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MBA-Feier ander Hochschule in Bonn /Seite 16

Nr. 42 21. Oktober 2011 ZKZ4992

74. Jahrgang

. .

Herausgegebenvom

Deutschen Sparkassen- und Giroverband

DieSparkassenZeitung

W

W

W o c h e n z e i t u n g f ü r d i e S p a r k a s s e n - F i n a n z g r u p p e

Freitag, 21.10.2011

HSBC trinkaus

sagt WestlB ab

Die HSBC Trinkaus&Burkhardt AG hat

sich aus dem Bieterverfahren über Teile

des WestLB-Firmenkundengeschäfts

zurückgezogen. Das teilte die WestLB

mit. Grund für den Rückzug sei, dass

zwischen den Beteiligten keine Einigung

über die weitereVorgehensweise

im Verkaufsprozess erreicht werden

konnte. Die laufenden Gespräche zur

Ausgestaltung der Verbundbank und

mit der Helaba würden weitergeführt,

erklärte die WestLB weiter.Für die Realisierung

von Veräußerungsoptionen

hat die WestLB eineFrist bis Mitte2012.

Dietrich Voigtländer,Vorsitzender

des Vorstands der WestLB AG, nannte

den Rückzug von HSBC Trinkaus &

Burkhardt eine „herbe Enttäuschung“.

Man werde den laufenden Veräußerungsprozess

weiterführen, „auch

wenn die Rahmenbedingungen hierfür

sicherlich nicht einfacher geworden

sind“.

DSZ

Fotografie

im Fokus

Im Sprengel Museum Hannoverist die

Ausstellung „Photography Calling“ eröffnet

worden. Sie zeigt mit Werken von

31 Fotografen auf über 2000 Quadratmetern

eine umfassende Übersicht zum

Stand der künstlerischen Fotografie seit

den Sechziger Jahren und spürt dabei

vor allem dem dokumentarischen Stil

nach. „Photography Calling“ ist als Kooperationsprojekt

angelegt, bei dem

sich die Niedersächsische Sparkassenstiftung

nicht nur finanziell, sondern

auch inhaltlich stark engagiert. Gemeinsam

mit der Sparkasse Hannover

wurde die Ausstellung mit 200 000 Euro

gefördert. Die Schau zeigt außerdem

mehr als 200 Leihgaben ausder großen

Sammlung der Niedersächsischen

Sparkassenstiftung (unser Bild zeigt

das Werk „Alongside Interstate 25“

des US-Fotografen Robert Adams). DSZ

Fortsetzung auf ............................Seite 6

iNtERViEW

i N H A l t

Es droht ein Rennen

wie beim Atom-Ausstieg

Prof. Hans-Peter Burghof hofft, dass der

EU-Gipfel am Wochenende keine Beschlüsse

zur Bankenregulierung fällt:

„Die Probleme sind nämlich zu diffizil,

um sie mal eben aufeinem Gipfel übers

Knie zu brechen.“ ......................... Seite 2

FiNANZGRUPPE

Wo kleine Stiftungsprojekte

groß rauskommen

DerWettbewerb David geht in eineneue

Runde.Mit ihm werden Stiftungsprojekteprämiert,

diemit eher überschaubaren

Mitteln große Wirkung entfalten.

................................................... Seite 4

SPARKASSEN

Kindersparwoche in Köln

DSGV-Präsident Haasis kritisiert Politik der Euro-Staaten

„Keine Wirtschaftskrise herbeireden“

DSGV-Präsident Heinrich Haasis hat

im Vorgriff aufden 87. Weltspartag Ende

Oktober aufdie besondereAktualitätdes

Spargedankens verwiesen. Die

Sorgen privaterAnleger um die Stabilität

seien vor dem Hintergrund der

Staatsschuldenkrise „objektiv gut begründet“,

erläuterte Haasis vorJournalisten

in Berlin.

CHRiStoPH BECKER

Das Überschuldungsproblem sei

nicht nur auf Europa beschränkt.

Die USA hätten aktuell

eine Staatsverschuldung von rund 100

Prozent, die Euro-Länder von etwa 88

Prozent, einige Länder wie Griechenland

lägen sehr deutlich darüber.„Dauerhafte

Wohlstandsverluste“ seien ab

einer Staatsverschuldung von etwa 90

Prozent des Bruttoinlandsprodukts

durchaus zu befürchten. Das habe eine

viel beachtete Untersuchung der USamerikanischen

Ökonomen Kenneth

Rogoff und Carmen Reinhart ergeben,

sagteder DSGV-Präsident.

Um dasVertrauen auf Kreditrückzahlung

zu stärken, habe die europäische

Politik Rettungsschirme in Form

von Bürgschaften aufgespannt. Gleichzeitig

hätten jedoch Äußerungen über

Staatsinsolvenzen diese vertrauensbildende

Maßnahme wieder untergraben.

Fordert eine Brandmauer rund um Griechenland: Heinrich Haasis.

Haasis kritisierte, die politischen Akteure

hätten den europäischen Stabilitätsmechanismus

EFSF viel zu langsam

in Kraft gesetzt. Zudem sei die Frage widersprüchlich

beantwortet worden, ob

undinwelcher Höhe private Kapitalgeber

bei Staatspleiten freiwillig auf Kreditrückzahlungen

verzichten sollten.

Jetzt diskutieredie Politik,obnicht

Banken in Schieflage geraten würden,

falls Staatsschulden nicht zurückgezahlt

werden. Politisch Verantwortliche

drohten also den Geldinstituten damit,

Kredite nicht zurückzuzahlen, gleichzeitig

würden sieden Banken Staatshilfen

bei der dann angeblich notwendigen

Kapitalisierung in Aussicht stellen.

Fürdiese verkehrteWelt fand der Präsident

deutliche Worte: „Schuldner zeigen

mit dem Finger auf Gläubiger und

stellen die Frage, wie diese so dumm

sein konnten, ihnen Kapital zuleihen

und wie unverschämt es sei, dieses

auch zurückhaben zu wollen.“

All das sei ungeeignet,bei privaten

oder institutionellen Investoren das

Vertrauen in die Solidität der Euro-

Staaten zu erhöhen. „Ich befürchte

eher,dass wir uns so immer weiter in eine

Krise hineinreden“, sagteHaasis. Die

Euro-Länder sollten ihre Kreditverpflichtungen

erfüllen. Dann gebe es bei

deutschen Kreditinstituten auch keinen

Bedarf an staatlichen Kapitalmaßnahmen.

Um Griechenland müsse die

Politik„eine Brandmauer errichten und

dafür sorgen, dass die anderen Euro-

Länder solvent bleiben“, forderte der

Präsident. Das sei sinnvoller und wirtschaftlich

günstiger als Banken mit

Staatsgeld neu zu kapitalisieren. Denn

das erhöhe die Staatsverschuldung weiterund

verschärfe die Situation der öffentlichen

Haushaltezusätzlich.

Haasis beurteilte es als „ganz

falsch“ und „nicht vernünftig“, die Eigenkapitalanforderungen

der Kreditinstitute

beiläufig und willkürlich zuerhöhen.

Damit seien die Institute gezwungen,

entweder Staatsmittel in Anspruch

zu nehmen oder ihre Kreditlinien

zu Lasten der Wirtschaft zurückzufahren.

Beides sei volkswirtschaftlich

gefährlich. „Wir sollten nicht die

Gefahr in Kauf nehmen, aus einer

Staatsschuldenkrise eine Banken- und

Versicherungskrise zu machen. Denn

daraus könnte schnell eine allgemeine

Wirtschaftskrise entstehen.“ Insofern

trage die europäische Politik beim EU-

Gipfel am Wochenende „eine großeVerantwortung,

das Richtige zu tun“.

Foto Bildschön

DieKreissparkasse Köln setzt aufden

Weltspartag. FürkommendeWoche hat

das Institut alle Kinder mit ihren Spardosen

in eine der 217 Geschäftsstellen

eingeladen. .................................... Seite 8

VERMiSCHtES

Sport und Spiele

zum Mitmachen

Gut 4000 Besucher zählte der Sparkassen-Sporttag

in Merzig. Das Fest richtete

sich an Sparkassenmitarbeiter,Betriebssportgemeinschaften,

Sportvereine

und Sparkassenkunden und lockte

mit Veranstaltungen vonDrachenboot-und

Rikscha-Rennen über Fechten

bis zu Boules. ..........................Seite 11

iMPRESSUM .................... Seite 18

Der Preis der Medienstiftung zeichnet

mutige Berichterstattung aus. Foto dpa

Medienstiftung der Sparkasse Leipzig

Zentrum für Pressefreiheit

In Leipzig haben namhafteJournalisten

und Google Deutschland einen

Gründungsaufruf für ein Europäisches

Zentrum für Pressefreiheit unterzeichnet.

Initiiert hat den Aufruf Hans-Ulrich

Jörges, Mitglied der Chefredaktion

des „Stern“, zum Abschluss einer

Podiumsdiskussion der Medienstiftung

der Sparkasse Leipzig. Diese hat ihre

Unterstützung bereits zugesichert; sie

würde die Infrastruktur ihrer Stiftung

für eine solche Einrichtung zur Verfügung

stellen.

Wie notwendig eine unabhängige

Anlaufstelle ist, die sich für die Rechte

von Journalisten einsetzt, haben die

diesjährigen Träger des Preises für die

Freiheit und Zukunft der Medien geschildert:

Der tunesische TV-Journalist

Fahem Boukaddous, der russische Enthüllungsjournalist

Oleg Kaschin und

der ARD-Reporter Stefan Buchen haben

den Preis der Medienstiftung der Sparkasse

Leipzig für ihremutige, authentische

und engagierte Berichterstattung

erhalten. Sie haben am eigenen Leib

Unterdrückung und Einschüchterung

erlebt. Boukaddous landeteimGefängnis,

Kaschin wurde zusammengeschlagen.

Auch Michael Rediske,Vorstandssprecher

von „Reporter ohne Grenzen“

undebenfalls Teilnehmer der Diskussion,

berichtete von Repressalien gegen

Kollegen.

Ivan Montik, Journalist aus Weißrussland,

beklagte auf dem Podium,

dass es nach den jüngsten Wahlen in

seinem Land praktisch keine freie Medienbewegung

mehr gebe. Kay Oberbeck,

Unternehmenssprecher von

Google, bestätigteden Trend nach mehr

Zensur –auch in Westeuropa. Bei Google

häuften sich Anfragen von Regierungen

und Behörden nach Herausgabe

von Nutzern und Sperrung von Websites.

FürJörges stellt die Medienstiftung

der Sparkasse Leipzig eine „einmalige

Organisation“ dar, die sich vorbildlich

für die Freiheit der Medien engagiere.

Auch Leipzig sei als Stadt der Freiheit

ein optimaler Standort, da sie gleichermaßen

nach Osten und Westen schaue.

EinZentrum für Pressefreiheit brauche

jedoch auch starke Partner und ein finanziell

langfristig tragbares Konzept.

Es solle,soJörges, die Politik mobilisieren,

der Pressefreiheit eine höhere Bedeutung

zuzumessen, für Journalisten

ein gut geschütztes Netzwerk schaffen

und mit bereits vorhandenen Organisationen

eng kooperieren.

DSZ

www.leipziger-medienstiftung.de

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2 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

meinung und hintergrund

KommentAr

Auf den euro

kommt es an

Jochen SchoBer

Die deutsche Wirtschaft wird2012 nicht in

eine Rezession abgleiten, so die Herbstprognosen

der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute.Die

Konjunkturschwächt

sich im Winterhalbjahr zwar ab, nimmt

dann aber wieder Fahrt auf.Der Zuwachs

des Bruttoinlandsprodukts wird2012 geringer

ausfallen als in den wachstumsstarken

Vorjahren, ist aber mit 0,8 Prozent

nichtsoweit vomWachstum entfernt, das

wir zu Beginn des Jahrhunderts hatten.

Die Zahl der Arbeitslosen wirdsich erneut

verringern, freilich nicht so stark wie in

den Jahren zuvor. Ob es allerdings 2012 zu

einem „kräftigen Lohnanstieg“ von 2,5

Prozent (nach 1,8 Prozent in diesem Jahr)

kommen wird, darf man bezweifeln.

Die Beruhigung der Weltkonjunktur

soll den Preisauftrieb bei Rohstoffen, Energie

und Nahrungsmitteln abschwächen.

Doch selbst wenn es dazu kommt, dürften

in Deutschland Zweitrundeneffekteauftreten,

wie etwa eine Anhebung der Strompreise

und der Preise der Bahn. Nach dem

prognostizierten Konjunkturmuster und

solange die Geldpolitik die Inflationnicht

bekämpft, wirdsich die schleichende Preissteigerung

fortsetzen, wenn nicht 2012,

dann 2013.

Geldpolitik ist ausgereizt

Dabei ist die klassische Geld- und Fiskalpolitik

weitgehendausgereizt. Die EZB wird

die Leitzinsen nur in einem sehr engen Rahmen

verändern, insgesamt wirdihreWirkung

für Deutschland expansivbleiben. Für

Konjunkturprogramme besteht kein Spielraum.

Die Schuldenbremse und neue, wohl

reduzierte Steuerschätzungen erfordern

mehr Disziplin bei den Ausgaben.

Aufdie klassische Konjunkturpolitik

kommt es laut Aussage der Institute2012

ohnehin nicht an. Die wichtigsteAufgabe

der Politik bestehe darin, „eine Zuspitzung

der Vertrauenskrise zu vermeiden und einen

Ausweg aus der Schuldenkrise zu weisen“.

Eine Vertrauenskrise könnte indie

Rezession führen. Denn wie die Institute

anmerken, sind es die schlechten Nachrichten

von den Finanzmärkten und die

Stimmungsindikatoren, aber nicht die realwirtschaftlichenDaten,

die eineEintrübung

der Konjunktur erwarten lassen.

WerVerantwortung in der Wirtschaft

hat, darf dieses Gutachten also nicht einfach

übernehmen. Implizit zeigt es einen

breiten Korridor für das nächsteJahr,von

hartnäckiger Rezession bis zukräftigem

Wachstum. Das Ergebnis hängt davonab,

welches Vertrauen man in die Fähigkeit

der Politik zur Überwindung der Schuldenkrise

hat.

Die EZB hat kurzfristig zur Beruhigung

beigetragen, indem sie Staatsanleihender

überschuldeten Länder ankaufte.

Die Institute streiten darüber,obdas zielführend

war. Aber in einem treffen sie sich

mit dem scheidenden Präsidenten der Zentralbank:

Die EZB kann nicht weiter uferlos

Staatstitel ankaufen, ohne ihreReputation

und ihregeldpolitische Handlungsfähigkeit

aufs Spiel zu setzen.

Skepsis herrschtvor

interview

es droht ein rennen wie beim Atom-Ausstieg

Bankenproteste und neue Regulierungsideen

ausder Politik bestimmen

das mediale Bild im Vorfeld des EU-

Gipfels am Wochenende. Doch möglichst

keine Beschlüsse von diesem

Gipfel wünscht sich derWirtschaftsprofessor

Hans-Peter Burghof vonder

Universität Hohenheim. Die Fragen

der Bankenregulierung seien „zu diffizil,

um sie übers Knie zu brechen“.

dSZ: Wie hat man die Banken-Protesteeinzuordnen?

Sind das die Wutbürger oder ist

das ein globaler Spaßprotest?

Burghof: Hierbei handelt es sich nicht

um die sogenannten Wutbürger. Der

Grad der Mobilisierung ist gering. Die

Sieht eine „Rolle rückwärts“ der Politik:

Prof.Hans-Peter Burghof.

Foto dpa

Bewegung hat schon einen starken intellektuellen

Unterton, wobei der meist

nicht ausdem wirtschaftswissenschaftlichen

Bereich kommt. Das führt uns

zum Problemfeld. Es gibt ein Unbehagen,

das wir alle teilen. Wir ruinieren

auch unsereStaaten mit einem Finanzsystem,

das immer wieder Amok läuft.

Nur: Welche Lösungen finden wir? Das

ist viel schwieriger, als Unmut zu äußern

und die Politik zum Handeln aufzufordern.

Inwieweit hat diese Protestbewegung

denn sie einende Lösungskonzepte?

Solche Ansätze gibt es nicht, esist das

Unbehagen, das die Menschen eint. Das

ist auch zu wenig. Von daher werden

wir eine Phase bekommen, inder verschiedenste

Gesundbeter auf den Zug

aufspringen und versuchen werden,

ihn für sich zu instrumentalisieren.

Wie passt es denn dazu,dass sich weiteTeile

der Politik mit den Protestierenden solidarisieren?

Die Politik stellt sich aus sehr unterschiedlichen

Gründen mit der Protestbewegung

in eine Reihe. Zum einen

sind auch Politiker Bürger und empfinden

das gleiche Unbehagenwie wir alle.

Zweitens sind sie Politiker und glauben,

sie könnten die Welt gestalten. Das ist

eine Kontroll-Illusion. Das gefühlte Primat

der Politik führt zu der Vorstellung,

mit schier unbegrenzten Mitteln dieRealität

in eine entsprechende Richtung

zu zwingen. Ex-Finanzminister Hans Eichel

äußerte neulich auf einer Veranstaltung,

die wir gemeinsam besucht

haben, dass eseine Unverschämtheit

sei, zu erklären, Euro-Staatsanleihen

seien unsicher, wenn doch von den Regierungen

beschlossen worden sei, sie

seien sicher. Nur weil Politiker etwas

beschließen, ist dies aber nicht zwingend

so.

Waswürden es denn bringen, Investmentbanking

und Universalbank zu trennen?

Es gibt verschiedene Abspaltungskonzepte,

etwa das Trennbankensystem der

aus den USA stammenden LaRouche-

Bewegung. Viele dieser Konzepte sind

rückwärtsgewandt und aufdie USA bezogen.Obman

damit die Zukunft in Europa

gestalten kann, scheint sehr fraglich.

Unsere Erfahrungen in der Bundesrepublik

Deutschland sind von stabilen

Universalbanken gekennzeichnet

und unterscheiden sich deutlich von

der Bankengeschichte der USA. Es ist

auch eine Illusion, dass man nurdie Risiken

aus dem Investmentbanking abgrenzen

müsste, denn in der Geschichte

resultieren Bankpleiten meist aus

dem Kreditgeschäft. Teils verschlimmert

ein Institut seine Schieflage aus

dem Kreditgeschäft, wenn es versucht,

dies am Markt durch Investmentbanking

auszugleichen.

Wie sehen Sie denn Forderungen aus der

Politik, Banken per Zwang höher zu kapitalisieren,damit

sie die Risiken vonEuro-

Staatsanleihen in ihren Portfolios abdecken

können?

Es war ein Beschluss der Politik, dass

diese Staatsanleihen nichtmit Eigenkapital

unterlegt werden müssen. Nunalso

die Rolle rückwärts: Rein in die Kartoffeln,rausaus

den Kartoffeln. Das ist

eine unseriöse Politik, wenn man solche

höheren Eigenkapitalnormen so

kurzfristig fordert. Wir haben Basel III

erarbeitet, weil es sinnvoll und flexibel

ist. Es gibt allen Typen vonBanken Zeit,

sich das entsprechende Eigenkapital zu

beschaffen oder das Geschäftsmodell

anzupassen. Schlagartig Änderungen

zu fordern, ist Aktionismus und auch

nicht wettbewerbsneutral.

Wie meinen Sie das?

Die einen machen eine Kapitalerhöhung,

die anderen müssen stark thesaurieren.

Genossenschaftsbanken und

Sparkassen müssen ihreInhaber davon

überzeugen, dass sie mehr Kapital zur

Verfügung stellen müssen. Die Kapitalmarkt-nahen

Banken kommen mit dieser

erratischen Politik besser klar. Die

Investmentbanken können die Erfordernisse

leichter lösen als die klassische

deutscheUniversalbank.

Wäre es denkbar,dass Geschäftinfolge solcher

Anforderungen abgebaut wird?

Natürlich. Dann werden dieBanken,die

unter der Finanzkrise stark gelitten haben,

aber sich über den Kapitalmarkt

frisches Geld besorgen können, also in

Deutschland vorallem privateBanken,

das Geschäft teilweise übernehmen.

Wenn wir aber derzeit eine gewisse Verschiebung

hin zu regionalen Banken

haben, dann hat das auch gute Gründe.

Die jetzigen Regulierungsideen könnte

aber genau eine gegenteilige Entwicklung

auslösen. Die Sparkassen haben in

der Vergangenheit bereits einiges an Eigenkapital

thesauriert und damit keine

ernsthaften Probleme. Die Beteiligungen

an den Landesbanken könnten

aber teuer werden, wenn man dort aufkapitalisieren

muss und keinen entsprechend

einfachen Zugang zum Kapitalmarkt

hat wie die Privatbanken.

Was erwarten Sie vom großen Gipfel der

Euro-Staaten?

Ich hoffe, dass es nicht viel Neues gibt.

Die Probleme sind nämlich zu diffizil,

um siemal eben auf einem Gipfelübers

Knie zu brechen. Das ist keine gute Lösung.

Deswegen haben wir doch den BaselerBankenausschuss,

um solche Entscheidungen

vorzubereiten. Die Politiker

agieren hier mit Motiven, die sich

aufWiederwahlen, Kanzlerkandidaturenoder

anderesbeziehen. Es drohtein

Rennenwie beim Thema Atomkraft, wo

in kürzester Zeit fern von jeder Sachlogik

mal in die eine und gleich darauf

wieder in die andere Richtung umgeschaltet

wurde. Ich hoffealso, dass jetzt

keine Regulierungsmaßnahmen beschlossen

werden, sondern die Vorbereitung

für solche Maßnahmen in die

Wege geleitet wird.

Das Gespräch führte Thomas Rosenhain.

Banken-Proteste inFrankfurt: „Es ist das Unbehagen, das die Menschen eint. Nur: Welche

Lösungen finden wir? Das ist viel schwieriger,als Unmutzuäußern.“ Foto dpa

ESV-Konferenz: Basel III kontrovers diskutiert

müssen die Falschenfür die Finanzkrisezahlen?

Bleibt die Politik. Die hat den Stabilitätspakt

bekräftigt und verschärft. Freilich

wurde der noch nie eingehalten. Die Skepsis,

ob jetzt eine Disziplinierung der Staatsausgaben

erfolgt, ist weit verbreitet. Die

Wirtschaftsinstitute fordern daher einen

„funktionsfähigenInsolvenzmechanismus

für Staatenund ein europäisches Verfahren

für eine Rekapitalisierung von Banken“.

Wie das im Einzelnen aussehensoll,

weiß keiner. Früher wurden bankrotte

Staaten in Verhandlungen mit allen Beteiligten

umgeschuldet und marode Banken

aufgefangen oderabgewickelt. Ob dasmit

einem neuen juristischen Kanon besser

geht, ist keineswegs ausgemacht.

Bleiben die Rettungsschirme. Sie sind

tatsächlichein Risiko, wenn sie, wie angedacht,

auf gutdreiBillionen Euro „gehebelt“

werden, um auch Italien und Spanien

retten zu können. Die Institutegehen davonaus,

dass sich dann auchdie Bürgen

übernehmen. Das exzellente Rating

Deutschlands gerieteinGefahr mit fatalen

Folgen für die Finanzierungskosten von

Staat und Wirtschaft.

Die Sorgen des Einzelhandels um das

Weihnachtsgeschäft könnten sich dennoch

als verfrüht erweisen.Viele Deutsche,

dieangesichts derwachsendenMilliardenbeträge

zur Euro-Rettung einen Anstieg

der Inflation und spürbareSteuererhöhungen

befürchten, werden sich ein opulentes

Weihnachtsfest gönnen wollen.

Unter das Hauptthema „Sparkassen

und Retailbanken 2020“ hat die Europäische

Sparkassenvereinigung(ESV)

ihre diesjährige Konferenz gestellt.

Kontrovers diskutiert wurde besonders

über die Umsetzung vonBasel III

auf EU-Ebene (CRD IV).

Lee giLLette

europäische Sparkassenvereinigung

ESV-Geschäftsführer Chris De Noose

zählte auf, dass drei Fakten im

angebrochenen Jahrzehnt für die

Zukunft des Geschäftsmodells „Retailbank“

entscheidend seien: eine neue

Art Retailkunde, eine neue Zahlungsverkehrstechnologie

und eine Regulierung

von einem bislang nicht gekanntenAusmaß.

In einer Podiumsdiskussion unter

der Überschrift „Fokussierung auf den

Retailbank-Kunden des 21. Jahrhunderts“

argumentierte der Moderator,

Philippe Pelle von der Europäischen

Kommission, dass die so genannte

„Markets in Financial Instruments Directive“

(Mifid) Investoren mit einem

adäquaten Schutz ausstatte, ohne insgesamt

an Innovationskraft zu verlieren.

Henning Bergmann vom Deutschen

Sparkassen- und Giroverband

(DSGV) unterstrich, dass eine stärkere

Compliance, eine qualitätsvollereBeratung

sowie eineVermeidung von Wettbewerbsverzerrungbei

den strukturierten

Produkten im Vordergrund stehen

müssten. Einige Banken hätten gezeigt,

dass es nicht um mehr Gesetzgebung

gehe, sondern um eine bessere Rechtsdurchsetzung.

Im Panel „Zahlungsverkehrslösungen

für Verbraucher und KMU“ unterstrich

ElemérTerták, persönlicher Beraterdes

Generaldirektors „Binnenmarkt

und Dienstleistungen“ der EU-Kommission,

dass der einheitliche Euro-Zahlungsraum

Sepa eine Plattform für die

Zahlungsdienstleistungen des 21. Jahrhunderts

schaffe.

Axel Weiss, DSGV, mahnte indes

zur Vorsicht: „Nicht alle Verbraucher

sind für so genanntem-payments zu gewinnen,

da sie nicht als sicher betrachtetwerden.“

Die allgemeine Diskussion

zeige den Wunsch, dem Kunden zu dienen,

wie Moderator Norbert Bielefeld

(ESV) feststellte: „Dieswirdnur möglich

sein, wenn es das richtige Geschäftsmodell

gibt. Die Beziehung zwischen Geschäftsmodellen

und Innovation ist

entscheidend.“

In der Eröffnungsrede zum

Schlusspanel, „CRD IV: beruhigende

Hand oder Würgegriff?“, wies der Berichterstatter

des Europäischen Parlaments

zur CRD IV,OthmarKaras, darauf

hin, dass 80 Prozent der europäischen

Wirtschaft durch Kredite finanziert

würden. Er versprach, sicher zu stellen,

dass die CRD IV die KMU nicht behindern

werde. Die meisten Teilnehmer

der Podiumsdiskussion befürchteten

indes, dass die Regulierung durch ihren

Effekt aufdie Kreditvergabegenaudies

mache.

Andrew Hilton, Direktor des Center

for the Study of Financial Innovation,

fragte die Teilnehmer der Podiumsdiskussion,

ob die CRD IV die Falschen

zwinge, für die Finanzkrise zu bezahlen.

Martin Škopek vonder Erste Group

stimmtezu, dass ein Preis für Stabilität

bezahlt werden müsse, aber er fragte,

ob es fair sei, dass die KMUs bezahlten,

die für die Probleme in der Finanzwirtschaft

nicht verantwortlich seien. Der

Geschäftsführer des norwegischen

Sparkassenverbands Arne Hytnes fügte

hinzu: „Ich glaube, Kreditnahme wird

teurer, und der KMU-Sektor könnte am

stärksten davonbetroffen werden.“

Dem widersprach John Swyngedouw,

stellvertretender Direktor für

Aufsichtspolitik und Finanzstabilität

der Belgischen Nationalbank: „Es gibt

einen Preis, der für Stabilität bezahlt

werden muss, der Einfluss aufdie Realwirtschaft

wird aber sehr verhalten

sein.“ Der Direktor für Wirtschafts- und

Fiskalpolitik des europäischen Verbands

für kleine und mittlere Unternehmen

UEAPME entgegnete: „Wir

müssen mehr an dem Thema Risikogewichtungarbeiten

und weshalb wir nationale

Besonderheiten berücksichtigen

müssen. Ein Preis muss bezahlt

werden, künftigeKrisenzuverhindern,

doch ist es wichtig, zu vermeiden, dass

die Falschen den Preis zahlen.“

Matthias Bulach, Direktor für ökonomische

Analyse der La Caixa, fügte

hinzu: „Da die CRD IV und Basel III sehr

restriktiv sind, wird dies zu höheren

Kosten bei Banken mit einer Diversifizierungsstrategie

führen.Esgibt die Gefahr,

dass wir es in Zukunft mit einer

Bankenlandschaft zu tun haben, die

weniger diversifiziert und stärker konzentriert

ist.“

Bedingungen anpassen

In der Schlussrede unterstrich DSGV-

Präsident Heinrich Haasis, es wäre

folgerichtig, Basel III nurauf international

tätige Großbanken anzuwenden.

„Wenn der europäische Gesetzgeber

diesen Wegaber nicht gehen will, dann

müssen die Regelungen auf die Bedingungen

kleiner und mittlerer Institute

angepasst werden. Geschieht dies

nicht, wirdder Rechtsrahmendas traditionelleRetailbanking

ersticken, mit fatalen

Folgen für die europäische Wirtschaft.“


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

sparkassenpolitik

3

Vermögensbarometer 2011

noch sind die sparer optimistisch

Die selbst genutzte Immobilie steht

beim Vermögensaufbau der Bevölkerung

an der Spitze. Das ergab das Vermögensbarometer

2011, eine repräsentative

Umfrage, die der Deutsche

Sparkassen- und Giroverband (DSGV)

jährlich in Auftrag gibt.

christoph becker

Die Sparquote liegt demnach bei

11,4 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte

höher als im Vorjahr.

44 Prozent der Bundesbürger

schätzen eine selbst genutzte Immobilie

als beste Möglichkeit der Vorsorge,

deutlich vor der Lebensversicherung

(28 Prozent) und Rücklagen auf dem

Sparbuch (27 Prozent).„Die Sparkassen

haben inden ersten acht Monaten dieses

Jahres 4,4 Prozent mehr private

Wohnungsbaufinanzierungen ausgereicht

als im Vorjahr. Ein wichtiger

Grund für diese Entwicklung war das

historisch niedrige Zinsniveau“, erläuterteDSGV-Präsident

Heinrich Haasis.

Für2011 und 2012 rechnet der Berliner

Verband mit einer stabilen und

hohen Sparquote. „Damit verhalten

sich die privaten Bürger sehrintelligent

undverantwortungsbewusst: Sie haben

im Durchschnitt eine sehr gesunde Balance

zwischen finanziellen Rücklagen

und Konsum gefunden“, sagte der Präsident.71Prozent

der Sparer geben sich

optimistisch, die gewünschtefinanzielle

Absicherung im Alter „auf jeden Fall“

oder „wahrscheinlich“ erreichen zu

können.

Doch bereitet die Staatsschuldenkrise

den Sparern nach Haasis’ Einschätzung

zunehmend Sorgen. Noch

bewerteten die Hälfte der Bürger ihre

eigene finanzielle Situation als „sehr

gut“ oder „gut“ und zeigen eine ausgeprägte

Konsumbereitschaft. Indem

starken Kundeninteresse anImmobilien-

und Edelmetallkäufen zeige sich

allerdings ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis

und eine Fluchttendenz in inflationssichereAnlageformen.

Vorsichtig wirtschaften,

Vorsorge schaffen

Das aktuelle Vertrauen in den Euro

nannte Haasis zwar berechtigt, er appellierte

aber an die politisch Verantwortlichen,

Zuversicht und Vertrauen

nicht durch Maßnahmen zu beeinträchtigen,

„die die Krise in unser Land

importiert. Wir alle müssen als Lehre

der Finanzmarktkrise begreifen: Vorsichtig

zu wirtschaften, nicht zu viele

Schulden anzuhäufenund eigene Kapital-

und Vermögensvorsorge zu schaffen,

ist entscheidend für das eigene

wirtschaftliche Wohlergehen, aber

auch für das Vertrauen Dritter“ (siehe

auch Artikel auf Seite 1).

Laut Vermögensbarometer hält die

Riester-Rente nur etwa jeder fünfte

Bundesbürger für ein geeignetes Produkt

zur Altersvorsorge. Gerade bei

Jüngeren sinkt offenbar die Bereitschaft,

einen Riester-Vertrag abzuschließen.

„Die angebotenen Riester-

Produkte sind gut und attraktiv. Allerdings

sind diese Produktedurch gesetzliche

Vorgaben nach wie vor viel zu

kompliziert. Deshalb gelingt es nurmit

allergrößten Anstrengungen, diese zu

vermitteln“, konstatierteHaasis.

Nachhaltige Geldanlagen gewinnen

dagegen zunehmend an Bedeutung.

Jeder dritte Bundesbürger zeigt

sich offen für Anlageformen, die sich in

ökonomischer, aber vorallem auch ökologischer

oder sozialer Hinsicht auszeichnen.

Obwohl solche Produkte

nicht zwingend Renditeverzicht bedeuten

müssen, wären 50 Prozent aller Befragten

sogar bereit, „zugunsten nachhaltiger

Aspektebei der Geldanlage auf

eine höhereRenditezuverzichten“.

Besonderen Erfolg haben die Sparkassen

derzeit mit Anlageangeboten,

deren Aufkommen in örtliche Klimaschutz-

oder energetische Projekte investiert

werden. Dazu gehören Spareinlagen,

die inKredite für energetische

Die Sparquote inDeutschland ist hoch und wird nach den Aussichten des DSGV auch

weiter stabil bleiben.

Grafik DSGV

Haussanierungen oder für die Finanzierung

vonÜbernahmen vonEnergienetzen

durch Kommunen, Stadtwerkeoder

Bürgergemeinschaften eingesetzt werden.

Ein besonderer Akzent des Vermögensbarometers

lag aufdem Thema Honorarberatung.

Die Ergebnisse zeigen,

dass 82 Prozent der befragten Bundesbürger

die Einführung eines Beratungshonorars

rundweg ablehnen. Als Grund

wurde angegeben, eine Umstellung von

einer kostenfreien zu einerHonorarberatung

sei unsozial. Denn es würden

weite Teile der Bevölkerung ausgeschlossen,

die sich ein Beratungshonorar

nicht leisten könnten oder wollten,

darunter auch viele Sparkassenkunden.

Vor die Wahl gestellt, würden 91

Prozent der Befragten die heutige Beratungskonzeption

für sich selbst bevorzugen.

„Angesichts dieser Zahlen sollte

es sich für die Politik von selbst verbieten,

den Menschen über eine Regulierung

eine nicht gewollte Honorarberatung

aufzudrängen“, sagte der DSGV-

Präsident. Honorarberatung könnte

bestenfalls eine ergänzende Dienstleistung

für einen sehr kleinen Teil der

Kunden sein –vor allem für hochvermögende

Anleger. Auch künftig müsse

jeder Kunde eine Anlageberatung in

Anspruch nehmen können.

DSGV: Fachtagung Marktstrategie

Web2.0 alsgrößte herausforderung

Suche nach Ideen: Mitarbeiterdurchforsten ihr Business.

Ideenwettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe

erst der startschuss

Gesucht waren innovativeIdeen, Konzepte

und Lösungen mit hohem Nutzen

für Sparkassen und ihre Kunden.

Die besten Vorschläge wurden jetzt für

den 1. Bundesweiten Ideenwettbewerb

der Sparkassen-Finanzgruppe ausgewählt.

Auf dem Innovationskongress

der Gruppe am 15. November in Berlin

werden die Sieger prämiert.

Das Kundenverhalten ändert sich,

neue Vertriebswege entstehenin

der Finanzbranche. „Damit die

Sparkassen ihre Qualitätsführerschaft

halten, setzen wir imRahmen unseres

Innovationsmanagements auf die Potenziale

unserer Mitarbeiter“, sagt Michael

Schieble, Leiter Strategie und Beteiligungen

beim Deutschen Sparkassen-

und Giroverband (DSGV). Mit dem

bundesweiten Ideenwettbewerb 2011

wolle man die Mitarbeiter ermutigen,

Einfälle und Überlegungen vorzustellen.

Diese erste Veranstaltung sei nur

der Startschuss. Regelmäßig sollen in

Zukunft die kreativen Ideen der über

250 000 Mitarbeiter für die Sparkassen

gesammelt und bewertet werden.

Aufgerufen zu Ideenfindung und

Wettbewerb hatten der Innovationskreis

der Sparkassen und die Regionalverbände.

Parallel dazu sollten Kollegiaten

und Alumni der Eberle-Butschkau-

Stiftung (EBuSti) ihreIdeen einreichen.

Bisher wurden gut200 Vorschläge rund

um Themen wie Qualität, Nachhaltigkeit,

interne Abläufe, EDV- und Sicherheitstechnik

sowie neue Produktideen

eingereicht. Die jeweils besten drei haben

die Regionalverbände nun für die

Finalrunde angemeldet. „Die Ideen sollen

Erträge steigern, Kosten senken

oder den Verbund stärken und dabei

auf andere Sparkassen übertragbar

sein“, beschreibt Sabine Schölzel, Projektleiterin

des Innovationskreises, die

Herausforderungen für die Teilnehmer.

Im Ergebnis mache das den bundesweiten

Ideenwettbewerb doppelt attraktiv:

Die einzelnen Institute erhieltendie

Chance,zentrale Ressourcenfür

sich nutzbar zu machen. Gleichzeitig

entstehe ein Forum für Ideen, wo auch

komplexe Ansätze diskutiert und auf

Umsetzbarkeit geprüft werden könnten.

Sämtliche Regionalverbände und

die DekaBank unterstützen das Projekt.

Man verspreche sich mehr davon als

nur eine weitere Wertschöpfung für

Sparkassen. „Die Mitarbeiter erhalten

die Chance, ihre Ideen vor einer hochkarätigen

Jury vorzustellen und erleben

im besten Fall, dassihreIdee für die

ganze Gruppe umgesetzt wird“, sagt

Schölzel.

Auf dem 1. Bundesweiten Innovationskongress

in Berlin wird eine Jury

ausVorstandsmitgliedern der Sparkassen,

Verbandsgeschäftsführern und externen

Experten die Sieger im bundesweiten

Ideenwettbewerb 2011 auswählen

und vorstellen. Was das Beste ist:

Die Sieger erhalten mehr als Preis und

Prämien. Ihre Ideen werden in den

Sparkassen bekannt gemacht.

Hausaufgaben

und Workshops

Foto dpa

Bei dernächsten Runde des bundesweiten

Ideenwettbewerbs setzt der DSGV

zusätzlich auf Kreativworkshops mit

Mitarbeitern ausden Sparkassen. Darüber

hinaus werden die Hausaufgaben

der Teilnehmer des MBA-Studiums genutzt.

Man wolle mit vielen Instrumenten

die Innovationskultur der Sparkassen

befördern, erklärt Stratege Schieble.

Mit den neuen Strukturen im Rahmen

des strategischen Innovationsmanagements

habe man die Rahmenbedingungen

geschaffen, um Ideen in den

Regionen zu finden und sie aufdie ganze

Organisation zu übertragen. „So

schöpfen wir das Potenzial unserer

Gruppe noch besseraus“, unterstreicht

Schieble.

Thomas Schindler

Projektleiterin Sabine Schölzel präsentiert

den Innovationspreis.

Foto DSGV

Um ihre Markt- und Qualitätsführerschaft

auch in Zukunft behaupten zu

können, steht die Sparkassen-Finanzgruppe

vor der Aufgabe, sich weiterhin

positiv von ihren Mitbewerbern

abzuheben. Wie das funktionieren

kann, diskutierten rund 150 Vorstände

bei der Fachtagung Markstrategie.

thomas schindler

Die Sparkassen-Finanzgruppe

muss auf den sich ändernden

Märkten ihren Auftritt verstärken,

um ihre Marktführerschaft halten

zu können“, betonte Heinrich Haasis,

Präsident des Deutschen Sparkassenund

Giroverbandes (DSGV), in seiner

Ansprache vorFührungskräftevon Instituten,

Verbänden und Verbundpartnern.

Deshalb müssten sich die Sparkassen

sowohl im stationärenGeschäft

wie auch in allen anderen Kanälen positiv

vonihren Mitbewerbern abheben.

Auf diese neuen Anforderungen

hätte die Gruppe bereits reagiert, führte

Werner Netzel, Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied des DSGV, aus. Die

Institute böten den Kunden die von ihnen

favorisierten Kanäle für eine Kontaktaufnahme.

Für die Sparkassen seien

Kunden keine Kennzahl und kein Bilanzposten,

sondernMenschen mit sich

ändernden Wünschen und Erwartungen.

Die Sparkassen könnten aufdas Erreichte

stolz sein, unterstrich Netzel.

Die Gruppe habe die meisten Kunden,

das größte Filialnetz, sei die stärkste

Marke im Bankenmarkt. Und die Sparkassen

genössen das höchsteVertrauen

in der Bevölkerung. „Aber wir müssen

uns als Qualitätsführer behaupten, damit

es auch in Zukunft heißt: Wenn’s

um Geld geht, Sparkasse!“ Deshalb hätten

die Sparkassen begonnen, Qualitätsversprechen

und -ziele zu definieren

–und diese hohen Ansprüche einzulösen.

Mit dem Kunden

auf Augenhöhe

„In einer sich immer stärker vernetzenden

Welt gewinnen Beratungs- und Servicequalität

an Bedeutung“, sagte Netzel.

Die Kunden kommunizierten über

Produkte und Dienstleistungen und

teilten ihreMeinungen im Internet mit.

Genau hier liege nicht nur ein Risiko,

sondern vor allem eine Chance. Über

die sozialen Medien könnten die Sparkassen

mit dem Kunden auf Augenhöhe

sprechen und sich als kompetenter

Partner präsentieren. Gelinge es den

Instituten, die medialen Vertriebs- und

Kommunikationskanäle zu nutzenund

diese mit konventionellen Vertriebswegen

zu verzahnen, hätten die Sparkassen

auch in Zukunft Erfolg, schloss Netzel.

„Die Sparkassen haben als Marktführer

auf die neuen Wettbewerbsbedingungen

reagiert“, bestätigteMarkus

Hild, Abteilungsleiter Marktstrategie

des DSGV, in seinenmarktstrategischen

Ausblicken. Der demografische Wandel

habe Einfluss auf die Kundenstrukturen,

bewährte Produkte träfen auf veränderteKunden

und veränderten Wettbewerb.

„Das digitale Zeitalter erfordert

die Auseinandersetzung mit neuen Vertriebs-

und Kommunikationsinstrumenten“,

so Hild. Und die Institutehätten

die konzeptionellen und technischen

Fundamente hin zum wettbewerbsführenden

Multikanalanbieter

bereits gelegt. Die Bedeutung der Vertriebswege

im Multikanalangebot werde

die Rolle der klassischen Filiale gegenüber

der Internet-Filiale verschieben.

Deshalb müssten etwa auch Fragen

nach den optimalen Öffnungszeiten

neu gestellt und beantwortet werden.

Wie sehr sich der Wandel in der

Online-Kommunikation beschleunigt

hat, zeigte Christian Achilles, Leiter

Kommunikation und Medien, am Beispiel

vonSocial Media und Mobile Marketing

auf. Die größteHerausforderung

liege für die Sparkassen im Web2.0 mit

seiner individualisierten Kommunikation.

Indiesem Kommunikationskanal

erwarteten Menschenvor allembewegte

Bilder.Immer zielgenauer könne und

müsse die Werbung aufdie Nutzer eingehen,

um sie zu erreichen.

„Die Sparkassen müssen alle Aktivitäten

um Internet und Bewegtbilder

stärken, müssen individualisierte Dialog-Kommunikation

online, mobil und

via Social Media intensivieren. Wollen

wir bei dem Kunden etwas bewegen,

müssen wir ihn über unterschiedliche

Kanäle bis zu siebenmal erreichen“,erläuterteAchilles.

Web 2.0 stelle die Sparkassen vor

Herausforderungen, weil die Nutzer

miteinander kommunizierten und diese

Informationen für Unternehmen

nicht kontrollierbar seien. Deshalb

müssten die Institute auf Facebook,

Xing und Twitter reagieren. Hier diskutierten

die Kunden Sparkassen-Produkte

und -Service oder berichteten über

Erfahrungen mit einzelnen Instituten.

Weil diese sozialenMedien Meinungen

bildeten und Kaufentscheidungen beeinflussten,

müsse man auf diesen

Plattformen den Kunden aufAugenhöhe

begegnen.

BessereNoten nach

„Girosucht Hero“-Kampagne

Wie gut das gelingen kann, hätten die

Sparkassen mit ihrer Kampagne „Giro

sucht Hero“ bewiesen. 3,3 MillionenBesucher

informierten sich über das Werbe-Duell

zwischen den beiden TV-Moderatoren

Joko und Klaas. Die kritische

junge Zielgruppe gab der Marke Sparkasse

anschließend bessere Noten –

und dem Vertrieb Rückenwind. „Diesen

Die Meinung zu einem Unternehmen oder einem Produkt geht heute per Mausklick

schnell in alle Welt. Sparkassen müssen darauf reagieren.

Foto dpa

Angebotsdruck werden wir im nächsten

Jahr noch steigern“, kündigte Achilles

an. Auch in der neuen Kommunikationskultur

rund um die rasant wachsende

Welt der mobilen Endgeräte wollen

die Sparkassen ihre Marktführerschaft

absichern.

Dabei setzen sie auf starke Kooperationspartner:

Der Telekommunikationsanbieter

Vodafone präsentiert die

Apps der Organisation als bevorzugte

Banking-Lösung. „Wir wollenerreichen,

dass die Kunden die Sparkassen als innovativen

und vertrauenswürdigen

Dienstleister in der Online-Welt ebenso

wahrnehmen wie in der stationären

Welt der Geschäftsstellen“, so Achilles.


4 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

finanzgRuppe

David 2012: Wo kleine Stiftungsprojekte groß rauskommen

Der Wettbewerb David geht in eine

neue Runde: Der Deutsche Sparkassen-

und Giroverband möchtemit dem

Preis wieder kreative und innovative

kleinere Stiftungsprojekte auszeichnen.

Die „documenta“ oder der Musikwettbewerb

„Jugend musiziert“

gehören zu den großen und bekannten

Projekten, die unter anderem

von den Stiftungen der Sparkassen-

Finanzgruppe unterstützt werden. Daneben

fördern die Stiftungen vor Ort

aber auch zahlreiche Projekte, die trotz

ihrer Überschaubarkeit eine große Wirkung

entfalten.

Diesen Projekten widmet sich der

Wettbewerb David. Er zeigt, dass auch

mit vergleichsweise geringem Fördermitteleinsatz

besondere und hervorragende

Projekte unterstützt oder selbst

durchgeführt werden können.

Mit dem David 2012 sollen besonders

kreative und innovative kleinere

Stiftungsprojekte mit einem Gesamtvolumen

von unter 10 000 Euro ausgezeichnet

werden. Es kann sich um Schulprojekte

und Projekte für Kinder, Jugendliche

oder Senioren genauso handeln

wie um Kultur- oder Umweltprojekte,soziale

oder gesellschaftlich relevante

Maßnahmen. Die Vorhaben sollten

hervorstechen durch Innovation, besonderen

Einfallsreichtum bei der Umsetzung

oder sollten wie maßgeschneidert

in die jeweilige Region passen und einen

besonderen Bedarf vorOrt decken.

Mit der Auszeichnung erhalten die

beteiligten Stiftungen die Möglichkeit,

die Vorhaben und sich selbst einer breiteren

Öffentlichkeit vorzustellen. Prämiert

werden die Sieger auf der Stiftungsfachtagung

der Sparkassen-

Finanzgruppe am 21. und 22. März 2012

in Berlin. Auch anderen ausgewählten

Stiftungsprojekten wird dort Gelegenheit

zur Präsentation geboten.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge

ist Montag, der 30. Dezember.

DSZ

Projektbeispiele und Bewerbungsunterlagen

stehen unter www.sparkassenstiftungen.de/index.php?id=9

zum

Download zur Verfügung.

Der David als Trophäe.

Foto DSGV

Probierten die KarteimMuseo Picasso in Malaga aus: Agustín Márquez Dorsch, Generaldirektor

der Ceca,Rafael Pozo Barahona,Vorstandsmitglied der Unicaja, Wolfgang Adamiok

und Hans Ulrich Schneider vom DSGV (von links).

Foto DSGV

Deutsch-spanische Kooperation

Ab sofort werden 45 Millionen SparkassenCards

an226 000 Kassenterminals

in Spanien direkt ohne Einbindung internationalerKartenorganisationen

akzeptiert.

Hans Ulrich Schneider, stellvertretender

Geschäftsführer des Deutschen

Sparkassen- und Giroverbands

(DSGV), hat jetzt die erste Transaktion

in der Kooperation von deutschen und

spanischen Sparkassen durchgeführt.

Dabei hob er die besondere Bedeutung

der Zusammenarbeit zwischen dem

spanischenSparkassenverband (Confederación

Española de Cajas de Ahorros

Benéficas, Ceca), der Karte Euro 6000

und den deutschen Sparkassen hervor.

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit

könnten als Blaupause für Kooperationenmit

weiteren Partnern dienen. Weitere

Projektezeichneten sich bereits ab.

Damit, so der DSGV, sei die wesentlich

vonden deutschen Sparkassen getragene

Initiative „Eufiserv“ die einzige am

Markt aktive Alternative zur Realisierung

des einheitlichen europäischen

Zahlungsverkehrsraums. DSZ

Planspiel Börse 2011

Regeln erfolgreich ignoriert

Die Aktien von Automobilherstellern

und Zulieferern haben in diesen Wochen

eine kleine Herbstrally eröffnet.

Depots mit VW- und Continentalaktien

markieren darum derzeit auch die Tabellenspitze

bei Europas größtem Börsenspiel.

Den besten Riecherhatten bislang

drei Gymnasiasten ausdem Ruhrgebiet.

Gut zwei Wochen nach dem Start

von Planspiel Börse 2011 brechen die

jungen Börsenspieler wie schon so oft

alle Rekordmarken. Gleich um 24 Prozent

haben die erfolgreichsten Schülergruppen

den fiktiven Ausgangsbetrag

von 50000 Euro vermehrt, womit eine

aktuelle Gesamtsumme von rund

62 000 Euro zusammenkommt. An die

Spitze gesetzt haben sich die „Gamblers“

vomHeinrich-Heine-Gymnasium

in Oberhausen. Teamleiter Dustin Piontekist

über den Renditesprung genauso

überraschtwie seine beidenMitstreiter:

„Wir haben uns am Tag vor dem Spielstart

zum ersten Mal damit befasst, was

eine Börse überhaupt ist.“

Dem Zufall wolltedas Trio auszwei

Jungs und einem Mädchen die weitere

Depotentwicklung aber nicht überlassen.

„Obwohl wir noch nicht alles verstehen,

haben wir stundenlang Chartanalysen

und Unternehmensmeldungen

studiert.“ Während der kurzen,

aber intensiven Vorbereitung legten

sich die Börsen-Novizen sogleich eine

Erfolg versprechende Strategie zurecht.

„Wir habenuns für Aktien entschieden,

die sich schon länger aufdem Wegnach

unten befinden. Irgendwann muss das

untere Ende ja erreicht sein“,erklärt Piontek.

Die alte Börsenregel „Greife nie

in ein fallendes Messer“ haben die Gymnasiasten

damit erfolgreich ignoriert,

denn die ausgewählteVW-Aktie setzte

kurz nach dem Kauf zum Höhenflug an.

Für 90Euro kam das Wertpapier

ins Depot, zwei Wochen später waren

117 Euro erreicht. „Dieses Limit hatten

wir gesetzt und lagen damit goldrichtig“,

soPiontek, „denn danach ging es

wieder abwärts.“ Die Hälfte des bisher

erspielten Aktiengewinnsder Oberhausener

hat das Papier des Wolfsburger

Autoherstellers beigesteuert.

In einemähnlichen Zick-Zack-Muster

wie Volkswagen hat sich die Continental-Aktieinden

vergangenen Monaten

nach unten bewegt. Damit passte

sie ebenfalls ins Beuteschema der Gamblers,

die auch mit diesem Kauf ein

glückliches Händchen bewiesen. Von

40 Euro zum Spielstart am 4. Oktober

hat sich Continental mittlerweile auf

deutlich über 50 Euro aufgeschwungen.

Damit stockte der Automobilzulieferer

das Depot der Spitzenreiter um weitere

6000 Euro auf, womit der aktuelle Stand

durch nur zwei Aktienwerte erreicht

wurde. Piontek und seine Freunde wollen

sich damit aber nicht zufrieden geben.

„Wir habenplötzlichriesigen Spaß

daran, Kursentwicklungen zu berechnen.

Bei unserer nächstenBesprechung

werden wir entscheiden, wie wir weiter

verfahren.“

Da sowohl VW als auch Continental

zuden Nachhaltigkeitswerten zählen,

führen die Gambler folgerichtig

auch den Wettbewerb mit „Öko-Aktien“

an. Auf dem zweiten Platz folgt –inbeiden

Wettbewerben –die Spielgruppe

„Nothing else matters“ von der Hauptschule

Herscheid. Das Team um Léon

Kienelt hat sich ebenfalls für VW und

Continental entschieden, die sich damit

als die Gewinnerpapiere der ersten

zwei Wochen präsentieren. Der unerwartete

Anstieg der Continental-Aktie

ließdie Herscheidernoch einmal nachfassen,

so dass jetzt 12 000 Euro in Conti

investiert sind. Insgesamt haben

„Nothing else matters“ 61 255 Euro auf

dem Konto, 59 574 Euro sind es bei den

drittplatzierten Jungbörsianern der

Spielgruppe „NoRisk no fun“ ausHomburg.

Robert Reuter

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21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

finanzgruppe

5

Sparkassen Denkmalpreis Rheinland-Pfalz

auszeichnung in zweiter runde

Die Ausschreibung zum mit 15 000 Euro

dotierten rheinland-pfälzischen

SparkassenDenkmalpreis 2012 ist gestartet.

Auf einem alten Militärflugplatz bei Wittstock an der Dosse entsteht einer der größten

Solarparks Europas. Die BayernLB unterstützt die Finanzierung.

Foto dpa

Der Sonneentgegen

Durch eine Projektfinanzierung unterstützt

die BayernLB zusammen mit der

NIBC Bank N.V. und der Investkredit

Bank AG, den Bau und Betrieb eines 67,8

Megawatt großen Photovoltaikparks in

Alt Daber in Brandenburg.

Auf einem ehemaligen Militärflugplatz

in der Nähe vonWittstock an der

Dosse wird auf einer Fläche von rund

130 Hektar einer der größten Freiflächen-Solarparks

Europas gebaut. Die

BayernLB arrangierte rund 100 Millionen

Euro Fremdkapital für das Projekt

im Gesamtwert von rund 130 Millionen

Euro und konntedie NIBC BankN.V.und

die Investkreditbank AGals Finanzierungspartner

gewinnen. Die Mittel werden

über das Programm „Erneuerbare

Energien“der KfWfür 18 Jahrebereitgestellt.

Entwickelt, gebaut und betrieben

wird der Park durch die Belectric SolarkraftwerkeGmbH

mit Sitz in Unterfranken.

Als Initiator des Projektes fungiert

die deutsche Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft

mbH (CFB), die das

Eigenkapital durch die Auflage eines geschlossenen

Fonds einwerben wird. Die

CFB zählt mit einem Investitionsvolumen

von rund 12,9 Milliarden Euro zu

den führenden Fonds-Initiatoren in

Deutschland.

Der Solarpark wird bis Ende des

Jahres fertig gestellt sein und mit

850 000 installierten Modulen des Herstellers

First Solar eine Jahresleistung

von 65Gigawattstunden produzieren.

Dadurchkönnen rund18000 Haushalte

mit Solarstrom versorgt undetwa 39 000

Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden

werden. Alexander von Dobschütz,

Bereichsleiter Structured Finance der

BayernLB: „Das professionelle und partnerschaftliche

Zusammenspiel allerBeteiligten

war ausschlaggebend für den

Erfolg dieser Projektfinanzierung.“ DSZ

Fachtagung Organisation des RSGV

Steuern und lenken

Mit dem Preis würdigen Sparkassenverband

Rheinland-Pfalz,

LBS Landesbausparkasse

Rheinland-Pfalz und die Generaldirektion

der Kultureinrichtung Kulturelles Erbe

vorbildliche denkmalpflegerische

Leistungen von überregionaler Bedeutung.

Denkmalschutz brauche den engagierten

Bürger. Nur mit seiner Unterstützung

könne die historische Bausubstanz

des Landes erhalten und gepflegt

werden. „Daherzeichnet der Sparkassen

Denkmalpreis Bürger und bürgerschaftliche

Initiativen aus, die sich

um den Denkmalschutz besonders verdient

gemacht haben“, sodie Präsidentin

des Sparkassenverbands Rheinland-

Pfalz, BeateLäsch-Weber.

Die Bewerbungsfrist für den Sparkassen

Denkmalpreis Rheinland-Pfalz

läuft bis 31. Dezember.Bis dahin können

Denkmalbehörden, Kreis- und Stadtverwaltungen

sowie die Sparkassen des

Landes Vorschläge beim Sparkassenverband

einreichen.Auch Hinweise ausder

Bevölkerung sind willkommen und sollten

aneine dervorschlagsberechtigten

Stellen gerichtetwerden. Eine Fachjury

wirdaus den Einreichungen bis zu sechs

Preisträger ermitteln. Die Preisverleihung

erfolgt im Frühsommer 2012.

Der Sparkassen Denkmalpreis

Rheinland-Pfalz wird inzwei Sparten

vergeben: zum einen für vorbildliche

Vor einem Sparkassengebäude in Trier hat man einem Schweinetreiber ein Denkmal

gesetzt.

Foto dpa

Leistungen zuRettung und Erhalt von

nicht bewohnten Denkmalen und zum

anderen als LBS-Preis „Wohnen im

Denkmal“ für die Sanierung bewohnter

historischer Bauwerke.

2010 erstmals vergeben

Zum ersten Mal wurde der Sparkassen

Denkmalpreis Rheinland-Pfalz im Jahr

2010 vergeben. Aus 117 Einreichungen

kürte eine Expertenrunde sechs Preisträger

und sprach acht Anerkennungen

aus. Daraus entstand eine Wanderausstellung

mit 15 Stationen inRheinland-

Pfalz, die im September in der LBS in

Mainz ihren Abschluss fand. DSZ

WeitereInformationen zum Sparkassen

Denkmalpreis 2012 und seinem Wettbewerbskonzept

bietet die Website

www.auf-geschichte-bauen.de.

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Ein Sparkassen-Organisator ist für

den reibungslosen Ablauf interner

Prozesse zuständig. Ihn in dieser

Schnittstellen-Funktion zu unterstützen,

ist Ziel der einmal im Jahr stattfindenden„FachtagungOrganisation“

des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands

(RSGV), diesmal auf

Schloss Krickenbeck in Nettetal.

Wie in jedem Jahr waren die

zwei Tage der Fachtagung Organisation

thematisch dicht

gefüllt. Die über achtzig Teilnehmerbekamen

neueste Informationenaus dem

RSGV, Erfahrungsberichteaus Sparkassen

und aktuelle Informationen der

Verbundpartner.

Aus dem RSGV berichtete Stefan

Schmitt, Abteilungsdirektor Betriebswirtschaft,

über den bankfachlichen

Masterplan und den Koordinierungsausschuss

für die Regionen (KAR). Der

KAR habe das Ziel, die Entwicklung und

Umsetzung geschäftspolitischer,strategischer

und bankfachlicher Themen

mit IT-Relevanz in der Finanz Informatik

und den Sparkassen zu fördern. Aus

dem Fachbereich Organisationund Personal

informierteAchim Engel, zuständig

für Themen rund um das Bargeld,

gemeinsam mit Rüdiger Basseng, Kreissparkasse

Köln, über die Weiterentwicklung

der Bargeldlogistik im Rheinland.

Insbesonderedurch den Rückzug

der Bundesbank aus der Fläche, durch

die Einführung von Münzgeld-Normcontainern

zum 1. Januar sowie durch

gesetzliche Vorgaben mache die Gründung

einer eigenen Bargeld-Service-Gesellschaft

Sinn.

Benchmark im Blick

Über Prozesse managen und Benchmarken

berichtete Heiko Günther,

Referent Organisationund Personal, ergänzt

durch Michael Kohn, Abteilungsleiter

Organisation/IT der Stadtsparkasse

Remscheid. Ein modularer Projekt-

Aufbau ermögliche passgenaue Anknüpfungspunkteandie

jeweilige Ausgangslage.

Benchmarking biete die

Möglichkeit, die eigene Position zu bestimmen

und praxiserprobt zu optimieren.

Karsten Bünemann aus dem Fachbereich

Operatives Controlling rundete

das Prozessthema mit seinen Ausführungen

zur Prozesskostenrechnung ab.

Bernd Küppers, Sicherheitsexperte,gab

aktuelle Informationen zu Überfällen

auf rheinische Sparkassen und

Skimming sowie Verhaltensempfehlungen.

Erging zudem auf die Frage ein,

wie sich Vorstände persönlich schützen

können. Dirk Lausberg, Fachbereichsleiter

Bankenaufsicht und Risikomanagement,

sprach über die MaRisk-

Novelle 2010 und die Umsetzung der

neuen Anforderungen in den Sparkassen.

Udo Langen, Fachbereichsleiter

Anlage- und Dienstleistungsgeschäfte,

informierte über Aktuelles aus dem

Zahlungsverkehr und Kartengeschäft.

Inhaltliche Schwerpunkte setzte erbei

Missbrauchsfällen im Zahlungsverkehr,Sepa

und Kartenstrategie. Die Riege

der RSGV-Referenten schloss Klaus

Brüggemann, Fachbereichsleiter Baumanagement,

mit dem Vortrag zu „Betreiberpflichten

für Sparkassen –Gebäude

und technische Anlagen“.

InhaltlicherSchwerpunkt der Referenten

der rheinischen Sparkassen waren

indiesem Jahr deren Erfahrungen

mit dem Beauftragtenwesen (Volker

Meierhöfer, Compliancebeauftragter

der Sparkasse Neuss, und Wilhelm

Rang, Compliancebeauftragter des SIZ)

sowie mit der Auslagerung von OSP-

Administration. Bei Letzterem lag der

Fokus auf der abwägenden Frage: Eigen-

oder Fremdleistung?GeorgTönnissen,

Abteilungsleiter Organisation der

Sparkasse Kleve,dazu: „Kopfmonopole

können Sie sich heutzutage einfach

nicht mehr leisten“, Standardisierung

und Konsolidierung seien daher unabdingbar.

Dem stimmte auch Christian Fischer

zu, Abteilungsleiter Vertriebsorganisation

undAnwendungen Sparkasse

KölnBonn: Anstelle vieler unterschiedlicher

Eigenanwendungen nutze

sein Haus nur noch standardisierte

„OSPlus-Drucke“, wodurch man viel

Zeit gewonnen habe, die man anderweitig

einsetzen könne, insbesondere zur

Stärkung des Vertriebs.

Einen traditionellen Stammplatz

bei den Präsentationen der Verbundpartnerhat

die Finanz Informatik. Andreas

Potrykus, Abteilungsleiter Kundenberatung

West, referierte über den

Stand der OSPlus-Einführung sowie

über das Produkt „sichere E-Mail“.

Frank Demmer, LBS West, präsentierte

den Einstieg der LBS in das „Modell Verbund“,

die LBS-Integration in OSPlus

Vertrieb und OSPlus Kredit.

Vertreter vom Fraunhofer Institut

mit „Sicherheit in sozialen Netzen“ sowie

Wetterexperte Sven Plöger mit seinem

kurzweiligen Vortrag über die Klimaveränderung

rundeten die von Ina

Begale, RSGV-Fachbereichsleiterin Organisation

und Personal, und Stefan

Schmitt moderierte, thematisch dicht

gefüllte Fachtagung ab. Fazit eines Teilnehmers:

„Die Fachtagung ist für uns

ein Muss;nirgendwosonst erhaltenwir

in der Kürze der Zeit eine so umfangreiche

Information über die wichtigsten

Themen.“ Margareta Linderoth, RSGV


6 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

finanzgruppe

Blick vom Abenteuerspielplatz am anderen Flussufer auf den „Main Tower“ (Mitte). Das

Gebäude glänzt auch mit Nachhaltigkeit.

Foto dpa

Hauptsitz der Helaba mit Gold ausgezeichnet

Dergroße ist grün

Der „Main Tower“, Hauptsitz der Helaba

Landesbank Hessen-Thüringen in

Frankfurt am Main, ist nach den Standards

von „Leadership in Energy and

Environmental Design (Leed)“ mit

dem Gold-Status zertifiziert worden.

Die erfolgreiche Zertifizierung mit

dem etwas komplizierten Kürzel

„Leed-EB: O&M Gold“ (Leed for

Existing Buildings; Operations and

Maintenance,zudeutsch: Führerschaft

in Energie- und Umwelt-Design für Bestandsgebäude;

Betrieb und Wartung)

ist im Rahmen der Immobilienmesse

Expo Real in München bekannt gegeben

worden. Johann Berger, Immobilienvorstand

der Helaba: „Der Main Tower

ist damit als umweltfreundliches,

ressourcenschonendes und nachhaltiges

Gebäude ausgezeichnet.“ Man sei

stolz darauf, dass er in Deutschlanddas

erste Bestandsobjekt ist, das dieses

Nachhaltigkeits-Siegel erhalten habe.

Während des Zertifizierungsprozesses

vonApril bis Septemberwurden

neben den gebäudetechnischen Eigenschaften

auch zahlreiche Kriterien hinsichtlich

eines umweltfreundlichen

und ressourcenschonenden Betriebs

nachgewiesen. Auch das individuelle

Nutzerverhalten entsprechend der Regeln

der Zertifizierungsbehörde U.S.

Green Building Council wurde in der

Bewertung berücksichtigt. Das Projekt

führte imAuftrag der Helaba deren

Tochtergesellschaft, die GGM Gesellschaft

für Gebäude-Management mbH,

durch.

Intelligente Klimatechnik und

schonender Umgang mit natürlichen

Ressourcenmachenden Main Tower zu

einem Niedrigenergiehaus mit 61

Stockwerken. Die 62 000 Quadratmeter

Nutzfläche werden nicht nurmit einem

eigenen Blockheizkraftwerk beheizt,

sondern auch mittels eines hauseigenen

Erdwärmesystems, das bis zu 50

Meter tief in den Untergrund reicht. Gut

80 000 Meter Kunststoffrohre wurden

verbaut, um Wärme bei hohem Wirkungsgrad

zutransportieren. Der Main

Tower verbraucht lediglich 75 Kilowattstunden

Energie pro Quadrameter und

Jahr.

Mit dem Main Tower als Hauptgebäude

hat die Helaba bereits zu Beginn

des neuen Jahrtausends Maßstäbe gesetzt.

Der Büroturm ist mit 200 Metern

das vierthöchsteBürogebäude in Frankfurt

am Main. Bei seiner Fertigstellung

im Jahr 1999 war er eines der energieeffizientesten

Gebäude Frankfurts. Noch

heute repräsentiert er in puncto Energieeffizienz

den neuesten Stand der

Technik. Hauptmieter ist die Helaba.

Die übrigen Flächen sind an andere

Banken und Rechtsanwaltskanzleien

vermietet. Diese Mischung, so die Helaba,

sorge für eine hohe Attraktivität am

Markt, die durch die Zertifizierung in

Gold noch einmalverstärkt werde. DSZ

Fotografie im Fokus: Niedersächsische Sparkassenstiftung kooperiert mit Sprengel Museum

eine auseinandersetzung mit der Wahrnehmung

Fortsetzung von ..........................Seite 1

Die Sammlung der Niedersächsischen

Sparkassenstiftung ist nach eigener

Aussage europaweit einzigartig, da sie

umfangreiche Werkgruppen ausgewählter

amerikanischer und europäischer

Fotografen enthalte. Im Vorfeld

der Ausstellung „How youlook at it“ im

Sprengel Museum Hannover, die anlässlich

der Expo 2000 gezeigt worden

war,habe dieStiftungbegonnen, größere

Werkgruppen zu erwerben.

Die Sammlungstätigkeit konzentriere

sich seither auf solche Positionen,

die in der Tradition des dokumentarischen

Stils begriffen werden können

und seit Ende der 1960er-Jahren

stilbildend wirken. So habe –ausgehend

von Ankaufsempfehlungen eines

hochkarätig besetzten Kunstbeirates –

eine profilierte fotografische Sammlung

zusammengetragen werden können,

die in ihrer Konzentration auf

Werkgruppen europaweit einmalig sei,

so die Stiftung. Ausleihanfragen ausaller

Welt belegten dies.

„Photography Calling!“ finde ihre

Ausgangspunkte inWerkgruppen von

Robert Adams, Diane Arbus, Lewis

Baltz, Bernd und Hilla Becher, William

Eggleston, LeeFriedlander, Nicholas Nixon

und Michael Schmidt. Positionen

wie die von Rineke Dijkstra und Thomas

Struth und Fotografen folgender

Generationen wie Jitka Hanzlová, Stephen

Gill, Heidi Specker und Tobias

Zielony schrieben die fotografische Erzählung

über die Welt mit den Mitteln

einer streng dem Medium verpflichteten

und doch zugleich höchst subjektiven

Fotografie fort, so ein begleitender

Text zur Ausstellung.

Boris Mikhailov, Rita Ostrowskaja,

Helga Paris und Max Baumann erweiterten

die PerspektiveumErfahrungen

derbiografisch prägenden Konfrontation

mit unterschiedlichen politischen

Systemen. Laura Bielau, Thomas Demand,

Andreas Gursky, Hans-Peter

Feldmann, Thomas Ruff, Wolfgang Tillmans

und Jeff Wall verwendeten Stilmittel

des Dokumentarischen im Sinne

einer modellhaften Auseinandersetzung

mit Wahrnehmung. Viele der Arbeiten

seien erstmals ausgestellt.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar

2012 im Sprengel Museum Hannover

zu sehen. Drei von Gastkuratoren

konzipierte und aufeinanderfolgende,

jeweils einmonatige Projekträume würdenindie

Schauintegriert. So spürtder

Künstler Thierry Geoffroy noch bis zum

30. Oktober demAusstellungstitel „Photography

Calling!“ nach und fragt: Wer

ruft wen und was und zu welchen Zwecken,

geleitet von welchen Interessen?

Markus Schaden richtet ab 1. November

einen Studienraum ein, der sich mit

dem Fotobuch als Speichermedium

und Sammlungsobjekt auseinandersetzt.

Vom 6. Dezember bis 15. Januar

gibt dann Wilhelm Schürmannexemplarisch

preis, wie in einer privaten

Sammlung Fotografie, Grafik, Malerei

und Skulptur zusammenspielen können.

DSZ

Information: www.sprengel-museum.

de, Blog: www.photographycallingblog.de

Auch Stephen Gill fühlt sich der fotografischen

Erzählung verpflichtet. Repro Stiftung

LHI Leasing GmbH

positiver

ausblick

Die LHI Leasing GmbH hat ihre Leistungsbilanz

zum Stichtag 31. Dezember

2010 präsentiert.

Mit 274 Mitarbeitern verwaltete

die LHI, eine Gesellschaft der

Landesbank Baden-Württemberg

und der Norddeutschen Landesbank,

am Berichtsstichtag ein Gesamt-

Investitionsvolumen von 26,2 Milliarden

Euro. In 27 Publikumsfonds und 72

Private Placements wurde mit einem

Eigenkapital von 2,9 Milliarden Euro eine

Gesamtinvestition von sieben Milliarden

Euro realisiert. Hierbei haben

mittlerweile rund 21 000 Anleger der

LHI ihr Vertrauen geschenkt.

Die kumulierten Ausschüttungen

erreichten zu knapp 90 Prozent das prognostizierte

Volumen. Die kumulierten

Tilgungsleistungen lagen bei 103 Prozent

der Planwerte. Sechs der bislang 27

Publikumsfonds waren am Berichtsstichtag

erfolgreich aufgelöst.Von den

21 in derBewirtschaftung befindlichen

Fonds konnten sieben mehr als die ursprünglicheBareinlage

an ihreInvestorenzurückführen.

2010 wurde der erste Österreichfonds

LHI Immobilienfonds Österreich

ICanon-Zentrale Wien, mit einem Eigenkapital

von 9,5 Millionen Euro vollständig

platziertund mit der Markteinführung

des Flugzeugturbinenfonds II

MAEP begonnen. Bis zum April 2011

wurde dasEigenkapitalvolumen dieses

Fonds von11,3 MillionenUS-Dollar vollständig

gezeichnet. Im Mai 2011 wurde

die Platzierung des LHI Private Equity

Fonds II abgeschlossen. Im Herbst 2010

startetedie Platzierungdes ersten Publikums-Solarfonds

LHI Solar Deutschland

III Finsterwalde-Lichterfeld, mit einem

Eigenkapitalvolumen von30,6 Millionen

Euro, der die Serie von Private

Placements aus diesem Segment ausbaut.

Weitere Angebote aus dem Solarbereich

im europäischen und nordamerikanischen

Raum seien in Vorbereitung,

berichtet die LHI.

Bereits in den Startlöchern steht

das neue Beteiligungsangebot „LHI Immobilienfonds

Deutschland Fachmarktzentrum

Erding“, bei dem die

Fondsgesellschaft mit 21 Millionen Euro

Eigenkapital in ein modernes Handelsobjekt

in einer der wirtschaftsstärksten

Regionen Deutschlands investiert.

Ein dritter Flugzeugturbinenfonds

sowie ein neues Private-Equity-

Investment sind in Planung. Im Frühjahr

2012 startet die Platzierung des

zweiten Publikums-Solarfonds LHI Solar

Deutschland VII, der in zwei Fotovoltaikanlageninvestiert,

diebei Emission

des Fonds am Netz sein werden. Darüber

hinaus will die LHI ihreSerie vonindividuellen

Private Placements fortsetzen

und das Geschäft mit institutionellen

Investoren ausbauen. DSZ

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21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

foNds &co.

7

Deka-Partner Swisscanto fordert auf seiner jährlichen Vertriebstagung eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcennutzung

Alle Entwicklungen geheninRichtung Nachhaltigkeit

Die Fondsgesellschaft Swisscanto, seit

vielen Jahren Kooperationspartner

der DekaBank und zahlreicher Sparkassen

im Bereich Nachhaltigkeitsfonds,

hat ihre jährliche Vertriebstagung

in der Frankfurter Skyper Villa

abgehalten. Seit August ist die deutsche

Niederlassung des Schweizer Asset

Managers in der Finanzmetropole

beheimatet.

Ich freue mich sehr,dass wir mit Marion

Swoboda, Leiterin Nachhaltigkeitsresearch,

und GerhardWagner,

Manager der nachhaltigen Aktienfonds,

zwei hochkarätige Referenten

gewinnen konnten“, erklärteRalf Branda,

Leiter internationale Märkte von

Swisscanto, gleich zu Beginn den rund

30 Vertriebspartner ausdem gesamten

Bundesgebiet.

„Für unser Haus sind und bleiben

die nachhaltigen Fonds ein wichtiger

Markt, und sie stehen daher heute im

Mittelpunkt unserer Tagung. Der Durchbruch

des Themas ist medial bereits gelungen,

aber im Fondsabsatz spiegelt

sich die Wichtigkeit des Themas noch

nicht wider. Doch alle Entwicklungen

gehen in Richtung Nachhaltigkeit, so

dass wir mit einem stetig wachsenden

Anlegerinteresse rechnen“, erläuterte

Branda.

Marion Swoboda ist als Leiterin

Nachhaltigkeitsresearch mitverantwortlich

für den Nachhaltigkeitsansatz

und dessen Umsetzung. In ihren Ausführungen

ging sie unter anderem auf

die globalen Herausforderungen und

Nachhaltige Investments, wie in Windkraft, haben ihren medialen Durchbruch in Deutschland längst gefeiert. Doch die Investments

liegen noch auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Swisscantoerwartet jedochkünftig weiteren Wachstum.

Foto dpa

damit verbunden auf die Konsequenzen

ein. „Wirtschaftlich betrachtet müssen

folgendeFakten berücksichtigt werden:

Bis 2050 wächst die Weltbevölkerung

aufüber 9,3 Milliarden Menschen

an. Das Wirtschaftswachstum beschleunigt

sich aufgrund der steigenden Bedeutung

der schnell wachsenden

Schwellenländer vonzwei aufdreiProzent

pro Jahr. Das bedeutet eine Verdreifachung

der Wirtschaftsleistung

bis in 40 Jahren mit entsprechenden

Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch“,

so Swoboda.

„Gleichzeitig ist eine Angleichung

der Lebensstile der Menschen der

Schwellenländer –der wachsenden Mittelschicht

–anden westlichen Lebensstil

festzustellen (Ernährung, Nachfrage

nach Mobilität etc.). Würde sich der

ökologische Fußabdruck, also der Ressourcenverbrauch,

bis 2050 dem westlichen

Niveauangleichen, wäredie Folge

der Verdreifachungder Wirtschaftsleistung

eine Verfünffachung des Ressourcenverbrauchs“,

sodie Referentin weiter.

Daneben zeigte sie als Beispiel die

Problematik bei den CO 2

-Emissionen:

„China emittiert heutefünf Tonnen pro

Kopf und Jahr, das macht etwa 7,5 Milliarden

Tonnen oder ein Viertel der globalen

Emissionen. Die USA emittieren

etwa 20 Tonnen pro Kopf und Jahr.

WürdeChina ein vergleichbares Niveau

erreichen, würde China die globalen

Emissionen verdoppeln! Das eine solche

Entwicklung dramatische Auswirkungen

haben würde, ist heute kaum

noch umstritten.“

Als Schlussfolgerung ihrer Ausführungen

und als wichtige Themen der

nachhaltigen Anlagen imHaus hinsichtlich

Selektion und Researchfasste

Swoboda vier Aspekte zusammen, die

künftig vonelementarer Bedeutung seien:

Entkoppelung von Wirtschaftswachstum

und Ressourcenverbrauch.

Reduktion Klimaerwärmung.

Zugang zu medizinischer Versorgung.

Bildung für breitere Bevölkerungsschichten.

Im zweiten Referatging Fondsmanager

Gerhard Wagner auf die konkrete

Nachhaltigkeitsstrategie bei den

Green-Invest-Fonds ein und erläuterte

dieVorgehensweise im Fondsmanagement.

DSZ

Gewerbeimmobilien auch neben Core-Segment interessant

ZweiteReihe gefragt

Drohende Staatspleiten, Rezessionsängste,

Aktienmärkte, die verrücktspielen

–indiesem Umfeld sind Investoren

auf der Suche nach Stabilität.

Das hat in den vergangenen Monaten

zu einer hohen Nachfrage nach Immobilien

geführt, vorallem nach den als

sicher geltenden Core-Objekten.

MARtiN LEMkE

Der Wunsch nach Sicherheit hat

inzwischen auch viele ausländische

Anleger auf den deutschen

Immobilienmarkt geführt. Denn im europäischen

Vergleich gilt Deutschland

per se als Core-Standort. Die immer

noch guten konjunkturellen Aussichten,

eine vergleichsweise niedrige

Staatsverschuldung sowie große und liquide

Immobilienmärkte sind die

Hauptargumente, die für den ImmobilienstandortDeutschland

sprechen.

Die Benchmarkrendite zehnjähriger

Bundanleihen, aktuell nur knapp

überzwei Prozent, istein weiteres Indiz

für die Suche nach Sicherheit. So bleibt

das Gap zwischen risikofreiem Zins

und Immobilienrendite groß. Die hohe

Nachfrage hat zur Folge, dass die Preise

für Gewerbeimmobilien in einigen

Städten stark gestiegensind.

Sinkende Spitzenrenditen an

den Top-Standorten

Dementsprechendniedrig sind die Renditen.

So liegt die Mietrenditebei Büroinvestments

in den deutschen Top-

Standorten wie München, Frankfurt

oder Hamburg bei nur noch bei durchschnittlich

5,1 Prozent. Bei 1-A-Einzelhandelsimmobilien

notieren die Spitzenrenditen

sogar nur bei knapp über

4,5 Prozent.

Damit dürftedas Ende der Fahnenstange

allerdings mehr oder wenigererreicht

sein. Es ist zu erwarten, dass sich

das Preiswachstum im kommenden

Jahr abschwächen oder essogar ganz

zum Stillstand kommen wird. Eine Stabilisierung

ist auch deshalb zu erwarten,

weil in den kommenden Monaten

eine Vielzahlvon Kreditprolongationen

aus den Transaktionen des letzen

Booms ansteht. So dürften einige Objekte

aus den Beständen notleidender

Fonds auf den Markt kommen und das

dann größere Angebot für eine Stabilisierung

der Preise sorgen.

Auch Oldenburg und Osnabrück

gewinnen an Attraktivität

Weil sich aktuell viele Investoren auf

Core-Immobilien konzentrieren, sind

die Märkte inden Metropolen weitgehend

abgegrast. Damit gewinnen Städte

ausder zweiten Reihe an Bedeutung.

Diese sogenannten B-Städte brauchen

den Vergleich der ökonomischen und

demografischen Rahmenbedingungen

mit den Metropolen nicht zu scheuen.

Städte wie Oldenburg oder Osnabrück

haben zwar eine vergleichsweisegeringe

Einwohnerzahl. Mangels Attraktivität

des Umlands ziehen sie aber viel

Kaufkraft aus der Region anund sind

das Ziel zahlloser Pendler.

Chancen bieten sich sowohl bei

Einzelhandels- als auch bei Büroinvestments.

Die Spitzenrenditen bei Büroimmobilien

inB-Städten liegen zwischen

200 und 250 Basispunkten höher als in

den Metropolen. Bei Einzelhandelsimmobilien

sind an diesen Standorten

Spitzenrenditen von mehr als sechs

Prozent realisierbar.

GuteGelegenheitenfinden Investoren

zudem, wenn sie über den Tellerrand

blicken und sich in Segmenten

jenseits von Büro und Einzelhandel

umschauen. In Betracht kommen beispielsweise

Betreiberimmobilien wie

Hotels oder Pflegeheime. Gerade letztere

haben vor dem Hintergrund des demografischen

Wandels langfristig extrem

positive Perspektiven: Selbst nach

konservativen Prognosen wirdbis 2050

ein Mehrbedarf von rund 1,3 Millionen

stationären Pflegeplätzen entstehen.

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Büroimmobilien sind bei Investoren derzeit

gefragteAnlageobjekte. Foto dpa

Der Auto ist Geschäftsführer der Patrizia

GewerbeInvest KAG.


8 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

sparkassen

Sparkasse Bamberg

kein Leben im Minus

Viele Jugendliche haben Schwierigkeiten, mit ihrem Geld gut Haus zu halten. In Bamberg

lernensie, mit ihrem Einkommenauszukommen.

Foto dpa

Dass Geldknapp seinkann,hat bereits

Goethe in seinerTragödie „Faust“ thematisiert.

So sprach Mephistopheles:

„Wo fehlt‘s nicht irgendwo aufdieser

Welt? Dem dies, dem das, hier aber

fehlt das Geld.“

Gerade bei Jugendlichen ist Geld

ein besonders knappes Gut. Handykosten,

Ausgaben fürs Ausgehen,

für Markenkleidung und vieles

mehr lassen Jugendliche immer häufiger

in die Schuldenfalle tappen. Um

den „richtigen“ Umgang mit Geld aufzuzeigen,

hat die Sparkasse Bamberg

das Bildungsprojekt „Mit dem Einkommen

auskommen“ für zwölf bis 17-jährige

Schüler ins Leben gerufen.

Im Rahmen des Projekts wurde ein

Vortrag ausgearbeitet, der in Schulen

überdas Thema Verschuldungaufklärt.

AntwortenzufolgendenFragen werden

interaktiv mit den Schülern erarbeitet:

Wofür geben Kinder und Jugendliche

ihr Geld aus? Wie entstehen Schulden?

Welche Gefahren bringt Verschuldung

mit sich? Wie lässt sie sich vermeiden?

Warum ist es wichtig zu sparen? Informiertwirdauch

über den Taschengeldparagrafen

und versteckteFallen in der

Werbung. Der Vortrag endet mit der

Aufklärung über Geldgeschenke vom

Staat und Hinweise auf Broschüren

zum Thema „Mit dem eigenen Geld auskommen“.

Im Schuljahr 2010/2011 haben

Kundenberater der SparkasseBamberg

–meistens waren es die örtlichen Geschäftsstellenleiter–den

Vortrag in elf

Pilotschulen gehalten. Die Inhaltewurden

innerhalb einer Schulstunde in

siebten, achten oder neunten Klassen

präsentiert.

Die Resonanz der Eltern, Lehrer

und Schüler auf das Seminar war positiv.

Daher will die Sparkasse Bamberg

ab dem nächsten Schuljahr das Projekt

„Mit dem Einkommen auskommen“ in

allen Schulen in der Region anbieten.

„Mit diesem Projektleisten wir als Sparkasse

einen gesellschaftspolitischen

Beitrag zur Aufklärung über das Thema

Verschuldung“, erläutert Konrad Gottschall,Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse

Bamberg. „Als Nebeneffekt werben

wir damit auch Nachwuchs für den

Beruf des Bankkaufmanns“, freut sich

Gottschall.

DSZ

Die Kreissparkasse Köln veranstaltet wieder ihre Kindersparwoche. Alle vollen Sparschweine

werden mit einem Geschenk belohnt.

Fotos Sparkasse

Kreissparkasse Köln

kindersparwoche köln

Die Kreissparkasse Köln setzt auch in

diesem Jahr die langjährige Tradition

des Weltspartages fort und veranstaltet

–bereits zum zwölftenMal in Folge –eine

100pro Kindersparwoche. Zwischen

dem 24. und 28. Oktober sind alle Kinder

eingeladen, mit ihren Spardosen eine

der 217 Geschäftsstellen der Kreissparkasse

Köln zu besuchen und sich

für ihre Sparleistung ein Geschenk abzuholen.

Zu den plüschigen Stofftierfreunden

der vergangenen Kindersparwochen

gesellt sich indiesem Jahr der

Esel Pepe, welche die kleinen Sparer in

den Geschäftsstellen erwartet.

Darüber hinaus winken den jungen

Sparern weitereschöne Geschenke

wie Malsets und College-Blocks. DSZ

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Zum Weltspartag können die Kinder mit ihren Eltern eine der 217 Geschäftsstellen der

Kreissparkasse Köln besuchen.

Sparkasse Mainz

OlympischesFinale

Ob Tennis, Badminton oder Hockey –

wieder einmal erreichten zahlreiche

rheinland-pfälzische Sportler bei den

diesjährigen Bundesfinalen von „Jugend

trainiert für Olympia“ einenPlatz

auf dem Siegertreppchen. Aus Rheinhessen

schafftedies in diesem Jahr ein

Team des Gymnasiums aus Nieder-

Olm. In der Sportart Tennis bei den

Mädchen belegte ihr Team aufBundesebene

einen hervorragenden zweiten

Platz.

Staatssekretärin Vera Reiß und

Sparkassenverbandsgeschäftsführer

Norbert Wahl zeichneten das Team am

17. Oktober im Schloss Waldthausen

bei Mainz aus. Durch die Veranstaltung

führteder Sportreporter Ulli Potofski.

„Wir sind stolz, dass junge Sportlerinnen

des Gymnasiums Nieder-Olm

aus unserem Geschäftsgebiet bei den

Finalkämpfen von‚Jugend trainiert für

Olympia‘ erfolgreich waren. Die Sparkassen-Finanzgruppen

unterstützt in

ganz Rheinland-Pfalz seit vielenJahren

den Schulsportwettbewerb. Wir freuen

uns, dass wir mit unserem Engagement

einenBeitrag zur Förderung vonTeamgeist,

Leistungswillen und Freude am

Sport leisten können“, erläuterteHans-

Günter Mann, Vorstandsvorsitzende

der Sparkasse Mainz.

DSZ

Sparkasse Essen

kostenlose Bücher

Auch die diesjährige Schulmesse der

Sparkasse Essen war ein Erfolg. In den

Räumen der Zentrale der Sparkasse

konnten sich Essener Lehrer über den

Sparkassen Schulservice informieren.

Die Unterstützung der Essener Schulen

hat eine lange Tradition. Seit über 15

Jahren stellt die Sparkasse den 175

Schulen der Stadt ein Budget für die Anschaffung

von Unterrichtsmaterialien

zur Verfügung,

Diese thematisieren nicht nur die

klassischen Unterrichtsthemen, sondern

schlagen auch den Bogen zu neuen

Anforderungen, denen sich Schüler in

der heutigen Zeit gegenübergestellt sehen.

Die Bandbreite reicht von „Grundwissen

Wurzeln und Potenzen“, über

„Schulentwicklung 2.0“ bis hin zu aktuelle

Themen. „Der Euro, Europa und wir“

zum Beispiel oder aber das Projekt

„Finanzpass“ unterstützen die wirtschaftliche

Bildung der Schüler mit Fokus

auf aktuelle Entwicklungen. Dadurch

profitieren beide –Lehrer und

Schüler.

Dies verdeutlicht auch die zunehmende

Resonanz der EssenerSchulen.

Insgesamt besuchen über zwei Drittel

von ihnen die Schulmesse der Sparkasse.

Die nächste Schulmesse findet im

kommenden Jahr im Oktober statt. DSZ


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

sparkassen

9

Sparkasse Zollernalb

Bumerang basteln

Gut 25 jugendliche Teilnehmer der

Herbst-Werkstatt der Sparkasse haben

vergangenen Sonntag das schöne Wetter

genossen und ihre selbst gebasteltenBumerangs

ausprobiert.

Zu Beginn erarbeitete Hannes

Schurr, Stiftungsökologe der Sparkassenstiftung

Umwelt und Natur im Zollernalbkreis,

mit den Teilnehmern die

unterschiedlichen Fortbewegungsmöglichkeiten

in der Luft. Wie funktionieren

Heißluftballon und Zeppelin? Fliegen

Löwenzahnsamen und Fallschirme

wirklich? Es stelltesich heraus, dass gut

funktionierende Flieger Tragflächen

und einen Antrieb benötigen.

Wie eine solche Tragfläche funktioniert,

zeigtenein angeblasenesBlatt Papier

und ein Flugmodell. Die gewonnenen

Erkenntnisse galt es, dann aufden

Bumerang zu übertragen: Nach und

nach wurde mit Raspeln und Schmirgelpapieraus

dem Rohling die Tragflächenform

herausgearbeitet. Sorgfältig

glatt geschliffen und mit Namen versehen,entstanden

lauter dreiflügeligeBumerangs.

Ob sie nicht nurgut aussehen,

sondern auch fliegen, wurde auf der

Wiese beim Sinne-Erlebnis-Park ausprobiert.

Und wirklich: Mit der richtigen

Wurftechnik flogen die Bumerangs wie

sie sollten: Nach einer eleganten Kurve

zurück in Richtung Werfer, mancher

wurde sogar fast wiedergefangen.

Besonderen Spaß hattedie Jugend

an der Demonstration eines weiteren

Flugprinzips: Mit viel Rauch und

Schwung stieg das Raketenflugzeug in

den Himmel und kehrte etwas unsanft

wieder aufden Boden zurück. DSZ

Die selbst gebastelten Bumerangs flogen in eleganter Kurvezurück.

Sparkasse Donnersberg

Gesunde ernährung

Foto Sparkasse

Alexander Huber (rechts), der jüngere der zwei Huberbuam, mit dem stellvertretenden

Vorstandsvorsitzenden Helmut Kienzle.

Foto Sparkasse

Sparkasse Offenburg/Ortenau

DerBergruft

Über 1600 Gäste der Sparkasse Offenburg/Ortenausind

in die Schwarzwaldhalle

in Appenweier gekommen, wo

Alexander Huber –einer der bekanntesten

Extremkletterer der Welt –inseinem

Motivationsvortrag „Analogie von

Berg und Beruf“ überdie HerausforderungenamBergund

im beruflichen Alltagreferierte.

„Alljährlich im Herbst lädt die

Sparkasse Offenburg/OrtenauihreKunden

zu einer besonderen Vortragsveranstaltung

ein. Dies sehen wir als Dankeschön

für IhreTreue und Verbundenheit“,

begrüßte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Helmut Kienzle das

Publikum. Alexander –der jüngere der

zwei „Huberbuam“ –wurde von seinen

Eltern bereits während seiner Kindheit

früh in die Welt der Berge „entführt“.

1998 zog er es vor, seine wissenschaftliche

Laufbahn als Physiker an den Nagel

zu hängen und einem unbekannten

Wegindie Bergweltzufolgen. Bekannt

wurde der Extremkletterer in den 90ern

durch seineErfolgeimSportklettern sowie

durch seine Speed-Rekorde.

Mit dem Grand Capucin gelangHuber

im August 2008 die erste Free-Solo-

Besteigungdes schwierigsten Alpengipfels.

Das Bergsteigen ist seine Passion:

„Wenn man den Berg bezwungen hat

und über den Dingen steht, lässt man

all seine Probleme hinter sich –man

steht im übertragenenSinne sowie physisch

über den Bergen.“

DSZ

personalien

Bernd Hochberger in den Vorstand

Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse

Münchenhat einstimmig beschlossen,

dem Stadtrat der Landeshauptstadt

München Bernd

Hochberger als fünftes Vorstandsmitglied

vorzuschlagen. Hochberger,der

seit2004 fürBayerns größte

Sparkasse arbeitet, ist derzeit

stellvertretendes Vorstandsmitglied

und leitet den Unternehmensbereich

Treasury, der für die

Eigenanlagender Bank,die Risikosteuerung

sowie den Geld-, Devisen-

und Wertpapierhandel zuständig

ist. Die Zustimmung des

Stadtrates vorausgesetzt, kann

Hochberger sein Amt zum 1. Februar

2012 antreten.

Helmut kalms feiert 70. Geburtstag

Am 21. Oktober feiert Helmut

Kalms seinen 70. Geburtstag. Über

40 Jahrewar Kalms in der Sparkassen-Finanzgruppe

tätig. Seinen beruflichen

Werdegang begann der

gebürtige Duisburger 1958 bei der

Stadtsparkasse Duisburg. Dort war

der diplomierte Sparkassenbetriebswirt

von 1970 bis 1981 mit

Leitungsaufgaben in den Abteilungen

Marketing, Planung und Vorstands-Sekretariat

betraut. Nach

23-jähriger Tätigkeit in Duisburg

wechselte er danach zur Stadt-

Sparkasse Leichlingen, wo er am 1.

April 1981 zum Mitglied des Vorstands

berufen wurde. 2002 wurde

Kalms zum stellvertretenden Vorstandsmitgliedder

Kreissparkasse

Köln bestellt. Dort war er bis zu seinem

Ausscheiden imSeptember

2004 tätig. DSZ

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Die Deutschen sind zwar das am besten

über Ernährung informierteVolk Europas,

aber auch das dickste.

Die Sparkasse Donnersberg hat

sich in diesem Jahr dem Thema angenommen

und den Bestsellerautor Patric

Heizmann mit seiner Show „Ich bin

dann mal schlank“ eingeladen. Vorstandsvorsitzender

Günther Bolinius

begrüßte rund 400 Gäste zu dieser

Veranstaltung.

„Schluss mit dem Komplizierten“

ist die Devise von Patric Heizmann. Da

wurde der menschliche Körper schnell

zur Stadt und die Organe zu produzierenden

Unternehmen, die Papier

und Briketts verfeuern. Mit einer leicht

verdaulichen Bildersprache und bissigem

Witz brachte der Fitnesstrainer

seinem Publikum das komplizierte

Thema „gesunde Ernährung“ näher

und motiviertezumehr Bewegung und

„Köpfchen“ bei der Nahrungsaufnahme.

Dass der Fitnesscoach dabei nicht

mit erhobenem Zeigefinger referierte,

sondern jederzeit auf einer Stufe mit

dem Publikum stand, machte ihn sympathisch

und glaubwürdig. Mit Sätzen

wie „Essen muss schmecken“ oder „Gemüse

schmeckt am besten, wenn man

es vordem Servieren durch Pommes ersetzt“

eroberte Heizmann die Sympathien

des Publikums.

Sparkassenchef Bolinius dankte

Heizmann für seinen Vortrag, in dem

die Gäste, verbunden mit einem Fitness-Buffet

und vielen Lachern, einiges

über gesundesund schlankes Leben erfahren

konnten.

DSZ

Kreissparkasse Heilbronn

Gesunde Mitarbeiter

Die Balance zwischen Arbeitswelt und

Privatleben spielt für das Wohlbefinden

eine große Rolle. Sich fitzuhalten, auf

seine Gesundheit zu achten und einen

Ausgleich zur täglichen Arbeit zu haben,

sind dabei wichtige Aspekte. „Wir

möchten, dass unsere Mitarbeitern auf

sich und ihre Gesundheit achten“, so

Ralf PeterBeitner,Vorsitzenderdes Vorstands

derKreissparkasse Heilbronn.

Deshalb veranstalte die Kreissparkasse

für alle Mitarbeiter und deren Familienangehörige

einen Gesundheitstag.

Unter dem Motto „Bleiben Sie gesund“

konnten sich die Besucher des

Gesundheitstagesam15. Oktoberinder

Hauptstelle der Kreissparkasse Heilbronn

rund um das Thema Gesundheit

informieren und durchchecken lassen.

Auch die Betriebssportgruppen sowie

die Betriebsärztin der Kreissparkasse

Heilbronn waren mit Informationsständen

vertreten. Beitner: „Das ist

ein tolles Angebot, bei dem jeder das

Passende für sich findet und ein paar

wertvolle Tippsmitnehmen kann.“ DSZ

Sparkasse Münsterland Ost

Fachtagung beleuchtet

den Gesundheitsmarkt

Orientierung im Gesundheitsmarkt –

noch nie war sie nach Ansicht von Experten

so wertvoll wie heute. Denn nach

ihrer Einschätzung steht das System

vor einem dramatischen Wandel, der

nicht nurPatienten, sondern auch Ärzte

und andereBerufsgruppen betrifft.

Anlass genug für die Sparkasse

Münsterland Ost rund 100 Ärzte und

Steuerberater zu einer Fachtagung mit

anschließender Podiumsdiskussion in

ihreZentrale an der Weseler Straßeeinzuladen.

Das Ziel: Ein wenig Klarheit in

das Dickicht ausParagrafen und Neuregelungen

zu bringen und Strategien für

die zukunftssichere Ausrichtung von

Praxen zu präsentieren.

Klaus Richter, Vorstandsmitglied

der Sparkasse Münsterland Ost, begrüßte

die Gäste und die Referenten

Karl-Heinz Schnieder, Fachanwalt für

Medizin- und Sozialrecht, Martin

Schüürmann von der Deutschen Leasing

sowie Mechtild Pieper, Direktorin

Freiberuflerbetreuung der Sparkasse,

zur gutbesuchtenVeranstaltung. DSZ


10 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

sparkassen

Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

kunsttageeröffnet

Die Welt ist bunt

Weit über 400 Menschen sind in die Hauptstelle der Sparkasse Essengekommen,

um dort die Eröffnung der Retrospektive „Die Welt

ist bunt“ des KünstlersOtmar Alt zu erleben. Das Universaltalent

Alt gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern unserer Zeit.

Dass der Künstler nicht nur bei der Eröffnung anwesend, sondern

die Ausstellung auch selbst mit konzipiert hat, freut Hans Martz,

den Vorsitzenden des Vorstandes der Sparkasse Essen, besonders:

„Die ganz persönliche Retrospektive des Künstlersselbst ist

für Kunstinteressiertesicherlich viel gehaltvoller und spannender

als jedwede Fremdeinschätzung.“ Gewürdigt wurde Alt ebenfalls

durch seinen langjährigen Freund und Weggefährten Jörg

Bockow,der als Kenner des Werkes das Publikum durch den Abend

führte. Otmar Alt genießt eine große Popularität –besonders in

Essen. Es erinnerten sich viele Besucher noch an das 48 Meter

hohe farbenfrohe Plakat,welches vor vier Jahren weithin sichtbar

an der Konzernzentrale der RAG inEssen prangte und das von

Otmar Alt gestaltet wurde. Knallbunte Farben sind eines der

Markenzeichen Alts, und so freut sich Martz auch „über ein wahrhaftiges

Farbfeuerwerk, das nun in der Kundenhalle der Sparkasse

zündet“.

Foto Sparkasse

„Paysage“ ist der Titel einer Ausstellung

von Werken des Lithografen, Radierers

und Zeichners Volker Sammet.

Die Werkschau des in Plochingen lebenden

Künstlers findet anlässlich

seines 70. Geburtstags statt. Sie ist

auch der feierliche Auftakt zur Eröffnung

der Nürtinger Kunsttage.

Die diesjährige Ausstellung der

Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

widmet sich einem

Künstler mit außergewöhnlichem Ruf,

einem genialen Zeichner,Radierer und

Lithografen –Volker Sammet. Aus Anlass

seines 70. Geburtstags zeigt sie unterdem

Titel „Paysage“ –vom 24. Oktoberbis

25. November sowohl Radierungenals

auch Gemälde des Künstlers.

Das Motto„Paysage“ –Landschaft –

ergab sich aus Sammets langjähriger

grafischer und malerischer Auseinandersetzung

mit der nordöstlichen Provence,

wo ein Großteil der Werke vor

der Natur entstand. „Le Paysage“ ist zugleich

der Titel einer zehnteiligen großformatigen

Radierfolge, die, zusammen

mit dem Lithografiezyklus „La Provence“

sowieeiner Reihe vonZeichnungen,

den grafischen Schwerpunkt der

Werkschaubildet.

Parallel zu den Radierungen hat

Volker Sammet in seinen Gemälden eine

expressive und abstrakte Zeichensprache

entwickelt –ein gestisch ausgreifendes

System von Linien und Flächen,

das, so weit es sich auch von der

Realität des Gegenstands zu entfernen

scheint –nie die Form gebenden Elemente

der typischen Provence-Landschaft

verleugnet.

Die Vernissage findet am heutigen

Freitag um 19:30 Uhr statt; die Einführung

hält der Journalist und Kunstexperte

Friedhelm Röttger. Die Öffnungszeiten

der Ausstellung sind jeweils

Montag, Dienstag und Donnerstag

von 9:00 bis 18:00 Uhr, Mittwoch und

Freitag bis 17:00Uhr.

DSZ.

Glühende Landschaft, 1992, Öl/Leinwand,

120cmx80cm. Foto Volker Sammet

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Stadtsparkasse München

klassik für kinder

Nicht jeder muss klassische Musik mögen,

aber jeder sollte die Chance dazu

bekommen.“ So lautet das Motto des

neuen Musikprojekts „Klick“ für Kinder,

das die Taschenphilharmonie aus

München,das „kleinsteSinfonieorchesterder

Welt“, ins Leben gerufen hat. Die

Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse

Münchenfördert das Projekt

mit 10 000 Euro. Damit erhalten alle

Münchner Kindergärten ein Start-Set,

bestehend aus einer eigens produzierten

Musik-CD mit Begleitbuch, einem

Poster sowie der Möglichkeit des Besuchs

einer kostenfreien Fortbildung

durch die Stiftung Zuhören.

„Klassische Musik regt schon die

Kleinsten dazu an, dem Klang der Instrumenteaufmerksam

zu lauschen“, ist

sich Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender

der Stadtsparkasse München

und damit verantwortlich für die Kinder-

und Jugendstiftung der Stadtsparkasse,

sicher. „Das Projekt macht Spaß

und weckt auf spielerische Weise das

Interesse an Musik.“

DSZ

Sparkasse Gelsenkirchen

preisgekröntes Theater

Einen Vorgeschmack auf die Spielzeit

2011/12 hat die Eröffnungsgala des Gelsenkirchener

Musiktheaters im Revier

(MiR) geliefert. Ein Höhepunkt des festlichen

Abends war die Verleihung des Gelsenkirchener

Theaterpreises, gestiftet

von der Sparkasse Gelsenkirchen.

Zwei Preisträger freuten sich über

die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung:

die Regisseurin Elisabeth Stöppler

und derSängerJoachim Gabriel Maaß.

Im Rückblick aufdie zurückliegende erfolgreiche

Spielzeit des Hauses konstatierte

der Vorstandsvorsitzende Bernhard

Lukas: „Die hohen Besucherzahlen

spiegeln die gute Arbeit aller im MiR Beschäftigten

wider: der Menschen hinter

den Kulissen, der Musiker im Orchester,

der Sänger und Tänzer und der Intendanz,

die mit der Programmauswahl offensichtlich

den Nerv des Publikums getroffen

hat.“ Um so schwerer sei der Jury

die Wahl gefallen.

Besonders beeindruckt zeigte sie

sich von Elisabeth Stöpplers Inszenierung

eines „Benjamin Britten-Triptychons

“, das in der letzten Spielzeit mit

dem „War Requiem“ abschloss. Dieses

Oratorium sei noch nie zuvorals szenische

Darbietung auf einer Bühne präsentiert

worden. „Den Krieg, die Totenmesse

holte sie dabei ins familiäre

Wohnzimmer. Das machte betroffen“,

heißt es in der Jury-Begründung.

Als Tevje im Musical „Anatevka“

fand Joachim Gabriel Maaß seine

Traum- und Paraderolle, denn der „Sänger-Schauspieler“

habe aus dieser Figur

einen differenzierten Charakter gemacht

– fern von Klischees und Trivialität.

Dank seines bodenständigen Humors

und seiner künstlerischen Integrität

sei er ein Sympathieträger des MiR.

Deshalb wurde ihm der Preis nicht nur

für den Tevje zuerkannt, sondern für seine

künstlerische Lebensleistung. DSZ

Sparkasse Iserlohn

kunstpreisvergeben

Den Iserlohner Kunstpreis der Bürgerstiftung

der Sparkasse Iserlohn erhält

in diesemJahr die in der Schweiz geborene

und in Düsseldorf lebende Künstlerin

Pia Fries. Seit 2009 ist sie Professorin

an der Universität der KünsteinBerlin,

wo sie zuvor bereits zwei Jahre als

Gastprofessorin tätig war. Ausgezeichnet

wird sie für ihr einzigartiges Werk

im Bereich Malerei.

Den mit 15 000 Euro dotierten Preis

vergibt die Bürgerstiftung alle zwei Jahre

in enger Zusammenarbeit mit dem

Iserlohner Verein Wilhelm Wessel/Irmgart

Wessel-Zumloh. Der Kunstpreisder

Bürgerstiftung knüpft an die Tradition

der Iserlohner Kunstpreisvergaben der

1950er und 1960er Jahrean.

Mit der diesjährigen Verleihung

feiert die Bürgerstiftung ein Jubiläum,

denn nach erfolgreicher Einführung

wird diese Auszeichnung nun bereits

zum fünften Mal verliehen. Verbunden

mit der Preisübergabe ist eine Ausstellung

in der Galerie „Villa Wessel“. Die

Vernissage findet dort am 25. November

statt, die Ausstellung läuft noch bis

zum 22. Januar 2012.

DSZ


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

vERMiscHTEs

11

blick

Märchen lesende Manager

sind in der Vergangenheit

oft ausgelacht worden. Die Geschichten

von Frau Holle oder Aschenputtel

wollten so gar nicht zum Image

des modernen Geschäftmannes passen.

Mancher Vorstandsvorsitzende musste

die geliebte Bettlektüre ins Managermagazin

einwickeln, denn die Enttarnung

hätte den Spott nicht nurdes Aufsichtsratsvorsitzenden

nach sich gezogen.

Dies aber ändert sich gerade. Spätestens

seit dem Erscheinen des „Märchenbuchs

für Manager“ ist klar, dass

die versunkene Welt der sprechenden

Baumstümpfe und carnivoren Hexen

für Führungskräfte einige Weisheiten

parat hat. Betrachtet man sich beispielsweise

die Resilienz von Aschenputtel,

soist der Erkenntniswert doch

deutlich höher als der, ein Fremdwort

nicht zu kennen. Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit

und scheidet im

Wirtschaftsleben den robusten Lenker

vom Überforderten. Sie ist damit eine

für Führungskräfte unabdingbare Eigenschaft

–und ausgerechnet Aschenputtel

macht sieuns vor. Weder bösartige

Stiefschwestern noch die grausame

Stiefmutter können ihr den Lebensmut

nehmen. Stattdessen formt sie negative

Erlebnisse um in Produktivität und Erfolg.

Wer sich mehr für Teambuilding

interessiert, darf sich die BremerStadtmusikantenvornehmen.

Andersals die

überheblichen sieben Schwaben mit ihremüberforderten

Teamleiter –der Hasen

für Ungeheuer hält –darf sich bei

den Stadtmusikanten jeder mit seinen

Fähigkeiten einbringen. Kräfte werden

gebündelt,Probleme lösen sie im Team,

und statt zu resignieren, nutzen sie die

Chance zur Selbstständigkeit. Keinerlei

Hermeneutik bedarf es, die Lehre aus

des Kaisers neuen Kleidern anzunehmen.

Führungskräftemöchten sich hüten

vor der berechnenden Willfährigkeit

ängstlicherBerater,die auf des Kaisers

Wunsch auch da noch Kleider sehen,

wo dem klaren Verstand ein nackterBauch

entgegen scheint…

RObERT REUTER

Das Bild zeigt von links: Helmut Walker (Ausbildungsleiter), Carsten Claus (Vorstandsvorsitzender), Christian Wüst (Werkstattleiter

Tennental) und die beiden Auszubildenden Tanja Mohr und Fabian Kuppinger bei der Scheckübergabe.

Foto Sparkasse

Sozialprojekt der Kreissparkasse Böblingen

Zusammen mit und ohne Handicap

Vorrund einem Jahr ist das gemeinsame

Sozialprojekt der Kreissparkasse

Böblingen und der Dorfgemeinschaft

Tennental gestartet, in derMenschen

mit und ohne Handicap zusammen

leben und arbeiten.

Im Zuge des Projekts besuchten die

Auszubildenden des zweiten Lehrjahres

der Kreissparkasse Böblingen

je eine Woche lang die Dorfgemeinschaft

in Deckenpfronn im Landkreis

Böblingen und halfen dort in der Bäckerei

und Schreinerei. Aufgrund der

gutenResonanzvon beiden Seiten werde

die Kooperation nunfortgeführt.

„Unser Ziel ist es, die soziale Kompetenz

unserer Auszubildendenzufördern

–schließlich legen wir unseren

Kunden gegenüber großen Wert aufguten

Service“, sagt Vorstandsvorsitzender

Carsten Claus zum Sozialprojekt.

Dabei stand es den knapp 50 Auszubildenden

frei, sich an dem neuenAusbildungsbaustein

zubeteiligen. „Um so

mehr freut es uns, dass alle die Chance

genutzt haben, andem Projekt teilzunehmen.

Das hat uns gezeigt, dass ihnen

soziales Engagement wichtig ist

und sie auch Verantwortung übernehmen

möchten“, sagt Ausbildungsleiter

Helmut Walker, der mit seinem Team

das Projekt fachlich begleitet. Um sich

für die gute Aufnahme der Auszubildenden

in die Dorfgemeinschaft und

die Organisation des Projekts zu bedanken,

übergab Claus der Tennentaler

Dorfgemeinschaft einen Spendenscheck

über 2500 Euro.

DSZ

Teilnehmer-Rekord

Mit dem Rad

zur arbeit

Einen neuen Teilnehmer-Rekord verzeichnete

die Hamburger Sparkasse

bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“:

432 Mitarbeiter hatten sich für

die Aktion angemeldet.334 kamen tatsächlich

im Aktionszeitraum an mindestens

20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit,

darunter zwölf Teilzeitbeschäftigte.

Angesichts der Tatsache, dass sie

dieses Jahr keinen wirklichen

Sommer hatten, sei das schon

ein beeindruckendes Ergebnis, stellte

Gerhard Kiencke fest, der die Aktion

bei der Hamburger Sparkasse (Haspa)

koordinierte. Mehr als 80 Teilnehmer

nahmen am traditionellen „Radler-

Frühstück“ des Haspa-Gesundheitsmanagements

teil. Hier gab es nicht nur

ein herzhaftes Morgenmahl nach

Wunsch, sondern auch eineVerlosung

vonPreisen.

„Wer mit dem Rad zur Arbeitfährt,

tut gleichzeitig etwas für seine Gesundheit

und für die Umwelt. Deshalb sind

wir sehr erfreut, dass sich so viele Kollegen

an der Aktion beteiligen“, sagte

Thomas Settler,stellvertretender Personalleiter.

„Wir haben unser Ergebnis

des vergangenen Jahres übertroffen.

Das allein ist schon ein großer Erfolg.“

DieGesundheit der Mitarbeitersei eine

wichtige Voraussetzung für den Unternehmenserfolg.

Deshalb gebe die Haspa

Tipps zur Gesunderhaltung, Raucherentwöhnung

und Entspannung. In

der Haspa-Sportgemeinschaft, die rund

2500 Mitglieder umfasst, werden 40

Sportsparten angeboten. „Gerade in

den vielen Unternehmensbereichen, in

denen Anzug getragen wird, ist die Teilnahme

ander Aktion mit einem gewissen

Aufwandverbunden. Auch deshalb

ist estoll, dass so viele mitgemacht haben“,sagt

Koordinator Kiencke. DSZ

wER – w O – was

Die Industrie- und Handelskammer

(IHK) Mittleres Ruhrgebiet ehrtekürzlich

die prüfungsbesten Auszubildendendes

mittlerenRuhrgebiets.Mit dabei war Annika

Grot (Bild) von der Sparkasse Witten.

Sie absolvierte die Berufsausbildung

zur Bankkauffrau bei dem Kreditinstitut

und schloss ihrePrüfung mit der

Traumnote„sehr gut“ ab. Deshalb wurde

Grot im Rahmen der zusammen mit der

Max-Greve-Preisverleihung stattfindenden

IHK-Bestenehrung geehrt. Die Auszeichnung

erhielt die junge Bankkauffrau

vonJürgen Fiege, Präsident der IHK

Mittleres Ruhrgebiet. Er überreichte außerdem

eine Skulptur in Form einer gläsernen

Eins. Gemeinsam mit Grot freute

sich auch Rolf Maasche,Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse Witten, über die

Auszeichnung der ehemaligen Auszubildenden,

die inzwischen in ein unbefristetes

Angestelltenverhältnis übernommen

wurde. Als nächste Station aufihremKarriereweg

habe Grot bereits den

Titel „Wirtschaftsfachwirtin“ ins Auge

gefasst.


Bei strahlendem Sonnenschein konnte

derVorstand der Sparkasse Südwestpfalz

rund 400 Gästezum ersten Mitarbeiter-Familienfest

im Strecktalpark in

Pirmasens begrüßen. ImZusammenhang

mit der diesjährigenZertifikatsverleihung

„auditberufundfamilie“ hatte

sich die Sparkasse dazu entschlossen,

die Auszeichnung auch nochmals im

Rahmen eines Mitarbeiter-Familienfestes

zufeiern. Den großen und kleinen

Gästen sei ein unterhaltsames Programm

bei Musik sowie Essen und Trinken

geboten worden.


Hocherfreut nahm Jürgen Runkehl

fünf Mitarbeiterinnen der Stadtsparkasse

Mönchengladbach in einem

Pfarrheim in Empfang, denn sie hatten

sich freiwillig gemeldet, um dort bei einem

Seniorenfest zu helfen. Das Seniorenfest

findet jährlich aufInitiativedes

Bürgervereins Geistenbeck statt. Runkehl,

der Geschäftsstellenleiter und Vorstandsmitglied

des Bürgervereins ist,

lobte den Einsatz seiner Kolleginnen,

denn soziales Engagement sei in der

heutigen Zeit wichtiger denn je. Dies ist

das insgesamt vierte Projekt,das Kollegen

der Sparkasse Mönchengladbach in

2011 auf die Beine gestellt haben. So

wurde etwa in einem evangelischen Altenheim

ein bunter Nachmittag für die

Senioren organisiert, in einem Kindergarten

ein neuer Nussbaum gepflanzt

und zu guterLetztdurftesich das Zentrum

für Körperbehinderte freuen, denn

hier konnte ein lang ersehnter Ausflug

stattfinden, bei dem die Kollegen bei der

Begleitung behinderter Bewohner halfen.

DSZ

2. Sparkassen-Sporttag im Saarland

sport und spiele

ladenzum Mitmachen ein

Die Kinder stellen ihre Geschicklichkeit

unter Beweis.

Fotos SV Saar

Trotz durchwachsenemWetter war der

2. Sparkassen-Sporttag im Stadtpark

Merzig mit gut 4000 Besuchern ein

Erfolg. Das Sportfest richtete sich an

Sparkassenmitarbeiter, Betriebssportgemeinschaften,

Sportvereine

sowieSparkassenkunden und ihre Familien.

Biathlon über Soccer bis zu Kart- und

Geschicklichkeitsfahren, Trial und vielem

mehr. Die Besucher konnten ihr

Können in den einzelnen Sportarten

ausprobieren.Für die kleinenGästegab

es ein Kinderprogramm mit Spielbus

Karlchen und einem Mitmachparcours.

Bei den „2. Saarländischen Tretbootmeisterschaften“

siegte das Team „Die

Heulbojen“. Auf den Plätzen folgten

„Die Priwos“ und „Die Jänschens“.

In den Drachenbootrennen erpaddelte

sich das Drachenboot der Kreissparkasse

Saarlouis den ersten Platz

beim Sparkassen-Cup. Platz zwei belegte

das Boot von der Sparkasse Saarbrücken,

Platz drei ging an das Boot des

Landratsamtes Merzig-Wadern. Das

Soccer-Turnier gewann das Team der

Sparkasse Merzig-Wadern II vor den

Teams der SaarLB und der Saarland

Versicherungen. Beim erstmals ausgetragenen

Boule-Turnier gingen die erstendreiPlätze

an Teams der gastgebenden

Sparkasse Merzig-Wadern. Das Rikscha-Rennen

gewann die Mannschaft

„Lutz Katerbau“ vor dem „Trial Team

Saar“ und dem „Team Wollscheid“. Im

Prominenten-Rikscha-Rennen musste

sich Schumann im Vorlauf dem späteren

Sieger, Vorstandsvertreter Volker

Becker,geschlagen geben.

Auf dem

Fahrrad aktiv

Schumann war am Morgen selbst auf

dem Fahrrad aktiv und bewältigte die

60-Kilometer-Strecke. Zwei Radtouren

wurden an dem Sporttag angeboten.

Die Besucher nutzten das Angebot rund

um das Fahrrad: vomTrial-Parcours bis

zu geführten E-Bike-Touren. Für Schumann

war auch der 2. Sparkassen-

Sporttag ein voller Erfolg. DSZ

Jürgen Fiege (von links), Präsidentder Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet,

mit Annika Grot und Vorstandsvorsitzender Rolf Maasche.

Foto Sparkasse

Gemeinsam mit Franz Josef Schumann,

dem Präsidenten des

SparkassenverbandesSaar,freuten

sich der Vorstandsvorsitzende der

Sparkasse Merzig-Wadern, Frank

Jakobs, die Landrätin des Kreises Merzig-Wadern,

Daniela Schlegel-Friedrich,

und der Oberbürgermeister der

Stadt Merzig, Alfons Lauer, über den

Zuspruch.

Mit seinem Spiel- und Unterhaltungsprogramm

lud der Sporttag auch

zum Mitmachen ein. Im Mittelpunkt

standen die „2. Saarländische Tretbootmeisterschaft“,

das Drachenbootrennen,

Boule- und Fußballturniere, Rikscha-Rennen

und der Knax-Mehrkampf.

Im Sporterlebnispark im Stadtpark

Merzig präsentierten sich zudem

Sportvereine aus dem Landkreis. Das

Angebot reichte von Fechten, Klettern,

Vorstandsvertreter Volker Becker (von links), Sparkasse Merzig-Wadern,Präsident Franz

Josef Schumann und Pressesprecher Klaus Faber,beide vom Sparkassenverband Saar.


12 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

dossier: umweltschutz im visier

Hunderttausende neue Arbeitsplätze können in Deutschland neu geschaffen werden

wirtschaftliche chancen der energiewende

Die Energiewende bietet mehr volkswirtschaftliche

Chancen als Risiken.

Die getätigten Investitionen wirken

wie ein Konjunkturprogramm. Durch

gezielte Investitionen in regionale

Kraftwerke, energetische Gebäudesanierung,

Infrastruktur oder nachhaltige

Mobilität werden Wertschöpfung

und Arbeitsplätze zunehmen.

Prof. claudia Kemfert

Die Bundesregierung hat sich

nach der schrecklichen Katastrophe

in Japan entschlossen, die

Kernkraftwerke in Deutschland frühzeitig

abzuschalten und eine nachhaltige

Energiewende einzuleiten. ImRahmen

eines Moratoriums wurden im Frühjahr

dieses Jahres acht Atomkraftwerke unmittelbar

und irreversibel vomNetz genommen.

Bis zum Jahre 2022 will man

alle Atomkraftwerke abschalten.

Deutschlandgilt als Pionierinder Welt,

Pionier des Energiewandels.

Das Ziel, in den kommenden vier

Jahrzehnten den Anteil der erneuerbaren

Energien von heute 17Prozent auf

80 Prozent zuerhöhen, ist machbar,

wenn gleichzeitig die Netze deutlich

ausgebaut werden und vor allem in

deutlich größerem Maße mehr Möglichkeiten

geschaffen werden, Strom zu

speichern. Denn wenn der Wind nicht

weht, die Sonne nicht scheint, muss es

im Notfall dennoch möglich sein, eine

derzeitige Spitzennachfrage von bis zu

80 Gigawatt (GW) zu erfüllen. Sicherlich

werden wir in der Übergangszeit auch

weiterhin fossile Kraftwerke wie Kohle

und Gaskraftwerke nutzen. Gaskraftwerkesind

besserkombinierbar mit erneuerbaren

Energien, da sie flexibler

hoch- und runterfahrbar sindund somit

besser aufdie Volatilitäten der erneuerbaren

Energien reagieren können. Der

Zubauvon Kohlekraftwerkesollteunbedingt

verhindert werden. Nicht nurweil

ohnehin derzeit schon zig neue Kohlekraftwerke

gebaut werden, die eine Gesamtleistung

von über zehn GW haben

und somit die verbleibenden Atomkraftwerkeersetzen

können. Diese Kraftwerke

werden die kommenden 50 Jahre in

DeutschlandimEinsatz sein, sie passen

nicht in das Konzept der nachhaltigen

Energiewende, da sie deutlich mehr klimagefährliche

Treibhausgase produzieren.

Für die Übergangszeit wären Gaskraftwerke

somit deutlich besser geeignet.

Um immer mehr erneuerbareEnergien

nutzen zu können, muss man deren

Schwankungen ausgleichen können,

sei es durch den verstärkten Einsatz

vonflexiblen Kraftwerken wie Gaskraftwerken.

Oder aber durch die Möglichkeit

der Stromspeicherung wie beispielsweise

sogenannter Pumpspeicher

in Deutschland und Nordeuropa. Völlig

neue Speicher wird man zukünftigauch

nutzen können, sie sind derzeit allerdings

noch in der Forschungsphase.

Beispielsweise können auch Batterien

vonElektrofahrzeugen als Speicher

genutzt werden, wenn sie gleichzeitig

auch die „vehicle to grid“-Option umsetzen,

das heißt gespeicherten Strom

auch in das Netz zurück liefern können

müssten. Dazu wäre allerdings ein Umbau

der Infrastruktur notwendig. Zudem

gäbe es auch die Möglichkeit, neue

Kraftstoffe für die Energiespeicherung

zu nutzen. In Spitzenangebotszeiten erneuerbarer

Energien könnte Wasserstoff

oder Methan produziert werden,

welcher wiederum für die Mobilität zur

Verfügung stünde. Genauso wichtig wie

die Energie- /Angebotsseite ist jedoch

ebenso die Nachfrageseite. Je weniger

Energie wir verbrauchen, destoweniger

abhängig machen wir uns von den immer

knapper und teurer werdenden fossilen

Energien, desto mehr Kosten können

wir sparen. Die größten und leichtesten

Energieeinsparpotenziale liegen

neben denen im Mobilitätsbereich vor

allem im Immobilienbereich- in der Gebäudehülle.

Es könnte knapp ein Fünftel

des Energiebedarfs von Immobilien

allein dadurch eingespart werden,

wenn man die Gebäude mit effizienter

Dämm- und Klimatechnik ausstatten

würde. Endlich ist das Energiemanagement

in denFokus vonPolitik und Wirtschaft

geraten.

Es ist richtig, dass das neue Energiekonzept

auch die energetische Sanierung

von Gebäuden mit einbezieht.

Allerdings wird man deutlich mehr finanzielle

Mittel zur Verfügung stellen

müssen. Insgesamt können sowohl Immobilienbesitzer

und Hauseigentümer

wie auch Mietervon derEnergiewende

profitieren. Die volkswirtschaftlichen

Kosten eines möglichst frühzeitigen

Umbaus der Energieversorgung hin zu

einer Kohlendioxid freien Energietechnik

sind heute geringer als wenn eine

Umstellung erst viel später und damit

sehr viel schneller vonstattengehen

muss. Die Energiewende birgt mehr

Chancen alsRisiken.Eswerden enorme

Investitionen getätigt werden, die wiederum

Wertschöpfung und Arbeitsplätze

schaffen werden. Es werden Investitionen

in erneuerbaren Energien, in

neue Kraftwerke, Energieeffizienz und

nachhaltige Gebäude und Mobilität getätigt

werden.

Die deutsche Wirtschaft kann dabei

von dem Boom profitieren, denn

insbesondere die deutsche Industrie

kann durch Anlagen-, Infrastrukturund

auch Kraftwerksbau enorm profitieren.

Ob Energieberater, Ingenieure

und Handwerker,sie alle werden durch

die Zunahme von Investitionen in diesen

Bereichen profitieren. Hunderttausende

neue Arbeitsplätze können so in

Deutschland neu geschaffen werden.

Die Energiewende wirkt als Wirtschaftsmotor

und schafft Arbeitsplätze. Sie

bietet mehr Chancen als Risiken.

Die Autorin leitet die Abteilung Energie,

Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut

für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

und ist Professorin für Energieökonomie

und Nachhaltigkeit an der Hertie

School of Governance inBerlin.

Neukundenkonzept der Taunus Sparkasse: Wir schaffen Grünes

einBaum für jedes neue Konto

Mit einem besonderen Neukundenkonzept

forstet die Taunus Sparkasse

gemeinsam mit regionalen Forstämtern

die Wälder des Main-Taunus-Kreises

und des Hochtaunuskreises auf.

Mit der in diesem Jahr gestarteten

Aktion will das Kreditinstitut

einmal mehr beweisen, dass

ihm die Region am Herzen liegt. In diesen

Tagen beginntdie Bepflanzung von

4000 Bäumen, die derAnzahl der Neukunden

im ersten Halbjahr 2011 entspricht.

Denn unter dem Motto „Wir

schaffen Grünes!“ pflanzt die Taunus

Sparkasse für jeden neuen Kunden einen

Baum in einem ausgewiesenenBereich

der Forstämter des Main-Taunus-

Planspiel Börse thematisiert nachhaltige Stadtentwicklung

„lebenswerte stadt“: wettbewerb

fordert mehr umweltbewusstsein

Das Planspiel Börse ist am 4. Oktober

mit dem Jahresthema „Lebenswerte

Stadt“ an den Start gegangen. In Verbindung

mit dem Nachhaltigkeitswettbewerb

eröffnet dieses gerade

auch für junge Menschen interessante

Thema gute Chancen, sich imagewirksam

zu positionieren.

Auch Fahrradwege gehören zu den Instrumenten

einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Foto dpa

Die vorzwei Jahren vorgenommene

Fokussierung des Wettbewerbs

auf Nachhaltigkeitswerte

gab dem Börsenspielder Sparkassen eine

neue Ausrichtung. Denn über das

Kennenlernen allgemeiner wirtschaftlicher

Zusammenhänge hinaus soll

nach Aussage der DSV-Gruppe (Deutscher

Sparkassenverlag) der ergänzende

Nachhaltigkeitswettbewerb Schülern

und Studenten ein Gespür dafür

vermitteln, dass die Art der Geldanlage

auf zukünftige Lebensbedingungen

einwirken kann. Begleittexte im Internet

sollen die jungen Teilnehmer darüber

informieren, wie sich Unternehmen

darin engagieren, die Umwelt zu

schützen, Ressourcen zuschonen oder

in sozialer Hinsicht Verantwortung zu

übernehmen.

Welche Rolle spielen Unternehmen

bei einer nachhaltigen Stadtentwicklung?

Welchen Beitrag können Anlageentscheidungen

zueiner nachhaltigeren

Entwicklung von Städten leisten?

Das Jahresthema „Lebenswerte

Stadt“, unter dem das PlanspielBörse in

diesem Jahr antritt, weist auf den Zusammenhang

von Nachhaltigkeit und

zukunftsweisende Stadtplanung hin.

Denn nach Aussage des Verlages führt

eine ungesteuerteUrbanisierunginsbesondere

inEntwicklungs- und Schwellenländern

zu sozialen und ökologischen

Problemen. Doch auch in hiesigen

Breitengraden häufen sich die Probleme

und viele europäische Innenstädteverfallen,

weil Unternehmen und

Bürger in die Außenbezirke gezogen

sind. Laut Verlag haben sich damit die

Lernziele des Planspiels erweitert.

Stand bisher die Vermittlung allgemeinen

Wirtschaftswissens und die Stärkung

sozialer Kompetenzen im Fokus,

so schult das Börsenspielnun auch die

Fähigkeit der Teilnehmer, Unternehmen

und deren ethische Grundsätze

kritischer beurteilen zu können. Zwar

geht es nach Meinung des Verlags nach

wie vordarum, virtuelleRenditen zu erzielen,

zugleich sollen die Teilnehmer

für sozialeund ökologische Aspektebei

der Wertpapierauswahl sensibilisiert

werden.

Diese Neuausrichtung habe bei

den jungen Leuten sofort Anklang gefunden.

„Uns liegt die Umwelt am Herzen“,

ist laut Verlag eine oft gehörte

Antwort, wenn man nach den Gründen

Kreis beziehungsweise des Hochtaunuskreises.

Damit wird die Region nachhaltig

unterstützt und der Erholungswert

der Region bleibt erhalten.

Organisiert wird die Baumpflanzung

durch die beiden Forstämter. Fachleuteübernehmen

die Bestellung der benötigten

Pflanzen, die Sparkasse trägt

die Kosten. Dass die Taunus Sparkasse

sich in ihrem Geschäftsgebiet engagiert

und nicht in einem Tausende von Kilometern

entfernten Regenwald, sei dabei

eine Selbstverständlichkeit. Und der

Kunde gewinnt mit dieser Aktion doppelt,

so die Sparkasse: Zum einen erhält

er die persönliche Beratung bei der Taunus

Sparkasse und zum anderen fördert

er die Umwelt seiner Region –ohne einen

Cent mehr dafür zu zahlen. Eine direkteZuordnung

vonKunden und Baum

sei auslogistischenGründen leidernicht

möglich. Allerdings können die Kunden

sich in den ausgewiesenen Bereichen

der heimatlichen Waldbestände davon

persönlich überzeugen, was sie allein

durch die Entscheidung, ihr Konto bei

der Taunus Sparkasse zu führen, geschaffen

haben.

Gemeinsam mit ihren Kunden trägt

die Taunus Sparkasse so zum Fortbestand

der heimischen Wälder bei. Die

Aktion giltals Best-Practise-Beispielund

hat kürzlich den 6. Platz beim Arno-Wettbewerb

der Sparkassen (Auszeichnung

fürrichtungweisende und nachhaltige

Kommunikation) erreicht. DSZ

für die Aktienentscheidung fragt. Für

seine konsequent nachhaltige Ausrichtung

zeichnetedie Unesco-Kommission

das Planspiel Börse als Projekt derUN-

Weltdekade „Bildung für nachhaltige

Entwicklung 2011/2012“ aus. Für die

Imagepflege der Sparkassen ergeben

sich mit der Nachhaltigkeitswertung

und dem Jahresthema geeignete Aufhänger.Entspricht

es doch der Sparkassenphilosophie,

die Zusammenarbeit

mit der regionalen Wirtschaft langfristig

auszurichten und sich als von jeher

zuverlässiger Partner der Kommunen

zu positionieren, was sich mit der

Grundbedeutung von „Nachhaltigkeit“

deckt. Der Nachhaltigkeitswettbewerb

des Planspiels Börse und die am Gemeinwohl

orientierte Philosophie der

Sparkassen gründen damit auf gleiche

Grundsätze, so die DSV-Gruppe.

In der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ließen sich die beiden Themen

daher gutmiteinander verknüpfen.Um

das Thema Nachhaltigkeit inder lokalen

Öffentlichkeit verstärkt in den

Blickpunkt zu rücken, lohne es sich für

die Sparkasse, eigene Preise für die

Teams mit dem höchsten Nachhaltigkeitsertrag

beim PlanspielBörse zu vergeben.

Auch deutschlandweit können

die Teilnehmer wieder entweder mit

dem höchsten Depotwert gewinnen

oder dem höchsten Ertrag, der mit

nachhaltig orientierten Aktien erwirtschaftet

wurde. Jeweils die drei besten

Teams werden mit ihrem Sparkassenbetreuer

und ihrem Lehrer vom Deutschen

Sparkassen- und Giroverband

(DSGV) nach Berlin eingeladen. DSGV

und DSV-Gruppe begleiten dasThema

Nachhaltigkeit und das Jahresthema

mit verschiedenen Kommunikationsmedien,darunter

einePräsentation, ein

Multiplikatoren-Flyer, Trailer und Fotomaterial.

DSZ

Umweltmanagement der Sparkasse Kraichgau

schutz der umwelt

ist überlebenswichtig

Umweltbewusste Unternehmen setzen auf

Ökostrom.

Foto dpa

Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich

die Sparkasse Kraichgau im Umweltmanagements.

Dabei zeigt sich, dass

eine an ökologischen Grundsätzen

ausgerichtete Geschäftspolitik nicht

nur gut für die Umwelt ist, sondern

auch ökonomische Werte schafft.

Der Schutz der Umwelt und der

Ausbau der erneuerbaren Energien

sind für die Zukunft unsererGesellschaft

überlebenswichtig. Die

Notwendigkeit zum Handeln hat insbesondere

durch die Ereignisse in Fukushima

eine weitere Beschleunigung erfahren

und der Aspekt der Nachhaltigkeit

ist für Unternehmen und Verbraucher

noch mehr ins Zentrum des Interesses

gerückt.Die Sparkasse Kraichgau

setzt sich bereits seit mehr als 15 Jahrenfür

die Belange der Umwelt ein und

hat im Jahr 1995 als eine der ersten

Banken überhaupt eine Umweltbilanz

als Instrument zur Messung und Minimierung

der Umweltbelastung veröffentlicht.

Seither wurde das Engagement

für die Umwelt kontinuierlich

ausgebaut.

Mit der Einführung des Umweltmanagementsystems

Eco- Management

and Audit Scheme (EMAS) im Jahr 2002

hat sich die Sparkasse verpflichtet, ihre

Geschäftspolitik an ökologischen

Grundsätzen auszurichten. ImAugust

dieses Jahres wurde die Sparkasse

Kraichgau bereits zum dritten Mal erfolgreich

nach EMAS zertifiziert. „Die

EMAS-Auszeichnung ist Ansporn und

Verpflichtung zugleich, unsere Geschäftspolitik

und unser unternehmerisches

Handeln auch in Zukunft an ökologischen

Grundsätzen auszurichten

und den erfolgreich eingeschlagenen

Weg weiter zu verfolgen“, sagt Vorstandsvorsitzender

Norbert Grießhaber.

In diesem Zusammenhang beschreitet

die Sparkasse Kraichgauauch

in ihrem Kerngeschäft neue Wege. Unterdem

Motto„Gemeinsam für die Region,

gemeinsam in die Energiezukunft“

arbeitet die Sparkasse seit September

dieses Jahres mit den Stadtwerken

Bretten bei der Entwicklung nachhaltiger

Produkteinden Bereichen Energieversorgung

und Geldanlage zusammen.

„Die Kooperationsvereinbarung

ist der nächste Schritt im Sinne unseres

an ökologischen Grundsätzen ausgerichteten

unternehmerischen Handelns.

Damit stellen wir die Ganzheitlichkeit

unseres Umweltengagements

auch in unserem Kerngeschäft unter

Beweis“, so Grießhaber weiter.

Die Vereinbarung sieht vor, dass

die Sparkasse Kraichgauunter dem Namen

der regionalen Ökomarke KraichgauEnergieNatur

den Abschluss von

Energielieferungsverträgen für die

StromNatur-Produkte der Stadtwerke

Bretten vermittelt. Seitdem 15.September

können in allen Filialen Aufträge

zur Lieferung des Ökostroms des regionalen

Energieanbieters ausgefüllt und

abgegeben werden.

Darüber hinaus hat die Sparkasse

Kraichgau einen Energie-Sparkassenbrief

mit fester Verzinsung und fester

Laufzeit aufgelegt. Kunden erhalten damit

nicht nureine Geldanlage zu attraktiven

Konditionen, sondern auch die

Möglichkeit, Projekte zum Ausbau erneuerbarer

Energien der Stadtwerke

Bretten zu unterstützen,dadie Spareinlagen

ausschließlich dazu verwendet

werden, deren Kreditbedarf für Investitionen

im Bereich regenerativer Energien

ganz oder teilweise abzudecken.

Alle Produktewerden in einem einheitlichen

Corporate Design über die Filialen

der Sparkasse Kraichgau präsentiert

und vertrieben.

Wie die jüngst veröffentlichte Umweltbilanz

2011 zeigt, hat die Bank mit

ihrer langjährigen Umweltmanagementpraxis

bereits viel erreicht. Seit

Einführung von EMAS wurde die von

der Sparkasse Kraichgau ausgehende

Umweltbelastung um etwa 27 Prozent

reduziert. In diesem Zeitraum wurde

der Primärenergieverbrauch um 4610

Megawattstunden oder rund 24 Prozent

gesenkt. Damit konnte auch die Klimabelastung

im Jahr 2010 um rund 25

Prozent vermindert werden. Dies entspricht

rund 1100 Tonnen klimaschädlicher

Gase.

Insgesamt 24 Ziele umfasst das

Umweltprogramm, in das alle 62 Filialen

einbezogen sind. Davon wurden 21

bereits erfolgreich umgesetzt. Gleichzeitig

zeigt die Umweltbilanz, dass

nachhaltiges Wirtschaften auch ökonomische

Werte schafft. Allein im Jahr

2010 konnten rund 190 000 Euro an

Stromkosten und 16 000 Euro an Heizenergiekosten

vermieden werden. Dies

trug etwa 1,8 Prozent zum Ergebnis der

normalen Geschäftstätigkeit bei. In den

neun Bilanzjahren summierten sich die

Kosteneinsparungen auf insgesamt

rund 2,2 Millionen Euro.


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

Dossier: umweltschutz im visier

13

Norddeutsche Landesbank beteiligt sich an Finanzierung des Offshore-Windparks „Global Tech I“

Nord/lB baut engagement weiter aus

Die Norddeutsche Landesbank (Nord/

LB) ist beteiligt, wenn der Anteil der

Windenergie in Deutschland bis zum

Jahr 2020 aufüber 35 Prozent gesteigert

werden soll. DieBundesregierung

setzt bekanntlich bei der Energiewende

voll auf den Ausbau erneuerbarer

Energien und dabei auch aufden Ausbauder

Offshore-Windenergie. Zu den

Hochsee-Windparks zählt „Global

Tech I“, an dessen Finanzierung sich

die Nord/LB beteiligt.

Bis 2020 soll auf hoher See eine

Windkraftkapazität von zehn Gigawatt

errichtet werden, weiß die

Landesbank. Das hierfür insgesamt erforderliche

Finanzierungsvolumen

wird auf 35 bis 40 Milliarden Euro geschätzt.

Derzeit liegen für rund 20 deutsche

Hochsee-Windparks Baugenehmigungen

vor. Hierzu zählt auch der

Nordsee-Windpark „Global Tech I“, an

dessen Finanzierung sich die Nord/LB

als Mandated Lead Arranger beteiligt.

Gemeinsam mit der deutschen KfW

Ipex-Bank, der belgischen Dexia und

der französischen SociétéGénéralé hat

die Nord/LB die Finanzierung arrangiert

und strukturiert. Das Gesamtinvestitionsvolumen

beträgt 1,9 Milliarden

Euro.

Die Europäische Investitionsbank,

die KfW Förderbank und ein Konsortium

aus 16Geschäftsbanken haben die

Finanzierung übernommen. Der Windpark

mit einer Kapazität von400 Megawatt

wird aufeiner Flächevon 41 Quadratkilometern

zirka 180 Kilometer vor

Bremerhaven gebaut. Ersoll bereits

2012 ans Netz gehen und 2013 voll ausgebaut

sein. Im Endausbau werden die

80 Windkraftanlagen jährlich 1,4 Milliarden

Kilowattstunden umweltfreundlichen

Strom liefern. Rechnerisch können

damit 445 000 Haushalte versorgt

werden.

Für die Umsetzung und den Betrieb

des Windparks ist die Projektgesellschaft

Global Tech IOffshore Wind

GmbH verantwortlich. Anteilseigner

sind die beiden Energieversorger Stadtwerke

München GmbH und HSE AG

(Darmstadt), das europäische Energiehandelsunternehmen

EGL AGund die

Esportes Offshore Beteiligungs GmbH.

Weitere Gesellschafter sind die beiden

Projektentwicklungsgesellschaften

Norderland Projekt GmbH und Windreich

AG.

Für die Nord/LB, die seit Anfang

der 90er Jahre einer der führenden Finanzierer

erneuerbarer Energien ist,

handelt es sich um die erste Finanzierung

eines Offshore-Windparks. Gleichzeitig

ist es für die Nord/LB die bislang

größte Projektfinanzierung, die der Unternehmensbereich

StructuredFinance

strukturiert und arrangiert hat. Aufgrund

fehlender Standards hat das Projekt

alle Beteiligten vor große Herausforderungen

gestellt.

Hierzu zählen nicht zuletzt die Besonderheiten

des Standorts und die damit

verbundenen Risiken hinsichtlich

der Einspeisung in das Stromnetz, der

laufenden Wartung und der Witterungseinflüsse.Mit

der Finanzierung

Bis 2020 sollauf hoher See eine Windkraftkapazität von zehn Gigawatt errichtet werden.

Fürrund 20 deutsche Hochsee-Windparks liegen Baugenehmigungen vor. Foto dpa

von Global Tech Ibaut der Nord/LB-

Konzern sein Erneuerbare-Energien-

Engagement weiter aus. Das Gesamtportfolio

laufender Projektfinanzierungen

in diesem Bereich beträgt derzeit

rund vier Milliarden Euro.

Seit Beginn der Aktivitäten im Bereich

Erneuerbare Energien hat die

Nord/LB rund 600 Windparks und

knapp 100 Solarparks finanziert. Entsprechend

ist die Bedeutung des Segments

für die geschäftliche Entwicklung

der Nord/LB in den vergangenen

Jahren immer mehr gestiegen. Mit einem

Ergebnis von 119 Millionen Euro

nach Steuern hat das Segment Energieund

Infrastrukturkunden maßgeblich

zum erfolgreichen Abschneiden der

Nord/LB im Geschäftsjahr 2010 beigetragen.

Der Nord/LB betrachtet den SektorErneuerbareEnergien

als langfristigen

Wachstumsmarkt und auch zukünftig

als Kerngeschäftsfeld der

Bank.

DSZ

DossierlesezeicheN

tut uns gut

Und sie drehen sich doch. Jahrelang

gab es Diskussionen darüber,

obund wie beispielsweise

die Windkraft als regenerative

Energie genutzt werden kann.

Der „Growian“, die „größte

Windkraftanlage“, war dereinst

zwar für Norddeutschland-Urlauber

ein weithin sichtbares

Ausflugsziel, aber schon sein

Name gab Anlass zuweniger

ernsthaften Umdeutungen. Der

Riesen-Propeller gehört inzwischen

der Geschichte an. Nicht

aber die Pläne, Planungen und

zum Teil eben schon längstWirklichkeit

gewordenen Überlegungen

zu Windparks oder den einzelnen

„Kraftwerken auf dem

Mast“.

DieNutzung regenerativer Energien

ist im Normallfall –anders

als die Millioneninvestitionen

für Kraftwerksbauten der alten

Bauart –eine Frage der regionalen

Verwirklichung geworden.

Allerorten sind es inzwischen

die Kommunen, die aus der zunächst

ach so schweren Geburt

der Energiewende ein Glückskind

für die eigene Kassenlage

machen wollen.

Vielleicht sind das entscheidende

Gründe dafür, dass Sparkassen

im ganzen Land immer wieder

an vorderster Front zu finden

sind, wenn es um einzelne Projekte

und deren Finanzierung

geht. Oder auch wenn es um die

möglichst breiten Informationen

übers Ganze geht. Gut daran: Es

tutuns allen gut. W. Funk

Provinzial Rheinland Versicherung übernimmt Verantwortung für die Umwelt

Regionalversicherer arbeitet

an der eigenen Ökobilanz

Klimaschutz ist bei der Provinzial

Rheinland Versicherung Bestandteil

derUnternehmenskultur: Der Regionalversicherer

übernimmt seit Jahren

Verantwortung für die Umwelt. Für

sein Engagement wurde das Unternehmen

im vergangenen sogar durch

den Deutschen Industrie- und Handelskammertag

(DIHK) sowie das Bundeswirtschafts-

und das Bundesumweltministerium

ausgezeichnet.

Axel PANNhorst

Provinzial rheinland

Mitarbeiter der Provinzial Rheinland Versicherung pflanzen Bäume für den Klimaschutzwald.

Sie freuen sich über die Kohlendioxid-Neutralität des Unternehmens. Foto Provinzial

Die Provinzial Rheinland übernimmt

seit Jahren Mitverantwortung

bei der Bekämpfung

des Klimawandels und verbessert zielorientiert

die eigene Ökobilanz, indem

sie ihren Ressourceneinsatz kontinuierlich

verbessert. Aus diesem Grund

hat sich das Unternehmen im Jahr

2007 für eine eigenständige Klimastrategie

entschieden. Dazu gehört, dass

mithilfe eines wirksamen Umweltmanagements

so viele Klimabelastungen

wie möglich vermieden werden. Die

verbleibenden Klimabelastungen werden

aktiv kompensiert. Ein hauptamtlicher

Umweltbeauftragter kümmert

sich um die Einhaltung der Regeln des

Umweltmanagements. Das Unternehmen

ist dabei nach EMAS, dem Environmental

Management and Audit

Scheme, zertifiziert. Seit 2004 wurden

mehr als 10 000 Megawattstunde Strom

eingespart und der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß

um 11 000 Tonnen auf

null reduziert.

Das gesteckte Ziel, die eigene Geschäftstätigkeit

bis zum 175-jährigen

Jubiläum zu 100 Prozent klimaneutral

zu stellen, wurde zum Jahresende 2010

umgesetzt. Dafür wurden in den Jahren

2007 bis 2010 im Namen der Provinzial

Rheinland mehr als 350 Hektar Wald

aufgeforstet. Mit dieser Maßnahme werden

jährlich3698 Tonnen Kohlendioxid

der Umweltentzogen und dauerhaft gebunden.

Den Eigenbedarf deckt das Unternehmenzudem

seit2008 vollständig

mit zertifiziertem, sauberen Strom. Ein

hohes Maß an Energieeffizienz im Gebäudemanagement,

viele Maßnahmen

zu Green-IT und nicht zuletzt die Modernisierung

der Unternehmensküche

sind auch betriebswirtschaftlich erfolgreich.

Dienstlich veranlassteFlüge werden

Kohlendioxid-neutral gestellt. Dabei

kooperiert die Provinzial unter anderem

mit der Organisation „Atmosfair“,

die Flugmeilen in Geldspenden

umrechnet. Aber auch alle anderen klimarelevanten

Auswirkungen werden

bei der Provinzial sukzessive kompensiert:

Dienstreisen mit der Bahn oder

mit dem Pkwbeispielsweisewerden mit

dem Projektpartner „PrimaKlima weltweit

e. V.“durch Aufforstungsprojekte

kompensiert.

Ein Klimasparbuch, bei dem das

Unternehmen das Umwelt-Engagement

der Mitarbeiter mit weiteren Aufforstungsprogrammen

honoriert, hat die

umfangreiche Klimastrategie der Provinzial

Rheinland ergänzt und Aktivitätenimprivaten

Bereich unterstützt.

Um das Energiesparen für die Umwelt

zu vereinfachen, bekamen alle interessierten

Mitarbeiter ihr persönliches

Klimasparbuch. Die umgesetzten

Energieeinsparungen wurden dem

Haushalt im Klima-Sparbuch gutgeschrieben.

Dafür gab es Öko-Zinsen:Die

Provinzial Rheinland hat den privat erzielten

Klimanutzen von zusammen

87 500 Kilogramm Kohlendioxid mit

rund 200 Prozent verzinst und weitere

Aufforstungsmaßnahmen für die Kompensation

von 175 Tonnen Kohlendioxid

im Namen der Sparer in Auftrag

geben. ImMärz dieses Jahres haben

dann die Mitarbeiter mit ihren Familien

einen „Klimaschutzwald“ im Rhein-

Erft-Kreis gepflanzt.

Für ihr ganzheitliches Umweltmanagement

und ihr vielfältiges Engagement

für den Klimaschutz wurde die

Provinzial Rheinland durch den DIHK,

das Bundeswirtschafts- und das

Bundesumweltministerium in die „Klimaschutz-

und Energieeffizienzgruppe

der deutschen Wirtschaft“ aufgenommen.

Zu dieser Exzellenz-Initiative gehören

Unternehmen, die aktiv für den

Klimaschutz und Energieeffizienz eintreten

und mit herausragendem Engagementhervortreten.

Die Klimaschutzunternehmen

sollen dabei eine Vorbildfunktion

ausüben. Die beteiligten

Unternehmen haben durch erfolgreiche

Erfüllung anspruchsvoller Aufnahmekriterien

bewiesen, dass sie Klimaschutz

ernst nehmen und Energieeinsparung

dauerhaft und auf breiter Basis

in die betriebliche Praxis integrieren.

Nicht Reden, sondern Handeln ist

hier die Devise.

Weitere Informationen online unter:

www. Klimaschutz-Unternehmen.de

Sparkasse Gera-Greiz führt Naturwettbewerb durch

schüler gehen

auf entdeckungsreise

Unsichtbare Welten war das Thema

des zehnten und jüngsten Natur-Wettbewerbes

der Sparkasse Gera-Greiz,

an dem sich Hunderte von Schülern

ausder Stadt Geraund dem Landkreis

Greiz in diesem Jahr beteiligten. Auch

bei der kürzlich gestarteten elften Auflage

des Wettbewerbs dreht sich alles

darum,Kinder für dasThema Umwelt

zu sensibilisieren.

Mit der zehnte Auflage ihres

Wettbewerbs „Natur-er-leben“

hatte die Sparkasse alle Schüler

aufgerufen, in scheinbar unsichtbare

Welten abzutauchen, die in Bächen,

Teichen und im Boden zu finden sind.

Mit Lupe und Mikroskop sollten Tiere

und Pflanzen, nicht immer mit bloßem

Auge erkennbar,beobachtet und untersucht

werden.

Schüler aus acht Grundschulen, je

einer Förder- und Regelschule und einem

Gymnasium machten spannende

Entdeckungen auf der Wiese, am Wegesrand

und in anderen Lebensräumen.

Ihre Erkenntnisse hielten sie in

Bildern und Texten fest. Sogar ganze

Projektmappen hatten sie angefertigt.

Die Arbeitsgemeinschaft Natur an der

Bergaer Grundschule stellte Herbarien

her, umdie heimische Pflanzenwelt

vorzustellen. Dieersten Klassen derGeraer

Bergschule bastelten große

Schneeflocken.

Mit unerwarteten

Interpretationen überrascht

Manch ein Teilnehmer habe mit einer

unerwarteten Interpretation des vorgegebenen

Themas überrascht, so die

Sparkasse Gera-Greiz. So reichte die

Grundschule in Gera-Lusan eine Nachgestaltung

desweltberühmten australischen

Barriere-Riffs aus Styropor ein.

Jonas Koch, mit fünf Jahren der jüngste

Teilnehmer, bastelte ein in der unsichtbaren

Welt untergehendes Schiff.

Insgesamt sichtetedie Jury 83 Einsendungen

zum diesjährigen Wettbewerb

der Sparkasse. Vertreter des zuständigen

Schulamtes, Sparkasse und

lokalen Naturkundemuseums wählten

30 Beiträge für die Abschluss-Ausstellung

in den Räumen des Naturkundemuseums

aus.

Die Paletteder gezeigten Exponate

reichtevon Schauplakaten zum Thema

Bakterien über Nachbildungen von Insektenflügeln

bis hin zur überdimensionalen

Darstellungen des Löwenzahns

in seinenverschiedenen Entwicklungsstufen.

Auch das kindgerechte Modell

eines Wassertropfens habe nicht gefehlt.

Frank Emrich, Vorstandsmitglied

der Sparkasse Gera-Greiz, hob besonders

die Kreativität der Wettbewerbsbeiträge

hervor, die viel kindliche Neugier

und Forscherdrang widerspiegelten.

Er dankte den Partnern des Sparkassenwettbewerbs

wie den beteiligten

Pädagogen,den Mitarbeitern des Schulamtes

und des Naturkundemuseums

für ihre langjährige Unterstützung:

„Uns eint die große Aufgabe, bei der Erziehung

der jungen Generation auch

auf ein Verständnis für den Erhalt der

natürlichen Umgebung des Menschen

zu achten.“

Bewohnerdes Waldes

stehen im Mittelpunkt

Unter dem Motto„Auf zwei bis tausend

Beinen“ steheninder kürzlich gestarteten11.

Auflage von„Natur-er-leben“ die

Bewohner des Waldes im Mittelpunkt.

Deren Artenvielfalt und Eigenarten sollen

die teilnehmenden Schüler entdecken.

Die Sparkasse hattenun alle interessierten

Lehrer der Klassenstufen

einsbis vier und fünf bis acht ins Naturkundemuseum

eingeladen, um das

neue Thema und die Wettbewerbsunterlagen

vorzustellen.

Für die genannten Klassenstufen

wurden Flyer entwickelt. Ein altersgerechter

Wissenstest soll den Einstieg in

den Wettbewerb erleichtern. Bisher haben

sich 40 Schulleiter und Pädagogen

aus30Schulen angemeldet, so das Kreditinstitut.

Das Naturkundemuseum,

langjähriger Partnervon „Natur-er-leben“

empfehle den jungen Teilnehmern

des Wettbewerbs einen Besuch

seiner Dauerausstellung, um sich über

dieTieredes Waldes zu informieren. So

lernten beispielsweise die kleinen Naturforscher,dass

viele Tierenachtaktiv

sind und nicht nur der Boden Lebensraum

bietet. Das im Museum erworbene

Wissen diene der Teilnahme an dem

Ideenwettbewerb.

Fotografien, Zeichnungen, Texte

und räumliche Darstellungen werden

die Sparkasse Gera-Greiz und das Naturkundemuseum

bis 20. April 2012

sammeln. Alle Arbeiten werden dann

wieder voneiner kundigen Jury bewertet.

Die besten Beiträge sollen ausgestellt

und so einergrößeren Öffentlichkeit

zugänglich gemacht werden. DSZ


14 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

geld und kapital

börse

live

scHlaglicHter

die deutsche bank

verzockt sich in lasvegas

Es bleibt diese Woche, wie es vergangeneWoche

war: Nichts ist unmöglich,

weder der Absturz noch

der Höhenflug. Die Herbstrally des

Dax scheint Anfang der Woche jedenfalls

erst einmal gestoppt.

Nachdem der Indexbinnen kurzer

Zeit fast 1000 Punkte gewonnen

hatte, dann aber mehrfach an der

6000er-Marke gescheitert war,

kommt am Montag der Rückschlag.

Zu groß sind die Sorgen, zu laut

der Protest aufder Straße, zu vehement

die Forderungen nach einer

Neuordnung des Bankensystems.

„Nach der Finanzkrise hätten die

Finanzinstitute die Chance gehabt

etwas zu ändern –und zwar freiwillig“,

so ein Branchenbeobachter.

„Doch stattdessen haben sie

weitergemacht, als wäre nichts gewesen.

Jetzt bekommen sie die

Quittung.“ Da wirkt die Nachricht,

dass sich die Deutsche Bank ausgerechnet

in Las Vegas verspekuliert

hat, fast wie Hohn. Ist es doch gerade

der Branchenprimus, der mit aller

Macht beweisen will, dass Bankerkeine

Zocker sind.

volkswagenund suzuki

bremsen sich gegenseitig aus

Es hätte soviel mehr sein können

als nur eine kurze Liebelei. Doch

die Ehe ist zerrüttet, der Scheidungskrieg

tobt. Zweieinhalb Jahre

nachdem die Beziehung zwischen

Volkswagen und Suzuki begann,

ist sie auch schon wieder

zerbrochen. Erst warfen die Wolfsburger

den Japanernvor, sie seien

fremdgegangen, weil sie Dieselmotoren

vom italienischen Konkurrenten

Fiat bezogen hatten. Dann

schlug Suzuki zurück. Die Japaner

fordern inzwischen offen die Trennung,

werfen dem deutschen Partner

ihrerseits Vertragsbruch vor.

VW habe ihnen –anders als vereinbart

–keinen Zugang zu bestimmten

Technologien gewährt. Habe

zudem eine freundliche Lösung

für ein Ende der Verbindung vereitelt.

Doch irgendwie können die

beiden nicht mit und nicht ohne

einander. Suzuki will den Vertrag

nicht einfach kündigen, denn

dann wäreVolkswagenfrei, seinen

Anteil auch ohne die Zustimmung

der Japaner zu erhöhen.Gleichzeitig

spielt der im Vergleich zuVW

deutlich kleinere Hersteller seine

Schlüsselstellung in der Branche

voll aus. Denn Suzuki ist das Zünglein

an der Waage im neu entbrannten

Kampf um die Weltmarktführung,

den sich Volkswagen

mit GeneralMotors und Toyota

liefert. Außerdem will VW vermeiden,

dass sich bei einerTrennung

ein Rivale anSuzuki beteiligt und

damit den begehrten Zugang zum

indischen Markt erhält. ImRosenkrieg

der Autobauer ist das letzte

Wort noch nicht gesprochen.

die angst hat den

kapitalmarktimgriff

Aktienfonds ade! Die Nervosität

der Anleger fordert ihren Tribut

vonder Investmentfondsindustrie.

5,4 Milliarden Euro, soviel haben

nach aktuellen Absatzzahlen der

Branche Anleger im August aus

Publikumsfonds abgezogen. Das

ist der stärkste Abfluss seit Oktober

2008, seit der Pleite der US-

Bank Lehman Brothers. Nicht einmal

die deutlichen Zuflüsse institutioneller

Investoren konnten die

Branchenbilanz retten. „Wenn ein

Privatanleger Angst hat, dass die

Euro-Zone zusammenbricht, legt

er kein Geld amKapitalmarkt an“,

bringt es ein Sprecher der Deka-

Bank auf den Punkt. Auch BVI-

Hauptgeschäftsführer Thomas

Richter hält es für „verständlich“,

dass verunsicherte Anleger Fondsanteile

verkauften. Allerdings ist

Richter der Ansicht, dass sich die

Verkäufe im Vergleich zum Oktober

2008 „in Grenzen“ halten. Damals

flossen in einem Monat

46 Milliarden Euro ausPublikumsfonds

ab. Über die Frage, ob

das Glas halb leer oder halb voll

ist, darf, wieimmer,gestritten werden.

Annette Eimermacher ist Moderatorin

und Börsenbeobachterin in Frankfurt.

Die Top-Seller des Sparkassen Brokers

anleger setzen auf auswegaus der krise

Auch im Zeitalter der Vielflieger

kommt den meisten Indonesien sehr

weit entfernt vor. So mancher Europäer

hat seinen Urlaub zwar schon auf

der Insel Bali verbracht, über die wirtschaftliche

Entwicklung des großen

Staates ist allgemein jedoch kaum etwas

bekannt.

reiner merkel

Esbietet sich daheran, mit einigen

Superlativen zu dem aus mehr

als 17 000 Inseln bestehenden

Staat zu starten. Zum einen ist Indonesien

mit seiner Bevölkerung vonknapp

240 Millionen Menschen das weltweit

größte muslimische Land. Zum anderen

kann durchaus ein Vergleich mit

Brasilien gezogen werden. Eine glitzernde

Geschäfts- und Bankenwelt wie

in Sao Paulo und Rio de Janeiro gibt es

auch im Großraum der Metropole Jakarta.

Die Verkehrsverhältnisse sind ähnlich

chaotisch, und die jungen Menschenkaufenhier

wie dort ihreiPhones

in Apple Stores und essen bei McDonalds,

um sich mit Musik von Lady Gaga

berieseln zu lassen. Inder großen

Weitebeider Länder und den Regionen,

dievon denMetropolen entfernt liegen,

ist das Leben jedoch noch sehr rückständig.

Das sich flächenmäßig über mehrere

Breitengrade erstreckende, weltweit

viertgrößte Land gilt mittlerweile

als eine konsolidierte Demokratie mit

aussichtsreichen wirtschaftlichen Perspektiven.

Hierzu einige volkswirtschaftliche

Eckdaten: Auch in diesem Jahr

wird sich das Bruttoinlandsprodukt

(BIP) um über sechs Prozent steigern

und somit nahtlos andas Wachstum

der vorangegangenen Jahre anschließen.Vor

allem die Binnenkonjunktur,

die aktuell rund zwei Drittel zum BIP

beisteuert, boomt.

Durch die starke Binnenfokussierung

ist der indonesische Finanzmarkt

gegenüber ausländischen Turbulenzen

recht resistent. Auf der anderen Seite

sorgen die hohen Zuflüsse ausländischen

Kapitals –vor allemaus Singapur

–sowie die stark gestiegenen Preise für

Grundnahrungsmittel dafür, dass die

Inflationsratebei satten sieben Prozent

angekommen ist. Die Staatsbank steuert

mit Zinsen um 6,75 Prozent dagegen.

Die Staatsverschuldung liegt bei

nur rund 26 Prozent des BIP. Darüber

hinaus ist die Handelsbilanz für 2010

mit 146,6 Milliarden US-Dollar an Ausfuhren

gegenüber 111 Milliarden US-

Dollar an Einfuhren positiv.

Weder aufExport-noch aufImportseite

spielen europäische Adressen eine

große Rolle. Ihr Anteil liegt auf beiden

Seiten bei unter vier Prozent. 25

Prozent der ExporteIndonesiens gehen

nach Japan, Singapur ist größter Importpartner

mit zwölf Prozent. Das Bestreben

der Regierung ist, im Lande eine

längere industrielle Wertschöpfungskette

aufzubauen, vor allem im

petrochemischen Bereich. Hier hätte

primär Japan das Nachsehen, wenn Indonesien

die Ausfuhrquoten von Flüssiggas

drosseln sollte, um es im eigenen

Land zu Produkten zu verarbeiten.

Indonesien ist mit zahlreichenRessourcen

anRohstoffen gesegnet, so

Bauxit, Erdgas, Gold,Kohleoder Kupfer.

Darüber hinaus spielt die Holz- und

Nahrungsmittelindustrie eine erhebliche

Rolle. Wichtig sind auch personalintensiveWirtschaftsbereiche,etwa

die

Herstellung von Bekleidung und Schuhen.

In der Automobil- und Konsumelektronikbranche

sind japanische und

koreanische Adressen mit großen Kapazitäten

im Lande tätig. Auch Audi hat

Anfang dieses Jahres einen größereDirektinvestition

in Indonesien vorgenommen

und ein Montagewerk eröffnet,

das jährlich mehr als 15 000 Fahrzeuge

für den dortigen Markt und die

Anrainerstaaten produzieren will.

Die anhaltende wirtschaftliche Dynamik

hat dazu geführt, dass der seit

Die Börsen bleiben vonirrationalen Impulsen

getrieben. Die Hoffnung aufein

baldiges Ende der europäischen Schuldenkrise

hatten in der vergangenen

Woche für gute Stimmung bei den Anlegern

gesorgt. Bundesfinanzminister

Wolfgang Schäuble hatte erklärt, die

Euro-Länder seien auf einem guten

Weg, ihre Probleme zu lösen. Der Dax

verzeichnete imVergleich zur Vorwoche

einen Anstieg von5,1 Prozent.

Das in Aussicht gestellte Euro-Paket

soll unter anderem sicherstellen,

dass die europäischen Banken ausreichend

mit Kapital ausgestattet sind.

Auch werde es eine Lösung für Griechenland

geben, so Schäuble. Die Ankündigungen

sorgten vor allem bei

Finanztiteln für Aufwind. So war bei

den Top-Sellern, den meistgehandelten

Papieren des Sparkassen Brokers, die

Aktie der Commerzbank stark gefragt.

Insgesamt blieb die Kaufstimmung

bei den Tradern jedoch gedrückt. Infineon,

in der vergangenen Woche das

Papier mit dem niedrigsten Kaufquotienten,

verlor am 14. Oktober 1,5 Prozent

–trotz steigendem Dax. Der Münchner

Konzern enttäuschte die Anleger mit

überraschend schlechten Quartalszahlen.

Neu eingestiegen in die Top-Seller

sind Siemens, E.on undBayer.Siemens

baut seine Präsenz inAsien weiter aus

und will für einen zweistelligen Millionen-Betrag

ein Werk für Automatisierungstechnik

in China bauen. E.on hat

im Streit mit der Bundesregierung um

die Kosten des Atomausstiegs mehrere

Milliarden Euro Schadenersatz gefordert.

Außerdem sieht der Energiekonzern

große Chancen, die Brennelementesteuer

mit einigenProzent Zinsen zurückzubekommen.

Auch beim Thema

Personal zieht E.on die Kostenbremse:

Weltweit sollen 11 000 Stellen abgebaut

werden. Den höchsten Kaufquotienten

bei den Top-Seller-Neueinsteigern hatte

jedoch die Bayer-Aktie. Analysten glauben,

dass der Titel im Zuge der Schuldenkrise

stärker gefallen ist als gerechtfertigt.

Tanja Selbach, Sparkassen Broker

Hintergrund

indonesien willwirtschaftlich mehr gewicht

Das Palmenklettern feiert den Jahrestag der Unabhängigkeit Indonesiens von den Niederlanden und ist als farbenfrohes Spektakel

bei Touristenbeliebt.Doch der Staatder 17 000Inseln ringtauch wirtschaftlich um mehr Anerkennung.

Fotos dpa

Bankangestellter beim Geldzählen: Der

Binnenkonsum boomt.

Jahren bekannte Goldmann Sachs-Begriff

der Bric-Staaten (für Brasilien,

Russland, Indien und China) umeinen

Buchstaben auf Brici erweitert werden

und so Indonesien mit einschließen

soll. Die Privatisierung vonStaatsunternehmen

kommt gut voran und die gesetzlichen

Bedingungen zum Schutz

ausländischen Kapitals sind geschaffen.

Jüngst wurden mit Krakatau Steel

und der nationalen Fluglinie Garuda

zwei weitereGroßunternehmen privatisiert,

so dass sich die Palette der Anlagemöglichkeiten

für Fondsmanager in

indonesische Titel zunehmend erweitert.

2008 ist Indonesien inden Kreis

der G20-Staaten aufgenommen worden

und zeigt sich zunehmend selbstbewusster.

Eine Ende September, Anfang

Oktober abgehaltene Konferenz in Australiens

Hauptstadt Canberrastand unterdem

Motto„Indonesia‘s Placeinthe

World“ und hatte den Aufstieg Indonesiens

als eine demokratische „muslimische

Macht“zum Gegenstand. Dieindonesischen

Konferenzmitglieder vertraten

die Position, ihr Land hätte einen

höheren Status innerhalb der G20-Staatengruppe

verdient, also dem Verbund

der 20 weltweit wichtigsten Industriestaaten

und Schwellenländer.

Intern sind die Mitglieder in drei

Kategorien eingeteilt: Zu den GP („great

power“) zählen starke Wirtschaftsmächte,

die ihrerseits Mitglieder der

G8-Staatengruppe sind: die USA, China

Japan, Deutschland, Großbritannien,

Frankreich, Italien und Kanada, die zusammen

knapp 60 Prozent zum weltweiten

BIP beisteuern. Zu den MP („medium

power“) gehören Brasilien, Russland,

Indien, Südkorea und Australien

mit zusammen elf Prozent Anteil am

globalen BIP. Die restlichen Mitgliedsländer

–Indonesien, Mexiko, die Türkei,

Saudi Arabien, Südafrika und Argentinien

–gelten als SP („small power“), unterihnen

auch die EU-Staaten, die nicht

unter den GP oder MPzufinden sind

und in ihrer Gesamtheit von der EU repräsentiert

werden .

Die Forderung Indonesiens ist nun,

zu den „MP“ gezählt zu werden, obwohl

der Anteil des Landes am weltweiten

BIP bei nur0,8 Prozent, also aufdem Niveau

von Saudi Arabien und erheblich

unterdem der Türkei (1,2 Prozent) liegt.

Als wichtigster Grund wird genannt,

dass die wirtschaftliche Entwicklung

Indonesiens wesentlich flotter verläuft

als die in fast allen anderen G20-Staaten.

Doch die anderen Mitgliedsstaaten

lassen dieses Argument nicht gelten, im

Gegenteil. Es wird seit Jahren angemahnt,

dass die indonesische Korruption

nach wie voreine Art Volkssport ist,

bis in höchsteRegierungskreise hinein

gepflegt wirdund sich daher selbst umfangreiche

ausländische Investitionsvorhaben

auf eine lange Vorlaufzeit

einrichten müssten. Das Korruptionsgehabe

würde einer noch schnelleren

Wirtschaftsentwicklung erheblich im

Wege stehen,heißt es.

Experten, die das Land beobachten,

vertreten die Ansicht, Indonesien

müsse in so manchen Bereichen noch

vorder eigenen Haustürekehren und in

der Zwischenzeit sein internationales

Profil schärfen. Sind diese Hausaufgaben

gemacht, könne man mit mächtigererStimme

sprechen.


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

geld und kapital

15

devisenmarkt

finanzmärkte

Japanischer Yen:

zuflucht mit risiken

Der JapanischeYen ist aufErfolgskurs.

Unter den wichtigstenWährungen der

Welt hat der Yen in diesem Jahr handelsgewichtet

bislang am deutlichsten

aufgewertet.

christian apelt

landesbank hessen-thüringen

Noch im April –wenige Wochen

nach Erdbeben, Tsunami und

Nuklearkatastrophe –war die japanische

Währung der größteVerlierer.

Während der Yenbis in den Juli hinein

insbesondere gegenüber dem US-Dollar

zulegen konnte, wertete erseitdem

vorallem gegenüber Euro und anderen

Währungen auf. Der US-Dollar klebte

zuletzt stabil an der Marke von 77 Yen,

der Euro-Yen-Kurs fiel zeitweise aufgut

100 –den tiefsten Stand der vergangenen

zehn Jahre, bevor eine merkliche

Gegenbewegung einsetzte. Womit hat

die japanische Währung diesen Höhenflug

verdient?

Der neuerliche Wechsel imAmt

des Premierministers vonKan zu Noda

liefert keine Erklärung. Der Grund für

die Aufwertung dürfte auch kaum in

der eigenen Stärkezufinden sein. Zwar

hat im abgelaufenen dritten Quartal die

japanischeWirtschaft vermutlich einen

kräftigen Wachstumsschub erhalten.

Allerdings ist dies vordem Hintergrund

der vorherigen Rezession –bedingt

durch die Produktionsausfälle nach der

Naturkatastrophe –zubetrachten. Mittlerweile

haben sich der private Konsum,

der Export und die Industrieproduktion

erholt. Der Aufholprozess dürfte

damit fast schon abgeschlossen sein,

nun stehen eher positive Impulse aus

dem Wiederaufbau ander Reihe. Das

Parlament hat dafür notwendige Gelder

genehmigt, dennoch verläuft dieser

Prozess im Katastrophengebiet auch

wegen der nuklearen Kontamination

eher zögerlich.

Das Wachstum in Japan dürfte relativ

schnell wieder an Dynamik verlieren.

Stimmungsindikatoren wiesen bereits

erste Rücksetzer auf. Außerdem

hat sich die globale Konjunktur insgesamt

verlangsamt, was sich auch in Japan

bemerkbar macht, zumal der teure

Yenbelastet. Die Gefahr eines Rückfalls

in die Rezession ist jedoch gering. Zum

einen wird der Wiederaufbau positive

Impulse liefern. Zum anderen verlangsamte

sich zwar die Konjunktur der

wichtigsten Exportpartner, China und

den USA, ein scharfer Abschwung

zeichnet sich aber nicht ab. Europa hat

als Exportdestination eine signifikant

geringere Bedeutung. Nach einem

leichten Rückgang in diesem Jahr dürfte

das japanische Bruttoinlandsprodukt

2012 um gut zwei Prozent expandieren.

Auch wenn die japanischen Außenhandelsdaten

nach der Naturkatastrophe

wohl noch etwas verzerrt sind,

ist zu konstatieren, dass sich die Handelsbilanz

einer der führenden Exportnationen

im Trend verschlechtert. Die

Yen-Aufwertung der vergangenen Jahre

erklärt dies wohl zum Teil, der Anstieg

der Rohstoffpreise ebenso und

möglicherweise eine schwächere Wettbewerbsposition.

Der noch deutliche

Leistungsbilanzüberschuss resultiert

vor allem aus einem hohen Nettokapitaleinkommen

aus dem Ausland und

kaum noch ausdem Außenhandel. Der

positive Leistungsbilanzsaldo bleibt eine

Stütze für den Yen, insbesondere in

an den Finanzmärkten unruhigen Zeiten.

Die Entwicklung der Handelsbilanz

ist gleichwohlbedenklich. Daher möchten

japanische Regierung und Notenbank

eine sich fortsetzende Aufwertung

des Yenvermeiden.

Die Geldpolitik der Bank of Japan

(BoJ) bleibt grundsätzlich sehr expansiv.

Der Leitzins wird bis auf weiteres

bei Null festgesetzt. Zudem nutzt die

Notenbank auch quantitative Instrumente,

das heißt, sie kauft Wertpapiere

am Kapitalmarkt auf. Der Wachstumsausblick

ist mit erhöhter Unsicherheit

behaftet, die Inflation ist nur dank höherer

Energie- und Nahrungsmittelpreise

über die Nulllinie gesprungen.In

den nächsten Monaten könnte deshalb

Japanische Notenbank in Tokio: IhreGeldpolitik

wirdexpansiv bleiben.

Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe hatten Japans Wirtschaft und Währung in

eine Schockstarreversetzt. Der Wiederaufbau bringt jetzt Erholung.

Fotos dpa

die BoJ die quantitativen Maßnahmen

weiter ausbauen.

Am Devisenmarkt intervenierte

die BoJ zuletzt im August in größerem

Ausmaß. Der Dollar-Yen-Kurs reagierte

nurkurzfristig, immerhin dürftedie Interventionsdrohung

dazu beigetragen

haben, die Aufwertung gegenüber dem

US-Dollar zu stoppen. Sollte der Kurs

der US-Währung unter 76 Yenfallen, ist

mit neuerlichen Markteingriffen der

BoJ zu rechnen. Die Notenbank orientiert

sich in erster Linie an dem Wechselkurs

gegenüber dem US-Dollar. Jedoch

bereitet die europäische Schuldenkrise

und wohl auch die Aufwertung

gegenüber dem Euro zunehmend

Sorgen.

Der Yen profitierte einmal mehr

von seinem Ruf als sicherer Anlagehafen,

zumal der Schweizer Franken aufgrund

der Notenbankinterventionen

diese Funktion nur noch bedingt erfüllt.

Angesichts der horrenden Staatsschulden

Japans ist es zwar zweifelhaft,

ob diese Reputation des Yenlangfristig

gerechtfertigt ist. Auf kurze und mittlere

Sicht aber ist die japanische Währung

preisstabil und die Wirtschaft

nicht von ausländischen Geldern abhängig.

Bei starker Nervosität an den Finanzmärkten

wird zudem ein Teil des

hohen Auslandsvermögens repatriiert,

der Yenwertet dann auf.

In einem unruhigen Finanzmarktumfeld

flüchten Anleger international

auch in die „sicheren“ Staatsanleihen,

so dass die Renditen für US-Treasuries

und deutsche Bundesanleihen fielen.

Zudem hat die US-Notenbank eine lang

anhaltende Nullzinspolitik angekündigt,

die Europäische Zentralbank wird

ihren Leitzins wohl senken. Der Zinsvorsprung

dieser Währungen selbst bei

langfristigen Anleihen fiel zeitweise

unter einen Prozentpunkt gegenüber

japanischen Papieren. Damit gelten implizit

„japanische Verhältnisse“ an den

beiden wichtigsten Rentenmärkten. Der

geschrumpfte Renditerückstand begünstigtden

Yen, zumal die japanische

Währung inflationsbereinigt merklich

höher als Euro und US-Dollar rentiert.

Suche nachSicherheit

wertetden Yenauf

Aufgrund der europäischen Schuldenkrise

und der Konjunktursorgen in den

USA bleibt das Umfeld an den Finanzmärkten

in den nächsten Monaten noch

angespannt, selbst wenn sich die Märkte

zwischenzeitlich einmal beruhigen.

DerYendürftedavon profitieren. Wegen

der Interventionsdrohung oder tatsächlicher

Markteingriffe besteht gegenüber

dem US-Dollar jedoch kaum Aufwertungspotenzial,

der Dollar-Yen-Kurs

wird um77notieren. Gegenüber dem

Euro dürfte der Yennoch einmal zulegen,

der Euro-Yen-Kurs in Richtung 100

fallen. Erst im Verlauf von 2012, wenn

sich manche Sorgen gelegt haben, wird

derYenvermutlich an Wert verlieren. Sicherheit

wird auch am Devisenmarkt

nicht fürewig gesucht sein,zumal wenn

sie langfristig fragwürdig ist.

hintergrund

serbien: der eu-kandidat schwächelt

Mitte dieses Monats hat die Europäische

Kommission Serbien den Status

eines Beitrittskandidaten zur Europäischen

Union (EU) verliehen.

thomas trares

Bedingung für die Aufnahme von

Verhandlungen ist allerdings,

dass sich das Verhältnis zum Kosovo

wieder normalisiert. Gegenwärtig

ist die Lage in der Südprovinz angespannt.

Der Kosovo hatte imFebruar

2008 seine Unabhängigkeit erklärt, die

vonden Serben jedoch nicht anerkannt

wird. Ende Juli war derKonflikt im Norden

Kosovos, der mehrheitlich vonSerben

bewohnt wird, erneut eskaliert.

Ermöglicht wurden die Beitrittsverhandlungen

unter anderem dadurch,

dass Serbien diesen Sommer die

mutmaßlichenKriegsverbrecherRatko

Mladic und Goran Hadzic aufgespürt

und anschließend an das Kriegsverbrechertribunal

in Den Haag überstellt hat.

Die vollständige Zusammenarbeit Serbiens

bei der Verfolgung vonKriegsverbrechern

hatte die EU zur Bedingung

für einen Beitritt gemacht. FürSerbien

sprach zudem, dass es politisch wie

auch wirtschaftlich Fortschritte gemacht

habe, etwa bei der Rechtsstaatlichkeit,

der Achtung der Menschenrechte

und der Einführung einer funktionierenden

Marktwirtschaft.

Manche Beobachter sehen aber vor

allem die wirtschaftliche Lage in Serbien

deutlich kritischer als die EU-Kommission.

Denn der Balkankrieg Mitte

der 1990er Jahre hat die Wirtschaft

sehr geschwächt. Die gut 7,4 Millionen

Serben erwirtschafteten 2010 gerade

einmal 30 Milliarden Euro. Das entspricht

dem Bruttoinlandsprodukt des

Bundeslandes Bremen. Auch die Zuwachsraten

lassen noch zu Wünschen

übrig. Nach dem Rezessionsjahr 2009

wuchs Serbiens Wirtschaft 2010 kaum

mehr als ein Prozent. Für das laufende

Jahr liegen die Prognosen bei etwa zwei

Prozent. Dagegen ist die Arbeitslosigkeit

mit fast 19 Prozent sehr hoch. Gleichesgilt

für die Inflation,die im vergangenenJahr

10,5 Prozent betrug.

Auch in punktoWettbewerbsfähigkeit

läuft Serbien der Musik hinterher.

Die Importesind deutlich höher als die

Exporte. Die ausländischen Direktinvestitionen

bezifferten sich 2010 auf

kaum mehr als eine Milliarde Euro.Dies

ist auch im regionalenVergleichein geringerWert.

Deswegen ist das Land auf

internationale Kapitalgeber angewiesen.

2009 hatteman sich mit dem Internationalen

Währungsfonds (IWF) auf

einen Kredit über knapp drei Milliarden

Euro verständigt. Dieser ist jedoch

im Frühjahr ausgelaufen. Vorwenigen

Wochen hat sich das Land nuneine weitere

Milliarde Euro besorgt. Der Kredit

sei nötig, um Vertrauen bei den Investoren

zurückzugewinnen, sagte Finanzstaatssekretär

Dusan Nikezic.

Eine Wand mit Namen von Vermissten: Der Kosovo-Konflikt ist eine Hürde Serbiens auf

dem Wegindie EU. Doch auch die Wirtschaft des Landes stagniert.

Foto dpa

Auch für internationale Investoren

war Serbien in der Vergangenheit oft

ein schwierigesPflaster.Die WAZ-Gruppe

etwa, die seit 2001 in Serbien engagiert

ist, will sich deswegen wiederaus

dem Land zurückziehen. Auslöser war,

dass der Essener Verlag die serbische

Zeitung „Vecernje Novosti“ übernehmen

wollte, letztlich aber an den Verquickungen

der Politik mit örtlichen

Wirtschaftsoligarchen gescheitert ist.

Auch für den Generikaanbieter

Stada lief es zuletzt nicht rund. Wie das

Unternehmen vorKurzem bekannt gab,

musste es97Millionen Euro Forderungen

gegen serbische Großhändler abschreiben.Grund

seien die finanziellen

Schwierigkeiten der staatlichen Gesundheitskasse

gewesen. Bereits im

vergangenen Jahr mussteman 30 Millionen

Euro abschreiben. In Serbien hat

Stada 2006 den Hersteller Hemofarm

für 485 Millionen Euro übernommen,

das war die bisher größteAkquisitionin

der Geschichte des Bad Vilbeler Unternehmens.

Nichtsdestotrotz ist Deutschland

wichtigster Handelspartner der Serben,

danach kommen Russland und Italien.

Im vergangenen Jahr exportierteSerbien

nach Deutschland Waren im Wert

von 760 Millionen Euro. Aus Deutschland

importierte man hingegen Waren

im Wert von über 1,3 Milliarden Euro.

Damit lag das Handelsdefizit bei 574

Millionen Euro. Neben Stada sind in

Serbien Firmen wie Siemens, Metro,

Henkel, Fresenius und die Haniel-Gruppe

engagiert.

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hem


16 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

bildung und chancen /personalien

MBA-Graduierungsfeier der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe

aufgabe: in Führung gehen

An der Hochschule der Sparkassen-

Finanzgruppe – University of Applied

Sciences – Bonn waren die Studierendendes

dritten MBA-Jahrgangs gefordert,

das berufsbegleitende Studium

erfolgreich abzuschließen. Elf Graduierte

wurden nun auf dem Bonner

Hochschulcampusmit einer Feier verabschiedet.

InFührung gehenund wertvolle Beiträge

für die Institute leisten“ –mit

diesem Appell wurden die elf MBA-

Absolventen im Rahmen der Feierlichkeiten

in die Finanzpraxis verabschiedet.

Eberhard Stickel, Rektor der Hochschule,

hob in seiner Begrüßung das

hohe Leistungsniveau des MBA-Programms

„Management of Financial Institutions“

hervor: „Nur die besten Mitarbeiter

können diese herausfordernde

Qualifizierung mit Erfolg abschließen.“

Mit Blick aufdie zunehmende Zahl

an MBA-Programmen im deutschsprachigen

Raum mit wenig ambitionierten

Qualitätsmaßstäben stellte Stickel fest,

dass das Renommee des MBA-Titels

Schaden genommen habe. „Es wird

künftig so sein, dassder MBA-Titel seine

Wertigkeit durch die titelvergebende

Hochschule und deren Qualitätsmaßstäbe

erhält. Unser MBA-Programm ist

in diesem neuen Wettbewerbsumfeld

bestens aufgestellt,“ so Stickel.

Dass die Studieninhalte des MBA-

Studienprogramms besonders anspruchsvoll

seien und kaum ein andererbankbezogener

Master-Studiengang

in Europa mithalten könne, davonzeigte

sich Erich Keller, Rektor der Fachhochschule

der Deutschen Bundesbank,

in seiner Ansprache überzeugt:

„Im Hinblick auf die Gegebenheiten der

Sparkassen-Finanzgruppe gibt es für

leistungsorientierte Führungsnachwuchskräfte

keine bessere Vorbereitung

aufeine Führungsfunktionauf der

ersten oder zweiten Ebene als das MBA-

Programm dieser Hochschule.“

Helfen statt herrschen

Klaus H. Hartung, Vorstand der Örag

Rechtsschutzversicherungs-AG, zeigte

in seinem Vortrag zum Thema Führungsphilosophie

und Karriereplanung

auf, dass bedeutende Quellen für

das Idealverhalten von Führungskräftenbereits

zum Ende der Spätantikezu

finden sind. Er stimmtedie MBA-Absolventen

mit der vom Heiligen Benedikt

(480 bis 560 n. Chr.) formulierten Regel

–„Wem mehr anvertraut ist, von dem

wird mehr verlangt“ –auf die steigenden

Anforderungen bei ihren künftigen

Führungsaufgaben ein. Als besonders

wichtig für den künftigen Führungsstil

der MBA-Absolventen hob Hartung in

seinemVortrag die Regel Benedikts „Er

wisse, dass er mehr helfen als herrschen

soll“ hervor.

Die Bürgermeisterin der Bundesstadt

Bonn, AngelicaMaria Kappel, lobte

in ihren Grußwortendas große Engagement

der Sparkassen-Finanzgruppe

im Bereich der Aus- und Weiterbildung.

Gerade jetzt nach der Finanzkrise bestünde

in der Finanzwirtschaft ein hoher

Bedarf an bestens ausgebildeter

Mitarbeitern, um das Vertrauen der

Kunden in die Finanzdienstleistungen

wieder zu stärken. Kappel rief die Absolventen

dazu auf, neben den ökonomischen

Zielen auch ethische Aspekte

im Blick zu habenund durch nachhaltiges

Handeln soziale Verantwortung für

das Gemeinwesen zu übernehmen.

Aus Sicht der MBA-Absolventen liege

der Mehrwert des MBA-Studiums

nicht allein in dem neuen Fachwissen,

sondern in der Befähigung, ein unbekanntes

Thema oder neues Problem

strukturiert angehen zu können und eine

Lösung zu finden. Dies bekräftigte

der MBA-Absolvent Lars Hörnig vonder

Kreissparkasse Mayen, der in seinen

Grußworten das MBA-Studium vor allem

für die Stärkung der methodischen

und sozialen Kompetenz lobte. Als weitere

Besonderheit des MBA-Studiums

hob Hörnig die enge Verzahnung von

Theorie und Praxis hervor.

Eberhard Stickel (links) und Bärbel Kaatz gratulieren Patrick Hahne von der Stadtsparkasse

Wuppertal als besten Absolventen im Beisein von PeterVaupel (rechts), dem

Vorstandsvorsitzenden, und Hans-Peter Bauer, dem Personalleiter der Stadtsparkasse

Wuppertal.

Foto Hochschule

Ein Höhepunkt der Graduierung

war die Auszeichnung des besten Absolventen

des dritten MBA-Jahrgangs

durch die Eberle-Butschkau-Stiftung.

Die besteStudienleistungerbrachtePatrick

Hahne von der Stadtsparkasse

Wuppertal, der den zur Weiterbildung

zweckgebundenen Preis in Höhe

von 3000 Euro mit Freude entgegennahm.

Auf der letzten Seite dieser Ausgabe

gratuliert die Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe

ihren Absolventen.

Unser Gehör filtert Informationen gezielt–

auch auf einer Party.

Foto dpa

die

Neulich waren wir bei Freunden zur

Wohnungseinweihung eingeladen.

Über 50 Gäste sind schon da, als Heike

und icheintreffen.Kaumhabenwir den

Gastgebern Brot und Salz sowie einen

stattlichen Ficus benjamini überreicht,

werden wir ausdem Flur ins Wohnzimmer

gedrängt, um einen Stau im Eingangsbereich

zu vermeiden. Gläserklingen,

Stimmengewirr, Hintergrundmusik,

dazu die attraktiveNichtedes Hausherren,

die uns ein Silbertablett mit

Prosecco hinhält. Wenig später höreich

meinen Namen und drehe mich um.

Ein ehemaliger Studienkollege steht

am anderen Ende des Raums und unterhält

sich gestenreich mit einer Dame.

Etliche Stunden und Prosecco spätersitzen

Heikeund ich wieder im Auto

und resümieren den Abend.

ManageMent-KoluMne

cocktailpartyeffekt dämmt informationsflut

„Komisch“, sage ich, „da höre ich

ausall den Geräuschen meinenNamen

heraus, obwohl Felix mich ja gar nicht

laut gerufen, sondern mich nur imGespräch

erwähnt hat.“ „Kennst du nicht

den Cocktailpartyeffekt?“, antwortet

Heike. Nein, der ist mir unbekannt.

Jetzt weiß ich es aber: Unser Gehirn –

genau genommen unser Hörkortex –ist

in der Lage,aus einer Vielzahl vonakustischen

Angeboten die relevanten Informationen

herauszuhören. Wie genau

das funktioniert, kann mir Heike zwar

nicht erklären, interessant ist aber die

Frage, wie wir uns den Cocktailpartyeffekt

im Berufsleben zunutze machen

können.

Das wäre doch fantastisch, wenn

wir aus der Vielzahl an Informationen,

die täglich auf uns einstürzen, gezielt

nurdiejenigen herausfischen könnten,

die für uns wirklich von Bedeutung

sind. Denn das ist ja ein Problem zahlreicher

Berufstätiger: Sie ertrinken in

einer Informationsflut und wissen

nicht, welchen Hahn sie zudrehen sollen,

damit die Wanne nicht überläuft.

Doch welche Information ist wirklich

wichtig? Sie trägt ja kein Etikett, auf

dem steht „ich bin wichtig für dich“

oder „mich kannst du getrost in den Papierkorb

werfen“. Außerdem können

Informationen, die jetzt unbedeutend

erscheinen, später relevant werden.

Und schließlich kann eine Information

für den einenaußerordentlich wertvoll,

für den anderendagegen nutzlos sein.

Die Lösung kann nur darin bestehen,

Filter festzulegen und sich zu fragen:

Hilft mir diese Information dabei,

meinem Ziel näherzukommen?Ist die

Quelle, ausder die Informationstammt,

vertrauenswürdig? Steht der Aufwand,

den ich benötige, um die Information

aufzunehmen,ineinem angemessenen

Verhältnis zum Nutzen,den siemir vermutlich

bringen wird? Habe ich einen

Nachteil, wenn ich diese Information

nicht habe? Hat die Information eine

langeHalbwertszeit oderwirdsie schon

morgen bedeutungslos sein?

Wemesgelingt,Filter dieser Art zu

definieren und konsequent anzuwenden,

der baut sich einen „Informationskortex“,

der ihm dabei hilft,imInformationschaos

den Überblick zu behalten.

Prof. Dr. Martin-Niels Däfler ist Dozent

an der FOM Hochschule für Oekonomie

&Management in Frankfurt/Main.

personalien

40-jähriges dienstjubiläum

24.10. lvirabluhm

Sparkasse Dinslaken-Voerde-

Hünxe

27.10. inge lenger

Sparkasse Herford

29.10. heidrun henze

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

25-jähriges dienstjubiläum

24.10. petrabader

Kreissparkasse Ostalb

Michael Klinger

Kreissparkasse Waiblingen

26.10. petraschmitt

Kreissparkasse Limburg

27.10. petradust

Sparkasse Emsland

30.10. Monika Friese

Sparkasse Ulm

geburtstag

24.10. brigitteackertz, 60 Jahre

Harzsparkasse

peterholzschuher, 60 Jahre

Sparkasse Hochfranken

sophia Kallisch, 65 Jahre

Lerchenstr. 1,47918 Tönisvorst

(früher: SparkasseKrefeld)

Willy Kleuters, 80 Jahre

Obere Faerberstr. 18, 41334

Nettetal (früher: Sparkasse Krefeld)

günther rennert, 85 Jahre

Direktor i. R.,Ängelholmer Str.23,

59174 Kamen (früher: Sparkasse

Kamen)

brigitteschüller, 60 Jahre

Sparkasse Vogtland

25.10. christel becker, 70 Jahre

(früher: Stadtsparkasse Emmerich-Rees)

hagen belz, 75 Jahre

Dorfstr.135, 17337 Blumenhagen

(früher: Sparkasse Uecker-Randow)

Walter bittighofer, 60 Jahre

Sparkasse Karlsruhe

anita engel, 60 Jahre

Finkenweg 6, 89362 Offingen,

Sparkasse Günzburg-Krumbach

elisabeth grave-otto, 60 Jahre

Sparkasse Osnabrück

ruth hahn-buß, 75 Jahre

(früher: Kreissparkasse Düsseldorf)

georghannusch, 85 Jahre

Buchsbaumweg 2, 49808 Lingen

(früher: SparkasseEmsland)

Volker heling, 60 Jahre

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

horst huckenbeck, 65 Jahre

Mozartstr. 11, 42477 Radevormwald

(früher: Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen)

eleonoreKunkel, 60 Jahre

Sparkasse Schwarzwald-Baar

doris Monien, 60 Jahre

Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld

helga Mühldräxler, 75 Jahre

Gartenstr. 9,35321 Laubach

(früher: Sparkasse Laubach-Hungen)

gabriele sander, 60 Jahre

Kreissparkasse Düsseldorf

herbert Welker, 60 Jahre

Sparkasse Landshut

26.10. inge Freriks, 60 Jahre

Landessparkasse zu Oldenburg

irma gamisch, 65 Jahre

Hecklenbruch 7,44575 Castrop-

Rauxel (früher: Sparkasse Dortmund)

lottelanger, 70 Jahre

Zum Lappentascher Hof 28, 66424

Homburg (früher: Kreissparkasse

Saarpfalz)

bärbelplüschke, 60 Jahre

SparkasseAltmark West

bärbelreder, 65 Jahre

Feuerdornstr. 69d,46487 Wesel

(früher: Verbands-Sparkasse Wesel)

Joachim Vieth, 60 Jahre

Sparkasse Gießen

helga Wagner, 70 Jahre

An der Windmühle10, 31558 Hagenburg

(früher: Sparkasse

Schaumburg)

27.10. Margaretebrinkmann, 70 Jahre

Am Bären 22, 31737 Rinteln (früher:

Sparkasse Schaumburg)

anni dohr, 75 Jahre

Denkhauser Höfe82a,45475 Mülheim

(früher: Stadtsparkasse

Oberhausen)

Monika geihe, 70 Jahre

Virchowstr.77, 47805 Krefeld (früher:

Sparkasse Krefeld)

annemarie habermann, 65 Jahre

Kurlandstr. 3,89269 Vöhringen

(früher: Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen)

Klaus hammer, 65 Jahre

Lilienweg 11, 04849 Bad Düben

(früher: Kreissparkasse Anhalt-

Bitterfeld)

hartmut hansen, 60 Jahre

Stadtsparkasse Cuxhaven

Maria huber, 80 Jahre

Hellberg 10, 46047 Oberhausen

(früher: StadtsparkasseOberhausen)

egbert Merz, 65 Jahre

Sparkasse Mainfranken Würzburg

alexander Wakaluk, 60 Jahre

Sparkasse Lörrach-Rheinfelden

28.10. heinz brügger, 80 Jahre

Dieningstr. 28, 59387 Ascheberg

(früher: SparkasseLünen)

georggangl, 60 Jahre

Sparkasse Landshut

erich gutermuth, 75 Jahre

(früher: Deutscher Sparkassenund

Giroverband)

gisela hecht, 60 Jahre

Stadtsparkasse Wuppertal

Waltraut hinrichs, 70 Jahre

Sieben Bösen 52, 26135 Oldenburg(früher:

Landessparkasse zu

Oldenburg)

anneliese horner, 70 Jahre

Bahnhofstr. 33, 64409 Messel

(früher: SparkasseDarmstadt)

sönkeJensen, 65 Jahre

Glockenbrunnenstr. 12, 78465

Konstanz (früher: Sparkasse Bodensee)

renateKaluza, 60 Jahre

Stadtsparkasse Magdeburg

gertrud langenbein, 60 Jahre

Sparkasse Karlsruhe

elfriedepatig, 95 Jahre

Rathsberger Str. 63, App. 2236,

91054 Erlangen (früher: Stadtund

Kreissparkasse Erlangen)

Mechthild schäfers, 60 Jahre

Sparkasse Attendorn-Lennestadt-

Kirchhundem

rudolf schirmer, 75 Jahre

Vorstandsvorsitzenderi.R., Edenkobener

Str. 14, 91550 Dinkelsbühl

(früher: Kreis- und Stadtsparkasse

Dinkelsbühl)

29.10. oskar ahner, 60 Jahre

Kreissparkasse Rottweil

helmut diebitsch, 75 Jahre

Schwimmbadstr.12a,64732 Bad

König (früher: Sparkasse Darmstadt)

brigitteFischer, 60 Jahre

Kreissparkasse Düsseldorf

liane gnauke, 60 Jahre

Kreissparkasse Ludwigsburg

hellmut gneipelt, 80 Jahre

Pranckhstr. 47, 67061 Ludwigshafen

(früher: Sparkasse Vorderpfalz

Ludwigshafen a. Rh.-Schifferstadt)

günter heckler, 70 Jahre

Am Ammweiher 6, 66564 Ottweiler

(früher: Sparkasse Neunkirchen)

alfred hinzpeter, 80 Jahre

Bahnhofsallee 13, 26135 Oldenburg(früher:

Landessparkasse zu

Oldenburg)

elisabeth Kosel, 60 Jahre

Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Matthias nester, 50 Jahre

Vorstandsvorsitzender,Sparkasse

Koblenz

christine oertel, 60 Jahre

Dorfstr. 57, 06712 Döschwitz,

Sparkasse Burgenlandkreis

udo pontoles, 60 Jahre

Sparkasse Wetzlar

HanneloreTomaszewski, 65 Jahre

Blumenstr. 2,21380 Artlenburg

(früher: SparkasseLüneburg)

Franz siebenbrock, 65 Jahre

S-Immobilien GmbH

30.10. ulrikebieneck, 60 Jahre

Polderweg 16, 26465 Langeoog,

Sparkasse LeerWittmund

hinrich erdmann, 85 Jahre

Birkenstr.4,26524 Berumbur (früher:

Sparkasse Aurich-Norden)

dietmarKrause, 70 Jahre

(früher: Sparkasse Gummersbach-

Bergneustadt)

brigitta Kupper, 60 Jahre

Pirmasenser Str. 61, 66957 Vinningen,

Sparkasse Südwestpfalz

elfriedeMarx, 60 Jahre

Sparkasse Duisburg

herbert Morstein, 70 Jahre

Ringstr. 6,56826 Lutzerath (früher:

Sparkasse Mittelmosel –Eifel

Mosel Hunsrück)

Margot Müller, 60 Jahre

Sparkasse Rhein Neckar Nord

rolf pleßmann, 60 Jahre

Neusser Str.326, 41065 Mönchengladbach,

Stadtsparkasse Mönchengladbach

Johanna rumschöttel, 65 Jahre

Kreissparkasse München Starnberg

annemarie schenk, 85 Jahre

Karl-Marx-Str. 54, 06686 Lützen

(früher: Sparkasse Burgenlandkreis

Jürgen Zich, 60 Jahre

Vorstandsmitglied, Kreissparkasse

Schlüchtern


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

stellenmarkt

17

S Sparkasse

Hagen

s

Finanzgruppe

Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Leiter Vermögensberatung (m/w)

Referent/in Marktforschung und Wettbewerbsanalyse

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einer Bilanzsumme vonrund 2,4 Mrd. Euromit einer

starken Verankerung in der Region.

Unseremoderne Führungsphilosophie unterstützt unsere

Ausrichtung als Vertriebssparkasse. Über 500 engagierteMitarbeiterinnen

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mit Leben. In der konsequenten Weiterentwicklung

dieser Philosophie wollen wir nun unseren Geschäftsbereich

für Individual- und Vermögenskunden neu ausrichten und

gestalten. Hierzu suchen wir Sie als erfahrene Führungskraft

mit Gestaltungswillen!

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kommunizieren!

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25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Abteilungsleiter/in

aufbauen und führen! Beidieser Aufgabe werden Sie vonzwei

Gruppenleitern unterstützt.

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und des Vermögensmanagements

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(DSGV) istder Spitzenverband der Sparkassen-

Finanzgruppe mit Sitz in Berlin. In unserer Abteilung

Marktstrategie in Berlin suchen wir für das

ReferatMarktforschung und Wettbewerbsanalyse

zum nächstmöglichen Zeitpunkt Ihrequalifizierte

Unterstützung.

IhreAufgaben

In dieser Funktion entwickeln Sie das Marktforschungsinstrumentarium,

dessen Einsatz für die

Sparkassen-Finanzgruppe und das strategische

Wettbewerbsmonitoring weiter.Dabei analysierenSie

Markttrends und die Positionierungen der

Sparkassenwettbewerber,führen Einzelfallanalysen

einzelner Wettbewerber durch und übernehmen

auch die Konzeption und Durchführung bzw. die

Begleitung vonmarktrelevanten Studien. Die Ergebnisse

Ihrer Arbeit bereiten Sie adressatengerecht

für die Verbandsleitung und die Gremien auf.

WeitereAufgaben liegen in der Zusammenarbeit

mit Marktforschungsinstitutenund in der Unterstützung

vonVerbänden und Instituten bei Fragen

der Marktforschung.

Ihr Profil

Sie verfügen über einen wirtschaftswissenschaftlichen

Hochschulabschlussbzw.eine vergleichbareAusbildung

und haben bereits mehrjährige

Berufserfahrungen im Bereich der Marktforschung

gesammelt. Mit den gängigen Marktforschungsinstrumenten,

den Grundlagen der statistischen Methodik

und Analyseverfahren sowie den volks- und

betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen und

ihren Auswirkungen sind Sie bestens vertraut. Berufserfahrung

in dezentralen Organisationen wäre

vonVorteil. Außerdem treten Sie sicher auf,arbeiten

gerne selbständig und strukturiert und sind in hohem

Maße belastbar,flexibel und einsatzbereit.

Neben analytischen Fähigkeiten bringen Sie zudem

eine ausgeprägteErgebnis-, Qualitäts- und Dienstleistungsorientierung

mit.

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Wenn es Sie reizt, sich im Rahmendieser interessanten

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der Kreditwirtschaft zu engagieren, dann richten Sie

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unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und Ihres

frühestmöglichen Eintrittstermins an unserePersonalstelle.

Füreinen ersten vertraulichen Kontakt

stehen Ihnen Frau Seifert und Herr Meyer-Morisse

unter der Telefonnummer 030 20225-5907 bzw.

030 20225-5906 gern zur Verfügung.

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Planner,

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oder vergleichbareAusbildung) und

mehrjährige Erfahrung im Kreditgeschäft

•guteanalytische Fähigkeiten und Entscheidungsfreude

•ausgeprägtes Risiko- und Ertragsbewusstsein

•hohe Eigeninitiativeund Leistungsbereitschaft

•teamorientierteMitarbeiterführung und gute

Kommunikationsfähigkeit

Wir bieten Ihnen

•eine verantwortungsvolle Führungsposition mit

einem hohen Maß an Selbständigkeit

•Möglichkeit -bei gegebener Qualifikation gem.

KWG -der Bestellung zum Vorstandsvertreter

•ein Arbeitsumfeld in einem leistungs- und erfolgsorientierten

Team

•eine attraktiveVergütung

IhreBewerbung

FürVorabinformationen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

–FrauHeikeLemster,Leiterin Firmenkundenzentrum,

Tel. 04871/404-201

–Herr Markus Schaly,Vorstandsvorsitzender,

Tel. 04871/404-101

IhreBewerbung mit den üblichen Unterlagen sowie mit

Angaben zu Ihrer Gehaltsvorstellung und zum frühestmöglichen

Eintrittstermin nehmen wir gerne auf dem Mailwege

vorstand@spk-hohenwestedt.de oder auf dem Postwege unter

Sparkasse Hohenwestedt, Der Vorstand, Lindenstraße 32,

24594 Hohenwestedt bis zum 11. 11. 2011 entgegen.


18 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

STELLENMARKT

S Stadtsparkasse

Oberhausen

Fair.Menschlich. Nah.

Mit einer Bilanzsumme von2,4 Milliarden Euround rund 600 Mitarbeitern in 13 Filialen

sind wir Marktführer in unserem Geschäftsgebiet. Wir sind ein engagiertes und innovativesFinanzdienstleistungsinstitut

mit kunden- und marktorientierter Ausrichtung.

Wir suchen für unser Haus eine/einen

Organisationsberater/-beraterin

für die Abteilung Organisationsentwicklung

IhreAufgabenschwerpunkte:

•Sie gestalten aktiv die Zukunft unseres Hauses mit

•Als interner Beraterunterstützen Sie die Fach-/Betriebsbereiche und den Vorstand

•Sie leiten, planen und realisieren organisatorische Vorhaben und Projekte

eigenverantwortlich als Führungskraft für diese Themen

•Sie ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssteigerungund -sicherung, decken

Synergiepotenziale auf und optimieren bestehende Risiken

•Sie beurteilen Themenschwerpunkteaus prozessualer und organisatorischer Sicht

unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte

IhreQualifikationen:

•Wirtschaftswissenschaftliches Studium oder vergleichbareQualifikation, bzw. Sparkassenbetriebswirt/-wirtin,

AbschlussFachseminar „Organisation“ wünschenswert

•Idealerweise mehrjährige Erfahrungen im Organisationsbereich und der Projektleitung

IhreFähigkeiten:

•Hohe Eigeninitiative,Engagement und Flexibilität

•Belastbarkeit und Leistungsmotivation

•Hohes Maß an strategischemund unternehmerischen Denken

•AusgeprägteKunden- und Ergebnisorientierung

•Umsetzungsstärke, Gestaltungswille und analytische Fähigkeiten

•GuteKenntnisse in den Prozessen des Bankgeschäftes

Wir bieten Ihnen:

•Ausübung einer interessanten, anspruchsvollen und abwechslungsreichen Tätigkeit

•Einen Arbeitsplatz mit Freiraum für Eigeninitiative

•Fachliche Weiterqualifizierungsmöglichkeiten

Sind Sie interessiert?

Fragen, die Sie vorabhaben, beantworten Ihnen gerne Herr Boos,Abteilungsdirektor

Organisation, Tel. 0208 8277-101 oder Herr Wetendorf,Abteilungsdirektor Personal,

Tel. 0208 834-6100. Wenn Sie diese berufliche Herausforderung reizt, freuen wir uns auf

IhreBewerbung inklusiveIhrer Gehaltsvorstellung bis zum 11.11.2011.

Bittereichen Sie uns IhreBewerbung online über unsereHomepage

(www.stadtsparkasse-oberhausen.de unter „IhreSparkasse/Beruf und Karriere“) ein.

WeitereInformationen über unser Haus finden Sie unter:

www.stadtsparkasse-oberhausen.de

Referent (m/w)

Bereich Risikocontrolling

Fürunser Kompetenz-Center Banksteuerung suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Referenten (m/w) für den

Bereich Risikocontrolling.

Ihre Aufgaben:

• Ansprechpartner für unsereMitgliedssparkassen für die Themenbereiche Ertrags- und Risikomanagement, insbesondere

derZinsrisiko- und Liquiditätssteuerung sowie der Refinanzierung

• Umsetzungsunterstützung unserer Mitgliedsinstitute bei den aufsichtsrechtlichen Anforderungen

Ihr Profil:

• Bankausbildung sowie erfolgreich abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt

Kreditwesen/Finanzwirtschaft (oder Qualifikation zum Sparkassen-/Bankbetriebswirt mit Erfahrungen im Controlling

bzw. Risikomanagement einer Sparkasse)

• Analytisch-strategische Denkweise, organisatorische Kompetenz und Engagement

• Kundenorientierung mit ausgeprägter Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit

Unser Angebot:

• Interessanter, abwechslungsreicher und krisensicherer Arbeitsplatz

• Training on the Job sowie persönliche Förderung und Entwicklung

• Verantwortliche, selbstständige Mitarbeit in einem Team

• LeistungsorientierteVergütung

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und des frühestmöglichen Eintrittstermins.

Für Fragen steht Ihnen Herr Wilhelm Rütter, Leiter des Kompetenz-Centers Banksteuerung, unter der Telefonnummer

0251 2104-433 gerne zur Verfügung. Bitte senden Sie Ihre ausführlichen Bewerbungsunterlagen bis zum

4. November2011 an:

Sparkassenverband Westfalen-Lippe

Abteilung Personaldienstleistungen ·Regina-Protmann-Straße 1·48159 Münster

Oder per E-Mail an: jobs@svwl.eu ·www.svwl.eu

Wirhaben

unsere Leser

gefragt:*

70%

informieren

sich mit der

SparkassenZeitung

regelmäßig.

lesen fast die ganze

Ausgabe.

69%

80.000

Leser erreichen wir

regelmäßig.

*telefonische Befragung August 2008

64%

bewerten die

SparkassenZeitung

mit gut bis sehr gut.

DieSparkassenZeitung

Die Wochenzeitung für die Sparkassen-Finanzguppe

Gut. FürIhre Karriere.

Sie haben Fragen zu einer Anzeigenschaltung

im Stellenmarkt der SparkassenZeitung?

Unser Anzeigenteam informiert Sie gerne:

Telefon 0711 782-1164, Telefax 0711 782-2080,

stellenmarkt@dsv-gruppe.de

Im Zuge einer Nachfolgeregelung suchen wir zum nächstmöglichen

Zeitpunkt eine/n

Teamleiter/in Neue Medien

IhreAufgaben

•Verantwortung für die Führung, Beurteilung und potenzialorientierte

Förderung Ihres Teams

•Weiterentwicklung, Beratung, Vertrieb, und Support unseres Electronic-

Banking-Bereiches

•Steuerung des kaufmännischen Netzbetriebes (S-Händlerservice)

•Organisation des Hotlinesystems im Bereich Neue Medien

•Verantwortlich für die Weiterentwicklung der Online-Strategie inklusive

Produktvertrieb und Online-Kommunikation

•Entwicklung vonSocial-Media-Aktivitäten

•Verantwortlich für das Kreditkartengeschäft

Ihr Profil

• Sie sind idealerweiseausgebildete/rBankkaufmann/-frau mit mehrjähriger

Erfahrung im Vertrieb vonElectronic-Banking-Produkten und der Online-

Kommunikation.

•Sie haben im Idealfall zusätzlich eine Weiterbildungsmaßnahme im

Bereich Electronic-Banking /Neue Medien durchlaufen bzw. können ein

abgeschlossenes Studium mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik vorweisen.

•Sie besitzen Organisationstalent und Kreativität.

• Sie begeistern sich für elektronischeMedien und digitale Kommunikation.

•Sie haben eine strategisch-konzeptionelle Denk-und Arbeitsweise.

•Sie legen überdurchschnittliches Engagement, Teamfähigkeit und Flexibilität

an den Tag.

•Sie treten sicher und überzeugend auf und haben Freude am Umgang mit

Menschen.

Unser Angebot

Wir bieten interessante, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben

sowie selbstständiges Arbeiten in einem modern ausgerichteten Kreditinstitut

mit sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine der Stelle und

Qualifikation entsprechende Vergütung nach TVöD mit leistungsorientierten

Gehaltsbestandteilen und eine Reihe vonattraktiven Sozialleistungen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe des

Eintrittstermins und Ihrer Gehaltsvorstellung bis spätestens 21. November

2011 an die

SparkasseForchheim

Unternehmensbereich Personal

Eisenbahnstraße 7

91301Forchheim

bewerbung@spk-forchheim.de

Wir sind eine moderne, leistungsstarke

Sparkasse mit rund 1,4 Milliarden Euro

Bilanzvolumen, 32 Geschäftsstellen und

rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Mit unserer zukunftsorientierten

Vertriebsstruktur stehen wir für hohe

Beratungsqualität in einem wachstumsstarken

Markt.

FürweitereAuskünftesteht Ihnen der Unternehmensbereichsleiter Personal,

Herr Hans-Werner Eisen ( 09191 88-301),gerne zur Verfügung.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Deutscher Sparkassen- und Giroverband

e. V.,Charlottenstr.47, 10117 Berlin.

Chefredaktion:

Oliver Fischer,Peter Müller (stv.).

Redaktion:

Silvia Besner,Tel. +49 (0) 30/2 02 25 -5145,

Thomas Rosenhain (-51 46), Lektorat: Renate

Jührend und Saskia Vogel, Charlottenstr. 47,

10117Berlin, Sekretariat -51 49 und -51 53, Fax

-5151, E-Mail: sparkassenzeitung@dsgv.de

Verlag:

Deutscher Sparkassen Verlag GmbH,

Am Wallgraben 115, 70565 Stuttgart,

Objektleitung:GerhardBaumgartl,

Tel. +49 (0) 711/782-1235,Fax -1288;

Herstellung: Thorsten Egeler.

Stellenanzeigen:

Anzeigenteam +49 711 782-1164, Fax-2080.

E-Mail: stellenmarkt@dsv-gruppe.de

Internet: http://www.sparkassenzeitung.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 23 vom

1.1.2011. Anzeigen- und Druckvorlagenschluss:

jeweils Montag, bis 12 Uhr, vor Erscheinen.

Stellenangebote und „Kleine Anzeigen“

nurfür Institute und Mitarbeiter/innen

innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe

Produkt- und Imageanzeigen aus der

Sparkassen-Finanzgruppe:

Deutscher Sparkassen Verlag GmbH

Anneli Baumann Tel. +49 711 782-1278,

Fax-2080.

E-Mail: anneli.baumann@dsv-gruppe.de

AnzeigenpreislisteNr. 16 vom1.1.2011.

Anzeigen- und Druckvorlagenschluss

jeweilseine Woche vorErscheinen.

Vertrieb:

Lothar Barthel, lothar.barthel@dsv-gruppe.de

Tel. +49 711 782-1693, Fax-2966,

Luise Dingler, luise.dingler@dsv-gruppe.de

Tel. +49 711 782-1252, Fax-2966

Die Zeitung erscheintfreitags, zusätzlich ca.

zwölf Themen- und drei Verlagsbeilagenim

Jahr sowie dreimal wöchentlich der per E-

Mail versandte SparkassenNewsletter. Jahresbezugspreis

135,00 Euro einschließlich

Versandkosten und MwSt. bei Jahresvorausrechnung.

Einzelpreis 3,50 Euro.Bei

Versand ins europäische Ausland werden

zusätzlich 10,00 Euro Versandkostenpauschale

berechnet.

Abbestellungen nur zum Jahresende mit

einer Frist vonvier Wochen.

SparkassenZeitung online:

Abonnenten erhalten Zugang zum exklusiven

Bereich unter „www.sparkassenzeitung.de“.

Bestellungen unter Angabe Ihrer

Kunden-Nr.und E-Mail-Adresse an:

AboNewsletter@dsv-gruppe.de.

Verlagsrechte:

Die Autoren versichern mit der Abgabe des

Manuskripts ihre alleinige Befugnis über

die urheberrechtlichen Nutzungsrechte an

ihren Beiträgen inkl. Fotosund anderer Reproduktionsvorlagen.

Zudem stellen sie

den Verlag vonRechten Dritter frei und räumen

ihm das unbeschränkte ausschließliche

Recht der Vervielfältigung und Verbreitung

sowie der unkörperlichen Wiedergabe

derBeiträge auch zur Verwertung in anderen,

z. B. elektronischen Medien ein. Fürunverlangt

eingesandte Manuskripte, Fotos

und sonstige Unterlagen haftet der Verlag

nicht. Die mit Namen oder mit Initialen gekennzeichneten

Beiträge geben die Meinung

des Autors, aber nicht unbedingt der

Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Die Zeitung und alle in ihr enthaltenen Beiträge,

Tabellen, Übersichten, Abbildungen

und Fotossind urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung außerhalb der Grenzen

des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung

des Verlags unzulässig. Dies gilt insbesonderefür

Vervielfältigungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung

und Verarbeitung in elektronischen

Systemen.Nachdrucknur mit Erlaubnis

der Redaktion.

Druck:

BechtleVerlag&Druck Esslingen,

Zeppelinstr.116,

73730 Esslingen,

Tel: +49 711 9310-0.

ISSN 1612-3743.


21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

stellenmarkt

19

Sparkasse

Ulm

Die Sparkasse Ulm erzielt in ihrem Geschäftsgebiet –Stadt Ulm und Alb-Donau-Kreis –mit mehr als 1.100Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in75Geschäftsstellen eine Bilanzsumme von rund 5,1 Mrd. Euro. Umfassende

Kundenorientierung, professioneller Service und ein überzeugendes Produkt- und Dienstleistungsangebot untermauern unsere Marktführerschaft. Die überzeugende Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre ist die Konsequenz des

großen Engagements aller Beteiligten. Ulm übt als Wissenschaftsstadt und Innovationsstandort eine besondere Anziehungskraft aus, was entscheidend zur Förderung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Region beiträgt.

Im Rahmen einer Altersnachfolge suchen wir eine überzeugende, unternehmerisch denkende und handelnde Persönlichkeit (m/w) innerhalb eines aus drei Kollegen bestehenden Vorstandsgremiums.

Mitglied des Vorstandes

Marktfolge

Gemäß der Ressortverteilung liegt Ihr Schwerpunkt im Kreditgeschäft und umfasst die Marktfolge Aktiv und Passiv, die Sanierung und Abwicklung sowie den Dienstleistungsbereich. Ihre Hauptaufgaben liegen in der

risikoorientierten Überwachung und Steuerung der Kredit- und Handelsgeschäfte sowie in der Sicherstellung einer effizienten Prozess-, Ablauf- und Aufbauorganisation. Gemäß MaRisk übernehmen Sie in diesem Zusammenhang die

Funktion als Marktfolgevorstand. Die gleichermaßen team- und zielorientierte Führung Ihrer Mitarbeiter wie auch die Übernahme repräsentativer Aufgaben runden das Tätigkeitsfeld ab. Es besteht die Möglichkeit,

die über die Kernbereiche hinausgehende Ressortverteilung in gewissem Maße den Präferenzen des/der zukünftigen Stelleninhabers/in anzupassen.

Als theoretische Basis für diese anspruchsvolle Aufgabe bringen Sie den erfolgreichen Abschluss des Lehrinstituts oder eines Hochschulstudiums mit wirtschaftlichem oder juristischem Schwerpunkt mit. Ein umfassendes Know-how im

Kreditgeschäft und das damit verbundene ausgeprägte Risikobewusstsein sind ebenso unerlässlich wie fundierte Kenntnisse in der Sanierung, Abwicklung und in Rechtsfragen. Persönlich überzeugen Sie durch souveränes Auftreten sowie

eine hohe soziale Kompetenz und eine prägnante Kommunikation. Sie zeichnen sich darüber hinaus durch analytische und konzeptionelle Begabung und sehr gute organisatorische Fähigkeiten aus. Unabdingbar sind zudem

diplomatisches Geschick und Überzeugungskraft, um die vertrauensvolle wie sachliche Zusammenarbeit mit Mitarbeitern, Kollegen und Gremien zugewährleisten.

Wenn Sie diese unternehmerische Position reizt und Sie die Qualifikation nach §33KWG erfüllen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Bitte senden Sie Ihre aussagefähigen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugniskopien, Gehaltsvorstellungen)

unter Angabe der Kennziffer MA 15.030/01 andie von uns beauftragte Personalberatung ifp. Für weitere Informationen stehen Ihnen dort Frau Dr. Diana Enke (Tel.: 0221/20506-37, E-Mail: dr.diana.enke@ifp-online.de), Frau

Sybille Bühler-Zielke (Tel.: 0221/20506-47) und Herr Rolf Jacoby (Tel.: 0221/20506-23) zur Verfügung. Selbstverständlich gewährleisten wir die vertrauliche Behandlung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

Postfach 10 31 44

50471Köln

www.ifp-online.de

S Sparkasse

Ennepetal-Breckerfeld

Für unseren Bereich Financial Markets am Standort Bremen

suchen wir zum nächstmöglichen Termin einen/eine

Gruppenleiter/-in Sales

Sparkassen/Institutionelle.

Mit über 130 engagierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in

6Geschäftsstellen ist unsereSparkasse das führende Kreditinstitut in unserem

Geschäftsgebiet und anerkannter Partner unserer Kunden.

Die Nähe zu den Zentren des Ruhrgebiets, zu den Erholungsgebieten des Sauerlandes

und des Bergischen Landes kennzeichnen die attraktiveRegionallage der Städte

Ennepetal und Breckerfeld.

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin für unsereneue Agentur eine(n)

Leiter(in) LBS-Agentur /ImmobilienCenter

Ihr Aufgabenbereich

•Aufbau, Organisation und Etablierung unserer neuen LBS-Agentur

•Forcierung des Bauspargeschäfts

•Präsentation der Agentur nach innen und außen

•Aufbau des Immobilien-Vermittlungsgeschäft

•Wahrnehmung vonFührungsaufgaben

•Schulungder Sparkassenmitarbeiter rund um das LBS-Produktangebot

Wir erwarten

•umfassende Kenntnisse und fundierteErfahrungen in der Beratung zu LBS-Bausparprodukten,

in der Baufinanzierungsberatung und möglichst in der Immobilienvermittlung

•den Nachweis einer erfolgreichen Tätigkeit in diesen Aufgabenbereichen

•ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und guteorganisatorische Fähigkeiten

•eine fundierte,adäquatefachliche und berufliche Qualifizierung

•Talent und Freude im Umgang mit Kunden und ein ausgeprägtes verkäuferisches

Geschick sowie unternehmerisches Denken und Handeln

Dafür bieten wir Ihnen:

Eine interessante, verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe mit guten Perspektiven

für Ihreweitereberufliche Entwicklung sowie die Möglichkeit IhreFührungskenntnisse

und -erfahrungen weiter zu vertiefen. Die Vergütung entspricht dem herausfordernden

Anforderungsprofil der Stelle.

Sollten Sie die Qualifikationsanforderungen noch nicht voll umfänglich erfüllen, werden

wir Sie durch gezielteQualifikationsmaßnahmen weiter entwickeln.

Sie möchten mehr wissen? Wir freuen uns über Ihren Anruf:

Tobias Laaß, Leiter Vertrieb, Tel. 02333/986-215

Udo Sachs, Leiter Vorstandssekretariat, Tel. 02333/986-251

Interessiert? Dann senden Sie uns IhreBewerbungsunterlagen mit dem frühestmöglichen

Eintrittstermin und Ihren Gehaltsvorstellungen bis zum 11.11.2011 an:

Den Vorstand der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, Voerder Str.79-83, 58256 Ennepetal

www.sparkasse-ennepetal.de

Vereinbaren Sie

einen Termin mit Zukunft!

Wir sind die führende Regional- und Geschäftsbank des Nordwestens

mit einem Geschäftsvolumen von derzeit 41 Milliarden Euro. Unser

Anspruch ist es, die erste Adresse für Privat-, Firmen- und Spezialfinanzierungskunden

sowie für die Sparkassen unserer Region zu sein.

Deshalb überzeugen wir durch anerkanntes Spitzenbanking ebenso

wie durch Kompetenz, Engagement und hohe Verlässlichkeit.

Dies zeichnet uns aus, dafür wurden wir ausgezeichnet –

als top Arbeitgeber Deutschland 2011.

stellenGesUCHe

Sie erwartet:

❚ Personelle Führungsverantwortungfür dieGruppe

❚ ÜbernahmeErgebnis- undRisikoverantwortung

❚ Akquisitionvon institutionellen Kunden undüberregionalen

Sparkassen

❚ Unterstützung der Mitarbeiter bei der Akquisition und Beratung

von verbundenen Sparkassen, überregionalen Sparkassen und

institutionelle Kunden

❚ Produktübergreifende Verantwortung für die Beratung und

Betreuung der Sparkassen und der regionalen institutionellen

Kunden für alle Handelsprodukte

❚ Strategische Weiterentwicklung der Geschäftsmöglichkeiten

im Sinne ganzheitlicher Strategien und Beratungsleistungen

für institutionelle Kunden

❚ Organisation und Mitwirkung an Kundenveranstaltungen

❚ Durchführung von Vorträgen und Fachveranstaltungen

❚ Unterstützung des Abteilungsleiters bei der strategischen

Ausrichtung und Planung des Geschäftsfelds

Wirerwarten:

❚ Ausbildung zum/zur Bank-/Sparkassenkaufmann/-frau,

berufsbegleitende betriebswirtschaftliche Weiterbildung (z. B.

Bankfachwirt) oder wirtschaftswissenschaftliches Studium

❚ Umfassende betriebswirtschaftliche Kenntnisse sowie

fundierte Kenntnisse im Kapitalmarktgeschäft/Treasury

❚ Geschäftskompetenz, fundierte Kenntnis der rechtlichen

Anforderungen

❚ Führungskompetenz, erste Führungserfahrungen

❚ „Gestandene Persönlichkeit“ mit sehr guter

Kommunikationsfähigkeit, analytisches Denkvermögen, hohe

Belastbarkeit, hohes Engagement, hohe Entschlussfähigkeit

und -freude, Kreativität, hohe Selbstmotivation,

Lernbereitschaft und -fähigkeit

❚ Ausgeprägte Methodenkompetenz, hohe Kunden- und

Vertriebsorientierung

Sie reiztdiese Herausforderung mit entsprechenden

Perspektiven? Dann freuen wiruns aufIhreschriftliche

Bewerbung (inkl. Gehaltsvorstellung und frühestmöglichen

Einstellungstermins):

Bremer Landesbank,

Personalmanagement,

Domshof 26, 28195 Bremen.

Oder senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an

thomas.boersch@bremerlandesbank.de

Weitere Informationen finden Sie auch unter

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20 21. Oktober 2011 /Nr. 42 DieSparkassenZeitung

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GRATULIEREN DEN ABSOLVENTEN:

Nadja Asbach Kreissparkasse Westerwald, Klaus Erath Sparkasse Bodensee,

Markus Fritzsche LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg,Oliver Göder

Kreissparkasse Reutlingen, Patrick Hahne Stadtsparkasse Wuppertal,

Lars Hörnig Kreissparkasse Mayen, Andreas Hummel Kreissparkasse

Reutlingen, Thomas Schmidt Sparkassenverband Saar, Jens Weißkichel

Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, Felix Wesemeier Sparkasse Nienburg,

Frank Weßing SparkasseEssen.

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