Download - Soziale Stadt Rosenheim

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L.O.S. Projekte

in Rosenheim

in Rosenheim

Die 2. Projektphase 2004/2005 im Überblick

Die 2. Projektphase 2004/2005 im Überblick

L.O.S. Dokumentation

Soziale Stadt

Finsterwalderstraße/

Endorfer Au

Lessingstraße/

Pfaffenhofener Straße

Isarstraße/

Traberhofstraße

Gemeinsam loslegen!


4 Inhalt

5

Inhalt

2 Impressum

3 Vorwort und Beteiligungsschema

4 Inhalt

STADTTEIL FINSTERWALDER-

STRASSE/ ENDORFER AU

6 Projektübersicht/ Liste der Ansprechpartner

Finsterwalder Straße und Endorfer Au

32 Freiwilligendienst für Familien

34 Integrativer Frauentreff

36 Integrationsmaßnahme Stadtteilferienprogramm

38 Integrationsprojekt Tanz- Gymnastikgruppe für

Mädchen

40 Schul- Fitnessstudio

Handlungsfeld Bildung

42 Hausaufgabenbetreuung

44 Intensivnachhilfe für Jugendliche

68 Deutschkurs für MigrantInnen

70 Integrationsmaßnahme

Internationaler Abend im Stadtteil

72 Projektreihe Kunst

Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

74 Eltern- Kind- Gruppe

76 Lokales Netzwerk

Hallenfußballtunier

78 Inlinecontest

Handlungsfeld Gesundheitsförderung

102 Projektreihe Gesundheitsfördung

Handlungsfeld Migration/Integration

104 Deutschkurs für Kinder und MigrantInnen

106 Integrationskurs für Frauen aus dem ehemaligen

Jugoslawien

108 Integrationsprojekt für türkische Mädchen

110 Projektreihe Kunst

112 Sprachkurs für MigrantInnen mit Kindern

7 Vorstellung des Begleitausschusses und

Aufstellung der Kosten im Stadtteil

46 Projektreihe schulische, soziale und berufliche

Kompetenzen

80 Internetcafé

82 Jugendversammlung

Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

114 Familientreff

Handlungsfeld Beschäftigung

8 Existenzgründung. Stadtteilhomepage

10 Integrationsprojekt Ferienprogramm

12 Kompetenzanalyse/ -coaching

14 Patenprojekt für langzeitarbeitslose Jugendliche/

Erwachsene

16 Schnupperlehre

Pferdepflege

STADTTEIL LESSINGSTRASSE/

PFAFFENHOFENER STRASSE

48 Projektübersicht/ Liste der Ansprechpartner

Lessingstraße und Pfaffenhofener Straße

49 Vorstellung des Begleitausschusses und

Aufstellung der Kosten im Stadtteil

Handlungsfeld Wohnumfeld

84 Wohnumfeldverbesserung

Handlungsfeld Bildung

86 Eltern und Schule

88 Vorbereitungskurs zur Prüfung

für den Hauptschulabschlus

116 Förderung des Ehrenamtes für Familien

Handlungsfeld Bildung

118 Soziales Kompetenztraining

120 Strategiekonzept für die schulische Integration

122 Vorbereitung zum Hauptschulabschluss

Handlungsfeld Migration/Integration

18 Ausbildung ehrenamtlicher türkischer

BeraterInnen

20 Integrationskurs für Frauen aus dem ehemaligen

Jugoslawien

Handlungsfeld Beschäftigung

50 Bedarfsklärung für arbeitslose Jugendliche

52 Ehrenamtlich geführter Tante Emma Laden

54 Förderung der Vereinbarkeit von Familie und

Arbeit

STADTTEIL ISARSTRASSE/

TRABERHOFSTRASSE

90 Projektübersicht/ Liste der Ansprechpartner

Isarstraße und Traberhofstraße

22 Integrationsmaßnahme für Jugendliche und

Erwachsene aus Russland

24 Projektreihe Kunst

26 Sprachkurs für MigrantInnen mit Kindern

Integrationskindergarten Stadtmäuse

28 Sprachkurs für MigrantInnen mit Kindern

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt

Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

30 Ehrenamtsschulung

56 Freiwilligenagentur

58 Integration Jugendlicher ins Erwerbsleben

60 Praktikumspool für Jugendliche

62 Projektmesse im Stadtteil

Handlungsfeld Migration/Integration

64 Berufliche und schulische Integration

Sportiade

66 Deutschkurs für jugendliche MigrantInnen

91 Vorstellung des Begleitausschusses und

Aufstellung der Kosten im Stadtteil

Handlungsfeld Beschäftigung

92 Berufliche Integrationsmaßnahme

94 Integration Jugendlicher ins Erwerbsleben

96 Jobcoaching für Jugendliche an der Berufsschule

98 Lokale Ökonomie

100 LOS-Netzwerk für arbeitslose Jugendliche


2 Impressum

Vorwort I Beteiligungsschema 3

Lokales Kapital für Soziale Stadt: L.O.S.

Ein Programm des Bundesfamilienministeriums

■ In 55 erfolgreichen Projekten haben

wir im Projektabschnitt 2004/2005 für

die Bereiche BILDUNG, INTEGRATION,

FAMILIE UND BESCHÄFTIGUNG insgesamt

ca. 300.000 Euro einsetzen können.

Im Durchschnitt also ca. 5.460 Euro pro

Projekt.

Wenn Ihnen die Summe zu hoch erscheint,

dann seien Sie an das Zitat von John F.

Kennedy erinnert: „Es gibt nur eins, was

auf Dauer teurer ist als Bildung: keine

Bildung.“ Denn wer die grundlegenden

Kulturtechniken nicht beherrscht, die im

Leben gebraucht werden, wird es in Beruf,

Familie und Gesellschaft schwer haben

(vgl. PISA Studie).

■ Die Bundesevaluation Soziale Stadt

2004 sowie die Fallstudie des Institut

empirica 2004 zur Sozialen Stadt

Rosenheim haben uns empfohlen, den

4 Handlungsfeldern : BILDUNG, INTEGRA-

TION VON MIGRANTINNEN, KINDER,

JUGEND UND FAMILIE, sowie BESCHÄF-

TIGUNG bis zum Projektende 2008

besonderes Gewicht zu geben.

Die Bildungsanforderungen an unsere

Stadtteilschulen in Rosenheim z.B. sind jetzt

und in der Zukunft durch den Anteil von

Migrantenkindern sehr hoch. Diese Schulen

sollten deshalb besonders unterstützt

werden (siehe Fallstudie Rosenheim,

empirica, 2004).

Die Wirksamkeit Sozialer Stadt ist neben den

baulichen Maßnahmen besonders im Bereich

der sozialen Stadtteilentwicklung relevant

und hier insbesondere durch Projekte, die

auf kommunikative Prozesse zielen (vgl.

Bundesevaluation Soziale Stadt 2004,

Bundesministerium für Verkehr, Bau und

Wohnungswesen).

Wir haben deshalb die Gelder des Projektabschnittes

2004/2005 aus L.O.S. zur

Verbesserung der Verständigung untereinander

und der Zusammenarbeit in

diesen Handlungsfeldern eingesetzt.

Damit erfüllen wir auch zwei strategische

Forderungen des Programms Soziale

Stadt:

1.Die Bündelung der Mittel aus verschiedenen

Förderprogrammen in den Stadtteilen

2. Den Aufbau Lokaler Netzwerke durch

Bürgerschaftliches Engagement in Verbindung

mit Sozialer Arbeit zur Sicherung der

Nachhaltigkeit Sozialer Stadt.

Britta Schätzel

Die L.O.S. Begleitausschüsse

■ Das Programm L.O.S. hat u. a. zum

Ziel, die Beteiligung betroffener und/

oder engagierter BürgerInnen in den

Stadtteilen an kommunalen Entscheidungen

zu stärken.

Die Begleitausschüsse der Stadtteile setzen

sich aus ehrenamtlichen BewohnerInnen und

VertreterInnen von Institutionen zusammen.

Die Mitglieder der Begleitausschüsse haben

Verantwortung für die Entwicklung ihrer

Stadtteile übernommen. Jeder Begleitausschuss

trifft sich regelmäßig ca. alle 4 Wochen

für 2 Stunden um über die Projektanträge

abzustimmen.

L.O.S Projekte der Stadtteile Rosenheim

im Beteiligungsschema

Formalisierte Beteiligung:

Information:

Impressum

Verantwortung Inhalt:

Britta Schätzel,

Koordinierungsstelle LOS,

Tel.: 08031/36-2179

Adresse:

Soziale Stadt Rosenheim,

Weinstraße 10, 83022 Rosenheim

Internet:

www.sozialestadt.rosenheim.de

Email:

b.schaetzel@grws-rosenheim.de

Organisation und Auswertung:

Barbara Hessen

Entwurf und Layout:

Edith Erlacher

Edith.Erlacher@t-online.de

Bilder:

Soziale Stadt Rosenheim

Erstellt im: Juli 2005-07-14

12 Projekte wurden mit

ca. 100 TeilnehmerInnen

durchgeführt,

z. B. Deutsch - Türkischer

Arbeitskreis,

Freiwilligenagentur

Selbstorganisation:

6 Projekte wurden mit

ca. 270 TeilnehmerInnen

durchgeführt,

z. B. Ehrenamtlich geführter

Tante Emma Laden,

Elterntreff

Die Grundvorraussetzungen

für bürgerschaftliches

Engagement und Beteiligung

der BürgerInnen sind

Transparenz, Respekt,

Anerkennung und klare

Rahmenbedingungen.

(siehe Dokumentation

Soziale Stadt, 2000)

2 Projekte wurden mit

ca. 600 TeilnehmerInnen

durchgeführt,

z. B. Projektmesse im

Stadtteil

Zielgerichteter Kontakt:

36 Projekte wurden mit

ca. 1.950 TeilnehmerInnen

durchgeführt,

z. B. Projektreihe Kunst.

Kulturvergleich, Projektreihe

Gesundheitsförderung

Schema nach: Analyse der Umsetzung des integrierten Handlungsprogramms, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein- Westfalen


6 Stadtteil Finsterwalderstraße I Projektübersicht I Liste der Ansprechpartner

Stadtteil Finsterwalderstraße I Begleitausschüsse I Kosten 7

Projektübersicht mit Ansprechpartner des

Stadtteils Finsterwalderstrasse/ Endorfer Au

Handlungsfeld

Beschäftigung:

Existenzgründung Stadtteilhomepage:

Klaus Schindler,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/23 72 72

finsterwalder_gries_endorferau@web.de

Integrationsprojekt Ferienprogramm:

Silvia Messbauer

Tel.: 08031/41 00 3

Kompetenzanalyse/ Coaching:

Achim Krämer,

Job- College

Tel.: 08031/94 13 18 0

hallo@jobcollege.de

Patenprojekt für langzeitarbeitslose

Jugendliche/ Erwachsene:

Hans Mitterer,

Junge Arbeit Rosenheim

Tel.: 08031/23 50 67 0

hm@junge-arbeit-rosenheim.de

Schnupperlehre Pferdepflege:

Brigitta Schmid

Tel.: 08031/ 86 142

Handlungsfeld Migration/

Integration:

Ausbildung ehrenamtlicher türkischer

BeraterInnen:

Ruziye Günes,

alevitischer Kulturverein

Tel.: 08062/30 12

eguenes@freenet.de

Cetin Fidan,

türkischer Elternbeirat

Tel.: 08031/90 87 23

cetin.fidan@cablenet.de

Integrationskurs für Frauen aus dem

ehemaligen Jugoslawien:

Drita Auer, Kosovarja e.V.,

Tel.: 08031/23 58 34 6

flying_theo@yahoo.de

Integrationsmaßnahme für Jugendliche

und Erwachsene aus Russland:

Manfred Edlmann

Tel.: 08074/85 92

m.edlmann@gmx.de

Projektreihe Kunst:

Michael Zuber

Tel.: 08036/97 90 77

zuber@zuber-kreative.de

Sprachkurs für MigrantInnen mit

Kindern:

Brigitte Socolov,

Integrationskindergarten Stadtmäuse,

Tel.: 08031/42 3 43

kiga.stadtmaeuse@t-online.de

Sprachkurs für MigrantInnen mit

Kindern:

Angelika Mayer,

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt

(Diak. Werk)

Tel.: 08031/ 43 037

angelika.mayer@diakonie-rosenheim.de

Handlungsfeld Kinder,

Jugend, Familie:

Ehrenamtsschulung:

Goofy und Maria Baldemaier

Tel.: 08031/38 17 77

Freiwilligendienst für Familien:

Franz Langstein,

Startklar Schätzel – respect your life

Tel.: 0171/62 03 091

langstein@t-online.de

Integrativer Frauentreff:

Frau Maria Gfaller,

Startklar Schätzel – respect your life

Tel.: 08031/38 15 06

fhro@startklar-schaetzel.de

Integrationsmaßnahme Stadtteilferienprogramm:

Klaus Schindler,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/23 72 72

finsterwalder_gries_endorferau@web.de

Integrationsprojekt. Tanz- Gymnastikgruppe

für Mädchen:

Andrea Mügge,

ESV

Tel.: 08031/41 79 5

esv-rosenheim@cablenet.de

Schul- Fitnessstudio:

Alis Furjan,

Tel.: 08031/40 67 22 1

schulsozialarbeit.vs-fue@gmx.de

Handlungsfeld Bildung:

Hausaufgabenbetreuung:

Martina Neuenfeldt-Schweiger

Tel.: 08031/ 68 613

Michael Kobienia,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/ 40 67 21 80

kobienia@stadtjugendring.de

Intensivnachhilfe für Jugendliche:

Sabrina Hanslmayer

Tel.: 0177/ 69 15 588

s.hanslmayer@gmx.de

Projektreihe schulische, soziale und

berufliche Kompetenzen:

Elisabeth Becker,

Sonderpädagogisches Förderzentrum

Tel.: 08031/ 40 67 21 11

sfz-rosenheim@t-online.de

Stadtteil Finsterwalderstrasse/ Endorfer Au

Die Mitglieder des Begleitausschuss

Finsterwalderstraße/

Endorfer Au:

Norbert Thomas - Amt für Kinder, Jugend

und Familie

Brigitte Thoma - Bewohnerin

Anita Eggart – Bewohnerin

Maren Welkener – Kindergarten

Karin Walter – Bewohnerin

Drita Auer – Zielgruppenvertreterin

Cetin Fidan – Zielgruppenvertreter

Elisabeth Becker – Schule

Ursula Böckler – Schule

Britta Schätzel – Koordinierungsstelle L.O.S.

Klaus Schindler

- Quartiersmanager

Unser Straßenfest 2005

Aufstellung der Kosten im Stadtteil

Finsterwalderstraße/ Endorfer Au

Genannte Summen erhielt der Stadtteil für die

folgenden Handlungsfelder:

Handlungsfeld Beschäftigung: 26.170,00 €

Handlungsfeld Migration/ Integration: 23.920,00 €

Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie: 24.240,00 €

Handlungsfeld Bildung: 20.197,50 €

Gesamtsumme: 94.527,50 €

Bürgerhaus E-Werk Stüberl

Aussagen der Mitglieder des

Begleitausschuss:

„Die Arbeit im Begleitausschuss bewirkt

eine gute Vernetzung der aktiven

Institutionen und BewohnerInnen.“

„Es treffen verschiedene Berufe und

Institutionen aufeinander.“

„Die Abstimmungsmöglichkeit sehe ich

positiv.“

„So können Projekte schnell auf den Weg

gebracht werden.“

„Hier gibt es eine Mischung aus

Stadtteilbewohnern und Professionellen.“

„Mir ist wichtig, dass die Anträge klar und

einfach gestellt werden.“


8 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

9

Stadtteilhomepage

www.stadtteilnews.de

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Dieses Projekt wurde für einen langzeitarbeitslosen

Bewohner des Stadtteils

initiiert. Der junge Erwachsene Herr

M. erstellte eine Stadtteilhomepage. Die

Seite beinhaltet die Ergebnisse des

LOS- Projektes Lokale Ökonomie von

2003/ 2004. Herr M. hat bei seiner

Arbeitslosigkeit folgende Problematik:

immer wieder verlässt er Arbeitsplätze,

da er mit Vorgesetzten nicht zurechtkommt.

Das Projekt sollte Herrn M. bei

der Entscheidung helfen, ob seine

Fähigkeiten zur Selbstständigkeit

genügen und somit eine Existenzgründung

im PC- Bereich möglich ist

bzw. seine sozialen Kompetenzen so zu

trainieren, dass ein Verbleib in einem

Betrieb möglich wird.

Die Homepagegestaltung in dieser Form

erwies sich als arbeitsintensiver als

zunächst vermutet. Die Kontaktaufnahme

und „Verlinkung“ mit Betrieben

fiel in den Aufgabenbereich von Herrn

M. Es zeigte sich jedoch, dass dieser

nur schwer in der Lage war, dies

adäquat zu leisten. Dinge, die er selbständig

erstellen konnte (Arbeitgeberübersicht,

Terminkalender...) wurden in

der Regel rasch erledigt, dennoch ist

die Seite bis zum jetzigen Zeitpunkt

noch nicht fertig.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Die Homepage ist mit

400 BesucherInnen

monatlich erfolgreich

installiert.

Bis Ende des Projektes

gibt es 20 „verlinkte“

Betreibe im Bereich

der Betriebspräsentation

und 50 registrierte

Nutzer der Angebote

des Bereiches „Arbeit“.

Der langzeitsarbeislose

Projektdurchführende

hat eine konkrete

berufliche Perspektive

entwickelt. Existenzgründung

oder

Rückkehr in einen

Betrieb.

Anmerkung:

Erzielte Ergebnisse

Die Homepage hat seit ihrer erstmaligen

Online-Stellung im September ´04 bis

jetzt (Stichtag 30. Juni ´05) mehr als

29.000 Besucher. Das Ziel monatlich

mehr als 400 Besucher zu erreichen ist

also eindeutig überschritten worden.

Derzeit ist noch kein Betrieb in den

„Präsentationen“ zu finden.

Die Registrierung im Bereich „Arbeit“

haben nur vier Nutzer vollzogen. Ein

wichtiger Grund hierfür kann sein, dass

gerade die Zielgruppe der Arbeitslosen

oftmals nicht über Kenntnisse im, und

auch die Zugangsmöglichkeiten zum

Internet verfügen.

Bezüglich der Entwicklung einer

beruflichen Perspektive für Herrn M.

hat sich eindeutig herausgestellt, dass

die Selbständigkeit als Web-Designer

für ihn nicht in Frage kommt. Als

Perspektive kommt für ihn demnach nur

wieder eine betriebliche Anstellung in

Betracht.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Herr M. über seine

Tätigkeit:

„Es war anstrengender und

mehr Arbeit als ich anfangs

dachte. Es war wirklich sehr

viel Arbeit. Die Arbeit hat mir

gezeigt, dass ich mich doch

nicht selbstständig machen

möchte. Es gibt einfach

zu viele Webmaster, der

Markt ist überfüllt. Genau

weiß ich noch nicht, wie es

beruflich bei mir weiter geht.

Ich werde auf jeden Fall im

Computerbereich bleiben. Toll

war die Unterstützung der

Mitarbeiter im Bürgerhaus,

die hatten immer ein offenes

Ohr für mich. Durch das

Projekt habe ich sehr viele

neue Leute kennen gelernt. In

den Betrieben mit denen wir

zusammengearbeitet haben,

bin ich jetzt auch bekannt.“

Das Quartiermanagement sieht die berufliche Zukunft für Herrn M. in einer klar

definierten Aufgabe innerhalb eines üblichen Anstellungsverhältnisses.

Die mit der Antragstellung angepeilten Indikatoren der Zielerreichung wurden

größtenteils erreicht.

3. Zielgruppe

Der langzeitarbeitslose Bewohner

Herr M. aus dem Stadtteil.

4. Kooperationspartner

- Mitarbeiter des Bürgerhaus E- Werkstüberl

- Betriebe der Stadt Rosenheim (Firma

Krones, Kauffland, Media Markt,...)

5. Teilnehmer

1 Teilnehmer

6. Projektleitung

Klaus Schindler,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 72 72

finsterwalder_gries_endorferau@web.de


10 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

11

Integrationsprojekt Ferienprogramm

Aussagen der Teilnehmerin:

Ziele: Planung Ferienprogramm – Berufliche Orientierung einer Langzeitarbeitslosen/

Stadtteil Integrationsmaßnahme

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Mit dem Integrationsprojekt „Ferienprogramm“

wurde einer langzeitarbeitslosen

Frau des Stadtteils die Gelegenheit

gegeben eine konkrete Beschäftigungsmöglichkeit

zu erhalten. Frau S.

ist eine junge, langzeitarbeitslose, alleinerziehende

Frau, die in ihrem gelernten

kaufmännischen Bereich keine

Beschäftigung erhält. Das Projekt bot

Frau S. die Chance über die Organisation

des Ferienprogramms eine neue

berufliche Orientierung im Bereich

Soziale Arbeit/ Organisation zu erhalten.

Unter der Anleitung des Quartiermanagers

erhielt die junge Frau die

Möglichkeit, den Arbeitsbereich Soziale

Arbeit kennen zu lernen.

Parallel wurde mit der erneuten Organisation

eines Ferienprogramms (siehe

Projekt: „Integrationsmaßnahme Stadtteilferienprogramm“)

ein weiterer Schritt

hin zu familienfreundlicheren Strukturen

im Stadtteil geschaffen. Durch ein

vielseitiges Ferienprogramm haben

arbeitende Elternteile die Gelegenheit

ihre Kinder in betreute Ferienaktionen

zu übergeben.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 7 unterschiedliche

Anbieter

nehmen am Ferienprogramm

teil.

Eine Datenbank zur

Sicherung zukünftiger

Ferienprogramme ist

erstellt.

Die langzeitarbeitslose

Frau hat Erfahrungen

im Organisationsbereich

Soziale Arbeit

gesammelt und ein

entsprechendes

Zeugnis erhalten.

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt beteiligten sich 8 Organisationen

und Vereine aus dem Stadtteil

sowie zwei Bewohnerpaare an der

Umsetzung des Programms. Die

gesamtstädtische Broschüre wird

derzeit erstellt und in den Druck

gegeben und soll dann an den Schulen

(1. bis 6. Klasse) an alle Schüler verteilt

werden sowie andernorts ausgelegt

Eine Datenbank über mögliche Ferienprogrammanbieter

wird derzeit für das

Ferienprogramm 2006 erstellt und soll

dann an den Stadtjugendring und den

Sozialraumträger übergeben werden.

Des Weiteren fanden bereits Gespräche

statt, bei denen eine Sicherung und

Übernahme des Ferienprogramms

durch dies Träger angeregt wurde.

Frau S. erhielt ein Dienstzeugnis über

ihre Honorartätigkeit im Rahmen des

Ferienprogramms. Sie machte Erfahrungen

mit Organisation und Kommunikation

in sozialen Bereichen. Frau S.

arbeitete teilweise selbstständig, aber

aufgrund des nötigen Hintergrundwissens

und der Erfahrung in diesem

Bereich an die Anleitung durch den

Quartiermanager gebunden.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

„Die Arbeit am

Projekt gab mir mehr

Selbstvertrauen.“

„Auf jeden Fall war dieses

Ferienprogramm für mich eine

Bereicherung und ich hatte viel

Spaß dabei.“

„Vorher hatte ich Angst vor

Menschen, da habe ich gestottert.“

„Ich habe jetzt Kontakt

zu neuen Menschen.“

„Ich kann jetzt gut telefonieren.“

3. Zielgruppe

Die langzeitarbeitslose Bewohnerin

Frau S. aus dem Stadtteil.

4. Kooperationspartner

- Soziale Stadt

- Stadtjugendring Rosenheim

- Startklar Schätzel – respect your life

- ESV Rosenheim, Fußball

- ESV Rosenheim, Tennis

- Kinderhort Villa Kunterbunt (Diak.

Werk)

- Integrationskindergarten Stadtmäuse

- Pfarrgemeinde St. Quirin Fürstätt

- sowie die Bewohner: Steffi Scherer,

Marco Lissner, Hans Wondalek und

Jürgen Zirnbauer

5. Teilnehmer

1 Teilnehmerin

6. Projektleitung

Klaus Schindler

Tel. 08031/23 72 72

finsterwalder_gries_endorferau@web.de

„Das Ferienprogramm kommt

total gut an, viele Angebote

waren sehr schnell belegt.“


12 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

13

Orientierungstraining und Coaching für schwer

vermittelbare aber arbeitswillige Jugendliche

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Jugendliche und junge Erwachsene

erlangen durch ein individuelles

Coaching klare Orientierung und praktisches

Wissen für die Umsetzung einer

individuellen Bewerbungsstrategie bzw.

Berufsplanung.

Die TeilnehmerInnen erhielten mittels

eines Orientierungstrainings gezielte

Unterstützungen bei der Suche nach

„ihrem“ Arbeitsfeld. Zur Vermittlung in

ein passgenaues Arbeitsfeld wurde im

Vorfeld eine Kompetenzanalyse mit den

TeilnehmerInnen erstellt. Als Ergebnis

wurde am Ende ein individueller, konkreter

Hilfeplan ausgearbeitet. Dieses

Angebot ist somit als vorbereitendes

und begleitendes Angebot an die

TeilnehmerInnen zu verstehen. Mit den

erworbenen Orientierungshilfen und

praktischen Fähigkeiten können sich die

Teilnehmer unter Umständen auch zu

„Co-Trainern“ und somit als Multiplikatoren

entwickeln.

3. Zielgruppe

Da es Probleme bei der Rekrutierung

von TeilnehmerInnen gab, wurde

die Zeilgruppe der arbeitslosen

jugendlichen (A), um ältere

Langzeitarbeitslose (B) erweitert.

Zielgruppe A: Projekt war für o.g

Jugendliche bzw. junge Erwachsene

geplant.

Zielgruppe B: Erweiterung der Zielgruppe

um ältere Personengruppen.

Diese Zielgruppe war vorwiegend

langzeitarbeitslos und oder sehr schwer

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Für jeden Teilnehmer

liegen eine Kompetenzanalyse

und ein

schriftlicher Förderplan

vor.

Mindestens 5 Jugendliche

kommen in einem

Beschäftigungsprojekt

oder dem Arbeitsmarkt

unter.

Die Mehrheit der Teilnehmer

sind zufrieden

mit dem Coaching und

bezeichnen das

Coaching als motivierend

und zielführend

(Befragung der Teilnehmer,

Dokumentation).

vermittelbar. Gegenüber der eigentlichen

Zielgruppe war aber dennoch

ein großes Interesse und Engagement

erkennbar.

4. Kooperationspartner

Bürgertreff E-Werk Stüberl, Klaus

Schindler

5. Teilnehmer

Gesamt: 6

Frauen: 1

Männer: 5

Alter: 26 - 46

Erzielte Ergebnisse

Zielgruppe A: Ziel nicht erreicht. Die

Teilnehmer aus dieser Gruppe haben die

Termine Coachingtermine nicht eingehalten.

Zielgruppe B: Ziel teilweise erreicht. 2

Teilnehmer aus dieser Gruppe haben

sich konsequent an den Coaching-

Ablauf gehalten und mit großer Motivation

einzelne Module umgesetzt. Die

anderen Teilnehmer hatten teilweise

Probleme an der Umsetzung der

einzelnen Coachingmodule

Zielgruppe B: 2 Teilnehmer aus dieser

Gruppe konnten eine befristete Arbeit/

Aufgabe finden. Die anderen Teilnehmer

haben eine bessere Orientierung, Ideen

und Umsetzungspläne für ihre Zukunft

bekommen.

Alle aktiven Teilnehmer haben immer

wieder zu Ausdruck gebracht, dass sie

sich in der Betreuung sehr wohl fühlen

und eine kompetente Unterstützung für

ihre individuelle Situation erfahren.

6. Projektleitung

Achim Krämer,

Job-College

Tel.: 08031/ 94 13 180

hallo@jobcollege.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

JOB-COLLEGE•

Sehe Deine Chance - Nutze die Möglichkeit

Aussagen der Teilnehmer:

„Ich dachte schon, das

mit einem Job wird

nichts mehr. Ich kann

nur jedem empfehlen

nicht aufzugeben. Auch

wenn es Widrigkeiten

und Probleme gibt, es

ist in jedem Fall wichtig

Chancen sehen zu wollen

und sich damit zu

befassen.“

„Hoffnung und

Zuversicht sind

wichtiger als ich

dachte. Job-College

konnte mir nicht nur

berechtigte Hoffnung

machen, sondern

auch konkrete

Schritte aufzeigen.“

Ganzheitliche Berufsplanung

und Bewerbungsstrategien

„Die eigenen Stärken zu erkennen und mit

Hilfe konkreter Pläne und Hilfen von Job-

College umzusetzen war eine ganz neue und

wichtige Erfahrung für mich!“

„Ich habe mich

bisher immer an

dem falschen Beruf

orientiert. Kein

Wunder, dass ich nicht

vorangekommen bin.

Jetzt weiß ich genau,

welcher Beruf zu mir

passt und ich bin voll

motiviert mein Ziel

zu erreichen.“

„100 Bewerbungen und immer wieder

Absagen. Job-College konnte mir genau sagen,

was ich ändern muss, damit ich zu Vorstellungsterminen

komme. Heute gehe ich

selbstbewusst und sicher mit meinen

Bewerbungen um.“

„Zu erkennen, wer meine wirklichen

Fähigkeiten braucht, gibt mir eine stabile

Orientierung und die Aussicht auf einen Job.

Jetzt weiß ich, dass ich es schaffen kann!“

„Ich habe zwar

noch keine

Berufserfahrung,

aber ich kann und

will lernen. Job-

College hat mir

durch das Training

sehr geholfen mein

Lernpotenzial

bewusst zu

machen. Jetzt

habe ich den

Ausbildungsplatz,

den ich mir

gewünscht habe.“


14 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

15

Patenprojekt für langzeitarbeitslose Jugendliche/

Erwachsene

Paten für Arbeit, Unterstützung von Organisationen und Netzen,

die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Langzeitarbeitslosen Jugendlichen und

Erwachsenen fehlen oft die notwendigen

sozialen Kontakte, die eine Vorraussetzung

dafür sind, Chancen auf den

Erwerb eines Arbeitsplatzes zu haben.

Das Projekt „Paten für Arbeit“ wurde mit

dem Ziel initiiert für arbeitslose Rosenheimer

in den verschiedenen Quartieren

unterstützende ehrenamtliche „Paten“

zu gewinnen. Die Aufgabe der Paten ist

es ihre „Schützlinge“ in eine Beschäftigung

zu begleiten und zu fördern.

Insgesamt 9 Personen meldeten ein

Interesse zur Mitarbeit als Pate/ Patin

an. Zur dauerhaften Teilnahme waren

bis Projektende 5 Paten bereit. Die

Begleitung der Paten wurde durch zwei

Patentreffen und laufende Kontakte

sichergestellt. Für den Herbst 2005 ist

die Beantragung auf eine Weiterführung

des Projektes geplant.

3. Zielgruppe

Langzeitarbeitslose Jugendliche und

junge Erwachsene, sowie Jugendliche

auf Lehrstellensuche.

4. Kooperationspartner

- Betriebe

- Stadtverwaltung

- Soziale Stadt

- Industrie- und Handelskammer

- „Aktivsenioren Bayern e.V.“

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

2 Patenpaare haben

sich bis Projektende

gebildet.

2 Firmen sind offizieller

Förderer des Projektes

geworden.

Das Projekt ist in der

Gesamtstadt auf

Firmenebene, Verwaltungsebene

und

Öffentlichkeit bekannt

(Nachweis: Presse,

Fernsehen, Abfrage).

5. Teilnehmer

Gesamt: 10

Paten: 5

Jugendliche: 5

6. Projektleitung

Hans Mitterer,

Junge Arbeit Rosenheim

Tel.: 08031/ 23 50 670

hm@junge-arbeit-rosenheim.de

Erzielte Ergebnisse

Es wurden 5 Paare gebildet, die dauerhaft

und konstant arbeiten.

Es waren mindestens 5 Firmen bereit im

Rahmen eines Betriebspraktikums an

dem Projekt mitzuarbeiten.

Es wurde ein Zeitungsartikel im OVB

veröffentlicht, der das Projekt vorstellte.

Ein weiterer Artikel berichtete über einen

Patenabend. Es wurde ein Flyer erstellt.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Paten für Arbeit

Der Pate Helmut Brutscher

über seine Tätigkeit:

„Dazu gekommen bin ich über meine

Tätigkeit bei den „Aktiv Senioren“. Ich

mach das in erster Linie, um benachteiligten

Jugendlichen zu helfen. Gerade die

haben es heute besonders schwer. Ich

möchte meine Tätigkeit im kommenden

Jahr noch erweitern und werde als ehrenamtlicher

Coach in die Schulen gehen, um

die Schüler dort auf ihren Abschluss vorzubereiten.“

Der Pate Max Sollinger über seine Tätigkeit:

„Ich habe als Pate einen jungen

Mann mit Quali betreut. Ich habe

ihn bei seiner Lehrstellensuche

zum Fahrzeugmechatroniker begleitet.

Wir haben uns gemeinsam

auf die Lehrstellensuche vorbereitet:

die Unterlagen erstellt, die

Betriebe angeschrieben und

Hintergrund des Projektes:

Die Paten treffen

sich regelmäßig

mit dem

Projektleiter

Hans Mitterer

besucht. So bekam der junge

Mann zwei Praktika angeboten.

Ich selbst habe in diesem Bereich

eine langjährige Erfahrung, ich war

schließlich 26 Jahre Ausbildungseiter.

Die jungen Menschen brauchen

heute oft unsere Hilfe,

besonders die schwierigen Fälle.

Arbeitslos: Paten im Hintergrund helfen Fäden ziehen

Wege aus der Arbeitslosigkeit finden- für Manchen ist das gar nicht so

einfach. Je länger die Zeit ohne Aufgabe, desto stärker wird auch das

Selbstbewusstsein in Mitleidenschaft gezogen. Aber wie wär´s denn mal

mit einem Paten?

Paten für Arbeit sind eine weitere Möglichkeit, sich während der Arbeitslosigkeit

wieder auf den Einstieg in den Beruf vorzubereiten. Der Pate hilft

bei allen möglichen Fragen und Problemen. Er analysiert Stärken und

Schwächen, hilft bei der Erarbeitung von Bewerbungsunterlagen, übt

Situationen in Vorstellungsgesprächen und hilft wie ein Coach.

Für das Projekt „Paten für Arbeit“ wurde ein Ehrenkodex

entwickelt. Er lautet:

• Paten für Arbeit unterstützen arbeitsuchende Menschen, die sich dann

mittels einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit ihren Lebensunterhalt

selbst verdienen können. Dies ist nur durch ein engagiertes Zusammenwirken

aller Beteiligten möglich.

• Durchführung von Aktivitäten: In Anbetracht der Lebens- und Arbeitserfahrung

wirken die Paten weisungsfrei. Die Grundlage des Handelns ist

das gemeinsame Engagement für die Arbeitssuchenden. Als Prinzipien

gelten: Integrität, Loyalität, Kollegialität, Sorgfalt und Glaubwürdigkeit.

Mir macht die Tätigkeit als Pate

Freude, besonders, wenn es dann

doch klappt, einen jungen Menschen

in eine Ausbildung zu vermitteln.

Ich mache auch gerne

weiter, wenn wieder jemand meine

Unterstützung benötigt.“

Ein „Schützling“

über die Hilfe durch

seinen Paten:

Die Schirmherrin

OB

Gabriele

Bauer zu

Besuch bei

den Paten

„Ich stehe mit meinem Paten

in sehr gutem Kontakt. Seine

Hilfe bringt mir richtig viel. Wir

sind gemeinsam meine

Bewerbungen durchgegangen

und er hat mir gezeigt, wie ich

mich richtig bewerbe. Bisher

habe ich zwar noch keinen

Ausbildungsplatz, aber bei

zwei Stellen bin ich noch in

den Verhandlungen. Ich bin

insgesamt sehr zuversichtlich

bald eine Arbeit zu finden. Ich

bin froh einen eigenen

Ansprechpartner zu haben

und glaube, dass ich jetzt

leichter einen Job bekomme.“


16 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

17

Schnupperlehre Pferdepflege

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Das LOS- Projekt Schnupperlehre

„Pferdepflege“ war ursprünglich für

Jugendliche auf Lehrstellensuche

gedacht, als Möglichkeit sich beruflich

zu orientieren und Erfahrungen zu

sammeln. Auf dem Islandpferdehof

„Auensee“ in Happing sollten Jugendlichen

soziale Fertigkeiten für die

Arbeits- und Lehrstellensuche und erste

berufliche Erfahrungen vermittelt

werden. Leider gab es aus dieser

Richtung keine TeilnehmerInnen. Dafür

hat das Sonderpädagogische Förderzentrum

an dieser Idee Interesse

gezeigt, so dass nun das Projekt, unter

anderen Vorrausetzungen, dennoch

zustande kam. SchülerInnen des

Sonderpädagogischen Förderzentrums

besuchten zusammen mit ihrer Lehrerin

Frau Julia Wenzel nachmittags im

Rahmen der beruflichen Orientierungslehre

den Islandhof. Am Hof konnten die

TeilnehmerInnen in die Aufgaben und

Tätigkeiten verschiedener Berufsfelder

Einblick gewinnen: die Arbeit reichte

von dem Umgang mit Pferden, über

Tätigkeiten am Bau (Mitarbeit am

Umbau der Stallungen) bis hin zum

Kennen lernen der Berufe Tierarzt und

Hufschmied.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

4 Jugendliche nehmen

kontinuierlich und

nachweislich an dem

Projekt teil (Anwesenheitsliste).

Die Grundversorgung

eines Pferdes kann von

allen 4 Jugendlichen

geleistet werden

(Dokumentation).

Am Ende des Projektes

hat jeder Jugendliche

eine Dokumentation

seiner Fähigkeiten und

ein aussagekräftiges

Zeugnis zu seinen

Stärken und Fähigkeiten

erhalten.

Anmerkung:

Erzielte Ergebnisse

Wechselnde TeilnehmerInnen des

Sonderpädagogischen Förderzentrums

Die jeweiligen TeilnehmerInnen waren

jeweils nur 6-mal auf dem Hof.

Die TeilnehmerInnen bekamen Einblicke

in die Aufgaben und Tätigkeiten

verschiedener Berufe auf dem Pferdehof.

Bewertung

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Die Projektleiter sind der Ansicht, dass ihre ursprüngliche Projektidee aus folgenden

Gründen nicht realisiert werden konnte:

- den Projektleitern fehlen die Fähigkeiten und Kenntnisse die gewünschte

Zielgruppe selbst adäquat zu erreichen und anzusprechen (fehlende berufliche

Qualifikation zur Teilnehmerrekrutierung).

- eine professionelle Unterstützung und Teilnehmervermittlung durch andere

Einrichtungen fand nicht statt.

- es scheint so, als ob arbeitslose Jugendliche kein Interesse an „Maßnahmen“

haben. Die Jugendlichen wollen eine vernünftige Perspektive.„Beschäftigungsprojekte“

werden oft als „Lückenbüßer“ empfunden.

Das Glück dieser Erde....

liegt auf dem Rücken der Pferde!

Die Arbeit auf dem

Islandpferdehof

Nach anfänglichem Zögern der

Schüler angesichts der Pferdeund

auch der damit verbundenen

Arbeit- hat sich gezeigt, dass

schnell alle mit Feuereifer dabei

sind.

Stall ausmisten, Heurundballen

„schmeißen“ und „rollen“ (gar

nicht so einfach), Pferde füttern,

führen und putzen uvm: Ja, da

heißt es tatkräftig mit anpacken!

Fähigkeiten wie Teamarbeit, „sich

was sagen lassen“, „helfen und

helfen lassen“, Respekt zeigen

vor Mensch und Tier, seine eigenen

Grenzen erfahren, all dies

sind Punkte die bei der Arbeitquasi

nebenbei- am praktischen

Beispiel vermittelt werden. Dabei

zeigt sich, dass Pferde als Lehrmeister

für soziale Kompetenzen

sehr geeignet sind, nonverbal,

aber für alle verständlich.

Zwei der Teilnehmerinnen meinten

bereits, sie könnten sich den

Reiterhof gut als Arbeitsplatz

vorstellen.

Aussagen der SchülerInnen:

„So sollte Schule immer sein!“

„Bisher hatte ich

Angst vor Pferden,

weil sie so groß

sind, ... jetzt aber

nicht mehr!“

„Da stinkt es, ist

dreckig und man

muss richtig mit

anpacken... aber

es macht trotzdem

Spaß.“

„Die Arbeit hier war

so toll, dass ich jetzt

einen Ferienjob am

Islandhof habe.“

3. Zielgruppe

4. Kooperationspartner

Ursprünglich: sozialbenachteiligte

Jugendliche des Stadtteils auf Ausbildungsplatzsuche

Tatsächlich: SchülerInnen der 6.Klasse

des Sonderpädagogischen Förderzentrums

Sonderpädagogisches Förderzentrum

5. Teilnehmer

Gesamt: 18 - 20 SchülerInnen

Alter: 14 - 16

6. Projektleitung

Brigitta Schmid

Tel.: 08031/86 14 2

„Oh, Frau Wenzel,

ich hab gar keine

Angst mehr vor

Pferden! Ich kann

sogar richtig mit

Pferden umgehen.“

Schüler aus einer anderen

Klasse: „Das klingt so toll mit

den Pferden, da würde ich

auch gern mitmachen.“


18 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

19

Ausbildung ehrenamtlicher türkischer

BeraterInnen

Workshop zur Vernetzung des interkulturellen Dialogs

Emeksiz yemek olmaz.

Auf Deutsch: Ohne Mühe gibt es kein Brot.

Oder: was lange währt, wird endlich gut.

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im ersten Projektabschnitt von LOS

wurde ein Arbeitskreis von 9 türkischen

MigrantInnen gegründet, der sich mit

der Problemlage türkischer MigrantInnen

im Sprach- und Bildungsbereich

beschäftigt. Im ersten Workshop

wurden Kenntnisse über grundlegende

Merkmale kultureller Barrieren und

Konflikte vermittelt. In einem weiteren

Workshop wurde nun von dem

Arbeitskreis „interkultureller Dialog“

dieses Konzept fertig gestellt und eine

zweisprachige Broschüre mit kulturellen

Informationen und wichtigen Adressen

erarbeitet. Die Broschüre dient als

Arbeitsgrundlage für die ehrenamtlichen

türkischen BeraterInnen. Des Weiteren

soll die Broschüre die Kontaktaufnahme

mit verschiedenen Behörden fördern,

denen sie auch zur Verfügung gestellt

wird. Die Broschüre fungiert als Hilfsmittel

zur Vernetzung zwischen Behörden,

Schulen und den MigrantInnen. Sie

soll zur besseren interkulturellen Verständigung

beitragen und bestehende

Barrieren abbauen.

3. Zielgruppe

Türkische MigrantInnen der Stadt

Rosenheim.

4. Kooperationspartner

- türkische Vereinigungen

- Schulen

- Behörden

- türkischer Elternbeirat

- Schiller Bildungszentrum

- islamischer Kulturverein

- Quartiersmanagement Soziale Stadt

- Kinderschutzbund Rosenheim

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Es ist eine zweisprachige

Broschüre fertig

gestellt.

Ein Arbeitskreis

„interkultureller Dialog“

ist gegründet.

Informationswege sind

festgelegt, 4 ehrenamtliche

türkische

BeraterInnen sind

namentlich bekannt.

5. Teilnehmer

Gesamt: 9

Frauen: 5

Männer: 4

Sowie VertreterInnen türkischer

Vereinigungen.

Erzielte Ergebnisse

Es wurde eine zweisprachige Broschüre

erstellt. Die Broschüre bietet eine Reihe

von Informationen für türkische Eltern

und beschreibt in Türkisch und

Deutsch, wie die Eltern selbst zum

schulischen Erfolg ihrer Kinder beitragen

können.

Der geplante Arbeitskreis wurde im

November 2004 ins Leben gerufen und

trifft sich jeden ersten Mittwoch im

Monat im Bürgertreff E-Werkstüberl.

Neben der Arbeit an der Broschüre

wurden auch andere Maßnahmen

durchgeführt: Als ein erster Kontakt

wurden Briefe an die Kindergärten „Villa

Kunterbunt“ und „Löwenzahn“ versand.

Außerdem war der Arbeitskreis durch

einen Messestand auf der Baby und

Kindermesse im März 2005 vertreten.

Hier bot sich die Möglichkeit, an die

Öffentlichkeit zu treten und Kontakt zum

Kinderschutzbund Rosenheim aufzunehmen.

Die Ansprechpartner des

Arbeitskreises sind in der Broschüre

benannt.

6. Projektleitung

Ruziye Günes,

Alevitischer Kulturverein

Tel.: 08062/ 30 12

eguenes@freenet.de

Cetin Fidan,

türkischer Elternbeirat

Tel.: 08031/ 90 87 23

cetin.fidan@cablenet.de

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel

zum großen

Teil erreicht

Deutsch - Türkischer Arbeitskreis

„Wir sind dafür da, den

türkischen Bewohnern zu

helfen.“

Messestand auf der Baby- und

Kindermesse 2005

„Wir wollen die deutschen

Behörden über die türkische

Kultur aufklären.“

■ Eine zweisprachige Broschüre für

türkische Eltern beschreibt wie die

Eltern zum schulischen Erfolg ihrer

Kinder beitragen können.

Die Erstellung der Broschüre nahm

deutlich mehr Zeit in Anspruch als

erwartet. Dennoch arbeitete der Arbeitskreis

„interkultureller Dialog“ hart an dieser

Broschüre. Die türkischen Vereinigungen

führten weiter, was sie bereits im Oktober

2003 bei einer türkischen Poduimsdiskussion

begonnen hatten.

Die Arbeit folgte dem Sprichwort:

Cocuklarimiz icin el ele.

Auf deutsch:

Für unsere Kinder Hand in Hand.

„Wir wollen eine gute

Zusammenarbeit

zwischen Deutschen

und Türken fördern.“


20 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

21

Integrationskurs für Frauen aus dem ehemaligen

Jugoslawien

Folge- Integrationskurs, Stärkung sozialer Kompetenzen für Frauen aus dem

ehemaligen Jugoslawien

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Aufgrund bestehender Problematiken

für MigrantInnen aus dem ehemaligen

Jugoslawien gab es bereits in der ersten

LOS- Phase 2003/2004 einen Integrationskurs.

Dieser Kurs von Frau Drita

Auer (Kosovarja e.V.) erwies sich als

sehr erfolgreich. Daher wurde das

Projekt fortgeführt. Die Frauen haben

erste Grundkenntnisse in der Anwendung

der deutschen Sprache erhalten.

Der Folgekurs baute nun auf den Ergebnissen

des 1. Projektabschnittes auf:

Die Frauen sollten lernen, eigene Wünsche

und soziale Ziele zu benennen, zu

entwickeln sowie angebotene Hilfen zu

erkennen und zu nutzen. Das Selbstwertgefühl

der TeilnehmerInnen sollte

gestärkt werden und ein Minimum an

Sprachkompetenz geschaffen werden.

Ziel war es auch Interaktionen außerhalb

des eigenen Kulturkreises zu

ermöglichen. Durch wiederholte Einbindung

von Partnern und Ehemännern

sollte ein Verständnis für veränderte

Geschlechterrollen geweckt und gefördert

werden. Ebenso wurde versucht

bestehende Schwellenängste abzubauen.

Dies sah in der Praxis so aus:

Mittels praktischer Übungen und

Rollenspielen wurde gesellschaftlich

adäquates Verhalten erlernt. Umgangsmechanismen

wurden aufgezeigt und

3. Zielgruppe

Dieses Projekt wurde speziell für Frauen

und Mütter aus Ex- Jugoslawien

angeboten.

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff – Soziale Stadt

- Grund- und Hauptschule Fürstätt

- Stadtjugendring Rosenheim

- Kindergarten St. Quirin

- Klinikum Rosenheim

- Agentur für Arbeit Rosenheim

besprochen. Anschließend erfolgte die

praktische Umsetzung im öffentlichen

Raum. Ebenso wurde das kulturelle

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Kontinuierliche

Teilnahme von mindestens

5 Frauen

(Anwesenheitsliste).

Erstellen einer Bewerbungsmappe.

Organisation und

Durchführung einer

Betriebsbesichtigung.

- DIE BAHN Rosenheim

- Postamt Rosenheim

- Sparkasse Rosenheim

- Auerbräu A.G. Rosenheim

- Sozialamt Rorenheim

- „Frauen – Cafe“ Endorferau

- „Kosovarja e.V.“ Rosenheim

- Karstadt A.G. Rosenheim

5. Teilnehmer

Frauen: 11

Alter: 19 - 44

Erzielte Ergebnisse

Umfeld dargestellt und erklärt. Nachbarschaftliche

und gesellschaftliche

Kontakte wurden geübt und gestärkt.

Insgesamt 11 Frauen nahmen kontinuierlich

and dem Kurs teil.

Erstellen einer Bewerbungsmappe.

Wegen der ungenügenden Sprachkenntnisse

der TeilnehmerInnen konnten

keine Bewerbungsmappen erstellt

werden. Ersatzweise nahmen die TeilnehmerInnen

an der Organisation und

Durchführung der „Gesprächsrunde mit

Herrn Keneder“ (s. selbes Projekt

Stadtteil Happing) teil. Dies war für die

Frauen leistbarer und nutzbringender.

Die TeilnehmerInnen organisierten und

führten eine Betriebsbesichtigung der

Firma Auerbräu durch. Dabei wurden

die Frauen unter anderem in das

Procedere zur Bewerbung bei Auerbräu

eingewiesen.

6. Projektleitung

Drita Auer,

Kosovarja e.V.

Tel.: 08031/ 23 58 346

flying_theo@yahoo.de

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Immer auf Achse

Der Integrationskurs bei verschiedenen

Institutionen

■ Die Teilnehmerinnen wurden

Ende Juni 2005 nach ihren

persönlichen Eindrücken über

den Integrationskurs befragt,

und darüber, was sie aus dem

Kurs für sich mitgenommen

haben: Alle Teilnehmerinnen

waren sich einig, dass sie sich

inzwischen unbefangener und

selbstsicherer in ihrem Stadtteil

bewegen. Des Weiteren haben

sie begriffen, dass die

öffentlichen Institutionen keine

Gegner sondern Hilfen sind.

Sahadete Sallahaj:

„Vorher hatte ich Angst davor

mit den Lehrern meiner Kinder

zu sprechen, denn ich selber habe

keine gute Schulausbildung. Nun

weiß ich, und habe auch erlebt,

dass die Lehrer uns gerne helfen.“

Gesprächsrunde

mit Herrn Keneder

Aishe Salihu:

„Die Teilnahme hier hat mich dazu

ermutigt den Führerschein zu erwerben,

den ich inzwischen auch bestanden habe.“

Miradije Mehmeti:

„Ich habe bei

meiner ersten

Tochter Probleme

mit dem Kindergarten

gehabt.

Nun habe ich

gelernt meine

zweite Tochter

frühzeitig anzu -

melden, was auch

prima geklappt

hat.“


22 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

23

Integrationsmaßnahme Jugendlicher und

Erwachsener aus Russland

Ehrenamtsförderung/ Soziales Netzwerk stärken

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Einen Deutschkurs und einen Familiennachmittag

in der Holzwerkstatt zu

kombinieren war die Idee zur Integrationsmaßnahme

für Jugendliche und

Erwachsene aus Russland. In anderen

LOS Projekten, die von russischen

Aussiedlern selbst durchgeführt wurden,

waren immer wieder die sprachlichen

Defizite der Projektdurchführenden

selbst ein Hindernis bei der weiteren

Integration der Projektteilnehmer. Die

Teilnehmer des Projektes bekamen nun

einen kostenlosen Deutschkurs, der von

der zweisprachigen Russischlehrerin

Natalia Gebhart geleitet wurde. Zentrales

Anliegen des Projektes war die

Integration russischer Familien in unsere

Stadt mittels der Sprachförderung. Im

Anschluss an den verpflichtenden

Deutschunterricht wurde in der Holzwerkstatt

russisches Spielzeug erstellt.

Diese Kombination senkte die Unsicherheit

sich auf die fremde Sprache einzulassen.

Die von den Teilnehmern gestalteten

russischen Spielwaren, wurden

bei einem Verkaufsevent ausgestellt und

verkauft. Dies soll zu mehr Verständnis

des kulturellen Hintergrundes der

russischen Aussiedlerfamilien in der

Stadt führen.

3. Zielgruppe

Russische MigrantInnen der Stadt

Rosenheim

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

8 TeilnehmerInnen

nehmen regelmäßig

am Deutschintegrationskurs

teil.

Die Gruppe hat eine

Ausstellung russischen

Spielzeugs erstellt.

Verbunden ist die Ausstellung

mit entsprechender

Öffentlichkeitsarbeit

über die

russische Kultur erstellt

(Flyer, Presse, Fernsehen,

Stadtteilzeitung).

Eine generationsübergreifende

Öffentlichkeitsarbeitsgruppe

ehrenamtlicher Jugendlicher

und Erwachsener

aus Russland

ist gegründet.

4. Kooperationspartner

Quartiermanagement Soziale Stadt

Koordinierungsstelle LOS

Diakonisches Werk Rosenheim

5. Teilnehmer

Gesamt: 8

Frauen: 1

Männer: 7

Alter: 16 - 56

Erzielte Ergebnisse

Durchschnittlich waren 5 bis 6 Personen

anwesend. Die Tendenz der Teilnehmer

ist jedoch steigend.

Ausstellung und Verkaufsevent sind

geplant und durchgeführt worden.

Die Teilnehmer würden gerne weiterhin

den Deutschkurs besuchen. Das

Diakonische Werk würde für einen

Folgekurs erneut seine Räumlichkeiten

zur Verfügung stellen.

6. Projektleitung

Manfred Edlmann

Tel.: 08074/ 8592

m.edlmann@gmx.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel kaum

erreicht

„Russischer Bär und Hühnerschar”

(OVB, 21. Juni 2005)

Ziel der Aktion ist es,

eine bessere Integration

der Russlanddeutschen

zu erreichen.

An den Nachmittagen entsteht

traditionelles russisches Spielzeug,

wie es die „Schreiner“

selber aus ihrer Kindheit kennen,

etwa eine Hühnerschar, die auf

einem Holbrett herumpickt, wenn

man die Holzplatte leicht bewegt

oder ein russischer Bär und ein

Holzhacker, die sich rühren,

wenn man zwei gegeneinander

verschiebbare Holzleisten

bewegt.

Manfred Edelmann über

die TeilnehmerInnen:

„Viele von ihnen sind

hochqualifiziert,

haben aber in

Deutschland noch nie

gearbeitet.“

Frau Gebhart

(Deutschlehrerin):

„Diese Gruppe muss

aufrechterhalten

werden und ich werde

es ehrenamtlich

weiterführen.“

Victor Trautwein:

„Lieber Manfred, bitte

sorge dafür, dass dieses

Angebot bestehen

bleibt.“

Michel Heinrich:

„Das Basteln mache

ich sehr gerne und

erinnert mich an

Weihnachten“

Frau Gebhart (Deutschlehrerin):

„Das Beherrschen der Sprache ist

ein langer Prozess, bei dem man

sich überwinden und trauen muss,

sich in einer fremden Sprache

ausdrücken zu können.“

Sergei:

„Die Hühner sind im

Russischen etwas ganz

besonderes und deshalb

freut es mich gerade

dieses Spielzeug zu

bauen.“


24 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

25

Projektreihe Kunst

Kulturvergleich. Stärken des operativen sozialen Netzwerkes, Kunst im Stadtteil,

interkultureller Dialog

Der Stadtteil wird schöner

Der Stadtteil wird schöner

Zwei Projekte wurden realisiert. Eines in den

Wintermonaten im Atelier mazu und das

andere in und vor dem Bürgerhaus.

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Kunst eignet sich als Medium auf einer

niederschwelligen Ebene Mütter, Väter,

Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung

ihres Stadtteils einzubinden.

Dieses Kunstprojekt sollte die sozialen

Netzwerke, die Selbstorganisation im

Stadtteil und familienstützende Strukturen

stärken.

Kunst war dabei der Schlüssel, die Bewohner

anzusprechen und zur aktiven

Teilnahme aufzufordern. Die Bewohner,

oftmals mit Migrationshintergrund,

kamen so zusammen, um zwanglos

Wissen und Erfahrungen auszutauschen.

Durch die Gestaltung wurde ein

bleibender Wert geschaffen. Die

beteiligten Personen erhielten Wertschätzung,

fanden einen unkomplizierten

Einstieg in das Netzwerk im Stadtteil

und können weiterhin als positive

Multiplikatoren wirken.

Die Kunstprojektreihe fand parallel in

den anderen Soziale Stadt Gebieten

statt, so dass dieses Projekt

stadtteilübergreifend wirkt.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 4 Institutionen

sind beteiligt

Mindestens 40 Personen

nehmen teil.

Es gibt eine Dokumentation

zur Kunstprojektreihe

mit öffentlicher

Präsentation. Das

Thema wird stadtweit

aufgegriffen.

Mindestens 10

Teilnehmer beteiligen

sich nach dem Projekt

ehrenamtlich in der

Stadtteilarbeit.

Erzielte Ergebnisse

5 Institutionen waren beteiligt.

54 Personen waren aktiv beteiligt.

Regelmäßiger Newsletter.

Ein Film wurde erstellt und präsentiert.

Ein Artikel in der örtlichen Presse.

Abschlussbericht.

Mindestens 5 Bewohner beteiligten sich

bereits ehrenamtlich.

Im Rahmen des Projekts brachten die

Teilnehmer aber etwa 300 Stunden ihrer

Zeit ein, um einen bleibenden Wert in

ihrem Wohnumfeld zu schaffen. Sie sind

bereit sich weiter bei Gestaltungen im

Stadtteil zu engagieren.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Entwurf einer Mosaik Sitzreihe vor dem Bürgerhaus

■ Mit BewohnerInnen, die bereits

den Bürgertreff kannten und teilweise

auch nutzten wurde die Idee

erarbeitet, eine ca. 10 m lange Bank

aus Ytong zu bauen und mit selbsterstellten

Mosaiken zu verkleiden.

Die Atmosphäre war ausgesprochen

entspannt und geeignet sich auszutauschen.

Die farbenfrohen Mosaike

repräsentieren die verschiedensten

Herkunftsländer und Religionen der

StadtteilbewohnerInnen.

Franzi, 10 Jahre

„Mir gefällt, dass wir überhaupt

mitmachen können und dass es

etwas für die „Großen“ ist.“

Vanessa, 10 Jahre

„Schön ist, dass ich es mit Mama

gemeinsam machen kann.“

Eine Anwohnerin

„Die Idee finde ich schon gut,

aber ich habe Zweifel, ob nicht

die Jugendlichen aus dem

angrenzenden Jugendtreff die

Bank in Beschlag nehmen und

randalieren.“

Eine Teilnehmerin

„Ich freue mich, dass auf der Bank

meine alte und meine neue Heimat

symbolisch erscheinen.“

3. Zielgruppe

Bewohner des Stadtteils,

öffentliche Einrichtungen,

Projekt 1: Jugendliche des

Stadtjugendring

Projekt 2: BewohnerInnen des Stadtteils

4. Kooperationspartner

Institutionen:

- Kinderhort Villa Kunterbunt

- Schülercafe Fürstätt

- Bürgerhaus E-Werk-Stüberl

- Türkischer Elternverein

- Frauencafe

5. Teilnehmer

Gesamtteilnehmer: 54

Frauen: 24

Männer: 8

Davon unter 25 Jahre: 22

6. Projektleitung

Michael Zuber

zuber@zuber-kreaktiv.de

Tel: 08036/97 90 77

Das Bushäuschen

im alten und neuen

Erscheinungsbild

Neugestaltung eines Bushäuschens mit Jugendlichen

■ In Zusammenarbeit mit dem

Stadtjugendring konnten für das

erste Projekt Jugendliche aus

dem Stadtteil gewonnen werden.

Sie wollten an der Schule in Fürstätt

ein Häuschen, das die Jugendlichen

als Treffpunkt nutzen,

gestalten. Die Wände waren beschmiert

und sollten mit großen

Motivtafeln verkleidet werden, die

die Jugendlichen mit „Tribals“

(Stammeszeichen) besprühten. Es

machte ihnen großen Spaß und sie

waren durchweg stolz auf ihre

Werke.


26 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

27

Sprachkurs für MigrantInnen mit Kindern

Integrationskindergarten Stadtmäuse, Folgekurs für Mütter mit Kinderbetreuung

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Die Teilnehmerinnen des Sprachkurses

im ersten Projektabschnitt 2003/ 2004

haben sich alle zu einem Folgesprachkurs

angemeldet. Die angebotene Kursform

mit Kinderbetreuung entspricht

dem Bedarf der Frauen. Die Frauen

hatten zu Kursbeginn große Schwierigkeiten,

die Inhalte deutscher Gespräche

zu verstehen. Im ersten Kursabschnitt

haben die Frauen sich als Gruppe

zusammengefunden und gemeinsam

schriftlich und mündlich gestellte Aufgaben

bewältigt. Die Teilnehmerinnen

haben erst durch den Kurs erfahren, wie

wichtig es für einen Berufseinstieg ist,

die deutsche Sprache zu beherrschen.

Der Folgekurs baute direkt auf diesen

Erkenntnissen auf. Außerdem bot die

Kursleitung Christa Kieferle den Müttern

die Möglichkeit zur sprachlichen Förderung

ihrer Kinder und Kleinkinder. Die

Mütter konnten mit ihren Kindern einmal

wöchentlich an einem 20-minütigen

gemeinsamen Programm teilnehmen.

3. Zielgruppe

MigrantInnen mit ihren Kindern, die

große Sprachdefizite in der deutschen

Sprache aufweisen.

4. Kooperationspartner

- Keine

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Kontinuierliche

Teilnahme von mindestens

5 Frauen

(Anwesenheitsliste).

Die Teilnehmerinnen

vernetzen und solidarisieren

sich zunehmend

miteinander, z.B. an

einem Kindergartenfest

stellen sie gemeinsam

ihren Kurs vor.

Die Teilnehmerinnen

erstellen eine Bewerbungsmappe

und sind

nachweislich in der

Lage ein Vorstellungslungsgespräch

zu

führen (Video/ Rollenspiel).

5. Teilnehmer

Frauen: 14

Türkische Herkunft: 10

Albanischer Herkunft: 4

Die Kinderbetreuung nutzen:

6 Teilnehmerinnen

Erzielte Ergebnisse

6. Projektleitung

Brigitte Socolov,

Integrationskindergarten Stadtmäuse,

Tel.: 08031/42 343

kiga.stadtmaeuse@t-online.de

Kontinuierliche Teilnahme von 14

Frauen.

Der Informationsfluss innerhalb der

Gruppe war gut. Im Kurs haben die

Frauen stets von sich aus zusammengearbeitet

und sich gegenseitig unterstützt

– auch zwischen den ethnischen

Gruppen fand eine sehr gute Zusammenarbeit

statt.

Da die Kursteilnehmerinnen bei Kursbeginn

zu 47% gar kein Deutsch sprechen

konnten, war insgesamt das Erreichen

eines sprachlichen Niveaus, das

ausreicht, ein Bewerbungsgespräch zu

führen, nur bei 30% der Teilnehmerinnen

möglich. Die restlichen 23%

konnten in einem vierstufigen Spracherwerbsmodell

Stufe 2 erreichen.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Mit Spaß in eine

weniger fremde Welt

Aussagen der Kursteilnehmerinnen:

“Ich habe gar nicht gewusst,

dass ich so vieles im Deutschen

gar nicht verstehe.”

“Es ist gut, dass ich mal

Deutsch sprechen kann. Ich

habe keinen Kontakt mit

Deutschen und traue mich

nicht, Deutsch zu sprechen.”

“Ich freue

mich immer

auf die

Gruppe.”

“Ich möchte so gerne arbeiten,

aber dazu muss man gut

Deutsch sprechen.”

“Ich hoffe, der Kurs geht weiter und

wir können dann mehr lernen.”


28 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

29

Sprachkurs für MigrantInnen mit Kindern

Aktiv mitmachen und mitbestimmen

Kindergarten Villa Kunterbunt/ Folge- Sprachkurs für Mütter

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Bereits in der ersten LOS- Phase

2003/2004 bot die Kindertagesstätte

Villa Kunterbunt einen Sprachkurs für

MigrantInnen an. Dieser Kurs wurde

sehr gut angenommen. Die Rückmeldungen

waren durchwegs positiv. Eine

deutliche Verbesserung der Sprachkenntnisse

war die Folge. Die Mütter

benutzten mit viel mehr Selbstbewusstsein

die deutsche Sprache im Kontakt

mit den Erzieherinnen. Daher organisierte

der Elternbeirat der Kindertagesstätte

einen neuen Deutschkurs für

MigrantInnen mit Kinderbetreuung. Ziel

des Kurses war es die deutsche

Sprache für Alltag und Berufleben

ausreichend zu erlernen. Gerade ein

(Wieder)- Einstieg ins Berufleben ist

durch entsprechende Sprachkenntnisse

leichter möglich. Daher wurde mit den

TeilnehmerInnen ein Bewerbungstraining

durchgeführt.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Zu Beginn und

Abschluss des Kurses

wird eine Bestandsaufnahme

bezüglich des

Sprachvermögens der

Frauen gemacht mit

entsprechender

Auswertung.

Die TeilnehmerInnen

treffen sich selbstorganisiert

nach Ende des

Kurses weiter. Ein

Gesprächskreis in

deutscher Sprache

entsteht.

Die Mütter haben eine

Bewerbungsmappe

erstellt und bewerben

sich auf geeignete

Arbeitsstellen.

Erzielte Ergebnisse

Die türkischen Frauen haben innerhalb

des Kurses sowohl Fortschritte im

Sprechen, im Sprachverständnis als

auch im Schreiben gemacht. Diese

Fortschritte wurden regelmäßig abgefragt

und gefestigt.

Nach Kursende entstand gemeinsam

die Idee, sich zukünftig einmal in der

Woche im Bürgerhaus zu treffen. Der

Vorschlag, sich dort zu treffen, um vor

allem deutsch zu lernen, wurde als nicht

durchführbar abgelehnt. Die türkischen

Frauen schätzten sich selber so ein,

dass sie ohne offizielle deutsche

Leitung sehr schnell ins Sprechen in

Türkisch verfallen würden und selbst

nicht die Disziplin aufbringen würden,

deutsch zu sprechen.

Im gemeinsam durchgeführten Bewerbungstraining

lernten die TeilnehmerInnen

Stellenanzeigen zu lesen und

auf Stellenanzeigen telefonisch zu

antworten. Außerdem wurde mit jeder

Teilnehmerin ein Lebenslauf verfasst.

Ein Besuch beim Arbeitsamt mit

Einführung ins Internet rundete dieses

Thema noch ab.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

■ Die Teilnehmerinnen

brachten sich aktiv in den Kurs

ein. Sie äußerten nicht nur

Wunschthemen, wie:

• „was sage ich beim Arzt?“,

• „wie lese ich einen Zugfahrplan?“,

• „wie kann ich mich auf die

Führerscheinprüfung vorbereiten?“

usw.,

sondern verlangten von sich aus

auch Hausaufgaben, die von der

Kursleiterin in der folgenden

Stunde durchgesehen werden

sollten.

Ihr Wunsch war es außerdem,

den Kurs nicht nur einmal in der

Woche stattfinden zu lassen,

sondern zweimal.

Die Frauen bemühten sich, mit

ihren Kindern, die in der Kurszeit

in einem separaten Raum betreut

wurden, in der Bring- und

Abholzeit deutsch zu sprechen.

■ Fazit: Das Projekt wurde

sehr gut in diesem Stadtteil

angenommen. Eine Fortführung

des Kurses wird als sehr sinnvoll

angesehen und auch von TeilnehmerInnen

unbedingt gewünscht.

Daher kann der Kurs zu

Recht als voller Erfolg bezeichnet

werden!

Aussagen der SchülerInnen:

„Ich will weiter deutsch lernen.“

„Wenn ich mich

bewerben will,

weiß ich jetzt,

wo ich hin

muss.“

„Endlich kann

ich auf Deutsch

bis 50 zählen.“

„Endlich weiß ich, was ich

beim Arzt sagen muss.“

„Ich kann jetzt mein

Geburtsdatum auf

deutsch sagen.“

3. Zielgruppe

MigrantInnen aus dem Stadtteil

4. Kooperationspartner

- MitarbeiterInnen des Hortes der Villa

Kunterbunt

- Stadtteilbüro des Diakonischen

Werkes

- Bürgerhaus E- Werkstüberl

5. Teilnehmer

Frauen: 12

Herkunft: Türkei

Alter: 25- 58 Jahren

6. Projektleitung

Angelika Mayer,

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt

(Diak. Werk)

Tel.: 08031/43 0 37

angelika.mayer@diakonie-rosenheim.de

„Die deutsche Uhrzeit ist ganz

schön anders als die türkische.“

„Es hat Spaß gemacht.“

„Ich habe viel gelernt.“


30 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

31

Ehrenamtsschulung

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Herr und Frau Baldemeier wurden vom

Quartiermanagement beauftragt, eine

Computer- und Präsentationsschulung

für Ehrenamtliche in den lokalen Vereinen

und Organisationen zu konzipieren

und durchzuführen. Als größte

Schwierigkeit erwies sich die Terminfindung

für die 15 Unterrichtseinheiten à

2 Stunden. Es nahmen schließlich fünf

verschiedene Teilnehmer/innen aus vier

verschiedenen Organisationen teil.

Inhaltliche Kursziele waren neben der

Vernetzungsarbeit zwischen den Organisationen,

die Verbesserung der PC

Kenntnisse, das Erlernen spezieller

Fähigkeiten der Vereinsführung und das

Erstellen und Einüben von Vorträgen

und Präsentationen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Anerkennung ist mehr als Dank

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 5 TeilnehmerInnen

aus 3

verschiedenen

Gremien/ Vereinen

nehmen an der

Schulung teil.

Die Schulung wird von

den TeilnehmerInnen

als für ihre ehrenamtliche

Tätigkeit hilfreich

bewertet.

Die teilnehmenden

Vertreter der Organisationen

haben eine ca. 5

Min. Präsentstion ihrer

Arbeit erstellt und

stellen diese im

Rahmen einer Sitzung

der Stadtteilvertretung

vor.

Erzielte Ergebnisse

An der Schulung nahmen fünf Teilnehmerinnen

aus vier verschiedenen

Organisationen teil.

Bei einer abschließenden mündlichen

Befragung beurteilten die TN allesamt

als hilfreich. Lediglich eine Teilnehmerin

hätte sich mehr Hilfen im Bereich der

Vereins-Software gewünscht, was

jedoch im Rahmen der Schulung durch

die z.T. sehr geringen Vorkenntnisse der

anderen TN nicht in der Form gewährleistet

werden konnte.

Am Ende der Schulung verfügt jeder

Verein / jede Organisation über eine

fertige Präsentation, die bei den

nächsten Sitzungen der Stadtteilvertretung

im September oder Oktober ´05

vorgestellt wird.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Gemeinsam stark fürs Ehrenamt

Bitte

melden!

Wir suchen Sie

für unseren

Freiwilligendienst!

Was zeichnet unsere Freiwilligen aus?

- Sie haben Zeit und helfen gerne

anderen Menschen

- Sie sind engagiert

3. Zielgruppe

Vereine und Organisationen des

Stadtteils

4. Kooperationspartner

- ESV Rosenheim

- Kosovarja e.V.

- Pfarrgemeinderat Fürstätt

- Bewohnerbeirat Endorferau

- Quartiermanagement, Bürgerhaus

E- Werkstüberl

5. Teilnehmer

Frauen: 2

Männer: 3

ESV Rosenheim: 2

Kosovarja e.V.: 1

Pfarrgemeinderat Fürstätt: 1

Bewohnerbeirat Endorferau: 1

6. Projektleitung

Goofy und Maria Baldemaier

Tel.: 08031/38 17 77

- Sie sind kontaktfreudig

Kontakt: Franz Langenstein

Startklar Schätzel – respect your life

Telefon 0171/62 03 091

langstein@t-online.de


32 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

33

Freiwilligendienst für Familien

Eigenverantwortung, Bürgerengagement, Selbstorganisation, Soziales Netzwerk

stärken

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Freiwilligendienste sind ein wichtiges

System, das mithelfen kann, bei der

„sozialverträglichen Umgestaltung“ der

Wohlfahrtssysteme mitzuwirken. Das

heißt: Einerseits BürgerInnen auf ihre

Eigenverantwortlichkeit zu sensibilisieren,

andererseits trotz aller Professionalisierungstendenzen

Einrichtungen

und Träger zu offener und angemessener

Kooperation mit Freiwilligen zu

bewegen. Die Erfahrungen in der Startphase

belegen ganz deutlich, dass sich

Menschen vor dem Hintergrund eines

selbst bestimmten Engagements bewegen

lassen konkrete Tätigkeiten auf

sich zu nehmen. Insbesondere die

Beratung über die eigenen Fähigkeiten

und Erwartungen an die Tätigkeit und

die genaue Beschreibung der Aufgaben

sowie die Absicherung der „Arbeitsbedingungen“

fanden großes Interesse.

Selbstbestimmung über Art und Umfang

der freiwilligen Tätigkeit sind attraktive

Merkmale für ein soziales Engagement.

Es ist eine wohltuende Erfahrung,

Freude am Engagement zu erfahren. Für

die folgende LOS- Phase 2005/ 2006

wurde bereits ein Antrag für die

Etablierung des „Freiwilligendienstes“

gestellt.

3. Zielgruppe

Motivierte und engagierte BewohnerInnen

des Stadtteils; auch Langzeitarbeitslose

und Sozialhilfeempfänger-

Innen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

5 freiwillige Helfer

stellen ihre Dienste den

Familien im Sozialraum

West zur Verfügung

2 bis 3 Freiwillige

davon sind bereits in

Familien im Einsatz

Ein Konzept zum

Einsatz von Freiwilligen

in der sozialraumorientierten

Jugendund

Familienhilfe im

Stadtteil ist erstellt.

Erzielte Ergebnisse

4. Kooperationspartner

- Quartiermanagement im Bürgerhaus

E- Werkstüberl

- Hauptschule Fürstätt

- Schülercafé Fürstätt (Stadtjugendring

Rosenheim)

- Versicherungsdienstleiter aus dem

Stadtteil

- Freiwilligendienst im Sozialraum Nord

- FOS Rosenheim

- FH Rosenheim

- Amt für Kinder, Jugendliche und

Familien

Insgesamt stehen 7 freiwillige Helfer

dem Stadtteil zur Verfügung.

Frau H. engagiert sich für Bürger und

Bürgerinnen durch Fahrten zur Rosenheimer

Tafel im zweiwöchigen Rhythmus.

Frau M. half bei einer großen Kellerentrümpelung

und hilft einer Familie beim

Einräumen der neuen Wohnung.

Herr S. hat in einer Internetrecherche

wichtige Partner für Praktikumsplätze

gesucht und gefunden.

Es fanden zwei Gruppensitzungen mit

den Freiwilligen statt. Die Inhalte waren

das Kennenlernen und der Austausch

über mögliche Arbeitseinsätze. Für die

Zukunft braucht die Gruppe aber noch

weitere stärkende Maßnahmen. Bei den

Sitzungen wurde erkennbar, dass die

Motivation zur Freiwilligenarbeit auch

mit dem Interesse nach sozialen

Kontakten bzw. neuen sozialen Kontaktfeldern

zusammenhängt.

5. Teilnehmer

Gesamtteilnehmer: 7

Frauen: 5

Männer: 2

im Alter von: 33 – 64

6. Projektleitung

Franz Langstein

Startklar Schätzel

Tel.: 0171/62 03 091

langstein@t-online.de

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel wurde

zum großen

Teil erreicht

Wir sind die Freiwilligen

des Freiwilligendienstes für Familien

So ging`s LOS:

Überraschend war die große

Zustimmung, die das Thema

„freiwillige Dienste“ erfuhr. So

äußerten einige der Freiwilligen im

Beratungsgespräch, dass sie sich

bereits seit längerer Zeit, teilweise

seit Jahren, mit der Idee tragen,

für andere etwas zu tun. Für Viele

sei es aber schwierig gewesen,

“Ich kann nicht mehr

arbeiten, da tut es gut, ein

klein wenig was für andere

zu tun”

“Es gibt soviel zu tun!”

den richtigen Ansprechpartner

hierfür zu finden. Dabei wurde

klar: Freiwilligendienste müssen

leicht erreichbar sein. Der Einstieg

sich zu engagieren darf nicht

schwierig sein. Und: es darf kein „

Weltverbesserungswille vorausgesetzt“

werden.

Überraschend war auch, dass die

“Verschiedene Dinge können

einfach durch die Stadt

alleine nicht mehr geregelt

werden, da braucht es uns

Bürger und Bürgerinnen!”

“Ich selbst habe keine

Kinder, mir bleibt Zeit, und

davon will ich was Familien

schenken”

“Wir müssen alle mehr

zusammen halten und uns

gegenseitig helfen, dann

bleibt es menschlich!”

Motivationen sehr verschieden

sind. Sie reichen von „Jetzt habe

ich Zeit“, über „Ich habe keine

eigenen Kinder, möchte aber

gerne was für Kinder tun“ bis hin

zur sinnvollen Bewältigung des

Alltags.

Über die Teilnehmer:

1. Die Freiwilligen:

Die Freiwilligen sehen den

Bedarf an Hilfe im Stadtteil

und ihre eigene Kompetenz.

Alle Freiwilligen sehen die

schwierigen Situationen, denen

Familien heute im verstärkten

Maße ausgesetzt sind.

2. Die Familien:

Die Familien sehen die

zusätzliche Hilfe als positiv

an. Bisher wurden keine

Abwehrtendenzen erkennbar.

Wichtig war es, auf die

Verschwiegenheitspflicht der

Freiwilligen hinzuweisen.

3. Die Hauptamtlichen:

Der Einsatz von Freiwilligen

ist für Hauptamtliche noch

gewöhnungsbedürftig. Die

Trennung von pädagogischen

Aufgaben und Aufgaben, die

auch von Freiwilligen gut zu

leisten sind, ist noch wenig

eingeübt. Kommt es aber dann

zum Einsatz von Freiwilligen,

erfährt der Hauptamtliche auch

eine spürbare Unterstützung

und Stärkung.


34 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

35

Integrativer Frauentreff

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Der integrative Frauentreff ist Folgeprojekt

des „Frauentreffs für Alleinerziehende“

der Startklar Schätzel GmbH.

Das erste Projekt zeigte klar den besonderen

Bedarf alleinerziehender sozial

benachteiligter Frauen. Auf diesen

Beobachtungen baute der „Integrative

Frauentreff“ auf. Die Teilnehmerinnen

haben einen großen Gesprächsbedarf,

Interesse an Austausch und suchen

Hilfe in der konkreten Alltagsbewältigung.

Besondere Themen der Frauen

sind dabei: Kindererziehung, Finanzen

und Partnerschaft.

Nach der Einführung von Hartz IV ist für

die Frauen das Thema berufliche Entwicklung

aktueller geworden. Daher war

es wichtig die Ausbildungsperspektiven

der Frauen zu konkretisieren und greifbare

Unterstützung hierzu anzubieten.

Frau G. konnte eine berufliche Maßnahme

durch das AA beginnen, Frau L.

übt derzeit einen Minijob aus, Frau H.

startet im Freiwilligendienst. Eine weitere

Teilnehmerin konnte nach Beendigung

ihrer Elternzeit wieder in ihren

Beruf in Teilzeit zurückkehren. Die

anderen Projektteilnehmerinnen nehmen

mit Interesse an dieser Entwicklung teil

und überprüfen ihre Chancen.

3. Zielgruppe

Junge, zum Teil alleinerziehende Mütter

mit ihren Kindern. Ein Großteil dieser

Frauen befindet sich im Sozialhilfebezug.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Etablierung des

Treffpunkts vor Ort:

Teilnehmerzahl 4- 6

Die Besucherinnen

organisieren und

führen eine gemeinsame

Unternehmung

durch.

Die Besucherinnen

präsentieren den

Frauentreff bei einer

Veranstaltung im

Stadtteil und/ oder

gestalten eine Frauenseite

für die Stadtteilzeitung.

4. Kooperationspartner

- LOS- Projekt „Sprachkurs für

MigrantInnen“

- LOS- Projekt „Projektreihe Kunst“

- Amt für Kinder, Jugendliche und

Familien

- Soziale Stadt

5. Teilnehmer

Frauen: 3- 5

Kinder: 11- 18

Erzielte Ergebnisse

Der Frauentreff ist vor Ort bekannt. In

Stadtteilsitzungen, bei Veranstaltungen

im Bürgerhaus oder Aktionen im Stadtteil

werden die Projektteilnehmerinnen

angefragt und in Planungen mit einbezogen.

Sie beteiligen sich an diesen

Aktionen entsprechend ihrer Möglichkeiten.

Auch für den Frauentreff engagierten

sich die Teilnehmerinnen immer

wieder. Der Personenkreis konnte trotz

Öffentlichkeitsarbeit kaum erweitert

werden. Die Teilnehmerinnen, die den

Frauentreff nutzen, haben mit vielfältigen

Problemen zu kämpfen, die für

andere Interessentinnen fremd sind.

Ein gemeinsamer Ferientag mit Müttern

und Kindern wurde geplant und durchgeführt.

Da Kleinkinder und Schulkinder

mitmachten, entschieden sich die

Mütter für einen Wildpark mit großer

Spielplatzfläche. Dieser Tag ist als

schöner, aber auch anstrengender Tag

in Erinnerung geblieben.

Während der Eröffnungsfeier des

Bürgerhauses präsentierten alle

Benutzer des Bürgerhauses ihre

Projekte und Angebote. Eine Teilnehmerin

des Frauentreffs bereitete sich für

diesen öffentlichen Rahmen vor. Mit den

übrigen Teilnehmerinnen wurde der

Entwurf abgesprochen.

6. Projektleitung

Frau Maria Gfaller,

Startklar Schätzel

Tel.: 08031/ 38 15 06

fhro@startklar-schaetzel.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Frauentreff im Stadtteil

So sehen die Teilnehmerinnen ihren Frauentreff:

Themen und Aktionen

des Frauentreffs:

- Finanzielle Situation und

berufliche Perspektiven

- Kindererziehung, Schule,

Gesundheit, Väter, Nachbarn,

Partnerschaft

- Gegenseitige Rückmeldung

und Unterstützung bei

Problemen der Teilnehmerinnen

untereinander

- Durchführung eines

1. Hilfe- Kurses für

Säuglings- und Kindernotfälle

durch den Malteser Hilfsdienst

- Ausflug in einen Wildpark

gemeinsam mit den Kindern

der Frauen

Die Teilnehmerinnen schätzen den

Austausch, das Ratschen über

Alltagsprobleme mit Kindern.

Männern, Wohnumfeld, Finanzen,

Zukunftsperspektiven... Der

Mittwochvormittag wurde ein

verbindlicher Termin im Wochenablauf,

auf den die Frauen sich

freuten.

Das Angebot Mutter und Kind

fanden sie wichtig, um Anregungen

zu bekommen und Zeit für die

Kinder zu haben.

Entwicklungen der Kinder können

Unten links:

Gemeinschaftliches

Basteln

Unten rechts:

Gemeinsame Zeit

sie zwischenzeitlich beobachten

und schätzen. Mit Programm,

Tageszeit und Ort des Treffs waren

die Teilnehmerinnen sehr zufrieden.

Gewünscht hätten sich alle

einstimmig weitere Mütter und

Kinder für ihren Treff.

Oben links:

Vorweihnachtliches

Lichtfest

Oben rechts:

Ausflug in den Wildpark


36 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

37

Integrationsmaßnahme Stadtteilferienprogramm

Schaffen integrativer, familienstützender Strukturen. Stadtteilferienprogramm

Rückblick: Unser

Ferienprogramm 2004

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil leben überdurchschnittlich

viele sozialbenachteiligte Mütter, Väter

und Kinder mit sehr geringer Chance

auf Teilhabe am sozialen, beruflichen

und politischen Leben. Mit dem niederschwelligen

Projekt „Stadtteilferienprogramm

2004“ wurde ein weiterer Schritt

in die Richtung gegangen familienfreundliche

Strukturen zu schaffen.

Familien sollten durch das Projekt

unterstützt werden und die, für berufstätige

Eltern aufklaffende, Kinderbetreuungslücke

geschlossen werden. Die

Angebote des Programms hatten außerdem

auch die Signalwirkung, dass

interessante Angebote für Kinder nicht

immer teuer und spektakulär sein

müssen. Eine weitere wichtige Seite des

Projektes stellte die Vernetzung der

Vereine und Organisationen im Stadtteil

dar. Die einzelnen Beiträge der beteiligten

Akteure führten zu einem bunten

Programm und dokumentierten die

vorhandenen sozialen und gesellschaftlichen

Netzwerke.

3. Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

aus dem Stadtteil Finsterwalderstraße/

Endorfer Au.

4. Kooperationspartner

- Stadtjugendring Rosenheim

- Startklar Schätzel

- Kindertagesstätte Villa Kunterbunt

(Diak. Werk)

- ESV Rosenheim

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Es sind mindestens 5

verschiedene Organisationen

im Ferienprogramm

vertreten.

An mindestens 20

Ferientagen wird eine

Kinderbetreuung

angeboten.

Ca. 100 Mütter und

Väter aus dem Stadtteil

werden nachweislich

erreicht.

- Pfarrgemeinde Fürstätt

- Pfadfinder Oberwöhr

- Internetcafé FineEnd

- BewohnerInnen

Erzielte Ergebnisse

5. Teilnehmer

Gesamtzahl Kinder: ca. 250 (teilweise

mehrfache Teilnahme eines Kindes an

mehreren Angeboten)

Kontakt zu ca. 120 Familien

Die erhoffte Beteiligung von 5 verschiedenen

Organisationen, konnte durch die

Beteiligung von 6 teilnehmenden

Organisationen neben dem Stadtjugendring

und der Sozialen Stadt erreicht

werden. Hier wurden neue Verbindungen

geknüpft und Bestehende verstärkt.

Ein großer Erfolg war die große Anzahl

an Angeboten, die über 20 Tage

hinausgingen. Es wurden 26 Angebote

über die gesamten Ferien angeboten.

Einzelne dieser Angebote erstreckten

sich über mehrere Tage oder wurden

teilweise zwei bis dreimal wiederholt.

Das Ziel 100 Mütter und Väter aus dem

Stadtteil zu erreichen wurde nicht

nachweislich erwiesen. Durch die

Anmeldezettel, die von den Anbietern

zurückgegeben wurden, ließen sich 66

Familien, die am Programm teilnahmen,

errechnen. Es wurden jedoch längst

nicht alle Anmeldezettel weitergegeben.

Es handelt sich vermutlich um Kontakte

zu etwa 120 verschiedenen Elternteilen.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

6. Projektleitung

Klaus Schindler,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 72 72

finsterwalder_gries_endorferau@web.de

Lukas, Wir bauen Boote:

„Mir hat das Basteln gefallen, weil man sich

aussuchen hat konnte, was für ein Boot man

bauen will.“

Manuela Scravaglieri und Gunnar Schöter,

Betreuer bei Mokija 2004:

„In Fürstätt fand ich die Arbeit genauso schön

wie in den anderen Standorten. An ein paar

Nachmittagen haben uns auch die Kinder des

naheliegenden Kindergarten besucht, bei denen die

Hüpfburg und die Wasserrutsche sehr beliebt waren.

Das Mokija war auch gut für die Jugendlichen,

auch wenn man sehr auf Reibereien und dadurch

bedingte Trennungen von älteren und jüngeren

Kids achten musste. Wir haben teilweise auch ganz

bewusst den Älteren mal alleine die Hüpfburg zur

Verfügung gestellt. War zwar nicht immer einfach

für uns, aber für sie auf jeden Fall wichtig und

sinnvoll.“

Karoline Kraninger, Programmdurchführende,

Auf Schleichwegen durch den Fürstätter Wald:

„Kreuz und quer durch den Fürstätter Wald

pirschen! Wir lernen von den Blättern oder der

Rinde Bäume bestimmen und wenn ihr leise seid,

von Vogelstimmen die Vögel erkennen.

Am Brotzeitplatz dürft ihr Zwergenhäuschen

mit Material, das uns der Wald schenkt, bauen.“

Patricia Stach, Stadtjugendpflegerin beim

Stadtjugendring Rosenheim:

„Ich finde es super, dass sich in Fürstätt die

Institutionen zusammen getan haben, um

ein abwechslungsreiches, buntes Programm zu

kreieren. Die Zusammenarbeit hier vor Ort

war sehr gut und von hoher Professionalität

geprägt.“

Gerd Goller und Dieter Wutz, Schnupper-Tennis

- Trainingsangebot beim ESV-Rosenheim:

„Wir, von der Tennisabteilung möchten

uns natürlich bei unseren Trainern Michi

Grundner und Max Erbe, sowie bei der

Jugendwartin Johanna Sandner und allen,

die mitgeholfen haben, ganz herzlich für

Ihren Einsatz bedanken. Diese Sommer-

Ferienaktion wollen wir gerne im Jahr 2005

in Zusammenarbeit des Stadtjugendrings/

Soziale Stadt wiederholen.“


38 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

39

Tanz- Gymnastikgruppe für Mädchen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Der Stadtteilsportverein ESV Rosenheim

ist ein wichtiger Netzwerkpartner im

Stadtteil. Dennoch gab es bisher kaum

Sportangebote für jugendliche Mädchen

im Stadtteil. Dabei ist Sport ein wichtiges

Medium zum Erlernen von

Schlüsselqualifikationen. Außerdem

spielt Sport bei der Integrationsarbeit

und dem Vermitteln von sozialen

Kompetenzen eine zentrale Rolle. Das

Projekt sollte auch Mädchen diese

Chance geben. Die Teilnahme in einer

Sportgruppe fördert die Fähigkeit zur

Kommunikation und erzeugt ein „Wir“ -

Gefühl. In einer intakten Sportgruppe

wächst nicht nur Gruppenidentität, auch

das Selbstvertrauen wird gesteigert. Die

Übungsleiterin und Sozialarbeiterin Frau

Mügge konnte pädagogisch auf Defizite

der Mädchen einwirken. Die Mädchen

wünschen sich eine Fortsetzung der

Gruppe.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 6 Mädchen

nehmen kontinuierlich

teil (Anwesenheitsliste).

Die Mädchen sind

nachweislich (Video) in

der Lage entsprechend

für ein Bewerbungsgespräch

positiv

aufzutreten.

Das Projekt wird

Standardangebot im

Stadtteilsportverein

(Zusage Vereinsvorstand).

Erzielte Ergebnisse

Die Mindestteilnehmerzahl ist nicht

unterschritten worden. Eine Kerngruppe

von 7 Mädchen konnte gehalten, leider

aber nicht vergrößert werden.

Die Mädchen haben sich ausnahmslos

positiv, kreativ und aktiv in der Gruppe

eingebracht. Nach einigen „Rudelrangfolgerangeleien“

mit der Diskussion,

„wie kann man jeder Teilnehmerin gerecht

werden?“, haben die Jugendlichen

gelernt den Ablauf einer Kursstunde

mitzubestimmen, ohne jemanden zu

benachteiligen.

Der ESV hat sich bereit erklärt, dass

Projekt als Standardangebot in seinen

Verein aufzunehmen. Die TeilnehmerInnen

zeigten keine Bereitschaft einen

Mitgliedbetrag zu zahlen. Aus mangelndem

Interesse der Teilnehmerinnen

wurde das Projekt nicht in den Stadtteilsportverein

aufgenommen.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Abschlussausflug der

Tanz-Gymnastikgruppe

NUR FÜR MÄDCHEN

Krönender Abschluss unserer Tanzgymnastik

war ein Segelausflug zum Simsee am

Mittwoch, den 27.Juli 2005. Auf den Bildern

sind wir- Stephanie, Kristina, Cyndie,

Sladana und Jessika zu sehen.

Kristina:

„Mir hat am besten

gefallen, dass wir so

schön geredet haben.

Besser wäre es, wenn

wir mehrere sein

könnten.“

Stephanie:

„Ich habe es schön gefunden,

wenn wir vortanzen

durften. Schade, dass die

anderen oft abgesagt haben.

Ich wünsche mir einen

richtigen Tanzkurs.“

Jessika:

„Ich wollte nicht

den Tanz üben, am

liebsten habe ich Ball gespielt. Auch

das mit dem Ratespiel- Gymnastik

finde ich doof, ich wünsche mir eine

große Ballgruppe.“

3. Zielgruppe

Jugendliche Bewohnerinnen des Stadtteils

4. Kooperationspartner

- Lokale Presse

- Soziale Stadt

5. Teilnehmer

Mädchen: 7

Alter: 12 - 16

6. Projektleitung

Andrea Mügge, ESV

Tel.: 08031/41 795

esv-rosenheim@cablenet.de

Cyndie:

„Meine Lieblingsstunde war, als wir „Laufsteg“ gespielt

haben. Ich will doch Mannequin oder Schauspielerin werden.

Blöd war es, als die Großen immer bestimmt haben, was wir

machen sollen (Ballspiel oder Gymnastik). Besser war es erst

als ALLE mitbestimmen durften.“

Sladana:

„Ich fand auch den Laufsteg am tollsten. Darauf haben sich

Cyndie und ich schon gefreut. auch ich wünsche mir eine

Ballgruppe. Kannst du nicht unseren differnezierten Sport

übernehmen?“ (Frage richtet sich an Frau Mügge)


42 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Bildung

43

Hausaufgabenbetreuung

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Der Mensch soll lernen, die Ochsen büffeln!

(Erich Kästner)

Beruf und Familie unter einen Hut zu

bringen bedeutet in der heutigen Zeit

eine Herausforderung für jede Familie.

Oft arbeiten beide Elternteile.

Demzufolge sind viele SchülerInnen am

Nachmittag ohne Betreuung. Viele

dieser SchülerInnen erledigen am

Nachmittag keine Hausaufgaben und

haben dementsprechende schulische

Defizite. Das Projekt diente dem Ziel der

verbindlichen Erledigung der

Hausaufgaben. Die SchülerInnen

wurden dabei von einer Fachkraft

betreut. Es handelte sich dabei um eine

fest angemeldete Gruppe von

SchülerInnen, das Angebot war nicht

offen.

Kriterien für den

Erfolg

Regelmäßig machen 8

SchülerInnen die

Hausaufgaben

(Anwesenheitsliste)

Verbesserung der

Noten der (zumindest

in einzelnen Fächern)

gemessen am Vergleich

des Halbjahreszeugnis

2005 mit dem

Endzeugnis 2005

Mit den 8 SchülerInnen

und den Eltern werden

Auswetungsgespräche

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt nahmen 15 SchülerInnen

regelmäßig an der Hausaufgabenbetreuung

teil.

Die Eltern, Schüler und Lehrer bestätigen

eine Verbesserung der Noten in

Gesprächen und wünschen sich eine

kontinuierliche Fortsetzung.

Gespräche sowohl mit SchülerInnen,

Eltern wie auch den Lehrern fanden

statt. Die Eltern gaben durchwegs sehr

positive Rückmeldung. Die Eltern

möchten weiterhin die Schüler für die

Hausaufgabenhilfe anmelden.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

„Frau Neuenfeld,

ich brauch heut

wieder Hilfe. Sie

können immer alles

so gut erklären.“

„Jetzt hab ich keinen Stress mehr in der

Schule, weil ich meine Hausi immer

ordentlich hab und weil ich die Aufgaben

auch verstehe.“

„Es war gut, hier

zu sein. Ich war

immer gerne hier.“

3. Zielgruppe

SchülerInnen der Schule Fürstätt mit

schulischen Defiziten aus sozial

benachteiligten Familien.

4. Kooperationspartner

- Sonderpädagogisches Förderzentrum

- Lehrer

- Eltern der Schüler

- Bürgerhaus E- Werkstüberl

5. Teilnehmer

Gesamtteilnehmerzahl: 15

Mädchen: 7

Jungen: 8

Deutsche Herkunft: 6

Andere Herkunft: 9

Alter: 11- 15 Jahre

6. Projektleitung

Martina Neuenfeldt-Schweiger

Tel.: 08031/68 613

Michael Kobienia,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/40 67 21 80

kobienia@stadtjugendring.de

Briefe von Müttern an die Kursleiterin:

Sehr geehrte Frau Neuenfeldt,

für die wunderbare Betreuung und liebe

Hausaufgabenhilfe für das ganze Jahr,

danke ich Ihnen von ganzem Herzen.

S. hat sich in diesem Schuljahr spürbar

verbessert.

Ich hoffe, dass es im kommenden

Schuljahr weitergeht.

Damit S. und die anderen Kinder die

Möglichkeit haben mit Spaß und Freude

an ihrer Arbeit dran bleiben zu können.

Vielen lieben Dank und hoffentlich auch

im nächsten Schuljahr.

Liebe Grüße

J.

Liebe Frau Neuenfeldt,

Hiermit möchte ich mich bei Ihnen

für die Hausaufgabenbetreuung

bedanken.

Meiner Tochter B. hat die Betreuung

viel gebracht. Was man an ihren

schulischen Leistungen feststellen

konnte. Es wäre eine große Hilfe

und Bereicherung, wenn es auch

im neuen Schuljahr wieder eine

Hausaufgabenbetreuung gibt.

Mit lieben Grüßen,

A.


44 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Bildung

45

Intensivnachhilfe für Jugendliche

Verhinderung von Schulabbruch, Kleingruppenbetreuung, „Mut trotz Lücke“

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Das Projekt „Hausaufgabenbetreuung“

vom Schülercafé des Stadtjugendrings

wurde bereits im ersten LOS- Abschnitt

erfolgreich initiiert. So konnten neue

TeilnehmeInnen für ein Folgeprojekt

gefunden werden. Bei den TeilnehmerInnen

handelt es sich um sozial

benachteiligte Jugendliche der Hauptschule

Fürstätt. Ziel des Projektes ist

die verbindliche intensive Kleingruppenbetreuung

zum Aufarbeiten von Lernlücken

für Schüler ab der 5ten Klasse.

Mittels der Maßnahme sollten verschiedene

Kompetenzen an die Schüler

vermittelt werden: Persönlichkeitsentwicklung,

Sozialkompetenzen und

Schulische Kompetenzen. Ebenso

wurde die Gender- Perspektive

thematisiert.

3. Zielgruppe

Jungen und Mädchen ab den 5ten

Klassen der Hauptschule Fürstätt, vor

allem mit schulischen Defiziten.

Besonders Kinder von Alleinerziehenden

und MigrantInnen.

4. Kooperationspartner

- Schulsozialarbeit der Hauptschule

Fürstätt

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Regelmäßig machen 8

SchülerInnen die Hausaufgaben

(Anwesenheitsliste)

Verbesserung der

Noten der (zumindest

in einzelnen Fächern)

gemessen am Vergleich

des Halbjahreszeugnis

2005 mit dem

Endzeugnis 2005

Mit den 8 SchülerInnen

und den Eltern werden

Auswertungsgespräche

geführt (Dokumentation)

Erzielte Ergebnisse

- Sekretariat und Direktorat der Hauptschule

Fürstätt

- Lehrer, Eltern und Hausmeister der

Hauptschule Fürstätt

- Junge Arbeit Rosenheim GbR

- Stadtjugendring Rosenheim

- Amt für Kinder, Jugend und Familien

- andere LOS- Projekte:

Hausaufgabenprojekt, Lokale Ökonomie,

Fitnesstraining

Es waren durchgehend 7 Schüler der

Schule Fürstätt an dem Projekt beteiligt.

Ein Schüler wurde aus dem Projekt

genommen, weil er die an ihn gestellten

und mit dem Projekt verbundenen

Arbeiten, teilweise unzureichend oder

gar nicht erfüllen konnte.

Alle Anwesenden sind regelmäßig zum

Unterricht erschienen.

Zu Anfang war die Wichtigkeit guter

Noten und eines guten Abschlusses nur

wenigen SchülerInnen und Eltern klar.

Alle TeilnehmerInnen hatten große

Lücken. Die SchülerInnen haben sich im

Unterricht signifikant gesteigert. Es ist

zu bemerken, dass alle Schüler ihre

Arbeitseinstellung, ihr Sozialverhalten

und ihre Heftführung verbessert haben.

Alle SchülerInnen haben extreme

Erfolgserlebnisse und Leistungssteigerungen

erfahren.

Die Eltern der SchülerInnen sind sehr

zufrieden mit der Nachhilfe und ihren

Erfolgen. Alle waren zu intensiven

Gesprächen über ihre Kinder bereit.

Auch die Themen Berufswahl, Zukunft,

Chancen auf dem Arbeitsmarkt konnten

in den Gesprächen behandelt werden.

Nachhaltigkeitsprüfung im Oktober 2005:

5. Teilnehmer

Gesamtteilnehmerzahl: 7 Jugendliche

Mädchen: 3

Jungen: 4

6. Projektleitung

Sabrina Hanslmayer

Tel.: 0177/ 69 15 588

s.hanslmayer@gmx.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Im Oktober 2005 wird eine Nachhaltigkeitskontrolle stattfinden, die aufzeigt, wie

dauerhaft, die Nachhilfe und die mit ihr erzielten Effekte, auf die Schüler wirken. Die

Auswertung wird über Lehrer- Eltern- Schüler- Gespräche erfolgen.

„Mut trotz Lücke“

Die Schüler über die

Intensivnachhilfe:

„...Wäre mir klar gewesen, dass

Lernen so viel Spaß machen

kann und ich so stolz bin etwas

zu wissen, wäre ich nicht so faul

gewesen...“

„...In der Schule kriege ich

einfach keine Antworten auf

meine Fragen...“

„...Endlich habe ich das Gefühl,

dass ich nicht dumm bin. Meine

Lehrer haben gesagt, bei mir sei

alles verloren...“

„...Es macht einfach viel mehr

Spaß sich in der Gruppe zu

treffen und zu lernen...“

„...Es ist geil, sich endlich mal

wieder melden zu können, die

Hausaufgaben zu verstehen

und mich nicht immer nur blöd

zu fühlen. Ich habe sogar schon

etwas an der Tafel gerechnet...“

Die Lehrer über die

Intensivnachhilfe:

„... Früher war es undenkbar,

dass sie eine Aufgabe an der

Tafel rechnen würde, jetzt

meldet sie sich freiwillig. Sie ist

viel selbstbewusster geworden...“

„...Sie hatte nie eine bessere

Note in Deutsch als eine 5, jetzt

auf einmal eine 3. Sie macht

außerdem Hausaufgaben und

hat Spaß an der Schule...“

„...Er arbeitete nie sauber und

sorgfältig. Jetzt hat erschon eine

deutliche Verbesserung erzielt

in dem er einfach sorgfältiger

schreibt. Auch den Unterricht

stört er nicht mehr so häufig...“

Die Eltern über das Projekt und ihre Probleme:

Sabrina

Hanslmayer

und ein Schüler:

Lernen

macht sichtlich

mehr

Spaß!

„...wir wollten unserem Sohn schon lange Nachhilfe bieten, aber

finanziell war uns das nie möglich. (...) Er hat große Probleme. Wir

sind so glücklich, dass er jetzt endlich Hilfe bekommt...“

„...Normalerweise ist meine Tochter stinkend faul. Sie ist so abgesackt

und macht nie Hausaufgaben. Jetzt sehe ich sie auf einmal lernen.

Unglaublich...“

„...Meine Tochter hat die Schule nie ernst genommen. (...) An

Nachhilfeunterricht war nie zu denken. Erstens finanziell und sie

wäre auch nie hingegangen...“

„...Mein Kind mit einem Buch in der Hand, ein seltener Anblick. Es

hat uns gebeten, ob wir zu Hause ab sofort Deutsch sprechen könnten.

Er geht sogar am Wochenende zum Lernen. Anfangs habe ich ihm das

nicht geglaubt, deshalb habe ich sie damals ja auch angerufen...“

Die Abschlußklasse

2005

der Schule

Fürstätt

Schüler der hilfe zusammen mit Abschluß-

Intensivnachschülern

vor dem Schülercafé


46 Stadtteil Finsterwalderstraße I Handlungsfeld Bildung

47

Projektreihe schulische, soziale und berufliche

Kompetenzen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Die zunehmend schwierige Situation auf

dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

stellt vor allem ein Problem für Schüler-

Innen des sonderpädagogischen Förderzentrums

dar. Die angespannte

aktuelle Arbeitsmarktlage sowie die

unwiderlegbare These, dass künftig für

immer mehr Menschen immer weniger

Arbeit zur Verfügung steht, führen dazu,

dass die Chancen von Schulabgängern

aus Förderschulen auf eine berufliche

Ausbildung und Eingliederung in die

Arbeitswelt zunehmend schwieriger

werden. Um auf dem heutigen Arbeitsmarkt

bestehen zu können, sind neben

dem Beherrschen der Kulturtechniken

und einem fachlichen Wissen eine Vielzahl

von emotionalen Fähigkeiten, wie

Selbstdisziplin, Zuverlässigkeit,

Leistungsorientierung, Umgang mit

Frustrationen, Teamfähigkeit gefragt.

Um in diesem Bereich neben dem

regulären Unterricht weitere präventive

Arbeit zu leisten und längerfristig eine

Ganztagsbetreuung anzubahnen, wurde

im zweiten Schulhalbjahr am Sonderpädagogischen

Förderzentrum die

Projektreihe schulische, soziale und

berufliche Kompetenzen durchgeführt.

Die Projekte hatten die Inhalte: Holz,

Tanz und Verhaltenstraining („Cool

Kids“).

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Alle 40 TeilnehmerInnen

der Projektreihe

nehmen durchgängig

und vollständig an der

Projektreihe teil

(Anwesenheitsliste).

Die Projekte haben bei

den SchülerInnen

nachweislich soziale

und berufliche Kompetenzen

und Schlüsselqualifikationen

verbessert

(Abfrage bei

SchülerInnen und

LehrerInnen und

Präsentation).

Die Projektreihe wird

im Schuljahr 2005/

2006 (Rektorin) ins

Regelangebot der

Schule übernommen.

Erzielte Ergebnisse

Von 44 nahmen 43 TeilnehmerInnen

regelmäßig und durchgängig an der

Projektreihe teil.

Die Resonanz auf die gesamte Projektreihe

war sowohl bei den TeilnehmerInnen

als auch bei den Honorarkräften

ausgesprochen positiv. Auch die Lehrkräfte

stellten spürbare Veränderungen

bei den SchülerInnen fest sowohl im

Verhaltensbereich als auch bei der

Stärkung von Schlüsselqualifikationen.

Am Tag der offenen Tür am 18. Juni

2005 konnten sich viele Besucher an

der selbstsicheren, disziplinierten

öffentlichen Vorführung der beiden

Tanzgruppen überzeugen.

Aus der Projektreihe wird im kommenden

Schuljahr das Verhaltenstraining

verstärkt in den Unterricht eingebaut

bzw. die bei der Durchführung des

Projektes beteiligten Buben weiter

beobachtet und betreut.

Weitere Vertiefung in die Arbeit mit Holz

soll durch eine enge Zusammenarbeit

mit einer Schreinerwerkstatt bzw. einer

Zimmerei gegeben werden.

Der Bereich Tanz soll verstärkt in den

Sportunterricht eingebaut werden,

wobei der Einsatz einer kompetenten

Fachkraft notwendig erscheint, hier aber

die Finanzierung Probleme bereitet.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Schule

und Spaß? Ja!

Aussage von Eltern:

„Wir merken auch zuhause,

dass es mit unserem Kind

leichter geworden ist.“

Aussage von LehrerInnen :

„Wir erleben die Schüler

jetzt als sehr positiv.

Sie verhalten sich ganz

anders im Unterricht.“

Frau Becker über das

Tanzprojekt:

„Die Mädchen haben sich mit

einer Selbstverständlichkeit

und einem Selbstbewusstsein

bewegt. Es tat gut, dass zu

sehen. Mir ist es daher sehr

wichtig, dass diese Projekte

weiterlaufen."

3. Zielgruppe

- Projekt „Cool Kids“: Zielgruppe sind

Kinder und Jugendliche, bei denen

Gewaltanwendungen und Unterdrückung

als primäre Konfliktlösungsstrategie

angewendet wird und die sich

nur schwer in den Schulalltag integrieren

lassen.

- Projekt „Herstellung von Werkstücken

aus Holz“: Zielgruppe sind

SchülerInnen der 8. und 9.

Jahrgangstufe des SFZ.

- Projekt „Video- Clip- Tanzen“:

Zielgruppe sind Mädchen der Oberstufe

des SFZ.

- Projekt „Breakdance“: Zielgruppe

sind Jungen des SFZ.

4. Kooperationspartner

- Kooperation mit dem Amt für Kinder,

Jugend und Familie

- „Die Tanzschule“ Rosenheim

- Soziale Stadt

5. Teilnehmer

Gesamt: 44

6. Projektleitung

Elisabeth Becker,

Sonderpädagogisches Förderzentrum

Tel.: 08031/ 40 67 21 11

sfz-rosenheim@t-online.de

Aussagen der SchülerInnen:

„Das gemeinsame Mittagessen

ist wirklich schön, das erlebe ich

zuhause nicht.“

„Ist das heute wirklich das letzte

Mal? Das macht mich richtig

traurig.“

„Wir möchten unbedingt

weitermachen, das Tanzen macht

uns großen Spaß!“

Frau Becker über die Projektreihe:

„Es war viel Arbeit. Aber es war eine Mehrarbeit, die sich gelohnt

hat. Wir schauen unbedingt, dass die Projekte im nächsten Jahr

weiterlaufen.“


48 Stadtteil Lessingstraße I Projektübersicht I Liste der Ansprechpartner

Stadtteil Lessingstraße I Begleitausschüsse I Kosten 49

Projektübersicht mit Ansprechpartner des

Stadtteils Lessingstraße/ Pfaffenhofener Straße

Stadtteil Lessingstraße/

Pfaffenhofener Straße

Handlungsfeld

Beschäftigung:

Bedarfsklärung für arbeitslose

Jugendliche:

Jutta Beigel,

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 080 31/80 69 630

pro-arbeit-rosenheim@cablenet.de

Ehrenamtlich geführter

Tante- Emma- Laden:

Josef Michlbauer,

Geschäftsführer Mini- Laden

Tel.: 08031/90 89 933

michlbauer@cablenet.de

Michael Hannover,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/23 78 78

miteinander@cablenet.de

Förderung der Vereinbarkeit

von Familie und Arbeit:

Heidi Eckenberger,

Kinderschutzbund Rosenheim

Tel.: 08031/12 92 9

kinderschutzbund.

rosenheim@onlinehome.de

Freiwilligenagentur:

Barbara Heuel,

Kinderschutzbund Rosenheim

Tel.: 08031/12 92 9

kinderschutzbund.

rosenheim@onlinehome.de

Integration Jugendlicher ins

Erwerbsleben:

Jutta Beigel,

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 080 31/80 69 63 0

pro-arbeit-rosenheim@cablenet.de

Praktikumspool für Jugendliche:

Axel Glienke,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/23 63 23

glienke@stadtjugendring.de

Projektmesse im Stadtteil:

Ingrid Jauernig

Tel.: 08031/93 06 45

JauernigIngrid@aol.com

Handlungsfeld Migration/

Integration:

Berufliche und schulische Integration.

Sportiade:

Herrmann Hoppe

Tel.: 08031/89 09 56

lmdr.hoppe@gmx.de

Deutschkurs für jugendliche

MigrantInnen:

Klaus Schöberl

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 08031/36 19 48

schulsozialarbeit.hs-mitte@gmx.de

Deutschkurs für MigrantInnen:

Berrak Yurdakal

Tel.: 08039/90 91 66

berrak.yurkadal@diakonie-rosenheim.de

Integrationsmaßnahme.

Internationaler Abend:

Veronika Holzinger

Tel.: 08067/13 08

vronal18@yahoo.de

Projektreihe Kunst:

Michael Zuber

Tel.: 08036/97 90 77

zuber@zuber-kreative.de

Handlungsfeld Kinder,

Jugend, Familie:

Eltern- Kind- Gruppe:

Ute Schmidt

Katholische Jugendfürsorge

Tel.: 080 31/40 09 70

AEH-Rosenheim@kjf-muenchen.de

Lokales Netzwerk. Fußballturnier:

Michael Hannover,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/23 78 78

miteinander@cablenet.de

Inlinecontest:

Michael Hannover,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 78 78

miteinander@cablenet.de

Internetcafé:

Patricia Stach

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/ 94 13 82 1

info@stadtjugendring.de

Jugendversammlung:

Tessa Tute,

Tel.: 08032/18 96 31

mail@TessaTute.de

Handlungsfeld Wohnumfeld:

Wohnumfeldverbesserung:

Michael Hertel,

Bund für Umwelt und Naturschutz

Tel.: 080 31/12 88 2

bund.naturschutz@bnro.de

Handlungsfeld Bildung:

Eltern und Schule:

Dagmar Gemes

Tel.: 08031/71 35 2

Vorbereitungskurs für den Hauptschulabschluss:

Jutta Beigel,

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 080 31/80 69 63 0

pro-arbeit-rosenheim@cablenet.de

Die Mitglieder des

Begleitausschuss Lessingstraße/

Pfaffenhofener Straße:

Claudia Georgii – Pro Arbeit

Renate Plesch – Kinderschutzbund

Manfred Jahn – Amt für Kinder, Jugend und

Familien

Bettina Sewald - Fritsch – ARGE

Alfred Landauer – Schule

Bettina Neumayer – Kath. Jugendfürsorge

Josef Michlbauer – Bewohner

Axel Glienke – Jugendtreff

Britta Schätzel – Koordinierungsstelle L.O.S.

Michael Hannover - Quartiersmanager

Gemeinschaftliche Vorbereitungen

für den Internationalen Abend

Unser Straßenfest 2004

Aussagen der Mitglieder des

Begleitausschuss:

„Die Möglichkeiten von LOS sind

gut, was Finanzielles und die

gemeinsame Arbeit angeht.“

„Hier sind unbürokratische

Entscheidungen möglich, die

dennoch seriös sind.“

„Ich finde die Entwicklung zur

Entscheidungsfindung gut.“

„LOS und der Begleitausschuss

sind ein schneller Weg, um

Projekte umzusetzen.“

„Mir ist es wichtig bei

Bewohnerprojekten richtig vor

Ort zu sein.“

„Ich finde in unserem

Begleitausschuss sind zu wenig

Bewohner geblieben.“

Aufstellung der Kosten im Stadtteil

Lessing-/ Pfaffenhofener Straße

Genannte Summen erhielt der Stadtteil für die

folgenden Handlungsfelder:

Handlungsfeld Beschäftigung: 40.262,00 €

Handlungsfeld Migration/ Integration: 25.345,00 €

Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie: 19.065,00 €

Handlungsfeld Wohnumfeld: 2.500,00 €

Handlungsfeld Bildung: 9.300,00 €

Gesamtsumme: 96.472,00 €


50 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

51

Bedarfsklärung für arbeitslose Jugendliche

Operative Netzwerke im Stadtteil stärken

Netzwerk

für arbeitslose Jugendliche

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Neben der offiziellen Statistik zu arbeitslosen

Jugendlichen gibt es in Rosenheim

nach Einschätzung der Sozialen

Arbeit eine große Anzahl arbeitsloser,

aber nicht arbeitslos gemeldeter

Jugendlicher. Fraglich ist, ob es tatsächlich

einen weiteren Bedarf an Maßnahmen

für arbeitslose Jugendliche

gibt. Daher müssen die betroffenen

Jugendlichen erreicht werden, damit der

konkrete Hilfebedarf erfasst werden

kann. Diesen Bedarf klärte der Verein

Pro Arbeit zunächst mit einer

Überprüfung der existierenden Arbeitsund

Qualifizierungsprojekte. Bei einem

Workshop mit Vertretern der

Institutionen wurde dieser Sachverhalt

diskutiert. In einem weiteren LOS-

Projekt wurde ein Leitfaden erstellt, der

Informationen zum Netzwerk für

arbeitslose Jugendliche enthält.

3. Zielgruppe

Registrierte und nicht registrierte

langzeitarbeitslose Jugendliche der

Stadt Rosenheim

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Eine Liste der Jugendlichen

aus dem Stadtteil

ist erstellt, die ohne

Ausbildung, Arbeitsstelle,

Lehrstelle sind.

Der individuelle Bedarf

an entsprechender

Sozialarbeit für diese

Jugendlichen im

Ausbildungs- und

Arbeitsplatzbereich ist

geklärt. Ein Workshop

mit den entsprechenden

Institutionen im

Stadtteil hat stattgefunden

(Ergebnis ist

veröffentlicht).

Eine Übersicht für

MultiplikatorenInnen

der Jugend Sozial

Arbeit und der in der

Stadt Rosenheim

angebotenen Maßnahmen

und Anlaufstellen

mit Ansprechpartnern

für Jugendliche/ junge

Erwachsene ohne

Arbeitsplatz ist erstellt

und veröffentlicht.

4. Kooperationspartner

- Agentur für Arbeit

- ARGE

- Soziale Stadt

- Lehrstellenbeauftragter, Herr Mauritz

- Schulen/ Berufsschulen

5. Teilnehmer

30 VertreterInnen der Institutionen

Jugendliche

Erzielte Ergebnisse

Die konkreten Zahlen der Jugendlichen

ohne Ausbildung, Arbeitsstelle, Lehrstelle

sind der Agentur für Arbeit

bekannt gegeben worden.

Ein Workshop mit ca. 30 VertreterInnen

verschiedener Institutionen hat stattgefunden

und die Ergebnisse sind

dokumentiert.

Ein Leitfaden wird erstellt, um Informationen

über Behörden und Fördermöglichkeiten

verständlich aufzubereiten.

Ein Bericht im OVB wurde

veröffentlicht.

6. Projektleitung

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Jutta Beigel

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 080 31/80 69 63 0

pro-arbeit-rosenheim@cablenet.de

Das OVB berichtete von den Ergebnissen des Workshops:

■ „Mit einem Leitfaden mit

Kontaktadressen und Anlaufstellen

wollen Sozial- und Jugendamt

der Stadt Rosenheim

künftig arbeitslosen berufschulpflichtigen

Jugendlichen

Die TeilnehmerInnen des Workshops über die Gründe

für die Problematik Jugendarbeitslosigkeit:

„Bei manchen

Jugendlichen ist

das Interesse zur

Änderung ihrer

Situation noch nicht

geweckt worden.“

„Einige Jugendliche haben im gewünschten

Beruf keine Lehrstelle gefunden.“

„Die Schüler melden sich

nicht wegen fehlendem

Verständnis, sie wissen

einfach zu wenig.“

„Jugendliche kennen sich oft

mit Ämtern nicht aus.“

unter die Arme greifen. Ziel ist

es, für die Betroffenen wichtige

Informationen in Sachen Behördengänge

und Fördermaßnahmen

leicht verständlich aufzubereiten.

(...) Der geplante Leitfaden soll

dabei den Ansprüchen der Schüler,

komprimiert und leicht verständlich

abgefasst, ebenso

gerecht werden wie denen der

Hauptamtlichen, die eine ausführlichere

Version erhalten. “

„Die negative Berichterstattung in den

Medien entmutigt die Jugendlichen.“

„Der Arbeitsmarkt ist heutzutage

sehr leistungsbezogen, da fallen die

Schlechteren durch.“

„Die Jugendlichen wollen

keine weiteren Maßnahmen

besuchen, sondern eine feste

Arbeit oder Ausbildung.“

„Die Jugendlichen sehen keinen Grund sich zu

melden, da von dieser Seite ja nichts kommt.“

„Den Jugendlichen fehlt der Wille, sie

kommen auch so durch.“

„Die Schüler und Jugendlichen

erhalten zu wenig Mithilfe.“

Eine Jugendliche:

„Wir brauchen Lehrer, die sich um uns kümmern!“


52 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

53

Ehrenamtlich geführter Tante Emma Laden

„Unser Mini- Laden“. Ehrenamtlich geführter Tante Emma Laden

Unser Mini Laden

Aussagen der MitarbeiterInnen

des Mini- Laden:

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil Lessingstraße gibt es seit

einigen Jahren keine wohnortnahe

Einkaufsmöglichkeit für Nahrungsmittel

des täglichen Bedarfs. Daher wurde von

den BewohnerInnen der Mini- Laden,

ein ehrenamtlicher geführter Tante-

Emma- Laden eröffnet. Der Mini- Laden

wurde im ersten Projektabschnitt LOS

2003/ 2004 als Projekt aufgenommen:

Die durchgeführten Arbeitserprobungen

für langzeitarbeitslose SozialhilfeempfängerInnen

waren besonders

erfolgreich für (junge) Frauen aus dem

Stadtteil. In der 2. Projektphase richtete

sich das Projekt an langzeitarbeitslose

Frauen, um diese speziell zu schulen.

Der Mini- Laden ist ein Projekt der

BewohnerInnen des Stadtteils. Der

Mini-Laden fördert das ehrenamtliche

Engagement der BewohnerInnen im

Stadtteil. Die ehrenamtlichen

MitarbeiterInnen erhalten Schulungen

im kaufmännischen Bereich und im

Bereich Computernutzung.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

3 Aufgaben der

Honorarkraft haben

Ehrenamtliche übernommen.

2 SozialhilfeempfängerInnen

haben eine

Schulung im kaufmännischen

Bereich

erfolgreich abgeschlossen.

2 SozialhilfeempfängerInnen

leisten ein

Praktikum bei einem

anderen Betreib ab.

Erzielte Ergebnisse

Bis 30.06.05 wurden folgende Aufgaben

durch Ehrenamtliche übernommen: Eine

Mitarbeiterin führt die Barkasse. Eine

Mitarbeiterin führt und aktualisiert die

Sortimentliste. Eine Mitarbeiterin ist für

die Einprogrammierung von neu ins

Sortiment aufgenommener Waren in

diese Scannerkasse zuständig. Eine

Mitarbeiterin erstellt Werbezettel und

Plakate.

Drei Sozialhilfeempfängerinnen haben

an einer individuellen Schulung im

kaufmännischen Bereich teilgenommen.

Zwei von ihnen sind wieder ins

Erwerbsleben/ Fördermaßnahme

eingestiegen und stehen dem Mini-

Laden nicht mehr zur Verfügung.

Dies wurde nicht erreicht. Grund hierfür

ist sicherlich auch die derzeitige

wirtschaftliche Situation.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

„Ich hätte mir als wir vor 3 Jahren anfingen mit

dem Mini- Laden nicht gedacht, dass der Laden so

gut angenommen wird.“

„Ich bin stolz darauf, dass man mit

allen Mitarbeitern sehr gut reden

und zusammenarbeiten kann.“

„Es macht Freude, wenn die Kunden uns

sagen, wir sind so nett und wie gerne sie

bei uns einkaufen.“

„Die Arbeit macht mir Spaß. Vor allem

wenn man merkt, wie sich manche ältere

Kunden freuen wenn sie jemanden zum

Reden haben.“

„Ich wünsche mir, dass der Mini-Laden

weiterhin so erfolgreich betrieben wird.“

Die MitarbeiterInnen des Mini-Ladens 2005

Die Eröffnung

am 18. Oktober 2003

3. Zielgruppe

4. Kooperationspartner

5. Teilnehmer

Ehrenamtliche und langzeitarbeitslose

BewohnerInnen und SozialhilfeempfängerInnen

aus dem Stadtteil.

- Soziale Stadt

- Sozialamt

- Arbeitsamt

- Jugendhilfeträger

- andere L.O.S. Projekte

- Städtische Wohnbaugesellschaft

(GRWS)

- Aktivsenioren

Gesamt: 13

Frauen: 12

Männer: 1

6. Projektleitung

Josef Michlbauer,

Geschäftsführer Mini- Laden

Tel.: 08031/ 90 89 933

michlbauer@cablenet.de

Michael Hannover Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 78 78

miteinander@cablenet.de

Frau OB Gabriele Bauer

und der Geschäftsführer

Josef Michlbauer

zerschneiden mit dem

Bewohnerbeirat das Band


54 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

55

Förderung der Vereinbarkeit von Familie

und Arbeit

So bringe ich Familie und Arbeit unter einen Hut. Kursreihe zur Förderung der

Vereinbarkeit von Familie und Arbeit. Ehrenamt

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Ein beruflicher Wiedereinstieg bzw.

entsprechende Weiterbildung und

Qualifizierung funktionieren nur in einem

weitgehend intakten und geregelten

familiären Umfeld. Nur so ist Familie

und Beruf miteinander vereinbar. Der

Kinderschutzbund Rosenheim wollte mit

seinem Projekt innovative Impulse

setzen, die Selbstorganisation von

Müttern und Vätern stärken und somit

Hilfe zur Selbsthilfe geben. Mittels einer

Kursreihe wurde dieses Thema in

Verbindung mit weiteren, für Eltern

relevanten, Themen, wie z.B. Kindererziehung,

erarbeitet. Ein wichtiges Ziel

dabei war es die Selbstorganisation der

Eltern zu fördern. Die Familien wurden

unterstützt, Werte und Grundeinstellungen

vorzuleben und in ihrer

Erziehung zu vermitteln, damit Kindern

Toleranz und demokratisches Grundverhalten

nicht fremd ist und deren

Selbstständigkeit begünstigt wird.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Pro Kurs nehmen 8

Elternteile teil (Anwesenheitsliste)

Es ist eine selbstorganisierte

Arbeitsgruppe

zum Thema Familie

und Arbeit im Stadtteil

entstanden. (Infoflyer,

AnsprechpartnerInnen,

ein Stadtteilkonzept

Familie und Arbeit wird

erstellt).

Die Gruppe hat Kontakte

hergestellt zur

ARGE Arbeitsamt und

Sozialamt, zum Amt

für Kinder, Jugend

und Familie, zum

Arbeitskreis Familie,

zum Mütter/Vätertreff

und zu Betrieben (z.B.

Gründung des Bündnis

für Familie).

Erzielte Ergebnisse

6 Elternteile haben an dem Projekt

teilgenommen.

Es gibt eine selbstorganisierte Arbeitsgruppe

der Mütter und Väter.

Eine Mutter hat Kontakt zur ARGE.

Der Kurs hat Kontakt zum ADHS

Gesprächskreis und an diesem auch

teilgenommen. Die Kontakte zum Amt

für Kinder, Jugend und Familie und

anderen Institutionen wurden gestärkt.

Im August gibt es ein Treffen mit dem

vorhandenen Müttertreff (ehem. LOS-

Projekt)

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

So bringe ich Familie und Arbeit unter einen Hut

Die Sozialpädagogin

Heidi Eckenberger über

das Projekt:

„...Seit Mai 2005 war ich jeden

Montag eine Stunde von 8.00

bis 9.00Uhr im Kindergarten St.

Michael persönlich anwesend, um

den Eltern als Ansprechpartnerin

für alle Themen rund um

Familie, Kinder und Erziehung

zur Verfügung zu stehen. Diese

Zeit nutzte ich zu kleinen

„Tür- und Angelgesprächen“,

Die Eltern über ihr Projekt:

„Ich fühle

mich als

Alleinerziehende

wohler.“

um bei den

Eltern und den

Kindern bekannt

zu werden,

allmählich

Vertrauen

aufzubauen

und mich als Ansprechpartnerin

bei Problemen anzubieten. (...)

Langsam trägt diese Arbeit

Früchte!...“

„Ich konnte Neues lernen und habe

meine Alltagsstrukturen verbessert.“

„Es tut gut zu sehen, dass es anderen

Müttern ähnlich geht.“

„Der Erfahrungsaustausch mit

anderen Müttern macht ruhiger.“

„Die Wertschätzung der

Mütter hat uns gut getan.“

3. Zielgruppe

Mütter und Väter, die wieder ins

Berufleben einsteigen oder sich

entsprechend weiterbilden/ qualifizieren

wollen.

4. Kooperationspartner

- Soziale Stadt

- Amt für Kinder, Jugend und Familien

- Müttertreff

- Stadtteilzeitung „Nummer 0“

5. Teilnehmer

Frauen: 6 Teilnehmerinnen

Verheiratet: 1

Alleinerziehend: 5

6. Projektleitung

Heidi Eckenberger,

Kinderschutzbund Rosenheim

Tel.: 08031/12 929

Email: kinderschutzbund.rosenheim

@onlinehome.de

„Wir mussten uns

überwinden um

regelmäßig zu

kommen, nachher

ging es uns besser.“

„Wir wollen uns

gegenseitig stützen,

fördern und mit den

Kindern gemeinsam

die Freizeit gestalten.“

Alle Mütter bestätigen:

Die Atmosphäre war entspannt

und angenehm, es wurde viel

gelacht und wie nebenbei

auch vieles dazu gelernt, z.B.

wie das Zusammenleben mit

Kindern noch besser gelingen

kann. Insgesamt ein voller

„Ich schimpfe nicht mehr so viel.“

Erfolg!


56 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

57

Freiwilligenagentur

Aufbau einer Freiwilligenagentur. Mittelfristige Sicherung der LOS- Maßnahmen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil gibt es ein hohes ehrenamtliches

Potential, dessen Entfaltung

eine koordinierte Anlaufstelle zur

Bestandsaufnahme, Vernetzung, Vermittlung

und Beratung im Stadtteil

erfordert. Unter Einsatz von Ehrenamtlichen

und Langzeitarbeitslosen

gründete der Kinderschutzbund eine

Freiwilligenagentur im Stadtteil. Bisher

wurden drei engagierte Freiwillige

gefunden, die bereits in verschiedenen

Projekten und Institutionen tätig sind.

Für den kommenden Abschnitt sind

unterschiedliche neue Konzepte in

Planung. Es gibt auch schon weitere

Ehrenamtliche, so dass auf Dauer ein

Pool von Ehrenamtlichen entstehen

kann.

3. Zielgruppe

BewohnerInnen des Stadtteils, die

Interesse und Zeit haben sich

ehrenamtlich zu engagieren.

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff „Miteinander“

- LOS- Projekt „Gestaltung eines

Ferienprogramms“

- LOS- Projekt „Mini- Laden“

- Amt für Kinder, Jugend und Familie

- Agentur für Arbeit, Frau Sewald-

Fritsch

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Die Ehrenamtsagentur

des Stadtteils hat ihre

Arbeit aufgenommen,

5 langzeitarbeitslose

Freiwillige vermittelt

und Kontakte zu den

sozialen Institutionen

des Stadtteils hergestellt.

Die Projektdurchführende

hat für die

Leitung der Agentur

3 ehrenamtlich tätige

MitarbeiterInnen dazu

gewonnen.

Aus der Agentur

werden neue Projekte

entwickelt (Konzept für

Projekt Familienpatenschaften

ist erstellt).

- Kindergarten St. Michael

- Kinderhort St. Vinzent

- Kinderhort Christkönig

- Jugendtreff JUMP

- Schule Prinzregentenstrasse

- Katholische Jugendfürsorge

- Kinderheim St. Zeno

- Amt für Kinder, Jugendliche und

Familien

- Freiwilligenagentur West

Erzielte Ergebnisse

Die Agentur hat ihre Arbeit aufgenommen.

Es gibt bereits 3 Freiwillige

TeilnehmerInnen, die ihre Tätigkeit in

verschiedenen Projekten des Stadtteils

aufgenommen haben. Es werden

weitere Freiwillige gesucht.

Für die Leitung der Agentur konnten

noch keine ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen

gewonnen werden.

Aus der Agentur werden neue Projekte

entwickelt:

- Fahrradreparaturwerkstatt

- Bau eines Stadtteiltaxis mit Fahrradantrieb

- Leselernhelfer

- Aufbau eines Babysitterpools

- Aufbau eines Ressoucenteams/

FamilienunterstützerInnen

5. Teilnehmer

Gesamt: 3

Geschlecht: weiblich

Berufstand: langzeitarbeitslos

Fortführung: 3 neue Projekte werden

von Männern durchgeführt.

6. Projektleitung

Barbara Heuel,

Kinderschutzbund Rosenheim

Tel.: 08031/12 92 9

kinderschutzbund.

rosenheim@onlinehome.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Wir sind Eure Freiwilligen

Peter Rohr

Ich heiße Peter Rohr und wohne im

Norden Rosenheims. Ich bin an einer

Mitarbeit in der Freiwilligen-Agentur

sehr interessiert.

Mein Angebot: Ich möchte Kindern

und Jugendlichen zeigen, wie man mit

einfachen Mitteln Fahrräder reparieren

kann.

In meiner Werkstatt in Langenpfunzen

will ich darüber hinaus mit einigen

arbeitslosen Jugendlichen ein 4-rädriges

Stadtteiltaxi mit Pedalantrieb planen

und dieses mit ihnen aus gebrauchten

Fahrradteilen zusammenbauen.

Bitte

melden!

Was zeichnet unsere Freiwilligen aus?

Mario Gremler

Ich heiße Mario Gremler, wohne

im Norden Rosenheims und

arbeite gern in der Freiwilligen-

Agentur mit.

Mein Motto: „Die Hand an der

Wiege ist die Hand, die die Welt

regiert.“

Diesem Motto entsprechend möchte ich mich für Kinder einsetzen.

Mein Beitrag in der Freiwilligen-Agentur ist der Aufbau eines

Babysitterpools. Damit habe ich bereits gute Erfahrungen in Moosburg

gemacht.

Uschi Langhorst:

Ich bin Uschi Langhorst,

wohne im Bereich Soziale Stadt

Lessingstraße und möchte

in der Freiwilligen Agentur

mitmachen. Ich habe Spass

an grafischer Gestaltung,

z.B. Mitarbeit bei der

Stadtteilzeitung Nr. 0 oder bei

der Herstellung von Plakaten

und Flyern.

Wir suchen Sie für die

Freiwilligen- Agentur- Nord!

- Sie haben Zeit und helfen gerne anderen Menschen

- Sie sind engagiert

- Sie sind kontaktfreudig

Kontakt:

Frau Barbara Heuel, Tel.: 08031/ 12 929, kinderschutzbund.rosenheim@onlinehome.de


58 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

59

Integration Jugendlicher ins Erwerbsleben

Individuelle Betreuung Jugendlicher zur Integration ins Erwerbsleben / Individuelle

Nachbetreuung

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Große Misserfolge in der Schule, im

Beruf und auch im privaten Bereich

führen bei vielen jungen Menschen zur

Verweigerung notwendiger Hilfen,

besonders beim Übergang ins Erwerbsleben.

Darüber hinaus erfüllen manche

Jugendliche nicht die Vorraussetzungen

für die Teilnahme an berufseingliedernden

Maßnahmen. An diese Zielgruppe

richtet sich das Projekt „Individuelle

Betreuung Jugendlicher zur Integration

ins Erwerbsleben “ von Pro Arbeit. Ziel

des Projektes ist die Sicherung der

Ausbildung bzw. eine Verbesserung der

Chancen zur beruflichen Teilhabe. Über

individuelle Betreuung wurden die

TeilnehmerInnen begleitet und unterstützt.

Dabei war auch das Erlernen

sozialer Kompetenzen ein wichtiges

Element des Projektes: die Teilnehmer-

Innen erlernten Konfliktlösungsstrategien,

realistische Reflektion des Arbeitsverhaltens

und auch die Fähigkeiten, ein

eigenverantwortliches und selbständiges

Leben zu führen. Der Verein Pro

Arbeit setzte dabei individuell für jeden

einzelnen Teilnehmer Ziele fest und

wertete diese im Anschluss gesondert

aus.

3. Zielgruppe

- Jugendliche, die ohne Erfolg an

berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen

teilgenommen haben.

- Jugendliche, die für eine Teilnahme an

Projekten zur beruflichen Vorbereitung

oder ähnlichen Maßnahmen nicht zu

motivieren sind, die Voraussetzungen

zur Teilnahme nicht erfüllen oder keinen

Platz in entsprechenden Lehrgängen

bekommen.

- Jugendliche mit mangelnden schulischen

Voraussetzungen zur Bewerbung.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

5 Jugendliche

erreichen ein/e

Praktikum, Ausbildung,

Arbeit oder eine

berufsvorbereitende

Maßnahme.

5 Jugendliche können

realistisch ihre Berufsperspektiven

benennen

(Eignung, Neigung,

individuelle Fähigkeit).

5 Jugendliche haben

einen beruflichen,

sozialen Zukunftsplan

in der Hand für die

nächsten 6 Monate.

Erzielte Ergebnisse

4. Kooperationspartner

- Agentur für Arbeit

- ARGE

- Soziale Stadt

- Lehrstellenbeauftragter, Herr Mauritz

- Betriebe

5. Teilnehmer

Gesamt: 18

Weiblich: 6

Männlich: 12

Nationalitäten: deutsch (11), türkisch (3),

russlanddeutsch (2), andere (2)

Alter: 16- 19

Bei 13 TeilnehmerInnen konnte die

Betreuung mit Erhalt einer Arbeitsstelle/

Praktikumsstelle oder weiteren Maßnahmen

beendet werden. Ein Teilnehmer

konnte motiviert werden sich in Therapie

zu begeben und bis dahin ein Praktikum

zu absovieren. Drei TeilnehmerInnen

brachen die Betreuung ohne

Angabe von Gründen ab. Eine Teilnehmerin

konnte aus religiösen Gründen

(Kopftuchträgerin) nicht vermittelt

werden.

Die TeilnehmerInnen wurden in ihren

beruflichen Vorstellungen realistischer

und haben neue berufliche Perspektiven

für sich finden können.

Die TeilnehmerInnen haben einen

Zukunftsplan für die kommenden 6

Monate. Die Jugendlichen haben derzeit

eine finanzielle Absicherung und kennen

sich bezüglich der sozialen Hilfsnetze

besser aus.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

6. Projektleitung

Jutta Beigel

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 080 31/ 80 69 630

pro-arbeit-rosenheim@cablenet.de

Du bist jung, motiviert aber ohne Lehrstelle?

... Mit diesem Slogan warb der Verein pro Arbeit für sein Projekt „Integration

Jugendlicher ins Erwerbsleben“

Aussage der Betreuerin

U. Hollerauer:

„Das Projekt lief wirklich sehr erfolgreich.

Die Jugendlichen kommen alle

freiwillig und von selbst zu uns. Sie

werden nicht von irgendwem geschickt

und haben daher auch keinen Druck.

Gut finden die Jugendlichen, dass sie

anonym bei uns sind. Ich mache auch

Hausbesuche. Die meisten Jugendlichen

haben sehr schlechte Ämtererfahrungen

gemacht und haben schon alle

möglichen Maßnahmen durchlaufen.

Dennoch wissen sie beispielsweise

nicht, wie man Arbeitslosengeld 2

Aussagen der TeilnehmerInnen:

beantragt. Ich gebe den Jugendlichen,

aber auch den Eltern ganz viele Infos.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern

finde ich auch sehr wichtig. Die Eltern

und die Jugendlichen kennen sich

durch die Änderungen der ARGE gar

nicht mehr aus. Wo kann was beantragt

werden? Außerdem bearbeite

ich mit den Jugendlichen auch die

Frage, warum hat es bisher mit einer

Arbeitsstelle nicht

geklappt? Was lief

bisher alles falsch?

Gemeinsam suchen wir

dann neue Lösungen.“

„Ich bin froh, dass ich die Projektleiterin

als Ansprechperson hatte.“

„Ich kann nicht so gut

deutsch und weiß nicht

genau, wie ich sagen soll,

was ich möchte. Darum

war es gut, dass ich zu

den Ämtern nicht allein

gehen musste.“

„Ich hatte mir

schon erhofft eine

Lehrstelle zu finden

und bin traurig,

dass es nicht

geklappt hat.“

„Gut fand ich die Unterstützung

bei Behördengängen.“

„Erst hatte ich keine Lust meinen Schulabschluss

nachzumachen. Jetzt finde ich es gut, dass ihr

mich dazu überredet habt.“

Diese Vorraussetzungen

brauchte ein Jugendlicher,

um individuelle

Betreuung zu erhalten:

- Abbruch einer berufsvorbereitenden

Maßnahme

- Ablauf der Förderdauer und

immer noch keine Arbeit oder

Ausbildung

- keine Lehrstelle

- Lehre nach einer berufsvorbereitenden

Maßnahme

Hier die Ziele im Überblick:

- Sicherung der Lehrstelle

- Aufnahme eines Praktikums

oder Verlängerung eines

bestehenden Praktikums

- Sinnvolle Überbrückung bis

zu Beginn einer möglichen

Lehre oder Arbeit

- Hilfe bei Konfliktlösungen


60 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

61

Praktikumspool für Jugendliche

Betriebspraktika im Stadtteil. Praktikumspool für Jugendliche über Umbau

Jugendtreff jump

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Der Jugendtreff „Jump“ ist eine zentrale

Anlaufstelle für Jugendliche aus dem

Stadtteil. Für notwendige Umbau- und

Gestaltungsmaßnahmen am Jugendtreff

wurden Betriebe aus verschiedenen

Handwerksbereichen aus dem Stadtteil

engagiert. Mit den Betrieben wurde die

Verpflichtung vereinbart, Jugendliche

als PraktikantInnen für die Umbaumaßnahmen

und darüber hinaus als PraktikantInnen

zu beschäftigen. Im Laufe

des Projektes haben so die Jugendlichen

den Billardraum und das

Treppenhaus neu gestaltet. Die

Geschäftsführer der Firmen waren

gegenüber der Projektidee sehr aufgeschlossen

und haben die PraktikantInnen

in die Umbaumaßnahmen

hervorragend eingebunden und

anschließend in ihren Betrieben weiterbeschäftigt.

Kriterien für den

Erfolg

4 Jugendliche haben

für mindestens 4

Wochen ein Praktikum

erhalten.

3 Mädchen haben die

Gestaltung unter Anleitung

übernommen.

Ein Pool für Praktikumsstellen

ist mit den

Betrieben nachweislich

gegründet.

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt haben 5 Jugendliche und 2

junge Erwachsene (19 und 24 Jahre) an

dem Projekt teilgenommen.

Eine Teilnehmerin erhielt über ihr Praktikum

ein mündliches Angebot für einen

Ausbildungsplatz. Ein Teilnehmer erhielt

durch seine Teilnahme an dem Projekt

seine Ausbildungsstelle zurück.

3 Mädchen haben am Initiativworkshop

teilgenommen. Da es bei der Durchführung

zeitliche Verzögerungen gab, war

die Realisierung dieses Ziels im Projektzeitraum

nicht möglich.

Der Praktikumspool wird von Pro Arbeit

geführt. Durch das Projekt hat die

Einrichtung einen positiven Kontakt zu

der Bau- und Malerfirma aufgebaut, der

zukünftig sicher aus beiden Richtungen

genutzt wird.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

3. Zielgruppe

Junge Bewohner des Stadtteils im Alter

zwischen 12 und 27 Jahren.

4. Kooperationspartner

- Bauamt

- Soziale Stadt

- Amt für Kinder und Jugendliche und

Familien

- Pro Arbeit e. V.

5. Teilnehmer

Gesamt: 7 Jugendliche

Weiblich: 3

Männlich: 4

6. Projektleitung

Axel Glienke,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/ 23 63 23

glienke@stadtjugendring.de

Flyer vom Projektabschnitt

2004/2005


62 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Beschäftigung

63

Projektmesse im Stadtteil

Stärken lokaler Netzwerke

Eine bunte Palette an Möglichkeiten

Der Stadtteil Lessingstraße stellt seine LOS-Projekte vor

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil Lessingstraße wurden eine

Vielzahl verschiedener LOS- Projekte

durchgeführt. Diese Projekte wurden in

einer Projektmesse dem Stadtteil und

der Öffentlichkeit präsentiert. Die

Organisation hierfür übernahm die

langzeitarbeitslose Frau J. zusammen

mit Pro Arbeit. Ziel des Projekts war es

den Bekanntheitsgrad von LOS zu

stärken und die Vernetzung innerhalb

der Institutionen und Organisationen

des Stadtteils zu fördern. Die

Projektmesse diente außerdem als

Impuls sich über LOS zu informieren

und weitere Projekte zu initiieren.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Alle 22 LOS- Projektdurchführenden

präsentieren ihre Arbeit

(Dokumentation).

Mindestens

50 BürgerInnen besuchen

die Projektmesse.

Der Bekanntheitsgrad

der LOS- Projekte im

Stadtteil kann als „gut“

bewertet werden

(Abfrage) und die

Vorbereitung einer

stadtteilübergreifenden

Projektmesse aller 3

Stadtteile wird bis

Projektende 30.06.05

gestartet.

Erzielte Ergebnisse

Nicht alle 22 Projekte beteiligten sich an

der Projektmesse. Die 9 beteiligten

Projekte waren auf der Ausstellung zu

sehen.

Insgesamt besuchten ca. 600 BewohnerInnen

aus dem Stadtteil die Projektmesse.

LOS ist im Stadtteil ein Begriff. Es fand

keine Vernetzung mit den anderen

Stadtteilen statt. Somit wurde keine

stadtteilübergreifende Projektmesse

organisiert.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Das OVB berichtete

(06.07.05):

„Ob Kickerturnier oder

Mädchengruppe, Mini- Laden

oder Videokurs, Bürgertreff oder

Streetballturnier- die Möglichkeiten

sich im Stadtteil rund um

die Fachhochschule und die

Bundespolizei zu engagieren

oder an Projekten teilzunehmen,

ist nahezu unerschöpflich. Jetzt

wurden die Projekte in einer

Ausstellung in der Grundschule

in der Prinzregentenstraße vorgestellt.

„Die Ausstellung fand im

Rahmen des Schulfestes statt.

Zahlreiche Besucher nutzten die

Gelegenheit, sich an Hand von

Bildwänden oder in persönlichen

Gesprächen mit Projektmitarbeiten

über die vielfältigen

Aktivitäten zu informieren.“

Ingrid Jauernig über die

Projektmesse:

„Wir möchten mit dieser Projektmesse Leute

ansprechen, die sich auch ehrenamtlich

engagieren möchten und ihren Stadtteil

freundlicher gestalten wollen.“

3. Zielgruppe

Die langzeitarbeitslose Bewohnerin des

Stadtteils Ingrid Jauernig

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Miteinander

- Pro Arbeit e. V.

- Grundschule Prinzregentenstraße

LOS- Projekte:

- „Unser Mini-Laden“

- „Wohnumfeldverbesserung Sepp-

Sebald-Siedlung“, Bund Naturschutz

- „Videogruppe“, Männer- und Jungenzentrale

- „Kunstprojekte“ mazu - das Atelier-

- „Mama lernt Deutsch“, Frau Gemes

- „Kulinarische Köstlichkeiten“,

Alevitischer Kulturverein

- „Jugendversammlung“

- „Ferienprogramm“, Bürgertreff

MITEINANDER

- „Schulsozialarbeit“, Pro Arbeit e.V.

5. Teilnehmer

Gesamt: 600 BesucherInnen

6. Projektleitung

Ingrid Jauernig,

Tel.: 08031/ 93 06 45

JauernigIngrid@aol.com


64 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

65

Berufliche und schulische Integration

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Sportiade

Im Stadtteil leben viele jugendliche

MigrantInnen, die nicht in einem Sportverein

organisiert sind, relativ schlechte

schulische Leistungen erbringen oder

ohne Ausbildungsstelle sind. Diese

Jugendlichen organisieren sich in

rivalisierenden Cliquen, es kommt zu

Spannungen und Auffälligkeiten im

Wohngebiet. Gerade diese Jugendlichen

sind schwer zu erreichen. Herr

Hoppe schaffte es mit seiner Sportiade

eine große Anzahl dieser Jugendlichen

zu erreichen. Er führte eine Turnierreihe

mit 6 verschiedenen Disziplinen durch:

Basketball, Mini- Fußball, Lapta,

Schach, Volleyball und Computerspiele.

Die Jugendlichen wurden über das

Projekt angesprochen und motiviert ihre

Freizeit sinnvoll zu gestalten. Die

Spannungen im Stadtteil haben sich

verringert und soziale Kompetenzen

wurden vermittelt.

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 3 Institutionen

aus dem

Stadtteil (z.B. Jugendtreff,

Vereine,

Deutsche aus Russland)

beteiligen sich an

dem Turnier- Ring.

Es werden mindestens

40 Jugendliche durch

den Turnier- Ring

erreicht.

4 Jugendliche ohne

Ausbildung oder mit

schlechten schulischen

Perspektiven sind in

entsprechende Projekte

oder andere

berufs- oder ausbildungsstützende

Maßnahmen vermittelt

worden.

Erzielte Ergebnisse

Es wurde mit verschiedenen Sportgruppierungen

der Stadt zusammengearbeitet.

Außerdem mit Schule, Stadtjugendring,

Pro Arbeit, der Sozialen

Stadt und der Landsmannschaft der

Deutschen aus Russland.

Insgesamt haben etwa 200 Jugendliche

bei der Sportiade mitgemacht.

3 langzeitarbeitslose Jugendliche

wurden an Pro Arbeit weitervermittelt.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Aussagen der TeilnehmerInnen:

„Sport ist inzwischen Routine für

mich geworden, gehört einfach zu

meinem Leben.“

„Wenn ich jetzt in der Stadt

unterwegs bin und die

Jugendlichen aus den anderen

Stadtteilen treffe, grüßen die

mich. Da bin ich jetzt auch

anerkannt.“

„Ich spiele wegen dem Spiel und

nicht um zugewinnen!“

„ Wann ist das nächste

Turnier? Ich will

wieder mitmachen?“

Lapta

Mini- Fußball

Der Trainer Herr Hoppe:

„Die Mädchen sind allgemein freundlicher. Sie halten sich

besser an die Regeln und helfen gern mit.“

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

6. Projektleitung

Basketball

Hier eine Überschrift

Sozialbenachteiligte Jugendliche mit

Migrationshintergrund, speziell

Jugendliche aus Russland.

4. Kooperationspartner

- Sportgruppierungen

- Schule

- Stadtjugendring Rosenheim

- Soziale Stadt

- Landsmannschaft der Deutschen aus

Russland

- Pro Arbeit e. V.

Gesamt: ca. 200

Weiblich: ca. 20%

Männlich: ca. 80 %

Alter: 12- 24 Jahre (ca. 80%)

25- 60 Jahre (ca. 20%)

Hermann Hoppe

Tel.: 08031/ 89 09 56

lmdr.hoppe@gmx.de

Volleyball

Schach

Computerspiele


66 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

67

Deutschkurs für jugendliche MigrantInnen der

Hauptschule Mitte

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

In der Hauptschule Mitte gibt es insgesamt

etwa 15 SchülerInnen, die keine

Deutschkenntnisse vorzuweisen haben.

Eine beträchtlich größere Zahl verfügt

nur über geringe Deutschkenntnisse.

Diese Jugendlichen sind in ihrem Erfolg

beeinträchtigt und verlassen die Schule

oft vorzeitig ohne Schulabschluss.

Zudem fällt es den SchülerInnen durch

ihre mangelhaften Deutschkenntnisse

schwer Kontakte zu anderen Schüler-

Innen zu knüpfen, sowie sich in der

Gesellschaft zu integrieren. Um diesem

Problem entgegenzuwirken, wurde vom

Verein Pro Arbeit ein Deutschkurs für

jugendliche MigrantInnen initiiert.

Der Deutschkurs an der Hauptschule

Mitte unter der Leitung der Fremdsprachenkorrespondentin

Frau Birgit Pöll

startete am 26.10.2004 und konnte

zweimal die Woche jeweils eine

Schuldoppelstunde lang parallel zum

regulären Unterricht durchgeführt

werden.

3. Zielgruppe

Jugendliche MigrantInnen der

Hauptschule Mitte

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

8 SchülerInnen

nehmen kontinuierlich

(Nachweis durch

Anwesenheitsliste) ein

Schuljahr am Deutschkurs

teil.

8 SchülerInnen legen

eine interne Prüfung

ab.

Die Schulnoten der

8 SchülerInnen in

Deutsch verbessern

sich mind. eine Notenstufe

im Vergleich zum

letzten Jaherszeugnis.

4. Kooperationspartner

- Hauptschule Mitte

- Soziale Stadt

5. Teilnehmer

Gesamt: 15

Alter: ab 5. Klasse

Erzielte Ergebnisse

Von insgesamt 15 TeilnehmerInnen

verließen 7 SchülerInnen den Kurs aus

unterschiedlichen Gründen (Umzug,

Motivationslosigkeit, usw.). Die verbleibenden

acht SchülerInnen haben bis

auf kleinere Unterbrechungen kontinuierlich

am Kurs teilgenommen.

10 SchülerInnen haben das im Kurs

Erlernte in einer Prüfung nachweisen

sollen. Dabei wurden folgende Ergebnisse

erzielt:

Note 1: 5x

Note 3: 2x

Note 4: 2x

Note 5: 1x

Von den 10 an der Prüfung teilnehmenden

SchülerInnen konnte nur einer

seine Deutschnote verbessern. Allerdings

muss dazugesagt werden, dass

vier der TeilnehmerInnen noch gar keine

Deutschnote im Zeugnis hatten.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel kaum

erreicht

6. Projektleitung

Klaus Schöberl

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 08031/ 36 19 48

schulsozialarbeit.hs-mitte@gmx.de

Mit besserem Deutsch zu besseren Noten

Resümee

■ Grundsätzlich hat sich bei allen

TeilnehmerInnen die Ausdrucksfähigkeit

in der deutschen Sprache

verbessert. Der Kurszeitraum von

Oktober 2004 bis Juni 2005 war

allerdings zu kurz, um schon eine

Aussage über die Verbesserung der

schulischen Chancen im Hinblick auf

einen hinreichenden Schulabschluss

machen zu können. Die Rückmeldungen

der befragten Lehrkräfte sind

wie bereits oben erwähnt, fast durchwegs

positiv.

Ebenfalls sehr gut ist, die im Verlauf

des Kurses sich steigernde Selbstorganisation

der TeilnehmerInnen.

Mit den Erfolgserlebnissen im Kurs

sind vor allem auch das Selbstbewusstsein

und die soziale Kompetenz

der meisten TeilnehmerInnen gestiegen

und gewachsen.

Bereits neun SchülerInnen haben

ihren Bedarf an einem Folgekurs

teilzunehmen geäußert.

Über den Kurs

■ Zu Beginn des Kurses und

auch in den ersten Wochen

wurden weder die verlangten

Hefte besorgt, noch die Hausaufgaben

erledigt, sodass die

Kursleiterin Frau Pröll massiv

an die Eigenverantwortlichkeit

der SchülerInnen und deren

Verpflichtungen appellierte.

Eine Strichliste wurde eingeführt.

Für jedes Vergessen von

Hausaufgaben und Unterrichtsunterlagen

gab es einen

Strich. Bei drei Strichen wurden

die Teilnehmer für eine Einheit in

den regulären Unterricht zurückgeschickt.

Diese Maßnahme

fruchtete schnell und die Motivation

den Deutschkurs zu

besuchen stieg.

Vor allem in den ersten

Wochen verliefen die Unterrichtseinheiten

mit starker

Gewichtung der Einhaltung

von Verhaltensregeln. Da ein

Großteil der teilnehmenden

SchülerInnen eine bisher sehr

negative Schulkarriere aufzuweisen

hatte, war ein wichtiger

Teil die Motivation der Teilnehmerinnen.

Frau Pöll setzte dies

wunderbar mit viel Lob, Anerkennung

und Wertschätzung

gegenüber dem Einzelnen um.

Die ausgewählten Diktate und

Nachschriften ebenso wie die

Tests wurden mehrfach geübt

und wiederholt. Die dadurch

erreichten Erfolgserlebnisse

sind derzeit noch nicht auf

andere Fächer übertragbar.

Die Selbstorganisation der

TeilnehmerInnen wurde nach

anfänglichen Schwierigkeiten

immer besser. Das Führen

eines Haus- und Schulheftes

sowie das regelmäßige Anfertigen

der Hausaufgaben

waren seit Januar kein Problem

mehr. Die Motivation der TeilnehmerInnen

stieg an, was sich

zunehmend auch in Lernerfolgen

ausdrückte.


66 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

67

Deutschkurs für jugendliche MigrantInnen der

Hauptschule Mitte

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

In der Hauptschule Mitte gibt es insgesamt

etwa 15 SchülerInnen, die keine

Deutschkenntnisse vorzuweisen haben.

Eine beträchtlich größere Zahl verfügt

nur über geringe Deutschkenntnisse.

Diese Jugendlichen sind in ihrem Erfolg

beeinträchtigt und verlassen die Schule

oft vorzeitig ohne Schulabschluss.

Zudem fällt es den SchülerInnen durch

ihre mangelhaften Deutschkenntnisse

schwer Kontakte zu anderen Schüler-

Innen zu knüpfen, sowie sich in der

Gesellschaft zu integrieren. Um diesem

Problem entgegenzuwirken, wurde vom

Verein Pro Arbeit ein Deutschkurs für

jugendliche MigrantInnen initiiert.

Der Deutschkurs an der Hauptschule

Mitte unter der Leitung der Fremdsprachenkorrespondentin

Frau Birgit Pöll

startete am 26.10.2004 und konnte

zweimal die Woche jeweils eine

Schuldoppelstunde lang parallel zum

regulären Unterricht durchgeführt

werden.

3. Zielgruppe

Jugendliche MigrantInnen der

Hauptschule Mitte

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

8 SchülerInnen

nehmen kontinuierlich

(Nachweis durch

Anwesenheitsliste) ein

Schuljahr am Deutschkurs

teil.

8 SchülerInnen legen

eine interne Prüfung

ab.

Die Schulnoten der

8 SchülerInnen in

Deutsch verbessern

sich mind. eine Notenstufe

im Vergleich zum

letzten Jaherszeugnis.

4. Kooperationspartner

- Hauptschule Mitte

- Soziale Stadt

5. Teilnehmer

Gesamt: 15

Alter: ab 5. Klasse

Erzielte Ergebnisse

Von insgesamt 15 TeilnehmerInnen

verließen 7 SchülerInnen den Kurs aus

unterschiedlichen Gründen (Umzug,

Motivationslosigkeit, usw.). Die verbleibenden

acht SchülerInnen haben bis

auf kleinere Unterbrechungen kontinuierlich

am Kurs teilgenommen.

10 SchülerInnen haben das im Kurs

Erlernte in einer Prüfung nachweisen

sollen. Dabei wurden folgende Ergebnisse

erzielt:

Note 1: 5x

Note 3: 2x

Note 4: 2x

Note 5: 1x

Von den 10 an der Prüfung teilnehmenden

SchülerInnen konnte nur einer

seine Deutschnote verbessern. Allerdings

muss dazugesagt werden, dass

vier der TeilnehmerInnen noch gar keine

Deutschnote im Zeugnis hatten.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel kaum

erreicht

6. Projektleitung

Klaus Schöberl

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 08031/ 36 19 48

schulsozialarbeit.hs-mitte@gmx.de

Mit besserem Deutsch zu besseren Noten

Resümee

■ Grundsätzlich hat sich bei allen

TeilnehmerInnen die Ausdrucksfähigkeit

in der deutschen Sprache

verbessert. Der Kurszeitraum von

Oktober 2004 bis Juni 2005 war

allerdings zu kurz, um schon eine

Aussage über die Verbesserung der

schulischen Chancen im Hinblick auf

einen hinreichenden Schulabschluss

machen zu können. Die Rückmeldungen

der befragten Lehrkräfte sind

wie bereits oben erwähnt, fast durchwegs

positiv.

Ebenfalls sehr gut ist, die im Verlauf

des Kurses sich steigernde Selbstorganisation

der TeilnehmerInnen.

Mit den Erfolgserlebnissen im Kurs

sind vor allem auch das Selbstbewusstsein

und die soziale Kompetenz

der meisten TeilnehmerInnen gestiegen

und gewachsen.

Bereits neun SchülerInnen haben

ihren Bedarf an einem Folgekurs

teilzunehmen geäußert.

Über den Kurs

■ Zu Beginn des Kurses und

auch in den ersten Wochen

wurden weder die verlangten

Hefte besorgt, noch die Hausaufgaben

erledigt, sodass die

Kursleiterin Frau Pröll massiv

an die Eigenverantwortlichkeit

der SchülerInnen und deren

Verpflichtungen appellierte.

Eine Strichliste wurde eingeführt.

Für jedes Vergessen von

Hausaufgaben und Unterrichtsunterlagen

gab es einen

Strich. Bei drei Strichen wurden

die Teilnehmer für eine Einheit in

den regulären Unterricht zurückgeschickt.

Diese Maßnahme

fruchtete schnell und die Motivation

den Deutschkurs zu

besuchen stieg.

Vor allem in den ersten

Wochen verliefen die Unterrichtseinheiten

mit starker

Gewichtung der Einhaltung

von Verhaltensregeln. Da ein

Großteil der teilnehmenden

SchülerInnen eine bisher sehr

negative Schulkarriere aufzuweisen

hatte, war ein wichtiger

Teil die Motivation der Teilnehmerinnen.

Frau Pöll setzte dies

wunderbar mit viel Lob, Anerkennung

und Wertschätzung

gegenüber dem Einzelnen um.

Die ausgewählten Diktate und

Nachschriften ebenso wie die

Tests wurden mehrfach geübt

und wiederholt. Die dadurch

erreichten Erfolgserlebnisse

sind derzeit noch nicht auf

andere Fächer übertragbar.

Die Selbstorganisation der

TeilnehmerInnen wurde nach

anfänglichen Schwierigkeiten

immer besser. Das Führen

eines Haus- und Schulheftes

sowie das regelmäßige Anfertigen

der Hausaufgaben

waren seit Januar kein Problem

mehr. Die Motivation der TeilnehmerInnen

stieg an, was sich

zunehmend auch in Lernerfolgen

ausdrückte.


68 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

69

Deutschkurs für MigrantInnen

Feedback der TeilnehmerInnen:

Lebensweltbezogener Deutschkurs für MigrantInnen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im ersten Projektabschnitt LOS 2003/

2004 wurde im Stadtteil das Projekt

„Gemeinsames Kochen mit MigrantInnen“

durchgeführt. Die TeilnehmerInnen,

alles MigrantInnen mit

geringen Deutschkenntnissen konnten

motiviert werden jetzt einen Sprachkurs

zu besuchen. Gerade die Zielgruppe

MigrantInnen mit Kindern ist schwer zu

erreichen. Diese Personengruppe hat

besondere Integrationsprobleme. Mit

dem Sprachkurs bekamen die Frauen

die Chance auf soziale, berufliche und

politische Teilhabe am Stadtteilleben.

Die Unterrichtsinhalte wurden mit

alltagsrelevanten Themen der Frauen

gestaltet. Außerdem war die niederschwellige

Beratung der TeilnehmerInnen

wichtiger Inhalt des Kurses.

Die Stimmung im Kurs war sehr

angenehm und offen; gelegentlich

kamen zum Kursende die Ehemänner

und Kinder der MigrantInnen dazu.

3. Zielgruppe

MigrantInnen aus dem Stadtteil

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Miteinander

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Interne Lernzielkontrolle

der erworbenen

Deutschkenntnisse

zum Kursabschluss

(Prüfung).

Die Frauen führen

Bewerbungsgespräche

(Rollenspiel, Video),

füllen Anträge aus.

10 Frauen haben eine

Bewerbungsmappe

erstellt.

5. Teilnehmer

Erzielte Ergebnisse

Gesamt: 18

Alter: 20 – 60 Jahre

Herkunft: Türkei (15), Kroatien (2),

Persien (1)

Schulabschluss: Grundschulausbildung

(alle), Mittelschule (4), Gymnasium (1)

Die Lernzielkontrolle zum Ende des

Kurses brachte Erkenntnisse über das

gewonnene Wissen und auch über

„Defizite“.

Angewandt wurden Methoden, wie

gemeinsames Einkaufen, Rollenspiele

und der Einsatz eines Lernprogramms

für „Legastheniker“. Bewerbungsgespräche

fanden nicht statt, da dies dem

momentanen Bedarf der TeilnehmerInnen

nicht entspricht.

Die Frauen haben keine Bewerbungsmappen

erstellt.

6. Projektleitung

Berrak Yurdakal

Tel.: 08039/ 909166

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

„Ich hatte einen Termin mit der Beratungslehrerin

in der Schule. Zum ersten Mal.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffe!“

„Wir bekommen auch

jede Menge Beratung.“

„Hier lernt man fürs Leben!“

„Ich vergleiche meine

Hausaufgaben mit den Aufgaben

von meinem Sohn.“

„Ach, wenn der

Kurs doch jeden

Tag wäre!“

„Ich habe keine Angst mehr, dass

mich jemand auslacht, wenn ich

deutsch spreche. Ich lache jetzt

meistens mit und frage nach: Was

habe ich gesagt? Wie sagt man das?“

„Mit den deutschen Frauen im

Bürgertreff komme ich jetzt

schon besser zurecht.“

„Machst du auch eine Beratungsstunde?

Das wäre schön!“


70 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

71

Internationaler Abend

Stärken des Ehrenamtes. Internationaler Abend im Stadtteil

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil wurde durch eine Befragung,

sowie der Arbeitserfahrung des

Quartiermanagers eine latente

Fremdenfeindlichkeit festgestellt. Ein

internationaler Abend sollte die

Integration der MigrantInnen fördern,

einen kulturellen Austausch ermöglichen

und ein Zusammenwachsen der StadtteilbewohnerInnen

bewirken. Bei der

Organisation und Durchführung wirkten

über 16 Organisationen/Vereine bzw.

BewohnerInnen tatkräftig mit. Bei einer

Podiumsdiskussion auf der Veranstaltung

wurden Gemeinsamkeiten aber

auch Unterschiede und Besonderheiten

der einzelnen Kulturen und Nationen

herausgearbeitet.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Der Abend wird

von mindestens 10

ehrenamtlich tätigen

BewohnerInnen mitorganisiert.

Die Vernetzung der

Vereine und der

BewohnerInnnen zur

Stärkung des ehrenamtlichen

Netzwerkes

ist gelungen.

Der Bekanntheitsgrad

der Vereine und

LOS- Projekte ist

nachweislich bei den

StadtteilbewohnerInnen

gestiegen. 10

neue BewohnerInnen

schließen sich ehrenamtlich

der Bewegung

interkultureller Dialog

im Stadtteil an.

Erzielte Ergebnisse

Es waren über 10 BewohnerInnen

tatkräftig bei der Organisation dabei.

Darunter waren mehr ausländische als

deutsche BewohnerInnen.

Bei der Organisation sowie der Durchführung

des Projektes waren Vereine/

Organisationen und BewohnerInnen anwesend.

Somit gestalteten sie das Fest

zusammen und es fand ein Austausch

statt.

Die Veranstaltung „Internationaler

Abend“ war sehr öffentlichkeitswirksam.

Die Kooperationspartner (19 Einrichtungen

des Stadtteils) und die Bewohner

zogen gemeinsam folgendes Resümee

aus der Podiumsdiskussion: In Zukunft

wollen wir gemeinsam und interkulturell

zusammenarbeiten.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Miteinander in die Zukunft

Zitat aus dem OVB:

■ „Die mehr als 30 Teilnehmer am ersten Organisationstreffen

waren sich einig, dass ein internationaler Abend zur

Völkerverständigung und Integration beitragen kann.“

„So viele Organisationen zeigen

Bereitschaft so eine Veranstaltung

wieder auf die Beine zu stellen.“

3. Zielgruppe

Alle BewohnerInnen des Stadtteils

4. Kooperationspartner

- Amt für Kinder, Jgdl. und Familien

- Bewohnerbeirat Herderstraße

- GTEV Rosenheim 1-Stammverein

- GTEV Alt-Rosenheim

- CVJM-Rosenheim

- NK Croatia

- Kroatische Mission Rosenheim

- Pfarrgemeinderat Christkönig

- Pfarrei Christkönig und St. Michael

- KIGA St. Michael

- Polizei Rosenheim

- Alevitischer Kulturverein

- Kinderschutzbund Rosenheim

- Diakonisches Werk

- Cay Saati

- Türkischer Elternbeirat Rosenheim

e.V.

- Lehrer für türkische Kinder

- Landsmannschaft der Deutschen aus

Russland.

5. Teilnehmer

Gesamt: ca. 60 HelferInnen

Organisationen: 16

BesucherInnen: 150

6. Projektleitung

Veronika Holzinger

Tel.: 08067/ 13 08

vronal18@yahoo.de

Veronika Holzinger,

Projektleitung:

„Besonders war die Stimmung

an dem Abend:

wenn die Türken bei der

Trommelgruppe mitgetanzt

haben, zum Beispiel. Auch

die Podiumsdiskussion

„miteinander in die

Zukunft“ war sehr aufschlussreich.

Es wurde

fleißig und rege diskutiert.

So viele Themenbereiche

wurden angesprochen und

alle, auch das Publikum,

durften mitreden.“

„Es wäre sehr schön in 2 Jahren

noch mal so ein Fest zu veranstalten.

Nächstes Jahr ist schließ-

lich wieder das Stadtteilfest.“

Quartiermanager, Michael Hannover:

„Es war ein wirklich gelungenes und schönes Fest.“


72 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

73

Projektreihe Kunst

Kulturvergleich, Stärken des operativen sozialen Netzwerkes, Kunst im Stadtteil,

interkultureller Dialog

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Spaß und ein unmittelbares Ergebnis

stehen im Vordergrund bei dem Kunstprojekt

das Eltern, Jugendliche und

Institutionen des Stadtteils ansprechen

und zusammenbringen sollte. Bewohner

mit Migrationshintergrund sollten

erreicht werden. Ein interkultureller

Dialog über das Medium Kunst wurde

angestrebt. Die Kunst ist dabei als

Medium ausgesprochen geeignet, weil

sie auf niederschwelliger Ebene dazu

auffordert das unmittelbare Umfeld zu

gestalten. Mit dem Projekt wurden

Eltern über ihre Kinder angesprochen

und zu einem Engagement in der

Schule bewegt.

Die Kunstprojektreihe fand parallel in

den anderen Soziale Stadtgebieten

statt, so dass dieses Projekt stadtteilübergreifend

wirkt.

3. Zielgruppe

- Bewohner des Stadtteils

- Öffentliche Einrichtungen

- Grundschule

- Jugendliche des Jugendtreffs und ihre

Eltern

- Erwachsene und jugendliche

MigrantInnen

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 4 Institutionen

sind beteiligt.

Es gibt Bilder/ Plastiken

im Stadtteil, die

den Kulturvergleich

darstellen.

Mindestens 2 Projekte

werden durchgeführt.

Mindestens 40 Personen

nehmen teil

Es gibt eine Dokumentation

mit öffentlicher

Präsentation. Das

Thema wird stadtweit

aufgegriffen.

Mindestens 10 Teilnehmer

beteiligen sich

nach dem Projekt

ehrenamtlich im Stadtteil

Erzielte Ergebnisse

4. Kooperationspartner

- Kinderhort Christkönig

- Grundschule Prinzregentenstraße

- Jugendtreff Jump

- Bürgertreff Lessingstraße

- Mittags- und Nachmittagsbetreuung

- Kinderschutzbund

- lokale Presse

7 Institutionen waren in das Projekt

miteinbezogen.

An der Schule wurden 19 Figuren

gestaltet und montiert. Weitere 9

kleinformatige Figuren wurden auf dem

Gelände des Kinderhorts Christkönig

erarbeitet und aufgestellt. Im Zugangsbereich

des Jugendtreffs wurde eine

Motivtafel installiert.

Insgesamt waren 81 Personen aktiv an

den Projekten beteiligt.

Die Präsentation fand am 2. Juli beim

Schulfest und der Projektmesse an der

Grundschule statt.

Dokumentiert wurde es durch den

monatlichen Newsletter und den Bericht.

In der Presse fand sich ein kleiner

Artikel über das Projekt und ein größerer

über die Projektmesse. Ein Film wurde

am 29.07.2005 stadtteilübergreifend

präsentiert.

Mindestens 4 Elternteile beteiligten sich

bereits ehrenamtlich. Inwieweit neue

dazukamen, lässt sich schwer sagen,

Kontakte wurden allerdings geknüpft.

Im Rahmen des Projekts brachten die

Teilnehmer über 500 Stunden ihrer Zeit

ein um den Schulhof zu gestalten.

5. Teilnehmer

Gesamtteilnehmer: 81

Frauen: 18

Männer: 14

Kinder unter 16 Jahre: 49

6. Projektleitung

Michael Zuber

zuber@zuber-kreaktiv.de

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel teilweise

erreicht.

Die Schule lebt!

Fragebogen als Rückmeldung

über das Projekt:

■ Der Projektleiter Michael Zuber holte sich

mittels Fragebögen Rückmeldung über sein

Kunstprojekt ein. Die Teilnehmer an der

Schule beurteilten die Projekte in ihren Aussagen

und in einem Fragebogen durchweg

positiv. Alle erwachsenen Teilnehmer wünschten

sich eine Fortsetzung.

Aussagen der

TeilnehmerInnen:

„Hat großen Spaß gemacht - wir

wären gerne noch öfter gekommen“

„Eine etwas andere Art der

Freizeitgestaltung ! Ich hatte die

Möglichkeit Ideen zu realisieren,

war selbst über meine Kreativität

überrascht und hatte nach jeden

Nachmittag das gute Gefühl etwas

geschaffen und geschafft zu haben.“

geschaffen und geschafft zu haben.“

„Eine sehr bereichernde

Veranstaltung, sowohl

menschlich als auch

künstlerisch.“

„Eine sehr bereichernde

Veranstaltung, sowohl

menschlich als auch

künstlerisch.“

„Der Junge hat große

Schwierigkeiten in der

Schule, aber da er jetzt

jeden Tag am Eingang den

Dinosaurier sieht, den er

mit seinem Vater gemacht

hat, fällt im wenigstens

schon mal der Anfang

leichter.“

„Der Junge hat große

Schwierigkeiten in der

Schule, aber da er jetzt

jeden Tag am Eingang den

Dinosaurier sieht, den er

mit seinem Vater gemacht

hat, fällt im wenigstens

schon mal der Anfang

leichter.“


74 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

75

Eltern Kind Gruppe

Gruppe für erziehende Mütter

Leben ist Begegnung

Aussagen der TeilnehmerInnen:

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Das Projekt basiert auf der Idee, dass

besonders Mütter von Kleinkindern

häufig gesellschaftlich isoliert sind. Gerade

Alleinerziehende sind von dieser

Problematik betroffen. Die „Eltern- Kind-

Gruppe“ der Katholischen Jugendfürsorge

schaffte mit ihrem Projekt Raum

für die TeilnehmerInnen sich untereinander

auszutauschen. Die Frauen

erhielten professionelle Anleitung zur

Kindererziehung und stützen sich auch

untereinander. Das Projekt läuft inzwischen

selbstorganisiert ohne LOS-

Mittel weiter. Die TeilnehmerInnen können

hierfür die Räumlichkeiten und

Materialien der Katholischen Jugendfürsorge

nutzen und erhalten bei Bedarf

Hilfestellung. Die Chancen der sozialen

wie auch beruflichen Teilhabe am Stadtteilleben

der TeilnehmerInnen haben

sich somit vergrößert.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Von den 4 Frauen

selbst werden für jeden

der drei Projektabschnitte

individuelle,

überprüfbare Ziele

formuliert (Bedarfsanalyse).

Die Frauen nehmen

regelmäßig an den

Treffen teil (4 Frauen).

Es besteht Kenntnis

über Hilfestrukturen im

Stadtteil nach Abschluss

des Projektes

durch einen Beitrag in

der Stadtteilzeitung.

Erzielte Ergebnisse

Alle Teilnehmerinnen sehen die, am

Anfang selbstgenannten, Ziele als

erreicht an. Der Erfahrungsaustausch

mit anderen Eltern, sowie der Wunsch,

dass das eigene Kind Spielgefährten

hat, standen dabei deutlich im Vordergrund.

Auch wurde die Gruppe als

Abwechslung zum Alltag mit Haushalt

und Kind gesehen.

Wegen Krankheiten oder Schlafschwierigkeiten

der Kinder variierte die TeilnehmerInnenzahl

zwischen 3 und 7

Elternteilen. Die Frauen nahmen jedoch

bis zum letzten Treffen durchgehend mit

großem Engagement teil.

Die Mütter und Väter wurden über Kinderbetreuungsmöglichkeiten

informiert,

kennen sich mit zuständigen Ämtern

aus und haben je nach Sympathie

gegenseitige Unterstützungsangebote

ausgesprochen.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

„Ich habe erfahren

wie sich mein Kind

entwickelt. Was ist

normal und über

was muss ich mir

Gedanken machen.“

„Es ist toll nicht so allein zu sein, einen

Ansprechpartner zu haben, jemanden der

bei Erledigungen auch mal auf meine Kinder

aufpasst zu haben.“

„Es ist schön, sich mit

Gleichgesinnten, die in der

gleichen Situation sind,

auszutauschen.“

„Hier habe ich erfahren, welche

Spielsachen gut für mein Kind sind.“

3. Zielgruppe

Alleinerziehende und Eltern des

Stadtteils

4. Kooperationspartner

Einrichtungsverbund Piusheim stellte

die Räumlichkeiten zur Verfügung

5. Teilnehmer

Gesamt: 7 Elternteile

Kleinkindern im Alter von 8 bis 22

Monaten.

6. Projektleitung

Ute Schmidt,

Katholische Jugendfürsorge

Tel.: 080 31/ 40 09 70

AEH-Rosenheim@kjf-muenchen.de

„Schön ist es, dass wir in der Gruppe so viele Spiele gelernt

haben: Singspiele, Fingerspiele und Kniereiterspiele. Die

mach ich jetzt mit meinem Kind auch daheim.“

„Wir haben großes Interesse, dass

unsere Gruppe weiter besteht.“


76 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend und Familie

77

Lokales Netzwerk: Fußballturnier

Ehrenamt Jugendtrainer. Hallenfußballtunier. Stärken des lokalen Netzwerkes im

Stadtteil

Zwei ehrenamtliche

Trainer wurden über

das Turnier gefunden!

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil ist das Bedürfnis vieler

Jugendlicher an sportlicher Aktivität

sehr hoch und auch der Wille dieser

Jugendlicher Sport zu treiben, ist zweifelsohne

vorhanden. Jedoch fehlen

diesen Jugendlichen geeignete Örtlichkeiten,

um ihrer sportlichen Begeisterung

nachzukommen, gerade im Winter.

Über ein Hallenfußballtunier sollten nun

diese Jugendliche angesprochen werden

und motiviert werden Mitglied in

einem Sportverein zu werden. Zusätzlich

wurde versucht über das Projekt

geeignete erwachsene Mannschaftsbetreuer

für eine Jugendmannschaft zu

finden. Somit sollte auch das Netzwerk

Elternehrenamt im Stadtteil gefördert

werden.

Das Fußballturnier wurde mit Jugendlichen

verschiedenster Nationen durchgeführt.

Der Integrationseffekt der Veranstaltung

bestand vor allem darin,

dass die Mannschaften untereinander

absolut friedlich und tolerant waren,

obwohl viele verschiedene Nationalitäten

aufeinander trafen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 10 Fußballmannschaften

nehmen an dem

Turnier teil.

Die Ergebnisse und Erfahrungen

des Projektes

werden gemeinsam

mit Vereinen, offener

Jugendarbeit, Jugendhilfe,

Eltern, Schule

im Arbeitskreis des

Bürgertreffs vorgestellt

und diskutiert.

Mindestens 2 StadtteilbewohnerInnen

werden

ehrenamtlich Kinder/

Jugendbetreuer im

Stadtteilverein.

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt haben sich 7 Mannschaften

an dem Turnier beteiligt.

Dies wurde bisher nicht umgesetzt.

Nächster Arbeitskreis Familie: September

´05.

Seit dem Hallenfußballturnier fungieren

2 Väter als ehrenamtliche Betreuer von

Jugendmannschaften.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht.

Ziel vollständig

erreicht

Der Quartiermanager Michael

Hannover

über das Projekt:

„Für die Kinder und Jugendlichen

war das Fußballturnier eine super

Sache. Die waren mit Feuereifer

dabei und hatten jede Menge

Spaß!“

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

Jugendliche verschiedenster

Nationalitäten und sozialer Schichten

des Stadtteils.

Gesamt: ca. 60

Mädchen: 5

Jungen: 55

4. Kooperationspartner

- Sportbund DJK Rosenheim

- Schul- und Sportamt Rosenheim

- Sportvereine aus Rosenheim

(6 weitere Mannschaften)

- Ehrenamtliche BewohnerInnen des

Stadtteils

6. Projektleitung

Michael Hannover,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 78 78

miteinander@cablenet.de


78 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

79

Inlinecontest

Inlinecontest für sozial benachteiligte Jugendliche Skaterpark Egarten - Skatercontest

„Bei den Skatern

ist alles paletti”

(OVB, 02/04)

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Die Skateranlage liegt im Stadtteil

Lessingstraße. Sie wird in hohem Maße

von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

des Stadtteils genutzt. Ein großer

Teil der Jugendlichen benötigen eine

Unterstützung in der Entwicklung beruflicher

und schulischer Perspektiven.

Durch ein vorausgegangenes Projekt

sind die Jugendlichen bereits angesprochen

worden. Es sind zum Großteil

Jugendliche, die eher schlechte schulische

Leistungen haben, oder in ihrer

Lehrstelle nicht übernommen wurden.

Die Jugendlichen sind täglich auf der

Skateranlage und zu einer Zusammenarbeit

über ihre Begeisterung für das

Inlineskaten zu erreichen. Daher wurde

zusammen mit den Jugendlichen ein

Skatercontest im Herbst 2004 organisiert.

Die Organisation und Durchführung

lag dabei zum großen Teil in

den Händen der Jugendlichen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 2 Jugendliche

werden nach dem

Contest eine Patenschaft

für den Platz

übernehmen.

Mindestens 6 Jugendliche

arbeiten kontinuierlich

bei der Vorbereitung

und Durchführung

des Contests mit und

dokumentieren den

Contest mittels eines

Presseartikels.

Ein entsprechender

Kontakt zu anderen

LOS-Projekten ist hergestellt,

die Jugendlichen

arbeiten konkret

für ihren Schulabschluss,

bzw. für den

Erhalt der Lehrstelle

o.ä.

Erzielte Ergebnisse

Alle Beteiligten identifizieren sich mit

dem Skaterplatz und fühlen sich verantwortlich.

Die Jugendlichen haben

inoffiziell die Patenschaft für ihren Platz

übernommen.

10 jugendliche Nutzer des Platzes halfen

bei der Vorbereitung des Contests

mit. Die Jugendlichen bildeten eine

Projektgruppe, dies stärkte die Identifikation

mit dem Platz und der Veranstaltung.

Nach dem Contest wurde Kontakt zu

andern Projekten und Institutionen

hergestellt, die die Jugendlichen in ihrer

schulischen und beruflichen Entwicklung

unterstützen.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Alle guten Dinge sind drei:

■ Das Wetter war diesen Sommer (2004)

miserabel und der Contest musste 2-mal

wegen strömenden Regen abgesagt werden,

was für eine solche Veranstaltung eine

extreme Erschwernis ist. Dennoch waren die

Jugendlichen mit großem Engagement dabei.

Ein wichtiges Ergebnis:

■ Seit dem Contest gingen keine

Beschwerden mehr beim zuständigen

Schul- und Sportamt bezüglich

Vandalismus und Ruhestörungen ein!

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

Jugendliche Nutzer des Skaterplatzes,

teilweise mit Migrationshintergrund

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Miteinander

- Lions Club

- Titus

- Schul- und Sportamt

- andere LOS Projekte

Projektgruppe: 10

Alter: 16 bis 21

Teilnehmer des Contests: ca. 20

Geschlecht: männlich

6. Projektleitung

Michael Hannover,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 78 78

miteinander@cablenet.de


80 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

81

Internetcafé

Bürgerschaftliches Engagement. Soziale Netzwerke

Die Kids aus dem

Internetcafé

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil Lessingstraße gibt es

aufgrund der bestehenden

sozialbenachteiligten

Bewohnergruppierungen ein erhöhtes

Konfliktpotential. Mit dem Aufbau eines

Internetcafés in den Räumen des

Bürgertreffs Miteinander sollten

bestehende Vorurteile zwischen den

BewohnerInnen abgebaut werden.

Außerdem sollte ein besseres

Miteinander zwischen jungen, älteren,

ausländischen und deutschen

BewohnerInnen geschaffen werden.

Die Rekrutierung der TeilnehmerInnen

erwies sich als weitaus schwieriger als

angenommen, daher verzögerte sich

der Start. Inzwischen findet das Projekt

großen Anklang im Stadtteil. Die

Betreibergruppe stellte sich eigene

Regeln für den Betrieb auf, um die

Wichtigkeit von Gemeinschaft zu

erfahren. Die BewohnerInnen

bekundeten Interesse an einer

Fortführung des Projektes.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Das Internetcafé ist

mindestens 1 Mal

wöchentlich geöffnet

und 5 BewonerInnen

nutzen das Café.

Eine ehrenamtliche

Betreibergruppe hat

sich gebildet.

Es finden von den Ehrenamtlichen

durchgeführte

Computerkurse

für die StadtteilbewohnerInnen

statt.

Erzielte Ergebnisse

Seit der verspäteten Eröffnung im April

hatte das Internetcafé mindestens 1 Mal

in der Woche geöffnet. Es gab lediglich

2 Wochen, in denen das Café wegen

Beschwerden der Bewohner zwangsweise

geschlossen blieb.

Im Durchschnitt kamen 9 Besucher.

Dieses Ziel wurde voll erreicht, obwohl

nur jeweils 3 Jugendliche Dienst hatten,

waren jedes Mal viel mehr anwesend.

Insgesamt bestand die Betreibergruppe

aus 6 bis 7 Jugendlichen.

An den Rechnern wurde überwiegend

gespielt. Ein Interesse an Homepagegestaltung

etc. war nicht vorhanden.

Eventuell kommen Computerkurse bei

einem Folgeprojekt in Frage.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

“Warum können wir hier

nicht mal eine ganze Nacht

Internetcafé machen?”

(Anmerkung wegen der

Nachbarn!)

“Müssen wir immer so lange dieses

Gruppengelaber machen und stattdessen nicht

lieber gleich Spiele spielen und chatten?”

“Mann, die Kisten hier

sind ja noch lahmer als

die von meinem Vater!”

(bezogen auf die Rechnergeschwindigkeiten)

3. Zielgruppe

MigrantInnen und deutsche

StadtteilbewohnerInnen

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Miteinander

5. Teilnehmer

Gesamt: 12

Weiblich: 2

Männlich: 10

6. Projektleitung

Patricia Stach,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/ 94 13 821

info@stadtjugendring.de

“Ich schwör, das ist

die Version ab 12

Jahren”

(bezüglich der

Altersfreigabe von

Spielen)

“Ich find das “Stylesnet” cool, weil ich mich

hier mit meinen Kumpels treffen kann und

dabei auch noch spielen am PC!”

“Krieg ich noch einen Spezi umsonst?” (weil die Helferlein

Freigetränke als Lohn /Anerkennung bekamen )


82 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Migration/ Integration

83

Jugendversammlung

Förderung Jugendlicher im Ehrenamt

1. Inhalt/ Ziele des Projektes 2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Die Jugendlichen sagen uns

ihre Meinung

Rückblickend auf die Entwicklung der

Sozialen Stadt lässt sich sagen, dass

besonders Jugendliche und junge

Erwachsene des Stadtteils Lessingstraße

wenig Interesse an den aktuellen

Beteiligungsmöglichkeiten im Stadtteil

zeigen. Die gleiche Erfahrung machten

viele Vereine, Organisationen und

Kommunen. Beteiligung findet wenn,

nur sporadisch statt. Ein Grund dafür

ist, dass die Jugendlichen sich nicht in

den Themen, in der Gestaltung und als

Zielgruppe der Stadteilvertretungen

wieder finden. Generell ist aber ein

Bedarf an Beteiligung durch den

Bürgertreff Miteinander festgestellt. Die

Sozialpädagogen des Jugendtreff

JUMP haben außerdem die Erfahrung

gemacht, dass ein Großteil der Jugendliche,

die zum Besucherkreis des

Jugendtreffs gehören, nicht die Fähigkeit

besitzen, so zu kommunizieren,

dass sie in einem Gremium mit

Erwachsenen gehört und anerkannt

werden. Jugendliche brauchen Plätze

und Räume für sich. Sie sind bereit sich

zu engagieren und wollen bei Entscheidungen

gleichwertig miteinbezogen

werden. Daher war das Projekt

„Jugendversammlung“ das notwendige

Mittel um Jugendbeteiligung im Stadtteil

zu ermöglichen. Dabei hatten die

Jugendlichen Gelegenheit ihre Interessen

stärker in den Stadtteil miteinzubringen.

3. Zielgruppe

- sozialbenachteiligte Jugendliche und

junge Erwachsene

- organisierte Jugendgruppen

- nicht organisierte Jugendgruppen

- arbeitssuchende Jugendliche

Kriterien für den

Erfolg

An der Jugendversammlung

nehmen

mind. 50 Jugendliche

teil.

Der Bedarf für Mädchen

im Stadtteil im

Freizeitbereich ist

abgeklärt, die Jugendlichen

engagieren sich

ehrenamtlich z.B. in

Folgeprojekten.

Die Ergebnisse der

Versammlung werden

in der Stadtteilvertretung,

den Medien und

politischen Gremien

präsentiert.

4. Kooperationspartner

- Stadtjugendring Rosenheim

- Soziale Stadt: Bürgertreff Miteinander

- Jugendtreff JUMP

- GRWS

- Amt für Kinder, Jugend und Familien

5. Teilnehmer

Gesamt: 41 Jugendliche

Weiblich: 10

Männlich: 31

SchülerInnen: 34

Alter: 12 - 20 Jahre

Erzielte Ergebnisse

Die Jugendlichen im Stadtteil wurden

größtenteils erreicht. Die Jugendversammlung

wurde mit 46 TeilnehmerInnen

durchgeführt.

Der Bedarf der Jugendlichen wurde

ermittelt. Jedoch wollten sich nicht alle

Jugendlichen äußern. Die Bereitschaft

sich ehrenamtlich zu engagieren ist

gegeben. Bisher gibt es noch keine

Folgeprojektgruppe.

Die Ergebnisse sind in der Stadtteilvertretung

am 2. Juni präsentiert worden.

6. Projektleitung

Tessa Tute,

Tel.: 08032/ 18 96 31

mail@TessaTute.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Aussagen aus der

Jugendversammlung

Aussagen aus der

Jugendversammlung


- der Bürgertreff

- der Stadtjugendring

- dass es Jugendzentren gibt

- das Bier im Streetcafé

■ Mir gefällt:

- der Bürgertreff

- der Stadtjugendring

- dass es Jugendzentren gibt

- das Bier im Streetcafé

- die Bushaltestelle

- dass die jungen

Leute gut drauf sind

Leute gut drauf sind

■ Mir gefällt nicht:

- dass wir nicht laut

sein dürfen

- dass man keine Ballspiele

machen darf

- dass es nichts für Jugendliche

gibt

- dass wir bei Regen keinen

Unterstand haben

- dass wir auf kalten Steinen

hocken müssen

- dass man keine Ballspiele


84 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Wohnumfeld

85

Wohnumfeldverbesserung

Wohnumfeldverbesserung ein großer Erfolg

Wohnumfeldverbesserung mit Ehrenamtlichen in der Sepp- Sebald- Siedlung

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Mit seinem Projekt beabsichtigte die

Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und

Naturschutz (BN) siedlungstypisches

Abstandsgrün gemeinsam mit den

Bewohnern der Sieldung ökologisch

aufzuwerten- Lebensräume für Pflanzen

und Tiere neu zu schaffen. Das Wohnumfeld

wurde neu bepflanzt, Bänke und

ein Pavillon installiert. Der mit den Bewohnern

geplante Pavillon erfüllt weitere

Lebens- und Wohnbedürfnisse in der

Siedlung. So bietet das neu entstandene

Wohnumfeld den BewohnerInnen

nicht nur Raum für Erholung und Naturerfahrung,

sondern stellt gleichzeitig

einen Mittelpunkt für individuelle und

gemeinsame Aktivitäten, die den

sozialen Kontakt verbessern helfen, dar.

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit hat

sich mit dem Diakonischen Werk des

Evang. Lutherischen Dekanatsbezirks

Rosenheim e.V. ergeben. Der Werkstattleiter,

Herr Manfred Edlmann, war in

alle Planungsarbeiten eingebunden.

Zudem konnten Bewohner unter seiner

Anleitung Bauteile für den Pavillon

schreinern.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Aus der Gruppe der

BewohnerInnen werden

3 Patenschaften

für die Pflege der

Gehölze übernommen.

Die Bewohner organisieren

ein Abschlussfest.

Das soziale Klima im

Wohnblock verbessert

sich (Befragung zur

Zufriedenheit der

BewohnerInnen,

Beobachtung).

Erzielte Ergebnisse

Nach Abschluss der Arbeiten haben

sich 4 Paten zur Pflege bereit erklärt.

Zusammen mit dem Bewohnerbeirat

organisierten die HausbewohnerInnen

ein Abschlussfest, an dem zahlreiche

BewohnerInnen teilnahmen.

Von allen Hauseingängen der Siedlung

konnten TeilnehmerInnen bzw. BefürworterInnen

für das Projekt gewonnen

werden.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

■ Das Projekt wurde am

30.04.2005 als Fotodokumentation

auf dem zweiten

Rosenheimer Umweltfest

„Umwelt & Garten“ mit

großem Erfolg der Öffentlichkeit

vorgestellt. Außerdem

hat das Projekt am Wettbewerb

„Nachbarschaft gewinnt.

Miteinander die Zukunft gestalten“

teilgenommen.

Das Projekt wurde als

„beispielhaft“ bezeichnet und

daher in der Zeitschrift

KommA21 veröffentlicht.

3. Zielgruppe

Bewohner der Sepp- Sebald- Siedlung

mit den Hausnummern 1- 13

4. Kooperationspartner

- Diakonisches Werk

- Soziale Stadt

- Städtische Wohnbau Gesellschaft

(GRWS)

5. Teilnehmer

BewohnerInnen: 41

(der Sepp-Sebald- Siedlung)

6. Projektleitung

Michael Hertel,

Bund für Umwelt und Naturschutz

Tel.: 080 31/ 12 882

bund.naturschutz@bnro.de

Das sind die Paten für

Pflege des Pavillons:

Herr Wienzek

Frau Schröder

Herr Michlbauer

Herr Karaaslan


86 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Bildung

87

Eltern und Schule

Förderung des Ehrenamtes

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Das Vorhaben bei der Projektantragsstellung

war zunächst, ausländischen

Eltern einen Kurs anzubieten, der sie bei

Schulproblemen unterstützen sollte.

Trotz Bekanntgabe an der Grundschule

Prinzregentenstraße unter Mithilfe der

Schulleitung und der Lehrer fand ein

Kurs mit diesem Thema kein Interesse.

Durch das Engagement der Projektleitung

Frau Dagmar Gemes konnte das

Projekt dennoch in geänderter Form

stattfinden: Frau Gemes organisierte

und leitete einen Sprachkurs, der in den

Horträumen des Kindergartens Christ-

König angeboten wurde. Der Kurs fand

so großen Anklang, dass die Teilnehmerzahl

auf 20 Personen begrenzt

werden musste. Ziel des Kurses war

neben der Sprachförderung die Integration

in den deutschen Alltag. Die

TeilnehmerInnen wünschen sich eine

Fortführung des Kurses.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Regelmäßige Teilnahme

von 5 Vätern

und Müttern (Anwesenheitsliste),

davon

sind 2 Elternteile

MigrantInnen.

Die Mütter und Väter

haben Kenntnisse über

das Schulsystem und

Hilfestrukturen im

Stadtteil. Messinstrument:

Eltern organisieren

zweisprachige

Informationsveranstaltung

für andere Eltern.

Die 5 TeilnehmerInnen

engagieren sich

ehrenamtlich im

Stadtteil (z.B. Elternbeirat).

Erzielte Ergebnisse

Es nahmen 12 bis 15 Frauen mit ihren

Kindern am Sprachkurs teil.

Keine

Keine

Bewertung

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

„Mama lernt deutsch”

Aussagen der TeilnehmerInnen:

„Endlich kann ich

mit den Kindergärtnerinnen

besser sprechen.“

„Ich habe jetzt mehr Mut

beim Einkaufen zu sagen,

was ich möchte.“

„Der Kurs hat mir

sehr gut gefallen.

Ich werde zum

Folgekurs im Oktober auch kommen und

nehme zwei Freunde in den Kurs mit.“

„Endlich verstehe ich die Deutschen

leichter, wenn sie mit mir reden.“

Anmerkung

Die genannten Indikatoren konnten nicht erfüllt werden, da mit einer anderen

Zielgruppe gearbeitet wurde. Das geplante Projekt fand mit seinem ursprünglichen

Ziel nicht statt. Die geleistete Arbeit mit der wichtigen Zielgruppe MigrantInnen wird

dennoch als sehr erfolgreich eingestuft. Das Projekt wird im Herbst auf

ehrenamtlicher Basis fortgeführt. Frau Gemes, die Projektleiterin arbeitete

ausschließlich ehrenamtlich. Es wurden für dieses Projekt keine L.O.S. Gelder

beansprucht .

„Ich habe so viel gelernt,

über Grammatik oder die

Uhr und das Datum. Wir

haben auch mit einer Kassette gearbeitet.

Es war gut und viel!“

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

6. Projektleitung

Alleinerziehende und Eltern des

Stadtteils.

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Miteinander

- Kindergartens Christ- König

- Grundschule Prinzregentenstraße

Frauen: 12- 15

Herkunftsländer der Frauen: Türkei,

Kosovo, Rumänien

Alter: 20 bis 40 Jahre

Berufstätigkeit: keine bzw.

Aushilfstätigkeiten

Dagmar Gemes

Tel.: 080 31/71 35 2

„Ich habe gelernt die Formen

der Tunwörter richtig anzu -

wenden.“

Frau Gemes begeistert über ihre Teilnehmerinnen:

„Die Frauen lechzen danach etwas zu lernen.“


88 Stadtteil Lessingstraße I Handlungsfeld Bildung

89

Vorbereitungskurs für den Hauptschulabschluss

Vorbereitungskurs zur Prüfung für den externen Qualifizierenden Hauptschulabschluss

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Um eine Lehrstelle zu erhalten ist ein

qualifizierender Hauptschulabschluss

Mindestanforderung. Der „Vorbereitungskurs

für den Hauptschulabschluss“

wurde mit dem Ziel durchgeführt,

die Chancen der Jugend-lichen

auf eine Ausbildung zu verbessern. Die

Anfrage nach dem Kurs war hoch.

Dennoch mussten die Lehrer viel

Motivationsarbeit leisten, um ein

konzentriertes und effektives Arbeiten in

der Gruppe zu erreichen. Die Eigeninitiative

der TeilnehmerInnen war sehr

gering, so dass keiner der Teilnehmer-

Innen den Abschluss schaffte. Eine

engere Zusammenarbeit mit Arbeitgebern

und Eltern wäre hilfreich gewesen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

8 arbeitslose Jugendliche

nehmen

kontinuierlich am

Vorbereitungskurs teil

(Anwesenheitsliste)

5 Jugendliche bestehen

die Prüfung zum

Qualifizierenden

Hauptschulabschluss.

2 Jugendliche aus dem

Kurs erhalten einen

Lehrvertrag.

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt hatten sich 9 TeilnehmerInnen

zur Prüfung angemeldet und

befanden sich bis zum Ende im Vorbereitungskurs.

Von den teilnehmenden Jugendlichen

bestand keiner die Prüfung. Einige

Teilnehmer nahmen die Prüfungstermine

nicht wahr.

Über den Erhalt einer Lehrstelle ist noch

nichts bekannt.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Aussagen der Schüler zum Vorbereitungskurs:

„Bei der Prüfung ist der durchgenommene

Unterrichtsstoff nicht abgefragt worden.“

„Die Lehrer sollten sich auch um

einzelne Schüler kümmern und

den Stoff besser erklären.“

„Find ich gut, dass Pro Arbeit

sich die Mühe macht, so was

zu veranstalten.“

„Der Unterricht war gut!“

„Einmal die Woche

Schule fänd ich gut.

Die Lehrer sollten ihre

Einstellung ändern.“

„Das Prüfungsmaterial

sollte am Anfang

des Kurses verteilt

werden, nicht erst am

Ende.“

3. Zielgruppe

Das Projekt wurde durchgeführt für:

- Jugendliche mit Hauptschulabschluss

- Arbeitslose Jugendliche

4. Kooperationspartner

- Stadtjugendring Rosenheim

- Schulen/ Berufsschulen

- Kulturvereine

- Soziale Stadt

- Ausbildungs- und Arbeitsstellenentwickler,

Herr Mauritz

6. Projektleitung

Jutta Beigel

Pro Arbeit e.V.

Tel.: 080 31/ 80 69 630

pro-arbeit-rosenheim@cablenet.de

„Die Lehrer waren gut. Nicht gut war, dass Schüler drin

waren, die lustlos alle runter gezogen haben.“

5. Teilnehmer

Gesamt: 16

Weiblich: 6

Männlich: 10

■ Die Projektleiterin Jutta

Beigel möchte in Zukunft mit

erfolgreichen L.O.S.-Projekten

zusammenarbeiten. Sie wird

Kontakt zum L.O.S.-Projekt

„Vorbereitung zum Hauptschulabschluß“

(Stadtteil Happing) und

zum L.O.S.-Projekt „Intensivnachhilfe

für Jugendliche“ (Stadtteil

Finsterwalderstraße) aufnehmen.


90 Stadtteil Happing I Projektübersicht I Liste der Ansprechpartner

Stadtteil Happing I Begleitausschüsse I Kosten 91

Projektübersicht mit Ansprechpartner des

Stadtteils Isarstraße/ Traberhofstraße

Stadtteil Isarstraße/

Traberhofstraße

Handlungsfeld

Beschäftigung:

Berufliche Integrationsmaßnahme:

Hans- Otto Schmeing

Tel.: 08031/82 47 3

otto.of.rosenheim@t-online.de

Integration Jugendlicher ins

Erwerbsleben:

Hans Mitterer

junge arbeit rosenheim

Tel.: 08031/23 50 67 0

hm@junge-arbeit-rosenheim.de

Jobcoaching für Jugendliche an der

Berufsschule:

Inge Ilgenfritz

Tel.: 08031/80 06 0

BS-I.Verwaltung@bnro.de

Lokale Ökonomie:

Nicole Grosse

Tel.: 08052/90 95 98

LOS- Netzwerk für arbeitslose

Jugendliche:

Gerald Rose,

Jugendamt

Tel.: 08031/36 15 15

g.rose@rosenheim.de

Handlungsfeld

Gesundheitsförderung:

Projektreihe Gesundheitsförderung:

Christine Pröbstl

Soziale Stadt

Tel.: 08031/23 75 75

stadtteilbuero-happing@cablenet.de

Handlungsfeld Migration/

Integration:

Deutschkurs für Kinder und

MigrantInnen:

Christine Neumeier,

Schule Happing

Tel.: 08031/30 45 10

gsh1@schulen.rosenheim.de

Integrationskurs für Frauen aus dem

ehemaligen Jugoslawien:

Drita Auer,

Kosovarja e.V.

Tel.: 08031/23 58 34 6

flying_theo@yahoo.de

Integrationsprojekt für türkische

Mädchen:

Zehni Gürsoy

Tel.: 08031/38 17 87

Zehni.g@gmx.de

Projektreihe Kunst:

Michael Zuber

Tel.: 08036/97 90 77

zuber@zuber-kreative.de

Sprachkurs für MigrantInnen mit

Kindern:

Ursula Saringer

Tel.: 08031/64 35 9

ursula.saringer@t-online.de

Handlungsfeld Kinder,

Jugend, Familie:

Familientreff:

Ursula Saringer

Tel.: 08031/64 35 9

ursula.saringer@t-online.de

Förderung des Ehrenamtes für

Familien:

Barbara Michalski,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/26 99 32

michalski@stadtjugendring.de

Handlungsfeld Bildung:

Soziales Kompetenztraining:

Katrin Werner,

Flexible Jugendhilfe Rosenheim & Eberberg

(Diakonisches Werk)

Tel.: 0170/96 78 32 4

katrin.werner@diakonie-rosenheim.de

Strategiekonzept für die schulische

Integration:

Markus Tolksdorf

Tel.: 08031/40 02 34

520047410660-0001@T-online.de

Vorbereitung zum Hauptschulabschluss:

Markus Kinzelmann

Tel.: 08053/20 98 87

m.kinzelmann@t-online.de

Die Mitglieder des Begleitausschuss

Isarstraße/ Traberhofstraße:

Christine Neumaier - Stadtteilschule

Silvia Zang - Kindergarten

Barbara Laböck – Hort

Markus Bauer – Amt für Kinder, Jugend und

Familien

Hartmut Dobrindt – Vereine/ Kirchengemeinde

Brigitte Dlabka – Bewohnerin

Dorothea Kuffner - Bewohnerin

Helmut Lippert - Politiker

Alexander Bock – Bewohner

Anneliese Kaiser – Bewohnerin

Uschi Holzapfel – Stadträtin

Katrin Werner – Sozialraumträger

Otto Schmeing – Bewohner

Eva Stilz – Bewohnerin

Britta Schätzel – Koordinierungsstelle L.O.S.

Christine Pröbstl - Quartiersmanagerin

Der Begleitausschuß stimmt über eingereichte

L.O.S. Projekte ab

Aufstellung der Kosten im Stadtteil

Isarstraße/ Traberhofstraße

Genannte Summen erhielt der Stadtteil für die

folgenden Handlungsfelder:

Handlungsfeld Beschäftigung: 33.914,00 €

Handlungsfeld Gesundheitsförderung: 10.000,00 €

Handlungsfeld Migration/ Integration: 24.840,00 €

Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie: 7.160,00 €

Handlungsfeld Bildung: 10.000,00 €

Aussagen der Mitglieder des

Begleitausschuss:

„ Hier können wir Bürger mitbestimmen!“

„Wir schaffen mit den Projekten Perspektiven

für die Jugendlichen.“

„Mit der Zeit werden die Projekte effektiver.“

„Wir können zusammen gut arbeiten.“

„Manche Projektdurchführende wollen

einfach zu hohe Honorare.“

Gesamtsumme: 85.914,00 €

Die BewohnerInnen informieren sich

über das Projekt Gesundheitsförderung


92 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Beschäftigung

93

Berufliche Integrationsmaßnahme

Berufliche Orientierung eines Langzeitarbeitslosen/ Konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten

schaffen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Dem langzeitarbeitslosen Hans-Otto

Schmeing wurde über das Integrationsprojekt

Ferienprogramm eine neue

berufliche Orientierungsmöglichkeit im

Bereich Sozialwesen / Organisation

gegeben. Der Langzeitarbeitslose

organisierte das Integrationsprojekt

Ferienprogramm „ois isi!“. Hans-Otto

Schmeing ist bereits seit ca. 3 Jahren

arbeitslos. In seinen bisherigen kaufmännischen

Berufsbereichen hat er

keine Chancen mehr, eine Anstellung zu

bekommen. Hans-Otto Schmeing

interessiert sich für eine Tätigkeit im

Bereich Soziale Arbeit. Das Projekt gab

ihm die Gelegenheit, diesen Arbeitsbereich

kennen zu lernen.

Arbeitsbereiche im Projekt waren:

1. Aufbau eines ehrenamtlichen

Koordinierungsteams

2. Öffentlichkeitsarbeit

3. Vorbereitungstreffen / sonstige

organisatorische Aufgaben

4. Erstellen des Integrations-

Ferienprogramms

3. Zielgruppe

Der langzeitarbeitslose Bewohner des

Stadtteils Hans- Otto Schmeing

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Die Öffentlichkeitsarbeit

für das Integrationsprogramm

ist abgeschlossen,

der Stadtteil „weiß

Bescheid“ (Flyer,

Plakate, Presse,

Institutionen, Stadtteilschule...)

Das Projekt wird als

Standardangebot mit

Hilfe der Ehrenamtsgruppe

(15 TeilnehmerInnen)

im Stadtteil

platziert.

Erzielte Ergebnisse

Die Öffentlichkeitsarbeit für das

Ferienprogramm ist erfolgreich gestartet

und begleitet das Ferienprogramm

„ois isi!“ über die gesamte Laufzeit!

„ois isi!“ ist als „Marke“ im Stadtteil

präsent. In Zusammenarbeit mit dem

Stadtjugendring wurde eine gemeinsame

Broschüre für die Ferienprogramme

erstellt. Die Öffentlichkeitsarbeit

erfolgt zusätzlich über Plakate und

Flyer. Auch beim Pfarrfest am 24. Juli

war „ois isi!“ engagiert. Ein Internet-

Auftritt (www.ois-isi-happing.de) ist

vorbereitet und wird im Verlauf der

Ferien mit Inhalten gefüllt. Außerdem

erfolgten redaktionelle Veröffentlichungen

in der lokalen Presse.

Die Ehrenamtsgruppe bestehend aus

29 Personen des Stadtteils plante und

organisierte „ois isi!“. Die Zahl der

TeilnehmerInnen stieg im Verlauf des

Projekts. Die Protokolle und Informationen

wurden regelmäßig an einen

großen Verteiler im Stadtteil

gegeben. Auch in der Stadtteilvertretung

und im Begleitausschuß wurde

regelmäßig informiert. Das Projekt „ois

isi!“ ist im Stadtteil etabliert und

bekannt.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ois isi!

Hans- Otto Schmeing über

den persönlichen und

beruflichen Gewinn bei

seinem Projekt:

„Während der Projektphase

hat sich bei mir der Wunsch

und die Absicht weiter

verstärkt, in einem Bereich

wie in diesem Projekt

(Soziales / Koordination/

Organisation) meine

berufliche Zukunft zu

suchen. Ich habe das Thema

Ferienprogramm und meine

Aufgabe genutzt, um meine

persönlichen Kontakte in

diesem Bereich zu verbessern

und möglichst vielen

Menschen meine Situation

zu kommunizieren. Bis

Ende September werde ich

jetzt das Projekt „ois isi!“

2005 koordinieren und

durchführen.“

Eröffnungsveranstaltung

zum Ferienprogramm

4. Kooperationspartner

- Quartiersmanagement Soziale Stadt

- Stadtjugendring

- Andere L.O.S. Projekte

(z. B. Familientreff)

- Stadtteilvertretung

- Lokale Presse / Stadtteilzeitung

5. Teilnehmer

1

6. Projektleitung

Hans- Otto Schmeing

Tel.: 08031/ 82 473

otto.of.rosenheim@t-online.de

Der Projektdurchführende

hat eine Entscheidung

in seiner

beruflichen Neuorientierung

getroffen und

entsprechende Schritte

(Ausbildungsentscheidung

und Bewerbung)

bis Projektende

vollzogen. Nachweis:

Befragung des Teilnehmers.

Herr Schmeing setzte sich während

seines Projektes stark mit seiner beruflichen

Zukunft auseinander. Er könnte

sich eine Tätigkeit im sozialen Bereich

sehr gut vorstellen und hat sich diesbezüglich

informiert. Seine Bemühungen

einen Arbeitsplatz zu bekommen

scheiterten bisher. Ende Juli wird Herr

Schmeing in den Bereich ARGE

Rosenheim wechseln. Er hofft, dass

sich hier mit einem anderen Arbeitsvermittler

neue Möglichkeiten aufzutun,

um bis zum L.O.S. Projektende am

30.06.06 eine Anstellung zu haben. Die

Gespräche für eine Weiterbildung

laufen. Positiv hat sich dabei seine

Tätigkeit im L.O.S. Projekt ausgewirkt.

Ziel kaum

erreicht

Aus Blickpunkt vom 23.07.2005

Aus OVB vom 16.07.2005


94 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Beschäftigung

95

Integration Jugendlicher ins Erwerbsleben

Über den Ablauf des Projektes:

Individuelle Betreuung von Jugendlichen zur Integration ins Erwerbsleben,

Berufsorientierung

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

In den drei Soziale Stadt Quartieren

leben Jugendliche und junge Erwachsene

ohne Arbeit bzw. ohne Ausbildung.

Über das Projekt „Integration Jugendlicher

ins Erwerbsleben“ sollten diese

Jugendlichen in eine Ausbildungsstelle

vermittelt wer-den. Dabei lag dem

Projekt, das im Mai 2005 gestartet

wurde, folgender Ablauf zugrunde:

1. Durchführung von Bewerbungstrainings.

2. Erstellen einer individuellen Förderempfehlung

mit den MitarbeiterInnen

der Agentur für Arbeit.

3. Begleitung bei der Arbeitssuche

mittels Motivation, Organisation, Hilfe

bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen

und Finden geeigneter

Vorstellungsgespräche.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der

Arbeitsmarkt ist für diese Zielgruppe

äußerst eng. Die schwächeren Schüler

erhalten zunehmend keine Chance mehr

eine Ausbildungsstelle zu finden.

Kostenlose Praktikumsstellen waren

früher leicht zu finden und werden jetzt

ebenfalls knapp. Wirksamer wäre die

Arbeit, wenn sehr frühzeitig mit dem

Bewerbungstraining begonnen werden

könnte. Für viele Jugendliche ist in der

Zwischenzeit fast eine umfassende

Einzelbetreuung nötig, um überhaupt in

eine Ausbildung zu kommen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

6 Jugendliche nehmen

konstant am Projekt teil

(Anwesenheitsliste).

6 Jugendliche haben

einen beruflichen und

sozialen Zukunftsplan

in der Hand und sind

falls sie keine Ausbildungsstelle

haben an

den zuständigen

Fallmanager der ARGE

entsprechend vermittelt

(Übergabeprotokoll).

2 Jugendliche sind

konkret in eine Ausbildungsstelle

nach

Projektende vermittelt,

4 Jugendliche haben

eine Praktikumsstelle.

Ausblick:

Erzielte Ergebnisse

Über die Dauer des gesamten Projektes

nahmen fünf Jugendliche teil,

Ursache hierfür ist sicher auch der

etwas holprige und plötzliche Start der

Maßnahme.

Dieser Plan konnte nur mit fünf

Jugendlichen erarbeitet werden. Die

Teilnahme der restlichen Jugendlichen

war dafür zu unregelmäßig.

Bisher konnte keine Lehrstelle gefunden

werden. Einen „heißen“ Kandidaten

gibt es noch. Hoffentlich klappt es!

Vier Jugendliche konnten in ein Praktikum

vermittelt werden.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Für eine etwaige Weiterführung des Projektes müssten einige wesentliche Erkenntnisse

berücksichtigt werden: Diese Maßnahme müsste deutlich früher beginnen.

Für die Zielgruppe der benachteiligten Jugendlichen muss mehr Zeit zur Arbeitsplatzsuche

eingeplant werden. Durch die außerordentlich schlechte Lage auf dem

Arbeitsmarkt kann die Zielgruppe nur durch ein sehr intensives Vermittlungstraining

mit einer intensiven Begleitung in eine Ausbildung gebracht werden.

■ Gestartet wurde das Projekt

„Berufsorientierung“ im Mai

2005. Besonders schwierig gestaltete

sich die Suche nach motivierten Teilnehmern.

Immer wenn es konkret

wurde, waren die arbeitslosen

Jugendlichen nicht mehr verfügbar.

Teilgenommen haben insgesamt 10

Jugendliche. Über die Gesamtlaufzeit

waren 5 Jugendliche konstant im

Projekt.

Miteinbezogen wurden dabei die

Berufsberatung, die Schulsozialarbeit

in Rosenheim und Bad Aibling, sowie

die Jugendzentren.

Jede Woche gab es Gruppenveranstaltungen

zu Themen, wie: Was kann

ich besser machen? Wo kann ich

konkret suchen? Wie telefoniere ich

richtig mit Arbeitgebern?

■ Erstellen der Bewerbungsunterlagen,

Rollenspiele zum

Thema Vorstellungsgespräch:

Neben den wöchentlichen Gruppenveranstaltungen

erwiesen sich die

intensiven Einzelförderungen bei der

konkreten Bewerbung als wirksam

und notwendig. Diese Einzelförderungen

waren vor allem bei den konkreten

Vorstellungsterminen nötig.

Auch zu verschiedenen Firmen

wurden Kontakte geknüpft. Dabei

zeigte sich, dass es für benachteiligte

Jugendliche zunehmend unmöglich

wird, eine „normale“ Ausbildungsstelle

zu

erhalten.

Dennoch waren

die meisten

Firmen zu einer

Kooperation mit

dem Projekt

bereit.

3. Zielgruppe

Die Maßnahme richtet sich an junge

Menschen, die bis jetzt ohne Förderung

und Hilfe keine Berufsausbildung finden

oder absolvieren konnten. Dies sind

insbesondere Jugendliche und junge

Volljährige:

- Die Schule und/oder Ausbildung

abgebrochen haben.

- Die bei der Integration in die

Berufswelt Hilfen und Unterstützung

benötigen.

4. Kooperationspartner

- Berufsberatung

- Schulsozialarbeit in Rosenheim

- Berufsschulsozialarbeit in Bad Aibling

und Rosenheim

- Jugendzentren

5. Teilnehmer

Gesamt: 10 (dauerhaft 5)

Weibliche Teilnehmer: 1

Männliche Teilnehmer: 4

6. Projektleitung

Hans Mitterer

junge arbeit rosenheim

Tel: 08031/ 23 50 670

hm@junge-arbeit-rosenheim.de


96 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Beschäftigung

97

Jobcoaching für Jugendliche – FIT 4 JOB

Vermittlung von persönlichkeitsbildenden Qualifikationen zur beruflichen Eingliederung,

fit 4 job, Training sozialer Kompetenzen für Jugendliche

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

3. Zielgruppe

Das Projekt richtet sich vorwiegend an

Jugendliche aus den Stadtteilen soziale

Stadt. Einige der Jugendliche gelten

bereits als beruflich nicht mehr

integrierbar. Die Jugendlichen haben

Defizite im sprachlichen Bereich, sowie

einen Mangel an Schlüsselqualifikationen

und sozialen Kompetenzen.

schulen I und II in Rosenheim, sowie an

der Staatlichen Berufsschule in Bad

Aibling jeweils vier Trainingseinheiten á

1,5 Stunden und eine erlebnispädagogische

Abschlussveranstaltung durchgeführt.

Die Themenbereiche gliederten sich in

Kommunikation, Körpersprache, Lob

und Kritik, Lebensplanung, sowie

Motivation. Bei der Gruppenarbeit

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Alle 21 SchülerInnen

haben das Coaching

erfolgreich abgeschlossen.

Mind. 10 SchülerInnen

müssen zum Abschluss

des Projektes erfolgreich,

d.h. möglichst

langfristig, in Ausbildung,

Arbeit oder Praktikum

vermittelt sein.

Das Konzept liegt in

Form eines Flyers vor

und steht zum Download

auf den Servern

der teilnehmenden

Berufschulen bereit.

4. Kooperationspartner

- Berufsschulen I, II und III

- Pro Arbeit e. V.

- Arbeitsstellenvermittler Herr Mauritz

- Einzelhandel

- Betriebe

Erzielte Ergebnisse

wurden unterschiedliche Methoden und

Techniken eingesetzt.

Es wurde mit Rollenspielen, Verhaltensübungen

und gruppendynamischen

Übungen, sowie Reflexion gearbeitet.

Während der gesamten Trainings haben

die Teilnehmer soziale Regeln und

angemessenes Verhalten in der Gruppe

geübt.

21 ausgewählte SchülerInnen der

beteiligten Schulen nahmen teil. Die

Trainingsmodule konnten mit jeweils 75

Prozent Teilnehmerbeteiligung durchgeführt

werden.

Bisher wurden über den Lehrstellenvermittler

Herrn Mauritz 6 Jugendliche in

Praktikums- bzw. Lehrstellen vermittelt.

Das Konzept zum Projekt liegt zum

Download auf den Servern der teilnehmenden

Berufschulen vor:

www.bs1ro.de

www.bs2ro.de

www.bs-aib.de

5. Teilnehmer

Gesamt: 21 Jugendliche

Mädchen: 10

Jungen: 11

6. Projektleitung

Inge Ilgenfritz,

Berufsschule I

08031/800 60

BS-I.Verwaltung@bnro.de

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Fahrt in den Chiemgauer Hochseilgarten –

Erlebnispädagogik zur Umsetzung der erlernten Fähigkeiten

Im Schuljahr 2004/ 2005 waren knapp

21.000 Jugendliche in Bayern ohne

Ausbildungsplatz. Auch im Landkreis

Rosenheim nimmt die Zahl der Jugendlichen

ohne Arbeit oder Ausbildungsplatz

drastisch zu. Um dieser Entwicklung

Einhalt zu gebieten schlossen sich

die gewerblich- technische Berufsschule

Rosenheim I, die kaufmännische

Berufsschule Rosenheim II und die

Berufsschule Bad Aibling zusammen,

um ein neues Konzept für den ständig

wachsenden Bereich der Jugendlichen

ohne Arbeit/ Ausbildung (JoA) zu

etablieren. Rund 720 JoA wurden mit

dem Ziel auf die drei Schulen aufgeteilt,

den Jugendlichen, ihren Wünschen

entsprechend, eine zertifizierte Grundqualifizierung

auf einem beruflichen

Lernfeld mit auf den Weg zu geben. Neu

an der Entwicklung ist die Tatsache,

dass diese Jugendliche keiner Arbeit

nachgehen und mehrfach benachteiligt

sind. Diese Jugendliche will man mit

dem Projekt „fit 4 job“ auffangen und

wieder in die Gesellschaft eingliedern.

Ziel des LOS- Projektes „Jobcoaching

für Jugendliche an der Berufsschule- fit

4 job“ war es, 21 jungen Menschen ein

Repertoire an Schlüsselqualifikationen

mitzugeben, das ihnen berufliche Vorteile

bringt. Das Projekt wurde auf

Initiative der beruflichen Schulen, BSI,

BSII und BS Bad Aibling gestartet.

Im Zeitraum vom 12.April 2005 bis 24.

Juni 2005 wurden an den Berufs-

■ Die erlebnispädagogische

Abschlussveranstaltung im

Chiemgauer Hochseilgarten

bei Aschau bot den idealen

Rahmen, die in den Trainingsmodulen

erworbenen Schlüsselqualifikationen

in die Praxis

umzusetzen. Zu Beginn der

Veranstaltung wurde eine

Gruppenübung durchgeführt.

Hierbei war es wichtig, dass die

Gruppe gemeinsam – nach Absprache

– Hindernisse überwindet

und miteinander zum Ziel kommt.

Anschließend wurde das – speziell

für das Klettern auf einem Hochseilgarten

- notwendige „Know

How“ in geringer Höhe eingeübt.

Daraufhin ging es dann auf eine

Höhe von zehn bis vierzehn

Metern. Zu zweit war eine Serie

von verschiedenen Hindernissen

wie Stahlkabel, Seile und Bäume

zu bewältigen. Hier kam es nun

darauf an, die erworbenen

Schlüsselqualifikationen wie

Kommunikation, gutes Zuhören,

Annehmen von Lob und Kritik,

sich selbst zu motivieren, Grenzerfahrungen

zu machen und damit

reflektiert umzugehen, anzuwenden.

Besonders hervorzuheben ist

die Fähigkeit sich auf den anderen

verlassen zu können und ihm bei

der Bewältigung von Schwierigkeiten

zu helfen. Die Begeisterung

war groß, als sich alle gut

gesichert aus einer Höhe von zehn

Metern mit einem Sprung in die

Tiefe stürzen konnten.

Einige der Jugendliche konnten

bei der Aktion zeigen, was in

ihnen steckt und haben schwierigste

Hindernisse überwunden.

Sie haben sich an Problemstellungen

herangewagt, die

anfänglich unüberwindbar aussahen.

Wenn sie diese Erfahrungen

auf den Alltag übertragen

können, haben sie durch das

Gesamtprojekt viel für ihr Selbstbewusstsein

und ihre berufliche

sowie private Zukunft gewonnen.

Ein Geduldsakt,

der sehr viel Kooperation

erfordert:

Der Stab

muss von allen

gemeinsam auf

dem Boden

abgesetzt werden


98 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Beschäftigung

99

Lokale Ökonomie

Förderung von wohnortnahen Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Stadtteil. Analyse

1. Inhalt/ Ziele des Projektes 2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Wir suchen

Die Anzahl der unversorgten Schulabgänger,

insbesondere der Hauptschulen,

steigt ständig an. Gerade diese

Jugendlichen verfügen oftmals über

einen geringeren Aktionsradius als

Jugendliche höherer Schulen. Aber

auch andere Stadtteilbewohner wünschen

sich eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle

in der nahen Umgebung.

Neben den finanziellen Vorteilen die

diese bietet (kaum Fahrtkosten, geringer

Zeitaufwand) ist auch das oftmals

fehlende Wissen um die „Welt“ außerhalb

des Stadtteils ein Grund hierfür.

Neben dem Schritt ins Erwerbsleben

bereitet auch der Schritt hinaus aus der

gewohnten Umgebung Ängste.

Deshalb wurde versucht, mittels einer

gezielten Informationssammlung über

Arbeitgeber des Stadtteils (und der

näheren Umgebung) Arbeitssuchenden

des Stadtteils einen Überblick über

lokale Dienstherren zu verschaffen.

Mögliche Arbeitgeber für Lehrstellen,

Arbeitsstellen, Mini- Jobs oder auch

Ferienjobs wurden für die

Stadtteilbewohner eruiert.

Kriterien für den

Erfolg

Die Zusammenstellung

der Ergebnisse

für Arbeitssuchende,

Organisationen und

Arbeitgeber ist fertiggestellt.

Exel- Tabelle

für Internet.

Kontaktvermittlung

zwischen Quartiermanagement

und Betrieben

z.B. anhand 3 neuer

Werbepartner für die

Stadtteilzeitung „Südseiten“.

In Zusammenarbeit

mit Verein Pro Arbeit

werden mindestens 5

zusätzliche Lehrstellen

bei den Betrieben

geschaffen.

Projektbewertung:

Erzielte Ergebnisse

Von über 350 befragten Betrieben

konnten 239 für die Auswertung verwendet

werden.

Es wurden keine Kontakte hergestellt.

1 zusätzliche Lehrstelle,

2 freie Lehrstellen

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Die gesetzten Ziele wurden kaum erreicht, obwohl die geplante Anzahl von

Betrieben zum großen Teil erreicht wurde.

Praktikums-

und

Lehrstellen

für arbeitslose Jugendliche

Betriebe, die in Rosenheim mit uns

zusammenarbeiten wollen erhalten

Unterstützung von Pro Arbeit!

3. Zielgruppe

-

5. Teilnehmer

-

4. Kooperationspartner

Während des Projektes war aufgrund

der wirtschaftlichen Situation

(keine Arbeitsplätze vorhanden) die

Kooperation/ Vernetzung auf ein

Minimum beschränkt.

6. Projektleitung

Nicole Grosse

Tel.: 08052/ 90 95 98

Kontakt:

Ausbildungs- und Arbeitsstellenentwickler

Günter Mauritz

Pro Arbeit Rosenheim

Lessingstr. 20

83024 Rosenheim

Tel.: 0 80 31/8 06 96 30

Mobil: 0171/8 61 43 87


100 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Beschäftigung

101

LOS-Netzwerk für arbeitslose Jugendliche

Stadtteilübergreifender Institutionen- und Maßnahmenverband für arbeitslose

Jugendliche – Initiative für die Minderung und Verhinderung von Jugendarbeitslosigkeit

Verantwortung und Verbindlichkeit

für unsere arbeitslosen Jugendlichen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

In Rosenheim gibt es ca. 470 arbeitslose

Jugendliche, ca. 170 davon sind

ohne Berufsausbildung. Bisher existiert

keine Vernetzung zwischen den Institutionen,

die für diese Jugendliche

zuständig sind. Maßnahmenträger und

Institutionenvertreter kennen sich zum

Teil überhaupt nicht. Ziel des Projektes,

das vom Amt für Kinder, Jugendliche

und Familien initiiert wurde, war es

mittels einer Informationsbroschüre

erste Schritte hin zu einer effektiven

gesamtstädtischen Zusammenarbeit

der Institutionen für arbeitslose Jugendliche

zu gelangen. Langfristig dient das

Projekt der Verhinderung von

Jugendarbeitslosigkeit.

Kriterien für den

Erfolg

Alle wichtigen Ämter

und Institutionen (10)

beteiligen sich an der

Arbeitsgemeinschaft.

Eine Broschüre ist

erstellt, gedruckt.

Eine öffentliche Präsentation

der Ergebnisse/

Broschüre

erfolgt, ein Netzwerk

für arbeitslose Jugendliche

zur Verhinderung

von Jugendarbeitslosigkeit

ist

gegründet.

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt haben sich 11 Ämter und

Instiutionen beteiligt.

Die Broschüre ist gedruckt.

Die Präsentation der Ergebnisse/

Broschüre erfolgt im September. Ein

Netzwerk ist gegründet.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Die Einladung zum Seminar

Stärkenorientiertes Arbeiten

mit arbeitslosen Jugendlichen

anhand von Netzwerkarbeit

So funktionierts am Beispiel von Max:

Max kommt in den Jugendtreff und berichtet der Sozialarbeiterin

Susi, dass er die Schule beendet hat und jetzt

gerne eine Ausbildung machen möchte, aber er weiss nicht

genau was. Seine Eltern sagen immer, dass er mit einem

Hauptschulabschluß sowieso keine Lehrstelle bekommt.

Deshalb hängt er seit Monaten einfach nur so rum. Macht

1

mal dies, mal das. Geht mal Skaten, mal mit seinen Kumpels

rum hängen …

1. Schritt:

2

Susi nimmt den Telefonhörer und ruft Hans vom Arbeitsamt

3. Zielgruppe

Arbeitslose Jugendliche der Stadt

Rosenheim

4. Kooperationspartner

- Amt für Kinder, Jugend und Familien

- Sozialamt

- ARGE

- Dezernat IV

- Soziale Stadt

- Jugendsozialarbeit an Schulen/Pro

Arbeit

- Stadtjugendring

- Berufsschule Bad Aibling

- Projektsteuerung des Sozialraummodells

der Jugendhilfe der Stadt

Rosenheim

5. Teilnehmer

11 VertreterInnen der Institutionen

6. Projektleitung

Gerald Rose,

Jugendamt

Tel.: 08031/36 15 15

g.rose@rosenheim.de

an. Schildert ihm die Sachlage und macht einen Termin

für Max aus. Dann fragt sie Max, ob sie zum Termin auch

mitkommen soll. Dieser verneint und meint er komme ganz

gut alleine zurecht.

2. Schritt:

Susi erkundigt sich bei Hans ob Max zum Termin erschienen

ist. Falls nicht, geht sie, wenn sie Max wieder im Jugendtreff

sieht, gezielt auf ihn zu und fragt ihn nach den Gründen.


102 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Gesundheitsförderung

103

Projektreihe Gesundheitsförderung

Gleichberechtigte Berufschancen für Mütter und Väter. Vernetzung/ Selbstorganisation

über Projektreihe Gesundheitsförderung. Fit & Gesund

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Projektgebiet Happing leben überdurchschnittlich

viele Menschen, insbesondere

viele Kinder und Jugendliche

auf engem Raum. Dies ist besonders

wichtig und interessant, da die Spielund

Sportmöglichkeiten im Stadtteil

nicht in dem Maße gewachsen sind, wie

es dem Wachstum und dem Bedarf der

Bevölkerung entspricht bzw. entsprochen

hätte. Dies spiegelt sich auch im

Verhalten der BewohnerInnen wieder.

Positive Erfahrungen mit dem offenen

Basketballtraining im Stadtteil, wie auch

andere Sportprojekte zeigen, dass

Sport dazu beiträgt, sich besser zu

konzentrieren, besser in seiner eigenen

Mitte zu sein, sich gesünder zu fühlen

und mehr Lebensfreude zu haben.

Aus diesen Gründen sollte im Stadtteil

Happing eine Gesundheitsförderungsaktion

während des Schuljahres

2004/2005 stattfinden. Auf diesem Weg

können auch schwer erreichbare

Zielgruppen angesprochen werden. Die

Vernetzung der Menschen und

Einrichtungen, die sich mit dem Thema

Gesundheitsprävention und

Gesundheitsförderung beschäftigten,

sollten im Stadtteil noch weiter

gefördert werden, um das lokale

Netzwerk zu stärken.

3. Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

aus dem Stadtteil Happing.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Es finden 9 Projekttage

mit 350 SchülerInnen,

100 Kindergartenkindern

und 200

Elternteilen statt.

Mindestens 5 Institutionen

haben eine

gemeinsame Strategie

zur Gesundheitsförderung

im Stadtteil

entwickelt.

2 Familien werden über

das Schuljahr bezüglich

ihres Gesundheitsverhaltens

begleitet und

dieses dokumentiert.

4. Kooperationspartner

- Mitgliedern des Arbeitskreises

- Anneliese Kaiser, Kneippverein

- Schule Fürstätt

- Stadtwerke Rosenheim

- Fa. Danone

- Schüler- und Studentenwerk in der

Pettenkoferstraße

- Fa. Spiegel

- verschiedene Einzelpersonen:

Gaby Schübel, Ludwig Groß,

Jutta Werner, Judith Jotter

- Pfarrei Hl. Blut

Erzielte Ergebnisse

8 Projekttage haben stattgefunden,

statt dem 9. fanden Ernährungswochen

statt. Diese sind besonders gut gelaufen

und haben eine nachhaltige Wirkung.

Bei mehreren Projekttagen waren

die Eltern mit eingeladen. Außerdem

fand ein Sportelternabend statt. Der

Kindergarten Hl. Blut ist im Lauf des

Projektes mit rund 200 Kindergartenkindern

hinzugestoßen.

Ein Arbeitskreis aus verschiedenen

Personen bzw. Institutionen hat sich

gebildet: Der AK hat sich 13 Mal

getroffen, für einzelne Aktionen gab es

Zusatztreffen. Mehr als 30 Aktionen,

teilweise mehrtägig bzw. über Wochen,

haben stattgefunden. Die gemeinsame

Arbeit wurde für gut befunden und soll

in ein weiteres Projekt im kommenden

Schuljahr führen.

Diese Idee stellte sich als nicht durchführbar

heraus. Stattdessen gab es für

die 5. und 6. Klasse regelmäßigen Ernährungsunterricht

mit Wiegeaktionen.

Die Eltern übergewichtiger Kinder

wurden angeschrieben. Ein Teil der

Eltern ist mittlerweile aktiv geworden.

5. Teilnehmer

Gesamt: 813

Erwachsene: 205

Kinder und Jugendliche: 608

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

6. Projektleitung

Christine Pröbstl,

Soziale Stadt

Tel.: 08031/ 23 75 75

stadtteilbuero-happing@cablenet.de

Fit & Gesund

Aussagen der TeilnehmerInnen:

Barbara Laböck, Hortleiterin:

„Die Aktionen waren so genial“

Frau Neumaier, Direktorin

der Schule Happing:

„Ich will die Projektserie im

kleinen Rahmen auch im

nächsten Jahr durchführen.

fit & gesund soll dabei um

die Themen Gewalt und

Sucht erweitert werden. Es

wird weniger Aktionstage

und Aktionswochen geben.

Viel soll auf freiwilliger Basis

stattfinden.“

Schüleraussagen:

„Das war super! Wie

wollen so was wieder

machen!“

„Der Tag des Balls

hat mir am besten

gefallen!“

Mädchen (nahm bei Selbstbehauptungstraining teil):

„Ich kenne mich in gefährlichen Situationen besser aus

und weiß was ich machen kann. Manches, was ich

erfahren habe, darf ich nicht weitererzählen, dass ist

nur für Mädchen und Frauen. Das Training war

richtig toll!“

Plakate zum Thema

Gesundheit

Lehreraussagen:

„Uns war das zu viel. Aber

in „abgespeckter Form“

wären wir wieder mit

dabei.“

„Bestimmte Projekte, wie der

„Tag des Tanzes“ oder der

„Tag des Laufens“ möchten

wir gerne im nächsten Jahr

wiederholen.“

Wie beurteilt der AK sein Projekt:

Auch wenn der Indikator 3 nicht erfüllt

wurde, sind sich alle einig, dass das Projekt

überaus erfolgreich ist, und im nächsten

Jahr in veränderter Form auf jeden Fall

weitergeführt werden soll!


104 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Migration/ Integration

105

Deutschkurs für Kinder und MigrantInnen

Deutschsprechkurs MigrantInnen der Stadtteilschule

Deutschkurs

an der Schule Happing

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

In der Stadtteilschule Happing besuchen

über 30% der Kinder und Jugendlichen

von MigrantInnen die Schule.

Diese verfügen nicht über ausreichende

Deutschkenntnisse und sind somit in

ihrer sozialen Integration in der Schulgemeinschaft

und ihrem Erfolg in der

Schule und beim Schulabschluss

benachteiligt. Nicht nur ihre ausländische

Herkunft stellt aufgrund der

mangelnden Deutschkenntnisse für sie

ein Problem dar, oftmals zeigen sie auch

darüber hinaus Verhaltensauffälligkeiten

z.B. extreme Unruhe, Sprachfehler o.ä.

Trotz dieser dargestellten Schwierigkeiten

war die Gruppe jederzeit arbeitsfähig.

Themen des Deutschsprechkurses,

waren alltagsrelevante Bereiche

der Kinder und Jugendlichen, die neben

der Sprachfertigkeit auch Selbständigkeit

und Eigenverantwortung im gesellschaftlichen

Miteinander initiierten.

Generell kann der Deutschsprechkurs

nur als eine Hilfestellung von vielen zur

Erleichterung der Integration gesehen

werden, welches sich zunächst auf den

Schulalltag begrenzt. Die individuelle

Freizeitgestaltung und Familienstrukturen

geben oftmals konträre Maßstäbe

vor. Nichts desto trotz ist der Deutsch-

Förderkurs ein unerlässlicher Baustein,

da er oftmals sogar die einzige Möglichkeit

darstellt, vorhandene Deutschkenntnisse

einzusetzen und weiterzuentwickeln,

während in der Herkunftsfamilie

und in der Freizeit auf die

Herkunftssprache zurückgegriffen wird.

3. Zielgruppe

SchülerInnen des Stadtteils mit

Migrationshintergrund, die starke

sprachliche Defizite aufweisen.

4. Kooperationspartner

Keine

Kriterien für den

Erfolg

20 SchülerInnen

besuchen den

Deutschsprechkurs

regelmäßig bis

Schuljahresende

(Anwesenheitsliste).

Die SchülerInnen

beurteilen ihre soziale

Integration positiv

(Einzelgespräche) und

haben entsprechende

Übungen für Vorstellungs-

und Bewerbungsgespräche

durchgeführt.

Die Lehrer stellen eine

Leistungssteigerung

bei den mündlichen

Beiträgen der SchülerInnen

fest (Abfrage).

Jeder Schüler kann

mündlich einen Berufswunsch

referieren.

5. Teilnehmer

Gruppe I:

14 SchülerInnen

Gruppe II:

9 SchülerInnen

Erzielte Ergebnisse

Staatsangehörigkeiten: Yugoslawien,

Kroatien, Bulgarien, Indien, Afghanistan,

Türkei.

Die türkischen Frauen haben innerhalb

des Kurses sowohl Fortschritte im

Sprechen, im Sprachverständnis als

auch im Schreiben gemacht. Diese

Fortschritte wurden regelmäßig abgefragt

und gefestigt.

Die SchülerInnen der Gruppe I arbeiteten

stets hoch motiviert mit. Besonders

die Mädchen fielen positiv auf.

Die Kursleitung stellte eine signifikante

Verbesserung der Sprechbereitschaft

fest. Auch korrigierten die Kinder

zunehmend ihre eigenen Sprach- und

Grammatikfehler.

Zur Gesamtauswertung des Deutschsprechkurses

erfolgte ein Gespräch mit

den Lehrkräften der teilnehmenden

SchülerInnen. Die Lehrkräfte bewerteten

den korrekteren Umgang mit Grammatik

und die genauere Wiedergabe von

Gesprächsinhalten als sehr positiv.

Dennoch gibt es TeilnehmerInnen, die

das Klassenziel nicht erreichen werden.

Die Sprachschwierigkeiten sind in

diesem Fall gekoppelt mit Defiziten in

anderen nicht sprachlichen Bereichen.

6. Projektleitung

Christine Neumaier,

Schule Happing

Tel.: 08031/30 45 10

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

„Schon wieder Schule, habe

ich erst gedacht, aber dann

hat es doch mehr Spaß

gemacht.“

„Die Spiele

waren toll.“

Die TeilnehmerInnen über den Kurs:

„Nächstes Schuljahr komme ich

wieder!“

„Mit den anderen selber ein Buch

malen, über einen Maulwurf, der

wissen wollte, wer ihm auf den Kopf...,

das war lustig.“

„Ich habe gar nicht gemerkt,

dass ich in der Schule war.“


106 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Migration/ Integration

107

Integrationskurs für Frauen aus dem ehemaligen

Jugoslawien

Folge- Integrationskurs, Stärkung sozialer Kompetenzen für Frauen aus dem

ehemaligen Jugoslawien

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Was, wo, wie?!

Die Frauen über den Integrationskurs:

Lendita Osmanaj:

„Mein Mann ist erstaunt, dass ich nun Behörden-

gänge mache, für die er sich früher extra frei

nehmen musste.“

Frauen aus dem ehemaligen

Jugoslawien, die hier in Deutschland

leben, haben verschiedene Handicaps:

Sie sind teilweise stark eingeschränkt in

den Möglichkeiten der Kommunikation

und Nutzung von Weiterbildung,

kulturellen Angeboten und der Fähigkeit

zur Interaktion. Dies reduziert die

Frauen auf die engen Zirkel der eigenen

Nationalität und den eigenen Haushalt.

Aufgrund bestehender Problematiken

gab es bereits in der ersten LOS- Phase

2003/2004 einen Integrationskurs für die

Frauen aus dem Ex- Jugoslawien, der

im Stadtteil Finsterwalderstraße/

Endorfer Au durchgeführt wurde. Dieser

Kurs von Frau Drita Auer (Kosovarja

e.V.) erwies sich als sehr erfolgreich.

Das Projekt wurde aufgrund der guten

Ergebnisse fortgeführt.

Kriterien für den

Erfolg

Die kontinuierliche

Teilnahme von 5-10

Frauen und Müttern.

Selbstständige Organisation

und Durchführung

einer Fragestunde

in deutscher Sprache

mit Vertretern der

Stadtverwaltung.

Organisation und

Durchführung einer Bildungsreise

(Tagesausflug

per Bus zu einem

kulturell relevanten

Ziel).

Erzielte Ergebnisse

Frauen nahmen kontinuierlich an dem

Kurs teil.

Die Frauen organisierten und veranstalteten

eine Frage- und Gesprächsrunde

mit Herrn Michael Keneder, dem Leiter

des Sozialreferats der Stadtverwaltung.

Die TeilnehmerInnen organisierten und

führten eine Busfahrt mit verschiedenen

Stationen durch:

- Rundfahrt durch Rosenheim mit

Aufzeigen/ Erklären von Standorten

und Funktionen von Behörden/ Hilfsorganisationen.

- Fahrt zum Chiemsee mit Besichtigung

von Schloss Herrenchiemsee.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ganimete Banjica:

„In der Entbindungsstation konnte

ich endlich dem Pflegepersonal

klar machen, welche Wünsche und

Probleme ich hatte.“

Sebahate Syleimani:

„Seit ich meine

deutsche Nachbarin

zum Kaffee

eingeladen habe,

treffen wir uns öfter. Meine Tochter,

die mit deren Tochter in die Schule

geht, hat so auch eine neue Freundin

gefunden.“

3. Zielgruppe

Dieses Projekt wurde speziell für Frauen

und Mütter aus Ex- Jugoslawien

angeboten.

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff – Soziale Stadt

- Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt

- Stadtjugendring Rosenheim

- Klinikum Rosenheim

- Agentur für Arbeit Rosenheim

- DIE BAHN Rosenheim

- Postamt Rosenheim

- Sparkasse Rosenheim

- Busreisen – Siflinger

- Bayer. Schlösserverwaltung

- Ludwig Fessler Schiffahrtsges. mbH

- Sozialamt Rosenheim

- „Familientreff“ Happing

- „Kosovarja e.V.“ Rosenheim

- Karstadt A.G. Rosenheim

5. Teilnehmer

Frauen: 9

Alter: 20- 48

6. Projektleitung

Drita Auer,

Kosovarja e.V.

Tel.: 08031/23 58 34 6

flying_theo@yahoo.de

Folgende Informationsbesuche

wurden durchgeführt:

• Was, wo, wie im Kaufhaus –

am Beispiel Karstadt

• Wie funktioniert die Bank -

praktische Darstellung in der

Sparkassenfiliale Kaltwies

• Die Post - Bearbeitung von

diversen Sendungen vor Ort


108 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Migration/ Integration

109

Integrationsprojekt für türkische Mädchen

Integrationsprojekt für türkische Mädchen und ihre Familien

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Im Stadtteil Happing leben viele Familien

mit türkischem Migrationshintergrund.

Die jugendlichen Mädchen

dieser Familien sind Zielgruppe des

Projektes. Ein Teil der Mädchen stammt

aus sozialbenachteiligten Familien. Den

Mädchen fehlt neben der Integration in

unsere Gesellschaft häufig die Vermittlung

ihrer eigenen Herkunftskultur.

Über ein Tanzprojekt wurden die

sozialen Kompetenzen der Mädchen

gestärkt und ihnen wichtige Schlüsselqualifikationen

vermittelt. Entsprechend

dem Bedarf der TeilnehmerInnen war

die Gruppe geschlechtshomogen. Über

das Projekt wurde außerdem versucht

die Eltern der Mädchen zu erreichen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 10 Jugendliche

nehmen

kontinuierlich am

Projekt teil (Anwesenheitsliste).

Ein Deutschkurs/

Integrationskurs für

die Eltern der Jugendlichen

ist mit den

Eltern geplant für LOS

Projektabschnitt 2005/

2006 (Anmeldungen

liegen vor, Gruppe ist

zusammengestellt).

Erzielte Ergebnisse

13 jugendliche Mädchen nahmen

kontinuierlich an dem Projekt teil.

Ein Folgeprojekt kam nicht zustande.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel gar nicht

erreicht

Tanzprojekt für türkische Mädchen

„Rhythmus ist Ordnung von

sinnlich wahrnehmbaren Teilen,

die die Zeit in Abschnitte gliedert.

Rhythmus entsteht nur dann,

wenn die Teile in ein ordentliches

Verhältnis gebracht werden.“

Aristoteles

Die TeilnehmerInnen

führen ihre Tänze beim

Spielplatzfamilienfest

und beim Pfarrfest auf.

Die Eltern der Mädchen

sind einbezogen

(Presseberichte, Dokumentation,

Flyer).

Die Gruppe führte ihre Tänze auf dem

Pfarrfest auf. Außerdem gab es Auftritte

bei der Kindermesse Rosenheim, am

Frauentag und am Finsterwaldergymnasium.

Die Eltern wurden in alle Arbeiten

miteinbezogen. Es fanden außerdem 2

Elternabende statt.

Die Rückmeldungen über die Auftritte

waren sehr positiv.

Ziel vollständig

erreicht

Der Projektleiter Zehni Gürsoy über die

Einbeziehung der Eltern:

„Ohne die Eltern geht es sowieso

nicht. Schon daher, weil die

Mädchen noch so jung sind. Ich

schaff das allein auch gar nicht. Die

Eltern haben viel geholfen.“

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

Jugendliche türkische MigrantInnen

4. Kooperationspartner

- Soziale Stadt

- Alevtischer Kulturverein

Gesamt: 13 Mädchen

Alter: 12 bis 17 Jahre

6. Projektleitung

Zehni Gürsoy

Tel.: 08031/ 38 17 87

Zehni.g@gmx.de

Über den Auftritt der Gruppe am Pfarrfest

Hl. Blut freute sich ein Besucher:

„Wo gibt´s denn so was, dass

türkische Mädchen bei einem

katholischen Pfarrfest tanzen?“

■ Die Gruppe der jungen

Türkinnen bekam großen Beifall

für ihren türkischen

Folkloretanz. Die Mädchen traten

alle ohne Kopftuch auf. – Der Auftritt

der türkischen Gruppe auf einem

katholischen Pfarrfest hat integrative

Wirkung! So etwas gab es zuvor

noch nicht in Rosenheim!


110 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Migration/ Integration

111

Projektreihe Kunst

Kulturvergleich, Stärken des operativen sozialen Netzwerkes, Kunst im Stadtteil,

interkultureller Dialog

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Zur Stärkung von Bürgerengagement,

Eigenverantwortung und sozialen Netzwerken

im Stadtteil wurden im Stadtteilgebiet

Brückenpfeiler von Bewohnern

bemalt. Kunst war das zentrale

Medium, um einen interkulturellen

Dialog zu starten. Bei der Umsetzung

wurden verschiedenste Institutionen

und Bewohner, teilweise mit Migrationshintergrund

angesprochen und aktiv

eingebunden.

Im Bereich Isarstraße/ Alzstraße wird ein

dichtbesiedeltes Wohngebiet von einer

Umgehungstrasse durchschnitten. Im

Zielgebiet führt die Straße über eine

Brücke. Im Bereich unter der Brücke

waren die Flächen zwischen den

Brückenpfeilern bisher nicht kultiviert,

werden aber dennoch von den Kindern

und Jugendlichen zum Spielen genutzt.

Spaziergängern dienen diese Flächen

als großes „Hundeklo“. Der Eindruck

war trist, nicht zu letzt auf Grund der

riesigen grauen Betonpfeiler.

Bei einem Anwohnertreffen vor Ort

haben die Anwohner erklärt, dass sie

sich eine Gestaltung dieses Bereiches

wünschen. In einer ersten Maßnahme

wurden nun drei Brückenpfeiler, die ca.

vier Meter breit sind und zwischen

sechs und acht Meter hoch, mit

Anwohnern beidseitig bemalt.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 4 Institutionen

sind aktiv

beteiligt, es entstehen

mind. 2 Kunstprojekte

und es nehmen

mindestens 40 Personen

aus mindestens

5 unterschiedlichen

Nationalitäten teil

6 Institutionen waren

involviert. Sieben großformatige

Bilder

(ca. 4 x 6 m) wurden

erstellt.

Es gibt eine Dokumentation

mit öffentlicher

Präsentation. Das

Thema wird stadtweit

aufegriffen.

Mindestens 10 Teilnehmer

beteiligen sich

nach dem Projekt

ehrenamtlich im Stadtteil

Erzielte Ergebnisse

92 Personen haben aktiv teilgenommen.

Es waren Personen aus 13 unterschiedlichen

Herkunftsländern beteiligt.

Es wurde in regelmäßigen Abständen

ein Newsletter versandt.

Ein Dokumentarfilm wurde gedreht.

Eine Präsentation dieses Films fand am

29.7.2005 unter der Brücke statt.

Die TeilnehmerInnen haben im Durchschnitt

9 Stunden ehrenamtlich an der

Gestaltung der Brückenpfeiler mitgearbeitet.

Mindestens vierzig Personen

sind bereit, das erneut zu tun.

Die AnwohnerInnen übernehmen eine

Art inoffizielle Patenschaft für die

Bilder und melden eigeninitiativ an den

Projektleiter, wenn Unregelmäßigkeiten

auftreten.

Bewertung

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Verschönerung

der Brückenpfeiler

Aussagen von Anwohnern:

„Ich finde das eine tolle Sache. Es wird

auch Zeit, dass das hier mal gestaltet

wird. Wir haben ja schon lange gesagt,

dass hier etwas geschehen muss.“

„Ich komme jeden Tag hier mit meinem

Hund vorbei. Die sind doch schön, die

Bilder. Besonders gefällt mir das bunte

Kinderbild.“

„Na ja, mir ist das egal. Ich gehe hier

morgens und abends mit meinem Hund

Gassi, ansonsten bin ich in der Arbeit.

Die Wände sehen zumindest besser aus

als vorher.“

„Super! Ich finde das wirklich klasse,

dass die Kinder, die hier wohnen, das

selber machen. Dann achten die doch

auch mehr darauf. Ich finde, das sollte

auf jeden Fall weiter gehen.“

3. Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und Erwachsene,

die im Stadtteil, bevorzugt in den

angrenzenden Wohngebieten der

Brückenpfeiler leben, sowie bestehende

Stadtteilgruppen.

4. Kooperationspartner

- Sozialraumbüro

- Stadtjugendring

- Quartiersmanagement

- Schule Happing

- Kinderhort Happing

- Caritas

5. Teilnehmer

Gesamt: 92

Frauen: 4

Männer: 10

Kinder und Jugendliche: 78

6. Projektleitung

Michael Zuber

zuber@zuber-kreaktiv.de

■ Zum Auftakt im März kam eine

Gruppe von Kindern und Jugendlichen

in Begleitung von Sozialpädagogen

des Stadtjugendrings

mehrmals in das Atelier mazu, um

dort Konzepte für die beiden ersten

Wände zu entwickeln. Das Thema

interkultureller Dialog wurde als

Graffiti gesprayt und gemalt.

Die AnwohnerInnen wurden durch

Flugblätter in den Briefkästen von der

Aktion informiert und eingeladen,

zuzusehen. Bis zu 50 Personen haben

auf diese Art täglich an den Veranstaltungen

teilgenommen und zwei weitere

Wände gestaltet.

Eine Gruppe von Kindern aus dem

ansässigen Kinderhort kam in

Begleitung einer Erzieherin und übernahm

federführend die Gestaltung

einer der beiden Betonwände.

Anwohner haben die Aktion spontan

mit Grillwürsten, Salaten, Kaffee und

Kuchen unterstützt.

Im Mai und Juni wurden drei weitere

Wände in Zusammenarbeit mit der

Schule Happing bemalt. Eine Gruppe

von SchülerInnen, die regelmäßig am

Nachmittag ein Basketballtraining an

der Schule besuchen, konnte

gewonnen werdend die letzte noch

verbliebene Wand, die an einen

Streetballplatz grenzt, mit einem entsprechenden

Motiv zu verschönern.


112 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Migration/ Integration

113

Sprachkurs für MigrantInnen

ohne Deutschkenntnisse II – Aufbaukurs

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Bei dem Projekt handelt es sich um

einen Folgesprachkurs für MigrantInnen

mit deren Kindern aus dem Stadtteil.

Die teilnehmenden Frauen haben im

ersten Abschnitt erste Grundlagen der

deut-schen Sprache kennengelernt. Sie

be-nötigen und wünschten sich einen

weiteren Kurs, der auf dem ersten Kurs

aufbaute. Den Kurs mit Kinderbetreuung

anzubieten entsprach dem Bedarf der

Teilnehmerinnen. Der Kurs diente nicht

nur dem Erwerben der deutschen Sprache,

darüber hinaus wurden die Frauen

in ihrer Selbstorganisation unterstützt

und ihre sozialen Kompetenzen erweitert.

Mit dem Kurs sollten grundsätzliche

Vorraussetzungen für die Entwicklung

beruflicher Perspektiven geschaffen

werden.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Nachweislicher Fortschritt

im Sprachbuch

„Passwort Deutsch“

(Prüfung).

Mindestens 5 Frauen

mit Kindern besuchen

den Kurs weiter bis

Ende.

Die Frauen sind nachweislich

in der Lage ein

Vorstellungsgespräch

in deutscher Sprache

zu führen (Video,

Rollenspiele).

Erzielte Ergebnisse

Die Kursleitung kann keine „bestandenen“

Prüfungsergebnisse vorweisen.

Dennoch sind die Teilnehmerinnen hoch

motiviert sich mit der deutschen

Sprache auseinanderzusetzen.

Durchgehend nahmen etwa 8 Frauen

am Kurs teil.

Die Teilnehmerinnen wurden zum Kursende

mit Mikrophon interviewt, um die

Fortschritte zu dokumentieren. Inhalt

der Befragung war die persönliche

Situation der Teilnehmerinnen. Für ein

Vorstellungsgespräch besteht bei den

Müttern mit Kleinkindern derzeit kein

Bedarf.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Aussagen der TeilnehmerInnen:

„Ich will gerne mit dem

Deutsch lernen und dem Kurs

weitermachen.“

Zusammentreffen

verschiedener Nationen im

Sprachkurs für MigrantInnen

„Durch den Kurs konnte ich noch mehr

Deutsch lernen. Ich verstehe die Deutsche

Sprache jetzt besser und auch das Land und

seine Kultur.“

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

6. Projektleitung

MigrantInnen des Stadtteils mit ihren

Kindern.

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Happing

- LOS- Projekt „Familientreff“

- Kindergarten der AWO Happing

- Pfarrei Hl. Blut, Herr Pfarrer Bieler

Frauen: ca. 8

Kinder in der Kinderbetreuung: 4

Kleinkinder: ca. 3

Alter der TeilnehmerInnen: 23 bis 42

Herkunftsländer: Bosnien, Kosovo-

Albaner, Rumänien, Polen, Mexiko ,

Äthiopien, Argentinien

Ursula Saringer

Tel.: 08031/64 35 9

ursula.saringer@t-online.de

Aussage der Projektleitung:

„Es geht darum Kontakte

zu knüpfen, die einen

Dialog ermöglichen. Die

Voraussetzung hierfür ist

Sprache.“


114 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

115

Familientreff

Familie im Mittelpunkt

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Der Familientreff wurde im ersten Projektabschnitt

LOS gestartet und erfolgreich

als Projekt im Stadtteil platziert.

Nun wurde der Familientreff ausgebaut

und als anerkannte Einrichtung in den

Stadtteil eingerichtet. Bei dem Projekt

handelt es sich um ein offenes Angebot,

dass immer wieder von unterschiedlichen

Personen besucht wird. Die TeilnehmerInnen

entwickelten im Laufe des

Projektes sehr viel Eigeninitiative und

waren stark motiviert sich selbst einzubringen.

Der Frauentreff wird nun von

einer Teilnehmerin ehrenamtlich weitergeführt.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Der Familientreff gewinnt

zu den 6 bereits

teilnehmenden Familien

4 weitere Familien

hinzu, sowie 3 Institutionen

die mit dem Treff

zusammenarbeiten.

Der Familientreff

präsentiert sich durch

einen Basar mit selbst

gefertigten Produkten

mit anderen Gruppierungen

im Stadtteil.

Erzielte Ergebnisse

Der Familientreff hat Kontakt zu 4 weiteren

Familien geknüpft. Die Teilnehmerzahlen

variieren stark, da es sich um

ein offenes Angebot handelt. Die

Zusammenarbeit mit den anderen

Institutionen fand im geringen Maß

statt. Die Projektleitung machte

verstärkt Öffentlichkeitsarbeit (Radio

„Charivari“, Plakate, Flyer) für den

Familientreff.

Der Familientreff veranstaltete einen

Basar und präsentierte sich dem

Stadtteil. Andere Gruppierungen

nahmen an der Veranstaltung nicht teil.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Aussage der Projektleitung:

„Es geht darum aufeinander zuzugehen und

in einem Stadtteil mit etwa 50 verschiedenen

Nationen voneinander zu lernen. Man darf

dabei keine Bedingungen daran knüpfen. Es geht

darum Kontakte zu knüpfen, die einen Dialog

ermöglichen.“

„Hier kann ich mal rauskommen von

daheim und bin zufrieden über mein Tun.“

„Wir können hier

zusammenkommen

und uns austauschen.“

Ein Familienfest wird

veranstaltet.

Der Familientreff veranstaltete mehrere

Feste:

- Einjahresfest am 21.04

- Kindergeburtstagsfest zusammen mit

dem Verein Kosovaija

- Mexikoabend mit Vortrag und

Tacoessen

- Kinderfest am 30.06.

Alle Feste waren gut besucht und ein

großer Erfolg.

Ziel vollständig

erreicht

3. Zielgruppe

Deutsche und ausländische Familien

des Stadtteils

4. Kooperationspartner

- Bürgertreff Happing

- LOS- Projekt „Sprachkurs für

MigrantInnen mit Kindern“

- LOS-Projekt „Integrationskurs

für Frauen aus dem ehemaligen

Jugoslawien“

- Pfarrei Hl. Blut, Herr Pfarrer Bieler

5. Teilnehmer

Ca. 5 Frauen

Ca. 5 Kinder

(Zahlen variierten stark. Bei Festen gab

es größere Teilnehmerzahlen)

6. Projektleitung

Ursula Saringer

Tel.: 08031/64 35 9

ursula.saringer@t-online.de

„Hierher komm ich wieder... da lernt

man ja noch was.“

„Bis zum nächsten mal!“


116 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

117

Förderung des Ehrenamtes für Familien

Schulung für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit, Stärken

lokaler operativer Netzwerke

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Eine der zentralen Funktionen der

Sozialen Stadt und von LOS ist die

Stärkung des lokalen und operativen

Netzwerkes im Stadtteil. Dazu gehört

die Förderung und Stärkung des

Ehrenamtes, besonders um durch LOS

angestoßene Projektstrategien

mittelfristig weiterführen zu können. Die

ehrenamtliche Arbeit von Männern,

Frauen und Jugendlichen im Stadtteil

sollte durch eine bedarfsgerechte

Schulung gestärkt und ausgebaut

werden. Insbesondere war es Ziel die

Fortführung des durch LOS 2003/2004

gestarteten Ferienintegrationsprogramms

zu sichern. Das Projekt hatte

folgende Inhalte:

1. Vermittlung der Methoden der

Gruppenarbeit unter Berücksichtigung

der Genderperspektive.

2. Rechte und Pflichten, sowie Versicher

ungsangelegenheiten.

3. Konfliktregelung.

4. Gemeinsame Reflexion,

Berichterstellung und Dokumentation

mit den TeilnehmerInnen.

Die Schulungen der insgesamt 12

Ehrenamtlichen fanden in zwei

Themenblöcken statt. Die

KursleiterInnen erhielten nach den

Schulungen durchwegs positive

Rückmeldungen und wurden gebeten

die Kurse zu wiederholen und

auszuweiten.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 10 Ehrenamtliche

nehmen

kontinuierlich an der

Schulung teil (Anwesenheitsliste).

Ein (e) arbeitslose(r)

Jugendliche(r) ist

zusätzlich in die

ehrenamtliche Kinderund

Jugendarbeit im

Stadtteil eingebunden.

Alle TeilnehmerInnen

sind bis Projektende

nachweislich in einem

ehrenamtlichen Projekt

im Stadtteil aktiv.

Ein Konzept zur Ehrenamtsschulung

im

Stadtteil ist entwickelt

(liegt schriftlich vor).

Erzielte Ergebnisse

Insgesamt haben 8 Ehrenamtliche an

der Schulung teilgenommern.

Der bei Konzeptentwurf eingeplante

Jugendliche, welcher in das Projekt

eingebunden werden sollte und aktiv als

Betreuer im Ferienprogramm mitarbeiten

wollte, wurde im Laufe des Frühjahrs

durch die Offene Jugendarbeit

Happing in eine Lehrstelle vermittelt.

Wurde erarbeitet = Handout.

Alle SchulungsteilnehmerInnen bestätigten

sowohl in unserer schriftlichen als

auch in der mündlichen Auswertung den

positiven Einfluss für ihre ehrenamtliche

Arbeit.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Schulung für ehrenamtliche Tätigkeiten

in der Kinder- und Jugendarbeit

■ Am 07. Mai fand von 9:00 –

17:00 Uhr im Bürgertreff Happing

eine Schulung für ehrenamtliche

Tätigkeiten in der Kinder und

Jugendarbeit statt. Insgesamt

meldeten sich 12 ehrenamtliche

Bürger aus dem Stadtteil an, von

denen acht letzt endlich auch

teilnahmen.

Von den Kursleitern Barbara Michalski

Die Kurse

waren mal

praktisch …

und Oliver Glass, bei Dipl. Sozialpädagogen

(FH), wurden Themen wie

Gruppenphasen, Rollentypen,

Gruppenspiele, Aufsichtspflicht,

Jugendschutz und Versicherung behandelt.

Dies wurde nicht nur anhand

von Vorträgen vermittelt, sondern die

Teilnehmer hatten auch die

Möglichkeit in Gruppenarbeit

und anhand von

Fallbeispielen ihr eigenes Wissen mit

einzubringen.

Am Samstag, den 2. Juli 2005 gab es

einen auf den ersten Teil aufbauenden

zweiten Kurs mit dem Schwerpunkt

Beratung bei konkreten Vorhaben und

Gruppenspiele.

3. Zielgruppe

5. Teilnehmer

6. Projektleitung

Die Schulung wurde für alle in der

Kinder- und Jugendarbeit engagierten

bzw. interessierten Bewohner des

Stadtteils angeboten.

Kurs 1: 9

Kurs 2: 8

Alter: 16 - 65 Jahre

Barbara Michalski,

Stadtjugendring Rosenheim

Tel.: 08031/ 26 99 32

michalski@stadtjugendring.de

… mal

theoretisch…

4. Kooperationspartner

- LOS- Projekt: Ferienprogramm

Happing

- Soziale Stadt Happing

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… und immer mit Spaß verbunden.


118 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

119

Soziales Kompetenztraining

Soziales Kompetenztraining zur Verhinderung Schulabbruch in der Grund- und

Teilhauptschule Happing

„Was du nicht willst, dass man dir tut,

das füg auch keinem anderen zu!”

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Das Projekt richtete sich an die Ganztagsklasse

der Jahrgangstufe 5 der

Teilhauptschule Happing. Die SchülerInnen

dieser Klasse sollten mittels des

Projekts in ihren sozialen Kompetenzen

geschult und gefördert werden. Zu

Beginn des Projektes musste jedoch

festgestellt werden, dass die Zielgruppe

hohe Defizite im Sozialverhalten aufwies.

Daher wurde das Konzept dem

Bedarf der TeilnehmerInnen angepasst.

Durch die extreme Situation in der

Klasse konnte kein „klassisches Kompetenztraining“

durchgeführt werden.

Dennoch wurde an dem Verhalten der

SchülerInnen mit geeigneten Maßnahmen

gearbeitet. Die Situation in der

Klasse hat sich deutlich gebessert, auch

wenn ein Bedarf an Weiterführung

besteht.

Kriterien für den

Erfolg

Die Mädchen und

Jungen können ihre

eigenen Kompetenzen

klar benennen. Die

Schüler füllen einen

Bogen zur Selbsteinschätzung

zu Beginn

und zum Ende des

Trainings aus.

Es erfolgt über einen

Evaluationsbogen eine

regelmäßige Einschätzung

der Lehrkräfte im

sozialen Verhalten der

Schüler.

Erzielte Ergebnisse

Dies war aufgrund der unerwartet

schwierigen Zielgruppe nicht möglich.

Der Ablauf des Konzepts wurde entsprechend

dem Bedarf der SchülerInnen

geändert: Jungen und Mädchen

wurden teilweise getrennt. Die SchülerInnen

bekamen ein separates

Beratungsangebot.

Durch die Änderung des Konzepts,

konnte dieser Indikator nicht erfüllt

werden. Die Projektleitung selbst

beurteilt das soziale Verhalten der

Klasse als besser als zum Projektbeginn:

bei etwa 2/3 der Klasse konnten

die sozialen Störungen reduziert

werden.

Bewertung

Ziel kaum

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Die Klasse organisiert

gemeinsam ein LOS-

Projekt zu einem

entsprechenden

Thema.

Ein Folge- LOS- Projekt wird nicht

geplant. Mit den Mädchen wurde

zusammen mit dem Religionspädagogen

der Schule ein Projekt mit den

Inhalten „Soziale Kompetenz“, „Konfliktfähigkeit“

und „Zeit für mich“ durchgeführt.

Die Jungen erhielten parallel einen

„Coolness- Block“. Für das kommende

Schuljahr ist ein „Coolness- Training“ für

die gesamte Klasse geplant.

Ziel vollständig

erreicht

Drei Regeln im Coolness-Block für die Jungen der Klasse 5a

3. Zielgruppe

5. Klasse der Schule Happing mit einer

überdurchschnittlich großen Zahl an

SchülerInnen mit hohen Defiziten im

Sozialverhalten.

4. Kooperationspartner

- Schule Happing

- Sozialarbeiterin, Bildungsmanagerin,

Antiaggressionstrainerin Angelika

Thomas- Photiadis

5. Teilnehmer

Gesamt: 29

Mädchen: 14

Jungen: 15

6. Projektleitung

Katrin Werner,

Flexible Jugendhilfe Rosenheim &

Eberberg (Diakonisches Werk)

Tel.: 0170/96 78 32 4

katrin.werner@diakonie-rosenheim.de

1. Keine Gewalt

2. Keine Beleidigungen

3. Den Anweisungen der Trainer ist

Folge zu leisten


120 Stadtteil Happing I Bildung

121

Strategiekonzept für die schulische Integration

jugendlicher MigrantInnen

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Die Stadtteilschule Happing hat in allen

Schulklassen einen hohen Anteil SchülerInnen

aus verschiedensten Nationen.

Lehrkräfte, ausländ. Eltern, pädagogische

Mitarbeiterinnen des Hortes und

des Kindergartens haben kein gemeinsames

Strategiekonzept für die Integration

der jugendlichen MigrantInnen.

Eine gelungene schulische Integration

von Jugendlichen und deren Eltern

fördert die beruflichen Chancen der

Jugendlichen.

Haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen

des Stadtteils Happing

erarbeiteten in einem Fortbildungswochenende

gemeinsam das Strategiekonzept

für die schulische Integration

der jugendlichen MigrantInnen. Dadurch

entstand ein praxisnahes und

situationsgerechtes Strategiekonzept,

das nun Teil des Schulleitbildes ist.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

Mindestens 8 TeilnehmerInnen

zusammengesetzt

aus Lehrkräften,

Elternbeirat

und HortmitarbeiterInnen

nehmen an

dem Fortbildungswochenende

teil.

Der Entwurf eines

Strategiekonzeptes zur

Integration jugendlicher

MigrantInnen an

der Stadtteilschule ist

dokumentiert.

Das Konzept wird in

das Schulleitbild

aufgenommen, öffentlich

kommuniziert

(Schulveranstaltung)

und ein entsprechendes

Schullogo entworfen.

Erzielte Ergebnisse

Es haben 6 TeilnehmerInnen an dem

Seminar teilgenommen. Die Gruppe war

in hohem Maße arbeitsfähig, das Fehlen

vor allem eines ausländischen Vertreters

wurde aber mehrfach als Mangel

konstatiert.

Der Entwurf eines Strategiekonzeptes

wurde in Form eines konkreten Maßnahmenkatalogs

realisiert, da sich die

Vereinbarung eines konkreten Maßnahmenkataloges

als sinnvoller Beginn für

die Kooperation der beteiligten Institutionen

heraus stellte.

Die erarbeitete Maßnahmeliste wurde

dem Schulleitbild angefügt. Die öffentliche

Kommunikation ist Bestandteil

dieser Maßnahmenliste und kann erst

im Laufe des Jahres evaluiert werden.

Die Entwicklung eines entsprechenden

Schullogos konnte aus Zeitgründen

nicht thematisiert werden.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel kaum

erreicht

Der Berg ruft!

„ Die Kombination von einem sehr

erholsamen Ort und wunderbaren

Rahmenbedingungen mit

produktivem Arbeiten war ein ganz

neues und gutes Erlebnis...“

„... ich hoffe, dass dieses Arbeiten fortgesetzt wird

– in einem Jahr wäre eine Reflexion dessen, was

wir uns vorgenommen haben, sehr wichtig - ..“

„... es war wichtig und hilfreich zu erfahren,

wer überall an anderer Stelle am gleichen

Thema arbeitet...“

„... unter Anleitung arbeiten und unter

einer vorgegebenen Struktur – das

war entlastend und eine bereichernde

Erfahrung zugleich....“

3. Zielgruppe

- Jugendliche MigrantInnen

- Eltern der jugendlichen MigrantInnen

- Lehrkräfte der Schule

- Hort- u. KindergartenmitarbeiterInnen

4. Kooperationspartner

- Soziale Stadt

- Schule

- Kindergarten

- Hort

5. Teilnehmer

Gesamt: 6

Davon:

- Lehrkräfte der Grund- und

Teilhauptschule Happing: 3

- Kindergarten: 1

- Hortleiterin: 1

- Quartiersmanagerin der Sozialen

Stadt Happing

6. Projektleitung

Markus Tolksdorf

Tel.: 08031/ 40 02 34

520047410660-0001@T-online.de

„... ich bin zwar

schon länger dabei,

bin aber überrascht,

wie viele Gute Ideen mir selber aus der

Distanz kommen, die ich auch umsetzen

möchte...“

„... Fortsetzung ist sehr wichtig, dann sollte es aber gelingen,

auch Eltern-/VertreterInnen teilhaben und teilnehmen zu

lassen, denn deren Sicht ist für uns unverzichtbar...“


122 Stadtteil Happing I Handlungsfeld Kinder, Jugend, Familie

123

Vorbereitungskurs für den Hauptschulabschluss

1. Inhalt/ Ziele des Projektes

Die Chancen der Jugendlichen am

beruflichen Leben auf Dauer teilnehmen

zu können, hängen auch direkt davon

ab, welcher Schulabschluss erreicht

wurde. Ein qualifizierender Hauptschulabschluss

wird immer mehr zur Mindestanforderung,

um eine Lehrstelle zu

erhalten. Der „Vorbereitungskurs für den

Hauptschulabschluss“ wurde mit dem

Ziel durchgeführt, um die Chancen der

Jugendlichen auf eine Ausbildung zu

verbessern. Das Projekt richtete sich

gleichermaßen an weibliche und männliche

Jugendliche. Es diente auch dem

Zweck der Förderung der Chancengleichheit

auf dem Ausbildungs- und

Arbeitsmarkt.

Im Mittelpunkt der Kursstunden standen

in allen Fächern Aufgabenstellungen

des schriftlichen und mündlichen Quali

aus den vergangenen Jahren, daneben

auch fachrelevante Arbeitstechniken

und Aspekte des Prüfungszeitmanagements.

Der Kurs wurde auch genutzt,

um mit den TeilnehmerInnen bezüglich

ihrer Berufsvorstellungen und die dafür

benötigten schulischen Voraussetzungen

zu sprechen.

2. Indikatoren zur Erfolgsbewertung

Kriterien für den

Erfolg

8 arbeitslose Jugendliche

nehmen kontinuierlich

am Vorbereitungskurs

teil

(Anwesenheitsliste).

Die SchülerInnen

können auf Basis der

Kompetenzanalyse

ihre Stärken benennen

und haben auf dieser

Grundlage Berufsperspektiven

entwickelt

(Nachweis: Dokumentation).

Mindestens 8 SchülerInnen

schließen die

Schule mit dem qualifizierten

Hauptschulabschluss

ab.

Erzielte Ergebnisse

75% der gemeldeten SchülerInnen nahmen

regelmäßig an dem Vorbereitungskurs

teil.

Den TeilnehmerInnen gelang es

größtenteils die Schwächen und Stärken

zu analysieren und zu artikulieren.

Sie entwickelten eine enorme Eigenverantwortung

und Selbststeuerung. Das

Thema Berufsvorstellungen war im Kurs

ständig präsent.

8 TeilnehmerInnen erreichten den Quali

mit Erfolg.

Bewertung

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel zum

großen Teil

erreicht

Ziel vollständig

erreicht

Wir schaffen das schon!!

Oder??

Aussagen der TeilnehmerInnen:

„Das Projekt hat mir sehr bei der

Vorbereitung zum Quali geholfen.“

„Das Projekt hat

richtig Spaß gemacht,

auch wenn es sehr

anstrengend war.“

„Ich verstehe jetzt wie die

Quali- Prüfung genau abläuft.“

3. Zielgruppe

Das Projekt wurde durchgeführt für:

- Jugendliche mit Hauptschulabschluss

- für arbeitslose Jugendliche

5. Teilnehmer

Gesamt: 12

Weiblich: 7

Männlich: 5

6. Projektleitung

Markus Kinzelmann

Tel.: 08053/ 209887

m.kinzelmann@t-online.de

Aussagen der Lehrer:

„Die motivierten Schüler haben auch durchgehalten.“

4. Kooperationspartner

- Schulsozialarbeit

„Bei den Schülern, die sich

sehr im Vorbereitungskurs

angestrengt haben, war klar,

dass sie den Quali schaffen

würden.“

Kursbeginn: 02 März 2005

Kursende: 21 Juni 2005

Teilnehmeranzahl: 12 SchülerInnen

Erfolgreich abgeschlossen: 8 SchülerInnen


So geht´s weiter:

Auch im kommenden Jahr

stehen der Stadt Rosenheim

wieder Gelder für LOS- Projekte

zur Verfügung.

Freuen Sie sich auf die

3. Projektphase 2005/ 2006.

Gefördert vom:

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