Jakobusbote - St. Jakobus Behindertenhilfe

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Jakobusbote - St. Jakobus Behindertenhilfe

Jakobusbote

St. Konrad Haslach · St. Johann Zußdorf

Wohnen

Bildung

Glauben

Arbeit

Beschäftigung

Freizeit

für Menschen

mit Behinderung

Themenübersicht

Editorial

Leitartikel:

Talente – Fähigkeiten –

Andersbegabung

Rock und Pop

Neun Monate „Zivi“ in der WfbM

Backen ist mein Hobby

Gebärdensprache in der Morgenrunde

Hoher Besuch: OB Lang

k-lumet

Mit im Boot

... auf den Hund gekommen ...

Schatzinsel

Rollstuhlführerschein

Angehörigen befragung

Crazy 9

Seniorentreffpunkt

Ausgabe 01/2009


Editorial

Lieber Leserinnen

und liebe Leser,

Neues von St. Jakobus!

Ich lade Sie ein, mit diesem Heft bei uns wieder durch

Türen und Fenster zu schauen. Was gibt es Neues zu

berichten? Vieles, was in den letzten Wochen bei uns zu

erleben war, wird hier erzählt und kommentiert.

Wir haben uns für diese Ausgabe ein Schwerpunktthema

gewählt, das viele andere Besonderheiten zu Tage fördern

soll:Die Menschen, die bei uns leben, lernen und arbeiten,

haben eine Vielzahl und eine überraschende Bandbreite

von Talenten, Fähigkeiten und Andersbegabungen.

Das wollen wir deshalb heute besonders ins Rampenlicht

stellen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Ihr

• Helmut Johannes Müller

Talente – Fähigkeiten – Andersbegabung

Beim Gedanken, Talente und Fähigkeiten bei unseren

Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen zu nennen,

könnte mancher ins Stocken und Grübeln geraten.

Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung

sind landläufig nicht gerade der Personenkreis,

der mit besonderen Talenten in Verbindung gebracht

wird. Diese Menschen sind im Allgemeinen sehr „lieb“

und „dankbar“. Das ist in der Regel das, was ich außerhalb

unserer Einrichtung zu diesem Thema in Erfahrung

bringen kann.

Gehe ich aber durch unser Haus, sehe ich plötzlich

farbenprächtige, wohl proportionierte und kompositionierte

Bilder und Skulpturen, ich höre Musik, die Schüler

und Lehrer gemeinsam ertönen lassen, ich sehe, wie

beim Theaterspiel Schüler in neue für sie unbekannte

Rollen schlüpfen und wie mobile Jungen und Mädchen

nach dem Ende von Unterrichtsstunden durch das Haus

laufen, um ihre „Schützlinge“, Mitschüler, die in ihren

Sitzschalen sitzen, abzuholen und in die Pause oder auf

die Wohngruppe zu bringen und das nicht nur einmal,

sondern regelmäßig.

In diesem Moment erkenne ich, dass dies Talente sind,

die jeder andere Schüler auch entwickeln kann. Was es

dazu braucht, ist ein gutes Klima, in dem Talente wachsen

und gedeihen können. Ein Klima der Freiheit, der

natürlichen Neugier, des Ausprobierens, auch des Zulassens

von Fehlern. Ein Klima, in dem alle Kinder und Jugendlichen

vorbehaltlos angenommen sind, wo Kinder

zur Ruhe kommen können, wo sie sich selbst entscheiden

können, wo sie frei sind von Leistungsdruck. Da

können Talente entstehen und, wo sie verborgen sind,

können diese zum Ausdruck kommen.

Und dann gehören da auch noch Lehrer dazu, die ihre

eigenen Stärken und Talente mit Begeisterung ins Unterrichtsgeschehen

einbringen. Da entstehen plötzlich

Termine – Kurznachrichten

Termine April 2009 – August 2009

21.04. internes Konradsfest

09.05. Frühschoppen auf dem Rathausplatz in Wangen unter Beteiligung der Einrichtungen

für Menschen mit Behinderung

06.06. Betreute aus St. Konrad gehen ein Stück des Jakobusweg (Erwachsenenfortbildung)

15.06. 2. Jakobuspilgerweg für MitarbeiterInnen und andere Interessierte der St. Jakobus Behindertenhilfe

28.06. Elternbeiratssitzung in St. Johann

15.07. Grillfest für MitarbeiterInnen in St. Konrad

22.07. Sommerfest der Tagesstruktur in St. Konrad

26.07. Sommerfest in St. Johann

2


ST. JOHANN ZUSSDORF

ganz neue Unterrichtsschwerpunkte.

Ein Lehrer, der musikalisch

begabt ist und dieses Talent in der

Schule pflegen darf, wird seine

Schüler ganz anders fördern als einer,

der in ein Fächersystem eingepresst

ist und dort unter Druck der

Leistungserbringung arbeiten muss.

In einem solchen System können

die oftmals zarten und verborgenen

Pflänzchen menschlicher Talente erkannt

und gefördert werden:

Stille und zurückgezogene Kinder

entwickeln in einem solchen Umfeld

mit einem Mal wunderbare

Fähigkeiten in der künstlerischen

Gestaltung eines Bildes

• ein stark lernbehinderter junger Mann entwickelt über

das Erlernen von neuen Rollen im Theaterunterricht

ein eigenes Selbstbewusstsein, das es ihm möglich

macht, auf andere Menschen zuzugehen

• Ein Schüler (nach langer Odyssee durch verschiedene

Schulen mit schlechter sozialer Prognose, schiebt nun

in unserer Schule liebevoll und verantwortungsbewusst

regelmäßig den Rollstuhl eines schwerst mehrfach

behinderten Mitschülers.

Ja, das soll unsere Schule sein, eine Schule in der Lebenspraxis

gelehrt und gelernt wird und eine Schule, in

der die Talente unserer Schüler gefördert und gepflegt

werden. Wir wollen eine Schule sein, die die Kinder und

Jugendlichen in der Phase des Lernens als ihren Lebensmittelpunkt

erfahren.

Fahren – Schwimmen – Brezel

„Busfahren“ mit Frau Lange. Jeden Mittwochmorgen

darf eine andere Gruppe

der Schule St. Christoph mit. Schneller

Aufbruch, fast eine Stunde dauert die

Fahrt von Zußdorf nach Haslach: Umziehen,

Duschen, Schwimmen und danach

das Ganze wieder zurück. Die Brezel

wird oft bei der Heimfahrt im Bus gegessen.

Lohnt sich dieser enorme Aufwand? Für

maximal eine Dreiviertelstunde im Wasser?

Ich war am Anfang sehr skeptisch.

Doch nachdem ich ein paar Mal dabei

war, sehe ich die Sache anders: Vor allem

Schülerinnen und Schüler, welche im

„normalen“ Unterricht nur sehr schwer

gefördert werden können, profitieren

enorm von diesem Vormittag: Sie zeigen weniger störendes

Verhalten, sind ruhiger, ausgeglichener, aufmerksamer und

zeigen deutliche Fortschritte im Umgang mit dem Medium

Wasser.

Kurz: hoch motivierte Schüler, die das – anstrengende

Unterrichtsprogramm nach Kräften unterstützen.

Herr Müller, unser Geschäftsführer,

hat bei

einer Sitzung betont, dass

ihm der Wassertherapiebereich

äußerst wichtig

ist: das macht Hoffnung.

• Axel Heisel

• Thomas Richter

ST. JOHANN ZUSSDORF

Freitag, 19. Dezember 2008 / Nr. 296

St. Jakobus Behindertenhilfe Wilhelmsdorf

Neues

Sonderschüler haben in Wilhelmsdorf

die Weihnachtsgeschichte aufgeführt.

Foto: privat

Schüler verknüpfen Geschichte mit Aktualität

WILHELMSDORF (sz) - Schüler der

Sonderschulen St. Christoph haben

in Wilhelmsdorf die Weihnachtsgeschichte

aufgeführt. Versucht

wurde, das Geschehen in Bethlehem

mit aktuellen Ereignissen zu

verknüpfen.

Die Schulen St. Christoph am Kinderheim

St. Johann haben für die umliegenden

Schulen und Kindergärten in

der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien

die Weihnachtsgeschichte

gespielt. An drei Tagen kamen

die geladenen Gäste aus Hasenweiler,

Heiligenberg, Wilhelmsdorf

und Ravensburg, um das Krippenspiel

zu sehen. Für viele Besucher ist die Aufführung

der geistig- und körperbehinderten

Schüler von St. Christoph seit

Jahren ein vorweihnachtlicher Glanzpunkt.

In diesem Jahr lag ein besonderer

Schwerpunkt auf der musikalischen

Begleitung und der Verbindung des

Geschehens in Bethlehem mit aktuellen

Ereignissen. Das Lob, die strahlenden,

glänzenden Augen bei großen

und kleinen Gästen waren den Akteuren

Dank genug. Lehrern und Schülern

Schwäbische Zeitung

der Marchtaler Plan-Schule ist wichtig,

die frohe Botschaft der Geburt des Jesuskindes

auf ihnen angemessene

Weise nachzuvollziehen und zu verkünden.

Neues

Das Kinderheim St. Johann mit

den Sonderschulen St. Christoph

gehört zur gemeinnützigen

St. Jakobus Behindertenhilfe

GmbH. Zu dieser Behindertenhilfe

GmbH gehört auch St. Konrad Haslach,

eine Einrichtung für erwachsene

Menschen mit Behinderung.

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

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ST. KONRAD HASLACH

„Alle Jahre wieder“

ziehen die Sternsingerinnen von St. Konrad durch die

Lande …“

Schwester Veronica (SV) im Gespräch mit den Sternsingerinnen

Carmen Woezel (CW), Elisabeth Hamm (EH), Veronika

Frei (VF), der Sternträgerin Sigrid Senn (SS) und dem

dunkelhäutigen Kameltreiber Claudia Nothdurft (CN)

Idee, dass wir diese so sehr betroffenen Menschen unterstützen

sollten.

Nach einigem Überlegen sind wir gemeinsam zu der

Lösung gekommen, für diese Menschen als Sternsinger

unterwegs zu sein. Und seitdem singen wir Jahr für Jahr,

damit wir die Menschen in Seraphico finanziell unterstützen

können.

SS: Ich bin dieses Mal zum ersten Mal dabei gewesen. Es

hat mir große Freude gemacht und ich möchte nächstes

Jahr auch wieder mitmachen.

SV: Frau Nothdurft, haben Sie einen Überblick, wie viel

Geld die Sternsingerinnen von St. Konrad schon ersungen

haben?

CN: Insgesamt ca. 6 500 Euro, das wir seit 1998 ins

Seraphico abgeben geben. Uns ist auf jeden Fall wichtig,

dass das gesamte Geld direkt dort ankommt. Der Direktor

schreibt immer noch einen Dankesbrief an unsere BewohnerInnen,

so dass alle sehen können, was mit diesem Geld

gemacht wird.

(Als Information für die LeserInnen des Jakobusboten:

Inzwischen sind alle Menschen wieder in die renovierten Gebäude

eingezogen, aber sie sind weiterhin auf unsere finanzielle Hilfe angewiesen.)

SV: Was verbindet Ihr mit dem Sternsingen?

VF: Weil es ein guter Zweck ist. Wir singen nicht nur

wegen des Geldes, sondern um den Segen in jedes Haus

zu bringen. Mit unserem Singen bitten wir aber um eine

Spende, die wir nach Assisi (Haus Seraphico) geben.

CW: Mir macht es Freude und ich hoffe, dass es mir noch

lange gesundheitlich möglich ist, mitzumachen. Unsere

erhaltenen Spenden geben wir ins Seraphico.

EH: Es macht mir Spaß beim Mitsingen, obwohl es den

ganzen Tag dauert.

SS: Ich möchte näher an der Krippe bei Jesus sein und

deshalb gehe ich gerne als Sternträgerin mit.

SV: Wie viele Jahre macht Ihr schon diesen Dienst als

Sternsingerinnen?

CN: 1998 machten einige Wohngruppen Urlaub in

Assisi. Kurz vorher war das große Erdbeben und wir

konnten überall noch die Schäden sehen. In Assisi gibt

es eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung und

diese hatten wir in dieser Zeit auch angeschaut. Wir

waren entsetzt, wie diese Menschen in einfachen Containern

leben mussten, da ein Großteil ihrer Gebäude

ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Leben

in den Containern war im Sommer heiß, im Winter eiskalt,

keine Bilder an den Wänden, kaum Möbel usw.

Frau Brose, eine Bewohnerin von St. Konrad, hatte die

SV: Wo singen denn die Sternsinger?

VF: im Franziskanerkloster in Wangen

CW: im Schwesternheim in Wangen und bei

Herrn Pfr. Malinka

EH: in St. Konrad und bei Herrn Pfr. Baur

SV: Was für eine besondere Geschichte könnt Ihr unseren

LeserInnen erzählen?

CW: Kardinal Walter Kasper ist schon öfters am Dreikönigstag

im Schwesternheim in Wangen gewesen. Er

macht dort bei seiner Schwester Urlaub und feiert deshalb

immer die Festmesse an diesem Tag. Und wir singen

beim Gottesdienst und bringen den Weihrauch. Es macht

immer wieder Freude, für andere und zur Ehre Gottes zu

singen.

SV: Eine abschließende Frage: Was wollen die Dreikönige

noch erzählen? Was ist Euch wichtig?

VF: Es war schade, dass auf einer Wohngruppe in St.

Konrad bereits die Krippe und der Christbaum abgebaut

waren, als wir zum Singen kommen wollten. Da waren

wir sehr enttäuscht.

CW: Ich möchte ganz besonders Claudia Nothdurft Danke

sagen, weil sie es so gut macht. Ich hoffe, dass sie uns

Sternsingerinnen noch lange begleitet.

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CN: Es sind in St. Konrad allein über 400 Türen, an die

wir jedes Jahr den Segen 20 – C+M+B – 09 schreiben.

Das ist eine enorme Leistung für die Sternsingerinnen

und deshalb möchte ich mich auch auf diesem Wege

bei den Sternsingerinnen ganz herzlich bedanken.

Abends gehen wir dann immer noch gemeinsam zum

Essen – als kleine Abrundung. Meinen Dank möchte

ich aber auch an die Küche von St. Konrad richten, die

uns jedes Jahr ein „königliches Mahl“ zum Mittagessen

bereitet.

SV: Den Sternsingerinnen möchte ich herzlichen Dank

sagen, dass sie uns von ihrem Singen am Dreikönigstag

erzählt haben. Es ist eine interessante, wichtige und notwendige

Aufgabe.

Ich wünsche den Sternsingerinnen weiterhin offene Türen

für die weihnachtliche Botschaft und viele spendenfreudige

Menschen, damit sie noch viele Jahre hilfsbedürftige

Menschen finanziell unterstützen können. Ihnen alles

Gute und Gottes Segen für das 2009!

• Sr. M. Veronica

Dankbrief des Direktors von „Seraphico“ in Assisi.

ST. JOHANN ZUSSDORF

Rock und Pop – open end an der

Musikakademie in Ochsen hausen

vom 23.-25. Januar 2009

Hört man bei uns im Haus jemanden ausdrucksstark trommeln,

dass man denken könnte: „Hoppla da hat einer

aber beim Trommelworkshop besonders gut aufgepasst.“,

so ist das weit gefehlt.

Klingt irgendwo eine Jazzimprovisation zu Klaviertönen

fühlt man sich doch eher in einen Jazzkeller versetzt als in

ein Schulgebäude …

Dieses fast unerschöpfliche Talent durfte seine Musikbegabung

ein Wochenende lang bei einem Workshop an

der Landesakademie in Ochsenhausen ausleben, vorleben

und genießen. Ein ganzes Wochenende wurde unter

Anleitung erfahrener Musiker in Form einer Jam Session

gemeinsam musiziert, improvisiert und getextet. Hits und

neue Kompositionen flossen dabei zusammen und wurden

als CD- Aufnahme für alle Teilnehmer zusammengestellt.

Insgesamt nahmen 32 musikbegeisterte junge

Menschen mit und ohne Behinderung teil und bildeten

eine bunte Mischung aus Musikern. Begleitet wurde das

Wochenende von fiB eV. Biberach, die hierbei die Betreuung

der Teilnehmer stellte. An das abschließende Konzert

am Sonntagmittag, welches für Eltern und Betreuer der

Teilnehmer stattfand, können sich sicherlich viele Besucher

nachhaltig erinnern. Zeigte dieser besagte junge

Musiker beim Auftritt außergewöhnliches Können beim

Spiel auf dem Schlagzeug, so konnte er auch mit seinem

Sologesang die Masse begeistern.

Severin – ein besonderes Talent.

• Romana Urban

Tja, und schaut man dann genauer hin, kann man sehen

und hören, dass wir unter unseren Schülern einen sehr

herausragenden Musiker haben. Ausgestattet mit einem

tollen Gehör und einem feinem Gespür für Rhythmus

fällt einem sofort Severin von der Gruppe St. Josef ein.

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

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ST. KONRAD HASLACH

Neun Monate sinnvolle Tätigkeit

als „Zivi“ in St. Konrad

Ich bin Thomas Riess, 20 Jahre alt

und wohne in Primisweiler, einem

Nachbarort von Haslach. Mein Zivildienst

begann am 04. August

2008 und endet im April 2009. Ich

besuchte die Realschule in Wangen

und das Technische Gymnasium in

Leutkirch. Nach meiner Zivildienstzeit

werde ich voraussichtlich im Bereich

der Umwelt- und Energietechnik ein

Studium beginnen.

Sicherlich fragen Sie sich, warum gerade

„Zivildienst in St. Konrad?“

Ich habe mich für St. Konrad Haslach

entschieden, weil die Arbeit in der

Werkstatt für behinderte Menschen

(WfbM) für mich interessant klang

(was sie auch ist!), ich geregelte Arbeitszeiten

habe und schließlich die

Einrichtung nur wenige Kilometer

von meinem Wohnort entfernt ist. Ich

hatte nicht vor, umzuziehen oder täglich

weite Strecken mit dem Auto zu

fahren. Aufmerksam wurde ich auf

die Zivildienststelle durch die Empfehlung

von Freunden und Bekannten.

Meine Hauptaufgabe in der Werkstatt

ist die Betreuung der Beschäftigten

während der Arbeitszeit, sowie

die Erledigung von verschiedenen

Aufgaben, die anfallen wie z.B. Anleitung

und Unterstützung bei schwierigen

Aufgaben, Kontrolltätigkeiten,

Lagerarbeiten.

Da einige unserer Beschäftigten in

Amtzell wohnen, fahre ich sie – abwechslungsweise

mit dem ZDL in der

Hausmeisterei – nach Hause. Bei den

Aktionen der Werkstatt (Weihnachtsmarkt,

Faschingsfeier oder ähnlichem)

helfe ich natürlich auch mit.

Eine wichtige Frage für mich persönlich

ist: „Was bringt mir der Zivildienst?“

In erster Linie sehe ich den Zivildienst

als eine Erweiterung der Sozialkompetenzen

durch den Umgang mit

behinderten Menschen. Ich bekomme

einen Einblick in das Leben, Wohnen

und Arbeiten in einer Einrichtung für

Menschen mit Behinderung. Der erste

Einblick und Kontakt in ein Berufsfeld,

mit dem ich bisher noch nicht

viel zu tun hatte, macht für mich den

Zivildienst interessant. Manche haben

sich deshalb beruflich nach der

Zivildienstzeit umorientiert und einer

sozialen Ausbildung zugewandt.

Der Zivildienst bietet mir auch eine

Erholungsphase vom vielen Lernen

und dem oftmaligen Leistungsdruck,

der in der Schule davor herrschte.

Diesen werde ich auch im Studium

wieder finden und somit ist diese

„Auszeit“ für mich wichtig und richtig.

Und nicht zuletzt verdiene ich

auch etwas Geld, das ich während

des Studiums gut gebrauchen kann.

Was ich unbedingt noch sagen

möchte ist, dass ich seit dem ersten

Tag positiv von der Arbeit in der

Werkstatt überrascht bin. Die meisten

Beschäftigten sind selbständiger und

benötigen viel weniger Unterstützung

als ich angenommen hatte. Die Arbeit

in der Werkstatt macht mir Spaß

und ist sehr abwechslungsreich. Das

weite Spektrum von verschiedenen

Arbeitsaufträgen wird sogar noch

erweitert durch die wöchentliche Begleitung

zum Sport oder Schwimmen.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass

ein gutes Arbeitsklima innerhalb

der Werkstatt herrscht und ich von

den Mitarbeitern sowie Bewohnern

freundlich aufgenommen wurde,

wodurch ich mich schon nach kurzer

Zeit integriert fühlen konnte.

• Thomas Riess

ST. KONRAD HASLACH

„Backen ist mein Hobby.

Es macht mir Freude“

so Cimilia Bayram, 58 Jahre und schon

fast ihr ganzes Leben lang in St. Konrad

wohnhaft. Sr. Veronica führte ein

kleines Gespräch mit Frau Bayram, da

sie eine Bäckerin aus Leidenschaft ist

und in diesem Bereich eine ganz besondere

Fähigkeit entwickelt hat.

SV: Frau Bayram, Sie backen gerne Kuchen?

Wer hat es Ihnen beigebracht?

CB: Eine Mitarbeiterin, Gundi Bopp,

die schon sehr lange in St. Konrad

arbeitet. Die hat es mir gelernt. Ich

brauche dazu viel Geduld, aber die

habe ich schon.

SV: Welchen Kuchen backen Sie denn

gerade?

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CB: Marmorkuchen.

SV: Ist dies auch Ihr Lieblingskuchen?

CB: Auch, aber am Liebsten mag ich

die Donauwelle. Dann mag ich sehr

gerne Apfelkuchen, Limokuchen,

Cappuccinokuchen und Nußkuchen.

Die kann ich alle allein backen.

SV: Essen Sie den Kuchen allein oder

werden Gäste dazu eingeladen?

CB: Ja, ich lade fast immer dazu

Gäste ein, meinen Freund und meine

Freundinnen.

SV:.Haben Sie noch einen besonderen

Wunsch, ein neues Kuchenrezept

auszuprobieren?

CB: Ja, Eierlikörtorte.

Na, dann wünsche ich guten Appetit.

• Sr. Veronica


ST. KONRAD HASLACH

„Was für ein Lied willst Du singen?“

So zündet seit vielen Jahren jede/r,

der möchte, täglich seine Kerze an.

Wir fragen:

Wer (will eine) Kerze

anzünden?“

und danach mit Hilfe von Gebärden :

„An wen willst Du denken?“

Förder- und Betreuungsbereich St. Konrad

Ein Einblick in die „Morgenrunde“ des

Förder- und Betreuungsbereichs.

Seit über 25 Jahren gibt es in St. Konrad Haslach einen

Förder- und Betreuungsbereich. Und seit ca. 20 Jahren

auch diese „Besinnungsstunde“, in der Fröhlichkeit und

Singen immer dazugehörte. Allen Betreuten und MitarbeiterInnen

ist sie seither sehr wichtig.

In den 80er Jahren fand die „Morgenrunde“ zum Wochenanfang

und -ende in den holzgetäfelten Räumen des

alten Hofergebäudes statt.

Heute gestalten wir unseren Besinnungskreis täglich und

meistens in der schönen Rosenkranzkapelle.

Und so hat sich im Laufe der Jahre, – morgens, immer zur

gleichen Zeit – eine Stunde mit vielen wichtigen Ritualen

entwickelt.

Für unsere oft kaum oder nicht sprechenden Betreuten

benutzen wir in unserer

„Guten Morgenrunde“

zusätzlich vereinfachte Gebärden,

um miteinander reden zu können.

Und aus dem Bedürfnis unserer

Betreuten, zu erzählen und mitzufühlen,

ist die „Morgenrunde“

noch weiter gewachsen:

Es wird täglich an viele Mütter,

Väter, Geschwister, Verstorbene,

Kranke, besondere Ereignisse,-

oder auch mal einfach an sich

selbst gedacht.

Unruhe, Ängste, Traurigkeit, weil

z.B. jemand krank ist, und viele

Mitteilungsbedürfnisse haben hier

ihren Platz.

Diese kleine, täglich selbst getroffene

Entscheidung ist allen sehr

wichtig – und stärkt sichtbar das

Selbstwertgefühl.

Viele haben ein Lieblingslied.

Dieses wird oft so laut gesungen,

dass es nur so „schallt“. Und wem

die Sprache fehlt, der wippt oder

klatscht, oder trommelt, rasselt – oder lächelt gar nur

– mit.

In unserer „Morgenrunde“ werden auch christliche Feste

des Jahreskreises mit ihren Bräuchen und Ritualen vorbereitet,

um sie besser erleben und verstehen zu können,

z.B. an Mariä Lichtmess mit einer kleinen Lichterprozession,

an Gründonnerstag mit Brot backen und teilen.

Und was wollen wir mit dieser „Morgenrunde“?

• … einmal am Tag anhalten und Zeit zur Besinnung haben.

Unsere Kapelle ist dafür ein besonders passender

Ort

• … die Entscheidung treffen, wer ist mir heute wichtig

(Anteilnahme an Menschen, die zu uns gehören und ein

„Sich-Eingebunden-Fühlen“ in eine Gruppe)

• … das Symbol „Kerze“ mit Licht und Wärme erleben

• … achtsam seine Kerze an einer anderen entzünden

und so Verantwortung tragen, dass die Flamme nicht

erlischt

• … täglich viele kleine Erfolgserlebnisse spüren, weil

jede/r ernst genommen wird

Jede/r, der uns besuchen möchte, ist zum Singen und

Mitfeiern herzlich eingeladen.

• Dorothee Lehmann-Mader

• Gerlinde Rutka-Gletter

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

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ST. KONRAD HASLACH

Hoher Besuch in St. Konrad Haslach

Geschäftsführer Helmut Müller hat

Oberbürgermeister Michael Lang aus

Wangen zu einem „Politikerfrühstück“

eingeladen. Vertreterinnen

von Heim- und Werkstattrat, der Mitarbeitervertretung

sowie der Leitung

waren ebenfalls eingeladen. Das

Gespräch sollte in erster Linie Anliegen,

Wünsche und Anregungen, die

von den Bewohnerinnen formuliert

wurden, an OB Lang weitergegeben

werden.

Bereits im Vorbereitungsgespräch

wurde klar, dass zahlreiche Themen

angesprochen werden mussten.

Keine der Fragen ließ Michael Lang

unbeantwortet. Einiges konnte er

direkt zur Zufriedenheit beantworten,

ein anderer Teil wird er an entsprechender

Stelle vorbringen und uns

entsprechende Rückmeldung geben.

Des Weiteren gab er uns hilfreiche

Hinweise, wo wir weitere Unterstützung

bekommen können.

Insgesamt gesehen war es ein informativer

und zufriedener Vormittag.

Wir danken Oberbürgermeister

Michael Lang, dass er sich die Zeit

genommen hat sich unseren Fragen

und Anliegen zu stellen.

Einige Anliegen bzw. Anfragen für

Sie zur Einsicht, denen sich Herr Lang

gerne stellte:

• Sr. M. Veronica

– Welche Möglichkeiten gibt es, dass

die öffentlichen Busverbindungen

von Haslach nach Wangen besser

ausgebaut werden?

– Können Sie uns bei der Arbeitsbeschaffung

für unsere Werkstatt

behilflich sein? Vielleicht haben Sie

persönliche Verbindungen zu den

Firmen in Wangen?

– In der Altstadt von Wangen ist fast

überall Kopfsteinpflaster. Da können

viele von uns schlecht gehen

und die Gefahr zum Sturz ist gegeben.

Was tut die Stadt dagegen?

ST. KONRAD HASLACH

Spendenbarometer „Sinnespfad“

Für unseren Sinnespfad sind wieder Spenden eingegangen.

Hier der aktuellste Spendenstand.

Allen Spendern und Wohltätern sagen wir auf diesem

Wege herzlichen Dank.

• Sr. M. Veronica

30.000

25.000

20.000

15.000

10.000

Spendenbarometer

für den Sinnespfad

in St. Konrad

neu dazugekommen:

Masithi ersungen 353,- EUR

Versch. Spenden 620,- EUR

5.000

0

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ST. KONRAD HASLACH

Die Wirtschaftskrise ist auch in St. Konrad angekommen … Wir brauchen Ihre Hilfe!

Nun hat die derzeitige Wirtschaftssituation auch unsere Werkstatt erreicht.

Die Aufträge für sinnvolle Arbeiten gehen merklich zurück.

Deshalb unsere Bitte / Frage an Sie, werte Leserinnen und Leser des Jakobusboten:

• Haben Sie Aufträge für unsere Arbeit in der Werkstatt (Verpacken, Montieren, Sortieren usw.)?

• Kennen Sie eine Firma, die Aufträge an uns weitergeben kann?

• Haben Sie Bekannte oder Freunde, die Aufträge an uns vermitteln können?

Über Ihre Mithilfe freuen wir uns sehr!

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Alfons Leierseder

Tel. 07528/928-627

alfons-leierseder@st-jakobus-behindertenhilfe.de

oder

Werkstatt für Menschen mit Behinderung St. Konrad Haslach

Tel. 07528/928-222

werkstatt@st-konrad-haslach.de

Und nochmals die Bitte: Unterstützen Sie uns direkt durch den Kauf oder das Verschenken unserer k-lumet .

„Vergelt’s Gott“ für Ihr Mitdenken und Mithelfen!

„Wir haben wieder k-lumet auf Vorrat!“

Andere Werkstätten in unserem Gebiet

sind mittlerweile zu unseren Kooperationspartnern

geworden und sorgen sich

mit uns darum, dass sich in den Häusern

wohlige Wärme verbreiten kann.

unsere Werkstatt produziert

sie am laufenden Band

Auch wenn der Frühling schon seine

ersten Vorboten schickt, brauchen wir

weiterhin noch unsere Wärmespender

– die Kachelöfen in den Häusern

sind auf dem Vormarsch.

Nachdem der Lagerbestand unserer

k-lumet vor Weihnachten fast auf

Null war, haben wir jetzt wieder

fleißig gearbeitet und produziert, so

dass der Winter von uns aus ruhig

noch etwas länger dauern kann …

Also geht weiterhin diese

Bitte an Sie:

• Zünden Sie Ihren Kachelofen am

besten mit unseren k-lumet an!

• Schenken Sie unsere k-lumet an

Freunde, Bekannte und Verwandte

weiter!

• Machen Sie Werbung für unsere

k-lumet!

Sie helfen uns dabei, dass wir Arbeit

für unsere Beschäftigten haben und

sie schenken sich und anderen Wärme

in der Wohnung …

Und nicht vergessen: Der nächste

Sommer kommt bestimmt!

• Verwenden Sie unsere k-lumet

auch für ein tolles Grillfeuer

• Verschenken Sie unsere k-lumet,

wenn Sie z.B. bei einem Grillfest

eingeladen sind.

Weitere Infos und Bestellungen bei

Alfons Leierseder

07528/928-627

alfons-leierseder@st-jakobus-behindertenhilfe.de

oder

07528/928-222

werkstatt@st-konrad-haslach.de

• Alfons Leierseder

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

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ST. KONRAD HASLACH

Praktikantengewinnung:

St. Konrad geht neue Wege

In Zeiten des PC’s und der Rezession wird es immer schwieriger,

junge Menschen für die Mitarbeit in Pflege und

Betreuung zu gewinnen. Auch die Einrichtungen der St.

Jakobus Behindertenhilfe können davon ein Lied singen.

ST. JOHANN ZUSSDORF

Fußball in der Abteilung Sport für

Menschen mit geistiger Behinderung im

TSG Wilhelmsdorf

Ein kleines Team hat sich deshalb in St. Konrad getroffen,

um Ideen und Möglichkeiten zu sammeln, wie junge

Menschen für ein freiwilliges soziales Jahr, den

Zivildienst oder ein Vorpraktikum motiviert

und gewonnen werden können.

Eine der zahlreichen Ideen war, die Pfarrgemeinden in

der näheren Umgebung anzuschreiben mit dem Ziel, die

Ministranten auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass sie

in der St. Jakobus Behindertenhilfe soziale Kompetenzen

erwerben können.

St. Konrad hat deshalb einen Wettbewerb ausgeschrieben,

bei dem es selbstverständlich auch etwas zu gewinnen

gab. Zwei Hauptpreise (Eintrittskarten für SEALIFE in

Konstanz) wurden deshalb ausgelost. Claudia Weisbach,

Beschäftigte in unserer Tagesstruktur, durfte Fortuna spielen

und hat Anna-Maria Mayer, 11 Jahre aus Amtzell und

Corinna Spieß, 16 Jahre ebenfalls aus Amtzell, zu glücklichen

Gewinnern gemacht. Die beiden Mädchen durften

die Gutscheine von Claudia Weisbach entgegennehmen.

Die Freude ist Anna-Maria anzusehen.

Wir gratulieren herzlich zum Gewinn und

wünschen viel Freude im SEALIFE.

• Sr. M. Veronica

Seit über 10 Jahren trainieren Jugendliche und junge

Erwachsene in dieser Abteilung unter dem Dachverband

der Special Olympics Fußball.

Gemeinsam mit Spielern aus anderen Einrichtungen absolvieren

hier zur Zeit acht Schüler der Schule St. Christoph

ein wöchentliches Fußballtraining von 2 Stunden.

Entsprechend der Witterung findet das Training, mit entsprechenden

Qualifikationsrunden, entweder in der Halle

oder auf dem „Feld“ statt. Hierbei sind die Mannschaften

(6 + 1) entsprechend ihren Fähigkeiten zusammengesetzt

und in Kategorien A – D eingeteilt.

Seit zwei Jahren beteiligen sich die Mannschaften aus

Wilhelmsdorf auch an Turnieren auf Landesebene.

Im letzten Jahr gewann die Mannschaft der Kategorie C,

in der drei Schüler von St. Christoph spielen, den 1. Platz

der Qualifikation und nahmen an den Spielen um die

Landesmeisterschaft Baden-Württemberg teil.

Die Spieler sind: Severin, Fabian, André S., Daniel, Florian,

Armin, Steven, André G.

Foto: Am 18.02. fand das erste 7 Meter- Turnier der

Abteilung statt. Hierbei entstand auch das Foto. Die

Mannschaft in der Steven, Daniel und Armin mitspielten,

erlangte den 2. Platz.

• Axel Heisel

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ST. KONRAD HASLACH

Mit im Boot ……

Seit April bzw. Juni letzten Jahres gibt es sie endlich wieder:

Unsere Dorfläden in Haslach und Primisweiler.

Nun haben Menschen mit und ohne Behinderung die

Möglichkeit, einzukaufen, ohne dafür in den Bus oder ins

Auto zu steigen!

Es bleibt auch wieder Zeit, soziale Kontakte zu pflegen, also

im Laden ein „Schwätzle“ zu halten oder eine Tasse Kaffee

zu trinken. Wenn dann dabei mal die Butter oder Milch vergessen

wurde – macht nix – die Läden sind ja geöffnet!

Bereits lange vor der Eröffnung unserer Läden stand fest,

dass wir an beiden Standorten auch jeweils einen ausgelagerten

Arbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderung

einrichten werden. Die St. Jakobus Behindertenhilfe und

die WfbM der St. Gallus-Hilfe holten wir uns damit ins

Boot! In enger Zusammenarbeit mit den beiden Werkstätten

konnten wir den ausgelagerten Arbeitsplatz in Haslach

im Juli besetzen, hier begeisterte sich Frau Michaela

Glock für diese neue Herausforderung. im November startete

dann Herr Karl-Heinz Tschürtz in Primisweiler.

Jeweils zwei Vormittage in der Woche unterstützen nun

Frau Glock und Herr Tschürtz unsere Verkäuferinnen bei

der täglichen Arbeit. Regale müssen aufgefüllt und gesäubert

werden, neue Ware eingeräumt werden, das Gemüse

will geputzt und präsentiert werden, Verpackungsmaterialien

müssen entsorgt werden, und und und …

Mittlerweile sind beide fest in unseren Läden integriert,

sie fühlen sich wohl und haben Freude an der Arbeit. Es

versteht sich von selber, dass beide auch an Feiern und

Festen, wie z.B. Weihnachtsfeiern, teilnehmen.

Betreut werden Frau Glock und Herr Tschütz von den Sozialdiensten

der St. Jakobus Behindertenhilfe und der St.

Gallus-Hilfe. Eine tolle Sache für alle Beteiligten!

(nähere Infos: www.schomburgerladen.de)

Hoffen wir, dass unser Boot stabil gebaut ist und

niemals untergeht. In diesem Sinne: Schiff Ahoi!

• Karin Schlichtling-Lau

ST. JOHANN ZUSSDORF

Ministranten im Kinderheim St. Johann

Heute möchten sich Ihnen einmal

die Ministranten des Kinderheims

St. Johann vorstellen.

Jeden Freitag beim Schülergottesdienst

um 8.30 Uhr haben zwei von

ihnen „Dienst“ und stehen Herrn

Pfarrer Weber gut zur Seite.

Einmal im Monat treffen sie sich zur Ministrantenstunde.

In dieser wird ein Thema

zum Jahreskreis besprochen, Lieder

gesungen, auch mal ein Spiel gemacht

oder einfach miteinander geredet.

Dieses Jahr haben wir besonderes

Glück bei der „Mini-Stunde“, denn

die FSJ Stefanie Kistler kennt sich in

diesem Bereich bestens aus und hat

allerlei Ideen, diese anschaulich und

interessant zu gestalten.

Die Ministranten von links nach

rechts: Florian Blaschke, Jan-Louis

Rudolph, Sabrina Rodofile, Steven

Hirschmann, André Göhrung,

Vannessa Strongone, Armin Blaschke

und Steven Weishaupt.

• Sr. M. Felicitas

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

11


ST. KONRAD HASLACH

Auf den Hund gekommen …

Seit Herbst 2008 sind Therapie- und Begleithunde vom Ausbildungszentrum Therapiehunde

Teams e.V. (ATT) aus Bodnegg regelmäßig in St. Konrad tätig. Jede Wohngruppe kann die Therapiehunde

– Teams auf Anfrage in Anspruch nehmen. Die Besuche der Hunde mit den ausgebildeten

Therapiehunde – Teams werden vom Förderverein St. Konrad finanziell unterstützt.

„Hallo, ich bin Nora! Bin ich nicht eine gut aussehende

Hundedame? Ich bin auch etwas ganz besonderes, nämlich

eine ausgebildete Begleithündin. Darum habe ich

auch meine blaue ‚Dienstkleidung’ an, damit jeder sehen

kann, wenn ich im Einsatz bin.

Damit ich verstehe, was ich machen soll, müssen die Frauen

mir ganz genau und deutlich die Befehle geben. Das

ist wichtig, damit ich nicht durcheinander komme. Meine

Ausbilderin sagt, das sei gut für die Kommunikationsförderung

von Menschen mit einer Behinderung. Also die

Zusammen mit meinem Frauchen komme ich einmal im

Monat freitags in die Außenwohngruppe St. Anna. Da

leben sechs Frauen, mit denen ich mich ganz gut angefreundet

habe. Ich besuche sie regelmäßig mit meiner

Hundefreundin Ronja, die leider nicht da war, als wir die

Fotos gemacht haben.

Mit den Frauen der Gruppe St. Anna verbringen wir dann

1x im Monat einen Nachmittag. Wir machen Spiele oder

Spaziergänge. Die Frauen geben mir schwere Aufgaben

– und ich löse sie. Also zum Beispiel kann ich verstecktes

Spielzeug wiederfinden oder natürlich auf Kommando

‚Sitz – machen’. Wenn ich meine Aufgabe gut gemacht

habe, springt auch immer eine Belohnung für mich raus.

Frauen von St. Anna können das schon richtig gut. Mit

denen verstehe ich mich prächtig.

Ich kann allen Lesern auf jeden Fall versichern, dass es

ganz schön viel Spaß macht mit den Frauen was zu unternehmen.

Aber wenn wir dann fertig sind, bin ich ganz

schön erledigt. Wenn man immer auf Zack sein muss, da

kommt man ganz schön ins Schwitzen und ohne Pause

hält das kein Hund aus…!“

• Nora

Ausbildungszentrum Therapiehunde –

Teams e.V. Bodnegg

Was ist tiergestützte Therapie?

Unter „tiergestützter Therapie“ versteht man alle Maßnahmen,

bei denen durch den gezielten Einsatz eines

Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten

von Menschen erreicht werden.

In der Heilpädagogik (…) sind die positiven Einflüsse von

Haustieren in vielen Studien belegt.

Der Einsatz von Haustieren verbessert die Heilungschancen

für körperliche und seelische Erkrankungen und steigert

die Lebensqualität im Allgemeinen.

Aus der Informationsbroschüre „Helfer auf vier Pfoten“ des ATT e.V.

• Carolin Bucher

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ST. JOHANN ZUSSDORF

Die Schatzinsel öffnet ihre Tore

Am Samstag, den 14.2.09 war es

endlich soweit: unsere neu konzipierte

Kurzzeitgruppe „Schatzinsel“ im Kinderheim

St. Johann wurde in einem

kleinen Festakt offiziell eingeweiht und

wartet nun auf die ersten „Schätze“,

sprich Kinder, Jugendliche und falls gewünscht,

auch auf deren Eltern.

Nach einer Begrüßung durch den Geschäftsführer

Herrn Müller sowie dem

Stiftungsvorstand Herrn Dippold segnete

Pfarrer Weber, im Rahmen eines

Wortgottesdienstes, die Räumlichkeiten.

Im Anschluss konnten interessierte

Eltern, Angehörige und Partner

unserer Einrichtung die „Schatzinsel“

besichtigen und das Mitarbeiterteam

kennen lernen. Auch gab es ausreichend

Gelegenheit für Gespräche und

Informationen über die Möglichkeiten

dieses neuen Angebotes.

Hintergrund und Motivation der Erweiterung

unseres Kurzeitangebotes

ist die Tatsache, dass der Bedarf an

familienunterstützenden und vor

allem flexiblen Angeboten in den

letzten Jahren enorm gestiegen ist.

Dies zeigte sich nicht zuletzt im Kinderheim

St. Johann in einer stetig

wachsenden Zahl an Anfragen nach

Kurzzeitaufenthalten. Wir sind an die

Grenzen unserer

Aufnahmekapazität

gelangt und

waren somit aufgefordert,

nach

Wegen zu suchen

und neben dem

bisherigen Angebot

für Kinder

und Jugendliche,

Ferienaufenthalte

auf bestehenden

Wohngruppen zu

verbringen, Neues

zu wagen. Wir

erweitern somit

unsere Aufnahmemöglichkeiten,

sind aber auch in der konzeptionellen

Ausgestaltung der „Schatzinsel“

sehr schnell zu dem Entschluss

gekommen, Eltern und Angehörigen

ebenfalls die Möglichkeit zu bieten,

mit ihrem Kind in unserer Einrichtung

den Aufenthalt zu verbringen und

schufen mit einem Eltern-Kind-Zimmer

entsprechende Voraussetzungen.

Wir hoffen, nun mit unserer „Schatzinsel“

möglichst vielen Kindern und Jugendlichen

die Möglichkeit einen ihren

Bedürfnissen entsprechenden Ferienoder

Wochenendaufenthalt zu bieten

„Das Schatzinselteam Volker Umbreit, Tanja Oechsle, Daniela Strobel

strahlt Sie an“

und Eltern die Gelegenheiten zum

Durchatmen und Erholen zu geben.

An dieser Stelle herzlichen Dank

allen, die zum Gelingen dieses

Projektes beigetragen haben. Ein

besonderer Dank gilt Frau und Herr

Günther, die ein höhenverstellbares

Gitterbett spendeten, sowie Frau Ulrike

Reiff für das „Piratenboot“, das

nun den Eingang zur „Schatzinsel“

ziert.

• Jörg Stöhr

ST. JOHANN ZUSSDORF

Rollstuhl – Führerschein in der Schule St. Christoph

Schüler helfen Schülern – dieses Prinzip

genießt in der Schule St. Christoph

einen hohen Stellenwert. Gut

sichtbar wird das vor Schulbeginn

und nach Schulende, wenn mobile

Schüler ihre schwerer behinderten

Klassenkameraden im Rollstuhl auf

der Wohngruppe abholen bzw. dorthin

zurückbringen.

Wer schon einmal einen Rollstuhl geschoben

hat, der weiß, dass das gar

nicht so einfach ist. Um den Kindern

und Jugendlichen die dafür nötigen

Techniken und Fachkenntnisse zu vermitteln,

findet in regelmäßigen Abständen

eine intensive Schulung statt,

die mit einer großen Prüfung und

der Ausgabe eines Rollstuhl – Führerscheins

ihren krönenden Abschluss

findet.

In der nächsten Zeit wird dieser Kurs

unter der Leitung der Bewegungsförderungsgruppe

der Schule St. Christoph

nun wieder angeboten. Sowohl

Schüler als auch Lehrkräfte freuen

sich auf intensive Ausbildungsstunden,

auf die große Anspannung vor

der Prüfung und auf die abschließende

Feier für alle neuen Führerschein

– Inhaber.

Stefan Schirmer

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

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ST. JOHANN ZUSSDORF

„Die Vielfalt leben“

Schulkindergarten und Kindergarten unter einem Dach

Der Schulkindergarten der Sonderschule

St. Christoph ist umgezogen!

„Ich darf sein, der ich bin und werden,

der ich sein kann.“

Seit 12.01.2009 haben wir im Kath.

Kindergarten „Zum guten Hirten“

in Heiligenberg einen Gruppenraum

bezogen.

Der Regelkindergarten besteht aus

zwei Kindergartengruppen mit insgesamt

43 Kindern.

Beide Einrichtungen sind selbständig

und dem jeweiligen Träger zugeordnet.

Ziel unserer Zusammenarbeit ist eine

intensive Kooperation zwischen den

Kindern des Regelkindergartens und

den behinderten Kindern unserer Einrichtung.

Wir schaffen Möglichkeiten zum

gemeinsamen Spielen und Lernen.

Dies setzen wir in folgenden Bereichen

um:

Wir greifen das, was die Kinder uns

zeigen auf und richten danach unsere

kooperativen Beschäftigungen aus.

Unsere Kooperation sehen wir als

Prozess, der Möglichkeiten zur Entwicklung

und Entfaltung bietet.

Dabei steht die Freiwilligkeit zum gemeinsamen

Tun im Vordergrund.

Gemeinsam gestalten wir einen Regenbogen,

der den Namen unserer

Gruppe bezeichnet.

Auf eine gemeinsame, gegenseitig

bereichernde Zeit freuen sich die

Kinder und Mitarbeiter beider Einrichtungen.

• Ulrike Kerle

• Sigrid Kausch

• Gemeinsame Morgenkreise und

Freispiel

• Sing – und Bewegungslieder

• Bewegungserziehung

• Gestalten

• Spielen auf dem Spielplatz

• Naturtag

• gemeinsame Feste und Feiern

Wichtig ist uns dabei, das einzelne

Kind mit seinen Fähigkeiten

und Bedürfnissen in den

Mittelpunkt zu stellen; getreu

unserem Leitsatz:

ST. KONRAD HASLACH

Führungen durch

St. Konrad Haslach …

… sind für viele Besucher in unserer

Einrichtung ein gerne angenommenes

Angebot.

Nun haben sich 5 BewohnerInnen

aus unserem Haus entschlossen,

diese Aufgabe mit zu übernehmen.

Elisabeth Hamm, Veronika

Frei, Carmen Woezel, Sieglinde

Mimm und Herbert Karallus

haben sich in mehreren Treffen

darauf vorbereitet, unseren Gästen

Wissenswertes über die Einrichtung

und vor allem über unser

Leben in St. Konrad zu erzählen.

Zusammen mit einem/r MitarbeiterIn

aus dem Haus werden sie in

Zukunft mit unseren Besuchern

unterwegs sein.

Damit werden unsere Führungen

noch interessanter, alltagsnäher und

farbiger. Fragen Sie nach!

• Alfons Leierseder

14


ST. KONRAD HASLACH

„Musik ist Balsam für die

Seele und Erholung für den

Geist“

Achim Schmidtmann

Begeistert treffen sich jeden zweiten

Dienstagabend nach der Arbeit neun

Frauen und zwei Männer zur Probe,

um gemeinsam zu musizieren. Instrumente

wie Xylophon, Klangbausteine

mit Baß- und Kontrabaßtönen sowie

verschiedene Rhythmusinstrumente

(z.B. Trommeln, Triangel, Shaker ...)

werden von den MusikerInnen z.T.

schon seit ihrer Schulzeit gespielt.

Einige spielen sogar mehrere Instrumente:

Eine ganz besondere

Fähigkeit, die sie für sich verbuchen

dürfen.

Manchmal ist es gar nicht so einfach,

die richtigen Töne zu finden, im Takt

zu bleiben, Rücksicht auf den Mitspieler

zu nehmen, zu warten bis der

Einsatz kommt oder den gemeinsamen

Schluss zu finden. Es macht ihnen immer

wieder Freude, neue Stücke einzuüben.

Vor den gemeinsamen Auftritten

mit der Tanzgruppe oder dem

Chor von MASITHI sind die Proben

gehäufter und das Lampenfieber steigt

mit dem näher rückenden Auftritt.

Der Applaus am Ende einer gelungenen

Aufführung bedeutet für die

MusikerInnen eine besondere Anerkennung

und Ansporn zugleich. Das

Selbstbewusstsein und das soziale

Miteinander werden gestärkt und

gefördert: die Mühen haben sich

gelohnt!

Wir sind der Meinung, dass die Musik

den Menschen ein unbekanntes

Reich aufschließt.

• Gabi Stark

• Jonathan Schnetter

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

„Lasset uns gemeinsam

singen, loben, danken dem

Herrn“

… so heißt es in einem Lied, das wir

gerne singen und dieser Liedtext sagt

auch schon alles. Der Name „MASI-

THI“ kommt aus dem afrikanischen

und bedeutet so viel wie „das große

AMEN oder großer Gott“. Wir

treten vorwiegend bei Gottesdiensten

auf, aber auch andere Veranstaltungen

konnten wir mit unseren Darbietungen

schon verzaubern.

Wir singen aus Freude und zum

Lobpreis Gottes (erkennbar an den

strahlenden Gesichtern der Akteure).

Unser Chor besteht aus behinderten

und nicht behinderten Menschen und

unser Repertoire umfasst auch Lieder

in anderen Sprachen. Die Leistung der

Sängerinnen und Sänger ist nicht hoch

genug zu erwähnen, denn ein Großteil

des Chores singt auswendig, da sie

weder lesen noch schreiben können.

Wird z.B. englisch gesungen, gibt Sr.

Veronica, die Leiterin von Masithi, den

Text in Lautschrift vor und übt ihn unzählige

Male in Proben ein. Das sieht

dann manchmal schon ganz lustig aus

(würde ein Außenstehender diesen

Text zu Gesicht bekommen!). Hier ein

Beispiel: „Tschieses Greist, ju ar mei

leif“… konnten Sie es lesen? (Originaltext:

Jesus Christ, you are my life).

So fiebert der Chor, zudem auch eine

Tanzgruppe (Leitung Marianne Weiß)

und ein Instrumentalensemble

(Leitung Gabi Stark) gehört, schon wieder

dem nächsten Auftritt zu.

Die Freude am gemeinsamen Singen,

das gute Gefühl, etwas zusammen

auf die Beine zu stellen, der Applaus

hinterher und das Lob der Zuhörer

beflügeln uns, unsere zahlreichen

Proben auf uns zu nehmen.

„Mensch, lerne tanzen,

sonst wissen die Engel

nichts mit Dir anzufangen….“

Und letztendlich arbeiten wir an der

Integration: wir singen nämlich nicht

nur in St. Konrad oder in der Gemeinde

Haslach, sondern wir nehmen sehr

gerne auch Termine außerhalb von St.

Konrad an. Im vergangenen Jahr haben

wir bei verschiedenen Veranstaltungen

in Wangen teilgenommen, so

z.B. an der Kulturnacht, sangen mit

200 Sängern beim Chornachmittag

der Kirchenchöre oder traten beim

Weihnachtsmarkt auf.

Alles in Allem heißt es für uns:

DABEISEIN MACHT SPASS.

Neue SängerInnen sind jederzeit

herzlich willkommen.

• Rosa Pfau

Angelius Silesius

Unter diesem Motto treffen sich

tanzbegeisterte Frauen, um nach

verschiedenen Musikstilen zu tanzen

oder sich rhythmisch zu bewegen.

Eigene Tänze werden von uns kreiert.

Es macht Freude, uns nach der

Musik zu bewegen. Wir bevorzugen

keine bestimmte Musikrichtung und

sind auch nicht auf kirchliche Lieder

festgelegt, sondern richten unsere

musikalischen Darbietungen auf die

jeweilige Veranstaltung aus. Aber am

liebsten zeigen wir unsere Tänze in

Gottesdiensten.

• Marianne Weiß

15


Angehörigenseite

Gute Noten für das

Kinderheim St. Johann und

für die Sonderschule

St. Christoph

(Angehörigen befragung 2009)

Mit Spannung wurden im Kinderheim

St. Johann und in der Sonderschule St.

Christoph die Ergebnisse der Angehörigenbefragung

erwartet. Erfreut waren

wir dann über den Rücklauf – über

die Hälfte der Fragebögen sind ausgefüllt

zurück gekommen. 79 Fragebögen

wurden ausgegeben, und davon

sind 40 wieder zurück gekommen,

was einer Beteiligung von 50,6 % entspricht.

Das ist für Umfragen ein sehr

gutes Ergebnis.

Mit der Auswertung hatten wir bei Redaktionsschluss

gerade erst angefangen.

Aber es ist zu merken, dass Sie,

liebe Eltern, sich sehr viele Gedanken

gemacht haben. Sie haben nicht nur

angekreuzt, sondern Sie haben auch

die Möglichkeit genutzt, etwas dazu

zu schreiben und uns dadurch ihre

ganz persönliche Rückmeldung zu geben.

So haben wir sehr viele wertvolle

Hinweise erhalten – überwiegend positive,

aber durchaus auch kritische.

Die Eltern und Angehörigen sind

überwiegend sehr zufrieden bzw.

zufrieden mit der Betreuung und

Förderung ihrer Kinder in Heim und

Schule. Mit der Betreuung in den

Wohngruppen in den Bereichen Pflege/Hygiene,

Erziehung/Förderung,

Freizeitgestaltung und ärztliche/medizinische

Versorgung zeigten sich

die Eltern mit 88 % bis 91 % als sehr

zufrieden bzw. zufrieden. Auch das

Erscheinungsbild der Einrichtung

(Sauberkeit, Gepflegtheit, Gestaltung

der Innenräume und der Außenanlagen),

sowie die Atmosphäre in der

Einrichtung (Freundlichkeit, Offenheit)

wurde von den Eltern mit 92 %

als sehr gut bzw. gut ausgesprochen

positiv bewertet. Auch mit den schulischen

Angeboten (Theater, musische

Angebote, Waldtag, Sportangebote,

Projekte, Schullandheim) sind die

Eltern sehr zufrieden bzw. zufrieden

(85 %). 90,9 % der Eltern würden

sich wieder für das Kinderheim St.

Johann und die Sonderschule St.

Christoph entscheiden, 9,1 % der

Eltern haben zu dieser Frage keine

Angabe gemacht.

Kritische Stimmen gehören bei einer

Angehörigenbefragung selbstverständlich

auch dazu. Sie sind besonders

hilfreich, weil sie zeigen, wo wir

noch besser werden können. Eltern

möchten regelmäßig und gut über

den Schulalltag und die Förderung

ihrer Kinder informiert werden. Sie

wünschen sich, dass Lehrer und

Krankengymnasten noch mehr auf

sie zugehen. Interessant war für uns

der eindeutige Zusammenhang zwischen

Information und Zufriedenheit.

Wenn Eltern angeben, dass sie guten

Kontakt zu Wohngruppe, Schule und

Physiotherapie haben, fühlen sie sich

besser informiert und auch die Wertung

fällt noch positiver aus.

Die Ausstattung der Schule und des

Heimes wurde von den Eltern zwar

mit 75 % bis 80 % als sehr gut bzw.

gut bewertet. Es gab aber auch viele

Anmerkungen dazu, was die Eltern

noch vermissen.

Wir möchten Ihnen, liebe Eltern, ganz

herzlich danken, dass Sie sich mit so

großem Engagement an der Angehörigenbefragung

beteiligt haben. Es

ist deutlich geworden, wie wichtig es

Ihnen ist, dass Sie gehört werden und

dass wir Sie mit Ihren Erwartungen

und Anliegen ernst nehmen. Das wollen

wir auch tun – dafür müssen wir

Sie aber noch um etwas Zeit bitten.

Der erste Schritt ist getan, nun muss

der zweite Schritt erfolgen: wir werden

uns überlegen, welche Konsequenzen

wir aus den Ergebnissen der

Angehörigenbefragung ziehen können

und wie wir sie in Schule, Heim

und in der gesamten Einrichtung umsetzen.

Näheres dazu erfahren Sie im

nächsten Jakobus-Boten.

• Heidi Merkle

Kindergeld – Ein umstrittenes Thema

In der Vergangenheit wandten sich vermehrt Eltern an

uns, die um Hilfestellung in Bezug auf Forderungen der

Kostenträger nach Auszahlung des Kindergeldes baten.

Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht in der Lage

sind, eine Rechtsberatung anzubieten, können aber auf

die Landesarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen

verweisen, die zu diesem Thema eine Informationsschrift

erstellt hat. Diese Handreichung informiert

Sie umfassend über die bestehende Problematik, zeigt

Beispiele und gibt Ihnen konkrete Hilfestellungen. Sie erreichen

die Arbeitsgemeinschaft unter

www.lag-avmb-bw.de

oder unter

LAG AVMB BW

Brunnenwiesenstr. 27, 70619 Stuttgart

Tel.: 0711 473778, Fax.: 0711 4790375

• Jörg Stöhr

Impressum

Inhaltliche Verantwortung

Sr. M. Veronica Haug, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinnützige St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH

Geschäftsführer:

Helmut Johannes Müller

Zuschriften und Kontakt an St. Konrad Haslach

Hoferweg 6, 88239 Wangen

Telefon 07528/928 0

Fax 07528/927 613

E-Mail

kontakt@st-jakobus-behindertenhilfe.de

Homepage

www.st-jakobus-behindertenhilfe.de

www.st-konrad-haslach.de

Zuschriften und Kontakt an St. Johann Zußdorf

Kirchbühl 1, 88271 Wilhelmsdorf

Telefon 07503/927-0

Fax 07503/927-109

E-Mail

kontakt@st-jakobus-behindertenhilfe.de

Homepage

www.st-jakobus-behindertenhilfe.de

www.kinderheim-st-johann.de

Registergericht Wangen: Registernummer: HRB 52 88

Finanzamt Wangen: Steuernummer: 91065/20076

Name und Sitz der Gesellschaft:

Gemeinnützige St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH

Schlossberg 3, 89 165 Dietenheim

Gestaltung und Herstellung: Druckerei Kleb, 88239 Wangen-Haslach

16


ST. KONRAD HASLACH

Angebot für Kirchengemeinden

und Vereine

Unter dem Thema „Rollstuhl, Blindenstock,

Barrierefreiheit“ haben wir ein

eineinhalbstündiges Informations-Programm

entwickelt, das wir Ihnen anbieten

können, um Ihre Kirchengemeinde

oder Ihren Verein fit zu machen für ein

gutes Miteinander zwischen behinderten

und nicht-behinderten Menschen.

Denn oft fragt man sich:

Einen Rollstuhl schieben, wie geht das

eigentlich? Tatsächlich kann es schon

am ersten Bordstein tückisch werden.

Wenn alle älter werden, ist es geschickt,

wenn man weiß, wie man anpacken

kann. Es fängt ja schon damit

an, dass man nicht weiß, soll man hingucken

oder nicht hingucken? Wenn

Sie hinschauen, sind Grundkenntnisse

im Umgang mit gängigen Hilfsmitteln

von Vorteil. Gut zu wissen ist dann

auch, was wir alle brauchen, damit

sich behinderte Menschen so selbständig

wie möglich bewegen können.

Mitarbeiter von St. Jakobus / St. Konrad

in Haslach bereiten Sie gerne auf einige

Situationen vor, die sie mit etwas

Erfahrung leicht meistern können.

Praktikumsangebot

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder

Jahrespraktikum (Vorpraktikum)

St. Konrad Haslach ist eine katholische Einrichtung für Menschen mit Behinderungen

unter der Trägerschaft der gem. St. Jakobus Behindertenhilfe

GmbH. Die Begleitung, Betreuung und Förderung von Menschen mit einer

geistigen Behinderung ist unsere Aufgabe.

Für die Mitarbeit auf der Wohngruppe suchen wir ab 1. September 2009

PraktikantInnen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)

oder für ein Jahrespraktikum (Vorpraktikum)

Bei einem persönlichen Gespräch geben wir Ihnen gerne nähere Informationen.

Bitte richten Sie Ihre telefonische Anfrage, sowie Ihre schriftliche

Bewerbung an:

St. Jakobus Behindertenhilfe

Hoferweg 6

88239 Wangen-Haslach

Tel. 07528/9280

oder bewerben Sie sich einfach per E-mail:

sr-veronica@st-jakobus-behindertenhilfe.de

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

St. Konrad Haslach ist anerkannte Zivildienststelle.

Kontakt über Schwester Veronica

(Tel.: 07528 928 615)

ST. JOHANN ZUSSDORF

„Crazy 9“ lassen es rocken

Die Schulband „Crazy 9“ der Sonderschule

St. Christoph in Zußdorf besteht

mittlerweile seit einem Jahr. Sie

hat schon einige erfolgreiche Auftritte

hinter sich gebracht, wie z.B. die Eröffnung

der Kunstgalerie in der Frühberatungsstelle

des Sinneslehrpfads

auf dem Schulgelände. Des Weiteren

wurde die musikalische Gestaltung

bei Gottesdiensten in der Kapelle, des

Fasnetsballs, des Weihnachtsspiels

und des Sommerfestes übernommen.

Wir möchten Ihnen heute die

„Crazy 9“ näher vorstellen.

Für die Percussion sind Robert, Oleg

und die beiden Nadine zuständig. Mit

Triangel, Rassel, Trommel und anderen

Rhythmusinstrumenten sorgen sie

für den richtigen „Groove“.

Am E-Piano und Klavier zeigt Sven

immer wieder seine musikalische

Größe, indem er in der Probe beispielsweise

einen improvisierten Blues

spielt und dann genauso gekonnt

einen Rocksong folgen lässt.

Severin ist unser Multitalent. Ob Schlagzeug,

Vibraphon oder Gesang, überall

ist er einsetzbar. Es ist immer wieder

eine Freude zu erleben, welche Musikalität

in dem jungen Mann steckt.

Unsere Sängerin ist Jessica. Gemeinsam

mit Severin hat sie beim Weihnachtsspiel

2008 ein wunderschönes

Duett gesungen.

Unterstützt werden die Musiker von

den beiden Lehrern Thomas Bollinger

und Daniel Feil.

Vor kurzem haben wir einen E-Bass

und eine E-Gitarre für die Band kaufen

können. Dies ermöglicht uns eine

enorme Erweiterung des „Sounds“,

den man bei unserem letzten Auftritt,

am Fasnetsball, schon zu hören

bekam.

Weitere feste Tourdaten sind die Abschiedsfeier

von Herrn Pfarrer Franz

Xaver Weber und das Sommerfest

Da die Band sehr gefragt ist, wird sicher

der ein oder andere „Gig“ noch

hinzukommen.

• Daniel Feil

DER JAKOBUSBOTE 1. Ausgabe 2009

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ST. JOHANN ZUSSDORF

Judo als Schulsport

Seit Anfang dieses Schuljahres gibt

es an unserer Sonderschule St. Christoph

eine Judogruppe. 6 Schülerinnen

und Schüler trainieren einmal

in der Woche mit unserer Ergotherapeutin

und Judotrainerin Stefanie

Lange Fallen, Werfen und vor allem:

faires Kämpfen.

Das ist nicht immer ganz einfach: Regeln

müssen eingehalten, Signale beachtet

sowie die eigenen Stärken und

Schwächen akzeptiert und mit denen

des „Gegners“ in Einklang gebracht

werden.

Neben der Förderung motorischer

Fähigkeiten steht die Erhöhung der

Frustrationstoleranz, der psychischen

und physischen Ausdauer sowie des

Selbstwertgefühls im Vordergrund.

• Axel Heisel

ST. KONRAD HASLACH

Seniorentreffpunkt in St. Konrad

Seit März 2002 treffen sich monatlich ca. 50 Senioren zum Seniorennachmittag

in St. Konrad Haslach.

Vom Sozialausschuss des damaligen Kirchengemeinderates (Frau Rütten,

Frau Schönsteiner) wurde angeregt, die Senioren zu einem Nachmittag

der Begegnung einzuladen. Die Anzahl der Personen ist auch nach fast

sieben Jahren nahezu unverändert geblieben.

Das Motto der Diözese

zur Seniorenarbeit „Die

Kirche kennt keine Altersgrenze“

ist immer noch

sehr aktuell.

Ab April 2002 hatten

wir jeden Monat einen

Referenten zur Gast,

unternahmen einen

jährlichen Ausflug, feierten

Gottesdienste in

der schönen Kapelle von St. Konrad (z.B. Advent, Fastenzeit, Krankensalbung,

Maiandachten), früher mit Herr Pfarrer Mattes und heute mit Herrn

Pfarrer Dr. Schniertshauer. Der Fasching mit originellen Beiträgen der Senioren

kam auch nicht zu kurz.

Von Beginn an waren wir mit großer Herzlichkeit in St. Konrad willkommen.

Für die Pfarrgemeinde und für die BewohnerInnen von St.

Konrad ist diese Begegnung sehr wertvoll, schafft sie doch gegenseitige

intensive Kontakte.

Die Judokas der Schule St. Christoph: Steven

Weishaupt, Bernd Eble, Vanessa Strongone,

Nadine Plocher, Florian Blaschke, nicht im

Bild: Philipp Dorner

ST. KONRAD HASLACH

Wir wünschen und hoffen, dass dieser eingeschlagene Weg noch lange

begehbar bleibt. Wir danken dem Kloster Brandenburg und seinen

Schwestern, die in St. Konrad ihren sehr geschätzten Dienst tun und

der Geschäftsleitung der St. Jakobus Behindertenhilfe für die harmonische

Zusammenarbeit und Gastfreundschaft.

Besonderer Dank gilt auch den vielen fleißigen Händen, die stets bereitwillig

im Stillen helfen. Ohne sie wären unsere Veranstaltungen

nicht möglich.

Für das Leitungsteam:

• L. Rütten und H. Schönsteiner

Helga Venohr, Bewohnerin in St. Konrad, hat uns für den Jakobusboten

ein Bild gemalt. Sie sehen Herrn Pfarrer Otto Baur mit 2 Ministranten

beim Gottesdienst in der Rosenkranzkapelle.

Frau Venohr schreibt dazu:

„Ich finde toll, dass wir eine schöne Rosenkranzkapelle haben und

wir mit einander die schöne Messe feiern können und die tollen

Lieder singen können mit Musik. Und wir ministrieren können. Der

Pfr. Baur macht auch so schöne Messe, ich finde ihn einfach toll,

wie er so schön macht. Und er liest auch tolle Geschichten vor. Ich

finde das einfach super.“

• Helga Venohr

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Die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Sr. M. Veronica Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Bereichsleitung Tagesstruktur

Helmut J. Müller Geschäftsführer, St. Jakobus Behindertenhilfe

Carolin Bucher Bereichsleitung Wohnen

Heidi Merkle Sozialdienst

Sr. M. Felicitas Trück Heilpädagogin

Thomas Richter Schulleiter

Axel Heisel Fachlehrer

Romana Urban Fachlehrerin

Alfons Leierseder Stellvertretender Leiter der Tagesstruktur

Dorothee Lehmann-Mader Heilerziehungspflegerin

Gerlinde Rutka-Gletter Arbeitserzieherin

Thomas Riess Zivildienstleistender

Karin Schlichtling-Lau Vorstand der Schomburger Genossenschaftsläden

Jörg Stöhr Gesamtwohnbereichsleiter

Stefan Schirmer Sonderschullehrer

Ulrike Kerle Kindergartenleiterin

Sigrid Kausch Heilpädagogin

Gabi Stark Kinderkrankenschwester

Jonathan Schnetter Heilerziehungspfleger

Rosa Pfau Arbeitserzieherin

Marianne Weiß Erzieherin

Daniel Feil Sonderschullehrer


Spendenaufruf

Für Spenden möchten wir Ihnen heute unser

St. Jakobus Spendenkonto ans Herz legen. Um

Kosten zu sparen, führen wir auch hier beide Einrichtungen

zusammen. Wenn Sie für Ihre Spende

speziell St. Johann in Zußdorf oder eher St. Konrad

in Haslach vorsehen möchten, bitten wir um einen

Hinweis unter "Verwendungszweck". Das wird von

uns genau beachtet.

Vielen Dank für die Unterstützung und Ihr Vertrauen

in unsere Arbeit! Um den Aufwand so gering

als möglich zu halten, erlauben wir uns, in jeder

Ausgabe des St. Jakobusboten einen Überweisungsträger

abzulichten.

Gerne sind wir bereit, Ihnen eine Spendenbescheinigung

auszustellen.

Überweisung/Zahlschein

(Name und Sitz des überweisenden Kreditinstituts)

Bankleitzahl

Den Vordruck bitte nicht

beschädigen, knicken,

bestempeln oder beschmutzen.

Beleg/Quittung für den Kontoinhaber

Konto-Nr. des Kontoinhabers

Begünstigter: (max 27 Stellen)

Gem. St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH

Konto-Nr. des Begünstigten

bei (Kreditinstitut)

Spenden-/Mitgliedsnummer oder Name des Spenders: (max. 27 Stellen)

PLZ und Straße des Spenders: (max. 27 Stellen)

Kontoinhaber/Einzahler: Name, Vorname, Ort (max. 27 Stellen)

Betrag: Euro, Cent

Bankleitzahl

101017772 650 501 10

EUR

S P E N D E

Empfänger

Gem.St.Jakobus Behindertenhilfe

GmbH

Konto-Nr.

Verwendungszweck

Spende

bei Kreditinstitut

101017772 KsK Ravensburg

Bis Euro 100,– gilt der

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