Erst Jubel, dann Schock: Das Medaillen- drama von Athen - Euroriding

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Erst Jubel, dann Schock: Das Medaillen- drama von Athen - Euroriding

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Topsport

Olympia Athen

Wanderreiten

7 Mit 1 PS über die Alpen

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Titelbild: Bettina Hoy mit Ringwood

Cockatoo, Olympia Athen

Foto: Jacques Toffi

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EURORIDING

Herausgeber:

Euroriding GmbH & Co. KG

Datumer Str. 60, 25469 Halstenbek

Auflage: 31.000 Exemplare

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Anzeigenschluss: 1.2./2.5./1.8./1.11.

Verlag: creatxx media consulting

Breitscheidstr. 31, 01237 Dresden

Fon: (03 51) 25 02 11 - 0

Fax: (03 51) 25 02 11 - 50

E-Mail:info@creatxx.de

Redaktion

Beate Uhlenbrok

E-Mail: b.uhlenbrok@creatxx.de

Anzeigenverwaltung

Friederike Graber

Fon: (03 51) 25 02 11 - 21

Druck: Druckerei Vetters GmbH

Alle angegebenen Preise sind unverbindliche

Verkaufsempfehlungen der

Euroriding GmbH & Co. KG.

Schlechte Verlierer

Gold in der Military – für diese in den letzten Jahren immer wieder in die Diskussion geratene

Sparte der Reiterei war das der erlösende Höhepunkt nach vielen Rückschlägen, nicht zuletzt

auch für unseren Bundestrainer Hans Melzer.

Doch kaum hatte man realisiert, was unsere Reiter in Athen vollbracht hatten, gab es die noch

unglaublichere Meldung von einem Einspruch wegen Unregelmäßigkeiten bei der Zeitmessung

von Bettina Hoy. Das endete mit dem wohl unerträglichsten Urteil dieser Olympischen Spiele:

Das oberste Sportgericht CAS hat den Deutschen ihre Goldmedaille unwiderruflich aberkannt.

Um es noch einmal ganz deutlich zu machen: Es wurde nicht die Frage geklärt, ob die nachträglich

angerechneten Strafpunkte bzw. deren spätere Rücknahme gerechtfertigt waren, sondern

es wurde ein Formfehler festgestellt. Die Entscheidungen der Ground-Jury und des Schiedsgerichtes

wurden nicht bewertet.

Wie müssen sich unsere Athleten wohl in diesem Moment gefühlt haben? Und wie empfinden

die Reiter der jetzt nachgerückten Nationen Frankreich, England und den USA? Dürfen sich

diese Sportler als wahre Sieger fühlen? Ich denke: nein.

Entscheidend sollte doch sein, dass den Deutschen kein Vorteil verschafft wurde. Die gemessene

entsprach auch der benötigten Zeit. Kein Reiter wurde benachteiligt. Die deutsche Equipe hatte

das beste Resultat erritten und war verdient Olympiasieger geworden. Die Nachricht vom erneuten,

und damit zweiten Einspruch der Franzosen, Engländer und Amerikaner hat mich enorm

verärgert, da ich dieses Verhalten als unsportlich bewerte und es im Widerspruch mit dem

olympischen Gedanken steht. Gerade in der Vielseitigkeitsszene waren wir immer stolz auf die

Kollegialität und den fairen Umgang miteinander. Schlechte Verlierer und Missgunst hatte es

im „Busch“, auch international, bislang nicht gegeben.

Einziger Trost für unsere Equipe ist die Welle der Solidarität, die ihr jetzt entgegengebracht

wird. Selbst weniger reitsportbegeisterte Menschen nehmen am Schicksal der Deutschen teil.

Auch dies hat es in der Militaryszene zuvor selten gegeben.

Spätestens bei den nächsten Wettbewerben in Peking werden viele wieder an diesen olympischen

Skandal erinnert werden. Für mich wird es trotzdem immer nur die einen, wahren Olympiasieger

geben: Bettina Hoy, Ingrid Klimke, Hinrich Romeike, Andreas Dibowski und Frank Ostholt.

Kopf hoch und jetzt erst recht ...!

Ihr Mathias Raschat

Geschäftsführer

Euroriding GmbH & Co. KG

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