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Von Überweisung und Lastschrift zu SEPA - Sparkasse Gera-Greiz

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Sparkasse

Gera-Greiz

Von

Überweisung und Lastschrift

zu SEPA

Ein Leitfaden über die Einführung

der neuen, europäischen

Zahlungsarten im Unternehmen

Stand Mai 2013

Sparkasse Gera-Greiz

Seite 1


Von Überweisung und Lastschrift zu SEPA

Inhaltsverzeichnis

Pos. Inhalt Seite

1. Pflicht zur Abschaltung der bisherigen nationalen Zahlverfahren 3

2. Pflicht zur Nutzung der SEPA-Lastschrift 3

3. Praktische Vorgehensweise anhand der Firma „EDV GmbH“ 3

4. Projektstruktur für die Umstellung (mit Checkliste) 3

5. Sfirm und der Wechsel auf SEPA 12

6. Zurück zur Firma „EDV GmbH“ 15

Wer wird zukünftig wie belastet? 15

7. Welche Schritte sind vor Einholung der Mandate nötig? 18

Exkurs: Die Gläubiger-ID für Haus- und Wohnungsverwalter 19

8. Wie erstellt der Empfänger gültige Mandate? 21

9. Wann können die Beiträge eingezogen werden? 25

10. Rückgabe von Lastschriften 28

11. Erfassen und versenden von SEPA-Lastschriften 29

12. Technische Dokumentation 33

13. Checkliste über die Umstellung der Lastschriftverfahren 34

14. Anhang 35

Dieses Dokument wurde mit größter Sorgfalt erstellt und nach dem Stand der Technik auf Korrektheit überprüft. Für

Schäden, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch des Dokuments ergeben sowie für beiläufige

Schäden oder Folgeschäden ist der Herausgeber nicht verantwortlich. Für den Verlust oder die

Beschädigung von Hardware oder Software oder Daten infolge direkter oder indirekter Fehler oder

Zerstörungen sowie für Kosten; die im Zusammenhang mit dem Dokument stehen sind alle

Haftungsansprüche ausdrücklich ausgeschlossen. Inhalte der genannten Links obliegen deren Inhabern.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.

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1. Pflicht zur Abschaltung der bisherigen nationalen Zahlverfahren

Über die Verordnung (EU) Nr. 260/2012 des Europäischen Parlaments vom 14. März 2012

wurden eine Reihe von sowohl technischen wie auch organisatorischen Abläufen für den

Zahlungsverkehr zwischen Kunde und Kreditinstitut verpflichtend festgelegt.

Insgesamt führt die Verordnung eine zeitlich gestaffelte Abschaltung der bisherigen

innerdeutschen Zahlverfahren zugunsten der europaweit einheitlich geltenden

Zahlverfahren (SEPA-Verfahren) durch.

2. Pflicht zur Nutzung der SEPA-Lastschrift

Für die Einreicher von Lastschriftzahlungen (Zahlungsempfänger) bedeutet das konkret,

dass ab dem 01.02.2014 weder Einzugsermächtigungen noch Abbuchungsaufträge mehr

von der Sparkasse Gera-Greiz angenommen und durchgeführt werden dürfen.

Auch eine Konvertierung Ihrer Lastschriftdateien ist uns leider nicht möglich, es fehlen in

der nationalen Lastschriftdatei dazu nötige Informationen.

Dieser Leitfaden für den Wechsel vom deutschen Lastschriftverfahren zur europäischen

SEPA-Lastschrift gibt Ihnen Auskunft, welche Vorbereitungen Sie als Zahlungsempfänger

treffen müssen und welche Unterstützung Ihnen Ihre Sparkasse dabei bietet, damit Sie

auch nach dem 01.02.2014 Gelder per Lastschrift einziehen können.

Weitere wichtige Dokumente zum Thema SEPA finden Sie im Anhang zum Herunterladen

aus dem Internet.

3. Praktische Vorgehensweise anhand der Firma „EDV GmbH“

Da in vielen Publikationen das Thema Umstellung auf SEPA oft abstrakt dargestellt wird,

erklären wir hier die Umstellung anhand eines konkreten Praxisbeispiels.

Die (fiktive) Firma EDV GmbH hat ihr Geschäftskonto bei der Sparkasse Gera-Greiz. Der

Zahlungsverkehr der Firma soll auf die neuen SEPA-Zahlverfahren umgestellt werden,

damit ein reibungsloser Ablauf der Zahlungen auch nach dem 01.02.‘14 gewährleistet ist.

4. Projektstruktur für die Umstellung

4.1 SEPA-Checkliste der Sparkasse Gera-Greiz

4.2 Organisation Ja Nein

Gibt es in Ihrem Hause einen festen Ansprechpartner für die Sparkasse zum

Gesamtprojekt SEPA? □ □

Haben Sie mit der Umstellung des Zahlungsverkehrs auf SEPA schon begonnen? □

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4.3 Vordrucke und Korrespondenz Ja Nein

Enthalten Ihre Briefbögen und Rechnungsvordrucke Ihre IBAN und BIC? □ □

Senden Sie Ihren Kunden vorgedruckte Überweisungsbelege mit der

Rechnung mit? □ □

Reichen Sie selber Überweisungen beleghaft bei der Sparkasse ein? □ □

4.4 Analyse des Zahlungsverkehrs Ja Nein

Nutzen Sie eine Finanzbuchhaltung zur Erstellung von Zahlungsaufträgen? □ □

Nutzen Sie eine Lohnbuchhaltungssoftware zur Erstellung entsprechender

Zahlungen? □ □

Wenn ja: Sind diese Programme in der Lage, auch SEPA-Zahlungen zu erzeugen? □

Wenn ja: Unterstützen diese Programme die automatische Umrechnung von

Kontonummer und Bankleitzahl des Kundenbestandes in IBAN und BIC? □ □

Nutzen Sie eine Online-Banking-Software zum Abruf von Kontoinformationen

und zur Erfassung und Versendung von Zahlungen (auch aus o.g. Systemen)? □ □

Wenn ja: Ist auch diese Software auf dem aktuellen Stand und SEPA-fähig? □ □

Lesen Sie per Online-Banking abgeholte Kontoumsätze in Ihre Finanzbuchhaltung

zwecks Weiterverarbeitung ein? □ □

Wenn Sie generell Zahlungsaufträge erstellen, nutzen Sie den vorhandenen

Platz in den Verwendungszweckzeilen voll aus (z.B. addieren von diversen

Rechnungen in einem Überweisungsauftrag)? □ □

Nutzen Sie die Dienstleistung eines Service-Rechenzentrums für Ihren

Zahlungsverkehr (z.B. die DATEV)? □ □

4.5 Lastschriften Ja Nein

Ziehen Sie Forderungen per Lastschrift ein? □ □

Wenn ja : Haben Sie bereits eine Gläubiger-Identifikationsnummer bei der

Bundesbank beantragt? □ □

Wenn ja: Wird der Lastschriftverkehr (auch) per Beleg abgewickelt? □ □

Ziehen Sie auch Forderungen per Abbuchungsauftrag ein (keine Rückgabe

der Belastung wegen Widerspruch)? □ □

Wenn ja: Werden diese Abbuchungen auch bei Privatleuten durchgeführt? □ □

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4.2 Organisation

Da im Zusammenhang mit der Umstellung auf SEPA eine Vielzahl von Stellen innerhalb und

außerhalb des Hauses betroffen sind, ernennt die EDV GmbH einen Mitarbeiter aus dem

Bereich der Finanzbuchhaltung zum SEPA-Beauftragten. Die Aufgaben des Beauftragten

sind:

• Sammlung von Basiswissen über das Thema SEPA

• Kommunikation innerbetrieblich, besonders in der Buchhaltung und der

Personalabteilung

• Kommunikation mit den Ansprechpartnern der genutzten Software (z.B. Fibuund

Lohnsoftware)

• Kommunikation mit der Sparkasse und anderen Instituten, bei denen die EDV

GmbH Kontoverbindungen unterhält.

4.3 Vordrucke und Korrespondenz

4.3.1 Bankverbindung auf Firmenbriefbögen und Rechnungen

IBAN / BIC / IBAN-Only

BIC

Die Zahlungsinstrumente der SEPA verwenden nicht die bisherigen Daten Bankleitzahl und

Kontonummer, um eine Zahlung zu adressieren, sondern BIC und IBAN.

Ein BIC ist sozusagen die internationale Bankleitzahl eines Kreditinstitutes. Die BIC

werden verwaltet von der Swift, einer internationalen Bankenvereinigung. Während eine

Bankleitzahl immer eine 8-stellige Zahl ist, sind BIC entweder 8 oder 11 Stellen lang und

enthalten sowohl Zahlen als auch Buchstaben.

Der BIC der Sparkasse Gera-Greiz ist HELADEF1GER. Die letzten drei Stellen der BIC geben

eine Filialnummer an. Wird diese nicht benötigt, so werden manchmal diese Stellen mit

drei „X“ ausgefüllt. Man trifft also verschiedene Schreibweisen an

HELADEF1GER - Sparkasse Gera-Greiz

WELADE3WXXX - Sparkasse Westmünsterland

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IBAN

Die IBAN ist dementsprechend die internationale Kontonummer der EDV GmbH bei der

Sparkasse. IBAN-Nummern haben je nach Land einen unterschiedlichen Aufbau und

unterschiedliche Längen.

Eine IBAN in Deutschland ist immer 22 Stellen lang und hat einen einheitlichen Aufbau.

Die IBAN der EDV GmbH ist die DE67830500000095500005.

DE

Das Konto wird in Deutschland geführt

67 Zweistellige Prüfziffer, wird errechnet

83050000 Bankleitzahl der Sparkasse Gera-Greiz (8 Stellen)

0095500005 Kontonummer der EDV GmbH rechtsbündig, immer 10 Stellen lang

mit führenden Nullen

IBAN-Only

Auf den Firmenbriefbögen verwendet die EDV GmbH die genormte Vierer-Gruppierung zur

besseren Lesbarkeit.

DE67 8305 0000 0095 5000 05

Da in der deutschen IBAN immer auch die Bankleitzahl angegeben ist, ist es auch möglich,

in einem Zahlungsauftrag nur die IBAN einzugeben bzw. den Empfänger der Zahlung nur

nach seiner IBAN zu fragen.

Wenn die EDV GmbH eine solche Zahlung nur mit einer Empfänger-IBAN einreicht (IBAN-

Only), steuert die Sparkasse vor Weiterleitung der Zahlung automatisch die richtige BIC

dazu und leitet den Auftrag dann weiter.

Bei Nutzung dieses Verfahrens ist zu beachten:

Vor dem 01.02.2014 ist die Angabe von IBAN und BIC immer nötig. Eine Zusteuerung der

BIC findet noch nicht statt.

Ab dem 01.02.2014 findet eine Zusteuerung der BIC statt, aber nur für innerdeutsche

Aufträge. Bei SEPA-Zahlungen in andere Länder muss die EDV GmbH Empfänger- IBAN und

BIC angeben.

Erst ab dem 01.02.2016 entfällt die Angabe der BIC vollständig.

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Vor diesem Hintergrund entschließt sich die EDV GmbH, nach Möglichkeit immer IBAN und

BIC zu nutzen und diese Werte von den Empfängern von Zahlungsaufträgen auch

entsprechend zu erfragen.

Auch bei Anfragen an die EDV GmbH nach deren IBAN antwortet die Firma immer mit

Angabe der IBAN und BIC.

4.4 Analyse des Zahlungsverkehrs

4.4.1 Bestandsaufnahme

Die Firma stellt alle Abteilungen und Programme zusammen, in denen Zahlungsaufträge

erzeugt werden:

Die Kreditorenbuchhaltung bezahlt die eingehenden Rechnungen. Dazu wird ein

Programm „FIBU 1.0“genutzt. Der Kundenstamm ist mit Kontonummer und Bankleitzahl

eingepflegt, die Dateien werden im Format DTAUS (oder DTA = Datenträgeraustausch)

erstellt.

Solche Dateien können dann z.B. mit der Online-Banking-Software Sfirm der Sparkasse

oder über das Internet-Portal unter www.sparkasse-gera-greiz.de eingelesen und per

Datenleitung zur Sparkasse gesendet werden.

Die Debitorenbuchhaltung zieht unter anderem Gelder von den Konten der Kunden ein. Es

wird das Programm „Forderung 2.0“ zur Erstellung von Lastschriften genutzt. Auch hier

sind Kontonummer und Bankleitzahl vorhanden und es wird eine Datei im Format DTAUS

erzeugt.

Desweiteren werden die Kontoumsätze zu dem Geschäftskonto über das Online-Banking

abgerufen und in das Programm Forderung 2.0 eingelesen, um bezahlte Rechnungen

automatisiert erkennen zu können.

Die Personalabteilung zahlt Löhne, Gehälter und weitere Abgaben über das Programm

„PersonalKompakt“ aus. Auch hier werden die Dateien im gewohnten Format DTAUS

erzeugt.

Insgesamt nutzt die Firma EDV GmbH zusätzlich das Programm „Sfirm“ der Sparkasse

Gera-Greiz zum Abruf der Kontoumsätze und für den Versand der durch die einzelnen

Abteilungen erzeugten Dateien.

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Übersicht der von den Stellen erzeugten Zahlungen

Bereich Bisherige Zahlungsform Neue Zahlungsform

Kreditoren Überweisung SEPA-Überweisung

Debitoren Lastschrift SEPA-Lastschrift

- Einzugsermächtigung - Basis

- Abbuchung - Firmen

Personal Löhne SEPA-Überbeisung SALA

VL-Leistungen

SEPA-Überweisung CBFF

Krankenkasse

SEPA-Überweisung

Lohnzahlungen und Zahlungen der Vermögenswirksamen Leistungen werden im

nationalen DTAUS-Verfahren mit den Textschlüsseln 53 und 54 gesondert gekennzeichnet.

Die Aufgabe der Textschlüssel übernehmen in der SEPA-Welt zusätzliche Kennungen in

einer SEPA-Zahlung. Löhne erhalten die Kennung SALA, Zahlungen der

Vermögenswirksamen Leistungen erhalten CBFF. Es ist Aufgabe der eingesetzten

Lohnsoftware, diese Kennungen entsprechend zu vergeben.

Prüfen der Programme auf SEPA-Fähigkeit

Mit den Herstellern der Programme wird die Umstellung auf SEPA mit folgendem Ergebnis

besprochen:

Programm SEPA-fähig ab? Parallelbetrieb oder Massenänderung

„harter“ Übergang? Empfängerdaten?

FIBU 1.0 gar nicht -,- Nein

Forderung 2.0 Version 3.0 hart Ja

PersonalKompakt Version 1.2 hart Ja

Sfirm Version 2.4 parallel Ja (automatisch)

Sfirm = reale Werte, Rest Beispiele

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4.4.2 Einführung der SEPA-Zahlungsarten

Konvertieren von Zahlungen (FIBU 1.0)

Die EDV GmbH stellt fest, dass die Software FIBU nicht mehr für die neuen SEPA-

Zahlverfahren weiterentwickelt wird. An dieser Stelle muss klar sein, dass eine zukünftige

Nutzung nach 2014 kaum Sinn machen wird und der Wechsel auf eine andere Software

unumgänglich ist.

Dennoch ist es grundsätzlich möglich, Zahlungsaufträge im DTAUS-Format in SEPA-

Dateien zu konvertieren. Diese Konvertierung ist bei Überweisungen recht gut möglich,

bei Lastschriften ist sie schwierig bis fast unmöglich. SEPA-Lastschriften benötigen eine

Vielzahl von Informationen, die in den Lastschrift-DTAUS-Dateien nicht enthalten sind.

Eine dauerhafte Konvertierung macht dort praktisch keinen Sinn.

Generell muss man beachten, dass SEPA-Zahlungen weniger Platz im Verwendungszweck

bieten (max. 140 Zeichen), als DTAUS-Zahlungen. Überschüssige Zeichen werden

abgeschnitten.

Abhilfe bietet hier die Software SFirm.

Mit SFirm kann die EDV GmbH eine DTAUS-Datei mit Überweisungen in eine SEPA-

Überweisungs-Datei konvertieren.

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Einlesen von Kontoinformationen (in Forderung 2.0)

Kontoumsätze aus dem Internet-Banking bzw. aus Online-Banking-Programmen wie Sfirm

werden abgerufen und in einer oder mehreren Dateien auf den Festplatten der EDV GmbH

gespeichert.

Dies ändert sich mit der Einführung von SEPA nicht, allerdings werden die Zahlungen

innerhalb dieser Dateien anders dargestellt als DTAUS-Zahlungen.

Beispiel Verwendungszweck:

Inhalt DTAUS

Inhalt SEPA

Rechnung-Nr. 12345 SVWZ+Rechnung-Nr. 12345

Das Programm Forderung 2.0 muss hier also die eingehenden Zahlungen auch in der

neuen SEPA-Darstellung finden können.

Die Sparkasse Gera-Greiz bietet der EDV GmbH die Bereitstellung der Kontoumsätze in

folgenden Formaten sowohl derzeit als auch über den 01.02.2014 hinaus an:

Inhalt Format Abrufbar über

Kontoumsätze Vortag Swift MT940 Internet-Banking

Camt053

Online-Banking-

Programme

Kontoumsätze laufender Tag Swift MT942 Online-Banking-

Camt052

Programme

Bestimmte Kontoumsätze Vortag DTI Online-Banking-

Camt054

Programme

Massenänderung Empfängerdaten

Die Programme Forderung 2.0 und PersonalKompakt „können“ SEPA. Aber sowohl die

Kunden- als auch Mitarbeiterbestände werden noch komplett mit Kontonummer und

Bankleitzahl geführt.

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SEPA-Account-Converter

Der SEPA-Account-Converter ergänzt eine vorhandene Tabelle mit Kontonummern und

Bankleitzahlen um IBAN und BIC. Wichtig ist an der Stelle, dass auch die Programme (hier

Forderung 2.0 und PersonalKompakt) eine Funktion kennen, die Kundendaten in eine

Textdatei zu exportieren und die ergänzten Daten wieder einlesen und ändern zu können.

Die EDV GmbH erstellt eine csv-Tabelle nach folgendendem Beispiel:

“DE“;; “WERNER TESTMANN“;;;40154530;0095500005;;;;;

“DE“;

; Ein Kann-Feld

“WERNER TESTMANN“;

;; Zwei Kann-Felder

Pflicht / Text, immer DE für Deutschland

Kann / Text / 30 Stellen

Entweder ein Name oder z.B. eine Kundennummer,

anhand derer das Programm (in unserem Beispiel

Forderung 2.0) den Kundensatz zum Ändern der

Daten finden kann.

40154530; Pflicht / Zahl / immer 8 Stellen, die Bankleitzahl, in diesem

Beispiel die der Sparkasse Gera-Greiz.

0095500005; Pflicht / Zahl / immer 10 Stellen, linksbündig mit führenden

Nullen, Kontonummer.

;;;; Vier Kann-Felder

Im SEPA-Account-Converter trägt die EDV GmbH unter „IBANHIN-Datei“ den Pfad zu ihrer

Empfängerdatei ein …

und erhält durch Klick

auf „IBANRUECK Datei“

eine Ergebnisdatei mit

BIC und IBAN

Hinweis:

“DE“;; “WERNER TESTMANN“;;;40154530;0095500005;;;;;“HELADEF1GER“;“ DE67830500000095500005“;;00

Ein Wert ungleich 00 am Ende kennzeichnet einen Fehler bei der Umstellung dieses

Datensatzes. Der Account-Converter meldet auch dann eine erfolgreiche Umstellung, wenn

in einzelnen Datensätzen Fehler aufgetreten sind.

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Wir empfehlen daher, die Ergebnisdatei vor Einlesen in die Software in eine Excel- oder

Access-Tabelle zu laden und die Werte des letzten Feldes zu prüfen.

Den SEPA-Account-Converter erhalten Sie kostenfrei bei Ihrer Sparkasse Gera-Greiz. Den

entsprechenden Download-Link finden Sie im Anhang zu diesem Leitfaden. Hinweise zur

Installation sind in diesem Leitfaden im Abschnitt 5 dargestellt.

Mit dem Converter wird auch eine komplette Satzbeschreibung der IBAN-HIN-Datei und

eine Auflistung der Fehlercodes mitgeliefert.

Die EDV GmbH exportiert die Kundendaten in eine Tabelle, fügt mit Hilfe des SEPA-Account-

Converter die IBAN und BIC hinzu und liest die geänderten Daten wieder in das Programm

ein.

4.4.3 Versand von Zahlungsaufträgen über Service-Rechenzentren

Service-Rechenzentren wie z.B. die Datev übernehmen für den Steuerberater den Versand

der Lohndaten der Mandanten. Hier findet zwischen der Sparkasse und dem Betreiber des

Service-Rechenzentrums eine Abstimmung über Einreichung und Verarbeitung von

Zahlungen statt.

Aber auch an dieser Stelle werden BIC und IBAN benötigt, und auch die Programme der

Service-Rechenzentren z.B. beim Steuerberater oder den Mandanten selber, werden

aktualisiert.

5. Sfirm und der Wechsel auf SEPA

Die Online-Banking Software Sfirm für den Firmenkunden der Sparkasse Gera-Greiz nimmt

eine zentrale Bedeutung bei der Einführung der neuen SEPA-Zahlverfahren ein. Alle hier

genannten Hilfsprogramme sind in der Software Sfirm unter einer Oberfläche integriert

und arbeiten den anderen Modulen zu.

Wenn Sie Sfirm noch nicht nutzen, zeigen wir Ihnen gerne unsere Leistungen im Bezug auf

Software, Installation und Wartung und unterbreiten Ihnen ein entsprechendes Angebot.

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5.1 Einige Funktionen in der Übersicht

Zahlungen im DTAUS-Format

können auf Knopfdruck in neue

SEPA-Ordner verschoben und

dabei gleichzeitig in SEPA-

Überweisungen umgewandelt

werden.

Alle Export- und Importschnittstellen

bieten die neuen

Felder der SEPA-Formate an.

Bei der Erfassung von SEPA-

Zahlungen werden Bankleitzahl

und Kontonummer direkt in IBAN

und BIC umgewandelt.

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Die Fälligkeiten beim Versand

von Lastschriften werden

automatisch aus diversen

Faktoren errechnet und Ihnen

vor Versand angezeigt.

Sfirm unterstützt Sie bei der

Integration der SEPA-Lastschriften.

• Komplette

Mandatsverwaltung

• Druck von Mandanten

• Import von Mandatsinformationen,

• Umwandeln von

Einzügen in SEPA-

Lastschriften.

Die speziellen Möglichkeiten

von Sfirm bezüglich SEPA zeigt

Ihnen der Leitfaden „SEPA mit

Sfirm“. Den Leitfaden finden Sie

im Anhang zum Herunterladen

aus dem Internet.

Bildquelle: ww.sfirm.de

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6. Zurück zur Firma „EDV GmbH“

Die Firma belastet ihren Kunden für ihre Dienstleistungen monatliche Wartungsgebühren.

Die Beiträge sind jeweils zum 15. des Monats fällig.

Es werden belastet:

300 Kunden per Einzugsermächtigungsverfahren

100 Kunden per Abbuchungsverfahren, davon 30 private Kunden

Wer wird zukünftig wie belastet?

6.1 Einzugsermächtigungsverfahren und SEPA-Basis-Lastschrift

Bei dem Einzugsermächtigungsverfahren holt die EDV GmbH (Zahlungsempfänger) von

ihren Kunden (Zahlungspflichtige) schriftliche Einzugsermächtigungen ein. Damit

„erlaubt“ der Kunde der EDV GmbH, von seinem Konto Geld einzuziehen.

Der Kunde der EDV GmbH hat das Recht, einen solchen Einzug ohne Angabe weiterer

Gründe wegen Widerspruch binnen 8 Wochen ab Belastung zurückgeben zu können.

Der Nachfolger der Einzugsermächtigung ist die SEPA-Basis-Lastschrift. Auch hier muss

die EDV GmbH von ihrem Kunden eine Genehmigung schriftlich einholen. Diese

Genehmigung wird Mandat genannt.

Damit kann die EDV GmbH Konten von Verbrauchern und Firmen belasten.

Der belastete Kunde hat ein Rückgaberecht von 8 Wochen ab Belastung. Kann die EDV

GmbH kein gültiges Mandat für einen Einzug vorweisen, so kann der Kunde bis zu 13

Monate nach Belastung Zahlungen zurückgeben.

Die 300 Kunden der EDV GmbH, die per heute im Einzugsermächtigungsverfahren belastet

werden, müssen auf das SEPA-Basis-Lastschrift-Verfahren umgestellt werden.

Damit nicht von allen 300 Kunden eine neue, schriftliche Genehmigung eingeholt werden

muss, gibt es ein vereinfachtes Verfahren, mit dem man vorhandene

Einzugsermächtigungen in SEPA-Basis-Mandate umwandeln kann.

Dies gilt aber nur für die Umwandlung von Einzugsermächtigungen in SEPA-Basis-

Mandate. Umwandlungen anderer Konstellationen bedürfen immer neuer, schriftlicher

Mandate.

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6.2 Abbuchungsverfahren und SEPA-Firmen-Lastschrift

Bei der Abbuchung zieht die EDV GmbH ebenfalls Geld vom Konto des Kunden ein,

allerdings erteilt der Kunde vorher seinem Kreditinstitut einen entsprechenden Auftrag,

diese Zahlungen auch einzulösen.

Vor Weiterleitung des Geldes an die EDV GmbH, prüft das Kreditinstitut des Kunden, ob ein

gültiger Abbuchungsauftrag vorliegt. Liegt kein Auftrag des Kunden vor, lehnt das

Kreditinstitut die Einlösung ab und leitet kein Geld an die Hausbank der EDV GmbH weiter.

Eingelöste Abbuchungsaufträge können vom Kunden nicht wegen Widerspruch

zurückgegeben werden.

Bei dem Verfahren der SEPA-Firmen-Lastschrift holt die EDV GmbH zunächst ein

schriftliches Mandat vom Kunden ein.

Der Kunde reicht eine Kopie des Mandates bei seinem Kreditinstitut ein. Das Kreditinstitut

des Kunden prüft dann jedes Mal vor Einlösung einer Lastschrift auf ein vorliegendes

Mandat.

Eingelöste SEPA-Firmenlastschriften können vom Kunden nicht wegen Widerspruch

zurückgegeben werden.

Die 70 gewerblichen Kunden der EDV GmbH, die per heute im Abbuchungsverfahren

belastet werden, müssten auf das SEPA-Firmen-Lastschrift-Verfahren umgestellt werden.

Es gibt hier kein vereinfachtes Verfahren zur Umwandlung von Abbuchungsaufträgen in

SEPA-Firmenlastschrift-Mandate. Von jedem Kunden muss ein neues Mandat schriftlich

eingeholt werden. Jeder Kunde muss eine Kopie des Mandates bei seinem Kreditinstitut

einreichen.

Wenn die EDV GmbH ganz auf die Abbuchungen verzichten wollte, könnte sie die 70

Gewerbekunden zukünftig auch per SEPA-Basis-Lastschrift einziehen. Aber auch dann

müssen neue, schriftliche Mandate mit Kundenunterschrift eingeholt werden. Davon muss

aber keine Kopie an die Bank des Kunden gehen.

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6.3 SEPA-Firmen-Lastschrift mit privaten Kunden

Wie der Name schon sagt, sind SEPA-Firmen-Lastschriften nur zur Belastung von Konten

von Nicht-Verbrauchern erlaubt. Anders gesagt, ab dem 01.02.2014 gibt es kein

Abbuchungsverfahren von Privatkonten mehr.

Die 30 privaten Kunden der EDV GmbH können zukünftig also weder als

Abbuchungseinzug, noch als SEPA-Firmen-Lastschrift belastet werden. Will man diese

Kunden weiterhin per Lastschrift belasten, muss dies als SEPA-Basis-Lastschrift erfolgen.

Auch hier sind neue, schriftliche Mandate einzuholen.

6.4 Entscheidung der EDV GmbH: Wer wird wie zukünftig belastet?

Die EDV GmbH entscheidet sich:

• Die 300 Einzugskunden werden zukünftig per SEPA-Basis-Lastschrift belastet.

• Die 70 Gewerbe-Abbuchungskunden werden zukünftig per SEPA-Firmen-

Lastschrift belastet

• Die 30 privaten Abbuchungs-Kunden werden zukünftig per SEPA-Basis-

Lastschrift belastet.

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7. Welche Schritte sind vor Einholen der Mandate nötig?

7.1 Gläubiger-Identifikationsnummer und Mandatsreferenz

Bevor die Umwandlung von Einzugsermächtigungen oder das Neueinholen von Mandaten

in Angriff genommen werden kann, braucht die EDV GmbH eine Gläubiger-

Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) und Mandatsreferenzen.

7.1.1 Die Gläubiger-Identifikationsnummer

Bei jedem Lastschrift-Einzug muss die EDV GmbH eine Gläubiger-ID mitsenden. Diese

erscheint bei dem Kunden zusätzlich zu den Verwendungszweckdaten im Kontoauszug.

Die Gläubiger-ID dient der Identifizierung des Zahlungsempfängers.

Eine Gläubiger-ID wird immer für den Inhaber des Kontos beantragt, auf dem die

eingezogenen Gelder gutgeschrieben werden.

Die Gläubiger-ID beantragt die EDV GmbH kostenfrei über das Internet-Portal der

Deutschen Bundesbank. Im Wesentlichen wird die Rechtsform angegeben, genaue

Bezeichnung, Adresse, Ansprechpartner und Kommunikationsdaten. Per e-Mail erhält die

EDV GmbH dann Ihre Gläubiger-ID von der Deutschen Bundesbank zugeteilt.

Die Firma EDV GmbH erhält eine Gläubiger-ID.

Beantragung über

www.glaeubiger-id.bundesbank.de

Die Gläubiger-ID hat folgenden Aufbau:

Quelle: Deutsche Bundesbank

Die drei mit ZZZ bezeichneten Stellen stehen der EDV GmbH zur freien Verfügung. Man

kann sie auf ZZZ belassen, oder eine eigene Nummer verwenden.

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Wenn die EDV GmbH z.B. zwei Abteilungen hat, die beide getrennt voneinander von dem

gleichen Kunden einziehen so kann die eine Abteilung den Wert 111 verwenden, die

andere den Wert 222. So ist auch für die EDV GmbH bei gleichem Kunden schnell

erkennbar, welche Abteilung eingezogen hat.

Exkurs: Die Gläubiger-ID für Haus- und Wohnungsverwalter

Belastet eine Hausverwaltung einen Zahlungspflichtigen z.B. mit einer Mietzahlung, und

geht das Geld direkt auf das Konto des Hauseigentümers, so ist für diesen Eigentümer

eine eigene Gläubiger-ID bei der Bundesbank zu beantragen und für den Einzug zu nutzen.

Belastet eine Hausverwaltung einen Zahlungspflichtigen z.B. mit einer Mietzahlung, und

geht das Geld zunächst auf ein Sammelkonto des Hausverwalters und wird später

verrechnet, so ist für den Einzug die Gläubiger-ID der Hausverwaltung zu nutzen. Bei der

Erfassung der SEPA-Lastschrift ist im Mandat im Feld „Bemerkungen“ zusätzlich der

Wohnungseigentümer zu vermerken („Einzug für …“).

7.1.2 Die Mandatsreferenz

Zu einem Mandat gehört neben der Gläubiger-ID auch die Mandatsreferenz. Während die

Gläubiger-ID nur einmal für die Firma EDV GmbH beantragt wird und somit auf jedem

Mandat gleich bleibt, erhält jeder einzelne Zahlungspflichtige, also jeder Kunde der EDV

GmbH, seine eigene Mandatsreferenz.

Die Referenz kann von der EDV GmbH frei vergeben werden. Mandate ohne

Mandatsreferenz sind nicht zulässig.

Jeder Kunde der EDV GmbH erhält seine eigene Mandatsreferenz

Widerruft ein Kunde der EDV GmbH ein Mandat, so wird das Mandat sowie die

Mandatsreferenz ungültig! Die EDV GmbH kann dann keine Forderungen insgesamt mehr

vom Kunden einziehen.

In so fern muss die EDV GmbH entscheiden

• Vergeben wir eine Mandatsreferenz für den Kunden insgesamt oder

• Erstellen wir mehrere Mandate für einen Kunden mit verschiedenen

Referenzen für die einzelnen Bereiche, in denen Gelder eingezogen werden.

Auch die Mandatsreferenz sendet die EDV GmbH bei jedem Einzug mit.

Gläubiger-ID und Mandatsreferenz erscheinen im Kontoauszug des Kunden.

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Wenn aufgrund eines Rückgabefalles ein Kreditinstitut ein Mandat sehen will, so erfragt

sie dieses unter Angabe der Mandatsreferenz.

Unter der Mandatsreferenz muß die EDV GmbH dieses Mandat finden können. Die Referenz

kann z.B. gleich der Kundennummer sein, unter der der Kunde in der Finanzbuchhaltung

geführt wird.

7.1.3 Neue Vereinbarungen mit der Sparkasse Gera-Greiz

Wenn die Gläubiger-ID bekannt ist, trifft die Firma EDV GmbH zunächst mit ihrer Hausbank,

der Sparkasse Gera-Greiz, neue Vereinbarungen für die Bearbeitung der SEPA-

Einzugsaufträge.

• Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Basis-

Lastschriften

• Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Firmen-

Lastschriften

Die Gläubiger-ID wird dabei auch auf diesen Vereinbarungen eingetragen.

7.2. Notwendige Schritte vor Einholen der Mandate

Die EDV GmbH

• beantragt die Gläubiger-ID bei der Deutschen Bundesbank

• vergibt für jeden zu belastenden Kunden eine Mandatsreferenz

• schließt aktuelle Vereinbarungen mit der Sparkasse als kontoführende Stelle

ab.

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8. Wie erstellt der Zahlungsempfänger gültige Mandate?

8.1 Von der Einzugsermächtigung zum SEPA-Basis-Mandat

Jeder der 300 Einzugsermächtigungs-Kunden, die zukünftig per SEPA-Basis-Lastschrift

belastet werden sollen, muss schriftlich über den Wechsel informiert werden.

Die EDV GmbH setzt dazu einen Serienbrief auf:

Sehr geehrter

zukünftig wird die EDV GmbH Ihre Wartungsbeiträge über das SEPA-Basis-

Lastschriftverfahren einziehen.

Unsere Gläubiger-ID lautet:

Ihre Mandatsreferenz lautet:

DE… (immer gleich)

(für jeden Kunden anders)

Wir ziehen erstmals ein zum………….

Mit freundlichen Grüßen

Beispiel, kein juristisch geprüfter Text .

Mit Absenden des Briefes wandeln sich die Einzugsermächtigungen der Kunden in SEPA-

Basis-Mandate um. Es ist keine weitere Reaktion des Kunden nötig.

Das Absendedatum des Briefes ist gleichzeitig das Startdatum des Mandates.

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8.2 Vom Abbuchungsverfahren zur SEPA-Firmen-Lastschrift

Hier müssen neue Mandate eingeholt werden. Auch hier setzt die Firma einen Serienbrief

auf:

Sehr geehrter

damit die EDV GmbH Ihre Wartungsbeiträge auch weiterhin für Sie komfortabel per

Lastschrift einziehen kann, reichen Sie uns bitte das beigefügte SEPA-Firmenlastschrift-

Mandat unterschrieben im Original wieder ein.

Desweiteren bitten wir Sie, eine Kopie des unterschriebenen Mandates bei Ihrem

Kreditinstitut einzureichen.

Wir ziehen erstmals ein zum………….

Mit freundlichen Grüßen

Beispiel, kein juristisch geprüfter Text .

Liegen die Mandate unterschrieben im Original der EDV GmbH und in Kopie dem

Kreditinstitut des Kunden vor, kann der Einzug beginnen.

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8.3 SEPA-Basis-Lastschrift für die privaten Kunden

Auch hier müssen neue Mandate eingeholt werden. Und es gibt wieder einen Serienbrief:

Sehr geehrter

damit die EDV GmbH Ihre Wartungsbeiträge auch weiterhin für Sie komfortabel per

Lastschrift einziehen kann, reichen Sie uns bitte das beigefügte SEPA-Basislastschrift-

Mandat unterschrieben im Original wieder ein.

Wir ziehen erstmals ein zum………….

Mit freundlichen Grüßen

Beispiel, kein juristisch geprüfter Text .

Hier ist keine Kopie an das Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen nötig. Liegen die

Mandate unterschrieben im Original der EDV GmbH vor, kann es losgehen.

• Eine Liste von Mustertexten für alle SEPA-Länder findet sich beim European

Payments Council (EPC).

Übersetzungen für Basis-Lastschrift-Mandate :

http://www.europeanpaymentscouncil.eu/content.cfm?page=core_sdd_mandate_transalations

Übersetzungen für Firmen-Lastschrift-Mandate:

http://www.europeanpaymentscouncil.eu/content.cfm?page=SEPA_b2b_dd_mandate_translations

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8.4 Die Vorab-Information

„Vor dem erstmaligen Einzug werden wir Sie schriftlich informieren“

Das SEPA-Lastschrift-Verfahren verlangt grundsätzlich, dass der Zahlungsempfänger den

Zahlungspflichtigen schriftlich 14 Kalendertage vor dem Einzug über den bevorstehenden

Einzug informiert.

Da dies in der Praxis einigen Aufwand darstellen würde, gibt es eine Reihe von

Anpassungen dieser Regel.

• Die schriftliche Information muss nicht über einen separaten Brief erfolgen,

sondern kann auch als Textergänzung z.B. in einem Vertrag genannt werden.

• Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtiger können verkürzte Zeiträume für

die Informationen vereinbaren. (Änderung der AGB)

• Zukünftige Belastungen können vorab genannt werden. Es wird der Rhythmus

der Folgebelastungen angegeben und der Betrag.

Zur Umstellung des „Altbestandes“, in unserem Beispiel mit der EDV GmbH, dürfte ein

separater Brief vor dem ersten Einzug sinnvoll sein.

Vorabinformation SEPA-Beitragseinzug

Sehr geehrter

basierend auf dem mit uns vereinbarten Wartungsvertrag Nr. XX vom xx.xx.xxxx wird die EDV

GmbH Ihre Wartungsbeiträge in Höhe von XXX Euro jährlich erstmalig zum xx.xx.2014 für Sie

komfortabel per SEPA-Lastschrift einziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Beispiel, kein juristisch geprüfter Text .

Zukünftig, z.B. beim Abschließen neuer Verträge oder schriftlicher Vertragsänderungen

kann auch ein entsprechender Passus an den Vertragstext angehängt werden. Z.B.

Die Firma EDV GmbH wird dem erstmalig am 15.02.2014 und daraufhin an

jedem 15. des Monats mit der Wartungsgebühr in Höhe von XXX Euro per SEPA-Basis-

Verfahren belasten.

Beispiel, kein juristisch geprüfter Text .

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8.5 Erstellen gültiger Mandate

Die EDV GmbH

• schreibt die 300 Einzugsermächtigungskunden an und teilt Gläubiger-ID und

Mandatsreferenz mit

• schreibt 70 Gewerbekunden mit Abbuchungsauftrag an, holt das SEPA-Firmen-

Mandat ein und bittet den Kunden, eine Kopie davon seinem Kreditinstitut zu

geben.

• schreibt 30 Privatkunden mit Abbuchungsauftrag an und holt das SEPA-Basis-

Mandat ein.

• schreibt alle Kunden vor dem ersten Einzug an und kündigt die erstmalige

Belastung per SEPA-Lastschrift an, sofern nicht bereits in der Ankündigung der

Umstellung geschehen.

9. Wann können die Beiträge eingezogen werden?

9.1 Mandatsverwaltung

Aus den nationalen Verfahren Einzugsermächtigung und Abbuchungsauftrag ist man

gewohnt, nach Einholen der Vereinbarungen diese abzulegen und danach unabhängig

davon seine Beitragseinzüge vorzunehmen.

Bei den SEPA-Lastschrift-Verfahren ist das anders. Der Inhalt des Mandates wird bei jedem

Einzug elektronisch mit übertragen, und die Werte innerhalb des Mandates sind sehr

wichtig für einen korrekten Einzug. Die Mandate müssen mit verwaltet werden, so wie die

Zahlungen auch.

9.1.1 Ablaufdatum

SEPA-Mandate sind nicht unbegrenzt gültig. Wird ein Mandat 36 Monate lang nicht mehr

angesprochen, also der Kunde 36 Monate lang nicht belastet, so verfällt es.

Würde die EDV GmbH ihre 300 Einzugs-Kunden anschreiben und in das SEPA-Basis-

Mandat wandeln, und danach 36 Monate lang nicht einziehen, müssten alle Mandate

schriftlich neu eingeholt werden. Das Sendedatum des Schreibens ist der Beginn der

Ablauffrist für das Mandat.

Die EDV GmbH muss also genau beobachten, ob Mandate noch gültig sind.

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9.1.2 Erst-, Folge-, Letzteinzug

Sendet die EDV GmbH eine SEPA-Lastschrift zu ihren Kunden, so sendet sie jedes Mal auch

mit, ob mit diesem Mandat zum ersten, letzten oder wiederholten Male eingezogen wird.

Es ist wichtig, diese Werte korrekt bei der Erfassung der Lastschriften anzugeben, da es

ansonsten zu Problemen bei der Ausführung der Belastungen kommen kann.

9.2 Fälligkeitsberechnung und Vorlagefristen

Bei den nationalen Einzugsverfahren galt immer das Prinzip der „Fälligkeit bei Sicht“.

Das bedeutete bislang: Reicht die EDV GmbH eine Lastschriftdatei per „heute“ ein, so

verarbeitet die Sparkasse Gera-Greiz die Datei auch heute, holt die Gelder von den Banken

der Kunden und schreibt sie der EDV GmbH gut. Je nach Netzverbindungen zu den

einzelnen Banken erhält die EDV GmbH das Geld noch am gleichen oder am nächsten

Geschäftstag.

SEPA-Lastschriften müssen immer mit einem Fälligkeitsdatum versehen gesendet werden.

An diesem Tag werden einheitlich die Zahlungspflichtigen belastet.

Weiterhin müssen SEPA-Lastschriften einige Tage vor diesem Fälligkeitsdatum bereits von

der EDV GmbH versendet werden. Der Hintergrund ist hier, dass ein Kunde schon vor der

eigentlichen Belastung eine Zahlung ablehnen kann. Dies war bislang bei den nationalen

Verfahren nicht möglich.

9.2.1 Der Ablauf einer SEPA-Lastschrifteinreichung

1. Die EDV GmbH sendet eine SEPA-Lastschriftdatei zur Sparkasse Gera-Greiz.

2. Die Sparkasse Gera-Greiz leitet am gleichen Tage noch die einzelnen Einzüge

zu den Hausbanken der Zahlungspflichtigen weiter.

3. Bei den Hausbanken der Kunden bleiben diese Zahlungen einige Tage stehen

4. … und werden dann am Fälligkeitstag belastet.

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9.2.2 Vereinfachte Fristenberechnung

SEPA-Basis-Lastschriften sendet die EDV GmbH immer nach 08:00 Uhr am 6.

Bankarbeitstag vor dem gewünschten Belastungstag per Online-Banking.

Zieht die EDV GmbH zum wiederholten Male von einem Kunden ein, kann der Auftrag auch

nach 08:00 Uhr am 3. Bankarbeitstag vor dem gewünschten Belastungstag per Online-

Banking gesendet werden.

SEPA-Firmen-Lastschriften werden immer, unabhängig von Erst- oder Folgeeinzug, nach

08:00 Uhr am 2. Bankarbeitstag vor dem gewünschten Belastungstag bei der Sparkasse

eingereicht.

Grundsätzlich prüft die Sparkasse Gera-Greiz immer anhand der Mandatsinformationen

und dem Sendedatum den Fälligkeitstag und ändert diesen eventuell so ab, dass die

geltenden Vorlagefristen für den Beitragseinzug eingehalten werden.

Eine Express-Lastschrift mit verkürzter Einreichungsfrist ist in Planung.

Die Einführung ist für frühestens November 2013 geplant. Ggf. kann es bei dieser

Eilzahlung dann zu erhöhten Kosten kommen.

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10. Rückgaben von Lastschriften

Wenn Sie als Zahlungsempfänger eine SEPA-Lastschrift-Datei versendet haben, gibt es

folgende Situationen, in denen dieser Auftrag retour gebucht wird:

Vor Fälligkeitstag:

Nach Fälligkeitstag

• Die Datei ist technisch nicht in Ordnung und wird vorab von der Sparkasse

Gera-Greiz oder dem Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen abgelehnt. Die

Ablehnung der Sparkasse Gera-Greiz wird Ihnen über das Sendeprotokoll Ihrer

Online-Banking-Software kenntlich gemacht bzw. bei Ablehnung durch die

Bank des Zahlungspflichtigen später im Kontoauszug angezeigt.

• Der Zahlungspflichtige erhebt Widerspruch gegen die zukünftige Belastung.

Die Lastschrift wird dann innerhalb von max. 2 Bankarbeitstagen nach

Fälligkeit wieder zurückgebucht.

• Die Lastschrift wird vom Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen

zurückgegeben, z.B. Mangels Deckung auf dem Konto, Konto erloschen o. ä..

Für diese Rückgaben hat das Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen bei Basis-

Lastschriften maximal 5 Bankarbeitstage nach Fälligkeitstag Zeit, bei

Firmenlastschriften 2 Bankarbeitstage.

• Die Lastschrift wird vom Zahlungspflichtigen wegen Widerspruch

zurückgebucht. Dies ist nur bei Basis-Lastschriften innerhalb von 8 Wochen ab

Belastungsdatum möglich. Kann der Zahlungsempfänger ein Mandat nicht

vorweisen, ist eine Rückgabe bis 13 Monate ab Belastung möglich.

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11. Erfassen und Versenden von SEPA-Lastschriften

Für die Erfassung von Lastschriften wird ein entsprechendes EDV-Programm benötigt, z. B.

eine Finanzbuchhaltung oder ein Online-Banking-Programm. SEPA-Lastschriften gibt es

nur beleglos. Die Sparkasse Gera-Greiz nimmt SEPA-Lastschriften unter anderem über das

DFÜ-Verfahren ebics an.

Der Leitfaden verwendet hier die Software SFirm mit den Modulen SEPA und ebics. Die

Sparkasse Gera-Greiz berät sie gerne ausführlich über die Nutzung der Software.

Informationen des Herstellers finden Sie unter www.sfirm.de.

Kontaktadressen und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Anhang.

Unter Wechseln zu / Auftraggeber wird die Gläubiger-ID erfasst.

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Unter Wechseln zu / SEPA Lastschriftmandate erfasst der Zahlungsempfänger das vom

Zahlungspflichtigen unterschrieben zurückgegebene Mandat elektronisch. An dieser Stelle

wird in Sfirm auch die Mandatsreferenz eingetragen.

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Unter Datei / Neu / Ordner wird ein Ordner für SEPA-Lastschriften angelegt. Dort wird auch

entschieden, ob die erfassten Einzüge Basis- oder Firmenlastschriften sind.

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Unter Wechseln zu / Zahlungsaufträge / SEPA-BASIS kann dann die eigentliche Lastschrift

erfasst werden. Im Feld „Mandat“ kann über Bearbeiten / Suchen eine Liste der erfassten

Mandate abgerufen werden.

Unter Datei / Speichern kann der Auftrag gespeichert werden. SFirm32 prüft bei

Speicherung, ob das Empfängerinstitut schon für den Empfang von SEPA-Lastschriften

bereit ist. Falls nicht, wird darauf hingewiesen.

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Beim Versand von SEPA-Zahlungen prüft Sfirm32 weiterhin, ob die Einreichungsfristen

eingehalten werden. Es werden nur nach dem Lastschrift-Typ (Basis/Firma) geeignete

Fälligkeitstermine vorgeschlagen.

Die Zahlung kann dann wie gewohnt elektronisch unterschrieben und versendet werden.

12. Technische Dokumentation

Zur eigenen Erstellung von SEPA.XML-Dateien sind folgende Quellen und Programme

hilfreich:

Die Deutsche Kreditwirtschaft

Die Deutsche Kreditwirtschaft (ehemals ZKA) definiert das jeweils für Deutschland gültige

XML-Format für SEPA. Bei der Programmierung von SEPA-Zahlungen sollte man

ausschließlich die Seiten der Deutschen Kreditwirtschaft nutzen, da es in der

Vergangenheit relativ häufig Änderungen in den Details des Satzaufbaus gegeben hat. Nur

die Deutsche Kreditwirtschaft veröffentlicht die jeweils gültigen Daten. Zukünftige

Änderungen werden jeweils einmal im Jahr zum November gültig werden.

Das SEPA-XML-Format ist dokumentiert unter

http://www.ebics.de/index.php?id=77

Dort in der „Anlage 3 Datenformate V“ (jeweils aktueller Versionsstand)

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13. Ihre Checkliste über die Umstellung der Lastschriftverfahren

Tätigkeit

Bestandsaufnahme im eigenen Hause

• Welche Kunden werden belastet?

Verbraucher, Nicht-Verbraucher ?

• Nach welchem Verfahren?

Einzugsermächtigung oder Abbuchungsauftrag?

• Wie können und wollen wir die Kunden zukünftig belasten?

SEPA-Basis und/oder SEPA-Firmen?

Mandatsidentifikation erstellen

• Beantragen Gläubiger-ID bei der Bundesbank

• Vergabe Mandatsreferenzen einmal oder mehrfach für einen Kunden

Vereinbarungen mit der Sparkasse treffen

• Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Basis-

Lastschriften

• Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Firmen-

Lastschriften

Korrespondenz mit dem Kunden durchführen

• Wandeln von Einzugsermächtigungen in SEPA-Basis-Mandate durch

Anschreiben der Kunden

• Einholen neuer Mandate, wenn diese nicht gewandelt werden können

• Bei SEPA-Firmen-Lastschriften: Einreichung einer Kopie durch den

Kunden bei seinem Kreditinstitut

Mandatsverwaltung und Fälligkeitsberechnung

• Organisatorische Maßnahmen treffen, um zukünftig „richtig“

einzuziehen. Erst, Folge, Letzteinzug, Verfallsdaten

• Beachtung der Vorlauffristen

erledigt

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9. Anhang

Ansprechpartner

Für alle Fragen rund um die SEPA-Lastschrift steht Ihnen Ihre persönliche Kundenberaterin

bzw. Ihr Kundenberater zur Verfügung.

Hotline der Sparkasse Gera-Greiz

Telefon: 0365/8220-0

Telefax: 0365/8220-879

eMail:

info@spk-gera-greiz.de

Download-Links

SEPA_Account_Converter


Anleitung SEPA-Account-Converter


SEPA mit SFIRM


SPG-Verein-Leitfaden-SEPA


Sparkasse

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