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5

FRAGEN

NICHTS SAGEN

VON SUSANNE DÖPKE UND TSCHIPONNIQUE SKUPIN / FUTURE IMAGE

1

Hast du ein Markenzeichen?

Danny Trejo –

Vom Knast ins Kino

danny trejo

Danny Trejo wurde am 16. Mai 1944

in Los Angeles geboren, seine Eltern

stammen aus Mexiko. Die Zukunft sah

für ihn zunächst nicht sehr rosig aus:

Danny wurde schon in jungen Jahren

heroinsüchtig und verbrachte wegen

verschiedener Raubüberfälle elf Jahre

in unterschiedlichen Gefängnissen,

darunter so berüchtigte wie San

Quentin und Folsom. Dort entstand

auch sein Markenzeichen. Es dauerte

zwei Jahre und drei Gefängnisse, bis

das Kunstwerk von einem Mitinsassen

fertig gestochen war. Sein Kumpel

wurde immer kurz nach ihm ins selbe

Gefängnis verlegt und konnte seine Arbeit

fortsetzen. Im Knast machte Danny

einen Drogenentzug und arbeitete nach

seiner Entlassung ehrenamtlich als

Drogenberater.

So kam er zum Film, denn einer seiner

Schützlinge rief ihn an und bat ihn

1985, ans Set des Films „Runaway

Train“ zu kommen. Der junge Mann

hatte Angst, dass er wieder Drogen

nehmen würde, weil man am Drehort

quasi an jeder Ecke etwas bekommen

konnte. Es endete damit, dass Danny

aufgrund seiner Boxerfahrung – er

hatte im Knast mehrere Meisterschaften

gewonnen – als Trainer für den

Hauptdarsteller Eric Roberts engagiert

wurde. Fortan arbeitete er als Stuntman

und Nebendarsteller.

Sein markantes Gesicht brachte ihm

viele Rollen als Gangster oder Horrorgestalt

wie in „Desperados“ oder „From

Dusk till Dawn“ ein. Als Regisseur und

Drehbuchautor Robert Rodriguez und

er feststellten, dass sie Cousins zweiten

Grades sind, hob Danny Trejos Karriere

ab. Rodriguez besetzte ihn schließlich

auch in Rollen entgegen seines Stereotyps,

zum Beispiel im Familienfi lm

„Spy Kids“.

Ein Trailer für den Film „Machete“ sollte

eigentlich nur das Grindhouse-Konzept

von Rodriguez und seinem Kollegen

Quentin Tarantino unterstreichen und

nie wirklich als Film gedreht werden.

„Machete“ kam aber so gut an, dass

Cousin Rodriguez Trejo den Film auf

den Leib schrieb.

Trejo ist trotzdem auf dem Boden

geblieben. „Als Robert DeNiro aufs Set

kam, habe ich ihm erstmal einen Kaffee

geholt – ob ich der Hauptdarsteller bin

oder nicht, das ist DeNiro, Mann!“,

grinst der sympathische Mann mit dem

verwitterten Gesicht.

Das Wort „Hackfresse“ scheint für Danny Trejo erfunden zu sein. In seiner ersten Hauptrolle

durfte der Amerikaner mexikanischer Abstammung auch mal selber zuhacken – und zwar mit der

Machete. Wir haben den Schauspieler getroffen und festgestellt, dass der Hauptdarsteller von

„Machete“ – im Gegensatz zu seinem Aussehen – ein echt witziger Typ ist.

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5 FRAGEN – NICHTS SAGEN

2

Wie war es, in

„Machete“ Jessica

Alba zu küssen?

3

Du hast in vielen Horrorfilmen

mitgespielt –

magst du Vampire oder

Zombies lieber?

4

Kultregisseur Robert Rodriguez hat einen

Film für dich geschrieben. Siehst du dich

selbst als großen Filmstar?

5

Was macht „Machete“, wenn er

sich entspannen will?

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