Voltigieren Veterinärmedizin Pferdehaltung - Euroriding

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Voltigieren Veterinärmedizin Pferdehaltung - Euroriding

Alles könnte so einfach sein,

wenn jeder auf dem Pferd anziehen

dürfte, was ihm gefällt.

Doch bis der bekanntermaßen

erlesene Geschmack der Allgemeinheit

eines Tages vielleicht

auch auf dem Turnierplatz Blüten

treibt, bleibt die alte Kleiderordnung

verbindlich.

Wohl behütet

Fangen wir oben an. Hervorzuheben

ist, dass es, die vorgeschriebene

Kopfbedeckung

betreffend, eine eindeutige

Vorschrift gibt: Wenn Sie eine

Spring- oder Geländeprüfung

reiten, müssen Sie, auch auf

dem Abreiteplatz, einen bruchund

splittersicheren Reithelm

mit Drei- oder Vierpunktbefestigung

tragen, der der

Norm EN 1384 entsprechen

sollte.

In der Dressur gilt die Helmpflicht

nur für Junioren (bis 18

Jahre) in WB der

In allen Prüfungen

über

Sprünge sowie

Prüfungen für Junioren

in der Kat.

C ist ein Reithelm mit Dreioder

Vierpunktbefestigung

obligatorisch, der die Sicherheitsnorm

EN 1384 erfüllen

sollte.

Modell: CASCO

erhältlich bei Euroriding

Ausrüstung

Kostümzwang

Wer was auf welchem Turnier anzuziehen hat, ist in der LPO

geregelt. Doch die Vorschriften lassen einen Spielraum, und

viele Reiter scheuen die Lektüre des komplexen Regelwerks.

So kommt es - gerade bei Anfängern - immer wieder zu

Unsicherheiten bei der Wahl der passenden Garderobe.

Kat. C. Alle übrigen Reiter können

zwischen Reitkappe bzw.

Reithelm, Melone und Zylinder

wählen. Erst in internationalen

Der elegante

Zylinder ist

für internationaleDressuraufgaben

der FEI vorgeschrieben.

In den unteren

Klassen ist er zwar

nicht verboten, jedoch unangemessen.

Modell: Euroriding

Dressuraufgaben der FEI ist für

Senioren und Reiter der Zylinder

vorgeschrieben. Junioren

und Junge Reiter dürfen hier

noch ganz schlicht mit der Melone

antreten. Zylinderzwang

gilt auch für die Dressuraufgaben

bei Großen Vielseitigkeiten

der Klasse S (GVS).

Man ist sich allerdings weitgehend

einig darin, dass Melone

und Zylinder in Prüfungen der

Klassen E und A zwar nicht verboten,

aber verpönt sind. Ein

Reithelm erscheint hier passender.

Umstritten hingegen ist die

Frage, wann der Melone, wann

dem Zylinder der Vorzug zu

geben ist. Manche wollen die

Melone nur in Verbindung mit

dem Jackett, den Zylinder aber

nur mit dem Reitfrack kombiniert

sehen, andere fordern ab

Klasse L grundsätzlich den Einsatz

eines Zylinderhutes.

Jacke wie Hose?

In der Kat. C können Sie in einem

beliebigen, zweckmäßi-

44 EURORIDING

gen Reitdress an den Start gehen.

Allerdings nicht im

Jogginganzug: Stiefel- oder

Jodhpurhose sind auch hier

vorgeschrieben. In allen anderen

Kategorien und Prüfungen

ist eine helle, am besten weiße,

Stiefelhose der richtige Begleiter.

Erwirbt man zu dieser

noch ein Reitjackett, so ist man

für fast alle Dressur- und

Springprüfungen der Kat. B

und A gerüstet. Erst, wenn sich

Ihr Ehrgeiz darauf richtet, die

internationalen Dressuraufgaben

der FEI zu reiten, brauchen

Sie einen Reitfrack und

dazu Handschuhe und Zylinder.

Junioren und Junge Reiter

sind von der Frackpflicht befreit.

Die Farben des Reitanzugs sind

übrigens nicht eindeutig festgelegt:

Das Beinkleid soll

„hell“, das Jackett „gedeckt“,

der Frack „tiefdunkel“ sein. Es

In Geländeprüfungen

ist das

Tragen einer

Schutzwestevorgeschrieben.

Die Zertifizierung

der

Modelle erfolgt

gemäß

BETA. Es wird unterschieden

zwischen der geringsten Sicherheitsstufe

(Level 1), der

mittleren (Level 2) und der

höchsten (Level 3).

Modell: Racesafe (Level 3)

erhältlich bei Euroriding

Das Reitjackett

muss durchaus nicht unbedingt

schwarz sein, wie es in

der Praxis am häufigsten anzutreffen

ist. Lediglich ein

„gedeckter“ Farbton ist vorgeschrieben.

Modell: Euroriding

muss also nicht immer das

klassische Schwarz-weiß sein.

Sie können in einer zart lindgrünen

Reithose und dunkellila

Frack an den Start gehen,

ohne sofort disqualifiziert zu

werden - obwohl Sie’s verdient

hätten.

Zu Jackett oder Frack wählt

man ein passendes Hemd mit

Krawatte bzw. eine Bluse mit

Plastron. Auch Handschuhe,

die meist nur in Verbindung

mit dem Frack vorgeschrieben

sind, aber in jeder Prüfung

getragen werden dürfen,

sollen von heller Farbe

sein. Erhältlich sind übrigens

spezielle Plastronblusen

oder -hemden,

doch ein normales Oberteil

tut es auch.

Der „Rote Rock“ darf nur in

Jagdpferde- und Springprüfungen

der Kat. A angelegt werden,

ist aber erst in der Schweren

Klasse so richtig am Platz.

Eine weitere Sonderregel gibt

es für Buschreiter. Die müssen

auf der Geländestrecke eine

Schutzweste tragen. Was sie

über oder unter dieser anziehen,

ist beliebig.

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