Leben & erziehen Ihr seid als Eltern echt gut! (Vorschau)

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August 8/2014

Deutschland 2,50 €

Österreich 2,80 € · Schweiz 5,00 sfr · BeNeLux 2,90 €

Italien 3,00 € · Spanien 3,00 €

Coole

Shirts

+ Nähanleitung

Seite 68

Das Elternmagazin

Fit fürs

Leben

Entwickelt sich unser Baby richtig?

Wann Eltern ganz entspannt

SCHWANGER

Gesund

essen

Mit diesen

Tipps ist

das ganz

einfach

+ Poster

Seite 38

abwarten können

SEITE 14

SCHÖNE FERIEN

Mitmachen

Ideen für die Kinder-Party

S. 12

Rezepte zum Grillen

S. 30

und gewinnen!

11 Auto-Kindersitze

für jedes Alter S. 58

Ihr seid

als Eltern

echt gut!

Erziehen

So lernen Kinder,

Konflikte zu lösen

Seite 20

Was wir heute alles besser machen

als unsere Mütter und Väter

SEITE 48


Die ersten

1000 Tage

270 Tage

+

365 Tage +

Schwanger 1. Jahr

365 Tage

2. Jahr

Anzeige

Für einen guten Start ins Leben

Die ersten 1000 Tage sind entscheidend fürs ganze Leben

In den ersten 1000 Tagen – also vom Beginn der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter – ist eine ausgewogene

Ernährung für die gesunde Entwicklung eines Babys entscheidend.

Für Babys ist Stillen die optimale Ernährung. Das wusste schon der Apotheker Heinrich Nestlé und sorgte sich um

jene Babys, die nicht gestillt werden konnten. Damit auch sie gesund gedeihen konnten, erfand er das Nestlé

Kindermehl und legte damit den Grundstein für alle späteren Säuglingsmilchnahrungen.

145 Jahre Nestlé Forschung, Erfahrung und Qualität

Auch heute noch dreht sich in den Nestlé Forschungszentren

alles um das gesunde Wachstum von Babys

und Kleinkindern. Insbesondere der Nährstoff Eiweiß

trägt als Bausteinlieferant für Muskeln in hohem Maße

zur Entwicklung und zum Wachstum eines Babys bei.

Damit dieses Wachstum optimal verläuft, muss das

Eiweiß in der Säuglingsmilch von ausgezeichneter

Qualität und bedarfsgerecht dosiert sein. Darüber sind

sich heute Ernährungsexperten aus aller Welt einig.

BEBA PRO 2 und BEBA PRO 3 mit OPTIPRO ® für ein gesundes Wachstum

nach dem 6. Monat ab Einführung einer

angemessenen Beikost in Kombination mit

Gläschen und Breien

entspricht neuesten wissenschaftlichen

Empfehlungen von Ernährungsexperten

mit bedarfsgerecht niedrigem, besonders

hochwertigem Eiweiß OPTIPRO ® für ein

gesundes Wachstum

mit Calcium & Vitamin D (lt. Gesetz)

mit Milchsäurekulturen BL

mit Omega 3 & 6 Fettsäuren (lt. Gesetz)

Wichtiger Hinweis:

Stillen ist für Ihr Baby die beste Ernährungsform und verhilft zugleich zu einem guten Schutz gegen Krankheiten. Häufiges

Anlegen ist der beste Weg, den Milchfluss anzuregen. Lassen Sie sich von Ihrer Klinik oder Ihrem Kinderarzt beraten. Eine

ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und nach der Entbindung begünstigt das Stillen. Die Entscheidung, nicht

zu stillen, ist nur schwer rückgängig zu machen. Wenn Sie Säuglingsnahrung zufüttern, kann dies den Stillerfolg beeinträchtigen.

Eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung, eine Verwendung von nicht als Säuglingsanfangsnahrung

geeigneten Lebensmitteln oder eine unangemessene Ernährungsmethode kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen

führen. Bitte beachten Sie deshalb sorgfältig die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Packungen.


Startklar für

den Kindergarten

Tasche, Hausschuhe und was

Ihr Kind sonst noch braucht

[ 24 ]

FOTOS: CORBIS, DANIEL GERST, HERSTELLER (2), PRIVAT; ILLUSTRATIONEN: ISTOCKPHOTO.COM

Pimp my

Shirt

Helen Langfeld ist

begeisterte Näherin.

Exklusiv für Leben &

erziehen hat sie

fröhliche T-Shirts

entworfen. Ihren

Töchtern gefallen

sie auch

[ 68 ]

Ein dickes Lob für Eltern

Martina Kaiser

Chefredakteurin

Manchmal können wir es keinem

recht machen: Den einen sind wir

zu nachgiebig, den nächsten zu

streng. Wieder andere bemängeln,

dass wir zu wenig auf unser

Bauchgefühl hören und unsere

Kinder verplanen. Eltern werden

heute von allen Seiten kritisch

beäugt – dabei machen wir Mütter und Väter einen

richtig guten Job. Sieben Punkte, die wir besser lösen

als unsere Eltern, finden Sie ab Seite 48. Seien Sie also

stolz auf das, was Sie jeden Tag leisten!

Neben diesem dicken Lob finden Sie in dieser Ausgabe

viele Themen, die Ihnen im Alltag helfen und

das Leben mit Kindern schöner machen: In unserer

Titelgeschichte „Fit fürs Leben“ (Seite 14) erfahren Sie,

warum viele Therapien bei Kindern überflüssig sind.

Außerdem stellt die Redaktion die neuen Autokindersitze

vor (Seite 54), die Sie auch gewinnen können!

Und für alle, die gern nähen, gibt es eine Anleitung

für tierische T-Shirts (Seite 68).

Viel Freude mit dem neuen Heft und einen schönen

Sommer! Das wünscht Ihnen Ihre

martina.kaiser@bayard-media.de

Mit einem Abo haben Sie jede Ausgabe von Leben & erziehen pünktlich im Briefkasten.

Infos finden Sie auf Seite 26.

Abonnenten-Service Telefon 0 83 82/277 57 - 925 (Mo – Fr von 8 – 18 Uhr), Fax 0 83 82/277 57 - 777

Redaktion Leben & erziehen | Böheimstraße 8 | 86153 Augsburg | Telefon 08 21/45 54 81 - 51

Fax 08 21/45 54 81 - 12 | E-Mail-Adresse: redaktion@bayard-media.de

Klasse! Väter spielen und toben mit

ihren Kindern. Familie ist ihnen wichtig

[48]

Erfrischung gefällig?

Alles zum Thema Planschen

finden Sie auf S. 42

Leben & erziehen 8/2014 3


Alles okay

mit dir?

Wann Kinder eine Therapie

brauchen und wann Eltern

entspannt abwarten können

[ 14 ]

AUSGABE 8

SCHWANGER

Gesund

essen für 2

Die besten Lebensmittel

für Mama und Baby

[ 38 ]

Tierisch coole

T-Shirts

Löwe, Elefant & Co.

sind ganz fix aufgenäht

[ 68 ]

TITELFOTOS: SABINE DÜRICHEN, ILONKA BOCK (2), KIDDY, WESTEND61

FOTOS: ALAMY, STEFANIE AUMILLER, HERSTELLER (6); ILLUSTRATION: ISTOCKPHOTO.COM

Da will ich

auch mal

hin!

LEBEN MIT KINDERN

14 Fit fürs Leben

Nie waren mehr Kinder

in Therapie als heute.

Experten beruhigen:

Eltern können erst mal

gelassen abwarten

20 Geschwister-Zoff

Einmischen oder

raushalten? Was die

Psycho therapeutin rät

22 Start in

den Kindergarten

Der erste Abschied

+ Checkliste und

schöne Produkte

28 Mit Baby in Dubai

Eine Leserin erzählt vom

Leben in der Fremde

GESUNDHEIT

& ERNÄHRUNG

32 Einfach löffeln

10 Tipps

für den ersten Brei

34 Wenn schon ein Brotkrümel

krank macht

Caitlin (5) hat Zöliakie

38 Essen für zwei

Die richtige Ernährung

in der Schwangerschaft

+ Poster

42 Sommerzeit = Badezeit

Fragen & Antworten

rund ums Planschen

4

Leben & erziehen 8/2014


Bitte einsteigen!

Wir stellen die besten

Autokindersitze vor –

und alle sind zu gewinnen

[ 54 ]

Der große

Ratgeber

INHALT

6 Leben mit Kindern 0 – 1

• Keep cool, Baby!

Tipps für heiße Tage

• Bleiben die Haare

auf dem Rücken?

10 Leben mit Kindern 1 – 3

• Guten Flug! Entspannt

in den Urlaub starten

• Jetzt gibt's 50 Euro

mehr Betreuungsgeld

48

FA M IL IE

& PARTNERSCHAFT

Ihr seid als Eltern

echt gut

7 Dinge, die wir heute

besser machen als

unsere Mütter und Väter

60 Sommer ist, wenn man

trotzdem lacht

Tagebuch einer Mutter:

Luis kommt auch mit

schlechtem Wetter klar

68 Pimp my Shirt

Lustige Applikationen

zum Aufnähen

73 Glosse

Nestbau

GELD, TEST & SERVICE

54 Sicher unterwegs

Die neuen

Autokindersitze

+ Gewinnspiel

Von Geburt an

bis ins Kindergartenalter:

Im Autokindersitz

fährt Ihr Kind

sicher mit

RUBRIKEN

64 Kindermund

Wir verlosen 15 Baby-

Puppen von Zapf

66 Die Seite für Kinder

Die Fuchskinder zelten

70 Kreuzworträtsel

Zu gewinnen:

ein Wochenende

im Familotel

Zoff im

Kinderzimmer

Wie die Kleinen

lernen, Konflikte

selbst zu lösen

[ 20 ]

Sommer-

Party

Mit diesen

Spielen wird sie

ein Hit

[ 12 ]

Ran an

den Löffel

So klappt es mit

dem ersten Brei

[ 32 ]

12 Leben mit Kindern 3 – 6

• Auf zur Kinder-Party:

die besten Spiel-Ideen

• Ist mein Sohn

hochbegabt?

30 Ernährung

• Grillen mit Kindern:

3 Rezepte ohne Wurst

• Leser-Sprechstunde

zur Baby-Ernährung

46 Gesundheit & Pflege

• Kommt gesund

wieder! Was Reisemediziner

raten

• Probiotika für Kaiserschnitt-Babys?

52 Elternleben

• Hip: Tattoos, die zeigen,

wie Sie Ihr Kind lieben

• Mit Doula zur Geburt?

71 Community

Aktuelles von

leben-und-erziehen.de

74 Impressum, Vorschau

Das sind unsere

Titelthemen

Flache Plastiklöffel

erleichtern

die Umstellung

Mit anderen Eltern quatschen,

Erfahrungen austauschen,

Freunde finden:

www.leben-und-erziehen.de

Leben & erziehen 8/2014

5


Keep cool,

Baby!

So kommt Ihr Kind gut durch

die heißen Tage und Nächte

28, 29, 30 Grad im Schatten.

Das Thermometer geht nach

oben. Sommerlaune überall

– oder jammert da doch

jemand? Besonders die ganz

Kleinen mögen die Hitze

nicht. Manche Babys sind

schlapp und quengelig,

manche schlafen schlecht,

manche essen weniger.

Das hilft ihnen, bei hohen

Temperaturen fit zu bleiben:

Zimmer abkühlen.

Früh morgens durchlüften,

Vorhänge, Rollos, Fensterläden

tagsüber schließen.

Spezielle Sonnenschutzfolien

(Reflektionsfolien),

die innen ans Fenster geklebt

werden, reflektieren

die Strahlen. Ein feuchtes

Handtuch über einen

Stuhl hängen, das gibt

beim Verdunsten etwas

kühle Luft ab.

Geräte ausschalten.

Babyfon, Radio, Fernseher

im Wohnzimmer – alle

Elektrogeräte erzeugen

Wärme.

Dünn anziehen.

Am besten Kleidung

aus atmungsaktiven,

natürlichen Materialien

wie Öko-Baumwolle oder

Seide, damit sich die Hitze

nicht staut. Das Baby

bleibt draußen im

Schatten, Arme und Beine

sind bedeckt, den Kopf

schützt ein Sonnenhut.

Viel trinken.

Stillbabys wollen jetzt

häufiger an die Brust, oft

nehmen sie dann nur

einen kleinen Schluck

gegen den Durst.

Größere Babys brauchen

genügend Flüssigkeit, am

besten stilles Wasser,

verdünnte Schorlen oder

ungesüßten Tee geben.

Auf den Sommer-

Schlafsack umsteigen.

Eine Windel darunter

reicht bei großer Hitze.

Früh oder spät raus.

Die beste Zeit ist gleich

morgens und am späten

Nachmittag, wenn

die Ozonwerte niedriger

sind als mittags.

Vorsicht im Auto.

In der Sonne kann es

innen über 60 Grad heiß

werden. Deshalb das Kind

nicht mal ganz kurz

alleine im Auto lassen.

Ah, das tut gut.

Wie Ihr Kind das Bad

im Sommer genießt,

lesen Sie ab Seite 42

6

Leben & erziehen 8/2014


R A T G E B E R

Jahr

Es mag nicht gleich

ersichtlich sein, aber

dies ist ein Langohresel.

Bunte Rassel mit

Glöckchen im Bauch,

aus einem Fair Trade

Projekt, bei

www.rasselfisch.de;

10 Euro

Mittlere

Streichelgeschwindigkeit

... empfinden Babys

am angenehmsten. In

Versuchen der Max-

Planck-Forschungsgruppe

„Frühe soziale

Entwicklung“ haben

acht bis zehn Monate

alte Kinder darauf mit

erhöhter Aufmerksamkeit

reagiert.

Außerdem hat ihr Herz

gleichmäßiger

geschlagen.

Die Geburt

geben bekannt ...

Wenn Stars ihr Baby in den sozialen Medien

präsentieren, zeigen sie sich dabei

mal mehr, mal weniger einfallsreich

KURZ UND

KNAPP

Die Sängerin

und Designerin

Gwen Stefani

gibt auf Twitter wirklich nur

das Nötigste preis:

Welcome APOLLO BOWIE

FLYNN ROSSDALE 2/28/14

POMPÖS

Zurückhaltung

ist wahrlich

kein Charakterzug

von

Tamara Ecclestone, der Tochter

des Formel-1-Moguls Bernie.

Kein Wunder also, dass auch die

Nachricht von Sophias Geburt

auf Instagram voller Superlative

ist, inklusive Glamour-Bild

der top gestylten Neumama:

Willkommen auf der Welt,

Sophia, unser wunderschönes

Mädchen, gestern

mit knapp 3 000 Gramm

geboren. Stolzester Tag

unseres Lebens, noch nie

haben wir solche Liebe

gespürt

SELIG

Yvonne Catterfeld,

Sängerin,

Schauspielerin,

Moderatorin,

zeigt sich auf Facebook

in Kuschellaune:

Am Samstag hat der Osterhase

endlich unser Küken

vorbeigebracht. Dankbar

und voller Liebe kuscheln

wir uns jetzt wieder ins

Familienglück zurück und

winken selig in die Runde.

Yvonne, Oliver und Charlie

ORIGINELL

Schauspielerin

Olivia Wilde

verkündet Ende

April die Geburt

von Otis per Twitter in Anspielung

auf das berühmte Zitat

„Elvis has left the building“:

Ladies and gentlemen, Otis

Alexander Sudeikis has

LEFT the building! (I‘m the

building)

Leben & erziehen 8/2014 7


R A T G E B E R

0-1Jahr

FRAGE AN

DIE EXPERTIN

Chicco LullaGo

(Geburt bis 6 Monate)

Gepolsterte Klappmatratze, Alugestell,

stabile Füße, Transporttasche. Gewicht: 7 kg

139 Euro

REISEBETTEN

Leichtgewichte

für den Urlaub

Mehr Platz im Kofferraum:

Die neuen Reisebetten fürs Baby

machen sich ganz klein

Phil & Teds Nest

(Geburt bis 9 Monate)

Pop-up-System, weiche Matratze, kann auch

als Reisetasche genutzt werden, mit Insektenund

Sonnenschutz. Gewicht: 2,5 kg

www.reisebett.de; 98,80 Euro

Hauck Dream‘n Play Go Plus FUN

(Geburt bis ca. 2 Jahre/15 kg)

Seitlicher Ausstieg, Rollen, gepolsterte

Bodenauflage mit Schaumstoff. Gewicht: 9,8 kg

www.mytoys.de; 54,99 Euro

Schreien

verhindert

Geschwister

Babys weinen

nachts, damit ihre

Eltern kein weiteres

Kind zeugen. Meint

der amerikanische

Evolutionsbiologe

David Haig. Denn:

Die Brüller wollen

lange gestillt werden

und so den Eisprung

der Mutter rauszögern.

Früher

hat das ihre Überlebenschancen

enorm erhöht.

Dein Buch

Es passiert so viel.

Rund um die Uhr,

ununterbrochen.

Und auch wenn junge

Eltern es nicht für

möglich halten: Bald

wird vieles davon

vergessen sein.

Seufz. Das darf nicht

passieren, deshalb

landen alle kleinen

und großen

Ereignisse im „Baby

Journal Little Circus“.

Darin werden sie mit

Bildern und Texten

verewigt.

Von Wednesday;

39,90 Euro

Bleiben die

Haare auf

dem Rücken?

Sina (7 Monate) hat von

Geburt an viele dunkle

Haare auf dem Rücken,

die bislang nicht

weniger wurden.

Bleibt das so? Kann ich

etwas dagegen tun?

Dr. Antje Söller,

Kinderdermatologin aus

München, antwortet:

M

achen Sie sich

keine Sorgen, das

ist bis zu einem gewissen

Maße ganz normal.

Manche Kinder, z.B. mit

dunklerem Teint, haben

veranlagungsbedingt

etwas mehr Haarwuchs.

Der Arzt kann beurteilen,

ob es sich bei Sina

um einen großflächig

verteilten oder einen

umschriebenen, also nur

in einem bestimmten

Gebiet sichtbaren

vermehrten Haarwuchs

handelt. Letzteren gibt

es beispielsweise über

einem großflächigen

Muttermal, das manchmal

kaum sichtbar ist.

Wie sich der Haarwuchs

entwickelt, ist schwer

vorherzusagen.

Beobachten Sie den

Haarwuchs; dagegen tun

können Sie aber erst mal

nichts. Leidet Sina später

darunter, kann der

Kinderarzt den Hormonspiegel

untersuchen, um

eine sogenannte primärandrogenabhängige

Vermehrung der Haare

auszuschließen.

FOTOS: CORBIS, HERSTELLER (7), SHUTTERSTOCK (4)

8

Leben & erziehen 8/2014


www.aptaforum.de

Vitamin D und Jod

für die Helden von morgen.

Auch nach dem 1. Geburtstag bildet die Ernährung jeden Tag die Grundlage

für eine gesunde Zukunft. Kleinkinder haben einen anderen und höheren

Nährstoffbedarf als Erwachsene. Aptamil Kindermilch 1+ kann hier einen

wichtigen Beitrag leisten.

Im Schnitt werden täglich nur 51 % der empfohlenen Jod- und sogar nur 6 %

der empfohlenen Vitamin D-Zufuhr über die Ernährung gedeckt. 1, 2 Vitamin D

und Jod sind aber essenzielle Nährstoffe für die gesunde Entwicklung Ihres

Kindes. Aptamil Kindermilch 1+ folgt in ihrer Zusammensetzung den neuesten

Empfehlungen der DGKJ 3 und ist somit altersgerecht an die besonderen

Ernährungsbedürfnisse von Kindern ab 1 Jahr angepasst.

Vitamin D und Calcium –

für normales Wachstum und

Entwicklung der Knochen

Jod – wichtig für das Wachstum

und die Funktion der Schilddrüse

Eiweißgehalt –

altersgerecht reduziert

Vitamine A, C und D –

tragen auf natürliche Weise zu

einem gesunden Immunsystem bei

Aptamil. Heute für morgen.

Fragen? Unser Eltern-Service ist rund um die Uhr kostenlos für Sie da: 0800 2782645 oder elternservice@aptamil.de

1

VELS = Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern (2008). 2 KIGGS (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in

Deutschland), Ernährungsbericht 2008. 3 Böhles, H. J., et al.: Zusammensetzung und Gebrauch von Milchgetränken für Kleinkinder. Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft

für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ). Monatsschrift Kinderheilkunde 2011; 159: 981–4.


Über den

Wolken

... kann es für Familien ganz

entspannt sein. Wenn sie die Flugreise

gut vorbereitet antreten

Kerstin Führer weiß Bescheid: Mit ihren zwei Kleinkindern

war sie schon in 18 Ländern. Ihre Erfahrungen hat sie in

einem Buch zusammengefasst („Fliegen mit Baby und Kleinkind“,

KidsAway; 14,95 Euro). Ihr wichtigster Tipp:

Tief durchatmen und entspannt bleiben, dann wird alles gut.

11 Dinge, die Sie vor

7 Dinge, die Sie im

dem Flug erledigen können Handgepäck haben sollten

• Sitzplatz reservieren • Kuscheltier und Schnuller

• Kindersitz (wenn vorhanden)

anmelden

warme Socken

• Ersatzkleidung (für alle),

• Kindermenü bestellen • Plastiktüte

• Kinder mit Büchern

• Feuchttücher, Windeln

auf den Flug vorbereiten • Bestätigungsmail/-ausdruck

für den Kindersitz

• Handgepäck auf Maße und

Gewicht überprüfen

• evtl. den Cares-Gurt

• Gepäck auf verschiedene als Rückhaltesystem

Koffer verteilen

• Trinkflasche

• Eine große Tüte schützt 5 Dinge, die

den Buggy vor Nässe und im Notfall helfen

Schmutz

• Salzstangen

• Behälter mit Flüssigkeiten • Nasenspray, Fiebermittel,

in Klarsichtbeutel stecken Medizin gegen Übelkeit

• Eine Reiserücktrittsversicherung

abschließen • bunt verpackte Kleinig-

• Rescue-Tropfen

• Alleinerziehende: Reisevollmacht

besorgen

• druckregulierende Ohrenkeiten

zur Ablenkung

• Sind die Reisepässe gültig? stöpsel

40%

der Katzenbisse

entzünden sich. Wegen

der langen, spitzen

Zähne des Tieres können

die Keime tief eindringen.

Um Infektionen zu

vermeiden, sollte ein

Arzt die Wunde reinigen.

QUELLE:

KINDERAERZTE-IM-NETZ.DE

Eltern-Tipp

Wir haben Nico (2)

ein Fotoalbum mit

Bildern von

der Familie,

dem Kuscheltier,

der Katze und

sogar Baumeister

Bob gemacht. Das

blättert er ständig

begeistert durch.

MARION HECKEL, MÜNCHEN

Kuh Lieselotte und ihre

Kumpels vom Bauernhof

haben ein neues Spiel:

„Wer versteckt sich hier,

Lieselotte?“ Schnell

nachschauen!

Sauerländer; 7,99 Euro

Diese Experten stehen unserer Redaktion zur Seite

Schwangerschaft Dr. Hiltrud Kessler, Frauenärztin, und Irene Gruber, Hebamme | Stillen Brigitte Benkert, Stillberaterin | Ernährung Dr. Ute Alexy, Ernährungsberaterin |

Entwicklung Prof. Dr. Sabina Pauen, Entwicklungspsychologin | Schlafen Dr. Daniela Dotzauer, Baby-Coach | Kindergesundheit Dr. Herbert Renz-Polster, Kinderarzt |

Homöopathie Dr. Patrick Kreisberger, Homöopath und Kinderarzt | Erziehen Dr. Anita Schächter, Kinderpsychologin | Fernsehen & Co. Elisabeth Schallhart, Medienpädagogin |

Kindergarten Martina Bentenrieder, Erzieherin | Familienpolitik Claudia Hagen, Familienbund der Katholiken

10

Leben & erziehen 8/2014


R A T G E B E R

1-3Jahre

KING II LS

Das Kind ist weg.

Ein Albtraum.

Jetzt kommt

der SOS-Anhänger

zum Einsatz, auf dem

Mamas Handynummer

steht.

Geht das Kind

nicht verloren

(hoffentlich!), sieht er

einfach süß aus.

www.luxusweiberl.de;

19,50 Euro

NEUE

TECHNOLOGIE

FOTOS: HERSTELLER, PRIVAT (12), THINKSTOCK

„Mein Kind hört mir nie zu.“

Stimmt, aber dafür kann es nichts.

Forscher der University of London haben

festgestellt, dass Kinder ihre Umgebung

nicht mehr wahrnehmen, wenn sie

sich auf einfache Aufgaben konzentrieren.

betreuungsgeld

Jetzt 50 Euro mehr

150 Euro Betreuungsgeld

gibt’s für Eltern ab

1. August 2014. Es wird

im Anschluss an das

Elterngeld gezahlt, also

nach dem 15. Lebensmonat

des Kindes,

maximal 22 Monate

lang. Voraussetzung

für die Leistung: Das

Kind besucht keine

öffentlich geförderte

Kita und wird nicht

von einer öffentlich

finanzierten Tagesmutter

betreut.

Keine Rolle dagegen

spielt es, ob Mutter und

Vater (oder ein alleinerziehender

Elternteil)

berufstätig sind. So

haben auch Eltern ein

Recht auf das Geld,

wenn beide Vollzeit arbeiten

und die Oma auf

das Kind aufpasst.

Das Geld gibt‘s unabhängig

vom Einkommen

(es sei denn, die

Eltern hatten im Kalenderjahr

vor der Geburt

ein zu versteuerndes

Einkommen von über

500 000 Euro).

Infos und die Adressen

der Betreuungsgeldstellen

finden Eltern

im Internet unter www.

leben-und-erziehen.

de/betreuungsgeld

GRUPPE

1

9

– 18 KG (9 M – 4 J)

Auf die Plätze,

fertig, los!

Mit dem neuen KING II LS hat

BRITAX RÖMER einen Sitz konzipiert, der

Ihnen dank seines neuen 5-Punkt-Gurt-

Sicherungssystems mit Licht- und Tonindikator

dabei hilft, Ihr Kind für eine sichere

und komfortable Reise anzugurten.

Vertrauen Sie den Fähigkeiten unseres

Sicherheitsteams.

RÖMER is DEKRA certifi ed

www.dekra-siegel.de

www.britax.com


R A T G E B E R

3-6Jahre

Einladung zur

Kinder-Party

Ob Sommerfest oder Geburtstag —

das Wichtigste bei einer Feier ist gute Laune!

Die kommt bei diesen Ideen garantiert auf

Vorbereitung

• Einladung passend zum

Motto basteln oder z. B. bei

www.kleinefabriek.de und

www.beabitzer.de kaufen

• Zu verschiedenen Themen

(Pirat, Bäcker, Elfen ...)

bietet www.takatomo.de

Leihkisten an

• Den Aufwand beim Essen

drosseln: Kuchen, kleine

Pizza, Grillwürste, Brezeln

oder Hamburger reichen

der Partygemeinde

• Ganz exklusiv: die persönlichen

Namens-Wimpel

von www.tim-und-lucy.de

Spieleklassiker

Sackhüpfen, Reise nach

Jerusalem, Eierlaufen

(mit Tischtennisbällen),

Blinde Kuh, Topfschlagen

Action-Spiele

• Schnitzeljagd mit Schatzsuche

• Kinderolympiade,

z. B. mit Dosenwerfen,

Lakritzschnur-Wettessen,

Einbein-Hindernishüpfen

• Verkleidungsstaffel, bei

der die Kinder auf zwei

Teams aufgeteilt werden,

sich viel zu große Klamotten

wie Shirt, Mantel,

Stiefel anziehen, einen

Parcours laufen und die

Kleidung an das nächste

Kind übergeben müssen

Für die Schatzkiste

Spritztiere, Hüpfknete,

Esspapier, Jo-Jos, Stempel,

Seifenblasen, Buttons,

Luftballons, Dosenschleim,

Kreisel, Sticker, Tröten

Wer fängt das Schwein? Bei diesem Outdoor-Ringwurfspiel

ist Geschicklichkeit gefragt, denn die Kinder müssen die Ringe über

Was bei uns

das Topfschlagen,

ist in Mexiko

die Piñata: Alle

ziehen an den

Bändern, bis es

Süßes auf sie

regnet. Piñata

„Tierparade“ von

www.jako-o.de;

4,95 Euro

(ohne Füllung)

Spitzen-Partyhüte:

von rice, über

www.nostalgieimkinderzimmer.de;

6 Stück

5,90 Euro

15 %

der Kinder und

Jugendlichen in

Deutschland sind

übergewichtig.

Dabei spielt auch

der Wohnort eine

Rolle, meinen

Forscher

der Hochschule

für Technik,

Wirtschaft und

Kultur in Leipzig.

„In benachteiligten

Ortsteilen

zu wohnen, wirkt

sich schon bei

Vorschulkindern

auf deren Gewicht

aus“, so Professor

Dr. Elmar Brähler.

die drei Holzfiguren werfen. Bei www.shop.eichhorn-toys.de; 14,99 Euro, ab 3

FRAGE AN DIE EXPERTIN

Ist mein

Kind hochbegabt?

Die Erzieherin im Kindergarten

hat mich darauf

angesprochen, dass

Luka (4) eventuell hochbegabt

ist, weil er in

vielen Bereichen deut -

lich weiter ist als Gleichaltrige.

Was bedeutet das

für uns? Müssen wir ihn

jetzt besonders fördern?

Martina Hinz, Deutsche

Gesellschaft für

das hochbegabte Kind,

antwortet:

F

ür Sie bedeutet das,

dass Sie alles richtig

gemacht haben, sonst

hätte Luka sich nicht so

toll entwickelt. Hat ein

Kind einen Intelligenzquotienten

von 130 und

mehr, gilt es als hochbegabt.

Ein Test macht

meiner Meinung nach

aber keinen Sinn, dafür

müsste er lange sitzen

und Fragen beantworten;

zudem kann sich

der Wert in diesem Alter

noch ändern. Geben Sie

Luka einfach den Raum,

sich zu entfalten. Legen

Sie mit ihm ein Beet an,

gehen Sie mit ihm in

den Wald, ins Museum,

zum Sport. Beantworten

Sie seine Fragen und

bremsen Sie ihn nicht in

seinem Wissensdrang –

aber drängen Sie ihm

nichts auf. Wenn Sie

noch weitere Fragen

haben, finden Sie auf

www.dghk.de Infos und

Ansprechpartner.

FOTOS: HERSTELLER

12

Leben & erziehen 8/2014


Typisch Wochenende:

alle in Bewegung

Typisch Ford:

bewegt alle

DER FORD TOURNEO COURIER

DER FORD TOURNEO CONNECT

EcoBoost-Motorentechnologie

Zwei Neue, die sich abheben und dabei nicht die Bodenhaftung verlieren:

Der Ford Tourneo Courier und der Ford Tourneo Connect spielen in Sachen

Sicherheit und Komfort ganz oben mit, während ihre EcoBoost-Technologie

die Verbrauchswerte angenehm niedrig hält. Eben ideal für aktive Familien!

Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach VO (EG) 715/2007 und VO (EG) 692/2008 in

der jeweils geltenden Fassung): Ford Tourneo Courier 5,4 (kombiniert); CO 2

-Emissionen:

124 g/km (kombiniert). Ford Tourneo Connect 8,0–5,6 (kombiniert); CO 2

-Emissionen:

184–129 g/km (kombiniert).

Abbildung zeigt Wunschausstattung.


malen

sprechen

sauber werden

rehen

robben

onzentrieren

Treppen

steigen

mithelfen

basteln

sich anziehen


Entwicklung LEBEN MIT KINDERN

Fit

fürs

Leben?

Deutschland im Förderstress.

Nie waren mehr Kinder bei einer Therapie

als heute. Doch Experten beruhigen:

Eltern können erst mal gelassen abwarten

ie Fragen kamen immer

D

wieder, von allen Seiten.

„Wie, er krabbelt

noch nicht? Kann noch

nicht laufen?“ Melanie Bestle, Mediengestalterin

aus Schwabmünchen, hat

sie oft gehört. Denn ihr Sohn Luis ließ

sich lange damit Zeit, auf die Beine zu

kommen. Erst kurz vor dem ersten Geburtstag

krabbelte er das erste Mal auf

seine Eltern zu. Frei laufen konnte der

Junge mit 18 Monaten. „Alles noch im

grünen Bereich“, versuchte der Kinderarzt

die Mutter zu beruhigen.

Ganz weit vorne war Luis dagegen

beim Sprechen: Mit zehn Monaten

sagte er seine ersten Wörter, mit zwei

fragte er seinen Eltern Löcher in den

Bauch. „Trotzdem habe ich mir immer

wieder Sorgen gemacht“, räumt Melanie

Bestle ein. Inzwischen ist Luis ein

fröhliches Kindergartenkind von vier

Jahren und nach wie vor eher der gemütliche

Typ. Bei ihrem zweiten Kind,

das vor sieben Monaten auf die Welt

kam, hat Melanie sich deshalb vorgenommen,

alles ein wenig entspannter

anzugehen.

Manchmal wird

zu viel des Guten getan

Sorge: Dieses Wort fällt bei Eltern häufig,

wenn es um ihre Kinder geht.

Natürlich ist es gut und wichtig, das

Aufwachsen des Nachwuchses aufmerksam

zu begleiten, die Termine für

die Vorsorgeuntersuchungen einzuhalten

und den Kinderarzt anzusprechen,

wenn man Zweifel hat. Doch die

(Für-)Sorge hat inzwischen zu einer

Entwicklung geführt, die Kinderärzte

für sehr bedenklich halten: Noch nie

waren in Deutschland so viele Kinder

im Vorschulalter in einer Fördertherapie

wie heute. Das zeigt der Heilmittelbericht,

in dem die AOK jedes Jahr die

Behandlung bei Logopäden, Ergo-, Physio-

und Psychotherapeuten erfasst.

„Bei uns wird viel zu viel gemacht“, ärgert

sich Dr. Hermann Josef Kahl, Sprecher

für Prävention und Frühförderung

im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Besonders auffällig ist das

bei der Sprachtherapie: 2012 waren

25 Prozent der Sechsjährigen in logopädischer

Behandlung, während es

Leben & erziehen 8/2014 15


LEBEN MIT KINDERN Entwicklung

Therapien für Kinder —

überflüssig oder wichtig?

Kinderärztin Dr. Heike Weigand gehört zur Leitung

des integrierten Sozialpädiatrischen Zentrums

des Haunerschen Kinderspitals München

Noch nie wurden

so viele Kinder

therapiert wie

heute. Wie erklären

Sie sich das?

Es hat viel mit der

Verunsicherung

der Eltern zu tun.

Häufig kommt dies

auch aus Richtung

der Kindergärten.

Dort werden regelmäßig

Entwicklungsbögen

ausgefüllt,

was ja zu begrüßen

ist. Ich bin

mir aber nicht

sicher, ob das

Personal immer

ausreichend ausgebildet

ist, um

Entwicklungsrückstände

beurteilen

zu können.

Halten Sie also

Therapien für überflüssig?

Das muss man

differenziert sehen,

in manchen Fällen

aber schon. Wichtig

ist, dass Familien

durch die regelmäßigen

Termine im

Alltag nicht überfordert

und Kinder

nicht therapiemüde

werden.

Was sollen Eltern

tun, wenn sie

das Gefühl haben,

ihr Kind ist in

seiner Entwicklung

zurück?

Der Weg geht

immer über den

Kinderarzt. Er kann

beurteilen, was

altersgemäß ist,

und verordnet

die nötige Therapie.

Was sind Warnzeichen

bei Kindern?

Bei Babys beispielsweise,

wenn sie in

Bauchlage schnell

müde werden und

quengeln. Das kann

daran liegen, dass

die Muskelspannung

im Schulterbereich

zu gering

ist. Manchmal genügt

eine Beratung,

wie Eltern schon

mit kleinen Hilfestellungen

ihrem

Kind die Bauchlage

erleichtern können.

Manchmal muss

man aber auch

abklären, ob es

eine neurologische

Erkrankung gibt.

Beobachten Sie Ihr

Kleines gut, damit

Sie dem Kinderarzt

sagen können, was

es schon kann und

was es noch nicht

schafft.

Und bei älteren

Kindern?

Zweijährige sollten

mindestens 20 Wörter

sprechen. Wenn

nicht, wird untersucht,

ob das Kind

gut hört oder ob es

ein Spätsprecher

ist. Ist dies der Fall,

beraten wir zunächst

die Eltern,

wie sie ihr Kind zu

Hause sprachlich

fördern. Wenn es

im nächsten halben

Jahr keinen Wortschatz-Spurt

hinlegt,

beginnen wir

mit etwa 30 Monaten

mit der Behandlung.

Bei einem dreibis

vierjährigen

Kind würde ich darauf

achten, ob es

schon länger an

einer Sache bleiben

kann.

Und wenn ich

das Gefühl habe,

dass der Kinderarzt

zu wenig tut?

Einmal abwarten ist

okay. Vertröstet er

Sie wieder, können

Sie eine zweite

Meinung einholen.

Fürs Laufenlernen

haben Kinder

mehr Zeit, als

Eltern glauben

fünf Jahre zuvor erst 20 Prozent waren.

Dabei bräuchten laut Dr. Kahl nur fünf

bis zehn Prozent der Kinder Logopädie.

Ursache ist der Druck, unter dem die

Eltern heute stehen und den sie an die

Kinderärzte weitergeben, sagt Dr. Kahl.

Manchmal kommt dieser Druck von

der Oma, die kritisch beäugt, welche

Fortschritte ihr Enkelkind macht.

Manchmal von eifrigen Logopädinnen,

die dem Kindergarten einen Besuch

abstatten; manchmal von fremden

Müttern aus Chat-Foren im Internet.

„Das Ganze führt zu einer Verunsicherung

der Eltern, die nicht mehr tragbar

ist“, kritisiert der Kinderarzt.

„Das Prinzip unserer Leistungsgesellschaft

‚Höher, schneller, weiter‘ wirkt

sich bis in den Kindergarten aus“, sagt

Leistungsdruck

schon im Kindergarten

Kathrin Rößle, Erzieherin in Augs burg.

Weil Kinder früher eingeschult werden,

müssen sie heute auch einige Dinge

früher beherrschen – und werden

dabei über einen Kamm geschoren, obwohl

die Bandbreite der Entwicklung in

diesem Alter beträchtlich ist. „Die

Eltern haben Angst, dass ihr Kind nicht

mitkommt. Deshalb geht es auch im

Kindergarten immer mehr darum, was

ein Kind kann. Seine Bedürfnisse treten

dabei in den Hintergrund.“

Das heißt nicht, dass die Erzieherin gezielte

Frühförderung ablehnt. Ihr Sohn

Leon macht gerade zum zweiten Mal

eine Ergotherapie. Mit fast fünf Jahren

hatte er die ersten zehn Stunden, um

herauszufinden, ob er Rechts- oder

Linkshänder ist. Bei Ergotherapeutin

Marlene Kröhnert lernte Leon spielerisch,

seine Kraft besser zu dosieren –

und dass er Linkshänder ist. Jetzt ist der

Abc-Schütze auf Anraten seiner Lehrer

wieder in Ergotherapie, weil er beim

Schreiben nicht mit dem Tempo der

Klassenkameraden mithalten kann.

16

Leben & erziehen 8/2014


Beim Wickeln plaudern

– das ist Fördern

Leon trainiert fleißig, seine Mutter

freut sich über seine Fortschritte. Allerdings

hätte sie ihm gerne erspart, ein

zweites Mal zur Therapie zu gehen.

Doch im Vorschulalter wollte der Kinderarzt

für den Jungen kein zweites Rezept

ausstellen. „Man sollte Kinder

nicht so pushen“, begründete er seine

Haltung und vertröstete die Mutter:

„Warten wir mal ab, wie sich Ihr Sohn

entwickelt.“

Abwarten, kleinen Spätentwicklern,

die bei den Vorsorgeuntersuchungen

am unteren Rand der Entwicklungskurve

landen, etwas mehr Zeit lassen –

das ist oft richtig. Manchmal wird aber

zu lange gewartet. Emma war knapp

ein Jahr, als sie zu Physiotherapeutin

Kerstin Hartmann in Augsburg kam.

Ein freundliches, zufriedenes Kind, das

gerne auf dem Rücken lag und sich allein

beschäftigte. Allerdings konnte

Emma sich gerade mal drehen, in

Gut für kleine

Spätentwickler:

ihren Körper

spüren zu lernen

Bauchlage auf die Unterarme stützen

und dabei ansatzweise einen Arm anheben.

Bei der Untersuchung fiel ein

deutlicher Muskelhypotonus auf, das

heißt, sie hatte wenig Muskelspannung.

„Die physiotherapeutische

Behandlung war nötig, damit Emma

lernte, ihren Körper besser zu spüren“,

erklärt Kers tin Hartmann. Außerdem

brauchte die Kleine Unterstützung, um

spielerisch das Aufstützen zu trainieren

– die Voraussetzung fürs Krabbeln

und Aufstehen. Nach elf Monaten und

fast 40 Behandlungseinheiten Physiotherapie

begann das Mädchen, bei

Mama Christine Hammerl an der Hand

zu laufen. Mit 22 Monaten also.

Kerstin Hartmann hätte sich gewünscht,

„dass ein Kind wie Emma

schon viel früher zur Physiotherapie

kommt, um die deutlichen Entwick-

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LEBEN MIT KINDERN Entwicklung

Fördern

Fördern fängt mit ganz

einfachen Dingen an.

Dr. Heike Weigand

(s. Interview S. 16)

weiß, was Eltern im

Alltag machen können

1

Plaudern Sie viel mit

Ihrem Baby, wenn es wach

und aufnahmebereit ist.

Halten Sie dabei Blickkontakt.

2

Erklären Sie dem Kind

beim Anziehen oder Wickeln,

was Sie gerade tun („So, jetzt

stecken wir das rechte Ärmchen

in den Ärmel“). Dreht

es das Köpfchen weg oder

klappen seine Augen

zu, braucht es eine Pause.

3

Ihr Kind geht in die Krippe?

Gut, wenn die Zeit

danach ausschließlich ihm

gehört. Falls das Handy

klingelt, kann die Mailbox

ran. Unternehmen Sie

mit Ihrem Kind etwas, das

Ihnen beiden Spaß macht.

4

Gemeinsam Bücher

anschauen und über

die Bilder reden, sich mit

dem Kindergartenkind über

das unterhalten, was am Tag

geschehen ist: Das ist top

fürs Sprechenlernen!

lungsrückstände schneller aufzuholen“.

Dass man bei Emma so spät mit

der Förderung begann, mag daran liegen,

dass sie familiär vorbelastet ist:

„Mein Mann und ich waren als Babys

auch nicht die Schnellentwickler. Deshalb

haben wir uns keine Gedanken

gemacht, dass unsere Tochter ein bisschen

länger braucht“, erklärt Emmas

Mutter.

Eltern fehlt heute das nötige Wissen

über die altersgemäße Entwicklung

Kinder bitte viel

selbst machen lassen

ihres Kindes“, beklagt Eva M. Reichart,

Vorstandsmitglied im Gesamtverband

Physiotherapie. Zum Beispiel glauben

viele Eltern, dass kleine Kinder mit

einem Jahr frei laufen können. Tatsächlich

haben sie bis zu einem halben

Jahr länger dafür Zeit!

Das erste Lebensjahr ist das wichtigste

für ein Kind: Im Gehirn werden Milliarden

von Nervenzellen verschaltet, die

Basis für Sprach- und Bewegungsentwicklung

gelegt. Deshalb sollten Babys

weder unter- noch überfordert werden.

Um Eltern unbegründete Sorgen zu

nehmen und sie in ihrer Kompetenz zu

stärken, bietet Eva M. Reichart in ihrem

Gesundheitshaus in Schwabmünchen

Motorik- und Sprach-Checks an. Bei

Hinweisen auf einen medizinisch begründeten

Entwicklungsrückstand

verweist sie die Eltern an den Kinderarzt.

Zusätzlich bekommen sie Tipps,

wie sie ihr Kind selbst fördern können.

Eva M. Reichart: „Mit gezielten Handgriffen

beim Waschen, Wickeln, Füttern,

Spielen oder Tragen, die auf das

Temperament und die Probleme des

Kindes abgestimmt sind, können Eltern

es gut unterstützen.“

Fördern durch Fordern – das gibt auch

Ergotherapeutin Marlene Kröhnert den

Eltern mit auf den Weg. Sie rät, das

Kind bei der Hausarbeit helfen zu lassen,

viel mit ihm raus zu gehen. Mit

einer Kollegin hat sie das Projekt Ergokiosk

gestartet, mit Spiel- und Bastelanregungen

für Eltern und Kids (www.

ergokiosk.de). „Viele Kinder haben zu

wenig Bewegung, weil sie nur herumgefahren

werden. Oder die Eltern nehmen

ihnen alles ab, weil es schnell,

schnell gehen muss. Doch so können

die Kleinen nicht üben und lernen“,

sagt die Therapeutin. „Lassen Sie Ihr

Kind möglichst viel selbst machen.“

Auch wenn manches dann ein wenig

länger dauert: Die Geduld lohnt sich.

Ihr Kind wird mit behutsamer Unterstützung

mehr und mehr selbstständig.

Und die kleinen Erfolge stärken

sein Selbstbewusstsein. All das macht

Ihr Kind fit fürs Leben.

andrea schmidt-forth

5

Mit Mama oder Papa

Waschmaschine oder

Trockner ausräumen, Post

holen, Obst waschen,

die Zeitung ins Altpapier werfen

– das macht Kleinkindern

Spaß und fördert nebenbei

die Fein- und Grobmotorik,

Ausdauer und Konzentration.

6

An- und Ausziehen ist

Übungssache. Planen Sie

entsprechend Zeit dafür ein

und unterstützen Sie Ihren

Sohn oder Ihre Tochter nur

so weit wie nötig.

Das schaffst du!

Kinder brauchen

kleine Erfolge

FOTOS: CORBIS (2), ISTOCKPHOTO.COM (2), PRIVAT

18

Leben & erziehen 8/2014


Morgens

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LEBEN MIT KINDERN Erziehung

Mama,

jetzt musst du

ihn schimpfen!

Heute sind meine

Söhne Katze und

Eule. Ihr Spiel, das

es auch in der Variante

„Tiger und

Zebra“ gibt, ist schnell erklärt:

Katze fängt Eule und

frisst sie anschließend auf.

Nicht erklärt werden muss,

wie dieses Spiel ausgeht. In

der Regel verhallt mein Rat,

beim Fressen nur ganz leicht

zuzubeißen, ungehört zwischen

„Hu-hu-huuu“ und

„Miaaauuu“. Fünf Minuten

später gibt’s Eulengeheule.

Eingreifen oder lieber

laufen lassen?

Es sind Situationen wie

diese, die mich neuerdings

ratlos machen. Soll ich mich

einmischen oder lieber

nicht? Eigentlich will ich es

nicht. Weil die jeweilige Eule

es aber lautstark einfordert

(„Mama, jetzt musst du ihn

schimpfen!“), tue ich es

Im Kinderzimmer fliegen

die Fetzen und fließen

die Tränen. Wenn ihre

Kinder sich zoffen, fällt es

unserer Autorin Claudia

Dambacher schwer, nicht

einzugreifen. Eine Expertin

hat ihr erklärt, warum

Zurückhaltung besser ist

dann doch – mehr schlecht

als recht. Denn etwas Besseres

als „Ich hab’s euch gesagt:

Beißen tut weh!“, fällt

mir nicht ein. Bei diesem

Satz ist allerdings der Informationsgehalt

für Katze und

Eule gleich null.

Klar gibt es auch andere

Streit-Situationen, in denen

mir eine sinnvolle und lehrreiche

Ansage einfällt.

Trotzdem frage ich mich:

Wär’s nicht besser, den

klugen Spruch runterzuschlucken

und den Dingen

ihren Lauf zu lassen? Zum

Beispiel: Der Zweijährige

schreit, nachdem ihm der

Dreijährige das Xylofon aus

der Hand gerissen hat. Weil

bei uns nicht das Recht des

Stärkeren gelten soll, sage

ich etwas wie: „Hör mal

Freundchen, so geht’s aber

nicht!“ Tatsächlich – so

geht’s nicht. Aber mein Eingreifen

geht so auch nicht,

zumindest nicht auf lange

Sicht. Wie soll sich der Kleine

jemals selber stark fühlen,

wenn ich immer für ihn

in die Bresche springe?

Warum bin ich in solchen

Situationen so unsicher?

Und warum war ich es vor

einem Jahr noch nicht? Ich

stelle diese Fragen einer

Kinderstreit-Spezialistin.

Dr. Chris tine Kaniak-Urban

(„Wenn Geschwister streiten:

Lösungswege, die funktionieren“,

Kösel; 15,95 Euro)

ist Kinder- und Jugendpsychotherapeutin

in Rosenheim.

„Mit Kindern im

dritten und vierten Lebensjahr

sind Sie in einer ganz

heiklen Übergangsphase“,

erklärt sie. Vor einem Jahr

ILLUSTRATION: SILKE SCHMIDT; FOTO: DANIEL GERST

20

Leben & erziehen 8/2014


war noch alles klar: Reden

brachte im Streitfall nicht

viel. Wenn sich Kinder in die

Haare kriegen, die jünger

sind als zwei Jahre, hilft nur

räumliche Trennung.

Manchmal hilft

wegtragen

„Je kleiner die Kinder sind,

desto mehr müssen Eltern

und Erzieher handeln“, sagt

Christine Kaniak-Urban.

Lange Erklärungen seien in

diesem Alter sogar schlecht:

„Wird von einem Einjährigen

schon ständig Einsicht verlangt,

hört er mit drei Jahren

überhaupt nicht mehr zu.“

Trotzdem: Bei Kindern im

ers ten und zweiten Lebensjahr

müssen Eltern dazwischengehen.

Mit der Lösung

eines Streits sind die Klei-

nen in aller Regel überfordert.

Ab dem dritten Lebensjahr

gibt es auf die Frage

„Einmischen oder nicht?“

leider keine generelle Antwort

mehr.

Verhandeln

will gelernt sein

Zweijährige empfinden es

als bodenlose Frechheit,

wenn sie wie die ganz Kleinen

vom Konfliktherd einfach

weggetragen werden.

Ein wirklich lösungs orientier

tes Verhalten ist ihnen

allerdings auch noch nicht

beizubringen. Zwar verstehen

sie Begriffe wie „tauschen“

und „teilen“, aber mit

deren Anwendung wird’s

noch eine Zeit lang hapern.

Damit ein Kind einen Streit

selbstständig schlichten

kann, muss es nämlich in

der Lage sein, einen eigenen

Wunsch für eine gewisse

Zeit zurück zustellen. „Die

sogenannte Impulskontrolle

entwickelt sich aber erst im

Kinder garten- und Vorschulalter“,

erklärt mir Christine

Kaniak-Urban. Bis dahin rät

sie: genau hinschauen, was

passiert. Treten die Kinder

miteinander in Verhandlung,

sollten Eltern sich im

Hintergrund halten. Eine geglückte

Einigung – so selten

sie auch vorkommt – darf ich

dann ausgiebig loben.

„Ich beobachte bei vielen Eltern,

dass sie reflexartig und

zu schnell eingreifen“, sagt

die Psychologin. „Wenn Sie

es schaffen, diesen Impuls

zu unterdrücken, geben Sie

Ihren Kindern wichtige Entwicklungschancen.“

Nicht

nur sich durchzusetzen will

schließlich gelernt und aus-

probiert werden, sondern

auch Kompromisse zu

schlie ßen, eigene Bedürfnisse

zu formulieren und die

Wünsche anderer zu verstehen.

Weil ältere Geschwister

und Spielkameraden das im

Großen und Ganzen voneinander

lernen, gilt ab dem

Kindergartenalter: nur einmischen,

wenn es unbedingt

sein muss. Etwa, wenn

eine ernsthafte Verletzungsgefahr

besteht, wenn immer

dasselbe Kind der Verlierer

ist oder wenn Kinder aus

einem Konflikt überhaupt

nicht mehr herausfinden.

„Eine gute Methode ist dann

zum Beispiel, die beiden

Streithähne auf je einen Beruhigungsstuhl

zu setzen

und sie nacheinander zu

Wort kommen zu lassen“, rät

Christine Kaniak-Urban.

„Statt selbst Stellung zu beziehen,

fragen Sie die Kinder

besser nach ihren eigenen

Lösungsvorschlägen.“ Im

Ideal fall finden sie diese irgendwann

auch ohne die

Hilfe der Eltern.

Bei uns zu Hause wird es

wohl noch eine Zeit lang

dauern, bis sich Katze und

Eule auf faire Weise fressen

und konstruktiv um das Xylofon

verhandeln. Bis dahin

versuche ich, mich an den

Rat der Expertin zu halten

und bei Streitereien nicht

gleich das Kinderzimmer zu

stürmen. Vielleicht klappt‘s

dann (immer öfter) auch

ohne Mama.

Unsere Autorin

Claudia Dambacher hat

zwei Söhne: Laurenz (3)

und Quirin (2)

Leben & erziehen 8/2014 21


LEBEN MIT KINDERN Kindergarten

Bald geht’s in den

Kindergarten!

Für die Kleinen ist das ein großer Schritt.

Und auch ihre Eltern müssen lernen loszulassen.

Nadine Luck schreibt einen Brief an ihre Tochter

Liebe Antonia,

jetzt sind die Tage gezählt: Ab September bist Du ein Kindergartenkind! Eine

neue Zeit bricht an. Jeden Morgen werde ich dann ein Pausenbrot für Dich

schmieren und in Deinen Rucksack packen – und dabei unheimlich stolz sein,

dass Du schon alleine in den Kindergarten gehst! Überhaupt, der Rucksack:

Beim Probetragen haben wir schon bemerkt, wie groß Du damit aussiehst!

Auch ein bisschen traurig werde ich sein, denn die wundervolle, unbeschwerte

Zeit, in der wir so oft in den Tag hineinleben konnten, ist nun

vorbei. Ich durfte Dir seit Deiner Geburt jeden Tag und fast jede Stunde

beim Wachsen, Lernen, Weinen, Spielen, Lachen zusehen und Dir ständig

neue Dinge zeigen; fast nie waren wir getrennt. Jetzt lernst Du von den

Erzieherinnen im Kindergarten und den anderen Kindern und nicht

mehr hauptsächlich von Papa und mir. Ich bin sehr neugierig, was Du

täglich Neues entdeckst und was Du uns dann zeigen wirst.

Ich bin sicher, dass Du viel Spaß haben wirst. Jetzt kannst Du immer mit anderen

Kindern spielen, toben und basteln, das machst Du ja so gerne! Darüber freue ich

mich am meisten, denn ich fürchte, manchmal war uns auch schon langweilig miteinander.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du neue Freunde findest, die Dir vielleicht

Dein Leben lang bleiben. Wenn Du weiterhin so fröhlich und offen bist, wird

Dir das nicht schwerfallen.

Vielleicht wird es auch Tage geben, an denen Du nicht so gerne in den Kindergarten

gehst. Weil Dich ein Kind geschubst oder weil die Erzieherin mit Dir geschimpft hat.

Ich hoffe, dass ich mich bei kleinen Problemen nicht zu sehr einmische und nicht

überbesorgt bin, aber Du sollst wissen, dass ich immer für Dich da bin und Dir helfen

werde, wenn Du es willst.

Jeden Tag, wenn Dein kleiner Bruder Valentin und ich Dich abholen, werde ich Dich

überglücklich in meine Arme schließen und mich freuen, dass Du viel erlebt hast.

Hoffentlich erzählst Du mir davon! Und wenn Du gar nicht nach Hause willst, weil

Du gerade so schön spielst, dann werde ich versuchen, mich zu freuen, denn dann

weiß ich, dass es Dir gutgeht.

Meine Prinzessin, ich muss Dich also ein Stück loslassen. Entschuldige, wenn ich

darüber weine, denn eigentlich ist es ein Grund zur Freude. Du kannst Dir sicher

sein: Ich wünsche Dir ganz viel Spaß in Deinem neuen Leben als Kindergartenkind!

Ich hab Dich so lieb,

Deine Mama

Mehr über ihre Familie erzählt Nadine Luck in ihrem Blog:

www.leben-und-erziehen.de/nadines-blog

Neustart für Antonia (knapp 3)

Die Checkliste zum

Kindergarten-

Start und schöne

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[ 7 ] Die fröhliche Igelfamilie

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Checkliste

Das braucht Ihr Kind im Kindergarten

Die Basics

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oder Rucksack

Hausschuhe und/

oder Anti-Rutsch-

Socken

Foto(s) für Garderobe,

Bildermappe etc.

Kuscheltier/

Schmusetuch

Brotzeitbox

Trinkflasche/

Thermoskanne

Zahnbürste und

Plastikbecher

Zum Toben im Garten

Matschhose

Regenjacke

Gummistiefel

Im Sommer:

Badehose/

Badeanzug

Sonnenhut/Mütze

Sonnencreme

Mückenschutzmittel

Im Winter:

Handschuhe,

Schneehose

Zum Sporteln

Turnhose

T-Shirt

Turnschuhe (mit

Klettverschluss)

Turnbeutel

Wenn was

danebengeht

eine Garnitur

Wechselwäsche

evtl. Windeln

Feuchttücher

Für Ganztagskinder

Schnuller

Einschlafhilfe

Schlafsack oder

Decke

Tipp

Am besten alles,

was im Kindergarten

bleibt,

mit Etiketten versehen

und mit dem

Namen Ihres Kindes

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HAPPY COLOURS

Die 75 bunten Bausteine fördern die

Motorik und Fantasie aller kleinen

Baumeister. HEROS-Holzbausteine

fördern den Spieltrieb schon vom

frühesten Kindesalter an.

Material: Buchenholz,

in Aufbewahrungstrommel, ab 1 Jahr

Bestellnr. für mich: 13273

Bestellnr. als Geschenk: 13277

4

E-Mail: abo.lebenunderziehen@guell.de

Internet: www.leben-und-erziehen.de/abo

Wir nutzen nur Ihre anlässlich von Bestellungen anfallenden Daten für die Bestellabwicklung

und für Werbezwecke. Sie können der Nutzung oder Übermittlung Ihrer Daten für Zwecke

der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung jederzeit widersprechen. Geschenke,

solange Vorrat reicht. Vertragspartner: Bayard Media GmbH & Co. KG, Böheimstraße 8,

86153 Augsburg, HRA 15029 Augsburg, Geschäftsführung: Horst Ohligschläger.


LEBEN MIT KINDERN Interview

Mit Baby in

Dubai

Kerstin Jordan (36) lebt

mit ihrem Mann Christoph

seit drei Jahren in Dubai.

Auch Sohn Maximilian (1)

kam dort zur Welt.

Hier erzählt die junge

Mutter, wie kinderfreundlich

die Stadt ist, was sie

am meisten vermisst und

warum sie in der Ferne

Leben & erziehen liest

Frau Jordan, war es schon immer

Ihr Traum, in Dubai zu leben?

Nein. Mein Mann und ich hatten

schon öfter darüber gesprochen,

eine Zeit lang ins Ausland zu gehen,

aber wir wollten immer in die USA.

Als Christoph nach Dubai versetzt

wurde, war das erst mal ein Schock.

Jetzt merke ich, dass Dubai sogar

etwas Ähnlichkeit mit den USA hat:

Zum Beispiel gibt es viele amerikanische

Fast-Food-Ketten und große

Shopping-Malls. Ich kann mir vorstellen,

noch maximal zwei Jahre

hier zu leben, dann möchte ich

wieder zurück nach Bayern.

Ihr Sohn kam in Dubai zur Welt.

Fühlten Sie sich gut betreut?

Ja, sehr. Mein Mann und ich haben

zusammen einen Geburtsvorbereitungskurs

besucht, den britische

Hebammen geleitet haben. Und für

Babys gibt es hier jede Menge Ange-

bote wie PEKiP, Babymassage, Babyschwimmen

oder Musikgruppen.

Wie verlief die Geburt?

Die Entbindung war super! Mein

Gynäkologe ist auch Deutscher und

sehr erfahren. Die medizinische

Ausrüstung in den Kliniken ist top

und sogar über deutschem Standard.

Auch die Zimmer sind toll: Jede Mutter

bekommt ein Einzelzimmer mit

Schlafcouch, damit auch der Mann

dort übernachten kann.

Das hört sich nach einer sehr

kinderfreundlichen Stadt an.

Ja, ich finde, Dubai ist viel kinderfreundlicher

als München. Wenn ich

mit Maximilian unterwegs bin,

lächeln ihm ständig Menschen zu.

In Restaurants sind Kinder ausdrücklich

willkommen und es gibt

überall Möglichkeiten zum Stillen

und Wickeln, das ist hier ganz normal.

Auch für größere Kinder ist viel

geboten. Zum Beispiel gibt es in den

Malls riesige betreute Spielzonen.

Was ist mit Kind schwieriger?

Einen Kita-Platz zu bekommen ist

mühsam und teuer: Er kostet im

Monat bis zu 1 000 Euro. Auch einen

guten Babybrei zu finden ist nicht

einfach. Es gibt nur wenig Auswahl

und die meisten enthalten viel Zucker.

Gemüsebrei koche ich deshalb

selbst. Und aus Deutschland lasse

ich mir Breigläschen mitbringen.

Der größte Unterschied zu

Deutschland?

Ohne Auto geht nichts. Öffentliche

Verkehrsmittel und Gehwege gibt es

kaum. Zwar haben wir hier tolle

Parks und den Strand, aber wenn

die Temperaturen auf über 40 Grad

klettern, ist an einen Spaziergang

nicht zu denken. Deshalb spielt sich

viel in den klimatisierten Malls ab.

Sie lesen Leben & erziehen sogar

in Dubai. Dabei sind wir dort gar

nicht erhältlich.

Ich habe Leben & erziehen schon

in Deutschland gelesen und gerade

beim ersten Baby ist mir euer Heft

eine große Hilfe. Meine Mutter

schickt mir jeden Monat die neueste

Ausgabe. Beim Lesen am Strand

haben mich schon oft deutsche

Touristinnen angesprochen: Ah, die

Zeitschrift lesen wir zu Hause auch!

Das freut uns! Gibt es eigentlich

etwas, das Sie in Dubai vermissen?

Familie und Freunde. Es wäre viel

schöner, wenn Maxi im Umfeld seiner

Verwandten aufwachsen würde.

Es gibt einfach keine besseren Babysitter

als die eigenen Großeltern.

elisabeth göpel

Sie leben mit Kind im Ausland?

Schreiben Sie uns

Ihre Erfahrungen! Adresse:

Leben & erziehen, Kennwort: Ausland,

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg,

E-Mail: redaktion@bayard-media.de

FOTO: PRIVAT

28

Leben & erziehen 8/2014


Zarte Baby-Pos sind schnell gereizt, gerötet, wund

oder gar entzündet. Dagegen hilft Mirfulan®! Seine

bewährte Wirkformel schafft schnell und zuverlässig

Linderung – bereits bei den ersten Anzeichen.

Bewährte Wirkformel

Schützt die entzündeten Stellen

und unterstützt den Heilungsprozess

bei wundem Baby-Po

• schützt die wunden Stellen

• bindet Wundnässe

• unterstützt die Bildung neuer Hautzellen

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Mirfulan®, Salbe Anwendungsgebiete: Abdeckende-protektive und sekretbindende Behandlung von nichtinfizierten akuten und subakuten Hautschäden, die mit Rötung, Juckreiz und Schmerzen einhergehen

(z.B. Windeldermatitis). Zinkoxid wirkt hierbei abdeckend-protektiv und sekretbindend. Enthält Butylhydroxytoluol und Wollwachs. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen

Sie Ihren Arzt und Apotheker. Apothekenpflichtig. Stand: Juni 2013. Recordati Pharma GmbH, 89075 Ulm.


Gesund

RATGEBER ERNÄHRUNG

Grillen mit Kindern

Heute mal ohne

Würstchen

Die Kleinen mögen auch anderes vom Grill.

Drei Rezepte von Profis

[1] Bunte Gemüse-Spieße

• Kirschtomaten, Zucchini,

Champignons, Paprika,

Brokkoli-Stiele (geschält!),

Fenchel, Schalotten,

Natur-Tofu und Halloumi-

Käse schneiden.

• In einer Schüssel eine

Marinade aus Olivenöl

und Sojasoße zubereiten.

• Die anderen Zutaten zugeben,

im Kühlschrank

30 Minuten marinieren.

• Holz-Spieße für 30 Minuten

in kaltes Wasser legen.

• Gemüse aufspießen

und grillen.

Edith Gätjen arbeitet beim Verein

für Unabhängige Gesundheitsberatung

(UGB) und ist Autorin

(„Das geniale Familien-Kochbuch“,

Trias; 17,99 Euro)

[2] Steckerlbrot

• Von Stöcken aus

frischem Holz die Rinde

abschälen.

• Aus 500 g Weizenmehl,

1 Pck. Hefe, 1 TL Salz und

1 – 2 EL frischen Kräutern

einen Hefeteig kneten,

15 Min. gehen lassen.

• Den Teig achteln und

zu Würsten (etwa

1 cm dick) ausziehen.

• Die Teigwürste spiral-

förmig auf Stockenden

wickeln und über den

Grill halten; dabei ständig

drehen, damit das

Brot nicht verbrennt.

Jutta Grimm ist Spezialistin

für vegetarische Vollwertkost und

Autorin („Vegetarisch grillen“,

pala; 9,90 Euro).

[3] Geräucherte Apfelraspel

(s. Foto, 4 Portionen)

• 6 Äpfel klein schneiden.

• In eine Alu schale etwas

Heu geben. Löcher in den

Boden einer zweiten Aluschale

stoßen, in die erste

stellen. In die bei den

Schalen eine Grillschale

setzen, darauf die Äpfel

verteilen. Mit Alufolie

abdecken.

• Bei 180 Grad mit geschlossenem

Deckel 20 Minuten

grillen.

• 50 g gehackte Walnüsse

über die Äpfel streuen,

über jede Portion

1 EL Ahornsirup geben.

• 100 g Ziegenfrischkäse in

einen Spritzbeutel füllen,

auf die Äpfel spritzen.

Andreas Rummel ist mit Grill-

Shows auf Tour und

schreibt Bücher zum Thema

(„Die hohe Schule des Grillens“,

Christian; 29,99 Euro)

Saisontipp

Mais

Frisch geerntet

ist Mais am

besten. Kinder

mögen ihn, weil er

süß schmeckt.

Besonders

beliebt: Mais als

Popcorn

zubereitet oder in

Alufolie auf dem

Grill. Nicht ver -

wechseln: Was

auf den Feldern

wächst, ist meist

Futtermais.

200

Pfund Sterling (= etwa

240 Euro) winken

Müttern in zwei

englischen Grafschaften,

wenn sie ihr Baby

sechs Monate lang

stillen. Das Pilotprojekt

soll zeigen,

ob Prämien

die Bereitschaft

zu stillen erhöhen.

Mit den OMM

Melamintellern

kommt Farbe

auf den Tisch.

www.dastropenhaus.de;

je 6,90 Euro

FRAGE AN DIE EXPERTIN

Frühchen:

ab wann Brei?

Lissy (4 ½ Monate)

kam sechs Wochen

zu früh zur Welt. Wann

soll ich mit dem ersten

Brei starten?

Dr. Ute Alexy,

Forschungsinstitut

für Kinderer nährung in

Dortmund, antwortet:

D

iese Frage können

Sie nur individuell

beantworten. Das Zeitfenster

für die Einführung

des ersten Breis

(von vier bis sechs Monaten)

ist ja auch bei reif

geborenen Kindern

recht weit gefasst. Ich

würde deshalb vor allem

auf Lissys Entwicklung

achten: Kann sie ihren

Kopf selbst ständig

halten? Steckt sie ihre

Finger oder Spielsachen

in den Mund und kaut

oder lutscht sie darauf

herum? Zeigt sie Interesse

am Essen ihrer

Eltern oder älteren

Geschwister? Auf jeden

Fall sollten Sie sich

mit Ihrem Kinderarzt

beraten!

LESER-

SPRECHSTUNDE

Sie haben Fragen

zum Thema

Ernährung?

Rufen Sie unsere

Expertin an, die Ernährungs -

wissenschaftlerin

Dr. Ute Alexy (Forschungsinstitut

für Kinder ernährung

in Dortmund).

Sie erreichen sie am

23. Juli, 10 bis 12 Uhr,

Tel. 08 21/45 54 81-52

FOTOS: CHRISTIAN VERLAG, HERSTELLER (3), PRIVAT; ILLUSTRATION: ISTOCKPHOTO.COM

30

Leben & erziehen 8/2014


Ist gut, schmeckt gut – und das auch noch zum guten Preis:

Bebivita Pflaume mit Birne ist besonders bekömmlich und

mit allem, was Ihr Baby glücklich macht!

bebivita.de

Alles gut.


ERNÄHRUNG Brei

Timing ist alles

[1]

Brei essen ist ganz

schön kompliziert,

wenn man bisher nur

einfach gesaugt und

getrunken hat. Verlegen

Sie deshalb den

ersten Brei-Versuch

auf einen Tag, an

dem keine weiteren

Termine anstehen

und Sie nicht unter

Druck sind. Ihr Baby

sollte fit und ausgeschlafen

sein.

Für Anfänger: Sie

kommen mit dem Easy

Learning Fütterlöffel Soft

besonders gut zurecht.

NUK; 2-er Pack 6,49 Euro

Jetzt geht‘s los!

[8]

Am besten setzen Sie

Ihr Kind auf Ihren

linken Oberschenkel

und halten es mit

dem linken Arm fest

– so haben Sie Blickkontakt

und können

mit der rechten Hand

füttern. Linkshänder

machen‘s umgekehrt.

Oder Sie lassen

das Baby schon von

Anfang an im Hochstuhl

Platz nehmen.

[2]

Heißhungrig essen

lernen? Ganz

schlecht! Geben Sie

Ihrem Baby ein paar

Schlucke Milch

vorweg.

[3]

Stillkindern fällt die

Umstellung leichter,

wenn die nach Milch

duftende Mama

nicht in Sichtweite

ist, sondern der Papa

den Löffel schwingt.

[4]

Radio und Fernseher

bitte ausschalten,

damit Ihr Kind sich

ganz auf das Üben

der neuen Technik

konzentrieren kann.

Sauber: Das Ärmellätzchen

von Lässig schützt vor

Flecken. Bei www.babybutt.

de; je 8,95 Euro

Einfach

loslöffeln!

So klappt der Start

in die Breizeit — 10 Tipps

Alles bereit?

[5]

Ein großes Lätzchen

schützt das T-Shirt

Ihres Kindes vor

Kleckerflecken – und

auch Sie sollten nicht

unbedingt das

neue Shirt aus dem

Schrank holen, wenn

es an den Start geht.

Karottenflecken

gehen schwer raus!

[6]

Ein schmaler, flacher

Plastiklöffel ist für

Ihr Kind angenehmer

als ein harter

Metalllöffel. Bitte

nur gestrichen voll

machen, damit das

Kleine den Brei vom

Löffel saugen kann.

[7]

Mit einem feuchten

Waschlappen oder

Feuchttüchern sind

Sie gewappnet, falls

der Brei an Babys

Händen oder im

Gesicht landet.

Ein Bruder für

den Tripp Trapp

Steps, der neue

Kinderstuhl von

Stokke, ist mit

Babywippe und

Hochstuhl ein leicht

zu handhabendes

Baukas tensystem.

Stuhl 179 Euro,

Wippe 169 Euro

[9]

„Schau, da kommt

der Löffel!“ Ihr Baby

macht den Mund

trotzdem nicht auf?

Nutzen Sie seinen

Nachahmungstrieb

und sperren Sie

den Mund weit auf

wie ein hungriges

Vögelchen. Wenn Sie

zusätzlich Babys

Unterlippe mit

dem Löffel berühren,

kann es bestimmt

nicht widerstehen.

[10]

„Alles ist anders,

wenn statt Milch Brei

auf dem Speisezettel

steht: die Farbe,

die Konsistenz,

der Geruch ...

Das muss Ihr Kind

gründlich untersuchen.

Es will das

Essen angucken, anfassen,

in den Mund

nehmen. Lassen Sie

den kleinen Entdecker

seine Erfahrungen

machen.

Viel länger als

10 bis 15 Minuten

sollte die Mahlzeit

aber nicht

dauern.

FOTOS: HERSTELLER (6), ISTOCKPHOTO.COM

32

Leben & erziehen 8/2014


ALLES

PALETTI!

MIT

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Mit Bebivita Menüs steht immer guter Geschmack

auf dem Speiseplan. Da ist das Glas schneller leer,

als Mama „guten Appetit“ sagen kann.

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ERNÄHRUNG Zöliakie

Wenn schon ein

Nudeln, Brot, Pizza: Caitlin muss

auf viele Lebensmittel verzichten.

Die Fünfjährige leidet an Zöliakie.

Isst sie bestimmte Getreidesorten,

reagiert ihr Körper und sie wird

krank. Ihre Eltern erzählen,

wie die Familie damit klarkommt

Kerstin McClenaghan

(43) bereitet

in ihrer

Küche das Mittagessen

für die

Familie zu. Auf dem Herd

stehen drei Töpfe: Einer für

die Soße, in den beiden

anderen kochen Nudeln.

Kers tin muss nicht nur zwei

verschiedene Sorten Nudeln

kochen, sondern sie auch

mit zwei verschiedenen Löffeln

umrühren. Ein Fehler

Umrühren mit

einem eigenen Löffel

darf ihr dabei nicht passieren.

Denn ihre Tochter Caitlin

(5) darf nur Pasta essen,

in der kein Gluten enthalten

ist. Das steckt zum Beispiel

in Weizen, Dinkel, Roggen,

Gerste, Hafer ... Caitlin hat

Zöliakie, das heißt, sie verträgt

das Gluten (Klebereiweiß)

aus bestimmten

Getreidesorten nicht. Isst sie

auch nur einen Krümel

davon, schüttet ihr Immunsystem

Antikörper aus, die

nicht nur das Gluten, sondern

auch ihren eigenen

Körper angreifen.

Vor gut einem Jahr haben die

McClenaghans erfahren,

dass ihre Tochter Zöliakie

hat. „Ich dachte in dem Moment

an Caitlins Zukunft:

Ihr Leben wird nicht mehr

das gleiche sein. Diese

Krankheit bleibt für immer“,

erzählt der Vater, Philip Mc-

Clenaghan (48). „Aber uns

war auch klar: Wir hatten eigentlich

großes Glück, denn

Caitlin und ihr Zwillingsbruder

waren Frühchen –

und das hätte auch viel

schwerwiegendere Folgen

haben können.“

Dennoch, die Konsequenzen

sind hart: Caitlin darf nie

wieder etwas essen, in dem

Gluten enthalten ist. Außer

in den offensichtlichen

Lebensmitteln wie zum Beispiel

Nudeln, Brot und Keksen,

kann Gluten sich unter

anderem auch in Pommes

frites, Frischkäse, Fruchtjoghurt,

Wurst, Chips und

Gewürzen verstecken, erfuhren

die Eltern über die

Deutsche Zöliakie-Gesellschaft,

über Ernährungsberatung,

Internetforen und

Bücher. „Im Nachhinein ist

mir jetzt auch klar, warum

Caitlin so klein und zierlich

ist. Sie konnte die Nährstoffe

wegen der zerstörten

Darmzotten nicht richtig

aufnehmen, also auch nicht

wachsen“, sagt Kerstin.

Nach der Diagnose hat die

Lehrerin aus Augs burg aufgeräumt,

geputzt und ausgemistet.

Speisekammer, Geräte,

Vorräte: Alles musste


krank macht...

Caitlins Mutter Kerstin musste ihren Alltag ganz neu

organisieren. Weil ihr der Austausch mit anderen

Familien guttut, hat sie eine Selbsthilfegruppe für

Kinder und Familien mit Zöliakie im Raum Augsburg

gegründet. Kontakt unter mcc.zoeliakie@email.de

Im Vorratsschrank sind Caitlins Sachen

extra gekennzeichnet

gesäubert, weggeworfen

oder erneuert werden. „Die

Glutenspuren können überall

sein, selbst in den kleinen

Rissen der Vorratsdosen

oder der Schneidebretter“,

erklärt die Mutter.

Dann gestaltete sie die

Küche um: Caitlin bekam im

Schrank eine Ecke mit ihrem

eigenen Toaster, ihrem eigenen

glutenfreien Brot und

Mehl. Im Kühlschrank gibt

es ein Körbchen, in dem ihre

Lebensmittel lagern. Auf der

Butter steht groß ihr Name,

als Erinnerungsstütze für

Selbst die Spülbürste

liegt extra

die Mutter, damit sie auch

im Halbschlaf daran denkt,

ein neues Messer für Caitlins

Brote zu nehmen. Am

Spülbecken hängt ein Körbchen

mit einem extra Lappen

und einer eigenen Spülbürste

für Caitlins Geschirr.

Alles nur, damit kein Krümelchen,

keine Spuren des

Klebereiweißes in Caitlins

Essen gelangen.

Am Anfang hat die ganze Familie

glutenfrei gegessen,

obwohl Eltern und Zwillingsbruder

gesund sind.

Um sich die Umstellung zu

erleichtern und selbst zu lernen,

mit der neuen Situation

umzugehen. „Ich habe mir

Stunden zum Einkaufen

freigeschaufelt. Ich war einfach

noch so unsicher. Manche

Verkäufer kennen sich

auch nicht aus: Die denken

an Glutamat statt Gluten

oder glauben, dass ich übertreibe,

wenn ich in der Metzgerei

darum bitte, das Stück

Fleisch auf einem frischen

Brett mit einem anderen

Messer abzuschneiden“, erinnert

sich Kerstin.

Nach fünf Monaten fühlte

sich die Familie zu Hause sicher

genug. Von da an aßen

alle – außer Caitlin – wieder

glutenhaltige Produkte.

„Das ist auch eine Preisfrage.

Glutenfreie Lebensmittel

sind ungefähr dreimal so

teuer wie andere“, sagen die

Eltern. „Aber seitdem essen

wir mehr Reis und Kartoffeln

als früher und kaufen

lieber Produkte, die von Na -

tur aus glutenfrei sind.“

Der Alltag mit Zöliakie hat

sich eingespielt, will aber

gut geplant sein. So hat

Kers tin für den Kindergarten

die wichtigsten Infos

über die Krankheit zusammengestellt

und Listen geschrieben,

auf denen steht,

was ihre Tochter essen darf

und was nicht. Auch eine

Box liegt dort mit Süßigkeiten

für sie bereit, falls ein

anderes Kind Geburtstag feiert.

Wird Caitlin zu einer

Feier eingeladen, backt Kerstin

für alle Kuchen. Damit

Caitlin nicht immer die ungeliebte

Sonderrolle innehat

und das Gleiche essen kann

wie alle anderen.

„Auch bei Tagesausflügen

müssen wir mehr planen.

Wir überlegen schon vorab,

was wir zu essen einpacken“,

erzählt Philip, der als selbstständiger

Grafiker arbeitet.

Während andere Kinder bei

Ein Snack zwischendurch?

Schwierig!

Hunger schnell eine Brezel

essen können, müssten die

McClenaghans eine Bäckerei

finden, die glutenfreie Backwaren

herstellt – oder eben

alles mitnehmen.

„Es geht alles“, meint Kerstin

McClenaghan. „Immerhin

kann die Krankheit durch

die richtige Ernährung behandelt

werden und nicht

Caitlins Buch-Tipp

„Zucker, Zauber und Zinnober“: Die kleine

Maus Fiona hat Zöliakie, sie darf kein Getreide

mehr essen. Doch gemeinsam mit Familie

und Freunden findet sie nach und nach

leckere, glutenfreie Alternativen.

Das Bilderbuch zeigt Kindern, was sie bei

Zöliakie essen können, was sie nicht mehr

dürfen und wie sie damit umgehen können.

Edition Buchstabensuppe; 14,95 Euro. Passend dazu gibt es

das Kinderkochbuch mit tollen, einfachen und glutenfreien

Rezepten; 14,95 Euro

Leben & erziehen 8/2014 35


ERNÄHRUNG Zöliakie

Viele hilfreiche Tipps und Infos hat die Familie McClenaghan

von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft bekommen (www.dzg-online.de)

durch Medizin. Und ich

möchte nicht, dass andere

Caitlin bedauern. Sie darf

ruhig mal traurig sein. Dann

tröste ich sie und erinnere

sie zum Beispiel an ihre

Oma, die kein Obst und Gemüse

verträgt. Dann sagt

Caitlin: ,Das wäre viel

schlimmer, Mama.‘“

Caitlin kommt gut mit ihrer

Krankheit zurecht. Sie kennt

auch schon „ihr“ Zeichen,

die durchgestrichene Ähre,

die glutenfreie Lebensmittel

Jeder bekommt,

was er gerne mag

kennzeichnet. Eifersüchtig

auf ihren Zwillingsbruder,

der alles essen und trinken

kann, ist sie selten. Da haben

ihre Eltern besonders drauf

geachtet: Caitlin isst das

Gleiche wie alle anderen Familienmitglieder.

Nur manche

Zutaten unterscheiden

sich, wie zum Beispiel die

Nudeln. Oder das Gebäck:

Wenn Nicolas seine Apfeltasche

vom Bäcker bekommt,

gibt‘s entweder selbst gemachte

Apfeltaschen mit

glutenfreiem Blätterteig

oder ein anderes süßes

Stück aus der glutenfreien

Konditorei. So bekommt

jeder, was er gerne mag.

birgit henrich

Zöliakie ist ein Chamäleon

Dr. Christoph Schick ist Kindergastroenterologe im

Krankenhaus Josefinum in Augsburg. Er weiß, warum

Zöliakie oft erst spät entdeckt wird

Ist Zöliakie erblich?

Zumindest die Veranlagung dazu.

Etwa 30 Prozent der Bevölkerung

tragen die Gene dafür, aber nur bei

einem relativ kleinen Teil, etwa

einem von Hundert, bricht sie auch

tatsächlich aus.

Wieso wird der eine krank und

der andere bleibt verschont?

Das weiß man bis heute nicht

genau. In den vergangenen Jahren

hat man allerdings festgestellt,

dass die Wahrscheinlichkeit einer

Zöliakie sinkt, wenn die Mutter ihr

Baby weiterhin stillt, wenn es zum

ersten Mal glutenhaltiges Getreide

(zum Beispiel im Getreidebrei) isst.

Reagiert der Körper sofort

auf Gluten?

Nein, die Krankheit entsteht erst

langsam. Das Immunsystem

reagiert zunächst auf das eigentlich

unschädliche Gluten und

bildet Antikörper. Diese zerstören

nach und nach den Darm.

In welchem Alter wird die Zöliakie

in der Regel entdeckt?

Zwischen zwei und acht Jahren.

Das Problem ist, dass die Symptome

so allgemein sind, dass man

nicht sofort an eine Zöliakie denkt.

Denn die Zöliakie ist ein Chamäleon:

Sie zeigt sich immer anders.

Manche Kinder haben Durchfälle

und Blähungen, Wachstumsstörungen

oder Blutarmut. Es kann

auch sein, dass das Kind einfach

nur launisch ist. Oder es hat

Gelenkbeschwerden. Außerdem

treten die Symptome nicht jeden

Tag auf. Nur eine Blutuntersuchung

und Dünndarmbiopsie geben

Gewissheit.

Wie häufig kommt Zöliakie bei

Kindern vor?

In Deutschland ist jedes 200. bis

500. Kind im Alter zwischen eins

und achtzehn Jahren betroffen.

Das ist etwa ein halbes Prozent

in dieser Altersgruppe. Vermutlich

gibt es aber auch viele Kinder,

bei denen die Zöliakie noch nicht

entdeckt wurde.

Ist Zöliakie heilbar?

Wenn die Kinder ihr Leben lang

komplett auf Gluten verzichten, ist

die Erkrankung weg: Der Darm

erholt sich und es gibt keine Probleme

mehr. Sobald sie wieder

glutenhaltige Lebensmittel essen,

haben sie Symptome und Nebenwirkungen.

Eigentlich gibt es also

keine Heilung, aber Betroffene

können beschwerdefrei leben.

FOTOS: STEFANIE AUMILLER (4), ISTOCKPHOTO.COM, PRIVAT

36

Leben & erziehen 8/2014


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für die Augen

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Appetit!

Gesund, voller Nährstoffe, lecker:

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für Schwangere und ihr Baby

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[ Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Kalzium ]

Ein Poster von


ERNÄHRUNG Schwangerschaft

Stimmt es, dass...

... Gelüste völlig

okay sind?

Kommt auf die Gelüste an.

Hin und wieder ein Eis oder

eine Limo sind ganz in Ordnung.

Doppelt

so gut

statt

doppelt

so viel

Heute, morgen, immer:

Ein Baby profitiert

sein Leben lang davon,

wenn sich seine Mama

in der Schwangerschaft

gesund ernährt

Es ist wie ein

Wunder: Erst

ist da ein winziger

Punkt,

der bald zu

pulsieren beginnt

– das

Herz fängt an

zu schlagen.

Im Laufe der nächsten Wochen

und Monate bilden sich

aus der Zellkugel Organe,

Nervenstränge, das Gehirn,

Knochen, Muskeln. In den

ersten tausend Tagen nach

der Befruchtung nimmt das

Baby das 40-millionenfache

seines Gewichtes zu! Und

was es für diese Entwicklung

braucht, bekommt es von

seiner Mama.

Damit das gut klappt, ist gesundes

Essen das A und O.

Das gilt schon, wenn das

Baby noch in Mamas Bauch

liegt. „Eine ausgewogene Ernährung

der Mutter wirkt

sich nicht nur in der Schwangerschaft,

sondern bis ins

Erwachsenenalter

positiv auf das

Kind aus“,

sagt der

Kinderarzt

und Ernährungsexperte

Professor Dr.

Bert hold Koletzko

aus München. „Und zwar

in allen Bereichen, ob es nun

die Knochenbildung betrifft,

das Nervensystem oder die

Gehirnentwicklung.“ Sogar

das Allergie-Risiko des Kindes

kann durch eine abwechslungsreiche

Ernäh-

rung in der Schwangerschaft

gesenkt werden.

Gesund essen ist eigentlich

ganz einfach. Bis auf wenige

Ausnahmen gilt für werdende

Mütter das, was die

Ernährungsexperten uns

allen raten: viel und oft Obst

und Gemüse sowie Vollkornprodukte

essen, in Maßen

tierische Lebensmittel wie

Fleisch oder Fisch und nur ab

und zu Fettes und Süßes.

Dazu viel trinken (mindestens

1,5 Liter pro Tag), am

bes ten kalorienfreie Getränke

wie Wasser, Kräuterund

Früchtetee oder dünne

Schorlen.

Was Schwangere

brauchen

Nährstoffe – und davon viele,

von einigen deutlich mehr

als vor der Schwangerschaft.

„Deshalb ist es besonders

wichtig, auf die Qualität der

Ernährung zu achten“, betont

die Ernährungsberaterin

Melitta Ludwig. Vitamine

und Spurenelemente helfen

der werdenden Mutter, fit zu

bleiben. Und beim Baby tragen

sie dazu bei, dass es sich

gut entwickelt. Besonders

der Bedarf an Jod, Folat, Zink,

Vitamin A und B6 steigt jetzt

deutlich an, der Eisenbedarf

verdoppelt sich sogar. Genau

diese Nährstoffe nehmen

Schwangere zu sich, wenn

sie sich an den oben empfohlenen

Plan halten. Vollkornprodukte

enthalten nicht nur

Eisen, Zink und Folat, sondern

auch Ballaststoffe. In

Fleisch und Fisch stecken

FOTOS: PRIVAT, STUDIOLINE PHOTOGRAPHY, YOUR PHOTO TODAY; ILLUSTRATIONEN: ISTOCKPHOTO.COM

FOTOS POSTER: DEPOSITPHOTOS.COM, ISTOCKPHOTO.COM (11), THINKSTOCK


viel Eisen und Zink, in grünen

Gemüsesorten, Kohl

und Beeren ebenfalls Eisen

und Folat. Melitta Ludwig rät

außerdem, jodiertes Speisesalz

zu verwenden und jodhaltigen

Seefisch zu essen.

Milch und Milchprodukte,

am besten fettarm, kalziumreiches

Mineralwasser,

Hül sen früchte und Nüs se

versorgen die Schwangere

und ihr Kind mit Kalzium,

das für Babys Knochenaufbau

benötigt wird.

Diese Abkürzung sollten

Schwangere kennen: DHA

(Docosahexaensäure). Von

dieser Omega-3-Fettsäure

empfiehlt Professor Koletzko

werdenden Müttern 200 mg

pro Tag, dafür müsste zweimal

pro Woche Seefisch auf

dem Speiseplan stehen, einmal

davon ein fettreicher

wie Makrele, Hering, Sardine

oder Lachs. Verschiedene

Studien haben gezeigt, dass

sich DHA positiv auf das

Kind auswirkt, zum Beispiel

auf die Sehleistung, die Intelligenz,

das Wachstum.

Die Schwangerschaft kann

dadurch sogar um einige

Tage verlängert werden.

... Frauen sich in

der Schwangerschaft

stark einschränken

müssen?

Was Schwangere

nicht brauchen

Extra Kalorien. Ernährungsberaterin

Melitta Ludwig aus

Fürth bringt es auf eine einfache

Formel: „Nicht für zwei

essen, sondern für zwei denken.“

Zwischen zehn und

16 Kilo mehr darf die Waage

am Ende der Schwangerschaft

zeigen. Nimmt die

Mutter zu stark zu, kann sich

das auch aufs Kind auswirken.

Zum Beispiel neigt es

später eher zu Übergewicht,

auch das Diabetes-Risiko ist

erhöht. „Viele Frauen überschätzen

den Energiebedarf,

der eigentlich nur in den

letzten Schwangerschaftsmonaten

minimal erhöht

ist“, erklärt Melitta Ludwig.

Etwa zehn Prozent Kalorien

braucht die werdende Mama

am Tag zusätzlich, das sind

rund 250 Kalorien. Die stecken

schon in einem Teller

Gemüsesuppe mit Nudeln

oder einer Scheibe Vollkornbrot

mit einer Scheibe Käse

und einer Tomate drauf.

Zum Vergleich: Ein Cornetto

Nuss hat 310 Kalorien.

Sinnvoll die Nahrung

ergänzen

Trotz aller Bemühungen

reicht eine bewusste Ernährung

einfach nicht aus, um

den Bedarf an bestimmten

Nährstoffen zu decken. Vor

allem bei Jod und Folsäure ist

eine zusätzliche Zufuhr zu

Beginn der Schwangerschaft

sinnvoll. Experten empfehlen,

täglich ein Präparat mit

400 Mikrogramm Folsäure

und eines mit 100 bis 150 Mikrogramm

Jod einzunehmen.

Allerdings sind die

Ja, wenn sie vorher geraucht oder

gerne Alkohol getrunken haben.

Nein, was Essen und Sport betrifft.

Körperliche Bewegung in Maßen

tut Mutter und Kind sogar sehr gut.

... vegetarische

Ernährung dem Baby

schadet?

Nicht, wenn

die werdende Mutter auch

Milch- und Eiprodukte

auf dem Speisezettel hat

und auf ihre Eisenversorgung

achtet.

Kapseln eine Ergänzung,

kein Ersatz für eine gesunde

Ernährung, betont Prof. Dr.

Koletzko. Er rät, mit dem

Frauen arzt abzuklären, ob es

auch in anderen Bereichen

Defizite gibt. Frauen, die keinen

Fisch mögen, und Vegetarierinnen

gleichen das am

besten mit Omega-3-Fettsäure-Kapseln

aus. „Vielen

Frauen fehlt auch Vitamin D,

vor allem im Winter, wenn

die Sonneneinstrahlung

nicht ausreicht.“ Manche

Schwangeren klagen darüber,

dass ihre Verdauung von

Eisenpräparaten sehr träge

wird. „Das lässt sich eventuell

über eine andere Dosis

oder über ein Mittel regeln,

das sich erst im Dünndarm

auflöst“, so der Kinderarzt.

Verzichten —

dem Baby zuliebe

Einige – wenige – Einschränkungen

gelten allerdings für

Schwangere. Alkohol kann

das Kind im Bauch schädigen,

ebenso Rauchen (auch

passiv). Beim geliebten Frühstückskaffee

und dem Latte

Macchiato am Nachmittag

gibt der Ernährungsexperte

Bert hold Koletzko grünes

Licht: „Bis zu drei Tassen

dürfen Sie genießen.“ Manche

Lebensmittel können

Krankheiten wie Listeriose

oder Toxo plas mose übertragen

und so das ungeborene

Melitta

Ludwig

ist staatlich

geprüfte

Diätassistentin

und Ernährungsberaterin

in Fürth

bei Nürnberg. Ein

Schwerpunkt

ihrer Arbeit ist

die Ernährung in

der Schwangerschaft

Baby gefährden. Das

gilt für rohe tierische

Lebens mittel wie

Salami, Teewurst,

Rohschinken, nicht

durchgebratenes

Fleisch und Fisch

(Sushi, Räucheroder

Pökelfisch)

sowie für alle

Speisen mit rohen

Eiern (Mayonnaise,

Tiramisu).

Gut, wenn Schwangere auch

beim Käsekauf aufs Etikett

schauen und Rohmilchprodukte

lieber im Regal lassen.

Das betrifft Käsesorten wie

Camembert, Roquefort oder

Feta. Frischkäse dagegen ist

okay, er wird aus pasteurisierter

Milch hergestellt.

Melitta Ludwig rät zudem,

Obst und Gemüse vor dem

Essen gründlich zu waschen

und frisch zuzubereiten und

keinen Tütensalat aus dem

Supermarkt zu kaufen.

Mit diesen wenigen Tabus

kann ganz bestimmt jede

Schwan gere gut leben.

Schließlich bleiben noch

unendlich viele leckere Möglichkeiten

für einen gesunden,

abwechslungsreichen

Speiseplan, damit die werdende

Mutter und das Baby

die neun Monate rundum

genießen können.

silvia schmid

Unsere Experten

Prof. Dr.

Berthold

Koletzko

ist Kinderarzt

und Leiter

der Abteilung

Stoffwechsel

und Ernährung

im Dr. von

Haunerschen

Kinderspital

der Universität

München

Leben & erziehen 8/2014 41


GESUNDHEIT Pflege

Sommerzeit

= Badezeit

Sonne! Wasser! Spielen! Das Planschbecken

ist für Kinder das Schönste am Sommer.

So können schon Babys den Spaß genießen

Wie warm sollte

das Wasser

im Planschbecken

sein?

In den ersten beiden

Lebensjahren nicht

kühler als 32 bis 30 Grad.

Ab zwei Jahren dürfen es

28 bis 27 Grad sein.

Woran merke ich,

dass mein Kind im

Wasser friert?

Typische Anzeichen:

Das Kinder zittert,

die Haut wirkt marmoriert

und die Lippen

verfärben sich bläulich.

Unsere

Expertin

Tanja Pankok

ist Kinder- und

Jugendärztin und

arbeitet in einer

Gemeinschaftspraxis

in Berlin

Endlich Sommer!

Mein Baby darf

zum ersten Mal

planschen.

Wie bereite ich

es darauf vor?

Damit es sich ans etwas

kühlere Wasser gewöhnt,

reduzieren Sie schrittweise

die normale Badewassertemperatur

von

36 bis 37 Grad. Kälter als

32 Grad sollte das Wasser

aber nicht sein.

Prüfen Sie regelmäßig

die Temperatur im

Planschbecken und

gießen Sie, wenn nötig,

etwas warmes Wasser

dazu.

Ab wann und wie lange dürfen Babys

und Kleinkinder baden oder planschen?

Das erste Wannenbad ist erst fällig, wenn der Nabel abgefallen

und verheilt ist – normalerweise nach etwa einer Woche. Nach

dem dritten Lebensmonat dürfen die Kleinen mit Mama oder

Papa ins Planschbecken. „Aber nicht länger als zehn Minuten“,

schränkt die Berliner Kinderärztin Tanja Pankok ein. Für Kleinkinder

ist mindestens alle 20 Minuten Aufwärmen angesagt:

raus aus der nassen Badehose und einen trockenen Bademantel

anziehen. Fühlt sich die Kinderhaut wieder warm an, darf

weitergeplanscht werden.

Nur zweimal

pro Woche baden:

Gilt diese Regel

auch fürs Planschbecken?

Nein, wenn Ihr Kind

Spaß daran hat, darf

es täglich ein bisschen

im warmen

Wasser planschen.

Wichtig: Die Luft

muss warm sein

und das Becken

im Schatten stehen.

Ist Meerwasser

zu kalt?

Das kommt darauf an, wo Sie

Urlaub machen. In Südeuropa hat

das Mittelmeer Temperaturen von

24 bis 25 Grad. Hier dürfen Babys

ab drei Monaten in einer Wasserpfütze

am Ufer ein bisschen

planschen. Nord- und Ostsee

mit gerade mal 18 Grad sind

für die Kleinen eindeutig zu kühl.

42

Leben & erziehen 8/2014


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GESUNDHEIT Pflege

Braucht mein Kind

im Planschbecken

Schwimmwindeln?

In öffentlichen Freibädern

ja, zu Hause

im Planschbecken nicht.

Wie oft muss

das Wasser

im Planschbecken

gewechselt werden?

„Im Hochsommer am

besten täglich“, rät Tanja

Pankok. Ansonsten reicht

es, das Wasser alle

zwei Tage zu erneuern.

Decken Sie dann das

Becken nach dem Planschen

mit einer Plane ab.

Sollten Kinder

im Freibad

vor und nach

dem Pritscheln

gewaschen

oder geduscht

werden?

Ja, denn es sind immer

Reste von Sonnencreme,

Schweiß, Urin und Kot

im Becken – und damit

gleichzeitig viele Krankheitserreger.

Muss ich mein Kind jedes Mal

abtrocknen, wenn es aus dem Wasser

kommt? Oder trocknet die Haut

automatisch beim Herumtollen?

Ohne Handtuch geht es nicht, denn Wassertropfen

wirken auf der Haut wie Brenngläser.

Aber bitte nur vorsichtig tupfen, damit

die Haut nicht unnötig gereizt wird. Wichtig:

Befreien Sie Babys Po von der nassen Windel

und reinigen Sie den Po-Bereich mit warmem

Wasser und einer milden, rückfettenden

Baby-Waschlotion.

Müssen Kinder nach

jedem Planschen

eingecremt werden?

Ja, das ist sehr wichtig. Die Haut

braucht nach dem Spielen

im Wasser eine ordentliche Portion

Feuchtigkeit.

Wie schütze ich mein Kind

beim Planschen vor Sonnenbrand?

Im ersten Lebensjahr sollten die Kleinen immer

nur bekleidet im Schatten unter einem Sonnenschirm

mit UV-Schutz planschen. Cremen Sie

das Gesicht und unbedeckte Stellen mit Baby-

Sonnenschutzmittel ein. Ab dem zweiten Jahr

brauchen Kinder eine wasserfeste Sonnenschutzlotion

oder -creme mit Lichtschutzfaktor 50+.

Wie oft muss ich

nachcremen?

Immer, wenn Ihr Kind

aus dem Wasser kommt.

Durch Schwitzen und

Abrubbeln der Haut lässt

der UV-Schutz nämlich

nach. Das gilt auch für

wasserfeste Cremes.

Bringt spezielle

UV-Schutz-

Kleidung etwas?

Ja, nichts schützt

besser vor der

UV-Strahlung.

Am besten ist ein

UPF (Ultraviolett

Protection Factor)

von 50 oder mehr.

Braucht auch schon

die Kinderhaut

After-Sun-Produkte?

Sonne und Wasser sind

Stress pur für die Haut.

Da tun pflegende Kinder-

After-Sun-Produkte gut.

Sie sind leichter in

der Konsistenz, spenden

besonders viel Feuchtigkeit,

kühlen angenehm

und werden gut von

der Haut aufgenommen.

Am besten sind Produkte

ohne Duft-, Farb- und

Konservierungsstoffe.

Cremen oder

Ölen nach

dem Baden:

Was ist besser?

Creme ist besser

als Öl, denn sie

versorgt die Haut

zusätzlich mit

Feuchtigkeit.

Welcher Badezusatz

ist für das Wannenbad

am Abend

besonders geeignet?

Rückfettend wirken zum

Beispiel Jojobaöl, Mandelöl,

Avocado- und Weizenkeimöl

sowie Shea butter

und Panthenol.

TEXT: MARGRET NUSSBAUM; FOTOS: F1 ONLINE, ISTOCKPHOTO.COM, PRIVAT;

ILLUSTRATIONEN: ISTOCKPHOTO.COM

44

Leben & erziehen 8/2014


Seit 1921

Neu

Schenken Sie hochsensibler

Babyhaut die Ruhe der Natur.





im Einklang mit Mensch und Natur.


Kommt gesund

wieder!

Sonne, Sand und Meer

Dieser Dreiklang lockt junge Familien ans Mittelmeer.

Ein paar einfache Tipps von Reisemedizinern

helfen Ihnen, die Ferien unbeschwert zu genießen

1. Sonnenbrand vermeiden

Luftige Kleidung, Sonnenschutzmittel und Schatten

(in der Mittagszeit) schützen vor der starken UV-Strahlung.

2. Übelkeit und Durchfall vorbeugen

Mit verpackten, gekochten, gebratenen und frisch

geschälten Lebensmitteln sind Familien auf der sicheren

Seite. Heikel sind „offenes“ Eis und Saft, Eiswürfel,

rohe Lebensmittel, mancherorts auch das Leitungswasser.

Ferien-

Hits

der Kids

Was tun in den Ferien?

Wenn’s nach den

Kindern geht, müssen

Eltern dazu nicht tief

in die Tasche greifen.

Mädchen und Jungen

freuen sich auf

1 eine Schatzsuche

2 einen Besuch im

Schwimmbad

3 Kuchenbacken/Kochen

4 ein Picknick

5 eine Fahrradtour

QUELLE: GUTSCHEINPORTAL

WWW.TOPGUTSCHEINCODE.DE

3. Oft die Hände waschen

Und zwar 30 Sekunden lang mit Wasser und Seife.

5. Am Strand in

Badeschuhen laufen

Sie schützen vor Scherben und

vor schmerzhaften Kontakten mit

angespülten Quallen oder Seeigeln.

6. Streunende Hunde und

Katzen nicht streicheln

Sie können Ungeziefer oder womöglich

sogar Tollwut haben.

7. Mückenstiche verhindern

Sie jucken und übertragen manchmal

Krankheiten. „Am besten schützen Kleidung

mit langen Ärmeln und Beinen und

Insektenschutzmittel mit den Wirkstoffen

DEET oder — für Kinder unter zwei Jahren —

Icaridin“, sagt Prof. Dr. Tomas Jelinek

vom Centrum für Reisemedizin.

4. Kinder am Strand immer

im Auge behalten!

Schwimmflügel und Wasserspielzeug

schützen nicht vor dem Ertrinken.

Bitte nicht

pusten

Wenn die Eltern

beruhigend über eine

Schürfwunde

pusten, können sich

Bakterien verbreiten,

warnt Kinderärztin

Dr. Monika Niehaus.

Das gilt auch für

die „Zauberspucke“.

Richtig: unter

fließendem kaltem

Wasser säubern,

desinfizieren,

Pflaster drauf!

20 x

täglich machen Kinder im

ersten halben Jahr Pipi in

die Windel. Im zweiten Halbjahr

sind es 16-mal, nach

dem ersten Geburtstag

12-mal. 4-Jährige erledigen

das kleine Geschäft

7-mal täglich.

DATEN:

WWW.KINDERAERZTE-IM-NETZ.DE

FOTOS: GETTY IMAGES, HERSTELLER (2), THINKSTOCK

46

Leben & erziehen 8/2014


RATGEBER GESUNDHEIT & PFLEGE

Damit alle die Autofahrt

in den Urlaub gut überstehen,

ist ein Kindersitz wichtig.

Den richtigen finden Sie ab

Seite 54

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FRAGE AN DEN EXPERTEN

Probiotika für Kaiserschnitt-Babys?

Stimmt es, dass Kaiserschnitt-Kinder eine besondere

Säuglingsnahrung mit Probiotika brauchen?

Prof. Dr. Michael Radke, Chefarzt Kinder- und Jugend medizin

im Ernst-von-Bergmann-Klinikum, Potsdam, antwortet:

K

aiserschnitt-Kindern

fehlen die „gesunden“

Bakterien im Darm, die

andere Babys im Geburtskanal

der Mutter mitbekommen.

Stattdessen

finden sich in ihrem Darm

andere, eher schädliche

Keime. Das führt zu einem

höheren Risiko für Atemwegs-

und Magen-Darm-

Infekte, allergische und

andere Erkrankungen wie

Diabetes Typ I. Das beste

Mittel, diesen Nachteil zu

korrigieren, ist Muttermilch.

Wenn es mit dem Stillen

nicht klappt, ist wahrscheinlich

eine probiotische

Säuglingsnahrung, bevorzugt

mit Bifidus lactis, die

beste Alternative. Allerdings

ist das wissenschaftlich

noch nicht endgültig geklärt.

Schade, dass die ersten Zähnchen

ausfallen? In der Zahndose „Eule“

sind sie als Erinnerungsstücke

prima aufgehoben.

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FAMILIE Elternsein

Väter wollen heute

hautnah miterleben,

wie ihre Kinder

aufwachsen. Sie sind

bei der Geburt dabei,

nehmen Elternzeit und

sind im Alltag tolle

Spielkameraden für

ihre Töchter und Söhne

Ihr seid als

Eltern echt gut!

Junge Mütter und Väter machen einen

hervorragenden Job, auch wenn sie oft kritisiert werden.

Sieben Dinge, auf die sie stolz sein können

48

Leben & erziehen 8/2014


Liebe Eltern,

falls ihr gerade beim Italiener

sitzt und eure Kinder mit

Hingabe die Spaghetti in

den Mund saugen: Lasst euch

den Appetit nicht verderben

– achtet einfach nicht auf das

Kopfschütteln der Gäste am

Nachbartisch! Die werden

vielleicht murmeln, dass

eure Kleinen keine Manieren

haben. Dabei haben sie keine

Ahnung, wie viel Spaß ihr

gerade erlebt.

Wenn ihr euer Baby tröstet,

sobald es anfängt zu weinen,

hört nicht auf die Ratschläge

der Großeltern: Könnte sein,

dass sie den alten Spruch mit

den starken Lungen zitieren,

weil sie es nicht besser

wissen.

1. Babys müssen nicht mehr schreien

Kaum zu glauben,

was die Lungenärztin

Johanna Haarer, Autorin

des Erziehungsratgebers

„Die deutsche

Mutter und ihr

erstes Kind“ in den

30er-Jahren Eltern

riet: Wenn das Baby

schreit und auch der

Schnuller versagt,

„dann, liebe Mutter,

werde hart! Fange nur

ja nicht an, das Kind

aus dem Bett herauszunehmen,

es zu tragen,

zu wiegen, zu

fahren oder es auf

dem Schoß zu halten,

es gar zu stillen“. Dieses

Buch wurde bis

1987 in vielen Kom-

munen Deutschlands

an die jungen Eltern

verteilt. „Bis heute

spuken Haarers Erziehungsideale

in den

Köpfen vieler Großeltern

und mancher

Eltern herum“, so Prof.

Fabienne Becker-Stoll,

Direktorin des Staatsinstituts

für Frühpädagogik

in München.

Doch zum Glück

hören immer mehr

Mütter und Väter auf

ihre Intui tion und genießen

das gute Gefühl,

wenn ihr Baby

sich in ihren Armen

beruhigt. Weil sie

wissen, dass man

Kinder nicht verwöhnt,

wenn man

ihre Gefühle ernst

nimmt. Im Gegenteil:

Wann immer ihr tut, was ihr

für richtig haltet, lasst euch

nicht davon abhalten! Ihr

könnt es nicht allen recht

machen. Im Gegenteil: Wenn

ihr euer Bestes gebt, wird

man euch vorwerfen,

dass ihr euch zu viel Stress

macht. Bleibt ihr locker, ob -

wohl die Kleinen am Durchdrehen

sind, könnt ihr euch

anhören, ihr hättet die Lage

nicht im Griff. Ja, ihr müsst

euch ganz schön was an

den Kopf werfen lassen:

Über vorsichtig wärt ihr –

einerseits. Zu locker –

andererseits. Wie ihr’s auch

angeht, scheint es falsch zu

sein, dabei macht ihr vieles

besser als eure Vorgänger!

„Der Spruch ,Schreien

stärkt die Lungen‘ ist

medizinisch längst

widerlegt“, bestätigt

Kinderarzt Dr. Martin

Beck: „Die Lunge ist

bei der Geburt voll

entfaltet und braucht

kein Training. Das

Schreienlassen stärkt

vor allem die Angst.“

Und statt wie die

Groß eltern den Kinder

wagen außer Hörweite

zu schieben,

packen Eltern unruhige

Babys heute ins

Tragetuch. Und helfen

ihnen damit, ihre Gefühle

zu regulieren.

Denn das schaffen

Babys nicht alleine.

2. Eltern zeigen ihre Gefühle

Das neue Leben mit Baby ist nicht immer rosarot

und himmelblau, sondern auch anstrengend

und nervig. „Das Bild der chronisch lächelnden

Mutter wurde als Klischee entlarvt“, so Dr. Beck.

„Klar ist es ein großes Glück, ein Kind zu bekommen.

Aber die Realität sieht doch so aus: Eine

Frau, die gerade Schwangerschaft und Geburt

hinter sich hat, ist auch mal erschöpft, traurig,

unsicher“, so der Mediziner, selbst Vater von

drei Kindern. Es gibt Sprechstunden für Eltern

von Schreibabys (Adressen unter www.lebenund-erziehen.de/schlafen)

und Unterstützung

für Eltern, denen keine private Hilfsarmada zur

Verfügung steht (www.wellcome-online.de).

Und Eltern trauen sich heute, diese Hilfe anzunehmen.

Sie sind ehrlicher – zu sich selbst und

zu den Kindern. Starke Mütter geben zu, dass es

Tage gibt, an denen sie nichts gebacken kriegen.

Dann werden die Muffins für den Kindergarten

eben gekauft! Mutige Väter gestehen ihren Söhnen,

dass sie auch manchmal Angst haben.

Eltern sagen: „Ich hab dich lieb!“, ohne rot zu

werden. Klar gibt es immer noch Momente, in

denen man die Nerven verliert zwischen Legosteinen,

Windeleimer und Laptop. Man wird

laut – nur wissen Eltern heute im Gegensatz zu

früher, dass Brüllen keine Lösung ist.

Leben & erziehen 8/2014 49


FAMILIE Elternsein

Unsere

Experten

Prof. Dr.

Fabienne

Becker-Stoll

ist Direktorin des

Staatsinstituts für

Frühpädagogik. Sie

vermittelt Erzie -

hern, Hebammen

und Pädagogen, wie

man respektvoll mit

Kindern umgeht

Prof. Dr. Birgit

Bertram

Soziologin und

Sozialpsychologin,

lehrte an der Kath.

Hochschule für

Sozialwesen Berlin.

Mit ihrem Mann hat

sie das Buch geschrieben

„Familie,

Sozialisation und die

Zukunft der Kinder“

Dr. med.

Martin Beck

räumt in „Schreien

stärkt die Lungen“

(E-Book, GU;

11,99 Euro) mit

vielen Mythen

rund um Kindergesundheit

und

Erziehung auf

Wiebke

Warmbold

ist Natur- und

Umweltpädagogin

und erlebt im

Waldkindergarten

täglich, wie

engagiert Väter

heute sind.

Sie freut sich über

den Trend, Kinder

wieder zurück in

die Natur zu lassen

3. Väter sind engagiert wie nie

Endlich dürfen auch

die Väter mitmachen.

Sie sollen sogar. Nicht

nur am Wickeltisch.

Schon im Vorbereitungskurs.

Im Kreißsaal.

Auch in der

PEKiP-Gruppe, beim

Elternabend, auf dem

Spielplatz und im

Haushalt bekommen

Mütter Gesellschaft.

Und das tut vor allem

den Kindern gut!

Noch in den 50er-Jahren

sagten Kinderpsychiater,

Mama sei

alles, was zähle.

Heute hat die Forschung

erkannt, dass

Kinder von engagierten

und sensiblen

Vätern einfühlsamer,

selbstbewusster und

intelligenter sind und

über eine bessere

Selbstkontrolle verfügen.

Experten bestätigen:

Männer machen

ihren Job genauso gut

wie Frauen. Sie erkennen

ihre Babys blind,

sie interpretieren ihr

Schreien richtig und

ihr Körper schüttet

nach der Geburt sogar

ganz ähnliche Botenstoffe

aus. So viel zur

Theorie.

Vätern ist es nicht

mehr peinlich, den

Kinderwagen zu

schieben, sie wissen,

an welchem Haken im

Kindergarten die

Jacke des Sohns hängt

und sie kennen den

Namen des Kinderarztes.

So viel zur Praxis.

2012 nahmen in

Deutschland 29 Prozent

der Väter Elternzeit,

in Sachsen und

Bayern waren es sogar

38 Prozent. Zwar bleiben

die meisten von

ihnen nur zwei Monate

daheim, aber das

ist ein Anfang. Und

zwar ein guter.

4. Eltern gehen liebevoller

mit ihren Kindern um

Und noch etwas haben Eltern verstanden: Dass

ihnen kein Zacken aus der Krone bricht, wenn

sie sich nach einem Streit bei ihren Kindern entschuldigen.

„Früher wurde das lediglich von

den Kleinen verlangt“, so Prof. Becker-Stoll.

Sogar Schläge waren eine legitime Erziehungsmaßnahme.

Erst seit 2000 ist die Prügelstrafe in

Deutschland gesetzlich verboten. Zwar geben

immer noch vier von zehn Eltern zu, dass ihnen

hin und wieder die Hand ausrutscht. Doch immerhin

nicht mehr aus Überzeugung. Das ist

keine Entschuldigung, aber ein Anfang. Gewalt

hilft nicht – Gespräche dagegen schon: „Wenn

Eltern und Kinder nach einem Streit ehrlich zueinander

sind und gemeinsam eine Lösung suchen,

ist das eine tolle Lektion“, ermutigt die

Diplom-Psychologin. Reden verbindet. Ebenso

wie schmusen. Umso schöner, dass Kinder geherzt

werden wie nie: Neugeborene dürfen noch

im Kreißsaal auf Mamas Bauch, viele Babys

schlafen im Elternschlafzimmer statt im Kinderzimmer

und das Wickeln ist mehr als nur

Babypflege: eine gute Gelegenheit, mit dem

Kleinen zu schmusen, zu spielen und es sanft

zu massieren.

95 %

der Männer, die

in den vergangenen

drei Jahren

Vater geworden sind,

waren bei

der Geburt dabei

QUELLE: FORSA-UMFRAGE

Eltern haben

verstanden, was

ihre Kinder wirklich

brauchen: liebevolle

Zuwendung und

das Gefühl,

geborgen zu sein

FOTOS: CORBIS (4), PRIVAT (4)

50

Leben & erziehen 8/2014


5. In Familien geht es demokratischer zu

Auch die Kinder werden

gefragt – und angehört:

„Seit etwa

30 Jahren geht es in

Familien partnerschaftlicher

zu. Das

geben Eltern bei Umfragen

an – und Kinder

bestätigen das“,

sagt Dr. Birgit Bertram,

Professorin für

Soziologie und Sozialpsychologie.

Die rote

oder die blaue Jacke?

Zuerst Zähne putzen

oder Schlafanzug an-

ziehen? Schon die

Jüngsten werden

nicht mehr vor vollendete

Tatsachen gestellt,

sondern vor die

Wahl. Wenn die Kleinen

dabei nicht mit

Alternativen erschlagen

werden, sondern

in ihrem Mikrokosmos

Chef sein dürfen,

gewinnen alle: „Ein

Kind, auf dessen Bedürfnisse

Eltern sensibel

eingehen, muss

nicht quengeln“, bestätigt

Prof. Becker-

Stoll. Klar, manchmal

geht es in die falsche

Richtung. Wenn Kinder

weder die rote

noch die blaue Jacke

anziehen möchten

und Eltern sie bei zwei

Grad Kälte ohne rausgehen

lassen. Aber ist

das wirklich schlimmer

als früher, als

Kinder den Teller leer

essen mussten, ob sie

nun satt waren oder

nicht? Aufs Töpfchen

gesetzt wurden, so

lange, bis etwas kam?

6. Eltern achten besser auf

die Gesundheit ihrer Kinder

Ein Vorwurf, den man Eltern oft macht, heißt:

Ihr seid zu vorsichtig und überängstlich! Großeltern

erzählen gern die Geschichte, dass sie als

Kind zusammen mit drei Geschwistern auf der

Rückbank nach Italien fuhren – ganz ohne Kindersitz

und Gurt: „Wir sind schließlich auch

groß geworden.“ Stimmt. Aber andere hatten

nicht so viel Glück: Bis in die 70er-Jahre starben

jährlich weit über 1 000 Kinder bei Verkehrsunfällen.

Seit die Gurtpflicht 1993 eingeführt

wurde, Kinder in Kindersitzen transportiert

werden und auf dem Fahrrad einen Helm tragen,

sinkt die Zahl kontinuierlich. 2012 lag sie zum

dritten Mal unter 100. Vielleicht sind heute tatsächlich

einige Eltern übervorsichtig. Aber

vieles hat sich zum Guten verändert: Schwangere

verzichten ihrem Kind zuliebe auf

Rohmilchprodukte. Eltern wissen, dass Zucker

im Kindertee nichts zu suchen hat. Und übers

Zähneputzen wird nicht mehr diskutiert.

7. Kinder dürfen die Natur

entdecken

Noch eine gute Nachricht

zum Schluss:

Auch wenn viele Kinder

in Städten aufwachsen.

Auch wenn

Allergien zunehmen.

Auch wenn die Kindheit

nicht mehr so frei

und wild ist wie vor

50 Jahren: Die Kleinen

dürfen wieder raus!

Und zwar nicht nur

auf den Rollrasen des

Reihenhauses: „Seit

Gründung der ersten

Einrichtung in Flensburg

vor 21 Jahren erleben

Waldkindergärten

einen enormen

Zulauf – aktuell gibt

es in Deutschland

1 500“, weiß Wiebke

Warmbold vom Bundesverband

der Waldkindergärten.

Auch Naturkindergruppen

sind beliebt

wie nie, Bücher tragen

Titel wie „Natur ge-

schenke“ (Haupt;

24,90 Euro) oder auch

„Mein Naturerlebnisbuch“

(Ravens burger;

12,99 Euro). Und um

den Kindergeburtstag

zu feiern, ziehen

Familien auf den

Abenteuerspielplatz.

Jetzt werden einige

wieder meckern, dass

Abenteuerspielplätze

lächerlich sind,

schließlich sei die

ganze Welt ein Abenteuer.

Früher habe

man einfach auf der

Straße gespielt, ohne

Helm und Kontrollettis.

Stimmt. Heute erleben

Kinder eben

neue Abenteuer: ein

fröhliches Spaghetti-

Wett essen beim Italiener

zum Beispiel.

silke weiher

Leben & erziehen 8/2014 51


Eltern

Liebe geht

unter die Haut

Angelina Jolie hat welche. Heidi Klum auch,

ebenso David Beckham und Robbie Williams:

Tattoos, die der ganzen Welt zeigen,

wie wichtig ihre Kinder für sie sind

Wer sich tätowieren lässt,

muss sich seiner Sache

sicher sein. Und wer

könnte sich seiner Liebe

sicherer sein als junge

Eltern? Viele wollen sich

deshalb ein Tattoo stechen

lassen, das sie an ihr Kind

erinnert. Namen, Bilder,

Datum – je nach Fantasie

und Geschmack gibt es

viele Möglichkeiten

Name

Johnny Depp trägt die Namen

seiner Kinder auf der Brust und

auf dem Arm, Michael Bublé hat

ein „Noah“ auf dem Handgelenk

und wie die drei Kinder von Julia

Roberts heißen, lässt sich über

ihrem Po nachlesen. Für alle, die

es dezenter wollen: Wie wäre es

mit den Initialen der Kinder/

des Kindes, eingearbeitet in

Engelsflügel, in eine Blume, in

einen Diamanten?

Zahlen

Angelina Jolie hat die Längenund

Breitengrade der Geburtsorte

ihrer sechs Kinder auf dem

Oberarm. Das funktioniert aber

nur gut bei Weltenbummlern

wie Familie Jolie-Pitt. Als Alternative

für Normalsterbliche mit

festem Wohnort ist das Geburtsdatum

ein beliebtes Motiv, eventuell

in römischen Ziffern, vielleicht

auch die Uhrzeit der Geburt

oder nur das Sternzeichen.

Symbole

Heidi Klum hat ein Sternchen

für jedes Kind. Eine Sinuskurve

am Arm erinnert Sarah Connor

stets daran, dass ihre Tochter

Summer mit einem Herzfehler

zur Welt kam. Robbie Williams

mag es verspielt, er hat jetzt zu

Ehren seiner kleinen Tochter

Theodora, genannt Teddy, einen

Spielzeugbär am Arm.

Weitere Möglichkeiten

Ein Hand- oder Fußabdruck vom

Kind ist ein sehr persönliches

Tattoo; sehr Mutige versuchen

sich sogar an einem Porträt des

Babys. Und wer weiß, vielleicht

revanchiert sich Sohn oder

Tochter in einigen Jahren für

diesen Liebesbeweis mit einem

„Mami ist die Beste“-Herz in

roter Tinte, groß am Oberarm?

52

Leben & erziehen 8/2014


R A T G E B E R

Langweilige T-Shirts

gibt’s in diesem Sommer nicht!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie

(nicht nur) Kinder-Shirts

pimpen können

Seite 68

FRAGE AN DIE EXPERTIN

FOTOS: DEPOSITPHOTOS.COM (3), ISTOCKPHOTO.COM (2), SHUTTERSTOCK.COM

FYI *

Also: *for your

information.

Zu Ihrer Info

ein paar Begriffe

aus der Welt der

sozialen Medien

belfie

Die Kombi aus „Butt“

(Po) und „Selfie“ (also

Selbstporträt) ergibt

ein Foto vom Hintern.

duck face

Das Entengesicht: Der —

oft gescheiterte — Versuch,

mit verzogenem Schmollmund

und eingezogenen

Wangen sexy zu wirken.

frenemies

„Friends“ (Freunde)

und „Enemies“

(Feinde) in einem.

Ja, das gibt’s. Zuhauf.

pocket tweet

Das Handy steckt ohne

Tastensperre in der Tasche

und aus Versehen wird ein

Tweet verschickt. Der

meist dann in etwa so

aussieht: ughjbkuihjkkjh.

photobomb

Ein schönes Bild wird

durch einen fiesen

Anblick im Hintergrund

oder jemanden, der ins

Foto hüpft, ruiniert.

SELBER MACHEN

Kräutersalz

und -butter

Jetzt Kräuter abzupfen (zum

Beispiel Basilikum, Estragon,

Oregano, Thymian, Dill ...) und in

der Sonne trocknen lassen. Mit

der Hand klein verreiben und

mit Salz mischen. Oder: fein

gehackte Kräuter mit weicher

Butter mischen, eventuell Salz

und Pfeffer dazugeben,

vermengen, fest werden lassen

und beim Grillen gelobt werden.

Noch mehr Tipps in

„Selbstversorgung auf

kleinstem Raum“,

GU; 14,99 Euro

17,3

Paar Schuhe hat

eine Frau in Deutschland

durchschnittlich.

8,2 dagegen nur jeder Mann.

QUELLE: YOUGOV

„Du bist die Liebe

meines Lebens.

Alles, was ich

habe, alles, was

ich bin, gehört

dir. Für immer.“

Macho Barney Stinson

findet im Finale von

„How I met your

Mother“ endlich eine

Frau, die sein Herz

erobert: Tochter Ellie.

Handy-Tagebuch:

Die App „kinderdiary“

hält alle

Meilensteine fest.

Testversion gratis,

Vollversion 1,79 Euro

im iTunes-Store

Liegt’s am

Beruf?

Frauen mit

künstlerischen

Berufen haben

überdurchschnittlich

oft

keine Kinder. Jede

zweite von ihnen

bleibt kinderlos,

während bei

anderen Jobs wie

Verkäuferin die

deutliche Mehrheit

(bis 93 %)

Mutter ist.

QUELLE: STATISTISCHES

BUNDESAMT

Zur Geburt mit

einer Doula?

Ich bin alleinstehend und

werde im Oktober entbinden.

Ich hätte sehr gerne bei

der Geburt jemanden an

meiner Seite, meine Mama

kommt aber nicht infrage.

Könnte eine Doula mir mehr

als eine Hebamme helfen?

Kristina Wierzba-Bloedorn,

Doula und Pressesprecherin

von „Doulas in Deutschland“,

antwortet:

a, das kann sie. Ganz

Jentscheidend ist, dass

die Chemie zwischen Ihnen

und der Doula stimmt,

deshalb sollten Sie sich im

Vorfeld mehrmals treffen.

Bei der Geburt wird sich

die Doula genau so um Sie

kümmern, wie Sie das

wollen. Vielleicht brauchen

Sie eine Massage oder

einfach jemanden, der Ihre

Hand hält oder Ihnen etwas

zu essen besorgt. Wenn ich

als Doula gebucht werde,

bin ich rund um die Uhr bei

der Geburt für die Frau da,

selbst wenn es über viele

Stunden geht. Ich habe

dabei keine medizinischen

Aufgaben, deshalb kann ich

mich im Gegensatz zur

Hebamme ununterbrochen

auf die werdende Mutter

und ihre Wünsche konzentrieren.

Unter www.doulasin-deutschland.de

können

Sie eine Doula in Ihrer Nähe

suchen und sich auch über

die Kosten und eine mögliche

finanzielle Unterstützung

informieren.

Leben & erziehen 8/2014 53


SERVICE Autokindersitze

Sicher

11

Kindersitze

zu gewinnen

unterwegs

Ein Kindersitz ist der beste Bodyguard –

vorausgesetzt, er passt zum Kind

und zum Auto. Wie Sie den richtigen Sitz

finden und häufige Fehler vermeiden

54

Leben & erziehen 8/2014


TIPP!

Bauen Sie

den Sitz

vor dem Kauf

testweise

im Auto ein

und lassen

Sie Ihr Kind

Probe sitzen

Erst probieren,

dann kaufen

Egal ob auf dem

Weg zum Supermarkt

oder auf

der Fahrt zur

Oma – ein Autokindersitz

gibt Eltern das

gute Gefühl, dass sie mit

ihrem Nachwuchs sicher

unterwegs sind. Für Kinder

unter zwölf Jahren, die kleiner

als 1,50 Meter sind, ist

der Kindersitz vom Gesetzgeber

vorgeschrieben. Aus

gutem Grund: Ohne ist das

Risiko einer schweren Verletzung

siebenmal höher.

Die wichtigste Regel beim

Kauf lautet: Ein Kindersitz

muss zum Kind und zum

Auto passen. Ist er zu groß

oder zu klein, bietet er keinen

Schutz. Nehmen Sie

deshalb Ihr Kind zum Kauf

mit und lassen Sie es Probe

sitzen. So können Sie sicher

sein, dass er bequem ist –

und Ihrem Kind gefällt. Zum

Händler fahren Eltern am

besten mit dem Auto. Dann

können sie den Sitz auch

gleich probehalber einbauen.

In einem guten Fachgeschäft

gehört das zum

Service dazu.

Wer zum ersten Mal nach

einem Kindersitz sucht, versteht

erst mal nur Bahnhof.

Isofix? I-Size? Rückwärtsgerichtetes

Fahren? Was auf

den ersten Blick verwirrend

wirkt, ist eigentlich ganz

einfach.

Für die Einteilung der Sitze

in Gruppen spielen Gewicht

und Alter eine Rolle:

Die Kleinsten gehören in

Babyschalen der Gruppe 0

oder 0+.

Gruppe I beginnt ab 9 Kilo

und etwa 9 Monaten.

Darauf folgen Sitze der

Gruppe II (ca. 15 bis 25 Kilo

bzw. 3 ½ bis 7 Jahre) und

Gruppe III (ca. 22 bis 36 Kilo

bzw. 6 bis 12 Jahre).

Zudem gibt es mitwachsende

Sitze, die mit Zwischengrößen

bezeichnet

sind.

Nach der neuen i-Size-Norm,

die seit vergangenem Jahr

Schritt für Schritt in Kraft

tritt, erfolgt die Einteilung

aber künftig nach Körpergröße

und Alter und nicht

mehr nach Gewicht.

Doch letztlich sind das nur

Richtwerte. Wichtig ist, dass

der Sitz für Ihr Kind genau

der richtige ist (siehe Interview

auf S. 57). Wenn es beim

Kauf nicht dabei sein kann,

sollten Sie deshalb auf jeden

Fall sein genaues Gewicht

und seine Größe wissen.

Auch der beste Sitz bietet

keinen Schutz, wenn er

falsch eingebaut ist. Besonders

leicht befestigen lassen

sich Sitze, die mit einem Isofix

System ausgestattet sind.

Wenn Ihr Auto über Isofix

verfügt, können Sie den Sitz

über eingebaute Verankerungspunkte

fest mit der

Fahrzeugkarosserie verbinden.

Das ist nicht nur einfach,

sondern zudem auch

sicher.

Kindersitze ohne Isofix sind

meist sogenannte Universal-Sitze,

die mit dem Autogurt

befestigt werden. Der

Vorteil ist, dass sie in fast

jedes Auto passen. Probehalber

einbauen sollten Sie

den Sitz aber in jedem Fall.

So können Sie die Handhabung

testen und prüfen, ob

sich der Beifahrersitz noch

weit genug vor- oder zurückschieben

lässt.

In welche Richtung soll das

Kind sitzen – vorwärts- oder

rückwärtsgerichtet? Experten

sind sich einig: Sicherer

reisen Kinder gegen die

Fahrtrichtung. Nach der

neuen i-Size-Norm fahren

Kinder deshalb mindestens

in den ersten 15 Monaten

rückwärtsgerichtet. In Babyschalen

tun die Kleinen

das ohnehin: Ihre empfindliche

Halswirbelsäule ist auf

diese Weise besser geschützt.

Wichtig, wenn Sie

auf dem Beifahrersitz einen

Vorwärts oder

rückwärts?

rückwärtsgerichteten Sitz

installieren: Schalten Sie

vorher unbedingt den Beifahrer-Airbag

ab.

Experten empfehlen, das

Sitzen entgegen der Fahrtrichtung

so lange wie möglich

beizubehalten. Spätestens

ab vier Jahren fahren

dann aber alle Kinder in

Fahrtrichtung mit. Bevor Sie

einen neuen Sitz einbauen,

sollten Sie die Gebrauchsanweisung

des Herstellers und

die entsprechenden Punkte

in der Anleitung Ihres Autos

lesen. Dort finden Sie weitere

Hinweise, die wichtig

für die Sicherheit Ihres Kindes

sind.

Generell gilt: Wie gut ein

Sitz ist, können Sie ihm von

außen nicht ansehen. Achten

Sie deshalb auf das Prüfsiegel

ECE 44/04 oder auf das

i-Size-Zeichen. Die damit

gekennzeichneten Sitze bieten

Ihrem Kind nämlich geprüfte

Sicherheit.

Mit nur einem Kindersitz ist

es natürlich nicht getan.

Drei Modelle empfehlen Experten

für die ersten zwölf

Jahre. Planen Sie genügend

Zeit ein, um die Sitze zu testen

– denn Sicherheit hat

Vorfahrt.

elisabeth göpel

Die neuen Modelle

und zum Gewinnspiel

Leben & erziehen 8/2014 55


SERVICE Autokindersitze

GRUPPE 0+

bis 13 kg, von der Geburt bis ca. 15 Monate

Testsieger

Peg-Pérego

Primo Viaggio SL

War 2013 Gruppentestsieger

bei den Babyschalen MONTAGE

Mit Dreipunktgurt, Gurtbasis

oder Isofix Basis TESTNOTE* 1,5

(2013; mit Isofix Basis)

DAS GEFÄLLT UNS Der höhenverstellbare

Seitenaufprallschutz

wächst mit FARBEN 13

PREIS 189 Euro (Isofix Basis

129 Euro) WWW.peg.de

Stokke iZi Go X1 by BeSafe

Hier ist der Wechsel

zum Kinderwagen ganz leicht

MONTAGE Mit Dreipunktgurt oder

Isofix Basis TESTNOTE* 1,7 (2014;

ohne Isofix Basis)

DAS GEFÄLLT UNS Die Höhe des

Sicherheitsgurtes und die

Kopfstütze lassen sich mit einem

Griff anpassen FARBEN 10

PREIS 239 Euro (Isofix Basis

169 Euro) WWW.stokke.de

Recaro Privia

Schnitt 2014 bei Stiftung Warentest

am besten ab MONTAGE Mit

Dreipunktgurt oder Isofix Basis

TESTNOTE* 1,3 (2014; mit Isofix

Basis) DAS GEFÄLLT UNS Mit 3,7 kg

ein Leichtgewicht FARBEN 8

PREIS 179,95 Euro

(Isofix Basis 139,95 Euro)

WWW.recaro-cs.com

Ein Handgriff

und das Baby

kann gesund schlafen

Orbit Baby G3

Kann mit einem Kinderwagengestell

kombiniert werden

MONTAGE Mit Isofix Basis

DAS GEFÄLLT UNS Eltern können

den Sitz in alle Richtungen

drehen und ihren Nachwuchs

so auch leicht reinsetzen und

rausnehmen FARBEN 2

PREIS 449 Euro (inkl. Isofix

Basis) WWW.orbitbaby.de

nuna Pipa

Die elegante Babyschale

ist seit diesem Sommer auf

dem Markt MONTAGE Mit

Dreipunktgurt oder Isofix Basis

DAS GEFÄLLT UNS Das Verdeck

lässt sich dank versteckter

Magnete schnell anund

abbringen FARBEN 4

PREIS 159,95 Euro (Isofix Basis

149,95 Euro) WWW.nuna.eu

Kiddy evolution pro2

Punktet mit einem

Komfort-Lattenrost MONTAGE Mit

Dreipunktgurt oder Isofix Basis

TESTNOTE* 1,9 (2014)

DAS GEFÄLLT UNS Nur ein Handgriff

bringt die Babyschale in eine

flache Schlafposition

FARBEN 13 PREIS 199 Euro (Isofix

Basis 129 Euro) WWW.kiddy.de

56 Leben & erziehen 8/2014


Concord Ultimax.2

Ist Babyschale und Autokindersitz

in einem MONTAGE Mit Isofix

Basis TESTNOTE* 2,0 (2014)

DAS GEFÄLLT UNS Lässt sich

einfach bedienen FARBEN 6

PREIS 329,99 Euro (inkl. Isofix

Basis) WWW.concord.de

GRUPPE 0+ / 1

bis 18 kg, von der Geburt bis ca. 4 Jahre

INTERVIEW

Lieber neu als gebraucht

Wo Ihr Kind am sichersten sitzt und warum sich

ein Flohmarkt-Schnäppchen nicht lohnt, weiß

Andreas Bergmeier, Projektleiter Kind und Verkehr

beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat

Herr Bergmeier, welche

Fehler machen Eltern

gern beim Einbau des

Kindersitzes?

Oft wird der Sitz falsch

im Auto montiert, das

passiert vor allem bei

Babyschalen. Ein falsch

befestigter Kindersitz

bietet aber keinen

Schutz! Bei größeren

Kindern sind die Befestigungsgurte

häufig zu

locker oder der Gurtverlauf

ist falsch.

Wie sitzen die Gurte

richtig?

Sie sollten so angelegt

werden, dass zwischen

Gurt und Körper des

Kindes maximal zwei

Fingerbreit Luft bleiben.

Wann ist es Zeit für

einen neuen Sitz?

Wenn das Kind zu groß

ist für den alten Sitz.

Meist wechseln Eltern

aber zu früh, das kann

gefährlich werden – gerade

beim Wechsel von

Babyschale zu Gruppe I:

Kann das Kind nämlich

noch nicht richtig aufrecht

sitzen, wird die

Wirbelsäule zu sehr

strapaziert. Deshalb erst

wechseln, wenn der

Kopf über den Schalenrand

hinausragt.

Für Kinder im Krabbelund

Kindergartenalter

gibt es Systeme mit

Hosenträgergurt oder

mit Fangtisch. Welches

würden Sie empfehlen?

Beide Systeme sind gut!

Probieren Sie aus, in

welchem Sitz sich Ihr

Kind am wohlsten fühlt.

Wo ist der sicherste

Platz im Auto?

Eigentlich auf der Rückbank

in der Mitte. Aber

bei den meisten Autos

ist das nur ein Notplatz.

Deshalb empfehlen wir

den Platz hinter dem

Beifahrersitz. Der Vorteil:

Wenn Ihr Kind es

gewohnt ist, dort zu

sitzen, steigt es später

nicht in Richtung Straße

aus.

Was halten Sie von

gebrauchten Sitzen?

Gar nichts! Es sei denn,

Sie kennen den Besitzer

gut und können seiner

Aussage vertrauen, dass

der Sitz unbeschädigt

ist. Nach einem Unfall

unbedingt die Finger

davon lassen! Aber auch

ohne rate ich nicht zu

einem Gebrauchtkauf:

Weil das Material altert,

bieten diese Modelle

nicht mehr ausreichend

Sicherheit.


SERVICE Autokindersitze

Chicco Oasys 1 Isofix

Den Oasys gibt es jetzt auch

für kleinere Kinder MONTAGE

Mit Isofix-System und Top Tether

(im Sitz integriert) TESTNOTE*

2,0 (2014) DAS GEFÄLLT UNS

Das Check-System zeigt, ob der

Sitz richtig montiert ist FARBEN 6

PREIS 299 Euro WWW.chicco.de

Einziger Sitz

mit i-Size-

Zulassung

(67 bis 105 cm, ab

ca. 6 Monaten)

GRUPPE 1

9 bis 18 kg, ca. 12 Monate bis 4 Jahre

Maxi-Cosi

2wayPearl

Ist nach den neuen

i-Size-Regeln

zugelassen

Mit Isofix Basis

TESTNOTE* 1,9 (2014)

MONTAGE

DAS GEFÄLLT UNS

Der Nachwuchs kann

bis zu 4 Jahre

rückwärtsgerichtet

fahren FARBEN 7

PREIS 259,90 Euro

(im Set mit Isofix

Basis 454,90 Euro)

WWW.maxi-cosi.de

Inglesina

Galileo I-Fix

Das neueste Produkt

der Auto-Linie von

Inglesina MONTAGE

Mit Isofix System

(im Sitz integriert)

DAS GEFÄLLT UNS

Die Kopfstütze

lässt sich in 9 Positionen

verstellen

FARBEN 4

PREIS 269 Euro

WWW.Inglesina.de

* DIE TESTNOTEN STAMMEN

VON STIFTUNG WARENTEST

GRUPPE 2 – 3

15 bis 36 kg, ca. 3 bis 12 Jahre

So reist

der Nachwuchs

sicher und bequem

Britax Römer

Kidfix XP Sict

Setzt neue Sicherheitsmaßstäbe

MONTAGE Mit

Dreipunktgurt oder

Isofit-System

TESTNOTE* 1,7 (2013)

DAS GEFÄLLT UNS

Hohe, gepolsterte

Seitenwangen bieten

zusätzlichen Schutz

FARBEN 5

PREIS 239,95 Euro

WWW.

britax-roemer.de

MITMACHEN & GEWINNEN

Sie sind auf der Suche nach dem

passenden Autokindersitz und

haben ihn hier gefunden?

Mit ein bisschen Glück können Sie

ihn sogar gewinnen! Schreiben

Sie uns dafür einfach die Antwort

auf folgende Frage:

Was erleichtert den Einbau

von Kindersitzen und ist in den

meisten neuen Auto-Modellen

inzwischen Standard?

A) Isofix

B) Super-Fix

C) Obelix

Wir verlosen alle Kindersitze,

die wir vorstellen, in den abgebildeten

Farben. Lassen Sie uns bitte

zusätzlich zur Antwort auch wissen,

welcher Sitz Ihr Favorit ist,

vielleicht halten Sie ihn dann

schon bald in den Händen.

Schicken Sie uns die Lösung mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse, Ihrer Telefonnummer (für Rückfragen) und Ihrem Favoriten

bis zum 6. August 2014 an folgende Adresse: Redaktion Leben & erziehen | Kennwort: Auto | Böheimstraße 8 | 86153 Augsburg

Fax: 08 21/45 54 81-13 | E-Mail: redaktion@bayard-media.de

FOTOS: HERSTELLER (12), PRIVAT

58

Leben & erziehen 8/2014


Schwanger,

was nun?

Einfach. Richtig. Sicher.

Schon für die erste Fahrt mit dem Baby vom Krankenhaus nach Hause

benötigt man eine Babyschale. Die Auswahl scheint unendlich. Für was

soll man sich entscheiden? Einfach soll sie sein – einfach im Auto zu

installieren und auch auf dem Kinderwagen. Richtig soll sie sein – richtig

gut für das Kind, damit es entspannt und gesund darin liegt. Sicher soll

sie sein – sicher, damit dem kleinen Sonnenschein im Falle des Falles

nichts passiert.

Mit der neuen Babyschale „evolution pro 2“ erleichtert Kiddy diese

Entscheidung.

Der kiddy evolution pro 2 ist

Einfach – kinderleichte Befestigung im Auto dank verbesserter

Gurtführung oder Isofix-Base

Richtig – dank KLF-Technologie kann das Baby gesund und entspannt

durchschlafen. Geprüft und bestätigt von Experten (AGR).

Sicher – geprüfte Sicherheit mit der Erfahrung der Testsieger.

*

*Geprüft und empfohlen vom Forum: Gesunder Rücken – besser leben e.V. und dem Bundesverband der deutschen


FAMILIE

Es regnet?

Dann malen

Luis und seine Mama

die Sonne!

Seit seinem dritten Geburtstag

ist Luis — abgesehen vom

täglichen Wahlkampf — ziemlich

pflegeleicht. Zum Glück,

bei dem Sauwetter!

60 Leben & erziehen 8/2014


donnerstag, 21. märz

Heute ist Frühlingsanfang.

Luis ist vor kurzem drei

geworden – ein tolles Alter!

Er hat den Schnuller abgegeben

und ist auch sonst

ziemlich pflegeleicht. Keine

Entwicklungsphase, über

die wir uns beschweren

könnten. An sehr guten

Tagen kann er sich sogar

30 Sekunden allein beschäftigen,

ohne die Wohnung in

Brand zu stecken. Es läuft

super. Nur das Wetter nervt!

Gefühlt haben wir seit

Oktober Winter. Nach sechs

Monaten Kälte denke ich

sehnsüchtig an den 30 Grad

heißen Tag im vergangenen

Sommer zurück, an dem

Luis drei Trotzanfälle hintereinander

hatte: War das

nicht ein herrlicher Tag?!

samstag, 23. märz

Immer noch kein passendes

Wetter, um das Trampolin

aufzubauen, das Luis zum

Geburtstag bekommen hat.

Wir hätten es ihm doch

zu Weihnachten schenken

sollen. An Heiligabend hatte

es 20 Grad …

sonntag, 24. märz

Haben das Trampolin nun

doch aufgebaut. Luis hüpft

im Schneeanzug darauf

herum. Schönes Wetter ist,

wenn man trotzdem lacht.

mittwoch, 27. märz

Das Wochenende wird kalt

und grau: An Ostern wird es

traditionell schneien. Wir

kennen jedes Ausflugsziel,

das man bei schlechtem

Wetter mit Kleinkind ansteuern

kann: Im Deutschen

Museum begrüßen die uns

schon mit Namen.

STECKBRIEF

grösse: 1,04 Meter

gewicht: 16,6 Kilo

+/- 1 Liter Limo

schlafbedarf:

unter der Woche

20 Uhr – 8 Uhr, am

Wochenende, im Urlaub

21 Uhr bis 5.30 Uhr

sein lieblingsessen:

die Wurstscheibe

an der Wursttheke

das würde

er niemals essen:

die Wurstscheibe,

die Mama an derselben

Wursttheke für

zu Hause gekauft hat

freitag, 29. märz

Als ich heute den Wetterbericht

gehört habe, bin ich

in Tränen ausgebrochen.

sonntag, 7. april

Schon wieder Regen: Wir

waren kurz davor, unseren

Wohnsitz zu kündigen. Wir

wollten auf den Malediven

fragen, wie es da auf dem

Wohnungsmarkt und mit

freien Krippenplätzen aussieht.

Aber dann fehlte uns

irgendwie der Drive. Nicht

mal zum Auswandern reicht

die Energie bei dem Wetter.

samstag, 13. april

In der Zwischenzeit haben

wir das Spielzeug nach

Farben sortiert, den Keller

ausgemistet, die Teppichfransen

gewaschen und

gekämmt. Gestern habe ich

mit Luis die Wand im Flur

gestrichen. Himmelgrau!

Heute Morgen wollten wir

eigentlich nur ein Bücherregal

im Kinderzimmer umstellen.

Jetzt ist es 19 Uhr ...

Das Bücherregal steht im

Flur. Dort, wo vorher Luis’

Zimmer war, befindet sich

ab sofort das Schlafzimmer

und umgekehrt. Ich gebe zu,

sie ist ein bisschen ausgeartet,

die Aktion. Danach

haben wir Urlaub gebucht.

montag, 22. april

Eigentlich wollten wir dieses

Jahr zum ersten Mal in

Urlaub fliegen. Aber wenn

ich mir ansehe, was wir für

ein Wochenende in den Bergen

an Gepäck mitnehmen,

beginne ich, diesen Plan

anzuzweifeln. Ich habe Luis

lediglich gesagt, er soll ein

paar Spielsachen einpacken.

So wie es aussieht, braucht

das Kind im September

keinen eigenen Koffer, sondern

einen eigenen Flieger.

mittwoch, 24. april

Wir hatten ja gedacht, wenn

Luis in unser schönes

Wie das alles

in einen Koffer

passen soll?

So wird's Luis

endlich mal

richtig warm


FAMILIE

Schlafzimmer ziehen

darf, haben wir das Ehebett

wieder ganz für uns. Zuletzt

kam er sehr oft zu uns. Es lag

aber nicht an der Größe und

den vielen Fenstern, warum

er unser Schlafzimmer so

liebte. Jetzt schlafen wir zu

dritt im winzigen Kinderzimmer.

freitag, 3. mai

Sind in Italien, wollten Luis

zeigen, dass es die Sonne

nicht nur im Fernsehen gibt.

Er will das schöne Wetter

voll auskosten, jedenfalls

steht er jeden Morgen um

5.30 Uhr auf der Matte.

dienstag, 7. mai

Ich jammere bei meinem

Vater am Telefon, dass Luis

uns im Urlaub so früh weckt.

Er erzählt, dass meine

Schwester und ich immer

lange geschlafen hätten und

selbst wenn, dann seien wir

nie in ihr Schlafzimmer gekommen,

sondern hätten

brav allein gespielt. „Stimmt

das?“, frage ich beeindruckt

Endlich Sonne und

Strand: Luis ist schon

in aller Frühe startklar!

meine Mutter, die jetzt am

Telefon ist. „Deine Schwester

hat bis zu ihrem dritten

Geburtstag jede Nacht bei

uns im Ehebett geschlafen

und ist alle zwei Stunden

aufgewacht“, erzählt sie.

Scheint einen tiefen Schlaf

zu haben, mein Vater.

montag, 13. mai,

22 Uhr

Ach, das Leben ist schön:

Ich liege auf dem Balkon,

ein Glas Wein in der Hand

und genieße den freien

Abend – Bernhard ist beim

Fußballspielen. Kerzen

brennen, Sterne funkeln,

Luis schläft friedlich nebenan.

Unser Urlaub ist vorbei,

aber jetzt, wo hier mal

Sommer ist, kann man es zu

Hause auch gut aushalten.

Hach! Uns geht’s richtig gut!

22.30 Uhr

Bin beim zweiten Gläschen.

Die Sterne! Der Mond!

Mein Leben! Herrlich!

23 Uhr

Oh, Bernhard ist zurück!

Mein Held, küss mich!

23.01 Uhr

Wieso guckt der denn so?

23.02 Uhr

Na bravo: Der Held hat sich

das Knie verdreht.

donnerstag, 16. mai

Draußen hat es 25 Grad,

die Wolken haben sich

in Luft aufgelöst. Doch statt

zwischen Freibad und

Biergarten pendeln wir

zwischen Arztpraxis,

Krankenhaus und Röntgenzentrum:

Bernhard hat

einen Meniskusriss und

muss operiert werden. Ich

weiß gar nicht, was alle so

toll am Sommer finden. Ich

Rechts blau, links

grau: Wer sich

nicht entscheiden kann,

geht so aus dem Haus

62

Leben & erziehen 8/2014


FOTOS: GEORGIOS PHOTOGRAPHY (5)/HAARE UND MAKE UP: ULRIKE TISCHLER, PRIVAT (3)

denke sehnsüchtig an die

grauen Frühlingswochen

zurück, an denen wir die

Teppichfransen gekämmt

haben.

donnerstag, 30. mai

So eine Meniskus-OP ist

reine Routine, hat der Arzt

vor zwei Wochen gesagt.

Mittlerweile wurde Bernhard

zweimal operiert. Seine

Wunde hat sich entzündet,

er liegt schon so lange in

der Klinik, dass unser Sohn

denkt, das sei jetzt Papas Job.

Als wir heute an Bernhards

Büro vorbeigefahren sind,

sagte Luis: „Da hat Papa früher

gearbeitet, gell Mama?“

dienstag, 4. juni

Gestern war ich zur Abwechslung

mal mit Luis

beim Arzt – Kinderzahnarzt.

Meine anfängliche Begeisterung

über das Animationsprogramm

(Flachbildschirm

überm Behandlungsstuhl,

Spielturm im Wartezimmer,

Spielzeugautomat an der

Rezeption) ließ im Laufe der

Behandlung stark nach:

Während mein Sohn mit

offenem Mund auf den Fernseher

starrte, wurden ihm

die Zähne geputzt, mit

Zahnseide gereinigt und mit

Erdbeerpaste poliert. Die

Zahnärztin klärte mich auf,

dass ich das jeden Tag so zu

machen hätte – morgens,

mittags und abends versteht

sich. Ich werde wohl meinen

Job aufgeben müssen, damit

ich mich in Zukunft ganztags

um die Zähne meines

Sohnes kümmern kann.

mittwoch, 5. juni

Werde nicht kündigen, sondern

der Kinderzahnärztin

den Laufpass geben. Morgen

kommt Luis mit zu meiner

Zahnärztin.

freitag, 7. juni

Luis mag die neue Zahnärztin

auch lieber als die

alte. Er hat ein Gespräch

zwischen uns belauscht,

das er bei jeder Mahlzeit wie

folgt wiedergibt: „Die Zahnärztin

hat gesagt, ich darf

zum Essen so viel Limo

trinken, wie ich will!“ Meine

Version ihrer Geschichte,

dass Kinder zwischen

den Mahlzeiten nichts

Süßes essen und trinken

sollten, interessiert ihn nicht

die Bohne.

mittwoch, 12. juni

Auch sonst sind wir gerade

wild am Diskutieren. Von

wegen, man spart sich viele

Debatten, wenn man Kinder

mitentscheiden lässt. Bei

uns läuft das ungefähr so:

Ich: „Luis, willst du lieber

die grauen oder die blauen

Schuhe anziehen?“

Luis: „Die grünen!“ Dass er

überhaupt keine grünen

Schuhe hat, macht die Sache

nicht unbedingt leichter.

montag, 17. juni

Habe gerade noch mal die

Entscheidungsfrage gestellt:

Meniskusriss:

Bernhard hat

jetzt viel Zeit

„Magst du einen Lutscher

oder ein Eis?“

Luis: „Erst den Lutscher und

dann das Eis – okay?“

mittwoch, 19. juni

Jetzt weiß ich, warum es

Qual der Wahl heißt.

Frage: „Magst du die rote

oder die gelbe Hose?“

Luis: „Nein!“

Ich: „??? – Also die gelbe?“

Luis: „NEIN!!! DIE

GELBE!!!!!!!!!!!“

dienstag, 9. juli

Die gute Nachricht: Bernhard

geht seit zwei Wochen

wieder arbeiten. Die schlechte:

Er muss drei Monate auf

Krücken laufen und ich bin

seine mobile Reserve. Ich

führe ein Leben auf der

Überholspur zwischen

seinem Büro, Physiotherapie,

Arztpraxis, Kinderkrippe

und meinem Schreibtisch.

Der einzige, der damit kein

Problem hat, ist Luis – vor

lauter Stress putze ich seine

Zähne nur noch abends.

Heute scheint schon wieder

die Sonne. Kaum auszuhalten,

diese Hitze.

Im Radio behaupten sie,

es sei ein toller Sommer.

Also ich persönlich kann

den Herbst kaum erwarten.

Erst Lutscher,

dann Eis:

So passt das

Das lesen Sie

im nächsten

Tagebuch:

Zuerst pfeift

Luis auf den

Mittagsschlaf,

dann kommt

er in den

Kindergarten

Leben & erziehen 8/2014 63


Was Kindern so alles durch den Kopf geht – zum Staunen und Schmunzeln

Maja (4) beim Kuscheln mit

Papa mit Dreitagebart:

„Papa,

warum hast

du so viele

Splitter im

Gesicht?“

[ Maren Brammer, Behringen ]

Niklas (6 Monate) genießt

den Urlaub an der Nordsee,

kommt sich im extragroßen

Strandkorb allerdings etwas

verloren vor:

„Mein linker,

linker Platz

ist frei ...“

[ Kathrin Heine, Bernstadt ]

Jonathan (13 Monate) hat

einen Bärenhunger:

„Mann, ist

das Brötchen

schwer zu

knacken!“

[ Nadine Magg, Ulm ]

Florian (4 ½ Monate) ist noch ein bisschen ungeübt

im Umgang mit einem Stadtplan:

„Schon blöd, wenn

das Navi kaputt ist!“

[ Stephanie Bruhn, Nackenheim ]

frei

| v

Wir haben Ratatouille

gekocht. Marlon (2 ¼) erzählt

der Oma:

„Lecker,

heute gab’s

Rattentruhe!“

[ Andreas Köpke, Wiehl ]

Satz des Monats

Lilly (4) will wissen, ob ich statt

der Brille meine Kontaktlinsen trage:

Hast du heute

deine Pupillen drin?

[ Sonja Kraus, Effeltrich ]

FOTOS: HERSTELLER, PRIVAT (3)

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Die kleine Schwester der berühmten Puppe ist

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weichen Rumpf aus Stoff prima zum Schmusen

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Sie Ihre Adresse und Telefonnummer an. | Für die Rücksendung der Fotos bitte einen frankierten Rückumschlag beilegen.

64

Leben & erziehen 8/2014


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DIE FUCHSKINDER ZELTEN

Die drei kleinen Füchse dürfen heute zum „Darf ich bei dir schlafen? Der böse Zauberer

ersten Mal allein in ihrem Zelt schlafen. Als sie schleicht um unser Zelt herum.“ Der Fuchsvater

unter ihren Kuscheldecken liegen, hören sie tröstet sein Kind: „Das war kein Zauberer,

ein Knistern und Knacken. Das kleinste Fuchskind

fürchtet sich: „Bestimmt schleicht

Gute Nacht sagen.“

sondern die alte Eule. Sie möchte euch

der dicke Waldgeist ums Zelt herum.“

Auch das dritte Fuchskind fürchtet sich.

Es krabbelt hinaus und läuft zum Zelt von „Huiii, huiii!“ Bestimmt flattert ein Gespenst

Papa Fuchs: „Darf ich bei dir schlafen?

durch die Luft. Das Füchslein läuft zum Papa:

Der dicke Waldgeist knistert und knackt

„Darf ich bei dir schlafen? Ich hab Angst

ganz doll.“ Der Fuchsvater tröstet sein Kind: vor dem Gespenst.“ Der Fuchsvater tröstet

„Das war kein Waldgeist, sondern ein Eichhörnchen.

Es knackt Nüsse zum Abendbrot.“ der Abendwind. Er singt euch ein Schlaflied.“

sein Kind: „Das war kein Gespenst, sondern

Nun wird es auch dem zweiten Füchslein Die drei Füchslein kuscheln sich an ihren Papa.

unheimlich. Draußen tönt es: „Uhu-huhu!“ Vor dem Einschlafen flüstert das Kleinste:

Das ist bestimmt der böse Zauberer. Schnell „In Papas Zelt ist es am schönsten!“

läuft das Fuchskind zu seinem Papa.

Klar! Das finden seine Geschwister auch.

66

Leben & erziehen 8/2014


Das Kind ist

beschäftigt –

1o Minuten Pause

für die Eltern

Oje, ein Fuchskind hat den Picknickkorb

ins Wasser fallen lassen. Nur gut,

dass Papa Tauchweltmeister ist, so fällt

es ihm leicht, alles wieder an Land

zu holen. Nur leider kann er

unter Wasser ohne seine Brille

nichts sehen.

ILLUSTRATIONEN: PE GRIGO; TEXT: MARGRET NUSSBAUM

Kannst du ihm zeigen, wo sich

all die leckeren Picknicksachen versteckt haben?

Leben & erziehen 8/2014 67


KREATIV Nähen


Pimp my

FOTOS: STEFANIE AUMILLER; DESIGN DER APPLIKATIONEN: KREATIVES-SCHNEIDERLEIN BY HELEN LANGFELD

ShirtAuf den T-Shirts von Talissa und

Florian tummeln sich wilde Tiere.

SIE BRAUCHEN:

Stoffreste in verschiedenen

Farben; Vliesofix;

für die Mähne

des Löwen bunte Webbänder-Reste

SO GEHT’S:

[1] Konturen der

Schablone auf Vliesofix

über tragen, grob

zuschneiden.

[2] Den gewünschten

Stoff auf das Vlieso fix

aufbügeln und zuschneiden.

Diese Applikationen, exklusiv

entworfen für Leben & erziehen,

können Sie ganz leicht nachnähen

[3] Das Vliesofix-Papier

vom Stoff lösen, den

Stoff aufbügeln. Diese

Schritte wieder holen,

bis die Applikation mit

allen Details vollständig

aufgebügelt ist.

Beim Löwen werden

die Webbänder beim

Aufbügeln unter

dem Stoffrand fixiert.

[4] Die gesamte Applikation

umnähen. Dazu

die Nähmaschine

am besten auf den

einfachen Zickzackstich

mit mittlerer

Stich breite (z. B. 3,5)

und dichter Stichlänge

(z. B. 0,5) einstellen.

Auch die Details fürs

Gesicht können mit

dieser Einstellung aufgenäht

werden.

Wer nicht nähen mag,

kann die fertigen

T-Shirts in der

gewünschten Größe

für 20 Euro bestellen:

www.kreativesschneiderlein.de

Die Schablonen und die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos gibt’s

im Internet unter www.leben-und-erziehen.de/tiershirts

Leben & erziehen 8/2014 69


RÄTSEL

Eine Geschichte über Tradition und

Pünktlichkeit, mit Herz und Humor

erzählt, erwartet die Zuschauer des

Animationsfilms „Kikeriki – der Hahn

ist weg“, der jetzt auf DVD erschienen

ist. Wie im Film darf sich die Gewinnerfamilie

ein Wochenende lang das

VERLOSUNG

Tierische Ferien auf dem Ebbinghof

Frühstücksei direkt aus dem Hühnerstall

holen: Leben & erziehen und

Panorama Entertainment verlosen

ein Wochenende für zwei Erwachsene

und ein Kind im Familotel Ebbinghof

im Sauerland und eine DVD des Films

im Gesamtwert von 515 Euro.

Schicken Sie uns die Lösung des Rätsels bis zum 6. August 2014. Bitte geben Sie für Rückfragen Ihre Telefon nummer und Ihre Adresse an.

Redaktion Leben & erziehen | Kennwort: Rätsel | Böheimstr. 8 | 86153 Augsburg | Fax: 08 21/45 54 81-13 | E-Mail: redaktion@bayard-media.de

Ganz bequem geht’s im Internet: www.leben-und-erziehen.de/gewinnspiele

Abk.:

Steinkohleneinheit

pastenförmige

Wimperntusche

Abk.:

Allg. Studentenausschuss

Ärgernis,

Eklat

Münze

in

vielen

Ländern

Zusatzgewinn,

Belohnung

enthüllen

Kurzform

v.:

Henriette

absatzloser

Damenschuh

ein

Mineral

Handlung,

Aktion

Kante,

Winkel

Kurzw.:

Helligkeit

Schal

schräg,

abschüssig

Nährmutter

Reitersitz

Fahrrad

für zwei

Personen

norddt.:

Endstück

des

Brotes

Mahlzeit

deutscher

Philosoph

† 1804

gärender

Weinmost

Halbinsel

Ägyptens

Nachlassempfänger

gefeierter

weibl.

Star

Koranabschnitt

gewürzte

Mischfüllung

e. Speise

ostafr.

Hirten- u.

Kriegervolk

lat.:

Zahn

franz.:

Baskenmütze

Kriemhilds

Mutter

metallhaltiges

Mineral

Lösung

beherzt,

couragiert

Maschenwerk

hell schimmerndes

Schmuckkügelchen

Styling-

Produkt

für die

Haare

Dateikürzel

an diesem

Tag

Seeräuber

Bewohner

von

Venetien

Stadt an

der Maas

(Frankreich)

deutsche

Spielkarte

®

svd1816.33-66

Auflösung aus Leben & erziehen 07/14: Feiertage

Gefrorenes

Abk.: Air

Force

Schönling

(frz.)

spezieller

Qualitätswein

Fragewort

(4. Fall)

Abk.:

Bauaufsichtsamt

schweiz.:

Flussbarsch

Achtung,

Wertschätzung

Wassersportler

Frisiergerät

altrömisches

Obergewand

kurz für

CD oder

DVD

kleine

Brücke

Kurzform:

ab Werk

Ausruf

Abk.:

Rundfunk

Fußstütze

im

Schuh

russ.

männlicher

Vorname

7 8 6

8 9 6 3 1

4 2 5 1 7

2 6 1 7 5

7 1

3 5 6 9 8

1 7 3 2 9

9 8 5 6 1

6 1 8

70

Leben & erziehen 8/2014


community

www.leben-und-erziehen.de

Jetzt ist

Antonia

eine gro e

Schwester

MARTINAS

TAGEBUCH

Martina

Dankof-Decker ist

eure Ansprechpartnerin

im Netz

[Username:

Redaktion]. In ihrem

Blog erzählt sie

von ihren Kindern

Benjamin (9)

und Anna-Carolin (6)

NADINES BABY-

VERRÜCKTE WELT

Bei Familie Luck haben

Baby Valentin und

Kleinkind Antonia

den Alltag fest im Griff.

Im Blog erzählt

Nadine Luck Episoden,

die das Leben

schreibt

SCHWANGER

Wie sag ich’s meiner Großen?

StEpHaNiE82 Meine Tochter

ist 5 und ich bin in der

8. Woche schwanger. Wann

kann ich es ihr am besten

sagen und sie einbeziehen?

Minchen Wir haben die

Kinder (damals 4 ¾ und 7)

zu Beginn des 4. Monats

eingeweiht. Die Kleine war

oft bei den Untersuchungen

dabei und der Große dann

immer ganz gespannt auf

die Ultraschall-Bilder.

Crazymummy Lena war

ein Jahr alt und wir haben

ihr in der 20. Woche erzählt,

dass sie ein Geschwisterchen

bekommt. Wir wollten

nicht, dass sie es früher

überall herausposaunt.

November12 Erst wollten

wir warten, bis man den

Bauch sieht. Letztlich haben

wir es dem Großen (2) in

der zehnten Woche mit einfachen

Worten erklärt.

IST DER BIKINI

ZU SEXY?

AnnaMax Meine Tochter

(7) hat einen Bikini

geschenkt bekommen.

Ich finde ihn aber für

ein kleines Mädchen unpassend.

Was meint ihr?

aquamarin Ich finde

den Bikini niedlich, aber

nichts für eine Siebenjährige

in der Öffentlichkeit.

Vielleicht kann

sie zu Hause im Garten

damit rumlaufen, wenn

sie unbedingt möchte?

PinkesViech Mit einer

Möhre im Schritt?

Den dürfte meine Tochter

nicht anziehen!

Bikinis mit freizügigem

Schnitt für die Kleinen

finde ich schlimm!

FOTOS: DANIEL GERST, HERSTELLER, ISTOCKPHOTO.COM, PRIVAT (2), THINKSTOCK

Umfrage

Wie feiert ihr euren

Hochzeitstag?

[ZWEI ANTWORTEN

WAREN MÖGLICH]

40 %

Wir verbringen einen schönen

Abend zu zweit, gehen essen

oder ins Kino.

34 %

Wir feiern den Hochzeitstag

nicht (mehr).

26 %

Wir schenken uns gegenseitig

etwas.

15 %

Wir gönnen uns einen ganzen

Tag ohne Kinder.

9 %

Wenn möglich, fahren wir

übers Wochenende weg.

WIE FEIERT IHR EUREN

HOCHZEITSTAG?

grisu66 Wir essen in dem Lokal, in dem wir

unsere Hochzeit gefeiert haben, Pfefferhaxe

mit Klößen – das gab‘s auch auf der Feier.

miatinka Mein Mann schenkt mir Rosen –

jedes Jahr eine mehr. Mittlerweile ist das ein

schöner Strauß! Das Essengehen verschieben

wir manchmal aufs Wochenende und nehmen

die Kinder mit.

ilvi Den Hochzeitstag nicht mehr feiern:

Das kann ich mir nicht vorstellen. Wir überraschen

uns gegenseitig mit einer Kleinigkeit.

Das kann ein Buch sein, ein ausgefallenes Öl

zum Kochen, eine CD. Schließlich will ich

meinem Partner zeigen: Du bist mir wichtig.

Dich würde ich noch einmal heiraten.

Wir sind auch

mit dabei!

Das große

Sommer-

Gewinnspiel

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Wir feiern die schönste Zeit des Jahres mit einem

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Leben & erziehen 8/2014

71


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GLOSSE

ILLUSTRATION: MONIKA PARCIAK; FOTO: CHRISTINE BARTHEL

Nestbau für

Fortgeschrittene

Früher steppte samstagabends der Bär,

heute ist es Mama mit der Nähmaschine.

Kristina Junker will alles extrakuschelig machen

Wussten Sie, dass sich Kaninchen-Mamas

das Fell

ausrupfen, um es ihren

Jungen im Bau gemütlich zu

machen? Meine schwangere Freundin

Susanne schrubbt – das scheint

die menschliche Version dieses Instinkts

zu sein – hingebungsvoll die

Wohnung, als wäre sie mit Meister

Proper persönlich verheiratet. Auf

der Suche nach dem perfekten

Babyb lau hat sie in den vergangenen

Monaten das Kinderzimmer

drei Mal neu gestrichen.

Und ich habe seit der Geburt unserer

Jüngsten Talent! Zumindest

heißt so die Nähmaschine, auf der

ich so viele Kinderkappen produziere,

als wollte ich die ganze Krippengruppe

damit behüten.

Vorbei die Zeiten, in denen ich mir

am Wochenende ein ausgedehntes

Schaumbad gegönnt oder genüsslich

die Zeitung von vorn bis hinten

gelesen habe! Wenn heute meine

Rasselbande länger schläft oder mit

Papa den Spielplatz unsicher macht,

lüfte ich die Haube der Nähmaschine

– früher hätte ich mit so viel

Begeisterung allenfalls eine Luxushandtasche

aus ihrem Schutzbeutel

gepellt. Und los geht‘s.

„Total verrückt“, sage ich öfter zu

meinem Mann, wenn ich dann ein

neu genähtes Teil in den Händen

halte, „ich habe Handarbeiten doch

gehasst.“ „Und jetzt hast du Nestbautrieb

für Fortgeschrittene“, gibt

er augenzwinkernd zurück. Er erinnert

sich noch gut daran, wie ich

die Möbel im Babyzimmer umgestellt

habe, bis alles so aussah wie

auf dem Wunschbild in meinem

Kopf – und wie ich in jeder Schwangerschaft

panisch wurde, wenn vier

Wochen vor Geburtstermin noch

nicht alle Strampler von Größe

50 bis 80 frisch gewaschen

in der Wickelkommode

lagen.

Seit unsere Tochter

auf der Welt

ist, überrasche

ich mich allerdings

immer wieder

selbst – mit diesem

geheimnisvollen inneren Drang,

meinen Kindern jeden Tag ein

kleines Wunder zu zeigen. Vor

Kurzem haben wir einen Apfelkern

gepflanzt und zusammen gejubelt,

als der grüne Keim durch die Erde

gespitzelt hat. Diese Woche wollen

wir Holunderblüten in Pfannkuchen

teig tunken und „Hollerkiachal“

backen. Kinderpuschen

häkeln, Marmelade einkochen,

Sommerblüten pressen: Plötzlich

kann ich mich mit Feuereifer in Projekte

stürzen, die ich vor ein paar

Jahren garantiert noch belächelt

hätte – und die sich plötzlich so

warm und kuschelig nach Mamisein

anfühlen. Wenn das mein persönlicher

Nestbautrieb 2.0 ist, dann

immer wieder gerne!

Nur mein Mann ist nicht ganz so

glücklich über meinen hausfraulichen

Ideen-Pool. Er hätte gerne

mal die Zeit, um seine Schaukel -

kons truktion zu Ende zu zimmern

und das Zelt für den Angelausflug

mit den Jungs zu flicken. Was macht

eigentlich der Kaninchen-Mann,

wenn er Papa wird?

Kristina Junker ist freie

Journalistin und Mutter von

Leopold (6), Ferdinand (3) und

Charlotte (1)

Leben & erziehen 8/2014 73


IMPRESSUM

erscheint in der Bayard Media GmbH & Co. KG, Augsburg

www.bayard-media.de

Anschrift Verlag und Redaktion:

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg, Tel. 08 21/45 54 81-51,

Fax 08 21/45 54 81-10 (Verlag), -12 (Redaktion)

E-Mail: redaktion@bayard-media.de, www.leben-und-erziehen.de

ISSN 0047-4274

Chefredakteurin:

Martina Kaiser (verantwortlich)

Redaktion und Mitarbeiter:

Martina Dankof-Decker,

Elisabeth Göpel, Gitta Hopp,

Gerda Klier, Margret Nußbaum,

Josef Pütz, Silvia Schmid,

Andrea Schmidt-Forth,

Beate Spindler, Silke Weiher

Grafik:

Robert Erker (Artdirector),

Laura Hermann,

Verena Kernstein, Sabine Meyer

Bildredaktion:

Ilonka Bock, Daniel Gerst

Redaktionsassistenz:

Sylvia Herrmann,

Sabine Pomberg

Verlagsgeschäftsführer:

Horst Ohligschläger

Verlagsleitung/

Gesamtanzeigenleitung:

Armin Baier (verantwortlich)

Anzeigenverkauf Inland:

Nielsen I

Kontor M

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Fuhlsbüttler Straße 145

22305 Hamburg

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Fax 0 40/63 90 84-44

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Nielsen II

bm mediagroup

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Nielsen IIIb, IV

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Fax 0 89/58 09 02 97

E-Mail: medienbuero.macari@

t-online.de

Nielsen V, VI, VII

media am südstern

Katja Herbst

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Vertriebsleiter:

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Meiboomlaan 33

B-8800 Roeselare

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85716 Unterschleißheim

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Bei Nichtbelieferung ohne

Verschulden des Verlags oder in

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Entschädigungs anspruch.

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Leben & erziehen erscheint monatlich.

Das Jahresabo (12 Hefte + 2 Sonderhefte) kostet derzeit 32,20 € inkl. MwSt.

und Versand, im Einzelverkauf kostet das Heft 2,50 €,

Auslandspreise auf Anfrage.

FOTOS: CORBIS, DANIEL GERST (2); ILLUSTRATION: ISTOCKPHOTO.COM

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betreut

Kita oder Tages mutter:

Wie Eltern

die Betreuung finden,

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Dürfen kleine

Kinder damit spielen?

Was Medienpä

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Schon Babys Zähne

brauchen gute Pflege.

So hat Karies

keine Chance

74 Leben & erziehen 8/2014


VORSCHAU

Die Eulen sind los!

Kuscheltier und Kissen

zum Häkeln und Nähen

Entspannt

erziehen

IM RATGEBER

Was unser Leben

leichter macht

Einrichten

Ideen für Babys Zimmer

Wandern

Mit Kindern in den Bergen

Ultraschall

Wie sicher sind die Untersuchungen?

Was Schwangere wissen wollen

Besser schlafen

So sieht der richtige Schlafsack

für Ihr Kind aus

Lirum, larum,

DAS NEUE

HEFT IST AB

13.8.

IM HANDEL

Weitere

Themen

Interview mit Promi-

Köchin Sarah Wiener

Kochen macht Familien

glücklich

Fingerspiele

Warum Babys sich

so gern mit den Händen

beschäftigen

Trinken lernen

Vom Fläschchen

zum Becher – so klappt

der Wechsel

Körperpflege

Lieber duschen

oder baden?

Besenstiel,

Erziehung

Tracht ist Trumpf

Mode und Accessoires

für die Kleinen

Erziehen mit

wird zum Kinderspiel

dem Zauberhut

Trödeln, trotzen, toben: Mit unseren Erziehungs-Tricks

lösen Sie kleine Konflikte im Handumdrehen

Andere Mütter kennenlernen,

sich mit Eltern austauschen,

schnelle Antwort auf Fragen:

alles in unserer Community

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Leben & erziehen 8/2014

75


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Little People Fahrzeuge

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