Gesunde Kinderzähne: Der richtige Schutz von Anfang an!

DentalMedialeKommunikation

Informationsbroschüre für alle, die sich um die Gesundheit der Kinder kümmern.

Gesunde Kinderzähne:

Der richtige Schutz von Anfang an

Gesunde Zähne – ein Leben lang


Als Grundlage für diese Broschüre

haben wir das Buch „Jedes Kind

kann gesunde Zähne haben“ von

Dr. med. Dr. med. dent. Uwe Greese

verwendet. Weitere Informationen

rund um gesunde Kinderzähne

finden Sie in diesem Buch und

auf goDentis.de. Die goDentis

übernimmt jedoch keine Haftung für

die Richtigkeit und Vollständigkeit

der Informationen. Auch können

diese Informationen niemals die

persönliche Diagnose, Beratung

und Behandlung durch Ihren

Arzt oder Zahnarzt ersetzen. Sie

können auch nicht als Hinweis auf

mögliche Erkrankungen verstanden

werden. Bei einer Krankheit oder

bei bestehenden Zweifeln sollten

Sie immer einen Arzt oder

Zahnarzt aufsuchen. Bei Fragen im

Zusammenhang mit Textinhalten

wenden Sie sich an die angegebenen

Stellen der goDentis oder an Ihren

Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.


Inhalt

Der Weg zu den bleibenden Zähnen

Kinder, Eltern und der Zahnarzt

04

Zusammenspiel im Mund

Biofilm, Karies, Speichel und Fluoride

08

Zahngesunde Ernährung

Fläschchen, Käsebrot und Naschereien

14

Mundhygiene

Zahnbürsten, Zahnpasta und der Zahnarzt

18

Die vier Säulen der Kariesprophylaxe

Ernährung, Mundhygiene, Fluoridierung und der Zahnarzt

20


2

Liebe Eltern,

„Sie haben es in der Hand:

Unterstützen Sie ihr Kind frühzeitig!

Seien und bleiben Sie Vorbild!“

jedes Kind kann gesunde Zähne haben – das ist meine Überzeugung. Auf dieser Grundlage

habe ich gemeinsam mit Stefan Merkle, den Kinderzahngesundheitsratgeber mit dem Titel

„Jedes Kind kann gesunde Zähne haben“ erstellt. Ich begrüße es jetzt sehr, dass goDentis

wichtige Bestandteile des Buches in der hier vorliegenden Broschüre zusammengefasst

hat.

Diese Broschüre soll Ihnen in Ihrer Rolle als Eltern helfen, grundlegende Fehler zu vermeiden

und eine solide Basis für lebenslang gesunde Zähne Ihrer Kinder zu schaffen. Sie soll

Antworten geben auf die grundsätzlichen Fragen, die die Gesundheit von Kinderzähnen

betreffen.

Wie kann man dafür sorgen, dass sich die Zähne eines Kindes gesund entwickeln? Darauf

gibt es eine generelle Antwort: Der Schlüssel zu gesunden Zähnen heißt: umfassende

Prophylaxe, also gezielte Vorbeugung gegenüber allen möglichen Gefahrenquellen.

Die Hauptverantwortung für die gesunde Entwicklung des kindlichen Gebisses liegt bei

Ihnen – den Eltern. Es liegt in Ihrer Hand, schädliche Einflüsse fernzuhalten, und zu

verhindern, dass ein Kind falsche Gewohnheiten annimmt. Diese Broschüre soll

Informationslücken schließen und Ihnen dabei helfen, Fehler zu vermeiden und zur

rechten Zeit das Richtige zu tun. Kurz: Sie soll Ihnen Sicherheit geben, wenn es um die

Zahngesundheit Ihrer Kinder geht.

Ihr Dr. med. Dr. med. dent. Uwe Greese

goDentis-Partnerzahnarzt


4

Der Weg zu den

bleibenden Zähnen

Kinder, Eltern und der Zahnarzt

„Zähne putzen ab dem ersten Zahn –

ist das wirklich notwendig?

Ganz klar:

Daran führt kein Weg vorbei.

Nicht nur, damit der

erste Zahn sauber bleibt.“

Um diese Ziele erreichen zu können, müssen die Eltern mit einer gesunden Mischung

aus Konsequenz und Geduld vorgehen. Ab dem ersten Zahn regelmäßig putzen und

nachputzen. Damit ist klar: Zahnpflege gehört einfach dazu. Verantwortlich sind in erster

Linie die Eltern.

„Mittelfristig“ muss Schäden

„Kurzfristiges“ Ziel ist es,

vorgebeugt werden, die durch

unmittelbare Schädigungen der

Fehlverhalten im Laufe der ersten

Zähne (z.B. „Fläschchenkaries“)

Jahre entstehen können

zu vermeiden.

(z.B. Zahnfehlstellungen).

„Langfristig“ geht es darum, Verhaltensmuster und Gewohnheiten

(wie Mundhygiene oder Essgewohnheiten) „einzuüben“. Diese müssen so

selbstverständlich werden, dass Kinder sie auch dann beibehalten, wenn sich

sonst einschneidende Veränderungen ergeben.


5

1. Die Schwangerschaft

Unter den vielen Themen, die werdende Mütter beschäftigen, spielt die eigene

Zahngesundheit und vor allem die des Kindes in der Regel zunächst eine untergeordnete

Rolle. Tatsächlich ist es mehr als ratsam, sich möglichst früh, das heißt zu Beginn der

Schwangerschaft oder noch davor intensiv um die eigenen Zähne zu kümmern. Dies betrifft

nicht nur die werdende Mutter. Auch Vater und Geschwister sollten sich mit gesunden

Zähnen und gesundem Zahnfleisch auf den Familienzuwachs vorbereiten.

„Gut vorbereitet in die

Schwangerschaft –

der Zahnarztbesuch gehört

zum Pflichtprogramm.“

Dennoch ist die Mutter am stärksten betroffen. Eine Schwangerschaft ist eine besondere

Belastung für den gesamten Organismus. Das schließt die Zähne mit ein. Während einer

Schwangerschaft sind die Zähne meist einer verstärkten Belastung durch aggressive Säuren

ausgesetzt. Die Ursachen dafür sind verändertes Ernährungsverhalten und gelegentliches

Erbrechen. Hinzu kommen vielfach noch schwangerschaftstypische Zahnfleischprobleme.

Das Gewebe der Schwangeren bereitet sich im gesamten Körper auf die Geburt vor.

Es wird „lockerer“ und damit anfälliger. Auch „kleinere“ Zahndefekte können in der

Schwangerschaft zu Problemen führen. Denn während einer Schwangerschaft sind nicht

mehr alle zahnärztlichen Maßnahmen ohne weiteres durchführbar.

Die Zahngesundheit der Mutter, der Familie und die des Kindes stehen in engstem

Zusammenhang miteinander. Karies hat wesentliche Eigenschaften einer Infektionskrankheit.

Kinder kommen ohne Karieserreger

zur Welt. Sie werden erst später durch

die Keime aus der Mundhöhle ihrer

Bezugspersonen (Mutter, Vater, Geschwister

etc.) damit infiziert. Zur Übertragung der

Keime ist Kontakt mit Speichel nötig. Um

Missverständnissen vorzubeugen: Das Küssen

der Kinder stellt keine Gefahr bezüglich der

Keimübertragung dar.

Deshalb ist der Zahnarztbesuch vor einer

geplanten Schwangerschaft, inklusive einer

der individuellen Mundgesundheit angepassten

Prophylaxemaßnahme, Pflicht für die

ganze Familie.


6

2. Die Stillphase

Der Saugvorgang trainiert beim Baby ein korrektes Bewegungsmuster der Zunge und

den Lippenschluss. Er ist damit eine wichtige Voraussetzung für die Kieferausformung

und die sinnvolle Stärkung der Muskulatur im Mund und um den Mund herum (Gesichtsund

Kaumuskulatur). Damit dies gleichmäßig erfolgt, sollten die Kinder beim Stillen oder

der Verabreichung des Fläschchens abwechselnd einmal rechts und einmal links im Arm

gehalten werden.

3. Der Zahndurchbruch

Schnuller, Sauger,

Futterlöffel

Schnuller sollten auf keinen Fall gesüßt

werden. Ansonsten gewöhnt sich das

Kind frühzeitig an den süßen Geschmack

und ist später umso schwerer zu einem

maßvollen Umgang mit kariesfördernden

Nahrungsmitteln zu bewegen. Vor

allem wenn die Eltern selbst viel Zahnund

Zahnfleischprobleme haben gilt:

Schnuller, Sauger und Fütterlöffel nicht

ablecken! Dadurch steigt die Gefahr

einer Keimübertragung auf das Kind.

Der Durchbruch der Zähne ist meist ein unproblematischer Vorgang. Häufig verläuft er

unbemerkt und ohne die geringsten Komplikationen. Nennenswerte Beschwerden sind

zwar nicht ungewöhnlich, aber erheblich seltener, als allgemein angenommen wird. Frisch

durchbrechende Zähne können häufig schlecht gereinigt werden, weil das Zahnfleisch

darüber schmerzt und der Zahnbürste schlechten Zugang bietet. Abwischen mit speziellen

Tüchern hilft über diese Phase hinweg.

Gelegentlich ist der Durchbruch der Zähne mit Beschwerden wie Unruhe, Schlaflosigkeit,

Durchfall, Fieber und Essunlust verbunden. Zudem kann es an der Durchtrittsstelle des

Zahnes zu rötlicher Verfärbung, Schwellung und auch zu Schmerzen kommen. Die Förderung

der Durchblutung der Zahnleiste durch Massage (beispielsweise mit Hilfe von Beißringen)

lindert Zahnungsbeschwerden ebenso wie Auftragen entzündungshemmender und

schmerzstillender Mittel auf die Zahndurchtrittsstelle. Hier gibt es auch natürliche Mittel,

etwa Kamille. Auch berichten Eltern bei der Anwendung von homöopathischen Mitteln wie

Chamomilla D30 von positiven Reaktionen. Grundsätzlich sollten aber alle Maßnahmen

mit dem Zahn- oder Kinderarzt besprochen werden.


7

4. Die Milchzähne

Gesunde Milchzähne sind zwar keine Garantie, aber eine ausgesprochen gute Basis für

ein gesundes bleibendes Gebiss. Umgekehrt erhöhen Probleme bei den Milchzähnen

(z.B. Karies, Zahnfleischentzündung und Zahnverlust) das Risiko späterer Zahn-,

Zahnfleischerkrankungen und Fehlentwicklungen des Kauapparates beträchtlich. Für den

regulären Durchtritt der bleibenden Zähne ist es besonders wichtig, dass die Milchzähne

in der Regel erhalten bleiben. Sie dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Meist

fallen Milchzähne von alleine aus. In einigen Fällen ist jedoch eine durch den Zahnarzt oder

Kieferorthopäden gesteuerte Milchzahnentfernung notwendig.

5. Wackelzähne und die ersten bleibenden Zähne

Mit Beginn der Wechselgebissphase (etwa zum Zeitpunkt der Einschulung) kommt

es immer wieder vor, dass an einer Stelle im Mund gleichzeitig der Milchzahn und der

bleibende Zahn zu sehen sind. Gelegentlich wächst dabei der bleibende Zahn auch an etwas

ungewöhnlicher Stelle durch, weil der Milchzahn noch nicht „Platz gemacht“ hat. Dies ist

aber in den meisten Fällen unproblematisch. Der Folgezahn reiht sich nach Verlust des

Milchzahnes harmonisch in den Zahnbogen ein. Nur in seltenen Fällen muss der Zahnarzt

den Milchzahn ziehen.

Milchzähne

Milchzähne sind empfindlicher und weniger widerstandsfähig als bleibende Zähne. Das

liegt zum einen an Zusammensetzung und Struktur des Zahnschmelzes, zum anderen am

Aufbau der Milchzähne insgesamt.

Der Zahnschmelz hat einen geringeren Mineraliengehalt (Milchzähne: 86 bis 88%;

bleibende Zähne: 92%) und ein deutlich größeres Porenvolumen (Milchzähne: 1 bis 5%;

bleibende Zähne: 0,1 bis 0,2%). Dadurch nutzen die Milchzähne sich schneller ab.

Die gesamte Schmelzschicht ist wesentlich dünner (weniger als 1 mm) und der Zahnnerv

im Verhältnis größer als bei bleibenden Zähnen. Zudem ist die unter dem Zahnschmelz

liegende Schicht, das Zahnbein, weniger widerstandsfähig. Karies durchdringt deshalb die

Zahnhartsubstanzen der Milchzähne schneller und erreicht früher den Zahnnerv. Deshalb

ist gerade bei beginnender Milchzahnkaries schnelles Handeln gefordert.


8

Zusammenspiel

im Mund

Biofilm, Karies, Speichel und Fluoride

Was ist eigentlich Karies?

„Karies ist nicht nur die bei weitem

häufigste Zahnerkrankung.

Sie ist überhaupt die weltweit am

meisten verbreitete Krankheit.“

Die Karies (Zahnfäule) ist definiert als eine Erkrankung des Zahnes, die zur unheilbaren

Zerstörung der Zahnhartgewebe führt. Sie beginnt an der Zahnoberfläche (Zahnschmelz)

und schreitet in die Tiefe fort (Zahnbein). Fortschreitend führt sie zur Erkrankung des

Zahnmarks (Zahnnerv) und schließlich zum Zahnverlust. Einmal verloren gegangene

Zahnsubstanz kann vom Körper nicht mehr ersetzt werden. Sie muss durch Füllungsmaterial

oder Kronen durch den Zahnarzt ersetzt werden.


9

Was ist Biofilm?

Der Biofilm, im Volksmund auch „Plaque“ genannt, ist ein zäher Zahnbelag, der

Bakterienzellen und verschiedene andere Komponenten enthält. Er ist sozusagen der „Sitz“

der Bakterien, die die Karies und Zahnfleischerkrankungen verursachen. Er nimmt deshalb

eine Schlüsselstellung bei der Entstehung dieser Krankheiten ein. Werden die ersten

Bakterienschichten auf der Zahnoberfläche durch Zähneputzen und Zahnreinigung nicht

regelmäßig entfernt, kommt es zu einer starken Vermehrung der Streptokokken und zur

Einlagerung anderer Bakterien.

Sind kariöse

Milchzähne

eine Gefahr für die

bleibenden Zähne?

Jeder Zahn mit einem kariösen

Defekt beherbergt Karieserreger

in sehr großen Mengen. Diese

Erreger sind in der Regel aufgrund

der schlechten Zugänglichkeit des

Loches durch Zahnpflege nicht

mehr entfernbar. Auch deshalb ist

Karies im Milchgebiss ein durchaus

ernst zu nehmendes Problem: Es

besteht die Gefahr, dass in der Phase

des Zahnwechsels zweite Zähne

durch die vorhandenen Keime der

Milchzähne infiziert werden.

Achtung,

Risikozone!

Dadurch wird die Schicht immer dicker. Im ausgereiften Zustand ist sie mit der

Zahnoberfläche so verbacken, dass die Selbstreinigungskräfte in der Mundhöhle und

die Zahnbürste nicht mehr ausreichen, um sie von den Zähnen zu entfernen. Unter den

zahlreichen Bakterienarten, die sich im Biofilm „einnisten“, befindet sich auch das Bakterium

Streptokokkus mutans. Dieses Bakterium ist in der Lage, den in der Nahrung enthaltenen

Zucker auf zwei Arten zu nutzen. Zum einen kann es sehr klebrige Substanzen bilden, die

seine eigene Anhaftung auf der Zahnoberfläche verstärken und dadurch seine Verweildauer

im Mund verlängern. Zum anderen bildet es die Milchsäure, die die Schmelzoberfläche

entmineralisiert und damit den Zerstörungsprozess am Zahn einleitet.

Im Grenzbereich zwischen Zahn

und Zahnfleisch, vor allem in den

Zahnzwischenräumen und in den

Fissuren der Backenzähne, siedeln

sich Plaquebakterien sehr leicht an.

Diese Stellen sind schwer zugänglich

und benötigen besondere Aufmerksamkeit

beim Reinigen.


10

Wie kann man die Entstehung von Karies verhindern?

Karies kann nur entstehen, wenn

über einen längeren Zeitraum (einige

Tage) Biofilm auf der Zahnoberfläche

auf ausreichendes Nahrungsangebot

für die Bakterien trifft.

Um die Entstehung einer Karies zu

verhindern genügt es, mindestens

einen dieser vier Faktoren auszuschließen.

Dazu sind folgende Maßnahmen

möglich:

Verkürzung der Einwirkdauer:

Speisereste werden teilweise durch die natürlichen Reinigungsmechanismen

(Speichel, Spiel der Zunge an den Zähnen etc.) entfernt. Dieser Reinigungseffekt

ist aber bei weitem nicht ausreichend. Er sollte durch Ausspülen des Mundes nach

jedem Essen, Mundhygienemaßnahmen oder zahnschonende Kaugummis unterstützt

werden (nicht länger als 20 Minuten pro Tag kauen).

Reduzierung der Häufigkeit:

Entscheidend für die Entstehung von Karies ist nicht so sehr die Menge

des aufgenommenen Zuckers, sondern vor allem die Verteilung dieser

Menge über den Tag, also die Zahl der so genannten Zuckerimpulse. Wer

beispielsweise eine Tafel Schokolade essen möchte, kann dies tun. Er sollte nur

darauf achten, dass sich der Konsum nicht über den ganzen Tag hinzieht. Der

beste Schutz vor Karies liegt aber in einem weitgehenden Verzicht auf süße

Zwischenmahlzeiten.

Reduzierung „Zucker“-haltiger Nahrungsmittel:

Relativ leicht ist eine Reduzierung des Zuckerkonsums durch Einschränkungen bei

den eben erwähnten Zwischenmahlzeiten. Außerdem ist es sinnvoll, sich über den

„Zucker“-Gehalt derjenigen Nahrungsmittel zu informieren, die man besonders häufig

zu sich nimmt.


11

Kaugummi

Kauen zur

Kariesprophylaxe

1 Dreimal täglich Kaugummi

kauen reduziert das Kariesrisiko

deutlich.

2 Vor allem Berufstätige, die

unter Zeitstress stehen, sollten nach

dem Essen oder Trinken für maximal

20 Minuten Kaugummi kauen.

Das körpereigene Abwehrsystem

gegen Karies: Der Speichel

Der Speichel erfüllt vier grundlegende Funktionen:

• Reinigung der Mundhöhle, indem er Speisereste von den Zähnen spült

(Spülfunktion).

• Zufuhr von Mineralien, die dem Zahnschmelz zur Regeneration nach

säurebedingter Entmineralisierung dienen (Remineralisationsfunktion).

• Ein Puffersystem, das die von den Karieserregern gebildeten Säuren

neutralisiert bzw. deren Wirkung abschwächt (Pufferfunktion).

• Er enthält Proteine (IgA-Antikörper, Lysozym und Lactoferrin), die Karies-

und Parodontitiserreger zerstören können (Immunabwehr).

Dieses körpereigene Abwehrsystem kann durch Kaugummi kauen gestärkt werden,

weil dadurch die Speichelbildung angeregt wird. Wichtig dabei: Verwenden Sie

zuckerfreie Kaugummis, möglichst mit Xylitol.

3 Bei reduzierter Speichelmenge

– z.B. infolge von Stress,

bestimmten rheumatischen Erkrankungen,

Diabetes mellitus,

Sodbrennen oder aufgrund der

Einnahme Speichel-reduzierender

Medikamente – ist die Verwendung

von Kaugummis besonders hilfreich.

4Kaut

eine Mutter regelmäßig

Kaugummi, wird durch die gesteigerte

Speichelmenge der Anteil

von Karieserregern im Speichel prozentual

geringer. Dies kann dazu führen,

dass die „Ansteckungsgefahr“

für das Kind abnimmt, weil die Menge

übertragbarer Keime kleiner wird.


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Fluorid-

Überdosierungen

Egal auf welche Weise man Fluoride

zu sich nimmt – es ist wichtig, die jeweils

vorgesehenen Grenzwerte zu

berücksichtigen. Überdosierungen

sind durchaus möglich und schä-digen

die Zähne! Eine zu hohe Dosis

an Fluoriden vor dem Durchbruch

der bleibenden Zähne kann zu Dentalfluorosen,

also weißen Flecken

auf der Schmelzoberfläche der permanenten

Zähne führen.

Die von der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung empfohlene tägliche

Gesamtaufnahme beträgt für

Erwachsene etwa 3,5 mg. Bei

Vorschulkindern wird allgemein

ein Wert zwischen 0,05 und

0,07 mg Fluorid pro Kilogramm

Körpergewicht und Tag als optimal

angesehen.

Kariesbekämpfung von außen: Fluoride

Fluoride sind für die Kariesprophylaxe von großer Bedeutung. Sie fördern die

Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz. Fluoride „reparieren“ also einen

Teil der Schäden, die durch die Säureeinwirkung nach einer Nahrungsaufnahme an der

Zahnoberfläche entstehen. Die durch Fluorideinlagerung in den Zahnschmelz neu

entstehende Kristallstruktur ist besonders widerstandsfähig.

1. Systemische Fluoridierung

Unter systemischer Fluoridierung versteht man die Gabe von Fluoriden mit der

Nahrung. Sie verteilen sich nach der Aufnahme im ganzen Körper.

Das Ziel: Die Zähne sollen durch Fluorideinbau (das Fluorid gelangt dabei nach

Aufnahme im Darm über die Blutbahn ins Innere des Zahnes) gegen die Wirkung von

Säuren resistent gemacht werden.

2. Lokale Applikation

Akute Vergiftungen durch Fluoride

treten bei Aufnahme ab 5 mg pro

Kilogramm Körpergewicht ein und

erfordern die Einweisung in eine

Klinik.

Alternativ zur systemischen Fluoridierung kann durch lokale Applikation, das heißt

das direkte Aufbringen von Fluoriden auf den Zahn, der Zahnschmelz „gestärkt“

werden. Dies wird durch die Verwendung von fluoridhaltigen Zahncremes und

Fluoridspüllösungen sowie durch höher konzentrierte fluoridhaltige Lacke erreicht.


13

Im Zweifelsfall ist der lokalen Applikation von Fluoriden immer der Vorzug

zu geben. Nach Durchbruch der bleibenden Zähne sollte eine Tablettenfluoridierung

nur in Absprache mit dem behandelnden Zahnarzt erfolgen. Wichtig

ist dabei, die Tabletten zu lutschen.

Aufgrund dieser Überlegungen lauten die von der Deutschen Gesellschaft für

Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gegebenen offiziellen Empfehlungen zur Dosierung

von Fluoridierungspräparaten wie folgt:

Verwenden Sie fluoridiertes, jodiertes Speisesalz zum Kochen. Beachten Sie dabei,

dass auch Sojanahrung, hypoallergene Nahrungsmittel, bilanzierte Diäten, Mineralwässer

zur Herstellung von Säuglingsnahrung und eventuell auch andere fluoridhaltige

Nahrungsmittel zur täglichen Fluoridaufnahme beitragen. Selbstverständlich

setzt als Fluorid-Quelle verwendetes Speisesalz voraus, dass das Kind, solange

es keine gesonderten Speisen erhält, an den Mahlzeiten der Erwachsenen teilnimmt.

Beginnen Sie mit der Verwendung von Zahncremes ab dem Durchbruch des ersten

Zahnes.

Verwenden Sie eine Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid (siehe Aufschrift der Tube) in

einer erbsengroßen Menge

• bis zum 2. Lebensjahr einmal täglich,

• vom 2. bis zum 6. Lebensjahr zweimal täglich.

Verwenden Sie eine Erwachsenenzahnpasta mit 1500 ppm Fluorid

• ab dem 7. Lebensjahr zwei- bis dreimal täglich.

„Eine überhöhte Fluoridaufnahme

während der Zahnreifung im

Kindesalter kann später zu

kreideähnlichen Verfärbungen – der

so genannten Dentalfluorose – der

Zähne führen.“

Verzichten Sie allgemein auf Zahnpasten mit Frucht- oder Bonbongeschmack, um für Kinder

keinen Anreiz zum Hinunterschlucken zu geben. Überwachen Sie das Zähneputzen bei

Kleinkindern und putzen Sie bis in das Schulalter hinein die Zähne Ihres Kindes nach. Wird

die Zahnpflege nicht mit fluoridhaltiger Zahnpasta durchgeführt und kein fluoridhaltiges

Speisesalz verwendet, kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Zahnarzt die Verabreichung

von Fluoriden mit Fluoridtabletten erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass die

Fluoridtabletten gelutscht werden.


14

Zahngesunde

Ernährung

Fläschchen, Käsebrot und Naschereien

„Honig ist für Kinder unter einem Jahr

nicht geeignet. Er kann Keime eines

bestimmten Bakteriums enthalten,

die sich bei Kleinkindern im Darm

ansiedeln können. Dort bilden sie ein

gefährliches Gift. Also: in den ersten

zwölf Lebensmonaten auf Honig

verzichten!“

Die (chemische) Zusammensetzung und Art der Ernährung spielen bei der Entstehung

und beim Fortschreiten kariöser Defekte eine entscheidende Rolle. Es sind die in die

Mundhöhle gelangenden Nahrungsmittel – und zwar Speisen und Getränke –, die den

karieserregenden Bakterien, sozusagen das Material für die Bildung der aggressiven

Säuren liefern. Was ihre Verwertbarkeit für die Bakterien betrifft, bestehen jedoch große

Unterschiede zwischen den verschiedenen Nahrungsmitteln. Anders gesagt: Es gibt

kariesfördernde und zahnschonende Nahrungsmittel.

Aus zahnmedizinischer Sicht wäre selbstverständlich ein kompletter Verzicht auf

kariesfördernde Nahrungsmittel optimal. Dieses Ideal ist jedoch in Anbetracht der

modernen Ernährungsgewohnheiten praktisch nicht zu erreichen.


15

Details zum Zucker in Nahrungsmitteln

Die Verweildauer

Das karieserregende Potential eines Nahrungsmittels ist von seiner chemischen

Zusammensetzung abhängig. Entscheidend sind vor allem zwei Faktoren:

Der „Zucker“-Gehalt:

Je größer der „Zucker“-Anteil, desto mehr Energie steht für die Bakterien und ihre

Säureproduktion zur Verfügung, vor allem, wenn es sich um Grundbausteine handelt.

Die Form, in der der „Zucker“ vorliegt:

Sind einfach strukturierte Zucker (v.a. Mono- oder Disaccharide) vorhanden, können

sie von Plaque-Bakterien leicht zur Energiegewinnung verwertet werden und so relativ

schnell Karies hervorrufen. Umgekehrt gilt: Je mehr komplex aufgebaute Kohlenhydrate ein

Nahrungsmittel enthält, desto aufwendiger ist deren Aufspaltung. Entsprechend geringer

ist deshalb seine zahnschädigende Wirkung.

Auch der Faktor Zeit spielt eine

wichtige Rolle bei der

Entstehung von Karies.

Zwei Aspekte sind besonders

zu beachten:

1. Die Verweildauer

zuckerhaltiger Speisen

auf der Zahnoberfläche

und

2. die Häufigkeit

ihrer Einnahme.

Wenngleich auch viele andere

Kohlenhydrate als karieserregend

einzustufen sind, ist die häufige

Zufuhr von Saccharose ohne

Zweifel die Hauptursache

für Karieserkrankungen.

Je länger Speisereste in der

Mundhöhle bleiben, desto mehr

Zeit haben die Bakterien, um die

notwendigen Aufspaltungsprozesse

durchzuführen. Deshalb haben

klebrige Nahrungsmittel (wie z.B.

Honig oder süßes Gebäck) ein relativ

hohes kariesförderndes Potential.

Ihre Reste können vom Speichel

nur langsam entfernt werden, und

so können sie über einen längeren

Zeitraum für eine Säureproduktion

sorgen.

Die Häufigkeit

der Einnahme

zuckerhaltiger Speisen

Die Zähne sind immer dann besonders

gefährdet, wenn der pH-Wert

auf der Zahnoberfläche (Norm: 6,7

bis 6,9) sich im „kritischen Bereich“

unter 5,7 befindet. Zum Absinken

des pH-Wertes kommt es nach der

Aufnahme zuckerhaltiger Nahrung

durch die von den Bakterien produzierten

Säuren. Diese Säuren entziehen

dem Zahnschmelz während

der kritischen Phase Mineralien

(Demineralisation). Es dauert vom

Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme

an etwa 45-60 Minuten, bis

der pH-Wert wieder über 5,7

liegt.


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„Jedes Kind liebt Süßes –

und jeder Zahn hat damit zu kämpfen.

Dabei gilt: seltener ist günstiger

(zumindest aus der Sicht der Zähne)“

Die Fläschchennahrung

Generell sollte auf gesüßte Flüssigkeiten verzichtet werden. Am besten geeignet sind

Wasser mit wenig oder ganz ohne Kohlensäure und selbst hergestellte Tees. Handelsübliche

Milchfertignahrung ist ebenfalls nur bedingt empfehlenswert. Sie ruft einen stärkeren

Säureschub hervor als Kuh- oder Muttermilch. Fruchtsäfte (Apfelsäfte, Orangensäfte)

können durch die enthaltenen Fruchtsäuren die Zähne schädigen. Denkbar ungeeignet

sind Cola-Getränke, Kakao sowie mit Honig oder sonst gesüßte Milch.

Speisen und Getränke

Aus Sicht einer zahnfreundlichen Ernährung generell als günstig einzustufen sind

Nahrungsmittel mit hohem Protein- oder Fettgehalt. Eine günstige Zwischenmahlzeit

besteht aus Brot mit Butter, Käse, Fleisch oder Ei. Fetthaltige Nahrungsmittel hinterlassen

einen dünnen Film auf der Zahnoberfläche, der ein Einwirken von Säuren weitgehend

verhindert.

Grundsätzlich ungünstig sind klebrige „Zucker“-haltige Speisen, vor allem karamellisierte

Süßigkeiten oder Gebäck. Sie haften länger an den Zähnen und liefern deshalb über einen

längeren Zeitraum für die Bakterien geeignete Kohlenhydrate. Da sie weniger gekaut

werden müssen und dadurch weniger Speichel gebildet wird, sind sie doppelt schädlich.


17

Wie sieht die zahngesunde Ernährung aus?

Frühstück

Fast alle Brotaufstriche enthalten Zucker und Fett. Sie

sollten aufgrund ihrer Klebrigkeit möglichst zurückhaltend

verwendet werden. Die meisten Müslis sind mit Zucker,

Traubenzucker, Honig oder Fruchtkonzentrat gesüßt. Deshalb sollten Eltern vor Genuss

die Zutatenliste genau durchlesen. Und: Die meisten Cornflakes sind gezuckert. Honig gilt

zwar allgemein als gesund, enthält aber fast reinen Zucker. Ungeeignete Getränke sind

Instant-Tees, Kakao, Cola und Limonaden, Fruchtnektare.

Empfehlung: Brot (am besten Vollkornbrot) mit Käse- oder Wurstbelag, zuckerfreie Müslis,

Quark oder Joghurt, dem selbst Früchte zugesetzt werden können. Als Brotaufstrich:

Streichkäse, Streichwurst. Als Getränke: Milch, ungesüßter Tee (evtl. mit Süßstoff),

Mineralwasser, eventuell ungesüßter Kinderkaffee.

Brot mit Wurst- oder Käsebelag,

Obst, zahnfreundliche Getränke

(s.o.), Quark mit Früchten (selbst

Zwischenmahlzeit

gemischt). Keine Naschereien (Schokoriegel, Kekse). Keine fertigen Fruchtjoghurts

oder zuckerhaltigen Getränke. Feste Nahrung wäre günstig, da die Kauintensität den

Speichelfluss fördert.

Mittagessen

Abwechslungsreiche Nahrung, wenig Ketchup.

Bei Getränken siehe oben. Nachspeise: Obst,

Quarkspeisen.

Wie die Zwischenmahlzeit am Vormittag. Eventuell

Süßigkeiten mit dem „Zahnmännchen“, zuckerfreie

Kaugummis. Man kann einen Tag der Woche zum

„Süßigkeitentag“ erklären. Dann idealerweise nach einer Hauptmahlzeit, damit der Hunger

schon gestillt ist.

Abendessen

Nachmittags

Auch hier gilt: abwechslungsreich, aber zahnschonend.

Keinesfalls ein Betthupferl nach dem Zähneputzen!


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Die Mundhygiene

Zahnbürsten, Zahnpasta und der Zahnarzt

Zahnbürsten

Je besser die Zahnoberfläche gereinigt ist, desto besser sind die Zähne geschützt.

Kinderzahnbürsten sollten einen

kleinen Bürstenkopf haben. Zahnbürsten

sind Verbrauchsmaterialien,

ihre Lebensdauer beträgt etwa 8

Wochen. Es ist sinnvoll, den Tag der

ersten Verwendung mit einem wasserfesten

Filzstift auf die Bürste zu

schreiben. Sollten sich die Borsten

früher umbiegen, ist ein vorzeitiger

Wechsel nötig.

Für Erwachsene im Besonderen, aber auch für Kinder gilt: Regelmäßige professionelle

Betreuung in der Zahnarztpraxis ist auf jeden Fall Pflicht.

Generell ist neben der selbst durchgeführten Mundhygiene von Zeit zu Zeit eine

professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt oder sein Personal notwendig.

Prinzipiell gibt es zwei Methoden um dem Biofilm beizukommen: Zum einen die

mechanische Entfernung mit Zahnbürste, Zahncreme, Zahnseide oder ähnlichem. Zum

anderen die chemische Kontrolle: Als „chemische Zahnbürste“ mit Substanzen, die als

Spüllösungen, Gels oder als Zusätze in Zahnpasten erhältlich sind.

Kinder müssen bei der Reinigung ihrer Zähne ständig unterstützt werden.

Eine effektive Reinigung der Zähne erfordert zum einen eine gewisse Systematik und

Gründlichkeit, die die Geduld der Kinder vielfach überfordert. Zum anderen verlangt die

richtige Handhabung der Zahnbürste eine Geschicklichkeit, die Kinder erst nach und nach

entwickeln. In der Regel sind die feinmotorischen Fähigkeiten – speziell im Bereich des

Handgelenks – nicht vor dem vollendeten 6. Lebensjahr ausreichend ausgebildet. Eltern

sollten ihre Kinder also beim Erlernen der richtigen Zahnputztechnik geduldig begleiten

und bis zum Eintritt in die weiterführende Schule „nachputzen“. Sie legen damit den

Grundstein für einen effizienten Schutz vor Karies und für eine gesunde Entwicklung des

Zahnfleisches.


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Putzen z.B. nach der KAI-Systematik:

KAI steht als Abkürzung für:

erst die Kauflächen, dann die Außenflächen, zuletzt die Innenflächen der Zähne.

Reinigung der Kauflächen (mit kleinen,

kräftigen Bewegungen) beginnend oben

rechts, dann oben links, dann unten

rechts, zuletzt unten links.

Reinigung der seitlichen Außenflächen

bei geschlossenen Zahnreihen (nach dem

Zahnwechsel Zahnreihen leicht geöffnet

und Ober- und Unterkiefer getrennt) von

hinten bis zum Eckzahn mit kleinen Aufund

Abbewegungen.

Der richtige Zeitpunkt

für die Zahnpflege

Reinigung der Außenflächen vorn, die

Schneidezähne Kante auf Kante (mit

kleinen Auf- und Abbewegungen), von

rechts nach links, erst oben, dann unten.

Reinigung der Innenflächen der Zähne

von der Hinterfläche des hintersten

Zahnes rechts bis zur Hinterfläche des

hintersten Zahnes links, in kleinen Aufund

Abbewegungen, erst oben, dann

unten. Zur Reinigung der Innenflächen der

Frontzähne sollte der Bürstengriff steil in

Richtung des gegenüberliegenden Kiefers

gestellt werden.

Grundsätzlich:

Es ist zweifellos sinnvoll, die natürlichen

Reinigungsmechanismen

zumindest nach dem Genuss stark

zuckerhaltiger und klebriger Nahrungsmittel

mit der Zahnbürste zu

unterstützen.

Da es etwa 24 Stunden dauert, bis

der Biofilm auf einem sauberen Zahn

ausgereift ist, muss mindestens einmal

am Tag eine sehr sorgfältige und

gründliche Reinigung durchgeführt

werden. Der beste Zeitpunkt dafür

ist vor dem Zubettgehen.


20

Die vier Säulen der

Kariesprophylaxe

Ernährung, Mundhygiene,

Fluoridierung und der Zahnarzt

„Mundgesundheit und

Allgemeingesundheit sind

untrennbar verbunden“

Mund- und

Allgemeingesundheit

Die drei Säulen der Kariesprophylaxe sind Ernährung, Mundhygiene und Fluoridierung.

Dabei ist es für die Zahngesundheit unerheblich, ob es sich um Erwachsenen- oder Kinderzähne

handelt. Grundsätzlich ist zu sagen: Jeder einzelne Aspekt ist ein Schritt in die

richtige Richtung und ein wertvoller Beitrag zur Verringerung des Kariesrisikos. Ein wirklich

umfassender Schutz vor Karies aber kann durch Einzelmaßnahmen nicht erreicht werden.

Von einer optimalen Kariesprophylaxe kann man nur sprechen, wenn alle drei Bereiche

gleichermaßen ernst genommen werden.


21

Dabei sorgt Kariesprophylaxe für mehr als „nur“ gesunde Zähne: Mund- und

Allgemeingesundheit beeinflussen sich gegenseitig. Im Fokus der Wechselbeziehung

zwischen Zähnen und Körper steht die Parodontitis. Von ihr geht eine schleichende

Gefahr für den gesamten Körper aus. Nach Meinung der Wissenschaft

fördern unbehandelte Parodontalerkrankungen schwere

Allgemeinerkrankungen und erhöhen deutlich das Risiko für Herz-/

Kreislaufbeschwerden, Gefäßerkrankungen oder Schlaganfälle.

Auch bei Vorerkrankungen wie Diabetes, Gelenkbeschwerden

oder rheumatischer Arthritis und bei einer Schwangerschaft

sollte das Risiko einer Parodontitis minimiert werden.

Eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Zähne ist

Parodontitis. Laut aktuellen Gesundheitsstudien sind weit

mehr als die Hälfte aller Erwachsenen betroffen. Eine

Parodontitis kann unabhängig vom Alter, an

einem oder an mehreren Zähnen

gleichzeitig, unterschiedlich

schnell und in unterschiedlichen

Schweregraden auftreten.

Parodontalerkrankungen können

mit professioneller Prophylaxe

und durch eine motivierte

Zusammenarbeit zwischen Patient,

Zahnarzt und Prophylaxeteam

erfolgreich behandelt werden. Dabei

beinhaltet die Prophylaxe weit mehr

als nur Zahnsteinentfernung. Fragen

Sie Ihren Zahnarzt. Gute Zahnärzte und

weitere Informationen finden Sie auch

unter godentis.de


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