Kirchencafé - Axel Henß

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Kirchencafé - Axel Henß

Gemeindebrief 4 / 2010

Inhalt

Seite

Besinnung 3

Kasualien 6

Geburtstage Weidenhausen 10

Geburtstage Römershausen 13

Frühstückstreffen 15

Kirchencafé 16

Terminkalender 17

Gottesdienste 18

Nacht der offenen Kirchen 21

Konzert Vokalensemble Harmonie St. Petersburg 22

Volkstrauertag 23

Buß- und Bettag 23

Kindergarten Laternenfest 26

Jugendseite 27

Kinderseite 29

Goldene Konfirmation 30

Büchertisch 31

Herbstsammlung des Diakonischen Werkes 32

Spangenberg Kleider- und Schuhsammelaktion 33

Kreise und Gruppen 34

Ansprechpartner der Gemeinde 36

2

Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinde Weidenhausen - Römershausen

Erscheinungs w eise: vierteljährlich

He rausgeber : Der Kirchenvorstand

Re dak tion:

Pfr. Axel Henß (V.i.S.d.P.), Elke Siefken-Henß

Judith Bitterlich

E-Mail:

gemeindebrief .redaktion@online.de

Dr uck:

Gemeindebriefdruckerei, Groß Ösingen

Auflage:

950 Stück

Re dak tionsschluss : f ür die Ausgabe 1/2011 ist der 15.11.2010

Titelbild: Erntedank 2009 - Ev. Kirche Weidenhausen


Besinnung

4 / 2010 Gemeindebrief

Liebe Gemeindeglieder,

liebe Leserinnen und Leser!

Ein altes Sprichwort sagt: „Essen und

Trinken hält Leib und Seele zusammen.“

Unser Körper braucht die tägliche

Nahrung, damit wir bei Kräften bleiben.

Gesund soll sein, was wir zu uns nehmen,

vitaminreich, ausgewogen, bekömmlich.

Wer einer überwiegend sitzenden Tätigkeit

nachgeht, achtet darauf, nicht zu viel

Schweres zu sich zu nehmen, damit man

selbst nicht immer schwerer wird. Wer

aber harte körperliche Arbeit verrichten

muss, der kann das nur, wenn dem Körper

auch genügend Energie zugeführt wird.

Alles das gehört zur körperlichen, zur

leiblichen Seites des Sprichworts. Aber im

Sprichwort ist auch von der Seele die

Rede. Auch für unser seelisches Wohlbefinden,

so wird es da gesagt, ist Essen

und Trinken wichtig.

Wie sehr das stimmt, erzählt uns schon die

Bibel. Nach Jahren der Unterdrückung

konnten die Israeliten Ägypten verlassen

und heimziehen ins gelobte Land. Von

diesem Land hieß es, dass dort „Milch und

Honig fließen“ – alle würden satt werden,

niemand brauchte Mangel zu leiden.

Aber auf dem Weg ins gelobte Land

mussten sie durch die Wüste. Dort

erlebten sie, was es heißt, wenn die

mitgenommenen Vorräte zu Ende gehen

und das Wasser knapp wird. In ihrem

Mangel wurden sie unzufrieden, ja, die

Unzufriedenheit war sogar so groß, dass

sie sich nach Ägypten zurücksehnten, wo

sie wenigstens genug zu essen gehabt

hatten.

Wo Essen und Trinken fehlt, da leidet eben

nicht nur der Körper, sondern die Seele

leidet mit.

Im Monatsspruch für den September 2010

begegnet uns ein Satz aus dem Alten

Testament, der so etwas wie die biblisch –

theologische Grundlage des Sprichworts

„Essen und Trinken hält Leib und Seele

zusammen“ sein könnte.

Im Buch des Predigers Salomo lesen wir in

Kapitel 3, Vers 13:

„Ein Mensch, der da isst und trinkt und

hat guten Mut bei all seinem Mühen, das

ist eine Gabe Gottes.“

(Prediger 3, 13)

Auch hier begegnet uns die ganz körperliche

Seite unserer Ernährung und es ist

von unserer seelischen Verfassung die

Rede. Beides hat – das wird auch hier

deutlich – viel miteinander zu tun, und

beides gehört zusammen.

Gott hat uns das Leben geschenkt und uns

die Güter der Erde gegeben, nicht nur,

damit wir davon leben und uns ernähren

können, sondern auch, um uns daran zu

erfreuen – gerade auch, weil unser Leben

die Freude so sehr braucht und weil es

auch oft genug ganz andere Zeiten gibt.

Wenn man unseren Monatsspruch in der

Bibel in seinem Zusammenhang liest, dann

entdeckt man, dass er dort in einem

Kapitel steht, das die Überschrift trägt:

„Alles hat seine Zeit“. Uns begegnen dort

viele Gegensätze, zwischen denen unser

Leben sich abspielt: Geburt und Tod,

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Gemeindebrief 4 / 2010

Besinnung

Lachen und Weinen, Klagen und Tanzen,

Pflanzen und Ernten, Lieben und Hassen,

Streit und Versöhnung.

Inmitten aller wechselnden Gefühle und

sich wandelnder Zeiten sagt uns unser

Monatsspruch:

„Ein Mensch, der da isst und trinkt und

hat guten Mut bei all seinem Mühen, das

ist eine Gabe Gottes.“

Frömmigkeit und Lebensfreude sind

miteinander vereinbar und keine Gegensätze,

wie man das immer wieder einmal

geglaubt hat.

Ein Christenmensch muss nicht Tag für Tag

mit einem ernsten Gesicht durchs Leben

gehen, sondern er darf lachen und Freude

haben. Er darf sich freuen an dem, was

Gott uns schenkt und unser Leben bereichert.

Er darf Gottes gute Gaben

genießen.

In einem Lied aus unserem Gesangbuch

heißt es:

„Freuet euch der schönen Erde,

denn sie ist wohl wert der Freud.

O was hat für Herrlichkeiten

unser Gott da ausgestreut.“

(EG 510, 1)

Vor uns liegt der Herbst. Wir blicken noch

einmal zurück auf den Sommer, auf

lichtdurchflutete Tage, auf freie Zeit, auf

geschenkte Begegnungen.

Vor uns liegt das Erntedankfest. Wir

denken an das, was in unseren Gärten

gewachsen ist und auf den Feldern; an die

Früchte, die auch in diesem Jahr wieder an

Bäumen, Büschen und Sträuchern gereift

sind.

Vieles davon hat nun seinen Platz gefunden

in unseren Kellern, in Gefrierschränken

und –Truhen, in Flaschen und

Einweckgläsern. Und alles das ist mehr als

nur tägliche Nahrung für die Zeiten, in

denen es im Garten nichts zu ernten gibt.

Alles das kann man auch in Anlehnung an

unseren Monatsspruch als „eingemachte

Freude“ betrachten, als „konserviertes

Glück“.

Es mögen ganz unterschiedliche Dinge

sein, die uns ein glückliches Lächeln ins

Gesicht zaubern – bei dem einen die

Pellkartoffeln mit Quark und bei der

anderen frische Brötchen mit selbstgekochter

Erdbeermarmelade, bei dem

einen ein gutes Glas Wein und bei der

anderen der Saft von den Brombeeren aus

dem eigenen Garten – alle diese kleinen

Genüsse, diese kleinen Freuden erinnern

uns an den, der uns mit dem, was er uns

schenkt, auch die Freude geschenkt hat.

Und der darauf wartet, dass wir ihm dafür

unseren Dank sagen.

Essen und Trinken, Leib und Seele, unsere

Stärkung, Gottes Lob – ein altes Gebet

fasst alles das mit wenigen Worten

zusammen:

„Segne, Vater, diese Speise,

uns zur Kraft und dir zum Preise.“

Dass wir immer wieder in dieses Gebet mit

einstimmen können und erfahren mögen,

wie gut es Gott mit uns meint, auch mit

dem, was er uns Tag für Tag zu uns

nehmen lässt, das wünscht

Ihr

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Besinnung

4 / 2010 Gemeindebrief

3. Oktober

Erntedankfest

Dankbarkeit

ist mehr als andressiertes

Dankesagen.

Dankbarkeit ist eine Art

des In-der-Welt-Seins,

eine Form der Wahrnehmung,

des Staunenkönnens.

Dankbarkeit,

das sind offene Augen

und kurze Wege

zwischen Auge und Herz.

Dankbarkeit

ist die Wiege der Religion.

Eberhard Nolte

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Gemeindebrief 4 / 2010

Kasualien

Getauft wurden:

Justus Michael

„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seiest.

Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott,

ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ (Josua 1,9)

Paul Heinrich

„Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“

(Psalm 91,11)

Luca-Joel

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;

aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

(1. Korinther 13,13)

Lukas

„Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen

Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß

nicht an einen Stein stößt.“ (Psalm 91,11+12)

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Kasualien

4 / 2010 Gemeindebrief

Mike

„Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet.“

(Psalm 119,105)

Laura Christin

„Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht:

Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“ (Jesaja 41,13)

Lena Sophie

„Ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder

bringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue,

was ich dir zugesagt habe.“ (1. Mose 28,15)

Kind du bist uns anvertraut

Kind, du bist uns anvertraut. Wozu werden wir dich bringen?

Wenn du deine Wege gehst, wessen Lieder wirst du singen?

Welche Worte wirst du sagen und an welches Ziel dich wagen?

Freunde wollen wir dir sein, sollst des Friedens Brücken bauen.

Denke nicht, du stehst allein; kannst der Macht der Liebe trauen.

Taufen dich in Jesu Namen. Er ist unsre Hoffnung. Amen.

(EG 577)

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Gemeindebrief 4 / 2010

Kasualien

Getraut wurden:

Alexander und Manuela

„Vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat.

Wie der Herr jedem von euch Vergebung geschenkt hat,

so gebt sie weiter. Vor allem aber liebt einander, denn

die Lieb e ist das Band, das alles zusammenhält.“

(Kolosser 3,13-14)

Wir sind eins

Wir sind eins,

Dein Glück ist meins,

Mein Los ist deins,

Das ist, so scheint‘s,

Das Einmaleins,

Der Sinn des Seins.

Wir sind eins.

Reinhard Mey

Beerdigt wurden:

Maria

87 J.

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen,

siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17)

Marianne

80 J.

„Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des Herrn Wort.“

(Psalm 56,11)

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Besinnung

4 / 2010 Gemeindebrief

Trauer zum Leben hin

Jesus hat im Matthäusevangelium gesagt:

„Lass die Toten ihre Toten begraben; du

aber folge mir nach …“ Ganz weise erkennt

Jesus in diesem Wort – das zunächst so

gefühllos daherkommt – die große Gefahr

im Tod: dass der Tote den Lebendigen zum

Toten macht. Weil sich dessen Denken nur

um den Verstorbenen dreht.

Trauer ist dann gelungen, wenn wir den

anderen, der gegangen ist, so sehen

können, wie er wirklich war. Und wenn wir

trotzdem oder gerade deshalb noch dankbar

sein können dafür, dass wir ihn hatten.

Dass wir lachen können über ihn und seine

Marotten, dass wir respekt- und

ehrfurchtsvoll von dem reden können, was

er geschafft hat, dass wir aber auch

kritische Distanz finden zu Dingen, die

vielleicht nicht so in Ordnung waren – dass

wir eben die Liebe zur Basis unserer

Beurteilung machen. Wenn wir so mit

denen, die vor uns gegangen sind,

umgehen, sind wir auf Jesu Spur. Der

Verstorbene, so interpretiere ich Christi

Wort, soll in unserem Herzen weiterleben,

er darf es aber nicht zerbrechen. Denn

damit werden einem als Zurückbleibender

die Möglichkeiten genommen, die Gott

uns Lebenden jeden Tag neu schenkt, die

Möglichkeiten, ihm nachzufolgen und ihn

weiterhin zu entdecken in unserem Alltag.

Das ist Trauer zum Leben hin und nicht

vom Leben weg. Das ist Trauer, wie Jesus

sie sich und uns wünscht, wenn er sagt:

„Lass die Toten ihre Toten begraben; du

aber folge mir nach …“

Ich weiß, dass diese Worte für einige zu

viel verlangen. Ist doch jene endgültige

Trennung erst vor Kurzem geschehen. Und

jetzt: diese grauen Tage, das erste

Weihnachten, der erste Geburtstag ohne

den Mann, ohne die Frau. Ohne das Kind.

Ich möchte, will und kann Ihnen die Trauer

nicht nehmen. Sie hat ihr Recht, aber

vergessen Sie dennoch nicht, sich wieder

dem Leben und seinen Anforderungen zu

stellen. Legen Sie den Verstorbenen oder

Ihre Verstorbene in Gottes Hände. Gehen

Sie ans Grab. Sie werden sich ihm in den

meisten Fällen dort näher fühlen. Reden

Sie mit ihm, es wird Ihnen helfen. Beten

Sie mit ihm und für ihn. Ottmar Arnd

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Gemeindebrief 4 / 2010

Geburtstage

September

Geburtstage in Weidenhausen:

Wir gratulieren allen Geburtstagskindern und wünschen alles Gute und

Gottes Segen für das kommende Lebensjahr.

02. Werner 75 J.

03. Irene 84 J.

05. Erna 83 J.

05. Elisabet 80 J.

06. Gisela 72 J.

08. Heinz 70 J.

08. Maria 85 J.

09. Robert 76 J.

09. Walter 72 J.

12. Hildegard 80 J.

13. Waltraud 71 J.

13. Horst 70 J.

13. Walter 70 J.

16. Maria 83 J.

16. Anna 74 J.

16. Adolf 76 J.

16. Elli 76 J.

17. Maria 78 J.

17. Brunhilde 72 J.

17. Walter 81 J.

19. Edith 85 J.

20. Erika 72 J.

21. Anneliese 76 J.

21. Erna 85 J.

22. Hermann 85 J.

23. Konrad 80 J.

24. Elisabeth 77 J.

25. Alfred 72 J.

10


Geburtstage

4 / 2010 Gemeindebrief

27. Friedrich 82 J.

28. Ernst 83 J.

28. Erna 73 J.

29. Karl 78 J.

Oktober

01. Erhard 76 J.

01. Maria 77 J.

01. Siegfried 71 J.

04. Erhard 79 J.

06. Reinhold 74 J.

08. Ingeborg 73 J.

09. Kurt 83 J.

10. Gerda 84 J.

10. Hermann 82 J.

11. Elisabeth 80 J.

12. Hermann 82 J.

12. Gretel 70 J.

13. Ernst 72 J.

13. Margarete 79 J.

14. Else 86 J.

14. Maria 83 J.

14. Wolfgang 75 J.

14. Elsa 91 J.

15. Eckehard 70 J.

17. Erna 91 J.

18. Ursula 70 J.

19. Ladislaus 71 J.

19. Hildegard 81 J.

22. Edith 82 J.

24. Georg 79 J.

30. Adolf 76 J.

11


Gemeindebrief 4 / 2010

Geburtstage

November

05. Kurt 76 J.

06. Christel 76 J.

09. Hermann 80 J.

10. Irma 77 J.

11. Erna 77 J.

12. Erwin 84 J.

12. Lore 77 J.

13. Gerda 75 J.

16. Herta 72 J.

18. Hildegard 88 J.

23. Anneliese 74 J.

24. Anneliese 81 J.

24. Günter 77 J.

25. Ludwig 81 J.

26. Eckhard 70 J.

30. Hermann 76 J.

Monatsspruch

November 2010

Hinweis

Die Angaben zu den Geburtstagen unserer Gemeindemitglieder erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn Ihr Name v ergessen wurde oder Ihr Name an dieser Stelle nicht genannt werden soll, teilen Sie dies bitte dem

Herausgeber des Gemeindebrief es (KV) mit.

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Geburtstage

4 / 2010 Gemeindebrief

Geburtstage in Römershausen:

Wir gratulieren allen Geburtstagskindern und wünschen alles Gute und

Gottes Segen für das kommende Lebensjahr.

September

03. Hildegard 90 J.

06. Erich 83 J.

20. Rosina 76 J.

November

03. Hilde 84 J.

10. Karl 84 J.

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Gemeindebrief 4 / 2010

Besinnung

DAS VATERUNSER

– Was mir am Glauben wichtig ist

Mit der Bitte um das tägliche Brot beginnt

der zweite Teil des Vaterunsers, in dem

die existenziellen Grundbedürfnisse des

Menschen zur Sprache kommen. Auch

wenn uns dieser zweite Teil näher liegt, ist

es doch wichtig, dass wir im Vaterunser

erst Gott in den Blick nehmen, damit wir

uns als Menschen nicht verlieren.

Die Bitte um das tägliche Brot steht in der

Mitte des Vaterunsers. „Diese Bitte ist wie

die Angel einer Tür. Die Angel ist nicht die

Tür. Aber ohne Angel schwingt die Tür

nicht.“ (Mario Galli). Die zentrale Stelle

dieser Vaterunser-Bitte verdeutlicht, wie

konkret und alltagsnah für Jesus das Reich

Gottes ist. Gilt das aber auch noch für uns?

Das tägliche Sattwerden ist für die meisten

in unserer Gesellschaft nichts Besonderes.

Weil es so ist, erinnert uns die Bitte daran,

dass das tägliche Brot keine Selbstverständlichkeit

ist, sondern immer ein Grund

Gott zu danken. Zugleich meint das Brot

nicht nur das Lebensnotwendige für den

Körper, sondern auch das, was wir für

unser Herz und unsere Seele brauchen:

Li ebe, Geborgenheit, Anerkennung,

Heimat und vieles mehr. Wenn wir

unseren Vater im Himmel ernst nehmen,

dann dürfen wir voller Vertrauen um alles

bitten, was wir brauchen – auch um das

Alltäglichste. Und um das Wichtigste. Die

Bitte um das Brot ist auch Ausdruck

unserer Sehnsucht nach einer gelungenen

Beziehung zu Gott, der in Jesus von sich

sagt: „Ich bin das Brot des Lebens“.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“ –

Satte beten diesen Satz anders als

Hungernde. Deshalb ist das Wort „unser“

so wichtig. Ich bete nicht ausschließlich für

mein eigenes Wohl, sondern habe immer

auch den Nächsten mit im Blick – gerade

auch denjenigen, dem das Notwendige

zum Leben fehlt. „Denn was ,unser’ ist,

verpflichtet zum Teilen, und was mehr als

für uns nötig ist, soll zum Geschenk für

andere werden.“ (Josef Tasch OFM). Oder

wie es Gandhi gesagt hat: „Wenn dich ein

Hungriger fragt: Wo ist denn Gott?, dann

gib ihm ein Stück Brot und sag: Hier ist

Gott.“ Wenn wir das beherzigen, wird das

Brot, das wir essen und das wir teilen, zum

Zeichen des anbrechenden Reiches Gottes,

erfahren wir in ihm die Gegenwart Gottes,

der für uns sorgt und dem wir vertrauen

dürfen.

Michael Tillmann

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Termine

4 / 2010 Gemeindebrief

Ev. Kirchengemeinde

Freie evangelische Gemeinde

Frühstückstreffen

am 04. September 2010 um 9:00 Uhr

im Haus der freien evangelischen Gemeinde

„Der Schlüssel zu meiner Persönlichkeit -

Geschwisterpuzzle und Lebensstil“

Referentin: Hanna Backhaus,

Das „Junge Team“ und die

„Freie evangelische Gemeinde Weidenhausen“

laden gemeinsam dazu ein.

Unkostenbeitrag: 6,00 €

Anmeldung bitte bis Mi. 02. September

Te lefonkontakt:

Anita Jung 5814 Inge Wolf 5078

Petra Heimann 5984 Dorothea Koch 1229

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Gemeindebrief 4 / 2010

Termin

Kirchencafé

eine Idee des Tansania-Arbeitskreises

unserer Ev. Kirchengemeinde.

Nächste Termine:

26. September

24. Oktober

Das Kirchencafé im Ev. Gemeindehaus in Weidenhausen

ist einmal im Monat, sonntags von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr, geöffnet.

Was keiner wagt

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen

Was keiner sagt, das sagt heraus

Was keiner denkt, das wagt zu denken

Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr's sagen

Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein

Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben

Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken

Wo alte spotten, spottet nicht

Wo alle geizen, wagt zu schenken

Wo alles dunkel ist, macht Licht.

Lothar Zenetti

Spendenkonten der Ev. Kirchengemeinde:

V+R Bank Biedenkopf - Gladenbach eG,

BLZ: 517 624 34, Konto: 80 35 61 02

Sparkasse Marburg - Biedenkopf,

BLZ: 533 500 00, Konto: 179 007 738

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Terminkalender

4 / 2010 Gemeindebrief

September Oktober November

1 Mi 1 Fr 1 Mo Al lerheiligen 44.W.

2 Do 2 Sa 2 Di

3 Fr 3 So

Frühstückstreffen im Haus der

freien evangelische Gemeinde

18. So. n. Tr. Erntedank

Tag d. Deutschen Einheit

4 Sa 4 Mo 40.W. 4 Do

5 So 14. So. n. Tr. 5 Di 5 Fr

6 Mo 36.W. 6 Mi 6 Sa

3 Mi Kindergarten Laternenfest

7 Di 7 Do 7 So Dr ittletzter So.

8 Mi 8 Fr 8 Mo 45.W.

9 Do 9 Sa 9 Di

10 Fr 10 So 18. So. n. Tr. 10 Mi

11 Sa Nacht der offenen Kirchen 11 Mo 41.W. 11 Do M artinstag

12 So 15. So. n. Tr. 12 Di 12 Fr

13 Mo 37.W. 13 Mi 13 Sa

14 Di 14 Do 14 So

Vo rletzter So.

Vo lkstrauertag

15 Mi 15 Fr 15 Mo Redaktionsschluss

Gemeindebrief 1/2011

16 Do 16 Sa 16 Di

46.W.

17 Fr 17 So 19. So. n. Tr. 17 Mi Buß- und Bettag

18 Sa 18 Mo 42.W. 18 Do

19 So

16. So. n. Tr.

Weltkindertag 19 Di 19 Fr

20 Mo Weltkindertag 38.W. 20 Mi 20 Sa

21 Di 21 Do 21 So

22 Mi Herbstanfang 22 Fr 22 Mo 47.W.

23 Do 23 Sa 23 Di

24 Fr 24 So 24 Mi

25 Sa 25 Mo 43.W. 25 Do

26 So

17. So. n. Tr.

Kirchencafé 26 Di 26 Fr

27 Mo 39.W. 27 Mi 27 Sa

28 Di 28 Do

20. So. n. Tr.

Kirchencafé

Konzert Vokalensemble

Harmonie St. Petersburg

Letzter So.

Ew igkeitssonntag/Totensonntag

28 So 1. So. im Advent

29 Mi M ichaelistag 29 Fr 29 Mo 48.W.

30 Do 30 Sa 30 Di

31 So Reformationstag

Ende der Sommerzeit

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Gemeindebrief 4 / 2010

Termine

September

05.

12.

19.

26.

14. So. nach Trinitatis

mit Möglichkeit zur Taufe

Weidenhausen Römershausen

9:30 Uhr 10:45 Uhr

15. So. nach Trinitatis 9:30 Uhr 10:45 Uhr

16. So. nach Trinitatis 9:30 Uhr 10:45 Uhr

17. So. nach Trinitatis

mit Prädikantin R. Bingel

9:30 Uhr 10:45 Uhr

Glaube braucht Impulse

Wenn dein Glaube meinen Glauben zum Leben erweckt

und dein Glaube durch meinen Glauben spürbar wird,

dann legt mein Glaube von deinem Glauben Zeugnis ab

und der Glaube hört niemals auf.

!

Kindergotte sdienst ist um 10:30 Uhr



jeden Sonntag in Weidenhausen im Ev. Gemeindehaus

14-tägig in Römershausen im Dorfgemeinschaftshaus

Achtung:

In den Schulferien findet kein Kindergottesdienst statt.

18

Der Büchertisch im Vorraum der Ev. Kirche in Weidenhausen ist

jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet.


Termine

4 / 2010 Gemeindebrief

Oktober

03.

10.

17.

24.

31.

18. So. nach Trinitatis

Erntedankfest

mit Abendmahl und

mit Möglichkeit zur Taufe

19. So. nach Trinitatis

mit Prädikantin C. Breidenstein

Weidenhausen

10:30 Uhr

mit "Ad Novum"

Römershausen

9:00 Uhr

9:30 Uhr 10:45 Uhr

20. So. nach Trinitatis 9:30 Uhr 10:45 Uhr

21. So. nach Trinitatis

mit Prädikantin R. Bingel

Reformationsfest 9:30 Uhr

mit Kirchenchor

9:30 Uhr 10:45 Uhr

10:45 Uhr

31. OKTOBER 2010

ENDE DER SOMMERZEIT

November

07.

14.

17.

21.

28.

Drittletzter So. im Kirchenjahr

mit Prädikantin R. Bingel

Vorletzter So. im Kirchenjahr

Volkstrauertag

Buß- und Bettag Mi. 19:30 Uhr

Letzter So. im Kirchenjahr

Ewigkeitssonntag

mit Gedenken an die im zu Ende

gehenden Kirchenjahr verstorbenen

Gemeindeglieder

Weidenhausen Römershausen

9:30 Uhr 10:45 Uhr

9:30 Uhr 10:45 Uhr

9:30 Uhr

mit Kirchenchor

10:45 Uhr

1. So. im Advent 9:30 Uhr 10:45 Uhr

19


Gemeindebrief 4 / 2010

Besinnung

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Termin

4 / 2010 Gemeindebrief

Das Programm sowie die Adressen der einzelnen

Veranstaltungsorte finden Sie auch im Internet

unter folgenden Adressen:

www.dekanat-gladenbach.de

www.ev-dekanat-biedenkopf.de

Afrikanische Nacht

in der Ev. Kirche in Weidenhausen

19:30 Uhr Eröffnung / Begrüßung

19:40 Uhr Singen der Kinder aus Weidenhausen

19:55 Uhr Kurzgeschichten (Begegnung Schüler Gladenbach/Kisomatschi)

20:10 Uhr Liedvortrag: Amanichor + Ad Novum (Weidenhausen)

20:20 Uhr Kurzvortrag: Pastor Grobe (Hermannsburger Mission)

„Mission und Partnerschaft heute“

20:40 Uhr Liedvortrag: Amanichor + Ad Novum (Weidenhausen)

20:50 Uhr Erfahrungen: Nord-Süd- / Süd-Nord-Austausch

(Wiebke Werner / Yoram + Judith Karusya)

21:10 Uhr Singen / Trommeln / Tanzen

Offen für alle (Yoram Karusya)

21:40 Uhr „afrikanische“ Versteigerung

Info: TAK: Gemeindefinanzierung in Tansania

Info: „Eine Welt“: Fair Trade

22:00 Uhr Imbiss und offener Ausklang

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Gemeindebrief 4 / 2010

Konzert

Donnerstag 28. Oktober 2010, 19:30 Uhr,

in der Ev. Kirche Weidenhausen

Eintritt frei - um Spende wird gebeten

Ensemblebiografie

Der künstlerische Werdegang des Vokalensemble

HARMONIE begann 1995 in

St. Petersburg. Es wurde gegründet von seinem

Dirigenten Alexander Andrianov sowie fünf

weiteren professionellen Sängern und

Dirigenten, alle Absolventen oder Dozenten des

dortigen Konservatoriums.

HARMONIE überzeugt durch sein absolut

kultiviertes Stimmpotential, seine Klangschönheit

und sein überwältigendes Klangspektrum

vom hohen Tenor bis zum sehr tiefen Bass,

sowohl im Gesamtklang des Ensembles, als

auch bei seinen zahlreichen solistischen

Vorträgen.

Solisten:

Jouri Kupreev 1. Tenor

Dmitry Mednikov 1. Tenor

Boris Karandassov 2. Tenor

Jouri Stepanov Bariton

Ilja Mikhailenko Bass

Alexander Andrianov Bass und Dirigent

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Termine

4 / 2010 Gemeindebrief

Volkstrauertag

Wir laden herzlich ein zum

Besinnlichen Nachmittag

am 14. November 2010

um 14:30 Uhr

in das Ev. Gemeindehaus in

Weidenhausen.

Buß- und Bettag

Wir laden herzlich ein

zum Gottesdienst

am 17. November 2010

um 19:30 Uhr

in die Ev. Kirche in

Weidenhausen.

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Gemeindebrief 4 / 2010

Besinnung

Wege aus der Sackgasse

Und Jesus sprach: „Die Zeit ist erfüllt, und

die Herrschaft Gottes nahe herbeigekommen.

Tut Buße und glaubt an das

Evangelium!“

Das sind die ersten Worte, die Jesus im

Markusevangelium spricht. So etwas wie

ein Programm: „Tut Buße!“ Und was heißt

das? „Buße“ heißt „Umkehr“ – nur, diese

Übersetzung sagt auf der einen Seite zu

viel und auf der anderen Seite zu wenig.

Zu viel deswegen, weil mir ja nicht gesagt

wird: „Wieso denn?“ Wer mich auffordert,

umzukehren, der meint: „Du bist auf dem

falschen Weg!“ oder: „Hier kommst du

nicht weiter!“ Sind wir denn auf einem

falschen Weg, kommen wir nicht weiter?

Das ist also das Erste: dass ich erst einmal

anhalte und meinen Weg prüfe. Dazu ist

der Bußtag da: Können wir, wollen wir so

weitergehen, so weiterleben wie bisher

oder müssen, können, wollen wir umkehren?

Eine solche Prüfung kann ja nur

jeder für sich durchführen. Und mancher

kann zu dem Ergebnis kommen: „So will

ich nicht weiterleben. So kann ich nicht

weiterleben.“ Für manchen wird ganz klar,

wenn er nachdenkt: „Ich bin in eine Sackgasse

geraten!“

Sackgasse – und was nun? In einer Sackgasse

– da gibt es nicht viele Möglichkeiten,

sollte man meinen. Das ist aber ein

Irrtum, wir sind da ganz schön erfinderisch:

Es gibt manche, die machen

einfach weiter und fahren ihren Lebenswagen

voll gegen die Wand. Andere

bleiben einfach stehen, wie gebannt: „Da

kann man nichts machen!“ „Das Leben ist

eben so!“ „Der Zug ist abgefahren!“ –

Sprüche, die alle signalisieren: Es geht

weder vor noch zurück, eine Haltung, die

so tut, als hätte dieses Verkehrsschild

noch ein Zusatzschild: „Sackgasse – keine

Wendemöglichkeit!“

Aber das stimmt ja nicht. Also: umkehren.

Es gibt eine Wendemöglichkeit. Aber eben

wie?

Der erste Schritt ist im griechischen Wort

für „Buße tun“ versteckt und heißt: „den

Sinn ändern, umdenken“. Und Jesus gibt

auch die Richtung an: „Die Zeit ist erfüllt

und Gottes Herrschaft steht vor der Tür.

Denkt um und glaubt an das Evangelium.“

Umdenken, Buße tun, fängt also mit einem

neuen Denken über Gott an. Gott ist nicht

fern, sondern ganz nah. Gott ist das

Schicksal seiner Welt und der Menschen

nicht gleichgültig, sondern er wird sich

einmischen, seinen Willen durchsetzen.

Gott kommt nicht als der, vor dem man

sich ängstlich verkriechen müsste, als der

große Richter, sondern als der, der seine

Menschen liebt und sie darum sucht. Das

ist die Botschaft Jesu.

Wer so neu über Gott denken lernt, der

sieht sich und seine Mitmenschen auch

ganz neu, und der findet einen neuen Weg

heraus aus der Sackgasse. Also: Nutzen wir

die Wendemöglichkeit dieses Tages,

beginnen wir damit, neu über Gott zu

denken, und das ist nicht nur der erste

Schritt, das ist der wichtigste Schritt.

nach Helmut Siegel

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Besinnung

4 / 2010 Gemeindebrief

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Gemeindebrief 4 / 2010

Kindergarten

Laternenfest des Kindergartens

Liebe Eltern,

liebe Kinder,

zum Laternenfest am 03. November 2010 laden wir alle ganz

herzlich ein.

Um 17:30 Uhr treffen wir uns zum Laternenumzug an der

Ev. Kirche.

Gemeinsam wollen wir durchs Dorf gehen, Laternenlieder

singen und zum Abschluss gemütlich zusammen Brezeln essen.

Bons für die Brezeln erhalten Sie im Kindergarten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und wünschen viel Freude an

unserem Laternenumzug.

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Jugendseite

4 / 2010 Gemeindebrief

Warum isst Yusuf keine Gummibärchen?

Yusuf ist Muslim. Seine Religion heißt

„Islam“. Zu Gott sagt er „Allah“. Das

wichtigste Buch für seine Religion ist nicht

die Bibel, sondern der „Koran“. Der ganze

Koran ist auf Arabisch geschrieben. Im

Koran steht, was Gott dem Propheten

Mohammed gesagt hat. Das glauben die

Muslime.

„Islam“ bedeutet „Hingabe an Gott“. Gott

ist groß. Der Mensch soll ihm gehorchen

und sein ganzes Leben so gestalten, wie es

Gott für den Menschen gut findet. Gott

hat dem Menschen im Koran den Weg

gezeigt, wie er heil leben kann. Dazu gehört,

ihm zu sagen, was erlaubt und was

verboten ist – im Umgang miteinander, in

der Art und Weise, wie man sich anzieht,

oder auch bei den Dingen, die man essen

kann.

Der Koran hat einzelne Kapitel, die

„Suren“. In Sure 2 kann man lesen, dass

Menschen nur das essen sollen, was gut

und erlaubt ist. Was erlaubt ist, heißt auf

Arabisch „halal“. Das Schwein ist ein Allesfresser

und daher unrein. Essen soll aber

heil und gesund machen. Schweinefleisch

zu essen ist ausdrücklich verboten. Was

verboten ist, heißt „haram“.

Was hat das nun mit den Gummibärchen

zu tun? Da ist natürlich kein Schnitzel drin.

Aber Gummibärchen enthalten Gelatine.

Die wird zwar auch aus Rinderknochen,

aber vielfach aus Schweineschwarte und -

knochen hergestellt. Herkömmlich hergestellte

Gummibärchen können also

immer etwas vom Schwein enthalten und

sind darum „haram“.

Angela M.T. Reinders

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Gemeindebrief 4 / 2010

Jugendseite

Vorurteile

Die Bayern gewinnen doch sowieso“;

„Computerspiele machen süchtig“; „Die

Deutschen essen Sauerkraut und sind

pünktlich – die Latinos kommen alle zu

spät“. – Typisch Vorurteil. Wer kennt sie

nicht, die Vorurteile, die einer bestimmten

Bevölkerungsgruppe vorgefertigte Eigenschaften

im Positiven oder Negativen

nachsagen. Über solche Vorurteile denkt

der Redner kaum nach, leider. Sonst

würde er feststellen, dass sie in vielen

Fällen eine beleidigende Wirkung haben.

Doch wa rum ha ben wi r di es e

„Vorurteile“? Der Begriff „Vorurteil“ sagt

dazu schon eine Menge aus: Vorurteile

dienen dazu, uns vorab eine „Meinung“

bilden zu können. So mies es klingt;

Vorurteile sind sogar notwendig. Denn

sonst würde der Mensch vor lauter

Nachdenken kaum in die Pötte kommen

mit seinen Entscheidungen; ohne Vorurteile

wäre der Urmensch den Raubtieren

zum Fraß geworden. Denn irgendwie war

es praktisch, schon vorher zu wissen, dass

ein Tiger einen töten kann.

Wenn man nicht nachdenken will, lebt es

sich mit Vorurteilen sehr bequem. Dinge

und Erfahrungen, die dem entgegenstehen,

werden einfach ignoriert und ausgeblendet.

Wir können aber auch dazulernen

und alte Vorurteile ablegen, wenn

wir uns neuen Argumenten und Sachverhalten

öffnen. Und das ist auch besser so.

Denn viele Vorurteile, besonders solche,

die Menschen betreffen, bewahrheiten

sich oft überhaupt nicht. So hat diese einst

hilfreiche Gabe des Vorurteils heute einen

bitteren bis negativen Geschmack; anders

als in der Vergangenheit ist es heute

lächerlich, pauschal und wenig wirklichkeitsbezogen

zu behaupten, dass Minderheiten

bestimmte Eigenschaften haben

oder auf eine typische Art und Weise

denken und handeln. Vorurteile können

echt beleidigen. Deshalb sollte man –

finde ich – seine eigenen Vorurteile

anzweifeln. An dem „Vorurteil“, dass

Herdplatten nach dem Kochen heiß sind,

können wir getrost aber weiter festhalten.

Simon Bergmoser

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Kinderseite

4 / 2010 Gemeindebrief

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Gemeindebrief 4 / 2010

Aus der Gemeinde

Goldene Konfirmation

Am Sonntag, den 06. Juni 2010 wurde in einem Festgottesdienst in unserer

Kirchengemeinde die Goldene Konfirmation gefeiert.

Die diesjährigen Goldenen Konfirmandinnen und Konfirmanden sind:

Katharina

Irmgard

Ursula

Brigitte

Eleonore

Hilde

Waltraud

Christa

Horst

Hans Dieter

Wilhelm

Richard

Hans-Dieter

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Büchertisch

4 / 2010 Gemeindebrief

Büchertisch

„Immer wieder muss ich staunen, wie kraftvoll und widerstandsfähig die Hoffnung ist.

Wie viele Erschütterungen muss sie aushalten, wie viele Infragestellungen, und wie oft

wird sie durchkreuzt, verschüttet, zertreten. Trotz allem: Hoffnung steht wieder auf.

Hoffnung schlägt noch in der schmalsten Ritze, im kärgsten Winkel Wurzeln und

durchbricht zuweilen harten Beton. Wo wir Hoffnung in uns tragen - und sei sie noch so

zerzaust von den Stürmen des Lebens - da sind schöpferische Kräfte in uns am Werk, die

uns befähigen, uns dem Leben wieder und wieder zu stellen. Trotz aller Mängel, trotz

allem was uns Kummer macht und lähmende Kraft auf uns ausübt."

Leben wagen

Ich lasse mich tragen vom Lied der Amsel.

Vertraue mich an dem Leuchten des Mohns,

Halte mich fest am Herzschlag des Meeres.

So kann das Leben gewagt werden.

Auch wenn sie immer neuen Gefährdungen ausgesetzt ist, ist dennoch viel Hoffnung in

der Welt und in uns selbst. In ihren neuen Texten geht Antje Sabine Naegeli Spuren der

Hoffnung nach und entdeckt, dass das Leben lebbar ist, trotz persönlicher und

weltweiter Bedrohungen, trotz innerer Abstürze und schmerzlicher Verluste.

Das ermutigende Geschenkheft von Antje Sabine Naegeli mit dem Titel

Vergiss nicht, es gibt ja das Licht

hat 20 Seiten, ist durchgehend vierfarbig und kostet nur 3,95 Euro.

Unser Büchertisch ist jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren

Besuch.

Herzliche Grüße

Erika Fotheringham und Ingrid Schlierbach

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Gemeindebrief 4 / 2010

Spendenaufruf

Herbstsammlung des Diakonischen Werks

vom 12. bis zum 26. September 2010

Gegen Kinderarmut müssen wir kämpfen! Ein Kind kann nichts dafür, ob es unter armen

oder unter abgesicherten Umständen aufwächst. Aber es leidet unter der sozialen Ausgrenzung,

wenn es sich nicht traut, Klassenkameraden

zur Geburtstagsfeier einzuladen, oder

wenn es für den Klassenausflug nicht zahlen kann.

Dabei zeigen uns die Erzählungen der Bibel und Jesu

Handeln, dass vor allem die Kinder unter einem besonderen

Segen stehen: „...ihnen gehört das Reich

Gottes“ (Matthäus 19,14).

Ist es nicht ein Skandal, dass es in unserer Wohlstandsgesellschaft

immer mehr Arme gibt?

Mindestens 11,5 Millionen Menschen in Deutschland

leben unter der Armutsgrenze und für drei Millionen

Kinder und Jugendliche ist das der graue Alltag.

Damit dürfen wir uns nicht abfinden! Soziale Hilfen

sind keine Gnade, sondern eine gesetzlich geregelte

Absicherung des sozialen und kulturellen Existenzminimums.

Gute Schul- und Berufsausbildung ist wichtig, damit arme Kinder nicht selbst arme Eltern

werden. Kirche und Diakonie bieten Beratung und Unterstützung an, um Wege und

Möglichkeiten dafür zu finden.

Ein spielendes, fröhliches Kind erfreut jeden, ein Kind soll lachen und unbeschwert sein.

Dafür braucht es vor allem die Erfahrung, dass es dazu gehört. Auch wenn seine Eltern

arm sind.

Ein Kindergesicht sagt uns: „Ich brauche dich“ - unabhängig von seiner finanziellen Lage.

Wie viel mehr benötigen uns Kinder, die in Armut leben!

Menschlichkeit braucht Unterstützung – helfen Sie uns mit Ihrer Spende, da mit wir den

betroffenen Kindern in unserer Region helfen können. Vielen Dank!

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Gemeindepfarrer

Spendenkonten:

Leiter des Diakonischen Werkes

Biedenkopf - Gladenbach

Sparkasse Marburg - Biedenkopf Konto. 110 023 057 (BLZ 533 500 00)

V + R Bank Biedenkopf - Gladenbach Konto. 50 300 (BLZ 517 624 34)


Spendenaufruf

4 / 2010 Gemeindebrief

Kleider- u. Schuh-

Sammelaktion

der Evangelischen Kirchengemeinde

WEIDENHAUSEN

Bringen Sie bitte Ihre Kleidung und Schuhe sowie

Haushaltswäsche im Plastikbeutel oder gut verpackt

von Montag, 15. November 2010

bis Samstag, 20. November 2010

zu folgenden Sammelstellen:

Weidenhausen: Herr Diethard Heimann,

Weidenhäuser Straße 24

Römershausen: Frau Hilde Strohauer,

Rachelshäuser Weg 7

Für Ihre Unterstützung danken Ihnen Ihre Kirchengemeinde

und das Spangenberg-Sozial-Werk e.V.

Wir beauftragen unser Tochterunternehmen Spangenberg-Textilien-GmbH

mit der Durchführung der S ammelaktion.

Bitte geben Sie nur Kleidung, Schuhe

und Haushaltswäsche von guter Qualität ab!

Entnehmen Sie bitte Wertsachen und Bargeld! Wir übernehmen keine Haftung!

Spangenberg Magdeburger Tor 15, 38350 Helmstedt, Tel. 05351-52354-0

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Gemeindebrief 4 / 2010

Kreise und Gruppen

Kreise und Gruppen

Chöre

Montags

Kirchenchor

19:00 Uhr

Hermann Thomas 8300

Ulrike Becker 2335

Chor “Ad Novum“

20:30 Uhr

Annemarie Bohn 912904

Martina Neurath 6982

Leitung beider Chöre

Renate Spriestersbach 06461/5358

Frauenhilfen

Weidenhausen

gerade Wo. Fr. 14-tägig 14:30 Uhr

Irma Naumann 7494

Elli Thomas 6634

Römershausen

ungerade Wo. Fr. 14-tägig 14:30 Uhr

14 Erna Scheld 7963

Hilde Strohauer 5763

Mütterkreis

14-tägig Mittwochs 19:00 Uhr

Hilde Michel 40676

Käthe Jakob 8710

Tansania-Arbeitskreis

14-tägig Mittwochs 19:00 Uhr

Ingrid Schlierbach 5586

Brigitte Bauk-Gerhardt 6943

Männerkreis

14-tägig Dienstags 19:00 Uhr

Friedel Jakob 8651

Hermann Thomas 8300

Peter Schiller 8433

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Kreise und Gruppen

4 / 2010 Gemeindebrief

Ev. Kindergarten Weidenhausen

Frauke Dissars (Leiterin) 5770

kigawh@freenet.de

Junges Team

Siegrun Kraft 6546

Cornelia Bastian 6673

Treffen nach Absprache

KIGO

Vorbereitung Mittwochs 19:30 Uhr (Wei)

Ingrid Schlierbach (Wei) 5586

Antje Graf-Stöhr (Wei) 3725

Uschi Becker (Rö) 3370

Manuela Bösser (Rö) 912884

Eltern - Kind - Kreis

Dienstags 9:30 Uhr

Isolde Wolf 3735

Janette Hof 915707

Büchertisch

Ingrid Schlierbach 5586

Erika Fotheringham 7513

Diakonie

Diakoniestation

Gladenbach, Wilhelmstr. 2 91083

Diakonisches Werk

Gladenbach, Wilhelmstr. 2 6558

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Ansprechpartner der Gemeinde

Pfarrer und Vorsitzender des Kirchenvorstandes


Pfr. Axel Henß Ostri ng 2 Weidenhausen 1341

www.axelhenss.de mail@axelhenss.de

Kirchenvorstand

Diethard Hei mann Weidenhäuser Str. 24 Weidenhausen


5984

Bauen

Alfred Kaut In der Langwies 4 Römershausen 9140461

Kindergarten

Elfi Kirch Strohberg 7 Weidenhausen 2468

Kindergarten

Siegrun Kraft Thomas-Mann-Str. 2 Weidenhausen 6546

Finanzen , Kinderg., Tansania-AK

Anja Lang Kegel bahn 3 Römershausen 6611

Kinde r, Jugend, Tansania-AK

Werner Müll er Römershäuser Str. 6 Weidenhausen 2297

Stellv. Vorsitzender, Diakonie

Martina Neurath Ost-West-Ring 39a Weidenhausen 6982

Kinde r, Jugend, Tansania-AK

Gerhard Pfei fer Weidenhäuser Str. 18 Weidenhausen 6420

Bauen

Helmut Pfeifer Mühl str. 39 Weidenhausen 9140470

Finanzen

Martin Schel d Lerchenweg 15 Weidenhausen 6622

Fin anzen (Kollektenkasse)

Ingrid Schlierbach Südri ng 16 Weidenhausen 5586

Kinde r, Jugend, Tansania-AK

Frank Schmidt Ostri ng 8 Weidenhausen 3344

Kinde r, Jugend, Kindergarten

Vanessa Wa gner Kirchstr. 24 Weidenhausen 7328

Kinder, Jugend

Küsterin


Hannelore Ba mberger Weidenhausen 926698

Elisabeth Lang Römershausen 1450

Gemeindesekretärin, Bürozeiten Ev. Gemeindehaus Weidenhausen


Sabine Schel d Diens tags von 17:00 bis 18:00 Uhr 2261

ev.kirche.weidenhausen@freenet.de

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