Referat (pdf) - Schweizer Fleisch

schweizerfleisch.ch

Referat (pdf) - Schweizer Fleisch

Schweizer Fleisch Exporttagung 2010 – 29. Oktober 2010

Erfahrungsbericht eines grossen

Fleischverarbeiters

Davide Elia

Leiter Marketing/Kommunikation

Bedürfnis nach Schweizer Produkten?

Ausgangslage

• Die Schweiz besitzt noch keinen grossen Namen

für Fleischprodukte (Ausnahme Bündnerfleisch).

• Auf Schweizer Fleischlieferanten hat niemand

gewartet.

• Grosser finanzieller und personeller Aufwand für

die Marktbearbeitung notwendig.

• Strategisches Vorgehen mit mittel- bis

langfristigem Planungshorizont.

• Wahrnehmungshürde überspringen – bei

Absatzmittler und Konsumenten.

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Ausgangslage

Chancen

• Auch wenn Schweizer Fleischprodukte in Europa grösstenteils noch keinen

Namen haben, die Schweiz als Herkunftsland schon – und zwar einen sehr

guten.

• Marktvolumen bereits in nächster Umgebung der Schweiz vielversprechend.

• Im nahen Umland grössere Affinität zur Schweiz und ähnliche

Konsumgewohnheiten.

200 km

Bell Gruppe im Überblick

Werte 2009

Nettoerlös 2'548 Mio. CHF

Produktionsvolumen 213‘000 Tonnen

Produktionsbetriebe 25

Jahresgewinn 56 Mio. CHF

Mitarbeiter 6'561 per 31.12.

Bell Gruppe im Überblick

Erlöse aus Warenverkäufen

nach Produktgruppen

Convenience Übrige

Seafood

3% 4%

4%

Geflügel

13%

Frischfleisch

31%

28%

Charcuterie

International

17%

Charcuterie

Schweiz

Basis Ergebnis 1. Halbjahr 2010

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Export – kritische Erfolgsfaktoren

• Markt kennen

- Bedürfnisse und Gewohnheiten der Konsumenten

- Bedürfnisse der Absatzmittler

• Allgemeine Marktparameter berücksichtigen

- Preisschwellen

- Bestell-Liefer-Rhythmen

- Gesetzgebung

- MHD

- Verpackungsgestaltung

• Funktionierendes Netzwerk besitzen

• Marktgerechte Produkte und Dienstleistungen

anbieten

- Spezialitäten und Innovationen; keine Commodities

- Dienstleistungsniveau mindestens analog

inländische Lieferanten

Export – Probleme und Barrieren

• Mittel- und langfristige Optik

- Investitionen in den Markt über einen längeren

Zeitraum mit kurzfristig geringen ROI

• Tarifäre und nicht tarifäre Barrieren

- Zölle und Abgaben

- Zollmodalitäten (Zeitverlust)

- Planbarkeit

3.70

Schweinefleisch*

2.07

Grösstes Problem:

CH

Ausland**

• Preishandicap beim Rohmaterial Schweizer Fleisch

• Kosten der Verarbeitung im Vergleich zu

europäischen Betrieben kompetitiv

5.72

Kuhfleisch*

3.61

• Realisierbare Preisprämie je nach Grad der

Spezialität und/oder der Innovation zwischen 10 und

20 Prozent

* Preisbasis August 2010 ** teuerstes Nachbarland

CH

Ausland**

EU Freihandelsabkommen

Ausgangslage:

• Grenzschutz heute bereits aufgeweicht.

• Multilaterale Abkommen werden unweigerlich

zu Marktöffnungen im Bereich Landwirtschaft

führen (WTO).

Position Bell: Klar für ein Abkommen

• Konkurrenzfähigkeit der ganzen

Wertschöpfungskette verbessern.

• Möglichkeit der Gestaltung des Abkommens.

• Eröffnung von neuen Marktchancen.

• Volkswirtschaftliche Vorteile.

• Langfristiges Überleben der schweizerischen

Lebensmittelproduktion.

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Internationalisierung Bell

• Zusätzliches Wachstum erzielen.

• Zweites Standbein aufbauen im Hinblick auf sich

öffnende Agrarmärkte.

• Internationales Wachstum in Produktbereiche mit

hoher Wertschöpfung

- vor allem hoch veredelte Charcuterie

• Fokus auf die Schweizer Nachbarländer.

• Akquisitionen zur Weiterentwicklung der bisherigen

Aktivitäten und zur weiteren geographischen

Abdeckung.

Bell International – Überblick

Bell International

Produktionsbetriebe

Shop-in-Shop-Filialen

Verkaufsniederlassungen

Spanien

Dänemark

Belgien

Polen

Deutschland

Tschechien

Frankreich

Slowakei

Rumänien

Ungarn

Nettoerlös

CHF 830 Mio.

Umsatzanteil Ausland

rund 30 %

Produktionsvolumen

91‘000 Tonnen

Mitarbeiter

3‘200

Produktionsbetriebe

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Ausblick und Erwartungen

Schweizer Markt bleibt Kerngeschäft von Bell

- Bell glaubt an eine Wertschöpfungskette für

Schweizer Lebensmittel

- in den letzten Jahren über 500 Mio. CHF investiert

- weitere Investitionen geplant

• Grenzschutz wird über kurz oder lang fallen –

Marktanteile hiesige Lebensmittelproduktion

ebenfalls.

• Kompensation der an die Importe verlorenen

Wertschöpfung über Innovation und den Export.

• Bereits heute sich mit dieser Situation auseinander

setzen und Weichen stellen.

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Bell – die Schweizer Nr. 1

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

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