vorwärts für Sachsen-Anhalt - SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

spd.sachsen.anhalt.de

vorwärts für Sachsen-Anhalt - SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

Wir in Sachsen-Anhalt

09/2010 I

WISA

vorwärts für Sachsen-Anhalt

Keinen Schritt vorwärts, aber zwei zurück

Wie sich die Energiepolitik der Bundesregierung auf unser Land auswirkt

Von Marko Mühlstein

A

m 27. August

will die CDU/

CSU/FDP-Koalition

in Berlin verschiedene

Szenarien präsentieren,

wie die Energieversorgung

Deutschlands

in den nächsten

Jahren aussehen

könnte. Ende September

wird dann endlich

die „Katze aus dem Sack“ gelassen und ein schwarz/gelbes

Energiekonzept der Öffentlichkeit präsentiert. Dann werden

wir wieder hören, wie klimafreundlich und kostengünstig die

Atomenergie in Deutschland sei. Wie werden erfahren, wie

die Bundesregierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern

will und ob für 8, 10 oder sogar 15 Jahre. Spätestens

dann wird vielleicht allen klar: Schwarz-Gelb macht die von

der SPD eingeleitete Energiewende rückgängig.

Doch welche Konsequenzen haben längere Laufzeiten für

Sachsen-Anhalt? Die Laufzeitverlängerung bedeutet zunächst,

dass der vor zehn Jahren vereinbarte Konsens für

den Atomenergieausstieg aufgekündigt wird. Schwarz/

gelb ebnet den Weg, um den Anteil der Kernenergie an

der Bruttostromerzeugung von derzeit 22,6 % im Wesentlichen

fortzuschreiben und die Machtposition der Energiekonzerne

wieder deutlich auszubauen. Zwar wird der

fehlende Wettbewerb auf dem Energiemarkt zuweilen

kritisiert, dennoch senkt man durch Laufzeitverlängerungen

die wirtschaftlichen Anreize für neue Marktteilnehmer

im Bereich der Stromerzeugung. Die Folge ist, dass

insbesondere die Stadtwerke Projekte für Klima schonende

Energieversorgung auf Eis legen werden. Die Laufzeitverlängerung

führt so zwangsläufig auch zu einem Modernisierungsstopp

in der Energieversorgung Sachsen-

Anhalts. Doch gerade der Umstieg auf eine dezentrale

Versorgung durch Stadtwerke ist wichtig, um das Zusammenspiel

mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien zu ermöglichen.

Atomkraftwerke können nicht flexibel reagieren,

wenn Sonne und Wind weniger Energie produzieren

– sie arbeiten in der Grundlast. Die Betreiber der AKWs

kehren jedoch diese Tatsache aber gern um und drängen

darauf, doch einfach den Windstrom zu drosseln.

Hinter den Forderungen der AKW-Betreiber steckt eine

gut nachvollziehbare Motivation: es können unliebsame

Mitbewerber vom Markt verdrängt und Gewinne durch

abgeschriebene Atommeiler um ein Vielfaches gesteigert

werden. So freuen sich laut „8KU“, einer Kooperation

kommunalen Energieunternehmen, die Betreiber der

Atomkraftwerke allein bei einer Laufzeitverlängerung von

8 Jahren schon jetzt auf Zusatzerlöse von bis zu 57 Mrd.

Euro! Die Stadtwerke hingegen müssten mit Mindererlösen

von über 3 Mrd. Euro rechnen. Die aktuelle Drohung

der Energiekonzerne, Atomkraftwerke im Falle der Einführung

einer Brennelementesteuer sofort vom Netz zu

nehmen ist schlicht Bauernfängerei und ein Skandal zugleich.

Ganz zu schweigen von den weitestgehend dem

Steuerzahler aufgebürdeten Kosten für ungelösten Fragen

der Endlagerung, den Transport der atomaren Abfälle

und die millionenschweren Forschungsprogramme.

Übrigens hätte die Abschaltung der AKWs für Sachsen-

Anhalt keine spürbaren Auswirkungen, denn im vergangenen

Jahr lag allein der Anteil der Erneuerbaren Energien

am Nettostromverbrauch im Land immerhin bereits

bei über 47 %.

Klar ist aber auch, bei Laufzeitverlängerungen wären die Folgen

für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt gravierend. Zwar

exportieren die großen Hersteller für Wind- und Solartechnik

mehr als die Hälfte Ihrer Produkte, dennoch sind sie auf

die stetige Binnennachfrage und eine kontinuierliche Technologieentwicklung

angewiesen. Sowohl die Nachfrage,

als auch die Forschung werden durch längere Laufzeiten regelrecht

„ausgebremst“. Eine Wachstumsbranche mit immerhin

300.000 Arbeitsplätzen deutschlandweit und über

20.000 Arbeitsplätzen in Sachsen-Anhalt wird von CDU/CSU

und FDP ohne Not in Gefahr gebracht: Ihr Vorgehen ist somit

wirtschafts- und forschungsfeindlich. In Sachsen-Anhalt

haben sich - neben der Windkraft- und Solarindustrie, aber

auch der Biogasbranche - mittlerweile eine Reihe von Instituten

und Forschungseinrichtungen für die Weiterentwicklung

der Erneuerbaren Energien angesiedelt, an den Universitäten-

und Hochschulen wurden eigens Lehrstühle dafür

eingerichtet. Darüber hinaus sind Erneuerbare-Energien-

Cluster entstanden, die Spitzentechnologien für eine nachhaltige

Energieversorgung vorantreiben. All das wird jetzt

für eine Energiepolitik von vorgestern in Frage gestellt.

Und wie reagiert der CDU-Spitzenkandidat und Wirtschaftsminister

unseres Landes, Rainer Haselhoff, auf die

Frage nach der Zukunft der Atomenergie? Man könnte

vermuten, dass er sich im Interesse der Stadtwerke, der

Braunkohlewirtschaft und des Clusters Erneuerbare Energien

gegen die Verlängerung der Laufzeiten stark macht.

Doch weit gefehlt, Herr Haselhoff, der zugleich Mitglied

im CDU-Bundesvorstand ist, lies sich damit zitieren, „dass

er nicht grundsätzlich gegen Atomenergie“ sei und „für

eine Verlängerung der Laufzeit der bestehenden Atomkraftwerke

verhandeln würde“.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …


Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

die Sommerpause ist vorbei und

ich hoffe, ihr habt alle viel Kraft getankt.

Wir werden sie brauchen für

die Aufgaben, die in den nächsten

Wochen vor uns liegen. Das Sommerloch

haben in diesem Jahr zum

großen Teil unsere politischen Konkurrenten

gefüllt, aber leider ist der

Kelch auch uns nicht ganz vorbeigegangen.

Das Gerede um einen rotroten

Stammtisch war für viele, die

es mit der SPD nicht gut meinen, ein

gefundenes Fressen.

Natürlich ist es völlig normal, wenn

sich Abgeordnete zu Gesprächen

treffen. Das gibt es zwischen den

Abgeordneten aller Fraktionen. Es ist

Teil der Politik, das man miteinander

redet. Ein Stammtisch ist dabei allerdings

überflüssig.

Wer in diese Gespräche trotzdem

vorgezogene Koalitionsverhandlungen

hineininterpretieren will, liegt

weit daneben. Wir haben auf dem

Landesparteitag beschlossen, dass

die Frage des Koalitionspartners

nach der Wahl von der Partei entschieden

wird, nicht von einzelnen

Personen oder Gesprächsrunden.

Das gilt und danach sollten sich

auch alle beteiligten Sozialdemokraten

richten.

Eure

Katrin Budde


II

Wir in Sachsen-Anhalt 09/2010

Landesdelegiertenkonferenz

Jusos wählen neuen Landesvorstand und stimmen sich auf den Wahlkampf ein

Am 26. Juni haben die Jusos Sachsen-

Anhalt einen neuen Landesvorstand

für die kommenden zwei Jahre gewählt.

Neben dem seit 2008 amtierenden

Landesvorsitzenden Andrej

Stephan kandidierten auch einige

seiner Stellvertreter für eine weitere

Legislatur.

Andrej Stephan, der den Schwerpunkt

in seiner Kandidatenrede auf die Vorbereitung

des Landtagswahlkampfes

und die Mitgliedergewinnung in der

Fläche legte, forderte die SPD auf die

Jusos auch bei der Listenaufstellung

2. Harzer Kongress

Jusos aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen

diskutieren über Arbeitsmarkt und Daseinsvorsorge

Bereits zum zweiten Mal trafen sich Jusos aus

Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, um sich

in Wernigerode gemeinsam über verschiedenste

politische Themen auszutauschen.

Den Anfang machte eine Diskussion mit

dem Finanzminister Sachsen-Anhalts und

Die Juso-Delegationen posieren gemeinsam mit

dem Spitzenkandidaten Jens Bullerjahn.

Der frisch gewählte Vorstand: (v.l.) Martin Trisch, Hendrikje

Wiards, Andrej Stephan, Kevin Müller, Wiebke Neumann und

Annika Seidel.

Spitzenkandidat der SPD für die kommende

Landtagswahl, Jens Bullerjahn, zum Thema

Entschuldungsmöglichkeiten von Kommunen.

Das Konzept der Teilentschuldung findet

laut Bullerjahn bei den Kommunen in Sachsen-Anhalt

großen Anklang und wurde auch

von den Kongress-Teilnehmern weitgehend

positiv diskutiert.

Am folgenden Kongresstag stellte Andreas

Steppuhn den Jusos das Konzept der Sozialen

Bürgerarbeit vor. Unter dem Prinzip „Arbeit

statt Arbeitslosigkeit finanzieren“ sollen

Angebote für Langzeitarbeitslose geschaffen

werden, gemeinwohlorientierte Arbeit auf

freiwilliger Basis und vor allem mit angemessenen

Löhnen auszuüben. Die Soziale Bürgerarbeit

soll unter Einbeziehung von Sozialverbänden,

Kommunen und anderen an einem

Runden Tisch weiterentwickelt werden.

Beim dritten thematischen Block des Kongresses

ging es um die öffentliche Daseinsvorsorge.

Was können und müssen Kommunen

leisten?, war die Leitfrage des Tages.

Dazu stand der niedersächsische SPD-Landeschef

Olaf Lies als Diskussionspartner zur

Verfügung, der mit seinen Argumenten eine

lebendige Diskussion in Gang setzte. In der

daraufhin erarbeiteten Abschlusserklärung

der Juso-Gliederungen in Goslar und Harz

heißt es dazu „Die soziale Aufgabe der Kommune

als Keimzelle der Demokratie darf keinesfalls

vernachlässigt werden.“.

Der erfolgreiche und gut besuchte Kongress

hat die Organisatoren darin bestärkt, die

begonnene Tradition eines Harzer Juso-Kongresses

auch in Zukunft fortzusetzen, um

über Ländergrenzen hinweg zusammenzuwachsen.

Kevin Müller


zur Landtagswahl zu unterstützen.

So sollen sich unter den ersten 20 Listenplätzen

mindestens 2 aktive Jusos

befinden.

Andrej Stephan wurde anschließend

mit 93 % in seinem Amt bestätigt

und wird für zwei Jahre den Landesverband

führen. Ihm zur Seite stehen

sechs Stellvertreter, Kevin Müller (42

Stimmen), Annika Seidel (39), Wiebke

Neumann (37), Steven Letzner (35),

Hendrikje Wiards (33) und Martin

Trisch (32).

Auf der LDK waren auch Spitzenkandidat

Jens Bullerjahn und die SPD-

Landesvorsitzende Katrin Budde zu Gast.

Bereits im Vorfeld der Konferenz hatte der

alte und neue Juso-Vorsitzende Stephan

erklärt, „das vom Mitgliederkonvent der

SPD am 19.06. für Sachsen-Anhalt ausgegangene

Signal stimmt hoffnungsvoll.“

Es habe die bei der Spitzenkandidatenfindung

im Land einmalige Möglichkeit

gegeben, nicht nur die eigene Meinung

kritisch in die Debatten einzubringen,

sondern auch in geheimer Abstimmung

unbefangen über den Vorschlag des Landesvorstandes

zu befinden. „Dieses innovative

Vorgehen garantiert, dass der SPD-

Landesverband und gerade die Jusos nun

mit großer Geschlossenheit hinter ihrem

Spitzenkandidaten Jens Bullerjahn stehen“,

so Stephan weiter.

Mit großer Akribie führten die Delegierten

dann auch die Diskussion zum Landtagswahlprogramm,

die Schwerpunkte waren

Bildung und Hochschulwesen, Umweltund

Energiepolitik sowie Innere Sicherheit.

Damit stimmten sie sich auf den bevorstehenden

Landtagswahlkampf ein. „Im kommenden

Jahr werden wieder Dutzende Jusos

zu seinen aktivsten Wahlhelfern zählen

und vor allem den Jugendwahlkampf intensiv

gestalten“, versprach Andrej Stephan.

Wie wir die Jusos kennen, werden sie ihr

Wort halten.


„Für unser

Sachsen-Anhalt!“

Neun Monate in der SPD

Nachdem ich im Kindergarten

erzähle, dass ich

jetzt in der SPD bin und

mich engagieren möchte,

werde ich gefragt, ob ich

Lust habe, einen Förderverein

zu gründen. Klar!

„Mama, guck mal, da ist

die SPD!“

Die Familie findet Mamas

Vorhaben nach unserem

Dresdner Besuch auch

ok. Daraufhin habe ich

mir das Jahresgutachten

der Wirtschaftsweisen

besorgt. In den Empfehlungen

entdecke ich Jens’

Strategiepapier wieder.

Gut so!

Kurz darauf steht die erste

Wahl an. 4.300 Flyer

kommen ohne Logo aus

der Druckerei. Eine Nacht

hindurch bis zum nächsten

Nachmittag schreibe

ich tapfer „Ihre SPD“. Wir

schrammen knapp an einer

Stichwahl vorbei.

Auf einer Veranstaltung

zu STARK II werde ich angesprochen.

Man empfand

es im ersten Moment

dreist, als ich mit Baby

durch die Tür spaziere. Ich

hole tief Luft! Aber dann

wird bekräftigt, dass es

gut ist, wenn junge Eltern

sich politisch engagieren.

Ein paar Wochen später

stehe ich mit meinen

3 Kindern im Stau. Wie

lange wartet ein Finanzminister

auf mich? Er hat

gewartet. Ob ich an einem

Leitbild für Sachsen-Anhalt

mitarbeiten möchte?

Na klar! Freunde lachen.

„Meinst du, der denkt,

dass er noch mal was von

dir hört?“ Klar wird er von

mir hören! Lasst uns zeigen,

wer alles für die SPD

steht. Für unser Sachsen-

Anhalt!

Ina Köhn


09/2010

Wir in Sachsen-Anhalt

Wie man Glück schmiedet, keine Märchen erzählt

und „echtes Geld“ findet!

Sozialdemokraten als Biker durch die Altmark unterwegs

Zum vierten Mal haben der Landtagsabgeordnete

Jürgen Barth und der frühere

Bundestagsabgeordnete Marko Mühlstein

Ihre Bikertour durch die Altmark gestartet.

Bei der ersten Tour noch zu zweit,

ist die Gruppe sozialdemokratischer Motorradfahrer

in diesem Jahr auf sieben

Teilnehmer angewachsen. Auch Spitzenkandidat

Jens Bullerjahn hat es trotz seines

vollen Terminkalenders geschafft, mit

seiner Sportmaschine in Lederkleidung

zwei Tage dabei zu sein.

Die Tour stand in diesem Jahr unter dem

Motto „Kultur, Tourismus und Wirtschaft“

und begann in der Hansestadt Gardelegen.

Nach dem freundlichen Empfang

durch Bürgermeister Konrad Fuchs (SPD)

startete der Tross bei über 30 Grad Celsius

zum Holzwerkstoffzentrum in Nettgau, einem

Werk der Glunz AG. Nach Gesprächen

mit Werksleitung und Betriebsrat fuhr der

Tross nach Diesdorf zum Freilichtmuseum

weiter. Dort lernte Jens Bullerjahn an historischer

Städte, wie er „seines Glückes

eigener Schmied“ werden kann. Zudem

ließ er sich mit kulinarischen (Bio)Köstlichkeiten

der Altmark verwöhnen. Dass

die westliche Altmark auch kulturell und

touristisch sehr reizvoll ist, zeigten der

anschließende Besuch in einer Ausstellung

mit Werken von Bauhauskünstlern

und der Abstecher in den Märchenpark

der Hansestadt Salzwedel. Trotz der sehr

sehenswerten Anlagen, brauchten die

Motorrad fahrenden Politiker hier jedoch

keine „Märchen erzählen“.

Nach der Übernachtung an Sachen-Anhalts

größtem See wurde die Bikertour

im Landkreis Stendal fortgesetzt. Hier lies

sich der Spitzenkandidat mit seinen Begleitern

– der Motorradfan Hans-Christian

Sachse, die Ortsvereinsvorsitzenden Detlef

Bill aus Diesdorf Oliver Flessner aus

Tangermünde sowie der Kreisvorsitzende

Ralf Bergmann – im Blaulichtmuseum

Beuster zeigen, wie Regierungsmitglieder

in der DDR „chauffiert“ wurden. Außerdem

konnte der neugierige Finanzminister

in der halbautomatischen Kasse des

originalen DDR-Dorfkonsums „echtes

Geld“ aus Aluminium finden. Den krönenden

Abschluss bildete die Elbeüberfahrt

mit einer umweltfreundlichen Gierseilfähre

zum Havelfischer in Warnau, der

den Bikern frisch gefangenen Havelzander

servierte.

Vielen Dank an Jürgen Barth und Ralf

Bergmann für die großartige Organisation!

Wir freuen uns schon auf die nächste

Altmarktour im Jahr 2011. Hoffentlich

dann mit dem neuen Ministerpräsidenten

Jens Bullerjahn auf dem Motorrad!

Marko Mühlstein


Terminankündigungen

28. August 2010, 17.30 Uhr

An diesem Tag führt der Landesverband

in Quedlinburg eine Festveranstaltung

anlässlich der Gründung vor

20 Jahren durch.

29. August bis 04. September

Gedenkstättenfahrt SJD-Die Falken.

Das Programm der Gedenkstättenfahrt

sieht einen dreitägigen Studienaufenthalt

in der heutigen Gedenkstätte

Stutthof vor. Der Arbeit

in der Gedenkstätte schließt sich ein

zweitägiger Aufenthalt in Gdansk

an. Der Preis für die Teilnahme an der

Gedenkstättenfahrt beläuft sich auf

65,00 Euro. Weitere Informationen

und die Anmeldeunterlagen gibt es

bei: SJD – Die Falken, Porsestraße 17,

39104 Magdeburg, Tel.: 0391 622 15

40, Mail: sjd-die-falken@web.de.

01. September 2010, 18.30 Uhr

Podiumsdiskussion „Gesundheitspolitik:

Deutschland auf dem Weg in

die Zweiklassenmedizin?“ Ort: Städtisches

Klinikum Dessau, Cafeteria,

Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau

mit Norbert Bischoff, Minister für

Gesundheit und Soziales Sachsen-

Anhalt, Dr. Gösta Heelemann, Geschäftsführer

der Krankenhausgesellschaft

Sachsen-Anhalt, Dr. Burkhard

John, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen

Vereinigung Sachsen-

Anhalt, Gerriet Schröder, Stabsstelle

Politik der AOK Sachsen-Anhalt, Burkhard

Lischka, MdB; Moderation: Waltraud

Wolff, MdB

16. September 2010, 18.00 Uhr

Podiumsdiskussion „Fünf Jahre Agenda

2010 – Zwischenbilanz und Perspektiven“,

Ort: Forum Gestaltung,

Brandenburger Straße 10, 39104

Magdeburg, mit Prof. Dr. Gustav

Horn, Hans-Böckler-Stiftung, Udo

Gebhardt, DGB-Vorsitzender Sachsen-Anhalt,

Klaus Olbricht, Präsident

der IHK Magdeburg; Moderation:

Burkhard Lischka, MdB

22. September 2010, 16.00 Uhr

An diesem Tag führt die Arbeitsgemeinschaft

für Bildung (AfB) ihre

diesjährige Landeskonferenz im Ernst-

Reuter-Haus, Magdeburg, durch. Neben

der Antragsberatung und inhaltlichen

Diskussion wird an diesem Tag

ein neuer Landesvorstand gewählt.

09. Oktober 2010, 10.00 Uhr

An diesem Tag findet in Dessau

der ordentliche Landesparteitag

statt. Neben der allgemeinen Antragsberatung

soll an diesem Tag

das Wahlprogramm verabschiedet

werden.


IV

Andreas Steppuhn stellt Soziale Bürgerarbeit

in Ballenstedt vor

Wiebke Neumann

Wir in Sachsen-Anhalt 09/2010


Botschafter des Staates Israel

zu Gast in Magdeburg

Jan Bartelheimer, Marten Grimke, Botschafter S. E.

Yoram Ben-Zeev, Stefan Zeitz. Foto: Reinhard Artus

In diesem Sommer fand zum ersten

Mal die Jahreshauptversammlung der

Deutsch-Israelischen-Wirtschaftsvereinigung

(DIW) in Magdeburg statt. Zu

diesem Anlass stattete der Botschafter

des Staates Israel Yoram Ben-Zeev der

Landeshauptstadt einen Besuch ab.

Die DIW war 1967 von Persönlichkeiten

der deutschen Wirtschaft mit dem Ziel

gegründet, die besonderen deutschisraelischen

Beziehungen auf dem Weg

des kulturellen Austausches

und der wirtschaftlichen

Kooperation

zu vertiefen und

zu stärken, ein Ziel den

sich auch zahlreiche

Sozialdemokraten

verschrieben haben.

So nahmen an dem

Gala-Dinner mit Livekonzert

der Berliner

Sängerin Sharon Brauner

im Magdeburger

Herrenkrughotel Jan

Bartelheimer, Marten

Grimke und Stadtverbandsvorsitzender

Stefan Zeitz für die Jusos Magdeburg teil.

„Der Abend bot eine gute Gelegenheit

mit interessanten Persönlichkeiten in

Kontakt zu treten und den deutsch-israelischen

Dialog zu fördern. Diese Gelegenheit

haben wir gerne genutzt, um

gemeinsame Projekte zu erörtern und

voranzutreiben“, fasste Marten Grimke

den Abend mit einem Fazit zusammen.


Dirk Tempke ist neuer Präsident des Landesverbandes

Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt e.V.

„Wir wollen Arbeit statt Arbeitslosigkeit

finanzieren“. Mit diesen

Worten erläuterte Andreas Steppuhn,

Arbeitsmarktexperte der SPD

Sachsen-Anhalt, die Grundidee des

von ihm und Katrin Budde vorgelegten

Diskussionspapiers einer sozialdemokratischen

Arbeitsmarktpolitik

für Sachsen-Anhalt. Die

SPD-Ortsvereine Ballenstedt und

Aschersleben hatten Steppuhn eingeladen,

mit interessierten Gästen

unter anderem über das Konzept

der sozialen Bürgerarbeit zu diskutieren.

Der Afa-Landesvorsitzende Steppuhn

machte zunächst die Unterschiede

zwischen dem SPD-Modell

der Bürgerarbeit und dem von der

CDU vorgeschlagenen Projekt deutlich.

Es sollen Angebote für Menschen

geschaffen werden, die eine

Perspektive benötigen, um aus der

Bedürftigkeit herauszukommen.

Die SPD setzt hier auf Freiwilligkeit

statt Zwang. Die Arbeiten sollen gemeinwohlorientiert

sein und sozialversicherungspflichtig

mit Mindestlöhnen

entlohnt werden. Der gemeinwohlorientierte

Arbeitsmarkt

soll von einem Runden Tisch unter

Einbeziehung von Sozialverbänden,

Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden,

Kirchen und Kommunen

begleitet werden, um eine breite

gesellschaftliche Akzeptanz herzustellen.

„Das Konzept der sozialen Bürgerarbeit

ist sehr interessant und es ist

wichtig, mit den Bürgern darüber

zu diskutieren. Das müssen wir in

den kommenden Monaten intensiv

fortsetzen. Besonders hervorzuheben

ist der Qualifizierungsanteil,

um einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt

weiterhin für jeden zu

ermöglichen und zu fördern.“, betonte

Wiebke Neumann, SPD-Ortsvereinsvorsitzende

Ballenstedt-Falkenstein/Harz.

Die Mitgliederversammlung

des

Landesverbands Erneuerbare

Energien

wählte vor wenigen

Tagen einen

neuen Vorstand.

Dirk Tempke, Prokurist

des Biomethanerzeugers Nord-

Methan, wurde zum neuen Präsidenten.

Dirk Tempke über die zukünftige

Arbeit des einflussreichen Verbandes:

„Die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte

des Landesverbands Erneuerbare

Stellenanzeige

Energien sind unter anderem das Landesklimaschutzkonzept,

der Landesentwicklungsplan

sowie ein neues auf

Erneuerbare Energien ausgerichtetes

Energiekonzept für unser Bundesland.

Nur mit gezielten Maßnahmen

können wir der gesamten Branche im

Land Sachsen-Anhalt wieder neuen

Schwung geben. Das Ziel der Bundesregierung,

bis zum Jahr 2020 sechs Milliarden

Kubikmeter Erdgas durch Biogas

zu ersetzen, ist nur realistisch, wenn

auch in Sachsen-Anhalt die Weichen

richtig gestellt werden.“


Die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Sachsen-Anhalt e.V.

sucht zum 01.01.2011 eine engagierte Persönlichkeit als Geschäftsführer(in).

Schwerpunkte dieser Funktion:

• die Organisation der Vereinsarbeit

• die Erarbeitung von Konzeptionen

• die Organisation und Durchführung kommunalpolitischer Veranstaltungen

• die Öffentlichkeitsarbeit

• die Mitgliederwerbung und Mitgliederbetreuung

Ihre Kompetenzen:

• hohe Identifikation mit den Zielen der sozialdemokratischen Partei

• gute organisatorische Fähigkeiten

• Erfahrungen in der Arbeit mit Gremien

• Erfahrungen in der Kommunalpolitik

Dienstort ist die Landeshauptstadt Magdeburg. Die Vergütung erfolgt auf Honorarbasis.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Bewerbung bis zum 30.09.2010 an die SGK

Sachsen-Anhalt, Vogtei 20, 38820 Halberstadt.

Bei Rückfragen zu Ihrer Bewerbung steht Ihnen der Landesvorsitzende der SGK Sachsen-Anhalt,

Kurt-Jürgen Zander, Telefon 03496/425220, gern zur Verfügung.

Verstärkung im Reuter-Haus

Die neuen Wahlkampfreferenten nehmen ihre Arbeit auf

Die Sommerpause ist vorbei und der

Landtagswahlkampf rückt immer näher,

ein guter Zeitpunkt auch für die

Landesgeschäftsstelle, sich personell

zu verstärken. Ab dem 1. September

werden die Harzerin Wiebke Neumann

und der Anhalt-Bitterfelder Thomas

Engler das Team im Ernst-Reuter-Haus

als Wahlkampfreferenten unterstützen.

Beide werden neben ihrer Begeisterung

auch einen großen Erfahrungsschatz

in Wahlkämpfen in die Arbeit

einbringen.

Wiebke Neumann, die seit Anfang

2008 in der SPD ist und für den Wahlkampf

ihr Masterstudium der Politikwissenschaften

in Berlin unterbricht,

hat bereits im Europa- und Bundestagswahlkampf

bei Uli Stockmann

und Andreas Steppuhn „den Wahlkampf

geschmissen“. Zudem kennt

sie sich in der Partei hervorragend aus.

Sie leitet den Ortsverein Ballenstedt-

Falkenstein/Harz und ist Mitglied im

Juso-Landesvorstand.

Gleiches gilt für Thomas Engler, SPD-

Mitglied seit 1999, ehemals Mitglied

im Juso-Bundesvorstand und seit 2007

Kreisvorsitzender in Anhalt-Bitterfeld.

Der Student der Betriebswirtschaft

und des Wirtschaftsrechts hat zahlreiche

Wahlkämpfe geleitet oder

mitgestaltet, darunter den Bundestagswahlkampf

von Klaas Hübner, die

Landtagswahlkämpfe von Wolfgang

Schäfer und Brigitte Jahr sowie den

OB-Wahlkampf von Prof. Dr. Haller.

Während Wiebke den „Innendienst“

(Kandidatenbetreuung, Unterstützung

des Pressesprechers,

Erstellung von Pressemitteilungen,

Redaktionelle Betreuung des Internets

und des Kandidatenmaterials)

versieht, wird Thomas den „Außendienst“

(Veranstaltungsorganisation

und –betreuung, Koordinierung

Genehmigungen und Administration,

Betreuung der Zielgruppen,

der Jungen Teams o.ä.) übernehmen.

Die Erfahrung zeigt natürlich,

dass in der heißen Phase des Wahlkampfes

jeder überall mit anfassen

muss, aber mit den beiden Neuzugängen

ist das Team in der Bürgelstraße

auf alle Fälle so aufgestellt,

dass es ein starker Rückhalt im

Wahlkampf wird.


Impressum:

V.i.S.d.P.: Mario Kremling

Redaktion: Dr. Falko Grube

Gestaltung: Jörn Rößler

Beiträge an:

pressesprecher@spd-sachsen-anhalt.de

Anschrift:

SPD-Landesgeschäftsstelle, Redaktion WiSA,

Bürgelstraße 1, 39104 Magdeburg

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine