Pressemappe als pdf - Spiel des Jahres

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Pressemappe als pdf - Spiel des Jahres

Preisverleihung

Spiel des Jahres 2013

Kennerspiel des Jahres 2013

Informationen für die Medien

Spiel des Jahres • Geschäftsstelle • Glashüttenstr. 38 • 52349 Düren

Fon: +49 (0) 2421 6936947 • Fax: +49 (0) 2421 6936948

E-Mail: mail@spiel-des-jahres.com • Internet: www.spiel-des-jahres.com


Der Spielejahrgang 2013

Ein Kommentar von Tom Felber,

Vorsitzender des Vereins Spiel des Jahres

Es kommt nicht auf die Schachtelgröße an. Oft sind gerade kleine

preiswerte Spiele sehr raffiniert und bieten enormen Spielspaß. Weil

sie überall hin mitgenommen und nahezu an jedem Ort gespielt

werden können, sind manche von ihnen die idealen Botschafter, um

das Spiel als Kulturgut in Familie und Gesellschaft weiter zu verbreiten,

was ja das zentrale und eigentliche Anliegen ist, das die Jury „Spiel

des Jahres“ mit ihren Preisen, Nominierungen und Empfehlungslisten

verfolgt.

Der Entscheid, dieses Jahr von den Ausmaßen auch sehr kleinformatige, im Gehalt aber durchaus

Spiele mit großem Format zu nominieren, mag deshalb einerseits als ein Statement wirken, das längst

fällig war. Andererseits ist die Jury aber überzeugt davon, dass jedes der nominierten Spiele das

Potenzial hat, um auch tatsächlich ausgezeichnet zu werden.

30 Spiele hat die Jury dieses Jahr auf ihre Empfehlungslisten gesetzt und in drei farblich getrennten

Kategorien je drei Titel für einen Hauptpreis nominiert: Blau steht für Kinderspiele, Rot bezeichnet

Spiele für alle, und mit der Farbe Anthrazit sind Spiele für erfahrenere Leute gekennzeichnet. Die

Trennlinie zwischen „Spiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ führt hauptsächlich über den

Aufwand, der notwendig ist, um in die jeweiligen Spielewelten eintreten zu können.

Auch außerhalb des Kinderspiel-Bereichs setzt die Jury den Schwerpunkt erneut bei den Spielen mit

leichterem Zugang, um vor allem Leuten, die keine Experten sind, Rat und Orientierungshilfe zu

bieten. Zwar erschienen im Laufe des vergangenen Jahres im komplexeren Bereich Spiele in Hülle

und Fülle auf dem Markt, die meisten von ihnen wandelten – nach Ansicht der Jury – aber doch auf

zwar soliden, aber eher bekannten Pfaden. Auf Innovatives und Unerwartetes, das auch funktioniert,

stieß man weit häufiger im roten Jury-Bereich, was sich auch in der Liste widerspiegelt.

Hat man sich durch den gesamten Jahrgang gespielt, bleibt eine große Zahl von kooperativen Spielen

in der Erinnerung haften: Spiele, bei denen die Spieler als Gruppe gemeinsam gewinnen oder

verlieren, liegen nach wie vor im Trend. Die Systeme sind dabei in den vergangenen Jahren immer

ausgeklügelter geworden, so dass das gemeinsame Erlebnis tatsächlich ähnliche Spannungen

erzeugt wie der Wettbewerb gegen Konkurrenten. Nicht immer geht es darum, gemeinsam ein

Unheil abzuwenden, sondern der Reiz kann auch durchaus nur darin liegen, konstruktiv im Team

einen Highscore hochzutreiben.

Auffallend ist sodann, dass viele alte klassische Spielmechanismen auf überraschende oder

schräge Weise neu interpretiert werden. Mehreren Spielen, die dieses Jahr auf den Listen zu finden

sind, liegen zwar bekannte traditionelle Ideen zu Grunde, die aber auf völlig unerwartete Weise auf

neue Ebenen gehoben werden: Das klassische Bingo wird mit taktischen Komponenten versehen,

Karten hält man plötzlich verkehrt herum in der Hand. Bei Würfeln gilt nicht nur, welchen Wert sie

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zeigen, sondern auch wo sie landen. Das Schokoladen-Spiel wird zum hektischen Tempel-Abenteuer

umgemodelt. Die Jury hat dieses Jahr bewusst mehrere Spiele mit einem Platz auf der Liste

gewürdigt, bei denen Spielsystem und Spielthema ganz besonders gelungen zu einer Einheit

verschmelzen. Einige der empfohlenen Spiele entfalten ihren Reiz allerdings nicht immer offensichtlich

in der ersten Partie, sondern erst wenn man sich mit zunehmender Spielerfahrung tiefer und tiefer in

ihren Sog begibt.

Alle drei für das „Spiel des Jahres“ nominierten Spiele haben gemeinsam, dass die Wartezeiten

minimal sind, weil die Beteiligten zum Teil zeitgleich aktiv sind. Mal wird zusammen ein möglichst

wertvolles Feuerwerk gezündet, mal dürfen auch die von Gegnern geworfenen Würfel klug genutzt

werden, mal wird Bingo, das eh simultan gespielt wird, taktisch verfeinert ins Alte Rom transferiert.

Die diesjährige Nomination für das „Kennerspiel des Jahres“ gleicht einem geografischen kleinen

ABC. Alle drei Spiele entführen in fiktive oder ferne Orte: Andor, Brügge und Carrara. Je nach Vorliebe

muss ein Land vor Horden einfallender Bösewichte geschützt werden oder es gilt, entweder in der

ersten Börsenstadt Europas Einfluss, Macht und Status zu gewinnen oder mit Marmor aus Carrara,

der in verschieden wertvollen Qualitäten abgebaut wird, Paläste, Kirchen und Patrizierhäuser in Italien

zu errichten. Zwei hervorragende Strategie-Spiele, die aufgrund ihrer Einstiegshürden, Komplexitäten

und Spiellängen über dem Bereich stehen, den die Jury als nominierungsfähig für das Kennerspiel

erachtet, wurden zusätzlich auf die Empfehlungsliste gesetzt.

Es ist der Jury bewusst, dass der eine oder andere Spielefan sein Lieblingsspiel auf der Liste

vermissen wird. Schon aus Platzgründen konnten auch diesmal nicht alle guten Spiele

berücksichtigt werden. Die Jury ist aber überzeugt, dass für jeden Geschmack, jeden Anspruch,

jede Gruppensituation und jedes Alter etwas Passendes dabei ist.

Bei der Selektion ins Gewicht fiel diesmal leider bei einigen vielversprechenden Titeln auch, dass der

Erscheinungstermin zu knapp vor der Klausurtagung lag, so dass die Spiele für eine seriöse Beurteilung

nicht sinnvoll und oft genug gespielt und ausprobiert werden konnten. Allgemein bekannt dürfte

inzwischen zudem sein, dass originelle Spielideen der Jury nicht genügen, selbst wenn sie genial

sind. Es kommt auch sehr auf deren Umsetzung, auf das Gesamtprodukt an. Durch suboptimale

Redaktionsarbeit, die in Material-, Design- oder Spielregelmängeln zum Ausdruck kam, wurde

einmal mehr das Potenzial mehrerer aussichtsreicher Spieletitel geschmälert oder sogar vernichtet.

Ein Hauptproblem ist nach wie vor, dass noch immer zu viele Spielregeln in Bezug auf Übersichtlichkeit,

Klarheit und den didaktischen Aufbau zu wünschen übrig lassen.

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Nominiert zum Spiel des Jahres 2013:

Augustus

Augustus

von Paolo Mori

Verlag: Hurrican (Vertrieb: Asmodee)

für 2 - 6 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Preis: ca. 30 Euro

Zum Spiel

Bingo im Alten Rom: Die Spieler sammeln Legionen auf den Zielkarten in ihrer Auslage, um die Kontrolle über

Provinzen und Personen zu erlangen. Dazu werden Pappplättchen mit unterschiedlich häufig vorkommenden

Symbolen wie Streitwagen oder Dolch aus einem Sack gezogen. Stimmt das Symbol mit dem auf einer

eigenen Karte überein, darf hier eine Legion platziert werden. Wer alle der zwei bis sechs Felder einer Karte

besetzt hat, ruft „Ave Caesar“ und aktiviert damit die Karte: Das bringt Punkte und löst Sonderaktionen aus.

Alles Glückssache? Nein. Bei der Wahl von neuen Zielkarten sind taktische Überlegungen erforderlich: Welche

Kombinationen harmonieren miteinander? Und wie lassen sich die Bonuspunkte abgreifen? Wer den Zufall am

besten zähmt, wird Konsul unter Kaiser Augustus.

Begründung der Jury

Augustus reichert das als Lotterie bekannte Bingo geschickt mit taktischen Elementen an und führt damit ein

fast 100 Jahre altes Prinzip auf eine neue Ebene mit mehr Spieltiefe. Trotz der zusätzlichen Regeln behält das

Spiel die Leichtigkeit und Kurzweil seines Vorbilds. Mehr noch: Augustus fesselt die Spieler, da sie stets

gemeinsam erwartungsvoll dem nächsten aus dem Beutel gezogenen Plättchen entgegensehen – das

garantiert Spannung für alle bis zum Schluss.

Der Autor

Der 26-jährige Paolo Mori lebt in Parma. Neben seiner Berufstätigkeit an der Universität entwickelt der Italiener

seit etwa acht Jahren Gesellschaftsspiele. Darunter sind auch strategische Schwergewichte wie „Vasco da

Gama“. Neben der Nominierung für „Augustus“ schaffte es mit „Libertalia“ noch ein weiterer Mori-Titel auf die

diesjährige Empfehlungsliste. „Ich habe wunderbare Ideen, die aber meist nutzlos sind“, sagt der Autor über

sich selbst.

Der Grafiker

Vincent Dutrait wohnt im französischen Le Perreux-sur-Marne. Der 37-Jährige illustriert seit 13 Jahren Spiele

und lieferte die Grafiken unter anderem für die Titel „Mundus Novus“, „Water Lily“ und „Tikal 2“. Der

hauptberufliche Illustrator mag es, anderen Menschen mit seinen Werken Träume zu schenken.

Der Verlag

Der vor sieben Jahren gegründete Schweizer Verlag Hurrican mit Sitz in Genf ist zum ersten Mal mit einem seiner

Spiele nominiert für den Preis „Spiel des Jahres“. Im Jahr 2009 landete das Hurrican-Spiel „Mow“ auf der

Empfehlungsliste. Für den Vertrieb in Deutschland ist die Firma Asmodee zuständig, die kürzlich von Konstanz

am Bodensee nach Essen umgezogen ist.

Pressekontakt Firma Asmodee:

Carol Rapp, 0049 (0) 201 2485950, c.rapp@asmodee.com

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Nominiert zum Spiel des Jahres 2013:

Hanabi

Hanabi

von Antoine Bauza

Verlag: Abacusspiele

für 2 - 5 Spieler ab 8 Jahren

(Empfehlung der Jury: ab 10 Jahren)

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Preis: ca. 8 Euro

Zum Spiel

Das Wort Hanabi stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie Feuerblume oder Feuerwerk. In

diesem Fall steht Hanabi für ein ungewöhnliches kooperatives und kommunikatives Kartenspiel. Karten mit

Feuerwerksbildern werden in Reihen nach Farben und Zahlen geordnet abgelegt. Das einzige Problem: Die

Spieler nehmen ihre Karten falsch herum auf. Anders als gewohnt sehen sie nicht die eigene Kartenhand,

blicken aber ständig in die Karten der Mitspieler. Aus Hinweisen wie: „Diese Karten sind blau“ oder „Du hast

eine Drei, diese ist es“ und mit dem Wissen aus vorherigen Runden muss der Spieler erkennen, welche Karte

er ausspielen oder abwerfen sollte. Die Zahl der Hinweise ist jedoch begrenzt, und nach drei Fehlern ist das

Spiel verloren. Wer schafft das Maximum an Punkten: das perfekte Feuerwerk?

Begründung der Jury

Hanabi überzeugt durch einen bislang einmaligen Mix aus kooperativen, kommunikativen und deduktiven

Spielelementen. Die falsch herum gehaltenen Karten sorgen nicht nur für einen ungewohnten Anblick, sondern

sie fördern auch das konzentrierte Zusammenspiel. Es fasziniert, wie die Gruppen von Partie zu Partie besser

harmonieren und lernen, aus klugen Tipps die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gelingt ein legendäres Karten-

Feuerwerk, ist die Freude groß.

Der Autor

Antoine Bauza ist 34 Jahre alt und wohnt in Valence in der Nord-Provence. Seit 2009 arbeitet der ausgebildete

Lehrer und Game Designer als selbstständiger Autor. Dabei entwickelt er nicht nur Gesellschaftsspiele,

sondern er schreibt unter anderem auch Kinder- und Jugendbücher. Sein größter Erfolg war bislang die

Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres“ für „7 Wonders“ im Jahr 2011.

Die Grafikerin

Albertine Ralenti (Jahrgang 1976) lebt ebenfalls im französischen Valence. Sie koloriert Comics, arbeitet als

Grafikdesignerin und ist teilweise auch als Lehrerin tätig. „Hanabi“ ist das erste von ihr illustrierte Gesellschaftsspiel;

zuvor hatte sie bereits für einige Spiele die Illustrationen koloriert.

Der Verlag

Der familiengeführte Verlag Abacusspiele wurde 1989 gegründet und hat seinen Sitz in Dreieich bei Frankfurt.

Den größten Erfolg feierte das Unternehmen im Jahr 2007, als es mit „Zooloretto“ den Preis „Spiel des Jahres

gewann. Zum Verlagsprogramm gehört auch „Husarengolf“, das 1997 von der Jury „Spiel des Jahres“ mit dem

„Sonderpreis Geschicklichkeitsspiel“ ausgezeichnet wurde und kürzlich in der Sendung „Schlag den Raab“

bundesweite Aufmerksamkeit fand.

Pressekontakt Firma Abacusspiele:

Pia Nikisch, 0049 (0) 6103 388885; presse@abacusspiele.de

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Nominiert zum Spiel des Jahres 2013:

Qwixx

Qwixx

von Steffen Benndorf

Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

für 2 - 5 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 15 Minuten

Preis: ca. 8 Euro

Zum Spiel

Qwixx geht fix und mischt eine Prise Taktik ins Würfelglück: Alle Spieler gehen auf Jagd nach Zahlen, die auf

dem Wertungsblock in vier Farbreihen entweder von zwei bis zwölf oder von zwölf bis zwei aufgelistet sind.

Ein Spieler wirft sechs Würfel und sagt die Summe der beiden weißen Würfel an. Jeder darf diese Zahl in einer

beliebigen Reihe ankreuzen – sofern er mit diesem Kreuz rechts von allen anderen Kreuzen in dieser Reihe

bleibt. Der aktive Spieler selbst darf nach dieser Regel nun zusätzlich die Summe aus einem weißen und einem

farbigen Würfel in der zugehörigen Reihe markieren. Kann der Würfler nichts eintragen, kassiert er Minuspunkte.

Pluspunkte gibt es für die Anzahl der Kreuze in einer Reihe: je mehr, desto besser. Extra-Zähler erhält, wer

eine Reihe für alle Teilnehmer schließt.

Begründung der Jury

Mit minimalem Materialeinsatz bietet Qwixx maximalen Würfelspaß. Das quicke Spiel in der kleinen Schachtel

und mit schnell verstandener Regel begeistert alle Generationen gleichermaßen. Da jeder von jedem Wurf

profitieren kann, fiebern immer alle Spieler dem nächsten Würfelergebnis entgegen. Risiko eingehen oder

vorsichtig agieren? Die kurzweilige Mischung aus Glück und Taktik hat das Potenzial, ein Dauerbrenner zu

werden – zumal es in jedes Reisegepäck passt.

Der Autor

Steffen Benndorf lebt in Röthenbach an der Pegnitz. Der 38-jährige Ingenieur ist verheiratet und hat drei

Kinder. Vor „Qwixx“ veröffentlichte er bereits drei weitere kleine Würfelspiele, darunter „Fiese 15“ und

„Mensch ärgere dich nicht mal anders“.

Die Grafiker

Die in Düsseldorf lebenden Grafik-Designer Sandra (44) und Oliver Freudenreich (47) haben zusammengezählt

weit über 200 verschiedene Spiele bislang illustriert. Insbesondere Oliver Freudenreich war bereits für viele

deutsche und internationale Verlage tätig.

Der Verlag

Der Nürnberger-Spielkarten-Verlag hat eine wechselvolle Vergangenheit. Das 1948 als Spielkartenfabrik Heinrich

Schwarz gegründete Unternehmen verlor zwischen 1989 und 1995 seine Eigenständigkeit, wurde dann

aber wieder selbstverantwortlich. Seinen heutigen Namen trägt der Verlag seit 1991. Im vergangenen Jahr hat

der NSV begonnen, verstärkt Autorenspiele zu veröffentlichen. „Qwixx“ ist die erste Nominierung zum

Spiel des Jahres“ für die Zirndorfer.

Pressekontakt Firma Nürnberger-Spielkarten-Verlag:

Franz Jurthe, 0049 (0) 911 9696716, f.jurthe@nsv.de

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Spiel des Jahres – die bisherigen Gewinner

1979 Hase und Igel von David Parlett (Ravensburger)

1980 Rummikub (Intelli)

1981 Focus von Sid Sackson (Parker)

1982 Sagaland von Michel Matschoss und Alex Randolph (Ravensburger)

1983 Scotland Yard von Schlegel, Garrels, Ifland, Burggraf, Scheerer und Hörmann (Ravensburger)

1984 Dampfross von David Watts (Schmidt Spiele)

1985 Sherlock Holmes Criminal-Cabinet von Anthony Uruburu (Franckh-Kosmos)

1986 Heimlich & Co. von Wolfgang Kramer ( Ravensburger)

1987 Auf Achse von Wolfgang Kramer (F.X. Schmid)

1988 Barbarossa und die Rätselmeister von Klaus Teuber (ASS)

1989 Café International von Rudi Hoffmann (Mattel)

1990 Adel verpflichtet von Klaus Teuber (F.X. Schmid)

1991 Drunter & Drüber von Klaus Teuber (Hans im Glück)

1992 Um Reifenbreite von Rob Bontenbal (Jumbo)

1993 Bluff von Richard Borg (F.X. Schmid)

1994 Manhattan von Andreas Seyfarth (Hans im Glück)

1995 Die Siedler von Catan von Klaus Teuber (Franckh-Kosmos)

1996 El Grande von Wolfgang Kramer und Richard Ulrich (Hans im Glück)

1997 Mississippi Queen von Werner Hodel (Goldsieber)

1998 Elfenland von Alan R. Moon (Amigo)

1999 Tikal von Michael Kiesling und Wolfgang Kramer (Ravensburger)

2000 Torres von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (FX)

2001 Carcassonne von Klaus-Jürgen Wrede (Hans im Glück)

2002 Villa Paletti von Bill Payne (Zoch)

2003 Der Palast von Alhambra von Dirk Henn (Queen Games)

2004 Zug um Zug von Alan R. Moon (Days of Wonder)

2005 Niagara von Thomas Liesching (Zoch)

2006 Thurn und Taxis von Karen und Andreas Seyfarth (Hans im Glück)

2007 Zooloretto von Michael Schacht (Abacusspiele)

2008 Keltis von Reiner Knizia (Kosmos)

2009 Dominion von Donald X. Vaccarino (Hans im Glück)

2010 Dixit von Jean-Louis Roubira (Libellud)

2011 Qwirkle von Susan McKinley Ross (Schmidt Spiele)

2012: Kingdom Builder von Donald X. Vaccarino (Queen Games)

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Sieger 2012:

Im vergangenen Jahr gewann „Kingdom

Builder“ den Preis „Spiel des Jahres“.


Kennerspiel des Jahres – ein neuer Preis

Zum dritten Mal vergibt der Verein Spiel des Jahres einen dritten Hauptpreis. Mit Einführung der Auszeichnung

„Kennerspiel des Jahres“ hat die Jury im Jahr 2011 auf Veränderungen am Brettspielmarkt

reagiert. Denn das Angebot und auch die Nachfrage sind im Bereich der Spiele mit größeren Anforderungen

und komplexerem Spielverlauf stark gewachsen. Das „Kennerspiel des Jahres“ soll vor allem

denjenigen Menschen eine Orientierungshilfe bieten, die schon längere Zeit spielen und Erfahrung

beim Erlernen neuer Spiele mitbringen. „Damit sind aber nicht die absoluten Profis gemeint, sondern

eher Menschen, die sich vom ‚Spiel des Jahres‘ nicht mehr ausreichend gefordert fühlen“, erklärt

Bernhard Löhlein, Sprecher des Vereins Spiel des Jahres. Vereinsvorsitzender Tom Felber ergänzt:

„Die Trennlinie zwischen ‚Spiel des Jahres‘ und ‚Kennerspiel des Jahres‘ führt hauptsächlich über

den Aufwand, der notwendig ist, um in die jeweilige Spielwelt eintreten zu können.“

Bernhard Löhlein, Sprecher des Vereins

Spiel des Jahres.

Sieger im vergangenen Jahr:

Zum „Kennerspiel des Jahres 2012“ wurde

„Village“ gewählt.

Die bisherigen Gewinner

2011 7 Wonders von Antoine Bauza (Repos Production)

2012 Village von Inka und Markus Brand (eggertspiele)

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Nominiert zum Kennerspiel des Jahres 2013:

Brügge

Brügge

von Stefan Feld

Verlag: Hans im Glück (Vertrieb: Schmidt Spiele)

für 2 - 4 Spieler ab 10 Jahren

(Empfehlung der Jury: ab 12 Jahren)

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Preis: ca. 37 Euro

Zum Spiel

Im mittelalterlichen Brügge bauen die Spieler Häuser und Kanäle, üben Einfluss im Rathaus aus und fürchten

Schäden durch Bedrohungen wie Pest und Intrigen. Nur gut, dass sie die Vorteile verbündeter Personen

nutzen können: Von den insgesamt 165 unterschiedlichen Charakteren hat ein Spieler zu Rundenbeginn

jeweils fünf auf der Hand. Allerdings haben diese Karten – das zentrale Element in diesem Taktikspiel – noch

viele andere Funktionen: Sie schütten Einkommen aus, werben dringend benötigte Handlanger an oder

lassen sich in Häuser umwandeln, in die andere Personen einziehen können. Immer wieder stellt sich die

knifflige Frage: Welche Karte für welche Aktion nutzen? Zumal die Farbe der Karten auch noch eine Rolle

spielt. Wer schmiedet die besten Allianzen und sammelt so die meisten Punkte?

Begründung der Jury

Im Mittelalter war selbst für aufstrebende Kaufleute in einer wohlhabenden Handelsstadt das Leben hart.

Brügge bildet eindrucksvoll ab, wie sehr das Schicksal zuschlagen konnte – im Guten wie im Schlechten.

Würfelergebnisse und Kartenglück bestimmen das Los der Spieler. Aber nicht nur: Brügge beeindruckt

ebenso mit einer Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten, um dem Zufall ein Schnippchen zu schlagen –

und das vor einem perfekt in Szene gesetzten historischen Stadtbild.

Der Autor

Stefan Feld wurde 1970 in Karlsruhe geboren und lebt seit 2002 in Gengenbach im Schwarzwald. Hauptberuflich

ist er als stellvertretender Schulleiter am dortigen Gymnasium tätig. Spiele erfindet er seit 1998,

wobei es erst 2005 zu seiner ersten Veröffentlichung kam. Seine Schwerpunkte im spielerischen Bereich

setzt er bei den Vielspielerspielen und den gehobenen Familienspielen.

Der Grafiker

Michael Menzel ist 37 Jahre alt und lebt mit seiner Familie am linken Niederrhein. Seit rund neun Jahren

illustriert er Brettspiele. Für Hans im Glück sind unter anderem „Thurn und Taxis“ (Spiel des Jahres 2006),

„Stone Age“ und „Santa Cruz“ entstanden. Für die Arbeit an „Brügge“ recherchierte er einen Tag lang in

der Stadt. In diesem Jahr ist Menzel mit „Die Legenden von Andor“ zudem als Autor nominiert.

Der Verlag

Der Münchener Verlag Hans im Glück hat seit Beginn des 21. Jahrhunderts bereits dreimal den Preis

Spiel des Jahres“ gewonnen. „Carcassonne“, der Gewinner aus dem Jahr 2001, ist ein echter Dauerbrenner.

Zudem gewannen „Thurn und Taxis“ (2006) und „Dominion“ (2009) den begehrten Preis. In diesem Jahr ist der

Verlag gleich mit zwei Spielen auf der Nominierungsliste für das „Kennerspiel des Jahres“. Den Vertrieb für die

Münchener übernimmt der Berliner Verlag Schmidt Spiele.

Pressekontakt Firma Hans im Glück:

Anke Brunner, WKT-Presse, 0049 (0) 89 60667446; anke.brunner@wkt-presse.de

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Nominiert zum Kennerspiel des Jahres 2013:

Die Legenden von Andor

Die Legenden von Andor

von Michael Menzel

Verlag: Kosmos

für 2 - 4 Spieler ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 90 Minuten

Preis: ca. 40 Euro

Zum Spiel

Böse Kreaturen bedrohen das Land Andor. Allen voran der Drache Tarok flößt den Untertanen von König

Brandur Angst ein. Doch einige Helden stellen sich dem Kampf. Als Zwerg, Zauberer, Bogenschütze oder

Krieger schließen sich die Spieler zusammen, um in diesem kooperativen Fantasy-Spiel unterschiedliche,

schwierige Abenteuer zu bestehen. In den so genannten Legenden kommt es darauf an, zielstrebig zu agieren

und die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Helden effizient zu nutzen. Wer Willen und Stärke bündelt, hat

bessere Chancen im Würfel-Duell gegen Skrale oder Wardraks. Doch fast alle Aktionen kosten Zeit. Ist das

Legendenziel nicht rechtzeitig erreicht, gewinnt das Böse. Worin das Ziel besteht, erfahren die Helden erst

während des Spiels, wenn die Legende nach und nach erzählt wird.

Begründung der Jury

Ein Spiel wie ein Roman: Auf grandiose Weise entführt Die Legenden von Andor in eine einmalige Fantasy-

Welt. Von Abenteuer zu Abenteuer offenbart sich den Spielern immer mehr das Schicksal des Landes Andor

und lässt die Helden immer tiefer in die stimmungsvolle Geschichte eintauchen – das Spiel wird zum Erlebnis.

Innovativ ist zudem die Regel-Gestaltung: Die Losspiel-Anleitung ermöglicht einen schnellen Start; Details

werden erst dann erklärt, wenn sie benötigt werden.

Der Autor und Grafiker

Michael Menzel ist 37 Jahre alt und lebt mit seiner Familie am linken Niederrhein. Seit rund neun Jahren

illustriert er Brettspiele und ist mittlerweile einer der gefragtesten Grafiker in der Branche. Vor sieben Jahren

gewann das von ihm illustrierte „Thurn und Taxis“ den Preis „Spiel des Jahres“. 2011 erhielt er für

„Eselsbrücke“ den Preis „Graf Ludo“ für die beste Grafik eines Familienspiels. Für Kosmos illustrierte er

das beliebte Spiel „Die Siedler von Catan“ neu. „Die Legenden von Andor“ ist sein Erstlingswerk als Autor.

Auch dessen Grafiken stammen größtenteils von ihm.

Der Verlag

Kosmos gehört zu den großen Spielverlagen Deutschlands und ist einer der größten Hersteller und Verleger

von Experimentierkästen, Kinder- und Jugendbüchern sowie Ratgebern. Seine größten Erfolge feierte der

Stuttgarter Verlag mit „Die Siedler von Catan“ („Spiel des Jahres 1995“), „Das kleine Gespenst“ („Kinderspiel

des Jahres 2005“) und „Keltis“ („Spiel des Jahres 2008“). Im Jahr 2010 wurde „Die Tore der Welt“ mit dem

Sonderpreis „Spiel des Jahres plus“ ausgezeichnet.

Pressekontakt Firma Kosmos

Doreen Klotz, 0049 (0) 711 2191454; d.klotz@kosmos.de

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Nominiert zum Kennerspiel des Jahres 2013:

Die Paläste von Carrara

Die Paläste von Carrara

von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling

Verlag: Hans im Glück (Vertrieb: Schmidt Spiele)

für 2 - 4 Spieler ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Preis: ca. 44 Euro

Zum Spiel

Als Fürsten im Italien des 16. Jahrhunderts errichten die Spieler prächtige Bauten, um in der Gunst des Königs

zu punkten. Doch nicht jedes Baumaterial kann in jeder der sechs Städte verwendet werden. Die benötigten

Steine werden auf dem als Drehscheibe gestalteten Markt erworben. Selbstverständlich ändern sich hier die

Kosten von Runde zu Runde. Wer zur richtigen Zeit kauft, kommt günstiger an die favorisierten Gebäudeplättchen.

Zudem müssen die Spieler die Vorhaben der Konkurrenten im Blick haben, sonst verpassen sie

den passenden Moment für die Wertungen. Eile ist geboten – zumal der König die verschiedenen Baustile nur

begrenzte Zeit belohnt und dieses Strategiespiel mit variablen Kriterien für die Punktvergabe überraschend

schnell beendet sein kann.

Begründung der Jury

Von der Materialbeschaffung über die Gebäude-Wertungen bis zum innovativen Ansagen der Schlussrunde

– bei „Die Paläste von Carrara“ kommt es stets auf das richtige Timing an. Die Suche nach den besten Zeitpunkten

für die Aktionen verleiht dem Spiel einen bis zum Ende tragenden Spannungsbogen. Vorbildlich ist die

Zweiteilung der Regel: Das Grundspiel erleichtert Neulingen den Einstieg, die Erweiterung stellt Fortgeschrittene

immer wieder vor neue Herausforderungen.

Die Autoren

Wolfgang Kramer ist der Grandseigneur unter den Spieleautoren und einer der erfolgreichsten Spieleerfinder

weltweit: Bereits fünfmal erhielt der 70-jährige Stuttgarter die Auszeichnung „Spiel des Jahres“, darunter

zweimal in der Zusammenarbeit mit Co-Autor Michael Kiesling: für „Tikal“ (1999) und „Torres“ (2000). Kramer,

gelernter Betriebswirt und Informatiker, arbeitet seit 1989 hauptberuflich als Spieleautor. Kiesling (Jahrgang

1957) lebt in Bremen. Der Diplom-Ingenieur erfindet seit 1995 Spiele.

Der Grafiker

Franz Vohwinkel (Jahrgang 1964) studierte in Darmstadt Grafikdesign. Während dieser Zeit lernte er den Spieleautoren

Klaus Teuber kennen und illustrierte für ihn erstmals ein Spiel („Drunter & Drüber“, „Spiel des Jahres

1991“). Seitdem hat er mehr als 200 Spiele grafisch gestaltet. Daneben arbeitet Vohwinkel auch als Fantasyund

Science-Fiction-Zeichner. Gemeinsam mit seiner Frau und Grafikerin Imelda Vohwinkel lebt und arbeitet er

seit 2006 in Seattle an der Westküste der USA.

Der Verlag

Der Münchener Verlag Hans im Glück hat bereits sechsmal den Preis „Spiel des Jahres“ gewonnen: erstmals

1991 mit „Drunter und drüber“, zuletzt im Jahr 2009 mit „Dominion“. Für die Auszeichnung „Kennerspiel des

Jahres“ ist der Verlag zum ersten Mal nominiert – und das gleich mit zwei Titeln. Den Vertrieb für die

Münchener übernimmt der Berliner Verlag Schmidt Spiele.

Pressekontakt Firma Hans im Glück:

Anke Brunner, WKT-Presse, 0049 (0) 89 60667446; anke.brunner@wkt-presse.de

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Empfehlungsliste 2013

Zusätzlich zu den nominierten Spielen veröffentlicht die Jury

eine Empfehlungsliste, die in verschiedene Kategorien

unterteilt ist. Damit weist die Jury auf das breite Spektrum

sehr guter Spiele hin.

Empfehlungsliste „Spiel des Jahres

Divinare

Hellseherisches Kartenspiel für 2 - 4 Spieler

ab 13 Jahren (Empfehlung der Jury: ab 10 Jahren)

Spieldauer: ca. 30 Minuten; Preis: ca. 20 Euro

Autor: Brett J. Gilbert

Verlag: Asmodee

Escape – Der Fluch des Tempels

Kooperatives Abenteuerspiel

für 1 - 5 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 10 Minuten; Preis: ca. 45 Euro

Autor: Kristian Amundsen Østby

Verlag: Queen Games

Hand aufs Herz

Gedankenschnelles Partyspiel

für 3 - 8 Spieler ab 10 Jahren

(Empfehlung der Jury: 4 - 8 Spieler)

Spieldauer: ca. 30 Minuten; Preis: ca. 18 Euro

Autor: Julien Sentis; Verlag: Zoch

La Boca

Kommunikatives Bauspiel für 3 - 6 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 40 Minuten; Preis: ca. 33 Euro

Autoren: Inka und Markus Brand

Verlag: Kosmos

Libertalia

Piratenstarkes Taktikspiel für 2 - 6 Spieler ab 14 Jahren

(Empfehlung der Jury: ab 12 Jahren)

Spieldauer: ca. 60 Minuten; Preis: ca. 40 Euro

Autor: Paolo Mori

Verlag: Asmodee (Marke: Marabunta)

Mixtour

Abstraktes Strategiespiel für 2 Spieler ab 10 Jahren

Spieldauer: ca. 25 Minuten; Preis: ca. 45 Euro

Autor: Dieter Stein; Verlag: Gerhards Spiel und Design

Riff Raff

Wackliges Geschicklichkeitsspiel

für 2 - 4 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten; Preis: ca. 50 Euro

Autor: Christoph Cantzler

Verlag: Zoch; Vertrieb: Noris

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Rondo

Einfaches Legespiel für 2 - 4 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten; Preis: ca. 29 Euro

Autor: Reiner Knizia, Verlag: Schmidt Spiele

Yay!

Geschick erforderndes Würfelspiel

für 2 - 4 Spieler ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten; Preis: ca. 20 Euro

Autor: Heinz Meister; Verlag: Noris

Empfehlungsliste

„Kennerspiel des Jahres

Terra Mystica

Opulent ausgestattetes Strategiespiel

für 2 - 5 Spieler ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 120 Minuten, Preis: ca. 60 Euro

Autoren: Helge Ostertag und Jens Drögemüller

Verlag: Feuerland

Tzolk’in – Der Maya-Kalender

Verzahntes Strategiespiel

für 2 - 4 Spieler ab 13 Jahren

Spieldauer: ca. 90 Minuten, Preis: ca. 40 Euro

(Erfahrung der Jury: 90 - 120 Minuten)

Autoren: Daniele Tascini und Simone Luciani

Verlag: Czech Games Edition

(Vertrieb: Heidelberger Spieleverlag)

Mehr Informationen zu allen Spielen unter

www.spiel-des-jahres.com


Jury Spiel des Jahres 2013 und Kennerspiel des Jahres 2013

Der Verein Spiel des Jahres e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung des Kulturguts Spiel in Familie

und Gesellschaft zu fördern. Dazu vergibt er für den deutschsprachigen Raum seit 1979 die Auszeichnung

Spiel des Jahres“ und seit 2001 auch die Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“. Seit 2011 verleiht der Verein

zudem die Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres“ – ein Preis, der sich an Menschen richtet, die beim Spielen

eine etwas größere Herausforderung suchen. Stimmberechtigt sind ausschließlich unabhängige Fachjournalisten,

die in die Jury berufen werden und sich strikt am Verbraucher orientieren. Bei der Wahl „Spiel des Jahres

2013“ und „Kennerspiel des Jahres 2013“ waren zehn Jury-Mitglieder aus dem Verein Spiel des Jahres

stimmberechtigt.

Die Jury „Spiel des Jahres 2013“ und

„Kennerspiel des Jahres 2013“

Im Uhrzeigersinn von vorne links:

Sandra Lemberger (Dannstadt, freie Journalistin)

Karsten Grosser (Melle, Neue Osnabrücker Zeitung)

Bernhard Löhlein (Eichstätt, Radio K1)

Chris Mewes (München, freier Journalist)

Tom Felber (Zürich, freier Journalist)

Udo Bartsch (Hannover, freier Journalist)

Wieland Herold (Oldenburg, freier Journalist)

Birgit Nößler (Berlin, freie Journalistin)

Andreas Haaß (Stuttgart, freier Journalist)

Es fehlt:

Norbert Block (Bad Berka, Thüringische Landeszeitung)

Die Wahlkriterien:

Download unter Presseservice auf

www.spiel-des-jahres.com

Für das Wahlverfahren werden alle Neuerscheinungen im Bereich der Familien- und Erwachsenenspiele des

laufenden und des vorangegangenen Kalenderjahres berücksichtigt. Auf einer mehrtägigen Klausurtagung

erarbeitet die Jury die Nominierungslisten für das „Spiel des Jahres“ und das „Kennerspiel des Jahres“, die in

diesem Jahr jeweils drei Titel umfassen. Zudem veröffentlicht die Jury Empfehlungslisten, die auf weitere gute

Spiele aus den Kategorien „Spiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ hinweisen. Alle Wahl-Entscheidungen

erfordern eine absolute Mehrheit. In Berlin findet der abschließende Wahlgang der Siegertitel statt. Die

Ergebnisse werden während der Preisverleihung vor den Medien bekannt gegeben. Entscheidend für die Wahl

sind vier Kriterien:

1. Spielidee (Spielspaß, Originalität, Spielwert)

2. Regelgestaltung (Aufbau, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit)

3. Design (Funktionalität, Verarbeitung)

4. Layout (Karton, Spielplan, Regel)

Für die Verwendung seines Logos erhält der Verein Spiel des Jahres e.V. Lizenzgebühren von den Verlagen.

Die Einnahmen verwendet er, um eine Geschäftsstelle zu unterhalten, einen Internet-Auftritt zu betreiben,

Informations-Broschüren zu drucken und sich auf Messen zu präsentieren. Darüber hinaus finanziert der Verein

u.a. ein Stipendium für Spieleautoren und unterstützt im Rahmen eines jährlichen Förderprogramms Projekte

rund ums Kulturgut Spiel.

Die Mitglieder üben die Jury-Tätigkeit ehrenamtlich aus. Die wegen der Arbeit in der Jury anfallenden

Reise- und Übernachtungskosten werden vom Verein erstattet. Vorstandsmitglieder von Spiel des

Jahres erhalten als Ausgleich für ihre Arbeitsbelastung eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 15

Euro pro Stunde. Mit derselben Summe werden Vereinsmitgliedern bestimmte Tätigkeiten vergütet,

die über die normalen Mitgliedsaufgaben hinausgehen, zum Beispiel Sprechertätigkeiten oder die

Redaktion der Homepage.

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Kinderspiel des Jahres 2013

Am 10. Juni wurde „Der verzauberte Turm“ (Schmidt Spiele, Marke Drei Magier Spiele) in Hamburg zum „Kinderspiel

des Jahres 2013“ gewählt. Autoren sind Inka und Markus Brand.

Zum Spiel

Der böse Zauberer Rabenhorst hat die Prinzessin im Turm eingesperrt und den Schlüssel im Wald versteckt.

Doch schon macht sich der tapfere Robin auf die Suche: Liegt der Schlüssel unter einem Stein oder zwischen

Blumen? In dem dreidimensionalen Spielplan sind 16 Löcher mit Plättchen abgedeckt. Gemeinsam ziehen die

Spieler eine magnetische Spielfigur von Plättchen zu Plättchen. Ertönt ein „Klack“, ist Robin auf das

richtige Versteck gestoßen und darf nun versuchen, eines von sechs gleich aussehenden Schlössern am

Turm zu öffnen. Gelingt es, springt die Prinzessin vor Freude in die Luft. Hat das Team jedoch das falsche

Schloss gewählt, versteckt der Magier den Schlüssel erneut. Teamarbeit und ein gutes Gedächtnis sind bei

diesem wunderschön ausgestatteten Magnetspiel gefragt.

Begründung der Jury

Der verzauberte Turm

Merk- und Wettlaufspiel

von Inka und Markus Brand

für 2 bis 4 Gedächtniskünstler ab 5 Jahren

Verlag: Schmidt Spiele / Marke Drei Magier Spiele

Wenn die Prinzessin vor Freude aus dem Turm hüpft, ist das jedes Mal ein tolles Schlüssel-Erlebnis. Das

Autoren-Ehepaar baut mit dem Wettlauf im Wald ein Höchstmaß an Spannung auf: Wo ist der Schlüssel

versteckt? In welches Loch passt er? Setzt sich die Hartnäckigkeit von Team Robin durch oder die Raffinesse

von Zauberer Rabenhorst? Diese Fragen fesseln Jung und Alt immer wieder an dieses toll ausgestattete

Merkspiel, das sich auch hervorragend für zwei Personen eignet.

Neben „Der verzauberte Turm“ waren zwei weitere Titel zum „Kinderspiel des Jahres 2013“ nominiert:

Gold am Orinoko

Eine taktische Flussüberquerung von Bernhard Weber für 2 bis 4 clevere Schatzsucher ab 7 Jahren

(Verlag: Haba).

Mucca Pazza

Eine verrückte Schieberei von Iris Rossbach für 2 bis 4 aufmerksame Tierfreunde ab 4 Jahren (Verlag: Zoch,

Vertrieb: Noris).

Darüber hinaus hat die Jury für das „Kinderspiel des Jahres“ eine Empfehlungsliste mit zehn weiteren Titeln

veröffentlicht.

Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.spiel-des-jahres.com oder sprechen Sie uns einfach

direkt an.

Wir freuen uns, wenn Sie auch über diese Auszeichnung berichten.

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Kinderspiel des Jahres – die bisherigen Gewinner:

2001 Klondike von Stefanie Rohner und Christian Wolf (Haba)

2002 Maskenball der Käfer von Peter-Paul Joopen (Selecta)

2003 Viva Topo! von Manfred Ludwig (Selecta)

2004 Geistertreppe von Michelle Schanen (Drei Magier Spiele)

2005 Das kleine Gespenst von Kai Haferkamp (Kosmos)

2006 Der schwarze Pirat von Guido Hoffmann (Haba)

2007 Beppo der Bock von Peter Schackert und Klaus Zoch (Oberschwäbische

Magnetspiele)

2008 Wer war’s? von Reiner Knizia (Ravensburger)

2009 Das magische Labyrinth von Dirk Baumann (Drei Magier Spiele)

2010 Diego Drachenzahn von Manfred Ludwig (Haba)

2011 Da ist der Wurm drin von Carmen Kleinert (Zoch)

2012 Schnappt Hubi! von Steffen Bogen (Ravensburger)

2013 Der verzauberte Turm von Inka und Markus Brand (Schmidt Spiele / Marke Drei

Magier Spiele)

Inka und Markus Brand wurden für ihr Spiel „Der verzauberte Turm“ mit dem Preis „Kinderspiel des Jahres 2013“

ausgezeichnet.

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Initiativen von Spiel des Jahres

Spieleautoren-Stipendium

Das Spieleautoren-Stipendium soll „Nachwuchskräften“ Einblicke in unterschiedliche Bereiche der

Spieleszene ermöglichen. Hierbei soll nicht nur der Blick für die reine Autorentätigkeit geschärft

werden, auch Verbraucherperspektiven und spieltheoretisches Umfeld gehören zu den Inhalten. Um

Fahrtkosten und Spesen der Stipendiaten abzudecken, steht eine Summe von 3.000 Euro zur

Verfügung. Vorgesehen sind mehrere Praktika, unter anderem bei Spieleverlagen und im Spielwarenfachhandel.

Vergeben wird das Stipendium alljährlich auf dem Göttinger Spieleautorentreffen.

Michael Luu ist der Stipendiat 2013/14 des Vereins Spiel des

Jahres. Auf dem Spiele-Autoren-Treffen in Göttingen am 1./2.

Juni 2013 gewann der 27-jährige Wirtschaftssinologe aus

Hamburg den begehrten Förderpreis.

Förderprojekt

Seit Jahresbeginn 2012 bietet Spiel des Jahres ein besonderes Förderprogramm: Jeder, der ein

spielerisches Projekt plant und dieses für unterstützungswürdig hält, kann beim Verein einen Antrag

auf Förderung einreichen. Ziel der Aktion ist es, den Gedanken des gemeinsamen Spielens weiter zu

verbreiten und Institutionen und Aktivitäten zu unterstützen, die das Spiel als Kulturgut in Familie und

Gesellschaft fördern. Bisher fanden solche Förderungen meist nicht öffentlich statt. Mit der Einführung

des neuen Förderkonzepts soll der Zugang zu dieser Unterstützung erleichtert und die Öffentlichkeit

in Zukunft besser darüber informiert werden.

Der Verein fördert grundsätzlich alle Arten von Projekten, welche die Stellung des Spiels als Kulturgut

in der Gesellschaft stärken: Veranstaltungen, spielerische Aktionen, Ausstellungen, Buchprojekte,

Medienprojekte usw. Ausgeschlossen sind Projekte, welche die neutrale Beurteilung von Spielen im

Rahmen der Juryarbeit beeinträchtigen könnten. Deshalb werden keine Gelder an Spiele-Produzenten

oder für die Entwicklung von Spielen ausgeschüttet. Ausgeschlossen sind zudem Projekte, die

ausschließlich kommerzielle Interessen verfolgen.

Für das Jahr 2013 gingen insgesamt 37 Anträge fristgerecht bei Spiel des Jahres ein. Nach eingehender

Prüfung werden 21 Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 40.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.spiel-des-jahres.com.

Oder sprechen Sie uns direkt an:

Bernhard Löhlein, Vereinssprecher

Telefon: 0049 (0) 8421 50688

Mobil: 0160 90 19 41 57

radioK1@bistum-eichstaett.de

oder

Spiel des Jahres • Geschäftsstelle • Glashüttenstr. 38 • 52349 Düren

Fon: 0049 (0) 2421 6936947 • Fax: 0049 (0) 2421 6936948

E-Mail: mail@spiel-des-jahres.com • Internet: www.spiel-des-jahres.com

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