Download Ausgabe Juni 2013 - Spix eV

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Download Ausgabe Juni 2013 - Spix eV

8. Jahrgang Juni 2013

Wer seelisch krank wird, bekommt erst nach Monaten

einen Termin bei einem Facharzt für Psychiatrie.

Aufgrund der geringen Fallpauschalen ist

dann die fachärztliche Behandlung zeitlich begrenzt,

meistens deutlich unter einer Stunde pro

Kontakt und nur ein Termin alle drei Monate. Die

Wartezeit für eine Psychotherapie dauert noch

länger. Wer schnell und dringend eine Behandlung

benötigt, muss ins Krankenhaus gehen, obwohl

die meisten das nicht wollen. Die Folge ist,

das Ersterkrankte unnötig lange leiden, bevor sie

behandelt werden, dass sie unnötig lange arbeitsunfähig

sind und dass Krankenhaus-

Behandlungen stattfinden, die bei besseren ambulanten

Behandlungsmöglichkeiten vermieden werden

könnten.

Vera Pohler ist die Fallmanagerin der Integrierten Versorgung

bei Spix

Hier setzt die Integrierte Versorgung an. Mehrere

Krankenkassen haben in Nordrhein-Westfalen einen

Vertrag mit einer Managementgesellschaft für

eine bessere ambulante Behandlung ihrer psychisch

kranken Versicherten abgeschlossen, für

eine sogenannte Integrierte Versorgung. Sie erhoffen

sich dadurch kürzere Zeiten der Arbeitsunfähigkeit

und weniger Krankenhaus-

Integrierte Versorgung 1

Tag der Begegnung 2013 2

Der Berufs-Bildungs-Bereich 3

Neuer Verwaltungsleiter 4

Bürgerhelfer bei Spix 5

Ein Ausflug der besonderen Art

Ferienfreizeit WfbM 6

Betreutes Wohnen in Familien

Ausflug nach Dinxperlo 7

Neues von „Rudi Ratte“ 8

Bürger helfen Bürger e.V. 9

Kontaktdaten 10

Gruppenangebote 11

Angebote & Öffnungszeiten 12

Nutzersprecher 13

Zwang und Gewalt in der Psychiatrie 14

Der Praxisalltag in der Ergotherapie 15

Am Anfang war die Freiheit 16

Ein Bewohner der ersten Stunde 17

Interview mit Hülya Zaman 18

Schlafapnoe Selbsthilfegruppe 19

BeWo Ausflug zu RTL 20

Kostenlose Informationsschrift für Klient/innen und ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen und Freunde von Spix

Erscheint viermal im Jahr. Alle Ausgaben auch unter www.spix-ev.de


leme der Patienten zuständig, vermittelt und koordiniert

Hilfen und führt in unserer Praxis für Ergotherapie

verschiedene Gruppenbehandlungen

durch, darunter Psychoedukation. Die psychotherapeutische

Behandlung übernimmt Evi Küpper-Görkes,

eine approbierte psychologische

Psychotherapeutin. Sie wird im SPZ Wesel Einzel-

und Gruppenpsychotherapien durchführen.

Jo Becker leitet das Projekt und übernimmt die

psychiatrische Behandlung. Mit steigenden Patientenzahlen

wird sich ein weiterer ärztlicher Kollege

beteiligen. Die schon bestehenden Angebote

von Spix werden entsprechend dem individuellen

Bedarf der Patienten in die Leistungen der

Integrierten Versorgung einbezogen, z.B. der

Integrationsfachdienst, unsere Tagesstätte, Betreutes

Wohnen oder das Reha-Zentrum.

Evi Küpper-Görkes ist für die psychotherapeutische

Behandlung zuständig

Behandlungszeiten, also insgesamt Einsparungen.

Spix wird im Rahmen dieses Vertrages eine

Integrierte Versorgung aufbauen. Karin Weis ist

unsere Ansprechpartnerin für die Patienten und

koordiniert die Termine. Unsere neue Kollegin Vera

Pohler ist die Fallmanagerin. In ihrer Doppelqualifikation

als Ergotherapeutin und Sozialpädagogin

ist sie für die sozialen und beruflichen Prob-

Mit der Integrierten Versorgung wird das Angebot

für seelisch kranke Menschen in unserer Region

deutlich verbessert, vorerst leider nur für die

Patienten der beteiligten Kassen. Durch eine

frühzeitige intensive ambulante Behandlung können

Krankheitsverläufe verkürzt, Krankenhaus-

Behandlungen und Chronifizierungen vermieden

werden. Besondere Chancen dieses Projekts

liegen darin, dass die Leistungen der Krankenkasse

und die der Sozialhilfe zu einer koordinierten

Behandlung und Rehabilitation seelisch kranker

Menschen genutzt werden können – medizinische,

soziale und berufliche Unterstützungsleistungen

aus einer Hand.

Jo Becker

Auch in diesem Jahr findet am 29.06.2013 der

„Tag der Begegnung“ statt und das zum, man

glaubt es kaum, 16. Mal! In diesem Jahr steht

das Event aber „unter einem ganz besonderen

Stern“: Der Landschaftsverband Rheinland feiert

sein 60-jähriges Jubiläum und aus diesem Grund

werden die Rheinwiesen in Köln der Ort der Veranstaltung

sein.

Natürlich lässt es sich Spix nicht nehmen, bei

diesem Jubiläum dabei zu sein und entsendet

daher eine Allianz zur Vertretung: UNS! Bereits

seit Anfang des Jahres wird geplant, überlegt

und gewerkelt, um Spix und auch Wesel einen

würdigen Auftritt zu ermöglichen. Unter anderem

wurden die allseits bekannten Esel von Wesel

farbenfroh gestaltet und wir hoffen, dass wir Wesel

so ins Land tragen können.

Alexandra Hönnekes-Bathel und ihr Team vom

Reha-Zentrum

Spix-Info 2


Interview mit Uschi Grolms und Torsten Kaufmann

über den BB-Bereich

Für neue Klienten hat die Spix WfbM einen eigenen

Bereich, kurz BBB genannt. Die Förderung

der Teilnehmer und die Integration auf dem Arbeitsmarkt

ist das vorrangige Ziel im Berufsbildungsbereich.

In einem Interview mit den beiden

Gruppenleitern Uschi Grolms und Torsten Kaufmann

stellen sie Euch die Arbeit im BB-Bereich

genauer vor.

die Verpackung bieten Uschi, Torsten und Janin

für den BB-Bereich auch Förderunterricht an.

Spix wird für neue Klienten vorgestellt. Präsentiert

werden z.B. die Strukturierung innerhalb der

Werkstatt, aber auch andere Bereiche, wie das

BeWo-Angebot oder die Tagesstätte am Kaiserring.

Ansonsten werden Themen aus dem alltäglichem

Leben vorgestellt, die für die Klienten

wichtig sein könnten.

Welche Arbeiten werden im BB-Bereich getätigt?

Der BB-Bereich ist als eigene Gruppe der Verpackung

angeschlossen. Hauptsächlich werden

wie in der Verpackung und Montage Aufträge für

die Firma Norgren ausgeführt. Dazu zählen unter

anderem die Montage und Verpackung von Armaturen.

Klienten können auch auf Wunsch in

andere Abteilungen der WfbM wechseln. Sie

sind dann aber weiterhin dem BB-Bereich angeschlossen.

Die Redaktion fragte zunächst einmal, wie lange

es den BB-Bereich schon gibt.

Beide Gruppenleiter erzählten, dass der BB-

Bereich als eigenständige Gruppe seit Januar

2012 existiert. Doch gibt es den BB-Bereich

schon länger. Die Teilnehmer waren vorher auf

die einzelnen Gruppen in der WfbM verteilt.

Jetzt gibt es eine eigenständige Gruppe zur besseren

Förderung der Klienten.

Uns interessierte, wie lange ein neuer Klient in

der WfbM im BB-Bereich bleibt.

Die Zeit im BB-Bereich dauert 2 Jahre. In diesen

Jahren wird festgestellt, ob eine Integration auf

dem Arbeitsmarkt möglich ist. Dem Klienten wird

auf dem Weg seiner Förderung beste fachliche

Unterstützung geboten. So steht jedem offen, ein

Praktikum zu absolvieren. Der soziale Dienst der

WfbM kann bei der Praktikumssuche unterstützend

einwirken. Die Suche nach einem Praktikum

kann aber auch eigenständig, ohne den sozialen

Dienst, gestaltet werden.

Wie sieht die Förderung im BB-Bereich konkret

aus?

Neben der täglichen unterstützenden Arbeit für

Wer sind die Gruppenleiter?

Gruppenleiter im BB-Bereich sind Uschi Grolms,

Torsten Kaufmann sowie Janine Ewig. Unterstütz

werden sie von der Praktikantin Chantale

Porkowski. Die fachliche Ausbildung unterscheidet

sich nicht von den anderen Gruppenleitern.

Es werden jedoch Fortbildungen angeboten, um

die Gruppenleiter weiter zu Schulen.

Wie beurteilen die Klienten den BB-Bereich?

Ausnahmslos alle Klienten bewerten die Arbeit

der Gruppenleiter im BB-Bereich durchweg positiv.

Das WfbM Readaktionsteam

Spix-Info 3


Meinen ersten Einblick in einer sozialen Unternehmung

bekam ich bei einem Bildungsträger in Geldern.

Nach gut fünf Jahren und mit Trennungsschmerz

bin ich dann zum Diakonischen Werk

Kreis Kleve als Verwaltungsleiter gewechselt. Hier

durfte ich die Personalabteilung, das Rechnungswesen

und das Controlling des Werkes koordinieren

und leiten. Unser Spektrum umfasste u.a. eine

Sozialstation, einen Betreuungsverein, mehrere

Beratungsstellen, betreutes Wohnen für Heranwachsende

sowie eine Kurzzeitpflegeeinrichtung

für ältere Menschen. Mit meinem Umzug vom Niederrhein

ins Ruhrgebiet wechselte ich dann noch

einmal zu einem Bildungsträger, dem größten im

nördlichen Ruhrgebiet.

Als neuer Mitarbeiter bei Spix möchte ich mich

kurz bei Euch vorstellen. Geboren und aufgewachsen

bin ich in Rees am Niederrhein. Nachdem

es mich zwischenzeitlich ins Ruhrgebiet verschlagen

hat, bin ich jetzt wieder am schönen Niederrhein

zu Hause. Zu meinen Hobbies zählen

einige Sportarten wie Mountainbiken und Skifahren

und Golfen und wenn es die Zeit erlaubt, fahren

meine Frau und ich gerne an Wochenenden

mit dem Wohnmobil durch die Gegend.

Als kaufmännischer Leiter waren mir das Rechnungswesen

und die Personalabteilung unterstellt.

Außerdem gehörte ich der erweiterten Geschäftsleitung

an. Wir hatten in Spitzenzeiten ungefähr

250 Angestellte als Stammpersonal und ca. 2000

sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die als

Auszubildende, Umschüler oder anderweitig zu

qualifizierende Personen angestellt waren. Sämtliche

Qualifizierungsmaßnahmen wurden durch die

Arbeitsagentur oder Kommunen finanziert. Der

Kostendruck wurde von Jahr zu Jahr extremer und

unter dem Eindruck stehend habe ich mich im

Januar 2004 als Unternehmensberater und Gründercoach

selbständig gemacht.

In der Tätigkeit als Unternehmensberater habe ich

ab Oktober 2012 eine Potenzialberatung bei Spix

durchgeführt. Wir haben schon in der Verwaltung

einige Abläufe verbessern und optimieren können,

so dass sich mein Einstieg bei Spix dank der tatkräftigen

Unterstützung aller Beteiligten sehr angenehm

und produktiv gestaltete. Seit dem

01.02.2013 bin ich nun angestellt bei Spix und ich

freue mich auf Euch und auf die interessanten

Aufgaben.

Jürgen Michelbrink

Termine für Psychoseseminar

24.06.13 Psychose - Seminar 18.00 bis 20.00 Uhr, Sozialpsychiatrisches Zentrum Wesel

„Drogen und psychische Erkrankung“

Sommerpause/Sommerferien NRW vom 22.07.13 – 03.09.13

Wesel: Spix, Kaiserring 16, 46483 Wesel

Dinslaken: Caritasverband, Duisburgerstr.98, 46535 Dinslaken

Spix-Info 4


Klaus Dörner hat die Idee eines „Dritten Sozialraums“

beschrieben. In einer Gesellschaft, in der

der Anteil hilfebedürftiger alter Menschen immer

größer wird, kann nach seiner Ansicht die Fürsorge

für alte, kranke oder behinderte Menschen

nicht mehr im gleichen Umfang wie bisher von

Fachkräften geleistet werden. Er fordert daher neben

der Berufswelt und dem privaten Lebensbereich

einen Dritten Sozialraum, in dem sich Bürgerhelfer

in ihrer Gemeinde für hilfebedürftige

Menschen engagieren. Aus seiner Sicht bietet der

demographische Zwang zur Umverteilung von

Führsorgeleistungen Chancen für mehr Inklusion:

eine Belebung der Nachbarschaftshilfe und ein

besseres Miteinander zwischen Menschen mit

Pflegebedürftigkeit oder Handicap und ihren nichtbehinderten

Mitbürgern.

Bei Spix wollen wir diese Idee in die Tat umsetzen.

Mit der Beschäftigung von Bürgerhelfern

schaffen wir ein neues Tätigkeitsfeld zwischen Ehrenamt

und angestellten Mitarbeiter/innen. Der

Unterschied besteht darin, dass unsere ehrenamtlich

tätigen Kräfte zusätzliche Aufgaben übernehmen

und dadurch Angebote für unsere Klienten

schaffen, die es ohne ihr Engagement nicht geben

würde. Bürgerhelfer übernehmen dagegen nach

einer ausreichenden Zeit der Anleitung und Einarbeitung

Pflichtaufgaben und entlasten dadurch

das Stammpersonal. Sie sind vergleichbar mit unseren

Bufdis, den Mitarbeiter/innen im Bundesfreiwilligendienst.

Und so wie Bufdis ein Taschengeld

erhalten, bekommen auch die Bürgerhelfer eine

Aufwandsentschädigung, die je nach Arbeitseinsatz

bis zu 200 € pro Monat beträgt.

In unserem Wohnheim Vivaldi hat ein erster Bürgerhelfer

seinen Dienst begonnen. Nach einigen

Monaten ehrenamtlicher Tätigkeit übernimmt er

nun regelmäßig Aufgaben wie Fahrdienste oder

die individuelle Begleitung von Bewohnern. Danke

für dieses bürgerschaftliche Engagement!

Jo Becker

Spix-Info 5


Am 25.2. fuhren wir mit einer kleinen Gruppe von

6 Personen ins Museum Phänomania in Essen.

Wir waren alle gespannt was uns dort erwarten

wird.

Da das Wetter total schlecht war eignete sich

dieser Ausflug sehr gut. Am Ziel angekommen

empfing uns ein netter Herr der uns eine sehr

gute Einführung gab. Denn in diesem Museum

ging es um die 5 Sinne. Zu Beginn hielt er 2

Kunststoffteile übereinader und wollte von uns

wissen, ob sie gleich groß sind. Fast alle sagten

nein, aber sie waren wirklich gleich groß, wenn

man sie aufeinander legte. Dann machten wir

uns allein auf den Weg durch das Museum.

Spannend war, als wir in gefüllte Krüge fassen

mussten, um zu erraten was sich in den Krügen

befand. Es war ein komischen Gefühl hinein zu

fassen ohne zu wissen was einen erwartet. Dann

kamen wir zu verschieden Flaschen und mussten

dran riechen, um zu erraten mit was sie gefüllt

waren. Dann kamen wir an verschieden Bildern

vorbei und beim genauen Hinschauen erkannte

man mehr als beim ersten Blick. Dann

gab es verschiedene Spiele, bei denen man

ziemlich gut überlegen musste um sie zu lösen.

Wir hatten echt viel Spaß bei all den Entdeckungen.

Zum guten Schluss haben wir es uns im museumseigenen

Café bei einer heißen Tasse Kaffee

gut gehen lassen. Ich würde dieses Museum jedem

empfehlen, der noch nicht dort war.

Gabi Gölden

Eine Gruppe mit 17 Teilnehmern der WfbM fährt

vom 16.09. - 20.09. für 5 Tage in die Ferienfreizeit.

Von den Gruppenleitern fahren mit: Uschi

Grolms, Torsten Kaufmann und Ralf Gerpheide.

Ziel ist diesmal die Osteifel in „Acht“. Acht ist eine

Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz

in Rheinland-Pfalz. Der Ort liegt in der Eifel im

Tal des Achterbachs und ist Teil des Landschaftsschutzgebiets

„Rhein-Ahr-Eifel“.

Die Teilnehmer verbringen ihre Ferienfreizeit im

„Haus Acht“, in der Schulstraße 8. Acht ist etwa

200 Kilometer von Wesel entfernt. Die Fahrtzeit

beträgt ca. 2 1/2 Stunden, mit der einen oder

anderen Raucherpause vielleicht auch etwas

länger. Das Reiseziel liegt in der Nähe von Koblenz

sowie auch des Nürburgrings. Ausflugsprogramme

seien zurzeit noch nicht viele geplant,

dies wolle man vor Ort gemeinsam mit der Gruppe

besprechen. Da die Gegend sehr bergig ist,

Mosel und Rhein zusammenlaufen, werden vielleicht

auch einige Wandertouren geplant. Hier

wird sicher Ralf Gerpheide federführend werden

und seine Wanderfreuden ausleben. Die Gruppenleiter

freuen sich schon auf die gemeinsame

Ferienfreizeit, die viel Spaß bringen wird. 2 TN

von der WfbM freuen sich besonders darauf, da

sie dort noch nicht waren und nur hoffen, dass

das Wetter mitspielt. Weiteres erfahrt ihr in der

nächsten Ausgabe der Spix-Zeitung.

Das Redaktionsteam der WfbM

Spix-Info 6


Heute führe ich mein Interview mit Babsi, die seit

1. Jahr und 9 Monaten in einer Gastfamilie lebt,

davor aber knapp 5 Jahre in 2 verschiedenen

Wohnheimen gelebt hat.

Babsi, wie geht es Dir heute?

Hypersuperaffen...!

Aber es gab Zeiten, da ging es Dir gar nicht gut

und über die wollen wir heute sprechen. Ist das

o.k. so?

Ja.

Was waren das für Zeiten?

Als ich in die Heime gesteckt wurde und meine

Wohnung aufgeben musste.

Was war daran für Dich so schlimm?

Am Rand der Gesellschaft zu leben mit lauter

„Psychos“, die teilweise kränker sind als man

selbst. Und was einen noch mehr runter zieht:

Kein normales Umfeld mehr zu haben, nur die

Betreuer und die Werkstätten. Soweit weg von

der eigenen Familie. Wesel und Borken, beide

waren schlimm.

Kein normales Umfeld mehr zu haben? Sind Betreuer

kein normales Umfeld?

Das ist Personal, die machen nur ihren Job.

Aber die machen ihren Job. Und die machen ihn

gut!

Aber manchmal nur so larifari.

Was hast Du Dir gewünscht, als Du im Heim gelebt

hast? Was hätte anders sein sollen?

Ganz schnell wieder raus! Jeder Tag im Heim

war ein Tag zu viel und überflüssige Verschwendung.

Reine Zeitverschwendung!

Wenn Du Dir ein Heim wünschen könntest, wie

müsste das sein?

Dieses Heim gibt es nicht. Gastfamilie ist besser,

viel besser. Tausendmal besser als im Heim. Ich

habe damals den Flyer vom BWF gelesen, im

Sommer 2010 und habe mich sofort gekümmert.

Wie bist Du denn an den Flyer gekommen?

Frau Langwald vom Vivaldi hat mir den Flyer gezeigt.

Also doch nicht nur so larifari?

Es gibt Ausnahmen, die bestätigen die Regel.

Babsi, gibt es zum Schluss noch etwas was Du

sagen möchtest?

Ich bleibe bei meiner Gastmutter wohnen. Es ist

auch was anderes jeden Tag zu seiner Arbeit zu

fahren, zum Vivaldi, als dort zu wohnen. Dafür

nehme ich auch jeden Tag einen langen Anfahrtsweg

in Kauf. Fast 2 Stunden für eine Fahrt.

Danke Babsi für das Interview und danke für die

Ehrlichkeit.

Petra Pilath

Es war ein Donnerstag. Petra Pilath, Courtney

Jaruga, 3 Klienten des „BWF“ (Betreutes Wohnen

in Familien) und ich sind mit dem blauen VW

- Bulli in Richtung Dinxperlo gefahren.

Dort sind wir zuerst bei „action“ rein gegangen.

Das ist ein Laden, ähnlich wie „Kodi“. Dort gab

es ne Menge zu kucken. Ich hab da noch ein

paar Kleinigkeiten gekauft.

Danach hatten wir alle Hunger und sind zum Imbiss

„de Driesprong“ gelaufen. Dort haben wir

Pommes „extra groß“ bestellt. Ich hatte auch

Pommes „extra groß“ mit Mayo und dazu eine

Frikandel. Danach war ich satt.

Dann war es auch schon wieder Zeit für die

Heimfahrt. So sind wir zurück gefahren. Unterwegs

bin ich in meinem Heimatort abgesetzt

worden. Es war ein schöner Ausflug.

Petra D.

Spix-Info 7


ging ja noch. Als aber die ersten Antworten kamen,

da spürte ich Bewegung in mein Rücken.

(Ich sitz bei den Interviews immer bei der BWF-

Frau auf dem Knie. So kann ich meine Interviewpartner

besser inne Augen gucken und fühl

mich dann ein bißchen größer).

Zu aller Erst...es gibt noch wahre Geschichten im

Leben, da laufen so einem abgezockten Typen

wie mir doch tatsächlich die Tränen über die

Schnauzhaare. Da müsst ihr mal gucken, die Geschichte

von Rosa E. Unter www.BWF-INFO.de.

Letzte Ausgabe von 2012. Die hab ich gehört, zusammen

mit mindestens 100 Zweibeinern im Saal.

Und da sind nicht nur meine Schnauzhaare nass

geworden. Auch so manche gerougte Wange und

einige mit Rasierwasser getränkte männlichmarkante

Gesichtsstrukturen.

Aber nun wollen wir mal nicht sentimental werden.

Mein Job besteht aus gründlicher Recherche,

knallharten Fakten und nicht aus „auffe-

Tränendrüsen-drücken“.

Und jetzt muss ich euch noch was anders erzählen.

Da hab ich mich drüber aufgeregt. Eins schon

mal vorweg. Ich hab immer gedacht in ganz

Deutschland gilt die Pressefreiheit. Eins weiß ich

jetzt. Entweder die BWF-Frau hat noch nie was

davon gehört oder die lebt inne deutschlandfreie

Zone. Also: Ich kriege den Auftrag: Interview mit

ne Klientin die seit knapp 2 Jahren bei eine Gastmutter

wohnt und davor in mehreren Wohnheimen

gelebt hat. Ich kenn die Frau schon etwas länger

und hab noch so gedacht: „Jawohl, das Interview

wird gut. Die ist so richtig nach meiner Schnauze.

Nimmt kein Blatt vorn Mund und kuscht nicht vor

der Obrigkeiten“. Aus einem Vorgespräch wusste

ich dass die mal so richtig Dampf ablassen wollte.

Von wegen die Fremdbestimmung von der gesetzlichen

Betreuung und das Leben im Heim. Ich also

mit die BWF-Frau dahin, ab in das Zimmer von

der Klientin und losgelegt mit die Fragerei. Das

Also, meine sympathische Gesprächspartnerin

sitzt vor mir, wir quatschen und ich merk wie hinter

mir was in Bewegung kommt. Die BWF-Frau

macht einen graden Rücken und atmet einmal tief

durch. Ich denk nur: “Bleib ruhig Mädel. In

Deutschland herrscht Meinungs- und Pressefreiheit!“

Ich laufe zur Höchstform auf und meine Gesprächspartnerin

auch. „Jawohl meine Perle, lass

Dampf ab und gib ihnen Saures. Klär die Menschen

auf über die Ungerechtigkeiten dieser Welt.

Wie hilflos Du dich gefühlt hast, zu denken Du

würdest komplett fremd bestimmt. Wie schlimm es

für dich war, tagtäglich mit Menschen zusammen

zu leben, die Du Dir nicht als WG-Partner aussuchen

konntest. Oh Gott und dann erst....“ Seht da,

jetzt würde das kommen, was ich nicht schreiben

darf und da hab ich mich tierisch drüber aufgeregt.

Nicht nur dass die BWF-Frau ganz oft ganz

tief durchgeatmet hat, nein. Ich hab es bildlich vor

mir gesehen, wie sie in ihrer Phantasie mit ihre

rechte Hand ganz langsam in die rechte Hosentasche

rutscht und dort nach der berühmten „A…

karte“ greift.

Ich kann euch nicht sagen, wie oft meine Interviewpartnerin

und ich die rote Karte gezeigt bekommen

haben. Verbal versteht sich, denn eine

echte hatte die vom BWF natürlich nicht in der Tasche.

Also, wenn ihr das Interview lest, denkt

dran: es ist die harmloseste Form auf die wir uns

einlassen mussten. Und eins weiß ich, darüber ist

mit Sicherheit noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Aber, noch ist es kalt draußen, es gibt nicht

viel zu futtern und ich mach den Job eigentlich

ganz gerne. Wenn ich aber den Maulkorb zu oft

verpasst bekomme, dann frag ich mein Kumpel

Bruno ob er mit mir eine WG gründet. Nur wir

Zwei. Auf diesem Weg mal wieder einen schönen

Gruß an meinen Kumpel und an alle Eingeweihten.

Euer Rudi Ratte

Spix-Info 8


Ich habe Hunger, brauche Lebensmittel. Zitternd,

ängstlich mit Tränen in den Augen steht

der alte Rentner vor den Lebensmitteln.

Menschen". Er plant ein eigenes Ladenlokal für

Bedürftige. Dieser "Bürgerladen" soll von morgens

bis abends geöffnet sein wie herkömmliche Geschäfte.

Kunden könnten zudem mehrmals in der

Woche kommen. Damit sie sich nicht zu Bittstellern

degradiert fühlen, sollen sie für ihre Einkäufe

zahlen - "einen freiwilligen Obolus", sagt Eichers.

Es steht jedem frei, Mitglied im Verein Bürger helfen

Bürgern (BHB) Voerde e.V. zu werden. Der

Mitgliedsbeitrag für Bedürftige (SGB-Mitglied) beträgt

nur 1,00 EUR im Monat. Alle Kosten

(Ladenmiete, Heizung, Strom, Fahrzeugkosten

etc.) werden nur durch Mitgliedsbeiträge und

Geldspenden finanziert.

28 Voerder Bürger haben es sich auf die Fahne

geschrieben: wir helfen den Ärmsten der Armen.

Da es in Voerde keine „Tafel“ gibt, gründeten sie

einen Verein um die Not, die es auch Voerde gibt,

zu lindern. Der 50jährige studierte Wirtschaftsinformatiker

Karl Heinz Eichers versammelte seine

Freunde um sich und gründete den Hilfsverein

BHB e.V.

Er hatte erlebt wie Menschen aus purer Not bei

nasskalten Novemberwetter anstehen und warten

mussten um etwas zu Essen zu erhalten. Armut

gibt es auch am Niederrhein und „Charly“ wurde

damit schonungslos konfrontiert. Er hat Erfahrung

im Bereich der Erfolgreichen „mein Haus, mein

Boot, mein Auto, meine Frau.“ Aber auf der andere

Seite des Lebens angekommen gibt er sich

nicht geschlagen und hadert nicht mit seinem

Schicksal.

Nachdem er die Not erlebt und gesehen hatte,

krempelt er die Ärmel hoch und arbeitet nun für

Menschen die nichts haben, die Hunger haben

und leiden. Sein Lohn ist oft nur das dankbare Lächeln

der Bedürftigen, die sich mal wieder satt essen

können.

Aber nicht nur Lebensmittel hält der BHB – Laden

in Friedrichsfeld/Voerde vor, auch Spielzeug für

Kinder sowie Kleidung und Haushaltsgeräte, die

zwar gebraucht aber funktionsfähig sind.

Karlheinz Eichers hat ein anderes Konzept vor

Augen, für "mehr Respekt und Wertschätzung der

Sein Konzept ist gewagt, aber nach kaufmännischen

Gesichtspunkten durchorganisiert und geplant.

Auf einer großen Fläche eines ehemaligen

Supermarkts, der vom Eigentümer gesponsort

wurde, pulsiert das nackte Leben. Angst, Scham

und Leid steht den Menschen ins Gesicht geschrieben

und dann mit dem Nötigsten versorgt

den Heimweg antreten, wechselt der Ausdruck zu

Erleichterung, Dankbarkeit und Freude.

Unterstützung erfährt der Verein nicht nur von örtlichen

Lebensmittelhändlern, sondern auch Bürgern,

die zu viel Essenswaren im Haus haben

und es nicht einfach wegschmeißen , da es noch

völlig in Ordnung ist. Sie bringen es selbst zum

Laden auf der Poststraße.

„Foodsharing“ ist das Schlüsselwort und wird

schon erfolgreich in Berlin praktiziert. Jeder kann

hier helfen, ob mit Spenden, Material oder eigener

Arbeitskraft. Hier wird jeder Mithelfer gerne gesehen

und bekommt unbezahlbares zurück:

Menschlichkeit und Anerkennung.

Aufmerksamkeit erfährt der „BHB“-Verein durch

die Presse und auch das Fernsehen. WDR berichtet

über das ziemlich einmalige Projekt. Auch die

SPIX-Info erlebte einen willensstarken und nach

vorn orientierten Karl-Heinz Eichers. Wer auch

helfen will kann sich auch direkt an den 1. Vorsitzenden

des Bürgerverein wenden, Tel. 0176 -

782 488 07, oder schreiben Sie an: spenden@bhb-voerde.de

Weitere Informationen unter

www.bhb-voerde.de/markt.html

Ich wünsche den engagierten Mitmenschen viel

Erfolg und Glück.

Hardy Juan

Spix-Info 9


Geschäftsführer:

Dr. Jo Becker 0281/16333-11

j.becker@spix-ev.de

Verwaltungsleiter:

Jürgen Michelbrink 0281/16333-12

j.michelbrink@spix-ev.de

Verwaltung:

Karin Weis (Sekretariat) 0281/16333-0

k.weis@spix-ev.de

Renee Löhr-Sanders (Personal) 0281/16333-40

r.loehr-sanders@spix-ev.de

Brigitte Thibault (Personal) 0281/16333-15

b.thibault@spix-ev.de

Irina Santroch (Buchhaltung) 0281/16333-41

i.santroch@spix-ev.de

Fachbereich Arbeit

Fachbereichsleiter:

Ralf Hahn

r.hahn@spix-ev.de

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Bocholter Str. 8, 46487 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/31928510

Werkstattleiter:

Ralf Hahn 0281/31928512

Leiterin Sozialer Dienst:

Gertraud Heyermann 0281/31928513

g.heyermann@spix-ev.de

Brötchentheke

Dinslakener Landstraße 5 0281/47364388

46483 Wesel

Gleis 31 Fahrrad-Station

Franz-Etzel-Platz 11, 46483 Wesel

gleis31@spix-ev.de 0281/47362670

Integrationsfachdienst (IFD) Wesel

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Teamleitung:

Ute van Suntum 0281/16468-0

ute.vansuntum@ifdwesel.de

Praxis für Ergotherapie

Viktoriastr. 10 46483 Wesel

Leitung:

Achim Rosen 0281/47367855

ergo@spix-ev.de

Institut für systemische Forschung

und Therapie

Marsstr. 70, 46509 Xanten

Sekretariat:

Sabine Diessenbacher 02804/219465

institut@spix-ev.de

Gemeindepsychiatrische Dienste

Fachbereichsleiterin:

Michaela Jöhren-Bauer 0281/154907-79

m.joehren@spix-ev.de

Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Martin van Staa 0281/16333-17

m.vanstaa@spix-ev.de

Tagesstätte

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Teamleitung:

Andrea Wagmann 0281/16333-13

a.wagmann@spix-ev.de

Betreutes Wohnen (BeWo)

Augustastr. 12, 46483 Wesel 0281/154907-0

Teamleiterinnen:

Carolin Hadder 0281/154907-82

c.hadder@spix-ev.de

Kathrin Lemmen 0281/154907-81

k.lemmen@spix-ev.de

Betreutes Wohnen in Familien (BWF)

Kaiserring 10, 46483 Wesel

Teamleitung:

Petra Pilath 0281/47369320

p.pilath@spix-ev.de

Wohnheime/BeWo plus und Reha-

Zentrum

Fachbereichsleiterin:

Brigitte Langwald 0281/9599171

b.langwald@spix-ev.de

Wohnheim „Haus Vivaldi“

Friedenstr. 46, 46485 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/9599170

Wohnheim „Haus Alia“

Salzwedeler Str. 23-25, 46485 Wesel

Leitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

f.niederstrasser@spix-ev.de

Betreutes Wohnen plus (BeWo plus)

Teamleitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

f.niederstrasser@spix-ev.de

Reha-Zentrum

Leitung:

Alexandra Hönnekes-Bathel 0281/9599188

a.hoennekes@spix-ev.de

Betriebsrat

Vorsitzender:

Ralf Gerpheide 0173/2930150

r.gerpheide@spix-ev.de

Spix-Info 10


SPZ - Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

(Teilnahme nach Vorgespräch)

Angehörigengruppe

i.d.R. jeden 1. Montag und 4. Donnerstag im Monat 19.00 - 20.30 Uhr

Infos unter: 0151/51414073 Hr. Nobis (Sprecher der Angehörigengruppe)

Beratung unter : 0281/1633317 Martin van Staa

Gesprächsgruppe

Montags: 17:00 - 18:30 Uhr 1. und 3. Montag im Monat

die Gruppe ist für neue Teilnehmer offen!

Infos unter: 0281 / 1633316 Andrea Sanders

Sportgruppen in Wesel

Dienstags: 19:00 - 20:00 Uhr Frau Riehl

Selbsthilfegruppen in Wesel

(Kaiserring 16, 46483 Wesel)

Selbsthilfegruppe „Spieler“

Montags: 19:00 - 21:00 Uhr jeden 2. 3. und 4. Montag im Monat

Kontakt/Infos unter 0162/3497488 Andreas oder 0160/93757418 Bodo

Selbsthilfegruppe „Hoffnungsschimmer“ (psychosomatische Beschwerden)

Dienstags: 19:30 - 21:30 Uhr in Wesel

FÜR NEUEINSTEIGER: JEDER 1. DIENSTAG IM MONAT

Infos unter: 0281/29397 oder 0281/63805

Internet: www.shg-hoffnungsschimmer.de.tl

Mail: info-selbsthilfe-wesel@t-online.de

Selbsthilfegruppe „Seelenanker“ (Ängste / Depressionen)

Mittwochs: 19:00 - 21:00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 6841152 Andrea

Internet: www.shg-seelenanker.de.tl

Mail: shg-seelenanker@gmx.de

Selbsthilfegruppe „Das Ohr“ (Ängste / Depressionen)

Donnerstags: 19:00 - 21:00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0174/3280021 Frau Czarkowski

Sh.das-ohr@web.de

Selbsthilfegruppe „Tinnitus“

Freitags: 19:00 - 21:00 jeder 3. Freitag im Monat

Infos unter: 0174/3280021 Frau Czarkowski

Selbsthilfegruppen in Xanten

(Marsstr. 70, 46509 Xanten, Tel: 02801/6611)

Selbsthilfegruppe „Adipositas“

Dienstags: 19:30 - 21:00 Uhr jeden 2. Dienstag im Monat

Infos unter: 02802/9469719 Frau Ritter o. 02837/7604 Frau Hemmers

Angehörigengruppe für Ehe- und Lebenspartner

Montags: 19:00 - 20:30 Uhr jeden 2. Montag im Monat

Infos unter: 02801/6611 o. 0281/1633317 Martin van Staa

Spix-Info 11


SPZ Wesel

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

dienstags, mittwochs & donnerstags

11.00 - 12.00 Uhr offene Sprechstunde

montags, dienstags & donnerstags

15.00 - 19.00 Uhr Treff

samstags, sonntags & Feiertage

11.00 - 15.00 Uhr Treff

samstags, sonntags & Feiertage

10.00 - 12.00 Uhr Präsenzdienst

(BeWo Augustastraße 12, 0281/1549070)

nur für BeWo-Nutzer von Spix e.V.

SPZ Xanten

Marsstraße 70

46509 Xanten

Tel: 02801/6611

montags & dienstags

11.00 - 15.00 Uhr Treff

mittwochs

10.00 - 12.00 Treff

freitags

14.00 - 18.00 Uhr Treff

Ansonsten Sprechzeiten

nach Vereinbarung

SPZ Schermbeck

(ev. Gemeindezentrum)

Kempkes Stege 2

46514 Schermbeck

Tel: 02853/912353

dienstags

10.00 - 13.00 Sprechstunde

Ansonsten Sprechzeiten

nach Vereinbarung

Spix-Info 12


Betreutes Wohnen:

Carola Bleckmann

Vanessa Krauß

Jörg Rickelhoff

Tagesstätte: Peter Heppner Täglich in der Tagesstätte erreichbar

Gerd Ostkamp

Kontakt– und

Beratungszentrum:

Klaus Dürrschmid

Judith Schiemes

zu den Treffzeiten erreichbar

Werkstatt:

Der Werkstattrat wurde am 21.05.2013 neu gewählt,

die gewählten Kandidaten werden in der nächsten Spix Info vorgestellt

Heimbeirat: Oliver Kools Täglich im Haus Vivaldi erreichbar

Dennis Hartmann

Impressum

Herausgeber

Spix e.V.

Kaiserring 16

46483 Wesel

Verantwortlich

Dr. Jo Becker

Redaktionsteam

Kathrin Grimm

Thorsten Kaufmann

Martin van Staa

Antje Brahmst-Kamocai

Layout & Gestaltung

David Kalberg

Druck

Wittfeld – Wohnverbund Moers

Auflage & Erscheinungsweise

500 Exemplare - erscheint

vier Mal im Jahr.

Spix-Info 13


Einige Mitglieder der Angehörigengruppe im SPZ

Spix e.V. besuchten am 09.03.13 das Gruppentreffen

des Landesverbandes Angehöriger psychisch

Kranker e.V. im Alexianer Krankenhaus in

Münster. Die Vorsitzende des Landesverbandes

Frau Wiebke Schubert sandte der Redaktion

über Hr. Richter die Zusammenfassung des Vortrages

zu den aktuell gültigen rechtlichen Hintergründen

zu:

„Das Bundesverfassungsgericht hat in zwei Entscheidungen

zum Maßregelvollzug grundlegende

Aussagen darüber gemacht, unter welchen

Voraussetzungen Zwangsbehandlungen zulässig

sind. Daraufhin hat der Bundesgerichtshof im

Juni letzten Jahres die Regelung im Betreuungsrecht,

nach der Zwangsbehandlungen von Betreuten

erlaubt waren, für unzulässig erklärt. Somit

waren Zwangsbehandlungen in der Regel

nur noch nach dem PsychKG und nach § 34

StGB möglich.

Am 25. Februar 2013 ist dann der neue § 1906

BGB in Kraft getreten, der die Voraussetzungen

einer Zwangsbehandlung von Betreuten nun

nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes

neu regelt. Voraussetzung für eine

Zwangsbehandlung ist demnach, dass

• der Patient sich in stationärer Behandlung

befindet,

• dem Patienten ein erheblicher gesundheitlicher

Schaden droht,

• der Patient aufgrund einer psychischen

Krankheit oder einer geistigen oder seelischen

Behinderung die Notwendigkeit der

ärztlichen Maßnahme nicht erkennen oder

nach dieser Einsicht handeln kann,

• der Arzt zunächst versucht hat, den Patienten

für eine freiwillige Behandlung zu gewinnen,

• es keine milderen Maßnahmen gibt und

• dass der zu erwartende Nutzen der ärztlichen

Zwangsmaßnahmen die zu erwartenden

Beeinträchtigungen überwiegt.

Eine solche Zwangsmaßnahme muss gerichtlich

genehmigt werden. In diesem Verfahren muss

dem Patienten ein Verfahrenspfleger zur Seite

gestellt werden. Eine solche Maßnahme kann in

der Regel bis zu 6 Wochen dauern, eine Verlängerung

ist möglich.

Außerdem soll ein zweiter Arzt (Gutachter) nach

Möglichkeit die Notwendigkeit der Maßnahme

bestätigen. Ein solches Verfahren braucht seine

Zeit. Voraussichtlich wird deshalb häufig auf eine

sogenannte einstweilige Anordnung zurückgegriffen

werden. Das ist ein besonders schnelles

gerichtliches Verfahren. In einem solchen Verfahren

werden die Voraussetzungen des § 1906

BGB aber nur summarisch, d.h. überschlägig,

geprüft. Inwieweit z.B. ein zweites ärztliches Gutachten

angefordert werden wird, ist fraglich.

Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch in seinen

damaligen Entscheidungen sehr viel Wert

darauf gelegt. Unter anderem deshalb ist auch

die neue gesetzliche Regelung zu kritisieren.

All dies betrifft übrigens auch Patienten, die sich

aufgrund einer Vorsorgevollmacht in stationärer

Behandlung befinden, sofern die Vorsorgevollmacht

entsprechend gestaltet ist.“

Weitere Informationen zu Themen für Angehörige

können auf der Internetseite des Landesverbandes

aufgerufen werden: www.lv-nrw-apk.de

Martin van Staa

Spix-Info 14


Nach nun etwas über zwei Jahren konnte sich

die Spix Praxis für Ergotherapie in Wesel einen

Namen machen und arbeitet Tag für Tag mit nun

vier Mitarbeitern (Voll- und Teilzeit) in den Räumen

an der Viktoriastraße 10. Viele unserer Patienten

kommen aus dem Bereich der Psychiatrie

und Neurologie, aber auch orthopädische Fälle

und Kinder finden den Weg zu uns. Nicht zu vergessen

ist hier auch das Job-Coaching. Man hat

täglich mit vielen verschiedenen Krankheitsbildern

aus allen Bereichen zu tun: Schlaganfall, M.

Parkinson, Depressionen, Phobien, Persönlichkeits-

und Verhaltensstörungen, Entwicklungsverzögerungen,

um nur einige Beispiele zu nennen.

So verschieden die Krankheitsbilder sind,

so verschieden sind auch die Behandlungsansätze,

Therapiemethoden/–mittel und Ziele.

Bei unseren psychiatrischen Patienten geht es

häufig um eine weitere Strukturierungshilfe für

den Alltag, evt. auch nur um das regelmäßige

Wahrnehmen von Terminen. Die Inhalte sind hier

häufig gestaltungstherapeutischer Art, Angebote

zur Entspannung und vieles mehr. Ergotherapie

kann hier eine weitere Ergänzung und Unterstützung

sein. Die positiven Rückmeldungen unserer

Patienten zeigen uns aber auch, dass es als solche

gesehen wird.

Gerne möchten wir auf diesem Wege auch noch

einmal anregen, in die eigenen Bereiche zu

schauen, für wen wir noch ergänzend tätig werden

können. Auch im privaten Umfeld sind wir für

die Empfehlung der Spix Praxis für Ergotherapie

dankbar. Da psychiatrisch erkrankten Menschen

häufig der Antrieb fehlt selbst initiativ zu werden

sind, diese auf unsere/Eure Unterstützung beim

Gang zum Arzt und der berechtigten Forderung

nach weiteren Hilfen angewiesen.

Bei Fragen zur Heilmittelverordnung, für weitere

Informationen und auch für einen Besuch in unserer

Praxis stehen wir gerne zur Verfügung.

Achim Rosen

Spix-Info 15


Das Haus Vivaldi wird 20 Jahre alt. 1993 war das

Konzept des Wohnheims noch völlig neu.

Ute Sprock (46) sitzt im Mitarbeiterbüro des Hauses

Vivaldi. Gleich wird sie in die Gruppen gehen,

für die sie heute eingeteilt ist, Gespräche

führen, putzen, Abendessen machen. Schauen,

dass es allen gut geht und ob jemand eine Portion

Extra-Aufmerksamkeit gebrauchen kann. Die

Arbeitsweise ist frei, der Zeitplan trotzdem straff,

schließlich will sie am Ende des Tages nach

Hause gehen können und zufrieden mit dem

sein, was sie erbracht hat. Eine große Freiheit in

dem, was man tut, das ist vielleicht ein stilbildendes

Element des Hauses Vivaldi. Etwas, das völlig

neu war, am 1. Juli 1993, als sie im Haus anfing.

Die Bewohner waren noch gar nicht eingezogen,

die Schränke noch nicht eingeräumt. „Es war eine

totale Aufbruchsstimmung. Alles war neu und

spannend. Wir hatten große Freiheiten, um zu

gestalten, Regeln mussten erst geschaffen werden.

Alles, was hier wie eine Liste aussieht, war

ja damals noch nicht da. Im Grunde war noch

gar nichts geregelt“, erinnert sich die Hauswirtschaftsmeisterin.

Das war auch so gewollt: Bloß

keine Klinikatmosphäre, keine Kittel und

Schwestern, keine Patienten, das war das Ziel

des Enthospitalisierungsprogramms, dass der

Landschaftsverband damals aufgelegt hatte und

an dem sich der Verein Spix, der damals noch

sieben Jahre jung war, beteiligte. Die Menschen,

die zuvor teils jahrzehntelang in einem Krankenhaus

gelebt hatten, sollten zurück in die Gemeinde.

„Man wollte die Grenzen der herkömmlichen

Psychiatrie durchbrechen, das entsprach dem

Konzept. Deswegen hat man auch gezielt Leute

eingestellt, die keinen Kontakt dazu hatten.“ Ute

Sprock selbst hatte gerade ihren Meister gemacht,

bewarb sich auf eine Stelle, bei der Ökotrophologen

gesucht wurden, schließlich war das

ihrem Tätigkeitsfeld wesensnah. Aber als sie

dann zum ersten Mal die zukünftigen Bewohner

in der Landesklinik Bedburg-Hau besuchte und

an der großen Kaffeetafel saß, dachte sie nur:

„Das schaffe ich nie!“ Warum? „All die Menschen

mit Krankheiten, von denen ich keine Ahnung

hatte, das hat mich zweifeln lassen.“ Nun, geblieben

ist sie trotzdem, und heute ist sie sozusagen

ein Vivaldi-Veteran. Langweilig ist es ihr nie geworden,

auch, weil ihr Arbeitgeber ihr immer wieder

die Möglichkeit gab, sich auszuprobieren.

Mal im Betreuten Wohnen, im tagesstrukturierenden

Bereich, mal nur im Nachtdienst, heute wieder

im Tagdienst. Was sie hier hält? „Mir liegen

die Menschen am Herzen, und ich glaube, ich

passe hier einfach gut hin.“ Die Bewohner würden

ihr sehr viel zurückgeben, sagt Ute: „Wenn

man nach einer Kinderpause wiederkommt und

jemand zu dir sagt: „Wo warst du die ganze Zeit,

ich hab auf dich gewartet“, dann ist das einfach

nur großartig.“ Sie findet, dass psychisch kranke

Menschen oft unterschätzt würden. Gerade im

zwischenmenschlichen Bereich.

In all den Jahren im Vivaldi gab es auch schwierige

Situationen, Dinge, die Ute an ihre Grenzen

gebracht haben, das aggressive Verhalten eines

früheren Bewohners ihr gegenüber zum Beispiel.

„Man lernt hier viel über sich selbst, über seine

eigene Seele. Ich habe auch gelernt, auf mich

aufzupassen. Und es gab immer wieder Supervisionen,

die den Blickwinkel wieder öffnen.“

Die Arbeit hat sich in zwei Jahrzehnten sehr verändert

und verändert sich weiter, beobachtet U-

te. „Die Bewohner sind heute viel dynamischer.

Am Anfang waren viele Klienten sehr hospitalisiert.

Heute sind die Leute unterschiedlicher, haben

mehr Entwicklungspotenzial. Heute ist es

noch wichtiger geworden, ein gutes Verhältnis

von Nähe und Distanz herzustellen.“ Ute, aktive

Betriebsrätin, glaubt, dass sich die Arbeit weiter

verdichten wird. „Allerdings glaube ich auch,

dass das System immer durchlässiger wird. Es

werden immer mehr Menschen das Wohnheim

wieder verlassen und in eine eigene Wohnung

ziehen.“

Géraldine Lakermann

Spix-Info 16


Richard Rasche (78) ist ein Bewohner der ersten

Stunde – er zog im Sommer 1993 ins Haus Vivaldi

ein. Davor hatte er das Wohnheim mit anderen

Klienten der psychiatrischen Landesklinik

Bedburg-Hau besucht, erinnert er sich: „Das war

ja damals noch ein Rohbau. Aber es hat mir

ganz gut gefallen.“ Nachdenklich sitzt Richard in

seiner Wohngruppe 6 in der zweiten Etage des

Wohnheims, sein Markenzeichen, einen schwarzer

Hut mit breiter Krempe auf dem Kopf. Er hat

für das Gespräch ein schickes weißes Hemd angezogen

und eine schwarze Anzughose. Was er

sich vom Umzug an die Friedenstraße 46 versprach?

„Das war besser als in der Klinik. Nicht

so eingeengt, menschlicher, freier.“ Es gebe keine

Meckereien oder Schimpfereien, so drückt er

sich aus.

Anfangs bewohnte er die Gruppe 2 im Wohnheim,

gemeinsam mit Horst Herborn, Bernhard

Rother und Frau Zahn. Heute wohnt er in der 2.

Etage des Hauses, zusammen mit Olga Pierno

und Reinhard van Drünen. In der Landesklinik

hatte er in der Schneiderei gearbeitet, im Haus

Vivaldi kümmert er sich um die Hausarbeit in der

Gruppe. Außerdem gehe er jeden Tag spazieren.

Was ihm im Haus besonders gefällt, das

weiß er sofort. „FOK“, Ferien ohne Koffer, findet

er großartig. Jeden Sommer werden von den

Mitarbeitern eine Reihe Ausflüge zu Parks, Zoos,

Museen oder Sehenswürdigkeiten in die nähere

Umgebung organisiert, statt Urlaub in der Ferne.

Denn in der Klinik habe er sich die teuren Ferienfreizeiten

nie leisten können, sagt er.

Die Einrichtung seiner Wohnung findet er in Ordnung

und auch mit den Mitarbeitern und vielen

Mitbewohnern kommt er gut aus. „Krach gibt es ja

überall mal.“ Nur eine Sache, die ärgert ihn nach

einigem Überlegen dann doch: „Der Balkon von

unserer Wohngruppe, der ist nicht mehr in Ordnung,

das muss mal instand gesetzt werden.“

Géraldine Lakermann

So unterschiedlich wie die vier Jahreszeiten – so sind die Temperamente der Bewohner

des Wohnheims an der Ecke Reicher-Leute-Stege/Friedenstraße. So

kam das Haus Vivaldi auch zu seinem Namen, hatte doch der Komponist Antonio

Vivaldi (1678-1741) vier Violinkonzerte zu den Jahreszeiten komponiert.

Im Sommer 1993 zogen 26 Klienten im Alter von 22 bis 72 Jahren ein. Sie kamen

zu einem Teil aus der Langzeitpsychiatrie Bedburg-Hau. Das Haus selbst war davor

Lager- und Verwaltungsgebäude der Firma Testrut gewesen. Anfangs gab es

20 Einzelzimmer in den sechs Wohngruppen - von den damals noch drei Doppelzimmern

ist nur noch eines geblieben, die anderen beiden wurden ebenfalls in

Einzelzimmer umgewandelt.

Spix-Info 17


„Ich war eine der ERSTEN Heimbewohner im

Haus Vivaldi!“

Hallo Hülya, Du hast Dich dazu bereit erklärt, mir

ein wenig von den letzten 20 Jahren bei Spix e.V.,

in denen Du von uns betreut wurdest, zu berichten.

An was erinnerst Du Dich noch, als Du am

20.07.1993 in das Haus Vivaldi gezogen bist?

Ich wollte unbedingt wissen, in welches Zimmer

ich komme. Zuerst wohnte ich dann auf Gruppe 3

mit Christel und Karl, aber nicht sehr lange, dann

bin ich zu Reinhard und anderen Bewohnern auf

die Gruppe 6 gezogen. Danach bin ich zur AWG

in die Clarenbachstraße gezogen und habe hier

Lothar kennengelernt.

Hülya, was war für Dich das Beste im Vivaldi?

Dass ich mit den Mitbewohnern und ohne Betreuer

in die Stadt gehen konnte. In dem Haus wo ich

vorher wohnte, haben die Betreuer uns immer begleitet.

Im Vivaldi hatte ich auch einen grünen Vogel

in meinem Zimmer. Der ist aber später gestorben.

Manchmal konnte ich in der Nacht nicht

schlafen, dann habe ich im Wohnzimmer auf der

Couch gesessen und mir Filme angesehen. Einmal

ist dann was sehr Schönes passiert. Wir hatten

eine Katze und die hatte Katzenbabys im

Bauch. In einer Nacht in der ich wach war, hat die

Katze ihre Katzenbabys bekommen. Das war so

süß und ich werde das nie vergessen. Ich war

ganz alleine dabei. Seit ich auf der Clarenbachstraße

wohne, gehe ich auch zur WfbM in Dinslaken.

Was machst Du in Deiner Freizeit?

Mehmet ist mein Freund und wir unternehmen viel

gemeinsam. Manchmal geht Michael auch mit.

Meistens gehen wir in die Stadt, oder wir essen

am Bahnhof ein Eis. Häufig gehen wir zum Supermarkt.

Am liebsten besuche ich Trödelmärkte.

An welchen Ferienfreizeiten hast Du teilgenommen?

Ein paar Mal war ich auf Mallorca, in Tunesien,

Ibiza, Griechenland, Bayern und oft an der Nordsee.

Auf Mallorca waren wir in einer ganz großen

Stadt. Im Hafen habe ich ein riesiges Schiff gesehen

und alles war in der Nähe vom Hotel. In Bayern

gab es immer ganz viel Leckeres zu essen.

Die Bäuerin dort hat mich immer zum Essen eingeladen

und der Bauer hat mir gezeigt wie die Kühe

mit der Maschine gemolken werden.

Wie hast Du Deinen letzten Geburtstag hier auf

der Clarenbachstraße gefeiert?

Für die Werkstatt habe ich Frühstück besorgt, bin

vor der Arbeit einkaufen gegangen und habe alles

eingekauft. Dann haben wir in der Werkstatt gemeinsam

gefrühstückt. Meine Betreuer auf der

Clarenbachstraße haben am Abend Geburtstagsessen

gemacht und am Sonntag darauf gab

es noch Torte für alle Mitbewohner. Geschenke

habe ich auch bekommen. Meine Eltern haben mir

Geld geschenkt, meine Cousine hat mir einen

Spiegel geschenkt, einen Schuhschrank habe ich

auch bekommen, von der AWG einen Einkaufsgutschein

für ein Bekleidungsgeschäft und einen

Sommerschal.

Wenn Du jetzt einen Wunsch frei hättest, was würdest

Du Dir wünschen?

Ich weiß nicht…eigentlich brauche ich eine neue

Kommode für mein Zimmer.

Renate Schmitz

Mein Name ist Silvia Ising, ich bin 52 Jahre und

wohne seit geraumer Zeit in Wesel in einer eigenen

kleinen Wohnung. Ursprünglich komme ich aus

Hamminkeln, wo ich mit meiner Familie gelebt habe.

Ich bin Mutter von drei erwachsenen Kindern, ich

koche und backe gerne, bin sehr gesellig und finde

es schön, Freunde zu Besuch zu haben.

Im Dezember 2009 wurde ich auf Spix aufmerksam

und habe neben dem betreuten Wohnen auch den

offenen Treff des Vereins kennengelernt. Weil ich

selber gerne unter Menschen bin, besuchte ich den

Treff regelmäßig. Seit Januar 2013 helfe ich tatkräftig

mit und bin immer donnerstags am Kaiserring

anzutreffen. Mit ein bisschen Glück können

Sie als Besucher von meinen Koch- und Backkünsten

profitieren ;)!

In diesem Sinne freue ich mich darauf, Sie demnächst

hier begrüßen zu dürfen.

Silvia Ising

Spix-Info 18


Nach einer OP beinahe nicht mehr wachgeworden!

Schlafkrankheit ist sehr gefährlich!

Der 57jährige Maschinenführer leidet schon seit

seiner Kindheit an dem „Schlafapnoe-Syndrom“:

immer wieder schlief er in den unmöglichsten Situationen

ein. In der Schule, bei der Arbeit und auch

vorm Fernseher.

Spätfolgen: Bluthochdruck, Impotenz, Migräne,

Herzinfarkt, Schlaganfall, etc. bis zum plötzlichen

Tod!

Das letzte passiert auch Menschen die nicht krank

sind. “Aber wenn sich das so häufig zeigt, dann

sollte man den Arzt kontaktieren“, sagt Robert

Dunkerbeck aus Werth. Als er die Auswirkungen

nicht mehr beherrschen konnte, ließ er sich im

Schlaflabor untersuchen mit dem Ergebnis

„Schlafapnoe“.

Wie kann man aber selber schon feststellen dass

da was nicht stimmt? Solche Anzeichen sind u.a.:

Nun ist die Krankheit, heute beherrschbar, aber

noch nicht völlig heilbar. Als Robert D. nach einer

OP fast nicht mehr wach geworden ist, nahm er

die Behandlung endlich ernst und ist nun zufrieden

mit dem Ergebnis.

Diese chronische Krankheit, wird mit 20% Schwerbehinderung

bemessen, ist allerdings nicht mit

Pillen oder Spritzen zu therapieren. Obwohl schon

erste Forschungsergebnisse über einen

„Zungenschrittmacher“ berichten, ist der übliche

Umgang mit sogenannten „Nasen- oder Vollmasken“

zwar nicht schön, aber hilfreich.

Die Zunge versperrt den Rachenraum und der

Atem stoppt und der Sauerstoffgehalt im Blut fällt,

der Kohlendioxidgehalt aber steigt.

Dadurch löst das Gehirn eine Weckreaktion

(Arousal) aus und der Mensch wird kurzzeitig

wach, ringt nach Luft und es kommt zu einer

Stressreaktion im Gehirn, schnellem Herzschlag

bis zu Herzrhythmusstörungen.

• lautes, unregelmäßiges Schnarchen

• ständige Tagesmüdigkeit

• Einschlafneigung am Tage

• verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit

• Kopfschmerzen

• Nervosität, Gereiztheit

• Alpträume

Diese Liste ist längst nicht vollständig.

Robert D. ist heute nach fast 18 Jahren Krankheit

und Therapie ein zufriedener aktiver Mann. Er ist

Vorsitzender des Vereins „SHG-Selbsthilfegruppe-

Schlafapnoe-Bocholt und Umgebung“ und berichtet

über erfolgreiche Gruppenarbeit, die vielen

Menschen hilft, auch ihm. Falls Sie Fragen haben,

bitte wenden sie sich an die folgenden Kontaktdaten:

www.shg-schlafapnoe-bocholt.de

Ich wünsche Ihnen gute Träume und einen gesunden

Schlaf !!

Hardy Juan

Spix-Info 19


140.000 Euro lagen auf dem Fußboden und

mussten mit Besen zusammengefegt werden!

Ja, es war echtes Geld und es lag wirklich auf

dem Boden in Köln. Aber der Reihe nach, es war

kein Raub oder Unglück, dessen Zeuge ich wurde.

Nein, vorher flogen 180.000 Euro durch die Luft

und mussten von 4 Spielteilnehmer einer neuen

RTL-Spielshow gefangen bzw. gesammelt werden.

Nun muss ich auch gestehen, ich war schon in so

einigen Studio´s, aber dies war dann doch ein

Riesenteil und so was hatte ich auch noch nicht

gesehen. Im Fernsehen wirkt das 2000 m² Studio,

in dem unter andern DSDS gedreht wird, nicht so

groß. Beeindruckend, auch die Fläche auf der die

kräfteraubenden, spannenden Spiele stattfinden.

Auf 1600 m² wurden Geräte auf-und abgebaut, um

einen Parcour für Mitspieler zu erstellen, der es in

Zu Begin der Cash-Crash-Show war noch viel

mehr Bargeld im Spiel. ½ Millionen Euro standen

den 2 jungen Frauen und den 2 jungen Männern

zur Verfügung. In 7 Spielrunden, die allesamt

spannend und unterhaltsam waren, sollten sie soviel

Geld wie möglich behalten.

Daniel Hartwich leitete das dann folgende Spiel-

Chaos und hatte einen wirklich langen Arbeitstag.

Für uns als Zuschauer der Premierenaufzeichnung

war es schon anstrengend. Die 7stündige

Aufzeichnung war auch für uns 6 Besucher aus

Wesel mit einer 1stündigen Anreise auch nicht

gerade ein leichtes Spiel. Aber gelohnt hat sich

der Besuch, denn wann ist man schon bei der Geburt

einer neuen Unterhaltungsshow dabei.

sich hatte.

01.30 zeigte die Uhr, als glücklich und müde sein

angesagt war. Etwas mehr als 40.000 Euro hatten

sich die Teilnehmer erspielt. Und rund 140.000

Euro lagen im Studiostaub, mussten zusammen

gefegt werden und die Security Männer bewachten

das ganze, damit auch nicht ein Schein verloren

ging.

Gesendet wurde das ganze am 01.März 2013 bei

RTL im Hauptprogramm. Vielleicht hat man gesehen,

wie vor lauter Anspannung meine Gesichtszüge

mir entglitten. Ich fand, es war eine tolle Erfahrung.

Hardy Juan

Spix-Info 20

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