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ENERGIE<br />

Bringt ENTWICKLUNG<br />

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010<br />

die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> im bilanzjahr 2010<br />

A


Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

KONZERNBILANZ | 2010<br />

INHALT<br />

Jahr des Zieleinlaufs<br />

Schritt für Schritt ist die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> ihrem strategischen Ziel näher gekommen, Südtirols Wasserkraft, die sich über<br />

viele Jahrzehnte zum Großteil im Eigentum der zwei italienischen Energiekonzerne Edison und Enel befand, für<br />

Land und Leute zurückzugewinnen. Es war eine über viele Stufen reichende Aufbauarbeit. 2010 wurde das Ziel<br />

erreicht: Mit der Zuweisung der Konzessionen für die vormaligen Enel-Kraftwerke gelangte Südtirol über die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

ins Mehrheitseigentum der gesamten in unserem Land produzierten Energie aus einheimischer Wasserkraft. Dieser<br />

große Erfolg erforderte viel Einsatz und großes Verhandlungsgeschick. Das Ergebnis fügt sich in den Gesamtrahmen<br />

der Südtiroler Wirklichkeit ein: Selbstverwaltung, Nutzung der eigenen Ressourcen, Schaffung neuen Mehrwerts<br />

für die gesamte Bevölkerung, neue und hochwertige Arbeitsplätze, Absicherung der sauberen Energieversorgung<br />

für die Zukunft.<br />

Jahr der Vernetzung mit den Gemeinden<br />

Im Haushaltsjahr 2010 konnten Südtirols Gemeinden, die Miteigentümer der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> sind, und darunter wiederum<br />

besonders die Standortgemeinden – Gemeinden, auf deren Gebiet sich die Wasserkraftanlagen befinden – sich<br />

auf die Umweltinvestitionen vorbereiten, die in den 30-jährigen Konzessionen für sie vorgesehen wurden. Es handelt<br />

sich insgesamt um über 400 Millionen Euro, die während der Laufzeit der Konzessionen investiert werden.<br />

Dies veranlasste die einzelnen Standortgemeinden untereinander, die Aufteilung dieser Mittel zu vereinbaren und<br />

zu kooperieren, wodurch sich Südtirols Wasserkraft auch in dieser Hinsicht als verbindendes Element erwies. Die<br />

Umweltinvestitionen werden der Wirtschaft zusätzliche Impulse verleihen und zusammen mit den Investitionen, die<br />

mit der notwendigen Modernisierung der Anlagen verbunden sind, die Energiewirtschaft definitiv als einen gewichtigen<br />

Zweig in der Südtiroler Volkswirtschaft etablieren. Die <strong>SEL</strong> hat 2010 auch die Verhandlungen zur Beilegung<br />

von Divergenzen mit den Etschwerken als Folge der Konzessionszuweisungen zu einem positiven Ergebnis führen<br />

können, was einige Weiterentwicklungsperspektiven in Aussicht stellte. Insgesamt konnten 2010 die Bedeutung und<br />

die Rolle der <strong>SEL</strong> für die Südtiroler Energieversorgung stärker ins Bewusstsein der öffentlichen Meinung getragen<br />

werden. Südtirols Wasserkraftwerke werden nicht mehr wie früher als Fremdkörper empfunden, sondern als Teil<br />

einer Landschaft und einer Volkswirtschaft mit klaren Konturen und Zukunftsausrichtungen.<br />

VORWORTE<br />

Klaus Stocker 4<br />

Maximilian Rainer 6<br />

UNTERNEHMEN<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>: Ein Netz an Gesellschaften 8<br />

Die Wasserkraftwerke mit <strong>SEL</strong>-Beteiligung 11<br />

Großwasserkonzessionen 14<br />

Das entscheidende Jahr 2010 16<br />

Die <strong>SEL</strong> und die Umwelt 28<br />

Erdgas als Übergangstechnologie 34<br />

Stromverteilungsnetz 36<br />

Die ersten Monate 2011 38<br />

BILANZ<br />

Konzernabschluss 2010 44<br />

Geschäftsverlauf 47<br />

Plattform für die nächsten Jahre<br />

Was 2010 von der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> zu Ende gebracht wurde – die Übernahme der großen Kraftwerke, die Übernahme des<br />

Stromverteilungsnetzes des Enel, die Vorbereitungen auf den 1. Jänner 2011, den Tag, an welchem die Konzessionen<br />

und die Netzübernahme „operativ“ wurden – bildet die Plattform für die Weiterentwicklung der Energiewirtschaft<br />

in den kommenden Jahren. Wesentlich ist dabei auch die Aufwertung der „grünen Energie“, der aus einheimischer<br />

Wasserkraft erzeugten erneuerbaren und sauberen Energie, die auch zur Standortverstärkung Südtirols beiträgt,<br />

eine ökologische Relevanz hat und sich insgesamt in das Landeskonzept für ein echtes Klimaland Südtirol einfügt.<br />

Interner und externer Betriebsentwicklungsverlauf waren insgesamt sehr positiv und zukunftsweisend.<br />

B


Ereignisse – Ergebnisse – Perspektiven – Visionen<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

KONZERNBILANZ | 2010<br />

INHALT<br />

SE Hydropower<br />

Prettau<br />

Hydros<br />

Graun<br />

<strong>SEL</strong>EDISON<br />

Glurns<br />

Puni<br />

Energie<br />

Hydros<br />

Laas-Martell<br />

Energie<br />

Schnals<br />

Fernheizwerk<br />

Schlanders<br />

<strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

Betrieb von 2 Wasserkraftwerken in Glurns-Mals und<br />

Kastelbell<br />

E-Werk Moos Konsortial-GmbH<br />

Betrieb eines Wasserkraftwerkes am Pfeldererbach<br />

Gaderwerk Konsortial-GmbH<br />

Ansuchen um Konzession eines Wasserkraftwerkes<br />

Energie Schnals GmbH<br />

Bau eines Wasserkraftwerkes am Schnalserbach<br />

<strong>SEL</strong>TRADE <strong>AG</strong><br />

Handel & Vertrieb von elektrischer Energie<br />

Göge Energie GmbH<br />

Betrieb eines Wasserkraftwerkes am Gögenalmbach<br />

E-Werk Winnebach Konsortial-GmbH<br />

Betrieb eines Wasserkraftwerkes am Winnebach<br />

Puni Energie GmbH<br />

Bau eines Wasserkraftwerkes am Punibach<br />

<strong>SEL</strong>EDISON<br />

Kastelbell<br />

SE Hydropower<br />

St. Pankraz<br />

SE Hydropower<br />

St. Walburg-Kuppelwies<br />

SE Hydropower<br />

Weißbrunn<br />

E-Werk<br />

Moos<br />

Hydros<br />

Marling<br />

SE Hydropower<br />

Lana<br />

Enerpass<br />

Fernheizwerk Klausen<br />

Fernheizwerk Latzfons<br />

SE Hydropower<br />

Sarnthein SE Hydropower<br />

Hydros Waidbruck<br />

Barbian-<br />

Hydros<br />

Waidbruck<br />

Prembach<br />

SE Hydropower<br />

St. Anton<br />

SE Hydropower<br />

Kardaun<br />

Fernheizwerk<br />

Bozen<br />

Rienz Energie GmbH<br />

Ansuchen um Konzessionen mehrerer Wasserkraftwerke<br />

Hydros GmbH<br />

Betrieb von 7 Wasserkraftwerken<br />

Hydros<br />

Wiesen-Pfitsch<br />

E-Werk<br />

Breien<br />

E-Werk<br />

Eggental<br />

SE Hydropower<br />

Brixen<br />

TEW Konsortial-GmbH<br />

Betrieb eines Wasserkraftwerkes am Reinbach<br />

Energy Welsperg Konsortial-GmbH<br />

Betrieb eines Wasserkraftwerkes am Gsieser Bach<br />

Eisack Energie <strong>AG</strong><br />

Ansuchen um Konzession eines Wasserkraftwerkes<br />

Kraftwerk Wiesen Konsortial-GmbH<br />

Ansuchen um Konzession eines Wasserkraftwerkes<br />

<strong>SEL</strong>GAS <strong>AG</strong><br />

Beschaffung, Verteilung und Lieferung von Erdgas<br />

Göge<br />

Energie<br />

SE Hydropower<br />

TEW<br />

Lappach<br />

SE Hydropower<br />

Mühlen<br />

E-Werk<br />

Dun<br />

SE Hydropower Energy<br />

E-Werk Stegen<br />

Winnebach<br />

Hydros Welsperg<br />

Bruneck-Olang<br />

SE Hydropower<br />

Wolkenstein<br />

SE Hydropower<br />

Pontives<br />

SE Hydropower<br />

Longiarü<br />

SE Hydropower<br />

Vierschach<br />

Fernheizwerk<br />

Sexten<br />

Fernheizwerk Sexten GmbH<br />

Betrieb des Fernheizwerkes Sexten<br />

Fernheizwerk Klausen GmbH<br />

Betrieb des Fernheizwerkes Klausen Stadt<br />

Betrieb des Fernheizwerkes Latzfons<br />

Ecotherm GmbH<br />

Betrieb des Fernheizwerkes Bozen<br />

Fernheizwerk Schlanders GmbH<br />

Betrieb des Fernheizwerkes Schlanders<br />

IIT Bozen Konsortial-GmbH<br />

Forschung & Entwicklung u. a. im Bereich der<br />

Wasserstofftechnologie<br />

E-Werk Breien<br />

Bau & Betrieb des Wasserkraftwerkes am Breinbach<br />

E-Werk Eggental<br />

Bau & Betrieb des Wasserkraftwerkes am Eggentalerbach<br />

Dun Konsortial GmbH<br />

Ansuchen um Konzession eines Wasserkraftwerkes<br />

KONZERNUMSATZ (in EURO)<br />

(Gesamtleistung)<br />

2009<br />

248.215.918<br />

Wärmeproduktion der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

Anzahl der Fernheizwerke<br />

Produzierte Wärme<br />

5<br />

136.166 MWh<br />

2010<br />

272.227.957<br />

Sachanlagevermögen (in EURO)<br />

(Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Maschinen, Ausstattung, Anlagen in Bau, Sonstiges)<br />

31.12.2009<br />

269.655.065<br />

Konzernreingewinn (in EURO)<br />

2009<br />

6.744.115<br />

MITARBEITERSTAND<br />

31.12.2009<br />

183<br />

31.12.2010<br />

337.847.985<br />

2010<br />

7.741.914<br />

31.12.2010<br />

276<br />

<strong>SEL</strong>TRADE <strong>AG</strong><br />

Energieumsatz 2010<br />

771.342 MWh<br />

VORWORTE<br />

Klaus Stocker 4<br />

Maximilian Rainer 6<br />

UNTERNEHMEN<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>: Ein Netz an Gesellschaften 8<br />

Die Wasserkraftwerke mit <strong>SEL</strong>-Beteiligung 11<br />

Großwasserkonzessionen 14<br />

Das entscheidende Jahr 2010 16<br />

Die <strong>SEL</strong> und die Umwelt 28<br />

Erdgas als Übergangstechnologie 34<br />

Stromverteilungsnetz 36<br />

Die ersten Monate 2011 38<br />

BILANZ<br />

Konzernabschluss 2010 44<br />

Geschäftsverlauf 47<br />

Enerpass Konsortial-GmbH<br />

Betrieb eines Wasserkraftwerkes an der Passer<br />

Energas Südgas GmbH<br />

Verkauf von Erdgas<br />

SE Hydropower GmbH<br />

Betrieb von 10 Groß- und 7 Kleinkraftwerken<br />

Fernheizwerke<br />

mit <strong>SEL</strong> Beteiligung<br />

Sexten<br />

Klausen / Latzfons<br />

Schlanders<br />

Bozen<br />

Anteil 70 %<br />

Anteil 99 %<br />

Anteil 49 %<br />

Anteil 100 %<br />

<strong>SEL</strong>GAS <strong>AG</strong><br />

Kunden 2010<br />

Länge Verteilungsnetz 2010<br />

Gasverteilung (in m 3 )<br />

32.023<br />

1.287 km<br />

123.000.000 m 3<br />

D<br />

E


KLAUS STOCKER | Vorwort<br />

GUTES JAHRESERGEBNIS<br />

2010<br />

erfolg 2010 mit ihrer Fachkenntnis, mit ihrem Einsatz und mit ihrem Sinn für<br />

Betriebszughörigkeit entscheidend mitgewirkt haben. Sie sind der eigentliche<br />

Reichtum unserer Unternehmensgruppe. Dieser Reichtum gehört zum Besten,<br />

was die <strong>SEL</strong> und mit ihr Südtirol hat.<br />

Die <strong>SEL</strong> legt für das Haushaltsjahr 2010 eine gute Bilanz vor. Die Kennzahlen,<br />

die Sie im Anhang dieses Berichts finden, bestätigen die gute Arbeit, welche die<br />

<strong>SEL</strong> als Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr geleistet hat. Am Ende dieser<br />

zwölf Monate Arbeit steht ein beachtliches Betriebsergebnis als Bestätigung<br />

der Leistung, die von der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> und ihren 31 Tochterfirmen bzw. beteiligten<br />

Gesellschaften an den Tag gelegt worden ist.<br />

Im Jahr 2010 haben sich die Umstände, unter denen die <strong>SEL</strong> ihre Arbeit leistet,<br />

wiederum wesentlich geändert. Es war das letzte Jahr der „Rückgewinnung“.<br />

Das große Potenzial, das in der Südtiroler Energiewirtschaft enthalten ist, ist so<br />

stark wie noch nie zum Tragen gekommen. Ende 2010 waren de facto alle Voraussetzungen<br />

erfüllt, um über die Ziellinie zu gehen, die sich die <strong>SEL</strong> bei ihrer<br />

Gründung gesetzt hatte: Südtirols saubere Energie aus Wasserkraft ins Land<br />

zurückzuholen und eigenständig zu verwalten und zu führen, damit die Erträge<br />

an Steuern und Gewinnen – erstere zur Gänze, letztere anteilsmäßig – diesem<br />

Land und seinen Menschen zukommen. Neben der Erzeugung von sauberer<br />

Energie erhielt auch die Verteilung von Strom, Gas und Wärme neue Impulse.<br />

„Konkrete Wirklichkeit<br />

durch uns: Das Wasser<br />

gehört uns allen.“<br />

Klaus Stocker<br />

Präsident der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

Das gute Jahresergebnis fußt im Wesentlichen auf drei Faktoren. Faktor eins:<br />

Energie, in welcher Form auch immer, ist ein viel gefragtes Produkt, und wo die<br />

Nachfrage hoch ist, wird von der Volkswirtschaft auch ein angemessener Preis<br />

entrichtet. Wichtig ist, dass beim Preis nicht die Gewinnmaximierung vorne<br />

steht, sondern die wirtschaftliche Vernunft und auch eine soziale Einstellung.<br />

Beides trifft auf die Betriebsphilosophie und Preispolitik der <strong>SEL</strong> zu.<br />

Faktor zwei: Energie aus sauberen, erneuerbaren Quellen hat einen großen<br />

Stellenwert. Im Bewusstsein der Menschen sind der Schutz der Umwelt und die<br />

Verpflichtung, sie möglichst wenig zu belasten, vorrangig geworden. Auch was<br />

den Einsatz der Energiequellen angeht. Unter den sauberen und erneuerbaren<br />

Energiequellen stellt das Wasser die optimale Ressource dar. Diese heimische<br />

Ressource ist für die <strong>SEL</strong> Auftrag und betrieblicher Lebensinhalt.<br />

Faktor drei: Die <strong>SEL</strong> befindet sich in der glücklichen Lage, auf ein in den letzten<br />

zehn Jahren ständig gewachsenes Quantum an hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern bauen zu können, das in der Lage ist, mit dem Rohstoff<br />

Wasser, aber auch mit anderen Ressourcen, optimal zu arbeiten. Es sind gerade<br />

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche der <strong>SEL</strong> mit ihrem Einsatz Tag für<br />

Tag die notwendige Dynamik verleihen, mit der sie sich auf dem freien Markt<br />

behaupten und für Südtirol eine Aufbauarbeit im Energiebereich leisten kann,<br />

deren volkswirtschaftlicher Wert inzwischen sehr groß geworden ist. Die <strong>SEL</strong><br />

ihrerseits bietet in die Zukunft gerichtete, dauerhafte Arbeitsplätze, vor allem<br />

für junge Menschen aus allen drei Sprachgruppen.<br />

Es ist mir als Präsident ein hohes Anliegen, unseren gegenwärtig mehr als vierhundert<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Dank des Unternehmens zum<br />

Ausdruck zu bringen und hier in aller Form zu erklären, dass sie am guten Jahres-<br />

<strong>SEL</strong>-Mitarbeiterfest in Kaltern<br />

Ende 2010/Anfang 2011 hat sich eine Situation ergeben, die in ihrer Nachhaltigkeit<br />

für die Energieversorgung unseres Landes grundlegend ist: Die gesamte<br />

zur Erzeugung von Energie verwendete Wasserkraft in Südtirol befindet sich<br />

jetzt mehrheitlich in Südtiroler Hand. Die <strong>SEL</strong> hat in den letzten zwei Jahren<br />

– 2009 und 2010 – sämtliche große Wasserkraftwerke, die sich vormals im Besitz<br />

von zwei nationalen Energiekonzernen befanden, übernommen. Sie hat die<br />

Voraussetzungen geschaffen, um auch das Enel-Stromverteilernetz in Südtirol<br />

mit Beginn 2011 voll zu übernehmen.<br />

Die <strong>SEL</strong> hat mit dem Erreichen der Konzessionen für die Wasserkraftwerke<br />

die Verpflichtung von ökologischen Investitionen in Höhe von über 400 Millionen<br />

Euro in den nächsten dreißig Jahren übernommen. Sie hat sich im Bereich<br />

des freien Stromhandels eine gute Ausgangsposition auf dem lokalen Markt<br />

erobert, indem sie der Bevölkerung die günstigsten Preisangebote stellt. Und<br />

sie hat den Dialog mit den Südtiroler Gemeinden, mit der Wirtschaft, mit der<br />

Öffentlichkeit insgesamt verdichtet, damit das Anliegen einer sicheren, qualitativ<br />

hoch stehenden und zukunftsorientierten Energieversorgung gemeinsam<br />

vorangetragen werden kann.<br />

Energie geht alle an. Sie ist für alle lebenswichtig. Die meisten Südtirolerinnen<br />

und Südtiroler wissen das zu schätzen. Aber es gibt, bedauerlicherweise, auch<br />

einige offenbar politisch motivierte Gruppen, die eine ebenso kontraproduktive<br />

wie unsinnige Polemik gegen eine der Allgemeinheit dienende örtliche Energieversorgungspolitik<br />

führen und der <strong>SEL</strong> das Arbeiten nicht leichter machen.<br />

Die <strong>SEL</strong> ist auf dem richtigen Weg. Sie wird ihren Weg weitergehen, und sie ist<br />

zuversichtlich, dass die Öffentlichkeit immer mehr und immer besser begreift<br />

und mit trägt, was einheimische Energiequellen im Dienste der einheimischen<br />

Bevölkerung für unsere gemeinsame Zukunft bedeuten.<br />

4 5


Maximilian Rainer | Vorwort<br />

GEMEINSAMER<br />

ERFOLG<br />

hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte die <strong>SEL</strong> breite und<br />

aktuellste Erfahrung in allen ihren Tätigkeitsbereichen einbringen. Das bedeutet<br />

Vergrößerung des betrieblichen Reichtums und Festigkeit im Wettbewerb<br />

des freien Marktes.<br />

Die Südtiroler Volkswirtschaft erwartet von uns, dass wir als stabiles Unternehmen<br />

mit unserer gut durchdachten Energiestrategie positive Impulse für die<br />

gesamte Wirtschaft geben. In der Tat ist durch uns der Energiesektor zu einer<br />

treibenden Kraft in Südtirols Gesamtwirtschaft geworden. Wir leisten einen konkreten<br />

Beitrag zur Beschäftigungslage in unserem Land, die sich laut Statistiken<br />

als eine der besten von allen Regionen der Europäischen Union erweist.<br />

„Sichere, in die Zukunft gerichtete,<br />

moderne Versorgung Südtirols mit<br />

sauberer und erneuerbarer lokaler<br />

Energie“<br />

Die Konzernbilanz der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> gibt Antwort auf die Fragen, denen wir uns im<br />

Verlauf eines Geschäftsjahres bei unserer Arbeit mit Einsatz und Verantwortungsbewusstsein<br />

stellen. Es sind vor allem vier Fragen, auf die wir als Gruppe mit<br />

heute über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 2010 einzugehen hatten.<br />

Was sind wir als Unternehmen in einem Bereich, der alle Menschen haben,<br />

nämlich in jenem der Energie, unserer Bevölkerung schuldig? Südtirol mit erneuerbarer<br />

und sauberer Energie nachhaltig zu versorgen und, worum wir uns<br />

2010 ebenfalls bemüht haben, die Eigenständigkeit der Energieversorgung weiter<br />

auszubauen. Unsere 2005 angelaufenen Bemühungen um die Konzessionen für<br />

die vormaligen Enel-Kraftwerke führten 2010 zum Erfolg. Es war ein Erfolg der<br />

gesamten <strong>SEL</strong> und ganz besonders ein Erfolg unserer technischen Mannschaft.<br />

Sie hatte mit großer Sachkenntnis und mit technischem Einfühlungsvermögen<br />

die Ansuchen und dazu gehörigen Umweltpläne so abgefasst, dass die <strong>SEL</strong>-<br />

Angebote die besten waren und uns für die nächsten 30 Jahre die Nutzung der<br />

heimischen Energiequelle Wasser anvertraut wurde.<br />

Maximilian Rainer<br />

Generaldirektor <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

Der Energiebereich ist zukunftsträchtig wie kaum ein anderer. Das gilt vor<br />

allem für die erneuerbare Energie, mit der sich die <strong>SEL</strong> in erster Linie befasst.<br />

Gleichzeitig gehört auch das Naturgas als Übergangstechnologie zu den äußerst<br />

wichtigen Energiequellen fossiler Herkunft, um die Energiewende zu schaffen.<br />

Die Versorgung Südtirols mit Erdgas nimmt in der Arbeit der <strong>SEL</strong> eine wichtige<br />

Rolle ein, und auch hier wächst die Erfahrung unserer technischen Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter laufend.<br />

Was für mich Anlass zu besonderer Freude darstellt, ist die Tatsache, dass es<br />

uns gelingt, Jahr für Jahr die wachsende Anzahl unserer Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter ins Unternehmen zu integrieren. Sie kommen aus allen drei Sprachgruppen,<br />

aus verschiedenen Milieus und aus unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen,<br />

und bringen eine große Bereitschaft mit, sich in unsere Firmengruppe zu<br />

integrieren. Sie arbeiten im Bewusstsein, dass hier große und wichtige Ziele zu<br />

erreichen sind, welche ohne effektive Kooperation nur schwer greifbar wären.<br />

Eine Unternehmensgruppe, die innerhalb weniger Jahre ihre Belegschaften mehr<br />

als verdoppelt und ständig weiter wächst, muss die Kohäsion, welche Grundlage<br />

für befriedigendes Arbeiten und Wohlgefühl am Arbeitsplatz ist, nach und nach<br />

erarbeiten. Die <strong>SEL</strong> ist auf dem besten Weg.<br />

Wir waren uns voll bewusst, was ein großes Unternehmen wie die <strong>SEL</strong> ihren<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schuldig ist: sichere und den Fähigkeiten jedes<br />

Einzelnen entsprechende Arbeitsplätze zu bieten. Wir haben die Anzahl<br />

der Arbeitsplätze erweitert und zahlreiche vor allem junge Menschen neu<br />

eingestellt. Wir haben durch laufende Fortbildung ihr Leistungsvermögen optimiert<br />

und dadurch die Wettbewerbskraft des Unternehmens gestärkt. Wir<br />

sind auf dem Weg weiter vorangekommen, aus unseren Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeitern Fachleute in allen Sparten unserer Tätigkeit zu machen. Durch die<br />

2010 ist die fachliche, technische, administrative und soziale Qualität der <strong>SEL</strong>-<br />

Gruppe ständig gewachsen. Dies dank der Bereitschaft unseres Unternehmens,<br />

mit vollem Einsatz auch unter nicht immer leichten äußeren Bedingungen für die<br />

Ziele einzutreten, welche der <strong>SEL</strong> zugrunde liegen: Sichere, in die Zukunft gerichtete,<br />

moderne Versorgung Südtirols mit sauberer und erneuerbarer Energie<br />

örtlicher Herkunft, in Verbindung mit einem offenen globalen Energiemarkt,<br />

in dem die Qualität den Wettbewerb bestimmt. Hier an der Spitze mitzuarbeiten,<br />

ist unser Qualitätssiegel.<br />

6 7


EIN NETZ AN GE<strong>SEL</strong>LSCHAFTEN | UNTERNEHMEN<br />

EIN NETZ AN GE<strong>SEL</strong>LSCHAFTEN | UNTERNEHMEN<br />

Die SeL <strong>AG</strong><br />

ein netz an<br />

gesellschaften<br />

STROM<br />

STROM<br />

WÄRME<br />

WÄRME GAS KLIMASCHUTZ GAS BETEILIGUNGEN<br />

KLIMASCHUTZ BETEILIGUNGEN<br />

IIT Bozen<br />

Konsortial-GmbH<br />

DELMI<br />

IIT Bozen<br />

SPA<br />

Konsortial-GmbH<br />

DELMI<br />

SPA<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromhandel<br />

Stromproduktion<br />

Stromverteilung<br />

Stromhandel<br />

Fernheizwerk Sexten<br />

Stromverteilung<br />

Gasverteilung<br />

Fernheizwerk Sexten<br />

F&E Bereich Wasserstoff<br />

Gasverteilung<br />

Beteiligung Edison<br />

F&E Bereich Wasserstoff<br />

Beteiligung Edison<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Fernheizwerk Klausen<br />

Gasverkauf<br />

Fernheizwerk Klausen<br />

Gasverkauf<br />

Beteiligung Novogate<br />

Beteiligung Novogate<br />

Stromproduktion<br />

30%<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

30%<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Fernheizwerk Bozen<br />

Fernheizwerk Bozen<br />

Kraftwerk Wiesen<br />

Konsortial-GmbH<br />

Kraftwerk Wiesen<br />

Konsortial-GmbH<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Fernheizwerk Schlanders<br />

Fernheizwerk Schlanders<br />

E-Werk Dun<br />

Konsortial-GmbH<br />

E-Werk Dun<br />

Konsortial-GmbH<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

E-Werk Breien<br />

Konsortial-GmbH<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

E-Werk Eggental<br />

Konsortial-GmbH<br />

E-Werk Breien<br />

Konsortial-GmbH<br />

Stromproduktion<br />

E-Werk Eggental<br />

Konsortial-GmbH<br />

Die Beteiligungen der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> (am 31. 12. 2010)<br />

An den beteiligten Geselllschaften weist die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> folgende Quoten auf:<br />

Stromproduktion<br />

Eisack Energie<br />

<strong>AG</strong><br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Rienz Energie<br />

GmbH<br />

Eisack Energie<br />

<strong>AG</strong><br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Stromproduktion<br />

Rienz Energie<br />

GmbH<br />

Stromproduktion<br />

<strong>SEL</strong>POWER <strong>AG</strong> 100 %<br />

Hydros GmbH 60 %<br />

E-Werk Winnebach Konsortial-GmbH<br />

im Eigentum der Hydros GmbH 30 %<br />

Kraftwerk Wiesen Konsortial-GmbH<br />

im Eigentum der Hydros GmbH 30 %<br />

Energie Schnals GmbH<br />

im Eigentum der Hydros GmbH 40 %<br />

<strong>SEL</strong> GmbH 100 %<br />

Göge Energie GmbH 30 %<br />

<strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong> 27 %<br />

TEW Konsortial-GmbH 49 %<br />

Energy Welsperg Konsortial-GmbH 50 %<br />

E-Werk Dun Konsortial-GmbH 30 %<br />

E-Werk Breien-Konsortial-GmbH 36 %<br />

Eisack Energie <strong>AG</strong> 77 %<br />

Enerpass Konsortial-GmbH 24 %<br />

E-Werk Moos Konsortial-GmbH 25 %<br />

Gaderwerk Konsortial-GmbH 60 %<br />

Puni Energie GmbH 40 %<br />

E-Werk Eggental Konsortial-GmbH 36 %<br />

Rienz Energie GmbH 100 %<br />

<strong>SEL</strong>TRADE <strong>AG</strong> 76 %<br />

Fernheizwerk Sexten GmbH 70 %<br />

Fernheizwerk Klausen GmbH 99 %<br />

Ecotherm GmbH 100 %<br />

Fernheizwerk Schlanders GmbH 49 %<br />

<strong>SEL</strong>GAS <strong>AG</strong> 51 %<br />

Energas Südgas GmbH<br />

im Eigentum der <strong>SEL</strong>GAS <strong>AG</strong> 100 %<br />

IIT Bozen Konsortial-GmbH 20 %<br />

Delmi SPA 10 %<br />

Novogate GmbH 10 %<br />

Dezember 2010<br />

SF Energy GmbH 50%<br />

Dezember 2010<br />

<strong>SEL</strong>NET GmbH 90%<br />

SE Hydropower GmbH 60%<br />

8<br />

9 10


VORSTELLUNG KRAFTWERKE | UNTERNEHMEN<br />

wasserkraft | VORSTELLUNG KRAFTWERKE<br />

VORSTELLUNG KRAFTWERKE | wasserkraft<br />

die wasserkraftwerke<br />

mit sel-BETEILIGUNG<br />

1 Hydros Graun<br />

2 Puni Energie<br />

3 <strong>SEL</strong>EDISON<br />

Glurns<br />

4 Energie Schnals<br />

21 SE Hydropower<br />

Wolkenstein<br />

22 SE Hydropower<br />

Longiarü<br />

23 SE Hydropower<br />

Brixen<br />

24 Hydros Wiesen-<br />

Pfitsch<br />

Die hier gebotene Darstellung aller großen und kleinen Wasserkraftwerke in Südtirol, an denen die <strong>SEL</strong> mehrheitlich<br />

beteiligt ist oder Minderheitsbeteiligungen aufweist, ist der beste Beweis für die Aufbauleistung der letzten Jahre, in<br />

denen es gelungen ist, Südtirols Wasserkraft in einheimische Hände zurückzuführen und vorhandene Energiequellen<br />

auf einheimischer Basis zu nutzen. Vormals kontrollierte Südtirol nur rund 25 Prozent seiner Energie aus Wasserkraft,<br />

während rund 75 Prozent in Händen auswärtiger Konzerne lagen. Seit dem 1. Jänner 2011 ist es umgekehrt:<br />

Rund 75 Prozent der gesamten Südtiroler Wasserkraftenergie befinden sich in einheimischen Händen.<br />

5 Hydros Laas-Martell<br />

6 <strong>SEL</strong>EDISON<br />

Kastelbell<br />

7 SE Hydropower<br />

Weißbrunn<br />

8 SE Hydropower St.<br />

Walburg-Kuppelwies<br />

25 E-Werk Winnebach<br />

26 SE Hydropower<br />

Lappach<br />

27 SE Hydropower<br />

Mühlen<br />

28 Göge Energie<br />

29<br />

28<br />

1<br />

2<br />

12<br />

13<br />

24<br />

23<br />

25<br />

26<br />

27<br />

31<br />

32<br />

30<br />

33<br />

34<br />

9 SE Hydropower<br />

St. Pankraz<br />

10 SE Hydropower<br />

Lana<br />

11 Hydros Marling 12 E-Werk Moos<br />

29 SE Hydropower 30 Tauferer Elektrowerk<br />

31 SE Hydropower<br />

Prettau<br />

(TEW)<br />

Stegen<br />

32 Hydros Bruneck-<br />

Olang<br />

3<br />

5<br />

4<br />

7<br />

6<br />

8<br />

9<br />

11<br />

10<br />

14<br />

15<br />

16<br />

17<br />

18<br />

19<br />

20<br />

21<br />

22<br />

13 Enerpass 14 SE Hydropower 15 SE Hydropower 16 SE Hydropower<br />

33 Energy Welsperg 34 SE Hydropower<br />

Sarnthein<br />

St. Anton<br />

Kardaun<br />

Vierschach<br />

35 SF Energy St. Florian<br />

36 Leitstelle Bozen<br />

36<br />

Wasserfassung<br />

35<br />

Zuleitungssystem<br />

Krafthaus<br />

Leitstelle<br />

17 Hydros Barbian-<br />

Waidbruck<br />

18 SE Hydropower<br />

Waidbruck<br />

19 Hydros Prembach<br />

20 SE Hydropower<br />

Pontives<br />

11 12<br />

13


GROSSWASSERKONZESSIONEN | wasserkraft<br />

GroSSwasserkonzessionen<br />

betreffen 56 Gemeinden<br />

Fast die Hälfte aller Südtiroler Kommunen<br />

– 56 insgesamt – beherbergen Anlagenteile<br />

von großen Wasserkraftanlagen, wie die<br />

nachstehende Tabelle zeigt. Diese Tabelle<br />

bietet damit auch Aufschluss, welch große<br />

Bedeutung die Wasserkraft in unserem Land<br />

für das Territorium hat. Gleichzeitig ist dies<br />

die Bestätigung dafür, dass die Umweltinvestitionen,<br />

die mit den Wasserkonzessionen<br />

verbunden sind, große Teile Südtirols<br />

bereffen und entsprechende nachhaltige<br />

Auswirkungen auf Landschaft, Infrastruktur<br />

und Lebensraumgestaltung haben.<br />

Ab dem 1. Jänner 2011 werden die Umweltinvestitionen,<br />

die mit den vormaligen<br />

Enel-Kraftwerken gekoppelt sind, wirksam.<br />

2010 wurden in den meisten Gemeinden die<br />

Verteilungsschlüssel dieser Mittel auf zwischengemeindlicher<br />

Ebene vereinbart.<br />

Nr. Gemeinde Anlage Betreibergesellschaft<br />

1 Ulten St. Walburg SE Hydropower GmbH<br />

Kuppelwies<br />

St. Pankraz<br />

SE Hydropower GmbH<br />

SE Hydropower GmbH<br />

2 St. Pankraz St. Pankraz SE Hydropower GmbH<br />

Lana<br />

SE Hydropower GmbH<br />

3 Lana Lana SE Hydropower GmbH<br />

4 Sarntal Sarntal SE Hydropower GmbH<br />

St. Anton<br />

SE Hydropower GmbH<br />

5 Ritten St. Anton SE Hydropower GmbH<br />

Kardaun<br />

SE Hydropower GmbH<br />

6 Bozen St. Anton SE Hydropower GmbH<br />

Kardaun<br />

SE Hydropower GmbH<br />

7 Jenesien St. Anton SE Hydropower GmbH<br />

8 Barbian Kardaun SE Hydropower GmbH<br />

Waidbruck<br />

Waidbruck<br />

SE Hydropower GmbH<br />

Hydros GmbH<br />

9 Waidbruck Waidbruck SE Hydropower GmbH<br />

Kardaun<br />

Waidbruck<br />

SE Hydropower GmbH<br />

Hydros GmbH<br />

10 Völs Kardaun SE Hydropower GmbH<br />

11 Karneid Kardaun SE Hydropower GmbH<br />

12 Lajen Waidbruck SE Hydropower GmbH<br />

Prembach<br />

Waidbruck<br />

Hydros GmbH<br />

Hydros GmbH<br />

13 Kastelruth Waidbruck SE Hydropower GmbH<br />

Prembach<br />

Hydros GmbH<br />

14 Mühlwald Lappach SE Hydropower GmbH<br />

Mühlen<br />

SE Hydropower GmbH<br />

15 Sand in Taufers Mühlen SE Hydropower GmbH<br />

16 Mühlbach Mühlbach SE Hydropower GmbH<br />

Brixen<br />

SE Hydropower GmbH<br />

17 Vintl Mühlbach SE Hydropower GmbH<br />

18 Rodeneck Brixen SE Hydropower GmbH<br />

19 Franzensfeste Brixen SE Hydropower GmbH<br />

20 Natz-Schabs Brixen SE Hydropower GmbH<br />

21 Brixen Brixen SE Hydropower GmbH<br />

22 Vahrn Brixen SE Hydropower GmbH<br />

23 Lüsen Brixen SE Hydropower GmbH<br />

24 Altrei St. Florian SF Energy GmbH<br />

25 Neumarkt St. Florian SF Energy GmbH<br />

26 Salurn St. Florian SF Energy GmbH<br />

27 Partschins Töll Etschwerke <strong>AG</strong><br />

28 Algund Töll Etschwerke <strong>AG</strong><br />

29 Schnals Schnals Etschwerke <strong>AG</strong><br />

Naturns<br />

Etschwerke <strong>AG</strong><br />

30 Kastelbell Schnals Etschwerke <strong>AG</strong><br />

Kastellbell <strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

Naturns<br />

Etschwerke <strong>AG</strong><br />

31 Naturns Schnals Etschwerke <strong>AG</strong><br />

Naturns<br />

Etschwerke <strong>AG</strong><br />

32 Martell Laas Hydros GmbH<br />

33 Latsch Laas Hydros GmbH<br />

Kastellbell <strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

34 Laas Laas Hydros GmbH<br />

Kastellbell Seledison <strong>AG</strong><br />

35 Graun Graun Hydros GmbH<br />

Glurns<br />

<strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

36 Algund Marling Hydros GmbH<br />

37 Marling Marling Hydros GmbH<br />

38 Meran Marling Hydros GmbH<br />

39 Pfitsch Pfitsch Hydros GmbH<br />

40 Feldthurns Waidbruck Hydros GmbH<br />

41 Klausen Waidbruck Hydros GmbH<br />

42 Villanders Waidbruck Hydros GmbH<br />

43 Olang Bruneck Hydros GmbH<br />

44 Rasen-Antholz Bruneck Hydros GmbH<br />

45 Percha Bruneck Hydros GmbH<br />

46 Bruneck Bruneck Hydros GmbH<br />

47 Welsberg-Taisten Bruneck Hydros GmbH<br />

48 Mals Glurns <strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

49 Glurns Glurns <strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

50 Schluderns Glurns <strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

51 Schlanders Kastellbell <strong>SEL</strong>EDISON <strong>AG</strong><br />

52 St. Lorenzen Kniepass Stadtwerke Bruneck<br />

53 Moos in Passeier Enerpass Enerpass Kons.-GmbH<br />

Bergkristall-Stiaber E-Werk Moos Kons.-GmbH<br />

54 St. Leonhard in Passeier Enerpass Enerpass<br />

55 St. Martin in Passeier Enerpass Enerpass<br />

56 Sand in Taufers Reinbach TEW-Kons. GmbH<br />

14 15


L<strong>AG</strong>EBERICHT | UNTERNEHMEN<br />

das entscheidende JAHR<br />

2010<br />

Der 1. Jänner 2011 wird in die Annalen der Südtiroler Energiewirtschaft als ein<br />

Stichtag von großer Bedeutung eingehen: An diesem Tag begann die 30-jährige<br />

Laufzeit für sämtliche Großwasserableitungskonzessionen der 12 Wasserkraftwerke<br />

der Enel in Südtirol, die mit zwei Ausnahmen der <strong>SEL</strong> zugefallen sind. Die<br />

eine Ausnahme betrifft die Konzession für das Kraftwerk Mühlbach, die einem<br />

Privaten zugefallen ist, die zweite Ausnahme gilt für das Kraftwerk St. Florian/<br />

Neumarkt, dessen Konzession an die <strong>SEL</strong> erteilt wurde, für welche aber die<br />

beiden Gesellschaften <strong>SEL</strong> GmbH und Dolomiti Energia (Trient) gemeinsam die<br />

Führung übernommen haben. Damit wurde eine Lücke geschlossen und ein<br />

Ziel erreicht, auf das jahrzehntelang hingearbeitet worden ist. Bis dahin fehlte<br />

in der umfangreichen politischen wie wirtschaftlichen Autonomie Südtirols ein<br />

wesentlicher Punkt: die Zuständigkeit für die Wasserkraft.<br />

Was das in finanzieller Hinsicht bedeutet, ist der Südtiroler Öffentlichkeit trotz<br />

umfangreicher publizistischer Bemühungen noch nicht voll zum Bewusstsein gekommen.<br />

Deshalb wiederholen wir es im vorliegenden Jahresbericht 2010 der<br />

<strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>, die seit 1998 im Mittelpunkt des energiewirtschaftlichen Geschehens<br />

steht. Seit dem 1. Jänner 2011 kontrolliert Südtirol mehrheitlich seine wertvollen<br />

Wasserressourcen selbst. Sämtliche Steuererträge dieses Wirtschaftszweigs<br />

bleiben jetzt zu 90 Prozent im Land; sämtliche Gewinne aus der Südtiroler<br />

Wasserkraftwirtschaft bleiben zu 60 und mehr Prozent ebenfalls im Land. Das<br />

sind auf Jahre hinaus berechnet Milliarden von Euro, die der Südtiroler Volkswirtschaft<br />

zufließen. Genauso sind in den vergangenen bald hundert Jahren<br />

viele tausend Milliarden Lire an Steuern und Erträgen aus der einheimischen<br />

Wasserwirtschaft aus Südtirol abgeflossen.<br />

Der 1. Jänner 2011 ist daher das Stichdatum für die Neuorientierung in einem<br />

Bereich, der für die Wirtschaft enorme Bedeutung hat. Die Versorgung mit Energie<br />

wird für die Zukunft zum Faktor Nummer eins für wirtschaftliche und soziale<br />

Entwicklung, für Sicherheit und Wohlstand der Bevölkerung, für die Erhaltung<br />

einer lebenswerten Umwelt. Dies umso mehr, als saubere und erneuerbare<br />

Energie weltweit an Bedeutung gewinnt und nach dem atomaren „Supergau“<br />

16<br />

v. l. n. r.: Mit Knopfdruck ins neue Jahr 2011, Wasserkraftwerk Lana, Stausee<br />

Mühlbach<br />

17


UNTERNEHMEN | L<strong>AG</strong>EBERICHT<br />

L<strong>AG</strong>EBERICHT | UNTERNEHMEN<br />

von Fukushima im März 2011 die Abkehr von der Kernenergie<br />

unumkehrbar geworden zu sein scheint.<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> steht seit ihrer Gründung im Mittelpunkt<br />

dieses Geschehens. Sie hatte die Aufgabe, die Zuständigkeit<br />

für diese Energieressource zu gewinnen und zu<br />

verwalten. Sie hat den Auftrag, die einheimische Wasserkraft<br />

in den Dienst der gesamten Bevölkerung des<br />

Landes zu stellen. Mit dem Haushaltsjahr 2010 hat die<br />

<strong>SEL</strong> ihr strategisches Ziel endgültig erreicht. Das Programm<br />

der Übernahme der einheimischen Wasserkraft<br />

wurde im Grundsatz abgeschlossen. Seither kann Südtirol<br />

sagen: „Unser Wasser gehört uns“. Das war seit<br />

den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts<br />

nicht mehr der Fall.<br />

gemeinden sind mit dabei<br />

Diese Entwicklung läuft. Die meisten Südtiroler Gemeinden<br />

(deren 102 sowie vier Talgemeinschaften) sind<br />

Miteigentümer der <strong>SEL</strong>, wenn auch vorerst nur zu einem<br />

geringen Prozentsatz (6,12 Prozent) über die Finanzierungsgesellschaft<br />

<strong>SEL</strong>FIN. Ebenso ist die <strong>SEL</strong>FIN an<br />

der <strong>SEL</strong>-Tochter <strong>SEL</strong>TRADE sowie an der <strong>SEL</strong>EDISON<br />

beteiligt. Das heißt, es besteht eine flächendeckende<br />

Miteigentümerschaft seitens der Gemeinden. Dieses<br />

Verhältnis soll laut Vorschlag des Seniorpartners Land<br />

erweitert werden. Die stärkere Einbindung der Gemeinden,<br />

vor allem der Standortgemeinden (Gemeinden,<br />

auf deren Gebiet Kraftwerksanlagen, also Flüsse<br />

und Bäche, Stauseen, Leitungen, Krafthäuser, Transformatorenstationen<br />

usw. bestehen) ist ein Vorsatz, den<br />

die <strong>SEL</strong> zusammen mit ihren Shareholdern (Land und<br />

Gemeinden) in den nächsten Jahren durchzusetzen<br />

beabsichtigt. Die <strong>SEL</strong> empfindet es als richtig, dass die<br />

Energie aus Wasserkraft in Südtirol möglichst breit in<br />

der Bevölkerung verankert ist.<br />

spontane bekanntheit von stromanbietern/stromproduzenten (Zeitvergleich)<br />

Angabe in %<br />

Umspannwerk Lana<br />

0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100<br />

geschäftsverlauf 2010 und<br />

situation der Gesellschaft<br />

Das Haushaltsjahr 2010 stellte die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>, neben der<br />

Fortführung ihrer institutionellen Tätigkeit in den drei<br />

Kernbereichen Strom, Gas und Wärme, vor eine Reihe<br />

von zusätzlichen Aufgaben verschiedenster unternehmerischer<br />

Natur. Es handelte sich um Aufgaben, die<br />

mit dem schnellen Wachstum unseres Unternehmens<br />

gekoppelt sind. Es waren Aufgaben, die sich aus dem<br />

breiten Feld ergeben, in dem unser Unternehmen tätig<br />

ist. Zusammengefasst:<br />

BEKANNTHEITSGRAD STEIGERN<br />

Das Wiener Meinungsforschungsinstitut Gallup/Karmasin<br />

hat auf unsere Veranlassung hin 2010 eine Umfrage<br />

über die <strong>SEL</strong> durchgeführt, aus der hervorgeht, dass<br />

der Bekanntheitsgrad der <strong>SEL</strong> seit der letzten Umfrage<br />

2007 stark angestiegen und die <strong>SEL</strong> hinter der Enel<br />

der bekannteste Akteur im Energiebereich Südtirols<br />

geworden ist. Weiters ergab diese Umfrage, dass die<br />

Akzeptanz des örtlichen Energieerzeugers und Stromsowie<br />

Gas- und Wärmelieferanten <strong>SEL</strong> erheblich angestiegen<br />

ist, saubere und erneuerbare Energie immer<br />

mehr geschätzt, die Rückgewinnung der Wasserkraft<br />

als Erfolg empfunden wird und die Leute sich niedrigere<br />

Energiepreise wünschen. Trotz der überaus erfreulichen<br />

Ergebnisse und des stark gestiegenen Bekanntheitsgrades<br />

braucht es weiterhin große Anstrengungen, um<br />

im Bewusstsein der Südtiroler Öffentlichkeit die Rolle<br />

glaubwürdig und überzeugend zu vermitteln, die im<br />

Südtiroler Energieszenario erreicht wurde.<br />

SÜDTIROLS ENERGIE-BELIEBTHEITS-<br />

SKALA: SONNE, WASSER, WIND<br />

Ginge es nach den Wünschen der Bevölkerung, dann<br />

müsste die <strong>SEL</strong> wenigstens 90 Prozent der Energie aus<br />

der Sonne erzeugen. Denn das ist der Prozentsatz an<br />

Beliebtheit, den laut einer Umfrage im Auftrag der <strong>SEL</strong><br />

vom Frühjahr 2010 die Sonne unter den Südtirolerinnen<br />

und Südtirolern genießt. Das Warum dieser solaren Zuneigung<br />

ist schnell geklärt: Die Sonne ist der sauberste<br />

Energielieferant, sie ist als solcher für die nächsten 5<br />

Milliarden Jahre unerschöpflich, haben die Astrophysiker<br />

errechnet. Sonne kostet nichts, sondern gibt. Die<br />

Kosten beginnen erst dann, wenn die Sonnenstrahlen<br />

in elektrische Energie umgewandelt werden.<br />

enel<br />

<strong>SEL</strong> <strong>AG</strong><br />

Etschwerke<br />

Edison/<br />

montedison<br />

stadtwerke<br />

bruneck<br />

stadtwerke<br />

brixen<br />

Gemeinde-,<br />

Stadtwerke<br />

andere (STadtwerke<br />

Bozen/<br />

Toblach etc.)<br />

6<br />

4<br />

4<br />

2 4 4<br />

4<br />

4<br />

5<br />

2<br />

7<br />

3<br />

15<br />

10<br />

10<br />

14<br />

12<br />

32<br />

37<br />

41<br />

45<br />

71<br />

70<br />

75<br />

TOTAL 2010<br />

total 2005/2006<br />

Total 2003<br />

n = 500<br />

zufriedenheit mit derzeitigem stromlieferanten (Zeitvergleich)<br />

Angabe in % und Mittelwerten<br />

sehr<br />

zufrieden<br />

zufrieden<br />

weder zufrieden<br />

noch unzufrieden<br />

unzufrieden<br />

sehr unzufrieden<br />

0 10 20 30 40 50<br />

3<br />

1<br />

3<br />

1<br />

5<br />

5<br />

17<br />

17<br />

20<br />

25<br />

30<br />

32<br />

44<br />

43<br />

47<br />

MITTELWERTE<br />

2010: 2,08<br />

2005/06: 2,05<br />

2003: 1,95<br />

TOTAL 2010 (n = 482)<br />

TOTAL 2005/2006 (n = 463)<br />

TOTAL 2003 (n = 472)<br />

18 19


UNTERNEHMEN | L<strong>AG</strong>EBERICHT<br />

L<strong>AG</strong>EBERICHT | UNTERNEHMEN<br />

An zweiter Stelle folgt die Wasserkraft, und da sind wir<br />

in Südtirol auf gutem Boden. 77 Prozent der Südtiroler-<br />

Innen finden die Energie aus Wasserkraft „sympathisch“.<br />

Diese Sympathie besitzen und teilen auch wir von der<br />

<strong>SEL</strong>. Für uns ist es aber mehr als nur Sympathie: Es ist<br />

Hauptinhalt unseres unternehmerischen Auftrags. Südtirol<br />

ist mit dem Rohstoff Wasser gut ausgestattet. Die<br />

nutzbare Südtiroler Wasserkraft reicht derzeit für die<br />

Erzeugung von 5,5 bis 6 Milliarden Kilowattstunden im<br />

Jahresdurchschnitt, und das ist noch immer rund doppelt<br />

so viel, wie in unserem Land elektrische Energie<br />

verbraucht wird.<br />

Als diese Umfrage durchgeführt wurde, standen die<br />

dramatischen Ereignisse von Fukushima noch bevor,<br />

und in Deutschland lief der politische Streit um die Verlängerung<br />

der Einschaltdauer der Kernkraftwerke auf<br />

Hochtouren. In der Zwischenzeit haben die sauberen<br />

Energiequellen weiteren Auftrieb erhalten, und würde<br />

man die SüdtirolerInnen heute befragen, dann könnte<br />

es durchaus sein, dass das saubere Südtiroler Wasser<br />

der Sonne den ersten Rang streitig macht.<br />

Damit soll gesagt sein, dass die Bedeutung der umweltfreundlichen<br />

Energie innerhalb kurzer Zeit einen enormen<br />

Auftrieb erhalten hat. Das wiederum heißt, in Südtirol<br />

ist das Zeitalter der Versorgung mit einheimischer sauberer<br />

und erneuerbarer Energie wirklich angebrochen,<br />

und es wird weit in die Zukunft hineinwirken.<br />

An dritter Stelle der Beliebtheit folgt mit 66 Prozent<br />

der Wind. Südtirol ist kein übermäßig „windiges“ Land,<br />

nicht im physikalischen Sinn, aber doch so viel, dass<br />

die Menschen die im Wind innewohnende Energie<br />

verspüren und sie als energietechnisch vorteilhaft betrachten.<br />

Auch in diesem Feld gibt es neue Entwicklungsperspektiven.<br />

sympathiewerte für arten der strom-/energieerzeugung (Totalwerte)<br />

Angabe in % und Mittelwerten<br />

sonnenenergie/<br />

Solar<br />

wasserkraft<br />

wind<br />

erdgas<br />

erdöl<br />

kohle<br />

atomkraft<br />

0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 MW<br />

1<br />

1<br />

1<br />

1<br />

2<br />

2<br />

2<br />

4<br />

6<br />

7<br />

7<br />

8<br />

8<br />

8<br />

2<br />

4<br />

7<br />

11<br />

15<br />

16<br />

19<br />

22<br />

23<br />

25<br />

24<br />

27<br />

27<br />

31<br />

38<br />

44<br />

66<br />

71<br />

77<br />

90<br />

1,15<br />

1,32<br />

1,52<br />

3,02<br />

3,71<br />

3,87<br />

4,49<br />

sehr sympathisch<br />

note 2<br />

note 3<br />

note 4<br />

gar nicht sympathisch<br />

Weit hinten in der Beliebtheitsskala finden wir Erdgas<br />

mit 8 Prozent, Erdöl mit 4 Prozent, Kohle und Atomenergie<br />

mit je 2 Prozent.<br />

Rund um diese Kernfragen zeigt sich also ein stark<br />

gewachsenes Interesse der Südtiroler Öffentlichkeit.<br />

Die Mehrheit der SüdtirolerInnen ist der Auffassung,<br />

dass es richtig ist, wenn die <strong>SEL</strong> die Konzessionen der<br />

vormaligen Enel-Kraftwerke zugesprochen erhalten<br />

hat – weil sie die besten Projekte und Umweltpläne<br />

eingereicht hat. Mehr als 50 Prozent meinen, das sei<br />

eine gute Entwicklung. Und nochmals mehr als 50 Prozent<br />

der Befragten (genau 52 Prozent) stehen auf dem<br />

Standpunkt, dass der Anteil der Südtiroler Gemeinden<br />

an der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> zunehmen sollte.<br />

Bezüglich der Strompreise sind Südtirols Frauen besonders<br />

sensibel: 77 Prozent wünschen sich günstigere<br />

Strompreise (bei den Männern sind es 73 Prozent) – und<br />

sie sind in gewissem Sinne auch schon auf ihre Rechnung<br />

gekommen. Denn bald nach der Umfrage begann die<br />

<strong>SEL</strong> eine Reihe von Stromangeboten auszuarbeiten, die,<br />

wie sich in der Folge erweisen sollte, zu den günstigsten<br />

im gesamten Staatsgebiet überhaupt gehören.<br />

Für die Zukunft der <strong>SEL</strong> erblicken die Befragten eine<br />

klare Tendenz: Erneuerbare Energiequellen sollten<br />

immer stärker genutzt und höhere Investitionen gewagt<br />

werden.<br />

Die Umfrage hat es erhärtet: Energie ist für die Südtirolerinnen<br />

und Südtiroler ein Thema. Wichtig sind<br />

die Art der Energiegewinnung und die Nähe zum Anbieter,<br />

wobei die Mehrheit klar örtliche Anbieter vorzieht,<br />

vorausgesetzt, der Preis stimmt. Die Preisfrage<br />

ist allgemein sehr wichtig, für Frauen noch mehr als für<br />

Männer. Insgesamt weist die Umfrage aus, dass die <strong>SEL</strong><br />

auf dem richtigen Weg ist.<br />

GREEN ENERGY<br />

Nach der 2009 erfolgten europäischen RECS-Zertifizierung<br />

von fünf Südtiroler Wasserkraftwerken der<br />

<strong>SEL</strong> hat die <strong>SEL</strong>-Stromhandelsgesellschaft <strong>SEL</strong>TRADE<br />

am 24. Februar 2010 das gründlich vorbereitete Projekt<br />

„green energy“ auf dem örtlichen Markt lanciert<br />

und eine entsprechende Marketing-Kampagne in die<br />

Wege geleitet. Der „grüne Strom“ aus Südtiroler Wasserkraftwerken<br />

wertet das ökologische Erscheinungsbild<br />

des Landes auf, stärkt den Wirtschaftsstandort<br />

Südtirol, und der Handel mit RECS-Zertifikaten stellt<br />

eine zusätzliche Einkommensquelle für den Stromlieferanten<br />

<strong>SEL</strong>TRADE dar. Gleichzeitig stellt dies einen<br />

wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz dar und ist dazu<br />

angetan, neue Kunden zu erobern. Es ist auf politischer<br />

Ebene gelungen, die staatliche Regelung bezüglich des<br />

Handels mit Grünzertifikaten vorerst aufrechtzuerhalten<br />

und damit den Produzenten von sauberer und erneuerbarer<br />

Energie sowie den Erwartungen der Umwelt<br />

und des Klimaschutzes entgegenzukommen.<br />

20 21


UNTERNEHMEN | L<strong>AG</strong>EBERICHT<br />

L<strong>AG</strong>EBERICHT | UNTERNEHMEN<br />

stromangebote für FAMILIEN<br />

VERBESSERN – NEUE PRODUKTE<br />

AUSARBEITEN<br />

Im Bereich des Stromhandels hat die <strong>SEL</strong> ein sehr wichtiges<br />

Ziel erreicht: italienweit statistisch und de facto als<br />

der derzeit günstigste Anbieter von Strom im privaten<br />

Bereich (FamilienPaket) anerkannt zu werden. Die<br />

Südtiroler Verbraucherzentrale hat diesen Spitzenrang<br />

ihrerseits bestätigt. Diese Position auszubauen, war<br />

Gegenstand von umfangreichen Vorarbeiten an einer<br />

Reihe von neuen Produkten, welche im folgenden Jahr<br />

zum Tragen kommen sollten: die so genannten Plusprodukte.<br />

Die <strong>SEL</strong> wollte damit die Südtiroler Öffentlichkeit<br />

anhand konkreter Angebote gezielt auf die eigene Energie-<br />

und Preispolitik aufmerksam machen, die eigene<br />

Rolle verstärken und auch das eigene Erscheinungsbild<br />

stärker und positiv verankern.<br />

Gleichzeitig sollten die Vorteile der Stromlieferung<br />

seitens der <strong>SEL</strong> praktisch auf die gesamte Bevölkerung<br />

Südtirols ausgedehnt werden. Die Wirtschaft wird seit<br />

der Liberalisierung des Strommarktes 2004 von der<br />

<strong>SEL</strong>TRADE bevorzugt mit Strom beliefert. Seit 2007<br />

besteht diese Möglichkeit auch für die privaten Haushalte,<br />

und auch hier sieht die <strong>SEL</strong> eine Chance, den<br />

Südtiroler Markt durch Qualität und Verlässlichkeit<br />

Schritt für Schritt zu gewinnen.<br />

UNTERNEHMENS-<br />

UMSTRUKTURIERUNG<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> hat mit Wirksamkeit ab 01.01.2010 den<br />

Betriebszweig „Stromproduktion, Betriebsführung<br />

Elektrizität, Engineering & Consulting“ mit insgesamt<br />

13 Beteiligungen in die hundertprozentige Tochtergesellschaft<br />

<strong>SEL</strong>POWER <strong>AG</strong> eingebracht. Es handelt sich<br />

um die Gesellschaften: Tauferer Elektrowerk Konsortial,<br />

E-Werk Dun Konsortial-GmbH, E-Werk Moos<br />

Konsortial-GmbH, Eisack Energie <strong>AG</strong>, Energy Welsperg<br />

Konsortial-GmbH, Enerpass Konsortial-GmbH, E-Werk<br />

Breien Konsortial-GmbH, E-Werk Eggental Konsortial-<br />

GmbH, Gaderwerk Konsortial-GmbH, Hydros GmbH,<br />

Puni Energie GmbH, Rienz Energie GmbH, SelEdison<br />

<strong>AG</strong>. Vier Monate später, am 1. Mai 2010, wurden diese<br />

13 Gesellschaften in die <strong>SEL</strong> GmbH eingegliedert,<br />

während am 1. Juni 2010 die 11 Enel-Konzessionen in<br />

die Gesellschaft „SE Hydropower GmbH“ eingebracht<br />

wurden. Damit wurde die Umstrukturierung des Konzerns<br />

vorerst abgeschlossen.<br />

FINANZIERUNG MITTEL- UND LANG-<br />

FRISTIG<br />

FamilienPlus EnergiePlus 60Plus LebenPlus<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> hat ihre finanziellen Verpflichtungen aus der<br />

Übernahme der sieben Edison-Kraftwerke in Südtirol,<br />

für welche im Jahr 2008 ein Betrag von 177 Millionen<br />

Euro entrichtet worden ist, auf eine längerfristige Finanzierung<br />

umgestellt. Mit einem in Bozen am 23. April<br />

2010 unterzeichneten Abkommen zwischen der <strong>SEL</strong><br />

<strong>AG</strong> und einem Bankenpool wurde die abgelaufene, eineinhalbjährige<br />

Zwischenfinanzierung der Vereinbarung<br />

mit Edison durch zwei sechs- bzw. achtjährige Darlehen<br />

über insgesamt 130 Millionen Euro ersetzt. Dem<br />

Bankenpool unter der Führung der Banca Infrastrutture<br />

Innovazione e Sviluppo (Gruppo Intesa Sanpaolo)<br />

gehören weiters an: Südtiroler Sparkasse, Volksbank,<br />

Bank von Trient und Bozen, Mediocredito und Raiffeisen<br />

Landesbank.<br />

ÜBERNAHME ENEL-STROMNETZ<br />

Die <strong>SEL</strong> hat die Verhandlungen betreffend die Übernahme<br />

des gesamten Stromverteilernetzes des Enel in<br />

Südtirol mit Erfolg fortgesetzt und alle Vorbereitungen<br />

getroffen, um zu Beginn des Jahres 2011 dieses Netz<br />

zu übernehmen. Der Ablösepreis beträgt 79 Millionen<br />

Euro, die Länge des zu übernehmenden Netzes rund<br />

5.130 Kilometer. Vorerst behält Enel Distribuzione an<br />

der neuen <strong>SEL</strong>-Tochtergesellschaft <strong>SEL</strong>NET GmbH einen<br />

kleinen Anteil, um auf diese Weise die Zusammenarbeit<br />

zwischen Verkäufer und Käufer zu erleichtern.<br />

Wir sind uns im Klaren, dass die Übernahme des Stromverteilungsnetzes<br />

der Enel für unser Unternehmen in<br />

zweierlei Hinsicht eine große Aufgabe mit sich bringt.<br />

Zum einen ist einer Vorgabe der Durchführungsbestimmung<br />

Rechnung zu tragen und diese umzusetzen, damit<br />

jenen Gemeinden, welche selbst Teile des Südtiroler<br />

Stromnetzes zu übernehmen beabsichtigen, dazu die<br />

Möglichkeit eröffnet wird und sie die operative Abwicklung<br />

vornehmen können. Zum anderen handelt<br />

es sich bei dieser für die Energieversorgung vitalen<br />

Infrastruktur um einen Bereich, in welchem in den<br />

nächsten Jahren hohe Investitionen erforderlich sind,<br />

um einen durchgehenden hohen Standard im ganzen<br />

Land zu erreichen.<br />

22 23


UNTERNEHMEN | L<strong>AG</strong>EBERICHT<br />

L<strong>AG</strong>EBERICHT | UNTERNEHMEN<br />

MITARBEITER-INTEGRATION<br />

Die <strong>SEL</strong>-Gruppe hat Ende 2010/Anfang 2011 einen<br />

Personalstand von rund 400 MitarbeiterInnen erreicht.<br />

Das ist gegenüber dem Jahr 2009 mehr als eine Verdoppelung.<br />

Durch das Hinzukommen der Mitarbeiter<br />

von Enel Produzione und Enel Distribuzione und durch<br />

die notwendig gewordene Aufnahme von zusätzlichen<br />

Arbeitskräften in den verschiedenen Unternehmensbereichen<br />

hat auch die personelle Vielfalt stark zugenommen.<br />

Bereits 2010 galt es, die neu Hinzugekommenen<br />

in das Unternehmen zu integrieren. Noch wichtiger<br />

wird diese Aufgabe im Jahr 2011. Es wird sicher einer<br />

enormen Anstrengung bedürfen, die notwendige Harmonisierung<br />

herbeizuführen. Das liegt im Interesse des<br />

Unternehmens und aller hier tätigen Mitarbeiter. Wir<br />

beschäftigen Personen aus allen drei Sprachgruppen<br />

und auch ausländische Staatsbürger, wie es sich für ein<br />

aufgeschlossenes Südtiroler Unternehmen geziemt. Diese<br />

Vielfalt ist ein Reichtum, gleichzeitig aber auch eine<br />

Herausforderung, der sich die <strong>SEL</strong> bewusst stellt.<br />

E-MOBILITÄT<br />

Das Unternehmen erarbeitete sich 2010 ein erstes Konzept,<br />

das einen Einblick in den Bereich der Elektromobilität<br />

bietet, welche der <strong>SEL</strong> eine zukunftsorientierte<br />

Entwicklung im Geschäftsfeld „Klimaschutz“ eröffnet.<br />

Die Elektromobilität wird ein Kernpunkt in diesem<br />

neuen Geschäftsfeld sein, den es weiter zu entwickeln<br />

gilt. Die Initiativen werden von der gesamten <strong>SEL</strong>-<br />

Gruppe getragen und finanziert. Der Verwaltungsrat<br />

hat diese strategische Ausrichtung des Vorhabens und<br />

eine erste Investitionsgröße genehmigt. Damit ist der<br />

Weg freigemacht worden, in ganz Südtirol der Idee/<br />

Vision der abgasfreien Mobilität, beliefert mit grüner,<br />

in Südtirol selbst erzeugter Energie, zum Durchbruch<br />

zu verhelfen. Elektrofahrrad, Elektromoped und Elektroauto<br />

sind die drei Ebenen, in denen die <strong>SEL</strong> in den<br />

nächsten Jahren Herausforderungen zu übernehmen<br />

hat. Die Perspektiven weisen mittelfristig – und sicher<br />

auch in grenzüberschreitender Kooperation – in Richtung<br />

dieser Entwicklung, die auch seitens der <strong>SEL</strong> nachhaltig<br />

mitgetragen und unterstützt werden soll.<br />

kompromiss mit den<br />

etschwerken<br />

Eine der größten und schwierigsten Aufgaben der <strong>SEL</strong><br />

war die Überwindung des Spannungszustandes zwischen<br />

<strong>SEL</strong> und den Etschwerken von Bozen und Meran.<br />

Dies als Folge, weil die <strong>SEL</strong> 2009 die große Mehrzahl<br />

der ausgeschriebenen Großwasserableitungskonzessionen<br />

gewonnen hat, wogegen die Etschwerke Rekurs<br />

einreichten. Noch akuter wurde im Herbst 2010<br />

die Lage, als die Landesregierung der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> auch die<br />

Konzession für das Wasserkraftwerk Töll, welches seit<br />

seinem Entstehen immer in Händen der Städte Bozen<br />

und Meran war, der <strong>SEL</strong> zusprach.<br />

Wir als <strong>SEL</strong> waren uns von Anfang an bewusst, dass es<br />

keinen Sinn macht, wenn die beiden größten Stromhersteller<br />

in Südtirol sich in Paragraphenkriege verstricken.<br />

Dies umso mehr, als uns die mittelfristige Perspektive<br />

einer Kooperation als die vernünftigste Lösung erschein,<br />

um gegen die großen Energiekonzerne südlich und<br />

nördlich einigermaßen bestehen zu können.<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> und die Etschwerke <strong>AG</strong> errichten gemeinsam<br />

zwei neue Kraftwerke, wobei die Beteiligungsverhältnisse<br />

neu festgelegt wurden. Das Kraftwerk Bozen Nord<br />

soll im Norden Bozens unmittelbar anschließend an das<br />

Ausleitungsbauwerk des heutigen Kardauner Kraftwerks<br />

errichtet werden und bis zum Virgl reichen.<br />

Die zweite Initiative fußt auf der Idee der Zusammenlegung<br />

zweier bestehender Kraftwerke, nämlich jenes auf<br />

der Töll und jenes von Marling. Dazu wurde eine Einigung<br />

über die zukünftigen Beteiligungsverhältnisse in einer zu<br />

gründenden Projektträgergesellschaft erreicht. Zusätzlich<br />

kam es zu weiteren Vereinbarungen in Bezug auf die bereits<br />

bestehenden Kooperationen der beiden Unternehmen<br />

in den Gesellschaften Enerpass und <strong>SEL</strong>EDISON.<br />

Im Rahmen dieser vorgesehenen nachhaltigen Kooperation<br />

erklärt sich die Etschwerke <strong>AG</strong> bereit, die Rekurse<br />

gegen die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> zurückzuziehen. Dieses Abkommen<br />

stellt einen großen und in die Zukunft weisenden Erfolg<br />

in der Südtiroler Energielandschaft dar.<br />

Es ist unseren Bemühungen zu danken, dass es nach<br />

anfänglichen Spannungen zu effektiven Verhandlungen<br />

zwischen der <strong>SEL</strong> und den Etschwerken kam. Im Verwaltungsrat<br />

der <strong>SEL</strong> ist eingehend darüber diskutiert<br />

worden. In Verhandlungen zwischen der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> und<br />

der Etschwerke <strong>AG</strong> wurde der Vorschlag für einen Vergleich<br />

ausgearbeitet, der im Wesentlichen vorsieht:<br />

DREIER-LÖSUNG FÜR ST. FLORIAN<br />

Von den 12 Großkraftwerken der Enel in Südtirol ist<br />

jenes von St. Florian/Neumarkt (Jahresleistung rund<br />

400 Millionen kWh) das letzte, das hinsichtlich Kon-<br />

green mobility Showroom im neuen <strong>SEL</strong> Info-Kundenbüro in Auer<br />

Kraftwerk Töll<br />

Stramentizzo Stausee (Wasserkraftanlage St. Florian)<br />

24 25


UNTERNEHMEN | L<strong>AG</strong>EBERICHT<br />

L<strong>AG</strong>EBERICHT | UNTERNEHMEN<br />

zessionszuweisung und zukünftiger Führung 2010 geregelt<br />

wurde. Die Werksanlagen – Staubecken, Druckleitungen,<br />

Krafthaus, Transformatoren-Anlagen – sind<br />

auf das Territorium der beiden Provinzen Bozen und<br />

Trient verteilt. Diese beiden haben in Verhandlungen<br />

eine Lösung vereinbart und sich darauf geeinigt, dass<br />

das öffentliche Ausschreibungsverfahren von der Autonomen<br />

Provinz Bozen zu Ende geführt wird und die<br />

Autonome Provinz Bozen im Einvernehmen mit dem<br />

Land Trentino die Konzessionsverleihung vornimmt.<br />

Ende letzten Jahres wurde die Konzession an die<br />

<strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> erteilt. Zur Führung dieser zweitgrößten Wasserkraftanlage<br />

Südtirols wird am 9. Dezember 2010<br />

die Gesellschaft „SF Energy GmbH“ (SF Energy Srl)<br />

zwischen der <strong>SEL</strong> GmbH und Dolomiti Energia SPA<br />

gebildet, welche beide je 50 Prozent Anteile übernehmen.<br />

In der Folge wird eine Dreier-Lösung in Aussicht<br />

genommen, bei der <strong>SEL</strong>, Dolomiti Energia und Enel je<br />

ein Drittel der Anteile übernehmen. Der Rechtssitz<br />

der Gesellschaft ist in Trient.<br />

BRENNER-PERSPEKTIVEN<br />

Im Verlaufe von 2010 hat die <strong>SEL</strong> ihre Bemühungen fortgesetzt,<br />

die Stromleitung über den Brenner („Wiltener<br />

Leitung“), die in den 1960er Jahren aus vermutlich politischen<br />

Ursachen in Bezug auf die damals herrschenden<br />

Spannungen in Südtirol von Italien auf einer Strecke von<br />

rund 500 Metern unterbrochen worden war, wieder<br />

instand zu setzen. Verhandlungen mit dem italienischen<br />

Betreiber der Hochspannungsleitungen, Terna, lassen<br />

die Chancen einer baldigen Regelung dieser Situation<br />

offen. Die Verhandlungen sind vorerst aber auf politischer<br />

Ebene (Südtiroler Landesregierung) fortzusetzen,<br />

da die Terna ein Abkommen mit der Autonomen<br />

Provinz Bozen über den Ausbau des Hochspannungsnetzes<br />

wünscht. Die <strong>SEL</strong> vertritt hier seit Jahren die<br />

Überzeugung, dass der Anschluss über den Brenner an<br />

das österreichische/europäische Verbundsnetz sowohl<br />

aus strategischen wie auch aus wirtschaftlichen Überlegungen<br />

(Wettbewerbssicherung) erstrebenswert<br />

bleibt und auch für die Energieautonomie Südtirols<br />

von Bedeutung ist.<br />

Verlegung von Erdgasleitungen<br />

Aufgegeben wurden hingegen vorerst die Bemühungen<br />

um eine über den Brenner verlaufende Verbindung<br />

des Südtiroler Gasnetzes mit dem europäischen Verbundsnetz,<br />

da der italienische Gasverteiler SNAM keine<br />

Bereitschaft in diese Richtung hat erkennen lassen.<br />

Die <strong>SEL</strong> hat seit Jahren konkret an den technischen<br />

Lösungen für diese beiden Verbindungen („interconnectirol“)<br />

gearbeitet.<br />

Biomasse in Schlanders<br />

<strong>SEL</strong>-Tochter <strong>SEL</strong>GAS, zusammen mit Energas Südgas<br />

größter Gasversorger Südtirols, hat auf der Basis der<br />

Nachfrage die Verdichtung des eigenen Verteilernetzes<br />

und die damit verbundenen technischen Eingriffe weiter<br />

betrieben. Die Liefermenge stieg 2010 auf 133,2<br />

Millionen Kubikmeter, was einer Zunahme gegenüber<br />

dem Vorjahr von 13,22 Prozent entspricht. Gegenüber<br />

2007 stieg der Verbrauch um 27,58 Prozent.<br />

ZUNAHME IM GASBEREICH<br />

FERNWÄRME<br />

Im Verlauf des Jahres 2010 wurde international und auch<br />

regional die Bedeutung der Energieversorgung mit Erdgas<br />

betont und die Rolle des Erdgases als Übergangslösung<br />

von der fossilen zur erneuerbaren Energie in den Vordergrund<br />

gestellt. Erdgas erweist sich nach wie vor als<br />

der sauberste und preiswerteste fossile Energieträger<br />

mit der geringsten Umweltbelastung. In Südtirol weist<br />

die Nachfrage nach Erdgas steigende Tendenz auf. Die<br />

Die von der <strong>SEL</strong> mit betriebenen Fernheizwerke von<br />

Sexten, Klausen/Latzfons, Schlanders und Bozen (Ecotherm)<br />

sind 2010 technisch gewartet und zum Teil auch<br />

technologisch weiterentwickelt worden. Neue Kundenbereiche,<br />

besonders in Bozen, wurden erschlossen. Die<br />

Ecotherm-Anlage in Bozen Süd befindet sich in einer<br />

Phase der Weiterentwicklung.<br />

Wiltener Leitung im Wipptal<br />

26 27


UMWELTMASSNAHMEN | UNTERNEHMEN<br />

die sel<br />

und die umwelt<br />

die umweltgelder 2011 bis 2040<br />

Während des Geschäftsjahres 2010 hat es in den Standortgemeinden lebhafte,<br />

fruchtbare und zumeist zu einem guten Ende geführte Verhandlungen über die<br />

von den Konzessionsinhabern der vormaligen Enel-Kraftwerke zu entrichtenden<br />

Umweltplangelder geben. Es handelt sich bei den 11 Konzessionen, welche der<br />

<strong>SEL</strong> zugesprochen worden sind, um rund 400 Millionen Euro, die in den 30 Jahren<br />

ab 2011, auf die einzelnen Jahre aufgegliedert, ausbezahlt werden sollen.<br />

Es lag an den betreffenden Gemeinden selbst zu vereinbaren, wie sie die Aufteilung<br />

unter sich vorzunehmen gedenken. Einzelne Kraftwerke betreffen ein<br />

halbes Dutzend und mehr Gemeinden. Zum Beispiel das größte Kraftwerk<br />

unseres Landes, jenes von Kardaun, grenzt an die Gemeinden Bozen, Karneid,<br />

Ritten, Waidbruck, Kastelruth und Völs, auf deren Gebieten sich Anlagen dieses<br />

Kraftwerkes befinden. Also mussten sich die besagten Gemeinden – so wie alle<br />

von anderen Kraftwerken betroffenen Südtiroler Gemeinden – darauf einigen,<br />

wie sie die Mittel alljährlich untereinander aufteilen. Es hat viel Diskussion gegeben,<br />

aber es wurde mit ganz geringfügigen Ausnahmen überall eine Einigung<br />

gefunden.<br />

Diese Umweltgelder dienen den Gemeinden dazu, auf ihrem Territorium Maßnahmen<br />

durchzuführen, die entweder direkt oder indirekt mit den jeweiligen<br />

Wasserkraftanlagen in Zusammenhang stehen. Diese Investitionen werden die<br />

Wirtschaft der betroffenen Gemeinden positiv beeinflussen, und dies auf drei<br />

Jahrzehnte hinaus.<br />

28 29


UNTERNEHMEN | UMWELTMASSNAHMEN<br />

UMWELTMASSNAHMEN | UNTERNEHMEN<br />

Kraftwerk<br />

DIE UMWELTPLÄNE DER <strong>SEL</strong><br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> wird künftig 10 Wasserkraftwerke, welche<br />

derzeit vom Energiekonzern Enel betrieben werden,<br />

führen. Die Südtiroler Elektrizitätsaktiengesellschaft hat<br />

die Konzessionen zur Wasserableitung erhalten, nachdem<br />

ihre Umweltpläne von den zuständigen Instanzen<br />

bewertet wurden und die Südtiroler Landesregierung<br />

die entsprechenden Beschlüsse gefasst hat. Diese Konzessionen<br />

sind ab 1. Jänner 2011 wirksam.<br />

Die Umweltpläne sind das eigentliche Herzstück der<br />

Konzessionen. Mit ihnen werden in den Standort- und<br />

Ufergemeinden, in denen sich die vormaligen Enel-Kraftwerke<br />

befinden, die von der <strong>SEL</strong> übernommen wurden,<br />

Maßnahmen zur Verbesserung und Sanierung der Umwelt<br />

und der Landschaft finanziert und umgesetzt. Es<br />

handelt sich um folgende Kraftwerksanlagen:<br />

Inbetriebnahme<br />

Effektive<br />

Leistung<br />

Anlage<br />

(MW)<br />

Mittlere<br />

Jahresproduktion<br />

(Mio. kWh)<br />

Fallhöhe<br />

(m)<br />

Waidbruck 1955 14,6 48,2 270<br />

Mühlen 1959 15,2 54,3 272<br />

Lappach 1964 28,0 68,1 572<br />

Sarnthein 1960 22,0 78,6 266<br />

St. Walburg/Kuppelwies 1959/68 44,0 85,8 358/730<br />

St. Pankraz 1957 34,0 98,2 318<br />

Lana 1953 120,0 184,6 478<br />

St. Anton 1952 72,0 249,3 595<br />

Brixen 1936/41 123,9 515,1 160<br />

Kardaun 1929 121,0 590,9 165<br />

Kraftwerk Wiesen-Pfitsch<br />

vorgangsweise<br />

ziele der umweltpläne<br />

Bei der Errichtung mancher Wasserkraftwerke ist es auch<br />

zu einer Beeinträchtigung der Landschaft gekommen,<br />

was mit Belastungen für die Bevölkerung verbunden<br />

war. Mit über 400 Millionen Euro Investitionen soll eine<br />

Wiedergutmachung vorangetrieben werden.<br />

die bestandsaufnahme<br />

Die Bestandsaufnahme umfasst eine Reihe von Untersuchungen,<br />

mit denen die Auswirkungen der Wasserkraft<br />

auf die Umwelt und auf die Bevölkerung beleuchtet und<br />

neu definiert wurden, so unter anderem:<br />

Sammlung vorhandener Messdaten und sonstiger<br />

Grundlagen über Niederschlag und Temperatur<br />

Untersuchung von Restwasser und Abflussschwankungen<br />

im Bachbett (Schwall)<br />

Untersuchung der Verträglichkeit der Wasserkraftanlage<br />

mit anderen Wassernutzungen<br />

Geologische und landschaftsökologische Untersuchungen<br />

Abflussmessungen an mehreren Abschnitten der<br />

Fließgewässer<br />

Vermessungen der Bachbette<br />

Untersuchungen des Fischbestands und der übrigen<br />

Flusslebewesen<br />

Erhebung der biologischen Wasserqualität<br />

Untersuchung der Beschaffenheit des Bachbetts<br />

und der Ufervegetation<br />

erfassung der defizite<br />

Nach der analytischen Aufbereitung der Ergebnisse<br />

der Bestandsaufnahme wurden die Auswirkungen<br />

aufgegliedert auf:<br />

Auswirkungen auf die Gewässer<br />

Auswirkungen auf die Landschaft bzw. das Landschaftsbild<br />

Auswirkungen auf die Bevölkerung<br />

Der Einsatz der Umweltgelder wird das Geschehen in<br />

den Standortgemeinden nachhaltig beeinflussen. Daher<br />

ist es für die Allgemeinheit sicher von Interesse,<br />

Näheres über diese mehr als 400 Millionen Euro und<br />

ihre Zweckbestimmung zu wissen. Nachstehend ein<br />

kurzer Überblick.<br />

Nicht in dieser Tabelle enthalten ist die Kraftwerksanlage<br />

SF Energy GmbH (SF steht für St. Florian, Neumarkt),<br />

welche als letzte dazugekommen ist und vorderhand<br />

in einer gemeinsamen Gesellschaft zwischen der <strong>SEL</strong><br />

GmbH und Dolomiti Energia (Trentino) geführt wird.<br />

Die Standort- bzw. Anrainergemeinden des Südtiroler<br />

Unterlandes (Neumarkt, Salurn, Altrei) haben sich<br />

über die Aufteilung der vorgesehenen Umweltgelder<br />

abgesprochen.<br />

Bei der Erstellung der Umweltpläne wurde zuerst eine<br />

genaue Bestandsaufnahme zur Erfassung der durch die<br />

Kraftwerksanlagen verursachten Defizite durchgeführt.<br />

Dann wurden die einzelnen Umweltmaßnahmen festgelegt,<br />

um schließlich den Umfang der notwendigen<br />

Investitionen für die Umsetzung der vorgeschlagenen<br />

Maßnahmen zu bestimmen.<br />

30 31


UNTERNEHMEN | UMWELTMASSNAHMEN<br />

UMWELTMASSNAHMEN | UNTERNEHMEN<br />

umweltmassnahmen<br />

Aufbauend auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen<br />

wurden Vorschläge sowie effektive Maßnahmen zur<br />

Beseitigung, zum Ausgleich und zur Milderung der erhobenen<br />

Defizite erarbeitet und festgelegt.<br />

Diese Maßnahmen lassen sich in vier Kategorien<br />

unterteilen:<br />

a. Gewässerökologische Umweltmaßnahmen<br />

b. Landschaftsökologische und landschaftsästhetische<br />

Maßnahmen<br />

c. Maßnahmen zugunsten der Bevölkerung<br />

d. Weitere Maßnahmen<br />

Zu den gewässerökologische Umweltmaßnahmen<br />

gehören:<br />

Anhebung der Restwassermengen<br />

Flussmorphologische Maßnahmen<br />

Maßnahmen zur Verringerung der Abflussschwankungen<br />

(Schwall) in den Fließgewässern<br />

Beseitigung von Fassungen an Nebengewässern,<br />

sofern gewässerökologisch von Bedeutung<br />

Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlagen<br />

und somit der Gewässergüte des betroffenen<br />

Fließgewässers<br />

Landschaftsökologische und landschaftsästhetische<br />

Maßnahmen betreffen:<br />

Verbesserung des Landschaftsbildes durch gezielten<br />

Umbau bzw. teilweisen Rückbau von Anlageteilen<br />

Generelle Aufwertung des Landschaftsbildes durch<br />

punktuelle und großflächige Maßnahmen bzw.<br />

Eingriffe<br />

Sichtschutzmaßnahmen (z.B. an den Umspannstationen)<br />

Gezielte Berücksichtigung der wasserwirtschaftlichen<br />

Erfordernisse der Landwirtschaft<br />

Die Maßnahmen zugunsten der Bevölkerung sehen<br />

Folgendes vor:<br />

Unterstützung bei der Verlegung oder Umverlegung<br />

von störenden Hoch- und Mittelspannungsleitungen<br />

Generelle Lärmschutzmaßnahmen im Projektgebiet<br />

Maßnahmen zum Hochwasserschutz<br />

Maßnahmen zur Senkung von Luftverschmutzung<br />

und Feinstaubbelastung<br />

Unterstützung zur Verbesserung des Personennahverkehrs<br />

Sensibilisierung für erneuerbare Energien und<br />

Energieeinsparung sowie für die Umsetzung<br />

konkreter Maßnahmen (z.B. Fernheizwerke)<br />

Unterstützung umweltrelevanter Projekte der<br />

Gemeinden, der Autonomen Provinz Bozen und<br />

der Naturparkverwaltungen auf dem Gebiet der<br />

Standortgemeinden<br />

Unterstützung weiterer Ausgleichsmaßnahmen auf<br />

dem Gebiet der Standortgemeinden<br />

Weitere Maßnahmen betreffen:<br />

Unterstützung der Gemeinden bei der Realisierung<br />

von Schmutz- und Regenwasserleitungen sowie<br />

bei der Wasserversorgung<br />

Unterstützung der Gemeinden bei der Lösung von<br />

Verkehrsproblemen<br />

Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in punkto<br />

Hochwasser, Vermurung, Erdrutsch, Steinschlag<br />

und Lawinensicherheit<br />

Unterstützung der Gemeinden bezüglich der Restfinanzierung<br />

von Unwetterschäden<br />

investitionsgrössen<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> als neuer Konzessionär der betroffenen<br />

elf Großkraftwerke verpflichtet sich in ihren Umweltplänen,<br />

Finanzmittel in Höhe von insgesamt über 400<br />

Millionen Euro für die festgelegten Umweltmaßnahmen<br />

zur Verfügung zu stellen.<br />

dialog zwischen standortgemeinden<br />

und sel<br />

Wichtig für die Durchsetzung der in den Umweltplänen<br />

vorgesehenen Maßnahmen ist das Einvernehmen zwischen<br />

den betroffenen Gemeinden, den zuständigen<br />

Institutionen des Landes und der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>. Zu diesem<br />

Zwecke finden zwischen Standortgemeinden und<br />

<strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> laufend Informationstreffen statt. Zudem<br />

wurden in den einzelnen Gemeinden interne Arbeitsgruppen<br />

eingesetzt, in denen die geplanten Maßnahmen<br />

besprochen wurden/werden und über die<br />

Priorität sowie die zeitliche Abfolge ihrer Verwirklichung<br />

beratschlagt wird.<br />

Wasserfassung Göge<br />

Stausee Welsperg<br />

Fischtreppe am Pidigbach<br />

32 33


ERDGAS | UNTERNEHMEN<br />

ERDGAS<br />

als übergangstechnologie<br />

Gasverteilungsgebiete<br />

Verteilungsgebiet<br />

Verteilungsgebiet und<br />

Versorgung Fernheizwerke<br />

Hauptleitung ohne Versorgung<br />

Versorgung Fernheizwerk<br />

Erdgas nimmt in der Beliebtheitsskala der Energiequellen in Südtirol nur einen<br />

hinteren Rang ein: 8 Prozent setzen es an die erste Stelle (Wasser: 73 Prozent).<br />

Diese Zahl ist richtig zu bewerten. Erdgas wird, wie alle Experten sagen, angesichts<br />

des langsamen, aber unvermeidlichen Abschieds von der Kernenergie – welche<br />

sowohl endlich als auch vom Menschen in letzter Instanz nicht beherrschbar ist –<br />

die Funktion als eine ungemein wichtige Überleitungstechnologie vom Zeitalter<br />

der fossilen zu jenem der erneuerbaren Energie einnehmen. Nach den aktuellen<br />

Berechnungen und Schätzungen wird Erdgas sowohl die durch die Abkehr<br />

von der Kernkraft entstehende Lücke in der Energieversorgung vorübergehend<br />

schließen als auch dann noch – wenn auch in abnehmender Menge – verfügbar<br />

sein, wenn die andere, größte fossile Energiequelle unserer Zeit, das Erdöl,<br />

versiegt sein wird. Es geht um Zeiträume, die von den Experten auf 60 bis 120<br />

Jahre berechnet worden sind. So lange wird die Menschheit sich gerne damit<br />

abfinden, dass die fossile Energiequelle Erdgas noch verfügbar sein wird.<br />

Erdgas hat gegenüber anderen fossilen Energiequellen wie Erdöl und Kohle<br />

einen ökorelevanten Vorteil: Es belastet die Umwelt relativ weniger und ist in<br />

der Versorgung verhältnismäßig problemlos einzusetzen.<br />

Die <strong>SEL</strong> ist mit ihren Tochtergesellschaften <strong>SEL</strong>GAS GmbH und <strong>SEL</strong>GAS NET <strong>AG</strong><br />

– erstere im Verkauf, letztere in der Verteilung – aktiv im Gasgeschäft. Sie versorgt<br />

56 Südtiroler Gemeinden und die<br />

Fraktion Arabba der Belluneser Nachbargemeinde<br />

Buchenstein.<br />

Die <strong>SEL</strong> hat rund 32.000 Gaskunden<br />

und verkaufte im Jahr 2010 an die<br />

123 Millionen Kubikmeter Erdgas.<br />

Erdgasstützpunkt Lana<br />

34<br />

35


STROMVERTEILUNGsnetz | UNTERNEHMEN<br />

stromverteilungsnetz<br />

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Übernahme<br />

der Kraftwerke beschränken sich aber nicht nur auf<br />

Steuereinnahmen, Erträge und Umweltgelder, sondern<br />

werden in der notwendigen schrittweisen Modernisierung<br />

der einzelnen Anlagen einen weiteren Schub<br />

von lang andauernden Investitionen erfahren, die sich<br />

ihrerseits nachhaltig auf die Volkswirtschaft der Standortgemeinden<br />

direkt, aber auch darüber hinaus auf<br />

Südtirol insgesamt auswirken werden. Einheimische<br />

Firmen werden in den kommenden Jahren gezielt und<br />

verstärkt zum Zug kommen.<br />

Dasselbe gilt auch für das Stromverteilungsnetz der<br />

Enel, das die <strong>SEL</strong> mit ihrer Tochtergesellschaft <strong>SEL</strong>NET<br />

GmbH mit 1. Jänner 2011 übernommen hat. Diese Anlagen,<br />

die in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren stark<br />

vernachlässigt wurden, bedürfen in den kommenden<br />

Jahren hoher Investitionen – erwartet wird ein Schnitt<br />

von etwa 15 Millionen Euro pro Jahr.<br />

Auch dafür sind im Verlaufe des Geschäftsjahres 2010<br />

die Weichen gestellt worden. Die <strong>SEL</strong> hat die Verhandlungen<br />

mit Enel Distribuzione, dem bisherigen Netzinhaber,<br />

zu Ende geführt und das Netzwerk um den Betrag<br />

von 79 Millionen Euro erworben, wohl wissend, dass<br />

die Erneuerung und Modernisierung dieses Netzes eine<br />

gewaltige technische Herausforderung verbunden mit<br />

großen Investitionen darstellen würde. Erst genauere<br />

Erhebungen, die seitens der <strong>SEL</strong>NET durchgeführt wurden,<br />

haben diese Annahmen bestätigt. Die <strong>SEL</strong>NET muss<br />

im Mittel- und Niederspannungsbereich Vieles erneuern<br />

und verbessern. Erklärtes Ziel ist es, im gesamten<br />

Territorium Südtirols, das mit dem 5.039 km langen<br />

Stromnetz der <strong>SEL</strong>NET versorgt wird, dieselbe Versorgungssicherheit<br />

und einheitliche Qualität zu garantieren.<br />

Das erwarten sich die Bürgerinnen und Bürger.<br />

Die Verantwortung liegt nicht bei der <strong>SEL</strong>NET allein.<br />

Auch die staatliche Terna, welche staatsweit für das<br />

Hochspannungsnetz zuständig ist, muss in nächster Zeit<br />

eine Reihe von Investitionen nachholen, damit sich die<br />

Verteilungssituation in Südtirol entspannt.<br />

Ein wichtiges Problem, das umgehend einer Lösung<br />

zugeführt werden muss, betrifft die Überlastung der<br />

bestehenden Leitungen in manchen Gebieten Südtirols.<br />

Im Detail ist hier die Problematik darauf zurückzuführen,<br />

dass in den letzten Jahren im ganzen Land zahlreiche<br />

neue Stromproduzenten auf den Plan getreten<br />

sind: Alle jene, welche mit eigenen Anlagen Energie<br />

entweder aus Wasserkraft oder aus Fotovoltaik, Biomasse,<br />

Geothermie und anderen Quellen erzeugen<br />

und diese gemäß bestehender Gesetzgebung ins Netz<br />

einspeisen können müssen. Hier sind, besonders auch<br />

in landwirtschaftlichen Gebäuden, hohe Investitionen<br />

vorgenommen worden, in der Erwartung, dass der<br />

erzeugte Strom abgenommen und entsprechend abgegolten<br />

wird.<br />

Zahlreiche dieser Kleinunternehmen können ihren Strom<br />

aber nicht ins Netz einspeisen, weil das Netz übersättigt<br />

ist und keine zusätzliche Produktion mehr aufnehmen<br />

und weiterleiten kann. Das bedeutet, dass diese Betriebe<br />

ihre Investitionen mangels Absatzmöglichkeit des<br />

Stroms nicht plangemäß amortisieren können. Daraus<br />

entstehen wirtschaftliche Notlagen, vor allem in der<br />

Landwirtschaft, welchen möglichst schnell Abhilfe geschaffen<br />

werden muss: eine Aufgabe, an deren Erfüllung<br />

auch die <strong>SEL</strong>-Gruppe größtes Interesse hat.<br />

Kennzahlen Stromverteilung<br />

Leitungsnetz, Mittelspannung<br />

2.250 km<br />

Leitungsnetz, Niederspannung<br />

2.789 km<br />

Leitungsnetz gesamt<br />

5.039 km<br />

Übergabestellen ca. 97.000<br />

Umspannwerke 9<br />

Umspannstationen 2.328<br />

Versorgte Gemeinden (vollständig oder zum Teil) 97<br />

Rote Zonen gemäß Beschluss AEEG Nr. 125/2010 23<br />

Mitarbeiter 96<br />

36<br />

37


VORSCHAU | UMSETZUNG DER ZIELE<br />

die ersten monate<br />

2011<br />

Vorschau 2011<br />

Das Jahr 2011 ist für die <strong>SEL</strong>-Gruppe in mehrerlei Hinsicht ein bedeutungsvolles<br />

Jahr. Die <strong>SEL</strong> vollendet ihr zehntes operatives Jahr und plant zu diesem Anlass<br />

eine Reihe von Veranstaltungen für Öffentlichkeit, Kunden, Stakeholder und<br />

Shareholder, um den eigenen Werdegang deutlich zu machen und die eigene<br />

Rolle für die Südtiroler Volkswirtschaft zu betonen.<br />

v.l.n.r.: <strong>SEL</strong>-Zukunftstagung, <strong>SEL</strong>-Mitarbeiterfest Kaltern, Tanzsommer Bozen<br />

KONZESSIONEN IN KRAFT<br />

In die ersten Monate 2011 fallen mehrere wichtige Ereignisse: mit 1. Jänner 2011<br />

treten die der <strong>SEL</strong> vom Land übertragenen Konzessionen für die Führung der<br />

vormaligen Enel-Kraftwerke in Kraft. Damit ist die <strong>SEL</strong>, was die Übernahme<br />

der heimischen Wasserkraft aus den Händen von Edison und Enel anbetrifft,<br />

am Ziel angelangt.<br />

ENEL-STROMNETZ AN <strong>SEL</strong>NET<br />

Ebenfalls zum 1. Jänner 2011 geht das Enel-Stromnetz in Südtirol – es handelt<br />

sich um rund 5.039 Kilometer Netz in Nieder- und Mittelspannung – an die<br />

<strong>SEL</strong> (<strong>SEL</strong>NET GmbH) über. <strong>SEL</strong>NET beschließt ein erstes umfangreiches Investitionsprogramm<br />

von knapp 16 Millionen Euro in dieses Netz, das erheblichen<br />

Aufholbedarf aufweist. Die <strong>SEL</strong> stellt über ein Gesellschaftsdarlehen die ent-<br />

38<br />

39


UMSETZUNG DER ZIELE | VORSCHAU<br />

VORSCHAU | UMSETZUNG DER ZIELE<br />

sprechenden Finanzmittel der <strong>SEL</strong>NET zur Verfügung,<br />

sodass bereits im ersten Jahr ein Investitionsprogramm<br />

anläuft. Dieser Investitionsrhythmus soll in etwa auch<br />

in den kommenden Jahren beibehalten werden, damit<br />

das Verteilernetz landesweit den hohen Standard erreicht,<br />

den sich die Bevölkerung erwartet.<br />

Die PLUSPRODUKTE der sel<br />

Der passende Stromtarif für jeden Haushalt<br />

STROMPRODUKTION<br />

Die Produktion von sauberer und erneuerbarer Energie<br />

in den Wasserkraftwerken der <strong>SEL</strong>-Gruppe (<strong>SEL</strong>-<br />

EDISON, Hydros, SE Hydropower) sowie weiterer<br />

Kraftwerke, an denen die <strong>SEL</strong> beteiligt ist (Enerpass,<br />

TEW, Winnebach, Welsperg, Göge), läuft in den ersten<br />

Monaten 2011 auf der Basis der Niederschläge (diese<br />

sind bisher im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger<br />

ausgefallen) und der Schneeschmelze weiter.<br />

Einfach und kostenlos wechseln!<br />

<strong>SEL</strong> INFO-Kundenbüro in Auer<br />

UMWELTGELDER<br />

Initiative Elektroradverleih im Vinschgau in Kooperation<br />

mit „Südtirol Rad“. Gruppenfoto mit <strong>SEL</strong>-Präsident<br />

Stocker (Mitte) und Linda Stricker (2. von links)<br />

INTERNE KONSOLIDIERUNG<br />

die plusPRODUKTE der <strong>SEL</strong><br />

Nach eingehenden Vorarbeiten 2010 sind Mitte März<br />

2011 von der <strong>SEL</strong> (Stromlieferant <strong>SEL</strong>TRADE) zusätzlich<br />

zu dem bereits eingeführten „FamilienPlusPaket“ drei<br />

neue Produkte in den freien Strommarkt eingeführt<br />

worden: Günstige Angebote – mit Preisabschlägen von<br />

10 und mehr Prozent – für Singles und Ehepaare ohne<br />

Kinder, für Personen ab 60 Jahren, für Menschen mit<br />

Behinderung. Dadurch wird die gesamte Bevölkerung<br />

angesprochen, und es bleibt niemand mehr von den<br />

Begünstigungen ausgeschlossen. Diese neuen Produkte<br />

werden derzeit mit Nachdruck vermarktet, und sie finden<br />

in der Bevölkerung ein sehr gutes Echo.<br />

Für die einheimische Wirtschaft gelten auch 2011 die<br />

günstigen Preisangebote, die in den vergangenen Jahren<br />

mit Verbänden und Einzelunternehmen vereinbart und<br />

periodisch erneuert wurden.<br />

www.sel.bz.it<br />

sel info-kundenbüros<br />

Als erstes neues <strong>SEL</strong> INFO-Kundenbüro wurde im<br />

Frühjahr 2011 jenes in Auer offiziell seiner Bestimmung<br />

übergeben. Ein weiteres, jenes in Klausen, wird<br />

noch 2011 folgen. In den kommenden Jahren werden<br />

weitere Kundenbüros auf das gesamte Territorium<br />

verteilt folgen.<br />

Ebenso laufen die Planungsarbeiten und die Kontakte<br />

mit den Anrainergemeinden, was den Einsatz und die<br />

Aufteilung der Umweltgelder angeht, welche mit der<br />

Gewährung der Konzessionen verbunden sind, weiter.<br />

Die Gemeinden sind dabei, sich weitgehend über die<br />

Aufteilung dieser Mittel zu einigen (insgesamt sind es<br />

über 400 Millionen Euro für die 30jährige Laufzeit der<br />

Konzessionen).<br />

GREEN MOBILITY<br />

Das Projekt „green mobility“, mit welchem die saubere<br />

und erneuerbare Energie im Mobilitätsbereich immer<br />

stärker Fuß fassen soll, ist angelaufen, und es sind eine<br />

Reihe von Veranstaltungen, verteilt auf das gesamte<br />

Land, programmiert und zum Teil bereits abgewickelt,<br />

mit denen die Bevölkerung auf die Chance der grünen<br />

Energie aufmerksam gemacht wird.<br />

Im organisatorischen und Personalbereich wird die Konsolidierung,<br />

Harmonisierung und auch Erweiterung der<br />

Mitarbeiteranzahl gezielt weiter betrieben. Die Anzahl<br />

ist inzwischen auf rund 415 gestiegen, weitere Aufnahmen<br />

stehen an. Die <strong>SEL</strong> wird auch in dieser Hinsicht<br />

ihrer Rolle als wichtiger Arbeitgeber mit Arbeitsplätzen<br />

von hohem technologischem Gehalt gerecht.<br />

NETZÜBERNAHME DURCH<br />

GEMEINDEN<br />

Im Verlaufe des Jahres 2011 können die Südtiroler Gemeinden<br />

bei der Landesverwaltung ihre Anträge auf<br />

Übernahme von Teilen des Stromverteilernetzes einbringen.<br />

Die <strong>SEL</strong>NET-Führung ist seit Jahresbeginn im<br />

Land unterwegs, um die Gemeinden über diese Möglichkeiten<br />

und ihre Auswirkungen zu informieren.<br />

40 41


UMSETZUNG DER ZIELE | VORSCHAU<br />

VORSCHAU | UMSETZUNG DER ZIELE<br />

ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN<br />

Die Solidität des Unternehmens <strong>SEL</strong> ist für die Zukunft<br />

gesichert, sowohl in finanzieller wie auch in operativer<br />

Hinsicht. In den kommenden Jahren sind große Investitionen<br />

in den verschiedenen Kraftwerksanlagen erforderlich,<br />

um diese Anlagen auf den letzten technischen<br />

Stand zu bringen und die Produktionsbedingungen zu<br />

optimieren. Diese Investitionen werden die heimische<br />

Wirtschaft, ebenso wie die Umweltinvestitionen, befruchten.<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> wird in Zukunft ihre enge Verbindung zu<br />

Territorium und Bevölkerung weiter vertiefen, indem<br />

sie mit den Gemeinden kooperiert, ihre Angebote auf<br />

dem freien Energiemarkt weiter verbessert und für die<br />

in Zukunft geplanten Initiativen neue Kooperationen<br />

mit den örtlichen Körperschaften verfolgt.<br />

Die energiepolitische Eigenständigkeit wird zunehmen<br />

und von der Bevölkerung noch stärker als bisher verstanden<br />

und mitgetragen werden.<br />

Ziel der <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> ist es, für ganz Südtirol auf eine Abstimmung<br />

aller Energie erzeugenden Unternehmen<br />

und Einrichtungen hinzuarbeiten, die synergischen Effekte<br />

besser zu nutzen, die Energieeffizienz und das<br />

Energiesparen als wesentlichen Teil der Energiepolitik<br />

aufzuwerten, und dies alles auf der Ebene einer vernünftigen,<br />

wirtschaftlich vertretbaren, sozial dimensionierten<br />

Handhabung der wertvollen heimischen<br />

Energieressourcen.<br />

Auch in Südtirol ist das „Energieklima“ durch die tragischen<br />

Ereignisse in Japan (Fukushima) nachhaltig beeinflusst<br />

worden. Dieser „Supergau“ wird allgemein als<br />

Anlass für die entscheidende Wende in der globalen<br />

Energieversorgung gesehen. Die Atomenergie hat in<br />

den Augen der globalen Öffentlichkeit ihre Attraktivität<br />

weitgehend eingebüßt, und man beginnt, sich auf<br />

das Zeitalter nach der Atomenergie einzustimmen.<br />

Erste Maßnahmen sind bereits in mehreren Ländern<br />

der EU sowie von den politisch Verantwortlichen der<br />

Gemeinschaft getroffen worden.<br />

Eine direkte Folge dieser Vorgänge ist die Aufwertung<br />

der sauberen und erneuerbaren Energie. Südtirol mit<br />

seinen sauberen und erneuerbaren Energiequellen kann<br />

sich erwarten, dass seine Energieproduktion an Wert<br />

und Bedeutung gewinnt, und dass seine Ressourcen<br />

generell in den kommenden Jahren eine weitere Aufwertung<br />

erfahren werden. Es wird daher ein Ziel der<br />

<strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> in den nächsten Jahren sein, die einheimischen<br />

Energieressourcen umweltgerecht zu nutzen und einen<br />

moderaten Ausbau dieser Nutzung im Interesse einer<br />

abgestimmten und vorsorgenden Energieversorgung<br />

zu sichern.<br />

42 43


konzernabschluss 2010 | bilanz<br />

konzernabschluss 2010 | bilanz<br />

bilanz<br />

der <strong>SEL</strong> aG<br />

Konzernabschluss 2010<br />

Der <strong>SEL</strong> ag<br />

II<br />

MATERIELLES ANL<strong>AG</strong>EVERMÖGEN<br />

1) Grundstücke und Bauten 49.690.610 41.683.376<br />

2) Anlagen und Maschinen 277.780.885 220.870.201<br />

3) Betriebs- und Geschäftsausstattung 726.717 652.052<br />

4) Sonstige Güter 1.522.187 1.526.541<br />

5) Im Entstehen befindliches Anlagevermögen und Anzahlungen 8.127.586 4.922.895<br />

Vermögensbilanz<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (II) 337.847.985 269.655.065<br />

AKTIVA 31.12.2010 31.12.2009<br />

B) ANL<strong>AG</strong>EVERMÖGEN<br />

III<br />

FINANZANL<strong>AG</strong>EN<br />

1) Beteiligungen an:<br />

a) abhängigen Unternehmen<br />

I<br />

IMMATERIELLES ANL<strong>AG</strong>EVERMÖGEN<br />

1) Aufwendungen für die Errichtung und Erweiterung des Unternehmens 1.885 4.218<br />

2) Aufwendungen für Forschung, Entwicklung und Werbung<br />

3) Rechte aus gewerblichen Patenten und Rechte auf Nutzung geistiger Werke 310.674 69.926<br />

4) Konzessionen, Lizenzen, Marken und ähnliche Rechte 102.296.204 112.234.597<br />

5) Geschäftswert 642.400 963.600<br />

5 bis) Konsolidierungsdifferenz 3.880.481 4.178.979<br />

6) Im Entstehen befindliches Anlagevermögen und Anzahlungen<br />

7) Sonstiges 1.413.427 600<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (I) 108.545.071 117.451.920<br />

b) verbundenen Unternehmen 67.524.447 28.339.727<br />

c) herrschenden Unternehmen<br />

d) anderen Unternehmen 180.844.123 187.326.374<br />

2) Forderungen:<br />

d) gegen andere innerhalb 12 Monate 250.872 250.872<br />

gegen andere über 12 Monate 4.224.449 4.411.777<br />

3) Sonstige Wertpapiere<br />

4) Eigene Aktien unter Angabe auch des Gesamtnennwertes<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (III) 252.843.891 220.328.750<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> ANL<strong>AG</strong>EVERMÖGEN (B) 699.236.947 607.435.735<br />

44 45 46


geschäftsverlauf | bilanz<br />

bilanz | konzernabschluss 2010<br />

konzernabschluss 2010 | bilanz<br />

GESCHÄFTSVERLAUF 2010 UND SITUATION DER<br />

<strong>SEL</strong> GRUPPE<br />

Die Muttergesellschaft Südtiroler Elektrizitätsaktiengesellschaft unterliegt der<br />

Leitung und Koordinierung von Seiten der Autonomen Provinz Bozen im Sinne<br />

des Art. 2497 ZGB.<br />

Sel ag<br />

Unternehmensführung<br />

(am 31. 12. 2010)<br />

Die Gruppe ist im Energiebereich und im Klimaschutz tätig. Zu den Hauptgeschäftsfeldern<br />

gehören dabei Strom, Gas, Wärme und Tätigkeiten im Bereich<br />

Klimaschutz. Mit dieser Palette von Dienstleistungen macht sich die Gruppe zu<br />

einem verlässlichen Partner in den angeführten Bereichen. Die Dienstleistungen<br />

reichen von der Produktion bis hin zum Import, Vertrieb und Handel von<br />

elektrischer Energie, der Verteilung und dem Vertrieb sowie Handel von Erdgas,<br />

während in der Wärmeversorgung diese produziert und an die Kunden über<br />

Fernwärmesysteme abgegeben wird. Das Versorgungsgebiet umfasst hauptsächlich<br />

Südtirol.<br />

Die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> kontrolliert die Gesellschaften <strong>SEL</strong>GAS <strong>AG</strong>, die ihrerseits 100% der<br />

Energas Südgas GmbH hält, die <strong>SEL</strong>TRADE <strong>AG</strong>, die Fernheizwerk Sexten GmbH,<br />

die Fernheizwerk Klausen GmbH, die Ecotherm GmbH, die <strong>SEL</strong>NET GmbH<br />

und die <strong>SEL</strong> GmbH, welche die Eisack Energie <strong>AG</strong>, die Rienz Energie GmbH,<br />

die Gaderwerk Konsortial-GmbH und die Hydros GmbH kontrolliert.<br />

Das Haushaltsjahr 2010 stellte die <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>, neben der Fortführung ihrer institutionellen<br />

Tätigkeit in den drei Kernbereichen Strom, Gas und Wärme, vor eine<br />

Reihe von zusätzlichen Aufgaben verschiedenster unternehmerischer Natur.<br />

Es handelte sich um Aufgaben, die mit dem schnellen Wachstum unseres Unternehmens<br />

gekoppelt sind. Es waren Aufgaben, die sich aus dem breiten Feld<br />

ergeben, in dem unser Unternehmen tätig ist.<br />

Präsident:<br />

Klaus Stocker<br />

Generaldirektor:<br />

Maximilian Rainer<br />

Verwaltungsrat:<br />

Vizepräsident: Giorgio Carnielli<br />

Mitglieder: Karl Ferrari,<br />

Konrad Klaus Pfitscher,<br />

Alfred Plank<br />

Überwachungsrat:<br />

Präsident: Franz Pircher<br />

Mitglieder: Mario Biddiri,<br />

Josef Vieider<br />

C) UMLAUFVERMÖGEN<br />

I VORRÄTE<br />

1) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.316.510 1.225.955<br />

2) In Herstellung befindliche und halbfertige Erzeugnisse<br />

3) In Ausführung befindliche Arbeiten auf Bestellung 2.303.238 2.617.072<br />

4) Fertige Erzeugnisse und Waren 6.163.717 1.312.484<br />

5) Anzahlungen 5.100<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (I) 11.783.465 5.160.611<br />

II FORDERUNGEN<br />

1) gegen Kunden innnerhalb 12 Monate 59.336.221 46.543.684<br />

gegen Kunden über 12 Monate<br />

2) gegen abhängige Unternehmen innerhalb 12 Monate<br />

gegen abhängige Unternehmen über 12 Monate<br />

3) gegen verbundene Unternhemen innerhalb 12 Monate 411.659 428.590<br />

gegen verbundene Unternehmen über 12 Monate<br />

4) gegen beherrschende Unternehmen innerhalb 12 Monate<br />

III<br />

IV<br />

FINANZVERMÖGEN, DAS KEIN ANL<strong>AG</strong>EVERMÖGEN DARSTELLT<br />

1) Beteiligungen an abhängigen Unternehmen<br />

2) Beteiligungen an verbundenen Unternehmen<br />

3) Beteiligungen an beherrschenden Unternhemen<br />

4) Andere Beteiligungen<br />

5) Eigene Aktien, unter Angabe auch des Gesamtnennwertes<br />

6) Sonstige Wertpapiere<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (III) - -<br />

FLÜSSIGE MITTEL<br />

1) Einlagen bei Banken und bei der Post 29.489.350 13.278.311<br />

2) Schecks<br />

Die Gruppe ist ausreichend kapitalisiert und in der Lage, mittel- und langfristig<br />

ein finanzielles Gleichgewicht zu halten.<br />

gegen beherrschende Unternehmen über 12 Monate<br />

4-bis) Guthaben abgabenrechtlicher Natur innerhalb 12 Monate 7.900.897 4.581.382<br />

3) Kassenbestand in Geld und Wertzeichen 13.196 13.744<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (IV) 29.502.546 13.292.055<br />

Die Beziehungen der Gesellschaften innerhalb der Gruppe sind von einer engen<br />

Zusammenarbeit im organisatorischen und im wirtschaftlichen Bereich gekennzeichnet.<br />

Auch die Beziehungen der Gruppe zu den verbundenen Gesellschaften sind<br />

von einer engen Zusammenarbeit im organisatorischen und im wirtschaftlichen<br />

Bereich gekennzeichnet.<br />

Guthaben abgabenrechtlicher Natur über 12 Monate<br />

4-ter) Steuervorauszahlungen innerhalb 12 Monate 4.802.900 3.355.702<br />

Steuervorauszahlungen über 12 Monate<br />

5) gegen Andere innerhalb 12 Monate 4.752.936 5.959.701<br />

gegen Andere über 12 Monate - 27.553<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (II) 77.204.613 60.896.612<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> UMLAUFVERMÖGEN (C) 118.490.624 79.349.278<br />

D) ANTIZIPATIVE UND TRANSITORISCHE RECHNUNGSABGRENZUNG<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> RECHNUNGSABGRENZUNGEN (D) 2.855.688 2.024.985<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> AKTIVA 820.583.259 688.809.998<br />

47 48<br />

49


ilanz | konzernabschluss 2010<br />

konzernabschluss 2010 | bilanz<br />

PASSIVA 31.12.2010 31.12.2009<br />

A) EIGENKAPITAL<br />

I Gesellschaftskapital 305.500.000 286.000.000<br />

II<br />

III<br />

Rücklage aus dem Aufpreis auf Aktien<br />

Aufwertungsrücklagen<br />

IV Gesetzliche Rücklage 2.289.153 2.067.672<br />

V<br />

VI<br />

Satzungsmäßige Rücklagen<br />

Rücklage für eigene Aktien im Vermögensbestand<br />

VII Andere Rücklagen 60.888.039 28.635.229<br />

- davon freiwillige Rücklage 36.123.751 28.635.226<br />

- davon Rücklage für net equity Aufwertungen 24.764.284<br />

- davon Rundung 4 3<br />

VIII Vorgetragene Jahresgewinne (-Verluste) (4.584.952) 605.155<br />

IX Jahresgewinn (-Verlust) 7.741.914 6.744.115<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> 371.834.154 324.052.171<br />

ANTEILE DRITTER<br />

1) Am Gesellschaftskapital und Rücklagen 53.256.999 44.798.664<br />

2) Am Jahresergebnis 6.352.749 4.932.699<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> DRITTER 59.609.748 49.731.363<br />

GESAMTES KONSOLIDIERTES EIGENKAPITAL (A) 431.443.902 373.783.534<br />

B) FONDS FÜR RISIKEN UND LASTEN<br />

1) Für Ruhestandsbezüge und ähnliche Verbdindlichkeiten 3.318 2.111<br />

2) Für Steuern, einschließlich der gestundeten 43.954.316 49.015.978<br />

3) Sonstige 7.681.776 5.446.095<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> FONDS FÜR RISIKEN UND LASTEN (B) 51.639.410 54.464.184<br />

C) ABFERTIGUNGEN FÜR ARBEITNEHMER<br />

- Abfertigungen für Arbeitnehmer 4.301.222 2.994.861<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG (C) 4.301.222 2.994.861<br />

D) VERBINDLICHKEITEN<br />

1) Schuldverschreibungen innerhalb 12 Monate<br />

Schuldverschreibungen über 12 Monate<br />

2) Wandelschuldverschreibungen innerhalb 12 Monate<br />

Wandelschuldverschreibungen über 12 Monate<br />

3) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Finanzierungen innerhalb 12 M. 22.758.400 24.844.633<br />

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Finanzierungen über 12 Monate 2.608.400<br />

4) Verbindlichkeiten gegenüber Banken innerhab 12 Monate 58.017.250 157.394.395<br />

Verbindlichkeiten gegenüber Banken über 12 Monate 164.722.017 3.383.552<br />

5) Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern innerhalb 12 Monate 725.887 278.258<br />

Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern über 12 Monate 933.023 2.085.613<br />

6) Anzahlungen innerhalb 12 Monate 1.789.686 825.000<br />

Anzahlungen über 12 Monate<br />

7) Verbindlichkeiten gebenüber Lieferanten innerhalb 12 Monate<br />

Verbindlichkeiten gebenüber Lieferanten über 12 Monate<br />

8) Verbindlichkeiten aus Wertpapieren innerhalb 12 Monate<br />

Verbindlichkeiten aus Wertpapieren über 12 Monate<br />

9) Verbindlichkeiten gegenüber abhängigen Unternehmen innerhalb 12 Monate<br />

Verbindlichkeiten gegenüber abhängigen Unternehmen über 12 Monate<br />

10) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb 12 Monate 1.226.883 1.931.893<br />

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über 12 Monate<br />

11) Verbindlichkeiten gegenüber beherrschenden Unternehmen innerhalb 12 Monate<br />

Verbindlichkeiten gegenüber beherrschenden Unternehmen über 12 Monate<br />

50 51


ilanz | konzernabschluss 2010<br />

konzernabschluss 2010 | bilanz<br />

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 31.12.2010 31.12.2009<br />

A) BETRIEBLICHE ERTRÄGE<br />

1) Erträge aus Verkäufen und Leistungen 268.413.172 241.071.673<br />

2)<br />

Veränderungen der Vorräte an in Herstellung befindlichen, halbfertigen und<br />

fertigen Erzeugnissen<br />

3) Veränderungen der in Ausführung befindlichen Arbeiten auf Bestellung 227.550 1.323.125<br />

4) Zuwächse des Anlagevermögens durch Eigenleistungen 426.505 532.025<br />

5)<br />

Sonstige Erträge und Einnahmen 3.160.730 5.289.095<br />

- davon Betriebszuschüsse 127.249 311.549<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> BETRIEBLICHE ERTRÄGE (A) 272.227.957 248.215.918<br />

B) BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN<br />

6) Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren 144.882.840 125.591.059<br />

7) Aufwand für Dienstleistungen 36.708.068 29.976.941<br />

8) Aufwand für die Nutzung von Gütern Dritter 12.371.796 11.468.354<br />

9) Personalaufwand 12.251.781 11.502.994<br />

12) Verbindlichkeiten aus Abgaben innerhalb 12 Monate 7.903.060 12.332.472<br />

Verbindlichkeiten aus Abgaben über 12 Monate<br />

13) Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen innerhalb 12 Monate 923.338 852.116<br />

Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen über 12 Monate<br />

14) Sonstige Verbindlichkeiten innerhalb 12 Monate 10.225.202 6.601.803<br />

Sonstige Verbindlichkeiten über 12 Monate<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> VERBINDLICHKEITEN (D) (D) 316.656.153 246.999.351<br />

E) ANTIZIPATIVE UND TRANSITORISCHE RECHNUNGSABGRENZUNG<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> RECHNUNGSABGRENZUNGEN (E) 16.542.572 10.568.068<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> PASSIVA 820.583.259 688.809.998<br />

a) Löhne und Gehälter 8.757.327 8.125.421<br />

b) Soziale Lasten 2.783.113 2.783.632<br />

c) Abfertigungen 634.959 539.671<br />

d) Ruehstandsbezüge und ähnliche Zahlungen 21.572 28.912<br />

e) Sonstige Aufwendungen 54.810 25.358<br />

10) Abschreibungen und Wertminderungen 35.751.686 41.986.748<br />

a) Abschreibung des immateriellen Anlagevermögens 10.856.112 10.643.462<br />

b) Abschreibung des Sachanlagevermögens 24.181.259 30.471.441<br />

c) Sonstige Wertminderungen des Anlagevermögens - 74.073<br />

d) Wertminderungen der im Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen<br />

und sonstige flüssige Zahlungsmittel<br />

714.315 797.772<br />

11) Veränderungen der Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren (3.405.731) 36.418<br />

12) Rückstellungen für Risiken - 91.231<br />

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ilanz | konzernabschluss 2010<br />

konzernabschluss 2010 | bilanz<br />

13) Sonstige Rückstellungen 1.930.094 1.406.515<br />

14) Andere betriebliche Aufwendungen 2.647.810 5.854.177<br />

BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN (B) 243.138.344 227.914.437<br />

DIFFERENZ ZWISCHEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN (A-B) 29.089.613 20.301.481<br />

C) EINNAHMEN AUS FINANZANL<strong>AG</strong>EN UND FINANZIERUNGSLASTEN<br />

E) AUSSERORDENTLICHE EINNAHMEN UND LASTEN<br />

20) Einnahmen 120.727 261.919<br />

21) Lasten 1.505.389 614.551<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (20 - 21) (1.384.662) (352.632)<br />

ERGEBNIS VOR STEUERN (A - B + - C + - D + - E) 25.555.791 18.251.573<br />

15) Einnahmen aus Beteiligungen 4.476.499 32.937<br />

22)<br />

Steuern auf das Einkommen aus dem Geschäftsjahr, und zwar laufende,<br />

gestundete und vorausgezahlte<br />

11.461.128 6.574.759<br />

16) Sonstige Einnahmen aus Finanzanlagen 393.144 487.049<br />

a) aus im Anlagevermögen ausgewiesenen Forderungen 203.503 101.906<br />

b) aus im Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapieren, die keine<br />

Beteiligungen darstellen<br />

23) Gewinn (Verlust) des Geschäftsjahres 14.094.663 11.676.814<br />

- Jahresüberschuss Dritter 6.352.749 4.932.699<br />

JAHRESÜBERSCHUSS DER GRUPPE 7.741.914 6.744.115<br />

c) aus im Umlaufvermögen ausgewiesenen Wertpapieren, die keine<br />

Beteiligungen darstellen<br />

d) andere Einahmen als die vorhergehenden 189.641 385.143<br />

17) Zinsen und andere Finanzierungslasten 3.764.423 4.862.141<br />

17-bis)<br />

Kursgewinne und Kursverluste<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (15 + 16 - 17 + - 17 BIS) 1.105.220 (4.342.155)<br />

D) WERTBERICHTIGUNGEN DES FINANZVERMÖGENS<br />

18) Aufwertungen<br />

a) von Beteiligungen 3.373.425 2.690.823<br />

19) Abwertungen<br />

a) von Beteiligungen 6.627.805 45.944<br />

GESAMTBETR<strong>AG</strong> (18 - 19) (3.254.380) 2.644.879<br />

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IMPRESSUM<br />

<strong>SEL</strong> <strong>AG</strong> - Südtiroler Elektrizitätsaktiengesellschaft<br />

I-39100 Bozen | Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 9<br />

T +39 0471 060 700 | F +39 0471 060 703<br />

www.sel.bz.it<br />

Redaktion: <strong>SEL</strong>-Konzernkommunikation und Public Relations<br />

Konzept und Grafik: Projekt21: mediendesigngmbh<br />

Fotos: <strong>SEL</strong> <strong>AG</strong>, Oskar Dariz, istock, FotoTappeiner, Andreas Marini<br />

Druck: Lanarepro – Bogenoffset, Farbe auf Basis nachwachsender Rohstoffe, mineralölfrei<br />

Papier: chlorfrei gebleicht und FSC zertifiziert<br />

Oktober 2011<br />

Irrtümer, Satz- und Druckfehler vorbehalten.<br />

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