Schmeckt nach Kohlrabi, fühlt sich an wie Heu. Pressemitteilung S ...

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Schmeckt nach Kohlrabi, fühlt sich an wie Heu. Pressemitteilung S ...

S Sparkasse

Zollernalb

Pressemitteilung

Balingen, 17. Mai 2013

Ansprechpartner:

Thorsten Straubinger

Leiter Vorstandssekretariat/Grundsatzfragen

Telefon: 07433 13-7478

Fax: 07433 23647

E-Mail: Thorsten.Straubinger@spkza.de

Schmeckt nach Kohlrabi, fühlt sich an wie Heu.

Auszubildende der Sparkasse Zollernalb zeigen, was an Organisationstalent in ihnen steckt und veranstalten

für 52 Kinder und Jugendliche der Lauwasenschule einen Erlebnistag in der und über die Natur.

Nach was schmeckt das hellgrüne Stückchen bloß, auf

dem Jan gerade herumkaut? Mit verbundenen Augen

soll der Neuntklässler erraten, was er gerade isst. Er

kratzt sich am Hinterkopf und verzieht das Gesicht.

Kohlrabi?“, meint er zögerlich. „Ja!“, lobt Azubi Andrea

und bietet ihm gleich die nächste Kostprobe an: „Das

gibt es auch in gelb und grün“, sagt sie. „Paprika?!?“

Jetzt folgen noch Gurke, Erdbeere, Zitrone und Walnuss.

Jan errät mühelos Obst und Gemüse und meint kauend:

„Das macht echt Spaß!“

Weiter geht’s zur Station „Fühlen“ am nächsten

Werktisch im Naturerlebniszentrum in Oberdigisheim.

Mutig fasst Jan in einen Schuhkarton nach dem anderen

und benennt, was er fühlt: Heu, Rinde, ein Schneckenhaus,

Tannenzapfen, Federn und Tannenreisig. Ebenfalls

mit verbundenen Augen errät er die Gerüche von Zimt,

Curry, Kaffee und Zwiebeln.

„Die Neuntklässler haben alle gut mitgemacht“, berichten

die beiden Sparkassen-Azubis Jacqueline und

Andrea, die anfangs dachten, dass die Station mit den

fünf Sinnen eher was für die Klassen vier bis sechs sei.

„Die Schüler erkannten fast alles, nur bei Kohlrabi hatten

manche Mühe“, sagt Andrea. „Und viele haben die

Zitrone gleich wieder ausgespuckt“, ergänzt Jacqueline.

In der Wiese neben der leise plätschernden Bära riecht

es etwas nach Essig. Um den Auszubildenden Daniel

drängen sich bei der Station „Experimentieren“ ein paar

Jungs, die gar nicht mehr zu stoppen sind: Sie füllen

eifrig Backpulver und Essig in ausrangierte Filmdöschen

und werfen sie in die Luft. Mit einem lauten Knall

schießt der Deckel weg und die Jungs sind begeistert.

Ab und zu fliegt ein Döschen verdächtig nahe an

Klassenlehrer Stefan Maaß vorbei. Er nimmt’s gelassen

und freut sich, dass seine Schüler so viel Spaß haben:

„Das ist schon ein tolles Angebot, das die Auszubildenden

der Sparkasse auf die Beine gestellt haben.

Wir wurden mit dem Bus abgeholt, haben hier ein interessantes

Programm und werden nachher im Naturerlebniszentrum

auch

verpflegt.

Würden wir Lehrer so ein

Programm für unsere

Schüler organisieren,

bräuchten wir wohl ein

Jahr Vorlauf“, meint der

Klassenlehrer.

Nicht ganz so lange, aber

immerhin seit Anfang

des Jahres befassen sich

die 28 Auszubildenden

des zweiten Lehrjahrs

mit der Planung des

Naturerlebnistags. Im

Januar präsentierten die

Ausbildungsbeauftragten

der Sparkasse, Michael

Habfast und Andrea

Straube, ihren Auszubildenden

das Konzept

des Naturerlebnistags,

Viel Spaß und Bewegung hatten die Schüler der Lauwasenschule beim Naturerlebnistag, die hier mit ihren Lehrkräften

sowie Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs und den Ausbildern der Sparkasse Zollernalb zu sehen sind.

(Foto: Sparkasse Zollernalb)


und Rektor Wolfgang Jäth stellte die Lauwasenschule vor. „Ein

wesentlicher Teil des Alltags an der Lauwasenschule ist es,

Gemeinschaft zu erzeugen“, so Jäth. Insofern sei das Azubiprojekt

sehr willkommen gewesen.

Im Februar und März begleiteten die Azubis die Schüler im Unterricht

und begannen danach mit der Umsetzung der geplanten Aktivitäten:

Ideen fürs Programm wurden diskutiert, der Bus bestellt und das

Mittagessen bei der Lebenshilfe geordert. Außerdem mussten zahlreiche

Bastelmaterialien eingekauft werden, damit die Schüler

Rahmen mit Mosaiksteinen bekleben, Schlüsselanhänger fertigen,

T-Shirts und Mützen bemalen, Handy- und CD-Ständer aus Holz

zusammenbauen können.

„Man lernt bei dem Projekt ziemlich viel“, findet Azubi Daniel. Es sei

nicht einfach gewesen, bei der Vorbereitung die Ideen aller 28 Azubis

unter einen Hut zu bekommen, Aufgaben zu verteilen und den Tagesablauf

gut zu strukturieren. Die Mischung aus Lernen, Spaß und

Naturerlebnis sollte stimmen. Man lerne dabei vor allem, aufeinander

einzugehen und miteinander umzugehen. „Es hat auch eine Weile

gedauert, bis wir die Schüler kennen gelernt haben.“

Für Andrea Straube sind die wichtigsten Gründe, warum die Auszubildenden

im zweiten Lehrjahr dieses Projekt machen: „Es geht uns

um soziales Engagement und Empathie, denn wir haben als Sparkässler

viel mit unterschiedlichen Menschen zu tun. Uns ist auch

wichtig, dass die Azubis gemeinsam etwas planen, umsetzen und

den Erfolg genießen.“

Sie selbst hat die Erfahrung gemacht, dass jene das Projekt sehr

schätzen, weil es etwas Vergleichbares bei anderen Unternehmen

nicht gebe. Für Straube gilt: „Wir verlangen nichts, was wir nicht

selbst tun würden.“ Stimmt – sie selbst hat heute ihren Hosenanzug

im Schrank gelassen und hilft in Jeans und T-Shirt beim Holz zusägen

für den Bau von Luftballonbooten.

Die Projektarbeit der Azubis gibt es mit externen Kooperationspartnern

seit fünf Jahren. „Bisher engagierten sich unsere Auszubildenden

für den Club Handicap, die Kindertagesstätte „LEO“ in

Truchtelfingen und für die Seniorenresidenz an der Eyach in

Balingen“, erklärt Michael Habfast. Außerdem organisierten die

Azubis eine Faschingsparty für die Lebenshilfe für Behinderte

Zolleralb e.V. und einen Naturerlebnistag für die Kinder der

Weiherschule Hechingen.

Erschöpft von Baumscheibenweitwurf, Hindernisparcours und

Dosenwerfen setzen sich ein paar Schülerinnen an den Holztisch in

der Wiese. Mit einem feinen Pinsel holen sie Wasserasseln und

Eintagsfliegenlarven aus dem Aquarium und nehmen sie unter dem

Mikroskop in Augenschein: „Guck mal, wie die sich bewegen! Meine

rollt sich zusammen!“, ruft eine Schülerin. Hannes Schurr,

Stiftungsökologe der Sparkasse, hat die Flussbewohner aus der Bära

gefischt und einige Bestimmungstafeln dazugelegt, sodass die

Kinder ihn fragen oder selbstständig forschen können. Aber da heute

alles neu und aufregend ist, bleibt kaum Zeit zum Fragen, denn die

nächste Station lockt mit spannenden Experimenten …

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