Regelmäßige Veranstaltungen - aktive Senioren in Maintal

seniorenaktiv.maintal.de

Regelmäßige Veranstaltungen - aktive Senioren in Maintal

Wenn die Heimkosten

nicht (mehr) bezahlt werden können

(BIVA) - Der Anteil der Nicht-Selbstzahler unter

den Bewohnern von Einrichtungen wächst. Viele

Rat-suchende melden sich bei uns, weil sie die

Kosten für eine stationäre Einrichtung von vorneherein

nicht oder im Laufe des Heimvertragsverhältnisses

nicht mehr selbst tragen können.

Um Heimkostenausfälle zu vermeiden, sollte

daher umgehend gehandelt werden.

Kann eine Bewohnerin oder ein Bewohner einer

Einrichtung seinen Kostenanteil nach Abzug des

Anteils der Pflegekasse nicht selbst tragen, so hat er

einen Anspruch auf Unterstützung durch den zuständigen

Sozialhilfeträger. Um in den Genuss dieser

Unterstützung zu gelangen, muss dort jedoch unverzüglich

ein Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden. Da

sich immer noch einige Bewohnerinnen und Bewohner

vor diesem Gang scheuen oder Betreuer trotz

Mitwirkungspflicht die erforderlichen Unterlagen

nicht bzw. nicht rechtzeitig beim zuständigen Sozialhilfeträger

einreichen, gibt es immer wieder

Probleme.

Um Abhilfe zu schaffen, kann auch der Träger der

Einrichtung mit einer sogenannten Bedarfsmitteilung

an den Sozialhilfeträger ins Geschehen eingreifen.

Dieser befragt nach Eingang einer Bedarfsmitteilung

den Bewohner oder die Bewohnerin bzw. den

gesetzlichen Vertreter mittels Fragebogen zu den

persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, um

den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Die Sozialhilfe

setzt nach § 18 SGB XII grundsätzlich ein, sobald

dem Sozialhilfeträger bekannt wird, dass die Leistungsvoraussetzungen

vorliegen. Dazu genügt es

einer mündlichen oder schriftlichen Mitteilung durch

den Hilfesuchenden oder einen Dritten wie z.B. dem

Träger der Einrichtung. Allerdings kann auch erst ab

diesem Zeitraum der Kenntnisnahme Sozialhilfe

gewährleistet werden.

Bereits bei Aufnahme in eine Einrichtung sollte

daher geklärt werden, ob die Einnahmen des Bewohners,

wie z.B. die Rente, für die anfallenden

Kosten ausreichend sind. Der Einrichtungsträger

sollte daneben vorsorglich ausdrücklich auf die

Möglichkeiten der Sozialhilfe hinweisen. Zeigt sich

bereits vor dem Einzug (aber auch während der

gesamten Wohndauer), dass die finanziellen Mittel

voraussichtlich nicht (mehr) ausreichen werden,

kann eine Bedarfsanzeige seitens des Trägers vorgenommen

werden. Unterlässt der Träger der

Einrichtung dies vor dem Einzug des Bewohners,

geht ein eventueller finanzieller Nachteil zu seinen

Lasten. Aber auch die Bewohnerin oder der

Bewohner selber sollten sich nicht scheuen, sich an

den zuständigen Sozialhilfeträger zu wenden.

Meistens ist dies weniger unangenehm als wegen

der ausbleibenden Rechnungsbeträge angegangen

zu werden. (Quelle: BIVA.de)

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Beobachtungen und Gespräche

in Seniorenheimen

(KT) - Ich traf vor mehr als einem Jahr einen Heimbewohner

(93 Jahre alt, Professor der Theologie)

der mir folgendes sagte: "Ich sieze das Personal in

diesem Hause aus Respekt vor dem was diese

Menschen leisten, aber ich erwarte, dass mich das

Personal ebenfalls siezt aus Respekt vor mir. Leider

muss ich feststellen, dass die Leitungsebene nicht

fähig ist, dies hier durchzusetzen."

Eine derartige Aussage macht mich betroffen, da

ich in vielen Heimen die Erfahrung mache, dass sich

das Personal insgesamt Mühe gibt, die Grundformen

der Höflichkeit zu beachten. Als ich die Heimleitung

auf diese Aussage ansprach, war man sehr

erschrocken. Mir wurde versichert, das Pflegepersonal

würde immer und fast täglich darauf hingewiesen,

die Formen der Höflichkeit zu beachten.

Beim Nachhaken erfuhr ich auch den Grund für dieses

Fehlverhalten. Es gäbe nur wenig Stammpersonal

und auf die Aushilfen habe man nur wenig Einfluss,

da diese nur selten im Hause seien.

Diese Erfahrung führte mich erneut zu einem der

Grundsätze der Charta für Menschenwürde:

Jedes Altenheim, jede Seniorenresidenz und jedes

Pflegeheim ist primär das Zuhause der Bewohner

und erst an zweiter Stelle der Arbeitsplatz des Personals.

Daraus ergibt sich die Tatsache, das Personal

muss sich nach den Bedürfnissen der Bewohner

und nicht die Bewohner nach dem Tagesablauf des

Personals richten.

In vielen Heimen, die ich besucht habe, wird auf diese

Dinge wirklich geachtet. Dennoch finde ich häufig

Mitarbeiter die "OMA" oder "OPA" zu den Bewohnern

sagen. Im Gespräch stellt sich dann heraus,

junge Mitarbeiter glauben, damit eine Vertrautheit

herstellen und sind doch leider nur unhöflich.

Als ich vor kurzer Zeit die oben erwähnte Einrichtung

nach einem Jahr erneut besuchte lief mir der

nunmehr 94-jährige Professor über den Weg. Er erkannte

mich sofort und verhalf mir zu einem Erfolgserlebnis,

als es sagte: "Seit Ihrem Besuch vor einem

Jahr hat sich hier vieles zum Guten verändert

.Ausrutscher wie damals gibt es nicht mehr. Ich bin

hier rundherum zufrieden."

nur den Bleistift benutze:

1. Mit einem Bleistift kann man nur ordentlich schreiben,

wenn man ihn richtig hält. Genau wie im Leben

kommt es immer auf die richtige Haltung an.

2. Wenn man den Bleistift zu fest aufdrückt, bricht

die Spitze ab. Man muss einhalten und den Anspitzer

nutzen, um weiter schreiben zu können. Aber

der Bleistift wird dadurch auch kürzer. Wie im Leben

muss man mal etwas abbrechen und neu beginnen

und die Zeit wird von Mal zu Mal kürzer.

3. Ein guter Bleistift ist mit einem Radiergummi ausgestattet.

Auch im Leben macht man nicht alles richtig.

Fehler muss man beheben - auch wenn es uns

manchmal schwer fällt.

4. Bei einem Bleistift kommt es nicht auf das Holz

oder ein edles Aussehen an, sondern nur auf die

Mine, die in Ihm steckt. Wie im Leben kommt es also

nicht auf das Äußere, sondern auf den Inhalt an.

5. Jedes geschriebene Wort hinterlässt Spuren.

Dies ist wie im wirklichen Leben: Alles hinterlässt

Spu-ren, auch wenn wir uns dies manchmal nicht

wünschen.“

Soweit die Erzählung einer - wie ich meine - klugen

Frau.

Bei einem meiner Besuche in einem Seniorenheim

kam ich mit einer Bewohnerin ins Gespräch, die mir

eine Geschichte erzählte, die ich Ihnen nicht vorenthalten

möchte.

"Mein Enkel war immer erstaunt, dass ich meine

Briefe immer mit einem Bleistift schrieb. Er fragte

mich oft warum ich keinen Tintenkuli oder Füllhalter

wie Andere benutze. Ich versuchte ihm das zu

erklären und nannte ihm die 5 Gründe, warum ich

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Die Bücherecke

"Der alte König hat ein Reich,

in dem er nicht nur in Würde alt,

sondern auch irre sein darf."

(AG) - So formuliert es der Schriftsteller Arno

Geiger bezüglich seines Vaters, denn der ist an Alzheimer

erkrankt.

Alzheimer, die Krankheit unserer Zeit. Noch nie

sind so viele Menschen so alt geworden. Mit jedem

dazu gewonnenem Lebensjahr steigt auch die Möglichkeit,

dement zu werden. Eine Therapie, ein Medikament,

diese Krankheit zu heilen, ist nicht in Sicht.

Unsere Gesellschaft ist auf diese Situation ungenügend

vorbereitet. Und wir Einzelnen?

Ich möchte im Folgenden einige Beiträge aus dem

innersten Zirkel der Betroffenen vorstellen, insbesondere

literarische Texte.

Helga Rohra, eine Endfünfzigerin, ist im Frühstadium

an Demenz erkrankt. Sie wurde 2010 in den Vorstand

der deutschen Alzheimer-Gesellschaft in

München gewählt und sieht dies als "einen ersten

Schritt, Menschen mit Demenz in die Gesellschaft

zu integrieren. Wir gehören dazu!"

Aufgerüttelt wurde die Öffentlichkeit vor wenigen

Monaten durch den Freitod von Gunther Sachs, der

glaubte, an Alzheimer zu leiden. In seinem Abschiedsbrief

schreibt er: "Der Verlust der geistigen

Kontrolle über mein Leben wäre ein würdeloser

Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden

entgegen zu treten."

Auch Richard Taylor, an Alzheimer erkrankt, nennt

den Verlust der Kontrolle und des bewussten

Denkens als zentrale Angst. Er ist 62 Jahre alt und

weiß seit vier Jahren, dass er Alzheimer hat. Seitdem

setzt sich der Psychologe und Dozent schreibend

mit der Krankheit auseinander. Aus der Innensicht

des Betroffenen, der seine Krankheit - noch -

reflektieren kann, schreibt er über den schwindenden

Zugang zum Gedächtnis, über den Kontrollverlust.

Er beschreibt die Reaktion von Angehörigen,

den Rückzug der Freunde. Es macht ihn wütend,

dass es so wenig Einfühlungsvermögen und Verständnis

gegenüber Dementen gibt. Sehr viel Geld

werde in die Erforschung möglicher Therapien gesteckt.

Die zentrale Frage aber, wie man mit Dementen

kommunizieren könne, bliebe nahezu unbeachtet.

Stattdessen würden die Patienten bevormundet

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und hilflos gemacht. Er beschreibt an vielfältigen

Beispielen, wie kleinste Dinge - etwa das Vorspielen

von Lieblingsliedern - eindrucksvolle Verbesserungen

bei den Patienten bewirken können.

Demenz hat somit Einzug gehalten in die Literatur,

nicht nur auf der Sachbuch- und Ratgeberebene.

Martin Suter, der Schweizer Krimiautor, verwickelt

einen Demenzkranken in einen Kriminalfall und lässt

ihn zur Aufklärung eines Verbrechens beitragen.

Der Autor Jonathan Franzen schildert in einem

Essay seine Unfähigkeit, über die Erkrankung und

den Tod seines Vaters zu trauern. Er sieht im geistigen

Verfall eines Alzheimer-Kranken die spiegelbildliche

Umkehrung der geistigen Entwicklung im

Kindesalter.

Besondere Beachtung fanden in der letzten Zeit

zwei weitere Bücher von Söhnen über die Demenzerkrankung

ihrer Väter.

So schreibt Tilman Jens über seinen Vater, den

berühmten Tübinger Rhetorik-Professor Walter

Jens, der 2003 erkrankte. Walter Jens hatte in seiner

gesunden Zeit immer vehement für Sterbehilfe

plädiert. Die forderte er von seiner Familie ein, als er

an Alzheimer erkrankte. Seine Verwandten verweigerten

dies, da er auch immer wieder äußerte: "Aber

schön ist es doch (das Leben)."

Tilman Jens bringt den Ausbruch der Demenzerkrankung

in einen kausalen Zusammenhang mit

dem Offenbarwerden der NSDAP-Mitgliedschaft seines

Vaters. Er wirft ihm vor, sich aus Scham darüber

in die Demenz geflüchtet zu haben.

Manche Kritiker sehen in dem Buch die Abrechnung

des Sohnes mit dem zuvor übermächtigen, nun hilflos

gewordenen Vater. Wovon das Buch aber auf

jeden Fall handelt: Es schildert das schreckliche Geschehen,

wenn ein Mensch noch zu Lebzeiten verloren

geht. Der Alltag, die Überforderung der Familie,

die Entfremdung wird ungeschönt dargestellt.

Walter Jens lebt seit einiger Zeit mit einer Pflegerin

auf einem Bauernhof. Er füttert und pflegt Tiere und

übt mit Hilfe einer Kinderfibel das Lesen. Er scheint

zufrieden zu sein.

Ganz anders geht der Schriftsteller Arno Geiger

mit der Dremenz-Erkrankung seines Vaters um. Seit

mehr als 10 Jahren kümmert er sich um den

erkrankten Vater. Seit sechs Jahren schreibt er über

die Geschehnisse. Nun ist sein Buch erschienen.

Es ist eine detaillierte Schilderung der Krankheit,

weder das Schreckliche noch die Ausweglosigkeit

werden geleugnet. Arno Geiger stellt anhand der

konkreten Beschreibung seines Vaters dar, wie im

Verlauf der Demenz das Gefühl der inneren Geborgenheit

verloren geht. Der Sohn gewinnt im Verlauf

der Jahre einen immer besseren Zugang zur inneren

Welt des Vaters. Er versucht zu begreifen, was in

diesem Menschen vor sich geht, der allmählich

seine ehemalige Persönlichkeit und seine Lebensgeschichte

verliert.

Diese Lebensgeschichte gibt er dem Vater mit seinem

Buch zurück. Er schildert dessen nun schon 84

Jahre währendes Leben. Er gibt ihm so seine Würde

zurück. Er stellt auch den kranken Vater als komplexe

Persönlichkeit dar, nicht nur als hinfällig und reduziert.

Zwar funktioniert der Alzheimer-Kranke nicht

mehr in unserem Sinn, aber, so schreibt Geiger, er

zeigt Charakter und Gefühle. Der Vater spürt, dass

er von seiner Familie und von den Dorfbewohnern

Anerkennung und Respekt bekommt. Das lindert

das Gefühl der Irritation und Fremdheit, das bei

Demenzkranken so typisch ist.

A.Geigers Vater lebt, seit die Familie die Pflege nicht

mehr allein bewältigen kann, in einem Pflegeheim.

Zur großen Erleichterung seiner Angehörigen fühlt er

sich dort wohl.

Einige Kritiker werfen dem Autor vor, die Alzheimer-

Krankheit seines Vaters literarisch auszunutzen. Er

versuche zudem, der Krankheit einen Sinn zu geben.

Die überwiegende Mehrheit jedoch ist von dem

Buch sehr bewegt und begeistert. Es zeige eine

neue, einfühlsame Herangehensweise an die Krankheit

und die betroffenen Menschen auf. Zudem sage

es, dass das Leben jederzeit lebenswert sei. Sein

Buch trage dazu bei, dass neu über Alzheimer nachgedacht

werde.

Vielleicht kann uns die Lektüre solcher Bücher helfen,

ein wenig gelassener mit unserer eigenen - oft

sehr großen - Angst umzugehen, selbst auch einmal

diesen Kontrollverlust, den Verlust des Denkens und

der eigenen vertrauten Persönlichkeit, zu erleiden.

Unser veränderter Umgang mit der Erkrankung und

den Erkrankten wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Literaturempfehlungen:

Richard Taylor

Alzheimer und ich - Leben mit Dr. Alzheimer im Kopf

Huber-Verlag 2010, 261 S., 22,95 €

Martin Suter

Small World

Diogenes-Verlag 2000, 336 S.,9,90 €

Jonathan Franzen

Anleitung zum Alleinsein: Essays

Rowolth 2007, 336 S., 9,95 €

Tilman Jens

Demenz. Abschied von meinem Vater

Goldmann 2010, 8,95 €

Arno Geiger

Der alte König in seinem Exil

Hanser 2011, 192 S., 17,90 €

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Informationen für Ihre Gesundheit von Daniela Kolb

Krank durch Medikamente?

Linderung und Heilung, das sind die berechtigten

Erwartungshaltungen an ein Medikament, doch nicht

immer bieten Arzneimittel die gewünschte Lösung,

sondern können stattdessen zum Teil des Gesundheitsproblems

werden. Nahezu alle zugelassenen

Wirkstoffe zeigen unter bestimmten Umständen

Nebenwirkungen und manchmal überwiegt sogar

die daraus resultierende Belastung gegenüber dem

gewünschten Nutzen.

Vor allem ältere Menschen bekommen häufig fünf

und mehr verschiedene Arzneimittel verordnet. Die

unterschiedlichsten Gründe sind hierfür verantwortlich,

so z.B. der medizinische Fortschritt mit neuen

Therapiestandards, die steigende Lebenserwartung

sowie ein verändertes Gesundheitsbewusstsein. Es

steht also eine gute Absicht dahinter, den einzelnen

Patienten medizinisch gut zu versorgen.

Doch je mehr Präparate kombiniert werden, desto

größer wird das Risiko, dass Neben- oder Wechselwirkungen

auftreten.

5% aller Krankenhauseinweisungen erfolgen aufgrund

von unerwünschten Arzneimittelwirkungen.

Viele dieser Fälle wären vermeidbar, denn oft liegt

der Fehler nicht beim Medikament, sondern in dessen

Anwendung. Präparate werden verwechselt,

falsch dosiert oder trotz bekannter Unverträglichkeiten

verabreicht.

Die möglichen Fehlerquellen sind vielfältig:

- Viele ältere Menschen sehen schlecht und können

die oft gleich aussehenden Tabletten nur

schwer unterscheiden.

- Durch schlechteres Hören und zunehmende

Vergesslichkeit bleibt die vom Arzt angeordnete

Dosierung vielmals unklar.

- Aufgrund des Sparzwangs müssen Tabletten häu

fig geteilt werden, doch fehlende Fingerfertigkeit

und Zittern führen zu Dosierungsungenauigkeiten.

Um diese Fehlerquellen so weit wie möglich zu

reduzieren, hier einige wichtige Regeln für einen

sicheren Umgang mit Medikamenten:

1. Jeder Patient sollte einen aktuellen, schriftlichen

Medikamentenplan haben, auf dem sowohl der

Medikamentenname als auch der Wirkstoffname

sowie die individuelle Dosierung vermerkt ist.

2. Wenn das Medikament aufgrund eines Rabattvertrages

der Krankenkasse ausgetauscht wer

den muss, sollte dies auf der Packung vermerkt

werden, damit es nicht zu Verwechslungen oder

Überdosierungen kommt.

3. Arzneimittel sollten nicht ohne ihre Verpackung

aufbewahrt werden.

4. Auf der Packung sollte erkennbar sein, wofür

bzw. wogegen das Medikament ist.

5. Die Dosierungen sollten auf den Packungen auf

getragen werden.

6. Es sollten regelmäßig die häuslichen Bestände

überprüft werden und verfallene, nicht ver

brauchte oder abgesetzte Medikamente aussor

tiert und entsorgt werden.

7. Unbekannte oder nicht sicher zu identifizierende

Arzneimittel sollten in die Apotheke gebracht

werden, um genaue Informationen zur Anwendung

und Dosierung zu erfragen.

8. Nach jeder Einnahme eines neuen Arzneimittels

sollte der Patient auf körperliche oder seelische

Veränderungen achten und diese gegebenen

falls dem verordnenden Arzt berichten.

9. Um sicher zu gehen, dass die Medikamente

auch regelmäßig eingenommen werden, ist es

empfehlenswert, Tages- bzw. Wochenboxen

zum Vorsortieren der Arzneimittel zu verwen

den.

10. Zum Teilen von Tabletten sollten Tablettenteiler

benutzt werden.

Bei Unsicherheiten und allen Fragen rund um die

Arzneimittel stehen die Apothekenmitarbeiterinnen

und -mitarbeiter jederzeit beratend zur Verfügung.

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Eine Liebeserklärung an den November

(RG) - Niemand, den ich kenne, liebt den Monat November.

Der November leidet unter Vorurteilen, die

er hin und wieder sogar selbst bestätigt. Da sei es

immer nur trüb und traurig, nass, kalt und dunkel.

Stimmt, manchmal ist es so.

Na und, sage ich, wenn schon, das gehört einfach

auch dazu. Wer ist schon immer gut gelaunt? Da ist

es doch wohl nur zu verständlich, dass das allmählich

zu Ende gehende Jahr auch einmal seine melancholische

Seite zeigt.

Ist es denn nicht wohltuend, nach all der Sommerhitze

mit ihrer schwülen Schwere, den langen Trokkenphasen

und den hellen Tagen, die nie zu Ende zu

gehen scheinen, dem allgemeinen Frohsinn, dem

kaum zu entkommen ist, der allgemeinen Erwartung,

dass man sich in jedes Vergnügen stürzt, ist es da

nicht wirklich wohltuend, endlich Ruhe zu finden?

Tut es nicht gut, die Sommerzeit mit ihrem satten

Grün hinter sich zu lassen und die Farbigkeit des

Herbstes, in ihrer vollen Pracht zu genießen, wohl

wissend, dass sich das Jahr seinem Ende nähert?

Wie beim Höhepunkt eines Feuerwerkes lässt die

Natur ihre Farben explodieren, rote und orangefarbene

Beeren biegen mit ihrer Fülle die Zweige nach

unten, die Blätter der Bäume tauchen die Landschaft

in eine Flut von gelborangerot, das Herz wird dem

Betrachter weit und er atmet die klare, kühle Luft des

ersten Hochs aus Osten, das ein Ahnen von Schnee

mit sich führt.

Wenn die Blätter nach den ersten starken Herbstwinden

fallen und sich wie ein wärmender Mantel um

die Gräser legen und die Wege unter sich verstecken,

wenn der Spaziergänger durch das

raschelnde, noch nicht vergangene Laub schlendert,

mit einem Schirm vorm Novemberregen geschützt,

dann ist der Himmel so eisengrau, wie sonst niemals

im Jahr. An solchen Tagen tragen die Wolken Anthrazit,

und in den kurzen Momenten, in denen sich die

Sonne einen Weg durch die Wolken bahnt und ihnen

einen goldenen Rahmen verleiht, fehlen einem vor

Staunen über die Gegensätze, die sich zu einem

großen Himmelsschauspiel formieren, die Worte.

Sicher, der November konfrontiert uns mit der Vergänglichkeit

der Zeit und unserer eigenen, wie kein

anderer Monat. Das tut ein bisschen weh, nicht

umsonst liegen die Gedenktage für unsere Toten in

dieser stillen Jahreszeit. Mit roten Lichtern auf den

Gräbern zeigen wir unsere Verbundenheit mit dem

Jenseits, von dem wir nichts wissen, das aber für

viele auch Trost bedeutet. Es ist die Zeit des

Verzeihens, des Annehmens auch der eigenen

Fehler, dem Nachdenken über das eigene Leben

und das fast vergangene Jahr.

Doch bei aller Schwermut, ist der November auch

Hoffnungsträger. Zwar werden in Kürze Kälte und

Eis unser Leben bestimmen, doch wir wissen, dass

die Bäume unter einer Schutzschicht Knospen gebildet

haben, Schneeglöckchen, Winterling und Krokusse

unter der Erde schon bereit sind in wenigen

Wochen mit ihren zarten Blüten neues Leben erwachen

zu lassen.

Ist doch der November auch der Monat, in dem die

Menschen der christlichen Welt be-ginnen, sich auf

die Vorweihnachtszeit und ihre Begleiterscheinungen

vorzubereiten. Ein letztes Verschnaufen vor der

Hektik, von der die meisten von uns dann wieder

erfasst werden, um sich nach der Fülle des Weihnachtsfestes

fast atemlos ins Sylvestervergnügen zu

stürzen.

November ist eine Zeit der leisen Töne. Die Vögel

singen ihr Lied in Moll und versammeln sich in den

Gärten, wohl wissend, dass es nun nicht mehr lange

dauern kann, bis in den Futterhäuschen Nüsse und

Rosinen zu finden sind. Katzen liegen jetzt lieber

schnurrend auf dem Sofa, als sich um Mäuse zu

kümmern, im Kamin knistert das brennende Holz

und verbreitet Wärme und Behaglichkeit.

Nur der Novembersturm kommt laut daher, er hat

seine eigenen Vorstellungen von Vergnügen und rüttelt

an den Fensterläden. Doch umso gemütlicher ist

es, eingekuschelt unter einer Decke zu liegen, ein

gutes Buch zur Hand zu haben und bei einem

heißen Tee, der über der brennenden Kerze eines

Stövchens steht, sei-nen Gedanken nachzuträumen.

Ich denke schon, so betrachtet, hat der November

durchaus eine Liebeserklärung verdient.

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Regelmäßige Veranstaltungen

Kulturtreff

Der Kulturtreff für Seniorinnen und Senioren trifft

sich am 31. Oktober ausnahmsweise nicht im DRK-

Seniorenzentrum Bischofsheim ("Kleeblatt"). Beide

Gruppen treffen sich in der Hochstädter Gaststätte

"Strohl" im großen Saal um 15 Uhr. Nach dem Verkauf

der Karten für die nächste Kulturtrefffahrt wird

um 17 Uhr ein besonderer Gast begrüßt:

Frank Lehmann, bekannt vom Hessischen Rundfunk,

wird sein neues Buch "Über Geld redet man

nicht - Was Ihnen die Finanzprofis verschweigen"

vorstellen. Der beliebte Moderator wird in seiner bekannt

launigen Art über gute und schlechte Finanztipps

sprechen und sicher auch die eine oder andere

Frage aus dem Publikum beantworten.

Seit Anfang dieses Jahres wird der Kulturtreff von

Marga Henschel, Stefani Reuter und Ilse Schulz geleitet.

Weitere Informationen über den Kulturtreff erhalten

Sie im SeniorenOffice Maintal und auf der Internetseite

www.seniorenaktiv-maintal.de

Literaturkreis

Der Literaturkreis für Seniorinnen und Senioren findet

zweimal im Monat montags statt. Der Literaturkreis

trifft sich in der Altenwohnanlage des DRK

Ascher Str. 31 in Dörnigheim um 15.00 Uhr und steht

unter der Leitung von Brigitte Seuring.

Die Termine:

10.10.2011 17.10.2011

07.11.2011 21.11.2011

05.12.2011 19.12.2011

Senioren lesen für Kinder

In der Stadtbücherei Dörnigheim finden einmal im

Monat Vorlesestunden für Kinder statt. Zwei vom

SeniorenOffice in Zusammenarbeit mit der Stiftung

Lesen ausgebildete Vorlesepatinnen lesen mittwochs

von15:30 bis 16:30 Uhr für Kinder im Alter von 5

bis 8 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung

ist nicht erforderlich.

Die Termine:

26.10.2011

16.11.2011

14.12.2011

Fremdsprachen-Café

Die Fremdsprachencafes des SeniorenOffice Maintal

gibt es in den Sprachen

Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

Englisch

Das englische Fremdsprachencafe trifft sich 14-tägig

donnerstags in Dörnigheim im Besprechungsraum 1

in der Neckarstraße 9 (1. Stock)

von 15 Uhr bis 16.30 Uhr.

Die englischsprachige Gruppe wird geleitet von

Carol Preininger.

Die Termine:

06.10.2011 20.10.2011

03.11.2011 17.11.2011

01.12.2011 15.12.2011

Französisch

Die französischsprachige Gruppe steht unter der

Leitung von Silvia Brecht und trifft sich 14-tägig donnerstags

in Dörnigheim im Besprechungsraum 2 in

der Neckarstraße 9 (1. Stock) um 15 Uhr

Die Termine:

Spanisch

13.10.2011 27.10.2011

10.11.2011 24.11.2011

08.12.2011 22.12.2011

Das spanische Fremdsprachencafe trifft sich seit

Februar 2010 montags 14-tägig um 10.30 Uhr in

Bischofsheim im Stadtteilzentrum, Dörnigheimer

Weg 25 und wird von Rita Esslinger und Gisela Moselewski

geleitet.

Die Termine:

Italienisch

17.10.2011 31.10.2011

14.11.2011 28.11.2011

12.12.2011

Das italienische Fremdsprachencafe trifft sich

wöchentlich montags um 15 Uhr in Bischofsheim im

Stadtteilzentrum Dörnigheimer Weg 25 und wird von

Sonja Sommer geleitet.

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VdK Dörnigheim

VdK Bischofsheim

Beratung für Probleme, Hilfestellung im täglichen

Leben jeden Montag von 10 bis 12 Uhr im Stadtladen

Dörnigheim, Berliner Str. 31.

Termine:

Der Frühstücks-Treff findet jeden ersten Donnerstag

um 10 Uhr Café im Garten Eden, Zeppelinstr. 32

statt am

05.10.2011 03.11.2011

01.12.2011

Oktoberfest im Evangelischen Gemeindezentrum,

Berliner Str. 58 am 15.10.2011 - 14:30 Uhr

Volkstrauertag am 13.11.2011

16:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der Alten

Kirche am Main anläßlich des Volkstrauertages mit

anschließender Kranzniederlegung auf dem Alten

Friedhof, Kennedystrasse.

Jahresabschlußfeier am 10.12..2011

im Evangelischen Gemeindezentrum,

Berliner Str. 58.

Weitere Informationen bei Jürgen Malbrich,

Telefon 06181/46895

oder Barbara Soff, Telefon 06181/45117.

Diabetiker-Treff

Bischofsheim

Der Diabetiker-Treff Bischofsheim unter der Leitung

von Frau Iris Stubenrauch findet

donnerstags um 19 Uhr in der Caféteria des DRK-

Seniorenzentrums (Kleeblatt), Am Frauenstück 1,

statt.

Die Termine:

20.10.2011

17.11.2011

15.12.2011

Diabetiker-Selbsthilfe

Dörnigheim

Die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Dörnigheim unter

der Leitung von Apotheker Matthias Schmidt gibt es

seit dem 6.12.2000. Die Gruppe trifft sich donnerstags

im Kolleg der Maintalhalle, Berliner Str. 64.

Weitere Informationen bei Apotheker Matthias

Schmidt in der Schiller-Apotheke,

Telefon 06181-491300.

Beratung in sozialen Fragen jeden Mittwoch von 14

bis 15 Uhr im Stadtteilzentrum Bischofsheim, Dörnigheimer

Weg neben dem Bürgerhaus.

Frauentreffen samstags um 14.30 Uhr im Stadtteilzentrum,

Dörnigheimer Weg 25 am

22.10.2011 26.11.2011

10.12.2011

Jeden 1. Montag im Monat ist Männerstammtisch

im Restaurant Barbarossa, Dörnigheimer Weg 1.

13.11.2011 Volkstrauertag, 11 Uhr

Trauerhalle auf dem Bischofsheimer Friedhof

01.12.2011 Tagesfahrt nach Köln

mit Besuch des Schokoladenmuseums und anschließendem

Rundgang über den Weihnachtsmarkt

am Kölner Dom.

11.12.2011 Tagesfahrt nach Würzburg

zum Adventskonzert des Heeresmusikcorps 12

Veitshöchheim, Abfahrt 11.30 Uhr

18.12.2011 Jahresabschluß- und Weihnachtsfeier

in Steinau-Ulmbach, 14 Uhr Abfahrt am ehemaligen

Rathaus Bischofsheim.

Weitere Informationen bei

Ute Römer, Telefon 06109/717598 und bei

Karl Werner Fuhrmann, Telefon 06109/61623

Gesprächskreis

Pflegende Angehörige

Der Gesprächskreis für pflegende Angehörige trifft

sich dienstags jeweils um 18.30 Uhr im Kolleg des

DRK-Seniorenzentrums (Kleeblatt) in Bischofsheim

unter der Leitung von Frau Gundert-Buch und Frau

Wendler.

Informationen über die behandelten Themen können

der Tagespresse entnommen werden.

Die Termine:

04.10.2011, 08.11.2011 und 13.12.2011

Osteoporosegymnastik

Die Osteoporosegymnastik der Stadt Maintal findet

montags in der Maintalhalle in Dörnigheim unter der

Leitung von Frau Martina Wollnitz statt. Die Übungsstunden

beginnen um 09.15 Uhr.

Weitere Informationen und vorherige Anmeldung bei

Uta Eigner, Telefon 06181/494205

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Seniorengymnastik

Städtetouren

Die Seniorengymnastik der Stadt Maintal findet mittwochs

in der Maintalhalle in Dörnigheim und donnerstags

im Feuerwehrgerätehaus in Bischofsheim

unter der Leitung von Frau Barbara Lelonek-Schmitt

statt. Es gibt jeweils zwei Gruppen, um 09.15 Uhr

und um 10.30 Uhr.

Radtouren

Im Sommerhalbjahr, von April bis Oktober, bietet das

SeniorenOffice regelmäßig Radtouren an.

Das ehrenamtliche Radtourenteam hat im Oktober

die folgende Tour geplant:

12.10.2011 Zur Tannenmühle

Treffpunkt: 10 Uhr Fähre Dörnigheim

Rückkehr 15 Uhr

Länge ca. 35 km

Anschließend findet ab 15 Uhr das Abschlusstreffen

der Radler mit Kaffee und Kuchen in der Neckarstraße

9 statt.

Genaue Informationen über die Radtouren stehen im

Radtourenprogramm, das in Maintal ausliegt. Sie

können sich auch im SeniorenOffice erkundigen.

Die Touren werden auch in der Presse bekanntgemacht

und auf der Internetseite www.seniorenaktivmaintal.de.

Maintaler Tanztee

Seniorinnen und Senioren, die das Tanzbein schwingen

möchten, sind einmal monatlich mittwochs von

14 Uhr bis 17 Uhr ins Bürgerhaus Bischofsheim eingeladen.

Der von der städtischen Seniorenarbeit angebotene

Tanztee bietet stimmungsvolle Stunden für alle, die

beschwingt tanzen möchten. Der Nachmittag steht

unter der musikalischen Leitung von "Schmidtchen

Schleicher", der mittlerweile im 18. Jahr im Bürgerhaus

Bischofsheim für die Maintaler Seniorinnen

und Senioren aufspielt.

Die Tanztees im Herbst 2011 finden statt am

05.10. 2011 09.11.2011

und 14.12.2011

S E K O S

Selbsthilfekontaktstelle Hanau (SEKOS)

Breslauer Str. 19, 63452 Hanau

Telefon: 06181/255500

Die Städtetouren des SeniorenOffice Maintal finden

sechs Mal jährlich immer freitags statt, wobei jedes

Fahrtziel zwei Mal angefahren wird. Das Tagesprogramm

ist bei den Touren mit gleichem Fahrtziel

identisch. In diesem Jahr Jahr waren Alzey, Andernach,

Bad Kreuznach, Lauterbach und Landau die

Ziele der Städtetouren.

Die letzte Städtetour in 2011 führt in das nordbadische

Bad Wimpfen mit seinem altdeutschen Weihnachtsmarkt,

einem der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte

Deutschlands. Das genaue Programm

wird in der Tagespresse veröffentlicht.

Die Termine: 02.12.2011 und 09.12.2011

Die Kartenausgabe für die Städtetour findet am

01.11.2011 im Bürgerhaus Hochstadt, in Maintal-

Hochstadt, Bahnhofstraße statt.

Es empfiehlt sich aufgrund der großen Nachfrage

zeitig zur Kartenausgabe zu kommen.

Weitere Informationen im SeniorenOffice, dort können

Sie sich auch auf den Verteiler setzen lassen

um regelmäßig informiert zu werden.

Stand zum Redaktionsschluss der Seniorenzeitung

"60 aufwärts", Änderungen vorbehalten.

Schauen Sie auch auf unsere Internetseite

www.seniorenaktiv-maintal.de

Wanderungen

Im Winterhalbjahr treffen sich die Radler 14-tägig

zu Wanderungen in Rhein-Main-Gebiet. Das

Wanderprogramm kann im SeniorenOffice angefordert

werden, wird in der Tagespresse veröffentlicht

und auf der Internetseite

www.seniorenaktiv-maintal.de

Ehrenamtsausstellung

Seit Ende September ist im Maintaler Rathaus eine

Ausstellung über die vielfältigen Aktivitäten von

Seniorinnen und Senioren zu sehen, die sich für die

Stadt Maintal ehrenamtlich engagieren. Die verschiedenen

Projekte des SeniorenOffice werden

genauso vorgestellt wie die Demenzbetreuer des

MSHD und das von der städtischen Seniorenberatung

ins Leben gerufene Cafè Pinel in der Dörnigheimer

"Hacienda". Die Aktivitäten werden anschaulich

auf großen, farbigen Plakaten vorgestellt. Anlaß

ist das 10jährige Bestehen des SeniorenOffice in

diesem Jahr. Die Ausstellung ist bis zum 20. Oktober

zu sehen.

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