Texte und Gedichte

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Texte und

Gedichte

Texte und Gedichte

No man is an Island

Glaube und Solidarität

dann war ich dran (GPA-Version)

dann war ich dran (Original)

Jetzt ist die Zeit

All of you be my partners ...

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Texte und Gedichte

No man is an Island

John Donne (engl. Dichter und Prediger, 17. Jhdt.)

2

No man is an Iland, intire of it’s selfe; every man

Is a peece of the Continent, a part of the maine;

if a Clod bee washed away by the Sea, Europe is the lesse,

As well as if a Promontorie were, as well as if a Mannor

Of thy friends or of thine owne were; any mans

Death diminishes me, because I am

Involved in Mankinde; and therefore

Never send to know for

Whom the bell tolls;

It tolls for thee.

Niemand ist eine Insel, niemand ist ganz für sich allein;

jeder ist ein Stück des Kontinents, ein kleiner Teil des Ganzen;

schwemmt die See ein Bröckchen weg,

dann wird Europa kleiner, nicht anders;

als wär’s ein Vorgebirge, nicht anders als wär’s die Scholle;

deines Freundes oder deine eigene;

jedermanns Tod schmälert mich,

da ich ein Teil der Menschheit bin;

und darum suche niemals zu erfahren,

wem die Stunde schlägt;

sie schlägt für dich.

Glaube und Solidarität

Helmut Gollwitzer

Glauben heißt:

Solidarisch werden mit denen

mit denen Gott solidarisch ist,

ein Bote der Solidarität zu dem anderen hin,

weil Gott mit uns nicht solidarisch ist,

ohne mit dem neben uns solidarisch zu sein.

Solidarität heißt:

Freiheit für den anderen,

wie Gott frei ist für uns.


dann war ich dran

GPA-Version des Gedichtes von Pastor Martin Niemöller

Erst kündigte man diejenigen,

die weniger Leistung brachten.

Ich sagte nichts,

denn ich brachte die von mir

verlangte Leistung.

Dann wurden die gekündigt,

die Alkohol zu sich nahmen.

Ich sagte nichts,

denn ich nahm keinen Alkohol

zu mir.

Dann wurden die gekündigt,

die eine mangelnde Arbeitsauffassung

und Arbeitsmoral hatten.

Ich sagte nichts,

denn meine Arbeitsauffassung

und Arbeitsmoral waren gut.

Dann wurden die gekündigt,

die Fehlzeiten hatten.

Ich sagte nichts,

denn ich hatte keine Fehlzeiten.

Dann wurden die gekündigt,

die ein Attest

für leichtere Arbeit hatten,

sie waren für diese Arbeit nicht

mehr geeignet.

Ich sagte nichts,

da ich noch geeignet war.

Dann wurden die Kranken gekündigt.

Ich sagte nichts,

weil ich nicht krank war.

Ich habe geschwiegen

bis ich kaputt war,

dann war ich auch dran.

3


dann war ich dran ...

Originalversion des Gedichtes von Pastor Martin Niemöller

(1892-1984)

4

„Als die Nazis die Kommunisten holten,

habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,

habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,

habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie die Juden holten,

habe ich nicht protestiert;

ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten,

gab es keinen mehr, der protestierte.“

Dieses kleine Gedicht ist weltweit bekannt geworden und wird häufig zitiert.

Es stammt von Martin Niemöller, einem deutschen Pastor, der von

1937 bis 1941 im Konzentrationslager inhaftiert war. Weniger bekannt

ist, wann er diesen Ausspruch machte und was aus ihm geworden ist.

Die faszinierende Geschichte von Martin Niemöller wirft mehr Licht auf

die Bedeutung dieses Gedichts.

Quelle: http://www.talktogether.org/index.php?option=com_

content&task=view&id=170


Jetzt ist die Zeit

Jetzt ist die Zeit –

Gemeinsam anders handeln.

Nicht über Gerechtigkeit reden,

Gerechtigkeit üben – Fesseln lösen –

Not wenden – Befreiung schaffen.

Nicht über Frieden reden,

Frieden schaffen – Mauern überwinden –

Versöhnung wirken – aufeinander zugehen.

Nicht über Schöpfung reden,

Schöpfung bewahren – Leben schützen –

Huter sein – das Schwache fördern.

Nicht über Liebe reden,

Liebe leben – einander annehmen –

Füreinander da sein – sein Herz verschenken.

Nicht über Hoffnung reden,

Hoffnung ausstrahlen – Zeugnis geben –

Nicht aufgeben – nach vorne schauen.

5

Jetzt ist die Zeit –

Gemeinsam anders handeln.

(Quelle unbekannt)


All of you be my partners ...

All of you be my partners,

working with me for a better world,

for all of us,

for our grand children, for our children.

We want people to know

that we belong to one family.

We are sisters and brothers,

members of one family,

the human family, god’s family.

6

We put down all those things that separate us

and we say, we belong together.

Let’s grow together

and see that this one

can become a better place

for everybody.God looks down and sees us corporate.

Come and see,

God is beginning to smile.”

Desmond Tutu

anglikanischer Erzbischof und

Friedensnobelpreisträger (Südafrika)

Bildnachweis:

Stephanie Hofschlaeger /

pixelio.de

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