Fachdidaktisches Halbtagespraktikum - Sekundarstufe I

sek1.phz.ch

Fachdidaktisches Halbtagespraktikum - Sekundarstufe I

SEK I

Fachdidaktisches Halbtagespraktikum

Fachdidaktische Prinzipien bewusst in Lektionen umsetzen

August 2010

Ausbildung


Grundlagen 4

Übersicht Praktikumseinsätze 4

Grundidee 5

Zielsetzungen 5

Voraussetzung der Studierenden 5

Struktur und Organisation 8

Förderung und Beurteilung 12

Leistungsnachweis des Fachdidaktischen Halbtagespraktikums 15

Rolle und Aufgaben 17

Praxislehrperson 17

Studierende 20

Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker 22

PH-Mentoratspersonen 24

Formulare 26

Situationsanalyse/Lernstandserhebung 26

Unterrichtsauftrag 27

Unterrichtsvorbereitungsformular (Präpi-Blatt) 28

Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer 30

Leitlinien für die Studierenden an Praxisschulen 31

Bilder: Im Rahmen eines Praktikums von Simone Straub wurden in der Klasse von Hanspeter Henseler im

Schulhaus Wydenhof in Ebikon Aufnahmen mit den verschiedenen Praktikums-Bezugsgruppen gemacht.


Grundlagen

Grundlagen

Übersicht Praktikumseinsätze

Struktur und Organisation

Förderung und Beurteilung

1. Jahr

Stufenübergreifendes

Grundjahr

(1. und 2. Semester)

2. Jahr

Bachelorstudium

(3. und 4. Semester)

3. Jahr

Bachelorstudium

(5. und 6. Semester)

Die Entdeckung der unterrichtlichen Komplexität vollzieht sich in unterschiedlichen Formen von

Praxiskontakten. Dazu stehen verschiedene Praxisgefässe bereit:

Herbstsemester Zwischensemester Frühlingssemester Zwischensemester

Halbtagespraktikum Einführungspraktikum

(3 Wochen)

Kontaktpraktikum

(1 Woche)

Halbtagespraktikum

Fachdidaktisches

Halbtagespraktikum

Assistenzpraktikum

(2 Wochen)

1. Möglichkeit

Fachdidaktisches

Profilpraktikum

(5 Wochen)

Fachdidaktisches

Halbtagespraktikum

Assistenzpraktikum

(2 Wochen)

2. Möglichkeit

Leistungsnachweis

4. Jahr

Masterstudium

(7. und 8. Semester)

Berufspraktikum

(5 Wochen)

Diplompraktikum

(3 Wochen)

Rolle und Aufgaben

Formulare

5. Jahr

Masterstudium

(9. Semester)

Die Entwicklung professioneller Kompetenzen geschieht in allen Praxisgefässen im Dreieck von

Berufs-, Wissenschafts- und Subjektbezug, d. h. die Studierenden sollen angeregt und herausgefordert

werden, berufspraktische Erfahrungen und theoretische Erkenntnisse mit den eigenen

Vorstellungen und subjektiven Theorien zu verbinden. Die Praxislehrpersonen wirken in diesem

Sinne wie «Drehscheiben»: Sie sorgen nämlich dafür, dass einzelne Phänomene aus der Schulpraxis

(z. B. Schülerfehler) in Bezug auf das Berufskönnen (berufspraktische Erfahrungen), auf

das Berufswissen (theoretische Erkenntnisse, z. B. Wissen der

Fachdidaktik) und in Bezug auf die Berufsauffassung

(Berufsleitbild und Standesregeln) verbunden werden. 1

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

1 Siehe Broschüre der PHZ Luzern: Praxislehrpersonen an der Sekundarstufe I – Informationen für Schulleitungen und

Koordinationspersonen: Ausbildung und Begleitung von Studierenden der Sekundarstufe I.

4


Semesterthemen

Bausteine

Grundidee

Das fachdidaktische Halbtagespraktikum ist Bestandteil der fachdidaktischen Ausbildung. Die

Studierenden lernen, Lektionen aus fachdidaktischer Perspektive vorzubereiten, durchzuführen

und auszuwerten.

Zielsetzungen

Im Zentrum des fachdidaktischen Halbtagespraktikums steht die bewusste Umsetzung von fachdidaktischen

Inhalten.

Die fachdidaktische Akzentuierung umfasst:

• die Umsetzung fachdidaktischer Inhalte in die Praxis;

• die Durchführung von Fachunterricht;

• die Auseinandersetzung mit dem Bildungsgehalt eines Faches, den Lehrmitteln und deren

impliziten Didaktik;

• die Auseinandersetzung mit der Besonderheit eines Faches und der didaktischen Transformation

der Inhalte auf die Sekundarstufe I;

• die explizite Auseinandersetzung mit fachspezifischem Lernen der Schülerinnen und Schüler;

• die Begründung des praktischen Tuns;

• das Nachdenken über das eigene fachbezogene Lehren.

Aus allgemeindidaktischer Sicht steht die Arbeit an den Themen der Bausteinhefte 3 und 4 im

Vordergrund.

Voraussetzung der Studierenden

Die berufspraktische Ausbildung wird an der PHZ Luzern über studiengangs- bzw. semesterübergreifende

Themen (Semesterthemen) strukturiert. Diese konkretisieren die zentralen beruflichen

Kompetenzen wie Planungshandeln, Beurteilen, Neue Lernformen usw. Dabei

ent falten sich die Semesterthemen in den Dimensionen «Lernen» und «Interaktion». Erstere

widmet sich jenen Kompetenzen, die mit der Förderung des Lernens als Kern der Unterrichtsaufgabe

verbunden sind; letztere nimmt das Aufeinander-Eingehen in der Begegnung mit den

Lernenden – die Interaktion – als Mittel und Ziel schulischer Arbeit in den Blick.

Aus den Semesterthemen werden «Bausteine» abgeleitet. Unter Bausteinen sind kleine

thematische Ausbildungseinheiten mit exemplarischem Charakter zu verstehen. Sie gehen von

einer konkreten beruflichen Problem- oder Aufgabenstellung aus, die es im Rahmen des Unterrichts

zu lösen gilt. Sogenannte U-Bausteine fokussieren das Lernen (methodisch-didaktische

Dimension), E-Bausteine die Interaktion (pädagogisch-psychologische Dimension). Jeder

Baustein baut eine Handlungskompetenz auf oder entwickelt sie weiter.

Die Broschüre, die sogenannten Bausteinhefte, sind im PDF-Format im Extranet aufgeschaltet.

Sie enthalten detaillierte Beschreibungen der einzelnen Inhalte samt Kriterienrastern für Unterrichtsbeobachtungen

oder -reflexionen.

Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

5


Grundlagen

Übersicht

Welche berufspraktischen Kompetenzen bis zum 2. Semester aufgebaut wurden, ist der

folgenden Liste der Bausteine zu entnehmen:

Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

1. Semester Semesterthema: Lernen anregen und Lernende begleiten

U-Bausteine • Lernziele setzen und formulieren

• Unterrichtsplanung

• Erzählen und Erklären

• Vormachen und Vorzeigen

• Lernaufgaben (Arbeitsaufträge)

• Unterrichtsmedien

E-Bausteine • Unterrichtsbeobachtung

• Pädagogische Diagnostik

• Selbstwahrnehmung und Perspektivenwechsel

2. Semester Semesterthema: Lernen begleiten und mit Schülerinnen und Schülern kommunizieren

U-Bausteine • Lernprozess 1: PADUA

• Lernprozess 2: Üben

• Differenzieren

• Entdeckendes Lernen

• Gesprächsformen im Unterricht

• Kooperatives Lernen

E-Bausteine • Klassenführung

• Motivation

3. Semester Semesterthema: Lernen und soziale Prozesse diagnostizieren und adaptiv gestalten

U-Bausteine • Lernvoraussetzungen und Lernhaltungen

• Innere Differenzierung

• Didaktische Aufgabenanalyse

• Situiertes Lernen

• Lernstrategien

E-Bausteine • Interaktion in Lerngruppen

• Diagnose von Lernverhalten

• Lernhilfen

• Fehlerkultur

4. Semester Semesterthema: Lernen und Klassenleben planen und Schwierigkeiten bewältigen

U-Bausteine • Lehrpläne

• Didaktische Prinzipien

• Sachanalyse

• Begründungsanalyse (Didaktische Analyse)

• Hausaufgaben

E-Bausteine • Lernförderliches Klima

• Schulische Rituale

• Unterrichtsstörungen

• Soziale Konflikte

Leitlinien für Studierende

6


5. Semester Semesterthema: Lernergebnisse beurteilen und Schülerinnen und Schüler beraten

U-Bausteine • Beobachtung

• Orientierungsarbeiten

• Funktionen und Normen

• Lernkontrollen

• Notengebung

• Erweiterte Leistungsbeurteilung

• Portfolio

• Äussere Differenzierung

E-Bausteine • Fehler

• Prüfungsangst

• Lernberatung

6. Semester Semesterthema: Eigenständiges Lernen und soziale Verantwortung fördern

U-Bausteine • Werkstattunterricht

• Planarbeit

• Lernatelier

• Wechselseitiges Lehren und Lernen (WELL)

E-Bausteine • Rückmeldungen und Feedback-Methoden

• Lernreflexion

7. Semester Semesterthema: Schule als gesellschaftliche Institution verstehen

und Schulleben gestalten

• Geleitete Schulen

• Partizipation

• Pädagogische Schulentwicklung

• Professionalität

• Q-Management

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

7


Struktur und Organisation

Grundlagen

Zur schnellen Information

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

Organisation

Struktur

Pensum

• Tandempraktikum in einem Studienfach.

• Die beiden Semester im 2. Studienjahr sind in vier Praktikumsperioden à sechs Mittwochmorgen

aufgeteilt. Die Studierenden werden gemäss ihren Studienfächern den vier Praktikumsperioden

zugeteilt.

• Die Standardorganisation am Mittwochmorgen beinhaltet drei Lektionen (zwei Lektionen im

zugeteilten Fach und eine Hospitationslektion in einem beliebigen Fach) und eine Besprechungslektion

(Modell 3+1). Es können auch zwei Doppellektionen und eine Be sprechungslektion

geplant werden.

• Die Kontaktaufnahme der Studentin bzw. des Studenten mit der Praxislehrperson erfolgt

spätestens fünf Tage vor Beginn jeder Praktikumsperiode.

• Das Halbtagespraktikum ist verknüpft mit dem Fachatelier und dem Mentorat.

• Die Praxislehrperson erteilt den Studierenden den Lektionsauftrag, die Studierenden stellen

die Unterrichtsvorbereitung rechtzeitig zu.

• Die Studierenden haben in jeder Praktikumsperiode Anspruch auf einen Unterrichtsbesuch

durch eine Dozentin bzw. einen Dozenten der Fachdidaktik und über das Jahr verteilt auf

einen Besuch der PH-Mentoratsperson.

• Die Praxislehrperson gibt den Studierenden und der PHZ über den Praktikumsverlauf am

Ende der Periode eine schriftliche Rückmeldung.

• In der Regel hospitieren die Studierenden am ersten Mittwochmorgen. Je nach Unterrichtsfach

und Ausbildungsstand der Studierenden kann auch ein anderer Periodenstart vereinbart

werden.

• Ab dem zweiten Mittwochmorgen unterrichten die Studierenden im zugeteilten Studienfach,

wobei auch im Teamteaching unterrichtet werden kann. Eine Lektion wird der Vor- und Nachbesprechung

gewidmet.

• Die Studierenden hospitieren den Unterricht des Studienpartners und erteilen ihm/ihr zusammen

mit der Praxislehrperson Rückmeldung.

• Für die Studierenden gilt die 100 % Präsenzpflicht.

Formulare

Dauer

Das fachdidaktische Halbtagespraktikum findet im 2. Studienjahr an je sechs Mittwochmorgen

im Herbst- und Frühlingssemester statt und ist unterteilt in vier Praktikumsperioden:

Merkmale guten Unterrichts

Leitlinien für Studierende

Weitere relevante

Dokumente und

Informationsgrundlagen

❯ Herbstsemester ❯ ❯ ❯ ❯ ❯ ❯ ❯ ❯ Frühlingssemester ❯ ❯ ❯ ❯ ❯ ❯

1. Periode

6 Wochen

Fach 1

2. Periode

6 Wochen

Fach 2

3. Periode

6 Wochen

Fach 3

4. Periode

6 Wochen

Fach 4

Terminbroschüre «Praktika Sekundarstufe I»: Zeitbedingte Informationen zu den Praktika

werden in dieser Broschüre bereitgestellt. Sie wird den Schulen und den Praxislehrpersonen

jeweils im Frühling durch die Praxisorganisation zugestellt. Die Terminbroschüre enthält alle

Termine eines Studienjahres, welche für die Durchführung der Praktika relevant sind.

Extranet → Praxislehrpersonen → Regelstudium Sekundarstufe: Formulare und Informationen

zu den Praktika sind für alle an der PHZ Luzern regist rierten Praxislehrpersonen über das Extranet

online verfügbar. Der Zugang zum Extranet erfolgt über die Homepage der PHZ Luzern

(www.luzern.phz.ch) mit einem persönlichen Benutzernamen und Kennwort.

8


Die Studierenden verbringen die Halbtagespraktika an einer Praktikums- oder an einer Koope-

rationsschule im Raum Zentralschweiz. Die Zuteilung der Studierenden erfolgt durch die

Praxisorganisation in Absprache mit der Schulleitung/Koordinationsperson der Praktikumsschule.

Zum Studienjahresbeginn erhalten die Mentoratspersonen, die Fachdidaktikdozierenden, die

Praxislehrpersonen und die Studierenden die Liste der Praktikumszuteilungen für das ganze

Studienjahr.

Ansprechpersonen

an der PHZ

Zuteilung

der Studierenden

Rahmenbedingungen

Extranet Praktikumstool : Die Praxislehrpersonen an den Vertragsschulen der PHZ Luzern

können die Praktikumsorganisation der Studierenden aller Praktika an ihrer Schule im Praktikumstool

auf dem Extranet einsehen. Zudem werden im Tool sowohl die Praktikumsbesuche

der PHZ-Dozierenden aufgeführt als auch der Name der zuständigen PH-Mentoratsperson.

Die Liste der Ansprechpersonen an der PHZ (Mentoratspersonen, Fachdidaktikerinnen und

-didaktiker) ist auf dem Extranet unter «2. SJ: Halbtagespraktikum» aufgeschaltet.

Praxislehrpersonen sind auf der Sekundarstufe anerkannte Lehrpersonen, die

• von der örtlichen Schulleitung für diese Tätigkeit empfohlen sind,

• über mindestens drei Jahre Berufserfahrung verfügen und

• Bereitschaft zur Weiterbildung für diese Tätigkeit mitbringen.

Während des Studiums werden die Studierenden für vier Fächer und für die Funktion der Klassenlehrperson

ausgebildet.

Die Studierenden sind einsatzfähig auf allen Niveaus der Sekundarstufe I mit Ausnahme des

Niveaus D (Werkschule), welches eine sonderpädagogische Zusatzausbildung erfordert. Teileinsätze

im Niveau D oder in mit Niveau-D-Schülern durchmischten Klassen sind ausbildungskonform

und erwünscht.

In den Halbtagespraktika sammeln die Studierenden in den von ihnen gewählten vier Fächern

Praxiserfahrungen 2 . In der Regel ist es ein Tandempraktikum 3 , vereinzelt müssen aber in allen

Fächern aus organisatorischen Gründen Einerzuteilungen gemacht werden.

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Pensum

Im Regelfall ist folgender Ablauf vorzusehen:

• Erster Mittwochmorgen einer Praktikumsphase: Die Studierenden hospitieren und lernen die

Klasse kennen. Je nach Unterrichtsfach und Ausbildungsstand der Studierenden kann auch ein

anderer Praktikumsbeginn vereinbart werden.

• Zweiter bis sechster Mittwochmorgen: Ab dem zweiten Mittwochmorgen gilt idealerweise das

Modell «3 + 1» d. h. während dreier Lektionen ist Unterrichtszeit. Beide Studierenden unterrichten

je ein bis zwei Lektionen und sie hospitieren je eine bis zwei Lektionen). Sie können

auch im Teamteaching unterrichten. Zusätzlich ist Zeit für die Vor- und Nachbesprechung im

Umfang von einer Lektion zu reservieren.

• Bietet ein Fach nur Doppellektionen an, so unterrichtet jede/r Student/in in der Regel eine

Doppelstunde oder die beiden Studierenden bestreiten im Teamteaching eine Doppelstunde.

Wichtig: Die Hospitation bei der Praxislehrperson kann auch in einem anderen Fach stattfinden.

Die Lektionen, die die Studierenden unterrichten, müssen aber im entsprechenden

Studienfach ausgeführt werden.

2 TG beinhaltet TGW (Technisches Gestalten Werken) und TGT (Technisches Gestalten Textil), wobei es im Halbtagespraktikum

nur bei einem von beiden zum Praktikumseinsatz kommt.

3 HW (Hauswirtschaft) wird immer als Einzelpraktikum durchgeführt.

Formulare

Merkmale guten Unterrichts

Leitlinien für Studierende

9


Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Praktikumserfassung Das Praktikumstool ist ein Instrument zur Qualitätssicherung. Es übernimmt Informations-,

im Extranet

Koor dinations- und Administrationsfunktionen. Die Studierenden geben mit dem Praktikums-

( = Praktikumstool) eintrag allen beteiligten Personen eine Rückmeldung zur Feinorganisation des Praktikums. Sie

dokumentieren und bestätigen damit den Praktikumsverlauf. Die Praxislehrpersonen an den

Vertragsschulen der PHZ Luzern erhalten einen Überblick über alle Praktika an ihrer Schule. Die

Dozierenden haben Einsicht in die Praktikumsplanung und -durchführung.

Die Studierenden tragen die Stundenpläne aller Halbtagespraktika im Praktikumstool ein. Der

Eintrag ermöglicht den Dozierenden die Besuchsplanung und koordiniert die Zusammenarbeit

zwischen Praktikumsschule, Praxislehrpersonen, Dozierenden und Studierenden. Die Praxislehrpersonen

können jederzeit über das Praktikumstool im Extranet die Besucher/innen und die

Besuchstermine abrufen. Zudem können sie die aktuelle Besuchsliste für das Schulhaus ausdrucken.

Aus den Praktikumseinträgen im Tool erstellt die Praxisorganisation nach Abschluss der berufpraktischen

Ausbildung der Studentin bzw. dem Studenten den Praxispass.

Präsenzpflicht,

Absenzen

In den Halbtagespraktika gilt die 100% Präsenzpflicht (s. Extranet: «Regelung der Präsenz

und Absenz»). Bei Krankheit meldet sich die Studentin bzw. der Student so früh wie möglich bei

der Praxislehrperson ab und informiert zusätzlich die zuständige PH-Mentoratsperson und die

Dozierenden des Fachateliers. Die Studentin bzw. der Student vereinbart mit der Praxislehrperson,

wann der Praktikumshalbtag nachgeholt werden kann und korrigiert die vereinbarte

Planung im Praktikumstool. Sind Absenzen vorhersehbar (z. B. ärztlicher Eingriff), kann ein

Praktikumseinsatz auch vorgeholt werden.

Für die Halbtagespraktika kann keine Beurlaubung erteilt werden; die Halbtagespraktika sind als

unabdingbarer Teil der Ausbildung vollständig zu besuchen.

Praktikumsausfälle, die nicht durch die Studierenden verursacht werden (Sporttag, Weiterbildung

der Praxislehrperson, Unfall oder Krankheit der Praxislehrperson), sollen vor- oder nachgeholt

werden. Bei längerfristigen Absenzen vermittelt die Praxisorganisation eine Ersatzlösung.

In der Regel kann eine kurzfristig eingestellte Stellvertretung nicht als Praxislehrperson eingesetzt

werden. Die Gewährleistung der Ausbildungsqualität ist durch den Zusammenarbeitsvertrag geregelt.

Formulare

Merkmale guten Unterrichts

Leitlinien für Studierende

Ausnahmebewilligung

Einhalten von Terminen

Die Praxisorganisation vermittelt die Praktika innerhalb der aufgeführten Rahmenbedingungen

und Pensenanforderungen. Ist es aus einem bestimmten Grund nicht möglich, diese Rahmenbedingungen

zu erfüllen, ersucht die Studentin bzw. der Student in Absprache mit der PH-Mentoratsperson

bei der Praxisorganisation um eine Ausnahmebewilligung. Nur in begründeten

Einzel- und Ausnahmefällen erhält die Studentin bzw. der Student eine Bewilligung für ein Praktikum

ausserhalb der oben definierten Rahmenbedingungen und Pensenanforderungen.

Der Praktikumserfolg im Ausbildungsprozess ist u. a. abhängig vom Wahrnehmen und Einhalten

der Termine. Die Termine müssen sowohl von den Praxislehrpersonen wie auch von den

Studierenden eingefordert und eingehalten werden. Insbesondere die rechtzeitige Information

der Studierenden durch die Praxislehrperson über das Unterrichtsthema, jeweils spätestens am

Mittwochmorgen vor dem nächsten Halbtagespraktikumseinsatz, ist für die Praktikumsvorbereitung

und den Praktikumsprozess wichtig.

Die Studierenden nehmen spätestens fünf Tage vor dem ersten Praktikumstermin Kontakt mit

der Praxislehrperson auf. Sie tragen in der ersten Praktikumswoche der Periode den Stundenplan

im Praktikumstool ein und reichen den Praxislehrpersonen in der Regel bis Montag vor

dem Praktikumseinsatz die schriftliche Unterrichtsvorbereitung ein.

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Praktikumsbesuche

ECTS-Punktierung

Erasmus

Falls Termine von einer Studentin bzw. von einem Studenten nicht eingehalten werden können,

informiert sie bzw. er die jeweils zuständigen Personen (Fachdidaktikdozierende/r, Mentoratsperson,

Praxislehrperson ...) rechtzeitig und mit Angabe der Gründe.

Jede Studentin bzw. jeder Student wird von der zuständigen PH-Mentoratsperson während des

Studienjahrs mindestens einmal in einem Halbtagespraktikumseinsatz besucht. Zudem findet

pro Fach auch ein Besuch einer bzw. eines Fachdidaktikdozierenden statt.

Die Praktikumsbesuche werden von den PHZ-Dozierenden im Praktikumstool auf dem Extranet

terminiert. Studierende, Dozierende und Praxislehrpersonen finden die eingetragenen Besuche

im Extranet → Praktikumstool aufgeschaltet.

Im Anschluss an den Besuch findet mit beiden Studierenden eine Unterrichtsbesprechung statt.

Die PHZ-Dozentin bzw. der PHZ-Dozent moderiert das Gespräch. In Ausnahmefällen (z. B. wenn

aufgrund des Stundenplanes der Praxislehrperson nicht organisierbar) findet die Besprechung

ohne Praxislehrperson statt. Im Anschluss an das Gespräch verfasst die PHZ-Dozentin bzw. der

PHZ-Dozent eine schriftliche Rückmeldung und sendet diese der/dem Studentin/en, der Praxis

lehrperson, der Schulmentoratsperson und der PH-Mentoratsperson bzw. der Fachatelierleitung.

Ein Halbtagespraktikum wird mit 0,75 ECTS dotiert (pro Semester also 1,5 ECTS und pro Jahr

3 ECTS).

Das Erasmus-Programm der EU bietet Studierenden der PHZ Luzern einen Studierendenaustausch

basierend auf einem Ausbildungsvertrag zwischen Partnerhochschulen in der europäischen

Union an. Studierende der PHZ Luzern können demnach an einer der Partnerinstitutionen

ein Auslandsemester absolvieren. Die Studierenden bleiben an der PHZ Luzern

eingeschrieben und erhalten ein vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung bezahltes

Stipendium. Erasmus-Aufenthalte können bereits im 2. Studienjahr. vereinbart werden. Die PHZ

Luzern empfiehlt und unterstützt den Erasmus-Aufenthalt.

Die Halbtagespraktika sind nicht vor- bzw. nachzuholen, sondern sind Teil des Learning-Agreements

mit den Partnerschulen. Die Studierenden werden aber gebeten, sich bei den entsprechenden

Dozierenden über die Schwerpunkte der Halbtagespraktika, an denen sie nicht

teilnehmen können, zu informieren.

Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Leistungsnachweis

Rolle und Aufgaben

Formulare

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

11


Förderung und Beurteilung

Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Lernspirale

Der Lernweg an der PHZ-Luzern gleicht einer Lernspirale. Neues fachdidaktisches und fachwissenschaftliches

Wissen einerseits und psychologisch-pädagogisches und methodisch-didaktisches

Wissen andererseits werden auf vielfältige Weise erarbeitet und miteinander in Beziehung

gesetzt. Dabei übernimmt die Praxislehrperson einen wichtigen Teil der Ausbildung.

Im zweiten Studienjahr sieht diese Lernspirale wie folgt aus:

Dienstag: PH-Mentoratsperson

Module «Lernen und Interaktion»:

Theoretische Perspektive für bausteinbezogene Themen

Themeneinführungen, selbstständiges Arbeiten mit Begleitung

durch die PH-Mentoratsperson

• Mentoratsgruppe und selbstständiges Arbeiten

• Unterlagen: Bausteinheft und entsprechende Texte/Bücher

Mittwoch-Nachmittag, Fachateliers: Leiterin bzw. Leiter der Fachateliers

Theorie und Praxis (fachspezifisch)

Beratungsangebote

Vorbereiten des Unterrichts für den kommenden Mittwochmorgen

Mittwoch-Nachmittag, Praxisbegleitung: PH- und Schulmentoratsperson

Theorie und Praxis (allgemein)

Auswerten der Unterrichtserfahrungen

Bearbeiten von Problemen der Klassenführung und der Didaktik

Mentoratsgruppe und selbstständiges Arbeiten

Mittwoch-Mittag, Berufspraxis: Praxislehrperson und Studierende

Auswertungsgespräch

Schwerpunktorientierte Auswertung des gehaltenen Lektion(en)

»Basisprofil»

Studienfächer: Fach- und Fachdidaktik-Dozierende

Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module:

Fachdidaktische Perspektive u. a. auch

für bausteinbezogene Themen

Wissensvermittlung und Übungen

• Seminargruppen

• Unterlagen: fachabhängig

Unterrichtsvorbereitung mit Theorie abgleichen

Unterricht vorbereiten

Beobachtungsschwerpunkte formulieren

Mittwoch-Vormittag, Berufspraxis: Student/in

Handeln

Unterrichten gemäss Auftrag des Fachateliers und

der Praxislehrperson

• Alleine oder Teamteaching

• Hilfsmittel: Bausteinhefte und fachspezifische Unterlagen

Mittwoch-Vormittag, Berufspraxis: Praxislehrperson und

Tandempartner/in

Beobachten

anhand der Kriterien der Bausteinhefte/des fachdidaktischen Auftrags/

der persönlicher Schwerpunkte beobachten

• Hilfsmittel : Bausteinhefte und fachspezifische Unterlagen

Die inhaltliche Beurteilung orientiert sich an den Kompetenzen der berufspraktischen Ausbildung,

welche in Anlehnung an die zehn Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer 4 und

unter Berücksichtigung der Bausteinhefte der S1-Ausbildung der PHZ Luzern entwickelt wurden

(vgl. Kompetenzenraster berufspraktische Ausbildung im Extranet). Für das Halbtagespraktikum

sind daraus drei Kriterien als Basisprofil definiert: 1) Rhythmisierung, 2) Bedeutung/Sinn und

3) Inhalt-Methoden-Kongruenz.

4 Meyer, Hilbert (2004). Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelson-Verlag.

12


Beurteilung,

Beurteilungsprozesse

Kompetenzmängel,

berufsethische

Unvereinbarkeiten

Praktikumsabbruch

Im Rahmen der Halbtagespraktikumsperioden sind von der Studentin bzw. dem Studenten

formale und inhaltliche Anforderungen zu erfüllen. Diese (Grund-)Anforderungen sind im

Leistungsnachweis (vgl. Beschreibung Leistungsnachweis) formuliert.

Die Beurteilung der Leistungen der Studierenden in den Halbtagespraktika erfolgt jedoch primär

förder- und kriterienorientiert:

a) Beurteilung durch die Praxislehrperson: Die Praxislehrperson ist bei jeder Unterrichtsstunde,

welche die Studierenden halten, anwesend. Die Unterrichtsbeobachtungen und die

auswertenden Gespräche sind kriterienorientiert und schwerpunktmässig auf das Basisprofil

gerichtet. Weitere Kriterien sind im Voraus mit den Studierenden abzusprechen.

b) Beurteilung durch die PH-Mentoratsperson: Die PH-Mentoratsperson besucht alle

Studierenden ihrer Mentoratsgruppe mindestens einmal in einem Halbtagespraktikumseinsatz.

Sie verfasst einen kurzen Bericht und nimmt dabei Stellung zur Entwicklung des Basisprofils.

c) Beurteilung und Bewertung durch Fachdidaktikdozierende: Während der einzelnen Halbtagespraktikumsperioden

besuchen die jeweiligen Fachdozierenden alle Studierenden ihres

bzw. seines Faches. Sie verfassen einen kurzen Bericht, wobei auch auf das Basisprofil Bezug

genommen wird.

Darüber hinaus qualifizieren sie im Evento die studentische Leistung gemäss den Vorgaben

des Leistungsnachweises (vgl. Beschreibung Leistungsnachweis).

Sollten zudem fachliche und fachdidaktische Kompetenzen, Haltungen oder Einstellungen gemäss

Berufsethos 5 oder auch psychische Voraussetzungen der Studentin oder des Studenten

aus Sicht der Praxislehrperson oder aus Sicht von PHZ-Dozierenden fraglich sein, werden die PH-

Mentoratsperson und die Leitung des Fachateliers möglichst schnell informiert. Die PH-Mentoratsperson

muss aktiv werden und gemeinsam mit der Studentin/dem Studenten, mit der

Praxislehrperson und der Leitung des Fachateliers eine Auslegeordnung vornehmen. Bei gravie -

renden Kompetenzmängeln ist ein Antrag auf Praktikumsabbruch vorzubereiten. Bei berufsethischen

Unvereinbarkeiten wird über ein Case Management 6 ein entsprechender Entwicklungs-

oder Veränderungsprozess initiiert und begleitet.

Mögliche Nachbesserungen:

• Zusätzliche Unterrichtsbesuche der Fachdidaktik-Dozierenden und/oder des Mentors/der

Mentorin während des Halbtagespraktikums

• Kontinuierlicher Austausch zur Unterrichtsvor- und/oder -nachbereitung

• Zusätzliche Unterrichtsverpflichtungen im Rahmen von Halbtagespraktika

• Zusätzliche Praktikumsbesuche im entsprechenden Fach im Profilpraktikum

• Schriftliche Stellungsnahme zur Beurteilung des Praktikums mit Fokus auf das Lernen der

Schülerinnen und Schüler

• usw.

Bei Praktikumsabbruch wird die jeweilige Halbtagespraktikumsphase mit «nicht erfüllt» bewertet.

Wichtig: Das Halbtagespraktikum gilt als begonnen, sobald zwischen der Praxislehrperson und

der/dem Student/in die Kontaktaufnahme vorgenommen wurde.

5 Siehe Broschüre: «Verantwortung übernehmen – berufsethische Erwartungen an Studierende der PHZ Luzern».

6 Das Case Management (CM) an der PHZ Luzern regelt im Fall von berufsethischen Unvereinbarkeiten prozessund

zielorientiert die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, zuständigen Begleitpersonen und allfälligen

Fachkräften. Das CM ist ein Element der Qualitätssicherung.

Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

13


Grundlagen

Struktur und Organisation

Sollten fachliche und fachdidaktische Kompetenzen, Haltungen oder Einstellungen gemäss Berufsethos

7 oder auch psychische Voraussetzungen der Studentin oder des Studenten aus Sicht

der Praxislehrperson oder aus Sicht von PHZ-Dozierenden fraglich sein, werden die PH-Mentoratsperson

und die Leitung des Fachateliers möglichst schnell informiert. Die PH-Mentoratsperson

muss aktiv werden und gemeinsam mit der Studentin/dem Studenten, mit der Praxis -

lehr person und der Leitung des Fachateliers eine Auslegeordnung vornehmen. Bei gravierenden

Kompetenzmängeln ist ein Antrag auf Praktikumsabbruch vorzubereiten. Bei berufsethischen

Unvereinbarkeiten wird über ein Case Management 8 ein entsprechender Entwicklungs- oder

Veränderungsprozess initiiert und begleitet.

Förderung und Beurteilung

Leistungsnachweis

Wiederholung

Praktika können nur einmal wiederholt werden. Zudem ist der erfolgreiche Abschluss aller vier

Halbtagespraktikumsperioden Voraussetzung für das Profilpraktikum im dritten Studienjahr. Somit

gilt für das Halbtagespraktikum, dass höchstens zwei Halbtagespraktikumsperioden mit «nicht

erfüllt» bewertet werden dürfen, weil nur zwei Halbtagespraktikumsperioden im fünften Semester

wiederholt werden können.

Werden mehr als zwei Halbtagespraktikumsperioden mit «nicht erfüllt» qualifiziert, dann sind

diese und die zugehörigen Fachateliers im nächsten Jahr zu wiederholen und das Profilpraktikum

kann erst im übernächsten Jahr absolviert werden. Es ist zwingend mit einer Studienzeitverlängerung

zu rechnen.

Merkmale guten Unterrichts

Leitlinien für Studierende

Formulare

Rolle und Aufgaben

7 Siehe Broschüre: «Verantwortung übernehmen – berufsethische Erwartungen an Studierende der PHZ Luzern».

8 Das Case Management (CM) an der PHZ Luzern regelt im Fall von berufsethischen Unvereinbarkeiten prozessund

zielorientiert die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, zuständigen Begleitpersonen und allfälligen

Fachkräften. Das CM ist ein Element der Qualitätssicherung.

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Leistungsnachweis des Fachdidaktischen Halbtagespraktikums

Ziel

Vorgehen

Wichtig: Die Bewertung des Leistungsnachweises erfolgt durch die/den Dozentin/en der Fachdidaktik,

die den Unterrichtsbesuch im Halbtagespraktikum ausführt. Für die Bewertung

berücksichtigt der/die Fachdozent/in die Beurteilung und Rückmeldung der Praxislehrperson

und die Rückmeldungen allenfalls von weiteren besuchenden Dozierenden.

Die Studierenden sind in der Lage, Lektionen zu planen, durchzuführen und auszuwerten und

zu hospitierten Lektionen kriterienorientierte Rückmeldungen zu geben.

Vorbemerkung: Der «Kompetenzenraster berufspraktische Ausbildung» (vgl. Extranet) bildet den

Referenzrahmen für die förderorientierte Beurteilung und die abschliessende Qualifikation des

fachdidaktischen Profilpraktikums.

• Die Studierenden planen und unterrichten gemäss den fachdidaktischen Schwerpunkten und

nach Massgabe des Basisprofils. Für das Halbtagespraktikum sind als Basisprofil drei Kriterien

definiert: 1) Rhythmisierung, 2) Bedeutung/Sinn und 3) Inhalt-Methoden-Kongruenz.

• Die Studierenden reflektieren kriterienorientiert – vor allem auch in Bezug auf die Kriterien des

Basisprofils.

Grundlagen

Struktur und Organisation

Förderung und Beurteilung

Ergebnis

Beurteilungskriterien

Unterrichtsvorbereitungen und Reflexionen

Formales Kriterium: Termine werden eingehalten.

Falls Termine von einer Studentin bzw. von einem Studenten nicht eingehalten werden können,

informiert sie bzw. er die jeweils zuständigen Personen (Fachdidaktikdozierende/r, Mentoratsperson,

Praxislehrperson ...) rechtzeitig und mit Angabe der Gründe.

Leistungsnachweis

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

Rolle und Aufgaben

15


Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Inhaltliche Kriterien «Basisprofil»:

Im Halbtagespraktikum hat die Studentin/der Student je Halbtagespraktikumsperiode ein

Basisprofil mit den folgenden drei Kompetenzen zu entwickeln:

Merkmal guten

Unterrichts

Kriterium

Kompetenz-Anforderung

Die Studentin/der Student …

1. Klare Strukturierung Rhythmisierung unterrichtet mit nachvollziehbarem methodischem

Grundrhythmus, einzelne Unterrichtsschritte sollten

lernunterstützend gestaltet sein.

4. Sinnstiftendes Bedeutung/Sinn klärt, worum es im Unterricht geht.

Kommunizieren

5. Inhaltliche Klarheit Inhalt-Methoden- erkennt die Struktur des Unterrichtsinhaltes und bemüht

Kongruenz sich um eine angemessene Methodenwahl.

Das Halbtagespraktikum ist erfüllt, wenn

• die drei inhaltlichen Kriterien auf der Grundlage der Rückmeldeblätter der Praxislehrperson, der

eingegangenen Rückmeldungen der PH-Dozierenden und auf der Grundlage des Unterrichtsbesuchs

auf dem oben definierten Niveau eingeschätzt werden können

• das formale Kriterium erfüllt ist.

Ist eine dieser Anforderung nicht erfüllt, werden Nachbesserungen verlangt.

Wird das Halbtagespraktikum in einem Fach mit «nicht erfüllt» qualifiziert, kann es einmal

wiederholt werden.

Rolle und Aufgaben

Rückmeldung

Die Praxislehrperson beurteilt das Halbtagespraktikum und bespricht den Inhalt des Rückmeldeblattes

mit der/dem Studentin/en. Sie kann der/dem besuchenden Fachdidaktiker/in

auch einen Bewertungsantrag stellen. Jeder Unterrichtsbesuch von Dozierenden ist mit einem

Unterrichtsgespräch und einer schriftlichen Rückmeldung gekoppelt. Bei der Qualifikation «nicht

erfüllt» des Moduls teilt der/die verantwortliche Fachdozent/in die Bewertung der Studentin,

dem Studenten schriftlich mit.

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

16


Rolle und Aufgaben

Praxislehrperson

Grundlagen

Checkliste

Vor dem Praktikum • Beim ersten Einsatz als Praxislehrperson im 2. Studienjahr SEK I

an der Einführungsveranstaltung teilnehmen

• Die Halbtagespraktika so vorbereiten, dass die Studierenden den Auftrag aus

den Fachdidaktiken in der Praktikumsklasse durchführen können

• Schülerinnen und Schüler resp. Eltern über das bevorstehende Praktikum informieren

Während des Praktikums • Den Studierenden am ersten Praktikumsmorgen Information zur Schule,

zur Praktikumsklasse, zu Besprechungsterminen usw. geben

• Jeweils spätestens am Mittwochmorgen der Vorwoche den Studierenden


den Unterrichtsauftrag für die kommende Woche erteilen

• Regelmässige Besprechungen (Vor-/Nachbesprechungen) durchführen


• Zusätzlich zu den im Basisprofil festgelegten Kriterien mit den Studierenden


Beobachtungsschwerpunkte festlegen und kriterienorientierte Beobachtungen

vornehmen

• Falls notwendig auf die in der Regel am Montag erhaltenen Unterrichtsplanungen

Rückmeldung geben und allenfalls Überarbeitungen einfordern

• Nach Möglichkeit bei der Nachbesprechung von Lektionen, die von PH-Dozierenden

besucht werden, anwesend sein und mitdiskutieren

• Auf der Basis der im Basisprofil definierten Kriterien ein Rückmeldeblatt schreiben,

dieses mit den Studierenden besprechen und den entsprechenden Stellen an der

PH mailen

• Bei Schwierigkeiten, Kompetenzzweifeln usw. möglichst frühzeitig Kontakt auf-

nehmen mit der für die Studentin/den Studenten zuständigen PH-Mentoratsperson

und dem PH-Fachdidaktiker

Nach dem Praktikum • bei Bedarf, insbesondere wenn die bzw. der Studierende das Halbtagespraktikum

mangelhaft absolviert hat, an einem klärenden Gespräch teilnehmen


Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

Allgemeines

Während jeweils sechs Wochen begleitet die Praxislehrperson in der Regel zwei Studierenden

bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihrer ersten Unterrichtslektionen in ein und

demselben Fach. Dabei unterstützt sie die Studierenden bei der berufsspezifischen Kompetenzentwicklung.

Formulare

Vorbereitende Aufgaben

Vor dem Praktikum

Ist eine Lehrperson zum ersten Mal als Praxislehrperson in den Halbtagespraktika tätig, nimmt

sie an der Einführungsveranstaltung in die Halbtagespraktika teil. Sie wird dazu von der Praxisorganisation

eingeladen. An dieser Einführungsveranstaltung wird nicht nur über das Halbtagespraktikum

und die Aufträge aus der entsprechenden Fachdidaktik informiert, sondern auch

generell über das Studium zur Sekundarlehrperson an der PHZ Luzern.

Zu Beginn eines neuen Studienjahrs orientiert sich die Praxislehrperson über die neusten Informationen

zum Halbtagespraktikum, indem sie die Praktikumswegleitung und alle ihr von der

Praxisorganisation zugestellten Dokumente liest. Bei Fragen wendet sie sich an die Mentoratskoordinationsperson.

Merkmale guten Unterrichts

Leitlinien für Studierende

17


Grundlagen

Struktur und Organisation

Förderung und Beurteilung

Rahmenbedingungen

Während des Praktikums

Unterrichtsthemen

Die Praxislehrperson plant ihren Unterricht so, dass die Studierenden am Mittwochmorgen den

Auftrag aus der Fachdidaktik im Halbtagespraktikum umsetzen können.

Vor dem ersten Einsatz der Studierenden in ihren Klassen informiert die Praxislehrperson die

Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über den Einsatz der Studierenden in ihren Klassen.

Am ersten Praktikumsmorgen orientiert die Praxislehrperson die Studierenden ausführlich über

die Schule und die Praktikumsklasse. So teilt sie z. B. den Studierenden mit, wo, welches

Material zu finden ist, wo und wie kopiert wird, welches Lehrmittel im zu unterrichtenden Fach

in der Klasse im Einsatz steht. Auch informiert sie die Studierenden über den Lernstand der

Klasse und über besondere Aspekte bezüglich Lernvoraussetzungen der Klasse (z. B. fremdsprachige

Kinder, hochbegabte Kinder).

Die Praxislehrperson teilt den Studierenden jeweils spätestens am Mittwochmorgen der Vorwoche

den Unterrichtsauftrag für die kommende Woche mit, damit die Studierenden den Auftrag

unter fachkundiger Begleitung am Mittwochnachmittag der Vorwoche im Fachatelier

vorbereiten können (vgl. «Unterrichtsauftrag»).

Leistungsnachweis

Rolle und Aufgaben

Vor- und

Nachbesprechung

Die Praxislehrperson achtet darauf, dass genügend Zeit zur Vor- und zur Nachbereitung der

Lektionen zur Verfügung steht. In den Vorbesprechungen legt sie mit den Studierenden Beobachtungsschwerpunkte

fest. Sie beobachtet und bespricht anschliessend die Lektionen.

In der Regel mailen die Studierenden der Praxislehrperson am Montag vor dem Praktikumseinsatz

das Unterrichtsvorbereitungsformular. Falls notwendig, macht die Praxislehrperson den

Studierenden Änderungsvorschläge.

Nach Möglichkeit ist die Praxislehrperson bei der Nachbesprechung von Lektionen, die von PH-

Dozierenden besucht werden, anwesend und diskutiert mit.

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

18


Rückmeldeblatt und Auf der Basis der im Leistungsnachweis definierten Kriterien (Basisprofil) füllt die Praxislehr-

Schlussgespräch person das Rückmeldeblatt (vgl. «Unterrichtsauftrag») aus. Dieses Rückmeldeblatt bespricht

sie mit der bzw. mit dem Studierenden am letzten Praktikumsmorgen (in der zweiten

Praktikumsperiode des Semesters am zweitletzten Praktikumsmorgen). Nachdem das Rückmelde

blatt besprochen worden ist, mailt sie dieses folgenden Personen (vorname.nachname@phz.ch):

der verantwortlichen Dozentin bzw. dem Dozenten der Fachdidaktik, der PH-

Men toratsperson, der Schulmentoratsperson, der Leiterin bzw. dem Leiter des Fachateliers und

der bzw. dem Studierenden.

Der/die besuchende Fachdidaktiker/in berücksichtigt für die Bewertung des Halbtagespraktikums

gemäss dem Leistungsnachweis die Beurteilung der Praxislehrperson mittels Rückmeldeblatt.

Die Praxislehrperson kann aufgrund der Beurteilung und/oder formaler Kriterien auch

die Bewertung «erfüllt» bez. «nicht erfüllt» beantragen.

Konflikte/Zweifel

Gesprächsbereitschaft

Nach dem Praktikum

Im Falle von Konflikten, von Kompetenzzweifeln oder von mangelhaftem Engagement, die sich

nicht bilateral zwischen der Praxislehrperson und der bzw. dem Studierenden regeln lassen,

nimmt die Praxislehrperson frühzeitig mit der PH-Mentoratsperson und/oder dem/r Fachdidaktikdozent/in

Kontakt auf. In jedem Fall muss die zuständige PH-Mentoratsperson informiert

werden.

Die Praxislehrperson ist bei Bedarf, insbesondere wenn die bzw. der Studierende das Halbtagespraktikum

mangelhaft absolviert hat, bereit, an einem klärenden Gespräch teilzunehmen.

Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Unterrichtsbesuche

Jede bzw. jeder Studierende wird von ihrer bzw. seiner PH-Mentoratsperson im Verlaufe des

zweiten Studienjahrs mindestens einmal, von den Fachdidaktikdozierenden jedoch in jeder

Halbtagespraktikumsperiode besucht. Die Besuchstermine sind jederzeit über das Praktikums -

tool im Extranet abrufbar.

Bitte beachten: Da die Studierenden den Stundenplan für die betreffende Halbtagespraktikumsperiode

möglicherweise erst am ersten Praktikumsmorgen erfahren, wird der Eintrag des

Stundenplans ins Praktikumstool spätestens auf den Abend des ersten Praktikumstags erfolgen.

Somit können auch die PH-Dozierenden ihre Praktikumsbesuche nur sehr kurzfristig planen

und eintragen.

Rolle und Aufgaben

Formulare

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

19


Grundlagen

Studierende

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

Checkliste

Vor dem Praktikum • Mit der zuständigen Praxislehrperson spätestens fünf Tage vor Praktikumsbeginn

Kontakt aufnehmen und erste Absprachen treffen

• Planungen mit den Praxislehrpersonen besprechen


Während des Praktikums • In der Regel am ersten Praktikumsmorgen hospitieren

• Sich über die Rahmenbedingungen am Praktikumsort und über die Lernvoraus-

setzungen der Praktikumsklasse informieren

• Sich bei der Leiterin bzw. beim Leiter des Fachateliers kundig machen über


die fachdidaktischen Schwerpunkte des entsprechenden Halbtagespraktikums

• Am Abend des ersten Praktikumstages den Stundenplan ins Praktikumstool

auf dem Extranet eintragen

• Der Praxislehrperson in der Regel am Montag vor dem Einsatz im Halbtages-

praktikum die Unterrichtsvorbereitung schicken

• Das Unterrichtsvorbereitungsformular am Mittwochmorgen jeweils kopiert für

die Praxislehrperson mitbringen; bei angesagtem Besuch im Praktikum entsprechend

weitere Kopien mitbringen

• Lektionen gemäss den fachdidaktischen Schwerpunkten planen, durchführen

und auswerten

• Zu hospitierten Lektionen kriterienorientiertes Feedback geben


• Über die gehaltenen Lektionen kriterienorientiert reflektieren und Rückmeldungen

mit einbeziehen

• Besprechungstermine mit der Praxislehrperson wahrnehmen


• Sich für das abschliessende Gespräch am letzten Praktikumsmorgen mit


der Praxislehrperson vorbereiten

Nach dem Praktikum • Bei Bedarf, insbesondere wenn das Praktikum mangelhaft absolviert wurde,

an klärenden Gesprächen teilnehmen



Formulare

Allgemeines

Während jeweils sechs Wochen besuchen die Studierenden in der Regel zu zweit ein Halbtagespraktikum

in einem ihrer Studienfächer. Pro Semester besuchen sie jeweils zwei Halbtagespraktika.

Merkmale guten Unterrichts

Leitlinien für Studierende

Voraussetzungen

Vorbereitende Aufgaben

Vor dem Praktikum

Erster Praktikumsmorgen

Während des Praktikums

Die Studierenden besuchen im zweiten Studienjahr zum ersten Mal explizit fachdidaktische Veranstaltungen.

Für die meisten Studierenden sind die Lektionen, die sie im Halbtagespraktikum

unterrichten, die ersten im entsprechenden Unterrichtsfach.

Spätestens fünf Tage vor Praktikumsbeginn nehmen die Studierenden Kontakt auf mit ihrer

neuen Praxislehrperson und treffen erste Absprachen (Ort der Praktikumsschule, Stundenplan

der Klasse, Aufgaben am ersten Praktikumsmorgen).

Am ersten Morgen im Halbtagespraktikum hospitieren die Studierenden in der Regel und

machen sich kundig über die Rahmenbedingungen am Praktikumsort, informieren sich über

den Lernstand der Klasse und über besondere Aspekte bezüglich Lernvoraussetzungen der

Klasse (vgl. «Situationsanalyse»).

20


Erstes Fachatelier

Eintrag des Stundenplans

ins Praktikumstool

Im ersten Fachatelier erfahren die Studierenden den fachdidaktischen Schwerpunkt und den

fachdidaktischen Auftrag des entsprechenden Halbtagespraktikums und machen sich bei der

Leitung des Fachateliers kundig über Umsetzungsmöglichkeiten.

Wichtig: Spätestens am Abend des ersten Praxistages je Halbtagespraktikumsperiode tragen

die Studierenden den Stundenplan des entsprechenden Halbtagespraktikums im Extranet ein.

Mit diesem Eintrag erteilen die Studierenden der PHZ die Rückmeldung zur Feinorganisation

und Teilnahme am Praktikum, zudem ermöglichen sie den PH-Dozierenden, ihre Praktikumsbesuche

anzukündigen.

Grundlagen

Struktur und Organisation

Unterrichtsvorbereitung

Umgang mit

Rückmeldungen

Die Studierenden planen den Unterricht gemäss den Vorgaben der Praxislehrperson und

setzen Schwerpunkte und Aufträge aus dem Fachatelier um.

In der Regel mailen die Studierenden der Praxislehrperson am Montag vor dem Einsatz im Halbtagespraktikum

ihre Unterrichtsvorbereitung und nehmen, falls notwendig, noch vor Mittwochmorgen

Änderungen vor.

Die Studierenden bringen am Praktikumsmorgen jeweils für die Praxislehrperson ein ausgedrucktes

Formular der Unterrichtsvorbereitung mit (vgl. «Unterrichtsvorbereitungen»). Bei

angemeldetem Besuch sind entsprechend weitere Kopien mitzubringen.

Die Rückmeldungen zu Lektionen geschehen kriterienorientiert. Die Studierenden sind offen

für Rückmeldungen der Praxislehrperson, der Mitstudierenden und der PH-Dozierenden und ziehen

die Rückmeldungen in die Planung und Durchführung der kommenden Lektionen mit ein.

Förderung und Beurteilung

Leistungsnachweis

Rückmeldungen geben

Schlussgespräch

Zu Lektionen der Praxislehrperson oder der Mitstudierenden geben die Studierenden kriterienorientiertes,

konstruktives Feedback.

Für das Schlussgespräch am letzten Praktikumsmorgen (in der zweiten Periode des Semesters

am 5. Praktikumsmorgen) bereiten sich die Studierenden vor und nehmen daran aktiv teil.

Rolle und Aufgaben

Gesprächsbereitschaft

Nach dem Praktikum

Einhalten von Terminen

Generell

Die bzw. der Studierende ist bei Bedarf bereit, an einem klärenden Gespräch teilzunehmen.

Falls Termine von einer Studentin bzw. von einem Studenten nicht eingehalten werden können,

informiert sie bzw. er die jeweils zuständigen Personen (Fachdidaktikdozierende/r, Mentoratsperson,

Praxislehrperson ...) rechtzeitig und mit Angabe der Gründe.

Formulare

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

21


Grundlagen

Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker

Struktur und Organisation

Förderung und Beurteilung

Leistungsnachweis

Checkliste

Vor dem Praktikum • Sich über die fachspezifischen Aufträge aus den Fachateliers informieren

• Die Praktikumsbesuche im Praktikumstool auf dem Extranet terminieren


(nach Möglichkeit wird jede Studentin bzw. jeder Student einmal von der bzw.

vom Fachdozierenden besucht)

• Da die Stundenpläne oft relativ kurzfristig im Praktikumstool auf dem Extranet

eingetragen werden, die Praxislehrpersonen und die Studierenden per Mail

möglichst früh über die Besuche informieren

Während des Praktikums • Sich bei den Studierenden über die Beobachtungsschwerpunkte der

zu hospitierenden Lektion erkundigen

• Kriterienorientiert beobachten


• Förder- und kriterienorientierte Lektionsauswertung durchführen


• Einen kurzen Bericht zum Unterrichtsbesuch verfassen


Nach dem Praktikum • Rückmeldeblätter der Praxislehrpersonen und der Praktikumskurzberichte einsehen

• Qualifikation des Halbtagespraktikums auf EVENTO Web eintragen


• Bei Schwierigkeiten nach Bedarf gemeinsam mit der PH-Mentoratsperson,


der Leitung des Fachateliers, der Praxislehrperson und der bzw. dem Studierenden

an einem klärenden Gespräch teilnehmen


Rolle und Aufgaben

Allgemeines

Fachdidaktikdozierende, die in den Halbtagespraktika Unterrichtsbesuche durchführen, sind in

den meisten Fällen entweder Leiterinnen bzw. Leiter des Fachateliers oder Fachdidaktikdozierende

im 2. Studienjahr SEK I.

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

22


Vorbereitende Aufgaben

Vor dem Praktikum

Unterrichtsboebachtungen

Während des

Praktikumsbesuchs

Sind sie nicht auch zugleich Leiterin bzw. Leiter des Fachateliers, machen sie sich zusätzlich

kundig über die fachspezifischen Aufträge der Fachateliers.

Sie tragen ihre Praktikumsbesuche im Praktikumstool auf dem Extranet ein. Damit stellen sie

sicher, dass in jeder Halbtagespraktikumsperiode alle Studierenden ihres Faches einen Unter -

richtsbesuch erhalten.

Da die Stundenpläne oft relativ kurzfristig im Praktikumstool auf dem Extranet eingetragen werden

(können), informieren die Fachdidaktikdozierenden, die Unterrichtsbesuche wahrnehmen,

die Praxislehrpersonen und die Studierenden per Mail möglichst früh über ihre geplanten Besuche.

Vor der zu hospitierenden Lektion erkundigen sich die Fachdidaktikdozierenden bei den Studierenden

nach den Beobachtungsschwerpunkten.

Die Fachdidaktikdozierenden führen eine kriterienorientierte Unterrichtsbeobachtung durch,

wobei der Schwerpunkt auf die im Basisprofil definierten Kriterien gelegt wird (siehe Beschreibung

Leistungsnachweis).

Grundlagen

Struktur und Organisation

Förderung und Beurteilung

Lektionsauswertung

Schriftliche Rückmeldung

Nach dem Praktikumsbesuch

Konflikte/Zweifel

Bewertung und

Qualifikation

Nach dem Praktikum

Gesprächsbereitschaft

Die Lektionsauswertungen erfolgen förder- und kriterienorientiert. Wenn immer möglich sind bei

der Lektionsauswertung nicht nur die Studierenden, sondern auch die Praxislehrperson anwesend.

Die bzw. der Fachdidaktikdozierende legt den Modus des Lektionsauswertungsgesprächs fest.

Nach dem Praktikumsbesuch verfasst die Fachdidaktikdozentin bzw. der -dozent eine schriftliche

Rückmeldung, nimmt dabei Stellung zur Entwicklung des Basisprofils und sendet diese der

Studentin/dem Studenten, der Praxislehrperson, der Schulmentoratsperson, der PH-Mentoratsperson

und an die Leitung des Fachateliers.

Ist die Leistung einer bzw. eines Studierenden mangelhaft oder gibt die studentische Leistung

Anlass zu Diskussionen, informiert die Fachdidaktikdozentin bzw. der -dozent die PH-Mentoratsperson.

Die für die Studentin/den Studenten zuständige PH-Mentoratsperson ist für die Dozierenden

der Fachdidaktik in jedem Fall Ansprechperson bei Kompetenzzweifeln, bei mangelndem Einsatz

oder mangelhaftem Engagement.

Die Mentoratsperson ist in Zusammenarbeit mit den Dozierenden der Fachdidaktik zuständig für

die Formulierung und Umsetzung von Nachbesserungen. Sie/er begleitet die Studentin/den

Studenten gemäss den Prozessabläufen des Case Management an der PHZ Luzern 9 .

Auf der Grundlage des Rückmeldeblattes der Praxislehrperson, der Praktikumskurzberichte der

besuchenden PHZ-Dozierenden und die im Leistungsnachweis für das Halbtagespraktikum formulierten

Kriterien beurteilt die Fachdidaktikdozentin bzw. der -dozent die Leistung der Studierenden.

Die Bewertung erfolgt durch die/den gleiche/n Fachdidaktikdozent/in, die auch den Unterrichtsbesuch

durchführt. Er/sie qualifiziert das Halbtages praktikum im Evento Web.

Bei Schwierigkeiten ist die Fachdidaktikdozentin bzw. der -dozent bereit, nach Bedarf gemeinsam

mit der PH-Mentoratsperson, der Leitung des Fachateliers, der Praxislehrperson und der

bzw. dem Studierenden an einem klärenden Gespräch teilzunehmen.

9 Das Case Management (CM) an der PHZ Luzern regelt im Fall von berufsethischen Unvereinbarkeiten prozessund

zielorientiert die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, zuständigen Begleitpersonen und allfälligen

Fachkräften. Das CM ist ein Element der Qualitätssicherung.

Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis

23


Grundlagen

PH-Mentoratspersonen

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

Checkliste

Vor dem Praktikum • Die Studierenden der Mentoratsgruppe anhand der Broschüre in die Halbtages-

praktika einführen

• Die Praktikumsbesuche im Praktikumstool auf dem Extranet terminieren


(jede Studentin bzw. jeder Student mindestens einmal im Studienjahr im Halbtagespraktikum

besuchen)

• Da die Stundenpläne oft relativ kurzfristig im Praktikumstool auf dem Extranet

eingetragen werden, die Praxislehrpersonen und die Studierenden per Mail

möglichst früh über die Besuche informieren

Während des Praktikums • Mit den Studierenden über das Basisprofil hinausgehende Beobachtungspunkte

für die zu hospitierende Lektion vereinbaren

• Kriterienorientiert beobachten


• Förder- und kriterienorientierte Lektionsbesprechung durchführen


• Eine kurze schriftliche Rückmeldung verfassen


Nach dem Praktikum • Bei Schwierigkeiten nach Bedarf gemeinsam mit der für das Halbtagespraktikum

zuständigen Dozentin bzw. dem Dozenten der Fachdidaktik, Leiterin bzw. mit

dem Leiter des Fachateliers, der Praxislehrperson und der bzw. dem Studierenden

an einem klärenden Gespräch teilnehmen

• Am Ende des Semesters anhand der eingegangenen Rückmeldungen seitens

der Praxislehrperson und der besuchenden PHZ-Dozierenden mit den Studierende

in Einzelgesprächen eine Standortbestimmung vornehmen

Allgemeines

Jede bzw. jeder Studierende ist einer Mentoratsgruppe zugeteilt, die von einer PH-Mentoratsperson

geleitet wird. Die PH-Mentoratsperson ist für modulübergreifende Belange erste Ansprechperson

sowohl für die Studierenden als auch für die Dozierenden.


Formulare

Merkmale guten Unterrichts

Vorbereitende Aufgaben

Vor dem Praktikum

Die PH-Mentoratsperson führt die Studierenden ihrer Mentoratsgruppe in die Modalitäten der

Halbtagespraktika ein:

• Verteilen und gemeinsames Lesen der Praktikumsbroschüre

• Mitteilen der Praktikumsplätze und Adressen der Praxislehrpersonen

• Aufschalten der Praktikumsbroschüre, der Liste der Praktikumsplätze und der Adressen der

Lehrpersonen auf dem Blackboard.

Die PH-Mentoratsperson trägt ihre Praktikumsbesuche im Praktikumstool auf dem Extranet ein.

Sie ist dazu verpflichtet, im Verlauf des Studienjahrs jede Studierende bzw. jeden Studierenden

mindestens einmal im Halbtagespraktikum zu besuchen.

Da die Stundenpläne oft relativ kurzfristig im Praktikumstool auf dem Extranet eingetragen

werden, informiert die PH-Mentoratsperson die Praxislehrpersonen und die Studierenden per

Mail möglichst früh über ihre geplanten Besuche.

Leitlinien für Studierende

Unterrichtsbeobachtungen

Während des Praktikumsbesuchs

Vor der zu hospitierenden Lektion erkundigt sich die PH-Mentoratsperson bei den Studierenden

nach zusätzlichen individuellen Beobachtungsschwerpunkten. Der Beobachtungsfokus liegt

jedoch auf die im Basisprofil definierten Kriterien (siehe Beschreibung Leistungnachweis).

24


Lektionsauswertung

Schriftliche Rückmeldung

Nach dem Praktikumsbesuch

Die Lektionsauswertungen erfolgen förder- und kriterienorientiert. Wenn immer möglich sind bei

der Lektionsauswertung nicht nur die Studierenden, sondern auch die Praxislehrperson anwesend.

Die PH-Mentoratsperson legt den Modus des Lektionsauswertungsgesprächs fest.

Nach dem Praktikumsbesuch verfasst die PH-Mentoratsperson eine schriftliche Rückmeldung,

nimmt dabei Stellung zur Entwicklung des Basisprofils und sendet diese der Studentin/dem

Studenten, der Fachdidaktikdozentin bzw. dem -dozenten, der Schulmentoratsperson und an die

Leitung des Fachateliers.

Grundlagen

Struktur und Organisation

Konflikte/Zweifel

Standortgespräch

Semesterende

Im Falle von Konflikten, von Kompetenzzweifeln oder von mangelhaftem Engagement, die sich

nicht bilateral zwischen der Praxislehrperson und der bzw. dem Studierenden regeln lassen, formu

liert die PH-Mentoratsperson dies gegenüber der Studentin/dem Studenten und der Praxislehrperson.

Bei Bedarf organisiert die PH-Mentoratsperson gemeinsam mit der Dozentin/dem

Dozenten der Fachdidaktik ein klärendes Gespräch. Die Leitung des Fachateliers wird informiert.

Die Mentoratsperson ist in Zusammenarbeit mit den Dozierenden der Fachdidaktik zuständig für

die Formulierung und Umsetzung von Nachbesserungen. Sie/er begleitet die Studentin/den

Studenten gemäss den Prozessabläufen des Case Management an der PHZ Luzern 10 .

Gegen Ende des Semesters führen die Mentoratspersonen Standortgespräche mit den Studierenden

ihrer Mentoratsgruppe durch. Dabei wird u. a. Bezug genommen auf die schriftlichen

Rückmeldungen der Praxislehrpersonen und der PH-Dozierenden als auch auf die Entwicklung

des Basisprofils.

10 Das Case Management (CM) an der PHZ Luzern regelt im Fall von berufsethischen Unvereinbarkeiten prozessund

zielorientiert die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, zuständigen Begleitpersonen und allfälligen

Fachkräften. Das CM ist ein Element der Qualitätssicherung.

Förderung und Beurteilung

Leistungsnachweis

Rolle und Aufgaben

Leitlinien für Studierende

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

25


Formulare

Grundlagen

Lehrerinnen- und Lehrerbildung Sekundarstufe I

Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

Klären der Bedingungen (Situationsanalyse)

(aus: Zumsteg, B. (2009). Unterricht kompetent planen: Vom didaktischen Denken zum professionellen Handeln (2. Aufl.). Zürich: Verl. Pestalozzianum)

Was ist zu tun?

Sie klären die strukturellen, personalen, sozialen und

fachlichen Voraussetzungen mit Hilfe der untenstehenden

Checkliste, in der Regel zusammen mit der Praxislehrperson in der

spezifischen Situation. Dies verhilft zu einer Übersicht der

Bedingungen und Ressourcen.



bei der Planung von

Einzellektionen

nicht vordringlich

im Bedarfsfall klären

unbedingt klären

Fachliche Bedingungen (Perspektive der Schüler/innen und Lehrpersonen)

Wissens- und Könnensstand der Klasse

Individuelles Vorwissen und Können in den einzelnen Fächern

Lehrplan, inhaltliche Vorgaben, Lehrmittel

Lernstrategien, Lerntechniken, Arbeitstechniken, Routinen usw.

Wissen und Können im Umgang mit den Medien

Interessen der Schüler/innen, Interessen der Lehrperson

Jahresplanung

Partizipation der Klasse an der Planung

Personale und soziale Bedingungen

Personenbezogene

Bedingungen der

Schüler/innen

Soziale

Voraussetzungen der

Klasse

Kontext, Lebenswelt, Entwicklungsphase

Namenslisten, Adresslisten, Telefonkette, Geburtstage

Gesundheitliche Probleme (Datenschutz!)

Heterogenität: Gender, Herkunft, Sprache, Religion, Begabung usw.

Disziplin, Regeln, Gruppendynamik

Klassenrat

Elternkontakt/-mitarbeit Formen und Häufigkeit des Elternkontakts

Strukturelle Bedingungen

Lern- und

Erfahrungsräume

Raumplan des Schulzimmers (Sitzordnung, Raumaufteilungen)

Medienausstattung (Projektoren, Wandtafel, Flipchart, Beamer usw.)

Zusatzräume und ihre Verfügbarkeit (Singsaal, Bibliothek, Werken usw.)

Pausenplatzgestaltung (Spielplatz, Biotop, Pausenkiosk usw.)

Material Inventarliste (fixe Bestände)

Material (Gestaltungs-, Lern-, Verbrauchsmaterialien usw.)

Budget, Neuanschaffungen

Bibliotheken, Mediotheken, diverse Sammlungen

Computer-Programme, Lernsoftware usw.

Schulhauskultur Schulleitung, Hauswart

Teamsitzungen, allgemeine Sitzungen

Abläufe und Regeln im Schulhaus, Hausordnung

Partizipation der Schüler/innen

Jahrgangsschulen, Mehrklassen

Reformprojekte

Elternrat, Elternmitwirkung


Zeiten/Stundenplan Lektionszeiten, Blockzeiten, alternierende Stunden

Fördermassnahmen (Logopädie, Begabungsförderung, IF usw.)

Jobsharing, Teamteaching

Pausen, Pausenaufsicht

Spezielle Anlässe (Sporttag, Schulreise, Theater, Klassenlager usw.)

bei mehrwöchigen begleiteten

Praktika

bei längerer selbstständiger

Unterrichtstätigkeit

Bitte aktuelles Formular vom Extranet herunterladen und elektronisch ausfüllen.

26


Leitlinien für Studierende

Grundlagen

Lehrerinnen- und Lehrerbildung Sekundarstufe I

Unterrichtsauftrag

Bem: Das Blatt ist als Formular mit Eingabefeldern gestaltet. Sie können direkt am Computer arbeiten und dann ausdrucken.

Student/in: Praxislehrer/in: Klasse:

Fach:

Datum/Zeit:

1. Lernziele / Teilziele

(Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen)

2. Thema

3. Voraussetzungen der Schüler/innen

(Anknüpfungspunkte, Vorkenntnisse, Sozialverhalten, Selbstkompetenz, etc.)

4. Organisatorische Rahmenbedingungen und Unterrichtshilfen

(Räume, Lehr-/Lernmittel, Literatur, Anschauungsmaterial/Medien, etc.)

5. Didaktische Hinweise

(Inhaltliche Begründung, Lektionsverlauf, Einstieg, Handlungsempfehlungen, Lernformen u.a.m.)

6. Fachdidaktischer Auftrag

7. Baustein(e) gemäss Bausteinheft

8. Beobachtungsbereiche für Student/in / Praxislehrer/in – Kriterien (siehe Bausteinheft)

9. Hinweise zu Besprechungstermin, Videoaufnahme, etc.

Bitte aktuelles Formular vom Extranet herunterladen und elektronisch ausfüllen.

Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

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Unterrichtsplanung

Struktur und Organisation

Grundlagen

Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung

Erläuterungen:

Thema (der Lektion)

Voraussetzungen (der

Lernenden)

Lernziele

Zeit-Spalte

Unterrichtsschritte

Lernprozess

Teilziel / Inhalt

Methode – Aktivität LP –

Aktivität SCH

Sozialformen

Medien

Didaktischer Kommentar

(üblicherweise von der Praxislehrperson vorgegeben)

Wird zu Beginn der 6-wöchigen Praktikumsphase von der Praxislehrperson

vorgegeben, dann kontinuierlich von den Stud. übernommen; sie ermitteln den

Wissensstand und das Können der Schülerinnen und Schüler und stellen den

Zusammenhang zum bisherigen Unterricht her.

Die Praxislehrperson oder die Stud. legen fest, welches Wissen oder Können,

welche Einsichten oder Wertvorstellungen die Schülerinnen und Schüler am

Ende der Lektion erworben haben sollen.

Dabei sollen die Ziele wirklich als Ziele (z.B.: Die Sch. können erklären, wie

Dampfwasser entsteht) und nicht als Inhalte (z.B.: Die Sch. lesen den Text)

formuliert werden.

Es ist sinnvoll, wenn sich die Studierenden vor der Lektion überlegen, wie viel

Zeit pro Teilziel etwa aufgewendet werden soll. Tipp: Gegen das Lektionsende

ist ein „Puffer“ einzuplanen, der je nach Lernfortschritt der Klasse

weggelassen oder durchgeführt werden kann.

Diese Spalte zwingt die Studierenden dazu, sich Klarheit über die didaktische

Funktion der jeweiligen Phase zu erschaffen. Auf jeden Fall sollte aus dieser

Spalte ersichtlich sein, ob man sich in der Einstiegs- (EI), Erarbeitungs- (ER)

oder Ergebnissicherungsphase (ES) befindet.

Mit dieser Spalte wird der Lernprozess in unterscheidbare und definierbare

Phasen, Stufen, Sequenzen oder Schritte strukturiert. Die Phasen eines

Lernprozesses nach AEBLI sind: Problemstellung (P), Aufbau z.B. eines

Begriffs (A), Durcharbeiten (D), Üben (U), Anwenden (AN)

In dieser Spalte werden in Stichworten die Teilziele und die zugehörigen

Inhalte und Methoden mit den entsprechenden Handlungen notiert. Mögliche

Handlungsmuster sind z.B. ein Vortrag der Lehrperson, ein Arbeitsblatt

ausfüllen, ein Lehrgespräch.

Die Sozialform bestimmt die soziale Gruppierung und die Interaktionsform,

z.B. Klassenunterricht (KU), Gruppenarbeit (GA), Partnerarbeit (PA),

Einzelarbeit (EA).

In diese Spalte werden die Medien eingetragen, welche beschafft bzw.

hergestellt und eingesetzt werden: u.a. Wandtafel (WT), Hellraumprojektor

(HP), Dias (DA), Video (VC), Fernsehgerät (TV), Arbeitsblatt (AB)

Die Studierenden begründen im didaktischen Kommentar ihr Vorgehen. Das

methodisch-didaktische und pädagogisch-psychologische Wissen wird auf die

antizipierte Unterrichtssituation angewandt – Theorie und Praxis werden

miteinander verschränkt.

Leitlinien für Studierende

Bitte aktuelles Formular vom Extranet herunterladen und elektronisch ausfüllen.

28


Praxislehrer/in: Klasse: Schulhaus / Ort:

Rückmeldeblatt Prakt. Halbtag:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

3./4. Semester LLB Sek 1

Fach:

BG BS DE EN FR GG GS HW IN MA MK NL TG

Student/in: Rückmeldeblatt mit Student/in besprochen am: Abgabedatum:

Kriterien/Kompetenzen

Beschreiben Sie in wenigen Worten die vereinbarten und mit der

Studentin / dem Studenten besprochenen Kriterien/Kompetenzen

Kommentar

Welche Konsequenzen für die Weiterarbeit ergeben sich?

Fachdidaktikauftrag bzw.

fachdidaktische Bezüge

Hinweise zu Kompetenzen des Faches

finden Sie auf dem Extranet EN :

Sek. 1 Regelstudium 2. SJ:

Halbtagespraktikum Kompetenzen

(unter dem jeweiligen Fach)

Allgemeindidaktisches

„Basisprofil“

Hinweise zu den Kriterien gemäss

Leistungsnachweis.

Rhythmisierung:

Bedeutung/Sinn:

Inhalt-Methoden-Kongruenz:

Weitere (bausteinbezogene)

Beobachtungsschwerpunkte

Hinweise zu den bausteinbezogenen

Kriterien finden Sie in den

Kriterienblätter der jeweiligen

Bausteinhefte.

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Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation

Grundlagen

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Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer

Leitlinien für Studierende Merkmale guten Unterrichts Formulare Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

1. Klare Strukturierung Unterricht ist dann klar strukturiert, wenn das Unterrichtsmanagement funktioniert und wenn sich

ein für Lehrer und Schüler gleichermassen gut erkennbarer «roter Faden» durch die Stunde zieht.

2. Echte Lernzeit Echte Lernzeit (time on task) ist die vom Schüler tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen

der angestrebten Ziele.

3. Lernförderliches Klima Ein lernförderliches Klima bezeichnet eine Unterrichtsatmosphäre, die gekennzeichnet ist durch

gemeinsamen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, gemeinsam geteilte Verantwortung,

Gerechtigkeit der Lehrperson gegenüber jedem Einzelnen und dem Lernverband insgesamt

und Fürsorge der Lehrperson für die Schüler und der Schüler untereinander.

4. Inhaltliche Klarheit Inhaltliche Klarheit liegt dann vor, wenn die Aufgabenstellung verständlich, der thematische

Gang plausibel und die Ergebnissicherung klar und verbindlich gestaltet worden ist.

5. Sinnstiftendes Sinnstiftendes Kommunizieren bezeichnet den Prozess, in dem die Lernenden im Austausch mit

Kommunizieren

ihren Lehrpersonen dem Lehr-/Lern-Prozess und seinen Ergebnissen eine persönliche Bedeutung

geben.

6. Methodenvielfalt Methodenvielfalt liegt vor, wenn der Reichtum der verfügbaren Inszenierungstechniken genutzt

wird, wenn eine Vielfalt von Handlungsmustern eingesetzt wird, wenn die Verlaufsformen des

Unterrichts variabel gestaltet werden und das Gewicht der Grundformen des Unterrichts ausbalanciert

ist.

7. Individuelles Fördern Individuelles Fördern heisst, jeder Schülerin und jedem Schüler die Chance zu geben, ihr bzw.

sein motorisches, intellektuelles, emotionales und soziales Potenzial voll zu entwickeln und sie

bzw. ihn dabei durch geeignete Massnahmen zu unterstützen (durch die Gewährung ausreichender

Lernzeit, durch spezifische Fördermethoden, durch angepasste Lernmittel und gegebenenfalls

durch Hilfestellungen weiterer Personen mit Spezialkompetenz.

8. Intelligentes Üben Übungsphasen des Unterrichts sind intelligent gestaltet, wenn ausreichend oft und im richtigen

Rhythmus geübt wird, wenn die Übungsaufgaben passgenau zum Lernstand formuliert werden,

wenn die Schüler Übekompetenz entwickeln und die richtigen Lernstrategien nutzen und

wenn die Lehrer gezielte Hilfestellungen beim Üben geben.

9. Transparenz der Transparenz der Leistungserwartungen besteht darin, den Schülern ein an den gültigen Richt-

Leistungserwartungen linien oder an Bildungsstandards ausgerichtetes und ihrem Leistungsvermögen angepasstes

Lernangebot zu machen, dieses Angebot verständlich zu kommunizieren und zum Gegenstand

eines Arbeitsbündnisses zu machen und ihnen nach formellen und informellen Leistungskont -

rollen zügig Rückmeldungen zum Lernfortschritt zu geben.

10. Vorbereitete Klassen- und Fachräume sind «vorbereitete Umgebungen», wenn sie eine gute Ordnung, eine

Umgebungen

funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug bereithalten, sodass Lehrer und

Schüler den Raum zu ihrem Eigentum machen, eine effektive Raumregie praktizieren und erfolgreich

arbeiten können.

Meyer, Hilbert (2004). Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelson Scriptor.

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Leitlinien für die Studierenden an Praxisschulen

Jede PH-Studentin, jeder PH-Student

• begegnet Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern der Praxisschule mit Rücksicht,

Offenheit und Respekt und pflegt eine offene Zusammenarbeit. Die Umsetzung der Leitlinien

und Schulordnung der jeweiligen Schulhauskultur ist Bestandteil des Auftrages.

• pflegt und unterstützt zusammen mit den Mitstudierenden gemeinschaftsbildende Rituale an

der Praxisschule.

• nimmt die Rolle der Lehrperson ernst und übernimmt Führungsverantwortung und Vorbildfunktion.

• unterstreicht ihren/seinen Professionalitätsanspruch durch ihr/sein Äusseres und auch in der

Wortwahl.

• beachtet, dass das Lehrpersonenzimmer Erholungs-, Vorbereitungs- und Informationsraum

ist. Es sollte nicht ohne vorherige Absprache für Auswertungsgespräche belegt werden.

• ist mitverantwortlich, dass die gemeinsam benutzten Räume wie Lehrpersonenzimmer in ordentlichem

und sauberem Zustand verlassen werden. Spezialräume wie Turnhalle, Bibliothek,

Fachzimmer werden nach der Benützung kontrolliert und abgeschlossen.

• verwendet Einrichtungen und Materialien sachgerecht. Schäden an Einrichtungen oder Geräten

und Maschinen sind den Verantwortlichen umgehend zu melden.

• beachtet, dass für Informationen wie Zugang zu Schränken und Materialien, Sitzplätzen und

Getränken im Lehrpersonenzimmer Holpflicht besteht.

• beachtet den Persönlichkeitsschutz und geht mit Informationen vertraulich um, indem bei

Diskussionen keine Namen und anderweitigen Bezeichnungen und Angaben verwendet werden,

die Rückschlüsse auf Personen zulassen.

Leitlinien für Studierende

Rolle und Aufgaben Leistungsnachweis Förderung und Beurteilung Struktur und Organisation Grundlagen

Merkmale guten Unterrichts

Formulare

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PHZ Luzern

Museggstrasse 37

6004 Luzern

Telefon 041 228 71 11

Telefax 041 228 79 18

info@luzern.phz.ch

www.luzern.phz.ch

www.sek1.phz.ch

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Papier: 100 % Altpapier, C0 2 neutral

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