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Dezember 2010


Impressum

Redaktion

Economics & Investment Office

Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft

Aeulestrasse 6

LI-9490 Vaduz

Tel +423 235 65 44

Fax +423 235 61 39

investmentviews@vpbank.com

Für den Inhalt verantwortlich

Tobias Kaeser, Leiter Wealth Management Solutions

Jörg Zeuner, Chefökonom, Leiter Economics & Investment Office

Bernd Hartmann, Senior Investment Strategist

Bernhard Allgäuer, Senior Investment Strategist

Martina Honegger, Senior Asset Manager Fixed Income

Pascal Tschütscher, Investment Advisor

Oliver Schlumpf, Investment Strategist

Rolf Kuster, Junior Investment Strategist

Monja Camponovo, Junior Investment Advisor

Richard Schlup, Senior Advisor Fund Selection

Patrick Volkart, Leiter Asset Management

Pascal Imboden, Leiter Portfolio Management

Marcel Fleisch, Leiter Product Management

Marco Lüchinger, Senior Product Manager

Erscheinungsart

Monatlich

Erscheinungsdatum

1. Dezember 2010

Redaktionsschluss

17. November 2010

Schlusskurse

16. November 2010, sofern nicht anders vermerkt

Quelle für Charts und Statistiken

Bloomberg, Reuters, Thomson Financial Datastream,

sofern nicht anders vermerkt

Fotos

Marc Wetli, Zürich (Porträts)

Roland Korner, Triesen (Reportagebilder)

Druck

BVD Druck+Verlag AG, Schaan


Inhalt

Einleitung 4

Aktuelle Markteinschätzung 5

1. Aktuelles 7

Thema des Monats 8

Wirtschaftlicher Ausblick 10

2. Anlageklassen 13

Geldmarkt (Währungen, Leitzinsen) 13

Anleihen 19

Aktien 29

Alternative Anlagen 43

(Rohstoffe, Immobilien, Private Equity,

Wandelanleihen, Hedgefonds)

3. Vermögensverwaltungsmandate 51

4. VP Bank Zins- und Finanzierungsprodukte 55

Zinsprodukte 56

Finanzierungsprodukte 57

Kontaktdaten 58

Glossar 59

Disclaimer 60


Einleitung

Ereignisreiches 2010

Liebe Leserin, lieber Leser

Am Ende des Jahres enttäuscht vor allem die Wirtschaftspolitik. Die Gruppe der zwanzig führenden

Industrie- und Schwellenländer kann sich in Korea nicht auf einen Abbau der globalen Ungleichgewichte

einigen. Die Wechselkurspolitik der Mitgliedsländer wird bis auf weiteres von nationalen Interessen bestimmt.

Die Eurostaaten möchten verständlicherweise ihre Steuerzahler vor den möglichen Kosten einer

Umstrukturierung staatlicher Schulden bewahren, erschweren mit ihrer frühen

Ankündigung entsprechender Pläne aber gleichzeitig die Bemühungen der

Peripheriestaaten, ein solches Szenario abzuwenden. Dessen ungeachtet

macht die Sanierung der öffentlichen Haushalte langsame Fortschritte, wie

Sie in unserem «Thema des Monats» nachlesen können.

Die deutschen und amerikanischen Aktienmärkte schliessen dieses

Jahr erfreulicherweise wohl noch gemäss unseren Erwartungen.

Wir hatten in der Vermögensverwaltung auf Wachstum gesetzt

und profitierten davon. Das massvolle Eingreifen der Federal

Reserve Anfang November stabilisierte zuletzt auch den USD. Auf

den folgenden Seiten finden Sie sowohl zu den Kursbewegungen

der amerikanischen Valuta also auch zu allen anderen Anlageklassen

einen ausführlichen Rückblick auf ein ereignisreiches Börsenjahr.

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre viel Vergnügen.

Bei Ihnen, liebe Kundin, lieber Kunde, bedanken wir uns auch

im Namen Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater für Ihr Vertrauen.

Wir freuen uns, Ihnen auch im kommenden Jahr bei der Umsetzung

Ihrer Anlageziele mit unserem Rat zur Verfügung stehen

zu dürfen. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern im Wealth Mana -

gement Solutions und Economics & Investment Office wünschen

wir Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit – und kommen Sie gut ins

neue Jahr!

Juerg W. Sturzenegger Jörg Zeuner

Leiter Wealth Management Solutions & Services Leiter Economics & Investment Office

Mitglied Group Executive Management


Aktuelle Markteinschätzung

Folgende Tabelle fasst die Einschätzung der VP Bank aller Anlageklassen unseres Anlageuniversums zusammen.

Die Trendpfeile widerspiegeln die Erwartungen unserer Anlagestrategen und beziehen sich auf die kommenden drei bis sechs

Monate. Die Einschätzungen für Währungen, Aktien und Alternative Anlagen geben die prozentuale Veränderung an.

Für Anleihen wird die Veränderung der Rendite in Basispunkten angezeigt (siehe Legende).

November 2010 Dezember 2010

Geldmarkt (von Seite 13 bis 17)

Währungen

EUR vs. USD

GBP vs. USD Neu

JPY vs. USD

USD vs. CHF

EUR vs. CHF

GBP vs. CHF Neu

JPY vs. CHF

Leitzinsen

Schweiz

Europa (EWU)

USA

Anleihen/Renditen (von Seite 19 bis 27)

Staatsanleihen Investment Grade

Schweiz

Europa

USA

Unternehmensanleihen Investment Grade

Schweiz

Europa

USA

Anleihen Schwellenländer

Hochverzinsliche Anleihen

Aktien (von Seite 29 bis 41)

Schweiz

Europa

Nordamerika

Pazifik

Schwellenländer

Alternative Anlagen (von Seite 43 bis 49)

Rohstoffe

Immobilienaktien

Private Equity

Wandelanleihen

Hedgefonds

Währungen – erwartete Auf- bzw. Abwertung

> +5 % +2 % bis +5 % –2 % bis +2 % –5 % bis –2 % < –5 %

Aktien, Alternative Anlagen – Bandbreiten für unsere absoluten Performanceeinschätzungen auf drei bis sechs Monate

> +5 % +2 % bis +5 % –2 % bis +2 % –5 % bis –2 % < –5 %

Anleihen/Renditen, Leitzinsen – Bandbreiten für unsere absoluten Performanceeinschätzungen auf drei bis sechs Monate

> +50 Basispunkte +25 Basispunkte keine Veränderung –25 Basispunkte < –50 Basispunkte

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

November 2010 Dezember 2010

5 | Dezember 2010 | Aktuelle Markteinschätzung


1. Aktuelles


8 | Dezember 2010 | Aktuelles | Thema des Monats

Thema des Monats | Dr. Jörg Zeuner, Oliver Schlumpf

Schuldenabbau in der Eurozone – Zwischenstand

Die Akropolis war aus den Medien verschwunden, Griechenland

wurde im Frühjahr gerettet; die anderen vier hochverschuldeten

Staaten der europäischen Peripherie versprachen

einschneidende Konsolidierungsmassnahmen. Im November

ist die Schuldenkrise wieder voll entbrannt. Die Sanierungskosten

für die irischen Banken, die unausgereiften Voschläge

zur Beteiligung privater Gläubiger an der Umschuldung von

Eurostaaten, Steuerausfälle in Griechenland und eine erneute

Revision der Haushaltszahlen beanspruchen die volle

Aufmerksamkeit. Wie weit ist die Konsolidierung in der Zwischenzeit

vorangekommen? Ist eine Sanierung der öffentlichen

Finanzen ohne Umschuldung noch möglich? Hat die

deutsche Forderung nach Beteiligung privater Investoren an

diesen Aussichten etwas geändert?

Eine Restrukturierung wird wahrscheinlicher

Nach unseren Schätzungen steigen die Staatsverschuldungen

in Irland und Griechenland bis 2015 trotz Konsolidierungsbemühungen

auf mindestens 140 % des Bruttoinlandprodukts

(BIP); höhere Werte sind durchaus möglich.

Eine Restrukturierung wird mit steigenden Schuldenquoten

immer wahrscheinlicher. Die Chance, bis 2015 wenigstens

das Maastricht-Defizitkriterium (3 % des BIP) zu erreichen,

ist für alle Länder ausser Irland aber weiterhin gegeben.

Griechenland profitiert vom bereits eingesetzten Konsolidierungsprogramm.

Ein Schuldenabbau auf «krisenresistente»

90 % des BIP bleibt vor allem für Griechenland und Irland

unerreichbar.

Verschuldung in der Peripherie: VP Bank Prognosen, April und November 2010 (in % des BIP)

Griechenland

Die Staatsverschuldung Griechenlands betrug 2009 bereits

127 % des BIP. Das prognostizierte Budgetdefizit von 9.4 %

des BIP im laufenden Jahr wird die Schuldenquote zwar weiter

in die Höhe treiben, das Haushaltsdefizit liegt bis jetzt

aber bereits sechs Prozentpunkte unter dem Ergebnis von

2009 (15.4 % des BIP). Im September betrug das aufgelaufene

Defizit rund 7 % des BIP. Das sind etwa 30 % weniger als

im Vorjahreszeitraum (10 % des BIP). Ginge es nach dem

Willen der griechischen Regierung, würde der Fehlbetrag

der öffentlichen Haushalte nach 7.6 % des BIP 2011 bereits

2012 das Maastricht-Kriterium erreichen – angesichts fehlender

Steuereinnahmen ein wenig realistisches Ziel.

Irland

Irland hat Mitte November offiziell finanzielle Unterstützung

aus dem europäischen Rettungstopf EFSF beantragt. Aufgrund

der einmaligen Milliardenausgaben zur Rettung des

heimischen Bankensystems dürfte das Haushaltsdefizit in

diesem Jahr auf über 30 % des BIP steigen. Ohne die Ausgaben

zur Rettung der Banken konnte aber auch Irland sein

Defizit gegenüber dem Vorjahr bereits um über 30 % senken.

Allerdings ist die politische Unterstützung für den geplanten

Sparkurs auf der grünen Insel unsicher. Irland hat sich lange

gegen den Gang zur Europäischen Union (EU) und zum Internationalen

Währungsfonds (IWF) gewehrt, um seine niedrigen

Unternehmenssteuern beibehalten zu können. Unklare

Vorstellungen über die geplante zukünftige Beteiligung von

Defizit Schuldenquote Erforderliche Konsolidierung

2009 Prognose 2009 2015 Maastricht-Defizit 90 % des BIP

2010 (mit Maastricht) 2015 Schulden 2015

April November April November April November

Italien –5.3 % –5.0 % 116.0 % 115.0 % 116.6 % 0.5 % 0.4 % 2.2 % 2.3 %

Griechenland –15.4 % –9.4 % 127.0 % 122.0 % 145.3 % 1.9 % 1.3 % 4.3 % 5.2 %

Portugal –9.4 % –7.3 % 76.0 % 94.0 % 91.8 % 1.1 % 0.9 % 1.5 % 1.0 %

Irland –14.6 % –32.0 % 66.0 % 91.0 % 113.8 % 1.9 % 1.6 % 2.2 % 4.0 %

Spanien –11.1 % –9.3 % 53.0 % 82.0 % 77.0 % 1.7 % 1.3 % 1.2 % 0.3 %


privaten Gläubigern an der Umstrukturierung öffentlicher

Schulden hatte die Ansteckungsgefahr in den europäischen

Bondmärkten Anfang November aber schlagartig erhöht.

Nun gilt es – zum zweiten Mal in diesem Jahr –, die Schuldenkrise

wieder einzudämmen und bestenfalls auf die kleinen

der fünf betroffenen Peripheriestaaten zu begrenzen.

EU und Zentralbank drängen zum Handeln.

Portugal

Die portugiesischen Renditen liegen noch deutlich unter den

griechischen und irischen Niveaus. Auch in Portugal hat die

Regierung Sanierungsmassnahmen beschlossen. Bisher haben

sich die Staatsfinanzen allerdings noch nicht spürbar verbessert,

obwohl die Regierung für dieses Jahr eine Reduktion

des Defizits auf 7.3 % des BIP geplant hatte.

Italien

Italiens Schuldenquote ist hoch, aber stabil. Die Rückführung

des Defizits auf Maastricht-Niveau wäre realistisch. Für das

laufende Jahr ist aber erneut ein Minus von 5 % des BIP zu

erwarten. Derzeit überwiegen in Italien die politischen Risiken,

obwohl die Regierungsparteien ihre Zusammenarbeit

bis zur Verabschiedung des Haushalts für 2011 im Dezember

zugesagt haben.

Spanien

Spanien weist mit 53 % die geringste Staatsverschuldung der

fünf Peripheriestaaten aus. Das Haushaltsdefizit schwoll im

letzten Jahr aber auf über 11 % des BIP an. Bis 2013 soll es

auf 3 % des BIP fallen. Die Konsolidierungsbemühungen zeigen

erste Erfolge. Das laufende Defizit liegt nach drei Quartalen

bei lediglich 3.5 % des BIP (gegenüber 6 % vor einem

Jahr) und damit auf Kurs, das Ziel von 9.3 % des BIP in diesem

Jahr zu erreichen.

Ankündigung privater Beteiligung war kontraproduktiv

Der verständliche Wunsch, private Bondanleger an möglichen

Schuldenumstrukturierungen in der Eurozone zu beteiligen,

hat paradoxerweise die Wahrscheinlichkeit einer Um-

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

schuldung erhöht. Der Plan ist immer noch unklar und wird

daher frühestens 2013 umgesetzt. Inzwischen sorgt die Unsicherheit

um eine mögliche Beteiligung an den Kosten dafür,

dass Bondanleger einen Bogen um die Peripherieanleihen

machen. Die Renditen steigen. Mit den Renditen steigen

die Kosten des Schuldendienstes. Irgendwann wird die Umstrukturierung

«billiger» als der Schuldendienst. Daher müssen

die Eurostaaten und die Europäische Zentralbank leider

erneut den Schaden begrenzen. Sie versicherten am Rande

des G-20-Treffens in Seoul, dass ausstehende Schulden der

Peripherie nicht betroffen seien. Gerät die Refinanzierung

aufgrund der Beteiligungspläne aber in Gefahr, nützt dies

offensichtlich wenig.

Fazit

Die Peripheriestaaten der Eurozone machen Fortschritte bei

der Haushaltskonsolidierung; die Schuldenquoten steigen

wie erwartet weiter. Das schwache Wirtschaftswachstum

erschwert die auf Jahre angelegte Sanierung und bleibt ein

hohes Risiko für den Erfolg der Bemühungen. Der eingeschlagene

haushaltspolitische Kurs in den Kernländern der

Eurozone (Defizitabbau) ist mit zusätzlichen Kosten für die

Peripherie verbunden. Die Renditen in Deutschland fallen

und sind angesichts der starken wirtschaftlichen Verfassung

zu tief. In der Peripherie belasten die voreiligen Forderungen

der Kernländer nach privater Beteiligung an Schuldenrestrukturierungen

zunehmend die Realwirtschaft. Die Zinsen

sind dort zu hoch. Das europäische Bankensystem wird zunehmend

in Mitleidenschaft gezogen. Nun ruht die Hoffnung

auf dem deutschen Konsumenten. Bleibt seine Stimmung

positiv, könnte der Konsolidierungskurs der Europäer

erfolgreich weitergeführt werden. In der Zwischenzeit steigt

die Wahrscheinlichkeit einer Restrukturierung in der europäischen

Peripherie mit den Schuldenquoten; die EU-Pläne

bleiben unklar. Die hohen Renditen sind für uns daher kein

Kaufargument. Konservativen Bondanlegern raten wir weiterhin

von Peripherieanleihen ab.

9 | Dezember 2010 | Aktuelles | Thema des Monats


10 | Dezember 2010 | Aktuelles | Wirtschaftlicher Ausblick

Wirtschaftlicher Ausblick | Dr. Jörg Zeuner

2010 – Ein durchaus dynamisches Jahr

Das Jahr im Überblick

Alle wichtigen Volkswirtschaften sind 2010 gewachsen; die

Konsumentenpreise waren dabei stabil. In Erinnerung bleiben

aber vor allem einige Nachbeben der Weltwirtschaftskrise

von 2008/2009 – das Vertrauen in das Wirtschafts- und

Finanzsystem kehrt nur langsam zurück. Die Schockwellen

erreichten im Verlauf der letzten zwölf Monate insgesamt

drei Höhepunkte.

Die Aktien- und Rohstoffmärkte schliessen 2010 voraussichtlich

auf den von uns zu Jahresbeginn prognostizierten

Niveaus – die Anleihenmärkte überraschenderweise auch.

Der USD hat sich nicht gegenüber allen Währungen behaupten

können.

Wir haben 2010 in der Vermögensverwaltung auf inflationsfreies

Wachstum gesetzt. An den Märkten für Aktien und

alternative Anlagen haben wir davon profitiert (Stand: 17. November).

Das grosse Vertrauen der Anleger in lang laufende

Staatsanleihen hat uns angesichts der Schuldendebatte überrascht

– wir hatten unsere Bestände bereits reduziert. In der

Referenzwährung CHF haben wir im Sommer einen kleinen

Verlust auf eine kurzfristige, taktische USD-Position realisieren

müssen. Die strategische Währungsabsicherung hat sich

gegenüber anderen Mandatsformen (ohne Währungsabsicherung)

umso mehr ausgezahlt.

Die Wachstumsmärkte

Nach 2009 war Asien auch in diesem Jahr wichtigster Wachstumsmotor

der Weltwirtschaft, gefolgt von den Schwellenländern

in Lateinamerika (Brasilien) und vereinzelt auch bereits

in Osteuropa (Türkei, Polen).

Der Wirtschaftsverlauf der letzten 12 bis 18 Monate in den

wichtigsten Industriestaaten hat erneut bestätigt, dass die

erste Phase der Erholung nach einer kombinierten Finanzund

Wirtschaftskrise sehr dynamisch verläuft. Die Bedürfnisse

der Wirtschaftsakteure übertreffen schnell die sehr

vorsichtige Planung der meisten Unternehmen: die Produktion

muss früher als erwartet erhöht werden. Eine beherzte

Stabilisierung der Banken ermöglichte eine rasche Rückkehr

zu einem reibungslosen Zahlungsverkehr (vor allem im inter-

nationalen Handel) und verhinderte den Rückruf von Krediten

im grossen Stil. Anleihenkäufe der Notenbanken eröffneten

den (grossen) Unternehmen mit Kapitalmarktzugang zusätzliche

Finanzierungsmöglichkeiten.

Das Jahr 2010 werden die Exportnationen dieser Welt (China,

Deutschland, Japan, Schweiz, Singapur, Hongkong und

Taiwan) in relativ guter Erinnerung behalten – allerdings war

deren Rezession zuvor stark zu spüren.

Der Aufschwung in Deutschland hat angesichts des schwachen

privaten Konsums am meisten beeindruckt. Der schwache

EUR und die Flucht von Kapital aus der Peripherie in die

Kernländer der Eurozone hat Deutschland begünstigt.

Springt der Funke im nächsten Jahr doch noch auf den Konsumenten

über, könnte der Aufschwung sogar noch eine

Weile anhalten.

BIP-Wachstum 2009/2010

Schweiz

USA

Deutschland

Japan

China

Brasilien

–10 % –5 % 0 % 5 % 10 % 15 %

–4.7 %

–5.2 %

–1.9 %

–2.6 %

BIP 2009 (y/y%)

2010 Konsensprognose

2010 VP Bank-Prognose

–0.2 %

3.0 %

3.0 %

3.3 %

3.0 %

7.1 %

9.1 %

10.1 %

Die drei Nachbeben

Griechenland war die erste Belastungsprobe für die Finanzmärkte

im ablaufenden Jahr. Die Bondmärkte verweigerten

Athen im Frühjahr nach monatelangem politischem Taktieren

der Euroländer den Zugang zu neuem Kapital. Der EUR bezahlte

innerhalb weniger Wochen den Preis dafür. Schweizer

und Liechtensteiner Haushalte und Unternehmen werden

diese Episode lange in Erinnerung behalten. Der CHF liegt

heute (handelsgewichtet) etwa 8 % über seinem Jahres-


einstandskurs. Die Staatsverschuldung ist auch für uns eines

der grossen Probleme nach der Krise. Die Schwächen des

Stabilitäts- und Wachstumspaktes bei der Disziplinierung

von Regierungen und in der Krisenbewältigung traten aber

«zu früh» zum Vorschein. Sie verstellten 2010 lange den

Blick verunsicherter Investoren auf die realwirtschaftlichen

Fortschritte seit Mitte 2009.

Im derzeitigen Umfeld führen die leidenschaftlichen Diskussionen

des Schuldenproblems auch (noch) nicht zu den

naheliegenden Reaktionen am Bondmarkt. Im Gegenteil,

traditionell hochwertige staatliche Schuldner haben von den

Konjunkturängsten vieler Anleger profitiert, obwohl ihre Verschuldungsquote

bald die «krisenresistente» Marke von 90 %

des Bruttoinlandprodukts (BIP) überschreiten wird (USA und

UK) oder diese Marke bereits seit langem hinter sich gelassen

hat (Japan). Auch Deutschlands Schuldenquote steigt

weiter und dürfte Ende 2010 bei rund 75 % des BIP liegen.

Hinter der vorläufigen Stärke der Anleihenmärkte verbirgt

sich der zweite «Schock» des Jahres: ein vermeintlich abruptes

Ende des Wirtschaftswachstums in den USA. Wir wissen

heute, dass Amerika dieses Jahr keine zweite Rezession

(Double Dip) durchstehen musste. Im Sommer sah dies für

viele Beobachter jedoch ganz anders aus. Leider bleibt die

Arbeitslosigkeit trotz Wachstum hoch, und der Markt für

Wohnimmobilien bedarf wohl auch im nächsten Jahr noch

verschiedenster staatlicher Hilfe.

Schliesslich sorgten die Interventionen der Schweizerischen

Nationalbank und der Bank of Japan sowie der Kurswechsel

der Federal Reserve im Herbst für Aufregung an den Devisenmärkten.

Der chinesische Yuan (CNY) war der eigentliche

Stein des Anstosses. Ein vorsichtiges Einlenken der Chinesen

konnte aber die Wogen etwas glätten. Das geplante moderate

Vorgehen der Fed am amerikanischen Bondmarkt hat

ebenfalls zur Beruhigung der Lage beigetragen.

Die Finanzmärkte

Die Aktienanleger haben nach einem Sommer der Zweifel im

traditionell schwachen Monat September zurück an den

Markt gefunden. Die Unternehmen haben dieses Vertrauen

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Kompakt

• Alle wichtigen Volkswirtschaften sind 2010

gewachsen, die Preise waren mehr als stabil.

• In Erinnerung bleiben drei Nachbeben der

Weltwirtschaftskrise.

• Die Finanzmärkte schliessen wohl über unseren

Erwartungen zu Jahresbeginn.

• Wir haben in den Mandaten von der Wachstumsstrategie

und der Währungsabsicherung

profitiert.

in der kürzlich zu Ende

gegangenen Berichtssaison

ein weiteres Mal honoriert.

Bilanzzahlen und Ausblicke

belegen die relative Stärke der

Privatwirtschaft im Vergleich zu Staaten und

privaten Haushalten.

Dennoch vermeldeten Gold- und Bondhändler 2010 neue

Rekorde in Preisen (Hochs) und Renditen (Tiefs). Viele Anleger

blicken weiterhin skeptisch in die Zukunft; die Unsicherheit

bleibt hoch.

Die strategische Währungsabsicherung hat, angesichts der

hohen Volatilität an den Devisenmärkten, auch in diesem

Jahr die Vermögensverwaltungsmandate stabilisiert. Wir

hatten daher für lange Zeiträume in diesem Jahr auf taktischer

Ebene zusätzlich den JPY abgesichert.

Unsere Anlagestrategie für 2011 präsentieren wir Ihnen in

Marktentwicklung 2010

30 %

25 %

20 %

15 %

10 %

5 %

0 %

–5 %

–10 %

9.7 %

Aktien

(MSCI World

Total Return)

8.3 %

Obligationen

(BarCap Global

Aggregate TR)

Performance seit Jahresbeginn

27.4 %

–6.1 %

Gold USD/CHF

der ersten Ausgabe der «Investment Views» im neuen Jahr.

11 | Dezember 2010 | Aktuelles | Wirtschaftlicher Ausblick


2. Anlageklassen

Geldmarkt


14 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Geldmarkt

Anlageklasse Geldmarkt

Märkte im Überblick

EUR/CHF und EUR/USD: Kursentwicklung seit November 2009 EUR/GBP und USD/CHF: Kursentwicklung seit November 2009

1.55

1.50

1.45

1.40

1.35

1.30

1.25

1.15

N D J F M A M J J A S O N

EUR/CHF EUR/USD (rechte Skala)

1.55

1.50

1.45

1.40

1.35

1.30

1.25

1.20

0.92

0.90

0.88

0.86

0.84

0.82

0.80

0.95

N D J F M A M J J A S O N

EUR/GBP USD/CHF (rechte Skala)

GBP/CHF und GBP/USD: Kursentwicklung seit November 2009 USD/JPY: Kursentwicklung seit November 2009

1.75

1.70

1.65

1.60

1.55

1.50

1.40

N D J F M A M J J A S O N

GBP/CHF GBP/USD (rechte Skala)

Leitzinsen Schweiz, Eurozone und USA: Zinsentwicklung seit Nov. 2007

in %

5

4

3

2

1

0

N J M M J S N J M M J S N J M M J S N

Schweiz Eurozone USA

1.70

1.65

1.60

1.55

1.50

1.45

96

94

92

90

88

86

84

82

80

in %

7

6

5

4

3

2

1

0

N D J F M A M J J A S O N

USD/JPY

Leitzinsen UK und Japan: Zinsentwicklung seit November 2007

N J M M J S N J M M J S N J M M J S N

UK Japan

1.20

1.15

1.10

1.05

1.00


Anlageklasse Geldmarkt | Oliver Schlumpf

Rückblick

Frankenstärke und Euroschwäche

An den Devisenmärkten neigt sich ein turbulentes Jahr dem

Ende zu. Der Ausbruch der Schuldenkrise im Frühjahr 2010

sorgte für einen deutlichen Druck auf den EUR. Gleichzeitig

profitierte der CHF von einer niedrigen öffentlichen Verschuldung,

positiven Wirtschaftsdaten und seinem Status als

sicherer Hafen in unruhigen Marktphasen. Die Folge: Der

einstmals so stabile Wechselkurs zwischen EUR und CHF

setzte zum Sinkflug an. Die Schweizerische Nationalbank

(SNB) versuchte, durch Interventionen am Devisenmarkt –

konkret durch den Ankauf von EUR-Positionen – einen

rasanten Kursverfall abzubremsen. Die Stabilisierung des

Wechselkurses war kurzfristig erfolgreich – aber auch kostspielig.

Die Währungsreserven der Nationalbank nahmen infolge

der Interventionen um rund 150 % zu, führten aber zu

Wechselkursverlusten. Im Juni hat die SNB ihre Interventionspolitik

beendet. Der Druck auf den EUR wurde zu gross,

weitere Interventionen der SNB erschienen nicht sinnvoll.

Der Wechselkurs gab in der Folge weiter nach und erreichte

nach einer zwischenzeitlichen Erholung den Tiefpunkt im

September bei etwas unter 1.29. Die Interventionen der SNB

haben jedoch der Exportindustrie, die am meisten unter

einem starken CHF leidet, etwas Zeit verschafft, um sich auf

die neuen Rahmenbedingungen einzustellen.

Interventionen der SNB – Aufwertung des CHF verzögert

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

–10

–20

1.25

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov

Veränderung der Fremdwährungsreserven gegenüber Vormonat (Mrd. CHF)

EUR/CHF (rechte Skala)

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

1.50

1.45

1.40

1.35

1.30

Kompakt

• Ein starker CHF brachte die Schweizer

Exporte unter Druck – die SNB intervenierte.

• Rezessionssorgen im Sommer und Spekulationen

über eine weitere Lockerung der

Geldpolitik belasteten den USD.

• Die wieder entfachte Schuldendiskussion in

Europa schwächt den EUR.

• Die Währungen der Schwellenländer sind

unter Aufwertungsdruck – ein Abwertungs-

Dollar auf einer

wettlauf scheint entbrannt.

Achterbahnfahrt

Enttäuschende Konjunkturdaten

aus den USA hatten im

Sommer zur Folge, dass zunehmend

Sorgen über den Aufschwung in den USA

aufkamen. Der USD verlor gegenüber dem EUR und zahlreichen

anderen Währungen deutlich an Wert. Verbesserte

Wirtschaftszahlen aus der Eurozone und Spekulationen über

eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank

Fed sorgten im September und Oktober für eine weitere

Schwächung des USD. Die mit Spannung erwartete Entscheidung

der Fed über eine weitere quantitative Lockerung

blieb jedoch unter den Markterwartungen. Das zusätzliche

Anleihenaufkaufprogramm im Umfang von USD 600 Mrd. ist

bereits vor der offiziellen Ankündigung eingepreist worden.

Der USD reagierte kaum. In der Folge geriet Europa wieder

in den Fokus des Interesses. Die neu entflammte Diskussion

über die Staatsverschuldungen in Griechenland und Irland

haben den EUR zuletzt wieder geschwächt und dürfte die

Einheitswährung kurzfristig noch weiter unter Druck halten.

Japanische Interventionen lösen Diskussionen aus

Der japanische Yen (JPY) ist zu stark. Ähnlich wie der CHF

dient auch der JPY als Hort der Sicherheit in turbulenten

Marktphasen – er wertete gegenüber dem USD über weite

Strecken des Jahres auf. Dies bedrohte den exportabhängigen

Aufschwung Japans zunehmend. Im September entschied

sich die japanische Notenbank erstmals seit 2004, in

den JPY-Handel einzugreifen und die heimische Valuta abzuschwächen.

Der JPY-Anstieg wurde in der Folge gestoppt.

Insgesamt sind Devisenmarktinterventionen mit hohen (Reputations-)Risiken

für die Notenbanken verbunden. Prompt

folgte eine erneute Diskussion um die richtige Wechselkurspolitik

vor allem in Asien. Der letzte G-20-Gipfel in Seoul im

November hat aber hier keine Einigung mehr bringen können.

Zu unterschiedlich sind die jeweiligen nationalen Interessen.

15 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Geldmarkt


16 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Geldmarkt

Schwellenländer unter Aufwertungsdruck

Die Volkswirtschaften der Entwicklungsländer sind mit Ausnahme

Osteuropas relativ früh aus der Krise gekommen

und weisen bereits seit längerem hohe Wachstumsraten auf.

Steigende Inflationsraten und Überhitzungsgefahren führten

dazu, dass in vielen Ländern erste Zinsschritte stattgefunden

haben. Weitere Zinserhöhungen stehen noch bevor.

Die Kombination hoher Wachstumsraten und steigender Zinsen

sorgt für hohe Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer.

Dies hat einen Aufwertungsdruck auf die heimischen Währungen

zur Folge. Starke Währungen sind jedoch nicht im

Interesse der mehrheitlich exportgetriebenen Volkswirtschaften.

Kapitalverkehrskontrollen bieten diesen Staaten

eine verlockende Option, den Kapitalzufluss zu reduzieren.

Brasilien beispielsweise erhöhte im Oktober zweimal die

Steuern auf ausländisches Kapital. Auch Thailand erhebt

neuerdings eine Quellensteuer auf ausländische Käufe von

Staatsanleihen. In Indonesien und Südkorea wird derzeit

über den Einsatz bzw. die Verschärfung von Kapitalverkehrskontrollen

diskutiert.

Leitzinsen blieben unverändert

Erwartungsgemäss fanden in unseren Hauptmärkten

(Schweiz, Europa und USA) bisher keine Zinserhöhungen

statt. Das dürfte auch noch für längere Zeit so bleiben.

Der Preisdruck ist in diesen Regionen noch immer gering

und erfordert somit keine restriktivere Geldpolitik.

Etwas anders präsentiert sich die Situation in den Schwellenländern.

Diese sind im Zinszyklus bereits weiter fortgeschritten.

Aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung wurden

vielerorts erste Zinsschritte vorgenommen. Aber auch in

Rohstoffländern wie Australien oder Norwegen wurde die

Geldpolitik bereits mehrfach verschärft.

Rohstoff- und Schwellenländer verschärfen die Geldpolitik

12 %

10 %

8 %

6 %

4 %

2 %

0 %

Aug 09 Nov 09 Feb 10 Mai 10 Aug 10 Nov 10

Indien Südkorea Brasilien

Australien Norwegen Kanada

Leitzinsen

Schweiz

Europa (EWU)

USA

Dez. 2010

Bandbreite für unsere Zinsprognose auf drei bis sechs Monate

> +50 Basispunkte +25 Basispunkte keine Veränderung

–25 Basispunkte < –50 Basispunkte


Anlageklasse Geldmarkt

Produktauswahl

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

VP Bank Fonds

VP Bank Geldmarktfonds CHF CHF LI0004874199 15.11.2010 1'077.63 Nein – 0.26

VP Bank Geldmarktfonds EUR EUR LI0008943925 15.11.2010 1'307.77 Nein – 0.47

VP Bank Geldmarktfonds USD USD LI0004874231 15.11.2010 1'544.25 Nein – 0.60

Drittfonds

Staatsschuldner

LGT Mon Mkt Fd Gov CHF Hedged B CHF LI0036240179 15.11.2010 1'017.85 Nein Ja 0.16

JPM Euro Government Liquidity Fund A EUR LU0326548780 16.11.2010 10'384.64 Nein – 0.01

JPM US Dollar Treasury Liquidity Fund A USD LU0176037280 15.11.2010 11'448.21 Nein – 0.00

Unternehmensschuldner

Swisscanto (LU) Money Market Fd CHF CHF LU0141249424 15.11.2010 148.80 Nein – 0.03

JPM Euro Liquidity Fund A EUR LU0070177232 16.11.2010 12'950.08 Nein – 0.02

JPM US Dollar Liquidity Fund A USD LU0011815304 15.11.2010 13'294.21 Nein – 0.01

Exchange Traded Funds (ETFs)

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Kurs Perf. % YTD

(indikativ)

EONIA TR Index ETF EONIA Total Return Index Deutsche Bank EUR LU0290358497 138.54 0.24

US Dollar Money Market ETF FED Funds Effective Rate TR Index Deutsche Bank USD LU0356591882 170.89 0.02

Zertifikate (open end)

Produktname Basiswert Emittent Whg. ISIN Ratio Kurs Perf. % YTD

(indikativ)

Money Market Note CHF CHF 6 Months Total Return Swap Vontobel CHF CH0020494354 1:1 106.70 0.19

Money Market Note EUR EUR 6 Months Total Return Swap Vontobel EUR CH0020494412 1:1 115.00 0.79

Money Market Note USD USD 6 Months Total Return Swap Vontobel USD CH0020494453 1:1 117.10 0.26

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

17 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Geldmarkt


2. Anlageklassen

Anleihen


20 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen

Anlageklasse Anleihen

Renditen im Überblick

Schweiz: Renditeentwicklung seit November 2008 Schwellenländer (Hartwährung): Renditeentwicklung seit November 2008

5.0

4.5

4.0

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

SBI Domestic Government SBI Foreign Corporate

Europa: Renditeentwicklung seit November 2008 Schwellenländer (Lokalwährung): Renditeentwicklung seit November 2008

7

6

5

4

3

2

1

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

USA: Renditeentwicklung seit November 2008

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

12

11

10

9

8

7

6

5

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

JP Morgan EMBI Global Composite

Citigroup EMU GBI All Maturities Citigroup Euro BIG Corporate JP Morgan GBI-EM Global

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

Citigroup US GBI All Maturities Citigroup BIG Corporate

9.5

9.0

8.5

8.0

7.5

7.0

6.5

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

Hochverzinsliche Anleihen: Renditeentwicklung seit November 2008

25

20

15

10

5

0

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

JP Morgan High Yield Global


Anlageklasse Anleihen | Martina Honegger

Rückblick

Auf und Ab in der Peripherie

Nachdem die Rettung des globalen Bankensystems 2009 im

Vordergrund stand, war 2010 die Schuldenkrise der europä -

ischen Peripherie das dominierende Thema an den Bondmärkten.

Die bereits zum letzten Jahreswechsel schwelende

Sorge um Griechenland wurde von einer trägen Europäischen

Zentralbank (EZB) und Deutschlands ablehnender Haltung

zu einer Rettung angeheizt. Das angekündigte griechische

Konsolidierungsprogramm und die zögerliche Bestätigung

durch die EU-Kommission beruhigten die Gemüter nur kurz.

Stattdessen gerieten weitere Sorgenkinder der europäischen

Peripherie wie Spanien, Portugal und erneut auch Irland in

die Schusslinie. Mit der Herabstufung Griechenlands auf

«Junk» durch die Ratingagentur Standard & Poor’s eskalierte

die Situation im April, und die Renditeaufschläge stiegen auf

schwindelerregende Höhen. Der Markt erzwingte konkrete

Massnahmen der EU und des IWF. Die European Financial

Stability Facility (EFSF) wurde ins Leben gerufen und ein milliardenschwerer

Schutzschirm zur Erhaltung der finanziellen

Stabilität der Eurozone aufgespannt – gültig bis 2013. Griechenland

erhielt aber zunächst einmal ein Paket von direkten

Krediten der EU-Mitgliedstaaten und des IWF unter dem European

Financial Stabilisation Mechanism (EFSM).

Renditeunterschied zu zehnjähriger Bundesanleihe (Basispunkte)

1'200

1'000

800

600

400

200

0

Nov 09 Jan 10 Mär 10 Mai 10 Jul 10 Sep 10 Nov 10

Italien Spanien Griechenland

Portugal Irland

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Es sollte aber bis Ende

September dauern, bis

der Markt mit den genauen,

äusserst komplexen Mechanismen

und Klauseln des schliesslich

«AAA» eingestuften Emissionsvehikels vertraut

gemacht wurde.

Kompakt

• Das Bondjahr wurde von der europäischen

Schuldenkrise und lange Zeit von widersprüchlichen

Wirtschaftsdaten dominiert.

• Alle Hauptmärkte enden 2010 voraussichtlich

positiv, die Referenzwährung macht den

Unterschied im Portfolio.

• Unternehmensanleihen bleiben robust.

Double Dip-Ängste statt Sommerpause

Die Konjunkturdaten, vor allem aus den USA, liessen das

Jahr zunächst optimistisch beginnen. Obamas Vorschläge zur

Bankenregulierung erschreckten die Märkte nur kurz. Im

Februar sprach Fed-Chef Bernanke sogar erstmals von einer

Exitstrategie aus der ultraexpansiven Geldpolitik und hob

sogar den Diskontsatz an. Der ist in den USA zwar längst

nicht so wichtig, seine Anhebung wurde aber zunächst als

erster Schritt in Richtung «Normalisierung» gewertet. Das

(erste) Anleihenkaufprogramm der Fed lief aus, und die Peripheriekrise

blieb mangels amerikanischen Engagements ein

europäisches Problem. Das Vertrauen in eine nachhaltige

Wirtschaftserholung wich allerdings im Frühsommer. Mit

den ersten enttäuschenden Datenveröffentlichungen kamen

Ängste vor einem erneuten Abgleiten in eine Rezession

(Double Dip) auf. Die Anleger flüchteten in die sicheren

Staatsanleihen der USA und Eurokernländer, sodass deren

Renditen neue Tiefststände erreichten. Die Fed wiederholte

ihre «Tiefer-für-länger»-Prognose für deren Leitzins.

Eine leichte Entspannung zeichnete sich im Herbst ab, nachdem

die Wirtschaftsdaten besser geworden waren, und ein

fast globales zweites Anleihenkaufprogramm ins Spiel gebracht

wurde. Während das Vereinigte Königreich die amerikanischen

Überlegungen aufnahm, begann Japan mit den

Käufen. Der Erfolg scheint diesmal aber nur von kurzer

Dauer. Die Wirkung des Programms wird bezweifelt. Kurz

nachdem die Ausgestaltung Anfang November verkündet

wurde, stiegen die US-Renditen bereits wieder.

21 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen


22 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen

Schwellenländer profitieren

Während man in der Europeripherie klamm ist und die Anleger

für ihre Engagements immer höhere Risikoprämien

verlangen, profitierten hochverzinsliche Anleihen und Emissionen

aus den Schwellenländern von den besseren Fundamentaldaten,

aber auch von den Anleihenkäufen durch die

Notenbanken. Die Flut an anlagewilligem Kapital führte

dazu, dass Länder wie Brasilien oder Thailand Steuern auf

ausländisches Kapital einführten, um den ungewollten Aufwertungsdruck

auf die heimische Währung einzudämmen.

Die europäische Peripherie bangte gleichzeitig um jede Bond -

auktion. Zum Jahresende musste Irland Auktionen ganz absagen

und unter den europäischen Rettungsschirm flüchten;

Neuemissionen sind zu teuer geworden.

Robuste Unternehmensanleihen

Für den Unternehmenssektor war es ein eher ruhiges Jahr.

Kreditausfallrisiken sanken in gleichem Masse, wie die Bilanzen

solider wurden; Bankenrettungen waren die Ausnahme

und betrafen allenfalls die kränkelnde Peripherie. Der Verlauf

der Renditeaufschläge folgte dann auch dem Einfluss von

aussen und reagierte lediglich nervös auf die schwelende

Peripheriekrise sowie das Aufkeimen der Rezessionsangst.

Qualitätsmässig drifteten die beiden Kontinente auseinander.

Während in den USA die Kreditqualität, ausgedrückt in

positiven Veränderungen der Bonitätsratings, stieg, war in

Europa das Gegenteil der Fall. Auch hier leuchtete der rote

Faden des Jahres 2010 in Form der kränkelnden europäischen

Peripherie erneut auf. Die Bewertung ist heute historisch

gesehen nicht mehr billig, die Renditeaufschläge bewegen

sich auf normalisierten Niveaus, die absoluten Renditen

sind gar auf Rekordtief.

Fazit

Das Jahr 2010 war insgesamt ein gutes Bondjahr, in dem alle

wichtigen globalen Märkte eine positive Performance erzielt

haben. Dennoch sind die Renditen, nachdem sie im Sommer

einen neuen Tiefstwert erreicht hatten, kurz vor Jahresende

nicht weit vom Anfangswert entfernt. Herbe Verluste erlitt

man mit den überschuldeten europäischen Peripheriestaaten.

Diese Problematik wird noch eine ganze Weile anhalten.

Dies gilt auch für die Volatilität, da der politische Einfluss bei

diesem Thema gross ist. Auch die lockere US-Geldpolitik

wird uns bis weit ins Jahr 2011 begleiten und die Nachfrage

nach Schwellenländer- und Unternehmensanleihen trotz der

bereits erzielten Performance unterstützen.

Performance globale Bondmärkte (31.12.2009 bis 15.11.2010)

15 %

10 %

5 %

0 %

–5 %

–10 %

–15 %

Global USD CAD AUD JPY EUR SEK GBP

In Lokalwährung

In CHF

Währungsperformance gegenüber CHF

Benchmark Dez. 2010 % YTD

SBI Domestic Government 5.04

Citigroup EMU GBI All Maturities 2.69

Citigroup US GBI All Maturities 7.27

SBI Foreign Corporate 4.50

Citigroup Euro BIG Corporate 5.39

Citigroup US BIG Corporate 9.74

JP Morgan High Yield Global 13.75

JP Morgan EMBI Global Composite 13.53

Bandbreiten für unsere absoluten Performanceeinschätzungen

auf drei bis sechs Monate

> +3 % +1 % bis + 3 % –1 % bis +1 %

–3 % bis –1 % < –3 %


Anlageklasse Anleihen

Auswahl Anleihenfonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

VP Bank Fonds

VP Bank Obligationenfonds CHF CHF LI0008127321 15.11.2010 1'063.71 Nein – 2.55

VP Bank Obligationenfonds EUR EUR LI0008127339 15.11.2010 1'547.49 Nein – 4.17

VP Bank Obligationenfonds USD USD LI0008127347 15.11.2010 1'789.14 Nein – 5.95

Drittfonds Investment Grade

Staatsanleihen

Robeco Lux-o-rente D CHF CHF LU0239949760 15.11.2010 113.19 Nein Ja 3.61

Robeco Lux-o-rente D EUR EUR LU0084302339 15.11.2010 117.57 Nein – 4.21

Robeco Lux-o-rente D USD USD LU0239949414 15.11.2010 124.22 Nein Ja 3.82

Unternehmensanleihen

Swisscanto (CH) Bond Fund Corporate H CHF CH0000700903 15.11.2010 102.64 Ja – 6.71

Pimco GIS Global Inv. Grade Credit Fund EUR EUR IE00B11XZ434 16.11.2010 13.08 Nein Ja 9.64

Pimco GIS Global Inv. Grade Credit Fund USD USD IE00B3K7XK29 16.11.2010 12.86 Nein Ja 9.63

Drittfonds hochverzinsliche Anleihen

Welt

Schroder Intl. Selection Global High Yield

Drittfonds Schwellenländer

Hartwährung

USD LU0189893018 16.11.2010 30.77 Nein Ja 13.29

Pictet Funds – Global Emerging Debt USD LU0128467544 15.11.2010 269.87 Nein – 10.94

HSBC GIF SICAV – Global Emerging Markets Bond

Lokalwährung

USD LU0164943648 16.11.2010 27.88 Nein – 14.21

JB Multibond – Local Emerging Bond Fund B USD LU0107852195 15.11.2010 296.93 Nein – 14.89

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

23 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen


24 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen

Anlageklasse Anleihen

Auswahl Anleihen-ETFs

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Aus- Kurs Perf.

schüttung (indikativ) % YTD

Staatsanleihen

CS ETF (CH) on SBIDG 1–3 Swiss Bond Dom. Government 1–3 Credit Suisse CHF CH0102530786 Ja 97.58 0.26

CS ETF (CH) on SBIDG 3–7 Swiss Bond Dom. Government 3–7 Credit Suisse CHF CH0016999846 Ja 98.22 2.53

IBOXX EUR Inflation Linked ETF IBOXX EUR Inflation Linked Deutsche Bank EUR LU0290358224 Nein 166.95 –0.37

IBOXX EUR Sovereigns TR IBOXX EUR Staatsanleihen Deutsche Bank EUR LU0290355717 Nein 169.17 2.63

IBOXX EUR Sovereigns 1–3 IBOXX EUR Staatsanleihen Deutsche Bank EUR LU0290356871 Nein 153.66 0.69

IBOXX EUR Sovereigns 3–5 IBOXX EUR Staatsanleihen Deutsche Bank EUR LU0290356954 Nein 166.11 2.12

IBOXX EUR Sovereigns 5–7 IBOXX EUR Staatsanleihen Deutsche Bank EUR LU0290357176 Nein 174.09 2.71

US Treasury 1–3 Jahre US Treasury 1–3 Jahre BlackRock USD IE00B14X4S71 Ja 131.17 2.25

US Treasury 7–10 Jahre US Treasury 7–10 Jahre BlackRock USD IE00B1FZS798 Ja 179.63 12.04

USD TIPS Inflation TIPS Inflation Linked BlackRock USD IE00B1FZSC47 Nein 171.05 7.30

Unternehmensanleihen

iShares EURO Corporate Bond Fund iBoxx Euro Liquid Corporate Index BlackRock EUR DE0002511243 Ja 121.98 4.49

iShares eb.rexx Jumbo Pfandbriefe eb.rexx Jumbo Pfandbriefe BlackRock EUR DE0002635265 Ja 106.48 2.72

iShares USD Corporate Bond iBoxx USD Investment Grade Top 30 BlackRock USD IE0032895942 Ja 105.35 10.16

Schwellenländer

Hartwährung

iShares JPM USD EM Bond Fund JPMorgan EMBI Global Core Index BlackRock USD IE00B2NPKV68 Nein 109.12 11.56


Anlageklasse Anleihen

Auswahl Staatsanleihen und Anleihen

öffentlich-rechtlicher Körperschaften

Coupon Emittent ISIN Laufzeit Duration Kurs Rendite Moody's S&P D/Swap

(ind.)

Anleihen CHF

2.875 LAND NORDRHEIN-WESTFALEN CH0039162158 02.05.2012 1.41 103.60 0.37 Aa1 AA– –14

2.500 ONTARIO (PROVINCE OF) CH0016196344 08.07.2013 2.54 104.75 0.67 Aa1 AA– 0

1.125 CITY OF VIENNA CH0110950356 07.01.2014 3.05 101.40 0.67 – – –11

2.000 EUROPEAN INVESTMENT BANK CH0100783270 24.04.2014 3.29 104.55 0.65 Aaa AAA –19

1.375 KOMMUNEKREDIT CH0111675069 21.01.2015 4.01 101.85 0.92 Aaa AAA –7

1.625 ÎLE DE FRANCE CH0112263006 08.12.2017 6.59 101.40 1.41 Aaa – –11

2.500 EUROPEAN INVESTMENT BANK CH0028608856 08.02.2019 7.30 107.25 1.55 Aaa AAA –13

Anleihen EUR

3.125 NEDER WATERSCHAPSBANK XS0408995883 20.01.2012 1.12 102.16 1.24 Aaa AAA –33

2.750 BAYERISCHE LANDESBANK DE000BLB5N07 23.01.2012 1.13 101.88 1.12 Aaa – –44

2.850 EUROPEAN INVESTMENT BANK XS0403965352 15.02.2013 2.12 102.84 1.54 Aaa AAA –16

0.500 INTL FINANCE CORPORATION XS0172986746 29.07.2013 2.63 95.16 2.37 Aaa AAA 59

3.125 EUROPEAN UNION EU000A0T61X8 03.04.2014 3.13 104.29 1.80 Aaa AAA –13

3.000 NORDIC INVESTMENT BANK XS0422677673 08.04.2014 3.15 104.19 1.71 Aaa AAA –22

2.125 LAND NORDRHEIN-WESTFALEN DE000NRW0AD0 30.06.2015 4.30 99.92 2.14 Aa1 AA– –3

2.500 EUROPEAN INVESTMENT BANK XS0495347287 15.07.2015 4.32 101.89 2.07 Aaa AAA –11

3.500 EUROPEAN INVESTMENT BANK XS0425743506 15.04.2016 4.82 106.02 2.30 Aaa AAA –1

3.000 BK NEDERLANDSE GEMEENTEN XS0498417798 30.03.2017 5.63 102.08 2.64 Aaa AAA 16

Anleihen USD

2.400 COMMONWEALTH BK AUSTRALIA US20272CAA09 12.01.2012 1.12 102.06 0.58 Aaa AAA –17

2.000 EUROPEAN INVESTMENT BANK US298785EU68 10.02.2012 1.20 101.89 0.44 Aaa AAA –31

1.625 NORDIC INVESTMENT BANK US65562QAN51 28.01.2013 2.14 101.95 0.72 Aaa AAA –4

1.625 AFRICAN DEVELOPMENT BANK US00828EAJ82 11.02.2013 2.17 101.90 0.76 Aaa AAA –2

2.375 EUROPEAN INVESTMENT BANK US298785EV42 14.03.2014 3.18 104.30 1.05 Aaa AAA –7

2.375 CANADIAN GOVERNMENT US135087ZA58 10.09.2014 3.62 104.61 1.13 – AAA –17

2.375 INTL BK RECON & DEVELOP US459058AR40 26.05.2015 4.23 104.31 1.39 Aaa – –17

2.850 BRITISH COLUMBIA PROVINCE OF US1107098W54 15.06.2015 4.24 105.49 1.60 Aaa AAA 2

3.125 EUROPEAN INVESTMENT BANK XS0468848253 15.12.2016 5.46 105.83 2.10 Aaa AAA 0

Die Performanceeinschätzungen auf drei bis sechs Monate beziehen sich bei Anleihen auf die Renditen, entsprechend entgegengesetzt

werden sich die Preise entwickeln.

> +50 Basispunkte +25 Basispunkte keine Veränderung –25 Basispunkte < –50 Basispunkte

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

25 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen


26 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen

Anlageklasse Anleihen

Auswahl Unternehmensanleihen

Coupon Emittent ISIN Laufzeit Duration Kurs Rendite Moody's S&P D/Swap

(ind.)

Anleihen CHF

2.250 ROYAL BK SCOTLAND GRP PLC CH0105412693 09.10.2012 1.83 101.15 1.62 Aa3 A+ 111

2.125 LGT FINANCE LIMITED CH0105413253 08.07.2013 2.54 103.00 0.96 Aa3 A+ 30

2.000 COMMONWEALTH BK AUSTRALIA CH0107060078 27.11.2013 2.87 102.85 1.03 Aa1 AA 27

2.000 GENERAL ELECTRIC CAP CORP CH0109156007 18.02.2014 3.08 102.25 1.29 Aa2 – 48

2.000 ANZ NATIONAL (INTL) LTD CH0110411524 16.12.2014 3.84 101.80 1.54 Aa2 AA 57

1.750 CANADIAN IMPERIAL BANK CH0108134088 30.01.2015 3.98 103.00 1.01 Aaa AAA 2

2.000 DEUTSCHE BANK AG CH0110303911 05.03.2015 4.03 102.00 1.51 – A+ 50

1.875 BNP PARIBAS CH0110738546 25.03.2015 4.11 102.05 1.38 Aa2e AA 36

2.250 AMERICA MOVIL SAB DE CV CH0111182108 07.04.2015 4.09 102.30 1.70 A2e A-e 67

2.250 NORDEA BANK AB CH0112134751 06.05.2016 5.05 103.00 1.67 Aa2 – 42

2.375 TOTAL CAPITAL SA CH0023743740 13.01.2016 4.74 104.60 1.44 Aa1 AA 25

Anleihen EUR

2.000 CIE FINANCEMENT FONCIER FR0010821298 17.02.2012 1.20 100.73 1.40 Aaa AAA –17

3.000 NORDEA BANK AB XS0443210090 06.08.2012 1.65 102.03 1.78 Aa2 AA– 15

2.875 BMW FINANCE NV XS0478929457 18.04.2013 2.26 102.11 1.96 A3 A– 22

3.500 SANOFI-AVENTIS XS0428037666 17.05.2013 2.34 103.73 1.94 A1 AA– 19

4.500 ÉLECTRICITÉ DE FRANCE FR0010758888 17.07.2014 3.33 107.70 2.27 Aa3 A+ 29

2.750 EUROHYPO AG DE000EH1A4G9 09.09.2014 3.57 102.31 2.11 Aaa AAA 9

4.125 TELIASONERA AB XS0218734118 11.05.2015 3.99 106.32 2.61 A3 A– 46

2.625 CIE FINANCEMENT FONCIER FR0010885871 16.04.2015 4.04 100.33 2.54 Aaa AAA 41

2.250 LB BADEN-WUERTTEMBERG DE000LB0B9J0 21.06.2016 5.14 99.54 2.34 Aaa – –1

4.125 BK NEDERLANDSE GEMEENTEN XS0259231974 28.06.2016 4.94 108.68 2.44 Aaa AAA 10

Anleihen USD

4.450 PFIZER INC US717081CZ40 15.03.2012 1.28 104.83 0.75 A1 AA 0

2.250 BANK OF NOVA SCOTIA US064149A567 22.01.2013 2.10 102.67 1.00 Aa1 AA– 24

3.125 GENERAL ELECTRIC CAP CORP XS0494562639 12.03.2014 3.07 103.63 1.98 Aa2 AA+ 85

3.200 RABOBANK NEDERLAND US74977SCE00 11.03.2015 3.99 104.35 2.14 Aaa AAA 66

5.625 SIEMENS FINANCIERINGSMAT XS0247659542 16.03.2016 4.52 115.63 2.45 A1 A+ 59

Die Performanceeinschätzungen auf drei bis sechs Monate beziehen sich bei Anleihen auf die Renditen, entsprechend entgegengesetzt

werden sich die Preise entwickeln.

> +50 Basispunkte +25 Basispunkte keine Veränderung –25 Basispunkte < –50 Basispunkte


Anlageklasse Anleihen

Zinsstrukturkurven im Überblick

CHF

Fälligkeit Rendite aktuell Rendite Jahresbeginn Differenz

1 Jahr 0.30 0.19 0.11

2 Jahre 0.46 0.52 –0.06

3 Jahre 0.61 0.78 –0.17

4 Jahre 0.72 1.01 –0.29

5 Jahre 0.82 1.22 –0.39

7 Jahre 1.20 1.64 –0.44

8 Jahre 1.31 1.76 –0.46

9 Jahre 1.38 1.88 –0.50

10 Jahre 1.50 2.01 –0.51

15 Jahre 1.80 2.41 –0.61

EUR

Fälligkeit Rendite aktuell Rendite Jahresbeginn Differenz

1 Jahr 0.84 0.85 –0.01

2 Jahre 0.99 1.38 –0.39

3 Jahre 1.16 1.80 –0.65

4 Jahre 1.44 2.26 –0.82

5 Jahre 1.70 2.53 –0.82

7 Jahre 2.20 3.03 –0.83

8 Jahre 2.39 3.19 –0.80

9 Jahre 2.47 3.29 –0.82

10 Jahre 2.54 3.38 –0.84

15 Jahre 3.08 4.02 –0.94

USD

Fälligkeit Rendite aktuell Rendite Jahresbeginn Differenz

1 Jahr 0.26 0.49 –0.24

2 Jahre 0.51 1.15 –0.64

3 Jahre 0.73 1.66 –0.93

4 Jahre 1.03 2.18 –1.15

5 Jahre 1.36 2.71 –1.35

7 Jahre 2.00 3.42 –1.41

8 Jahre 2.28 3.64 –1.36

9 Jahre 2.57 3.77 –1.20

10 Jahre 2.82 3.92 –1.11

15 Jahre 3.60 4.60 –1.00

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

CHF: Zinskurve Staatsanleihen (Angaben in Jahren)

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

0

Rendite aktuell Rendite Jahresbeginn

EUR: Zinskurve Staatsanleihen – Deutschland (Angaben in Jahren)

4.5

4.0

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

0

1 2 3 4 5 7 8 9 10 15

USD: Zinskurve Staatsanleihen (Angaben in Jahren)

5.0

4.5

4.0

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

0

1 2 3 4 5 7 8 9 10 15

Rendite aktuell Rendite Jahresbeginn

1 2 3 4 5 7 8 9 10 15

Rendite aktuell Rendite Jahresbeginn

27 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Anleihen


2. Anlageklassen

Aktien


30 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien

Anlageklasse Aktien

Aktienindizes im Überblick

Schweiz: Kursentwicklung seit November 2008 Pazifik: Kursentwicklung seit November 2008

950

900

850

800

750

700

650

600

550

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

MSCI Switzerland TR Index (Net)

Europa: Kursentwicklung seit November 2008 Schwellenländer: Kursentwicklung seit November 2008

1’600

1’500

1’400

1’300

1’200

1’100

1’000

900

800

700

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

MSCI Europe TR Index (Net)

Nordamerika: Kursentwicklung seit November 2008

1’400

1’300

1’200

1’100

1’000

900

800

700

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

MSCI North America TR Index (Net)

2’300

2’200

2’100

2’000

1’900

1’800

1’700

1’600

1’500

1’400

1’300

1’200

1’200

1’100

1’000

900

800

700

600

500

400

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

MSCI Pacific TR (Net)

N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N

MSCI Emerging Markets TR Index (Net)


Anlageklasse Aktien | Bernd Hartmann

Markteinschätzung

Seit Anfang September konnten die Aktienkurse rund um

den Erdball deutlich zulegen. Dabei zählen die Herbstmona -

te üblicherweise zu den kritischsten Phasen im Börsenjahr.

Nicht nur, dass September und Oktober im Durchschnitt der

vergangenen 60 Jahren zu den schwächsten Monaten gehörten.

Vielmehr ereigneten sich die grössten Börsenkorrekturen

ebenfalls in dieser Zeit: der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise

1929, der Schwarze Montag 1987, zehn Jahre

später die Asienkrise, die Terroranschläge des 11. September

2001 oder der Ausbruch der Kreditkrise nach dem Kollaps

von Lehman Brothers.

Was trieb die Herbstrallye?

Startschuss für die Herbstrallye waren die (anfänglichen)

Spekulationen einer erneuten quantitativen Lockerung der

Geldpolitik in den USA. Doch die Kursavancen nur auf eine

gestiegene Risikobereitschaft in Folge des «Quantitative Easing

II» und der damit verbundenen Ausweitung der Liquidität

zurückzuführen, greift zu kurz. Die noch während der

Sommermonate dominierenden Ängste vor einem Rückfall

in die Rezession erscheinen nach den jüngsten Wirtschaftsdaten

als übertrieben. Nach einer leichten Abschwächung

konnten sich die Einkaufsmanagerindizes in den USA, in

China, Deutschland und Grossbritannien im November sogar

wieder leicht verbessern. Nur in Japan tauchte der Vorlaufindikator

in die Kontraktionszone.

Unternehmen überraschen erneut positiv

Ein kräftiges Lebenszeichen gaben auch die Unternehmen

von sich. Trotz der mittlerweile weit fortgeschrittenen zyklischen

Erholung der Gewinne und der gestiegenen Erwartungshaltung

der Analysten gelang es den Unternehmen erneut,

mit grosser Mehrheit die Analystenerwartungen zu

übertreffen (vgl. Seite 34). Wie es scheint, kommen die Unternehmen

mit dem aktuellen Umfeld sehr gut zurecht. Die

Industrieländer verzeichnen zwar nur ein moderates Wachstum

der Gesamtwirtschaft, dies führt jedoch gleichzeitig

dazu, dass kein Kostendruck entsteht. Analysten gehen da-

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Kompakt

• Obwohl die Herbstmonate üblicherweise

schwach sind, konnten die Aktienmärkte

kräftig zulegen.

• Die Kursavancen sind dabei nicht nur auf

die quantitative Lockerung der Geldpolitik

zurückzuführen.

• Unternehmensgewinne, die besser als erwartet

ausfielen, sorgten neben einer

Stabilisierung der Vorlaufindikatoren für eine

von aus, dass die Un- fundamentale Unterstützung der Börsen.

ternehmensgewinne im

kommenden Jahr zwischen

14 % (Nordamerika) und 17 %

(Schwellenländer) wachsen werden.

Vorlaufindikatoren im Überblick

70

65

60

55

50

45

40

35

30

25

Dez

08

Feb

09

USA

Eurozone

Apr

09

Jun

09

Aug

09

Okt

09

Dez

09

Grossbritannien

Japan

Feb

10

Apr

10

Jun

10

Schweiz

Expansion

Aug

10

Okt

10

Fazit

Die jüngsten Nachrichten haben die noch vor wenigen Monaten

vorherrschende Skepsis verdrängt; der Aktienmarkt

hat nach einem durchzogenen Sommer eine beachtliche

Aufholjagd hingelegt. Die Kursavancen sind nicht allein auf

eine Zunahme des Risikoappetits zurückzuführen. Vielmehr

sind sie fundamental abgestützt. Weitere Kursgewinne dürften

zwar kurzfristig geringer ausfallen, denn die deutliche

Unterbewertung ist kleiner geworden, und die Stimmung

der Anleger hat sich bereits aufgehellt. Trotzdem bleiben

Aktien interessant. Denn die Unternehmen sind in solider

Verfassung, ihre Aktien sind attraktiv. Dies gilt insbesondere

im Vergleich zu Anleihen. Die gute Stimmung bei den Anlegern

widerspiegelt sich noch nicht in den Investitionsquoten.

Hält der positive Nachrichtenstrom an, sollten weitere Umschichtungen

in Aktien folgen.

31 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien


32 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien

Anlageklasse Aktien

Aktienmärkte und ETFs im Überblick

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Kurs Perf. %

(indikativ) YTD

Schweiz 1.36*

CS ETF (CH) on SMI Swiss Market Index (SMI) Credit Suisse CHF CH0008899764 64.70 1.49

UBS-ETF SLI Swiss Leader Index Swiss Leader Index (SLI) UBS CHF CH0032912732 102.59 3.77

CS ETF (CH) on SMIM Swiss Market Index Mid (SMIM) Credit Suisse CHF CH0019852802 137.92 11.11

Europa 7.27*

iShares MSCI Europe MSCI Europe BlackRock EUR DE000A0M5X28 16.93 7.64

db x-trackers EURO STOXX 50 EURO STOXX 50 Index Deutsche Bank EUR LU0274211217 28.38 –3.08

iShares DAX DAX (Deutschland) BlackRock EUR DE0005933931 61.74 10.82

db x-trackers FTSE 100 FTSE 100 (Grossbritannien) Deutsche Bank GBp LU0292097234 579.96 8.06

Lyxor ETF CAC 40 CAC 40 (Frankreich) Lyxor EUR FR0007052782 37.79 –1.53

Lyxor ETF IBEX35 IBEX 35 (Spanien) Lyxor EUR FR0010251744 102.28 –12.08

Nordamerika 7.48*

iShares MSCI North America MSCI North America BlackRock USD IE00B14X4M10 23.67 6.48

Dow Diamonds Dow Jones Index (USA) StateStreet USD US78467X1090 112.25 8.12

iShares S&P 500 S&P 500 Index (USA) BlackRock USD IE0031442068 11.77 6.21

PowerShares EQQQ Fund Nasdaq Composite Index (USA) PowerShares USD IE0032077012 51.43 12.01

UBS-ETF MSCI Canada MSCI Canada (Kanada) UBS CAD LU0446734872 32.55 7.62

Pazifik 8.80*

ComStage ETF MSCI Pacific TRN MSCI Pacific ComStage USD LU0392495023 39.48 13.22**

iShares MSCI Japan MSCI Japan (Japan) BlackRock JPY IE00B02KXH56 836.00 –6.46

Tracker Fund of Hong Kong Hang Seng Index (China) StateStreet HKD HK2800008867 23.80 10.97

SPDR S&P/ASX 200 Fund S&P/ASX 200 (Australien) StateStreet AUD AU000000STW9 44.88 0.06

Schwellenländer 13.48*

iShares MSCI Emerging Markets MSCI Emerging Markets BlackRock USD IE00B0M63177 42.88 12.73

db x-trackers MSCI EM Asia MSCI Emerging Markets Asia Deutsche Bank USD LU0292107991 37.42 14.19

db x-trackers MSCI EM LATAM MSCI Emerging Markets Latin America Deutsche Bank USD LU0292108619 63.96 8.41

db x-trackers MSCI EM EMEA MSCI EM Europa, Mittlerer Osten und Afrika Deutsche Bank USD LU0292109005 25.71 22.25

* Angaben beziehen sich auf den jeweiligen MSCI-Aktienindex.

** Seit Lancierung am 01.06.2010.


Anlageklasse Aktien | Rolf Kuster

Regionen und Themen

Rückblick: Erfreuliches Jahr für die meisten Regionen

Das Jahr 2010 war für die meisten Aktienmärkte sehr erfreulich.

Insbesondere Emerging Markets-Aktien legten im Jahresverlauf

deutlich zu. Hierbei vermochten die Aktienmärkte

asiatischer Schwellenländer besonders zu überzeugen. Sie

konnten neben einer robusten realwirtschaftlichen Entwicklung

auch von strukturellen Portfolioumschichtungen profitieren,

denn viele Anleger gewichten die Wachstumsmärkte

stärker. Der asiatische Aufschwung wirkte sich wiederum positiv

auf westliche Industrienationen aus. Besonders exportorientierte

Aktienmärkte verbuchten deutliche Kursgewinne.

So verzeichnete der deutsche Aktienmarkt, unterstützt von

einem schwachen EUR, Zuwachsraten von über 10 %, während

der europäische Gesamtindex bei vergleichsweise mageren

7 % verharrte. Als Kursbremse erwiesen sich die von

Schuldenproblemen geplagten europäischen Peripheriestaaten:

Sowohl der italienische, spanische als auch irische

Aktienmarkt weisen eine teils stark negative Jahresrendite

auf. Mit –31 % bildet der griechische Aktienmarkt das europäische

Schlusslicht.

Bei globaler Betrachtung fiel besonders der japanische

Aktienmarkt mit einer äusserst schlechten Jahresperformance

auf. Der japanische Einkaufsmanagerindex zeigte sich seit

August zusehends schwach und notiert seit September gar

im Kontraktionsniveau. Die japanische Exportindustrie verzeichnet

durch die Aufwertung des JPY Gegenwind, die der

schwache Binnenkonsum nicht kompensieren konnte. Der

japanische Leitindex Nikkei notierte entsprechend mehr als

6 % unter dem Jahresanfangswert.

Währungsturbulenzen überschatteten die Aktienmärkte

Trotz der grundsätzlich positiven Entwicklungen bei den

wichtigsten Aktienmärkten kann nicht jeder Investor auf ein

gutes Aktienjahr zurückblicken. Besonders japanische sowie

Schweizer Investoren litten unter dem Einbruch der europäischen

Einheitswährung. So muss sich ein Investor mit der

Referenzwährung CHF, der richtigerweise in den deutschen

Aktienmarkt investiert, aber die Währung nicht abgesichert

hatte, mit einer Performance von rund 1 % begnügen. Auch

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Kompakt

• Das vergangene Jahr entwickelte sich gut für

Aktien. Praktisch alle Märkte konnten einen

Zuwachs verzeichnen.

• Exportorientierte europäische Unternehmen

profitierten besonders vom globalen Aufschwung

und dem schwachen EUR.

• Die Erhöhung der Gewinnschätzungen führte

dazu, dass Aktien derzeit noch attraktiver

bewertet sind als zu Jahresbeginn.

von einem Engagement

in die Vereinigten

Staaten bleibt nach Abzug

des Währungsverlustes nur

knapp ein Drittel der lokalen

Aktienmarktperformance übrig.

Besonders stark fielen die Währungseffekte bei japanischen

Investoren ins Gewicht. Nebst dem negativ verlaufenden

Heimmarkt konnten sie währungsbedingt in praktisch

keinem etablierten Aktienmarkt einen Gewinn verbuchen.

Aktienmarkt und Unternehmensgewinnentwicklung

950

900

850

800

750

700

60

Jan Feb Mär Mai Jun Jul Sep Okt

MSCI World Gewinn pro Aktie (Indexpunkte, rechte Skala)

Wirtschaftliche Erholung zeigt sich in den Gewinnen

Während die Aktienmärkte vergleichsweise kraftlos ins Jahr

starteten und auch während der Griechenlandkrise im Mai

nicht vor grösseren Rückschlägen gefeit waren, konnte eine

stetige Erholung der Gewinne schon früh beobachtet werden.

Für den globalen Aktienmarkt (MSCI World) revidierten

die Analysten ihre Gewinnerwartungen für 2010 um rund

7.5 % nach oben. Bestätigt von der rasanten Gewinnerholung,

wurden auch die Gewinne für das nächste Jahr kräftig

erhöht. In der Folge erscheinen Aktien, gemessen an ihrem

Kurs-Gewinn-Verhältnis, derzeit noch attraktiver als zu Jahresbeginn.

Die Gewinnwachstumsraten fallen aufgrund der

ambitionierteren Vergleichsbasis mit rund 15 % für das kommende

Jahr jedoch deutlich geringer aus.

90

85

80

75

70

65

33 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien


34 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien

Berichtssaison in der Endrunde

Die Berichtssaison neigt sich dem Ende zu. Rund 85 % der

Unternehmen haben ihren Zahlenkranz für das dritte Quartal

2010 vorgelegt. Das Ergebnis fällt bei der Mehrheit der

Unternehmen sehr erfreulich aus. Für die Unternehmen im

amerikanischen Aktienindex S&P 500 haben sich die Gewinne

innerhalb eines Jahres um 32 % erhöht.

Attraktive Refinanzierungskosten, kaum spürbarer Lohndruck

und ein tiefer effektiver Steuersatz führten einerseits

zu attraktiven Gewinnmargen, andererseits konnten die

Unternehmen vom globalen Wachstum profitieren. Die ausgewiesenen

Umsätze liegen in den Vereinigten Staaten rund

9 % und in Europa gar 13 % über dem Vorjahresquartal. Auf

Sektorebene weisen die zyklischen Branchen wie Industrie,

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie zyklische Konsumwerte

erwartungsgemäss die höchsten Gewinnwachstumsraten

auf. Die tiefsten Wachstumsraten wurden im Basiskonsumgüter-

sowie im Versorgungssektor verzeichnet.

Unternehmen mit positiven Überraschungen

80 %

70 %

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

0 %

74.0 %

63.0 %

68.2 %

70.8 %

50.0 %

64.3 %

Nordamerika

Gewinnüberraschungen

Umsatzüberraschungen

Europa Schweiz

Optimismus bei den Analysten

Viele Finanzmarktexperten wurden von den guten Unternehmensergebnissen

erneut überrascht. Global warteten

rund 70 % der Unternehmen mit besseren Gewinnzahlen auf,

als ihnen zugetraut wurde. In der Folge erhöhten die Analysten

ihre Gewinnerwartungen für 2011. Innerhalb des vergangenen

Monats stiegen die Gewinnschätzungen für 55 %

aller amerikanischen Unternehmen. Mittlerweile erwarten

die Aktienanalysten für das kommende Jahr Gewinnwachstumsraten

von beinahe 15 % für die USA und Europa. Gleichzeitig

steigt die Zuversicht, dass sich solch hohe Gewinnerwartungen

auch tatsächlich realisieren lassen. Die erhöhte

Gewinnvisibilität sollte in der Folge eine Ausweitung der

wichtigsten Bewertungskennzahlen verhindern, wenn nicht

gar zu einem Anstieg führen.

Der Aktienmarkt dürfte sich zukünftig also wieder verstärkt

auf seine fundamentalen Treiber besinnen. Eine Fortführung

der Gewinnerholung, wie sie derzeit von der Mehrheit der

Analysten erwartet wird, eröffnet demzufolge auch für das

Jahr 2011 weiteres Kurspotenzial.

Benchmark Dez. 2010 % YTD

MSCI Schweiz 1.36

MSCI Europa 7.27

MSCI Nordamerika 7.48

MSCI Pazifik (inkl. Japan) 8.80

MSCI Emerging Markets 13.48

Bandbreiten für unsere absoluten Performanceeinschätzungen

auf drei bis sechs Monate

> +5 % +2 % bis +5 % –2 % bis +2 %

–5 % bis –2 % < –5 %


Anlageklasse Aktien

Auswahl VP Bank Aktienfonds

VP Bank Direktanlagefonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Welt

VP Bank Aktienfonds Top 50 Welt* USD LI0013873661 15.11.2010 1'189.49 Nein – 7.68

Schweiz

VP Bank Aktienfonds Schweiz CHF LI0008127297 15.11.2010 934.94 Nein – 2.98

Europa

VP Bank Aktienfonds Europa EUR LI0008127305 15.11.2010 711.63 Nein – –1.96

VP Bank Aktienfonds Top 50 Europa* EUR LI0013873448 15.11.2010 481.56 Nein – 2.51

Nordamerika

VP Bank Aktienfonds Nordamerika USD LI0008127313 15.11.2010 643.20 Nein – 7.34

VP Bank Aktienfonds Top 50 USA* USD LI0013873828 15.11.2010 856.72 Nein – 5.67

VP Bank Best-in-Class Dachfonds (Open Architecture)

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Regionen

Schweiz

VP Bank Fund Selection Aktien Schweiz CHF LI0014803295 15.11.2010 1'659.29 Nein – 5.42

Europa

VP Bank Fund Selection Aktien Europa EUR LI0014803386 15.11.2010 1'369.93 Nein – 5.68

Nordamerika

VP Bank Fund Selection Aktien Nordamerika USD LI0014803543 15.11.2010 1'090.75 Nein – 3.54

Pazifik

VP Bank Fund Selection Aktien Pazifik JPY LI0015826295 15.11.2010 86'013.00 Nein – –4.68

VP Bank Fund Selection Aktien Emerging Asia USD LI0014803600 15.11.2010 2'486.82 Nein – 13.62

Schwellenländer

VP Bank Fund Selection Aktien Emerging Markets USD LI0020062001 15.11.2010 1'934.84 Nein – 19.67

Themen

VP Bank Fund Selection Aktien Natural Resources USD LI0020062068 15.11.2010 1'788.69 Nein – 18.11

* Anteile dieses Anlagefonds dürfen in der Schweiz weder angeboten noch verkauft noch ausgeliefert werden.

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

35 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien


36 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien

Anlageklasse Aktien

Auswahl Aktien-Drittfonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Schweiz

LO Swiss Leaders P CHF CH0011786628 15.11.2010 101.74 Ja – 3.55

Europa

BGF – European Fund EUR LU0011846440 16.11.2010 71.95 Nein – 8.34

Nordamerika

Franklin Templeton U.S. Equity Fund USD LU0098860363 16.11.2010 14.98 Nein – 3.81

Schwellenländer

Welt

Aberdeen Global Emerging Markets Equity USD LU0132412106 16.11.2010 61.58 Nein – 22.11

Nevsky Global Emerging Markets B USD IE00B1FGDG68 15.11.2010 15.68 Nein – 10.19


Anlageklasse Aktien | Pascal Tschütscher

Sektoren

Rückblick 2010: Ähnliches Bild wie 2009

Die zyklischen Sektoren entwickelten sich auch in diesem

Jahr deutlich besser als die defensiven Branchen. Global betrachtet

konnte sich neben den zyklischen Konsumwerten

auch der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffsektor wieder unter

den besten drei Branchen platzieren. Beim zyklischen Konsum

sind vor allem die Luxusgüteraktien hervorzuheben.

Während diese im ersten Halbjahr noch vom anhaltenden

Lageraufbau im Einzel- und Grosshandel angetrieben wurden,

profitierten sie im zweiten Semester von der anhaltend

positiven Dynamik in den Schwellenländern. In diesen Regionen

konnte der Absatz aufgrund von günstigen Demografieentwicklungen

und positiven Vermögenseffekten deutlich

gesteigert werden. Die aufstrebenden Regionen, im Speziellen

China, waren auch hauptverantwortlich für die sehr gute

Entwicklung des Rohstoffsektors, allen voran die Metall- und

Bergbaubranche. Aufgrund des Nachfrageeinbruchs im

Zuge der Finanzkrise haben viele Bergbaufirmen ihre Wachstumspläne

ausgesetzt. Nachdem sich die Weltwirtschaft aber

auch in diesem Jahr weiter erholt hat, waren vereinzelte Angebotsengpässe

die Folge, denn die Inbetriebnahme neuer

Anlagen benötigt mehrere Jahre. Da sich die Nachfrage aber

vor allem in den Schwellenländern deutlich stärker erholte

als von vielen angenommen, konnte das Angebot nur teil-

Nichtbasiskonsumgüter

Basiskonsumgüter

Energie

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Industrie

Telekommunikationsdienste

IT

Versorgungsbetriebe

Gesundheitswesen

Finanzwesen

Kompakt

• Die zyklischen Sektoren entwickelten sich

auch in diesem Jahr deutlich besser als die

defensiven Branchen.

• Neben den zyklischen Konsumwerten konnte

sich auch der Rohstoffsektor wieder unter den

besten drei Branchen platzieren.

• Die defensiven Branchen Gesundheitswesen

und Versorger gehörten wie schon im Vorjahr

weise Schritt halten. zu den drei schlechtesten Sektoren.

Der Sektor profitierte zudem

von einer vermehrten

Übernahmetätigkeit.

Die defensiven Branchen Gesundheitswesen

und Versorger gehörten, wie

schon im Vorjahr, zu den zwei schlechtesten Branchen.

Durch die Binnenmarktorientierung profitierten beispielsweise

die Versorgungsunternehmen nur indirekt von der

weltweiten Konjunkturerholung. Regulatorische Unsicherheiten

(Brennelementsteuer in Deutschland) und Subventionskürzungen

waren weitere Gründe.

Nach einer starken Erholung 2009 zählte der Finanzsektor in

diesem Jahr ebenfalls zu den grossen Verlierern. Allen voran

wurden die europäischen Banken in starke Mitleidenschaft

gezogen. Sie wiesen hinter den Versorgern die zweitschlechteste

Performance unter den 19 Stoxx-Sektoren auf. Nachdem

sich die Wirtschaft von der Finanzkrise erholt hatte,

wurden die Banken nämlich durch die europäische Schuldenkrise

erneut auf eine harte Probe gestellt. Ein Staatsbankrott

konnte zwar abgewendet werden, das Vertrauen in das

Bankensystem kehrt aber nur sehr zögerlich zurück. Nach

Bekanntgabe der Basel III-Bestimmungen konnten die Banken

nur kurzfristig Boden gutmachen.

MSCI Europa Perf. in % Einschätzung MSCI Nordamerika Perf. in % Einschätzung

(Gewicht, %) YTD (EUR) Europa (Gewicht, %) YTD (USD) Nordamerika

Innerhalb der Anlageklasse Aktien empfehlen wir, folgende Sektorengewichtungen in Europa bzw. Nordamerika vorzunehmen:

stark übergewichten übergewichten neutral untergewichten stark untergewichten

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

8.8

12.6

10.3

10.2

10.6

7.0

2.7

5.5

9.9

22.3

28.7

15.7

–0.7

13.2

17.0

11.4

6.5

–5.2

5.1

–2.5

10.3

10.0

13.1

5.3

10.0

3.2

17.7

3.2

10.5

16.7

21.8

8.7

6.1

13.5

15.3

9.9

3.5

2.5

–1.0

4.5

37 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien


38 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien

Anlageklasse Aktien

Aktienauswahlliste

Schweiz

Sektor/Unternehmen Industriegruppe Whg. Marktkap. Kurs P/E Div.-Rendite Perf. %

(Mio.) (indikativ) 2010E 1 2010E 1 YTD

Nichtbasiskonsumgüter

Swatch Group Textilien/Bekleidung und Luxusgüter CHF 20'847 391.40 20.4 1.3 51.3

Kuoni Reisen Hotels/Restaurants und Freizeit CHF 1’308 429.50 14.8 2.1 25.6

Basiskonsumgüter

Nestlé SA Nahrungsmittel CHF 189'189 54.60 16.9 3.2 12.2

Barry Callebaut Nahrungsmittel CHF 4'120 797.00 14.9 1.9 24.4

Aryzta AG Nahrungsmittel CHF 3’474 40.85 10.3 1.4 5.7

Energie

– – – – – – – –

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Holcim Ltd. Baustoffe CHF 21'146 64.65 17.1 2.1 –18.1

Clariant AG Chemikalien CHF 4'145 18.01 11.1 0.9 47.4

Industrie

ABB Ltd. Elektrogeräte CHF 45'487 19.72 16.9 2.6 1.5

Schindler Holding AG Maschinenbau CHF 13'307 110.00 19.3 1.9 41.2

Sulzer AG Maschinenbau CHF 4'255 124.20 16.5 1.9 57.0

Telekommunikationsdienste

Swisscom AG Diverse Telekommunikationsdienste CHF 21'467 414.40 11.4 5.4 10.5

IT

Logitech International S.A. Computer und Peripherie CHF 3'817 19.92 21.7 0.0 11.1

Versorgungsbetriebe

– – – – – – – –

Gesundheitswesen

Novartis AG Pharmazeutische Industrie CHF 146'124 55.40 10.8 4.1 1.6

Roche Holding – GS Pharmazeutische Industrie CHF 123'891 142.50 10.9 4.7 –16.2

Synthes Inc. Geräte/Produkte CHF 14'270 120.20 15.8 1.2 –10.3

Galenica AG Einrichtung/Dienste CHF 3'192 491.00 15.0 1.6 33.3

Finanzwesen

UBS AG Kapitalmärkte CHF 63'400 16.55 9.0 0.1 3.1

Credit Suisse Group AG Kapitalmärkte CHF 48'607 40.98 9.0 4.3 –16.6

Zurich Financial Services AG Versicherung CHF 33'980 232.10 9.1 7.1 8.8

Swiss Re Versicherung CHF 18'239 49.20 11.7 4.2 0.5

1 Erwarteter Bloomberg-Konsens.


Europa ex-Schweiz

Sektor/Unternehmen Industriegruppe Whg. Marktkap. Kurs P/E Div.-Rendite Perf. %

(Mio.) (indikativ) 2010E 1 2010E 1 YTD

Nichtbasiskonsumgüter

Vivendi SA Medien EUR 24'557 19.86 8.9 7.1 3.2

Kingfisher PLC Einzelhandel: Spezial GBp 5'591 236.70 12.2 2.7 5.8

Basiskonsumgüter

Unilever NV Nahrungsmittel EUR 66'638 22.03 14.9 3.7 0.5

Imperial Tobacco Group PLC Tabakwaren GBp 20'245 1'988.00 10.4 4.7 5.4

Koninklijke Ahold NV Lebensmittel- und Basisartikel EUR 11'849 9.94 11.9 2.8 9.8

Energie

Total SA Erdöl, -gas / verbrauchb. Brennst. EUR 90'308 38.45 8.3 6.0 –9.5

BP PLC Erdöl, -gas / verbrauchb. Brennst. GBp 81'868 435.65 6.3 1.5 –26.3

Aker Solutions ASA Energiezubehör und -dienste NOK 24'331 88.80 13.6 2.7 20.9

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Rio Tinto PLC Metalle und Bergbau GBp 85'265 4'120.00 9.5 1.5 23.6

BASF SE Chemikalien EUR 50'498 54.98 10.7 3.8 31.4

Solvay SA Chemikalien EUR 6'409 75.67 22.7 3.9 4.3

Industrie

Siemens AG Industriekonglomerate EUR 76'153 83.30 12.4 3.0 32.8

Vinci SA Bau- und Ingenieurwesen EUR 21'670 39.26 12.3 4.2 2.4

Bouygues SA Bau- und Ingenieurwesen EUR 11'500 32.34 10.1 4.9 –7.1

Telekommunikationsdienste

Telefonica SA Diverse Telekommunikationsdienste EUR 81'330 17.82 9.1 7.8 –1.6

Belgacom SA Diverse Telekommunikationsdienste EUR 9'159 27.10 9.9 8.1 13.6

IT

Infineon Technologies AG Halbleiter/Halbleiterprod.-Geräte EUR 6'763 6.22 14.1 1.6 60.4

Versorgungsbetriebe

Centrica PLC Multiversorger GBp 17'182 333.40 13.4 4.1 23.7

Scottish and Southern Energy PLC Stromversorgungsbetriebe GBp 10'685 1'147.00 10.7 6.5 5.0

Gesundheitswesen

Astrazeneca PLC Pharmazeutische Industrie GBp 42'915 3'028.00 7.5 5.1 9.5

Sanofi-Aventis Pharmazeutische Industrie EUR 63'797 48.67 7.1 5.3 –7.1

Fresenius SE Geräte/Produkte EUR 10'350 64.37 16.2 1.4 30.6

Finanzwesen

Banco Santander SA Geschäftsbanken EUR 70'006 8.41 8.3 6.8 –22.6

Barclays PLC Geschäftsbanken GBp 33'350 273.80 9.8 1.8 0.7

Allianz SE Versicherung EUR 40'278 88.62 8.0 5.2 7.0

Muenchener Rueck AG Versicherung EUR 21'127 112.10 9.1 5.3 8.7

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

39 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien


40 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien

Nordamerika

Sektor/Unternehmen Industriegruppe Whg. Marktkap. Kurs P/E Div.-Rendite Perf. %

(Mio.) (indikativ) 2010E 1 2010E 1 YTD

Nichtbasiskonsumgüter

Comcast Corp. Medien USD 55'705 20.26 16.1 1.9 22.8

Ross Stores Inc. Einzelhandel: Spezial USD 7'657 63.57 14.3 1.0 50.3

Basiskonsumgüter

Wal-Mart Stores Inc. Lebensmittel- und Basisartikel USD 197'319 54.26 13.4 2.2 3.3

Philip Morris Intern. Inc. Tabakwaren USD 106'215 58.54 15.1 4.2 25.8

Walgreen Co. Lebensmittel- und Basisartikel USD 31'621 34.01 13.7 2.0 –5.6

Energie

Exxon Mobil Corp. Erdöl, -gas / verbrauchb. Brennst. USD 347'634 68.94 11.8 2.5 3.8

Chevron Corp. Erdöl, -gas / verbrauchb. Brennst. USD 165'985 82.48 9.1 3.4 11.1

Canadian Natural Resources Ltd. Erdöl, -gas / verbrauchb. Brennst. CAD 42'092 38.70 16.1 0.8 2.5

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Freeport McMoRan Copper & Gold Inc. Metalle und Bergbau USD 45'963 97.61 11.7 1.1 22.9

PPG Industries Inc. Chemikalien USD 12'321 75.58 15.0 2.9 33.3

Industrie

3M Co. Industriekonglomerate USD 60'220 84.24 14.7 2.5 4.5

General Dynamics Corp. Luftfahrt und Verteidigung USD 24'757 65.54 9.7 2.5 –1.5

CSX Corp. Strassen- und Schienenverkehr USD 22'552 60.27 14.9 1.6 26.1

Telekommunikationsdienste

Verizon Communications Inc. Diverse Telekommunikationsdienste USD 90'994 32.19 14.5 6.0 10.7

IT

Microsoft Corp. Software USD 220'818 25.81 10.5 2.3 –13.6

Intel Corp. Halbleiter/Halbleiterprod.-Geräte USD 117'529 21.07 10.6 3.0 6.5

Hewlett-Packard Co. Computer und Peripherie USD 94'792 41.80 9.3 0.8 –18.4

Research In Motion Ltd. (RIM) Kommunikationsausrüstung CAD 30'040 57.59 9.3 0.0 –18.9

Versorgungsbetriebe

Energen Corp. Gasversorgungsbetriebe USD 3'219 44.78 10.2 1.2 –3.2

Gesundheitswesen

Johnson & Johnson Pharmazeutische Industrie USD 173'399 63.14 13.3 3.4 0.6

Amgen Inc. Biotechnologie USD 51'048 54.03 10.5 0.0 –4.5

Humana Inc. Einrichtung/Dienste USD 9'688 57.56 8.4 0.0 31.1

Finanzwesen

JP Morgan Chase & Co. Diversifizierte Finanzdienstleister USD 154'843 39.61 10.3 0.5 –4.5

Travelers Companies Inc. Versicherung USD 25'123 54.73 9.0 2.6 12.1

Capital One Financial Corp. Private Finanzdienstleister USD 17'738 38.82 6.6 0.5 1.8

Chubb Corp. Versicherung USD 17'406 57.08 9.8 2.6 18.5


Asien-Pazifik

Sektor/Unternehmen Industriegruppe Whg. Marktkap. Kurs P/E Div.-Rendite Perf. %

(Mio.) (indikativ) 2010E 1 2010E 1 YTD

Nichtbasiskonsumgüter

DENTSU Inc. Medien JPY 590'585 2'123.00 21.7 1.3 0.8

Ten Network Holdings Ltd. Medien AUD 1'641 1.57 15.0 4.6 3.4

Toyota Motor Corp. Automobilbranche JPY 10'930'150 3'170.00 22.3 1.7 –17.2

Basiskonsumgüter

Amorepacific Corp. Pflegeprodukte KRW 6'190'754 1'059'000.00 22.9 0.5 13.4

Energie

PTT Public Co. Ltd. Erdöl, -gas / verbrauchb. Brennstoffe THB 896'432 315.00 11.8 3.1 32.6

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

AIR WATER Inc. Chemikalien JPY 184'689 951.00 11.1 2.3 –11.2

POSCO Metalle und Bergbau KRW 40'236'720 461'500.00 8.6 2.0 –24.9

Industrie

Asciano Group Strassen- und Schienenverkehr AUD 4'711 1.61 19.2 1.3 –11.5

Keppel Corp. Ltd. Industriekonglomerate SGD 16'973 10.60 13.1 3.5 37.7

Mitsui O.S.K. Lines Ltd. Schifffahrt JPY 669'489 555.00 9.3 1.9 15.1

Telekommunikationsdienste

NTT DOCOMO Inc. Drahtlose Kommunikationsdienste JPY 5'933'545 135'500.00 11.3 3.9 8.5

IT

FUJIFILM Holdings Corp. Elektr. Geräte, Instrum. und Komp. JPY 1'451'759 2'821.00 18.0 1.2 2.1

Hynix Semiconductor Inc. Halbleiter/Halbleiterprod.-Geräte KRW 13'782'960 23'350.00 4.5 0.0 0.9

LG Display Co. Ltd. Elektr. Geräte, Instrum. und Komp. KRW 13'382'310 37'400.00 9.5 1.5 –4.7

Versorgungsbetriebe

Kansai Electric Power Co. Inc. Stromversorgungsbetriebe JPY 1'905'628 2'030.00 18.3 3.0 –0.6

Gesundheitswesen

Eisai Co. Ltd. Pharmazeutische Industrie JPY 861'230 2'904.00 12.6 5.2 –11.0

OLYMPUS Corp. Geräte/Produkte JPY 610'117 2'249.00 32.8 1.3 –23.6

Finanzwesen

DBS Group Holdings Ltd. Geschäftsbanken SGD 32'133 13.92 15.3 4.1 –6.9

Shinhan Financial Group Geschäftsbanken KRW 20'272'030 42'750.00 8.6 1.9 –1.0

Macquarie Group Ltd. Kapitalmärkte AUD 12'466 36.06 13.0 4.8 –22.1

Mizuho Financial Group Geschäftsbanken JPY 2'778'605 129.00 6.1 4.7 –19.0

Sumitomo Mitsui Fin. Group Inc. Geschäftsbanken JPY 3'627'053 2'565.00 7.5 3.9 0.7

1 Erwarteter Bloomberg-Konsens.

Innerhalb der Anlageklasse Aktien empfehlen wir, folgende Sektorengewichtungen beim MSCI Europa und Nordamerika vorzunehmen:

stark übergewichten übergewichten neutral untergewichten stark untergewichten

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

41 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Aktien


2. Anlageklassen

Alternative Anlagen


44 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Alternative Anlagen

Anlageklasse Alternative Anlagen

Überblick Alternative Anlagen

Rohstoffe: Kursentwicklung seit November 2009 (indexiert) Private Equity: Kursentwicklung seit November 2009 (indexiert)

150

140

130

120

110

100

90

80

70

60

50

DJ UBS Commodity TR Index (USD)

Gold: Kursentwicklung seit November 2009 (indexiert) Wandelanleihen: Kursentwicklung seit November 2009 (indexiert)

150

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50

N D J F M A M J J A S O N

Immobilien: Kursentwicklung seit November 2009 (indexiert)

150

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N D J F M A M J J A S O N

Gold (USD)

N D J F M A M J J A S O N

S&P Global Property TR Index (USD)

150

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N D J F M A M J J A S O N

LPX 50 TR Index (EUR)

N D J F M A M J J A S O N

UBS Convertible Global (USD)

Hedgefonds: Kursentwicklung seit November 2009 (indexiert)

150

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N D J F M A M J J A S O N

HFRX US Global HF Index (USD)


Anlageklasse Alternative Anlagen | Bernhard Allgäuer, Rolf Kuster

Rückblick

Immobilien

Immobilienaktien gehören im zweiten Jahr in Folge zu den

attraktivsten Anlageklassen. Mit +18 % (in USD gerechnet)

wurden sie lediglich von Private Equity geschlagen. In der

ersten Jahreshälfte bewegten sich Immobilienaktien synchron

mit dem breiten Aktienmarkt. In der zweiten Jahreshälfte

kam jedoch der hybride Charakter von Immobilienaktien

klar zum Vorschein. Sie koppelten sich deutlicher vom

Aktienmarkt ab.

Immobilienaktien haben traditionell einen hohen Fremdfinanzierungsgrad

und profitieren vom tiefen Zinsniveau.

Ausserdem versprechen Gewerbeimmobilien attraktive, aber

stabile Renditen im Vergleich zu Spread-Produkten. Aktuell

liegen die Bruttomietrenditen für Gewerbeimmobilien in

Europa und Asien bei rund 6 %, in den USA sogar bei 8.5 %.

Der «Carry» ist also vergleichbar mit der aggressivsten Strategie

innerhalb der festverzinslichen Anlagen, nämlich High

Yield. Im Gegensatz zu High Yield besitzen Mieteinnahmen

aber eine höhere Vorhersagbarkeit und sind in der Regel

auch an die Inflation gekoppelt. Die monetäre Lockerung in

den USA hat auch Immobilienaktien einen zusätzlichen Impuls

gegeben.

Hedgefonds

Der investierbare HFRX-Index liegt Ende Oktober mit 3 % im

Plus. Negativ zu Buche schlugen die Monate Mai und Juni,

was in erster Linie auf die Marktturbulenzen rund um die

Finanzlage Griechenlands zurückzuführen ist.

Die genannten Zahlen messen einen gewichteten Durchschnitt

verschiedener Stilrichtungen. Je nach Marktumfeld

können sich die einzelnen Stilrichtungen jedoch sehr unterschiedlich

entwickeln. Besonders schwer getan haben sich

dieses Jahr die opportunistisch orientierten Macro Manager

mit einem Minus von 1.9 %.

Seit Mitte Jahr bevorzugen wir die Stilrichtung Managed

Futures: Hedgefonds dieser Stilrichtung investieren ausschliesslich

in Futuresmärkte und versuchen, Kurstrends gewinnbringend

auszunutzen. Managed Futures haben nach

den starken Kursgewinnen im Jahr 2008 in diesem Jahr zu-

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

nächst seitwärtstendiert.

Im August wurde

der sekuläre Aufwärtstrend

wieder aufgenommen. Ende

Oktober liegt die Performance bei

+8.6 %. Managed Futures gehören somit zu

den stärksten Stilrichtungen in diesem Jahr.

Kompakt

• Immobilienaktien gehören wie schon letztes

Jahr zu den besten Anlageklassen.

• Hedgefonds: Auswahl der Stilrichtung war

entscheidend für den Anlageerfolg.

• Wandelanleihen am oberen Ende unserer

Erwartungen für 2010.

• Gold und Agrarrohstoffe Haupttreiber bei

den Rohstoffen.

• Private Equity profitiert am stärksten von der

Rückkehr des Risikoappetits.

Wandelanleihen

Die erste Jahreshälfte 2010 war durch eine volatile Seitwärtsbewegung

mit Verlusten von rund 5 % gekennzeichnet. Die

Unsicherheiten in Griechenland haben die Liquidität an den

Märkten zusehends abnehmen lassen, was zu Fehlbewertungen

bei Wandelanleihen führte. Wir haben im Juni auf diese

Opportunität aufmerksam gemacht und unsere Einschätzung

erhöht. Seither konnten Wandelanleihen rund 15 % zulegen

und liegen nun am oberen Rand unserer Erwartung für 2010.

Neben den günstigen Aktien- und Anleihenmärkten war im

zweiten Halbjahr auch die Liquiditätszuführung der Notenbanken

für diesen Erfolg verantwortlich. Besonders weniger

liquide Anlageklassen wie Wandelanleihen reagieren sensibel

auf das Zu- oder Abführen von Liquidität.

Rohstoffe

Nach Kursverlusten in der ersten Jahreshälfte entwickelte

sich das laufende Jahr für Rohstoffe positiv. Die Spotpreise in

USD konnten bis dato um 12.8 % zulegen. Zieht man davon

die nach wie vor negativen Rollrenditen ab, verbleibt für den

Investor immer noch eine Rendite von rund 3 %.

Treiber hinter den Preissteigerungen waren hauptsächlich

Edelmetalle sowie Agrargüter. Gold profitierte insbesondere

während der Griechenlandkrise von seiner Funktion als sicherem

Hafen. Im Sommer und Herbst war die Preissteigerung

jedoch hauptsächlich durch den schwachen USD erklärbar.

In anderen Währungen fielen die Gewinne in diesem

Zeitraum entsprechend geringer aus. Seit Jahresbeginn

konnte das Edelmetall in USD Preissteigerungen von 22 %

verbuchen. Der rapide Anstieg der Agrargüterpreise war

grossteils eine Folge der Waldbrände und Dürren in Russ- 45

| Dezember 2010 | Anlageklassen | Alternative Anlagen


46 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Alternative Anlagen

land. Verstärkt wurde dieser Trend durch negative Ernteaussichten

des US-Agrarministerium. Investoren in Agrargüter

können bislang auf eine Performance von rund 21 % zurückblicken.

Industriemetalle, die im Vorjahr 80 % gestiegen

waren, mussten sich in diesem Jahr mit +8 % zufriedengeben.

Trotz der nach wie vor starken chinesischen Importzahlen

litten Industriemetalle zeitweise unter der Rückkehr der

Risikoaversion.

Rohstoffkomponenten 2010 im Vergleich (Total Return, indexiert)

150

140

130

120

110

100

90

80

70

60

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov

DJ UBS Agrargüter

DJ UBS Edelmetalle

DJ UBS Energie

DJ UBS Rohstoffindex

DJ UBS Industriemetalle

Im Energiebereich verlief die Preisentwicklung mit –17 % enttäuschend.

Die steile Terminmarktkurve und die damit zusammenhängenden

Rollkosten verhinderten trotz steigender

Rohölpreise ein positives Ergebnis. Hinzu kommt die äusserst

ungünstige Entwicklung im Erdgasbereich. Obwohl

Erdgas in den Augen vieler Investoren bereits zu Jahresbeginn

günstig bewertet war, büsste der Preis nach Rollkosten

45 % ein.

Private Equity

Für kotierte Private Equity-Gesellschaften verlief das vergangene

Jahr äusserst erfolgreich: Der LPX-Index, der die

50 grössten kotierten Private Equity-Gesellschaften umfasst,

konnte seit Jahresanfang in seiner Referenzwährung EUR um

31 % zulegen.

Private Equity profitierte einerseits von dem tiefen Zinsniveau

und von den weiterhin fallenden Kreditaufschlägen;

andererseits zeigen sich viele Investoren wieder vermehrt

bereit, in die als riskant geltende Anlageklasse zu investieren.

Die Rückkehr des Risikoappetits zeigte sich auch in dem

für Private Equity-Gesellschaften wichtigen Markt für Fusionen

und Übernahmen (M&A). Viele börsenkotierte Unternehmen

weisen derzeit überdurchschnittliche Liquiditätsbestände

auf und suchen nach geeigneten Übernahmezielen.

Allein in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres

überstieg das öffentlich publizierte Transaktionsvolumen von

Private Equity-Transaktionen den Vorjahreswert um beinahe

150 %.

Trotz dieser sehr erfreulichen Entwicklung weisen kotierte

Private Equity-Gesellschaften gegenüber dem Nettoinventarwert

ihrer Beteiligungen weiterhin einen Abschlag im zweistelligen

Bereich auf.

Benchmark Dez. 2010 % YTD

DJ UBS Commodity TR Index 2.97

Gold 22.13

Rohöl 3.76

Gewerbeimmobilien 14.89

Private Equity 31.35

Wandelanleihen 8.36

Hedgefonds 3.61

Bandbreiten für unsere absoluten Performanceeinschätzungen

auf drei bis sechs Monate

> +5 % +2 % bis +5 % –2 % bis +2 %

–5 % bis –2 % < –5 %


Anlageklasse Alternative Anlagen

Rohstoffe – Produktauswahl

Rohstofffonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Drittfonds

GS DJ – UBS TR Enhanced Strategy Portfolio USD LU0397155895 15.11.2010 12.50 Nein – 7.55

Exchange Traded Funds (ETFs)

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Kurs (indikativ) Perf. % YTD

JB (CH) Physical Gold – CHF Gold Bank Julius Bär CHF CH0044781232 1'489.09 20.87

JB (CH) Physical Gold – EUR Gold Bank Julius Bär EUR CH0044781174 1'035.70 22.11

JB (CH) Physical Gold – USD Gold Bank Julius Bär USD CH0044781141 1'324.14 22.29

Exchange Traded Commodities (ETCs)

Produktname Basiswert Emittent Whg. ISIN Whg.- Ratio Kurs Perf. %

gesichert (indikativ) YTD

UBS ETC CMCI UBS CMCI Composite UBS AG USD CH0031794263 Nein* 1:1 1'218.00 6.38

UBS ETC Agriculture UBS CMCI Agriculture UBS AG USD CH0033726370 Nein* 1:1 1'516.00 22.46

UBS ETC Energy UBS CMCI Energy UBS AG USD CH0042990041 Nein* 1:1 976.50 –2.64

UBS ETC WTI Crude Oil UBS CMCI Components WTI Crude Oil UBS AG USD CH0033333326 Nein* 1:1 1'203.00 –2.67

UBS ETC Industrial Metals UBS CMCI Industrial Metals UBS AG USD CH0035657417 Nein* 1:1 1'246.00 10.66

UBS ETC Precious Metals UBS CMCI Precious Metals UBS AG USD CH0042990108 Nein* 1:1 1'984.00 20.83

UBS ETC Gold UBS CMCI Components Gold UBS AG USD CH0036991427 Nein* 1:1 1'982.00 18.33

* Auch währungsgesicherte Tranchen in CHF und EUR erhältlich.

Bei Investmentprodukten auf futuresbasierte Rohstoffe gilt es Folgendes zu beachten:

Da bei den meisten Rohstoffen eine unmittelbare Abwicklung (am Spotmarkt) nicht möglich ist, müssen hierfür Termingeschäfte (Futures) eingegangen werden.

Dabei müssen Anleger neben der Entwicklung des Spotpreises auch die Rollrenditen im Auge behalten. Hierbei handelt es sich um das Risiko von Preisänderungen,

wenn ein Futureskontrakt fällig und ein neuer Futureskontrakt eingegangen wird.

In einer Contango-Situation liegt der Terminpreis höher als der Spotpreis. Wenn ein neuer (teurer) Futureskontrakt eingegangen werden muss, entsteht zum Beispiel

eine negative Rollrendite, auch wenn sich der zugrunde liegende Rohstoff preislich nicht verändert. Die Contango- bzw. die entgegengesetzte Backwardation-

Situation kann somit die Performance von Investmentprodukten erheblich beeinflussen. Erkundigen Sie sich bitte vor einer Transaktion bei Ihrem Kundenberater,

ob der Kauf eines der genannten Produkte aufgrund der Preissituation sowie unter Einbezug Ihrer Erwartungshaltung Sinn macht.

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

47 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Alternative Anlagen


48 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Alternative Anlagen

Anlageklasse Alternative Anlagen

Immobilien/Private Equity – Produktauswahl

Immobilienaktienfonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Drittfonds

Henderson Global Property Equities Fund USD LU0209137388 16.11.2010 13.60 Nein – 16.74

Exchange Traded Funds (ETFs)

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Kurs (indikativ) Perf. % YTD

Welt

Global Property Yield Fund FTSE EPRA/NAREIT Global Div.+Index BlackRock USD IE00B1FZS350 18.81 16.49

Europa

European Property Index Fund FTSE EPRA/NAREIT Europe ex UK Div.+Ind. BlackRock EUR IE00B0M63284 25.44 16.63

Nordamerika

US Property Yield Fund FTSE EPRA/NAREIT U.S. Div.+Index BlackRock USD IE00B1FZSF77 17.61 21.75

Pazifik

Asia Property Yield Fund FTSE EPRA/NAREIT Asia Div.+Index BlackRock USD IE00B1FZS244 24.88 21.01

Private Equity-Fonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Drittfonds

Partners Group Listed Private Equity USD LU0196152861 16.11.2010 97.57 Nein – 22.67

Exchange Traded Funds (ETFs)

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Kurs (indikativ) Perf. % YTD

LPX MM Private Equity ETF LPX Major Market TR Index Deutsche Bank EUR LU0322250712 22.38 30.12

Zertifikate (open end)

Produktname Basiswert Emittent Whg. ISIN Whg.- Ratio Kurs Perf. %

gesichert (indikativ) YTD

Perles LPX50 Total Return Index in EUR LPX50 Total Return Index UBS AG, London Branch EUR CH0102765572 Nein 1:1 929.97 31.35


Anlageklasse Alternative Anlagen

Wandelanleihen/Hedgefonds – Produktauswahl

Wandelanleihenfonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

Drittfonds

Welt

LO Funds – Convertible Bond P EUR LU0159201655 15.11.2010 13.88 Nein Ja 4.88

Hedgefonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

VP Bank Fonds

VP Guardian Fund* EUR LI0105120179 30.09.2010 1'006.49 Nein Ja 0.34

* Vertriebsbewilligung in der Schweiz wird beantragt.

Drittfonds

ACL Alternative Fund Ltd. B* USD BMG0071J1392 29.10.2010 164.41 Nein – 9.46

* Mindestanlagebetrag: USD 50’000.

Exchange Traded Funds (ETFs)

Produktname Basiswert Anbieter Whg. ISIN Kurs (indikativ) Perf. % YTD

db Hedge Fund Index ETF db Hedge Fund Index Deutsche Bank EUR LU0328476337 10.96 0.55

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

49 | Dezember 2010 | Anlageklassen | Alternative Anlagen


3. Vermögensverwaltungsmandate


52 | Dezember 2010 | Vermögensverwaltungsmandate | Unsere klassischen Strategien

Vermögensverwaltungsmandate

Unsere klassischen Strategien

Inmitten der heutigen Nachrichtenflut fehlen oft die Zeit und

Marktnähe, um preisrelevante Informationen zu erkennen

und auszuwerten. Die Umsetzung einer Anlageidee mit der

besten Instrumentenselektion ist im stetig wachsenden Produktangebot

unabdingbar. Wir übernehmen diese verantwortungsvolle

Aufgabe für Sie und engagieren uns für Ihre

Bedürfnisse und Ziele. In einem persönlichen Gespräch

erarbeiten wir ein gemeinsames Verständnis Ihrer Risiko-

Rendite-Präferenzen, Ihrer Liquiditätsbedürfnisse sowie

Ihres Anlagehorizontes und entwickeln die für Sie optimalen

Langfriststrategien. Neben dieser gemäss Ihren Bedürfnissen

Strategiefonds

Klassische und

Fondsmandate

Spezialmandate

Portfoliomanagement-

Enhanced-Mandate

Ertrag

optimierten strategischen Allokation wird durch einen diszi -

plinierten Anlageprozess zusätzlicher Mehrwert generiert.

Klar definierte Prozesse und effiziente Entscheidungsgremien

garantieren bei der Definition, Umsetzung und

Messung von Anlageentscheidungen höchste Professionalität.

Wir bieten unterschiedliche diskretionäre Investmentlösungen

an, in denen Sie uns im Rahmen einer Mandatslösung

die Verwaltung Ihres Vermögens anvertrauen

können. Sie gewinnen Freiraum und Lebensqualität und

profitieren von einer professionellen, disziplinierten und

marktnahen Umsetzung Ihrer individuellen Anlagestrategie.

Anlagelösungen Zinsertrag Konservativ Ausgewogen Wachstum

Aktien

Risiko

Geldmarkt

Anleihen

Aktien

Alternative Anlagen

1 Anteil

ab CHF 250'000

Gegenwert

ab CHF 2 Mio.

Gegenwert

ab CHF 5 Mio.

Gegenwert


Vermögensverwaltungsmandate | Pascal Imboden, Patrick Volkart

Taktische Allokation

Aktuelle Anlagetaktik

Die von Ihnen definierte Strategie ist unsere Benchmarkvorgabe.

Wir weichen davon kurzfristig ab, um Bewegungen an

den Kapitalmärkten für Sie auszuschöpfen.

Wir stufen risikobereinigt Aktien vor allem gegenüber Staatsanleihen

weiterhin als attraktiver ein und halten an unserem

taktischen Übergewicht fest. Nach den zwei erfreulichen

Aktienmonaten September und Oktober war die Volatilität

im November wieder erhöht. Das Übergewicht an Aktien

halten wir nach wie vor in den Schwellenländern, wo wir den

asiatischen Binnenkonsum bevorzugen.

Asymmetrische Zinsrisiken und die tiefe Verzinsung veranlassen

uns, die Staatsanleihenquote weiterhin unter der

Benchmark zu halten. High Yield-Anleihen belassen wir wegen

der höheren Credit Spreads übergewichtet. Hartwährungsanleihen

aus Schwellenländern werden in den Mandaten

«Ausgewogen» und «Wachstum» aufgrund des attraktiven

Renditeaufschlags im Vergleich zu Anleihen aus Industrieländern

und zulasten der Liquidität bevorzugt.

Wir haben neu in sämtlichen Mandaten die grössten Fremdwährungsrisiken

abgesichert. Die EZB fährt im Vergleich zur

Fed eine vorderhand konservativere Geldpolitik. Die Schuldenprobleme

in der Eurozone haben den USD im November

aber wieder gestärkt. Wir rechnen sowohl im EUR/CHF als

auch im EUR/USD auf drei bis sechs Monate mit einer Seitwärtsbewegung.

In den Asset-Management-Mandaten (Single Asset Class)

und entsprechenden Segmenten des Portfoliomanagements

ergibt sich folgendes Bild:

Geldmarkt, Anleihen und Währungen

Im Bereich Geldmarkt sind wir gegenüber der Strategie leicht

untergewichtet. Bei den Anleihen halten wir aufgrund der

asymmetrischen Zinsrisiken und des tiefen Zinsniveaus sowohl

die Staatsanleihenquote als auch die Duration unter der

Benchmark. Im Gegenzug halten wir am Übergewicht in

High Yield-Anleihen fest. In Übereinstimmung mit den

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

attraktiven Renditeaufschlägen von Anleihen aus Schwellenländern

wird die Quote für Hartwährungsanleihen dieser

Region weiterhin übergewichtet. Bei den Währungen rechnen

wir mittelfristig mit einer Seitwärtsbewegung sowohl des

EUR/CHF als auch des EUR/USD. Entsprechend bleiben wir

in den Hauptwährungen (EUR, CHF, GBP, USD und JPY) zur

jeweiligen Referenzwährung abgesichert.

Aktien

Wir stufen Aktien im relativen Anlageklassenvergleich weiterhin

als attraktiv ein. Im Vergleich zu den übrigen Anlageklassen

bieten sie derzeit vernünftige Bewertungsniveaus

sowie interessante Renditechancen. Mit Blick auf die regionale

Aufteilung werden die Schwellenländer gegenüber den

entwickelten Regionen weiterhin bevorzugt. Innerhalb der

Emerging Markets stehen asiatische Schwellenländer mit

einer Konzentration hin zu konsumabhängigen Titeln in

unserer Gunst.

Auf Sektorenebene werden in Nordamerika weiterhin die

Versorger zugunsten IT untergewichtet. In Europa führen wir

das Übergewicht bei den dividendenstarken Telekommunikationsanbietern

zulasten des Basiskonsums fort.

Alternative Anlagen

Die Investition in Managed Futures (CTAs) hat sich renditemässig

ausgezahlt und erhöht gleichzeitig die Diversifikation.

Sie bietet eine günstige Absicherung im Rahmen unserer

leicht übergewichteten Hedgefondsallokation. Ansonsten

behalten wir im Bereich Alternative Anlagen ein hohes Mass

an Diversifikation bei und verändern unsere Engagements

nicht. Wir fahren mit einer neutralen Gewichtung bei Rohstoffen,

Immobilien, Listed Private Equity sowie Wandelanleihen

fort und verzeichnen eine Aufhellung im M&A-Bereich,

von welcher der VP Guardian mit seiner Positionierung profitieren

sollte. Somit ergibt sich aktuell kein Handlungsbedarf

im Portfolio.

53 | Dezember 2010 | Vermögensverwaltungsmandate | Taktische Allokation


54 | Dezember 2010 | Vermögensverwaltungsmandate | Taktische Allokation

Allokation (CHF-Mandate)

Zinsertrag

Strategisch Taktisch

Strategisch Taktisch

Strategisch Taktisch

Strategisch Taktisch

Strategisch Taktisch

10 %

6 %

5 % 5 %

5 %

3 %

5 %

1 %

5 %

3 %

40 % 1

40 % 2

4 % 3

6 % 4

29 % 1

49 % 2

8 % 3

8 % 4

1 Staatsanleihen

2 Unternehmensanleihen

3 Hochverzinsliche Anleihen

4 Anleihen Schwellenländer

57 %

20 %

18 %

VP Bank Strategie Fonds

Produktname Whg. ISIN NAV-Datum NAV Ausschüttung Whg.-gesichert Perf. % YTD

VP Bank Strategie Fonds Konservativ (CHF)* CHF LI0017957502 15.11.2010 994.25 Nein Ja 5.23

VP Bank Strategie Fonds Konservativ (EUR)* EUR LI0017957528 15.11.2010 1'216.38 Nein Ja 6.98

VP Bank Strategie Fonds Konservativ (USD)* USD LI0100145379 15.11.2010 1'172.09 Nein Ja 7.12

VP Bank Strategie Fonds Ausgewogen (CHF)* CHF LI0014803709 15.11.2010 1'413.30 Nein Ja 6.09

VP Bank Strategie Fonds Ausgewogen (EUR)* EUR LI0014803972 15.11.2010 848.86 Nein Ja 8.77

VP Bank Strategie Fonds Ausgewogen (USD)* USD LI0014804020 15.11.2010 1'295.09 Nein Ja 9.62

* Anteile dieses Anlagefonds dürfen in der Schweiz weder angeboten noch verkauft noch ausgeliefert werden.

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Konservativ Ausgewogen Wachstum Aktien

53 %

22 %

20 %

41 %

35 %

19 %

38 %

38 %

21 %

25 %

50 %

20 %

23 %

54 %

22 %

40 % 1

10 % 2

19 % 3

10 % 4

16 % 5

37 % 1

10 % 2

19 % 3

10 % 4

21 % 5

1 Schweiz

2 Europa

3 Nordamerika

4 Pazifik

5 Emerging Markets

Geldmarkt

Anleihen

Aktien

Alternative Anlagen


55 | Der Blindtext | VP Bank Bank

4.VP Bank Zins-

und Finanzierungsprodukte

55 | Der Blindtext | VP Bank


56 | Dezember 2010 | VP Bank Zins- und Finanzierungsprodukte | Zinsprodukte

Zinsprodukte

Festgeldanlagen 1

1 Monat 3 Monate 6 Monate 1 Jahr

CHF 0.125 % 0.125 % 0.125 % 0.250 %

EUR 0.125 % 0.250 % 0.375 % 0.500 %

USD 0.125 % 0.250 % 0.250 % 0.375 %

Mindestbetrag: 25'000 (Anlagewährung).

Zuschläge für grössere Beträge auf Anfrage.

Treuhand-Festgeld – VP Bank (Luxembourg) S.A.

1 Monat 3 Monate 6 Monate 1 Jahr

CHF 0.10 % 0.15 % 0.25 % 0.25 %

EUR 0.67 % 0.80 % 0.90 % 1.10 %

USD 0.25 % 0.32 % 0.40 % 0.60 %

Mindestbetrag: 200'000 bei den Anlagewährungen CHF, EUR, USD.

Mindestbetrag: 100'000 bei der Anlagewährung GBP.

Die oben genannten Zinssätze verstehen sich vor Gebühren (zwischen 0.125

und 0.500 %, mindestens CHF 250).

Kassenobligationen CHF und EUR*

Laufzeit Zinssatz CHF Zinssatz EUR

2 Jahre 0.875 % 0.875 %

3 Jahre 1.125 % 1.000 %

4 Jahre 1.250 % 1.125 %

5 Jahre 1.375 % 1.250 %

6 bis 10 Jahre Auf Anfrage Auf Anfrage

Stückelung CHF 1’000 / EUR 1'000 oder ein Mehrfaches.

* Nur für Kunden der Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft.

Variables Termingeldkonto CHF 1

Zinsanpassung Garantierter Zinssatz Zinsaufschlag für Laufzeit

2 Jahre 3 Jahre 4 Jahre

alle 3 Monate Libor 3M CHF +0.25 % +0.35 % +0.45 %

alle 6 Monate Libor 6M CHF +0.25 % +0.35 % +0.45 %

alle 12 Monate Libor 12M CHF +0.25 % +0.35 % +0.45 %

Mindestbetrag: CHF 5'000.

1 Nur für Kunden der Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft und

der VP Bank (Schweiz) AG.

Beim Kauf fallen 0.6 ‰ p.a. eidgenössische Stempelabgabe an. Der Zinsertrag

unterliegt der liechtensteinischen Couponsteuer von 4 %.

Interbank 3-Monats-Zinssätze

in %

6

5

4

3

2

1

0

in %

4.0

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

0

2006 2007 2008 2009 2010

3-Monats-Zinssatz (CHF)

3-Monats-Zinssatz (EUR)

3-Monats-Zinssatz (USD)

Zinssätze Kassenobligationen CHF

2006 2007 2008 2009 2010

2-Jahres-Zinssatz

3-Jahres-Zinssatz

4-Jahres-Zinssatz

Stand: 17.11.2010

Die genannten Zinssätze und Zinsaufschläge können sich je nach Marktlage

ändern und dienen lediglich zu Informationszwecken. Für weitere Auskünfte

wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater.


Finanzierungsprodukte

Auf dieser Übersicht möchten wir Ihnen einen Teil unserer Finanzierungsprodukte vorstellen.

Für weitere Finanzierungsmodelle kontaktieren Sie bitte unsere Spezialisten im Commercial Banking.

Festsatzhypotheken CHF

Laufzeit Zinssatz

2 Jahre 1.375 %

3 Jahre 1.500 %

4 Jahre 1.750 %

5 Jahre 2.000 %

6 Jahre 2.250 %

7 Jahre 2.500 %

8 bis 10 Jahre Auf Anfrage

Variable Hypotheken CHF

Hypothek Zinssatz

1. Hypothek 2.500 %

2. Hypothek 3.250 %

Zinssatz gültig für Neugeschäfte.

Geldmarkthypothek

Zinsfestlegung Zinssatz

monatlich 0.882 %

alle 3 Monate 0.918 %

alle 6 Monate 0.989 %

alle 12 Monate 1.267 %

Gesamtlaufzeit 3 bis 5 Jahre.

Lombardkredit als Kontokorrentkredit

Währung Zinssatz

CHF* 3.000 %

EUR 3.000 %

USD 2.875 %

GBP 3.000 %

* Zusätzlich 0.25 % Kreditkommission pro Quartal auf dem durchschnittlich

benutzten Saldo.

Die oben genannten Zinssätze können sich je nach Marktlage ändern und

dienen lediglich zu Informationszwecken. Für weitere Auskünfte wenden Sie

sich bitte an Ihren Kundenberater.

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Swapsatz 3 und 5 Jahre*

in %

4.0

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

Interbank CHF 6-Monats-Zinssatz (LIBOR)

Stand: 17.11.2010

2008

5-Jahres-Zins-Swap (CHF)

3-Jahres-Zins-Swap (CHF)

2009 2010

* Der Swapsatz dient als Basis für die Festlegung der Festsatzhypotheken.

in %

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

0

2006 2007 2008 2009 2010

6-Monats-Zinssatz (CHF)

Hypotheken für Kunden der Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft

und der VP Bank (Schweiz) AG werden ausschliesslich in Liechtenstein

und in der Schweiz angeboten.

57 | Dezember 2010 | VP Bank Zins- und Finanzierungsprodukte | Finanzierungsprodukte


58 | Dezember 2010 | Kontaktdaten

Kontaktdaten

Besten Dank für Ihr Interesse an unseren Investment Views. Gerne beraten wir Sie, wie Sie unsere Empfehlungen unter Berücksichtigung

Ihrer individuellen Bedürfnisse umsetzen können. Sie sind deshalb herzlich eingeladen, uns zu kontaktieren, damit

wir die Brücke von der Broschüre zu Ihren konkreten Anforderungen schlagen können.

Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft,

Vaduz, Liechtenstein

Leiter Private Banking Liechtenstein

Werner Wessner, Tel +423 235 66 25

werner.wessner@vpbank.com

Leiter Private Banking Western Europe

Martin Engler, Tel +423 235 65 11

martin.engler@vpbank.com

Leiter Commercial Banking

Rolf Jermann, Tel +423 235 66 58

rolf.jermann@vpbank.com

Leiter Intermediaries Liechtenstein & Switzerland

Günther Kaufmann, Tel +423 235 62 55

guenther.kaufmann@vpbank.com

VP Bank (Schweiz) AG

Leiter Private Banking & Intermediaries Switzerland

Marc Wallach, Tel +41 44 226 24 00

marc.wallach@vpbank.com

VP Bank (Luxembourg) S.A.

Leiter Private Banking

Christoph Görgen, Tel +352 404 777 273

christoph.goergen@vpbank.com

VP Bank and Trust Company (BVI) Limited

Managing Director

Dr. Peter Reichenstein, Tel +1 284 494 12 2

peter.reichenstein@vpbank.com

VP Vermögensverwaltung GmbH

Geschäftsführer

Willi Heigl, Tel +49 89 21 11 38 16

willi.heigl@vpvv.de

VP Wealth Management (Hong Kong) Ltd.

Managing Director

Clare Lam, Tel +852 3628 99 33

clare.lam@vpbank.com

VP Bank (Singapore) Ltd.

Managing Director

Reto Isenring, Tel +65 6305 0055

reto.isenring@vpbank.com

VP Bank (Switzerland) Ltd. Repräsentanz Moskau

Geschäftsleiter

Walter Moretti, Tel +7 495 967 00 95

walter.moretti@vpbank.com

Wealth Management Solutions & Services

Economics & Investment Office

Tel +423 235 65 44

investment@vpbank.com

Wealth Management Solutions

Trading, Advisory & Distribution

Tel +423 235 69 69

advisory@vpbank.com


Glossar

Aktienfonds Die Anlage erfolgt vorwiegend in Aktien des Landes bzw. der Region, die der

Fonds im Namen trägt.

Allokation

Strategisch Langfristige Zusammensetzung des Portfolios bezüglich der verschiedenen

Anlageklassen (Geldmarkt, Anleihen, Aktien, Alternative Anlagen) je Anlagestrategie. Die

Gewichtung innerhalb der strategischen Allokation wird halbjährlich überprüft und gegebenenfalls

angepasst.

Taktisch Konkretisierung der strategischen Allokation. Als taktische Allokation bezeichnet

man die Aufteilung des Vermögens in verschiedene Anlageklassen mit dem Ziel, eine überdurchschnittliche

Rendite zu erzielen.

Benchmark Referenzgrösse, z.B. ein Aktienindex oder ein Indexportfolio, die als Vergleichsmassstab

für die Performanceanalyse eines Portfolios dient.

EU-Steuer Die EU-Steuer bezieht sich auf die europäische Gesetzgebung, die am 1. Juli

2005 in Kraft getreten ist. Seit diesem Zeitpunkt sind Zinserträge von Steuerpflichtigen aus

der EU mit einem Steuerrückbehalt belegt. Ausgenommen davon sind bis Ende 2010 Anleihen

mit einem sogenannten Grandfathering-Status (ungeachtet der Währung bzw. des

Sitzes des Schuldners). Grandfathered Obligationen sind Anleihen, die vor dem 1. März

2001 emittiert und seit dem 1. März 2002 nicht mehr aufgestockt wurden.

Besonderheiten bei zwischenzeitlicher Aufstockung: Staatsanleihen: Eine Aufstockung

nach dem 1. März 2002 führt dazu, dass die gesamte Anleihe der Besteuerung unterliegt.

Unternehmensanleihen: Eine Aufstockung nach dem 1. März 2002 führt dazu, dass nur die

Aufstockungstranche der Steuer unterliegt.

Quellensteuer (Qst) Zinsen/Erträge unterliegen der Quellensteuer auf Kapitalerträgen. Es

kann sich um die amerikanische Withholding Tax, aber auch um die schweizerische Verrechnungssteuer

handeln.

D/Swap Bezeichnet den Spread (Differenz) der Rendite bis Endfälligkeit der Anleihe zum

aktuellen Swapsatz. Swapsätze sind ein am Markt anerkanntes Vergleichsinstrument, anhand

deren Anleihen bewertet werden können. Der Spread zeigt auch an, wie der Markt

das Risiko der Anleihe bewertet. Ein hoher positiver Spread zeigt ein höheres Risiko an,

bringt aber auch eine höhere Rendite.

Dividendenrendite Kennzahl der Rentabilität einer Aktienanlage, die sich aus der Höhe der

Dividende im Vergleich zum jeweiligen Aktienkurs bestimmen lässt und einen Vergleich mit

der am übrigen Kapitalmarkt erzielbaren Verzinsung ermöglicht.

Drittfonds Fonds, die im Auftrag eines Dritten emittiert wurden und die auch von einem

Dritten verwaltet werden.

Duration Bindungsdauer des in einem festverzinslichen Wertpapier oder Wertpapiervermögen

angelegten Kapitals. Fallen Couponzahlungen an, ist die Duration kürzer als die

Restlaufzeit und durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital bedingt.

Bei einem Zerobond entspricht die Duration exakt der Restlaufzeit.

EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) Zinssatz für Termingelder in Euro, den sich erstklassige

Banken untereinander belasten.

Exchange Traded Commodities (ETC) Unbefristete, besicherte Schuldverschreibungen,

die an der Wertentwicklung eines oder mehrerer Rohstoffe gekoppelt sind.

Exchange Traded Fund (ETF) Indexfonds, der sich in seiner Zusammensetzung an die Gewichtung

eines Index bindet und jederzeit ohne Ausgabeaufschlag gehandelt werden kann.

Exchange Traded Notes (ETN) Sind Schuldverschreibungen. ETNs sind keine Fonds, besitzen

jedoch ähnliche Eigenschaften, da beide Strukturen in der Regel an die Rendite eines

Benchmarkindex gekoppelt sind und an der Börse gehandelt werden. Besondere Arten von

ETNs sind Exchange Traded Certificates (börsengehandelte Zertifikate) und Exchange

Traded Commodities (börsengehandelte Rohstoffe).

Festgeld Geld, das der Kunde der Bank für eine im Voraus fixierte Dauer zu einem bestimmten

Zinssatz zur Verfügung stellt. Festgeld wird ab einem Mindestbetrag (oft CHF

100'000) mit einer Laufzeit von einem bis zwölf Monaten entgegengenommen.

Festsatzhypothek Hypothekardarlehen mit festem, unveränderlichem Zinssatz während

einer zwischen der Bank und dem Kreditnehmer vereinbarten Laufzeit.

Fund-of-Funds Fonds, die ihrerseits ausschliesslich in andere Fonds investieren.

Geldmarktfonds Die Anlage erfolgt nur in Anlagen mit einer sehr kurzen Restlaufzeit bzw.

mit einer sehr kurzen Kapitalbindungsdauer (Duration).

Hedgefonds Die Anlage erfolgt in sogenannte Alternative Anlagen, d.h., der Fondsmanager

kann diverse Anlagetechniken wie Leverage, Short Selling und Derivate einsetzen.

Immobilienfonds Anlagefonds, der sein Vermögen nach dem Prinzip der geographischen

und objektmässigen Risikostreuung in bebaute und unbebaute Grundstücke sowie unter

Umständen in Beteiligungen und Forderungen an Immobiliengesellschaften investiert.

Rechtliche Hinweise auf Seite 60.

Investment Grade Grobeinteilung der Bonitätseinstufungen BBB bis AAA, die besagt, dass

Wertpapiere von befriedigender bis sehr guter Qualität sind.

ISIN Internationale Valorenkennnummer (International Securities Identification Number).

Kassenobligation In der Schweiz: von Banken laufend ausgegebene Obligation mit einer

Laufzeit von zwei bis acht Jahren.

Kursdaten/Kursindikation Als Kursdaten dienen die Schlusskurse des jeweiligen Datums

(siehe Impressum). In dieser Publikation werden Nettokurse am Erstellungsdatum berücksichtigt,

also ohne Abwicklungskosten. Aktuelle Kurse erhalten Sie von Ihrer Kundenberaterin

bzw. Ihrem Kundenberater der VP Bank.

LIBOR (London Interbank Offered Rate) Zinssatz, den sich Banken in London für kurzfristige

Geldanlagen untereinander belasten.

LIBOR-Hypothek Verfügt über einen veränderlichen Zinssatz, welcher alle drei oder sechs

Monate auf Basis des LIBOR-Satzes angepasst wird.

Lombardkredit Der Lombardkredit ist ein Kredit gegen Verpfändung von Depotwerten,

Bankkontoguthaben, Edelmetallen und Ansprüchen aus Lebensversicherungspolicen. Er

kann als Darlehen oder als Kontokorrentkredit für private und kommerzielle Zwecke gewährt

werden.

NAV (Nettoinventarwert) Wert eines Fondsanteils, der dem Verkehrswert des Fonds an

einem bestimmten Stichtag entspricht, vermindert um die Verpflichtungen und geteilt

durch die Anzahl ausstehender Anteile.

Obligationenfonds Die Anlage erfolgt vorwiegend in Obligationen derjenigen Währung,

die der Fonds im Namen trägt.

Open end Es gibt keine Laufzeitbegrenzung.

Perf. % YTD Die Wertentwicklung (Performance) des Fonds im laufenden Kalenderjahr.

Private-Equity-Fonds Die Anlage erfolgt vorwiegend in (noch) nicht an einer Börse notierte

Anlagen, vorwiegend Aktien. Die Liquidität des Fonds kann dementsprechend sehr eingeschränkt

sein.

Rating Ein Rating ist eine systematische, qualitative Bewertung von Emittenten hinsichtlich

ihrer Bonität. Es wird durch kodierte Bonitätsstufen ausgedrückt. Bekannte Agenturen, die

Ratings durchführen, sind z.B. Standard & Poor’s und Moody’s.

Rendite Effektivverzinsung der Anleihe nach der ISMA-Methode.

Rohstofffonds Anlagefonds, der sein Vermögen hauptsächlich in Warenpapieren oder handelbaren

Rohstoffen anlegt.

Strategiefonds Eine Strategiefondsfamilie mit unterschiedlichen Risikokategorien. Es wird

immer die dazugehörende Assetallokation der VP Bank umgesetzt.

Treuhandanlage Geldmarktgeschäft, welches in Form von Festgeldern bei ausländischen

Banken getätigt wird. Treuhandanlagen erfolgen zu einem festen Verfalltermin, festen Betrag

und festen Zinssatz (oder als Treuhand-Callanlagen mit 48 Stunden Kündigungsfrist).

Die Anlage wird im Namen der Bank, aber auf Rechnung und Gefahr des Kunden getätigt.

Variable Hypothek Grundpfandkredit mit variablem Zinssatz und kurzer Kündigungsfrist.

Volatilität Bezeichnet einen Schwankungsbereich während eines bestimmten Zeitraums von

Wertpapierkursen, Rohstoffpreisen, Zinssätzen oder auch Investmentfonds-Anteilen. Sie ist

eine mathematische Grösse (annualisierte Standardabweichung) für das Mass des Risikos

einer Kapitalanlage. Je grösser diese Schwankungsbreite ist, desto volatiler und damit risikoreicher

ist ein Fonds. Für das Risiko ist z.B. der maximale Verlust eine weitere Messgrösse.

Währungssicherung Massnahme, die eine Investition ausserhalb des eigenen Währungsraums

von der Entwicklung des Wechselkurses unabhängig macht. Anleger oder Emittenten

schliessen hierzu Devisentermingeschäfte ab. Währungsverluste werden damit ebenso

ausgeschlossen wie Währungsgewinne.

Wandelanleihenfonds Anlagefonds, der sein Vermögen hauptsächlich in Wandelanleihen

investiert.

Wandelprämie Preisunterschied zwischen dem Erwerb einer Aktie via Wandlung einer

Wandelobligation und dem direkten Erwerb der entsprechenden Aktie an der Börse zum

Aktienkurs. Die Wandelprämie bringt zum Ausdruck, um wie viele Prozent Aktien teurer zu

stehen kommen, wenn sie durch Kauf und anschliessende Umwandlung von Wandelobligationen

erworben werden.

Wandelpreis Bei der Emission von Wandelobligationen festgelegter Wandelpreis für den

Umtausch von Wandelobligationen in Aktien oder Partizipationsscheine.

YTD Bezeichnet den Zeitraum seit Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt («year-to-date»).

59 | Dezember 2010 | Glossar


60 | Dezember 2010 | Disclaimer

Wichtige rechtliche Hinweise

(Disclaimer)

Wesentliche Informationsquellen / keine Gewährleistung: Diese Dokumentation wurde von der Verwaltungs- und Privat-Bank

Aktiengesellschaft (nachfolgend: VP Bank) aufgrund von Informationsquellen erstellt, die als zuverlässig eingestuft werden.

Wesentliche Informationsquellen für diese Dokumentation sind:

• Sekundärresearch: Finanzanalysen spezialisierter Broker/Analysten;

• Veröffentlichungen in in- und ausländischen Medien wie Informationsdiensten (z.B. Bloomberg, Thomson Financial Datastream,

Reuters u.a.);

• öffentlich verfügbare Statistiken.

Obwohl bei Erstellung dieser Dokumentation grösstmögliche Sorgfalt angewandt wurde, übernimmt die VP Bank keine Gewährleistung für die

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möglicherweise nicht alle wesentlichen Angaben zu Finanzinstrumenten oder deren Emittenten. Die in dieser Dokumentation geäusserten

Meinungen geben die Ansichten der VP Bank zum Zeitpunkt des auf der Dokumentation genannten Datums wieder. Die VP Bank und/oder ihre

Gruppengesellschaften haben möglicherweise in der Vergangenheit Dokumentationen veröffentlicht oder werden möglicherweise in Zukunft

Dokumentationen veröffentlichen, die Informationen und Meinungen enthalten, die mit der vorliegenden Dokumentation nicht übereinstimmen.

Die VP Bank und/oder ihre Gruppengesellschaften sind nicht verpflichtet, den Empfängern dieser Dokumentation solche abweichenden Dokumentationen

zukommen zu lassen.

Eignung / kein Angebot: Die Angaben in dieser Dokumentation stellen weder eine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf der dargestellten

Finanzinstrumente noch eine Rechts-, Finanz-, Buchführungs- oder Steuerberatung noch irgendeine Form von persönlicher Beratung dar.

Insbesondere können in dieser Dokumentation behandelte Finanzinstrumente für einen Anleger je nach dessen Anlageziel, Zeithorizont, Risikobereitschaft,

Risikofähigkeit, finanziellen Verhältnissen sowie weiteren persönlichen Umständen als auch aufgrund von mit dem Finanzinstrument

verbundenen Verkaufsbeschränkungen ungeeignet sein. Die Informationen in dieser Dokumentation ersetzen daher in keiner Weise weder die

individuelle Beratung durch eine hinsichtlich der oben genannten Themen qualifizierte Fachperson noch das Studium der von den Emittenten

und Vertriebsträgern der Finanzinstrumente zur Verfügungen gestellten Dokumentationen (z.B. Emissionsprospekte, Termsheets, bei Anlagefonds

den vollständigen und vereinfachten Prospekt). Die vorliegende Dokumentation stellt insbesondere weder eine Offerte bzw. Aufforderung

zur Offertstellung noch ein öffentliches Inserat, das zu Transaktionen mit den beschriebenen Finanzinstrumenten auffordert, noch eine Aufforderung

zum Abschluss irgendeines Rechtsgeschäfts dar. Die VP Bank sowie ihre Gruppengesellschaften lehnen jegliche Haftung für sämtliche

Schäden bzw. Verluste, die auf Grundlage der in dieser Dokumentation enthaltenen Informationen geltend gemacht werden, ausdrücklich ab.

Risikohinweise: Die in dieser Dokumentation erwähnten Anlagen können in ihrem Kurs und Wert sowie in den erzielten Erträgen sowohl steigen

als auch sinken. Anlagen in Fremdwährungen unterliegen zusätzlich Währungsschwankungen. Einem Anleger kann nicht zugesichert werden,

dass er die angelegten Beträge wieder zurückerhält. Die bisherige Performance einer Anlage ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige

Performance. Dasselbe gilt für Performanceprognosen. Die dargestellte Performance lässt etwaige bei Zeichnung und Rücknahme von Anteilen

an Anlagefonds erhobene Kommissionen und Kosten unberücksichtigt. Kommissionen und Kosten wirken sich nachteilig auf die Performance

aus. Jede in dieser Dokumentation erwähnte Anlage kann mit den nachfolgenden, nicht abschliessend aufgezählten Risiken behaftet sein:

Emittenten- (Bonitäts-), Markt-, Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiko sowie wirtschaftliches und politisches Risiko. Besonders Anlagen

in Schwellenländern (Emerging Marktes) sind spekulativ und diesen Risiken besonders stark ausgesetzt.

Eigengeschäfte: Die VP Bank und/oder ihre Gruppengesellschaften und/oder deren Mitarbeitende können sich im Rahmen der gesetzlichen

Bestimmungen an anderen Finanzgeschäften mit den Emittenten der in dieser Dokumentation erwähnten Anlagen beteiligen. Sie können in

diese Emittenten investieren oder Dienstleistungen für diese erbringen, Aufträge von diesen akquirieren sowie Positionen in deren Anlagen

oder Optionen auf diese halten, Transaktionen mit diesen Positionen durchführen oder ein sonstiges erhebliches Interesse hinsichtlich der Emittenten

der in dieser Dokumentation erwähnten Anlagen haben. Dies kann auch bereits früher der Fall gewesen sein.

Grundlegende methodische Ansätze zur Finanzanalyse: Die VP Bank hat folgende grundlegende methodische Ansätze der Finanzanalyse

festgelegt:

• Die Aktienauswahlliste basiert auf einem globalen, quantitativen Screeningmodell. Dieses rangiert Aktien anhand von Faktoren, die langfristig

die höchsten Performancebeiträge liefern.

• Die Bondselektion berücksichtigt pro Währung ausschliesslich Anleihen ohne spezielle Klauseln (Bullet Bonds). Es handelt sich dabei um

Eurobonds mit Investment Grade Rating ohne erhöhte Risikoaufschläge. Weiteres Augenmerk wird auf die Handelbarkeit gelegt, bevor in

die Segmente Staats- bzw. Unternehmensanleihen unterteilt wird.

• Die ETF-Selektion erfolgt anhand eines quantitativen Scorings und einer qualitativen Analyse.


• Die Fondsselektion erfolgt nach dem «Best in Class»-Ansatz. Der mehrstufige Analyseprozess beinhaltet unter anderem quantitative und

qualitative Elemente.

Anlagehorizont: Die Empfehlungen bauen auf gut diversifizierten Portfolios auf. Die empfohlenen Anlagehorizonte liegen bei ausgewogenen

Portfolios bei fünf bis zehn Jahren, bei Aktienportfolios in der Regel bei über zehn Jahren.

Interne organisatorische und regulative Vorkehrungen zur Prävention von Interessenkonflikten: Die VP Bank und deren Gruppengesellschaften

haben interne organisatorische und regulative Vorkehrungen getroffen, um möglichen Interessenkonflikten vorzubeugen und diese,

sofern vorhanden, offenzulegen.

Erläuterung von Interessenkonflikten: Mögliche Interessenkonflikte sind mittels nachfolgenden Ziffern beim Emittentennamen wie folgt gekennzeichnet:

Die VP Bank und/oder deren Gruppengesellschaften

1. sind am Emittenten mit mehr als fünf Prozent beteiligt,

2. haben bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten,

3. waren innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate an der Führung eines Konsortiums beteiligt, das Finanzinstrumente des Emittenten im

Wege eines öffentlichen Angebots emittierte,

4. sind ein Market Maker in den Finanzinstrumenten des Emittenten,

5. haben innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate mit Emittenten, die selbst oder deren Finanzinstrumente Gegenstand der Finanzanalyse

sind, eine Vereinbarung über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Investmentbanking-Dienstleistungen geschlossen oder eine Leistung

oder ein Leistungsversprechen aus einer solchen Vereinbarung erhalten,

6. haben mit den Emittenten, die selbst oder deren Finanzinstrumente Gegenstand der Finanzanalyse sind, eine Vereinbarung zur Erstellung der

Finanzanalyse getroffen.

Hinweise zum Vertrieb dieser Dokumentation: Der Zugang zu den in dieser Dokumentation enthaltenen Informationen bzw. den darin beschriebenen

Finanzinstrumenten (insbesondere Anlagefonds) kann durch nationale Gesetze beschränkt sein. Der Inhalt dieser Dokumentation

bzw. die darin beschriebenen Finanzinstrumente (insbesondere Anlagefonds) sind somit nicht für Personen oder Gesellschaften bestimmt,

die einer Rechtsordnung unterstehen, die den Zugang zu diesen Informationen bzw. den Erwerb der beschriebenen Finanzinstrumente (insbesondere

Anlagefonds) verbietet oder von einer Bewilligung abhängig macht (sei es aufgrund der Nationalität der betreffenden Person, ihres

Wohnsitzes oder aus anderen Gründen). Personen, in deren Besitz diese Dokumentation gelangt bzw. die darin beschriebene Finanzinstrumente

(insbesondere Anlagefonds) erwerben wollen, müssen sich daher über örtliche Gesetze und etwaige Beschränkungen informieren und diese

einhalten. Der Inhalt dieser Dokumentation ist urheberrechtlich geschützt, und ihre Verwendung ausser zum privaten Gebrauch bedarf der vorgängigen

Zustimmung der VP Bank.

British Virgin Islands: Dieses Informationen wurden von der VP Bank and Trust Company (BVI) Limited, P.O. Box 3463, 3076 Sir Francis Drake’s

Highway, Road Town, Tortola, British Virgin Islands, verteilt. Die VP Bank and Trust Company (BVI) Limited untersteht der Bewilligung und Aufsicht

durch die British Virgin Islands Financial Services Commission.

Deutschland: Diese Informationen wurden von der VP Vermögensverwaltung GmbH, Theatinerstrasse 12, DE-80333 München, verteilt. Die

VP Vermögensverwaltung GmbH untersteht der Zulassung und Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Hong Kong: Diese Informationen wurden von der VP Wealth Management (Hong Kong) Ltd., Suites 1002-1003, Two Exchange Square,

8 Connaught Place, Central, Hong Kong, verteilt.

Luxemburg: Diese Informationen wurden von der VP Bank (Luxembourg) S.A., Avenue de la Liberté 26, LU-1930 Luxemburg, verteilt. Die

VP Bank (Luxembourg) S.A. untersteht der Zulassung und Regulierung durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF).

Schweiz: Diese Informationen wurden von der VP Bank (Schweiz) AG, Bahnhofstrasse 3, CH-8022 Zürich, verteilt. Die VP Bank (Schweiz) AG

untersteht der Zulassung und Regulierung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA.

USA/Kanada: Weder die vorliegende Dokumentation noch Kopien davon dürfen an Personen abgegeben werden, die ihren Wohnsitz in den

USA oder Kanada haben oder die Staatsangehörigkeit eines dieser Staaten oder beider Staaten besitzen.

61 | Dezember 2010 | Disclaimer


Die VP Bank Gruppe

Die Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft ist eine in Liechtenstein domizilierte Bank und untersteht

der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA), Heiligkreuz 8, Postfach 279, LI-9490 Vaduz, www.fma-li.li.

Verwaltungs- und Privat-Bank Aktiengesellschaft

Aeulestrasse 6 - LI-9490 Vaduz - Liechtenstein

Tel +423 235 66 55 - Fax +423 235 65 00

info@vpbank.com - www.vpbank.com - MwSt.-Nr. 51.263 - Reg.-Nr. FL-0001.007.080

VP Bank (Schweiz) AG

Bahnhofstrasse 3

Postfach 2993

CH-8022 Zürich

Schweiz

Tel +41 44 226 24 24

Fax +41 44 226 25 24

info.ch@vpbank.com

IFOS Internationale Fonds

Service Aktiengesellschaft

Aeulestrasse 6

LI-9490 Vaduz

Liechtenstein

Tel +423 235 67 67

Fax +423 235 67 77

ifos@vpbank.com

IGT Intergestions Trust reg.

Aeulestrasse 6

LI-9490 Vaduz

Liechtenstein

Tel +423 233 11 51

Fax +423 233 22 24

igt@vpbank.com

VP Bank (Luxembourg) S.A.

Avenue de la Liberté 26

LU-1930 Luxemburg

Luxemburg

Tel +352 404 770-1

Fax +352 481 117

info.lu@vpbank.com

VPB Finance S.A.

Avenue de la Liberté 26

LU-1930 Luxemburg

Luxemburg

Tel +352 404 777 383

Fax +352 404 777 389

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VP Bank and

Trust Company (BVI) Limited

3076 Sir Francis Drake’s Highway

Road Town, Tortola

VG-British Virgin Islands

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VP Vermögensverwaltung GmbH

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DE-80333 München

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Fax +49 89 21 11 38-99

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