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Die aktuelle Sparkassen-Rangliste /Sonderbeilage

Nr. 25 24. Juni 2011 ZKZ4992

74. Jahrgang

. .

Herausgegebenvom

Deutschen Sparkassen- und Giroverband

DieSparkassenZeitung

W

W

W o c h e n z e i t u n g f ü r d i e S p a r k a s s e n - F i n a n z g r u p p e

Freitag, 24.6.2011

Spielerinnen

verabschiedet

So kurz vorder Weltmeisterschaft im eigenen

Land ist der Platz im Terminkalender

knapp bemessen, und doch fanden

die Fußball-Nationalspielerinnen

Celia Okoyino da Mbabi und Lena Goeßling

Zeit für eine Stippvisite in der Kreissparkasse

Ahrweiler. Der Sparkassenvorstand

und bekennende Fußball-Fan

Karl-Josef Esch wünschte den Spielerinnen

vomSC07Bad Neuenahr viel Erfolg.

Und auch Sarah Schröder würde ihre

Mannschaftskolleginnen am liebsten als

Weltmeisterinnenwiedersehen. Die junge

Sportlerin macht derzeit eine Ausbildung

bei der Kreissparkasse, die den

Bundesligisten unterstützt. Unser Foto

zeigt (von links) Karl-Josef Esch, Lena

Goeßling, Celia Okoyino da Mbabi, Sarah

Schröder und Stephan Schmidt vomSC

07 Bad Neuenahr. Foto Sparkasse

Mehr zum Thema Frauenfußball-WM

auf Seite 10, mehr zum Thema „Sparkassen

undSport“ auf Seite2und in der

Sonderbeilage.

Lerbinger erklärt Zielbild

hSh besser und

schneller machen

Bewusst auf stärkeres Wachstum im Einmalbeitragsgeschäft verzichtet

Provinzial behauptet Position

i N h A l t

StANDPUNKt

Kunden sind Menschen,

und Menschen haben Wünsche

Hans Josef Schmitz, Geschäftsführer

des S-IMK Instituts für Marketing und

Kundenbindung: „Erst das ernsthafte

Interesse für den Kunden, den Menschen,

ist Garant für den nachhaltigen

Erfolg.“ ............................................ Seite 2

FiNANZGRUPPE

Stark im Erfinden

Die DekaBank hat für ihr Ideenmanagementden

„Deutschen IdeenPreis 2011“

in der Kategorie Banken, Versicherer

undFinanzdienstleister erhalten. Das

Konzept der Dekasei die Benchmark

in der Branche, so die Jury. ....... Seite 4

Reparaturbetrieb

mit gesundem Menschenverstand

Der Sparkassenverband Rheinland-

Pfalz hat zu einem Kolloquium zum

Thema Sparkassenschlichtung eingeladen.

...............................................Seite 6

SPARKASSEN

talentshow begeistert

Jury und Publikum

„Wir werden die HSH Nordbank als eine

ertragsstarke, unternehmerische Bank

etablieren, die sich nachhaltig im Wettbewerb

behauptet und damit für ihre

Aktionäre einen substanziellen Wert

darstellt.“ So erklärte Paul Lerbinger –

seit gut 100 Tagen Vorstandsvorsitzender

der HSH Nordbank –vor dem Club

Hamburger Wirtschaftsjournalisten

sein Zielbild für die HSH Nordbank der

Zukunft.

„De facto werden wir eine ‚neue‘

HSH Nordbank bauen“, erklärte er. Das

Fundament sei gelegt, es seien noch einige

Steine ausdem Wegzuräumen. Die

Bank solle eine „Lean Bank werden mit

einer stabilen und effektivenInfrastruktur“.

Dazu müssten die Prozesse und

Strukturen innerhalb der Organisation

HSHNordbank weiter verschlankt, optimiert

und professionalisiert werden.

Die Bank müsse im Konkurrenzkampf

„besser,schneller und damit kostengünstiger

werden“. Die Voraussetzungen

dazu seien gut. „In unseren Geschäftsbereichen

verfügen wir über

langjährige Erfahrung, viel Know-how

und exzellente Kundenkontakte. Die

Bank ist gemeinsam mit ihren Kunden

aus der Region herausgewachsen und

wie kein anderesInstitut in ihrer Region

verwurzelt. Wir kennen das Umfeld, wir

kennen die Unternehmen, wir kennen

die Menschen“, so Lerbinger. DSZ

Die Provinzial NordWest Versicherungsgruppe

mit Sitz in Münster und

Kiel hat im vergangenen Geschäftsjahr

trotz deutlich erhöhter Schadenaufwendungen

ein insgesamt gutes

Ergebnis erzielt. Die Gesamtbeitragseinnahmen

wuchsen um 1,7 Prozent

auf 3,22 Milliarden Euro.

Alle drei Schaden- und Unfallversicherer

(Westfälische Provinzial

Versicherung AG,Provinzial Nord

Brandkasse AG und Hamburger Feuerkasse

Versicherungs-AG) wuchsen in ihrenregionalen

Märkten über dem Marktdurchschnitt

und lieferten einen positivenErgebnisbeitrag

für die Gruppe, teilt

das Unternehmen mit. Durch die Kontingentierung

des Einmalbeitragsgeschäfts

sei in der Lebensversicherung

bewusst aufein noch höheres Beitragswachstum

verzichtet worden. „Mit unserer

langfristigen, auf Stabilität und Sicherheit

ausgerichtetenUnternehmensund

Zeichnungspolitik haben wir unsere

Position erfolgreich behauptet. Auch

in Zukunft werden wir aufdie regionale

Marktbearbeitung als strategischen Eckpfeiler

unseres Konzerns setzen“, erläuterteVorstandsvorsitzender

Ulrich Rüther.

Die Provinzial NordWest Holding

hält Beteiligungen an den Versicherungsunternehmen

des PNW Konzerns.

Sie bündelt zugleich die Rückversicherungsaktivitäten

der Provinzial Nord-

West. Das Ergebnis der Holding lag bei

75 (Vorjahr: 64,8) Millionen Euro.

In der Schaden- und Unfallversicherung

erhöhten sich die Beitragseinnahmen

des Konzerns um 1,1 Prozent auf

1,603 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung

wuchsen die konsolidierten

Bruttobeiträge um 2,3 Prozent auf1,618

Milliarden Euro. Aufgrund der vorsichtigen

Zeichnungspolitik im Einmalbeitragsgeschäft

fiel das Wachstum der Einmalbeitragseinnahmen

mit 8,3 Prozent

wesentlich niedriger aus als im Marktdurchschnitt

(33,9 Prozent).

Deutlich gestiegen sind die Schadenaufwendungen.

Sie stiegen insgesamt

um 11,2 Prozent auf1124,2 Millionen

Euro.Infolgedessen erhöhtesich die

Schaden-Kosten-Quote auf 96,5 (89,9)

Prozent. Das versicherungstechnische

Nettoergebnis im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

war mit 35,4

(56,5) Millionen Euro erneut positiv, so

das Unternehmen weiter.

Das Kapitalanlageergebnisdes Konzerns

erreichte mit 920 (956,9) Millionen

Euro einen Wert etwas unter dem Vorjahresergebnis.

Die Nettoverzinsung lag

mit 4,4 (4,7) Prozent erneut über dem

Marktdurchschnitt.

Der Konzernjahresüberschuss nach

Steuern, zu dem alle Versicherungsunternehmen

der Gruppe positiveBeiträge

leisteten, belief sich auf74,8 (110,6) Millionen

Euro. Die Eigenkapitalausstattung

des Konzerns konnte weiter gestärkt

werden. Die Eigenkapitalquote

stieg auf 37,4 (36,9) Prozent. Damit lag

das Eigenkapital bei 1090,5 (1046,1) Millionen

Euro. Alle drei Erstversicherer

wuchsen über Marktdurchschnitt,sodie

Provinzial.

Im Rahmen ihrer sicherheits- und

substanzorientierten Zeichnungs- und

Kapitalanlagepolitik verzichtetedie Provinzial

NordWest Lebensversicherung

entgegen dem Markt, der im Einmalbeitragsgeschäft

eine Steigerung von 33,9

Prozent verzeichnete, bewusst auf ein

noch höheres Wachstum. Konzernchef

Rüther: „Wir haben die Einmalbeiträge

bewusst kontingentiert, um mögliche

Negativeffekte aufdie Überschussbeteiligung

unserer Bestandskunden zu vermeiden.“

In den ersten fünfMonatendes neuen

Jahres stiegen die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen

im selbst abgeschlossenen

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

derProvinzial Nord-

West um 1,3 Prozent. Der Neubeitrag in

der Lebensversicherung ging bis Ende

Mai aufgrund des rückläufigen Einmalbeitragsgeschäfts

erwartungsgemäß

deutlich zurück. Der laufende Neubeitrag

konnte allerdings um 17,1 Prozent

gesteigert werden.

DSZ

Frische ideen sorgen für frische Raumluft

Eine Talentshow stand im Mittelpunkt

beim „Knax“-Fest der Sparkasse Niederlausitz.

............................................ Seite 8

Alltag im Spagat

Wie Frauen den Spagat zwischen Beruf

und Familie bewältigen, war ein Thema

des ersten Frauentags der Sparkasse

Südliche Weinstraße. ..............Seite 9

iMPRESSUM .................... Seite 20

SONDERBEilAGE

Fit für große Ziele

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Das Team „Bio2xic“ aus Hessen hat

sich durchgesetzt: Franziska Pecho,

Ruth Manuel, Anna Gernetund Leonie

Ernst –alle 17 Jahrealt und vonder Internatsschule

Schloss Hansenbergaus

Geisenheim (Hessen) – sind die Siegerinnen

des Deutschen Gründerpreises

für Schüler 2011.

Strahlende Siegerinnen: Das Team „bio2xic“aus Geisenheim.

Foto Klaus Knuffmann

Mit ihrem Geschäftskonzeptzum

Thema saubere Raumluft haben

sie die Jury begeistert. Im

Mittelpunkt ihres fiktiven Unternehmens

steht der „B2-Biobreath“ –eine

speziell für Großraumbüros entwickelte,

inKlimaanlagen integrierbare Luftaufbereitungsanlage,

die belasteten

und stickigen Mief in saubere Frischluft

umwandelt.

Freudestrahlend nahmen die

Schülerinnen bei der Bundessiegerehrung

im Verlagshaus Gruner +Jahr ihren

Siegerpokal entgegen. Überreicht

wurde er von Ernst Burgbacher, Parlamentarischer

Staatssekretär im Bundesministerium

für Wirtschaft und

Technologie. Er sprach allen Teilnehmern

ein großes Lob für ihr Engagement

aus. Die besten zehn von insgesamt

1335 Teams waren in Hamburg

vertreten.

Auf den Plätzen zwei und drei folgendas

Team „Magelida“ vomWilhelm-

Dörpfeld-Gymnasium aus Wuppertal

und das Team „Scio-ies“ der Jacob-

Grimm-Schule ausKassel.

Der Deutsche Gründerpreis, der

von den Partnern „stern“, Sparkassen,

ZDF und Porsche ausgelobt wird,gilt als

bedeutendste Auszeichnung für herausragende

Unternehmer in Deutschland.

Am Deutschen Gründerpreis für

Schüler habenseit 1999 mehr als 51 000

Schüler teilgenommen.

DSZ

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2 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

meinung und hintergrund

Kunden sind menschen, und menschen haben Wünsche

Wie viel Marketing brauchen Sparkassen?

So lautete die Frage, die sich die

Teilnehmerbeim 5. Forum des S-IMK

Instituts für Marketing und Kundenbindung

in Köln stellten. Der Titel der

Veranstaltung war dabei schon richtungsweisend:

„Kunden sind Menschen“.

hans Josef schmitz

Kundenbindung lässt sich eigentlich

ganz einfach in drei Sätzen

erklären: Kunden sind Menschen

und Menschen haben Wünsche.

Ein Wunsch ist ein Wunsch ist ein

Wunsch –solange, bis ihn jemand erfüllt.Und:

Kunden, deren Erwartungen

wir übertreffen, kommen wieder.

Sparkassen haben gerade in der

vergangenen Krisenmonaten die Vertrauensbasis

bei Kunden und auch

Nicht-Kunden ausbauen können. Der

Deutsche Sparkassen- und Giroverband

(DSGV) hat dazu Ende des vergangenen

Jahres ermittelt, dass Sparkassen mit

63 Prozentpunkten ein „sehr hohes Vertrauen“

genießen. ZumVergleich: Deutsche

Bank (31), Postbank (28) und Direktbanken

(14 Prozent) landeten in

dieser Untersuchung deutlich abgeschlagenhinter

den Sparkassen.

Auch wenn wir uns monatelang

Gedanken umKosten für das Konto gemacht

haben, müssen wir feststellen,

dass diese Frage beispielsweise bei den

Älteren in der Bedeutungsskala weit

unten rangiert. Auch bei den meisten

anderen Kundengruppen steht der

Preis nicht an erster Stelle. Auch das

Bundesministerium für Wirtschaft hat

bei der Umfrage nach wichtigen Faktoren

bei Dienstleistungen eindeutig

Qualität und Vertrauen auf den Spitzenplätzen

gefunden.

Damitwir die Arbeit in den Institutenrichtig

einschätzen, sollten wir aber

auch wissen, dass der Bankberater

grundsätzlich ein höheres Vertrauen

genießt als die Bank selbst. Jedenfalls

hat die GfK Finanzmarktforschung

nach der Finanzmarktkrise erforscht,

dass beispielsweise bei 54 Prozent der

Befragten die Krise das grundsätzliche

Vertrauen in die Bank beeinflusst habe.

Der Einfluss aufdie Vertrauensbasis bei

den direkten Ansprechpartnern in der

Bank lag dagegen lediglich bei 23 Prozentpunkten.

Das Leitbild der Sparkassen in

Deutschlandist die Basis für den positiven

Vertrauenswert, obwohl wir alle

wohl bekennen müssen, dass wir vielleicht

zu wenig auf dieses verabschiedete

Leitbild schauen. Dabei haben

Sparkassen doch allen Grund, sich auf

ihre Stärken zu besinnen und diese

durch Marketingmaßnahmen auch bekannt

zu machen. Immerhin stehen

rund 35Prozent „gebundene“ oder sogar

„vollkommen gebundene“ Kunden

einergleich großen Zahl von „nicht gebundenen“

Kunden gegenüber und

demnach ist fast jeder Dritte indifferent.

Spitzensportler trainieren

täglich –und wir?

In diesen Wochen ist ein Vergleich mit

sportlichenLeistungen und Höhepunkten

besonders aktuell. Sei es nun das

Team der Titelverteidigerinnen im

Frauenfußball oder die Gewinnserie eines

jungen Motorsporttalents. Im Sport

ist eseine Selbstverständlichkeit, Spitzensportler

trainieren fast immer täglich,

mindestens mehrmals in der Woche.

Und wir?

Das große Vertrauen in die Sparkasse

stellt die Basis zur Kundenbindung

dar.Aber erst das ernsthafteInteresse

am Kunden, dem Menschen, ist

Garant für den nachhaltigenErfolg. Die

Werte und Lebensstile der Menschen

Zum Verwechseln ähnlich, aber doch nicht gleich: Selbst Zwillinge wie das irische Gesangsduo Jedward haben ihrepersönlichen Vorlieben.

Solche zu erkennen,das macht im Falle eines Kunden den besonderen Wert einer Beratung aus.

Foto dpa

Die Sparkassen sollten ihre Kreditkarten emotional platzieren, rät S-IMK-

Geschäftsführer Hans Josef Schmitz.

Foto S-IMK

ändern sich im Zeitverlauf. Die Arbeit

im Marketing und Vertrieb sollte sich

darauf ausrichten. Das Sparkassen-

Finanzkonzept ist das Fundament für

eine bedarfsgerechteBeratung und daher

zu Recht im Marktetabliert. Begeisterte

und leidenschaftliche Mitarbeiter

sind ein Wettbewerbsvorteil. Vorallem

dann, wenn sie im Gespräch am Menschen

als Kundenernsthaftes Interesse

zeigen. Und das sollte gefördert werden;

vom Vorstand und der zweiten

Führungsebene in einemInstitut, da sie

maßgebliche Wertevermittler sind –für

die Mitarbeiter und somit auch für die

Kunden.

Aus der eigenen Erfahrung im Institut

für Marketing und Kundenbindung

muss ich jedoch auch hinzufügen,

dass wir unsere Marktposition

auch beim Vertrieb unserer Produkte

stärker in den Fokus bringen könnten.

Kreditkarten sind beispielsweise ein geeignetes

Mittel, die Emotionen, Wünsche

und Motiveder Kunden anzusprechen.

Fürmich ist nicht ganz nachvollziehbar,

weshalb Sparkassen ihre eigene

Kreditkarten eher wenig emotional

platzieren. Wenn es derart viele ungebundene

oder indifferente Kunden

gibt, dann müssen die Anstrengungen

zur Kundenbindung intensiviert werden.

Wir haben mit einer Reihe vonInstrumenten

und Kundenbindungsprogrammen

den Sparkassen in den vergangenen

Jahren Erfolg versprechende

Werkzeuge an die Hand gegeben. Ich

bin natürlich froh, wenn sich die Ergebnisseinden

meistenHäusern, die diese

nutzen, sehen lassen können.

Bei der Umsetzung der verschiedenen

Maßnahmen, insbesondere inder

Kommunikation –sei es persönlich

oder in der schriftlichen Form –, bestehen

nocheinige Optimierungschancen.

Dies machteProf. Frank Brettschneider

vonder Uni Hohenheimmit seinerStudie

„Bankerwelsch“ deutlich. Einfache

und klare Kommunikation wirkt sich

positiv aufdie Bindungder Kunden aus

–menschlich halt.

Auch die sozialen Netzwerke sind

inzwischen zu einemMittel zur Verstärkung

der Kundenbindung geworden;

wenngleich esauch gilt, diese sehr dosiert

zu nutzen. Zwar sind die so genannten

sozialen Medien eine neue Dimension,

allerdings „nur“ ein Teil der

Kommunikation und der Möglichkeiten.

Es gilt nämlich: Menschen bleiben

Menschen und schätzen Menschen.

Oder anders ausgedrückt: Esgibt kein

Zurück zu den alten Schalterräumen,

jedoch eventuell ein Zurück zu mehr

Kompetenz und Mensch-Sein in der Fläche.

Nähe und Menschlichkeit gilt es,

erlebbar zu machen.

Volker Behr,Vorstand der Sparkasse

Essen, hat während des S-IMK-

Forums in Köln belegt:Kundenbindung

kostet –sichert aber auch Erträge. Und

in einem weiteren Punkt bin ich mit

ihm absolut einer Meinung: Die Zufriedenheit

ihrer Kunden müssen Sparkassen

zu weiteren Intensivierung der Geschäftsbeziehungen

nutzen.

Der Autor ist Geschäftsführer des S-Instituts

für Marketing &Kundenbindung

GmbH (S-IMK).

hintergrund

börsenfusion: schwächung oderzukunftssicherung?

Die Deutsche Börse will größer werden:

Die Vorstände der Deutsche Börse

AG und der Nyse Euronext unterzeichneten

eine Vereinbarungüber eine

Fusion beider Unternehmen, die

Aktionäresollendazu im Juli ihre Zustimmung

erteilen. Versprochen wird

ihnen ein „erheblicher Wert“. Diese

Einschätzung wird allerdings nicht

von allen am Finanzplatz Frankfurt

geteilt.

bettina Wiess

Beim „Investorentag“ der Deutsche

Börse AG für institutionelle

Anleger und Finanzanalysten

präsentierten Anfang Juni der Vorstandsvorsitzende

Reto Francioni und

der CEO der Nyse Euronext, Duncan

Niederauer, gemeinsam ihre Sicht auf

den Unternehmenszusammenschluss:

Derneue Börsenkonzern könne seinen

Kunden globale Präsenz, innovative

Produkte, operative Effizienz, höhere

Kapitaleffizienz und noch mehr Technologie-

und Marktinformationslösungen

bieten. Francioni betonte die durch

die Fusion gewahrte Kontinuität der

strategischen Ausrichtung der Deutsche

Börse AG:„Der Zusammenschluss

passt genau zuunserer Strategie, denn

er baut aufunsereKompetenz bei Derivaten,

im Risikomanagement sowie im

Clearing und in der Abwicklung und

schafft zusätzliches Wachstumspotenzial.“

Durch die Fusion entstünde mit

einem gemeinsamen Umsatz von 4,1

Milliarden Euro und einem Ebitda von

2,1 Milliarden Euro das größte Börsenunternehmen

der Welt.

Größe allein ist aber für Irmgard

Busch, Vorsitzende des Betriebsrats der

Deutsche Börse AG, noch kein Grund,

die Fusion für gut zuhalten. „Die Deutsche

Börse steht heute vor allem deshalb

so gut da, weil 2000 und 2005 ein

Unternehmenszusammenschluss mit

der London Stock Exchange scheiterte,

ebenso wie 2006eine Fusionmit derPariser

Börse Euronext.“ Sie bezweifelt,

dass die Zukunft der Deutsche Börse

AG tatsächlich mit dieser Fusion gesichert

werden kann: „Wir sehen insbesonderedie

Schwäche,dass mit der Fusion

das Konzernergebnis wieder stärker

vom margenschwachen Kassamarkt

abhängig wird. Das erfolgreiche

Geschäftsmodell der Deutsche Börse

AG wird inder Struktur des beabsichtigten

Zusammenschlusses inkeiner

Weise reflektiert. Es handeltsich um einen

klassischen angelsächsisch geprägten

‚reverse takeover‘ eines gesunden

Unternehmens, das ein Herzstück

der europäischen Kapitalmarktinfrastruktur

ist.“

Der Betriebsrat befürchtet zudem

einen erheblichen Abbau der bisher

3300 Arbeitsplätze, der allerdings noch

nicht beziffert werden könne. „Da die

Schaltstellen imneuen Unternehmen

mit Managern der Nyse Euronext besetzt

werden, wird die Unternehmenssteuerung

der Deutsche Börse AG faktisch

vom Management der Nyse Euronext

übernommen“, sagt Busch.

Hubertus Väth, Geschäftsführer

von Frankfurt Main Finance, der Interessenvertretung

vonFinanzplatzakteuren,

sieht das anders. Die beschlossene

Governance-Struktur mit einer Aufsichtsratsmehrheit

vonzehn aus17zugunsten

Frankfurts bis 2015 und die

Absicherung des Board Chairmans in

Person von Francioni bis 2016 sprächen

für eine adäquate Berücksichtigung

des deutschen Finanzplatzes. Außerdem

bleibe der Betrieb der Frankfurter

Wertpapierbörse unberührt und

mit Liffe und Eurex entstehe der führende

Derivateverbund der Welt. „Das

ist der am schnellsten wachsende und

margenstärkste Markt, der zudem

durch die Re-Regulierung der Derivatemärkte

anBedeutung gewinnen wird,

wenn OTC-gehandelte Derivate andie

transparenten Börsen gebracht werden.

Dieses Geschäft wird inFrankfurt

angesiedelt sein und das stärkt auch

die Position des Finanzplatzesnachhaltig“,

so Väth.

Kritische Stimmen, zu denen auch

die Oppositionsparteien SPD und Grüne

im Hessischen Landtag zählen, verweisen

darauf, dass diese Rechnung

nicht aufgehenmuss. So steht zum Beispiel

auch noch die Prüfung der EU-

Wettbewerbskommission aus, der

schon längerdie europaweit herausgehobene

Stellung der Deutsche Börse AG

im Derivatehandel ein Dorn im Auge

ist. Was wäre, wenn sie bei ihrer Prüfung

zu dem Ergebnis käme, dass der

neue Konzern in einzelnen Marktsegmenten,

insbesondereimDerivatehandel,

eine marktbeherrschende Position

erlangt,die nurdurch Beschränkungen

Ob die Deutsche Börse AG eine Achterbahnfahrt nach der Fusion hinlegen wird, ist noch

nicht ausgemacht. Erst mal müssen die Aktionäreüber die Fusion abstimmen. Foto dpa

vor allem der den Frankfurt zugedachten

Geschäftsfeldern beseitigt werden

könnte? Eine derartige Filetierung käme

einemenormen Bedeutungsverlust

des Unternehmens und des Finanzplatzes

Frankfurtgleich.

Prof. Paul G. Schmidt, Leiter des

Studienbereichs Volkswirtschaft der

FrankfurtSchool of Finance&Management,

setzt auf die Befugnisse der Börsenaufsicht:

„Vor allem sind die Hessische

Börsenaufsicht und die Landesregierung

gefordert, Bedingungen zu

schaffen und Vorsorge zu treffen für einen

auch in Zukunft volkswirtschaftlichnützlichen

und effizienten WertpapierhandelamStandort

Frankfurt.“ Dazu

sollte nach Schmidts Ansicht die Lizenz

zum Wertpapierhandel inFrankfurt

nicht an die Alpha BetaHolding in

Amsterdam verliehen werden, sondern

an den nationalen Träger,die fortbestehende

Frankfurter Börse. „Die Lizenz

muss an die Auflage geknüpft werden,

dass in Frankfurt auch in Zukunft nicht

nur Derivate, sondern auch Aktien gehandelt

werden. Aus Sicht des Datenschutzes

ist mindestens zu garantieren,

dass nationale Daten auf nationalen

Rechnern gespeichert und verarbeitet

werden“, so der Wissenschaftler.

Der hessische Wirtschaftsminister

Dieter Posch (FDP) hat schon angekündigt,

den „Vorgang“ sorgfältig prüfen zu

wollen. Bis Ende des Jahres sollen die

ausBrüssel und Wiesbaden ausstehenden

Genehmigungen, eventuell mit

Auflagen, erteilt sein. Solange zumindest

bleiben für viele Finanzplatzakteure

und Aktionäre hinter den Konsequenzen

der Fusion viele Fragezeichen.


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

sparkassenpolitik

Von links: Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering, Julien

und Pauline Floreani, Claus Friedrich Holtmann und Lutz Stroppe, Ministerialdirektor im

Bundesministeriumfür Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Foto Erich Malter

höchstpunktzahlfür

Familienensemble

Im Rahmen des Abschlusskonzertes

des 48. Bundeswettbewerbs „Jugend

musiziert“ haben die Sparkassen am

in derKonzertkircheNeubrandenburg

das beste Familienensemble ausgezeichnet.

Claus Friedrich Holtmann, Präsident

des Ostdeutschen Sparkassenverbandes

(OSV), übergab

den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis

an die Geschwister Pauline und

JulienFloreani. Die beidenMusiker aus

dem elsässischen Drusenheim, direkt

an der deutschen Grenze gelegen, wurden

für ihr gemeinsames Wertungsspiel

in der Kategorie „Bläser-Ensemble,

gemischte Besetzung“ mit der

Höchstpunktzahl ausgezeichnet.

„Junge Talenteauf ihrem Wegzum

Erfolg zu unterstützen –das ist das Ziel

des Förderengagements der Sparkassen-Finanzgruppe.

Der Wettbewerb ‚Jugendmusiziert‘

tut dies, indem er hochbegabte

junge Musiker aus ganz

Deutschland zusammenbringt und ihnen

so die Chance bietet, ihre Leistungen

einem breiten Publikum zu präsentieren“,

sagteHoltmann.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“

verbindet sowohl die Breiten- als

auch die Spitzenförderung miteinander

und entspricht damit der Förderphilosophie

der Sparkassen-Finanzgruppe.

In deren Mittelpunkt steht die Nachwuchsförderung.

Ziel des Förderengagements

der Sparkassen-Finanzgruppe

ist es, junge Talente, die zu Leistungsträgern

der Gesellschaft werden, aufihremWeg

zum Erfolg zu unterstützen.

Die Sparkassen-Finanzgruppe fördert

den Wettbewerb seitfast 50 Jahren

auf allen Stufen. Der Bundeswettbewerb

wird mit Unterstützung des Deutschen

Sparkassen- und Giroverbandes

(DSGV) ausgerichtet. Darüber hinaus

unterstützen zahlreiche Sparkassen

und regionale Sparkassenverbände die

Regional- und Landeswettbewerbe

durch finanzielleFörderungder Veranstaltungen,

die Vergabe von Sonderpreisen

und Stipendien oder die Schaffung

vonAuftrittsmöglichkeiten.

Ein Beispiel der Anschlussförderung

istdie vonder Sparkassen-Finanzgruppe

initiierteKonzertreihe „Meisterschüler-Meister“

im Rahmen der drei

bedeutendsten Musik-Festivals in

Deutschland –dem Schleswig-Holstein

Musik Festival, dem Rheingau Musik

Festival und dem Musikfest Stuttgart –

bei denen erfolgreiche „Jugend musiziert“-Teilnehmer

mit Stars der internationalen

Klassikszene auftreten. DSZ

sport auf dem Brüsseler parkett

Das EuropäischeOlympische Komitee

(EOC) hat zum zweiten Mal den „Europäischen

Abend des Sports“ inBrüssel

organisiert. Unterstützt wurde die

Veranstaltung vom Deutschen Sparkassen-

und Giroverband (DSGV).

jirka zapletal

DsGV-repräsentanz Brüssel

AmVeranstaltungsabend kamen

hochrangige Vertreter vonSportbewegungen

und den EuropäischenInstitutionen

zusammen, um die

Bedeutung des Sports für soziale Integration

und wirtschaftliche Entwicklung

im EU-Kontext zudiskutieren. Durch

den Vertrag von Lissabon erhielt die EU

im Sportbereich eigene Kompetenzen.

Während die Hauptzuständigkeit bei

Vonlinks: Nicola Schelling, Leiterin der Vertretung Baden-Württembergs bei der Europäischen Union; Folker Hellmund, Leiter des EOC-

Büros in Brüssel; Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees und Präsidentdes Deutschen Olympischen

Sportbundes; Patrick Hickey,Präsident des Europäischen Olympischen Komitees, Mitglied des IOC; Santiago Fisas, Mitglied des Europäischen

Parlaments; Attila Czene, Ungarischer Staatsminister für Sport; Antonio Rossi, Vorsitzenderder Athletenkommission des Europäischen

Olympischen Komitees; Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes; Michael Antwerpes,

SWR; Emine Bozkurt, Mitglied des Europäischen Parlaments; Gregory Paulger,Direktor für Jugendund Sport, Europäische Kommission.

Foto Alexander Louvet

3

den Mitgliedstaaten verbleibt, soll die

EU koordinierend und unterstützend

tätig werden.

Der DSGVunterstützte diese Veranstaltung

und wies auf das Engagement

der Institutefür denSport hin.Die Sparkassen-Finanzgruppe

ist mit rund 90

Millionen Euro imvergangenen Jahr

der größte nicht staatliche SportfördererinDeutschland.

Rund 90 Prozent der

Mittel gehen in den Breitensport und

kommen vor allem den Sportvereinen

zugute. Vier von fünf Sportvereinen

werden von der Sparkassen-Finanzgruppe

gefördert. Rund 22 Millionen

Vereinsmitglieder profitieren von den

Mitteln, die die Sparkassen-Finanzgruppe

Jahr für Jahr in den Breitensport

in Deutschland investiert. Darüber

hinaus ist die Sparkassen-Finanzgruppe

seit 2008 Olympia Partner des

Deutschen Olympischen Sportbundes

(DOSB) und unterstützt die deutschen

Top-Athleten. Dieses Engagement würdigte

Patrick Hickey, Präsident des Europäischen

Olympischen Komitees,

Mitglied des IOC, in seiner Begrüßungsrede.

Dersich anschließenden Podiumsdiskussion

über eine nachhaltige Finanzierung

des Sports, Ehrenamt, Anti-

Doping, die Rolle der Athleten und die

Integrität des Sports zu verfolgen wohnten

rund 250Teilnehmer bei. Den Rahmen

bot eine sportakrobatische Darbietung

des Breakdance-Weltmeisters Robert

Maaser.

Mehr zum sportlichen Engagement der

Sparkassen in unserer Sonderbeilage.

riestern immer

noch kompliziert

Zum zehnjährigen Bestehen der Riester-Rentehat

der Deutsche Sparkassenund

Giroverband (DSGV) weitere Vereinfachungen

bei der staatlichen

Förderrentegefordert. „Nach wie vorist

die Riester-Förderung für die Kunden

und Anbieterkompliziert und aufwändig.

Das gilt sowohl für Neuabschlüsse

als auch während der Vertragslaufzeit.

Wir setzenuns daherweiterhin füreine

Vereinfachung der Riester-Förderung

ein“, sagte DSGV-Präsident Heinrich

Haasis.

Haasis begrüßte die jüngst beschlossene

Nachzahlungsmöglichkeit

für Eigenbeiträge sowie den Sockelbetrag

von 60Euro pro Jahr, den jeder

Riester-Sparer zukünftig anzusparen

hat. Der DSGVschlägt darüber hinaus

allerdings eine radikale Vereinfachung

der Förderberechtigung durch die Einbeziehung

aller Bundesbürger in den

Kreis der Förderberechtigten oder eine

Abfragemöglichkeit des Förderstatus

bei den Rentenversicherungen vor.

richtiGstellunG

europäischer

abend

Der 11. Europäische Abend und

das 11. Wirtschaftsgespräch fanden

am 26. Mai im Berliner Gebäude

des Sparkassen- und Giroverbandes

(DSGV) statt. Allerdings

handelte essich nicht um

eine Veranstaltung des DSGV, wie

ein Bericht in der Sparkassenzeitung

Nr.22vom 3. Juni irrtümlich

nahelegte. Richtig ist vielmehr,

dass die Veranstaltung von der

CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion

im Europäischen Parlament

ausgerichtet wurde.

8. OSV-Kommunalkongress: Was ist kommunale, was gesamtwirtschaftliche Aufgabe?

aus Wutbürgern Mutbürger machen

Der Kommunalkongress des Ostdeutschen

Sparkassenverbandes (OSV) hat

sich für Kommunen und Sparkassen

zu einer wichtigen Diskussionsplattform

entwickelt.Unter dem Motto„Herausforderungen

annehmen,gemeinsam

Spielräume entdecken“ erörtertenEntscheidungsträger

ausKommunen

und Sparkassen in Potsdam aktuelle

finanz- und kommunalwirtschaftliche

Themen.

Michael klöckner

ostdeutscher sparkassenverband

Mehr als 200 Landräte, Oberbürgermeister,

Bürgermeister,

Amtsdirektoren, Kämmerer,

Vertreter kommunaler Spitzenverbände

sowie zahlreiche Vorstände und

Kommunalkundenbetreuer der Sparkassen

waren der Einladung des OSV

gefolgt, umsich über aktuelle finanzund

kommunalwirtschaftliche Fragestellungen

zu informieren.

Gemeinsame Verantwortung

von Kommune und Sparkasse

In seiner Eröffnungsrede unterstrich

der Verbandsgeschäftsführer des OSV,

Wolfgang Zender,die gemeinsame Verantwortung

von Kommunen und Sparkassen,

ihre Region als attraktiven Lebensraum

und Wirtschaftsstandort

weiterzuentwickeln. „Dieser bereits

1999 in unseren Rostocker Leitsätzen

formulierte Anspruch hat bis heute

nichts an seiner Bedeutung verloren.

Analysierte die finanzielle Situation der Kommunen: Helmut Dedy, stellvertretender

Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Foto OSV

Im Gegenteil, vordem Hintergrund der

demografischen Herausforderungen ist

er aktueller denn je“, so Zender.

Helmut Dedy, stellvertretender

Hauptgeschäftsführer des Deutschen

Städte- und Gemeindebundes, widmete

sich in seinem Vortrag den finanzpolitischen

Herausforderungender Kommunen.

Kritisch bilanzierte er, dass die

Kostenbelastung der Kommunen in

den letzten Jahren deutlich zugenommen

habe. Beispielhaft ging Dedy auf

die Entwicklung der Sozialausgaben

ein, die in den ostdeutschen Kommunen

seit 1992 um das Dreifache gestiegen

sind. Für die Deckung der Sozialausgaben

müssen die Kommunen inzwischen

75 Prozent ihrer Steuereinnahmen

aufwenden.

Vor diesem Hintergrund forderte

der stellvertretende Hauptgeschäftsführer

des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

intensiv zu prüfen, was

kommunale und was gesamtgesellschaftlicheAufgabe

ist und welche Ausgaben

angemessen sind.

Professor Ingolf Deubel, ehemaliger

Minister der Finanzen des Landes

Rheinland-Pfalz, richtete den Blick

nach vorne. Er analysierte die kommunale

Finanzsituation in den neuen Ländern

nach Abbauder Sonderförderung

im Jahre2020. „Es wirdsicherlich nicht

mehr werden“, lautete sein Fazit. Daher

appellierte Deubel nachdrücklich an

die Kommunen, die Entwicklung ihrer

Kassenkredite imAuge zu behalten.

Auch wenn ostdeutsche Kommunen

hier sehr viel besser abschnitten als ihre

Pendants im Westen,sei dies kein Ruhekissen

für die Zukunft. Die Vorträge

vonDedy und Deubel lieferten den Teilnehmern

genügend Gesprächsstoff, um

in der anschließenden Plenumsdiskussion

ausgewählteAspektezuhinterfragen

und zu vertiefen.

Abgerundet wurde der Vormittag

durch einen Vortrag zur kommunalen

Daseinsvorsorge. Reinhard Redmann,

Stadtkämmerer a.D.und Berater der

DKC Deka Kommunal Consult GmbH

legtedar,dass die interkommunale Zusammenarbeit

vor dem Hintergrund

leerer Kassen an Bedeutung gewinnen

wird. Kommunale Kooperationsmodelle

könnten langfristig aber nurdann erfolgreich

sein, wenn auf lokale Egoismen

und „Kirchtumdenken“ verzichtet

wird, so das Petitum Redmanns.

Wie sich Sepa

auf die Kommunen auswirkt

Der Nachmittag stand im Fokusvon vier

finanzwirtschaftlichenForen.Wie kommunale

Forderungen professionell zu

managen sind, konnten die Teilnehmer

ebenso erfahren, wie den richtigen Umgang

mit Zinsrisiken. Weitere Foren

widmeten der Frage, was durch den inheitlichen

Euro-Zahlungsverkehrsraum

(Sepa) auf die Kommunen zukommt,

sowie der kommunalen Verschuldungsdiagnose.

Die Ansätze zur

interkommunalen Zusammenarbeit

wurden in einem fünften Workshop

vertieft. Dieser knüpfte anden Plenumsvortrag

zur kommunalen Daseinsvorsorge

an und bezog die Ergebnissedes

OSV-Demografieprojektes ein.

Jasson Jakovides, Geschäftsführer

derFields GmbH und Mitglieddes deutschen

Nationalkomitees der UN-Dekade

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“,

setzte sich mit der kommunalen

Öffentlichkeitsarbeit nach Stuttgart 21

auseinander. Erplädierte dafür, aus

dem „Wutbürger“einen„Mutbürger“ zu

machen und empfahl den Verwaltungen,

noch intensiver den Austausch mit

den Bürgern zu suchen.


4 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

finanzgruppe

Museum für Moderne Kunst zeigt Jubiläumsausstellung / Sparkassen-Finanzgruppe als umfangreicher Förderer

1000 Werkevon 150 Künstlern zu sehen

Die Sparkassen-Finanzgruppe fördert

die Jubiläumsausstellung des MMK

Museum für Moderne Kunst unter dem

Titel „MMK1991-2011. 20 JahreGegenwart“.

Helaba Landesbank Hessen-

Thüringen, DekaBank Deutsche Girozentrale

sowie der Sparkassen-Kulturfonds

des Deutschen Sparkassen- und

Giroverbands (DSGV) unterstützen

das MMK in Frankfurt am Main, seine

Sammlung jetzt so umfangreich wie

nie zuvor zu präsentieren.

Die Landesbank Hessen-Thüringen

und die DekaBank sind bereits

seit vielen Jahren Förderer

des Museums. Beide Institute unterstützen

das MMK sowohl beim Ausbau

seiner Sammlung als auch bei Einzelprojekten

wie der Ausstellung Murakami

oder dem Ankauf der Sammlung

Ricke. Bei der Ausstellung „MMK 1991 -

2011. 20 JahreGegenwart“ ist die Sparkassen-Finanzgruppe

nunerstmals der

Hauptförderer,erklärt der DSGV.

Zumersten Mal in seinerGeschichte

präsentiert das MMK seine einzigartige

Sammlung mit rund 1000 Werken

von150 Künstlern an mehreren Standorten:

Auf mehr als 4000 Quadratmeter

Ausstellungsfläche werdenKunstwerke

im Museumsbauvon Hans Hollein, dem

MMKZollamtund zusätzlich dem Main-

Tor-Areal am Untermainkai gezeigt. Bis

9. Oktober wird dort auf gut sieben

Stockwerken einesehemaligen Bürogebäudes

ein Querschnitt durch dieKunst

der Gegenwart aus der Sammlung des

MMK ausgestellt.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser,scheint sich dieser Mann zu denken und kontrolliert lieber,obdie Installation „57 Pinguine“, die

derzeit im MMK zu sehen ist, auch wirklich 57 Pinguineumfasst.

Foto dpa

Zu sehen sein werden unter anderem

Hauptwerke von Künstlern wie

Nam June Paik, Thomas Demand oder

Hanne Darboven, junge Positionen mit

Cyprien Gaillard, Tue Greenford oder

Tomas Saraceno sowie eineInstallation

des Künstlers Stephan Balkenhol (siehe

Foto).

Die Unterstützung von Kunst und

Kultur ist Teil der Gemeinwohlorientierung

der Sparkassen-Finanzgruppe. Im

Jahr 2010 wendete sie gut 150 Millionen

Euro für kulturelle Projekte auf.

Hiermit ist sie der größte nicht-staatliche

Kulturförderer in Deutschland.DSZ

perSonalien

Johannes fröhlings verstorben

Die Sparkassen im Rheinlandtrauern

um Johannes Fröhlings: Der

langjährige Präsident des Rheinischen

Sparkassen- und Giroverbands

(RSGV) verstarb im Alter von

79 Jahren.

„Johannes Fröhlings war ein überzeugter

Streiter für die kommunalen

Sparkassen. Mit Sachlichkeit,

hoher Kompetenz, Menschlichkeit

und –wenn nötig –mit rheinischer

Schlitzohrigkeit setzteersich über

viele Jahrzehnte für ihre Interessen

und Positionen ein“, würdigte

Michael Breuer, Präsident des

RSGV, das Wirken von Johannes

Fröhlings. „Aus voller Überzeugung

kämpfteerfür seine Sparkassen,

wenn er die Kernpunkte der

Sparkassenidee bedroht sah. Zudem

leistete erPionierarbeit für

die europäische Kooperation der

Sparkassen und erhielt dafür

höchste Auszeichnungen im Inund

Ausland. Bis zuletzt blieb er

ein gefragter Gesprächspartner

und kluger Ratgeber.“

Der gebürtige Kölner mit Wurzeln

im Elsass startete nach dem Examen

zum Diplom-Kaufmann seine

Berufskarriere als Referent beim

Deutschen Sparkassen- und Giroverband

in Bonn. Im Jahr 1968

kamFröhIings zum RSGV, wo er zunächst

als stellvertretender Geschäftsführer,

ab 1971 als Geschäftsführer

fungierte und 1981

zum Präsidenten gewählt wurde.

Nach gut 40-jähriger Tätigkeit

in der Sparkassen-Finanzgruppe

ging Fröhlings 1996 in den Ruhestand.

DSZ

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Geld undHaushalt –

ein guterTippfürSie undIhre Kunden

Der RatgeberServicevon „Geld und Haushalt“bietet

Ihnen in drei Publikationsreihen „Planungshilfen,

Budget und Finanzen“ ein reichhaltiges Angebotan

zielgruppengerichteten Info-Broschüren. Nutzen Sie

die Ratgeber als Vertriebsanlass, kommen Sie Ihren

Kunden mit Tippsund Ratschlägen entgegen und

machen Sie fit in Sachen Finanzen.

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Mit den kundenfreundlich aufbereiteten Ratgebern

hinterlassen Sie in Ihrem Verkaufsgespräch nicht nur

Eindruck,sondern auch eine handliche Erinnerung.

DekaBank gewinnt Ideenpreis

Stark im erfinden

Die DekaBank hat für ihr Ideenmanagement

den „DeutschenIdeenPreis

2011“, in der Kategorie Banken, Versicherer

und Finanzdienstleister, des

Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft

(dib) erhalten.

Das Deka-Konzept ist durch Integration,

Flexibilität, Tempo und

Transparenz die Benchmark in

seiner Branche“, heißt es in der Begründung

des Instituts. Darüber hinaus

heben die dib-Experten hervor,

dass das Ideenmanagement in der DekaBank

keine „Insellösung“ darstellt.

Vielmehr sammele die Bank Verbesserungsimpulse

zentral in einer Einheit,

was einzigartig in der Finanzbranche

sei. Dazu gehörten zum Beispiel Ideen

von Mitarbeitern, aber auch Beschwerden

von Kunden. Nach einer Analyse

der Verbesserungsvorschläge und der

Beschwerden leite die Zentraleinheit

diese an die entsprechende Fachabteilung

weiter. Die starkeVernetzung

in die Facheinheiten gewährleiste, dass

Verbesserungen schnell inden regulären

Geschäftsablauf der Bank übernommen

werden könnten.

Um noch stärker vomInnovationspotenzial

seiner Mitarbeiter profitieren

zu können, hat die DekaBank eine neue

Dienstvereinbarung: Danach soll die

verantwortliche Einheit für das Ideenmanagement

nach Absprache mit den

Fachabteilungen selbst über Verbesserungsvorschläge

und eventuelle

Prämienzahlungen entscheidet. Dadurch

würden langwierige Gremienentscheidungen

wegfallen und Verbesserungen

könnten schneller in den

Geschäftsablaufintegriertwerden. DSZ

So pfiffig wie Wickie sind die Mitarbeiter

der DekaBank.

Foto dpa

Dwpbank und transactio vereinbaren engere Kooperation

Vorteile für alle

Interessiert? BestellenSie bequem im BusinessShopauf www.sparkassenverlag.de oder bei Ihrer Kundenberatung

unter 0711782-1134, privatkunden@dsv-gruppe.de

Die dwpbank und transactio arbeiten

ab sofort bei der Erbringung und Vermarktung

von Backoffice-Dienstleistungen

in der Wertpapierabwicklung

zusammen. Die Partner bringen komplementäreKompetenzen

in der Backoffice-Unterstützung

in die Kooperation

ein, heißt es jetzt in einer gemeinsamen

Presseinformation.

Das Leistungsspektrum der transactio

umfasst die Abwicklung

der Marktfolgebearbeitung einschließlich

des Zahlungsverkehrs sowie

die Digitalisierung und Archivierung

von Belegen und Dokumenten.

Die dwpbank steuert das Know-howder

Marktfolgetätigkeiten im ThemenkomplexWertpapiergeschäft

bei.

Die Partnerschaft ermögliche es

den Sparkassen, ihre Backoffice-Tätigkeiten

vollständig auszulagern. Ziel sei

es, durch Nutzung kostengünstiger, regionaler

Infrastrukturen Vorteile für

die Kunden zu generieren und gleichzeitig

die Bündelung von Spezialisten-

Know-how auszubauen.

„Die Nachfrage nach Outsourcing-

Modellen für die Wertpapierabwicklung

steigt rasant. Als Deutschlands

führende Transaktionsbank ist die

dwpbank der ideale Partner für diesen

Markt“, hebt Thomas Feneberg, Geschäftsführer

von transactio, hervor.

„Gemeinsam bieten wir Kunden in diesem

Bereich ein breites Spektrum innovativer

Services, das bis zum Komplett-

Outsourcing reicht. Die Auslagerung

der Marktfolgetätigkeiten erreicht so eine

ganz neue Qualität.“

Die dwpbank verspricht sich mit

der Kooperation Erfolge bei der Erschließung

des süddeutschen Markts.

„Transactio ist für uns ein wichtiger

Partner.UnsereAngeboteinder Marktfolgeunterstützung

ergänzen sich perfekt.

Zusammen decken wir alle wichtigenFunktionenimBackoffice-Outsourcing

ab“, so Karl-Martin im Brahm,

dwpbank-Vertriebsvorstand. DSZ


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

finanzgruppe

5

Örag setzt Wachstumskurs fort

rekord bei

neuverträgen

Die Örag Rechtsschutzversicherungs-

AG hat im Geschäftsjahr 2010 ihre

Bruttobeitragseinnahmen um rund

fünf Prozent aufinsgesamt 220,5 Millionen

Euro gesteigert. Der Rechtsschutzpartner

der öffentlichen Versicherer

und Sparkassen wuchs nach eigenen

Angaben damit deutlich stärkerals

die Branche (plus 1,3 Prozent).

Das Düsseldorfer Unternehmen

habe seinen Marktanteil von 6,4

auf6,6 Prozent erhöht und seine

Position als fünftgrößter deutscher

Rechtsschutzversicherer gefestigt.

Der Zuwachs an Neuverträgen erreichte

im Geschäftsjahr 2010 mit nahezu

45 Prozent den höchsten Wert in

der 40-jährigen Unternehmensgeschichte.

Erstmals vermittelte der Vertriebsweg

Sparkasse dabei mit 53 Prozent

mehr als die Hälfte des Neugeschäfts.

Ihren Vertragsbestand baute

die Örag um 4,8 Prozent auf jetzt 1,34

Millionen Stück aus, während der Markt

aufVorjahresniveauverharrte (plus 0,3

Prozent). „Die erfreuliche Entwicklung

im Neugeschäft ist das Ergebnis einer

vertrauensvollen Zusammenarbeit mit

unseren Verbundpartnern –den öffentlichen

Versicherern und Sparkassen“,

erläutert Örag-Vorstand Klaus R. Hartung.

„Einen großen Anteil am Neugeschäftserfolg

hat darüber hinaus unser

Tarif 2010.“ Im neuen Tarifwerk ist beispielsweise

in allenVertragsbausteinen

einetelefonische anwaltlicheRechtsberatung

für den Privatbereich integriert.

Schadenreserven

gestärkt

Verbunden mit dem hohenZuwachs im

Neugeschäft ist der Provisionsaufwand

und damit die Kostenquote des Unternehmens

angestiegen auf36,9 (Vorjahr

33,7) Prozent. Die der Örag gemeldeten

Schäden erhöhten sich im Berichtsjahr

um 6,4Prozent. Der Brutto-Schadenaufwand

stieg um7,7 Prozent auf 151,7

Millionen Euro. Zudem hat das Unternehmen

die Schadenreserven um 30

Millionen Euro (plus zehn Prozent) gestärkt.

Die Combined Ratio der Örag lag

damit bei 105,6 Prozent.

Die Zahlungsquote inklusive der

Schadenregulierungskosten sank auf

55,3 Prozent und liegt damit deutlich

unter dem Marktniveau. Dazu Hartung:

„Damit ist die Örag für die voraussichtlich

imJahr 2012 anstehende Erhöhungsrunde

der Gerichtskosten und

Anwaltsvergütungen bestens gerüstet.“

Der Bestand der Kapitalanlagen wuchs

um gut 3,5 Prozent auf 403,6 Millionen

Euro,wobeidas Unternehmen ein Kapitalanlageergebnis

von 12,5 Millionen

Euro bei einer Nettoverzinsung von etwa

3,2 (Vorjahr: 4,3) Prozent erzielte.

Insgesamt erwirtschaftete der Rechtsschutzversicherer

der Sparkassen-

Finanzgruppe im Geschäftsjahr 2010

einen Jahresüberschuss von nahezu

1,2 (Vorjahr: 7,0) MillionenEuro.

Telefonische Rechtsberatung

für Firmenkunden

Auch für das laufende Geschäftsjahr

rechnet die Örag wieder mit einem Beitragsplus

deutlich über dem Marktdurchschnitt

und einem aufVorjahresniveau

wachsenden Kunden- beziehungsweise

Vertragsbestand. „Hierzu

werden abermals auch unsere leistungsstarken

Produktkonzepte sowie

kunden- und vermittlerorientierten

Rechtsservices beitragen“, erläutert Andreas

Heinsen, Örag-Vorstandskollege

von Hartung, die Wachstumsambitionen

des Unternehmens. So profitieren

mittlerweile auch Firmenkunden von

der telefonischen Rechtsberatung der

Örag. Zudem haben sie genauso wie Privatkunden

jetzt die Möglichkeit, zur

Beilegung vonRechtsstreitigkeiten eine

Mediation zu nutzen. Weiter intensivieren

will der Rechtsschutzversicherer

auch das Geschäft mit Kommunen und

deren Unternehmen.Außerdem möchte

die Örag die Integration von Rechtsschutzprodukten

und RechtsdienstleistungeninKreditkarten-

und Girokontomodelle

der Sparkassen vorantreiben.

Großes Marktpotenzial sieht der

Partner der Sparkassen-Finanzgruppe

in der geringen Rechtsschutz-Abdeckung

der deutschen Haushalte –nur

gut40Prozent vonihnen sind im Besitz

einer Police. Hartung: „Über unsere

Verbundpartner,die öffentlichenVersicherer

und Sparkassen, haben wir

einen herausragenden Marktzugang,

der uns große Entwicklungsmöglichkeiten

bietet. Spätestens im Jahr 2012

wollen wir so unseren Bestand aufrund

1,5 Millionen Verträge ausgebaut haben.“

DSZ

Neues Gesetz in Niedersachsen will Opfer besser schützen

pflicht für Hundebesitzer

Das Stadtbild verändert sich im Laufe der Jahre. Im vergangenen Jahr präsentierte sich Kiel, Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins

und Marine- und Werftenstandort,wie oben zu sehen.Inder Bildmittedas Rathaus, das diesesJahr 100 Jahrealt wird. Foto dpa

HSH Nordbank: Neues Projekt zum hundertjährigen Jubiläum des Kieler Rathauses

Architektur machtWandel deutlich

„architectura“ ist das neue Projekt der

Kunststiftung HSH Nordbank. Das Projekt

thematisiert die einschneidenden

Veränderungen Kiels als Stadt am Meer

und ihr Erscheinungsbild als Marineund

Werftenstandort im Spiegel der Architektur.

„architectura“ bildet einen

wichtigen Baustein zum 100-jährigen

Jubiläum des Kieler Rathauses.

Die Initiative„architectura“ wurde

von den diesjährigen Kuratoren der

Kunststiftung HSH Nordbank, den

Kunsthistorikern Professor Uwe Albrecht

und Regina Becker entwickelt.

Seit ihrer Gründung legt die Kunststiftung

HSH Nordbank Wert aufdie künstlerische

Auseinandersetzung mit der

Region Schleswig-Holstein. Sie versucht,

verschiedensten Themen oder

Kunstgattungen Raum zu geben. „Es

war schon länger der Wunsch der Stiftung,

das Thema Architektur einmal in

den Fokus zurücken. Wir freuen uns,

dass es uns gelungen ist, mit Professor

Uwe Albrecht und Regina Becker zwei

herausragende Wissenschaftler des

Kunsthistorischen Instituts der Christian-Albrecht-Universität

zu Kiel für dieses

Projekt zu gewinnen“, soVera Rachel,

Vorstand der Kunststiftung HSH

Nordbank, in dem Pressegespräch zur

Vorstellung der Kuratoren.

Ran an den

Wünschetresor!

Lieblingswunsch aussuchen –und gewinnen.

In den teilnehmenden Sparkassen oder unter

www.wuensche-gesichert.de

Die Initiativeumfasst eine öffentliche

Konferenz, einen öffentlichen

Workshop und eine Ausstellung. Am

27. und 28. Oktober findet unter dem Titel

„Horizonte –Brücken –Ufer“ die

Konferenz im Ratssaal des Kieler Rathauses

statt. Nach einer Begrüßung

durch die Stadtpräsidentin Cathy Kietzerdiskutieren

Architekten und Franz-

Josef Höing, Senatsbaudirektor Bremen,

zum Thema „Bauen am Wasser“

und dem Perspektivwechsel in der

Raumwahrnehmung.

Die Ausstellung zu dem Projekt „architectura“

wirdvom 6. bis 28. Oktober

im KielerRathaus präsentiert. DSZ

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„Eigentlich hört er aufs Wort …“ Wenn

dieser Satz fällt, ist das Unglück meist

geschehen. Ein Passant wurde gebissen,

ein Kind angefallen, teure Kleidung

ruiniert. Im schlimmsten Fall

läuft der „sonst ganz liebe“ Hund auf

die Straße und verursacht einen Verkehrsunfall

mit hohem Schaden. Die finanziellen

Folgen können Hundebesitzer

überfordern. Dem Hundehalter

droht die Privatinsolvenz. Die Opfer gehen

dann leer aus.

Im Sinne des Opferschutzes –und

im Interesse der Verursacher –hat der

Landtag das Niedersächsische Gesetz

über das Halten vonHunden (NHundG)

Auch noch so liebe Hundeverursachen Unfälle.

In Niedersachsen ist ab Juli die Hundehalter-Haftpflicht

zwingend. Foto dpa

neu gefasst. Zentrale Bestimmung: Alle

Hundebesitzer in Niedersachsen müssen

ab 1. Juli über eine Hundehalter-

Haftpflichtversicherung verfügen –

und diese bei Kontrollen durch Ordnungsamt

oder Polizei nachweisen können.

Expertenschätzen,dass etwa jeder

zweite Hund noch nicht versichert ist.

Vonder neuen Pflicht betroffen sind alle

Hunde ab sechs Monaten. Ausnahmen

gibt es nicht, weder für den kleinen

Chihuahua noch für den Blindenhund.

Damit bei Kontrollen eine eindeutige

Identifikation möglich ist, sollenalle

Hunde einen elektronischen Chip erhalten,

den der Tierarzt ins Ohr einsetzt.

Spätestens Mitte2013 müssen zudem

neue Hundebesitzer einen „Hundeführerschein“

machen. Ausgenommen

sind Halter, die in den vergangenen

zehn Jahren mindestens zwei Jahre

ununterbrochen Hundesteuer gezahlt

haben und entsprechend sachkundig

sind.

Wolfram Klöber,Haftpflicht-Experte

der VGH, erklärt: „Wir bieten unsere

Hundehalter-Haftpflicht ab sofort zu

besonders günstigen Konditionen an.

Mit den neu gestalteten Tarifen gehören

wir jetzt zu den zehn preiswertesten Anbietern

im Markt. Die Versicherung

schützt übrigensauch vorunberechtigten

Forderungen – wie eine kleine

Rechtsschutzversicherung.“

VGH-Kunden können sich über einen

besonderen Service freuen: die

HundeCard ist eine Versicherungsbestätigung

im Scheckkartenformat, so

dass die Halter keine großformatigen

Versicherungsscheine mit sich herumtragen

müssen, so die VGH. DSZ

Jetzt in Ihrer

Bis zu 50.000 EUR in

Deka-Fondsanteilen zu gewinnen.

Nationales Gewinnspiel der DekaBank Deutsche Girozentrale. Bis 31.08.2011 in den teilnehmenden

Sparkassen oder auf www.wuensche-gesichert.de. Die Gewinner werden per Los ermittelt. Mitarbeiter

der Sparkassen-Finanzgruppe sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

DekaBank

Deutsche Girozentrale


6 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

finanZgRuPPE

PERsonaliEn

sV Versicherung:

Momberger feierte75.

Eckhard Momberger, ehemaliger

Vorsitzender des Vorstands der

früheren SV SparkassenVersicherung

Hessen-Nassau-Thüringen in

Wiesbaden (einem Vorgänger der

SV SparkassenVersicherung in

Stuttgart), hat seinen 75. Geburtstag

gefeiert. Nach mehr als 22 JahrenVorstandstätigkeit

ging er 1998

in den Ruhestand. Für seine Verdiensteerhielt

er die Hessisch-Thüringische

Sparkassen-Medaille in

Gold.

Nach mehreren beruflichen Stationen

und Promotion wurde er 1970

zum Landrat des Landkreises

Schlüchtern gewählt. Im September

1975 kam erals Vorstandsmitglied

zu den damaligen Hessen-

Nassauischen Versicherungsanstalten

und wurde 1981 zum Vorsitzenden

bestellt. 1994 wurde er

stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Hessisch-Thüringischen

Brandversicherungsanstalt

Kassel-Erfurt (Brandkasse) und

1996 Mitglied des gemeinsamen

Vorstandes der Hessischen und

Nassauischen Brandversicherungsanstalten.

Darüber hinaus

war er in zahlreichen Gremien.

Die Fusion der Brandversicherer

mit der damaligen SparkassenVersicherung

1997 krönte Mombergers

berufliche Laufbahn. Meilensteine

in seinerKarrierewaren die

Integration der SparkassenVersicherung

in die Sparkassen-Finanzgruppe,

die Intensivierung der Zusammenarbeit

mit den Sparkassen

und die Ausdehnung des Geschäftsgebiets

aufThüringen. DSZ

Unternehmerdialog „Weitsicht“ der HSH Nordbank diskutiert Wachstumsbranche

Die Zukunft gehört den Erneuerbaren

Die von der Bundesregierung beschlossenen

Eckpunktezur beschleunigten

Energiewende werden den Ausbauder

erneuerbaren Energien weiter

forcieren.Darüber herrschteEinigkeit

beim zweiten Unternehmerdialog

„Weitsicht“ der HSH Nordbank.

Namhafte Vertreter der Branche

diskutierten in Hamburg über

die Chancen und Perspektiven

der Wachstumsbranche „Erneuerbare

Energien“. „Spätestens seit den Vorfällen

inFukushima ist noch einmal ganz

klar geworden, dass die Zukunft den regenerativen

Energien wie Sonne, Wind

und Wasser gehört. Wir erwarten einen

Schub für die gesamte Industrie“,

meinte Patrick Miljes, Leiter des Unternehmensbereichs

Energy &Infrastructure

bei der HSH Nordbank. Rund 100

Teilnehmer waren der Einladung zum

Unternehmerdialog gefolgt.

Unter der Leitung des früheren

NDR-Wirtschaftsjournalisten Dirk Bergmann

diskutierten der Generalbevollmächtigteder

Vattenfall Europe AG,Region

Hamburg/Norddeutschland, Pieter

Wasmuth, der Vorstandsvorsitzende

der Nordex SE, Thomas Richterich, der

Geschäftsführer derDii GmbH, Paul van

Son, sowie der Vorstandsvorsitzende

der Stiftung Offshore-Windenergie,

Jörg Kuhbier, auch die Frage, wann Solar-

und Windenergie keine Subventionen

mehr benötigen werden.

Auf einen konkreten Zeitraum

mochte sich jedoch keiner der Diskutanten

festlegen. „Hier ist eine seriöse

Antwort nicht möglich“, sagte Kuhbier.

Offshore-Windenergie steht nach Expertenmeinung dort, wo Windenergie zu Lande vor

20 Jahren stand. Konkurrenzfähig würde der Strom aus dem Meer voraussichtlich in den

kommenden zehn Jahren.

Foto dpa

Die Offshore-Windenergie stehe momentan

dort, wo vor 20Jahren die Onshore-Windenergie

gestanden habe.Im

Laufeder kommenden zehn Jahrekönne

die Offshore-Windenergie konkurrenzfähig

zu konventionellen Technologien

sein, so Kuhbier.

Die Voraussetzung für den beschleunigten

Ausbauder erneuerbaren

Energien sei die Erweiterung der Netzinfrastruktur

und der Speichertechnologien,

betonte Pieter Wasmuth. Der

Netz-Ausbaumüsse zudem einen internationalen

Austausch von größeren

Strom-Mengen ermöglichen, sagteThomas

Richterich. Paul van Son betonte,

dass Europa eng mit der arabischen

Welt beim Ausbau erneuerbarer Energien

zusammenarbeiten sollte. Strom

aus der Wüste könne seiner Meinung

nach in zehn bis 15 Jahren wettbewerbsfähig

sein.

DSZ

SaarLB schafft neues Team

Vermögende

Kunden im Blick

Die SaarLB erweitert ihreBeratung von

vermögenden Kunden. Klaus Bingel

hat zum 1. Mai die Leitung des neu geschaffenen

Teams „Wealth Management“

übernommen. „Wir freuen uns,

auf diesem Wege die ganzheitliche Beratung

und Betreuung vermögender

Kunden zielgerichtet auszubauen“,sagte

der SaarLB-Vorstandsvorsitzende

Thomas Christian Buchbinder. „Damit

wollenwir den Marktanteil der Sparkassen-Finanzgruppe

in der Region in diesem

Bereich deutlich erhöhen.“

Hintergrund sei unter anderem die

hohe Nachfrage vermögender Kunden

nach einer aktiven Vermögensverwaltung

sowie einer ganzheitlichen, zukunftsorientierten

Strukturierung von

großen Vermögen. Bestehende Firmenkunden

der SaarLB suchten nicht nur

auf der Kreditseite für ihr Unternehmen

Beratung, sondern zunehmend

auch in der Betreuung und Strukturierung

ihres Privat- bzw. Firmenvermögens.

Dies gelteauch für institutionelle

Investoren und Stiftungen. „Hierbei

können wir die Kunden mit unserem

Wealth Management noch individueller

und umfassender unterstützen“,

sagteBuchbinder.

Eine wichtige Rolle übernehmen

dabei die externen Kooperationspartner

der SaarLB wie die BerenbergBank,

Deutschlands älteste Privatbank, aber

auch namhafte Partner aus den SektorenImmobilien,

ErneuerbareEnergien

und den Beratungsberufen, um maßgeschneiderteVermögensanlagen

zu ermöglichen.

DSZ

Kolloquium des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz zu außergerichtlicher Streitbeilegung / Formfreiheit und Unabhängigkeit als Merkmal der Schlichtung

Reparaturbetrieb mit gesundemMenschenverstand

Aus Anlass des Wechsels im Amt des

Schlichters des Sparkassenverbandes

Rheinland-Pfalz (SVRP) hat der Verband

zu einem Erfahrungs- und Gedankenaustausch

zum Thema Sparkassenschlichtung

eingeladen.

Neben dem mitAblauf des Jahres

2010 aus dem Amt des Sparkassenschlichters

ausgeschiedenen

ehemaligen Oberbürgermeister

von Speyer, Christian Rosskopf, und

seinem Nachfolger im Schlichteramt,

Wolfgang Ohler,bis 2005 Vizepräsident

des Oberlandesgerichts Zweibrücken,

nahmen an dem Kolloquium der Geschäftsführende

Vorstand des Deutschen

Sparkassen- und Giroverbands

(DSGV) Karl Peter Schackmann-Fallis

und der Schlichter des DSGV, Peter

Gummer, sowie Vertreter der rheinland-pfälzischen

Sparkassen und der

Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz

teil. Zahlreiche weitere Vertreter von

Einrichtungen, die sich mit außergerichtlicher

Streitbeilegung befassen,

waren ebenfalls anwesend.

Rücksichtnahme

als Erfolgsfaktor

Zu Beginn des Kolloquiums erinnerte

Präsident a. D. Hans Otto Streuber daran,

dass der SVRP als einer der ersten

Verbände der Empfehlung des DSGV

aus dem Jahr 1995 gefolgt sei und eine

Sparkassenschlichtung für Rheinland-

Pfalzmit eigener Schlichtungsordnung

eingerichtet habe. Als wesentliche

Merkmale hob Streuber die Unabhängigkeit

des externen Schlichters und eine

weitgehende Formfreiheit des

Schlichtungsverfahrens ohne Festlegung

auf Schriftlichkeit hervor. Diese

Besonderheiten habensich seit 1996 in

rund 1200 Fällen erfolgreicher Schlichtung

vor allem deshalb bewährt, weil

damit getreu dem Sparkassenmotto

„fair –menschlich –nah“ stets Rücksicht

auf die jeweilige Situation von

Sparkassenkunden genommen werden

konnte. Gemäß dem deutschen Prozessgrundsatz

des mündlichen Verfahrens

habe sich besonders die Möglichkeit einer

gemeinsamen Erörterungmit Kunde

und Sparkasse bewährt. Bestehende

Unklarheiten ließen sich so schnell

ausräumen und die Chance, Meinungsverschiedenheit

ohne Gerichtsverfahren

beizulegen, steige deutlich, so

Streuber.

Verständlichkeit werde gerade in

einer Zeit zunehmender Normenflut

immer wichtiger. Nur imGespräch sei

es möglich, zum Beispiel schriftungeübten

Menschen oder Bürgern mit Migrationshintergrund

schwierige juristische

Zusammenhänge zu verdeutlichen,

betonte auch der Schlichter des

DSGV, PeterGummer. Letztlich gehe es

bei der Schlichtung immer darum,zwischen

Kunde und Sparkasse eine Regulierung

nach Recht und Billigkeit zu finden,

kommentierte der ehemalige

Schlichter des SVRP,Christian Roßkopf,

sein langjähriges Wirken.

OffensivereDarstellunginder

Öffentlichkeit angeregt

Aus derPraxis bestätigtendie anwesenden

Sparkassenvorstände Bezirksobmann

Remigius Kühnen (Trier), Bezirksobmann

Karl Mang(Rhein-Haardt)

und die Landesobleute Siegmar Müller

(Kandel), Frank Sander (Westerwald)

die positiven Erfahrungenmit der Sparkassenschlichtung

in Rheinland-Pfalz.

Für die Zukunft plädierten sie für eine

Beibehaltung der regionalen Zuständigkeit

der Schlichtung mit Blick auf

die wünschenswerteNähe. Gleichzeitig

setzten sie sich für eine offensivereDarstellung

des Schlichtungswesens in der

Öffentlichkeit ein, um die Zahl der unnötig

geführten Gerichtsverfahren weiterzureduzieren.

Die positiven Effekte inBezug auf

vermiedene Gerichtsverfahren bestätigte

Schackmann-Fallis aus Sicht des

DSGV. So waren 2009 insgesamt rund

1900 Beschwerden bei den Schlichtungsstellen

der Sparkassen eingegangen.

Im Durchschnittkonnten diese Beschwerden

in relativ kurzer Zeit von

eineinhalb Monaten abgeschlossen

werden. Nach Abzug der zurückgezogenen

und unzulässigen Beschwerden

wurden 640 Fälle zugunsten der Beschwerdeführer

und 788 Fälle zugunsten

der Sparkassen entschieden. Dabei

wurden Beschwerden aus den Bereichen

Zahlungsverkehr und Kontoführung,

Kreditgeschäft und Wertpapiergeschäft

etwa gleich häufig notiert.

Der Verbandsvorsitzende des

SVRP,Landrat Hans Jörg Duppré, räumte

ein, dass sich seine anfangs skeptische

Haltung zum Erfolg der Sparkassenschlichtung

nicht bestätigt habe.

Gerade der regionale Bezug und die

weitgehende Formfreiheit des Schlichtungsverfahrens

seien in den vergangenen

15 Jahren dessen Erfolgsgaranten

gewesen.

Ruth-Ellen Schaeffer, Direktorin

des Amtsgerichts Speyer, sprach sich

ausihrer Erfahrung als gerichtliche Mediatorin

nachdrücklich für die Schlichtung

vorOrt verbunden mit dem mündlichen

Gespräch aus. In Rheinland-

Pfalz habe sich seit dem In-Kraft-Treten

des Landesschlichtungsgesetzes, das

für bestimmte Streitfälle voreinerKlage

bei Gericht ein Schlichtungsverfahrenvorsieht,

sehr gutbewährt. 2009seien

auf diese Weise mehr als die Hälfte

der nachbarrechtlichen Streitigkeiten

und der Streitigkeiten wegen Verletzung

der Ehreschiedlich beigelegt worden,

so Schaeffer. DiesesVorgehen trage

derEntwicklung Rechnung, dass der

BürgerinAnbetracht einer immer noch

wachsenden Normenfülle dringend auf

ergänzende Erklärungen angewiesen

sei. Hier leistedas rheinland-pfälzische

Schlichtungswesen gute Dienste, da es

dem Beschwerdeführer die Hintergründe

seines Streitfalles im Bedarfsfall

mündlich erläutere. Schlichtung sei so

nicht allein auf einen Interessenausgleich

gerichtet, sondern übersetze

rechtliche Sachverhalte und kläre den

Bürger und Kunde auf. Die durch die

Europäische Kommission forcierteweitere

Regulierung seifür den individuellen

Rechtsfrieden eher schädlich, so

Schaeffer abschließend.

Die Stärkung der regulierten Verfahrensformen

sei bis indie 1980er

Jahre unter dem Gesichtspunkt der

Rechtsstaatlichkeit forciert worden, bemerkte

der Vertreter des Ministeriums

für Wirtschaft, Verkehr,Landwirtschaft

und Weinbau Rheinland-Pfalz, Ltd. Ministerialrat

Hans-Richard Palmen. In

der Folge seien Verfahrensformen

hochgezüchtet worden, die dem betroffenen

Bürger allerdings nicht den erwarteten

Vorteil brächten. Auch er regte

eine Hinwendung zur außergerichtlichen

Streitbeilegung in nicht formeller

Form und den Verzicht aufVerfahrensvorschriften

an.

FürWalter Ohler,der über 30 Jahre

als Richter tätig war und seit Jahresbeginn

neuer Schlichter des SVRP ist, hat

erfolgreiche Schlichtung vor allem für

Rechtsfrieden zu sorgen. Dafür sei das

Gespräch auf Augenhöhe am ehesten

geeignet. Die im Sparkassenverband

gültige Schlichtungsordnung biete dafür

die besten Bedingungen.

Als Fazit wünschte sich Streuber,

dass die außergerichtliche Schlichtung

auch weiterhin so erfolgreich in Rheinland-Pfalz

genutzt würde. Aufgabe der

Schlichtung sei es, die Gesetze im Auge

zu behalten, aber mit gesundem Menschenverstand

auch Reparaturbetrieb

für übergeordnete Gesetze zu sein,

nach Gerechtigkeit zu streben und den

Rechtsfrieden herzustellen.

Den Essay von Christian Roßkopf und

mehr zum Kolloquium: www.sv-rlp.de

im Bereich der Schlichtungsstelle.

Vonlinks: Hans OttoStreuber, Präsidenta.D.des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz (SVRP); Wolfgang Ohler,Schlichter der rheinland-pfälzischen

Sparkassen; PeterGummer,Ombudsmann des DSGV; Christian Roßkopf,ehemaliger Schlichter der rheinland-pfälzischen

Sparkassen; Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV; Landrat Hans Jörg Duppré, Verbandsvorsitzender

des SVRP.

Foto Andrea Enderlein


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

SpArkASSen

7

Kreissparkasse Augsburg

elektromobilität

auf Touren

Im Kundenzentrum der Kreissparkasse

Augsburg am Martin-Luther-Platz

konnten sich Besucher jetzt über Elektromobilität

informieren.

Welche politischen Ziele hat die

Bundesregierung für Elektromobilität

formuliert? In welcher Tradition steht

die zugrunde liegende Technologie?

Wie sehen die Vorteile und Herausforderungen

ausund welche Zukunftsperspektivenergeben

sich? Auf Fragen wie

diese sollte die Ausstellung der Lechwerke

(LEW), des regionalen Energieversorgers,

Antworten geben. Darüber

hinaus stellte die Schau Projekte aus

Augsburgund Bayerisch-Schwaben vor.

Dazu zähle auch die Kooperation

von Kreissparkasse und LEW, sodas

Kreditinstitut: Im März hatte die Sparkasse

ein Elektroautoinihren Fuhrpark

aufgenommen, umErfahrungen auf

Kurzstrecken zu sammeln. Zur weiteren

Stärkung des emissionsfreien Verkehrs

in der Region installierten die

Lechwerkezwei zusätzliche Ladesäulen

für Elektroautos auf den Kundenparkplätzen

der Kreissparkasse in Gersthofen

und Schwabmünchen, die öffentlich

zur Verfügung stehen.

Das Elektroauto der Kreissparkasse,ein

Mitsubishii-MiEV,eine Ladesäule

sowie ein E-Roller und zwei E-Bikes

waren als besonderer Blickfang in der

Ausstellung zu sehen. Nach ihrer Eröffnung

in Augsburggastiertedie Ausstellung

auch in den Kreissparkassen-Filialen

in Gersthofen und Schwabmünchen.

In den Kreissparkassen-Geschäftsstellen

Meitingen, Schwabmünchen

und Gersthofen bot der regionale Energieversorger

außerdem Beratungenan:

VorOrt informierteein LEW-Fachmann

über den effizienten Umgang mit Energie.

DSZ

Taunus Sparkasse

Sicheres netz

„Sicherheit im Internet“ war das Thema

dem die Taunus Sparkasse zwei Informationsveranstaltungen

in den Stadthallen

von Hofheim und Oberursel gewidmet

hat. Rund 1100 Gäste zeigten

sich interessiert.

Die Sparkasse hatte zwei Referenten

auf ihr Podium geholt: Götz Schartner,

Informatiker und lizensierter

Grundschutz-Auditor des Bundesamtes

für Sicherheit in der Informationstechnik,und

Markus Wortmann, Kriminologe,

Polizeiwissenschaftler und Vorsitzender

des Vereins „SicheresNetz hilft“.

Die beiden Referenten zeigten auf, welche

Gefahren im Internet lauern und

wie man sich als Online-Nutzer vorHackerangriffen

und Betrügereien schützenkann.

Dadurch, dass viele Geschäfte–seien

es Finanztransaktionen oder Wareneinkäufe

–inzwischen online getätigt

würden, habe das Thema „Sicherheit

im Internet“ in den vergangenen Jahren

zusehends an Bedeutung gewonnen,

da waren sich die beiden Referenteneinig.

DSZ

Renntag verzaubert auch den Nachwuchs

„Sommerabend“ beherrschte den Nachmittag beim 34. Großen

Preis der Sparkasse Dortmund: Der vierjährige Hengst bewies seine

Klasse und ließ mit seinem Jockey Michael Cadeddu der Konkurrenz

keine Chance. Zum zweiten Mal war der Italiener mit

„Sommerabend“ an den Start gegangen, und auf der Galopprennbahn

im Dortmunder Stadtteil Wambel gelang ihm sein zweiter

Triumph.Rund 10 000Besucher verfolgten den Heimsieg, schließlich

gehört der Sieger zum Stall des Dortmunder Trainers Uwe

Stoltefuß.

Kreissparkasse Bautzen gibt eine halbe Million Euro für Spielplätze in der Region

Selber machen stärkt das Heimatgefühl

Für ihre Bastelarbeiten wurden die Kinder

mit Preisen belohnt.

Foto Sparkasse

„Weil‘s um Kinder geht… die Sparkasse

packt an!“ Unter diesem Motto war im

Februar eine Spielplatzaktionder Kreissparkasse

Bautzen gestartet –und damit

ein in der Öffentlichkeit viel beachteter

Wettbewerb. Die Aufforderung

war eindeutig: Gemeinsam anpacken,

sich einbringen, selbst etwas schaffen

zur Freude vieler Kinder –das sollte

Verbundenheit mit sich bringen und

das Heimatgefühl stärken, so das Ansinnen

des Instituts.

Und viele fühlten sich angesprochen:

Eltern, Großeltern, Erzieher,Vereine,

Kommunen, ortsansässige Handwerker

und Gewerbetreibende. Dies

zeigten die 60 eingegangenen Förderanträge,

berichtet die Sparkasse. Mit einem

geplanten Investitionsvolumen

von insgesamt rund drei Millionen Euro

beabsichtigten die Träger Sanierungen,

Erweiterungen oder Neuanlagen

vonSpielstätten. Das bedeute auch Aufträge

für regionale Firmen.

Nach Ende der Ausschreibungsfrist

am 30. April stand der Jury, bestehend

aus Vertretern des Landratsamtes,

des Schulwesens, der freien Wirtschaft

und der Kreissparkasse, ein hartesStück

Arbeit bevor. „Es war wirklich

schwierig zu entscheiden, denn sehr

viele Bewerber haben die Ausschreibungskriterien

sehr guterfülltund sich

gemeinsam mit Eltern, Kindern und

Partnern viel Mühe bei der Aufbereitung

der Förderanträge gemacht“, sagt

Hans-Jürgen Klein, Jugendamtsleiter

im Landratsamt Bautzen. „Überwältigend

waren auch die zahlreichen gemalten

Bilder, Bastelarbeiten und Modelle

aus Kinderhand, die mit den Bewerbungen

eingereicht wurden“, fügt

Jurymitglied Undine Katzer, Grundschullehrerin

an der Fichteschule in

Bautzen,an.

Jetzt ist die beachtliche Summe

von500 000 Euro,die die Kreissparkasse

Bautzen für Maßnahmen im Zusammenhang

mit Neu-, Aus- und Umgestaltungen

vonKinderspiel- und Sportplätzen

in ihrem Geschäftsgebiet bereitstellt,komplett

vergeben worden. Die in

die Geschäftsstelle am Kornmarkt in

Bautzen eingeladenen Bewerber erhielten

symbolisch ihre Förderbeträge

übergeben. Die am höchsten dotierte

Einzelförderung erhielt mit60000 Euro

die Gemeinde Neukirch. „Am meisten

hat uns die Komplexität, der generationsübergreifende

Gedanke und die Beteiligung

mehrerer Partner des Neukircher

Vorhabens überzeugt“, so Gerald

Iltgen, Jurymitglied und Vorstand der

Kreissparkasse.

Dichtes Gedränge herrschte in der

Hauptstelle der Kreissparkasse Düsseldorf

bei der Eröffnung der Ausstellung

„Best ofzeitgenössisches Kunsthandwerk“:

Handwerkskammer Düsseldorf

und Kreissparkasse hatten zur Vernissage

der gemeinsamen Ausstellung in

die Kasernenstraße 69 eingeladen.

Kammerpräsident ProfessorWolfgang

Schulhoff und Sparkassenvorstand

Johann-Peter Ingenhoven begrüßten

41 Aussteller und gut 300

Kunsthandwerks-Liebhaber. „Handwerk

und Sparkasse verbindenviele Gemeinsamkeiten:

Beide stehen für Solidität,

Kompetenz und Können“, sagte

Ingenhoven. Gerade inder zurückliegendenFinanzkrise

hätten Sparkassen

und Genossenschaftsbanken Mittelstand

und Handwerk besonders unterstützt

und eine Kreditklemme verhindert.

Ingenhoven: „Zwei Drittel aller

Handwerks-Kreditestammen vondeutschenSparkassen.

Wir ermöglichen somit

dem Handwerk, Arbeitsplätze zu erhalten

und neue Fachkräfte auszubilden.

Sie leisten damit einen ganz wichtigen

Beitrag für eine starkeund lebenswerteRegion.

Um so schöner,wenn wir

kreativen Köpfen und Händen mit dieserAusstellung

etwas davon zurückgeben

können.“

Schon die Bezeichnung „Best of“

lässt erahnen, dass es sich um ganz besondere

Künstler handeln muss: Stolz

weisen Handwerkskammer und Kreissparkasse

auf gleich elf Staatspreisträger

unter den Ausstellern hin. Die Exponate

sind so vielfältig wie ihre Materialien:

Leder, Textil, Glas, Stein, Holz, Papier

und Metall sind die Werkstoffe;

Schmuck, Kleidung, Bilder, Möbelstücke,

Vasen und vielesmehr sind die daraus

kunstvoll gefertigtenExponate.

Ein Lobauf die Vernetzung

Auch wenn die Wettquote nicht die beste war –„Sommerabend“

galt schon im Vorfeld des Rennens als klarer Favorit –blieb die

Stimmung gut. Denn längst gilt der Sparkassen-Renntag als

Großereignis für Familien aus der ganzen Region. Sportgeschehen

und Rahmenprogramm faszinierten vornehmlich die Erwachsenen,

während sich die jüngsten der Besucher beim „Knax“-Club

austoben konnten (unser Bild). Und wer genug Vertrauen in seine

Körperbeherrschung setzte, begab sichmit einem von sechs Segways

auf einen Hindernis-Parcours.

Foto Sparkasse

Über eine Zuwendung in Höhe von

52 000 Euro freutesich der Bürgermeister

von Schirgiswalde-Kirschau, Sven

Gabriel. Vondieser Summe profitieren

die Nutzer von fünf Spielplätzen. Die

Stadt Weißenberg erhielt für alle der

vier eingereichten Spielplatzprojekte

einen Zuschlag und damit in Summe

81 000 Euro. Das ist gleichzeitig die

höchste Summe, die an einen Träger

ging. Zudem erhielten weitere 24Bewerber

einen Zuschlag für ihre eingereichten

Projekte.

Aber auch die fleißigen jungen

Künstler, die mit ihren Bildern, Bastelarbeiten

und Modellen die Bewerbungsunterlagen

bereichert und ergänzt

haben,gingen nicht leeraus. Unabhängig

von der Entscheidung der Jury

zum Projektantrag erhielten alle eine

zweckgebundene Spende in Höhe von

je 300 Euro für neues Spielzeug.

Jürgen Bergmann vonder „Kulturinsel

Einsiedel“ gab allen Anwesenden

Tipps zur kindgerechten Geräteauswahl

und Spielplatzgestaltung. DSZ

Kreissparkasse Düsseldorf zeigt ein „Best of“ des zeitgenössischen Kunsthandwerks

Solidität und kompetenz verbinden

Schauen genauer hin: Kammerpräsident

Wolfgang Schulhoff (links) und Vorstand

Johann-Peter Ingenhoven. Foto Sparkasse

„Alle Aussteller sind in der Arbeitsgemeinschaft

des Kunsthandwerks NRW

e.V.organisiert, eineweithin anerkannte

Instanz mit über 220 Kunsthandwerkern

im Bundesland“, erläutert Roos

Arntz-van Doren, eine der Staatspreisträgerinnen.

„Diese Arbeitsgemeinschaft

vernetzt uns untereinander und

ermöglicht es uns, den kunsthandwerklichen

Nachwuchs aufgleichmäßighohem

Niveau auszubilden.“ Informationsveranstaltungen,

Seminare und

Fachvorträge erstklassiger Referenten

böten den Mitgliedern Informationen

aus erster Hand für ein erfolgreiches

Kunsthandwerk –wie man auf dieser

Ausstellung gutsehen könnte. DSZ

kurzmeldungen

Stadtsparkasse münchen zeigt

das leben Hans-Jochen Vogels

Eine Zeitreise durch die jüngere

Geschichte der Bundesrepublik erwartet

die Besucher der Stadtsparkasse

München. In seiner Hauptstelle

zeigt das Institut die Ausstellung

„Hans-Jochen Vogel zum 85.

Geburtstag –Stationen eines politischen

Lebens“. Der in Göttingen

Geborene schloss sein Jurastudium

1951 in München ab. Im gleichen

Jahr trat er in die bayerische

SPD ein. Während seiner zwölfjährigenAmtszeit

als Münchner Oberbürgermeister

entwickeltesich die

bayerische Metropole zu einer modernen

Großstadt. Außerhalb Bayerns

folgte die politische Karriere

als Bundesminister,Bürgermeister

von Berlin, Kanzlerkandidat und

Fraktionsvorsitzender derSPD. Vogel:

„Ich freue mich über die Ausstellung

inder Münchner Stadtsparkasse,

schließlich bin ich seit

62 Jahren ihr Kunde.“

FC Hennef 05 gewinnt Cup

der kreissparkasse köln

FC Hennef 05 heißt der Sieger des

„100pro-Cups“ der Kreissparkasse

Köln. Die D-Junioren aus dem

Rhein-Sieg-Kreis gewannen das

Endspiel im RheinEnergieStadion

gegen die SpVgg Wesseling-Urfeld

mit 2:0. Claus Horstmann, Geschäftsführer

des 1. FC Köln, und

Josef Hastrich, stellvertretender

Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse,

überreichten den Spielführern

die Pokale. Die Sieger erwartet

zudem ein Teamessen im

Stadionrestaurant „12. Mann“ sowie

eine Führung durch das Rhein-

EnergieStadion.

Braunschweig: landessparkasse

präsentiert malerei in rot

Die Braunschweigische Landessparkasse

hat in der Galerie Dankwardstraße

eine Ausstellung von

Barbara Wedegärtner mit dem Titel

„Die Farbe Rot“ gezeigt. Was

passt besser zur Sparkasse als eine

Braunschweiger Malerin, die die

Farbe Rot liebt und eigens eine

Schau neuer Arbeiten zusammenstellt,

die diesen Farbton transportieren,

dachte sich das präsentierende

Institut. Und wer sich zur

Vernissage etwas Rotes angezogen

hatte, wurde zudem mit einem

kleinenPräsent belohnt.

Sparkasse Bochum gibt

geld für günnigfeld

Die Sparkasse Bochum hat Günnigfeld

bewegt, berichtetdas Institut:

Erst brachte die Betriebssportgemeinschaft

Nordic Walking

Groß und Klein beim Lauf rund

um den Bochumer Stadtteil auf die

Beine. Jetzt spendete sie den monetären

Erlös in Höhe von1000 Euro.

Über jeweils 250 Euro freuen

sich der evangelische Kindergarten

Günnigfeld, der katholische

Kindergarten Herz Mariä, der Verein

„Helfende Hände“ und die Fußball-Jugendabteilung

vom VfB

Günnigfeld.

Sparkasse langen-Seligenstadt

im Austausch mit Ackermann

Nachdem der Vorstandsvorsitzende

der Deutschen Bank, Josef

Ackermann, im Frühjahr 2010 einer

Einladung der Sparkasse Langen-Seligenstadt

zu einer Sitzung

desVerwaltungsrates gefolgt war,

hatte erzueinem Gegenbesuch in

die Deutsche Bank nach Frankfurt

eingeladen. Nach einer Besichtigung

des renovierten Deutsche

Bank-Gebäudes tagte der Verwaltungsrat

der Sparkasse unter Teilnahme

von Ackermann. Schwerpunkt

des Meinungsaustausches

war die Finanzwirtschaft nach der

Krise. Angesprochen wurden auch

weitere finanzpolitische Themen,

wie die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen

gemäß Basel III

und die Bankenabgabe. Eine Fortsetzung

der Treffen, so dasInstitut,

ist vorgesehen.

DSZ


8 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

sparkassen

Sparkasse Stadtlohn

Thema erbschaft

ein Forum geben

Talentshow begeistert Jury und Publikum

Eine Talentshow stand im Mittelpunkt beim „Knax“-Fest der Sparkasse Niederlausitz in

der Spreewaldstadt Lübbenau. Fünf Darbietungen kleiner Künstler hatten es vor das Publikum

des Shoppingcenters „Kolosseum“ geschafft. Eine dreiköpfige Jury vergab den

Hauptpreis, während das Publikum separat seinen Liebling küren durfte. Dabei sei die

Entscheidung keinesfalls leicht gefallen, berichtet das Institut, denn alle auftretenden

Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren zeigten sich „von der allerbesten Seite“. Ob Tanz,

Gesang oder Instrumentalstück –die Auftrittekonnten sich hören und sehen lassen.

S-Consit trennt sich von Sparkasse Holstein

Tochter wirdselbstständig

Die S-Consit, Lösungsanbieterin zu den

Themen Revision, Risikomanagement,

Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance,wirdselbstständig.

Sie ging im Jahr 2003 aus dem

„Kompetenzcenter für IT-Revision“ der

Sparkasse Stormarn hervor und war

bisher eine Tochter der Sparkasse Holstein.

Die S-Consit ist für über 100 Sparkassen

bundesweit als Partnerin tätig

und unterhält Dependancen in Bad

Homburg (seit 2007) und in Stuttgart

(seit 2010). Auch Sparkassenverbände,

die Deutsche Leasing AG und der Deutsche

Sparkassenverlag gehören zu ihrenKunden.

Geschäftsführer Peter Bollmann

geht mit der S-Consit den Schritt in die

Unabhängigkeit, indem er die Anteile

der S-Consit vonder Sparkasse Holstein

übernimmt, die weiter eine gute Kundin

bleiben will.

DSZ

Das Herz des Publikums eroberte schließlich das singende und tanzende Duo „Die Flieger“.

Den Hauptpreis der Jury nahmen die zehn Mädchen der Jazz-Dance-Gruppe

„Rebels feet“ entgegen. Und da junge Talente auch gern etwas Neues lernen, lud die

Sparkassenmitarbeiterin und begeisterte Street-Dance-Performerin Jenny Reichert alle

interessierten Kinder direkt nach der Show zu einem öffentlichen Tanzworkshop ein. Eine

Neuauflage der Talentshow im nächsten Jahr,sodie Sparkasse, sei nichtausgeschlossen.

Fotos Sparkasse

Sparkasse Ulm weiht neue Geschäftsstelle ein

Holzbau bleibt passiv

Eine neue Sparkasse für die – laut

Homepage –„schönste Gemeinde Baden-Württembergs“:

Die SparkasseUlm

hat ihre neue Geschäftsstelle in Oberstadion

eingeweiht.

Vorstandsvorsitzender Manfred

Oster und Stellvertreter Guido Steeb

übergaben die Geschäftsräume dem

Munderkinger Filialdirektor Josef

Fischer und der Geschäftsstellenleiterin

Simone Kley. Auf einem Grundstück

in der Ortsmitte ist eine moderne einstöckige

Geschäftsstelle in ökologischer

Holzbauweise nach dem Passivhausstandard

mit Wärmepumpe-Heizung

entstanden, berichtet das Institut. Bisher

war die Sparkassenfiliale in angemieteten

Räumen untergebracht. Aufgrund

der gestiegenen Anforderungen

habe sich die Sparkasse für den Neubau

entschieden, der über eine Nutzfläche

von72Quadratmetern verfügt. DSZ

Von hohem Interesse für alle Altersklassen

sei das Thema „Erben und Vererben“

–das habe das Kundenforum

der Sparkasse Stadtlohn gezeigt, berichtet

das Institut. Der Publikumsraum

war bis auf den letzten Platz besetzt.

Vorstandsmitglied Klaus Stachowski

machte inseinen Begrüßungsworten

auf das stetig steigende Volumen des

vererbten Vermögens und mögliche

Konfliktemit dem Erbe aufmerksam.

Rechtsanwalt Christian Rolvering

stellte unterschiedliche Formen von

Testamenten und Erbverträgen vor. Er

gab den Sparkassenkunden Empfehlungen

zur Nachlassregelung, die in aller

Regel mit professionellerBegleitung

erfolgen sollte. Da viele Menschen eine

Hemmschwelle beim Thema Testament

hätten, zitierteder Anwalt seinen Lehrmeister

mit der Aussage: „Ein Testament

zuverfassen bedeutet nicht, früher

sterben zu müssen.“

Finanzexperte Stefan Boneß berichtete

von einer steueroptimierten

Kapitalanlage, einem Gemeinschaftsprodukt

der Verbundpartner Deka und

Provinzial: Die Fonds-RenteVariopunkte

mit großer Flexibilität, steuerlichen

Vorteilen und ihrer Übertragbarkeit.

ZurEntspannung der interessiertenZuhörer

trat der Kabarettist Christoph

Brüske auf die Bühne, der mit rheinischer

Frohnatur internationale Politik

und lokale Themen aufs Korn nahm.

Die Sparkasse Stadtlohn berichtet von

„zahlreichen positiven Rückmeldungen“

aufden Abend.

DSZ

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Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg informiert

existenzgründungam

Beispiel der Imbissbude

FULL REPLICATION ETFs

1:1 unddochgewonnen

Wie plane ich meine Finanzen realistisch?

Welche Fördermittelgibt es? Wie

bereite ich mich optimal auf das Bankgespräch

vor? Dies sind nur einige der

Kernfragen, die sich jeder künftigeExistenzgründer

stellen sollte. Eine Hilfestellung

zur Finanzierungvon Existenzgründungen

hat jetzt ein Vortragsabend

in der Kundenhalle der Kreissparkasse

München Starnberg Ebersberggegeben,

zu dem rund 150 interessierteBesucher

erschienen sind.

Der Vortrag war Teil der Initiative

„StartUp München 2011“, die Gründer

an fünf Abenden auf dem Weg indie

Selbstständigkeit unterstützen will und

dabei Praxistipps gibt. Das Gemeinschaftsprojekt

der Kreissparkasse München

Starnberg Ebersberg, der Stadtsparkasse

München, des Münchner Referats

für Arbeit und Wirtschaft sowie

der IHK München und lokaler Wirtschaftsverbände

soll außerdem den

Austausch mit Experten und Gleichgesinntenfördern.

Existenzgründer sind wichtig für

ihren Standort und die Region, schaffen

sie doch nicht nur Innovationen, sondern

auch Arbeitsplätze. Bevor ambitionierte

Unternehmer mit einer Idee

durchstarten, gilt es jedoch, die Finanzierunginallen

Schrittendurchzuspielen.

Thomas Rupp, Unternehmenskundenbetreuer

der Kreissparkasse München

Starnberg Ebersberg, widmete

sich in seinem Vortrag dem „Finanzund

Liquiditätsplan“ und mahnte dessen

entscheidende Rolle an. „Ein Großteil

aller Unternehmensinsolvenzen,

vor allem in den ersten fünf Jahren,

geht aufLiquiditätsschwierigkeiten zurück“,

so der Finanzexperte der Kreissparkasse.

Anschaulich verdeutlichte

er am einfachen Beispiel einer Imbissbude

Aspekte wie die Umsatz- und Ertragsvorschau

und ging auf häufige

Schwierigkeiten bei der Planung sowie

die Kennzeichen besonders erfolgreicher

Konzepteein.

Unterschiedliche Möglichkeiten

der Finanzierung erläuterte Oliver

Grünwald vonder Stadtsparkasse München.Nützliche

Informationen zu Zinssätzen,

Sicherheiten und Tilgungsmodalitäten

rundeten seinen Vortrag ab.

Zahlreiche Teilnehmerfragen im Anschluss

bewiesen, dass die Vortragenden

mit ihren Themen den Nerv der angehenden

Unternehmer getroffen hätten,

so die Kreissparkasse München

StarnbergEbersberg. Gelegenheit, auch

individuelleFragen zu besprechenund

das eigene Netzwerk zu erweitern, bot

der abschließende Stehimbiss. DSZ

Zweite Ausschüttung des Sparkassen-Sportfonds Hannover

startschussfür 47 projekte

Minimaler Tracking-Error, minimale Gebühren: Durch vollständige

Indexabbildung auf Basis der original Wertpapiere sparen ETFs

von ETFlab anKosten und Risiken –nicht an Renditechancen.

+49 (0)89 327 29-33 33 TYPE ETFL

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Wertarbeit für Ihr Geld.

Durch die Abbildung eines ganzen Index weisen ETFs eine breite Risikostreuung auf. Gleichwohl sind auch ETFs mit einem gewissen Anlagerisiko

behaftet. Anleger sollten sich bei Zeichnung und Kauf von Fondsanteilen bewusst sein, dass bei negativer Indexentwicklung die Rückzahlung unter

dem Wert des eingesetzten Kapitals liegen kann.

Zum zweiten Mal hat der im vergangenen

Jahr gegründeteSparkassen-Sportfonds

Hannoverjetzt Fördergelder ausgeschüttet.

Die Sportvereine inHannoverund

der Regionhatten sich bis zum

31. März mit insgesamt 139 Projekten

für eineZuwendungbeworben. „Um die

Zukunft der Sportvereine müssen wir

uns keine Sorgen machen“, so Heinrich

Jagau, stellvertretenderVorstandsvorsitzender

der Sparkasse Hannover, „in

denen steckt viel kreatives Potenzial.“

Die offizielle Jury, bestehend aus

Vertretern der Sparkasse Hannoversowie

des Regions- und Stadtsportbundes,

wählte 47Projekte aus, die mit einer

Fördersumme voninsgesamt 45 130

Euro unterstützt werden. Dabei begeisterten

etwa die zweitägigen Handball-

Camps der Turnerschaft Großburgwedel,

die unter dem Motto „Training-

Spiel-Gemeinschaft –Handball in der

TSG“ Nachwuchsmitglieder werben

wollen. Auch die zehn Golf-Stipendien

für finanziell benachteiligte Jugendliche,

die der Golfclub Hannoverauslobt,

werden finanziell unterstützt.

Der Sparkassen-Sportfonds ist auf

fünf Jahreausgerichtet. Unter dem Motto

„Fit für die Zukunft“ unterstützt die

Sparkasse Hannoverseit April2010 zukunftsweisende

und nachhaltige Projekteaus

dem Sport in der Stadtund der

Region mit einem neuen Fördermodell.

Es werden grundsätzlich Bewerbungen

von jedem eingetragenen und gemeinnützigenVerein

aus Stadt und Region

Hannover angenommen, der Mitglied

im Landessportbund Niedersachsen

ist.

Erforderlich für die Teilnahme ist

ein nachhaltiges Projekt aus vier Themenfeldern.

Dazu zählen die Bereiche

Jugend-, Gesundheits- und Behindertensport

und die Talentförderung für

Nachwuchssportler und Mannschaften

mit Zukunftspotenzial. ImNovember

wird die zweite Hälfte des jährlichen

Förderbetrags von 100 000 Euro zugeteilt.

DSZ


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

sParKassen

9

Erster Frauentag der Sparkasse Südliche Weinstraße

alltag im spagat

Geballte Frauenpower informierte und unterhieltdie

Gäste.

Foto Sparkasse

Am 8. März hat sich der Internationale

Weltfrauentag zum 100. Mal gejährt.

Grund genug für die Sparkasse Südliche

Weinstraße, diesenbesonderen Tag

gemeinsam mit ihren Kundinnen im

Alten Kaufhaus, einem Kulturzentrum

in der Altstadt von Landau, nachzufeiern.

Ob der Spagat zwischen Beruf und

Familie, die berufliche Selbstständigkeit

oder die passende Altersvorsorge –

der erste Frauentag der Sparkasse sollte

ein interessantes, kurzweiliges und

vor allem abwechslungsreiches Programm

bieten, so das Ziel des Instituts.

Dagmar Schmidt, Regionaldirektorin

für den Bereich Landau, führte als Moderatorin

durch die Veranstaltung,

während Stargast AliceHoffmann –alias

Vanessa Backes alias Hilde Becker –

gebucht worden war, ummit komödiantischen

Einlagen für Auflockerung

und Abwechslung zu sorgen.

Als Referentinnenkonnte die Sparkasse

zwei Kundinnen gewinnen, welche

den Gästen einen persönlichen Einblick

in ihr Berufs- und Privatleben gewährten.

Friseurmeisterin SilkeJordan

vom Salon „Am Kurpark“ in Bad Bergzabern

berichteteüber ihren Wegindie

Selbstständigkeit, welche Hürden es zu

überwinden galt und wie sie es schafft,

Familie, Haushalt und Geschäft unter

einen Hut zu bekommen.

Pharmareferentin Kerstin Reuter

aus Klingenmünster erzählte, wie hart

sie für ihreTeilzeitstelle kämpfen musste,

wie sie von anderen Müttern begutachtet

wurde, als sie im schicken Kostüm

im Kindergarten erschien, und warumElternzeit

für Männer in vielen Betrieben

noch immer ein kritisches Thema

ist.

Heuteanmorgen denken

Versicherungsexpertin Silke Neufeld

lud alle Besucherinnen zueinem persönlichenBeratungsgespräch

in die Geschäftsstelle

ein. Sie betonte, wie wichtig

es gerade für Frauen sei, heuteschon

an morgen zu denken. Zum Abschluss

des VormittagesschlüpfteKabarettistin

Hoffmann in die Rolle einer verlassenen

Ehefrau. Mit Witz und Charme berichtete

sie über ihren Kampf mit Stilberatung

und der Brigitte-Diät. „Ich habe

seltensoviel gelacht und gleichzeitig

soviel Interessantes erfahren“, zitiert

die Sparkasse Südliche Weinstraße eine

Besucherin beim abschließenden Sektempfang.

DSZ

Repräsentative Umfrage der Berliner Sparkasse

Geld macht reiselustig

Schüler Nikita Polin macht während der öffentlichen Kostprobe des Theaterstücks „Die

Vögel“ das Foyerder Sparkasse Bochum zu seiner Bühne.

Foto Sparkasse

spielerisches Marketing

Vier junge Teilnehmer des Schauspielhaus-Projekts

„Schulen in Bewegung“

haben vor Kunden und Besuchern im

historischen Foyer der Sparkasse Bochum

Ausschnitte aus dem Stück „Die

Vögel“ vonAristophanes gezeigt.

Schon zweimal waren Straßen-Artisten

der „Urbanatix“-Crew auf Händen,

Füßen und Rädern durch die Kundenhalle

der Sparkasse geturnt. „Weil

diese Live-Acts im laufenden Betrieb

bei Kunden und Mitarbeitern so gutankamen,

entstand die Idee, der Kulturszene

mit öffentlichen Kostproben hier

im Haus eine Bühne zugeben“, erklärt

AnnetteAdameit, Leiterin Kommunikation.

Diesmal war das FoyerKulisse für

ein Projekt, das von der Sparkasse Bochum

unterstützt wird. Es hat 80 Schüler

aller Schulformen zusammengebracht,

die kunstsparten- und kulturübergreifend

unter Anleitung von Mitarbeitern

des Schauspielhauses kreative

Ausdrucksformen und Arbeitstechniken

erprobten. Am 28. Juni hat das

gemeinsam erarbeitete Stück „Die Vögel“

dann in den Bochumer Kammerspielen

Premiere.

DSZ

Personalien

Universität Freiburgverleiht

ehrensenatorwürde an Horst Kary

In feierlichem Rahmen und in Anwesenheit

zahlreicher Repräsentanten

aus Wissenschaft, Wirtschaft,

Verwaltung und dem öffentlichen

Leben ist dem Vorstandsvorsitzenden

der Sparkasse

Freiburg-Nördlicher Breisgau,

Horst Kary, die Ehrensenatorwürde

der Albert-Ludwigs-Universität

Freiburgverliehen worden. Die Ehrensenatorwürde

– die höchste

Auszeichnung der Universität –erhalten

Personen für ihr Engagement

und die Unterstützung der

Bildungseinrichtung. In der Aula

der Universität bezeichnete der

Rektor, der Germanist Professor

Hans-Jochen Schiewer,Kary als einen

„Vollblutbanker“, der immer

mit offenen Armen aufdie Universität

zugegangen sei und dessen

persönliches Anliegen es gewesen

sei, Wissenschaft und Stadt einander

näherzubringen. „Neugierig

und schnell“ habe Kary sich der

Förderung verschiedener Projekte

der Hochschule zugewandt. Schiewer

erinnerte etwa an die Unterstützung

des Wissenschaftsmarktes

und verschiedener Sportveranstaltungen

durch die Sparkasse

und an Karys Engagement für die

Feierlichkeiten zum 550-jährigen

Bestehender Universitätsowie für

die Internationalen Umwelttage.

Auch die einzelnenFakultäten hättendavon

profitiert, dass Horst Kary

ein offenes Ohr für sie gehabt

habe. Kary bedankte sich für die

„besonderen Ehre“, die ihm zuteil

geworden sei.

DSZ

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Blick auf den Flughafen Tegel: 44 Prozent

der Urlauber nutzen den Flieger. Foto dpa

Die Berliner sind wieder reiselustiger,

die verbesserte wirtschaftliche Lage

macht‘s möglich. 52 Prozent der Berliner

planen in den Sommermonaten eine

Urlaubsreise, vorzwei Jahren waren

es noch zehn Prozent weniger, das belegt

eine repräsentative Umfrage der

Berliner Sparkasse.

Noch nicht einmal die drastisch gestiegenen

Treibstoffpreise ändern daran

etwas: 44 Prozent der Befragten wollen

weiterhin mit dem Flugzeug, 36 Prozent

mit dem eigenen Auto verreisen.

Lediglich 16 Prozent steigen auf die

Bahn um.

Reiseziel Nummer eins bleibt

Deutschland, mehr alsjeder dritte Sommerurlauber

wird seinen Urlaub zwischen

Alpen und Ostsee verbringen. Besonders

heimatverbunden sind Berliner

aus dem Ostteil der Stadt (45 Prozent)

sowieRentner und Pensionäre (48

Prozent). Auf dem zweiten Platz liegen

Fernziele und Spanien mit jeweils zwölf

Prozent gleichauf.

Und wie sieht das Reisebudget der

Berliner aus? Durchschnittlich 1140 Euro

haben sie für eigene Urlaubsausgaben

zur Verfügung. Mit 790 Euro müssen

die 18- bis 29-Jährigen am knappsten

kalkulieren. Deutlich besser gefüllt

ist die Reisekasse bei den über 50-Jährigen.

Sie wollen durchschnittlich 1400

Euro ausgeben.

59 Prozent der Befragten sparen

für ihren Urlaub, der Rest bestreitet die

schönste Zeit des Jahres aus den laufenden

Einkünften. Bargeld steht für

drei Viertel der Berliner als Zahlungsmittel

am Urlaubsort mit Abstand an

erster Stelle, gefolgt von ec-Karten (39

Prozent). Ihre Kreditkarte wollen 28

Prozent nutzen.

Die info GmbH hatte imAuftrag

der Berliner Sparkasse im Mai mehr als

1000 Berliner zu ihrem Reiseverhalten

in den Sommermonatenbefragt. DSZ

Das volleProgramm: dieneuen Fachmedienverzeichnissedes

DeutschenSparkassenverlages

Die PDF-Versionen

dieser Verzeichnisse

finden Sie

im Info-Service

Betrieb/Angebotsprospekte.

Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen baut um

Markanten akzent setzen

Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

hat die Pläne für den Umbau ihrer

Hauptstelle in Esslingen vorgestellt.

Neu gestaltet werden insbesondere die

Kundenhalle und die Fassade des Bankgebäudes

in der Bahnhofstraße.

Das angrenzende denkmalgeschützte

Eckhaus „Falken“ wird ebenfalls

in die planerischen Überlegungen

einbezogen. „Damit bietet dieser Umbaudie

Chance, Tradition und Moderne

zu kombinieren und in attraktiver Innenstadtlage

einen städtebaulich markanten

Akzent zu setzen“, so Vorstandsvorsitzender

Franz Scholz.

Die Kreissparkasse habe in ihrer

Esslinger Zentrale bislang nur selektiv

notwendige Renovierungsarbeiten im

Inneren des Gebäudes vornehmen lassen,

nicht dagegen imAußenbereich.

Die Hauptstelle besteht auszwei Gebäudeteilen:dem

1974erbauten Teil Bahnhofstraße

und dem 1993 entstandenen

KomplexAmKronenhof. „Unsere Überlegungen,

die Kundenhalle neu zu gestalten,

reichen bereits einige Jahrezurück.

Jetzt bietet sich die Möglichkeit,

dieses für die Wahrnehmung der Kreissparkasse

in der Öffentlichkeit wichtige

Bauwerkzumodernisieren und künftigen

Erfordernissen anzupassen“, sagt

Scholz. Der Erwerb des historischen

Eckhauses „Falken“ ermögliche nunein

sinnvolles Gesamtkonzept.

Bis die Detailplanung abgeschlossen

ist, werden noch einige Monatevergehen.

Der Grund: Essind noch Fragen

der bankinternen Organisation und

energetischen Ertüchtigung des Gebäudes

zu klären. Mit dem Beginn der Umbauarbeiten

rechnet Scholz nicht vor

Mitte 2012. Die Bauzeit wird etwa zwei

Jahre betragen. Das genaue Investitionsvolumen

steht noch nicht fest, eine

vorläufige Rechnung geht von rund 15

Millionen Euro aus.

DSZ

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10 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

vERmischTEs

blick

In der Journaille wurde

in dieser Woche viel gerätselt.

Etwa über die Gründe für das

offensichtliche Missverständnis zwischen

dem Bundestrainer und seinem

ehedem besten Schüler.

Jogi, so viel scheint wenigstens

klar, wollte Schluss machen, während

sich Micha eine endgültige Trennung

nach so vielen gemeinsamen Jahren

nicht vorstellen konnte. Nur zu

verständlich ist es da, dass Jogi den

Schlussstrich möglicherweise so

schonend herausdruckste, dass Micha

ihn als ein bestärkendes „Das wird

schon wieder!“ empfunden haben

könnte.

Sicherlich wäreesbesser gewesen,

wenn derBundestrainer frühzeitig mit

der ganzen Wahrheit herausgerückt

wäre. Dass ereinen anderen hat (Sami

Khedira); dass er für eine gemeinsame

Zukunft (EM 2012) keine Chance mehr

sieht; und dass sein Respekt vor ihm

viel zu groß ist, als dass er ihn betrügen

könnte. Auch so wäreesfür Micha hart

geworden, aber immerhin hätte ergewusst,

dass er Jogi für immer verloren

hat. An einenJüngeren.

Das ist natürlich doppelt schmerzlich.

Denn die Bemühungen Ballacks,

sein Alter zu vertuschen, zeigen nurzu

deutlich, dass er nicht gehen wollte.

Sogar Sport machte er und betrieb

überdies so viel Gesichtspflege, dass

mancher Fan Per Mertesacker für

deutlich älter hielt. Das alles aber war

umsonst, die Zusatzschichten im Fitnessstudio

genauso wie der wöchentliche

Gang zum Coiffeur. Michael Ballack

ist Opfer eines Jugendwahns geworden,

der 34­Jährige zu Rentnern

macht (wie schon länger in Griechenland).

Dann soll der Jogi doch glücklich

werden mitseinem Sami.Erwirdschon

sehen, was er davon hat, denn aufVerlässlichkeitkann

man bei einemsojungen

Spund ja nicht hoffen. Gut möglich,

dass er den Mourinho irgendwann besser

findet als den Bundestrainer und

sich zu Länderspielen gar nicht mehr

einladen lässt (wie Bernd Schuster).

Aber dann ist es zu spät.

RObERT REUTER

Sparkassenkollegen holten sich Tippsvom Meisterkoch

Dass sie auch außerhalb der Sparkasse Mainfranken Würzburg

ein tolles Team sind, demonstrierten die Kollegen des Instituts bei

einem Kochkurs. Mit Unterstützung von Meisterkoch Dieter Müller

zauberten sie ein leckeres Menü. Ein Weingut aus der Region liefertedazu

den passenden Wein. Die Hobbyköche waren sich einig,

dassdies ein gelungenerAbend war.

Foto Sparkasse

Bayerns bester Lehrgangsteilnehmer kommt von der Sparkasse Niederbayern-Mitte

Fachwissen und praktisches Rüstzeug erlangt

Zu einem hervorragenden ersten Platz

unter allen bayerischen Absolventen

des Kundenberaterlehrgangs an der

Sparkassenakademie in Bayern konnte

Vorstandsvorsitzender Walter Strohmaier

vonder Sparkasse Niederbayern­

Mittebeglückwünschen: Alexander Gebert

schaffte mit einem Ergebnis von

1,25 den Erfolg. Einen ebenfalls ausgezeichneten

fünften Platz in der Rangfolge

belegte Kundenberaterin Antonia

Widbiller. Zueiner Feierstunde mit

Zeugnisübergabe gegrüßte Strohmaier

auch den Vorsitzenden des Personalrats,

Robert Elsberger und die Beauftragte

für Aus­ und Weiterbildung, Maria

Hofbauer. Strohmaier zeigte sich

sehr erfreut über diese Spitzenplätze

unter den bayerischen Sparkassen. Der

Kundenberaterlehrgang mit den Ziel

Sparkassenfachwirt/in sei eine der

wichtigsten grundlegenden Bausteine

für alle Berater der Sparkasse. Die Kundenberater

Gebert und Widbiller hätten

bereits während ihrer Ausbildungen

mit Bestleistungen geglänzt.

Gebert und Widbiller haben sich

laut Sparkasse im Rahmen des Lehrgangs

umfangreiches theoretisches

Fachwissen und in den vielen Beratungstrainings

das nötige praktische

Rüstzeug für gute Kundenberatungen

angeeignet.

DSZ

Sieg über Beamtenbund

spielerische

Qualität

Die Gut-Mannschaft des Deutschen

Sparkassen- und Giroverbandes

(DSGV) hat im Fußball mit 12:2 gegen

den Deutschen Beamtenbund gewonnen.

In einem fairen Spiel habe es das

Gut.­Team geschafft, konstant fast

über die volle Spielzeit seine spielerische

Qualität zu zeigen. Anders als in

den letzten Partien konnte laut Gut.­

Team in diesem Spiel bereits nach wenigen

Minuten die wichtige 1:0­Führung

durch Andreas Dittmer erzielt

werden.Robert Fahr legtezum 2:0 nach

20 Minuten nach. Der Beamtenbunderzielte

dann den Anschlusstreffer. In der

Folge hatte esdas Gut­Team Clemens

Bautsch im Torzuverdanken, dass kein

Ausgleich fiel. Kurz vor der Halbzeitpause

verwandelte dann Reinhold Rickes

einen Hand­Neunmeter sicher

zum 3:1 Pausenstand.

Immermehr

Freiräume gelassen

In der zweiten Halbzeit konnte laut

Gut.­Team durch Neuzugang Martin

Diller gleich auf4:1 erhöht werden. Die

Beamten hätten den DSGV­Spielernimmer

mehr Freiräume gelassen. Die Gut.­

Mannschaft konnte diese mit spielerischer

Eleganz fortan mit Toren imMinutentakt

krönen. Im gesamten Spiel

erzielten Rickes fünf, Dittmer zwei,

Diller zwei, Fahr, Bautsch und Jürgen

Steven je ein Tor. LediglichDanielKendzia,

der unermüdlich auf der rechten

Außenbahn laufstark die Räume des

Gegners begrenzte, erzieltekeinen Treffer.

Mit dem Beamtenbund hat das

DSGV­Team ein Rückspiel für den kommenden

Herbst vereinbart. Nun stehe

als nächstegroße Herausforderungdas

Spiel gegendie britischeBotschaftsauswahl

am 5. Juli an.

DSZ

Mit Herzblut und Beharrlichkeit hat ilse

Ewert (Foto) die Interessen vonmehr

als 900 Mitarbeitern vertreten. So heißt

es in der Sparkasse Offenburg/Ortenau,

die Ewert kürzlich nach 44 Berufsjahren

indie Ruhephase ihrer Altersteilzeit

verabschiedet hat. Während der

Feier zeichneteVorstandsvorsitzender

Helmut Becker in seiner Laudatioden

Werdegang der scheidenden Personalratsvorsitzenden

Ewerts nach. EingetretenimJahr

1967 als Angestellteder damaligen

Sparkasse Achern führte sie

der Weg nach einem berufsbegleitenden

Lehrgang zur Bankkauffrau über

die Position als stellvertretende Geschäftsstellenleiterin

bis hin zur Geschäftsstellenleitung.

2000 erfolgte

dann laut Sparkasse Offenburg/Ortenau

ihre eigentliche Berufung: Ewert

wurde zur Personalratsvorsitzenden

gewählt und setztesich ab diesemZeitpunkt

für die Belange der Mitarbeiter

ein. Seit 2002 war sie zudem Mitglied

des Verwaltungsrates.

Becker brachte der scheidenden

Kollegin seine ausdrückliche Wertschätzung

für ihre Arbeit als Personalratsvorsitzende

entgegen. Auch Ewerts

Nachfolger Werner Bürkle lobte das

unermüdliches Engagement, mit dem

Ewert ihrer Arbeit nachging. Sie selbst

dankte dem Personalrat für die jahrelange

sehr gute Zusammenarbeit und

auch dem Vorstand für die konstruktivenGespräche

und Verhandlungen. Sie

freue sich nundarauf, Zeit für ihreHobbyszuhaben,

insbesonderefür das Reisen.


Zum26. Mal veranstaltetedie Sparkasse

Paderborn das Fußballturnier der

Marsberger Betriebssportmannschaften.

In diesem Jahr konnte sich erneut

dasTeam des Unternehmens Wepa den

begehrten Siegerpokal des seit 1985

durchgeführten Traditionsturniers sichern.

Insgesamt standen sich zehn

Teams verschiedener örtlicher Unternehmen,

darunter auch Kollegen der

Sparkasse Paderborn, gegenüber und

kämpften in zwei Fünfer­Gruppen um

Tore und den Turniersieg. Nach 20 torreichen

und spannendenPartien qualifiziertensich

laut Sparkasse diejeweiligen

Gruppensieger und die Zweitplatzierten

für die Halbfinalspiele. Nach

weiteren vier gutklassigen Partien

wER – w O – was

Vorstandsvorsitzender Helmut Becker, Ilse Ewert, stellvertretender VorstandsvorsitzenderHelmut

Kienzle und Personalratsvorsitzender Werner Bürkle (von links). Foto SPK

stand die Platzierung fest: Wepa setzte

sich im Finale gegendie „LWL Kliniken“

mit 2:1 durch. Den dritten Platz erspielte

sich im torreichsten Spiel das Unternehmen

„Centrotec“. Die Mannschaften

der Sparkasse Paderborn erhielt den

siebten Platz. Während des Turniers habe

neben dem Sport auch die Geselligkeit

einen großen Schwerpunkt eingenommen.

Für das leibliche Wohl hat

laut Institut erneut der wohltätige Verein

für Arbeit und Beschäftigung gesorgt.

Somit sei der Erlös ausdieser Veranstaltung

wie bereitsinden Vorjahren

einem gutenZweck zugutegekommen.


Schritt für Schritt aufdie Karriereleiter

–unter diesem Motto informierten 18

Auszubildende des zweiten Lehrjahres

der Sparkasse Mecklenburg­Schwerin

über ihren Beruf. Interessierte Schüler

und Eltern waren in den Sparkassen­

Geschäftsstellen herzlich willkommen.

Die Berufsstarter konnten sich über das

Berufsbild „Bankkaufmann /­frau“und

über den Ablauf von Bewerbungsgesprächen

aus erster Hand informieren.

Die Auszubildenden gaben Tipps rund

um die schriftliche Bewerbung und Einstellungstests.

Die neuen Erkenntnisse konnten

Mutige auch gleich in einem kleinen

Rollenspiel testen. Unter allenTeilnehmern

desTagesder offenen Türwurden

interessanteGewinne verlostund unter

anderem ein Gutschein für professionelle

Bewerbungsfotos. „Wir wollten

mit den Schülerinnen und Schülern ins

Gespräch kommen, Fragen klären und

wichtige Informationen sowie eigene

Erfahrungen weitergeben. Fürdas leibliche

Wohl sorgten wir natürlich auch!“,

sagte Robert Schneidewind,Auszubildender

der Sparkasse Mecklenburg­

Schwerin und Klassensprecher des 2.

Lehrjahres.


Auf insgesamt 835 Jahre Berufszeit

können 28 Mitarbeiter der Kreissparkasse

Böblingen vorweisen. Fürihr hohes

Dienstjubiläum wurden sie kürzlich

von ihrem Arbeitgeber, der Kreissparkasse

Böblingen, geehrt. Neun Mitarbeiter

sind bereits seit 40 Jahren bei

dem Kreditinstitut beschäftigt, 19 Mitarbeiter

feiern ihr 25­jähriges Jubiläum.

Vorstandsvorsitzender Carsten

Claus dankte den Jubilaren auch im

Namen seinerVorstandskollegenfür ihre

langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

„Unser Erfolg gründet

sich aufIhrem Fachwissen, Ihren Erfahrungen

und Ihrer Einsatzbereitschaft“,

sagteClaus.

DSZ

Charity-Radetappenfahrt für Bärenherz Stiftung

Füreinen guten

Zweck strampeln

Die Bärenherz Stiftung fördert und unterstützt

Projekte und Einrichtungen

für unheilbar kranke Kinder, die eine

begrenzte Lebenserwartung haben.

Mitarbeiter der SV SparkassenVersicherung

sehen darin eine gute Sache

undunterstützen das Stiftungs-Engagement

–etwa mit derTeilnahme an

der Bärenherz Charity-Radetappenfahrt

Wiesbaden-Leipzig mit Botschafterin

Ariane Friedrich.

Vor dem Direktionsgebäude der

SV SparkassenVersicherung gab

die neue Bärenherz­Botschafterin,

Hochspringerin Ariane Friedrich,

den Startschuss zur Charity­Mehretappenfahrt

vonWiesbaden nach Leipzig.

Diese Benefiz­Radetappenfahrt ist

laut Stiftung diebislang größte, die das

„Team Bärenherz“ um den ehemaligen

Radrennfahrer und Initiator Klaus­Dieter

Schabbel von der SparkassenVersicherung

bisher veranstaltet hat.

Unter dem Motto„Bärenherz­Wiesbaden

besucht Bärenherz­Leipzig –eine

Charity­Radfahrt für schwerstkranke

Kinder“ ging die Tour in vier Etappen

vonWiesbaden nach Leipzig.Dort fand

innerhalb der Radsportgroßveranstaltung

„Sparkassen neuseen classics –

rund um die Braunkohle“ ein Prominentenrennen

statt, zu dem neben dem

„Team Bärenherz“ auch die zweiteneue

Bärenherz­Botschafterin, Skilangläuferin

und Olympiasiegerin Claudia NystadihreTeilnahmeangekündigthatte.

Bereits bei der 1. Etappe von Wiesbaden

nach Schlüchtern traten bei dem

15­köpfigen Bärenherz­Team einige

prominente Sportler und ehemalige

Radprofis mit in die Pedale. So auch Kai

Hundertmarck, Marko Schlittchen,

Hannes Blank (alle Radfahrer), Cathleen

Großmann, Jenny Mensing und

Alexander Studzinski (alle Schwimmer)

sowie Udo Sprenger, Vizepräsident des

Bundes Deutscher Radfahrer.

Zu seinen Beweggründen, diese

Aktion zu unterstützen, sagte er: „Der

Bund Deutscher Radfahrer mit mir als

Vizepräsident unterstützt die Aktion

vonBärenherz. Ich bin seit über 40 Jahren

mit dem Radsport verbunden und

stelle mich gerne inden Dienst der gutenSache.

Es ist wichtig, dass sich viele

Prominente engagieren, um möglichst

viel Geld für die Arbeit von Bärenherz

zu sammeln.“

In seiner Eröffnungsrede betonte

Rolf Bindhardt, Abteilungsleiter Personalwirtschaft

der SV SparkassenVersicherung:

„Immer wenn sich unsere

Mitarbeiter für soziale Themen engagieren,

ist es dem Unternehmen

wichtig, sie zu unterstützen. Die heutige

Radetappenfahrt ist ein gelebtes

Beispiel dieser bewährten Praxis. Von

unserem Konzept, aufdiese Art Verantwortung

für die Gesellschaft zu

übernehmen, sind wir als SV SparkassenVersicherung

überzeugt.“ Er würdigte

auch das Engagement der vier

Radfahrer­Kollegen umSchabbel, die

„dafür gesorgt haben, dass diese Charity­Radetappenfahrt

für Bärenherz

realisiert werden konnte, die ein gelebtes

Beispiel für soziales Engagement

ist.“

Unter dem Beifall zahlreicher EhrengästestellteKurdirektor

und Bärenherz­Vorstandsmitglied

Henning Wossidlo

Friedrich als neueBärenherz­Botschafterin

offiziell vorund überreichte

ein Buchpräsent im Namen vonFamilienministerinDr.

Kristina Schröder.Diese

ließ ausdem Mutterschaftsurlaub in

ihrer Grußbotschaft die besten Wünsche

andas Team Bärenherz übermitteln,

da sie „ein großer Fan aller Aktionen

ist, und deren Einsatz aufdirektem

Weg den schwerstkranken Hospizkindern

und ihren Familien zugute

kommt.“

Schabbel, Initiator und Organisator

vom Team Bärenherz: „Ich freue

mich immer wieder,wenn wir mit unserem

Team stets aufs Neue viele Sportlerfreunde

und Sponsoren davonüberzeugen

können, sich erstmals oder zum

wiederholten Male für Bärenherz zu engagieren.“

DSZ


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

Frauen-WM

11

Wie sehr sich Frauen in Sachen Fußball emanzipiert haben, zeigt sich am Beispiel Sarah Schrödervon der Kreissparkasse Ahrweiler

Schröder stehttäglich auf dem Platz

Gibt es fünf Jahre nach der Fußball-

Weltmeisterschaft der Männer erneut

ein „Sommermärchen“? Alle Anzeichen

sprechen dafür, wenn am 26. Juni

das Eröffnungsspiel der Frauen-

Weltmeisterschaft 2011 in Berlin angepfiffen

wird. Denn Frauen-Fußball

boomt hierzulande, alle deutschen

Spiele sind ausverkauft.

Wie sehr sich die Frauen in Sachen

Fußball emanzipiert haben,

zeigt sich am Beispiel Sarah

Schröder,Verteidigerin beim Bundesligisten

SC07 Bad Neuenahr und

Auszubildende bei der Kreissparkasse

Ahrweiler.

Der weltgrößte Sportverband,

Deutscher Fußball-Bund (DFB), zählte

bei seiner letzten statistischen Erhebung

über eine Million weiblicher Mitglieder.

Eine davon ist Schröder. Die

heute20-Jährige entdeckteihreLeidenschaft

als „Straßenfußballerin“,wie sie

sagt. Auslöserwar ihr Zwillingsbruder,

mit dessen Clique sie im Kindesalter

die Straßen in Oer-Erkenschwick zum

Fußballplatz umfunktionierte. Mitte

des vergangenen Jahrzehnts gewann

diese Spielerei an Fahrt, denn Schröder

wurde inAuswahlmannschaften berufen:

Auf Kreisebene, aufVerbandsebene

und schließlich imJunioren-Nationalbereich.

„Da warmir klar,dass es immer

professioneller wird.“

Schon mit 16 absolvierte die

Rechtsverteidigerin Spiele inder Bundesliga.

Sie spielte für die SG Wattenscheid

und machte nebenbei den Realschulabschluss.

„Das war damals schon

sehr aufwendig, weil die Fahrt zum Training

40 Minuten dauerte. Ich pendelte

nach der Schule zu den Übungseinheiten,

und wenn ich nach Hause zurückkam,

ging‘s schon zum Schlafen. Zwischendurch

habe ich natürlich auch

noch die Hausaufgaben irgendwie erledigt.“

Anschließend wagte sich Schröder

ans Fachabitur, der Wechsel nach

Vorbild für Kinder und Jugendliche

Sarah Schröder (Bild) ist für die Kreissparkasse Ahrweiler ein Vorbild für vieleKinder und

Jugendliche in der Region. Der Bundesligist SC07 Bad Neuenahr gehört zu den Pionieren

imdeutschen Frauenfußball. Entsprechend lang existiert bereits die Partnerschaft

mit der Kreissparkasse Ahrweiler. Diese legt großen Wert auf die Förderung etablierter

Spielerinnen und Jugendliche im Frauenfußball. So unterstützt das Kreditinstitut unter

anderem die Eliteschule auf dem nahe gelegenen Calvarienberg. Zum Beginndes Schuljahrs2006/07

entstand hier nach dem Modell des amtierenden deutschen MeistersTurbine

Potsdam ein Leistungszentrumfür hoch talentierteFußballerinnen. Das reine Mädchen-Internat,

dem eine Realschule und ein Gymnasiumangeschlossen sind, bietet eine

komplette Wochenbetreuung und einen sehr flexiblen Tagesplan, der sich individuell

dem Trainingsplan des Deutschen Fußball-Bundes anpassen lässt.

Foto Lindner

Bad Neuenahr im Sommer 2009 und die

Möglichkeit einer Ausbildung bei der

Kreissparkasse Ahrweilerbeendetediesen

Abschnitt.

Ihr damaligerTrainerThomas Oblias

animierte die Spielerin zu einem

Wechsel an die Ahr, zumal Schröders

beste Freundin, Abwehrkollegin Julia

Debitzki, ebenfalls aus Wattenscheid

nach Bad Neuenahr wechselte. Seitdem

steht sie täglich sieben Mal pro Woche

aufdem Fußballplatz. „Mein damaliger

Trainer Oblias hatte die Möglichkeit,

noch professioneller trainieren zu können.

Auch wenn ich derzeit wegen der

Ausbildung die morgendlichen Einheitennicht

absolvieren kann, war das ein

weiterer Aspektfür einen Wechsel.“

Werktags verbleiben der 20-Jährigen

zwei Stunden Training –imAnschluss

eines regulären Arbeits- beziehungsweise

Ausbildungstags bei der

Kreissparkasse Ahrweiler. So steht die

1,65 Meter große Spielerin täglich auf

dem Platz. Selbst bei (weiten)Auswärtsspielen

wirdnach der Ankunft vordem

Spiel am Austragungsort trainiert.

Für Lehrgänge und Spiele unter

der Woche bekommt sie von der Kreissparkasse

Sonderurlaub.Trotz der fehlenden

Einheiten aufgrund der Filialtätigkeit

in der ersten Tageshälfte„läuft‘s

ganz gut, ich verliere nicht den Anschluss“,

sagt Schröder. ImGegenteil:

Mit ihren 20 Jahren ist sie eine feste

Größe im Abwehrverbund der Rheinland-Pfälzer.

Der Aufwand, den Schröder betreibt,

entspricht dem Profitum anderer

Sportarten –fernab der Millionengehälterbei

den Fußball-Männern oder weniger

Ausnahmen anderer Sportarten.

VomVerein bekommt sie ein Auto sowie

die Wohnung gestellt und natürlich

wird sie auch finanziell unterstützt.

„Man kann sehr gut leben, ich habe

praktisch keine Ausgaben –aber für die

Zeit nach der Karriere reicht es natürlich

nicht.“ Da erscheint es praktisch,

dass sie eine Ausbildung im Finanzsektor

absolviert. „Dabei war ich anfangs

skeptisch, ich fand dieses Thema langweilig

und wollte eher etwas im handwerklichen

Bereich machen“, blickt

Schröder zurück.

Die Skepsis warschnell verschwunden,

weil die Ausbildung bei der Kreissparkasse

ihrem Naturell entspricht.

„Die Nähe zu Kunden gefällt mir, ebenso

finde ich das Thema Börse und Kredit

spannend.“Sofällt das Fazit nach einemknappen

zweiten Ausbildungsjahr

in der Geschäftsstelle amTelegrafenweg

positiv aus: „Es gefällt mir super,

und es ist auch eine Option für später.“

Ohnehin machen esihr auch die Kunden

leicht. Die Kurstadt ist nicht allzu

groß, so dass die Spielerinnen außerhalb

des Stadions erkannt werden. Erst

recht, wenn sie beruflich in der Öffentlichkeit

wie Schröder stehen. „Montags

werde ich vonvielen Kunden, die mich

kennen, aufdas Spielvom Wochenende

angesprochen.“

In den Blickpunkt rückt verständlicherweise

in diesen Wochen die Weltmeisterschaft.

Beim Eröffnungsspiel in

Berlin wird sie als Zuschauerin dabei

sein. Es handelt sich um eine Einladung

des Fußballverbands Rheinland als Belohnung

für den Gewinn des Länderpokalwettbewerbs.

Weitere (deutsche)

Spiele wird Schröder sicherlich auch

besuchen, da die Vorrunden-Spielorte

Frankfurt und Mönchengladbach gut

zu erreichen sind. Die (mediale) Präsenz

im Vorfeld des Turniers hat schon

seit Wochen zugenommen.

Die Nationalspielerinnen sind bei

zahlreichen Werbepartnern vertreten,

die Berichterstattung nicht nur inder

Fußball-Fachpresse tut ihr Übriges.

Dennoch glaubt Schröder nicht unbedingt

an einen Boom imKlubfußball,

der etwa mit den Männern seit Durchbruch

des Privatfernsehens Anfang der

1990er Jahre vergleichbar ist, als die

Zuschauerzahlen pro Bundesliga-Spiel

von rund 18 000 auf heute 40000 gestiegen

ist. Schröder: „Es wird sehr viel

für die Weltmeisterschaft getan. Aber

ich denke, für die Bundesliga bleibtdas

aus.“

Vielleicht irrt sich die Verteidigerin

wie bei der leichten Skepsis vordem

Ausbildungsbeginn bei der Kreissparkasse

Ahrweiler. Denn wie viele Bundesliga-Spielerinnen

hat sich Schröder

einer Siegener Sportagentur angeschlossen,die

ihreKarriereunterstützt.

Dazu gehört auch die Vermarktung, die

bei einem Durchbruch nach der Weltmeisterschaft

auf Vereinsebene neue

Perspektiven ermöglicht. Apropos Perspektiven:

Zu den Karriereträumen von

Schröder gehört auch ein Engagement

im Ausland. „Schweden oder die USA

reizen mich.“ Das Träumen ist einer

20-Jährigen erlaubt, denn sie hat ja die

Karrierenoch vorsich.

lim

90 Millionen Euro in Sport investiert

Sportengagement

hat vieleFacetten

Sparkassenchef Hans-Werner Tomalak verabschiedetdie Nationalspielerinnen (v.l.): AnnikeKrahn, Simone Laudehr,Uschi Holl, Linda

Bresonik, Sonja Fuss,AlexandraPopp (nicht dabei Inka Grings).

Foto Sparkasse

Sparkasse Duisburg unterstützt den Frauen-Fußball

Strahlkraft über Duisburghinaus

Zu den markantesten Unterstützern

im deutschen Frauen-Fußball gehört

die Sparkasse Duisburg aufgrund ihres

Engagements beim Spitzenverein

FCR Duisburg.

Das Sparkassen-S ist auf dem Trikotdes

Bundesligisten zu sehen.

Entstanden ist diese Partnerschaft

durch eine „Notlage des Vorgängervereins“,

wie Andeas Vanek, Leiter

der Presseabteilung bei der Sparkasse

Duisburg, zurückblickt. FC Rumeln

hieß der Verein, ehedie Umbenennung

zum FCR Duisburg erfolgte. Damit

nahmdie Erfolgsgeschichteihren Lauf.

Die Duisburgerinnen waren bereits

DFB-Pokalsieger und feierten vor

zwei Jahren mit dem Gewinn des Uefa-

Cups (damals gab es noch keine Frauen-

Champions-League) den größten Vereinserfolg.

Im Rückspiel gegen den russischen

Vertreter Perm wurde mit

28 000 Zuschauern ein Besucherrekord

für VereinsspieleinEuropa aufgestellt.

„Unser Engagement für die FCR-

Frauen gehört zum Auftrag der Sparkasse.

Dank der sportlichen Erfolge besitzt

das aber auch Strahlkraft über

Duisburg hinaus“, freut sich Vanek

über den Nutzwert des Sponsorings.

Nicht nurbei den Mitarbeitern sind Eintrittskarten

für den VIP-Raum begehrt,

auch die Kunden zeigen positive Resonanz.

Denn der FCR stammt aus dem

linksrheinischen Stadtgebiet und liegt

damit an der äußersten Peripherie der

knapp 40 Kilometer langen, aber nur

sechs Kilometer breiten Stadt. Vanek:

„DerVerein ist inder Stadt bestens akzeptiert.“

Hilfreich ist seiner Ansicht die gesamteEntwicklung

des Frauenfußballs

in den vergangenen Jahren. Die Strukturen

der Vereine ist nicht mehr vergleichbarmit

früher, jeder Bundesligist

hat mittlerweile einen hauptamtlichen

Geschäftsführer. „Die Entwicklung

zeigt sich auch an banalen Punktenwie

beispielsweise dem Mannschaftsbus:

Bayern München reist mit dem T-Online-Fahrzeug

an, mit dem auch die

Männerfahren“, erklärt Vanek einzelne

Details dieser Entwicklung. Beim FCR

gehört beispielsweise die Strukturierung

im Nachwuchsbereich dazu: Dort

betreibendie Duisburgerinnen mittlerweile

„U10“- beziehungsweise „U8“-

Mannschaften. Diese Professionalisierung

führt dazu, dass „der Frauenfußball

beim Tempo, der Athletik und der

Takti immer mehr zugenommen hat“,

so Vaneks Eindruck.

Für die anstehende Weltmeisterschaft

hat die Sparkasse Aktionen für

ihre Kunden geplant. Beispielsweise

können sie Eintrittskarten für die Weltmeisterschafts-Spiele

inklusivedem Finale

gewinnen. Für die Aktiven ist eine

Trikot-Aktion vorgesehen, bei der komplette

Mannschaftssätze gewonnen

werden können. Damit forciert das Institut

das Interesse am Frauenfußball

für die aktiven Sportlerinnenaber auch

die passiven Anhänger.

lim

Sie haben 2007 das Gold ausdem Reich

der Mitte geholt, nun wollen die Fußballerinnenaus

der National-Elf ihren

Titel verteidigen. Nach USA und China

strebt die Mannschaft nun den Titel-Hattrick

an. So, wie die Spielerinnen

nach dem Anpfiff der Fifa Frauen-

Weltmeisterschaft (WM) 2011 auf ihr

Können setzen werden, so zählt die

Sparkassen-Finanzgruppe auf den

Sport. ImRahmen des gemeinwohlorientierten

Engagements unterstützt

sie den Sport aufvielfältige Weise.

Die Sportförderung sei für die

Sparkassen ein wesentlicherBestandteil

ihres gesellschaftlichen

Engagements, sagt Werner Netzel,

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes

(DSGV) in einem Interview

für die Themenbeilage „Fit für große

Ziele“ dieser Ausgabe der Sparkassen-

Zeitung, die sich ganz dem Thema

Sportförderung widmet. Laut Netzel

wurden allein im vergangenen Jahr

rund 90 Millionen Euro in den Sport investiert.

Als Olympia Partner Deutschland

fördert die Sparkassen-Finanzgruppe

die Olympiamannschaft. Wenn zum

Beispiel Oberwiesenthaler Sportler bei

den letzten drei Olympischen Winterspielen

allein 15 Medaillen holen, ist

dies der Verdienst von Rennrodlern

und Skilangläufern, die von der Sparkasse

Erzgebirge gefördert werden. Mit

der Unterstützung von Olympiastützpunkten

wie Chemnitz/Dresden, Freiburg/Schwarzwald

oder Stuttgart ermöglicht

die Sparkassen-Finanzgruppe

Nachwuchsathleten, Olympiasieger

vonmorgen zu werden. Doch das Engagement

für Olympia geht noch weiter:

Wie der Beilage „Fit für große Ziele“ zu

entnehmen ist, bewerben sich München,

Garmisch-Partenkirchen und

Schönau/Königsee mit Hilfe der Sparkassen-Finanzgruppe

um die Olympischen

und Paralympischen Winterspiele

2018. Am6.Juli wird darüber entscheiden.InKooperation

mit dem Deutschen

Olympischen Sportbund, der

Stiftung Deutsche Sporthilfe und Kultusministerien

der Länder setzt sich die

Sparkassenfamilie seit 1997 auch für

die Eliteschulen des Sports ein, in denen

NachwuchstalenteimVerbundsystem

Schule, Wohnen und Sport gefördert

werden. Neben dem Einsatz für

Olympia und Spitzensportlern von

morgen zählt auch die Unterstützung

des Breitensports zuden Bausteinen

des Sportengagements. Für das Deutsche

Sportabzeichen schnuppern Mitglieder

aus den Sportvereinen Wettkampfatmosphäre,

darunter auch zahlreiche

Sparkassenmitarbeiter. Dem

Flair Olympischer Spiele oder WMs sind

nicht nur Spitzensportler und Nachwuchsathleten

erlegen, sondern auch

Sparkassenmitarbeitern wie Karsten

Schrecke von der Sparkasse Bielefeld.

Der Leiter der Kreditanalyse hat als Volunteer

bereits Erfahrungen bei der

„U20“-WM der Frauen 2010 in Bielefeld

gesammelt und sich erfolgreich als Volunteer

für die Frauen-Fußball-WM

2011 beworben. Am 27. Juni, 3., 6. und

9. Juli wird Schrecke inWolfsburg eingesetzt.

Der Bielefelder freut sich auf

seinen bevorstehenden Einsatz am

WM-Station.

DSZ

Nachwuchstalente werden von den Sparkassen

gefördert.

Foto dpa


12 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

dossier: neue arbeitswelt

Die Zukunft liegt in der Cloud

anwendungen nach bedarf

aus der wolkebeziehen

Spätestens seit der letzten Cebit sehen

sich Unternehmen und Verbraucher

in Sachen IT mit einer omnipräsenten

Botschaft konfrontiert: Die Zukunft

liegt in der Cloud. Werseine IT-Anwendungen

nicht mehr stationär vorhalten

muss, sondern ganz nach Bedarf

aus der Wolke von jedem beliebigen

Arbeitsplatz ausbeziehen kann, spart

Kosten und ist flexibler.

detlev Klage

Finanz informatik

Viele Sparkassen beziehen bereits

ganze Infrastrukturen und virtuelle

Arbeitsplätze als Cloud-

Dienste von der Finanz Informatik. In

Zukunft wirddiese auch Anwendungen

und Prozesse im Sinne eines Cloud-Services-Providers

der Sparkassenorganisation

bereitstellen. Cloud-Computing

ist auf dem besten Wege, die Art und

Weise tief greifend zu verändern, wie

Menschen und Unternehmen sich und

ihre Arbeit organisieren. Das Konzept

klingt einfach, und doch kommt esin

vielen Bereichen einer Revolution

gleich. Konsequent zu Ende gedacht,

bedarf ein Rechner kaum noch eigener

Intelligenz, denn die liegt bei den

Cloud-Dienstleistern.

DieDefinition der Cloud variiert je

nach Anbieter. ImKern geht es jedoch

darum, dass die Anwender-Daten, Anwendungen

oder Rechnerkapazitäten

nicht mehrinfesten Größen einkaufen,

sondern aus dem Internet oder einem

Intranet herausentweder vorabindefiniertenGrößen

zur Mietebeziehen oder

sogar ganz nach Bedarf aufrufen und

verbrauchsabhängig bezahlen.

Viele Unternehmen beziehen bereits

heute einfache Standardanwendungen

wie Mail- und Kalender- Funktionalitäten

oder Textverarbeitungsprogramme

als Cloud-Services. Zu den Vorreitern

des Cloud-Computings gehören

große, meist US-amerikanische Internetkonzerne

wie Google, Amazon oder

eBay, aber auch der Softwarehersteller

Microsoft oder neuerdings der Hardwareanbieter

Apple. Durch die hochgradig

standardisierten Angebote entstehen

immense Kostenvorteile. Allerdings

zu dem Preis, dass die eigenen

Daten auf Server in fernen Ländern

wandern. Dort gelten oft andereGesetzte

als bei uns, und die Informationen

befinden sich in der Hoheit eines fremden

Konzerns, der auch anderen Gesetzgebungen

und Regularien unterliegt.

Daherfällt es oftmals schwer, die

notwendige Transparenz, was mit den

Daten geschieht und wie sicher sie sind,

zu bekommen. Konzepte wie Amazon

Google und Co.sie anbieten, werden unter

dem Oberbegriff „Public Cloud“ zusammengefasst.

Dieser öffentlichen Wolke, die für

alle Internetnutzer nutzbar ist, steht die

sogenannte„PrivateCloud“ gegenüber.

Hier bezieht eine geschlossene Gruppe

vonNutzern IT-Servicesvon einem definierten

Partner über eine hoch sichere

IT-Infrastruktur. In diesem Sinne betreibt

die Finanz Informatik schon

längst Vorstufen einer PrivateCloud bei

den Kernbanksystemen und verbindet

damit Sicherheit mit den Vorteilen der

neuen Technologien.

Die Finanzdienstleistungsbranche

gehört Analysten zufolge zu den Vorreitern

des Cloud-Computings im professionellen

Umfeld. Begründet wird

das durch die Tatsache, dass diese Branche

schon lange stark durch Outsourcing

geprägt ist und mit großen Dienstleistern

zusammenarbeitet, die hohe

Volumina an Daten und Rechenkapazitätauf

sich vereinen. In derSparkassen-

Finanzgruppe übernimmt diese Aufgabe

die Finanz Informatik.

Ein Schlüssel zum Cloud-Computing

ist die sogenannteVirtualisierung.

Durch „virtuelle Maschinen“ werden

dabei nach Bedarf Rechnerkapazitäten

und Infrastrukturen simuliert, die physisch

in dieser Form gar nicht existieren.

Erst dadurch entsteht die ungeheure

Dynamik und Flexibilität, die es

braucht, um für einen extrem großen

Nutzerkreis Kapazitäten schnell, kosteneffizient

und ganz nach Bedarf zur

Verfügung zu stellen. Als Instrument

zur Kostensenkung hat die Finanz Informatik

bereits früh auf Virtualisierung

gesetzt. Dank der Service-Orientierten

Architektur (SOA) von OSPlus

bietet sie zudem bereits seit Jahren ein

verbrauchsorientiertes Abrechnungsmodell

an, das dem Cloud-Ansatz der

„Payper-Use“-Abrechnung sehr nahe

kommt. Damit ist die Infrastruktur der

Finanz-Informatik Cloud-fähig. Das Angebot

wird nun systematisch imSinne

einer PrivateCloud für die Sparkassen-

Finanzgruppe ausgebaut.

Bereits heute beziehen Sparkassen,

die im Rahmen des IT-Service-Angebotes

IT-Infrastrukturen bei der Finanz

Informatik konsolidieren, einzelne

Dienstleistungen aus der Cloud. Es

handelt sich um ein Basisangebot an

standardisierten Diensten, die für alle

Sparkassen gleich sind und individuell

ausgewähltwerden können. Als nächste

Evolutionsstufeist die Bereitstellung

eines weniger komplexen und damit

kostengünstigeren IT-Service 2.0 im

Sinne eines Cloud-Angebots in Arbeit.

Die Private Cloud der nahen Zukunft

wird auch individuelle Anwendungen

und OSPlus-Komponenten beinhalten.

Allerdings folgt die Finanz Informatik

nicht in allem der reinen Lehre

der Cloud. Gemäß dem Grundsatz die

größtmögliche Offenheit der Systeme

zu gewährleisten, stellt sie sicher, dass

sie sich nicht einseitig abhängig voneiner

einzelnen Technologie macht. Damit

wahrt sie sich größtmögliche Flexibilität.

Denn der nächste Innovationssprung

kommt bestimmt. Die Eckpfeiler

der IT-Strategie der Finanz Informatik –

Sicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit

–haben selbstverständlich

auch in der Cloud oberstePriorität.

Das ist nicht trivial, denn während die

Komplexität auf Kundenseite sinkt,

steigt sie für den Betreiber der Cloud erheblich.

Der OSPlus-Arbeitsplatz der Zukunft

kommt aus der Cloud. Weitere

Einsparungen bei größerer Effizienz

werden sich dadurch realisieren lassen.

Jederzeit und von jedem Ort können

Sparkassenmitarbeiter dann bankfachliche

Anwendungen fast wie Strom

ausder Steckdosebeziehen. Und das zu

geringeren Kosten und bei reduzierter

Komplexität.

Mithilfevon Cloud-Computing können große Serverkapazitäten, Software und Netzwerke

genutzt werden –obmit Computer,Laptop oder iPad.

Foto dpa

Sparkasse Meißen bildet Berufsfremde in einer berufsbegleitenden Ausbildung aus

Straffes Programm für den späteren Einsatz im Markt

Seit einigen Jahren ist die Sparkasse

Meißen –wie viele andere Unternehmen

– mit dem Problem konfrontiert,

dass die Gewinnung vonAuszubildenden

und BA-Studenten immer schwieriger

wird, bedauert Rolf Schlagloth,

Vorstandsvorsitzender der Sparkasse

Meißen und Fachvorstand für den Bereich

Personalmanagement.

Schlagloth meint, „dass die Anzahl

der abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse

trotz größter

Anstrengungen von dem derzeit sehr

niedrigen Niveau aus nicht gesteigert

werden kann.“ Dabei bildet die Sparkasse

grundsätzlich nur für den Eigenbedarf

aus –und während in den vergangenenJahren

die acht bis zehn angebotenen

Ausbildungsplätze immer noch

besetzt werden konnten, ist dies der

Sparkasse für das am 1. September startende

Ausbildungsjahr bislang noch

nicht gelungen. „Deshalb hat sich der

Vorstand der Sparkasse Meißen im Jahr

2008 zu einem – aufden ersten Blickungewöhnlichen–Schritt

entschieden“, so

Schlagloth. „Seit dem 1. März 2009 bildet

die Sparkasse Berufsfremde in einer

einjährigen berufsbegleitendenAusbildung

zur/zum Sparkassenkauffrau/

Sparkassenkaufmann aus.“

Hintergrund dieser Entscheidung

war die Beobachtung, dass auf dem Arbeitsmarkt

durchaus Arbeitssuchende

vorhanden sind –diese aber nicht den

Weg zur Sparkasse finden. Über die

Gründe dafür gibt es unterschiedliche

Auffassungen –teilweise mangelnde

Ausbildung, teilweise bereits mehrere

gescheiterte Karrieren, teils einfach

auch nurUnkenntnisüber freie (Ausbildungs-)

Stellen. ImJahr 2008 schaltete

die Sparkasse Meißen dann die erste

Anzeige für ihr Quereinsteiger-Programm.

Auf diese Anzeige meldeten

sich über 100 Interessenten –unter anderem

Verkäuferinnen, Porzellanmaler,

Rettungsassistenten, Meister des Schuhhandwerkes,

Straßenbauer, Juristen,Diplom-Ingenieure,

Restaurantfachkräfte

etc. im Alter von 20bis 55 Jahren. Fragen

wie „Wollten Sie sich schon immer

einmal beruflich verändern?“, „Schlägt

IhrHerz fürden Vertrieb?“, „Haben Sie

Freude amUmgang mit Menschen?“

und „Arbeiten Sie gern zielorientiert in

einem dynamischenTeam?“ hatten die

Bewerber überzeugt, die geboteneChance

nutzen zu wollen.Die erstmals zum 1.

März 2009 gestarteteAusbildung dauert

ein Jahr und ist laut Institut somit deutlich

kürzer als die Ausbildung zur/zum

Bankkauffrau/Bankkaufmann. Außerdem

werden die Quereinsteiger bedarfsgerecht

und stellenbezogen ausgebildet.

Das Ausbildungsprogramm ist dabei

sehr hart. „Die Quereinsteiger erleben

ihre praktische Ausbildung in den

Geschäftsstellen, müssen den Fernstudiengang

Eder Deutschen Sparkassenakademie

absolvieren, nehmen an

14-tägigen Tutorials an Samstagen teil

und werden in der theoretischen Ausbildung

in Zusammenarbeit mit externen

Bildungsträgern und der ostdeutschen

Sparkassenakademie unterstützt“,

skizziert Schlagloth das Programm.

Nur durch dieses sehr straffe

Programm ist es möglich, im kurzen

Ausbildungszeitraum alle für den späteren

Einsatz im Markt erforderlichen

Kenntnisse zuübermitteln. Die Ausbildunginden

Geschäftsstellen wirddabei

von jeweils einem TutorjeQuereinsteiger

unterstützt. Die Markteignung der

Im Fußballländerspiel Deutschland gegenNorwegen schwören sich die deutschen Nationalspielerinnen aufeinander ein. Teamarbeit

gehört nicht nur im Sport, auch in der Ausbildung beim Finanzdienstleister,zum Erfolgsrezept.

Foto dpa

Quereinsteiger wird laut Sparkasse

während der Ausbildung in einem

mehrstufigen AssessmentCenter getestet

–natürlich auch an Samstagen. Mit

den Quereinsteigern wird für den Ausbildungszeitraum

zusätzlich eine sehr

anspruchsvolle Zielvereinbarung abgeschlossen,

über die –neben den eigentlichen

Ausbildungsergebnissen –dann

die Kontrolle des Ausbildungserfolges

erfolgt.

Inhaltlich werden die Quereinsteiger

in allenwichtigenBereichen ausgebildet:

eigene Produkte und Verbundprodukte,

Sparkassen-Finanzkonzept,

Teamtraining, steuerliche Grundlagen,

Wertpapiere, Kundenansprache, Technik,

Telefontraining, Verkaufstraining,

Neukunden- und Empfehlungsgeschäft,

Bausparberater-Lehrgang der Landesbausparkasse.

„Nach erfolgreich bestandener

Abschlussprüfung (auf die

die Quereinsteiger in einem Crash-Kurs

zusätzlich vorbereitet werden) werden

die Quereinsteiger dann in ein Angestelltenverhältnis

bei der Sparkasse

Meißen übernommen“, soSchlagloth.

„Im Jahr 2009 haben wir von elf Quereinsteigern

sechs übernommen, wobei

drei die Ausbildung nicht beendet haben.

2010 haben wir dann vonden acht

erfolgreichen Quereinsteigern sechs

übernommen, die auch heute noch im

Anstellungsverhältnis sind.“ Nach derzeitigem

Sachstand ist die Fortführung

des Quereinsteigerprogramms geplant

–und ab 1. Januar 2012 könnten dann

wieder fünf Teilnehmer eine berufliche

Chance erhalten.

Die Sparkasse Meißen betreut in ihrem

Geschäftsgebiet, dem Landkreis

Meißen, mit derzeit etwa 500 Mitarbeitern

in 32 Geschäfts- und acht Selbstbedienungs-Stellen

etwa 165 000 Kunden.

Bezogen auf die aktuelle Einwohnerzahl

vonetwa 253 000 beträgt der Marktanteil

damit etwa 63 Prozent. DSZ


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

Dossier: neue arbeitswelt

13

Aufbruch in eine Demografie-feste Arbeitswelt

Herausforderung der nächstenJahre

Wir werden älter, und wir werden weniger.

Wie gut wir die Folgen des demografischen

Wandels bewältigen,

wird entscheidend davon abhängen,

wie wir unsereArbeitswelt neu gestalten.

Die große Frage ist: Werleistet die

Arbeit von morgen? Wie können wir

insbesondere die Lücke bei den Fachkräften

schließen?

ursula von Der leyen

Aktuell haben wir keinen flächendeckenden

Fachkräftemangel in

Deutschland, aber Engpässe in

einzelnen Berufen und Regionen. Es

fehlen nicht nurhoch qualifizierteAkademiker,

sondern ebenso sehr Handwerker

und Facharbeiter. Bereits heute

sieht jedes dritte Unternehmen Probleme,

qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Mit dem demografischen Wandel werden

diese Probleme weiter zunehmen.

Wenn wir jetzt nicht gegensteuern,

dann werden wir in 15 Jahren 6,5 Millionen

Arbeitskräfteweniger haben.

Was bedeutet Fachkräftemangel

für eine Volkswirtschaft? Es kommt zur

verstärkten Automatisierung, Unternehmen

setzen notgedrungen auf Maschinen,

wobisher Menschen eingesetzt

waren. Das mindert die Chancen

von Geringqualifizierten. Oder die Unternehmen

investierenweniger,weil sie

bei geringerem Arbeitskräfteangebot in

Deutschland Aufträge nicht mehr annehmen

können. Die Kapitalrendite

sinkt. Weiterhin führt Fachkräftemangel

zur Arbeitsverdichtung, also zu höherenArbeitszeiten

für die, die da sind.

Das konterkariert die Bemühungen um

eine bessere Vereinbarkeit von Beruf

und Familie und schadet vorallem den

Frauen mit Kindern. Das alles wollen

wir nicht.

Deswegen ist der Fachkräftemangel

die Herausforderung der nächsten

Jahre. Wir haben keine Zeit zu verlieren.

Die Ausgangslage ist so günstig,

wie schon lange nicht mehr. Die Wirtschaft

boomt, der Arbeitsmarkt ist topfit.

Die gute Nachricht ist: Wir können

das Fachkräfteangebot erheblich steigern;

wir sind noch nicht am Anschlag.

Vorallem müssen wir den Blick aufdie

Menschen richten, die bislang am Rand

des Arbeitsmarkts standen. Bei der Erwerbsbeteiligung

der Älteren haben wir

Bundesministerin Ursula von der Leyensieht im demografischen Wandel Chancen für die

zukünftige Gesellschaft.

Foto dpa

bereits einige Fortschritte erzielt. Die

Abschaffung der Vorruhestandsregelungen

und die schrittweise Einführung

der Rente mit 67 bis 2029 sind

richtige Schritte. Die Betriebe richten

ihr Augenmerk nun stärker auf die Potenziale

der Älteren –ihr wertvolles Betriebswissen,

ihreErfahrungen und soziale

Kompetenzen. Ebenso setzt bei

den Betrieben ein Umdenken ein, um

Älteremöglichst lange in Arbeit zu halten,

unter anderem mit Maßnahmen

bei der Gesundheitsvorsorge, bei altersgerechten

Arbeitsplätzen, bei der Weiterbildung

für Ältere.

Die Erfolge können sich sehen lassen:

Alleine seit 2005 haben über eine

Million Menschen, die älter als 55 Jahre

sind, neue Arbeit gefunden. Die 60- bis

64-Jährigen, diejenigen also, die zuvor

noch stark die Vorruhestandsregelungen

in Anspruch genommen hatten,

sind in den letzten zehn Jahren die eigentlichen

Gewinner am Arbeitsmarkt.

Die Erwerbsbeteiligung dieser Gruppe

hat sich in dieser Zeit fast verdoppelt.

Das größtekurzfristigerschließbare

Potenzial liegt bei den Frauen:

Deutschland steht mit einer Frauenerwerbsbeteiligung

vonfast 70 Prozent

zwar recht gut da, aber nur 55Prozent

arbeiten Vollzeit. In fast allen anderen

EU-Ländern sind es mehr. Daran lässt

sich etwas ändern. Viele Frauen wollen

Pilotprojekt zur Telearbeit bei der Frankfurter Sparkasse

auchvon Zuhause aus mit

dem arbeitsplatz verbunden

arbeiten oder ihreArbeitszeit erhöhen.

Dazu müssen wir vor allem die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie weiter

verbessern. Die Politik hat hier in den

letzten Jahren die richtigen Schritte

gemacht, angefangen beim Elterngeld,

über den Rechtsanspruch auf einen

Kita-Platz ab 2013 bis hin zu Ganztagsschulprogrammen.

Auch die Wirtschaft

muss das Thema offensiver anpacken:

Inihrem eigenen Interesse

müssen die Unternehmen mehr familiengerechte

Arbeitsplätze bieten. Noch

fehlt es in vielen Betrieben an klugen

Modellen, um die Vereinbarkeit vonBeruf

und Familie, Beruf und Pflege zu

verbessern.

56 Prozent der Abiturienten, die

Hälfte der Hochschulabsolventen sind

weiblich. Aber ihreBildungserfolge finden

sich nicht im Arbeitsmarkt in den

Spitzenpositionen wieder. Gerade einmal

drei Prozent Frauenanteil gibt es

im Vorstand der 200 größten börsennotierten

Konzerne und magere vier Prozent

auf der Anteilseignerseite im Aufsichtsrat,

bei den Aufsichtsratsvorsitzenden

0,03 Prozent. Damit sind wir

hinter Brasilien, China oder Russland.

Der Finanzsektor, der übrigens anders

als die MINT-Berufe (Bereiche Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaft

und Technik), auf mittlerer Ebene keinen

Mangel an Frauen kennt, gibt leider

kein besseres Bild ab: Bei den Banken

und Sparkassen lag der Frauenanteil in

den Vorständen bei 2,9 Prozent, bei den

Versicherungen bei 2,5 Prozent. Inzwischen

ist in kleinen und mittleren Unternehmen

in jedervierten Führungsposition

eine Frau. Es wirdZeit, dass die

großen Konzerne nachziehen und die

gläserne Decke für Frauen auch dort

zerschlagen wird, wo Geld und Macht

zusammenkommen. Wir brauchen hier

in Zukunft handfeste, nachprüfbare

Fortschritte, damit der deutsche Arbeitsmarkt

im Wettbewerb um die Talentenicht

ins Hintertreffen gerät.

Wie wir es auch drehen und wenden:Wir

werden die Lücken nicht allein

mit hiesigen Arbeitskräften schließen

können. Wir brauchen in Mangelberufen

auch gut qualifizierte Fachkräfte

ausdem Ausland. Gefragt sind nicht die

billigsten Arbeiter, sondern die besten

Köpfe. Nur eine Zuwanderung mit genauem

Blickfür die BedarfeamArbeitsmarkt

hilft uns weiter. Esmüssen Menschensein,

diezuuns passen und unsere

Wirtschaft voranbringen.

Viele qualifizierte Arbeitskräfte

ziehen an unserem Land vorbei. Oft

liegt es an der Sprachbarriere Deutsch.

Zu oft haben wir in der Vergangenheit

noch weitere Barrieren errichtet. Wir

müssen in Zukunft um ausländische

Talente gezielt werben und dafür auch

bürokratische Hindernisse für sie beseitigen.

Die gleichen Fragen, die sich

qualifizierte Zuwanderer stellen, stellen

sich auch junge hoch qualifizierte

Menschenaus Deutschland, wenn es zu

entscheiden gilt, ob sie hier im Land

oder anderswo ihren Beruf ausüben

wollen. Ein Arzt oder Ingenieur fragt

sich, ob auch seine Frau hier Karriere

machenkann. Oderobsein Kind in eine

gute Ganztagsschule gehenkann. Nicht

immer fallen die Antworten positiv aus.

Je offener wir für diese Fragen sind,

destostärker profitierenwir auch im Inland

davon.

Sehen wir den demografischen

Wandel als eine treibende Kraft für uns

alle. Werden wir eine Gesellschaft der

neuen Chancen: familienfreundlich, altersgerecht

und weltoffen. Dann wird

unser Land eine gute Zukunft haben.

Die Autorinist Bundesministerinfür Arbeit

und Soziales.

Dossier leseZeiCHen

Zur Zukunft

Es wurde schon viel prophezeit

in Sachen Arbeitsplatz der Zukunft.

Es wurde auch manches

schon realisiert, einiges aber

auch schnell wieder in den Papierkorb

geworfen. (Übrigens:

Der Papierkorb, der hat sich in

all den Jahrzehnten kaum verändert,

selbst das Symbol auf dem

Computerbildschirm ähnelt verdächtig

dem Behältnis aus grauer

Vorzeit.) Das Stichwort Papierkorb

wirdvieleLeser aber sicherlich

auch an eine Prognose

erinnern, die sichzwar jahrelang

gehalten hat, bis heute aber

nicht einmal ansatzweise realisiert

werden konnte. Das papierlose

Büromag nach wie voreine

motivierende Vision sein, in den

meisten Fällen aber eben auch

nicht mehr.

Schon der Blick auf die Themenstellung

der Beiträge auf diesen

Dossier-Seiten zeigt aber auch,

wie unterschiedlich die Sichtweisen

ausfallen. Die Zukunft

der Arbeit muss natürlich eine

Politikerin eine ganz andereGewichtung

erfahren, wie die beim

Praktiker aus der IT-Welt. Und

doch gibt es eine (erfreuliche)

Gemeinsamkeit. Politik und Forschung

kümmern sich neuerdings

noch mehr um die reifere

Generation. Arbeitsplätze der

Zukunft, dasdarf wohl unbestritten

resümiert werden, sind keineswegs

mehr reserviert für

Yuppis und ihreNachkommen.

Dass esein Mitglied der großen

Sparkassen-Familie ist, das eine

komplette Softwarelösung mit

der Bezeichnung „Arbeitsplatz

der Zukunft“ auf den Markt gebracht

hat, spricht für die spürbare

Innovationsfreude in den

Sparkassen und bei deren Verbundpartnern.

Genau genommen kommt ein

Dossier mit dieser Themenstellung

in der SparkassenZeitung

daher immer zu spät. Zwischen

Frankfurt, Hamburg und dem

Allgäu haben die Institute nämlich

schon längst auf die Entwicklung

reagiert. So mancher

Arbeitsplatz ist zwar kein Luftschloss,hängt

aber schon in der

Wolke(Cloud).

Fu

DerVereinbarkeit von Beruf und Familie

wurde voreinigen Jahren noch

vonvielen Unternehmen keine Bedeutung

beigemessen, so die Frankfurter

Sparkasse: Es war fast ausschließlich

Sache der Arbeitnehmer, familiäre

und berufliche Erfordernisse unter einen

Hut zu bringen. Das habe sich

grundlegend geändert.

Durch die demografische Entwicklung

und den Fachkräftemangel

konkurrierten Arbeitgeber um

die besten Mitarbeiter. Dadurch werde

eine familienfreundliche Personalpolitik

immer wichtiger.Sie ist laut Institut

ein wirksames Instrument zur Fachkräftesicherung,

denn viele Mitarbeiter

suchen ihren Arbeitsplatz danach aus,

ob sie Familie und Beruf vereinbaren

können. Die Frankfurter Sparkasse ist

seit 2009 mit dem Zertifikat „Beruf und

Familie“ ausgezeichnet. Dieses Zertifikat

geht aufeine Initiative der gemeinnützigen

Hertie-Stiftung zurück und

bescheinigt Unternehmen, dass sie

sich intensiv mit der Vereinbarkeit von

Beruf und Familie ihrer Angestellten

auseinandergesetzt und dies in der Unternehmenspolitik

verankert haben.

Die Auditierung zu „Beruf und Familie“

erfolgtebei der FrankfurterSparkasse

zwischen September 2008 und

März 2009. Zu den vielen familienfreundlichen

Maßnahmen, die die

Frankfurter Sparkasse damals schon

anbot und die während der Auditierung

geprüft wurden, gehören flexible Arbeitszeit-

und individuelle Teilzeitmodelle,

einJobticket unabhängig vomBeschäftigungsgrad

und eine betriebliche

Sozialberatung. Diese steht allen Mitarbeitern

offen und organisiert Informationsveranstaltungen

zu aktuellen Themen,

stellt Kontakt mit karitativen Einrichtungen

und externen Beratungsstellen

her und bietet selbst individuelle

Beratungstermine an. Diese werden

in jüngster Zeit zum Beispiel vonMitarbeitern

mit pflegebedürftigen Angehörigen

verstärkt genutzt. Hier versucht

die Frankfurter Sparkasse, möglichst

passgenau auf Freistellungswünsche

zu reagieren, da nicht immer eine vollständige

Freistellung notwendig oder

gewünscht ist und flexible Teilzeitlösungen

oftmals weiterhelfen.

Auch zukünftige Maßnahmen zur

Vereinbarkeit vonBeruf und Familie in

der FrankfurterSparkasse wurden während

des Auditsdefiniert.Deren praktische

Umsetzung überprüft die von der

Hertie-Stiftung gegründete „berufundfamilie

gGmbH“ jährlich. Drei Jahre

nach Erteilung des Zertifikats wird im

Rahmen der Re-Auditierung überprüft,

inwieweit die gesteckten Ziele erreicht

worden und welche weiterführende

Ziele zu vereinbaren sind. NurimFalle

einer erfolgreichen Re-Auditierung erhalten

die Unternehmen und Institutionen

die Bestätigung ihres Zertifikats

und dürfen das Qualitätssiegel „Beruf

und Familie“ weiter führen.

Eines der wichtigsten Vorhaben,

für das bis zur Re-Auditierung des Zertifikats

erste Ergebnisse vorliegen sollen,

ist das Pilotprojekt zur Telearbeit in

der Frankfurter Sparkasse. Eine vorangegangene

Mitarbeiterbefragung zeigte,

dass sich jeder zweite Befragte eine

stundenweise und jeder dritte eine tageweise

Möglichkeit wünscht, einen

Teil seiner Arbeit unabhängig von der

Anwesenheit am Büroarbeitsplatz zu

erledigen. DieSparkasse entschied sich

für ein alternierendes Telearbeitszeitmodell,

bei dem 50 Prozent der Arbeitszeit

im Büro und maximal vier Stunden

am Tag mit dem Notebook gearbeitet

werden. Als Leiterin der Projektarbeiten

zuBeruf und Familie organisierte

die Frauenbeauftragte imHerbst 2010

zwei Einführungsveranstaltungen für

die ersten Teilnehmer an der Pilotphase.

Seit 1. Dezembervergangenen Jahres

sind 35 Mitarbeiter der Frankfurter

Sparkasse auch von Zuhause aus mit

ihrem Arbeitsplatz verbunden. Dafür

erhalten sie ein netzwerkfähiges Notebook,

einen sicheren Zugriff aufdas Unternehmensnetzwerk

und –wenn nötig

–ein Diensthandy. Während des Pilotprojekts

bleibt der Arbeitsplatz in der

Sparkasse natürlich bestehen.

Eine Bedingung für die Auswahl

der Bewerberwar, dass sie in der Familie

Kinder betreuen oder Angehörige

pflegen.ZuBeginn erhielten sowohl die

Teilnehmerdes Pilotprojektes als auch

deren Führungskräfte Fragebögen, in

denen sie angeben sollten, was sie von

der Telearbeit erwarten. Eine zweiteBefragung

erfolgte nach sechs Monaten.

IhreErgebnisse dienen dazu, ersteVerbesserungen

umzusetzen. In ihren Erfahrungsberichten

äußern sich die Teilnehmer

positiv über die neue Flexibilität

und die damit verbundene leichtere

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Auch bei den Führungskräften

und den Kollegen der Testpersonen

kommt die neue Arbeitsform bisher gut

an, so das Institut. Zum Abschluss des

Pilotprojekts zur Telearbeit sei eine

dritte Befragung geplant, die wie die

beiden vorhergehenden anonymdurch

einen externen Dienstleister ausgewertet

werden wird und darüber Aufschluss

geben soll, ob die Telearbeit zu

einem Zukunftsmodell im Hause der

FrankfurterSparkasse wird. DSZ

Telearbeit bietet Unabhängigkeit vom eigentlichen Arbeitsplatz. Das Angebot wirdgerne

genutzt, wenn zu Hause Angehörige betreut werden müssen.

Foto dpa


14 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

dossier: neue arbeitswelt

Die Arbeitsplätze der Zukunft werden sich an den Bedürfnissen des Menschen orientieren

Hohe leistungsfähigkeit

der Mitarbeiter wahren

So unterschiedlich Arbeitsplätze in

Sparkassen auch gestaltet sind, so

sehr haben sie angesichts der demografischen

Entwicklungen doch eines

gemeinsam: Die Arbeitsplätze der Zukunft

werden sich an den Bedürfnissen

der Menschen orientieren. Denn

Gesunderhaltung und Wahrung der

Leistungsfähigkeit sind wichtige Erfolgsfaktoren,

wenn es darum geht,

dem bereits heuteineinigen Branchen

spürbaren Fachkräftemangeleffektiv

zu begegnen.

Malte lenkeit

dauphin Humandesign Group GmbH &Co. kG

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Engagement seitens des Arbeitgebers

ist gefragt, umfür Mitarbeiter

das Erwerbsleben möglichst

lange attraktiv und gesund zu gestalten

und so motivierte Fachkräfte zubinden.

Das betrifft nicht nur Sparkassen

in strukturschwachen Gebieten, sondern

angesichts der verlängerten Lebensarbeitszeiten

auch Institute inRegionen,

denen für die Zukunft durchaus

noch ein Bevölkerungswachstum

prognostiziert wird. Aktuelle Statistiken

des Ministeriums für Arbeit, Integration

und Soziales des Landes Nordrhein­Westfalen

belegen, dass neben

einer individuellen Gesundheitsförderung

und einem verbesserten Führungsverhalten

insbesondere ergonomische

Maßnahmen maßgeblich die

Förderung der Arbeitsfähigkeit ab dem

55. Lebensjahr beeinflussen. Ein ganzheitliches

Gesundheitsmanagement, in

dessen Mittelpunkt ein zeitgemäß ausgestatteter

Arbeitsplatz steht, gehört

von daher auch in modernen Sparkassen

zum verantwortungsbewussten

Umgang mit ihren Mitarbeitern. Allerdings

kommt es nicht allein auf die

Ausstattung der Arbeitsplätze an. Diese

ist in Sparkassen in der Regel überdurchschnittlich

gut.

Verbesserungspotenziale liegen

vielmehr in der Entwicklung eines

nachhaltigen Verständnisses für den

richtigen Umgang mit der Büroeinrichtung,

allem voran mit dem komplexesten

Utensil, dem Bürostuhl. Die Praxis

zeigt, dass dieser oft nicht in allen seinen

Funktionen optimal genutzt wird.

Dabei bestätigt eine aktuelle Studie der

hochschulärztlichen Einrichtung der

Rheinisch­Westfälische Technische

Hochschule (RWTH) Aachen ein weiteresMal

die hohe Relevanz des richtigen

Sitzens am Arbeitsplatz. Die Studie belegt

anhand neuartiger Messverfahren,

dass Sitzen körpergerecht ist, wenn das

Becken in etwa die gleiche Stellung einnimmt

wie im Stehen und im Gehen.

Denn indieser Stellung ist die biomechanische

Belastung der Wirbelsäule

am geringsten. Wenn moderne Bürostühle

richtig eingestellt sind, unterstützen

sie Mitarbeiter dabei, auch bei

konzentrierterArbeit eine entsprechende

Sitzhaltung dauerhaft einzunehmen.

Damit Investitionen in den Arbeitsplatz

der Zukunft auch ihre gewünschteWirkungerzielen,

sollten Mitarbeiter

wissen, wie sie ihren Arbeitsplatz

richtig einnehmen.Das zu vermitteln

ist nicht trivial, denn sitzen kann

schließlich jeder.Lehrgänge und Schulungen

am Arbeitsplatz zu diesem Thema

stoßen kaum aufeine nennenswerte

Resonanz. Auch werden Bedienungsanleitungen,

so sie denn am Arbeitsplatz

verfügbar sind, nur selten benutzt.

Das ändert sich, wenn Mitarbeiter

auf die Notwendigkeit hingewiesen

werden und am eigenen Leib erfahren,

dass körpergerechtes Sitzen am Arbeitsplatz

die Wirbelsäule entlastet.

Dies zeigt sich oft nach betrieblichen

Gesundheitstagen, auf denen die

Dauphin HumanDesign Group mithilfe

experimenteller Messmethoden aus

dem Ergolab vermittelt, welche Auswirkungen

das persönliche Sitzverhalten

am Arbeitsplatz hat. Körpergerechtes

Sitzen ist Voraussetzung für die Gesunderhaltung

und Wahrung der Leistungsfähigkeit

der Mitarbeiter auch im

höheren Alter.Die Praxis belegt den Erfolg

der Ergonomie­Beratung.

Bei der Einführung eines virtuellen Desktop-Services sollten die internen Gremien von

Beginn mit ins Boot geholt werden.

Foto dpa

interview

virtueller desktop

in der FinanceCloud

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Das klassische Arbeitsplatzmodell eigener

Schreibtisch mit festem PC-Anschlussverändert

sich. Der Trend geht

zum virtuellen Arbeitsplatz. Finanz

Informatik Technologie Service(FI-TS)

bietet für die Verbundunternehmen

der Sparkassen-Finanzgruppe bereits

einen solchen Service an–den „Arbeitsplatz

der Zukunft“ (AdZ). Die

SparkassenZeitung sprach mit Walter

Kirchmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung

von FI-TS über dieses

Angebot.

dsZ: Was ist der „Arbeitsplatz der Zukunft“?

kirchmann: Der „Arbeitsplatz der Zukunft“

(AdZ) ist ein Desktop­Service­Modell,

das wir speziell für die Anforderungen

des Finanzsektors entwickelt

haben. Es integriert verschiedene Virtualisierungstechnologien

zu einer leistungsfähigen

und effizienten Arbeitsumgebung.

Die Anwender benötigen

nur einen Internet­Browser und einen

Webzugang, um ihreArbeitsumgebung

zu nutzen. Mitarbeiter können quasi jedes

Gerät für ihreArbeit verwenden: Ob

Thin Client im Büro, den eigenen PC zu

Hause, das Smartphone oder den Laptopunterwegs–sobald

sie sich über unsereWeb­Plattform

einloggen, steht ihnen

mit dem AdZ ihre gewohnte Arbeitsumgebung

zur Verfügung.

Wasbringt der AdZFinanzinstituten?

Direkteund vorallem nachhaltigeKosteneinsparungendurch

eine Umschichtung

ihrer IT­Budgets sowie eine höhere

Innovationsgeschwindigkeit, ein hohes

Maß an Flexibilität, Datensicherheit

und eine bessere Energieeffizienz.

Die Inanspruchnahme eines virtuellen

Desktop­Services wie unseren AdZ

senkt die IT­Kosten der Finanzinstitute

unmittelbar.Denn sie können dadurch

ihre Kosten für Wartung und Betrieb

der IT sowie die Investitionen in IT­

Hard­ und ­Software minimieren. Zudem

sind die Institute durch die Nutzung

unseres AdZ­Services in der Lage,

schnell neue und innovativeTechnologien

einzusetzen und so die Time­to­

Market für ihre eigenen Angebote zu

senken. Ein weiterer Vorteil ist die Abrechnung

–sie kann flexibel und nur

nach dem tatsächlichen Verbrauch erfolgen.

Planen schon Mitglieder der Sparkassen-

Finanzgruppe, den AdZeinzusetzen?

Ja, derzeit haben wir mit einer deutschen

Landesbank einen ersten Pilotkunden.

Zudem planen bereits weitere

Unternehmen der Sparkassen­Finanzgruppe

den AdZ einzusetzen. Und FI­TS

selbst nutzt den AdZ natürlich ebenfalls.

Wiesoist der Arbeitsplatz der Zukunft ein

Cloud-Angebot?

Cloud­Computing bietet eine Reihe von

Vorteilen, die für den Finanzsektor interessant

sind: ein hohes Maß an Flexibilität,

eine schnelle und einfache Anpassung

der individuellen Kapazitäten

und wie schon erwähnt konkrete und

nachhaltige Kosteneinsparungen. Deshalb

habenwir unseren AdZ als Cloud­

Service aufgesetzt. Um als Institut von

der Cloud zu profitieren, muss zudem

sichergestellt sein, dass der gewählte

Anbieter die branchenspezifischen Anforderungen

des Finanzsektors erfüllt.

Auch Vertrauen spielt eine wichtige

Rolle. Denn die Anforderungen an Sicherheit,

Datenschutz und Verfügbarkeit

sind wesentlich höher als in anderen

Branchen. Unsere FI­TS Finance

Cloud, in der wir auch den AdZ­Service

anbieten, ist speziell auf diese besonderen

Bedürfnisse des Finanzsektors zugeschnitten.

Institute können soeine

mandantenfähige moderne Plattform

nutzen, aufihreAnwendungen und Daten

zentral in der Wolke zugreifen und

vonden Chancen der Cloud profitieren.

Was müssen Finanzinstitute bei der Einführung

eines solchen Virtuellen-Desktop-

Services beachten?

Sie sollten das Projekt unbedingt strategisch

planen, von Beginn an die internen

Gremien mit ins Boot holen. Die

erste Überlegung sollte sein: Möchten

wir unsereITkonsequent standardisieren

und flexibilisieren oder nicht? Basierend

daraufmuss eine Strategie formuliert

und verabschiedet werden. Dabei

ist es ratsam, nicht zu unterschätzen,

wie komplexund kritisch die Organisation

und Umsetzung so eines Projektes

ist. Aus planerisch­technischer

Sicht ist wie immer auch die Erstellung

eines Notfallkonzeptes sinnvoll. Eine

der klassischen Herausforderungen bei

der Einführung einer zentralisierten IT

und der Umsetzung eines Desktop­Virtualisierungsprojektes

ist es, keinen

einzelnen Schwachpunkt aufzubauen

(Single Point of Failure). Denn der birgt

dann die Gefahr, dass die komplette IT

lahm liegt, wenn nurein ‚Schräubchen

im Getriebe‘ hakt. Das erfordert Expertisebei

der Planung, ein professionelles

Testverfahren im Vorfeld sowie einen

zuverlässigen Servicepartner für die

schrittweise Umsetzung des Projekts.

Vomzeitlichen Rahmen her ist,jenach

Unternehmensgröße von der Einführung

bis zur vollständigen Implementierung,

mit mindestens zwölf Monaten

zu rechnen.


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

Dossier: neue arbeitswelt

15

Eine ganz andere Arbeitswoche – Seitenwechsel

Führungskräfte

blickenüber den tellerrand

Zwei

Führungskräfte der Sparkasse Bremen

nutzen die Chance zum Seitenwechsel:

Ein Kurzpraktikum in einer

sozialen Institution zeigt Stärken und

Schwächen, sensibilisiertimUmgang

mit Kunden und weckt neue Interessen.

Anja Becker hat die Hand einer

sterbenden Frau gehalten. Michael

Rathjen hat mit Obdachlosen auf der

Straße Kaffee getrunken.

Beide waren in diesen Momenten

weit weg von ihren Schreibtischen

bei der Sparkasse Bremen

und haben ganz bewusst etwas getan,

das sie sonst vielleicht nicht getan hätten.

Möglich wurde dies durch das Projekt

„Seitenwechsel“. Die Idee kommt

aus der Schweiz und wird inBremen

durch die Hamburger Patriotische Gesellschaft

von1765 organisiert.Esgeht

darum, dass Führungskräfte für eine

Woche die Seitewechseln und ein Praktikum

in einer sozialen Institution machen.

Die Sparkasse Bremen bietet bereits

seit 2006 ihren Führungskräften

die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen

und damit Menschen kennenzulernen,

die sie sonst vielleicht

nicht kennengelernt hätten. Eine einzigartige

Chance für die Mitarbeiter,

über den Tellerrand zu blicken, Erfahrungen

zusammeln und Hemmungen

abzubauen. „Unsere Führungskräfte

lernen ein anderes Arbeitsleben kennen

und werden dazu angeregt, ihreeigenen

Stärken und Schwächen in einem

anderen Umfeld zu entdecken. Dadurch

entwickeln sie sich und ihresoziale

Kompetenz weiter und können mit

MenscheninschwierigenSituation differenzierter

und sensibler umgehen“,

sagt ChristianeRösch, AbteilungPersonal

und Bildung sowie Betreuerin des

Seitenwechsels in der Sparkasse Bremen.

In den vergangenen fünf Jahren

haben 27 und damit knapp ein Viertel

der rund 120 Führungskräfte bei der

Sparkasse Bremen für eine Woche die

Seiten gewechselt. Anja Becker, Marktbereichsleiterin,

war im Februar 2009

für eine Woche in einem Hospiz. Das

hospiz:brücke inBremen ist ein reines

Sterbehospiz. „Ich hatte vorher keine

Vorstellung davon, der Umgang mit

dem Tod war für mich eine große Herausforderung“,

sagt Becker. „Die Entscheidung

für das Hospiz ist auf der

Marktbörse gefallen, impersönlichen

Gespräch mit einer Mitarbeiterin.“ Die

Marktbörse ist ein Informationstag, auf

dem sich die sozialen Institutionen vorstellen

und die Fragen der Interessenten

beantworten. Vor ihrer Woche im

Hospiz hatte Becker damit gerechnet,

dass sie alles sehr traurig finden würde.

„Aber das Gegenteil war der Fall“, sagt

die Marktbereichsleiterin. „Es ist ein

Die FührungskräfteMichael Rathjen und Anja Becker sammelten bei ihrem Seitenwechsel

wertvolle Erfahrungen.

Foto Sparkasse

schönes Gefühl, einem Menschen etwas

geben zu können, auch wenn er bald

stirbt. Ich bin einigen Menschen sehr

nahe gekommen und fühltemich ihnen

verbunden.“ So saß sie an einem Tag

lange am Bett einer Frau und hielt einfach

ihreHand. Und sie stelltesich Fragen:

Möchtesie, dass ich ihreHand halte?Spürt

sie das überhaupt? Die Fragen

blieben unbeantwortet, und doch ging

Anja Becker an diesem Abend mit dem

Gefühl nach Hause, dass es für die Frau

gutist, wenn sie jetzt gehen kann.

Und was hat sich nach dieser Woche

für Anja Becker verändert? „Ich habe

die Angst vor dem Tod etwas abgebaut“,

sagt sie. „Aber vorallem habe ich

gelernt, wie wichtig es ist, zu reden.“

ZumBeispiel dann, wenn sie sehe, dass

ein Kunde krank sei, weil er etwa durch

eine Chemotherapie seine Haareverloren

hätte. „Früher habe ich mich oft

selbst im Kreis gedreht, und eswar irgendwie

eine unangenehme Situation.

Heute gehe ich auf den Kunden zu, sage,

was mir aufgefallen ist und frage,

wie es ihm geht. In 99 Prozent der Fälle

bekomme ich sehr positive Reaktionen

–und auch wenn der Kunde nicht darüber

reden möchte, ist es für uns beide

einfacher,weil es einmal angesprochen

wurde.“ Rathjen ist bei der Sparkasse

Bremen Leiter des VermögensCenters

in Schwachhausen. Er fand die Idee des

Seitenwechsels einfach gut und hat

sich spontan dafür beworben. Auf der

Marktbörse hat ihn der Mitarbeiter des

Vereins für Innere Mission inBremen

überzeugt und sein Bauchgefühl hat

entschieden. Im März 2009hat Rathjen

eine Woche lang den Sozialarbeiter auf

der Straße begleitet, in dieser Zeit gab

es keine Anrufe und keine Termine, er

sollteund konntesich voll und ganz auf

den Seitenwechseleinstellen. „Ich habe

in dieser Woche viele Menschen kennengelernt.

Jugendliche, Punker, Obdachlose,

jeder hat seine Geschichte.

Und eins habe ich gelernt: Ob man im

Leben Erfolg hat, hängt neben individuellen

Fähigkeiten vor allem davon ab,

ob man ein soziales Netzwerk wie Familie,

Freunde oder Kollegen hat, die einen

in schwierigen Situationen auffangen.

Hat man das nicht, ist der soziale

Abstieg fast programmiert.“ Alkohol,

Drogen, Arbeitslosigkeit und schließlich

obdachlosauf der Straße –Rathjen

hat diesen Teufelskreis verstehen gelernt.

„Jede Lebensgeschichtehat mich

beeindruckt. Wie zum Beispiel der Obdachlose,

dessen größter Wunsch es

war,wieder eine Nacht in einem normalen

Bett zu schlafen.“

Für Rathjen hat sich nach seinem

Seitenwechsel inseinem beruflichen

Leben nicht viel verändert. „Die Erfahrungen

haben mich vielmehr in dem

bestätigt, was ich ohnehin schon mache:Ich

übertrage meinenMitarbeitern

Verantwortung und stehe ihnen jederzeit

und auch in schwierigen Situationen

als Chef und als Coach zur Seite.“

Rathjen sieht sich in der Verantwortung

für seine Mitarbeiter einzustehen, sich

aber auch für die Menschen, die er

durch den Seitenwechsel kennengelernt

hat, zu engagieren.

Heute vermittelt er Spenden an

den Verein für Innere Mission, er sucht

Investoren, die Obdachlosen eine Wohnung

zur Verfügung stellen –und zwar

auch in den besser situierten Stadtteilen

Bremens, um den Wohnungslosen

außerhalb ihres Milieus eine Chancezu

geben.

DSZ

Mobiles Arbeiten und Cloud-Computing

anteil mobiler

arbeitskräftesteigt

große Themenkomplexe finden

sich derzeit in den Diskussionen aktueller

IT-Trends an vorderster Stelle:

Mobiles Arbeiten (Mobile Working)

und Cloud-Computing. Versprechen

doch diese Themen Instituten und Unternehmen

eine produktivere Zukunft,

höhere Effizienz und nicht unerhebliche

Kosteneinsparungen.

norbert schmitZ

sinstitut für marketing &Kundenbindung Gmbh

Ein gravierenderWandel vollzieht

sich derzeit in der Art und Weise,

wie Menschen kommunizieren,

zusammenarbeiten und auf die Ressourcen

ihres Unternehmens zugreifen.

Wichtige Voraussetzungen sind jedoch

angemessene Sicherheitskonzepte

und -architekturen. Der Trend geht

dahin, selbst geschäftskritische Informationen

auch außerhalb der klassischen

Firmennetze durch den Einsatz

mobiler Endgeräte wie Notebooks,

Smartphones oder iPads verfügbar zu

machen.

Der Anteil mobiler Arbeitskräftein

Unternehmen und Sparkassen ist steigend,

zum Teil liegt die Quoteschon bei

30 Prozent und darüber. Das Ziel der

Unternehmen liegt vorrangig auf einer

Steigerungder Produktivität durch den

Zugriff auf notwendige Informationen

und Daten unabhängigvon der Arbeitszeit,

der Arbeitsweise, vom Standort

und den genutzten Endgeräten. Bisher

vorhandene Barrieren verschwimmen

dabei zunehmend: Anwendungen, Daten,

Apps, Netzwerke und auch mobile

Geräte werden oft sowohl privat als

auch vermehrt beruflich genutzt.

Die wichtigsten Maßnahmen sind

dabei der Schutz vor Hacker-Attacken,

Cyber-Kriminalität, Viren, aber auch

vor der Unzulänglichkeit der User, sowohl

durch geeignetetechnische Systeme,

als auch durch vom Unternehmen

definierte Sicherheitsrichtlinien. Zudem

sind Schutzmechanismen und

Verschlüsselungstechniken für mögliche

Diebstähle oder Verlusteder Geräte

zu realisieren. Social-Media-Plattformen

wie Facebook, Twitter oder You-

Tube werden privat, zunehmend jedoch

auch im professionellenUmfeld im Sinne

des Unternehmens oder der Sparkasse

aktiv genutzt. Hier stehen IT-Abteilungenund

Administratoren vorder

Herausforderung, geeignete Sicherheitskonzepte

und Richtlinien zuentwickeln,

die unabhängig vom Standort

der Mitarbeiter,der Uhrzeitund vomgenutzten

Gerät greifen, ohne dass der

Nutzer in seiner produktiven Arbeit erheblich

gestört oder eingeschränkt

wird. Die neue Mobilität wird unterstützt

vonden Technologien der Cloud.

Dabei werden Teile der IT-Infrastruktur

wie Rechenkapazität, Datenspeicher,

Netzwerkkapazitäten und auch Software

inein externes Rechenzentrum

ausgelagert und dynamisch an den Bedarf

angepasst. Bei der Auswahl geeigneter

Cloud-Dienste und deren Anbieter

empfehlen sich unabhängige Zertifikateund

Referenzen.

Für Sparkassen geht esdabei um

weit mehr als nurIT-Sicherheit. Die Einhaltungaller

Regulierungsvorschriften

ist durchgängig notwendig. Zudem sind

alleAnforderungen an Compliance, Governance

und Sicherheit einzuhalten.

Aus Datenschutzgründen, aber auch

vor dem Hintergrund rechtlicher und

bankfachlicher Aspekte, ist die Auswahl

einesdeutschen Rechenzentrums

zu empfehlen. Zuden Vorteilen der

Cloud-Lösungen gehören nicht nurdie

Kosteneinsparungen, sondern auch die

flexiblen Möglichkeiten der Kapazitätserweiterungen,

Anpassungen und

Schnelligkeit. Unter Beachtung allergenannten

Fakten kann auch eine Sparkasse

vonden Vorteilen einer Cloud-Lösung

profitieren.

Der Schutz vor Hacker-Attacken und Maßnahmen gegen die Cyber-Kriminalität spielen

in der mobilen Arbeitswelteine wichtige Rolle.

Foto dpa

interview

Die beteiligten ins boot holen

In der Bankenbranche regiert ein harterWettbewerb.

Die Sparkassen sind

daher aufdie Kosten- und Produktivitätsvorteilevon

Cloud-Computing angewiesen.

Die SparkassenZeitung

spricht mit Dirk Schiller, LeaderCloud

Solutions, Computacenter, über die

Akzeptanz der Cloud-Technologie in

der Finanzdienstleistungsbranche.

DsZ: HerrSchiller,wie stehtesmit derAkzeptanz

vonCloud-Angeboten bei Banken

und Sparkassen?

schiller: Es ist wichtig, zwischen den

verschiedenen Bereitstellungsformen

von Cloud-Angeboten zuunterscheiden.

Banken werden zum gegenwärtigen

Zeitpunkt keine geschäftskritischen

Daten in eine echtePublic Cloud

übertragen. Vorstellbar wäre es, dass IT-

Dienstleister wie beispielsweise die Finanz

Informatik oder die Gesellschaft

für automatische Datenverarbeitung

bei Bedarf Diensteaus der Cloud für die

einzelnen Finanzinstitutebereitstellen.

Am ehesten akzeptieren Finanzdienstleister

momentan den Aufbaueiner virtuellenprivaten

Cloud innerhalb der eigenen

Rechenzentrumsverbände. Interessanterweise

funktioniert die zentrale

Belegverarbeitung bei den Banken

bereits seit Jahren quasi schon ähnlich

wie in einer solchen PrivateCloud.

Durch die Zusammenarbeitmit IT-Dienstleistern

kennen Banken und Sparkassen

das Outsourcingkonzept gut.Welche Unterschiede

zum Cloud-Konzept gibt es?

Im Bankenumfeld bilden Outsourcingpartnerweitgehend

die IT ihrer Kunden

ab und berücksichtigen deren individuelle

Wünsche. Dagegen sind in der

Cloud hoch standardisierte IT-Services

für eine breite Zielgruppe gebündelt.

Nur soentstehen die viel gepriesenen

Effizienzvorteile durch das Cloud-Modell.

Die IT-Verantwortlichen und Fachabteilungen

müssen entsprechend abwägen,obsie

individuelle Lösungen benötigen

oder mit Standarddienstenaus

der Cloud-Kosten senken und ihre Flexibilität

erhöhen möchten. Am Ende

wird jedoch der richtige Mix entscheidend

sein. Das heißt, individuelle IT

wird daeingesetzt, wo es Vorteile für

das Geschäft bringt und hoch standardisierteServices

da, wo Kostenfaktoren

die maßgebliche Rolle spielen.

Der Übergang zur Cloud bedeutet ein Umdenken

innerhalb der IT-Organisation.

Wie können IT-Verantwortliche den Kulturschock

vermeiden, der durch die Virtualisierung

traditioneller Infrastrukturen

entstehen kann?

Cloud-Computing ist ein Service-orientiertesKonzept,

das IT-Diensteoder Prozesse

standardisiert bereitstellt. In den

neuen Prozessketten verschmelzen vormals

getrennte Technologien wie Server,

Speicher oder Netzwerke. Entsprechend

müssen Betriebsabläufeund Zuständigkeiten

neu strukturiert und verzahnt

werden. Das gelingt, indem sich

die IT-Organisation mittelfristig an den

neuen Abläufen orientiert. Für diese

tief greifende organisatorische Umwälzung

sollteein längerer Zeitraumeingeplant

werden, damit IT-Mitarbeiter Zeit

haben, ihre neue Rolle als Prozessverantwortliche

zu verinnerlichen.

WelchenWeg in die Cloud empfehlen Sie

Banken und Sparkassen?

Für den Einstieg in das Cloud-Computing

eignen sich Private Clouds für

Funktionsbereiche wie die Client-Infrastruktur.Viele

Banken betreibenfür ihre

Mitarbeiter Tausende Endgeräteund

können durch deren Virtualisierung erhebliche

Einsparungen bei Betrieb und

Installation erzielen. Es kann überlegt

werden, ob Commodity-Dienste wie E-

Mail, Office-Anwendungen oder Share-

Point kostengünstig und bedarfsgerecht

ausder PublicCloud bezogen werden,

während kritische Daten im eigenen

Rechenzentrum verbleiben.

Mit welchen Maßnahmen lassen sich Sicherheitsbedenken

zerstreuen?

Leiderstehen den Vorteilen vonCloud-

Services wie Flexibilität, Energie- und

Kostenersparnis sowie verbesserte Zugriffsmöglichkeiten

für mobile Mitarbeiter

immer auch Sicherheitsrisiken

und ein gewisser Kontrollverlust gegenüber.

Jeder Finanzdienstleister muss

im Einzelfall entscheiden, welche DatenimeigenenRechenzentrum

bleiben

müssen und welchevon Dienstleistern

verarbeitet werden dürfen. Customer-

Relationship-Management- und Enterprise-Ressource-Planning-Anwendungen

verarbeiten personenbezogene

Kunden- und Mitarbeiterdaten. Banken

müssen daher die Anforderungen des

Datenschutzrechts genau beachten und

Risikovorsorge betreiben. Ein geeignetes

Datensicherheitskonzept mit bekannten

Maßnahmen zum Schutz der

Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität

sensibler Bankdaten ist ebenfalls

unerlässlich. Dazu gehören unter anderemder

Zugangsschutz durch Firewalls

und Verschlüsselung.

Wie schaffen IT-Verantwortliche bei Bankenund

deren EndkundenAkzeptanz und

Vertrauen für Cloud-Technologien und

-strukturen?

Im besten Fall bemerkt der Anwender

den Wechsel zu Cloud-Services gar

nicht, da die Leistungen weiterhin in

mindestens gleicher Qualität erbracht

werden. Grundsätzlich gilt aber,wie bei

allen Change-Prozessen: Die Beteiligten

sollten ins Boot geholt und durch Argumente

überzeugt werden, die ihre Bedürfnisse

–sprich den Nutzen für ihre

Arbeitund ihr Business–inden Vordergrund

stellen. Vorteile wie eine Kostenreduktion

aufder einen oder mehr Flexibilität

auf der anderen Seite müssen

so konkret wie möglich kommuniziert

werden. Außerdem gilt es, Vorurteile

und Ängste abzubauen. Das funktioniert

am besten über Positivbeispiele.

Sehr gute Erfahrungen machen wir dabei

mit sogenannten Leuchtturmprojekten.Dabei

handelt es sich um Projekte

mit begrenztem Umfang, die Vor- und

Nachteile neuer Lösungen in der Praxis

aufzeigen und Vorbildfunktion haben.


16 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

geld und kapital

BÖrSe

live

ScHlaglicHter

Börsenexperten warnen,

topmanager kaufen

Woher nehmen und nicht stehlen –

ich meine den Optimismus? Das

fragen sich derzeit viele Börsenexperten.

Mein Tipp: vonden Topmanagern.

Oder anders ausgedrückt:

Börsenexperten warnen, Insider

kaufen. Es ist schon ein bisschen

verrückt. Obwohl Börsianer angesichts

der Griechenlandkrise, der

Inflation und anderer düsterer

Nachrichten voreinem Crash warnen,

greifen Vorstände von Dax-

Unternehmen bei eigenen Aktien

munter zu. So haben laut „Handelsblatt“

fünf von acht Vorständen

der Deutschen Telekom in

jüngster Zeit Papiere ihres Unternehmens

gekauft. Ebenfalls investitionshungrig

waren vier von

sechs SAP-Vorständen. Sie alle habengetan,

was laut „Handelsblatt“

in den Woche davor die Chefs von

Heidelberg Cement, K+S und der

Deutschen Post bereits vorgemacht

hatten: Sie haben eigene Aktien

gekauft.

Aber woher kommt diese Kauflaune

angesichts der düsteren Prognosen

vieler Fondsmanager, Bankstrategen

und Vermögensverwalter?

„Weil dieTopmanager wissen,

dass ihre Auftragsbücher bestens

gefüllt sind“, so ein Beobachter.

Laut „Handelsblatt“ sind die obersten

Führungskräfte derzeit wieder

so optimistisch wie seit dem vergangenen

Herbst nicht mehr.Topmanager

versus Börsenexperten –

wer hat nunRecht? Nun, oft haben

erstere natürlich die besseren Informationen

über künftige Umsätze

undErträge als andereMarktbeobachter.

Und Untersuchungen

zeigen: Für Privatanleger kann es

durchaus lohnenswert sein, sich

an den Orders der Chefs zu orientieren.

vomtriumph zur vernunft?

Die Büchse der Pandora hat das

amerikanische Online-Radio „Pandora

Media“ wohl selbst geöffnet –

als es an die Börse ging. Dabei sah

alles sogut aus. Die Nachfrage

nach den Pandora-Papieren war

riesig, obwohl der Sender Verluste

macht. Der Kurs schoss beim Handelsdebüt

vom Ausgabepreis mit

16 Dollar auf 26 Dollar in die Höhe.

Doch dann ging es rapide bergab.

Zwischenzeitlich sank die Aktie

unter 14 Dollar. Ein Analyst sieht

das Kursziel von Pandora sogar

nurbei 5,50 Dollar.

Vom Triumph zur Vernunft? Das

Ganze ist jedenfalls Wasser aufdie

Mühlen der Kritiker, die schon die

Wiederholung der großen Dotcom-

Blase zu erkennen glauben. Denn

weshalb soll eine Firma, die stets

nurroteZahlen schrieb,Milliarden

wert sein? Nach dem chinesischen

Facebook-Konkurrenten Renren

und dem sozialen Karrierenetzwerks

Linked ist Pandora bereits

die dritte Emission, die nach einem

Hype in schweres Fahrwasser

geraten ist. „Pandora zeigt, dass

der Markt eine Quittung verpasst,

wenn ein Unternehmen bei seinem

IPO immer noch kein tragfähiges

Geschäftsmodell vorweisen

kann“, so Analyst Bruce Taragin.

Und: „Ich bin erleichtert“, fügt er

noch hinzu.

als Sparer stolz,

als Zinsnehmer faul

Haben Sie Geld zu verschenken?

Viele von uns offenbar schon.

Wenn es um Aktien geht, raufen

wir uns bei Kursverlusten die Haare.Geht

es aber um die Verzinsung

unseres Kapitals, sind wir verschwenderisch

großzügig. Wir

Deutschen sind nämlich ein Volk

von Zinsmuffeln. Wir sind zwar

fleißige Sparer, aber zum renditeträchtigen

Sparen offenbar zu träge.

Statt aufTagesgeld-Konten Zinsen

zu bringen, dümpelt unser

Geld allzu oft auf Girokonten vor

sich hin. Laut einer aktuellen Studie

verschenken die Bürger so jedes

Jahr 3,7 Milliarden Euro. „Der

Deutsche ist nur stolz, dass er

spart“, so Finanzberater Max

Herbst, „aber nicht, dass er optimal

spart.“

Annette Eimermacher ist Moderatorin

und Börsenbeobachterin in Frankfurt.

Die Top-Seller des Sparkassen Brokers

Sky setzt erneut zumHimmelssturm an

Die Aktie von Sky Deutschland setzt,

wie bereits in den vergangenen Wochen,

ihren Aufwärtstrend fort und

steht im MDax unter den Top-Performer.

Unlängst lag der Kurs schon mal

bei knapp 3,83 Euro. Nach einem anschließenden

Flug in die Tiefe hat die

Aktie jetzt wieder in den Steigmodus gewechselt

und notierte inder Spitze im

elektronischen Handel bei 3,876 Euro.

Als nächste Hürde wartet die Vier-Euro-

Marke.

BASF hat eine weitere Preiserhöhung

angekündigt, die für die Regionen

Europa, Afrika und Westasien mit sofortiger

Wirkung in Kraft treten soll.

Das Unternehmen begründet den Kurs

mit dem anhaltend hohen Kostenniveau

bei Rohstoffen und Frachten.

Die Deutsche Telekom will mit Dietmar

Wendt,seit März Vertriebschef, den

Vertrieb in Deutschlandbündeln:Inder

zweiten Jahreshälfte sollen die bislang

getrennt geführten Bereiche Key Account

Management und Direct Sales zusammengeführt

werden.

In den chinesisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen

rutscht seit einigen

Monaten erheblich Sand ins Getriebe.

Beide Seiten versuchen, keine

Einzelheiten bekannt werden zu lassen,

denn das Problem ist heikel. Es

geht um groß angelegteErdöllieferungen

durch die bisher einzige Pipeline

von Sibirien nach China. Ein Projekt,

ursprünglich dazu dienend, die enge

wirtschaftliche Verbundenheit der

Riesenreiche zu demonstrieren.

reiner merkel

Vollblumig hat vor rund einem

Jahr der russische Ministerpräsident

Wladimir Putin betont:

Russland leistet einen großen Beitrag

zur stabilen Energieversorgung Chinas,

um so zum weiteren Wachstum des

Landes beizusteuern. Und darüber

würde sich Russland einen starken

Markt in Ostasien schaffen. Grund dieser

Passage aus einer Rede war die Inbetriebnahme

der Erdölpipeline vom

sibirischen Tayshet bis an die unmittelbare

chinesische Grenze zur Stadt Daquing.

Dort werden seit sechs Monaten

große Rohölmengen in chinesische

Pipelines eingeleitet. Die russische

Pipeline verläuft weiter bis nach Kozmino,

einem Hafen bei Wladiwostok.

Schon einige Monate nach Inbetriebnahme

der Pipeline begannen Reibereien.

Eine chinesische Kapitalspritze

aus dem Jahr 2009 in Höhe von 25

Milliarden US-Dollar ist bis jetzt der

weitausgrößteKredit Pekings für Russland,

er ermöglichte das aufwendige

Projekt überhaupt erst. Die Rückzahlung

des Kredits wurde in das zu liefernde

Rohöl eingepreist, und die Summe

soll nach zwölf, maximal 15 Jahren

getilgt sein.

Die Pipeline wurde imEiltempo

durchgezogen, in einer Region mit ausgesprochen

tiefen Temperaturen im

Winter und einer nicht vorhandenen

Infrastruktur, wobei deutsche Spezialfirmen

aufverschiedenen Ebenen tatkräftig

mithalfen. Nun hat der russische

Pipelinebetreiber Transneft die

China National Petroleum Company

(CNPC) beschuldigt, sie würde die Vertragsvereinbarungen

nicht einhalten,

und gedroht, man scheue sich nicht, die

Angelegenheit vor ein Schiedsgericht

in London zu bringen. Die CNPC äußert

sich zwar nicht direkt zu den Anschuldigungen,

stuft die Klagedrohung jedoch

als unverständlich ein.

Die chinesischen Abnehmer (täglich

rund 310 000 Barrel) bestehen auf

den vertraglich vereinbartenVolumina

der Lieferungen, die vor zwei Jahren

auf Basis einer speziellen und sehr

komplizierten Preisformel ausgehandeltwurden.

Doch dierussische Fördergesellschaft

Rosneft und der Pipelinebetreiber

Transneft akzeptieren die

Preisformel nicht mehr und wollen Anpassungen

aufgrund der permanent

steigenden Spotmarkt-Preise durchsetzen.

Der so genannte Windfall-Profit

würde vonChina eingestrichen, voneiner

„win-win“-Basis für beide Parteien

könne keine Rede sein.

Das Problemander Geschichte ist,

dass die Vertragspartner diese ausgehandelte

Preisformel streng unter Verschluss

halten, und kein Außenstehender

weiß, auf welcher Basis diese errechnet

worden ist. Geheimniskrämereihat

in beiden Staaten seit jeher eine

große Tradition.

Wie könnte ein Ausweg aussehen?

Analysten in Moskau haben hochgerechnet,

dass die russischen Vertragspartner

ihr Rohöl der Qualität Brent

schätzungsweise zwischen drei und

vier US-Dollar je Barrel (159 Liter) unter

demWeltmarktpreis liefern. DieseMindereinnahmen

würden sich auf wöchentlich

mindestens 19 Millionen US-

Dollar belaufen. Die chinesische Seite

hatte bei Vertragsabschluss 2008 mit

Erfolg darauf gedrungen, einen Nachlass

vonzwischen zwei und drei US-Dollar

je Barrel eingeräumt zu bekommen,

gewissermaßen als einen zusätzlichen

Tilgungsbeitrag zum gewährten Mammut-Kredit.

Vondiesem Kredit hatten der Pipelinebetreiber

Transneft zehnMilliarden

US-Dollar und der Erdölförderer Rosneft

15 Milliarden US-Doller erhalten.

Die fragliche Preisformel soll gemäß

Hochrechnungen derart gestaltet sein,

dass bei Preissteigerungen die Ertragsentwicklung

bei dem russischen Ölförderer

und dem Pipelinebetreiber wesentlich

flacher verläuft als zugunsten

derCNPC. Fällt der Ölpreis, sackt dieser

bei den russischen Partnern entsprechend

stärker als bei den chinesischen

ab.

Ein Moskauer Banker mit Germanistikstudium

hat diese seltsamePreisformel

ungerührt mit dem Satz kommentiert:

„Da haben sich unsere ganz

gehörig über den Tisch ziehen lassen.“

Immerhin geht es jährlich um knapp eine

Milliarde US-Dollar, die sich während

der Kreditlaufzeit entsprechend

multipliziert, eine Summe, die den russischen

Partnern nicht mehr nachgezahlt

wird. Die drängen auf sofortige

Nachbesserung der Verträge. Die CNPC

lehnt diese Forderung natürlich ab.

Sowohl die Sprecher der russischen

Unternehmer auch die der CNPC

demonstrieren zwar nach außen, dass

alles „im grünen Bereich“ liege und die

Erdöllieferungen ungekürzt liefen. Ob

das aber stimmt, ist eine andereFrage.

Für das Problem ist auf russischer

Seite ein Schuldiger gefunden worden:

der Chef des einst größten russischen

Erdölförderers Yukos und seit vielen

Jahre inhaftierte Michael Chodorkowsky.

Dieser hatte2002 mit der CNPC verhandelt:

Wenn China oder die CNPC eine

Pipeline von Sibirien bis an die chinesische

Grenze finanzieren würden,

bekämen sie Erdöl zu Vorzugspreisen.

Mit diesem Schachzug wollte Chodorkowsky

die absolute Vormachstellung

des Pipelinebetreibers Transneft brechen.

Diese Eigenmächtigkeit ging dem

damaligen russischen Präsidenten Putin

zuweit. Die Folgen für Chodorkowskysind

bekannt,und Yukoswurde von

Rosneft übernommen.Als es 2008 auch

in der russischen Wirtschaft knisterte,

griff Transneft auf den Yukos-Plan zurück,

ohne exakt nachzurechnen, wie

Vermehrt geordert wurden in dieser

Woche die Aktien von Commerzbank,

Q-Cells und Siemens. Bei der

Commerzbank ist nach abgeschlossenen

Kapitalerhöhung die Sorge über

die Kapitalausstattung verschwunden,

die Zielsetzungen für 2012 dürften erreicht

werden. Q-Cells zeigt sich aufgrund

der ausbleibenden Senkung der

Solarförderungoffen für Fusionen. Und

Siemens soll, durch die Planung einer

besseren Anbindung von London an

das Umland, ein Auftrag vonbis zu vier

Milliarden Euro ins Haus stehen.

Griechenlands Schuldenkrise beschäftigt

auch in der neuen Woche die

Märkte. Der Dax hat nach einer sechswöchigen

Durststrecke wieder ein Plus

von1,33 Prozent eingefahren, vielleicht

geschürt vonder Hoffnung aufein neues

Rettungspaket für Griechenland und

nachdemBundeskanzlerinAngela Merkelund

Frankreichs Staatspräsident Nicolas

Sarkozybetonen, dass eine Beteiligung

privater Gläubiger nur auf freiwilliger

Basis erfolgen soll. DSZ

Hintergrund

„kommunistische“ Brüder streiten ums Öl

Etwas Abkühlung könntevielleicht im Streit zwischenrussischen Pipelinebetreibern und den chinesischen Abnehmern helfen. Bei dem

es natürlich um das liebe Geld geht.

Fotos dpa

viele Milliarden in diesem China-Deal

im Laufe der Zeit verloren gehen würden.

Die Verstimmung auf höchster

wirtschaftspolitischer Ebene ist erheblich,

und da bisher keine Seite nachgibt,

stellt sich die Frage, wie die Kuh

vomEis geholtwerden kann. Natürlich

könnteTransneft die Lieferungen vorübergehend

stoppen. China hat jedoch

ein anderes politisches und wirtschaftliches

Kaliber als etwa die Ukraine, mit

der Russland voreinigen Jahren in dieser

Weise verfahren ist. Damals wurde

die Erdgaszufuhr einfach abgestellt.

Eine gewisse Kompensation gibt es

für die Russen jedoch, durch das teilweise

Weiterleiten des Öls zum Hafen

Kozmino. Vondort auswerden per Tanker

täglich 300 000 Barrel Rohöl nach

Japan, Südkorea, aber auch in die USA

verfrachtet. Für die Kozmino-Mengen

zahlen die Abnehmeraber eine Prämie

von zusätzlich zwei US-Dollar pro Barrel,

denn das russische Rohöl kann wegen

seines geringeren Schwefelgehalts

leichter und somit billiger als das Öl aus

dem Nahen Osten verarbeitet werden.

PerTanker wirdÖlvom russischen Hafen Kozmino in alle Welt transportiert.


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

geld und kapital

17

Hintergrund

peru: noch einlinksruck in lateinamerika

Auch Peru hat jetzt eher links gewählt;

ein Wahlausgang, der letztlich kaum

noch überrascht. Hat sich die bisherige

politische Mehrheit doch der Arbeit

an drängenden Problemen im Lande

verweigert; der ungenügenden Streuung

der Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung

Perus sowie damit der politisch-sozialen

Spaltung der Bevölkerung.

OllantaHumala, der Wahlsieger,

will gerade hier aktiv werden.

klaus HauptfleiscH

Keiner der beiden in die Stichwahl

gegangenen Präsidentschaftskandidaten

hatte die

meisten Wähler so recht glücklich gemacht.

„Aids gegen Krebs“ hatte beispielsweise

der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger

Mario Vargas

Llosa imVorfeld äußerst kritisch formuliert.

Er zieltedamit sowohl aufKeiko

Fujimori, die rechtspopulistische

Tochter des ehemaligen peruanischen

und derzeit inhaftierten Diktators Alberto

Fujimori, als auch auf den Wahlsieger

und damit künftigen Staatspräsidenten

Perus Ollanta Humala, einen

Offizier mit anrüchiger militärischer

Vergangenheit. Beides nicht gerade

Vorzeigekandidaten, an demokratischen

Standards gemessen.

Doch während Fujimori ziemlich

unverblümt Wahlkampf unter wiederholtem

Hinweis auf das autokratische

Regime ihres Vaters machte, zeigtesich

Humala eher geläutert. Er hat seine politische

Neuorientierung vor allem an

sozialen Problemen ausgerichtet.

O-Ton Humala: „Man kann nicht davon

sprechen, dass es mit Peru vorangeht,

wenn viele Peruaner in Armut leben.“

Seine Ankündigung, für sozialen Wandel

zu sorgen, hatte ihm daraufhin die

Bereitschaft nicht zuletzt der Intellektuellen

als Wahlhelfer verschafft. Das

umso mehr, nachdem er konzeptionell

wieder von seinem ursprünglichen

Vorbild Hugo Chavezabgerückt und in

die eher moderaten Leitlinien einer sozialpolitischen

Transformation à la Lula

da Silvaumgestiegen war.

Er werde die freie Marktwirtschaft

fortsetzen, erklärteder neue Staatspräsident.

Allerdings sollen die Rolle des

Staates und der Einsatz von Sozialprogrammen

gestärkt werden. Und dass

politische Reformen in diesem Sinne

höchst erforderlich sind, ist letztlich

unübersehbar. Schließlich hat das bisher

praktizierte Wirtschaftssystem Peru

voreine ausgeprägt soziale Zerreißprobe

gestellt. Vom spürbaren wirtschaftlichen

Aufschwung der jüngeren

Zeit profitierenbislang primär die Menschen

der Küstenregion sowie die

Will nicht nur sich, sondern auch sein Land fit machen: OllantaHumala (vorne). Foto dpa

Hauptstadt Lima. Die indigenen Bevölkerungsgruppen

im Anden-Hochgebirge

und im Amazonas-Tiefland,die rund

die Hälfteder Einwohner Perus ausmachen,

dagegen kaum. Deren Lebensbedingungen

verschlechtern sich sogar

noch durch die vom Wachstumsträger

Bergbau verursachten Umweltprobleme

angesichts eines massiven Abbaus

immenser Bodenschätze.

Auch ein Blick in die amtliche Armutsstatistik

ist entlarvend. Zwar ist es

gelungen, die Armutsquotelandesweit

vongut 48 Prozent in 2005 bis 2009 auf

rund 35 Prozent zu senken. Dies allerdings

regional stark differenziert. Denn

während die Quote in Lima beziehungsweise

entlang der Küste auf nur

noch 14,7 respektive 19,1 Prozent abschmolz,

verharrtesie im Hochland(Sierra)

und im Regenwald (Selva) trotz

leichter Verbesserungenmit 53,4 beziehungsweise

46 Prozent nach wie vor

aufhohem Niveau. Eine extreme soziale

Diskrepanz, die sich immer wieder in

–teilweise sogar blutigen –Unruhen

entlädt;auch in Protesten gegen die intensive

Ausbeutung der Bodenschätze

und für eine Stärkung der Rechte der

indigenen Bevölkerung.

Eine besondere Herausforderung

für den neuen Staatspräsidenten und

seine Regierung wird deshalb sein, einer

weiteren Spaltung Perus politisch

gegenzusteuern und den bisherigen

Trend sogar umzulenken. Mittel und

Instrumente dazu dürften gegeben

sein. Denn Peru ist insgesamt ein Land

im wirtschaftlichenAufschwung; profitierendinsbesonderevom

Energie- und

Rohstoffhunger der dynamischen

Schwellenländer. So konnte das reale

(preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt

(BIP) in den Jahren 2001 bis 2008 um

durchschnittlich 5,8 Prozent, zwischen

2006 und 2008 sogar um 8,4 Prozent

p.a., zulegen; Wachstumsraten, die zu

den höchsten weltweit zählen. Die internationale

Finanz- und Wirtschaftskrise

tangierte das Land mit einem

2009er BIP-Rückgang von lediglich 0,9

Prozent zudem eher geringfügig. Und

mit schätzungsweise plus 8,5 Prozent

ist bereits 2010 schon wieder die konjunkturelle

Wachstumsdynamik der

Vorkrisenjahreerreicht worden.

Dem Finanzstatus des peruanischen

Staates tut diese Entwicklung

gut. Die Auslandsschulden stellten sich

per Ende 2010 auf rund 40 Milliarden

US-Dollar.InRelationzum BIP sind das

nurrelativ niedrige 26 Prozent. Fürden

Schuldendienst müssen bloße 14 Prozent

der Exporterlöse aufgewendet

werden; Tendenz weiter fallend. Die Devisenreserven

lagen Ende 2010 ebenfalls

bei gut40Milliarden US-Dollar.Sie

decken damit weit mehr als den Importbedarf

eines Jahres ab. Zudem

wirdder solideFinanzstatus durch eine

bislang nurverhalten expansive staatliche

Haushaltspolitik untermauert:

Die Haushaltsgesetzgebung sieht in der

Regel ein Budgetdefizit von maximal

ein Prozent des BIP vor. Die Konsequenz:

Die Staatsverschuldung ist in

den vergangenen Jahren auf nur noch

rund 25 Prozent des BIPzurückgegangen.

Und damit sind durchaus Mittel

zur sozialen Befriedung des Landes gegeben;

Mittel, die zudem ausdem weiteren

gesamtwirtschaftlichen Produktionsprozess

gespeist werden können.

Bislang sind die gigantischen Erlöse

der Minengesellschaften vorwiegend –

zumal ausländischen –Minderheiten

zugeflossen. Hier sollte eine bessere

Umverteilung angepeilt werden und

auch möglich sein; und zwar ohne dass

gleich die bestehende Wirtschaftsordnung

in Frage gestellt wird. In diesem

Sinne will Humaladie Verträge ausländischer

Investoren respektieren sowie

günstigeRahmenbedingungen für weiteresWirtschaftswachstum

gewährleisten;

allerdings „mit sozialer Teilhabe“.

Mehr Staatsausgaben für Infrastruktur,

Gesundheitswesen und Ausbildung,

dazu verstärkter Kampf gegen Korruption.

Das sollte zum Vorteil der gesamtenVolkswirtschaft

Perus sein und zugleich

zur Befriedung der bislang stark

polarisierten Gesellschaft beitragen.

Der neue Staatspräsident jedenfalls

glaubt an dieses Konzept: „Wir können

Peru für alle gerechter machen.“

Aktien

Entwicklung des Aktienindex Dax

in den vergangenen drei Monaten

7600

7500

7400

7300

7200

7100

7000

finanzmärkte

Weltbörsen*

DAX 7285,51 (+ 1,12%)

Dow Jones 12190,01 (+ 0,94%)

S&P500 1295,52 (+ 0,59%)

REX 124,16 (+ 0,05%)

Zinsen

Anlagedauer Stand: 21.06.11

Nasdaq 2687,26 (+ 0,32%)

EuroStoxx 50 2801,99 (+ 0,79%)

Tec-Dax 876,47 (– 1,76%)

Bund-Future 125,85 (+ 0,20%)

Rendite bei Anlagen

in %p.a.

Tagesgeld 1,25 –1,35

1Monat Termingeld 0,15 –2,00

1Jahr Finanzierungsschätze 1,05

6Jahre Bundeschatzsbrief TypA 2,26

7Jahre Bundeschatzsbrief TypB 2,46

5Jahre Sparbrief 1,80 –4,10

10 Jahre Pfandbrief 3,51

5Jahre Bundesobligat. 2,152334

Hypothekenzinsen

Börsennot. öffentl. Anleihen 2,68

Effektivzins

5Jahre 3,19 –4,58

10 Jahre 3,69 –4,90

Devisen /Gold*

21.06.11 Vorwoche

Dollar 1,4362 1,4432

Gbp 0,8866 0,8797

Sfr 1,2115 1,2104

Yen 115,1600 115,6600

Rubel (Spotkurs, 18 h) 40,2301 40,2834

Gold (je kg) 34622,22 34748,50

*Referenzkurse Frankfurt in Euro

Leitzinsen

21.06.11 gültig seit

EZB 1,25 13.04.2011

FED 0,25 01.05.2011

GB 0,50 01.05.2011

Japan 0,10 01.05.2011

Russland 8,25 03.05.2011

Konjunktur

April Mai Juni

*Stand: 21.06.11, Schlusskurse, Veränderung zur Vorwoche

Kennziffern ausgewählter Länder

Länder BIP- Arbeitslosen- Inflations-

Angaben Wachstum quote rate

in Prozent zum Vj.-Quartal

Deutschland 0,4 7,0 2,3

II/2011 05/11 05/11

EU 2,0 9,9 2,7

II/2011 04/11 05/11

USA 1,8 9,1 0,4

II/2011 05/11 04/11

Japan -3,7 4,6 0,3

I/2011 02/11 12/10

Russland 4,5 7,2 0,5

IV/2010 04/11 05/11

Alle Angaben ohne Gewähr.

Quelle

Kurs

38-Tage-Durchschnitt

kommentar

drei plus auch beim iWf

Hartmund Hölzer

Die Expertender Konjunkturprognose sahen

sich bei ihren Vorhersagen für die

deutsche Wirtschaft seit Jahresbeginn

wiederholt zu Korrekturen nach oben veranlasst.

Inzwischen liegt das Erwartungssoll

durchwegbei drei Prozent Plus.

Nach dem überraschend starken

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um

3,5 Prozent im Jahre2010 hattezunächst

kaum jemand damit gerechnet, dass die

Konjunktur 2011 das flotteTempo beibehalten

würde. Doch genau dasbestätigten

die jüngsten Daten. Und das mit der Folge,

dass zuletztdas Rheinisch-Westfälische Institut

fürWirtschaftsforschung seine Prognose

für 2011 auf 3,7 Prozent erhöhte.

Auch beim Internationalen Währungsfonds

(IWF) steht jetzt die Drei vor

dem Komma. In ihrer aktualisiertenWeltwirtschaftsprognose

wirddas BIP-Wachstum

Deutschlands 2011 auf 3,2 Prozent

veranschlagt. Gegenüber dem noch im April

erwarteten Zuwachs ein bemerkenswerter

Sprung um 0,7 Prozentpunkte nach

oben. Die Bundesrepublik hat damit unter

den großen Industrienationen ihren Spitzenplatzerhärtet.

Die Weltwirtschaft dürfte nach Einschätzung

des IWF in diesem Jahr um 4,3

Prozent expandieren. Die Erwartungen liegen

damitnur marginal unter dem April-

Befund. Im nächsten Jahr rechnen die

IWF-Experten mit einem weltwirtschaftlichen

Wachstum von4,5 Prozent. Das leichte

Plus dürftesich damit erklären, dass Japan

nach dem 2011 erwarteten Rückgang

des BIP um 0,7 Prozent im kommenden

Jahr konjunkturell wieder vorankommt.

Daher eine geschätzteZunahme des BIP

um 2,9 Prozent.

Miteinem stärkeren Wachstum rechnet

der IWF 2012 auch in den USA (2,7 Prozent),

nachdem im jüngsten Ausblick die

Wachstumsrate für 2011 gegenüber April

um 0,3 Prozentpunkteauf 2,5 Prozent zurückgenommen

wurde. Nach den letzten

Konjunkturdaten aus den USA kommt dieser

Diskont nicht überraschend. Der IWF

siehtnicht nur in derschwelenden Schuldenkrise

der Eurozone, sondern auch in

der gigantischen Verschuldung der USA

ein weltwirtschaftliches Risiko. Die USA

riskierten Verwerfungen, sofern es bei der

zum 2. August fälligenErhöhung derVerschuldungsgrenze

zu weiteren Verzögerungen

kommen sollte.

Gut im Rennen liegen weiterhin die

großen Schwellenländer,allen vorandie

vier Bric-Staaten (Brasilien,Russland, Indien

und China).Mit Ausnahme vonRussland,

das nach der tiefen Rezession von

2009 (minus 7,8 Prozent) 2010 mit einem

Plus von4,0 Prozent wiederTritt fassteund

dem 2011 ein Wachstum von4,5 Prozent

in Aussicht gestellt wird, erwartet der IWF

jedoch eine leicht gebremsteDynamik. Für

China steht die 2011-Prognosebei 9,6 Prozent

nacheinem Plusvon 10,3 Prozent im

Vorjahr.Bei Brasilien ist der Abschlag von

7,5 Prozent im Jahr 2010 auf 4,1 Prozent in

diesem Jahr noch ausgeprägter.

In Deutschland könntesich nach Einschätzung

des IWF 2012 das Wachstum

auf 2,0 Prozent abschwächen. Doch bei

Prognosen sind Korrekturenimmer wieder

an der Tagesordnung.

Hintergrund

Japan:Beben wirktnach

Die Folgen der Erdbebenkatastrophe

werfen Japans Exportwirtschaft stärkerzurück

als erwartet. Die drittgrößte

Volkswirtschaft führte imvergangenen

Monat 10,3 Prozent wenigerWaren

aus als im Mai 2010, wie das Finanzministerium

jetzt mitteilte.

Am Markt war lediglich ein Rückgang

um 8,4 Prozent befürchtet

worden. Allerdings hatte die

Ausfuhrwirtschaft imApril ein noch

größeres Minus von 12,5 Prozent verkraften

müssen.

Experten zeigen sich besorgt, dass

Japans einst erfolgsverwöhnten Exportunternehmen

nun von zwei Seiten

in die Zange genommen werden: Neben

den erdbebenbedingten Lieferengpässen

im Land selbst könnte auch die

Nachfrage ausSchwellenländern nachlassen,

die sich mit steigenden Zinsen

gegeneine konjunkturelle Überhitzung

stemmen.

Da der rohstoffarme Inselstaat seine

ImporteimMai um 12,3 Prozent steigerte,

weist die Handelsbilanz ein Minusvon

10,7 Milliarden Dollar aus. Dies

ist der zweithöchsteregistrierte Fehlbetrag.

Nur imJanuar 2009 war die Handelsbilanz

im Sog der Lehman-Pleite

stärker in die roten Zahlen geraten.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami

im Märzsind viele Unternehmen dabei,

ihre Warenströme mühsam neu zu organisieren

und die Produktion allmählich

wieder hochzufahren. Doch die

Jahrhundertkatastrophe hat die Firmen

weit zurückgeworfen: Die Ausfuhren

nach Asien, die mehr als die Hälfte

der gesamten Exporte Japans ausmachen,

fielen im Mai um 8,7 Prozent zum

Vorjahr. Lieferungen nach China, Japans

größtem Handelspartner, gingen

um 8,1Prozentzurück, in dieUSA sogar

um 14,6 Prozent.

Die Regierung in Tokio blickt jedoch

nicht mehr ganz so pessimistisch

aufdie Wirtschaft: Erstmals binnenvier

Monaten hob sie den Konjunkturausblick

an. Sowohl Produktion als auch

Ausfuhrwirtschaft zeigten „eine gewisse

Aufwärtstendenz“, hieß es. Experten

rechnen jedoch vorerst nicht mit einer

Aufholjagd: „Die Wirtschaft scheintdie

Talsohle erreicht zu haben, doch das

Tempo der Erholung dürfte mäßig ausfallen“,

sagteTakeshi Minami vom Forschungsinstitut

Norinchukin. rtr

Der japanische Export stockt,insbesonderedie Ausfuhren nach Asien, die den höchsten

Anteil ausmachen, fielen deutlich.

Foto dpa


18 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

personalien /stellenmarkt

personalien

40-jähriges Dienstjubiläum

28.6. Gabriele poser

Mittelbrandenburgische Sparkasse

Potsdam

1.7. manfred aulbach

Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Günter Bastian

Sparkasse Hannover

karola Bayir

Sparkasse Marburg-Biedenkopf

ronald Behr

Sparkasse Bamberg

monika Breuer

Roseggerstr. 9,47445 Moers,

Sparkasse am Niederrhein

marita Burger

Kreissparkasse Kaiserslautern

annelie Byers

Sparkasse Dillenburg

BabetteCiolek

Sparkasse Dinslaken-Voerde-

Hünxe

Werner Dages

Sparkasse Freiburg-Nördlicher

Breisgau

Horst Dürrschnabel

Sparkasse Rastatt-Gernsbach

Wolfgang echternkamp

Sparkasse Bielefeld

Heide emrich

Ringstr. 21, 66887 Bosenbach,

Kreissparkasse Kusel

marita Faßhauer

KSK Miesbach-Tegernsee

Gerda Feldmann

Kreissparkasse Syke

karl-Josef Floren

Kasseler Sparkasse

Gertrud Groß

Odenwaldstr. 6, 64823 Groß-Umstadt,

Sparkasse Dieburg

achim Haase

Sparkasse Vest Recklinghausen

Hans-Joachim Hanisch

Lipper Kamp 3, 49078 Osnabrück,

Sparkasse Osnabrück

Hans-Herbert Hawes

Weserblick 12, 32457 Porta Westfalica,

StadtsparkassePorta Westfalica

roland Heilig

Sparkasse Bodensee

roland Hippe

Vorstandsvorsitzender,Sparkasse

Marburg-Biedenkopf

Christel Hoffmann

Am Steinacker 9, 41517 Grevenbroich,

Sparkasse Neuss

rosalie Jakopovic

Sparkasse Osnabrück

renateköbler

Westring 18a, 64823 Groß-Umstadt,

Sparkasse Dieburg

Hans-Werner konz

Sparkasse Merzig-Wadern

monika luthardt

Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

michael machate

Stadtsparkasse Cuxhaven

Ursula malcherek

Mühlenflösstr. 41, 33175 Bad

Lippspringe, Sparkasse Paderborn

Christine maus

Sparkasse Westmünsterland

anita mrotzek

Stadt- und Kreissparkasse Erlangen

ingrid münch

Kreissparkasse Tübingen

manfred münsterer

Mandlstr.6,94439 Roßbach, Sparkasse

Rottal-Inn

Wolfgang oberjat

Sparkasse Krefeld

Josef pütz

Sparkasse Mittelmosel –Eifel Mosel

Hunsrück

Jürgen rinne

Sparkasse Emsland

Hartmut roddau

Detmolder-Str. 1,32825 Blomberg,

Stadtsparkasse Blomberg/

Lippe

Günter rodermund

Josef-Meissner-Str. 17, 56861

Reil, SparkasseMittelmosel –Eifel

Mosel Hunsrück

marianne ruth

Mozartstr. 2,73430 Aalen, Kreissparkasse

Ostalb

Hugo sailer

Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

Ferdinand schäfer

Sparkasse Bottrop

anna maria Schätzle

Sparkasse Freiburg-Nördlicher

Breisgau

maria schilb

Kreissparkasse Saarpfalz

rainer schinkowski

Stadtsparkasse Wuppertal

Hermann-Josef schmidt

Sparkasse Neuwied

erwin schmischke

Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg

Ursula schmitz

Sparkasse Mittelmosel –Eifel Mosel

Hunsrück

ewald schneider

Rimberger Str.10, 36287 Breitenbach,

Sparkasse Bad Hersfeld-

Rotenburg

marianne schoh

Hoher Kamp3,26446Friedeburg,

Sparkasse LeerWittmund

Helmut seibold

Schumannweg 8,73663 Berglen,

Kreissparkasse Waiblingen

Jutta spang

Sparkasse Mittelmosel –Eifel Mosel

Hunsrück

Bernhardspiegel

Dornhof 6, 59597 Erwitte, Sparkasse

Erwitte-Anröchte

inge staab

Stadtsparkasse Borken

roland thiel

Sparkasse Mittelmosel –Eifel Mosel

Hunsrück

karl-Heinzthies

Sparkasse Neuwied

karin van der post

Allerkamp 11, 38550 Isenbüttel,

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

inge Vogt

Kreissparkasse St. Wendel

Gertrud Weiss

Sparkasse Forchheim

roswitha Wendefeier

Kreissparkasse Ravensburg

2.7. Josef Wachter

Sparkasse Salem-Heiligenberg

25-jähriges Dienstjubiläum

27.6. evathamm

Sparkasse Iserlohn

28.6. Birgit Witte

Sparkasse Gütersloh

29.6. sabine strube

Stadtsparkasse Düsseldorf

ChristophGentz,

Kundenbetreuer im Bereich

Immobilienkunden

„Somache ichKarriere:

Mitwachsenden Aufgaben in

einerwachsenden Region.“

30.6. kerstin Jung

Nassauische Sparkasse Wiesbaden

Jutta kleimenhagen

Stadtsparkasse Wuppertal

Christian lange

Sparkasse Göttingen

Geburtstag

27.6. Hans-Werner Bente, 65 Jahre

Weserstr. 4, 27628 Sandstedt (früher:

Kreissparkasse Wesermünde-

Hadeln)

sigrid Jünemann, 70 Jahre

Am Deich 4b, 26954 Nordenham

(früher: KreissparkasseNortheim)

Werner Jung, 60 Jahre

Stadt-Sparkasse Langenfeld

Frank-ralph kriegel, 60 Jahre

Kreissparkasse Birkenfeld

Hans-otto mielitz, 90 Jahre

Eichenstr. 62a, 26131 Oldenburg

(früher: Landessparkasse zuOldenburg)

Christine raber, 60 Jahre

Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld

erika seland, 70 Jahre

Sparkasse Schaumburg

armin Wahner, 60 Jahre

Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen

28.6. manfred Bernhard, 70 Jahre

Siedlungsweg 2a,44287 Dortmund

(früher: Sparkasse Dortmund)

raimar Fandler, 70 Jahre

(früher: Stadtsparkasse Wuppertal)

Friedrich karl, 65 Jahre

(früher SparkasseLandshut)

Wilgunde klippert, 60 Jahre

Röntgenstr. 12, 48455 Bad Bentheim,Kreissparkasse

Nordhorn

artur paplinski, 60 Jahre

Kreissparkasse Rottweil

Wirsuchenfür unseren Vertrieb zumnächstmöglichen Termin

renatereifenrath, 75 Jahre

(früher: SparkasseDuisburg)

klaus terliesner, 60 Jahre

Sparkasse Duisburg

manfred Walter, 65 Jahre

Ringgerott Str. 92, 45772 Marl

(früher: StadtsparkasseOberhausen)

kerstin Weist, 65 Jahre

Feldstr. 41, 47441 Moers (früher:

Verbands-Sparkasse Wesel)

irmgardZieske, 80 Jahre

Ebelshof 43, 41063 Mönchengladbach

(früher: Stadtsparkasse Mönchengladbach)

29.6. angelika annies-schröcker,

60 Jahre

Sparkasse Wetzlar

erika Bammel, 70 Jahre

Hinter dem Hagen27, 38476Barwedel

(früher: Sparkasse Gifhorn-

Wolfsburg)

marlies Derdak, 60 Jahre

Droste-Hülshoff-Str. 96, 32257

Bünde, Sparkasse Herford

ingo entner, 75 Jahre

(früher: Kreissparkasse Düsseldorf)

amanda Hegemann, 70 Jahre

(früher: SparkasseDuisburg)

klaus kemper, 75 Jahre

Albrechtstr. 9,58636 Iserlohn

(früher: SparkasseIserlohn)

erwin kornitzki, 80 Jahre

Lindenweg 10, 31675 Bückeburg

(früher: SparkasseSchaumburg)

Gudrun kreis, 60 Jahre

Winnenberger Str.17, 55767 Sonnenberg-Winnenberg,

Kreissparkasse

Birkenfeld

marianne lange, 70 Jahre

Manteuffelstr. 9, 44143 Dortmund

(früher: SparkasseDortmund)

anneliese lau, 95 Jahre

Birkenweg 26, 39539 Havelberg

(früher: KreissparkasseStendal)

einenKundenbetreuer fürHeilberufe(m/w)

reiner mensen, 60 Jahre

Lübecker Str. 17, 29721 Emden,

Sparkasse Emden

elisabeth ott, 70 Jahre

Bruchhoefe 156, 47829 Krefeld

(früher: SparkasseKrefeld)

leosellinghoff, 90 Jahre

Schildberg 34, 45359 Essen

(früher: StadtsparkasseOberhausen)

margaretesiegler, 80 Jahre

Habitzheimer Str. 30, 64823 Groß-

Umstadt (früher: Sparkasse Dieburg)

alexander spada, 75 Jahre

(früher: SparkasseDuisburg)

Bernd Weichsel, 65 Jahre

Sparkasse Mainfranken Würzburg

30.6. maria Bielitz, 75 Jahre

Raesfelder Str. 16, 46325 Borken

(früher: Sparkasse Westmünsterland)

Wolfgang Blitz, 65 Jahre

Mühlstr.52, 64823 Groß-Umstadt

(früher: SparkasseDieburg)

annemarie kern, 60 Jahre

Ziegelhütterweg 2,66450 Bexbach,

Kreissparkasse Saarpfalz

Gerda klostermann, 70 Jahre

Hohe Brink 5, 26180 Rastede (früher:

Landessparkasse zu Oldenburg)

siegfried leimeister, 60 Jahre

Sparkasse Mainfranken Würzburg

alma lietz, 70 Jahre

Geldernsche Str.18f,47441 Moers

(früher: Sparkasse am Niederrhein)

Wilhelm lindemann, 80 Jahre

Jahnstr. 9,26899 Rhede (früher:

Sparkasse Emsland)

Hans mesch, 60 Jahre

Sparkasse Donauwörth

irmgardWeidauer, 75 Jahre

Baustr.7a,17335 Strasburg(früher:

Sparkasse Uecker-Randow)

Mit einer Bilanzsumme von 38Milliarden Euro ist die Haspa Deutschlands größte Sparkasse und als Retailbank mit über 1,5 Millionen Kunden Marktführer am Hamburger

Finanzplatz. Die Nähe zu unseren Kunden, ganzheitliche Anlage- und Finanzierungskonzepte sowieschnelle Entscheidungen sind Teil unserer Unternehmensphilosophie.

IhreAufgaben

In unserem Center für Heilberufesind Sie für die aktive

und ganzheitliche Betreuung unserer Kunden

verantwortlichund bauen den Kundenstamm aus.

Im Rahmen unseres Betreuungssystems werden Sie die

neu gewonnenen Geschäftsverbindungen kontinuierlich,

ganzheitlich und bedarfsorientiert beraten und ausbauen.

Innerhalb der vonIhnen verantworteten Kundengruppen

nehmen Sie Repräsentationsaufgaben wahr und pflegen

aktiv Ihr Netzwerk.

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arbeiten Sie zielgerichtet und teamorientiert zusammen.

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Sie sind Diplomkaufmann bzw. Bankbetriebswirt oder

besitzen eine vergleichbareQualifikation.

Meine Bank heißt Haspa.

karriere.haspa.de

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Einfühlungsvermögen einstellen.

Neben einem ausgeprägten Verhandlungsgeschick

besitzen Sie die Bereitschaft, sich fachlich und

perspektivisch weiterzuentwickeln.

Sie sind seit mehreren Jahren erfolgreich im Firmenkundengeschäft

bzw. in der Vermögensanlage tätig.

Sie bringen Berufserfahrung in der Betreuung von

Freiberuflern mit. Im Idealfall liegt Ihr Schwerpunkt dabei

in dem Segment der Heilberufe.

IhreBewerbung

Senden Sie bitteIhreaussagekräftigen Bewerbungsunterlagen

mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung sowie des möglichen

Eintrittstermins als PDF- bzw. Word-Datei an karriere@haspa.de

Fragen zu der ausgeschriebenen Position beantworten Ihnen

gerne Stefan Sparr,Tel. 040 3579-3884, und Thorsten Werner,

Tel. 040 3579-7812. WeitereInformationen erhalten Sie unter

www.heilberufe.haspa.de

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www.sparkassenzeitung.de und www.sparkasse.de


24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

stellenmarkt

19

Stadtsparkasse

Wunstorf

Firmenkundenbetreuer/in

Wir sind ein leistungsstarkes Kreditinstitut mit einer Bilanz summe von425 Mio. Euround

136 motivierten und engagierten Mitarbeiter/innen die sich den aktuellen und künftigen Markterfordernissen

aktiv stellen. Die Stadt Wunstorf ist sehr gut angebunden an die Landeshauptstadt

Hannoverund durch die Nähe zum Steinhuder Meer ein besonderer Anziehungspunkt mit einem

hohen Wohn und Freizeitwert.

Zum nächstmöglichen Eintrittstermin suchen wir für unseren Geschäftsbereich Firmenkunden eine/n

Firmenkundenbetreuer/in

IhreAufgabenschwerpunkte:

-Eigenverantwortliche und ganzheitliche Betreuung anspruchsvoller,persönlich zugeordneter

Firmenkunden

-Akquisition vonNeukunden und Intensivierung bestehender Geschäftsbeziehungen

-Beratung im Passiv- und Dienstleistungsgeschäft

-Spezialberatung im Aktivgeschäft

-Votierung vonKreditunterlagen sowie Entscheidungen über Kreditanträge

Ihr Profil:

-Markterfahrung, fundierteKenntnisse und Fähigkeiten in allen Bereichen des Sparkassen- bzw. Kreditwesens

mit Schwerpunkten im gewerblichen Kreditgeschäft

-klareErfolgsorientierung und ein hohes Maß an Eigeninitiativeund Selbstständigkeit

-Akquisitionsgeschick mit überzeugendem Auftreten, gute Ausdrucksfähigkeit und konstruktiver

Verhandlungsführung

-Hohe Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit

-Guteanalytische Fähigkeiten, Risikoorientierung und Entscheidungsfreude

-Abschlussdes/der Sparkassenbetriebswirt/in oder eine vergleichbare Ausbildung, die idealerweise

durch Fachseminareabgerundet wurde

Wir bieten Ihnen ein verantwortungsvolles, anspruchsvolles Aufgabengebiet und eine attraktive, den

Anforderungen entsprechende Vergütung.

Interessiert ?

Dann senden Sie Ihrevollständigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen und

Ihres frühestmöglichen Eintrittstermin bis zum 15.07.2011 an die:

Stadtsparkasse Wunstorf

Personalbetreuung

Lange Str.2

31515 Wunstorf

oder per EMail an hans-juergen.wieczorek@ssk-wunstorf.de

FürweitereAufkünftesteht Ihnen unser Vorstandsmitglied, Herr Frank Wiebking, unter der

Telefon-Nr.: 05031 102-163 gern zur Verfügung.

Kommen Sie zu einem starken Unternehmen in der

Metropolregion Rhein-Neckar.

Immobilienschätzer(m/w)

Wir sind eine leistungsstarke und zukunftsorientierte Sparkasse in der

Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Mit einer Bilanzsumme von 2,2 Mrd.

Euro sowie 470 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören

wir zu den bedeutenden Unternehmen und Arbeitgebern in Lübeck.

Die als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannteLübecker Altstadt,die traumhafte

Lage an der Ostsee sowie eine optimaleZug- und Autobahnverbindung nach

Hamburgund Skandinavien sind kennzeichnend für die Attraktivität

unseres Geschäftsgebietes. Darüber hinaus prägen die Universität, zwei

Fachhochschulenund eine Vielzahl innovativer Unternehmen den Ruf

Lübecks als einen der herausragenden WissenschaftsstandorteimNorden.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für unsere

Kreditsachbearbeitung einen

Immobilienschätzer(m/w)

IhreAufgaben:

• Erstellung vonVereinfachten Wertermittlungen nach §24BelWertV

• Plausibilisierung und Kontrolle vonMarkt- und Beleihungswertermittlungen

• Koordinierung der Auftragsvergabe an externe Immobiliengutachter

IhreQualifikation:

• Qualifiziertekaufmännische Ausbildung

• FundierteKenntnisse in der Immobilienbewertung

• Eigenverantwortung und Selbständigkeit

Unser Angebot:

• Anspruchsvolle Aufgaben in einer modernen, zukunftsorientierten Sparkasse

• Eigenverantwortliches Arbeiten

• LeistungsgerechteVergütung

• Flexible Arbeitszeiten

• Auf das Stadtgebiet Lübeck begrenztes Einsatzgebiet

Haben Sie Interesse?

Dann freuen wir uns auf IhreBewerbung unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen und

Ihres frühesten Eintrittstermins bis zum 15.07.2011.

Sparkasse zu Lübeck AG, Personalabteilung, Breite Straße 18-28, 23552 Lübeck;

Ihre Ansprechpartner: Bianca Klüssendorf, stellv. Leiterin Personalabteilung,

Telefon 0451 147-229 oder Tim Faß, Leiter Kreditsachbearbeitung,

Telefon 0451 147-262, E-Mail: bewerbungen@spk-luebeck.de

www.sparkasse-luebeck.de

Lernen Sie Lübeck näher kennen unter www.wohlfühlhauptstadt.de

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sich mit der

SparkassenZeitung

regelmäßig.

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SparkassenZeitung

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*telefonische Befragung August 2008

DieSparkassenZeitung

Die Wochenzeitung für die Sparkassen-Finanzguppe

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir Sie als

Finanzierungsberater/-in Immobilien

IhreAufgaben:

b Umfassender,qualifizierter und abschlussorientierter

Verkauf vonBaufinanzierungen

sowie Cross-Selling-Maßnahmen rund um die

Immobilie

b AktiveZusammenarbeit mit anderen Vertriebseinheiten

und unseren Verbundpartnern

b Gelegentliche Übernahme vonRepräsentationsaufgaben,

z. B. bei Messe- und Kundenveranstaltungen

Ihr Profil:

b Sie haben eine Ausbildung zum/zur

Bankkaufmann/Bankkauffrau und eine

Weiterbildung zum/zur Bankfachwirt/-in

oder eine vergleichbareQualifikation

b Sie verfügen über mehrjährige Berufserfahrung

in der qualifizierten Baufinanzierung

b Sie haben Freude am Verkaufen und im

Umgang mit Kunden

b Sie verfügen über abschlussorientiertes

Denken und Handeln

b Sie haben eine ausgeprägteKontakt- und

Teamfähigkeit, zeigen Engagement und

Eigeninitiative

b Sie verfügen über guteUmgangsformen und

ein sicheres Auftreten

b Sie sind räumlich und zeitlich flexibel und

besitzen den Führerschein Klasse B

Unser Angebot:

b Eine interessanteund herausfordernde

Tätigkeit in einer modernen Sparkasse

b Ein sich dynamisch entwickelndes

Umfeld in einer interessanten Region

b Eine leistungsgerechteVergütung

Ihrevollständigen Bewerbungsunterlagen

senden Sie uns bittevorzugsweise online über

www.sparkasse-heidelberg.de/stellenangebote

bis zum 05. Juli 2011 unter Angabe Ihres

frühestmöglichen Eintrittstermins und Ihrer

Gehaltsvorstellung zu.

Sparkasse Heidelberg

Hauptabteilung Personal

Kurfürstenanlage 10 –12

69115 Heidelberg

IhreFragen beantworten Ihnen gerne

Franz Kammerer

Abteilungsleiter Finanzberatung Immobilien

Telefon 06221 511-2283

oder

Claudia Steudle

Referentin Personalentwicklung

Telefon 06221 511-2330

Sparkasse

Heidelberg

www.sparkasse-heidelberg.de

Sie möchten eine Anzeige im Stellenmarktder

SparkassenZeitung schalten?

Unser Anzeigenteam informiert Sie gerne:

Telefon 0711 782-1164,Telefax 0711 782-2080,

stellenmarkt@dsv-gruppe.de

Die Sparkasse Goslar/Harz erzielt in ihrem Geschäftsgebiet mit mehr als 450 Mitarbeitern in23Geschäftsstellen eine Bilanzsumme

von über 1,4 Mrd. Euro. Mit einem umfassenden Produktportfolio und konsequenter Markt- und Kundenorientierung präsentiert sich das

Institut als Marktführer und kompetenter Partner der Menschen und Unternehmen in der Region. Die überzeugende Unternehmensentwicklung

der letzten Jahre ist dabei die Konsequenz des großen Engagements aller Beteiligten. Um den weiteren Erfolg des Hauses

sicherzustellen, suchen wir eine fachlich versierte und führungsstarke Persönlichkeit für die risikooptimierte Weiterentwicklung

des Kreditgeschäfts.

Bereichsleiter/in Marktfolge

In direkter Vorstandsunterstellung verantworten Sie die Steuerung und Weiterentwicklung des umfangreichen Kreditportfolios

entsprechend der geschäftspolitischen Zielsetzung der Sparkasse. Im Einzelnen umfasst das Tätigkeitsgebiet die Sachbearbeitung für

alle Kundensegmente, die Ausübung der Kreditkompetenzen inklusive der risikoorientierten Beurteilung und Überwachung des

Kreditportfolios sowie die prozessorientierte Steuerung des Bereiches. InKooperation mit dem Vertrieb stellen Sie sicher, dass das

Leistungsangebot in Hinblick auf Produkte, Konditionen und Servicequalität sowohl den Kunden- und Marktbedürfnissen als auch den

Erfordernissen der betriebswirtschaftlichen Planung entspricht. Darüber hinaus obliegt Ihnen die Leitung und Steuerung des Bereiches

Abwicklung und Sanierung. Mit der Stelle verbindet sich perspektivisch die Chance einer Vorstandsvertretung.

Um diese Aufgaben erfolgreich wahrnehmen zu können, verfügen Sie über eine bankspezifische Ausbildung sowie eine weiterführende

theoretische Qualifikation. Im Rahmen einer mehrjährigen Tätigkeit im Kreditbereich haben Sie sich eine ausgeprägte fachliche

Kompetenz in der Marktfolge des Firmen- und Privatkundenkreditgeschäfts angeeignet, idealerweise ergänzt durch Kenntnisse in der

Sanierung und Abwicklung notleidender Engagements. Ihre Führungsqualitäten konnten Sie bereits imRahmen Ihrer bisherigen Tätigkeit

unter Beweis stellen. Neben einem guten Gespür für die Chancen und Risiken des Marktes zeichnen Sie sich durch eine ausgeprägte

analytische und konzeptionelle Begabung und sehr gute organisatorische Fähigkeiten aus.

Sollte Sie diese herausfordernde Aufgabe reizen, dann senden Sie bitte Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf,

Zeugnisse, Gehaltsvorstellung) unter Angabe der Kennziffer MA 14.926/01 andas von uns beauftragte Beratungsunternehmen ifp.

Gerne stehen Ihnen dort die Berater Frau Andrea Schuhmann (0221/20506-37, E-Mail: andrea.schuhmann@ifp-online.de), Frau

Sybille Bühler-Zielke (0221/20506-47) oder Herr Rolf Jacoby (0221/20506-23) für weitere Informationen zur Verfügung.

Selbstverständlich wird Ihnen die vertrauliche Behandlung Ihrer Bewerbung zugesichert.

Postfach 10 31 44

50471Köln

www.ifp-online.de


20 24. Juni 2011 /Nr. 25 DieSparkassenZeitung

stellenmarkt

ImPressUm

Herausgeber:

Deutscher Sparkassen- und Giroverband

e. V.,Charlottenstr.47, 10117 Berlin.

Chefredaktion:

Stefan Marotzke, PeterMüller (stv.).

redaktion:

Iris Hemker, Tel. +49 (0) 30/2 02 25 -5144

Silvia Besner (-51 45), Thomas Rosenhain

(-51 46), Charlottenstr.47, 10117 Berlin,

Sekretariat -51 49 und -51 53, Fax-51 51

E-Mail: sparkassenzeitung@dsgv.de

Verlag:

Deutscher Sparkassen Verlag GmbH,

Am Wallgraben 115, 70565 Stuttgart,

Objektleitung:GerhardBaumgartl,

Tel. +49 (0) 711/782-1235,Fax -1288;

Herstellung: Thorsten Egeler.

stellenanzeigen:

Anzeigenteam +49 711 782-1164, Fax -2080.

E-Mail: stellenmarkt@dsv-gruppe.de

Internet: http://www.sparkassenzeitung.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 23 vom

1.1.2011. Anzeigen- und Druckvorlagenschluss:

jeweils Montag vor Erscheinen.

Stellenangeboteund „Kleine Anzeigen“ nur

für Institute und Mitarbeiter/innen innerhalb

der Sparkassen-Finanzgruppe

Produkt- und Imageanzeigen aus der

sparkassen-Finanzgruppe:

Deutscher Sparkassen Verlag GmbH

Anneli Baumann Tel. +49 711 782-1278,

Fax-2080.

E-Mail: anneli.baumann@dsv-gruppe.de

AnzeigenpreislisteNr. 16 vom1.1.2011.

Anzeigen- und Druckvorlagenschluss

jeweilseine Woche vorErscheinen.

Vertrieb:

Lothar Barthel, lothar.barthel@dsv-gruppe.de

Tel. +49 711 782-1693, Fax-2966,

Luise Dingler, luise.dingler@dsv-gruppe.de

Tel. +49 711 782-1252, Fax-2966

Die Zeitung erscheintfreitags, zusätzlich ca.

zwölf Themen- und drei Verlagsbeilagenim

Jahr sowie dreimal wöchentlich der per E-

Mail versandte SparkassenNewsletter. Jahresbezugspreis

135,00 Euro einschließlich

Versandkosten und MwSt. bei Jahresvorausrechnung.

Einzelpreis 3,50 Euro.Bei Versand

ins europäische Ausland werden zusätzlich

10,00 Euro Versandkostenpauschale

berechnet.

Abbestellungen nur zum Jahresende mit

einer Frist vonvier Wochen.

sparkassenZeitung online:

Abonnenten erhalten Zugang zum exklusiven

Bereich unter „www.sparkassenzeitung.de“.

Bestellungen unter Angabe Ihrer

Kunden-Nr.und E-Mail-Adresse an:

AboNewsletter@dsv-gruppe.de.

Verlagsrechte:

Die Autoren versichern mit der Abgabe des

Manuskripts ihre alleinige Befugnis über

die urheberrechtlichen Nutzungsrechte an

ihren Beiträgen inkl. Fotosund anderer Reproduktionsvorlagen.

Zudem stellen sie

den Verlag vonRechten Dritter frei und räumen

ihm das unbeschränkte ausschließliche

Recht der Vervielfältigung und Verbreitung

sowie der unkörperlichen Wiedergabe

derBeiträge auch zur Verwertung in anderen,

z. B. elektronischen Medien ein. Fürunverlangt

eingesandte Manuskripte, Fotos

und sonstige Unterlagen haftet der Verlag

nicht. Die mit Namen oder mit Initialen gekennzeichneten

Beiträge geben die Meinung

des Autors, aber nicht unbedingt der

Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Die Zeitung und alle in ihr enthaltenen Beiträge,

Tabellen, Übersichten, Abbildungen

und Fotossind urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung außerhalb der Grenzen

des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung

des Verlags unzulässig. Dies gilt insbesonderefür

Vervielfältigungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung

und Verarbeitung in elektronischen

Systemen.Nachdrucknur mit Erlaubnis

der Redaktion.

Druck:

BechtleVerlag&Druck Esslingen,

Zeppelinstr.116,

73730 Esslingen,

Tel: +49 711 9310-0.

ISSN 1612-3743.

S Sparkasse

Hochrhein

Controller/in

Wir sind eine innovativeund vertriebsstarkeSparkasse mit einer Bilanzsumme

vonrund 2,7 Mrd. €, 27 Geschäftsstellen, 530 Mitarbeitern und

haben unseren Hauptsitz in der Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen.

UnsereLage am Rande des Südschwarzwalds direkt an der Schweizer

Grenzemit kultureller Anbindung an Zürich und Basel bietet einen hohen

Freizeitwert.

Zur gezielten Weiterentwicklung unserer Controlling-Instrumente suchen

wir zum nächstmöglichen Termin eine/nController/in,der folgende

Hauptaufgaben übernimmt:

• Betreuung und Weiterentwicklung des Vertriebscontrollings

• Kunden-/Produkt- und Profit-Centerkalkulation unter Einsatz

entsprechender Controlling-Programme durchführen

• Betreuung und Weiterentwicklung OSPlus-Banksteuerung

• Mitwirkung bei der Gesamtbanksteuerung

• MitarbeitinProjekten

Fürdiese vielseitigeund anspruchsvolle Aufgabe bringen Sie ein erfolgreich

abgeschlossenes betriebswirtschaftliches Studium/Bankbetriebswirt

oder eine gleichwertige Qualifikation mit. Eine Bankausbildung und/oder

ersteeinschlägige Berufserfahrungen sind vonVorteil. Sie haben Freude

daran, in einem Team ergebnisorientiert zu arbeiten und sind es gewohnt,

analytisch und konzeptionell zu denken. VertiefteKenntnisse in MS-Office

sind erforderlich.

Wir bieten Ihnen einen anspruchsvollen und zukunftsorientierten Arbeitsplatz

mit einer Vergütung im Rahmen des TVöD-S. Entsprechende Fortbildungsmaßnahmen

zur Ergänzung/Vertiefung Ihres Fachwissens haben wir

bei Bedarf für Sie vorgesehen.

WeitereInformationen erhalten Sie vomLeiter unserer Controllingabteilung,

Herrn Raimund Ringgeler (Telefon 07751/882-4030).

IhreBewerbung mit den üblichen Unterlagen schicken Sie bittebis zum

11. Juli 2011 an:

SparkasseHochrhein, Personalabteilung, Hildrun Mühlbauer,Bismarckstr.7,79761

Waldshut-Tiengen oder bewerben Sie sich online über:

www.sparkasse-hochrhein.de/stellenangebote

S Sparkasse

Mülheim an der Ruhr

Von Mensch zu Mensch kompetent, engagiert und innovativ, das ist die Sparkasse

Mülheim an der Ruhr mit ihren 523 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer

Bilanzsumme von € 2,5 Mrd. Moderne Banktechnik, attraktive Produkte – und vor allem

der Dialog mit unseren Kunden stehen im Mittelpunkt unserer Strategie und unseres

täglichen Handelns. Aufgrund unserer marktorientierten Ausrichtung sind wir das

führende Kreditinstitut in Mülheim an der Ruhr.

Wir suchen

einen Firmenkundenberater mit dem Schwerpunkt

Freiberuflerbetreuung (m/w)

Ihre Aufgaben:

Sie betreuen und beraten die Ihnen direkt zugeordneten Kunden des Freiberuflersegmentes

der Sparkasse Mülheim an der Ruhr aktiv und ganzheitlich. Die Erstellung

und Umsetzung kundenorientierter Lösungen auf Basis des Finanzkonzeptes gehört

hierbei zu Ihren Aufgaben.

Ihr Profil:

• Sie haben Erfahrungen im Firmenkundengeschäft, idealerweise ist Ihnen der Umgang

mit Freiberuflern ebenfalls bereits vertraut.

• Sie verfügen über sehr gute Vertriebsfähigkeiten und abschlussorientiertes

Verhandlungsvermögen.

• Sie haben idealerweise ein betriebswirtschaftliches Studium, den Sparkassenfachwirt/

Bankfachwirt oder eine adäquate betriebswirtschaftliche Weiterbildung absolviert und

besitzen gute Kreditkenntnisse.

• Sie besitzen Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft.

• Sie kommunizieren ergebnis- und partnerorientiert.

• Sie verfügen über ein hohes Maß an Dienstleistungsorientierung.

• Sie sind belastbar und flexibel.

Wir bieten

einen interessanten, abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit viel Freiraum für Eigeninitiative.

Eine individuelle Einarbeitung und die Vertiefung Ihrer Kenntnisse durch Seminare

und Tagungen ist gewährleistet.

Stadtsparkasse

Wunstorf

Leiter/in des Marktbereiches Kredit

Wir sind ein leistungsstarkes Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von 425 Mio. Euround

136 motivierten und engagierten Mitarbeitern, die sich den aktuellen und künftigen Markterfordernissen

aktiv stellen. Die Stadt Wunstorf ist sehr gut angebunden an die Landeshauptstadt

Hannover und durch die Nähe zum Steinhuder Meer ein besonderer Anziehungspunkt mit einem

hohen Wohn- und Freizeitwert.

Im Rahmen einer Neuorganisation suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

fachlich und menschlich überzeugende Persönlichkeit sowie engagierteFührungskraft als

Leiter/in des Firmen- und Privatkundenkreditmarktes.

IhreAufgabenschwerpunkte:

- Ausrichtung und Steuerung sowohl des Firmen- und Gewerbekundengeschäfts, als auch des

Privatkreditbereiches unter Ertrags- und Risikogesichtspunkten

-Führung eines motivierten Beraterteams

-Vereinbarung und Controlling der Ertrags- und Absatzziele im Rahmen der geschäftspolitischen

Zielsetzung

-Persönliche und verantwortungsvolle Betreuung und Akquisition von ausgewählten

Firmenkunden

-Wahrnehmung von Repräsentationsaufgaben

Ihr Profil:

-Fundiertetheoretische Aus- und Fortbildung sowie qualifiziertepraktische Erfahrungen

insbesondereimFirmenkreditgeschäft

-Mehrjährige vertriebsorientierteFührungsverantwortung

-Kundenorientiertes und unternehmerisches Denken und Handeln

-AusgeprägteÜberzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick

Unser Angebot:

-Eine sehr anspruchsvolle, vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Raum für

Eigeninitiative im Team einer leistungs- und marktorientierten Sparkasse

-Erwerb der Geschäftsleitereignung gem. §33KWG, ggfs. Übernahme der Verhinderungsvertretung

des Vorstandes

-Eine der Position entsprechende Vergütung auf der Grundlage des TVöD-S plus Leistungskomponenten

sowie guteSozialleistungen

IhreBewerbung senden Sie bitteunter Angabe Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins sowie

Ihrer Gehaltsvorstellungen bis spätestens zum 15.07.2011 an den Vorstand der Stadtsparkasse

Wunstorf,Lange Str.2,31515 Wunstorf.

FürweitereAuskünftesteht Ihnen unser Vorstandsmitglied, Herr Frank Wiebking, unter der

Telefon-Nr.: 05031 102-163 gern zur Verfügung.

Sind Sie interessiert?

Gerne erwarten wir Ihre ausführlichen Bewerbungsunterlagen (mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen

und Kündigungsfrist) bis zum 08.07.2011 an die

Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Personalabteilung

Frau Birthe Andres

Berliner Platz 1

45466 Mülheim an der Ruhr.

Für Fragen steht Ihnen Frau Birthe Andres, Telefon 0208/3005-331, gerne zur Verfügung.

Leben heißt

älter werden

Bitte helfen Sie pflegebedürftigen

alten Menschen mit Ihrer Spende.

Werden Sie SOS-Pate. Jetzt!

Sie möchten eine Anzeige im Stellenmarkt

der SparkassenZeitung schalten?

Unser Anzeigenteam informiert Sie gerne:

Telefon 0711 782-1164, Telefax 0711 782-2080,

stellenmarkt@dsv-gruppe.de

Spendenkonto 4077,

Sparkasse Bielefeld, BLZ 480 50161

Stichwort „Senioren“ oder auf

www.senioren-bethel.de

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