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08/2014, AusgAbE 78 e 6,99<br />
<strong>MMORE</strong><br />
42 SEITEN<br />
Klassenguides<br />
Großes Einsteiger-Special<br />
für Jäger und Magier:<br />
satte 32 Seiten Tipps!<br />
Außerdem im Heft:<br />
dungeons in Wod<br />
So spielen sich die<br />
neuen 5er-Instanzen<br />
Muss das ins Klo?<br />
Kot & Quests – ein<br />
Tatsachen-Report<br />
neu: Die<br />
Garnison<br />
So funktioniert der<br />
Basis-Bau in WoD!<br />
Wir haben die Garnison ausprobiert:<br />
mehr Berufe, mehr Quests, mehr Epics!<br />
Geheimakte Azeroth<br />
Ein Reiseführer zu vergessenen Orten und<br />
mysteriösen Figuren in World <strong>of</strong> Warcraft<br />
10 Dinge, die<br />
wir von WoW<br />
gelernt haben<br />
Totstellen, Buffen,<br />
Taunten – klappt<br />
alles auch im<br />
echten leben!<br />
Die Zombie-Plage<br />
Bücher, TV oder Kino:<br />
Zombies sind überall.<br />
auch in WoW.<br />
Großer Report zum nächsten WoW-add-on: 22 Seiten Infos aus der laufenden alpha und Beta<br />
WaRlORdS OF dRaEnOR<br />
Schafft Blizzard es, mit neuen Features frischen Wind ins Spiel zu bringen?<br />
Du kommst hier nicht rein!<br />
Hat WoW mit Schlüsselquests mehr Spaß gemacht?<br />
Österreich e 7,50; Schweiz sfr 13,-; Dänemark dkr 59,-;<br />
Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Portugal,<br />
Kanarische Inseln e 9,20;<br />
Holland, Belgien, Luxemburg e 7,90
Celebrate<br />
the<br />
games !<br />
14.-17.08.2014<br />
Köln<br />
Jetzt Tickets sichern!<br />
gamescom.de<br />
Koelnmesse GmbH<br />
Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland<br />
Telefon: +49 180 60 89 999*, gamescom@visitor.koelnmesse.de<br />
(*0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz; max.0,60 Euro/Anruf aus dem Mobilfunknetz)<br />
Bundesverband Interaktive<br />
Unterhaltungss<strong>of</strong>tware e.V.
Editorial<br />
Wer nicht wagt, gewinnt nicht<br />
Mit dem Start der <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor-Beta<br />
Ende Juni ist auch die Phase des Stillstands in<br />
WoW vorbei. Zwar haben die neuen Dun geons,<br />
Talente und Gebiete des nächsten Add-ons<br />
keinen Einfluss auf das, was derzeit auf den<br />
Servern passiert. Doch wie vor jedem Add-on<br />
wird in den Foren ausgiebig über die geplanten<br />
Änderungen gestritten und gerungen. Auch<br />
wir setzen uns derzeit kritisch mit vielen Klassenänderungen<br />
auseinander, probieren neue<br />
Talente in der Beta aus, streiten und diskutieren.<br />
„Heilig-Priester brauchen dringend einen Buff!“<br />
„Vielleicht, aber was ist mit Eulen?“ „Die will<br />
doch wirklich keiner mehr spielen!“<br />
Ich bin tiefenentspannt<br />
Ich gestehe, dass mich solche Diskussionen im<br />
Vorfeld eines neuen Add-ons nicht mehr groß<br />
interessieren. Bis zum Ende von Wrath <strong>of</strong> the<br />
Lich King habe ich WoW gespielt, weil ich etwas<br />
erreichen wollte. Weil ich zu den Spielern<br />
gehören wollte, die alle Bosse einer neuen Raid-<br />
Instanz in kürzester Zeit niederringen. Weil ich<br />
vor anderen neue Tier-Ausrüstung, Mounts und<br />
Titel besitzen wollte. Ich weiß noch, wie ich als<br />
einer der ersten auf meinem Server mit dem<br />
Frostbrutbezwinger über Dalaran schwebte,<br />
weil mein Raid sämtliche dafür notwendigen<br />
heroischen Bosskämpfe geschafft hatte. WoW<br />
war für mich damals zu 99 Prozent Raiden. Und<br />
Raiden, das war Teamarbeit, durchbeißen, sich<br />
nicht unterkriegen lassen, im TS auch mal laut<br />
rummaulen und vor Freude schreien, wenn ein<br />
hartnäckiger Boss endlich umfiel.<br />
Zu leicht? Zu schwer?<br />
Seit Cataclysm hat sich meine Einstellung zu<br />
WoW stark geändert. Ich maule zwar immer<br />
noch rum, wenn wir im Redaktionsraid einen<br />
neuen Boss im Normalmode nicht im zweiten<br />
Try umhauen (… wie do<strong>of</strong> kann man eigentlich<br />
sein, zwei Mal nacheinander im Feuer zu sterben,<br />
Johann!!!). Aber verglichen mit früher bin ich<br />
deutlich entspannter, was allerdings nicht auf<br />
jeden zutrifft. Manchen Leuten ist WoW immer<br />
noch zu schwer, anderen viel zu einfach. Recht<br />
haben sie beide, auf ihre Weise. Blizzards Problem<br />
ist, dass sie es mit keinem Add-on geschafft<br />
haben, beide Lager glücklich zu machen. Ob es<br />
ihnen mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor gelingt?<br />
Das ist nicht lustig!<br />
Kommen wir nun zu einem potenziellen Aufreger-Thema<br />
dieser Ausgabe: Bei unseren redaktionsinternen<br />
„Über was schreiben wir in der<br />
nächsten Ausgabe“-Meetings brennen nach kurzer<br />
Zeit meist alle kreativen Sicherungen durch.<br />
Dirk Gooding, Redaktionsleiter<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>MMORE</strong><br />
Was dann auf den Notizzetteln landet, könnte<br />
locker als Vorlage für einen Monty-Python-Film<br />
herhalten. Der Großteil dieser Notizzettel endet<br />
natürlich im Papierkorb, weil nur wir über den<br />
Unsinn lachen können. Doch manchmal macht<br />
sich eine Idee selbstständig, steckt andere Personen<br />
an und schleicht sich über die Hintertür ins<br />
Heft. So geschehen beim legendären „Und wie<br />
spielst du“-Artikel in Ausgabe 05/2010, in dem<br />
Redakteur Nico Begriffe wie Facerolling, Tanzmatten-<br />
und Lenkrad-Spieler oder Zwei-Tasten-<br />
Chars auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfte.<br />
Diese Quest ist kacke!<br />
Eine ähnlich absurde Idee hat uns in den letzten<br />
Monaten ebenfalls nicht mehr losgelassen: Kot-<br />
Quests in WoW. Die Diskussion darüber sah ungefähr<br />
so aus:<br />
„Ist euch eigentlich mal aufgefallen, wie viele Kacke-<br />
Quests es in WoW gibt?“<br />
„Jetzt, wo du es sagst – stimmt!!!!!!!1111elf“<br />
Diverse Kommentare, prusten, kichern, feixen.<br />
Kindergartenstimmung. Dann die Frage:<br />
„Wieso schreiben wir nicht einen Artikel darüber?“<br />
Stille.<br />
„Nein, das geht nicht.“<br />
„Wieso nicht? Die haben wir doch alle gespielt? Sind<br />
ja auch nicht gerade wenige Quests. Und wenn wir<br />
darüber minutenlang lachen und uns Geschichten<br />
erzählen, wieso nicht auch unsere Leser?“<br />
„Es geht nicht. Es ist kindisch. Oberflächlich.“<br />
„Also einen Artikel über Kacke in WoW würde ich<br />
s<strong>of</strong>ort lesen.“<br />
„Ich auch!“<br />
„Am besten auf dem Klo!“<br />
Wieder lautes Lachen. Abklatschen. Irgendjemand<br />
macht die Becker-Faust.<br />
„Ihr findet auch Artikel über die Zwergenwerfen-<br />
WM toll. Aber nicht die Leser.“<br />
„Wir haben schon über so viel Quatsch in WoW geschrieben.<br />
Dann können wir auch darüber schreiben,<br />
wieso uns Blizzard in jedem Add-on Scheisshaufen<br />
wegräumen, mit Fähnchen markieren oder in die<br />
Luft sprengen lässt. Ist ja nicht so, dass es diese<br />
Quests nicht geben würde.“<br />
Und je öfter wir unter uns oder mit Kollegen aus<br />
anderen Redaktionen darüber redeten und lachten,<br />
desto größer wurde die Gewissheit: Diese<br />
Story müssen wir bringen. Redakteur Johann<br />
versucht daher ab Seite 108, sich dem Thema<br />
mit der gebotenen Würde zu nähern. Wenn Sie<br />
uns für diesen Artikel tadeln oder loben wollen,<br />
schreiben Sie uns eine Email an redaktion@<br />
mmore.de – wir freuen uns auf Post!<br />
Die gesamte Redaktion wünscht Ihnen mit dieser<br />
Ausgabe viel Spaß ... egal ob im Zug, in der<br />
U-Bahn oder auch auf dem Klo!<br />
<strong>MMORE</strong><br />
Verlag<br />
Geschäftsführer<br />
Redaktionsleiter (V.i.S.d.P.)<br />
Redaktion<br />
Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />
Lektorat<br />
Layout<br />
Layoutkoordination<br />
Titelgestaltung<br />
COO<br />
Vertrieb, Abonnement<br />
Marketing<br />
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Rainer Rosenbusch, Hans Ippisch, Ingo Griebl<br />
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Nicola Balletta, Johann Trasch, Tanja Adov,<br />
Isabella Kardinal<br />
Astrid Schmidt, Philipp Heiermann, Karsten Scholz,<br />
Dirk Walbrühl, Sebastian Glanzer<br />
Claudia Brose (Ltg.), Birgit Bauer, Esther Marsch,<br />
Heidi Schmidt, Carmen Dexl<br />
Nadine Fraunholz (Ltg.), Hansgeorg Hafner,<br />
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Marquard Media International AG<br />
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SFT, WIDESCREEN, <strong>PC</strong> GAMES, <strong>PC</strong> GAMES <strong>MMORE</strong>, <strong>PC</strong> GAMES HARDWARE, BUFFED, X3, PLAY 3,<br />
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Internationale Zeitschriften:<br />
POLEn: COSMOPOLITAN, JOY, SHAPE, HOT, PLAYBOY, CKM, VOYAGE, HARPER’S BAZAAR<br />
UnGARn: JOY, SHAPE, ÉVA, IN STYLE, PLAYBOY, CKM, MEN’S HEALTH<br />
3
Inhalt<br />
W arlords <strong>of</strong><br />
SeRVice<br />
Kanalisiert: Die MMORe auf allen Kanälen 6<br />
THeMa DeS MONaTS<br />
<strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
Die Beta läuft und wir sind mittendrin, um Sie mit sämtlichen<br />
Infos zu versorgen, die die Server derzeit hergeben! ................. 10<br />
totale: Die Weltkarte für Draenor 12<br />
neu: Die garnison 14<br />
Instanziert: Dungeons in WoD 24<br />
Renoviert: alte Dungeons in neuem anstrich 26<br />
Werte-Wechsel: Das neue Rüstungssystem 28<br />
Fraktionsübergreifend: Das auktionshaus in WoD 30<br />
/focus<br />
Du kommst hier nicht rein!<br />
Wo sind nur all die Schlüsselquests hin? .................................. 82<br />
Geheimakte azeroth<br />
Eastereggs gibt’s in WoW zuhauf, aber kennen Sie auch alle? ...... 92<br />
/focus: Wissen, was aktuell ist 80<br />
Reality-Check: 10 Dinge, die wir<br />
von WoW gelernt haben 98<br />
Die Zombie-Plage: Wandelnde Leichen überall 104<br />
Muss das ins Klo?: Kot-Quests in WoW 108<br />
logout: Völker, verständigt euch! 114<br />
KNOW-WOW<br />
Know-WoW: Startseiten 78<br />
Wahre helden An der Seite von Khadgar, Thral und Verteidiger<br />
Maraad stellen Sie sich der Eisernen Horde entgegen.<br />
<strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor<br />
Nach monatelanger Warterei sind die WoD-Beta-Server<br />
endlich online und wir mittendrin. Garnisonen bauen, neue<br />
und neu aufgemachte Retro-Dungeons zocken oder Handel<br />
im künftig fraktionsübergreifenden Auktionshaus betreiben<br />
– alles Wissenswerte gibt’s auf 26 Seiten!<br />
Dinge, die wir von<br />
WoW gelernt haben<br />
10<br />
WoW gelernt haben<br />
10<br />
10<br />
4<br />
KLaSSeNguiDeS<br />
42 Seiten Klassenguides<br />
Diesmal extragroß: Starter-Guides für Überlebens-Jäger und<br />
Frost-Magier auf jeweils 16 Seiten! ...........................................34<br />
Schamane 35<br />
Todesritter 36<br />
Krieger 37<br />
Hexenmeister 38<br />
Mönch 39<br />
Schurke 40<br />
Paladin 41<br />
Priester 42<br />
Druide 44<br />
Jäger 46<br />
Magier 62<br />
Von Videospielen lernt man nichts?<br />
Ganz großer Humbug – und wir<br />
beweisen Ihnen das Gegenteil,<br />
inklusive wissenschaftlich belegtem<br />
Reality-Check! Etwa wie man Verletzungen<br />
heilt, indem man seinem<br />
Kollegen Laub ins Gesicht knallt.<br />
Oder einen Schokoriegel verputzt.<br />
Oder auch, dass Victor in Wahrheit<br />
manchmal Victoria ist!<br />
Für die wissenschaFt!<br />
Was lehrt uns WoW für unseren<br />
Alltag? Wir machen den<br />
gnadenlosen Test!<br />
98
Draenor<br />
Muss das ins Klo?<br />
108<br />
Johann meint:<br />
Wir zocken <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor<br />
jetzt schon seit der<br />
alpha – die 3 Wochen vor der<br />
Beta startete – und wenn wir<br />
ehrlich sind, dürfen wir uns<br />
noch kein urteil erlauben es<br />
waren erst drei gebiete spielbar<br />
und leveln über Stufe 92<br />
hinaus ging auch nicht aber<br />
das ist ein Meinungskasten<br />
Die neutrale Zone, was journalistische<br />
Zurückhaltung angeht<br />
und deshalb wage ich<br />
die Prognose: Das Ding wird<br />
so gut, da können TBc und<br />
WotLK einpacken<br />
Wer auch immer im Hause Blizzard<br />
dafür verantwortlich ist: Kot-<br />
Quests gehören zu WoW wie Elfen<br />
und Drachenaspekte und ziehen<br />
sich wie ein roter … ähm … brauner<br />
Faden durchs ganze Spiel. Grund<br />
genug, das Fäkalienphänomen<br />
einmal genauer zu durchleuchten.<br />
Die Zombie-Plage<br />
Egal ob in Filmen, Serien oder in<br />
gefühlt jedem zweiten Videospiel:<br />
Zombies sind der Renner! Es geht<br />
ohne die wandelnden Wadenbeißer<br />
gar nichts mehr. Selbst WoW<br />
nutzte die Faszination an den Faulenden<br />
für seine Zwecke – und<br />
104<br />
das nicht zu knapp!<br />
Geheimakte azeroth<br />
92<br />
In WoW gibt es etliche Eastereggs:<br />
Die einen sind leichter, die anderen<br />
deutlich schwerer zu finden<br />
oder überhaupt als solche zu erkennen.<br />
Wir haben uns auf die<br />
Suche gemacht und sechs dieser<br />
besonders gut versteckten Exemplare<br />
für Sie zusammengetragen.<br />
Die Redaktion<br />
Dirk Gooding<br />
Chefredakteur, Lieblingsklasse: Paladin<br />
... grübelte lange, ob er Johanns WoW-Fäkalien-Artikel<br />
wirklich abdrucken soll. Hat sich<br />
wider besseren Wissens für eine Veröffentlichung<br />
entschieden. Beschwerde-Mails bitte<br />
direkt an Herrn Trasch.<br />
nico Balletta<br />
Redakteur, Lieblingsklasse: Jäger<br />
... kauft sich nach dieser Heftabgabe endlich<br />
ordentliche Laufschuhe, als Ausgleich zu<br />
Schwimmbad und Hometrainer. Zeit zum Zocken<br />
bleibt trotzdem genug, wird halt weniger<br />
geschlafen!<br />
Johann trasch<br />
Redakteur, Lieblingsklasse: Mönch<br />
... hat diesen Monat statt eines langweiligen<br />
Textes einen Dubstep-Song geschrieben, um<br />
seine Gefühle auszudrücken: Alphaalphaalphaalphaalphaalphaalpha<br />
– BETA – Alphaalpha<br />
– Betabetabetabetabetabeta – DRAENOR!<br />
Sebastian Glanzer<br />
Freier Redakteur, Lieblingsklasse: Magier<br />
... kann endlich alle Inhalte der Beta testen<br />
und ist gespannt wie ein Schnitzel, was sich<br />
Blizzard für die bisher noch nicht zugänglichen<br />
Gebiete einfallen lässt.<br />
tanja adov<br />
Redakteurin, Illustratorin & Layouterin,<br />
Lieblingsklasse: Todesritter<br />
... ist von den ersten Draenor-Eindrücken<br />
vollkommen überwältigt. Die Reise durch das<br />
Dunkle Portal ruft epische Erinnerungen wieder<br />
wach. Back to BC! Yay!<br />
Isabella Kardinal<br />
Praktikantin, Lieblingsklasse: alles, Hauptsache<br />
Zwerg.<br />
... spielt derzeit viel League <strong>of</strong> Legends mit ihrem<br />
Mädelsteam und will der Nostalgie wegen<br />
wieder ins PvP-Twink-Business einsteigen. Das<br />
Warten aufs Add-on kann lang sein.<br />
nadine Fraunholz<br />
Layouterin, Lieblingsklasse: Druide<br />
... hatte diese Ausgabe einen Mords-Spaß bei<br />
der Arbeit... Zombies, Kacke und Klopapier-<br />
Mounts. Aus Layout-Sicht die beste Ausgabe<br />
aller Zeiten :D<br />
hansgeorg hafner<br />
Layouter, Lieblingsklasse: Duathlet<br />
… hat nicht gedacht, dass die Fußball-WM so<br />
fantastisch wird. Und hui, was war der gut:<br />
Müller beim Anlauf, der schlechteste Freistoß<br />
aller Weltmeisterschaften.<br />
5
Service<br />
Die<br />
-Übersicht<br />
für Leser<br />
Auf einen Blick: Alle Hefte, Webseiten, Videos und sonstige Dinge, die wir im Monat produzieren.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>MMORE</strong><br />
auf Facebook<br />
News, Gewinnspiele<br />
und <strong>MMORE</strong>-Redakteure<br />
zum Anfassen<br />
Gefällt mir<br />
Auf unserer Facebook-<br />
Seite beantworten wir<br />
Leserfragen, posten<br />
News zu WoW und<br />
Hearthstone und verschenken<br />
regelmäßig<br />
Mounts und Hefte bis<br />
zum Abwinken. Aktuell<br />
verlosen wir Vorbesteller-Boxen<br />
für <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong><br />
Draenor (gleich hinschauen<br />
und abstauben) und<br />
berichten täglich aus der<br />
vor Kurzem angelaufenen<br />
Beta-Phase.<br />
www.facebook.com/pcgmmore<br />
Wir wetten,<br />
<strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
kommt am ...<br />
auf buffed.de und<br />
youtube<br />
www.youtube.com/<strong>MMORE</strong>daktion<br />
Die <strong>MMORE</strong>-Redakteure wissen ganz genau,<br />
wann <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor erscheint:<br />
Nämlich am 17. November 2014, pünktlich<br />
zum 10. Geburtstag von WoW. Falls wir<br />
uns irren, werden wir leiden. Sehen Sie<br />
selbst: youtube.com/mmoredaktion<br />
Unsere Podcasts<br />
Die Redaktion spricht<br />
Unser Newsletter<br />
Für Abonnenten<br />
Der Abo-Shop<br />
Faire Preise, gute Prämien<br />
6<br />
Beta-Talk und Nostalgie-Gesprächsrunden<br />
zu alten Raids?<br />
Gibt‘s dank immer neuen Infos<br />
von <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor und<br />
bald jeder Menge Gastasprecher<br />
in Hülle und Fülle: www.youtube.com/mmoredaktion.<br />
Name, Abo-Nummer und den<br />
Satz „Bitte schicken Sie mir<br />
den <strong>MMORE</strong>-Abo-Newsletter!“<br />
an abo@computec.de schicken<br />
– schon kriegen Sie den Redaktionsnewsletter.<br />
Diesmal mit<br />
Extras zu „Ich war dabei, als ...“<br />
In unserem Abo-Shop unter abo.<br />
mmore.de gibt es jede Menge<br />
cooler Angebote für alle, die<br />
das Heft bequem nach Hause<br />
geliefert bekommen möchten.<br />
Mehr Infos dazu finden Sie auch<br />
auf Seite 32 in diesem Heft.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Jetzt gibt‘s was auf die Augen (und Ohren):<br />
Die <strong>MMORE</strong>-Livestreams<br />
service<br />
Zocken und ins Internet<br />
übertragen? Macht doch<br />
heute jeder – nur die Jungs<br />
und Mädels von der <strong>MMORE</strong> nicht. Das ändern<br />
wir jetzt: Schon bald könnt ihr Nadine, Johann,<br />
Nico und Tanja live beim Beta-Daddeln zugucken,<br />
schlaue Fragen stellen, direkt bei der Recherche<br />
Wünsche zu geplanten Artikeln äußern und uns<br />
auslachen, wenn wir mal kacke spielen.<br />
http://www.twitch.tv/pcgames_mmore<br />
Die Schlacht der Nerds<br />
RieSeN-<br />
GewiNNSpiel!<br />
Nur<br />
noch bis<br />
18. Juli!<br />
vs.<br />
Unsere Wette zur Veröffentlichungs von <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor schlug Wellen: „Ihr labert<br />
Unfug!“ schallte es von den Buffies, „Ach ja?<br />
Und ihr habt do<strong>of</strong>e Ohren!“ gaben wir schlagfertig<br />
zurück. Die Folge: Eine Reihe absurder<br />
Wetten, mit denen wir ausramboen, wer die<br />
einzig wahre MMORPG-Redaktion im Hause ist:<br />
MIt Videos, Artikeln und Wetteinsätzen aus der<br />
Hölle. Mehr dazu bald auf facebook.com/buffed<br />
und facebook.com/pcgmmore.<br />
WoW wird 10 Jahre alt und wir wollen<br />
wissen: Was waren Ihre epischsten Momente<br />
in dieser Zeit? Nehmen Sie an<br />
unserer Umfrage unter on.buffed.de/<br />
RU3zYr teil und gewinnen Sie:<br />
Ein Porträt Ihres Charakters von Cover-<br />
Illustratorin Tanja, Mogging-Helme aus<br />
dem Blizzard-Shop, Hearthstone- und<br />
WoW-T-Shirts, Premium-Zugänge für<br />
buffed.de und <strong>MMORE</strong>-Klassenbücher!<br />
7
Thema des monaTs<br />
W arlords<br />
Wir haben's gespielt!<br />
Stand: WoD-Beta I Autor: Karsten Scholz & Johann Trasch<br />
Wir sind drin – so<br />
spielt sich Wod!<br />
Seite<br />
10<br />
hier geht’s los –<br />
die ersten Gebiete<br />
Seite<br />
12<br />
die Garnison –<br />
Ihre eigene Festung<br />
Seite<br />
14<br />
WAhre helden An<br />
der Seite von Khadgar,<br />
Thral und Verteidiger<br />
Maraad stellen Sie<br />
sich der Eisernen<br />
Horde entgegen.<br />
8<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
<strong>of</strong> Draenor<br />
Ist die nächste WoW-erweiterung so gut wie das Vorbild The Burning Crusade?<br />
Keine ahnung. aber es ist größer als Cataclysm, härter als moP, hat mehr story als<br />
WotLK und sieht aus wie ein modernes TBC. Da kommt was Großes auf uns zu.<br />
Thema des monaTs<br />
24<br />
Seite<br />
die erste Instanz –<br />
lohnt der Loot?<br />
28<br />
Seite<br />
alte Instanz =<br />
neues szenario?<br />
30<br />
Seite<br />
3 spezialisierungen<br />
– 1 T-set<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
9
Thema des monaTs<br />
Viele Gamer blicken neidisch auf den Beruf<br />
des Videospiele-Redakteurs, und das vollkommen<br />
zu Recht! Denn einzig unserem Job<br />
ist es zu verdanken, dass wir uns bereits seit<br />
Wochen auf den Testservern von <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor herumtreiben dürfen. Gemein,<br />
oder? Vielleicht hadern Sie etwas weniger<br />
mit Ihrem Schicksal, wenn Sie erfahren, dass<br />
anfangs nur Karsten und Johann mit einem<br />
Zugang beglückt wurden. Alle anderen<br />
<strong>MMORE</strong>-Schreiberlinge schauten ebenso<br />
in die Röhre wie Sie. Tatsächlich hätte jeder<br />
Hobby-Psychologe in diesen Tagen seine<br />
helle Freude daran gehabt, uns bei der<br />
Arbeit zu beobachten. Ehemals erwachsen<br />
anmutende Männer und Frauen bestachen,<br />
schmeichelten und verfluchten highlight:<br />
uns, nur um ein paar Minuten Draenor-<br />
Luft schnuppern zu können. Ein gewisser<br />
Nino Beretta (Name wurde ver-<br />
dschungel von<br />
ändert, weil besagter Redakteur gerne<br />
Tanaan<br />
unerkannt bleiben möchte) kombinierte<br />
etwa gleich mehrere Schimpfwörter zu<br />
einer völlig neuen Wortschöpfung (die<br />
wir aus Gründen des Jugendschutzes an<br />
dieser Stelle nicht abdrucken dürfen),<br />
nachdem er weder für den Alpha- noch<br />
für den Beta-Start eine Einladung erhalten<br />
hatte.<br />
Bevor Sie die WoD-Startzone Ihrer Fraktion betreten<br />
dürfen, müssen Sie im Tanaandschungel erst das Dunkle<br />
Portal schließen. Nur so verhindern Sie, dass weitere<br />
Truppen der Eisernen Horde in Ihre Zeitlinie gelangen.<br />
Danach ist Ihnen zwar eine ganze Armee von Feinden auf<br />
den Fersen, doch gemeinsam mit Erzmagier Khadgar,<br />
Hordenguru Thrall und Verteidiger Maraad gelingt es<br />
Ihnen, sich zum Hafen durchzuschlagen und zu fliehen.<br />
Hier stinkt’s Als wir uns diesem Klohäuschen<br />
nähern, steigt uns ein komischer<br />
Geruch in die Nase. Schnell finden wir den<br />
Übeltäter. Weitere Kack-Quests finden Sie<br />
in unserem Special auf Seite 108.<br />
Beeindruckend Erzmagier Khadgar vereinigt<br />
die Kraft der Elemente, um diesen Staudamm zu<br />
zerstören. Ob es ihm gelingen wird?<br />
<strong>of</strong>fline, online, <strong>of</strong>fline<br />
Auch für unsere beiden Glückspilze war der<br />
Erstkontakt mit WoD eine emotionale Achterbahnfahrt.<br />
Das lag aber weniger an den neidischen<br />
Blicken der Kollegen als an der Stabilität<br />
des Testservers. Der macht seinem Namen<br />
auch jetzt noch alle Ehre und torpediert unser<br />
glückseliges Vor-uns-hin-Testen mit Verbindungsabbrüchen,<br />
sekundenlangen Standbildern<br />
und Phasing-Problemen. Die ersten<br />
Tage liefen noch recht geschmeidig, doch als<br />
die Server <strong>of</strong>fline genommen wurden, um<br />
die beiden Zonen Schattenmondtal und Tanaandschungel<br />
aufzuspielen, nahm das Übel<br />
seinen Lauf. Kaum war die Alpha wieder erreichbar,<br />
mussten die Server auch schon wieder<br />
heruntergefahren werden, weil die Version<br />
einfach noch zu fehlerbehaftet war. Wir<br />
konnten derweil nur eines machen: warten.<br />
Tagelang. Zur Untätigkeit verdammt. Während<br />
der Chef uns zur Arbeit antrieb und erste<br />
Artikel sehen wollte. Schließlich gingen die<br />
Server wieder online, doch die Freude währte<br />
nur kurz. Während Johann (zusätzlich ein<br />
paar weitere Redakteure, die zwischenzeitlich<br />
ihren Zugang bekommen hatten) dank<br />
eines Installationsfehlers den Client mehrfach<br />
herunterladen und installieren durfte,<br />
kämpfte Karsten mit der Serverstabilität. Das<br />
Gemeine daran: Nach jedem Neustart stand<br />
Was ist aktuell<br />
spielbar?<br />
Stand: 30.06.2014<br />
Nach und nach landen immer mehr Inhalte von WoD<br />
auf dem Beta-Server. Doch was kann aktuell eigentlich<br />
getestet werden?<br />
• Einführung (Tanaandschungel)<br />
• Startzone Horde (Frostfeuergrat)<br />
• Startzone Allianz (Schattenmondtal)<br />
• Stufe-90-Premades<br />
• Charakter-Kopie (nur nordamerikanische<br />
Accounts)<br />
• Stufe-100-Premades (auf einem extra Server)<br />
• Charakterentwicklung bis Stufe 92<br />
• Die eigene Garnison<br />
• Der alte Content<br />
Feuer Frei!<br />
Hier müssen<br />
Sie nicht nur<br />
die feindlichen<br />
Truppen unter<br />
Feuer nehmen,<br />
sondern<br />
auch zurückschießende<br />
Kanonen<br />
des Gegners<br />
zerstören und<br />
Spezialeinheiten<br />
erledigen.<br />
10<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
sein Hexenmeister wieder in der Garnison.<br />
Also wiederholte sich Stunde um Stunde<br />
dasselbe Prozedere immer wieder. Er ritt zur<br />
nächsten Quest, holte zum ersten Chaosblitz<br />
aus und … starrte fassungslos das Standbild<br />
an, bis er – Luft hol – schließlich vom Server<br />
flog, nur um kurz darauf wieder in der<br />
Garnison rauszukommen. Täglich grüßt das<br />
Murmeltier also – nur in anders.<br />
alles wird gut<br />
An dieser Stelle dürfen Sie sich ein zufriedenes<br />
Lächeln gönnen. Etwa weil wir manchmal<br />
eben auch neidisch zu den „einfachen“<br />
Gamern schauen, wenn unser Job mal wieder<br />
nicht nur eitel Sonnenschein<br />
ist. Oder weil Sie von den<br />
genannten Problemen auf<br />
den Live-Servern aller Voraussicht<br />
nach nichts mitbekommen<br />
werden. Daher<br />
sparen wir uns ab jetzt auch<br />
das Rumgeheule und konzentrieren<br />
uns auf die wichtigen<br />
Erkenntnisse, die wir<br />
aus der bisherigen Testphase<br />
gewinnen konnten. Als Erstes<br />
durften wir den Frostfeuergrat<br />
unter die Lupe<br />
nehmen, und nachdem wir<br />
uns einen Stufe-90-Helden<br />
erschaffen hatten, fiel uns s<strong>of</strong>ort der kernige,<br />
düstere Stil der neuen Zone ins Auge. Statt<br />
bunter Pagoden und Plüschbären warteten<br />
zerklüftete, mit Schnee bedeckte Bergketten<br />
und Vulkane auf uns. Wir mögen Pandaria<br />
zwar ausgesprochen gerne, doch fühlen wir<br />
uns dort auch nach Monaten noch wie Besucher,<br />
die nur auf der Durchreise sind. Der<br />
Frostfeuergrat spricht dagegen vom ersten<br />
Augenblick den Horden-Krieger in uns an.<br />
Hier fühlen wir uns heimisch, hier wollen<br />
wir alt werden. Das Gefühl verstärkt sich<br />
noch, weil wir in der Startzone regelmäßig<br />
mit Größen wie Thrall und Durotan zusammenarbeiten,<br />
um der Eisernen Horde in den<br />
haarigen Orc-Hintern zu treten. So erobern<br />
wir etwa gemeinsam die Speerspießerfestung<br />
zurück oder erledigen mit einer Armee<br />
den mächtigen Elite-Gegner Grulloc, der uns<br />
VIP an Bord<br />
Die größten<br />
Momente haben<br />
beide Startzonen,<br />
wenn Sie<br />
mit bekannten<br />
Warcraft-<br />
Persönlichkeiten<br />
unterwegs<br />
sind. Dieses<br />
Elite-Skelett<br />
bekämpfen wir<br />
etwa mit Prophet<br />
Velen höchstpersönlich.<br />
stark an Gruul aus Burning<br />
Crusade erinnert.<br />
Apropos starke Widersacher:<br />
Abseits der<br />
Wege treffen Sie in beiden<br />
Startzonen häufig<br />
auf seltene Kreaturen<br />
oder spezielle Events,<br />
die mit besonderen<br />
Beutestücken belohnen.<br />
So sollten wir etwa<br />
einen Baumeister vor angreifenden Wölfen<br />
beschützen, damit er seine Kon-<br />
struktion fertigstellen<br />
kann. Nach getaner<br />
Arbeit erhielten wir als<br />
Belohnung nicht nur ein<br />
blaues Schwert, sondern<br />
auch die Dienste<br />
des Ingenieurs, den wir<br />
fortan in unserer Kaserne<br />
auf Missionen cken<br />
schi-<br />
durften.<br />
Das ist<br />
Beta<br />
... und zwar in einer sehr frühen<br />
Phase. Es kann sich also noch<br />
eine ganze Menge ändern.<br />
Geile einführung<br />
Noch besser als die Startzone der Horde<br />
hat uns in der zweiten Testphase dann der<br />
Dschungel von Tanaan gefallen, den Sie im<br />
fertigen Spiel als Allererstes besuchen werden.<br />
Das Einführungsgebiet rockt, weil Sie<br />
Rulkmania Wir sind uns nicht sicher, ob der<br />
Rulkster ein Easteregg oder nur ein Platzhalter<br />
ist. Lustig finden wir den blonden Hulkster-<br />
Verschnitt und seine Sprüche allemal.<br />
ständig mit bekannten Warcraft-Figuren wie<br />
Khadgar oder Thrall um die Häuser ziehen.<br />
Besonders beeindruckend sind die mächtigen<br />
Zauber des Erzmagiers, mit denen er<br />
Dutzende Feinde auf einen Schlag einfriert<br />
oder sogar einen dicken Staudamm sprengt.<br />
Aber auch die abwechslungsreichen Quests<br />
der Zone gefallen uns, darunter eine Aufgabe,<br />
bei der Sie ein Geschütz bemannen und<br />
Ihre Verbündeten verteidigen müssen. Solche<br />
Missionen haben Sie in der WoW-Geschichte<br />
zwar schon mehrfach erledigt, doch müssen<br />
Sie dieses Mal nicht nur angreifende<br />
Feinde besiegen, sondern<br />
auch feindliche Geschütze<br />
aufs Korn nehmen<br />
und gleichzeitig verhindern,<br />
dass Spezialeinheiten,<br />
die mit Sprengkörpern<br />
ausgestattet sind,<br />
Ihre Position erreichen.<br />
auf den draenei<br />
gekommen<br />
Das Allianz-Pendant zum<br />
Frostfeuergrat finden Sie im Schattenmondtal,<br />
das Sie bereits aus der BC-Ära kennen. In<br />
seiner früheren (beziehungsweise späteren,<br />
Zeitreisen sind kompliziert) Form wurde das<br />
Tal noch von Illidan und seinen Dämonen<br />
kontrolliert. Jetzt kämpfen Sie gemeinsam<br />
mit dem Propheten Velen gegen Gul’dan<br />
und seine Schergen. Wie schon in der Hordenzone<br />
bestreiten Sie auch hier viele Quests<br />
mit anderen N<strong>PC</strong>s zusammen. Auch optisch<br />
macht das Schattenmondtal eine ganze Menge<br />
her – zumindest wenn Sie auf den blaulila<br />
angehauchten Stil der Draenei stehen.<br />
Beeindruckend schön finden wir etwa ein<br />
Pilzmoor, das stark an die Zangarmarschen<br />
erinnert. An einer anderen Stelle stockte uns<br />
der Atem, als wir uns einem riesigen Baum<br />
näherten, dessen weiße Blätter fast bis zum<br />
Boden reichen. Wie im Frostfeuergrat ist auch<br />
im Schattenmondtal mit Stufe 92 das Ende<br />
der Fahnenstange erreicht. Unser Fazit bis<br />
hierhin? Trotz der technischen Defizite hatten<br />
wir in Draenor bereits jetzt eine ganze Menge<br />
Spaß. Und Sie haben recht: Unser Job ist<br />
schon ganz schön geil.<br />
Thema des monaTs<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
11
Thema des monaTs<br />
so spielen sich die neuen<br />
Während die Horde als Erstes den Frostfeuergrat unsicher macht, beginnt die Allianz ihr Abenteuer im Schatten-<br />
Speerspießerfestung<br />
Durotan und Thrall<br />
1<br />
2<br />
Ein mächtiger Oger-Clan macht sich<br />
in der Hauptstadt der Horde breit.<br />
Schließen Sie sich mit Durotan und<br />
seinen Frostwölfen zusammen, um<br />
die Speerspießerfestung zurückzuerobern.<br />
Bereits der Aufstieg ist<br />
gefährlich, die herunterrollenden<br />
Feuerkugeln sollten Sie zwingend<br />
meiden.<br />
Mit Durotan und Thrall kämpfen im Frostfeuergrat zwei der größten<br />
Horde-Persönlichkeiten des Warcraft-Universums an Ihrer Seite. Die<br />
beiden Anführer greifen immer dann ein, wenn Sie gegen einen besonders<br />
gefährlichen Feind oder gar eine Armee antreten müssen.<br />
3<br />
1<br />
2<br />
Karsten meint:<br />
Optisch gefallen mir beide Zonen ausgesprochen<br />
gut, doch verguckt hab ich mich<br />
ganz klar in den Frostfeuergrat. Die Hordenzone<br />
ist das genaue Gegenteil von Pandaria – lebensfeindlich,<br />
rau und einfach erwachsener.<br />
<strong>draenor</strong><br />
Frostfeuergrat<br />
4<br />
Besondere Widersacher<br />
Die Garnison<br />
3<br />
4<br />
12<br />
Im Frostfeuergrat treffen Sie abseits der Hauptwege starke Elite-<br />
Gegner wie „Darmquetsch“, die Sie besser nicht ohne Verstärkung<br />
angreifen. Hier helfen uns die Truppen unserer Garnison und auch<br />
unsere Elementare wetzen bereits die Messer. Dennoch wird es ein<br />
harter Kampf.<br />
In Ihrer Garnison werden Sie einige Zeit verbringen, um Quests anzunehmen,<br />
Ihre Truppen auf eine Mission zu schicken oder um die Festung<br />
vor einem feindlichen Angriff zu schützen. Die Herzchen zeigen<br />
uns, dass einige Verteidiger verletzt am Boden liegen. Angreifen oder<br />
den Sanitäter spielen? Ihre Entscheidung.<br />
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startzonen in <strong>draenor</strong><br />
mondtal. Was erwartet Sie in diesen Gebieten? Wir haben beide durchgezockt!<br />
Besondere Events<br />
Die Garnison<br />
1<br />
2<br />
Thema des monaTs<br />
Es lohnt sich, die Zonen Draenors genau zu erkunden. Auf einem Berg treffen<br />
wir etwa Windrufer Turog, der ein Windelementar kontrollieren möchte. Doch<br />
die Kreatur ist zu stark und wir müssen eingreifen. Unsere Hilfe wird später mit<br />
einem Gegenstand belohnt, der unsere Fallgeschwindigkeit kurzzeitig bremst.<br />
Bevor Sie sich im Schattenmondtal niederlassen können, müssen<br />
Sie erst das notwendige Holz beschaffen. Da Sie sich als waschechter<br />
Held aber nicht die Hände schmutzig machen möchten, rammen Sie<br />
nur ein paar Flaggen in den Boden, den Rest erledigen die Holzfäller.<br />
4<br />
2<br />
1<br />
Johann meint:<br />
Das Schattenmondtal ist das,<br />
was ich mir vor zehn Jahren vom<br />
Startgebiet der Nachtelfen gewünscht<br />
hätte: eine mystische Umgebung mit gemütlicher<br />
Grusel-Atmosphäre und einem<br />
kleinen Touch überdrehter TBC-Farben.<br />
3<br />
<strong>draenor</strong><br />
schattenmondtal<br />
3<br />
Tempel von Karabor<br />
4 Wichtige Persönlichkeiten<br />
Die Draenei bauten den einst so glanzvollen Tempel als Sitz für ihren<br />
Propheten Velen, bevor er von Gul’dan erobert und in den Schwarzen<br />
Tempel verwandelt wurde. Klar, dass Sie diesem geschichtsträchtigen<br />
Ort auch in WoD einen Besuch abstatten werden. Vielleicht finden<br />
Sie sogar heraus, warum hier so viele Leichen liegen ...<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Chefsache: Velen, der uralte Anführer<br />
der Draenei und Prophet<br />
seines Volkes, begleitet persönlich<br />
Ihren Helden bei seinen ersten<br />
Schritten in Draenor.<br />
13
Thema des monaTs<br />
Wie gut ist die<br />
Garnison?<br />
In <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor sind nicht irgendwelche schwarzen Drachen oder Thrall die<br />
Hauptfigur, sondern Sie! Da brauchen Sie auch eine angemessene Festung.<br />
14<br />
Stand: WoD-Beta I Autor: Johann Trasch
ergessen Sie „Housing“. Housing,<br />
das ist wenn Sie in anderen Online-<br />
Rollenspielen eine abbruchreife<br />
Hütte kaufen, in der Sie dann Pixelteppichboden<br />
verlegen. So mit „Putz dir die Schuhe<br />
ab!“-Emotes und Items mit „+14 Ambiente“.<br />
In World <strong>of</strong> Warcraft gibt’s kein Housing. In<br />
World <strong>of</strong> Warcraft gibt’s eine Garnison und<br />
in einer Garnison gibt’s weder Teppichboden<br />
noch Ambiente. Da gibt’s Krieg, verdammte<br />
Axt!<br />
hausbesitzer? Kommandant!<br />
Noch mal von vorne: Das wichtigste neue<br />
Feature von <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor ist die Garnison<br />
– das ist ein Fort nur für Ihren Charakter,<br />
in dem Sie Gebäude bauen und Soldaten<br />
und Arbeiter beschäftigen. Jahrelang wehrte<br />
sich Blizzard gegen dieses Spieler-Housing,<br />
also die Möglichkeit, dass ein Held sich ein<br />
Haus kaufen oder bauen kann. Warum? Weil<br />
das Konzept in den meisten anderen Rollenspielen<br />
ein reiner Goldvernichter ohne richtigen<br />
Nutzen ist. Selbst wenn durch Housing<br />
mal Vorteile rausspringen, hält sich der Spielwert<br />
dieser Hütten in Grenzen: rein, schnell<br />
was in die Kiste packen, wieder raus. Die<br />
Garnison in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor ist deutlich<br />
mehr als Housing: Sie ist Ihr höchsteigener<br />
Stützpunkt, an dem Sie Truppen ausheben<br />
und an dem Sie Arbeiter beschäftigen, die Sie<br />
mit neuen Ressourcen versorgen. Von Ihrer<br />
Garnison aus planen Sie Angriffe und gelegentlich<br />
wird auch Ihr Zuhause angegriffen<br />
und Sie müssen sie unter Einsatz Ihres virtuellen<br />
Lebens verteidigen. Sie entscheiden,<br />
welche Gebäude Sie errichten lassen, und<br />
scharen Champions um sich, die in Ihrem<br />
Auftrag Raids und Dungeons abfarmen und<br />
Beute bei Ihnen abliefern. Sie sind der örtliche<br />
Lehnsherr, der Don, der Kommandant – und<br />
stehen damit ungefähr 32 Coolness-Stufen<br />
über dem gewöhnlichen<br />
Häuslebauer.<br />
Was bringt mir<br />
dieser artikel?<br />
Auf den 10 Seiten<br />
dieses Artikels bringen<br />
wir Ihnen zum<br />
einen näher, was die<br />
Garnison an sich ist<br />
und wie sie funktioniert,<br />
und geben –<br />
wie in jedem Artikel<br />
dieser Strecke – einen<br />
Überblick zu dem,<br />
was in der Beta davon bereits spielbar ist.<br />
Verwechseln Sie das aber bitte nicht mit einem<br />
ausführlichen Guide, außer Sie bekommen<br />
genau jetzt zufällig einen Beta-Zugang,<br />
dann können Sie die Informationen durchaus<br />
benutzen, um sich in der Testversion von<br />
WoD zurechtzufinden. Aber bis zur Veröffentlichung<br />
des fertigen <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
vergehen noch einige Monate und Blizzard<br />
wird noch an allen Ecken und Enden nachbessern<br />
und Dinge abändern – was in diesem<br />
Heft steht, ist im Herbst vielleicht schon Geschichte.<br />
Aber keine Panik: Spätestens dann<br />
gibt’s einen ausführlichen Guide zur Garnison<br />
mit Hand und Fuß.<br />
Leveln mit der<br />
Garnison<br />
„Eure Geschichte auf Draenor handelt von persönlichem<br />
Heldentum, jedoch auch vom Aufbau einer Armee,<br />
die stark genug ist, die Eiserne Horde zu bezwingen<br />
– und eure Garnison ist ein wichtiger Bestandteil<br />
dieser Aufgabe. Für das Gameplay bedeutet das, dass<br />
ihr eure Garnison auf dem Weg zu Stufe 100 aufbaut<br />
und verstärkt. Jede Entscheidung wirkt sich auf euren<br />
Stufenaufstieg und vieles weitere aus.“<br />
Wie bekomme ich die Garnison?<br />
Vor einigen Wochen schockierte Blizzard<br />
mit der Meldung: „Ihr könnt eure Garnison<br />
nicht mehr aufstellen, wo ihr wollt – sie steht<br />
fest im Schattenmondtal (Allianz) oder dem<br />
Frostfeuergrat (Horde).“ Die Leute waren erst<br />
mal sauer – zu Recht,<br />
Blizzard hatte den<br />
Mund wieder mal<br />
zu voll genommen.<br />
Der Grund für diese<br />
Änderung war aber<br />
gut und wichtig: Die<br />
Garnison ist nicht<br />
länger einfach nur<br />
ein Neben-Feature,<br />
das man ignorieren<br />
kann, wie zum Beispiel<br />
die Haustierkämpfe<br />
in Mists <strong>of</strong><br />
Pandaria: Die Garnison<br />
ist der Dreh- und Angelpunkt des Levelns,<br />
um sie drehen sich vor allem in den<br />
Startgebieten jede Menge Quests und diverse<br />
Questgeber schließen sich bis Stufe 100 Ihren<br />
Truppen an. Ihre Garnison ist der Stützpunkt<br />
Ihrer Fraktion in Draenor und Sie sind<br />
der Kommandant. Nicht falsch verstehen:<br />
Hardcore-Raider können die Garnison nach<br />
der Level-Phase zu den Akten legen, sie ist<br />
keine Pflicht. Aber dank der Garnison haben<br />
wir zum ersten Mal das Gefühl, dass wir in<br />
World <strong>of</strong> Warcraft unser eigenes Abenteuer<br />
erleben, nur für uns. Auch wenn rein zufällig<br />
Hunderte von Leuten um uns herum dasselbe<br />
erleben.<br />
Thema des monaTs<br />
10 Gründe, warum WoW mit Garnison besser ist als ohne<br />
Noch bevor Blizzard irgendwas Näheres zur Garnison<br />
gesagt hatte, also noch während der laufenden Blizzcon<br />
2013 meckerten die ersten Spieler darüber und fragten<br />
sich, ob man das Mistding nicht irgendwie ignorieren<br />
könnte – einfach auf Stufe 100 hochleveln und fertig. Im<br />
Großen und Ganzen können Sie das sogar. Aber angesichts<br />
dieser tollen Vorteile sollten Sie es nicht!<br />
1 Leveln ist geiler!<br />
Durch alle Gebiete hindurch zieht sich der<br />
Aufbau Ihrer Garnison, etwa indem Sie Außenposten<br />
errichten oder Ressourcen sammeln. Sie arbeiten auf<br />
ein Ziel hin, nicht nur auf Erfahrungspunkte.<br />
Horde Angespitzte<br />
Holzpflücke<br />
dürfen in der<br />
orcischen Garnison<br />
nicht fehlen.<br />
2 sie haben mehr<br />
als 2 Berufe!<br />
Wer seine Garnison aufbaut, erhält eine Erz-Mine, ein Kräuterfeld<br />
und kann bis zu zwei weitere Berufe in Form von<br />
Gebäuden abdecken, in denen er dann zum Beispiel auf<br />
Schmiedekunst-Rezepte zugreift. Laut Blizzard wird das „so<br />
ziemlich dasselbe“, als hätte man den Beruf wirklich.<br />
3 sie kriegen Gratis-epics!<br />
Garnisons-Besitzer schicken ihre Anhänger auf<br />
Missionen, von denen sie mit prachtvoller Ausrüstung und<br />
Spaß-Items zurückkommen.<br />
4 sie sind schneller!<br />
Und fieser!<br />
In einem Gebäude namens „Workshop“ können Sie sich<br />
Raketen, Minen und einen Nachbrenner an Ihre Mounts<br />
tackern lassen. Wir wissen noch nicht, wie das genau<br />
funktioniert, aber wir müssen es haben.<br />
5 mehr Berufequests!<br />
Nur wer seinen Angelteich ausbaut und ein Wirts-<br />
haus in die Garnison stellt, hat später Zugriff auf tägliche<br />
Angel- und Koch-Quests und damit eventuell (das ist noch<br />
nicht geklärt) auch auf neue Marken und Rezepte.<br />
6 mehr schaden und heilung!<br />
Eine spezialisierte Ausbaustufe der Kaserne<br />
verspricht einen Buff auf kritische Trefferchance für vier<br />
Stunden, der über den Tod hinaushält. Noch wissen wir<br />
nicht, ob der auch im Raid gilt – aber wenn ...<br />
7 Besser reisen<br />
Über den Magierturm bekommen Sie Portale<br />
nach überall in Draenor – schneller reisen geht nicht.<br />
8 Gold verdienen<br />
Mehr Berufe + automatische Ressourcen =<br />
zusätzliches Gold. Simple Rechnung.<br />
9 mehr Lagerplatz<br />
Spezielle Gebäude dienen als zusätzliche<br />
Bank und erweitern die Lager der Berufe-Hütten.<br />
10 angeben für anfänger<br />
Auch Trophäen erlegter Bosse soll’s geben – zum<br />
Posen, falls Sie Frauen mit heimnehmen.<br />
AlliAnz Menschen,<br />
Zwerge und<br />
Elfen fühlen sich<br />
hier s<strong>of</strong>ort heimisch.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
15
Thema des monaTs<br />
Thrall und duroTan? hier? Im Laufe Ihrer Reise<br />
auf Stufe 100 treffen sich in Ihrer Garnison immer wieder<br />
wichtige Leute für ein Stelldichein.<br />
Tour gefällig? Dieser aus TBC bekannte<br />
Kerl führt später Besucher durch Ihre Garnison.<br />
16<br />
mein haus, mein<br />
Gaul, meine Promis<br />
Die Garnison an sich ist eine Erweiterung Ihres<br />
Charakters, sie schenkt Ihnen zusätzliche<br />
Fähigkeiten, zwei weitere Berufe und passive<br />
Boni, etwa kurzzeitige Geschwindigkeits-<br />
Boosts für Ihr Mount. In erster Linie sollten<br />
Sie die Garnison also sehen wie Ihre Glyphen<br />
oder Talente – nur eben nicht integriert ins<br />
Charaktermenü, sondern als betretbare Festung<br />
in der Pampa. Die Garnison ist aber auch<br />
der Stützpunkt im Kampf gegen die Eiserne<br />
Horde – infolgedessen stellt man Ihnen hier<br />
einige der wichtigsten N<strong>PC</strong>s der letzten Jahre<br />
zur Seite: So wacht<br />
bei der Horde etwa<br />
Saurfang persönlich<br />
über die Missionen<br />
Ihrer Champions.<br />
Sie wissen schon: Das<br />
ist dieser Orc, der aktuell<br />
in der Schlacht<br />
um Orgrimmar in<br />
dem Gang voller toter<br />
Käfer heldenhaft<br />
herumblutet, kurz<br />
Geschichte wird gemacht<br />
„Draenor ist ein wildes und gefährliches Land und<br />
sobald ihr euren Fuß darauf setzt, werden die vereinigten<br />
Klans der Eisernen Horde euch auf Schritt und<br />
Tritt jagen. Da euch nur wenige Verbündete zur Seite<br />
stehen, besteht eure erste Aufgabe im Errichten einer<br />
gut befestigten Basis.“<br />
bevor Sie zu den Getreuen der Klaxxi kommen.<br />
Der taucht schon seit Jahren immer<br />
wieder in World <strong>of</strong> Warcraft auf – in der Eiskronen-Zitadelle<br />
etwa ist er der Kapitän des<br />
Luftschiffs und Sie müssen seinen untoten<br />
Sohn aufhalten.<br />
Aufseiten der Allianz finden Sie Akama in<br />
Ihrer Festung – allerdings noch als Draenei-<br />
Exarch und nicht als furchengesichtiger<br />
Zerschlagener. Als besonderes Schmankerl<br />
führt Khadgars Leerwandler-Diener Besucher<br />
durch Ihr Reich – so wie er in TBC Besucher<br />
durch Shattrath<br />
führt, an die Quest<br />
erinnern Sie sich bestimmt<br />
noch. Na ja, zumindest sagt der Kerl,<br />
dass er Besucher herumführt – gesehen haben<br />
wir ihn dabei leider noch nicht.<br />
der wichtigste stützpunkt im<br />
Kampf gegen die eiserne horde<br />
Zu allem Überfluss hängen in Ihrer Garnison<br />
auch ständig Prominente ab, etwa Thrall<br />
und Durotan bei der Horde und Verteidiger<br />
Maraad auf Allianz-Seite. Kennen Sie nicht?<br />
Der stand Ihnen in Nordend zur Seite und<br />
war auf dem Luftschiff stationiert. Der Gute<br />
ist ein Draenei – die ungeliebten Weltraumziegen<br />
sollen in <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor ähnlich<br />
gepusht werden wie<br />
die Blutelfen in Mists<br />
<strong>of</strong> Pandaria. Ist ja auch<br />
sinnvoll angesichts<br />
der hohen Draenei-<br />
Bevölkerung auf dem<br />
Planeten Draenor.<br />
Die Frage ist jetzt nur:<br />
Was machen die da<br />
alle? Um zu begreifen,<br />
was die Garnison wirklich ist, müssen<br />
Sie sich davon verabschieden, dass es IHRE<br />
Garnison ist. Sehen Sie Ihre Festung nicht als<br />
kleines Dörfchen in den Bergen, zu dem Sie<br />
ab und zu in Urlaub fahren. Sehen Sie sie als<br />
wichtigsten Ort auf dem ganzen Planeten.<br />
Jetzt kommt ein kleiner Spoiler: Nachdem<br />
Sie zusammen mit dem Erz-Magier Khadgar,<br />
Thrall und einigen anderen das Dunkle<br />
Portal dichtgemacht haben, sind Sie erst mal<br />
in Draenor gestrandet – von gelegentlichen<br />
Nachschub-Lieferungen einmal abgesehen.<br />
Nun ist es an Ihnen, einen Außenposten zu<br />
errichten, von dem aus alle militärischen<br />
Operationen Ihrer Fraktion auf diesem Planeten<br />
laufen: Ihre Garnison. Als wir schrieben,<br />
Sie wären der Kommandant, war das nicht<br />
übertrieben: Auf Ihren Schultern ruht die<br />
Last dieses Krieges gegen die Eiserne Horde.<br />
Falls Sie jetzt Angst bekommen: Ihre Festung<br />
bleibt Ihr Baby – andere Spieler kommen hier<br />
nur auf ausdrücklichen Wunsch hinein. Jeder<br />
Charakter hat seine eigene Garnison.<br />
das Ruhestein-Paradoxon<br />
Zu Redaktionsschluss gehen wir davon aus,<br />
dass die Garnison über kurz oder lang auch<br />
der Punkt sein wird, an dem Sie Ihren Ruhestein<br />
in Draenor setzen. Derzeit ist nämlich<br />
noch die Frage <strong>of</strong>fen, wo sich Horde und<br />
Allianz in dieser unwirtlichen Welt wirklich<br />
niederlassen. Zunächst waren zwar der Tempel<br />
von Karabor (der Schwarze Tempel, bevor<br />
er von Dämonenjägern überrannt wurde) für<br />
die Allianz und die Speerspießerfestung für<br />
die Horde gesetzt. Das hätte auch großartig<br />
gepasst, beides sind imposante Gebäude mit<br />
wahnsinnig viel Platz. Nach letzten Informationen<br />
hat Blizzard jedoch die „Hubs“ in<br />
die Nähe des PvP-Gebiets Ashran verlegt.<br />
Hier sind die Portale in die alte Welt und die<br />
Händler für T-Sets und dergleichen. „Hubs“,<br />
das ist der allgegenwärtige Begriff der Entwickler<br />
für die Hauptstädte, die keine sind,<br />
wie auch die Schreine in Mists <strong>of</strong> Pandaria.<br />
Wenn diese Hubs aber an den Rändern Ashrans<br />
liegen, warum sollte man seinen Ruhestein<br />
dann in die Garnison legen? Zum einen<br />
können Sie in Ihrer Garnison Portale sowohl<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
nach Orgrimmar/Sturmwind als auch nach<br />
Ashran legen – direkt nach dem Einloggen<br />
können Sie sich also dorthin teleportieren,<br />
wo Sie hin wollen. Zum anderen sollten Sie<br />
relativ schnell erst mal die Missionsberichte<br />
Ihrer Champions checken – die sind nämlich<br />
mitunter stundenlang unterwegs und arbeiten<br />
auch, wenn Sie gerade <strong>of</strong>fline sind. Der<br />
typische Abend in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor sieht<br />
dann also so aus: Sie loggen ein, lassen sich<br />
von Ihren Gefolgsleuten die Beute zeigen,<br />
schicken sie auf neue Missionen, gucken nach<br />
Ashran, um eventuell die T-Set-Tokens von<br />
gestern Abend einzulösen, und teleportieren<br />
sich von dort nach Orgrimmar, um im Auktionshaus<br />
nach Verzauberungen zu gucken.<br />
Was ist bereits spielbar?<br />
In der Alpha von <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor fanden<br />
Horde-Spieler eine komplett ausgebaute<br />
Basis von enormer Größe und mit jeder<br />
Menge freier Bauplätze, anders als in der<br />
Beta, wo man die Garnison wirklich von<br />
null aufbauen musste. Die erweiterte Festung<br />
war groß und eindrucksvoll, allerdings<br />
konnte man auch hier gerade zwei Gebäude<br />
aufstellen: die Kaserne und eine Alchemiehütte.<br />
Da jedoch alle vorgefertigten<br />
Charaktere – mit unseren eigenen konnten<br />
wir nicht spielen – bereits Alchemie gelernt<br />
hatten, war diese relativ unnütz. Sie zeigte<br />
aber, wie das System Garnison an sich funktioniert:<br />
Beim Questen liefen wir zufällig an<br />
einer Hütte vorbei, in der eine junge Orcin<br />
mit einer Quest herumsaß. Es stellt sich heraus:<br />
Die Lady ist Alchemie-Schülerin und<br />
ihr Meister wurde angegriffen und entführt.<br />
Wir laufen hinterher und versuchen, den<br />
Alten zu befreien, doch leider kommen wir<br />
zu spät. Zum Dank<br />
für unser beherztes<br />
Eingreifen schenkt<br />
uns die Alchemieschülerin<br />
trotzdem<br />
drei Dinge: eine<br />
Schriftrolle, die uns<br />
die Grundrezepte der<br />
Draenor-Alchemie<br />
lehrt, einen Bauplan<br />
für die Alchemiehütte<br />
und schließlich<br />
sich selbst. Nicht, was Sie jetzt denken:<br />
Die Alchemieschülerin heuert in unserer<br />
Garnison an und lässt sich dank Ihrer Alchemiefertigkeiten<br />
zukünftig auch in der<br />
Alchemie-Hütte einsetzen, falls Sie diese<br />
bauen. Manche Gefolgsleute sind nämlich<br />
mehr Arbeitsbienen als Helden und lassen<br />
sich nicht nur für Quests, sondern auch für<br />
Handwerk oder zum Abbau von Ressourcen<br />
einspannen. Das war in der Beta allerdings<br />
bis Redaktionsschluss nicht testbar.<br />
Immer was zu tun<br />
Blizzard will, dass Sie beim Leveln sehr viel<br />
mit der Garnison interagieren, später aber<br />
nur noch gelegentlich vorbeischauen, etwa<br />
für die Handwerksaufträge oder eben für die<br />
Quests Ihrer Gefolgsleute. Erreicht wird das<br />
dadurch, dass Sie beim Leveln eben alle nasenlang<br />
auf Anhänger treffen oder Baupläne<br />
erspielen. Gerade die<br />
N<strong>PC</strong>-Helden sollen<br />
harte Wahl<br />
„Die Inbesitznahme des Landes auf Draenor soll euer<br />
Spielerlebnis in fundamentaler Weise beeinflussen.<br />
Während ihr eure Garnison im Warcraft-Stil aufbaut<br />
und betreibt, möchten wir euch vor spannende Entscheidungen<br />
stellen, die sich stark auf die Interaktion<br />
mit der Spielwelt um euch herum auswirken werden.“<br />
aber später auch über<br />
Events dazukommen<br />
und manche finden<br />
Sie sogar erst, wenn<br />
Sie bestimmte Champions<br />
auf bestimmte<br />
Missionen schicken.<br />
Wer wirklich alles<br />
aus der Garnison<br />
herausholen möchte,<br />
wird also zumindest bis zum ersten großen<br />
Inhaltspatch jede Menge zu tun haben. Wer<br />
die Garnison dagegen aus Prinzip ignoriert,<br />
verpasst den Löwenanteil des Spiels außerhalb<br />
der Raids und Dungeons.<br />
Aber keine Panik, falls Ihnen die Questerei zu<br />
do<strong>of</strong> ist: Die wichtigsten Baupläne und Champions<br />
werden laut Blizzard auch über Levelaufstiege<br />
freigeschaltet – so ist ein Fortkommen<br />
auch dann möglich, wenn Sie mit Ihrem<br />
Twink später nur über Dungeons leveln.<br />
Thema des monaTs<br />
hilfe, meine Garnison wird angegriffen!<br />
Die Eiserne Horde kann Sie auf den Tod nicht ausstehen – und wird Sie deshalb regelmäßig angreifen.<br />
Ich rIeche gefahr! Steht Saurfang (Horde)<br />
mit einer Quest vor dem Tor, gibt’s Ärger.<br />
Das Leben in der<br />
Garnison könnte so<br />
einfach sein: Sie stehen<br />
auf, machen sich<br />
eine Tässchen Tee,<br />
überlegen sich eine<br />
Schlachtformation,<br />
die zum Muster Ihrer<br />
Hauspant<strong>of</strong>feln<br />
passt. Aber nein: Gelegentlich<br />
tauchen<br />
da ein paar Spielverderber<br />
auf, die Ihr<br />
neues Heim niederbrennen<br />
wollen.<br />
Wie läuft ein angriff ab?<br />
Diese Angriffe treten immer wieder auf und<br />
sollen im späteren Spiel immer heftiger werden.<br />
In der Beta erlebten wir aber bisher nur<br />
den ersten und der war mehr ein laues Lüftchen:<br />
Ein paar Orcs laufen durchs Tor, lassen<br />
sich niederknüppeln und Sie tragen den Sieg<br />
davon. Das läuft so ab: Ihr „Kriegsminister“<br />
steht mit einer Quest vor dem Tor und sieht<br />
irgendwo Rauch. Wenn Sie die Quest annehmen,<br />
startet ein Szenario, in dem Sie nach<br />
und nach einmarschierende Wellen von Gegnern<br />
beseitigen müssen, bevor es weitergeht.<br />
Am Ende winkt als Belohnung ein Erfolg und<br />
später vielleicht auch Baupläne.<br />
Auf in die SchlAcht! Wenn das Szenario<br />
startet, macht sich die ganze Garnison bereit.<br />
AttAcke! Jetzt müssen Sie eine große Anzahl<br />
Fieslinge umkloppen – erkennbar am Zähler.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
17
Thema des monaTs<br />
Wo in meiner Garnison finde ich was?<br />
Einige Gebäude der Garnison können Sie an beliebige Stellen setzen – andere sind leider festgebaut!<br />
1<br />
Portal nach Hause<br />
Noch ist nicht ganz klar, wo die Portale in die alte Welt jetzt genau<br />
platziert werden. Aber der militärische Stützpunkt der Allianz oder<br />
Horde, so ganz ohne Verbindung in die Heimat? Unvorstellbar. Wahrscheinlich<br />
wird das Portal also vor dem Hauptgebäude im zentral<br />
gelegenen Rathaus bleiben.<br />
1<br />
5<br />
2<br />
Das Rathaus<br />
2<br />
Der Sitz Ihrer Macht, das Gebäude, in dem die Entscheidungen getr<strong>of</strong>fen<br />
werden. Bei der Horde sind hier von Beginn an sowohl der<br />
Bautisch (also das Gebäudemenü) als auch der Missionsschreibtisch<br />
(von hier schicken Sie Anhänger los) untergebracht. Vor der finalen<br />
Ausbaustufe ist das Ding jedoch nur ein billiges Zelt.<br />
3<br />
Die Mine<br />
4<br />
Die Kaserne<br />
Genau wie Ihr Kräuterfeld und den Fischteich können Sie die Minen<br />
später nicht an eine andere Stelle setzen, dafür erhalten Sie sie während<br />
des Levelwegs automatisch. Hier gibt’s Erze, die Sie automatisch<br />
schürfen, wenn Sie Anhänger dafür einteilen. Sie können sich sogar<br />
spezialisieren, etwa auf seltene Erze oder hohen Ertrag.<br />
Die Kaserne ist das erste Gebäude, das Sie errichten, es wird Ihnen im<br />
Laufe einer Quest quasi geschenkt und hat nur eine Bauzeit von wenigen<br />
Sekunden statt, wie viele andere Gebäude, eine volle Stunde. Die<br />
Kaserne verleiht Ihnen die Fähigkeit Ruf zu den Waffen, mit der Sie beim<br />
Questen alle paar Minuten N<strong>PC</strong>s zu Hilfe rufen können.<br />
18<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
4<br />
Wo finde ich was?<br />
Wenn Sie mit Stufe 90,5 zum ersten Mal in<br />
Ihrer Garnison stehen, ist da erst mal nichts<br />
oder zumindest nicht viel: ein Zeichentisch,<br />
der ein Baumenü öffnet, das Sie nicht benutzen<br />
können, und ein Schreibtisch für die<br />
Missionen Ihres Gefolges, das im Moment allerdings<br />
nur aus Ihrem aktiven Haustier und<br />
Ihrem unerschütterlichen Glauben an sich<br />
selbst besteht. Zum Glück führen die weiteren<br />
Quests Sie Schritt für Schritt in die Benutzung<br />
der Menüs ein und erklären Ihnen, wie Sie an<br />
Champions und weitere Baupläne kommen.<br />
Für Quest-Verweigerer liegt hier auch der<br />
Schwachpunkt: Zumindest in der Alpha sind<br />
uns noch alle Baupläne und alle Gefolgsleute<br />
über Quests zugelaufen. Es soll zwar laut<br />
Blizzard noch andere Möglichkeiten geben –<br />
etwa als Beute in Instanzen oder über zufällige<br />
Events, aber wer eine ordentliche Garnison<br />
mit allem Drum und Dran will, der muss<br />
sich einmal durch ganz Draenor questen und<br />
nebenbei alle relevanten Elemente einsacken.<br />
Zumindest ist das der schnellste Weg. Trotz<br />
des „Level-Failbacks“, also der Absicherung,<br />
dass bestimmte Garnisonsinhalte auch durch<br />
Stufenaufstiege freigeschaltet werden, sind<br />
wir uns sicher: Einige Schmankerl warten nur<br />
auf die Spieler, die sich ein wenig Zeit für Ihre<br />
Garnison nehmen. Alles andere wäre unserer<br />
Meinung nach auch Schwachsinn.<br />
Thema des monaTs<br />
3<br />
5<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Der Flugmeister<br />
AusgebAut Wenn Sie Ihre<br />
Garnison ausbauen, verändert<br />
sich auch die Karte.<br />
Eines der ersten wirklichen Luxusgüter steht Ihnen in der Garnison<br />
von der ersten Minute an zur Verfügung: der Flugmeister. Auch wenn<br />
er zu Beginn noch nicht mal ein Reiseziel für Sie hat, steht er doch als<br />
Symbol dafür, dass Ihre Garnison ein ernst zu nehmender Fleck auf<br />
der Landkarte ist – und nicht nur Ihr Privat-Spielplatz.<br />
aller anfang ist schwer<br />
Wir sind ehrlich zu Ihnen: Wenn Sie nach<br />
wenigen Quests und einer – so sagt es zumindest<br />
ein vorläufiger Menü-Text in der<br />
Beta – großartigen, aber noch nicht fertigen<br />
Videosequenz in Ihrer Garnison stehen, werden<br />
Sie enttäuscht sein. Drei popelige Hütten,<br />
umringt von einem besseren Holzzaun – das<br />
sieht etwa so beeindruckend aus wie die umgestürzte<br />
Kissenburg eines Sechsjährigen.<br />
Jetzt das Aber: Die fertige Garnison, die wir<br />
in der Alpha gesehen haben, sah auch mit den<br />
wenigen Hütten imposant aus. Auch wenn da<br />
noch ein paar Gebäude fehlten: Wir fühlten<br />
uns vom ersten Moment an wie der General<br />
einer Armee – und spätestens wenn Sie zum<br />
ersten Mal eine Garnisonsfertigkeit einsetzen,<br />
werden Sie das auch.<br />
Wer baut, der haut!<br />
Garnisonsfertigkeit? Ganz recht! Bestimmte<br />
Gebäude schalten aktive und passive Boni frei.<br />
So verleiht Ihnen etwa die Kaserne – Ihr erstes<br />
Bauprojekt – eine Fähigkeit, mit der Sie im<br />
Kampf Unterstützung rufen können: Klicken<br />
Sie darauf, kommen Ihnen vier Fern- und zwei<br />
Nahkämpfer-N<strong>PC</strong>s zu Hilfe, die ordentlich<br />
austeilen und auch Elite-Mobs gleicher Stufe<br />
mühelos ummähen. Das hat zwar mit 5 Minuten<br />
einen hohen Cooldown und ist bisher<br />
nicht in Instanzen und Raids nutzbar, aber zumindest<br />
beim Questen sind die Kerle hilfreich.<br />
Leider sind in der Beta zu Redaktionsschluss<br />
noch keine weiteren Gebäude mit Zusatzfähigkeiten<br />
freigeschaltet. Später erhalten Sie<br />
aber passive Boni, die dafür sorgen, dass Sie<br />
nicht so leicht vom Pferd fallen oder mit denen<br />
Sie noch mehr Gefolgsleute zu Hilfe rufen.<br />
19
Thema des monaTs<br />
Gebäude bauen<br />
und aufwerten<br />
Herzlich willkommen im Praxisteil dieses<br />
Guides! Na ja, was heißt Praxis – wir gehen<br />
jetzt über vom allgemeinen Geschwätz und<br />
der Bedeutung der Garnison an sich zu Einzelheiten<br />
der Menüs. Auf dieser Doppelseite<br />
zum Beispiel zeigen wir Ihnen, wie Sie in Ihrer<br />
Garnison neue Gebäude bauen können.<br />
Wer den Plan hat, hat die Wahl<br />
Um ein Gebäude zu bauen, müssen Sie zunächst<br />
einen Bauplan dafür finden und lernen.<br />
Einige davon werden Ihnen während des Levelns<br />
geschenkt oder Sie schalten sie einfach<br />
durch Stufenaufstiege frei. Andere können Sie<br />
auf Level 100 gegen Gold kaufen und wieder<br />
andere fallen als Beute in Dungeons. Haben<br />
Sie einen solchen Plan gelernt, brauchen Sie einen<br />
freien Bauplatz in der richtigen Größe; die<br />
gibt’s nämlich in klein, mittel und groß. Kleine<br />
Gebäude haben mit Berufen zu tun, mittlere<br />
Gebäude bieten eher optische und lustige<br />
Boni und große Gebäude sichern Ihnen echte<br />
Vorteile im Spiel, wie den angesprochenen<br />
erhöhten Mount-Geschwindigkeitsboost. Bestimmte<br />
Gebäude wie die Mine für Erze oder<br />
den Teich zum Angeln (hier gibt es später auch<br />
Angelquests) erhalten Sie automatisch, die<br />
verbrauchen keine Bauplätze, Sie können sie<br />
aber auch nicht abreißen oder verschieben. Bei<br />
anderen Gebäuden können Sie das angeblich<br />
im späteren Spiel, aber das wird wohl teuer.<br />
Haben Sie einen Bauplan gelernt, brauchen<br />
Sie noch genügend Ressourcen, um das Ge-<br />
bäude aufzustellen. Die sammeln Sie bei<br />
Quests oder in diversen Events – sie sind<br />
wie eine Garnisons-Währung, die Sie für Gebäude<br />
ausgeben. Dann gehen Sie zum Architektentisch<br />
Ihrer Garnison (siehe oben) und<br />
geben das Gebäude in Auftrag – nach einer<br />
kurzen Wartezeit dürfen Sie den letzten Stein<br />
legen und fertig ist die Laube.<br />
Gebäude hochstufen<br />
Weil die ersten Gebäude aber mehr an Zelte<br />
und klapprige Holzhütten erinnern, dürfen<br />
Sie einige Gebäude später auch auf Stufe 2<br />
und 3 ausbauen – so schalten Sie zusätzliche<br />
Boni frei. Ein komplett aufgewerteter Magierturm<br />
etwa gewährt Ihnen ein Portal zu allen<br />
wichtigen Fraktionshauptstädten.<br />
Anklicken! Um ins Baumenü zu kommen, müssen Sie den<br />
Architektentisch in der Garnison finden und draufklicken –<br />
Zugang über ein normales Interface-Menü gibt’s nicht.<br />
Ressourcen im automatik-modus<br />
Wie bekommen Sie aus Ihrer Garnison Erze, Kräuter und Leder? Einfacher als gedacht!<br />
Anders als die Gebäude für herstellende Berufe bekommen<br />
Sie die „Gebäude“, in denen Sie Erze und Kräuter<br />
abgreifen können, geschenkt. Sie sind einfach da und<br />
Sie müssen sie nur mit ein paar Ressourcen ausbauen<br />
und ihnen N<strong>PC</strong>s zuweisen. Dann erwirtschaften sie<br />
täglich Materialien für Sie, aus denen Sie dann Gegenstände<br />
herstellen können. Seltsam nur: Laut den<br />
Beschreibungen der anderen Gebäude stellen die ihre<br />
Materialien teils auch selbst her – die Grundversorgung<br />
für den Eigenbedarf scheint also gesichert. Do<strong>of</strong>: Das<br />
Gebäude für zusätzliches Leder müssen Sie extra bauen,<br />
es verschlingt einen kleinen Bauplatz.<br />
Altmodisch Aktuell brauchen Sie für effektives Ressourcensammeln<br />
einen Charakter mit entsprechenden<br />
Berufen – oder mehrere ausgebaute Farmen.<br />
20<br />
Jetzt neu! Dank der<br />
Garnison weisen Sie Ihrer<br />
Mine einfach N<strong>PC</strong>s zu<br />
und leeren ab und an das<br />
Lager.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Der magierturm Wer sich dieses<br />
große Gebäude anschafft, erhält<br />
später Portale für diverse Orte<br />
in Draenor und kann Anhänger<br />
direkt zur Mission teleportieren.<br />
die großen Gebäude<br />
Die spannendsten Hütten Ihrer Garnison!<br />
Auch wenn derzeit noch niemand so genau weiß,<br />
wie viele Bauplätze die Garnison genau hat, lassen<br />
Screenshots und Aufbau auf Plätze für große Gebäude<br />
schließen. Zwei Plätze also, für die Sie aus fünf<br />
Gebäuden wählen müssen: dem Magierturm (Portal<br />
und Zeitersparnis für N<strong>PC</strong>-Missionen), der Kaserne<br />
(bekommen Sie am Anfang eh, können Sie aber vielleicht<br />
wieder abreißen), den Ställen (verringert die<br />
Chance, im Kampf „abgemountet“ zu werden, und<br />
lässt Sie einige Ihrer Mounts ausstellen plus schnelleres<br />
Reiten in Draenor), dem Workshop (Raketenwerfer<br />
für Ihr Reittier) und dem Arsenal, mit dem Sie Ihre<br />
Nahkampf-Anhänger verbessern. Die Auswahl daraus<br />
wird garantiert unglaublich schwierig.<br />
Thema des monaTs<br />
Kleine gebäude Hier<br />
geht’s um Berufe.<br />
die kleinen Gebäude<br />
Wer Zusatz-Berufe will, ist hier richtig!<br />
Die meisten kleinen Gebäude bieten zusätzliche Berufe<br />
für Sie – damit das nicht Überhand nimmt, haben<br />
Sie auch nur zwei Bauplätze. Wer keine zusätzlichen<br />
Berufe will, kann aber auch eine Hütte bauen, in der<br />
Sie Ressourcen tauschen können, etwa Erze gegen<br />
Kräuter, oder ein Lagerhaus: Das dient als zusätzliche<br />
Bank und erweitert die Lagerflächen von Kräutergarten<br />
Mine und Berufe-Hütten, sodass Sie nicht mehr<br />
so <strong>of</strong>t einloggen müssen, um die Lager zu leeren.<br />
Der HanDelsposten Nur mit<br />
diesem Gebäude erhalten Sie Zugriff<br />
auf bestimmte Fraktionen!<br />
die mittleren Gebäude<br />
Laut den bisher bekannten Screenshots und haben<br />
Sie auf Stufe 100 bis zu drei Bauplätze für fünf mittlere<br />
Gebäude: Im Wirtshaus sammeln sich regelmäßig<br />
neue Anhänger, die Sie rekrutieren können, in der<br />
Scheune erwirtschaften Sie Leder, Fleisch und St<strong>of</strong>f,<br />
in der Sparringarena wartet eine Art Kampfgilde 2.0<br />
auf Sie und der Handelsposten erlaubt es Ihnen, bei<br />
bestimmten Fraktionen Ruf zu sammeln, die Ihnen<br />
sonst verborgen bleiben. Wie wichtig diese Fraktionen<br />
sind, ist aber derzeit noch unklar.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
21
Thema des monaTs<br />
Lassen sie andere<br />
für sich raiden!<br />
Wie funktioniert die Sache mit Ihren Gefolgsleuten<br />
nun genau, wo bekommt man die und<br />
wie schickt man sie auf Reisen? Für alle Eingeweihten<br />
hier die kurzen Antworten: ziemlich<br />
genau wie in der Assassin’s-Creed-Reihe.<br />
Für alle anderen hier die Langfassung:<br />
mitstreiter finden<br />
Viele Ihrer Gefolgsleute bekommen Sie im<br />
Laufe von Questreihen, andere finden eher<br />
auf Umwegen zu Ihnen – haben wir ja alles<br />
schon ein paar Seiten weiter vorne erklärt.<br />
Spannend aber ist, wie sehr die Mitstreiter<br />
in Ihre Garnison integriert sind: Sie laufen<br />
allesamt tatsächlich in Ihrer Festung herum,<br />
schlendern durch die Gegend oder helfen bei<br />
Arbeiten. Dabei hat jeder dieser Champions<br />
eigene Werte, eigene Fähigkeiten und teilweise<br />
sogar eine eigene Persönlichkeit. Ähnlich<br />
wie bei Pets gibt es weiße, grüne, blaue und<br />
episch-lilafarbene Champions: Je nach ihrer<br />
Wertigkeit haben die mehr oder weniger<br />
Boni und sind teilweise nicht ganz so gut gut<br />
für Abenteuer geeignet. Einige der epischen<br />
Gefolgsleute wird man später wahrscheinlich<br />
nur über Umwege treffen.<br />
Leveln und Beute einsacken<br />
Über den Missionstisch im Rathaus – oder<br />
am Anfang besser: im Rats-Zelt – können Sie<br />
Ihre Diener auf Missionen schicken. Die tauchen<br />
zufällig nach und nach auf und Sie weisen<br />
dann jeder Mission einen oder mehrere<br />
Champions zu, je nach Größe des Auftrags.<br />
Zurück kommen Ihre Männer (und Frauen)<br />
dann je nach Erfolgsgrad mit Beute und Erfahrungspunkten.<br />
Wie das genau abläuft, lesen<br />
Sie auf der rechten Seite.<br />
Rette mich! Ihre ersten Anhänger retten Sie aus Höhlen oder finden sie einfach bei diversen Quests.<br />
Ich kann ja mal mItkommen! Andere Anhänger stehen plötzlich in Ihrer Garnison und bieten Hilfe an – nett.<br />
Quiana moonshadow<br />
Die Nachtelfin ist der erste Anhänger für Allianz-Helden<br />
und eine tapfere Druidin. Sie hilft Ihnen bereits<br />
bei den Startquest im Dschungel von Tanaan und<br />
ist damit quasi schon so etwas wie eine alte Bekannte,<br />
wenn Sie sie in Ihr Kern-Team aufnehmen.<br />
Lustigerweise trifft Sie auf Ihrer ersten Mission eine<br />
alte Freundin, die auch gleich zu Ihren Anhängern<br />
gehören will. Kennen wir so ja alles aus der Gilde ...<br />
olin Umberhide<br />
Der erste Anhänger der Horde-Spieler ist ein mächtiger<br />
Taure, der sich zwar auch schon in der Schlacht<br />
am Dunklen Portal verdient gemacht hat, sich aber<br />
direkt nach der Landung im Frostfeuergrat entführen<br />
ließ. Das zeugt zwar jetzt nicht gerade von<br />
Kompetenz, aber der Gute überlebt normalerweise<br />
problemlos die ersten paar Missionen erfolgreich.<br />
Außerdem ist er sympathisch.<br />
ang’kra<br />
Die Orc-Schamanin und Schülerin der Alchemie<br />
treffen Sie in der Eiswüste des Frostfeuergrats, wo<br />
sie in ihrer Hütte hockt und über ihren verschwundenen<br />
Meister trauert. Weil Sie den Tod des armen<br />
Kerls mit einiger Brachialgewalt rächen, verknallt<br />
sich die Kleine ein wenig in Sie (zumindest glauben<br />
wir das) und schließt sich Ihnen daraufhin an. Sie ist<br />
der erste Berufe-Anhänger, den Sie treffen.<br />
22<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
so läuft eine Garnisonsmission<br />
Wie läuft so eine Mission eigentlich genau ab? Wir führen Sie Schritt für Schritt durch ein N<strong>PC</strong>-Abenteuer!<br />
1<br />
Auftrag wählen<br />
Wenn Sie Ihre Diener auf Missionen schicken,<br />
dann natürlich mit dem Blick auf Beute: Sie<br />
wollen, dass die Kerle Epics und Mogging-<br />
Klamotten, Gold und Rezepte für Sie rankarren.<br />
Aber das liegt erst mal noch in weiter<br />
Ferne: Die Diener, die Sie zu Beginn von <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor erhalten, sind genau wie Sie<br />
Stufe 90. Am Anfang Ihrer Kommandanten-<br />
Karriere geht es also zunächst darum, möglichst<br />
viele N<strong>PC</strong>-Helden auf Stufe 100 zu leveln,<br />
damit Sie später auch genügend davon<br />
für N<strong>PC</strong>-Raids haben. Genau da gibt’s dann<br />
nämlich die versprochenen Epics. Aber der<br />
Reihe nach:<br />
5<br />
Beute einsacken<br />
Thema des monaTs<br />
1 auftrag wählen<br />
Helden wählen<br />
2<br />
Warten<br />
3<br />
Video gucken<br />
4<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Klicken Sie auf den Missionstisch im Rathaus<br />
– der ist nicht zu übersehen, er leuchtet gelb,<br />
wird Ihnen in einer der ersten zehn Quests<br />
genauer erklärt und der Mauszeiger verwan-<br />
delt sich beim Darüberfahren in gekreuzte<br />
Schwerter. Im Menü, das sich hier öffnet,<br />
werden Ihnen jetzt die verfügbaren Missionen<br />
angezeigt. Alle paar Stunden oder Tage<br />
kommen neue dazu und Sie unterteilen sich<br />
grob in vier Kategorien:<br />
Quests dauern 15 bis 30 Minuten und brin-<br />
gen mit geringer Chance auf Stufe 100 Beute<br />
für den Spieler. N<strong>PC</strong>s erledigen sie allein.<br />
Szenarien dauern 2 bis 3 Stunden und benö-<br />
tigen drei N<strong>PC</strong>-Helden. Die Chance auf Beu-<br />
te ist erhöht.<br />
Dungeons dauern zwei bis drei Tage und<br />
bringen garantierte Spieler-Beute, dafür<br />
brauchen Sie jedoch fünf Helden.<br />
In Raid-Missionen gehen gleich 10 Stufe-<br />
100-Helden für bis zu eine Woche auf die<br />
Reise, bringen aber epische Beute zurück, die<br />
mit geringer Chance sogar aus Mythic-Beute<br />
bestehen kann, das entspricht dem heutigen<br />
heroischen Raid.<br />
2 helden wählen<br />
Haben Sie eine Mission angewählt, entscheiden<br />
Sie, welche Champions Sie losschicken.<br />
In der Missionsbeschreibung finden Sie Spezialfähigkeiten<br />
der zu besiegenden Bosse –<br />
die können Sie kontern, indem Sie Helden<br />
mit den passenden Gegen-Fähigkeiten auf<br />
die Mission schicken. Welche Fähigkeiten<br />
das sind, steht bei den Gegnern selbst. Gerade<br />
am Anfang fehlt aber <strong>of</strong>t ein N<strong>PC</strong> mit<br />
passender Fähigkeit. Haben Sie Ihre Helden<br />
losgeschickt, sind Sie für die Dauer der Mission<br />
nicht anderweitig einsetzbar. Achten Sie<br />
darauf, dass es Ressourcen kostet, N<strong>PC</strong>s auf<br />
Reisen zu schicken.<br />
3 Warten<br />
Ist eine Mission gestartet, können Sie nur<br />
warten, ähnlich wie bei einem Browser-Spiel.<br />
Sobald Sie eine Nachricht erhalten, laufen Sie<br />
zurück zu Ihrer Garnison, um die Ergebnisse<br />
zu überprüfen und die Beute einzusacken.<br />
Dasselbe passiert auch, wenn Gebäude fertiggestellt<br />
werden.<br />
6<br />
Mehr Missionen<br />
4 Videos gucken<br />
Sind Sie wieder am Missionstisch, wird Ihnen<br />
der Verlauf des Abenteuers als Sequenz im<br />
Schnellverfahren angezeigt. Das sieht aktuell<br />
allerdings aus wie ein Haustierkampf light,<br />
nur dass Sie nicht eingreifen können.<br />
5 Beute einsacken<br />
Am Ende dieser Sequenz sehen Sie, welche<br />
Beute Ihr Gefolgsmann oder später Ihre Gefolgsleute<br />
mitgebracht haben. Erfahrungspunkte<br />
und später vielleicht Goldstücke<br />
winken im Normalfall immer, handfestes im<br />
Sinne von Ausrüstung, Mogging-Klamotten,<br />
Bauplänen oder weiteren Gefolgsleuten<br />
wird es nicht immer geben: Das hängt davon<br />
ab, ob Sie die richtigen N<strong>PC</strong>s für die Mission<br />
gewählt haben – also die mit den richtigen<br />
Fähigkeiten – und ob deren Level für die<br />
Mission wirklich ausreicht.<br />
6 mehr missionen<br />
Die erste Mission ist erledigt, jetzt können<br />
Sie weitere angehen. Grenzen setzen Ihnen<br />
nur die Zahl Ihrer Helden und die Menge an<br />
Quests, Szenarien, Dungeons und Raids, die<br />
nachrutscht. Aktuell sind das leider nicht<br />
immer besonders viele, der Nachschub ist<br />
zäh. Das kann allerdings daran liegen, dass<br />
wir nur bis Stufe 92 kommen. Trotz vieler<br />
Fragezeichen wissen wir derzeit aber vor<br />
allem eines: Wir wollen mehr von der Garnison!<br />
Mehr! Mehr! Mehr!<br />
23
Thema des monaTs<br />
2<br />
3<br />
die Blutschlägermine<br />
In der ersten Gruppeninstanz von <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor warten einfache Kämpfe, tolle Feuereffekte und eine ganze<br />
Menge Oger auf Ihren WoW-Helden.<br />
legende:<br />
1 sklavenwächter Crushto<br />
2 gog’duh und magmolatus<br />
3 roltall<br />
4 gug’rokk<br />
1<br />
4<br />
Oger dir einen In<br />
der Blutschlägermine<br />
kämpfen Sie fast ausschließlich<br />
gegen Oger.<br />
Ist auf Dauer zwar<br />
öde, aber wenigstens<br />
können Sie die großen,<br />
roten Dickwänste nur<br />
schwer verfehlen.<br />
Wenn wir einen Blick in die Beta-Version<br />
des Dungeonkompendiums werfen, sehen<br />
wir unter „<strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor“ acht neue<br />
5-Spieler-Instanzen, die Sie in ein paar Monaten<br />
mit Ihren Freunden und Gildenkollegen<br />
unsicher machen dürfen, darunter etwa die<br />
überarbeitete Version der oberen Schwarzfelsspitze,<br />
aber auch taufrische Dungeons wie<br />
die Himmelsnadel oder die Eisendocks. Zu<br />
diesem frühen Zeitpunkt der Testphase sind<br />
viele Gruppenherausforderungen natürlich<br />
noch nicht erreichbar. Einzig der Blutschlägermine<br />
konnten wir bisher einen Besuch<br />
abstatten, den Eingang der Instanz finden Sie<br />
im Frostfeuergrat. Im Schattenmondtal gibt<br />
es für Stufe-90-Helden mit der Begräbnisstätte<br />
des Schattenmondtals zwar ein passendes<br />
Gegenstück, doch seit geraumer Zeit ist die<br />
Anmeldung per Dungeonbrowser deaktiviert.<br />
Diese Beta-Server immer …<br />
eine mineeee …<br />
Die Blutschlägermine dient als Einstieg in<br />
den Gruppenbereich von WoD und ist für<br />
Helden der Stufen 90 bis 93 ausgelegt. Optisch<br />
erinnert die Instanz an die Schwarzfelshöhlen,<br />
die Sie aus der Cataclysm-Ära<br />
kennen: In dem dunklen Minenkomplex, der<br />
durch die unzähligen Feuerquellen einen flackernden<br />
rotbraunen Schimmer erhält, tummeln<br />
sich jede Menge Oger und Elementare<br />
der Stufe 91 sowie vier Level-92-Bossgegner.<br />
Zu Beginn steht es Ihnen frei, ob Sie als Erstes<br />
Magmolatus oder Sklavenwächter Crushto<br />
angehen wollen – der Anfangsbereich<br />
der Instanz ist kreisförmig angelegt und Sie<br />
können sich nach rechts oder links wenden.<br />
Wenn Sie die Sklavenquartiere und die Schlackeschmiede<br />
gesäubert haben, kommen Sie<br />
zu einer Brücke, auf der das Feuerelementar<br />
Roltall auf Sie wartet. Gleich dahinter führt<br />
der Weg in die letzte Halle, in der Sie letztendlich<br />
Gug’rokk, den Endgegner der Mine,<br />
herausfordern.<br />
oger, soweit das auge reicht<br />
Die Blutschlägermine ist ein Fest für jeden<br />
Trash-Fan. Es gibt zaubernde Oger, prügelnde<br />
Oger, manche mit Rüstungen, manche<br />
ohne, dazu jede Menge Elementare, Sklaven<br />
und was sonst so in einer Oger-Mine kreucht<br />
und fleucht. Spannend werden die Kämpfe,<br />
weil sich die roten Riesen mit Vorliebe gegenseitig<br />
stärken. Reinigen Sie die Buffs, bevor<br />
Ihr Tank von der Wucht der Schläge in den<br />
Boden gerammt wird. Eine erfahrene Gruppe,<br />
die neben dem Dispellen auch noch das<br />
Unterbrechen der Gegner hinbekommt, kann<br />
sich im gewohnten MoP-Tempo von Boss zu<br />
elementares duO Schmiedemeister<br />
Gog’duh hetzt Ihnen<br />
gleich zwei Elementare auf den<br />
Hals. Erledigen Sie die Diener zuerst<br />
und meiden Sie die Feuerflächen,<br />
auch wenn sie toll aussehen.<br />
Phase 2 Kaum haben Sie Gog’duh besiegt,<br />
will Magmolatus die Reste aufkehren. Erledigen Sie die<br />
geschmolzenen Elementare und reinigen Sie Effekte wie Siechflammen.<br />
24<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
aus da! In allen<br />
Bosskämpfen der<br />
Blutschlägermine gibt es<br />
Flächeneffekte, aus denen<br />
Sie rausmüssen. Hier der<br />
ERDSTAMPFER von Sklavenwächter<br />
Crushto.<br />
Feurige<br />
angelegenheit<br />
Das Feuerelementar<br />
Roltall<br />
rollt Ihnen nicht<br />
nur brennende<br />
Kugeln entgegen,<br />
sondern bläst<br />
Ihnen zudem<br />
einen feurigen<br />
Atem ins Gesicht<br />
und zündet die<br />
Brücke an.<br />
Thema des monaTs<br />
Boss schnetzeln. Einsteiger legen sich dagegen<br />
besser nicht mit zu vielen Feinden auf<br />
einmal an, da Sie ansonsten schneller beim<br />
Geistheiler landen, als Spanien aus der Weltmeisterschaft<br />
geflogen ist.<br />
sklavenwächter Crushto<br />
In den Sklavenquartieren wartet Oberaufseher<br />
Crushto auf Ihren Heldentrupp. Der<br />
gepanzerte Oger muss mit dem Rücken zur<br />
Gruppe getankt werden, da sein ERDSTAMP-<br />
FER ansonsten die gesamte Gruppe erwischt<br />
und betäubt. Per WILDER SCHREI stärkt er<br />
seinen Schaden 20 Sekunden lang um zehn<br />
Prozent, doch Sie<br />
können den Zauber<br />
unterbrechen und so<br />
einigen Schaden von<br />
Ihrem Tank abwenden.<br />
Crushto springt<br />
immer wieder auf<br />
einen Spieler zu<br />
und rammt diesen<br />
in den Boden. Das Opfer kann sich dadurch<br />
kurzzeitig nicht mehr bewegen, Fähigkeiten<br />
sind dagegen weiterhin nutzbar. Zudem ruft<br />
er Bergarbeiter herbei, die s<strong>of</strong>ort das Ziel der<br />
Sprungattacke angreifen. Die Sklaven können<br />
nicht gespottet werden und tragen mit ihren<br />
Schlägen einen DoT auf, der die Gesundheit<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Gesprengte<br />
Ketten<br />
Einige Bergarbeiter weigern<br />
sich, Crushto zu gehorchen, und<br />
kämpfen lieber an Ihrer Seite.<br />
Für PrOFis zu einFaCh Alle Kämpfe der Blutschlägermine<br />
sind in der normalen Variante recht<br />
einfach geraten. Hier besiegen wir den Endboss<br />
Gug’rokk zu dritt und ohne echten Heiler.<br />
schwächt und den erlittenen Schaden um<br />
fünf Prozent erhöht. Erledigen Sie die kleinen<br />
Racker also schnellstmöglich, bevor sie zum<br />
Problem werden.<br />
ein feuriges duo<br />
Auf der anderen Seite des Rundgangs fordern<br />
Sie neben unzähligen Elementaren auch<br />
Schmiedemeister Gog’duh heraus. Der ist<br />
zwar nur das Vorspiel vor dem eigentlichen<br />
Bosskampf, doch er kann mit seinen beiden<br />
Dienern Verwüstung und Katastrophe durchaus<br />
für ein paar graue Heldenhaare sorgen.<br />
Das Erdelementar und sein Meister wirken<br />
im Kampf immer wieder schädliche<br />
Flächenzauber, aus denen Sie s<strong>of</strong>ort<br />
herauslaufen. Der feurige Diener<br />
verteilt wiederum einen schädlichen<br />
Debuff, der, wenn er nicht<br />
entfernt wird, von Spieler zu Spieler<br />
springt und die Anfälligkeit für<br />
Feuerangriffe bei seinen Opfern erhöht.<br />
Dadurch verursachen die Zauber<br />
FEUERSTURM und VERSENGEN von<br />
Gog’duh deutlich mehr Schaden. Am besten<br />
unterbrechen Sie den FEUERSTURM, damit<br />
Ihr Sanitäter gar nicht erst eingreifen muss.<br />
Der eigentliche Boss, Magmolatus, stürzt sich<br />
in den Kampf, sobald Sie Gog’duh besiegt haben.<br />
Auch er ruft Elementare herbei und setzt<br />
Ihrem Team mit Feuer- und Erdangriffen zu.<br />
Reinigen Sie SIECHFLAMMEN von Ihren<br />
Mitspielern, weichen Sie den vielen Schadenseffekten<br />
aus und erledigen Sie sämtliche Diener,<br />
bevor Sie Magmolatus attackieren.<br />
du kommst nicht vorbei ...<br />
Wenn Sie die beiden ersten Bosse besiegt haben,<br />
dürfen Sie sich auf der Brücke im Norden<br />
mit dem Türsteher Roltall vergnügen. Das<br />
Feuerwesen ist ganz klar unser Lieblingsboss<br />
der Instanz, weil er beeindruckend aussehende<br />
Feuerkugeln auf die Brücke schleudert,<br />
denen Ihr Team natürlich ausweichen muss.<br />
Zudem wirkt er einen brennenden Atem, der<br />
Sie nach hinten bläst und Gruppenschaden<br />
verursacht. Steuern Sie gegen, um in Schlagreichweite<br />
des Gegners zu bleiben, und vermeiden<br />
Sie es in jedem Fall, von der Brücke<br />
zu fliegen. Aktivieren Sie hier zudem schadenssenkende<br />
Fähigkeiten, um Ihre Heiler<br />
zu entlasten. Mit der Zeit setzt Roltall immer<br />
größere Teile des Areals in Brand, sodass Sie<br />
für Ausweichmanöver immer weniger Fläche<br />
zur Verfügung haben.<br />
das Finale<br />
In der letzten Halle der Mine finden Sie<br />
Gug’rokk. Ein Oger? Check. Warten Adds<br />
und schädliche Flächeneffekte auf Sie? Check.<br />
Sein Hauptangriff ist aber der GESCHMOL-<br />
ZENE SCHLAG, mit dem er bis zu drei Aufladungen<br />
GESCHMOLTZENER KERN auf<br />
seinem Ziel aufbaut. Der Buff erhöht nicht<br />
nur seinen Schaden, sondern resultiert auch<br />
im Angriff GESCHMOLZENER BESCHUSS,<br />
sobald die maximale Anzahl an Aufladungen<br />
erreicht ist. Kontern Sie die Attacke, indem<br />
Sie den GESCHMOLZENEN unterbrechen<br />
oder die Aufladungen reinigen. Rechnen Sie<br />
auch mit Magmaflächen, die Gug’rokk unter<br />
allen Spielern auftauchen lässt und aus denen<br />
Sie natürlich s<strong>of</strong>ort herauslaufen. Zudem<br />
beschwört er immer wieder eine INSTABI-<br />
LE SCHLACKE, die sich langsam auf einen<br />
Flammenkessel am Rande des Kampfareals<br />
zubewegt. Alle Spieler müssen Ihre Angriffe<br />
s<strong>of</strong>ort auf den Diener konzentrieren, denn sobald<br />
die Schlacke den Kessel erreicht, wird sie<br />
stärker und fügt der gesamten Gruppe hohen<br />
Feuerschaden zu.<br />
25
Thema des monaTs<br />
Frische stufe-25-dungeons? Im ernst?<br />
Blizzard überarbeitet niedrigstufige Classic-Dungeons und verliert kein Wort darüber. Werden das eventuell später<br />
mal Stufe-100-Heros? Szenarien? Bleiben die Dinger für niedrigstufige Charaktere? Wir haben keine Ahnung.<br />
alte Instanzen<br />
als szenarien?<br />
Wer in der Beta einen der überarbeiteten Dungeons<br />
betritt, stellt s<strong>of</strong>ort fest: Sie erhalten alle Quests für<br />
die Instanz als Szenario-Ziel, sogar mit Haupt- und<br />
optionalen Zielen. Das wäre eigentlich ein schöner<br />
Hinweis: Alte Instanzen werden also zu neuen Szenarien.<br />
Das würde auch deshalb passen, weil Blizzard<br />
bisher noch kaum ein Wort zu neuen Szenarien<br />
verloren hat – laut einhelliger Spieler-Meinung sind<br />
die auch eher gefloppt, man hätte viel lieber bessere<br />
und mehr Dungeons.<br />
Warum das Wäre und Würde? Weil genau diese<br />
Szenario-Anzeige inzwischen auch bei Quests zum<br />
Einsatz kommt, in der Beta ist sie allgegenwärtig. Gut<br />
möglich also, dass wir Dungeon-Quests in Zukunft<br />
beim Eintritt in eine Instanz automatisch bekommen,<br />
also ohne Umweg über irgendwelche Questgeber.<br />
Blizzard baut alte Dungeons um! Das kennen<br />
Sie ja schon, von den Todesminen zum Beispiel<br />
und speziell in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor von<br />
der oberen Blackrock-Spitze. Diese wurden<br />
neu hergerichtet und uns auf der Maximalstufe<br />
als heroische Instanzen verkauft. Was Sie<br />
nicht kennen: Umgebaute Uralt-Dungeons für<br />
Stufe 25 bis 35 – für Spieler genau dieser Stufe.<br />
Was ist passiert?<br />
Noch während der Alpha tauchen Videos von<br />
der Tiefschwarzen Grotte und den beiden<br />
Klingenhauer-Instanzen auf – mit teilweise<br />
komplett neuen Bossen mit modernen Modellen.<br />
Wo die alten Obermotze drinblieben,<br />
hatten sie auf einmal zig neue Fähigkeiten<br />
erlernt. Etwas Ähnliches hatten wir ja schon<br />
in Ca taclysm erlebt, warum also die Aufregung?<br />
Weil Blizzard nach Cataclysm klipp<br />
und klar gesagt hat: Wenn man alte Spielinhalte<br />
für niedrigstufige Spieler überarbeitet,<br />
dann bekommt der Großteil der Spielerschaft<br />
das gar nicht mit. Es ist verlorene Energie, die<br />
man besser in Max-Level-Inhalte steckt. Das<br />
hat man an Cataclysm ja gesehen: Der einzig<br />
wirklich gute Part des Add-ons war die Überarbeitung<br />
der alten Welt – und das bekam<br />
kaum jemand mit. Was die überarbeiteten<br />
Dungeons noch bemerkenswerter macht: Die<br />
Mechaniken der neuen Bosse sind teils extrem<br />
komplex und passen eher zu heroischen Dungeons<br />
als zu Stufe-25-Instanzen, wo zumindest<br />
neue Spieler noch damit beschäftigt sind, sich<br />
an die richtige Taste fürs Geradeauslaufen zu<br />
erinnern. Seltsamerweise kündigte Blizzard<br />
die Überarbeitung der alten Dungeons nicht<br />
an, geschweige denn dass sich bisher mal ein<br />
Entwickler dazu geäußert hätte. Mysteriös.<br />
Instanzen im hier und Jetzt<br />
Besonders spannend wird die Sache, wenn<br />
man sich mal genau anschaut, wie die neuen<br />
Bosse – und auch die neuen Trash-Mobs<br />
– in die Instanz eingebaut wurden: Sie stehen<br />
HugelH<br />
der KlingenHauer<br />
K<br />
Der Drache ist<br />
Da! Auch wenn das<br />
Drachen-Modell uralt<br />
ausschaut: Der Knabe<br />
ist neu. Im Auftrag des<br />
roten Drachenschwarms<br />
kümmert er sich um die<br />
Untotenplage hier.<br />
Questanzeige = szenarioanzeige In Dungeons<br />
wird die Ziel-Verfolgung vereinfacht.<br />
rock Dieser<br />
untote Boss<br />
unterhält seine<br />
Skelett-Kumpels<br />
mit Heavy<br />
Metal. Im Spiel<br />
war der aber<br />
leider nicht<br />
zu hören. Die<br />
Redaktions-<br />
Metalheads<br />
h<strong>of</strong>fen noch.<br />
Feuer Unterbricht man<br />
Mordreshs Konzert, dreht er<br />
durch und packt diverse Feuer-<br />
Elementare aus, die den Platz in<br />
Flächenschaden tauchen.<br />
26<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
KralK<br />
der KlingenhauerK<br />
tote Bosse In<br />
einem Dreier-Bosskampf<br />
stellen sich<br />
Ihnen hier ein paar<br />
der Geister ehemaliger<br />
Klingenhauer-<br />
Bosse entgegen.<br />
Aus Alt mach Neu.<br />
Thema des monaTs<br />
gott, ist Der alt! Neue<br />
Mechaniken und Trash-Mobs<br />
werden teils mit uralten<br />
Modellen aufgebaut – ob hier<br />
noch was getauscht wird?<br />
nicht einfach da und ersetzen Ihre Vorgänger,<br />
sie fallen in die Dungeons regelrecht ein. In<br />
der Tiefschwarzen Grotte sahen wir keinen<br />
einzigen Satyr oder Naga mehr, stattdessen<br />
haben Kultisten mit einer sehr engstirnigen<br />
Vorstellung von Religion („Wir dienen den<br />
alten Göttern. Wenn du Ihnen nicht dienst,<br />
opfern wir dich Ihnen.“) das Heft in die Hand<br />
genommen. Dieser Okkultismus spiegelt sich<br />
vor allem darin wider, dass die Kerle einige<br />
der alten Bosse auf Altären opfern. Im Kral<br />
von Razorfen wurde der riesige Schweineboss<br />
gegen Ende der Instanz durch eine noch<br />
riesigere Fledermaus ersetzt. Die erwischen<br />
Sie dabei, wie sie sich gerade an seinen Eingeweiden<br />
labt. Und das sind nur zwei Beispiele.<br />
Neue Bosse mit neuen Fähigkeiten,<br />
ein Dungeon-Setting, das deutlich nach den<br />
Ur-Dungeons spielt – klingt alles stark nach<br />
einer Stufe-100-Variante dieser Dungeons.<br />
Wir wissen gar nichts<br />
Leider sagt Blizzard bis Redaktionsschluss<br />
nach wie vor nichts zu diesen neuen alten<br />
Dungeons und vielleicht übertreiben wir<br />
einfach; die Architektur der Instanzen ist<br />
exakt gleich geblieben, es wurden nur Mobs<br />
und Bosse ausgetauscht. Aber soll man diese<br />
coolen neuen Bosse für Stufe-25-Spieler verschwenden,<br />
von denen es dank Stufe-90-Boost<br />
jetzt noch weniger gibt als vorher? Bitte nicht.<br />
Tiefschwarze GroTTe<br />
grausam<br />
Die Kultisten in der Instanz opfern<br />
diverse Male ihre Gefangenen an Tentakel, die<br />
aus dem Boden kommen. Die Opfer schreien<br />
<strong>of</strong>t um ihr Leben – wir mussten schlucken.<br />
Blutig Als wir einen Boss besiegen, tauchen Tentakel<br />
aus dem Boden auf, die seinen Körper zermatschen. Die<br />
umstehenden Murlocs klauen dann seinen Kram.<br />
neuer<br />
enDBoss Aus der alten Hydra wurde eine<br />
Super-Hydra, die mit ähnlichen Fähigkeiten wie<br />
Megaera aufwartet und genauso aussieht.<br />
grllgmlBllBlBl llBlBl Moderne<br />
Murloc-Modelle ersetzen die gurgelnden<br />
Pixelbatzen, die vorher hier überall<br />
herumgelaufen sind.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
27
Thema des monaTs<br />
ein Rüstungsset, drei spielweisen<br />
Casualisierung oder sinnvolle erleichterung?<br />
Die für die kommende WoW-Erweiterung geplanten Änderungen für Rüstungen und Waffen sind lange<br />
bekannt, doch wie fühlt sich das neue System in der Praxis an?<br />
Bonus für<br />
sekundärwerte<br />
In <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor wird jede Spielweise für<br />
einen Sekundärwert einen Bonus von fünf Prozent<br />
erhalten. Unnötige Simplifizierung oder sinnvolle<br />
Orientierung für Einsteiger?<br />
In Mists <strong>of</strong> Pandaria ist der Werte-Dschungel für<br />
Frischlinge nicht immer s<strong>of</strong>ort zu durchschauen.<br />
Trefferwert und Waffenkunde bis zur Obergrenze<br />
– das bekommen auch viele Einsteiger hin. Aber<br />
welchen Wert danach steigern? Bei Frost-Magiern<br />
gibt es etwa mehrere Ausrüstungsstrategien, die Sie<br />
verfolgen können: einen Fokus auf Meisterschaft,<br />
eine Tempo-Ausrichtung oder einen Mix aus beiden<br />
Werten. Während Pr<strong>of</strong>is sich über die Möglichkeiten<br />
freuen, sind Anfänger schnell überfordert.<br />
eine Richtlinie, keine Regel<br />
Mit WoD führen die Entwickler für jede Spielweise<br />
eine passive Verbesserung ein, die Ihrem Helden<br />
einen Bonus von fünf Prozent auf einen Sekundärwert<br />
gewährt. Gleichgewicht- und Wächter-Druiden<br />
erhalten zum Beispiel aus allen Quellen mehr Meisterschaft,<br />
Wilder-Kampf-Katzen freuen sich über<br />
kritischer Trefferwert und heilende Druiden setzen<br />
gezielt auf Tempo. Damit wissen Neulinge in Zukunft<br />
genau, auf welchen Sekundärwert sie setzen sollen.<br />
Die Entwickler betonen aber, dass dieser Wert<br />
nicht in allen Situationen die beste Wahl sein wird.<br />
Bei einer Spielweise kann Meisterschaft etwa für<br />
Kämpfe gegen mehrere Gegner stark sein, während<br />
Tempo in Gefechten gegen einen Widersacher rockt.<br />
Einsteiger machen sich um solche Feinheiten wenig<br />
Gedanken, Pr<strong>of</strong>is werden<br />
dagegen weiterhin Grund<br />
zum Tüfteln haben.<br />
Bereits in Ausgabe 01/2014 fassten wir für<br />
Sie die vielen Neuerungen der kommenden<br />
WoW-Erweiterung <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor zusammen,<br />
darunter auch alle bis dato bekannten<br />
Fakten rund um das Thema Ausrüstung.<br />
Mittlerweile sind wir auf dem Betaserver angekommen<br />
und können das neue System mit<br />
unseren frisch erstellten Helden in der Praxis<br />
ausprobieren. Daher<br />
gibt es jetzt die sprichwörtliche<br />
Butter bei die<br />
Fische: Wie funktioniert<br />
die Anpassung der Gegenstände<br />
nach einem<br />
Wechsel der Spielweise<br />
genau? Verändern<br />
sich alle Klamotten<br />
auf Knopfdruck oder<br />
gibt es Ausnahmen?<br />
Und brauchen Sie als<br />
hybrider Druide oder<br />
Paladin wirklich nur<br />
noch eine Rüstungszusammenstellung,<br />
mit<br />
der Sie problemlos alle Skillungen Ihres Alter<br />
Ego spielen können? Die Antworten auf diese<br />
und weitere Fragen finden Sie auf den folgenden<br />
zwei Seiten.<br />
schwach auf der Brust<br />
Bereits in den ersten Minuten der WoD-Alpha<br />
müssen wir stark sein. Nicht etwa weil<br />
wir gleich in eine blutige Schlacht geworfen<br />
werden, sondern weil jeder Premade<br />
(so nennt man die hochstufigen Helden, die<br />
wir uns für die Beta erstellen dürfen) ausschließlich<br />
lumpige, grüne Klamotten der<br />
Gegenstandsstufe 500 am Leib trägt. Keine<br />
kriegsgeschmiedeten, heroischen Rüstungsteile,<br />
kein legendärer Umhang und auch kein<br />
viermal aufgewertetes Riesenschwert – in<br />
der Beta ist auch ein mehrfacher Garrosh-<br />
Bezwinger nur ein Anfänger unter vielen.<br />
Ungewohnt fällt zudem der Blick in unsere<br />
Taschen aus. Von bisherigen Besuchen der<br />
Testserver sind wir es gewohnt, dass unser<br />
Stauraum aus allen Nähten platzt. Schließlich<br />
nehmen die unzähligen Juwelen, Verzauberungen,<br />
Leckereien und Tränke eine Menge<br />
Platz ein. Gleiches gilt für<br />
die vielen Rüstungsteile<br />
und Waffen, die wir bisher<br />
zwingend benötigt haben,<br />
um sämtliche Spielweisen<br />
der Klasse s<strong>of</strong>ort austesten<br />
zu können. In der Draenor-Übungsphase<br />
passen<br />
dagegen Ruhestein und<br />
Konsorten in eine einzige<br />
Tasche. Warum? Weil unser<br />
Druide sich in WoD mit<br />
einer Ausrüstungszusammenstellung<br />
als Mondkin,<br />
Katze, Bär oder Wiederhersteller<br />
ins Abenteuer<br />
stürzen können soll. Ob das wirklich funktioniert?<br />
Finden wir es heraus!<br />
Kleidung wechsel dich<br />
Wir öffnen also neugierig das Zauberbuch<br />
und entscheiden uns als Allererstes für die<br />
Gleichgewicht-Skillung. Der erste Blick ins<br />
Charakterfenster stimmt uns zuversichtlich:<br />
Unsere Haupt-Rüstungsteile (also Kopf,<br />
Schultern, Brust, Hosen, Handschuhe, Gürtel,<br />
Innere WerTe Äußerlich<br />
wirkt sich die Änderung der<br />
Primärattribute nicht aus –<br />
Sie sehen aus wie vorher.<br />
Flexible Primärattribute<br />
Leder-, Platte- und Schwere-Rüstung-Träger werden in WoD auf allen<br />
Haupt-Rüstungsteilen (Kopf, Schultern, Brust, Schuhe, Gürtel, Armschienen,<br />
Hosen und Handschuhe) Stärke und Intelligenz oder Beweglichkeit und<br />
Intelligenz finden.<br />
Je nach aktiver<br />
Spielweise wird eines<br />
der beiden Attribute<br />
ausgegraut und damit<br />
deaktiviert sein. Heilig-<br />
Paladine pr<strong>of</strong>itieren<br />
etwa von Intelligenz,<br />
während Vergelter sich<br />
über Stärke freuen.<br />
28<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
das duale Rüstungssystem<br />
Bereits in MoP ist es einigen Hybridklassen möglich, mit<br />
einer Rüstungszusammenstellung mehreren Jobs nachzugehen.<br />
Schutz- und Vergeltungs-Paladine pr<strong>of</strong>itieren etwa<br />
beide von Tempo und tauschen daher nur Schmuckstücke<br />
und Waffen aus, wenn sie für einen Kampf umskillen. In<br />
WoD wird diese Flexibilität auf alle Spielweisen übertragen:<br />
Alle Haupt-Rüstungsteile besitzen immer zwei Primärattribute,<br />
von denen eines aktiv und eines ausgegraut<br />
ist – je nachdem wie sie gerade geskillt sind. Alle anderen<br />
Werte werden nicht verändert.<br />
Auf Ringen, Halsketten, Umhängen, Schmuckstücken<br />
und Waffen finden Sie dagegen keine zwei Attribute.<br />
Wenn Sie als Vergelter einen Ring mit Intelligenz, Ausdauer<br />
und Tempo anziehen, pr<strong>of</strong>itieren Sie nur noch von<br />
Ausdauer und Tempo.<br />
AusnAhme Ringe, Halsketten,<br />
Umhänge, Schmuckstücke und<br />
Waffen besitzen keine flexiblen<br />
Attribute.<br />
Thema des monaTs<br />
Armschienen, Stiefel) besitzen das primäre<br />
Attribut Intelligenz sowie Ausdauer, ein paar<br />
Rüstungspunkte und einige Sekundärwerte<br />
wie Tempo oder Meisterschaft. Beweglichkeit<br />
ist übrigens auch drauf,<br />
aber ausgegraut und damit<br />
nicht aktiv. Die anderen<br />
Gegenstände – also Ringe,<br />
Schmuckstücke, Halskette,<br />
Umhang und Waffe – kommen<br />
dagegen ohne zweites<br />
Primärattribut aus, dort finden<br />
wir nur Intelligenz vor.<br />
Als Nächstes wechseln wir<br />
per Knopfdruck auf unsere<br />
zweite Spielweise Wilder<br />
Kampf und tatsächlich: Aus<br />
dem müden Grau der Beweglichkeit<br />
wird ein sattes<br />
Weiß, dafür deaktiviert sich<br />
Intelligenz auf all unseren Gegenständen.<br />
Alle anderen Werte bleiben unangetastet. Die<br />
Accessoires und Waffen machen den Wechsel<br />
übrigens nur teilweise mit. Dort graut Intelligenz<br />
zwar auch aus, doch rückt dafür kein<br />
Alternativ-Attribut in den Vordergrund. Es<br />
müssen also neue Ringe und Konsorten mit<br />
Beweglichkeit her und genau die finden wir<br />
in unserer Beutetasche – gut mitgedacht, Blizzard!<br />
mehr Platz, weniger aufwand<br />
Bereits jetzt ergeben sich erste, einfache Erkenntnisse.<br />
Etwa dass viele Hybridspieler in<br />
WoD mit deutlich mehr Platz in den Taschen<br />
durch Azeroth laufen werden als bisher. Vor<br />
allem wenn Sie bedenken, dass es noch den<br />
extra Stauraum für Handwerksmaterialien<br />
und Spielzeug geben wird. Klar ist auch, dass<br />
Sie viel weniger Zeit investieren müssen, um<br />
sämtliche Skillungen Ihres Helden spielen<br />
zu können. „Viel weniger“ bedeutet in diesem<br />
Zusammenhang wahrscheinlich nicht<br />
„sehr wenig“, weil gerade die Suche nach<br />
guten Waffen, Schmuckstücken und Ringen<br />
erfahrungsgemäß am längsten dauert. Aber<br />
wie sagt der Volksmund: Auch ein Mini-Orc<br />
macht Mist … oder so. Die Aufwandserleichterung<br />
wird sich aber speziell an die sogenannten<br />
„Casuals“ richten, die einfach nur<br />
spielen und eben nicht das Maximum aus Ihrem<br />
Helden herausholen wollen. Schließlich<br />
sind die Sekundärwerte für alle Spielweisen<br />
unterschiedlich stark<br />
(siehe dazu auch den<br />
Extrakasten „Bonus<br />
für Sekundärwerte“<br />
auf der vorherigen<br />
Seite) und genau die<br />
ändern sich beim Umskillen<br />
nicht mit. Als<br />
Perfektionist sammeln<br />
Sie für Ihren Mondkin<br />
also Lederteile<br />
mit Meisterschaft an,<br />
während Sie als Wilder-Kampf-Katze<br />
auf<br />
kritischen Trefferwert<br />
scharf sind. Einfacher<br />
wird die Suche zwar, weil Sie bei den Haupt-<br />
Rüstungsteilen nicht auf Beweglichkeit oder<br />
Intelligenz achten müssen – in WoD werden<br />
auf Kopfteilen und Konsorten immer beide<br />
Attribute mit drauf sein. Doch entfällt dafür<br />
die Möglichkeit der gezielten Anpassung<br />
eines nicht ganz perfekten Gegenstands via<br />
Umschmieden, wodurch es umso wichtiger<br />
sein wird, Rüstungsteile mit den optimalen<br />
Sekundärwerten zu finden.<br />
Toll, für die Level-Phase<br />
In der Level-Phase kümmern uns solche<br />
Gedankenspiele natürlich noch wenig, für<br />
Optimierung und Feinschliff ist auf Stufe<br />
100 noch genug Zeit. Dafür freuen wir uns<br />
da rüber, dass uns (fast) jeder Auftraggeber,<br />
der uns mit einem Gegenstand belohnen will,<br />
tatsächlich ein sinnvolles Beutestück in die<br />
Hand drückt – dem neuen Wertesystem sei<br />
Dank. Wie <strong>of</strong>t landeten Belohnungen in der<br />
Vergangenheit ungenutzt in der Tasche und<br />
später beim Händler, weil sie für die falsche<br />
Spezialisierung ausgelegt waren? Viel zu <strong>of</strong>t,<br />
wenn Sie uns fragen. Zudem freut es uns,<br />
dass unsere Taschen leer sind. Gerade in der<br />
Level-Zeit wollen wir nicht alle paar Minuten<br />
einen Umweg zum nächsten Händler<br />
machen müssen, weil unser Inventar nach<br />
ein paar Kämpfen bereits bis zum Anschlag<br />
gefüllt ist. Dementsprechend positiv fällt unser<br />
erstes Fazit des neuen Wertesystems aus:<br />
Für die Level-Phase top, im Endgame wird es<br />
sich noch zu beweisen haben.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Für EinstEigEr Im Charakterfenster erfahren Sie, welche Primärattribute für Ihre Spielweise nützlich sind und<br />
welche Sie ignorieren können. Ein Hexenmeister setzt etwa weder auf Beweglichkeit noch auf Stärke.<br />
29
Thema des monaTs<br />
Verknüpfte auktionshäuser in Wod!<br />
In der kommenden Erweiterung werden die Auktionshäuser beider Fraktionen zusammengelegt. Spieler der gegnerischen<br />
Fraktion können dann untereinander Waren austauschen.<br />
In <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor teilen sich Allianz<br />
und Horde pro Server ein gemeinsames Auktionshaus.<br />
Das bestätigte Blizzard-Mitarbeiter<br />
Ion Hazzikostas in einem Bluepost. Damit<br />
will Blizzard Spielern unter die Arme greifen,<br />
die aufgrund des Ungleichgewichts der Fraktionen<br />
auf ihrem Server kaum bis gar nicht<br />
handeln können.<br />
Ist das ein segen oder Fluch?<br />
Für diese Spieler wird die Änderung ein<br />
wahrer Segen sein. Wenn man bisher auf einem<br />
unterbevölkerten Server Edelsteine oder<br />
Verzauberungen braucht, muss man schon<br />
Selbstversorger sein, da man auf diesen<br />
Realms nicht viel im Auktionshaus finden<br />
wird. Bis auf ein paar epische Ausrüstungsgegenstände<br />
und einen Stapel Seidenst<strong>of</strong>f<br />
ist dort <strong>of</strong>t nichts anderes<br />
vorhanden. Mit der<br />
Zusammenlegung des<br />
Auktionshauses der<br />
gegnerischen Fraktion<br />
soll wieder Schwung<br />
in den Handelsmarkt<br />
kommen und die Wirtschaft<br />
angekurbelt<br />
werden. Der Nachteil<br />
an der Zusammenle-<br />
gung der Auktionshäuser entsteht<br />
eventuell für Händler auf großen Servern.<br />
Natürlich hat man mehr Abnehmer für seine<br />
Waren, gleichzeitig steigt aber auch die<br />
Konkurrenz. Es ist nicht unüblich, dass eine<br />
Handvoll Spieler das Monopol auf Glyphen,<br />
Edelsteine oder andere Materialien haben.<br />
Durch einen Überfluss an Angeboten wird es<br />
schwer sein, den Markt zu beherrschen, und<br />
die Preise werden in den Keller fallen. Die<br />
Masse an Artikeln wird steigen, jedoch steigt<br />
damit nicht gleich der Konsum dieser Waren.<br />
Wer mit Patch 6.0 Gold machen will, hat es<br />
auf Servern, auf denen beide Fraktionen gut<br />
vertreten sind (soll es tatsächlich noch geben),<br />
ziemlich schwer.<br />
oder betrifft diese<br />
Änderung doch<br />
nur unterbevölkerte<br />
server?<br />
Die Original-Aussage von<br />
Ion Hazzikostas lautet: Yes,<br />
in 6.0 auction houses are<br />
unified between factions<br />
on a given server. Übersetzt<br />
Find ich voll super. Dann<br />
gibt’s auch für die unterlegene<br />
Fraktion auf einseitig bevölkerten<br />
Realms mal mehr als drei<br />
Wollst<strong>of</strong>f und einen Ungeschliffenen<br />
Wotlk Edelstein im AH.<br />
Garrith Ruben Krech via Facebook<br />
heißt das so viel wie: „Ja,<br />
in 6.0 werden die Auktionshäuser<br />
auf bestimmten<br />
Servern vereinheitlicht.“<br />
Der Teil „Auf<br />
bestimmten Servern“<br />
lässt vermuten, dass<br />
eventuell doch nur die<br />
unterbevölkerten und/<br />
oder unausgeglichenen<br />
Server ein einheitliches<br />
Auktionshaus bekommen. So überraschend<br />
wie Hazzikostas die Änderung angekündigt<br />
hat, so zweifelhaft ist sie auch. Wenn<br />
nur manche Server zusammengelegte Auktionshäuser<br />
bekommen, wonach wird der<br />
Bedarf nach diesem Feature entschieden? Ab<br />
welchem Ungleichgewicht oder ab welcher<br />
Spielerzahl tritt die Änderung ein? Noch<br />
scheint für diese Änderung nichts in Stein gemeißelt<br />
zu sein, wir halten Sie aber auf dem<br />
Laufenden.<br />
alianz und horde handeln gemeinsam.<br />
Geht’s noch, Blizzard?!<br />
Vielen ist das vor allem aus Lore-Sicht ein<br />
Dorn im Auge. WoW<br />
Ich denke, das stellt auch eher<br />
wieder ein Gleichgewicht her<br />
auf den Servern. AH heißt ja<br />
noch nicht, dass man die Trennung<br />
von Horde und Allianz<br />
damit aufhebt.<br />
Niklaus Baldinger via Facebook<br />
ist Horde gegen Allianz,<br />
Blau gegen<br />
Rot, Orcs gegen<br />
Menschen! Und<br />
dann handeln die<br />
beiden Fraktionen<br />
auch noch untereinander?!<br />
Das passt<br />
irgendwie so gar<br />
nicht ins Spielprinzip<br />
hinein. Aber sind wir mal ehrlich,<br />
Allianz und Horde sind bereits<br />
seit Cataclysm auf Kuschelkurs und haben<br />
das gegen Ende von MoP auch nicht geändert.<br />
Und es ist ja nicht so, als würde man als<br />
Allianz-Spieler Holz und Eisen im Auktionshaus<br />
verkaufen, mit dem die Horde Orgrimmar<br />
wieder aufbaut und damit einen Feldzug<br />
gegen Sturmwind führt. Was die Lore von<br />
WoW angeht, ist der Handel zwischen Horde<br />
und Allianz übrigens auch nichts Neues .<br />
Zwar wird <strong>of</strong>t um Ressourcen gekämpft, wie<br />
im Eschental zum Beispiel, jedoch handeln<br />
Tauren und Nachtelfen schon seit Ewigkeiten<br />
untereinander. Allerdings kommt es einem<br />
schon merkwürdig vor, wenn man hergestellte<br />
PvP-Gegenstände an einen Spieler der<br />
gegnerischen Fraktion verkauft, welcher einen<br />
womöglich damit umhaut.<br />
Kapitalanlage Mit Beginn des<br />
neuen Add-ons werden viele Spieler<br />
„alte“ Materialien zum Leveln<br />
ihrer Berufe benötigen.<br />
skrutschis Gold-Tipp<br />
Achtung: Jetzt noch Kohle mit fraktionsgebundenen Gegenständen scheffeln!<br />
Alle Gegenstände, die ihr momentan über das neutrale<br />
Auktionshaus verkauft, per Fraktionswechsel<br />
mitgenommen oder wie auch immer auf die Seite der<br />
gegnerischen Fraktion geschmuggelt habt, werden<br />
in der kommenden Erweiterung nichts Besonderes<br />
mehr sein und ihr werdet weniger Pr<strong>of</strong>it aus diesen<br />
Gegenständen schlagen. Die Goblins, denen ihr<br />
die Dinger bisher anvertraut habt, werden euch als<br />
normales Auktionshaus dienen, also holt jetzt<br />
noch Gold aus diesen Gegenständen raus!<br />
Auf der anderen Seite solltet ihr natürlich<br />
keine teuren Gegenstände im neutralen<br />
Auktionshaus kaufen, wenn ihr es nicht<br />
unbedingt braucht oder teurer weiter verkaufen<br />
könnt.<br />
materialien horten<br />
bis Wod<br />
Ihr bekommt St<strong>of</strong>fe, Erze und Kräuter nicht weg?<br />
Dann verschachert die Dinger jetzt nicht! Zu Beginn<br />
von WoD wird der Markt wie gewohnt explodieren.<br />
Nicht alle werden sich einen Charakter von 60 auf<br />
90 boosten und somit mit ihrem Frisch-90er erst<br />
mal ohne Berufe dastehen. Genau diese Spieler<br />
werden euch die Materialien für Berufe aus der Hand<br />
reißen und viele zahlen <strong>of</strong>t jeden Preis, egal ob der<br />
5er-Stapel Eisenbarren 120 Gold kostet! Lasst euch<br />
jedoch nicht unter Wert verkaufen. Je nachdem, wie<br />
bevölkert euer Server ist, könnten die Preise durch<br />
die Zusammenlegung der Auktionshäuser am Anfang<br />
erst mal sinken. Wartet diese Phase ab und/oder<br />
spezialisiert euch auf ein Nischen-Produkt wie zum<br />
Beispiel Level-30-60 Kräuter.<br />
30<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
eine mögliche Lösung des<br />
Problems<br />
Genau genommen hätte Blizzard dieses Feature<br />
klammheimlich einfügen können und<br />
vielleicht hätte niemand etwas davon mitbekommen.<br />
Solange der Käufer- oder Verkäufer-Name<br />
nicht als Horde oder Allianz-Spieler<br />
gekennzeichnet wird, wird es wohl auch<br />
keinen stören, mit wem er gerade gehandelt<br />
hat. Ein aus Lore-Sicht geschickter Weg wäre,<br />
in alle Auktionshäuser neutrale Goblins zu<br />
stellen. Die Logik dahinter wäre dann, dass<br />
die neutralen Goblins alle Waren beziehen<br />
und an die Fraktionen verkaufen. Waren, die<br />
von Spielern angeboten werden, handeln die<br />
Goblins an den Höchstbietenden, und woher<br />
das Gold am Ende kommt, ist egal.<br />
Facebook-Umfrage<br />
Wir haben auf Facebook gefragt: Wie finden Sie die Zusammenlegung der Horde- und Allianz-Auktionshäuser?<br />
6,5%<br />
Saugut! Endlich kann ich das AH benutzen.<br />
4,7 %<br />
Noch nicht gut genug – realmübergreifende AHs<br />
braucht das Land!<br />
50,5 %<br />
Schwachsinn! Wer einkaufen will, soll den Server<br />
wechseln!<br />
Andere Meinung 38,3 %<br />
(Mehrfachangaben möglich)<br />
Thema des monaTs<br />
Was passiert mit den neutralen<br />
auktionshäusern?<br />
Laut Ion Hazzikostas gibt es noch keine genauen<br />
Pläne, was mit den neutralen Auktionshäusern<br />
geschehen wird. Wahrscheinlich<br />
werden die Auktionshäuser in Beutebucht<br />
und Tanaris einfach an das zusammengelegte<br />
System angeschlossen. Wer zufällig in<br />
der Nähe dieser Auktionshäuser ist, kann<br />
also einen Abstecher machen und dort alles<br />
einkaufen, was er braucht. Momentan kann<br />
man über die neutralen Auktionshäuser mit<br />
der gegnerischen Fraktion Handel betreiben<br />
und sich durch einen Freund oder zweiten<br />
Account zum Beispiel gegenseitig Items und<br />
Gold auf die andere Fraktionsseite schicken.<br />
Das Zusammenlegen beider Auktionshäuser<br />
würde diese Art des Handelns obsolet<br />
machen, da nun eh alles über das normale<br />
Auktionshaus gehandelt werden kann. Wenn<br />
die Anzahlungskosten bei den geldgeilen Goblins<br />
dann immer noch so hoch sein werden,<br />
wird dort jedoch keiner einkaufen.<br />
Was kommt als nächstes?<br />
Wer beide Fraktionen auf einem Server spielt,<br />
muss also keine komplizierten Spielchen<br />
mehr über das neutrale Auktionshaus treiben,<br />
um Gold zwischen seinen Charakteren hin<br />
und her zu schicken. Warum führt Blizzard<br />
dann nicht s<strong>of</strong>ort ein, dass man sich Gold<br />
fraktions- oder sogar serverübergreifend<br />
schicken kann? Oder warum wird die Goldanzeige<br />
nicht gleich auf jedem Charakter<br />
dieselbe sein wie bei Diablo? Um mehreren<br />
unterbevölkerten Servern die Chance auf ein<br />
prall gefülltes Auktionshaus zu geben, sind<br />
sogar serverübergreifende Auktionshäuser<br />
in aller Munde? Im gleichen Atemzug wird<br />
sogar über fraktions- und serverübergreifende<br />
Post diskutiert. Möglich wäre vieles, die<br />
Frage ist nur, was Blizzard davon in Zukunft<br />
umsetzt. Mit dem Zusammenlegen der Auktionshäuser<br />
lässt Blizzard auf jeden Fall viel<br />
Raum für weitere Änderungen dieser Art.<br />
das sagt die Community dazu<br />
Auch in den Foren wird das Thema der zusammengelegten<br />
Auktionshäuser heiß diskutiert.<br />
Der Großteil der Spieler begrüßt die<br />
Änderung und erh<strong>of</strong>ft sich auf ihren teils<br />
leeren Servern endlich wieder mehr Waren<br />
im Auktionshaus. Viele sehen die Änderung<br />
sogar als Grund, wieder mit dem Spiel anzufangen.<br />
Nur wenige Händler<br />
fürchten um ihr Kapital. Auch wir<br />
haben Sie auf Facebook gefragt, wie Sie die<br />
Änderung finden. Knapp 40 Prozent finden<br />
die Änderung einfach genial, gut 50 Prozent<br />
von Ihnen fordern sogar realmübergreifende<br />
Auktionshäuser! Das wäre keine schlechte<br />
Idee, auch wenn es einige Zeit dauern würde,<br />
dies zu realisieren. Auf Servern mit 200 aktiven<br />
Spielern wird die Zusammenlegung der<br />
Auktionshäuser nämlich gar nichts bewirken.<br />
Gerade einmal 4,7 Prozent sind der Meinung,<br />
dass das neue Feature Schwachsinn ist.<br />
Ganze 6,5 Prozent von Ihnen haben sich über<br />
die Käsefüße ihrer Oma oder Schmierwurst<br />
unterhalten.<br />
Das ist die dümmste Idee überhaupt,<br />
wie soll das denn Loretechnisch<br />
aussehen? Klar verdiene<br />
ich dann besser, aber ich<br />
merk jetzt schon den Brechreiz,<br />
den ich bekommen werde, wenn<br />
ein dummer Hordler mit meinen<br />
Mats Berufe skillt. Ich seh schon<br />
gemeinsame Raids und so ’nen<br />
Blödsinn. Werte Herrschaften bei<br />
Blizz, das ist absolut hohl!!!<br />
Roan von Eisenschmiede via Facebook<br />
Schlechte AuSSichten, Freunde! Noch machen die<br />
Goblins ihre Geschäfte zwischen den beiden Fraktionen, schon<br />
bald ist aber Schluss mit der Auktionhaus-Gebühren-Abzocke!<br />
bei meinem bart!<br />
Nicht jeder freut<br />
sich über die Zusammenlegung<br />
der<br />
Auktionshäuser.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
31
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1-3, 20355 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende<br />
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Kreditinstitut an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen<br />
Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb<br />
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gemäß den Anforderungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das<br />
Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: Computec Aboservice, Postfach 20080, Hamburg Telefon: +49 (0)911-99399098, Telefax: 01805-8618002, E-Mail: computec@dpv.de<br />
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Klassenguide<br />
Egal welche Klasse und welche Talent verteilung: Mit unseren Tipps<br />
machen Sie aus Ihrem Allerweltscharakter einen wahren Helden.<br />
Stand: Patch 5.4.8 I Autor: Isabella Kardinal<br />
Auf den nächs ten Seiten:<br />
Druide ...................................S. 44<br />
Druiden der Zukunft: Was ändert <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor?<br />
Hexenmeister ......................... S. 38<br />
So spielt sich die Fluch-Schleuder im nächsten Add-on.<br />
Jäger ....................................... S. 46<br />
Überlebens-Jäger im Fokus – auf knallvollen 16 Seiten<br />
Krieger ................................... S. 37<br />
Waffen-Krieger in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
Magier .................................... S. 62<br />
16 pralle Seiten mit allen Infos zu Frost-Magiern<br />
Mönch .................................... S. 39<br />
Heilen durch Haue: So funktioniert der Nebelwirker in WoD.<br />
Paladin .................................... S. 41<br />
So heilen Sie als Tank mehr als Ihre Sanitäter.<br />
Priester ................................... S. 42<br />
So spielt sich der Disziplin-Priester in WoD.<br />
Schamane ............................... S. 35<br />
So helfen Sie dem Raid weit über Heilung und Schaden hinaus.<br />
Schurke .................................. S. 40<br />
Warum Sie alle drei Spielweisen beherrschen sollten.<br />
Todesritter .............................. S. 36<br />
Wie gut sind die neuen Stufe-100-Talente?<br />
34<br />
Twinks 2014: Lebst du noch<br />
oder levelst du schon?<br />
n diesem Add-on wurde wieder kräftig<br />
gelevelt – 4.317.619 Charakter auf<br />
Maximalstufe gibt es derzeit. Zwei<br />
Jahre ist es nun bald her, seit sich die Nebel um<br />
Pandaria gelichtet haben und Spieler in eine<br />
neue Welt voller Abenteuer aufbrachen. Durch<br />
Mogus und wilde Affen kloppen, Yaks durch<br />
die Yak-Waschanlage reiten und Fähnchen in<br />
Kothaufen stecken hat sich jeder tapfere Recken<br />
so langsam zum Helden auf Maximalstufe<br />
gemausert. Manch einer sogar mehrmals.<br />
Zweitcharaktere, auch genannt Twinks, sind<br />
schon lange keine Seltenheit mehr und so gut<br />
wie jeder Spieler hat neben seinem Hauptcharakter<br />
noch mindestens einen weiteren<br />
Helden. Vor allem im späteren Verlauf eines<br />
Add-ons wird verstärkt gelevelt. Vermutlich,<br />
da Blizzard die Zahl der Erfahrungspunkte,<br />
die pro Stufe benötigt werden, reduziert hat.<br />
Gibt es die ultimative Twink-Klasse?<br />
Vergleicht man die Anzahl der Charaktere auf<br />
Maximalstufe in Patch 5.1 mit den heutigen<br />
Zahlen, dann stellt man einen Anstieg von 18<br />
Prozent fest. Selten gespielte Klassen wie der<br />
Schurke werden auch weniger getwinkt. Die<br />
wohl beliebteste Klasse für einen Zweitcharakter<br />
ist mit einem Zuwachs von zwanzig<br />
Prozent der Todesritter. Wir vermuten, dass er<br />
durch den Start auf Stufe 55 die favoristierte<br />
Twink-Klasse für einen Großteil aller Spieler<br />
ist. Mehr Zahlen und Fakten über Twinks und<br />
Klassenverteilungen liefern wir Ihnen an dieser<br />
Stelle nächste Ausgabe.<br />
„Bist du schon Level 90?“ – Anteil der Max-Level-<br />
Charaktere im Gesamtbild aller Klassen<br />
So lesen Sie das Diagramm: Der erste Balken zeigt den Anteil der 90er einer Klasse zu Patch 5.1, der zweite zeigt,<br />
wie hoch der Anteil aktuell ist. Die Quintessenz: In den letzten 1,5 Jahren wurde eifrig gelevelt.<br />
8,72 %<br />
28,74 %<br />
9,36 %<br />
27,10 %<br />
8,02 %<br />
26,22 %<br />
7,83 %<br />
26,07 %<br />
10,21 %<br />
27,28 %<br />
9,74 %<br />
28,89 %<br />
8,65 %<br />
27,26 %<br />
5,14 %<br />
20,43 %<br />
9,03 %<br />
28,32 %<br />
7,50 %<br />
25,92 %<br />
8,65 %<br />
24,59 %<br />
Todesritter<br />
Druide<br />
Jäger<br />
Magier<br />
Mönch<br />
Paladin<br />
Priester<br />
Schurke<br />
Schamane<br />
Hexenmeister<br />
Krieger<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Der Schamane<br />
Wenn im Raid alles schiefläuft<br />
Mit etwas Beobachtungsgabe und Anpassungsfähigkeit können Sie auch Routine-<br />
Raids sicher überstehen, ohne durch Nachlässigkeiten zu scheitern.<br />
Stand: WoD-Beta I Autor: Philipp Heiermann<br />
Klassenguide<br />
ie kennen das vielleicht, man farmt<br />
zum dreißigsten Mal die Schlacht um<br />
Orgrimmar ab und plötzlich kommt<br />
man an einem Boss nicht weiter. Woran liegt<br />
das? Ist der eine Twink mit Gammelausrüstung<br />
schuld, den Sie durch die Instanz schleifen, oder<br />
sind einfach alle auf Autopilot und schauen nebenbei<br />
die Fußball-WM? Manchmal liegt es wirklich<br />
an diesen Umständen, manchmal aber auch<br />
daran, dass sich einfach einige Kleinigkeiten im<br />
Raid geändert haben. Wenn Sie auf einmal bei<br />
den Dunkelschamanen mehr Nahkämpfer dabeihaben,<br />
dann ist es kein Wunder, dass die grünen<br />
Blobs zu einem größeren Problem werden.<br />
Andersherum merken Sie, wenn Sie bei Garrosh<br />
in Phase 1 weniger Nahkämpfer am Start haben,<br />
weil auf einmal die Orcs länger stehen bleiben.<br />
Aber auch bei den Heilern kann eine Umstellung<br />
Folgen haben. Fehlt beispielsweise auf einmal<br />
der Heilig-Paladin und die anderen Heiler<br />
machen Dienst nach Vorschrift, ist es normal,<br />
dass die Tanks häufiger umfallen als gewohnt.<br />
Aber auch die verbesserte Ausrüstung durch<br />
die zwei zusätzlichen Aufwertungsstufen wirkt<br />
sich natürlich darauf aus, wie ein Kampf läuft.<br />
Die Heilungszuteilung anpassen<br />
Wie schon erwähnt, Umstellungen im Heilerteam<br />
werden gerade in 10er-Raids sehr schnell<br />
spürbar. Fehlt ein Paladin, der typischerweise<br />
Allzeit bereit: Unterbrechen,<br />
verlangsamen<br />
und betäuben Sie!<br />
Unterstützen Sie Ihren Schlachtzug auch bei langweiligen<br />
Farm-Raids mit allen Mitteln!<br />
Gerade wenn Sie mit Twink-Tanks spielen, kann es<br />
nicht schaden, wenn Sie diesen auch anderweitig<br />
unter die Arme greifen. Ein Totem der Energiespeicherung<br />
zur richtigen Zeit kann hier mehr Entlastung<br />
bringen als ein Heilzauber. Aber auch das Unterbrechen<br />
von Zaubern kann den Schaden auf dem<br />
Tank verringern. Mit unerfahrenen Tanks kann es<br />
aber auch passieren, dass diese etwas länger brauchen,<br />
um die Gegner einzusammeln. Anstatt munter<br />
draufloszublitzen, können Sie mit einem Totem der<br />
Erdbindung dem Tank mehr Reaktionszeit erkaufen.<br />
Als Schadensausteiler sollten Sie auch bei neuen<br />
Heilern vorsichtiger sein – wo Ihr Stammheiler zur Not<br />
die Kohlen aus dem Feuer holt, kann es sein, dass<br />
seine Vertretung ein wenig langsamer heilt.<br />
den Tank heilt, dann muss sich gerade bei<br />
schadensintensiven Kämpfen wie gegen den<br />
Eisernen Koloss ein anderer Heiler exklusiv<br />
um die Tanks kümmern. Als Schamane können<br />
Sie diese Rolle übernehmen,<br />
auch wenn Sie nicht<br />
so effizient heilen wie ein<br />
Paladin. Nutzen Sie wie immer<br />
Erdschild und variieren<br />
Sie. Wichtig in einer solchen<br />
Situation ist, dass Sie mit<br />
Ihrem Mana gut haushalten,<br />
denn mit der Großen<br />
Welle der Heilung verbrennen<br />
Sie Ihren blauen Saft sehr<br />
schnell. Lassen Sie sich zur Not ein Anregen geben,<br />
wenn ein Druide im Schlachtzug ist.<br />
Bomben oder nicht bomben, das<br />
ist hier die Frage!<br />
Viele Kämpfe in der Schlacht um Orgrimmar<br />
beinhalten zusätzliche Gegner, die von der<br />
Gruppe nebenbei bekämpft werden müssen.<br />
Gerade wenn sich die Schlachtzugszusammenstellung<br />
ändert, kann das pr<strong>of</strong>unde<br />
Auswirkungen darauf haben, wie effektiv<br />
die Raidgruppe ist. Am auffälligsten ist dies<br />
natürlich, wenn die Gegner länger stehen als<br />
gewohnt. Das kann zu wahren Kettenreaktionen<br />
führen, wenn auf einmal etwa die Heiler<br />
ausweichen müssen oder die Laufwege<br />
versperrt werden. Aber auch die umgekehrte<br />
Variante ist denkbar: zu viel Flächenschaden<br />
und zu wenig Schaden auf das Hauptziel.<br />
Unterbrechen oder wipen? Egal<br />
wie gut Ihre Ausrüstung ist, bei Garrosh<br />
müssen die übernommenen Spieler<br />
immer noch unterbrochen werden.<br />
Neu in einer bestimmten<br />
Rolle?<br />
Dann fragen Sie doch vor allem Ihre<br />
Raidkollegen, auf was Sie bei jedem<br />
Kampf achten müssen. Unser Redaktionsraid<br />
macht das genauso!<br />
Gerade bei Garrosh in der ersten Phase ist<br />
die Kunst, nur so viel Flächenschaden auszuteilen<br />
wie notwendig, diesen aber so schnell<br />
wie möglich anzubringen. Ein Trick dabei ist,<br />
den ersten Kettenblitz auf Garrosh<br />
zu schießen, während<br />
die Orcs noch heran gelaufen<br />
kommen. Wenn Sie den Zauber<br />
richtig timen, springt er<br />
dennoch über. Andersherum<br />
können Sie sich den Kettenblitz<br />
schenken, wenn alle<br />
Gegner nur noch auf zehn<br />
Prozent sind, denn den Rest<br />
machen im Zweifel die Tanks<br />
und Nahkämpfer. In Extremfällen können Sie<br />
ganz auf Flächenangriffe verzichten. Dann<br />
machen Sie zwar insgesamt weniger Schaden,<br />
aber darauf kommt es nicht an. Wichtig<br />
ist, dass der Boss möglichst sicher umgehauen<br />
wird, nicht wer ganz oben im Recount steht!<br />
Neue Herausforderungen – neue<br />
Gelegenheiten<br />
Wenn Sie mehrere schlechter ausgerüstete Charaktere<br />
im Raid haben, dann müssen Sie wieder<br />
wesentlich sauberer und aufmerksamer spielen<br />
als wenn Sie mit der üblichen Truppe losziehen.<br />
Gleichzeitig bietet ein solcher Schlachtzug aber<br />
auch die Gelegenheit, mehr über die Kämpfe<br />
zu erfahren und das eigene Spiel zu verbessern.<br />
Denn <strong>of</strong>t sind es die vielen kleinen Details, die<br />
den Unterschied zwischen einem guten und einem<br />
sehr guten Spieler ausmachen!<br />
Die letzten Artikel: Totemplatzierung für Pr<strong>of</strong>is (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 51) +++ So heilen Sie in der Bewegung (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 70) +++<br />
35
Klassenguide<br />
Der Todesritter<br />
WoD-Beta: Blut-DK im Fokus<br />
Macht das Kämpfen als Blut-Todesritter in WoD wirklich Spaß? Wir machen den Test!<br />
Stand: WoD-Betaserver I Autor: Tanja Adov<br />
ie <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor-Beta ging vor<br />
Kurzem endlich live und wir dürfen<br />
Ihnen über unsere ersten Schritte im<br />
Dschungel von Tanaan und im ersten WoD-<br />
Dungeon berichten. Dabei legen wir in dieser<br />
Ausgabe den Fokus auf die Blut-Spezialisierung,<br />
da Blizzard diese Todesritter-Spielweise<br />
für den Beta-Start am aufwendigsten überarbeitet<br />
hatte. Schließlich ist der Blut-Todesritter<br />
nach Paladin die beliebteste Tank-Klasse und<br />
wir stellen uns die Frage, ob es in der nächsten<br />
Erweiterung auch so bleibt!<br />
Neue sekuNdäre stat-BoNi Blut-Todesritter<br />
setzen in der WoD-Beta auf Mehrfachschlag!<br />
Einfach Episch! Die ersten Kämpfe im Startgebiet (Der Dschungel von Tanaan) machen als Tank wegen großer<br />
Rotations-Löcher keinen Spaß, aber der Ausblick auf das kolossale Dunkle Portal entschädigt jeden Kummer!<br />
36<br />
Im Schneckentempo zum Kill<br />
Unser erster Eindruck: Der Blut-Todesritter<br />
spielt sich anders, und zwar viel langsamer<br />
als bisher gewohnt. Der blaue Runenbalken<br />
füllt sich im Verhältnis zum Kampftempo nur<br />
stockend auf, was teilweise zu langen Wartepausen<br />
und ungewollten Autohits führt.<br />
„Nicht genügend Runenmacht“ gehörte im<br />
Kampf gegen die ersten Draenor-Bösewichte<br />
zu den nervigen Standardfehlermeldungen.<br />
Das Kämpfen unter diesen Bedingungen<br />
machte trotz soliden Tank-Schadens keinen<br />
Spaß! Mit Blick auf das zurechtgestutzte Zauberbuch,<br />
die neuen passiven Fähigkeiten und<br />
sekundäre Stat-Boni wissen wir auch warum.<br />
Runenstoss Do<strong>of</strong> nur, dass es in der WoD-Beta<br />
keine Items mit Sekundärwert Mehrfachschlag gibt.<br />
Runenstoß und der Mehrfachschlag<br />
Todesmantel ersetzt in Zukunft den Runenstoß,<br />
der mit Patch 6.0 in die Zauberbuchecke<br />
mit passiven Fähigkeiten wandert. Die neue<br />
passive Fähigkeit Runenstoß gewährt Ihnen<br />
in WoD einen Bonus von fünf Prozent auf<br />
den Sekundärwert Mehrfachschlag auf Ihrer<br />
Ausrüstung. Während andere Tank-Klassen<br />
weiterhin auf gewohnte Sekundärwerte wie<br />
Tempo und kritischer Trefferwert setzen,<br />
muss der Blut-Todesritter in Zukunft, um<br />
Runenmacht zu gewinnen, den Sekundärwert<br />
Mehrfachschlag sammeln. Das funktioniert<br />
bisher aber nur in der Theorie. Die<br />
bisherigen Rüstungs-Questbelohnungen und<br />
die ersten erbeuteten Dungeon-Items haben<br />
nur Tempo und kritischen Trefferwert statt<br />
Mehrfachschlag drauf. Wann die ersten Ausrüstungs-Items<br />
mit Mehrfachschlag ins Spiel<br />
implementiert werden, bleibt abzuwarten.<br />
Wie regeneriert der Todesritter<br />
dann seine Ressourcen?<br />
Die Auswahl der Fähigkeiten,<br />
die Runenmacht regenerieren,<br />
sind deutlich<br />
geschrumpft. Der bisher<br />
beliebteste Lückenfüller:<br />
Horn des Winters gewährt<br />
Ihnen keine Runenmacht<br />
mehr. Die Antimagische<br />
Hülle erzeugt zwar weiterhin<br />
Runenmacht, allerdings nur in Höhe des<br />
absorbierten Schadens. Ist Ihr Runen- oder<br />
Blutschild während der Dauer von Antimagische<br />
Hülle aktiv, dann fällt die Runenregeneration<br />
sehr niedrig aus. Gut, viele Fähigkeiten<br />
zur Runenmachterzeugung bleiben nach<br />
der großen Aufräumaktion im Zauberbuch<br />
nicht mehr übrig. Runenwaffe Verstärken erzeugt<br />
weiterhin 25 Runenmacht, aber es steht<br />
Ihnen auch nur alle fünf Minuten zur Verfügung!<br />
Damit fällt diese Fähigkeit für die übliche<br />
Blut-Todesritter-Rotation also auch raus.<br />
Bluepost<br />
Ja, wir haben gemerkt,<br />
dass die Blut-Rotation derzeit zu langsam<br />
ist; das wird sich aber ändern. (Celestalon)<br />
Glyphe ‚eisrunen ‘ Ausgerechnet ein PvP-Zauber<br />
trägt in der Beta zur Ressourcengewinnung bei.<br />
Alles, was bleibt … Eisketten!<br />
Um Runenlöcher zu vermeiden, muss man<br />
in der WoD-Beta kreativ sein und Fähigkeiten<br />
in die Leiste ziehen, die sonst nur im PvP<br />
nützlich sind. Das beste<br />
Beispiel dafür ist der<br />
Zauber Eisketten plus<br />
die neue dazugehörige<br />
Glyphe ‚Eisrunen‘.<br />
Diese Glyphe gewährt<br />
Ihnen beim Einsatz von<br />
Eisketten zehn Runenmacht<br />
und kostet Sie für<br />
eine globale Abklingzeit nur eine Frostrune.<br />
Mit Blutwandlung in petto stehen Ihnen<br />
sogar genug Todesrunen zur Verfügung, um<br />
Eisketten vorerst als Rotation-Lückenfüller zu<br />
nutzen. Dennoch vermiesen die Ressourcenknappheit<br />
und die langsame Spielweise das<br />
Spielgefühl. Wir h<strong>of</strong>fen, das ändert sich bald.<br />
Letzten Endes nahm Celestalon, technischer<br />
Game-Designer von WoW, das Feedback zur<br />
stockenden Blut-Spielweise sehr ernst und<br />
versprach, dass dieses Problem baldmöglichst<br />
gelöst wird. Wir sind gespannt!<br />
Die letzten Artikel: Blut-Todesritter für Pr<strong>of</strong>is (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 52) +++ Frost-Todesritter im PvP (<strong>MMORE</strong> 04/14, S. 58) +++
Der Krieger<br />
Waffen-Chaos in Wod<br />
Blizzard versucht, mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor den Waffen-Krieger komplett zu verändern.<br />
Aber welche der vielen Änderungen überleben die Alpha-Phase?<br />
Stand: Beta-Server I Autor: Dirk Walbrühl<br />
Klassenguide<br />
iele Spieler finden den Waffen-Krieger<br />
im Vergleich zum Furor-Prügelknaben<br />
zu simpel und langweilig.<br />
Blizzards Konsequenz: Auf den Beta-Servern<br />
wird Woche um Woche an der Spielweise<br />
herumgeschraubt und dabei das ganze Konzept<br />
über den Haufen geworfen. Manch ein<br />
Krieger-Spieler fasst sich dabei ungläubig an<br />
den Kopf. Wir glauben trotzdem zu wissen,<br />
wohin die Reise geht.<br />
Hinrichten, Hinrichten, Hinrichten<br />
Zerschmettern war bisher für den Wutabbau<br />
verantwortlich und fällt mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
einfach weg. Der Ersatz: Hinrichten! Die<br />
Fähigkeit ist dann jederzeit nutzbar, kostet 20<br />
Wut plus bis zu 40 Wut, um Extraschaden zu<br />
verursachen. Ist der Gegner unter 20 Prozent<br />
Lebenspunkte, erhält der Waffen-Krieger<br />
einfach mehr Wut für mehr Hinrichten. Das<br />
klingt nach einer fairen Lösung, ändert aber<br />
die Spielweise. Der „neue“ Waffen-Krieger<br />
wartet bei 90 Wut auf Auslöser von schadensverstärkenden<br />
Effekten (Schmuck, Waffenverzauberung),<br />
bevor er versucht, dann<br />
möglichst viele Hinrichten durchzubringen.<br />
Die Befürchtung vieler Krieger-Fans: „Die<br />
Waffen-Spielweise fühlt sich damit zu reaktiv<br />
an.“ Wir glauben dennoch, dass es diese Änderung<br />
nach Draenor schafft.<br />
Wo kommt denn die Wut her?<br />
Auch beim Wutaufbau wird alles anders: So<br />
soll Tödlicher Stoß keine Extra-Wut mehr erzeugen<br />
und Wutanfall und die passive Fähigkeit<br />
Entfesselter Zorn fallen ganz weg. Das Ergebnis<br />
und Blizzards klares Ziel: ein gleichmäßiger<br />
Wutaufbau durch automatische Angriffe in<br />
der Kampfhaltung. Die wird dann natürlich im<br />
Vergleich zu den Live-Servern etwas erhöht.<br />
Doch genau das bringt Spieler in den Alpha-<br />
Foren auf die Palme: „Der Waffenkrieger wird<br />
total berechenbar!“ Das ist gerade im PvP ein<br />
Problem, wo doch nicht über regelmäßigen<br />
Schaden, sondern viel Schaden in kurzer Zeit<br />
gewonnen wird. Wir glauben fest daran, dass<br />
auch Blizzard das bald einsieht.<br />
Tasten-Klasse!“). Und genau deshalb glauben<br />
wir nicht, dass es bei dieser Änderung bleibt.<br />
Der Krieger braucht neben Tödlicher Stoß noch<br />
eine weitere Fähigkeit, damit das Warten auf<br />
Kolossales Schmettern nicht zu eintönig wird.<br />
Das muss aber keine aktive Fähigkeit sein.<br />
Eine passive Chance, Hinrichten kostenlos<br />
auszulösen, könnte die Spielweise auflockern,<br />
ohne Platz auf der Aktionsleiste zu kosten. Wir<br />
haben auch schon einen Vorschlag für den Namen:<br />
Überwältigen.<br />
Wirbeln statt tiefer Wunden<br />
Blizzard überarbeitet den Kampf gegen mehrere<br />
Gegner: Tiefe Wunden und Donnerknall<br />
fallen weg, dafür sollen Waffen-Krieger nun<br />
Wirbelwind benutzen. Der trifft zwar alle<br />
Ziele um den Krieger herum, ist aber aktuell<br />
noch zu schwach auf der Brust, um mit<br />
Weitreichende Stöße konkurrieren zu können.<br />
Soll der Krieger im Punkt AoE-Schaden nicht<br />
das Klassen-Schlusslicht werden, muss Blizzard<br />
Wirbelwind verbessern und den Schaden<br />
anheben. Doch genau hierfür ist die Beta als<br />
„Testkammer“ ja da und bis zum Release im<br />
Herbst dürfte sich noch einiges tun. Immerhin<br />
zeigt Blizzard den Willen, die Waffen-<br />
Spielweise grundlegend zu verbessern und<br />
dabei auch ungewöhnliche Wege zu gehen.<br />
Wir empfehlen Krieger-Fans also vor allem<br />
eines: abwarten und Waffen schärfen.<br />
der Haltungstanz ist<br />
wieder da!<br />
Juchu, wir dürfen wieder regelmäßig Haltungen<br />
wechseln. Zumindest sieht es so aus.<br />
Dieser Punkt betrifft neben dem Waffen-Krieger<br />
gleich alle Krieger-Spezialisierungen. Denn bestimmte<br />
Fähigkeiten werden in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
wieder an bestimmte Haltungen gebunden.<br />
Dabei bekommt jede Haltung (Berserkerhaltung<br />
fällt weg, also Kampfhaltung, Schutzhaltung und<br />
die per Talente wählbare Gladiatorhaltung) eine<br />
eigene Aktionsleiste, die beim Haltungswechsel<br />
mitwechselt. Das spart Platz auf den Aktionsleisten<br />
– genau das, was Blizzard will. Doch es sorgt<br />
auch für einige Nebeneffekte.<br />
Denn ein Haltungswechsel kostet eine Globale<br />
Abklingzeit. Blizzard möchte <strong>of</strong>fensive Fähigkeiten<br />
(etwa Weitreichende Stöße) an die Kampfhaltung<br />
und defensive (etwa Anspornender<br />
Schrei) an die Schutzhaltung binden. Dadurch<br />
kann der Krieger aber nicht mehr gleichzeitig seine<br />
Offensive und Defensive verstärken. Die einfachste<br />
Lösung und der Vorschlag vieler Spieler:<br />
den Haltungswechsel von der Globalen Abklingzeit<br />
trennen. Das ist aber unwahrscheinlich, da<br />
dann die verhassten Haltungswechsel-Makros<br />
für Krieger zur Pflicht werden würden.<br />
ade Überwältigen?<br />
Das jüngste Opfer der WoD-Alpha: Überwältigen.<br />
Die Fähigkeit soll ersatzlos gestrichen<br />
werden. Also nutzt man Tödlicher Stoß, bis Kolossales<br />
Schmettern bereit ist, und dann Hinrichten,<br />
dass die Rüstung wackelt? Das ist vielen<br />
Spielern zu einfach („Niemand will eine Drei-<br />
TüfTeln bis zum schluss Der<br />
Waffen-Krieger ist eine der größten<br />
Baustellen der WoD-Beta.<br />
Die letzten Artikel: Furor gegen Waffen (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 45) +++ Furor für Fortgeschrittene (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 32) +++<br />
37
Klassenguide<br />
Der Hexenmeister<br />
Unsere ersten Schritte in Draenor<br />
Die WoD-Alpha läuft und wir haben uns mit dem Zerstörungs-Hexer durch den<br />
Frostfeuergrat gespielt. Wie gut schlägt sich der Meister der grünen Flammen?<br />
Stand: Beta-Testserver I Autor: Karsten Scholz<br />
ie haben es sicherlich schon in der<br />
letzten <strong>MMORE</strong>-Ausgabe oder auf<br />
unserer Facebook-Seite (www.facebook.com/pcgmmore)<br />
gesehen: Wir sind in<br />
der Beta von <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor und testen<br />
dort die Klassen und ihre bisherigen Änderungen.<br />
Während einige Spielweisen, etwa die<br />
des Gleichgewichts-Druiden, spürbar verändert<br />
wurden, können sich alle Hexenmeister<br />
entspannt zurücklehnen: Die Entwickler kündigten<br />
an, dass auf den Dämonenbeschwörer<br />
nur kleine Anpassungen<br />
zukommen werden. Warum?<br />
Weil die Klasse bereits zu<br />
Beginn von MoP umgekrempelt<br />
wurde und Blizzard mit<br />
dem Status quo zufrieden ist.<br />
Ein paar Neuerungen gibt es<br />
aber doch, zum Beispiel die<br />
Einschränkungen für Dämonisches<br />
Tor (kann von jedem<br />
Spieler nur einmal alle 90 Sekunden benutzt<br />
werden) und die Gesundheitssteine (teilen<br />
sich nun die Abklingzeit mit Heiltränken).<br />
Oder dass Zauber wie Teufelsflamme und Fluch<br />
der Entkräftung ersatzlos gestrichen werden.<br />
Doch wie wirkt sich das auf Ihre Spielweise<br />
aus? Wie schlägt sich Ihr Hexenmeister in<br />
<strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor? Wir haben die Probe<br />
aufs Exempel gemacht und uns als Zerstörer<br />
durch den Frostfeuergrat gespielt.<br />
Verbessertes<br />
Heimzahlen!<br />
Mit dem ersten Stufenaufstieg erhalten<br />
Sie eine um 15 Prozent erhöhte<br />
Chance, dass gegnerische physische<br />
Angriffe Heimzahlen auslösen.<br />
Alles beim Alten<br />
Während wir etwa beim Druiden oder Schamanen<br />
ein paar Minuten brauchten, um unseren<br />
ersten Schock (was haben die Entwickler<br />
hier bitte alles aus dem Zauberbuch geschmissen?!)<br />
zu überwinden, fielen uns die ersten<br />
Schritte in WoD mit dem Hexenmeister ausgesprochen<br />
leicht. Zwar schrumpfte die Anzahl<br />
der aktiven Zauber von 37 (Ihre Talente nicht<br />
mitgezählt) auf 29, doch weinen wir nach unseren<br />
Alpha-Erfahrungen keinem der verlorengegangenen<br />
Zaubern eine<br />
Träne nach. Dämonen kommandieren<br />
und Flammen von<br />
Xoroth haben wir in MoP eh<br />
nur selten genutzt, gleiches<br />
gilt für Zwielichtzauberschutz<br />
und Teufelsflamme. Auch auf<br />
Fluch der Entkräftung sowie<br />
Fluch der Elemente können<br />
wir gut verzichten, und<br />
Schreckensgeheul ist nicht wirklich weg, sondern<br />
nimmt in der Talentmatrix den Platz von<br />
Dämonischer Atem ein. In der Level-Phase vermissten<br />
wir einzig und allein Lebenslinie, weil<br />
der Zauber in Kombination mit der gleichnamigen,<br />
geringen Glyphe einfach bärenstark<br />
ist: Während andere Klassen Elite-Gegner<br />
großflächig umlaufen mussten, konnten wir<br />
sie mit dem Leerenfürsten einfach austanken<br />
und umhauen.<br />
Die beste Klasse schlechthin!?<br />
Da wir auf dem Beta-Server bereits verschiedene<br />
Spielweisen ausprobieren konnten, sind<br />
wir uns sicher: Der Hexer bleibt Level-König –<br />
zumindest unter allen Zauberklassen. Packen<br />
Sie einfach Ihren Leerenfürst aus, denn der<br />
kann auch stärkere Gegner an sich binden und<br />
deren Schlägen trotzen. Per Seelenverbindung<br />
und Seele entziehen halten Sie ihn am Leben,<br />
während Sie mit Feuerbrand, Verbrennen, Feuersbrunst<br />
und Chaosblitz Schaden verursachen.<br />
Benötigen Sie kurzzeitig enorm viel Schaden,<br />
aktivieren Sie Finstere Seele: Instabilität und rufen<br />
Ihre Terrorwache herbei. In Kombination<br />
mit der Kasernen-Fähigkeit Ruf zu den Waffen,<br />
mit der Sie kurzzeitig die Truppen Ihrer Garnison<br />
zu Hilfe rufen, haben Sie eine ganze Armee<br />
aus Orcs und Dämonen in der Hinterhand, die<br />
Sie auf Ihren Feind hetzen können. Mit Ihrem<br />
Schattenbrand geben Sie dem angeschlagenen<br />
Opfer schließlich den Rest und bauen dadurch<br />
neue Instabile Funken auf. Doch der Zerstörungs-Hexenmeister<br />
glänzt auch in Kämpfen<br />
gegen mehrere Ziele. Mittels Verwüstung und<br />
Chaosblitz knipsen Sie etwa gleich zwei Widersachern<br />
in Sekundenschnelle das Licht aus. Bei<br />
größeren Gegnergruppen greifen Sie wiederum<br />
zu Feuerregen, um Instabile Funken zu erzeugen,<br />
und zu Feuer und Schwefel, damit Verbrennen,<br />
Feuerbrand und Feuersbrunst sämtliche<br />
feindlichen Ziele erwischt.<br />
Nie alleiN uNterwegs<br />
Ihr Hexenmeister gehört<br />
auch in Draenor zu den<br />
stärksten Level-Klassen. Der<br />
Leerenfürst tankt auch starke<br />
Elite-Monster wie Grondo<br />
(Bild) und bei Bedarf rufen<br />
Sie Ihre Terrorwache und die<br />
Garnisonstruppen herbei.<br />
38<br />
Die letzten Artikel: Wohin mit den Talenten? (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 46) +++ Wann lohnt sich Gebrechen? (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 66) +++
Der Mönch<br />
Endlich: Heilen durch Haue!<br />
Klassenguide<br />
Auf Bosse einschlagen und dabei heilen – das hat in Mists <strong>of</strong> Pandaria niemals richtig<br />
geklappt. Mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor wird der Traum (vielleicht) endlich Realität.<br />
Stand: WoD-BetaI Autor: Johann Trasch<br />
a, das wäre ja mal was: Blizzard<br />
baut zu Redaktionsschluss den<br />
Nebelwirker-Mönch komplett um<br />
und sorgt so dafür, dass die heilenden Kung-<br />
Fu-Helden endlich auch mit Kung Fu heilen<br />
können. Wir sind entzückt – falls es klappt.<br />
Das geht doch jetzt schon?<br />
Ein kurzer Exkurs zu den Anfängen des<br />
Mönchs in Mists <strong>of</strong> Pandaria: Blizzard kündigte<br />
den Nebelwirker großspurig als einen<br />
Heiler an, der seine Mitspieler über<br />
Nahkampf-Attacken heilt. Also Nahkampfattacken<br />
auf Gegner, nicht auf Ihre Mitspieler,<br />
Sie Streithammel! Das Problem: Der<br />
Schaden war allerhöchstens auf niedrigem<br />
Tank-Niveau und der Heil-Ausstoß extrem<br />
gering; zumindest im Vergleich zum klassischen<br />
Heilen: do<strong>of</strong> rumstehen und Zauber<br />
auf Mitspieler wirken. Mönch-Heiler unterscheiden<br />
hier zwischen „mistweaving”, also<br />
dem englischen Wort für die Nebelwirker-<br />
Spezialisierung in Verbform, und „fistweaving”<br />
– heilen durch Nahkampf, mit den<br />
Fäusten also. Wer seinen Heil-Mönch in Mists<br />
<strong>of</strong> Pandaria als reinen Fistweaver spielte,<br />
der spielte schlicht und ergreifend nicht besonders<br />
gut. Das trug dazu bei, dass zu Beginn<br />
von Mists <strong>of</strong> Pandaria viel Misstrauen<br />
gegenüber der neuen Heilklasse herrschte:<br />
Reinhauen gehörte für die meisten Nebelwirker<br />
zum Selbstverständnis, dafür hatten<br />
viele die Klasse überhaupt erst hochgelevelt.<br />
Do<strong>of</strong> nur: Selbst die Mönche, die ihre Klasse<br />
richtig spielten, hingen <strong>of</strong>t den meisten<br />
anderen Heilern hinterher – das Balancing<br />
stimmte einfach nicht. Durch den legendären<br />
Meta-Sockel und die Manaersparnis daraus<br />
bauten zwar viele Nebelwirker später<br />
Nahkampf-Attacken in ihre Spielweise ein<br />
(indem sie mana-regenerierende, aber teure<br />
Angriffe während des Nichts-kostet-Mana-<br />
Procs nutzten), aber das war nie dasselbe wie<br />
Heilen durch Haue.<br />
Jetzt kommt alles anders<br />
Blizzard hängt aber scheinbar am Konzept des<br />
Kung-Fu-Heilers und versucht, in der laufenden<br />
WoD-Beta die Spielweise zu retten. Bisher<br />
haben Nebelwirker zwei Haltungen: Die weise<br />
Schlange und Der wilde Tiger. Letztere ist aber<br />
zu nichts gut, da sämtliche Heil-Zauber, -Effekte<br />
und Buffs nur in Die weise Schlange aktiv<br />
sind. In <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor ist das anders:<br />
Der wilde Tiger wird durch Der energische Kranich<br />
ersetzt! Was diese neue Haltung genau<br />
bewirkt, lesen Sie im Kasten unten. Wichtig ist<br />
erst einmal nur folgende neue Grundregel: Mit<br />
aktiver Haltung Die weise Schlange können Sie<br />
wie bisher normal heilen, also einzelne Spieler<br />
anwählen und Ihre Heilzauber benutzen. Allerdings<br />
haben Sie keine Nahkampfattacken<br />
mehr und der Buff Eminenz, mit dem Sie Ihre<br />
Mitspieler durch Nahkampfattacken heilen,<br />
fällt auch weg. In Der energische Kranich erhalten<br />
Sie allerdings all Ihre Nahkampf-Attacken<br />
zurück (sogar mehr, als Sie jetzt haben) und<br />
hauen ordentlich rein: Eminenz erhalten Sie automatisch<br />
und so heilt aller Schaden, den Sie<br />
austeilen, jeweils den am schwersten verletzten<br />
Mitspieler in Ihrer Nähe. Der Nachteil: Außer<br />
Wallender Nebel haben Sie keine sinnvollen<br />
Direktheilzauber mehr. Den können Sie zwar<br />
durch Lebensspendender Nebel-Procs <strong>of</strong>t ohne<br />
Zauberzeit – also während Sie zuschlagen –<br />
einsetzen, aber das reißt das zu erwartende<br />
Heil-Defizit nicht raus. Außerdem erzeugt<br />
Knisternder Jadeblitz nur noch in der Nahkampfhaltung<br />
Chi-Punkte. In Heiler-Haltung<br />
wird es also nahezu sinnlos, Schaden auszuteilen,<br />
selbst wenn Sie sonst nichts zu tun haben.<br />
Warum ist das besser?<br />
Erst mal ändert das neue System nichts. Auf<br />
Stufe 92 (höher konnte man zu Redaktionsschluss<br />
nicht leveln) waren sinnvolle Tests der<br />
neuen Spielweise kaum möglich, aber die ersten<br />
nichtssagenden Ergebnisse fielen enttäuschend<br />
aus: Kaum Schaden, kaum Heilung.<br />
Laut Blizzard soll sich der Prügel-Nebelwirker<br />
auf halber Heilung eines guten Heilers und<br />
halbem Schaden eines guten Schadensausteilers<br />
einpendeln. Auch wenn viele Raids einen<br />
solchen Hybriden brauchen könnten, bleibt<br />
die Frage: Wissen diese Raids das und können<br />
einen solchen Charakter auch einsetzen? Gute<br />
Mönchs-Heiler werden <strong>of</strong>t die Haltung wechseln<br />
müssen, wenn sie das Maximum rausholen<br />
wollen. Wir bleiben skeptisch.<br />
Der energische Kranich<br />
Die neue Haltung des Nebelwirker-Mönchs vereint<br />
alle Nahkampf-Boni und -Attacken in sich.<br />
Als Nebelwirker haben Sie in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
eine neue Haltung namens Der energische Kranich.<br />
Nur in dieser können Sie den Tritt der aufgehenden<br />
Sonne, den Blackout-Tritt, Hieb und Tigerklaue benutzen<br />
und nur in dieser pr<strong>of</strong>itieren Sie von Eminenz<br />
– das ist der Effekt, der dafür sorgt, dass Ihr ausgeteilter<br />
Schaden in Heilung umgewandelt wird. Außerdem<br />
erhöht Der energische Kranich Ihre Angriffskraft<br />
um 100 Prozent Ihrer Zaubermacht und sorgt dafür,<br />
dass Sie durch jedes verbrauchte Chi einen Stapel<br />
von Lebensspendender Nebel erhalten. Den Buff<br />
stapeln Sie in MoP noch durch Hiebe und wenn Sie<br />
fünf davon sammeln, dürfen Sie jetzt wie auch in<br />
WoD kostenlos und s<strong>of</strong>ort Wallender Nebel wirken.<br />
Wir sind früh dran!<br />
Wir haben den Windläufer<br />
schon in der Alpha<br />
bereits gespielt.<br />
Die letzten Artikel: Schaden mit dem Windläufer (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 22) +++ Zweihand oder Einhänder? (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 65) +++<br />
39
Klassenguide<br />
Der schurke<br />
Beherrschen sie drei spielweisen!<br />
Meucheln, Kampf oder Täuschung – warum sich immer nur für eine Spielweise entscheiden?<br />
Die Abwechslung zeichnet den wahren Schurken aus!<br />
Stand: Beta-Server I Autor: Astrid Gooding<br />
40<br />
ls Autorin für die <strong>MMORE</strong> hat man<br />
es gar nicht leicht: Ständig muss man<br />
seine Spezialisierung wechseln und<br />
andere Spielweisen ausprobieren,<br />
damit man immer auf dem neuesten Stand<br />
der Dinge bleibt. Aber wozu eigentlich? Eine<br />
kleine Recherche im Internet verrät schließlich,<br />
dass fast 84 Prozent aller Schurken sich<br />
bei den aktuellen Spielinhalten für die Kampf-<br />
Spezialisierung entscheiden. Warum also alle<br />
paar Wochen die Meucheln- und Täuschungs-<br />
Spezialisierung auspacken, wenn es scheinbar<br />
doch eh keinen interessiert? Nur weil der Chef<br />
sonst nervt?<br />
ursachenforschung<br />
Okay, ganz ehrlich: Wir haben ein bisschen dick<br />
aufgetragen, denn so schlimm ist der Chef gar<br />
nicht. Das mit den 84 Prozent haben wir allerdings<br />
nicht frei erfunden, sondern das sind<br />
harte Fakten. Aber warum ist es so, dass gerade<br />
bei den reinen Schadensverursachern immer<br />
nur eine Spezialisierung wirklich zum Einsatz<br />
kommt und man nicht – je nach Situation und<br />
Anforderung – auch mal die Spielweise entsprechend<br />
wechselt?<br />
Wirft man einen Blick auf die Jäger, lässt es sich<br />
so erklären: Es gibt immer eine Spezialisierung<br />
pro Add-on, die so viel besser ist als die anderen,<br />
weil sie in allen Situationen einfach mehr<br />
Schaden verursacht. Aber trifft das auch auf<br />
FREIE WAHL In <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Drae nor können<br />
Sie die Spezialisierung<br />
spielen, die Sie wollen<br />
– und müssen nicht erst<br />
die passenden Waffen<br />
dafür erbeuten.<br />
Fortsetzung des großen<br />
Guides verschoben!<br />
Sie hatten in dieser Ausgabe eigentlich die Fortsetzung<br />
des Schurken-Pr<strong>of</strong>i-Guides von Ausgabe 07/14<br />
erwartet? Wir auch. Doch dann ist der Verlag umgezogen,<br />
anschließend wurde unsere Autorin Astrid krank<br />
und dann blieb einfach nicht mehr genug Zeit, um alle<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipps auf so vielen angekündigten Seiten zu verpacken.<br />
In der kommenden Ausgabe 09/14 geht es<br />
aber weiter – großes Indianerehrenwort!<br />
Schurken zu? Mitnichten! Die Ursache muss<br />
also woanders liegen: bei den Waffen!<br />
Mit Patch 6.0 wird alles besser<br />
Aktuell sind die drei unterschiedlichen Spielweisen<br />
auch stark mit bestimmten Waffenarten<br />
verknüpft. Während Kampf-Schurken am<br />
liebsten auf Faustwaffen, Schwerter und Äxte<br />
zurückgreifen und ein langsames Waffentempo<br />
bevorzugen, können die Giftmischer (Meuchel-<br />
Spezialisierung) und Schatten-Tänzer (Täuschungs-Schurken)<br />
auf gar keinen Fall auf ihre<br />
schnellen Dolche verzichten. Was unweigerlich<br />
dazu führt, dass man hin und wieder gar keine<br />
andere Wahl hat, als sich auf eine bestimmte<br />
Spielweise zu fokussieren, da einem schlichtweg<br />
das richtige Werkzeug fehlt. Doch dieser<br />
Ausrede können wir Schurken uns nicht mehr<br />
lange bedienen. Denn wie durch Vorankündigen<br />
ausreichend bekannt ist, wird es in <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor überhaupt keine Rolle mehr<br />
spielen, ob man einen Dolch oder ein Schwert<br />
sein Eigen nennt. Man nimmt einfach das in<br />
die Hand, was zur Verfügung steht, und wählt<br />
unabhängig davon seine Spezialisierung aus.<br />
Und somit ist die Bahn frei für mehr Spezialisierungsvielfalt<br />
und individuelle Anpassung<br />
an die jeweilige Situation und Boss-Mechanik.<br />
Meucheln: der alleskönner<br />
Meuchel-Schurken sieht man die Tage nicht<br />
mehr häufig. Vor allem Schurken-Anfänger<br />
und frische 90er greifen auf diese Spezialisierung<br />
zurück, da sie zum einen recht einfach<br />
zu erlernen ist und auch mit schlechteren Waffen<br />
(niedriger Item-Level) ganz ordentlichen<br />
Schaden verursacht. Die Höhe des verursachten<br />
Einzelzielschadens ist konstant und in<br />
der Theo rie nur geringfügig niedriger als bei<br />
Kampf-Schurken. Was <strong>of</strong>tmals unterschätzt<br />
wird, ist der Gruppenschaden der Gift-affinen<br />
Meuchler, die mit Blutung und Vergiften ordentlich<br />
die Gesundheitsbalken mehrerer Gegner<br />
malträtieren. Die Spielweise glänzt ganz besonders<br />
in Kämpfen, in denen man abwechselnd<br />
einen Hauptgegner und Gegnergruppen bekämpft.<br />
Täuschung: nur für schnelle Finger<br />
Obwohl die Täuschungs-Spielweise theoretisch<br />
mit Best-in-Slot-Klamotten den höchsten<br />
Einzelzielschaden verursacht, entscheidet sich<br />
kaum einer für diese Spezialisierung. Das liegt<br />
sicherlich auch daran, dass Täuschung im Vergleich<br />
zu Kampf und Meucheln komplizierter<br />
zu spielen ist und das Potenzial der Spielweise<br />
bei fast keinem Kampf im aktuellen Inhalt ausgereizt<br />
werden kann. Positions- und Zielwechsel<br />
oder die fehlende Möglichkeit, hinter dem<br />
Gegner zu stehen, machen dem Täuschungs-<br />
Schurken das Leben schwer und reduzieren die<br />
DpS (englisch für Schaden pro Sekunde) drastisch.<br />
Trotzdem eignet sich die Spielweise auch<br />
aktuell hervorragend für Kämpfe, in denen<br />
man auf Abruf in kurzer Zeit sehr viel (Burst-)<br />
Schaden verursachen muss, um siegreich aus<br />
der Schlacht herauszutreten.<br />
Kampf: der go-to-spec in MoP<br />
Was also ist es, das aktuell so viele Spieler an<br />
die Kampf-Spielweise fesselt? Es ist ziemlich<br />
simpel: Kampf-Schurken brillieren, wenn es<br />
darum geht, auf einem Hauptziel und gleichzeitig<br />
auf weiteren Adds Schaden zu verursachen.<br />
Und schaut man sich die Kampfabläufe<br />
in der Schlacht um Orgrimmar an, trifft diese<br />
Situation auf viele, um nicht zu sagen fast alle<br />
Bosskämpfe zu.<br />
und was spielt man in Wod?<br />
Ob es in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor eine Spielweise<br />
gibt, die häufiger gespielt wird und besser<br />
ist als die anderen, kann man zu diesem Zeitpunkt<br />
noch nicht sagen. Klar, die Täuschungs-<br />
Spielweise wird etwas einfacher gestaltet<br />
und die Mechanik von einigen Meuchel- und<br />
Kampf-Fähigkeiten angepasst. Aber eine klare<br />
„Das ist es!“-Spielweise sehen wir aktuell noch<br />
nicht. Viel mehr spekulieren und h<strong>of</strong>fen wir<br />
darauf, dass die neue Waffen-Unabhängigkeit<br />
dafür sorgen wird, auch öfters mal über den<br />
Tellerrand zu blicken und seine Spezialisierung<br />
situa tionsgerecht auszuwählen. Voraussetzung<br />
hierfür ist, dass Blizzard in WoD uns öfter mal<br />
unterschiedliche Kampfabläufe beschert, damit<br />
sich der Spec-Wechsel auch wirklich lohnt ;-).<br />
Die letzten Artikel: der Kampf-schurke im detail (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 84) +++ Kurzer Blick in die Wod-alpha (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 62) +++
Der Paladin<br />
Ewige Flamme optimal nutzen<br />
KlassE n G uiDE<br />
Der heilige Ritter verfügt über ein großes Arsenal an Defensiv-Cooldowns und<br />
zählt dank seiner Vielseitigkeit zur beliebtesten Schutz-Klasse in MoP.<br />
Stand: 5.4.8 I Autor: Tanja Adov<br />
as Tanken gehört zu einer der wichtigsten<br />
Positionen im Schlachtzug<br />
und erfordert außer Konzentration<br />
und schnellem Reaktionsvermögen viel Sinn<br />
für Gruppen-Zusammenspiel. Einen guten<br />
Paladin-Spieler zeichnet seine Vielseitigkeit<br />
aus: Er muss auf den Kampfverlauf achten,<br />
seine Schutzfähigkeiten und Selbstheilung<br />
zur rechten Zeit nutzen und den Rest<br />
der Gruppe im Auge behalten. Schließlich<br />
brennen die hilfreichen Pala-Hände darauf,<br />
eingesetzt zu werden! Da ist es nicht weiter<br />
verwunderlich, dass der strahlende Ritter <strong>of</strong>t<br />
als Babysitter des Schlachtzugs tituliert wird.<br />
Ressourcenspiel<br />
Im Kampf gegen allerlei Bösewichte greift Paladin<br />
auf zwei Ressourcen zurück: Mana und<br />
Heilige Kraft. Während Sie als Schutz-Paladin<br />
kaum auf Ihren Manabalken achten müssen,<br />
gilt dem Spiel mit Heilige Kraft eine besondere<br />
Aufmerksamkeit.<br />
Heilige Kraft<br />
Diese Ressource verbrauchen Sie, um Ihre<br />
Schutzfähigkeiten und Selbstheilung zu verstärken.<br />
Dank der passiven Fähigkeit Grenzenloser<br />
Glaube können Sie bis zu fünf Stapel<br />
Heilige Kraft speichern. Sie arbeiten in den<br />
meisten Fällen mit drei Heilige Kraft-Aufladungen,<br />
die restlichen zwei dienen Ihnen als<br />
Notfallreserve, damit Sie sich in brenzligen Situationen<br />
mit Schild der Rechtschaffenen schützen<br />
oder mit Ewige Flamme heilen können.<br />
Diese Talente brauchen sie<br />
Für mehr Selbstheilung und schnelleren Heilige<br />
Kraft-Aufbau wählen Sie diese Talente in<br />
Reihe drei und Reihe fünf aus:<br />
Ewige Flamme<br />
Kosten: Min. 1 Heilige Kraft-Aufladung.<br />
Dieses Talent ersetzt Wort der Herrlichkeit und<br />
ist ein Must-have für alle Schutz-Paladine,<br />
weil sich der regelmäßige Heilungseffekt von<br />
Ewige Flamme um 50 Prozent erhöht, wenn<br />
Sie den Zauber auf sich selbst wirken. Die<br />
Heilung von Ewige Flamme lohnt sich erst<br />
wirklich, wenn Sie mindestens drei Stapel<br />
von Bastion der Herrlichkeit aufgebaut und mit<br />
T-16-4er-Bonus eine Aufladung Heilige Kraft<br />
erzeugt haben (wie Sie Heilige Kraft und Bastion<br />
der Herrlichkeit generieren, erfahren Sie im<br />
Kasten auf der rechten Seite).<br />
Heiliger Rächer<br />
2 Minuten Abklingzeit:<br />
Dieses Talent ist ein Alleskönner und hilft in<br />
allen Kampfsituationen. Alle Fähigkeiten,<br />
die Heilige Kraft erzeugen, verursachen, während<br />
Heiliger Rächer aktiv ist, 30 Prozent mehr<br />
Schaden und Heilung und erzeugen s<strong>of</strong>ort<br />
drei Heilige Kraft. Achtung: Heben Sie Heiliger<br />
Rächer aber nicht nur für Notfallsituationen<br />
auf! Die gewonnene Heilige Kraft können Sie<br />
sowohl für mehr Offensive als auch für mehr<br />
Defensive und Selbstheilung einsetzen.<br />
Heilige Kraft sparen mit<br />
T-16-4er-Bonus<br />
Die richtige Talentwahl ist aber nur die halbe<br />
Miete. Das T-16-4er-Set schont die Heilige-<br />
Kraft-Aufladungen und erleichtert deren<br />
Auf- und Abbau ungemein. Wenn Sie drei<br />
oder mehr Stapel von Bastion der Herrlichkeit<br />
aufgebaut haben, dann verbraucht das<br />
nächste Wirken von Ewige Flamme keine Heilige<br />
Kraft, verhält sich allerdings so, als ob Sie<br />
drei Heilige Kraft verbraucht hätten. Das heißt<br />
für Sie, dass Sie den maximalen Heilungseffekt<br />
von Ewige Flamme kostenlos erhalten<br />
und die darauffolgenden Aufladungen von<br />
Heilige Kraft s<strong>of</strong>ort in Schild der Rechtschaffenen<br />
investieren können. Mit dem Schutz-Paladin<br />
Set-Bonus in petto spielen Sie die Schutz-Rotation<br />
schneller und sorgen für großteils kostenfreie<br />
und lückenlose Selbstheilung!<br />
Wichtige Procs im<br />
auge behalten mit<br />
Weakauras<br />
Dieses Add-on ist leicht zu konfigurieren und erleichtert<br />
Ihnen das Raid-Leben.<br />
WeakAuras können Sie auf Add-on-Seiten wie<br />
curse. com oder wowinterface.com herunterladen<br />
und installieren. Auf unserer Facebookseite: facebook.com/pcgmmore<br />
finden Sie vorgefertigte<br />
Paladin-WeakAuras-Strings, die sie bequem via<br />
STrG-C rauskopieren können. Geben Sie im Spiel-<br />
Chatmenü /wa ein, unter WeakAuras-Optionen (auf<br />
der rechten Seite, ganz unten) wählen Sie „Importieren“<br />
aus. Fügen Sie via STrG + V den gewünschten<br />
WeakAuras-String ein und drücken Sie dann auf<br />
„fertiggestellt“. Voilà! Nun müssen Sie nur noch die<br />
Symbole an den gewünschten Ort verschieben.<br />
Ewige Flamme:<br />
Die Gebrauchsanleitung<br />
So setzen Sie als Schutz-Paladin mit 4er-T-16-Bonus<br />
die Heilige Kraft optimal in eigene Heilung um.<br />
schritt 1:<br />
Bauen Sie 3 Heilige Kraft auf!<br />
Diese Fähigkeiten bauen Heilige Kraft auf: Setzen<br />
Sie Richturteil und Kreuzfahrerstoß gegen Einzelziele<br />
ein. Gegen mehrere Ziele wirken Sie Hammer<br />
der Rechtschaffenen. Proct die passive Fähigkeit<br />
Oberster Kreuzfahrer, dann erzeugt der Schild des<br />
Rächers eine Heilige Kraft-Aufladung.<br />
schritt 2:<br />
Investieren Sie 3 Heilige Kraft in Schild der Recht-<br />
schaffenen!<br />
schritt 3:<br />
Bauen Sie 3 Stapel von Bastion der Herrlichkeit<br />
auf!<br />
Wiederholen Sie Schritt 1 und 2, bis Sie mit Schild-<br />
schlag 3 Stapel von Bastion der Herrlichkeit aufgebaut<br />
haben.<br />
3 Stapel!<br />
schritt 4:<br />
Wirken Sie Ewige Flamme!<br />
Haben Sie 3 Stapel von Bastion der Herrlichkeit<br />
aufgebaut? Dann wirken Sie gleich Ewige Flamme.<br />
Dank T-16 4er Bonus brauchen Sie dafür keine lige<br />
Hei-<br />
Kraft!<br />
Die letzten Artikel: Der Heilig-Paladin auf 10 seiten (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 42) +++ Pala-schnellstart auf stufe 90 (<strong>MMORE</strong> 05/14, S. 47) +++<br />
41
Klassenguide<br />
Der Priester<br />
Etwas mehr Disziplin, bitte!<br />
In dieser Ausgabe werfen wir einen genauen Blick auf einige der Änderungen, die<br />
Blizzard mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor am Disziplin-Priester vornimmt.<br />
Stand: Beta I Autor: Sebastian Glanzer<br />
42<br />
it WoD stellt Blizzard einiges auf den<br />
Kopf, auch die Disziplin-Spielweise<br />
bleibt nicht verschont. Weniger intelligente<br />
Heilungen, zusätzliche Zauberzeiten<br />
und vieles mehr lassen die Zukunft der Robenträger<br />
erst mal nicht rosig aussehen.<br />
Weniger intelligente Heilungen<br />
Die „intelligente Heilung“ von Abbitte, die aktuell<br />
per Heilige Pein, Sühne und Heiliges Feuer<br />
noch das am schwersten verletzte Ziel heilt,<br />
verarztet in WoD angeschlagene Spieler nach<br />
dem Zufallsprinzip, und das für 25 Prozent<br />
weniger als zuvor. Das zerstört die „Smite“-<br />
Spielweise nicht komplett, macht sie aber auf<br />
jeden Fall etwas ineffektiver. Um die Gruppe<br />
bei moderatem Schaden am Leben zu halten,<br />
wird Abbitte ihren Zweck erfüllen, und auch<br />
wenn die Gruppe kaum bis gar keinen Schaden<br />
erleidet, bauen Sie damit durch Göttliche<br />
Aegis immer noch einen Schild auf. Aber auch<br />
hier verändert Blizzard einiges und verringert<br />
das „AoE-Cap“ der 90er-Talente. Das bedeutet,<br />
dass Göttlicher Sturm oder Strahlenkranz<br />
nur noch eine gewisse Anzahl an Gruppenmitgliedern<br />
anstatt alle Spieler trifft und somit<br />
der Absorptions-Schild von Göttliche Aegis bei<br />
einem kritischen Treffer nicht jeden schützt.<br />
Blizzards Heil-Philosophie mit WoD<br />
Heilen soll wieder so ähnlich werden wie in<br />
Cataclysm: Die Gruppe soll weniger Burst-<br />
Bye-Bye Geisthülle Nutzen Sie den<br />
starken Cooldown, solange es noch geht,<br />
mit WoD ist das gute Stück Geschichte!<br />
Schaden erleiden, Heilzauber einen Spieler<br />
aber auch nicht mehr in ein bis zwei Sekunden<br />
voll heilen können. Blizzard möchte,<br />
dass man seinen Heilzauber je nach Situation<br />
wählen muss, anstatt einfach möglichst<br />
schnell möglichst viele Heilungen abzugeben.<br />
Daher sind die sogenannten „Smartcasts“ (intelligente<br />
Heilungen) wie Abbitte der neuen<br />
Spiel-Philosophie ein Dorn im Auge. Ebenso<br />
soll Mana wieder ein echtes Problem für Heiler<br />
werden. Das unterstreicht noch mal die<br />
Aussage, dass Heiler den besten Zauber für<br />
die momentane Situation wählen sollen und<br />
Mitspieler auch mal länger auf 40 Prozent<br />
ihrer Lebenspunkte verharren können, wenn<br />
sie demnächst keinen tödlichen Schaden erleiden.<br />
Zudem fliegt Hymne der H<strong>of</strong>fnung aus<br />
dem Spiel und Schattengeist muss als Talent<br />
ausgewählt werden, damit dieser überhaupt<br />
Mana wiederherstellt.<br />
Weniger Mobilität<br />
Eine weitere Änderung, mit der sich alle<br />
Heiler abfinden müssen, ist die zusätzliche<br />
Zauberzeit auf einigen Fähigkeiten. Alle 90er-<br />
Talente, also Strahlenkranz, Göttlicher Sturm<br />
und Kaskade, haben mit WoD eine Zauberzeit<br />
von 1,5 Sekunden. Dasselbe Schicksal erleidet<br />
auch Gebet der Besserung. Diese Änderungen<br />
werden hauptsächlich wegen PvP getätigt,<br />
da Blizzard dort weniger S<strong>of</strong>ortzauber setzen<br />
möchte. Für PvP-Priester heißt das, dass<br />
sie Zauber öfter antäuschen müssen, wobei<br />
Gebet der Besserung und die 90er-Talente eh<br />
nicht all zu <strong>of</strong>t im PvP zum Tragen kommen.<br />
Solange die Kämpfe in den neuen Dungeons<br />
und Raids von WoD nicht super bewegungsintensiv<br />
werden, ist diese Änderung reine Makulatur,<br />
wobei man sich doch fragen wird, ob<br />
Gebet der Besserung dann überhaupt noch zum<br />
genutzt wird. Wenn der Zauber weiterhin so<br />
viel heilt wie heutzutage, wird der Zauber<br />
aufgrund der Zauberzeit automatisch seltener<br />
zum Einsatz kommen.<br />
Die Level-100-Talente<br />
des Disziplin-Priesters<br />
Die 100er-Talente gewähren dem „Diszi“mehr Möglichkeiten,<br />
um seine Mitspieler am Leben zu halten.<br />
Wir werfen einen ersten Blick auf die neuen Talente<br />
mit Level 100. Bedenken Sie dabei, dass diese aus<br />
der Beta stammen und sich sehr wahrscheinlich<br />
noch einmal etwas ändern werden/können.<br />
Klarheit des Willens<br />
Klarheit des Willens schützt einen Mitspieler (40<br />
Meter Reichweite, 2,5 Sekunden Zauberzeit) für<br />
20 Sekunden mit einem Schild, der deutlich mehr<br />
Schaden absorbiert als Machtwort: Schild fast genau<br />
so viel Mana kostet. Diese Fähigkeit hat keine<br />
Abklingzeit und kann auf mehreren Spielern gleichzeit<br />
aktiv sein.<br />
Worte der Besserung<br />
Ein passives Talent; jeder Heilungs- und Schildzauber<br />
gewährt Ihnen einen Stapel von Wort der Besserung.<br />
Bei zehn Stapeln wirkt Ihre nächste Heilung automatisch<br />
ein Gebet der Besserung auf das Ziel des<br />
Zaubers. Es können dabei mehrere Gebete der Besserung<br />
gleichzeitig auf einem Spieler aktiv sein, ohne<br />
sich zu überschreiben – für Kämpfe mit viel DoT– oder<br />
Flächenschaden klingt der Zauber ziemlich stark.<br />
Rettende Barmherzigkeit<br />
Eine sehr starke S<strong>of</strong>ortheilung. Immer wenn Sie den<br />
Zauber einsetzen erhalten Sie jedoch einen stapelbaren<br />
Schwächungszauber, der Ihre Heil-Effeket für<br />
zehn Sekunden um zehn Prozent verringert. Damit<br />
will Blizzard verhindern, dass man den Zauber dauerhaft<br />
effektiv einsetzen kann.<br />
Wichtige Zauber fallen weg<br />
Was uns am meisten überrascht hat, sind<br />
die wichtigen Fähigkeiten, die Blizzard dem<br />
Disziplin-Priester wegnimmt. Zauber wie<br />
Heilung oder Erneuerung kann man noch<br />
verkraften, jedoch werden auch Geisthülle,<br />
Geschwächte Seele, Leerenverschiebung, Euphorie<br />
und Gedankengang entfernt. Ein wichtiger<br />
Cooldown sowie quasi alle Mechaniken, die<br />
Schilde betreffen, werden aus dem Spiel genommen.<br />
Im Gegenzug können Sie durch<br />
den Wegfall von Geschwächte Seele so <strong>of</strong>t<br />
Schilde verteilen, wie Sie wollen, was darauf<br />
schließen lässt, dass Machtwort: Schild ein effektiver<br />
Zauber bleibt. Ob der Priester damit<br />
wieder zur Schild-Schleuder wie in WotLK<br />
wird, bleibt abzuwarten. Auch Sühne hat mit<br />
WoD keine Abklingzeit mehr und stellt etwas<br />
Mana wieder her. Dieses Prinzip der aktiven<br />
Manaregeneration setzt Blizzard bei allen<br />
Heilern durch. Wenn alle diese Änderungen<br />
es tatsächlich so ins Spiel schaffen, muss sich<br />
der Disziplin-Priester ganz schön umgewöhnen.<br />
Bis dahin bleibt jedoch noch ein bisschen<br />
Zeit und es kann sich im Verlauf der Beta-<br />
Phase noch eine Menge ändern.<br />
Die letzten Artikel: Ein Ausblick auf WoD (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 50) +++ TellMeWhen für den Heiler (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 68) +++
DIE DEUTSCHLAND-PREMIERE<br />
15.11.14<br />
Samstag, 19.30 Uhr, Stuttgart, Liederhalle<br />
21.3.15<br />
Samstag, 20 Uhr, München, Philharmonie<br />
Von Space Invaders bis Final Fantasy:<br />
präsentiert von Tommy Tallarico – mit großem Orchester und Chor!<br />
„Eine wunderschöne<br />
Aufführung!“<br />
USA TODAY<br />
„Ergreifend!“<br />
The London Times<br />
„Bezaubernd!<br />
Bombastisch!“<br />
New York Times<br />
Mit der Musik von<br />
Final Fantasy, Warcraft,<br />
Sonic, Skyrim,<br />
Metal Gear Solid,<br />
Kingdom Hearts,<br />
Castlevania,<br />
Street Fighter II,<br />
Mega Man,<br />
Monkey Island,<br />
Earthworm Jim u.v.m.!<br />
tickets 0711-52 43 00<br />
www.stuttgartkonzert.de<br />
Alle VVK-Stellen<br />
tickets 089-93 60 93<br />
www.muenchenevent.de
Klassenguide<br />
Der Druide<br />
Gleichgewicht in Draenor<br />
Blizzard krempelt mit WoD die Gleichgewichts-Spielweise des Druiden um und entfernt<br />
einen ganzen Batzen Fähigkeiten. Wie also spielt sich der Mondkin derzeit?<br />
Stand: Beta-Testserver I Autor: Karsten Scholz<br />
it WoD überarbeitet Blizzard die<br />
Spielweise des Eulen-Druiden; im<br />
<strong>of</strong>fi ziellen Forum verriet der Entwickler,<br />
warum er das tut: ,,Eines unserer wichtigsten<br />
Prinzipien beim Game-Design ist es, dass<br />
eine Spielweise leicht zu erlernen, aber schwer<br />
zu meistern ist. Beim Mondkin verhält es sich<br />
jedoch genau andersherum: Die Finsternis-Mechanik<br />
ist gerade für Neueinsteiger wenig intuitiv,<br />
doch wenn sich ein Spieler erst einmal mit<br />
der Spielweise vertraut gemacht hat, gibt es für<br />
ihn kaum noch Luft nach oben.“ Der Einstieg in<br />
die Gleichgewichts-Spielweise soll Anfängern<br />
also leichter fallen, gleichzeitig sollen Pr<strong>of</strong>is mit<br />
klugem Feintuning zusätzlichen Schaden aus<br />
ihrem Helden herausquetschen können. Doch<br />
was ändern die Entwickler genau und wie wirken<br />
sich die Anpassungen aus?<br />
Was ändert sich noch?<br />
Auch die folgenden Änderungen an der Eule wollen<br />
wir nicht unter den Tisch kehren.<br />
Als wir das erste Mal den Alpha-Server betraten,<br />
staunten wir nicht schlecht: Im Zauberbuch fanden<br />
wir statt 51 nur noch 33 aktive Fähigkeiten (Talente<br />
nicht mitgezählt) und auch die Zahl der passiven Verbesserungen<br />
schrumpfte von 13 auf 6. Doch welche<br />
Änderungen sind darüber hinaus noch wichtig?<br />
1) Hybrid-Leichtgewicht<br />
Ein Blick ins Zauberbuch reicht und schnell wird klar:<br />
Sie sollen sich auf den Job des Fernkämpfers konzentrieren,<br />
der Wechsel in die Bären- oder Katzenform ist<br />
nur in Ausnahmefällen vorgesehen. So gibt es mit Knurren,<br />
Zerfleischen und Rasende Regeneration nur noch<br />
drei reine Bären-Zauber, während Sie sich als Katze mit<br />
Schreddern, Spurt, Schleichen und Wilder Biss über<br />
Wasser halten müssen. Auch schade: An regen und<br />
Gelassenheit sind futsch.<br />
2) Meisterschaft<br />
In WoD besitzt jede Spielweise einen besonders<br />
starken Sekundärwert. Ihr Mondkin freut sich etwa<br />
über Meisterschaft und dank der neuen, passiven<br />
Stärkung Mastery Attunement erhalten Sie aus allen<br />
Quellen fünf Prozent mehr Punkte des Wertes.<br />
3) Talente<br />
Seele des Waldes erhöht den Schadensbonus von<br />
Lunarmacht und Solarmacht um weitere 15 Prozent,<br />
wenn Sie als Mondkin unterwegs sind. Spannend<br />
sind zudem die drei neuen Stufe-100-Talente, die wir<br />
in einem der kommenden Artikel genauer beleuchten.<br />
Eine Frage der Balance<br />
Während Sie in MoP aktiv zwischen Mondund<br />
Sonnenfinsternis hin und her wechseln, bewegt<br />
sich Ihr Gleichgewichts-Balken in WoD<br />
automatisch von Sonne zu Mond und wieder<br />
zurück. Ein voller Kreislauf, also von Mond<br />
zu Sonne zu Mond, dauert 30 Sekunden. Vom<br />
Startpunkt in der Mitte der Leiste bis zu ihrem<br />
Ende gelangen Sie in 7,5 Sekunden. Die Position<br />
auf dem Balken<br />
entscheidet, wie viel<br />
Schaden Ihre Sonnen-<br />
Überlebensinstinkte<br />
und Mondzauber<br />
verursachen. Bei null<br />
Energie (Mitte) erhalten<br />
beide Zauberarten<br />
einen Schadensbonus<br />
von 15 Prozent.<br />
Bei 100 Punkten Sonnenenergie etwa teilen alle<br />
Sonnenzauber 30 Prozent mehr Schaden aus,<br />
während Mondzauber leer ausgehen.<br />
Der Wegfall von Symbiose und Baumrinde<br />
kostet Sie auf den ersten Blick Defensive.<br />
Die WoD-Version von Überlebensinstinkte<br />
gleicht den Verlust aber wieder aus!<br />
Alles auf neu<br />
Neu ist, dass Mondfeuer sich automatisch in<br />
Sonnenfeuer verwandelt, sobald Sie die Sonnenhälfte<br />
erreichen. Sie können also immer<br />
nur den zu der aktuellen Phase gehörigen<br />
Schadenseffekt auftragen. Die Entwickler<br />
verändern zudem die Funktionsweise von<br />
Sternensog und Sternenregen. Beide Angriffe<br />
teilen sich in Zukunft drei Aufladungen, und<br />
wenn Sie einen der beiden Zauber nutzen,<br />
verbrauchen Sie immer auch eine Aufladung<br />
des anderen. Sternensog kommt vor allem in<br />
Kämpfen gegen einen Widersacher zum Einsatz,<br />
weil er nicht nur hohen Einzelzielscha-<br />
Neue Energieleiste<br />
Sternensog und Sternenregen<br />
besitzen 3 Aufladungen.<br />
Schadensbonus<br />
von Sternensog<br />
Mondfeuer und Sonnenfeuer<br />
sind jetzt ein Zauber.<br />
den verursacht, sondern auch den Schaden<br />
der nächsten beiden Sternenfeuer respektive<br />
drei Zorn um 45 Prozent erhöht. Sternenregen<br />
verursacht wiederum an allen Feinden im Umkreis<br />
von 40 Metern Arkanschaden und ist in<br />
Gruppengefechten Ihre erste Wahl, zumindest<br />
in der Mondphase. In der Sonnenphase dagegen<br />
kommt die Kombination aus Sonnenfeuer<br />
(Schaden an allen Feinden im Umkreis von<br />
fünf Metern um das eigentliche<br />
Opfer) und Hurrikan zum<br />
Einsatz – den schwachen Astralsturm<br />
gibt es nicht mehr.<br />
Ziel erreicht!?<br />
Die Grundrotation der Eule<br />
besteht also aus nur vier Zaubern.<br />
Zudem werden Sie in<br />
Kämpfen gegen einen Feind, aber auch gegen<br />
mehrere Gegner konstant hohe Schadenswerte<br />
erzielen – egal ob sich der Zeiger in der Sonnen-<br />
oder Mondhälfte befindet. Die krassen<br />
Schadenseinbrüche der MoP-Eule sind damit<br />
Geschichte. Beides sollte Gleichgewicht-Neulingen<br />
entgegenkommen. Wenn Sie aber das<br />
Maximum aus Ihrem Mondkin herausholen<br />
wollen, werden Sie sich mit mehreren Mechaniken<br />
auseinandersetzen müssen: Da wäre<br />
die optimale Auffrischung der Sonnenfeuerund<br />
Mondfeuer-DoTs, aber auch der zeitlich<br />
abgestimmte Einsatz von Sternensog, um den<br />
Schadensbonus für Zorn und Sternenfeuer voll<br />
auszunutzen, ohne dabei Aufladungen zu verschwenden.<br />
Einfach zu erlernen, schwer zu<br />
meistern – scheint so, als könnten die Entwickler<br />
ihr angestrebtes Ziel wirklich erreichen.<br />
Alles neu beim<br />
mondkin Die in<br />
der kommenden<br />
Erweiterung<br />
vorgenommenen<br />
Anpassungen an<br />
die Gleichgewichts-Spielweise<br />
wirbeln Ihre<br />
Angriffsabfolge<br />
ordentlich durcheinander.<br />
44<br />
Die letzten Artikel: Der Wächter-Druide im Detail (<strong>MMORE</strong> 07/14, S. 10) +++ Katze vs. Mondkin (<strong>MMORE</strong> 06/14, S. 31) +++
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Klassenguide<br />
Der Jäger<br />
Überleben in freier Wildbahn<br />
Aller Anfang ist schwer, zumindest wenn niemand da ist, der einen an die Hand<br />
nimmt. Im Fall Ihres frischgebackenen Jägers erleichtern wir Ihnen den Einstieg.<br />
Stand: Patch 5.4.8 I Autor: Nico Balletta<br />
46<br />
ie haben es also getan – Sie haben sich einen Jäger erstellt.<br />
Und ganz egal, ob Sie den Trapper mühsam auf Stufe 90 gelevelt<br />
oder den Charakter-Boost genutzt haben: Sie werden<br />
Ihren neuen Schützling schnell ins Herz schließen. Der Jäger ist – und<br />
das kann man durchaus so sagen – einzigartig und so bedeutsam,<br />
dass Blizzard extra zehn Dienerklassen erstellt hat, deren Aufgaben<br />
primär aus Huldigungen des Waidmanns bestehen.<br />
Der (fast) perfekte Allrounder<br />
Ok, Spaß beiseite: Jäger machen unglaublich viel Freude, da sie extrem<br />
vielseitig, tolle Raid-Unterstützer und ordentliche Schadensausteiler<br />
sind, die man im Grunde immer im oberen Drittel des Schadens-<br />
Meters findet – je nach Kampf, gewählter Spezialisierung, angelegter<br />
Ausrüstung und natürlich abhängig vom individuellen Spielvermögen.<br />
Das ist gut so, denn der Jäger ist kein Hybrid, der auch heilen<br />
oder tanken kann, sondern eine reine Schadensklasse, sprich: Ihre<br />
Aufgabe besteht einzig und allein darin, Ihre Widersacher zu zerstören<br />
und nichts als verbrannte Erde zu hinterlassen – egal, für welche<br />
Spielweise Sie sich entscheiden. Kaum eine andere Klasse ist derart<br />
mobil, was in erster Linie dem Angriffsrepertoire des Waidmanns geschuldet<br />
ist, das bis auf wenige Ausnahmen beinahe ausschließlich<br />
aus Spontanzaubern besteht, die Sie allesamt im Laufen abfeuern<br />
können. Und dann wäre da natürlich noch der Begleiter – das „Pet“ –,<br />
der Ihnen treu in jede Schlacht folgt und Ihnen dabei hilft, den Raid<br />
mit allerlei Buffs zu unterstützen oder Ihre Feinde in viele kleine Stücke<br />
zu reißen!<br />
Was steht wo?<br />
Anfänger: Frisch auf Stufe 90 geboostet?<br />
Dann starten Sie auf ...................................... Seite 47<br />
Fortgeschrittene: Tipps zu Add-ons?<br />
Dann springen Sie auf .................................Seite 51<br />
Pr<strong>of</strong>is: Die ersten Schritte im LFR?<br />
Die finden Sie auf ........................................Seite 56<br />
Dieser Guide …<br />
… richtet sich in erster Linie an Spieler, die ihren Jäger per Boost direkt<br />
auf Stufe 90 gehievt haben und nun wie der Ochs vorm Berg im Fraktionsschrein<br />
stehen. Die Spielweise: Überleben – schnell zu erlernen und<br />
damit perfekt für Jäger-Neulinge. Und egal, ob Glyphen, Talente oder<br />
das korrekte Einrichten der Aktionsleisten sowie diverser Add-ons: Wir<br />
führen Sie schrittweise von A nach Z – von den absoluten Basics bis hin<br />
zu Ihren ersten Schritten im Raid. Wundern Sie sich daher bitte nicht,<br />
wenn wir – wie etwa direkt unter Schritt 1 – Glyphen und Talente in<br />
den Raum werfen, ohne ausschweifend auf deren Nutzen einzugehen.<br />
Ist dies der Fall, bedeutet das für Sie lediglich, dass Sie sich über Details<br />
zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Gedanken machen müssen, da andere<br />
Punkte wichtiger sind. Aber genug gelabert, legen wir los!
Schritt 1<br />
Wenn Sie Ihren Charakter per Level-Boost auf Stufe 90 gebracht haben<br />
und das erste Mal einloggen, landen Sie zunächst vor den Toren<br />
Ihres Fraktionsschreins in Pandaria, komplett in grüne Klamotten<br />
der Gegenstandsstufe 483 gehüllt. Doch bevor wir uns mit dem augenscheinlich<br />
wichtigsten ersten Schritt – Ihren Angriffen und der<br />
Einrichtung der Aktionsleisten – beschäftigen, nehmen wir einige<br />
Einstellungen vor, etwa die Wahl Ihrer Talente, der Glyphen, des Begleiters<br />
und natürlich Ihrer wichtigsten Add-ons. Der Grund dafür ist<br />
ein einfacher: Einmal eingestellt, brauchen Sie sich (zumindest lange<br />
Zeit) um keinen der genannten Punkte mehr kümmern und können<br />
sich so voll und ganz auf das Erlernen Ihrer Rotationen und Prioritätenlisten<br />
konzentrieren. Die Talente und Glyphen etwa, die wir für<br />
den Anfang wählen, verrichten ihren Dienst zum größten Teil allesamt<br />
im Hintergrund. Eine super Sache, denn somit erhöhen Sie von<br />
Haus aus Offensive und Defensive, ohne etwas dafür tun zu müssen!<br />
Mit Add-ons verhält es sich<br />
ähnlich: Sind die Helfer erst<br />
einmal installiert und eingestellt,<br />
müssen Sie sich selbst<br />
nicht mehr darum kümmern.<br />
Vorbereitung: Talente verteilen<br />
Wo gibt’s die denn?<br />
Folianten des klaren Geistes benötigen<br />
Sie, um Talente und Glyphen auszutauschen,<br />
also neu zu platzieren. Die Schinken<br />
gibt es bei Händlern für Inschriftenkundebedarf<br />
im Fraktionsschrein, aber auch bei<br />
jedem Handwerkshändler, der auf einem<br />
Tundramammut oder Expeditionsyak sitzt.<br />
Einfach einen 20er-Stapel einpacken und<br />
Sie haben erst einmal Ruhe!<br />
Nicht verwechseln!<br />
An dieser Stelle noch einmal<br />
der explizite Hinweis: Auf<br />
sämtliche eben angesprochenen<br />
Punkte gehen wir im<br />
späteren Verlauf noch genauer<br />
ein, etwa wenn es darum geht, Talente an bestimmte Bosskämpfe<br />
anzupassen und Rotationen aus- oder umzubauen. Machen wir. Alles.<br />
Aber nicht jetzt!<br />
Die besten Talente zum Start<br />
Die folgenden Talente verrichten ihren Dienst, wie eingangs schon<br />
erwähnt, größtenteils selbstständig und wirken sich in erster Linie<br />
prozentual auf die Leistung oder die Abklingzeiten diverser Jäger-<br />
Fähigkeiten aus. Das Beste an der folgenden Talentwahl: Selbst später<br />
im Raid müssen Sie eigentlich kaum Anpassungen vornehmen!<br />
Stufe 15: Tiger & Schimäre: Das Talent verkürzt die Abklingzeiten<br />
Ihrer Fähigkeiten Rückzug und Abschreckung um<br />
10 beziehungsweise 60 Sekunden. Was diese beiden Fähigkeiten<br />
tun, erfahren Sie im Abschnitt zur Defensive des Jägers. Alles,<br />
was Sie jetzt im Moment interessiert, ist: kürzere Abklingzeiten = gut!<br />
Und Hauptsache was ausgesucht.<br />
Stufe 30: Bindender Schuss: Alle drei Talente auf dieser<br />
Stufe dienen der Gegnerkontrolle und sind damit weder passiv<br />
am Werk, noch sind sie Teil Ihrer Angriffskette respektive<br />
Prioritätenabfolge. Wir raten <strong>of</strong>t zum Bindenden Schuss, allerdings haben<br />
alle drei Gimmicks ihre Berechtigung, je nach Einsatzgebiet. Sie<br />
als Jägers-Neuling, haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder lassen<br />
Sie diese Talentstufe erstmal aus oder Sie wählen irgendeines der drei<br />
Talente und kümmern sich zunächst<br />
nicht weiter drum. Wir raten zu letzterer<br />
Variante, sollte im LFR irgendein neugieriger<br />
Besserwisser Ihre Talentverteilung<br />
betrachten und Ihnen dann Unfähigkeit<br />
vorwerfen, nur weil sie keinen Kontrollzauber<br />
ausgewählt haben.<br />
Stufe 45: Aspekt des eisernen<br />
Falken: Alle Talente in dieser<br />
Reihe wirken sich auf Ihre Gesundheit<br />
aus. Unser Favorit ist der Aspekt<br />
des eisernen Falken; das Talent sorgt dafür,<br />
dass erlittener Schaden um 10 Prozent geringer<br />
ausfällt, wenn Sie im Aspekt des Falken<br />
kämpfen – also eigentlich immer!<br />
Gratis-Schaden<br />
Der Aspekt des Falken ist einer von<br />
insgesamt drei Aspekten und die sind<br />
nichts weiter als Haltungen. Jeder Aspekt<br />
bietet einen anderen Effekt – der<br />
einzige, der Sie jedoch zu interessieren<br />
hat, ist der Aspekt des Falken. Den<br />
stellen Sie am besten direkt nach dem<br />
Einloggen an und verlassen ihn die<br />
nächsten Tage auch nicht. Der Aspekt<br />
des Falken nämlich erhöht Ihre Angriffskraft<br />
um 35 Prozent! Das Talent<br />
Aspekt des eisernen Falken fügt dem<br />
Effekt lediglich die 10 Prozent Schadensreduktion<br />
hinzu und ändert das<br />
Aspekt-Icon. Den Aspekt des Geparden<br />
und des Rudels fassen Sie erst<br />
mal nicht an.<br />
Stufe 60: Jagdfieber: Dank dieses<br />
Talents dürfen Sie in unregelmäßigen<br />
Abständen Arkane Schüsse oder Mehrfachschüsse abfeuern,<br />
deren Fokuskosten um je 20 Punkte gesenkt werden. Die beiden<br />
Attacken sind essenzieller Bestandteil Ihrer Kernfähigkeiten, auf die<br />
wir in Kürze und auf Seite 49 genauer eingehen. Dabei werden wir an<br />
entsprechender Stelle auch die Synergien zwischen Jagdfieber und genannten<br />
Angriffen intensiver beleuchten.<br />
Stufe 75: Blinzelstöße: Das Talent erhöht die Schlagreichweite<br />
und den verursachten Schaden Ihres Begleiters, also<br />
des Tieres, das Sie in der Regel an Ihrer Seite haben.<br />
Stufe 90: Glevenwurf: Achtung, Zwickmühle, ähnlich der<br />
auf Talentstufe 30, sprich: Unabhängig von der eigentlichen<br />
Talentwahl erhalten Sie stets eine aktive Fähigkeit. Vertrauen<br />
Sie einfach unserem Urteil und wählen Sie den Glevenwurf, lassen Sie<br />
ihn aber bitte zunächst einfach ungenutzt im Zauberbuch – das schicke<br />
Teil kommt noch früh genug zum Einsatz.<br />
Klassenguide<br />
Schritt 2<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Vorbereitung: Glyphen auswählen<br />
Beim Thema Glyphen verhält es sich ein wenig wie bei den Talenten:<br />
Im Grunde könnten Sie in den ersten Raid springen, ohne auch<br />
nur eine einzige Glyphe angelegt zu haben. Insbesondere als Überlebens-Jäger<br />
ist das Angebot an wirklich brauchbaren Glyphen recht<br />
überschaubar. Und ja, in diesem Bereich der Charakterindividualisierung<br />
eröffnen sich dem eingespielten und vielseitig interessierten<br />
Waidmann später ebenfalls jede Menge netter Spielereien, aber auch<br />
in diesem Fall heißt es zunächst „Mitnehmen, was der Typ von der<br />
<strong>MMORE</strong> sagt!“ Und glauben Sie uns: Die Auswahl, die wir Ihnen vorsetzen,<br />
müssen Sie so gesehen überhaupt nicht mehr ändern!<br />
Erhebliche Glyphen<br />
‚Abschreckung‘: Die Glyphe sorgt dafür, dass Ihre<br />
gleichnamige Defensiv-Fähigkeit eingehenden Schaden<br />
um weitere 20 Prozent (also 50 statt 30) reduziert – und das<br />
ganz ohne Ihr Zutun. Spätestens im Raid werden Sie diese<br />
20 Prozent sehr zu schätzen lernen!<br />
‚Geistbande‘: Diese Glyphe erhöht sämtliche Heilung, die<br />
Sie oder Ihr Begleiter erhalten, egal ob von Heilern im Raid<br />
oder durch andere Quellen. Voraussetzung ist nur, dass Ihr<br />
Begleiter lebt UND aktiv an Ihrer Seite ist!<br />
47
Klassenguide<br />
‚Befreiung‘: Jedes Mal, wenn Sie Rückzug einsetzen, wird Ihr<br />
Jägerlein um fünf Prozent seiner maximalen Gesundheit geheilt.<br />
Nicht weltbewegend, aber: ein passiver Effekt, der sich<br />
positiv auf Ihre Gesundheit/Defensive auswirkt, ohne dass Sie etwas<br />
dafür tun müssen – top.<br />
Geringe Glyphen<br />
‚Aspekt des Geparden‘: Diese Glyphe ist eine Art „Fail<br />
Safe“, denn Sie entfernt den Verlangsamungseffekt, den Sie<br />
erleiden, sollten Sie im Aspekt des Geparden Schaden erleiden.<br />
Der ist jetzt gerade noch uninteressant, entwickelt sich später aber zu<br />
einer sehr taktischen Komponente und genau dafür brauchen Sie<br />
dann auch die Glyphe.<br />
‚Tier wiederbeleben‘: Stirbt Ihr Begleiter im Kampf, müssen<br />
Sie ihn wieder ins Leben zurückholen. Das tun Sie per<br />
Tier wiederbeleben und dabei handelt es sich um einen der wenigen<br />
Zauber, den Sie über einige Sekunden wirken müssen. Die Glyphe<br />
verhindert, dass während des Wiederbelebungsvorgangs erlittener<br />
Schaden die Zauberzeit zurücksetzt.<br />
‚Völlig egal‘: Ja, diese Glyphe haben wir uns ausgedacht.<br />
Warum? Weil es absolut keine Rolle spielt, was Sie an dritter<br />
Stelle einsetzen.<br />
Schritt 3<br />
Der Begleiter des Jägers – Basis-Einstellungen<br />
Der Begleiter oder auch das „Pet“, wie ihn die meisten Jäger liebevoll<br />
nennen, ist neben seinem Flitzebogen das Hauptmerkmal des Waidmanns.<br />
Allein mit Infos über die Vielzahl an verschiedenen zähmbaren<br />
Weggefährten könnten wir ein halbes Heft füllen – und die anderen<br />
50 Prozent mit allem, was es sonst noch zu Pets zu wissen gibt.<br />
Sie als frischgebackenen Waidmann interessieren davon aber – sagen<br />
wir – zunächst nicht mehr als zwei Prozent! Und welche das sind,<br />
erfahren Sie in diesem knappen Mini-Tutorial, inklusive der ersten für<br />
Sie wichtigen Einstellungen. Eines vorweg: Das Pet, das Sie anfangs<br />
automatisch mit auf den Weg bekommen, ist abhängig von der Wahl<br />
des Volks. Begleiter verfügen zwar je nach Spezies über unterschiedliche<br />
Spezialangriffe und Buffs, die Grundeinstellungen fallen jedoch<br />
für jedes Pet gleich aus.<br />
bringt Sie ins „Rollen“-Menü. Klicken Sie nun auf „Wildheit“ , die<br />
oberste der drei verfügbaren Rollen, und anschließend auf „Erlernen“<br />
. Dadurch verwandeln Sie Ihr Pet in einen vollwertigen Schadensausteiler.<br />
Rolle wählen<br />
Begleiter rufen: Um Einstellungen für Ihren Begleiter<br />
durchzuführen, muss er am Leben beziehungsweise aktiv<br />
sein. Wenn Sie sich mit Ihrem frischgebackenen 90er das erste<br />
Mal einloggen, ist Ihr von der Wahl des Volkes abhängiger Begleiter<br />
im Normalfall direkt an Ihrer Seite; sollte das nicht der Fall sein, reicht<br />
ein Klick auf „Begleiter rufen“. Dadurch öffnet sich eine Menüleiste<br />
mit fünf Stallplatz-Slots, von denen zu Beginn einer von Ihrem Start-<br />
Pet besetzt ist. Ein weiterer Klick auf dessen Icon und das Tier erscheint<br />
an Ihrer Seite.<br />
48<br />
Rolle wählen: Öffnen Sie Ihre Talent-Matrix und wählen Sie den<br />
Reiter „Begleiter“ am unteren Rand ganz rechts. Dieser Reiter ist<br />
immer eingeblendet, auch wenn Ihr Pet gerade nicht aktiv ist, und<br />
Alles hat seine Ordnung<br />
Sollten Sie ein Aktionsleisten-Add-on wie Bartender benutzen,<br />
raten wir Ihnen dazu, eine separate Leiste einzublenden. Die füllen<br />
Sie dann mit sämtlichen Fähigkeiten, die irgendwie mit Ihrem<br />
Begleiter zu tun haben. Deren Zweck erschließt sich anhand des<br />
Namens im Grunde von selbst, wir gehen später aber natürlich<br />
noch einmal konkret darauf ein. Bevor Sie jedoch keinen Fuß auf<br />
die Zeitlose Insel oder in eine Instanz setzen beziehungsweise<br />
vorhaben, andere Tiere zu unterjochen, können Sie die meisten<br />
dieser Fähigkeiten zunächst ignorieren.<br />
Begleiter rufen: Ruft ein Pet herbei. Um einen Begleiter zu<br />
wechseln, müssen Sie das aktuell aktive Tier zunächst freigeben.<br />
Tier freigeben: Schickt den aktuellen Begleiter zurück in Ihren<br />
mobilen Stall.<br />
Tier heilen: Heilt Ihr aktives Tier.<br />
Tier wiederbeleben: Bringt Ihren Begleiter zurück ins Leben,<br />
sollte er im Kampf sterben.<br />
Wildtier zähmen: Damit zähmen Sie sich neue Begleiter;<br />
mehr Informationen dazu finden Sie ab Seite 61.<br />
Begleiter-Leiste einrichten:<br />
Die Begleiter-Aktionsleiste besteht aus zehn Slots, von denen sechs<br />
von Haus aus fest belegt sind, sprich: Sie haben vier Slots, die Sie individuell<br />
mit Begleiter-Fähigkeiten befüllen können/wollen. Zwei Slots<br />
sollten Sie zudem auf Hotkeys legen, um Ihren Begleiter manuell angreifen<br />
zu lassen beziehungsweise an Ihre Seite zurückzurufen.<br />
Pet-Leiste, Belegung:<br />
Die ersten drei Felder der Leiste dienen der groben Steuerung des<br />
Pets. Wichtig für Sie ist Angreifen und Folgen ; weisen Sie diesen<br />
beiden Aktionen daher Schnelltasten zu. Zu Beginn müssen Sie sich<br />
damit aber eigentlich nicht befassen, denn die Haltung (siehe nächster<br />
Abschnitt) Helfen regelt das im Grunde recht ordentlich von selbst.<br />
Die letzten drei Felder entsprechen Haltungen. Aktivieren Sie per<br />
einfachem Linksklick die Haltung Helfen; damit greift Ihr Pet automatisch<br />
das Ziel an, das Sie mit dem Jäger attackieren.<br />
Die mittleren Felder füllen Sie mit Pet-Fähigkeiten, die Sie nicht<br />
einfach aktiviert und selbstständig vor sich hin arbeiten lassen können,<br />
beziehungsweise mit Fähigkeiten, die Sie – je nach Situation – anoder<br />
abschalten müssen. Öffnen Sie zunächst das Zauberbuch und<br />
wählen Sie dann den Reiter „Begleiter“ am unteren Rand des Fensters,<br />
um in die Pet-Zauberübersicht zu gelangen. Wichtig: Der Reiter<br />
im Zauberbuch wird Ihnen nur angezeigt, wenn Ihr Pet a) am Leben<br />
und/oder b) aktiv ist!<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Knurren: Der berühmt berüchtigte Pet-Spott; deaktivieren Sie<br />
ihn einfach per Rechtsklick, zumindest sobald Sie eine Instanz besuchen.<br />
Solange kein golden-leuchtender Rand um das Icon herum ist,<br />
sind Sie auf der sicheren Seite.<br />
Herz des Phönix: Ein Wiederbelebungs-Joker für Ihr Pet. Stirbt es<br />
im Kampf, reicht ein Klick und es steht ohne Zauberzeit wieder auf.<br />
Schritt 4<br />
So funktioniert der Jäger<br />
+ ??? Die letzten beiden Plätze der Aktionsleiste müssen Sie<br />
aktuell noch nicht besetzen beziehungsweise austauschen; legen<br />
Sie hier etwa Spurt oder den jeweiligen Raid-Buff ab. Für Sie als<br />
Einsteiger ist mit der Wahl der Rolle und der Deaktivierung von<br />
Knurren eigentlich alles Wichtige erledigt. Für die restlichen Fähigkeiten<br />
nutzen Sie die Standardeinstellungen.<br />
Klassenguide<br />
Der Jäger ist, unabhängig von seiner gewählten Spielweise, eine reine<br />
Distanzschadensklasse, die ihre Ziele aus der Ferne mit großen<br />
Kalibern in Stücke schießt, während der Begleiter mehr oder minder<br />
selbstständig an Ihren Feinden herumkaut. Den Großteil seiner allesamt<br />
aus der Bewegung abfeuerbaren Geschosse bezahlt der Waidmann<br />
mit der Ressource Fokus. Fokus ähnelt am ehesten der Energie<br />
von Schurken, Mönchen oder Katzen-Druiden und regeneriert sich<br />
zum einen (abhängig von Ihrem Tempowert) von selbst, zum anderen<br />
über diverse passive Effekte sowie durch Treffer Ihres Kobraschusses,<br />
den wir im nächsten Abschnitt beleuchten. Der große Unterschied zur<br />
Energie nutzenden Nahkampffraktion ist der, dass Jäger ihren Fokus<br />
nicht zuerst in Combo- oder Chi-Punkte umwandeln und diese anschließend<br />
in die eigentlich wichtigen Attacken umsetzen. Stattdessen<br />
werden die Hauptangriffe des Jägers direkt mit Fokus bezahlt,<br />
also ohne den Umweg über eine Zweitressource.<br />
Die Überlebens-Spielweise: Perfekt für Jäger-Neulinge<br />
Das A und O im Umgang mit dem Jäger ist also korrektes Fokus-Management,<br />
sprich: Fokus aufbauen und diesen mit kostenpflichtigen<br />
Attacken so verbrauchen, dass stets Gleichgewicht in der Energie-<br />
Leiste herrscht. Haben Sie zu wenig Fokus, verzögert sich womöglich<br />
der Einsatz wichtiger Fähigkeiten. Haben Sie zu viele Ressourcenpunkte,<br />
bleiben diese <strong>of</strong>t ungenutzt, laufen ins Leere und sind damit<br />
verschwendet, was unterm Strich in niedrigerem Gesamtschaden<br />
resultiert. Die Überlebens-Spielweise kommt Klassenneulingen daher<br />
entgegen, da die einzelnen Schüsse einerseits wenig kosten und das<br />
Haushalten mit dem Fokus-Vorrat dadurch vergleichsweise leicht<br />
fällt. Andererseits ist Überleben eine sehr Proc-lastige (Proc = Programmed<br />
Random Occurance = programmierter, zufällig auftretender<br />
Effekt) Spielweise; Sie werden also immer wieder in den Genuss<br />
kostenloser oder zumindest vergünstigter Schüsse kommen, die das<br />
Fokus-Management zusätzlich entzerren. Die Überlebens-Spielweise<br />
des Jägers zu erlernen, dauert nicht lang. Den Trapper hingegen<br />
durchgehend rund zu spielen, erfordert nicht nur Übung, sondern<br />
auch etwas Bauchgefühl.<br />
Mehr Übersicht dank StayFocused<br />
StayFocused ist ein Add-on, das nichts weiter tut, als Ihren Fokusbalken getrennt vom<br />
Charakterpr<strong>of</strong>il darzustellen. Klingt banal, ist aber unglaublich praktisch! StayFocused<br />
lässt Sie nämlich nicht nur Größe und Breite des Balkens sondern auch dessen<br />
Position im Interface frei bestimmen. Dieses und alle folgenden Add-ons wie Recount<br />
finden Sie auf Seiten wie Buffed.de oder Curse.com; laden Sie das Helferlein einfach<br />
herunter und entpacken Sie die Datei unter „World <strong>of</strong> Warcraft\interface\addons“.<br />
Sagen: /sf<br />
Die Menübefehle<br />
Schreiben Sie „/sf“ in den Chat, um das StayFocused-Hauptmenü zu öffnen; viel gibt<br />
es dort nicht einzustellen. Über zwei Schieberegler bestimmen Sie Höhe und Breite<br />
des Balkens und auch aus verschiedenen Texturen dürfen Sie wählen. Ein Häkchen bei<br />
„Class colored bar“ taucht die Ressourcenleiste automatisch in die Klassenfarbe Ihres<br />
Helden – in diesem Fall das Grün des Jägers. StayFocused können Sie übrigens mit<br />
allen anderen Klassen ebenfalls verwenden, immerhin ersetzen Sie mit dem Add-on<br />
nur die handelsübliche Ressourcenanzeige.<br />
Sagen: /sf unlock<br />
Den Balken verschieben<br />
Um die Leiste bewegen zu können, öffnen Sie erneut den Chat und tippen „/sf unlock“<br />
ein. Nun können Sie via „Drag & Drop“ den Balken an die Stelle schieben, an der Sie<br />
ihn haben möchten. Per „/sf lock“ sperren Sie die Position des Balkens wieder.<br />
Schritt 5<br />
Kernfähigkeiten der Überlebens-Spielweise<br />
Noch sind wir nicht in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor. Was das bedeutet? Nun,<br />
für Sie bedeutet das ein von vorn bis hinten zugemülltes Zauberbuch,<br />
mit jeder Menge unnützem Kram, der Jägerneulinge nur verwirrt.<br />
Aus diesem Grund kümmern wir uns nun um Ihre Aktionsleisten<br />
und die Fähigkeiten, die Sie dort nach und nach platzieren. Anfangen<br />
werden wir mit den absoluten Kernfähigkeiten; laut Zauberbuch<br />
sind das beim Überlebens-Jäger sechs Stück; die ersten fünf davon<br />
stellen wir Ihnen im Folgenden vor, inklusive deren Zusatzeffekte.<br />
Anschließend verraten wir Ihnen, wie Sie aus den einzelnen Angriffs-<br />
Zahnrädchen ein zerstörerisches Schadensuhrwerk bauen.<br />
Kobraschuss: Diesen Schuss nutzen Sie, wann immer Ihnen<br />
der Fokus ausgeht; die Wirkzeit ist abhängig von Ihrem angesammelten<br />
Tempo und beträgt zu Beginn zwischen 1,8<br />
und 1,9 Sekunden. Pro Treffer erhalten Sie 14 Punkte Fokus und verlängern<br />
zudem die Laufzeit Ihres Schaden-über-Zeit-Zaubers Schlangengift<br />
um je sechs Sekunden.<br />
Explosivschuss: Ihr Hauptangriff mit gerade einmal sechs<br />
Sekunden Abklingzeit und Fokuskosten in Höhe von 25<br />
Punkten. Drücken Sie aufs Knöpfchen, sobald der Zauber bereit<br />
ist – der Schuss muss pünktlich raus!<br />
Die absoluten basics Mit diesen Kernfähigkeiten bestücken Sie Ihre erste<br />
Aktionsleiste, die wir im Laufe des Guides immer weiter ausbauen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Schlangengift: Der erste von zwei Schaden-über-Zeit-Angriffen<br />
(kurz: DoT) und sehr wichtig für den Überlebens-Jäger,<br />
der den Schaden des Gifts durch jede Menge passiver<br />
Effekte stark nach oben schraubt. Setzen Sie bei Kampfbeginn und bei<br />
jedem Zielwechsel immer zuerst Schlangengift auf Ihren Widersacher,<br />
erst danach greifen Sie zu Ihren anderen Attacken. Die Laufzeit des<br />
49
Klassenguide<br />
DoTs verlängern Sie im weiteren Verlauf des Kampfes automatisch<br />
mit Ihren Kobraschüssen, und zwar um sechs Sekunden pro Treffer.<br />
Sollte das Gift doch einmal auslaufen, müssen Sie es eben neu setzen<br />
– das ist aber beileibe kein Beinbruch.<br />
Schwarzer Pfeil: Der zweite DoT<br />
des Überlebens-Jägers und wichtiger<br />
Bestandteil des Angriffsrepertoires.<br />
Prinzipiell gilt: Wenn der Schwarze<br />
Pfeil bereit ist, nutzen Sie ihn. Keine Bange,<br />
Sie müssen nicht darauf achten, ihn rechtzeitig<br />
aufzufrischen oder dabei keine Ticks<br />
abzuschneiden. Die Abklingzeit des DoTs<br />
ist länger als die Laufzeit von 20 Sekunden.<br />
Der Effekt wird also auslaufen, dagegen<br />
„Wo stehe ich?“<br />
Im Gegensatz zu Nahkämpfern, die Gegner<br />
möglichst immer von hinten attackieren,<br />
müssen Sie nicht darauf achten, ob Sie<br />
von vorne, von hinten oder von der Seite<br />
auf Ihre Widersacher schießen. In Richtung<br />
Ihres Ziels schauen, das müssen Sie<br />
– mehr aber auch nicht.<br />
können Sie gar nichts tun. Aus diesem Grund brauchen Sie dafür auch<br />
keine besondere Anzeige. Wichtig ist hingegen, dass Sie den Schwarzen<br />
Pfeil möglichst nahtlos einsetzen. Die Schadens-Ticks des Zaubers lösen<br />
nämlich einen für den Überlebens-Jäger essenziellen Effekt namens Sichern<br />
und Laden aus, der sich wiederum auf Ihre Explosivschüsse auswirkt.<br />
Details dazu bringen wir Ihnen mit Hilfe unseres Synergie-Schemas<br />
näher, in dem wir die paar wenigen, aber wichtigen<br />
Zusammenhänge zwischen Ihren Basisfähigkeiten veranschaulichen.<br />
Angriff, egal ob zu Kampfbeginn oder beim Wechsel auf ein neues<br />
Ziel, ist stets Schlangengift. Der DoT tickt, manuell aufgetragen, 15<br />
Sekunden. Anschließend feuern Sie Ihren ersten Explosivschuss ab, direkt<br />
im Anschluss greifen Sie zum Schwarzen Pfeil, Ihrem zweiten DoT.<br />
6-Sekunden-Zeitfenster<br />
Den Explosivschuss als Hauptangriff wirken Sie pünktlich<br />
alle sechs Sekunden. Was Sie dazwischen tun, müssen<br />
Sie je nach Situation entscheiden: Zu viel Fokus im<br />
Balken? Dann bauen Sie Punkte mit Arkanen Schüssen<br />
ab. Zu wenig Fokus für anstehende Explosivschüsse oder<br />
Schwarze Pfeile oder droht Ihr Schlangengift auszulaufen?<br />
Setzen Sie Kobraschüsse ein, um Fokus zu generieren und<br />
den DoT aufzufrischen. Mehr gibt es zu Beginn nicht<br />
zu beachten, nehmen Sie sich also die Zeit und üben<br />
Sie den Umgang mit diesen Fähigkeiten an den trainingspuppen der<br />
Haupstädte, bis Sie einen einigermaßen runden Ablauf hinbekommen.<br />
Quartz – die Zauberleiste für Anfänger<br />
und Pr<strong>of</strong>is<br />
Arkaner Schuss: Der Arkane Schuss ist Ihre „Focus Dump“-<br />
Fähigkeit. Da der Zauber keine Abklingzeit besitzt und immer<br />
einsatzbereit ist, bauen Sie mit ihm überschüssigen Fokus ab<br />
und sorgen so dafür, dass Ihr Ressourcenbalken niemals zu 100 Prozent<br />
gefüllt ist. Sollte das nämlich der Fall sein, läuft jeder weitere erzeugte<br />
Fokus ins Leere und resultiert in Schadensverlust. Wichtig ist, dass Sie<br />
nicht stur auf die Arkaner Schuss-Taste hämmern; ansonsten stehen Sie<br />
plötzlich ohne Fokus für Explosivschüsse oder Schwarze Pfeile da!<br />
Der grundlegende Angriffsablauf<br />
Ihre Aktionsleiste haben Sie eingerichtet, der nächste Schritt führt Sie<br />
das erste Mal an die Trainingspuppe. Wählen Sie für Ihre Übungszwecke<br />
aber keine Boss-Attrappe (über Level 90) sondern einen Boxsack<br />
mit maximal Stufe 90. Nun geht’s ans Eingemachte: Ihr erster<br />
Die Standardzauberleiste erfüllt schon ihren Zweck: Sie stellt grafisch dar, dass Sie<br />
gerade einen Zauber über längere Zeit wirken. Mehr aber auch nicht. Das Add-on<br />
Quartz dagegen verpasst dem Zauberbalken eine Rundumüberholung. Sie können<br />
nicht nur Höhe, Breite und Aussehen bestimmen, sondern sich neben der auf die<br />
Zehntel-Sekunde genaue Zauberzeit auch die aktuelle Latenz anzeigen lassen.<br />
Der rote Abschnitt am Ende des Zauberbalkens etwa verrät, wann Sie bereits den<br />
nächsten Angriff wirken können, obwohl der aktuell gewirkte Zauber (zumindest<br />
grafisch) noch gar nicht fertig ist. Ein Muss ist Quartz nicht, da Sie sich damit in<br />
erster Linie Ihren Kobraschuss anzeigen lassen. Die damit verfügbaren Zusatzinfos<br />
sind zwar durchaus praktisch und bedürfen kaum ausladender Einstellungen,<br />
allerdings können Sie als Jäger-Frischling noch guten Gewissens drauf verzichten.<br />
Schritt 6<br />
Die Aktionsleiste für den Kampf<br />
gegen Einzelziele vervollständigen<br />
Sobald Sie mit den fünf Basisfähigkeiten einigermaßen zurechtkommen,<br />
öffnen Sie Ihr Zauberbuch – zwei Fähigkeiten fehlen Ihnen nämlich<br />
noch, auf die Sie nicht verzichten wollen: der Tödliche Schuss und<br />
der Glevenwurf, den wir Ihnen als 90er-Talent auf Seite 47 vorgeschlagen<br />
haben.<br />
Tödlicher Schuss: Den Tödlichen Schuss haben wir uns noch<br />
etwas aufgespart, aus dem einfachen Grund, da er nicht<br />
durchgehend Teil Ihrer Rotation ist. Den sogenannten „Kill<br />
Shot“ nämlich können Sie erst benutzen, wenn die Gesundheit Ihres<br />
Widersachers auf 20 Prozent oder darunter fällt, dann aber alle zehn<br />
Sekunden und zwei Mal hintereinander! Der Schuss verursacht massiven<br />
Schaden und kostet Sie keinen Fokus! Das ist unheimlich praktisch,<br />
vor allem wenn Sie noch damit beschäftigt sind, ein Gefühl für<br />
Ihr Fokus-Management zu entwickeln.<br />
Bereit und weg damit!<br />
Üben können Sie den Einsatz des Tödlichen Schusses auch an den Trainingsdummys,<br />
aber nur an denen, die Lebenspunkte verlieren. Sobald<br />
es Zeit für die Hinrichtung ist, blinkt ein gelb leuchtender Rand<br />
um das Icon des Tödlichen Schusses in der Aktionsleiste.<br />
Glevenwurf: Der Glevenwurf kostet lächerliche 15 Punkte Fokus,<br />
verursacht ordentlich Schaden und ist alle 15 Sekunden<br />
nutzbar. Wann immer die Wurfklingen also bereit sind, drücken<br />
Sie aufs Knöpfchen und zwar anstelle eines Arkanen Schusses –<br />
mehr müssen Sie jetzt noch nicht wissen.<br />
So kämpfen Sie gegen Einzelziele<br />
Die folgende Prioritätenliste beinhaltet sämtliche<br />
Attacken, die Sie im Gefecht mit einzelnen<br />
Gegnern einsetzen. Je weiter oben ein Angriff<br />
steht, desto wichtiger ist er für Ihren Gesamtschaden,<br />
kommt deswegen aber nicht zwingend<br />
<strong>of</strong>t zum Einsatz, wie etwa Schlangengift!<br />
Steht der Tödliche Schuss beispielsweise über<br />
dem Explosivschuss, bedeutet dies, dass Sie<br />
zuerst zum Tödlichen Schuss und erst danach<br />
zum Explosivschuss greifen, für den Fall, dass<br />
beide Attacken bereitstehen.<br />
Schlangengift<br />
Tödlicher Schuss<br />
Explosivschuss<br />
Schwarzer Pfeil<br />
Glevenwurf<br />
Arkaner Schuss<br />
Kobraschuss<br />
50<br />
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Schritt 7<br />
Warum blinkt meine Aktionsleiste so komisch?<br />
Sie stehen also an Ihrer Trainingspuppe und beharken diese zu deren<br />
Leidwesen nun seit Stunden (na gut … Minuten) mit DoTs, Explosivpfeilen<br />
und magischen Schüssen. Dabei dürfte Ihnen aufgefallen sein,<br />
dass zwei der sieben Icons in Ihrer Aktionsleiste immer wieder mal<br />
anfangen zu leuchten. Dieser blinkende Rand verrät Ihnen, dass Sie<br />
gerade einen sogenannten Proc, also einen zufällig auftretenden/ausgelösten<br />
Effekt zur Verfügung haben. Welche Procs das sein können,<br />
verraten wir Ihnen hier. Zuvor aber noch eine Sache: Die folgenden<br />
Procs haben direkten Einfluss auf Fähigkeiten, die Sie ohnehin regelmäßig<br />
einsetzen. An Ihrer Angriffs-Priorität ändern die Sondereffekte<br />
demnach nichts!<br />
Proc 1 – Sichern und Laden<br />
Sichern und Laden ist ein passiver Effekt, der sich direkt auf<br />
Ihren Explosivschuss auswirkt. Ausgelöst wird der Proc primär<br />
durch den Schwarzen Pfeil. „Primär“ bedeutet demnach, dass es<br />
auch noch anders funktioniert. Da Sie Variante 2 aber zumindest in<br />
Instanzen – in denen werden Sie wahrscheinlich hauptsächlich unterwegs<br />
sein – kaum nutzen, interessiert uns Variante 2 momentan<br />
noch nicht!<br />
Sobald Sie also einen Schwarzen Pfeil in Ihrem Ziel versenkt haben, haben<br />
dessen Schadens-Ticks die Chance, Sichern und Laden auszulösen.<br />
Dieser Proc tut Folgendes: Die nächsten beiden Explosivschüsse, die Sie<br />
abfeuern, kosten weder Fokus, noch lösen sie eine Abklingzeit aus.<br />
Das bedeutet im Klartext, dass Sie nach einem Sichern und Laden-Proc<br />
drei Explosivschüsse hintereinander abgeben können; der dritte Explosivschuss<br />
kostet aber wieder regulär Fokus und löst die 6-sekündige<br />
Abklingzeit aus.<br />
hilfreich, um besser mit dem augenscheinlich simplen, aber doch recht<br />
strikten Fokus-Management des Überlebens-Jägers warm zu werden.<br />
Das Talent tut Folgendes: Wann immer Sie einen Angriff ausführen,<br />
der Fokus kostet, besteht die Chance auf einen Jagdfieber-Proc, der<br />
Ihre nächsten drei Arkanen Schüsse und/oder Mehrfachschüsse um je 20<br />
Punkte Fokus vergünstigt. Statt 30 Punkten Fokus für einen Arkanen<br />
Schuss zahlen Sie also nur 10. Und dass Sie einen Schuss, der lediglich<br />
ein Drittel des ursprünglichen Preises kostet, leichter unterbringen,<br />
erschließt sich von selbst. Woran Sie den Proc erkennen? Normalerweise<br />
nur anhand des blinkenden Rands um Ihre Arkaner Schuss- und<br />
Mehrfachschuss-Icons auf der Aktionsleiste. Deutlich genauer können<br />
Sie sich derartige Procs allerdings mit der Hilfe spezieller Add-ons<br />
anzeigen lassen. Wie das geht, welche Add-ons dafür spitze sind und<br />
was Sie sich sonst noch so an Zusatzhelfern zulegen sollten, erklären<br />
wir Ihnen direkt im Anschluss. Bevor wir uns aber um das Feintuning<br />
Ihres Interfaces kümmern, gehen wir an unseren Trainingspuppen<br />
noch einen Schritt weiter.<br />
So greifen Ihre Fähigkeiten ineinander<br />
Unser Schema veranschaulicht die Basis-Synergien zwischen Ihren Angriffen.<br />
Fähigkeit, kostenlos<br />
Fähigkeit,<br />
kostet Fokus<br />
Proc<br />
Kobraschuss<br />
stellt her<br />
frischt auf<br />
Schlangengift<br />
Klassenguide<br />
Optische Warnungen<br />
Damit Sie einen Sichern und Laden-Proc auch<br />
ja nicht verpassen, gibt es allein im Spiel zwei<br />
optische Warnungen: Zum einen erscheinen<br />
über dem Kopf Ihres Jäger zwei kleine gekreuzte<br />
Flinten, gefolgt von einem pulsierenden,<br />
nicht zu übersehenden Flammensymbol; das verschwindet erst,<br />
wenn Sie alle kostenlosen Explosivschüsse verballert haben oder der<br />
Proc ausläuft. Zusätzlich erhält das Icon des Explosivschusses in der<br />
Aktionsleiste einen blinkenden Rahmen. Lassen Sie sich davon aber<br />
nicht in die Irre führen, denn der Rahmen erscheint auch bei Proc<br />
Nummero 2!<br />
Proc 2 – Jagdfieber<br />
Jagdfieber, Sie erinnern sich? Das ist das Stufe-60-Talent, das<br />
wir Ihnen ganz zu Beginn dieses Guides ans Herz gelegt haben<br />
und das Sie h<strong>of</strong>fentlich ausgewählt haben. Wenn nicht, tun Sie’s<br />
jetzt – bitte. Jagdfieber ist nämlich gerade für Neueinsteiger äußerst<br />
Arkaner Schuss<br />
FOKUS<br />
Schwarzer Pfeil<br />
lösen aus<br />
löst aus<br />
Sichern und Laden<br />
Mehrfachschuss Explosivschuss vergünstigt<br />
lösen aus<br />
vergünstigt<br />
Jagdfieber<br />
Schritt 8<br />
Von Anfang an mehr Übersicht mit WeakAuras 2<br />
Zugegeben, als Jäger haben Sie es bezüglich laufender DoTs und<br />
Procs vergleichsweise leicht. Der eine DoT (Schwarzer Pfeil) läuft eh<br />
aus, ohne dass Sie was dagegen tun können. Den anderen (Schlangengift)<br />
frischen Sie automatisch mit einem Schuss auf, den Sie sowieso<br />
alle Nase lang wirken müssen, weil Ihnen sonst Ihre Ressource ausgeht.<br />
Cooldowns stapeln? Passiert recht selten und die paar Procs wie<br />
Sichern und Laden und Jagdfieber sind eigentlich auch nicht der Rede<br />
wert; Letzteren etwa bauen Sie ohnehin nicht zwingend vollständig<br />
ab. Beim Jäger geht es darum, den richtigen Knopf zur richtigen Zeit<br />
zu drücken und perfekte Balance im Fokus-Balken zu erzeugen. Dennoch<br />
kann es nicht schaden, sich besondere Effekte extra deutlich<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
anzeigen zu lassen. Schlangengift beispielsweise sollte eigentlich nicht<br />
auslaufen. Was aber, wenn’s doch einmal passiert und Sie es nicht<br />
mitkriegen? Oder wenn Sie bei einem Zielwechsel vergessen, den<br />
DoT neu aufzutragen? Ein fehlendes Schlangengift auf dem Ziel führt<br />
in den Händen eines Überlebens-Jägers zu herbem Schadensverlust.<br />
Das darf nicht passieren – muss es auch nicht, dank übersichtlicher<br />
Anzeigen wie denen von WeakAuras!<br />
Was zeigt mir WeakAuras alles an?<br />
Es gibt eigentlich nichts, was WeakAuras nicht kann. Laufzeiten von<br />
DoTS, Buffs und Debuffs verfolgen? Standard. Abklingzeiten Ihrer<br />
51
Klassenguide<br />
wichtigsten Fähigkeiten anzeigen? Kinderspiel! Entscheidend ist zu<br />
Beginn, was von alledem Sie sich anzeigen lassen wollen beziehungsweise<br />
lassen sollten. Sämtliche Fähigkeiten und Procs inklusive Laufund<br />
Abklingzeiten – das geht schon, frisst aber jede Menge Zeit, auch<br />
wenn die meisten Anzeigen mit wenigen Handgriffen eingestellt sind.<br />
Schritt für Schritt: diese Anzeigen brauchen<br />
Sie zu Beginn<br />
Anhand der bisher erklärten Fähigkeiten und Procs verraten wir Ihnen<br />
im Folgenden, welche Anzeigen Sie sich per WeakAuras erstellen<br />
sollten. Der Einstellungsablauf für weitere Fähigkeiten bleibt gleich.<br />
I. Kontrolle: Ist Schlangengift auf<br />
dem Ziel?<br />
Schlangengift ist ein DoT, den Sie – wie bereits des Öfteren erwähnt<br />
– ein Mal auftragen und anschließend automatisch via Kobraschüsse<br />
erneuern. Mitunter passiert es aber dennoch, dass der Effekt ausläuft<br />
oder dass Sie ihn bei einem Zielwechsel vergessen aufzutragen. Mit<br />
WeakAuras erstellen Sie eine simple Anzeige, die erst dann aufleuchtet,<br />
wenn Schlangengift auf Ihrem aktuell anvisierten Ziel nicht tickt!<br />
Die Anzeige erstellen:<br />
Öffnen Sie WeakAuras über den Chatbefehl „/wa“ 1 und klicken<br />
Sie anschließend auf „Symbol“ 2 in der rechten Liste. Als nächstes<br />
geben Sie (wie bei Makros) eine Anzeigenbezeichnung 3 ein, in unserem<br />
Beispiel ist das „Schlangengift_inaktiv“.<br />
Klicken Sie anschließend auf „Auswählen“ neben dem Feld „Anzeigesymbol“<br />
4 ; geben Sie im Textfeld 5 „Schlangengift“ ein und<br />
wählen Sie das entsprechende Symbol für Ihre Anzeige aus.<br />
Wechseln Sie nun auf den Reiter „Auslöser“; im Feld „Aurenname“<br />
6 fügen Sie den Namen des DoTs – also „Schlangengift“ – ein. Öffnen<br />
Sie dann im Feld „Einheit“ 7 das Dropdown-Menü und wählen<br />
Sie „Ziel“. Den „Auratyp“ 8 direkt darunter ändern Sie von „Buff“<br />
zu „Debuff“. Da Schlangengift ein DoT ist, der auf dem Ziel tickt,<br />
wird das Toxin als Debuff gehandelt; Buffs hingegen beinhalten nur<br />
Effekte, die auf Ihren Charakter wirken!<br />
Zu guter Letzt setzen Sie Häkchen bei „Nur eigene“ und<br />
„Invertieren“ 9 – fertig.<br />
Sagen: /wa<br />
1<br />
2<br />
3<br />
5<br />
6<br />
4<br />
Die Anzeige aufhübschen und<br />
platzieren<br />
Die Einstellungen sind getätigt, jetzt passen Sie<br />
noch die Größe des Icons an. Das funktioniert ganz<br />
einfach, indem Sie mit der Maus an den Ecken des<br />
Icons herumziehen. Per „Drag & Drop“ ziehen Sie das<br />
Symbol anschließend an die Stelle im Interface, an der Sie es<br />
haben wollen.<br />
Unser Tipp: Platzieren Sie die Anzeigen für Debuffs/DoTs auf<br />
einer, Buffs und Procs auf der anderen Seite.<br />
Warnung Das Schlangengift-Symbol<br />
erscheint<br />
nur, wenn der DoT nicht<br />
auf dem Ziel tickt!<br />
9<br />
8<br />
7<br />
52<br />
II. Sichern und Laden/Jagdfieber<br />
– s<strong>of</strong>ort im Blick!<br />
Als nächstes kümmern wir uns um Ihre Procs Sichern und Laden und<br />
Jagdfieber; der Erstellungsvorgang, gezeigt an Sichern und Laden, ist für<br />
beide Effekte identisch, tauschen Sie bei Jagdfieber einfach den Namen<br />
entsprechend aus.<br />
Die Anzeige erstellen<br />
Klicken Sie im WeakAuras-Menü auf „Neu“, wählen Sie anschließend<br />
wieder „Symbol“ aus der Liste und geben Sie dann die Bezeichnung<br />
ein (in unserem Beispiel „Lock’n’Load“) 1 .<br />
Nun müssen Sie entscheiden, was Ihnen WeakAuras bei einem Sichern<br />
und Laden-Proc anzeigen soll: Wollen Sie die verbleibenden Aufladungen<br />
oder lieber die Zeit bis zum Auslaufen des Effekts wissen?<br />
Wir raten Ihnen zu letzterer Variante; tippen Sie dazu im Feld „Text“<br />
2 bitte „%p“ ein. Die nun erscheinende Ziffer in der unteren rechten<br />
Ecke des Icons verrät Ihnen später, wie lange der Effekt noch anhält.<br />
1<br />
s<strong>of</strong>ort bereit Dank<br />
WeakAuras entgeht Ihnen<br />
künftig kein Proc mehr<br />
– egal ob Sichern und<br />
Laden oder Jagdfieber.<br />
3<br />
Die Position, Größe und Farbe der Ziffern verstellen Sie übrigens mittels<br />
der Schieberegler 3 .<br />
2<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Den Auslöser festlegen<br />
Wechseln Sie anschließend wieder auf den Reiter „Auslöser“ und geben<br />
Sie unter „Aurenname“ 4 den Namen des Procs „Sichern und<br />
Laden“ ein. „Einheit“ 5 sollte bereits auf „Spieler (Selbst)“ und „Auratyp“<br />
6 auf „Buff“ eingestellt sein – hier müssen Sie nichts mehr<br />
ändern.<br />
Passen Sie nun im „Anzeige“-Fenster (siehe letztes Bild, linke<br />
Seite unten) wieder Größe und Position des Icons an. Das<br />
Symbol erscheint nun, sobald Sichern und Laden ausgelöst<br />
wird und verschwindet, wenn Sie a) alle Aufladungen<br />
verbraucht haben oder b) der Effekt ausläuft.<br />
Jagdfieber einstellen<br />
Die Einstellungen für Jagdfieber erfolgen nach demselben<br />
Prinzip wie bei Sichern und Laden. Sie müssen natürlich den<br />
Namen ändern und wir raten Ihnen dazu, im Feld „Text“ bei<br />
„%s“ zu bleiben, um sich anstelle der Laufzeit die übrigen Proc-<br />
Aufladungen anzeigen zu lassen. Und auch in diesem Fall heißt<br />
es abschließend Position und Größe festlegen.<br />
Stapel oder Zeit? Entscheiden<br />
Sie selbst, ob Sie<br />
die restlichen Aufladungen<br />
oder die Effektdauer angezeigt<br />
bekommen wollen.<br />
5<br />
4<br />
6<br />
Klassenguide<br />
III. Verfügbarkeit – wann kann ich<br />
wieder?<br />
Eine weitere Hauptaufgabe von WeakAuras ist es, Ihnen anzuzeigen,<br />
wann bestimmte Fähigkeiten wieder zur Verfügung stehen. Wenn es<br />
Ihnen rein um die Abklingzeiten Ihrer Fähigkeiten geht, reichen Addons<br />
wie Cooldown Count. Das etwa modifiziert Ihre Aktionsleisten<br />
derart, dass Abklingzeiten auf den entsprechenden Icons direkt herunterzählen.<br />
Manche Fähigkeiten, etwa der Tödliche Schuss, besitzen aber<br />
nicht nur eine Abklingzeit, sondern sind zudem erst ab (in diesem Fall)<br />
20 Prozent Gegnergesundheit einsatzbereit.<br />
3<br />
2<br />
1<br />
Abklingzeiten verfolgen<br />
Klicken Sie wieder auf „NEU“, dann auf „Symbol“ und geben Sie die<br />
Bezeichnung ein – soweit alles beim Alten. Diesmal springen Sie aber<br />
direkt in den „Auslöser“-Reiter und stellen unter „Typ“ 1 von „Aura<br />
(Buff/Debuff)“ auf „Status“ um. Unter „Status“ 2 (darunter) wählen<br />
Sie dann die oberste Option „Aktion nutzbar“. Anschließend geben Sie<br />
unter „Zauber“ 3 noch den korrekten Namen, also „Tödlicher Schuss“,<br />
ein und kümmern sich zu guter Letzt erneut um Größe und Position<br />
des Icons. So verfahren Sie mit allen Fähigkeiten, egal ob Angriff oder<br />
Cooldown, die Sie sich extra hervorheben wollen. Die entsprechenden<br />
Symbole erscheinen nun, sobald eine Fähigkeit einsatzbereit bereit ist,<br />
sprich ausreichend Fokus verfügbar, die Abklingzeit abgelaufen und/<br />
oder diverse Auslösevoraussetzungen wie bestimmte Gesundheits-Pro-<br />
IV. Ist mein Begleiter aktiv?<br />
Es gibt eine letzte Einstellung, die wir Ihnen dringend ans Herz legen,<br />
und spätestens im Raid werden Sie in die Situation kommen, in der Sie<br />
uns für genau diesen Abschnitt danken werden. Die folgende Anzeige<br />
verrät Ihnen nämlich, ob Ihr Pet aktiv ist. Klingt unspektakulär? Warten<br />
Sie’s nur ab; mitunter verschwindet das Tier einfach, etwa weil es<br />
außer Reichweite rennt. Im PvP oder solo auf der Zeitlosen Insel passiert<br />
es hingegen öfter, dass Ihr treuer Begleiter ins Gras beißt und Sie<br />
es nicht s<strong>of</strong>ort mitbekommen. In beiden Fällen – Verschwinden und<br />
Abnippeln – zählt das Pet als inaktiv. Und dank unserer WeakAuras-<br />
Anzeige werden Sie darüber s<strong>of</strong>ort in Kenntnis gesetzt!<br />
zentmarken erreicht wurden. Im Umkehrschluss verschwindet das Icon,<br />
wenn Sie die Fähigkeit gerade nicht nutzen können.<br />
Das Mädchen für alles<br />
Angriffe ohne Abklingzeit, wie etwa den Arkanen Schuss, müssen Sie<br />
sich natürlich nicht anzeigen lassen. Sinnvoll ist dies hingegen bei Ihrem<br />
Hauptangriff Explosivschuss und Attacken sowie Effekten mit längerer<br />
Abklingzeit, etwa beim Glevenwurf (15 Sekunden), dem Schwarzen<br />
Pfeil (28 Sekunden) oder Ihren Fallen. Nichts muss, alles kann – experimentieren<br />
Sie ein wenig herum und entscheiden Sie von Fähigkeit zu<br />
Fähigkeit notfalls selbst, ob Sie dafür eine deutlichere Anzeige benötigen.<br />
Im Laufe dieses Guides werden wir WeakAuras daher auch immer<br />
wieder aufgreifen.<br />
Praxistest<br />
Nachdem Sie das Icon wie gehabt positioniert haben, machen Sie den<br />
Test: Geben Sie Ihr Tier frei, sollte das Icon auftauchen. Rufen Sie den<br />
Begleiter stattdessen herbei, muss das Symbol verschwinden.<br />
1<br />
Schnell und einfach eingestellt<br />
Wechseln Sie nach dem Erstellen einer neuen Aura direkt ins<br />
„Auslöser“-Fenster. Dort wählen Sie unter „Typ“ 1 die Option „Status“;<br />
im „Status“-Feld 2 wiederum klicken Sie auf „Bedingungen“<br />
und klicken anschließend zweimal auf das unterste Kästchen 3<br />
(„Begleiter aktiv“), bis dort der Status „Negator Begleiter aktiv“ steht.<br />
Danach wechseln Sie zurück ins „Anzeige“-Fenster und klicken auf<br />
„Auswählen“ und geben dort „Ability_Hunter_Pet_“ ein. Dadurch<br />
filtern Sie sämtliche Pet-Icons heraus, aus denen Sie dann das auswählen,<br />
das Ihnen am meisten zusagt.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
3<br />
2<br />
Angezeigtes icon = schlecht Erscheint<br />
die Visage Ihres Pets, müssen Sie es erneut zu<br />
sich rufen oder wiederbeleben.<br />
53
Klassenguide<br />
Für alle, die nichts<br />
einstellen wollen<br />
WeakAuras 2 bietet Spielern die Möglichkeit,<br />
sogenannte „Strings“ zu importieren. Das<br />
bedeutet in Kurzform: Sie können Einstellungen,<br />
also Strings, von anderen Spielern<br />
kopieren und über WeakAuras importieren.<br />
Auf diese Weise lassen sich beinahe ganze<br />
Interfaces übernehmen, inklusive alternativer<br />
Ressourcenbalken – Add-ons wie StayFocused<br />
können Sie sich damit also theoretisch<br />
auch sparen. Einen solchen Super-String haben<br />
wir für Sie aufgespürt und wo Sie ihn<br />
finden, verrät der blaue Kasten rechts unter<br />
dem Bild.<br />
Was kann das Teil denn alles?<br />
Dieser String enthält bis auf wenige Ausnahmen<br />
sämtliche wichtigen Fähigkeiten aller<br />
drei Spielweisen und zeigt diese schön geordnet<br />
auf Ihrem Monitor an. Keine Bange: Es erscheinen<br />
dabei natürlich nur die Cooldowns,<br />
So in etwa Wie Sie die erstellten WeakAuras-Anzeigen in Ihrem Interface verteilen, können Sie selbst entscheiden.<br />
Wir raten dazu, DoTs und Debuffs auf eine Seite, Procs und Fähigkeiten auf die jeweils andere zu setzen.<br />
Angriffe und Procs, die für Ihre aktuell gewählte<br />
Spielweise auch relevant sind. Position,<br />
Farben und Größe der jeweiligen Icons können Sie zudem selbstverständlich<br />
noch an Ihre eigenen Vorlieben anpassen.<br />
Ein Geschenk für alle Jäger<br />
Waren die letzten beiden Seiten für die Katz?<br />
Keinesfalls! Auch wenn Sie nur nachträglich Einstellungen eines importierten<br />
Strings anpassen wollen, müssen Sie wissen, an welchen<br />
Reglern Sie herumspielen dürfen beziehungsweise müssen. Zudem<br />
steht WoD vor der Tür und mit der Erweiterung jede Menge Änderungen,<br />
die sich auf Ihre Fähigkeiten und Talente und damit auch die<br />
WeakAuras-Anzeigen auswirken werden.<br />
Der Spieler Clampy hat sich die Zeit genommen und für nahezu jede Jäger-Fähigkeit<br />
eine WeakAuras-Anzeige erstellt, all diese Icons zu einem aufgeräumten Gesamtpaket<br />
verschnürt und den String dazu im Jäger-Forum der Seite www.mmo-champion.<br />
com zur Verfügung gestellt. Wer sich den ganzen Einstellungs-Stress<br />
sparen möchte, wird auch bei uns auf Facebook (www.facebook.com/<br />
pcgmmore) fündig. Dort stellen wir den entsprechenden String zeitnah<br />
nach Erscheinen dieser Ausgabe bereit.<br />
Schritt 9<br />
Fähigkeiten für den Kampf gegen Feindesgruppen<br />
Einzelziele platt zu machen ist eine Sache. Genauso <strong>of</strong>t, wenn nicht<br />
sogar häufiger finden Sie sich inzwischen allerdings in der Situation<br />
wieder, mehrere Ziele auf einmal in Stücke schießen zu müssen. Trifft<br />
sich gut, dass der Überlebens-Jäger dafür nicht nur passende Fähigkeiten<br />
im Zauberbuch liegen hat, sondern dank diverser passiver Effekte<br />
von allen drei Jäger-Spielweisen das höchste Flächenschadenspotenzial<br />
mitbringt. Um welche Fähigkeiten Sie Ihre Aktionsleiste für<br />
die Schlacht gegen Mob-Gruppen erweitern, erfahren Sie daher im<br />
folgenden Abschnitt.<br />
Mehrfachschuss:<br />
Wie es der Name schon vermuten lässt, ist der Mehrfachschuss<br />
Ihr Standardangriff gegen Feindeshorden. Mit diesem<br />
Zauber treffen Sie sämtliche Gegner, die sich in acht Metern Umkreis<br />
um Ihr Hauptziel befinden. Zudem belegt der Mehrfachschuss eines<br />
Überlebens-Jägers alle getr<strong>of</strong>fenen Feinde mit einem 15-sekündigen<br />
Schlangengift – krass! Einfach rein damit in die Aktionsleiste.<br />
Fallenschleuder – mit Sprengst<strong>of</strong>f schmeißen<br />
Ziehen Sie die Fähigkeit Fallenschleuder aus dem Zauberbuch<br />
einfach in einen freien Slot Ihrer Aktionsleiste; einen Hotkey<br />
müssen Sie der Schleuder nicht zuweisen. Aktivieren Sie die Fähigkeit<br />
einmal per Linksklick und rühren Sie sie anschließend einfach nicht<br />
mehr an. Wenn Sie jetzt eine der Fallen benutzen – in der aktuellen<br />
Situation die Sprengfalle –, dann legen Sie die Mine nicht einfach vor<br />
sich ab. Stattdessen erscheint ein grüner Zielkreis, mit dem Sie eine<br />
Stelle in 40 Metern Reichweite anvisieren können, um die Falle genau<br />
dorthin zu katapultieren. Im Grunde ist die Fallenschleuder also nichts<br />
anderes als eine weitere Art von Haltung.<br />
54<br />
Sprengfalle:<br />
Mit dem Thema Fallen haben wir uns bisher noch gar nicht<br />
beschäftigt. Dass wir das noch in aller Ausführlichkeit tun<br />
werden, versteht sich von selbst; gerade im Fall des Überlebens-Jägers<br />
spielen die Tretminen nämlich eine ganz besondere Rolle. Was Sie<br />
just in diesem Moment wissen müssen, ist Folgendes: Die Sprengfalle<br />
verursacht, sobald sie von einem Gegner ausgelöst wurde, 20 Sekunden<br />
lang Schaden in acht Metern Umkreis um die Position der Mine<br />
– nicht mehr, nicht weniger. Das Problem ist nur, die Sprengfalle ins<br />
Zentrum einer Gegnermeute zu befördern, denn normalerweise legt<br />
Ihr Jäger die Falle auf Knopfdruck direkt vor seine eigenen Füße. An<br />
dieser Stelle kommt die Fallenschleuder ins Spiel.<br />
Zielen und ab damit Dank Fallenschleuder katapultieren Sie jede Ihrer Tretminen<br />
punktgenau in Gegnermassen, ohne Ihren Feinden zu nah zu kommen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Glevenwurf:<br />
Der Glevenwurf, den wir bereits in Ihre Einzelziel-Prioritätenliste<br />
aufgenommen haben, ist auch ein großartiges<br />
Mittel bei der Beseitigung ganzer Mob-Scharen. Die Wurfklingen<br />
verursachen nämlich nicht nur Einzelzielschaden, sondern treffen<br />
(und verlangsamen dabei) jeden Gegner, der zwischen Ihnen und<br />
Ihrem Hauptziel steht und zwar sowohl auf dem Hin- als auch auf<br />
dem Rückflug. Für 15 lächerliche Pünktchen Fokus ist diese Fähigkeit<br />
der absolute Hammer!<br />
Klassenguide<br />
WeakAuras-Anzeige – wie sieht’s aus?<br />
Für den Mehrfachschuss an sich benötigen Sie keine Anzeige, interessanter ist<br />
an dieser Stelle der Jagdfieber-Proc (s<strong>of</strong>ern Sie das Talent gewählt haben), der<br />
Ihre „Multi-Shots“ stark vergünstigt. Die Anzeige für den Effekt haben wir aber ja<br />
bereits eingestellt (siehe Seite 52).<br />
Wie ein Messer durch Butter Der Glevenwurf trifft und verlangsamt alle Feinde,<br />
die sich zwischen dem Jäger und seinem Hauptziel befinden.<br />
So setzen Sie die Fähigkeiten gegen Gruppen ein:<br />
Das Spiel gegen Feindesgruppen beziehungsweise den<br />
Ablauf und den Einsatz Ihrer Fähigkeiten können Sie an<br />
den Trainingspuppen durchaus üben. Für das Zielen<br />
mit der Fallenschleuder etwa benötigen Sie keinen<br />
Schwarm an Feinden, ein Ziel als Anhaltspunkt reicht<br />
vollkommen aus. Die restlichen Fähigkeiten wirken Sie<br />
sowieso stets gegen einen konkret anvisierten Feind.<br />
Kampfbeginn<br />
Der Ablauf an sich schaut aus wie folgt:<br />
1. Mehrfachschuss<br />
(um direkt Schlangengift aufzutragen)<br />
2. Sprengfalle (sobald eine Mob-Gruppe<br />
positioniert ist)<br />
3. Glevenwurf (sobald bereit)<br />
Bei Proc<br />
Sichern &<br />
Laden<br />
weiter nach<br />
Prioritätenliste<br />
4. Schwarzer Pfeil (sobald bereit, um Sichern<br />
und Laden auszulösen)<br />
5. Bei Sichern und Laden: Explosivschüsse<br />
6. Mehrfachschüsse (bis Ihr Fokus alle ist!)<br />
7. Kobraschüsse<br />
(wenn es Ihnen an Fokus fehlt)<br />
Prioritätenliste für den<br />
Kampf gegen Gruppen<br />
Mehrfachschuss<br />
Sprengfalle<br />
Schwarzer<br />
Pfeil<br />
Sprengfalle<br />
Mehrfachschuss<br />
Glevenwurf<br />
Explosivschüsse<br />
Mehrfachschüsse<br />
Kobraschüsse<br />
Glevenwurf<br />
Explosivschuss (zunächst nur<br />
bei Sichern und Laden!)<br />
Schwarzer Pfeil<br />
Kobraschuss<br />
Anmerkung: In AoE-lastigen Kämpfen werden Sie enorm von den Jagdfieber-Procs pr<strong>of</strong>itieren, da Ihre Mehrfachschüsse so nur die Hälfte kosten. An der Abfolge ändert sich<br />
dadurch aber nichts, auch nicht bei einem Sichern und Laden-Proc.<br />
Schritt 10<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Schaden prüfen mit Recount<br />
Wie Sie Ihre Angriffe gegen Einzelziele und Gruppen einsetzen, wissen<br />
Sie jetzt. Bevor wir jedoch den nächsten Schritt tun, machen Sie Folgendes:<br />
Installieren Sie sich das Add-on Recount (Kasten nächste Seite).<br />
Das Helferlein gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren verursachten Schaden<br />
aufzuzeichnen, und ist für Sie als reine Schadensklasse damit eines der<br />
wichtigsten Zusatzprogramme; da sich Ihre Leistung über den verursachten<br />
Schaden definiert, müssen Sie schließlich messen, wo Sie und<br />
Ihre DpS (Damage per Second = Schaden pro Sekunde) gerade stehen.<br />
Sobald Sie Recount installiert und eingerichtet haben, drangsalieren Sie<br />
ein weiteres Mal für drei bis vier Minuten eine Level-90-Puppe und<br />
zeichnen dabei Ihren verursachten Schaden auf. So, und jetzt gehen Sie<br />
einen Schritt weiter und stellen sich an einen der Dummys, deren „Level<br />
90“ durch ein „?? - Boss“ ersetzt ist. Diese Boss-Attrappen besitzen<br />
Stufe 93 und damit denselben Level, den auch die Bosse aktueller Raids<br />
haben – also drei Stufen über dem Ihres Helden. Welche Konsequenzen<br />
das hat, verraten wir Ihnen gleich. Bevor Sie aber weiterlesen, möchten<br />
wir, dass Sie sich die Zeit nehmen und mit derselben Ausrüstung, denselben<br />
Talenten, Glyphen und Fähigkeiten auf eine dieser Boss-Puppen<br />
ballern – und zwar genauso lang, wie bei Ihrem letzten DpS-Test an der<br />
90er-Puppe. Nach Ablauf der Zeit notieren Sie sich den verursachten<br />
Schaden, um ihn mit dem vorherigen Ergebnis zu vergleichen.<br />
Leider daneben Ohne ausreichend<br />
Trefferwert und Waffenkunde<br />
gehen Angriffe auch mal daneben.<br />
Der Schadensverlust ist, je nach<br />
Angriff, mitunter drastisch.<br />
Das war alles<br />
andere als rund<br />
und geschmeidig!<br />
Haben Sie das Experiment<br />
gemacht? Gut,<br />
dann wird Ihnen aufgefallen<br />
sein, dass nun<br />
recht häufig die Worte<br />
„VERFEHLEN“ und<br />
„AUSWEICHEN“ auf<br />
Ihrem Bildschirm aufploppen.<br />
Beispielsweise<br />
dass Ihr Schaden<br />
geringer ausfällt, obwohl<br />
Sie Ihre Angriffe<br />
genauso sauber herunterspielen,<br />
wie an der anderen Puppe. Oder dass das Haushalten<br />
mit Ihrem Fokus plötzlich deutlich zäher vonstatten geht. Der Grund<br />
dafür ist so simpel wie ärgerlich: Sie ballern daneben! Ursache dafür<br />
wiederum ist, dass auf Ihrer 483er-Boost-Ausrüstung zu wenig Trefferwert<br />
und Waffenkunde vorhanden ist. An einer Stufe-90-Trainings-<br />
55
Klassenguide<br />
puppe fällt dieser Umstand kaum auf, denn um Ziele dieser Stufe<br />
nicht mehr zu verfehlen, benötigen Sie je Wert lediglich drei Prozent.<br />
Um jeden Ihrer Schüsse in einem Ziel der Stufe 93 zu versenken, brauchen<br />
Sie hingegen sowohl 7,5 Prozent Trefferwert als auch Waffenkunde<br />
und davon sind Sie mit Ihrer Startausrüstung noch ganz weit<br />
entfernt.<br />
Nie wieder verfehlen – aber wie?<br />
Schüsse, die ins Leere gehen, kosten trotzdem Fokus, verursachen<br />
aber weder Schaden, noch werden durch deren Treffer etwaige Nebeneffekte<br />
ausgelöst. Ein Kobraschuss beispielsweise, der ständig daneben<br />
fliegt, stellt auch keine Fokus-Punkte her. Ein Schwarzer Pfeil<br />
hingegen, der am Ziel vorbeifliegt, kostet Sie zwar trotzdem 35 Punkte<br />
Fokus, verursacht aber keinen Schaden und löst somit auch keinen<br />
Sichern und Laden-Proc aus.<br />
Um das Risiko des Verfehlens auszuhebeln, müssen Sie also Trefferwert<br />
und Waffenkunde auf je 7,5 Prozent hieven. Das funktioniert<br />
ausschließlich über Ausrüstungsteile, darauf vorhandenen Sockeln,<br />
speziellen Verzauberungen und in erster Linie über Umschmieden,<br />
aber: Boost-Ausrüstung für teuer Gold feinschleifen? Wer keinen reichen<br />
Hauptcharakter hat und mit dem geboosteten Jäger das erste<br />
Mal überhaupt spielt, könnte sich so eine Prozedur gar nicht leisten!<br />
Aus diesem Grund verzichten Sie zunächst auf diesen Luxus und<br />
geben sich gezwungenermaßen mit dem zufrieden, was Sie haben.<br />
Für Ihre erste Anlaufstelle in freier Wildbahn reichen die niedrigeren<br />
Mengen an Trefferwert und Waffenkunde ohnehin aus.<br />
Item-Tuning – ab wann lohnt sich’s?<br />
Die Ausrüstung, die Ihr Boost-Charakter<br />
trägt, hat eine Durchschnittsstufe von<br />
483. Das entspricht der Stufe, die Sie<br />
in den LFR-Versionen vom Herz der<br />
Angst und der Terrasse des Endlosen<br />
Frühlings abgreifen können; auf der<br />
Boost-Ausrüstung sind allerdings keinerlei<br />
Sockel vorhanden, das Einsetzen<br />
von Juwelen fällt also ohnehin flach.<br />
Teure Verzauberungen sparen Sie sich<br />
zunächst ebenfalls. Wenn Sie jedoch<br />
Ihre Trefferchance sowie Waffenkunde<br />
etwas anheben wollen, raten wir Ihnen<br />
zum Besuch beim Umschmieder. Dieser<br />
gibt Ihnen die Möglichkeit, auf Ausrüstung<br />
verfügbare Werte zu einem Teil in<br />
andere, noch nicht auf dem Item vorhandene<br />
Werte zu verwandeln, sprich:<br />
Sie nehmen einen Wert her, auf den Sie<br />
verzichten können und wandeln ihn in<br />
Trefferwert oder Waffenkunde um; die<br />
Grenzwerte liegen bei je 7,5 Prozent.<br />
Welche Werte taugen,<br />
welche eher weniger?<br />
Damit Sie wissen, welche Werte (und<br />
Attribute) für Sie als Überlebens-Jäger<br />
besonders gut sind, hier eine kurze<br />
Übersicht; an der Werte-Priorität ändert<br />
sich für Sie übrigens nichts. Egal,<br />
welche Gegenstandsstufe Ihre Ausrüstung<br />
hat.<br />
1. Beweglichkeit<br />
2. Trefferwert/Waffenkunde<br />
(je 7,5 Prozent, nicht mehr!)<br />
3. Kritischer Trefferwert<br />
4. Tempo<br />
5. Meisterschaft<br />
Anmerkung: Meisterschaft ist von allen<br />
für den Jäger interessanten Werten der<br />
unbrauchbarste und muss beim Umschmieden<br />
meist als Allererstes dran<br />
glauben.<br />
Schaden messen, dank Recount<br />
Recount zeichnet nicht nur Ihren, sondern<br />
den verursachten Schaden aller<br />
Gruppenmitglieder auf; selbiges gilt<br />
auch für erlittenen Schaden, verursachte<br />
Heilung, erfolgreiche Unterbrechungen<br />
und so weiter. Da Ihr Job darin besteht,<br />
möglichst viel Schaden anzurichten, ist<br />
Recount ideal, um den eigenen Fortschritt<br />
zu dokumentieren und mit dem<br />
anderer Spieler zu vergleichen.<br />
Recount installieren<br />
Wie alle anderen Add-ons zuvor, finden<br />
Sie auch Recount auf buffed.de oder<br />
curse.com; laden Sie das Programm<br />
herunter und entpacken Sie die Datei<br />
unter „World <strong>of</strong> Warcraft\interface\addons“.<br />
Einstellungen müssen Sie kaum<br />
vornehmen. Per „Drag & Drop“ ziehen<br />
Sie das Recount-Fenster einfach an die<br />
gewünschte Stelle im Interface; an den<br />
unteren Ecken können Sie das Fenster<br />
nach Belieben aufziehen. Sie als Jäger<br />
wollen wissen, wie es um Ihren Schaden<br />
bestellt ist. Klicken Sie dazu so lange<br />
auf die Pfeiltasten am oberen Rand des<br />
Fensters, bis Sie im Reiter „Schaden gemacht“<br />
landen. Mit einem weiteren Klick<br />
auf Ihren Namen öffnen Sie ein weiteres<br />
Fenster mit Tortendiagrammen, in dem<br />
Sie sehen, welche Schüsse welchen<br />
Teil Ihres Gesamtschadens angerichtet<br />
haben. Ein Klick auf eine der Fähigkeiten<br />
wiederum verrät Ihnen, wie <strong>of</strong>t ein<br />
bestimmter Zauber normal, kritisch oder<br />
gar nicht getr<strong>of</strong>fen hat.<br />
Rechnen?<br />
Lieber rechnen<br />
lassen!<br />
Tipp: Auf www.askmrrobot.com.<br />
können Sie Ihre Charaktere aus dem<br />
WoW-Arsenal importieren und sich per<br />
Klick auf „Optimize“ anzeigen lassen,<br />
wie Sie sockeln, verzaubern und umschmieden<br />
müssen, um ideale<br />
Ergebnisse zu erzielen!<br />
gefechtsanalyse<br />
Verursachter Schaden,<br />
versenkte und verfehlte<br />
Treffer – Recount zeichnet<br />
alles auf!<br />
Schritt 11<br />
Von der Theorie zur Praxis – der erste Besuch<br />
des LFR und der Zeitlosen Insel<br />
56<br />
Sie haben sich die Finger wund geschossen, Ihre Angriffe verinnerlicht<br />
und an der Puppe bereits einigermaßen respektable Ergebnisse<br />
erzielt – so weit, so gut. Trainingsattrappen gehen aber nicht kaputt,<br />
schlagen nicht zurück und überlassen Ihnen vor allen Dingen keine<br />
Beute! Wirklich gute beziehungsweise bessere Ausrüstung bekommen<br />
Sie in Ihrer aktuellen Situation nur auf drei Wegen: im Auktionshaus<br />
(gute Hosen und ein super Gürtel auf Stufe 553, aber ohne<br />
Hauptcharakter nicht bezahlbar!), auf der Zeitlosen Insel (accountgebunde<br />
Gegenstände auf Stufe 496) und natürlich im Raid.<br />
I. Melden Sie sich für den LFR an!<br />
Die Wartezeiten sind lang – einfach stumpf vor dem Rechner sitzen<br />
und warten, dass die Einladung erfolgt, ist Zeitverschwendung. Melden<br />
Sie sich daher einfach für den LFR an, während Sie sich auf den<br />
Weg zur Zeitlosen Insel machen oder bereits auf dem Eiland herumhüpfen.<br />
Welche LFR-Abschnitte Ihnen was genau bringen, verrät unsere<br />
Tabelle. Mit Boost-Items können Sie direkt den Thron des Donners<br />
angehen. Dort erhalten Sie auch bereits Gegenstände auf Stufe<br />
502; sollten Sie die legendäre Quest-Reihe aber direkt angehen wollen,<br />
starten Sie ruhig trotzdem in den früheren Raids. Auch wenn Sie<br />
von dort keine Items benötigen, erhalten Sie Tapferkeitspunkte. Üben<br />
können Sie dort auch.<br />
II. Grasen Sie die Zeitlose Insel ab!<br />
Auf der Zeitlosen Insel kloppen Sie rund um die Uhr Gegner – normale,<br />
Elite- oder seltene Mobs und erledigen nebenbei noch eine<br />
tägliche sowie eine wöchentliche Quest. Für letztere gibt’s Zeitlose<br />
Münzen und Tapferkeitspunkte, erstere belohnen Sie neben Zeitlosen<br />
Münzen zudem manchmal mit epischen Gegenständen auf Stufe<br />
496; wer eine Last der Ewigkeit findet, kann zudem einen Zeitlosen<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Gegenstand auf Stufe 535 aufwerten! Stürmen Sie<br />
aber nicht einfach drauf los – die Elite-Gegner, gerade<br />
im östlicheren Teil der Zone, hauen mächtig<br />
zu und blasen Sie schneller aus dem Leben, als Sie<br />
auf Knurren drücken können. Suchen Sie sich daher<br />
am besten eine Gruppe. Überall auf der Insel suchen<br />
Spieler etwa nach Mitstreitern, um die Elite-Frösche<br />
am Strand im Südosten oder die Feuerwächter auf<br />
dem Weg zu Weltboss Ordos abzufarmen. Das gibt<br />
nicht nur massig Zeitlose Münzen und das ein oder<br />
andere Epic – Sie kommen auch schnell an Geringe<br />
Amulette des Glücks, und von denen benötigen Sie<br />
pro Woche mindestens 50 Stück! Sind Sie jedoch allein<br />
unterwegs, halten Sie sich eher an die Kraniche,<br />
Schildkröten, Ochsen und Tiger im westlicheren Teil<br />
der Insel, die hauen nicht ganz so dolle zu. Anbei<br />
noch ein Tipp: Halten Sie Ausschau nach Schreinen<br />
der Erhabenen; die gewähren Ihnen wertvolle Buffs,<br />
die Ihren Schaden oder Ihre Widerstandsfähigkeit erhöhen.<br />
III. Die ersten Kriegsembleme eintauschen<br />
Kriegsembleme sind die aktuellen Glücksbringer, erhältlich am Fraktionsschrein<br />
im Tausch gegen 50 Geringe Amulette des Glücks. W<strong>of</strong>ür<br />
Sie die brauchen? Steht unter „IV.“!<br />
IV. Weltbosse umprügeln<br />
Einmal pro Woche dürfen Sie die Weltbosse Pandarias plündern, allen<br />
voran die Himmlischen Erhabenen. Für die benötigen Sie keine<br />
bestimmte Gegenstandsstufe, Sie müssen nicht einmal in einer Gruppe<br />
sein – einmal mit auf die Bosse schießen reicht, um an der Beuteauslosung<br />
teilzunehmen und anschließend noch einen Bonuswurf<br />
via Kriegsemblem durchzuführen. Lediglich Ordos wird ein kleines<br />
Problem, s<strong>of</strong>ern dieser Jäger Ihr erster (und einziger) Charakter ist.<br />
ballern, daumen drücken, abstauben! Bekämpfen Sie einmal pro Woche die Himmlischen<br />
Erhabenen – mit etwas Glück winken T-16-Handschuhe und -Hosen sowie PvP-Items auf Stufe 550.<br />
Sie kommen über Umwege (Hexer-Teleport, Albatros-Taxi) zwar vor<br />
Ordos Tempel, werden ohne den legendären Umhang auf dem Rücken<br />
aber aus der Zone geworfen. Wie Sie‘s auch anstellen: Nehmen<br />
Sie jede Woche die Erhabenen und nach Möglichkeit auch Ordos mit,<br />
und zwar inklusive Bonuswurf!<br />
V. Die Schlacht um Orgrimmar<br />
Ihr erstes Ziel ist es, die durchschnittliche Item-Stufe von 496 zu erreichen,<br />
um sich im LFR für die Schlacht um Orgrimmar anmelden zu<br />
können. Das tun Sie über die bereits erwähnten Epics von der Insel,<br />
womöglich über Teile aus dem Auktionshaus und mit etwas Glück<br />
durch Beute von den Erhabenen und Ordos. Vom Item-Kauf für Tapferkeitspunkte<br />
raten wir ab: Sparen Sie sich die Punkte lieber ein,<br />
zwei Wochen lang und werten Sie damit lieber höherwertige Beute<br />
aus dem Raid auf!<br />
Klassenguide<br />
Übersicht: Was gibt’s in welcher Instanz und auf welcher Schwierigkeitsstufe?<br />
Dungeon Szenario Mogu’shangewölbe Herz der Angst Terasse des Endlosen<br />
Frühlings<br />
LfR - - Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Normal<br />
Heroisch<br />
Zum Üben / Für<br />
Gerechtigkeitsp.<br />
Zum Üben / Für<br />
Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Thron des Donners<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
- - - - -<br />
Schlacht um<br />
Orgrimmar<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Schritt 12<br />
Wenn’s mal etwas mehr Schaden braucht<br />
Sie können Ihre Fähigkeiten so perfekt aneinander reihen, wie Sie<br />
wollen – manchmal reicht das allein nicht aus. Manchmal braucht es<br />
einfach noch eine Prise mehr Wumms, um einem Widersacher das<br />
letzte Lichtlein auszupusten, und das werden Sie spätestens im Gerangel<br />
mit den Elite-Mobs auf der Zeitlosen Insel feststellen. Für diese<br />
Fälle hat auch der Jäger ein paar Asse im Ärmel: die sogenannten<br />
Schadens-Cooldowns – Fähigkeiten mit langer Abklingzeit, aber ordentlich<br />
(D)PS unter der Haube.<br />
Stampede:<br />
Mit fünf Minuten Abklingzeit ist Stampede Ihr mit Abstand<br />
längster Cooldown. Zu Beginn von MoP noch äußerst interessant<br />
gestaltet, erhöhen Sie nun lediglich Ihren Gesamtschaden –<br />
einmal zu Beginn des Kampfes und ein zweites Mal gegen Ende eines<br />
Gefechts, je nachdem, wie lang die Schlacht tobt. Mehr gibt es wirklich<br />
nicht zu Stampede zu wissen, nicht mehr jedenfalls.<br />
Schnellfeuer:<br />
Schnellfeuer erhöht Ihr Distanzangriffstempo für 15 Sekunden<br />
um 40 Prozent – und das alle drei Minuten. Das erhöhte Tempo<br />
wirkt sich dabei primär auf die Schussfrequenz Ihrer automatischen<br />
Schüsse aus (auf die Sie selbst keinen Einfluss haben), auf Ihre automatische<br />
Fokus-Regeneration (Fokus regeneriert sich deutlich schneller)<br />
und natürlich auf die Wirkzeit Ihrer Kobraschüsse; auch Ihr Begleiter<br />
schlägt die nächsten Sekunden schneller zu, davon bekommen Sie aber<br />
nichts mit. Setzen Sie Schnellfeuer so <strong>of</strong>t es geht ein. Details, die es beim<br />
Einsatz zu beachten gilt, erläutern wir in einer extra Sektion.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
SchadenSexploSion Richtig eingesetzt, treiben die Cooldowns Schnellfeuer<br />
und Stampede Ihren Gesamtschaden in ungeahnte Höhen.<br />
57
Klassenguide<br />
Schritt 13<br />
Die Defensive des Jägers<br />
Deftig austeilen und alles in Sekunden in Schutt und Asche verwandeln<br />
ist eine schöne Sache. Ein erfahrener Kämpfer weiß jedoch auch,<br />
wann er sein Glück nicht mehr überstrapazieren und stattdessen den<br />
Rückzug einleiten sollte. Das gilt sowohl, wenn Sie alleine unterwegs<br />
sind, als auch im Gruppenspiel. Wie Sie sich aus brenzligen Situationen<br />
und vor dem virtuellen Ableben retten können, verraten wir<br />
Ihnen im Folgenden und bauen dabei auch gleich Ihre Aktionsleiste<br />
weiter aus. Soviel vorweg: Auf der Zeitlosen Insel – egal, ob in einer<br />
Gruppe oder allein –, werden Sie den Umgang mit Ihren Defensiv-<br />
Zaubern mehr als genug üben. Das ist auch gut so, denn ein ernstzunehmender<br />
Schadensausteiler fährt nicht nur mächtig DpS, sondern<br />
weiß auch, wie er seine ihm gegebenen Mittel einsetzt, um dem virtuellen<br />
Tod von der Schippe zu springen!<br />
Rückzug:<br />
Ein Knopfdruck und Ihr Jägersmann springt mit einem<br />
mächtigen Satz nach hinten weg, um Abstand zum Ziel zu<br />
gewinnen. Klingt banal, entwickelt sich mit etwas Übung aber zu einer<br />
Ihrer wichtigsten Fähigkeiten. Sie flüchten damit nämlich nicht<br />
nur vor Feinden, sondern springen auch schnell aus gefährlichen Bodeneffekten<br />
– Rückzug macht Sie mobil! Die Tatsache, dass Ihr Jäger<br />
dabei nach hinten springt, erfordert allerdings ein wenig Übung im<br />
korrekten Umgang mit der Fähigkeit. Dank des Talents Tiger & Schimäre,<br />
das Sie eingangs h<strong>of</strong>fentlich ausgewählt haben, dürfen Sie den<br />
Sprung sogar alle zehn Sekunden verwenden. Und da Rückzug inzwischen<br />
auch einsetzbar ist, wenn Sie sich nicht im Kampf befinden,<br />
können Sie ohne weiteres Trockenübungen durchführen.<br />
Abschreckung:<br />
Keine Ihrer Defensiv-Fähigkeiten ist so unentbehrlich wie<br />
Abschreckung. Die Fähigkeit löst einen Klingenschild aus,<br />
der sich fünf Sekunden um Ihren Jäger dreht und dabei sämtliche<br />
direkten Angriffe komplett abwehrt; der Schaden durch DoTs oder<br />
Flächeneffekte hingegen wird standardmäßig um 30 Prozent reduziert.<br />
Da wir Ihnen aber direkt zu Beginn des Guides ausdrücklich<br />
zur Glyphe ‚Abschreckung‘ geraten haben, sollte Ihre Abschreckung<br />
sämtlichen Schaden sogar um die Hälfte verringern. Einziger Nachteil:<br />
Solange Abschreckung aktiv ist, kann der Jäger selbst nicht attackieren.<br />
Das muss Sie zu Beginn nicht stören – Feinschliff und sogar<br />
den Einsatz diverser Makros besprechen wir ab Seite 60. Wichtig an<br />
dieser Stelle ist noch zu wissen, dass Abschreckung von Haus aus zwei<br />
Aufladungen besitzt, die Sie bei Bedarf auch direkt hintereinander<br />
einsetzen können. Sobald die erste Aufladung verbraucht ist, beginnt<br />
auch die Abklingzeit abzulaufen. Das Talent Tiger & Schimäre greift<br />
übrigens auch hier: Statt zwei dauert es nur drei Minuten, bis Sie eine<br />
neue Aufladung von Abschreckung erhalten.<br />
Totstellen:<br />
Eine Fähigkeit, die so berühmt ist wie die Jäger-Klasse selbst:<br />
Ein Tastendruck und Ihr Waidmann geht auf theatralische<br />
Weise zu Boden. Das sieht aber nicht nur filmreif aus, sondern hat<br />
auch seinen Zweck. Totstellen löscht auf einen Schlag sämtliche Bedrohung,<br />
die Sie an einem oder mehreren Gegnern erzeugt haben.<br />
Im Gruppenspiel sorgen Sie dank Totstellen dafür, dass ein vom Tank<br />
ausbrechender Gegner, der gerade auf Sie zustürmt, von Ihrem Jäger<br />
ablässt und sich dem Spieler mit der nächsthöheren Bedrohung<br />
widmet – im Normal-/Idealfall wieder dem Tank. Wenn Sie hingegen<br />
allein unterwegs sind und Totstellen benutzen, lässt ein Gegner von<br />
Ihnen ab und wendet sich stattdessen dem Begleiter zu; ist das Tier<br />
inaktiv oder tot, entkommt der Mob aus dem Kampf und kehrt mit<br />
voller Gesundheit zurück an seine Ausgangsposition. Totstellen ist<br />
also ein Notfallknopf, wenn Sie gar kein Land mehr sehen – stehen<br />
Sie nur nicht zu schnell wieder auf!<br />
Ruf des Meisters:<br />
Etwas unspektakulär, aber dennoch stark unterschätzt – Ruf<br />
des Meisters entfernt sämtliche Effekte von Ihrem Jäger, die Sie<br />
an Ort und Stelle festwurzeln, also fixieren, oder verlangsamen. Dabei<br />
rennt das Tier zu seinem Herrchen, um den Effekt auszulösen. Ist Ihr<br />
Pet also nicht in Reichweite, können Sie auch Ruf des Meisters nicht einsetzen,<br />
daran also bitte denken. Auch wenn Sie von totalem Kontrollverlust<br />
durch einen Zauber betr<strong>of</strong>fen sind (Furcht, Betäubungen und<br />
ähnliche), können Sie nicht auf Ruf des Meisters zurückgreifen.<br />
in die defensive Schaden ist nicht immer alles – in manchen Situationen ist die<br />
Rettung des eigenen Hinterns wichtiger als ein paar DpS.<br />
Schritt 14<br />
So nehmen Sie Feinde aus dem Kampf!<br />
58<br />
Kontrollzauber sind, zumindest im PvE, schon lange nicht mehr von<br />
derartiger Bedeutung wie zuletzt in The Burning Crusade. Im PvP<br />
hingegen hat die Masse an Verlangsamungen, Betäubungen und sonstigen<br />
Spielereien in MoP derart Überhand genommen, dass Blizzard<br />
viele dieser „CCs“ (CC = Crowd Control) mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
ersatzlos streicht. Noch gibt es sie aber und gerade auf der Zeitlosen<br />
Insel werden Sie die Dinger gut brauchen können.<br />
Erschütternder Schuss:<br />
Dieses Geschoss verlangsamt einen Gegner sechs Sekunden<br />
lang um 50 Prozent, bei einer Abklingzeit von nur fünf Sekunden.<br />
Einzelne Feinde, die nicht immun gegen Verlangsamungen<br />
sind, können Sie somit dauerhaft von sich fernhalten und wertvolle<br />
Sekunden beziehungsweise Abstand gewinnen – eine super Sache,<br />
gerade in Verbindung mit Rückzug.<br />
Glevenwurf:<br />
Schon wieder der Glevenwurf? Ja, schon wieder. Diesmal<br />
aber nur, weil die Wurfklingen sämtliche getr<strong>of</strong>fenen Gegner<br />
zusätzlich um 30 Prozent verlangsamen; etwas weniger als der Erschütternde<br />
Schuss, aber dennoch praktisch, vor allem im Kampf gegen<br />
mehrere Gegner!<br />
Streuschuss:<br />
Dieser Zauber hat eine recht kurze Reichweite, blendet dafür<br />
aber einen Gegner, der vier Sekunden orientierungslos umherstolpert<br />
– s<strong>of</strong>ern er nicht gegen den Effekt immun ist. Eingehender<br />
Schaden bricht den Effekt ab.<br />
Gegenschuss:<br />
Der Gegenschuss ist ein sogenannter<br />
„Kick“, der dazu<br />
dient, feindliche gewirkte Zauber zu<br />
unterbrechen. Ein Zauber, den Sie<br />
nicht kicken können, erkennen Sie an der grauen Umrandung des<br />
Zauberbalkens sowie einem kleinen Schild.<br />
Bindender Schuss:<br />
Endlich! Ausgewählt haben Sie das Talent wahrscheinlich<br />
schon zu Beginn auf unser Anraten hin. Und jetzt verraten<br />
wir Ihnen auch, was das Teil bringt. Der Bindende Schuss ist ein Geschoss,<br />
dessen Zielpunkt Sie mittels einer runden grünen Zielmarkierung<br />
festlegen. Einmal gelandet bleibt der Bindende Schuss dann im<br />
Boden stecken und verbindet sich mit allen Gegnern, die dem Pfeil zu<br />
nahe kommen – erkennbar ist das an einer bläulichen Linie zwischen<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Pfeil und Feind. Entfernen sich besagte Gegner weiter als fünf Meter<br />
von dem Bindenden Schuss, werden Sie betäubt und zwar unabhängig<br />
von der Zahl Ihrer Widersacher. Mit einem Bindenden Schuss können<br />
Sie also ganze Mob-Gruppen lahmlegen, vorausgesetzt, Ihre Feinde<br />
sind nicht immun gegen Betäubungen.<br />
Die Alternativen auf Stufe 30<br />
Wenn Sie den Bindenden Schuss nicht wollen, haben Sie immer noch<br />
die Wahl zwischen Einschüchterung und Wyverngift. Letzteres legt<br />
einen Feind für 30 Sekunden schlafen, Einschüchterung wiederum<br />
ist eine 3-sekündige Betäubung, die von Ihrem Begleiter ausgeführt<br />
wird. Mit Gegnerkontrolle haben aber alle drei Talente zu tun, wählen<br />
Sie daher nach eigener Vorliebe und natürlich nach Situation.<br />
Eiskältefalle:<br />
DER Kontrollzauber des Jägers schlechthin! Wenn ein Feind<br />
die Eiskältefalle auslöst, wird dieser für bis zu eine Minute in<br />
einen soliden Eisblock eingeschlossen.<br />
Überlebens-Jäger erwartet dabei eine Besonderheit, die sowohl auf<br />
Solo-Pfaden als auch im PvP überzeugt: Das Auslösen einer Eiskältefalle<br />
(und Frostfalle, siehe nächster Punkt) gewährt dem Überlebens-<br />
Waidmann zu 100 Prozent einen Sichern und Laden-Proc.<br />
auslöst, greift zusätzlich der passive Effekt der Fähigkeit Einfangen.<br />
Die sorgt dafür, dass Ihre Frostfalle (und Schlangenfalle) sämtliche Gegner<br />
in Reichweite für vier Sekunden an Ort und Stelle festwurzeln.<br />
Schlangenfalle:<br />
Diese Falle werden Sie ausschließlich im PvP verwenden;<br />
einmal ausgelöst, setzt die Falle Schlangen frei, die Gegner<br />
mit ihrem Gift verlangsamen. Dafür greift auch in diesem Fall der<br />
Wurzel-Effekt von Einfangen.<br />
Ein wichtiger Hinweis:<br />
Die Wurzel-Effekte von Frost- und Schlangenfalle sind im Herausforderungsmodus<br />
eine tolle Sache, um dem Tank das Kiten ganzer Gruppen<br />
zu erleichtern. Im Raid müssen Sie hingegen etwas aufpassen:<br />
Festgewurzelte Gegner, die sich nicht mehr bewegen können, aber<br />
auch nicht mehr in Reichweite des Tanks stehen, schlagen während<br />
der Fixierung auf Ziele ein, die sie in Reichweite haben und zwar unabhängig<br />
von deren Bedrohung! Dadurch kann es schnell passieren,<br />
dass von Ihnen festgesetzte Feinde plötzlich einen zu nah stehenden<br />
Heiler oder einfach ein paar Nahkämpfer ums Eck bringen!<br />
Klassenguide<br />
Frostfalle:<br />
Wenn eine Frostfalle ausgelöst wird, erzeugt sie eine runde,<br />
vereiste Zone mit 10 Metern Durchmesser. Jeder Feind, der<br />
sich auf dem Eis befindet, wird um 50 Prozent verlangsamt.<br />
Die Frostfalle bietet Überlebens-Jägern sogar zwei Zusatzeffekte: Neben<br />
dem Sichern und Laden-Proc, den auch diese Mine zu 100 Prozent<br />
fieses quartett Betäuben, verlangsamen, unterbrechen oder verwirren – der<br />
Jäger besitzt etliche Möglichkeiten, Feinden den Wind aus den Segeln zu nehmen!<br />
Schritt 15<br />
So starten Sie perfekt in den Kampf<br />
Kampfbeginn;<br />
Pull durch<br />
den Tank<br />
weiter nach<br />
Prioritätenliste<br />
Irreführung:<br />
auf den<br />
Tank (hält<br />
20 Sek.)<br />
Biss des Shed-<br />
Ling, kurz vor<br />
Kampfbeginn*<br />
*Siehe Kasten „Pre-Potten“ auf der nächsten Seite<br />
Explosivschuss<br />
Stampede<br />
(hält 20<br />
Sek.)<br />
Schwarzer<br />
Pfeil<br />
Schlangengift<br />
Glevenwurf<br />
Schnellfeuer:<br />
- mit dem ersten Kobraschuss<br />
- nicht zusammen mit Heldentum/Kampfrausch<br />
Bevor Sie an dem Punkt sind, an dem Sie Ihre Prio-Liste abspulen, gilt<br />
es – wie bei jedem Wettrennen – einen perfekten Start in den Kampf<br />
abzuliefern. „Burst-Schaden“ lautet das Zauberwort, also viel Schaden<br />
in kürzester Zeit; der nimmt nach den ersten Sekunden natürlich<br />
rapide wieder ab, entscheidet aber dennoch zu großen Teilen, wie Ihre<br />
Durchschnitts-DpS am Ende der Schlacht aussieht. Und der Schaden<br />
zu Beginn ist deshalb so enorm hoch, da zu Beginn (normalerweise)<br />
nicht nur Ihre Schmuckstücke proccen (je nachdem, welche Sie besitzen),<br />
sondern Ihr Jäger auch von Tränken sowie Cooldowns wie<br />
Stampede pr<strong>of</strong>itiert. Richtig gestapelt explodiert Ihr Recount dabei!<br />
Damit das aber nicht nach hinten losgeht, machen wir Sie an dieser<br />
Stelle mit einer weiteren, essenziellen Gruppenspiel-Fähigkeit des<br />
Waidmanns vertraut: Irreführung.<br />
Maximaler Schaden zu Kampfbeginn<br />
Ein Blick auf unser Schema und Sie werden sich die Frage stellen:<br />
Was ist Irreführung und was ist dieser ominöse Biss des Shed-Ling?<br />
Pre-Potten – hä? Erklärungen zu diesen beiden Punkten liefern die<br />
mit den Icons verlinkten Extrakästen. Den Rest der Rotation gehen<br />
wir fix mit Ihnen durch.<br />
S<strong>of</strong>ort Vollgas geben!<br />
Dank Irreführung laufen Sie nicht Gefahr, dem Tank bei Kampfstart<br />
die Aggro zu klauen, daher können Sie beide simultan starten, sprich:<br />
Pullt der Tank, belegen Sie das Ziel direkt mit Schlangengift. Anschlie-<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
In die Irre geleitet<br />
Irreführung ist im Grunde ein Blitzableiter für erzeugte Bedrohung.<br />
Im Solo-Spiel wirken Sie den Zauber auf Ihren Begleiter, im Gruppenspiel<br />
stets auf den Tank, der a) pullt oder b) während des Kampfes Aggro-<br />
Unterstützung benötigt, etwa beim Einsammeln von zusätzlich erscheinenden<br />
Feinden. Der Zauber selbst funktioniert so: Sobald Sie Irreführung auf einen Spieler<br />
(oder das Pet) gewirkt haben, läuft der Zauber 20 Sekunden, ist aber noch<br />
nicht „scharf“. Der eigentliche Effekt wird erst ausgelöst, sobald Sie den ersten<br />
Angriff gegen ein Ziel tätigen – egal, ob Spezialangriff oder automatischer Schuss.<br />
Dieser Effekt wiederum hält vier Sekunden an, in denen wiederum Folgendes<br />
passiert: Sämtliche Bedrohung, die Sie innerhalb dieser vier Sekunden an einem<br />
oder mehreren Zielen mittels Ihrer Angriffe verursachen, wird auf den Spieler/das<br />
Pet umgeleitet, der/das das Ziel Ihrer Irreführung ist. Wirken Sie Irreführung etwa<br />
auf den Tank und schießen dann mit Ihrem Mehrfachschuss in eine Add-Gruppe,<br />
sollten sämtliche Feinde in Richtung des Tanks laufen, da die erzeugte Bedrohung<br />
ihm und nicht Ihnen angerechnet wird. Der Effekt und die damit erzeugte Aggro<br />
verblasst zwar nach 30 Sekunden, allerdings ist das nicht mehr der Rede wert.<br />
ßend wirken Sie den ersten Explosivschuss, lösen Stampede aus und setzen<br />
direkt danach den ersten Schwarzen Pfeil ein. Während Stampede<br />
noch voll von der Wirkung des Tranks und eventuell vorhandener<br />
Schmuckstück-Effekte pr<strong>of</strong>itiert, sollte auch der erste Sichern und Laden-Proc<br />
kurz nach Schlachtbeginn zur Verfügung stehen.<br />
59
Klassenguide<br />
Schnellfeuer – wann einsetzen?<br />
Ihren 15-sekündigen Tempo-Buff aktivieren Sie erst, wenn Sie Ihre<br />
Start-Rotation beendet haben und erstmalig zum Kobraschuss greifen,<br />
um Fokus wiederherzustellen. Sollte direkt zu Kampfbeginn<br />
Heldentum/Kampfrausch/Zeitkrümmung aktiviert werden, verliert<br />
ein gleichzeitig angeworfenes Schnellfeuer zwar etwas an Effekt,<br />
40 Sekunden potenzielle Abklingzeit verschwenden ist allerdings<br />
auch nicht das Wahre. Deutlich wichtiger ist, den Buff nicht in einer<br />
Phase zu zünden, in der Ihr Ziel unangreifbar wird (Immerseus,<br />
Phasenwechsel), es Zeit für einen Schadens-Stopp ist (Nazgrim,<br />
VERTEIDIGUNGSHALTUNG), der Widersacher außer Reichweite<br />
gerät (Beispiel: Eiserner Koloss, wenn Sie bei der Druckwelle falsch<br />
stehen und weggeblasen werden) oder Sie zu Fähigkeiten wie Abschreckung<br />
greifen und währenddessen nicht angreifen können.<br />
Stattdessen passen Sie idealerweise genau die Phasen ab, in denen<br />
a) erhöhter Schaden nötig ist (Klaxxi, Bernblöcke) oder b) ein Widersacher<br />
vermehrt Schaden frisst (Nazgrim, BERSERKERHAL-<br />
TUNG).<br />
Pre-Potten – was ist das und<br />
was bringt’s?<br />
Für Sie als Jäger ist aktuell ein Trank interessant: der Biss des Shed-Ling, der<br />
Ihre Beweglichkeit auf Knopfdruck für 25 Sekunden um 4.000 Punkte erhöht.<br />
Das Problem ist, dass Sie – sobald ein Kampf angefangen hat – regulär nur einen<br />
Trank schlucken dürfen. „Infight“ nämlich beginnt die Abklingzeit von einer Minute<br />
nicht abzulaufen, erst wenn Sie wieder aus dem Kampf kommen. Der sogenannte<br />
Vorgang des „Pre-Pottens“ hebelt diese Regel teils aus. Dabei werfen Sie circa<br />
eine Sekunde vor Pull, also Kampfbeginn, einen Trank; die Wirkzeit von 25 beginnt<br />
damit natürlich bereits vor dem Geschehen abzulaufen, dafür tickt jedoch auch<br />
die Abklingzeit des Tranks noch einmal herunter. Sie verlieren (je nach Timing)<br />
zwar ein paar Sekunden, allerdings können Sie dank Irreführung simultan mit dem<br />
Tank drauflosballern – der Verlust hält sich dadurch a) in Grenzen und b) können<br />
Sie dank dieser Methode noch einen zweiten Trank einwerfen. Wann Sie das tun,<br />
machen Sie (wie bei Cooldowns) vom Bosskampf abhängig.<br />
Schritt 16<br />
Leichteres Spiel, dank Makros<br />
60<br />
Makros sind kein Wunderwerkzeug, sorgen aber nicht nur für mehr<br />
Komfort und Platzersparnis in den Aktionsleisten, sondern verknüpfen<br />
größtenteils verschiedene Einzelaktionen. Wie Sie ein Makro erstellen<br />
und welche dieser Mini-Skripte wir Ihnen für den Jäger ans<br />
Herz liegen, erfahren Sie im folgenden Abschnitt. Eines aber noch<br />
vorneweg: Es gibt natürlich gefühlt Millionen unterschiedlichster<br />
Makros, trotzdem stehen hier nur drei Stück. Warum? Weil wir der<br />
Meinung sind, dass Sie Ihnen das Leben als Jägers-Neuling wirklich<br />
nur vereinfachen, anstatt jede Menge zusätzlichen Input zu schaffen.<br />
Sagen: /m<br />
So erstellen Sie Makros<br />
Tippen Sie zunächst „/m“ in den Chat, um direkt ins Makro-Menü<br />
zu gelangen; Sie landen dabei standardmäßig im Reiter „Allgemeine<br />
Makros“ – alle Makros, die Sie in diesem Fenster erstellen, sind dann<br />
für alle Charaktere dieses Accounts verfügbar. Um klassenspezifische<br />
Makros zu erstellen, die nur für Ihren aktuellen Helden gedacht sind,<br />
wechseln Sie einfach in den Reiter „Makros von [Name des Charakters]“;<br />
am Erstellungsprozess ändert das Fenster jedoch nichts.<br />
Klicken Sie anschließend auf „Neu“, damit öffnen Sie ein zweites Fenster.<br />
Geben Sie dort den Namen für Ihr Makro ein und wählen Sie entweder<br />
ein Icon aus der Liste oder das Fragezeichen an erster Position.<br />
Bei letzterem haben Sie dank einfachem Makro-Befehl die Möglichkeit,<br />
sich automatisch das richtige Icon zur Fähigkeit anzeigen zu lassen.<br />
Sobald Sie einen Titel eingegeben haben, drücken Sie auf „Ok“, damit<br />
schließt sich das Fenster und Sie landen erneut in Fenster 1.<br />
Das eigentliche Makro schreiben<br />
Zurück in Fenster 1 sollte automatisch das soeben erstellte Makro<br />
angewählt sein. Dann klicken Sie mit der Maus in das untere große<br />
Fenster und schreiben dort einfach die Zeilen hinein, die wir Ihnen<br />
im Folgenden vorstellen. Zu guter Letzt ziehen Sie das Icon per „Drag<br />
& Drop“ aus dem Makro-Menü in Ihre Aktionsleiste, wie einen ganz<br />
normalen Zauber; auch die Zuweisung von Hotkeys erfolgt auf demselben<br />
Weg. Aber zwei Anmerkungen noch:<br />
1. Bei unseren Makros drücken Sie nach jeder Zeile einmal „Enter“;<br />
die Befehle sind nicht in einer durchgehenden Zeile verfasst.<br />
2. Der Befehl „showtooltip“ bewirkt, dass das Fragezeichen-Icon automatisch<br />
durch das Icon der Fähigkeit ersetzt wird, die als erste im<br />
Makro aufgeführt wird.<br />
I. Abschreckung – in Sekundenschnelle an oder aus!<br />
Dieses Makro löst beim ersten<br />
#showtooltip<br />
Drücken Abschreckung aus; ein<br />
/cast Abschreckung-Makro<br />
zweiter Klick und der<br />
/cancelaura Abschreckung<br />
„/cancelaura“-Befehl beendet<br />
den Effekt – als ob Sie den Buff aus Ihrer Leiste per Rechtsklick mit der<br />
Maus abbrechen. Wozu das gut sein soll? Ganz einfach: In vielen<br />
Fällen benötigen Sie Abschreckung nur für einen Bruchteil seiner<br />
eigentlichen Laufzeit, etwa um einzelne Angriffe zu kontern. Paradebeispiel<br />
sind Immerseus Wasserstrahl, Galakras’ FLAM-<br />
MEN VON GALAKROND oder gar die „SCHARFGEMACHT“-<br />
Bomben der Mantis-Kommandanten im Kampf gegen die<br />
Schätze Pandarias. In diesen Fällen reicht es, Abschreckung kurz<br />
vor dem Einschlag eines Angriffs oder dem Ablauf eines Debuffs<br />
anzuwerfen, den Schaden wegzublocken/zu dämpfen und Abschreckung<br />
anschließend durch zweiten Druck aufs Makro abzubrechen,<br />
um s<strong>of</strong>ort weiter Schaden verursachen zu können!<br />
II. Schnell und gezielt umleiten<br />
#showtooltip<br />
/target Name des Tanks/Spielers<br />
/cast Irreführung<br />
Mit diesem Makro nehmen Sie<br />
automatisch einen Spieler ins Visier,<br />
dessen Namen Sie im Makro<br />
verewigt haben (anstelle von<br />
„Name des Tanks/Spielers“) und verpassen ihm Irreführung; das ist<br />
aber nur die Basis des Makros und sollte je nach Situation angepasst<br />
werden. Anmerkung: Wenn Sie einen Spieler als Fokusziel festlegen,<br />
um ihm Irreführung zu geben, können Sie das Makro auch anpassen,<br />
indem Sie den Namen gegen [target=focus] ersetzen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
#showtooltip<br />
/stopcasting<br />
/target Name des Spielers<br />
/cast Irreführung<br />
/assist<br />
In dieser Version neu sind die Befehle<br />
„/stopcasting“ und „/assist“.<br />
Der erste von beiden stoppt<br />
sämtliche Angriffe und bricht<br />
auch gerade gewirkte Fähigkeiten<br />
wie Kobraschüsse ab. Das ist<br />
wichtig, denn wenn Sie einem Ziel Irreführung verpassen, aber allein<br />
Ihre automatischen Schüsse weiter ins Ziel fliegen, lösen Sie den Angriff<br />
mitunter zu früh aus und verschwenden wertvolle Zeit, in der<br />
Sie härtere Schüsse hätten nutzen können, um mehr Aggro zu erzeugen.<br />
„/assist“ wiederum lässt den Jäger nach dem Auftragen des Effekts<br />
den Gegner ins Visier nehmen, den das Ziel der Irreführung im<br />
Ziel hat. Sie können statt diesem Befehl aber auch „/targetlasttarget“<br />
benutzen, um das von Ihnen selbst zuletzt anvisierte Ziel wieder anzugreifen.<br />
III. Zauber unterbrechen – ohne Verzögerung<br />
#showtooltip<br />
/stopcasting<br />
/target Name des N<strong>PC</strong>s<br />
/cast Gegenschuss<br />
/targetlasttarget<br />
Mitunter müssen Sie in einem<br />
Kampf ganz bestimmte feindliche<br />
Zauber „kicken“. Das tun Sie<br />
prinzipiell mit dem Gegenschuss,<br />
allerdings kann es dabei<br />
zu Komplikationen kommen …<br />
und genau die umgehen Sie mit unserem Makro. Dank „/stopcasting“<br />
brechen Sie etwaig gewirkte Kobraschüsse ab, die einen rechtzeitigen<br />
Einsatz des Gegenschusses andernfalls womöglich verhindern<br />
würden. Gleichzeitig nehmen Sie den Mob ins Visier; wenn Sie lieber<br />
mit Fokusziel-Funktion arbeiten, können Sie den Namen auch hier<br />
gegen den Befehl „target [target=focus]“ ersetzen. Dann wirken Sie<br />
den Gegenschuss und wechseln anschließend automatisch zurück auf<br />
Ihr eigentliches Hauptziel.<br />
Klassenguide<br />
Schritt 17<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Zusatztipps<br />
Mehr Begleiter braucht das Volk!<br />
Eine der großen Stärken des Jägers besteht in seiner Gabe, die Tiere<br />
Azeroths zu zähmen. Klar, Sie haben zu Beginn automatisch ein<br />
Pet an Ihrer Seite, das zudem drei verschiedene Rollen übernehmen<br />
kann – Schadensausteiler (Wildheit), Tank (Hartnäckigkeit, etwa für<br />
knackige Solo-Herausforderungen) oder Gerissenheit (Mischung aus<br />
Tank und Schadensausteiler, beliebt im PvP). Begleiter sind jedoch<br />
nach Tierfamilien geordnet und je nach Spezies bringt Ihr Pet andere<br />
Spezialfähigkeiten mit, und dazu gehören auch Raid-Buffs. Richtig<br />
gehört: Jäger können, je nach Pet, die Raid-Buffs stellen, die sonst nur<br />
bestimmte Klassen mitbringen. Die kleine Ausnahme: Manche Tiere<br />
wie Geisterbestien zählen als „exotisch“ und können nur von Tierherrschern<br />
gezähmt und kontrolliert werden.<br />
Tiere zähmen und den Stall füllen<br />
Jäger haben zwei verschiedene<br />
Ställe: den<br />
stationären Stall mit<br />
2<br />
50 Stellplätzen 1 und<br />
den mobilen Stall mit<br />
fünf Plätzen 2 . Im<br />
stationären Stall bunkern<br />
Sie Tiere, die Sie<br />
aktuell nicht mit auf<br />
Reisen nehmen wollen.<br />
Im mobilen Stall<br />
wiederum haben Sie<br />
maximal fünf Tiere,<br />
1 auf die Sie unterwegs<br />
zugreifen wollen. Die<br />
fünf Plätze sollten<br />
Sie je nach Abenteuer<br />
aktualisieren/umbauen. Sollte im Raid beispielsweise keine Klasse<br />
vorhanden sein, die Zaubertempo bufft, helfen Sie mit einem Sporensegler<br />
aus. Fehlt es an Angriffstempo, greifen Sie zur Hyäne; letztere<br />
Fazit<br />
Wir könnten Ihnen noch so viel erzählen, am Ende hätte dieser Guide<br />
allein 100 Seiten. Den Platz haben wir natürlich nicht, aber dafür gibt<br />
es ja unsere Klassenbücher. Natürlich wird die ein oder andere Frage<br />
noch <strong>of</strong>fen sein: Wie sieht es mit den anderen Talenten aus? Wo finde<br />
ich die restlichen 999.997 Makros, von denen die Rede war? Und wie<br />
zur Hölle benenne ich meinen Begleiter um?<br />
Alles zu seiner Zeit!<br />
Dieser Guide ist, wie eingangs bereits erwähnt, für Spieler gedacht,<br />
die sich a) einen Jäger geboostet haben und trotz vorhandener<br />
WoW-Erfahrung plötzlich ein wenig auf dem Schlauch stehen,<br />
Gut gebufft, Herr Jäger!<br />
Diese Liste verrät Ihnen, welche Tierarten über welche Raid-Buffs verfügen.<br />
Buff<br />
Von Jäger-Begleiter<br />
+3.000 Meisterschaft Alle: Brüllen des Mutes (Katzen)<br />
Nur Tierherrscher: Segen der Geisterbestie (Geisterbestien)<br />
+10 Prozent Angriffskraft Diesen Buff besitzt der Jäger selbst (Aura des<br />
Volltreffers)<br />
+10 Prozent Zaubermacht Nur Tierherrscher: Stille Wasser (Wasserschreiter)<br />
+5 Prozent kritische Trefferchance<br />
Alle: Wutgeheul (Wolf)<br />
Nur Tierherrscher: Furchtloses Gebrüll (Qilen),<br />
Erschreckendes Brüllen (Teufelssaurier), Stille Wasser<br />
(Wasserschreiter)<br />
+10 Prozent Ausdauer Nur Tierherrscher: Seelenstärke der Qiraji (Silithid)<br />
+10 Angriffstempo Alle: Kichergeheul (Hyäne), Gewandtheit der Schlange<br />
(Schlange)<br />
+5 Prozent Werte (Intelligenz, Nur Tierherrschaft: Umarmung der Schieferspinne<br />
Beweglichkeit, Stärke) (Schieferspinnen)<br />
+5 Prozent Zaubertempo Alle: Energiereiche Sporen (Sporensegler)<br />
empfehlen wir Ihrem Überlebens-Jäger übrigens als Standard-Pet.<br />
Welche Tiere Sie als Trapper beschwören können, um welche Buffs zu<br />
übernehmen, verrät der Kasten.<br />
Der Zähmvorgang selbst<br />
Wenn Sie sich ein Tier Untertan machen wollen, benötigen Sie dazu<br />
die Fähigkeit Wildtier zähmen – einfallsreich. Visieren Sie dann einfach<br />
Ihr Wunschtier an und klicken Sie auf die Fähigkeit, um den Zähmvorgang<br />
zu beginnen. Damit dieser erfolgreich sein kann, darf a) kein Pet<br />
aktiv sein und b) benötigen Sie mindestens einen freien Platz im mobilen<br />
Stall. Mit dem Beginn der Zähmung wird das Tier Sie angreifen; je<br />
nach Stufe ist das ohnehin total egal. Im Zweifelsfall lassen sich viele<br />
Tiere jedoch per Eiskältefalle außer Gefecht setzen. Sie können aber auch<br />
einfach Abschreckung anwerfen – ganz wie Sie wollen. Denken Sie anschließend<br />
bitte daran, Ihrem Begleiter die von Ihnen gewünschte Rolle<br />
zuzuweisen und die Aktionsleisten entsprechend zu füllen. Raid-Buffs<br />
lassen Sie übrigens einfach dauerhaft aktiv, damit die Pets Sie und Ihre<br />
Mitspieler immer wieder automatisch nachbuffen.<br />
wenn sie in ein Zauberbuch voller neuer Fähigkeiten blicken und b)<br />
Spieler, die WoW vielleicht wirklich gerade zum ersten Mal spielen.<br />
Prinzipiell finden Sie auf diesen 16 Seiten alles, was Sie für einen<br />
geregelten Start ins (Raid-)Leben wissen müssen, ohne sich zu blamieren<br />
– viel mehr noch: Unsere Tipps und Leitfäden sind bereits<br />
genug, um mit etwas Übung beachtliche Ergebnisse zu erzielen.<br />
Und ab einem gewissen Punkt, liegt es an Ihnen und natürlich an<br />
Ihrem Glück bei der Beuteverteilung, inwieweit sich regelmäßiger<br />
Fortschritt einstellt.<br />
Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle jedenfalls viel Erfolg und<br />
Spaß mit der besten Klasse der Welt!<br />
61
Klassenguide<br />
Jetzt wirD’s frostig<br />
Mit Eislanzen<br />
und einem frostigen<br />
Begleiter lassen<br />
Sie Gegnern keine<br />
Chance!<br />
Der Magier<br />
Die frostige Spielweise im Detail<br />
Als Frost-Magier besitzen Sie ein ganzes Repertoire an Verlangsamungszaubern, um<br />
sich Gegner vom Leib zu halten und sie aus sicherer Entfernung zur Strecke zu bringen.<br />
Stand: Patch 5.4.8 I Autor: Sebastian Glanzer<br />
62<br />
ie Frost-Spielweise ist die ideale Spezialisierung für den<br />
Start. Denn die Feuer- und Arkan-Spielweise ist mehr von<br />
hohen Werten wie zum Beispiel kritischer Trefferwert (Feuer-Spielweise)<br />
abhängig. Zudem ist die Zauber-Rotation als Frost-<br />
Magier nicht besonders schwer zu erlernen und verzeiht Fehler in<br />
der Spielweise.<br />
Mit allen Wassern gewaschen<br />
Zwar tragen auch Frost-Magier nur St<strong>of</strong>f, dafür haben sie ein ganzes<br />
Arsenal an Zaubern, die den Gegner verlangsamen oder ihn<br />
nicht von der Stelle kommen lassen. Ihre „Einfrieren-Effekte“ sorgen<br />
nicht nur für Kontrolle, sondern erhöhen auch ihren Schaden.<br />
Oft müssen sie dabei jedoch auf Procs (zufällig auftretende Effekte)<br />
reagieren. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen, wie Sie sich<br />
schnell an die Frost-Spielweise gewöhnen und wie Sie sich mithilfe<br />
von Add-ons eine bessere Übersicht verschaffen. Wer bereits etwas<br />
Was steht wo?<br />
Anfänger: Frisch auf Stufe 90 geboostet?<br />
Dann starten Sie auf ...............................dieser Seite!<br />
Fortgeschrittene: Tipps zu Add-ons?<br />
Dann springen Sie auf .................................Seite 65<br />
Pr<strong>of</strong>is: Die ersten Schritte im LfR?<br />
Die finden Sie auf ........................................Seite 70<br />
fortgeschrittener ist, orientiert sich am Kasten oben. Zunächst werfen<br />
wir einen Blick auf die Talente und Glyphen, die Sie für den Start<br />
brauchen.
Schritt 1<br />
Talente und Glyphen verteilen<br />
Das Erste, was Sie als Frisch-90er tun, ist einen Blick auf Ihre Talente<br />
zu werfen (Taste N) und aus diesen die passenden Fähigkeiten für<br />
den Start zu wählen. Diese Fähigkeiten helfen Ihnen, mehr Schaden<br />
zu verursachen, beweglicher zu sein, Gegner zu kontrollieren und<br />
sich keine Gedanken mehr um Ihr Mana machen zu müssen.<br />
Die besten Talente für den Start<br />
Viele dieser Fähigkeiten sind im Gegensatz zu anderen Klassen keine<br />
passiven Fähigkeiten und müssen daher in die Aktionsleiste gezogen<br />
werden.<br />
Klassenguide<br />
Level 15: Heiße Sohlen: Mit dieser Fähigkeit befreien Sie<br />
sich aus bewegungseinschränkenden Effekten und legen einen<br />
kurzen Sprint hin, um sich aus brenzligen Situationen zu<br />
befreien.<br />
Level 30: Eisbarriere: Diesen Absorptionsschild halten Sie<br />
stets aktiv, um weniger Schaden zu erleiden. Der Schild hält<br />
eine Minute und kann alle 25 Sekunden wieder aufgefrischt<br />
werden.<br />
Level 45: Ring des Frosts: Dieses Talent ist eine Notfallfähigkeit,<br />
um mehrere Gegner gleichzeitig einzufrieren. Mit<br />
dem Benutzen von Ring des Frosts platzieren Sie einen Kältering<br />
um Ihren Charakter, der Gegner am äußeren Rand (!) für zehn<br />
Sekunden einfriert.<br />
Level 60: Kauterisieren: Durch diese passive Fähigkeit<br />
werden Sie bei einem tödlichen Treffer auf 50 Prozent Ihrer<br />
Lebenspunkte geheilt, erleiden die nächsten sechs Sekunden<br />
jedoch auch etwas Schaden, dem Sie mit Eisbarriere entgegenwirken.<br />
Level 75: Lebende Bombe: Diesen DoT (Englisch Damage<br />
over Time: Schaden-über-Zeit-Zauber) tragen Sie immer auf<br />
Ihr Ziel auf. Der DoT verursacht zusätzlich Schaden, wenn er<br />
explodiert, und kann auf maximal drei Zielen gleichzeitig aktiv sein.<br />
Wenn Sie es häufig mit mehr als drei Gegnern zu tun bekommen,<br />
wählen Sie Netherorkan.<br />
Wichtig: Die richtige Rüstung wählen<br />
Als Magier besitzen Sie drei Rüstungszauber, die zusätzlich <strong>of</strong>fensive und defensive<br />
Boni gewähren. Einmal aktiviert, hält die Rüstung dauerhaft. Achten Sie beim<br />
Wechsel Ihrer Glyphen und/oder Talente darauf, ob der Rüstungszauber aktiv ist,<br />
da der Rüstungszauber nach jedem Glyphen- oder Talentwechsel verschwindet.<br />
Den zweiten Buff, den Sie aktivieren müssen, ist Arkane Brillanz. Dieser Buff des<br />
Magiers erhöht Ihre Zaubermacht und die kritische Trefferchance.<br />
Frostrüstung: Diese Rüstung ist die beste Wahl für den Frost-Magier.<br />
Sie erhöht das Zaubertempo und verlangsamt Gegner, wenn diese Sie<br />
mit einem Nahkampfangriff erwischen. Nur wenn Sie das Gefühl haben,<br />
dass Sie zu viel Nahkampfschaden erleiden, wechseln Sie zu Glühende Rüstung.<br />
Diese verringert den erlittenen Nahkampfschaden und erhöht Ihren kritischen<br />
Trefferwert, was Ihren Schaden ebenfalls erhöht. Kritischer Trefferwert benötigen<br />
Sie als Frost-Magier jedoch kaum und sie verursachen mehr Schaden mit der<br />
Frostrüstung.<br />
Level 90: Schutz des Beschwörers: Diese Fähigkeit sorgt<br />
für eine endlose Manaregeneration und etwas Extraschaden.<br />
Wenn Sie von einem Gegner getr<strong>of</strong>fen werden, dient Schutz<br />
des Beschwörers sogar als kleiner Schutzschild, das bei absorbiertem<br />
Schaden Ihren Zauberschaden erhöht.<br />
Schritt 2<br />
Vorbereitung: Diese Glyphen brauchen Sie<br />
Wenn Sie es sich leisten können, besorgen Sie sich Glyphen für Ihren<br />
Charakter. Diese geben manchen Zaubern zusätzlich nützliche Effekte,<br />
die Ihnen das Magierleben vereinfachen und Sie teilweise mehr Schaden<br />
verursachen lassen.<br />
Erhebliche Glyphen<br />
,Wasserelementar‘: Das Wasserelementar ist Ihr Begleiter,<br />
der Sie im Kampf mit Schaden unterstützt. Durch die gleichnamige<br />
Glyphe erhöhen Sie das Leben Ihres Begleiters und<br />
ermöglichen es ihm, während der Bewegung Zauber zu wirken.<br />
,Frostnova‘: Verringert die Abklingzeit des Zaubers, sodass<br />
Sie mit Frostnova Gegner schneller wieder festwurzeln können.<br />
,Schnelle Deplatzierung‘: Ihr Zauber<br />
Blinzeln, mit dem Sie sich einige Meter<br />
nach vorne teleportieren, hat mit dieser<br />
Glyphe zwei Aufladungen, sodass Sie im<br />
Notfall durch zwei schnelle Teleportationen<br />
aus der Gefahrenzone kommen.<br />
Geringe Glyphen<br />
Hier gibt es keine sinnvolle Wahl. Falls Sie<br />
Ihre Zauber optisch etwas anpassen wollen,<br />
wählen Sie ,Kondensation‘ oder ,Un-<br />
bändiger Elementar‘, um das Aussehen Ihres<br />
Wasserelemetars zu verändern, oder ,Illusion‘, um die<br />
Gestalt Ihres Charakters gelegentlich zu wechseln.<br />
Schritt 3<br />
So funktioniert der Frost-Magier<br />
Beim Frost-Magier haben Sie den Luxus, dass Ihre Hauptattacke (siehe<br />
nächster Abschnitt) den Gegner automatisch verlangsamt und<br />
zusätzliche Frost-Effekte den Gegner lange genug an Ort und Stelle<br />
festwurzeln, sodass Sie Zeit haben, Abstand zum Gegner zu gewinnen.<br />
So gut wie alle Ihre Zauber kosten Mana, das als blauer Balken<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
unter Ihrem Charakter angezeigt wird. Glücklicherweise müssen Sie<br />
sich um Mana als Frost-Magier keine Gedanken machen, da Ihr Talent<br />
Schutz des Beschwörers quasi unendlich davon für Sie regeneriert und<br />
es nie vorkommt, dass Sie aufgrund von mangelndem Mana keine<br />
Zauber wirken können.<br />
63
Klassenguide<br />
Schritt 4<br />
So benutzen Sie die ersten Attacken<br />
Als frischer 90er hat Ihnen Blizzard bereits ein paar Fähigkeiten in die<br />
Aktionsleiste gelegt. Wir befassen uns jedoch zunächst mit den vier<br />
wichtigsten Zaubern, die essenziell für den Kampf gegen N<strong>PC</strong>s sind.<br />
Wenn Sie diese vier Zauber und Ihre defensiven Fähigkeiten beherrschen,<br />
(siehe nächster Schritt) können Sie sich bereits auf die Zeitlose<br />
Insel wagen und auf Beutejagd gehen. Die Quest für die Zeitlose Insel<br />
bekommen Sie in der Pandaren-Hauptstadt im Tal der ewigen Blüten.<br />
Da Sie Magier sind, können Sie sich mit Ihren Teleportationszaubern<br />
dankenswerterweise immer wieder dorthin teleportieren und Ihren<br />
Ruhestein auf der Zeitlosen Insel binden.<br />
delt das Ziel außerdem so, als wäre es eingefroren. Warum das<br />
wichtig ist, erklären wir in den folgenden Abschnitten.<br />
So setzen Sie diese Fähigkeiten im Kampf ein<br />
Ihr erster Zauber, den Sie auf den Gegner wirken, ist immer Frostblitz.<br />
Danach belegen Sie den Gegner mit Lebende Bombe, was für ein<br />
bisschen Extraschaden sorgt. Nun schleudern Sie Ihrem Ziel so lange<br />
Frostblitze um die Ohren, bis einer der beiden Procs aktiv wird. Wie<br />
diese funktionieren, haben wir bereits in der Beschreibung der jeweiligen<br />
Zauber erwähnt.<br />
Frostblitz: Diese Fernkampfattacke mit Zauberzeit ist Ihr am<br />
meisten gewirkter Zauber und Dreh- und Angelpunkt für fast<br />
alle passiven Fähigkeiten. Frostblitz verursacht eine gute Portion<br />
Schaden und verlangsamt das Bewegungstempo Ihrer Gegner.<br />
Eislanze: Ihr Frostblitz hat eine Chance von 15 Prozent, Eisige<br />
Finger auszulösen. Wann dieser Proc (zufällig auftretender<br />
Effekt) ausgelöst wird, sehen Sie an den weißen Halbkreisen<br />
neben Ihrem Charakter. Sobald Sie diese Halbkreise sehen, nutzen Sie<br />
unmittelbar Eislanze, da der Zauber dann mehr Schaden verursacht.<br />
Eislanze verursacht nur mit dem Proc so viel Schaden oder wenn Ihr<br />
Gegner festgefroren ist (siehe Pr<strong>of</strong>itipps).<br />
Lebende Bombe: Diesen DoT tragen Sie zu Kampfbeginn<br />
auf dem Gegner auf, nachdem Sie den ersten Frostblitz auf<br />
ihn geschossen haben. Ihre DoTs haben eine Chance, Frostfeuerblitz<br />
zu einem Spontanzauber zu machen.<br />
Frostfeuerblitz: Genau wie Eislanze setzen Sie diesen<br />
Zauber erst ein, wenn Sie einen Proc bekommen.<br />
Sichtbar wird dieser Proc durch einen rot-weißen<br />
Halbkreis über Ihrem Charakter. Sobald das Symbol erscheint,<br />
schießen Sie s<strong>of</strong>ort einen Frostfeuerblitz ohne Zauberzeit auf<br />
den Gegner, welcher guten Schaden verursacht. Ein Frostfeuerblitz<br />
der mit einem Hirnfrost-Proc abgeschossen wird, behan-<br />
Das müssen Sie über Ihre Procs wissen<br />
Frostfeuerblitz: Hat eine Aufladung, verbrauchen Sie diesen Proc also<br />
so schnell wie möglich, da ansonsten der nächste Proc überschrieben<br />
werden könnte und Sie somit Schaden verlieren. Brechen Sie jedoch<br />
keinen Frostblitz ab, um Frostfeuerblitz zu wirken, das lohnt sich nicht.<br />
Eisige Finger (Eislanzen-Proc): Ähnlich wie beim Benutzen<br />
von Frostfeuerblitz kann Eisige Finger maximal zweimal gestapelt<br />
werden, nutzen Sie die Aufladungen also so schnell wie<br />
möglich, brechen Sie einen bereits gewirkten Frostblitz jedoch nicht ab.<br />
Ihr Bombenzauber<br />
Lebende Bombe ist ein S<strong>of</strong>ortzauber, der Schaden über Zeit verursacht<br />
und für die Procs von Frostfeuerblitz verantwortlich ist. Halten Sie den<br />
Zauber daher immer auf dem Gegner aktiv, frischen Sie ihn jedoch<br />
erst auf, nachdem er komplett auf dem Ziel ausgelaufen ist, da Lebende<br />
Bombe zusätzlichen Schaden verursacht, wenn sie auf dem Ziel<br />
ausläuft.<br />
Überschaubar Mit diesen Fähigkeiten starten Sie Ihre Magier-Laufbahn.<br />
Schritt 5<br />
So halten Sie sich Gegner vom Leib<br />
Alle Schadenszauber nutzen Ihnen nichts, wenn ein Gegner vor Ihnen<br />
steht und Sie zum Geistheiler befördert. Daher müssen Sie immer<br />
wieder Ihre Kontrollzauber einsetzen, von denen Sie als Frost-Magier<br />
passenderweise die besten im Spiel besitzen.<br />
Gegnerkontrolle<br />
Frostnova: Mit diesem Zauber und der passenden Glyphe<br />
machen Sie ein Ziel für acht Sekunden lang bewegungsunfähig.<br />
Frostnova hat jedoch nur eine Reichweite von zwölf Metern.<br />
Der Zauber wirkt also nur, wenn sich der Gegner quasi in Nahkampfreichweite<br />
befindet.<br />
Eiskälte: Diese Begleiter-Attacke wirkt genau wie Frostnova,<br />
besitzt aber eine höhere Reichweite und gewährt pro getr<strong>of</strong>fenem<br />
Gegner einen Proc von Eisige Finger. Um die Attacke<br />
nicht aus dem Zauberbuch wirken zu müssen, schreiben Sie sich folgendes<br />
Makro auf und ziehen dieses in die Aktionsleiste:<br />
#showtooltip<br />
/wirke Eiskälte<br />
Um ein Makro zu erstellen, tippen Sie „/m“ in den Chat ein, und geben<br />
unten in die Befehlszeile den oben stehenden Text ein. Danach<br />
ziehen Sie das Symbol des Makros in Ihre Aktionsleiste. Fertig!<br />
Tieffrieren: Dieser S<strong>of</strong>ortzauber betäubt den Gegner für<br />
fünf Sekunden, kann jedoch nur eingesetzt werden, wenn Eisige<br />
Finger aktiv ist oder der Gegner eingefroren ist (per Frostnova<br />
oder Eiskälte).<br />
Abstand gewinnen<br />
Nachdem Sie den Gegner festgefroren haben, geben Sie ihm entweder<br />
den Rest oder stellen wieder Abstand zu ihm her, um aus sicherer<br />
Entfernung weiter Zauber auf ihn zu wirken.<br />
Blinzeln: Das ist die typischste Magierfähigkeit, um sich vom<br />
Gegner wegzuteleportieren. Drehen Sie Ihren Charakter vom<br />
Gegner weg und nutzen Sie den Teleportationzauber, um Ihrem<br />
Widersacher quasi ein Stück davon zu springen.<br />
Heiße Sohlen: Falls Blinzeln nicht bereit ist oder der Abstand<br />
zum Gegner noch nicht ausreicht, sprinten Sie mit Heiße<br />
Sohlen noch weiter weg.<br />
Unsichtbarkeit: Unsichtbarkeit ist nicht wirklich ein Zauber,<br />
mit dem Sie Abstand gewinnen, lässt Sie jedoch nach drei Sekunden<br />
aus dem Kampf entkommen, wenn die Lage zu<br />
brenzlig wird. Beachten Sie dabei, dass Schaden-über-Zeit-Zauber,<br />
schädliche Flächeneffekte oder von Ihnen selbst ausgeführte Aktionen<br />
den Effekt der Unsichtbarkeit s<strong>of</strong>ort wieder aufheben.<br />
64<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Schritt 6<br />
Die Schadens-Cooldowns des Frost-Magiers<br />
Besonders gegen Elite-Gegner auf der Zeitlosen Insel benötigen Sie<br />
manchmal etwas mehr Feuerkraft, als die Fähigkeiten, die wir Ihnen<br />
bisher gezeigt haben. Mit diesen Schadens-Cooldowns holen Sie noch<br />
mehr aus Ihrem Magier heraus:<br />
Gefrorene Kugel: Beim Aktivieren dieses Zaubers sucht<br />
sich Gefrorene Kugel den nächstbesten Gegner, der sich direkt<br />
vor Ihnen befindet, und beginnt Dutzende kleine Frostblitze<br />
um sich herum zu verschießen. Dies verursacht sehr viel Gruppenschaden,<br />
wirkt aber auch gut gegen einzelne Ziele, denn Gefrorene Kugel<br />
erzeugt zusätzlich Procs von Eisige Finger. Halten Sie beim Aktivieren<br />
der Kugel schon mal den Finger über der Eislanzen-Taste bereit,<br />
denn es kann passieren, dass Sie so viele Eisige-Finger-Procs bekommen,<br />
dass sich diese überschreiben.<br />
Eisige Adern: Dieser dreiminütige<br />
Cooldown erhöht Ihr Zaubertempo 20 Sekunden<br />
lang um 20 Prozent. Außerdem<br />
erhalten Sie keine Verkürzung Ihrer Zauberzeit,<br />
wenn Gegner Sie während des Zauberwirkens angreifen.<br />
Solange Sie ohne die Glyphe ,Eisige Adern‘ spielen, setzen Sie<br />
diese Fähigkeit nie zusammen mit Gefrorene Kugel ein. Lohnen würde<br />
sich dies nur mit der Glyphe oder wenn Sie zusammen mit Eisige<br />
Adern so viel Tempo bekommen, dass Sie die globale Abklingzeit von<br />
1,5 Sekunden auf 1,0 Sekunden senken würden; so viel Tempo haben<br />
Sie mit der Starterausrüstung jedoch noch nicht.<br />
Spiegelbild: Dieser Zauber erschafft drei Spiegelbilder von<br />
Ihnen, wodurch Gegner gezwungen werden, diese Ebenbilder<br />
zuerst anzugreifen. Das ist nicht nur gut, um die Bedrohung<br />
von sich abzulenken, nein, Ihre Spiegelbilder verursachen zudem<br />
eine ganze Menge Schaden.<br />
Klassenguide<br />
Mehr Schaden Mit diesen Fähigkeiten richten Sie bereits eine Menge Schaden an.<br />
Schritt 7<br />
Mit WeakAuras Ihre Cooldowns im Blick behalten<br />
Selbst wenn Sie Ihre Cooldowns nebeneinander<br />
aufgereiht haben, ist es unpraktisch, immer in die<br />
Aktionsleiste zu schauen, ob beispielsweise Gefrorene<br />
Kugel oder Eisige Adern wieder bereit sind.<br />
Fähigkeiten öfter im Kampf einzusetzen bedeutet<br />
am Ende mehr Schaden und manche Fähigkeiten<br />
müssen s<strong>of</strong>ort benutzt werden, um diese später<br />
wieder gleichzeitig einzusetzen. Daher lassen<br />
wir uns Cooldowns in Weak Auras anzeigen.<br />
Und so funktioniert’s<br />
Um sich Procs und Cooldowns anzeigen zu<br />
lassen, nutzen Sie das Add-on WeakAuras.<br />
WeakAuras ist das momentan beste Add-on für<br />
diesen Job und hat unserer Meinung nach bereits<br />
PowerAuras abgelöst. Es sieht auf den ersten<br />
Blick etwas schwer konfigurierbar aus, Procs<br />
und andere Dinge sind jedoch mit ein paar Klicks<br />
schnell angepasst. Und natürlich beschreiben wir<br />
Ihnen jeden Schritt im Detail.<br />
Wie Sie dieses Add-on herunterladen und installieren, lesen Sie im<br />
Kasten auf der nächsten Seite.<br />
In unserem Beispiel wollen Sie sich anzeigen lassen, wenn Gefrorene<br />
Kugel wieder bereit ist. Dazu erstellen Sie ein Symbol 1 und<br />
klicken auf den Reiter „Auslöser“ 2 . Dort wählen Sie unter „Typ“<br />
„Status“ 3 aus.<br />
Im Dropdown-Menü „Status“ wählen Sie dann „Aktion nutzbar“<br />
4 aus. Damit WeakAuras weiß, welche Fähigkeit angezeigt werden<br />
soll, müssen Sie im Feld „Zauber“ „Gefrorene Kugel“ 5 eingeben.<br />
Nun wird das Symbol von Gefrorene Kugel jedes Mal anzeigt, sobald<br />
der Zauber wieder bereit ist, und Sie verpassen es nie wieder, den<br />
Zauber einzusetzen. Dasselbe empfehlen wir Ihnen für die Zauber<br />
Eisige Adern und Spiegelbild.<br />
Wenn Ihnen die Grafik alleine in einem hektischen Kampf nicht<br />
reicht, können Sie zusätzlich einen Sound abspielen lassen, sobald<br />
der Zauber wieder bereit ist. Dazu setzen Sie unter dem Reiter „Aktionen“<br />
6 den Haken bei „Sound abspielen“ 7 und wählen im<br />
Dropdown-Menü ein passendes Geräusch aus.<br />
Mehr gibt es zu Beginn nicht zu beachten, nehmen Sie sich also die<br />
Zeit und üben Sie den Umgang mit diesen fünf Fähigkeiten, bis Sie<br />
einen einigermaßen runden Ablauf hinbekommen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Schritt 1 Als Allererstes rufen Sie WeakAuras auf. Klicken Sie auf „Symbol“, um sich eine neue Anzeige<br />
zu erstellen.<br />
Der wichtigste reiter Danach nehmen Sie die meisten Einstellungen unter<br />
dem Reiter „Auslöser“ vor.<br />
1<br />
2<br />
3<br />
65
Klassenguide<br />
4<br />
6<br />
5<br />
Zauber angeben Um Gefroene Kugel im Auge zu behalten, geben Sie den<br />
passenden Zaubernamen im Feld „Zauber“ ein.<br />
Der StatuS ... eines Befehls ist wichtig, damit Weak Auras weiß, wann das<br />
Symbol von Gefrorene Kugel angezeigt werden soll.<br />
So installieren Sie ein<br />
Add-on<br />
Der erste Schritt ist, sich das Add-on Ihrer Wahl im Internet herunterzuladen. Dafür<br />
empfehlen wir die Seiten buffed.de, curse.com oder wowinterface.com. Wenn Sie<br />
Ihr gewünschtes Add-on gefunden haben, speichern Sie es und entpacken die Zipoder<br />
Rar-Datei in Ihrem WoW-Add-on-Ordner, der typischerweise unter C:\Program<br />
Files (x86)\World <strong>of</strong> Warcraft\Interface\AddOns liegen sollte. Falls das Add-on<br />
nicht s<strong>of</strong>ort funktionieren sollte, müssen Sie eventuell das Spiel noch einmal neustarten<br />
oder das Häkchen bei dem betreffenden Add-on im Charakterbildschirm<br />
unten links unter „Add-ons“ setzen.<br />
Weitere wichtige Add-ons<br />
7<br />
Deadly Bossmods<br />
Der typische Helfer für Bosskämpfe zeigt Ihnen alle wichtigen Informationen an, die<br />
Sie während des Bosskampfes benötigen. Das Add-on warnt Sie außerdem akustisch,<br />
wenn Sie in einem schädlichen Bodeneffekt des Bosses stehen oder dieser<br />
demnächst eine wichtige Attacke ausführt.<br />
Recount<br />
Eines der wichtigsten Add-ons für Schadensausteiler ist Recount, welches den<br />
Schaden in jedem Kampf auswertet. Damit können Sie wunderbar vergleichen, wie<br />
viel Schaden Sie im Gegensatz zu anderen machen. Am Anfang mit mäßiger Ausrüstung<br />
wird das wohl nicht sehr viel sein und Sie eher missmutig machen. Recount<br />
dient aber nicht nur als Epen-Vergleich, sondern auch zur Auswertung der eigenen<br />
Aktionen im Kampf. Per Linksklick lässt sich nachvollziehen, welche Attacke Sie<br />
wie <strong>of</strong>t gewirkt haben und welchen prozentualen Anteil Ihre einzelnen Attacken am<br />
Gesamtschaden haben. Am interessantesten ist dabei, was andere Magier mit gleicher<br />
Ausrüstung eventuell besser gemacht haben, um daraus zu lernen.<br />
SOundeffekte... helfen dabei, Ereignisse nicht nur grafisch, sondern auch<br />
akustisch wahrzunehmen und so besser zu reagieren.<br />
Kampfanalyse Recount wertet<br />
die Schadenszahlen Ihrer Zauber<br />
genau aus.<br />
66<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Schritt 8<br />
Die Flächenangriffe des Frost-Magiers<br />
In den Gebieten Pandarias inklusive der Zeitlosen Insel werden Sie selten<br />
auf fünf oder mehr Gegner gleichzeitig treffen. Spätestens in Raids<br />
kommt es aber immer wieder vor, dass Sie es mit ganzen Gegnerhorden<br />
zu tun bekommen. Um gegen mehrere Feinde mehr Schaden zu verursachen,<br />
greifen Sie zu den folgenden Flächenzaubern:<br />
Gefrorene Kugel: Wie diese Fähigkeit funktioniert, haben wir<br />
bereits in Schritt 6 erklärt. Auch hier geben wir Ihnen wieder den<br />
Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Charakter in Blickrichtung Ihres<br />
Ziels steht, und machen Sie sich bereit, die Eislanzen-Taste zu hämmern.<br />
Auch wichtig für Flächenschaden:<br />
Bombenzauber<br />
Neben den typischen Flächenzaubern die wir Ihnen aufgelistet haben,<br />
spielen auch Ihre Bomben-Zauber eine nicht unerhebliche Rolle beim<br />
Verursachen von Flächenschaden. Mit Lebende Bombe verursachen Sie<br />
den meisten Schaden gegen drei bis vier Ziele. Ab fünf und mehr Gegnern, die länger<br />
am Leben sind, verteilen Sie Netherorkan auf so viele Ziele wie möglich. Frostbombe<br />
kommt aktuell gar nicht mehr zum Einsatz.<br />
Klassenguide<br />
Kältekegel: Diese Fähigkeit hat eine Abklingzeit von zehn Sekunden<br />
und sieht auf den ersten Blick nicht nach einem super<br />
Flächenzauber aus. Jedoch verursacht Kältekegel guten Gruppenschaden,<br />
wenn Sie die Gegner mit Eiskälte oder Frostnova festfrosten<br />
können. Dann nämlich ist die kritische Trefferchance dank der passiven<br />
Fähigkeit Zertrümmern deutlich erhöht. Das macht Kältekegel, der in einem<br />
kegelförmigen Bereich vor Ihnen wirkt, zum idealen Zauber, um<br />
kleinere Mobs in Nahkampfreichweite auszuschalten.<br />
Blizzard/Arkane Explosion: Neben Gefrorene Kugel und Kältekegel<br />
besitzt der Magier im Gegensatz zu vielen anderen Scha-<br />
densausteilern leider keinen starken Flächenangriff, den er kanalisieren<br />
kann. Mit Blizzard haben Sie zumindest die Chance, halbwegs so viel<br />
Schaden wie Ihre Kollegen mit einem Kanalisierungszauber zu verursachen.<br />
Ab acht und mehr Gegnern lohnt es sich bereits, Blizzard einzusetzen.<br />
Blizzard hat sogar eine kleine Chance, Procs von Eisige Finger zu erzeugen.<br />
Wenn Ihre Gegner keine Spalten-Fähigkeiten besitzen und nicht<br />
in schädlichen Effekten stehen, nutzen Sie statt Blizzard immer wieder<br />
Arkane Explosion in die Gegnergruppe. Diese Attacke wirkt in einem kleinen<br />
Radius um Ihren Charakter herum und verursacht guten Gruppenschaden.<br />
Flächenschaden geFällig? Inklusive der Flächenzauber füllt sich die Leiste langsam, ist aber immer noch zu meistern, da einige Fähigkeiten Abklingzeiten haben.<br />
Schritt 9<br />
Ihr flüssiger Begleiter: So nutzen Sie Ihr Pet<br />
Die Frost-Spielweise des Magiers ist die einzige mit einem Begleiter.<br />
Ihr Wasserelementar schießt regelmäßig mit Wasserblitzen<br />
auf den Gegner und unterstützt Sie beim Schadenverursachen.<br />
Wie alle anderen Begleiter erleidet Ihr Wasserelementar weniger<br />
Schaden durch Flächenangriffe, sodass Sie sich keine Sorgen um<br />
sein Leben machen müssen. Sollte er doch einmal ins Gras beißen,<br />
können Sie ihn einfach wieder beschwören (1 Minute Abklingzeit).<br />
Wenn Sie möchten, können Sie Ihr Wasserelementar sogar selber<br />
heilen, indem Sie es anvisieren und mit Frostblitzen beschießen –<br />
neu beschwören ist jedoch meist effektiver. Mit seiner Fähigkeit<br />
Eiskälte unterstützt Ihr Begleiter Sie, indem er Gegner festfriert und<br />
bei erfolgreichem Festfrosten pro Gegner eine Aufladung Eisige<br />
Finger erzeugt.<br />
Die Begleiterleiste des Wasserelementars<br />
Angreifen: Beim Klicken auf dieses Symbol attackiert Ihr Wasserelementar<br />
den Gegner, darum müssen Sie sich jedoch nicht<br />
1<br />
kümmern, warum, erklären die nächsten Befehle in der Begleiterleiste.<br />
und gleichzeitig glitzert, ist die Attacke aktiviert. Per Rechtsklick können<br />
Sie die Attacke ein- und ausschalten.<br />
6<br />
7<br />
Bleiben: Ist dieser Befehl aktiviert, bleibt Ihr Begleiter an Ort und<br />
Stelle stehen.<br />
Helfen: Diese Haltung haben Sie im PvE aktiv, damit Ihr Begleiter<br />
immer auf das Ziel schießt, das Sie angreifen, und nicht aus Versehen<br />
irgendwelche anderen Gegner pullt oder Kontrollzauber aufbricht.<br />
8<br />
Defensiv: In dieser Haltung greift Ihr Begleiter nur an, wenn Sie<br />
selber angegriffen werden. Es gibt kaum eine Situation, in der Sie<br />
diese Haltung aktivieren müssen.<br />
9<br />
Passiv: Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Begleiter weiter Schaden<br />
verursacht, oder wenn er im PvP einfach nur für das Wirken von<br />
Eiskälte neben Ihnen herlaufen soll, aktivieren Sie die passive Haltung.<br />
Vergessen Sie jedoch nicht, die Haltung wieder zu ändern.<br />
2<br />
Folgen: Diese Haltung sollten Sie immer aktiviert haben, damit<br />
Ihr Begleiter Ihnen folgt und nicht irgendwann verloren geht.<br />
3<br />
Zum Ziel bewegen: Mit diesem Befehl können Sie Ihren Begleiter<br />
an einem bestimmten Punkt platzieren. Manchmal müssen<br />
Sie das Elementar näher zu Ihrem Charakter hin bewegen, falls es außer<br />
Reichweite stehen sollte, um Eiskälte zu wirken. Mit der Glyphe<br />
,Wasserelementar‘ passiert Ihnen das übrigens nicht.<br />
4<br />
5<br />
Eiskälte: Ist die bereits angesprochene Attacke, die Gegner<br />
einfriert und Procs von Eisige Finger erzeugen kann.<br />
Wasserblitz: Das ist die Attacke, die ihr Elementar dauerhaft<br />
wirkt. Aber Achtung: Nur wenn das Symbol gelb umrandet ist<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Heilung für das elementar<br />
Frostblitze mag<br />
Ihr Pet besonders gerne.<br />
1 2 3 4 5 6 7 8 9<br />
67
Klassenguide<br />
Schritt 10<br />
So nutzen Sie Ihre defensiven Fähigkeiten<br />
Wie Sie Gegner auf Abstand halten, haben wir bereits besprochen.<br />
Was aber, wenn gar nichts mehr geht oder die Heiler im LFR mal wieder<br />
pennen? Da müssen schon größere Cooldowns herhalten. Zum<br />
Glück besitzt der Magier ein paar gute Fähigkeiten für diese Situationen:<br />
Eisblock: Beim Aktivieren verzieht sich Ihr Charakter in einen<br />
Block aus Eis, indem er zehn Sekunden lang immun gegen<br />
jeglichen Schaden ist, Sie jedoch auch keine Aktion ausführen<br />
können. Beim erneuten Drücken der Eisblock-Taste wird der<br />
Effekt wieder abgebrochen und Sie können sich wieder bewegen. Mit<br />
fünf Minuten ist Eisblock ein sehr langer Cooldown, der Einsatz muss<br />
also gut gewählt sein und sollte nur in äußert brenzligen Situationen<br />
genutzt werden.<br />
Mehr Selbstheilung<br />
Viele Selbstheilungszauber besitzt der Magier nicht, er gläntzt mehr durch den<br />
Einsatz von Absorptionszaubern und langen, dafür aber starken Cooldowns wie<br />
Eisblock. Wenn Sie noch etwas mehr Selbstheilung haben wollen, können Sie die<br />
Glyphe ,Hervorrufung‘ wählen und regenerieren so stetig etwas Lebenspunkte über<br />
Ihre Level-90-Talente Herbeirufung und Rune der Kraft oder heilen sich alle drei<br />
Minuten um satte 60 Prozent Lebenspunkte, wenn Sie Schutz des Beschwörers<br />
ausgewählt haben.<br />
Die Level-60-Talentreihe: Alle drei Talente in dieser Reihe<br />
gewähren Ihnen defensive Fähigkeiten, aber Sie können natürlich<br />
nur eines davon auswählen. Auf Seite 63 haben wir<br />
Ihnen bereits Kauterisieren empfohlen. Damit überleben Sie alle zwei<br />
Minuten einen tödlichen Schlag. Große Unsichtbarkeit und Kälteeinbruch<br />
sind ebenfalls sehr gute Fähigkeiten, müssen jedoch genau getimt<br />
werden, um den maximalen Nutzen aus diesen Fähigkeiten zu<br />
ziehen. Wenn Sie die Bosskämpfe noch nicht genau kennen, nutzen<br />
Sie also weiterhin Kauterisieren, welches automatisch für Sie auslöst.<br />
Kleine extraheilung<br />
Mit<br />
Hervorrufung<br />
stellen Sie im<br />
Notfall etwas<br />
Leben wieder her.<br />
Schritt 11<br />
Crowd Control: Den Gegner kontrollieren<br />
Gegner mit langen Kontrollzaubern (auch Crowd Control genannt)<br />
aus dem Spiel zu nehmen, findet in Mists <strong>of</strong> Pandaria kaum noch<br />
statt. Trotzdem wollen wir Sie natürlich auf die Kontrollzauber des<br />
Magiers aufmerksam machen, falls es doch einmal nötig sein wird,<br />
Gegner außer Gefecht zu setzen.<br />
Verwandlung: Dieser Zauber wirkt nur gegen Humanoide,<br />
Tiere und Wildtiere. Verwandlung verwandelt Ihr Ziel in ein<br />
harmloses Tier, das in dieser Form keine Aktionen ausführen<br />
kann. Verwandlung kann ohne Abklingzeit immer wieder auf ein Ziel<br />
gewirkt werden, bricht jedoch ab, sobald das Ziel Schaden erleidet.<br />
Gegenzauber: ist kein typischer Kontrollzauber, unterbricht<br />
jedoch den Zauber Ihres Gegners. Wenn Sie das Ziel während<br />
des Zauberwirkens mit Gegenzauber erwischen, kann dieser<br />
sechs Sekunden lang keine weitere Fähigkeit dieser Zauberschule einsetzen.<br />
Wenn Sie den richtigen Moment zum Abbrechen verpassen,<br />
oder das Ziel einfach so zum Schweigen bringen wollen, unterbricht<br />
Gegenzauber das Wirken von Zaubern für vier Sekunden.<br />
Mehr Schaden durch Frost-Effekte<br />
Ein netter Nebeneffekt Ihrer Kontrollzauber Frostnova, Tieffrieren, Eiskälte und Ring<br />
des Frosts ist, dass Gegner, die von diesen Zaubern betr<strong>of</strong>fen sind, dank einer passiven<br />
Fähigkeit namens Zertrümmern eine höhere Chance haben, einen kritischen<br />
Treffer zu erleiden. Der Schaden von Eislanze wird dabei sogar verdreifacht, wenn<br />
ein Gegner eingefroren ist!<br />
bäm So kann es<br />
aussehen, wenn<br />
Frostblitz und Eislanze<br />
gleichzeitig<br />
auf ein gefrorenes<br />
Ziel einschlagen.<br />
Schritt 12<br />
Die ersten Raids, wo muss ich rein?<br />
Falls Sie die legendäre Questreihe um Furorion nachholen<br />
möchten, besuchen Sie die allerersten Raidinstanzen wie den<br />
LFR des Mogu’shangewölbes. Mit der Ausrüstung von der<br />
Zeitlosen Insel haben Sie jedoch bereits so gute Gegenstände,<br />
dass Sie sich für den Thron-des-Donners- und den Schlachtum-Orgrimmar-LFR<br />
anmelden können. Welche Schlachtzüge<br />
und Dungeons Sie außerdem besuchen können, haben wir<br />
Ihnen in unserer Tabelle aufgelistet:<br />
68<br />
Dungeon Szenario Mogu’shangewölbe Herz der Angst Terrasse des Endlosen<br />
Frühlings<br />
LfR - - Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Normal<br />
Heroisch<br />
Zum Üben / Für<br />
Gerechtigkeitsp.<br />
Zum Üben / Für<br />
Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Zum Üben /<br />
Für Tapferkeitspunkte<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Thron des Donners<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
- - - - -<br />
Schlacht um<br />
Orgrimmar<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
Tapferkeitspunkte +<br />
Ausrüstung<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Schritt 13<br />
LFR-Wartezeiten sinnvoll nutzen<br />
Als Schadensausteiler warten Sie mitunter eine ganze Weile, bis Sie<br />
eine Einladung für den Raid bekommen. Nutzen Sie die Zeit sinnvoll<br />
und begeben Sie sich auf die Zeitlose Insel – wenn Sie dort nicht eh<br />
schon waren – und vermöbeln Sie die Gegner für mehr Gegenstände<br />
und Geringe Amulette des Glücks. Vor allem die etwas stärkeren,<br />
raren Gegner lassen mehr Beute fallen. Achten Sie daher besonders<br />
darauf, wenn im Chat rare Gegner angekündigt werden oder Sie einen<br />
Gegner mit silbernem Drachen um das Portät sehen. Mit 50 dieser<br />
Amulette können Sie in der Pandaria-Hauptstadt im unteren Teil drei<br />
Kriegsembleme eintauschen. Diese nutzen Sie, um im Schlacht-um-<br />
Orgrimmar-LFR zusätzlich einmal auf Beute würfeln zu können, am<br />
besten nutzen Sie die Kriegsembleme jedoch bei den Erhabenen.<br />
Die Erhabenen<br />
Die größten Ausrüstungs-Upgrades bekommen Sie mit etwas Glück<br />
von den Erhabenen in der Arena der Zeitlosen Insel. Wenn Sie per<br />
O-Taste auf den Reiter Schlachtzug gehen und dann auf „Andere<br />
Schlachtzüge“ klicken, können Sie sich bequem für diese Weltbosse<br />
anmelden. Die Erhabenen können Handschuhe und Hosen des aktuellen<br />
T-Sets oder einen der vielen PvP-Gegenstände fallen lassen,<br />
die auf alle Fälle eine Verbesserung sind. Noch bessere Gegenstände<br />
erhalten Sie bei Ordos; um diesem Boss entgegenzutreten, müssen Sie<br />
jedoch einen Charakter haben, der bereits den legendären Umhang<br />
aus der Furorion-Quest-Reihe besitzt.<br />
bung sehen Sie außer dem Uhren-Symbol über Ihrem Charakter zunächst<br />
nichts. Sobald Sie Zeitverschiebung erneut benutzen oder der<br />
Effekt nach sechs Sekunden ausläuft, stehen Sie wieder an der Stelle,<br />
an der Sie Zeitverschiebung zuvor aktiviert haben. Sie reisen also quasi<br />
in der Zeit zurück. Das Geniale daran: Auch Procs und Ihre Lebenspunkte<br />
werden dabei berücksichtigt. So können Sie zum Beispiel mit<br />
zwei Eisige-Finger-Procs Zeitverschiebung aktivieren, die Procs verbrauchen<br />
und haben nach Ablauf von Zeitverschiebung erneut zwei<br />
Procs von Eisige Finger, was Ihnen für kurze Zeit einen satten Schadensbonus<br />
gewährt. Im Idealfall nutzen Sie Zeitverschiebung immer,<br />
wenn Sie so viele Procs wie möglich haben und gerade Zeitkrümmung<br />
(Der Kampfrausch des Magiers) aktiv ist. Durch die sechs Sekunden<br />
Laufzeit verlängern Sie damit nämlich auch Buffs. Somit verursachen<br />
Sie noch mehr Schaden durch längere Laufzeiten von Kampfrausch/<br />
Heldentum und/oder Trank der Jadeschlange.<br />
Klassenguide<br />
Ordos<br />
Wenn einer Ihrer Charaktere den Umhang besitzt, wird jeder Ihrer<br />
Zweitcharaktere automatisch über die Brücke transportiert, die zu<br />
Ordos Heiligtum führt. Ordos lässt zwar keine Set-Teile fallen, dafür<br />
bekommen Sie mit Glück einen kriegsgeschmiedeten Gegenstand der<br />
Itemstufe 559, weswegen Sie sich für Ordos ebenfalls ein Kriegsemblem<br />
aufheben.<br />
So nutzen Sie Zeitverschiebung<br />
Zeitverschiebung ist der interessanteste Zauber des Magiers, mit dem<br />
Sie einige Tricks anstellen können. Beim Benutzen von Zeitverschie-<br />
Furcht einFlöSSend Orods kann ganz schön fies sein, dafür sind<br />
die Belohnungen besser als bei den Erhabenen.<br />
Schritt 14<br />
Die Start-Rotation für den Kampfbeginn<br />
Kampfbeginn<br />
Bomben-<br />
Zauber<br />
Gefrorene<br />
Kugel<br />
Eisige<br />
Adern<br />
Spiegelbild<br />
Zeitverschiebung<br />
Gegen Bosse haben Sie als Frost-Magier eine ganz bestimmte Zauberreihenfolge,<br />
die Sie unbedingt einhalten sollten, wenn Sie über<br />
den gesamten Kampf hinaus das Maximum an Schaden verursachen<br />
wollen. Für etwas mehr Extraschaden und um auf keinen Fall die<br />
Bedrohung auf sich zu ziehen, nutzen Sie außerdem Spiegelbild. Sobald<br />
der Tank am Boss ist, nutzen Sie Lebende Bombe und Ihre ersten<br />
Cooldowns Gefrorene Kugel sowie Eisige Adern. Danach beginnen Sie,<br />
Frostblitze zu wirken. Wie es danach weitergeht sehen Sie auf Seite 70<br />
in der Prioritätenliste. Vorher wirken Sie jedoch Zeitverschiebung.<br />
Pre-Potten<br />
Pro Kampf können Sie einen Trank der Jadeschlange einsetzen. Dieser<br />
erhöht 25 Sekunden lang Ihre Intelligenz um stolze 4.000 Punkte, was<br />
Ihnen einen mächtigen Schadensschub bringt. Wenn Sie den Trank<br />
vor dem Pull einwerfen, können Sie später im selben Kampf sogar ein<br />
zweites Mal den Trank nutzen. Dieses Ausnutzen der Mechanik nennt<br />
sich „Pre-Potten“ und steigert Ihren Schaden nicht unerheblich (wenn<br />
Sie genug Gold für die Tränke haben).<br />
Los geht’s Sobald alle Procs aufblinken,<br />
nutzen Sie Zeitverschiebung<br />
und feuern aus allen Rohren.<br />
Zeitverschiebung einsetzen<br />
Zeitverschiebung nutzen Sie, wenn Sie idealerweise zwei Procs von Eisige<br />
Finger und Hirnfrost bekommen. Warten Sie jedoch nicht zu lange<br />
auf den Proc von Hirnfrost: Zwei Procs von Eisige Finger bekommen Sie<br />
sehr schnell, Hirnfrost kann jedoch auf sich warten lassen. Wenn Sie in<br />
den ersten drei bis vier Sekunden den Proc nicht bekommen, wirken<br />
Sie Zeitverschiebung mit den beiden Eisgen-Finger-Procs, damit sich die<br />
Aufladungen nicht überschreiben beziehungsweise nicht auslaufen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
69
Klassenguide<br />
Die Prioritätenliste der<br />
Frostspielweise<br />
Der größte Schadensverlust ist, Ihren Bombenzauber<br />
nicht auf dem Ziel aktiv zu haben. Er verursacht einen<br />
Großteil Ihres Schadens und sorgt für Procs von<br />
Hirnforst, mit dem Sie Frostfeuerblitz ohne Zauberzeit<br />
abfeuern können. Gefrorene Kugel und Eisige Adern<br />
sind zusammen mit Spiegelbild Ihre stärksten Schadenscooldowns.<br />
Sie setzen beide Cooldowns immer s<strong>of</strong>ort ein, wenn<br />
Sie wieder bereit sind, es sei denn, Sie können Gefrorene<br />
Kugel bei der nächsten Gelegenheit gegen<br />
eine große Gegnergruppe einsetzen. Gefrorene Kugel<br />
hat eine Minute Cooldown und Eisge Adern sowie<br />
Zeitverschiebung drei Minuten, durch das s<strong>of</strong>ortige<br />
Einsetzen der Zauber decken sich die Abklingzeiten<br />
und Sie können die Cooldowns kombinieren, um<br />
größtmöglichen Schaden zu verursachen. Vor allem<br />
dank Zeitverschiebung nutzen Sie so viel mehr Procs.<br />
Frostfeuerblitz verbrauchen Sie s<strong>of</strong>ort, damit sich die<br />
Aufladungen nicht überschreiben und Sie so keinen<br />
Schaden verlieren.<br />
Dasselbe gilt für Eislanze: Sobald Sie zwei Procs von<br />
Eisige Finger bekommen, verbrauchen Sie einen davon<br />
s<strong>of</strong>ort, vor allem wenn gerade Gefrorene Kugel<br />
aktiv ist. Frostblitz ist Ihr Füllzauber, den Sie nutzen,<br />
wenn alles Cooldown hat und keine Procs auftreten.<br />
Die Prioritätenliste der<br />
Frost-Spielweise<br />
Bombenzauber<br />
Gefrorene Kugel<br />
Eisige Adern<br />
Frostfeuerblitz<br />
Eislanze<br />
Frostblitz<br />
Schritt 15<br />
Neue Talente und Glyphen für Fortgeschrittene<br />
Für die ersten Erfahrungen auf der Zeitlosen Insel und für heroische<br />
Dungeons haben unsere bisherigen Talente vollkommen ausgereicht.<br />
Um aus dem LFR und den kommenden Schlachtzügen noch mehr aus<br />
Ihrem Magier herauszuholen, verändern Sie ein paar Kleinigkeiten.<br />
Eisschollen:<br />
Statt Heiße Sohlen greifen Sie in bewegungsintensiven Kämpfen<br />
zu Eisschollen. Diese Fähigkeit hat drei sich immer wieder<br />
aufladende Stapel, mit denen Sie pro Stapel einen Zauber im Laufen<br />
wirken können.<br />
Herbeirufung:<br />
Schutz des Beschwörers war bisher angenehm, da Sie sich um<br />
nichts Gedanken machen mussten, weil fast alle Effekte passiv<br />
waren. Um noch mehr Schaden rauszuholen, wählen Sie Herbeirufung.<br />
Dieses Talent hebt die Abklingzeit von Hervorrufung auf und<br />
gewährt Ihnen mit jedem Mal, mit dem Sie Hervorrufung kanalisiert<br />
haben, eine Minute lang 15 Prozent mehr Zauberschaden. Diesen<br />
Buff frischen Sie zu Kampfbeginn auf und jedes Mal, wenn er ausläuft<br />
oder Sie Mana benötigen.<br />
Glyphen<br />
Auch bei der Wahl der Glyphen können Sie einiges rausholen. Manche<br />
sind allerdings situationsabhängig.<br />
Zersplitterndes Eis (anstatt Schnelle ,Deplatzierung‘):<br />
Eislanze trifft ein zweites Ziel für 40 Prozent des Initialschadens.<br />
Wenn in einem Kampf ab und zu zwei Gegner nah beieinander<br />
stehen, erhöhen Sie Ihren Schaden mit dieser Glyphe enorm.<br />
Eisige Adern (anstatt ,Frostnova‘):<br />
Anstatt Ihr Tempo zu erhöhen, werden Frostfeuerbltz, Frostblitz<br />
und Eislanze in drei kleinere Attacken aufgeteilt, die jeweils<br />
40 Prozent Schaden verursachen, wenn Eisige Adern aktiv ist.<br />
Mit immer besser werdender Ausrüstung besitzen Sie irgendwann<br />
so viel Tempo, dass Ihre Zauber unter die Globale Abklingzeit fallen.<br />
Dass bedeutet, dass Sie mit aktiven Eisigen Adern einen Frostblitz mit<br />
0,8 Sekunden wirken können, das Spiel jedoch eine Pause von 1,0 Sekunden<br />
zwischen den Zaubern vorschreibt.<br />
Stufe 93 beziehungsweise Bosse nicht mehr zu verfehlen, benötigen<br />
Sie eine Trefferchance von 15 Prozent. Nichts ist schlimmer,<br />
als mit einer starken Attacke den Boss zu verfehlen, peilen<br />
Sie dieses Ziel für den LFR also so schnell wie möglich an. Für<br />
das Bezwingen von Monstern auf der Zeitlosen Insel reichen<br />
vorerst sechs Prozent Trefferwert. Mit 14.242 Punkten Tempo<br />
erreichen Sie die Obergrenze der globalen Abklingzeit, bis dahin<br />
müssen Sie jedoch einiges an Ausrüstung sammeln. Danach<br />
setzen Sie alles auf Meisterschaft. Wie Ihre Meisterschaft funktioniert,<br />
beschreiben wir Ihnen im nächsten Abschnitt. Kritischen<br />
Trefferwert benötigen Sie kaum bis gar nicht. Die passive Fähigkeit<br />
Zertrümmern verdoppelt die kritische Trefferchance gegen<br />
Gefrorene Ziele und erhöht sie um weitere 50 Prozent. Zwar können<br />
Sie manche Elite-Gegner und Bosse nicht einfrieren, jedoch<br />
werden Eislanze und Frostfeuerblitz mit aktivem Hirnfrost-Proc so<br />
behandelt, als wäre der Gegner eingefroren. Somit benötigen Sie<br />
maximal 28 Prozent kritischen Trefferwert, um den Gegner mit<br />
diesen Zaubern garantiert kritisch zu treffen.<br />
Die Meisterschaft des Frost-Magiers<br />
Die Meisterschaft des Frost-Magiers nennt sich Eiszapfen. Wann<br />
immer Sie einen Frostblitz oder Frostfeuerblitz auf den Gegner<br />
wirken, wird der verursachte Schaden in einem Eiszapfen gespeichert.<br />
Wie viel Schaden gespeichert wird, hängt davon ab, wie<br />
viel Meisterschaft Sie besitzen. Die Anzahl der Eiszapfen wird übrigens<br />
über dem Kopf Ihres Charakters sichtbar. Es können maximal<br />
fünf Eiszapfen gleichzeitig aufgebaut werden. Wenn Sie ab<br />
fünf Stapeln einen weiteren Frostblitz oder Frostfeuerblitz wirken,<br />
geht der überschüssige Eiszapfen nicht verloren, sondern wird<br />
automatisch auf Ihr Ziel geschossen. Immer wenn Sie Eislanze<br />
auf das Ziel wirken, werden alle Eiszapfen s<strong>of</strong>ort verschossen.<br />
Auch wenn sich die Meisterschaft eventuell kompliziert anhört,<br />
müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die Eiszapfen dienen als<br />
Extraschaden und es gehen Ihnen keine Eiszapfen verloren, da<br />
sich nach den fünf Stapeln die Eiszapfen von selbst auf das Ziel<br />
abschießen und wieder neu aufbauen.<br />
Auf welche Werte setzt der Frost-Magier?<br />
Intelligenz<br />
Trefferwert (bis 15 Prozent)<br />
Tempo (bis 14.242 Punkte)<br />
Meisterschaft<br />
Kritischer Trefferwert<br />
70<br />
Intelligenz ist Ihr mit Abstand bestes Attribut. Er erhöht Ihre<br />
Zaubermacht und den kritischen Trefferwert. Um Gegner der<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Schritt 16<br />
Wappnen für den Flexmodus<br />
Nachdem Sie die Zeitlose Insel unsicher gemacht haben und eventuell<br />
schon die LFR-Variante des Thron des Donners und der Schlacht um<br />
Orgrimmar besucht haben, ist der nächste Schritt, sich einem flexiblen<br />
Modus anzuschließen. Wenn Sie Freunde haben, die Sie durch diesen<br />
Modus durchschleifen, haben Sie Glück. Falls Sie eine Randomgruppe<br />
suchen müssen, sind die Anforderungen der Gegenstandsstufe<br />
jedoch ziemlich hoch. Um Ihrer Ausrüstung einen großen Schub zu<br />
geben, besorgen Sie sich folgende Gegenstände:<br />
Unberechenbarer Talisman des Shado-Pan-Vorstoßes<br />
Dieses Schmuckstück mit der Gegenstandsstufe 522 erhalten Sie bei<br />
Ao Pye (siehe Screenshot rechts) ab einem freundlichen Ruf beim Shado-Pan-Vorstoß<br />
und 1.155 Tapferkeitspunkten. Wenn Sie bereits im<br />
LFR vom Thron des Donners waren, haben Sie diese Rufstufe wahrscheinlich<br />
schon erreicht. Mit etwas mehr Tapferkeitspunkten erhalten<br />
Sie dort sogar Ringe und Halsketten. Auf lange Sicht wollen Sie<br />
jedoch das Schmuckstück von Immerseus und den Dunkelschamanen<br />
aus der Schlacht um Orgrimmar bekommen.<br />
Gürtel des Nachthimmels<br />
Dieser extrem gute Gürtel für Frost-Magier wird vom Schneider hergestellt<br />
und ist auf manchen Servern bereits für gerade einmal 3.000<br />
Gold im Auktionshaus zu finden. Diese Investition lohnt sich allemal,<br />
da Sie diesen Gürtel lange Zeit behalten werden.<br />
durchschnittliche Gegenstandsstufe um ein gutes Stück. Mit knapp<br />
6.000 Gold müssen Sie auf manchen Servern jedoch mehr hinblättern.<br />
Weitere Verbesserungen<br />
Besuchen Sie täglich ein heroisches Szenario und sichern Sie sich somit<br />
die Chance auf einen 516er-Gegenstand, der sich mit etwas Glück<br />
in der Beutetruhe des heroischen Szenarios befindet. Holen Sie sich<br />
auf jeden Fall in der Pandaria-Hauptstadt Ihrer Fraktion die Quest<br />
„Heldentaten“ für Ihr erstes heroisches Szenario. Wenn Sie sich beim<br />
Shado-Pan-Vorstoß das Schmuckstück gekauft haben, werden Ihnen<br />
auch Ringe und Halsketten der Stufe 522 aufgefallen sein. Wenn Ihnen<br />
so gar kein guter Ring oder Halskette droppen will, kaufen Sie<br />
sich diese ebenfalls, sparen sich die wertvollen Tapferkeitspunkte ansonsten<br />
jedoch für das Aufwerten von 553er-Gegenständen.<br />
Hier müssen sie Hin...<br />
wenn Sie auf der Suche nach<br />
Verbesserungen durch Tapferkeitspunkte<br />
sind.<br />
Klassenguide<br />
Gamaschen des Nachthimmels<br />
Wenn Sie bei Ordos und den Erhabenen kein Glück hatten, können<br />
Sie sich beim Schneider ebenfalls diese Hose herstellen lassen. Genau<br />
wie der Gürtel des Nachthimmels besitzt die Hose Tempo sowie<br />
Trefferwert und somit die idealen Werte für Frost-Magier. Auch dieser<br />
Gegenstand besitzt eine Gegenstandsstufe von 553 und erhöht Ihre<br />
Schritt 17<br />
Mit WeakAuras Procs anzeigen lassen<br />
Procs (zufällig auftretende Effekte) spielen eine sehr große Rolle beim<br />
Magier. Dabei meinen wir nicht Procs wie Eisige Finger oder Hirnfrost,<br />
sondern die von Schmuckstücken, Verzauberungen und so weiter.<br />
Effekte wie die der Jadegeist-Verzauberung erhöhen Ihre Intelligenz<br />
beispielsweise für zwölf Sekunden um 1.650. Sobald dieser Proc aktiv<br />
wird, verursachen alle Zauber durch den zusätzlichen-Intelligenzschub<br />
mehr Schaden. Um zu wissen, wann ein Proc aktiv wird, und<br />
wie lange er noch läuft, ist es wichtig zu wissen, wenn Sie DoTs nachsetzen<br />
oder Burst (viel Schaden in kurzer Zeit) timen müssen. Wie Sie<br />
Procs gezielt ausnutzen, zeigen wir Ihnen noch einmal auf Seite 74<br />
im Pr<strong>of</strong>i-Abschnitt. Zuerst einmal zeigen wir Ihnen aber, wie Sie sich<br />
Procs mithilfe von WeakAuras anzeigen lassen.<br />
Weak-Auras-Strings auf Facebook:<br />
Viele Weak-Auras-Strings für den Magier<br />
finden Sie übrigens auch auf unserer Facebook-<br />
Seite Facebook.com/pcgmmore. Um den String<br />
im Spiel einzufügen, kopieren Sie diesen von<br />
der Facebook-Seite, gehen in WeakAuras auf<br />
„Importieren“ und fügen den Text dort ein.<br />
Schritt 1:<br />
Symbol und Name wählen<br />
Wenn Sie WeakAuras heruntergeladen und entpackt<br />
haben (Siehe Kasten Seite 66), öffnen Sie<br />
die Benutzeroberfläche des Add-ons, indem Sie<br />
/wa in den Chat tippen. In unserem Beispiel<br />
wollen wir uns den Proc von Jadegeist anzeigen<br />
lassen. Dafür erstellen Sie als Erstes ein Symbol<br />
und wählen den Namen aus. Dazu klicken Sie<br />
rechts auf „Symbol“ 1 und geben links in der<br />
Spalte, wo bisher „new“ steht, „Jadegeist“ 2<br />
ein. Bereits jetzt sehen Sie ein kleines Feld mit einem<br />
Fragezeichen, das Sie per drag and drop an<br />
eine beliebige Position ziehen und in der Größe<br />
verändern können<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
2<br />
1<br />
Der AnfA<br />
ng Der erste Schritt, um etwas<br />
in WeakAuras zu erstellen, ist immer das<br />
Auswählen einer WeakAuras-Option.<br />
71
Klassenguide<br />
Schritt 17<br />
Schritt 2:<br />
Auslöser einstellen<br />
Damit WeakAuras weiß, welchen<br />
Zauber Sie sich anzeigen lassen wollen,<br />
müssen Sie oben unter dem Reiter<br />
„Auslöser“ 3 und dann unter<br />
„Auren“ 4 den korrekten Namen<br />
des Procs angeben. In unserem Fall<br />
ist das „Jadegeist“, besonders Procs<br />
von Schmuckstücken heißen jedoch<br />
<strong>of</strong>t anders. Schauen Sie daher in Ihrer<br />
Buffleiste nach, wie der Proc heißt,<br />
wenn WeakAuras die Aura nicht finden<br />
kann. Ob WeakAuras den richtigen<br />
Proc ausgewählt hat, sehen Sie<br />
am Symbol des Procs oder wenn Sie<br />
so lange auf die Trainingsattrappe in<br />
Ihrer Hauptstadt schlagen, bis der<br />
Proc ausgelöst wird und das Symbol<br />
erscheint.<br />
Mit WeakAuras Procs anzeigen lassen<br />
4<br />
3<br />
Richtigen ZaubeR eRwisc<br />
ht? Manchmal<br />
will WeakAuras den Proc nicht erkennen, da<br />
gibt es jedoch ein paar Tricks.<br />
7<br />
5<br />
6<br />
Verbleibende Zeit<br />
Ohne Zeitanzeige<br />
nutzt Ihnen die Proc-Anzeige wenig, daher<br />
stellen wir dies ebenfalls ein.<br />
Schritt 3: Zeit anzeigen lassen<br />
Nun sehen Sie bereits das Symbol jedes Mal,<br />
wenn Jadegeist bei Ihnen proct. Um zu sehen,<br />
wie lange der Proc aktiv ist, müssen Sie im Reiter<br />
„Anzeige“ unter „Text“ 5 „%p“ 6 in das Feld<br />
eingeben und unter „Texposition „Mitte“ 7<br />
auswählen. Voilà. Nun sehen Sie jedes Mal das<br />
Symbol und die Zeitanzeige des Procs, sobald<br />
Jadegeist aktiv wird. Mit dieser Vorlage können<br />
Sie sich alle möglichen Procs anzeigen lassen.<br />
Wichtig ist nur der richtige Name der Aura im<br />
jeweiligen „Auslöser-Feld“. Wenn WeakAuras<br />
einmal Probleme haben sollte, den Namen<br />
der Aura zu finden, können Sie den Namen<br />
des Procs auf der Interseite www.wowhead.<br />
com eingeben. Nachdem Sie das richtige Suchergebnis<br />
eingegeben haben, sehen Sie in der Adresszeile<br />
Ihres Browser die spell id. Im Fall von<br />
Jadegeist wäre das http://de.wowhead.com/<br />
spell=141979. Die Zahlen 141979 müssen Sie<br />
dann in das Feld „Aura“ eingeben.<br />
Schritt 18<br />
Laufzeiten anzeigen lassen<br />
Neben Procs und Cooldowns sind die Laufzeiten Ihrer DoTs und<br />
Buffs von entscheidender Bedeutung. DoTs anhand des kleinen<br />
Symbols Ihres Gegner-Portraits zu verfolgen, ist auf Dauer nervig<br />
und lenkt Sie von wichtigen Kampfinhalten wie tödlichen Bossfähigkeiten<br />
ab. Auch die Laufzeit von Herbeirufung oben rechts in<br />
der Buffleiste zu überprüfen, ist teilweise unmöglich, und am Ende<br />
vergessen Sie womöglich, den Buff zu aktivieren. Daher zeigen wir<br />
Ihnen außerdem, wie Sie sich mit WeakAuras die Laufzeiten Ihrer<br />
DoTs und von Herbeirufung anzeigen lassen.<br />
72<br />
Herbeirufung verfolgen<br />
Um die Laufzeit von Herbeirufung zu verfolgen, öffnen Sie wieder<br />
einmal WeakAuras indem Sie „/wa“ in den Chat eingeben,<br />
und erstellen Sie einen neuen Fortschrittsbalken 1 . Unter dem<br />
Reiter „Auslöser“ 2 müssen Sie dann in das Feld „Auraname“<br />
3 nur „Energie des Herbeirufers“ eingeben, den Fortschrittsbalken<br />
in der Größe anpassen und an die gewünschte Position<br />
ziehen 4 . Auch hier können Sie sich unter dem Reiter „Aktionen“<br />
einen Sound abspielen lassen, wenn der Effekt ausläuft.<br />
Mal was neues Statt Symbolen müssen<br />
Sie nun Fortschrittsbalken erstellen.<br />
1<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
2<br />
3<br />
Klassenguide<br />
4<br />
Name eiNgebeN Der Buff von Herbeiru-<br />
fung<br />
heißt Energie des Herbeirufers.<br />
Sound gefällig? Vor allem Herbeirufung<br />
kann man<br />
trotz der Anzeige mal vergessen. Durch den zusätzlichen<br />
Sound passiert das nicht mehr..<br />
Schritt 19<br />
Bomben-Zauber verfolgen<br />
Lebende Bombe im Auge behalten<br />
Um sich Lebende Bombe besser anzeigen zu lassen, erstellen Sie wieder<br />
einen Fortschrittsbalken und benennen diesen. Unter dem Reiter<br />
„Auslöser“ 1 im Feld „Einheit“ 2 wählen Sie „Mehrfachziel“ aus<br />
und geben danach in das Feld „Aura“ 3 „Lebende Bombe“ ein. Falls<br />
Sie Weak Auras fragt, ob Sie nach mehreren Auren scannen wollen,<br />
drücken Sie auf „Nein“. Außerdem setzen Sie den Haken bei „Nur<br />
eigene“ 4 , damit Sie nur Ihre eigenen Debuffs angezeigt bekommen<br />
und wählen im Feld „Auratyp“ „Debuff“ 5 aus. Jetzt sehen Sie,<br />
wenn Sie DoTs auf das Ziel auftragen, diese liegen aber noch übereinander.<br />
Um das zu ändern, erstellen Sie eine neue Dynamische<br />
Gruppe 6 . Nachdem Sie die Gruppe erstellt haben, klicken Sie links<br />
auf das zuvor erstellte Symbol von Lebende Bombe und klicken dann<br />
auf den kleinen Pfeil „Gruppe“ 7 . Nun leuchtet die Auswahl auf<br />
und Sie müssen noch einmal die Dynamische Gruppe anklicken 8 .<br />
Nun sind Symbol und Gruppe verbunden und die DoT-Anzeige wird<br />
nicht mehr übereinander, sondern untereinander dargestellt 9 .<br />
Dasselbe<br />
nochmal<br />
Wie<br />
bei Herbeirufung<br />
erstellen Sie<br />
auch für die<br />
Bomben-Zauber<br />
einen neuen<br />
Fortschrittsbalken.<br />
1<br />
5<br />
Mehr Ziele beobachten<br />
Da Lebende Bombe auf<br />
mehreren Zielen gleichzeitig<br />
ist, müssen Sie Mehrfachziel<br />
auswählen.<br />
2<br />
4<br />
3<br />
Unschön Noch liegen die<br />
Balken übereinander.<br />
6<br />
8<br />
7<br />
Dynamische<br />
Gruppen<br />
helfen dabei,<br />
die Ziele von<br />
Lebende Bombe<br />
schöner anzuzeigen.<br />
Ein paar KlicKsKs<br />
und die Gruppen<br />
sind mit dem Fortschrittsbalken<br />
angeglichen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
73
Klassenguide<br />
9<br />
Gruppen verknüpfen Wie im<br />
Bild rechts zu sehen, sind die Ziele<br />
von lebende Bombe nun geordnet.<br />
Schon beSSer Am Ende werden alle Ziele, die von Lebende Bombe betr<strong>of</strong>fen<br />
sind, untereinander angezeigt.<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
Snapshotten<br />
Auf Seite 71 haben wir Ihnen bereits gezeigt, wie Sie sich mit<br />
WeakAuras Procs anzeigen lassen. Je mehr schadenserhöhende<br />
Effekte aktiv sind, desto mehr Schaden verursachen Ihre<br />
Zauber, solange diese aktiv sind. Wenn Sie Lebende Bombe<br />
ohne Procs auf den Gegner wirken, verursacht dieser DoT<br />
erst einmal ganz normal Schaden. Wenn jetzt Jadegeist und<br />
ein Schmuckstück proccen, sind Ihre Werte zeitweise stark erhöht.<br />
Jetzt Lebende Bombe erneut auf das Ziel zu setzen, würde<br />
den Schaden stark erhöhen. Deshalb ist es wichtig, sich Procs<br />
anzeigen zu lassen und darauf zu reagieren. Dieses Reagieren<br />
beziehungsweise Nachsetzen von DoTs nennt man Snapshotten.<br />
Sobald Procs auftreten, setzen Sie Ihren Bomben-Zauber<br />
auf so viele Ziele wie möglich und nutzen Cooldowns wie Gefrorene<br />
Kugel, um den Schaden zu maximieren. Dasselbe Prinzip<br />
sollten Sie anwenden, wenn Sie vorher Zeitverschiebung<br />
aktivieren: Warten Sie ein paar Sekunden, bevor Sie den Zauber<br />
einsetzen, um eventuell den ein oder anderen Proc damit<br />
zu verlängern. Mit Zeitverschiebung verlängern Sie Procs quasi<br />
um sechs Sekunden und erhöhen dadurch natürlich weiter<br />
Ihren DpS (Schaden pro Sekunde).<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
So verändert sich die Spielweise mit dem<br />
T-16-Setbonus<br />
Sobald Sie den 2er-Set-Bonus vom T16-Set besitzen, müssen Sie Ihre<br />
Spielweise ein kleines bisschen anpassen. Der 2er-Set-Bonus für die<br />
Frost-Spielweise besagt, dass das Aufzehren von Hirnfrost den Schaden<br />
Ihres nächsten Wirkens von Frostblitz, Kältekegel, Eislanze oder<br />
Hirnfrost um 20 Prozent erhöht. Da Eislanze Ihr DpS-stärkster Zauber<br />
ist, wollen Sie immer nach dem Abfeuern eines Frostfeuerblitzes<br />
mit Hirnfrost eine Eislanze hinterherwirken, da diese dann 20 Prozent<br />
mehr Schaden verursacht.<br />
Darauf müssen Sie achten<br />
Procs von Hirnfrost verbrauchen Sie mit dem T-16-2er-Set-Bonus<br />
trotzdem weiterhin s<strong>of</strong>ort. Die einzige Änderung ist, dass<br />
Sie öfter eine Aufladung von Eislanze aufheben, statt diese s<strong>of</strong>ort<br />
zu verbrauchen. Somit können Sie immer reagieren und<br />
dem Frostfeuerblitz eine starke Eislanze folgen lassen. Wenn Sie<br />
zwei Aufladungen von Eisige Finger haben, nutzen Sie weiterhin<br />
eine Eislanze s<strong>of</strong>ort, damit sich die Aufladungen nicht<br />
überschreiben. Außerdem warten Sie nicht ewig auf einen<br />
Proc von Hirnfrost und verbrauchen die Aufladung der aufgehobenen<br />
Eisigen Finger , bevor er Gefahr läuft, auszulaufen.<br />
Im Idealfall tragen Sie die Schultern und die Handschuhe des<br />
T-16-Sets. Dabei kommt es natürlich etwas darauf an, welche<br />
Gegenstandsstufe Ihre anderen Items besitzen. Wenn Ihre Set-<br />
Teile Itemlevel 553 oder höher sind und Ihre Nicht-Set-Teile<br />
mit dem 2er-Set-Bonus – wie wir ihn empfehlen – nur aus<br />
dem LFR sind, tragen Sie trotzdem den 4er-Set-Bonus, da das<br />
erhöhte Itemlevel der anderen Ausrüstungsteile einen höheren<br />
Schadensgewinn für Sie bringt.<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
Die Zertrümmern-Mechanik ausnutzen<br />
74<br />
Wie bereits bei den ersten Fähigkeiten des Frost-Magiers erwähnt,<br />
spielen die „Einfrieren-Effekte“ wie Frostnova und Eiskälte eine wichtige<br />
Rolle für Ihre Schadenszauber. Die passive Fähigkeit Zertrümmern<br />
erhöht die kritsche Trefferchance gegen eingefrorene Ziele enorm und<br />
der Schaden von Eislanze wird sogar verdreifacht. Das Effektivste, was<br />
Sie gegen einen eingefrorenen Gegner also machen können, ist eine<br />
Eislanze auf ihn zu schleudern, danach bricht der Einfrieren-Effekt –<br />
außer das Ziel ist von Tieffrieren betr<strong>of</strong>fen, aber dazu später mehr.<br />
Die Zertrümmern-Combo<br />
Statt nur eine Eislanze auf das Ziel zu wirken, können Sie die Spielmechanik<br />
ausnutzen und Frostblitz plus Eislanze kombinieren, sodass<br />
beide Zauber mehr Schaden verursachen. Sobald Sie den Gegner beispielsweise<br />
mit Frostnova eingefroren haben, nutzen Sie einfach einen<br />
Frostblitz und wirken s<strong>of</strong>ort eine Eislanze hinterher. Somit treffen<br />
beide Zauber gleichzeitg das eingefrorene Ziel. Und selbst wenn die<br />
Zauber nicht exakt gleichzeitig einschlagen, ist das kein Problem. Das<br />
Spiel merkt sich beim Verlassen des Frostblitzes Ihrer Magierhände,<br />
ob der Gegner eingefroren ist oder nicht, und behandelt ihn danach<br />
so, als wäre er eingefroren, selbst wenn der Einfrieren-Effekt vorher<br />
durch Eislanze bricht. Wenn der Gegner von Tieffrieren betr<strong>of</strong>fen ist,<br />
geben Sie ihm einfach mit bis zu vier Eislanzen den Rest oder wirken<br />
Sie zwei Frostblitze und eine Eislanze auf ihn, um zusätzlich Eissplitter<br />
aufzubauen.<br />
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Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
Der kleine Helfer für Sockeln, Umschmieden<br />
und Verzauberungen: Askmrrobot<br />
Normalerweise empfehlen wir Ihnen am Ende eines langen Guides im<br />
sogenannten „Finetuning“, welche Sockel sowie Verzauberungen Sie<br />
brauchen und wie Sie umschmieden. In den letzten Monaten und Jahren<br />
hat das Internet-Tool Askmrrobot dies jedoch obsolet gemacht. Die<br />
Seite zeigt Ihnen nach ein paar leichten Einstellungen an, welche Sockel<br />
und Verzauberungen die passendsten sind und wie Sie durch Umschmieden<br />
auf den Punkt genau die perfekten Werte erreichen. Daher<br />
zeigen wir Ihnen an dieser Stelle, wie Sie Askmrrobot genau nutzen.<br />
Mit ein paar Einstellungen zum perfekten Ergebnis<br />
Besuchen Sie die Internetseite www.askmrrobot.com und klicken<br />
Sie auf „Optimize Your Character“. Laden Sie Ihren Charakter hinein,<br />
indem Sie Name und Server Ihres Magiers angeben. Beim<br />
Klicken auf die Schaltfläche „Optimize“ zeigt Ihnen Askmorrobot<br />
an, wie sie sockeln und umschmieden müssen, um das ideale<br />
Trefferwert-Cap zu erreichen und gleichzeitig alle anderen Werte<br />
optimal zu erhöhen.<br />
Klassenguide<br />
Charakter laden Nachdem Sie<br />
Ihren Charakter geladen haben,<br />
klicken Sie auf optimize.<br />
Werte AnpAssen Mit Ausrüstung<br />
550 und besser stellen<br />
Siej unter „Edit Weights“ 14.242<br />
Punkte Tempo ein.<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
Besser dank Makros<br />
Mit Makros erleichtern Sie sich das Magier-Leben und verursachen<br />
teilweise sogar mehr Schaden. Wie Sie per Makro die Eiskälte-Fähigkeit<br />
Ihres Begleiters praktisch einsetzen, haben wir Ihnen bereits auf<br />
Seite 64 gezeigt. Nun zeigen wir Ihnen weitere nützliche Makros und<br />
erklären, was sie machen.<br />
/use [mod:altl,@pet][@target]Frostblitz<br />
Das Problem an der Möglichkeit, seinen Begleiter per Frostblitz zu<br />
heilen, ist, dass Sie, wenn Sie kein Ziel haben, dauerhaft Frostblitz auf<br />
Ihren Begleiter wirken. In einem hitzigen Bosskampf kann das schon<br />
mal vorkommen und man bemerkt erst nach dem dritten oder vierten<br />
Frostblitz, dass man anstatt Schaden zu verursachen, unnötigerweise<br />
das Wasserelementar heilt. Mit diesem Makro schießen Sie ganz normal<br />
Frostblitze, wenn Sie jedoch die ALT-Taste drücken, heilen Sie Ihren<br />
Begleiter. Wenn Sie kein Ziel haben, heilen Sie nicht Ihren Begleiter,<br />
sondern bekommen die Fehlermeldung, dass Sie kein Ziel haben.<br />
/use Eisige Adern<br />
/use 13<br />
Mit diesem einfachen Makro kombinieren Sie Eisige Adern und zum<br />
Beispiel ein Schmuckstück mit Benutzen-Effekt. Statt 13 (erster<br />
Schmuckstück-Platz) können Sie auch „/use 10“ eingeben, um als<br />
Ingenieur beispielsweise Synapsenfedern mit einzubinden.<br />
/stopcasting<br />
/cancelaura Eisblock<br />
/cast Eisblock<br />
Mit diesem Makro stoppen Sie Ihren aktuellen Zauber, um s<strong>of</strong>ort im<br />
Eisblock zu verschwinden. Mit einem weiteren Druck auf die Taste<br />
sind Sie s<strong>of</strong>ort wieder aus dem Eisblock raus. Der Sinn dahinter ist,<br />
dass Sie <strong>of</strong>t nur einer Attacke durch Eisblock entgehen und dann weiter<br />
Schaden verursachen wollen. Zwar kommen Sie mit einem zweiten<br />
Druck auf die Eisblock-Taste auch wieder aus dem Effekt, dies<br />
dauert jedoch ein bis zwei Sekunden.<br />
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#showtooltip<br />
/cancelaura Zeitverschiebung<br />
Zugegeben, dieses Makro kommt recht selten zum Einsatz, kann<br />
Ihrem Magier jedoch das Leben retten. Es bewirkt, dass Sie den Effekt<br />
von Zeitverschiebung nicht nur vorzeitig beenden, sondern ganz<br />
abbrechen. Das beste Beispiel, in dem dieses Makro zum Einsatz<br />
kommt, ist bei Malkoroks BOGENHIEB. Angenommen, Sie nutzen<br />
Zeitverschiebung, um alles an Schaden rauszuhauen; kurz nach dem<br />
Aktivieren wirkt Malkorok jedoch BOGENHIEB: Pünktlich nachdem<br />
Zeitverschiebung ausläuft, stehen Sie im BOGENHIEB und landen<br />
beim Geistheiler. Das Abbrechen von Zeitverschiebung verhindert<br />
diese Situationen, auch wenn Ihnen dafür etwas Schaden verloren<br />
geht: Tote Schadensausteiler machen bekannterweise noch weniger<br />
Schaden.<br />
#showtooltip<br />
/use Heiße Sohlen<br />
/use Eisschollen<br />
Statt das jeweilige Talent nach einem Talentwechsel immer wieder in die<br />
Aktionsleiste ziehen zu müssen, aktiviert dieses Makro immer das Talent,<br />
das Sie gerade ausgewählt haben, ohne dass Sie etwas tun müssen. Auf<br />
diese Weise können Sie verschiedene Talente verbinden, bei Ihren Bomben-Zaubern<br />
reicht jedoch der Befehl „/use Magierbombe“<br />
#showtooltip<br />
/cast [target=focus] Gegenzauber<br />
/cast Gegenzauber<br />
Dieses typische Focus-Makro setzt Gegenzauber gegen das Ziel ein, das<br />
Sie im Fokus haben. Statt Gegenzauber können Sie jeden Zauber wie zum<br />
Beispiel Verwandlung oder Zauberraub an diese Stelle setzen. Wenn Sie<br />
wollen, können Sie unter „/cast Gegenzauber“ noch „%t unterbrochen“<br />
eingeben. So teilen Sie Ihrer Gruppe mit, dass Sie das Ziel unterbrochen<br />
haben. Der Befehl „%t“ sagt zudem das Ziel der Unterbrechung an.<br />
75
Klassenguide<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
So nutzen Sie Zeitkrümmung in der Schlacht<br />
um Orgimmar<br />
Zeitkrümmung ist der raidweite Cooldown des Magiers, der das Tempo<br />
aller Mitspieler 40 Sekunden lang um 30 Prozent erhöht. Danach<br />
erhalten alle betr<strong>of</strong>fenen Spieler einen zehnminütigen Debuff. Damit<br />
Ihre Gruppe diesen starken Cooldown voll ausnutzen kann, nutzen<br />
Sie ihn nicht willkürlich, sondern in ganz bestimmten Situationen:<br />
Immerseus:<br />
Gleich zu Kampfbeginn, da der Boss im späteren Kampfverlauf<br />
nach wenigen Sekunden s<strong>of</strong>ort wieder abtaucht und<br />
Ihre Gruppe somit kaum von Zeitkrümmung pr<strong>of</strong>itiert.<br />
Die gefallenen Beschützer:<br />
Sobald Sun VERZWEIFELTE MAßNAHMEN wirkt oder<br />
wenn Hee seine böse Manifestation herbeiruft.<br />
Norushen:<br />
Sobald genug Spieler gereinigt sind, da diese dann 100 Prozent<br />
Schaden gegen den Boss verursachen.<br />
Sha des Stolzes:<br />
Wenn das Sha ab 30 Prozent ENTFESSELT wirkt. Das ist sozusagen<br />
die kleine Berserker-Phase des Bosses.<br />
Galakras:<br />
Sobald Galakrass gelandet ist und sich alle Spieler positioniert<br />
haben.<br />
Die Schätze Pandarias:<br />
Sobald die erste große Kiste aufgemacht wurde. Ob das im<br />
Mantis- oder Moguraum passiert, hängt davon ab, womit<br />
Ihre Gruppe mehr Probleme hat.<br />
Thok:<br />
S<strong>of</strong>ort zu Kampfbeginn, eher sogar ein bis zwei Sekunden<br />
vor dem Pull wegen dem immer weiter steigenden OHREN<br />
BETÄUBENDEM KREISCHEN:<br />
Belagerungsingenieur Rußschmied:<br />
S<strong>of</strong>ort zu Kampfbeginn. Achten Sie jedoch darauf, dass der/<br />
die Spieler der das Band macht, bereits auf dem Band ist, sobald<br />
Sie Zeitkrümmung nutzen, damit er mit dem Tempo-Buff nach<br />
dem Band mehr Schaden am Boss verursacht.<br />
Die Getreuen der Klaxxi:<br />
Je nachdem, womit Ihre Gruppe am meisten Probleme hat.<br />
Für viele ist das größte Problem Korven und sein Bern.<br />
Garrosh:<br />
Zu Kampfbeginn und am Ende des Kampfes, wenn der<br />
Kampf länger als zehn Minuten dauert.<br />
Eiserner Koloss:<br />
S<strong>of</strong>ort zu Kampfbeginn.<br />
Die Dunkelschamanen der Kor’kron:<br />
Sobald die Schamanen ihren eigenen Kampfrausch wirken.<br />
Manche Gruppe nutzen Zeitkrümmung auch zu Kampfbeginn,<br />
sprechen Sie dies eventuell vorher mit Ihrer Gruppe ab.<br />
General Nazgrim:<br />
Wenn Sie genug Schaden dabeihaben, nutzen Sie Zeitkrümmung<br />
in der zweiten Berserker-Phase. Falls nicht, spielen Sie<br />
es sicher und schalten gegen Ende die letzten Adds mit Zeitkrümmung<br />
aus und hauen dann den Boss um.<br />
Malkorok:<br />
S<strong>of</strong>ort zu Kampfbeginn, da dann alle Procs aktiv sind und<br />
die Gruppe sich noch nicht bewegen muss.<br />
Ab gehts! Sobald Zeitkrümmung<br />
aktiv<br />
ist, heißt es feuern aus allen Rohren.<br />
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
Ab wann lohnen sich andere Spielweisen?<br />
76<br />
Wie am Anfang unseres Guides erwähnt, ist die Frost-Spielweise ideal,<br />
um eine Magier-Karriere zu starten. Mit immer besser werdender<br />
Ausrüstung (Gegenstandsstufe 550 und höher) können Sie jedoch<br />
auch eine andere Spielweise testen, da Sie nun die passenden Werte<br />
auf Ihrer Ausrüstung besitzen.<br />
Ist die Frost-Spielweise die schlechteste der drei<br />
Spielweisen?<br />
Nein, ganz und gar nicht. Als Frost-Magier können Sie auch mit<br />
allen anderen Schadensausteilern mithalten, die Feuer- und Arkan-Spielweise<br />
haben in manchen Kämpfen jedoch ihre Vorteile.<br />
Die Vorteile der Feuer-Spielweise<br />
Feuer-Magier verursachen vor allem in Kämpfen gegen mehrere Ziele<br />
wie zum Beispiel den gefallenen Beschützern oder Galakras mehr<br />
Schaden als die Frost-Spielweise. Die Feuer-Spielweise ist jedoch sehr<br />
von krtischem Trefferwert abhängig, weshalb Sie circa 14.000 Punkte<br />
benötigen, damit die Spielweise flüssig läuft. Den Großteil Ihres Schadens<br />
verursachen Sie alle zwei Minuten mit Einäschern, das jedes Mal<br />
sitzen muss, um beim Schaden mitzuhalten.<br />
DIe Vorteile der Arkan-Spielweise<br />
Der Arkan-Magier verursacht theoretisch den meisten Schaden gegen<br />
einzelne Ziele, kann jedoch auch mächtig Gruppenschaden austeilen.<br />
Als Arkan-Magier benötigen Sie neben Meisterschaft viel Tempo, was<br />
die Spielweise ideal als Zweit-Spec für Frost-Magier macht. Dass die<br />
Arkan-Spielweise nur „theoretsich“ mehr Schaden verursacht, liegt<br />
daran, dass Sie am meisten Schaden verursachen, wenn Sie mit Rune<br />
der Kraft spielen. Mit diesem Level-90-Talent haben Sie eine starke<br />
Manaregeneration, müssen jedoch auch stets im Acht-Meter-Radius<br />
der Rune stehen. Das ist besonders in bewegungsintensiven Kämpfen<br />
nicht so leicht und bedarf einiger Erfahrung.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Pr<strong>of</strong>i-Tipp<br />
So setzen Sie Ihre defensiven Fähigkeiten in<br />
der Schlacht um Orgrimmar ein.<br />
Mit Kauterisieren haben Sie ein sicheres Talent, welches von alleine<br />
ausgelöst wird. Mit Große Unsichtbarkeit können Sie jedoch einige<br />
Bossfähigkeiten neutralisieren, da diese Fähigkeit manche DoTs von<br />
Ihnen entfernt und den Schaden beim Aktivieren für drei Sekunden<br />
um 90 Prozent verringert. Um mit Große Unsichtbarkeit Schaden im<br />
richtigen Moment zu vermeiden, bedarf es jedoch etwas Erfahrung<br />
und Timing. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Talent sowie Eisblock in<br />
der Schlacht um Orgrimmar richtig einsetzen.<br />
Immerseus:<br />
Im heroischen Modus nutzen Sie Große Unsichtbarkeit dazu,<br />
ANSCHWELLENDE VERDERBNIS selber zu reinigen. Ansonsten<br />
kommen Große Unsichtbarkeit und Eisblock immer dann zum<br />
Einsatz, wenn zu viele Adds den Boss erreichen. Vor allem gegen<br />
Ende, wenn viele blaue Adds durchkommen, nimmt die Gruppe viel<br />
Schaden.<br />
Die gefallenen Beschützer:<br />
Große Unsichtbarkeit nutzen Sie, um den Debuff ERDROS-<br />
SELN und SCHATTENWORT: UNHEIL von sich zu entfernen.<br />
Eisblock nutzen Sie wie gewohnt, wenn es eng wird oder Sie das<br />
Ziel von MAL DER PEIN sind. Nutzen Sie Große Unsichtbarkeit gegen<br />
MAL DER PEIN, sucht sich dieses übrigens s<strong>of</strong>ort den nächstbesten<br />
Spieler, der meist unvorbereitet ist. Tun Sie dies also lieber nur im<br />
äußersten Notfall und sagen Sie Ihren Kollegen Bescheid.<br />
Norushen:<br />
Wann immer vergessen wird, eine Kugel aufzunehmen, nutzen<br />
Sie Große Unsichtbarkeit. Vor allem ab 30 Prozent sollten<br />
Sie sich bereithalten, Große Unsichtbarkeit zu nutzen, da die Gruppe<br />
dann viel Schaden erleidet.<br />
Sha des Stolzes:<br />
Ihre beiden Defensiv-Cooldowns kommen immer dann zum<br />
Einsatz, wenn das Sha des Stolzes WACHSENDER STOLZ<br />
einsetzt. Eisblock heben Sie sich üblicherweise für ganz brenzlige Situationen<br />
auf, oder falls das Sha des Stolzes nach seiner 30-Prozent-<br />
Phase noch einmal WCHSENDER STOLZ wirken sollte – das haut<br />
richtig rein und es entstehen schädliche Flächeneffekte.<br />
Galakras:<br />
Sobald Galakras landet, erleiden Sie immer mehr Schaden.<br />
Eisblock nutzen Sie jedoch nur im äußersten Notfall. Die Stapel<br />
von FLAMMEN VON GALAKROND können Sie wieder mit Große<br />
Unsichtbarkeit entfernen.<br />
Eiserner Koloss:<br />
Mit Große Unsichtbarkeit und Eisblock können Sie den Debuff<br />
LASERBRAND entfernen. Mit beiden Fähigkeiten können<br />
Sie übrigens auch eine Bombe hochgehen lassen. Eisblock heben Sie<br />
sich jedoch für die Belagerungs-Phase auf, wenn die Gruppe viel<br />
Schaden erleidet und den Ölpfützen ausweichen muss.<br />
Malkorok:<br />
Eisblock können Sie in diesem Kampf kaum gut einsetzen,<br />
ohne zu viel Schaden zu verlieren, während Sie im Eisblock<br />
verharren. Mit Große Unsichtbarkeit haben Sie die Möglichkeit, sich in<br />
der BLUTRAUSCH-Phase selber von VERDRÄNGETE ENERGIE zu<br />
reinigen und den Schaden in dieser Phase zu minimieren.<br />
Die Schätze Pandarias:<br />
Auf der Mogu-Seite gibt es einige Debuffs, die Sie mit Reinigen<br />
entfernen können. Der gefährlichste ist FLEISCH HÄR-<br />
TEN, der St<strong>of</strong>fträgern stark zusetzt und sie verlangsamt. Auf der<br />
Mantis-Seite nutzen Sie Eisblock und Große Unsichtbarkeit, kurz bevor<br />
die Bomben auf Ihnen explodieren, stellen Sie beim Benutzen von<br />
Eisblock jedoch vorher sicher, dass sich kein Mitspieler in Ihrer Nähe<br />
befindet, da dieser den Schaden der Bombe trotzdem erleidet.<br />
Thok:<br />
Große Unsichtbarkeit können Sie in diesem Kampf einsetzen,<br />
um KORROSIVES BLUT zu entfernen. Vor allem wenn Sie<br />
weit entfernt von Ihren Heilern den Debuff erleiden, werden Sie froh<br />
sein, Eisblock oder Große Unsichtbarkeit zu haben. In den Zwischen-<br />
Phasen danach, in denen der Raid am Boss steht, ist es auch nicht<br />
verkehrt, bei immer höher werdenden Stapeln von OHRENBETÄU-<br />
BENDES KREISCHEN Große Unsichtbarkeit einzusetzen, damit die<br />
Gruppe in dieser Phase mehr Schaden verursachen kann.<br />
Belagerungsingenieur Rußschmied:<br />
Wenn Sie aus Versehen in das Feuer laufen sollten, können<br />
Sie sich die Stapel des Feuer-Debuffs entfernen. Nutzen Sie<br />
Große Unsichtbarkeit jedoch nicht, während Sie noch verfolgt werden,<br />
da der Laser ansonsten zufällige Spieler anwählt, die sehr wahrscheinlich<br />
nicht damit rechnen. Des Weiteren können Sie Ihre beiden<br />
Defensiv-Cooldowns nutzen, um den Schaden von ÜBERLADUNG<br />
zu reduzieren.<br />
Die Getreuen der Klaxxi:<br />
Wenn Sie das Opfer von ZIELEN sind und Große Unsichtbarkeit<br />
nutzen, nehmen Sie und somit Ihre Gruppe keinen<br />
Schaden durch diese Attacke. Außerdem können Sie Große Unsichtbarkeit<br />
wunderbar gegen BRENNENDES BAND einsetzen, wenn der<br />
Schaden auf Sie zu hoch wird. Eisblock nutzen Sie situationsabhängig,<br />
wenn Ihre Lebenspunkte gegen null gehen.<br />
Garrosh Höllschrei:<br />
Wenn Ihr Raid die Waffe mitten in der Gruppe ablegt, nutzen<br />
Sie Große Unsichtbarkeit, sobald die Waffe einschlägt. Ansonsten<br />
aktivieren Sie Große Unsichtbarkeit immer dann, wenn der EI-<br />
SERNE STERN einschlägt, Sie in der Zwischen-Phase gegen Garrosh<br />
kämpfen oder er seine WIRBELNDE VERDERBNIS wirkt.<br />
Klassenguide<br />
Dunkelschamanen der Kor’kron:<br />
Durch Große Unsichtbarkeit entfernen Sie den Debuff TOXI-<br />
SCHER NEBEL. Ansonsten nutzen Sie das Talent und Eisblock,<br />
um den Schaden von ASCHEREGEN zu umgehen.<br />
General Nazgrim:<br />
Große Unsichtbarkeit kann wieder einmal eingesetzt werden,<br />
um sich den Debuff namens KNOCHENKNACKER zu entfernen.<br />
Ansonsten nutzen Sie Ihre defensiven Fähigkeiten immer<br />
dann, wenn Nazgrim KRIEGSHYMNE nutzt. Sich vor dem Schurken<br />
unsichtbar zu machen, bringt übrigens wenig: Entweder er greift Sie<br />
trotzdem weiter an, oder er wählt einen neuen Spieler aus, der damit<br />
sehr wahrscheinlich gar nicht rechnet und beim Geistheiler landet.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Alles verschwommen?! In<br />
Unsichtbarkeit<br />
ist die Sicht getrübt.<br />
77
Wer mehr weiß, macht mehr Schaden, heilt besser und tankt<br />
standhafter. Damit Sie nichts Wissenswertes verpassen, gibt es<br />
das Know-WoW.<br />
Stand: Patch 5.4.8 I Autor: Isabella Kardinal<br />
Auf den nächsten Seiten:<br />
Der Battle.net-Client,<br />
Blizzards Mädchen für alles<br />
Ohne Battle.net-Client können Sie schon jetzt weder Hearthstone noch die WoD-<br />
Beta starten – bald brauchen Sie den Steam-Konkurrenten auch für WoW.<br />
KEIN<br />
Know-WoW Diesmal?<br />
Nur diese zwei<br />
Seiten? Na gut!<br />
s gibt ihn schon seit Ende letzten Jahres,<br />
die Betaphase ist auch schon rum<br />
und ein Großteil der Spielerschaft<br />
nutzt ihn mittlerweile regelmäßig: Die Rede ist<br />
vom Battle.net-Client. Die meisten Spieler kamen<br />
das erste Mal damit in Berührung, als sie ihren<br />
sehnlichst erwarteten Betakey für Hearthstone<br />
im E-Mail-Postfach hatten. Das Spiel wird nämlich<br />
über den Client installiert und gestartet. Blizzard<br />
zwang ihre Betatester also quasi dazu, auch<br />
den Battle.net-Client zu testen und zu nutzen.<br />
Die Reaktionen der Community<br />
Eine solche Neuerung beziehungsweise Änderung<br />
geht auch immer mit negativer Kritik von<br />
gewissen Community-Nörglern einher, die den<br />
neuen Client als „Steam-Abklatsch“ betiteln.<br />
Die sind allerdings nicht die Mehrheit und insgesamt<br />
ist die Spielergemeinde mehr als zufrieden<br />
mit dem neuen Launcher. Alles schön und<br />
gut, aber was kann der Battle.net-Client und<br />
warum sollten Sie ihn nutzen? (Außer, weil Sie<br />
seit Kurzem müssen?)<br />
Schnellstart für alle Blizzard-Spiele<br />
Für den echten Blizzard-Fan ist der neue Client<br />
eine wahre Verbesserung. Wo Sie früher noch für<br />
jedes Spiel einen eignen Launcher hatten, haben<br />
Sie heute den Battle.net-Client, der alle Spiele<br />
unter einem einzigen Programm vereint. Das<br />
EinEr für allE Der neue Battle.<br />
net-Client bringt einige Vorteile mit<br />
sich und vereint alle Blizzard-Spiele.<br />
78<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Know-w ow<br />
Rundum infoRmieRt<br />
Die neuesten<br />
Infos erhalten Sie<br />
mittlerweile bequem<br />
über Ihren Battle.<br />
net-Client.<br />
erspart Ihnen das Starten und Updaten über die<br />
jeweiligen Launcher. Auch das spielbezogene<br />
Login-Fenster werden Sie in Zukunft nur noch<br />
selten sehen. Einmal in den Battle.net-Client eingeloggt,<br />
können Sie links zwischen den einzelnen<br />
Blizzardtiteln wählen und diese s<strong>of</strong>ort starten.<br />
Alle Neuigkeiten auf einen Blick<br />
Was gibt es Neues, was ist im Angebot und wo<br />
finde ich eigentlich die aktuellen Patch notes?<br />
Ein weiterer Vorteil des neuen Launchers<br />
ist, dass Sie nun die News für alle Spiele auf<br />
einen Blick haben. Unter dem Reiter „Neuigkeiten“<br />
können Sie auswählen, ob Sie die<br />
Nachrichten für alle Spiele erfahren möchten<br />
oder nur für ein Spiel Ihrer Wahl. Wem das<br />
zu umständlich ist oder wem die wichtigsten<br />
Infos für sein favorisiertes Spiel reichen, der<br />
findet die neuesten Angebote und die wichtigsten<br />
Nachrichten auch im unter „Spiele“<br />
ausgewählten Blizzardtitel.<br />
Die Optionen: Schnellzugriff auf alles,<br />
was der Zocker von heute braucht<br />
Sollten Sie Ihre Spieleinstellungen ändern oder<br />
zurücksetzen wollen, dann müssen Sie in Zukunft<br />
das Spiel nicht einmal starten. Im Vorfeld<br />
können Sie über die „Optionen“ auf die<br />
Spieleinstellungen zugreifen. Doch nicht nur<br />
die Einstellungen sind per Schnellzugriff abrufbar,<br />
auch die Suche nach dem Spieleordner verläuft<br />
mit dem neuen Client um vieles einfacher.<br />
Über dem Punkt „Im Explorer anzeigen“ öffnet<br />
der Battle.net-Launcher den jeweiligen Spieleordner<br />
auf Ihrem Computer.Der Menüpunkt<br />
„Optionen“ hat aber noch mehr zu bieten: Mit<br />
nur einem Klick öffnen sich wahlweise die Accountverwaltung,<br />
die Foren, ein Spieleguide<br />
oder der Kundendienst direkt in Ihrem Browser.<br />
Für alle Gamecard-Nutzer unter Ihnen hat<br />
Blizzard neben den Optionen die Möglichkeit<br />
„Code einlösen“ in den Client implementiert.<br />
Im Klartext heißt das: Sie brauchen nicht mehr<br />
in die Accountverwaltung schauen und Ihren<br />
Code dort eintragen, sondern können das bequem<br />
per Launcher machen, um dann direkt<br />
loszuzocken. Aber nicht nur die Gamecard können<br />
Sie dort aktivieren: Auch Codes für Spiele,<br />
die Sie über Drittanbieter gekauft haben, lassen<br />
sich so problemlos in Ihren Account einfügen.<br />
Das Blizzard-Einkaufscenter<br />
Natürlich hat sich Blizzard die Chance nicht<br />
entgehen lassen, einen Shop in den Blizzard-<br />
Client zu integrieren – man will ja auch Geld<br />
verdienen. Unter dem Reiter „Shop“ können<br />
Sie zwischen den verschiedenen Blizzard-<br />
Titeln, Mounts und Pets wählen. Das Angebot<br />
für World <strong>of</strong> Warcraft umfasst neben der Spieles<strong>of</strong>tware<br />
auch die Gegenstände aus dem Ingame-Itemshop<br />
und Dienstleistungen wie den<br />
Charakterboost oder den Fraktionswechsel.<br />
Nur eiN klick Über<br />
die Optionen können<br />
Sie schnellstmöglich<br />
auf das zugreifen, was<br />
Sie gerade brauchen,<br />
beispielsweise auf den<br />
„World <strong>of</strong> Warcraft“-<br />
Ordner auf Ihrem <strong>PC</strong>.<br />
EinkaufEn! Der Shop des Battle.<br />
net-Client bietet neben der Spiele-<br />
S<strong>of</strong>tware auch die im Spiele-Shop<br />
erhältlichen Haus- und Reittiere an.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
79
focus<br />
Sie wissen, wie die Welt, in der Sie<br />
spielen, funktioniert. Aber wissen Sie auch,<br />
warum? Hintergründe, Reportagen, Schicksale!<br />
Autor: Isabella Kardinal<br />
Auf den nächsten Seiten:<br />
Schlüsselquests, wo seid ihr? S. 82<br />
Ein Best-<strong>of</strong> der Schlüsselquests und warum es<br />
sie nicht mehr gibt, finden Sie auf den nachfolgenden<br />
Seiten.<br />
Eastereggs in WoW ................ S. 92<br />
Was passiert, wenn Sie Illidan einen Besuch abstatten<br />
und dabei seine Kriegsgleven auf dem<br />
Rücken tragen, können Sie auf den nächsten<br />
Seiten nachlesen.<br />
Was uns WoW gelehrt hat ..... S. 98<br />
Man kann alles reiten, solange es einen Sattel<br />
hat, und sollte man doch mal vom „Pferd“<br />
fallen, dann klebt man sich einfach Blätter auf<br />
die Wunde.<br />
Zombies in WoW ................. S. 104<br />
Hat der Zombiewahn auch WoW schon infiziert?<br />
Fraktionsloser Pandare<br />
pflückt sich auf Level 90<br />
Insgesamt 173 Tage hat der Spieler „Doubleagent“ mit Kräuterpflücken verbracht,<br />
um Level 90 erreichen.<br />
Nur mit Blümchenpflücken und Erze-Abbauen<br />
hat ein Pandaren-Schamane auf dem US-<br />
Server Mannoroth nun Level 90 erreicht. Mit<br />
dem Erscheinen des Add-ons Mists <strong>of</strong> Pandaria<br />
startete auch die Reise des neutralen Pandaren<br />
„Doubleagent“, der die Startinsel der<br />
Pandaren nicht verlassen hat und somit weder<br />
der Horde noch der Allianz angehört. Von<br />
September 2012 bis zum 21.06.2014 hat seine<br />
Levelphase gedauert, die nur schleppend<br />
voranging: Anfangs konnte er noch Quests<br />
erledigen und Monster verkloppen, um zu<br />
leveln. Doch ab Level 20 war damit Schluss.<br />
Einzig durch Sammelberufe konnte er noch<br />
Erfahrung dazugewinnen. Gerade mal 20 bis<br />
30 Erfahrungspunkte gab es pro gepflücktem<br />
Blümchen. Über diesen Zeitraum hat der entschlossene<br />
Panda viele Fans dazugewonnen,<br />
die er im Forum dazu einlud, ihn bei seinen<br />
letzten und wichtigsten Minuten zu begleiten.<br />
Rund 500 Spieler folgten dem Schamanen auf<br />
der Wandernden Insel, als er schlussendlich,<br />
nach insgesamt 173 Tagen Spielzeit, Level<br />
90 erreichte. Das ganze Spektakel wurde in<br />
einem Video festgehalten, das Doubleagent<br />
auf seiner Youtube-Seite veröffentlicht hat:<br />
http://bit.ly/1lp2La5.<br />
Auf die Frage hin, was er jetzt mit dem Charakter<br />
mache, antwortete Doubleagent bereits<br />
im amerikanischen Forum: „Ich werde keine<br />
Fraktion wählen. Mein Plan ist es, mit dem<br />
nächsten Add-on auf Level 100 zu kommen.<br />
Sollte es aus irgendeinem Grund nicht möglich<br />
sein, höher zu leveln, dann werde ich<br />
Doubleagent für immer auf Level 90 stehen<br />
lassen.“<br />
Griff ins Klo .......................... S. 108<br />
Johann durfte endlich über sein Lieblingsthema<br />
schreiben. Was dem geschäftstüchtigen Kerlchen<br />
ihm dabei alles für Scheiße eingefallen ist,<br />
lesen Sie ihn diesem Sechsseiter.<br />
Logout ............................... S. 114<br />
80<br />
Der groSSe<br />
moment: Über<br />
500 Spieler waren<br />
live auf dem Server<br />
dabei, als der<br />
Level-90-Erfolg<br />
aufploppte.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Azeroth Chopper: Der Sieger steht fest!<br />
Die Gewinnerfraktion von Blizzards Web-Serie darf sich über ein kostenloses Motorrad-Mount freuen.<br />
Blizzard gab eine Web-Serie mit dem aus der<br />
DMAX-Serie „American Chopper“ bekannten<br />
Motorradbastler Paul Jr. in Auftrag, in der<br />
er gemeinsam mit je einem Allianz- und Hordeteam<br />
einen Chopper im jeweiligen Fraktions-Look<br />
entwickelt. Insgesamt wurden 8<br />
Episoden produziert, in denen kräftig gegrübelt<br />
und geflext wurde, um echte Motorräder<br />
im WoW-Style zu bauen, die dann später als<br />
Modell ins Spiel übernommen werden. Von<br />
Anfang an gab Blizzard an, dass es nur einer<br />
der beiden Chopper ins Spiel schaffen würde,<br />
nämlich der, der durch den Abstimmungsentscheid<br />
mehr Stimmen erhält.<br />
zu faul für das Voting war oder ob ihnen das<br />
Hordebike wirklich besser gefallen hat, bleibt<br />
wohl ein Rätsel. Wann sich die Spieler der<br />
Horde das neue Bike aus ihrem Briefkasten<br />
fischen dürfen, ist allerdings noch unklar.<br />
/focus<br />
hORDENTLICh freuen<br />
dürfen sich all diejenigen,<br />
die dieses Gefährt bald in<br />
ihrem Inventar haben.<br />
Und wer hat jetzt gewonnen?<br />
Mit der Veröffentlichung der achten und<br />
letzten Episode gab Blizzard letztendlich<br />
dann auch den Gewinner<br />
bekannt. Obwohl im<br />
Vorfeld bestätigt wurde,<br />
dass es mehr Allianz-<br />
als Hordespieler<br />
geben soll,<br />
gewann die Horde.<br />
Ob die Allianz nun<br />
Naxxramas startet in eine neue Runde<br />
Blizzard gab das erste Hearthstone-Abenteuer des zukünftigen Abenteuer-Modus bekannt.<br />
Schon während der Beta-Phase war bekannt,<br />
dass Blizzard eine Art Dungeon-Modus für<br />
Hearthstone einführen möchte, der es einem<br />
oder mehreren Spielern ermöglicht, gegen<br />
bekannte Persönlichkeiten aus World <strong>of</strong><br />
Warcraft anzutreten. Auf der PAX East war<br />
es dann so weit: Der Abenteuer-Modus und<br />
das erste dazugehörige Solo-Abenteuer wurden<br />
bekannt gegeben.<br />
Der Fluch von Naxxramas soll der Abenteuer-Dungeon<br />
heißen und ist angelehnt an<br />
die WoW-Vorlage der Raidinstanz Naxxramas.<br />
Fünf Flügel gilt es zu meistern, die im<br />
Verlauf von fünf Wochen nacheinander ihre<br />
Pforten öffnen. Den ersten Teil lässt Blizzard<br />
Sie gratis spielen, für die darauf folgenden<br />
Flügel müssen Sie allerdings Gold oder Echtgeld<br />
blechen.<br />
Ein Schritt in die richtige Richtung<br />
Bisher war der Fokus von Hearthstone mehr<br />
auf dem PvP-Bereich gelegen. Ewig zwischen<br />
Arena und Ranglistenspielen pendeln war<br />
vielen Spielern auf Dauer einfach zu langweilig,<br />
was zu sinkenden Spielerzahlen führte.<br />
Besonders Spieler, die sich nicht ständig über<br />
die derzeit stärksten Karten und Decks informieren<br />
wollen oder die schlichtweg nicht die<br />
Menge an legendären, seltenen Karten haben,<br />
verlieren schnell den Spaß an Hearthstone.<br />
Dem möchte Blizzard mit dem neuen Abenteuer-Modus<br />
entgegenwirken, der nun auch<br />
die h<strong>of</strong>fnung stirbt<br />
zuletzt Bisher ist nicht<br />
bekannt, ob das Allianzmotorrad<br />
noch ins Spiel<br />
implementiert wird.<br />
PvE- und Casual-Spielern die Chance gibt,<br />
etwas in Hearthstone zu erleben.<br />
Die Ära des „Todesröcheln“ beginnt<br />
Viele der neuen Karten aus Naxxramas haben<br />
eines gemeinsam: Sie besitzen selbst Todesröcheln<br />
oder beziehen sich darauf. Bisher gibt<br />
es im Spiel elf Todesröcheln-Karten, verglichen<br />
mit der Gesamtmenge an verfügbaren<br />
Karten ist das nicht besonders viel. Man darf<br />
also gespannt sein, wie die neuen Karten die<br />
einzelnen Decks und Spielweisen beeinflussen<br />
werden.<br />
Was gibt’s einzusacken?<br />
Belohnt werden Sie mit Gold und neuen Karten<br />
für Ihre Hearthstone-Sammlung. Insgesamt<br />
wird es 30 neue Karten geben. Darunter<br />
jeweils eine klassenbezogene Karte pro Klasse,<br />
die Sie in anspruchsvollen Klassenherausforderungen<br />
für ihr Deck erspielen<br />
können. Auch Legendarys winken: Für<br />
das Abschließen eines Flügels erhalten<br />
Sie jeweils eine neue legendäre Karte,<br />
insgesamt macht das fünf neue Legendarys<br />
für Ihre Sammlung.<br />
tODESRÖCHELN ist ein wichtiges<br />
Thema bei den neuen Karten.<br />
Altbekannte Gesichter<br />
Im Dungeon selber treffen Sie auf bereits<br />
bekannte Bosse aus Naxxramas, wie zum<br />
Beispiel die Monstrosität Flickwerk oder die<br />
Riesenspinne Maexxna. Ihre Gegner haben<br />
jeweils eigene Karten und Heldenfähigkeiten,<br />
die das Abenteuer auch für routiniertere<br />
Spieler knifflig und abwechslungsreich<br />
gestalten sollen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
81
focus<br />
in Feature, das es definitiv nicht in<br />
die <strong>Warlords</strong>-<strong>of</strong>-Draenor-Beta geschafft<br />
hat, sind Schlüssel. Diese<br />
hatten sich einige Fans tatsächlich<br />
zurückgewünscht, damit die neue Erweiterung<br />
etwas klassischer würde. Allein beim<br />
Wort „Schlüsselquest“ steigen vielen Veteranen-Spielern<br />
Nostalgie-Tränen in die Augen.<br />
Aber waren Schlüssel wirklich ein großartiges<br />
Feature, das Blizzard irgendwann abgeschafft<br />
hat, um es Gelegenheitsspielern recht<br />
zu machen? Auf den nächsten zehn Seiten<br />
wagen wir einen ehrlichen Blick zurück und<br />
erklären, warum es in World <strong>of</strong> Warcraft keine<br />
verschlossenen Türen mehr gibt. Dazu<br />
gibt es ein gutes Stück WoW-Geschichte.<br />
Autor: Dirk Walbrühl<br />
Retro-WoW<br />
Schlüsselquests<br />
Du kommst<br />
hier nicht rein!<br />
Warum es früher verdammt<br />
cool war, Schlüssel zu sammeln,<br />
und warum es das nie<br />
mehr geben wird.<br />
82<br />
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Schlüssel, was ist<br />
das denn?<br />
Lange ist es her, da gab es in World <strong>of</strong> Warcraft<br />
Schlüssel. Spieler, die erst nach Burning Crusade<br />
angefangen haben, kennen das nur aus Erzählungen.<br />
Dabei spielten Schlüssel jahrelang<br />
eine große Rolle im Spiel. Nur wer den passenden<br />
besaß, konnte bestimmte Türen öffnen<br />
und den Dungeon dahinter freischalten. Auch<br />
um einige zusätzliche Bosse zu beschwören,<br />
waren bestimmte Schlüssel nötig. Hatte keiner<br />
den nötigen Schlüssel dabei, hieß es „Pech<br />
gehabt, umkehren“. Diese Schlüssel wurden<br />
normalerweise zwar nicht verbraucht, aber es<br />
dauerte mitunter Tage bis Wochen und eine<br />
lange Questreihe, bis man den gewünschten<br />
in den Händen hielt. Manchmal waren dabei<br />
sogar Gold oder besondere Materialien nötig,<br />
sodass sich arme Spieler einige Schlüssel gar<br />
nicht leisten konnten. Trotzdem funk tionierte<br />
World <strong>of</strong> Warcraft damals, wurden Dungeons<br />
geleert und Bosse besiegt. Es war einfach eine<br />
andere Zeit, in der Spielinhalte nicht jedem zugänglich<br />
gemacht wurden. Und Schlüssel waren<br />
das Mittel, diese Inhalte zu beschränken.<br />
Leohaan von der<br />
Aldor meint:<br />
„Heutzutage portet man sich nur zu einem<br />
Dungeon hin. Ein Knopfdruck, das war’s.<br />
Wo bleibt denn da das Abenteuer? Damals musste<br />
man halt mehr tun! Deshalb hatten Schlüssel in<br />
Classic-WoW eine besondere Aura. Man wusste<br />
eben, was jemand dafür getan hat – lange Questreihen,<br />
Gold, Erz. Das machte eben nicht jeder. Und am<br />
Ende war man froh, wenn man jemanden mit dem<br />
passenden Schlüssel in der Gruppe dabeihatte.<br />
Sonst musste nämlich nach einem Schlüsselträger<br />
gesucht werden. Und das konnte schon mal echt<br />
lange dauern. Ich selbst besaß bald alle Schlüssel<br />
von allen Dungeons. Und ich habe immer gern aufgeschlossen.“<br />
Wer den Schlüssel hatte, war der<br />
absolute Über-Held<br />
Aus heutiger Sicht wirken Schlüssel und<br />
Schlüsselquests seltsam. Doch viele Spieler<br />
liebten ihre Schlüssel heiß und innig. Das<br />
lag vor allem daran, dass man mit dem richtigen<br />
Schlüssel ein Held sein konnte. Denn<br />
bei Weitem nicht alle Spieler besaßen damals<br />
die Schlüssel zu allen Dungeons. Aber<br />
Dungeons waren dennoch so beliebt wie<br />
heutzutage, denn nur dort gab es die besten<br />
Rüstungsteile. So las man häufig im Handelschat<br />
der Hauptstädte Suchanfragen wie:<br />
„Suche UBRS-Key“. Das hieß dann meist,<br />
dass eine Dungeongruppe losziehen wollte,<br />
aber keiner der Mitglieder den passenden<br />
Schlüssel hatte. Wer nun mit der Gruppe<br />
mitflog und die Tür öffnete, erhielt meist sogar<br />
etwas Gold als Dankeschön. Der Schlüsselträger<br />
musste nicht einmal mit in den<br />
Dungeon, sondern hielt nur die Tür auf, bis<br />
alle Gruppenmitglieder durch waren. Der<br />
eigentliche Lohn des Schlüsselträgers war<br />
der Jubel der Gruppe, die nur durch ihn das<br />
Abenteuer beginnen konnte. „Endlich. Danke.<br />
Wir warten schon ’ne Stunde.“ So etwas<br />
ging runter wie Öl.<br />
Düsterbruch: Frei Dungeonwahl,<br />
dank neuem Schlüssel<br />
Blizzard benutzt Schlüssel damals auch, um<br />
Dungeon-Teile zu staffeln. Den Düsterbruch<br />
etwa musste man in einer bestimmten Reihenfolge<br />
bewältigen: Erst das Wucherborkenviertel,<br />
dann Hauptstadtgärten oder<br />
Gordokhallen. Den Mondsichelschlüssel für<br />
die Türen bekam man nämlich im ersten<br />
Teil als Beute vom Wichtel Pusillin. Damit<br />
wollte Blizzard sicherstellen, dass Gruppen<br />
erst den relativ einfachen ersten Teil absolvieren,<br />
bevor es gegen Oger und Dämonen<br />
geht. Doch da im Wucherborkenviertel<br />
kaum gute Beute fiel, waren Schlüsselträger<br />
bald ein Muss, um direkt zu den „richtigen“<br />
Dungeons zu kommen. Wer den Schlüssel<br />
besaß, sparte der Gruppe also Zeit. Dazu<br />
gab es im Düsterbruch sogar ein Schlüssel-<br />
Rätsel: Die Gordokh<strong>of</strong>tür in den Gordokhallen<br />
konnte man nur mit dem Schlüssel einer<br />
Dirk erzählt: Die Tür vor<br />
Scholomance<br />
„Beim Leveln meines ersten Charakters in den<br />
westlichen Pestlanden stieß ich auf eine alte Burg<br />
an einem See. Vor einer verschlossenen Tür traf<br />
ich auf fünf hochstufige Charaktere, die um ein<br />
Lagerfeuer saßen. Damals hatte ich noch keine<br />
Ahnung, was das war, und fragte drauf los. ‚Das ist<br />
ein Dungeon. Wir warten hier auf den Schlüssel‘,<br />
war die Antwort. Keine Minute später kam ein Paladin<br />
angeritten und schloss ihnen auf. Er bekam<br />
dafür Jubel und fünf Gold als Dankeschön, dann<br />
verschwand die Gruppe in den Tiefen der Scholomance.<br />
‚Tja, wer den Schlüssel hat, hat’s halt …‘,<br />
sagte er. Ich fand das unglaublich cool und wollte<br />
unbedingt auch ein Schlüsselträger werden. Einen<br />
Monat später war ich es, der einer Gruppe die Scholomance<br />
aufschloss und dafür sogar mit in meinen<br />
ersten Dungeon genommen wurde. Das war eines<br />
meiner Lieblingshighlights in Classic-WoW!“<br />
Truhe desselben Dungeons öffnen. An die<br />
konnten Schurken sogar heranschleichen,<br />
den Schlüssel stehlen und damit abkürzen.<br />
Stratholme: Abkürzung zum Baron<br />
Auch in Stratholme war ein Schlüssel notwendig,<br />
um in den östlichen Flügel zum<br />
Endboss vorzudringen. Dieser fiel von<br />
Magistrat Barthilas, einem Elitegegner im<br />
Dungeon. Dummerweise hatte der den<br />
Schlüssel aber nicht immer dabei und wenn,<br />
bekam ihn auch nur ein Spieler: eine klare<br />
Fortschritts-Schranke. Da bald aber genug<br />
Spieler den Schlüssel zur Stadt hatten, wurde<br />
Stratholme bald nur noch durch den Hintereingang<br />
betreten und die Hälfte der Instanz<br />
ausgelassen. So hatte sich Blizzard das sicher<br />
nicht gedacht.<br />
Scholomance<br />
Das musste man für den Skelettschlüssel<br />
alles tun ...<br />
/focus<br />
Tür zu, keine chance: Ohne den<br />
passenden Schlüssel kam man in<br />
Classic-WoW nicht weit.<br />
An den Schlüssel zu kommen war eigentlich gar<br />
nicht schwer, aber viele Spieler gaben die lange<br />
Questreihe der Argentumdämmerung mittendrin<br />
auf. Diese schickte Spieler in die Pestländer, um<br />
dort Untote zu töten. Wer den Schlüssel wollte,<br />
musste danach die Türme der Stadt Andorhal markieren<br />
und die Truppen dort verteidigen. Danach<br />
sammelte man Skelettfragmente von den Untoten<br />
der Region. Dann ging es auf den anderen Kontinent<br />
nach Gadgetzan, wo der Goblin Klinkle Goldstahl<br />
mit etwas Thorium und 15 Gold den Schlüsselrohling<br />
herstellte – für WoW-Anfänger ein kleines Vermögen.<br />
Um den Schlüssel fertigzustellen, musste<br />
man in den nahen Un’Goro-Krater auf den mittleren<br />
Berg, der von hochstufigen Feuerelementaren bewacht<br />
wurde. Dann ging es zurück in die Pestländer,<br />
wo man in einer Gruppe den Elite-Lich von Andorhal<br />
besiegte und ein Medaillon als letztes Schlüsselstück<br />
erbeutete. Erst dann stellten die Alchemisten<br />
der Argentumdämmerung den Skelettschlüssel her.<br />
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83
focus<br />
Schlüsselmeister<br />
in Classic-WoW<br />
In Classic-WoW gab es viele Schlüssel für<br />
viele Instanzen. Einen Erfolg, sie alle zu<br />
sammeln, gab es damals noch nicht (das Erfolgssystem<br />
wurde erst später eingeführt).<br />
Trotzdem hatten einige Spieler bald so viele<br />
Schlüssel im Inventar, dass Blizzard den<br />
Schlüsselring einführte, quasi eine Extra-<br />
Tasche, um alle Schlüssel abzulegen. Aber<br />
warum machten sich Spieler eigentlich die<br />
Mühe, selbst wenn Gildenkollegen bereits<br />
den Schlüssel hatten?<br />
Wer den Schlüssel hatte, hatte<br />
Ahnung vom Spiel<br />
Vor Wowhead.com, Buffed.de und Quest-<br />
Erdendonner von<br />
Blackhand meint<br />
„Klar hab ich die alle gesammelt. Das<br />
war damals einfach normal so. Wir waren die<br />
führende Gilde des Servers, standen im Schlachtzug<br />
vor Ragnaros, da hatte eben jeder alle Schlüssel<br />
zu haben. Wer dann kleinlaut zugab, dass er<br />
einen Schlüssel ausgelassen hatte, wurde sogar<br />
schon mal ausgelacht.<br />
Sicher waren andere Dinge damals auch schon<br />
wichtiger: Equipment, Reittiere, Legendaries. Aber<br />
Schlüssel waren auch immer irgendwie ein Statussymbol<br />
für uns. Wer irgendwo reinwollte, kam<br />
immer zu unserer Gilde ... und musste manchmal<br />
ordentlich Gold bezahlen, wenn uns seine Nase<br />
nicht passte.“<br />
Maraudon<br />
Diesen Schlüssel hatten damals alle ...<br />
Add-ons waren manche Dinge in World <strong>of</strong><br />
Warcraft noch ein Geheimnis. Unerfahrene<br />
Spieler übersahen Schlüsselquests einfach<br />
oder brachen die Questreihen einfach ab.<br />
Besondere Hinweise gab World <strong>of</strong> Warcraft<br />
nämlich nicht. Manche Schlüsselquests begannen<br />
wie für Scholomance als einfache<br />
„Töte viele Monster“-Quests. Wer einen<br />
Schlüssel besaß, besaß damit auch das Wissen,<br />
wie man an ihn herankam. Das zeigte<br />
damals vor allem eins: Ahnung vom Spiel.<br />
Erfahrene Spieler sammelten Schlüssel, um<br />
zu zeigen: „Klar hab ich die alle. Ich kenn<br />
halt mein WoW.“<br />
Wer den Schlüssel hatte, zeigte<br />
besonderen Einsatz<br />
Heutzutage zeigen Spieler über Erfolge ihre<br />
Leidenschaft für World <strong>of</strong> Warcraft. Damals<br />
mussten es eben Schlüssel sein. Da jeder davon<br />
mit besonderen Mühen verbunden war,<br />
bewies jeder Schlüssel auch eben diese Zeit<br />
und Mühe, die man in Azeroth gesteckt hatte.<br />
Dazu konnte man mit Schlüsseln nicht<br />
nur angeben, sondern auch praktisch etwas<br />
anfangen – nämlich Türen aufschließen und<br />
Freunden manches Mal aushelfen. Ein voller<br />
Schlüsselbund spielte so auch bei mancher<br />
Gildenbewerbung damals eine Rolle. Wer<br />
sie alle gesammelt hatte, genoss in seiner<br />
Gilde <strong>of</strong>t besonderen Respekt, wurde aber<br />
immer gerufen, wenn jemand irgendwo rein<br />
wollte: „Frag mal Jan, der hat die alle und<br />
bringt dich sicher rein.“ Das war quasi der<br />
Preis für das Prestige.<br />
Bald hatte jeder einen<br />
Je länger Azeroth aber bespielt wurde, desto<br />
selbstverständlicher wurde es, alle Schlüs-<br />
Dirk erzählt: Schlüsselmeister<br />
= Dungeonführer<br />
„Irgendwann an einem langweiligen Sonntagnachmittag<br />
half ich aus und öffnete den Düsterbruch für<br />
eine Gruppe. Die waren so dankbar, dass sie mich<br />
gleich mit einluden mitzukommen – da konnte ich<br />
schlecht Nein sagen. Damals ging man einfach noch<br />
freundlicher mit Spielern um, die die Maximalstufe<br />
noch nicht erreicht hatten. Die Gruppe war ziemlich<br />
chaotisch, doch der Dungeon bald geschafft. „Hast<br />
du eigentlich auch den Scholomance-Schlüssel? Da<br />
war ich noch nie.“ Das fragte man mich, als ich gerade<br />
meinen Ruhestein zückte. „Na klar!“ So besuchten<br />
wir nacheinander Stratholme, Scholomance und<br />
die untere Schwarzfelsspitze. Als Schlüsselmeister<br />
war ich s<strong>of</strong>ort der Dungeonführer und hatte plötzlich<br />
vier Fans an der Backe. Bis um Mitternacht hatte ich<br />
sie halbwegs ordentlich ausgestattet, die Vorquest<br />
für den Geschmolzenen Kern abgeben lassen und<br />
ihnen das Zusammenspiel als Gruppe erklärt. Das<br />
war auch damals keine Selbstverständlichkeit, aber<br />
Schlüsselträger waren es irgendwie mehr gewohnt,<br />
für andere Spieler da zu sein.“<br />
sel zu besitzen. Bald spielten andere Dinge<br />
eine Rolle, etwa der Zugang zu bestimmten<br />
Schlachtzügen, und Spieler mit Schlüsseln<br />
waren immer weniger gefragt. Schlüsselmeister<br />
mit einem vollen Schlüsselring waren<br />
keine Helden mehr. Trotzdem sammelten<br />
die meisten Spieler gern die Schlüssel,<br />
auch mit Twinks. Das gehörte in Classic-<br />
WoW einfach zum Spiel dazu.<br />
Für die beiden HälFten des Szepters mussten<br />
in beiden Flügeln des Dungeons die Bosse Noxxion<br />
und Lord Schlangenzunge getötet werden.<br />
Das sZepter von Celebras war der Schlüssel zum Dungeon<br />
Maraudon. Die Quest gab es vor dem Instanzeingang von Cavindra.<br />
direktteleport: Der Stab ließ Spieler vor dem Dungeon<br />
ein Portal öffnen, mit dem sie die Kristall-Gänge<br />
direkt ins letzte Drittel überspringen konnten.<br />
Celebras der verfluChte musste anschließend<br />
getötet und damit erlöst werden. Er schmiedete dann<br />
aus den Hälften den Stab, direkt in der Instanz.<br />
84<br />
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Ohne fragment gab’s tOte: Wer<br />
ohne die „Kerneinstimmung“ durch<br />
das Fenster sprang, landete nicht<br />
im Geschmolzenen Kern, sondern<br />
schmolz in der Lava darunter.<br />
Geschmolzener<br />
Kern<br />
Das musste man für den Zugang<br />
zum Schlachtzug tun<br />
Die Quest „Abstimmung mit dem Kern“ begann<br />
bei Lothos Felsspalter, einem Blutelfen ganz unten<br />
im Schwarzfels. Das Ziel: Ein Kernfragment in der<br />
Schwarzfelstiefe direkt vor dem Portal in den Geschmolzenen<br />
Kern. Geschätzte Dungeon-Dauer damals<br />
bis zum Questabschluss: drei Stunden. Natürlich<br />
konnte man auch direkt durch das Portal in den<br />
Schlachtzug oder sich per Hexenmeister teleportieren<br />
lassen. Doch nur Spieler mit abgeschlossener<br />
Quest bekamen die Abkürzung: Man musste durch<br />
das Fenster links neben Lothos springen und wurde<br />
direkt hinter das Eingangsportal des Schlachtzugs<br />
teleportiert.<br />
/focus<br />
Schlüssel als<br />
Schlachtzugsschranken<br />
Der erste richtige Schlachtzug von World <strong>of</strong><br />
Warcraft war der Geschmolzene Kern. Doch<br />
ohne eine besondere Quest konnte den niemand<br />
betreten. Das nannte man damals<br />
„Schlachtzugseinstimmung“, ein Begriff,<br />
der bis heute in MMOs verwendet wird. Das<br />
Besondere dabei: Anders als bei Dungeons<br />
brauchte nicht nur ein Gruppenmitglied diese<br />
Quest bestanden zu haben, sondern alle.<br />
„Aufschließen“ war also nicht möglich.<br />
Alle ab zum Training<br />
Eigentlich ist eine „Schlachtzugseinstimmung“<br />
eine kluge Sache. Bevor man den<br />
schwersten Inhalt des Spiels in Angriff nehmen<br />
kann, muss ein Spieler so erst einmal<br />
beweisen, dass er dafür auch bereit ist. Das<br />
war wohl auch Blizzards Idee: Die Quest<br />
für den Geschmolzenen Kern musste tief in<br />
den Schwarzfelstiefen abgegeben werden.<br />
Dieser Dungeon war zwar noch immer deutlich<br />
leichter als der Raid als bockschweres<br />
40-Mann-Unternehmen.<br />
Trotzdem<br />
war so sichergestellt,<br />
dass<br />
nur die Spieler<br />
Zugang zum Kern<br />
bekamen, die den<br />
Dungeon bezwungen<br />
hatten und<br />
damit wussten,<br />
wie Gruppenspiel<br />
funktionierte, dass<br />
eine Spielsitzung<br />
auch länger als<br />
eine Stunde dauern<br />
konnte und Wipes<br />
wahrscheinlich inbegriffen<br />
waren.<br />
Training für den<br />
Ernstfall eben.<br />
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Wer den Schlüssel einmal hat, will<br />
auch die Tür öffnen<br />
Die Einstimmungsquest hatte damals noch<br />
einen zweiten Effekt: Sie verlockte manchen<br />
Spieler dazu, sich<br />
mit dem Thema<br />
Schlachtzüge zu<br />
befassen. Schließlich<br />
hatte man einmal<br />
das Fragment,<br />
nun wollte man<br />
auch sehen, was sich<br />
hinter dem mysteriösen<br />
grünen Portal<br />
befand. Damals war<br />
das vielleicht nötig,<br />
um ins Endgame zu<br />
locken, heute gehören<br />
Schlachtzüge<br />
aber selbstverständlich<br />
zum Standard-<br />
Repertoire jedes<br />
MMOs und müssen<br />
nicht beworben werden.<br />
Ein unnötiger Zeitfresser?<br />
Zusammen mit der Schlachtzugsgröße von<br />
40 Mann erschwerte<br />
Elunaria von der<br />
Aldor meint:<br />
„Wer damals die Quest für den Geschmolzenen<br />
Kern abgegeben hatte, war ein Raider.<br />
Klar hätte ich mir eine schwerere Zugangsschranke<br />
gewünscht, etwa alle Dungeons einmal durchspielen,<br />
den Baronrun in Stratholme und Tributrun im<br />
Düsterbruch schaffen und die Obere Schwarzfelsspitze<br />
ohne einen Tod bestehen oder so. Und viele<br />
Gilden zogen ihren Nachwuchs einfach durch die<br />
Schwarzfelstiefen durch bis zum Kernfragment. Dabei<br />
lernten die kaum was. Aber wie es heute ist, ist ja<br />
auch nicht das Wahre: Die nötigen Gegenstandsstufen<br />
zum SoO-Raidbrowser kann ich im Auktionshaus<br />
kaufen und im Flex-Schlachtzug "AFK gehen". Da<br />
hatte Molten Core wenigstens Flair.“<br />
die Einstimmungsquest<br />
vor allem Random-Raids<br />
und die<br />
Suche nach Ersatzspielern.<br />
Irgendwer<br />
hatte das Kernfragment<br />
sicher noch<br />
nicht abgegeben<br />
und musste durch<br />
die Schwarzfelstiefen<br />
gezogen werden. Das<br />
kostete Zeit und Nerven<br />
und verzögerte<br />
nicht selten einen ansonsten<br />
gut geplanten<br />
Raidabend. Schnell<br />
mal Ersatz im Dungeonbrowser<br />
suchen<br />
ging damals eben<br />
Raidsven von<br />
Frostwolf meint:<br />
„Ich fand die Raideinstimmung überflüssig,<br />
aber irgendwie cool. In den Schwarzfels<br />
reiten und die Kette zu überqueren war schon der<br />
erste Noob-Filter. Da landeten Dutzende Spieler in<br />
der Lava und man konnte schon genau sehen, wer<br />
später beim Boss failen würde. Besonders witzig war<br />
eine Geschichte, als wir alle in den Geschmolzenen<br />
Kern teleportierten. Wir sprangen natürlich durch<br />
das Fenster beim Blutelf unten. Da war aber noch<br />
eine kleine Gruppe von Anfängern, gerade frisch auf<br />
60. Die haben mich gefragt, wo es da hingeht. ‚In<br />
einen Raid.‘ Ich hab nicht mal gelogen, aber sie sind<br />
uns alle hinterhergesprungen und ohne Kernfragment<br />
natürlich in der Lava gelandet. Lol.“<br />
nicht und Auswechseln kostete sogar noch<br />
mehr Zeit. Nur Gruppen mit den damals<br />
selten gespielten Hexenmeistern waren fein<br />
raus und teleportierten Spieler direkt in den<br />
Schlachtzug.<br />
Noch mehr<br />
Schlüssel, diesmal<br />
aus Wasser<br />
Im Geschmolzenen<br />
Kern selbst trafen<br />
Schlachtzüge auf<br />
neue Probleme.<br />
Denn auch diesen<br />
Dungeon hatte Blizzard<br />
gestaffelt, um<br />
ein Vorankommen<br />
zu erschweren. Nur<br />
wenn alle sieben<br />
Runen des Feuerlords<br />
auf dem Boden<br />
gelöscht wurden,<br />
erschienen die<br />
beiden letzten Bosse<br />
Majordomus und<br />
Ragnaros (heute sind diese noch immer zu<br />
sehen, aber die Runen sind abgeschaltet und<br />
die Bosse spawnen von alleine). Die einzige<br />
Möglichkeit dazu: Wässrige Quintessenz.<br />
Diese Gegenstände bekam man ausschließlich<br />
im damaligen Azhara, versteckt unter<br />
Wasser beim N<strong>PC</strong> Lord Hydraxis. Der ge<br />
Killamag von<br />
Blackhand meint:<br />
„Ich hab diese Wasserfläschchen und die<br />
Runen gehasst. Die zu bekommen dauerte<br />
ewig. Klar wurde das auf den Schlachtzug aufgeteilt.<br />
Aber wenn mal einer mit einem Wasser ausfiel oder<br />
dessen Internetverbindung zusammenbrach, standen<br />
39 Leute da und konnten nicht zum Endboss.<br />
Was sich Blizzard dabei gedacht hat, weiß ich bis<br />
heute nicht. Schlüssel waren ja eigentlich ganz in<br />
Ordnung, aber bei Feuerrunen kriege ich heute noch<br />
Wut im Bauch.“<br />
85
focus<br />
hörte der Fraktion Hydraxianer an, also den<br />
Wasserelementaren von Azeroth und erklärten<br />
Feinden von Ragnaros. Das ergab zwar<br />
von der Story her Sinn, hatte aber einige Probleme.<br />
Um an die Wässrige Quintessenz zu<br />
kommen, musste ein Charakter ehrfürchtigen<br />
Ruf haben. Den gab es für Gegner in Silithus<br />
und ab Wohlwollend nur von Elitegegnern<br />
im Geschmolzenen Kern selbst. Als wäre das<br />
nicht genug, mussten für die Quintessenz die<br />
Hände der besiegten Bosse Lucifron, Sulfuron,<br />
Gehennas und Shazzra abgegeben werden.<br />
Für jede Quintessenz! Denn nach einmaliger<br />
Benutzung und der Löschung der Rune<br />
wurde der Gegenstand verbraucht. Schlachtzügler<br />
nahmen dies damals zähneknirschend<br />
in Kauf, aber die Kritik an dieser Schikane<br />
wurde in den Foren so laut, dass Blizzard mit<br />
Patch 1.11 die Ewige<br />
Quintessenz einführte,<br />
die sich nicht<br />
mehr verbrauchte.<br />
Obwohl Spieler<br />
Schlüssel mochten<br />
und Zugangsschranken<br />
zum damaligen<br />
elitären Raid-Gefühl<br />
dazugehörten, hatte es<br />
Blizzard zum ersten<br />
Mal übertrieben.<br />
Pechschwingenhort:<br />
Schlachtzug-Staffelung<br />
durch Schlüssel<br />
Auch mit den ersten<br />
Patches und zusätzlichen<br />
Schlachtzügen<br />
blieb Blizzard beim<br />
Schlüssel-Prinzip. Doch die Einstimmungsquest<br />
war diesmal nicht die Schwierigkeit:<br />
Für den Zugang zum Pechschwingenhort<br />
reichte es, mit dem Brief des Quartiermeisters<br />
General Drakkisath zu erledigen – was<br />
Gruppen damals sowieso häufig genug taten.<br />
Das eigentliche Problem war ein anderes: Der<br />
Endboss war ohne einen bestimmten Gegenstand<br />
nicht zu besiegen. Nur der Onyxiaschuppenumhang<br />
schützte den Träger vor Nefarians<br />
Schattenflamme-Angriff. Doch um den zu<br />
bekommen, musste man erst einmal Nefarians<br />
Schwester Onyxia töten. Die hatte einen<br />
eigenen Schlachtzug in den Düstermarschen,<br />
samt eigener Vorquest. Als Beute fielen dort<br />
Schuppen von Onyxia, die Lederer auf Maximalstufe<br />
mit einem besonderen Rezept als<br />
Drop der Drachendame dann zu besagtem<br />
Umhang verarbeiteten. Der stand natürlich<br />
auch ab und zu im Auktionshaus, doch um<br />
Nefarian zu bezwingen, musste jeder einzelne<br />
Charakter des Schlachtzugs den Umhang tragen.<br />
Vom Hintergrund war das nett gedacht<br />
(der Umhang aus den Schuppen der Schwester<br />
schützt vor seinem tödlichsten Angriff),<br />
von der Spielmechanik aber reine Schikane.<br />
Ulisses von Destromath<br />
meint:<br />
„Das mit dem Onyxiaschuppenumhang<br />
klingt aus heutiger Sicht total ätzend, war<br />
damals aber gar nicht so schlimm. Als Nefarian<br />
drankam, hatte unsere Gilde genug Schuppen übrig,<br />
um den ganzen Server auszurüsten. Ich fand aber<br />
die Idee ziemlich schlau, dass ein Endboss ohne ein<br />
bestimmtes Item unbesiegbar war. Da musste eine<br />
Gilde erst mal drauf kommen (na gut, wir haben in<br />
amerikanischen Foren gespickt. Was soll’s!). Sich<br />
den Umhang zu besorgen hatte etwas von Vorbereitung<br />
auf eine Schlacht, die der Kampf dann ja auch<br />
war. Heute gäbe es so was nicht mehr. Die Spieler<br />
sind einfach zu verwöhnt und wollen Loot ohne irgendeine<br />
Anstrengung. Die weinen ja gleich, wenn<br />
man mal nicht zu einem Dungeon teleportiert wird.“<br />
Naxxramas:<br />
Nur für die<br />
Elite<br />
Der letzte Schlachtzug<br />
von Classic-<br />
WoW vor Burning<br />
Crusade war Naxxramas,<br />
die fliegende<br />
Nekropole in<br />
den Pestländern.<br />
Die Vorquest, um<br />
den Schlachtzug zu<br />
betreten, war dabei<br />
gar nicht schwer.<br />
Man brauchte<br />
nur mindestens<br />
wohlwollenden<br />
Ruf bei der Argentumdämmerung,<br />
Gold und einige<br />
Arkankristalle und Nexuskristalle – damalige<br />
gängige Bergbau- und Zaubermaterialien. Der<br />
Trick dabei: Je höher der Ruf bei der Fraktion<br />
war, desto weniger kostete der Schlüssel. Auf<br />
Ehrfürchtig war er sogar ganz kostenlos. Ein<br />
anderer Umstand machte Spielern den Zugang<br />
zur Nekropole aber schwer: die nötige<br />
Ausrüstung. Denn damals bauten alle Dunge-<br />
Dirk erzählt: Ein bitteres<br />
Ende im Kern<br />
„Die Sache mit der Quintessenz und den Runen<br />
im Geschmolzenen Kern fand unser Schlachtzug<br />
überhaupt nicht lustig. Ich erinnere mich an einen<br />
Spielabend, an dem wir das erste Mal Ragnaros<br />
erlegen wollten. Alles war vorbereitet, sieben Quintessenzen<br />
gesammelt und einige Gildenkollegen<br />
hatten sich sogar am nächsten Tag freigenommen.<br />
Die ersten Bosse spielten wir schnell runter und begannen<br />
die Runen zu löschen. Das war eine Arbeit<br />
von mehreren Stunden, selbst mit einer eingeübten<br />
Gruppe. Doch kurz vor der letzten Rune und Majordomus<br />
hatte unser Wasserträger einen Disconnect<br />
und kam nicht mehr wieder. Wir waren so sauer,<br />
dass wir ihn fast aus der Gilde geworfen hätten.<br />
Nach einer halben Stunde Warten und h<strong>of</strong>fnungslosem<br />
Anfragen in Orgrimmar gaben wir es dann<br />
einfach auf. Das muss man sich mal vorstellen:<br />
39 Leute loggen wegen einer unnötigen Mechanik<br />
frustriert aus! Am nächsten Tag haben wir dann<br />
erfahren, dass ein Blitzeinschlag angeblich seinen<br />
Rechner lahmgelegt hatte. Angeblich. Als Blizzard<br />
dann die Ewigen Quintessenzen einführte, fand ich<br />
das viel zu spät. Sie hätten gleich auf die Runen verzichten<br />
sollen. Klar lag Ragnaros ein paar Wochen<br />
später zu unseren Füßen. Aber statt an den Sieg<br />
erinnere ich mich heute vor allem an diesen einen<br />
frustrierenden Abend, als ich kurz davor war, in meine<br />
Tastatur zu beißen.“<br />
ons aufeinander auf. Für Naxxramas brauchte<br />
man also Ausrüstung aus Ahn’Quiraj, für<br />
Ahn’Quiraj aber Rüstzeug aus dem Pechschwingenhort,<br />
für den Hort aber aus dem<br />
Geschmolzenen Kern. Eine Möglichkeit,<br />
Nachzügler außerhalb der Schlachtzüge auszurüsten<br />
(wie etwa durch Schlachtzugsbrowser<br />
oder Zeitlose Insel heute) gab es nicht.<br />
Damit war die Ausrüstung selbst zur Zugangsbeschränkung<br />
geworden. So schafften es<br />
nur sehr wenige Gilden, etwa ein Prozent der<br />
Spielerschaft damals, überhaupt einen Boss<br />
aus Naxxramas zu besiegen.<br />
Alle epics nützten nichts im<br />
Kampf gegen Nefarian im Pechschwingenhort,<br />
wenn nicht alle Helden den<br />
Onyxiaschuppenumhang trugen; quasi<br />
der Schlüssel zum Sieg.<br />
Resistenzen<br />
Warum Ausrüstung früher viel<br />
wichtiger war ...<br />
Schon mit dem Geschmolzenen Kern mussten<br />
vor allem Tanks ihre Ausrüstung genau auf den<br />
Schlachtzug vorbereiten. In den feurigen Tiefen<br />
war nämlich Feuerresistenz Trumpf und so mancher<br />
blaue Gegenstand von vor 20 Stufen plötzlich<br />
wieder wertvoll. Andere Werte waren erst mal<br />
zu vernachlässigen. Im Pechschwingenhort und<br />
Naxxramas war dann Schattenresistenz Trumpf, in<br />
Zul’Gurub Naturresistenz – quasi eine Zugangsbeschränkung<br />
ohne Quest. Wer einen Platz in einem<br />
Schlachtzug ergattern wollte, musste meist vorher<br />
eine perfekte Ausrüstung vorzeigen. Das Konzept<br />
war aber so unbeliebt, dass Blizzard Resistenzen am<br />
Ende von Classic abschwächte.<br />
86<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Ahn’Quiraj – eine<br />
Schlüsselquest für<br />
den ganzen Server<br />
Während Classic-WoW ließ sich Blizzard mit<br />
Ahn’Quiraj als Zugangsbeschränkung etwas<br />
Besonderes einfallen: Die zwei Schlachtzüge<br />
für 20 und 40 Spieler waren zu Beginn des<br />
Patches 1.9 gesperrt und mussten in gemeinsamer<br />
Arbeit eines Servers erst geöffnet werden.<br />
Einmal geöffnet, waren sie dann aber<br />
allen Spielern zugänglich.<br />
/focus<br />
Sammelspaß für alle?<br />
Was als Weltevent erst einmal aufregend<br />
klang (ein Anlass für Allianz und Horde,<br />
die Kräfte zu vereinen), artete in der Praxis<br />
in endlose Sammelei aus. Insgesamt mussten<br />
unter anderem 20.000 Arthas-Tränen,<br />
90.000 Kupferbarren und 400.000 Runenst<strong>of</strong>f-<br />
Bandagen geliefert werden. Selbst auf stark<br />
bevölkerten Servern dauerte das Wochen.<br />
Die meisten Spieler waren gespannt, was<br />
passieren würde, fanden die Mega-Sammelei<br />
aber wenig unterhaltsam. Einige Anführer<br />
führender Gilden verdonnerten ihre Mitglieder<br />
dazu, tagelang die benötigten Gegenstände<br />
zu farmen – sonst drohte der Rauswurf.<br />
Schließlich wollte man so schnell wie möglich<br />
in die neuen Schlachtzüge. Für manchen<br />
wurde das Spiel dadurch zur Arbeit.<br />
Episch für nur einen<br />
Während der ganze Server fleißig sammelte,<br />
erhielt ein einzelner Spieler die Möglichkeit,<br />
eine ganz besondere Questreihe zu erleben:<br />
als Agent des Bronzenen Drachenschwarms.<br />
Der besondere Spieler bekam die Gelegenheit,<br />
indem er als Teil der Questreihe „Nur<br />
einer kann sich erheben“ mit einem Schlachtzug<br />
den Boss Brutwächter Dreschbringer im<br />
Pechschwingenhort bezwang und dabei den<br />
Kopf als Beute erwürfelte. Wer die Quest zuerst<br />
abgab, hatte Glück<br />
gehabt. Dadurch wurde<br />
der Charakter zum<br />
Agenten Nozdormus<br />
und musste das Szepter<br />
der Sandstürme wieder<br />
zusammensetzen,<br />
also den Schlüssel mit<br />
dem man Ahn’Quiraj<br />
öffnen konnte. Das Gute<br />
daran: Die Questreihe<br />
war für eine ganze<br />
Gilde eine Herausforderung. Diese musste<br />
im Auftrag für Azuregos einen gigantischen<br />
Haifisch-Raidboss in Azhara erledigen, den<br />
schlafenden Drachen Eranikus gegen seine<br />
Albträume verteidigen und den Endboss<br />
Nefarian im Pechschwingenhort töten. Das<br />
Ärgerliche daran: Bei einigen Teilen der<br />
Questreihe konnten andere Gilden helfen, bei<br />
vielen aber nicht. Die Epische Geschichte um<br />
das zerbrochene Szepter und den Krieg in Silithus<br />
ging an den meisten Spielern eines Servers<br />
einfach spurlos vorbei. Schlimmer noch:<br />
Manch eine dreiste Gilde führte damals den<br />
Server mit falschen Informationen im Forum<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Die wüste bebt: Nach der Öffnung<br />
des Tores liefen Wächter aus Ahn’Quiraj<br />
in Silithus Amok. Durch Serverlags im<br />
Ruckeltakt und mit 10 FPS.<br />
Artous von Blackhand<br />
meint:<br />
„Okay, es hat geruckelt wie blöde und<br />
eine Gilde hat alles im Alleingang gemacht<br />
und auch die Beute eingestrichen ... aber es war eines<br />
der besten Events in World <strong>of</strong> Warcraft bisher.<br />
Und ICH WAR DABEI, als die Tore aufgingen!“<br />
in die Irre und<br />
löste die spannenden<br />
Events<br />
ganz alleine für<br />
sich und geladene<br />
Freunde spät<br />
in der Nacht aus.<br />
So hatte Blizzard<br />
sich das sicher<br />
nicht vorgestellt.<br />
Der Gong ertönt nur einmal ...<br />
Heute im Rückblick erscheint die Öffnung<br />
der Tore von Silithus als schlechtes Beispiel<br />
für exklusiven Spielinhalt und eine übertriebene<br />
Schlüsselquest. Viel Programmieraufwand<br />
wurde für einen Spieler und seine<br />
Gilde betrieben, während der Rest des<br />
Servers mit langweiligen Sammelquests abgespeist<br />
wurde. Wann der Agent des Bronzenen<br />
Drachenschwarms nämlich mit dem reparierten<br />
Szepter den Gong schlug, war ganz<br />
allein ihm überlassen. Wer an diesem Abend<br />
gerade nicht online war, nicht benachrichtigt<br />
wurde, kein Internet hatte oder überhaupt<br />
GroSSevent mit ServercraSh:<br />
Blizzard hat wohl nicht darüber<br />
nachgedacht, was passiert, wenn<br />
alle Spieler eines Servers in eine<br />
Zone wechseln.<br />
nicht wusste, worum es ging, verpasste das<br />
Ereignis einfach. Schade, denn der Kampf der<br />
Wächter von Ahn’Quiraj gegen die versammelten<br />
Helden aus Horde und Allianz (inklusive<br />
namhafter N<strong>PC</strong>s) war ein Ereignis, das<br />
World-<strong>of</strong>-Warcraft-Geschichte geschrieben<br />
hat. Aber auch für die meisten anwesenden<br />
Spieler war das Ereignis eine kaum genießbare<br />
Ruckelorgie. Manche Server brachen unter<br />
dem Andrang der anwesenden Spieler in<br />
Silithus sogar zusammen und schalteten sich<br />
für Stunden ab. Zumindest konnte man am<br />
Ende den Unglücklichen erzählen: „Ich war<br />
wenigstens dabei.“<br />
Gojey von Nathrezim<br />
meint:<br />
„Mir war das Ereignis in Silithus eigentlich<br />
egal. Aber ich habe mir eine goldene<br />
Nase beim St<strong>of</strong>fverkauf verdient. Die Top-Gilden<br />
haben einfach alles aufgekauft. Danke nachträglich<br />
für das Sponsoring meiner Reittiere. Gerne wieder.“<br />
87
focus<br />
Zu viele Schlüssel<br />
in Burning<br />
Cru sade<br />
Mit der ersten Erweiterung Burning Crusade<br />
führte Blizzard die Schlüsselquests fort. Alles<br />
musste einen Schlüssel haben, vor allem<br />
Spiel inhalte, die für Elite-Spieler gedacht waren.<br />
Und um an einige davon zu kommen,<br />
musste man wirklich Glück und Geduld<br />
haben. Schlüssel-Hardmode in der Scherbenwelt,<br />
wir blicken zurück.<br />
Alfeim von Terrodar<br />
meint:<br />
„Mir waren viele Schlüssel in Burning<br />
Crusade einfach egal. Ich habe bis heute keinen<br />
hohen Ruf bei allen BC-Fraktionen. Als Schurke mit<br />
Schlösserknacken 350 brauchte ich das auch nicht<br />
und bin auch so nach Arcatraz oder Auchindoun gekommen.<br />
Da habe ich die ganze Aufregung um die<br />
Schlüsselsammelei nicht verstanden. Außerdem<br />
war es ein tolles Gefühl, mit seinem Schurken ein<br />
Schloss zu knacken und sich dort hineinzustehlen,<br />
wo andere nicht hereinkamen. So was fehlt heute<br />
einfach im Spiel. Taschendiebstahl und Schlossknacken<br />
waren einmal coole Talente und sind heute<br />
einfach nutzlos geworden. Als dann einige Schlüssel<br />
aus dem Spiel entfernt wurden und alle Gildenkollegen<br />
sich aufgeregt haben, habe ich nur gelacht.“<br />
Harte Instanzen nur für Ruf<br />
Mit Burning Crusade wurden erstmals heroische<br />
Dungeons ins Spiel eingeführt. Diese<br />
schweren Versionen musste man aber erst<br />
mit einem passenden Schlüssel freischalten.<br />
Der Trick dabei: Jeden Schlüssel gab es bei<br />
einer anderen Ruf-Fraktion in der Scherbenwelt.<br />
So mussten Spieler einen wohlwollenden<br />
Ruf beim Unteren Viertel erlangen, um<br />
den Schlüssel für Auchindoun kaufen zu<br />
können. Den Schlüssel für die drei Dungeons<br />
der Höllenfeuerzitadelle gab es bei der jeweiligen<br />
Ruf-Fraktion der Höllenfeuerhalbinsel,<br />
Thrallmar oder Ehrenfeste.<br />
Dabei klingt Ruf-Farmen heutzutage nicht<br />
mehr nach viel Arbeit; war es damals aber!<br />
Eine Fraktion auf den nötigen Ruf zu bringen,<br />
dauerte schon mal eine gute Woche<br />
oder länger. Und da der Fraktionsruf direkt<br />
an den Zugang zu den forderndsten Dungeons<br />
gekoppelt war und man dort wiederum<br />
die nötigen Gegenstände für die<br />
Schlachtzüge bekam, wurde das Ruf-Farmen<br />
bald zur Pflicht für alle. Besonders für Spieler<br />
mit Twinks war dies ein Graus. Denn jeder<br />
neue Charakter fing wieder von vorne mit<br />
dem Ruf-Sammeln an.<br />
Problem: Alle mussten Dungeon-<br />
Schlüsselmeister werden!<br />
Das eigentliche Ärgernis an heroischen<br />
Dungeons war, dass alle Spieler einer Gruppe<br />
den passenden Schlüssel haben mussten.<br />
So konnte man nicht mehr einen freundlichen<br />
Schlüsselmeister bitten, den Dungeon<br />
„aufzuschließen“. Hatte jemand den Schlüssel<br />
zu einem Dungeon nicht, konnte er auch<br />
nicht mitgenommen werden. Das teilte die<br />
Spielerschaft zu Beginn der Erweiterung<br />
und erschwerte die Bildung von Zufallsgruppen<br />
ungemein. So kamen zunächst<br />
nur gut koordinierte Gilden mit viel Zeit im<br />
Spiel voran. Blizzard wollte mit den Schlüsseln<br />
wohl eine Art Schlachtzugseinstimmung<br />
für heroische Dungeons schaffen.<br />
Doch Ruf-Farmen war keine richtige Einstimmung,<br />
geschweige denn nennenswertes<br />
Training für die teilweise bockschweren<br />
Instanzen.<br />
Auch wurden Spieler bald angefeindet, die<br />
ohne alle Schlüssel dastanden: „Du hast<br />
nicht mal den Auchenai-Schlüssel? Was bist<br />
du denn für ein Noob? Zu faul zum Ruf-<br />
Farmen, oder was?“ Schlüsselsammler zu<br />
sein war in Burning Crusade keine Beschäftigung<br />
für leidenschaftliche Spieler mehr,<br />
sondern eine Pflicht für alle, wenn sie an<br />
hochstufigen Inhalten teilnehmen wollten.<br />
Und das wollten bald alle, denn abgesehen<br />
von fordernden Dungeons und Schlachtzügen<br />
bot die Erweiterung wenig.<br />
Dirk erzählt: Der<br />
Schlüssel droppte nie!<br />
„Ich wollte den Zugang zu den Zerschmetterten Hallen<br />
haben. Ich hatte alle Schlüssel davor und dieser<br />
eine fehlte mir noch. Dumm nur: Ich war nicht allein<br />
auf meinem Server. Schmied Gorlunk, der die<br />
Schlüsselform für den Start der Questreihe fallenließ,<br />
war ständig von Spielern belagert. Ständig,<br />
sogar tief in der Nacht. Und natürlich wollte keiner<br />
eine Gruppe aufmachen, weil es das Gerücht gab,<br />
dass dann der Gegenstand nicht droppen würde.<br />
Natürlich fiel der trotzdem für jedes Gruppenmitglied<br />
und zwar zu 50 Prozent. Ich habe drei Tage dort<br />
gewartet und ihn nur viermal in die Finger bekommen:<br />
nichts. Dutzende Male haben andere Spieler<br />
ihn vor mir erwischt und sind mit ihrem Schlüssel<br />
davon. Dann endlich, nach einem Serverreset beim<br />
fünften Mal hatte ich die Schlüsselform im Loot-<br />
Fenster. Ich habe laut gejubelt, bis mein Mitbewohner<br />
ins Zimmer kam und mich besorgt anstarrte.“<br />
Vorquests als Story-Stunde?<br />
Während viele Spieler das Ruf-Farmen für<br />
heroische Schlüssel hassten, erinnern sie sich<br />
gerne an die Vorquests für Schlachtzüge. Diese<br />
waren damals weniger ein Fähigkeitentest<br />
der Spieler als eine Einstimmung auf den<br />
Schlachtzug im Sinne der Story von World <strong>of</strong><br />
Warcraft. So musste man mit Khadgar sprechen,<br />
bevor man den Turm seines Meisters<br />
Karazhan betreten durfte. Um in der Schlacht<br />
um Berg Hyjal in die Höhlen der Zeit zu<br />
gelangen, musste man sich mit dem Bronzenen<br />
Drachenschwarm vertraut machen<br />
und alle anderen Zeit-Dungeons bestehen.<br />
Dabei wurden nicht nur wichtige N<strong>PC</strong>s der<br />
WoW-Geschichte näher beleuchtet, sondern<br />
auch manche überraschende Story-Wendung<br />
präsentiert. In der Vorquest zum Schwarzen<br />
Tempel etwa half man Akama und Maiev, in<br />
den Tempel zu schleichen und Illidans Sturz<br />
vorzubereiten. Ohne diese Einführungen<br />
ergaben die Story-Ereignisse innerhalb der<br />
Schlachtzüge kaum einen Sinn. Einerseits<br />
war das eine geniale Idee, da die Story eines<br />
Karazhan<br />
Das musste man für den Schlüssel<br />
zum Schlachtzug tun ...<br />
Um Karazhan zu betreten brauchte man den Schlüssel<br />
des Meisters. Die achtteilige Questreihe dazu<br />
begann bei Erzmagier Alturus im Totenwindpass.<br />
Spieler mussten nach Shattrath reisen und mit dem<br />
Magier Khadgar sprechen. Dieser erzählte von den<br />
drei Teilen des Schlüssels, die in Auchindoun, Arcatraz<br />
und Dampfkammer als Beute von speziellen<br />
Wächtern fallengelassen wurden. Einige davon waren<br />
dazu recht schwer zu pullen. Auch die Dungeons<br />
selbst erforderten wieder eigene Schlüssel. Kehrten<br />
Spieler mit allen drei Fragmenten zu Khadgar zurück,<br />
schickte er sie in die Höhlen der Zeit das Dunkle<br />
Portal öffnen. Dann erhielt man kostenlos den<br />
Schlüssel und sogar etwas Ruf beim Violetten Auge.<br />
Vergleichsweise leicht kamen<br />
Spieler an den Schlüssel für Karazhan.<br />
Nur drei Gegenstände aus drei Dungeons<br />
mussten dafür kombiniert werden.<br />
88<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Nur für VeteraNeN Wer in<br />
den Tempel wollte, musste auf<br />
der Vorquest die drei anderen BC-<br />
Schlachtzüge besucht haben.<br />
Der Schwarze Tempel<br />
Das musste man für den Zugang tun ...<br />
Der Schlüssel zu diesem legendären Schlachtzug war das Medaillon von Karabor.<br />
Dies bekam man erst voll aufgewertet am Ende einer 20 Teile langen Questreihe,<br />
die in Shattrath mit Patch 2.1 begann – gespickt mit Storywendungen und wichtigen<br />
N<strong>PC</strong>s. Spieler auf der Jagd nach dem Amulett mussten dem Zerschlagenen Akama<br />
helfen und im Schattenmondtal den Drachenreiter Schattenfürst Todesklage besiegen.<br />
Dessen Herz des Zorns wurde dann in das Medaillon eingefügt und zum<br />
Naaru A’dal gebracht. Die zweite Hälfte der Questreihe benötigte einen 25-Mann-<br />
Schlachtzug und einen Abstecher in die Höhle des Schlangenschreins. Dort musste<br />
man den Boss Tiefenlord Karathress besiegen, um Lady Vashjs Übernahme des<br />
Schwarzen Tempels zu verhindern. Dann ging es in die Festung der Stürme, wo<br />
man in Verkleidung von Akamas Aschenzungen den Boss Al’ar tötete. Doch damit<br />
nicht genug: Erst nach einem Sieg über Furor Winterfrost im dritten Schlachtzug<br />
der Questreihe, Schlacht um Berg Hyjal, war man bereit und erhielt den Schlüssel,<br />
musste aber noch gegen Illidans Dämonen antreten, um Maiev und Akama zu decken,<br />
die sich während der Event-Schlacht in den Tempel schlichen.<br />
/focus<br />
Kraffmaga von<br />
Blackhand meint:<br />
„Ich verstehe diesen ganzen Schlüssel-Kram<br />
einfach nicht. Die ersten Quests in Classic waren ja<br />
noch ganz okay und ich mochte meinen Schlüsselbund,<br />
aber mit Burning Crusade wurde das Ganze echt zu<br />
viel. Schlüssel hier, Gegenstände sammeln, um Bosse<br />
zu beschwören, da. Gerade wer mehrere Charaktere<br />
hochspielen wollte, bekam da doch eine Krise. Blizzard<br />
wollte mit den Schlüsselquests doch nur den Spielinhalt<br />
künstlich länger aktuell halten. Das war Zeitschinden<br />
pur! Gut, dass sie das mit WotLK abgeschafft haben.“<br />
Dungeons so in seiner eigenen Vorquest erzählt<br />
werden konnte. Andererseits fehlte diese<br />
Story dann im Dungeon selbst und manche<br />
per Hexer-Portal herbeiteleportierten<br />
Spieler wunderten sich, was überhaupt in der<br />
Instanz vor sich ging.<br />
Mit einer richtigen Vorbereitung auf die Herausforderungen<br />
der Instanz hatte das auch<br />
nur selten zu tun. In den Quests wurde eher<br />
mit N<strong>PC</strong>s gesprochen und Monster gefarmt<br />
oder einzelne Bosse anderer Dungeons getötet,<br />
um an bestimmte Schlüssel-Gegenstände<br />
zu kommen. Dazu war aber meist weit<br />
weniger Können nötig, als dann in der Instanz<br />
selbst abverlangt wurde.<br />
Problem: Spieler-Fragmentierung<br />
Je länger die Veröffentlichung von Burning<br />
Crusade her war, desto deutlich wurde ein Problem:<br />
Spieler-Fragmentierung. Da jeder neue<br />
Dungeon und jeder Schlachtzug eine Einstimmungsquest<br />
erforderte, hatten es Nachzügler<br />
besonders schwer, zu den Schlachtzugsgilden<br />
aufzuschließen. Blizzard erkannte das Problem<br />
und reagierte 2007 mit einem Hotfix:<br />
„Nach reiflicher Überlegung entfernen<br />
wir die Einstimmungsvoraussetzungen<br />
für den Schlangenschrein und die Festung<br />
der Stürme. Während viele Einstimmungsquests<br />
gute Fortschrittstests<br />
waren, haben andere Gilden unnötigen<br />
Stress verursacht.“<br />
Der Hintergrund: Schlachtzüge galten damals<br />
als sehr elitär und Blizzard wollte Spielern<br />
mit Einstimmung, Schlüsseln oder Vorquests<br />
nicht noch zusätzliche Steine in den<br />
Weg legen, um sich am Endgame-Content zu<br />
Cromatus von<br />
Blackhand meint:<br />
„Schlüsselquests waren damals zu Burning<br />
Crusade einfach cool. Man hat sich zusammen<br />
mit Gildenmitgliedern oder Randoms eine Gruppe<br />
gesucht, um die Dungeonquests für die Schlüssel zu<br />
machen. Somit hatte man das Gefühl, dass die Dungeons<br />
aufeinander aufbauen, auch wenn sie von der<br />
Schwierigkeit teilweise nicht viel anders waren. Die<br />
Quests mit mehreren Charakteren zu machen war jedoch<br />
etwas nervig, vor allem die Schlüsselquest rund<br />
um Karazhan. Aber all diese Schlüsselquests haben<br />
die jeweiligen Dungeons, die man dafür besuchen<br />
musste, länger ‚frisch‘ gehalten.“<br />
versuchen oder mit einer neuen Truppe eine<br />
Aufholjagd auf die Top-Gilden zu starten.<br />
Damit war der Anfang vom Ende der Schlüsselquests<br />
eingeläutet. Ein halbes Jahr später<br />
fiel auch die Einstimmungsbeschränkung für<br />
Karazhan; nur ein Spieler brauchte dann den<br />
Schlüssel zum Aufschließen. Mit WotLK sollten<br />
Schlüssel dann ganz aus dem Spiel verschwinden.<br />
Aber woran lag das?<br />
Schrecken der Nacht<br />
Nur so konnte man in Karazhan den Bonus-<br />
Boss beschwören.<br />
Ohne einen spieler mit vOrquest<br />
zeigte sich dieser Boss in Karazhan erst<br />
gar nicht. Die lange Questreihe sorgte<br />
also für größere Loot-Ausbeute.<br />
Vorquests öffneten nicht nur Dungeon-Tore oder Schlachtzüge,<br />
sondern beschworen früher auch Extra-Bosse. So etwa den Schrecken<br />
der Nacht auf der Terrasse des Meisters in Karazhan. Dafür<br />
musste ein Spieler wohlwollend bei der Fraktion Violettes Auge<br />
sein und Medivhs Tagebuch als Bossloot von Arans Schemen erhalten.<br />
Das begann eine Questreihe und Gespräche mit N<strong>PC</strong>s in<br />
Karazhan, an deren Ende man in Nethersturm Bücher einsammeln<br />
und in den Sethekk-Hallen den Boss Großhexenmeister Nethekurse<br />
bezwingen musste. Nach gefühlten 10 Stunden Questlauferei<br />
erhielt der Spieler die Möglichkeit, in einem Schlachtzug die Urne<br />
auf der Terrasse des Meisters anzuklicken und den Schrecken der<br />
Nacht zu beschwören; besondere epische Beute inklusive, darunter<br />
Top-Schilde für Tanks und Schamanen.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
89
focus<br />
Wo sind all die<br />
Schlüssel hin?<br />
Schaut man sich die Geschichte von Classic und<br />
Burning Crusade an, waren Schlüssel schon immer<br />
ein Spielelement von World <strong>of</strong> Warcraft.<br />
Doch während der zweiten Erweiterung Wrath<br />
<strong>of</strong> the Lich King verschwanden sie plötzlich<br />
ganz aus dem Spiel. Auch der Schlüsselring<br />
wurde entfernt und viele ältere Dungeons ohne<br />
Vorquest zugänglich gemacht. Dabei war kurz<br />
vorher sogar noch mit „Der Schlüsselmeister“<br />
ein Sammel-Erfolg eingeführt worden.<br />
Spätestens mit Cataclysm wollte Blizzard von<br />
Schlüsseln nichts mehr<br />
wissen. Warum, wurde<br />
nie verraten. Wir<br />
haben Theorien dazu:<br />
Theorie 1:<br />
Zu viel Schlüssel<br />
in BC<br />
Burning Crusade hat<br />
es mit den Schlüsseln<br />
einfach übertrieben.<br />
Mit Schlüssel- und<br />
Vorquests für jeden heroischen<br />
Dungeon und<br />
fast alle Schlachtzüge<br />
war der Aufwand für<br />
den Gelegenheitsspieler<br />
einfach zu hoch, um<br />
sich am Endcontent zu<br />
versuchen. Das spürte man auch damals in<br />
der Meinung der Spieler zu Schlüsseln. Den<br />
meisten ging das Ruf-Farmen nämlich gehörig<br />
auf die Nerven. Dabei hagelte es kurz nach<br />
der Ankündigung, mit Cataclysm Schlüssel<br />
ganz aus dem Spiel zu patchen, in den Foren<br />
böse Kritik. „Das ist ein Schritt zu weit!“ und<br />
„Hört ihr eigentlich auf eure Spieler?“ las man<br />
da erbost. Tatsächlich hatte Blizzard aber auf<br />
die Spielerkritik an Schlüsselquests reagiert, es<br />
nur zu gut gemeint. Kaum ein Spieler trennte<br />
sich gern von seinem Schlüsselring und den<br />
mit jedem Kleinod verbundenen Erinnerungen.<br />
Da half auch etwas Gold als Entschädigung<br />
nichts.<br />
Theorie 2: Content für alle<br />
Mit Wrath <strong>of</strong> the Lich King begann Blizzard<br />
eine neue Philosophie in World <strong>of</strong> Warcraft<br />
einzuführen: Content für alle. Jeder Spieler<br />
sollte die Möglichkeit haben, jeden Spielinhalt<br />
und insbesondere alle Story-Elemente zu erleben;<br />
egal wie gut er als Dungeon-Held oder<br />
Schlachtzügler war. Da Schlüsselquests aus<br />
Burning Crusade aber viel Story enthielten,<br />
Gelegenheitsspieler aber außen vor ließen,<br />
war diese Art Geschichten zu erzählen Blizzard<br />
ein Dorn im Auge. Die Schlüssel ganz zu<br />
entfernen war dann mehr eine Geste, um die<br />
neue Philosophie zu unterstützen.<br />
Theorie 3: Alte Dungeons öffnen<br />
Mit WotLK begannen viele Spieler aktiv zu<br />
twinken und dabei auch alte Spielinhalte zu<br />
erleben, die sie in Burning Crusade verpasst<br />
hatten. Da standen Schlüsselquests natürlich<br />
im Weg. Denn<br />
Kerulan von der<br />
Forscherliga meint:<br />
„Schlüssel waren kein schlechtes Konzept<br />
an sich. Blizzard hat es mit Burning Crusade<br />
einfach zu weit getrieben. Man muss ja nicht für<br />
alles und jeden und dessen Garage einen Schlüssel<br />
haben. Aber so ganz ohne ... ich weiß nicht. Dass jeder<br />
immer in jeden Dungeon hereinspazieren kann,<br />
finde ich einfach merkwürdig. Das ist in anderen<br />
Computerspielen und MMOs ja auch nicht so. Ich<br />
wäre dafür, dass Blizzard einige Schlüssel wieder ins<br />
Spiel bringt und die alten Schlüsselquestreihen wieder<br />
spielbar macht. Einige von denen waren nämlich<br />
echt nett von der Story her.“<br />
kaum ein levelnder<br />
Spieler hielt sich<br />
lange genug in der<br />
Scherbenwelt auf,<br />
um eine Schlüsselquestreihe<br />
abzuschließen.<br />
Dazu<br />
funktionierten<br />
Schlüssel mit dem<br />
Dungeonbrowser<br />
schlecht. Denn Tore<br />
öffnen, Abkürzungen<br />
nehmen<br />
oder Dungeonteile<br />
überspringen ergibt<br />
keinen Sinn<br />
mehr, wenn Spieler<br />
per Knopfdruck direkt<br />
in eine Instanz teleportiert werden.<br />
Theorie 4: Solospielern helfen<br />
Solo-Spielen von alten Bossen kam in WotLK<br />
mit dem Todesritter in Mode. Doch wer versucht<br />
sich schon aus Spaß alleine an einem Boss, wenn<br />
er dafür viele Stunden Quests absolvieren muss,<br />
nur um einen Blick in den Dungeon zu werfen?<br />
Hier könnte Blizzard sich bemüht haben, es<br />
Spielern vorausschauend einfacher zu machen.<br />
Besonders zu einer Zeit kurz vor Cataclysm, als<br />
der nächste Inhalts-Patch auf sich warten ließ<br />
und viele Spieler nach einer Beschäftigung suchten,<br />
um sich die Zeit des Wartens zu vertreiben.<br />
Theorie 5: Gegenstandsstufen als<br />
moderner Schlüsselersatz<br />
Schlüsselquests ergaben hauptsächlich<br />
als „Fortschrittstests“ für aktuellen Content<br />
Sinn, um Spieler daran zu hindern,<br />
ExtrabEutE: Malygos war für viele<br />
Schlachtzugsgruppen nach dem<br />
Sieg über Saphiron kaum mehr als<br />
Bonus-Beute.<br />
Malygos<br />
Damals: Und auf einmal<br />
waren sie alle weg –<br />
und ich auch<br />
„Wie lange habe ich in World <strong>of</strong> Warcraft Schlüssel<br />
gesammelt? Allein in Burning Crusade gefühlte Wochen.<br />
Vorquest hier, Questreihe da. Insgesamt besaß<br />
ich deutlich mehr als nur die elf für den Schlüsselmeister-Erfolg.<br />
Und ich war mächtig stolz auf jeden<br />
davon und kannte zu jedem auch die Geschichte,<br />
wie ich ihn bekommen hatte. Der Schlüsselbund<br />
war quasi ein Sack voller guter Erinnerungen an<br />
vergangene Azeroth-Tage, an Strat holme, Scholomance,<br />
Karazhan. Genau wie bei manchem Spaß-<br />
Gegenstand oder bei alten Ausrüstungsteilen wie<br />
Quel’Serrar oder dem Hammer von Ragnaros hatte<br />
ich nicht vor, mich jemals von denen zu trennen.<br />
Als Blizzard dann alle Schlüssel einfach aus dem<br />
Spiel entfernt hat, war ich echt sauer! Nicht mal<br />
eine Wahl gab man mir, die Gegenstände wurden<br />
einfach entfernt. Auch der Schlüsselmeister-Erfolg<br />
verschwand einfach so, ohne Ersatz. Nicht einmal<br />
eine Heldentat gab es für Sammler wie mich, nur<br />
ein paar lausige Gold als Entschädigung! Die hätte<br />
sich Blizzard dann auch sparen können. In dem Moment<br />
wusste ich, dass World <strong>of</strong> Warcraft nicht mehr<br />
das Spiel ist, das ich früher so gemocht hatte. Für<br />
manche mag das ein lausiger Grund gewesen sein,<br />
aber für mich war das der Tropfen zu viel und ich<br />
kündigte mein Abonnement ... wegen Schlüsseln.“<br />
- Rodderick, Zirkel des Cenarius<br />
zu früh bestimmte Dungeons zu betreten<br />
und dann frustriert zu scheitern. So richtig<br />
funktioniert haben Schlüssel dabei aber<br />
nie. Denn keine Einstimmungsquest wurde<br />
den eigentlichen Anforderungen der<br />
erschlossenen Instanz gerecht und war<br />
eher ein Test der Ausdauer und Hartnäckigkeit<br />
des Spielers. Das heutige System<br />
ist da logischer und knüpft den Zugang<br />
zu bestimmten Inhalten (Schlachtzugsbrowser,<br />
Dungeons) an die Ausrüstung.<br />
So stellt Blizzard sicher, dass jeder verfügbare<br />
Dungeon vom Spieler theoretisch<br />
auch bestanden werden kann. Gegenüber<br />
diesem genauen System haben Schlüssel<br />
ausgedient.<br />
So beschwor man den blauen Drachen mit einem der<br />
letzten Schlüssel von Azeroth ...<br />
Verglichen mit früheren Quests war das Beschwören des blauen Drachenbosses<br />
Malygos im Auge der Ewigkeit in Nordend ein Klacks. Als Vorbereitung musste nur<br />
der vorletzte Boss aus Naxxramas, der Eisdrache Saphiron besiegt werden. In seiner<br />
Beute befand sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Schlüssel der fokussierenden<br />
Iris, aber nur für ein Schlachtzugsmitglied. Wer den Schlüssel erbeutet<br />
hatte, konnte die gleichnamige Quest beginnen und Malygos in seinem Schlachtzug<br />
auf der Spitze des Nexus in Kalterra beschwören. Als Abschluss der Quest gab<br />
es nach Malygos Tod sogar ein episches Halsteil für Stufe-80-Helden. Die Questreihe<br />
funktioniert dabei sogar bis heute.<br />
90<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Theorie 6:<br />
Zugänglichkeit ist<br />
Trumpf<br />
Dieses Argument unterstellen<br />
Classic-Fans<br />
gerne Blizzard und der<br />
Entwicklung von World<br />
<strong>of</strong> Warcraft seit Burning<br />
Crusade. In den Worten<br />
einiger bitterer Forenposts:<br />
„WoW ist einfach<br />
und bequem geworden.<br />
Spieler haben sich daran<br />
gewöhnt, auf Knöpfe zu<br />
drücken und alles automatisch<br />
zu bekommen.“<br />
Darüber lässt sich streiten.<br />
Auf jeden Fall sind<br />
aber Schlüsselquests und<br />
lange Questreihen sperrig und passen damit<br />
nicht ins heutige World <strong>of</strong> Warcraft. Dungeons<br />
müssen nicht einmal entdeckt werden,<br />
damit der Browser sie zur Verfügung stellt.<br />
Welchen Sinn hätten Schlüssel in einem solchen<br />
Spiel?<br />
Nie wieder<br />
Schlüsselmeister<br />
World <strong>of</strong> Warcraft hat heute alle Schlüssel-<br />
und Vorquests abgeschafft und schaltet<br />
Inhalte nur noch über Charakter- und Gegenstandsstufen<br />
frei. Blizzard hält das für<br />
eleganter als Schlüsselquests und Einstimmungsevents.<br />
Andere MMOs gehen derweil<br />
eigene Wege (siehe rechts, Blick über den Tellerrand)<br />
und bringen genau diese Features<br />
zurück. Ist ein Umschwung in Sicht und kehren<br />
Schlüssel zurück nach Azeroth? Wir sind<br />
uns sicher, dass dies nicht passieren wird.<br />
Gründe dagegen: Skalierende<br />
Dungeons<br />
Die Gründe gegen Schlüssel sind dieselben<br />
wie unsere Theorien, warum Blizzard sie<br />
abgeschafft hat. Schlüssel helfen nur dabei,<br />
aktuelle Spielinhalte besser aufzuteilen,<br />
stören aber dabei, vergangene Spielinhalte<br />
zu erleben. Blizzard möchte alte Dungeons<br />
wieder bespielbar machen, aktuell als Fundgruben<br />
für Haustiere<br />
und Transmogrifikationsausrüstung.<br />
Doch genau hierin<br />
sehen viele Fans<br />
auch eine Zukunft<br />
von World <strong>of</strong> Warcraft,<br />
genauer: im Spielen<br />
vergangener Dungeons<br />
und Schlachtzüge<br />
mit herunterskalierter<br />
Stufe und Ausrüstung.<br />
Dass die Technik dafür<br />
vorhanden ist, zeigen<br />
Schlachtzugsbrowser<br />
und Herausforderungsmodus.<br />
Auch<br />
Blizzard hat schon<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Slaxxt von<br />
Arygos meint:<br />
„Ich weiß zwar, dass das nicht<br />
passieren wird, aber als Schlachtzugsleiter<br />
finde ich, Blizzard sollte Schlüsselquests zurückbringen.<br />
Zumindest eine Schlachtzugseinstimmung<br />
für Mythische Schlachtzüge in<br />
<strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor. Eine Schlachtzugsfeuerprobe<br />
für die ganze Gruppe wäre ziemlich genial.<br />
So können Gilden einfach herausfinden,<br />
ob sie für den härtesten Content bereit sind.<br />
Nur wer diese Feuerprobe besteht, darf dann<br />
Mythic raiden. Das würde auch dabei helfen,<br />
schwächere Spieler auszusortieren. Wer wirklich<br />
mitwill, würde schon vorher genug üben,<br />
um das zu bestehen.“<br />
angedeutet, dass<br />
dies langfristig auf<br />
der Agenda steht.<br />
Vielleicht sind Retro-Dungeons<br />
sogar<br />
eines der großen Features<br />
von <strong>Warlords</strong><br />
<strong>of</strong> Draenor. Doch in<br />
jedem Fall wären alle<br />
Vorquests ein Hindernis.<br />
Der Spieler<br />
spielt nicht mit<br />
Ein wichtiger Grund<br />
gegen die Wiedereinführung<br />
von Schlüsseln<br />
sind die Spieler<br />
von World <strong>of</strong> Warcraft<br />
selbst. Klar gibt es unter ihnen viele Veteranen,<br />
die ein bisschen mehr Classic-WoW<br />
zurück wollen und sich auch über Schlüsselquests<br />
freuen würden. Doch Blizzards letzter<br />
Versuch in diese Richtung mit Cataclysm<br />
ging mächtig schief. Auch andere Zugangsbeschränkungen<br />
ernten nur Kritik, zuletzt<br />
der Legendäre Umhang für Twinks. „Wie, ich<br />
werde ohne Umhang nicht mitgenommen?<br />
Schikane!“ Alle Inhalte für alle zu öffnen und<br />
nur Ausrüstung und Können entscheiden zu<br />
lassen ist eben Blizzards Variante, Kritik vorzubeugen<br />
und es möglichst vielen Spielern<br />
recht zu machen.<br />
Es müssen ja nicht immer einfach<br />
nur Schlüssel sein – die Erben der<br />
Schlüsselquests<br />
Schlüsselquests sind zwar aus World <strong>of</strong> Warcraft<br />
verschwunden, nicht aber grundsätzliche<br />
Strukturen. Schlüsselquests zeigten deutlich,<br />
dass Spieler bereit sind, für besondere<br />
Inhalte lange Questreihen und Mühe auf sich<br />
zu nehmen, selbst wenn die Belohnung nur<br />
etwas Prestige ist. Die folgenden Features<br />
sind von Einstimmungsquests beeinflusst<br />
und es wird sie auch in Zukunft geben. Es<br />
müssen ja nicht immer Schlüssel sein.<br />
Artous von<br />
Blackhand meint:<br />
„Der einzige Ort, an dem ich Schlüssel<br />
gerne wiedersehen würde, wären Classic-<br />
Server. Zum heutigen World <strong>of</strong> Warcraft passen<br />
die einfach nicht mehr. Schließlich gibt es<br />
einen Grund, warum das Spiel sich so entwickelt<br />
hat. Und ich finde, Blizzard macht dabei<br />
eine gute Arbeit. Die Legendäre Questreihe<br />
war wie eine Vorquest zur ganzen Erweiterung<br />
und allen Patches. Und die Quest für Grünes<br />
Feuer hat mich wochenlang beschäftigt. So<br />
was will ich in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor nicht wiedersehen.<br />
Schlüsselquests brauchen nur unnötigen<br />
Programmieraufwand.<br />
• Legendäre Questreihen: In Mists <strong>of</strong> Pandaria<br />
war die Questreihe von Furorion ein<br />
voller Erfolg. Wie eine Schlachtzugseinstimmung<br />
aus Burning Crusade vermittelte sie<br />
wichtige Story-Elemente für den aktuellen<br />
Patch und kommentierte<br />
sogar die aktuellen<br />
Geschehnisse<br />
wie ein roter Faden.<br />
Das wird in Zukunft<br />
sicher wiederkommen,<br />
mit oder ohne<br />
Legendärem Umhang<br />
als Belohnung am<br />
Schluss.<br />
• Klassenherausforderungen:<br />
Schlüsselquests<br />
forderten viel<br />
vom einzelnen Spieler<br />
für exklusiven Spielinhalt.<br />
Die Grüne-<br />
Feuer-Quest für He-<br />
Blick über den<br />
Tellerrand<br />
Das müssen Spieler in Wildstar für<br />
einen Schlachtzug tun ...<br />
Wildstar hat sich „Hardcore“ auf die Fahnen geschrieben,<br />
besonders was Schlachtzüge betrifft.<br />
Deshalb fordert das neue Weltraum-MMO auch viel<br />
vom Spieler, bevor er für diesen schwersten Inhalt<br />
überhaupt zugelassen wird. Im Zuge der Einstimmungsquestreihe<br />
muss man auf Nexus:<br />
• Ressourcen sammeln (150 Elder Gems)<br />
• Einen hohen Ruf bei der Heimatfraktion erreichen<br />
• Einen Mini-Boss alleine besiegen<br />
• Jeden Veteranen-Dungeon mit einer Silbermedaille<br />
oder besser abschließen<br />
• Mehrere besondere Events absolvieren<br />
• Alle 10 Weltbosse plus einen Extraboss mit einer<br />
Schlachtgruppe besiegen<br />
Und zwar gleich alles davon auf einmal! Das ist<br />
sogar noch mehr, als die schon umfangreichen Vorquests<br />
für Schlachtzüge aus Burning Crusade und<br />
eine ganz klare Zugangsschranke. Wildstar testet<br />
Ausdauer, Ausrüstung und Können, bevor es einen<br />
Spieler auf Schlachtzugsbosse treffen lässt. Und<br />
das kommt bei Spielern sogar gut an!<br />
xenmeister in Mists <strong>of</strong> Pandaria funktionierte<br />
ähnlich. Sie erzählte eine Geschichte und forderte<br />
Spieler mit einem knackigen Bosskampf,<br />
um an das begehrte Grüne Feuer zu<br />
kommen. Die Spieler waren begeistert (selbst<br />
Nicht-Hexenmeister!) und Blizzard hat sicher<br />
zugehört. Solche Questreihen für besondere<br />
Inhalte dürften wir in Zukunft wiedersehen.<br />
Vielleicht schon mit <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Daenor.<br />
nö. Auch<br />
wenn's sexy<br />
Ladies dazugäbe<br />
– wir brauchen<br />
keine Schlüssel.<br />
91<br />
/focus
focus<br />
Gut versteckt!<br />
World <strong>of</strong> Warcraft<br />
-Eastereggs<br />
Sie glauben, Sie haben<br />
im Spiel bereits alles<br />
gesehen? Sie irren sich!<br />
Stand: Patch 5.4.8 I Autor: Tanja Adov<br />
ie Reise durch Azeroth und die<br />
Scherbenwelt kann ganz schön<br />
langweilig sein. Die üblichen<br />
Flugpunkte ansteuern und während des<br />
Flugs AFK gehen – so schaut der Reisealltag<br />
in WoW aus. Schließlich gibt es nichts<br />
mehr zu entdecken und auch nichts Neues<br />
mehr zu erleben, bis <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
endlich live geht. Aber haben Sie schon mal<br />
nach Eastereggs (engl. für Ostereier, eine<br />
Bezeichnung für versteckte Besonderheiten<br />
in Medien und Computerprogrammen)<br />
gesucht? Und wir meinen nicht diese üblichen<br />
WoW-Easter eggs. Ein N<strong>PC</strong>, der zufällig<br />
den gleichen oder leicht abgeänderten<br />
Namen eines Promis trägt und apathisch<br />
in der Gegend rumsteht, ist langweilig<br />
und stellt kaum eine Besonderheit dar.<br />
Dafür stellen wir Ihnen auf den folgenden<br />
sechs Seiten versteckte Events und kaum<br />
bekannten Eastereggs vor!<br />
Peng, Peng Die Mäuse<br />
von Mulgore können zwei<br />
Schusswaffen gleichzeitig<br />
tragen und zielsicher abfeuern,<br />
damit sind sie unseren<br />
Jägern um einiges voraus!<br />
Axt und PickelhAube! Und, finden Sie Ihre<br />
kleinen Flohtransporter immer noch süß?<br />
Mulgore<br />
Critters von Mulgore –<br />
sie sind da!<br />
Nicht alle kleinen WoW-Tierchen geben einen niedlichen<br />
Gefährten ab. Diese Pets sind gefährlich!<br />
Wer sich mal in Steinkrallen-Pass nahe Donnerfels<br />
in Mulgore verirrt, wird Zeuge seltsamer Ereignisse,<br />
die sich dort in regelmäßigen Abständen abspielen.<br />
Knuffige Kaninchen, pelzige Präriehunde und harmlose<br />
Wühlmäuse verwandeln sich plötzlich in mit Äxten,<br />
Messern und Pistolen bewaffnete Riesen. Wie<br />
in Rage tragen sie dann untereinander Kämpfe auf<br />
Leben und Tod aus.<br />
Die Kuschelkiller kommen!<br />
Das groteske Blutbad der Kuscheltiere ist eine<br />
Hommage an den amerikanischen Science-Fiction-<br />
Film aus dem Jahr 1986: Critters – Sie sind da! Die<br />
simple Handlung von Critters ist in wenigen Worten<br />
erklärt – niedliche Tierchen vom anderen Stern<br />
überfallen eine amerikanische Farm und schnetzeln<br />
sich genüsslich durch Flora und Fauna. Heute sorgt<br />
dieser Film in den Wohnzimmern wegen der schlechten<br />
Special-Effects eher für Gelächter als für Gruselstimmung,<br />
aber in den 80ern war Critters ein echter<br />
Kassenschlager! Die Filmreihe wurde sogar bis zum<br />
vierten Teil fortgesetzt. Verrückt!<br />
92<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Scholozarbecken<br />
Der zahlencoDe Zahlen spielen für die Protagonisten<br />
der Serie Lost eine lebenswichtige Rolle!<br />
Der Lost-Code<br />
Für Fans der berühmten amerikanischen Fernsehserie<br />
Lost, die von den Überlebenden eines Passagierflugzeugabsturzes<br />
und dessen Folgen auf einer<br />
Insel im Pazifik handelt, lohnt sich der Ausflug nach<br />
Nordend in das Scholozarbecken. Dort befindet sich<br />
inmitten eines großen Sees eine kleine Insel mit einem<br />
Bunker. Wenn Sie mit dem Maus-Cursor über<br />
das Bunker-Fenster fahren, erscheint eine Zahlenreihe<br />
5, 9, 16, 17, 24, 43. Gut, die Bunkertür gleicht<br />
dem Bunkereingang von Lost, aber die Zahlen sind<br />
nicht die gleichen, sagen Sie? Schließlich beträgt<br />
der Originalcode aus der Serie: 4, 8, 15, 16, 23, 42.<br />
Aber diese Abweichung lässt sich einfach erklären –<br />
um allen rechtlichen Auseinandersetzungen mit den<br />
Produzenten der Lost-Serie vorzubeugen, rechneten<br />
die pfiffigen WoW-Entwickler einfach plus eins auf<br />
jede Zahl drauf. Trotz verfälschter Zahlen erkennt<br />
jeder Lost-Fan das Easteregg s<strong>of</strong>ort!<br />
/focus<br />
Das Grabmal – Conan der Barbar<br />
Ein Hauch von Abenteuer auf Hyboria weht aus der mysteriösen Ödland-Gruft.<br />
Wir geben zu, dieses Easteregg ist was für<br />
die ganz alten Hasen unter den WoW-Spielern,<br />
aber es ist ein waschechter Klassiker<br />
und hat sogar die Cataclysm-Keule überlebt!<br />
Ein Relikt vergangener Zeiten!<br />
Das mysteriöse Grabmal liegt gut versteckt<br />
zwischen den Borgen des Ödlands. Erst<br />
wenn Sie sich in die Lüfte schwingen, können<br />
Sie den Eingang leicht entdecken. Die<br />
Gruft selbst erscheint auf den ersten Blick<br />
wenig spektakulär, doch Freunde der alten<br />
Conan der Barbar-Comicserie erleben<br />
beim Erblicken des Skeletts, der auf einem<br />
Thron sitzt, ein kleines Déjà-vu. Conan ist<br />
eine fiktive Roman- und Comicfigur, die<br />
ursprünglich der Fantasie von Robert E.<br />
Howard entsprang. Die Gruft-Szenerie ist<br />
dem Endbild der ersten Comicausgabe von<br />
Conan der Unbesiegbare nachempfunden.<br />
In späteren und neu aufgelegten Artworks<br />
ergänzten die Künstler die Szene gerne mit<br />
zierlichen, leicht bekleideten Damen, die<br />
sich zu Conans Füßen rekeln. Conans Gefährten<br />
in der Ödland-Gruft sind allerdings<br />
bis auf die blanken Knochen abgemagert …<br />
Ödland<br />
Gut versteckt!<br />
Zwischen den<br />
Bergspitzen ist das<br />
Grabmal kaum zu<br />
erkennen.<br />
Quelle: Comic „Conan the Indestructible“<br />
Gehörnter helm und<br />
Schwert Zu Classic-<br />
Zeiten von WoW war das<br />
Grabmal sogar der Teil<br />
einer Quest!<br />
Der mann fürs<br />
Grobe Auch<br />
als König haute<br />
Conan gerne alles<br />
kurz und klein.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
93
focus<br />
Nethersturm<br />
Hey, DU!<br />
Frank, der Mops<br />
aus Men in BLack<br />
Wundern Sie sich<br />
nicht, wenn Ihr<br />
Mops plötzlich das<br />
Reden anfängt!<br />
Das exlodierende Schaf<br />
von Unterstadt<br />
Geben Sie sich der Warcraft 3-Nostalgie hin und<br />
besuchen Sie das Apothekarium von Unterstadt.<br />
Sie erinnern sich gerne an die guten alten Warcraft<br />
3-Zeiten, in denen Thrall noch ein echter Held war<br />
und man die Schafe mit Dauerdraufklicken explodieren<br />
ließ? Ja richtig, das explodierende Schaf<br />
gehört bis heute zum bekanntesten Warcraft<br />
3-Easter egg. Ein Exemplar von dieser hochexplosiven<br />
Art hat es sogar in World <strong>of</strong> Warcraft geschafft<br />
und kann im Apothekarium von Unterstadt gefunden<br />
und dauergeklickt werden. Probieren Sie es!<br />
Unterstadt<br />
Area 52 ist eine kleine Stadt im Scherbenwelt-Gebiet<br />
– Nethersturm ist an<br />
sich schon ein eigenes Easteregg.<br />
Das amerikanische Sperrgebiet<br />
Area 51, dessen Existenz die<br />
US-Regierung lange geheim<br />
hielt, diente für die ominöse<br />
WoW-Goblinbasis als Vorlage.<br />
Das amerikanische<br />
Vorbild ist der Gegenstand<br />
vieler Verschwörungstheorien,<br />
vor allem bezüglich<br />
der Erforschung außerirdischer<br />
Lebensformen. Auch<br />
die Goblins von Area 52 haben<br />
sich zu absoluter Geheimhaltung<br />
verpflichtet und eine Vorrichtung<br />
erfunden, die wiederum<br />
ein weiteres Easteregg darstellt – das<br />
Blitzdings aka Gedächtnislöscher aus der<br />
GeblitzdinGst worden „Was, wo, wie? Warum<br />
war ich überhaupt hier?“ werden Sie sich<br />
fragen, nachdem Sie Area 52 verlassen haben.<br />
Area 52 – Sie haben nichts gesehen,<br />
das war nur ein Wetterballon!<br />
Science-Fiction-Komödie Men in Black aus<br />
dem Jahr 1997. Der Film parodiert<br />
die Verschwörungstheorien über<br />
Agenten in schwarzen Anzügen<br />
im Dienst amerikanischer<br />
Regierungsbehörden. Zwei<br />
solcher Agenten, der Men<br />
in Black Agent K und sein<br />
Kollege James, löschten via<br />
eines kleinen Blitzers das<br />
Gedächtnis aller Zivilisten,<br />
die unfreiwillig zu Zeugen<br />
von Alien-Sichtungen<br />
wurden. Klar, die Geschichte<br />
von Men in Black wurde<br />
im alienbegeisterten Amerika<br />
zum Kult. Kein Wunder also,<br />
dass Blizzard Area 51 und den<br />
ominösen Gedächtnislöscher als Easteregg<br />
im Spiel versteckten!<br />
Flug zum mond<br />
Oder wozu sonst<br />
bauen die Goblins<br />
eine Rakete?<br />
Bähm! Das Schaf finden Sie im Käfig mit menschlichen<br />
Gefangenen im Versuchslabor von Apothekarium.<br />
Klicken Sie lange genug drauf, dann explodiert es!<br />
Die Schäfchen von Warcraft 3 Mit nur ein paar<br />
Klicks färbte man die idyllische Wiese schnell rot.<br />
94<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Das <strong>of</strong>fene<br />
Grabmal von<br />
Unbesiegbar<br />
Der Besuch von Unbesiegbars Grabmal gehört<br />
nicht nur für die glücklichen Besitzer des seltenen<br />
Flugreittiers zum Pflichtprogramm, sondern auch<br />
für alle geschichtsbegeisterten Spieler.<br />
Der einsame sattel Unbesiegbars<br />
Grab ist leer, allein<br />
die Erinnerungstafel zeugt von<br />
Arthas’ Trauer über seinen Tod.<br />
/focus<br />
Ein treuer Freund<br />
Unbesiegbar war das Pferd von Arthas Me nethil,<br />
sowohl im Leben als auch im Tod. Er war das Skelett-Ross,<br />
das Arthas während Warcraft 3: Reign<br />
<strong>of</strong> Chaos und Warcraft 3: The Frozen Throne ritt.<br />
Arthas’ treuer Freund starb nach einem tragischen<br />
Unfall, lange bevor der Prinz zum Lich-König wurde.<br />
Jahre später, nach dem Fall von Lordaeron,<br />
lief Todesritter Arthas nach der Ermordung seines<br />
Vaters zu Balnirs Bauernh<strong>of</strong>, wo Unbesiegbar begraben<br />
wurde. Mit der Kraft der Runenklinge Frostgram<br />
verwandelte Arthas sein Lieblingspferd in ein<br />
untotes Streitross.<br />
Das leere Grab<br />
Das interessante an Unbesiegbars Geschichte ist,<br />
dass sein Grab erst zum Pre-Event von der zweiten<br />
WoW-Erweiterung: Wrath <strong>of</strong> the Lich King ins Spiel<br />
implementiert wurde. Nach der Eröffnung des<br />
Schlachtzugs auf die Eiskronenzitadelle wurde klar,<br />
dass das Grabmal nicht nur ein hübsches Detail,<br />
sondern auch der Ursprungsort eines der begehrtesten<br />
Reittiere von WoW ist.<br />
Die Stimmen von Unterstadt<br />
– Warcraft 3-Event zum Nachhören<br />
Tirisfal<br />
In Unterstadt spukt es! Okay, nichts Neues<br />
würden Sie darauf antworten, aber dieses<br />
Spuk-Event ist was Besonderes, versprochen!<br />
Dazu müssen Sie zunächst im Spielmenü<br />
auf Systemeinstellungen klicken und<br />
dann Sound auswählen. Unter Lautstärke<br />
drehen Sie die Gesamtlautstärke auf 100<br />
Prozent, dann drehen Sie den Sound und<br />
den Musik-Regler auf null, dafür aber die<br />
Umgebung auf 100! Gehen Sie dann in den<br />
verlassenen Thronsaal von König Terenas<br />
Menethil in Unterstadt. Auf dem Weg dort-<br />
hin können Sie das Geläute der<br />
Siegesglocken, die im Warcraft 3<br />
Cinematic zur Feier von Arthas’<br />
Rückkehr läuteten, hören. Und das<br />
war noch nicht alles. Im Thronsaal angekommen,<br />
hören Sie Arthas’ düstere Gedanken<br />
und die verzweifelten Rufe seines<br />
Vaters, der dann kurz darauf vom eigenen<br />
Sohn ermordet wird. Gequälte Schreie des<br />
Königs von Lordaeron mischen sich mit der<br />
bedrückenden Unterstadt-Atmosphäre und<br />
erzeugen eine unheimliche Stimmung.<br />
Unterstadt<br />
Klepper-Gerippe<br />
Nach der langen Liegepause<br />
sieht Unbesiegbar<br />
nicht mehr so frisch aus.<br />
Quelle: Warcraft 3 Cinematic<br />
Königsmörder Im Warcraft 3 Cinematic tötet<br />
Prinz Arthas seinen Vater Terenas Menethil.<br />
Scheinbar leer<br />
Die Ereignisse<br />
von Warcraft 3<br />
hallen bis heute<br />
im Thronsaal des<br />
ehemaligen Königs<br />
von Lordaeron nach.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
95
focus<br />
Das unheimliche Füstern! In Anwesenheit der unheiligen Klinge flüsterten die Stimmen<br />
der Geister von Hochlord Morgraine und der Lichs Kel’thuzad im Kloster um die Wette.<br />
Verderbter<br />
Aschenbringer<br />
Leider ist die verderbte Version der heiligen Paladinklinge<br />
– Verderbter Aschenbringer – heute nicht<br />
mehr im Spiel verfügbar, da das Classic Naxxramas<br />
nach Nordend umgezogen ist. Nur eine Handvoll<br />
Spieler kann sich glücklich schätzen, die verderbte<br />
Klinge ihr Eigen nennen zu dürfen. Und nur die Träger<br />
des Verderbten Aschenbringers kamen in den<br />
Genuss eines speziellen Events im Scharlachroten<br />
Kloster. Beim Betreten der Instanz wurden alle<br />
sonst feindlichen N<strong>PC</strong>s freundlich und verbeugten<br />
sich huldvoll vor dem Schwertträger. Am Ende der<br />
Instanz kam es sogar zu einem Showdown, in dem<br />
der Geist von Hochlord Morgraine seinen verräterischen<br />
Sohn und Mörder Renault Morgraine bestraft!<br />
Seit dem Start von Mists <strong>of</strong> Pandaria und<br />
der Überarbeitung von Kloster-Instanzen ist dieses<br />
Event leider auch passé. Schade!<br />
Erleben Sie eine legendäre Begrüßung!<br />
Die alten legendären Items sind nur sinnlose Gegenstände, die Ihre Bankfächer unnötig belegen? Alles Unfug!<br />
Anders als der legendäre Umhang von Furorion<br />
sind alte orangen Gegenstände auch heute<br />
noch extrem selten oder sogar nicht mehr<br />
im Spiel verfügbar. Deshalb sind diese Eastereggs<br />
in der Spieler-Community kaum bekannt<br />
und besonders gut versteckt! Verstauben<br />
Ihre Kriegsgleven von Azzinoth etwa in<br />
der Bank? Kein Problem, wir verraten Ihnen<br />
ein Geheimnis. Erinnern Sie sich, mit welchen<br />
berühmten Worten Illidan alle Zuschauer des<br />
The-Burning-Crusade-Trailers verspottete?<br />
Richtig: „Ihr wisst nicht, was euch erwartet.“<br />
Doch falls Sie mit den beiden Zwillingsgleven<br />
in Ihrem Rucksack beim jungen Illidan<br />
Sturmgrimm in der Cataclysm-Instanz Der<br />
Brunnen der Ewigkeit auftauchen, bewundert<br />
der Dämonenjäger Sie <strong>of</strong>fen für Ihre<br />
Waffenwahl: „Herrliche Waffen, die Ihr da<br />
tragt ...“. Zum Abschied meint Illidan sogar<br />
etwas kleinlaut: „Ihr wisst wohl, was euch erwartet<br />
…“. Ähnlich sieht es in Karazhan beim<br />
Boss Schatten des Aran aus, wenn Sie den legendären<br />
Stab Atiesh, Hohestab des Wächters,<br />
ausgerüstet haben. Sobald Sie Arans<br />
Allerheiligstes betreten, schreit der Magier:<br />
„Woher habt Ihr es? Hat er Euch geschickt?“<br />
Mit „Er“ meint Aran niemand Geringeren als<br />
seinen Sohn Medivh, den eigentlichen Träger<br />
von Atiesh. Eine besondere Begrüßung erhalten<br />
auch Schurken, die Furorions legendäre<br />
Questreihe in Ca taclysm zumindest bis zur<br />
epischen Version des Dolchpaars – Fänge des<br />
Urvaters – gemeistert haben. Der schwarze<br />
Drachenprinz begrüßt Sie mit „Ah, wenn das<br />
nicht mein Lieblings Meisterassasine ist. Ich<br />
hatte geh<strong>of</strong>ft, dass wir uns in Pandaria wiedersehen.“<br />
Erst durch solche liebevolle Details<br />
fühlen sich die orangen Items wirklich<br />
legendär an!<br />
Herrliche Waffen,<br />
die Ihr da tragt ...<br />
Woher habt Ihr es?<br />
Hat er euch geschickt?<br />
Ah, wenn das nicht<br />
mein lieblings-Meisterassasine<br />
ist ...<br />
96<br />
Dämonenjäger<br />
IllIDan Der spätere<br />
Bösewicht vom<br />
Schwarzen Tempel<br />
beneidet Sie um Ihre<br />
legendären Gleven.<br />
ArAn Der Vater<br />
von Medivh findet<br />
jede Erinnerung an<br />
seinen verlorenen<br />
Sohn furchtbar!<br />
Furorion, der<br />
Listenreiche<br />
Der schwarze<br />
Drachenprinz hegt<br />
seit Cataclysm eine<br />
besondere Vorliebe<br />
für Schurken.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Es gibt siE Wirklich! …<br />
zumindest im See zwischen<br />
Sturmwind und Eisenschmiede.<br />
/focus<br />
Vorsicht an der Bahnsteigkante Von der Pünktlichkeit der zwergischen<br />
Züge kann sich die Deutsche Bahn eine Scheibe abschneiden …<br />
Starcraft meets<br />
World <strong>of</strong> Warcraft<br />
Haben Sie schon mal in das Cockpit eines<br />
Himmelsgolems geblickt? Nein? Dann sollten<br />
Sie es dringend nachholen. Auf dem Armaturenbrett<br />
von Goblin-Golems aus Eschental<br />
platzierte das Grafiker-Team von WoW ein<br />
Bild von Kerrigan, eine der Hauptfiguren<br />
von Blizzards Sci-Fi-Strategiespiel Starcraft.<br />
Das Starcraft-Easteregg lebt sogar im neuesten<br />
Ingi-Mount, den Himmelsgolem, weiter.<br />
Diesmal setzten die Designer aber ein Kerrigan-Bild<br />
aus Stacraft 2 ein!<br />
Starcraft<br />
Goblinischer Golem Aus eschentAl<br />
Himmelsgolem-ReittieR<br />
Nessie – Das mysteriöse Monster von Loch Ness<br />
Der Mythos von Nessie lebt! Zumindest im See, der zwischen Sturmwind und Eisenschmiede liegt.<br />
Wer das Azeroth-Pendant zum Ungeheuer von Loch<br />
Ness, auch Nessy genannt, sehen möchte, muss nicht<br />
lange an einem trostlosen See in der schottischen<br />
Pampa ausharren, sondern einfach in die Tiefenbahn,<br />
die zwischen Sturmwind und Eisenschmiede pendelt,<br />
einsteigen und die Aussicht genießen. Auf halber Strecke<br />
liegt der Tunnel nämlich ein Stück weit unter Wasser.<br />
Hinter der Glaswand, am Grunde des Sees, durch<br />
den Sie fahren, liegen überall alte Schiffswracks verstreut,<br />
die von gnomischen Schatzsuchern in Tauchanzügen<br />
durchsucht werden. An dieser Stelle können<br />
Sie einfach von der Bahn abspringen und das wirkliche<br />
Highlight der Fahrt (und ein WoW-Touristenmagnet)<br />
bewundern. Zwischen den Schiffsteilen schwimmt ein<br />
riesiges Seemonster, das den Namen Nessy trägt. Aber<br />
Fotos Machen<br />
erlaubt!<br />
Die Starcraft-reihe<br />
Kerrigan-Porträts zieren<br />
die Cover von Starcraft<br />
und Starcraft 2.<br />
nur gucken, nicht anfassen! Bevor Sie fagen, nein, die<br />
Spieler können zur Dino-Dame Nessy gelangen und sie<br />
angreifen oder gar töten.<br />
Sturmwind<br />
EisEnschmiEdE<br />
Schaut mich an! Die<br />
Nessy von Azeroth ist im<br />
Verlgeich zum Monster<br />
von Loch Ness gar nicht<br />
schüchtern.<br />
EschEntal<br />
Starcraft 2<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
97
focus<br />
10<br />
Dinge, die wir von<br />
WoW gelernt haben<br />
C<br />
omputerspiele machen uns nicht nur zu weltfremden<br />
Pixel-Junkies und stumpfen uns ab, sie<br />
lassen uns Zocker auch zunehmend verblöden.<br />
Das war und ist noch immer die Meinung vieler<br />
Menschen, in erster Linie derer, die selbst rein gar<br />
nichts mit <strong>PC</strong>- und Videospielen am Hut haben,<br />
aber dennoch am besten über das Medium und<br />
seine Auswirkungen auf Gamer Bescheid wissen.<br />
Dass das Einstellen einer simplen Handelsroute<br />
von A nach B in einem Patrizier IV – ohne Anleitung<br />
wohlgemerkt – einen Durchschnitts-IQ von deutlich<br />
über Zimmertemperatur voraussetzt, vergessen dabei<br />
viele. Und auch, dass es durchaus ein wirtschaftliches<br />
Händchen braucht, um anschließend ans Ziel zu kommen.<br />
Oder das taktische Gespür, um den Heimatplaneten<br />
Erde in einem Strategiespiel à la XCOM: Enemy<br />
Unknown von lästigen Aliens zu befreien. Wir gehen<br />
sogar noch einen Schritt weiter und behaupten: Viele<br />
Autor: Nico Balletta<br />
Spiele, und darunter auch WoW, lehren uns durchaus<br />
Aspekte, die uns im wahren Leben zugutekommen<br />
(können). Wer etwa keinerlei Führungspersönlichkeit<br />
besitzt, wird auch eher selten einen erfolgreichen Raid<br />
leiten. Und wer seine Waren blind ins Auktionshaus<br />
stellt, ohne die aktuelle Wirtschaftslage des Servers zu<br />
sondieren, wird am Ende deutlich weniger Gewinn einfahren,<br />
als es der ambitionierte Marktforscher tut. Um<br />
zu testen, wie viel WoW in unserem Alltag steckt und<br />
was wir alles während unserer Abenteuer in und um<br />
Azeroth lernen und ins „Real Life“ mitnehmen können,<br />
haben wir zehn Dinge herausgepickt, die wir mithilfe<br />
speziell dafür eingeflogener WoWissensexperten<br />
und ausgebildeter Stuntmen nachstellen, um diese auf<br />
deren Wahrheitsgehalt prüfen.<br />
An dieser Stelle der explizite Hinweis: Stellen Sie die<br />
teils lebensgefährlichen Experimente bitte nicht zu<br />
Hause nach!<br />
Das mmore-labor<br />
Fakt oder Spinnerei?<br />
Wir unterziehen World <strong>of</strong><br />
Warcraft dem gnadenlosen<br />
„Reality-Check“!<br />
98<br />
1<br />
Nee,<br />
sry, damit<br />
wollt ich meine<br />
Dritt-Spec<br />
moggen …<br />
Höflichkeit ist für Loser!<br />
Sie alle kennen diesen Typ Spieler, der sich nach drei Wochen im Raid bereits sein viertes<br />
„Zweit-Equip“ zusammengehamstert hat, während die ein, zwei üblichen Verdächtigen brav<br />
und höflich und trotz eigentlich dringenden Bedarfs auf jedes Item passen – nur um später<br />
dafür angeraunt zu werden, warum sich im Recount nichts tut. Sie wissen schon: die Furys,<br />
die nie tanken, aber s<strong>of</strong>ort einen Schild brauchen. Die Vergelter, die nie vorhaben, zu heilen.<br />
Und natürlich die Jäger, die unbedingt mal Schami-Klamotten moggen wollen.<br />
Schon<br />
okay, ich hab<br />
ja dieses tolle<br />
St ckchen!<br />
Reality-<br />
Check:<br />
„Wer nett, höflich<br />
und bescheiden ist,<br />
bleibt auf der Strecke“<br />
– so unsere erste These.<br />
Das ist durchaus ehrenwert,<br />
ab und an müssen<br />
Sie aber auch mal auf den<br />
Tisch hauen! Immer nur<br />
verzichten ist so verkehrt<br />
wie stets einzusacken –<br />
davon hat niemand was!<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
2<br />
Totstellen rettet Leben!<br />
Roooar!<br />
/focus<br />
Man sollte meinen, dass Fähigkeiten<br />
wie das Totstellen<br />
des Jägers totaler Humbug<br />
sind. Weit gefehlt! Der<br />
Überlebenstipp schlechthin<br />
für Leute – Wanderer<br />
etwa – , die Gefahr laufen,<br />
in freier Wildbahn auf Bären<br />
zu treffen, lautet: hinlegen,<br />
totstellen, nicht bewegen!<br />
Wir haben das Experiment<br />
gemacht. Dazu haben wir extra<br />
einen wilden Braunbären einfliegen<br />
lassen, der sogar Ähnlichkeiten<br />
mit Redakteur Johann hat<br />
– armes Bärli.<br />
Unser Versuchsbär schleicht sich<br />
an den nichtsahnenden Redakteur<br />
heran, der s<strong>of</strong>ort weiß, was zu tun<br />
ist: ein flotte Pirouette und der<br />
Schreiberling liegt reglos am Boden<br />
– jetzt hilft nur Daumen drücken!<br />
Versuchsperson Numero 2 ist<br />
unser Jäger-Experte Nico. Naheliegend,<br />
schließlich stellt<br />
sich niemand im Haus so<br />
gut tot (etwa wenn der Chef<br />
Aufträge vergibt) wie er.<br />
Der Versuch war ein voller<br />
Erfolg: Während Nico dank<br />
spezieller Atemtechnik sogar<br />
seinen Puls gen Nullpunkt<br />
senkt, ist der Bär zunächst<br />
verwirrt, anschließend etwas<br />
traurig. Wie sich später herausstellte,<br />
wollte der Teddy<br />
nämlich nicht fressen, sondern<br />
nur ein wenig kuscheln.<br />
Reality-Check:<br />
An den Haaren herbeigezogen?<br />
Keineswegs!<br />
Ein 12-jähriger Junge aus Norwegen<br />
rettete seiner Schwester<br />
das Leben, als diese von einem<br />
Elch angegriffen wurde. Zuerst<br />
„spottete“ er das Tier und lockte<br />
es weg, anschließend stellte er<br />
sich tot, wodurch der Elch das<br />
Interesse verlor und sich verzog<br />
– beindruckend!<br />
99
focus<br />
3<br />
Blätter heilen Wunden …<br />
Versuch 1: Wir<br />
umschmeicheln<br />
das Antlitz unserer<br />
Testperson behutsam<br />
mit frischen Blättern<br />
aus der fränkischen<br />
Natur – das Ergebnis:<br />
umwerfend!<br />
Glaubt man WoW, reicht<br />
es aus, sich mit einem<br />
Haufen Laub bewerfen<br />
zu lassen, um auch<br />
schlimmste Verletzungen<br />
zu kurieren. Um den<br />
Wahrheitsgehalt dieser<br />
These zu überprüfen,<br />
trennte sich Versuchskarnickel<br />
Nico extra von<br />
seinem Lieblingsarm.<br />
Es dauert nur den Bruchteil einer<br />
Sekunde und die Wunde ist verheilt.<br />
Der neue Arm arbeitet sogar besser<br />
als der alte. Auch Pinkeln funktioniert<br />
wieder wie früher.<br />
4<br />
… Schokolade auch<br />
100<br />
Reality-Check:<br />
Wundersame Heilung durch<br />
Grünzeug? Warum nicht –<br />
homöopathische Behandlungen<br />
sind doch der Renner. Klar, abgetrennte<br />
Gliedmaßen wachsen Ihnen<br />
nicht nach, nur weil Sie sich eine<br />
Ringelblume auf den Kopf legen.<br />
Und nach einem Tanz durchs Minenfeld<br />
an einem Snickers lutschen<br />
bringt auch herzlich wenig.<br />
Versuch 2: Laut WoW reicht es, 20<br />
Sekunden lang etwas zu essen,<br />
um selbst verheerende Wunden zu<br />
heilen. Auch dieses Testergebnis<br />
verblüfft: Nur ein Snickers-Riegel und<br />
der Traum von der Hochglanzprothese<br />
war vorbei. Glory to the Hypnotoad!
5<br />
Nach dem Tod geht’s weiter<br />
/focus<br />
Ha-ha!<br />
Da bin ich wieder.<br />
Weiter geht‘s!<br />
Mitten im Kampf das Päckchen Fertignudeln auspacken, um dem Sensenmann zu<br />
entgehen? Klappt eher selten und <strong>of</strong>t reichen auch die Blätter eines ganzen Waldes nicht<br />
aus, um Ihren Hintern zu retten. Dank WoW wissen wir jedoch: Wer stirbt, kommt dank<br />
Geistheiler wieder – auch Atheisten!<br />
Reality-<br />
Check:<br />
Öhm, jo …<br />
Reality-<br />
Check:<br />
Camper in Spielen<br />
haben relativ wenig<br />
mit Campern auf … nun<br />
ja … Campingplätzen<br />
gemein, also keine Panik.<br />
Sollten Sie bei Ihrem<br />
nächsten Zeltplatzbesuch<br />
plötzlich aus dem Dickicht<br />
beschossen werden,<br />
dann haben Sie wohl<br />
einfach echt Pech!<br />
Oh nein,<br />
Nicht schon<br />
wieder!<br />
6<br />
Camper sind do<strong>of</strong><br />
Zockern kommt bei dem Gedanken an das Wort „Camper“ automatisch negative Erinnerungen<br />
– es sei denn, sie campen selbst. Gemeint ist damit, dass Spieler an Ort und Stelle<br />
verharren und auf etwas warten: auf spezielle Mobs, Ressourcen oder Spieler der anderen<br />
Fraktion, um diese immer und immer wieder zum Geistheiler (siehe oben) zu befördern.<br />
101
focus<br />
7<br />
Man kann alles reiten – man braucht nur einen Sattel!<br />
Die WoW-Philosophie besagt: Sobald man einen Sattel<br />
auf ein x-beliebiges Tier oder einen Gegenstand schnallt,<br />
kann man darauf reiten; seien es monströse Skorpione,<br />
Schaukelpferde, Riesenseepferdchen, Maiskolben oder<br />
was Flora und Fauna Azeroths sonst noch alles hergeben.<br />
Wir haben den Versuch gemacht, uns den Sattel<br />
von Redakteurin Tanja ausgeliehen und siehe da: Aus<br />
einer einfachen Redaktionsdrohne wurde<br />
in Sekundenschnelle ein beinahe<br />
ansehnlicher reitbarer Untersatz.<br />
Etwaige Wiehergeräusche haben<br />
wir einfach abgestellt (wie, spielt hier<br />
keine Rolle!). Sollte die Bahn also<br />
mal wieder zu spät kommen, die<br />
Autobahn verstopft sein oder die<br />
Öffentlichen streiken – schnappen<br />
Sie sich Ihren Gummibaum und<br />
reiten Sie los!<br />
Reality-Check:<br />
Wie unsere drei überaus glaubhaften<br />
Bilder beweisen, stimmt<br />
die Aussage. Alles, was Sie benötigen, ist<br />
ein artgerechter Sattel und natürlich etwas<br />
Zaumzeug. Im Falle unseres Versuchsreittiers<br />
hätten wir uns zudem noch ein paar<br />
Sporen gewünscht.<br />
8<br />
Niemals hinter Drachen stehen!<br />
102<br />
Wer nicht erst seit gestern WoW<br />
spielt, weiß: Stehen Sie niemals<br />
hinter (oder vor) einem Drachen<br />
– das endet in den meisten Fällen<br />
eher schlecht für Sie.<br />
Nähern Sie sich Drachen stets von der<br />
Seite und attackieren Sie deren Flanke.<br />
Auf diese Weise nehmen Sie dem schuppigen<br />
Ungetüm die Möglichkeit, Ihnen Feuer<br />
in die Visage zu spucken oder nach hinten<br />
auszutreten!<br />
Reality-Check:<br />
Natürlich gibt es<br />
Drachen und wer etwas<br />
anderes behauptet, hat<br />
schlicht und ergreifend keine<br />
Ahnung – wir sprechen hier<br />
aus Erfahrung! Die passende<br />
Herangehensweise, Beschwichtigungsgebärden<br />
sowie<br />
korrekte Positionierung<br />
und mitunter auch ein freundliches<br />
Lächeln entschärfen<br />
derartige Situationen jedoch<br />
schneller, als Sie denken. Viele<br />
Drachen wollen schließlich<br />
auch nur etwas Liebe!<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
9<br />
Frauen sind manchmal Männer<br />
/focus<br />
Manchmal spielen uns nicht nur unsere Sinne,<br />
sondern auch unsere Mitspieler einen Streich,<br />
etwa indem sie sich als Vertreter des jeweils<br />
anderen Geschlechts ausgeben.<br />
Wie unsere Versuchsdokumentation eindrucksvoll<br />
beweist, kann sich hinter Katha<br />
durchaus auch mal Wolfgang verbergen – ver-<br />
störend, im Netz aber leider keine Seltenheit.<br />
Reality-Check:<br />
Nicht jeder, der sich<br />
im Internet als Dame<br />
ausgibt, muss auch wirklich<br />
eine sein – manchmal versteckt<br />
sich hinter „Zockerbiene81“<br />
eben einfach nur Harry.<br />
Daran ändern auch sekundäre<br />
Geschlechtsmerkmale nichts,<br />
selbst wenn Ihr virtueller Mitstreiter<br />
Ihnen das nach seinem<br />
Auffliegen weismachen will.<br />
Vielen Dank unseren Kollegen Katharina Reuss (<strong>Games</strong> Aktuell) und Wolfgang<br />
Fischer (<strong>PC</strong> <strong>Games</strong>), die für diesen „Hybriden“ herhalten mussten.<br />
10<br />
Ein Vollrausch dauert knapp 15 Minuten<br />
... unn dann,<br />
dann hadd Sie<br />
gesagt *hicks* Du<br />
H rs mir nie<br />
suuu! ...<br />
Mist, schon wieder<br />
N chtern und<br />
nix mehr in der<br />
Flasche!<br />
Ich muss<br />
weg!<br />
Spätestens mit Beginn des Braufests werden wir wieder Zeuge unzähliger<br />
Bes<strong>of</strong>fener werden, die mit Bierkrug und Brandy-Schwenker durch die<br />
Hauptstädte Azeroths torkeln und ihre Namen in die schneeverwehten<br />
Hügel Dun’Moroghs pinkeln. Glaubt man dem Spiel, ist aber selbst der<br />
schlimmste Komasuff nach spätestens 15 Minuten wieder vorbei.<br />
Reality-Check:<br />
Wir haben das Experiment schweren Herzens<br />
und unter Einsatz unseres eigenen Wohlergehens<br />
auf dem Nürnberger Bierfest gemacht. Als wir<br />
am folgenden Abend gegen 20:00 Uhr wieder aufgewacht<br />
sind, konnten wir uns aber leider nicht mehr<br />
an das Testergebnis erinnern … wird schon stimmen,<br />
was WoW sagt!<br />
103
focus<br />
Autor: Johann Trasch<br />
So werden Sie zum Zombie: In World <strong>of</strong> Warcraft<br />
Wer sich zum untoten Menschenfresser umschulen lassen will, der hat in WoW gleich mehrere Möglichkeiten.<br />
1<br />
Schritt 1: Seien Sie ein Durschnittstyp.<br />
Spielerhelden sind nämlich<br />
nachweislich immun gegen Untod.<br />
Außer Untote und<br />
Todesritter. Und<br />
untote Todesritter.<br />
2<br />
Um zum Zombie zu werden, lassen<br />
Sie sich beißen oder futtern vergiftetes<br />
Getreide. Ner’zhul konnte Menschen<br />
sogar Kraft seiner Gedanken zombifizieren.<br />
3<br />
Gratulation, Sie sind ein Zombie.<br />
Nun ist Ihr Bewusstsein in Ihrem<br />
verwesenden Körper gefangen, der blind<br />
den Befehlen des Lich Königs gehorcht.<br />
4<br />
Das ZombieDasein ist aber nur ein<br />
Zwischendasein in WoW: Wenn Sie<br />
genug verwest sind, dann werden Sie vom<br />
Zombie zum Ghul: dümmer und fieser.<br />
104
ombies sind großartig: Sie sind<br />
berechenbar, dumm, unglaublich<br />
langsam und der Umgang mit ihnen<br />
lässt sich in wenigen Grundregeln zusammenfassen:<br />
Lass dich nicht beißen und<br />
bring dich nicht aus Dummheit in eine Situation,<br />
in der du gefressen werden könntest.<br />
Die besten Monster der Welt<br />
Wir könnten jetzt etwas von „Spiegel der<br />
Gesellschaft“ schreiben und einen Exkurs zu<br />
den Anfängen der Zombies in den 1960ern<br />
machen und uns über das Schaffen von<br />
George A. Romero auslassen – der legte als<br />
Regisseur und Autor mit Night <strong>of</strong> the Living<br />
Dead 1968 den Grundstein für die modernen<br />
Zombies. Aber das können andere besser,<br />
wir beschäftigen uns mit der Neuzeit des<br />
Untotentums: Die lebenden Leichen feierten<br />
in den letzten Jahren schließlich einen regelrechten<br />
Boom, nicht zuletzt wegen des Comics<br />
und der Serie „The Walking Dead“, in<br />
der es weniger um die Zombies als vielmehr<br />
um die Menschen im Angesicht der Zombie-<br />
Apokalypse geht. Wahrscheinlich ist das<br />
auch das ganze Geheimnis der Untoten: Sie<br />
sind simple, einfache Monster, getrieben von<br />
der Lust auf Fleisch. Wer gebissen wird oder<br />
anderweitig stirbt, wird zu einem von ihnen.<br />
Trotz diverser Abwandlungen sind das<br />
die ewig gleichen simplen Grundregeln.<br />
Genau deshalb gibt es in einem Zombiefilm<br />
viel Platz für Menschen und ihre Probleme:<br />
Man muss zu Zombies nichts erklären.<br />
Vampire zum Beispiel sind stets tragische<br />
Gestalten, deren Geschichte man aufrollen<br />
muss, und dann kommt das Geschwafel,<br />
warum der eine jetzt böse ist und der andere<br />
nicht und vielleicht gibt’s noch zusätzliche<br />
Spezial-Regeln (WTF, Glitzer?), über die<br />
man die Zuschauer und Leser informieren<br />
muss. Wenn man das alles aufarbeitet, hat<br />
man kaum mehr Zeit für seine Charaktere.<br />
Die Angst fährt mit!<br />
Genau weil die Zombies so simpel sind,<br />
kann man die Menschen, die gegen sie an-<br />
Die Zombie-Plage von WotLK<br />
Zum ersten Mal in World <strong>of</strong> Warcraft griffen uns die Untoten zu Hause an!<br />
In Warcraft 3 durften wir uns zum ersten<br />
Mal mit der UntotenSeuche, dem Lich<br />
König Arthas und Kel’thuzad herumschlagen.<br />
Aber dann war erst mal Ruhe,<br />
abgesehen von den Pestländern, wo Sie<br />
die Überbleibsel der Geißel bekämpften<br />
und in Naxxramas am Ende von WoW<br />
Classic ein paar Auserwählte unter Ausschluss<br />
der Öffentlichkeit Kel’thuzad<br />
umgehauen haben. Doch während die<br />
Spie lerschaft gewartet hat, sammelte<br />
der Lich König seine Truppen …<br />
Angriff auf die Städte<br />
Als Einstimmung auf das kommende<br />
Addon Wrath <strong>of</strong> the Lich King ließ Blizzard<br />
den Lich König aufwachen und seine<br />
Truppen auf Sturmwind, Orgrimmar und alle anderen<br />
Hauptstädte marschieren. Das Besondere daran:<br />
Es war das erste Mal, dass unsere WoWSpielercharaktere<br />
die eigenen Städte gegen Untote verteidigen<br />
mussten, das kannte man sonst nur aus Warcraft 3. In<br />
WoW bestand unsere Aufgabe davor nur daraus, hinter<br />
den Untoten in den Pestländern aufzuräumen, egal ob<br />
Verteidigt euch! Zombies,<br />
Schreckenslords und Fleischbestien<br />
attackierten selbst entlegene<br />
Hauptstädte wie Darnassus,<br />
um sie zu erobern.<br />
Gebissen! Beim<br />
WotLK-Start event<br />
konnten Sie sich<br />
erst zum Untoten<br />
verwandeln lassen<br />
und dann andere<br />
Spieler beißen, um<br />
sie zu infizieren.<br />
durch Quests oder in Instanzen. Noch nie waren wir live<br />
dabei, wenn die Geißel einen Ort überrannte und die<br />
Einwohner versklavte. Zugegeben: Weil die Angriffe so<br />
ausgerichtet waren, dass wir auf der Gewinnerseite standen,<br />
hielt sich unsere Angst in Grenzen. Nichtsdestotrotz:<br />
Das Event war großartig – so etwas hätten wir gerne mal<br />
wieder.<br />
/focus<br />
So werden Sie zum Zombie: Überall anders<br />
In anderen Spielen und Filmen werden Sie anders zombifiziert. So oder so: Sich anknabbern lassen ist immer do<strong>of</strong>.<br />
The Last <strong>of</strong> Us<br />
The Walking<br />
Dead<br />
Voodoo<br />
The LasT <strong>of</strong> us Ein böser Pilz verteilt Sporen in der<br />
Luft: Wer ihn einatmet oder von Infizierten gebissen<br />
wird, verwandelt sich langsam.<br />
Der Super-ViruS In The Walking Dead* ist jeder<br />
Mensch infiziert und steht nach seinem Tod wieder<br />
auf. Zombie-Bisse sind tödlich, aber nicht infektiös.<br />
*auf DVD und Blu-Ray erhältlich<br />
Der KlassiKer Der Ur-Zombie an sich kommt aus<br />
der Vodoo-Religion Haitis. Die sehen dann ungefähr<br />
so aus wie Papa Legba aus American Horror Story*.<br />
*auf DVD und Blu-Ray erhältlich<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
105
focus<br />
Die wollen nur spielen: Zombie ist nicht gleich Zombie<br />
Es gibt auch freundliche Untote. Vorausgesetzt man fasst die Definition von „freundlich“ ein bisschen weiter.<br />
Die Verlassenen Ein Horde-Volk, das aus empfindungsfähigen<br />
Kadavern besteht.<br />
RitteR deR schwaRzen Klinge Todesritter, die ja<br />
auch tot sind, gehören allesamt zu diesem Orden.<br />
Allerweltszombies Frisches Fleisch, auf 37,4<br />
Grad temperiert und noch lauffähig: lecker!<br />
Unlebendige Kumpels<br />
Zombies sind dümmer als betrunkene Affen und im<br />
Schnitt höchstens so freundlich wie die Busfahrer in<br />
Nürnberg/Fürth. Aber es gibt Ausnahmen: In den letzten<br />
Jahren kommt der empfindungsfähige Zombie in Mode:<br />
Ein totes Lebewesen, das sich seiner früheren Existenz als<br />
Mensch durchaus gewahr ist und seinen freien Willen wiedergewonnen<br />
hat. Das Problem nur: Lebensfunktionen<br />
haben auch nette Zombies nicht, weshalb sie trotzdem ab<br />
und zu mal was Rohes aber Warmes futtern müssen und<br />
gemächlich vor sich hin schimmeln. Das macht sie als<br />
Verbündete eher so mittelgut.<br />
Zombie-Ritter<br />
Diese lustigen Gesellen sind immerhin schlau genug, um<br />
zu wissen, wie rum man ein Schwert hält. Mit Emotionen<br />
haben sie allerdings schon wieder nicht mehr so viel am<br />
Hut: Sie kämpfen als Soldaten in einer Armee, die halt nicht<br />
ganz so leicht kaputtzukriegen ist: Pfeile in der Brust? Pfrzt!<br />
Wer dieser höllischen Heerscharen Herr werden will, muss<br />
jedem einzelnen Kämpfer den Kopf abschlagen oder zumindest<br />
stark eindellen. Die Todesritter WoWs fallen eigentlich<br />
genau in diese Kategorie, sind aber zum einen empfindungsfähig<br />
und zum anderen relativ schlau – zumindest ungefähr<br />
so schlau wie Krieger. Reicht für Grundrechenarten.<br />
Hirnlose Monster<br />
So kennen und lieben wir unseren Durchschnittszombie:<br />
Nach seiner Infektion und dem darauffolgenden Ableben<br />
verlässt ihn nach außen hin jedwede menschliche Regung<br />
und er wird nur noch von einem unstillbaren Hunger nach<br />
menschlichem Fleisch getrieben. Weil sie nur lahm rumschlurfen,<br />
sind sie auch erst in großen Mengen gefährlich.<br />
Dieses Urbild des Zombies dient meist nur noch als Tomate<br />
auf dem ApokalypseBurger der Autoren: Die Zombies sind<br />
nur noch Aufhänger für ein bestimmtes Weltbild und sie<br />
treiben die Menschen so weit, dass sie sich aus Angst und<br />
Verzweiflung gegenseitig töten, um zu überleben. Damit<br />
sind sie nicht besser als die Untoten selbst.<br />
Warm bodies* Der blutleere Protagonist dieses<br />
Films verliebt sich in eine lebende Frau. Spaßig.<br />
*auf DVD und Blu-Ray erhältlich<br />
armee der Finsternis* In diesem Film kämpft<br />
der Held gegen eine Armee aus Untoten. Fies.<br />
*auf DVD und Blu-Ray erhältlich<br />
Shawn <strong>of</strong> the dead* Sie wollen uns essen und sind<br />
nur in Massen gefährlich: Zombies von der Stange.<br />
*auf DVD und Blu-Ray erhältlich<br />
Flickwerk, Fleischbestien, Frankenstein<br />
Vier Leichen, 600 Gramm Elektrizität und eine Messerspitze Blut: Fertig ist das Monster.<br />
Fleischbestien kennen Sie bestimmt: Das sind<br />
diese monströsen, wobbeligen Viecher, die aus<br />
Dutzenden von Leichen zusammengetackert<br />
wurden und die als FleischPanzer zwischen<br />
jeder größeren KampfleichenAnsammlung<br />
herumstehen. Die sind zwar untrennbar<br />
mit WoWUntoten verbunden, aber eigentlich<br />
keine Zombies – sie fallen vielmehr<br />
in die Kategorie „Frankensteins<br />
Monster“. Mehrere Leichen zusammengenäht<br />
und wiederbelebt – das<br />
gibt’s nur in diesem Klassiker aus<br />
Literatur und Film. Der Ekelfaktor<br />
bleibt: Fleischbestien stehen genau<br />
wie Zombies auf Lebendfutter.<br />
EkElhaft Auch die Verlassenen in Unterstadt basteln sich Fleischbestien – aus<br />
lebendigen, menschlichen Gefangenen. Voll nett, diese Horde.<br />
106<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Frisch vom Feld: Bauen wir doch ein paar Menschen an!<br />
Es ist die grausamste Quest in WoW: In „Das richtige tun“ werden Menschen „eingepflanzt“ und aufgefressen.<br />
Moderne ZombieComics, Filme und Spiele haben eines<br />
gemeinsam: Es geht nicht nur um Blut und Grusel, es geht<br />
um Menschen und ihre Entscheidungen in schrecklichen<br />
Ausnahmesituationen: Außenstehende sind immer der<br />
Feind und wer gebissen wurde, muss sterben, sonst wird er<br />
zur Gefahr für alle. In WoW gibt es so etwas im Zusammenhang<br />
mit Untoten nur im Ansatz; im Todesritterstartgebiet<br />
etwa richten Sie Ihren alten Kumpel hin, weil Sie unter dem<br />
Einfluss des Lich Königs stehen. Eine Quest sticht aber<br />
heraus: In „Das richtige tun“ im Vorgebirge des Hügellandes<br />
verbuddeln einige Ghule lebendige Menschen bis zum<br />
Kopf, um sie dann zu ernten. Sprich: Ihren Schädel aufzufressen,<br />
bei lebendigem Leib. An Ihnen ist es nun, diese<br />
Menschen zu retten. Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem<br />
Gnadenstoß und richtigem Retten durch ausbuddeln.<br />
Warum man die armen Leute aber jetzt umbringen sollte,<br />
statt sie zu retten – wir wissen es nicht.<br />
Retten odeR „Retten“? Sie können die gefangenen Menschen entweder ausbuddeln oder ihnen die Köpfe<br />
einschlagen – eine solch weitreichende Gewissensentscheidung gibt es in WoW sonst nirgendwo.<br />
/focus<br />
treten auch vor schwierige Entscheidungen<br />
stellen: Wer gebissen wird, der hat noch<br />
Stunden oder Tage zu leben, bevor er sich<br />
in das verwandelt, was er so sehr hasst. Er<br />
kann das aus Furcht vor seinen<br />
Mitstreitern verheimlichen und<br />
sie so in den Tod treiben – weil<br />
er sich garantiert im schlechtesten<br />
Moment verwandeln wird.<br />
Oder er kann sich opfern, um<br />
seine Freunde zu retten. Er ist<br />
ja eh schon tot. Für die Verbündeten<br />
stellt sich die Frage: Was<br />
machen wir mit dem Infizierten?<br />
Töten wir ihn gleich, lassen wir<br />
ihn zurück oder nehmen wir ihn<br />
mit, h<strong>of</strong>fen das Beste und riskieren<br />
unser Leben?<br />
Zombies in WoW<br />
Auch WoW nutzt mit der Geißel<br />
und der Untoten-Seuche genau<br />
dieses Phänomen: So geht es in Warcraft 3<br />
nicht so sehr darum, dass sich jetzt einzelne<br />
Bauern nach dem Genuss verseuchten Getreides<br />
in Zombies verwandeln; es geht darum,<br />
was diese Seuche und die Ansteckungsgefahr<br />
aus dem jungen Prinzen Arthas<br />
machen: Einen blutlüsternen Irren, der<br />
Unschuldige niedermetzelt, um einen größeren<br />
Teil seines Volkes zu retten. Das und<br />
Vatermord In Warcraft 3<br />
überfällt Arthas Lordaeron<br />
und tötet seinen Vater – Start<br />
einer Zombie-Epidemie.<br />
ein gewisses, verfluchtes Schwert namens<br />
Frostgram treiben ihn schließlich selbst in<br />
die Arme des Erfinders der Seuche, dem<br />
einstigen Orc-Schamanen und Lich König<br />
Ner’Zhul. Nachdem er als Befehlshaber der<br />
Geißel sein eigenes Königreich auslöscht,<br />
verschmelzen beide und so wird Arthas am<br />
Ende zu dem, was er am meisten hasste.<br />
Das Grauen von WotLK<br />
In Wrath <strong>of</strong> the Lich King schließlich<br />
standen wir selbst in der Mitte<br />
des Geschehens und bekämpften<br />
zuerst den untoten Totenbeschwörer<br />
Kel’Thuzad und danach den Lich König<br />
höchstselbst. Emotionale Tragweite<br />
erlebte aber nur, wer sich die<br />
Quest-Texte genauer durchlas und so<br />
das Schicksal der Bauern und Bürger<br />
Nordends miterlebte. Dass unserem<br />
Helden selbst aber etwas Schreckliches<br />
widerfahren wäre? Fehlanzeige!<br />
Nur Todesritter erlebten und erleben<br />
in ihrer Startquest das Grauen in seiner<br />
ganzen Bandbreite und müssen<br />
unter Einfluss des Lich Königs (und<br />
weil die Quests sonst nicht weitergehen)<br />
ihre eigenen Freunde aus lebendigeren<br />
Tagen eliminieren. Wenn Sie hier nicht<br />
schlucken mussten, dann können wir leider<br />
auch nicht helfen: Gucken Sie lieber Filme<br />
mit Glitzer-Vampiren!<br />
Unterstadt Einst Hauptstadt eines blühenden Königreiches ist Lordaeron<br />
heute als Unterstadt bekannt – von den einstigen Bürgern überlebten nur wenige.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Stadt der toten Auch in The Walking Dead* sind die meisten Städte von Untoten<br />
befallen: Viele Menschen auf engem Raum – das erschwert die Flucht enorm.<br />
*auf DVD und Blu-Ray erhältlich<br />
107
focus<br />
Griff<br />
ins<br />
Klo<br />
Dieter Bohlen macht aus Scheiße Gold. Wir machen aus<br />
Scheiße Gold und Erfahrungspunkte: mit Kot-Quests!<br />
Autor: Johann Trasch<br />
108<br />
tellen wir eines klar, bevor Sie weiterlesen:<br />
In diesem Artikel geht es<br />
um Kot. Genauer gesagt: Es geht<br />
um Kot-Quests, also um Aufgaben in World<br />
<strong>of</strong> Warcraft, bei denen Sie virtuelle Kacke<br />
einsammeln. Wir wollen das auch gar nicht<br />
beschönigen: Die ganze Scheiße in Wort und<br />
Bild auf diesen Seiten ist nicht etwa nur der<br />
Aufhänger für eine richtige Story, wie zum<br />
Beispiel über die Geschichte eines Taurenstammes<br />
mit einer selbst für Kühe absurd<br />
laxen Einstellung zur Hygiene.<br />
Auf den nächsten sechs<br />
Seiten geht es einfach<br />
nur um Kacke, Köttel,<br />
Kotbomben.<br />
Dieser Artikel<br />
wurde speziell für das<br />
Lesevergnügen auf<br />
dem Klo konzipiert!<br />
Für sensible Leser<br />
Wenn Ihnen schon beim Gedanken an das<br />
Anfassen digitalisierter Exkremente schlecht<br />
wird, dann sollten Sie die nächsten Seiten<br />
überblättern. Falls Sie der Ansicht sind, dass<br />
nur spätpubertierende Idioten Fäkalien lustig<br />
finden und Sie bei dem Satz „Ich hab dir<br />
einen Haufen auf den Schreibtisch gelegt!“<br />
nicht kichern müssen wie ein Schulmädchen:<br />
blättern Sie weiter! Wenn Sie jetzt einen wütenden<br />
Leserbrief schreiben möchten, weil<br />
der grinsende Haufen links (sein Name ist<br />
Pupbert) Ihr ästhetisches Empfinden<br />
beleidigt, notieren Sie sich<br />
die E-Mail-Adresse Redaktion@mmore.de<br />
und blättern<br />
Sie einfach vor auf Seite 114.<br />
Falls Sie tatsächlich noch weiterlesen<br />
– und sei es nur, um in<br />
Ihrem Leserbrief auf ein paar besonders<br />
widerwärtige und geistlose<br />
Stellen hinzuweisen, seien Sie gewarnt:<br />
Dieser Artikel wird von jemanden geschrieben,<br />
der Kacke – und vor allem Quests mit<br />
Kacke – so irre lustig findet, dass er für einen<br />
Artikel darüber den kläglichen Rest seiner<br />
journalistischen Glaubwürdigkeit aufs Spiel<br />
setzt. Außerdem stammt das Layout dieser<br />
Seiten von jemandem, der bei der Arbeit daran<br />
zwei Tage lang dreckig gelacht hat.<br />
Seien Sie also versichert: Wir schämen<br />
Sorry für den<br />
ganzen Scheiß<br />
Wir haben tagelang überlegt, ob wir diesem Artikel<br />
den Anschein von Stil und Ernsthaftigkeit<br />
verleihen sollen. Aber wer eine Dokumentation<br />
über den Ballermann machen will, muss auch<br />
dahin, wo die Leute kotzen. Also sorry – aber<br />
dieses eine Mal müssen wir mit unflätigen Wörtern<br />
und derben Witzen um uns schmeißen.<br />
uns nicht im Mindesten und wir finden gut,<br />
was wir hier machen. Uns ist das alles – Verzeihung!<br />
– scheißernst. Nachdem das klargestellt<br />
wurde: Zurück zum Geschäft!<br />
Warum gerade Kacke-Quests?<br />
Quests mit Kacke sind ein Thema – das sieht<br />
man an unzählichen Foreneinträgen und<br />
den Diskussionen im TS, wenn ein Mitspieler<br />
zum ersten Mal auf bestimmte Aufgaben<br />
stößt und „Code Braun!“ ins Mikro brüllt.<br />
Die ersten Quests mit Plumpsklos und dem<br />
Einsammeln von Tierexkrementen gab es<br />
schließlich schon in WoW Classic, Blizzard<br />
widmete sich dem Thema also schon extrem<br />
früh. Warum auch nicht? Es rennen Hunderttausende<br />
von Viechern durch Kalimdor, die<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
TarnunG im roTKammGebirGe<br />
War das Rotkammgebirge vor Cataclysm noch stinklangweilig,<br />
so ist es nun eines der spannendsten und lustigsten<br />
Allianz-Gebiete überhaupt. Wer sich die lange, zusammenhängende<br />
Quest des Gebiets reinzieht,<br />
landet irgendwann bei Fernmeldeausrüstung<br />
der Bravo-Kompanie: Tarnung.<br />
Bei der werden Sie darauf vorbereitet,<br />
die örtlichen Schwarzfelsorcs<br />
auszuspionieren. Damit die<br />
Sie nicht erkennen, bauen<br />
Sie sich einen Tarnanzug aus<br />
Blättern und Kacke. Wir lernen:<br />
Allianz-Charaktere glauben,<br />
dass braune Gülle einen unsichtbar<br />
macht. Zumindest für die Augen<br />
und Nasen von Orcs.<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Fernmeldeausrüstung der<br />
Bravo-Kompanie: Tarnung startet<br />
bei Krakauer (52,6/55,4)!<br />
/focus<br />
ScheiSS NiNja! Sie<br />
können diesen Gnom<br />
nicht sehen. Er ist nämlich<br />
mit Kot getarnt.<br />
Voll die logik! Wir sammeln ja echt gerne Kot für Erfahrung und Gold. Aber Blizzard<br />
muss echt den Berater für Militärstrategie und taktische Tarnung wechseln.<br />
Östlichen Königreiche, Nordend, Draenor<br />
und Pandaria. Sie alle vereint eine faszinierend<br />
hohe Reproduktionsrate; egal, wie viele<br />
man erlegt – spätestens nach wenigen Minuten<br />
hüpfen 20 Neugeborene zwischen den<br />
Überresten ihrer Vorgänger umher. Daraus<br />
sollte nach den Gesetzen der Biologie auch<br />
ein St<strong>of</strong>fwechsel auf Müllverbrennungsanlagen-Niveau<br />
resultieren – die Dinger müssten<br />
die Wiesen leerfuttern und das Land mit ihren<br />
Kötteln pflastern.<br />
Selbst, wenn man zugrunde legt, dass in<br />
WoW nur ganz bestimmte Lebensformen<br />
über Stuhlgang verfügen, (Drachen zum<br />
Beispiel verbrennen ihre<br />
Nahrung in ihren Gedärmen, statt sie zu<br />
verarbeiten – nehmen wir zumindest an,<br />
auch wenn sie dann Rauch furzen müssten),<br />
muss man realistisch<br />
bleiben: Es ist unmöglich,<br />
dass wir in zehn Jahren<br />
exzessiver Jagd auf zusammengefasst<br />
wahrscheinlich<br />
Milliarden von Wildtieren<br />
nicht irgendwann mit deren<br />
Hinterlassenschaften in Berührung<br />
kommt. Gelegentlich müssen auch<br />
N<strong>PC</strong>s und sogar unsere eigenen Helden auf<br />
die Toilette – nicht einmal die Königsmörder,<br />
Drachentöter und Befreier Orgrimmars<br />
unter uns sind vor ihrer eigenen Verdauung<br />
sicher. Der Spieler Aeriya,<br />
Autor des Poop-Quest-<br />
Compendiums im ameri-<br />
Garrosh ist<br />
ein brauner<br />
kackhaufen!<br />
kanischen WoW-Forum<br />
sagt treffend und schön:<br />
„Kacke überquert alle soziokulturellen<br />
Barrieren,<br />
inklusive Rasse, Alter,<br />
Religion und Geschlecht. Jeder muss mal<br />
kacken – das ist Fakt. Während zugegebenermaßen<br />
nicht jeder Kacke von Natur aus<br />
schl üssel fressende<br />
höl l enfeuerhunde<br />
Zum Start der Erweiterung TBC zog es diverse<br />
Goblins in die Scherbenwelt. Sie alle vereint<br />
der Hang zu Schusseligkeit und Explosionen.<br />
Großknecht Razelcraz kombiniert<br />
diese Eigenschaften mit einer ausgesprochen<br />
großen Tierliebe. Zumindest für seine<br />
Teufelsjäger-Dämonen,<br />
die ihm als Wachhunde<br />
dienen. Als die ein<br />
paar seiner Materialien<br />
wegfuttern, dürfen wir<br />
entsprechend Gassi gehen.<br />
Das sieht folgendermaßen<br />
aus: Wir suchen in<br />
der Nähe ein paar dämonische<br />
Schweinchen, erlegen<br />
die, lassen die kleinen<br />
Wauzis daran knabbern<br />
und schwuppdiwupp kommt was raus. Nur<br />
leider, leider versteckt sich in den dämonischen<br />
Häufchen nicht immer auch einer<br />
der gesuchten Schlüssel. Manchmal findet<br />
man in der Kacke einfach nur Kacke.<br />
Alles muss rAus! Damit die Schlüssel wieder<br />
rauskommen, regen wir die Verdauung des Hundis<br />
mit frischem Fleisch an. Mei, sind wir tierlieb.<br />
Der Depp Dieser Goblin<br />
bewahrt seine Schlüssel in der<br />
Nähe gefräßiger Teufelsjäger auf.<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Die Quest Drecksarbeit<br />
startet bei Razelcraz (51,2/30,6)<br />
mit „Die Scherbenwelt ist do<strong>of</strong>“. 109
focus<br />
lustig findet, beeinflusst Kacke all unsere<br />
Leben auf tiefgreifende Weise. Abgesehen<br />
davon, was ist falsch an ein wenig Toilettenhumor?“<br />
Seien wir ehrlich: Würden wir<br />
nicht ab und zu sprichwörtlich in die Scheiße<br />
treten, würde sich früher oder später<br />
garantiert jemand über die unrealistische<br />
Sanitär-Situation in WoW aufregen. Naturschützer<br />
würden sich erheben und den<br />
Entwicklern vorwerfen, sie zeichneten ein<br />
unrealistisches Bild von der Tierwelt. Kinder<br />
würden sich Kätzchen ohne Katzenklo<br />
anschaffen und sich beim Anblick des<br />
ersten zaghaften Häufchens auf<br />
dem Wohnzimmerteppich dreimal<br />
bekreuzigen. Es hat schon<br />
sein Gutes, dass WoW uns regelmäßig<br />
vor Augen hält, dass<br />
auch computergenerierte Lebewesen<br />
ab und an aufs Klo gehen. Aber<br />
wir sind ehrlich: Wenn irgendwann das<br />
Pipi-Meter aus den Sims-Spielen eingeführt<br />
wird und wir alle drei Ladungen Buff-Food<br />
zurück in die Stadt teleportieren müssen,<br />
wird’s uns auch zu viel.<br />
Warum gerade ich?<br />
All das würde ja erklären, warum wir gelegentlich<br />
mal in der<br />
freien Wildbahn auf<br />
den einen oder anderen<br />
Haufen stoßen,<br />
warum wir alle 30 Meter<br />
an einem Plumpsklo<br />
vorbeireiten und warum uns kulinarisch<br />
zurückgebliebene Rassen wie Furbolgs oder<br />
KacKe in<br />
nagrand Für<br />
viele war das<br />
Sammeln der<br />
Kaffabohnen<br />
die erste richtige<br />
Kackequest.<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Die Quest „Eine seltene<br />
Bohne“ startet bei<br />
Elementarist Lo’ap (60,8; 22,4).<br />
Orcs gelegentlich mal auf ein Darmpastetchen<br />
einladen. Aber es erklärt nicht, warum<br />
man genau uns immer die beschissensten<br />
Jobs anbietet. Sind wir mal ehrlich: Unsere<br />
Helden haben Arthas vom Frostthron gestoßen,<br />
wir haben Todesschwinge im Meer runtergespült<br />
und Garrosh zu einem braunen<br />
Haufen Elend zusammengekloppt. Eigentlich<br />
sollte<br />
man unsere<br />
Namen<br />
neben die<br />
von Thrall,<br />
Tirion oder<br />
Malfurion in den Himmel schreiben.<br />
Aber nein: Jedesmal, wenn wir einen neuen<br />
Kontinent entdecken, stoßen wir auf ein<br />
Hast du im leben nichts zu lachen,<br />
lass es auf dem Lokus krachen!<br />
neues Volk seltsamer Kreaturen von Kühen,<br />
Walrössern oder Kobolden, das in uns keinen<br />
dutzendfachen Weltenretter sieht, sondern<br />
ein Naturtalent in Sachen Kotsammeln. Egal,<br />
welches Volk Sie in WoW spielen: Ihr Charakter<br />
hat ganz <strong>of</strong>fensichtlich das Gesicht<br />
von jemanden, der sich mit Dung auskennt.<br />
So kommt es, dass es in fast jeder Erweiterung<br />
eine oder mehrere Aufgaben gibt, die<br />
sich um das Markieren, Sammeln oder Entfernen<br />
von Häufchen drehen. Aber warum<br />
eigentlich? Wozu brauchen die N<strong>PC</strong>s von<br />
Azeroth solche Unmengen an Mist?<br />
Wozu brauchen wir den Scheiß?<br />
Wenn ein N<strong>PC</strong> Sie auf die Suche nach Kot<br />
schickt, hat das in den allermeisten Fällen<br />
Apotheker?! Hordespieler<br />
sammelten früher Fledermauskacke<br />
für die Pharmazeuten des<br />
Bösen ...<br />
aus dem l eben GewischT :<br />
Verl orene KoT-QuesTs<br />
Als zu Cataclysm die alte Welt überarbeitet<br />
wurde, hat man auch einige Kacke-Quests im<br />
Klo runtergespült. So verzichten wir seitdem<br />
auf „Go, Go, Guano“, bei der Horde-Spieler<br />
von Unterstadt zum Kral der Klingenhauer<br />
geschickt werden, um Fledermauskacke zu<br />
sammeln. Die Quest gibt es heute zum Start<br />
des Krals, aber auch für die Allianz. Der Unterschied:<br />
Die Fledermauskacke von damals<br />
war die Grundlage für die neue Seuche der<br />
Apothervereinigung, mit der in WotLK an der<br />
Pforte des Zorns Chaos ausgelöst wurde.<br />
In „Eingesperrt“ helfen Allianz-Spieler einem<br />
Zwerg, der in einer Dunkeleisensiedlung<br />
eine Toilette benutzt hat und feststellt,<br />
dass das Papier alle ist. Der feine Herr will<br />
von Ihnen also Seidenst<strong>of</strong>f zum Abwischen<br />
und den Tod der Dunkeleisenzwerge. Rabiat,<br />
aber wer schon mal ohne Papier auf dem<br />
Pott saß, versteht’s.<br />
110<br />
Krieg! Die Fledermauskacke führte zwei Add-ons später zu einer<br />
neuen Seuche und der epischen Quest „Schlacht um Unterstadt“.<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Leider gar nicht mehr. Eine<br />
neue Version der Fledermausquest<br />
gibt’s jedoch im Kral der Klingenhauer.<br />
Kein papier, Keine Gnade!<br />
Hier kackte früher ein Zwerg,<br />
dem ständig das Papier<br />
ausging. Lustige Quest.
JaGen sie fl edermä usen<br />
eine scheissanGsT ein!<br />
Fledermauskacke – in Kennerkreisen auch<br />
Guano genannt – ist ein super Dünger und<br />
eignet sich, wie Sie vielleicht aus dem Kasten<br />
unten links wissen, als Grundst<strong>of</strong>f für<br />
tödliche Seuchen. Darüber hinaus ist das<br />
Zeug auch explosiv. Allianz-Charaktere<br />
werden im Heulenden Fjord in Nordend<br />
von einem Gnom losgeschickt, um Kacke<br />
zu sammeln, die dann für sprichwörtlich<br />
schmutzige Bomben benutzt werden soll.<br />
einen von fünf Gründen, die sich jeweils nur<br />
in feinen Nuancen unterscheiden:<br />
1. Wissenschaft: Der N<strong>PC</strong> möchte die Hinterlassenschaften<br />
eines Tieres untersuchen,<br />
um daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.<br />
Wahlweise über das Tier oder einfach über<br />
Kot an sich. Sie wären über die Menge studierter<br />
Kotologen in Azeroth erstaunt.<br />
2. Waffenfähiges Kackonium: In seltenen<br />
Fällen braucht Ihr Auftraggeber den Dung,<br />
um ihn auf seine Feinde zu werfen oder einfach,<br />
um tödliche Bomben noch mit einem<br />
kleinen Biowaffentatsch aufzuwerten.<br />
3. Ihr Held braucht<br />
den Kot selbst. Der<br />
N<strong>PC</strong> hilft Ihnen bloß:<br />
In Nagrad schickt Sie<br />
der Irdene Ring auf die<br />
Suche nach schon mal<br />
gefutterten Bohnen,<br />
die Sie aus dem Kot von Talbuks fischen<br />
müssen. Wenn Sie diese ausgekackten Bohnen<br />
essen, können Sie nämlich unter Wasser<br />
atmen. Ein anderes Mal bauen Sie sich aus<br />
Scheiße und Blättern einen Tarnmantel.<br />
4. Ach kacke, das war Scheiße? In manchen<br />
Fällen erfahren Sie erst im Nachhinein,<br />
Damit die Fledermäuse auch ordentlich<br />
was rauslassen, erschrecken Sie die<br />
armen Viecher vorher mit einer Ladung<br />
Feuerwerkskracher. Klingt zwar fies, aber<br />
human. Do<strong>of</strong> nur, dass die Flugsäuger von<br />
diesem hinterhältigen Angriff so angepisst<br />
sind, dass sie direkt auf Ihren Helden<br />
losgehen. Sie müssen die Viecher<br />
also erst erschrecken, dann erlegen.<br />
Nicht besonders nett.<br />
Wenn GarrosH auf dem<br />
scHeiss Haus sitzt und es in<br />
jede ricHtunG spritzt,<br />
zur roLL' er bLickt -<br />
das is nicHt WaHr.<br />
papier ist aus, Lok'tar oGar!"<br />
dass Sie gerade Kot eingesammelt<br />
haben. Etwa in<br />
den Zangarmarschen, wo<br />
Ihnen die deutsche Übersetzung<br />
vorgaukelt, Sie<br />
würden „Liegengelassene<br />
Nahrung“ von Riesen einsammeln.<br />
Liegengelassen<br />
stimmt zwar, mit dem<br />
Wort Nahrung hat man<br />
uns aber eindeutig verscheißert.<br />
5. Der hat meine Sachen gefressen – oder<br />
irgendeinen Dreck, den ich jetzt brauche.<br />
Die N<strong>PC</strong>s Azeroths haben die unglaublich<br />
nervige Angewohnheit, ihre<br />
Sachen in der Nähe gefräßiger<br />
Viecher liegenzulassen.<br />
Die N<strong>PC</strong>s, die auf ihren Kram<br />
aufpassen, brauchen irgendwie<br />
immer gerade dann dringend<br />
irgendwelche Beeren, Eicheln,<br />
technische Gerätschaften oder<br />
Eichhörnchen, wenn die örtliche Wolfs-/<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Die Quest jagt Ihnen eine<br />
Guanoangst ein und startet bei<br />
Ingenieur Feknut (30,2; 28,6).<br />
GnnnGNNAH<br />
grmmllllgGNNNNGH!<br />
Bringt mir Butter, heißes<br />
Wasser und die neue<br />
<strong>MMORE</strong>!<br />
Da oben!<br />
Die Fledermäuse<br />
flattern<br />
geruhsam durch<br />
die Bäume.<br />
Zumindest, bis<br />
Sie loslegen.<br />
KacKen<br />
und<br />
Killen!<br />
Haben<br />
Sie Ihre<br />
Kracher<br />
geworfen,<br />
erleichtern<br />
sich die<br />
Viecher<br />
– und attackieren<br />
Sie<br />
danach.<br />
Fuchs-/Talbuk-/Bären-/<br />
Gnomen-Population<br />
gerade alle<br />
Beeren und<br />
Geräte in der<br />
Nähe aufgefressen<br />
hat. Sie müssen die Viecher<br />
also mit irgendwelchen Mittelchen dazu<br />
bringen, sich von allem Ballast zu befreien,<br />
und dann hinter ihnen herräumen. In Nordend<br />
sind sogar einmal Sie der Übeltäter, der<br />
sich nach einem gewaltigen Bernsteinsamengelage<br />
entleeren muss, um dann in seinen eigenen<br />
Hinterlassenschaften nach h<strong>of</strong>fentlich<br />
/focus<br />
die eVoluTion der KoT-QuesTs:<br />
Ts<br />
s:<br />
JeTzT wir d GeKacKT!<br />
Kacke einsammeln und vielleicht noch durchsuchen,<br />
das ist eine Sache. Selbst auf dem Porzellanthron<br />
Platz zu nehmen eine andere. In der<br />
Questreihe „Mmm ... Bernsteinsamen“ in den Grizzlyhügeln<br />
lockt ein Eimer mit leckeren Nüssen und<br />
einer Friss-das-weil’s-da-ist-Quest. Weil Ihr Charakter<br />
strunzdumm ist (unserer übrigens auch, keine<br />
Panik!), misstraut er dem gelben Fragezeichen über<br />
irgendeinem Eimer in der Pampa keine Sekunde und<br />
schiebt sich das Zeug schaufelweise rein. Do<strong>of</strong> nur:<br />
Einige Meter weiter verklickert Ihnen ein ortsansässiger<br />
Farmer, dass Sie Zaubernüsse gefuttert haben,<br />
die die örtliche Bevölkerung vor dem Hungertod hätten<br />
bewahren sollen.<br />
Was reinkommt ...<br />
Um das Problem zu lösen, besorgen Sie sich<br />
erst Schwarzwurzeln, mit denen Sie<br />
sich dann auf die Toilette verziehen<br />
– die Dinger sind nämlich<br />
ein dermaßen starkes Abführmittel,<br />
dass Ihnen die Nüsse<br />
explosionsartig hinten rausschießen.<br />
Beste. Quest. Wo. Gibt.<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Die Quest „Tut eure Pflicht“<br />
startet mit „Mmm ... Bernsteinsamen“<br />
bei einem Eimer (31,8;59,6).<br />
Selber kacken! In<br />
Nordend dürfen Sie<br />
zum ersten Mal für<br />
eine Quest selbst auf<br />
den Donnerthron.<br />
111
focus<br />
Räum die scheisse weg! Um<br />
die Drachenschlangen-Reitfähigkeit<br />
freizuspielen, erledigen Sie einen<br />
Haufen Tagesquests – für zwei<br />
davon müssen Sie die Häufchen<br />
Ihrer eigenen Drachenschlange<br />
wegräumen.<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Für Drachenschlangen-<br />
Tagesquests besuchen Sie das<br />
Arboretum im Jadewald.<br />
noch unverdauten Samen zu suchen. Weil<br />
Sie alter Gierschlund sich einfach nie beherrschen<br />
können.<br />
Wer denkt sich sowas aus?<br />
Würden wir uns im Laufe unserer bald<br />
100-stufigen-Heldenkarriere nur<br />
ein- oder zweimal<br />
mit diesem<br />
Scheiß beschäftigen<br />
müssen,<br />
wäre das okay.<br />
Dann weiß eben<br />
einmal ein N<strong>PC</strong><br />
nicht, was für fantastische Helden wir<br />
sind, und aus purer Nächstenliebe und<br />
um zu zeigen, dass wir auf dem Boden geblieben<br />
sind, packen wir das Beutelchen aus<br />
und schnallen uns den Furzdetektor um.<br />
Aber nein: Pro Erweiterung sehen wir uns im<br />
Schnitt fünf Aufgaben gegenüber, in denen<br />
wir uns die Hände nicht mit Blut besudeln,<br />
sondern sie ganz unheldenhaft schmutzig<br />
machen müssen. Es stellt sich unweigerlich<br />
die Frage: Gibt es bei Blizzard jemanden,<br />
einen einzelnen Entwickler, vielleicht den<br />
wenig talentierten kleinen Bruder von irgendwem,<br />
der nur aus Mitleid eingestellt<br />
wurde und der sich alle zwei Jahre mal mit<br />
einer Mappe voller modellierter Kackhaufen<br />
ins Chefbüro traut und seine Ideen vorträgt?<br />
zWerGe sind die<br />
kLeinsten riesen<br />
der WeLt!<br />
Noch viel wichtiger: Was genau treibt diesen<br />
nur in unserer Vorstellung existierenden<br />
Chef dazu, sich diese modellierten Häufchen<br />
anzusehen, den Ideen seines verstörenden<br />
Mitarbeiters zu lauschen – „… und dann<br />
stellen sich alle Affen in einer Reihe vor dem<br />
Plumpsklo auf und der Goblin schöpft<br />
die Affenköttel ab, um Bomben daraus<br />
zu bauen.“ – und nachdem er sie gehört<br />
hat, zu sagen: „Ja, diese Idee mit<br />
der Affenkotwaffe, das machen wir.“<br />
Jedermann liebt<br />
Kacke-Quests!<br />
So witzig die Vorstellung<br />
ist: Das Questdesign im<br />
Hause Blizzard läuft anders;<br />
in einer Mischung aus Brainstormings,<br />
kleinen und großen<br />
Team-Meetings werden Ideen<br />
gesammelt, darüber gesprochen<br />
und am Ende werden Sachen<br />
ausprobiert und schlussendlich<br />
auch gemacht. Wenn Sie diesen Artikel bis<br />
hierhin tatsächlich nur gelesen haben, weil<br />
Sie nach Zitaten für Ihren Beschwerdebrief<br />
gesucht haben, dann müssen wir Ihnen jetzt<br />
leider eine traurige Mitteilung machen: Blizzard<br />
findet Quests mit Kot auch lustig.<br />
Genau wie wir beim Schreiben und Designen<br />
dieses Artikels ständig do<strong>of</strong> kichern müssen,<br />
sitzen vielleicht genau jetzt im fernen Kalifornien<br />
zwei 3D-Programmier und lachen<br />
sich eins über den HD-Scheißhaufen, den sie<br />
gerade modellieren. Im Nebenzimmer sitzt<br />
vielleicht ein Texter, der seit drei Stunden<br />
nicht zu richtiger Arbeit kommt, weil er immer<br />
wieder vor Lachen zusammenbricht – er<br />
muss schließlich einen guten Grund finden,<br />
warum genau dieser eine Orc an genau dieser<br />
einen Stelle in Draenor unbedingt 10 Stück<br />
Grollhuffäkalien haben möchte. Im Lokalisie-<br />
rungsteam sitzen zeitgleich ein Deutscher, ein<br />
Spanier und ein Franzose und<br />
Keine Kacke in<br />
Kackaclysm?<br />
vertreiben sich<br />
die Zeit bis<br />
zum Überset-<br />
zen der langer-<br />
warteten nächs-<br />
ten Kacke-Quest,<br />
indem sie sich<br />
gegenseitig über-<br />
bieten, wie viele<br />
Worte es in ihrer<br />
jeweiligen Sprache<br />
für Scheiße<br />
gibt. Sie hören auf,<br />
als der Deutsche es nur leidlich schafft, „Fax<br />
aus Darmstadt“ ins Englische zu übersetzen.<br />
Auch wenn viele Spieler Cataclysm wie<br />
selbstverständlich mit Gülle gleichsetzen,<br />
gibt es zwischen Stufe 85 und 90<br />
keine einzige echte Kacke-Quest. Nur im<br />
überarbeiteten Bereich bis Stufe 60.<br />
Die reine Wahrheit über Kot<br />
Wir glauben natürlich nicht mal selbst daran,<br />
dass das alles so abläuft bei der Kot-<br />
112<br />
StilleS örtchen! Wer in<br />
seiner WoD-Garnison aufs Klo<br />
geht, bekommt einen Erfolg.<br />
KacKen in <strong>draenor</strong> - der<br />
nä chsTe loGische schriT T<br />
Wir hatten noch nicht einmal eine Stunde<br />
in der Alpha gequestet, da fielen uns<br />
schon die Klohäuschen in der Mitte unserer<br />
WoD-Garnison auf. Sie wissen schon – in<br />
der nächsten Erweiterung bauen Sie Ihren<br />
eigenen Stütztpunkt, komplett mit Ställen,<br />
Kaserne und eben Toiletten. Wir natürlich<br />
s<strong>of</strong>ort hin – wegen der Recherche für diesen<br />
Artikel, klar – und drauf. Überraschung: Für<br />
Wo<br />
die erste Sitzung auf Ihrem eigenen<br />
gibt’s das?<br />
Hinter dem großen roten<br />
Portal in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor.<br />
Einfach der Nase nach!<br />
virtuellen Pott gibt’s den Erfolg „Stilles Örtchen“.<br />
Aber war das schon alles?<br />
Wir sind uns sicher: Auch in <strong>Warlords</strong> <strong>of</strong> Draenor<br />
gibt es Kacke-Quests. Noch besser:<br />
Kacke-Quests erreichen eine neue Stufe!<br />
Mit all den riesenhaften Gronns in Draenor<br />
werden wir an mit Sicherheit grenzender<br />
Wahrscheinlichkeit aufgefressen und werden<br />
kurz darauf selbst wieder ausge... Sie<br />
wissen schon. Wir freuen uns drauf!<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe
Baut ein affenklo! Im Dorf der Ho-zen im Jadewald<br />
bauen Sie ein Plumsklo, aus dem sich der<br />
örtliche Goblin-Ingenieur Sprengst<strong>of</strong>f fischt.<br />
HerzerweicHend Der<br />
kleine Grummel traut sich<br />
gerade nicht auf den Berg,<br />
will aber, dass Sie ihm<br />
schon mal alle Kackhaufen<br />
markieren.<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Die Quest „Das Dungamit macht<br />
Bumm“ startet mit „Grünliche Energie“<br />
bei Nieti Kuppelplopp (28,2; 47,8).<br />
Quest-Planung. Dafür können wir Ihnen im<br />
Gegenzug versichern, dass die Erstellung<br />
dieses Artikels fast genau so aussah<br />
wie gerade beschrieben. Nur<br />
ohne 3D-Programmierer, dafür<br />
mit den Volontären aus der<br />
Video-Abteilung (die haben<br />
im Verlag die besten Requisiten)<br />
und einer Putzfrau, die wir<br />
nur knapp vor der Ohnmacht bewahren<br />
konnten. Wahrscheinlich<br />
baut Blizzard Kacke-Quests nur<br />
in schöner Regelmäßigkeit ein, weil<br />
sie – selbst, wenn man Scheiße nicht lustig<br />
findet – im Gedächtnis bleiben.<br />
Anders als Federn, Fleisch, Wolle oder herumliegende<br />
Äpfel – fruchtige rote, nicht saftige<br />
braune – sorgen sie dafür, dass der Spieler<br />
sich klar wird, was er gerade tut. Wo wir<br />
sonst vielleicht einfach auf „Annehmen“<br />
klicken, losziehen und uns<br />
die Taschen vollstopfen, halten<br />
wir bei Kacke-Quests kurz inne,<br />
lesen uns angeekelt, aber interessiert<br />
die Questbeschreibung<br />
durch und werden uns gewahr,<br />
dass wir doch nur ein kleines Rädchen<br />
im Getriebe der Welt sind. Und<br />
dass wir unsere Taschen hiernach besser<br />
wegschmeißen. Scheiße bringt uns zum<br />
Nachdenken. Nicht umsonst lautet ein bekanntes<br />
Sprichwort unter den Ho-zen-Affen<br />
des Jadewalds (ungelogen): „Kacke nicht<br />
gut für Essen, aber sehr gut zum Werfen.“<br />
Die Top-5 Sprüche aus<br />
der Artikel-Produktion<br />
1.<br />
„Wir beide machen nächste Woche<br />
zusammen einen 6-Seiter über Kot.<br />
Freust du dich?“<br />
(Johann zu Nadine)<br />
„Guten Morgen. Hast Du einen<br />
2. Moment, um über Kacke zu<br />
sprechen?“ (Johann zu Nadine)<br />
„Ich muss Kacke irgendwann<br />
3. paraphrasieren, ich kann nicht<br />
sechs Seiten lang nur Kacke<br />
schreiben.“ (Johann)<br />
4.<br />
5.<br />
Aber, aber... ich bin<br />
pr<strong>of</strong>essioneller<br />
Kot-Aufsammler,<br />
echt!<br />
„Man findet echt eklige Bilder,<br />
wenn man nach Kacke googeln<br />
muss, weil man eine Häufchen-<br />
Grafik sucht.“ (Nadine)<br />
„Du kannst doch nicht den Kacke-<br />
Zitate-Kasten vorschreiben. Du<br />
durftest schon Kacke googeln!“<br />
(Johann zu Nadine).<br />
Ein Podcast über Kot!<br />
Erst vor Kurzem hatten wir einen Podcast über<br />
Kot-Quests: Die Redakteure stellen ihre Lieblings-Kacke-Aufgaben<br />
vor, wir machen extrem<br />
beschissene Witze und am Ende schaffen wir es<br />
sogar bei diesem Thema ordentlich abzuschweifen:<br />
http://bit.ly/SNgrjr<br />
/focus<br />
Wo<br />
gibt’s das?<br />
Die Quest „Gourmet-Kafa“<br />
startet bei Cousin Zägenfell<br />
(42,4, 69,6)<br />
EhrEnhaft<br />
Einfach aufsammeln?<br />
Wie einfach.<br />
Fähnchen<br />
reinstecken ist<br />
viel würdevoller,<br />
ist ja klar.<br />
Nein, nein, nein!<br />
NUR diese Fähnchen<br />
reinstecken!<br />
<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> | mmORe<br />
Machen wir selber!<br />
Die Scherpas auf dem<br />
Kun-Lai-Gipfel wollen Ihnen<br />
die Kackesammelei<br />
nicht zumuten. Nett.<br />
113
focus<br />
Logout<br />
– das Letzte!<br />
Lok’tar ogar – ein Hoch auf die Völkerverständigung<br />
Was wäre, wenn wir die andere Fraktion verstehen könnten – ob es dann weniger Krieg in World <strong>of</strong> Warcraft gäbe?<br />
eulich auf dem Schlachtfeld: Ich liefere<br />
mir neben der Lore in der Silberbruchmine<br />
ein „Mirror Match“ mit<br />
einem anderen Jäger. Der verfügte, wie man<br />
an den zügig schwindenden Lebenspunkten<br />
recht gut erkennen konnte, ganz <strong>of</strong>fensichtlich<br />
über schlechtere PvP-Ausrüstung und hatte<br />
daher rein rechnerisch schlechte Karten, den<br />
Zweikampf für sich zu entscheiden. Kurz bevor<br />
das Trauerspiel zu Ende gewesen wäre, bekam<br />
mein Widersacher jedoch Unterstützung<br />
von einem Priester und einem Schamanen.<br />
Das Jägerlein war plötzlich wieder gesund<br />
und zwei Lavaeruptionen später schickte ich<br />
meinen geplatzten Trapper zum Geistheiler …<br />
na ja, blöd gelaufen – passiert, Schlachtfelder<br />
sind schließlich Teamsache.<br />
Spucken, treten, schreien<br />
Anstatt sich einfach über seinen Sieg (zu dem<br />
er selbst relativ wenig beigetragen hatte) kurz<br />
zu freuen, flogen mir im Sekundentakt Spuckund<br />
Hohn-Emotes um die Ohren. „Einer von<br />
der Sorte … gut, lass ihm den Spaß“, dachte<br />
ich mir. Der (einseitige) Austausch diverser<br />
Körperflüssigkeiten schien meinem Gegenüber<br />
aber nicht genug zu sein. Noch während<br />
ich darauf wartete, ins Geschehen zurückgeholt<br />
zu werden, brüllte König Flitzebogen<br />
wild durch die Gegend. Verstanden hab ich<br />
nix – klar, ich bin ja jetzt Troll und die haben so<br />
ihre Probleme damit, den ganzen Alli-Slang zu<br />
verarbeiten. Ich gehe allerdings stark davon<br />
aus, dass er (oder sie, wer weiß das schon?)<br />
sich an Regel Nummero 1 des Online-Gamings<br />
gehalten hat. Die besagt ja im Grunde,<br />
dass jeder „Multiplayer“ mindestens einmal<br />
dem exzessiven Beischlaf mit der Mutter eines<br />
jeden anderen Spielers gefrönt hat. Und das,<br />
obwohl alle Mütter laut Aussage derer, die<br />
den Akt der Liebe vollzogen haben … na ja<br />
<strong>Vorschau</strong><br />
Alle Angaben ohne Gewähr!<br />
Nach Monaten des Wartens und H<strong>of</strong>fens ist sie<br />
da! Sie ist endlich gestartet und deshalb<br />
werden wir die nächsten Wochen und Monate<br />
ganz, ganz viel WoD-Beta zocken<br />
und Sie über alles Wichtige, was auf den<br />
Testservern passiert, auf dem Laufenden<br />
halten. Aktuelle Klassenguides gibt’s natürlich<br />
auch wieder und Schmökerthemen<br />
in unserer Focus-Sparte. Aber allem voran:<br />
Beta! Gaaaanz viel Beta!<br />
114<br />
Die nächste<br />
Ausgabe<br />
erscheint am<br />
20.08.<br />
VölkerVerständigung im „rl“ Nach langem Hin und Her hat das Treffen mit Vollblutmetaller, langjährigem<br />
<strong>MMORE</strong>-Leser und Kacke-Podcast-Fan Markus endlich mal geklappt – war ’n geiler Abend!<br />
… eigentlich gar nicht so hübsch sein dürften.<br />
Wie dem auch sei: Ich weiß nicht warum, aber<br />
irgendwie war ich plötzlich doch ein wenig<br />
neugierig, mit welcher plumpen Beleidigung<br />
mich der Gute dazu bringen wollte, den Sinn<br />
meines Lebens in dieser Welt zu überdenken.<br />
Es könnte so einfach sein<br />
Stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre, Spieler<br />
der anderen Fraktion zu verstehen, oder noch<br />
besser: mit ihnen kommunizieren zu können.<br />
Klar, in vielen Fällen würde es wahrscheinlich<br />
nur darauf hinauslaufen, sich effektiver an<br />
verbalen Schlammschlachten zu beteiligen.<br />
Auf der anderen Seite – und das behaupte<br />
ich als Ex-Allianzler einfach mal – gibt es<br />
auf beiden Seiten mehr als genug Spieler, die<br />
nichts dagegen hätten, auf friedliche Weise<br />
zu koexistieren und dies ja teilweise ohnehin<br />
schon tun. Auf manchen Servern kommt es ja<br />
sogar vor, dass die zahlenmäßig überlegene<br />
Fraktion der anderen Seite aushilft, etwa beim<br />
Umklatschen von Weltbossen wie den Himmlischen<br />
Erhabenen. Verständigung zwischen<br />
Horde und Allianz funktioniert in dem Sinne<br />
aber eigentlich nur über die Server-Foren. Wer<br />
seine friedlichen Absichten im Spiel kenntlich<br />
machen möchte, dem bleiben dann doch nur<br />
Emotes … also die außer „/Spucken“ und<br />
„/Lachen“.<br />
Die Sprachbarriere umgehen<br />
Aus Entwicklersicht mag es stimmig sein,<br />
dass sich die Völker der Horde und der<br />
Allianz gegenseitig nicht verstehen. Aber<br />
hey, wenn ich Jainas monotone Diskurse mit<br />
Blutelfen-Hoschi Lor’themar Wort für Wort<br />
mitverfolgen kann, warum verstehe ich dann<br />
nicht eine einzige Silbe von dem, was mir<br />
Menschenspieler XY an den Kopf wirft? Andersherum<br />
verhält es sich doch genauso: Jeder<br />
Anhänger der Allianz versteht klipp und klar,<br />
was Garrosh Höllschrei und seine orcischen<br />
Offiziere im Weltherrschaftsdelirium vor sich<br />
hinbrabbeln. Muss man nicht verstehen …<br />
Korrespondenz in Azeroth<br />
Spätestens seit der Einführung der anfangs<br />
neutralen Pandaren kann ich mir ein WoW<br />
ohne sprachliche Barrieren gut vorstellen.<br />
Wenn die Entwickler diese Hürde nicht einfach<br />
aus dem Code streichen wollen, warum<br />
nicht ein neues Spielelement daraus stricken?<br />
Wie wäre es mit dem Beruf des Dolmetschers?<br />
Die Helden Azeroths, denen etwas an Völkerverständigung<br />
liegt, könnten die Sprachen der<br />
anderen Rassen studieren und zur Belohnung<br />
– je nach Fertigkeit – dann etwa Spieler der anderen<br />
Fraktion in den eigenen Raid einladen.<br />
Totaler Humbug? Ich finde den Gedanken<br />
interessant und könnte endlich wieder mit<br />
Freunden daddeln, die ich auf Allianz-Seite<br />
zurücklassen musste.<br />
Nico Balletta<br />
… findet es immer wieder toll,<br />
Leser von Angesicht zu Angesicht<br />
zu treffen. Immer wieder interessant,<br />
wie so ein gemeinsames<br />
Steckenpferd wie WoW die<br />
perfekte Basis für einen lustigen<br />
Abend bietet!<br />
Sie möchten sich zum aktuellen Logout äußern?<br />
Kritik, Lob und Anregungen bitte an:<br />
logout@computec.de<br />
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