Erst Jubel, dann Schock: Das Medaillen- drama von Athen - Euroriding

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Erst Jubel, dann Schock: Das Medaillen- drama von Athen - Euroriding

09–11/2004

EURORIDING

Fachmagazin der Euroriding Reitsport-Fachgeschäfte

Erst Jubel, dann Schock:

Das Medaillendrama

von

Athen

news

Olympia Athen

Ergebnisse, Fakten,

Hintergründe

Im Porträt

Xairel – der Hengst

von Nuno Oliveira

Wanderreiten

Mit 1 PS

über die Alpen

EURORIDING 1


Buch

Der neue Herbst-/Winter-Katalog:

exklusiv bei Ihrem Euroriding-Fachhändler!

2 EURORIDING


4

10

Inhalt Editorial

Topsport

Olympia Athen

Wanderreiten

7 Mit 1 PS über die Alpen

8

13

14

Infos und Produkte

Neues von Euroriding

Porträt

Klassische feine Reitkunst

Ausrüstung

Tipps für Freizeit-, Wanderund

Distanzreiter

Jugendseite

Hilfe, ich kann mein Pferd

nicht halten!

Titelbild: Bettina Hoy mit Ringwood

Cockatoo, Olympia Athen

Foto: Jacques Toffi

news

EURORIDING

Herausgeber:

Euroriding GmbH & Co. KG

Datumer Str. 60, 25469 Halstenbek

Auflage: 31.000 Exemplare

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Anzeigenschluss: 1.2./2.5./1.8./1.11.

Verlag: creatxx media consulting

Breitscheidstr. 31, 01237 Dresden

Fon: (03 51) 25 02 11 - 0

Fax: (03 51) 25 02 11 - 50

E-Mail:info@creatxx.de

Redaktion

Beate Uhlenbrok

E-Mail: b.uhlenbrok@creatxx.de

Anzeigenverwaltung

Friederike Graber

Fon: (03 51) 25 02 11 - 21

Druck: Druckerei Vetters GmbH

Alle angegebenen Preise sind unverbindliche

Verkaufsempfehlungen der

Euroriding GmbH & Co. KG.

Schlechte Verlierer

Gold in der Military – für diese in den letzten Jahren immer wieder in die Diskussion geratene

Sparte der Reiterei war das der erlösende Höhepunkt nach vielen Rückschlägen, nicht zuletzt

auch für unseren Bundestrainer Hans Melzer.

Doch kaum hatte man realisiert, was unsere Reiter in Athen vollbracht hatten, gab es die noch

unglaublichere Meldung von einem Einspruch wegen Unregelmäßigkeiten bei der Zeitmessung

von Bettina Hoy. Das endete mit dem wohl unerträglichsten Urteil dieser Olympischen Spiele:

Das oberste Sportgericht CAS hat den Deutschen ihre Goldmedaille unwiderruflich aberkannt.

Um es noch einmal ganz deutlich zu machen: Es wurde nicht die Frage geklärt, ob die nachträglich

angerechneten Strafpunkte bzw. deren spätere Rücknahme gerechtfertigt waren, sondern

es wurde ein Formfehler festgestellt. Die Entscheidungen der Ground-Jury und des Schiedsgerichtes

wurden nicht bewertet.

Wie müssen sich unsere Athleten wohl in diesem Moment gefühlt haben? Und wie empfinden

die Reiter der jetzt nachgerückten Nationen Frankreich, England und den USA? Dürfen sich

diese Sportler als wahre Sieger fühlen? Ich denke: nein.

Entscheidend sollte doch sein, dass den Deutschen kein Vorteil verschafft wurde. Die gemessene

entsprach auch der benötigten Zeit. Kein Reiter wurde benachteiligt. Die deutsche Equipe hatte

das beste Resultat erritten und war verdient Olympiasieger geworden. Die Nachricht vom erneuten,

und damit zweiten Einspruch der Franzosen, Engländer und Amerikaner hat mich enorm

verärgert, da ich dieses Verhalten als unsportlich bewerte und es im Widerspruch mit dem

olympischen Gedanken steht. Gerade in der Vielseitigkeitsszene waren wir immer stolz auf die

Kollegialität und den fairen Umgang miteinander. Schlechte Verlierer und Missgunst hatte es

im „Busch“, auch international, bislang nicht gegeben.

Einziger Trost für unsere Equipe ist die Welle der Solidarität, die ihr jetzt entgegengebracht

wird. Selbst weniger reitsportbegeisterte Menschen nehmen am Schicksal der Deutschen teil.

Auch dies hat es in der Militaryszene zuvor selten gegeben.

Spätestens bei den nächsten Wettbewerben in Peking werden viele wieder an diesen olympischen

Skandal erinnert werden. Für mich wird es trotzdem immer nur die einen, wahren Olympiasieger

geben: Bettina Hoy, Ingrid Klimke, Hinrich Romeike, Andreas Dibowski und Frank Ostholt.

Kopf hoch und jetzt erst recht ...!

Ihr Mathias Raschat

Geschäftsführer

Euroriding GmbH & Co. KG

EURORIDING 3


Foto: Beate Uhlenbrok

Military: die tragischen Helden

Wohl noch nie mussten Sportler ein derartiges

Wechselbad zwischen Olympiasieg,

Aberkennung, Rückgabe und erneuter

Aberkennung der Goldmedaille mitmachen

wie die deutschen Vielseitigkeitsreiter

Andreas Dibowski mit Little Lemon B,

Bettina Hoy mit Ringwood Cockatoo, Ingrid

Klimke mit Sleep Late, Frank Ostholt

mit Air Jordan und Hinrich Romeike mit

Marius. Völlig unerwartet gewannen die

Außenseiter mit einer hervorragenden Leistung

das dritte olympische Mannschaftsgold

in der Vielseitigkeit nach 1936 und

1988. Im ersten Jubel ahnte noch keiner,

welch Tauziehen sich hinter den Kulissen

um das Edelmetall abspielen würde ...

Schon die Dressur bildete einen gelungenen

Auftakt: Hinter Großbritannien (113,2)

und Mannschaftsweltmeister Frankreich

(113,4) belegte die deutsche Equipe Platz

drei (114,4), wobei alle Teams ganz knapp

beieinander lagen.

Die geschlossene Leistung der Deutschen

setzte sich am Geländetag fort: Alle fünf

Paare beendeten den Kurs ohne Hindernisfehler.

Die Geländestrecke von Kursdesigner

Albino Garbari (ITA) war hervorragend

präpariert. Er vollbrachte durch

faire Alternativmöglichkeiten das Kunststück,

auch Reiter aus schwächeren Nationen

gut aussehen zu lassen, und trotzdem

waren am Ende die Besten vorn. 71 der

gestarteten 75 Paare beendeten den Kurs,

davon 16 ohne Strafpunkte.

Für Bettina Hoy schlugen 3,6 Zeitstrafpunkte

zu Buche, bei Hinrich Romeike

waren es sogar nur 0,8. „Ich habe heute

morgen gedacht, es ist Zeit für Heldentaten“,

sagte der Zahnarzt, der zwei Wochen

vor dem Olympiastart noch in seiner Praxis

am OP-Tisch gestanden hatte. Frank

Ostholt lud sich 1,6 und Andreas Dibowski

3,6 Zeitstrafpunkte auf. Die Meisterleistung

des Tages gelang Ingrid Klimke. Als

Ergebnisse, Fakten, Hintergründe

Olympia Athen

Sleep Late in einer engen Spitzkehre zwischen

zwei Hindernissen ausrutschte, saß

sie innerhalb von Sekunden wieder im

Sattel und kam noch innerhalb der erlaubten

Zeit ins Ziel. Damit sicherte sie dem

4 EURORIDING

Springreiter Ludger Beerbaum trug beim Einmarsch der Nationen

die Fahne der deutschen Delegation, die deutschen Vielseitigkeitsreiter

erhielten Sympathiebekundungen bis in höchste politische Kreise,

und während Neulinge ihre Chancen nutzten, sah man so manchen

Favoriten sterben. Die Olympischen Spiele blieben spannend vom

ersten bis zum letzten Moment.

Foto: Jacques Toffi

Bettina Hoy mit Ringwood Cockatoo auf

dem Weg zu olympischem Doppelgold

Team nach dem Geländetag den zweiten

Platz hinter Frankreich und Bettina Hoy

lag in der Einzelwertung hinter dem fehlerfrei

gebliebenen Nicolas Touzaint (FRA)

auf Platz zwei. Grund zum Jubeln für rund

230 deutsche Vielseitigkeitsfans, die extra

für den Geländetag mit einer Chartermaschine

in Athen eingeflogen waren.

Im abschließenden Mannschafts-Parcours

kassierte Andreas Dibowski nur einen Abwurf

und Hinrich Romeike vollbrachte

eine Nullrunde. Mit zwei Abwürfen und

drei Strafpunkten für Zeitüberschreitung

kam der 28-jährige Frank Ostholt ins Ziel.

Für einen Schreckmoment unter den deutschen

Zuschauern sorgte das Nichterscheinen

von Ingrid Klimke, die ihren Sleep

Late kurzfristig vor dem Start zurückgezogen

hatte. „Er versuchte zu springen, als

ich ihn aufwärmte, aber ich fühlte dass er

nicht ok war. Er verletzte sich bei dem

Ausrutscher im Gelände, zwar nicht

schlimm, aber ich wollte keinen weiteren

Schaden riskieren“, so die Reiterin. Doch

auch ohne sie lag die deutsche Mannschaft

weiter auf Erfolgskurs – eine Nullrunde

von Bettina Hoy brachte den Olympiasieg

vor Frankreich und Favorit Großbritannien.

Juristisches Tauziehen

Noch während sich die Deutschen über

diesen unerwarteten, aber hoch verdienten

Sieg freuen, folgt der Schock: Die

Ground Jury verhängt 14 Strafpunkte gegen

Bettina Hoy, womit Deutschland auf

Rang vier zurück fällt. Der Grund: Die Reiterin

hatte die Startlinie zweimal durchritten,

bevor sie den ersten Sprung nahm.

Allerdings war beim ersten Mal die automatische

Zeitmessung nicht gestartet worden,

statt dessen lief die Count-Down-Uhr

weiter. Die Strafpunkte basierten auf einem

manuellen Messergebnis des Richtergremiums,

das unabhängig von dem Malheur

der automatischen Zeiterfassung

erfolgte, und mit dem ersten Durchreiten

der Startlinie begann.

In Windeseile, während der Parcours zum

nachfolgenden Einzelspringen umgebaut

wird, schreiben die deutschen Funktionäre

einen Protest. Dieser hat vor dem

Schiedsgericht der FEI Erfolg, und damit

erscheinen die deutschen Reiter wieder als

Olympiasieger auf der Anzeigetafel. Inzwischen

läuft bereits unter Flutlicht das zweite

Parcoursspringen, in dem es für die besten

25 Paare um die Einzelwertung geht.

Andreas Dibowski wird 14., Hinrich Romeike

beendet sein Olympia-Debüt als reiner

Amatuerreiter auf einem phänomenalen

sechsten Platz. Bettina Hoy behält trotz

der gewaltigen mentalen Belastung die

Nerven und kommt als vorletzter Starter


Foto: Beate Uhlenbrok

Deutschland als Olympiasieger Military

auf der Anzeigetafel

mit lediglich einem Abwurf und zwei Strafpunkten

für Zeitüberschreitung ins Ziel.

Der bis dato führende Franzose Nicolas

Touzaint zeigt Nerven: Vier Abwürfe und

drei Strafpunkte für Zeitüberschreitung

werfen ihn auf Platz neun zurück. Das bedeutet

Einzelgold für Bettina Hoy mit

41,60 Fehlerpunkten. Eklat am Rande: Als

sie den Franzosen zum Team-Silber gratulieren

will, verweigern diese ihr den Handschlag.

Die deutsche Nationalhymne bei der Siegerehrung

ist noch nicht verklungen, da

drehen sich hinter den Kulissen schon die

juristischen Räder. Frankreich, Großbritannien

und die USA beschließen, die Siege

vor dem Internationalen Sportgerichtshof

(CAS) anzufechten. Drei Tage dauert

das juristische Tauziehen, dann kommt

das Urteil: Kein Gold für Deutschland, die

Medaillen sind wieder zurück zu geben!

Die Begründung lautet, dass das FEI-

Schiedsgericht, das den Deutschen die

Goldmedaille zugesprochen hatte, für diese

Frage nicht zuständig gewesen wäre.

Damit erhielt die Entscheidung der

Ground Jury, die Bettina Hoy nachträglich

14 Zeitstrafpunkte im Springen angerechnet

hatte, erneut Gültigkeit. Was bleibt,

ist der bittere Nachgeschmack, dass sich

mit anwaltlicher Hilfe Olympia-Medaillen

erstritten wurden, die auf sportlichem

Wege nicht zu erzielen waren, und eine

riesige Sympathiewelle für die deutschen

Vielseitigkeitsreiter.

Dressur mit Überraschungen

Zum fünften Mal in Folge gewann die

deutsche Dressurequipe den Mannschaftswettbewerb

bei Olympischen Spielen.

Dennoch bot der Wettbewerb zahlreiche

Überraschungen. Heike Kemmer als erste

Reiterin der deutschen Mannschaft im

Grand Prix bot mit dem elfjährigen Han-

noveraner Wallach Bonaparte einen guten

Olympia-Einstand (71,292 Prozent). Hubertus

Schmidt mit Wansuela Suerte erhielt

von den fünf Richtern Dr. Dieter

Schüle (Deutschland), Marietta Whitages

(Belgien), Vincenzo Truppa (Italien), Rooy

Francis van Verbeek (Niederlande) und

Stephan Clarke (Großbritannien) 72,333

Prozent. Speziell mit den Stärken in den

Piaffen und Passagen schraubten Martin

Schaudt und sein erst zehnjähriger Hannoveraner

Weltall ihr Ergebnis auf 73,417

Prozent hoch. Krönender Höhepunkt des

Grand Prix waren Ulla Salzgeber und ihr

16-jähriger Lette Rusty. Für ihre Vorstellung

gab es 78,208 Prozent, das bedeutete

nicht nur den Sieg für die deutsche

Mannschaft, sondern auch eine hervorragende

Ausgangslage für die Einzelwertung,

denn damit rangierte sie mehr als 3,5 Prozentpunkte

vor der Zweitplatzierten

Beatriz Ferrer-Salat (Spanien).

Die ausgezeichneten Ritte von Beatrix

Ferrer-Salat sowie Rafael Soto mit Invasor

brachten das spanische Team überraschend

auf den zweiten Platz. Das US-

Team, im Vorfeld als Mitfavorit im Kampf

um die Goldmedaille gehandelt, konnte

die Erwartungen nicht ganz erfüllen und

kam auf Platz drei.

Im Grand Prix Special, der zweiten Prüfung

der Einzelwertung, ging manches

schief. Besonders Ulla Salzgeber und Rusty

erwischte es auf dem letzten Vorbereitungsplatz

heftig, als der starke Wind immer

wieder die Vierecksbuchstaben umwarf

und in den Platz hineinwehte. Ein

grober Ungehorsam sowie ein Fehler in

den Einerwechseln ergaben

74,840 Prozent – Platz drei

und nur noch hauchdünne

1,040 Prozent Vorsprung.

Dauerkonkurrentin Anky van

Grunsven stellte ihren erst

zehnjährigen Salinero deutlich

verbessert vor und sicherte

sich die Prüfung mit 77,800

Prozent. Platz zwei ging erneut

an Beatriz Ferrer-Salat

(75,760 Prozent). Übel erwischte

es Martin Schaudt

und Weltall VA. Der allgemein

als nicht einfach zu reiten

bekannte Wallach kam mit

der Atmosphäre des Stadions

überhaupt nicht zurecht und

machte zahlreiche Fehler. Lediglich

der reiterlichen Klas-

se von Martin Schaudt war es verdanken,

dass die beiden die Prüfung beenden

konnten (70,600 Prozent). Die Grand Prix-

Kür als letzte Teilprüfung der Einzelwertung

verlief ähnlich (64,950 Prozent), das

bedeutete Platz 15 in der Gesamtwertung.

Ein Lichtblick waren die Vorstellungen von

Hubertus Schmidt und Wansuela Suerte.

Der 44-jährige fand sich nach Special und

Kür auf einem ausgezeichneten Platz fünf

der Gesamtwertung wieder. Bundestrainer

Holger Schmezer: „Hubertus ist wirklich

über sich selbst hinaus gewachsen. Niemand

hätte das vorher gedacht.“

Rusty zeigte sich in der Kür wieder deutlich

verbessert und erhielt 83,450 Prozent.

Noch besser war jedoch Salinero, der sich

nicht nur stark präsentierte, sondern auch

auf viel Sympathie bei den Richtern stieß.

Mit 85,825 Prozent gewann er – wenn auch

verdient, so doch etwas reichlich großzügig

in Relation zu Rusty bewertet – die Kür

und damit auch Einzel-Gold. Für Rusty,

der bei Europa- und Weltmeisterschaften

sowie Olympischen Spielen mit Ulla Salzgeber

insgesamt zehn Gold-, zwei Silberund

vier Bronzemedaillen gewonnen hat,

dennoch ein würdiger Abschluss seiner

Karriere. Ulla Salzgeber: „Nach den Aufregungen

der letzten 18 Monate hätte ich das

nicht gedacht. Damals wollte ich mit dem

Reiten ganz aufhören. Aber meine Familie

stand hinter mir, und ich bin froh, heute

hier zu sein. Ich habe nicht Gold verloren

sondern Silber gewonnen.“

Würdige Abschlussvorstellung, belohnt mit

Einzelsilber und Mannschaftsgold:

Ulla Salzgeber und Rusty

Foto: Jacques Toffi

EURORIDING 5


Olympia Athen

Springen: Dramatische Stechen

Otto Becker hätte sich mit Dobel´s Cento

als dritter Starter der deutschen Mannschaft

im zweiten Umlauf sieben Fehlerpunkte

leisten können. Als er mit einem

Abwurf den Parcours verließ, stand es daher

bereits vor Prüfungsende fest: Die

deutsche Mannschaft ist zum dritten Mal

in Folge Olympiasieger, und zwar noch bevor

Ludger Beerbaum als vierter Reiter

überhaupt angetreten war. „Hätte mir ja

mal einer sagen können, dass wir trotz

meines Fehlers schon gewonnen haben,“

so Otto Becker auf die Frage eines Journalisten,

warum er denn nicht nach seinem

Ritt sofort gejubelt habe. Ludger Beerbaum

Mannschaft

Einzel

Vielseitigkeit

1. Frankreich

2. Großbritannien

3. USA

4. Deutschland

1. Leslie Law (GBR)

2. Kimberly Severson (USA)

3. Philippa Funnell (GBR)

...

5. Hinrich Romeike

9. Bettina Hoy

14. Andreas Dibowski

6 EURORIDING

Foto: Jacques Toffi

Avancierte vom Reservereiter zum besten dt.

Springreiter: Marco Kutscher mit Montender

konnte mit Goldfever ganz befreit an den

Start gehen und verbesserte mit einer

glanzvollen Nullfehlerrunde noch das

Teamergebnis. Die acht Fehlerpunkte der

deutschen Mannschaft ergaben sich neben

den je zwei Nullrunden von Beerbaum und

Kutscher aus den vier Fehlerpunkten von

Otto Becker, der im ersten Umlauf das

Streichergebnis geliefert hatte (fünf Punkte),

und vier Fehlerpunkten im ersten

Umlauf von Christian Ahlmann, der in der

zweiten Runde das Streichergebnis bildete.

Damit setzten sich die deutschen Spring-

Dressur

1. Deutschland

2. Spanien

3. USA

reiter deutlich von der Konkurrenz ab. Mit

20 Punkten gewannen die USA die Silbermedaille,

Bronze ging trotz Punktgleichheit

an die Schweden, die im Stechen langsamer

gewesen waren.

Durchwachsen aus deutscher Sicht verlief

der Kampf um die Einzelwertung, zu der

45 Reiter antreten durften. Um nur sieben

Hundertstel Sekunden und damit einen

ärgerlichen Zeitfehlerpunkt verpasste Marco

Kutscher eine Einzelmedaille bei seinen

ersten Olympischen Spielen. Dennoch: Mit

seinem vierten Platz lieferte der 29-jährige

Berufreiter mit Montender eine gelungene

Olympiapremiere. Aus dem Reservereiter,

der aufgrund einer Fesselträgerzerrung

von Markus Ehnings Hengst For

Pleasure kurzfristig nachgerückt war, wurde

der erfolgreichste deutsche Springreiter

dieser Spiele.

Für den Medaillenfavoriten Ludger Beerbaum

verlief das Einzelspringen enttäuschend.

Zwei Abwürfe in der ersten, drei

Abwürfe in der zweiten Runde summierten

sich mit einem etwas ermüdeten

Goldfever zu 20 Punkten insgesamt (Platz

16) und verhinderten Beerbaums sechste

olympische Goldmedaille. Damit konnte

sich der 78-jährige Hans Günter Winkler

entspannt zurücklehnen: Noch immer ist

er der erfolgreichste Springreiter aller Zeiten.

Auch für Otto Becker war es ein

schlechter Tag. Er sammelte 21 Punkte in

der Gesamtwertung (Platz 19).

Olympiasieger wurde der Ire Cian

O‘Connor mit dem Holsteiner Wallach

Waterford Crystal. Der 24-Jährige war einer

von nur zwei Reitern, die in der B-Runde

fehlerfrei blieben. Der andere, Rodrigo

Pessoa (BRA) mit Baloubet du Rouet, gewann

das Stechen um Silber gegen den US-

Amerikaner Chris Kappler. Dessen Hengst

Royal Kaliber zerrte sich vor dem letzten

Sprung eine Sehne und musste mit der

Ambulanz vom Platz gefahren werden.

FN / Beate Uhlenbrok

1. Anky v. Grunsven (NED)

2. Ulla Salzgeber (GER)

3. Beatrix Ferrer-Salat (ESP)

...

5. Hubertus Schmidt

15. Martin Schaudt

Springen

1. Deutschland

2. USA

3. Schweden

1. Cian O’Connor (IRE)

2. Rodrigo Pessoa (BRA)

3. Chris Kappler (USA)

4. Marco Kutscher

...

16. Ludger Beerbaum

19. Otto Becker

Mit den besten Bildern von Olympia Athen

TOPSPORT 2005

mit Olympia Athen

Ludger Beerbaum, Bettina Hoy, Ulla Salzgeber

& Co.: Der international renommierte

Fotograf Jacques Toffi weiß sie in Perspektiven

und Momenten einzufangen wie kein anderer.

Sein bei creatxx erschienener Kalender

im exklusiven Großformat (60 x 42 cm)

zeigt Können der Spitzenklasse – vor wie

hinter der Kamera. Mit Hintergrundstories

und Turnierterminen 2005. Erhältlich für

€ (D) 27,00/€ (A) 27,80/sFr. 42,00 bei Ihrem

Euroriding-Fachhändler oder zzgl. € 4,00

Versand bei www.creatxx.de/kalender/

TOGGI: In Daunen gehüllt

Den aktuellen Herbst-/Winter-Katalog der

exklusiven Outdoor-Modemarke TOGGI gibt

es jetzt bei Ihrem Euroriding-Fachhändler.

Eines der gefragtesten Modelle: Die Jacke

„Perth“. Sie umhüllt den Reiter

mit kuschelweicher

Daunenfütterung.

Durch die abtrennbaren

Ärmel lässt sie

sich ganz nach Belieben

zur Weste umwandeln.

Erhältlich

in den Größen XS bis

XL in den Farben navy/

sapphire und aubergine/dove.

Knabberschutz zum Aufsprühen

BUSSE bietet neu und exklusiv in Deutschland

und Österreich eine echte Innovation

der englischen Pflegemittelmarke

Carr & Day & Martin an. CRIB STOP ist

ein neuartiger Anfressschutz in flüssiger

Form zum Aufsprühen. Er schützt

z.B. Stalltüren, Zäune, Krippen, Dekken,

Stricke und Bandagen vor nagenden

Pferdezähnen, hinterlässt kein

Flecken und kann bei Bedarf auch auf

Mähne und Schweif gesprüht werden.

Endlich braucht man keine Einmalhandschuhe,

Pinsel oder Schwämme

mehr zum Auftragen.

Multifunktionsjacke von euro-star

Diese Jacke ist wanderreittauglich: „Morgan“

aus der Herbst-/Winter-Kollektion von eurostar.

Das Material QuateQ enthält atmungsaktive

Membranen und wird durch eine aufgelegte

Schicht wasserdicht gemacht. Außerdem

sind die Nähte abgeklebt

(getaped). Eine zusätzliche

Teflonbeschichtung

schützt vor Verschmutzung.

Mit innen liegenden

Strickbündchen

am Ärmel, abnehmbarer

Kapuze mit Fleece,

Seitennahtschlitzen

und Rückenpasse.


Wanderreiten

Ihre Sehnsucht nach Naturerlebnis, Nostalgie

und Abenteuer erfüllten sich 43 Reiter mit

dem Alpenritt von München nach Südtirol.

Treffpunkt Kloster Andechs:

Hier startet eine zusammengewürfelte

Gruppe von überwiegend

Einzelreitern aus ganz

Deutschland und Österreich

mit 43 gut konditionierten Pferden

aller Rassen in das Abenteuer.

Von Isländern über Araber,

Quarter Horses, Haflinger,

Deutsche Reitponys und Schweres

Warmblut ist alles dabei.

Am 1. Tag gilt es, 42 km bei relativ

flachem Gelände zu bewältigen.

Die Reitergruppe wird

von einem vierköpfigen Tross

mit Fahrzeugen betreut; ein

Hängerfahrzeug steht für den

Nottransport immer zur Verfügung.

Unsere Rittführer Georg,

Arno und Marion führen uns

in vier Stunden zur Mittagspause

mit Picknick auf einem Westernhof.

Abends kommen die

Pferde gut unter auf den Koppeln

von Georgs Pferdehof.

Am 2. Tag zeigen sich die Berge

der Allgäuer Alpen am Horizont,

zuvor wird noch die unter

UNESCO Schutz stehende

Wieskirche angesteuert. Als

Pferdeliebhaber zieht der Seelsorger

die etwas ungewöhnlich

aussehenden Kirchenbesucher

schnell in seinen Bann.

Erna und Hans nehmen ein unfreiwilliges

Bad in der Ammer,

fortan heißen sie „die Taucher“.

Die Gruppe wird homogener.

Mit 1 PS über die Alpen

Die erste harte Etappe steht

uns am 3. Tag bevor: der Ritt

zum Törl an der Nordseite der

Zugspitze auf 1.400 m Höhe.

Die Loisach führt wenig Wasser

und die Überquerung verläuft

problemlos. Ein schönes

Bild: Kajakfahrer auf der Loisach

und 43 Pferde, die den

Fluss überqueren.

Die Zugspitze wird geschafft.

In Österreich bringen unsere

freundlichen Quartiergeber die

Pferde auf einer Bergwiese neben

dem Skilift unter, einige

Reiter bauen ihr erstes Paddock

– mit Erfolg!

Auf alten Römerstraßen

Am 4. Tag nehmen wir den

Fernpass in Angriff. 1.209 m

auf alten Römerstraßen, durch

das Wettersteingebirge, vorbei

an kristallklaren Seen haben

wir einen schwierigen Abstieg

zu meistern. Hier zeigen sich

Defizite bei etlichen Reitern,

z.B. ,wie führe ich mein Pferd’

und ,habe ich trainiert mein

Pferd hinter mir gehen zu lassen?’.

Trotzdem schaffen letztlich

alle die schwierige Passage,

einige mit der umsichtigen

Hilfe unserer Rittführer.

Nieselregen und Sonnenschin

wechseln sich am 5. Tag ab. Die

Gruppe hat Spaß untereinan-

der, obgleich sie auf der längsten,

härtesten und höchsten

Strecke der Tour unterwegs ist.

Ein Hohlweg zum Piller muss

von Windbruch freigelegt werden.

Lohn für den beschwerlichen

Aufstieg sind dann auf

1.600 m Höhe der Blick vom

Piller in das obere Inntal und

nach zehn Stunden im Sattel

ein entspannender Abend in

den Wellness-Einrichtungen

unseres Hotels.

Nach Altfinstermünz, einer

alten Zollstation am Reschenpass,

sperrt am 6. Tag die österreichische

Gendarmerie ganz

unkonventionell zwei Tunnel

für uns. Dann verwöhnt uns

der Tross wieder mit einem abwechslungsreichen

Picknick-

Buffet in freier Natur. Die

Überquerung der italienischen

Grenze wird mit einem Glas

Rotwein begossen. Am 7. Tag

beginnt der lockere Teil der

Reittour in der schönen Höhenlandschaft

des Vinschgau´s. Den

schneebedeckten Ortler im

Blick, zieht die Reitertruppe

zwei Tage in Richtung Meran.

Dort werden wir am 9. Reisetag

herzlich empfangen. Erwartet

und beklatscht von Freunden,

Touristen und Passanten,

ziehen wir jubelnd und stolz in

der Pferdestadt Südtirols ein.

Der nächste Alpenritt findet

Pfingsten 2005 statt. Infos:

Tina Dambacher, Tel.: 086 38-

75 71, www.alpenritt.de,

E-mail: tina@alpenritt.de

Tipps zur Ausrüstung

beim Wanderreiten

finden Sie ab Seite 12.

EURORIDING 7


Aktuelles der Marke Euroriding

Daunenjacke Svenja

Nur zum Reiten viel zu schade: Mit dieser Jacke machen Sie

auch in der City eine super Figur!

Topmodische Kurzjacke mit attraktivem seidenmattglänzenden

Material. Die wohlig warme, abgesteppte Daunenfüllung umhüllt

Sie sanft und temperaturausgleichend. Leicht taillierte

Form mit verlängertem Rückenteil. Ausgestattet mit reitgerechtem

Zweiwege-Reißverschluss, zwei Außen- und einer

Innentasche.

Größen: XS–XL

Farben: bordeaux, dunkelbraun, hellblau, marine, schwarz

Euro-Socks

Modische Reiterstrümpfe

mit verstärktem Fußteil.

Jodphur-Stiefelette

Konik

Das Plus an Sicherheit: Mit

integrierter Stahlkappe im

Zehenbereich. Gewachstes

Nubukleder, Profilsohle,

Sporenhalter.

Größen: 35–47

Farbe: braun mit

hellbrauner

Ziernaht

Abschwitzdecke

High Neck Cooler

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Daunenweste Lara

Ebenso modische wie reitgerechte

Weste mit Daunenfüllung.

Leicht taillierte Form

mit verlängertem Rückenteil.

Ausgestattet mit Zweiwege-

Reißverschluss, zwei Außenund

einer Innentasche.

Größen: XS–XL

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hellblau, marine, schwarz

Kuschelweiches, hochwertiges Polarfleece umhüllt

Ihr Pferd schützend vor Zugluft und transportiert

die Feuchtigkeit nach außen. Mit 4 Schnellverschlüssen

für den fest angesetzten Halsteil.

Größen: 135–165 cm Rückenlänge

Farbe: marine, anthrazit, grau, caramel, schwarz

Weste Sydney

Attraktive wattierte Kurzweste

für die kältere Jahreszeit.

Sehr guter Passform, körpernaher

Schnitt, Zweiwege-

Reißverschluss, eine im Kragen

integrierte Kapuze, zwei

Außen-, zwei Innen- und

Handyinnentasche.

Größen: S–L

Farben: camel, schwarz

Lieferbar ab Oktober 2004 Lieferbar ab Oktober 2004. Lieferbar ab Oktober 2004

Abschwitzdecke

Net Cooler

Dieses Modell kombiniert hochwertigen weichen

Polarfleece mit Seitenteilen aus dichtem Netzgewebe.

Das sorgt für eine optimale Luftzirkulation,

z. B. während des Transports.

Größen: 135–165 cm Rückenlänge

Farben: marine, anthrazit, grau, caramel, schwarz


Euroriding intern

Dressursattel Titan II

erfolgreich im

tierärztlichen Praxistest

FEI-Tierarzt Dr. Gerd-Olaf Neuberg ist nicht nur

aus veterinärmedizinischer Sicht äußerst

fachkundig, sondern auch aus eigener reiterlicher

Erfahrung. Der amtierende Landesmeister

Niedersachsens testete den Euroriding Sattel

Titan II. „Mit Bravour bestanden“, so lautete das

Testergebnis.

„Der Dressursattel Titan II besticht durch seine große Auflagefläche

unter gleichzeitiger Freiheit der Wirbelsäule des Pferdes. Die Rükken-

und Schultermuskulatur wird größtmöglich geschont, das damit

einhergehende Wohlbefinden der Pferde führt zu einer Leistungssteigerung.

Dem Reiter bietet der Titan II einen komfortablen

tiefen Sitz mit weicher Knielage

ohne Bewegungseinschränkung

des Beines.“

Titan II

Das Nonplusultra für den

Dressurreiter! Das Modell

wurde von deutschen Dressurreitern

der Klasse S getestet

und mitentwickelt, um

Reiter und Pferd zu einer Einheit

verschmelzen zu lassen.

Der sehr tiefe Sitz und die

anatomisch bestens geformten

Pauschen bringen den

Reiter sofort in die optimale

Positur.

Bronze bei

der DM

Erfolge vermeldet Julia Weiser,

die von Euroriding gesponserte

16-jährige Vielseitigkeitsreiterin.

In Sahrendorf gewann sie die

mit 106 Startern besetzte

internationale Vielseitigkeitsprüfung

CIC*, und bei den

Deutschen Jugendmeisterschaften

errang sie Bronze.

Größe: 16,5"–18"

Kammerweite: 2, 3, 4

Farben: schwarz, braun, london

Sieger

tragen

Euroriding

Präsentiert das in drei Größen

erhältliche Leder-Fohlenhalfter

„Euroline“:

Der schicke Champion der

sächsischen Hengstfohlen

2004 stammt von Argentinus

– Pierot II, Züchter ist das

Hauptgestüt Graditz.

Dr. Gerd-Olaf Neuberg

FEI-Tierarzt

tierärztlicher Betreuer

der Championatspferde

von Andreas

Dibowski und weiterer

international startender

Pferde

seit über 30 Jahren

aktiver Vielseitigkeitsreiter

amtierender Landesmeister

Vielseitigkeit

in Niedersachsen

Die bequeme Sitzfläche ist

mit Naturlatex gepolstert. Der

breite Kissenkanal garantiert

durchgängige Wirbelsäulenfreiheit

für das Pferd. Das

hochwertige Wollkissen sorgt

für ideale Anpassung an jeden

Pferderücken. Einen attraktiven

optischen Akzent

setzt die elegante dunkelblaue

Kedernaht. 10 Jahre

Garantie auf den Sattelbaum.

EURORIDING

9


Porträt

Klassische feine Reitkunst

Der 24-jährige Lusitanohengst „Xairel“ ist das letzte noch lebende Schulpferd von Nuno Oliveira.

Zusammen mit Gonçalo Oliveira, dem Enkel des weltbekannten portugiesischen Reitmeisters,

hat er in Deutschland eine neue Heimat gefunden.

Am 6. März 1980 erblickte ein Fohlen mit

dunklem Fell das Licht der Welt auf der

gepflegten Anlage des Züchters Casal

Branco in Portugal. „Xairel“ sollte es fortan

heißen. Der stolze Hengst „Marques“

war der Vater, die Stute „Querida“ begleitete

als Mutter den kleinen Xairel während

seines ersten Lebensjahres. Im südlichen

Portugal leben die jungen Pferde nach wie

vor die ersten vier Jahre in Herden und

können so nicht nur geruhsam heranwachsen,

sondern auch ein gesundes Sozialverhalten

ausbilden.

Zum Ende des vierten Lebensjahres entschied

sich ein großer Reitmeister des letzten

Jahrhunderts, Xairel unter seine Fittiche

zu nehmen: Nuno Oliveira. Er gilt als

„das Reitgenie“ – ausgestattet mit Talenten,

die heute den meisten Reitern verborgen

bleiben. Gesegnet mit einer einzigartigen

Befähigung, bildete er unzählige

Rassen bis zum höchsten Grad der Hohen

Schule aus. Er spielte mit den Begabungen

der Pferde und förderte die Talente

präzise und feinfühlig. Mit seiner fast

sprichwörtlichen Sensibilität nahm er sich

auch Pferden an, die andere längst als unreitbar

ausgemustert hatten. So brachte er

z.B. einen Altér Real-Hengst namens

„Soante“ bis zu höchstem Niveau, den die

portugiesische Hofreitschule schon abgeschrieben

hatte.

Heute grast der Lusitano Xairel ruhig und

gelassen auf einer Weide in Deutschland

und niemand ahnt, dass es sich um einen

Hengst handelt. Das letzte noch lebende

Schulpferd des portugiesischen Reitmeisters

Nuno Oliveira steht in hohem

Alter in einer privaten Reitanlage bei

Gonçalo Oliveira in Bayern und genießt

neben den Berittpferden den täglichen

Weidegang.

Der Enkel lernt vom Großvater

Gonçalos Ausbildung bei seinem Großvater

Nuno Oliveira begann schon sehr früh.

An das genaue Datum kann er sich gar

nicht mehr erinnern, so klein war er, als

er das erste Mal aufs Pferd gesetzt wurde.

10 EURORIDING

Bereits in jungen Jahren nahm er mit Begeisterung

auf Schulpferden an den Unterrichtsstunden

des großen Meisters teil.

Und schon damals ritt er öfters Xairel, der

ihm später so ans Herz wachsen sollte. Der

Enkel lernte vom Großvater das feine Reiten

nach den Lehren der alten Meister: mit

ruhiger und gefühlvoller Hand und dem

unvergleichlich tiefen Sitz. Wo aber liegt

der Zusammenhang zwischen korrektem

und gefühlvollem Reiten und den Lebensjahren

eines Pferdes? Und warum suchte

schon vor Jahrzehnten Dr. Reiner Klimke

in Portugal bei Nuno Oliveira Rat? Der bekannte

Profireiter hatte in Deutschland

mit den gleichen Problemen zu kämpfen,

die auch heute noch die Reitersleute umtreiben:

Ein ruhiger und gleichzeitig losgelassener

Sitz, eine entspannte feinfühlige

Hand und das Erfühlen der Bewegungen

eines jeden Pferdebeines ... Diese Attribute

zeichnen noch heute die klassische feine

Reitkunst aus und bringen die Pferde

in eine Ausstrahlung, die Glanz und Dynamik

miteinander zu vereinen weiß.

Fotos: www.RamonaDuenisch.de


Gelassenheitsprüfung der

besonderen Art: Xairel als Fotomodell

für einen Artikel zum Thema „Pferd &

Motorrad: Pferde und Pferdestärken“.

Kein Problem für den Hengst, wenn

Gonçalo in einer Kiesgrube mit ihm

piaffiert, während ihn ein Freund der

Familie mit seiner Enduro umkreist.

Nicht umsonst sprachen schon in früheren

Jahrhunderten die alten Reitmeister

von „Leichtigkeit“, wenn die

klassische Reitkunst benannt wurde.

Keine Effekthascherei

Reitmeister Nuno Oliveira war als Mensch

äußerst höflich und sehr korrekt; als Ausbilder

machte ihn seine Präzision weltweit

bekannt. Selbst bis nach Australien sprach

sich sein Talent herum, zu einer Zeit, in

der das Internet noch in den Kinderschuhen

steckte. Als Reiter war er nach Gonçalos

Meinung einer der besten überhaupt,

und deshalb gibt es für den Enkel auch

heute noch nur diese Reitweise, um Pferde

korrekt und langfristig solide auszubilden.

Von der weit verbreiteten Effekthascherei

hält er wenig und wendet sich

ebenso bescheiden wie zurückhaltend ab,

wenn er sieht, was immer wieder an negativen

Beispielen dargeboten wird. Bereits

sein Großvater erkannte damals die Missstände

und agierte durch konsequentes

und korrektes positives Beispiel. Viele Reiter

denken heute jedoch bereits um und

erkennen, wo ihre Probleme liegen. Der

Weg hin zum feinen Reiten ist gar nicht

so weit, wie es manchem erscheinen mag.

Umzug ins fremde Land

Gonçalo Oliveira kam Anfang 1998 nach

Deutschland. Der Liebe wegen entschied

er sich nach dem Tode seines Großvaters

für diesen Schritt, um fortan hier die klassische

feine Reitkunst bekannter zu machen

und wieder zu beleben. Im Jahr 2003

führte es Gonçalo nach Bayern, wo er heute

mit seiner Lebensgefährtin, der Pferdefotografin

Ramona Dünisch, in Pfaffenhofen/Ilm

in der Hallertau lebt.

Dabei stets an seiner Seite: Xairel. Der inzwischen

24-jährige Lusitano macht als

„alter Hase“ und lang erfahrenes Schulpferd

vor, wie gesundes Reiten funktioniert.

Zieht ein Schüler zum Beispiel auf

einem Zirkel innen hart am Zügel, missachtet

er die falsche Information und läuft

einfach dorthin, wo es ihm gefällt. Er weiß

zu gut, dass nur eine korrekte Hilfe und

der äußere Zügel zum gewünschten Erfolg

führen. Gibt der Lehrling beim Piaffieren

gar mit unruhigem Bein ein Signal, das

nur wenige Zentimeter vom korrekten

Punkt entfernt ist, geht er in die Levade –

so fein justiert wurde das Pferd einst vom

Großvater, und heute vom Enkel. Xairels

ruhiger, hervorragender Charakter erfreut

jeden Lusitano-Fan. Er zeigt sich absolut

problemlos im Umgang, egal ob es sich

um gewohnte Menschen handelt oder ganz

fremde.

Xairel – „der Professor“

Der „Professor“, wie der Hengst manchmal

genannt wird, weiß nur zu gut, wann

er eine Stute decken darf oder wann er nur

neben ihr einen Ausritt genießen kann.

Regelmäßige Stunden im Gelände bringen

ihm Abwechslung und auch seinem Ausbilder

Kurzweil. Steht Xairel dann wieder

in seiner Außenbox und der Sattel wird abgenommen,

fragt er nach einer Belohnung.

Dies auf seine sehr spezielle Art –

indem er sich zum Reiter umdreht und

ihm direkt und lange in die Augen blickt.

Der Hengst liebt die Abwechslung und

gehört mit seinen 24 Lebensjahren noch

lange nicht zum „alten Eisen“. Seine Erfahrung

in der klassischen Reitkunst gibt

er an viele Reitersleute weiter – ob im Sattel

oder als Fotomodell.

Ramona Dünisch

Kontakt: www.ramonaduenisch.de

EURORIDING 11


Ausrüstung

Viele Reiter träumen davon, mit dem eigenen

Pferd einmal eine weitere Strecke

zurückzulegen. Das ist, wenn man ein paar

Dinge beachtet, auch kein Problem. Das

wichtigste ist natürlich das geeignete

Pferd. Gesund soll es sein und durch vorheriges

(!) Training auf seine Aufgabe vorbereitet.

Verkehrssicherheit ist ein Muss.

Nervöse Hibbel, die jede Birke oder Plastiktüte

zum Anlass nehmen um zu scheuen

oder durchzugehen, bleiben – zumindest

vorläufig – besser zu Hause. Mitunter

sind es allerdings die Reiter, deren Ängstlichkeit

ein Pferd zum Nervenbündel mutieren

lassen, das unter jemand anderem

gelassen durch die Pampa schreitet. Leider

fühlen sich viele Bereiter und Reitlehrer

nicht dafür zuständig, Pferd und Reiter auch

im Gelände zu schulen. Einsteigern

empfiehlt sich

daher der Besuch eines

Geländereitkurses.

Buchtipp: Diese Neuerscheinung

des FNverlages

liefert das notwendige Basiswissen zum

Wanderreiten. ca. 19,80 €

ISBN 3-88542-454-1

Ein guter Helm

schützt vor

schweren Kopfverletzungen

und tiefhängenden

Zweigen.

Und nicht nur das:

Wer ohne reitet, riskiert seinen Versicherungsschutz.

Im Sommer bieten leichte,

gut belüftete Helme den größten

Tragekomfort. Aber: Wenn es regnet,

läuft Wasser in den Helm. Abhilfe

schafft ein Regenüberzug (gibt es von

CASCO sogar reflektierend bei Dunkelheit)

oder ein geschlossener Helm.

Stufe 1: Ausritt XXL

Sind die ersten Klippen überwunden und

sonntägliche Ausritte zur angenehmen

Routine geworden, besteht der nächste

Schritt darin, diese Ausritte weiter auszudehnen.

Allmählich werden die zurückgelegte

Strecke und die im Sattel verbrachte

Zeit gesteigert. Dabei sind mehrere kurze

und schließlich eine lange Pause einzuplanen.

Bei den kurzen Pausen steigt der Reiter

ab und gönnt seinem Pferd ein paar

frische Grasbüschel, für die große Pause

wird abgesattelt.

Für XXL-Ausritte reicht die übliche Reitausrüstung

im großen und ganzen aus.

Ein gut sitzender Sattel und eine saubere

Unterlage sollten selbstverständlich sein.

Empfehlenswert ist allerdings die Anschaffung

eines Wanderreithalfters. Dort ist das

Gebissstück nicht mit Schnallen, sondern

mit Karabinerhaken befestigt und lässt

sich so für den kleinen Pferdeimbiss

schnell ausklinken. Wenn das Pferd unterwegs

angebunden werden soll, trägt es

unter der Trense ein leichtes, weiches Halfter.

Der Führstrick – möglichst einer ohne

großen, schweren Panikhaken, der unter

dem Pferdekopf herumschlabbert – wird

um den Hals des Pferdes geschlungen und

sicher mit dem unteren Ring im Halfter

verknotet. Empfehlenswert ebenso unter

wie auf dem Sattel ist Lammfell. Es verhindert

Wundreiten und Druckstellen und

wirkt temperaturausgleichend. Jüngst

brachte eine Teilnehmerin zu einem vierzehntägigen

Wanderritt durch Ungarn einen

Lammfell-Schonbezug für ihren Sattel

mit. Anfangs belächelt, wurde sie schon

bald darauf glühend beneidet, weil ihr

Hinterteil nach einigen Tagen im Sattel als

einziges noch unversehrt war – und es bis

zum Ende der Reise auch blieb.

12 EURORIDING

EURORIDING

Fernverkehr

Die ödeste Methode von A

nach B zu kommen ist, sich

ins Auto zu setzen und einfach

hinzufahren: „Guck mal, da

war... ach, schon vorbei.“

Mit dem Pferd reist es sich

besser.

Praktisch: Ist das Gebissstück

nicht mit Schnallen, sondern

mit Karabinerhaken befestigt,

lässt es sich für den kleinen

Pferdeimbiss unterwegs

schnell ausklinken.

Stufe 2: Nachts nicht nach

Hause kommen

Ritte, die länger als ein Wochenende dauern,

erfordern nicht nur sorgfältige Planung

und Vorbereitung, sondern auch ein

paar Investitionen in die Ausrüstung.

Hauptproblem ist hier der Sattel. Die üblichen

Sportsättel sind für kurzes knackiges

Reiten konzipiert. Für lange Ritte, bei

denen auch noch Gepäck mitgeführt wird,

sind sie ungeeignet. Optimal sind Trachtensättel,

die das Gewicht von Reiter und

Ausrüstung über eine größere Fläche auf

dem Pferderücken verteilen.

„Opal Marathon“

Dieser Euroriding-Sattel

verfügt über einen

bequemen großen

Sitz. Die Sitzfläche ist

extra weich gepolstert

und abgesteppt. Das

Sattelblatt ist bestens geeignet

für längeres Reiten mit langen Bügeln.

Sehr große Auflagen mit Trachten

sorgen für eine optimale Verteilung des

Gewichtes – von Reiter wie Zubehör. Ausgestattet

mit Packringen, erhältlich in

Größe 18’’ in den Farben schwarz, braun

und london.


Fotos (2): www.RamonaDuenisch.de

Am Sattel müssen ausreichend viele Ösen

zur Gepäckbefestigung angebracht sein.

Auch Packtaschen müssen her. Denn: Wer

sich noch nie nach Stunden im Sattel endlich

beim wohlverdiente Picknick heißhungrig

auf die Köstlichkeiten aus den

Packtaschen gestürzt hat, der weiß nicht,

wie schön das Leben ist. Die ganz billigen

Taschen aus Kunststoff taugen leider nicht

viel. Sie scheuern, wenn sie auf dem Fell

aufliegen, und wirken schweißtreibend.

Packtaschen müssen sich so befestigen lassen,

dass sie auch in schwerem Gelände

nicht verrutschen. Bestens aufgehoben im

Gepäck ist ein kleines mobiles Weidezaunset,

z.B. von Kerbl. Damit lässt sich ruckzuck

ein Paddock aufbauen.

Für das werte Befinden des Reiters ist eine

bequeme wetterfeste Kleidung von ausschlaggebender

Bedeutung. Moderne,

atmungsaktive und schnell trocknende

Funktionskleidung, die Feuchtigkeit schnell

von der Haut nach außen weiterleitet, ist

traditionellen Tuchen vorzuziehen.

Wichtig sind Schuhe, in denen Reiten

und Laufen gleichermaßen gut funktioniert.

Z. B. die Stiefelette „Paddock“ von

Euroriding: ein robustes, bequemes Modell

aus geöltem Leder mit griffiger Profilsohle.

Erhältlich in

dunkelbraun und

schwarz in den

Größen 35–48.

Egal, was Romantiker erzählen: Wachsjacken

sehen vielleicht kultig aus, sind

ansonsten aber abzulehnen. Sie sind

schwer, müffeln und sind ungefähr so atmungsaktiv

wie eine Plastiktüte. Zu reinigen

sind sie so gut wie gar nicht.

Stufe 3: Der Langstreckenreiter

Erfahrene Gelände- und Wanderreiter können

durchaus mal an einem kleinen Distanz-

oder Orientierungsritt teilnehmen

und Pferdesport in einem eher lockeren

und unkonventionellen Rahmen erleben.

Bei der Ausrüstung geizen Distanzreiter

mit jedem Gramm. Ein guter Distanzsattel

schont das Pferd (Trachtensattel) und wiegt

dennoch nur wenige Kilo. Ansonsten ist

die Ausrüstung weitgehend freigestellt.

Unverzichtbar sind aber Schuhe, in denen

Reiten und Laufen gleichermaßen gut

funktioniert, denn Distanzreiter laufen

zur Schonung des Pferdes weite Strecken

nebenher. An Knien und Gesäß gepolsterte

Reithosen sind auch empfehlenswert.

Das Gelingen eines längeren Rittes hängt

entscheidend vom Kartenmaterial ab.

Kartentaschen aus Klarsichtfolie schützen

vor Regen und erleichtern die Handhabung.

Darüber hinaus gibt es eine Menge

sinnvolles Zubehör für Profis und begeisterte

Amateure – vom Pulsmessgerät, das

Pferdetraining nach sportmedizinischen

Kriterien ermöglicht, bis zur kleinen, am

Sattel zu befestigenden Tasche mit Ersatz-

Hufschuh, falls ein Eisen verloren geht.

Stephan Elison

Lammfell tut

gut: SattelsitzbezügebewahrenReiterkehrseiten

vor dem

Durchreiten.

Auch als Sattelunterlage und Gurtschoner

eigent sich Lammfell hervorragend

durch seine atmungsaktiven,

temperaturausgleichenden und Scheuerstellen

vermeidenden Eigenschaften.

Der Spezialist für hochwertige Lammfellprodukte

ist die Firma CHRIST. Deren

hauseigene Gerberei ist eine der modernsten

weltweit, wurde von Umweltschutzorganisationen

bereits mehrfach ausgezeichnet

und garantiert beste Verarbeitung

nach strengen Qualitätsnormen.

EURORIDING 13


Jugendseite

Hier läuft alles bestens ... Damit es im

Sattel und Gelände dann ebenso klappt,

bedarf es einer guten Grundausbildung.

Foto: Marianne Schwöbel

Pferde sind, das weißt du, Fluchttiere. Dafür

hat Mutter Natur ihnen lange Beine,

feste Hufe und viel Ausdauer geschenkt.

Wenn ein Pferd sich bedroht fühlt, wird

es also immer erst mal versuchen,

schnellstmöglich wegzurennen. Erst wenn

es keinen Ausweg mehr sieht, setzt es seine

Waffen ein: Zähne und Hufe. Doch

Durchgänger ist nicht gleich Durchgänger.

Manchmal erschrickt sich ein Pferd einfach.

Eine Bewegung im Gebüsch ... und

schon glaubt es, da lauert der Säbelzahntiger.

Dagegen gibt es nur ein Heilmittel:

Dein Pferd muss lernen, dir zu vertrauen.

Du musst sein Leitpferd sein. Wenn das

Leitpferd sagt: „Da ist keine Gefahr!“, wird

es auch nicht weglaufen.

Dabei helfen dir Führübungen. Zeig ihm

auf dem Reitplatz, dass sich hinter Regenschirmen,

Fußbällen und Mülltonnen keine

Raubtiere verstecken. Das Training kostet

ein paar Wochen Zeit. Aber dabei

gewöhnst du dein Pferd allmählich an die

vermeintlichen Gespenster. Bald bleibt es

ganz gelassen: „Ach, wenn Susi (oder Stefanie

oder Martin) dabei ist, brauch ich

keine Angst zu haben!“

Was tun bei Ungehorsam?

Aber oft versteckt sich hinter dem Durchgehen

auch Ungehorsam. Dein Pferd spürt

deine Hilfen. Bloß: Gehorchen mag es

trotzdem nicht. Mal so richtig losrennen

bringt viel mehr Spaß! Dagegen hilft nur

regelmäßiger Reitunterricht bei einem

guten Reitlehrer. Und für die nächsten

Wochen reitest du in der Reitbahn

Hufschlagfiguren. Das ist so etwas wie

Gymnastik fürs Pferd. Es lernt, deine Hilfe

zu befolgen. Es wird „rittig“.

Ausreiten nur mit Reitlehrer

Eines Tages klappen die Lektionen in der

Bahn wirklich gut. Erst jetzt darfst du auch

ins Gelände – aber nur mit Reitlehrer! Auch

draußen kann man prima üben. Vor allem

musst du auch hier dein Pferd aus dem

Schritt und Trab zum Halten durchparieren

können, ehe du überhaupt an den

Galopp zu denken wagst.

Vom Leichten zum Schwereren

Später wagt Ihr euch an schwierigere Aufgaben:

Der Reitlehrer reitet ein Stück voraus,

während dein Pferd stehen bleibt.

Dann pariert der Reitlehrer zum Halten

durch. Du reitest heran, überholst ihn und

reitest 50 Meter weiter. Dann parierst du

zum Halten durch und er kommt von hinten

herangeritten und überholt dich und

so weiter.

Dein Reitlehrer achtet darauf, dass deine

Zügelhand weich bleibt. Du darfst nicht

aus Angst „ziehen“. Das tut deinem Pferd

weh. Viele Pferde versuchen dann, vor diesem

Schmerz wegzulaufen. Sie „pullen“

(pull = englisches Wort für „ziehen“) aus

Angst vor der harten Hand. Deswegen hilft

auf einem „Puller“ auch niemals ein schärferes

Gebiss. Oftmals ist er mit einem milderen

Gebiss – einer doppelt gebrochenen

Trense oder einer ungebrochenen Nathetrense

– leichter zu reiten.

14 EURORIDING

Mein Pferd lässt

sich nicht halten!

Schon mal so ein richtig „heißes“ Pferd

geritten? Das man kaum mehr halten kann?

Nicht so prickelnd ... Und nicht bloß für dich

gefährlich, sondern für alles, was sich euch in

den Weg stellt. Unsere Tipps sagen dir, was du

in einer solchen Situation tun kannst.

Und in der Gruppe?

Eines Tages möchtest du wieder in der

Gruppe ausreiten. Reite am besten neben

einem sicheren Reiter auf einem ruhigen

Pferd. Sprecht ab, dass Ihr nur Schritt und

Trab reitet. Und pariert sofort zum Schritt

durch, sobald ein Pferd sich „aufheizt“.

Und wählt Wege aus, die rechts und links

begrenzt sind. Hier ist die Gefahr, dass

Pferde durchgehen, viel geringer. Reite niemals

quer über eine Wiese ... sie verleitet

viele Pferde dazu, mal einen Luftsprung

zu machen oder so richtig loszurasen!

Was tun, wenn ...?

Was aber tun, wenn dein Pferd doch

durchgeht? Gerate nicht in Panik! Setz

eine Hand auf den Mähnenkamm. Mit der

anderen gibst du Paraden – aber immer

gleich wieder nachgeben! Versuch, dein

Pferd mit deiner Stimme zu beruhigen.

Wenn es dir gelingt, den Pferdekopf ein

bisschen nach innen zu stellen, hast du

schon Land gewonnen. Hält das Pferd endlich

an, schimpfe nicht. Reite stattdessen

ruhig mehrere kleine Volten hintereinander.

Das lenkt viele Pferde vom Durchgehen

ab!

Genug Bewegung?

Hat dein Pferd überhaupt genug Bewegung?

Denk immer daran: Es ist ein Lauftier!

Lass es nach der Weidesaison wenigstens

einmal am Tag mit einem

Artgenossen auf dem Reitplatz spielen! Ein

anderer Trick: Du lässt es vor dem Reiten

auf dem Longierzirkel laufen. Dann ist der

erste Druck raus und es wird vermutlich

unterm Sattel friedlicher sein.


Aus Erfahrung gut. Produkte der Marke

Übersicht der EURORIDING-Fachhändler

Name PLZ/Ort Name PLZ/Ort Name PLZ/Ort

PLZ 0

Sattlerei Thomas Büttner 01169 Dresden

Sattlerei Thomas Büttner 01468 Moritzburg

Roß & Reiter 03099 Kolkwitz

PLZ 1

Reitsportcenter Hoffschild 10713 Berlin

Reitsport Lübars 13469 Berlin

Reitsport Petersen 15518 Arensdorf

Reitsportfachgeschäft Manski 18273 Güstrow

PLZ 2

Der Reiterladen 22529 Hamburg

Sattelkammer Laffrenzen 24811 Owschlag

Kloster Pferdesport 24937 Flensburg

Von Rönne Reitsport 25337 Elmshorn

Sattelkammer Laffrenzen 25746 Heide

Reitsport-Spezialist Wortmann28203 Bremen

Steigbügel Linz 29227 Celle

PLZ 3

Der Steigbügel Engelke 30853 Langenhagen

Reit- und Fahrsport Rösler 32584 Löhne

Pferdesport Kentrup GmbH 33106 Paderborn

Reitsport Weitkamp GmbH 33611 Bielefeld

Reitsport Weitkamp GmbH 33699 Bielefeld-Ubbedissen

Louis Völzing GmbH 35440 Linden

Reitsport Ebeling GmbH 37079 Göttingen/Ellershausen

Reitsport Ebeling GmbH 37586 Dassel/Amelsen

Der Steigbügel 38114 Braunschweig

Reiter und Pferd 38259 Salzgitter-Flachstöckh.

Reitstiefel Kandel 38723 Seesen/Harz

Reit-Fahrsportartikel 39112 Magdeburg

Reitsport Uwe Hase 39291 Nedlitz

PLZ 4

Cheval-Reitsport 42285 Wuppertal

Reitsport Ravenschlag 44225 Dortmund

Reitsport H. Lohmeier 46485 Wesel

Reitsport Thoholte 48143 Münster

Pferde Szene 49074 Osnabrück

Reitsport Hugenberg 49434 Neuenkirchen/Olb.

Reitsport Ottenhues 49479 Ibbenbüren-Dörenthe

Summerer GbR 44575 Castrop-Rauxel

PLZ 5

Der Reiter 50677 Köln

Fritz Goertz GmbH, Sattlerei 52428 Jülich

Reitsport McArthur 53340 Meckenheim-Merl

Die Tenne Reitsport GmbH 56218 Mülheim-Kärlich

Reitsport-Sattlerei Peter 57076 Siegen

Reitsport Ravenschlag 58239 Schwerte

Cheval-Reitsport GmbH 58515 Lüdenscheid

M+B Pferdesport Selm 59379 Selm

Pferdesport Kentrup GmbH 59555 Lippstadt

Reitsport Lüttgens 52062 Aachen

PLZ 6

Reitsport Frölich GmbH 64289 Darmstadt

Reitsport Frölich 64385 Reichelsheim

Reitsport Henrich 65719 Hofheim

Pferde Remise 66386 St. Ingbert

Reitsport Bassler 67433 Neustadt-Weinstr.

Reitsport Bassler 67657 Kaiserslautern

PLZ 7

Steckenpferd 71126 Gäufelden/Nebringen

Oettle‘s Sattelkammer 73033 Göppingen

Reitsport Rambacher 74211Leingarten

Reitsport Rambacher 74613 Öhringen-Unterohrn

Reitsportsattlerei Hintermayer 76694 Forst

Sattelkammer Breisgau 79111 Freiburg

Reitsport Kaufmann GmbH 79576 Weil-Haltingen

PLZ 8

Steigbügel Zitzler GmbH 80333 München

Reitsport Komplett 80469 München

Ross & Reiter 84359 Simbach/Inn

Reitsport Komplett 86152 Augsburg

Sattelkammer Kreid 86899 Landsberg

Reitsport Komplett 87700 Memmingen

Reitsport Moden 88212 Ravensburg

PLZ 9

Steigbügel GmbH 90403 Nürnberg

Krones & Müller GbR 93049 Regensburg

Steigbügel Harms 94036 Passau

Der Steigbügel 94315 Straubing

Lederhaus Neumeister 95028 Hof/Saale

Lederhaus Neumeister 95444 Bayreuth

Besuchen Sie uns auch im Internet: www.EURORIDING.de

Unsere Produktlinie der Marke

Euroriding beruht auf Erfahrung,

Fachkompetenz und den vielen

täglichen Gesprächen mit unseren

Kunden. Wir wissen, worauf es

Ihnen ankommt!

Bei Ihrem Euroriding-Fachhändler

finden Sie alles, was Sie für

Pferdehaltung, Reit- und

Fahrsport brauchen.

Große Auswahl, fachkundige

Beratung und freundlichen

Service inklusive.

Was wir nicht haben,

brauchen Sie nicht.

BELGIEN

Emmers & Co BVBA B-3930 Hamont

Kerckhaert Ruitersport B-9140 Temse

DÄNEMARK

Tattersall Riduedstyr DK-1358 Kopenhagen

FRANKREICH

Sellerie Tillaux F-14130 Pont L´Eveque

B.R. Equitation F-25480 Pirey

Horse Center Equestra F-31100 Toulouse

Sellerie Fouilloux F-42100 Saint Etienne

Sarl Equiland F-54136 Bouxieres aux Dames

Sellerie Nortier F-60120 Breteuil

Kineton Sports Equestres F-75016 Paris

Sellerie Leprince F-91640 Fontenay Les Briis

ÖSTERREICH

Reitsport Toscaninihof A-5020 Salzburg

Reitsport Zwerlin A-8054 Graz

NIEDERLANDE

J.J. van Rijs NL-2761 LB Zevenhuisen

STA-RHO Ruitersport NL-3161 Rhoon

Drunens Ruiterhuis NL-5151 BS Drunen

Ruitersport Den Besten NL-3849 AK Hierden

NORWEGEN

P.G. Lowenborg Sadelmaker N-0164 Oslo

SCHWEDEN

Ryttare & Häst I Lund AB S-24032 Flyinge

SCHWEIZ

Reiterboutique Wittich GmbH CH-8400 Winterthur

Spirig Pferdesport CH-9000 St. Gallen

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Equiservis CZ-150 00 Prag

USA

European Equestrian Malibu, CA 90265

EURORIDING 15


Euroriding-Lederkollektionen

16 EURORIDING

Euro-Club und Euroline

Ob Trensen, Kandaren, Halfter oder Zubehör:

Euroriding führt in seinem Ledersortiment

zwei exklusive Produktserien:

Euro-Club zeichnet sich durch attraktives

Design, durchdachte Funktionalität und eine

solide Leder- und Verarbeitungsqualität aus.

Euroline ist eine besonders hochwertige,

langlebige Kollektion aus bestem deutschen

Qualitätsleder in sorgfältigster Verarbeitung.

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