BEWEGT - Scania Österreich Ges.mbH

scania.at

BEWEGT - Scania Österreich Ges.mbH

FAHRZEUGE | DIENSTLEISTUNGEN | TRENDS 1.2013 WWW.SCANIA.AT

#1

BEWEGT

SCANIA

Apps

Fahrzeug im Blick –

egal wann, egal wo

Seite 9

Stadtbus

Citywide verschönert

den Weg in die Stadt

Seite 12

Euro 6 im Einsatz

Sauberer

6-Zylinder

Feuerwehr

Alleskönner auf

zwei Achsen

Seite 20

Modellbau

Lkw-Träume

in 1 : 14

Seite 18


In meiner

Welt zählt

Zeitersparnis.

Und mein Krone.

In der Welt des Transportes zählt eine harte Währung: die Zeit. Nur wer im Alltag wertvolle

Minuten spart, kann auf kurzer und langer Strecke gewinnen. Darum ist es existentiell wichtig,

dass Sie sich auf Qualität, Stabilität und Innovationen von Krone verlassen können. Zum Beispiel

der Mega Liner Automotive: Dank seiner patentierten EasyTarp Plane spart er dem Fahrer beim

Öffnen und Schließen bis zu 15 Minuten. Wertvolle Zeit, mit der Sie täglich rechnen können.

www.krone-trailer.com


Editorial

inhalt

Scania bewegt 1.2013

09 App für unterwegs

Neue App von Scania für Smartphones

und Tablets informiert über die Fahrzeugflotte.

10 Zwei saubere Naturburschen

Esterházy Forst- und Naturmanagement holen ihr frisch

geschlagenes Holz mit Euro-6-Lkw aus dem Wald.

16 Die letzten Köhler

Johann und Hannes Gruber zählen zu den letzten

Köhlern Österreichs. Pro Jahr stellen sie bis zu zehn

Tonnen Holzkohle her.

Außerdem

Nachrichten: Das Neueste aus der Scania Welt. Seite 4

Technik: Euro-6-Motoren. Seite 8

Busse: Citywide beeindruckt im Stadtverkehr. Seite 12

Porträt: Bioenergie Schlitters setzt auf Biogas. Seite 14

Service: Vermietflotte Scania Rent ist vielfältiger denn je. Seite 22

Porträt: Scania Kirchbichl erweitert Dienstleistungsportfolio. Seite 23

Lehrlingsevent: Spaß und Infos für den Scania Nachwuchs. Seite 24

Service: Club und Scania Assistance. Seite 26

09

„Wir setzen auf langfristige

Partnerschaft mit unseren

Kunden und den gemeinsamen

Erfolg.“

Christian Teichmann,

Direktor Scania Österreich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Unser wichtigstes Thema im Jahr 2013 sind und bleiben Sie,

unsere Kunden. Um Ihr Geschäft erfolgreich und effizient zu gestalten,

arbeiten wir am weiteren Ausbau und der Professionalisierung

unseres Dienstleistungsangebotes. So bieten wir in unserem Netz

mit 16 Werkstätten in Österreich den Rundum-Service für Ihren

kompletten Fuhrpark: Wir kümmern uns um Ihre Lkw, gleich

welcher Marke, und natürlich um die Auflieger und Anhänger,

auch dort markenunabhängig. Ein Beispiel hierzu lesen Sie in

dieser Ausgabe auf Seite 23.

Sie sollen sich ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren

können, Scania kümmert sich mit seiner Servicekompetenz um den

Fuhrpark. Aber nicht nur das, wir bieten zahlreiche Dienstleistungspakete

rund um Lkw und Bus an, die Sie bei Ihrer Arbeit unterstützen:

Scania Fleet Management System, Reparatur- und Wartungsverträge

sowie Trailerservice, um nur einige zu nennen. Mit dem Vermietprogramm

Scania Rent erweitern wir unser Portfolio für Ihren Fuhrpark

laufend - mehr dazu auf Seite 22.

Für Scania hat die gute Kundenbeziehung höchste Priorität.

Eine für beide Seiten profitable Beziehung ist aus unserer Sicht die

Basis für eine langfristige Zusammenarbeit. Wir unterstützen Sie

dabei, in Ihrem Geschäft erfolgreich zu sein. Lassen Sie sich von

unserer Leistungsfähigkeit und von unseren maßgeschneiderten

Lösungen überzeugen. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Jahr

2013 und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Scania.


Herzlichst, Ihr CHRISTIAN TEICHMANN

16

10

Impressum

SCANIA bewegt · 16. Jahrgang · 1. ausgabe · ISSN 1867-3104

Offenlegung gemäß

§ 25 Mediengesetz

Medieninhaber und Herausgeber

Scania Österreich Ges.m.b.H.

2345 Brunn/Gebirge,

Johann-Steinböck-Straße 4

Internetadresse

www.scania.at, office@scania.at

Verantwortlich für

den Herausgeber

Mag. Annette Plankensteiner

Unternehmensgegenstand

Handel mit Nutzfahrzeugen aller Art

(ausgenommen Traktoren), deren

Bestandteilen und Zubehör, Kfz-

Mechanikergewerbe eingeschränkt

auf Reparatur von Nutzfahrzeugen

aller Art (Lkw, Omnibusse, ausgenommen

Traktoren)

Geschäftsführer

Alexander Vlaskamp

Blattlinie

Die Zeitschrift SCANIA BEWEGT

dient der kostenlosen Information

der von ihr angesprochenen Zielgruppe

über die von ihr vertriebenen

Produkte und deren Umfeld.

Realisation/Projektleitung

Paul Göttl

paul.goettl@etmservices.de

ETMservices – Ein Geschäftsbereich

des ETM Verlags

Verlag

EuroTransportMedia Verlag

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11/7 84 98-80

Internetadresse

www.etm-verlag.de

Redaktion: Paul Göttl

Autoren dieser Ausgabe

Markus Bauer, Paul Göttl, Martin

Heying, Peter Mathsson, Scania,

Cari Simmons

Fotos

Martin Heying, Kjell Olausson,

Scania

Grafik: Simone Strobel,

Stephanie Tarateta

Anzeigen: Oliver Trost

Telefon: 0711/7 84 98-79

oliver.trost@etmservices.de

Druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG, 34121 Kassel

Auflage: 13.600 Exemplare

Scania auch bei Facebook:

http://www.facebook.com/scania.oesterreich

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit ausdrücklicher

Genehmigung von Scania Österreich. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt die

Redaktion keine Haftung.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 3


News

14

Ende des Jahres wird es 14 Euro-6-Motoren bei Scania

geben. Nachdem die 13-Liter-Motoren für Euro 6 bestellbar

sind und sich im Einsatz beweisen, stockt Scania im Laufe

des Jahres sein Angebot an Euro-6-Aggregaten deutlich

auf. Jetzt folgen vier 9-Liter-Motoren sowie zwei Gasmotoren,

die das Angebot komplettieren.

Motoren

Jahrbuch Nummer 6

Bereits zum sechsten Mal bringt der Wieland

Verlag das Scania Jahrbuch auf den Markt. Auf

160 Seiten berichtet Autor und Fotograf Felix

Jacoby von Scania Lkw aus ganz Europa. Dazu

zählen aufwendige Supertrucks, detailverliebt

restaurierte Oldtimer oder ausgeklügelte

Spezialfahrzeuge. Dabei blickt der Autor auch

über den technischen Tellerrand hinaus und

erzählt, welche Menschen hinter einem solchen

Truck stehen. Das Buch ist erhältlich zum

Preis von 29,90 Euro unter der ISBN-Nummer

978-3-938711-61-3.

Juniorchef Jürgen Marschalek (re.) hat den ersten der beiden

Scania Euro 6 im November 2012 von Verkaufsberater Gerald

Hinterdorfer übernommen.

Marschalek setzt

auf Scania Euro 6

Bereits zwei Euro-6-Zugmaschinen mit dem Greif am Kühlergrill

sind für das niederösterreichische Unternehmen Wolfgang

Marschalek auf Tour. Mit über 30 Lkw – überwiegend Scania – ist

der in Ehrendorf ansässige Betrieb seit dem Jahr 1947 erfolgreich

im Transportgewerbe tätig und im Bereich Tank- und Silotransporte

in ganz Europa unterwegs.

Personelle Veränderung

Parts und Service

Scania Österreich

DI Wolfgang Buschan, vormals Filialkoordinator Niederösterreich

Ost und Steiermark, hat zum 1. Jänner 2013

die Leitung der Abteilung Parts und Service in der Scania

Österreich Zentrale übernommen. Er löst damit seinen

Vorgänger Johann Ronalter ab, der Ende

Februar 2013 seinen wohlverdienten

Ruhestand antritt. Wolfgang Buschan

ist bereits seit Februar 2009 bei Scania

Österreich beschäftigt, zuvor war er

eineinhalb Jahre im Marketing für

einen internationalen Werkzeughersteller

tätig.

Neuer

Direktor

Frank Koschatzky hat

zum 1. Oktober 2012

die Position als Direktor

Verkauf Busse Scania

Deutschland Österreich

von seinem Vorgänger

Joachim Hertle übernommen.

Koschatzky war bereits

von 1998 bis 2000 als

Vertriebsleiter Omnibusse

bei Scania Deutschland in

Koblenz tätig. Zwischen

2001 und seinem erneuten

Wechsel zu Scania

arbeitete Koschatzky im

Daimler-Konzern, zuletzt

als Vorsitzender der Geschäftsführung

Daimler

Buses und Evobus Polska.

Zwei Scania Euro 6

im Loacker-Fuhrpark

Die Loacker Recycling GmbH mit Hauptsitz in

Götzis/Vorarlberg hat im November 2012 zwei neue

Scania Euro 6 übernommen. Mit den beiden 480 PS

starken Lkw (Abroll- und Absetzkipper) geht man

bei dem verantwortungsbewussten Familienunternehmen

wieder einen großen Schritt in

Richtung Umweltfreundlichkeit.

Die Loacker Recycling GmbH widmet sich bereits seit

über 120 Jahren dem Thema Entsorgung und zählt in

Europa zum Spitzenfeld ihrer Branche.

Rauter Fertigteilbau

übernimmt Scania R 500

Die in Niederwölz (BH Murau) ansässige Rauter Fertigteilbau

GmbH kann auf eine 60-jährige Firmengeschichte

zurückblicken, die man 2012 mit einer großen

Jubiläumsveranstaltung feierte. Ein weiterer Meilenstein

in der Historie des steirischen Bauunternehmens

ist die Übernahme des zweiten Scania im vergangenen

Oktober. Scania Verkaufsberater Markus Baumgartner

(Dritter von re.) übergab den Lkw an Geschäftsführer

DI Wilfried Klade (Zweiter von re.) und Fahrer Gerhard

Judmaier (Dritter von li.). Mit dabei waren außerdem

Gregor Cecon, Johann Fleiß und Hubert Galler (v. li.)

der Rauter Fertigteilbau GmbH.

4 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Texte: Scania

Fotos: Simon Egle, Scania

Verkehrsrecht 2013

Österreich:

Ab Januar hat die Regierung das Strafmaß

für Bagatelldelikte deutlich erhöht. Von 2013

an beträgt die Obergrenze für Organmandate

(Zahlung beim Beamten) 90 Euro, für

Anonymverfügungen (Strafzettel per Post)

365 Euro.

Frankreich:

Ab März droht ein weiteres Bußgeld, ab

dann müssen Fahrer immer gültige Alkoholtester

an Bord haben. Sonst müssen sie mit

elf Euro Strafe rechnen.

Deutschland:

Nach dem 19.1.2013 ausgestellte Führerscheine

sind nur noch 15 Jahre gültig.

Zudem verschärft der Bund deutschlandweit

die Umweltzonen. Wiesbaden, Mainz

und Mönchengladbach werden 2013 erstmals

zur Umweltzone. Zum Jahresbeginn

will das Bundeskartellamt die sogenannte

Markttransparenzstelle einrichten. Verbraucher

sollen sich so in Echtzeit auf einem

Onlineportal über die aktuellen Kraftstoffpreise

informieren können.

Felbermayr-Spezial-Lkw

Ein außergewöhnlicher Scania ist zukünftig für

die Felbermayr Bau GmbH & Co. KG im Einsatz:

Der G 440 8x8 mit Singlebereifung – ausgestattet

mit einem Kran der Tragfähigkeit von 100 Metertonnen

und Frontabstützung – wird vorwiegend

im Spezialtiefbau zum Einsatz kommen.

„Wir setzen auf

kurzfristige Flexibilität,

ohne das

langfristige

Wachstum aus

dem Fokus zu

verlieren.“

Alexander Vlaskamp,

Geschäftsführer Scania

Deutschland Österreich

Große Scania Flotte

bei Walter Fritz

Im Laufe des Jahres 2012 hat die Walter Fritz GmbH über zehn

neue Scania Euro 5 sowie einen Scania Euro 6 übernommen.

Das steirische Unternehmen ist auf Kühl- sowie Lebensmitteltransporte

spezialisiert und bereits seit mehr als drei Jahrzehnten

im Nah- und Fernverkehr auf Tour.

Scania auf der ASTRAD

2013 in Wels/Oberösterreich

Von 17. bis 18. April 2013 öffnet die ASTRAD – Österreichs

größte Kommunalmesse – für viele Tausend Besucher

wieder ihre Pforten. Scania gehört zu den zahlreichen

Ausstellern und freut sich über Ihren Besuch beim Standplatz

140. Herzlich willkommen!

Flugzeugschlepper

mit Scania Power

Scania liefert bis 2022 die Motoren für

3.000 Flugzeugschlepper vom Typ Taxibot

(Israel Aerospace Industries). Die

Hubschlepper gibt es in einer schmalen

Version für den Airbus A320 sowie einer

breiten Version für den massigen

A380. Der kleine Schlepper hat zwei

9-Liter-Motoren mit je 400 PS an Bord.

Die großen Schlepper befeuern zwei

16-Liter-V8 mit 770 PS. Beide Schleppermodelle

erfüllen den Tier 4i-Standard.

Die Schlepper schieben die Flugzeuge

vom Flughafengebäude auf die Rollbahn.

Das soll große Mengen Kerosin

sparen, bei gleichsam niedrigem Dieselverbrauch

für die Schlepper. Die

neuen Schlepper haben bereits erste

Tests mit einer schweren Boeing 747

bestanden.

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 5


PORTRÄT

Text und Fotos: Scania

Acht

handfeste

Argumente

8-Zylinder-Motoren spielen im Fuhrpark von Elvira

und Franz Ottendorfer eine tragende Rolle. Daran

soll sich auch im Euro-6-Zeitalter nichts ändern.

Kein Mehrverbrauch

Es war so etwas wie ein gewollter Ausrutscher,

der erste Scania Euro 6 im Fuhrpark von Elvira und

Franz Ottendorfer. Finanziell attraktivere Mauttarife

und der Ruf, sparsamer als sein Euro-5- bzw.

EEV-Gegenstück zu sein, haben dem R 480 im Sommer 2012

den passenden Grundstein für den ersten Auftritt der Scania

Euro-6-Technologie im Fuhrpark des Waldviertler Familienbetriebes

gelegt. „Unser erster Scania mit Euro-6-Motor

hat bis jetzt in allen Belangen gehalten, was er verspricht“,

zieht Elvira Ottendorfer ein erstes Resümee. Autobahnen

und Schnellstraßen stehen bei gut drei Vierteln ihrer insgesamt

zehn Lkw Tag für Tag auf dem Tourenplan. „Unter

diesen Vorzeichen macht die Investition in die modernste

Abgastechnologie auf jeden Fall Sinn“, erklärt Franz

Ottendorfer. Auch beim Technologiesprung von Euro 3

auf Euro 5 haben sich beide sehr schnell dazu entschlossen,

nur mehr in die modernste Motorentechnologie zu investieren.

Bei einem Seitenblick auf die anderen drei Scania des

Unternehmerehepaars wird allerdings recht schnell klar,

warum der 6-Zylinder-Reihenmotor in Euro-6-Ausführung

ein Einzelstück in der Elvira Göstl Ges.m.b.H. bleiben

könnte.

„Bei einem Scania führt bei uns normalerweise kein Weg

an einem 8-Zylinder vorbei“, sagt Elvira Ottendorfer. Nicht

umsonst ist bei drei ihrer vier Lkw aus Södertälje der für

viele legendäre V8 verbaut. Der sonst obligatorische Griff zu

zwei Zylindern mehr hat im konkreten Fall aber auch unter-

Das Versprechen von Scania hat sich mittlerweile auch in der Praxis unzählige Male

bestätigt. Die 13-Liter-Euro-6-Motoren mit 440 und 480 PS sind im Alltagseinsatz mindestens

so sparsam wie ihre Euro-5-/EEV-Vorgänger unterwegs.

Die Einführung von Scania V8 Euro-6-Motoren wurde auf der IAA 2012 angekündigt,

Produktionsstart ist in der zweiten Jahreshälfte 2013.

nehmerische Gründe. „Ich kenne keinen Scania Fahrer, der

freiwillig darauf verzichten würde, einen 8-Zylinder zu

pilotieren. Bei uns ist es aber auch eine unternehmerisch

fundierte Entscheidung, auf V-Motoren zu setzen.“ Bis

zum gesetzlichen Limit ausgeladene Transporte stehen im

Containerdienst genauso regelmäßig auf der Tagesordnung

wie Touren durch topografisch anspruchsvolle Regionen.

„Voll beladen über kurvenreiche Landstraßen zu fahren

macht mit einem V8 deutlich mehr Sinn und natürlich auch

mehr Spaß als mit einem Reihenmotor“, unterstreicht Franz

Ottendorfer. Am Ende des Tages trennt für ihn auch der

Stopp an der Tankstelle die Spreu vom Weizen bzw. die

6- von den 8-Zylinder-Motoren. Die Rückkehr zum V8

steht für beide außer Zweifel. „Sobald Scania den ersten

V8 in Euro-6-Ausführung präsentiert, werden wir uns

umgehend und intensiv damit auseinandersetzen.“

Der Elvira Göstl-Fuhrpark ist im Nah- wie auch

im Fernverkehr unterwegs.

Eine mehr als zufriedenstellende Lösung hat das

Unternehmerehepaar mittlerweile bei dem nicht nur im

Nahverkehr äußerst umstrittenen digitalen Tachografen

gefunden. Alle in ihren Fahrzeugen verbauten Geräte

arbeiten mit der Minutenregelung. „Diese Minutenklauberei

hat zu einer spürbaren Entspannung bei den Zeitbudgets

unserer Mitarbeiter geführt“, lobt Elvira Ottendorfer. Zwei

der damit verbundenen, angenehmen Nebeneffekte: Die

pro Arbeitstag zurückgelegten Strecken sind etwas länger

geworden und Wartezeiten, wie z. B. bei Brückenwaagen,

fallen nicht mehr so stark ins Gewicht. „Oft ist es genau die

Viertelstunde, die am Abend gefehlt hat, die wir jetzt ohne

Weiteres nutzen können.“ Der Fuhrpark der Elvira Göstl

Ges.m.b.H. besteht aus insgesamt zehn Lkw, die im Nahwie

im Fernverkehr eingesetzt werden. Abgesehen von

einem Euro-3-Fahrzeug sind alle Lkw mindestens auf

Euro-5-Niveau unterwegs.

6 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Die Investition

in Euro 6 macht aus

unternehmerischer

Sicht auf jeden Fall

Sinn.“

Franz und Elvira Ottendorfer

www.scania.de x.2012 • SCANIA BEWEGT 7


Euro 6

Diesel, Gas und Biogas

Schon jetzt bietet Scania verschiedenste Euro-6-Motoren an. Zwei 13-Liter-Motoren

können bereits seit Längerem bestellt werden, jetzt folgen vier neue 9-Liter-Motoren.

Zwei neue Gasmotoren mit ebenso guter Fahrbarkeit wie die Dieselmotoren runden

das Euro-6-Sortiment ab. Ende des Jahres wird es 14 Euro-6-Varianten geben.

Text: Markus Bauer, Fotos: Scania

Euro-6-Motoren von Scania sind

für jeden Einsatzzweck gewappnet. Die

aktuelle Leistungsspanne reicht vom

250 PS starken 9-Liter-Fünfzylinder bis

zum 13-Liter-Sechszylindermotor mit

480 PS. Davon verlangt ein Großteil nach

Diesel im Tank.

Vier 9-Liter-Fünfzylinder bis 360 PS

machen den Anfang. Die neuen 9-Liter-

Dieselmotoren setzen zwei verschiedene

Techniken ein, um Euro 6 zu genügen. Die

Motoren mit 250 und 280 PS (ab Februar

2013) kombinieren Abgasrückführung

(EGR) und Abgasnachbehandlung (SCR).

In den Versionen mit 320 und 360 PS,

bestellbar ab April 2013, verbaut Scania

ausschließlich SCR-Technologie. Wie die

größeren Vertreter zeichnen sich die neuen

9-Liter-Motoren durch hohes Drehmoment

im unteren Drehzahlbereich aus und versprechen

so eine gute Fahrbarkeit.

Weiter geht es mit vier 13-Liter-

Sechszylindermotoren mit 370 bis 480 PS.

Davon sind die Versionen mit 440 und 480

PS verfügbar. Drei V8-Motoren bilden die

Königsklasse der Euro-6-Motoren mit dem

Greif und werden erst ab der zweiten Jahreshälfte

2013 vorgestellt. Hinzu kommt ein

Bioethanol-Motor mit neun Liter Hubraum

und entsprechend fünf Zylindern. Er leistet

280 PS. Zusammen mit zwei neuen Gasmotoren

bietet Scania dann das umfangreichste

Motorenprogramm für erneuerbare

Kraftstoffe der ganzen Branche an.

ebenso großen Dieselaggregaten. Schon

die Basis stellt zwischen 1.000 und 1.400

Umdre hun gen stramme 1.350 Newtonmeter

Drehmoment zur Verfügung – ungewöhnlich

für einen Gasmotor dieser Leistungsklasse.

Gasmotoren sind bisher prädestiniert für

städtische Transporte, da sie per se niedrigere

Emissionen ausstoßen als ihre Dieselbrüder

und zudem deutlich leiser im Betrieb

sind. Dank der optionalen Zusatztanks, die

eine Reichweite von bis zu 1.100 Kilometer

bringen, und der exzellenten Fahrbarkeit

eignen sich die neuen Gasmotoren auch

für den regionalen Fernverkehr. Die beiden

Gasaggregate sind ab der zweiten Jahreshälfte

2013 bestellbar. Trotz der Euro-6-

Technologie ändert sich für Aufbauer nichts:

Die kompakte Bauweise sorgt dafür, dass

alle Motorenbestandteile auf demselben

Bauraum am Rahmen Platz finden wie bei

Euro-5-Aggregaten.

Sauber und sparsam

Trotz der strengen Euro-6-Vorschriften

kommen die neuen Triebwerke teils

mit weniger Kraftstoff aus als ihre

Euro-5-Vorgänger. Außerdem zeichnen

sie sich durch unverändert gute

Fahrbarkeit aus.

Saubermänner: Vier neue 9-Liter-Aggregate

erfüllen ebenfalls die Euro-6-Norm. Scania

führt die leichteren Versionen mit 250 und

280 PS im Februar ein. Ab April sind die

320 und 360 PS starken Varianten verfügbar.

Die neuen Gasmotoren – beide sind

9-Liter-Fünfzylinder – leisten 280 und

340 PS und laufen wahlweise mit Biogas,

Erd- oder Flüssiggas. Gasmotoren arbeiten

nach dem Otto-Prinzip und weisen daher

andere Drehmomentcharakteristika auf

als Dieselmotoren. Dennoch verspricht

Scania die gleiche gute Fahrbarkeit wie bei

8 SCANIA BEWEGT • x.2012 1.2013 www.scania.de

www.scania.at


Service

App

Für unterwegs

Scania Fleet Management, die neue

App von Scania für Smartphones und

Tablets, hält Sie auch unterwegs

auf dem Laufenden.

Text: Cari Simmons, Markus Bauer, Fotos: Scania

Immer mehr Fahrer haben ein Smartphone

oder Tablet in der Tasche – bestenfalls

schon bestückt mit den webbasierten

Apps von Scania. Eine davon ist Scania

Fleet Management, die den mobilen

Arbeitsalltag von Fahrern und Flottenmanagern

etwas einfacher machen soll.

Die App ist für Kunden des Fleet Management

Control Pakets kostenlos. Nachdem der

Benutzer die App heruntergeladen hat,

loggt er sich einfach mit seinem Usernamen

für das Fleet Management System ein. Die

Nutzer können ihre Scania Lkw mit der App

in Echtzeit auf Smartphone oder Tablet überwachen

und auf einer integrierten Karte jedes

einzelne Fahrzeug orten.

Dazu tippen sie einfach auf einen Lkw auf der

Karte und erhalten so alle wichtigen Daten.

„Flottenmanager können überprüfen, wie sich

ihre Flotte bewegt, ob das Fahrzeug steht

oder nicht, wie voll der Tank ist, wie der Kilometerstand

ist und wer am Steuer sitzt“, sagt

Karin Rådström, Direktorin Fleet Management

bei Scania. „Der Flottenbetreiber behält so die

Kontrolle über seine Fahrzeuge auch dann,

wenn er gerade nicht am Computer sitzt.“

Zudem kann der Nutzer jeden Fahrer direkt

aus der App heraus anrufen oder ihm eine

Nachricht schicken. Eine weitere praktische

App ist der Scania Dealer Locator. Das kostenlose

Programm soll Fahrern helfen, schnell

die nächste Scania Werkstatt zu finden. Die

App für Android und Apple enthält alle aktuellen

Kontaktinformationen und praktische

Anfahrtsskizzen. „Ein großer Vorteil dieser

Apps ist, dass Sie schnell und einfach auf die

Daten zugreifen können, egal wann und egal

wo“, sagt Rådström.

“Sie können

schnell und

einfach auf die

Daten zugreifen,

egal wann und wo.”

Karin Rådström, Direktorin

Fleet Management bei Scania

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 9


Zwei saubere

Matthias Grün,

Gesamtleiter des

Esterházy Forstund

Naturmanagement

(Mitte), mit

Oberförster Franz

Strodl (li.) und

Markus Fritz,

Assistent des

Forst- und Naturmanagement,

vor

einem der beiden

Scania Euro-6-

Hängerzüge.

Naturburschen

Matthias Grün, Gesamtleiter

des Esterházy Forst- und

Naturmanagement, ist von

Euro 6 begeistert. Trotzdem

sieht er die ersten beiden

Esterházy-Euro-6-Lkw

lieber wie bisher im Forst

als auf der Straße.

Text und Fotos: Scania

Eigene Lkw zu betreiben ist für

Matthias Grün noch ein relativ junges

Kapitel in seinem Tätigkeitsbereich als

Gesamtleiter des Esterházy Forst- und

Naturmanagement. Als direkte Auswirkungen

des vor rund fünf Jahren aufzuarbeitenden

Windbruchs hat er sich 2008 erstmals für die

Anschaffung von zwei Hängerzügen für den

Holztransport entschieden. „Am Grundgedanken,

weiterhin eigene Lkw zu betreiben, hat

sich seitdem nichts geändert. Sonst hätten wir

kaum zwei neue Scania Euro-6-Hängerzüge

angeschafft“, erzählt Grün beim Besuch der

SCANIA BEWEGT-Redaktion im ungewöhnlich

tiefwinterlichen Wiesen im Burgenland. Etwa 12

bis 15 Prozent der jährlich vermarkteten Holzmenge

werden von der Esterházy-Holz-Lkw-

Flotte in Eigenregie transportiert. „Im Sinne eines

nachhaltigen Wirtschaftens ist für mich jeder

Kilometer, den unsere Lkw nicht auf der Straße

fahren, ein gewonnener Kilometer“, sagt Grün.

Wegstrecken von rund 25 Kilometern bis zum

nächsten Verladebahnhof der ÖBB waren für ihn

bis zum letzten Fahrplanwechsel das Maximum.

„Auf unseren beiden Holz-Lkw sitzen

Chauffeure mit optimalen Voraussetzungen für

diese Aufgabe. Sie beherrschen ihre Fahrzeuge

und ihre Kräne und besitzen ein entsprechendes

forstliches Fachwissen“, erklärt Matthias Grün.

Schon deswegen setzt er sie großteils bei der

Holzverladung vor Ort bzw. beim Straßentransport

zum Bahnhof ein. Mit den von den ÖBB

seit dem letzten Fahrplanwechsel vollzogenen

10 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Ketten anlegen kann auch im Burgenland,

das gerne als flachstes Bundesland

Österreichs bezeichnet wird, auf

der Tagesordnung stehen.

„Unsere Lkw-

Fahrer spielen

ihr wahres

Können im Forst

und nicht beim

Straßentransport

aus“, sagt

Matthias Grün.

Reduzierungen im Güterverkehr hat er nur

wenig Freude. Verladestellen wurden geschlossen

und die von der Bahn angebotenen, neuen

Verladebahnhöfe sind gut doppelt so weit weg.

„Für uns ist die neue Situation alles andere als

zufriedenstellend. Wieso sollen unsere Mitarbeiter

ihre Arbeitszeit mit Tätigkeiten verbringen, für

die sie einfach überqualifiziert sind?“, fragt der

Forstdirektor zu Recht. Statt sich notgedrungen

als Kilometerfresser auf dem Weg zu den neuen

Bahnhöfen zu betätigen, wäre es für ihn deutlich

zielführender, wenn sie wie bisher das Hauptaugenmerk

ihrer Tätigkeiten auf die Holzbringung

aus dem Forst richten könnten.

Je kürzer die

Transportwege auf

der Straße sind, desto

sinnvoller ist es.“

Matthias Grün, Gesamtleiter

des Esterházy Forst- und Naturmanagement

Um die neuen Transportabläufe effizienter

gestalten zu können, laufen bei Esterházy

derzeit Überlegungen, die stark steigenden Leerkilometer

zu minimieren. Bei direkten Lieferungen

an die Sägeindustrie, bei denen die Bahn

nicht zum Zug kommt, könnte zukünftig der

Transport von Schnittholz oder Schüttgut eine

Rolle spielen. Sollte der eigene Fuhrpark durch

diese neue Konstellation weiter aufgestockt werden,

führt für Matthias Grün auch bei weiteren

möglichen Fahrzeugneuanschaffungen kein Weg

mehr an Euro 6 vorbei. „Wir haben bei den beiden

Euro-6-Fahrzeugen keine Sekunde überlegt,

als es um die Definierung der Abgasklasse gegangen

ist.“ Die ersten zwei Scania Euro 6 hat man

bei Esterházy im November bzw. Dezember 2012

in Betrieb genommen.

Bewegte Geschichte

Vor rund 400 Jahren legte die Familie Esterházy den Grundstein für

eine lang andauernde wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung.

Heute betreibt die Esterházy Betriebe GmbH die Unternehmensbereiche

Forst- und Naturmanagement, Weinbau sowie Immobilien

mit rund 160 Mitarbeitern. Der Grundbesitz umfasst im Burgenland

heute an die 44.000 Hektar.

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 11


Schöner

Pendeln

Mit dem Scania Citywide bevölkert in Zukunft ein ganz

besonderer Omnibus die Metropolen und Kleinstädte weltweit.

Mit hippem Styling und cleveren Lösungen hebt sich

der Scania Citywide deutlich von anderen Stadtbussen ab.

Text: Markus Bauer Fotos und Illustrationen: Scania

Scania

Citywide

Einsatzgebiete:

Stadt und Überland

Konfigurationen:

Low-Entry, Niederflur, Zweiund

Dreiachser, Gelenkbus

Antrieb:

9-Liter-Fünfzylinder-Motoren

von 230 bis 320 PS.

Automatische Fünf- oder

Sechsganggetriebe von ZF,

Scania Opticruise

Kraftstoffe:

Diesel/Biodiesel, Erdgas/

Biogas und Bioethanol

Wenn der neue Scania Citywide an die

Haltestelle fährt, dürfte mancher Fahrgast

aufmerksam werden: Mit dem angestaubten

Design anderer Stadtbusse räumt der neue

Spross der Scania Busfamilie auf. Er ist dem Scania

Touring fast wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Front

im Scania T-Design mit LED-Leuchten gibt dem Scania

Citywide ein kraftvolles und zugleich futuristisches

Äußeres, ob als Zweiachser, Dreiachser oder Gelenkbus,

Niederflur oder Low-Entry.

Unverwechselbares Design

Der Scania Citywide besticht mit unverwechselbarem,

modernem Design und passt gut

ins urbane Umfeld.

Das gefällige Design setzt sich auch im Innenraum

fort. Helle, freundliche Farben verleihen dem Bus eine

wohnliche Atmosphäre. Die verwendeten Materialien

sind besonders pflegeleicht. Dem Raum um den Fahrer

verpasst Scania ein ganz eigenes Design. So hebt er sich

deutlich vom Rest der Kabine ab. Das geräumige Cockpit

ist ganz auf den Fahrer zugeschnitten. Sitz und Lenkrad

und sogar Armaturenbrett lassen sich vielfältig verstellen.

Zwei Lenkstockhebel tragen dafür Sorge, dass der Fahrer

alle wichtigen Funktionen erreicht, ohne die Hände vom

Lenkrad nehmen zu müssen.

Unter dem Blech arbeiten Motoren mit 230 bis 320

PS, je nach Version und Kraftstoff – der Scania Citywide

schluckt genügsam Diesel, Biodiesel, Gas und Biogas oder

Bioethanol. Die Kraftübertragung übernimmt entweder

eine ZF-Automatik oder Scania Opticruise.

Extragroße Fenster

stellen zwischen

innen und

außen einen

natürlichen Kontakt

her. Dieses

typische Merkmal

der modernen

Architektur steht

dem Stadtbus gut

zu Gesicht.

Seitenteile aus

geschmiedetem

Aluminium

erhöhen

die Stabilität

und senken den

Schwerpunkt.

Das charakteristische Scania T-Design zieht sich über

die Front bis hin zu den Scheinwerfern. Die T-Linien

verbinden die Frontklappe und die große Windschutzscheibe

zu einem Stück. Das Design verläuft in durchgehenden

Linien bis über die verborgenen A-Säulen.

12 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Verbesserungen für Fahrer und Fahrgäste

Der Fahrersitz hat ein eigenständiges Design mit

einheitlichen Oberflächen und ist eindeutig als Scania

zu erkennen. Der Fahrerplatz unterscheidet sich in der

Gestaltung deutlich vom Fahrgastbereich. Das Umfeld des

Fahrers ist ganz auf ergonomisches Arbeiten ausgerichtet. So

hat der Fahrer einen sicheren, komfortablen Arbeitsplatz.

Das gefällige Design von außen setzt sich auch im

Fahrgastraum fort. Neue verbesserte Materialien und helle

Farben lassen den Raum harmonisch und geräumig wirken.

Scania liefert den Busbetrieben einen Leitfaden für die

Auswahl der Materialien und Farben, die am

besten zusammenpassen.

Das Lenkrad

lässt sich großzügig

in Höhe

und Abstand

verstellen und

pneumatisch

verriegeln.

Das verstellbare

Armaturenbrett

genügt

auf Wunsch den

Richtlinien des

deutschen VDV.

Die Seitenpaneele

sind langlebig und

leicht zu reinigen.

Busbetreiber können für

die Dachblende in der

Mitte ihre eigene Unternehmensfarbe

wählen.

Helle Paneele verbessern

das Raumgefühl im Bus.

Groß gewachsene

Fahrer schätzen

den Fahrersitz,

der weiter nach

hinten und unten

gerutscht ist.

Das Design der Sitzpolster

orientiert sich

an den Wünschen der

Kunden.

Die Niederflurbusse sind für reibungslose Personenbeförderung optimiert und bieten

genügend Stehplätze sowie reichlich Raum für Rollstühle und Kinderwagen.

Die Linienanzeige

ist so positioniert,

dass sie schon

aus der Ferne

und während der

Anfahrt vom Bürgersteig

aus gut

lesbar ist. Auf

Wunsch stattet

Scania den Citywide

auch mit

besonders großen

Displays aus, die

bis zu 2.060 Millimeter

breit sein

können.

Die Rückspiegel

auf der Beifahrerseite

sind am

oberen Rand des

Fensters montiert,

um an den Haltestellen

den Passagieren

nicht zu

nahe zu kommen.

Scania bietet alle Funktionen

der Scheinwerfer

auch in LED-Technologie

an. Fern- und Abblendlicht

sind serienmäßig

mit Halogentechnik ausgestattet,

auf Wunsch

aber auch mit LED.

Die Rückspiegel auf

der Fahrerseite sitzen

in der Nähe des

Fensters am unteren

Rand, sodass der

Fahrer einen erweiterten

Betrachtungswinkel

hat.

In den Stoßfänger sind

Positionslichter eingelassen.

Mittig prangt

ein großer erhabener

Scania Schriftzug.

Die Scheinwerfer

haben einen dynamischen

und exklusiven

Look. Der Scania Citywide

Schriftzug aus

gebürstetem Aluminium

ist seitlich in der

Lampe eingeprägt.

Das Heck hat eine neue

Heckschürze und eine

größere Kühlerabdeckung.

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 13


PORTRÄT

Unser gasbetriebener

Scania P 310 ist ein wichtiger

Teil unseres umweltfreundlichen

Kreislaufs.“

Josef Kröll, Geschäftsführer der Bioenergie Schlitters

14 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Der moderne

Benzinbruder

Der Tiroler Josef Kröll gibt für die Umwelt leidenschaftlich

gerne Gas. Ganz ohne Diesel oder Benzin, dafür mit

einem gasbetriebenen Scania P 310. Text und Fotos: Scania

Vom letzten Stein des Puzzles,

der die Idee von Josef Kröll komplettieren,

wenn nicht sogar perfektionieren

soll, ist beim Besuch der Scania

bewegt-Redaktion noch nichts zu sehen. Was

den Geschäftsführer der Bioenergie Schlitters

aber nicht daran hindert, den bis ins kleinste

Detail durchdachten Kreislauf so zu präsentieren,

als wäre alles bereits fertiggestellt. „Dort

wird sie hinkommen, unsere Gastankstelle“,

sagt Kröll und zeigt auf dem weitläufigen Areal

im Tiroler Zillertal zielstrebig in eine Richtung.

„Sobald sie in Betrieb gegangen ist, haben wir

unseren umweltfreundlichen Energiekreislauf

geschlossen und können unser Scania Müllsammelfahrzeug

mit selbst erzeugtem Biogas

betreiben.“ Wer den Tiroler Landwirt, der noch

dazu „Spezialist für biogene Abfälle“ auf seiner

Visitenkarte stehen hat, in dieser Minute beobachtet,

könnte durchaus an einen Wissenschaftler

einer Universität denken. Begeistert schildert

Kröll die einzelnen Schritte der Biogaserzeugung,

vom Sammeln der Speisereste bis hin zur

Verwertung der bei der Erzeugung anfallenden

Rückstände, die als Dünger in der Landwirtschaft

zum Einsatz gelangen.

„Durch die unterschiedlichen Ausgangsmaterialien

ist die Biogaserzeugung mit Bioabfällen

oder Speiseresten deutlich komplexer

als mit nachwachsenden Rohstoffen wie z. B.

Mais“, erklärt Josef Kröll und nimmt im Büro der

Anlage vor einer Reihe an Bildschirmen Platz.

Auf den ersten Blick hat die Kommandozentrale

der Biogasanlage durchaus etwas mit der

längst legendären Kommandobrücke im ersten

Raumschiff Enterprise gemeinsam. Auf schematischen

Darstellungen der Anlage lassen sich

sämtliche für den Betrieb relevanten Parameter

ablesen und einstellen. „Bei den Ausgangsmaterialien

sind wir starken saisonalen Schwankun­

gen unterworfen, die wir bei der Biogaserzeugung

natürlich berücksichtigen müssen.“ Fixe

Betriebszeiten wie in einem Industriebetrieb gibt

es bei der Biogasanlage Schlitters nicht. „Die für

die Biogaserzeugung notwendigen chemischen

Reaktionen lassen sich nicht einfach ein- und

ausschalten. Daher ist unsere Anlage rund um die

Uhr in Betrieb“, berichtet der Geschäftsführer.

An die 9.000 Tonnen Speisereste, Bioabfälle oder

überlagerte Lebensmittel werden bei Schlitters

pro Jahr zu umweltfreundlicher Energie umgewandelt

und ins Stromnetz eingespeist. Das

Sammeln der Ausgangsstoffe für die Stromerzeugung

ist seit Sommer 2012 fest in Händen eines

gasbetriebenen Scania P 310. „Für mich ist unser

Scania auch so etwas wie eine rollende Visitenkarte“,

meint Josef Kröll. Unter dem Thema

Biogas bzw. Biogaserzeugung können sich viele

immer noch nichts Handfestes vorstellen. „Mit

unserem Scania P 310 zeigen wir auch der breiten

Masse, was sich mit Biogas neben der Stromerzeugung

sonst noch alles machen lässt.“ Untermauert

wird dieses Vorhaben von zwei überdimensionalen

Informationstafeln, die an den

Seitenwänden des Aufbaus angebracht sind. Die

Reichweite des gasbetriebenen Scania P 310 ist

übrigens optimal auf das Einzugsgebiet der Bioenergie

Schlitters abgestimmt. Eine Gasfüllung

reicht spielend für einen Arbeitstag.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 15


PORTRÄT

Johann (links) und Hannes

Gruber pflegen in ihrem

Familienbetrieb auch Traditionen.

Pro Jahr erzeugen sie an

die 10.000 Kilogramm Grillkohle.

Die

letzten

Köhler

Johann und Hannes Gruber zählen zu den letzten Köhlern Österreichs.

Pro Jahr stellen sie bis zu 10.000 Kilogramm Grillkohle her.

Text und Fotos: Scania

Der Schriftzug ist leicht zu übersehen.

Erlauftaler Grillkohle steht

in dezenten Lettern auf der Front

eines Hauses, das direkt an der LH92

zwischen Randegg und St. Leonhard am Walde

in Niederösterreich steht. „Ob wir die allerletzten

Köhler Österreichs sind, weiß ich nicht. Eine

der letzten Köhlereien im Land betreiben wir

aber auf jeden Fall“, sagt Hannes Gruber. Er steht

auf der anderen Straßenseite und schaut auf die

Schrift an der Fassade. Dass er die Marke Erlauftaler

Grillkohle nach wie vor am Leben hält, hat

zwei handfeste Gründe: Das Pflegen von Familientraditionen

und seinen Vater Johann, der

sich um den zeitintensiven Teil der Holzkohleerzeugnisse

kümmert. Hauptberuflich ist Hannes

Gruber Holzhändler. Mit allem, was dazugehört

– wie einem Fuhrpark mit sechs Scania. Oder

dem Unverständnis für gesetzliche Rahmenbedingungen,

die seiner Ansicht nach schon

seit Langem antiquiert sind. „Nach den großen

Sturmschäden war der Lkw als Transportmittel

sehr gefragt und Ausnahmegenehmigungen

für mehr als 40 Tonnen Realität. Unter normalen

Umständen wird gerade im Holztransport mit

16 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Chauffeur Franz Oismüller

setzt auf moderne Technik,

er pilotiert den einzigen Scania

R 730 im Gruber-Fuhrpark.

Vehemenz an den für mich absolut unzeitgemäßen

40 Tonnen festgehalten.“

Bis Anfang der 1980er-Jahre war das Familienunternehmen

ausschließlich in der Erzeugung

von Holzkohle tätig. Mit sieben Mitarbeitern

lag der Jahresausstoß bei stolzen 100.000

Kilogramm. „Mein Großvater hat sogar noch

in eine Halle mit einer professionellen Abfülleinrichtung

investiert. Kostenpunkt: 1,5 Millionen

Schilling“, erinnert sich Gruber. Steigende

Lohnkosten und der Druck von Billigprodukten

aus dem Ausland machten den ambitionierten

Plänen einen dicken Strich durch die Rechnung.

„Unsere ausländischen Marktbegleiter haben

Handelsketten vom Neusiedler- bis zum Bodensee

frei Haus beliefert. Das war für uns finanziell

einfach nicht darstellbar“, erinnert sich Seniorchef

Johann Gruber. Trotz des Umschwungs, weg

von der Köhlerei hin zum Holzhandel, hat er die

Ursprünge des Familienbetriebes aus freien

Stücken nie ganz aufgegeben. Mit allen nur

erdenklichen Vor- und Nachteilen. „In der ersten

Woche muss der Abbrand rund um die Uhr alle

drei Stunden kontrolliert werden (siehe Info-

Holzkohle

Holzkohle ist ein fester Brennstoff und entsteht,

wenn lufttrockenes Holz unter Luftabschluss

und ohne Sauerstoffzufuhr auf

275 °C erhitzt wird. Die Temperatur steigt

dabei von selbst auf 350 bis 400 °C an

(Holzverkohlung). Dabei verbrennen die

leichtflüchtigen Bestandteile des Holzes.

Als Rückstand erhält man neben gasförmigen

Zersetzungsprodukten etwa 35 Prozent

Holzkohle. Diese schlägt beim späteren

Verbrennen keine Flammen und brennt mit

einer höheren Temperatur als Holz.


Quelle: Wikipedia

“Wir zählen zu den letzten

Köhlern Österreichs.”

Hannes Gruber, Holzhändler

Box). Dieser fix vorgegebene Zeitplan geht nicht

spurlos an einem vorüber“, schildert Johann

Gruber.

Sechs Wochen dauert es, bis der drei Meter

breite und 20 Meter lange Meiler komplett abgebrannt

ist. Beim Aufschlichten des Holzes ist nach

wie vor Handarbeit gefragt. „Da hat sich in den

letzten 100 Jahren nichts Wesentliches geändert.“

Als Ausgangsmaterial eignet sich Holz in allen

nur erdenklichen Formen. „Einen durch Feuer

beschädigten, aber noch abgepackten Parkettboden

haben wir genauso verarbeitet wie Teile

eines Dachstuhles, nachdem das dazugehörige

Haus abgebrannt ist“, erzählt Johann Gruber.

Die fertige Grillkohle wird in drei, fünf und zehn

Kilogramm fassende Papiersäcke abgepackt. Pro

Jahr vermarkten Vater und Sohn Gruber ungefähr

10.000 Kilogramm Grillkohle.

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 17


TECHNIK

Lkw-

Modellbau

im MaSSstab 1 : 14

Eine kleine Gruppe schwedischer Modellbaufans investiert unzählige

Stunden und viel Geld in den Bau funkferngesteuerter Scania

Modelle. Diese bemerkenswerten Miniaturmodelle zeichnen sich

durch genauso hohe Qualität und Präzision aus wie die Originale.

Text: Peter Mathsson, Fotos: Kjell Olausson

Ein Lkw-Modell wird

nie fertig. Thomas

Helin arbeitet weiter an

seinem Zementmischer.

Wenn Thomas Helin seinen Scania Lkw im

Maßstab 1 : 1 nach einem Arbeitstag geparkt hat,

erwarten ihn noch zahllose Stunden Arbeit an

einem der Scania Lkw im Maßstab 1 : 14. Durch

die fünf verschiedenen funkferngesteuerten Modelle, an

denen er zurzeit arbeitet, ist sein Hobby nicht nur zeitraubend,

sondern auch kostspielig. Der Lohn nach monatelanger,

harter und detailintensiver Arbeit ist die Bewunderung

der Öffentlichkeit für das einmalige Modell. „Es soll ja

ein Hobby bleiben, deshalb muss man manchmal eine Pause

machen“, so Thomas Helin. „Man kann nicht rund um die

Uhr arbeiten, auch wenn es vor Ausstellungen meist so ist,

dass ich die Nächte durchmache.“

Thomas Helin gehört zu einer kleinen Gruppe von

Ent husiasten in Schweden, die funkferngesteuerte Scania

Modelle bauen. Sie begeistern sich dafür nicht nur, weil sie

die Marke lieben, sondern auch, weil Scania Teile auf dem

Markt am besten zu beschaffen sind. In den meisten Fällen

beginnen die Modellbauer mit den beiden Bausätzen für die

Modelle R 470 4x2 und R 620 6x4 Highline des japanischen

Anbieters Tamiya. Das reicht jedoch nicht aus. Mitunter sind

mehrere Bausätze erforderlich, bis der Lkw entsteht, den sich

die Modellbauer vorstellen. „Das Getriebe und die Hinterachsen

werden als separate Teile geliefert und müssen neu

zusammengebaut werden. Wenn nur ein Zahnrad falsch

eingebaut ist, fährt der Lkw nicht.“ Der Tamiya-Bausatz ist

jedoch nur die Ausgangs basis für einen längeren Prozess. Um

den gewünschten Effekt zu erzielen, ist es nicht ungewöhnlich,

dass der Motor durch einen besseren ersetzt wird oder

dass das Hi-Fi-System in der Verpackung bleibt, weil sich mit

einem anderen System ein besserer Sound erzielen lässt.

Das gröSSte Projekt, an dem Thomas Helin derzeit arbeitet,

ist eine exakte Kopie eines Lkw vom Typ 186 mit funktionierender

Hydraulik, der vom Abschleppdienst im Großraum

Stockholm eingesetzt wird. Helin hat das Original bei drei

Gelegenheiten vermessen, damit alle Details und der Maßstab

korrekt sind. An diesem Projekt arbeitet er schon seit mehr

als 18 Monaten und will sich inzwischen nicht mehr festlegen,

wann genau es fertig sein wird. Er hat sich für diesen Lkw

entschieden, weil dieser Typ sehr elegant ist und er selbst gute

Kontakte zu Fahrern schwerer Abschleppwagen pflegt.

Die kleine Modellbauergruppe mit funkferngesteuerten

Lkw hält online Kontakt, trifft sich aber gelegentlich

auch persönlich, insbesondere auf Ausstellungen. Sie

tauschen nicht nur ihre Erfahrungen aus, sondern auch

Sonderwerkzeuge, um die Kosten gering zu halten. Rolle

Parmfelt, der unlängst sein Unternehmen einschließlich

dreier Lkw verkauft hat, verrät uns, dass sein roter Scania

mit den beeindruckenden Scheinwerferleisten 40.000 SEK

kostete, dabei entfielen 30.000 SEK allein auf die Aufrüstung

des Originalmodells. Håkan Eriksson baut an einem

Scania Modellbaufans mit

ihren Fahrzeugen: Tobias

Ericsson, Rolle Parmfelt,

Torbjörn Schöld, Thomas

Helin, Oskar Grönberg und

Håkan Eriksson.

18 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Kran und einer Wechselbrücke und hat bisher 60.000 SEK

investiert, davon bezahlte er 45.000 SEK für die Hydraulik.

Wenn alles wie beim Original aussehen soll, braucht es

Zeit. Tobias Ericsson, der sich vor allem mit Anzugsverfahren

für die Motormontage bei DynaMate befasst, benötigte drei

Jahre, um seinen ersten Lkw fertigzustellen. Jetzt hat er zwei

Lastwagen mit Anhängern. Besonders stolz ist er auf seinen

maßstabsgetreuen DynaMate-Anhänger, der durch Umbau

eines Kühlanhängers entstanden ist.

„Ich habe auch meine Funkfernsteuerung selbst gebaut

und dafür zwei Fernsteuerungen kombiniert, um Funktionen

wie Fernlicht und Abblendlicht einzeln steuern zu können.

Es schadet nicht, wenn man als Modellbauer etwas von

Elektronik versteht“, betont Tobias Ericsson. Die funkferngesteuerten

Lkw können eine Geschwindigkeit bis 27 km/h

erreichen, allerdings würde kaum jemand diese Geschwindigkeit

fahren. Nach all der Arbeit, die in die Modelle geflossen

ist, will niemand einen Schaden riskieren. „Der Reiz liegt

im Bau der Modelle und nicht darin, später mit ihnen fahren

zu können“, sagt Ericsson.

Der Elektriker Torbjörn Schöld von Avesta ist der

Außenseiter unter den Modellbauern, die im Maßstab 1 : 14

arbeiten. Seine Modelle haben den Maßstab 1 : 4 – solide

Fahrzeuge, die oft im Auftrag von Firmen gefertigt werden.

Er hat aber ebenfalls ein Auge fürs Detail, genau wie seine

Modellbaukollegen. „Wenn ich das Rentenalter erreicht habe,

werde ich meine Arbeit als Elektriker aufgeben, um dann noch

mehr Zeit mit dem Modellbau verbringen zu können.“

­Es sollte ja

eigentlich

ein Hobby

sein, deshalb

muss

man sich

ab und

zu etwas

bremsen.”

Thomas Helin

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 19


Bestens

gerüstet

In Österreich gibt es laut der Internetplattform

Wikipedia 253.274 Feuerwehrmänner.

Die Frauenquote liegt bei vier

Prozent, die überwiegende Mehrzahl

der Feuerwehren agiert auf freiwilliger

Basis. Sechs Berufsfeuerwehren und

326 Betriebsfeuerwehren stehen 4.531

freiwilligen Feuerwehren gegenüber.

„Der großvolumige Motor

kann auch im Feuerwehrdienst

seine Stärken ausspielen“,

sagen Rainer Rusa

(li.) und Franz Palmetzhofer

von der Freiwilligen

Feuerwehr Marbach.

20 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


“Unser Rüstlöschfahrzeug

ist ein echtes Multitalent.”

Rainer Rusa, Freiwillige Feuerwehr Marbach

Flexibel wie ein

Schweizer messer

Als wahres Multitalent für den Ernstfall hat die Freiwillige Feuerwehr Marbach

in Niederösterreich einen zum Rüstlöschfahrzeug ausgebauten Scania P 360

angeschafft. Text und Fotos: Scania

Bei der Vielzahl an Stauräumen verlieren

Feuerwehrunkundige schnell die Übersicht.

Verstecken sich hinter dieser Abdeckung die

Schläuche oder nicht? Rainer Rusa beobachtet

die fragenden Blicke des Fotografen beim Fotoshooting vor

dem Feuerwehrhaus mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

„Hat man das System erst einmal durchschaut, genügt

ein Handgriff, um den gewünschten Ausrüstungsgegenstand

herauszuholen“, sagt der Kommandant der Freiwilligen

Feuerwehr Marbach. Auf Anhieb zaubert er einen

C-Schlauch aus dem Feuerwehrfahrzeug hervor, den sein

Besuch zuvor vergebens auf der falschen Seite des Scania

gesucht hat. „Im Ernstfall ist jede Minute kostbar. Dementsprechend

professionell muss der Umgang mit der Ausrüstung

ablaufen“, plaudert der Feuerwehrkommandant

aus der Schule. Bis zu 65 Einsätze warten auf ihn und seine

Kameraden pro Jahr. Abgelegene Bauernhöfe können dabei

genauso zum Einsatzort werden wie Großbetriebe, vorbeifahrende

Schiffe auf der Donau oder die Donaubundesstraße

B 3. „Nur auf der Eisenbahn kann nach Einstellung

der Strecke nichts mehr passieren“, sagt Rainer Rusa.

Als Rüstlöschfahrzeug mit Allradantrieb und

einem 2.000 Liter fassenden Wassertank ist der Scania P 360

optimal auf alle nur erdenklichen Zwischenfälle vorbereitet.

Allradantrieb und Opticruise sieht Rainer Rusa als

Pflichtausstattung. „Bei uns geht es eigentlich überall bergauf.

Außerdem sollte sich auch der Fahrer im Ernstfall um

andere Dinge als um den Gangwechsel kümmern.“ Aus der

Tatsache, dass der Entscheidung für ein automatisiertes

Getriebe im Vorfeld lange Diskussionen vorausgegangen

Das Einzugsgebiet des

Scania P 360 erstreckt sich

fünf bis sechs Kilometer

rund um das Feuerwehrhaus.

Im Ernstfall haben die

Feuerwehrmänner mit

einem Griff den ge wünschten

Ausrüstungsgegenstand

zur Hand.

In der CrewCab von Scania

finden bis zu neun Feuerwehrmänner

Platz.

sind, macht der Kommandant kein Geheimnis: „Ein Feuerwehrfahrzeug

wird für mehrere Jahrzehnte angeschafft,

dementsprechend haben wir alle Ausstattungsmerkmale im

Vorfeld auch intensiv diskutiert.“ Nur bei der Motorisierung

waren die Vorgaben von Anfang an klar. Mit dem 360 PS

starken 6-Zylinder hat der Scania P 360 einen Selbstzünder

mit einem für die Leistung relativ großem Hubraum von

12,7 Litern. Der Vorteil dieser Kombination: die bullige

Motorbremse. „Der Scania wiegt voll ausgerüstet und mit

befülltem Wassertank rund 18 Tonnen. In dieser Gewichtsklasse

macht sich eine leistungsstarke Motorstaubremse in

jedem Geschwindigkeitsbereich bezahlt.“

Auf AdBlue als zweiten BetriebSstoff kann die

Freiwillige Feuerwehr Marbach auch die nächsten Jahre

beruhigt verzichten. Der 6-Zylinder-Motor schafft die strengen

Euro-5-Grenzwerte mit rein innermotorischen Maßnahmen

und ganz ohne Abgasnachbehandlung. „Bei den

überschaubaren Laufleistungen eines Feuerwehrfahr zeuges

ist das natürlich die optimale Lösung“, lobt der Kommandant.

Mit interessanten Argumenten honoriert Rainer Rusa

die CrewCab des Scania, in der bis zu neun Feuerwehrmänner

Platz finden. „Im Vergleich zu anderen Doppelkabinen

wird die Scania CrewCab aus einem Stück hergestellt. Die am

Markt gerne genutzte Möglichkeit, eine kurze Kabine zu verlängern,

hat uns nicht gefallen.“ Von den 50 aktiven Feuerwehrmitgliedern

der Freiwilligen Feuerwehr Marbach besitzt

etwa ein Drittel den C-Schein. „Unsere Berufskraftfahrer, die

ohnehin mit einem Scania unterwegs sind, waren von unserem

Entschluss, ein Scania Feuerwehrfahrzeug anzuschaffen,

natürlich mehr als begeistert.“

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 21


Scania Rent bietet ein breites Portfolio an Fahrzeugen.

Der Kunde stellt für seine Miete die Komponenten

zusammen, die er benötigt.

BAUKASTENSYSTEM

Seit einigen Jahren kann man den King of the Road direkt bei Scania mieten. Das Portfolio, das den

Kunden geboten wird, ist attraktiver und vielfältiger denn je.

Text und Fotos: Martin Heying

„Bei Scania Rent bekommt der Kunde genau das

Fahrzeug, das er für seinen Fuhrpark benötigt“, so

Thomas Stransky, Leiter Verkaufsadministration

bei Scania Österreich.

Scania steht für Sicherheit, Zuverlässigkeit,

Leistung, Technologie und

Service. Dieser hohe Standard gilt natürlich

auch für die Vermietflotte der Schweden.

Thomas Stransky, der bei Scania

Österreich in der Abteilung Verkauf u. a. für

Scania Rent zuständig ist, möchte diesen guten

Ruf noch weiter ausbauen. „In unseren Leistungen

sind wir schon sehr gut aufgestellt“, meint

Stransky, „wir sind flexibel, bieten genau die

gewünschte Risikoabdeckung und Rückgabekonditionen.“

Die Segmente sind breit gefächert:

Neben den Klassikern wie Sattelzugmaschinen

und Trailern für den Fernverkehr bietet Scania

Rent auch Fahrzeuge mit Wechselaufbaubrücken

sowie Lkw aus dem Bausegment an. „Auch hier

bei der Dienstleistung kommt unsere Idee vom

Baukastensystem zum Tragen“, erläutert Stransky.

„Der Kunde entscheidet, was er braucht, und wir

stricken daraus ein Konzept, das speziell auf seine

Transportaufgabe zugeschnitten ist.“

AN DIE 100 EINHEITEN sind durch ein intelligentes

Dispositionssystem jederzeit an jedem

der 13 Scania Standorte verfügbar. Gleichgültig

ob Langzeit- oder Kurzzeitmiete, ob ein einziger

Truck oder eine kleine Flotte, der Kunde

soll aus einer Vielzahl von Möglichkeiten exakt

seinen Bedarf decken können. „Durch diese

Konfektionsleistung führen wir konsequent

die hohe Qualität unserer Fahrzeuge in unserer

Dienstleistung fort“, ist sich Thomas Stransky

sicher, „einfach, maßgeschneidert und unbürokratisch.“

22 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


Wir haben

unser Serviceangebot

seit der Eröffnung

kontinuierlich

ausgebaut.”

Werkstattleiter Markus Reisenbichler

Alles, was

dazu passt

In der Scania Filiale Kirchbichl hat man bereits bei der Eröffnung im Jahr 2000 den Grundstein

für ein ergänzendes Dienstleistungsangebot gelegt. Text und Fotos: Scania

In Kirchbichl herrscht schön langsam

Platzmangel. Seit die Scania Filiale auch als

Servicepartner von Kuhn Palfinger tätig ist,

platzt ein bestimmter Teil der Infrastruktur

aus allen Nähten. „Sollten wir unser Dienstleistungsangebot

wie geplant weiter vergrößern,

werden wir um diese notwendige Investition

nicht herumkommen“, sagt Markus Reisenbichler

und schmunzelt. Der Werkstattleiter steht beim

Einfahrtstor des im Jahr 2000 eröffneten Scania

Standortes und mustert eine gut sichtbar aufgestellte

Infotafel, auf der in großen Lettern

„Servicepartner für“ zu lesen ist. Mit den zuletzt

angebrachten Firmenlogos von Kuhn und

Palfinger waren die ohnehin nur mehr bescheidenen

Platzreserven der Tafel endgültig aufgebraucht.

„Dabei war es im Nachhinein betrachtet

eigentlich nur ein glücklicher Zufall, der dazu

geführt hat, dass wir uns auch um Arbeiten

abseits des klassischen Scania Portfolios kümmern“,

erinnert sich Reisenbichler.

Schon kurz nach der Eröffnung der Scania

Filiale im November 2000 häuften sich die Kundenanfragen

für die Durchführung ergänzender

Service- und Reparaturarbeiten. „Bei typischen

Serviceterminen waren wir zunehmend mit der

Frage konfrontiert, ob wir anstehende Arbeiten

an Anhängern, Aufliegern oder Aufbauten gleich

mit erledigen können“, erzählt der Werkstattleiter.

Vom dazu passenden, neudeutschen Fachchinesisch

wie dem One-Stop-Shopping-Prinzip

war zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch lange

keine Rede. Die Frage, ob man sich in der Filiale

eines Lkw-Herstellers auch mit ergänzenden

Service- und Reparaturarbeiten beschäftigt, hat

sich rasch selbst beantwortet. „Die Nachricht, dass

in der Scania Filiale Kirchbichl weit mehr als nur

Scania repariert werden, hat sich in unserem Einzugsgebiet

wie ein Lauffeuer verbreitet.“ Mit den

mittlerweile acht übernommenen Servicepartnerschaften

haben Markus Reisenbichler und

sein Team allerdings noch nicht genug. Rund

um den Jahreswechsel standen für einige Mitarbeiter

die ersten Schulungen in Bereich Hagelund

Dellenreparatur auf dem Programm. „Wir

sind immer wieder auf der Suche nach neuen

Dienstleistungen, die thematisch zu unseren seit

2000 aufgebauten Angeboten passen.“ Seinen

Mitarbeitern stellt der Werkstattleiter in diesem

Zusammenhang ein sehr gutes Zeugnis aus.

„Bei uns ist jeder Werkstatt-Mitarbeiter in jedem

Sachgebiet entsprechend geschult. Darüber hinaus

haben wir einige Spezialisten, die sich intensiver

mit gewissen Themenbereichen beschäftigt

haben.“ In der Scania Filiale Kirchbichl sind

derzeit 31 Mitarbeiter beschäftigt.

Scania Filiale

Kirchbichl

Adresse: Europastraße 10, 6322 Kirchbichl

Telefon: 05332/732 84-0, Fax: -86

Notdienst Scania Assistance: 01/256 44 11

Öffnungszeiten: Mo–Fr: 7.30-12.00,

12.45–17.00, Sa: 7.30–12.00

Verkehrsanbindung: In unmittelbarer Nähe

der Autobahnabfahrt Wörgl-Ost der A 12

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 23


Lehrlingsevent

Text und Fotos: Scania

Erstes Scania

Lehrlingsevent

Von 10. bis 11. Oktober 2012 lud Scania Österreich an die 100 kaufmännische

und technische Lehrlinge aller Scania Betriebe nach

Saalfelden/Salzburg ein. Hintergrund dieser außergewöhnlichen

Initiative: Aktive Wertschätzung und Respekt von Scania gegenüber

seinen Auszubildenden.

L

ehrlinge zählen zu den wichtigsten

Leistungsträgern der Scania Organisation. Sie

werden zukünftig in den Servicebetrieben von

Scania – im Büro oder in der Werkstatt – tätig

sein und Kunden betreuen. „Aus diesem Grund ist es

mir ein besonderes Anliegen, den jungen Menschen

ihre Bedeutung für unser Unternehmen aufzuzeigen“,

erklärt Christian Teichmann, Direktor von Scania Österreich,

seinen Entschluss, das erste Scania Lehrlingsevent

durchzuführen.

Scania Österreich bildet in allen 13 Filialen sowie

in der Scania Zentrale Lehrlinge im kaufmännischen und

technischen Bereich auf höchstem Niveau aus. „Um dem

Mangel an guten Fachkräften bereits im Vorhinein entgegenzuwirken,

haben wir es uns zur Aufgabe gemacht,

qualifizierte und engagierte Mitarbeiter selbst in unseren

eigenen Betrieben auszubilden“, so Christian Teichmann.

„Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unser Unternehmen

jederzeit bestmöglich aufgestellt ist – mit geschulten

und motivierten Mitarbeitern aus den eigenen Reihen.“

Das erste Scania Lehrlingsevent war organisatorisch

in zwei Teile gegliedert. Am ersten Tag stand der Spaßfaktor

ganz oben. Im ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum Saalfelden

konnten die jungen Scania Lehrlinge verschiedene Aktivitä-

24 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


ten durchlaufen, angefangen von Fahrtechnikübungen

mit dem Pkw bzw. dem Moped über Kartfahren bis hin

zum Überschlagssimulator. Bei den Übungen wurden

viele neue Kontakte unter den Lehrlingen geknüpft, was

zur Förderung der Gemeinschaft innerhalb der Scania

Organisation merklich beitrug.

Am zweiten Tag des Scania Lehrlingsevents gab Scania

Österreich Direktor Christian Teichmann verschiedenste

Informationen über den Scania Konzern an die Lehr linge

weiter und stand für Fragen Rede und Antwort. Weiters

wurden die einzigartigen Chancen, die den Lehrlingen bei

Scania im internationalen Umfeld offenstehen, aufgezeigt,

z. B. Schnuppern bei einem Scania Servicebetrieb im

Ausland. Auch der Karriereschritt vom Kfz-Mechaniker

zum Werkstattleiter ist bei Scania keine Seltenheit.

Den Abschluss des Lehrlingsevents bildete die Wahl

zum Jugendvertrauensrat, in den vier Lehrlinge gewählt

wurden. Der Jugendvertrauensrat ist Ansprechpartner für

alle Scania Lehrlinge, wenn es um die Themen Arbeiten und

Ausbildung geht, und kommuniziert direkt mit dem Scania

Betriebsrat. Die vier gewählten Jugendvertrauensräte haben

die Aufgabe, allen Scania Lehrlingen bei etwaigen Problemen

und deren Lösungsfindung zur Seite zu stehen.

„Wir haben zwei spannende und interessante Tage mit

unseren Lehrlingen verbracht. Mir ist es wichtig, dass sich

die jungen Menschen bereits jetzt als bedeutender Teil

unserer Scania Familie sehen. Wir sind eine Gemeinschaft,

die auf perfektem Teamwork und gegenseitigem Respekt

basiert. Das will ich auch den Lehrlingen, die noch ganz

am Anfang ihrer Karriere stehen, mit auf den Weg geben“,

zieht Christian Teichmann Resümee über das Event.

www.scania.at 1.2013 • SCANIA BEWEGT 25


SERVICE

Text und Fotos: Scania

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nur für Club-Mitglieder. Artikel erhältlich in Ihrem Betreuungsbetrieb, solange der Vorrat reicht.

Zahlen mit Kreditkarte

Ab sofort haben Sie die Möglichkeit,

Ihre Rechnung nach einer pannenbedingten

Reparatur mit Ihrer Masteroder

VISA-Karte zu bezahlen.

Rufen Sie einfach Ihr

Scania Assistance Center an, wo man

Ihnen weiterhilft. Zusätzlich benötigen

Sie einen Internetanschluss.

Scania Assistance – Telefonnummern

Österreich +43 1 256 44 11

Deutschland +49 261 887 8888

Polen +48 22 331 22 33

Schweiz +41 800 55 24 00

Belgien +32 2 264 00 00

Frankreich +33 2 414 132 32

Luxemburg +32 2 264 00 00

Niederlande +31 70 418 2666

Tschechische Republik +420 225 020 225

Ungarn +36 209 727 197

Slowakische Republik +421 903 722 048

Dänemark +45 333 270 44

Finnland +358 10 555 24

Estland Tallinn: +372 5153 388, Tartu: +372 5126 333

Pärnu: +372 5071 477, Rakvere: +372 5074 655

Litauen +46 8 52 24 24 24

Lettland +46 8 52 24 24 24, +371 29 44 24 24

Norwegen +47 223 217 00

Schweden +46 42 100 100

Italien +39 0461 996 222

Portugal +34 91 678 9247

Spanien +34 91 678 80 58

Großbritannien 0 800 800 660, +44 1274 301 260

Irland +353 71 963 4000

Bulgarien +359 88 666 0001

Rumänien +40 723 27 27 26

26 SCANIA BEWEGT • 1.2013 www.scania.at


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Die Scania Stadt- und Reisebusse mit Euro-6-Motoren erfüllen nicht nur die höchsten Emissionsstandards,

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-Ausstoß, sodass Ihr Scania in jeder Hinsicht eine hervorragende und nachhaltige Option

für die Umwelt darstellt.

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Kein Wunder, wenn unsere Finanzierungsideen neugierig machen. Als Scania Servicegesellschaft

sind wir nicht nur in der Lage, gute Angebote für neue und gebrauchte LKW

zu machen. Wir hängen auf Wunsch auch gleich noch welche für Auflieger, Anhänger oder

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