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Alb Magazin - Ausgabe Kispel Lauter 2/2014

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region St. Johann, Sirchingen, Marbach und Gomadingen

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region St. Johann, Sirchingen, Marbach und Gomadingen

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Ausgabe 2 / Juni 2014

Reptilien auf der Alb

Die Zauneidechse

Hobbyimker aus Sirchingen

Am Honig kleben geblieben

Ortsportrait Wasserstetten

Älteste Schafwäscherei Süddeutschlands

60 Jahre Musikverein Dapfen

Mit Musik geht alles besser – Seite 4 – 5

Freiwillige Feuerwehr St. Johann

Verdient aufgestiegen und überfällige Aufgabe erfüllt – Seite 10 – 11

Burgruine Blankenhorn

Versteckt, aus den Augen verloren, gesucht, gefunden – vom Werden

und Vergehen einer kleinen, fast vergessenen Burg – Seite 22 – 23


Inhaltsverzeichnis

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014 Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Autoren Editorial

Editorial

Seite 3

60 Jahre Musikverein Dapfen

Seite 4 - 5

Ortsportrait Wasserstetten

Seite 6 - 7

Neu gestylt: Volksbank-Internetauftritt

Seite 8 - 9

Freiwillige Feuerwehr St. Johann

Seite 10 - 11

Reptilien auf der Alb

Seite 12

Feucht Antriebstechnik in Upfingen

Seite 13

500 Jahre Haupt- und Landgestüt

Seite 14 - 15

Hobbyimker aus Sirchingen

Seite 16 - 17

Zum Gedenken an Paul Jäger

Seite 18

Weible Bestattungen

Seite 19

Elektroschmiede St. Johann

Seite 20

Bäckerei Stoß

Seite 21

Burgruine Blankenhorn

Seite 22 - 23

Zu Besuch bei Architekt Holder

Seite 24 - 25

Veranstaltungskalender / Impressum

Seite 26 - 27

Titelfotografie: Thomas Blank – Gächinger Dorfhock

Fotografie Rückseite: Schäferjunge – Volker

Kleinfeld

Liebe Leserin, lieber Leser des Alb-Magazins,

erfahrungsgemäß sind schlechte Nachrichten

im Journalismus oft die guten

Nachrichten. So erzielen laut Studien

und Thesen die Nachrichten von kleinen

wie großen Katastrophen aller Art, die

Geschichten rund um Misslungenes und

Misslingendes die höheren Leser- und

Einschaltquoten. Einfach deshalb, weil sie

sich besser verkaufen. Für die Verkünder

insofern gut. Aber: Geht es auch anders?

Gegen dieses Muster verstößt Alb-Magazin

ausdrücklich und ganz bewusst. Wir wollen

über Dinge berichten, die außerordentlich

gut gelungen sind, interessante Lebensgeschichten

aufzeigen, die mitten unter

uns oder gar mit uns geschrieben werden

und Positives festhalten, weil es anderen

vielleicht Mut macht, selbst anzupacken.

Außerdem möchten wir auf (historische)

Besonderheiten, Nischen und (landschaftliche)

Schönheiten aufmerksam machen,

die in der Hektik des täglichen Wahnsinns

leicht übersehen werden. Sie glauben früher

war alles besser? Uns interessiert: Wie

war es überhaupt? Warum nicht mal mit

dem Finger auf Lebensfreude, Zuversicht,

und die Dynamik des optimistischen Handelns

zeigen? Ja, es geht – anders!

Dieser Funke scheint bei vielen Lesern

überzuspringen. Wie wunderbar! Wir freuen

uns sehr darüber, so viel positive Rückmeldungen

von Ihnen zu bekommen, die

wir per Post, Mail oder ganz persönlich erhalten.

Es ist schön zu sehen, wenn Oma

ihrem betagten Nachbarn von gegenüber,

von Fenster zu Fenster, aus unserem Heft

vorliest. Oder wenn unsere emsigen Austrägerinnen

und Austräger mit: „Wir haben

schon darauf gewartet!“, vor der Haustüre

oder dem Garten stehend begrüßt werden,

um die neueste Ausgabe persönlich entgegen

zu nehmen.

Jenen, die sich ab und an schon ärgerten,

weil man ihren Briefkasten womöglich

nicht bedacht hat, sei gesagt: Oft ist es gar

nicht einfach, diesen einen Briefkasten

zu finden. Ist er vor oder hinter dem Haus

angebracht, unter den Treppen, direkt am

Stall oder an den Schuppen genagelt?

Et immer oifach, ihr liebe Menscha! Und so

niedlich manch´ Haushund daherkommt,

kann er desweilen ganz schön laut bellen

und Angst einflößen. „Beschwerden“ dieser

Art sehen wir deshalb freundlich entgegen.

Denn: Auch hier erhält der Fokus eine

positive Wendung. Man regt sich einmal

mehr darüber auf, etwas nicht zu bekommen

und es nicht lesen zu können, anstatt

über einen Briefkasten voll „bunter Blättla“.

Sie sehen also, die Sache läuft rund.

Ich wünsche Ihnen den Sommer herbei

und mit ihm viele schöne Tage voller Sonne,

Licht und Wärme. Schnappen Sie doch

einmal spontan Ihr Radel oder die Wanderschuhe,

obwohl Sie gerade überhaupt keine

Zeit haben. Sie werden sehen: Es lohnt

sich!

Einen schönen Ausflug ins Grüne und

viel Freude mit unserer neuen Ausgabe

wünscht Ihnen Ihre

Anzeige Albmagazin:Mai 14 28.05.2014 14:18 Uhr Seite 1

Wir suchen Ihr schönstes historisches Erlebnis in Marbach.

Mit den Pferden, auf dem Hof oder im Stall. | Sie waren einmal auf dem Landgestüt beschäftigt oder

haben es öfters zu Sonntagsausflügen mit den Kindern genutzt? | Was hat Opa immer erzählt?

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte und schicken Sie uns historische Bilder!

Ende 2014 / Anfang 2015 wird es im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums eine Alb-Magazin-Sonderausgabe

geben, in der die schönsten historischen Geschichten und Fotografien veröffentlicht werden.

*

Einkehren und einkaufen wo die Alb am besten schmeckt –

entdecken Sie unsere Bio-Typen*

Das Alblinsenschwein und den Albbüffel

Schicken Sie Ihre Geschichte oder Ihre Fotografien an folgende Adresse per Mail oder per Post:

thomasblank.com Gmbh l Achalmstraße 11 l 73268 Erkenbrechtsweiler l post@thomasblank.com

oder an das Haupt- und Landgestüt Marbach l Gestütshof 1 l 72532 Gomadingen

Sollen wir Ihre Bilder digitalisieren? Dann schicken Sie uns das Original, wir scannen es für Sie, und Sie erhalten es wieder zurück.

Landgasthof und Albmetzgerei

Parkstraße 2

72813 St. Johann-Gächingen

Telefon 071 22 - 82 87 - 0

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Im Biosphärengebiet

Schwäbische Alb

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60 Jahre Musikverein Dapfen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Mit Musik geht alles besser

Gegründet wurde die Kapelle 1954 im eher kleinen, beschaulichen Rahmen und die Beschaffung der Instrumente von der

damaligen Gemeinde Dapfen vorfinanziert. Als Ende August 1954 das neue Schulhaus in Dapfen eingeweiht wurde, trat

die Musikkapelle zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Aus der Kapelle wurde 1977 ein Musikverein, heute rund 350

Mitglieder stark. In diesem Jahr feiern die Dapfener Lautertalmusikanten ihr 60-jähriges Jubiläum. Wie? Mit viel Musik!

Ein Bild vergangener Tage. Damals noch eine kleine

Kapelle

Mit von der Partie war die Kapelle auch beim letztjährigen Schäferlauf in Bad Urach

Früh übt sich. Hier auf Schloss Grafeneck unter freiem

Himmel

Die Lautertalmusikanten mit ihren über 40 Musikerinnen und Musikern in ihren neuen Uniformen

Kostete die Beschaffung einer Tuba zur

Gründungszeit der Kapelle umgerechnet

rund 430 Euro, sind es heute 4000 bis

5000 Euro, die dafür in die Hand genommen

werden müssen. Kommen aber noch

Uniformen, Notenausrüstungen, Unterricht

und ein Dirigent dazu. Mit anderen Worten:

Laufende Kosten wollen auch in einem Musikverein

gedeckt sein. Früher wie heute.

Jeder Musiker brachte zur Probe 50 Pfennig

mit

Dirigent und Musikdirektor Oskar Scheck

begnügte sich einst mit einem bescheidenen

Honorar. Jahrelang waren an ihn

für zwei Probenstunden, einschließlich

der Anfahrt aus Münsingen, sieben Mark

zu bezahlen. Dafür brachte jeder Musiker

zur Probe 50 Pfennig mit. Weiteres Geld in

die Kasse brachten eine Haussammlung,

die Übernahme der Heuernte durch die

Musiker auf den Farrenwiesen, sowie ein

bunter Musikabend neben Faschingsveranstaltung

und Altmaterialsammlungen.

Es kam gerade so viel in die Kasse, wie

absolut notwendig war. Erst das Jahr 1964

brachte dann mit dem „Dapfener Heimatund

Musikfest“ für einen längeren Zeitraum

eine Verbesserung der Finanzgrundlage.

Gleich drei Tage lang wurde damals

gefeiert, unter anderem auch das zehnjährige

Bestehen der Musikkappelle. 12 Gastkapellen

nahmen am Festzug mit den bunt

geschmückten Wägen teil.

Vom Überschuss weitere sechs Jahre gezehrt

Die Zahl der Dapfener Musikanten war zwischenzeitlich

auf 21 angestiegen. Erstmals

traten sie in diesem Zuge auch in ihren neuen

Uniformen auf. Vom Erlös des Festes,

das am dritten Tag jäh durch ein Unwetter

beendet wurde, konnten die Uniformen

bezahlt werden und vom Überschuss noch

weitere sechs Jahre gezehrt werden. Wie

überall, zählen zur 60-jährigen Geschichte

auch Flauten, rege Stabswechsel und

Disharmonien. So auch in Dapfen. Einen

Neubeginn wagten die Musiker schließlich

1976. Neben Jugendlichen kamen nun

auch musikbegeisterte Erwachsene hinzu.

Neu war, dass auch Mädchen und jüngere

Frauen beitraten.

Einen Neubeginn wagten die Musiker 1976

Ernst Klass aus Münsingen konnte als Dirigent

für den Neuaufbau gewonnen werden

und damit auch die Ausbildung der neuen

Musiker vorantreiben. Mit 46 Musikerinnen

und Musiker war die Kapelle zwischenzeitlich

gar zum Orchester ausgebaut worden.

Am 15. Januar 1977 fand unter der Leitung

von Bürgermeister Rolf Blank die Gründungsversammlung

statt. 50 Mitglieder

traten dem Verein an diesem Abend bei.

Von Kapelle zu Orchester

Neben den aktiven Musikern gab es nun

auch fördernde Mitglieder. Im September

1977 war die Mitgliederzahl bereits auf stolze

100 Köpfe angestiegen. Im Jahr 2014 angekommen,

sind die Lautertalmusikanten mit

den 40 aktiven Musikerinnen und Musiker

von 15 bis über 75 Jahren von zahlreichen

Festen der Region nicht mehr wegzudenken.

„Zählt man Geburtstagsständchen hinzu,

haben wir zwischen 25 und 30 Auftritte pro

Jahr, manchmal auch mehr“, verrät Vereinsvorsitzender

Gerhard Stoß. Derweil groß geschrieben

werde im Verein die Jugendarbeit.

Denn: „Die Freude an Musik muss frühzeitig

geweckt werden“. Die 2004 ins Leben gerufene

„Musikalische Früherziehung“ stellt

deshalb ein elementares Aufgabengebiet in

der Vereinsarbeit der Lautertalmusikanten

dar und ist fester Bestandteil des Vereinslebens.

„Musik ist eine gute Möglichkeit sich

persönlich zu entwickeln und zu entfalten“,

wissen auch Jugendleiterinnen Nicole Dorow

und Carolin Stoß.

25 bis 30 Auftritte im Jahr und mehr

Fast 50 Kinder- und Jugendliche sind derzeit

in musikalischer Ausbildung des Vereins.

„Meist entdecken sie mit spielerischer

Leichtigkeit ungeahnte Fähigkeiten und

Talente“. Grundkenntnisse der Musiklehre,

der Gehörbildung, der Instrumentenkunde

und historische Einblicke in die Musikgeschichte

werden vermittelt, erklären die musikbegeisterten

Akteure. Und: „Musik ist ein

zugängliches wie zeitloses Medium“.

Text: Patricia Kozjek

Fotografie: PR

Informationen

www.musikvereindapfen.de

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Ortsportrait Wasserstetten

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Wasserstetten zählt zu den ältesten Schafwäschereien Süddeutschlands

Heutzutage verkauft der Schäfer seine Wolle so, wie sie bei der Schur anfällt – mit Schmutz und Schweiß. Das war nicht

immer so. Noch vor gut 70 Jahren zogen die Schäfer von Mitte Mai bis Anfang Juni mit ihren Herden in großer Zahl

an Waschplätze. Laut historischen Überlieferungen kann der Beginn der Schafwäsche auf der Markung Dapfen auf das

Jahr 1818 festgelegt werden. In Wasserstetten wurden von 1837 bis 1948 die Schafe in der Lauter gewaschen. Die 2001

restaurierte Brücke mit der markanten Bronzeskulptur „Schafwäscher“, erinnert am Originalschauplatz daran.

Heimkehr in frisch gesäuberte Stallungen

oder auf dem Weg zur anschließenden

Schafschur. Im Zusammenhang mit Wasserstetten

ist auch die zwischen 1150 und

1250 auf einem Felssporn erbaute Burg

„Blankenstein“ zu erwähnen. Noch heute

ist ein Stumpf aus Buckelquadern des

einst errichteten (Wohn-)Turms im Gelände,

etwas versteckt im Wald, zu erkennen.

Burg Blankenstein mit Buckelquader-Turm

Das gleichnamige Adelsgeschlecht hatte

im 12. Jahrhundert die Ortsherrschaft über

Dapfen und Wasserstetten. Der Besitz

wurde 1320 an Graf Eberhard von Württemberg

abgetreten. Im 30-jährigen Krieg

verloren Dapfen und Wasserstetten rund

drei Viertel ihrer ohnehin schon spärlichen

Bevölkerung. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts

war der Bevölkerungsstand des

frühen 17. Jahrhunderts wieder erreicht.

Gomadingens kleiner Gemeindeteil Wasserstetten

zählt heute rund 66 Einwohner.

Wasserstetten heute: Ein dünn besiedeltes Dorf an der Lauter

Ein Bild vergangener Tage: Schafswäsche in Wasserstetten 1934

Wasserstetten, das bis 1511 nur den Ortsnamen

Stetten trug, wurde vermutlich im

Frühmittelalter von Dapfen her begründet.

Es hatte nie eine eigene Markung, sondern

war bis 1971 mit Dapfen verbunden.

Bekannt wurde der kleine Gemeindeteil

hauptsächlich durch die Schafwäsche.

Wasserstetten und die Schafwäsche

Laut Aufzeichnungen wurden hier im Frühjahr

jährlich bis zu 20 000 Schafe in der

Lauter gewaschen. Der Beruf des Schafwäschers

war ein überkommendes Recht

innerhalb der Familie und für die Bauern

der Alb zum kärglichen Einkommen aus der

Landwirtschaft damals ein willkommenes

Zubrot. Für die Wäscher war es eine Knochenarbeit.

So war die Bekleidung (Lederschürze,

Rohrstiefel und Gamaschen aus

Leder) beispielsweise nicht vollständig wasserdicht.

Nicht umsonst gibt es den alten

Spruch: „So nass wie ein Schafwäscher“.

Für die Wäscher war es Knochenarbeit

Die Schafe wiederum verließen nach rund

vier Minuten „Vollwäsche“ und reichlich

Wasser vollsogenem Vlies, sichtlich erleichtert

den Waschplatz, wie Schäfer

überliefern. Einen Tag vor der Wäsche erfolgte

die sogenannte „Schwemme”, um

die verschmutzte Wolle gründlich einzuweichen.

Das ganze Schaf mitsamt dem

Kopf (unter Wasser), musste etwa zwei Minuten

eingeweicht werden. Dabei wurden

die Schafe durch ein enges Doppelgatter

getrieben, das direkt in den angestauten

Fluss mündete. So hatten die Tiere keine

andere Wahl, als ins Wasser zu springen.

Dieser Vorgang wurde am selben Tag nochmals

wiederholt.

Vor der Wäsche kam die Schwemme

Die folgende Nacht verbrachten die Schafe

mit nassem Pelz im Pferch. Am nächsten

Tag folgte dann die eigentliche Wäsche,

auf dem gleichen Weg durchs Wasser.

Dabei wurden, je nach Größe der Herden,

täglich 1000 bis 1500 Tiere der Reihe

nach von den in Holzbütten stehenden

Schafwäschern mit bloßen Händen durchgewaschen.

Nach festgelegtem Schema

bearbeitete jeder der vier Schafwäscher

einen anderen Körperteil des Tieres. Die

durchnässte Wolle trocknete, je nach Witterung,

in zwei bis drei Tagen, während der

Text: Patricia Kozjek

Fotografie: Manfred Walter (2),

Patricia Kozjek (1)

Wir danken Manfred Walter aus Wasserstetten

für seine zahlreichen historischen

Informationen und die Zeit, die er sich genommen

hat.

Bauder

Albhotel

HHHS

Die markante Bronzeskulptur „Schafwäscher“ von Monika Geiselhart ist heute am Originalschauplatz in Wasserstetten

zu finden

Gasthof

Grüner Baum

Familien Bauder-Schreiber

Albstraße 4-6

72813 St. Johann-Lonsingen

Telefon 0 7122/17-0

Telefax 0 7122/17217

www.albhotel-bauder.de

mail@albhotel-bauder.de

Gasthof (Montag Ruhetag)

Hotel (Kein Ruhetag)

Wir bedanken uns

bei unseren Gästen

für diese wertvolle

Auszeichnung.

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Neu gestylt: Volksbank-Internetauftritt

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Weil sich Bankkunden über alle Altersklassen hinweg immer intensiver im Internet vorinformieren, hat die Volksbank Metzingen – Bad Urach in den letzten Monaten mit viel

Einsatz an einer Runderneuerung ihres Auftritts gearbeitet. Das Ergebnis – hier die Startseite zum Themenfeld „Immoh!bilien“ - kann sich sehen lassen.

Im neuen Anstrich: Volksbank geht neue Wege im Internet

Das Internet ist heute bei Finanzprodukten die wichtigste Informationsquelle – es rangiert bereits knapp vor dem Bankberater

und lässt Freunde oder Printmedien weit abgeschlagen hinter sich. (Nicht nur) diese Marktforschungsergebnisse nahm

die Volksbank Metzingen – Bad Urach Ende 2013 zum Anlass, eine grundlegende Überarbeitung ihres Internetauftritts in

Angriff zu nehmen.

Wenn es um die Beratung geht, führt auch

heute noch am Bankberater kein Weg vorbei.

Doch das Internet wird mehr denn je

von den Kunden auch für die Vorbereitung

auf den Beratungstermin genutzt. Die genossenschaftlichen

Banken und ihr Finanzverbund

haben es sich deshalb zum Ziel

gesetzt, sich in den nächsten Jahren zum

Qualitätsführer auf allen Vertriebs- und

Kommunikationskanälen weiter zu entwickeln.

Dies durch einen zeitgemäßen und

einheitlichen Auftritt und ein Leistungsangebot

mit bundesweit einheitlichen Standards.

Die Verantwortlichen der Volksbank

Metzingen – Bad Urach haben sich dieser

Herausforderung gestellt und in einem

fünfmonatigen Internet-Strategieprojekt

die Vorgaben des Bundesverbandes auf

die Anforderungen der Bank übertragen.

Gerade in Sachen „neue Medien“ gilt es,

nicht den Anschluss zu verlieren. Mehr

als 50 % der Genossenschaftlichen Kunden

können es sich vorstellen, zukünftig einfache

Finanzprodukte online abzuschließen.

Die Volksbank behandelt deshalb die Internet-Geschäftsstelle

wie eine echte Bank-

Geschäftsstelle. Schließlich genießt diese

„Online-Geschäftsstelle“ doch einzigartige

Vorzüge: Sie kann weltweit besucht werden,

sie ist 24 Stunden täglich und 7 Tage

die Woche geöffnet – und nicht zuletzt

ist sie gemessen am Kundenaufkommen

schlicht die größte Filiale, die eine Bank

überhaupt besitzt.

Ihren Kunden bietet die Bank seit Ende

April nun einen Internetauftritt in einem

modernen, freundlichen Design, dessen

Nutzer- und Bedienerfreundlichkeit in vielen

Tests unter Beweis gestellt wurde. Es

gestaltet sich daher leicht, Produkte und

Themen schnell zu finden, sich umfassend

zu informieren und Produkte auch „online“

abschließen zu können bzw. sich für eine

Beratung in der Bank zu entscheiden, die

sich mit wenigen Klicks terminieren lässt.

Wie eingangs genannt, findet das Internet

einen rasanten Zuspruch über alle Bevölkerungs-

und Altersschichten hinweg. Deshalb

war es der Volksbank auch wichtig,

dass der Nutzer individuelle Optimierungsmöglichkeiten

vornehmen kann: Durch

eine einfache Veränderung des Kontrastes

wird eine bessere Lesbarkeit bewirkt. Ähnlich

angenehm wird die Möglichkeit zur Anpassung

der Schriftgröße empfunden.

Die wichtigsten Punkte im Bank-Internetauftritt

bleiben immer in Sichtweite: Sei

es die Terminvereinbarung mit dem Berater,

eine Kartensperre, ein Rückrufwunsch

– alles ist schnell per Klick veranlasst. Der

„Log-in-Button“ für den „geschlossenen“,

Bereich des eBanking / Brokerage befindet

sich unübersehbar, orange gefärbt direkt

am Kopf der Startseite. Dort ist auch die

„Suche-Funktion“ untergebracht.

Bereits zum Start bietet die Volksbank ihren Kunden 14 Produkte zum Direktabschluss online an. Bis zum Zeitpunkt seiner TAN-Eingabe lassen sich alle vom Nutzer befüllten

Felder problemlos noch ändern.

Dominierten bislang eher Textseiten, so

finden sich nun oft ergänzende Videos und

Podcasts auf den Seiten. Zum Start am 30.

April stellt die Volksbank 15 Infotouren zur

Verfügung; beispielhaft genannt seien die

Themen „Versicherungen“ und „Existenzgründung“.

Auch die Internetseiten für Firmenkunden

haben eine massive Aufwertung

erfahren: Hier finden sich nun z.B. 140

Branchenberichte für potentielle Existenzgründer,

die unter der Bezeichnung „VR-

Gründungskonzept“ angeboten werden.

Auch neue Modellrechner haben auf den

Bankseiten Einzug gehalten, z.B. der Altersvorsorgerechner,

mit dem sich die aktuelle,

persönliche Vorsorge-Situation darstellen

lässt. Praktisch ist auch, dass auf naheliegende

Fragen zum Thema gleich eingegangen

wird und thematisch ähnlich gelagerte

Internetseiten aktiv mit angeboten werden.

Mit acht verschiedenen Rubriken wartet

das „Frühlings-Magazin“ auf, innerhalb

dessen sich z.B. Bankaktionen, Themen

für Junge Leute, das Wetter oder Nachrichten

finden.

Ein besonderes Augenmerk hat die Bank

auf die Bebilderung ihrer Seiten gelegt.

Regionale Motive im bunten Wechsel mit

Beraterbildern unterstreichen die Regionalität

des Internetauftritts und schaffen

angenehme Vertrautheit. Je Themengebiet

erscheint der zuständige Bank-Ansprechpartner.

Überhaupt zeigt die Volksbank im

neuen Auftritt alle Akteure „vor und hinter

den Kulissen“: Nicht nur die Berater und

Ansprechpartner der Geschäftsstellen werden

visualisiert, sondern auch die Funktionsträger

der innerbetrieblichen Bereiche.

Mit diesem Schritt schafft die Volksbank

größte Transparenz und unterstreicht

gleichzeitig ihr Motto „Gemeinsam zum Erfolg“

auf eindrucksvolle Art und Weise.

Mit großer Sorgfalt haben sich die Verantwortlichen

der Bank dem Themenfeld

„Produktabschlüsse im Internet“

angenommen. 14 Produkte können nun

direkt abgeschlossen werden – etwa

Kreditkarten, Geldmarktkonten, die Bank-

Mitgliedschaft, Termingelder, die Reisekrankenversicherung

oder Strom- und

Gasverträge, um nur einige zu nennen. Der

Weg zum jeweiligen Produkt gestaltet sich

übersichtlich und transparent, der Nutzer

weiß zu jedem Zeitpunkt, was geschieht.

Neu ist, dass nun auch im Online-Banking

der persönliche Berater sichtbar ist und

direkt kontaktiert werden kann. 23 Serviceaufträge,

etwa zur Adressänderung oder

zur Rückgabe von Lastschriften, können

bequem per Klick auf den Weg gebracht

werden. Dass die Internetseiten nicht nur

am heimischen PC sondern auch auf mobilen

Endgeräten wie iPhone oder iPad genutzt

werden können, ist nur konsequent.

Es steht somit nichts im Wege, sich jederzeit

auf die eigene Entdeckungstour quer

durch das neue Internetangebot der Volksbank

zu machen. Starten Sie los, am besten

gleich jetzt!

Informationen

Die Bankinternetseiten finden sich

unter:

www.volksbank-metzingen-badurach.de

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Freiwillige Feuerwehr St. Johann

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Verdient aufgestiegen und überfällige Aufgabe erfüllt

Das neue Heim ist fertig. Endlich. So mancher hatte nicht mehr daran geglaubt. Schließlich reichen die vielseitigen Überlegungen,

der Würtinger Wehr ein passendes Haus zu bauen, bis in die 1970er Jahre zurück. Das brandneue, modern-durchdachte

Feuerwehrhaus in Würtingen kann sich sehen lassen. Tatkräftig mitangepackt haben die Frauen und Männer beim

Neubau mit über 3000 ehrenamtlichen Stunden. Dafür gab es bei der Einweihung im Mai von allen Seiten viel Lob.

Vorbei: Spiegel in alter Garage mussten eingeklappt

werden

Ein Haus für alle St. Johanner, das sämtliche Funktionen erfüllt mit einem Turm, der ideales Übungsterrain bietet

Zahlreiche Fest- und Ehrengäste waren zur

offiziellen Einweihung ins multifunktionale

Feuerwehrhaus nach Würtingen gekommen.

Eine „überfällige Aufgabe ist erfüllt“,

wie es Bürgermeister Eberhard Wolf seiner

Festrede voransetzte. Endlich konnte ein

„positiver Schlussstrich“ unter eine lange

Planungsphase gezogen werden. Der

Schultes schien sichtlich erleichtert, als

das 2,3-Millionen-Euro-Projekt endgültig

seiner Bestimmung übergeben wurde.

Für die nächsten Jahrzehnte gut aufgestellt

In der Tat: Dem sichtlich betagten, engen

und wenig vorzeigbaren Provisorium in der

Schulstraße, das den Floriansjüngern fast

vier Jahrzehnte diente, trauert wohl keiner

hinterher. Für die nächsten Jahrzehnte sei

man im Neubau im Leinhaldenweg 16 jetzt

„gut aufgestellt“, unterstrich Wolf. Platz

finden hier alle feuertechnischen Gerätschaften.

Auch eine Atemschutzwerkstatt

(bisher in Lonsingen untergebracht), ist im

neuen Haus integriert. Außerdem finden

sich im neuen Magazin Bereitschafts- und

Funkraum, Umkleidekabinen für Frau und

Mann, Duschen, eine einladende Küche

und Versammlungs- und Schulungsräume.

„Der 14 Meter hohe Turm erfüllt eine

wichtige und zentrale Funktion und macht

die hohe Ausrichtung der Arbeit der Einsatzkräfte

besonders deutlich“, glaubt der

Schultes.

Turm bietet ideales Übungsterrain

Markant wie einzigartig sei der Turm auch

deshalb, weil er gleichzeitig ein ideales

Übungsterrain bietet. Der Raum im Inneren

kann verraucht und das Einsteigen

von außerhalb in Fenster, geübt werden.

Außerdem: Ein Knopfdruck genügt und

die am Turm angebrachten, unübersehbaren

Zahlen „112“, schalten um von weiß

auf leuchtend rot, wenn die Lebensretter

zum Einsatz ausrücken. „Übungen für die

Wehren im Kreisgebiet sind darin vorgesehen“,

informierte Wolf. Das Gebäude,

an zentraler Stelle erbaut, steht ab sofort

der gesamten Feuerwehr, aller Teilorte St.

Johanns, zur Verfügung. So auch den 15

Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, wie Wolf

betont. Schon im Sommer soll im neuen

Haus in Würtingen ein Jugendleiterseminar

der Landesfeuerwehr veranstaltet werden.

Viele Diskussionen in Sachen Feuerwehrhaus

hat es schließlich auch im Gemeinderat

gegeben, doch im September 2010 sei

die positive Entscheidung „endlich gefallen,

im Juli 2012 dann der Baubeschluss“.

Ehrenamtliche Arbeit verschonte Gemeindekasse

Besonders hoch einzuschätzen seien freilich

die über „3000 Stunden ehrenamtliches

Engagement am Bau – zum Wohle

der Allgemeinheit“, loben Wolf und viele

Mandatsträger ausdrücklich. Sowohl der

Florian im Airbrush-Style an der Wand,

umgesetzt von einem Pfullinger Künstler,

als auch die Turmbeleuchtung, hätten

neben diversen anderen (Innen-)Ausstattungen,

die Gemeindekasse gänzlich

verschont gelassen, lobte Wolf. 875 000

Euro hat die Kommune derweil aus Mitteln

der Brandschutzsteuer und aus dem

Ausgleichsstock für ihr vorzeigbares Haus

erhalten. Dafür dankte Wolf ebenso. „Ein

Höchstmaß an Sicherheit und Versorgung

gehört nun zur Infrastruktur unserer Bevölkerung“,

resümierte der Bürgermeister. Als

„ein Zentrum mit Kompetenz und Zukunftscharakter,

in Beton und Glas umgesetzt“,

bezeichnete es Landrat Thomas Reumann.

Die ursprüngliche Idee, ein Haus der Rettungsdienste

zu realisieren, könne nun

gemächlich weiterwachsen, unterstrich

Architekt Thorismut Gaiser hinsichtlich der

Abteilungskommandant Ewald Höh hält den Schutzpatron des Hauses und der Wehr: Geschnitzt in St. Johann,

im Südtiroler Ahrntal

großzügigen Fläche von fast 1000 Quadratmeter

beim „Feuerwehrgebäude mit

Wohlfühlcharakter“. „Gute und professionelle

Hilfe kann damit geleistet werden“,

schließt sich auch Gunther Hespeler vom

Kreisfeuerwehrverband an. „Sie sind der

verlängerte Arm Gottes. Was die Feuerwehr

macht, ist das was Gottes Segen

verspricht: Den Schaden von Menschen

abzuwenden“, fasste Pfarrer Wolfgang Fingerle

im Rahmen seiner Haus-Segnung zusammen.

„Dieses Feuerwehrhaus ist nicht

Auszug aus unserem

erweiterten Leistungskatalog:

Erweiterte Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft

Vorsorge + (Medizinische Vorsorgeleistungen für Erwachsene)

Brillengläser und Kontaktlinsen

Hochwertige Zahnfüllungen wie Kunststoff, Keramik oder Gold

Osteopathiebehandlungen

Hautscreening mittels Auflichtmikroskop

Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung

Pfarrer Wolfgang Fingerle (Mitte) segnete das Haus

übertrieben groß gebaut. Ein Denkmal hat

sich hier niemand gesetzt“, stellte Gesamtkommandant

Walter Ochs abschließend

klar. Das modern technisierte Gebäude

sei für die Zukunft und nächste Generation

gebaut. Und: „Es hat sich gelohnt, gerne

habe ich mitgeholfen“, sagt der Mann, der

zahlreiche Stunden in die ehrenamtliche

Bauleitung gesteckt hat. Handgeschnitzt

wurde das Wahrzeichen zum Schutz des

Hauses, der Heilige St. Florian, in St. Johann

im Ahrntal (Südtirol) und den Hauptverantwortlichen

zur Eröffnung übergeben.

Bürger und Besucher konnten sich am

Sonntag beim Tag der offenen Tür selbst

einen Eindruck über das vieldiskutierte

Magazin und zugleich „funktionales Highlight“,

in Würtingen verschaffen.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

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Reptilien auf der Alb

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Feucht Antriebstechnik in Upfingen

Die Zauneidechse

Von den beiden auf der Albhochfläche heimischen Eidechsen-Arten ist die apart gezeichnete Zauneidechse sicherlich die

bekanntere, da sie im Gegensatz zu den deutlich kleineren braunen Bergeidechsen eher ins Auge fällt. Momentan, in der

Zeit der Fortpflanzung, lohnt es sich besonders, die agilen, tagaktiven Reptilien einmal genauer zu betrachten.

Vom Ein-Mann-Betrieb zum mittelständischen Unternehmen

Die Firma Feucht Antriebstechnik GmbH ist ein familiengeführtes, im Jahre 1997 gegründetes, Unternehmen aus St.

Johann-Upfingen, das mittlerweile bundesweit tätig ist. Entstanden aus einem kleinen Ein-Mann-Betrieb entwickelten

sich die Geschäftsfelder aus dem Handel von Wälzlagern dahin gehend weiter, dass mit der Fördertechnik und der Fertigung

von Antriebselementen weitere Elemente integriert wurden.

Ausgefärbtes Zauneidechsenmännchen bei der Nahrungsaufnahme

Wagemut und Giftgrün-Anlaufen

Während der mehrwöchigen Paarungszeit,

die Mitte Mai beginnt, verfärben sich die

Flanken der Zauneidechsen-Männchen

leuchtend grün. Zuweilen trifft man sogar

auf vollständig „ergrünte“ Exemplare.

Doch nicht nur die Körperfarbe der zur

Gattung der Smaragdeidechsen zählenden

Tiere gerät aus allen Fugen, sobald sich

paarungswillige Weibchen in der Nähe

befinden - auch ihr Verhalten verändert

sich drastisch. So mancher Leser mag in

diesem Zusammenhang schmunzelnd Parallelen

zum menschlichen „Balzverhalten“

entdecken. Nur dass unsereins angesichts

der (bzw. dem) Angebeteten eher rot als

grün anläuft.

Hauptsache auffallen, Rivalen einschüchtern

und das Revier verteidigen

Die Männchen trumpfen nicht nur mit grellen

Farben auf, auch ihr Fluchtreflex verringert

sich erheblich. Selbst auf die Gefahr

hin, Beutegreifern wie Füchsen, Mardern,

Greifvögeln oder Rabenkrähen zum Opfer

zu fallen, präsentieren sich die Grünlinge

in ihrer ganzen Pracht auf Wegen, Felsvorsprüngen

und auch in von Menschenhand

geschaffenen Steingärten. Dort droht den

Kulturfolgern in erster Linie Gefahr durch

Katzen! Im selben Maß, in dem die Scheu

abnimmt, steigen Agilität und Kampfbereitschaft

und dies gilt für beide Geschlechter:

Einmal besetzte Territorien werden vehement

gegen eindringende Artgenossen

verteidigt. Drohend sperren die Echsen ihren

Rachen auf. Dabei wird an Ober- und

Unterkiefer jeweils eine Reihe filigraner

Zähnchen sichtbar.

Auffällig gezeichnete weibliche Zauneidechse

Fortpflanzung und Ernährung

Schon kurz nach der Kopulation legt das

20 bis 25 Zentimeter lange Weibchen

zwischen 5 und 15 weichschalige Eier in

selbstgegrabene Höhlen, wobei die trächtigen

Tiere kurz vor der Eiablage geradezu

groteske Körperformen annehmen. Die

winzigen Jungtiere schlüpfen dann meist

Mitte bis Ende August. Zauneidechsen

ernähren sich fast ausschließlich von Insekten

und Würmern. Manche Exemplare

entpuppten sich während meiner Fotoarbeiten

als ausgesprochen verfressen:

Die mitgebrachten Mehlwürmer aus der

Zierliche Bergeidechse (auch Waldeidechse genannt)

Zoohandlung verspeisten sie in großer

Zahl und dies schon nach kurzer Gewöhnungszeit

auf meiner offenen Handfläche.

Zweimal wurde ich beim Füttern von Eidechsenweibchen

in den Finger gebissen,

was jedoch nicht schmerzhaft war. Ihren

Flüssigkeitsbedarf decken die auf warme

und trockene Lebensräume spezialisierten

wechselwarmen Echsen durch Auflecken

von Tau- oder Regentropfen.

Geniale Täuschungsstrategie als Überlebenshilfe

Wird eine Eidechse von einem Vogel geschnappt,

so ist sie in der Lage, den hinteren

Teil ihres Schwanzes abzuwerfen,

der danach noch einige Sekunden lang

zappelt. Fällt der Jäger auf dieses außergewöhnliche

Ablenkungsmanöver herein,

so gelingt es dem Reptil, rasch zu entkommen.

Die Schwanzspitze wächst mit der

Zeit wieder nach, wenngleich etwas kürzer

als das Original. Falls Sie also jemals

eine Eidechse fangen und hochnehmen

möchten, so tun sie dies bitte so sanft und

bedächtig wie möglich – es könnte sonst

passieren, dass Sie das Tierchen plötzlich

in zwei Teilen in Ihren Händen halten.

Text & Fotografie: Eva-Maria Pulvermüller

Firmengebäude Feucht Antriebstechnik

„Angefangen habe ich ganz klassisch als

Ein-Mann-Firma in einer Garage“, erinnert

sich Gründer Rolf Feucht. 1997 baute der

Maschinenbau-Techniker die erste Werkshalle

am heutigen Standort, ein Jahr später

erfolgte die Gründung der GmbH. „Wir haben

dann größere Maschinen gebaut, konnten

aber aufgrund der personellen und räumlichen

Kapazitäten stets nur ein Projekt bearbeiten“,

so der 57-Jährige. An Aufträgen

mangelte es aber nicht, im Gegenteil. 2004

stieg Sohn Tim nach seiner Ausbildung zum

Maschinenbau-Techniker in den Betrieb ein.

Kurz vor der Wirtschaftskrise erfolgte 2009

eine weitere bauliche Erweiterung in Form

einer noch größeren Werkshalle. „Damals

haben viele mit dem Kopf geschüttelt - die

Krise war bereits absehbar und wir haben

trotzdem investiert“, sagt Rolf Feucht. Das Risiko

hat sich aber gelohnt: Die Feucht GmbH

überstand die wirtschaftlich schwierige Zeit

ohne Kurzarbeit anmelden zu müssen und

war mit ausreichender Produktionsfläche

und modernstem Maschinenpark bestens

für die Zukunft gerüstet.

Mittlerweile arbeiten elf Festangestellte

plus diverse Aushilfskräfte für das Unternehmen,

das sich bundesweit als Zulieferer

für den Maschinenbau, die Textilindustrie,

Hydraulikhersteller und als Maschinenbauer

einen guten Namen gemacht hat.

Seit 2011 ist Tochter Silke Feucht als Betriebswirtin

für die kaufmännische Seite

Rolf, Tim und Silke Feucht (von links)

zuständig, seit 2012 teilen sich Rolf und

Tim Feucht die Geschäftsleitung zu gleichen

Teilen. Neben dem Maschinenbau

werden Teile in Serienfertigung bis in Millionenhöhe

auf CNC-Maschinen produziert.

„Künftig wollen wir das Segment der Herstellung

von professionellen Bürst-Entgrat-

Maschinen weiter ausbauen“, kündigt Tim

Feucht an.

Großes soziales Engagement

Die Feucht GmbH glänzt aber auch mit herausragendem

sozialen Engagement. So

besteht seit 2007 eine enge Kooperation

mit der Samariterstiftung, in deren Werkstätten

in Münsingen das gesamte Stahlmaterial

des Upfinger Unternehmens gesägt

wird und einfache Montagetätigkeiten

ausgeführt werden. „Das ist sehr wichtig

für uns“, sagt Rolf Feucht, in dessen Betrieb

seit 2009 auch einige Arbeitsplätze

der Stiftung ausgelagert sind, um Menschen

mit Handicap wieder in das Arbeitsleben

einzugliedern.

Text: Kerstin Dannath

CNC-Centerless-Entgratmaschine

Informationen

Feucht GmbH

Gewerbestr. 3

72813 St. Johann – Upfingen

Telefon: 07122 / 82590-0

Fax: 07122 / 82590-55

info@feucht-antriebstechnik.de

www.feucht-antriebstechnik.de

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500 Jahre Haupt- und Landgestüt

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Kretschmann kommt, lobt und bleibt

Nach drei Jahren im Amt schaut auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf dem Haupt- und Landgestüt

Marbach vorbei. „Wird auch Zeit!“, wie Lokalpolitiker und Bewohner der Region nebenbei bemerken. Bleiben wollte er

am besagten Festsamstag mit Frau Gerlinde eigentlich nur eineinhalb Stunden, um die Feierlichkeiten zum 500-jährigen

Bestehen des Gestüts zu beehren. Der Grund: Zu feiern hatte er an diesem Tag selbst – seinen 66. Geburtstag. Geblieben

sind Kretschmann und Gattin dann fast vier Stunden lang.

Viel Applaus gab´s für den Kinderchor der Gomadinger

Sternbergschule

Ein Hoffest das ankam: Die Region feierte mit dem Haupt- und Landgestüt den 500. Geburtstag

Im Vierspänner in die Reithalle kutschiert wurden Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Ehefrau Gerlinde

und Landoberstallmeisterin Astrid von Velsen-Zerweck mit Landwirtschaftsminister Alexander Bonde

Die geladenen Fest- und Ehrengäste genossen ein regionales

Buffet

Auch mal entspannen und nur (zu-)gucken war drin

Feste in die Pedale getreten: Gestütschefin Astrid von Velsen-Zerweck mit (v.li.) Landrat Thomas Reumann und

Regierungspräsident Hermann Strampfer

Premiere in 66 Lebensjahren: Kretschmann´s Fassanstich mit Hilfe von Ulrich Zimmermann

Zum Festakt mit rund 300 geladenen Gästen

aus der Pferdeszene, der Bundes-,

Landes- und Kommunalpolitik sowie der

Öffentlichkeit, hatte der Landesvater etwas

mitgebracht, was nicht nur die Mitarbeiter

des Gestüts, sondern auch die Region

im Allgemeinen, gerne hörten. Im Zuge

der Gerüchte um eine drohende Privatisierung

oder gar Schließung des Gestüts, bezog

er Stellung: In der Tat ginge es um eine

zielgerichtete Weiterentwicklung, auch der

Suche nach Möglichkeiten der Optimierung

und Effizienzsteigerung, erklärte er.

Das Haupt- und Landgestüt soll erhalten

bleiben

Aber: „Die Frage nach dem Erhalt stellt

sich überhaupt nicht“. Schuldenbremse

hin oder her. Weiter: „Selbstverständlich

soll das Haupt- und Landgestüt

Das Paar fühlte sich sichtlich wohl und blieb

erhalten bleiben. Wir wollen, dass die

Perle auf der Alb weiter glänzt“, unterstrich

der Politiker. Und: „Was die

Landesregierung dazu beitragen kann,

wird sie tun“, versprach Kretschmann.

Tosender Applaus. So brachte der Besuch

des Ministerpräsidenten aber auch

schon vorab eine nette Geschichte mit

sich. Ein Vorzimmer hatte die Einladungen

für die Landtagsabgeordneten zum Festakt

in der Reithalle (versehentlich) in Friedrich

Schillers Geburtsstadt, Marbach am Neckar,

geschickt. Erinnert dies doch an eine

berühmte Episode, die einst im Mai 1965

Geschichte schrieb, als Queen Elisabeth II

von England, in Schillers Geburtsstadt die

legendäre Frage gestellt haben soll: „And

where are the horses?“ („Und wo sind die

Pferde?“) Kretschmann entschuldigte sich

breit grinsend für das Versehen seiner „jungen

Sekretärin mit Migrationshintergrund“.

Mit dem Satz: „Sie stammt aus Niedersachsen“.

Letzterer Kommentar sorgte für Gelächter

auf allen Rängen.

Ein Versehen à la Queen

Zu den Gratulanten, die zum Jubiläumsakt

in zwei Vierspännern in die festlich-gewienerte

Reithalle einfuhren, zählten auch

Herzog Friedrich von Württemberg neben

Landwirtschaftsminister Alexander Bonde

(Grüne) und Theo Leuchten, Vizepräsident

der Reiterlichen Vereinigung. Die Gastgeberin,

Landoberstallmeisterin Astrid von

Velsen-Zerweck, bot mit ihren Mitarbeitern,

vielen (regionalen) Akteuren und einer Abordnung

der neun deutschen Landgestüten

ihren Gästen ein großes Schauprogramm,

das mit einer stattlichen Gratulationsquadrille

den offiziellen Festakt beschloss.

Buntes Hoffest lockt viele Besucher

Endlich konnte draußen, im historischen

Gestüts-Innenhof unter blauem Himmel

das Hoffest starten, wo Pferdefreunde und

Menschen aus der Region zwei Tage lang

zusammen feierten. Eine kleine Premiere

wartete noch am frühen Samstagabend auf

den Ministerpräsidenten: Ein Fassanstich

unter der Regie von Braumeister Uli Zimmermann.

Der erste in 66 Lebensjahren,

wie das Geburtstagskind versicherte. Seine

fünf Schläge (die eigentlich vier waren) verkaufte

Kretschmann ganz offiziell wie originell:

„Für jedes Jahrhundert einen“.

Gestütsradweg bringt Kulturgut näher

Nach reichlich (musikalischer) Unterhaltung

auf großer Bühne, einem ökumenischen

Gottesdienst am darauffolgenden

Sonntagmorgen und gut besuchten Schauprogrammen,

gab es im Rahmen vom Tag

der offenen Tür auf den Gestütshöfen noch

ein weiteres Highlight: Die Einweihung des

Gestütsradweges, ein Gemeinschaftsprojekt

vierer Gemeinden. In erster Linie solle

er laut den Akteuren dazu dienen, das

„materielle und immaterielle Kulturgut des

ältesten staatlichen Gestüts in Deutschland

allen Bevölkerungsgruppen näher zu

bringen“. Die attraktive Fahrradroute verbindet

inmitten einer malerischen Kulturlandschaft

alle zum Haupt- und Landgestüt

gehörenden Gestütshöfe und Vorwerke.

Wem die Puste auf den 60 Kilometern mit

rund 960 Höhenmetern am Stück ausgeht,

kann freilich beliebig abkürzen, ergänzen

und ein andermal „weiter genießen“.

Text: Patricia Kozjek

Fotografie: Patricia Kozjek (7),

Maximilian Schreiner (1),

Thorsten Minuth (1)

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Hobbyimker aus Sirchingen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Am Honig kleben geblieben

„Halte Bienen und Schaf, leg Dich hin und schlaf“, so lästert der Volksmund. Der Sirchinger Hobbyimker Erwin Reichenecker

kann da nur müde lächeln. Für ihn bedeuten seine neun Bienenvölker viel Arbeit – aber noch mehr Lust und

Leidenschaft. Seit über 20 Jahren erntet er ein Naturprodukt, das seit Urzeiten auf dem Speiseplan des Menschen steht.

Blütenzeit ist Erntezeit für den Sirchinger Hobbyimker Erwin Reichenecker, hier beim Blick auf die mit Honig

gefüllten Waben

Der bislang älteste Honig wurde in einer ägyptischen Pharaonengrab fand, soll im

über 3500 Jahre alten Gruft in Ägypten Übrigen hervorragend gemundet haben.

gefunden. Bei Königs am Nil galt er als So faszinierend der klebrige Saft ist, so

„Speise der Götter“ und nicht von Ungefähr

faszinierend ist auch der Blick auf die, die

als Quell der Unsterblichkeit. Honig ihn produzieren: die Spezies der Apis melli-

ist, bei richtiger Lagerung, beinahe unbegrenzt

fera. Besser bekannt als Honigbiene.

haltbar. Der Honig, den man im

Albmagazin_Nau:Layout 1 01.08.2013 12:43 Uhr Seite 1

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Der Sirchinger Hobbyimker Erwin Reichenecker

beherbergt rund 650000 von

ihnen. Er ist stolzer Besitzer von neun

Bienenvölkern der Gattung Buckfast und

Carnica. Der Großteil von ihnen lebt unweit

des Sirchinger Hörnles in Reicheneckers

Imkerhütte. Jetzt, da die Blütensaison in

vollem Gang ist, herrscht dort reger Durchgangsverkehr.

Im Sekundentakt schwärmen

die Bienen aus oder kehren von ihren

Flugeinsätzen zurück: Mit Blütenpollen an

den Beinen und mit Blütennektar gefüllten

Honigmägen.

Für 500 Gramm drei Mal um die Welt

Der Bienenfleiß ist ja längst sprichwörtlich,

unglaublich aber erscheint er, wenn man

sich ein paar Zahlen vor Augen hält. Der

Honigmagen einer Biene fasst 0,01 Gramm

Nektar. Um ihn zu füllen muss sie etwa 200

Blüten anfliegen. Damit also eine einzelne

Biene die übliche Glasportion von 500

Gramm Honig zusammen hätte, müsste sie

ihren Saugrüssel in zehn Millionen Blüten

stecken und eine Strecke von 120000 Kilometer

absolvieren – das entspricht drei

Erdumrundungen. Nur gut, das Bienen

echte Teamplayer sind. Anders vorstellbar

wäre die Menge von 200 Kilogramm Honig

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650000 Honigbienen in neun Völkern hält der passionierte

Imker...

nicht, die Reichenecker jedes Jahr erntet

und teilweise selbst vermarktet.

„Das ist natürlich was Tolles, dass ich meinen

eigenen Honig habe“, sagt der passionierte

Imker. Seit über 20 Jahren betreibt

er dieses Hobby, das ihm einen Ausgleich

zu seinem Berufsalltag bietet. Doch genauso

wichtig wie abzuschalten, ist ihm

die Naturverbundenheit des Hobbys. So

wie das Wetter, ändern sich jedes Jahr die

Bedingungen für seine geflügelten Untermieter.

So kommt es, dass er mindestens

zwei Mal die Woche nach dem Rechten

sieht: „Ein Bienenvolk funktioniert nur,

wenn alles gesund ist“, weiß Reichenecker.

Damit das auch so bleibt, muss er für

optimale Voraussetzungen sorgen. Dazu

zählen etwa Impfungen gegen die Varroamilbe,

die Schwarmkontrolle oder die Aussiedelung

und Aufzucht neuer Völker. Über

allem aber steht die Sorge: Ist die Königin

da, geht es ihr gut?

Alles dreht sich um die Königin

Sie ist das unbestrittene Zentrum eines

Bienenvolks. Um sie herum organisieren

sich die restlichen Bienen. Da gibt es die

weiblichen, die den Nektar einsammeln

und da gibt es die männlichen Drohnen,

die einzig dafür da sind, die Königin zu begatten.

Bis zu 3000 Eier kann sie am Tag

legen. Und der massenhafte Nachwuchs

ist notwendig: Eine Arbeitsbiene lebt maximal

30 Tage. Eine Königin dagegen bis

zu sieben Jahre. Erst wenn ihre Leistungsfähigkeit

abnimmt, wird sie aus dem Stock

verjagt und ihre Nachfolgerin in den Brutwaben

herangezogen. Ob aus einer Larve

eine Arbeitsbiene oder eine Königin wird,

das beeinflussen die Bienen alleine durch

die Fütterung. Statt Honig und Pollen verabreichen

sie den Majestätsanwärterinnen

das Gelée Royale – einen besonders proteinreichen

Futtersaft.

...in seiner Hütte unweit des Sirchinger Hörnles

Ein Kilogramm davon wird mit bis zu 130

Euro gehandelt. Erwin Reichenecker hingegen

hat es nur auf den Honig abgesehen.

Ihn lagern die Bienen in den Honigwaben,

lassen ihn dort trocknen und verschließen

ihn dann mit einem Deckel aus Wachs.

Der Honig ist eigentlich ihr Wintervorrat.

Um auch bei minus zwanzig Grad verträgliche

Temperaturen im Stock zu erreichen,

scharen sich die Bienen in der Wintertraube

um die Königin. Die äußeren vibrieren

dabei unablässig mit ihrem Körper und erzeugen

so Wärme. Ihr „Brennstoff“ ist der

zuckerhaltige Honig, erklärt Reichenecker

die über Millionen Jahre eingeübte Arbeitsteilung.

Ohne Bienen, weniger Nahrung

Zwei Mal im Jahr, Ende Mai und Ende Juli,

nimmt er den Bienen freilich den Lohn ihrer

gemeinschaftlichen Arbeit und schleudert

den Honig aus den Waben – natürlich

nicht ohne sich zu revanchieren. Ab Herbst

gibt er ihnen einen mit Vitaminen angereicherten

Zuckersirup. Bis jetzt hat sich noch

keine Biene bei ihm beschwert, gleichwohl

er pro Saison um die 300 mal gestochen

wird, wie er zugibt. Die, die ihn so angehen,

wissen aber offenbar nicht um die Wertschätzung,

die Reichenecker den Insekten

entgegenbringt. „80 Prozent unserer

Lebensmittel bestäubt die Biene“, erklärt

er. Würde es die Honigbiene nicht mehr

geben, dann würde die Menschheit zwar

nicht, wie von Albert Einstein behauptet, in

drei Jahren aussterben, aber: „Wir würden

schon Existenznöte bekommen.“

Die Deutschen sind Weltmeister im Honigverzehr.

Pro Kopf verspeisen wir im Jahr

rund 1,2 Kilogramm. Deutlich über dem

Schnitt dürfte Erwin Reichenecker liegen.

Ob er ihn in den Kaffee rührt, ihn aufs Brot

streicht oder ins Salatdressing gibt: „Bei

Um an ihren Honig zu kommen, muss er erst das

Wachs von den Waben kratzen

mir gibt’s keinen Tag ohne Honig“ - und

selbstverständlich den eigenen. Er käme

wohl nie auf den Gedanken einen aus dem

Supermarkt ohne das Siegel des Deutschen

Imkerbunds zu kaufen. Nicht zuletzt

deshalb, weil der höchstwahrscheinlich

aus dem Ausland eingeführt wurde. Davor,

so schreibt es das Recht vor, muss er zur

Sicherheit auf 80 Grad erhitzt werden. Ab

40 Grad jedoch, zersetzen sich seine wertvollen

Inhaltsstoffe, die neben der antibakteriellen

Wirkung für Hippokrates Anlass

waren, ihn zum Allheilmittel zu erklären.

Als Reichenecker über die faszinierende

Welt der Bienen spricht, leuchten seine

Augen. Als Vorstand des Bezirksbienenzüchtervereins

und Vorstand des ältesten

Vereins Bad Urachs, des Bienenzucht und

Imker Vereins, will er diese Begeisterung

auch an junge Generationen weitergeben.

Er führt immer wieder Schulklassen um

seine Stöcke, in der Hoffnung, dass es dem

ein oder anderen so geht wie ihm: Als Junge

neugierig geworden, ist er am Hobby rund

um den Honig einfach kleben geblieben.

In seiner Imkerei „Honigtöpfle“, vertreibt

er nicht nur den eigenen Honig, sondern

auch selbst hergestellte Kerzen aus Bienenwachs.

Text: Simon Wagner

Fotografie: Erwin Reichenecker, Simon

Wagner

Erwin Reichenecker

Informationen

Stockachstr. 14

72575 Bad Urach-Sirchingen

Telefon: 07125 / 933307

16 17


Zum Gedenken an Paul Jäger

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014 Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Weible Bestattungen

Der Künstler und Kalendermann der Mittleren Alb

Zum Broterwerb strich und tapezierte Paul Jäger werktags Wände und Zimmer. Am Wochenende und in der Freizeit

wurde aus dem Upfinger Handwerker ein Künstler. Mit elf Jahren entdeckte der 1914 in Dettingen geborene Bub die

Welt des Malens für sich. Aus ersten Kohle-Skizzen wurden im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Feder-, Wachs- und

Kohlezeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde. Zum 100. Mal jährt sich heuer der Geburtstag des Upfinger Künstlers.

Zahlreiche Werke werden der Öffentlichkeit aus diesem Anlass an zwei Wochenenden gezeigt.

Paul Jäger fand seine Motive zeitlebens auf der Alb

und in der Region

Vor allem durch seine Kalender, die von

1973 bis nach seinem Tod in lückenloser

Folge erschienen, war Paul Jäger in der

Region bekannt. „In vielen Häusern wurden

die Monatsblätter gesammelt als

Zeugnisse des Schaffens einer starken

künstlerischen Persönlichkeit, wie auch

als Dokumente des Landschafts- und Kulturgesichtes

einer typischen schwäbischen

Region“, erinnert sich der ehemalige

Schulleiter von Upfingen und langjährige

Freund der Familie, Wilhelm Greiner, an

die Worte eines Kritikers. Die Motive fand

der Künstler zeitlebens in der Landschaft,

den Dörfern und in den Menschen der

Schwäbischen Alb. Und weil künstliches

Licht am Abend die Farben in ihrer Eigenart

verfälschten, wie Jäger überzeugt war,

beschränkte er sein kreatives Schaffen

vorwiegend auf´s Wochenende.

Gesammelte Zeugnisse des Schaffens

Gerne erzählte der „Sonntagsmaler“, wie er

sich nannte, von seiner ersten Begegnung

mit der Kunst, erinnert sich auch Wolfgang

Jäger, einer von vier Söhnen Jägers. Schon

als kleiner Bub habe er dem Metzinger

Kunstmaler Kussmann begeistert zugesehen,

wenn dem Künstler die Kohle splitterte

und er heimlich die Stückchen auflas, um es

zu Hause seinem Vorbild gleichzutun. Die

Kunst blieb für den gelernten Maler dennoch

„nur Hobby“. Im Rahmen dessen studierte er

viele Kunstbücher und besuchte zahlreiche

Ausstellungen. „In der Nachkriegszeit gehörte

er zeitweise der Tübinger Notgemeinschaft

der Künstler an“, sagt Wolfgang Jäger.

Immer wieder habe der Vater auch Kunstunterricht

eines Tübinger Professors besucht.

Angetan hätten es dem Künstler vor allem

die französischen Impressionisten, insbesondere

Vincent van Gogh.

Mensch und Künstler sind nicht zu trennen

Was Paul Jäger auch erfuhr: „Mensch und

Künstler sind nicht voneinander zu trennen“.

In den schweren Jahren der Krankheit

und des frühen Todes seiner Frau Sophie

neben der großen Sorge um vier mutterlose

Söhne, kamen nur wenige Werke zustande.

Erst Ende der sechziger Jahre, konnte sich

der Künstler nach erneuter Vermählung mit

Lina Jäger, wieder frei entfalten und seinen

Werken wieder Leichtigkeit vermachen. Ab

1968, nach Beendigung der beruflichen

Arbeit, widmete sich Paul Jäger ganz seiner

Malerei. Ob Dorfansichten, die im Laufe der

Jahre verloren gegangen sind, Gewässer,

Schneeschmelze oder Sonnenaufgänge

– vieles davon hielt er in kräftigen, klaren

Ölfarben fest. Weniger die Interpretation

seiner Bilder, denn die Freude am Schönen

der Heimat erhalten zu helfen, lag Paul Jäger

am Herzen. Schwer erkrankt, verstarb

Jäger 1978 in Bad Urach.

Text: Patricia Kozjek

Das letzte Geleit - Riten bewahren gehört zur Kultur

Das Ehrenamt ist im Niedergang und die weniger populäreren erst recht. Deutlicher ausgedrückt: Viele Ehrenämter

kennt man heute praktisch gar nicht mehr und sie sind schlichtweg in Vergessenheit geraten. So gehören Sargträger

beispielsweise seit jeher zu einem irdischen Abschied dazu – geeignete und vor allem willige Kandidaten für das letzte

Geleit gibt es aber immer weniger. „Dabei ist das doch ein Zeichen, dass man sich verantwortlich fühlt in der Ortschaft

in der man lebt und das sorgt schließlich für dörfliche Identität“, sagt Bestattungsunternehmer Dieter Weible. Das sei

wichtig in unseren Zeiten, in der man nur allzu oft einfach nebeneinander her lebt: „Riten bewahren gehört zur Kultur.“

Dieter Weible (vorne im Bild) schätzt sein langjähriges Trägerteam v. l. Heinrich Schüle, Adam Buschbacher und Martin Holder

Jeder kennt jeden? Das war einmal - auch

im ländlichen Raum geht der Trend zur

anonymisierten Gesellschaft. Für Dieter

Weible gilt grundsätzlich: „Man kann nicht

nur gemeinsam Feste feiern. Auch der letzte

Dienst, den man einem Mitmenschen

erweisen kann, gehört zum gemeinschaftlichen

Leben.“ Den Toten ans Grab zu geleiten,

ihn tragen, ist eine Ehre. Ein wichtiges

Amt und Teil unserer menschlichen Kultur.

Früher war das eine Selbstverständlichkeit.

„Man ist vom Nachbarn gefragt worden,

hat Urlaub genommen und niemals

abgelehnt“, erinnert sich Martin Holder.

Der Gächinger führte das Amt des Sargträgers

genauso wie Heinrich Schüle aus Grabenstetten

und Adam Buschbacher aus

Dottingen viele Jahre aus. „Eine gewisse

Ausstrahlung muss man schon mitbringen“,

so Heinrich Schüle, „Diese innere

Einstellung spüren die Menschen dann,

es kommt direkt bei ihnen an.“ Ein würdevoller

Abschied macht die Sache für

die Hinterbliebenen zwar nicht leichter,

aber in dem schweren Moment selbst

vielleicht etwas erträglicher.

Die Aufgabe des Sarg tragens erledigen

meist Mitarbeiter der Bestattungsunternehmen,

Studenten, Nachbarn, Freundeskreis

oder örtliche Vereine. Leider sind diese oft

personell nicht mehr in der Lage diesen

wichtigen Dienst zu erfüllen. „Wenn jeder

Ort wieder feste Träger hätte, hätten wir

den Idealfall“, wünscht sich Dieter Weible,

der als Bestattungsunternehmer in zweiter

Generation weiß, wovon er spricht.

Ein Ehrenamt macht stark und verbindet

Ein solches Ehrenamt mache letztlich auch

stark und verbinde miteinander. „Überall wo

Menschen wohnen, egal an welchen Ort“,

so Dieter Weible, der überzeugt ist, dass ein

Trauerfall, so schmerzlich er auch ist, ebenso

eine Chance zur zwischenmenschlicher

Begegnung und Möglichkeit der Kontaktaufnahme

ist.

Um dem Trend entgegenzuwirken, haben

sich vielerorts mittlerweile Vereine gebildet,

die die Sargträger ehrenamtlich stellen

und deren Mitglieder das Recht haben,

den Dienst auch selbst im Fall des Falles

zu nutzen. „Keiner ist mit seiner Trauer al-

leine“, verspricht Dieter Weible, der für die

Gründung und Organisation von örtlichen

Initiativen in Sachen Letztem Geleit persönlich

mit Rat, Tat und langjähriger Erfahrung

zur Seite steht.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Weible Bestattungen

Achalmstraße 2

72525 Münsingen

Telefon: 07381 / 93799-0

Weible Bestattungen Lichtenstein

Wilhelmstraße 41

72805 Lichtenstein

Telefon: 07129 / 6287

info@weible-bestattungen.de

www.weible-bestattungen.de

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Elektroschmiede St. Johann

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014 Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Bäckerei Stoß

Jetzt das Betriebssystem wechseln

Anfang April hat Microsoft sein bis dato dienstältestes noch aktives Betriebssystem Windows XP in den Ruhestand geschickt.

Auf deutsch: Es gibt keinen Support mehr für XP-Nutzer. „Das heißt, wenn man ein Problem hat, wird man vom

Hersteller im Regen stehen gelassen“, warnt Sebastian Vetter von der Elektroschmiede mit Sitz in St. Johann-Upfingen.

„Nutzer sollten sich gut beraten lassen und auf ein neues Betriebssystem umsteigen“, empfiehlt der Elektronik-Meister.

„Nahrungsmittel haben heute wieder einen höheren Stellenwert“

Wie der Vater, so der Sohn: Um 3.30 Uhr klingelt bei Bäckermeister Wilhelm Stoß in Upfingen wochentags der Wecker.

Von Freitag- auf Samstagnacht geht der Betrieb in der Backstube allerdings schon um ein Uhr in der Früh los. Bereits

in zweiter Generation werden heuer in der Uracher Straße frische Backwaren produziert. Den Betrieb gegründet haben

die Eltern, Wilhelm und Helene Stoß 1953 in der Bärengasse, der damaligen Ortsmitte von Upfingen. 1958 zog das

Unternehmer-Ehepaar um in die Uracher Straße 32 – einst Gasthof Lamm.

wenigen Lebensmitteln und Zeitungen, sind

fast täglich in den Ortschaften um Upfingen

herum unterwegs. Halt wird auch in Urach

gemacht. „Die Brötchen werden also fast

bis an die Haustüre geliefert“, erklärt Stoß

seinen Service, der im Winter bei Eis und

Schnee schon manchmal „recht interessant“

war, wie er sagt.

Sebastian Vetter (Mitte) im Kreise seiner Mitarbeiter Chirag Patel (links) und Michael Rippel

Windows XP kam bereits Ende des Jahres

2001 auf den Markt. Mittlerweile ist das

Betriebssystem zwar in die Jahre gekommen,

aber allein in Deutschland lief es

Anfang des Jahres noch immer auf jedem

achten Computer. Erst Windows 7 schaffte

es XP den Rang abzulaufen, mittlerweile

ist bereits Windows 8.1 auf dem Markt.

Am weitesten verbreitet ist Windows XP

immer noch bei Privatpersonen. „Grundsätzlich

sollte jeder Nutzer so schnell wie

möglich umstellen“, empfiehlt Sebastian

Vetter. Das ist auch keine große Sache:

Die Umstellung an sich dauert etwa 3

Stunden. „Bei Rechnern, die nicht älter als

fünf Jahre sind, macht um- beziehungsweise

aufrüsten Sinn“, sagt Sebastian Vetter.

Bei älteren Geräten lohnt sich eine Neuanschaffung.

Wer seinen Rechner bei der

Elektroschmiede umrüsten lässt, muss

auch nicht wieder komplett bei Null anfangen.

„Wir retten die alten Daten, übernehmen

die persönlichen Favoriten, sprich wir

richten den Rechner wieder so ein, wie es

der Kunde vorher gewohnt war“, verspricht

der 24-Jährige.

Regelmäßige Updates gehören zur Nutzung

wie das An- und Ausschalten des

Computers, Die Hersteller stopfen dadurch

Sicherheitslücken. Seit der Support für

Windows XP also ausgelaufen ist, heißt

es Feuer frei für Viren und Angriffe von Cyberkriminellen.

„Besonders die Nutzer von

Online-Banking oder wer im Internet einkauft

sollte sich das zu Herzen nehmen“,

so der Experte, der selbst auch schon einige

Fälle gehabt hat, bei denen sensible Daten

geknackt wurden. Die Nutzer merken

es selbst oft als Letzte, dass sie gehackt

wurden: „Es ist schon mehrfach vorgekommen,

dass das erst bemerkt wurde, als

sich die Bank aufgrund größerer Kontobewegungen

gemeldet hat.“

Mittlerweile drei Mitarbeiter

Die Palette an Dienstleistungen der Elektroschmiede

reicht vom Bau und Service

von Mediacenter PC-Systemen über Tuning

und Aufrüstung von PC-Komponenten,

der Installation von Software und

Datenrettung bis hin zu WLAN-Aufrüstung,

Reparatur von Elektrogeräten sowie Hausinstallationen

aller Art. Und der Bedarf auf

dem Kispel ist groß: Mittlerweile hat sich

die Elektroschmiede vom Einmann-Betrieb

zu einer Firma mit drei Mitarbeitern gemausert.

Auch stehen neuerdings moderne

Büroräume zu Verfügung. „Die Kunden

können jetzt auch mit ihrem kompletten PC

einfach bei uns vorbeikommen“, so Sebastian

Vetter, der auch im Segment Schaltschrankbau

stetigen Zuwachs vermeldet:

„Das ist vor allem für Geschäftskunden

interessant, sie kommen mit konkreten

Wünschen zu uns und wir fertigen ihnen

individuell zugeschnittene Schaltschränke

für ihre Maschinen.“

Text: Kerstin Dannath

Elektroschmiede

Informationen

Sebastian Vetter

Schaltschrankbau & IT-Service

Kirchgasse 19/1

72813 St. Johann-Upfingen

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Man kennt sich. Für ein paar nette Worte ist immer Zeit. Heiderose Spohn und Wilhelm Stoß (hinter der Theke)

ist der persönliche Kontakt wichtig.

Im selben Laden verkauft der heutige Bäckereichef

nicht nur Brötchen, Brot und

Kuchen, sondern auch Lebensmittel und

Zeitungen. Über den „Nahversorger“ ist

man froh im Dorf. Hier kennt man sich.

Kuchen laufen wie warme Semmeln

Die meisten Kunden begrüßt Schwester

Heiderose Spohn hinter der Theke freudig

mit dem Vornamen. Neben rund 15

Brotsorten werden täglich auch vier bis

fünf frische Kuchen gebacken und sieben

Sorten „süße Stückle“ angeboten. „Das

brauchen wir“, sagt der Bäckermeister und

lacht. Will heißen: Kuchen laufen hier wie

warme Semmeln. Wer mag, kann diesen

gleich am Stehtisch vor Ort – mit oder ohne

Schwätzle – verspeisen. Andere nehmen

Dienstag:

Dienstag:

Mittwoch:

Donnerstag:

Donnerstag:

Samstag:

Samstag:

Samstag:

Samstag:

Verkaufswägen auf Tour

07.30 – 09.00 Uhr / Sirchingen

13.30 – 16.30 Uhr / Bad Urach

07.30 – 13.00 Uhr / Gächingen, Lonsingen, Sirchingen

07.30 – 09.00 Uhr / Sirchingen

12.30 – 13.30 Uhr / Bleichstetten

07.00 – 10.30 Uhr / Gächingen

07.00 – 08.30 Uhr / Sirchingen

09.00 – 11.00 Uhr / Lonsingen

09.00 – 10.30 Uhr / Bleichstetten

ihren lieber mit und schnappen sich noch

einen „Coffee to go“.

Brötchen kommen fast bis an die Haustüre

An das Arbeiten in der Bäckerei sind Wilhelm

Stoß und Heiderose Spohn, zwei der

drei Kinder von Gründer Wilhelm und Helene

Stoß, schon seit früher Kindheit gewohnt.

„Die Arbeiten wurden auf Kind und Alter

verteilt“, erinnert sich der Upfinger Chef. Zu

tun gab es freilich immer. „Eine machte die

Brezeln, die andere den Teig. Später kam

das Ausfahren der Ware hinzu“. Und: „Richtig

zu hatten wir damals eigentlich nie“. Den

besonderen Service des Ausfahrens bietet

die Bäckerei auch heute noch. Gleich drei

Verkaufswägen, gefüllt mit Backwaren (zum

selben Preis wie im Laden), Bestellungen,

Gebacken wird mit Mehl aus der Region

Der Zeitgeist hat sich gewandelt: „Die jungen

Leute möchten ausschlafen und dann

ihr Frühstück genießen, die ältere Bevölkerung

steht auf, weil der Bäcker kommt“.

„Eigentlich haben wir bisher schon viele

Gewohnheiten mitgemacht“, schmunzelt

Schwester Heiderose. So sei es früher beispielsweise

auch üblich gewesen, nach der

Kirche am Laden zu klopfen, weil Lebensmittel

ausgegangen sind, erinnert sie sich.

Weiter: „Außerdem ging Opa nie ohne Brot

aus dem Haus. Einer konnte es immer gebrauchen.

Verkommen ließ man nichts“. Als

Albkorn-Bäcker“ legt Wilhelm Stoß Wert

auf Qualität. Gebacken wird nur mit Mehl

aus der Region. „Nahrungsmittel haben

heute wieder einen höheren Stellenwert“,

stellt er zufrieden fest. Rund 16 (langjährige)

Mitarbeiter, davon fast die Hälfte in

voller Anstellung, sorgen täglich für Frische,

Qualität und Service. Übrigens: Immer donnerstags

gibt es frischen Nudelteig!

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Bäckerei Stoß

Informationen

Uracher Straße 32

72813 St. Johann-Upfingen

Telefon 07122 / 82270

Öffnungszeiten:

Mo–Fr 06.00 – 18.30 Uhr

Sa 06.00 – 16.30 Uhr

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Burgruine Blankenhorn

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Versteckt, aus den Augen verloren, gesucht, gefunden – vom Werden und

Vergehen einer kleinen, fast vergessenen Burg

Skizze Burg Blankenhorn (gefertigt von Günter Schmitt

aus Biberach)

Ein kleines Teersträßchen, versteckt hinter

einem Holzschuppen, ein Waldweg, der

davon nach links abzweigt und langsam,

aber stetig bergab führt, rechter Hand ein

mischwaldbestandener Berghang, während

linker Hand das Gelände in Form einer

kleinen Schlucht abfällt. Kein Schild,

kein Wegweiser, wohin das Ganze führen

könnte, keine Kilometerangabe, nichts.

Es ist Samstagabend und das Vorhaben

riecht ein klein wenig nach Abenteuer. In

meinem Rucksack befinden sich eine Wasserflasche

– das immerhin! – und ein paar

Blätter zum Beschreiben. Einen Schlafsack

für den Fall, dass ich mich verlaufen

sollte und im Wald nächtigen muss, habe

ich nicht dabei. Einen Kompass auch nicht.

Mein Ziel ist die wenig bekannte Ruine

Blankenhorn bei Sirchingen.

Die Geschichte dieser Burg, so schreibt

Walter Röhm im Bad Uracher Wanderbuch,

sei noch nicht erforscht, ja nicht

einmal ihr eigentlicher Name sei bekannt.

Julius Wais, Verfasser des vom Albverein

herausgegebenen Albführers, erwähnt im

Zusammenhang mit der Beschreibung der

Burg nur, eine begüterte Bauernfamilie

Blankenhorn werde im 15. Jahrhundert

viel genannt. Nähere Verbindungen stellt

er nicht her.

Ich habe keine Uhr dabei und zähle infolgedessen

die Schritte, die ich benötige. 1324

sind es kurz nach der Umrundung der

Haarnadelkurve beim Sirchinger Wasserfall,

als ich plötzlich mitten in der nächsten

Kurve vor einem Schild mit Aufschrift „Burg

Blankenhorn“, stehe. Angebracht ist es an

einem Baum, und es kommt so unerwartet

früh, dass ich fast daran vorbeigelaufen

wäre. Ein schmaler Trampelpfad zweigt hier

vom Hauptweg ab und führt nach wenigen

Schritten zu einem Bergsporn, der keck

ins Ermstal hinausragt. Zwei Aussichtsbänke

sind aufgestellt, von denen die eine

einen herrlichen Blick zum Talabschluss,

Richtung Seeburg hin, erschauen lässt,

während von der anderen aus die Baldeckfelsen

am gegenüberliegenden Hang und

die Ruine Hohenwittlingen zu sehen sind.

Ein idyllisches, malerisches Plätzchen,

aber von einer Burg ist für ungeübte Augen

nicht viel zu sehen: keine sichtbaren Mauerreste,

kein Turm, keine Zugbrücken und

von Schießscharten keine Spur. Dafür eine

kreisrunde Vertiefung im Boden, die für

eine Zisterne zu groß erscheinen will und

für eine Doline am falschen Platz wäre,

und hinter mir ein Buckel mit vielleicht 15

Schritt Durchmesser, buchenbestanden

heute, zum Hauptweg hin abgegrenzt von

einem niedrigen Wall, auf dem in großer

Zahl Maiglöckchen wachsen. Dahinter fällt

das Gelände ein wenig ab, und als ich den

Wall umrunde, sehe ich auf der anderen

Seite ein paar Steine aus dem Hang ragen,

die man eventuell als Mauersteine

betrachten könnte. Einer, der aus solchen

Steinen Geschichte herauslesen kann,

Burgenforscher Christoph Bitzer aus Lenningen,

hat anhand der hier spärlich vorhandenen

Funde herausgefunden, dass

die Burg zwischen 1200 und 1250 nach

Christus erbaut und zwischen 1350 und

1380 wieder verlassen worden sein muss.

Walter Röhm erwähnt in seinem Wanderführer,

dass dieser Wall ein Überrest der

Schildmauer der Burg gewesen sei.

Wer immer die Besitzer dieser Burg gewesen

sind, viel Platz können sie nicht gehabt

haben.

Genau das – zu ergründen nämlich, wer

diese gewesen sein könnten, hat sich Ahnenforscher

Ernst Strähle aus Römerstein

zur Aufgabe gemacht. Bei seinen Recherchen

in Kirchenbüchern, amtlichen Lagerbüchern,

Urkunden, Stammbäumen und

dem Gächinger Seelbüchlein ist er auf

vielerlei Personen mit dem Namen Blankenhorn

gestoßen, unter anderem einen

Burgvogt der Achalm, etliche Priester und

Pfarrer sowie Sirchinger und Gächinger

Großbauernfamilien. Zwei hauptsächliche

Blutlinien sind es, die er aus den Eintragungen

herausgelesen hat: zum einen

diejenige eines Cuntz Blankenhorn von

Gächingen, der 1383 auf dem Uracher

Marktplatz Graf Eberhard dem Greiner den

Treueid schwur, zum anderen die Sirchinger

Linie eines Bentz Blankenhorn, der

ursprünglich ebenfalls aus der Gächinger

Linie stammen dürfte. Angehörige beider

Verwandtschaftslinien haben sich durch

vielerlei Stiftungen und Spenden an die damaligen

Pfarreien und Kirchengemeinden

hervorgetan, hatten Hofbesitz in Sirchingen

und Metzingen, betrieben eine Mühle,

besaßen Häuser, deren Wert das damals

Übliche bei Weitem überstieg und waren in

der glücklichen Lage, ihre Töchter von den

angesehensten Männern aus dem Ermstal

umworben sehen zu dürfen. Die Blankenhorn

zählten zu den reichsten Bauernfamilien

der damaligen Zeit. Dass weder die

Gächinger noch die Sirchinger Blankenhorns

ein Wappen oder Siegel geführt haben,

führt Ernst Strähle zu der Annahme,

dass sie alle bäuerlicher Herkunft waren.

Den Erbauer der Burg selbst konnte Ernst

Strähle bei all seinen Recherchen nicht direkt

ausfindig machen, er könnte sich jedoch

vorstellen, dass der erwähnte Cuntz

Blankenburg möglicherweise noch auf

der Burg geboren sein und eine gewisse

Zeit seines Lebens dort verbracht haben

könnte. Unüblich, so schreibt Strähle in

seinen Aufzeichnungen, sei es nicht gewesen,

dass in jenen Zeiten auch Bauern das

Privileg hatten, sich Burgen zu erbauen.

Auch nach versuchter Ergründung der Besitzverhältnisse

der Burg bleiben für den

Besucher also viele Fragen offen: Zu wie

vielen hauste man hier, wie sah das Leben

der Bewohner aus? Was haben die Erbauer

dieses kleinen Anwesens damit im Sinn

gehabt? Gegen wen wollten sie sich hier

mitten im Wald verteidigen und trat ein

Burggraben und ehemalige Schildmauer

solcher Fall jemals ein? Denn auch wenn

sich dem heutigen, mit Blick für die Schönheiten

der Natur ausgestatteten Wanderer

der Gedanke fast nahelegt – es ist kaum

anzunehmen, dass die damaligen Bewohner

sich dieses von grün bewachsenen

Hängen eingeschlossene Kleinod allein

seiner traumhaft schönen Halbhöhenlage

über dem Ermstal wegen ausgesucht haben

könnten.

Ich aber gönne es mir, von der vorwitzigen

Felsnase ganz vorne am Abhang

aus noch einmal einen Blick auf die vom

Grün umschmeichelten Hänge der gegenüberliegenden

Talseite zu werfen, ehe ich

tief zufrieden wieder überschlagene 1324

Schritte zurückgehe, stetig bergauf, vorbei

an der Haarnadelkurve beim Sirchinger

Wasserfall, linker Hand begleitet vom

bergständigen Mischwald, während rechter

Hand das Gelände in Form einer kleinen

Schlucht abfällt. Kein Wegweiser, kein

Schild, keine Kilometerangabe, nichts.

Dennoch: den daheim gelassenen Schlafsack

habe ich für das Unterfangen nun

doch nicht gebraucht.

Text: Petra Zwerenz

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Zu Besuch bei Architekt Holder

Eigentlich war es schon immer Rathaus

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

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Die Historie zum Schmuckstück und heutigen Verwaltungsgebäude in Würtingen ist lang wie spannend und reicht bis

Anfang des 17. Jahrhunderts zurück, wo für damalige Verhältnisse ein großes Haus mit Gastwirtschaft und Ökonomieteil

in der Herrengasse 33 gebaut wurde. Jene Besitzer, das Ehepaar Stephan und Agnes Glück (geb. Geiger), trieben dort

ihre Land- und Gastwirtschaft um, während Stephan Glück auch 24 Jahre lang das Amt des Schultheißen besetzte, die

Ratsstube unterm eigenen Dach.

Getränkemarkt

RAUSCHER

Marktstüble

Der Stapel im Archiv des Architekten ist riesig und imposant. Zahlreiche Pläne und Querschnitte zum Rathaus

sind mit der Hand am Arm entstanden

Marktstraße 5

Lonsingen

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Aus der Herrengasse 33 wurde Schulstraße 1. Ein Schmuckstück mitten im Dorf erzählt Geschichten

Als Stephan Glück 1723 stirbt, übernimmt

dessen Sohn Hans Adam Glück die Wirtschaft.

Wie sein Vater ist auch er bis zu

seinem Tod 1763 Schultheiß und schließlich

sogar Oberschultheiß. Über seine Frau

Magdalena Brendle war Hans Adam Glück

zu einer reichen Mitgift gekommen.

100 Jahre die Schultheißen von Würtingen

gestellt

Hatten die Vorfahren seiner Frau doch über

100 Jahre lang (bis 1699), die Schultheißen

in Würtingen gestellt. Frühmorgens im Februar

1774 bricht zwischen vier und fünf

Uhr im Hause des Gastwirts Stephan Kuder,

der 1772 die Witwe des verstorbenen

Schultheißen und Gastwirts Stephan Glück

heiratete, eine Feuerbrunst aus. Innerhalb

von zwei Stunden brennen mit dem Gasthof

14 Gebäude, damit ein Großteil des Dorfes,

in Würtingen ab. Das Ehepaar entschließt

sich mutig zu einem eiligen Neubau und

führt die Gast- und Landwirtschaft weiter.

In einem noch größeren und stattlicheren

Haus, als es der Vorgängerbau war. Die damalige

Erscheinungsform um 1774 bleibt,

was die Länge, Breite und Höhe umfasst,

bis heute unverändert.

1774 brennen im Dorf 14 Gebäude ab

Als Barbara (1782) und Stephan Kuder

(1788) sterben, geht das Haus auf Kuders

Stiefsohn Georg Adam Glück über, der von

1788 bis 1812 neben seiner Land- und

Gastwirtschaft ebenfalls Schultheiß in

Würtingen ist. 1829 verkaufen die Söhne

Georg Adam Glücks das Haus für 2400

Gulden an die Gemeinde Würtingen. Im

Gegenzug geht das bisher als Schulhaus

genutzte Gebäude in der Kirchgasse (heute

Andreasstraße 1) für 600 Gulden an die

Erbengemeinschaft Glück. Der Gemeinde

Würtingen bietet sich nun die Möglichkeit,

mehrere Nutzungen im neu erworbenen

Gebäude unterzubringen. Dank der großzügigen

Struktur finden neben Schulräumen

auch Lehrerwohnungen und eine

Wohnung für die Krankenschwester Platz.

1829 an die Gemeinde verkauft

Wie bisher, dient das Gebäude auch weiterhin

als Rathaus, samt den dazugehörigen

Funktionsräumen. Hierzu zählen

Feuerwehr, Bauhof, zeitweise eine Postvermittlung

und der Arrest. Als im Zuge

der Gemeindereform, Würtingen Sitz der

Verwaltung der neu gebildeten Gemeinde

St. Johann wird, kann ohne große bauliche

Eingriffe dem damit verbundenen größeren

Raumbedarf Rechnung getragen werden.

Die bisherigen Wohn- und Schlafräume

werden zu Büroräumen umfunktioniert.

Der technische Standard bleibt bescheiden.

Bereits 1999 wurden Überlegungen

zur Sanierung und Modernisierung des

unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes

angestellt und erste Gespräche mit

dem Landesdenkmalamt geführt. Der Erhalt

des stattlichen wie ortsbildprägenden

Gebäudes stand außer Frage. Unter der

Leitung des Gächinger Architekten Walter

Holder, wurde das Gebäude letztlich

in den Jahren 2007 bis 2008 nach denkmalpflegerischen

Gesichtspunkten umgebaut,

saniert und modernisiert. Zunächst

musste aus statischen Gründen unter

dem gesamten Bau ein tragfähiges Fundament

eingebaut werden. Darauf wurde die

Gebäudestruktur, mittels einer Stahlkonstruktion,

abgestützt. Grund waren starke

Verformungen, wohl hinsichtlich mangelhafter

Gründung. „Die damit verbundenen

Arbeiten bedeuteten für alle beteiligte

Handwerker und Ingenieure eine nicht

alltägliche Herausforderung. Entscheidungen

mussten oft spontan und vor Ort

getroffen werden“, blickt Holder zurück. So

entschied man sich für eine Hebeaktion

eines Gebäudeteils, um einen Teil der erheblichen

und ungleichen Setzungen wieder

zurückzunehmen. „Dadurch war der

Einbau des großen Ratssaals im Dachgeschoss

erst möglich. Als Grundlage für die

äußere und innere Farbgebung diente eine

von 15 vorgefundenen Farbfassungen,

welche durch eine Befundsicherung von

einem Restaurator an Decken, Wänden

und Stuckgesimsen festgestellt wurden“,

erklärt der heute 70-jährige Architekt. Im

Zuge der Baumaßnahme seien auch alle

stillen Raumreserven in die Planung mit

einbezogen und reaktiviert worden. So

dass jetzt der Verwaltung mehr als ein

Drittel der vorherigen Nutzfläche zusätzlich

zur Verfügung steht. Außer einer modernen

Registratur fand auch eine Poststelle

Platz im neuen Rathaus. Durch den

Sanierung gelungen, Architekt zufrieden. Täglich war

Walter Holder auf der Baustelle

Einbau eines Personenaufzugs sind alle

drei Etagen barrierefrei erschlossen. So

hat die Würtinger Ortsmitte mit dem historisch

bedeutenden und sanierten Gebäude

„eine überzeugende Aufwertung“ erfahren,

glaubt Holder.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

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Veranstaltungskalender

Alb-Magazin Ausgabe 2/2014

Juli

Gute Unterhaltung,

Spaß und neue Denkanstöße

wünscht Ihre

Volksbank Metzingen - Bad Urach eG

So. 20.07.2014

Blasmusikfest

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

So. 20.07.2014

Straßenturnier

Sportverein Gächingen, Gächingen

Fr. 25.07.2014

Wein und Käse

Museum Offenhausen

Sa. 26.07.2014

Sängerhock

Zigeunerboschen Lonsingen,

Gesangverein Lonsingen

Sa. 26.07.2014 – So. 27.07.2014

Backhaushock

Upfinger Vereine, Ortsmitte Upfingen

So. 27.07.2014

25-jähriges Jubiläum

Musikschule St. Johann

Gemeindehalle Würtingen

Viele Wege führen auf die Alb... echt Alb, von oben | Fotografie: Patricia Kozjek

So. 27.07.2014

Franziskafest

Ev. Kirchengemeinde Ohnastetten,

Pankratiuskirche und Ev. Gemeindehaus

Ohnastetten

So. 27.07.2014

Volleyballturnier

Sportverein und Eichenkreuz Volleyball

Bleichstetten, Sportplatz Bleichstetten

Do. 31.07.2014

Dorfabend und Spielnachmittag

Lautertal-Tourismus-Gomadingen e.V.,

Sternberghalle Gomadingen

August

Fr. 01.08.2014

Open-Air-Kino

Partnerschaftsverein Gomadingen,

Klosterhof Offenhausen

Sa. 02.08.2014 – So. 03.08.2014

Dorfhock mit Festgottesdienst

Bleichstetter Vereine und Ev. Kirchengemeinde,

Ortsmitte Bleichstetten

Sa. 26.07.2014 – So. 27.07.2014

Sa. 02.08.2014 – So. 03.08.2014

Ausstellung zum Gedenken an den

Albmaler Paul Jäger

Atelier 16 und Dorfgemeinschaftshaus

St. Johann-Upfingen

Fr. 08.08.2014

Filmnacht für Erwachsene

Skizunft St. Johann, „Kohlwald” Würtingen

Sa. 09.08.2014 – So. 10.08.2014

Gächinger Dorfhock

Gächinger Vereine, Ortsmitte Gächingen

Do. 07.08.2014 – So. 10.08.2014

Festival des Dressurpferdes

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

So. 10.08.2014

Frühschoppen mit

„Tante Frieda`s Jazzkränzchen”

Museum Offenhausen

Sa. 16.08.2014 – So. 17.08.2014

Bairactar Memorial, Internationale Araberschau

(C-Schau)

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

Sa. 16.08.2014 – So. 17.08.2014

Asil-Club-Marbach-Distanz

33, 42, und 48 km, Kinder- und Behindertenritt

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

Sa. 23.08.2014 – So. 24.08.2014

Genussmarkt rund ums Lagerhaus

Lagerhaus Gomadingen, Dapfen

September

Mo. 01.09.2014

Krämermarkt

Gemeinde St. Johann, Ortsmitte Gächingen

Di. 02.09.2014

Herbstgold Auftakt

Fassanstich u. Hoffest mit den Lautertal-Wirten

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

Impressum

Herausgeber:

TES+M GmbH

Thomas Blank

Achalmstr. 11

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon 07026 / 601 9646

alb@albmarketing.de

Layout & Gestaltung:

thomasblank.com gmbh

Erscheinungsweise:

viermal im Jahr

Telefon 07026 / 601 988 0

post@thomasblank.com

Sa. 06.09.2014

Platzkonzert

Musikverein Upfingen, Ortsmitte Upfingen

Sa. 06.09.2014

Feierabendhock

Schwäb. Albverein, OG Gächingen / Lonsingen,

Schulscheuer Gächingen

So. 07.09.2014

Herbstfest

Sportverein Würtingen Abt. Tennis,

Sportplatz Würtingen

So. 07.09.2014

Hock am Spritzenhaus

Freiw. Feuerwehr Abt. Gomadingen,

Feuerwehrgerätehaus Gomadingen

So. 07.09.2014

„Mittendrin”-Gottesdienst

Ev. Kirchengemeinden Würtingen und

Bleichstetten, Christuskirche Bleichstetten

Mi. 10.09.2014

Kartoffelfest

Haupt- und Landgestüt Marbach,

Gestütshof St. Johann

So. 14.09.2014

Ponytag mit Ponygala und Verkaufstag

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

Mo. 15.09.2014 – Di. 16.09.2014

Leistungsprüfung Kaltblut

Haupt- und Landgestüt Marbach Gelände

Fr. 19.09.2014 – So. 21.09.2014

Schlachtfest

Tennisverein Gomadingen,

Sternberghalle Gomadingen

Redaktion:

Thomas Blank

Kerstin Dannath

Patricia Kozjek

Simon Wagner

Eva-Maria Pulvermüller

Petra Zwerenz

Druck:

Leibfarth & Schwarz

GmbH & Co.KG

72581 Dettingen/Erms

Telefon 07123 / 9785-0

kontakt@leibfarth-schwarz.de

Kirchheim / Teck , Kornhaus

Achalmstraße 11 | 73268 Erkenbrechtsweiler

Fon 07026 - 601 988-0 | post@thomasblank.com

www.thomasblankfotografie.de

Sa. 20.09.2014

Kindersachenbasar

TSG Upfingen, Sportheim Upfingen

Sa. 27.09.2014 – So. 28.09.2014

Herbsthock

Schützenverein Bleichstetten, Schützenhaus

Bleichstetten

Allgemeine Hinweise:

Die Inhalte wurden mit größter Sorgfalt erstellt (Stand

6/2014). Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir für

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Internetlinks erreichbaren Internetseiten Dritter nicht zu eigen.

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Informationen ermöglichen. Nachdruck sowie Übernahme

von Texten und Abbildungen (auch Teilen davon) nur nach

vorheriger schriftlicher Zustimmung durch den Herausgeber.

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