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4. „Welt“- Kinderstadt

Zum 4. Mal hat unser kleiner Ortsverein im Familienzentrum Dippoldiswalde auf unserem

Grundstück mit Gebäude eine Kinderstadt in der 2. Woche der sächsischen

Sommerferien erfolgreich durchgeführt. Da ich schon jedes Jahr als „Arbeitgeber“ (2011

Leiter der WHO Zentrale) und Vorstandsvorsitzender des Vereins aktiv mitwirke, möchte

ich kurz sowohl über meine Eindrücke und Beobachtungen mit Blick auf die

„Arbeitnehmer“

(64 Kinder der 1.- 8.Klasse, davon 70 % Mädchen, 20 Arbeitsstellen) und 36

„Arbeitgeber“ berichten, als auch die komplizierte Durchführung bzw. Vorbereitung mit

wenig Stammpersonal würdigen.

Die Kinder melden sich mit Bürgerausweis 10:00 Uhr im Rathaus, erhalten im Arbeitsamt

die Arbeitskarte für die Arbeitsstelle und bekommen je nach geleisteten Stunden (von 1h

– max. 4 h täglich an einem Arbeitsplatz) in der Bank Gehalt mit Steuerabzug in eigener

Währung („Dippsis“). Das Mittagessen im „ Restaurant“ erfolgt in 3 Durchgängen. Nach

Arbeitsende werden Montag bis Donnerstag eine Bürgerversammlung unter Leitung des

Rathauses zur Meinungsäußerung (Lob und Kritik) und zur lnformation für die nächsten

Tage ( z.B. Wahlvorbereitung) sowie am Freitag ein Nachmittag der offenen Tür für

Besucher ( Eltern, Großeltern, Geschwister) mit Kennenlernen der Arbeitsstellen,

Teilnahme an der„Vorlesung“ in der Uni und Abschlussveranstaltung (künstlerische

Darbietungen und Dank) durchgeführt.

Neben den genannten Arbeitsstellen gibt es: Eiscafe, Haushaltservice, Radio, Zeitung,

darstellende Künstler, Souvenirwerkstatt, Schneiderei, Kunstatelier, Sprüherei,

Wellnesstempel, Modeboutique, Fahrradwerkstadt und eine Universität.

Die diesjährige Besonderheit war die „Welt“- Kinderstadt mit je einem Land an den

5 Wochentagen (Togo, Russland, USA, Vietnam, Deutschland). Dies wurde durch das

Abspielen der Hymne, Begrüßung, das typische Mittagessen, ein Souvenir aus Holz,

Vorlesung an der Uni mit „Dozenten“ aus den jeweiligen Ländern sowie

Kandidatenaufstellung und Wahl eines UNO-Generalsekretärs charakterisiert.

Die meisten Kinder melden sich für die ganze Woche an (Kosten 4,00 € / Tag). Sie

kommen allein, mit Freunden oder Geschwistern und können mit dem erarbeiteten Geld

Eis, die tägliche Zeitung und in der Kinderstadt hergestellte Produkte kaufen bzw.

Werbung in Zeitung und Radio für ihre Produkte machen. Die „Arbeitsstellen“ sind

natürlich unterschiedlich attraktiv. Sie müssen jedoch alle besetzt werden, so dass

jedes Kind abhängig von Alter und Fähigkeit in der gesamten Woche die richtige Arbeit

findet bzw. auch darum kämpft.

Die Rathausmitarbeiter sorgen für Ordnung, verteilen Getränke, schlichten seltene

Konflikte und begleiten Besucher durch die Stadt.

Besondere Verantwortung haben die Mitarbeiter des Restaurants für die Versorgung von

fast 100 Personen, der WHO Zentrale mit Ausstellung eines Gesundheitszeugnisses für

jeden Klienten (Messen von Körpergewicht und –größe, Blutdruck, Sehvermögen), die

Zeitungsredakteure für die tägliche Ausgabe und die „Universitätsdozenten“.

Besonders hat mich beeindruckt, dass die Schulkinder verschiedenen Alters (ca. 60 % 10

– 12 jährige) unterschiedlicher Entwicklung und sozialer Herkunft (auch sozial

Benachteiligte) gute Gemeinschaft, Kreativität, Kommunikation, Toleranz, Umgang mit

Demokratie

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