Jakobusbote - St. Jakobus Behindertenhilfe

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Jakobusbote - St. Jakobus Behindertenhilfe

Jakobusbote

St. Konrad Haslach · St. Johann Zußdorf

Wohnen

Bildung

Glauben

Arbeit

Freizeit

für Menschen

mit Behinderung

Themenübersicht

Leitartikel:

Zeit zum Jubeln

Geschaffen nach Gottes Bild – Würde

und Wert behinderter Menschen

Nachlese zum Jubiläumsfestakt

Ostergarten

Maiandacht

Blutritt Weingarten

FuB, Angehörigentag

Jakobusweg unserer Bewohner

Frühberatungsstelle

Blasorchester

Fußball

Wir geben St. Jakobus ein Gesicht

Wundertüte

Lourdes

Angehörigenseite

Preisverleihung

Tipi

St. Barbara, Angehörigentag

Kinaesthetik

Segelwettbewerb

Ausgabe 02/2010

Jubiläum

Jubiläum

Jubiläum

Jubiläum

Jubiläum


Editorial

Zeit zum Jubeln!

Liebe Leserinnen und Leser,

in einem Jubiläumsjahr ist Jubeln Programm. Können wir

jubeln? Ja wir können. Ein Blick in die Fußballwelt genügt,

um das zu beweisen. Aber auf dem Fußballplatz steht

vor dem Jubeln das Warten, das Fiebern, die Spannung

und oft auch die Enttäuschung.

Geht uns diese Spannung ab? Nein, im Gegenteil. So viele

Dinge müssen wir heute erstreiten, mit großer Spannung,

mit Enttäuschungen und mit Fiebern. Die personelle, materielle

und bauliche Ausstattung, um die wir kämpfen,

ist der Dreh- und Angelpunkt der Qualität unserer Arbeit.

Kürzungen sind die Regel. Kleine Verbesserungen sind

heute große Wunder. Wenn also Hoffen und Bangen eine

gute Ausgangslage zum Jubeln sind, dann fehlt nur noch

der Grund.

Wir wollen in dieser Ausgabe nach den vielen Ereignissen

nachforschen, die uns Grund geben zum Jubeln.

Nicht das stattliche Alter der Einrichtungen gilt

es zu feiern. Dass so viele Menschen in diesen Einrich-

St. Jakobus

Geschaffen nach Gottes Bild –

Würde und Wert behinderter

Menschen

Professor Eberhard Schockenhoff,

Moraltheologe und stellvertretender

Vorsitzender des deutschen

Ethik-rates, hielt im Rahmen des

Jubiläumsjahres der St. Jakobus

Behindertenhilfe einen Vortrag im

Schwörsaal in Ravensburg zum

Thema „Geschaffen nach Gottes

Bild – Würde und Wert von Menschen

mit Behinderung“. Die St. Jakobus Behindertenhilfe

möchte die gesellschaftliche Entwicklung im Zusammenhang

mit vorgeburtlicher Diagnostik und ihre Auswirkung

auf Menschen mit Behinderung, gerade auch aus christlicher

Sicht, in der Öffentlichkeit zum Thema machen.

Schockenhoff beginnt mit der Ausführung, dass in unserer

Gesellschaft die Produktivität eines Menschen als

ein wichtiges Leistungsmerkmal angesehen wird. Aus

diesem Grund stehen Menschen mit Behinderung in der

Werteskala der Gesellschaft meist nicht im oberen Bereich.

Wäre Empathie ein Leistungsmerkmal, wären Menschen

mit Trisomie 21, also dem Down Syndrom, dagegen

hoch angesehen. Schockenhoff ändert den Blickwinkel

auf Menschen mit Behinderung und zeigt auf, dass

Behinderung somit auch gesellschaftlich definiert wird.

Die Gesellschaft erliegt der Utopie, dass Behinderung

vermieden werden kann, und so wird bereits vor der Getungen

ein sinnerfülltes Zusammenleben gestalten und

engagierte Arbeit leisten, das lässt mich und uns jubeln!

Das Überraschende ist, dass es uns gut geht! Das Unbezahlbare

ist, dass wir in einer Gemeinschaft arbeiten, die

uns selbst Halt gibt. Das Unglaubliche ist, dass wir bei der

Arbeit über religiöse Fragen

reden können, sogar

sollen, ohne ausgelacht zu

werden. Das Verblüffende

ist, dass wir tatsächlich

immer wieder entdecken, Jubiläum

dass wir unverwechselbar

sind, die Menschen, aber

auch unsere Einrichtungen.

Aber es ist eine Vielfalt der Dinge, die wir bejubeln können.

Erwarten ganz unterschiedliche Dinge! Dieses Heft

will, dass Sie fündig werden... und ein bisschen mitjubeln

können.

Herzliche Grüße

• Ihr Helmut Johannes Müller

burt eines Menschen selektiert. Wichtig zu wissen dabei

ist auch, dass nur rund zehn Prozent der Behinderungen

bereits vor der Geburt entstehen und dass eine genetische

Disposition noch lange nicht bedeutet, dass eine

Krankheit oder Behinderung tatsächlich auftritt. Ärzte,

so Schockenhoff, die mit der Pränataldiagnostik befasst

sind, finden sich zudem in einem ethischen Dilemma

wieder. Ihre ureigenste Aufgabe, einem Menschen durch

die Medizin zu helfen, ist eigentlich unvereinbar mit einer

selektiven Medizin. Gerichtsurteile, die Ärzte zu Schadenersatz

verurteilen, weil eine Behinderung nicht vor

der Geburt erkannt wurde, begünstigen, dass werdende

Mütter sich unter Druck gesetzt fühlen abzutreiben, wenn

festgestellt wird, dass ihr Kind behindert sein könnte.

Nicht behinderte Menschen können sich nicht vorstellen,

was es für einen Menschen mit Behinderung

heißt, dass ein Ziel der Pränataldiagnostik ist, ihre

Existenz zu verhindern. Es widerspricht der Würde

des Menschen im christlichen Sinne, als Gottes Ebenbild

genauso wie unserer Verfassung, die die Würde

des Menschen als unantastbar bezeichnet.

Schockenhoff stellt auch die Frage, wie eine Welt ohne

Leid und Schmerz, ohne Behinderung und Krankheit

denn wirklich aussähe. Es wäre vermutlich keine

bessere Welt, da Solidarität und Nächstenliebe fehlten.

Unser Ziel muss sein, dass ein Mensch mit Behinderung

nicht als Schaden gilt, sondern dass die

Gesellschaft in solidarischer Weise für ihn eintritt.

• Carolin Bucher

Jubiläum

Jubiläum

Jubiläum

Jubiläum

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St. Jakobus

Nachlese zum Jubiläumsfestakt

Eine Nachlese soll eine Zusammenstellung von einzelnen Teilen/ von Höhepunkten einer Veranstaltung

sein, also in diesem Falle des Festakts zum Auftakt des Jubiläumsjahres der St. Jakobus Behindertenhilfe.

Wahrlich keine leichte Aufgabe, aus dem bunten Mix an Beiträgen und Mitwirkenden die Höhepunkte

herauszufiltern… Vielleicht ist der Höhepunkt aber gerade, dass der Festakt etwas vom Miteinander und

von der Vielfalt des Lebens, Lernens und Arbeitens in den Einrichtungen der St. Jakobus Behindertenhilfe

widerspiegelte.

Der Gottesdienst, geleitet von Pfarrer

Dr. Schniertshauer und musikalisch

gestaltet von „Masithi“ - Chor, Musik

und Tanzgruppe aus St. Konrad,

setzte den Anfangspunkt und zeigte

sogleich, dass die Menschen in der

St. Jakobus Behindertenhilfe an erster

Stelle Gott danken für die vergangenen

Jahrzehnte. „Miteinander

auf dem Weg“ – das ist das Motto

der St. Jakobus Behindertenhilfe.

Durch das „Emmaus-Evangelium“,

das Pfarrer Dr. Schniertshauer mit

Hilfe von Bildern - gemalt von Helga

Venohr, die in St. Konrad lebt - auslegte,

wurde dieses Motto unterstrichen.

Nach der Begrüßung der Gäste in

der Turnhalle von St. Konrad durch

Veronika Frei und Helmut Müller,

griff Geschäftsführer Müller das

Motto des „Miteinander auf dem

Weg“ in seiner Festrede auf, indem

er einen Wanderstab mit bunten

Bändern schmückte. Symbole für

Mut und Hingabe sollen sie sein,

für Vielfalt und Einzigartigkeit, für

Vertrauen auf die Liebe Gottes, für

Achtung von Grenzen, sowie für

Beziehungen und Gemeinschaft.

Alles Begriffe und Eigenschaften,

die für das Leben, Lernen und Arbeiten

in den Einrichtungen der St.

Jakobus Behindertenhilfe stehen.

Michael Lang, den Vorsitzenden

der Mitarbeitervertretungen der St.

Jakobus Behindertenhilfe Heinrich

Gletter und Jürgen Klein, sowie

von Heimrätin Sieglinde Mimm.

Die Schulband Grazy Nine aus der

Sonderschule St. Christoph in Zußdorf

heizte durch ihre fetzigen Lieder

die Feststimmung richtiggehend

an, und die Theaterspieler aus

St. Konrad sorgten durch humorvolle

Szenen aus den vergangenen

75 Jahren dafür, dass die Festgäste

mehrmals herzlich lachen mussten.

Den Ausklang bildete ein Stehimbiss

mit Köstlichkeiten aus der Haslacher

Küche. Und weil auch Petrus der

Meinung war, dass zu einem Fest

gutes Wetter gehört, sah man die

Gäste noch lange im Innenhof neben

der Turnhalle beieinander stehen

und auf das Jubiläum anstoßen.

• Carolin Bucher

Künstlerische Einlagen sorgten für

gelungene Abwechslung zwischen

den zahlreichen Redebeiträgen von

Staatssekretär Dieter Hillebrand,

Stiftungsvorstand der Theresia-Hecht-

Stiftung Achim Dippold, Generaloberin

der Schwestern vom Kloster

Brandenburg Sr. M. Raphaela Bacher,

Siegfried Ungewitter - Leiter des

Eingliederungs- und Versorgungsamtes

beim Landkreis Ravensburg -,

vom Wangener Oberbürgermeister

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

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St. Johann Zussdorf

Ostergarten in St. Christoph in Zußdorf – eine Vision?!

Schon voriges Jahr wollten wir, die

Mittelstufe, in den Ostergarten nach

Bad Wurzach. Doch wer hätte gedacht,

dass man sich da schon kurz

nach Weihnachten anmelden muss.

Anfang März 2010 war es soweit.

Mit 19 Schülern, mit und ohne

Rollstuhl, machten wir uns auf den

Weg auf die Spuren zu Jesus Zeiten.

Sehr eindrucksvoll erlebten wir die

biblische Ostergeschichte in verschiedenen

Räumen.

Danach tauchten bei unseren Schülern

viele Fragen auf.

„Warum ist Jesus am Kreuz gestorben?“

„Wo ist Jesus jetzt?“

In den kommenden vier Wochen

veranschaulichten wir unsere Religionsstunden,

indem wir uns am Donnerstagmittag

um 14.00 Uhr in der

Aula trafen. Dort verkleideten wir uns

als Israeliten, die zu Jesus Zeiten gelebt

hatten. Durch das Verkleiden tauchten

wir in die Vergangenheit ein und erlebten

mit allen Sinnen den Leidensweg

von Jesus.

Mit dem Passahfest begannen wir

unser Nach-Spielen und Nach-Erleben.

Rollen wurden verteilt und es konnte

losgehen. Auf einem Esel ritt Jesus,

begleitet von seinen Jüngern, durch

das Stadttor. Alle Israeliten jubelten

Jesus zu und legten ihre Kleider und

Palmzweige auf den Boden. Flötenmusik

erklang und die Gegenwart rückte

völlig in den Hintergrund.

Auf den zweiten Donnerstag waren

die Schüler schon sehr gespannt.

„Was spielen wir heute“, wurde

immer wieder gefragt. Vor der Aula

wusch Jesus seinen Jüngern die Füße.

Die ebenfalls verkleideten Lehrer unterstützten

Jesus, sodass alle Schüler

mit sauberen Füßen zum Abendmahl

gehen konnten. In der Bibel steht:

„Und sie lagen zu Tische.“ Genau so

wollten wir es machen. Wir hatten

meterlange niedrige Tische aufgebaut,

umgeben von Sitzsäcken, Decken

und Fellen. Einen Schüler nach

dem anderen trugen wir vom Rollstuhl

an den Tisch. Der Raum war nur

von den Kerzen eines siebenarmigen

Leuchters erhellt. Gemeinsam aus

Tongefäßen tranken wir den Wein

(Traubensaft) und aßen Matzenbrot.

Das Lied „Siehst du das Lamm dort

auf dem Thron“ gab dem Ganzen

eine sehr feierliche Stimmung.

Eine Woche später wachten wir mit

Jesus im Garten Getsemani. Es war

dunkle Nacht in der Aula – nur unsere

mitgebrachten Laternen spendeten

uns ein wenig Licht.

Wir beteten und sangen das Taize

Lied „Wachet und betet“.

Der Platz am Feuer im Innenhof rundete

unseren Ausflug in das Zeitalter

Christi ab.

Am Donnerstag vor den Osterferien

haben wir keine Mühen gescheut, um

den Höhepunkt mit unseren Schülern

zu erleben. Nägel, Dornenkrone, Hammer,

das Schild mit der Aufschrift „König

der Juden“ und einen Balken trugen

wir in die Kapelle unter das Kreuz.

Von trauriger Musik umrahmt spürten

wir den tiefen Schmerz als Jesus starb.

Die Kerze ging aus.

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Einzeln gingen die Schüler mit einem

Lehrer durch das dunkle leere Grab.

Nur die weißen Tücher lagen auf einer

Bank. Die Stimmung war traurig

– hoffnungslos.

Wo war Jesus?

Die Tür ging auf und wir fanden uns

wieder – mitten im Himmel. Die Geigen

spielten das große Halleluja von

Händel. Strahler beleuchteten die

vielen Pflanzen, Musikinseln, Klangschalen,

Tücher und Felle. An einer

großen Tafel gab es Honig und Milch

in Fülle. Und Obstspieße, dass einem

das Wasser im Munde zusammenlief.

Zuerst staunten unsere Augen und

Ohren. Später scharten wir uns um

die kleinen Bistrotische. Auf Stühlen

und Lagerungsinseln labten wir uns

an den Leckereien.

Nach diesen selbst erfahrenen Religionsstunden

fragen unsere Schüler

in der Mittelstufe nicht mehr „Wo ist

Jesus?“ Sie wissen, er ist in der Herrlichkeit

und wartet dort auf uns.

Dieser Ostergarten, sowohl in Bad

Wurzach, als auch in unserer Schule

in St. Christoph, war für uns alle sehr

beeindruckend. Schade war nur, dass

wir alle Utensilien immer wieder nach

zwei Stunden abbauen mussten, da

die Aula ja wieder für andere Unterrichtseinheiten

gebraucht wurde.

Gerne würden wir das nächste Jahr

wieder einen Ostergarten gestalten.

Und eine Vision von uns ist es, den

Ostergarten für die Öffentlichkeit begehbar

zu machen, da wir gesehen

haben, wie groß der Andrang in Bad

Wurzach und auch in Meßkirch ist

und es doch auch einige km zu fahren

sind.

• Ulrike Warneck

St. Konrad Haslach

Jubilate und Masithi singen zusammen

Am zweiten Mai-Sonntag haben die Sängerinnen des

„Jubilate-“ und des „Masithi-Chores“ gemeinsam eine

Maiandacht in der Pfarrkirche St. Stephanus gestaltet.

Nach den überaus positiven Erfahrungen der gemeinsam

gesungenen Adventskantate im letzten Jahr, war es fast

selbstredend, dass wir ein weiteres gemeinsames Projekt in

Angriff nehmen wollten. So fiel die Wahl auf eine Maiandacht.

Jeder Chor probte die Lieder zuvor in seinen Reihen und dann

trafen wir uns zu zwei gemeinsamen Proben. Die erste fand

im Gemeindehaus statt: Ein stimmgewaltiger Chor von 45

Sängerinnen erfüllte den Raum.

Die Hauptprobe fand in der Kirche statt. Es musste geklärt

werden, wo wir stehen, ob mit Verstärker gearbeitet werden

muss, wie die Instrumente eingesetzt werden usw.

Die Maiandacht wurde wieder zu einem schönen Gemeinschaftserlebnis

und wir durften ganz klar spüren:

Singen verbindet! Und es macht Freude.

• Monika Ray

Leiterin des Jubilate-Chores, Haslach

Konzentriert und engagiert wurde unter der Leitung von Monika

Ray an den Liedern gearbeitet. Am Ende der Singstunde

waren alle zufrieden. Es macht Spaß, gemeinsam zu singen

und einem so großen Chor anzugehören. Dann ist es auch

völlig unwichtig, ob die Nebensitzerin behindert ist oder nicht.

Die eine kann lesen, die andere singt dafür auswendig.

Nach der Singstunde sind wir noch in gemütlicher Runde beisammen

gesessen und haben uns angeregt unterhalten und

viel gelacht.

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

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St. Johann Zussdorf

Besuch in

Weingarten zum

Blutfreitag am

14.05.2010

Schon seit ein paar Jahren gibt es

in St. Johann eine „Fan-Gruppe“

für die Wallfahrt zum Blutfreitag

nach Weingarten.

Dort wird seit ca. 1000 Jahren eine

Reliquie des kostbaren Blutes Christi

verehrt. Ein besonderer Ausdruck

dieser Verehrung ist die weithin

bekannte und europaweit größte

Reiter-Prozession, bei der die Reliquie

von einem Mönch des Benediktiner-

Klosters zu Pferd auf dem 10 km langen

„Öschweg“ getragen wird. Diese

Prozession ist zugleich eine Art „Flur-

Prozession“ = „Ösch-Prozession“ wie

sie in der „Bittwoche“ vor dem Fest

Christi Himmelfahrt in der kath. Kirche

üblich ist.

Am „Blutritt“ beteiligen sich ca.

3000 Männer hoch zu Ross aus ganz

Oberschwaben, eingeteilt in Gruppen

je nach Pfarrei. Zu jeder beteiligten

Pfarrei gehören 2 Reiter mit „Standarten“,

jeweils der Ortspfarrer mit

Ministranten und – zu Fuß durch

die Stadt - jeweils eine Musikkapelle.

Vor der Stadt, „in den Fluren“,

beten die Pfarrer und Reiter und sie

machen an 4 Altären halt, um das

Evangelium zu lesen bzw. zu hören.

In der Stadt schauen ca. 30.000 Menschen

dem Blutritt zu. Die meisten

Zuschauer sind Gläubige, die auf den

Segen des kostbaren Blutes Christi

vertrauen und sich bekreuzigen, wenn

der Pater mit der Hl-Blut-Reliquie vorbeireitet

und segnet.

Unter diesen Gläubigen waren auch

wir: Florian, Armin und Steven,

Sr.M.Felicitas, Sr.M. Martha, Maria

Echter und ich, als gebürtige Weingartnerin.

Wir fuhren um 6.30 Uhr in Zußdorf

ab und kamen auf „Schleichwegen“

zum reservierten Parkplatz am Haus

meines Bruders.

Um 7.00 Uhr beginnt die Prozession

und wir hörten schon von weitem die

Blasmusik. Beim Rathaus standen auf

dem Balkon die „hohen“ Besuche: Patriarch

Ignatius von Beirut, welcher am

Abend zuvor in der Basilika die Festpredigt

gehalten hatte, MdL Rudolf

Köberle, OB Markus Ewald u.a.

Wir gingen an den vielen Leuten, die

die Straße säumten, vorbei in Richtung

Basilika. An der großen Treppe

suchten wir eine „Lücke“ in der

Menge, wo wir der Reiter-Prozession

zuschauen konnten. Maria hatte inzwischen

einen „Festgruß“ gekauft,

auf dem die Reiter-Gruppen in alphabetischer

Reihenfolge aufgeführt sind.

Dabei ist Tradition, dass die Gruppe

Weingarten etwa die Nr. 50 hat, also

ca. die Mitte der Prozession bildet.

Bei den anderen Gruppen ist ein „rollierendes“

System, so dass in jedem

Jahr eine andere Gruppe den Anfang,

bzw. Schluss bildet. Wir schauten

gleich im Festgruß nach, wann die uns

bekannten Gruppen: Zußdorf, Hasenweiler,

Pfrungen dran sind und freuten

uns, wenn wir einem bekannten

Reiter oder Pfarrer winken konnten.

Um 9.00 Uhr unterbrachen wir das Zuschauen

und gingen in die Basilika, in

der ein Pilgeramt gefeiert wurde.

Um 9.30 Uhr startete die letzte Gruppe

ihren Prozessionsweg und um

10.00 Uhr konnten wir auf der anderen

Seite der Basilika schon die Rückkehr

der ersten Reiter-Gruppen sehen.

Bis 12.00 Uhr standen wir am Straßenrand

und der Rückzug nahm noch

kein Ende! Jetzt kamen gerade noch

die Zußdorfer mit H. Pfr. Dörflinger.

Wir winkten ihm zu, Florian fotografierte

und Pfr. Dörflinger grüßte und

lächelte. Florian war übrigens eifrig

am Fotografieren und hatte dabei viel

Freude.

Wir waren zum Mittagessen bei

meinem Bruder eingeladen und

deshalb machten wir uns auf den

Weg dorthin, obwohl noch nicht alle

Gruppen zurückgekehrt waren.

In der Basilika hatten inzwischen die

Glocken zum Hochamt geläutet. Aber

dort bekommen längst nicht alle

Pilger einen Platz. Eine Stunde vor

Beginn ist die Basilika schon gefüllt.

Wir freuten uns über die freundliche

Aufnahme, das gute Essen und den

Super-Nachtisch bei meinem Bruder

mit Familie und verabschiedeten uns

anschl. voll Freude und Begeisterung

über das schöne Erlebnis.

• Sr. M. Ehrentraud

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St. Konrad Haslach

Angehörigentag

im FuB

Am 21.03.2010 fand unser erster

Angehörigentag im Förder- und

Betreuungsbereich in St. Konrad

Haslach statt. Eingeladen waren

die Angehörigen zu einem netten

Nachmittag mit Kaffee und Kuchen

und gemeinsamen Austausch.

Die Idee, einen Angehörigentag abzuhalten,

hatte vor allem das Ziel, dass

sich die Angehörigen unserer zu betreuenden

Menschen im Förder- und

Betreuungsbereich und die Mitarbeiter

näher kennenlernen sollten. Die

Vorstellung der Räumlichkeiten und

vor allem auch die Einteilung des Arbeitsalltags

war ein weiterer Schwerpunkt.

Wichtig war uns auch der

Austausch, bei dem wir von den Angehörigen

erfahren konnten, wie sie

sich eine intensivere Zusammenarbeit

zwischen ihnen und uns vorstellten,

welche Informationen würden sie interessieren

und wie sind Veränderungen

oder Pläne weiter zu geben.

An dem von uns angesetzten Termin

standen wir Mitarbeiter aufgeregt

bereit, als langsam die einzelnen

Angehörigen unserer Betreuten

kamen. Doch schnell kamen wir

ins Gespräch und alle fanden sich

nach und nach in den Räumen des

FuB 2 ein.

Die begrüßenden Worte sprach

Schwester Veronica, bei denen sie

auch noch auf die einzelnen Aktivitäten,

die in diesem Jubiläumsjahr

stattfinden werden, hinwies und alle

herzlich dazu einlud. Sie übergab dann

an unsere Gruppenleiterin Barbara

Halder, die natürlich auch noch einmal

alle herzlich willkommen hieß und

dann den Ablauf des Tages vorstellte.

Somit war der „offizielle“ Teil beendet

und wir gingen zum gemütlichen Beisammensein

bei Kaffee und Kuchen

über. Die selbst gebackenem Kuchen

schmeckten herrlich und die Auswahl

war enorm. Die herzliche und freundliche

Atmosphäre war spürbar, die Anliegen

beiderseits konnten angebracht

werden und dabei verging die Zeit wie

im Flug.

Nach der Stärkung war es Zeit, auch

etwas für den Körper zu tun. In unserer

Turnhalle war ein Bewegungsparcour

aufgebaut worden. Unsere

Sportlehrerin Ingrid Prinz veranschaulichte

mit einzelnen Stationen, welche

Aktivitäten unsere Beschäftigten im

Sport gerne ausüben, z.B. Dosenwerfen,

Kegeln und Hockey spielen…. Alle

waren mit Spaß und viel Körpereinsatz

dabei.

Zusätzlich konnte die Kreativität unter

Beweis gestellt werden, indem

die Betreuten mit ihren Angehörigen

gemeinsam ein Bild gestalteten.

Dieses wurde in den Wochen danach

zu Osterkarten für Freunde und

Verwandte weiterverarbeitet.

Insgesamt war es ein sehr gelungener

Tag, bei dem sowohl informative

Gespräche als auch das fröhliche Miteinander

nicht zu kurz kamen. Die

Wünsche der Angehörigen haben die

Mitarbeiter dann auch wohlwollend

aufgenommen: Der Angehörigentag

soll keine Einmaligkeit bleiben, sondern

regelmäßig einmal im Jahr stattfinden.

• Barbara Leierseder

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

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St. Konrad Haslach

Auf dem Jakobusweg mit

Frauen aus dem Wohnbereich

von St.Konrad

Aller guten Dinge sind drei... so heißt es.

Nachdem die Wanderung auf dem Jakobusweg schon 2

mal wegen Regen verschoben werden musste, wurden wir

diesesmal mit prächtigem Sonnenschein belohnt. Immerhin

nach 3 Wochen Regen im Mai.

Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir uns am Samstag,

22.Mai um 8.00 Uhr für unsere Etappe von Lindau nach

Wasserburg.

Mit dem Zug wollten wir bis Lindau reisen, doch leider fuhr

keiner, wegen Gleisbauarbeiten. Wir nahmen etwas enttäuscht

den Linienbus, denn Zugfahren lieben wir alle sehr.

In Lindau wanderten wir über den Bahndamm Richtung

Bad Schachen. Dort gönnten wir uns erst mal eine Vesperpause,

denn wandern macht hungrig und durstig. Im

wunderschönen Park roch es herrlich nach Bärlauch, der

dort überall unter den riesigen alten Bäumen wuchs. Wohlgestärkt

wanderten wir weiter nach Reutenen, wo es eine

frisch renovierte Jakobuskapelle gibt. Klara Späth und Rosa

Pfau, unsere Begleiterinnen, stimmten uns auf die Geschichte

dieser Kapelle ein. Zusammen haben wir dann ein Lied

gesungen, „denn das macht man so als richtiger Pilger“.

Jetzt hatten wir nur noch ein kurzes Stück auf unserem

Weg nach Wasserburg, was auch gut war, denn langsam

taten uns schon die Füße weh. Immerhin waren wir schon

über 5 km zu Fuß unterwegs.

Der Gedanke an frischen Kaffee beflügelte uns nochmals

und so schafften wir die letzten Meter spielend. Bei Leberkäswecken,

Kaffee und Kuchen machten wir es uns gemütlich

und genossen den schönen Tag.

Frisch gestärkt schlenderten wir am See entlang Richtung

Hafen, wo auch schon der Bodenseedampfer einfuhr.

Nach einem kleinen Spurt erreichten wir das Schiff und

suchten uns Plätze auf dem Sonnendeck. „Ach ist das

herrlich,!“schwärmte Gisela. Sabine und Heidi stimmten ihr

voll zu. Sonnenschein, der blaue See, ein laues Lüftchen, Segelboote

und eine schöne Aussicht: besser hätten wir es gar

nicht erwischen können.

In Lindau angekommen fehlte uns nur noch eins zum Glück:

Zugfahren. „Überall wird die Bahn die Gleise doch nicht erneuern!“

meinte Rosa. „Dann fahren wir halt nach Nonnenhorn,

dort gibt es eine schöne Jakobuskapelle!“

Gesagt - getan: so durften wir doch noch mit dem Zug

fahren, außerdem hat uns die Kapelle in Nonnenhorn sehr

gut gefallen. Wir suchten auch wieder gleich nach dem hl.

Jakobus, den erkennt man an der Muschel, an seinem Hut

und dem Wanderstab. Auch gesungen haben wir wieder,

denn das gehört für uns dazu.

Am Bahnhof stand dann immer noch derselbe Herr mit Koffer,

den wir schon vorher bestaunt hatten. Es ist ein Kunstwerk

aus Metall. Auch dieses Mal wollte er nicht mitfahren

und so fuhren wir halt ohne ihn nach Lindau zurück.

Dort angekommen gab’s noch ein leckeres Eis und eine

kleine Runde durch die Stadt.

Wir waren uns einig, als wir müde aber glücklich wieder in

Haslach ankamen: „Nächstes Jahr wandern wir weiter auf

dem Jakobusweg!

ULTREYA - wie die Pilger sagen.

• Rosa Pfau

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St. Johann Zussdorf

Bewegung dient der Gesundheit – aber macht Bewegung

auch schlau?

Die Frühberatungsstelle der

Sonderschule St.Christoph, Zußdorf,

veranstaltete am 5. Mai 2010

einen Vortrags-abend zum Thema

„Bewegung macht schlau“.

Axel Heisel, Fachlehrer für Motopädagogik,

Sport und Erlebnispädagogik

an unserer Einrichtung, gestaltete

diesen interessanten Abend.

Anhand vieler praktischer Beispiele

stellte Axel Heisel die Bedeutung

der Bewegung für die Entwicklung

des Menschen dar, erläuterte den

Zusammenhang zwischen Bewegung

und Intelligenz, sozialem Verhalten,

Kommunikationsfähigkeit,

Lernen und seelischer Gesundheit.

Die Teilnehmer bekamen vielerlei

Tipps zur Umsetzung im Alltag.

Fachliche Kompetenz, auflockernde

Bewegungseinlagen und die Erörterung

interessanter Zusammenhänge

rundeten das Ganze zu einem ansprechenden

Abend ab, der viele

positive Rückmeldungen einbrachte.

Wir bedanken uns bei Axel Heisel

ganz herzlich dafür!

• Das Team der Frühberatung

Sigrid Kausch,

Susanne Laicher,

Stefanie Lange,

Katharina Baur

St. Johann Zussdorf

Psychomotorik in der Frühberatungsstelle

St. Christoph

Momentan bietet die Frühberatungsstelle

St. Christoph zwei Psychomotorikgruppen

in Regelkindergärten an,

die einmal wöchentlich stattfinden.

Jeweils sechs Kinder nehmen während

eines Schuljahres daran teil.

Zu den Eltern und Erzieherinnen

besteht ein enger Kontakt.

In beiden Gruppen wird der ganzheitliche,

bewegungsorientierte Ansatz

zur Entwicklungsförderung und Entwicklungsbegleitung

umgesetzt. Ziel

ist es, die Eigentätigkeit des Kindes

zu fördern und durch Erfahrungen

in der Gruppe zu einer Erweiterung

seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit

beizutragen.

In unseren Psychomotorikgruppen

sollen die Kinder die Gelegenheit

erhalten, in einer leistungsdruckfreien

Atmosphäre, in ihrem eigenen

Tempo und auf ihre persönliche Art

zu spielen. Sie lernen dabei, sich mit

Alltags- und Naturmaterialien, den

Kindern in der Gruppe, der eigenen

Leistungsfähigkeit und der eigenen

Person auseinander zu setzen.

In Heiligenberg findet die Psychomotorik

im Freien statt. Hier haben

die Kinder die Möglichkeit neue

Bewegungserfahrungen in der Natur

– entsprechend der Jahreszeiten

und der Witterung - zu machen.

In Wolpertswende bietet die Turnhalle

mit den unterschiedlichen (Sport-)

Geräten und Kleinmaterialien vielfältige

Möglichkeiten, verschiedene

Körper- und Materialerfahrungen zu

sammeln.

Stefanie Lange

Susanne Laicher

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

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St. Johann Zussdorf

Blasorchester für Menschen mit Behinderung

an der Schule St. Christoph

Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf. Eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußeren

Sinnenwelt, die ihn umgibt und in der er alle Gefühle zurück lässt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht

hinzugeben.

von E.T.A. Hoffmann

Knapp ein Jahr ist es her, dass bei

uns die Idee reifte, ein Blasorchester

zu gründen, bei dem jeder Mensch

mit einer Behinderung mitmachen

kann.

Dies ist in unserer Region bislang

einzigartig und so standen wir in den

Vorüberlegungen zunächst einmal

diversen Fragen gegenüber. Es gab

Bedenken, die wieder verworfen wurden,

aber auch viel Zuspruch, der gut

tat. Zuallererst waren wir jedoch sehr

neugierig, wie dieses Projekt wohl anlaufen

würde.

Durch die Kooperation mit dem Blasmusikkreisverband

Ravensburg mit

dessen Vorsitzenden Herrn Koppers,

haben wir mittlerweile 18 Blasinstrumente

von verschiedenen Musikvereinen

als Spende erhalten. Dazu zählen

Hörner, Posaunen, Tenorhörner, Flügelhörner

und Trompeten.

Außerdem informierten wir die Vereinsvorsitzenden

bei der Hauptversammlung

über unser Vorhaben.

Im nächsten Schritt folgten Schnuppertage

im Rotachheim in Wilhelmsdorf,

in der Haslachmühle und in unserer

eigenen Einrichtung.

Dabei wurden die ersten zarten

Töne gewispert, laut hinein getrötet,

manchmal war auch schon ein schöner

klarer Ton dabei, der erahnen ließ,

was einmal daraus werden kann. Im

Wesentlichen machte es aber einfach

Spaß. Die Kinder und Jugendlichen,

aber auch die Erwachsenen waren unglaublich

stolz, dass sie einen Ton produzieren

konnten, was den meisten

auch gelang. Und einige bekamen

dabei Lust auf mehr...

...daher probt unser Orchester seit

April jeden Donnerstag von 16.30

Uhr bis 17.30 Uhr in der Aula unserer

Schule.

Es ist großartig zu sehen, wie Kinder

von 10 Jahren bis 60jährige Erwachsene,

die sich bisher nicht gekannt

haben, miteinander musizieren.

Wir wollen weiterhin auf unser Orchester

aufmerksam machen, um neue

Mitglieder auch aus dem Umland zu

werben, die Interesse haben, ein Instrument

zu spielen. Für Fragen und

Informationen stehen wir gerne zur

Verfügung (07503/927-0).

Unseren ersten Auftritt haben wir am

Freitag, den 23.07.2010 im Rahmen

des Bandfestivals zum Auftakt des

Jubiläumsfestes im Kinderheim St.

Johann. Bis dahin wird uns, zusammen

mit den Mitgliedern, noch ein

geeigneter Name für das Orchester

einfallen.

• Bettina Simma, Daniel Feil

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St. Johann Zussdorf

Großartige Leistungen bei der

Hallenfußball-Landesmeisterschaft der

Special Olympics 2010 in Karlsruhe

Am 27. März 2010 fand in Karlsruhe

das Turnier um die Landesmeisterschaft

der Special Olympics im

Hallenfußball statt. Die Fußballmannschaften

aus Wilhelmsdorf waren in

diesem Turnier überaus erfolgreich.

Das besondere Highlight allerdings

war sicher der Gewinn der Goldmedaille

in der Kategorie C für die Spieler

der „Mühlekicker“. Nachdem sie

sich bereits durch großartige Spiele

bei der Qualifikation in Wilhelmsdorf

durchgesetzt hatten, überzeugten

sie nun auch im Turnier um die Landesmeisterschaft

in Karlsruhe. Auf

Grund einer hervorragenden Mannschaftsleistung

spielten sie ohne

Niederlage gegen 7 Mannschaften

aus ganz Baden-Württemberg und

holten sich im Finalspiel gegen die

Karlshöhe Ludwigsburg schließlich

die verdiente Landesmeisterschaft.

Mit dem 4. Platz in derselben Kategorie

gelang den „Rotach blues“ ein

achtbarer Erfolg. Im Halbfinale mussten

sie sich den „Mühle Kickers“

und im Spiel um Platz drei der Mannschaft

der „Neckartalwerkstätten“

aus Stuttgart geschlagen geben.

Mittlerweile hat bereits die Feldsaison

begonnen und so fand das

Feldqualifikationsturnier Württemberg

Süd in Friedrichhafen

statt. An ihm nahmen 2 Mannschaften

aus Wilhelmsdorf teil.

Die „Mühle Kickers“ spielten bei

diesem Turnier in der Kategorie

B. Ungeschlagen in einer 5er

Gruppe (3 Unentschieden und 1

Sieg) verpassten sie auf Platz 3

nur knapp die Qualifikation zum

Turnier um die Landesmeisterschaft.

Trotzdem gelang es André

Göhrung mit zwei Toren in diesem

Turnier zum wiederholten Male

Torschützenkönig zu werden.

Die Mannschaft der „Rotach Whites“

konnte ihren Aufstieg in die Kategorie

A bestätigen und wurde

nach einem spannenden Halbfinale

gegen „Mariaberg“ erst im 9-m

Schießen besiegt, wodurch sie dann

ebenfalls den 3. Platz erreichte.

• Angelika Wielath

Folgende Schüler der Schule

St. Christoph spielten in den

Teams:

„Mühle Kickers“: Armin Blaschke,

Daniel Blaschke, Florian

Blaschke, André Göhrung, Benjamin

Reiss, Steven Weishaupt

„Rotach Blues“: Marcel Angel

„Rotach Whites“: André Schmidt

Namen des jeweilig ganzen

Teams:

„Mühle Kickers“: Armin Blaschke,

Daniel Blaschke, Florian Blaschke,

Florian John, Christopher Grüninger,

André Göhtung, Benjamin

Reiss, Hesni Sezkir, Steven Weishaupt

; Coach: Goran Bogdanovic

„Rotach Blues“: Marcel Angel,

Kevin Deufel, Kaan Dikenli,

Thorsten Hagenbüchel, Alexander

Kilian, Friedel Klein, Mladen

Maksimovic, Stephanie Uhlmann,

Daniel Vogel, Ass.-Coach: Walter

Muhlke, Coach:Heinz Rauch

„Rotach Whites“: Jermaine Braun,

Alfons Gebhardt, Felix Jehle, Thomas

Kessler, Toni Nuzzielle, Jan Reichmann,

André Schmidt, Alexander

Schneider; Coach: Michel Kessler

Das Team der „Rotach Whites“ beteiligte

sich in Karlsruhe zum ersten

Mal an einem Landesfinale in der

Kategorie A. In hart umkämpften

Spielen konnten sie mit den besten

Mannschaftenaus ganz Baden-Württemberg

mithalten und sicherten sich

am Ende so die Bronzemedaille.

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

11


Wir geben St. Jak


obus ein Gesicht


Die bunte Seite der Kids vom St.Johann

Ich erzähle von mir !

Heute: Andre allein zu Haus

Mein name ist Andre. Wie ihr Alle

wisst wohne ich

Selbständig im Trainngs wohnhaus

in zussdorf. Heute Möchte

ich euch über mir Erzählen. Im

Oktober 2009.War es Endlich

Soweit. Ich Bin Uon der Aussen

Wohngruppe St. Barbara Ausgezogen

und im Tranings Wohnhaus

Eingezogen. Ich Habe Sehr mich darauf Gefreut Endluch

alleine zu Wohnen. Die Wohnung ist schön groß

Und ich Habe meine Eigene Küche. Mein Eigenes

badn Und Sogar einen balkon.

Jewden Monat bekomme ich mein eignes Geld. Davon

kann ich Meine Eigen Lebensmittel Einkaufen.

Mehrmal in der Woche Kommt Ein Betreuer von St.

Neues vom Sport

Die Kids der Wundertüte besuchen die Freiburger

Fußballer

Heute war ein schöner Tag. Wir fuhren nach

Freiburg und durften uns die Freiburger Fußballschule

und ein Bundesligaspiel anschauen.

Wir konnten uns darüber informieren, wie die

jugendlichen Fußballspieler im Internat wohnen

und wie sie trainieren. Wir stellten fest, dass

das Leben der jungen Spieler im Internat ähnlich

ist wie unseres auf der Wohngruppe.

Es gibt eine große Küche mit einem Putzplan,

ein Aufenthaltsraum, einen Tischkicker und

natürlich viele Sportplätze zum Trainieren.

Dann erzählte uns Caro, die Frau die uns alles

zeigte, dass die Jugendlichen viele Nudeln essen

sollen und nur ganz selten Süßigkeiten und

Cola bekommen, damit sie fit bleiben und gut

trainieren können. Auch das die Kids nicht immer

nach Hause fahren können um ihre Familien

zu besuchen. Wir

konnten uns sogar ein

Zimmer eines Nachwuchsspielers

anschauen.

Danach durften

wir die jungen Spieler

noch beim ihrem letzen

Saisonspiel anfeuern.

Barbara und unterstütz mich.

Oft bin ich auch noch auf der

wohngrupe. Seit mai habe

ich Sogar mein Eignes giro

Konto ond Eine ec –Karte

Jetzt kann ich Endlich Selbst

Geld abheben. Unter Der

Woche gehe ich Noch in die schole St.Chrstoph. in

diesem schul jahr Habe ich viele praktika. Ich war

bisher inder kantine der Telekom in Rauensburg. Und

in der Kantine der Stiftung Liebenau. Hier Habe ich

in der Küchege Gearbeitet.im Praktikum kann mann

seh was man später arbeitet. Lm Sommer komme

lch Endlich Raus Aus der Schule. Und ich ge auch

weg vom kinderheim. lch war beim Pro Bewohnen in

rauensburg Ond in Amtszell. Gerne Möchte ich nach

Rauensburg ziehn.

Hier Wäre ich Gleich iu Der Stadt ond könnte vieel

Machen.

Vile Grüse Euer andre

Anschließend ging es in das große Stadion, wo

wir live beim Bundesligaspiel der Profis dabei

waren und zusammen mit den anderen tausenden

Fans einen Freiburger Sieg bejubelten.

Was für ein klasse Tag!!

Ein herzliches Vergelts

Gott nach Freiburg für

die Einladung.

Witze und

Rätselecke

Daniel war mit Giovanni beim Pizzaessen

und hat ein Weizenbier getrunken.

Auf der Gruppe präsentiert er stolz seinen

dicken Bauch. Klaus fragt scherzhaft: „ Wie

soll dein Kind heißen?“

Daniel: „Kristall !“


Die bunte Seite der Kids vom St.Johann

Alles Gute zum Geburtstag St. Johann und St. Konrad – Unser

Geburtstagsgewinnspiel ! – Wer malt, bastelt oder schreibt den

schönsten Geburtstagsglückwunsch

Geburtstagsbrief mit

Bildern von Helga ,

St. Konrad Haslach

Dieses Mal

haben wir uns

dafür entschieden,

die Hauptgewinner

in

der Wundertüte

ab zu drucken:

Noch ein Grund zum Jubeln

- Die Kids der Wundertüte

treffen die Chefs

Um zu sehen wie

die Chefs so arbeiten

haben wir bei

einer Sitzung der

Hauptredakteure

teilgenommen.

Bei diesem Treffen

wird darüber gesprochen,

was alles in den neuen Jakobusboten

und in die neue Wundertüte reinkommt.

Als erstes wird ein Titelthema festgelegt. In

dieser Ausgabe heißt das Thema: „Wir haben

Grund zum Jubeln…“, weil nämlich St. Johann

und St. Konrad Geburtstag haben. Danach

werden Ideen gesammelt, über was man alles

so schreiben kann. Dabei kann jeder Vorschläge

machen. Dann wird festgelegt, wer

welchen Bericht schreiben soll.

Zum Schluss sagt Sr. Veronica , bis wann die

ganzen Berichte und Bilder bei ihr sein müssen.

Dies nennt man dann Redaktionsschluss.

Sie stellt die Bilder und Berichte zusammen

und macht die Fehler raus. Wenn das passiert

ist, gibt sie die fertigen Berichte zur

Druckerei. Was in der Druckerei so abgeht,

davon hatten wir euch das letzte Mal berichtet.

Damit keiner vergisst, was er tun soll,

bekommt jeder von Sr. Veronica nach dem

Treffen eine Email in der steht, wer was tun

muss. Das ist dann das Protokoll.

Am Ende der Sitzung haben wir zusammen

mit den Chefs noch ein Gruppenfoto gemacht,

auf dem wir alle jubeln - weil JUBELN

ja das Motto

der neuen

Ausgabe ist.

GrüSS Gott und

Auf Wiedersehen

Mit unserer „GRÜß GOTT Ordensschwester“

möchten wir ab jetzt immer die neuen

Schüler im St. Johann begrüßen. Mit dem

„Auf Wiedersehen Männchen“ möchten

wir den Schülern, die St. Johann verlassen

haben „Tschüß“ sagen.

Grüß Gott und herzlich Willkommen im St. Johann:

CENK


St. Johann Zussdorf

Lourdes-

Kinderwallfahrt vom

23.05. bis 29.05.2010

Für eine Lourdes-Wallfahrt sind

wir immer zu haben….

So freuten sich 14 Kinder aus der

Einrichtung St. Johann. als die Leiterin

des Malteserkinderzuges, Marie-

Sophie Lobkowicz, zu Beginn des

Jahres die Anfrage stellte, ob wir

nicht mit nach Lourdes fahren möchten,

da noch Plätze frei wären.

Schnell war die „Truppe“ zusammengestellt

und manches Kind musste

auf „ein nächstes Mal“ vertröstet

werden.

Wie bei jeder Lourdes-Wallfahrt, so

auch dieses Mal, wurde jedes Kind

von seinem „Malteser“ in Ulm begrüßt.

Nach einem ersten Kennenlernen

ging die Fahrt los.

Dieses Jahr hatten wir etwas Besonderes:

es fand die 25. Lourdes-Kinderwallfahrt

statt.

Wir freuten uns, dass wir Zußdorfer

da mit dabei sein konnten, denn mit

uns hat alles begonnen.

Schauen wir zu den Anfängen der

Lourdes-Kinderwallfahrt und lesen

wir was Sr.M.Reinhilde dazu schreibt.

Sie war bei den ersten Fahrten dabei

und hat festgehalten, wie es dazu

kam….

Lourdes-Wallfahrt mit dem Caritasverband Rottenburg/Stuttgart

im Jahre 1982

Als Dankeschön für

Sr.Mechthildis und Sr.Reinhilde zum

25jährigen Professjubiläum

Auftrag an uns war eine Wallfahrt

nach Lourde, wir sollten in Lourdes für

die Brandenburger Grotte eine Muttergottes

samt Bernadette besorgen.

Mit Hilfe einer Malteserin und Herrn

Bayer aus Esenhausen hatten wir uns

diese auch ausgesucht. Schwierig

aber jetzt, das große Paket mit der

verpackten Madonna, unbeschädigt

heimzubekommen.

Darüber unterhielten wir uns mit

Erbgraf Max Willibald von Waldburg-

Wolfegg, der die Leitung dieses

Pilgerzuges inne hatte. Wir vereinbarten

uns dann so, dass die Madonna

sicherheitshalber mit dem Krankentransport

mitgenommen werden

kann, während der Sonderzug seine

Route über Nevers und Paris einen

Tag später zurücklegte. Das kleinere

Paket mit der Bernadette-Statue hatten

wir bei uns. Die Muttergottesstatue

konnte dann in Wolfegg abgeholt

werden.

Inzwischen, fast zwei Jahre später,

wurde in Waldburg Zeil und Wolfegg

eine Kinderwallfahrt geplant. Vielleicht

gab dies den Anlass, einmal das

Kinderheim in Zußdorf im Auge zu

behalten…

So kam eines Tages die überraschende

Frage telefonisch von Erbgräfin Ida

aus Wolfegg, ob wir uns mit unseren

Kindern eine Wallfahrt nach Lourdes

vorstellen könnten. Für uns alle stand

zunächst dahinter ein großes Fragezeichen.

Wie ist das wohl möglich? Wie

machen wir das? Wer bezahlt das? …

Fast undenkbar und nicht vorstellbar.

Um näheres zu erläutern, kamen alsbald

Gräfin Gabrielle aus Waldburg-

Zeil und Gräfin Adelheid aus Wolfegg

zu einem Gespräch. Jetzt war das

Ganze schon ein wenig durchsichtiger.

An was musste nicht alles gedacht

werden! Viele Vorbereitungen und

Planungen standen uns bevor. Natürlich

mussten auch die Angehörigen

unserer Kinder benachrichtigt und Genehmigung

dafür eingeholt werden.

Die Malteser sollten mit unseren

Kindern vertraut werden und umgekehrt.

Das ergab sich nach und

nach alles, indem wir immer wieder

Besuch von verschiedenen Maltesernhelfern

bekamen. Die Kinder

freuten sich schon immer darauf.

Auch Pater Jerome, unser „Schokoladenpater“,

wie ihn die Kinder

nennen durften (er studierte in

München und kam aus Afrika), kam

mit. Er fuhr als geistlicher Begleiter

mit. Sein Humor und Charme hat

alle fasziniert und alle hatten ihn lieb

gewonnen. Da sich die Zeit der Fahrt

immer näher rückte, kam Johannes

Graf von Schaesberg aus Tannheim,

um weitere Vorbereitungen abzusprechen.

Johannes Schaesberg, Gabrielle

Waldburg-Zeil und Graf Christopf

von Stauffenberg bildeten das Leitungsteam

des ersten Kinderpilgerzuges.

Sehr besorgt auch stand die

ältere Grafschaft dahinter, dass doch

alles gut klappt. Festgelegt wurde

der 1.Malteser-Kinderkrankenzug auf

den 24.05. – 30.05.1985.

16


St. Johann Zussdorf

Am Vorabend wurden alle Teammitglieder

von Fürst und Fürstin nach

Waldburg-Zeil eingeladen. Insgesamt

bestand der Kinderpilgerzug aus 37

Kindern, darunter unsere Kleinste mit

3,5 Jahren. Genau so viele Malteserhelfer

und 4 Schwestern aus dem

Kinderheim St. Johann, Sr.Veronica,

Sr.Angela, Sr.Lucia, Sr.Reinhilde waren

für die Pflege und Betreuung verantwortlich.

Das ärztliche Team bestand

aus den beiden Ärzten Dr. med. Peter

Landendörfer und Dr. med. Maya von

Boeselager.

Der Abfahrtstermin rückte näher. Die

Koffer waren alle gepackt. Mit dem

Bus wurden wir nach Ravensburg zum

Bahnhof gebracht. Dort erwartete

uns eine Reihe Malteser, alle in ihrer

Dienstkleidung. Die Spannung wuchs.

Zuerst wurde das ganze Gepäck, die

Rollstühle, usw. verladen. Jeder Gegenstand

war mit Namen bezeichnet.

Auch jedes Kind hatte sein Anhängekärtle

mit Namen, Abteil,

Etage und Saal im Hospital St. Bernadette

in Lourdes. Alle hatten genaue

Anweisungen, damit alle schnellsten

an ihren ausgewiesenen Platz kamen.

Auch die Kinderabteile waren sorgsam

ausgewiesen, sodass auch wir unsere

Plätze einnehmen konnten.

Einige Angehörige unserer Malteserhelfer

standen am Bahnhof und

sorgten sich, dass doch alles gut gelingen

möge: Fürst und Fürstin aus

Waldburg-Zeil, Angehörige aus Tannheim,

auch Erbgraf Max Willibald

von Wolfegg mit Frau Erbgräfin Ida,

die noch für eine große Spielkiste für

die Kinder sorgte. Vieles gäbe es da

zu erzählen… wie das Versorgen, das

stundenlange Beschäftigen auf der

zwanzigstündigen Zugfahrt, das Schlafen

in den engen Abteils…. Trotzdem

ein einmaliges Erlebnis!!

Beeindruckend und ergreifend waren

unsere Gottesdienste an der Grotte,

die Sakramentsprozessionen und ganz

besonders die abendliche Lichterprozession.

Was für ein Strahlen ging da von

den Gesichtern unserer Kinder aus…

Die Erinnerung hielt lange, sehr lange

an. Wenn wir beim Gottesdienst in

St. Johann das Lourdeslied gesungen

haben, gingen bei den Kindern automatisch

die Hände symbolisch nach

oben, wie es in Lourdes mit der Kerze

gemacht wurde zum Zeichen für Maria.

„Ave, ave Maria“ klingt’s auch heute

noch. Noch lange, ja das ganze Jahr

zehrten wir davon.

Einige kleine Anekdoten können dies

veranschaulichen, wie tief das Erlebte

in den Kindern (und auch in uns

Schwestern wirkte). Anita musste herzzerreißend

weinen, als Schwester Angela

nach ihrer Rückkehr ihren Koffer

auspackte wollte. Anita ganz entsetzt:

„Du darfst den Koffer nicht auspacken,

wir gehen nächstes Jahr wieder

nach Lourdes.“

Ihr Bruder Erwin meinte jedesmal wenn

er in Ravensburg über die Bahnbrücke

fuhr, dass es wieder nach Lourdes

ging. Seine Freude war unbeschreiblich.

Er zappelte vor Freude und, meinte:

„Lourdes, Lourdes, gell da geht´s

nach Lourdes“.

Es war jedes Mal eine ganz besondere

Freude, wenn Malteser nach St. Johann

zu Besuch kamen. Sogar Pater

Jerome besuchte uns noch, bevor er

dann – nach Abschluss seines Studiums

– zurück nach Afrika ging.

Ja, und von da ab durften wir dann

regelmäßig (fast) jedes Jahr mit nach

Lourdes fahren. Und jedes Mal ist die

gleiche Begeisterung dabei. Junge

Menschen, die oftmals noch nicht mit

Menschen mit Behinderung zu tun haben,

lassen sich auf diese Intensiv-Woche

„Beziehung“ ein. Unser herzlicher

Dank ALLEN treuen Helferinnen und

Helfern des Kinderpilgerzuges.

• Aufgezeichnet von

Sr. M. Reinhilde Wild

Anmerkung der Redaktion:

Sr. M. Reinhilde hat viele Jahre in St. Johann in den

unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet. Sie war Gruppenleiterin

in der Gruppe Vogelsang und auch mit 50%

im Schuldienst. Ihre Schulklasse grenzte im Altbau

direkt an ihre Wohngruppe an, sodass ihr „Schulweg“

sehr kurz war.

Als sie dann 1981 zur Oberin für die Schwesterngemeinschaft

durch die Generaloberin M. Bernadette

ernannt wurde, ging sie schweren Herzen aus dem

Schuldienst.

1997 verließ Sr. M. Reinhilde St. Johann aus gesundheitlichen

Gründen und kehrte ins Mutterhaus Kloster

Brandenburg zurück. Dort arbeitet sie seither an der

Pforte und auch als Seelsorgerin im Seniorenpflegeheim

St. Maria in Regglisweiler.

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

17


Angehörigenseite

Tag der Begegnung – auf dem

Jakobusweg von Biberach nach

Steinhausen

Zu einem Tag der Begegnung auf dem Jakobusweg hatte

die St. Jakobus-Behindertenhilfe eingeladen. So traf sich

dann auch eine bunt gemischte Gruppe aus Ordensschwestern

des Klosters Brandenburg, Mitarbeitern der

Einrichtungen in Haslach und Zußdorf und Angehörigen

der Bewohner bei eher herbstlichem Maiwetter am

Bahnhof in Biberach.

Der geistliche Begleiter, Pfarrer Martin Dörflinger, lud

immer wieder ein zu Impulsen und Gedanken aus der

Bibel. Dadurch war die etwa 12 km lange Strecke in den

Kirchen von Reute, Grodt und Muttensweiler durch seine

Worte und Gebete, sowie den Gesang der Pilger mit angenehmen

Unterbrechungen bzw. Ruhepausen bestückt.

Bei windigem, aber gänzlich trockenem Wetter bewegte

sich die gut gelaunte Gruppe auf Steinhausen zu.

Den Höhepunkt dieses Pilgertages aber bildete die Ankunft

und der Aufenthalt in der schönsten Dorfkirche

der Welt, in der kleinen Barockkirche Steinhausen. Eine

Kirchenführung, unterbrochen mit Orgelstücken und

die anschließende Heilige Messe gaben dem Tag einen

äußerst würdigen Abschluss. Natürlich durfte auch der

gesellige Teil nicht zu kurz kommen. Bei einer gemeinsamen

Einkehr ließen die Pilger den Tag der Begegnung

noch einmal Revue passieren, bevor sie dann wieder

in alle Himmelsrichtungen ihren Heimweg antraten.

• Gabi Horn

Nach einer interessanten Stadtführung durch Biberach –

Spital, Simultaneum, Biberacher Esel uvm. führte der Weg

die 35 Personen durch Feld und Wald nach Mittelbiberach/Reute.

St. Konrad Haslach

Studienreise nach Schweden

Vom 09.06. – 15.06.2010 fand eine Reise von 14

Bewohnern, 6 Begleitpersonen und einer Dolmetscherin

nach Schweden statt. Heim- und Werkstatträte

sowie sonstige Interessierte aus den Heggbacher

Einrichtungen, der St. Gallus-Hilfe, der Stiftung Haus

Lindenhof, Caritas Konstanz und Ulm, sowie St.

Konrad Haslach informierten sich in Uppsala und

Stockholm über Lebens- und Arbeitsbedingungen von

Menschen mit Behinderung. Auch blieb Zeit für ein

touristisches Programm, um zumindest einen kleinen

Eindruck von den beiden schönen und interessanten

Metropolen Schwedens zu bekommen.

Die Reise fand unter dem Dach der „Arbeitsgemeinschaft

Hilfen für behinderte und psychisch kranke Menschen in

der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AGBEPS)“ des Caritasverbandes

statt und wurde von der St. Jakobus Behindertenhilfe

organisiert und geleitet. Bereits heute sei auf

die Veranstaltung „Wie wir leben wollen“ hingewiesen,

die am 27.09.2010 in St. Konrad stattfindet. Ziel ist, Eindrücke

der Schwedenreise aufzunehmen und eigene Visionen

und Wünsche von den Lebensbedingungen behinderter

Menschen in unserer Gesellschaft zu formulieren.

In der nächsten Ausgabe des Jakobusboten werden wir

Ihnen einen ausführlicheren Bericht über die Reise geben.

• Jörg Stöhr

18


St. Johann Zussdorf

Schwester Veronica (SV) im Gespräch mit

dem Preisträger Klaus Günthner (KG)

Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte

Ihnen Klaus Günthner, Studierender

im 3. Ausbildungsjahr in St. Johann

vorstellen und habe für Sie ein Interview

mit ihm geführt

SV: Herr Günthner, im Namen der Leitung der St. Jakobus Behindertenhilfe

möchten wir Ihnen zunächst recht herzlich zu Ihrer

Auszeichnung gratulieren. Wir freuen uns mit Ihnen, dass Sie

diese Ehrung erhalten haben und möchten Sie gerne für den Jakobusboten

interviewen. Unsere Leser sind sicherlich so gespannt

wie ich, was Sie uns zu berichten haben.

Sie bekommen im Herbst den Preis verliehen. Bitte erzählen sie

kurz, um was für einen Auszeichnung es sich da handelt.

KG: „Die Ludwig-Schlaich-Stiftung vergibt jährlich einen

Stiftungspreis. Fachschulen der Heilerziehungspflege können

Facharbeiten, die im Rahmen der Heilerziehungspflege

von Auszubildenden erstellt wurden, vorschlagen.

Die Ludwig-Schlaich-Stiftung fördert Forschungen, die zur

Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit geistiger,

körperliche oder mehrfacher Behinderung beiträgt.

Sie dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen

Zwecken.“ *

SV: Wie sind Sie darauf gekommen, ihr Projekt, das zur Ausbildung

zum Heilerziehungspfleger gehört, an die Stiftung einzureichen?

KG: Während der Ausbildung ist jeder Studierende verpflichtet,

eine Projektarbeit auszuarbeiten.

Inhalt meines Projekts ist die Gründung eines Jugendredaktionsteam

mit dem Namen „Wundertüte“, verbunden

mit lebensweltorientierter Redaktionsarbeit. Für die Präsentation

unserer Berichte und Artikel haben wir von der

St. Jakobus Behindertenhilfe eine Doppelseite im Jakobusboten

und eine eigene Internetseite zur Verfügung gestellt

bekommen.

Aus diesem Projekt resultiert der Titel meiner eingereichten

Facharbeit, der lautet:

„Unser Leben ist wie eine Wundertüte, es steckt voller

Überraschungen!

oder

Wie junge Menschen mit geistiger Behinderung im Sinne

des Empowerment-Gedankens ihr eigenes Jugendredaktionsteam

mit dem Namen „Wundertüte“ gründen und über

das berichten, was sie interessiert!“

Ganz konkret hat mich aber meine Praxislehrerin auf die

Möglichkeit hingewiesen, meine Arbeit über die Ausbildungsstätte,

dies ist das „Institut für soziale Berufe“ in

Ravensburg (IfsB), einzureichen. Meine Praxislehrerin stellte

mir auch die Kriterien zur Verfügung, z.B. Inhalt, Formalien,

Verbindung von Theorie und Praxis und unterstützte mich

beim Schreiben der Arbeit. Dafür möchte ich mich herzlich

bedanken.

SV: Wer hat Sie informiert, dass Sie gewonnen haben?

KG: Unser Direktor – Herr Brust – persönlich am 11. Mai. Die

Auszubildenden können deutschlandweit teilnehmen und

ich freue mich, dass ich einer der drei Preisträger bin.

SV: Wissen Sie schon den genauen Termin der Preisverleihung?

Und wo findet diese statt? Wer wird Sie begleiten?

KG: Es steht noch kein konkreter Termin zur Preisverleihung

fest. Allerdings wird es im November dieses Jahres sein und

zwar in Saarbrücken.

Da ich im Moment noch keine Details kenne, kann ich auch

noch nicht sagen, ob ich alleine oder in Begleitung dort

anreisen darf.

SV: Welche Art von Auszeichnung werden Sie erhalten? Wie hoch

ist das damit verbundene Preisgeld und was machen Sie damit?

KG: Wir bekommen eine Urkunde und ein Preisgeld von 300

Euro. Ja, einiges wurde bereits im Vorfeld zur Anschaffung

von entsprechendem Buchmaterial benötigt und eine kleine

Trinkrunde werde ich natürlich an meine Mitschüler und an

meine Kollegen spendieren.

Am Rande eine kleine Anekdote zum Schmunzeln:

Unser Klassenlehrer betritt das Klassenzimmer und wird

von meinen Mitschüler gefragt, ob er Herrn Günthner

schon gratuliert habe. Der Lehrer darauf hin: Warum? Ist er

Vater geworden?...

SV: Hat sich durch diese besondere Auszeichnung etwas verändert

in Ihrem Leben? Wenn ja, was?

KG: Verändert nicht, aber ich habe eine Bestätigung bekommen,

dass das, was ich jetzt mache, das Richtige für

mich ist. Gleichzeitig ist es eine Bestätigung für mich, dass

ich meine Arbeit richtig mache. Meine Aufgabe macht mir

Freude und wird durch die Prämierung anerkannt. Das gibt

mir große Motivation, in diesem Bereich weiterzumachen.

SV: Was möchten Sie unseren Lesern noch sagen?

KG: Ein wesentlicher Punkt ist, dass es sich lohnt weiterzumachen,

auch wenn es mühsam und anstrengend ist,

Durchhalten, auch wenn es schwer fällt. Für mich war es

eine sehr anstrengende Zeit neben der fachpraktischen

Prüfung auch noch diese Arbeit fertig zu stellen. Aber das

Ergebnis ist lohnenswert. Und das freut mich. Aus diesem

Grund möchte ich mich auch noch bei allen bedanken, die

mich unterstützt haben und mich während dieser Zeit ertragen

mussten. Schauen Sie doch mal in unsere Homepage

unter www.st-jakobus-behindertenhilfe.de, dann auf St.

Johann gehen und „Kids- net“ anklicken. Dann können Sie

konkret sehen, was unser Jugendredaktionsteam macht.

Herr Günthner, ich bedanke mich ganz herzlich für das freundliche

Gespräch und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und

Gottes Segen. Wir freuen uns, dass Sie weiterhin in St. Johann

arbeiten und sicherlich werden wir in der nächsten Ausgabe des

Jakobusboten über die Preisverleihung informieren.

Das Interview führte Sr. Veronica mit Klaus Günthner, Gewinner

des Ludwig-Schlaich-Preises.

* (aus der Homepage der Ludwig-Schlaich-Stiftung entnommen).

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

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St. Johann Zussdorf

„KARIBU“, das Tipi-

Projekt im St. Johann

Im Zuge meines natur- und erlebnispädagogischen

Angebotes, das seit

fünf Jahren in St. Johann zu einem

festen Bestandteil der Freizeitgestaltung

für die Kinder und Jugendlichen

geworden ist, habe ich für dieses Jahr

ein neues Projekt in Angriff genommen:

das Tipi- Projekt „KARIBU“.

(Das Karibu ist eine Hirschart in Nordamerika,

und ich fand den Namen

einfach schön für dieses Projekt…)

Auf dem Spiel- und Sportgelände

hinter der Turnhalle haben wir dafür

einen Platz eingerichtet. Ein selbstgebauter

Zaun aus Schwartenbrettern

begrenzt den Abenteuerspiel- und

Lagerplatz. Seit dem 12. Mai steht

hier nun, weithin sichtbar, ein stolzes

sechs Meter hohes Indianertipi.

Bis zum Richtfest gab es allerdings viel

Vorarbeit zu leisten:

Schon im Februar bei Schnee und

Kälte waren wir draußen im Wald,

um die richtigen Baumstämme für

das Tipi zu finden, zu fällen, zu entrinden

und zu entasten. Insgesamt

wurden achtzehn Stämme zu je 8

Meter benötigt. Viel Herausforderung

und auch viel Spaß für die Kinder

und Jugendlichen, die immer wieder

an schulfreien Nachmittagen oder

am Wochenende mit mir unterwegs

waren. Vor allem das Hantieren mit

„richtigem“ Werkzeug, wie Schäleisen,

Handsägen, kleinen Handbeilen

und Räpplern unter bestmöglicher

Aufsicht und Betreuung meinerseits,

fördert den verantwortungsvollen

Umgang der Jugendlichen

und Kinder mit Handwerkzeugen.

Auf unserem Tipilagerplatz haben

wir dann eine Feuerstelle

eingerichtet, eine ganze Menge

Holzbretter und Pfosten für den

Zaun und nicht zuletzt mehrere

Anhänger voll Hackschnitzel

für den Boden im Tipi besorgt.

Zusammen mit einem Zeltbauer

aus Tettnang wurde nun das Indianerzelt

aufgebaut. Zu diesem

Ereignis hatten sich einen große

Zahl Kinder und Mitarbeiter eingefunden.

An der Feuerstelle wurden

fleißig Stockbrote und Würstle

gegrillt, und wer nicht mithelfen

wollte, konnte einfach das Richtfest

genießen.

Das Tipi und der Abenteuerspiel- und

Lagerplatz können jetzt von allen

Gruppen und den Klassen genutzt

werden. Ob als „Klassenzimmer im

Grünen“, für Gruppenfeste, Workshops,

zum gemeinsamen Musizieren

und Trommeln, oder für „Minifreizeiten“

mit abenteuerlicher Übernachtung

im Tipi... das Nutzungsspektrum

ist sehr breit. Weiterhin

werde auch ich über das Jahr verteilt

meine Angebote mit verschiedenen

Gruppen durchführen. Und sehr gespannt

sind wir jetzt schon auf die

Winterzeit und dem gemütlichen

Lagerfeuer im Tipi.

In Planung ist, dass ich im Juni innerhalb

eines erlebnisorientierten

Geschwisterwochenendes für Geschwister

von Bewohnern und

Gästen des Kinderheimes die Inneneinrichtung

weiter ausbauen

werde und auch eine Übernachtung

im Zelt ist geplant.

Beim diesjährigen Sommerfest am

25. Juli möchte ich alle Interessierten

eingeladen, einfach mal auf dem

„KARIBU“- Platz vorbeizuschauen.

HUGH!!!

• Jörn Klopfer

20


St. Johann Zussdorf

Elterntag der Aussenwohngruppe St. Barbara in Zußdorf

Am Sonntag, den 06.06.10 fand

unser diesjähriger Elterntag auf

der Aussenwohngruppe statt.

Getreu dem Motto “Wir ziehen

alle an einem Strang“ wurden die

Eltern, Angehörigen und Betreuer

unserer Jugendlichen zu diesem Fest

eingeladen.

Das Thema “Wir ziehen alle an

einem Strang“ soll die Wichtigkeit

der zusammenarbeitenden Parteien

von Team, Angehörigen und den

Gruppenbewohnern hervorheben

und verdeutlichen. An diesem

Nachmittag sollte unser Wir-Gefühl,

die Zusammenarbeit und der

Teamgeist gefördert werden.

Gegen 14:30 Uhr trafen unsere

Gäste ein und wurden zunächst

mit Kaffee und Gebäck willkommen

geheißen. Beim gemütlichen

Zusammensitzen wurden die

Programmpunkte besprochen

und erklärt.

Los ging unser Programm mit

einer Dorfralley, die in Zußdorf

verschiedene Stationen beinhaltete.

Dazu wurden zwei Teams

gebildet.

Ein Punkt davon hieß “Komm mit,

ich zeig dir meinen Schulweg“.

Auf dem Gang der Aussenwohngruppe

nach St. Johann galt es

zunächst, gemeinsam im Team Gegenstände

zu erraten, welche dort

nicht hingehörten wie z.B. ein Umleitungschild,

Schwimmwesten und

Bananen in den Bäumen, Zitronen

in Gebüschen, ein aufgeblasener

Schneemann und ein selbst aufgemalter

Zebrastreifen.

Am Kinderheim angekommen fand

die nächste Aktion, das Torwandschießen,

statt.

Alle Teilnehmer schossen mit dem

Ball an die Torwand mit dem Ziel

möglichst viele Treffer zu erreichen.

Spätestens dort wurde der Teamgeist

geweckt und mit anderen innerhalb

des Teams mitgefiebert.

Die nächste Station führte uns zum

Dorfgemeinschaftshaus. Dort war ein

Parcour aufgebaut, der mit City-Rollern

bestritten werden musste. Alle

Beteiligten wurden aktiv und bewältigten

diese Aufgabe, um für ihr jeweiliges

Team entsprechende Punkte

zu ergattern.

Danach galt es wieder den Heimweg

auf die Aussenwohngruppe anzutreten,

denn dort wartete die letzte

Station: Im Garten wurde ein Tauziehen

mit den beiden Gruppen, gemäß

dem heutigen Motto veranstaltet.

Nach der Siegerehrung mit essbare

Medaillon und dem aktiven Nachmittagsprogramm,

konnten wir uns

beim anschließenden Grillen wieder

stärken.

Beim gemeinsamen Essen im Garten

bei schönem Wetter, bot sich nun

die Gelegenheit, ins Gespräch zu

kommen und den Nachmittag bei

gemütlichem Zusammensein und

neuer Stärke ausklingen zu lassen.

• Iris Thiel

Der Jakobusbote 2. Ausgabe 2010

21


St. Johann Zussdorf

Kinaesthetic - „Kunst/

Wissenschaft der

Bewegungswahrnehmung“

Welche Wirkung hat Kinaesthetic?

Bewegung ist die Grundlage des Lebens. Die Sensibilisierung

der Bewegungswahrnehmung und die Entwicklung

von Bewegungskompetenz können bei Menschen jeden

Alters einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheits-, Entwicklungs-

und Lernförderung leisten.

Bei der Begleitung und Pflege von Menschen mit Behinderung

zeigt sich die Wirkung von Kinaesthetic stets in einem

doppelten Sinn:

Pflegende und gepflegte Menschen profitieren gleichermaßen

von einer größeren Bewegungskompetenz. Gestaltet

man Pflege als Interaktion auf der Grundlage von

Kinaesthetic, führt dies nicht nur zu Fortschritten bei den

pflegebedürftigen Menschen, sondern fördert auch die Gesundheit

der pflegenden Person.

Kinaesthetic - Bewegung

macht Freude

Wir bewegen uns selbstverständlich von einem

Ort zum anderen.

Bei meiner Arbeit als Heilerziehungspflegerin begleite

ich Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt

sind.

So unterstütze ich auch Oskar, einen jungen Mann, bei seinen

alltäglichen Aktivitäten.

Oskar benötigt kompetente Unterstützung, um sich vom

Liegen zum Sitzen zu bewegen.

Diese Bewegung ist für uns selbstverständlich, wenn wir

am Morgen aus dem Bett aufstehen.

Wissen Sie, wie Sie das tun?

Jeder Mensch hat eine individuelle Art sich zu bewegen.

Oskar hat einen Weg gefunden:

Er nimmt dabei seinen Körper bewusst wahr. Oskar

bewegt seinen Kopf, seine Arme und Beine, den

Brustkorb und das Becken.

Meine Aufgabe ist es, ihn zu unterstützen, seine Fähigkeiten

einzusetzen und zu erweitern.

Er ist stolz, wenn er seine Fähigkeiten einsetzen kann.

Oskar überrascht mich immer wieder, indem er neue

Bewegungsabläufe nach einiger Zeit ohne meine Unterstützung

tun kann.

Meinem Erstaunen entgegnet er mit

einem strahlenden Lachen.

• Anja Mühlbeyer

St. Johann Zussdorf

Americas Cup Yachten

auf dem Illmensee

Segelwoche der Schule St. Christoph

vom 28. Juni bis 02. Juli 2010

Premiere! Ende Juni wird die Schule St.

Christoph in Zusammenarbeit mit der

FIDS – Foundation for Integrated Disabled

Sailing, ihren Schülern die Möglichkeit zu

einer besonderen Erfahrung bieten: Das

selbständige Segeln mit einer speziell für

die Bedürfnisse von behinderten Menschen

entwickelten Segelyacht.

Die Boote werden zusammen mit umfangreichem

Zubehörmaterial von der FIDS zur

Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei

um sogenannte Mini 12er. Diese Segelboote

sind 3 Meter lang und 80 cm breit.

Sie verfügen wie ihre großen Vorbilder

über ein Großsegel und ein Focksegel.

Alle Funktionen werden aus dem zentralen

Cockpit gesteuert. Dadurch sind diese

Boote auch für Menschen mit einer körperlichen

Behinderung segelbar. Die Boote

sind in ihrer Konstruktion den Americas

Cup Yachten von 2007 nachempfunden.

Durch den 80 cm tief gehenden Kiel mit

100 kg Bleibalast sind die Boote unkenterbar.

Die Doppelwandung der Boote sorgt

für deren Unsinkbarkeit.

Die Schüler sitzen beim Segeln alleine

im Boot. Sie sind dabei in einem speziell

anpassbaren Schalensitz sicher untergebracht

– und werden von besonders

geschultem Personal intensiv betreut.

Eine ständige Motorbootbegleitung

gewährleistet höchste Sicherheit.

Ermöglicht wird diese besondere Woche

durch die Unterstützung und

der Kooperation vieler Beteiligter:

• Das gesamte Lehrerkollegium und das

Leitungsteam der Schule St. Christoph

dessen Kooperationsbereitschaft, die

Grundvoraussetzung für dieses personalintensive

Projekt ist.

• Die FIDS – Stiftung für behinderte

Menschen, welche uns das umfangreiche

Material, die logistische Unterstützung

und die Schulung der am Projekt unmittelbar

beteiligten Lehrerinnen und Lehrer

– unentgeltlich – zur Verfügung stellt.

• Die segelerfahrenen und speziell ausgebildeten

Gymnasiasten des Projektes

„Horizonte“, welche uns in dieser Woche

praktisch unterstützen werden.

• Die Gemeinde Illmensee, welche uns

das Segeln auf dem Illmensee durch Liegeplätze,

Sondergenehmigung und ihrer

Unterstützung ermöglicht.

Wir sind schon sehr gespannt: von Montag,

28. Juni bis Donnerstag, 01. Juli

2010 wird gesegelt!

Weitere Informationen: www.fids-foundation.org

• Axel Heisel

22


#

Die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Helmut J. Müller Geschäftsführer St. Jakobus

Sr. M. Felicitas Trück Heilpädagogin

Sr. M. Ehrentraud Fachlehrerin a.D.

Sr. M. Reinhilde Erzieherin a.D.

Jörg Stöhr

Bereichsleiter Offene Hilfen/Soziale Dienste

Jörn Klopfer Heilerziehungspfleger

Carolin Bucher Bereichsleiterin Wohnen, Haslach

Bettina Simma Fachlehrerin

Daniel Feil

Sonderschullehrer

Sigrid Kausch Heilpädagogin

Axel Heisel Fachlehrer

Monika Ray Chorleiterin „Jubilate –Chor“

Anja Mühlbeyer Heilerziehungspflegerin

Rosa Pfau

Arbeitserzieherin

Barbara Leierseder Auszubildende

Gabi Horn

Angehörige eines Bewohners

Angelika Wielath Fachlehrerin

Ulrike Warneck Fachlehrerin

Sr. M. Veronica Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Impressum

Inhaltliche Verantwortung

Sr. M. Veronica Haug,

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinnützige St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH

Geschäftsführer: Helmut Johannes Müller

Zuschriften und Kontakt an

St. Konrad Haslach,

Hoferweg 6, 88239 Wangen

Telefon 07528/928 0

Fax 07528/927 613

E-Mail kontakt@st-jakobus-behindertenhilfe.de

Homepage: www.st-jakobus-behindertenhilfe.de

Zuschriften und Kontakt an

St. Johann Zußdorf

Kirchbühl 1, 88271 Wilhelmsdorf

Telefon 07503/927-0

Fax 07503/927-109

E-Mail kontakt@st-jakobus-behindertenhilfe.de

Homepage: www.st-jakobus-behindertenhilfe.de

Registergericht Wangen:

Registernummer: HRB 52 88

Finanzamt Wangen:

Steuernummer: 77024/10161

Name und Sitz der Gesellschaft:

Gemeinnützige St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH

Schlossberg 3, 89 165 Dietenheim

Gestaltung und Herstellung:

Druckerei Kleb, 88239 Wangen-Haslach

Termine und Hinweise auf verschiedene Veranstaltungen:

23.07. Zeltfestival „blueSplash“: St. Johann

25.07. Sommerfest und Tag der offenen Tür: St. Johann

13.09. 1. Schultag nach den Sommerferien: St. Johann

26.09. 2. Schomburger Bürgerfest in Primisweiler mit integriertem Angehörigentag: St. Konrad

26.09. Jahresversammlung des Fördervereins „Freunde von St. Konrad“ mit Kaffee und Kuchen: St. Konrad

27.09. Fachtagung für Menschen mit Behinderung mit Sozialministerin Dr. Monika Stolz

„Wie Wollen Wir Leben“: St. Konrad

03.-06.10. 1. Berlinfahrt: Werkstufe, St. Christioph

08-09.10. pädagogische Tage: Kollegium St. Christoph

18.10. 2. Berlinfahrt: St. Konrad

02.11. Autorenlesung von Marie Sophie Lobkowitz: St. Johann

05.12. Adventsmarkt: St. Konrad

14.12. Jubiläumsweihnachtsfeier für die Mitarbeiter: St. Jakobus


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EUR

S P E N D E

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Gem.St.Jakobus Behindertenhilfe

GmbH

Konto-Nr.

Verwendungszweck

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bei Kreditinstitut

101017772 KsK Ravensburg

Bis Euro 100,– gilt der

„Beleg für den Auftraggeber“

als Spendenbescheinigung.

EUR

Kontoinhaber/Einzahler (genaue Anschrift

Konto-Nr. des Kontoinhabers

19

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Datum, Unterschrift

Datum

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