmünd bedeutet

der Tunnel einen großen

Schritt hin zu

mehr Lebensqualität

und

neuen Freiraum

für die Stadtentwicklung.

Industrie und

Handel der Region

profitieren

durch bessere

Standortbedingungen

ebenso

wie die Menschen,nachdem

der Engpass

entfällt, den die

B 29 in ihrer bisherigen Führung

durch die Stadt über Jahrzehnte

darstellte. 35 000 Fahrzeuge pro

Tag hatten zuletzt dem Stadtgebiet

von Schwäbisch Gmünd eine

enorm hohe Verkehrsmenge aufgebürdet.

Dabei fielen elf Prozent

Lkw-Verkehr besonders ins Gewicht.

Die neue Unterquerung

wird diese Belastung nun erheblich

verringern und so der stauund

abgasgeplagten

Stadt

Schwäbisch

Gmünd neue

Perspektiven

verschaffen. Ein

Straßenbauprojekt

dieser Größenordnung

wird zu Recht kontrovers

diskutiert. Die hohen Kosten,

der unvermeidliche Flächenverbrauch,

die Belastung von Natur

und Umwelt sowie neue Betroffenheiten

durch die Verlegung

einer Trasse sind Aspekte, die

nicht vernachlässigt werden dürfen.

Der Bau neuer Straßen und

Tunnel allein kann die Verkehrsprobleme

nicht

lösen. Wichtig

sind neue Mobilitätskonzepte,

die vorhandene

Verkehrsinfrastruktur

effektiver

nutzen

Der Bau neuer Straßen

und Tunnel allein kann

die Verkehrsprobleme

nicht lösen. Wichtig

sind neue

Mobilitätskonzepte

Winfried Hermann

sowie Menschen

und Umwelt

entlasten.

Besonders freue

ich mich, dass

die Landesgartenschau,

die

im nächsten

Jahr in Schwäbisch Gmünd stattfinden

wird, von der neuen Gestaltung

der Innenstadt profitieren

wird. Schwäbisch Gmünd hat

ganz neue Möglichkeiten, Flächen

zu gestalten.

Winfried Hermann,

Minister für Verkehr

und Infrastruktur

Baden-Württemberg

Die offene Baustelle hatte

bundesweit Vorbilcharakter

er Gmünder Tunnel kann

D endlich dem fließenden Verkehr

übergeben werden. Nach

langer Bauzeit und noch viel längerer

Planungszeit. Ein schöner

und hoffnungsvoller Tag nicht

nur für die Gmünderinnen und

Gmünder, sondern für alle Menschen

in der gesamten Region.

(. ..) Mit der Realisierung der Ortsumfahrung

wird sich Schwäbisch

Gmünd einschneidend verändern.

Ich war in den letzten sechs

Jahren sehr oft hier in Gmünd,

und durfte „meine“ Tunnelbaustelle,

eine der größten Straßenbaubaustellen

in ganz Deutschland,

von Anfang an eng begleiten.

Im Baubüro Schwäbisch

Gmünd des Re-

gierungspräsi-

diums Stuttgart

liefen die Fäden

zusammen, da-

Jetzt geht es darum, dass

das Geld bereitgestellt

wird, damit der Ausbau

weitergehen kann, bald

und nicht erst in

Jahrzehnten.

mit dieses

„Jahrtausendprojekt“

Stück

für Stück vorangebracht

werden

konnte.

Nach vier Jahrzehnten

Diskussion

und

Planung waren

auch während der Bauzeit gewaltige

Herausforderungen von unseren

Spezialisten in guter Zusammenarbeit

mit den Baufirmen,

Planungsbüros und allen

Beteiligten zu meistern. Der

Wunsch nach einem Blick hinter

die Kulissen ist bei einem solchen

Großprojekt aber eine pure

Selbstverständlichkeit – und für

uns Straßenbauer auch eine große

Ehre. (. ..) Die Baustelle in

Johannes Schmalzl

Gmünd hatte in

Sachen Transparenz

und Information

bundesweit

Vorbildcharakter.

Rund 800 Besuchergruppen

mit vielen Besuchern

von Jung bis Alt ließen sich

im Baubüro und auf der Tunnelbaustelle

über den Baufortschritt

informieren, schauten hinter die

Kulissen. Tag und Nacht und natürlich

auch am Wochenende. Ein

dickes Dankeschön von mir an

meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die das alles „außerhalb

der Kernarbeitszeit“ geschultert

haben – und die

Leute nicht nur

mit ihrer Kompetenz

und

Freundlichkeit,

sondern sogar

mit ihrer selbst

gebauten Gummistiefelwasch-

anlage begeisterten.(.

..) Im

Interesse der

Menschen, aber

auch der regionalen

Wirtschaft

gilt es nun, diese wichtige Verkehrsachse

bis Aalen und darüber

hinaus weiter zu ertüchtigen. Wir

haben im Regierungspräsidium

das Bau- und Planungsrecht geschaffen.

Jetzt geht es darum, dass

das Geld bereitgestellt wird, damit

der Ausbau weitergehen kann,

bald und nicht erst in Jahrzehnten.

Johannes Schmalzl,

Regierungspräsident

Quantensprung in der

Geschichte des Ostalbkreises

it diesem Tag vollziehen wir

M einen Quantensprung in der

Geschichte des Ostalbkreises und

seiner Verkehrsinfrastruktur. (. ..)

Für rund 280 Millionen Euro ist in

den vergangenen Jahren auf 4,1

Kilometern Länge ein bautechnisches

Meisterwerk – 2,2 Kilometer

davon in bergmännischer Tunnelbauweise

– entstanden, das

unter der Bauleitung des Regierungspräsidiums

Stuttgart von

mehreren, in einer Arbeitsgemeinschaft

zusammengeschlossenen

Bauunternehmen erstellt

wurde. Rettungs- und Fluchtstollen,

Abluft- und Betriebstechnik

entsprechen den aktuellsten technischen

Standards.

Ich möchte an

dieser Stelle

den Verantwortlichen

bei

Bund und Land

danken, die die

Realisierung

dieses Projekts

ermöglicht haben.

Mein

Dank geht auch

an alle Mitstreiter, die über lange

Jahre hinweg für diese Baumaßnahme

gekämpft haben. (. ..) Sie

alle haben innerhalb der Region

dem Bau des Tunnels einmütig

Priorität eingeräumt und teils eigene

Interessen hinten angestellt.

Dank auch an die Schwäbisch

Gmünder Bevölkerung und an

alle Verkehrsteilnehmer, die in

den vergangenen Monaten angesichts

der Verkehrsstörungen viel

Zeit und Geduld aufbringen

mussten.

Weil eine intakte und vor allem

leistungsfähige

Verkehrsinfrastruktur

aber die Voraussetzung

schlechthin

für erfolgreiche

Unternehmen

und

die Prosperität einer Region ist,

darf die Bautätigkeit entlang der B

29 nicht in Schwäbisch Gmünd

enden. Ich appelliere deshalb an

die verantwortlichen politischen

Kräfte auf Bundes- und Landesebene,

nun die weiteren Bauabschnitte

umzusetzen – allen voran

die Ortsumfahrung Mögglingen,

so wie es uns zugesagt

wurde.

Die B 29 als bedeutende

Entwicklungslinie

im Land muss

weiter ausgebaut

werden!

Der Stadt

Klaus Pavel

Gmünd eröffnen

sich durch die

Freigabe des

„Einhorn-Tunnels“ fantastische

städteplanerische Chancen, die

sie in beeindruckender Weise ergriffen

hat. Mit voller Energie können

nun mit Blick auf die Eröffnung

der Landesgartenschau im

April nächsten Jahres das „Erdenreich“

gestaltet und die städtebaulichen

Maßnahmen vollzogen

werden.

Ich wünsche der Stadt Schwäbisch

Gmünd hierbei gutes Gelingen

und allen Verkehrsteilnehmern

allzeit gute Fahrt!

Klaus Pavel ,

Landrat des Ostalbkreises

Die B 29 als bedeutende

Entwicklungslinie im

Land muss weiter

ausgebaut werden!

„Nach dem Tunnel Gmünd

kommt Mögglingen“.

(Frau Staatssekretärin Karin Roth am 18. 1. 2008 in Berlin)

Wir sind gespannt!

Gemeinde

ögglingen

reinkommen

rausgehen

besser sehen.

Wir wünschen allzeit freie Fahrt für GD!

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LOKALES Samstag, 23. November 2013 10

„Etwas ganz Seltenes

Staatssekretär a.D. Dieter Schulte freut sich auf Eröffnung des Tunnels

Für Dr. Dieter Schulte ist der

25. November „etwas ganz

Seltenes“, ein Tag, der „mit

normalen Ereignissen nicht

vergleichbar ist“. Der Staatssekretär

a.D. und langjährige

CDU-Bundestagsabgeordnete

freut sich auf die Eröffnung

des Einhorn-Tunnels.

Denn „über ein Vierteljahrhundert“

habe ihn dieser begleitet.

Oder vielleicht auch

andersrum: er den Tunnel.

MICHAEL LÄNGE

Schwäbisch Gmünd. Fast 30 Jahre

lang hat Schulte den Wahlkreis

Gmünd /Backnang im Bundestag

vertreten. 1998, als er aus diesem

ausschied, glaubte er nach wie vor

fest an den Tunnel, hatte er doch

kurz vor seinem Abschied den

Spatenstich durchgesetzt. Schulte

sollte Recht behalten. 2006 wurden

die 1998 begonnenen Arbeiten

fortgesetzt. 2013, sieben Jahre später,

entspannt das Jahrhundertbauwerk

Gmünds Jahrzehnte lange

kritische Verkehrssituation.

Dieser Spatenstich von 1998 ist für

Schulte der „strategische Punkt“.

Will sagen: Ohne diesen Spatenstich

wäre der Tunnel keine begonnene

Maßnahme gewesen und

würde heute nicht gebaut. Zur Eröffnung

freut sich Schulte, „dass so

viele mitgeholfen haben“, vor allem

sein Nachfolger Norbert

In einer großen Übung am 9. November proben die Rettungsdienste den

Einsatz im Tunnel.

Freut sich auf die Tunneleröffnung:

Dr. Dieter Schulte.

Barthle. Und „dass Wort gehalten

wurde“. Dies gelte fürs Verbleiben

der Maßnahme im vordringlichen

Bedarf des Bundes. „Das war nicht

einfach“, sagt Schulte. Denn als

sich in Deutschland die Tunnelunfälle

häuften, explodierten die Kosten.

Mit dem Verbleib im vordringlichen

Bedarf jedoch wurde die

Maßnahme nicht erneut einer

Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen.

Wort gehalten worden sei

auch dabei, dass der Tunnel nach

dem Spatenstich 1998 als begonnene

Maßnahme galt und weitergebaut

wurde. Deshalb freut sich

der frühere Bundespolitiker nun

„auf zwei Feste, die Bekannte ausrichten

müssen“. Sie hatten mit

ihm gewettet, dass der Tunnel

nicht gebaut wird. Und verloren.

„Der Zeitablauf spielt eine große

Rolle.“ Und der „technische Fortschritt“,

sagt Schulte auf die Frage,

weshalb die Kosten von etwa 70

Millionen Mark Anfang der 80er-

Jahre auf heute etwa 280 Millionen

Euro gestiegen sind. Vor allem die

Sicherheit sei wichtiger geworden.

Erst 1993 sei in Gmünd ein Planfeststellungsverfahren

eingeleitet

worden, sagt Schulte Kritikern, die

meinen, der Tunnel hätte viel früher

kommen müssen. In den 80erund

frühen 90er-Jahren hätten

sich in Gmünd wenige für den

Tunnel eingesetzt. Die Planfeststellung

dauerte bis 1997, mit dieser

war das Bauwerk rechtskräftig,

der Spatenstich erfolgte im Jahr

1998. „Der Anlauf war ungewöhnlich

lange, denn die Konkurrenz

war außerordentlich groß“, sagt

der frühere Bundespolitiker. Denn

nicht alle Gmünder hätten sich

hinter das Tunnelprojekt gestellt.

„Da muss es weitergehen“, sagt

Dieter Schulte zur B29 als Verbindung

zwischen dem Mittleren Neckarraum

und der Autobahn A7.

Und er betont: In Bezug auf die

Ortsumgehungen, insbesondere

für Mögglingen, gebe es „Zusagen

von den Verkehrsministern beider

großen Parteien“. Darauf müsse

hingewiesen werden. Denn Schulte

ist sicher: Vom Ausbau der B29

hängt der Wirtschaftsstandort

Schwäbisch Gmünd ab.

Kein Tunnelbau ohne Tunnelpatin.

Ohne sie würden Mineure

nicht an die Arbeit gehen.

Dr. Christine Blaschczok

hat die Arbeiter über Jahre

begleitet, mit ihnen auch mal

Geburtstag gefeiert oder einfach

mit ihnen geplaudert.

Kuno Staudenmaier sprach

mit der Tunnelpatin.

Warum gibt es eine Tunnelpatin,

welche Aufgaben hat sie?

Die Tunnelpatin ist die irdische

Vertreterin der Heiligen Barbara,

der Schutzpatronin unter anderem

auch der Mineure. Jeder Tunnel

hat eine Tunnelpatin, es ist die

einzige Frau, die während der Bauzeit

den Tunnel betreten darf. Es

gibt zwei Statuen der Heiligen Barbara

für diese Baustelle. Eine steht

im Tunnel und die andere steht bei

mir.

Aufgabe der Tunnelpatin ist es,

sich um die Mineure zu kümmern.

Ich habe das getan, indem ich sie

häufiger zu einer warmen Mahlzeit

eingeladen habe, immer zwischen

zwei Schichten, damit möglichst

viele dabei sein konnten. Dafür

wurde ein Zelt auf der Baustelle

mit Schrannen ausgestattet, wo

wir dann für eine Stunde zusammen

sitzen konnten. Die Bauleitung

hat mich dabei immer sehr

unterstützt.

Außerdem habe ich allen, von

denen ich das wusste, jeweils zum

Die Jungen Briefmarkenfreunde

Schwäbisch

Gmünd haben einen

Sonderstempel

zur Tunneleröffnung

entworfen.

Im Schutz der Patin

Dr. Christine Blaschczok kümmerte sich um die Mineure

Dr. Christine Blaschczok inmitten

der Tunnelbelegschaft.

Geburtstag gratuliert. Ein 40er Fest

haben wir mit der Unterstützung

des Altersgenossenvereins auch

einmal begangen.

Welche Erfahrungen haben Sie in

der siebenjährigen Bauzeit gesammelt?

Die größte Erfahrung, die ich gemacht

habe, ist, dass die Mineure

bei aller Technik, Logistik und allen

Hilfsmitteln, die es gibt, immer

noch einen sehr gefährlichen und

auch unfallträchtigen Job haben.

Sehr beeindruckt hat mich, wie sie

gegenseitig Verantwortung übernehmen

und aufeinander achten.

Beeindruckend waren natürlich

auch die riesigen Maschinen.

Die Gmünder

Pianisten Hans-

Peter und Volker

Stenzl geben

am Vorabend

der Tunneleröffnung

ein Benefizkonzert

zu

diesem Anlass.

[ 2013 ] [ 2013 ]

[ 2013 ]

Was war Ihr schönstes Tunnelerlebnis?

Es gab viele schöne Erlebnisse.

Sehr gefreut habe ich mich darüber,

dass auch die Mineure mich

zu ihren Festen eingeladen haben,

Sommerfeste, Grillfeste,

1000m-Feier. Aber das Größte waren

natürlich die beiden Durchschläge,

der für den Rettungsstollen

am 5. 8. 2010 und der für den

Haupttunnel am 28. 2. 2011.

Was bedeutet der Tunnel für Sie

persönlich, was bedeutet er für die

Stadt und die Region?

Der Tunnel war natürlich die

Chance für die Landesgartenschau

und damit für den Umbau der

Stadt. Für mich persönlich war es

ein tiefer Einblick in die Gegebenheiten

auf einer Großbaustelle mit

allen technischen Herausforderungen,

die man sich denken

kann, und in die Lebenswelt der

Mineure mit ihrer Schutzpatronin,

der Heiligen Barbara.

Gibt es ein Tunnelsouvenir, das

Ihnen Mineure überlassen haben?

Ich habe zwei Souvenire aus dem

Tunnel. Das eine ist ein besonders

schön geformter Tonstein/Sandstein,

den ich 2009 zum Geburtstag

geschenkt bekommen habe. Und

dann habe ich noch einen besonders

gezeichneten Stein, den ein

Mineur gefunden und mir geschenkt

hat. Ich trage ihn jetzt als

Anhänger.

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