BTI TERRA-VENT-SYSTEM - BTI Befestigungstechnik GmbH & Co. KG

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BTI TERRA-VENT-SYSTEM - BTI Befestigungstechnik GmbH & Co. KG

BTI TERRA-VENT-SYSTEM

Systemleiste + systemschraube

Aufbau-/ Verarbeitungshinweise


Vorbereitung der Unterkonstruktion

Für die Stabilität und Haltbarkeit einer Holzterrasse ist es wichtig, die richtige Unterkonstruktion zu bauen, denn

sie ist die Voraussetzung für alle weiteren Konstruktionsabschnitte. An einem realistischen Beispiel möchten wir

an dieser Stelle den möglichen Aufbau skizzieren und darstellen. (Eine detaillierte Vorbereitung ist beim Bau jeder

Terrasse durchaus sinnvoll).

Gezeigt wird die Erstellung einer Holzterrasse

aus Bankirai-Holz in einer Größe

von 35 m². Das Höhenniveau ist durch

das schon fertige Haus vorgegeben.

V o r b e r e i t u n g

1

Ausgangssituation ist das Betonfundament mit Gefälle. Darauf wird der

äußere Holzrahmen verlegt und innen mit Edelstahlwinkeln verbunden.

Die gesamte Holzkonstruktion wird mit Vlies

unterlegt.

2 3

Die Edelstahlwinkel werden von innen an den

Außenrahmen angeschraubt und anschließend

mit den Querhölzern verbunden.

4 5

Die Querhölzer werden in einem Abstand von

max. 50 cm eingesetzt.

Das Höhenniveau muss stets mit einer

Wasser- oder Schlauchwaage geprüft und

gegebenenfalls ausgerichtet werden.

Als Basisunterkonstruktion haben wir

ein entsprechendes Betonfundament

gegossen, das als Auflage für die Unterkonstruktion

des äußeren Holzrahmens

und der Querverstrebung dienen soll.

Der äußere Holzrahmen wird mit Edelstahlwinkeln

innen miteinander verbunden

bzw. auf dem Betonfundament

fixiert. Für den nötigen Halt werden

Edelstahlschrauben verwendet.

Damit sich unter der Terrasse im Laufe

der Jahre kein Unkraut bilden kann,

haben wir den kompletten Konstruktionsbereich

mit einem wasserdurchlässigen

Vlies abgedeckt. Somit wird eine

Feuchtigkeitsbildung verhindert und für

gute Belüftung der Unterkonstruktion

gesorgt.

Nachdem wir den äußeren Holzrahmen

montiert und mit einer Wasser- oder

Schlauchwaage das Höhenniveau noch

einmal überprüft haben (wir empfehlen

ein Gefälle von mindestens 1%, um

stehende Nässe zu verhindern), können

die Querhölzer eingesetzt werden.

Hierbei sollte der Abstand maximal

50 cm betragen.

Wichtig:

Bitte achten Sie darauf, dass der Abstand von

max. 50 cm über die gesamte Länge eingehalten

wird, da beim Befestigen der Holzdiele sonst

keine gerade Verschraubungslinie möglich ist. Auch

sollten die Querhölzer gegen Verdrehen oder Verrutschen

gesichert werden. Hierzu können Winkel

mit Querverstrebungen oder auch Multi-Monti

Schraubanker zur direkten Verschraubung auf dem

Fundament verwendet werden.

W W W . B T I . D E


Stabilisierung der Unterkonstruktion

Auf dieser Seite wird gezeigt, wie die Terrassen-Unterkonstuktion stabilisiert und ausgerichtet wird. Es ist wichtig,

dass das Höhenniveau und die Befestigung und Stabilisierung der Unterkonstruktion noch einmal überprüft werden.

Eine Überprüfung der gesamten Unterkonstruktion

(Holzrahmen und Querhölzer)

mittels einer Wasserwaage oder

einer Schlauchwaage ist in diesem

Arbeitsabschnitt sehr wichtig, da jetzt

auftretende Unregelmäßigkeiten in der

Unterkonstruktion noch relativ einfach

ausgeglichen werden können.

A U s r i c h t u n g

6

Um die Unterkonstruktion zu stabilisieren, werden mit einer Wasser- bzw.

Schlauchwaage Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Die Unterkonstruktion wird mit Kunststoffplättchen

so unterbaut, dass

ein Gefälle von mindestens 1% entsteht.

Dadurch wird stehendes Wasser

auf den Dielen und eine permanent

feuchte Unterkonstruktion vermieden.

Durch Ausfüllen der Zwischenräume

mit grobem Kies oder Schotter werden

die ganze Unterkonstruktion und die

Querhölzer zusätzlich gefestigt und stabilisiert

(mindestens 2 cm tiefer als die

Oberkante der Unterkonstruktion).

7

Zur Justierung und zum Schutz des Holzes

vor Feuchtigkeit werden Kunststoffkeile

unterlegt.

8

Mit Kies oder Schotter werden die Zwischenräume

der Unterkonstruktion aufgefüllt.

Auch Kriechtiere und Unkraut hält

man durch diese Kies-/Schotterfüllung

unter der Terrassenkonstruktion fern.

Nachdem die Vorarbeiten gewissenhaft

abgeschlossen sind und die komplette

Unterkonstruktion mit der Wasser- bzw.

Schlauchwaage genau nachjustiert ist,

kann mit den Feinarbeiten begonnen

werden.

W W W . B T I . D E

Der Kies oder Schotter wird gleichmäßig in

den Zwischeräumen verteilt.

9 10

Mit einer Richtschnur prüfen, ob die Querhölzer

in ihrer Position noch gerade liegen.


Die BTI Terra-Vent-Systemleiste

Terra-Vent-Systemleisten sollten beim Bau einer Holzterrasse auf keinem Fall mehr fehlen!

Die Vorteile und Wirkungsweise der Terra-Vent-Systemleiste wird auf dieser Seite beschrieben.

11

Um die Ausdehnungskräfte der Dielen aufzunehmen und ein Abscheren der Terra-Tec-

Systemschrauben zu verhindern, werden BTI Terra-Vent-Systemleisten eingesetzt.

Die BTI Terra-Vent-Systemleisten werden halbseitig

mit mindestens drei BTI Drilltec Z ES

4,0 x 40 auf der Unterkonstruktion befestigt.

12 13

Zu lange Leisten können mit einem Seitenschneider

oder Stechbeitel gekürzt werden.

14 15

Mit dem Nut- und Feder-Prinzip an den Enden

können die BTI Terra-Vent-Systemleisten ganz

einfach miteinander verbunden werden.

Mit Hilfe einer Richtschnur ist auf eine

gerade Verschraubung der Leisten zu achten.

Bei zahlreichen Gesprächen mit Verarbeitern

konnten wir feststellen, dass

das Abscheren von Schrauben eines

der größten Probleme beim Bau von

Holzterrassen ist. Die Terra-Vent-

Systemleiste wurde entwickelt, um ein

Abscheren der Schrauben zu verhindern.

Die Systemleiste bringt einen Abstand

von 13 mm zwischen Unterkonstruktion

und Diele. Dadurch wird die Schraube

beim Quellen und Schwinden der Hölzer

nicht mehr auf Abscheren, sondern nur

noch auf Biegung beansprucht. Die

Terra-Vent-Systemleiste wird mit der

Schraube Drilltec Z ES 4,0 x 40 in den

dafür vorgesehenen Bohrungen befestigt

(mindestens 3 Schrauben pro Leiste).

Die Systemleiste ist 730 mm lang und

hat zum Verlängern an den Enden ein

Nut- und Feder-System: Einfach zusammenstecken

und verschrauben – die

Verwendung der Drilltec Z ES macht ein

zeitaufwändiges Vorbohren hier unnötig!

Es ist darauf zu achten, dass die Terra-

Vent-Systemleiste leicht außermittig auf

die Unterkonstruktion aufgeschraubt

wird. Somit wird ein Durchschrauben

der Leiste vermieden, wenn es um das

Verlegen der Leiste geht. Die Terra-

Vent-Systemleiste sollte immer gleichmäßig

leicht rechts oder links auf der

Unterkonstruktion befestigt werden.

T e r r a - V e n t - S Y S T E M L E I S T E

W W W . B T I . D E

Kein Abscheren der Schraube

Die Terra-Vent-Systemleiste ermöglicht

der Schraube eine optimale

Bewegungsaufnahme und verhindert

so ein Abscheren der Schraube.

Ohne Terra-Vent-Systemleiste

Mit Terra-Vent-Systemleiste


Verlegung der Dielen

Für ein sauberes Verlegen der Dielen ist es wichtig, dass das Höhenniveau sowie die Befestigung bzw. Stabilisierung

der Unterkonstruktion zuvor nochmals überprüft werden.

16

Die erste Paneele wird im 90°-Winkel zu den Querhölzern ausgerichtet und

befestigt. Überstände werden zum Schluss abgesägt.

Nach der abschließenden Kontrolle

der Unterkonstruktion kann mit der

Verschraubung der Dielen begonnen

werden. Zu Beginn ist es extrem wichtig,

dass die erste Diele im 90°-Winkel zu

den Querhölzern der Unterkonstruktion

ausgerichtet wird. Sollte hier ein Fehler

unterlaufen, setzt sich dieser über die

ganze Terrasse fort. Wir befestigen

die erste Diele nur jeweils mit einer

Schraube vorne und hinten. Dann spannen

wir mittig über die Querbalken in

Längsrichtung eine Richtschnur, um

eine exakt gerade Linie zu bekommen,

an der wir die Verschraubung der Diele

vornehmen können.

D i e l e n v e r l e g e n

Abstandskeile sorgen für gleichmäßige

Zwischenräume bei den Paneelen.

17 18

Die Richtschnur gewährleistet einen

geradlinigen parallelen Schraubenverlauf.

Nach dem Ausrichten der ersten Diele

wird diese mit je 2 Terra-Tec-Systemschrauben

(Länge und Ø je nach Dielenart

wählen) auf jedem Querholz der

Unterkonstruktion verschraubt. Wir verlegen

die folgenden Dielen in einem

Abstand von mindestens 7 mm. Dieser

Abstand dient zum Ausgleichen beim

Quellen oder Schwinden der Dielen.

Hierzu sind Abstandhalter aus Kunststoff

sehr hilfreich.

W W W . B T I . D E

Die BTI Terra-Tec-Systemschraube entlang

der Richtschnur ansetzen und einschrauben.

19 20

Die Schrauben müssen sauber in die Paneele

gesetzt sein, um Verletzungen vorzubeugen.


BTI Terra-Vent-System Produktübersicht

Terra-Vent-Systemleiste

Terrassen-Ventilationsleiste für den Bau von Hartholzterrassen

T e r r a s s e n b a u

■ Kein Abscheren oder Abreißen der Schraube

Distanz zwischen Unterkonstruktion und Diele,

somit eine optimale Bewegungsaufnahme

■ Keine Verwitterung des Holzes

Die Konstruktion der Leiste (Querrippen auf der

Ober- und Unterseite) bewirkt eine optimale

Luftzirkulation zwischen Unterkonstruktion und

Diele

■ Leichte und schnelle Verarbeitung

Aneinanderreihen mit speziellem Stecksystem

■ Langlebigkeit

Hochdruckfestes, UV-beständiges Material

■ Optimal abgestimmtes System

Mit der Terra-Tec-Systemschraube

Einsatzbereiche:

Besonders geeignet für den Terrassenbau mit

verschiedenen Tropenhölzern wie z. B. Bangkirai,

Itauba, Megano oder Massaranduba

Verarbeitungshinweise:

Terra-Vent-Systemleiste mittig auf der Unterkonstruktion

mit Drilltec Z 4,0 x 40 ES fixieren. Dielen

auf die mit Systemleisten vorbereitete Unterkonstruktion

legen und mit mindestens 7 mm Abstand

Diele für Diele mit Terra-Tec-Systemschrauben in

der entsprechenden Länge verschrauben. An jedem

Kreuzpunkt der Diele mit der Unterkonstruktion

sind zwei Terra-Tec-Systemschrauben zu verwenden.

Technische Daten

Länge

730 mm

Breite

16 mm

Stärke

13 mm

Material hochwertiger, witterungsbeständiger

UV-stabilisierter PEHD-Kunststoff

(recycelbar)

Farbe

braun

Temperaturbeständigkeit -30 °C bis +60 °C

Ohne Terra-Vent-

Systemleiste:

Ein Abscheren der

Schraube ist vorprogrammiert

Mit Terra-Vent-

Systemleiste:

Die Bewegung der

Diele wird optimal

aufgenommen

Artikel- VPE Bezeichnung

Nummer Stück

005031 50 Terra-Vent-Systemleiste

05-312 A/P/T 05

Drilltec Z ES für Terra-Vent-System

Ideal für die spannungsfreie Montage

■ 60°-Senkkopf mit Fräsrippen für geringere

Krafteinwirkung

Spannungen und Ausreißen der Leisten werden

vermieden

■ Bohrspitze und Schälrippen

Bohrspitze und Schälrippen oberhalb des

Gewindes zerschneiden zusätzlich die Fasern

und nehmen Spannung aus dem Holz

■ Material: Martensitischer Edelstahl

(leicht magnetisch)

■ Schnelles und einfaches Verschrauben

im Randbereich

Kein Vorbohren, kein Ausbrechen

■ Leichtes Verschrauben in den

gebräuchlichsten Holzarten

Spezielle Gewindegeometrie

■ Ideale Kraftübertragung in Verbindung

mit dem TX-PaKo-Bit

Einsatzbereiche:

Speziell für die Verschraubung der Terra-Vent-

Systemleiste im Terrassenbau auf der

Unterkonstruktion

Drilltec Z ES

Abmessung Artikel- VPE Antrieb

mm Nummer Stück

4,0 x 40 000111 500 TX 15

05-342 A/P 05

W W W . B T I . D E


BTI Terra-Vent-System Produktübersicht

Terra-Tec martensitischer Edelstahl ES

Terra-Tec Edelstahl A4

Verletzungsfreier Barfußbelag durch die spezielle

Kopfgeometrie der Terra-Tec-Systemschraube.

Terra-Tec-Systemschraube

Für den Bau von Hartholzterrassen

■ Angenehmer und verletzungsfreier

Barfußbelag

Durch die spezielle Kopfgeometrie stellen sich

keine Späne mehr auf

■ Optimale Kraftübertragung durch die TX-Aufnahme

in Verbindung mit dem BTI-Pako Bit

■ Optimal abgestimmtes System

Systemergänzung durch die Terra-Vent-

Systemleiste und Drilltec Z ES

Martensitischer Edelstahl ES:

■ Keine Rostlaufspuren

Rostfreier, gehärteter Stahl eignet sich hervorragend

bei herkömmlichen Umgebungseinflüssen

■ Keine Spannung und Rissbildung

Spezielle Schneiderippe im Gewindeanschnitt

■ Geringe Einschraubdrehmomente

Schälrippen hinter dem Gewinde

Edelstahl A4:

■ Hochkorrosionsbeständiger A4-Edelstahl

Eignet sich bei erhöhter Korrosionsgefahr mit

mäßiger Chlorid- und Schwefeldioxidbelastung

(Industrieatmosphäre und Meeresnähe)

■ Keine Schraubenabrisse

Stützgewinde unter dem Kopf

■ Optimales Bohrverhalten und leichtes

Einschrauben

Spezielle taumelfreie Spitzengeometrie

Einsatzbereiche:

Hervorragend geeignet zur Verbindung von Dielen

auf Holzunterkonstruktionen beim Hartholz-Terrassenbau,

insbesondere mit Tropenhölzern wie z. B.

Bangkirai, Itauba, Megano oder Massaranduba

Verarbeitungshinweise:

Auf der mit Terra-Vent-Systemleisten vorbereiteten

Unterkonstruktion mit mindestens 7 mm Abstand

Diele für Diele mit Terra-Tec-Systemschrauben verschrauben.

An jedem Kreuzpunkt der Diele mit der

Unterkonstruk-tion zwei Terra-Tec-Systemschrauben

verwenden. Eine Einschraubtiefe in der Unterkonstruktion

von ca. 5-mal dem verwendeten

Schraubendurchmesser und Randabstände mit ca.

12 cm müssen eingehalten werden. Auf ein Vorbohren

kann in vielen Fällen verzichtet werden. Anwendungsversuche

sind hierzu durchzuführen.

Bei problematischen Hölzern empfiehlt es sich vorzubohren

(Ø Schraube = Ø Bohrung).

Terra-Tec-Systemschraube ES

Abmessung Artikel- VPE Antrieb

mm Nummer Stück

4,5 x 50 005020 400 TX 20

4,5 x 60 005021 400 TX 20

4,5 x 70 005022 200 TX 20

5,0 x 50 005023 300 TX 25

5,0 x 60 005024 200 TX 25

5,0 x 70 005025 200 TX 25

5,0 x 80 005026 200 TX 25

05-311 A/P 05

Terra-Tec-Systemschraube A4

Abmessung Artikel- VPE Antrieb

mm Nummer Stück

5,0 x 50 005027 200 TX 25

5,0 x 60 005028 200 TX 25

5,0 x 70 005029 200 TX 25

5,0 x 80 005030 200 TX 25

05-311 A/P 05

T e r r a s s e n b a u

W W W . B T I . D E


So könnte Ihre Terrasse aussehen

Für eine langlebige Terrasse mit verletzungsfreiem Barfußbelag benutzen Sie für die Montage am besten ausschließlich

BTI Produkte: die dafür speziell entwickelte Terra-Vent-Systemleiste, die Schraube Drilltec Z ES 4,0 x 40 und für

die Befestigung der Dielen die Terra-Tec-Schrauben.

F e r t i g s t e l l u n g

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Verarbeitungshinweise


Da der Einsatz von Tropen- und Harthölzern nicht unproblematisch ist, sprechen wir an dieser Stelle einige Empfehlungen

aus. Generell verweisen wir allerdings auf die Empfehlungen des Holzvertreibers, da auch innerhalb gleicher

Holzsorten extreme Schwankungen im Verhalten des Holzes auftreten können. Gerade bei Bankiraiholz gibt es viele

Unterschiede, die zu diversen Problemen in Bezug auf das Abreißen von Schrauben führen können.

Bei eigenen Untersuchungen haben wir festgestellt, dass es

Bankiraihölzer gibt, die bei einer Breite von 145 mm bis zu

7 mm quellen oder schwinden (je nach Feuchtegrad). Bei einer

Verschraubung von oben durch die Dielen wird in den meisten

Fällen ein Schraubenpaar empfohlen. Wird die Diele nun direkt

auf die Unterkonstruktion gesetzt und die Dielen quellen um

ca. 3,5 mm, führte dies in einigen Fällen dazu, dass die Schrauben

abgeschert werden. Das Holz lässt der Schraube keine

Möglichkeit, die Bewegung aufzunehmen, da es durch seine

Dichte kaum komprimiert werden kann. Obwohl Schrauben heutzutage

einen entsprechenden Biegewinkel aufweisen, wirken

direkt aufeinander liegende Harthölzer wie Abschermodule, die

bei einer Veränderung des Holzes die Schrauben über den

Querschnitt abscheren (Bretthälfte = Verschiebung 3,5 mm;

dies entspricht ca. der Schraubenstärke bei 5 mm Schrauben, die

mindestens bei Tropenhölzern verwendet werden sollen).

Hieraus abzuleiten wäre unter Umständen eine Verschraubung

in der Dielenmitte. Leider haben Tropenhölzer eine

extrem hohe Eigenspannung, die dazu führt, dass die Bretter

twisten (schüsseln), was in den meisten Fällen eine paarweise

Verschraubung erfordert. Dies sollte nicht auf der Rille der

Diele sondern auf dem Steg befestigt werden. So kann keine

Feuchtigkeit im Schraubbereich stehen bleiben. Ein häufiger

Fehler sind zu große Schraubenabstände in Bezug auf die

Länge der Dielen. Die dauerhaftesten Ergebnisse haben wir

bisher erzielt, wenn der Schraubabstand (bzw. die Unterkonstruktion)

maximal 50 cm beträgt. Sehr hilfreich hierbei

ist das Unterlegen von Terra-Vent-Systemleisten. Hierdurch

haben die Schrauben die Möglichkeit, Biegung aufzunehmen.

Die Gefahr des Abscherens ist deutlich reduziert. Zusätzlich

verringert man durch das Unterlegen deutlich den Alterungsprozess,

da an den Auflagepunkten die Feuchtigkeit deutlich

verringert wird. Zu beachten ist allerdings das Schwinden des

Holzes, was dazu führen kann, dass die Hölzer sich lösen.

Bei problematischen Hölzern ist es immer besser, die Dielen

vorzubohren (Ø Schraube = Ø Bohrung). Dies verhindert ein

Reißen des Holzes, da Tropenhölzer in der Regel sehr spröde

sind. Bereits bei der Auswahl der Dielen kann die Stegbreite

(8 – 14 mm) entscheidend für einen spanfreien Barfußbelag

sein. Dünne Stege reißen leichter aus als breite. Auf Grund des

extremen Quellverhaltens empfehlen wir einen Mindestabstand

zwischen den Dielen von 7 mm. Bei den Randabständen

ist darauf zu achten, dass ein Abstand von mindestens 12 cm

vom Dielenende eingehalten werden (Hinweis: Die Dielen können

aufgrund der hohen Eigenspannung auch im Nachhinein

aufreißen. Das Gleiche gilt für thermisch behandelte Hölzer).

Schrauben Stahl, verzinkt:

Bei diesen Schrauben werden unterschiedliche Qualitäten

angeboten. Je nach Anwendungsfall werden unterschiedliche

Schrauben angeboten. Abzuraten ist in jedem Fall von

verzinkten Schrauben. Bei verzinkten Schrauben besteht die

Gefahr, dass neben den Witterungseinflüssen die Gerbsäure

des Holzes dazu führt, dass die Schrauben innerhalb kürzester

Zeit enorm korrodieren.

Schrauben, sonderbeschichtet:

Hierbei gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Uns

bekannt sind derzeit verschiedene Beschichtungen wie beispielsweise

Dacromet oder Ruspert, wobei in Kombination

mit druckimprägnierten Hölzern der Unterkonstruktion und

Gerbsäuren der Hölzer diverse chemische Prozesse entstehen,

die zu einer schnellen Korrosion innerhalb der Hölzer führen können.

Gerade bei einer Verletzung der Oberflächenbeschichtung

besteht kein ausreichender Korrosionsschutz. Beschichtungen

sind aus unserer Sicht nur bei temporären Objekten einzusetzen,

da sie deutlich wirtschaftlicher sind.

Martensitische Edelstähle der Klasse C

Bei Schrauben aus martensitischen Edelstählen besteht der

große Vorteil, dass sie durch eine nachträgliche thermische

Behandlung ähnliche mechanische Eigenschaften wie Kohlenstoffschrauben

aufweisen. Mit diesem Material können deutlich

höhere Bruchdrehmomente erzielt werden, als bei gleichartigen

austenitischen Edelstählen. Einzusetzen sind die martensitischen

Edelstahl-Schrauben laut Stahlschlüssel in den

Bewitterungsgebieten ähnlich dem austenitischen Edelstahl

A2. Nachteilig ist wie auch beim A2 das Korrosionsverhalten

unter Zugabe von Salzen und Säuren. Die martensitischen

Edelstahl-Schrauben sind nicht einzusetzen bei Bauten, die

in aggressiven Atmosphären errichtet werden. Unter diesen

Bedingungen sind laut Stahlschlüssel austenitische Edelstähle

der Klasse A4 = rost- und säurebeständig einzusetzen.

Austenitische Edelstähle

Austenitische Edelstähle haben den Nachteil, dass sie nur

begrenzte Drehmomente aufweisen. Hierdurch kommt es

häufig schon beim Verschrauben zu Schraubenabrissen.

Schrauben aus diesem Material müssen in der Regel vorgebohrt

werden. Es gibt Holzarten, bei denen es absolut

erforderlich ist, Edelstahl A4 einzusetzen, da es sonst zu

einer Oxidation des Holzes kommt. Hierbei handelt es sich um

Hölzer mit extrem hohen Gerbsäureanteilen (z. B. Zeder, Eiche).

Zu beachten ist allerdings, dass auch diese bei bestimmten

Bauten nicht einzusetzen sind. So sind diese Edelstähle nicht

chlorresistent (Schwimmbadbau). Bei Schwimmbädern ist

immer der Einzelfall zu betrachten.

V e r a r b e i t u n g s h i n w e i s e

W W W . B T I . D E


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