Winter 2012/13 - Sophienschule

sophienschule.de

Winter 2012/13 - Sophienschule

Der Götterbote

Schülermagazin der Sophienschule Hannover ˙ Winter 2013 ˙ 0,30 Euro


In dieser Ausgabe beschäftigen

wir uns mit

dem Thema

Film.

Anlass dafür ist der Dreh an

der Sophie für die Jugendserie

„In your Dreams“

kb

Wie ihr selbst einen Film

drehen könnt, erfahrt ihr

auf Seite 15

so, lf

Ihr habt genug von langweiligen Landheimberichten

mit detaillierten Beschreibungen

des Wetters und der Celle-Rallye? Dann lest

die Landheimgeschichten auf Seite 28!

jf

Diese Filme muss man gesehen haben:

Seite 20

ALMEra/ pixelio.de


Inhalt

Winter

04 Winter - ABC

Tipps

05 Was man in der Schule machen kann

05 Schlittschuhlaufen

06 „Ein Jahr ohne Juli“/ „Es ist ein Elch

entsprungen“/ „Das Schicksal ist ein mieser

Verräter“

07 „Zusammen ist man weniger allein“/

„Die Besessene“

Sophie Intern

08 Das Mülleimermysterium/ Schulunwort

09 Weihnachtskonzert/ Weihnachten im

Schuhkarton

11 Der neue GöBo-Raum

Film

12 Sophie goes Hollywood

14 Die Geschichte hinter dem Cover

14 Filmmusik

14 „Winterdieb“

15 Wie entsteht ein Film?

16 Drehe deinen eigenen Film!

18 Sequenz und Einstellung

19 Perspektive/ Hannover Filmklappe 2013

20 Sehenswert

22 „To Rome With Love“

Editorial

Allgemein

24 Interview: Mathias Max Herrmann

25 Verschwunden

26 Lieblingsbücher/ Lieblingsfilme

27 Der Mondscheinstein

28 Fantastische Landheimgechichten

Spaß

30 Comic Udo

32 Grüße/ „Vielleicht lieber morgen“

33 Wie kriegt man ein Einserzeugnis?/

Zahlenrätsel

Impressum

34 Ausgabe Winter 2013

Liebe Sophienschülerinnen, liebe Sophienschüler,

wir wünschen euch ein schönes Jahr 2013,

mit Erfolg und Glück und so vielen Götterboten

wie möglich!

Pünklich zu den Zeugnisferien sorgen

wir für Beschäftigung in den Tagen ohne

Schule. Dabei haben wir uns dieses Mal

vor allem dem Thema „Film“ gewidmet.

Anlass dafür war der Dreh für die Jugendserie

„In your Dreams“ an der Sophie.

Wir haben nicht nur Interviews mit den

Hauptdarstellern geführt, sondern auch

am Dreh Fotos gemacht und den Regisseur

kennengelernt. Das Ergebnis unserer

Recherchen präsentieren wir euch in diesem

Heft (Seite 12).

Mit den Thema „Filmentstehung“ hat sich

die neue Götterboten-AG aus dem fünften

und sechsten Jahrgang beschäftigt. Im

Rahmen des Ganztagsbereichs entstehen

hier Artikel, die auch die jüngeren Jahrgänge

ansprechen.

Außerdem hat sich unsere Redaktion zu

dieser Ausgabe weiter vergrößert, worüber

wir uns sehr freuen. Habt ihr auch Lust,

beim Götterboten mitzuarbeiten? Werdet

freie oder feste Redakteure! Schickt

uns eine Mail oder kommt zu einem Redaktionstreffen

(immer montags, 13:30h,

Raum 35) für mehr Informationen. Wir

freuen uns immer über neue Gesichter,

Artikel, Bilder, Anregungen und Kritik!

Wir wünschen euch beim Lesen viel Spaß

und freuen uns über Rückmeldungen in

unserem Briefkasten im Foyer oder per

Mail (goetterbote@sophienschule.de).

Die Redaktion

Der Götterbote

3


Winter

Winter-ABC

A utsch!

Na, mal wieder ausgerutscht?

B rrrr

Jetzt wird es wieder richtig kalt

C elsius

Es gibt wieder Minusgrade.

D ezember

Ist leider schon vorbei.

E rkältung

Da bleibt fast keiner verschont…

HATSCHI!!!

F erien

Die Weihnachtsferien sind vorbei,

aber freuen wir uns doch über die vier

freien Tage...

G raupelschauer

Eine der ekligeren Seiten des Winters.

H alleluja!

Jetzt dudeln wieder überall die

Weihnachtslieder.

I gel

Sie halten jetzt Winterschlaf!

J ammern

Der Winter kann einem manchmal

ganz schön auf die Nerven gehen.

K ahl

Die Bäume, die Blumen… alles

schläft, bis auf die armen Schüler. Wie fies!

L ebkuchen

Lecker, aber leider auch ungesund.

M ehl

gehört in jeden Plätzchenteig. Und

warum sollte man die nur zu Weihnachten

essen?

N eujahr

Jetzt beginnt alles wieder von vorn.

O fen

Hier kann man sich richtig aufwärmen!

P ost

Stapelt sich zu Hause.

Q ual

Im Winter muss man sich oft richtig

aus dem Haus in die Kälte quälen, obwohl

man doch viel lieber im Warmen bleiben

will.

R uhe

Ist im Winter überall...

chlitten, Schnee, Skifahren

S Für S gibt es im Winter viel.

T annenbaumberge

Überreste der Weihnachtszeit.

U eberfuttert

Siehe T.

V erspätung

Jetzt gibt es wieder tolle Ausreden!

W interschlaf

Schade, dass die Lehrer keinen

machen!

X ylophon

Kann man ja auch im Winter spielen!

Y eah!

Vier Tage frei!

Z ugeschneit

Ist dieses Jahr hoffentlich die Schule

sm, kb, lf

4 Der Götterbote


Tipps

Tipps was man in der Schule (wenn einem

langweilig ist) machen kann!

Schlittschuhlaufen

1. Das Klassenzimmer zu einem Dschungel umdekorieren

2. Im Schrank verstecken und Elefantengeräusche machen

3. Dem Hausmeister Liebestipps geben

4. Den Lehrer an die Tafel malen

5. Einen riesigen Schneemann bauen

6. Kamillentee verteilen

7. Auf die Brille Augen malen und einschlafen

8. Auf dem Schulhof einen Badeteich anlegen

Wir haften nicht für bleibende Schäden!

ah, me

Es ist Winter, was fängt man da mit seiner

Freizeit an? Nur zu Hause sitzen und heiße

Schokolade trinken?

Von wegen, macht euch doch einen schönen

Tag auf der Eisbahn. Auch wenn ihr

nicht die Schlittschuhprofis seid, macht

es eine Menge Spaß. Für gerade mal 2,50

Euro Eintritt ( und evtl. noch 3,00 Euro

Ausleihgebühr für Schlittschuhe) kann

man im Eisstadion am Pferdeturm viel

Freude haben. Einfach nach der Schule

zum Braunschweiger Platz und von dort

aus mit der 4 oder 5 bis zum Kantplatz

fahren. Das Eisstadion hat

zwar auch am Wochenende

geöffnet, doch für Anfänger

empfiehlt es sich in

der Woche zu kommen, da

es zu dieser Zeit deutlich

leerer ist. Ebenso raten wir

zur Eisdisco, welche jeden

Donnerstagabend stattfindet.

Also wenn ihr Lust

auf coole Musik und ein

paar blaue Flecken habt,

schaut doch einfach

mal vorbei. Wir wünschen

euch viel Vergnügen.

jn

w.r.wagner/pixelio.de

Der Götterbote

5


Buchtipps

Ein Jahr ohne Juli –

Liz Kessler

„Wenn du in die Zukunft sehen könntest,

würdest du es tun?“

Es ist ein Elch entsprungen –

Andreas Steinhöfel

Mama sah zu dem großen, dunklen Loch

in der Decke hinauf, von dessen Rändern

immer noch Putz herabrieselte. „Können

Elche fliegen?“, fragte sie misstrauisch.

„Nein“, sagte Kiki, „sie können auch nicht

bergsteigen, tauchen oder Tennis spielen.

Und sprechen können sie auch nicht.“ Als

hätte er er auf diesen Moment gewartet,

öffnete der Elch die Augen. „Das ist falsch,

Kleines!“, brummte er. „Ich beherrsche fünf

Sprachen, und zwar fließend.“ „Na gut“,

gab Kiki ungerührt zurück. „Aber dafür

haben Sie auch einen amerikanischen Akzent.“

Wie jedes Jahr fahren die besten Freundinnen

Jenny und Juli nach Riverside Village

in den Urlaub. Doch als Jenny dort

in den alten Fahrstuhl steigt, bringt dieser

sie in die Zukunft. Und was sie dort sieht,

ist entsetzlich. Wird Jenny es schaffen,

die Zukunft zu verändern und ihre beste

Freundin zu behalten?

Das Buch handelt von Selbstvertrauen

und Freundschaft. Es ist anschaulich, witzig

und klug geschrieben und richtet sich

an Mädchen, die für ihre beste Freundin

alles tun würden.

sm

Mitten im Advent fällt Bertils Familie ein

Elch ins Wohnzimmer, durchs Dach und

auf Søren, den Couchtisch. Doch Mr.

Moose ist kein gewöhnlicher Elch, er mag

eingelegte Birnen und zieht den Schlitten

des Weihnachtsmannes. Aber den Weihnachtsmann,

den gibt es doch gar nicht,

denkt Bertil. Den Weihnachtsmann hat

Papa immer gespielt – bis seine Eltern

sich scheiden ließen. Wird Bertils größter

Weihnachtswunsch in Erfüllung gehen?

Eine liebevoll erzählte Geschichte über

Weihnachten, Familie und einen unglaublich

coolen Elch – nicht nur vor und zu

Weihnachten lesenswert.

lf

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green

Die sechzehnjährige Hazel Grace Lancaster

geht seit drei Jahren nicht mehr zur

Schule, seit bei ihr Krebs diagnostiziert

wurde. Sie hat kaum noch Kontakt zu Personen

ihren Alters. Sie hätte gar keinen

Kontakt mehr, wenn ihre Mutter sie nicht

zwingen würde einmal wöchentlich eine

Selbsthilfegruppe zu besuchen.

Doch ihr mangelnder Kontakt zu Gleichaltrigen

ist nicht der einzige Grund, warum

Hazel zu der ihr so verhassten Selbsthilfegruppe

gehen muss: Ihre Ärztin ist

überzeugt, dass sie an klinischer Depres-

sion leide.

„Ich bin Hazel, sagte ich, wenn ich an die

Reihe kam. Sechzehn. Ursprünglich

Schilddrüse, aber mit umfänglichen Metastasen

in der Lunge.“

Doch eines Tages ist da ein Neuer bei

der Selbsthilfegruppe, Augustus Waters.

Augustus Waters hat Angst vor dem Vergessen

und liebt Metaphern. Es kommt,

wie es kommen muss, die beiden verlieben

sich. Doch kann man eine Beziehung

eingehen, wenn man weiß, dass man bald

sterben wird? Hazel ist hin und her gerissen,

sie möchte nicht sein Leben ruinieren,

indem sie mit ihm eine zum Scheitern

verurteilte Beziehung eingeht.

Dieses Buch ist witzig andererseits aber

auch sehr traurig und es nimmt eine

überraschende Wende. Die Charaktere

sind wie in den meisten John Greens sehr

eigenartig. (Im wahrsten Sinne des Wortes!)

Ihre besonderen Vorlieben und ihr

Blick auf die Welt macht sie interessant

und charmant!

mw

6 Der Götterbote


Buchtipps

Zusammen ist man weniger allein –

Anna Gavalda

„Stell das bitte leiser.“

„Mann! Du nervst.Komm schon. Husch,

husch ins Körpchen.“

„Ist Philibert nicht da?“

„Nee, der ist bei Napoleon. Los, geh schlafen,

sag ich.“[…]

Pech für ihn, dass Camille ein paar Stunden

mit ihrer Mutter hinter sich hatte. Aber

das konnte Frank nicht wissen. Pech für

ihn also. Sie machte auf dem Absatz kehrt,

ging in sein Zimmer, trampelte über seine

Sachen, machte das Fenster auf, zog den

Stecker der Stereoanlage heraus und warf

das Ding die vier Stockwerke hinunter.

Eine Magersüchtige, die künstlerisch begabt

ist und als Putzfrau arbeitet, ein historisch

begabtes Genie, das stottert, sobald

es vor Leute tritt, ein Koch, der die

meiste Zeit des Tages schläft, um abends

zu arbeiten und seine Großmutter, die

schwieg, solange sie im Seniorenheim

war. Camille, Philibert, Frank und Paulette.

Vier völlig verschiedene Menschen,

die nach (un-)glücklichen Umständen

gemeinsam in einem Haus wohnend ein

unschlagbares Team sind, das entweder

für viel Streit oder viel Zärtlichkeit sorgt.

Während Camille kurz davor war an ihrem

Wahn zu sterben, rettet Philibert sie

aus ihrer Wohnung, was den nachtaktiven

Frank gar nicht begeistert. Während er

sich große Sorgen um seine Großmutter

macht, die seit sie im Seniorenheim untergebracht

ist schweigt, muss er sich auch

noch die sinnlosen Bemerkungen dieser

„blöden Tussi“ anhören. Doch irgendwie

kommt man immer zurecht und mit der

Zeit kommt man sich immer näher...

Er saß an der Wand, das Tablett auf den

Knien, machte eine Flasche auf und hielt

ihr ein Glas hin. Sie legte ihr Heft weg. Sie

prosteten sich zu.

„ Auf die Zukunft.“

„ Nein. Keinesfalls. Auf jetzt“, verbesserte

sie ihn. Autsch.

„ Die Zukunft. Hm... Willst... willst du...“

Sie sah ihm fest in die Augen:

„ Frank, mach mir keine Angst, wir werden

uns doch jetzt nicht verlieben?“

Er tat als hätte er sich verschluckt. „ Am,

orrgl, argh. Bist du verrückt? Natürlich

nicht!“

Dieses Buch ist total witzig, schön romantisch,

enthält sympathischen Alltag und

ist eine Leseerfahrung, dessen Weisheit

man nicht verpassen sollte. Sie lernt einen

diese stressige Welt von einer anderen

Seite zu sehen und die schönen Momente

schätzen zu lernen.

so

Die Besessene – S.B.

Hayes

„Ich bin dein schlimmster Albtraum.“

„Es ist nicht genügend Platz für uns beide

da, das musst du doch auch sehen. Und ich

will bleiben.“

„Ich bin dir immer einen Schritt voraus…

vergiss das nicht, Katy.“

Die 16-jährige Katy führt ein ganz normales

Leben eines britischen Teenagers, bis

sie eines Tages im Bus auf ein seltsames

Mädchen trifft. Sie hat leuchtendgrüne

Augen wie eine Katze und taucht überall

auf, wo Katy ist. Das Mädchen ist neu in

der Stadt, die beiden besuchen dieselbe

Schule und alle mögen die Neue, Genevieve.

Sie sieht Katy sehr ähnlich, doch

jede Eigenschaft ist bei ihr perfekter ausgeprägt.

Genevieve entpuppt sich als Katys

schlimmster Albtraum, da sie von ihrem

Leben Besitz ergreifen will. Sie spinnt

Intrigen, durch die Katy schlecht dasteht,

schleimt sich bei Katys Freundinnen ein

und macht nicht einmal vor ihrem Freund

Merlin halt. Irgendwann beschließt Katy

mit ihrem besten Freund Luke in Genevieves

Vergangenheit zu forschen und

stößt auf ein großes Geheimnis, das ihr

Leben völlig verändert.

„Die Besessene“ ist ein spannender Jugendthriller,

mit dem man sich an einem

kalten Wintertag gemütlich ins Bett kuscheln

kann. Es ist erstaunlich zu sehen,

wie ein einzelner Mensch das Leben eines

Mädchens dermaßen auf den Kopf stellen

kann. Meine Lieblingsstellen sind die Szenen,

an denen Katy und Genevieve sich

unterhalten, weil man dort die Spannung

zwischen den beiden richtig spüren kann.

kb

Der Götterbote

7


Sophie Intern

Lehrersprüche:

Das Mülleimermysterium

Herr Seiz: „Ich fang ein bisschen Gas auf

und dann zünden wir das an. Sie werden

sehen, das brennt wie die Hölle!“

Schüler: „Das find ich gut!“

Herr Isl: „So kann das ja auch dieser Affe

im Fernsehen. Wie heißt der nochmal?“

Schüler: „Charly!!!“

Schüler: „Und an der Decke hing ein

Helikopter.“

Frau Jäckel: „Ein was?“

Schüler: „Äh, ein Ventilator.“

Seit ich an der Sophienschule bin, hängt

neben dem großen Physikraum im

Hauptgebäude ein Mülleimer unter der

Decke. Als sich das Filmteam von „In

your dreams“ darüber Gedanken machte,

wozu dieser Mülleimer dort gut ist und

auch versuchte an der Schnur zuziehen (es

passierte nichts!), habe ich auch einmal einige

Vermutungen aufgestellt:

1. Beim Abistreich vor einigen Jahren

wurde eine Konfettikanone aus einem

Mülleimer gebaut und dann vergessen.

2. Ein Fünftklässler wurde in den Mülleimer

gesteckt und wohnt seitdem unter

Decke und arbeitet als Wachhund.

3. Es handelt sich um das Gefängnis der

Sophienschule. Wenn ein Schüler „böse“

war, wird er geschrumpft und zu den anderen

„Verbrechern“ gesteckt.

kb

Herr Zeidler: „Wir sind kein Kurs auf erhöhten,

wir sind ein Kurs auf überhöhten

Niveau!“

Herr Isl: „Das ist ja schön, wenn man

dement ist. Da lernt man jeden Tag neue

Leute kennen.“

Herr Zeidler nach einem technischen

Problem bei einer Powerpoint-

Präsentation: „Ja, Stecker rein, Stecker

raus hilft nicht immer - das haben die bei

Tschernobyl auch gedacht.“

Herr Seiz: „Da ist jetzt ein bisschen was

von der Säure an den Stopfen gekommen.

Sie können sich ihn am Ende der Stunde

mal angucken. Da ist nacher nichts mehr

von über... Und von meinem Finger auch

nicht!“

Frau Reese: „Damals konnte man davon

ausgehen, dass die Leute, die ins Theater

gehen, gebildet sind...“

Frau Oetzmann nimmt einen großen

Magneten vom Tisch, er fällt auseinander.

Schüler: „Haben Sie grade massives

Metall auseinandergebrochen?!“

Schulunwort 2012

Die Schule ist eine Welt für sich. Wir

haben eigene Regeln („Kuchenmitbringen“

als ultimative Strafe), eigene

Umgangsformen (Wo sonst wird

man um 14:00h noch mit „Guten

Morgen!“ begrüßt?) und sogar eine

eigene Sprache. Es gibt Wörter, die

wir nie wieder hören möchten,

wenn wir unser Abi haben!

Bei der Wahl unseres Unworts

des Jahres 2012 kamen nach einem

intensiven Brainstorming

und nachdem wir eine Mind Map erstellt

hatten und die einzelnen Wörter in einer

Tabelle verglichen und eine Erörterung

geschrieben hatten, drei Wörter in die engere

Auswahl.

Den dritten Platz im Kampf um das

Schulunwort des Jahres belegt Anforderungsbereich.

Begründung der Jury: Anforderungsbereich

quält uns etwa seit der

achten Klasse. Es hat uns Klausuren im

„klassischen Dreieraufbau“ beschert und

unzählige Vorträge, die gerne mit anderen

Platzierten zusammenhingen.

Den zweiten Platz vergeben wir an Operator.

Dieses hübsche Wort lässt zuerst an

Sci-Fi-Filme denken, in Wirklichkeit verbirgt

sich dahinter eine

Möglichkeit, Aufgabenstellungen

komplizierter

zu formulieren.

Eigentlich

war wohl das Ziel –

hoffe ich – dass der

Schüler am Operator

erkennen kann, was er

machen soll. Praktisch bedeuten

die Operatoren aber

in jedem Fach etwas anderes

und stiften damit noch größere

Verwirrung als Anforderungsbereich.

Schulunwort

2012

Mit keinem der zur Auswahl stehenden

Wörter kann man so viel anfangen wie

mit unserem Sieger: Erwerben, anwenden,

vertiefen und vermitteln, alles kein Problem.

Wie der Zweit- und Drittplatzierte

dient unser Gewinner hauptsächlich

dazu, einfache Dinge komplizierter zu

formulieren und natürlich ziemlich klug

zu wirken. Der erste Preis geht hiermit an

das Wort, das dem Deutschbuch für die

Oberstufe seinen Namen gegeben hat, in

allen Curricula auftaucht und das niemand

richtig definieren kann: Kompetenz.

lf

8 Der Götterbote


Sophie Intern

Weihnachten im Schuhkarton

„Weihnachten im Schuhkarton“ ist eine

Aktion der Organisation „Geschenke der

Hoffnung“ und hat inzwischen Tradition

an der Sophienschule.

Die Idee ist, dass Leute, die bereit sind

zu spenden, einen Schuhkarton mit Geschenkpapier

bekleben und kleine Geschenke,

wie z.B. Papier, Stifte oder Hygieneartikel,

hineinlegen. Anschließend

werden die Kartons von der Organisation

Am 10. 12. 2012 fand das alljährliche

Weihnachtskonzert in der Markuskirche

statt. Die Veranstaltung war in zweierlei

Hinsicht besonders. Zum Einen wurde

nicht wie gewohnt in der Dreifaltigkeitskirche

musiziert, und zum Anderen war

es das letzte von Frau Ovesiek organisierte

Weihnachtskonzert, da sie zum Ende des

Schuljahres in den Ruhestand geht.

Der Abend begann mit drei Stücken des

Orchesters, worauf die Begrüßung durch

Frau Helm folgte. Anschließend sangen

die Stimmbildungsgruppen und der Chor

der fünften Klassen weihnachtliche Lieder

wie „O Tannenbaum“, „Kommet ihr

Hirten“ und „Jingle Bells“. Auf das Orgelspiel

von Herrn Bornett folgte ein kurzes

an Kinder in Asien und Osteuropa verschickt,

welche sonst keine Weihnachtsgeschenke

hätten. Aber nicht nur die

beschenkten Kinder haben Spaß an dem

Projekt, auch die Schüler, die die Kartons

einpacken sind mit Begeisterung dabei

und üben sich nebenbei in Teamarbeit bei

dem Bekleben der Schuhkartons. Da fast

jedes Jahr mindestens eine Klasse an der

Aktion teilnimmt, können sich sicherlich

noch viele Kinder über Geschenke freuen.

ow

Weihnachtskonzert in der Markuskirche

Theaterstück von zwei Sechstklässlern.

Nach den Chören der sechsten, siebten

und achten Klassen und einem weiteren

Orgelspiel von Herrn Bornett sangen zwei

Musikkurse des zehnten und zwölften

Jahrgangs „So this is Christmas“ und „We

are the world“. Nach einem weiteren Theaterstück

trat der Kammerchor mit einigen

Ehemaligen auf.

Alles in einem war es ein schönes Konzert,

das einen für eine kurze Zeit den

weihnachtlichen Stress vergessen ließ. An

dieser Stelle möchte ich mich im Namen

aller Sophienschüler für den jahrelangen

musikalischen Einsatz bei Frau Ovesiek

bedanken.

kb

Lehrersprüche

Frau Reichert: „Was unterrichte ich denn

Leute, die essen?!!“

Herr Seiz: „Vielleicht brauchen wir den

Heizpilz gar nicht, denn das ist... Au! -

Kochend heiß!“

Schüler: „Nach dem Hitler-Punsch...“

Frau Jäckel: „Wie meinst du das jetzt, dass

du scharf bist?“

Frau Friedrich: „Where in the USA is it?“

Schüler: „In Canada?“

Fau Behrend stellt eine Frage.

Schüler: „Das ist jetzt gemein, ich war gerade

auf dem Klo...“

Herr Zeidler: „Vielleicht makieren sie das

Unwichtige. Dann wird weniger Farbe verbraucht.“

Busfahrer durchs Mikrofon: „Hat jemand

Kaffe dabei?“ - kurze Pause- „Wenn der

junge Herr dahinten nicht aus der Tür

geht, können wir ihn trinken!“

Herr Zeidler (voller Pathos): „Das Streben

nach Glück - ein grundlegendes menschliches

Bedürfnis!“

Schüler: „Aha.“

Schüler geht zu Beginn der Stunde auf die

Toilette

Frau Albrecht: „Na, der hat jetzt schon die

Schnauze voll.“

Schülerin wird von der Sonne geblendet,

sie: „Boah, kann mal jemand die Sonne

ausmachen?“

Der Götterbote

9


ganzseitige Anzeige Druckerei

10 Der Götterbote


Sophie Intern

Der GöBo bedankt sich

Zu diesem Winter hat die Redaktion des Götterboten von der Schule einen festen Redaktionsraum

zur Verfügung gestellt bekommen, der sich im Hauptgebäude im 3. Stock

(Raum 35) befindet. Besonders bedanken möchten wir uns bei Frau Helm, die dies

möglich gemacht hat.

Der Raum ist eine große Hilfe für uns, besonders bei anstrengenden Tätigkeiten wie

dem Layouten oder beim Planen der Ausgaben. Ihr könnt uns jeden Montag ab 13:30h

in diesem Raum finden, denn um diese Zeit finden unsere Redaktionssitzungen statt.

Selbstverständlich müsst ihr aber nicht bis montags warten, sondern könnt, wenn ihr

uns kontaktieren möchtet, uns entweder eine E-Mail schicken oder eine Nachricht in

dem GöBo-Briefkasten hinterlassen.

Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich und hoffen, dass noch viele weitere Redaktionen

diesen Raum in Anspruch nehmen können.

Lehrersprüche:

Herr Seiz: „Die Bromatome lassen wir

erstmal weg. Die habe ich nur angemalt,

weil‘s lustig aussah.“

Thema: Dramenanalyse

Schüler 1: „ „Still redende Züge“ ist eher

eine Personifikation, weil Züge nicht reden

können.“

Schüler 2: „Das kommt auf die Züge an!“

Frau Baier: „Wie könnte man denn noch

weitere Stammfunktionen bilden?“

Schüler: „Ja, also, man kann jede beliebige

Zahl ans Ende hängen, also z.B. 1 oder...“

(überlegt)

Kurs: „2!“

Schüler: „1.674.346.126!“

Herr Seiz: „Bis man bewusstlos wird

dauert‘s ne ganze Weile...“

Schülerin: „Also nix

Deutungshypothese?“

Schüler packt sein Essen aus.

Herr Zeidler schaut ihn warned an.

Schüler: „Ich wollte nicht essen, ich hab‘s

mir nur angeguckt!“

Herr Zeidler: „Sie bekommen gleich eine

Aufgabenflatrate!“

Seiz: „Wie lange denken Sie, dass das dauert?“

Schüler 1: „20 Sekunden.“

Schüler 2: „Länger!“

Herr Seiz: „Wie lange?“

Schüler 2: „21 Sekunden!“

Frau Baier: „Und dann geht ihr auf

MATH -> fnInt, dann Enter...“

(Auf dem Display erscheint das

Integralzeichen)

Kurs: „Woooooooooooow!“

Der Götterbote

11


Film

Sophie goes Hollywood: Dreharbeiten zu „In Your Dreams“

Am 27. September gegen 9:00 Uhr rollten

ca. 20 Busse und Autos an. Wieso?

Die Sophienschule wurde als Drehort für

die deutsch-australische Jugendserie „In

your dreams“ ausgewählt. Für die meisten

Schüler hieß das Unterrichtsschluss nach

der 4. Stunde. Allerdings gab es auch ca.

30 Sophienschüler, die als Statisten mitwirken

durften. Sie hatten sich im Vorfeld

bei Frau Möller gemeldet und die einzige

Bedingung war, dass man über 16 sein

musste.

Inhalt: Die Zwillinge Sam (Tessa de Josselin)

und Ben (David Delmenico) werden

für ein paar Monate von ihren Eltern zu

den von Hasenburgs geschickt, entfernten

Verwandten, die auf einem Schloss

in Niedersachsen leben. Schon bei der

Ankunft merken Sam und Ben, dass das

von außen imposante Gebäude bröckelt.

Der Besitzer, Philipp von Hasenburg

(Jörn Knebel), der mit seiner Tochter Lili

(Soma Pysall) auf dem Schloss lebt, hat

Mühe, den Schlossbetrieb mit Café und

Führungen aufrecht zu erhalten - und

für dringend notwendige Renovierungsarbeiten

ist schon lange kein Geld mehr

vorhanden. Die Teenager versuchen immer

wieder, dem Schloss neues Leben

einzuhauchen, doch das ist gar nicht so

einfach….

Die Serie wird voraussichtlich im Herbst

2013 im Kika laufen. In der Sophie wurden

Schulszenen auf dem Schulhof und

im großen Physikraum (Raum 19) ge-

dreht. Da es in der Serie Sommer sein

sollte, mussten die Schauspieler und Komparsen

bei 10 Grad in Shorts und Kleidern

drehen. Uns war schon in Jacke und Stiefeln

kalt.

Es war ein großes Gewusel, da in jeder

kurzen Pause die Maskenbildnerinnen angesaust

kamen, um die Schauspieler noch

einmal überzupudern.

Der Götterbote durfte einen Blick hinter

die Kulissen werfen und den australischen

Regisseur Ralph Strasser, die australischen

Hauptdarsteller Tessa de Josselin

und David Delmenico, sowieso die deutsche

Schauspielerin Soma Pysall (auch bekannt

als wütender Teenager aus der Ikea-

Küchenwerbung) interviewen.

Interview mit Tessa und Soma

Könnt ihr euch kurz vorstellen?

Tessa: Ich heiße Tessa, komme aus Sydney

und bin 23 jahre alt. Ich spiele Sam.

Soma: Ich heiße Soma, ich bin 16 und

komme aus Berlin. Meine Rolle heißt Lili

von Hasenburg.

Was magst du an Deutschland, Tessa?

Tessa: Da gibt es viele Dinge. Also das Essen

ist sehr gut und die Menschen sind

sehr liebenswert. Wir waren auch eine

Woche in einem kleinen Ort in Hessen.

Das war wundervoll. Die ganzen alten

Häuser und da waren süße Hunde.

Soma: Du mochtest auch die ganzen Bäume!

Tessa: Ja, die großen Bäume!

Gibt es etwas, das du nicht an Deutschland

magst?

Tessa: Oh, vielleicht das kalte Wetter

*lacht*. Ich komme aus Australien, wo es

sehr warme Sommer gibt. Aber sonst mag

ich alles.

Und bist du glücklich, bald wieder nach

Hause zu kommen?

Tessa: Ja, das wird schön. Endlich die

Freunde und die Familie wiedersehen.

Was sind deine Hobbys?

Tessa: Ähhhh, *überlegt* Surfen.

Soma: Da musst du noch überlegen?

Das ist hier in Deutschland ja etwas schwer.

Tessa: Ja!

War es für dich schwer auf Englisch zu drehen,

Soma?

Soma: Ich gehe in Berlin auf eine bilinguale

Schule und daher ist das für mich nicht

Darstellerinnen der weiblichen Hauptcharaktere

Tessa de Josselin und Soma Pysall

(v.l.)

„And Action! Ruhe, es wird gedreht!

12 Der Götterbote


Film

zu schwer.

Gab es mit der Schule Probleme wegen der

Beurlaubung?

Soma: Es hat schon ein bisschen gedauert,

weil ich ja zwei Monate nicht in der

Schule bin, aber trotzdem alle Klausuren

nachschreiben muss.

Vielen Dank für das Interview!

Interview mit David Delmenico

Wie heißt du und wie alt bist du?

Ich heiße David Delmenico und spiele

Ben. ich bin 19 Jahre alt.

Wie hast du deine Rolle bekommen?

Ich war in Sydney bei dem Casting. Es gab

mehrere Runden, aber dann wurde ich genommen.

Was magst du an Deutschland?

Alles. Das Essen, die Leute. Es ist sehr

schön…Vielleicht das Wetter. Das ist

nicht so toll.

Gehst du noch zur Schule?

Nein.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Oh, das ist schwer. Ich mag alles von Tarantino

und Chris Nolan.

Hast du schon in anderen Filmen mitgespielt?

Nein, das ist meine erste Rolle. Und ich

muss mich jetzt auch umziehen. Sorry.

Kein Problem. Danke für das Interview.

Interview mit Ralph Strasser

Wie heißen Sie und was ist Ihre Aufgabe?

Mein Name ist Ralph Strasser und ich bin

der Regisseur. Ich muss das Skript interpretieren

und überlegen, was wir heute

filmen. Ich bekomme das Skript, das von

jemand anderem geschrieben wurde und

entscheide dann, wie wir das ganze umsetzen.

Ich arbeite mit den Schauspielern

und der Crew zusammen, damit das ganze

so gut, wie möglich wird.

Haben Sie schon bei anderen Serien Regie

geführt?

Ja, ich habe schon viele Kinderserien gemacht.

Zum Beispiel waren wir 2009 in

Hamburg und haben mit demselben Team

die Serie „Emmas Chatroom“ gedreht.

Außerdem haben wir in Australien die

Serie „Blue Water High“ gedreht und in

der ersten Staffel hat auch eine Deutsche

mitgespielt.

Wie ist die Arbeit mit Kindern bzw. jungen

Leuten?

Es ist sehr gut, erfrischend und sie sind

sehr enthusiastisch. Wenn die Schauspieler

gut sind, kann das auch sehr einfach

werden.

Also ist es nicht schwer?

Meistens nicht. Wir haben gute Schauspieler,

die sehr hart arbeiten und dann

ist es leichter. Außerdem gibt es die Gastschauspieler

wie Tom, Sebastian, Alexander,

die die bösen Jungs spielen und das

ist immer sehr interessant mit anderen

Leuten.

Was ist so faszinierend an der Arbeit als

Regisseur?

Für mich ist es ein toller Job. Sehr hart,

aber wir sind immer wo anders, spielen

jeden Tag neue Szenen und kreieren neue

Dinge. Für mich ist es perfekt!

Was ist ihr Lieblingsplatz bei dieser Serie?

Diese Serie ist etwas anders, weil wir auf

der Marienburg waren. Das war sehr lange,

ca. 12 Wochen und normalerweise

sind wir nicht so lange am selben Ort.

Wir reisen viel, aber die Burg hat mir sehr

gut gefallen.

Was mögen Sie (nicht) an Deutschland?

Ich mag viel, es ist ein tolles Land. Das

Essen ist sehr gut und die Landschaft ist

auch sehr schön mit all den alten Orten

und es ist sehr anders als in Australien.

Die Leute sind nett und wir hatten eine

tolle Zeit.

Ihr Lieblingsfilm?

Oh, da fällt mir jetzt keiner ein. Bei der

Frage nach meinen Lieblingssachen fällt

mir nie etwas ein *lacht*. Ich sehe soooo

viele Filme und mag eigentlich alle.

Vielen Dank für das Interview!

Transkription und Übersetzung: kb

Fragen und Artikel: kb, so, mw

links: Australischer Hauptdarsteller David Delmenico

oben: Busse für alles, was am Set benötigt wird.

Der Götterbote

13


Film

Die Geschichte hinter dem Cover

Filmmusik

Eine Themenausgabe wollten wir schon

immer mal machen – „Film“ hat sich dafür

perfekt angeboten. Auch unser Titelbild sollte

etwas mit dem Hauptthema zu tun haben.

Der NDR Hannover hat uns freundlicherweise

eine Filmklappe zur Verfügung gestellt

und, als wir die Klappe abgeholt haben,

Studio NDR: Katharina ist professionell.

Winterdieb

auch noch einen Teil der Gebäude gezeigt.

So waren wir in den Nachrichtenstudios,

den Sendesälen, der Requisitenwerkstatt

und im Lager. Wir haben uns ziemlich gefreut,

die Studios, die wir morgens im NDR

gesehen haben, abends auf NDR zu sehen!

lf

Großer Sendesaal: Hier lief gerade die Generalprobe

für „Odyssee im Weltraum“. Der

Film wird auf einer großen Leinwand gezeigt,

die Filmmusik live von einem Orchester

dazugespielt.

Studio NDR: Zwei verschiedene „Dekorationen“,

oben ein Heer von Scheinwerfern

Sie verleiht dem Film Trauer, Kampfgeist,

Schönheit, Angst, Lust, Schutz, Ärger,

Spaß, Dramatik... Viele Emotionen,

die dem Film eine besondere Wirkung

geben und die wir manchmal länger im

Gedächtnis behalten als die genaue Handlung.

Ob nun Harry Potter, Spiderman

oder Wall-E – alle Themen bleiben uns in

Erinnerung und schallen als Ohrwürmer

durch die Welt.

Eine der größten Filmmusikproduktionsfirmen

ist die US-amerikanische Firma

„Two Steps from the Hell“, deren Musik

ihr garantiert kennt. Sie ist in vielen Filmen

abgeändert oder genau so eingebunden,

man weiß aber oft nicht, dass sie von

der Firma stammen.

„Heart of Courage“ und „Protectors of

the Earth“ sind beispielsweise Musikstücke,

bei denen ein „Ahh!“ ertönen würde,

wenn ihr sie hört. Die Firma bringt ab

und zu CDs heraus, die mit ca. 25 € zwar

relativ teuer sind, allerdings auch sehr zu

empfehlen, weil man durch sie praktisch

nicht einen Film, sondern mehrere gleichzeitig

schaut.

Wenn ihr Interesse bekommen habt, hört

euch doch einfach mal Stücke zB. Bei You-

Tube an:

Regie: Ursula Meier

Darsteller: Léa Seydoux, Kacey Mottet Klein

Dieser Film zeigt einen Schauplatz für Armut,

der sehr ungewöhnlich ist: die Berge.

Dort muss ein zwölfjähriger Junge namens

Simon für den eigenen Lebensunterhalt

und den seiner „großen Schwester“ sorgen.

Doch wie soll ein kleiner Junge Geld

verdienen? Ganz einfach, er bestiehlt die

reichen Urlauber, die ihre Winterferien

in den Bergen verbringen. Er kennt alle

möglichen Verstecke für das gestohlene

Gut und fährt jeden morgen mit einer

Seilbahn aus dem Tal, wo er wohnt, auf

den Berg zu den Skipisten. Von Weitem

fällt einem der kleine Dieb auch kaum auf,

der angezogen ist wie alle anderen auch

und gemäßigten Schrittes sicher auf seine

Beute zugeht.

Seine „große Schwester“ Louise, die mit

ihm in einem Hochhaus mitten im Nirgendwo

wohnt, ist absolut unzuverlässig,

lieblos, undankbar und unliebenswürdig.

Sie wirft sich jede Nacht einem neuen Verehrer

in die Arme. Ob er alleine klarkomme,

fragt ihn seine Schwester jedesmal,

bevor sie mit einem dieser Freunde tagelang

verschwindet. Sie erwartet eigentlich

keine Antwort, sie nimmt ohnehin kaum

Rücksicht auf ihn.

Eines Tages lernt er eine glückliche Familie

kennen, die in den Bergen ihren Urlaub

macht, eine Engländerin mit ihren

zwei Kindern. Dort hofft er endlich die

Nähe zu finden, die ihm seine „Schwester“

nie gegeben hat.

mw

http://www.youtube.com/

watch?v=LRLdhFVzqt4 ,

http://www.youtube.com/watch?

v=4f3WYpP9xT4 ,

http://www.youtube.com/

watch?v=owzqRXg9pOg

so

14 Der Götterbote


GöBo-AG/Film

Wie entsteht ein Film?

GöBo-AG

Wenn ein Film produziert werden soll,

wird zuerst ein Drehbuch geschrieben. In

dem stehen – wie in einem Buch – die Geschichten,

aber auch Handlungsanweisungen

für die Schauspieler Beschreibungen.

Der kleinste Teil der Drehbücher wird

verfilmt. Oft liegt das daran, dass das Geld

fehlt. Darin besteht nämlich der nächste

Schritt bei der Produktion: Die Finanzierung

des Films muss organisiert werden,

ein Produzent muss gefunden werden.

Wenn das geschafft ist, wird das Team aus

Kameraleuten, Regie, Schauspielern und

allen, die sonst noch dazugehören, zusammengestellt.

Dann wird gedreht. Die einzelnen

Szenen werden aus verschiedenen

Blickwinkeln und Perspektiven mehrmals

gefilmt. Aus dem Material wird dann in

der „Postprodukion“ ein Film geschnitten.

Die „Cutter“ (engl. to cut) machen aus den

gefilmten Szenen also einen ganzen Film,

wie wir ihn kennen.

lf

Das Drehbuch

Um einen Film zu machen, braucht man

ein Drehbuch. In einem Drehbuch steht

die Geschichte, die Charaktere werden

beschrieben und es dauert ziemlich lange,

bis ein Drehbuch endgültig fertig ist. Der

grobe Entwurf mit der Geschichte wird

an Produktionsfirmen und Fernsehsender

geschickt. Wenn es Interessen gibt, arbeitet

das Team es komplett aus. Im Drehbuch

werden die Situationen genau beschrieben,

z.B. das Wetter oder die Geräusche.

Manche Autoren beschreiben genauer,

manche weniger. Das Drehbuch gibt dem

Kameramann auch Anweisungen. Auch

die Stylisten haben die Anweisungen aus

dem Drehbuch. Das Drehbuch ist aber

auch nur eine Vorlage. Manchmal

wird das Kostüm

oder die Kameraeinstellung

spontan

geändert.

Die Schauspieler

lernen ihren

Text aus

dem Drehbuch.

Je nach

Vorgabe darf der

Schauspieler auch

improvisieren. Ein

Drehbuch ist sehr wichtig

um einen Film zu drehen, da viele

Leute davon profitieren.

Das Filmen

Zum Filmen für TV und Film braucht

man eine Kamera. Wenn man einen Film

dreht, werden Zelluloidnegative belichtet.

Im TV werden die Bilder auf einem

Magnetband gespeichert. Für den Kameramann

bzw. -frau ist es anstrengend zu

filmen, doch auch sehr spannend und

abwechslungsreich. In einer Einstellung

werden häufig Weitwinkel, aber auch

Nahaufnahmen benutzt. Ohne Kamera

würde es keinen Film geben.

cs

cs

Der Schnitt

Szenen können Gesichter, die immer

gleich gucken, anders aussehen lassen.

Vor einigen Jahrzehnten wurden Filmbänder

noch mit einer Schere geschnitten

und mit Klebstoff zu einem

Film zusammengeklebt. Ebenfalls

wichtig ist der Ton, der Gefühle

untermalen und

verstärken kann. Dann

ist alles fertig!

nw, ah

Der erste Film

Die ersten Filme wurden

von den Brüdern

Skladanowsky und Lumière

entwickelt. Beide nutzten das

Prinzip, dass Bilder, die schnell

nacheinander ablaufen, zu einer Bewegung

verschmelzen. Auch heute sind Filme

aus vielen Tausenden Einzelbildern

zusammengesetzt. Die Brüder Skladanowsky,

Emil und Max, gründeten mit ihrem

Vater ein Unternehmen zur Produktion

von mechanisch bewegten Bildern.

Die Skladanowskys zogen auf einer Tournee

durch Deutschland und Europa. Die

erste Vorstellung fand am 18. November

1879 in der Friedrichstraße statt. Nach einiger

Zeit zog sich der Vater aus dem Unternehmen

zurück. Mit der Qualität der

gemalten Bilder unzufrieden, experimentierten

sie mit fotografischen Bildsequenzen.

Sie brachten die erste Filmkamera,

später noch einen Projektionsapparat

(Biocop) heraus. Die Brüder Lumière haben

den Cinématographen miterfunden –

ihre erste Filme hießen: „Die Ankunft eines

Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat“,

„Am Börsenplatz im Lyon“, „Schmied an

der Arbeit“, „Bèbè beim Fischfang“ oder

„Eine Feuerbrunst“.

ad, ag, lf

Bilder: me

Der Götterbote

15


Film

Drehe deinen eigenen Film!

Du wolltest schon immer deinen eigenen

Film drehen? Worauf wartest du noch?

Plane und drehe mit deinen Freunden

deinen eigenen Film. Du kannst auch

einen „Stop-and-go“- Trickfilm (z.B. mit

Knetgummi-Figuren) drehen, das geht

auch allein. Werde selbst zum Schauspieler,

Kameramann, Drehbuchautor oder

Regisseur! Dreht euren eigenen Kurzfilm!

1. Als erstes braucht ihr eine gute Geschichte.

Sammelt Ideen. Denkt daran,

dass sie sich auch umsetzen lassen müssen!

Die Geschichte muss für den Zuschauer

verständlich sein. Achtet also

darauf, dass eure Geschichte nicht zu

kompliziert wird.

2. Nun geht es ins Detail: Setze deine Ideen

in ein Storyboard oder ein Drehbuch

um. Was soll wann und warum gezeigt

werden? Welchen Bildausschnitt (Einstellungsgröße)

und welche Perspektive willst

du wählen und was willst du damit bewirken?

Soll die Kamera sich bewegen? In

den Erklärungen könnt ihr „Einstellungsgröße“

und „Perspektive“ nachschlagen.

Am besten zeichnet ihr eure Geschichte

in einem Storyboard auf. Zeichne ganz

vereinfacht mit Strichmännchen, welche

Person wo stehen soll und wie die Einstellungsgröße

gewählt sein sollte (der Ausschnitt

des Bildes). Als Notiz schreibt ihr

dazu, was die Person(en) tun sollen.

Das Storyboard ist eine Menge Arbeit,

weil in einer Minute in einem professionellen

Film oft mindestens 10 Schnitte

sind, also 10-mal von einer Einstellung zu

einer anderen gewechselt wird. Aber die

Arbeit lohnt sich! Ihr braucht ein Storyboard,

um den Dreh zu organisieren, besonders

wenn ihr Statisten einsetzt. Auch

für den Schnitt später

ist es wichtig.

3. An welchen Orten

wollt ihr drehen?

Tragt das in

euer Storyboard

zu den jeweiligen

Sequenzen oder

Einstellungen ein.

Dreht die Einstellungen

nicht nach

der Reihenfolge, in

der sie später im

Film sein sollen,

sondern ordnet

nach Drehorten in

einem Drehplan.

Wenn ihr zu einem

Drehort geht,

dreht ihr dort alle

Einstellungen bzw.

Sequenzen, die

dort spielen. Sonst

müsst ihr für jede

Einstellung dorthin

zurückkehren.

Später beim Schnitt

müsst ihr die Einstellungen

sowieso

neu ordnen und die

Einstellungen aussortieren,

bei denen

etwas falsch ist. Plant in euren Drehplan

auch schon den Schnitt ein. Die Sequenzen,

die ihr schon vollständig gedreht

habt, könnt ihr schon schneiden, bevor

ihr mit allem fertig seid. So habt ihr mehr

Abwechslung und müsst nicht am Ende

alles an einem Stück schneiden. Das ist

nämlich ziemlich anstrengend...

4. Verteilt Rollen.

Wer will Schauspieler sein? Wer möchte

welche Rolle spielen? Wer möchte gerne

Regie führen und mit dem Storyboard

alles organisieren: Wer macht was? Wer

steht wo? Alle bereit? Kameramann und

Schauspielern den Einsatz geben und

auch das Zeichen geben, wenn die Kamera

nicht mehr laufen soll und die Einstellung

zu Ende ist. Der Regisseur ist besonders

dann wichtig, wenn ihr mit Statisten

arbeitet, die keinen Überblick über den

Ablauf haben. Wer will Kameramann

sein? Die Kamera bedienen, in die richtige

Position bringen und die Einstellungsgröße

nach Anweisung des Regisseurs

einstellen. Achtet darauf, die Kamera lieber

etwas länger laufen zu lassen als nötig.

Den überschüssigen Teil könnt ihr im

Schnitt entfernen, wenn aber der Anfang

oder das Ende der Einstellung fehlt, müsst

ihr sie nochmal drehen. Bis auf die Schauspieler

könnt ihr eure Aufgaben auch oft

tauschen, jeder kann mal Kameramann

sein und jeder kann mal Regie führen.

Dann habt ihr auch mehr Abwechslung.

Ihr braucht euch bloß zu einigen, wer in

welcher Einstellung filmt und wer wann

Regie führt.

5. Welche Requisiten braucht ihr? Braucht

ihr eventuell Kostüme?

6. Braucht ihr Statisten? Für welche Sequenzen?

Fragt Freunde, Familie oder

Leute aus der Schule. Meistens finden sich

viele, die mal in einem Film mitspielen

wollen. Wichtig ist, dass ihr genau geplant

habt, für welche Sequenzen ihr die

Statisten braucht. Dreht diese hintereinander,

damit die Statisten nicht zweimal

kommen müssen. Überlegt euch, was sie

genau tun sollen, sonst langweiligen sie

sich :)

16 Der Götterbote


Film

7. Achtet darauf, dass beim Dreh alle leise

sind und die Schauspieler laut genug sind.

Hintergrundgeräusche stören später im

Film.

8. Denkt daran, dass ihr eure Einstellungen

immer nur im Querformat oder immer

nur im Hochformat dreht! Ihr dürft

auf keinen Fall zwischen Hoch- und Querformat

wechseln, sonst läuft am Ende ein

Teil des Filmes falschherum. Normalerweise

dreht man im Querformat.

9. Jetzt kommt der Schnitt. Dafür gibt es

spezielle Computerprograme zu kaufen,

aber die meisten Rechner sind mit einem

einfachen Schnittprogramm ausgestattet.

Ein einfaches Programm reicht. Sollte

keiner von euch ein Schnittprogramm

haben, stellt euch das Medienzentrum

am Altenbekener Damm nach Absprache

Schnittplätze zur Verfügung, wenn ihr euren

Film beim Filmwettbewerb „Hannover

Filmklappe“ einsenden wollt. Je nach

Stimmung im Film müsst ihr viel schneiden.

Sind es ruhige Szenen, gibt es wenige

Schnitte, wenn es spannend ist. wird die

Länge der einzelnen Einstellungen stark

verkürzt. Achtet darauf, dass die Einstellungen

genau aneinander passen. Das, was

eine Person tut, darf nicht doppelt oder

dreifach hintereinander in verschiedenen

Einstellungen gezeigt werden, sondern

die Handlung soll in verschiedenen Einstellungen

gezeigt werden, ohne dass die

Handlung mehrfach gezeigt wird. Beispiel:

Eine Person geht eine Strecke, zuerst über

Asphalt und endet im Wald. Angenommen,

dass ihr die Füße der Person groß

aufgenommen habt und eine Halbtotale

von Person und näherer Umgebung. Also

startet ihr z.B. mit der Halbtotalen, um zu

zeigen worum es geht. Jetzt ist es wichtig,

dass die Person in dieser Einstellung, die

ihr als erste nehmt, zu Beginn noch auf

dem Asphalt ist. Wenn ihr einen Schnitt

macht, sobald die Person im Wald ist und

ihr jetzt zur Großaufnahme von den Füßen

wechselt, ist es wichtig, dass die Füße

jetzt auch wirklich in der Einstellung auf

Waldboden laufen. Wechselt ihr wieder

zurück zur Halbtotalen, könnt ihr sie nicht

ab der Stelle weiterverwenden, wo ihr sie

weggeschnitten habt, sondern müsst euch

denken, dass die Handlung ja während

der Großaufnahme der Füße weitergelaufen

ist. Also kürzt ihr den Anfang der

zweiten Hälfte der Halbtotalen um die

Zeit, die die dazwischen eingeschobene

Großaufnahme benötigt. Dadurch bleibt

es eine fortlaufende Bewegung. Wenn es

Orts- oder Zeitsprünge gibt, wählt eine

Überblendung in eurem Schnittprogramm

aus, damit der Zuschauer diese

Veränderung wahrnimmt und versteht.

Es kann passieren, dass ihr beim Schnitt

merkt, dass in Einstellungen Fehler sind

oder dass ihr die Einstellung gerne noch

einmal aus einer anderen Perspektive bzw.

in einer anderen Einstellungsgröße zeigen

würdet. Dann müsst ihr die Einstellungen

nochmal drehen.

10. Als letztes unterlegt ihr euren Film mit

Musik, die zu der jeweiligen Szene passt.

Derjenige, der die Rechte an der Musik

hat, muss damit einverstanden sein. Im

Internet findet ihr Seiten mit kostenloser,

GEMA-freier Musik, die weiterverwendet

werden darf. Ihr könnt auch selbst Musik

machen. In manchen Szenen passt es aber

auch besser, wenn es einfach leise ist, während

viele action-lastigen Szenen durch

Filmmusik noch viel spannender werden

können.

11. Wie wäre es mit einem Abspann?

me

Jetzt könnt ihr endlich euren Film stolz

vorführen!

Plant genügend Zeit ein. Seid nicht enttäuscht,

wenn alles länger dauert als gedacht.

Schon hinter einem sehr, sehr

kurzen Film steckt sehr viel Arbeit. An

Kinofilmen wird jahrelang gearbeitet...

Ihr werdet auf keinen Fall einen Film an

einem Nachmittag drehen können, wenn

ihr nach den Schritten 1- 11 vorgeht. Ja,

die Vorarbeit dauert lange, aber sie lohnt

sich! Die Planung und der Schnitt brauchen

oft länger als der Dreh selbst.

Habt viel Geduld! Der Aufwand lohnt

sich! Für diejenigen, die nicht so viel Zeit

haben: Ihr könnt ja auch erst mal mit einem

weniger professionellen Film anfangen.

Für die, die gar keine Zeit haben: Jetzt

habt ihr wenigstens verstanden, wie in

etwa ein Film entsteht und wie viel Arbeit

dahinter steckt.

er

Der Götterbote

17


Film

Sequenz und Einstellung

Ein Film besteht aus vielen Sequenzen,

eine Sequenz aus vielen Einstellungen.

Eine Einstellung dauert so lange, wie die

Kamera läuft. Eine Einstellung reicht also

von „Kamera an bis Kamera aus“.

Einstellungsgrößen

Um den Film interessanter zu gestalten,

wird mit verschiedenen Einstellungsgrößen

gearbeitet. Eine Einstellungsgröße ist

der Bildausschnitt. Oft gibt es fließende

Übergänge zwischen den Einstellungen,

manchmal ist nicht genau zu sagen, ob

es sich z.B. um eine klein gewählte Totale

oder eine groß ausgefallene Halbtotale

handelt.

Totale

Mit der Totalen könnt ihr einen Überblick

über den Handlungsort und die

Situation geben. Deshalb wird sie oft zu

Beginn einer neuen Szene eingesetzt. Die

komplette Handlung wird gezeigt, mehrere

Personen können gleichzeitig handeln

und die komplette Körpersprache

ist sichtbar. Aber Details und Mimik sind

eher schlecht zu erkennen.

Amerikanische

Eine Person wird von der Hüfte an aufwärts

gezeigt. Bewegungen von Armen

und Händen werden betont. Man kann

die Gefühle der Person erkennen.

Halbnahe

Die Figuren werden etwa bis zum Bauchnabel

in ihrem näheren Umfeld gezeigt.

Mimik, Gestik und Körpersprache sind

zu erkennen. Das Umfeld der Personen ist

zwar noch sichtbar, wird hier aber nicht

betont.

Große/ Großaufnahme

Die Mimik wird betont, aber es könnten

auch z.B. nur die Hände gezeigt werden.

Detailaufnahme

Die Detailaufnahme rückt kleine, wichtige

Dinge in den Vordergrund. So kann

z.B. eine Detailaufnahme eines Auges viel

über die Gefühle der Person aussagen,

aber auch ein Gegenstand kann gezeigt

werden, der im Film eine große Rolle

spielt oder symbolisch für etwas steht. Im

Beispielbild siehst du den Ehering eines

Mannes. Die Detailaufnahme lenkt die

Aufmerksamkeit des Zuschauers auf den

Ring und er erkennt, dass der Mann verheiratet

ist. Im Film könnte diese Tatsache

sehr wichtig sein.

Halbtotale

Die Kamera ist näher am Geschehen dran

und Handlungen sind besser erkennbar.

Die handelnde Person wird mit ihrem

Umfeld gezeigt.

Nahe/ Nahaufnahme

Personen werden ab der Brust aufwärts

gezeigt. Mimik ist zu erkennen, der Hintergrund

wird unwichtig.

er

me

18 Der Götterbote


Film

Perspektive

Auch die Perspektive, aus der gefilmt wird, kann viel bewirken. So kann etwas aus verschiedenen Höhen oder Blickwinkeln gezeigt

werden z.B. von oben oder unten.

er

Normalsicht

Personen werden auf Augenhöhe gefilmt.

Das wirkt neutral, der Zuschauer befindet

sich auf Augenhöhe mit den Charakteren

auch diese haben ausgeglichene Machtverhältnisse.

Untersicht/ Froschperspektive

Es wird von unten gefilmt. Die Sequenz

oder Einstellung wirkt dadurch bedrohlicher,

gezeigte Personen können größer

und mächtiger wirken. Das gilt auch

für Gegenstände oder z.B. Gebäude. Die

Froschperspektive ist eine extreme Form

der Untersicht.

Obersicht/ Aufsicht/ Vogelperspektive

Es wird von oben gefilmt. Motive wirken

kleiner und unscheinbarer. Personen

können schwach oder jemanden anderes

untergeordnet und unterlegen wirken. So

kann auch gezeigt werden, wie schwach

oder unwichtig sich die Personen fühlen.

Hannover Filmklappe 2013 – Ein Kurzfilmwettbewerb für Schüler

Werde selbst zum Schauspieler, Kameramann,

Drehbuchautor oder Regisseur!

Dreht euren eigenen Kurzfilm! Egal ob

Trickfilm oder mit Schauspielern, Dokumentation

oder eine Geschichte mit viel

Spannung, ob ihr als Gruppe oder in Einzelarbeit

dreht – beim Kurzfilmwettbewerb

„Hannover Filmklappe“ sind euch

(fast) keine Grenzen gesetzt. Ihr entscheidet

über Thema und Handlung und erfin-

Rainer Sturm/ pixelio.de

det eure eigene Geschichte. Der Artikel

„Drehe deinen eigenen Film“ könnte euch

beim Entwickeln eures Films weiterhelfen.

Nach Absprache könnt ihr vom Medienzentrum

am Altenbekener Damm unterstützt

werden, dort werden z.B. Schnittplätze

zur Verfügung gestellt und ihr

könnt euch Kameras usw. ausleihen. Bewertet

werden die Idee und ihre Umsetzung,

die schauspielerischen Leistungen,

der Einsatz filmischer Mittel und natürlich,

ob die Geschichte für den Zuschauer

nachvollziehbar ist.

Die verschiedenen Schulformen und Jahrgangsstufen

(5-7, 8-10, 11-12) werden getrennt

von einander bewertet. Dieses Jahr

wird es bereits zum zweiten Mal einen

Sonderpreis für Dokumentarfilme vergeben.

Für die Erstplazierten gibt es 200

Euro zu gewinnen und sie nehmen automatisch

an der Filmklappe Niedersachsen

teil. Wenn sie auch dort erfolgreich sind,

können sie sich für das Filmfest in Uelzen

qualifizieren, wo wiederum Teilnehmer

für das hannoversche „up and coming

International Film Festival Hannover“

ausgewählt werden. Die Zweitplazierten

gewinnen einen Kinobesuch mit Freigetränk.

Alle Teilnehmer bekommen eine

Urkunde.

Einsendeschluss ist der 30. April 2013.

Ihr könnt euch z.B. unter www.kunstregionhannover.de/2012/11/21/regietalente-gesucht-filmklappe/

weiter über den

Wettbewerb informieren.

er

Der Götterbote

19


Film

Sehenswert

Welche Filme muss man gesehen haben?

Vielleicht fangt ihr mit diesen an:

Some like it hot (Manche mögens heiß)

Die Kultkomödie von Billy Wilder erzählt

die Geschichte zweier verarmter Musiker

aus Chicago, Jerry und Joe, die ihr letztes

Geld in ein Hunderennen gesteckt haben.

Doch dann hören sie in einer Agentur

davon, dass ein Bass und ein Saxophon

für eine Damenkapelle gesucht werden.

Kann sie ihr Geschlecht wirklich daran

hindern der Kapelle beizutreten?

My Blueberry Nights

Die frischgetrennte Elizabeth heilt ihren

Liebeskummer, indem sie bis spät in die

Nacht hinein in Gesellschaft des Café Besitzers

Jeremy, Blueberry Pie isst. Doch

eines Abends beschließt sie zu gehen und

nimmt dabei den längsten Weg über die

Straße...

Marnie

Marnie ist eine selbstständige Frau, die

sich jedoch als neurotische Kleptomanin

entpuppt. Ihr Vorgesetzter erwischt sie

jedoch bei einem Diebstahl und erpresst

sie ihn zu heiraten. Zudem hat Marnie

panische Angst vor Gewittern und sieht

im wahrsten Sinne des Wortes rot.

I killed my mother (J‘ai tué ma mère)

Hubert Minel ist sechzehn und hasst seine

Mutter. Er kann sie nicht ertragen, mit

ihrer kitschigen Deko und den getiegerten

Lampenschirmen. Hier geht es um

Hass und Liebe, unter anderem auch zur

Literatur und Kunst.

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Jim Stark ist mit seiner Familie gerade

nach Los Angeles gezogen. Er fühlt sich

von allen missverstanden, ist cholerisch

und launisch. Außerdem wirft er seinem

Vater vor, kein Vorbild für ihn zu sein, da

dieser von seiner Frau und seiner Schwiegermutter

herumkommandiert wird. Ein

Film über die „lost generation“.

Death Proof - Todsicher

Mehrere Generationen von Mädchen

werden in der Einöde der amerikanischen

Highways von Stuntman Mike gejagt und

verstümmelt. Doch einige Mädchen lassen

sich nicht unterkriegen - todsicher!

Nemo

Ein behinderter Junge wird entführt. Sein

verwitweter Vater kann sich nur auf eine

zufällig getroffene Geisteskranke verlassen,

als es darum geht, seinen Sohn aus

der Gefangenschaft zu befreien. In fantastischen

Nebenrollen: Ein cooler Dude

und vegetarisch denkende Gangster -

Haie. Muss ich noch erwähnen, dass es

um Fische geht?

Jenseits von Eden

Caleb Trask ist ein gesellschaftlicher Außenseiter,

den sein Vater kaum beachtet

und dem ständig vorgeworfen wird, nicht

so erfolgreich und vernünftig zu sein wie

sein Bruder Aaron. Caleb versucht verzweifelt

die Zuneigung seines Vaters zu

erlangen, doch gerade als die familiäre

Situation aussichtslos scheint, ist Caleb

derjenige, der nicht den Verstand verliert.

Paris je t‘aime

Dieser Episodenfilm ist eine Liebeserklärung

an die Stadt. Jede Episode ist einem

Arrondissment (Viertel) von Paris gewidmet.Dort

treffen die unterschiedlichsten

Kulturen und Formen von Liebe aufeinander.

Drive

Der wortkarge, namenslose Driver verdient

tagsüber sein Geld als Stuntman.

Nachts arbeitet er als Fluchtfahrer für

Gangster in Los Angeles.

Spiel mir das Lied vom Tod

Der Western überhaupt.

Die Reifeprüfung

Ben hat einen glänzenden Collegeabschluss

gemacht. Aber was soll er mit seinem

Leben anfangen? Wieder zu Hause

beginnt er eine Affäre mit einer verheirateten

Freundin seiner Mutter – bis er sich

in ihre Tochter verliebt.

Ich, einfach unverbesserlich

Der Super-Schurke Gru will den Mond

klauen. Aber genau das will auch sein

Konkurrent Vektor („Ich bin nicht mehr

Viktor! Viktor war mein Strebername.

Jetzt bin ich Vektor!“). Als dann auch

noch drei kleine Waisenmädchen Gru

unbedingt als neuen Papi haben wollen,

gerät sein Ruf als Super-Schurke ernsthaft

in Gefahr.... und dann sind da natürlich

noch die kleinen gelben Minions!

Casablanca

Der berühmte Film mit Humphrey Bogart

und Ingrid Bergman handelt von Flüchtlingen

des Vichy-Regimes zur Zeit des 2.

Weltkrieges nach Casablanca ins französische

Marokko. Dort findet sich auch ein

ehemaliges Liebespaar wieder... As time

goes by.

Frühstück bei Tiffany

Hollys (Audrey Hepburn) Traum ist es,

reich zu heiraten. Sie führt ein exzessives

Leben als New Yorker Partygirl. Nachdem

sie eine Freundschaft zum neuen Mieter

in ihrem Haus aufgebaut hat, holt ihre

Vergangenheit sie ein.

Psycho

Die Szene, die den Mord in der Dusche

darstellt, gilt, obwohl sie vor allem aus Andeutungen

besteht, als eine der verstörensten

der Filmgeschichte. Die hat „Psycho“

jedenfalls mitgeschrieben.

20 Der Götterbote


Film

Die Vögel

Riesige Schwärme Vögel greifen Menschen

an.

Das Leben des Brian

Das Leben des wahren Messias wurde verfilmt

– epische Kämpfe zwischen den Römern

und dem judäischen Volk. Oder war

es der Kampf zwischen der Judäischen

Volksfront und der Volksfront von Judäa?

Die Ritter der Kokusnuss

König Artus tut so, als ob er durch England

reitet. Währenddessen lernt Artus immer

wieder mehr oder weniger heldenhafte

Männer kennen, die zu Rittern der Tafelrunde

werden. Sie wollen ihr Land gegen

die Franzosen verteidigen und den heiligen

Gral finden. Auf dieser Suche müssen

sie großen Gefahren trotzen, eine davon

ist das blutrünstige Killerkaninchen... Sie

treffen sehr spezielle Leute - und Gott.

The Rocky Horror Picture Show

Das junge Pärchen Brad und Janet bleibt

mitten im Wald mit dem Auto liegen. Sie

suchen Zuflucht in einem alten Schloss.

Die Bewohner hatten sie sich etwas anders

vorgestellt. The Rocky Horror Picture

Show ist die Verfilmung eines Musicals.

Inklusive eines ziemlich süßen Transvestiten

und dem Kultstück „Time Warp“.

Die Blechtrommel

Ein kleiner Junge hört aus Protest gegen

die Erwachsenen auf zu wachsen und

fängt an zu trommeln.

The Artist

Hollywood im Jahr 1927: Der Stummfilmschauspieler

George Valentin ist ein gefeierter

Star. Während er sich im Glanze seines

Ruhmes sonnt, entdeckt er die junge

Peppy Miller. George sieht jedoch mehr in

der jungen Frau als nur eine Statistin und

beginnt, ihr Talent zu fördern. Doch das

glamouröse Leben des George Valentin

ändert sich schlagartig, als der Tonfilm in

Hollywood Einzug hält. Wo sein Stern zu

verblassen droht, geht der von Peppy gerade

erst auf.

Brokeback Mountain

Wyoming 1963. Zwei junge Männer lernen

sich bei der harten Arbeit in der Einsamkeit

der Berge kennen - und verlieben

sich. Doch beide heiraten Frauen und

gründen Familien, denn Homosexualität

wird von der Gesellschaft nicht geduldet.

Sie können einander aber nicht vergessen

und treffen sich in den Bergen, wo sie frei

sind. Doch auch dort sind sie nicht mehr

sicher.

Kletter-Ida

Der Vater der zwöfljährigen Ida ist schwer

krank und während die Mutter versucht

einen Kredit für die teuere lebensrettende

Operation zu bekommen, beschließt Ida

mit ihren Freunden eine Bank auszurauben,

um den Vater zu retten.

Hände weg von Mississippi

Die zehnjährige Emma verbringt die

Sommeferien bei ihrer Großmutter Dolly

auf dem Land. Als sie ankommt, erfährt

sie, dass der alte Herr Klippersbusch gestorben

ist und sein Pferd Mississippi an

seinen bösen Neffen, den „Aligator“ vermacht

hat. Dieser möchte Mississippi zur

Schlachtung freigeben, doch dies möchte

Emma unbedingt verhindern.

Hanni & Nanni

Nachdem die Zwillinge Hanni und Nanni

zum Diebstahl beschuldigt wurden, werden

sie von ihren Eltern auf das Internat

Lindenhof geschickt. Während Nanni

schnell Freunde findet, tut sich Hanni

schwer mit der Situation. Als dann herauskommt,

dass die beiden nicht schuldig

sind, stellt sich heraus, wer wirklich ihre

Freunde sind.

Wer früher stirbt ist länger tot

Als der kleine Sebastian erfährt, dass seine

Mutter bei seiner Geburt gestorben ist,

ist er der Überzeugung, dass er später im

Fegefeuer landen wird. Daher möchte er

seine Seele mit guten Taten reinwaschen.

Er beschließt, dass er seinen Vater verkuppeln

muss und dieser lernt Veronika

kennen. Allerdings ist dieser verheiratet.

Die Lösung: Ihr Mann muss sterben.

Street Dance

Die junge Tänzerin und Choreografin

Carly hat sich zusammen mit ihrer Streetdance-Crew

für die UK Street Dance

Meisterschaften qualifiziert.

Matrix

Die Menschheit wird von Maschinenwesen

in einer virtuellen Welt, der Matrix,

zur Energiegewinnung gefangen gehalten.

Natürlich ahnen die Menschen nichts

davon. Gibt es überhaupt eine Möglichkeit

für sie, zu kämpfen?

Wall-E

Die Geschichte eines Roboters, der die

Erde aufräumt, sich verliebt und die Erde

rettet.

Fortsetzung Seite 22

PALMEra/ pixelio.de

Der Götterbote

21


Film

Beim Leben meiner Schwester

Die Geschichte eines Mädchens, das

geboren wurde, um ihrer totkranken

Schwester Organe zu spenden.

Vincent will Meer

Die Tragikomödie handelt von dem jungen

tourettekranken Vincent, der nach

dem Tod seiner Mutter in einer Klinik

den Zwangsneurotiker Alexander und

die magersüchtige Marie kennenlernt

und mit den beiden in einer Nacht-und-

Nebel-Aktion auf eigene Faust in Richtung

Italien entflieht.

Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Lila ist 17 Jahre alt und hat ein Jahr als

Austauschschülerin in den USA gelebt.

Nachdem sie wieder zu Hause angekommen

ist, lernt sie den Sänger Chriz kennen,

weiß nicht, um wen es sich handelt

und beide verlieben sich in einander...

Der Fluch der Karibik

Ein Piratenfilm, irgendwo zwischen Komödie

und Abenteuerfilm, mit Johnny

Depp in der Hauptrolle: Captain Jack

Sparrow.

Hachiko- eine wunderbare Freundschaft

Eines Tages kommt ein Hund namens

Hatchiko zu einem alten Mann, der ihn

sofort lieb gewinnt. Eines Tages kommt

der alte Mann nicht zurück und Hatchiko

macht sich furchtbare Sorgen.

Ziemlich beste Freunde

Der junge Schwarze Dris ist vorbestraft

und arbeitslos. Dann fängt er an, als Pfleger

für den reichen, gebildeten und querschnittsgelähmten

Philipe zu arbeiten.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine

Freundschaft, die ihr Leben verändert.

Die Redaktion

Noch mehr Filme

The day after Tomorrow

Der Brief für den König

Der Goldene Kompass

Der König der Löwen

Vom Winde verweht

Der Herr der Ringe

Freche Mädchen

Sherlock Holmes

Da Vinci Code

Shutter Island

Transformers

The Avangers

Sieben Leben

Monster-AG

Madagaskar

Spiderman

Black Swan

Star Wars

Twilight

Narnia

Juno

To Rome with Love

Regie: Woody Allen

Darsteller: Woody Allen, Penelope Cruz,

Jesse Eisenberg, Roberto Benigni

In diesem Film geht es um die Liebe in

all ihren Facetten. Das frisch verheiratete

Ehepaar Milly und Antonio kommt

nach Rom, da Antonio dort Karriere

zu machen hofft. Vor einem wichtigen

Geschäftsessen möchte Milly noch einmal

zum Friseur, findet allerdings den

Weg nicht. Verirrt in den Gassen Roms,

trifft sie ihren Traummann, einen weltberühmten

italienischen Filmstar. Sie

möchten in seinem Hotelzimmer miteinander

schlafen. Sie werden jedoch von

seiner Frau und einem Dieb überrascht.

Währenddessen findet das Geschäftsessen

von seiner Frau statt, zu dem Antonio

von der Prostituierten Anna begleitet

wird. Diese kam in sein Hotelzimmer geschneit

und behauptete für ihn gebucht

worden zu sein.

Als Sallys Freundin Monica zu Besuch

kommt, gerät das Leben des Liebespaares

aus den Fugen. Sallys Freund Jack verliebt

sich immer mehr in die neurotische Monica.

Obwohl ihm Monicas negative Seite

durchaus bewusst ist, da er von einem

bekannten Architekten, der sein Gewissen

verkörpert, jederzeit begleitet wird.

In Rom lernt Hayley Michelangelo kennen

und nach kurzer Zeit beschließen sie

zu heiraten. Hayleys Eltern, puritanische

Amerikaner, fliegen anläßlich der Hochzeit

nach Rom. Ihr Vater, ein gescheiterter

Opernregisseur, sieht in dem Vater Michelangelos,

als er ihn unter der Dusche

singen hört, ein großes Gesangstalent und

überredet ihn zu einem Vorsingen in der

Oper.

Dabei stellt sich heraus, dass dieser nur

unter der Dusche gut singen kann. Daraufhin

beschließt Hayleys Vater sein

Die Redaktion

Comeback mit dem unter der Dusche stehenden

Hauptdarsteller.

Leopoldo Pizanelli, ein unbedeutender

Büroangestellter, wird über Nacht grundlos

weltberühmt. Nun muss ihn seine Frau

mit dem „Volk“ teilen. Pizanelli wird von

Paparazzi gejagt und wünscht sich nichts

mehr als wieder ein normales Leben zu

führen. Als jedoch eines Morgens das

Gleiche Schicksal einen anderen trifft und

Leopoldo wieder in Vergessenheit versinkt,

vermisst er das Leben als Star doch.

Der Film hat sehr viele Handlungsstränge,

was sich jedoch nicht verwirrend auf das

Verständnis ausübt. Humorvoll werden

diese Liebesgeschichten dargestellt. Viele

Zufälle und Skurilitäten lassen einen laut

loslachen.

mm, mw

22 Der Götterbote


Der Götterbote 23


Allgemein

Interview: Mathias Max Herrmann

Mathias Max Herrmann. Sie sind Schauspieler

am Staatstheater Hannover. Wir

wissen von Ihnen, dass sie momentan viele

Stücke gleichzeitig spielen.Wie schaffen Sie

es so viele Texte gleichzeitig zu beherschen?

Vermischt man nicht die Texte verschiedener

Stücke?

Es würde nie passieren, dass man den

Text einer Rolle in einem anderen Stück

spricht, weil man ja nicht nur den Text

lernt, sondern auch alles was damit zusammenhängt:

Gedanken, Emotionen,

Vorgänge. Daher speichert man den Text

auf ganz vielen verschiedenen Ebenen ab.

Wie lange dauert es ungefähr, bis man den

Text eines Stückes komplett auswendig

kann?

Das ist sehr unterschiedlich. Auf der einen

Seite gibt es Stücke, da lernt man den Text

beim Machen. Auf der anderen Seite gibt

es Texte, wenn man die nicht vorher kann,

braucht man gar nicht zur Probe zu gehen.

Da ist der Text der Vorgang.

Und was macht Ihnen mehr Spass?

Ich finde beides toll! Am besten ist es naürlich,

wenn es beides gleichzeitig ist. Aber

ich habe z.B als wir das Stück ,,Aus dem

bürgerlichen Heldenleben” gespielt haben,

die Erfahrung gemacht, dass das Sprechen

selber auch eine körperliche Anstrengung

ist. Wir haben so viel so laut gesprochen,

dass wir alle wirklich erschöpft waren.

In dem Film ,, Die Spielwütigen” werden die

Schauspieler als Material und Gegenstand

der Inszenierung dargestellt. Teilen Sie diese

Ansicht, oder würden sie sagen, dass die

Schauspieler auch Einfluss auf das Stück

nehmen können?

Auf jeden Fall haben die Schauspieler

so oder so vor Probenbeginn irgendeine

Art von Textfassung. Doch etwa bei ,,Die

Leiden des jungen Werther” hat sich diese

Textfassung während der Proben noch

sehr verändert. Wir haben wir sehr viel

gemeinsam überlegt, geredet, Sachen ausprobiert

und verändert. Aber bei ,,Die Verlobung

in Santo Domingo” war es so, dass

der Regiseur, wenn ihm etwas gefallen hat,

sehr streng war und genau das umgesetzt

haben wollte. Denn noch in der Premiere

hat er manchmal geschnipst und einem

Kommandos gegeben. Das habe ich so

noch nie erlebt.

Mussten sie denn auch schon mal jemanden

spielen, mit dem sie sich gar nicht identifizieren

konnten? Also eine Figur, die völlig

andere Weltansichten hat?

Ja, das gibt es! Das ist aber meistens eine interessantere

Aufgabe. Ich finde es ist immer

ein gutes Zeichen, wenn man, wenn man

spielt, sich selber glaubt, dass man so ist.

Ich finde es immer interessant, Rollen zu

spielen, die viele verschiedene Facetten haben.

Die so und so sind, die überraschend

sind.

Wäre es für Sie reizvoll, Filmschauspieler zu

sein oder bleiben Sie lieber beim Theater?

Ich möchte auf jeden Fall beim Theater

bleiben! Da ist einfach die Auseinandersetzung

viel intensiver.

Wie haben Sie sich vor ihrer ersten Vorstellung

gefühlt?

Es war schlimm! Ich hatte damals so

schlimmes Lampenfieber, dass ich selbst

während des Spielens noch aufgeregt war

und das ist natürlich furchtbar! Die Aufregung

vorher ist wichtig, es ist wie eine Art

Rampe, die einem Schwung gibt, aber auf

der Bühne sollte man sie überwunden haben.

Merkt man auch Unterschiede beim Publikum

zwischen den Spielstätten?Also zwischen

Ballhof und Schauspielhaus oder der

Cumberlandschen Bühne?

Im Ballhof ist man sehr nah dran. Das ist

ein toller Raum. In der Cumberlandschen

Bühne ist es auch so. Da hab ich zum Beispiel

,,Götter, Kekse, Philosophen” gespielt

und es war immer voll und es knallt immer.

Hier im Schauspielhaus ist es eine große

Bühne und das ist wieder etwas anderes.

Das ist auch toll!

In ,,Die Verlobung von Santo Domingo” haben

Sie nackt vor dem Publikum geduscht.

Hatten Sie da keine Hemmungen?

Doch, klar! Das ist schon peinlich. Aber

der Regiseur hat die Eigenschaft, dass man

alles tun möchte, damit man ihm gefällt.

Wie, wenn man verliebt ist. Er hat nicht gesagt,

dass ich nackt duschen soll, sondern

nur in einem Nebensatz erwähnt, dass das

ja auch gut wäre. Und dann hab ich es irgendwann

gemacht. Es ist ja auch eine super

Situation, dass da jemand so erbärmlich

nackt unter der Dusche steht und dann

über die Situation von Haiti argumentiert.

Über die UN-Soldaten und so weiter.

Wenn sie den Text vergessen, improvisieren

sie dann, oder haben sie immer eine Souffleuse?

Ich hatte mal eine schlimme Vorstellung

bei „Moschee.de“. Da habe ich vorher

Sport gemacht und habe hyperventiliert.

Und dann merkte ich schon, dass irgendwas

nicht stimmt. Als ich mir vorher in der

Gaderobe noch mal den Text durchgelesen

habe, habe ich gemerkt, ich lese das und

habe es direkt wieder vergessen.Ich war wie

abwesend. Die Vorstellung war dann eine

Katastrophe. Und ich stand in ständigem

Kontakt mit dem Souffleuse.

Wann haben Sie angefangen, Theater zu

spielen?

In der Oberstufe, in einer Theater-AG.

Wie sind Sie dann nach der Schulzeit zum

Theater gekommen? Haben sie noch etwas

anderes gelernt?

Ich habe immer viel Musik gemacht und

mache viele Videos und eigene Projekte

nebenher, aber ich habe keinen anderen

Beruf gelernt.

Vielen Dank für das Interview!

kp, mp, hn

jf

24 Der Götterbote


Allgemein

Verschwunden

„Ich bin an einem Punkt angelangt, an

dem ich diejenigen Eltern beneide, die die

Leichen ihrer Kinder finden.“ Boris Ozdoev,

Vater eines Opfers des Verschwindenlassens.

Immer wieder verschwinden Menschen

und ihren Angehörigen bleibt die quälende

Ungewissheit. Wo ist der Vater, Freund,

Ehemann, Sohn oder Bruder? Wo ist die

Schwester, Tochter, Mutter oder Ehefrau?

Was ist aus ihnen geworden? Werden

sie gefoltert? Leben sie überhaupt noch?

Wenn ja, werden wir sie jemals wiedersehen?

Das Verschwindenlassen wird weltweit in

vielen Ländern praktiziert. Der Staat beauftragt

hierbei meist den Geheimdienst

mit der Entführung politischer Gegner,

Demonstranten oder Regimekritiker. Die

Verschwundenen werden an geheimen

Orten festgehalten und häufig gefoltert.

Durch Folter werden Zeugenaussagen

und Geständnisse erpresst. Viele Entführte

werden getötet. Die Verschlepper

kommen in den meisten Fällen nicht vor

Gericht und werden nicht bestraft.

Seit 1980 sind mehr als 50.000 Fälle des

Verschwindenlassens bekannt, die Zahl

der unbekannten Fälle dürfte weit höher

liegen. Allein im Nordkaukasus wurden

seit 2002 mindestens 200 Menschen von

bewaffneten Maskierten verschleppt.

So wird der junge Tschetschene Zelimkhan

Chitigov im April von etwa 30 bewaffneten

Männern entführt, die ihm

eine Plastiktüte über den Kopf ziehen,

seine Hände hinter dem Rücken fesseln

und an einen unbekannten Ort bringen.

Sie wollen ihn zwingen, zu gestehen, dass

er in terroristische Aktivitäten verwickelt

sei. Zelimkhan Chitigov weigert sich und

wird brutalst gefoltert. Er wird geschlagen

und mit Elektroschocks gefoltert. Seine

Zehennägel werden herausgerissen, seine

Haut mit einer Zange traktiert. Er wird

an Metallstäben aufgehängt. Das alles geschieht,

wie er später erfährt, im Zentrum

für Extremismusbekämpfung, das dem

Innenministerium untersteht.

Ein Staat, der sich für die Rechte und das

Wohlergehen seines Volkes einsetzen sollte,

foltert seine eigenen Bürger. Als Zelimkhan

Chitigov endlich zu einem Richter gebracht

wird, kann er nicht mehr laufen. Er bricht im

Gerichtssaal zusammen. Nach zwei Monaten

im Krankenhaus unter ständiger Bewachung

wird er entlassen, erhält aber Reisebeschränkungen.

Er kann weder laufen noch sprechen und

sein Trauma verursacht ständig Panikattacken.

Ein Arzt diagnostiziert Verletzungen

des Kopfes, der Wirbelsäule und der inneren

Organe. 2010 werden seine Vorwürfe der geheimen

Haft und Folter untersucht und ein

Verfahren eingeleitet, das bis heute andauert.

Zelimkhan Chitigov ist einer von vielen,

die in Inguschetien geschlagen und gefoltert

wurden. Sein Fall ist nur insofern einzigartig,

als dass es der einzige Fall ist, in

dem einer der Verantwortlichen angeklagt

wurde - doch die Anklage umfasst lediglich

die geheime Haft, nicht aber die Foltervorwürfe“,

berichtet John Dalhuisen,

Direktor des Europa und Zentralasien

Programms von Amnesty International.

Über solche Menschenrechtsverletzungen

wird in den Medien oft wenig berichtet,

umso wichtiger ist es, darauf aufmerksam

zu machen und zu handeln. Und du

kannst etwas dafür tun, dass Verschwundene

wieder zu ihren Familien zurückkehren

und politische Gefangene freigelassen

werden! Du informierst auf der

Webseite von amnesty international und

schreibst Briefe, in denen du die Freilassung

forderst, an Botschaften und Politiker

im jeweiligen Land. Wenn viele Leute

sich an diesen Aktionen beteiligen, wird

auf die jeweilige Regierung öffentlicher

Druck ausgeübt. Damit die Regierung

nicht in aller Öffentlichkeit ihr Gesicht

verliert, muss sie etwas gegen diese Menschenrechtsverletzungen

tun.

er

https://www.amnesty.de/2012/6/21/diestraflosigkeit-im-nordkaukasus-muss-beendet-werden?destination=node%2F665

Die Ehefrau von Israil Torshkhoev zeigt Fotos

ihres Mannes, der im November 2010

verhaftet und seitdem nicht mehr gesehen

wurde. © Amnesty International

Der Götterbote 25


Allgemein

Türkisch für

Anfänger

Der Film „Türkisch für Anfänger“ ist

ein deutscher Comedyfilm. Es geht um

vier unterschiedliche Jugendliche, die in

Berlin leben. Alle treffen sich in einem

Flugzeug, das nach Thailand fliegt, wieder.

Doch das Flugzeug stürzt ab, und die

vier finden sich auf einer einsamen Insel

wieder. Die Handlung spielt einmal auf

der Insel bei den Teenagern, und einmal

bei deren Eltern in einem thailändischem

Hotel. Die Hauptpersonen sind Cem und

Lena. Costa, Yagmur, und die Eltern Doris

und Metin spielen auch eine wichtige

Rolle. Der Film beginnt in Berlin bei Lena

zu Hause. Es werden ein paar Ausschnitte

aus ihrem Leben gezeigt. Dasselbe ist bei

Cem und Yagmur, die Geschwister sind.

Da der Film auf einer Insel spielt, ist es

sehr lustig zu sehen wie die Jugendlichen

miteinander klarkommen.

Ich war bei der Vorpremiere und durfte

die Darsteller kennen lernen. Meine Meinung

ist, dass es ein sehr lustiger Film mit

witzigen Charakteren und schönen und

witzigen Dialogen ist.

cs

Ulysses Moore

Im ersten Band von „Ulysses Moore“ geht

es um die Zwillinge Julia und Jason, die

von London nach Killmore Cove , einem

abgelegenem Dörfchen am nördlichen

Zipfel von England , ziehen . Von da an

sollen sie in der Villa Argo leben. Als die

Eltern der beiden zurückfahren, um den

Möbelwagen zu holen, erkunden die beiden

mit ihrem Freund Rick unter der Obhut

von dem Gärtner Nestor die Villa und

entdecken dabei ein uraltes Geheimnis.

Was verbirgt Nestor ? Und wer ist Oblivia

Newton? Mit vielen Rätseln lösen die drei

Kinder Schließlich das Geheimnis von

Ulysses Moore.

nw

Percy Jackson -

Diebe im Olymp

Das Buch „Percy Jackson“ wurde von Rick

Riodan geschrieben. Percy wohnt in New

York und findet heraus, dass Poseidon,

der Gott des Meeres, sein Vater ist und

alle Griechischen Mythen wahr sind. Jetzt

muss er schnell ins Halbgott Camp (ein

Camp für Kinder die ein göttliches Elternteil

haben). Doch dann wird die mächtigste

Waffe von Zeus, dem Gott des Himmels,

geklaut und der glaubt, es war Percy.

Nun muss Percy mit zwei seiner Freunde

eine abenteuerliche Reise in die Unterwelt

bestehen mit vielen Hindernissen.

Das Buch ist sehr spannend aber auch witzig

und interessant. Ich kann es euch nur

empfehlen.

ll

GöBo-AG

Gregs Tagebuch 1

Jeff Kinney hat dieses Buch geschrieben.

Es handelt von einem amerikanischen

Jungen namens Greg, er schreibt in seinem

Tagebuch (Memoiren) seine Gedanken

und Erlebnisse. Das Buch hat mir ein

Freund empfohlen.

Gregs Leben ist eine einzige Katastrophe.

Denn seine Brüder machen im die Hölle

heiß. Auf der Middel School ist es nicht

viel einfacher, denn dort werden Gorillas

mit Kleinen zusammengesteckt. Das Buch

ist sehr witzig und lustig. Das besondere

an diesem Buch ist das es eine Mischung

zwischen einem Roman und einem Comic

ist.

me

Andi und Laura oder wie man seinen Lehrer

vergrault

Das Buch hat Christian Tielmann geschrieben.

In dem Buch geht es darum ,

dass Andi und Laura ihren neuen Klassenlehrer,

Herrn Berger, der ziemlich gemein

ist, vergraulen wollen. Laura merkt

an einem Montagmorgen, dass irgendetwas

nicht stimmt. Dann fällt ihr ein,

dass die Schule wieder anfängt und trifft

sich an diesem Morgen mit ihrem besten

Freund Andi und da passiert es, sie krie-

gen einen neuen Klassenlehrer: Herrn

Berger. Wenn man etwas macht, das ihm

nicht gefällt, gibt es einen Strafpunkt und

wenn man drei davon hat, bekommt man

eine 6 in diesem Fach.

Das Buch ist witzig und spannend zugleich

und es ist in der Ich-Form geschrieben.

ah

26 Der Götterbote


Allgemein

Die Abenteuer der Marie D´ Amelie - Der Mondscheinstein

1300 n.Chr., Frankreich, Burg Carcassonne:

Das junge Mädchen Marie d´Amelie

dient als Hofzofe der Frau des Königs

Ludwig IV. Sie liebt Rätsel und versteckt so

durch die ganze Burg eine Schnitzeljagd.

Als Schatz versteckt Marie den Schatz

ihrer Familie, den Mondscheinstein, den

nur wahrhaftige Amelies finden können.

Sie arbeitet zehn Jahre als Zofe. Eines

Tages verliebt sie sich in einen hübschen

jungen Prinzen. Schon bald heiratet er sie.

Marie schenkt ihm fünf Kinder, drei Jungen

und zwei Mädchen. Bald soll noch ein

Mädchen geboren werden. Aber am Tag

der Geburt stellt sich das Baby im Bauch

quer. Das Kind wird noch gerettet. Aber

Marie stirbt. Ihr letzter Wunsch ist: ,,Bitte

sagt meinen Kindern, dass die Nacht das

Geheimnis birgt und ich sie liebe.“ Marie

d`Amelie schließt die Augen. Für Immer.

Sie ist tot. Der Mondscheinstein wurde

niemals gefunden.

1.Kapitel – Ferien!

Jouliette stürmte von der Schule nach

Hause. Sie hatte endlich Ferien. Jouliette

wohnte mit ihrer Mutter und ihren Großeltern

in Agde in Frankreich. Ihre Familie

besaß den Schmuckladen Plaisir d ´Offrir.

Heute, am Tag vor den Ferien, hatte

Madame PlaisirAmelie ihrer Tochter versprochen,

mit ihr zur Burg Carcasonne zu

fahren. Und da kam Jouliette auch schon.

Plaisir sah ihrer Tochter entgegen. ,,Salut

Mama!“, rief diese schon von Weitem.

,,Salut Jouliette! Wie war die Schule?“,

schrie Plaisir zurück. ,,Super! Wir haben

die Mathearbeit zurück bekommen. Eine

glatte Zwei!“ ,,Bien!“, rief Plaisir. ,,Lass uns

zu Mittag essen. Oma und Opa warten

schon. Also vite vite vite!“ Jouliette trat

ein und folgte ihrer Mutter in den Hinterraum

des Ladens, der den Laden mit der

Wohnung verband. „Bonjour Oma! Bonjour

Opa!“. Sie setzten sich zu den beiden.

Jouliette begann zu erzählen, was sie alles

auf Carcassonne machen wollte. Sie liebte

diese Burg. Weshalb? Das wusste nicht

einmal sie selbst. Seit sie zum ersten Mal

dort gewesen war, verging nicht eine Woche

ohne Besuch bei Carcassonne. Mittlerweile

traf sich Jouliette jeden Freitag

mit ihren drei Lieblingscousins dort. Sie

hießen Antoniette, Toulouse und Moulin.

Auch heute stand wieder ein Treffen der

vier bevor. „Und dann wollen wir noch

den Tour du petit Canissou ansehen. Das

wird spannend. In dem Teil der Burg waren

Antoniette, Toulouse, Moulin und ich

schon seit einem Jahr nicht mehr.“, beendete

Jouliette ihre Erzählung. Ihr Opa

sagte: „Das würde ich mir an deiner Stelle

noch einmal gut überlegen.“ „Warum?“,

fragten alle, und „Aber warum?“ fragte

Jouliette. „Ihr wollt wissen, warum? Ach,

das werdet ihr schon selbst herausfinden.“

2. Kapitel – „ Aber Hallo !“

Und noch jemand war gerade sehr aufgeregt.

Die Porzellanverkäuferin Charlotte

Ego, die im Haus gegenüber dem Haus

von Familie Amelie wohnte, ging gerade

in den Hinterraum ihres Ladens, um das

„Geschlossen“ – Schild zu holen. Sie hatte

das Gespräch der Familie Amelie genauestes

verfolgt. „Jetzt wird mich dieses

Gör endlich direkt zum Mondscheinstein

führen und ich werde reich!“, frohlockte

sie. „Und wenn sie mich nicht sofort hinbringt,

werde ich sie dazu zwingen, aber

Hallo!“

3. Kapitel – Auf Carcassonne

Nach dem Essen fuhren Plaisir und Jouliette

zur Burg. Am vereinbarten Treffpunkt

warteten schon die anderen. „Salut!“ -

„Salut Jouliett !“ Jouliett sprang aus dem

schon etwas altersschwachen himmelblauen

Renault und wurde sofort von ihren

Cousins und Cousinen begrüßt. Plötzlich

hielt hinter ihnen mit quietschenden Reifen

ein frisch polierter schwarzer Peugeot

300 und Madame Ego vom Haus gegenüber

stieg aus. „Guten Tag Madame Ego!

Ça va?“, sagte Jouliette. „Was? Ach so. Oui,

oui“ , sagte diese abwesend.

Fortsetzung folgt

nw

Der Götterbote 27


Spaß

Fantastische Landheimgeschichten

Das mysteriöse Pfeifen

Es war einmal im Landheim der Sophienschule

Montag: Ich spielte mit meinen Freunden

Fußball. Nach circa einer Stunde fragte ich

Adri, ob ich ihm mal was zeigen könne.

Natürlich war das nur eine Ausrede, damit

er kurz mit zur Toilette kam und ich ihm

etwas unter vier Augen erzählen konnte,

was die anderen nicht hören sollten.

Als wir dann kurz darauf an der Jungentoilette

angekommen waren, hörte ich so

eine komische Melodie. Ich fragte Adri,

ob er pfeifen würde. Daraufhin antwortete

er: „Ne, warum?“ Ich fragte ihn, ob er das

komische Pfeifen denn auch hören würde.

Adri antwortete: „Ja, irgendwie mysteriös,

oder?“ Ich konnte vor Angst nicht antworten.

Ohne uns abzusprechen, liefen

wir gleichzeitig los, um unseren Freunden

davon zu erzählen. Doch mitten auf

dem Weg überlegte ich, ob wir das nicht

lieber für uns behalten sollten. Ich hielt

sofort Adri an, um ihn von meiner Idee zu

überzeugen. Er überlegte eine Weile, aber

stimmte mir dann zu.

Dienstag: Heute, als ich mit Hani, Elias

und Fab Tischdienst hatte, sah ich in

der Küche die Hambührener Zeitung

liegen. Eigentlich hätte ich sie nicht beachtet,

doch als ich sah, was auf dem Titelblatt

stand, musste ich sie einfach mit

auf mein Zimmer nehmen, um sie Adri

zu zeigen. Wir setzten uns hin, um sie zu

lesen. „Hambühren in Angst – Hunderte

von Menschen riefen gestern wegen

eines Pfeifens die Polizei an, damit diese

das Haus untersucht, um die Ursache für

diesen mysteriösen Ton zu klären, oder

vielleicht auch Einbrecher zu finden!“

Nachdem wir den Artikel gelesen hatten,

brachte ich die Zeitung natürlich wieder

in die Küche zurück.

Mittwoch: Heute Morgen wollten Adri

und ich zur Jungentoilette gehen, um zu

horchen, ob wir das Pfeifen noch einmal

hören würden. Als wir oben bei der Toilette

angekommen waren, horchten wir

genau hin, konnten das seltsame Pfeifen

jedoch nicht noch einmal hören.

Donnerstag: Heute war der letzte Tag, um

erforschen zu können, wo das Pfeifen her

kam. Gleich, als wir aufgestanden waren,

gingen wir zu den Reinigungskräften, um

zu fragen, ob sie uns die Tür öffnen könnten,

hinter der wir das Pfeifen vermuteten.

Eine der Damen ging mit uns nach oben,

jf

um uns die Tür aufzuschließen. Als wir

die Tür aufmachten, erblickten wir einen

Poltergeist. Nachdem wir uns von dem

ersten Schreck, den der Anblick des Poltergeistes

verursachte, erholt hatten, sammelten

wir all unseren Mut zusammen

und fragten den Geist, ob er am Montag

im Schullandheim und ganz Hambühren

rumgespukt habe. Überraschend freundlich

antwortete dieser: „Ja, warum?“ Wir

erzählten ihm, welche Aufregung sein

mysteriöses Pfeifen auslöste, und fragten

ihn, ob er das in Zukunft bitte lassen

könnte. Der Poltergeist antwortete: „Na

gut“, und verschwand. Somit hatten Adri

und ich das Geheimnis um das mysteriöse

Pfeifen gelöst und konnten sicher sein,

dass es Hambühren so schnell nicht wieder

in Angst versetzt.

ef

jf

Halloween im Schullandheim

Die letzte Woche im Oktober fing ungewöhnlich

und nicht wie eine normale

Schulwoche an. Ich fuhr mit meiner Klasse

5c in das Landheim der Sophienschule.

Um kurz vor 10.00 Uhr holte uns ein großer

Reisebus von der Schule ab. Es war gutes

Wetter und alle waren prima gelaunt.

Das Gepäck war verstaut und alle nahmen

ihre Plätze ein. Der Busfahrer drehte den

Schlüssel um und es ging los. Die Fahrt

nach Hambühren dauerte circa 45 Minuten.

Als wir dann angekommen waren, stiegen

wir aus dem Bus aus, holten unser Gepäck

und gingen zur Tür des Schullandheims.

Wir waren alle ganz erschrocken, denn

an der Tür hingen Totenköpfe, aus deren

Mündern Blut lief. Von außen sah das

Landheim eigentlich wie ein großes, normales

Haus aus, aber anscheinend täuschten

wir uns. Als unser Klassenlehrer, Herr

Gad, die Tür aufschloss, erwartete uns ein

gruseliger Anblick. Wir sahen ein Haus

mit schwarzen Wänden und Decken, die

mit Blutflecken versehen waren. Auf einmal

kam Frau Flemming, über die wir

schon viel gehört hatten, die Treppe hinunter.

Sie sollte eine nette Frau sein, die

kochte und sich um das Landheim kümmerte.

Aber danach sah sie gar nicht aus, denn

Frau Flemming sah mit ihren spitzen Zähnen,

den sehr langen Fingernägeln und

den grünen Haaren aus wie ein Zombie.

Ich dachte nur: „Ob ich diese fünf Tage

28 Der Götterbote


Spaß Film

überleben werde?“ Frau Flemming sagte

mit einer rauen Stimme: „Herzlich Willkommen,

ihr wisst ja, in welche Zimmer

ihr eingeteilt seid.“ Ich war mit Ben alleine

in einem Zimmer, nämlich in Zimmer

Nummer 10. Ben und ich nahmen unsere

Reisetaschen hoch und schwangen sie uns

beide verunsichert auf die Schultern. Mit

zitternden Knien gingen wir die Treppe

hoch und suchten unser Zimmer. Immer

wieder streiften Spinnweben unsere Gesichter.

Das Zimmer war wiederum kein bisschen

gruselig. Wir bezogen unsere Betten und

packten unsere Reisetaschen aus. Dann

gab es auch schon Mittagessen. Wir gingen

die Treppe hinunter und bogen links

in den Essraum ein. Vor lauter Aufregung

war uns fast der Appetit vergangen, jedoch

ein bisschen gespannt waren wir

schon, was es in so einem Geisterhaus

wohl zum Essen gab.

Als unser Tisch sich auftun durfte, war ich

ganz erschrocken, da ich in der Schüssel

grau-schwarze Grütze mit grüner Soße

erblickte. Bei diesem ekeligen Anblick

verging mir endgültig der Appetit. Doch

da kam Frau Flemming und fragte mich:

„Hast du keinen Hunger oder warum isst

du nichts?“ Ich entgegnete ängstlich: „Natürlich

habe ich Hunger, ich warte nur bis

Ben sich aufgetan hat!“ Frau Flemming

sagte: „Na dann, Guten Appetit.“ Daraufhin

sagte Ben, der inzwischen gekostet

hatte, zu mir: „Hey diese Grütze schmeckt

echt gut! Sieht zwar wie Vogelmist aus,

schmeckt aber hervorragend.“ Also nahm

ich meinen ganzen Mut zusammen und

probierte. Sie schmeckte wirklich sehr gut!

Als Ben und ich aufgegessen hatten, gingen

wir in unser Zimmer, holten den Ball

und wollten gerade mit den anderen Jungen

rausgehen, um Fußball zu spielen, als

wir vor Schrecken beinahe im Erdboden

versunken wären.

Eine dunkle Gestalt mit einer laufenden

Motorsäge kam uns im eiligen Schritt entgegen:

Wir blieben alle erschrocken und

lauthals schreiend stehen. Als die Gestalt

nur noch circa sechs Meter entfernt war,

rief sie: „Platz da, oder ihr werdet nicht

heil nach Hause kommen!“ Wir waren alle

so erschrocken, dass wir nicht wussten,

was wir tun sollten. Als die schwarz gekleidete

Gestalt vor uns stand, zog sie ihr

Kostüm aus, und jetzt sahen wir, dass es

Herr Gad mit einer Plastikmotorsäge war,

die laute Geräusche machte. Herr Gad rief

ganz laut: „Habt ihr denn alle vergessen,

dass heute Halloween ist, oder was?“ Da

standen wir alle ganz schön dumm da,

denn tatsächlich hatten wir vergessen,

dass heute der Halloweentag war. Herr

Gad fragte: „Habt ihr denn wirklich alles

geglaubt? Zum Beispiel das mit den

schwarzen Tüchern, die Frau Flemming

über die Wände und Decken gehängt hat,

und auch das mit dem Essen?“ Wir guckten

uns verdattert an und fingen dann alle

laut an zu lachen.

An diesem Abend veranstalteten wir eine

große super Halloweenparty, geschmückt

war ja bereits!

sp

Das Seemonster

An einem sehr regnerischen Tag fuhren

meine Klasse 5c und ich ins Landheim

nach Hambühren. Ich verabschiedete

mich von meinen Eltern und stieg

in den Bus. Ich setzte mich neben

Charlotte und der Bus fuhr los.

Charlotte und ich aßen während

der Fahrt ihre Schokokekse.

Nach einer Weile waren wir

am Schullandheim angekommen.

Wir mussten als

Erstes die Hausschuhe anziehen,

dann schleppten wir

die Koffer nach oben, wo

die Zimmer waren. Ich war

mit Vanessa und Samira in

einem Dreierzimmer. Als

Nächstes mussten

wir die

Betten beziehen, ich half Samira mit ihrem

Laken und ging dann in das Zimmer

von Charlotte, Nina und Laetitia, das nebenan

war. Sie waren mit dem Bettenbeziehen

bereits fertig und hatten genau die

gleiche Zimmeraufteilung wie wir.

In der Nacht, als alle schon schliefen, traf

ich mich mit Nina am Eingang, wie wir es

vor dem Schlafengehen besprochen hatten.

Wir gingen nach draußen, es war sehr

dunkel und Nina machte ihre Taschenlampe

an. Wir gingen zum Teich, setzten

uns auf die Bank und dann fing Nina an,

eine Gruselgeschichte zu erzählen.

Auf einmal schoss etwas aus dem Teich.

Es war ein großes, grünes und fürchterlich

laut schreiendes Seemonster, das

mich am Bein packte. Ich hielt mich an

Nina fest und Nina sich am Baum. Doch

ganz plötzlich ließ das Seemonster los.

Nina und ich fielen platschend in das kalte

Wasser und waren nun mit dem Monster

auf Augenhöhe.

Wir fragten es, warum es das getan habe,

und es antwortete: „Weil Seemonster

abends Hunger haben!“ Nina und ich fingen

an zu schreien, rappelten uns hoch

und rannten so schnell wie wir konnten

zurück ins Landheim. Wird das

Seemonster auch zu dir

kommen?

ms

jf

Der Götterbote

29


Spaß

30 Der Götterbote


Spaß

Der Götterbote

31


Spaß

Grüße

Wir grüßen das nette Kind, das die Grüße

aus der Außenstelle geklaut hat!!!

Liebe Grüße an meine Maus2!

Wir Grüßen alle Pusher

Grüße an meine Maus1 :-*

Hi GöBo ;-) Hi, Leute =) Die Red.

Tobi ist ein Pudel :-D

Wopudel


Spaß

Wie kriegt man ein Einserzeugnis?

Du wolltest schon immer mal nur Einsen

auf dem Zeugnis stehen haben? Dann bist

du hier richtig! Lies, wie man jedem Lehrer

eine 1 abluchsen kann!

Schritt 1: Kauf eine große Schachtel Pralinen

und einen bezaubernd duftenden Rosenstrauß

und bring sie deinem Lehrer.

Schritt 2: Geh vor der Stunde zum Lehrerzimmer

und frag den Lehrer, ob man ihm

bitte die Tasche tragen darf.

Schritt 3: Putz immer freiwillig die Tafel.

Bemerkung: Pass auf, dass danach keine

Überschwemmung auf dem Boden ist.

Schritt 4: Lächel den Lehrer immer nett an

und klimper ein bisschen mit den Wimpern.

Schritt 5: Melde dich oft sehr selbstbe-

wusst, auch wenn du gar nichts weißt. Die

Lehrer nehmen eh immer die unsicheren

Schüler dran. Bemerkung: Kann auch

sein, dass er dich dran nimmt…

Schritt 6: Kauf ein fantastisches Weihnachtsgeschenk,

das perfekt zu den Interessen

deines Lehrers passt.

Schritt 7: Ermahne deine Mitschüler andauernd,

endlich ruhig zu sein, damit du

dem seeeehr interessanten Vortrag deines

Lehrers folgen kannst. Deinem Lehrer

wird das sicher äußerst positiv in Erinnerung

bleiben.

Schritt 8: Finde heraus, was den lieben

Lehrer interessiert, und unterhalte dich

mit ihm über diese Themen.

Schritt 9: Male ein seeeehr gelungenes

Bild von deinem Lehrer und überreiche es

ihm mit den Worten: „Sie sehen wirklich

ganz bezaubernd aus!“ Bemerkung: Solltest

du nur machen, wenn der Lehrer auf

dem Bild nicht wie ein schielender Pavian

aussieht.

Schritt 10: Erzähle deinem Lehrer, dass

du schon in Museen/ Ausstellungen etc.

(zum Unterrichtsfach passend) warst. Er

wird beeindruckt sein, wie sehr du an seinem

Fach interessiert bist.

Bevor du zur Tat schreitest, solltest du dir

eine private Putzfrau besorgen, die die

Schleimspur hinter dir wegwischt. Auch

solltest du dir vorher überlegen, ob dabei

eher eine 1 oder eine 6 rauskommt… Ich

würde an eurer Stelle lieber auf die tollen

Tipps verzichten, aber es bleibt ja eure

Entscheidung.

sm

er

Der Götterbote 33


Impressum

Ausgabe Winter 2012

Redaktion:

Katharina Bartscher (kb, 11), V.i.S.d.P.

Lina Fesefeldt (lf, 11), V.i.S.d.P.

Saskia Opatz (so, 11)

Aylin Emanetoglu (ae, 11)

Manon Wilts (mw, 11)

Maxine Moesta (mm, 11)

Esther Rümelin (er, 10)

Annika Niewidok (an, 9)

Julia Niedung (jn, 9)

Sophie Müller (sm, 8)

Saskia Afeldt (sa, 7)

Umschlaggestaltung:

Saskia Opatz

Lina Fesefeldt

Aylin Emanetoglu

Katharina Bartscher

Layout:

Saskia Opatz

Lina Fesefeldt

Lektorat und Finanzen:

StD Matthias Zeidler

Die einzelnen Artikel müssen nicht

zwangsläufig der Meinung der gesamten

Redaktion entsprechen. Verantwortlich

ist der jeweilige Redakteur.

© 2013 by „Der Götterbote“

GöBo-AG:

Nina Wichary (nw, 6)

Myriam Engel (me, 6)

Alina Habenicht (ah, 6)

Lena Lippmann (ll, 6)

Arne Diedrich (ad, 5)

Adrian Garrecht (ag, 5)

Charlotte Siebert (cs, 5)

Freie Mitarbeiter:

Karen Pesch (kp, 10)

Marit Pesch (mp, 10)

Helen Nagel (hn, 10)

Oskar Tom Wollny (ow, 7)

Julius Fesefeldt (jf, 5)

Simon Püschel (sp, 5)

Etienne Flimm (ef, 5)

Mia del Mar Schulz (ms, 5)

Netzausgabe:

http://www.sophienschule.de/schuelergoetterbote.htm

Herausgeber:

Die Redaktion

Druck:

Printgallery

Donaulände 20a

93055 Regensburg

Auflage:

250

Mail:

goetterbote@sophienschule.de

Kontakt:

Sophienschule Hannover/ Der Götterbote

Seelhorststr. 8

30175 Hannover

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