Wirtschaftsblatt

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Wirtschaftsblatt

das standortmagazin für das bergische land

deutschlands auflagenstärkstes transportmedium für ideen im mittelstand.

Wandelbares

Wipperfürth

Standort-Check: Was Bürgermeister von Rekowski für die bergische Hansestadt plant

Bergisches land auf dem Weg zur energiewende

Kongress suchte Potentiale für die Region, und Wuppertal will „EfficientCity“ werden

Bewegende ideen

Spezial: Konzepte und Lösungen, die Menschen, Material und Maschinen bewegen

Wirtschaft regional!

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Liebe Leser!

editorial

Mehr Bewegung.

Mehr Bergisches land!

Unternehmertum heißt Bewegung – wer zeigt das besser, als die dynamische Wirtschaft

im Bergischen Land! Deshalb haben wir bewegenden Ideen und Lösungen einen

Schwerpunkt in diesem Heft gewidmet. Darin spricht der frischgebackene Präsident

des Familienunternehmer-Verbandes, der Krefelder Unternehmer Lutz Goebel,

im Wirtschaftsblatt-Interview in offenen Worten über das, was Familienunternehmer

bewegt. Und über das, was sich leider zu wenig bewegt – in Berlin.

Bewegung wird auch den Arbeitnehmern abverlangt. Denn Angebot und Nachfrage

auf dem Arbeitsmarkt differiert – in unserer Region und in ganz Deutschland. Das

Wirtschaftsblatt hat dazu exklusiv den „CQ“ berechnet, den Chancenquotienten. Er

zeigt an, wo Sie als Unternehmer die besten Chancen haben, Arbeitskräfte zu finden.

Viel Bewegung findet sich auch in Wipperfürth. Für unseren StandortCheck hat sich

unsere Redaktion auf den Weg gemacht. Und präsentiert die Standortfakten, die Pläne

der Stadtspitze und die Stützen des Standorts.

Doch auch Ihr Wirtschaftsblatt ist in Bewegung. Mit dem letzten Heft haben wir durch

nunmehr 13 regionalen Ausgaben und über 100.000 Empfängern die bundesweite Vernetzung

der Unternehmer und Entscheider der deutschen Wirtschaft vollzogen. Wir

sind damit Deutschlands auflagenstärkstes Transportmittel für Ideen und Kooperationen

im Mittelstand! Mit diesem Heft nun zünden wir die versprochene zweite „Raketenstufe“:

Sie finden Ihr Wirtschaftsblatt Bergisches Land noch stärker auf das heimische

Wirtschaftsgeschehen hin ausgerichtet. So haben wir den regionalen Nachrichtenteil

erweitert und an den Heftanfang gestellt. Themen beleuchten wir konsequent auf unsere

heimische Bedeutung hin. Und natürlich finden Sie in Ihrem Wirtschaftsblatt auch

künftig einen reichen Fundus an Impulsen aus den Unternehmen selbst, die Sie für Ihr

eigenes Geschäft nutzen können.

Damit sich noch mehr bewegt. In Deutschland und im Bergischen!

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Ihr Michael Oelmann, Herausgeber, und Ihr Regionalteam Bergisches Land: Christiane ten

Eicken, Karsten Sander, Susanne Birkner und Carola Thielecke

sie erreichen uns unter bergisch@wirtschaftsblatt.de

RUNKEL SCHNEIDER WEBER

RECHTSANWÄLTE


A

Achilles, Josef, Stadtsparkasse Wuppertal 49

Antoniadis, Nikolaos, Metzeler von der Fecht 43

Auerbachs Keller Rothenberger Betriebs GmbH, Leipzig 47

Auto Prause, Hilden 82-83

B

Backens Systems GmbH, Hilden 78-79

Balkenhol, Frank, Wirtschaftsförderung Solingen 15, 24-25

Barth, Klaus-Dieter, Metzeler von der Fecht, Düsseldorf 43

Baus, Guido, pharma-insight 25

Bergische Entwicklungsagentur, Solingen 16-19, 24-25

Bergische Universität, Wuppertal 9

Biedenkopf, Kurt, ehem. Ministerpräsident Sachsen 10

Birkenstock, Kathrin, Jobcenter Wuppertal 22

Blaum, Dr. Hugo, GEA Group Aktiengesellschaft 50

Boomers, Dr. Jan, Biologische Station Mittlere Wupper 19

C

Cronrath, Renate, Volksbank Remscheid-Solingen eG 30

D

4

Dehnke, Frank, Stadtsparkasse Remscheid 10

Deppe, Dr. Dirk, Rheinische Mittelstandsakademie 48-49

Deutsche Bank AG, Frankfurt 37

Diekel, Detlef, Wirtschaftsförderung Solingen 24-25

Döll-König, Dr. Heike, Landesverbund Tourismus NRW 18

Dreusche, Markus von, Arbeitgeberverband Remscheid 11

Dr. Knoell Consult GmbH, Leverkusen 86

Druckhaus Fischer Frank Fischer GmbH, Solingen 45

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index

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

E

Eberhardt, Dr. Runar, Dr. Knoell Consult GmbH 86-87

Ehser, Ralf, Dt. Bank AG, Wuppertal 37

F

Fecht, Dr. Wolf von der, Metzeler von der Fecht, Ddorf 43

Feicht, Andreas, WSW Energie & Wasser 12

Feith, Norbert, Oberbürgermeister Solingen 18–19, 24–25

Fischer, Frank, Druckhaus Fischer, Solingen 44

Francke, Oliver, ThinkTank 17-19

Frickenhaus, Hendrik, Pfeiffer Autohaus GmbH 11

G

Gesche, Philipp, InduSer Industrieservice 54

Goebel, Lutz, Die Familienunternehmer 64–67

Goralczyk, Bernhard, InduSer Industrieservice 54

Göritz, Saskia, Volksbank Remscheid-Solingen eG 30

H

Haschke, Matthias, Wuppertal Marketing GmbH (WMG) 23

Hellering, Gina, Armin-Maiwald-Schule 11

H.J.P. Hoteldienstleistungen, Grevenbroich 42

HLB Treumerkur, Wuppertal 11

Hofmann, Sven, Auerbachs Keller, Leipzig 47

Hüttebräucker, Dagmar, Winterhoff Picard GmbH 52

Hüttebräucker, Ralf, Winterhoff Picard GmbH 52

I

Illigen Wolf, Wuppertaler 18–19

InduSer Industrieservice GmbH & Co. KG, Ratingen 54

J

Jacobi, Dr. Christian, agiplan 12

Jung, Peter, Oberbürgermeister Wuppertal 12

K

Kausemann, Mery, Wirtschaftsförderung Wipperfürth 8

Keller, Karina, Volksbank Remscheid-Solingen eG 30

Kessler, Klaus, Stadtsparkasse Wuppertal 49

Klein, Gernot, K/S/R/ Treuhand und Revision GmbH 53

Klein, Heather, INOVATOR Schnellauftore GmbH, L‘feld 55

Klein, Mark, INOVATOR Schnellauftore GmbH, L‘feld 55

Klein, Rolf, INOVATOR Schnellauftore GmbH, L‘feld 55

Knoell, Dr. Hans-Emil, Dr. Knoell Consult GmbH 84, 86–87

Koch, Professor Dr. Lambert T., Bergische Universität 12

Kühn, Dr. Stefan, Sozialdezernent Wuppertal 22

Kullmann, Jürgen, Alexanderwerk AG 34–35

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L

Lange, Thomas, FAG Werk Wuppertal 12

Lenz, Thomas, Jobcenter Wuppertal 22

Leutheusser-Schnarrenberger, Sabine, Bundesjustizmin. 39

Lietzmann, Professor Hans J., Bergische Universität 9

M-O

Martin, Andreas, radprax 20

Matthes, Andre, MATTHES 76–77

Matthes, Siegfried, MATTHES 76–77

Mayer, Gert, WKW 8

Metzeler, Friedrich Wilhelm 43

Metzeler von der Fecht, Düsseldorf 43

Meyer, Georg, Klimagriff GmbH 10

Middeldorf, Bodo, Bergische Entwicklungsagentur 16–19

Müller, Manfred, Gütegemeinschaft 13

Neukamm, Erich, JOB AG Personaldienstleistungen AG 29

Ortlinghaus, Marten, SeibelHülsPartner 81

Ostermeyer, Bardo, weseralu GmbH & Co. KG 68–69

P

Piwowar, Holger, Die Bergischen Drei 19

Postler, Volker, Stadtsparkasse Wuppertal 49

Pott, Diplom-Ökonom Markus, MPI GmbH 80

Prause, Gerhard, Auto Prause 82-83

Prause, Marcel, Auto Prause 82-83

Prause, Norbert, Auto Prause 82-83

R

Reiners, Wilfried, Raben Logistics Germany 21

Rekowski, Michael von, Bürgermeister Wipperfürth 92–93

Riedel, Thomas, Riedel Intercom-Technik 20

Rothenberger, Bernhard, Auerbachs Keller, Leipzig 46–47

Rothenberger, Christine, Auerbachs Keller, Leipzig 46–47

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S

Sander, Georg, njuuz 23

Schirmer, Thomas, Kunesto, Düsseldorf 21, 78–79

Schlupp, Corinna, Bergische Entwicklungsagentur 24–25

Schmidt, Dieter L., HLB Treumerkur 11

Schmitz, Manfred, Windhoff Bahn- und Anlagentechnik 72

Schneidewind, Prof. Dr. Uwe, Wuppertal Institut 12

Schröder, Carsten, JOB AG Personaldienstleistungen AG 29

Schulz, Claudia, JOB AG Personaldienstleistungen AG 29

Schulz-Werner, Marko, Auerbachs Keller, Leipzig 46–47

SeibelHülsPartner, Wuppertal 81

Seniorennetzwerk Kunesto, Düsseldorf 78–79

Sigismund, Udo, Wirtschaftsförderung Solingen 24–25

Slawig, Dr. Johannes, Stadtdirektor Wuppertal 12

Stadtsparkasse Wuppertal 49

Stock, Dr. Mira, Wirtschaftsförderung Solingen 24–25

Strassmann, Carolin, Volksbank Remscheid-Solingen eG 30

T

Tanski, Markus, JOB AG Personaldienstleistungen AG 29

Trompetter, Frank, WEG 92–93

U

Ufer, Uwe, Bürgermeister Hückeswagen 13

V

Vennemann, Georg, Windhoff Bahn- und Anlagentechnik 72

Voigtsberger, Harry Kurt, Minister 13

Volksbank Remscheid-Solingen eG 30

Vollmann, Axel, Vollmann Group 11

Volmerig, Dr. Rolf, Wirtschaftsförderung Wuppertal 20–23

Voßenkaul, Johanna, Rheinische Mittelstandsakademie 49

Personen und Unternehmen in dieser Ausgabe

W

WASI, Wuppertal 8

Wehmeyer Lifestyle GmbH, Düsseldorf 42

Weiß, Heike, Auerbachs Keller, Leipzig 47

weseralu GmbH & Co. KG, Minden 68

Will, Andrea, ebbtec 98

Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH, Rheine 72

Winterhoff, Ewald, Winterhoff Picard GmbH 52

Winterhoff Picard GmbH, Remscheid 52

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG 24–25

Wirtschaftsförderung Wipperfürth 8

Wirtschaftsförderung Wuppertal 20–23

Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft WEG 92–93

Wulff, Christian, Bundespräsident 11

Wuppertal Marketing 20–23

Wuppertal Marketing GmbH (WMG) 23

Würth, Reinhold, WASI 8

Titel

Wipperfürths Bürgermeister

Michael von Rekowski im

standort-Check, seite 92


6

inhalt 3/11

14 Treffpunkte

Wie die Solingen Messe über 10.000 Besucher anlockt

64 Bewegen

Welche Räder der neue ASU-Präsident Goebel drehen will

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

26 Fachkräfte

Warum sich Eigeninitiative auszahlt

34 Börse

Was Deutschlands erste Aktiengesellschaft attraktiv macht


Bergisches land

8-11 Nachrichten / Das Wichtigste aus der Region

9 energiewende / Auf dem Weg

13 verwaltung / Hückeswagen erhält RAL Gütezeichen

14-15 Treffpunkte i / Solingen Messe 2011

16-19 Bergische entwicklungsagentur / FACHWERK ∙ Bergischer Think

Tank ∙ „Die Bergischen Drei“ stärken Tourismus ∙ „Wupper-Tells“

20-23 Wuppertal / Tour de Wupper ∙ In bester Gesellschaft ∙ Kommunales

Jobcenter ∙ Kultur bindet ∙ Wuppertaler Profile: Georg Sander

24-25 solingen / Tourismus-Broschüre ∙ Wirtschaftsförderung schärft Aufgabenprofil

∙ Firmenansiedlungen ∙ Nachrichten

60 stammbäume / Geschichten hinter den bergischen Unternehmen

94 Treffpunkte ii / Wirtschaftsblatt-BusinessMeetings

Fachkräfte

26-27 Thema / Der CQ des Bergischen Landes

28 Chancenquotient / Die Länder-Rangliste

29-30 Fachkräfte / Unternehmen im Portrait

33 Handwerk / Kammerpräsident Schulhoff über Einwanderung

Themen

34-37 Börse / Kapitalmarkt und KMU

38-43 Firmenmarkt / Sanierungspartner Mittelstand

74-83 Problemlöser / Passende Spezialisten

84-87 Chemie / „Wir gehen dorthin, wo die Kunden sind“

Markt & standort

44-59 Die unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt

Bewegen

62-63 Bewegende ideen / Stillstand ist Rückschritt

64-67 lunch mit... lutz Goebel / „Der Politik zeigen, dass wir stark sind“

68-73 Bewegen / Unternehmen im Portrait

standort-Check Wipperfürth

88-91 Wandelbares Wipperfürth / Die Stadt im Standort-Check

92-93 interview / Michael von Rekowski und Frank Trompetter im Gespräch

Rubriken

95 intern / Impressum · Teamköpfe

96-97 Gut zu wissen / Empfehlenswerte Dienstleister

98 letzte seite / Kopfschüttler · Postskriptum

99 service / Informationen zum kommenden Heft

Inhalt 3/11

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8

Bergisches land

Das Wichtigste vom Standort. Recherchiert und ausgewählt von der Wirtschaftsblatt-

Redaktion für das Bergische Land. Informieren Sie uns: bergisch@wirtschaftsblatt.de

Jubilar des Monats: Auch mit seinen

80 Jahren ist Gert Mayer, Inhaber des

Automobilzulieferers WKW, noch immer

unternehmerisch tätig. Der Markt

honoriert es mit starken Umsätzen.

Burgholztunnel, Wuppertal

Ansprechpartnerin des Monats:

Mery Kausemann (51) verstärkt das

Team der Wirtschaftsförderung Wipperfürth.

Sie kümmert sich vor allem

um die Akquise von Neukunden.

Gast des Monats: Schraubenkönig

Reinhold Würth hat seine Tochterfirma

WASI zu ihrem 50jährigen Bestehen

besucht und sich ins Goldene Buch

der Stadt Wuppertal eingetragen.

Radeln mit Aussicht

In Solingen wurde ein neuer, interregionaler Radwegeverbund

besiegelt. Er soll dem Radtourismus weiteren Schwung verleihen.

NRW tritt in die Pedale – und das Bergische Land ist ganz vorne mit dabei. Unter der

Dachmarke „Panorama Radwege“ wurde in Solingen die Entstehung eines neuartigen,

interregionalen Radwegeverbunds besiegelt. Durch die Verknüpfung von Einzelrouten

soll ein 300 Kilometer langes Radwegenetz von Rhein und Ruhr bis ins nördliche

Rheinland-Pfalz geschaffen werden. 175 Kilometer verlaufen über ehemalige Bahntrassen,

davon allein 130 Kilometer im Bergischen Land. aw


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kein zartes Pflänzlein mehr: Als symbol für die

energiewende pflanzten die kongress-initiatoren

Rotbuchen im Müngstener Brückenpark

Auf dem Weg zur

energiewende

Ein Kongress in Wuppertal hat einen richtungweisenden Prozess

eingeleitet. Die Energie im Bergischen Land soll in Zukunft

ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammen.

D

er

Wasserkraftanlagen der Talsperren oder die Wuppertaler Bürger-Windkraftanlage.

Titel des Kongresses war so unmissverständlich wie ehrgeizig: hundertprozentig.ERNEUERBAR.

Dass erste Beispiele für eine Energiewende und somit

praktizierten Klimaschutz im Bergischen Land zu finden sind, zeigen die

Der Wuppertaler Kongress hatte beides im Blick, die bestehenden, erfolgreichen Projekte

und die erfolgversprechenden Entwicklungspotentiale, die künftig in Angriff

genommen werden. „Wir möchten die Energiewende nun auch im Bergischen Land

vorantreiben“, sagte Professor Hans J. Lietzmann von der Bergischen Universität.

Als Gastgeberin hatte die Universität gemeinsam mit der Bergischen Entwicklungsagentur,

der Energie-Agentur NRW, der Kreishandwerkerschaft Wuppertal, dem

Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie dem Wupperverband zum

Kongress eingeladen. Wie die Region es schaffen kann, ihre Energie in Zukunft zu

100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu beziehen, wurde in unterschiedlichen Foren

debattiert. Technische Hürden müssten genommen, die bürgerschaftliche Beteiligung

gestärkt werden. Das wirtschaftliche Potential, das die Energiewende mit sich bringt,

ist hoch. Chancen sahen die Teilnehmer gerade für das örtliche Handwerk, dessen

Kompetenzen sich künftig stärker auszahlen sollen. aw

standort

Menschen und Ereignisse

9

1 Wuppertal: Bankengründung Stahl-

händler EDE gründet ein eigenes Geld-

institut. Unter dem Namen Etris soll die

Spezialbank für Zentralregulierung,

Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung

ab 2012 das Finanzgeschäft der

Gruppe übernehmen. 2 Hückeswagen:

Bundesehrenpreis „Meister Blumberg“

und sein Fleischmarkt Kobeshofen

wurde vom Bundesministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

mit dem Bundesehrenpreis

ausgezeichnet. Es ist die höchste Ehrung,

die ein Unternehmen der Fleischwarenbranche

für Qualitätsleistungen

erhalten kann. 3 Wuppertal: eröffnung

An der Bergischen Universität ist

das Dr. Werner Jackstädt-Zentrum für

Interdisziplinäre Unternehmertums- und

Innovationsforschung eröffnet worden.

Dort sollen Fragen nach erfolgreichem

Wirtschaften beantwortet werden. Die

Jackstädt-Stiftung stellt der Hochschule

über fünf Jahre 1,5 Millionen Euro

zur Verfügung. 4 Radevormwald:

Praxiseröffnung Die kardiologische

Facharztpraxis „KardioPrax“ hat an der

Kaiserstraße eröffnet. Die Neu-Radevormwalder

kooperieren mit lokalen ärztlichen

Versorgungsstrukturen und dem Johanniter-Krankenhaus.

5 Remscheid:

Treffen mit der kanzlerin Vorsitzende

der Remscheider Wirtschaftsjunioren,

Constanze Epe, ist mit Bundeskanzlerin

Merkel in Berlin zusammengetroffen.

Im Rahmen eines Transferprojekts zwischen

Politik und Wirtschaft debattierten

Epe und andere Wirtschaftsjunioren

mit ihr vor allem über das Thema Fachkräftemangel.

6 Wipperfürth: Ausgedehnt

Die Rechtsanwalts- und Notarkanzlei

MNCG mit Sitz in Kierspe hat

eine Filiale in der Nachbarstadt eröffnet.

In Wipperfürth kooperierten sie mit den

Steuerberatern und Buchprüfern des Büros

von Werner W. und Andreas Baldsiefen.

7 solingen: standort-Bekenntnis

Das Unternehmen Dr. Haubitz mit Sitz in

Aufderhöhe hält Solingen die Treue. Für

1,5 Millionen Euro hat der Spezialist für

Kunststoff-Spritztechnik eine Halle im

Ohligser Gewerbegebiet Monhofer Feld

angekauft und saniert.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


10

standort

Bergisches land Menschen und Ereignisse

1 Bergisches land: ehrung Lothar

Späth ist von den Mittelstands- und

Wirtschaftsvereinigungen der CDU für

das Bergische Land und Düsseldorf mit

dem Bergischen Löwen ausgezeichnet

worden. Die Laudatio hielt Sachsens

ehemaliger Ministerpräsident Kurt

Biedenkopf. 2 solingen: Gesundheitspreis

Weil das Unternehmen BIA

Kunststoff- und Galvanotechnik den Belastungen

seiner Mitarbeiter besondere

Beachtung schenkt, wurde es von der

AOK Rheinland/Hamburg mit dem Gesundheitspreis

ausgezeichnet. BIA bietet

seinen Mitarbeitern unter anderem Ernährungsberatungen

und Rückenschulungen

am Arbeitsplatz an. 3 Wuppertal:

einstieg in die Feinelektronik In

den Behindertenwerkstätten von proviel

wird jetzt auch im feinelektronischen

Bereich gearbeitet. Für die Firma Oktalite

werden am Standort Milchstraße wöchentlich

rund 600 Strahler zusammengebaut.

4 Remscheid: Auszeichnung

Der Stadtsparkasse Remscheid wurde

der „Deutsche Leasing Award“ für die

besten Neugeschäftsergebnisse verliehen.

Vor allem vom Mittelstand würden

die Leasingfinanzierungen für Investitionen

in Anspruch genommen, sagte

Sparkassen-Vorstand Frank Dehnke.

5 Wermelskirchen: Design Award Die

Steinco GmbH ist mit dem international

anerkannten Designpreis „red dot design

award 2011“ ausgezeichnet worden.

Der Wermelskirchener Produzent bekommt

ihn für die Krankenbettrolle der

Serie 758/759 Primus. 6 Remscheid:

Zusammenarbeit Angehende Ingenieure

der Hochschule Bochum entwickeln

derzeit das SolarCar, ein Fahrzeug, das

mit Sonnenenergie angetrieben wird.

Das Werkzeug, das sie dabei benutzen,

stammt von der Remscheider Gedore

Werkzeugfabrik. 7 solingen: Weltkulturerbe

Die Müngstener Brücke ist wieder

für den Bahnverkehr freigegeben

worden. Solingens Oberbürgermeister

Norbert Feith will das Bauwerk nun zum

Unesco-Weltkulturerbe erklären lassen.

In diesem Fall könnten Fördergelder für

eine langfristige Restaurierung der stählernen

Bogenbrücke fließen.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Meine Maschine und ich

Das Wirtschaftsblatt zeigt Unternehmer und ihre treuesten Helfer

Georg Krings und seine Hermle C 600 V

Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Und Georg Krings schaute sehr genau hin,

als er im Jahr 2000 den Schritt in die Selbständigkeit wagte. Schließlich war er

als Formen- und Werkzeugbauer in Präzision geübt. In Daniel Mehring fand er

einen Geschäftspartner, der ähnlich findig und akribisch arbeitet wie er selbst.

Mit dem C 600 V der Gosheimer Berthold Hermle AG entschied sich der Gründer

für ein Drei-Achs-Bearbeitungszentrum, das seine auf das ein Hundertstel eines

Millimeters genauen Berechnungen exakt und schnell umsetzen kann. Als einer

der ersten arbeitete er mit der Heidenhain-Steuerung iTNC 530. „Wir wollten das

aktuellste haben", gesteht der Solinger. Das Invest verschlang einen Großteil des

Gründungsdarlehens, zahlte sich aber aus. Mehring & Krings erhöhten den Ausstoß

und erweiterten ihr Portfolio um Werkzeuge für Kunststoffspritzguss. ks

Weltheimat

Unternehmen aus dem Bergischen Land auf globalen Märkten

Griff nach dem türkischen Markt

Ein Fenstergriff, der dank Thermo-Hydrometer für ein besseres Raumklima sorgt,

stößt außerhalb des Bergischen Landes auf Interesse. Auch an türkischen Fenstern

könnte der Klimagriff des gleichnamigen Solinger Unternehmens bald zu finden

sein. Das Verbundprojekt „beFIT“ brachte die Solinger mit dem Wuppertaler Beratungsunternehmen

baysan zusammen. Während der eine das innovative Produkt

hat, verfügt der andere über Sprachkenntnisse und Kontakte vor Ort. Gemeinsam

wollen sie nun den türkischen Markt erschließen. „In der Türkei gibt es einen Bauboom.

Das ist ein Markt mit riesigem Potential“, sagt Mahmut Özbakir, Projektmanager

von baysan. Auch Georg Meyer von der Klimagriff GmbH ist optimistisch.

Das Land sei deswegen so interessant, weil dort überwiegend deutsche Fenstersysteme

verwendet werden. Notwendige Zulassungen sind bereits beantragt, Werbematerialien

übersetzt und wichtige Kontakte geknüpft. aw


Familienunternehmer

formieren sich

Gleichgesinnte Unternehmer aus dem Bergischen haben sich zu

einem eigenen Ortskreis zusammengefunden.

W

ir ‚ticken’ gleich, haben eigene

Wertvorstellungen und ein

berechtigtes Interesse, dass

unsere Stimme gehört wird“, sagt Axel

Vollmann, Inhaber der Gevelsberger Vollmann

Group. Aus diesem Selbstverständnis

heraus hat er zusammen mit rund 40

weiteren Gleichgesinnten aus dem Bergischen

Land positive Konsequenzen gezogen.

Entstanden ist ein eigener Ortskreis

des Verbandes Die Familienunternehmer,

sowie der begleitende Kreis für Jungunternehmer

bis 40 Jahre (BJU). Ihn organisiert

Hendrik Frickenhaus, Geschäftsführer der

Pfeiffer Autohaus GmbH aus Wuppertal.

„Wir sind Teil des Regionalkreises

Niederrhein, aber es war an der Zeit,

dass wir angesichts des traditionell starken

Familienunternehmertums bei uns

mehr eigene Aktivitäten entwickeln“, ergänzt

Dieter L. Schmidt von der Wuppertaler

HLB Treumerkur. So traf man sich

im Frühjahr bei einem „Kaminabend“

zu einem Hintergrundgespräch mit Patrick

Adenauer, seinerzeit Präsidenten

MiNT-Angebote

für Förderschüler

Wann rutscht der Klotz? Warum kann

das Auge manches nicht sehen? In der

Radevormwalder Armin-Maiwald-Schule

haben Kinder die Antworten auf diese

Fragen selbst herausgefunden. Für drei

Wochen war dort die „Miniphänomenta“

zu Gast, eine Experimentierstation, die

das Interesse an den Naturwissenschaften

wecken soll. Begeistert waren auch

Schulleiterin Gina Hellering und Markus

von Dreusche vom Arbeitgeberverband

Remscheid und Umgebung, der mit der

Landesvereinigung der Unternehmensverbände

das Projekt finanzierte.

des bundesweit aufgestellten Verbandes,

unter dessen 5.000 Mitgliedern sich die

glanzvollsten Namen der deutschen Familienunternehmen

finden (siehe auch

das Interview mit Lutz Göbel in diesem

Heft). Am 29. Juni startete zudem der

„Unternehmerstammtisch“ des BJU. Im

August folgt eine Betriebsbesichtigung

bei EDE in Wuppertal. Und natürlich wird

man, so die Akteure, auch weiterhin das

Gespräch mit Akteuren wie zum Beispiel

der Landesregierung führen.

Mitstreiter willkommen

Mitstreiter und Interessenten aus dem

Bergischen Land seien zu den Veranstaltungen

herzlich willkommen, so Dieter

Sander von der Wuppertaler Iso-Profil

GmbH. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft

sind ein Umsatz von mindestens einer

Million Euro und zehn Angestellte.

kontakt: dieter.sander@isoprofil.de

infos: www.familienunternehmer.eu

standort

Menschen und Ereignisse 11

1 Wuppertal: Präsidiale Grüße Bundespräsident

Christian Wulff hat dem

Forschungszentrum der Bayer AG einen

Besuch abgestattet. Er traf dabei auf die

drei Forscher, die von Vorgänger Horst

Köhler 2009 für ihr Thrombosemittel

„Xarelto“ mit dem Deutschen Zukunftspreis

ausgezeichnet worden waren.

2 Remscheid: einzug Lange standen

die Büroräume am Hauptbahnhof

leer. Jetzt richtet der IT-Spezialist Lura-

Tec dort auf 210 Quadratmetern einen

Schwerpunkt für Vertrieb und Service

ein. Das Unternehmen hat sich auf die

dauerhafte Sicherung von Daten spezialisiert.

3 solingen: Flächenzuwachs

um 113 Prozent Von 2001 bis 2011 haben

sich die Gewerbeflächen in der

Klingenstadt von 325.000 auf 693.000

Quadratmeter mehr als verdoppelt. Dies

teilte das Statistische Landesamt mit.

4 Wuppertal: Werbekampagne Rote

Plakate mit dem Schriftzug „Wir wuppen

das“ hatten 2010 für Aufsehen in der

Stadt gesorgt. Jetzt starten die Stadtwerke

die Kampagne erneut, diesmal unter

dem Slogan „Wupp mit!“. Erdacht hat ihn

abermals die Elberfelder Agentur Boros.

5 leichlingen: supermarkt-Pläne

Am Festplatz an der Reusrather Straße

könnte schon 2012 ein 1.400 Quadratmeter

großer Edeka-Markt entstehen. Die

Resonanz von Politikern und Anwohnern

auf die Pläne ist überwiegend positiv.

Das Konzept für den Ortsteil Trompete

ähnelt dem im Stadtteil Witzhelden.

6 solingen: investitionen zum Jubiläum

20 Jahre ist es her, dass die Reiner

Schmid Produktions GmbH ihren Betrieb

aufnahm. Bis September erweitert

der Hersteller technischer Federn seine

Produktionsräume an der Neptunstraße

um 400 auf 2.400 Quadratmeter und

investiert in eine neue Drahtverarbeitungsmaschine.

7 Remscheid: Geburtsstätte

soll Touristen locken Für

den symbolischen Preis von einem Euro

hat die Deutsche Röntgengesellschaft

(DRG) das Geburtshaus von Wilhelm

Konrad Röntgen in Lennep von der Stadt

gekauft. Die DRG will das kleine Fachwerkhaus

zu einem Magneten für Wissenschaftler

und Touristen umgestalten.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


12

Wuppertal wird

efficientCity

Wuppertal und das Bergische Land wollen Vorreiter

in Sachen Ressourceneffizienz werden und die

Wirtschaft vor Ort einbinden. Die Zukunftsstrategie

für Stadt und Region heißt „EfficientCity“.

R

essourceneffizienz ist ein Wachstumsmarkt, an dem

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Bergisches land Menschen und Ereignisse

Wuppertal und das Bergische Städtedreieck partizipie-

ren sollen. Unter der Dachmarke „EfficientCity“ werden

in den kommenden Jahren verschiedenste Projekte umgesetzt.

„Wir wollen die Wettbewerbsposition unserer Unternehmen in

diesem Bereich stärken“, erklärte Wuppertals Oberbürgermeis-

ter Peter Jung im Rahmen der Vorstellung des Projekts. Zu dessen

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Foto:Schaeffler Industries/Klaus-Ulrich Köhler

Gemeinsam für die efficientCity Wuppertal (v. l.): stadtdirektor

Dr. Johannes slawig, Dr. Christian Jacobi, (Geschäftsführer

agiplan), Thomas lange (FAG Werk Wuppertal), Andreas

Feicht (vorstandsvorsitzender WsW energie & Wasser),

Oberbürgermeister Peter Jung und Professor Dr. uwe

schneidewind (Präsident des Wuppertal instituts)

Umsetzung wurde in einem ersten Schritt die agiplan GmbH aus

Mülheim an der Ruhr mit der Erarbeitung eines Gutachtens zu

den Ressourceneffizienz-Potentialen der drei bergischen Großstädte

sowie der Entwicklung einer Standortstrategie beauftragt.

Kompetenzzentrum denkbar

Das Ergebnis bescheinigt beste Voraussetzungen für eine

Pole Position im Wettbewerb der Regionen: Eine große Dichte an

national und international agierenden Institutionen im Bereich

der Ressourceneffizienz, rund 180 Anbieter ressourceneffizienter

Produkte und Dienstleistungen sowie ein hoher Anteil produzierender

Unternehmen. Deren Spektrum reicht von der Brennstoffzellenherstellung

bis zum Bau von Klimaschutzsiedlungen.

„Die federführende Rolle des Wuppertal Instituts soll der heimischen

Wirtschaft zum Vorteil gereichen“, bestätigt Professor Dr.

Uwe Schneidewind, Präsident des renommierten Instituts. Auch

die Bergische Universität ist gut aufgestellt. Eine Beteiligung der

Hochschule, in deren Profil den Themen Ressourcen- und Energieeffizienz

eine hohe Bedeutung zukommt, würden alle Partner begrüßen.

Entsprechende Gespräche gestalten sich aussichtsreich.

Laut Rektor Professor Dr. Lambert T. Koch steht eine Entscheidung

noch für den Sommer an. „Wir planen die Gründung einer GmbH.

Dazu möchten wir auch die Firmen als Gesellschafter gewinnen“,

wirbt Oberbürgermeister Jung. Langfristig soll ein Gebäude für

das Kompetenzzentrum Ressourceneffizienz realisiert werden –

als Heim für Institutionen und Unternehmen. cte


Menschen und Ereignisse

Wichtiges Zeichen für Hückeswagen: Bürgermeister uwe

ufer (2. v. r.) und verwaltungsmann Thorsten kemper (r.) mit

Minister voigtsberger und Manfred Müller (l.), vorsitzender

der Gütegemeinschaft

Relevant bei

der standortwahl

Hückeswagen ist Vorreiter in Sachen

Mittelstandfreundlichkeit. Zum dritten Mal hat die

Kommune das RAL Gütezeichen erhalten.

H

arry Kurt Voigtsberger hatte es sich nicht nehmen las-

sen, persönlich in Paderborn zu erscheinen. Seit fünf

Jahren besteht die Gütegemeinschaft „Mittelstandsfreundliche

Kommunalverwaltung“, die es sich zum Ziel gesetzt

hat, Gemeinden, Städte und Kreise für die Belange von kleinenund

mittelständischen Unternehmen zu sensibilisieren und zu

helfen, die Administrationen hierfür neu auszurichten. Zum

kleinen Jubiläum zeichnete der NRW-Wirtschaftsminister den

Kreis Paderborn, die baden-württembergische Stadt Nagold sowie

Hückeswagen aus. Die Verwaltungen aller drei Kommunen

sind Vorreiter und erhielten das RAL-Gütezeichen nach den Jahren

2007 und 2009 bereits zum dritten Mal.

Oberbergischer Kreis ist besonders aktiv

„Für Unternehmen ist eine mittelstandsorientierte Verwaltung

ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl“, betonte

Voigtsberger. Die Auszeichnung erfolgt nach eingehender Prüfung

durch den TÜV Nord. Hückeswagen, und darüber zeigte

sich Bürgermeister Uwe Ufer besonders stolz, erhielt eine

Gesamtnote von 1,79, was von einer hohen Zufriedenheit der

Firmen mit der Stadt spricht. Der Oberbergische Kreis ist besonders

aktiv in Sachen Mittelstandsorientierung. Zehn der

19 ausgezeichneten Städte und Gemeinden stammen von hier,

und auch der Kreis selbst wurde zweimal ausgezeichnet. ks

Gold Sponsoren: Silber Sponsoren:


14

Bergisches land Menschen und Ereignisse

1 2

solingen ist Messe-stadt

Vor 500 Jahren wäre halb Europa nach Solingen gepilgert, zum Zentrum der Stahlwaren- und

Klingenindustrie. Wenn auch nicht halb Europa, so kamen gut 10.000 Besucher und Fachbesucher

zur 7. Solingen-Messe am 1. und 2. Juli 2011.

U

nter dem Motto „Indu strie,

Design, Qualität: Made in

Solingen“ stellten 86 Aussteller

auf circa 2.000 Quadratmetern

Innen- und 1.000 Quadratmetern

Außenbereich aus. Die

eigentliche Eishalle, deren Eis im Sommer

abgetaut ist, wurde als solche unkenntlich

zur perfekten Messehalle mit

Teppichboden umgebaut. Die Solinger

3

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Agentur kogag zeigte sich, wie in den

vergangenen Jahren, verantwortlich

für die Messeorganisation.

Waren kaufen und schauen, was andere

Unternehmen wie machen, wäre auch

vor 500 Jahren das Motiv zum Besuch der

Messe gewesen. Daher konnten vielfältige

Waren, insbesondere von Solinger

Schneidwarenfirmen, erworben werden.

Messer, Scheren und Bestecke verführten

viele Besucher zum Kauf. Darüber hinaus

gab es Kochbücher und Spiele ebenso zu

erwerben wie elektronische Artikel vom

Soundsystem bis hin zur Energiesparleiste.

Auch Hochdruckreiniger sowie

Schweißgeräte oder Schutz- und Arbeitskleidung

waren erhältlich. Ergänzt durch

industrienahe Dienstleistungen sowie

Spezialunternehmen konnten die Besucher

neben Waren auch viel Wissen über


4 5

die Kompetenz der Solinger Unterneh-

merschaft mitnehmen.

Europa nach Solingen holen

„Mit der Messehalle in der Eishal-

le am Solinger Südpark haben wir den

perfekten Messestandort für die Zukunft

gefunden“, so Frank Balkenhol,

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Solingen und Veranstalter der

Solingen-Messe. Neben der verstärkten

Verkaufsmöglichkeit solle die Messe zukünftig

noch weiter entwickelt werden,

indem man weitere „Top-Unternehmen“

aus Solingen als Aussteller gewinne.

Bei der alle zwei Jahre stattfindenden

Solingen-Messe soll bereits im Jahr 2013

und spätestens im Jahr 2015 wieder halb

Europa nach Solingen kommen. „Ein

schönes Ziel, das dem Weltenruhm und

der Bekanntheit der Marke Solingen entspricht“,

so Balkenhol.

Ein besonderes Erlebnis hatten die 450

Teilnehmer der am Freitagabend stattfindenden

„Solingen-Party“. Denn die

ehemaligen Maschinenhallen der Friedrich

Abraham Herder Schneidwarenfabrik

auf dem Gelände des Gründer- und

Technologiezentrums boten die perfekte

Kulisse. Das stimmungsvoll ausgeleuchtete

Ambiente mit Lounge-Charakter und

die Biergartenatmosphäre im Außenbereich

verführten die Solinger Unternehmerschaft

und ihre Geschäftspartner bis

in die Morgenstunden zum ausgelassenen

Feiern.

www.solingenmesse.de

6

1 Oberbürgermeister Feith

eröffnete die solingen Messe

2 sichtlich erfreut: knut Richter,

Geschäftsführer der Firma

scalabrin, und ehegattin

3 Der Messestand der item industrietechnik

wurde von zahlreichen

Messebesuchern besucht

4 Das vertriebsteam der Breidenbach

service + vertriebs GmbH

5 Die Diefenbach verpackungen

GmbH testeten das handwerkliche

Geschick der Messebesucher

6 Gut gelaut und mit der Messe

zufrieden: Das Team von

Carl Mertens

Menschen und Ereignisse 15

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


16 Bergische entwicklungsagentur

konzept für die Zukunft steht

Einstimmig haben die Räte der Städte

Remscheid, Solingen und Wuppertal

das von der Bergischen Entwicklungsagentur

(BEA) erarbeitete Regionale

Standortkonzept beschlossen. Mit

der Absichtserklärung, die den Titel

zukunfthoch³ trägt, bekennt man sich

zur gemeinsamen räumlichen und

strukturellen Entwicklung der Region.

Bereits 2009 wurde die BEA von

ihren Gesellschaftern beauftragt,

eine passende Strategie für die wichtige

Aufgabenstellung zu erarbeiten.

Über 100 Projektideen wurden dafür

zunächst gesammelt und zu den drei

„Projektclustern“ Stadt- und Regionalentwicklung,

Freizeit und Tourismus

sowie Wirtschaft verdichtet. Themenbezogene

Workshops mit über 250 regionalen

Akteuren lieferten weiteren,

wichtigen Input.

Raum für neue Ideen

„Das Regionale Standortkonzept verfolgt

einen projektbezogenen Ansatz

und ist kein starrer Masterplan. Er

dient vielmehr der Einordnung neuer

Ideen in einen strategischen Gesamtzusammenhang",

so BEA-Geschäftsführer

Bodo Middeldorf. Außerdem

verschaffe man sich dadurch bessere

Chancen auf eine positive Bewertung

des Landes im Hinblick auf Fördermittel.

Einige Ziele sind bereits klar

definiert. Beispielsweise will man die

Attraktivität der Region als Wohn-,

Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitstandort

weiter erhöhen. Projekte wie City

2013, die Kreativ- und Standortoffensive

für die Solinger Innenstadt – übrigens

vom Land gefördert – sind hier

ebenso wichtige Mosaiksteine wie der

neue Döppersberg in Wuppertal.

Weitere informationen unter

www.zukunfthoch3.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Zur zweiten FACHWeRk-veranstaltung kamen rund

50 Teilnehmer in die Güterhallen nach solingen

kreative Treffen

gut angenommen

Nach dem erfolgreichen Auftakt im März war die Resonanz auch bei

der zweiten und dritten FACHWERK-Veranstaltung hoch. Nach den

Ferien soll die Reihe mit drei weiteren Treffen fortgesetzt werden.

E

rwarten Sie das Unerwartete".

Das Motto der Veranstaltungsreihe

FACHWERK ist weiterhin Programm.

Dementsprechend waren die

rund 50 Interessierten – ein Großteil hatte

im März bereits dem Auftakt in Remscheid

beigewohnt – nicht überrascht,

dass zwei Schauspieler und ein Künstler

maßgeblichen Anteil an der Gestaltung

des zweiten Abends im Mai hatten. Zum

Thema „Umformen – mit kreativen Herangehensweisen“

hatte man in die Räume

von PEST PROJEKT in die Solinger Güterhallen

geladen.

Eindrucksvolle Einblicke

Die Schauspieler Olaf Reitz und Andy

Dino Iussa führten mit ein paar Übungen

in den Abend und das Thema ein. Sie gewährten

Einblicke, wie sie ein neues Projekt

mit kreativen Herangehensweisen

meistern. Im Anschluss berichtete Jochen

Stade den Zuhörern von seiner vermittelnden

Rolle als Steuerberater bei neuen

Projekten sowie seiner kreativen Ader als

Ausgleich und Inspiration. Danach führte

Foto: BEA/Jennifer Saikowski

Mohamed Fezazi, erfolgreicher Unternehmensgründer

und Architekt, den Gästen

anschaulich die Vorteile einer Wettbewerbsteilnahme

vor Augen. Und während

sich die restlichen Gäste am Grill-Buffet

von Kaspar Stange stärkten, nutzen einige

Teilnehmer die Chance, sich bei Hausherr

Peter Amann am Schweißgerät zu üben.

Ebenfalls über große Resonanz konnten

sich die Veranstalter beim dritten

FACHWERK-Treffen freuen. Anfang Juli

hieß das Thema in der Bergischen Universität

„Umsetzen – mit Erfolg?“. „Die

Veranstaltungsreihe ermöglicht einen

unverkrampften und unterhaltsamen Zugang

zum Thema Innovation. Davon profitiert

so ziemlich jeder Unternehmer",

erklärt Projektleiter Henning Kroe-mer.

In den Sommerferien werde man Bilanz

ziehen und die Reihe weiterentwikkeln.

Anschließend soll ein neuer Block

mit drei Veranstaltungen folgen.

Henning kroemer

Tel.: 02 12 / 88 16 06-82

kroemer@bergische-agentur.de

www.bergische-agentur.de/de/fachwerk


infoservice (Anzeige)

Jrüöne ideen gesucht

E

in intelligenter Ressourceneinsatz

minimiert Umweltbelastungen –

nicht erst bei der Produktion, sondern

bereits bei Produktentwicklung und

-gestaltung. Daher wird der Bergische

D

ie Mitarbeiter der Wupperta-

ler Agentur Longjaloux hatten

schon leichtere Aufgaben vor

sich. Im Rahmen eines vom Bergischen

ThinkTank initiierten Kreativworkshops

ThinkTank in diesem Jahr unter dem

Motto „jrüön – GreenDesign für die Region"

Unternehmensprojekte auszeichnen,

deren nachhaltiger Ansatz sehr früh im

Produktionszyklus ansetzt. Dabei interessieren

vor allem interdisziplinäre,

wirtschaftlich relevante und regional

umsetzbare Lösungen.

Green Design gehört

die Zukunft

„Wir wollen Innovationen sichtbar

machen, Kreative mit produzierenden

Unternehmen zusammenzubringen und

damit echt bergische Produkte auf den

Markt bringen“, so ThinkTank-Projektleiter

Oliver Francke. An die Sieger werden

ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro

Blick über den Tellerrand

galt es, in nur vier Stunden neue Einsatzbereiche

für Produkte des Vulkanfiberspezialisten

Sachsenröder sowie für den

Kabelhersteller Muckenhaupt & Nusselt

zu finden.

Zukunftsfähige Ideen

Nach einer Analyse des Ist-Zustands

wurde ein Brainstorming ohne Denkverbote

durchgeführt. Produkte, Märkte und

Innovationen standen auf dem Prüfstand.

Entwickelt wurden viele – zunächst unrealisierbar

scheinende – Ideen, die sich bei

genauerem Hinsehen aber als durchaus

zukunftsfähig erwiesen. Warum nicht

aus Vulkanfiber Modeaccessoires herstellen?

Oder attraktive Designkabel für die

Inneneinrichtung auf den Markt bringen?

Bergische entwicklungsagentur

Der Bergische ThinkTank lobt zum zweiten Mal den „bergischen ideenpreis“ aus.

Prämiert werden in diesem Jahr Einfälle zu ökologisch nachhaltigen – bergisch: jrüönen – Produkten.

sowie Fördersummen für Forschung und

Weiterentwicklung von insgesamt 60.000

Euro ausgeschüttet. Wie im vergangenen

Jahr wird ein kostenloses Mentorenprogramm

angeboten. „Bei Bedarf unterstützen

erfahrene Akteure der Kreativbranche

die Teilnehmer, beispielsweise

bei Konzeption, Visualisierung oder Modellbau“,

erläutert Francke. Zum ersten

„bergischen ideenpreis" im vergangenen

Jahr wurden 31 Ideen eingereicht, einige

der Produkte stehen kurz vor der Markteinführung.

Weitere informationen und Anmeldung

unter www.bergischer-thinktank.de

Anmeldeschluss ist der 14. september

Mit Hilfe von Kreativworkshops können bergische Firmen eingefahrene Wege verlassen. Die

Traditionsunternehmen Sachsenröder sowie Muckenhaupt & Nusselt haben sich bereits beraten lassen.

„Wie auch bei anderen Veranstaltungen

des Bergischen ThinkTank geht es um

die Ausschöpfung von Innovationspotentialen

durch interdisziplinäres Arbeiten“,

erklärte ThinkTank-Projektleiter Oliver

Francke im Nachgang der Veranstaltung.

Die Kreativworkshops sind Angebote,

die jedes Unternehmen der Region wahrnehmen

kann. Durchaus lohnend, wie

Francke betont: „Üblicherweise lässt das

Tagesgeschäft kaum Zeit, über den eigenen

Tellerand hinauszublicken."

Bergischer ThinkTank

Oliver Francke M.A.

kölner straße 8 ∙ 42651 solingen

Tel.: 02 12 / 88 16 06-75

francke@bergische-agentur.de

www.bergischer-thinktank.de

17

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


Foto: BEA/Natalia Gruba

18 Bergische entwicklungsagentur

Auf schloss Burg fiel der startschuss

für ein gemeinsames

Tourismuskonzept

Drei haben den Plan

Mehr Gäste in die Region! Das ist das vorrangige und gemeinsame Ziel von „Die Bergischen Drei“,

der neu aufgestellten Tourismusregion Remscheid – Solingen – Wuppertal. Ansätze, wie dies

gelingen kann, präsentierte man Anfang Juni stilgerecht auf Schloss Burg.

E

inen „touristischen Neuauf-

schlag“ nannte es Solingens

Oberbürgermeister Norbert Feith

in seiner Begrüßung. Und nicht weniger

sind „Die Bergischen Drei“. Endlich

hat die Region einen griffigen Namen,

der dank des Zusatzes „Tourismusregion

Remscheid – Solingen – Wuppertal“

auch klar zu verorten ist. Vor allem für

die, die die Region noch nicht auf dem

Entdeckungsradar haben.

Das Corporate Design – entwickelt von

der Wuppertaler Agentur Illigen Wolf in

Kooperation mit Büro Longjaloux – ist ein

Novum. Schon im neuen Design umgesetzt

und ebenfalls erstmals öffentlich

vorgestellt wurde die neue Imagebroschüre.

Sie fasst unter dem Titel „Industrie

Kultur Landschaft – Auf Entdeckungsreise

in einer erfinderischen Region“

die Vorzüge zusammen, mit der die

Region touristisch überzeugen kann.

Masterplan Tourismus 2.0

Das Herzstück der Neuaufstellung als

Tourismusregion bildet der Masterplan

2.0. Er ist die Grundlage für die Förderung

des Tourismus, „ein nicht unerheblicher

Wirtschaftsfaktor“, so BEA-Geschäftsführer

Bodo Middeldorf. Schon heute sind

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

rund 6.000 Menschen in der Region vom

Tourismus abhängig. Der Masterplan 2.0

ist übrigens kein bergischer Alleingang,

sondern bindet sich ein in die Tourismusstrategie

des Landes NRW. So war auch

Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin

des Landesverbundes Tourismus NRW e.

V., voll des Lobes.

Auf Bewährtem aufbauen

Das Rad hat man nicht neu erfinden

müssen, denn die Stärken sind offensichtlich.

Über allem steht die lebendige

bergische Industriekultur. In Kombination

mit der atemberaubenden Mittelgebirgslandschaft

verfügt die Region direkt

über zwei Alleinstellungsmerkmale.

„Entscheidend ist aber, dass man nicht

nur das zeigt, was schön ist. Auf das Wie

kommt es an“, meint Middeldorf. Ziel

müsse es unter anderen sein, das Radund

Wandererlebnis mit der Industriekultur

zu verknüpfen.

Erarbeitet hat man diese und weitere

Maßnahmen mit den Spezialisten

der PROJECT M GmbH. Das Beratungsunternehmen

mit mehreren Standorten

in Deutschland ist spezialisiert auf die

Freizeit- und Tourismusbranche. Vier

Produktlinien gibt es nun, die Industrie-

Die Bergischen Drei – imagebroschüre

und Masterplan in

neuem Corporate Design

kultur und besondere Mobilitätsformen

verknüpfen: „Aktiv und bewegt“ (Rad,

Wandern, historische Verkehrsmittel),

„MICE“ (Messen, Incentives, Kongresse

und Events), „Industriekultur pur“ und

„Städte und Kultur“ (mit starkem Kernangebot

in Wuppertal). Erlebnismarken

wie Schwebebahn, Brückenpark Müngsten,

Wuppertaler Zoo, Schloss Burg oder

die Deutschen Museen, aber auch Events

wie Brückenfest oder Röntgen-Lauf runden

das Angebot ab.

Ziele klar definiert

Als Zielgruppen im Fokus stehen

aktive und bodenständige Best Ager, Familien

und Businessgäste sowie die sogenannten

LOHAS (Lifestyles of Health and

Sustainability) – Menschen, die ihre Lebensweise

auf Gesundheit und Nachhaltigkeit

ausrichten. Sie alle dürfen sich auf

eine ganze Reihe an Maßnahmen freuen,

die in einem fest definierten Zeitrahmen

umgesetzt werden sollen: Die ersten

werden bereits bis 2012 ihre Wirkung

entfalten, andere sollen bis 2015 umgesetzt

werden.

Weitere informationen unter

www.die-bergischen-drei.de

Foto: Illigen Wolf Partner


infoservice (Anzeige)

Neues Angebot: Auf der schiene

durch´s Bergische land

W

er sich am Bahnhof Dahl-

hausen in Radevormwald

auf den „Wuppertrail“ begibt,

erlebt eine „Bahnfahrt“ der besonderen

Art. Von hier führt die Strecke der

Fahrrad-Draisine über eine Eisenbahntrasse

entlang der Wupper, Zeugnisse

der Industriegeschichte säumen den

Weg. Die Dauer der Fahrt bis Wuppertal-Beyenburg

und zurück ist mit etwa

2,5 Stunden großzügig bemessen. An-

D

ie wildromantische Schönheit

der Natur, die Müngstener Brükke,

der historische Stadtkern

Burg und der Brückenpark Müngsten

machen das Bergische Land zu einer tou-

Auf der schiene

ins Museum

Mit einem Pauschalangebot machen „Die Bergischen Drei“

das obere Tal der Wupper für Touristen und Einheimische

neu „erfahrbar“: Mit der Fahrrad-Draisine geht es zum

Wülfingmuseum, wo die Geschichte der regionalen Textilindustrie

anschaulich dokumentiert ist.

schließend geht es zur ehemaligen Textilfabrik

Johann Wülfing & Sohn. Hier

wurden bis in die Mitte der 1990er Jahre

Tuche verarbeitet, in Spitzenzeiten von

über 1.000 Menschen. Und wer könnte

besser durch das Museum führen als

ehemalige Beschäftigte, die Geschichten

über die frühere ruhmreiche Zeit

der Textilindustrie an der Wupper erzählen.

Nach so vielen Eindrücken darf

die richtige Stärkung nicht fehlen, denn

ristischen Attraktion. Hier befindet man

sich in einem der bedeutendsten Naturschutzgebiete

der Region. Im Rahmen

des LVR-Projektes „Flüsterwald – Erlebnisse

in wertvoller Natur“ vermitteln die

Wupper-Tells hier die Besonderheiten der

heimischen Tier- und Pflanzenwelt. „Die

Gruppe besteht aus Menschen mit unterschiedlichsten

Erfahrungsbiografien", berichtet

Dr. Jan Boomers, Geschäftsführer

der Biologischen Station Mittlere Wupper.

Gemeinsam sei den Naturkennern,

Liebhabern von Industrie- und Verkehrsgeschichte,

Geocachern, Erzählern, Spielkundigen

und Praktikern des Naturschutzes

die Idee der fachkundigen Vermittlung

heimischer Ökologie mit den Mitteln der

Erzählkunst und der Spielpädagogik. Mit

der Zertifizierung durch die Natur- und

Umweltschutzakademie NRW und der

dann gibt es noch die Bergische Kaffeetafel

mit allem „Dröm und Dran“. „Mit

dieser Pauschale gelingt es uns, diesen

zauberhaften Landstrich auf besondere

Art erlebbar zu machen“, ist sich Holger

Piwowar, Geschäftsführer der „Bergischen

Drei“, sicher.

Weitere informationen zu Anmeldung

und Preisen unter

www.die-bergischen-drei.de

Hier wird einem was geflüstert

Die „Wupper-Tells“ vermitteln die Besonderheiten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und

sorgen für magische Momente in der Natur zwischen Burg und Müngsten.

Die Natur besonders erleben –

mit den Wupper-Tells

Foto: BSMW Foto: FKK design gmbh

Bergische entwicklungsagentur

naturschutzrechtlichen Erlaubnis der

Städte Remscheid und Solingen sind die

Wupper-Tells zu Führungen im besonders

geschützten Naturraum autorisiert. So ist

ein Veranstaltungsangebot entstanden,

das Interessierten das „Schmuckkästchen“

der Region auf besondere Weise

näherbringt. Auch Schulen, Kindergärten,

Familien oder touristische Gruppen können

die Wupper-Tells buchen.

Weitere informationen unter

www.fluesterwald.bsmw.de

Bergische entwicklungsagentur GmbH

Geschäftsführer Bodo Middeldorf

kölner straße 8 ∙ 42651 solingen

Tel.: 0212 / 88 16 06-60

info@bergische-agentur.de

www.bergische-agentur.de

19

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


1

2

20 Wuppertal

Tour de Wupper

Von oben, von der Seite und querfeldein: Bei der Investorentour

„Wuppertal INSIDE“ präsentierten die Wirtschaftsförderung und

Wuppertal Marketing alle Facetten ihrer Stadt. Das Ergebnis:

Begeisterte Immobilienprofis, die wieder kommen wollen.

S

trahlend blauer Himmel, zwei Rei-

sebusse voller Investoren und eine

Stadt, die ihre Besonderheiten präsentiert:

Die Wuppertaler Wirtschaftsförderung

weiß offensichtlich, wie man

weitgereiste Immobilienprofis überzeugt.

Über 100 Anmeldungen konnten die Veranstalter

von der Wirtschaftsförderung

und Wuppertal Marketing im Vorfeld verbuchen.

Viele Entscheider kamen aus dem

Umland, einige waren sogar aus München

angereist, um zu sehen, welches Potential

die Schwebebahn-Stadt hat. Startpunkt

der Tour de Wupper war traditionsgemäß

die 19. Etage des Sparkassenturms. Von

hier oben konnten die Besucher einen

erstklassigen Blick auf das aktuell größte

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

3

Investitionsprojekt werfen: Die Neugestaltung

des Döppersbergs, die eine städtebauliche

und funktionale Aufwertung des gesamten

Bahnhofsumfeldes mit sich bringt.

Weitere Investitionsobjekte folgten.

Spielräume zum Wohnen und

Arbeiten

Darunter zum Beispiel das ehemalige

Straßenverkehrsamt: Das rund 6.700

Quadratmeter große Areal bietet Spielraum

für neue gewerbliche Ideen an der

Automeile Uellendahler Straße. Der „Engineering

Park“ auf den Südhöhen bietet

noch etwa 142.000 Quadratmeter Raum

für Unternehmen. Auf großes Interesse

1 Ort für klimaforschung: Das solar

Decathlon Haus, ein Plusenergie-

Haus der Bergischen universität,

besichtigten die investoren im engineering

Park auf den südhöhen

2 Raum für einzelhandel: Das Haus

Fahrenkamp am Wall, inmitten von

elberfelds innenstadt, wird aktuell

für einzelhändler umgestaltet

3 Platz für ideen: eine ehemalige

Textilfabrik in Wichlinghausen

bietet Raum für Wohnen und

Arbeiten im Loft

stieß das „Haus Fahrenkamp“ am Wall

in der Elberfelder City. Ihre Vielseitigkeit

zeigten die Wuppertaler auch bei der

„Wohn-Tour“. Neben Neubaugebieten präsentierten

sie alte Industriebauten, die zu

Lofts umgestaltet werden können. Ziel

war auch das Solarhaus der Bergischen

Universität, preisgekrönt im Wettbewerb

„Solar Decathlon Europe“ 2010 in Madrid.

Networking inklusive

Beim Ausklang mit den Wuppertal-

Botschaftern im Von der Heydt-Museum

überzeugten die Wuppertaler Unternehmer

Andreas Martin (radprax) und Thomas

Riedel (Riedel Intercom-Technik)

mit ihren Vorträgen für den Standort.

„Viele Teilnehmer waren überrascht von

unserem vielfältigen Angebot“, freut

sich Dr. Rolf Volmerig. „Die Investoren

direkt vor Ort zu begeistern, ist die richtige

Strategie.“ Schon jetzt haben sich

viele Teilnehmer für die nächste Tour

angekündigt.

www.wf-wuppertal.de


Wirtschaftsstandort Wuppertal (Anzeige)

in bester Gesellschaft

Die Generation 60 plus wächst. Die Menschen bleiben länger gesund und aktiv. Thomas Schirmer hat

das erkannt und startet mit Kunesto jetzt auch in Wuppertal einen Klub für aktive Ruheständler.

W

enn Ruheständler dem-

nächst im Bergischen Land

Radtouren planen, mit Fotoapparaten

durch die Natur streifen oder

beim Tennis World Cup auf Profi-Sportler

treffen, dann sind das wahrscheinlich

Gemeinsam etwas erleben

logi(sti)sch investiert

itte Juni eröffneten wir die neue

M Niederlassung der Raben Logistics

Germany GmbH in Wuppertal.

Mit dem Umzug in den „Engineering

Park“ und der Vergrößerung um 35 Prozent

erhalten wir die Möglichkeit, dynamisch

auf das Wachstum am Markt

Kunesto-Mitglieder. Im April 2010 hat

Thomas Schirmer das Netzwerk in Düsseldorf

gegründet. Nun will er auch die

Best Ager an der Wupper begeistern.

Wie groß die Nachfrage ist, zeigt der

Erfolg in der Landeshauptstadt. Innerhalb

weniger Wochen hatten hier mehr als 100

Mitglieder mitgemacht. „Da war uns klar,

dass wir weiter regional wachsen müssen“,

sagt der Geschäftsführer. „Wuppertal

ist für uns die erste Wahl. Die Stadt hat

ein tolles Angebot, und die Wirtschaftsförderung

hat unser Konzept sofort unterstützt.“

Mit seinem Programm spricht Kunesto

eine attraktive Zielgruppe an. Das

Leben der heutigen Senioren war geprägt

von sicheren Arbeitsverhältnissen, die

Kaufkraft dieser Altersgruppe ist hoch.

Das macht Kunesto auch für Kooperationspartner

interessant. „Wir verbinden

zu reagieren. Jetzt stehen uns insgesamt

4.290 Quadratmeter moderner und effizienter

Umschlaglagerfläche zur Verfügung,

wodurch wir eine bessere Qualität

und eine Prozessoptimierung erreichen.

Die Investitionssumme beläuft sich

auf 5,1 Millionen Euro. 53 statt bisher 27

Rampen sorgen für beste Bedingungen

und ein flexibles Reagieren auf Kundenwünsche.

Dank einer Videoüberwachung

im Lagerbereich mit 72 Kameras ist eine

lückenlose Sendungsverfolgung sowie die

Dokumentation, Analyse und Anpassung

aller Prozesse möglich. Uns stehen nunmehr

1.341 Quadratmeter modernster Büroflächen

zur Verfügung. Es ist für uns von

großer Bedeutung, dass die Mitarbeiter in

einer freundlichen Umgebung arbeiten.

Nicht zuletzt profitieren davon auch die

Kunden. Damit leben wir unsere Vision,

Menschen mit Lebenserfahrung, versorgen

sie mit Ideen für ihre Freizeitgestaltung

und geben ihnen die Möglichkeit,

gemeinsam etwas zu erleben“, beschreibt

der Schirmer seine Idee.

Neue Kooperationen

Für monatlich 49,90 Euro wird ein

„Alles-inklusive“ Programm geboten, bei

dem Eintrittsgelder für Museen oder Kino

bereits enthalten sind. Zusätzlich gibt es

Plus-Leistungen wie Opernbesuche oder

Reisen. Nur diese kosten extra, wobei die

Mitglieder von Rabatten und Sonderkonditionen

profitieren. Sie erhalten zudem

ein Magazin, das umfassend das aktuelle

Programm beschreibt.

www.kunesto.de

standpunkt: Wilfried Reiners, Geschäftsführer von Raben logistics Germany

ein Trendsetter bei der Nutzung nachhaltiger

Lösungen zu sein.

Die Entscheidung für die Investition

in die Wirtschaftsregion fiel uns leicht.

Eine günstige Verkehrsanbindung, gute

Erfahrungen mit dem Standort und

die reibungslose Zusammenarbeit mit

der Stadt sprachen für sich. Die Raben

Group bekennt sich zu ihrem Engagement

in der Region und möchte auch in

den nächsten Jahren am Wirtschaftsstandort

Wuppertal präsent sein.

Mit der neuen Anlage werden nicht

nur vorhandene Kapazitäten erweitert,

sondern auch notwendige Voraussetzungen

für stabiles Wachstum und die

Einrichtung zusätzlicher Arbeitsplätze

geschaffen – zum Vorteil aller Seiten.

www.raben-group.com

Wuppertal

21

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


22 Wuppertal

kommunales Jobcenter

nimmt Formen an

Ab 2012 wird Wuppertal als Optionskommune Hartz IV-Empfänger in Eigenregie betreuen.

Die Umstellungsarbeiten im Jobcenter laufen auf Hochtouren, schließlich will man gut gerüstet

sein, wenn man ab nächstem Jahr ohne die Bundesanstalt für Arbeit die Aufgaben wahrnehmen

wird. 16 Städte hatten sich beworben, Wuppertal landete auf Platz Zwei.

M

it der erfolgreichen Bewer-

bung hat die eigentliche Ar-

beit begonnen. Auch wenn

viele bewährte Strukturen übernommen

werden, gibt es vor allem im technischen

Bereich erheblichen Umstellungsbedarf:

„Wir müssen die Daten von rund 48.000

Hilfeempfängern ohne Qualitätsverlust

in die kommunalen Systeme überführen.

Denn oberstes Ziel ist zunächst, dass unsere

Kunden am 1. Januar 2012 pünktlich

ihre Geldleistungen erhalten“, erklärt

Thomas Lenz, Geschäftsführer der jetzigen

und auch der künftigen Einrichtung.

Die Systemumstellung erfolgt sukzessive

im laufenden Betrieb – so, dass die Kunden

von den internen Umstellungsarbeiten

nicht betroffen sind. Ähnliches gilt

für die anderen organisatorischen und

technischen Änderungen.

Die Ziele des kommunalen Jobcenters

sind ambitioniert: Durch größere Spielräume

vor Ort und die Vernetzung mit

vielen lokalen Partnern sollen die Instrumente

gegen Arbeitslosigkeit noch wirkungsvoller

als bisher eingesetzt werden.

„Wir als Kommune kennen die sozialen

Probleme in den Stadtteilen, die Potentiale

der Menschen und die Anforderungen

der hiesigen Unternehmer am besten.

Dadurch können wir passgenaue Hilfen

für arbeitslose Menschen entwickeln, die

deren jeweilige Biographie und ihr Umfeld

berücksichtigen“, umschreibt Lenz.

In Partnerschaft

mit Unternehmen

Vier Schwerpunktgruppen will Lenz

mit dem kommunalen Jobcenter ab

dem Jahr 2012 vordergründig ins Visier

nehmen: Neben der Gruppe der Allein-

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Gleiche leistung für die stadt, bald ohne den

Bund: Der Arbeitgeberservice team:arbeit

erziehenden und Jugendlichen sind es

besonders Menschen mit Migrationshintergrund.

Viertes zentrales Anliegen ist

eine engere Zusammenarbeit und Verzahnung

mit der Wirtschaft.

Dienstleister für die

Wirtschaft am Standort

„Nur durch genaue Kenntnis des lokalen

Arbeitsmarktes und der Partnerschaft

mit den lokalen Unternehmen wird es

uns gelingen, vor allem die Dauerarbeitslosigkeit

deutlich zu senken“, betont Dr.

Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt.

Noch bis Ende des Jahres nimmt man die

gestellten Aufgaben gemeinsam mit der

Arbeitsagentur wahr.

Der Arbeitgeberservice team:arbeit

des Jobcenters wird seine Dienstleistungen

unverändert fortführen. Dazu gehören

die kostenlose Arbeits- und Ausbildungsvermittlung,

eine kompetente

Personalauswahl sowie umfassende

Informationen und Hilfestellung zum

Thema Förderleistungen des Jobcenters.

„Denn Menschen mit erheblichen Vermittlungshemmnissen

haben es naturgemäß

schwerer, einen neuen Arbeitsplatz

zu finden“, so Teamleiterin Kathrin

Birkenstock. Dabei seien auch diese Menschen

in der Regel hochmotiviert und

zuverlässig. Speziell für diesen Personenkreis

wurde der Kombilohn eingeführt.

Das bedeutet, dass ein Arbeitgeber

demnach Zuschüsse bis zu 75 Prozent des

Bruttolohns erhält, wenn er Arbeitnehmer

einstellt, die bestimmte Voraussetzungen

erfüllen. Bei der Personalrekrutierung

durch team:arbeit werden diese

möglichen Fördermaßnahmen einbezogen.

Mit der umfassenden Kenntnis und

Beratung will das kommunale Jobcenter

langfristige Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeziehungen

unterstützen.

team:arbeit-Hotline

Tel.: 02 02 / 7 47 63-5 55


Wirtschaftsstandort Wuppertal (Anzeige)

Weltkultur bindet

an die Wupper

Kultur besitzt das Potential, das Selbstbewusstsein einer Stadt zu

stärken und damit attraktiv für Besucher und Investoren zu werden.

Die Wuppertal Marketing GmbH (WMG) nutzt diese Kraft, um

Touristen, Neubürger und Unternehmer für die Stadt zu gewinnen.

R

und 300.000 Besucher zog die

Monet-Ausstellung ins Von der

Heydt-Museum. Mit Bonnard wurde

die Serie der publikumswirksamen

Impressionisten fortgesetzt, mit Alfred

Sisley naht im Herbst ein weiterer Meilenstein.

Und jedes Mal, wenn die Menschen

ins Museum strömen, verbringen

sie Zeit in Wuppertal, nehmen Eindrücke

aus der Stadt mit und geben ihr Impulse.

Kulturelle Stärke

als Standortfaktor

Einen solchen Austausch fördert auch

der Wuppertaler Tony Cragg, der in seinem

Skulpturenpark Werke des verstorbenen

Düsseldorfer Bildhauers Norbert

Kricke zeigt. Ohnehin haben viele Düsseldorfer

Künstler ihr Atelier nach Wuppertal

verlegt. Solche Bande zur Landeshauptstadt

sind wichtige Triebfedern für

die bergische Wirtschaft, es zählt mehr

denn je, Wuppertals Image auch über

szene aus dem Pina-

Bausch-stück „Nelken“

kulturelle Stärken zu konturieren.

Die kulturelle Begegnung zwischen

NRW und der Welt pflegt das NRW-Kultursekretariat.

Gefördert werden Projekte,

Festivals und Programmreihen in allen

Sparten des Kulturlebens.

Heimvorteil Wuppertal

Seinen Sitz hat das Sekretariat in

Wuppertal. „Der Standort ist gut gewählt,

die Stadt besitzt mit dem Tanztheater

Pina Bausch oder dem Sinfonieorchester

weitere Glanzpunkte“, so WMG-Geschäftsführer

Matthias Haschke. Zudem

hält die Historische Stadthalle europaweit

Vergleichen stand. Haschke: „Wir

müssen sowohl die kulturellen Stärken

der Stadt nach außen transportieren, um

sie als Motor der Wirtschaft zu nutzen,

als auch das Bewusstsein der Bürger für

Wuppertaler Werte schärfen.“

www.wuppertal-marketing.de

Wuppertaler Profile

Georg sander, Herausgeber njuuz

und Consultant bei WD&P

Der Saarländer Georg Sander kam

2001 nach Wuppertal. Als Geschäftsführer

des Vereins Wuppertal Aktiv

und der Wuppertal Marketing

GmbH entwickelte er erfolgreiche

Veranstaltungen wie den Wuppertaler

Wirtschaftspreis, „Wuppertal

24 Stunden live“ und den NRW-Tag

2008. Er ist heute geschäftsführender

Gesellschafter der WD&P Marketing

GmbH und Herausgeber der Online-

Zeitung www.njuuz.de.

Mit Wuppertal verbindet mich...

...die Erfahrung, dass viel möglich ist,

wenn sich Wuppertaler erst einmal

etwas in den Kopf gesetzt haben.

Mein Lieblingsort in Wuppertal ist...

...in wenigen Jahren der neu gestaltete

Döppersberg.

Unternehmen oder Produkte, die ich

mit Wuppertal verbinde, sind...

...Barmenia, Vorwerk, Akzenta und natürlich

meine Unternehmen njuuz und

WD&P Marketing.

Der Standort hat anderen Städten voraus,

dass...

...Wirtschaftsförderung, W-Tec und

Universität ihren Job besser machen

als ähnliche Einrichtungen in anderen

Städten.

Der Wirtschaftraum „Bergisches Land“

ist für NRW wichtig, weil...

...hier schon gehandelt wird, während

anderswo noch Machbarkeitsstudien

geschrieben werden.

Ich wünsche mir für Wuppertal, dass...

...wir künftig mindestens halb so

selbstbewusst auftreten wie Kölner

und Düsseldorfer. Wir haben schließlich

doppelt so viel Grund dazu.

www.njuuz.de

www.wd-p.de

Wuppertal

23

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


24 solingen

Highlights für Besucher

Alles auf einen Blick: Die neue Broschüre „Entdecken Sie Solingen – Höhepunkte für Besucher 2011“

gibt einen Überblick über faszinierende Orte und attraktive Veranstaltungen im Laufe des Jahres.

sehenswert – die lichternacht

D

ie schönsten Orte und Veran-

staltungen auf einen Blick – die-

se Broschüre ist eine Einladung

zum Besuch unserer Stadt und zugleich

eine sinnvolle Orientierungshilfe“, sagt

Oberbürgermeister Norbert Feith, der die

Erstellung der Broschüre angeregt hat.

Nicht nur Besuchern, auch Solingern

bietet das Heftchen viele Anregungen.

Egal, ob „Brückenzauber“, „Zöppkesmarkt“,

„Lichternacht“ oder „MesserGabelScheren-Markt“

im LVR-Industriemuseum

– sie sind ebenso aufgeführt wie die

Sehenswürdigkeiten. In der Broschüre

wird auch sichtbar, dass der Solinger Veranstaltungskalender

randvoll ist. Auf 20

Aufgabenprofil geschärft

D

er Aufgabenbereich Tourismus

liegt nun in den Händen der Bergischen

Entwicklungsagentur (BEA)

– ein Gewinn für Oberbürgermeister Norbert

Feith: „Wir bleiben als Stadt erkennbar

und eigenständig, sind aber im bergischen

Verbund.“ BEA-Ansprechpartnerin

für Solinger Tourismus-Themen ist Corinna

Schlupp, die zuvor im Bürgerbüro

tätig war (Tel.: 02 12 / 64 57 09 64, schlupp@

bergische-agentur.de).

Der Bereich Stadtteilmanagement

und Einzelhandel liegt jetzt bei der Stadtentwicklung,

für Frank Balkenhol, Geschäftsführer

der Wirtschaftsförderung,

ein folgerichtiger Schritt: „Hier laufen

die Fäden zusammen, vor allem was das

Großprojekt ‚City 2013‘ betrifft.“

Verstärkt für Unternehmen

Die Sanierungsgesellschaft Südliche

Innenstadt hat ihren Job erledigt, der

Südpark ist zu einem Potentialstandort

geworden. Während Geschäftsführerin

Anke Svensson ins Rathaus gezogen ist,

verstärken Dr. Mira Stock (m.) und Udo

Sigismund (r.) die Wirtschaftsförderung.

Frau Stock ist weiterhin als Projektleiterin

der Clusterinitiative „Bergischer

ThinkTank“ tätig, Sigismund im zentra-

Seiten wird neben einer Übersicht auch

eine Beschreibung des Anlasses und

der passende Link angeboten. Eine Karte

hilft bei der Orientierung. Langeweile

kann also gar nicht aufkommen, in der

Klingenstadt ist immer was los.

Wissen, wo was wann läuft

Die Broschüre wurde in einer Auflage

von 10.000 Stück produziert. Sie ist in den

Bürgerbüros und in vielen touristischen

Anlaufpunkten kostenfrei erhältlich.

Auch im internet zum Download:

www.tourismus.solingen.de

Volle Konzentration auf die Unternehmen und den Wirtschaftsstandort – die Wirtschaftsförderung

Solingen hat sich verstärkt und ihr Aufgabenprofil geschärft.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

len Finanzmanagement. Ganz neu und

doch nicht neu ist Detlef Diekel (l.), der

den Bereich des Firmenkundenservices

verstärkt. Er war zuletzt bei den Technischen

Betrieben Solingen tätig. Für die

Wirtschaftsförderung ist es erfreulich,

dass die Stelle stadtintern besetzt werden

konnte. „Wichtig ist uns, dass Herr

Diekel bereits über gute Kontakte in der

Verwaltung verfügt. Dadurch konnte er

sich vom ersten Tag an aktiv für die Belange

der Solinger Unternehmer einsetzen“,

so Balkenhol.

Wirtschaftsförderung solingen

GmbH & Co. kG

Frank Balkenhol (Geschäftsführer)

Grünewalder straße 29-31

42657 solingen

Tel.: 02 12 / 24 94-130

wirtschaftsfoerderung@solingen.de

www.wirtschaftsfoerderung.solingen.de


infoseiten der Wirtschaftsförderung solingen

ein kommen, kein Gehen

Deutlich positive Signale am Wirtschaftsstandort Solingen: Neue Unternehmen begeistern sich für die

Klingenstadt, und bestehende Firmen erweitern ihre Produktionsstätten.

W

ir können uns im Hinblick

auf unsere erschwerten

Wettbewerbsbedingungen

nur auf dem Markt durchsetzen, wenn

wir mehr bieten“, weiß Wirtschaftsförderer

Frank Balkenhol. Neben guten Standortfaktoren

sieht er das Mehr im Service.

Bei den Unternehmen hat sich das herumgesprochen.

So hat die KTS Kunststofftechnik

Schmidt eine rund 4.000

Quadratmeter große Grundstücksfläche

im Gewerbegebiet Dycker Feld erworben.

Damit hat der Automobilzulieferer die

Möglichkeit zum Wachstum in direkter

Nachbarschaft ergriffen. Im Mai ist das

Marktforschungsinstitut pharma-insight

Korrektur zum Standort-Check

Solingen

WMK Plastics GmbH

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz

und das Compoundierwerk von Wuppertal

nach Solingen an die Lüneschloßstraße

verlegt. Am Wuppertaler Standort befindet

sich der Mahlbetrieb, der vormals

in Waldbröl untergebracht war.

www.wmk-plastics.de

Solingens Shopping Center

kommt

Nur der Name ist geplatzt: In das ehemals

„Hofgarten“ genannte Projekt kommt

dank der neu gegründeten „Solingen

Shopping Center GmbH“ neuer Schwung.

Das Joint Venture der europaweit agierenden

MAB Development und Sonae Sierra

wurde nach dem Ausstieg der Münsteraner

HLG gegründet. Noch im Sommer

soll mit den Arbeiten begonnen werden.

„Es ist gut, dass die Zitterpartie beendet

ist. Ich bin sicher, die Aussicht auf den

Baubeginn bringt wieder Schwung in die

Innenstadt und beendet die Lähmung der

City", zeigt sich Planungsdezernent Hartmut

Hoferichter erleichtert.

von der Schlagbaumer Straße in das ehemalige

Ohligser Rathaus gezogen. Rund

750 Quadratmeter werden für Büros und

Der Neubau von kTs

Boden für internationale

Ansiedlungen bereitet

Vier Vertreter von NRW.Invest, der Außenwirtschaftsförderung

des Landes Nordrhein-Westfalen,

waren im Mai zu Gast in

Solingen. Neben einer Fahrt zu Gewerbestandorten

und Sehenswürdigkeiten gab

es auch einen Austausch über die Stärken

des Standorts sowie die länder- und branchenspezifischen

Ansatzpunkte von NRW.

Invest. „Ziel ist es, aktiv mit NRW.Invest

im Gespräch zu bleiben, um unsere Möglichkeiten

in den Köpfen der Akquisiteure

zu verankern – das ist uns gelungen“, sagte

Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol.

www.nrwinvest.com

Detlef Diekel (l.) und Frank

Balkenhol (r.) mit der Delegation

Foto: Wifö SG

Callcenter genutzt, für die Geschäftsführer

Gabi und Guido Baus ist eine Erweiterung

denkbar.

Neu auf dem Piepersberg

Die Firma Bauer Nutzfahrzeuge und

Baumaschinen GmbH hat eine rund 8.100

Quadratmeter große Grundstücksfläche

im Businesspark Piepersberg erworben.

Bis Ende 2011 soll die Niederlassung

nach Solingen umziehen. „Wir freuen

uns, dass unsere Bemühungen um die

Ansiedlung neuer Unternehmen Früchte

tragen“, sagt Bernd Plohmann, Prokurist

der Wirtschaftsförderung.

Lieber in die Apotheke

Wer den Informationstag „Medikamentenfälschung“

besucht hat, wird wohl

nicht mehr bei dubiosen Pharma-Anbietern

im Internet bestellen. 2009 hat der

europäische Zoll mehr als 11,5 Millionen

gefälschte Arzneimittel beschlagnahmt,

darunter tödliche Substanzen. „Die Fälscher

agieren immer professioneller und

rücksichtsloser“, weiß Christine Lacroix

von der Aktion Plagiarius, die den Infotag

mit der Wirtschaftsförderung anbot.

25

Termine:

12. bis 14. August: Sommerparty

Fest mit tollem Programm auf dem Neumarkt

(darunter „Extrabreit“, „Kleinstadthelden“,

„farfarello“), zudem Winzerfest

auf dem Fronhof und verkaufsoffener

Sonntag. www.echt.scharf.solingen.de

24. September: Solinger Lichternacht

Lichtinstallationen, Musik und Mitternachtsshopping

locken in die Innenstadt.

Zeitgleich findet das internationale Kultur-

und Umweltfest „Leben braucht Vielfalt“

auf dem Fronhof statt.

www.echt.scharf.solingen.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


26

Thema

in Wuppertal sind die Chancen, frei verfügbare Arbeitskräfte zu finden, höher als

in den beiden anderen Arbeitsagentur-Bezirken solingen und Bergisch Gladbach

Der CQ des Bergischen landes

Wo früher hohe Arbeitslosenraten allseits Sorgenfalten verursachten, ist in Zeiten, wo das Wort

Vollbeschäftigung sein Comeback im Sprachschatz von Volkswirtschaftlern feiert, ein reiches

Arbeitskräfteangebot geradezu zum Standortvorteil geworden. Denn die Nachfrage an Fachkräften ist

groß. Das Wirtschaftsblatt hat genau hingeschaut und herausgefunden, wo verfügbare Arbeitskräfte zu

finden sind. Von Karsten Sander

Zugegeben, nicht jeder Arbeitssuchende hat das Poten-

tial zum Hightech-Ingenieur. Doch mal ehrlich: Unter

den bundesweit 63.340 Arbeitsuchenden im Bereich

der MINT-Berufe wird sich sicherlich ein geeigneter

Kandidat finden lassen. Und wenn dieser auch nach eingehender

Suche vor der eigenen Haustür nicht zu lokalisieren ist,

lohnt der Blick über den Tellerrand. Wie die Nachfrage variiert

auch das Angebot an Arbeitskraft von Region zu Region. Das

Wirtschaftsblatt hat deutschlandweit Angebot und Nachfrage in

ein Verhältnis gesetzt. Herausgekommen ist der CQ, der Chancenquotient.

Mit Hilfe der Wirtschaftsblatt-CQ-Rangliste können

die Regionen ausfindig gemacht werden, in denen das Angebot

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

an Arbeitskräften in überdurchschnittlich schwer zu besetzenden

Branchen noch stimmt.

Bergisches Land zeigt sich uneinheitlich

Dies tut es sicherlich in Wuppertal (CQ: 7,9) und Bergisch

Gladbach (7,2). In Solingen (4,6) befindet man sich hingegen unter

dem Schnitt. Die Nähe zur Metropole Ruhr und seinem Arbeitskräfte-Reservoir

könnte sich aber lindernd auswirken.

Die gesamte CQ-Rangliste ist online abrufbar unter

www.wirtschaftsblatt.de


Anzeige

Die Arbeitskräftesituation im regionalen vergleich

Rang *

Arbeitsagenturbezirk

CQ

Arbeitskraftangebot /

-nachfrage gesamt

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in MiNT-

Berufen

bei kaufleuten in Metallberufen

16 Duisburg 10,9 16.636 / 1.520 422 / 116 4.632 / 260 1.652 / 437

17 Gelsenkirchen 10,9 13.159 / 1.206 335 / 82 3.465 / 262 1.585 / 263

35 Wuppertal 7,9 12.879 / 1.634 466 / 132 3.095 / 212 3.041 / 546

43 Bergisch Gladbach 7,2 11.709 / 1.623 630 / 193 3.161 / 241 2.006 / 541

44 Dortmund 7,2 23.689 / 3.288 762 / 262 6.662 / 1.084 2.258 / 622

49 Oberhausen 7,0 6.789 / 969 210 / 63 2.002 / 217 674 / 279

61 Köln 6,3 24.854 / 3.915 1.048 / 305 7.104 / 1.114 1.745 / 750

64 Essen 6,1 16.117 / 2.625 530 / 176 4.360 / 674 1.570 / 526

65 Bochum 6,1 14.043 / 2.304 594 / 200 3.847 / 625 1.620 / 533

74 Hagen 5,6 10.206 / 1.820 458 / 170 2.530 / 296 2.132 / 584

80 Iserlohn 5,4 8.883 / 1.648 266 / 159 1.736 / 185 3.614 / 765

Bundesdurchschnitt 5,2 1.367.162 / 264.057 63.340 / 26.967 378.447 / 45.467 157.672 / 73.484

87 Düsseldorf 5,1 19.115 / 3.741 832 / 336 5.776 / 1012 1.539 / 604

100 Solingen 4,6 5.830 / 1.268 232 / 97 1.432 / 180 1.604 / 577

in Wuppertal beträgt der CQ 7,9 – die Chancen, frei verfügbare

Arbeitskräfte zu finden, sind damit bald doppelt so hoch

wie in solingen (4,6)

Der Chancenquotient (CQ)

I

m April haben Statistiker der Bundesagentur für Arbeit

(BA) eine Engpassanalyse erstellt. Untersucht wurden die

Vakanzzeiten einzelner Berufsfelder, also die Zeit, die zwischen

den vom Arbeitgeber gewünschten Besetzungstermin

einer offenen Stelle und dem Tag ihrer Abmeldung bei

der Arbeitsagentur vergeht. Lange Vakanzzeiten, so die BA-

Statistiker, signalisieren einen Engpass bei der Besetzung.

Durchschnittlich und überdurchschnittlich von Besetzungsengpässen

betroffen sind Textil-, Leder- und Bekleidungsberufe

(58 Tage), allgemeine Dienstleistungsberufe (59), Sozialund

Erziehungsberufe sowie Seelsorger (60), Metallberufe (60),

Ordnungs- und Sicherheitsberufe (61), Waren- und Dienstleistungskaufleute

(63), technisch-naturwissenschaftliche Berufe

(70), Elektro- (71) sowie Gesundheitsdienstberufe (71).

Das Wirtschaftsblatt hat nun den bei den BA-Bezirken gemeldeten

Bestand an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen

– die Nachfrage – mit dem der Arbeitssuchenden aus

den Berufsfeldern, in denen laut Engpassanalyse die Vakanzzeiten

durchschnittlich oder überdurchschnittlich sind – also

das Angebot – in Relation gesetzt. Der Chancenquotient wird

somit sichtbar. Zudem gibt die Wirtschaftsblatt-Chancenquotienten-Rangliste

einen detaillierten Blick auf die Segmente

Metall, Kaufleute und MINT-Berufe.

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Fachkräfte 27

* Position im bundeweiten Vergleich

aus 178 Arbeitsagenturbezirken

Daten: Bundesagentur für Arbeit 5/2011;

eigene Berechnungen

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


28

Fachkräfte

Rang Bundesland CQ

E

in Zug der Deutschen Bahn kann

die Distanz zwischen Hamburg

und Berlin- Pünktlichkeit vorausgesetzt

- in 1:39 Stunden zurücklegen.

256 Kilometer liegen zwischen

den zwei größten deutschen Städten. In

Bezug auf Fachkräfteverfügbarkeit sind

das allerdings Welten.

Die Chancen im Osten

Wie das Wirtschaftsblatt mit seiner

CQ-Rangliste ermittelt hat (siehe

auch vorherige Seite), findet sich in der

Bundeshauptstadt, bezogen auf verfügbare

Arbeitskräfte in stark nachgefragten

Berufen, das aus Unternehmersicht

lohnendste Verhältnis von Angebot und

Arbeitskraftangebot /

-nachfrage gesamt

Die CQ-länder-Rangliste

Er lohnt sich, der Blick nach Osten. Mag Vollbeschäftigung

ein Zeichen von wirtschaftlicher Prosperität sein, so ist der

Arbeitskräfteüberschuss in nachgefragten Berufen ein starkes

Argument im Wettkampf um ansiedlungswillige Unternehmen.

Nachfrage. 117.957 Arbeitssuchenden

in von Engpass betroffenen Berufsfeldern

standen im Mai 2011 nur 6.647 bei

der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldete

Offene Stellen gegenüber. Mit

einem Chancenquotienten (CQ) von 17,7

ist somit an der Spree die Möglichkeit

am größten, einen geeigneten Bewerber

für zu besetzende Stellen zu finden. Mit

Brandenburg (10,2), Sachsen (9,4), Mecklenburg-Vorpommern

(9,2) und Sachsen-Anhalt

(9,0) folgen weitere östliche

Bundesländer auf den Plätzen Zwei bis

Fünf. In Thüringen, Achter der Bundesländer-Rangliste,

macht sich der Fachkräftemangel

hingegen schon deutlicher

bemerkbar. Gerade in den exportrelevanten

Feldern Metall- und MINT-Berufe,

in MiNT-Berufen bei kaufleuten in Metallberufen

1 Berlin 17,7 117.957 / 6.647 5.831 / 593 35.547 / 1.472 7.757 / 988

2 Brandenburg 10,2 57.344 / 5.638 2.532 / 443 15.587 / 1.019 6.202 / 1.105

3 Sachsen 9,4 102.379 / 10.873 5.277 / 1.111 28.237 / 1.569 12.042 / 3.374

4 Mecklenburg-Vorpommern 9,2 49.895 / 5.397 1.615 / 350 13.531 / 1.287 5.234 / 904

5 Sachsen-Anhalt 9,0 56.047 / 6.223 2.424 / 599 15.653 / 990 5.539 / 1.728

6 Bremen 6,6 19.621 / 2.992 855 / 378 5.175 / 450 2.105 / 832

7 Nordrhein-Westfalen 6,1 349.722 / 57.370 14.076 / 5.471 95.850 / 11.058 45.603 / 16.603

8 Thüringen 6,0 47.023 / 7.786 2.357 / 813 12.000 / 914 5.881 / 2.717

9 Saarland 5,7 17.663 / 3.084 640 / 256 4.511 / 572 2.943 / 1.059

10 Schleswig-Holstein 5,5 46.517 / 8.470 1.979 / 555 14.291 / 1.784 4.423 / 1.428

Bundesdurchschnitt 5,2 1.367.162 / 264.057 63.340 / 26.967 378.447 / 45.467 157.672 / 73.484

11 Niedersachsen 5,1 116.483 / 23.022 4.981 / 2.250 32.706 / 3.730 12.035 / 6.263

12 Rheinland-Pfalz 4,6 53.359 / 11.651 2.191 / 1.148 14.849 / 1.681 5.531 / 3.117

13 Hamburg 3,8 32.732 / 8.683 1.773 / 881 9.928 / 2.620 2.201 / 1.536

14 Hessen 3,4 72.218 / 21.230 3.604 / 1.878 20.577 / 3.839 6.723 / 4.980

15 Bayern 3,1 118.021 / 38.452 6.352 / 4.120 32.389 / 6.191 13.269 / 11.323

16 Baden-Württemberg 2,5 110.181 / 43.771 6.853 / 6.044 27.616 / 6.135 20.184 / 14.454

Wirtschaftsblatt 3/11

Daten: Bundesagentur für Arbeit 5/2011;

eigene Berechnungen

zeichnet er sich schon deutlicher ab. Hier

beträgt das Verhältnis von Angebot zu

Nachfrage 2,2 beziehungsweise 2,9. Deutlich

besser liegt der CQ bei den Kaufleuten,

wo auf 12.000 Arbeitssuchende nur

914 offene Stellen kommen.

Ausweg Niederlassung?

Im Süden Deutschlands sieht es ungleich

schlechter aus. In Hessen, Bayern

und Baden-Württemberg sind die Chancen

am geringsten, vor Ort verfügbares

Personal zu finden. Auch hier stehen vor

allem die Metall- und MINT-Berufe im

Fokus. Ein CQ von 1,2 (Metall in Bayern)

und 1,1 (MINT-Berufe in Baden-Württemberg)

macht Besetzungsengpässe mehr

als augenscheinlich. Was bleibt nun zu

tun? Mecklenburger Metaller nach Bayern

umzusiedeln und Berliner Kaufleute

in den ICE nach Hamburg zu setzen, kann

ein Lösungsansatz sein. Sich für Niederlassungen

in der Nähe der Arbeitskräfte

zu interessieren, ein anderer. ks


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Mit aktuell 16 Niederlassungen in Nordrhein-

Westfalen bedient die JOB AG passgenau

die Bedarfe der heimischen Firmen. Erst vor

wenigen Wochen ist der bundesweit tätige

Personaldienstleister dafür im Rahmen des

Wettbewerbs „Deutschlands kundenorientierteste

Dienstleister 2011“ ausgezeichnet worden.

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unterhält 65 Niederlassungen in ganz Deutschland

und arbeitet als strategischer Personaldienstleister für

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und im Job Management für Bewerber andererseits

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verbundenen Herausforderungen eine Lösung zu finden. Dabei

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über die Personalvermittlung bis hin zu unternehmensspezifischen

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Mit 16 Niederlassungen von Münster bis Bonn gehört das

Unternehmen zu den führenden Personaldienstleistern in

Nordrhein-Westfalen. Kunden der JOB AG profitieren von dem

engen Niederlassungs-Netzwerk. Durch die aktuell angespannte

Lage auf dem Bewerbermarkt können dadurch zum Beispiel

die Lieferbereitschaftsquote und eine hohe Servicequalität sichergestellt

werden.

Um Kunden und Personal passgenau zusammenzubringen,

sind die Niederlassungen zudem standortbezogen auf unterschiedliche

Beratungskompetenzen ausgerichtet. Das Spektrum

reicht im gewerblich-technischen Bereich von Anlernkräften

über Facharbeiter bis zu Diplom-Ingenieuren und im

Office-Bereich von kaufmännischen Angestellten über Finance-

Spezialisten bis zu Wirtschaftsinformatikern.

Die JOB AG wächst weiter. Ausgehend von der ersten Niederlassungs-Eröffnung

in Düsseldorf vor acht Jahren führt die stetig

steigende Kundenanzahl dazu, weitere Niederlassungen zu

eröffnen. Claudia Schulz, die als Business Manager für acht Niederlassungen

in NRW verantwortlich zeichnet, begründet das

außerordentliche Wachstum: „Die konsequente Kundenorientierung

hat dazu beigetragen, die JOB AG im bevölkerungsreichsten

deutschen Bundesland als starken Partner für Personal zu

positionieren.“ Und ihr Kollege Markus Tanski ergänzt: „Kundenorientierung

korrespondiert stark mit Kundenzufrieden-

Münster

Dülmen

Wuppertal

Krefeld

Mönchengladbach

Köln

Bonn

Hagen

Düsseldorf

Troisdorf

heit. Viele unserer Auftraggeber haben die JOB AG als Systempartner

im Bereich der qualifizierten Personalgewinnung schätzen

gelernt. Wir scheuen keine Herausforderung.“

Mit besten Empfehlungen am Markt

Aufgrund der schwerpunktmäßigen Kompetenzen der einzelnen

Niederlassungen können Stellen zudem mit hohem individuellen

Nutzen für den jeweiligen Kunden besetzt werden.

Erich Neukamm, der für vier Niederlassungen der JOB AG in Köln

und Troisdorf verantwortlich ist, nennt ein Beispiel: „Anfang vergangenen

Monats hat ein großes Kölner Unternehmen aus dem

metallverarbeitenden Gewerbe für mehrere Projekte Controller

gesucht, die wir zeitnah finden und anbieten konnten. So hat der

Kunde zwei Probleme auf einmal lösen können: Die Personalsuche

und -auswahl hat er an uns outgesourcet. Und durch die anschließende

qualifizierte Stellenbesetzung konnte er die Projekte

zielorientiert und ressourcenschonend umsetzen.“

Diese lösungsorientierte Personalkompetenz spricht sich

rum. Und zwar auch über die Region hinaus. So konnte der für

die westfälischen Städte Münster, Osnabrück und Warendorf

verantwortliche Niederlassungs-Manager Carsten Schröder im

Juli 2010 eine weitere Niederlassung in Dülmen eröffnen. Kundenorientierung

schätzt man eben allerorten.

JOB AG Personaldienstleistungen AG

Niederlassung Düsseldorf

Graf-Adolf-straße 68

40210 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 17 54 84-0

duesseldorf-iht@job-ag.com

www.job-ag.com

Warendorf

Dortmund

= JOB AG Niederlassung

29

Wirtschaftsblatt 3/11


30

echt hip: Wir lernen Bank!

Spannend statt spießig. Die abwechslungsreiche

Bankausbildung findet bei jungen Leuten immer

mehr Interesse. In der Volksbank Remscheid-

Solingen eG hat man diesen Trend längst erkannt

und investiert seit Jahren gezielt in die Förderung

der Nachwuchskräfte.

D

ie Ausbildungsquote in unserem Hause entspricht

zehn Prozent der Mitarbeiter und liegt damit deutlich

über dem Durchschnitt“, berichtet Personalleiterin Renate

Cronrath. „Mit dem qualifizierten, attraktiven Lernangebot

eröffnen wir den jungen Menschen in der Region eine glänzende

Zukunftsperspektive“.

Eine richtige Entscheidung

Davon sind auch Carolin Strassmann, Saskia Göritz und

Karina Keller überzeugt. Während Carolin als Jahrgangsbeste

bereits ihr Examen bestanden hat und sich jetzt an der Frankfurt

School of Finance & Management in Neuss auf ihren wei-

Haben die Chance genutzt, ihre karriere bei der

volksbank mitzugestalten (v. l.): karina keller,

saskia Göritz und Carolin strassmann

Wirtschaftsblatt 2/11

Fachkräfte Volksbank Remscheid-Solingen eG Anzeige

terführenden Abschluss als Bankfachwirtin vorbereitet, sind

die beiden anderen Azubis noch fleißig dabei, das Bankgeschäft

mit seinen unterschiedlichen Facetten zu erlernen. Der Weg zur

Lehre bei der Volksbank führte alle drei über ein Praktikum vor

Ort. „Ich finde es wichtig, ein Unternehmen erst einmal kennenzulernen,

bevor man sich für eine Berufsausbildung entscheidet“,

erklärt Karina Keller. „Mir hat von Anfang an sehr

gefallen, wie die Mitarbeiter auf uns zugegangen sind und uns

in jeder Hinsicht unterstützen“, ergänzt Saskia Göritz. Carolin

Strassmann stimmt zu: „Nach meiner Prüfung zur Bankkauffrau

konnte ich wählen, in welcher Abteilung ich gerne arbeiten

würde. Mein Wunsch, in den Kreditbereich zu wechseln, wurde

nach einjähriger Station in der Rechtsabteilung sofort erfüllt.“

Jede Menge Aufstiegs-Chancen

Zweieinhalb Jahre dauert die duale Ausbildung im Bankbetrieb

und in der Berufsschule. Während dieser Zeit durchlaufen

die künftigen Banker sämtliche Abteilungen der Volksbank

– sowohl draußen in den Filialen als auch in der Hauptverwaltung

in Remscheid. Auf diese Weise sind die Auszubildenden

in der Lage, schon früh ihre Stärken zu erkennen und sich entsprechend

zu spezialisieren. „Die beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten

in unserem Institut sind vielfältig“, betont Renate

Cronrath. „Wie weit der einzelne kommt, hängt natürlich vom

persönlichen Engagement ab. Denn auch im Bankgeschäft ist

heutzutage lebenslanges Lernen angesagt.“ In diesem Jahr starten

acht neue Aspiranten ihre Ausbildung in der Volksbank; Bewerbungen

für 2012 werden bereits schon heute angenommen.

Der Kontakt zur Jugend beginnt aber viel früher. Um die finanzielle

Bildung zu fördern, unterhält das Bankhaus unter anderem

seit 2004 Lernkooperationen mit weiterführenden Schulen

in seinem Einzugsgebiet. Diese Lernpatenschaften basieren auf

einem Sechs-Säulen-Modell, das folgende Angebote umfasst:

Praxisnahe Bewerbertrainings, einen Finanzführerschein zur

Schuldenprävention, Informationsveranstaltungen über die

Tätigkeiten im Bankberuf, einen individuellen Wirtschaftsunterricht,

ein Knigge-Seminar zur Vermittlung guter Umgangsformen

sowie Betriebspraktika in den Niederlassungen der

Volksbank. Personalleiterin Renate Cronrath zieht zufrieden

Bilanz: „Die Rückmeldungen der Schulleitungen, der beteiligten

Lehrer und Schüler zum Inhalt und zur Durchführung der Veranstaltungen

waren bisher ausnahmslos sehr positiv.“

volksbank Remscheid-solingen eG

Hauptverwaltung

Personaldirektorin Renate Cronrath

Tenter Weg 1-3 ∙ 42897 Remscheid

Tel.: 0 21 91 / 6 99-330

renate.cronrath@vobarsg.de

www.voba-rsg.de


der mittelständischen Wirtschaft

Anmeldeunterlagen:

Golfclub Kuhlendahl

Tel. (02053) 92 32 90

BVMW Mettmann

Tel.: 02102/34 96 9

Veranstalter:

STANDORTMAGAZIN DES DEUTSCHEN MITTELSTANDS

9. Golfcup

23.09.2011

im Golfclub Velbert

Gut Kuhlendahl e. V.

Ausschreibung:

Golfclub Velbert Gut Kuhlendahl e. V.

Kuhlendahler Straße 283

42553 Velbert

Tel.: 02053/92 32 90

www.gcvelbert.de

golfclub-velbert@t-online.de

BVMW Mettmann

Am Schließkothen 30

40885 Ratingen

Tel.: 02102/34 96 9

www.bvmw.de

horst-werner.altena@bvmw.de

Eröffnung und Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Freitag

Datum: 23. September 2011

Austragungsort: Golfclub Velbert Gut Kuhlendahl e. V.

Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder des gastgebenden

Golfclubs und geladene Gäste des Veranstalters.

Mindestalter 21 Jahre.

Teilnahmebedingungen: Gespielt wird nach den offiziellen

Golfregeln (einschließlich Amarteurstatut) des Deutschen

Golf Verbandes e. V. und den Platzregeln der Golfanlage Gut

Kuhlendahl.

Das Wettspiel wird nach dem Standard- und Vorgabensystem

und der Spiel- und Wettspielordnung des DGV ausgerichtet.

Regelfragen entscheidet die Spielleitung endgültig.

Vorgabewirksamkeit: Das Wettspiel ist nicht vorgabewirksam.

Austragung: Gespielt wird nach der Spielform „Texas

Scramble“ über 18 Löcher. Die Höchstvorgabe pro Spieler/in

beträgt 45 und muss am Tag des Wettspiels durch Vorlage

eines aktuellen Vorgabestammblattes nach gewiesen werden.

Das Teilnehmerfeld ist auf 80 Teilnehmer begrenzt.

Startgeld: 70 Euro pro Teilnehmer (auch Schnupperkurs)

Anmeldungen werden nur akzeptiert, wenn das Startgeld

bezahlt ist.

Wertung: Bei gleichem Ergebnis entscheiden die besseren

9, 6, 3, 2, 1 Löcher, im Netto unter Vorgabenanrechnung.

Die Auswahl der Löcher erfolgt nach der Spiel- und Wettspielordnung

des Deutschen Golf Verbandes e. V.

Sonderpreise: Longest Drive (Damen und Herren), Nearest

To The Pin (Damen und Herren)

Siegerehrung mit anschl. Abendessen

Die Siegerehrung findet um ca. 18 Uhr im Clubhaus statt. Zum

Abendessen sind sämtliche Turnierteilnehmer eingeladen.

Startzeit: Das Turnier wird abhängig von der Teilnehmerzahl

mit Kanonenstart oder von 2 Abschlägen gestartet.

Alle Teilnehmer werden gebeten, sich rechtzeitig nach ihrer

Startzeit unter Tel. 02053/92 32 99 zu erkundigen.

Meldungen: Meldungen sind nur unter Berücksichtigung der

Vorgabengrenze möglich.

Schnupperkurs: Nichtgolfer haben die Möglichkeit, an

einem Schnupperkurs mit PGA Golflehrern teilzunehmen.

Adresse

Golfclub Velbert Gut Kuhlendahl e. V.

Kuhlendahler Straße 283 · 42553 Velbert

Tel. (02053) 92 32 90 · Fax (02053) 92 32 91

www.gcvelbert.de · golfclub-velbert@t-online.de

Meldeschluss und Zahlung: 19.09.2011

BVMW Service GmbH

Kto. 1422963 – BLZ 37050198 – Stadtsparkasse Köln/Bonn

Spielleitung: Wird am Wettspieltag bekannt gegeben.

Änderungsvorbehalt: Die Spielleitung hat in begründeten

Fällen das Recht, die Platzregeln abzuändern, die Startzeiten

neu festzusetzen sowie die Ausschreibungsbedingungen

abzuändern oder zusätzliche Bedingungen herauszugeben.

Tagesablauf

ab 09.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer

Übungsmöglichkeiten auf der Driving-Range

Restaurantöffnung mit Frühstück

ab 11 Uhr Startzeiten

ab 15.30 Uhr Rückkehr der Flights, Erfrischung im Clubhaus

ab 18 Uhr Siegerehrung mit anschließendem Dinner


einwanderung neu definieren

Seit 1. Mai haben auch EU-Bürger aus großen

mittelosteuropäischen Ländern das Recht, in

Deutschland zu arbeiten. Die volle Arbeitnehmer-

Freizügigkeit kommt zum richtigen Zeitpunkt, meint

in seinem Gastbeitrag für das Wirtschaftsblatt

Professor Wolfgang Schulhoff, Präsident des

Nordrhein-Westfälischen Handwerkstages und der

Handwerkskammer Düsseldorf.

N

un haben auch Polen, Ungarn und Tschechen das Recht,

in Deutschland zu arbeiten. Zu gleichen sozialen und

tariflichen Bedingungen wie deutsche Arbeitnehmer,

wohlgemerkt. Auch eine Lehre im Handwerk ist nun ohne besondere

Genehmigung möglich.

Hätte Deutschland dies vor einigen Jahren zugelassen, als

die Wirtschaft nach der Finanzkrise am Boden lag, wäre ein

unkontrollierbarer Dumping-Wettlauf um die billigsten Arbeitnehmer

entbrannt. Zu Lasten der angestammten Mitarbeiter

in unseren Betrieben. Jetzt erst, im Aufschwung, können die

Unternehmen von einem zusätzlichen Arbeitskräfte-Angebot

profitieren – auch die potenziellen Arbeitnehmer aus den Entsende-Ländern

selbst. Das heißt nicht, dass offene Grenzen für

Arbeitsuchende nun alle Probleme auf dem Arbeitsmarkt lösen

könnten. Das Handwerk und die gesamte gewerbliche Wirtschaft

sucht Fachkräfte. Und das nicht nur in der derzeitigen

Hausse. Aus demografischen Gründen wird sich der Facharbeiter-Engpass

in Handwerk und Industrie in den nächsten Jahren

bekanntlich noch verschärfen.

Keine Einwanderung in unsere Sozialsysteme

Arbeitsuchende Erwerbstätige aus den östlichen Nachbarländern

werden diese Lücke aber nicht schließen können. Das

für handwerkliche Tätigkeiten infragekommende Arbeitskräftepotenzial

etwa aus Polen, der stärksten Volkswirtschaft im

östlichen EU-Raum, ist großenteils bereits da. Hunderttausende

Handwerker haben die vor sieben Jahren eingeführte eingeschränkte

Dienstleistungsfreiheit in der EU und das Einfallstor

einer zeitgleich ergangenen Novelle der Handwerksordnung bereits

voll ausgereizt.

Die Gesetzesänderung beim Handwerksrecht hatte in 53

Berufen die Meisterpflicht als Voraussetzung für die Unternehmensführung

abgeschafft. Mit massiven Folgen: Die Zahl der in

der Handwerksrolle der Handwerkskammer Düsseldorf registrierten

Fliesenlegerbetriebe etwa wuchs von knapp 700 im Jahr

2003 auf rund 5.000 im Jahr 2010. Mehr als die Hälfte der Neu-

Unternehmer in dieser Branche stammen aus Polen. In anderen

Handwerksberufen verlief die Entwicklung ähnlich. Hier im

Westen der Republik rechne ich jetzt allenfalls in einigen Servicebereichen

noch mit Beschäftigungszuwachs aus Mittel- und

Professor Wolfgang Schulhoff 33

Osteuropa: in Cafés, im Catering, im Abverkauf, in Handwerksunternehmen

mit angeschlossenem Ladengeschäft.Und auch

nur dann, wenn die Arbeitsmigranten gute Deutschkenntnisse

bereits mitbringen oder in den landauf, landab angebotenen

Sprachkursen rasch und gründlich erlernen.

Sein Fachkräfteproblem kann das Handwerk künftig nur auf

zweierlei Weise lösen: Zum einen, indem die Unternehmen ihre

Möglichkeiten der Nachwuchsausbildung voll ausschöpfen und

dabei so systematisch wie möglich befähigte Schüler an sich

zu binden suchen. Durch Praktika, durch Schulpatenschaften,

durch Präsenz an Berufsinformationstagen und Ausbildungsmessen.

Das wird nicht immer zum Erfolg führen. Eine Umfrage

unseres Hauses bei ausbildenden Unternehmen unseres

Wirtschaftsbereichs zeigt, dass sich zwar die Qualität der Bewerbungsschreiben

und der persönliche Auftritt der Bewerber

verbessert haben. Aber die schulischen Leistungen sind unverändert

defizitär. Zehn Jahre nach PISA ist das schlicht ein Skandal.

Dieser Ball liegt im Feld der Landesbildungspolitik.

Zum anderen muss Deutschland einen zusätzlichen Weg

beschreiten, um der Wirtschaft zu gut qualifizierten Fachkräften

zu verhelfen, die sie aus der ansässigen Bevölkerung nicht

mehr in ausreichendem Umfang rekrutieren kann. Damit meine

ich ausdrücklich nicht noch mehr Einwanderung in unsere

Sozialsysteme. Die kann sich unser Land so nicht länger leisten.

Deutschland benötigt stattdessen ein Einwanderungsgesetz

nach australischem oder kanadischem Vorbild. Das heißt,

Migranten würden nur nach bestimmten, definierten Qualifikations-Profilen

zugelassen werden. Insbesondere Ingenieure und

Facharbeiter müssten auf diese Weise aktiv und zu attraktiven

Rahmenbedingungen angelockt werden. Eine Neuausrichtung

des Einwanderungsrechtes hätte günstige Folgen für den Arbeitsmarkt

und für unser Gemeinwesen. Ein solcher Weg ist erfolgreich.

Das zeigen die Beispiele anderer Staaten.

Dieser Ball liegt im Feld von Bundesregierung und -Parlament.

In meiner Eigenschaft als Präsident der Handwerkskammer

Düsseldorf und der Landeshandwerksvertretung in

Nordrhein-Westfalen werde ich jedenfalls mit aller Kraft für ein

entsprechend differenziertes Einwanderungsrecht eintreten.

Wirtschaftsblatt 3/11


34

Der mit dem Wolf kam

Jürgen Kullmann hat sich seit 1995 als selbständiger Interimsmanager

für Unternehmen in Krisensituationen oder Insolvenz profiliert.

Zum Beispiel für Struktur-Management aus Köln oder für Wellensiek

Anwälte hat er den operativen Teil von Sanierungskonzepten in

diversen KMU Unternehmen gestaltet. Für die Marke „Flott“ Bohrmaschinen

kam er 1997 als Turnaround-Geschäftsführer erstmals

nach Remscheid. Ab 2009 übernahm er erst als CRO und dann als

CEO erfolgreich die Restrukturierung der Alexanderwerk AG.

Wirtschaftsblatt 3/11

Börse

So manche Firmenchronik beginnt wie ein

Märchen. Das nötige Kapital, um daraus

eine wirkliche Erfolgsgeschichte zu machen,

beschaffen sich etliche Unternehmen an der

Börse. Für diesen Weg entschied sich anno 1899

auch die Geschäftsleitung des Alexanderwerks

in Remscheid. Die älteste und zugleich kleinste

börsennotierte Aktiengesellschaft Deutschlands

steht heute Kooperationspartnern offen.

Als Alexander von der Nahmer im Jahr 1885 seine Ei-

sengießerei in Betrieb nahm, ahnte er noch nichts

von der Begegnung, die ihn wenig später auf einer

Amerikareise erwartete. Dort machte er Bekanntschaft

mit einem Wolf der besonderen Art. Genauer gesagt mit

einem Fleischwolf, einer in Deutschland bis dahin fremden

Spezies. Alexander von der Nahmer erfasste schnell das Potential

seiner Entdeckung und erwarb die Lizenz für die Fertigung

und den Vertrieb des praktischen Küchengeräts. Schon bald

fehlte der kleine rote „Alexanderwolf“ in keiner deutschen und

europäischen Küche. Denn der fleißige Helfer leistete beim Zerkleinern

ganze Arbeit. Dafür sorgte eine spezielle Technik, die

das Einfüllgut über eine Schnecke einem mitrotierenden Messer

zuführte. Dieses Prinzip sollte im weiteren Verlauf der Firmengeschichte

noch eine entscheidende Rolle spielen

Ein Aufsteiger geht an die Börse

Zunächst einmal erlebte das Alexanderwerk, wie der Betrieb

in der Remscheider Bevölkerung hieß, eine unglaubliche Boom-

Phase. Zehn Jahre nach der Eröffnung beschäftigte das Unternehmen,

das mittlerweile von den beiden Söhnen des Firmengründers

geleitet wurde, bereits 550 Mitarbeiter. Neben dem

handbetriebenen Fleischwolf in allen möglichen Variationen

produzierte das Alexanderwerk eine Vielfalt von Haushaltsgeräten.

Außerdem gehörten Profi-Maschinen für Fleischereibetriebe

und Großküchen zum Fertigungsprogramm. Aufgrund

des enormen Wachstums stieg bei dem Remscheider Mittelständler

rasch der Bedarf an frischem Kapital. So war es nur

konsequent, das Unternehmen 1899 in eine Aktiengesellschaft

umzuwandeln. Das Stammkapital der neuen AG betrug damals

3,5 Millionen Reichsmark.

Nach den beiden Weltkriegen musste sich das Alexanderwerk

einer veränderten Wettbewerbssituation stellen. Auf-


Anzeige Alexanderwerk AG

grunddessen kam es zur Schließung der Gießerei und zur Aufgabe

der Hausgerätesparte. Stattdessen konzentrierte sich das

Unternehmen auf die Maschinenproduktion für die Lebensmittelverarbeitung

und erschloss darüber hinaus ein neues

Geschäftsfeld: Mittlerweile hat sich das „Kompaktieren und

Granulieren“ zum umsatzstärksten Geschäftssegment des Unternehmens

entwickelt.

Patente Ideen machen weltweit Furore

Seit der Gründerzeit waren im Alexanderwerk innovative

Stärke und Kreativität zu Hause. Dies beweisen die zahlreichen

Produktentwicklungen im Maschinenbau, speziell für die Chemiebranche,

die Pharmazie und die Grundstoffindustrie. In den

fünfziger Jahren war es den Remscheider Ingenieuren unter

anderem gelungen, zwei unterschiedliche Funktionsprinzipien

zu verbinden und daraus etwa völlig Neues zu schaffen. So

entstand aus der Kombination von Küchentechniken letztlich

die Idee der Walzenpresse zur Verdichtung von trockenem feinkristallinen

Düngesalz. Mit dieser Innovation erhielt das Industriemaschinen-Programm

einen dynamischen Auftrieb, der

vor allem den Absatz auf den internationalen Märkten nachhaltig

förderte. Heute liegt der Exportanteil bei über 75 Prozent.

Mit starken Partnern im Markt gewinnen

„Unser langjähriges Know-how in der Entwicklung und Fertigung

von Spezialmaschinen, Granulatoren und Anlagen hat

uns die Qualitätsführerschaft im Premiumsegment gebracht.

Diese Position wollen wir halten und weiter ausbauen“, erklärt

der heutige Vorstand Jürgen Kullmann. „Aus diesem Grund

gehen wir neue Wege in der strategischen Ausrichtung: Unser

Unternehmen setzt verstärkt auf kompetente Partnerschaften

in verschiedenen Geschäftsfeldern. Davon versprechen wir uns

Synergie-Effekte, die beiden Seiten Vorteile bringen.“

Die Möglichkeiten solch einer Kooperation sind vielfältig.

Erst kürzlich wurde beispielsweise mit einem Remscheider

Produktionsbetrieb die Zusammenarbeit in der Fertigung vereinbart.

Denkbar ist aber auch, dass Firmen mit entsprechenden

Auslandskontakten oder Erfahrungen in verwandten

Bereichen wie etwa der Feststoffverarbeitung mit dem Alexanderwerk

eine Partnerschaft eingehen. Jürgen Kullmann ist

überzeugt: „Für alle Beteiligten ergibt dieses Geschäftsmodell

eine Win-Win-Situation mit günstigen Perspektiven. Denn jeder

Partner profitiert von dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch

und kann seine eigene Leistungsfähigkeit steigern. Deshalb

suchen wir gezielt nach interessierten Unternehmen, die mit

uns auf Erfolgskurs gehen. Gleichzeitig benötigen wir Ingenieure,

technische Zeichner und weitere qualifizierte Mitarbeiter,

die uns bei der Realisierung unserer ehrgeizigen Pläne unterstützen.“

Alexanderwerk AG

kippdorfstraße 6-24 · 42857 Remscheid

Tel.: 0 21 91 / 7 95-0

contact@alexanderwerk.com

www.alexanderwerk.com

Börse und Mittelstand –

versuch einer Annäherung

Die Entscheidung, das Alexanderwerk 1899 an die Börse

zu bringen, war damals für ein Unternehmen dieser Größe

höchst ungewöhnlich. Jedoch hat sich bis heute an der Zurückhaltung

des Mittelstands, den Börsengang zu wagen,

nicht allzu viel geändert. Vorstand Jürgen Kullmann mit einer

Abwägung von Pro und Contra.

Herr Kullmann, wo sehen Sie die besonderen Vorteile einer

Börsennotierung – und wo die größten Risiken?

Die Regelwerke und Klagerisiken sind nicht unerheblich.

Schließlich kann und soll die Öffentlichkeit ja Transparenz

bekommen. Auf der anderen Seite gibt es, eine gute Story vorausgesetzt,

keine bankenüblichen Finanzierungsprobleme.

Dies macht die Börse gegenüber anderen Finanzierungsmodellen

so attraktiv.

Wann macht es Sinn, an die Börse zu gehen?

Wenn man beispielsweise international expandieren will.

Oder wenn große Investitionen geplant sind, um Innovationen

zu realisieren. Ebenso ist ein Börsengang interessant,

wenn eine Firmenübernahme ansteht und das eigene Unternehmen

auf diese Weise wachsen will.

Welche Voraussetzungen muss ein mittelständisches Unternehmen

für einen Börsengang mitbringen?

Auf jeden Fall eine ausreichend besetzte Administration. Von

der Effizienz her sollte sich eine Halbtagskraft ausschließlich

mit der Thematik beschäftigten. Alternativ gibt es aber auch

gute Berater, die bei der komplexen Materie Hilfe leisten.

Hat die Börsennotierung einen positiven Einfluss auf die Innovationsstärke

eines Unternehmens?

Im internationalen Kooperationsgeschäft hat es eine Aktiengesellschaft

manchmal leichter. Einen wirklichen Vorteil

bringt die Börsennotierung meines Erachtens aber nicht.

Was würden Sie als börsenerfahrener Vorstand einem Unternehmerkollegen

raten, der plant, an die Börse zu gehen?

Gute professionelle Beratung suchen und die Bereitschaft zur

Transparenz mitbringen.

35

Wirtschaftsblatt 3/11


36

Die komplexität der

kapitalmärkte reduzieren

Werterhalt nach Inflation und Steuer – so lautet für viele Privatkunden spätestens seit der Finanzkrise die

oberste Maxime ihrer Anlagestrategie. Was einfach klingt, stellt viele Anleger vor große Herausforderungen. Die

Risikolandkarte der Deutschen Bank hilft, die Komplexität der Märkte zu reduzieren und liefert im Dialog mit

dem Berater wichtige Orientierungspunkte, um sicher durch das anspruchsvolle Kapitalmarktumfeld zu steuern.

Der Blick auf die Kapitalmärk-

te ist ernüchternd. Die noch

nicht abzusehenden Folgen

der Katastrophe in Japan, die

Konflikte der autoritären Staaten im Nahen

Osten, die Verschuldungssituation

der USA und die schleichende Transformation

der Währungs- zur Transferunion

dominieren die politische Landschaft

und die Kapitalmärkte heute gleicher-

Indikator:

Renditen (10-Jahres-Staatsanleihen) [%]

Portugal

Börse Deutsche Bank AG

Irland

Frankreich

maßen. Hinzu kommen unbekannte

Ufer wie die ultra-expansive Geldpolitik

der westlichen Welt sowie die extreme

Staatsverschuldung der meisten Industrieländer.

Selten war das Navigieren

durch die internationalen Kapitalmarktgewässer

für Anleger und Unternehmer

so anspruchsvoll wie zur Zeit. Darüber

hinaus hat der sichere Hafen der Staatsanleihen

durch niedrige Zinsen und dra-

Deutsche Bank Risikolandkarte

Spanien

nicht verfügbar

unter 4%

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Niederlande

Deutschland

Belgien

4 bis 5%

5 bis 6%

über 6%

Italien

Österreich

Slowenien

Finnland

Griechenland

matisch steigende Staatsverschuldung

nicht nur deutlich an Attraktivität verloren,

sondern weist inzwischen signifikante

Risiken auf. Zehnjährige Bundesanleihen

rentieren mit rund drei Prozent,

der Geldmarktzins liegt noch deutlich

darunter, während die Inflationsrate im

Euro-Raum im April auf 2,8 Prozent angestiegen

ist. Wer höhere Erträge will,

muss also höhere Risiken eingehen.

Alle Euro-Länder

1. Griechenland

17,5 %

2. Irland

11,7 %

3. Portugal

11,5 %

4. Spanien

5,6 %

5. Italien

4,9 %

6. Slowenien

4,7 %

7. Belgien

4,1 %

8. Österreich

3,4 %

9. Frankreich

3,4 %

10. Niederlande

3,3 %

11. Finnland

3,3 %

12. Deutschland

2,9 %


Gerade konservative Investoren stellt

diese Situation vor ein Dilemma. Angesichts

der zahlreichen Risiken sind sie

derzeit aus Sorge vor falschen Investitionsentscheidungen

nur begrenzt handlungsfähig.

In der Hoffnung auf ruhigere

Zeiten an den Kapitalmärkten warten sie

deshalb lieber ab. Aus psychologischer

Sicht ist diese Anlagestrategie durchaus

verständlich. Problematisch ist jedoch,

dass das Minimalziel der meisten Anleger,

nämlich realer Kapitalerhalt und

eine inflationsgeschützte Rendite, mit ihr

nicht zu erreichen ist.

Die Risikolandkarte

Gefragt sind daher moderne Beratungsansätze,

die der Abwägung von

Chancen und Risiken eine besondere

Bedeutung zukommen lassen und sie

verständlich und erfassbar machen. Die

Kunden der Deutschen Bank auf zukünftige

Ereignisse vorzubereiten und damit

die uns anvertrauten Vermögenswerte

gegen die Risiken an den Kapitalmärkten

abzusichern, betrachten wir als unsere

Verantwortung. Für unsere an den

Kapitalmärkten aktiven Kunden setzen

wir im Private Wealth Management daher

bereits erfolgreich eine interaktive Risikolandkarte

in der Beratung ein.

Mit der Landkarte als Instrument

zur Veranschaulichung komplexer Sachverhalte

sind viele Anleger seit ihrer

Schulzeit vertraut. Die zum Teil sehr

komplexen Risiken können so in einem

übersichtlichen Format dargestellt werden.

Vor allem unternehmerisch geprägte

Kunden erwarten von ihrem Berater

neben der gesamthaften Betrachtung

ihres Unternehmens- und Privatvermögens

ein tiefes Verständnis von Risiken

und Chancen sowie deren Auswirkung

auf das Vermögen. Mit der Risikolandkarte

können Anleger gemeinsam mit ihrem

Berater unterschiedliche Szenarien und

ihre Auswirkungen auf das Depot simulieren

und auf dieser Basis fundierte Entscheidungen

für ihr Vermögen treffen.

Dabei werden die vom Kunden subjektiv

empfundenen Risiken mit der Einschätzung

der Kapitalmarktexperten abgeglichen,

was den Entscheidungsprozess

für Kapitalanlagen objektiviert. Erst das

schafft die Handlungsfähigkeit, um wie-

der die zweifellos vorhandenen Chancen

zu nutzen. Denn neben den zahlreichen

schwelenden und lodernden Krisenherden

offenbart das Bild der Welt auch

aktuelle Chancen für Kapitalanleger.

Hierfür bedarf es der Experten einer in

allen Märkten der Welt agierenden, globalen

Bank, die ihr Wissen über Märkte und

politische Systeme und deren Einflussfaktoren

einbringen. Die Landkarte wird

daher von unseren Risikomanagern der

Vermögensverwaltung mit dem globalen

Research der Deutschen Bank aus mehr als

70 Ländern ständig aktualisiert. Eintrittswahrscheinlichkeiten

und Auswirkungen

der einzelnen Risikoszenarien werden von

den Experten bei Bedarf angepasst.

Um ihr Depot zu schützen, können

Anleger dabei zwischen statischen und

dynamischen Absicherungsstrategien

wählen. Volle Transparenz über die Kosten

einer möglichen Absicherung ist dafür

unerlässlich. Für Kunden, die aufgrund

ihrer persönlichen Einschätzung ein spezielles

Risikoszenario für besonders wahrscheinlich

halten, kann eine spezifische

Absicherung dieses Einzelrisikos sinnvoll

sein. In der Regel aber entscheiden sich

die Kunden für eine dynamische Strategie,

denn eine vollständige Absicherung

eines Depots gegenüber allen möglichen

Marktrisiken ist weder praktisch möglich

noch wirtschaftlich sinnvoll.

Professionelles

Risikomanagement

Gerade vermögende Kunden suchen

auf langfristigen Werterhalt ausgerichtete

Strategien und Absicherung gegen

plötzliche Krisenszenarien. Aus der Verantwortung

gegenüber dem Vermögen

unserer Kunden empfehlen wir daher inzwischen

allen Kunden den Einsatz eines

modernen Risikomanagements, wie es

im Rahmen der Vermögensverwaltung

zum Einsatz kommt. Immer mehr unserer

Kunden erkennen in diesem Zusammenhang,

dass die Delegation von Anlageentscheidungen

an einen Profi sinnvoll

ist. Schnelligkeit und Flexibilität in der

Gewichtung einzelner Anlageklassen

werden zunehmend zu entscheidenden

Faktoren für den Erfolg der Geldanlage.

Die abrupten Richtungswechsel an den

internationalen Märkten machen es un-

Deutsche Bank AG

abdingbar, sie quasi rund um die Uhr zu

verfolgen. Der Kunde bestimmt die Richtung,

der Portfoliomanager trifft unter

ständiger Abwägung von Chancen und

Risiken die Anlageentscheidungen. Er behält

dabei den Werterhalt stets im Auge

und kümmert sich um die Umsetzung.

Die Veränderungen, die die Globalisierung

mit sich bringt, gehen wir als

Deutsche Bank offensiv an. Bei der Entwicklung

und Umsetzung von Risikomanagementansätzen

profitieren wir dabei

von unseren internationalen Ressourcen

und unserer globalen Expertise. Mit innovativen

Instrumenten wie der Risikolandkarte

im Private Wealth Management

tragen wir den gestiegenen Anforderungen,

die das Kapitalmarkumfeld an Anleger

und Berater gleichermaßen stellt,

Rechnung. Denn der nüchterne Blick auf

die Märkte verdeutlicht derzeit vor allem

eines: Es ist eher unwahrscheinlich,

dass sich die weltweiten Wogen auf lange

Sicht wieder so beruhigen, dass auch eine

passive Haltung wieder Nutzen für die

Geldanlage stiftet. Es könnte eher noch

turbulenter werden.

Ralf ehser ist verantwortlich für das

Private Wealth Management in der

Region Wuppertal.

Deutsche Bank AG

Private Wealth Management

Friedrich-ebert-straße 1-11

42103 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 3 90-22 25

ralf.ehser@db.com · www.db.com

37

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


38

Firmenmarkt

silberstreif im Blick: Mit dem neuen Gesetz zur sanierung von unternehmen

sollen Chancen zum erhalt besser genutzt werden können

Wirtschaftsblatt 3/11


sanierungspartner

Mittelstand

Die Neuordnung des Insolvenzrechts wird die Branche verändern. Gläubiger sollen mehr Macht

erhalten und demnächst direkten Einfluss auf die Auswahl des Insolvenzverwalters bekommen.

Von Michael Kranz

D

as

2012 unverändert in Kraft tritt. Denn bei mittleren und großen

ESUG bringt tiefgreifende Veränderungen. Das

Gesetz zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen

soll das Insolvenzverwaltergewerbe nachhaltig

professionalisieren, wenn es im Frühjahr

Insolvenzfällen können die Gläubiger dafür sorgen, dass ein

Spezialist mit nachgewiesener Branchenkenntnis und Sanierungserfahrung

das Ruder in dem zahlungsunfähigen Unternehmen

übernimmt. „Gläubiger werden auf Experten setzen,

Anzeige

www.national-bank.de

denen sie den Job auch zutrauen“, erwartet Bundesjustizministerin

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Krisen früher angehen

Mit der Novellierung des Insolvenzrechts will die Politik das

Instrument der überwachten Sanierung salonfähiger machen.

Dazu wird das Modell des Insolvenzplanverfahrens gestärkt

und der Zugang zur Eigenverwaltung erleichtert.

Motor für den Mittelstand. Investieren Sie jetzt. Mit uns!

300 Millionen für Unternehmen in und aus Nordrhein-Westfalen.

Seit 90 Jahren begleiten wir mittelständische Unternehmer verlässlich und konsequent bei ihrer Finanzierung.

Mit unserem neuen Investitionskreditprogramm wollen wir den Aufschwung unterstützen. Sichern Sie

sich jetzt die aktuell günstigen Kon ditionen und sprechen Sie mit uns – wir garantieren einen schnellen

Entscheidungsprozess.

D A S Z E I C H E N G U T E R P A R T N E R S C H A F T

Firmenmarkt 39

Wirtschaftsblatt 3/11


40

Unternehmer, die bereits alle persönlichen und betrieblichen

Ressourcen eingesetzt haben, um den Geschäftsbetrieb geradeso

am Laufen zu halten, sollen dazu animiert werden, früher

amtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn die Beteiligten

genau abschätzen können, was auf sie zukommt, sinken die

Einstiegshürden. Das gilt auch für potentielle Investoren aus

dem Mittelstand. Mit mehr Transparenz kann man die Bereitschaft

von Familienunternehmen steigern, bei insolventen Firmen

einzusteigen. Bislang halten sich Mittelständler aus Angst

vor unkalkulierbaren Restrisiken eher zurück, wenn man ihnen

Partnerschaften oder Übernahmen anbietet, berichten viele Restrukturierungsexperten.

Das Wirtschaftsblatt hat deshalb eine

neue dauerhafte Rubrik für Insolvenzverwalter eingerichtet.

Die Idee: Über eine offene Plattform können die Sanierer Informationen

über Insolvenzfälle überregional publizieren und so

viele potentielle mittelständische Investoren auf Ideen bringen.

Fast 15.000 Fälle

Im ersten Halbjahr 2011 haben 14.960 Unternehmen einen

Insolvenzantrag gestellt, meldet die Creditreform. Das sind über

elf Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das dynamische

Wirtschaftswachstum hat der finanziellen Stabilität

Anzeige

Firmenmarkt

der Unternehmen gut getan. Trotz des Rückgangs beläuft sich

der volkswirtschaftliche Schaden durch die Insolvenzen aber

immer noch auf immense 10,4 Milliarden Euro. Schätzungsweise

110.000 Arbeitsplätze sind bedroht. Ein Drittel davon steht bei

Großunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern auf der Kippe.

In allen vier Hauptwirtschaftsbereichen sind die Insolvenzzahlen

zurückgegangen. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnet

mit 1.250 gemeldeten Fällen 13,8 Prozent weniger Insolvenzen

im Vergleich zur Vorjahresperiode – beim Baugewerbe sind es

sechs Prozent weniger (2.340 Fälle). Im Handel ging die Zahl der

Insolvenzmeldungen um 19,9 Prozent auf 2.890 Fälle zurück, im

Dienstleistungsgewerbe um 8,5 Prozent auf 8.480 Insolvenzen.

Das Gros der registrierten Unternehmensinsolvenzen entfällt

mit 56,7 Prozent erneut auf den Dienstleistungssektor, der damit

seinen Anteil am deutschen Insolvenzgeschehen ausbaut.

In der aktuellen Insolvenzstatistik finden sich mehr kleine Firmen,

aber auch mehr größere Unternehmen, die allerdings nur

in wenigen Fällen überregional bekannt sind. In acht von zehn

der insolventen Unternehmen (79,2 Prozent) waren höchstens

fünf Mitarbeiter tätig. Bei rund 300 aktuellen Insolvenzfällen

sind mehr als 50 Beschäftigte betroffen.

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Wirtschaftsblatt 3/11

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42

Wehmeyer lifestyle GmbH, Düsseldorf

Branche: Modehandel

Besondere Kompetenz: Starker Markenname und gutes Image

im Segment Damen und Herren 30+

Umsatz: Zuletzt erwirtschafteten 400 Mitarbeiter 60 Millionen Euro.

Insolvenzantrag wurde am 24.06.2011 gestellt

Vorläufiger Insolvenzverwalter: Dr. Wolf-Rüdiger von der Fecht

Kanzlei: Metzeler von der Fecht, Düsseldorf

Insolvenzursache: Die seit Herbst 2010 angespannte Liquiditätslage

führte wegen der daraus resultierenden Unterversorgung

mit Waren zu einem stark beeinträchtigten operativen

Geschäft. Außerdem sorgte das Wetter im Dezember für einen

Umsatzrückgang, so dass Wehmeyer seine Finanzziele 2010

klar verfehlte.

Verfahrensergebnis:

Der Insolvenzverwalter will Wehmeyer sanieren und als

Modekette erhalten. Das Unternehmen soll im Rahmen eines

Planverfahrens zügig aus der Insolvenz geführt und die

Gläubiger so gut wie möglich befriedigt werden. Die Geschäftsführung

hat bereits ein tragfähiges Zukunftskonzept

vorgelegt.

Chancen für den Mittelstand:

Wehmeyer gehört an den aktuell 18 Ladenstandorten zu

den führenden Modeanbietern der jeweiligen Stadt. Die Ge-

H.J.P. Hoteldienstleistungen GmbH & Co. kG,

Grevenbroich

Branche: Gebäudereinigung

Besondere Kompetenz: Sonderleistungen für Hotels

Umsatz: Zuletzt erwirtschafteten 137 Mitarbeiter 2,5 Millionen

Euro.

Insolvenzantrag wurde im März 2011 gestellt

Insolvenzverwalter: Nikolaos Antoniadis

Kanzlei: Metzeler von der Fecht, Mönchengladbach

Insolvenzursache: Liquiditätsknappheit, da Ressourcen nicht

schnell genug an reduzierte Umsätze angepasst werden

konnten.

Verfahrensergebnis:

Im vorläufigen Insolvenzverfahren wurde eine Auffanglösung

mit einer Gesellschaft aus dem familiären Umfeld des Gesellschafters

geschaffen. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens

geht der Geschäftsbetrieb im Rahmen einer übertragenden

Sanierung auf die Auffanggesellschaft über.

Chancen für den Mittelstand:

Nach der finanziellen Stabilisierung durch den Insolvenzverwalter

ist das Unternehmen offen für Partnerschaften, um

Wirtschaftsblatt 3/11

Firmenmarkt Metzeler von der Fecht

schäftsentwicklung kann grundsätzlich als positiv bezeichnet

werden. Insolvenzverwalter von der Fecht will das Unternehmen

durch die Einbeziehung neuer Partner stabilisieren

und öffnet die Modehäuser auch für zusätzliche Markenlieferanten.

kontakt: Wolf-Rüdiger von der Fecht

Tel.: 02 03 / 3 17 30 ∙ wolf.fecht@mevdf.de

© Imaginis - Fotolia.com

den Aktionsradius ausweiten und neue Kunden bedienen zu

können. www.hjp-hoteldienstleistungen.de

kontakt: Nikolaos Antoniadis

Tel.: 02 03 / 3 17 30 · nikolaos.antoniadis@mevdf.de


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starke Nerven und

kompetente Rückendeckung

Seit dem ersten Januar ist Nikolaos Antoniadis

am Ziel. Der Rechtsanwalt und Steuerberater mit

weitreichender Sanierungserfahrung ist seither

Partner in der renommierten Spezialkanzlei

Metzeler von der Fecht.

Es gibt keine bessere Adresse für restrukturierungsfähige

Unternehmen. Der Name Metzeler steht schon seit

mehr als einem Vierteljahrhundert für kreative Sanierungskonzepte.

Die Philosophie des Kanzleigründers

hat auch Nikolaos Antoniadis überzeugt. „Hier dominiert Unternehmergeist.

Die Unabhängigkeit, mit der die Partner ihre

Tätigkeit als Insolvenzverwalter ausüben, unterscheidet diese

Sozietät von vielen anderen“, erklärt der Spezialist. In seiner

Zeit bei verschiedenen führenden Krisenberatern hat er mehrfach

erlebt, wie sich die Qualität des Verwalters auf die Sanierungschancen

einer Firma in der Insolvenz auswirken kann.

Vertrauen aufbauen

Unternehmen in der Insolvenz sind wie verletzte Elefantenbullen.

Jede Irritation kann zu unkontrollierbaren Gegenreaktionen

führen. „Unser Ansatz basiert auf konzentrierter

Gelassenheit. Wir setzen auf Kommunikation und errichten zu

allererst eine belastbare Vertrauensbasis zu den Gläubigern,

Verantwortungsträgern und Mitarbeitern“, berichtet Nikolaos

Antoniadis. Man brauche einen geschulten Blick, um schnell

zu erkennen, mit wem man ein Zukunftsszenario erarbeiten

kann. „Unverzichtbar ist auch ein klarer Bezug zur Realität. Ein

Rettungspaket muss umsetz- und vermittelbar sein.“

Die Kanzlei Metzeler von der Fecht ist durch mehrere aufsehenerregende

Insolvenzfälle bekannt geworden, in denen ein

erfolgreicher Ausgleich der Interessen erreicht werden konnte.

„Bei uns gilt der Grundsatz, dass die Ansprüche der Gläubiger

in der Regel besser befriedigt werden können, wenn es uns gelingt,

den Geschäftsbetrieb bei nachhaltiger Erfolgsaussicht zu

erhalten. Personalabbau geht immer zu Lasten der einfachen

ungesicherten Gläubiger und schmälert deren Quotenerwartung“,

berichtet Antoniadis.

Wer im Krisenfall die Sozietät Metzeler von der Fecht einschaltet,

sichert sich die geballte Erfahrung aus rund 8.000 Unternehmensinsolvenzen.

Neben den Partnern Dr. Wolf von der

Fecht, Nikolaos Antoniadis, Klaus-Dieter Barth und Friedrich

Wilhelm Metzeler gehören an den Kanzlei-Standorten Düsseldorf,

Wuppertal, Duisburg und Essen weitere 13 Rechtsanwälte

und Steuerberater, zwei Wirtschaftsprüfer und 30 Verwaltungsfachkräfte

zum Team. „Ein Insolvenzverfahren ist niemals eine

One-Man-Show. Ohne kompetente Rückendeckung kommt kein

seriöser Insolvenzverwalter aus“, bekennt Antoniadis. Er hält

die Regelungsanpassungen zum Insolvenzplan für die wichtigsten

Reformansätze im neuen Insolvenzgesetz, denn diese

Handlungsalternative müsse weiter gestärkt werden, um erhaltenswerte

Unternehmen als Ganzes auch erhalten zu können.

Generell geht die Gesetzesinitiative für die Partner von

Metzeler von der Fecht in die richtige Richtung. Allerdings

schieße der Entwurf an einigen Stellen übers Ziel hinaus. So sei

die Stärkung der Gläubigerautonomie zwar absolut begrüßenswert,

allerdings sollten die Mittel, mit der diese im Insolvenzverfahren

umgesetzt werden könne, absolut praktikabel bleiben

und nicht mehr Risiken für die betroffenen Unternehmen

erzeugen.

Metzeler von der Fecht

Rheinort 1 ∙ 40213 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 13 94-0

info@mevdf.de ∙ www.mevdf.de

Weiß, dass vertrauen die wichtigste

Basis für einen erfolgreichen insolvenzverlauf

ist: Nikolaos Antoniadis

43

Wirtschaftsblatt 3/11


44

Markt & standort Firmenname

Markt und standort

Angebote, die weiterbringen. Leistungen, die überzeugen. Firmen, die man

kennen sollte. Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt.

ungemein

ausdrucksstark

Der Verdrängungswettbewerb in der Druckindustrie ist ein harter.

Im Kampf um die Gunst der Kunden hat sich das Druckhaus

Fischer mit den Themen Klimawandel, neue Technologien und

Mitarbeiterförderung als nachhaltiges und zukunftsorientiertes

Unternehmen positioniert. Und was noch wichtiger ist, exzellent

drucken können die Solinger auch.

Es war das Jahr 2005, als Frank Fi-

scher all seinen unternehmeri-

schen Mut zusammennahm. „Ich

hatte bemerkt, dass das Bergische

Land im Bereich des Verpackungsdrucks

unterversorgt war“, erzählt der

Geschäftsführer des Druckhauses Fischer

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

rückblickend. Er wagte die Investition in

neue Druck- und Stanzmaschinen. Sein

Plan ging auf – inzwischen ist der Traditionsbetrieb

einer der wichtigsten Anbieter

von Verpackungsdruck für Klein- und

Großauflagen in der Region. Ebenso gut

positioniert ist das Unternehmen im klas-

Geschäftsführer Frank Fischer (m.) mit

den kundenberatern Nicole Treckmann

und Thomas Brambach

sischen Offsetdruck. Im Druckhaus an der

Memelstraße stapeln sich auslieferbereite

Druckerzeugnisse wie Broschüren, Flyer,

Geschäftsberichten und Plakate für die

hiesige Wirtschaft. „Kurze Wege, schnelle

Reaktionen und regelmäßige technische

Neuerungen halten uns wettbewerbsfähig“,

sagt Frank Fischer. Mit seiner Persönlichkeit

und seinen Ideen prägt er das

Unternehmen seit nunmehr 30 Jahren. Die

regionale Verbundenheit des Druckhauses

lässt sich an seinem sozialen Engage-


Anzeige

ment ablesen. Jüngst hat Fischer zur So-

linger Messe ein Kochbuch veröffentlicht,

dessen Erlöse dem Palliativen Hospiz Solingen

und dem Kinderschutzbund zugute

kommen. Auch das Solinger Museum Baden

und die Jugendarbeit von Sportvereinen

wird regelmäßig unterstützt.

Einprägsames Engagement

„Ich halte die Förderung von jungen

Menschen bei ihren ersten Schritten zu

Einsatz und Teamfähigkeit für enorm

wichtig“, bekräftigt Frank Fischer. Auch

in der eigenen Firma geht er mit gutem

Beispiel voran. Das Druckhaus bildet

jedes Jahr aus. Und die nächste Familiengeneration

ist bereits an Bord: Sohn

Maximilian wirkt als Mediengestalter in

der Druckvorstufe mit. Gesellschaftliche

Umweltschutz ist Frank Fischer eine

Herzensangelegenheit. Daher bietet das

Druckhaus Fischer seinen Kunden den

„grünen Druck“ an. Im Interview erläutert

der Geschäftsführer, weshalb sich, dem

hohen Verwaltungsaufwand beim Solinger

Traditionsunternehmen zum Trotze, für

den Kunden preislich kaum etwas ändert.

Herr Fischer, Sie betonen, dass preisempfindliche

Kunden immer noch zögerlich

auf den „grünen Druck“ reagieren.

Handelt es sich um einen zu hohen

finanziellen Aufwand?

Für den Kunden eigentlich nicht. Er erhöht

den Druckpreis nur um ein Prozent.

Wir haben die entsprechenden Zertifizierungen

als erstes Druckunternehmen

in Solingen erworben. Ich denke,

das Prinzip ist einfach noch ein wenig

erklärungsbedürftig.

Was genau heißt klimafreundlich?

Verantwortung übernimmt Fischer auch

durch das Angebot klimafreundlicher

Druckerzeugnisse. Kunden können den

Treibhausgasausstoß beim Druckprozess

mit dem Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten

ausgleichen, was dem

Auftraggeber auch eine offizielle Urkunde

der First Climate Markets AG bescheinigt.

Preisempfindliche Kunden seien

noch zögerlich, gibt der Geschäftsführer

zu erkennen, der Trend zum Klimaschutz

sei jedoch deutlich. Für ihn kein Verkaufsargument,

sondern eine Herzensangelegenheit:

„Wir bieten den grünen

Druck immer mit an und verweisen bewusst

auf diesen Zusatznutzen.“ 26 Mitarbeiter

halten die Druckmaschinerie in

Gang. Mit geringer Fluktuation und langer

Betriebstreue wird Fischer für gute

Weiterbildungsmöglichkeiten und hoher

Bitte recht klimafreundlich!

Es wird ein sogenannter CO2-Footprint

für die Druckerzeugnisse erstellt. Dazu

werden die in der Druckerei und in den

vorgelagerten Produktionsstufen verursachten

Emissionen berücksichtigt. Also

auch die benötigten Einsatzstoffe wie

Papier sowie diejenigen, die durch Transport

und Lieferung, Energieverbrauch

der Maschinen, Heizung und Klimatisierung

der Räume sowie die Arbeitswege

der Mitarbeiter entstehen. Ziel ist es, die

CO2-Emmissionen zu minimieren. Die

nicht mehr zu verringernden Emissionen

kompensieren wir mit der Investition

in Klimaschutzmaßnahmen.

Das klingt sinnvoll, aber arbeitsintensiv.

Nun, wir haben uns einmal dazu entschlossen

und unterziehen uns regelmäßigen

Prüfungen zum Erhalt der Zertifikate.

Das ist in der Tat relativ aufwendig.

Davon bekommen unsere Kunden aller-

Druckhaus Fischer GmbH

Wertschätzung der Arbeit seitens der Belegschaft

gedankt.

Druck schafft Enge

Um der steigenden Nachfrage gerecht

zu werden, kommen in Kürze zwei weitere

Fachkräfte hinzu. Es wird langsam eng

im Druckhaus nahe der Solinger Innenstadt.

Abhilfe ist jedoch in Sicht: Frank

Fischer wagt abermals die Investition.

Noch in diesem Jahr wird der Firmensitz

um 560 Quadratmeter vergrößert.

Druckhaus Fischer

Frank Fischer GmbH

Memelstraße 8 · 42655 solingen

Tel.: 02 12 / 3 82 82-0

info@fischer-druckhaus.de

www.fischer-druckhaus.de

45

dings nichts mit. Es ist ein Zusatzangebot,

für das wir in Vorleistung gehen und

hinter dem wir mit Überzeugung stehen.

Und der CO2-Footprint kann auf einzelne

Produkte bezogen werden?

Ja. Natürlich kann es immer nur um

Annährungswerte gehen. Aber der Kunde

bekommt für die Produktion seiner

Druckerzeugnisse eine offizielle Urkunde,

auf der die Höhe der Treibhausgasemissionen

ausgewiesen und das

Klimaschutzprojekt benannt ist, in das

investiert wird.

Eine gute Lösung für die Zukunft?

Ich glaube, dass sich bereits in der Gegenwart

viele Unternehmen zunehmend

mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigen

– gerade in unserer Region.

Wir bieten Möglichkeiten an, umweltfreundlich

zu wirtschaften. Das können

wir nur jedem ans Herz legen.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


46

Für Geist und Gaumen

Hätten die Küchenmeister von Auerbachs Keller bereits vor fast 500

Jahren solch kulinarische Offerten gemacht wie heute, wäre der

legendäre Dr. Faust auf seinem Weinfass mit höchster Sicherheit in

Leipzigs berühmteste Gaststätte hineingeritten und nicht aus ihr heraus.

M

it

müse und sautierten Steinchampignons

Kompositionen wie ei-

nem Blankett von Perlhuhn

und Hummer auf Petersilienrisotto,Frühlingsge-

oder dem Steak vom Hirschkalbsrücken

auf Nusspolenta, karamellisiertem Sellerie

und Sauerkirschschaum erfüllen Marko

Schulz-Werner und seine Mitarbeiter

in den Historischen Weinstuben selbstbewusst

die Ansprüche von Gourmets.

Das exquisite Angebot in den separierten

vier Gaststuben Fasskeller, Lutherzimmer,

Goethezimmer und Alt-Leipzig

ergänzt die gutbürgerlich-sächsische

Küche im Großen Keller. „Mit der Aufwertung

unseres kulinarischen Repertoires

sprechen wir gezielt heimische

Genießer und Geschäftskunden an“, sagt

Bernhard Rothenberger. Der erfahrene

Gastronom und seine Frau Christine sind

seit 2006 Pächter des Auerbachs Keller

unter der Mädler-Passage. Mit viel Feingefühl,

erheblichen Investitionen, neuen

Wirtschaftsblatt 3/11

Markt & standort Auerbachs Keller

Ideen und der entscheidenden Freude am

Gastgeben hat das Ehepaar die berühmte

Touristenattraktion im Herzen Leipzigs

weiter entwickelt.

Tradition verpflichtet

Auerbachs Keller gehört zu den bekanntesten

Restaurants der Welt, weil Johann

Wolfgang von Goethe hier eine Szene

aus seiner Tragödie Faust spielen lässt.

Die meisten Literaturexperten sind sich

einig, dass der Dichter diesen einen in der

Realität existierenden Ort im Stück nicht

nur wegen der seit 1625 auf zwei Wandgemälden

festgehaltenen Fassritt-Sage

verewigte, sondern auch, weil es ihm in

Auerbachs Keller so gut gefallen hat. Bereits

seit 1525 wird unter der Grimmaischen

Straße Wein ausgeschenkt. Hochrechnungen

haben ergeben, dass seither

unfassbare rund 100 Millionen Gästen da

waren. Die Rothenbergers sind sich ihrer

Verantwortung daher wohlbewusst. „Au-

erbachs Keller ist kein Museum und keine

abhakbare Sehenswürdigkeit auf Stadtrundgängen,

sondern ein lebendiger Ort

erstklassiger Gastlichkeit“, erläutert der

Geschäftsführer.

Inspirierendes Ambiente

Neben den historischen Räumen,

die Platz für jeweils 20 bis 40 Gäste bieten,

und dem Großen Keller (500 Plätze)

mit zwei angeschlossenen Salons gehört

auch die überirdische Mephisto Bar zum

Gastronomieensemble von Christine

und Bernhard Rothenberger. Das Ehepaar

beschäftigt über 100 festangestellte

Fachkräfte in Küche, Weinkeller, Service,

Vertrieb, Marketing, Technik und Verwaltung.

„In diesem Jahr feiern bei uns 17

Kollegen und Kolleginnen ihr zehn-, 15-,

20- und sogar 40jähriges Dienstjubiläum“,

freuen sich die Rothenbergers über

die tiefe Verbundenheit der Mitarbeiter

zu Auerbachs Keller. Mit Service, Spitzenprodukten

und kulturellem Unterbau

erreicht das Team im 21. Jahrhundert

eine Verweilqualität, die sich jederzeit

mit vergangenen Zeiten messen kann.

Für Unternehmen, Vereine, Familien und

Gruppen bietet Leipzigs Publikumsmagnet

eine Fülle von Veranstaltungspa-


keten. „Unsere Arrangements umfassen

leibliche und geistige Genüsse“, erzählt

Heike Weiß, die die Verkaufs- und Veranstaltungsabteilung

von Auerbachs Keller

führt. Sie kann ihre Gäste unter anderem

mit täuschend echten Leipziger Berühmtheiten

zusammen bringen, sie auf

die Spuren von Faust setzen oder ihnen

eine unvergessliche Begegnung mit Mephisto

bescheren. „Bei uns kommen unterschiedliche

kulturelle Geschmäcker

auf ihre Kosten. Im direkten Gespräch

finden wir bestimmt den jeweils passenden

Rahmen“, verspricht die Veranstaltungsexpertin.

Im Großen Keller gastiert

zum Beispiel das „Theater im Gewölbe“

aus Weimar bereits zum siebten Mal, und

die Kartennachfrage für die vierte Spielzeit

der aufsehenerregenden „Faust – Die

Rockoper“ im Januar 2012 dürfte das Angebot

erneut deutlich übersteigen.

„Wer nach Leipzig zur Messe gereist,

ohne auf Auerbachs Hof zu gehen,

1 2

3

Anzeige Auerbachs Keller

1 verkaufs- und veranstaltungsleiterin

Heike Weiß (Mitte) und ihr Team

v. l.: Mandy kása, Anne Förster, sandra

Coriand-Gemperlein, katharina

schaller

2 verweilqualität schaffen: Pächter

Bernhard und Christine Rothenberger

der schweige still, denn das beweist: Er

hat Leipzig nicht gesehn.“ Der Spruch

macht seit mehreren hundert Jahren in

der Geschäftswelt die Runde. Zwischen

den Zeilen kann man lesen, dass sich

in den Weinkellern unter dem Zentrum

der Sachsenmetropole nicht nur gut feiern

lässt, sondern dass hier auch ein geschäftsförderndes

Klima herrscht.

Stilvoll verhandeln

„Abseits des städtischen Treibens

kann man im historischen Teil von Auerbachs

Keller exzellent speisen und

konzentriert arbeiten“, garantiert Bernhard

Rothenberger, der das Restaurant

Historische Weinstuben zum Flaggschiff

seines Gastronomiebetriebs gemacht hat.

Reservierungen können per Internet oder

telefonisch vorgenommen werden. In

den vier liebevoll restaurierten Gasträumen

wird eine Küche zelebriert, die zu

4

3 Trinken und speisen im gotisch gewölbten

Goethezimmer

4 in den Historischen Weinstuben

sorgt das Team um Marko schulz-

Werner dafür, dass die kulinarischen

Ansprüche von Gourmets in allen Hinsichten

erfüllt werden

den besten des Landes gerechnet werden

kann. Verantwortlich dafür ist Marko

Schulz-Werner. Der ambitionierte Kochkünstler

stand schon in der Traube-Tonbach

in Baiersbronn am Herd. In Leipzig

kombiniert er französisch-mediterrane

Kücheneinflüsse mit regionalen Top-Produkten.

Die Weinauswahl passt exakt

zum geschichtsträchtigen Ort und wird

von heimischen Gewächsen geprägt.

Geschäftsreisende kommen hier voll

auf ihre Kosten: Bei Salat von gebeiztem

Lachs und marinierter Auster mit Sauerrahmmousse

und Gurkentatar sowie pochiertem

Quarkknödel mit Apfelkompott

und Vanilleschaum können sie optimal

Geschäftspartner treffen.

Auerbachs keller

Rothenberger Betriebs GmbH

Grimmaische str. 2-4 ∙ 04109 leipzig

Tel.: 03 41 / 21 61 00

info@auerbachs-keller-leipzig.de

Die karten sind rar

47

Vom 6. bis 8. Januar und vom 13. bis

zum 15. Januar 2012 wird Auerbachs

Keller bereits zum 4. Mal zur Bühne für

„Faust – Die Rockoper“. Das unglaubliche

Rockspektakel mit Live-Band, Sängern,

Schauspielern und Tänzern versöhnt

klassische deutsche Literatur mit

dem Sound der Moderne. Speziell für

die Aufführung in der Originalkulisse

wurde der Song „Der hölzerne Tisch“

komponiert und der legendäre Fassritt

szenisch in das Stück integriert. Passend

zur teuflisch guten Unterhaltung werden

Küchenchef Sven Hofmann und seine

Mitarbeiter den Gästen himmlische Gaumenfreuden

servieren. Das Kartenangebot

ist knapp, der Vorverkauf hat bereits

begonnen. Gemeinsam mit den Leipziger

Hotels „The Westin“ und „Fürstenhof

Leipzig“ bietet Auerbachs Keller Erlebnisreisen

zum teuflischen Spektakel.

Wirtschaftsblatt 3/11


48

schul-Bank

Um ihren gewerblichen Kunden einen weiteren Mehrwert

bieten zu können, hat die Stadtsparkasse Wuppertal

Unternehmer-Seminare durchgeführt. Die Resonanz war so

groß, dass bereits Zusatztermine angeboten werden.

Z

eit ist eine sehr begrenzte Res-

source. Daher überlegt man

sich heute dreimal, wie man

seine Zeit investiert. Wenn sich

also mehrere Dutzend Unternehmer entschließen,

insgesamt sechs Seminarbausteine

zu buchen, spricht das für die Praxistauglichkeit

des Angebotes.

Beim Unternehmer- und Gründertag

2010 in der Glashalle der Sparkasse Wuppertal

hatten Interessenten erstmals

Gelegenheit, Dr. Dirk Deppe kennen zu

lernen. Er ist einer der beiden Geschäftsführer

der Rheinischen Mittelstandsakademie,

einer Tochtergesellschaft

des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes,

und der RDG Dr. Deppe und

Gräwe Unternehmensberatung GmbH.

Die Rheinische Mittelstandsakademie

führt im Auftrag der Sparkassen

seit Jahren Seminare durch und hat dadurch

viele Rückmeldungen erhalten,

welche Inhalte besonders gefragt sind.

Daraus ist jetzt eine Seminarreihe ent-

intensiver Austausch der

Teilnehmer: in seminaren und

Pausen wird kräftig diskutiert

Wirtschaftsblatt 3/11

Markt & standort Stadtsparkasse Wuppertal

standen, die sich mit unterschiedlichen

Bereichen beschäftigt.

Einblicke in Entscheidungen

Im ersten Baustein dreht sich alles

um den Jahresabschluss, der das zentrale

Dateninformationssystem einer

Unternehmensbeurteilung bildet. Die

Teilnehmer übernehmen in einem Rollenspiel

die Position des Kreditinstituts

und müssen anhand praktischer Fälle

über Kreditwürdigkeit und -fähigkeit

entscheiden. Dadurch wird ihnen neben

dem betriebswirtschaftlichen Einblick in

den Jahresabschluss auch die Sichtweise

eines Kreditinstituts vermittelt.

Das unterjährige Datenmaterial von

Unternehmen wird im zweiten Baustein

beleuchtet. Ein Beispiel dafür bildet die

betriebswirtschaftliche Auswertung

(BWA) DATEV. Neben der laufenden

Überwachung der Liquidität anhand

der Kontoanalyse wird dabei vor allem

die Ertragslage eines Unternehmens geprüft.

Den Firmenkundenbetreuern ist

bekannt, dass Unternehmen die BWA nur

stiefmütterlich behandeln. Sie kommt im

Controlling und im Planungsbereich für

Soll-/Ist-Vergleich kaum zum Einsatz.

Im Mittelpunkt des dritten Bausteins

steht das Thema Kostenmanagement.

Dem Unternehmer werden Grundlagen

zum Aufbau einer soliden Kalkulation

und zum Abgleich des internen Kostenapparats

mit den Kalkulationsdaten vermittelt.

Gezeigt wird jedem Teilnehmer

individuell, warum etwa seine Kalkulation

nicht aufgeht, oder welche Möglichkeiten

differenzierte Ansätze der Kalkulation

aus Deckungsbeitragsrechnungen

und Kapazitätsvariationen bieten.

Unter der Überschrift „Finanzen steuern“

steht der vierte Baustein. Er befasst

sich mit der Budget- und Finanzplanung.

Teilnehmer erhalten nicht nur Informationen

über traditionelle Finanzierungen,

sondern auch über alternative Finanzierungsformen.

Nach diesem Baustein kann

der Teilnehmer seine Investition „rechnen“,

Budget- und Finanzpläne erstellen

sowie mit seinem Firmenkundenbetreuer

eine qualitative Diskussion über seinen Finanzbedarf

und dessen Deckung führen.

„Märkte erobern – Vertrieb stärken“

lautet das Thema des fünften Bausteins.

Marketing und Marketing-Controlling

bilden ebenso wie Fragen der systematischen

Marktbearbeitung und der Ver-

Josef Achilles: „unsere seminare

vermitteln Nutzwert für den

unternehmerischen Alltag.“


Anzeige Stadtsparkasse Wuppertal

triebssteuerung die Kernpunkte dieses

Seminarteils. Das Herzstück bildet dabei

das gezielte Marketing, bei dem konkrete

Vertriebschancen aufgedeckt werden.

Im sechsten und letzten Baustein

steht die Unternehmensführung im

Blickpunkt. Neben den theoretischen

Überlegungen zum Führungsorganisationsaufbau,

zu Führungsmethoden und

Führungsstilen wird der Unternehmer

auch mit dem Instrumentenkasten einer

aktiven Steuerung seines Betriebs vertraut

gemacht. Den Abschluss bildet das

sogenannte „Unternehmercockpit“. In einer

praxisorientierten reduzierten Form

der Balanced Scorecard erhält der Unternehmer

ein Führungsinstrument, das an

sein Unternehmen angepasst ist und ihm

mit Hilfe von Kennzahlen ermöglicht,

seine Firma erfolgreich zu steuern.

Praktisches für den Alltag

„Unsere Kunden schätzen die hohe

Praxisrelevanz der Seminarinhalte. Es

wird sowohl die fachliche wie auch die

verhaltensorientierte Kompetenz angesprochen

und so vermittelt, dass sie im

täglichen Geschäft sicher angewandt

werden können“, berichtet Josef Achilles,

Leiter des Zentralen Firmenmanagements

der Stadtsparkasse Wuppertal.

„Nachdem wir unsere Kunden zum

Schnupperseminar eingeladen hatten,

waren viele gespannt, ob es nur eine gute

Bildungsangebot mit

Weitblick: in der 16. etage des

sparkassenturms wird geschult

Aussicht aus der 16. Etage des Sparkassenturms

gibt – wo die Seminare stattfinden

– oder ob auch die inhaltlichen Perspektiven

stimmen. Da sich die meisten

Teilnehmer nach den beiden Schnuppertagen

direkt für die ganze Seminarreihe

angemeldet haben, sind unsere Hoffnungen

in dieses Angebot offensichtlich erfüllt

worden“, berichtet Achilles weiter.

Durch die Brille des Bankers

Volker Postler leitet das Firmencenter

der Sparkasse in Barmen und hat folgende

Erfahrung mit den Seminarreihen gemacht:

„Durch unsere kontinuierliche Betreuungsarbeit

kennen wir den Kunden

und seine Situation sehr genau. Die Zusammenarbeit

bei den Seminaren führt

dazu, dass der Kunde zusätzlich auch die

Sichtweise der Sparkasse kennenlernt.

Damit erhalten beispielsweise Anforderungen

aus Basel-II plötzlich einen realen

Hintergrund, und der Kunde erkennt die

Vorteile, die sich für sein Unternehmen

aus den Fragestellungen ergeben.“

„Besonders spannend sind wie bei

jedem guten Seminar natürlich auch die

Seminarpausen, in denen man sich branchenübergreifend

austauschen kann“,

fügt Klaus Kessler, Leiter des Elberfelder

Firmencenters der Sparkasse, hinzu.

„Wir machen ja auch beim Gründer- und

Unternehmertag die Erfahrung, dass die

Gespräche zwischen den einzelnen Vor-

Johanna voßenkaul und

Dr. Dirk Deppe leiten die Rheinische

Mittelstandsakademie

trägen mehrere Funktionen haben. Man

tauscht sich mit seinem Kundenbetreuer

aus, diskutiert über die Inhalte der einzelnen

Referate und knüpft neue Verbindungen

zu anderen Unternehmen. Dieser

Dialog ist wichtig für jeden Einzelnen,

unterstützt aber auch die Entwicklung in

der Region“, ist sich Kessler sicher.

Die Sparkasse gibt es jetzt seit fast

200 Jahren in Wuppertal, aber komplette

Seminarreihen für Unternehmer

hatte es bisher nicht gegeben. Als sinnvolle

Ergänzung zu den verschiedenen

Vorträgen, zu denen die Sparkasse seit

Jahrzehnten einlädt, etablieren sich jetzt

diese Angebote. Bei Bedarf werden neue

Termine angeboten – Interessenten wenden

sich einfach an ihren Kundenbetreuer

bei der Stadtsparkasse Wuppertal.

stadtsparkasse Wuppertal

Zentrales Firmenmanagement

Tel.: 02 02 / 4 88-59 10

Firmencenter elberfeld

Tel.: 02 02 / 4 88-56 20

islandufer 15 ∙ 42103 Wuppertal

Firmencenter Barmen

Rolingswerth 2 ∙ 42275 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 4 88-56 10

info@sparkasse-wuppertal.de

www.sparkasse-wuppertal.de

49

Wirtschaftsblatt 3/11


50

„Best innovator“ im Bereich Maschinenbau: im Juni nahm

Dr. Hugo Blaum (l.) die Auszeichnung für die GeA Group in Berlin

vom Chefredakteur der WirtschaftsWoche, Roland Tichy, entgegen

Fortschritt aus der Pipeline

Neues denken, Lösungen finden, Zukunft gestalten. Die Kreativität von 23.000 Mitarbeitern weltweit

ist ein Potential, das die internationale GEA Group zielstrebig nutzt und umsetzt. Mit Hilfe spezieller

Management-Instrumente wird der Innovationsprozess von der Idee über Machbarkeitsstudien bis

zur Produktentwicklung konsequent begleitet.

W

er seinen Vorsprung halten

und weiterhin erfolgreich

wachsen will, braucht ein gut

vernetztes Ideen-Management. Deshalb

führt bei GEA der schnellste Weg zum

Markterfolg über eine Innovation Pipeline.

Mit diesem neuartigen Konzept stellt der

Technologiekonzern sicher, dass vielversprechende

Ideen aus dem gesamten Konzern

erkannt, bewertet und ohne Verzögerung

realisiert werden. Auf diese Weise

bekommt der Fortschritt eine beachtliche

Dynamik, durch die Marktlücken rasch

geschlossen werden können. „Die Innovation

Pipeline ist ein Managementinstrument,

das den Innovationsprozess von der

Idee über Machbarkeitsstudien und die

Entwicklung bis hin zum fertigen Produkt

und die folgende konsequente Weiterentwicklung

begleitet. Weitere aufeinander

abgestimmte Instrumente, wie das Ideenmanagement

i²m, ein alle Standorte einbeziehendes

Wissensmanagement oder

hausinterne Innovationswettbewerbe,

fördern den Erfindungsreichtum bei der

GEA zusätzlich“, erläutert Dr. Hugo Blaum,

Mitglied Executive Council der GEA Group

und Präsident Refrigeration Technologies. Für

ihn gab es jetzt einen besonderen Grund

zur Freude.

Wirtschaftsblatt 3/11

Markt & standort GEA Group Aktiengesellschaft

Beim Wettbewerb „Best Innovators

2010/11“ wurde das Unternehmen Branchensieger

in der Sparte Maschinenbau.

Der Contest findet jährlich statt, um Firmen

für ein wirkungsvolles, nachhaltiges

Innovationsmanagement auszuzeichnen.

Initiatoren des Wettbewerbs

sind die Unternehmensberatung A.T.

Kearney sowie das Magazin Wirtschafts-

Woche mit Unterstützung durch das

Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie. Am 9. Juni nahm Dr. Hugo

Blaum stellvertretend für die GEA Group

den Preis in Berlin entgegen.

Nachhaltige Innovationen

Wie erfinderisch das geballte Geistkapital

der globalen GEA-Belegschaft

ist, zeigen zahlreiche spektakuläre Produktentwicklungen.

Der führende Anbieter

von Komponenten und Anlagen für

die Lebensmittelindustrie und die Energiewirtschaft

beeindruckte beispielsweise

mit der Einführung eines Melkzeugs,

das ein gleichmäßiges Ausmelken ermöglicht

und dabei gleichzeitig Kreuzinfektionen

verhindert. Aufsehen erregte auch

ein innovatives integriertes System zum

aseptischen Abfüllen von PET-Flaschen.

GeA kompakt

Mit weltweit mehr rund 23.000 Mitarbeitern

ist die GEA Group AG einer der

größten Systemanbieter für die Erzeugung

von Nahrungsmitteln und Energie.

2010 erwirtschaftete der im MDAX

notierte Technologiekonzern einen Umsatz

von über 4,4 Milliarden Euro. Das

Geschäft des Global Players konzentriert

sich auf Prozesstechnik und Komponenten

für anspruchsvolle Produktionsverfahren

in unterschiedlichen Endmärkten.

Im Gegensatz zum bisherigen Desinfektionsverfahren,

für das große Mengen

an Wasser, Energie und Chemikalien

benötigt wurden, braucht bei der neuen

GEA-Methode nur der kleine Rohling sterilisiert

zu werden. Damit können die Betriebe

ihre Herstellkosten pro Flasche um

rund zehn Prozent senken.

Zusätzlich zu diesen Produktideen

haben die Mitarbeiter der GEA allein im

Rahmen des konzernweiten Ideenmanagements

in 2010 insgesamt rund 18.000

Ideen eingereicht, von denen bis zum

Jahresende bereits über die Hälfte erfolgreich

umgesetzt wurden. Der Nutzen für

die GEA Group summierte sich auf über

13 Millionen Euro.

Am neuen Standort der GEA-Holding

in der Düsseldorfer Airport-City sieht

man sich gut aufgestellt für weitere Herausforderungen

und stärkt damit auch

zukünftig die beeindruckende Innovationskraft

von NRW.

GeA Group Aktiengesellschaft

Peter-Müller-straße 12

40468 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 91 36-0

info@geagroup.com

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Wir lieben komplexe Projekte.

Kundenservice ist unser Geschäft – Kommunikation unsere Leidenschaft.

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Kommunikationsdienstleister in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

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dienstleistungen für unterschiedliche Branchen – und wir tun es mit Leidenschaft und Begeisterung.

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52

scharf auf leistung

Ob Folie, Papier, Gummi, Pappe oder Aluminium: Jederzeit

und überall machen Maschinenmesser der Marke Winterhoff

Picard einen ausgezeichneten Schnitt. Besonders im vielfältigen

Verpackungsbereich leisten die scharfen Präzisionswerkzeuge

ganze Arbeit. Weltweit.

unternehmer mit schneid: Dagmar und Ralf Hüttebräucker

F

lexibilität gehört zum schneidi-

gen Tagesgeschäft. Als gefragter

Erstausrüster im globalen Maschinenbau

kennt das Team von Winterhoff

Picard keine eingefahrene Routine. „Die

Wünsche unserer Kunden sind so unterschiedlich

wie der jeweilige Einsatzzweck.

Während der eine Auftraggeber

für den gesamten Jahresbedarf 5.000

Messer ordert, benötigt ein anderer gerade

mal ein oder zwei Spezialausführungen.

Aber ganz gleich, was kommt – wir

erledigen jede Aufgabe exakt und schnell

nach Kundenvorlage. Das kann eine

Zeichnung sein, doch ebenso ein Muster

oder eine Skizze“, erläutert Geschäftsführer

Ralf Hüttebräucker.

Zick-Zack, glatt oder gelocht

Rund 6.000 verschiedene Artikel

führen die Remscheider in ihrem Sortiment.

Von 30 Millimeter bis fünf Meter

Wirtschaftsblatt 3/11

Markt & standort Winterhoff Picard GmbH Anzeige

Länge sind hier Größen und Formen in

vielen Varianten zu finden. Abgestimmt

auf die individuellen Materialanforderungen,

auf Verarbeitungstechniken,

Standzeiten und Prozessgeschwindigkeiten

müssen die Messer eine außerordentliche

Qualität aufweisen. Deshalb

werden in der Produktion von Winterhoff

Picard nur hochwertige Stähle und

Hartmetalle mit diversen Beschichtungen

verwendet.

Das Einsatzspektrum der Schneidgeräte

ist beachtlich. „Von der gezackten

Gummibärentüte über die Windelverpakkung

bis zum Waschmittelkarton wird

alles mit Messern aus unserem Haus geschnitten“,

stellt Dagmar Hüttebräucker

klar, die mit ihrem Mann das Unternehmen

in vierter Generation leitet. „Unsere

Qualitätsmesser perforieren Abfallbeutel,

bringen die Schrumpffolien für Six-

Packs auf das richtige Maß und reinigen

Autoreifen sauber von Gummiresten.“

Und sollten die Messer nach langem Gebrauch

an Schärfe verlieren, sorgen die

Profis aus Remscheid für neuen Schneid.

„Die Nacharbeitung abgenutzter Schneidgeräte

hat sich inzwischen zu einem

wichtigen Geschäftsfeld entwickelt“, berichtet

die Geschäftsführerin. Vor allem

bei teuren Produkten lohne sich das Wiederaufbereiten

allemal.

Investition in

Kundenzufriedenheit

Die Bandbreite der Produktpalette

macht eine umfangreiche Fertigungstechnik

erforderlich. „Wir investieren

kontinuierlich in unseren Maschinenpark,

um die ständig wachsenden Ansprüche

des Marktes optimal erfüllen

zu können“, betont Ralf Hüttebräucker.

„Dies schließt auch die Schulung unserer

35 Mitarbeiter ein, die stets auf dem neuesten

Stand der Technik stehen.“

Voller Einsatz für die Zufriedenheit

der Kunden: Dieser Leitsatz hat in dem

Familienbetrieb eine lange Tradition.

Schon Firmengründer Ewald Winterhoff,

der 1865 am Standort Remscheid

mit einer Sägenfabrik den Grundstein

für den Geschäftserfolg legte, handelte

nach dieser Regel; und seine Nachfolger

folgen weiterhin dem bewährten Unternehmensprinzip.

So auch 1997, als die

Firma F.K. Picard übernommen wurde.

Da das Programm des renommierten

Herstellers von Industriemessern auf

perfekte Weise das Winterhoff-Angebot

ergänzte, war der neue Firmenverbund

in der Lage, weitere interessante Absatzbereiche

zu erschließen. Denn Präzisionsmesser

von Winterhoff Picard

stehen für Zuverlässigkeit und erste

Güte made in Germany. Das weiß man in

aller Welt zu schätzen.

Winterhoff Picard GmbH

Wüstenhagener straße 63

42855 Remscheid

Tel.: 0 21 91 / 98 85-0

info@winterhoff-picard.de

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Fachbeitrag (Anzeige) K/S/R/ Treuhand und Revision GmbH

53

Die eMANZiPATiON

DeR elekTRONisCHeN

ReCHNuNG

Rechnungen elektronisch erstellen? Das konnten Unternehmer auch bisher – allerdings waren die

technischen Anforderungen so hoch, dass die meisten darauf verzichteten. Jetzt wurden die Auflagen

vereinfacht.

Das Thema „elektronische Rechnungen“ ist aktuell europaweit

in den Fokus der Gesetzgebung geraten. Durch eine EU-Richtlinie

vom 13. Juli 2010 wurde die einheitliche Mehrwertsteuerrichtlinie

geändert. Hiernach müssen die EU-Mitgliedsstaaten

bis zum 31. Dezember 2012 eine nationale Regelung erlassen,

die den vereinfachten Einsatz von elektronischen Rechnungen

im Zahlungsverkehr ermöglicht.

Deutschland hat hier schon mit dem Steuervereinfachungsgesetz

2011 die Vorgabe der Mehrwertsteuersystemrichtlinie in

nationales Recht umgesetzt. Durch das Steuervereinfachungsgesetz

2011, das am 9. Juni dieses Jahres im Bundestag beschlossen

wurde, werden die Anforderungen an das Ausstellen einer

elektronischen Rechnung so vermindert, dass zukünftig auch

mehr Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen

können.

Vorgaben müssen gewahrt werden

So werden grundsätzlich elektronische Rechnungen den Papier-

rechnungen gleichgestellt. Auf die Art der Versendung kommt

es nicht an. So können beispielsweise elektronische Rechnungen

in allen denkbaren Formaten ausgestellt und übermittelt

werden, beispielsweise als E-Mail, pdf, txt-Datei.

Allerdings muss wie bisher die Echtheit der Herkunft der

Rechnung, die Unversehrtheit ihres Inhalts sowie die Lesbarkeit

der Rechnung innerhalb der Aufbewahrungsfrist von zehn

Jahren sichergestellt werden. Wird die elektronische Rechnung

auch schon nach dem bisher zulässigen Verfahren weiterhin

ausgestellt, geht der Gesetzgeber davon aus, dass damit die

Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit ihres Inhalts gewährleistet

werden.

Ansonsten sind zur Erfüllung der Anforderungen an die

Echtheit der Herkunft und Unversehrtheit des Inhalts vom Unternehmen

organisatorische Anforderungen an das innerbetriebliche

Kontrollverfahren zu erfüllen. So muss gewährleistet

sein, dass Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Ausstellung

von Rechnungen, des Empfangs von Rechnungen, aus Ort und

der Art der Archivierung der Rechnungen sichergestellt ist.

Ebenfalls muss gewährleistet sein, dass eine elektronische

Rechnung innerhalb der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist jederzeit

lesbar gemacht werden kann. Bei EDV-Systemumstellungen

muss demzufolge darauf geachtet werden, dass das alte

System weiterhin einsatzfähig bleibt. Ein Ausdruck der Rechnungen

auf Papier und dessen Archivierung reicht nicht.

Obwohl organisatorisch noch Hürden zu überwinden sind,

ist die Initiative zu begrüßen, zukünftig verstärkt elektronische

Rechnungen für den Abrechnungsverkehr einsetzen zu

können.

Der Autor Gernot klein ist

Geschäftsführer und

steuerberater bei der k/s/R/ Treuhand und Revision GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

k/s/R/ Treuhand und Revision GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marktstraße 5 ∙ 58256 ennepetal

Tel.: 0 23 33 / 96 93-0

kontakt@ksr-treuhand.de ∙ www.ksr-treuhand.de

Wirtschaftsblatt 3/11


54

unterwegs im Auftrag

der kommunikation

Sie sind überall, oft unbeachtet vom Nutzer. Und doch kommen wir

ohne sie nicht aus: Denn wo eine Mobilfunkanlage schwächelt oder

gestört ist, bleiben Datentransfer und Kommunikation auf der Strecke.

D

amit

& Co. KG deutschlandweit unterwegs,

dies nicht geschieht, ist seit

Juni 2011 ein Team der Ratinger

InduSer Industrieservice GmbH

überwiegend für Netzwerkprovider und

Hersteller von Mobilfunk-Hardware. Denn

InduSer, bekannt geworden in den siebziger

Jahren als einer der erster deutschen

Personalverleiher für Industriemontagen

und später als Servicedienstleister für

Montage-, Demontage- und Wartungsprojekte

im Stahl- und Maschinenbau, hat

sein Angebot wesentlich ausgeweitet. Im

Geschäftsbereich InduSer Systems & Solutions,

wo man sich unter anderem um

Projekte im Bereich Datentechnik, Anlagentechnik

und Energietechnik kümmert,

wird nun auch der Bereich Mobile

Networks angeboten. „Konkret geht es um

sämtliche Servicedienstleistungen rund

um Mobilfunkanlagen bis hin zu Neubauten.

Sechs versierte Techniker, die sich

bereits vor ihrem Neustart in Ratingen im

Bereich Mobilfunktechnik langjähriges

Know-how erarbeitet haben, erfüllen die

Aufträge je nach Bedarf. Bei der Planung

eines neuen Standortes etwa werden alle

hierzu notwendigen Arbeiten von InduSer

als Generalunternehmer organisiert, be-

ginnend bei den verschiedenen Genehmigungsverfahren

über die Fundamente, die

Anfertigung des Mastes bis hin zur Montage.

Der Aufbau der Systemtechnik nebst

Stromversorgung, die Anbindung ans

Festnetz sowie Montage und Ausrichtung

der Antenne folgen und bilden, insbesondere

bei großen Roll-Out-Projekten den

Schwerpunkt der Aktivitäten. Die immer

schneller veraltenden Techniken werden

in Swap-Projekten flächendeckend und in

kurzer Zeit getauscht – damit die Kunden

der Mobilfunkanbieter eine leistungsstarke

Daten- und Sprachverbindung angeboten

bekommen.

Techniker, bitte melden!

Bei bestehenden Anlagen sorgen die

Experten unter anderem für notwendige

Erweiterungsmaßnahmen oder die

Deinstallation von nicht mehr genutztem

Equipment, um Überlastungen zu

vermeiden. Für unsere Kunden ist dabei

nicht uninteressant, dass wir sowohl bei

Neuanlagen als auch bei einer Lasterhöhung

unsere jahrzehntelange Erfahrung

im industriellen Stahlbau nutzen können”,

erläutert Geschäftsführer Philipp

verbindung steht: Helmut Mettler (systems & solutions), Jürgen Häßner

(Mobilfunktechnik), Bernhard Goralczyk und Philipp Gesche (v. l.)

Wirtschaftsblatt 3/11

Markt & standort InduSer Industrieservice Anzeige

Gesche. Selbstverständlich ist InduSer

zur Stelle, wenn es gilt, Störungen zu beseitigen.

In Sachen Trouble-Shooting, der

Fehlerbehebung in hoffnungslos scheinenden

Fällen, hat man schon Skurriles

erlebt. „Es kam vor, dass Mitarbeiter Hunderte

Kilometer reisten, um vor Ort eine

Familie Siebenschläfer aus der Anlage zu

befreien”, berichtet Bernhard Goralczyk,

Leiter Mobilfunktechnik.

Doch noch eine weitere neue Dienstleistung

kommt aus dem Hause InduSer.

Philipp Gesche: „Viele Gegenden sind auch

heute noch Mangelversorgungsgebiete, in

denen sich die Anbindung per Richtfunk

anbietet. Wir richten als kostengünstige

Alternative zur Kabelanbindung gezielt

Richtfunkstrecken ein – übrigens eine

Technik, die auch für Unternehmen zur

Standortvernetzung interessant ist.” Um

in diesem Bereich noch stärker aktiv werden

zu können, sucht der Geschäftsführer

jetzt gezielt nach zusätzlichen Mitarbeitern:

„Wir würden unser Team gerne

durch zertifizierte Richtfunktechniker

verstärken. Interessenten können sich ab

sofort bei uns melden.”

induser industrieservice GmbH & Co. kG

systems & solutions

Formerstraße 47 · 40878 Ratingen

Tel.: 0 21 02 / 85 00-1 51

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www.induser-systems.com

systemtechniker Danny

Thelen überprüft die Anlage


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Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mit einer Top-Beratung, einem breiten

Serviceangebot und dem größten Torhersteller

Europas als Partner wissen die Spezialisten des

traditionsreichen Familienbetriebs Inovator zu

überzeugen. Wer bei der Auftragserteilung bisher

dennoch zögerte, dem liefern die Langenfelder jetzt

ein weiteres Argument: Ausgewählte Bestseller für

mehr als 30 Prozent unter Normalpreis.

V

iele Unternehmen haben den längst nötigen Austausch

ihrer Industrietore in den vergangenen Jahren auf die

lange Bank geschoben“, berichtet Inovator-Geschäftsführer

Rolf Klein. Jetzt jedoch, wo die Wirtschaft wieder anzieht,

möchten viele Firmen investieren – was auch dringend nötig ist,

wie der Gründer des Fachbetriebes weiß: „Selbst die robusteste

Toranlage hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Ist diese überschritten,

schlagen nicht nur Reparaturkosten, sondern auch die

dadurch bedingten Ausfälle negativ zu Buche.“ Auch energetische

Aspekte spielen heutzutage eine immer wichtigere Rolle.

Eine schlechte Isolierung treibt die Energiekosten unnötig in die

Höhe. Inovator bietet daher mit den Industrietor-Highlights 2011

verschiedene Möglichkeiten an, diese deutlich zu reduzieren.

Ein Highlight ist etwa das Hörmann-Sektionaltor SPU 40, das mit

einem besonders guten Wärmedämmwert überzeugt. Erhältlich

ist es bei Inovator zum Aktionspreis ab 949 Euro in den Standardgrößen

drei mal drei oder vier mal vier Meter.

Starker Partner im Rücken

Ein weiteres Highlight, das Inovator im Rahmen der Sonderaktion

zu deutlich günstigeren Konditionen anbieten kann, ist

das Hörmann Schnelllauftor V 5015 SEL. Es verfügt jetzt bereits

serienmäßig über ein integriertes Lichtgitter sowie eine FU-

Steuerung und benötigt keine weitere Sicherheitsausstattung.

„Dieses robuste Schnelllauftor ist in den Aktionsgrößen schon

ab 2.999 Euro erhältlich und damit – wie die anderen Highlight-

Tore – mehr als 30 Prozent günstiger als vergleichbare Produkte

aus dem regulären Programm“, berichtet der Firmenchef. Inovator

vertreibt die komplette Industrietorpalette und arbeitet mit

dem größten Torhersteller Europas, der Hörmann KG mit Sitz in

Steinhagen, als Stützpunkthändler erfolgreich zusammen. Ein

weiteres Inovator-Highlight ist das robuste und langlebige Hörmann

Rolltor vom Typ Decotherm S. Es zeichnet sich aufgrund

des eingesetzten Materials durch ein sehr gutes Wickelverhalten,

eine dreifach erhöhte Beulfestigkeit und eine um zehn Prozent

höhere Biegesteifigkeit gegenüber Standardprofilen aus.

„Inklusive Elektroantrieb können wir es in den Aktionsgrößen

bereits ab 1.249 Euro anbieten“, so Rolf Klein.

Im Rahmen der Highlight-Sonderaktion halten die Langenfelder

einen weiteren Service bereit. Inovator schenkt allen Käufern

eines Highlight-Tores die erste UVV-Prüfung. „Damit profitieren

die Kunden nicht nur in diesem, sondern auch noch im nächsten

Jahr von ihrem Kauf“, so Junior-Chef Mark Klein und ergänzt:

„Um neue Kunden von unserer Servicequalität zu überzeugen,

empfehlen wir einen kostenlosen Tor-Check. Hierbei werden

Toranlagen auf eventuelle Sicherheitsmängel überprüft.“ In

dem traditionsreichen Familienbetrieb, in dem neben Rolf Klein

und seinem Sohn Mark auch Ehefrau Heather, Tochter Michelle

und Schwiegersohn Andre tätig sind, ist die Unternehmensnachfolge

bereits eingeleitet. „Wir überlassen nichts dem Zufall

und möchten für unsere Kunden auch in Zukunft ein zuverlässiger

Partner sein. Deshalb kümmern wir uns von der Beratung

und dem Aufmaß vor Ort über die sachgerechte Demontage

des Alttores bis zum Einbau des neuen Tors wirklich um alles.“

Doch auch nach der Installation ist der Kunde bei Inovator gut

aufgehoben. Die Profis übernehmen die jährlich vorgeschriebene

Inspektion und erledigen fällige Reparaturen zumeist noch

am selben Tag. Neben den Qualitätsprodukten von Hörmann

können selbstverständlich auch Tore von nahezu allen anderen

Herstellern geliefert, gewartet und repariert werden.

iNOvATOR schnellauftore GmbH

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klein, schwiegersohn Andre klein

und sohn Mark (v. r.) haben für jedes

Torproblem die passende lösung

55

Wirtschaftsblatt 3/11


Angebote, die weiterbring

leistungen, die stimmen.

Partner, denen man vertra


en.

uen kann.

Faire leistungen.

Die Firmenreports im Wirtschaftsblatt.

das standortmagazin für den mittelstand


FH Potsdam / Ortner & Ortner Baukunst, Berlin

58

Die ästhetische Alternative

Solarmodule gelten zwar als ökologisch gut und wirtschaftlich

sinnvoll – sie haben aber auch den Ruf, optisch unschön zu sein.

Doch jetzt heißt es „umdenken!“ für Architekten und Bauherren: Von

edel bis futuristisch reichen die Gestaltungsmöglichkeiten mit den

neuartigen Solarmodulen der Odersun AG aus Brandenburg.

Ist es noch schwarzer Marmor oder

schon ein Solarmodul? Ist es Sonnenschutz

oder Sonnenfänger? Ein

Dach oder ein Kraftwerk? Mit neuartigen

Solarmodulen sprengt der brandenburgische

Hersteller kundenspezifischer

Fotovoltaiklösungen für die Gebäudeintegration

alle bisherigen Vorstellungen.

Denn während regenerative Energien

zunehmend Einzug in die Gebäudetechnik

halten, machen viele Architekten um

Solartechnik noch einen Bogen. Oder verstecken

sie so gut wie möglich: zu wenig

Variation in der Größe, optisch unattraktiv

und technologisch ungeeignet für den

Einsatz in der Gebäudehülle.

Effizient im schicken Gewand

Anders dagegen die Module von Odersun

aus Fürstenwalde in Brandenburg:

Sie lassen sich praktisch in jede Größe

und Form bringen und mit den verschiedensten

Fassadenmaterialien nahtlos

und fast unsichtbar verbinden. Die Solarstrom

erzeugenden Halbleiterschichten

aus Kupfer, Indium und Schwefel werden

Wirtschaftsblatt 3/11

Problemlöser Odersun AG

auf nur einen Zentimeter breite und 0,1

Millimeter dünne Kupferbänder aufgetragen.

Anschließend werden die Bänder in

Streifen geschnitten und nebeneinander

zu sogenannten Superzellen verklebt,

wobei die Länge der Bänder den Strom

und die Anzahl der miteinander verschalteten

Zellstreifen die Spannung definieren.

Sie können im Glas-Folien- oder

Glas-Glas-Verbund in unterschiedlichen

Stärken und Qualitäten verpackt werden.

Die verwendete CISCut-Technologie

– die Abkürzung steht für die englischen

Kürzel von Kupfer, Indium und Schwefel

– hat im Vergleich zu anderen Dünnschichttechnologien

zudem das höchste

Leistungspotential. Und das macht diese

Technik gerade für Fassaden interessant,

zumal Bauherren damit einen doppelten

Nutzen erzielen, so Uwe Hering, Vorstand

für Vertrieb und Marketing: „Eine Fotovoltaik-Fassade

lohnt sich, da sie nicht nur

die herkömmliche Funktion und Ästhetik

einer Standardfassade bietet, sondern zusätzlich

über die Energieerzeugung hilft,

die Gebäuderichtlinien für CO2-Reduktion

zu erfüllen.“ Vorübergehende Ver-

schattungen, hohe Temperaturen oder

massive Wettereinflüsse – die Odersun-

Technologie gilt als besonders robust und

effizient. Auch in punkto Kosten können

die CIS-Module überzeugen. „Die Preise

für die Fassadenmodule liegen zwischen

denen für hochwertige Gestaltungen mit

Glas oder Naturstein. Mit dem entscheidenden

Vorteil, dass Solarfassaden eines

Tages Geld verdienen, statt zu kosten“, so

Uwe Hering.

Zeigt her Eure Technik

Während die Aussicht, unprofitable

Elemente wie Dächer und Fassaden zum

Profitcenter zu machen und so das ökologische

Image zu verbessern, vor allem

Bauherren erfreut, schätzen Architekten

die Anpassungsfähigkeit der neuen

Module. „Architekten sind deshalb ganz

fasziniert von dem Produkt“, so Firmensprecherin

Korinna Penndorf. „Erstmalig

muss man Solarmodule nicht mehr

verstecken, sondern kann mit ihnen

kreativ gestalten.“ So dienen vier Meter

hohe Odersun-Module beispielsweise als

Gestaltungselemente eines geplanten

„Solarpavillons“ an der Fachhochschule

Potsdam. „Die Architekten waren so angetan

von der Optik, dass sie sogar die

sonst nicht sichtbare Rückseite der Kupferbänder

zeigen wollen – die Technik

sozusagen in das Design integrieren“, berichtet

Korinna Penndorf.


Anzeige

Besuch in der Fertigung in Fürstenwalde:

Odersun CeO Dr. Hein van der

Zeeuw (m.) und CTO Olaf Tober (r.)

mit Bürgermeister ulrich Hengst

Eine erfolgreich bestandene Herausforde-

rung bildete die Entwicklung eines kreis-

runden Solardachs für den olympischen

Park in Peking 2008: Dabei kam es nicht

nur darauf an, passende Paneele zu entwickeln,

sondern die elektrischen Eigenschaften

der einzelnen Superzellen so

abzustimmen, dass sie bei unterschiedlichen

Größen verbunden werden können.

Namhafte Hersteller von Solar- und

Fassadensystemen, wie Gehrlicher

Solar AG oder Lithodecor, wurden bereits

Odersun-Partner. Der Fassadenspezialist

FranzenGroup will mit Odersun

Solarkomponenten in verschiedenen

Systemen für vorgehängte hinterlüftete

Für den Olympiapark in Peking hat Odersun

ein solardach konzipiert, bei dem Zellen

unterschiedlichster Größen in trapezförmigen

Modulen verbunden werden mussten

Fassaden verbauen, kündigten beide Unternehmen

kürzlich an.

Maßgeschneiderte

Designerware

Architekten und Planer, die erleben

möchten, was mit dieser Technik möglich

ist, können auf einfache Art und

Weise mit der Konfigurationssoftware

„Solarmodule-Designer“ individuelle Fotovoltaikelemente

online entwerfen. Die

Software gibt es kostenlos auf der Homepage

des Herstellers – und demnächst

auch als App für das iPad. „Größe, Form,

Optik sowie Aufbau und Material des

Odersun AG

uwe Hering, vorstand für

vertrieb und Marketing

Solarmoduls können im Detail konfiguriert

werden. So ermöglichen wir eine

passgenaue Integration von PV-Elementen

in Dach oder Fassade“, erklärt Vorstandsmitglied

Uwe Hering. „Diese Anwendung

wurde deshalb speziell dafür entwickelt,

auf einfache, ansprechende und technisch

korrekte Art und Weise mehr über die Fähigkeiten

der maßgefertigten Produkte

unseres Unternehmens zu erfahren.“

Odersun AG

im Technologiepark 6

15236 Frankfurt /Oder

Anna Buer · Tel.: 03 35 / 56 33-40 01

sales@odersun.de · www.odersun.de

sonnenkraft von der Oder

59

Die Odersun AG ist 2002 aus dem „Institut

für Solartechnologien“ in Frankfurt /

Oder hervorgegangenen. Dort befinden

sich bis heute das Forschungslabor und

die Verwaltung des rund 300 Mitarbeiter

zählenden Herstellers kundenspezifischer

Fotovoltaiklösungen für die Gebäudeintegration.

Für die Fertigung der Halbleiter

und Module wurde in Fürstenwalde an der

Spree ein modernes Werk errichtet, das zu

den umweltverträglichsten seiner Art zählt.

Da das Produktionsverfahren bei der Zellherstellung

im Vergleich zu anderen Techniken

sehr wenig Material verbraucht, wird

unter anderem auch der Energieaufwand

stark verringert. Ein integriertes Kühlund

Wärmesystem nutzt die Produktionsabwärme

für die Klimatisierung aus.

Wirtschaftsblatt 3/11


60

Markt & standort Stammbäume

Die Geschichten

hinter den bergischen

Familienunternehmen

Sie prägen ihre Standorte, stehen für Verantwortung, Arbeitsplätze, Stabilität und Heimat:

Die Unternehmerfamilien der Region. Ihnen wird jetzt ein Buch und eine ganze Ausgabe

des Bergisches Wirtschaftsblatt gewidmet.

A

m

werden kann, lohnt es sich, die besten Beispiele zu dokumentie-

Anfang jeder erfolgreichen Unternehmensgeschichte

gibt es nur den Menschen und seine Vision. „Weil

es so faszinierend ist, was aus einer ersten Idee alles

ren“, begründet Wirtschaftsblatt-Herausgeber Michael Oelmann

das ambitionierte Buchprojekt „Stammbäume im Wachstum“.

In dem Kompendium verwebt der Verlag Unternehmerbiografien

und Firmenchroniken aus Vergangenheit und Gegenwart mit

aktuellen Leistungsprofilen und spannenden Zukunftsplänen.

Wegen des hohen Stellenwerts wird das Buchprojekt von einem

Schwerpunkt in Ausgabe 5/2011 des Wirtschaftsblatt flankiert.

Auch mit dieser Initiative fördert die Verlagsgesellschaft die

Vernetzung der Wirtschaft in der Region und darüber hin aus.

„Stammbäume im Wachstum soll zu einem Nachschlagwerk

für gute Ideen und besondere Kompetenzen werden“, erläutert

Wirtschaftsblatt-Chefredakteur Michael Kranz. Neben der spannenden

Aufbereitung der geschichtlichen Fakten wollen seine

Redakteure auch über persönliche Motive und gesammelte Erfahrungen

berichten. „Die besten Geschichten schreibt immer

das Leben“, ist er sich sicher. Mit „Stammbäume im Wachstum“

richtet sich das Wirtschaftsblatt gezielt an Familienunterneh-

men mit Verantwortungsbewusstsein. Ihre geschäftlichen Entscheidungen

haben Auswirkungen auf die Wirtschaft im Bergischen

Land. Zwar ist die Region auch von Konzernen geprägt,

doch bei über 95 Prozent aller Unternehmen liegen Eigentum

und Leitung in einer Hand. Vor allem bei Beschäftigung und

Ausbildung sind Familienunternehmen die tragende Säule der

deutschen Wirtschaft. Sie stellen 57 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigungsverhältnisse.

An dem kombinierten Buch- und Magazinprojekt können

nicht nur Firmen mit langer Tradition teilnehmen. Auch junge

Familienunternehmen können ihre Erfahrungen beisteuern. Allen

Firmenpartnern wird eine Doppelseite eingeräumt, um Ideen,

Menschen und Leitungen vorzustellen. In einem Zeitstrahl

erscheinen die wichtigsten Meilensteine und entscheidenden

Köpfe. Michael Oelmann: „Die vielen Erfolgsgeschichten aus

unserem Mittelstand sind ein echter Fundus an beispielhafter

Initiative.“

informationen: Anja schumacher

schumacher@wirtschaftsblatt.de

Wachstum im Bergischen land: Die Rudolf ernenpusch GmbH mit Geschäftsführer Andreas schmitz( 3. v. l.) hat

aktuell ihr neues Recycling- und Baustoffzentrum in Wuppertal Ronsdorf in Betrieb genommen

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


T R E U E

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© Copyright 2011 by Underberg AG, Dietlikon/Zurich


62

Bewegende ideen

„Stillstand ist Rückschritt“ sagt eine altbekannte

Spruchweisheit. Denn Wirtschaft lebt von Bewegung:

Von inspirierenden Visionen, von mitreißenden Ideen, von

umfassender Mobilität und effizienten Verkehren. Das

Wirtschaftsblatt widmet sich Konzepten und Lösungen, die

Menschen, Materialien und Maschinen bewegen.

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Einbauvorschriften, Nutzungsvorschrift eines digitalen

Tachografen, Nutz- und Zuglast, erforderliche Führerscheinklassen,

Fragen zum Sonn-

und Feiertagsfahrverbot,

IT-Ausrüstung, Multimediaanlagen

und vieles mehr

Foto: www.123rf.com

Wirtschaftsblatt 3/11


64

Wirtschaftsblatt 3/11

Bewegen Lunch mit…Lutz Goebel

„Der Politik zeigen,

dass wir stark sind“

Er will viel bewegen: Die Politik zu mehr Wirtschaftsdenken, die

Medien zu mehr Tiefgang, die Unternehmer zu mehr Mitwirkung.

Der Unternehmer Lutz Goebel ist neuer Präsident des Verbandes Die

Familienunternehmer. In der Reihe „Lunch mit…“ stellte er sich an

seinem Standort in Krefeld den Fragen von Wirtschaftsblatt-Herausgeber

Michael Oelmann.


Herr Goebel, Sie sind vor einem Monat Nachfolger Patrick Ade-

nauers als Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer

geworden. Was wollen Sie in Ihrer Amtszeit erreichen?

Lutz Goebel: Ich will vor allem die Bedeutung der Familienunternehmen

für Wirtschaft und Arbeitsmarkt und für die Gesellschaft

insgesamt gegenüber der Politik und den Medien klarmachen.

Ich will, dass man keine Gesetze gegen uns und unsere

Betriebe macht, sondern dass man uns dabei unterstützt, erfolgreich

sein zu können. Denn das ist gut für unser Land.

Wie wollen Sie sich in Berlin gegen die verschiedenen Interessengruppen

durchsetzen? Industrie, Gewerkschaften, Branchenverbände

sind dort hochprofessionell aufgestellt.

Wir Familienunternehmer haben einen großen Vorteil. Wir haben

seit 60 Jahren einen ordnungspolitischen Kompass. Und

wir fordern keine Privilegien oder Subventionen für uns, sondern

wir wollen vernünftige Rahmenbedingungen. Das kommt

sowohl bei den Politikern als auch bei den Medien gut an.

„Etliche Parlamentarier

würden ohne Partei zwang

ganz anders entscheiden“

Stoßen Sie denn bei Gesprächen mit Politikern überhaupt auf

marktwirtschaftliches Verständnis? Immerhin verfügen die

meisten Parlamentarier kaum noch über praktische Berufserfahrung,

geschweige denn, dass sie Unternehmer sind.

Es wird in der Tat immer schwieriger. Wenn man sich zum Beispiel

die CDU anschaut, dann hat dort offensichtlich der soziale

Flügel mehr zu sagen als der Wirtschaftsflügel. Überhaupt hat

man es in der Politik mit sehr vielen Berufspolitikern zu tun,

die teilweise direkt nach ihrer Ausbildung in den Bundestag gewandert

sind. Unternehmer gibt es da ganz klar zu wenige. Auf

der anderen Seite muss man auch sagen, dass Berufspolitiker

ein Fulltime-Job ist. Deswegen kann man als Unternehmer auch

nicht „so mal eben“ in die Politik wandern.

Aber sieht unsere Verfassung nicht vor, dass Abgeordnete des

Bundestages aus allen gesellschaftlichen Gruppen kommen sollten,

und nicht in erster Linie Berufs-Parteipolitiker sein sollten?

Das wäre wünschenswert. Aber heute ist das leider völlig

anders. Es gibt eine ganze Reihe von Politikern, die sehr gut

davon leben. Teilweise sind das junge Leute, die in den Bundestag

gewählt werden, und die könnten woanders nie wieder

so viel Geld verdienen wie dort im Bundestag. Das führt

auch dazu, dass diese Politiker oft nicht ihr eigenes Gewissen

oder ihre eigene Meinung vertreten, sondern sich im Fraktionszwang

gewissen Dingen unterordnen. Ich bin sicher, das

gilt momentan auch für die Frage des Euro-Rettungsschirms.

Etliche Parlamentarier würden da ganz anders entscheiden,

wenn Sie könnten.

Beschreiben Sie bitte den Typus des Familienunternehmers.

Was kennzeichnet ihn? Was unterscheidet ihn von Managern?

Der typische deutsche Familienunternehmer ist regional stark

verwurzelt. Er hat in der Regel ein sehr gutes Verhältnis zu seinen

Mitarbeitern – und das braucht er auch, um erfolgreich mit

Bewegen 65

Wirtschaftsblatt 3/11


66

seinem Unternehmen zu sein. Er ist gerne bereit, Steuern zu

zahlen, aber es muss fair zugehen. Er hat in aller Regel eine sehr

langfristige Orientierung, die dahin geht, das Unternehmen an

die nächste Generation weiterzureichen. Er wird deswegen versuchen,

vorsichtig zu sein. Unabhängigkeit ist für ihn ein unheimlich

wichtiges Thema, also die Unabhängigkeit von Banken

oder von anderen Menschen. Das spielt für ihn eine sehr

wichtige Rolle.

„Unabhängigkeit von Banken

und Menschen spielt für

Familienunternehmer eine

sehr wichtige Rolle“

Sie beschäftigen sich zur Zeit intensiv mit dem „Governance-

Codex für Familienunternehmen“. Was verbirgt sich dahinter?

Es gibt ja den „Corporate Governance-Kodex“ für Aktiengesellschaften.

Wir haben den „Governance-Kodex für Familienunternehmen“

entwickelt. Wir wollten damit ein Handwerkszeug

erarbeiten, anhand dessen der Familienunternehmer

– jeder für sich und auf freiwilliger Basis – überprüfen kann,

ob er für die Zukunft gut aufgestellt ist. Man muss wissen:

Familienunternehmen haben eine klare Schwäche, und das

ist das Thema Nachfolge. Nachfolge in der Geschäftsführung,

Nachfolge in den Eigentümerstrukturen – das sind Themen,

die muss man höchstprofessionell betreiben. Ich hab zum

Beispiel einen Freund, der zu zweit in der Führung des Unternehmens

ist, und insgesamt haben beide Inhaber acht Kinder.

Wenn sie heute nicht die passenden Regelungen finden, kann

es in naher Zukunft sehr schwer werden, das Unternehmen in

Familienhand zu erhalten.

Der Familienunternehmerverband gehörte frühzeitig zu den

Kritikern der Eurohilfen. Was befürchten Sie?

Wir befürchten, dass der jetzige Rettungsschirm auf keinen Fall

hält. Wir befürchten, dass das Geld, das heute noch zusätzlich

herausgelegt wird, zu keinem Fortschritt führen wird. Griechenland

wird das auch nicht zurückzahlen können. Am Ende

geht kein Weg an einer Umschuldung vorbei. Ich habe bei der

Politik den Eindruck, dass sie sich durch immer neue aufgelegte

Zahlungen Zeit kaufen will. Sie befürchtet einen vermeintlichen

Domino-Effekt bei Ländern wie Spanien, Portugal oder

Irland, den wir so nicht erkennen können. An die Genesung von

Griechenland glaubt niemand.

Ist eines der Kernprobleme des Euros, dass er eine politische

Währung ist? Dass Länder aus politischen Gründen zum Euro

gekommen sind und aus politischen Gründen nicht raus sollen?

Die Gründung der EWG war ja eher wirtschaftlich inspiriert,

aber später ist es ganz eindeutig zu politischen Prioritäten

gekommen. Man hat einfach gesagt: Welche Länder wollen

wir noch dabei haben? – Unabhängig davon, was für ein Geschäftsmodell

sie haben und wie sie aufgestellt sind. Heute

werden alle Maßnahmen politisch gesteuert, auch wenn sie

wirtschaftlich gar nicht halten. Zum Beispiel, dass die EZB

Wirtschaftsblatt 3/11

Bewegen Lunch mit…Lutz Goebel

griechische Staatsanleihen kaufen muss, was sie gar nicht

darf. Das ist nicht in Ordnung.

Welchen Euro stellen Sie sich für die Zukunft vor?

Wir Familienunternehmer sind eindeutig für den Euro. Der Euro

hat uns gutgetan und wir brauchen ihn auch in Zukunft. Aber

gerade weil wir den Euro dringend brauchen, sorgen wir uns

um dessen Zukunft, um die Finanzierung. Es geht um das Wie.

Das Ob ist unumstritten. Ich gehe davon aus, dass wir zur Umschuldung

für Griechenland kommen werden, vielleicht auch

noch für das ein oder andere weitere Land. Vermutlich wird

Griechenland ohne Austritt aus dem Euro gar nicht selbst auf

die Beine kommen können. Trotz aller Schwierigkeiten, die darin

stecken: Man sieht an Ländern wie Argentinien, wie man mit

Umschuldung und Abwertung einer eigenen Währung wieder

genesen kann. Dort sind die Investoren wieder da.

„Wenn ich bei Lohnerhöhungen

auf die Steuer der

Mitarbeiter schaue, wird

mir ganz schlecht“

In der aktuellen politischen Diskussion werden Steuerentlastungen

wieder zum Thema gemacht. Ihre Position?

Wir als Familienunternehmer sind der Meinung, dass die riesigen

Steuereinnahmen, die die Bundesregierung hat, natürlich

in allererster Linie für die Haushaltskonsolidierung genutzt

werden sollten. Aber im Jahr 2013 können die Mittel durchaus

dazu dienen, den sogenannten Mittelstandsbauch abzuflachen.

Wenn ich auf die Lohnabrechnungen meiner Mitarbeiter schaue,

wird mir ganz schlecht, was es da an Abzügen gibt! Diese Progression

führt ja dazu, dass selbst die einfachste Lohnerhöhung

immer stärker besteuert wird. Der einzige, der von diesen Lohnerhöhungen

profitiert, ist der Staat. Der Staat hat auch in der

Vergangenheit nie auf der Ausgabenseite gespart, sondern die

Einnahmen immer weiter erhöht. Wie bei der Mehrwertsteuer


ei der großen Koalition. Deswegen bin ich der Meinung, das

sollte auf jeden Fall angegangen werden.

„Mit dem Holzhammer die

Energiewende voranzutreiben,

können wir nicht nachvollziehen“

Deutschland ändert in einer atemberaubenden Schnelligkeit

seine Energieversorgung. Wie ist die Position der Familienunternehmer?

Ist der Energiewandel Chance oder Risiko?

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Radikalität hier von der aktuellen

Koalition eine Wende eingeleitet wird. Natürlich führen

Katastrophen wie die von Fukushima dazu, dass wir alle nachdenklich

werden. Aber deswegen mit dem Holzhammer die Energiewende

voranzutreiben, ohne zu wissen, wo man denn die

Grundlast hernehmen will, das können wir nicht nachvollziehen.

Wir haben die Befürchtung, dass wir bis zum Ausstieg gar keine

Ersatzkapazitäten an Grundlast haben werden und daher Stromausfälle

drohen. Wenn wir aus der Kernkraft aussteigen, dann

müsste man zumindest die Kohle ausbauen. Es scheint aber so zu

sein, dass zum Beispiel die Grünen auch das nicht wollen. Gleichzeitig

haben wir das Problem mit dem Ausbau der Netze, mit der

CO²-Vermeidung und so weiter. Und: Wer soll denn die Kraftwerke

bauen, wenn die Regierung dafür sorgt, dass die heutigen

Kraftwerke für die Betreiber völlig unrentabel geworden sind?

Würden Sie dem Szenario zustimmen, dass die Politik selbst in

solchen existentiellen Dingen eher auf dem kurzfristigen Wählererfolg

schielt, als auf langfristige Verantwortung?

Für mich ist das völlig unerklärlich, das muss ich schon sagen.

Die CDU räumt einen Diskussionsgrund nach dem anderen aus

dem Weg, den sie mit den Grünen oder mit der Opposition hat,

und verliert dabei völlig ihre Identität. Da geht es sehr stark um

Populismus. Ich bin mir bewusst, dass die Kernkraft keine besonders

große Lobby in Deutschland hat, aber trotzdem muss

man ja irgendwie geordnet daraus hervorgehen. Wir haben eine

starke Industrie, wir haben sehr viel Chemie, Aluminium, Stahlindustrie,

das alles bedeutet Arbeitsplätze. Es kann doch nicht

sein, dass man das alles so übers Knie bricht und am Ende gar

nicht weiß, wo der Strom herkommen soll.

Das hört sich nicht danach an, als ob die Familienunternehmen

ihre Wunschkoalition in Berlin hätten.

Wenn ich mich umhöre bei den Familienunternehmern, dann

ist die Enttäuschung über die aktuelle Regierung sehr groß.

Wenn ich mir den Koalitionsvertrag anschaue, dann kann ich

feststellen, dass 80 Prozent des Koalitionsvertrags noch nicht

einmal angepackt wurde. Das enttäuscht die Unternehmer sehr

stark. Wir haben eine Reihe von Themen – wie die Gewerbesteueranrechnung,

wo Mieten, Leasingraten und Zinsen kostenbesteuert

werden – da muss dringend noch etwas passieren.

Was bieten Sie den Familienunternehmern in Ihrem Verband?

Was die Interessenten in unseren Regionalkreisen in ganz

Deutschland erleben können, sind Austausch, Firmenbesichtigungen,

politische Diskussionen – und was sehr wichtig ist: untereinander

darüber zu reden, was man besser machen kann.

Warum brauchen Sie die Unterstützung der Unternehmer?

Wir müssen der Politik zeigen, dass wir stark sind. Wir müssen

ihnen zeigen, dass wir das Rückgrat der Wirtschaft sind, und dafür

brauchen wir jeden Familienunternehmer als Mitglied. Wir

haben jetzt 5.000 Mitglieder, die rund 200 Milliarden Euro Umsatz

erzielen und zwei Millionen Mitarbeiter beschäftigen. Das ist

schon ein ordentliches Pfund. Aber das muss noch größer werden,

so dass auch Parteien wie die Grünen, die ja offensichtlich

momentan ihren Frühling haben, erkennen, welche Bedeutung

wir haben, und dass nicht gegen uns gearbeitet werden kann.

Der verband

Der vor 62 Jahren gegründete Verband DIE FAMILIENUN-

TERNEHMER – ASU versteht sich als politische Interessenvertretung

der Familienunternehmer in Deutschland.

Mitgliedsschaftsbedingung sind ein Umsatz von über einer

Million Euro, mindestens zehn Beschäftigte und Eintragung

ins Handelsregister.

www.familienunternehmer.eu

kontakt@familienunternehmer.eu

Der Präsident

Bewegen 67

Diplom-Ingenieur Lutz Goebel, 56, ist geschäftsführender Gesellschafter

der Henkelhausen GmbH & Co. KG. Er beschäftigt

in seiner Unternehmensgruppe insgesamt 240 Mitarbeiter,

darunter 35 Auszubildende. Der Krefelder Lieferant für

Spezialmotoren erwirtschaftete 2010 rund 65 Millionen Euro

Umsatz. Neben seiner bisherigen Funktion als Vizepräsident

stand Lutz Goebel dem Beirat des verbandseigenen Unternehmerinstituts

aus Unternehmern, Wissenschaftlern, Publizisten

und Politikern vor, der als „Think-Tank“ in wichtigen

Themen eine Vordenker-Funktion übernommen hat.

Wirtschaftsblatt 3/11


68

Profilierte Arbeit

im verborgenen

Der Weg zur weseralu GmbH führt an der industriellen Seite der Weser durch das Gewerbegebiet

Minden. Das Strangpresswerk liegt etwas versteckt – wie auch die meisten der hier hergestellten

Komponenten im Alltag kaum ins Auge fallen. Dabei würden Züge ohne sie stehen und Autos liegen

bleiben, und selbst Fenster ließen sich nicht öffnen.

W

ir verarbeiten Alumini-

um wie Zahnpasta aus

der Tube“, so der Chef

von weseralu, Bardo

Ostermeyer. Das glaubt man ihm sofort.

Zwei gigantische Pressen dröhnen im

Innern der scheinbar endlosen Produktionshalle

direkt am Mittellandkanal.

Dazwischen die rege Betriebsamkeit

der rund 80köpfigen Mannschaft und

jede Menge Technik. Unter anderem hat

weseralu als weltweit erstes Presswerk

bereits 2008 eine magnetische Aluminium-Bolzenerwärmungsanlage

in Betrieb

genommen. „Durch dieses Induktionsverfahren

wird sichergestellt, dass

der Pressbolzen vom Kern bis zur Oberfläche

gleichmäßig erwärmt wird“, erklärt

Geschäftsführer Ostermeyer, „diese

thermische Homogenität steigert die

Qualität des Pressvorgangs und schöpft

die technologischen Möglichkeiten der

Nachfolgeprozesse besonders gut aus“,

so Ostermeyer weiter.

Stets nah am Auftraggeber

Die unmittelbare Folge: Zufriedene

Kunden. „Die von weseralu gefertigten

Aluminiumprofile zeichnen sich durch

Wirtschaftsblatt 3/11

Bewegen weseralu GmbH & Co. KG

extrem enge Toleranzen aus. Aufgrund

dessen war es uns möglich, die mechanische

Nacharbeit an unseren Bauteilen auf

ein Minimum zu reduzieren“, freut sich

die Geschäftsleitung der Elster GmbH aus

Mainz-Kastell über die Präzisionsarbeit

aus Nordrhein-Westfalen.

Um solche Ergebnisse zu erzielen,

setzt man bei weseralu zeitig an – mit einer

konstruktiven Beratung, um die technischen

und wirtschaftlichen Ansprüche

des Kunden bestmöglich zu realisieren.

Insbesondere bei der Entwicklung neuer

Fahrzeuge erhält das Unternehmen

schon früh Einblicke und gestaltet neue

Technologien mit. „Zu unseren Auftraggebern

zählen viele Zulieferer für die Automobilindustrie,

die uns bei ihren Entwicklungen

mit einbeziehen, damit am

Ende ein passgenaues Produkt entsteht“,

erläutert Bardo Ostermeyer. Details darf

er nicht berichten, nur so viel: Profile aus

Minden finden sich als Sicherheits- oder

Strukturbauteile bei Audi, BMW, Rolls-

Royce und Ferrari.

Wesentlich offener kann er über die

Präzisionsarbeiten in der Verkehrstechnik

berichten. Profile von weseralu halten

weltweit Millionen Menschen mobil.

Ob durch Hochspannungskabel an türki-

schen Zugtrassen oder bei der Elektrifizierung

der Eisenbahn in Malaysia – Bauteile

von der Weser sind immer dabei.

Den Märkten entgegen

Durch die breite Aufstellung in den

unterschiedlichen Marktsegmenten hat

das Unternehmen die Wirtschaftskrise

gut umschiffen können. „Zwar mussten

wir rund 60 Prozent Umsatzeinbußen

im Bereich Maschinenbau überbrücken,

verzeichnen aber in diesem Jahr bei einem

Auftragseingang, der bereits heute

15 Prozent über dem Volumen von 2008

liegt“, freut sich Bardo Ostermeyer. Die

Entscheidung, frühzeitig alternative

Märkte zu erschließen, war also goldrichtig

und führt auch derzeit zu Veränderungen

innerhalb der Unternehmensstruktur.

Rund um den Standort Minden

liegt die traditionelle Hochburg der deutschen

Möbelindustrie, für die weseralu

Tischbeine, Türrahmen, Griffleisten und

Beschläge fertigt. Möbel und ihr Design

unterliegen jedoch immer einem Trend,

der von „brauche ich unbedingt“ bis „geht

gar nicht“ reichen kann. Um für das „geht

gar nicht“ gerüstet zu sein, blickt Bardo

Ostermeyer derzeit nach Baden-Würt-


Anzeige weseralu GmbH & Co. KG

69

Neue Absatzmärkte im Blick: weseralu-Chef Bardo Ostermeyer

sieht Potential in der Maschinenbau- und elektrotechnikbranche

temberg. In der dort schwerpunktmäßig

ansässigen Maschinenbau- und Elektrotechnikbranche

sieht er seine neue Zielgruppe.

Mit personeller Verstärkung wird

er deshalb zukünftig in der Region Süddeutschland

stärker präsent sein.

Gewicht des Schiefen Turms

von Pisa

„Wir sind in der Lage, extrem komplexe

Profile herzustellen und können

aufgrund unserer flachen Hierarchien

schnell auf Änderungswünsche eingehen“,

beschreibt Bardo Ostermeyer sein

Leistungsportfolio. Um auch Nichttechnikern

die Präzision zu verdeutlichen,

vergleicht er seine Arbeit mit einem

Blatt Papier eines Schreibblocks. Es hat

eine Dicke von 0,1 Millimeter und wird

von einem menschlichen Auge gerade

noch erfasst. Die Genauigkeit der presstechnisch

herstellbaren Toleranzen liegen

bei 0,05 Millimeter, also der Hälfte

eines Blatt Papiers. Profile, die schon so

präzise hergestellt sind, benötigen keine

bis ganz wenige Nacharbeitungszeiten.

Die Zulieferbetriebe sparen so Zeit

und Geld und können ihre Endkunden

zügig bedienen.

Pro Jahr stellt die Mannschaft von weseralu

rund 14.000 Tonnen Rohre, Stangen

und Profile her. Das entspricht dem Gewicht

des Schiefen Turms von Pisa oder

der Kuppel der Basilika von St. Peter in

Rom, aufgeteilt in Metergewichte von

100 Gramm bis 70 Kilogramm und Profillängen

bis 13 Meter. „Wir sehen uns als

Spezialist unter den Presswerken. Stark

genug für große neue Herausforderungen

und beweglich genug, um die Vorstellungen

unserer Auftraggeber zeitnah in Serienprodukte

umzusetzen. Mit unserer

breiten Legierungspalette und geringsten

Toleranzen leisten wir hervorragende Ingenieursarbeit“,

ist Bardo Ostermeyer

überzeugt.

Seit kurzem unterstützt weseralu

auch regenerative Energien. Das Zahnrad

zum Pumpenantrieb der Zentralen

Schmierung der großen Windkraftanlagen

kommt aus Minden. Ohne das buchstäbliche

kleine Zahnrad hätte auch der

stärkste Wind keine Chance.

weseralu GmbH & Co. kG

Am Osthafen 5 ∙ 32423 Minden

Tel.: 05 71 / 3 87 05-0

info@weseralu.de

www.weseralu.de

Wirtschaftsblatt 3/11


70

Movi

macht mobil

Mit ihrem flotten Elektro-Roller MoVi bringt die Ratinger Tünkers

Maschinenbau GmbH zum richtigen Zeitpunkt das richtige Fahrzeug

auf den Markt: wendig und umweltfreundlich für mobile Menschen

und Unternehmen.

MoVi rollt am liebsten auf Messen,

in vom Autoverkehr verstopften

Innenstädten, auf

großen Werksgeländen und überall dort,

wo die Wege lang sind und ein Auto

nicht hinkommt. Das batteriegetriebene

E-Mobil mit seinem starken Nabenmotor

im Vorderrad, Scheibenbremsen

und Gepäckkorb rollt clever in die Lücke

zwischen Fahrrad und Auto: Während

die City-Basisversion mit einem normalen

Versicherungskennzeichnen wie ein

Mofa oder Motorroller als Straßenfahrzeug

genutzt werden kann, richtet sich

das „Interterrain-Modell“ an Betriebe, die

ihre Mitarbeiter sicher und schnell von

Punkt A nach Punkt B auf ihrem Werksgelände

befördern möchten. Einsatzorte

für dieses Modell sind neben Werksgeländen

auch Flughäfen, Stadien, Messe- und

Ausstellungsflächen, Freizeitparks oder

sorgen für Bewegung: Olaf,

André und Josef Gerhard

Tünkers (v. l.) haben den Movi

entwickelt

Wirtschaftsblatt 3/11

Bewegen TÜNKERS Maschinenbau GmbH

Großbaustellen. Mit sechs Ausstattungsvarianten

wendet sich das MoVi vor allem

an mobile, urbane Menschen, die nach einer

umweltfreundlichen und bequemen

Mobilitäts-Variante für ihre täglichen

Wege suchen. Die sechs Ausstattungspakete

„Baby“, „Comfort“, „Einkauf“, „Emove“,

„Mall“ und „Sportterrain“ decken viele

persönliche Bedürfnisse ab. Zusätzlich

sind derzeit verschiedene Motor- und Batterievarianten

in der Entwicklung.

Wendig aus Tradition

Dass diese intelligente Fahrzeugidee

von einem Hersteller kommt, der sich

seit gut 50 Jahren perfekt im Fahrzeugbau

auskennt, ist kein Zufall. Seit 1962 ist das

Ratinger Familienunternehmen auf die

Entwicklung und Herstellung von Spannwerkzeugen,

Greifern und Maschinen

Anzeige

für den Fahrzeugbau spezialisiert. „Wir

haben an nahezu allen Fahrzeug-Neuentwicklungen

in Deutschland mit unseren

Maschinen mitgewirkt“, berichtet

der Gründer und Senior-Geschäftsführer

Josef Gerhard Tünkers. „Gerade in unserem

Bereich, wo es immer nur darum

geht, noch intelligenter, noch schneller

und noch energiesparender produzieren

zu können, konnten wir nur überleben,

weil wir nie an überkommenen Lösungen

festgehalten haben.“ Immer Neues

zu entwickeln, liegt dem Senior und seinen

beiden ebenfalls als Geschäftsführer

eingebundenen Söhnen Olaf und André

Tünkers offenbar im Blut. „Wir haben,

um unabhängiger vom Autobau zu sein,

frühzeitig weitere Standbeine aufgebaut.“

Maschinen für die Bau- und die Druckindustrie

gehören heute ebenso zum Entwicklungs-Portfolio

wie Elektrofahrzeuge

für Spezialanwendungen: Elektro-Scooter

aus Ratingen schieben weltweit auf Flughäfen

die Gepäckwagen, und elektronisch

gesteuerte Elektro-Rollstühle von Tünkers

ermöglichen es Menschen mit körperlichen

Behinderungen, sich zu Hause

oder im Büro frei zu bewegen.

Mit dem E-Mobil MoVi wagen sich die

Ratinger Entwickler jetzt auf ein neues,

vielversprechendes Terrain vor. Die Resonanz

ist groß: Ob Messe Düsseldorf

oder andere große Unternehmen – sie

alle testen begeistert den Roller. Bald

schon wird man ihn auch im Stadtbild

sehen können.

TÜNkeRs Maschinenbau GmbH

Am Rosenkothen 4-12 · 40880 Ratingen

Tel.: 02102 / 45 17-0

info@tuenkers.de · www.tuenkers.de


Deutschlands standorte im Blick

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben, was die Wirtschaft in anderen Regionen bewegt?

Ordern Sie zusätzliche Regionalausgaben des Wirtschaftsblatt !

Rhein-Main-Saar

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Bergisches Land

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jederzeit ohne Angabe von Gründen kündbar. Informationen

gibt gerne Martina Kolditz, Tel.: 02 11 / 3 11 20 60-27

Bayern Köln-Bonn-Aachen

Ostdeutschland

Westfalen

Metropole Ruhr

Niederrhein

Firma/Stempel

Ansprechpartner

Straße/Hausnummer

PLZ/Ort

Telefon

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Hannover-Braunschweig-

Göttingen-Wolfsburg


72

spezialisten für das Besondere: Die

Windhoff-Geschäftsführer Manfred

schmitz (l.) und Georg vennemann

Perfekte Mehrzwecksysteme

Rheine in Westfalen ist ein guter Platz für Ingenieure mit Ideen, denn hier werden

Sonderschienenfahrzeuge entwickelt, die Menschen und Waren in Bewegung halten.

In seiner Nische gehört der Hersteller Windhoff zu den technischen Marktführern.

E

in exzellentes Beispiel für die ex-

treme Leistungsfähigkeit der Technik

aus Rheine ist seit wenigen

Wochen für den renommierten österreichischen

Fahrleitungsbauer Alpine Energie

im Einsatz. Das schienengebundene

Spezialfahrzeug besteht aus einem Hochleistungskranwaggon,

mit dem bis zu acht

Tonnen schwere Betonmasten für Oberleitungen

gesetzt werden können. Zusätzlich

gehören eine dreiteilige Hubarbeitsbühne,

ein Fahrdraht- und Tragseildrücker sowie

ein Hilfspantograph zur Fahrzeugausrüstung.

Der Materiallagercontainer sitzt an

der Frontseite und enthält den Hauptführerstand.

An der Kransäule gibt es zwei

Bedienplattformen, so dass die rollende

Montageeinheit in beiden Fahrtrichtungen

operieren kann.

Wachstum fördert

Beschäftigung

Aktuell beschäftigt Windhoff am

Hauptsitz in Rheine 225 Fachkräfte aus

unterschiedlichen Berufsfeldern. „Wir

sind leistungsstarke Systemkombinierer,

weil auch unsere Ingenieure und

Techniker in interdisziplinären Teams

zusammenarbeiten“, erläutern die Geschäftsführer

Manfred Schmitz und

Wirtschaftsblatt 3/11

Bewegen Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH

Georg Vennemann. Das Duo nutzt aktuell

unterschiedliche Instrumente, um

zusätzliche Maschinenbau- und Bahntechnikspezialisten

für Windhoff zu

interessieren. „Unsere besten Trümpfe

im Werben um neue Mitarbeiter sind

natürlich die abwechslungsreichen und

anspruchsvollen Herausforderungen, die

in jedem unserer Aufträge stecken“, wissen

Schmitz und Vennemann. Zusätzlich

bietet Windhoff seinen Mitarbeitern

umfangreiche Weiterbildungsangebote,

duale Studienplätze, Hochschulstipendien

sowie die Möglichkeit, internationale

Erfahrungen zu sammeln. Der Sonderfahrzeugbauer

aus Rheine befindet sich

inhabertechnisch in bester Gesellschaft.

Seit 2002 bildet Windhoff gemeinsam mit

zwei weiteren Spezialunternehmen die

Sparte Anlagenbau der Unternehmensgruppe

Georgsmarienhütte.

Auf den Schienen dieser Welt

Fahrbare Bahntechnik von Windhoff

kommt weltweit beim Bau und der

Instandhaltung von Gleisanlagen und

Oberleitungen zum Einsatz. Sie übernimmt

Cargo-, Rangier-, Lösch- und

Rettungsaufgaben. Darüber hinaus hat

sich Windhoff in der internationalen

Anzeige

Bahnindustrie einen Namen als Generalausrüster

für alle Werkstattbereiche gemacht.

Für die Industrie liefert Windhoff

Schrottkorbfähren, Pfannentransporter,

Torpedopfannenwagen und Rangierfahrzeuge.

Um im globalen Wettbewerb noch

besser zu bestehen, haben die Entwickler

aus Rheine ein intelligentes Modulsystem

kreiert. „Die neue Technik flexibilisiert

den Einsatz der Fahrzeuge und erhöht

ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit“,

erklärt Technikchef Manfred Schmitz.

Dessen Vertriebsleute nehmen aktuell

alle wichtigen internationalen Märkte ins

Visier. Denn: Wo riesige Schüttgutmengen

bewegt werden, sind Lösungen von

Windhoff erste Wahl. Zuletzt lieferten die

Münsterländer einen riesigen Schrottkorb-Transportwagen

an ein Stahlwerk

im baden-württembergischen Kehl. Das

fast 15 Meter lange Schienenfahrzeug hat

eine Tragfähigkeit von 140 Tonnen. Sein

neues Einsatzgebiet erreichte der Gigant

ausnahmsweise nicht auf Schienen, sondern

auf einem Schiff.

Windhoff

Bahn- und Anlagentechnik GmbH

Hovestraße 10 ∙ 48431 Rheine

Tel.: 0 59 71 / 58-0

info@windhoff.de ∙ www.windhoff.de


74

Problemlöser

Passt!

Für jedes Problem gibt es eine Lösung und einen dazugehörigen

Spezialisten. Für jede Branche gibt es hochqualifizierte Fachleute, die

mit Worten oder Taten helfen. Beispiele stellt das Wirtschaftsblatt auf

den folgenden Seiten vor.

sind auch sie ein Problemlöser?

Wenn Sie unser kleines Kreuzworträtsel richtig lösen konnten,

senden Sie uns das Lösungswort bis zum 30. August zu – und

nehmen Sie an der Verlosung eines Werbegutscheins von 1.000

Euro im Wirtschaftsblatt teil!

E-Mail mit dem Wort an schumacher@wirtschaftsblatt.de

genügt!

Senkrecht

1 - Zahlungsaufforderung

2 - Was die Stadt von Ihnen bekommt

3 - Herstellung

5 - Tätigkeit

6 - Deutsche Produkte kommen hier gut an

8 - Wohnzimmer der alten Republik

9 - Sie halten es in Ihren Händen

13 - Unter seiner Kuppel wohnt der Adler

14 - Wichtigster Handelspartner Deutschlands

15 - Landeshauptstadt von Hessen

18 - Deutscher Fußballmeister 2009/2010

20 - Gründungsvater der sozialen Marktwirtschaft

22 - Wertpapier

Wirtschaftsblatt 3/11

Waagerecht

1 - Vorname des drittletzten Wirtschaftsministers

4 - Ehemalige Währung, die bald wieder eingeführt werden könnte

7 - Suchmaschine

10 - Regierungsmitglied, das stets mehr gibt und doch viel nimmt

11 - Grundwert, den Unternehmer brauchen

12 - Seinen Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Denkste!

16 - Kleinstes Bundesland nach Fläche

18 - Dieses Tagebuch führt jeder Betrieb

19 - Onlinetagebuch

21 - Er fliegt viel, auch aus der Parteiführung

23 - Transportbehälter

25 - Mutti mochte seinen Bierdeckel nicht


4

Lösung:

1

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Problemlöser 75

Wirtschaftsblatt 3/11


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Rein gar kein Problem: siegfried Matthes (v.) mit sohn Andre und Tochter Britta

(neben ihm) setzt auf spezialisierte Mitarbeiter und das firmeneigene Technikum

Perfekt im

sinnerschen kreis

Tensidchemiker Herbert Sinner hat ihn analysiert, den Ablauf, um Werkstücke effektiv reinigen

zu können. Chemie, Mechanik, Temperatur und Zeit müssen demnach in Einklang gebracht

werden. Doch eine fünfte Konstante fehlt in seinem Sinnerschen Wirkungskreis:

die Wirtschaftlichkeit. Für sie sorgt die Matthes Maschinen-Industrietechnik GmbH.

I

n Schwerte steht ein Monstrum. Ein

Monstrum unter den Reinigungsanlagen

in nordrhein-westfälischen

Betrieben. Vom Prinzip her funktioniert

es wie eine überdimensionierte

Spülmaschine. Doch dies ist auch die einzige

Parallele zu handelsüblichen Serienprodukten.

Der Beladeschlitten der beidseitig

begehbaren Maschine misst stolze

neun Quadratmeter und kann mit bis zu

Wirtschaftsblatt 3/11

Problemlöser MATTHES Maschinen-Industrietechnik GmbH

acht Tonnen Gewicht bestückt werden.

Konzipiert wurde sie für einen Hersteller

von Windkraftgetrieben. Die Väter der

mächtigen Spezialanlage heißen Siegfried

und Andre Matthes.

Konzepte für die Produzenten

Vater und Sohn sind die Geschäftsführer

des 1997 gegründeten Mettmanner

Familienunternehmens Matthes Maschi-

nen-Industrietechnik GmbH. Siegfried

Matthes begann in den späten 1960er

Jahren als Handelsvertreter für Reinigungssysteme.

Über die Jahre entwickelte

er sich vom Händler zum gefragten

Konzeptlieferanten für das produzierende

Gewerbe. In den zurückliegenden

40 Jahren hat er die tiefgreifenden

Veränderungen am Produktionsstand-


Anzeige MATTHES Maschinen-Industrietechnik GmbH

ort Deutschland hautnah miterleben

können. „Heimische Erzeugnisse können

nur dann am Weltmarkt bestehen,

wenn sie innovativ sind und einwandfrei

funktionieren“, weiß Siegfried Matthes.

Deshalb sei es besonders wichtig,

dass jedes einzelne verbaute Teil hohen

Reinheitsansprüchen genüge. „Die Restschmutzanforderungen,

die beispielsweise

Siemens oder Bosch an ihre Zulieferer

stellen, sind enorm“, pflichtet ihm

Sohn Andre bei. Dies sei nachzuvollziehen,

können beispielsweise unreine

Getriebeteile zu Totalausfällen führen.

Die gestiegenen Auflagen für die Zulieferer

hätten dazu geführt, dass die Qualität

der Reinigung nun eine monetär

fassbare Größe im Produktionsprozess

geworden sei. Optimale Reinheit verringert

die Ausfallquote, da ist man sich bei

Matthes sicher.

Um seinen Kunden perfekte und auf

den Einzelfall zugeschnittene Lösungen

präsentieren zu können, setzen die Mettmanner

auf gehaltvolle Beratung. „Wir

nehmen uns die Zeit, die nötig ist“, sagt

Andre Matthes, dessen geschultes Team

bei den Anforderungen des Kunden genau

hinschaut. Vor Ort werden mögliche

Probleme analysiert und anschließend

im firmeneigenen Technikum Testversuche

bis zur Konzeptreife durchgeführt.

Der Anlagenprojektierung samt genauer

Wirtschaftlichkeitsberechnung folgt die

Angebotserstellung sowie die Fertigung

des Reinigungssystems durch Vertragspartner.

Ein Prozess, der in der Regel

zwölf bis 16 Wochen dauert. „Ohne die

Leistung unserer Maschinenlieferanten

Miele, Bupi Cleaner und Aqua Clean

schmälern zu wollen“, bekräftigt Andre

Matthes, „Wirtschaftlichkeit und Mehrwert

erzielt allein unsere Arbeit.“

Alle 49 Sekunden

2006 verlagerte das Unternehmen seinen

Sitz vom niederbergischen Velbert in

den Osten der Kreisstadt Mettmann. Vor

zwei Jahren erweiterte Matthes den Bau,

um Platz für das firmeneigene Technikum

zu schaffen. Hier werden nun die im

Sinnerschen Kreis zusammengefassten

Parameter – das chemische Produkt, die

mechanische Ausführung, die Temperatur

und der zeitliche Aufwand – auf den

Kundenwunsch abgestimmt in Einklang

gebracht. Die angebotenen Verfahren

umfassen neben Spritzen, wie sie etwa

zum Reinigen von Computerplatinen eingesetzt

werden, auch Tauchen und Ultraschall.

„Viele Kunden gehören zu den taktenden

Betrieben. Da ist der Faktor Zeit

eine bestimmende Größe“, gibt Siegfried

Matthes einen Einblick in typische Aufgabenstellungen.

„Natürlich darf die Produktion

nicht durch zu lange Reinigung

still stehen“, bekräftigt auch Sohn Andre.

Deshalb entwickelte man beispielsweise

für einen führenden Kompressorenhersteller

ein Reinigungssystem, das alle 49

Sekunden neu befüllt wird.

Reinheit trifft saubere Umwelt

Beim Wetzlarer Edelstahlproduzenten

Buderus sahen sich die Mettmanner

einem ganz anderen Problem gegenüber,

wie Andre Matthes berichtet: „Die zu

reinigenden Komponenten sind überwiegend

kleinteilig. Aber es galt, auch

Lösungen für massige Werkstücke mit

bis zu 22 Tonnen Gewicht zu finden.“

Matthes fand heraus, dass die optimale

Lösung ein Spritzstand mit integrierter

Standardwaschanlage ist. Doch auch

die Vorgänge im Mikrokosmos sind den

Mettmannern geläufig. Ihre Apparaturen

sind in der Lage, bis zu einer Restschmutzgröße

im Mikrobereich, also

dem tausendsten Teil eines Millimeters,

zu säubern. Hierdurch ist Matthes Maschinen-Industrietechnik

auch ein gefragter

Partner im Reinraumbereich.

Hohe Umweltschutzstandards sind

weitere, häufig geforderte Kriterien. Diese

ließen sich nicht allein durch die Wahl

der Reinigungschemikalien erfüllen, erläutern

die Geschäftsführer, deren Firma

nach Paragraph 19 des Wasserhaushaltsgesetzes

als Fachbetrieb zertifiziert

ist. Auch mit anderen Modifikationen,

etwa bei Wasserdruck und -temperatur,

ließen sich Ressourcen sparen. Aufsehen

in der Branche hat ein von Matthes

entwickelter Prototyp erregt, der seit

Anfang 2011 bei GE Deutschland in Köln

seine Alltagstauglichkeit unter Beweis

stellt. „Es handelt sich um ein abwasserfreies

System, das einen Wasch- und

einen Spülkreislauf umfasst“, erläutert

Andre Matthes. Das Schmutzwasser

wird im Kreislauf aufgearbeitet.

Um im überschaubaren Markt für

Reinigungssysteme nicht nur mit Erfindungsreichtum

punkten zu können,

legt das Familienunternehmen großen

Wert auf Service und Dienstleistung.

Drei Fachkräfte sind mit Montage und

Inbetriebnahme der Anlagen betraut.

Kunden werden in der firmeneigenen

Akademie im Umgang mit den Gerätschaften

geschult.

Wider dem Stillstand

Ein Notfall-Service steht zur schnellen

Reaktion bereit. Zudem hält das Unternehmen

80 Prozent aller gängigen

Ersatzteile und Verbrauchsgüter permanent

am Standort Mettmann vor. „Alle

weiteren beschaffen wir innerhalb von

24 Stunden“, verspricht Siegfried Matthes.

Doch es müssen nicht immer Spezialanfertigungen

wie der Schwerter

Koloss sein. Für Standardanforderungen

verkaufen die Reinigungsspezialisten

auch Gebrauchtmaschinen. Um vorübergehende

Produktionsspitzen abzufedern,

besteht sogar die Möglichkeit,

die Anlagen von Matthes zu mieten.

MATTHes

Maschinen-industrietechnik GmbH

Bollenhöhe 5

40822 Mettmann

Tel.: 0 21 04 / 2 33 70-0

info@matthes-maschinen.de

www.matthes-maschinen.de

Reine lehre

77

Die Matthes Maschinen-Industrietechnik

GmbH geht neue Wege in

der Kundenberatung. Mit der Matthes

Reinigungsakademie bieten die Mettmanner

ein praxisbezogenes Weiterbildungsprogramm

für wirtschaftliche

Reinigungslösungen. Im Rahmen der

Akademie referieren Fachdozenten aus

Industrie, Forschung und Entwicklung

über den Einsatz von Verfahrensmitteln

sowie aktuelle und zukünftige Trends in

der Anlagentechnik. Im firmeneigenen

Technikum wird den Teilnehmern darüber

hinaus die Möglichkeit geboten,

die erarbeiteten theoretischen Grundkenntnisse

in die Praxis umzusetzen.

Partner der Matthes Reinigungsakademie

ist der Premium-Hersteller Miele

Professional.

Wirtschaftsblatt 3/11


78

Partitur für 384 stimmen

Wenn in Mozarts Opernarien zwei, drei oder gleich vier

Gesangsstimmen den Weg zum Ohr des Zuhörers suchen,

gelingt dies nur über das verbindende Element der Musik. Für die

Koordination von 384 Stimmen hätte wohl selbst das Musikgenie

aus Salzburg auf die Kommunikationssysteme der Backens Systems

GmbH aus Hilden zurückgegriffen.

Haben ihr Geschäft von der Pike auf gelernt:

Dirk Backens (l.) mit systemtechniker André

Pust (r.) und Auszubildendem Dawid kuban

Wirtschaftsblatt 3/11

Problemlöser Backens Systems GmbH

W

er

nutentakt brennt sich die Tonfolge des

kennt das nicht: das

Bürotelefon will seinen

polyphonen Gesang

nicht aufgeben. Im Mi-

ankommenden Anrufs in die Hirnrinde,

von wo aus sie noch in der Nacht an das

Unterbewusstsein abgegeben wird. Der

eine will nur schnell einen Preis wissen,

ein Zweiter erkundigt sich nach dem Liefertermin,

ein Dritter fragt nach mehr

Informationen, und ein Vierter droht

mit Reklamation. Hinzu kommen Anrufe

aus dem eigenen Haus – Dienstleistung

ist eben auch immer Kommunikation.

Bei vier ankommenden Telefonaten pro

Tag ist das noch kein Problem. Sollten es

mehrere hundert Anrufe pro Stunde sein,

schon eher. Dann benötigt man eine Telefonanlage,

die den Anruferstrom koordiniert,

verteilt und die jeder Stimme auch

das richtige Ohr zuteilt.

Harmonie im Netzwerk

Das Seniorennetzwerk Kunesto aus

Düsseldorf zum Beispiel hat sich deshalb

Rat und Tat von Backens Systems eingeholt.

„Die Aufgabenstellung war, eine

Telefonanlage einzurichten, die die hier

ankommenden Telefonate koordiniert

und mit den richtigen Ansprechpartnern

verbindet“, erklärt Thomas Schirmer, Geschäftsführer

des Kunesto-Netzwerks,

das für seine Mitglieder gemeinsame Freizeitaktivitäten

organisiert. „Gleichzeitig

sollten über ein und dieselbe Telefonanlage

sowohl die normale Bürokommunikation

als auch die Callcenter-Kommunikation

gesteuert werden.“

Ein Fall, mit dem sich Dirk Backens,

Geschäftsführer von Backens Systems,

bestens auskennt: „Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten

über eine Telefonanlage

laufen zu lassen, ist eine Frage

der Programmierung. Prinzipiell ist alles

möglich. Wichtig ist zu wissen, was mit

der Anlage erreicht werden soll. Deshalb

steht das intensive Beratungsgespräch

bei unseren Kommunikationslösungen

immer an erster Stelle. Das Sinnvolle bestimmt

über die technischen Gegebenhei-


Anzeige

ten der Anlage, welches der beiden Pro-

dukte– AVAYA oder Aastra – wir einsetzen

und so letztendlich auch über den Preis.“

Orchesterspiel für Solisten

Kunesto hat sich schließlich für eine

Telefonanlage der Firma AVAYA entschieden.

Dirk Backens: „Die AVAYA IP

Office 500 erlaubt eine Mischung aus IP,

digitaler und analoger Telefonie für bis

zu 384 Teilnehmer. Die Telefone können

über Touchscreen oder Tasten bedient

und die Anzeige individuell für jeden

Mitarbeiter eingestellt werden. Die Integration

in bestehende Office-Software

und TAPI-fähige Systeme ist selbstverständlich.

Videotelefonie und Computerintegriertes

Telefonieren (CTI) sind somit

ebenso möglich. Außerdem bietet die

Anlage Vernetzungsmöglichkeiten mit

bis zu 32 Standorten mit insgesamt 1.000

Teilnehmern. Ob als Callcenter mit bis zu

150 Agenten oder die Anrufersteuerung

zum persönlichen Ansprechpartner in einer

Niederlassung, ohne Wartezeit wird

der jeweilige Anrufer nachvollziehbar

vermittelt, zielgerichtet und problemorientiert,

noch bevor der Anruf angenommen

wird. Das schafft Zufriedenheit und

reduziert Kosten.“

Erfolgreiche Tournee

Die Beratungskompetenz des 14köpfigen

Backens Systems-Teams sichert seit

16 Jahren den Erfolg des Unternehmens.

Das seit 2008 im Gewerbegebiet Hilden-

West ansässige Unternehmen machte mit

Kommunikations- und Sicherheitstechnik

2010 einen Umsatz von 1,83 Millionen

Euro. Backens Systems ist einer von

zwei silber-zertifizierten AVAYA-Partnern

in Deutschland, der als SME-Expert, also

als Spezialist für kleine und mittelständische

Unternehmen, ausgewiesen ist.

So konnte Backens Systems schon zahlreichen

mittelständischen Unternehmen

und Gemeinden mit seinen Kommunikationssystemen

entscheidende Vorteile

verschaffen. So zum Beispiel dem Gründer-

und Servicezentrum Hückelhoven,

wo 400 Telefonanschlüsse zu einem vernetzten

System verbunden wurden. Aber

auch Unternehmen wie Hitachi High-

Technologies Europe, die ihre Niederlas-

kunesto-Chef Thomas schirmer (r.)

setzt auf das Wissen von Dirk Backens

sungen in Deutschland, der Schweiz und

Frankreich mit 300 Anschlüssen telefonisch

verbinden wollten, konnte Backens

Systems helfen. „Ab 20 Einzel-Anschlüssen

machen unsere Telefonanlagen für

Unternehmen Sinn“, erklärt Dirk Backens,

der ausschließlich Business-Kunden bedient.

„Bis zu 2.000 Anschlüsse können es

werden, die außerdem mit geeigneter Sicherheitstechnik

von Bosch wie Zutritts-,

Brand- oder Videoeinbruchmeldesyste-

Gut beraten

Thomas Schirmer, Geschäftsführer des

Seniorennetzwerks Kunesto aus Düsseldorf,

im Gespräch.

Herr Schirmer, was ist Kunesto?

Kunesto ist ein Wort aus der Kunstsprache

Esperanto und bedeutet Gemeinschaft.

Kunesto ist ein Klub für aktive

Menschen im Ruhestand. Hier kommt

man zusammen, um Leute zu treffen,

Interessen zu teilen und Freizeit zu gestalten.

Und das in guter Gesellschaft.

Was hat Kunesto seinen Mitgliedern zu

bieten?

Kunesto bietet seinen Mitgliedern ein

abwechslungsreiches Programm von

der Wassergymnastik über Computer,

Kegeln, Kunst und Literatur, für jeden

etwas. Alle Veranstaltungen sind unterhaltsam

und greifen Traditionelles genauso

wie Aktuelles auf. Und das jeden

Monat neu. Die Veranstaltungen werden

von einem Stadtteam organisiert

men von uns optimiert werden können.“

So werden im modernen Konzert der

zwischenmenschlichen Kommunikation

Harmoniefehler vermieden.

Backens systems GmbH

Dirk Backens

Max-volmer-straße 14 · 40724 Hilden

Tel.: 0 21 03 / 7 89 02-0

info@backens-systems.de

www.backens-systems.de

und vor Ort begleitet.

Warum haben Sie die Dienste der

Backens Systems GmbH in Anspruch

genommen?

Um den Mitgliedern auch außerhalb der

Veranstaltungstermine für Fragen zur

Verfügung zu stehen, ist die telefonische

Erreichbarkeit ein wichtiges Element unserer

Dienstleistung: Der eine mag kurzfristig

den Weg zu einer Veranstaltung

nicht finden, eine andere sich einfach

nur für verschiedene Veranstaltungen

anmelden, oder ein Dritter einfach nur

mal mit der Stadtmanagerin sprechen

und sich informieren. Dafür haben wir

ein Callcenter einrichten müssen. Dank

der guten Beratung durch die Backens

Systems GmbH sind unsere Mitarbeiter

nun für die Kunesto-Mitglieder rund um

die Uhr zu erreichen.

www.kunesto.de

Backens Systems GmbH

79

Wirtschaftsblatt 3/11


80

Ziele? iCH suCHe DOCH

NuR eiNeN NACHFOlGeR!

So hört es sich oft an, wenn der mittelständische Unternehmer sagt, was ihn bewegt, wenn er

beginnt, sich mit einem möglichen Verkauf seines Unternehmens zu befassen. Tatsächlich ist die

Situation bei näherem Hinsehen aber deutlich vielschichtiger. Eine professionelle Begleitung ist in

dieser Phase der Zielerkennung besonders wertvoll.

Am Anfang steht oft nur der Gedanke,

dass man selbst irgendwann einmal

aufhören will, weil das selbstgesetzte

Rentenalter näher rückt oder noch

einmal Raum für andere Beschäftigungen

geschaffen werden soll. Die nächste

Überlegung ist dann, dass eben ein

jüngerer Mensch in die Fußstapfen des

Unternehmers treten sollte. Damit beginnt

oft schon ein gravierendes Missverständnis,

da vom Unternehmer

nicht ausreichend bedacht wird, dass

der Nachfolger vielleicht ganz andere

Wirtschaftsblatt 3/11

Problemlöser MPI Unternehmensvermittlung GmbH

Vorstellungen hat. Der Nachfolger ist

vielleicht auch gar kein Unternehmer,

sondern ein anderes Unternehmen, das

durch die Übernahme eines Wettbewerbers

das eigene Leistungsangebot erweitern

möchte. Dann ist der Nachfolger

der Unternehmerperson möglicherweise

ein angestellter Geschäftsführer, der

sein Unternehmen nach ganz anderen

Kriterien als ein Inhaber führt.

Klare Ziele für den Erfolg

Um sicherzustellen, dass der Prozess

des Unternehmensverkaufs erfolgreich

verläuft, muss zu Beginn ein klares Verkaufskonzept

aufgestellt werden, das

sich zum großen Teil aus den Zielen

ergibt, die mit dem Verkauf des Unternehmens

verfolgt werden. Im Gespräch

mit einem auf solche Verkaufsprozesse

spezialisierten Vermittler muss hierzu

in einem der ersten, vorbereitenden

Schritte herausgearbeitet werden, welche

weiteren Ziele – neben der Regelung

der persönliche Nachfolge – tatsächlich

noch erreicht werden sollen.

Eine genauere Betrachtung führt dazu,

dass man zum Beispiel auch die Sicherung

der bestehenden Arbeitsplätze,

den Erhalt des Standortes, den Erhalt

des Firmennamens, die Beibehaltung

der bisherigen Unternehmensphilosophie

und – nicht zuletzt – die Realisierung

eines möglichst hohen Kaufpreises

als Ziele definieren kann.

Kaufpreis nicht alles

Hier ist es besonders wichtig, diese

möglichen Ziele überhaupt zu erkennen

und anschließend in eine nach Priorität

geordnete Reihenfolge zu bringen. Erst

Fachbeitrag (Anzeige)

wenn dies gelungen ist, kann ein klares

Verkaufskonzept erstellt werden, das

auf die vorstehend dargestellte Prioritätenliste

abgestellt ist. Beispiel: Wenn die

Erzielung eines möglichst hohen Kaufpreises

als wichtigstes Ziel definiert werden

kann, fällt es dem Verkäufer nicht

so schwer, mit anzusehen, dass die Betriebsstätte

des eigenen Unternehmens

mit in die Betriebsstätte des Käufers integriert

wird. Wenn dagegen die Erhaltung

des Firmennamens und des Standortes

als oberste Priorität definiert wurde, fällt

es dem Verkäufer leichter, dem Käufer

bei der Finanzierung des Kaufpreises

durch eine teilweise Kaufpreisstundung

zu helfen, wenn dadurch die definierten

Ziele erreicht werden. Das Fehlen einer

klaren Zielpräferenz führt erfahrungsgemäß

regelmäßig zur Verwässerung

eines ansonsten potentiell erfolgreichen

Verkaufsprozesses.

Der Autor Diplom-Ökonom Markus Pott

ist geschäftsführender Gesellschafter

der MPi unternehmensvermittlung

GmbH in Wuppertal.

MPi unternehmensvermittlung GmbH

Willy-Brand-Platz 17

42105 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 4 78 49 60

markuspott@mpiu.de

www.mpiu.de


Fachbeitrag (Anzeige) SeibelHülsPartner

81

DAMiT Die

kONDiTiONeN sTiMMeN

Seit dem Wirtschaftsjahr 2010 müssen Unternehmen den Jahresabschluss nach den Vorschriften

des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) aufstellen. Die Änderungen sind vielfältig, und der

Umstellungsprozess wird von den Beteiligten meist als lästige Aufgabe empfunden. Doch mit der

Erstellung der BilMoG-Eröffnungsbilanz bieten sich Chancen, die nicht ungenutzt bleiben sollten.

Eine dieser Möglichkeiten ist die Verbes-

serung des Bankenratings für die Kredit-

vergabe. Konkret bedeutet dies: Bessere

Kreditkonditionen für das Unternehmen.

Doch wie funktioniert das in der Praxis?

Die Banken verwenden zur Prüfung der

Bonität eines potentiellen Kreditnehmers

Ratingsysteme, mit deren Hilfe die Ausfallwahrscheinlichkeit

des Kredites bestimmt

wird. Darauf aufbauend werden

die Kreditkonditionen festgelegt.

Einen wesentlichen Einfluss auf das

Ratingergebnis hat die Eigenkapitalquo-

te, denn diese gibt Aufschluss über die

Kapitalstruktur des Unternehmens und

gilt gleichzeitig als Indikator für die vorhandenen

Sicherheiten. Doch häufig ist

die niedrige Eigenkapitalausstattung

die Achillesferse des Mittelstandes bei

Finanzierungsfragen. Wenn also das Eigenkapital

gesteigert werden kann, wird

tendenziell auch die Bonität steigen. Eine

solche Steigerung ist durch die Neuerungen

des BilMoG möglich.

Rücklage stärkt

die Kapitaldecke

Ausschlaggebend dafür sind unter an-

derem die eingeführten Wahlrechte.

Werden diese geschickt ausgenutzt, ist

eine Erhöhung des Eigenkapitals mit wenig

Aufwand möglich. Neuerdings können

beispielsweise Sonderabschreibungen,

die vor dem 1. Januar 2010 gebildet

wurden, beibehalten oder unmittelbar

in die Gewinnrücklage eingestellt werden.

Werden sie in die Rücklagen eingestellt,

steigt das Eigenkapital. Gleiches

gilt auch für Investitionsabzugsbeträge.

Wenn also bereits Geld für eine zukünftige

Investition in Form von Sonderabschreibungen

zurückgelegt wurde, kann

dieses zur Stärkung der Eigenkapitaldecke

genutzt werden.

Daneben werden Unternehmen,

die durch Forschung und Entwicklung

neue Technologien geschaffen haben,

belohnt. Denn sie können ihre selbstgeschaffenen

Lizenzen oder Patente nun in

der Handelsbilanz ausweisen. Die Aktivierung

führt zu einem Eigenkapitaleffekt,

der sich ebenfalls vorteilhaft auf

die Bonität auswirken kann. Wesentlich

ist hierbei jedoch die saubere Trennung

zwischen Forschungs- und Entwick-

lungskosten, weil nur letztere aktivierungsfähig

sind (Paragraph 255 Absatz

2a Handelsgesetzbuch).

Positiv ist, dass die aufgeführten

Wahlrechte nicht auf die Steuerbilanz

durchschlagen. Somit haben die Maßnahmen

grundsätzlich auch keinen Einfluss

auf das steuerliche Ergebnis.

Die strategischen Ziele im Blick

Die Neuerungen durch das BilMoG er-

fordern von Unternehmen insbesondere

in der Übergangsphase einen intensiven

Austausch mit ihrem steuerlichen

Berater, denn dieser ist gerade für Fragen

zu Gestaltungswahlrechten der

richtige Ansprechpartner. Dies gilt ganz

besonders für die richtige Ausübung

der Wahlrechte hinsichtlich der Optimierung

der Bonität. Die zu treffenden

Maßnahmen sollten dabei immer unter

Berücksichtigung der strategischen Ziele

des Unternehmens getroffen werden.

Denn nur so ist eine ideale und legitime

Ausnutzung der geänderten Gesetzgebung

möglich.

Der Autor Dipl.-Ök. Marten Ortlinghaus

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter

der kanzlei seibelHülsPartner,

Doktorand und DATev-seminarleiter

am lehrstuhl für Finanzwissenschaft

und steuerlehre der Bergischen

universität Wuppertal.

seibelHülsPartner

Friedrichstraße 51

42105 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 2 48 11 0

info@seibelhuels.de

www.seibelhuels.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


82

Die Nummer für alle Fälle

Alles aus einer Hand. Auf diese kurze Formel lässt sich das Angebot des Hildener

Traditions-Unternehmens Prause bringen. Wer sich nicht für jeden Belang rund ums

Auto einen anderen Ansprechpartner merken möchte, sollte sich kurzerhand eine

Telefonnummer notieren: 0 21 03 / 98 62 98.

E

s könnte so einfach sein. Der Motor des Wagens schnurrt

wie ein Kätzchen, alles blitzt und blinkt. Traumhaft.

Und jetzt wieder zurück in die Realität. Da krächzt der

Motor nämlich plötzlich. Gut, wenn kompetente Fahrzeugdienstleister

wie Auto Prause nur einen Anruf entfernt und

sofort mit dem Abschleppwagen zur Stelle sind. In maximal 30

Minuten ist jemand nach einer Panne oder Unfall garantiert beim

Kunden. Die Abrechnung der Abschlepp- oder Pannenhilfe ist in

der Regel über einen Schutzbrief (Versicherung) oder einen Automobilclub

möglich. Und somit für den Kunden kostenlos, um das

Handling und die Abrechnung kümmert sich Auto Prause.

Bei der Reparatur ist ein Fachmann gefragt? Kein Problem,

die Werkstatt von Auto Prause genießt einen hervorragenden

Ruf und verfügt über langjährige Erfahrung. Die Zeiten, in denen

der Wagen blitzte und blinkte, sind ebenfalls vorbei? Schön, dass

es bei Auto Prause einen Alles-inklusive-Pflegeservice gibt. Und

wenn für den Umzug am Wochenende ein größeres Auto benötigt

wird? Auch dann ist Auto Prause der richtige Ansprechpartner

– und zwar mit seinen Europcar Autovermietungs-Filialen in Hilden

und Langenfeld. Dass sich die Fachleute aus dem Hildener

Westen am Ende eines Autolebens auch um die Entsorgung kümmern,

ist da nur konsequent.

Ein Ansprechpartner

Autos sind ihre leidenschaft : (v. l.) sascha, Bernarda, Marcel und Norbert Prause

Wirtschaftsblatt 3/11

Problemlöser Auto Prause

Abschleppdienst, Werkstatt samt Karosseriebau und Lakkiererei,

Pflegeservice, Mietwagen – für alle Dienstleistungen

ist Auto Prause kompetenter Ansprechpartner. „Unsere Angebote

ergänzen sich hervorragend“, sagt Junior-Chef Marcel

Prause. Der Betrieb hat sich darauf konzentriert, alle Probleme

rund ums Auto lösen zu können. Seit 1964 besteht das Familienunternehmen,

das bereits in dritter Generation geführt wird.

Lackiermeister Gerhard Prause gründete einst die Firma, sein

Sohn Norbert Prause arbeitete sich als Karosseriebauer ins väterliche

Geschäft ein und leitet heute das Unternehmen. Ehefrau

Bernarda Prause managt den kaufmännischen Bereich.


Anzeige Auto Prause

83

Auto Prause ist experte im karosserie-Bau...

Beschränkte sich das Angebot von Auto Prause anfangs auf La-

ckiererei und Karosseriebau, kamen vor allem durch den Ein-

stieg der Söhne ins Unternehmen weitere Aufgabenbereiche

wie Abschleppdienst, Pflegeservice und Mietwagen dazu.

Ein Anruf genügt

„In dem Moment, wo der Kunde zu uns kommt, muss er sich

um nichts mehr kümmern“, stellt Sascha Prause klar. Dabei ist

es unwichtig, ob es um einen Fahrzeug-Check, eine größere

Unfallreparatur oder das Einlagern der Winterreifen geht. Im

Vordergrund steht eine ausführliche Beratung, im Hintergrund

arbeiten knapp 50 Mitarbeiter daran, die Wünsche der Kunden

zu erfüllen. Wie sehr der Service-Gedanke das Unternehmen

prägt, zeigt auch ein ganz spezielles Pflegeangebot von Auto

Prause. Der Kunde ruft an, sein Auto wird abgeholt, gewaschen,

poliert und von innen gereinigt und nur Stunden später zum

Kunden zurückgebracht. So einfach. „Ein Anruf genügt“, bringt

Sascha Prause den Aufwand für den Kunden auf den Punkt.

Zwei Filialen

Tips und Tricks hat das Unternehmen auch parat, wenn es

darum geht, Leasingfahrzeuge vor der Rückgabe an das Autohaus

„aufzuhübschen“. Kleine Steinschläge oder Kratzer an den

...Ansprechpartner für Mietwagen...

...spezialist für lackier-Arbeiten... ...und selbst beim Abschleppen erste Wahl

Felgen werden eliminiert, der muffige Geruch im Innenraum verschwindet.

Und wenn es mal länger dauert? Dann stehen in den

Europcar-Filialen, die von Marcel Prause in Hilden und Langenfeld

betrieben werden, ausreichend Mietwagen zur Verfügung.

An 365 Tagen im Jahr kann das Wunschauto reserviert werden

– vom Kleinwagen über die hochklassige Limousine bis hin zum

7,5 Tonner ist alles dabei. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet

sich seit vielen Jahren an der Hildener Weststraße – gut

erreichbar auch für Kunden aus umliegenden Städten. Denn der

gute Ruf von Auto Prause hat sich längst herumgesprochen.

Auto Prause

Abschleppdienst, Pflegeservice,

karosserie und lack, kfz-Technik

Weststraße 30 ∙ 40721 Hilden

Tel.: 0 21 03 / 98 62 98

info@auto-prause.de ∙ www.auto-prause.de

europcar-Agentur Prause

Richrather straße 25 ∙ 40723 Hilden

Tel.: 0 21 03 / 6 07 79

Hansastraße 21 ∙ 40764 langenfeld

Tel.: 0 21 73 / 2 34 66

www.europcar.de

Wirtschaftsblatt 3/11


84

„Wir gehen dorthin,

wo die kunden sind“

Als Einzelkämpfer startete Dr. Hans-Emil Knoell in die Selbständigkeit. Heute führt er ein Unternehmen

mit mehr als 200 Mitarbeitern. Im Interview spricht der promovierte Chemiker über die Gnade der

späten Selbständigkeit, seine Visionen und Ängste.

Herr Dr. Knoell, Sie haben in den vergangenen Jahren ein im-

posantes Unternehmen aufgebaut. Man könnte sagen, Sie ha-

ben es geschafft! Welche unternehmerischen Visionen haben

Sie noch?

Hier in Deutschland sind wir die Nummer Eins. Es gibt aber

noch viel zu tun, zu allererst auf internationaler Ebene. Wir

wollen verstärkt im Ausland tätig werden, vor allem im Hinblick

auf das Chemikalienmanagement, denn es bedarf – mit

Fokus auf den asiatischen Markt – in naher Zukunft erheblicher

Experten-Ressourcen, um in diesem Wirtschaftsraum

Chemikalien und Produkte zu registrieren und auf den Markt

zu bringen. Diese Ressourcen haben nicht mehr viele Chemieund

Pharmaunternehmen. Wir haben inzwischen eine Tochterfirma

in Schanghai, einen Kooperationspartner in Japan und

arbeiten an Südkorea, Taiwan und Thailand. Darüber hinaus

denke ich an Partner in den USA, Brasilien und der Türkei. Das

ist die Vision und Herausforderung zugleich: weltweit Registrierungen

zu managen.

Wirtschaftsblatt 3/11

Chemie

In welchen Bereichen machen Sie weitere Wachstumspotentiale

aus?

Wir können als Komplettanbieter alle Arten von Chemikalien

abdecken. Primär die Agrochemikalien und Industriechemikalien,

darüber hinaus den human- und veterinärpharmazeutischen

Bereich. Bei Kosmetika, Medizinprodukten, Feed und Food

besteht für uns sicher noch Wachstumspotential.

Wie definieren Sie Ihren Führungsstil?

Sicher war ich in meinem Führungsstil anfänglich noch dominant,

ich habe vorgegeben, wie etwas gemacht werden soll, und

erklärt, warum so und nicht anders. Das hat sich aber definitiv

geändert: Wir haben eine flache Hierarchie und arbeiten sehr

teamorientiert. Das liegt nicht zuletzt auch an dem mit 70 Prozent

sehr hohen Frauenanteil in unserem Unternehmen. Von

daher kann man sagen, dass die Kommunikation untereinander

eine sehr wesentliche Rolle spielt.

Zwei Bereiche fallen allerdings bis heute allein in meine Zuständigkeit

– und zwar „Finanzen“ und „Strategien der weltweiten

Entwicklung“.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Nun ja, zum einen bin ich schon sehr stolz darauf, dass wir es geschafft

haben, Partner und Berater weltweit agierender Konzerne

und Unternehmen zu werden. Was mich aber nicht minder stolz

sein lässt: Es wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, und die Mitarbeiter

haben die Möglichkeit, sich in ihrer Arbeit zu entfalten

und weiterzuentwickeln. Was Weiterbildung und weltweite Job-

Möglichkeiten angeht, haben wir als Mittelständler viel zu bieten.

Welche Wünsche haben Sie persönlich?

Also, ein bisschen weniger zu arbeiten wäre nicht schlecht. Beispielsweise

erst um 9 Uhr im Büro zu sein und auch mal abends

zu versuchen, etwas früher in Richtung Freizeit zu denken.

Doch, das fände ich schön. Ich würde dann gerne noch mehr

Sport machen oder Fremdsprachen lernen. Ich habe damit begonnen,

Chinesisch und Japanisch zu lernen.

Haben Sie jemals etwas bereut?

Ja, ich hätte mich schon früher selbständig machen sollen. Ich

habe Zeit verplempert. Das finde ich schade!

Haben Sie gelegentlich auch Sorgen oder Befürchtungen?

Meine größte Angst ist, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Das

wäre für mich das Allerschlimmste.


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86

so stimmt die Chemie

Wenn es um die Anmeldung und

Registrierung von Chemikalien

geht, gibt es eine Adresse, die

allen Insidern geläufig ist: In

Leverkusen-Manfort sitzt mit der

Dr. Knoell Consult GmbH eines

der führenden unabhängigen

Beratungsunternehmen Europas.

Wer hätte das gedacht?

K

aum registriert wurde Dr.

Hans-Emil Knoell, als er vor

15 Jahren seinen ersten Kunden

im rheinischen Leverkusen

kontaktierte. Mit ein paar Aktenordnern

saß er in einem kleinen Zimmer auf

dem Bayer-Werksgelände. Dass er heute

ein mittelständisches Unternehmen mit

sechs Tochterfirmen leiten würde – selbst

für den promovierter Bio-Chemiker eine

unglaubliche Vorstellung. Doch so ist es:

230 Mitarbeiter aus allen relevanten wissenschaftlichen

Disziplinen kümmern

sich nun unter seiner Regie um die Beratung

internationaler Großkonzerne.

Eine sportliche Herausforderung

In die Herzkammer der chemischen

Industrie – nach Leverkusen – begab sich

der habilitierte Bio-Chemiker im Jahre

1996, als er seine Karriere als Geschäftsführer

einer internationalen Contract

Research Organisation aufgab. Ein wagemutiger

Schritt für einen Bio-Chemiker,

könnte man meinen, dem auch die Laufbahn

eines Universitätsprofessors offenstand.

Anders bei Dr. Hans-Emil Knoell.

Eines seiner Studienfächer war Sport,

und so verwundert es wenig, dass er die

Herausforderung sportlich nahm und

mit knapp 50 Jahren einen kompletten

beruflichen Neuanfang wagte. Als Service-Provider

für die Industrie widmete er

sein profundes Wissen der Bearbeitung

und Bewertung aller relevanten wissenschaftlichen

Daten und Studien rund um

bestimmte Chemikalien. Ausnahmslos

Wirtschaftsblatt 3/11

Chemie DR. KNOELL CONSULT GmbH

Firmengründer Dr. Hans-emil knoell (r.)

mit Geschäftsführer Dr. Runar eberhardt

alles, was im Rahmen der Registrierung

und Zulassung laut EU-Gesetzgebung für

einen bereits auf dem Markt befindlichen

oder neu einzuführenden Stoff benötigt

wird, eruiert, analysiert und dokumentiert

Dr. Knoell in seinen Dossiers.

„Zu Beginn war es schon eine recht

anstrengende, harte Zeit. Mehr als zwölf

Stunden täglich arbeiten war keine Seltenheit“,

erinnert sich Dr. Knoell an den

Start in seine Selbständigkeit. Im rheinischen

Monheim war er ursprünglich

ansässig und schrieb Berichte zum Metabolismus:

„Eine sehr komplexe Aufgabe,

viele Daten mussten regelrecht zusammengepuzzelt

werden.“

Analysieren und agieren

„Nicht reden, machen“ lautet die Devise

des gebürtigen Schwaben, der sich als

Wahl-Kurpfälzer bezeichnet. Ausgestattet

mit dem Forscherdrang des Wissenschaftlers,

kombiniert mit sportlichem Ehrgeiz,

erkannte er schnell, was die Unternehmen,

für die er arbeitete, noch brauchten.

Durch seine Tätigkeit auch „an der Front“

Anzeige

lernte er die Firmen aus der Nähe kennen

und konnte deren Bedarfspotentiale

analysieren. Dem unternehmerischen

Tatendrang des Bio-Chemikers musste

sein ursprüngliches Credo, Einzelkämpfer

zu bleiben und keine Leute einzustellen,

allerdings bald weichen: Bereits im

Jahre 2000 beschäftigte Dr. Knoell eine

Mitarbeiter-Crew von 20 hochkarätigen,

Wissenschaftlern. Qualitätssicherung,

Analytik, Rückstandsstudien, Registrierung

– das Team wuchs mit den Aufgabengebieten.

„Ich hatte das Glück, zum

richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute

einzustellen. Wir haben die Industrie sozusagen

live erlebt, direkt mit den Firmen

zusammengearbeitet und wussten genau,

was benötigt wird. Das war und ist

bis heute unser Wettbewerbsvorteil und

ein wesentlicher Eckpfeiler unseres Erfolgs“,

resümiert Dr. Knoell rückblickend.

Den Chemiemetropolen Deutschlands

verschrieben, schien es Dr. Knoell

folgerichtig, die Rheinschiene südwärts

zu erobern, und so ließ er sich auch in

Mannheim nieder. Von hier aus betreut

das Unternehmen einen bedeutenden


Anzeige DR. KNOELL CONSULT GmbH

pfälzischen Chemiekonzern und baute

sein Consulting-Portfolio um weitere Segmente

aus. Heute besteht die Dr. Knoell

Group aus der Dr. Knoell Consult GmbH

mit Hauptsitz in Mannheim sowie sechs

Tochtergesellschaften in Deutschland,

der Schweiz, Großbritannien und China.

Einen erstklassigen Service bieten, direkt

vor Ort durch hochkarätige Wissenschaftler,

die wissenschaftliche Daten zu

Stoffen und Produkten berarbeiten und

bewerten können sowie bei der Erstellung

aller relevanten Zulassungsdaten strategisch

beraten, das ist die Kernkompetenz

des expandierenden Unternehmens.

Damit offeriert die Dr. Knoell Consult

GmbH ein umfassendes Dienstleistungspaket

rund um die Registrierung und Zulassung,

Produktsicherheit und Beratung für

Agro- und Industriechemikalien, Biozide,

human- und veterinärpharmazeutische

Produkte sowie Kosmetika. Seit 2006 verstärkt

Dr. Runar Eberhardt die Geschäftsleitung

und prägt seit 2009 die Geschicke der

Dr. Knoell Consult GmbH maßgeblich mit.

Problemlöser und Partner

Seit nunmehr fünfzehn Jahren hat

sich Dr. Hans-Emil Knoell mit seinem

Unternehmen eine führende Stellung als

Outsourcing-Partner für die Agrochemie,

Biozid- und chemische Industrie sowie

die pharmazeutische Industrie gemacht.

Als Service-Provider und Problemlöser mit

einem breiten Leistungsrepertoire und einem

Team hochkarätiger Wissenschaftler

rund um die Zulassung und Registrierung

von Stoffen aller Art wird er seinem exzellenten

Ruf quer durch alle Branchen und

alle Bereiche – von Forschungsabteilungen

über den Handel bis hin zu Dienstleistern

– voll gerecht. Am Bedarf orientiert, ist das

Unternehmen heute an allen großen Chemiestandorten

Deutschlands sowie des

benachbarten Auslandes – der Schweiz,

der Niederlande und Englands – vertreten.

„Reach is running, Asia is coming“, lautet

der neue Slogan des Firmeninhabers, der

zwischenzeitlich bereits auch ein Tochterunternehmen

in China gegründet und

bereits weitere Kooperationspartner im

asiatischen Raum kontaktiert hat: „Die

Welt wächst zusammen. Überall müssen

Registrierungen und Anmeldungen durchgeführt

werden. Dies kann aber nur professionell

und effizient realisiert werden,

wenn die lokalen Gegebenheiten und auch

Mentalitäten berücksichtigt werden. Darum

begeben wir uns dorthin, wo der Bedarf

ist, um weiter gesund zu wachsen.“

No data, no market – ReACH

„No data, no market“: Nur registrierte chemische

Stoffe auf den Markt zu bringen,

auf diesem Grundprinzip basierend und

an die Eigenverantwortung der Industrie

appellierend, trat am 1. Juni 2007 die EU-

Verordnung REACH in Kraft. REACH steht

für Registration, Evaluation, Authorisation

and Restriction of Chemicals, also für die

Registrierung, Bewertung, Zulassung und

Beschränkung von Chemikalien. Damit soll

das Chemikalienrecht vereinfacht werden.

Alle Hersteller, Importeure oder Händler,

aber auch sogenannte nachgeschaltete Anwender

sind nun dazu verpflichtet, nur sol-

DR. kNOell CONsulT GmbH

Marie-Curie-straße 8

51377 leverkusen

Tel.: 02 14 / 2 06 58-0

info@knoellconsult.com

www.knoellconsult.com

87

che Stoffe und Erzeugnisse in der Europäischen

Union zu vermarkten, die zuvor über

die zentrale Datenbank registriert wurden.

Bis Ende 2010 mussten im Rahmen der

REACH-Verordnung zunächst etwa 30.000

Altchemikalien registriert werden. Es handelt

sich dabei um Hochtonnagestoffe, die

eine Jahresproduktion von über 1.000 Tonnen

ausweisen. „Wir liefen hier auf Hochtouren

bis Ende 2010“, erinnert sich Dr.

Knoell und hat schon den nächsten Termin

im Blick: Ende 2013 müssen alle Stoffe mit

einer Tonnagestufe von bis zu 100 Tonnen

Jahresproduktion registriert sein.

Wirtschaftsblatt 3/11


stand rt

check

Wandelbares

Wipperfürth

Namen wie Radium, Voss, Jokey-Plastik – um nur einige zu nennen – machen die

älteste Stadt im Bergischen Land in aller Welt bekannt. Weniger bekannt ist, dass

die mehr als 23.000 hier lebenden Menschen Bürger einer Hansestadt sind. Nicht die

einzige Überraschung, mit der die beschauliche Kommune aufwarten kann.

© Foto: Volker Barthel


1

2

Wie lange fährt man um

7.30 uhr (und um 11 uhr) bis

zum nächsten Flughafen?

7.30 Uhr: circa 55 Minuten, 11 Uhr: circa

45 Minuten

Die Entfernung zum Köln/Bonner Flughafen

beträgt rund 55 Kilometer. Ihn erreicht

man über die Autobahnen A 4 und

A 59. Eine weitere günstige Verkehrsverbindung

kann über Landstraßen genutzt

werden. Hierdurch umfährt man nicht

nur den stauanfälligen Verkehrsknotenpunkt

„Heumarer Dreieck“, sondern

kann gleichzeitig die Schönheit der Mittelgebirgslandschaft

genießen. Der Flughafen

Düsseldorf ist in circa 60 Minuten

zu erreichen.

Welches ist die wichtigste

infrastrukturinvestition,

die gerade abgeschlossen

wurde, aktuell noch läuft

oder bald beginnt?

Bahntrassenweg

Der Umbau der stillgelegten Bahntrasse

zu einem Radweg entlang der Wipper/

Wupper wird im Rahmen des Regionale

2010-Projektes Wasserquintett durchgeführt.

Nachdem der erste Bauabschnitt

zwischen Wipperfürth und Hückeswa-

6

gen bereits im vergangenen Jahr realisiert

wurde, ist jetzt auch die zweite Trasse

zwischen Wipperfürth und Marienheide

freigegeben. Die neu gestaltete Bahntrasse

ist aufgrund der geringen Steigung

nicht nur für Genussradler attraktiv, sondern

auch für Jogger, Spaziergänger und

Inline-Skater. Im Verbund mit dem Übergang

zu anderen Radwegen auf ehemaligen

Bahntrassen im Kreis Mettmann,

dem südlichen Ruhrgebiet sowie dem

Sauerland vermarktet man die Strekke

nun unter dem Label der Panorama-

Radwege.

3

4

9

Wieviel Gewerbesteuer

wurde 2010 eingenommen?

6,94 Millionen Euro

Im Vergleich dazu wurden 2008 noch

18,24 Millionen Euro und 2009 6,27 Millionen

Euro eingenommen. Die Auswirkungen

der Wirtschaftskrise sind klar zu

erkennen. Die Prognose für 2011 mit voraussichtlich

elf Millionen Euro fällt dagegen

wieder deutlich positiver aus.

Welches Gewerbeareal wird

aktuell stark nachgefragt?

Gewerbegebiet Klingsiepen-Süd

Das Gewerbegebiet liegt etwa 1,5 Kilo-

meter vom Stadtzentrum entfernt. Der

Quadratmeter Bauland ist hier für netto

42,24 Euro zu haben. Im Gewerbegebiet II

stehen noch rund 20.000 Quadratmeter

zur Verfügung. Die Nachfrage ist enorm,

so dass man bereits dabei ist, Klingsiepen

III auf den Weg zu bringen.

5

6

Standort-Check Wipperfürth 89

Wie viele

unternehmer(innen) sitzen

im stadtrat?

Von 36 Ratsmitgliedern sind sechs unternehmerisch

tätig

Hermann Josef Bongen (CDU) ist Inhaber

des Autohaus Bongen. Hans Peter Müller

(CDU) ist Zahnarzt, Thomas Börsch

(UWG) Landwirt und Vincenzo-Hubert

Vacca (CDU) Versicherungsfachmann.

Regina Billstein (SPD) und Kai Roland

Emde (FDP) arbeiten als Rechtsanwälte.

Wer ist der größte private

Arbeitgeber?

Die Armaturenfabrik Voss

Rund 1.000 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Bei der Lampenfabrik Radium

sind es 550 Mitarbeiter. Auch Jokey-

Plastik, HEW-Kabel, SN Maschinenbau,

Exte und Bosch gehören hier zu den

ganz Großen.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


90

7

8

9

8

standort-Check Wipperfürth

Gibt es eine ausgewiesene

Branchenkompetenz am

Ort?

Nein

Die wirtschaftliche Struktur ist durch die

Präsenz vieler unterschiedlicher Branchen

gekennzeichnet. Dazu zählt die

elektrotechnische, wie die kunststoff-,

metall- und papierverarbeitende Industrie.

Hinzu kommt der an Bedeutung

wachsende Dienstleistungssektor, der

vor allem in den vergangenen zwei Jahrzehnten

deutlich zugelegt hat.

Welches bekannte Produkt

kommt aus der stadt?

Hier lässt sich keines hervorheben.

Aufgrund der vielen unterschiedlichen

Produktionsunternehmen in Wipperfürth

lässt sich hier kein spezielles Produkt

nennen. Bekannt sind unter anderem

die Lampen von Radium sowie die

Plastikbehältnisse von Jokey-Plastik.

Welches unternehmen hat

sich zuletzt angesiedelt?

SN Maschinenbau GmbH

Die SN Maschinenbau GmbH plant und

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

baut Verpackungsmaschinen. Eine Stärke

des Unternehmens ist das Dosieren

und Zählen von Saatgut. In diesem Bereich

zählt SN zur Weltspitze. Im November

2010 haben die Maschinenbauer

aus Lindlar die insolvente Laudenberg

Verpackungsmaschinen GmbH übernommen.

Die 35 Arbeitsplätze am

Standort an der Bahnstraße konnten erhalten

bleiben.

10

11

Wie viele Mitarbeiter(innen)

hat die stadtverwaltung?

226

Ansprechpartnerin für den Bereich Wirtschaftsförderung

ist Mery Kausemann:

Tel.: 0 22 67 / 6 42 19, mery.kausemann@

stadt-wipperfuerth.de

Wie viele schulen am standort

haben einen Partner aus

der Wirtschaft?

Alle weiterführenden Schulen

Die Hauptschule, die Realschule und beide

Gymnasien weisen langjährige Kooperationen

mit Unternehmen und Betrieben

auf. Die Konrad-Adenauer-Hauptschule

mit der Kreissparkasse Köln, Voss, Radium,

Jokey-Plastik und HEW-Kabel. Die

selben Partner engagieren sich auch an

13

der Hermann-Voss-Realschule. Das städtische

Engelbert-von-Berg Gymnasium

und das Erzbischhöfliche St.-Angela-

Gymnasium kooperieren mit der Kreissparkasse

Köln.

12

13

Welcher einzelhändler hat

zuletzt eröffnet?

Vinothek

In der Vinothek von Klaus Beschoner

werden erlesene Weine und exklusive

Präsente angeboten.

Wie hoch ist die kinder- und

Jugendlichenquote (bis 18

Jahre) am Ort?

21,7 Prozent

Von den rund 23.000 Einwohnern sind

21,7 Prozent unter 18 Jahren. Im Jahr 2010

konnte man in Wipperfürth zudem 198

neue Erdenbürger begrüßen. Für die unter

Dreijährigen stehen derzeit 66 Betreuungsplätze

zur Verfügung. Das macht

einen Anteil von etwa neun Prozent an

den vorhandenen Kindergartenplätzen

aus. In acht konfessionellen, einem städtischen

und vier Kindergärten in freier

Trägerschaft werden die Kleinsten spielerisch

auf den Ernst des Lebens vorbereitet.


14

15

18

Welche Handelsinvestition

wurde zuletzt (wird aktuell)

getätigt?

Wipperhof

Auf dem Betriebsgelände des ehemaligen

Möbelhauses „Wohnwelt Müller“

befinden sich neben einer 24-Stunden-

Tankstelle heute ein Lidl Markt, ein

Futternapf-Markt, ein Getränkehandel,

das Dänische Bettenlager sowie eine

McDonald’s Filiale. Aufgrund der verkehrsgünstigen

Lage an der Lenneper

Straße (B 237) wird diese Einkaufsmöglichkeit

auch gerne von den Einwohnern

der Nachbarkommunen genutzt.

Wie viele Treffer landet

Google bei der kombination

„Wipperfürth, innovation,

Wirtschaft“?

169.000 Ergebnisse

Schon auf Position zwei steht der Wirtschaftsstandort

Wipperfürth, der auf

den Seiten der Stadt präsentiert wird.

Weitere Treffer auf der ersten Seite sind

das Steuerbüro Baldsiefen sowie das Berufskolleg

Wipperfürth, das an der zdi

Initiative „Zukunft durch Innovation“

teilnimmt.

16

18

19

Wem gehören die

stadtwerke?

Wipperfürth hat keine eigenen Stadtwerke

Wipperfürth ist zu 29,96 Prozent Gesellschafter

der Bergische Energie- und Wasser-GmbH

(BEW). Weitere Gesellschafter

sind die Städte Wermelskirchen und Hükkeswagen

sowie die rhenag Rheinische

Energie AG. Der Hauptsitz ist in Wipperfürth.

Was ist das Markenzeichen

der stadt?

Die Wipperfürther Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Nikolaus ist im 12.

Jahrhundert entstanden und der bedeutendste

und einheitlichste Kirchenbau

im ganzen Oberbergischen Bezirk. Im

städtischen Wappen ist die St. Nikolauskirche

genauso verewigt wie in der Silhouette

des neuen Stadtlogos.

Wo liegt die keimzelle der

stadt?

Am Marktplatz

Die Stadt Wipperfürth ist die älteste

Stadt im Bergischen Land (Stadtrecht seit

19

Standort-Check Wipperfürth 91

1217). Der Stadtkern wird geprägt durch

den Marktplatz mit seinen historischen

Gebäuden. Hier stehen auch die ältesten

Gebäude, das Gasthaus Penne und das

Alte Stadthaus.

Quelle: www.qr-nrw.de

Moderne stadtführung: 14 Wipper-

fürther Highlights sind mit Barcodes

ausgestattet. Mit smartphone (inklusive

entsprechender „App“) abfotografieren,

und schon erhält man online alle

wichtigen infos. Was sich hinter diesem

Barcode verbirgt? Ausprobieren!

Alle sehenswürdigkeiten mit Barcode

unter http://wipp.qr-nrw.de.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


92

standort-Check Wipperfürth

„Wipperfürth ist ein sehr

gutes Pflaster für ideen“

Lange war der Diplom-Pflegewirt Michael von Rekowski in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt.

Seit zwei Jahren kümmert sich der parteilose Bürgermeister um den Pulsschlag seiner Heimatstadt

Wipperfürth. Gemeinsam mit dem Stadtkämmerer und Geschäftsführer der städtischen

Entwicklungsgesellschaft WEG, Frank Trompetter, legt von Rekowski im Interview mit Wirtschaftsblatt-

Redakteurin Christiane ten Eicken die ökonomischen Vorzüge der bergischen Hansestadt dar.

Herr von Rekowski, welchen drängenden Aufgaben muss sich

Wipperfürth aktuell stellen, wenn man einmal das Feld der

Kommunalfinanzen ausklammert?

Michael von Rekowski: Wir haben mit einer umfassenden Neuausrichtung

unserer Kommune begonnen. Mit einem integrierten

Handlungskonzept wollen wir als Wohn- und Arbeitsstandort

noch attraktiver werden. Wir müssen unsere Potentiale

stärken und nach vorne bringen. Wir müssen Identität vermitteln,

um auch die Jugend hier zu halten. Eine ebenso wichtige

Aufgabe ist die Entwicklung von Gewerbeflächen. Im Jahr 2009

haben wir nichts verkauft. Nun läuft es besser als erwartet.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11

Haben Sie denn Platz für neue Unternehmen oder ansässige Betriebe,

die wachsen wollen?

Frank Trompetter: Derzeit stehen im Gewerbegebiet Klingsiepen

II 20.000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Nachfrage ist so groß,

dass wir Klingsiepen III auf den Weg bringen werden. Für Unternehmen

gibt es am Standort Wipperfürth einen klaren Vorteil.

Mit der Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft WEG ist die

Stadt alleiniger Anbieter von Flächen. So gibt es keine Spekulationen,

der Quadratmeter wird von uns für 42,24 Euro netto verkauft.

Mit welchen weiteren Argumenten überzeugen Sie Unternehmer

vom Wirtschaftsstandort Wipperfürth?


Von Rekowski: Viele unserer Unternehmen liefern in die ganze

Welt. Für Firmen, die nicht auf tägliche Anlieferung angewiesen

sind, bieten wir ideale Voraussetzungen. Wir sind als mittelstandsfreundliche

Kommune mit dem RAL-Gütezeichen zertifiziert,

machen Dinge schneller möglich als andere. Dafür haben

wir extrem kurze Wege in der Verwaltung. Mit den Unternehmen

stehen wir in persönlichem Kontakt, da reichen oft Telefonate,

um etwas unkompliziert regeln zu können. Zudem haben

wir eine eigene Bauaufsicht für die Bauleitplanung, so dass

auch Änderungen von Flächennutzungsplänen ungewöhnlich

schnell über die Bühne gehen.

Besitzt Wipperfürth ein Alleinstellungsmerkmal?

Von Rekowski: Wir sind Hansestadt. Wir alle tragen die Gene

des Händlertums in uns. Unsere Geschichte ist bestimmt von

der Lage des Ortes im Schnittpunkt der traditionellen Hansestraßen.

Und wir sind die älteste Stadt im Bergischen Land.

Pünktlich zur 800-Jahr-Feier 2017 werden wir auch Ausrichter

des westfälischen Hansetages sein.

Mit welchen Projekten beschäftigt sich die Wipperfürther Wirtschaftsförderung?

Trompetter: Seit dem 1. Juni haben wir in Person von Mery Kausemann

Verstärkung in der Wirtschaftsförderung bekommen.

Das war dringend nötig. Die Aktivierung von Klingsiepen III ist

ebenso arbeitsintensiv wie eine erfolgreiche Bestandspflege.

Von Rekowski: Wichtig ist auch unser Vorstoß in Richtung erneuerbarer

Energien. Ich habe mich persönlich mit Greenpeace

Energy in Verbindung gesetzt, und es ist uns gelungen, über den

hiesigen Energie- und Wasserversorger BEW Zugriff auf echten

Ökostrom zu bekommen, den es bei uns zuvor nicht gab. Zudem

haben wir ein Gutachten über unsere Potentiale bezüglich

erneuerbarer Energien erstellen lassen, das wir derzeit auswerten.

Hier stecken viele potentielle Arbeitsplätze drin.

Was wünschen Sie sich von den Unternehmern Ihrer Stadt?

Trompetter: Ich wünsche mir, dass expandierende Unternehmen

mit ihren Wünschen zuerst zu uns kommen, bevor sie sich

Michael von Rekowski Frank Trompetter

Standort-Check Wipperfürth 93

woanders umsehen. Dafür haben wir viele gute Referenzen.

Von Rekowski: Wir bereiten den Boden, damit Unternehmen

Fuß fassen oder expandieren können. Ich wünsche mir, dass

die Unternehmen dieses Wagnis auch eingehen und darauf vertrauen,

dass wir ihnen keine Knüppel zwischen die Beine werfen.

In Wipperfürth kann man exzellent neue Ideen entwickeln.

Ein Beispiel dafür ist der Lichtspezialist Radium. Ich bin auf sie

zugegangen, um den Bahntrassenradweg zu illuminieren, der

im Rahmen der Regionale 2010 errichtet wurde. Radium hat eigens

hierfür eine dimmbare LED-Beleuchtung entwickelt. Diese

Innovation hat großes Aufsehen erregt.

Wie stehen Sie zur Region?

Von Rekowski: Wir haben eine tiefe Verbundenheit zum Bergischen

Land und mir ist es lieber, ein Unternehmen bleibt in der

Region, als dass es ganz weggeht.

Trompetter: Primär sollen sie natürlich zu uns kommen und

auch bei uns bleiben (lacht).

Werden die Potentiale interkommunaler Zusammenarbeit vor

Ort denn ausreichend genutzt?

Von Rekowski: Wir machen schon eine Menge gemeinsam.

Schauen Sie sich die Gesellschafterstruktur der BEW an. Hier

sind wir gemeinsam mit den Nachbarstädten Wermelskirchen

und Hückeswagen vertreten.

Trompetter: Der Vorteil ist, dass die kommunalen Gesellschafter

direkt von den Gewinnen profitieren, auch das schafft Identität.

Im Rahmen des Projektes „Shared Services“ gibt es zudem

ein regionales Gebäudemanagement und einen gemeinsamen

Bauhof mit der Stadt Hückeswagen – mit enormen Einsparungen

für beide Seiten.

Von Rekowski: Auf jeden Fall ist noch mehr möglich. Derzeit ist

die Tendenz, die bestehende Zusammenarbeit zu verstärken.

Unsere Türen stehen immer offen. Warum nicht ein gemeinsames

Behördenzentrum, die lokale Identität bleibt ja bestehen.

Kirchturmdenken darf nicht die Fortentwicklung einer Kommune

hemmen.

Bergisches Wirtschaftsblatt 3/11


94

Wird er, oder wird er nicht? Made im ländle

Bereits zum neunten Mal fand er statt,

der Unternehmertag. Doch dass Wirtschaftsblatt-Chefredakteur

Michael Kranz

bei seiner Moderation dieses Mal in

noch enger bestuhlte Zuschauerreihen

blickte, lag zweifelsfrei am Gast dieses

Jahres: Mit Peer Steinbrück wurde ein

Key-Speaker gewonnen, der momentan

wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit

gerät. Der ehemalige Bundesfinanzminister

ist zwar aktuell nur einfacher

Bundestagsabgeordneter aus dem

Wahlkreis Mettmann I. Doch mancher

sähe ihn gerne als kommenden Kanzlerkandidaten

der SPD (man munkelt, er

auch). Weil das so ist, hatten sogar die

Kollegen vom Nachrichtenmagazin Spiegel

einen Redakteur und der Bayrische

Rundfunk ein Kamerateam nach Hilden

bei Düsseldorf geschickt. Zu möglichen

Ambitionen auf den Führungsposten

im kommenden Bundestagswahlkampf

hat Peer Steinbrück allerdings nichts

durchsickern lassen. Mit Witz und klaren

Aussagen setzte er sich bei den über

200 Unternehmensvertretern allerdings

in ein ausgezeichnetes Licht. Nach dem

Vortrag stellte er sich dann noch gänzlich

unprätentiös in die Reihe der Unternehmer,

die auf dem Podium über

ihre Erfahrungen diskutierten: Herbert

Groß, Geschäftsführer des Automobilzulieferers

Wielpütz, Kristina Kleinpeter

vom Schulungsspezilaisten TLS Communications,

Dr. Thomas Troullidis, geschäftsführender

Gesellschafter der BBS

Röhren sowie Dr. Ulrich Schriek, Vorstand

Unternehmensentwicklung beim

Gentechnik-Weltmarktführer Qiagen.

Wirtschaftsblatt 3/11

Wirtschaftsblatt BusinessMeetings

Z

u

alltag lud das Wirtschaftsblatt anläßlich

einer KompetenzArena über die

Bedeutung von „Made in Germany“

im Vertriebs- und Produktions-

der Dialogmesse B2D am 19. Mai in die

Stuttgarter Schleyer-Halle. Den Fragen

von Herausgeber Michael Oelmann stellten

sich Experten verschiedener Unternehmensgrößen

der baden-württembergischen

Wirtschaft. Hans Sondermann,

Geschäftsführer der SEW-Eurodrive in

Bruchsal, Matthias Engel, Geschäftsführer

der Engel Präzisionsprofile aus Neustetten

und Dr. Jürgen Lindner, Head of New

Chinesische Werte

A

uch im Reich der Mitte existie-

ren seit dem Beginn der wirtschaftlichen

Öffnung Familienunternehmer.

Um Erfahrungen und

Paralellen auszuloten, wurde im Mai der

erste „Deutsch-chinesische Familienunternehmerabend“

ausgerichtet. Im Düsseldorfer

China-Center trafen sich zum

Gespräch mit dem Wirtschaftsblatt Christiane

Underberg und Tochter Hubertine

Underberg-Ruder, NRW-Wirtschaftsminister

Harry K. Voigtsberger, Robert Cao,

Gründer des China Centers und Sohn

einer der ersten Unternehmerfamilien

Meinungsstarke Runde

I

n

der Metropolregion Bremen-Oldenburg

Bremen stiegen in die Kompetenz-

Arena des Wirtschaftsblatt am 22. Juni

in der Messe Bremen der Vorsitzende

und Landrat des Landkreis Diepholz,

Gerd Stötzel, Franz-Josef Wöstmann vom

Fraunhoferinstitut für Fertigungstechnik

und angewandte Materialforschung

(IFAM) und Jens Kühl, Geschäftsführer

von Saertex in Stade. Moderiert wurde

die meinungsstarke Runde von Chefredakteur

Michael Kranz. Die größte Bedrohung

für die Produktionskompetenzen

der Unternehmen werteten die Diskutanten

im Fachkräftemangel: „Wir finden

Technology bei Varta Microbattery in Ellwangen,

beschrieben die Bedeutung von

Made in Germany jeweils aus ihrer Unternehmenspraxis.

in China, Michael Dubbick, Inhaber der

Duisburger Krohne Messtechnik, sowie

Raymund Scheffler, Niederlassungsleiter

der Berenberg Bank in Düsseldorf.

keine Fachkräfte“, berichtete Jens Kühl.

„Jetzt tritt das Szenario ein, auf das viele

Experten uns schon seit zehn Jahren immer

wieder hingewiesen haben“, meinte

auch Landrat Stötzel.


Impressum

Herausgeber Michael Oelmann

Chefredaktion Marc Daniel Schmelzer (mds), schmelzer@wirtschaftsblatt.de

Michael Kranz (MiK), kranz@wirtschaftsblatt.de

Vertriebsleitung Jochen Oelmann, j.oelmann@wirtschaftsblatt.de

Vertriebskoordination Andreas Hodapp-Schneider, Andrea-Maria Schauf

Redaktions- und Verlagsanschrift

Graf-Adolf-Platz 1-2 ∙ D-40213 Düsseldorf ∙ Tel.: 0211/311 20 60-0

Fax Verlag: 0211/311 20 60-10 ∙ Fax Redaktion: 0211/311 20 60-30

verlag@wirtschaftsblatt.de ∙ www.wirtschaftsblatt.de

Büro Berlin Rungestraße 22-24 ∙ D-10179 Berlin ∙ Tel.: 030 / 41 72 37 48

Büro Köln Albin-Köbis-Straße 2 ∙ D-51147 Köln ∙ Tel.: 0 22 03 / 1 02 17 60

Regionalleitung Katja Eifler (ke), Christiane ten Eicken (cte), Jürgen Haß (Bayern), Sabine Hense-

Ferch (shf), Brigitte Freitag (bf/Hannover), Anna Hüser, Volker Motz (vmo), Marc Daniel Schmelzer

(mds), Gisela Splitt, Tina Marie Bongartz, Thomas Scharfstädt (THS/Berlin)

Redaktion Esther Fernholz (ef), Barbara Ochs (os), Ronald Morschheuser (romo), Karsten Sander

(ks), Andreas Schultheis (as), Anja Schumacher (aks), Sabine Spatzek (sas), Anne Swodenk (sw),

Carola Thielecke (cth), Brigitte Waldens (bw), Jan D. Walter (jdw)

Tel.: 0211/311 20 60-0, redaktion@wirtschaftsblatt.de

Redaktionsmitarbeit Falk Al-Omary (Berlin/Siegen), Frederike Aubke, Susanne Birkner (Wuppertal),

Sigrun Clasen, Jeanette Drauwe (Köln), Birgit Fliege (Willich), Claudia Friedrich, Otto Geissler

(Augsburg), Martina Gorlas (Essen), Susanne Grobosch (Bottrop), Mathias Hajek (Düsseldorf), Barbara

Anna Hüser, Nadia Joppen (Willich), Meike Kluska (Rheine), Thomas Leif (Düsseldorf), Anja

Neubert (Leipzig), Daniela Sarrazin (Osnabrück), Margit Schmitt (Köln), Dr. Markus Schöneberger

(Berlin), Sabine Seeger (Brüssel), Inga Sprünken (Köln), Meike Sturat (Köln), Karin Weidenbacher

(Wendlingen), Andrea Wiegmann

Firmenberatung Andrea-Maria Schauf, Marieluise Bothe, Sabine Dobbek, Fritz Findeisen (Hannover),

Heike Hesse, Silke Krudzki, Ulrike Lamberty, Christian Pianka, Felicitas Raecke, Martina

Sauer, Sabrina Schubert, Ilka Schulz, Simona Schwabe, Karin Schwarzer, Kirsten Simon, Heike

Sommer, Carola Thielecke, Stefan Trceziok, Karin Vitt

Tel.: 0211 / 311 20 60-21, anzeigen@wirtschaftsblatt.de

Gestaltung Daniela Schröder (Leitung); schroeder@wirtschaftsblatt.de, Tel.: 0211 / 311 20 60-24

Alina Linden, Julia Schmitz, Gisela Röhrig-Wargalla

Art Direktion Achim Schreiner, Tel.: 0211 / 311 20 60-56

Wirtschaftsblatt-TV Katja Eifler, Andreas Kranz, Anne Swodenk

Buchhaltung Brigitte Pulm, Tel.: 0211/311 20 60-54

Bürokoordination Martina Kolditz, Tel.: 0211/311 20 60-27, kolditz@wirtschaftsblatt.de;

Simona Müller, Anja Schumacher

Informationsdienste und Datenbank Michael Künzer (Leitung); Frederike Aubke, Jan Kranz,

Joshua Kranz, Kornelius Martusche, Johanna Scharf, Christopher Schauf

Fotos Achim Blazy, Simone Bahrmann, Torsten Baumann, Ulli Dackweiler, Dennis Darko, Günter

Distler, Claus Fellen, Oliver Flörke, Thomas Gödde, Dirk Grobelny, Holger Gross, Peter Kossok,

Günter Lintl, Boris Loehrer, Martin Mirbizaval, Angelika Osthues, Sandra Sanchez, Volker Schäffner,

Maic Schulte, Horst Siemes, Peter Sudermann, Anja Tinter, Rupert Warren, Andreas Willems,

Klaus D. Wolf

Aboservice Anja Schumacher, Tel.: 0211/311 20 60-40, schumacher@wirtschaftsblatt.de

Vertrieb Einzelverkauf DPV Network GmbH, Postfach 570412, 22773 Hamburg, www.dpvnetwork.de

Distribution Michael Hellmann, Rainer Schade

Druck Schaffrath Neue Medien GmbH, Geldern

Das Wirtschaftsblatt ist das regionale Wirtschaftsmagazin mit eigenständigen Ausgaben für die

Regionen Metropole Ruhr, Westfalen, Köln - Bonn - Aachen, Düsseldorf, das Bergische Land, den

Niederrhein, den Kreis Mettmann, Baden-Württemberg, Bayern, Ostdeutschland, Rhein - Main

- Saar, Metropolregion Hannover sowie Norddeutschland. Persönlich gekennzeichnete Beiträge

und Firmenbeiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Verlages dar. Alle Rechte liegen bei

der Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 25

vom 1.2.2011. 19. Jahrgang.

WIRTSCHAFTSBLATT Verlagsgesellschaft mbH

Geschäftsführer: Michael Oelmann

HRB-Nr. 49351, Amtsgericht Düsseldorf

„Die Stärkung des Standorts ist unser Ziel.“

IVW-geprüfte

gesamtverbreitete Auflage:

119.450 Hefte (III/10)

Impressum/Teamköpfe

Teamköpfe

Michael künzer

Wenn ein Mitar-

beiter des Wirt-

schaftsblatt jeden

der rund 250.000

wichtigsten Business-Entscheider

der Republik namentlich

kennt,

dann Michael

Künzer (41). Der

gebürtige Trierer

ist als Leiter des Datenbank-Teams für

die Pflege, Aufbereitung und Analyse der

Empfängeradressen des Wirtschaftsblatt

zuständig. Als bester B-to-B-Verteiler der

Republik ist diese Datenbank ein echtes

Kunstwerk, an dem täglich gefeilt wird.

Kreativ schaffend ist Michael Künzer zudem

an anderer Stelle: In seiner zweiten

Berufung ist er Musiker, Discjockey und Inhaber

des Platten-Labels Aube Records. In

der Electro-Pop-Szene ist es somit gerade

andersherum: Dort ist sein Name bestens

bekannt. Auch viele unserer Kunden haben

seine Musik schon mal gehört. Etwa

in der Telefon-Warteschleife des Verlags:

Die Klänge dort stammen aus seinem

Synthesizer.

In der Warteschleife auf ihren Ausbildungsplatz

als Medienkauffrau für Digital-

und Printmedien ist zur Zeit Simona

Müller (21), die ihre Ausbildung am 1. August

beim Wirtschaftsblatt beginnen wird.

Zuvor ist die Düsseldorferin weit gereist.

Nach dem Abitur hat sie sich als Rucksack-

Touristin auf die

andere Seite der

Erdkugel begeben.

Ein Jahr bereiste

sie Neuseeland,

Australien

und Südost-Asien.

Dabei hat sie

fließend Englisch

simona Müller zu sprechen gelernt,

was ihr in

ihrer Ausbildung

mit Zusatzqualifikation Business English

durchaus hilft. Das Geld für die Reise hat

sich der selbstbewusste Twen übrigens

selbst zusammengespart – durch Jobs neben

der Schule. Da soll noch einer sagen,

mit der Jugend sei nichts anzufangen!

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98 letzte seite

kopfschüttler

S

ollte jemand an meiner be-

scheidenen Meinung interessiert

sein, so nehme er bitte

zur Kenntnis: Ich bin bereit, alles zu

unterstützen, was dazu beiträgt eine

Insolvenz Griechenlands zu vermeiden.

Und das nicht, weil ich um die

Stabilität unseres Euro oder unseres

EU-Binnenmarktes fürchte. Mir geht

es auch nicht darum, einen willigen

Abnehmer deutscher U-Boote bei

Kasse zu halten. Meine bange Sorge

gilt dem Land selbst, denn wer einen

Blick ins griechische Insolvenzrecht

wirft, wird sich einen panischen Moment

kaum verkneifen können. Warum?

Weil im Land der Hellenen gilt:

Wer nicht zahlen kann, wird abgewickelt!

Der Gesetzgeber sieht keine Sanierung

im Insolvenzverfahren vor.

Klamme griechische Unternehmen

werden liquidiert. Man verflüssigt

alle Vermögensgegenstände, damit

Geld in die Taschen der Gläubiger

fließen kann. Das Ende jedes Liquidationsprozesses

ist die Auflösung der

Gesellschaft. Bei solch einem Satz

stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Was soll denn aus den Griechen werden?

Was wird aus dem Geburtsland

der Demokratie, wenn auf jedem

Tempel der Kuckuck klebt? Kann

man bald Kreta kaufen? Wer könnte

dann noch verhindern, dass windige

Despoten aus ölreichen Nachfolgestaaten

der Sowjetunion sich die

Akropolis in die eigene Steppe umsetzen

lassen? Chinesische Staatsfondsmanager

haben ja schon ihre

geschäftstüchtigen Finger in griechische

Hafenbecken getaucht. Die

asiatische Wirtschaftsmacht könnte

die Hellenenrepublik ohne Sodbrennen

sogar komplett verdauen, denn

Griechenland hat gerade mal halb so

viele Einwohner wie der Großraum

Shanghai. MiK

Wirtschaftsblatt 3/11

Postskriptum

Auf einmal wollte sich nichts mehr bewegen bei einem solinger

Beschichtungsunternehmen. Andrea Will, Geschäftsführerin

der Nachfolgegesellschaft ebbtec, verrät, wie sie im vergangenen

Jahr den wirtschaftlichen stillstand überwinden konnte.

eseleigenschaften

Z

uerst war da eine Idee, dann die

Gespräche mit allen Beteiligten,

und dann haben wir einfach

losgelegt. Viele Handlungen waren rein

einfach intuitiv. Man muss sich eben

auch mal was trauen – und man muss

vertrauen können. Dem Insolvenzverwalter,

den Banken, den Behörden,

allen involvierten Geschäftspartnern

und Freunden, die einen zunächst

einmal tatkräftig, oft bedingungslos,

unterstützen. Den vertrauten Kunden,

die wieder zurückgekommen sind, und

den neuen Kunden, die sich erst jetzt

auf uns eingelassen haben. Vor allen

Dingen jedoch muss man den Mitarbeitern

vertrauen, ohne die ginge rein gar

nichts. So etwas geht nur im Team.

Oft ist man auf Hilfe angewiesen,

bis man auf gesunden und festen Beinen

steht. Man muss um Hilfe bitten

und sie auch annehmen können. Oft

trifft man auch auf neue Geschäftspartner,

geht weitere Kooperationen

ein, knüpft neue Netzwerke und bringt

damit die ganze Sache noch zielgerichteter

zum Erfolg. So kommt man wei-

ter, wie gesagt: im Team. Ich kann bei

solchen Projekten immer nur der Impuls

sein, die Realisation kommt aus

dem Ganzen. Man muss durchhalten.

Oft hat das auch viel mit Glück und

Pech zu tun.

Man muss den unabdingbaren

Willen haben, das gesetzte Ziel zu erreichen

und darf niemals aufgeben.

Durchhalten, geduldig sein, zäh, genügsam,

arbeitswillig, ausdauernd, belastbar,

zuverlässig und willensstark,

damit kommt man weiter. Man muss

vorsichtig die Risiken abschätzen, die

da sind und die da kommen mögen.

Das ist oft schwierig, denn es kommt

immer anders, als man denkt. Man

muss sich auf die anderen, aber besonders

auch auf sich selbst verlassen können

und auch wollen. Als letzten Ausweg

muss man erbittert kämpfen, um

an sein Ziel zu kommen. Man darf sich

nichts einreden lassen, sondern immer

nur aus eigener Überzeugung handeln.

Alles doch irgendwie nur Eseleigenschaften.

Wenn man die hat, dann

kann es klappen, so ein Projekt.


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Themen des nächsten

Heftes 4/11

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Projektentwicklung und Standortwahl

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